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Gute Nachbarschaft - Jetzt WIR Zusammen!

Ansprechpartner
Sigrid Lemp
Funktion Fachbereichsleitung Arbeit, Familie und Soziales
Jetzt WIR Zusammen - Qualität stärken im Quartier für Senioren, Geflüchtete, Zuwanderer und alle Familien
Projektbeschreibung
Für die Problem-Quartiere in der Gemeinde (Wiefelstede und Metjendorf) sollen im Projekt Konzepte entwickelt und realisiert werden, die folgende Problemsituationen systematisch angehen und in den Fokus von Politik und Gemeindeentwicklung rücken: 1. Demografische Herausforderungen und nicht ausreichende barrierefreie Wohnmöglichkeiten für Senioren mit/ohne Betreuung im Kernort Wiefelstede, Einsatz ambulanter Pflegedienste, zu wenig Nachbarschaftsdienste und Dienstleistungen für Senioren: Hier soll in einem großen geplanten Baugebiet ein Wohnprojekt für/mit Senioren entwickelt und in der Umsetzung begleitet werden. Die Beteiligung einer Stiftung für Wohnen im Alter soll erfolgen. Gleichzeitig soll eine Kümmerer-Struktur aufgebaut werden. 2. Integration von Zugewanderten und Geflüchteten: (Parallelgesellschaften, Effektivität aber Überforderung (ehrenamtlicher) Flüchtlingshelfer/-paten), Flucht in Drogenkonsum, wenig Integration in das Vereins- und Gemeinwesen, zu wenig Mietwohnraum. Für das o.g. Baugebiet soll bezahlbarer Mietwohnungsbau initiiert werden, die ehrenamtlichen Paten sollen stärker in ihren Bemühungen unterstützt und begleitet werden. 3.soziale Integration von Menschen und Familien an der Armutsgrenze/mit Transferbezug: Schaffung von Mietwohnraum, Integration ins dörfliche Vereinsleben, Stärkung der Beratungsstrukturen im Netzwerk hinsichtlich familienpolitischer Leistungen, Kinderbetreuung etc. 4.Stärkung des Gemeinwesens und Integration von Neubürgern in die Dorfgemeinschaft im Quartier Metjendorf: Initiierung von Nachbarschaften und Zugehörigkeitsgefühl zum Wohnquartier. Aufbau mehr gesellschaftlicher Teilhabe/Nachbarschaft in einer aktiven GWA mit Beteiligungsstrukturen, die Problemlagen der Bewohner sollen aufgegriffen und bearbeitet werden. Ziel ist die Identitätsfindung im Quartier und die Integration der vielen Neubürger. Hierzu soll vor allem die Zusammenarbeit mit Vereinen, aber auch Grundschule und KiTas forciert werden. Das Mehrgenerationenhaus soll zur Kümmerer-Station der Bürger werden. Um größere Effektivität der bisherigen Bemühungen in der GWA zu erlangen bzw. die Probleme greifbar zu lösen, soll eine bessere Koordinierung der vorhandenen Einrichtungen und Maßnahmen sozialer Arbeit in der Kommune und mit Netzwerkpartnern in den Fokus der kommunalen Bemühungen gesetzt werden. Aktiv sollen durch Netzwerkarbeit einbezogen werden: Familienservicebüro Flüchtlingshelfer Mehrgenerationenhaus in Metjendorf
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Wiefelstede ist eine ländlich geprägte Flächengemeinde (ca.106 qkm) mit zwei Kernortzentren, die 10 km voneinander entfernt sind. Diese Kernorte, Wiefelstede und Metjendorf (zusammen mit den direkt anlegenden Bauerschaften Heidkamp und Ofenerfeld) haben unterschiedliche Problemlagen. Beide Kernort-Quartiere sind geprägt durch Einfamilienhäuser und Doppelhäuser im Eigentum der Bewohner und der demografische Wandel ist deutlich wahrzunehmen. Auf die steigende Alterung der Bevölkerung ist die soziale Gemeinschaft und die Infrastruktur vor allem im Kernort Wiefelstede nicht ausreichend vorbereitet. Seniorengerechte Wohnungen und bezahlbare (Miet)-Wohnungen sind nicht in ausreichender Anzahl vorhanden, Zudem ist die Integration von sozial schwächeren Familien durch die vorhandene Wohnraumstruktur schwierig, so auch besonders die Integration von Migranten- und Flüchtlingsfamilien, die seit 2015 vor allem im Kernort Wiefelstede aufgenommen wurden. Einzelne Vermieter nutzen die Situation, heruntergekommene Wohnungen überteuert zu vermieten. Die Bildung von Parallel-Gesellschaften ist zu befürchten, die "Ersatzwelt Drogen" wird vermehrt zum Problem. Im südl. Gemeindequartier Metjendorf, das direkt an die Großstadtgrenze von Oldenburg grenzt, gibt es eine starke Durchmischung der bisherigen Bevölkerung durch Zuzug von Auswärtigen. Werden Häuser durch Sterbefälle der Bewohner frei, werden sie hochpreisig an Höchstbietende, die aus der Stadt Oldenburg kommen, verkauft oder vermietet. Die bisherige Kultur der ländlichen Dorfgemeinschaft und des solidarischen Miteinanders leidet und wird immer weniger lebendig gelebt, für viele ist der eigentliche Wohnort nur die Schlafstadt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wiefelstede Kernort
Beschreibung
Das Projektgebiet umfaßt über eine Fläche von ca. 4,3 qkm die Bauerschaften Wiefelstede 1, Wiefelstede 2 und Wiefelstede 3. Diese Bauerschaften im Zentrum der ländlich geprägten Gemeinde waren ursprünglich der Kern der Gemeinde und hier ist auch jetzt noch das Rathaus und die einzige Kirche der Kommune. Das Quartier ist geprägt von Einfamilienhäusern und Doppelhäusern (letzteres in den neueren Baugebieten), die von den Eigentümern zumeist selbst genutzt sind. Mietwohnungsbau ist nur in sehr geringem Ausmaß zu finden. Direkt an das Quartier grenzen in allen Ortsrichtungen landwirtschaftliche Flächen. Die Versorgung mit Lebensmitteln aller Art kann direkt im Quartier erfolgen, Fachgeschäfte für andere Bedarfe sind nur sehr begrenzt oder gar nicht vorhanden. OPNV ist nur begrenzt nutzbar. In diesem Quartier sind die meisten Zuwanderer (fast 200 Personen) der Gemeinde wohnhaft/untergebracht, die seit dem Flüchtlingszustrom 2015/2016 zugewiesen wurden.
Einwohnerzahl
5352
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Wiefelstede Bauerschaften Metjendorf, Heidkamp, Ofenerfeld
Beschreibung
Dieses Quartier grenzt in einer Fläche von ca. 3 qkm südlich und östlich direkt an die Großstadt Oldenburg, viele der Bewohner arbeiten auch dort und sind sich nicht bewusst, dass sie nicht in Oldenburg, sondern in der dörflichen Gemeinde Wiefelstede wohnen. Das Gebiet gilt als Speckgürtel der Stadt Oldenburg. In nördlicher und westlicher Richtung grenzen an das Projektgebiet ausgedehnt landwirtschaftliche Flächen. Das Projektgebiet ist geprägt von Einfamilien- oder Doppelhäusern, die im Eigentum der Bewohner stehen. In einigen Straßenzügen im Quartier überwiegt die ältere Bevölkerung ab 75 Jahren, dort sind die Einfamilienhäuser alle vor ca. 50 Jahren erbaut worden. Aufgrund der Überalterung kommt es hier vermehrt zu Verkäufen des Wohnraums. Insofern gibt es eine starke Durchmischung der ehemals eher dörflichen Bewohnerstruktur. In den letzten Jahren sind zudem neue Baugebiete erschlossen worden, die inzwischen fast fertiggestellt sind und in denen es auch etliche Zuzüge aus der benachbarten Großstadt gibt. Die Infrastruktur, KiTas und Schule sind entsprechend angepasst worden. Der ÖPNV ist der Stadt Oldenburg angepasst und ausreichend. Mietwohnungen sind nur sehr begrenzt vorhanden und decken den Bedarf nicht, da auch hier die Bürger aus Oldenburg zugreifen.
Einwohnerzahl
6492
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Gemeinde Wiefelstede / Meldeamt
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Fachdienst Soziale Hilfen Gemeinde Wiefelstede
GWA/QM-Ansatz
Alle Probleme und Besonderheiten, die die soziale Lebensqualität der Bewohner im Quartier mindern, sollen ganzheitlich in ihrer Ursache gesehen und angegangen werden. Für dieses Ziel sollen vorhandene kommunale professionelle Ressourcen wie Familienservicebüro (besetzt mit 20 WoSt.), Flüchtlingshelfer (39 WoSt.) u. Mehrgenerationenhaus (hauptamtlich 49,5 WoSt.) effektiver genutzt und als "Kümmererstationen" eingesetzt werden. Gleichzeitig soll die Werbung für das Ehrenamt im sozialen Bereich forciert werden. Daneben wurden in der Politik weitere wesentliche Akzente gesetzt. Es gibt ein Seniorenpolitisches Konzept sowie ein Bekenntnis zum Mehrgenerationenhaus und dessen Arbeit. Alle genannten Voraussetzungen sollen für GWA effektiver genutzt werden. In einem Projektteam von 3 in der Kommune erfahrenen Mitarbeitern, welche mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Aktionsbereichen agieren können, sollen ergebnisorientiert die Problemlagen analysiert, dargestellt und partizipativ mit Akteuren, Bewohnern und kommunalen Gremien angegangen werden. MA 1/Projektleitung - Fachbereichsleitung Arbeit, Familie u. Soziales: Struktur und Koordination der GWA mit den vorhandenen kommunalen Ressourcen, Arbeit in politischen Gremien, Wohnraumentwicklung in den Quartieren. MA 2/Päd. Leitung: Mitarbeiter im Mehrgenerationenhaus, Vernetzung mit Vereinen u. Akteuren, Integration, Veranstaltungen MA 3/Projektmitarbeiter: Seniorenwohnprojekte, Freiwilligendienste, Nachbarschaftshilfe, Methoden:
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ist erreicht, wenn die Kooperationen und Netzwerkarbeit alle Personen in den Quartieren erreichen, die Zuständigkeiten und die Kooperationsmodalitäten abgeklärt und ein Mehrwert wie z.B. Erhöhung der Angebotsvielfalt etc. vorhanden ist.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn unterschiedliche Menschen (evtl. mit verschiedenen Herkunftsgeschichten) in den Quartieren zueinander finden, sich austauschen und eigeninitiativ oder mit ehren- oder hauptamtlicher Hilfe Aktivitäten entwickeln.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn die Wohn- , Hilfs-, und Beratungsbedarfe der Menschen im Quartier (möglichst mit Partizipation der Bewohner) verbessert werden und die Veränderungen das soziale Miteinander verbessern.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn es gelingt, dass verschiedene Akteure im Quartier offen ihre Angebote für verschiedene Zielgruppen wie Einheimische, Zugewanderte, Migranten und Senioren planen , möglichst unter Einbeziehung von Multiplikatoren dieser Gruppen.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn aus Anfragen und Anregungen von Menschen in Sprechstunden und Kümmererstationen in den Kontakten und in der Kommunikation eine Ermutigung und Stärkung erreicht wird, selber für Verbesserungen im Quartier aktiv zu werden
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
SVE Wiefelstede und TV Metjendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachausschuss für Generationen und Soziales der Gemeinde Wiefelstede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakoniestation Wiefelstede / Metjendorf (Ambulante Pflege)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro, Flüchtlingshilfe, Seniorenberatung, Mehrgenerationenhaus , kommunale Arbeitskreise und Gremien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kvhs Ammerland g GmbH (Maßnahmen KOLA, KOLA+ und weitere)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Präventionsprojekte Wiefelstede e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Kinder, Jugendliche und Familien in Wiefelstede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Ammerland. e.V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch das Projekt "Gute Nachbarschaft - Jetzt WIR Zusammen!" wird in zwei großen Quartieren in der Gemeinde konsequent der Focus auf den Aufbau einer vernetzten problemlösenden GWA gelegt. Ein beständiger Meilenstein ist das Wohnprojekt. Als Grundlage sind bereits kommunal finanzierte Einrichtungen der Sozialen Arbeit vorhanden. Durch starke Vernetzung und die Entwicklung neuer Strukturen und Maßnahmen im Team wird eine effektive GWA geschaffen, die nach Projektende kommunal Fakt bleibt.
Zustimmung Veröffentlichung
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