GWA Alt-Cuxhaven
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Wersien
| Organisation | Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk |
|---|---|
| Funktion | 1.Vorsitzender |
2. Kurzbeschreibung
Wir erschaffen HEIMAT: Gemeinsamkeiten gegen Einsamkeiten
Projektbeschreibung
Entstanden ist „Alles“ 2014 aus der Not heraus, dass sich viele Migranten allein gelassen und bei Umzügen, Renovierungen und Möbelbeschaffung überforderte fühlten. Einige Einwohner ließen sich von dieser Not bewegen und waren zur Stelle, um zu helfen. Dies sprach sich herum, so dass auch von Wohlfahrtsverbänden etc. Bedarfe an diese Engagierten weitergeleitet wurden. So wuchs die ehrenamtliche Initiative stetig weiter. Ende 2017 wurde ein Verein gegründet und mit der ersten Modellförderung wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen: ab 2018 wurde durch die Verknüpfung von Ehrenamt mit einem Hauptamtlichen (TZ) eine neue Struktur geschaffen und damit die Basis für eine fundierte GWA im Quartier gelegt.
Durch die Kontakte in den Wohnungen der EinwohnerInnen entstand Nähe und somit die Grundlage für vertrauensvolle Beziehungen. Häufig wurden aus den Hilfeempfängern neue ehrenamtliche Mitarbeiter. Darüber erfuhren wir zunehmend von weiteren Bedarfen und „neuen“ Nöten auch anderer Bevölkerungsgruppen. So wurden passende, weiterführende Angebote etabliert und zu anderen Beratungsstellen vermittelt.
Als Ergänzung zu der zuvor beschriebenen Geh-Struktur konnten wir im März 2020 das Begegnungszentrum Tante Emma eröffnen. Hier haben wir endlich die wichtige und ergänzende Anlaufstelle (Komm-Struktur) in einem ansprechenden Rahmen im Herzen von Alt-Cuxhaven schaffen können. Freie Räume für bürgerliches Engagement und andere Akteure und Initiativen komplettieren die örtliche GWA und werden zu einem Anziehungspunkt für die EinwohnerInnen.
Erschreckender Weise erleben wir immer öfter, wie EinwohnerInnen alleine bleiben und sich einsam fühlen. Selbst nach einigen Jahren sind neuzugezogene Ältere oder Migranten im Quartier noch nicht angekommen und noch immer alleine. Wir stellen fest, wie grundlegende Fähigkeiten fehlen, positive und stärkende Beziehungen aufzubauen und selbst Schritte zu gehen, um an erlebten Missständen Veränderung zu bewirken. Im Quartier erkennen wir keine andere Stelle, die sich aufsuchend auf den Weg macht, um dieser Not der EinwohnerInnen zu begegnen und sie unterstützt und begleitet.
Deswegen sehen wir hier unseren Auftrag: mit aufsuchenden Angeboten und daran anknüpfenden, niedrigschwelligen Veranstaltungen werden wir EinwohnerInnen erreichen und miteinander in Kontakt bringen. Dies wird Einsamkeit und Anonymität entgegenwirken. Sie werden zunehmend befähigt, selbst Veränderungen zu bewirken und sich eine Heimat zu gestalten.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Unser Quartier ist davon geprägt, dass neben Geschäftslokalen viel preisgünstiger Wohnraum vorhanden ist, der oft von sozial benachteiligten Personen bewohnt wird. Zugleich sind einige Bereiche aber für Neubürger attraktiv: Menschen wählen Cuxhaven als Altersruhesitz und können in Alt-Cuxhaven zentral (Infrastruktur) und gleichzeitig nah am Wasser leben.
Dies bewirkt eine stellenweise Sanierung von Wohnraum, welche die Verdrängung der ursprünglichen Bewohnerschaft bewirkt. Die verbesserte Gebäudesubstanz zieht häufig gutsituierte Bürger und Neubürger an. Hieraus ergibt sich in Ansätzen ein Gentrifizierungskonflikt.
Eine weitere Facette beleuchtet der Armutsbericht des Landkreises, welcher die Armutsbedrohung vor allem für Ältere, Alleinerziehende und Migranten benennt. In dem Zusammenhang sticht die private Verschuldung in unserem Quartier hervor: die Quote liegt hier bei 19% der Erwachsenen (Bundesdurchschnitt 10 %).
Somit finden sich in unserem Quartier viele zu integrierende Neubürger und auch sozial abgehängte Bevölkerungsteile in einem anonymen Nebeneinander und heterogenen Umfeld. Vor Ort wird offensichtlich, wie eine Kluft nicht nur zwischen Arm und Reich sondern auch zwischen Kulturen und Generationen auftut.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt "Alt-Cuxhaven"
Beschreibung
Unser Büro befindet sich direkt im Stadtteil Alt-Cuxhaven (s. Karte im Anhang). Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für Sozialbenachteiligte geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
13956
Quelle / Anmerkungen
Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt - siehe Bevölkerungspyramide (Anlage: Artikel CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide);
Projektgebiet = Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03352-Cuxhaven.html?nn=25856&year_month=202007
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Cuxhaven - siehe Anlagen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Für Gesamtstadt www.wegweiser-kommune.de - siehe Anlage
Projektgebiet geschätzt
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle www.weg-weiser-kommune.de (siehe Anlage) nur ab 65 Jahre;
zzgl. ca. 7% der 60-64 Jährige (Anlage: Artikel CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: www.wegweiser-kommune.de für Gesamtstadt;
Schätzung für Projektgebiet
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_csc_e.v_0.jpg
(99.22 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die BewohnerInnen. Ihre Themen und Bedarfe sind für uns handlungsbestimmend. Dabei sehen wir sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten als aktive Player in der Verbesserung ihrer Lebensumstände.
Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, sozialer Status etc. dürfen keine Grenzen bleiben. Sie bieten vielmehr belebende und bereichernde Potentiale für das ganzheitliche und nachhaltige Miteinander in unserem Gebiet. So können sich Initiativen sich um neu entdeckte Gemeinsamkeiten finden und aktiv werden.
Wir verfolgen in diesem Projekt den Ansatz einer aufsuchenden Arbeit. Mittels der aufsuchenden und aktivierenden Befragung möchten wir zu EinwohnerInnen in Kontakt kommen und Beziehungen aufbauen. Da sie die Experten für ihre Lebensrealität und ihr Umfeld sind, wollen wir sie für die aktive Gestaltung und zur Partizipation bei Gestaltungsprozessen gewinnen. Auf Dauer möchten wir uns als GWAler in unserer Aktivität zurücknehmen und zunehmend die EinwohnerInnen zur Selbstorganisation führen (So viel Aktivität von GWAler-Seite wie nötig, aber so wenig wie möglich.).
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Themen der EinwohnerInnen bestimmen die Aktivitäten. Zum Erreichen ihrer Ziele erfahren sie Unterstützung und Hilfestellungen.
Kriterium
Beschreibung
BweohnerInnen entwicklen eine zunehmende Selbstständigkeit in der Organisation und Durchführungen von Gruppentreffen. Sie fordern sich ggf. die benötigte Unterstützung bei dem hauptamtlichen GWAler ein.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner-Tandems entstehen und werden aus intrinsischer Motivation gepflegt. Freiwilliges Engagement wird gelebt und daraus entstehen neue, bereichernde Angebote für die EinwohnerInnen.
Beschreibung
Stärken von EinwohnerInnen werden erforscht, aktiviert und weiterentwickelt - dadurch wächst das Selbstwertgefühl und die Innere Stärke. Auch die vorhandenen sozialen und räumlichen Ressourcen werden erarbeitet und als Resspurcen genutzt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Unser hauptamtlicher GWAler ist auf der einen Seite Ansprechpartner für Stadt, Kommune und weitere Netzwerkpartner. Auf der anderen Seite ist er das Gesicht und Vertrauensperson für die EinwohnerInnen und die engagierten Ehrenamtlichen.
Die Ehrenamtlichen sind um verschiedene Themen (z.B. Beratung, Begleitung, praktische Hilfen, Nähtreff etc.) gruppiert und haben jeweils einen verbindlichen Ansprechpartner. Hier werden die Aufgaben besprochen und der Rahmen für die Aktivitäten gesetzt. Gleichzeitig besteht auf dieser Ebene die Möglichkeit zu kollegialem Austausch. Die jeweiligen Ansprechpartner stehen im Kontakt mit dem Hauptamtlichen, um die Ergebnisse zu sichern und weitere Fragestellungen zu klären oder Schulungsbedarf zu benennen.
Regelmäßig finden größere Treffen statt, um die erreichten Ergebnisse festzuhalten und diese Erfolge wertzuschätzen. Gleichzeitig wird miteinander beraten, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen sich zeigen. Auch hier werden die Ehrenamtlichen als ExpertInnen ihrer Lebensumstände wertgeschätzt und wahrgenommen. Ihre Impulse und ihre Ausrichtung im Engagement sind für unsere Gesamtstrategie essentiell.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat 3 (u.a. Soziales, Bildung und Kultur) /// Landkreis Cuxhaven ( Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V., Freie ev. Gemeinde Cuxhaven, EKG Altenwalde/Offenes Herz Altenwalde, Büro der Innenstadtgemeinden (EKG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, der Paritätische, Hospizverein, Shalomhaus, Blaues Kreuz, Lebensraum Diakonie (ehemals Herbersverein), Wellcome e.V. für frühkindl. Hilfen, Kreissportbund, Förderwerk Bremerhaven/Engergiesparcheck Cuxhaven, Lions, Rotarier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TWG Cuxhaven, IG Lotsenviertel, Mayerhoff Consulting, EWE, Hildebrand Personaloptimierung, Reederei Otto Wulf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales+Wirtschaft) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven, facebook
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt, Diakoniestation Cuxhaven, Familienhebammen des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FC Eintracht Cuxhaven e.V., Baskets Cuxhaven, Music made in Cuxhaven e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt MdL Thiemo Röhler (CDU) MdL Eva Viehoff (B90/Grüne) Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD), SPD Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände) /// one4one (Corona Nachbarschaftshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der Lenkungsrunde "Engagierte Stadt", Mitglied der interkulturellen Woche, Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete, Mitglied Demokratiekonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch /// Engagierte Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS im LK Cuxhaven, Berufsbildene Schulen (BBS)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mehrgenerationenhaus, Musikschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wie in der Begründung dieses Folgeantrages erläutert und im Letter of Intent des Landkreises beschrieben, gibt es die Perspektive, dass wir vom Landkreis als möglicher, lokaler Partner für ein neues, umfassendes Projekt der aufsuchenden Sozialarbeit gesehen werden. Somit könnte dies einen wesentlichen Teil zur zukünftigen Finanzierung beitragen.
Mit der Stadt entsteht gerade über die Vorbereitung einer Stadtteilkonferenz eine neue Intensität der Zusammenarbeit.
11. Medien
Galerie
Videos
film_csc_neu_klein.mp4
(55.72 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Welcome Kralenriede
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ilka Binnewies
| Funktion | Einrichtungsleitung / Sozialarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Kralenriede wächst zusammen
Projektbeschreibung
In Kralenriede am Stadtrand von Braunschweig ist seit 1983 eine Erstaufnahmeeinrichtung angesiedelt. Noch vor ihrer Ansiedlung wurde von der lokalen CDU Wahlkampf dagegen gemacht. Außer der EA gibt es in Kralenriede zwei Wohngebiete und zwei Gewerbegebiete. Der Ort selbst wurde 1915 für Arbeiter einer Munitionsfabrik gegründet. Bis 2015 gab es außer den Einkaufsläden, den Buslinien (und einem engagierten Sportverein, in dessen Fusballgruppe ein paar Geflüchtete aktiv sind) keinerlei strukturelle Begegnungsmöglichkeiten zwischen Geflüchteten und Alteingesessenen. 2015 gründete sich der Verein TRIVT, und konnte 2016 einen Kiosk als Nachbarschaftliche Begegnungsstelle und Anlaufstelle für Geflüchtete in Betrieb nehmen sowie seit 2017 Personalmittel des Landes gewinnen. Hier findet in kleinem Rahmen echter Kontakt zwischen Geflüchteten und Alteingesessenen statt. Die LAB und die Geflüchteten werden weitgehend als Fremdkörper von den Alteingesessenen wahrgenommen, und die Geflüchteten fühlen sich fremd im Quartier. 2015/16 gab es eine dramatische Überbelegung der LAB, sie erreichte zeitweise eine Belegung weit höher als die EinwohnerInnenzahl Kralenriedes. Über Belästigungen der Alteingesessenen durch Geflüchtete und Straftaten wurde teilweise nicht angemessen berichtet, was zu einem Verstummen über das Thema führte. Wir wollen das Thema aufgreifen, die Fremdheit im Quartier (möglicherweise nicht nur zwischen den beiden Gruppen) vermindern und die Traumata auf allen Seiten soweit möglich bearbeiten, damit alle Menschen sich wieder als Menschen in Kralenriede begegnen können, ohne Vorbehalte, und dadurch die Lebensqualität in Kralenriede steigern. Dies wird sich u.E. auch auf Braunschweig und Niedersachsen auswirken, wenn sozial angekommene statt sozial abgelehnte Geflüchtete in die Kommunen verteilt werden. Braunschweig wird besonders profitieren, da schon jetzt viele Angehörige vulnerabler Gruppen (Traumatisierte, Schwangere, Kranke) eine Verteilung nach BS erreichen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
2015/16 war die LAB in Kralenriede bis zu zehnfach überbelegt (es gibt 900 Betten, von denen aber wegen der Belegbarkeit der Zimmer und fortlaufender Renovierungsarbeiten normalerweise ständig nur 600 belegt sind). Damit gab es vorübergehend fast zweimal soviele Geflüchtete wie Alteingesessene. Die große Anzahl fremder Neuankömmlinge in dem eher ruhigen Quartier (die Durchgangsstraße und die Läden waren plötzlich voll) und etliche kriminelle Taten (Einbrüche, gewalttätige Auseinandersetzungen, Belästigungen) führten bei Teilen der Alteingesessenen zu starker Verunsicherung, Traumatisierungen und zur Verfestigung von ablehnenden Haltungen. (Schon vor der Ansiedlung der LAB war von der lokalen CDU Wahlkampf dagegen gemacht worden.) Eine individuelle Integration von Geflüchteten in das Quartier ist unmöglich, weil es dort keinen Wohnstandort gibt. Alle Geflüchteten, die kommen, gehen auch wieder. Langfristige persönliche Beziehungen können im Quartier selbst nicht aufgebaut werden. Einigen Angehörigen vulnerabler Gruppen (Traumatisierte, Schwangere, Kranke) gelingt es, eine Verteilung ins Braunschweiger Stadtgebiet zu bekommen - diese Menschen besuchen das Welcome House auch nach ihrer Verteilung weiter; da sind also grundsätzlich längerfristige persönliche Bindungen möglich. Ziel ist, verbindliche kurz - oder langfristige Kontakte und Informationen zu ermöglichen, die zu einem Abbau der Fremdheit auf beiden Seiten führen. Dies soll auch im Rahmen der Bearbeitung von Traumata bei Geflüchteten und Alteingesessenen geschehen, um dieses gemeinsame Schicksal möglichst effektiv in eine Ressource für das Klima im Quartier, für Braunschweig und für das Land zu verwandeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Stadtteilmanagement Lüneburger Innenstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Friedrich Graf
| Organisation | Hansestadt Lüneburg Stabsstelle Jugend/Soziales |
|---|---|
| Funktion | Stabsstelle Strategische Steuerung und Entwicklung - Schwerpunkt Stadtteilarbeit |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit für eine sorgende Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Wir wollen nah dran sein an den Anliegen der Menschen, sie in ihren Potentialen stärken, Gestaltungsräume bieten und damit die Entwicklung aktiver Nachbarschaften fördern. Mit diesem Ziel wird im Rahmen der Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit im Dezernat für Bildung, Jugend und Soziales aktuell u.a. in Zusammenarbeit mit freien Trägern das Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ entwickelt. Damit sollen organisatorisch bisher dem ASD zugeordnete Aufgaben des Stadtteilmanagements zukünftig in einem neu geschaffenen Bereich Stadtteilmanagement verfolgt und damit die Gemeinwesenarbeit in den Stadtteilen gestärkt werden.
Die Innenstadt bringt neben vielen Vorteilen durch attraktive Straßenzüge, Plätze mit Verweilqualität, Gewerbe und Gastronomie auch besondere soziale Herausforderungen mit sich: Hier treffen Suchtmittelabhängige, Partygänger, Gewerbetreibende und Anwohner mit ihren jeweiligen Interessen auf einander. Damit einher gehen Probleme durch Lärmbelästigung, Verschmutzung öffentlicher Bereiche und die Entstehung von Angsträumen, die letztlich zu Konflikten und Frustration insbesondere auf Seiten der Anwohner führen. Das Stadtteilmanagement soll u.a. den Austausch zwischen den Interessengruppen und das gegenseitige Verständnis fördern. Mit dem Fokus auf die Bewohnerschaft zielt das Stadtteilmanagement ebenfalls darauf ab, die Identifikation der Bewohner als sorgende Nachbarschaft zu fördern und gemeinsame Perspektiven für die Gestaltung des Stadtteils und des Zusammenlebens zu entwickeln.
Die erste und zugleich stetige Aufgabe des Stadtteilmanagements wird in der Beziehungsarbeit mit den Anwohnern und Akteuren im Stadtteil liegen. Darauf aufbauend sollen die Bürger darin begleitet werden, ihre Visionen des Zusammenlebens selbst zu artikulieren und aktiv zu verfolgen. Eine weitere Aufgabe des Stadtteilmanagements liegt in der Förderung der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und nichtstädtischen Akteuren. Durch das Aufnehmen und Teilen von Informationen und die Initiierung von Austauschtreffen und gemeinsamen Projekten verschiedener Akteure soll das Stadtteilmanagement zur Vernetzung in der Innenstadt beitragen und mögliche Synergien sichtbar machen.
Wir brauchen das Stadtteilmanagement in der Innenstadt, um den Bürgern Mut zu machen, sich zu engagieren und die Bildung einer aktiven Nachbarschaft zu fördern.
Laufzeit
2021-02-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Lüneburger Innenstadt ist Zuhause für fast 6000 Bewohner. Zugleich ist sie Aufenthaltsort für viele Tagesbesucher und Touristen. Vermutlich auch dadurch beeinflusst, ist das Leben in der Innenstadt von einer größeren Anonymität geprägt, als dies in anderen Stadtteilen zu beobachten ist. Entsprechend gering ist überwiegend die Identifikation mit der Innenstadt als eigenem Quartier und das damit verbundene Wir-Gefühl der Bewohner.
Herausfordernd für viele Bewohner der Innenstadt sind als Angsträume wahrgenommene Orte (bspw. Am Sande, Clamartpark, St. Johanniskirche). Diese sind häufig dominiert von Alkohol-und Drogenkranken, Dealern und schwer erreichbaren sozialen Randgruppen. Zu Spannungen kommt es zudem immer wieder durch Interessenkonflikte zwischen Anwohnern, Tagesgästen die zum Feiern kommen und Gastronomen.
Erfahrungen der Corona-Pandemie zeigen, dass ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von funktionierenden Nachbarschaften besteht. Die Herausforderung besteht darin, die Menschen darin zu unterstützen, ihren Willen zu artikulieren, sich zu organisieren und das Zusammenleben in der Innenstadt zu gestalten. Die Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen zur Förderung und Etablierung einer sorgenden Gemeinschaft zu schaffen und den Austausch der verschiedenen Interessengruppen zu fördern.
Im Rahmen eines umfassenden Prozesses zur Weiterentwicklung der stadtteilorientierten Arbeit der Hansestadt wird aktuell in Abstimmung mit freien Trägern ein Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ erarbeitet. Ziel ist es, die Gemeinwesenarbeit und damit das Stadtteilmanagement in Lüneburg konzeptionell neu aufzustellen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Innenstadt (Altstadt)
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst den definierten Bereich des Stadtteils "Altstadt" mit einer Flächengröße von 104 ha.
Es grenzt im Süden an den Clamartpark und die Lindenstraße,
im Westen an die Sülztorstraße, Am Sülzwall, Am Bendikt und Am Springintgut
im Norden an die Hindenburgstraße und Reichenbachstraße
im Osten an die Schießgrabenstraße
Einwohnerzahl
5962
Quelle / Anmerkungen
Hiesiges Melderegister, Stichtag 23.04.2019
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Unterlagen zum Gebiet
auswertung_einwohner_altstadt_23.04.2019.pdf
(24.51 KB)
projektgebiet_lueneburg_innenstadt.pdf
(2.04 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Einrichtung des Stadtteilmanagements in der Innenstadt bildet den Auftakt der Gemeinwesenarbeit in diesem Stadtteil. Damit liegt der Fokus deutlich stärker als bisher auf der Information und Beteiligung der Bürger. Planungsprozesse der sozialen Infra- und Angebotsstruktur im Stadtteil werden in Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern neu aufgestellt. Mit der Weiterentwicklung sollen die Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume für die Menschen und Akteure im Stadtteil erweitert und Zugänge zu sozialen Angeboten und Dienstleistungen erleichtert werden. Partizipation, Unterstützung von Kommunikation, Selbstorganisation und gemeinsamer Handlungsfähigkeit sind dabei zentrale Merkmale.
Als Aufgaben und Methoden des Stadtteilmanagements werden im umzusetzenden Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ deshalb folgende Aufgaben und Methoden definiert: Bedarfs- und Bestandsaufnahme, Koordination und Moderation von Stadtteilrunden/ Netzwerken, Förderung der Zusammenarbeit der Akteure, Förderung der Bewohnerschaft zur Mitwirkung bei der Gestaltung des Stadtteillebens, Beteiligung der Bewohnerschaft, Ehrenamtspflege, Informationsarbeit für Bürger*innen, Akteure, Verwaltung und Politik, Initiierung, Aufbau und Begleitung von Nachbarschafts- /Bürgerprojekten, Steuerung von Angeboten im Stadtteil.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner werden mit ihrem Willen und ihren Interessen als konstruktiv kritisches Gegenüber ernst genommen. Sie haben die Möglichkeit, Projekte zu initiieren und Planungsprozessen anderer, insbesondere städtischer Akteure mitzugestalten.
Kriterium
Beschreibung
Die Bürger werden durch das Stadtteilmanagement nach Bedarf darin unterstützt, gemeinsame Formate des Dialogs zu entwickeln, ihren Willen zu artikulieren, gemeinsame Aushandlungsprozesse zu führen und Projekte und Angebote zu initiieren.
Kriterium
Beschreibung
Die Akteure wissen um die Interessen und Themen voneinander. Darüber hinaus arbeiten sie in definierten Gremien und anlassbezogenen temporären Runden zusammen. Im Fokus steht das Wohl und die Stärkung des Gemeinwesens.
Kriterium
Beschreibung
Durch gemeinsames Engagement wächst die Akzeptanz unterschiedlicher Personengruppen füreinander. Individuelle Netzwerke werden erweitert und durch verschiedene Veranstaltungen Erfahrungen der Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit gemacht.
Beschreibung
In einem Stadtteilteam aus Vertretern verschiedener Handlungsfelder und Institutionen, zu dem Themenbezogen weitere Akteure eingeladen werden können, wird integriert an Projekten und Herausforderungen zusammengearbeitet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lebensraum Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
drobs - Fachstelle für Sucht und Suchtprävention
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Aktuell befinden wir uns als Dezernat für Bildung, Jugend und Soziales der Hansestadt Lüneburg im Prozess der Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit. Als ein Baustein dieses Prozesses wird ein Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ erarbeitet. Ziel ist es, organisatorisch einen neuen Bereich inkl. Personal für diese Tätigkeit zu schaffen, um dem mit dem Fachkonzept verbundenen Anspruch an das Stadtteilmanagement auch zukünftig nachkommen zu können.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Hallo Nachbar!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Mina Amiry
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Integration auf Augenhöhe in der Gemeinde Molbergen
Projektbeschreibung
Der gemeinnützige Verein Integrationslotsen im Landkreis Cloppenburg e.V. setzt sich für die Interessen und Rechte von Migranten ein und deren gleichberechtigte Teilhabe im Familienleben, Bildung, Beruf und Gesellschaft. Ein besonderes Anliegen ist es, Begegnungen von Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen zu organisieren, um dazu beizutragen, Vorurteile und Ängste vor dem vermeintlich Fremden abzubauen.
Das Projekt „Hallo Nachbar!“ möchte gegenüber Migranten in der Gemeinde Molbergen sowie deren Ortsteilen Peheim und Ermke durch gemeinsame Treffen und Exkursionen Nachbarschaftshilfe leisten.
Über die Projektlaufzeit verteilt sollen in der Gemeinde Molbergen und den Ortsteilen Peheim und Ermke an unterschiedlichen sozialen Treffpunkten (z.B.Pfarrheime, soziale Gemeinschaftsräume) ansässige Migranten und deren Nachbarn zu gemeinsamen Treffen und Beratungsterminen eingeladen werden. Während der Treffen gibt es die Möglichkeit, sich bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken näher kennenzulernen. Durch hinzugezogene Sprachmittler wird die Kommunikation erleichtert. Die Termine werden teilweise durch soziale und kulturelle Informationsveranstaltungen ergänzt (z.B. das deutsche Schulsystem, Gesundheitsvorsorge) sowie durch Exkursionen (z.B. nach Bremerhaven, zum Museumsdorf Cloppenburg, zur Meyerwerft/Papenburg). Beratungstermine finden in Form von regelmäßigen Sprechstunden in der Gemeinde Molbergen statt, in denen Migranten Unterstützung bei Fragen und Problemen erhalten (z.B. beim Ausfüllen von Dokumenten).
Durch die gemeinsamen Treffen und Unternehmungen sollen Hürden der Kontaktaufnahme zwischen Migranten und ihren Nachbarn überwunden werden und eine Basis zu einem freundschaftlichen Miteinanderleben geschaffen werden. Da die Gemeinde Molbergen nur über eine unzureichende öffentliche Verkehrsanbindung verfügt, soll durch einen Shuttle-Service, der im Rahmen des Projektes eingerichtet wird, den Teilnehmenden geholfen werden, die unterschiedlichen Veranstaltungsorte besser zu erreichen.
Der Abschluss des Projektes ist in Form einer Ausstellung geplant, in der Portraits und biographische Informationen der Migranten und deren Nachbarn präsentiert werden sowie eine Übersicht über den Projektverlauf. Auch eine entsprechende Erstellung eines Ausstellungskatalogs ist geplant.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Hallo Nachbar!“ möchte Familien von Migranten aus der Gemeinde Molbergen und den Ortsteilen Peheim und Ermke im Landkreis Cloppenburg dabei helfen, mit ihren Nachbarn in einen freundschaftlichen Kontakt zu treten.
2013 lebten im Landkreis Cloppenburg 11.292 Ausländer. Diese Zahl stieg bis 2017 auf 17.736 Personen (AZR-Statistik des KRV Cloppenburg). Zwar hat sich der Zuzug von geflüchteten Menschen nach Deutschland inzwischen reduziert, doch ein starker Bedarf an Maßnahmen zur Integration und gesellschaftlichen und sozialen Teilhabe bleibt bestehen. Viele der neuzugezogenen Familien und Personen wohnen nicht länger in Flüchtlingsunterkünften, sondern konnten in eine „eigene“ Wohnung umziehen. Ein solcher Umzug bedeutet zwar ein unabhängigeres, selbstbestimmteres Wohnen, aber auch, dass einem zunächst nachbarschaftliche Bezugspersonen fehlen. Häufig sind die Nachbarn der neuzugewanderten Bevölkerung nicht oder nur kaum bekannt. Gerade neuzugewanderten Menschen fällt es schwer, zu ihren Nachbarn in Kontakt zu treten. Gründe sind Unsicherheiten in der Anwendung der deutschen Sprache oder kulturelle Unterschiede und hieraus entstehende Missverständnisse. Hinzu kommt, dass viele Wohngebiete im Landkreis Cloppenburg im eher spärlich besiedelten ländlichen Raum liegen mit einer unzureichend vorhandenen Verkehrsanbindung, was die Gefahr der Vereinsamung erhöht. Aufgrund einer solchen Wohnsituation ist es umso wichtiger, Bezugspersonen vor Ort zu haben. Da die soeben beschriebene Wohnsituation verstärkt auf die Gemeinde Molbergen zutrifft, konzentriert sich das Projekt auf diese sowie auf deren Ortsteile Peheim und Ermke, in denen es zudem an sozialen Einrichtungen mangelt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cloppenburg/ Molbergen - und Ermke - und Peheim -
Beschreibung
Molbergen hat eine Fläche von 102,56 qkm. Die Gemeinde Molbergen befindet sich in zentraler Lage innerhalb des Oldenburger Münsterlandes im Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre. Die Anbindung an die zentrale Verkehrsader der Region, die Hansalinie A1 erfolgt über die L 836 sowie über die Europastraße 72 (B 213) und über die B 72, die sich im Norden und Süden der Gemeinde befinden.
Einwohnerzahl
8653
Quelle / Anmerkungen
https://www.lkclp.de/kreis-politik/zahlen-daten-fakten/bevoelkerung-und-flaeche.php
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es ist uns derzeit nicht möglich, über diese Merkmale eine adäquate Einschätzung abzugeben. Eine Einschätzung könnte aber bei Bedarf nachgereicht werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
molbergen_karte.png
(471.2 KB)
molbergen_ortsteile.png
(869.84 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Projekt „Hallo Nachbar!“ wird Migranten und deren Nachbarn in der Gemeinde Molbergen Anlauf- und Vernetzungsmöglichkeiten vor Ort geboten, indem Treffen, Unternehmungen und Beratungstermine angeboten werden. Da sich das Projekt sowohl an Migranten als auch an deren Nachbarschaft richtet, stehen die Bewohner/innen Molbergens im Zentrum der Maßnahme. Durch das Projekt sollen insbesondere infrastrukturelle (Mobilität durch den Minibus als Teil des Projektes) und immaterielle (Verbesserung und Förderung sozialer Beziehungen, Partizipation, kulturelle Aktivitäten) Bedingungen gefördert werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch Teilnehmerlisten soll eine Übersicht über die teilnehmenden Migranten und deren Nachbarn gewonnen werden.
Kriterium
Beschreibung
Durch einen Evaluationsbogen, der zu Projektende erstellt wird, soll ermittelt werden, inwiefern die Teilnehmenden durch die verschiedenen Treffen untereinander Netzwerke gebildet haben.
Kriterium
Beschreibung
Inwiefern sich die nachbarschaftlichen Beziehungen verbessern und festigen konnten, soll auch durch einen Evaluationsbogen festgestellt werden. Auch die fotografische Dokumentation (Ausstellung und Broschüre) kann hierüber Aufschluss geben.
Beschreibung
Durch verschiedene Themen, die im Rahmen von Informationsveranstaltungen vermittelt werden, werden verschiedene Handlungsbereiche (u.a. Gesundheit, Bildung) integriert gedacht und bearbeitet. Die Teilnehmerliste gibt jeweils Ausfschuss über die Resonanz.
Beschreibung
Durch den Projekt Minibus können Probleme einer fehlenden öffentlichen Verkehrsanbindung umgangen werden. Die Inanstpruchnahme des Shuttle-Services gibt Aufschluss über diesen Standard.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Akteure sind die Bewohner/innen der Gemeinde Molbergen und von den Ortsteilen Ermke und Peheim.
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Berthas Machbarschaften
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lotta Braunert
| Funktion | gemeinnütziger Verein |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Beteiligung und Befähigung der Nachbarschaft rund um den Bertha-von-Suttner Platz
Projektbeschreibung
Zentral gelegen, im Stadtbezirk Hannover Südstadt-Bult, befindet sich der Bertha-von-Suttner Platz. Hier wurde 2014 das Projekt Berthas Beete gestartet. Berthas Beete sollen zu Berthas Machbarschaften wachsen. Mit gemeinsamen Aktionen auf dem Bertha-von-Suttner Platz wird die Nachbarschaft lebendig. Besonders im Fokus stehen soll der Austausch zwischen Jung und Alt. In Workshops sollen die Anwohner*innen befähigt werden Netzwerke zu bilden. Und aktiv zu werden, um ihre eigene Nachbarschaft mit zu gestalten. Gleichzeitig wird der Platz genutzt um Skill Sharing zu ermöglichen. Die Nachbar*innen befähigen sich gegenseitig. So wird der soziale Zusammenhalt gestärkt. Die Südstadt ist einer der am dicht besiedelten Stadtteile in Hannover mit 77 Einwohner*innen je Hektar. Der Anteil der Einzelwohnungen ist dafür sehr hoch. Es gibt also einen hohen Druck auf öffentliche Räume durch dichte Besiedelung. Gleichzeitig erhöht dies die Gefahr von Vereinzelung, da sich Menschen in ihre eigenen Wohnungen zurück ziehen. Berthas Machbarschaften wirkt dem entgegen und schafft Nachbarschaften die Austausch, gegenseitige Befähigung und Hilfe möglich machen.
Im erweiterten Projektgebiet wird mit einer mobilen Plattform (Parklet) dezentral gearbeitet. Das Parklet wird auf einem umgebauter Autoanhänger installiert. Es ist begrünt, bietet Aufenthaltsfläche und die Möglichkeit kleine Ausstellungen zu zeigen. So kann es multifunktional für soziale, ökologische und kulturelle Zwecke genutzt werden. Es zieht durch die benachbarten Straßen und eröffnet so neue Räume. Es wird eine Art Beteiligungsinsel. Dadurch werden die Anwohner*innen angeregt über ihre Wünsche für eine lebenswerte Stadt nachzudenken und sie zu äußern. Außerdem wird Raum geschaffen um sich kennen zulernen und auszutauschen.
Anschließend an diese erste Projektphase soll das Projekt in andere Stadtteile ziehen. Die an dem Projekt Partizipierenden werden zu Multiplikator*innen. Sie helfen dabei weitere Nachbarschaften zu Machbarschaften zu machen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Südstadt ist ein dicht besiedelter Stadtteil indem die Altersverteilung weit auseinander reicht. Zum einen sind 21% der Bewohner*innen über 60 Jahre alt. Zum anderen weist die Südstadt die höchste Säuglingsdichte (10,8 Säuglinge je 1000 Einwohner*innen) auf. Bei einer Dichte von 77 Einwohner*innen pro Hektar wohnen durchschnittlich nur 1,6 Menschen in einer Wohnung. Dies birgt die Gefahr von gesellschaftlicher Isolation. Durch die großen Altersunterschiede kann es zu Segregation kommen. Der demografische Wandel ist auch in der Südstadt spürbar. Die Einwohner*innen sind zunehmend älter und oft auch sozial isoliert. Um mehr Diversität im Stadtteil zu fördern braucht es Austausch und sozialen Zusammenhalt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Südstadt
Beschreibung
Vorrangig Gebiet um den Bertha-von-Suttner Platz, Sallstraße, Stresemannallee, Wredestraße, Böhmerstraße, Stüvestraße, Geibelstraße, An der Questenhorst, Jordanstraße, An der Teifenriede bis Altenbekener Damm, Heinrich-Heine Straße,
Einwohnerzahl
40010
Quelle / Anmerkungen
hannover.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hannover.de Strukturdaten 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interessant hier aber die höchste Säuglingsdichte in Stadt Hannover (10 Säuglinge pro 1000 Einwohner*innen) Diese Zahl wird sich also in den nächsten Jahren starkt ändern.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.pdf
(1.4 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesensarbeit dadurch, dass Einwohner*innen befähigt werden sollen sich für ihre Nachbarschaft zu engagieren und sich für sozialen Zusammenhalt einzusetzen. Das Projekt lädt aktiv zur Teilhabe ein und aktiviert die Stadtbewohner*innen, befähigen sich zu engagieren. Nach den Prinzipien des Gemeinwohls sollen gemeinsame Orte geschaffen werden, Erfahrungen, Wissen und Materialien geteilt werden. Aus Nachbarschaften werden Machbarschaften. Friedliches und solidarisches Zusammenleben in einer dichten Stadt wird möglich. Niedrigschwellige Beteiligung wird möglich. Austausch und Befähigung wird möglich. Das Projekt soll ein Startpunkt sein um darauf folgend in weitere Stadtteile zu ziehen. Der Anlaufpunkt Bertha-von-Suttner-Platz sowie die die Räume die sich in das Netzwerk integrieren werden von einem Kümmerer/einer Kümmerer*in betreut und koordiniert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Veranstaltungen von Bewohner*innen initiiert worden sind, wenn diese ihre Stärken und Fähigkeiten in kooperativ organisierten Workshops teilen, wenn die Bedürfnisse der Bewohner*innen sichtbar gemacht wurden
Kriterium
Beschreibung
Räume gemeinsam genutzt worden sind, es ein aktives Netzwerk um Berthas Machbarschaften gefunden hat, das für gegenseitige Befähigung steht
Kriterium
Beschreibung
Platz belebt und Berthas Beete gewachsen sind. Wenn es weitere kleine Gärten und Nachbarschaftsaktivitäten (wie gestaltete und geöffnete Räume) gibt.
Beschreibung
Es fernab der im Projekt implizierten Veranstaltungen weitere gibt die unabhängig organisiert werden. Wenn es ein oder mehrere Folgeprojekte gibt die durch den Austausch im Projekt entstehen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Internationaler Frauentreff
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Birgit Wölki
| Funktion | 1. Vereinsvorsitzende |
|---|
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Kaltenmoor ist ein Stadtteil Lüneburgs, in dem sehr viele Mieter aus den verschiedensten Ursprungsländern auf engstem Raum leben. Außerdem sind hier gleichermaßen Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit zuhause, die auf verschiedene staatliche Leistungen zum Lebensunterhalt angewiesen sind. Kaltenmoor ist ein sozialer Brennpunkt. Hier treffen sehr unterschiedliche Kulturen, Sprachen, Religionen aufeinander. Viele Frauen in diesem Stadtteil sind von sozialer Isolation betroffen, besonders, wenn sie ihren ausschließlichen Wirkungskreis innerhalb ihrer Familie haben. Ihnen ist der Anschluss an die deutsche und andere Kulturen erschwert. Der internationale Frauentreff hat seit 12 Jahren das Ziel, vorurteilsfreie Begegnungen von Frauen und Kindern jenseits von Kultur, Familienkodex und Religion zu ermöglichen. Es werden 4 x die Woche offene Treffen unter zurzeit folgenden Themen angeboten: "Gespräche in deutscher Sprache, Schwerpunkt Übung und Anwendung" - "Deutschkurs mit paralleler Kinderbetreuung" - "Individuelle Beratung in allen Lebenslagen" - "kreativer Nähkurs unter Anleitung einer Schneidermeisterin" - "Nähcafe" - "Biographiearbeit". Der internationaler Frauentreff ist auch ein Freiraum für die Frauen. Hier können sie sich auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten Auszeiten und Rückzugszeiten nehmen. Für Feiern wird die Wohnung auch sehr gerne benutzt. Immer wieder zeigt sich, dass Frauen sich sehr gerne in einem geschützten Rahmen treffen, um soziales Miteinander leben zu können. Die Gründung, sämtliche Impulse, Organisation, Leitung und Koordination des internationalen Frauentreffs werden seit 12 Jahren ehrenamtlich durch Frau Birgit Wölki geleistet.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg-Kaltenmoor
Beschreibung
Stadtteil Kaltenmoor ist der bevölkerungsreichste Stadtteil Lüneburgs bezogen auf die Fläche
Einwohnerzahl
10025
Quelle / Anmerkungen
http://www.hansestadtlueneburg.de/Portaldata/43/Resources/dokumente/stadt_und_politik/zahlen_daten_fakten/Bestandsstatistik_Ortsteile_31.12.2018.pdf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der Internationale Frauentreff Kaltenmoor bekommt keine Förderung durch die Stadt Lüneburg. Aus dem Förderprogramm Soziale Stadt fließen keine Mittel in das Projekt.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
http://www.hansestadtlueneburg.de/Portaldata/43/Resources/dokumente/stadt_und_politik/zahlen_daten_fakten/Bestandsstatistik_Ortsteile_31.12.2018.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
75
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
90
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
90
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kaltenmoor.png
(215.13 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Integration ausländischer Mitbürgerinnen. Beitrag zur Nachbarschaftshilfe. Förderung friedlichen Zusammenlebens. Akzeptanz von Unterschiedlichkeit. Teilhabe an der örtlichen Infrastruktur
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
seit 12 Jahren wird der Internationale Frauentreff von durchschnittlich 40 Frauen plus Kindern in der Woche aufgesucht.
Vorhandene Strukturen
Unterstützung bei der sozialen Kompetenz von Frauen und Müttern. Beratung und Hilfestellung im Alltag und bei Behördenangelegenheiten - ggf auch Begleitung. Schaffung von Begegnungsräumen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vielfältige Nachbarschaft - zuhause in der Alpheide
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Barbara Weissenborn
| Organisation | Sprotte e. V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführerin |
2. Kurzbeschreibung
Meine Nachbarn, die anderen und ich – öfter mal was gemeinsam machen! Vielfältige und intergenerative Angebote zur Stärkung der Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Ziele im Projekt sind intergenerative Begegnung und Akzeptanz unterschiedlicher Lebenslagen, Ableitung und Berücksichtigung verschiedener Bedürfnisse an das Lebens-/Wohnumfeld,Nachbarschaft und Gemeinwesen, Aktivierung der verschiedenen Bewohner*innen für die Entwicklung von Beteiligungsstrukturen und diese zu etablieren.
2018 wurde erste Strukturen dazu durch ein Projekt in der Richtlinie "Migration und Teilhabe" erarbeitet und in Ansätzen implementiert. Aufbauend sollen Schwerpunkte in der GWA gesetzt werden, die richtungsweisend und Maßstab gebend für die zukünftige Arbeit der drei Einrichtungen im Gebiet sein sollen. Das MGH familienhORT arbeite im Schwerpunkt „stark alternde Kommune“ und ist besonders darum bemüht, mit seinen Angebote intergenerativ und entlastend zu agieren, um die Begegnung, aber auch die Versorgung der verschiedenen Generationen zu fördern und Synergieeffekte nutzbar zu machen. Als erste Erfolge lassen sich die hohe Zahl der Ehrenamtlichen als auch die Vielzahl der Angebote anführen, die zum Teil schon selbstorganisiert stattfinden und die Infrastruktur des Hauses nutzen. In der Richtline konnte ein hoher Grad an Selbstwirksamkeitserfahrungen für die Engagierten und die Nutzenden abgeleitet werden, auf dem nun weitere Strukturen aufgebaut werden sollen. Qualifizierung zur ehrenamtlichen Unterstützung von Älteren und die Freizeitgestaltung für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, Organisation von außerschulischen Lernen und Angeboten einer „sorgenden“ Nachbarschaft sollen in diesem Projekt organisations übergreifend strukturiert und umgesetzt werden, um den Betrieb einer gemeinsamen Einrichtung durch Kindertagesstätte, Mehrgenerationenhaus und Schule mit Wirkung in das umliegende Quartier zu erreichen. Der Bau dieser Einrichtung wird vom Land Niedersachsen gefördert. Um die Bewohner*innen und Einrichtungen konzeptionell zusammenzubringen sollen im Projekt die Gebietsstrukturen identifiziert und verstärkt werden. Kita und Schule arbeiten bisher nur wenig gemeinwesenorientiert und Beschränken auf ihre Kinder und Familien, bisher gab es GWA nur über das MGH familienhORT. Um GWA als Querschnittsaufgabe aller Einrichtungen und in Mitverantwortung der Bewohner*innen für ihr Quartier zu erreichen, sollen im Projekt drei Bausteine zum Erfolg führen. Befähigung der Bewohner*Innen im Gestaltundsprozess, Ertüchtigung der Einrichtungen zur organisierten Zusammenarbeit und Entwurf eines gemeinsamen Leitbildes für das Quartier.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Alpheide ist ein Wohnquartier mit 5400 EW, wenig Infra- und stark unterschiedlicher Bevölkerungsstruktur. Ältere, Menschen mit Zuzugsbiographie, Familien mit Kindern leben dort. Inklusive Kita, Grundschule, Seniorenzentrum und MGH sind als Einrichtungen dort zuhause. Erste Ansätze zur GWA gibt es seit 2012, damals wurde im Bundesprogramm "Orte der Integration" das MGH als Modellvorhaben vorentwickelt. Auf Betreiben des Sprotte e.V. wurde über "Anschwung für frühe Chancen" ein Netzwerk der Einrichtungen geschaffen. Größte Herausforderung ist die inhomogene Zusammensetzung und die stark unterschiedliche Interessenlage der Bewohner*innen und Einrichtungen im Gebiet. Der Wunsch nach einer gemeinsamen Einrichtung als Zentrum für GWA und Bildung wurde bisher nur durch Kommune und Einrichtungen bearbeitet, das Gebäude soll aber von bürgerschaftlichem und nachbarschaftlichen Engagement getragen werden. Unser Projekt zielt auf eine intensive Beteiligung aller Bewohner*innen und Einrichtungen ab, um die Bedarfe zu identifizieren und zusammenzuführen. Das Quartier muss endlich durch Prozessbegleitung und Beteiligungsverfahren am Aufbau der neuen Strukturen beteiligt und vollumfänglich einbezogen werden. Erste Grundlagen dafür gab es 2018 durch das Projekt „Alpheide lebt Vielfalt“ des MGH, aus dem neue Gruppen und Aktivitäten entwickelt werden konnten. Ein Schwerpunkt ist die Beteiligung der alternde Bevölkerung werden, die mit ihren Kompetenzen/ besonderen Bedarfen bisher wenig eingebunden ist. In den kommenden Jahren wird sie die größte Bevölkerungsgruppe bilden. Ein moderiertes, dynamisiertes Miteinander, um Generationenkonflikte zu vermeiden, ist dringend erforderlich.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser
Beschreibung
Das Projektgebiet wir im Süden durch eine stark befahrene Ortsausgangsstraße durchschnitten, ein Teilgebiet schließt sich auf der südlichen Seite der Sztraße an, im Westen bildet der Steinhuder Meerbach eine natürliche Grenze, die durch ein Neubaugebiet (in Planung) und eine Brücke überwunden werden soll, nördlich und östlich schneiden eine dreispurige Bahnstrecke und die vierspurige Ortsumgehung das Gebiet ab.
Einwohnerzahl
5400
Quelle / Anmerkungen
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
nienburg-projektgebiet_alpheide.jpg
(450.28 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In unserem Projekt stehen die Bewohner*innen im Mittelpunkt und wir wollen ihre Kompetenzen und Qualitäten für mehr Selbstorganisation stärken, ihre Selbstwerterfahrung ertüchtigen, um sie als Nutzer*innen und Mitorganisator*innen des geplanten Nachbarschaftszentrums zu gewinnen. Uns ist wichtig, dass wir die Bewohner*innen endlich mindestens querschnittlich an der Erstellung eines Leitbildes beteiligen und die verbesserte Infrastruktur im Quartier für mehr Menschen nutzbar machen können. Als Potential für den Projektprozess bringen wir als erfahrener Träger der GWA unsere Netzwerke und Kontakte ein, als Träger des MGH haben wir bereits Erfahrungen in der intergenerativen Arbeit gesammelt und wissen um die besonderen Herausforderungen und das Erfordernis, Zielgruppenübergreifend zu agieren. Im Rahmen unserer Arbeit verstehen wir uns als "Ermöglicher". Durch das Eröffnen von Mitwirkungsmöglichkeiten an der Gestaltung und an der inhaltlichen Ausrichtung der GWA im Gebiet wird das Miteinander der Bewohner*innen gestärkt. Über das Projekt kann das Quartier als eigenständiger Stadtteil wahrnehmbar werden, es wirkt identitätsstiftend und trägt zum Selbstbewusstsein bei, dass sich am Ende in der gemeinsamen Erstellung eines Leitbildes niederschlagen soll und Konflikte der Verschiedenen Bewohner*innengruppen sichtbar und so auch lösbar machen kann. Die Befähigumng zur Selbstorganisationist uns wichtig, um nachhaltige Strukturen zu ermöglichen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akzeptanz des neuen Nachbarschaftszentrums durch ein gemeinsam erarbeitetes Leitbild gestärkt wird, die Bewohner*innen das Zentrum auch eigenständig und selbstorganisert nutzennutzen
Kriterium
Beschreibung
In den Beteiligungsverfahren querschnittlich die Bedarfe alle Bewohner*innen identifiziert und berücksichtigt sind, bestehende Konflikte durch neue Begegnungsformen aufgelöst wurden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stiftungen und Serviceclubs zur Akquise zusätzlicher Mittel
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Integratives Quartiersmanagement Hessisch Oldendorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Margareta Seibert
| Funktion | Fachbereichsleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
HO - VereinT- Aufbau von Integrativer Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Kernstück des Projektantrages ist der Aufbau von Gemeinwesenarbeit mittels Einrichtung
der Personalstelle eines Kümmerers. Das Aufgabengebiet des Kümmerers umfasst: 1. Aktivierende Bewohnerbefragung um die Bedarfe, Bedürfnisse und Problemlagen im Quartier kennenzulernen. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und anonym und findet bei den Bewohnern zu Hause statt. Ergebnisse werden nach Abschluss öfffentlich präsentiert. 2. Beratung und Unterstützung der AnwohnerIn im Quartier 3. Die Unterstützung und Öffnung der ehrenamtlich aufgebaut und geführten Projekte und Angebote wie z.B. Fahrradwerkstatt etc. Weiter zählen zu den Aufgaben des Kümmerers die Vorbereitung, Planung und Einrichtung des Stadthauses das im März 2020 in Betrieb gehen soll . Dort soll eine
Begegnungsstätte geschaffen werden, die Vorbehalte abbaut und Kennenlernen der Einwohner anbahnt und möglich macht. Dazu sollen Projekte initiiert werden, die Hilfe zur Selbsthilfe zu aktivieren.
Begründung:
In Hessisch Oldendorf gab und gibt es keine sozialräumliche Gemeinwesenarbeit, die durch Wohnungsbaugesellschaften oder Freie Träger ausgeübt wird. In der Hochphase der Zuwanderung durch Flüchtlinge konnten die Herausforderungen nur im Zusammenspiel mit ehrenamtlich aufgebauten Strukturen bewältigt werden. Die enge Begleitung und Unterstützung verhinderte Problemlagen in ohnehin angespannten Brennpunktquartieren. Nach dem Rückzug vieler Ehrenamtler entstand ein Vakuum an Unterstützungskompetenz, das sich in vielfältiger Weise äußerte: Nachbarschaftskonflikte, Innerfamiliäre Konflikte, Konflikte mit Vermietern, drohende Obdachlosigkeit durch fristlose Kündigungen, Ordnungswidrigkeiten, Bußgeldverfahren aufgrund unregelmäßiger Schulbesuche, Ausländerbehördliche Konflikte, Kündigungen von Energieversorgungsverträgen etc. zählen zu den Alltags-Problemlagen im Quartier. Frühe Unterstützung und Intervention verhindert präventiv das Ausbrechen von Konfliktlagen und Zuspitzung eines migrantenfeindlichen Klimas. Gleichzeitig soll die Öffnung der ehemals "Flüchtlingsangebote" für den erweiterten Personenkreis vollzogen werden um die aus "Sozialneid" entstehende fremdenfeindliche
Vorurteile abzumildern.
Nach wie vor fehlt es an Austausch und Kontakt zwischen den zugewanderten Menschen und den "Einheimischen". Dafür sollen im Stadthaus Raum und Angebote geschaffen werden, die bis zur Fertigstellung des Stadthauses in anderen städtischen Räumen stattfinden können.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hessisch Oldendorf ist eine Flächenkommune mit 24 Ortsteilen. Der größte Ortsteil, die Kernstadt, weist eine besondere Bevölkerungsstruktur auf. Hier leben 30 % der Menschen mit Migrationshintergrund, während in den den anderen OTs nur wenige leben. Der Anteil der Haushalte mit niedrigem Einkommen (51,1%) liegt über dem Landesdurchschnitt. 380 Geflüchteten und deren Integration in die Infrastruktur istdeshalb eine große Herausforderung. Die dezentrale Unterbringung auch in kleinere Ortsteile scheiterte an fehlender Infrastruktur und führte zu einer Konzentration der zugewanderten Menschen in der Kernstadt. Das Nahversorgungszentrum mit bereits ansässigen Migranten der ersten, zweiten und dritten Generation und deren gewachsene Community- Struktur wurde von den Geflüchteten als besseres Wohnumfeld angenommen. Die Kitas und Grundschule in der Kernstadt weisen mittlerweile einen Migrantenanteil von 50-60 % aus. Neben den aus ca. 20 Nationen geflüchteten Menschen entwickelt sich derzeit eine Ansiedlung von EU- Ausländern, die sich wegen der günstigen Mieten und Immobilienpreisen im Weserbergland niederlassen. Die Stadt Hessisch Oldendorf konnte die starke Zuwanderung 2015 mit der Unterstützung zahlloser Ehrenamtler mit großer Kraftanstrengung ohne Notunterkünfte dezentral lösen und verschiedene ehrenamtliche Projekte starten. Der Stimmungsumschwang im Land und zugespitzte fremdenfeindliche Diskurse erfordern Zivilcourage, um öffentlich eine positive Haltung für Flüchtlinge und deren Integration einzunehmen. Viele Ehrenamtler reagierten mit Rückzug. Zur Unterstützung der ehrenamtlicher Arbeit wird deshalb der Aufbau einer professionellen Struktur dringend erforderlich.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Hessisch Oldendorf verfügt als Grundzentrum über keine ortsansässigen Freien Träger die GWA/Quartiersmanagement anbieten. Darum ist kommunales Engagement gefragt. Die ersten Herausforderungen der Zuwanderung sind gemeistert, aber die komplexen Herausforderungen der Integration liegen noch vor uns. Dafür müssen tragfähige Strukturen entwickelt werden, die den sozialen Sprengstoff in den Blick nehmen und Lösungsansätze entwickeln und umsetzen. Insbesondere die Kernstadt kämpft mit einer deutlichen Spannungslage in der Bevölkerung. Billiger Wohnraum steht kaum noch zur Verfügung und die Bildungsein-richtungen (Kita und Schule) weisen hohe Migrantenanteile auf. Es fehlt an gegenseitigem Einblick in die Lebenswelten, Vorurteile werden zum Teil seit Jahrzehnten zementiert. Der Aufbau der GWA vor Ort soll Unterstützer und Unterstützungsbedürftigen Hilfe zur Sebstorganisation bieten um eine tragfähige Vernetzungsstruktur aufzubauen. Gezielte Angebote sollen das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern und die Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen stärken. Im zukünftigen Stadthaus soll ein Raum für Begegnung geschaffen werden, um mittels Angeboten die Kommunikation zu steigern. Gegenseitige Wertschätzung soll durch Kennenlernen und gemeinsame Aktionen entstehen. Die GWA ist sozialräumlich ausgerichtet und stellt die BewohnerIn ins Zentrum. Sie versteht sich sowohl als Bildungsarbeit als auch als Motor zur Förderung der Selbstorganisation.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
img_3304.jpg
(1.37 MB)
Finde die Glaswände!“ – Gemeinsam Durchgänge zur guten Nachbarschaft schaffen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nikola Stasko
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Der Landkreis Hameln-Pyrmont will mit dem zu fördernden Projekt „Finde die Glaswände!“ in seinen acht Kommunen ehrenamtliche Potentiale wecken, Trennungen identifizieren und durch gute Ideen ganz neue Durchgänge schaffen.
Projektbeschreibung
Unter dem Motto: „Finde die Glaswände!“ sollen die Teilnehmer (aus kommunalen, gemeinnützigen, privaten und ehrenamtlichen Strukturen) aktiviert werden zu erforschen, welche unsichtbaren Wände eine gute Nachbarschaft verhindern, was uns trennt und Beziehungen hemmt. Im zweiten Schritt sollen neue Ideen entwickelt werden, um die „Glaswände zu durchbrechen“. Ziel der zukünftigen GWA soll die Zusammenführung sozialer, demografischer u. ethnischer Potenziale sein. Es entsteht ein Mehrwert für die gesamte Bevölkerung, der sich in der Steigerung der Lebensqualität und damit der Attraktivität des Standorts widerspiegelt, besonders wichtig ist dies im ländlichen Raum. Deshalb kommt es darauf an, Akteure des sozialen Lebens zu vernetzen, damit so Menschen zueinander finden. Die menschlichen Bedürfnisse nach Teilhabe und Teilgabe sind hier grundlegend. So werden eine gegenseitige Unterstützung und ein Austausch unter Nachbarn möglich. Hierzu benötigt man Projekte auf freiwilliger Basis, die Begegnungen unterschiedlichster Menschen fördern. (z.B. Stadtteilfeste, Kinder-Eltern-Sponsoring-Lauf, Aufbau einer Fahrrad-Werkstatt)
Um dies umsetzen zu können, soll eine zunächst für anderthalb Jahre befristete ¾-Stelle geschaffen werden. Diese zentrale Koordinierungsstelle mit Fokus auf GWA, besetzt durch eine universitär ausgebildete Fachkraft, soll in den ersten 6 Monaten mit einem Steuerungskreis in Rückkoppelung mit der Hausleitung diesen Auftakt für freiwillig teilnehmende Bürgermeister, ggf. Bürgervertretungen vorbereiten und koordinieren.
Anschließend wird die Umsetzung der dort gesammelten Ideen in Projektgruppen für 1 Jahr von der Fachkraft begleitet. Für die Start- u. Abschlussveranstaltungen u. Begleitung der Projektgruppen werden zusätzlich Moderatoren o. Referenten auf Honorarbasis eingesetzt. Ziel ist es, mit den einzelnen Städten u. Gemeinden konkrete Ansätze zur Überwindung der Glaswände zu erheben u. dass diese Ideen unter Mitwirkung der Städte u. Gemeinden in Gemeinwesenarbeit vor Ort durchgeführt werden.
In einer Abschlusskonferenz werden alle Projekte vorgestellt, die besten 2-3 bekommen ein Preisgeld als Anschubfinanzierung oder andere aktivierende „Preise". Zudem werden diese Best-Practise-Beispiele in einer übergreifenden Öffentlichkeitsarbeit sowie in einer Broschüre hervorgehoben. Durch entstandene Netzwerke u. weitere Konzeptplanung im LK soll für Nachhaltigkeit gesorgt werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Landkreis Hameln-Pyrmont gehört mit einer Größe von 796 qkm u. einer Einwohnerzahl von rund 150.000 zu den dichter besiedelten Kreisen in Nds. 8 Städte und Gemeinden bilden den Landkreis Hameln-Pyrmont: Hameln, Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf, Bad Münder, Aerzen, Salzhemmendorf, Coppenbrügge und Emmerthal. Insgesamt ist der Landkreis urban und ländlich geprägt mit vielen kleinen Ortsteilen und Dörfern. Dem demografischen Wandel begegnen wir durch Zuzug, Attraktivierung , Förderung von Dorfläden, Glasfaserausbau und einem wegweisenden Nahverkehrskonzept. Bereits vor Jahren hat sich die Region auf den Weg der Vernetzung und Weiterentwicklung gemacht: vorbildliche Flüchtlingssozialarbeit, Lokale Allianzen, eine flächendeckende spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), Pflegekonferenz, Sozialraum AGs, Freiwilligenagenturen sowie die Bildungs- und die Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont prägen eine gute Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen kommunalen, gemeinnützigen, privaten und ehrenamtlichen Strukturen. Als grundlegende gesellschaftliche Veränderungen erkennen wir:
a) Rückzug und Definition über Milieus und zunehmend weniger gemeinsame Räume für die Alltagsbegegnung.
b) Einen sich ändernden Altersaufbau und die fortschreitende Singularisierung, die neue Bedarfe bei den Alteingesessenen vor Ort verursachen.
c) Flüchtlinge, die nun „dezentral“ in Wohngebieten wohnen, benötigen neben ihren besonderen Bedarfen einer Anbindung in ein Quartier, Viertel oder Dorf, um dauerhaft teilhaben zu können und Perspektiven für ein Leben im Gemeinwesen entwickeln zu können.
d) Ehrenamtliche Potentiale, die in einem neuen selbstbestimmten Rahmen geweckt werden können.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Hameln-Pyrmont
Beschreibung
Der Landkreis Hameln-Pyrmont gehört mit einer Größe von 796 qkm und einer Einwohnerzahl von rund 150.000 zu den dichter besiedelten Kreisen in Niedersachsen. Der Weserraum mit der Kreisstadt Hameln als Zentrum ist eine alte Kulturlandschaft. Acht Städte und Gemeinden bilden seit der Verwaltungs- und Gebietsreform der 70er Jahre den Landkreis: Hameln, Bad Pyrmont, Hessisch Oldendorf, Bad Münder, Aerzen, Salzhemmendorf, Coppenbrügge und Emmerthal. Insgesamt ist der Landkreis urban und ländlich geprägt mit vielen kleinen Ortsteilen und Dörfern.
Einwohnerzahl
150000
Quelle / Anmerkungen
https://www.hameln-pyrmont.de/Landkreis/Der-Landkreis/Zahlen-Daten-Fakten
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die aktivierenden, partizipativen, vernetzenden und empirischen Methoden befähigt das Projekt „Finde die Glaswände“ die Bürger dazu, Trennungen als Problemlagen zu erkennen und diese durch innovative Ideen zu durchbrechen. Genau dies ist der Kern der GWA. Mit dieser Art der Analyse am Anfang des Projektes praktizieren wir bereits GWA.
Der LK orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Interessen der vor Ort lebenden Menschen und fördert ihre Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Wir unterstützen die Menschen dabei, ihre Bedürfnisse zu erkennen, selbst aktiv zu werden und sich für ihre Anliegen einzusetzen. Hier sollte sowohl zielgruppen- als auch ressortübergreifend gearbeitet werden. Der LK versteht sich als Bindeglied zwischen den Interessen und Aktivitäten der Menschen und den Ressourcen der Kommunen und bietet durch das Projekt eine Plattform für Aushandlungsprozesse zwischen Entscheidungsträgern aus Verwaltung und Politik einerseits und Bürgern andererseits. Vernetzung und Kooperation spielen hier eine fundamentale Rolle. Vorhandene Ressourcen und Potenziale werden vor Ort gestärkt, aktiviert und miteinander verknüpft.
Der LK Hameln-Pyrmont sieht dieses Projekt daher als einen Teil seiner sozial- und kommunalpolitischen Aufgabe. Der LK will zur Ausgestaltung vor Ort „bottom-up“ anregen und motivieren.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Open-Space-Auftakt u. Abschlussveranstaltung finden statt mit kommunaler Verwaltung, Fachkräften vor Ort, ehrenamtlich Tätigen und Bewohnern. Zudem sind entstandene Projektgruppen begleitet.
Kriterium
Beschreibung
Open-Space-Auftakt bringt mehrere interdisziplinär u. mit Bürgern/ Ehrenamtlichen besetzte AGs hervor. In diesen erarbeiten die Bewohner ihre Bedürfnisse methodisch analytisch und bennenen ihren Willen.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner entwickeln und organisieren in den entstandenen AGs entsprechend ihren Fähigkeiten Strukturen befarfsentsprechend. Soziale, demografische und ethnische Potenziale sind vor Ort genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Die Qualität der Umsetzung des Programms zeigt sich auch, wenn kommunale Verwaltung, Fachkräfte vor Ort, ehrenamtlich Tätige und BewohnerInnen kooperieren, um divers und ressortübergreifend auf die Bedürfnissen zu reagieren.
Beschreibung
Des Weiteren ist Qualität abzulesen, wenn sich die Infrastruktur dahingehend entwickelt hat, dass benennbare Aktivitäten an diversen Stellen nachbarschaftliches Zusammenleben positiv unterstützen können.
Kriterium
Beschreibung
Glaswände sind zwischen unterschiedlichsten Gruppen in Projekten durchbrochen: arm/reich; gebildet/ungebildet; nach Herkunft; digital native/digital immigrants (Verängstigung); zugezogen/Ursprungsbevölkerung
Beschreibung
Der Mehrwert ist von den teilnehmenden Kommunen erkannt und feste Ansprechpartner vor Ort stehen für eine Kooperation zur Verfügung.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner/ Ehrenamtliche entwickeln ihren Bedarfen entsprechende Projekte, die Brücken bauen trotz demografischer, sozialer und ethnischer Unterschiede.
Kriterium
Beschreibung
Übergreifende Öffentlichkeitsarbeit in Social Media, Zeitung und Lokalradio sowie die Entwicklung einer Broschüre mit allen Projekten erreichen die Gesamtbevölkerung.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagenturen
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam. Für dich. Vor Ort. Christliches Sozialwerk Cuxhaven e.V.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Wersien
| Organisation | Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk |
|---|---|
| Funktion | 1.Vorsitzender |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam. Für dich. Vor Ort.
Projektbeschreibung
Aus der ursprünglichen Idee, Migranten mit Ausstattung (Möbel, Hausrat..) der ersten eigenen Wohnung sowie bei der Renovierung zu helfen, wurde mehr:
Es entstand die Idee, die Hilfe ALLEN Menschen zukommen zu lassen, die sich in einer Notsituation befinden. Unsere sehr praktischen Hilfsangebote stehen allen hilfsbedürftigen Menschen in der Stadtmitte Cuxhavens zur Verfügung, die sich auf Grund ihrer persönlichen Situation nicht selbst helfen können. Unserer hauptamtlicher Koordinator ist der Kümmerer für unser Projektgebiet. Er nimmt die Bedarfe bei Besuchen von Nachbarn und bei persönlichen Gesprächen mit den Bürgern auf. Auch hält er Kontakt zu den lokalen Netzwerken von Wohlfahrtverbänden und vielen sozialen Playern der Stadt. Dabei werden vorhandene Strukturen und Angebote berücksichtigt und ggf. dorthin vermittelt. Weitergehende Bedarfe werden dann auf Realisierbarkeit mit den gegebenen Ressourcen geprüft.
Mit Ehrenamtlichen (ein Pool von ca. 30 Personen) werden dann Maßnahmen überlegt, geplant und umgesetzt. So bieten wir derzeit an:
- Beratung für Haushalt und Finanzen bei Nachbarn vor Ort
- Begleitung zu Terminen (Behörde, Gericht, Krankenhaus u.ä.)
- individuelle Förderung und Hilfen (Formulare, Anträge, Schriftverkehr, Nachhilfe für Berufsschule/ Führerscheintheorie)
- Hilfe in Wohnungen (Möbel, Renovierung u.ä.)
- multikultureller Nähtreff für Frauen
Wir haben festgestellt, dass wir in den 1zu1-Hilfen eine sehr starke Kompetenz und belastbare Ehrenamtsstruktur aufbauen konnten. So gehen wöchentlich Ehrenamtliche zu Bürgern und treffen sich in deren Wohnungen, um Nachhilfe zu geben, Anträge zu bearbeiten und beim Schriftverkehr ganz praktisch zu helfen. Dabei werden Kompetenzen vermittelt, die von den Bürgern wiederum an andere weitergegeben werden. Hier werden wir die die erfolgreiche Arbeit fortsetzen und neue Formate ("Ich zeige Dir...", "Zeitspender",...) ausprobieren und etablieren. Dafür stehen wir in regem Austausch mit dem Freiwilligenzentrum und loten neue Formen der Zusammenarbeit aus. Eine gute Basis bietet unsere Projektidee „TanteEmma“, um Kompetenzen zu bündeln und einen neuen Begegnungsort zu schaffen.
Regen Anklang hat unser multikultureller Nähtreff gefunden, so dass wir weitere mittelgroße Veranstaltungen (Stadteilfest) planen. Wir möchten durch einen Krabbeltreff alltagsbezogene Kompetenzen bei jungen Familien und Alleinerziehenden stärken. Frauen sollen Mut bekommen und in schwere Lebenslagen unterstützt werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Unser Quartier ist davon geprägt, dass neben Geschäften viel preisgünstiger Wohnraum vorhanden ist, der oft von sozialschwachen Personen bewohnt wird. Trotz der räumlichen Nähe entsteht aber keine "soziale Nähe". Hier sehen wir unseren Auftrag durch Angebote, Aktionen und praktische Hilfeleistungen zum einen Menschen zu helfen und zum anderen Menschen zusammen zu bringen.
Da unsere anfängliche Initiative durch "simples Anpacken und Machen" geprägt war, sind wir bis heute noch stark von einem pragmatischen Engagement und unserer Umsetzungskompetenz gekennzeichnet. Unser Motto: " Nicht reden...machen!"
Der Armutsbericht des Landkreises weist für die Stadt Cuxhaven u.a. folgende besonders betroffenen Gruppen aus: Alleinerziehende, ältere Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund.
Unsere Engagement für und mit Migranten ist die Keimzelle des Vereins. Hier sind wir nach wie vor aktiv und als kompetenter Partner in der Stadt anerkannt.
Die Not der zwei erstgenannten Zielgruppen möchten wir uns in der kommenden Förderperiode insbesondere widmen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt Alt-Cuxhaven
Beschreibung
Unser Büro in der Deichstrasse 34 ist direkt im Quartier. Hier wohnt auch ein Großteil unserer "Klientel" in einem Radius von ca. 2 km. (s. Karte im Anhang) Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für sozialschwache geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
13956
Quelle / Anmerkungen
Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung der Stadt Cuxhaven
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet Schätzung Gesamtstadt Arbeitsagentur
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Cuxhavener Zeitung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_csc_e.v.jpg
(104.87 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Christliche Sozialwerk Cuxhaven ist die Anlaufstelle in der Innenstadt-Nachbarschaft. Wir kümmern uns um die Anliegen der Menschen und schauen in unserem lokalen Netzwerk wohin wir Hilfesuchende vermitteln können. Dabei ist es immer unser Anliegen die Hilfeempfänger praktisch miteinzubeziehen.
Wir suchen die Menschen auf und klären ihre Anliegen bei ihnen zuhause.
Wir ermutigen diese Personen mit ihren Fähigkeiten selbst aktiv zu werden.
Wir bleiben im Kontakt und laden die Menschen wiederholt ein, herauszukommen und zu partizipieren.
Selbstwirksamkeit, Ressourcenförderung und Lösungsorientierung sind die Leitlinien unserer Arbeit.
Nach Außen stellen wir unsere Arbeit und die Notwendigkeit dieser Aufgabe auf diversen Wegen dar.
Wir laden regelmäßig Vertreter der Presse ein.
Landtagsabgeordnete verschaffen sich vor Ort ein Bild unserer Arbeit.
Stadt und Landkreis werden regelmäßig in Überlegungen einbezogen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Bewohner uns kennen, weiterempfehlen und unsere Dienste und Beratungsanagebote nutzen. Dies drückt Vertrauen, Kompetenz und positive, wohlwollende Mundzumund-Propaganda aus. Sie fühlen sich mit ihren Interesse bei uns an der richtigen Adresse.
Kriterium
Beschreibung
Wenn Menschen unterschiedlicher Herkunft sich kennen, sich schätzen und miteinander, wertschätzend interagieren. Wenn also "soziale Nähe" entstanden ist und Leben in vielen Facetten miteinander geteilt wird.
Beschreibung
Wenn Stärken erkannt werden: Dies geschieht durch die Betonung der Selbstwirksamkeit. Und durch die ressourcenorientierte Arbeit trägt die Eigen- und Fremdwahrnehmung dazu bei, dass Stärken erkannt und gefördert werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Sozialgenossenschaft entsteht + den Bürgermarkt betreibt. Ein Festival + Stadtteilfest langfristig von breiter Allianz getragen + gesichert. Das entstanden Bündnis entwickelt Regelmäßigkeit an Aktivitäten. Ideen/Herausforderungen miteinander teilen.
Kriterium
Beschreibung
Eine heterogene Gruppe von Menschen erkennt vereinende Ziele und Visionen. Wenn also das unser ErzählCafé + der interk. Krabbeltreff entsteht und daraus eine gemeinsame und verbindende Aktivität daraus erwächst, dann ist das Ziel erreicht.
Beschreibung
wir den Bürgermarkt eröffnen und die Sozialgenossenschaft gegründet wird. Es entsteht eine Anlaufstelle für Nachbarn, wo günstig verkauf/eingekauft werden kann, Ehrenamt gelebt und vermittelt wird, Nachbarschaft mit Wort und Tat gelebt wird.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat 3 /Aufgabenbereiche: Demokratie Leben; Mehrgenerationenhaus; Prävention; Soziale Stadt; Stadtteilarbeit) /// Landkreis Cuxhaven ( Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V. /// Freie ev. Gemeinde Cuxhaven ///Offenes Herz Altenwalde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie (Allg. Sozialberatung; Psychosoziale Beratung; Schwangerschaftskonfliktberatung)/// Caritas (Migrationsdienst, Integrationsberatung und Flüchtlingsarbeit) /// Der Paritätische (Jugendmigrationsdienst; Aufsuchende Sozialarbeit)/// Hospizgruppe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unternehmerverband Cuxhaven /// Lions Club Cuxhaven /// Rotary Club Cuxhaven /// IG Lotsenviertel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BBS Cuxhaven (Kontakt zur Koordinatorin der Sprachintegrationsklassen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt zu den MdL´s Thiemo Röhler (CDU) und Uwe Santjer (SPD)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der Lenkungsrunde "Engagierte Stadt", Mitglied der interkulturellen Woche, Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
Videos
film_csc_neu_klein.mp4
(55.72 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On