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Vielfältige Nachbarschaft - zuhause in der Alpheide

Ansprechpartner
Barbara Weissenborn
Organisation Sprotte e. V.
Funktion Geschäftsführerin
Meine Nachbarn, die anderen und ich – öfter mal was gemeinsam machen! Vielfältige und intergenerative Angebote zur Stärkung der Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Ziele im Projekt sind intergenerative Begegnung und Akzeptanz unterschiedlicher Lebenslagen, Ableitung und Berücksichtigung verschiedener Bedürfnisse an das Lebens-/Wohnumfeld,Nachbarschaft und Gemeinwesen, Aktivierung der verschiedenen Bewohner*innen für die Entwicklung von Beteiligungsstrukturen und diese zu etablieren. 2018 wurde erste Strukturen dazu durch ein Projekt in der Richtlinie "Migration und Teilhabe" erarbeitet und in Ansätzen implementiert. Aufbauend sollen Schwerpunkte in der GWA gesetzt werden, die richtungsweisend und Maßstab gebend für die zukünftige Arbeit der drei Einrichtungen im Gebiet sein sollen. Das MGH familienhORT arbeite im Schwerpunkt „stark alternde Kommune“ und ist besonders darum bemüht, mit seinen Angebote intergenerativ und entlastend zu agieren, um die Begegnung, aber auch die Versorgung der verschiedenen Generationen zu fördern und Synergieeffekte nutzbar zu machen. Als erste Erfolge lassen sich die hohe Zahl der Ehrenamtlichen als auch die Vielzahl der Angebote anführen, die zum Teil schon selbstorganisiert stattfinden und die Infrastruktur des Hauses nutzen. In der Richtline konnte ein hoher Grad an Selbstwirksamkeitserfahrungen für die Engagierten und die Nutzenden abgeleitet werden, auf dem nun weitere Strukturen aufgebaut werden sollen. Qualifizierung zur ehrenamtlichen Unterstützung von Älteren und die Freizeitgestaltung für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, Organisation von außerschulischen Lernen und Angeboten einer „sorgenden“ Nachbarschaft sollen in diesem Projekt organisations übergreifend strukturiert und umgesetzt werden, um den Betrieb einer gemeinsamen Einrichtung durch Kindertagesstätte, Mehrgenerationenhaus und Schule mit Wirkung in das umliegende Quartier zu erreichen. Der Bau dieser Einrichtung wird vom Land Niedersachsen gefördert. Um die Bewohner*innen und Einrichtungen konzeptionell zusammenzubringen sollen im Projekt die Gebietsstrukturen identifiziert und verstärkt werden. Kita und Schule arbeiten bisher nur wenig gemeinwesenorientiert und Beschränken auf ihre Kinder und Familien, bisher gab es GWA nur über das MGH familienhORT. Um GWA als Querschnittsaufgabe aller Einrichtungen und in Mitverantwortung der Bewohner*innen für ihr Quartier zu erreichen, sollen im Projekt drei Bausteine zum Erfolg führen. Befähigung der Bewohner*Innen im Gestaltundsprozess, Ertüchtigung der Einrichtungen zur organisierten Zusammenarbeit und Entwurf eines gemeinsamen Leitbildes für das Quartier.
Ausgangslage
Die Alpheide ist ein Wohnquartier mit 5400 EW, wenig Infra- und stark unterschiedlicher Bevölkerungsstruktur. Ältere, Menschen mit Zuzugsbiographie, Familien mit Kindern leben dort. Inklusive Kita, Grundschule, Seniorenzentrum und MGH sind als Einrichtungen dort zuhause. Erste Ansätze zur GWA gibt es seit 2012, damals wurde im Bundesprogramm "Orte der Integration" das MGH als Modellvorhaben vorentwickelt. Auf Betreiben des Sprotte e.V. wurde über "Anschwung für frühe Chancen" ein Netzwerk der Einrichtungen geschaffen. Größte Herausforderung ist die inhomogene Zusammensetzung und die stark unterschiedliche Interessenlage der Bewohner*innen und Einrichtungen im Gebiet. Der Wunsch nach einer gemeinsamen Einrichtung als Zentrum für GWA und Bildung wurde bisher nur durch Kommune und Einrichtungen bearbeitet, das Gebäude soll aber von bürgerschaftlichem und nachbarschaftlichen Engagement getragen werden. Unser Projekt zielt auf eine intensive Beteiligung aller Bewohner*innen und Einrichtungen ab, um die Bedarfe zu identifizieren und zusammenzuführen. Das Quartier muss endlich durch Prozessbegleitung und Beteiligungsverfahren am Aufbau der neuen Strukturen beteiligt und vollumfänglich einbezogen werden. Erste Grundlagen dafür gab es 2018 durch das Projekt „Alpheide lebt Vielfalt“ des MGH, aus dem neue Gruppen und Aktivitäten entwickelt werden konnten. Ein Schwerpunkt ist die Beteiligung der alternde Bevölkerung werden, die mit ihren Kompetenzen/ besonderen Bedarfen bisher wenig eingebunden ist. In den kommenden Jahren wird sie die größte Bevölkerungsgruppe bilden. Ein moderiertes, dynamisiertes Miteinander, um Generationenkonflikte zu vermeiden, ist dringend erforderlich.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser
Beschreibung
Das Projektgebiet wir im Süden durch eine stark befahrene Ortsausgangsstraße durchschnitten, ein Teilgebiet schließt sich auf der südlichen Seite der Sztraße an, im Westen bildet der Steinhuder Meerbach eine natürliche Grenze, die durch ein Neubaugebiet (in Planung) und eine Brücke überwunden werden soll, nördlich und östlich schneiden eine dreispurige Bahnstrecke und die vierspurige Ortsumgehung das Gebiet ab.
Einwohnerzahl
5400
Quelle / Anmerkungen
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In unserem Projekt stehen die Bewohner*innen im Mittelpunkt und wir wollen ihre Kompetenzen und Qualitäten für mehr Selbstorganisation stärken, ihre Selbstwerterfahrung ertüchtigen, um sie als Nutzer*innen und Mitorganisator*innen des geplanten Nachbarschaftszentrums zu gewinnen. Uns ist wichtig, dass wir die Bewohner*innen endlich mindestens querschnittlich an der Erstellung eines Leitbildes beteiligen und die verbesserte Infrastruktur im Quartier für mehr Menschen nutzbar machen können. Als Potential für den Projektprozess bringen wir als erfahrener Träger der GWA unsere Netzwerke und Kontakte ein, als Träger des MGH haben wir bereits Erfahrungen in der intergenerativen Arbeit gesammelt und wissen um die besonderen Herausforderungen und das Erfordernis, Zielgruppenübergreifend zu agieren. Im Rahmen unserer Arbeit verstehen wir uns als "Ermöglicher". Durch das Eröffnen von Mitwirkungsmöglichkeiten an der Gestaltung und an der inhaltlichen Ausrichtung der GWA im Gebiet wird das Miteinander der Bewohner*innen gestärkt. Über das Projekt kann das Quartier als eigenständiger Stadtteil wahrnehmbar werden, es wirkt identitätsstiftend und trägt zum Selbstbewusstsein bei, dass sich am Ende in der gemeinsamen Erstellung eines Leitbildes niederschlagen soll und Konflikte der Verschiedenen Bewohner*innengruppen sichtbar und so auch lösbar machen kann. Die Befähigumng zur Selbstorganisationist uns wichtig, um nachhaltige Strukturen zu ermöglichen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akzeptanz des neuen Nachbarschaftszentrums durch ein gemeinsam erarbeitetes Leitbild gestärkt wird, die Bewohner*innen das Zentrum auch eigenständig und selbstorganisert nutzennutzen
Beschreibung
In den Beteiligungsverfahren querschnittlich die Bedarfe alle Bewohner*innen identifiziert und berücksichtigt sind, bestehende Konflikte durch neue Begegnungsformen aufgelöst wurden
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Städtische Kita
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenzentrum Alpheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Alpheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bewohner*innen im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
MGH familienhORT
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GBN Wohnungsunternehmen GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stiftungen und Serviceclubs zur Akquise zusätzlicher Mittel
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On