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Nur gemeinsam sind wir stark- Barnstorf macht mobil!

Ansprechpartner
Ann-Christin Leymann
Modellprojekt zur Entwicklung einer mobilen Gemeinwesenstruktur in der Samtgemeinde Barnstorf.
Projektbeschreibung
Die Samtgemeinde Barnstorf ist im Südwesten des LK Diepholz gelegen und mit 206km² die flächenmäßig zweitgrößte Kommune. Sie setzt sich zusammen aus dem Flecken Barnstorf (6473 Einw.), Eydelstedt (1844 Einw.), Drebber (2996 Einw.) u. Drentwede (1016 Einw.) . Die höchste Siedlungsdichte verzeichnet der Fl. Barnstorf. Die anderen Gemeinden liegen mit ihrer Siedlungsdichte weit unterhalb des Durchschnitts in gesamt Nds. u. des LK Diepholz. Es ist wenig Infrastruktur vorhanden. Im Fl. Barnstorf ist die meiste Infrastruktur angesiedelt. Es gibt ein Mehrgenerationenhaus (MGH), mit einem breiten Angebot. Dessen Aktionsradius reicht aber aufgrund von Konzeptionalität und personeller Kapazität nicht über den Fl. Barnstorf hinaus. Um teilzuhaben müssen die Bewohner der kleineren Gemeinden zum MGH gelangen, was anlässlich des unzureichenden Nahverkehrs schwer bis unmöglich ist. Es ist zudem eine Hürde insbesondere für ältere Menschen sowie geflüchtete Personen (mit bisher wenig Teilhabechancen), ihren eigenen Aktionsradius zu verlassen, um eine Veranstaltung oder ein Angebot des MGH zu besuchen. Hier möchten wir anknüpfen. Wir wollen die Potenziale des MGH nutzen und in die kleinen Gemeinden, mittels einer mobilen GWA transferieren. Starten möchten wir damit modellhaft im Gebiet Fl. Barnstorf u. Eydelstedt. Das Angebot wird so ausgebaut, dass in Eydelstedt in regelmäßigen Abständen ein neutrales Treffen in unterschiedlichster Form, z.B. Frühstückstreff, Themen-Nachmittage,Grillfest als Möglichkeit der Kontaktaufnahme und Vernetzung entsteht. Der Standort innerhalb von Eydelstedt wird dabei wechseln, geplant sind z.B. Vereinsräume. Wir werden Präsenz zeigen und dabei auch die so wichtigen Bedürfnisse u. Wünsche der Bewohner erheben, da es bisher kaum bis keine Daten in diese Richtung gibt. Zur Erhebung werden wir verschiedene Formen der Befragung nutzen, geplant ist u.a. ein mobiles Bollerwagen-Café in Kombination mit Elementen der aktivierenden Befragung, um die Menschen niederschwellig zu erreichen. Jedoch wird es nicht bei der reinen Bedarfsermittlung bleiben, sondern der Versuch gestartet, die Bürger für die Belange ihrer Gemeinde zu aktivieren, durch Formen des freiwilligen Engagements, auch auf kurzfristiger Basis z.B. Unterstützung des mobilen Bollerwagen-Cafès. Insbesondere möchten wir die Menschen im Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand erreichen, sowie geflüchtete Menschen für ein Ehrenamt begeistern und sie auf dem Weg dorthin begleiten.
Ausgangslage
Den Fl. Barnstorf und Eydelstedt trennen 3-5 km Fahrtstrecke. Der öffentliche Nahverkehr ist unzureichend ausgebaut, Busse fahren überwiegend nur angepasst an die Nds. Schulzeiten. In der kleinen Gemeinde Eydelstedt ist wenig Infrastruktur vorhanden. Es gibt keine neutralen Treffpunkte mit der Möglichkeit der Begegnung u. des Austausches, abseits der „alteingesessenen“ Vereinsstrukturen. Die Altersstruktur zeigt eine deutliche Tendenz Richtung Hochaltrigkeit, schon jetzt sind im Fl. Barnstorf und Eydelstedt ca. 30% der Menschen im Alter 60+. Es wird in den nächsten Jahren viele Personen im Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand geben (Generation Babyboomer). Durch frühzeitige Intervention können Netzwerke mit Institutionen im Gebiet des Fleckens und eine starke Nachbarschaft gefördert werden, um eine Isolation des kleinen Gebiets zu verhindern und eine Kultur des Miteinanders aller Gebiete langfristig aufzubauen. In der SG Barnstorf sind über 10% der Bevölkerung ausländische Staatsbürger, was sich durch die Aufnahme von geflüchteten Menschen ab 2015 nochmals manifestiert hat. Eine besondere Situation findet sich hier in Eydelstedt, wo im Hülsmeyerpark, einem alten Kasernengelände, geflüchtete Menschen untergebracht sind. Das Gelände liegt dezentral und die Menschen haben wenig Kontakt zu Einheimischen. Die vorherrschenden ländlichen Strukturen machen es nicht einfach die Menschen inklusiv an der Gesellschaft teilhaben zu lassen. Durch mangelnde Begegnung und Unwissenheit voneinander kommt es zu Anzeichen von "Alltags"Rassismus. An dieser Stelle möchten wir mit der mobilen GWA ansetzen und Räume der Begegnung schaffen, für ein Miteinander und gegen Ausgrenzung.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Barnstorf Flecken Barnstorf-Eydelstedt
Beschreibung
Der Flecken Barnstorf hat mit 6473 Einwohnern die höchste Einwohnerzahl und Siedlungsdichte. Die meiste Infrastruktur sowie unter anderem auch das Mehrgenerationenhaus und das Rathaus sind im Flecken Barnstorf verortet. Der Flecken ist somit der stärkste Partner in der Samtgemeinde, dessen Potenzial wir ausstrahlend langfristig mit in die kleinen Gemeinden Eydelstedt (1844 Einwohner) Drebber (2996 Einwohner), Drentwede (1016 Einwohner) nehmen möchten, um dort neutrale Orte der Begegnung und des Austausches aufzubauen sowie weiterführend an einer Gesamtvernetzung der einzelnen Gemeinden mit den Potenzialen des Fleckens zu arbeiten. Das für das Modellprojekt ausgewählte Gebiet Flecken Barnstorf-Eydelstedt ist das mit 12850ha flächenmäßig weitläufigste Gebiet, wobei alleinig auf Eydelstedt 7614 ha fallen. Über 25% der Bevölkerung in Eydelstedt ist über 60 Jahre alt. Eydelstedt ist stark ländlich geprägt und hat eine sehr schwache Infrastruktur (kein Nahversorgungsangebot, kulturelles Angebot, neutrale Treffpunkte etc.). In Eydelstedt besteht zudem die bereits erwähnte Situation der dezentralen Unterbringung von geflüchteten Menschen in einer ehemaligen Kaserne mit fehlender Anbindung an die Bevölkerung vor Ort. Exemplarisch ist deshalb der Beginn in diesem Quartier geplant, die Kommune hat hier die Möglichkeit Räumlichkeiten für das Projekt anzumieten. Mittelfristig sollen die hier erworbenen Kenntnisse teilweise auf die anderen Gebiete übertragen werden können, wobei zu beachten ist, dass jedes Gebiet für sich sehr heterogen ist, da unterschiedliche Dorfgemeinschaftsstrukturen vorherrschend sind. Für alle Gemeinden gilt jedoch, dass die Erhebung von Daten des Bedarfs der Bewohner im hohen Maße von Bedeutung ist, da die Gemeinden kommunalpolitisch zusammengehören und auch die unterstützenden Beiräte (Seniorenbeirat und Integrationsbeirat) für die gesamte Samtgemeinde zuständig sind. Für eine ländliche Kommune wie die Samtgemeinde Barnstorf ist der Prozess hin zur nachhaltigen Verstetigung von Gemeinwesenstrukturen ein bedeutungsvoller Weg, der kleinschrittig begonnen werden muss. Die GWA kann hier die kommunalen Akteure unterstützen und durch Aufklärungs -und Gremienarbeit die Wichtigkeit eines stabilen Gemeinwesens darstellen.
Einwohnerzahl
8317
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Samtgemeinde Barnstorf Stand: 04.04.2019
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
27
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stand 04.04.2019.
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stand 04.04.2019 (Gesamtzahl), Aufteilung Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
1
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stand 04.04.2019.
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz, das Gebiet der SG Barnstorf sozialräumlich zu betrachten und Potenziale eines starken Gebiets in ein schwaches Gebiet mitzubringen. Es geht darum Bedarfe und Interessen der Bewohner zu erheben und anhand dieser Daten eine langfristige GWA-Struktur zu installieren. Das freiwillige Engagement soll bedarfsentsprechend weiterentwickelt und Nachbarschaftshilfen gefördert werden. Immer unter Einbezug der gebietsbezogenen Strukturen und daraus resultierenden Möglichkeiten zur Entwicklung. Bewohner sollen aktiv befähigt und motiviert werden sich für die Belange ihres Gebiets einzusetzen. Es geht um den Aufbau eines Miteinanderes für die Gemeinde, die Motivation etwas bewegen zu wollen, wird begleitet und ein gemeinschaftliches agieren steht im Vordergrund. Mit dem Projekt wird eine Verbesserung der immateriellen Bedingungen, insbesondere der sozialen Teilhabe angestrebt, indem infrastrukturelle Schwierigkeiten gesehen und durch die Struktur des Projekts zunächst überwunden werden. Für das Projektgebiet Fl. Barnstorf-Eydelstedt bedeutet dies, dass zunächst das Kennenlernen der Menschen im Quartier im Vordergrund steht, die Menschen werden eingeladen an Veranstaltungen z.B. Auftakt-Frühstück oder Grillfest zu Beginn des Projekts teilzunehmen, wobei die persönliche Ansprache (Einladung) ein wichtiger Faktor ist. Zudem werden punktuell an unterschiedlichen Orten im Gebiet z.B. vorm Kindergarten aktivierende Befragungen mit dem mobilen Café durchgeführt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen zu Veranstaltungen kommen und Wünsche/Ideen mit einbringen , Möglichst viele Bewohner*innen durch die aktivierende Befragung erreicht werden, Bewohner*innen Interesse zeigen sich für ihr Gemeinwesen zu engagieren
Beschreibung
Die bereits vorhandenen Ressourcen des Mehrgenerationenhauses im Flecken nach Eydelstedt transferiert und der Flecken als starker Partner noch weiter gestärkt werden konnte.
Beschreibung
Ein beständiger Austausch über die Entwicklung des Projekts mit der Kommune besteht, die Gremienarbeit des Senioren-und Integrationsbeirats unterstützt u. gestärkt wurde, die Kommune sich einsetzt politisch an der Weiterentwicklung der GWA zuarbeiten.
Beschreibung
Kooperationspartner für das Projekt gefunden und überzeugt werden konnten gebietsübergreifend mitzuarbeiten, Institutionen Bereitschaft zeigen Geflüchtete in ein Ehrenamt aufzunehmen, Kooperationspartner Veranstaltungen mitgestalten.
Beschreibung
Unterschiedliche Bewohner*innen kommen zu Veranstaltungen und lernen sich kennen (Alter, Religion, Geschlecht). Neubürger und Einheimische teilnehmen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Barnstorf;Samtgemeinde Bürgermeister, Bürgermeister Eydelstedt, Bürgermeisterin Flecken Barnstorf; Fachbereich Soziales u. Ordnung; Jugendpflege und Streetwork; Flüchtlingskoordinatorin; politische Ausschüsse.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IGEL e.V. Mehrgenerationenhaus Barnstorf; Schützenverein Barnstorf; Schützenverein Eydelstedt; FF Barnstorf-Kinder u. Jugendfeuerwehr; FF Eydelstedt Kinder u. Jugenfeuerwehr; LEB Barnstorf; VNB Barnstorf; LandFrauen Barnstorf; Welthaus Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diepholzer Kreiszeitung; Barnstorfer Wochenblatt; Sonntags-Tipp; Gemeindebrief der St. Veit Kirchengemeinde; Gemeindebrief der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara; Webseite Diakonisches Werk Diepholz-Syke-Hoya; Webseite Samtgemeinde Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev-luth. St. Veit Kirchengemeinde Barnstorf; Katholische Kirchengemeinde St. Barbara Barnstorf; Mevlana-Moschee Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Seniorenheim Friedrich-Plate-Haus Barnstorf ; Seniorenresidenz "Huntetal" Barnstorf ; Seniorenwohnanlage "Haus Donsdorf" Eydelstedt; Sozialstation Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Barnstorf; Grundschule Eydelstedt; Christian-Hülsmeyer-Schule Barnstorf; DRK-Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" u. "Holzwurm" Barnstorf; Kindertagesstätte "Die kleinen Strolche" Barnstorf; Ev-luth. integrative Kindertagesstätte Eydelstedt.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pro Asyl Barnstorf.
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On