Familien im Zentrum: Teilhabe in der Altstadt von Northeim stärken
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hansjörg Gutberger
| Funktion | Sozialwissenschaftler |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnungen ermöglichen, Netzwerke ausbauen, sozialen Zusammenhalt stärken
Projektbeschreibung
Gemeinwesenarbeit lässt sich im Zentrum Northeims nach der bisher durchgeführten Sozialraumanalyse (den zahlreichen Bewohner*innenbefragungen, der Beteiligung am "Kinderstadtplan", der genauen Beobachtung der öffentlichen Berichterstattung über Aktivitäten in der Innenstadt, der geleisteten Kontaktaufnahme zur soziokulturellen Szene Northeims u.a.) besser etablieren, wenn die gesamte Altstadt zum Projektgebiet wird. Wir werden darum in dem Folge-Projekt sukzessive die gesamte Northeimer Altstadt miteinbeziehen. Die Bestandsaufnahmen werden für das erweiterte Gebiet fortgeführt. Die Wahl eines größeren Projektgebiets dient auch der besseren Abstimmung mit parallel laufenden Stadtentwicklungsplanungen der Stadt Northeim, weil diese die gesamte Altstadt betrachten (Integriertes Entwicklungskonzept).
Das GWA-Projekt soll Teil des Stadtentwicklunsgeschehens werden und gerade bisher weniger beteiligte Bewohner*innen veranlassen, sich für die Gestaltung des öffentlichen Raums einzusetzen. Dazu werden wir den begonnenen Prozess der Selbstorganisation der Bewohner*innen weiter unterstützen. Der spezifische Fokus unserer GWA richtet sich dabei auf die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und ihren Familien.
Aber auch unsere Bemühungen um eine Bewusstmachung der besonderen Stärke der Northeimer Altstadt werden wir ausbauen (u.a. mit einer Fortführung der 3 Formate Quartiersgeschichten, Quartiersspaziergänge und Kolleg*innensuppe). Unsere besondere Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die weitere Ansprache der Fachkräfte vor Ort. Sie könnten noch intensiver mit Blick auf die künftige Stadtentwicklung kooperieren.
Wir wollen deshalb bestehende Netzwerke sozialer Einrichtungen im Quartier besser erkennen und den Prozess ihrer weiteren Vernetzung mit Blick auf die Innenstadtentwicklung durch Anregungen aus der Gemeinwesenarbeit unsererseits unterstützen.
Wir werden viele Begegnungen ermöglichen: Der Bewohner*innen untereinander, aber auch der Fachkräfte, Passanten und sonstigen Nutzer*innen des Quartiers. Unser Familientreff (Einrichtung des Kinderschutzbundes) hat seit dem 2. Quartal 2020 weitere Räume und Personal erhalten und damit seine Kapazitäten deutlich erhöht. Seit dem August 2020 entsteht veranlasst durch das laufende GWA-Projekt ein Außengelände des Kinderschutzbundes in der Mitte des Quartiers Harztor. Dieses bietet durch seine zentrale Lage langfristig Entwicklungsmöglichkeiten. Für das Frühjahr 2021 ist an seine Eröffnung gedacht.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Altstadt Northeims ist durch viel Leerstand von Geschäftsräumen und durch eine vergleichsweise hohe Fluktuation der Bewohner*innen von preiswertem Wohnraum geprägt. Die Altstadt ist sozial durchmischt, aber gerade marginalisierte Familien wohnen bisher nur über kurze Zeiträume in der Altstadt. Das Wohnumfeld ist für Familien offenbar insgesamt nicht sehr attraktiv. Mit dem nun stark erweiterten Begegnungsort Familientreff und dem in Gründung befindlichen Außengelände des Kinderschutzbundes am Entenmarkt (ca. 250 qm Grünfläche) werden wir zukünftig noch mehr Erwachsene, Kinder und Jugendliche erreichen. Durch aktivierende Befragungen, regelmäßige Sozialraumbegehungen, die Anfertigung von Sozialraumkarten u.a. Methoden erfassen wir die Wünsche der Bewohner*innen hinsichtlich Veränderungen in ihrem Quartier. Der Verlauf des im Sommer 2019 gestarteten Projekts zeigt, dass wir seitdem mehr Bewohner*innen für die Angebote des Familientreffs haben gewinnen können (vor Corona). Wertvolle Beziehungen zu wichtigen Akteuren im Viertel (Gewährsleute, Fachkräfte) und zu politischen Entscheidungsträgern der zukünftigen Altstadtentwicklung in Northeim konnten aufgebaut werden (erster und zweiter Bürgermeister, Abteilungsleiter aus der Verwaltung, Vertreter der Parteien und der Beiräte des Stadtparlaments u.a.). Ein umfangreicher Pressespiegel über die Altstadtstadtentwicklung, über sozialkulturelle Angebote und das bürgerschaftliche Engagement für den öffentlichen Raum wurde angelegt. Das GWA-Projekt verfügt über Zugänge zu Familien, die im Zuge der Entwicklung der Altstadt an Bedeutung gewinnen. Wir wurden von Bewohner*innen ermutigt, unsere Arbeit längerfristig fortzusetzen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim - Altstadt mit Wallanlagen (Grüngürtel)
Beschreibung
Die historische Altstadt Northeims wird durch die sie umgegebenden Wallanlagen auch räumlich von der übrigen Innenstadt abgegrenzt. Die Northeimer Altstadt zeigt eine typische Verteilung an Gewerbe- und Wohnflächen
und einen für ein derart dicht bebautes Gebiet sehr hohen Anteil an Grünflächen (Parks, Plätze). Die Wallanlagen sind mögliche Entwicklungsflächen für familienfreundliche Angebote. In der Altstadt finden sich zahlreiche Anbieter zentraler (sozialer) Funktionen für die Gesamtstadt Northeim (s. Karten) sowie die ausgedehnte Fußgängerzone. Das Gebiet zeichnet sich durch eine Tendenz zur Überalterung aus. Mittlere Altersgruppen (35 bis 45 Jahre) sind im Vergleich unterdurchschnittlich vertreten. Im Vergleich zur Gesamtstadt ist der Anteil der älteren Mitbürger*nnen aber nicht ungewöhnlich hoch.
Unseren Beobachtungen nach bietet der Wohnungsmarkt in der Altstadt auch Wohnungen für Geringverdienende/Sozialleistungsempfänger*innen, aber die Verbleibdauer der Mieter*innen ist gering, weil die Qualität dieser Wohnungen nicht hoch ist. In der Altstadt wohnen Arme und Reiche räumlich dicht beieinander, weil viele in Eigentümerhand befindliche Häuser in den letzten Jahren aufwendig restauriert wurden. Es ist ein Projektgebiet vergleichsweise großer sozialer Heterogenität mit der Tendenz zur Ausbildung voneinander abgrenzbarer Mini-Quartiere (etwa das Viertel um die Mühlen-/Mauerstr; das Viertel um die St. Sixti-Kirche). Die Bevölkerungsdichte ist in den Arealen um das City-Center (westliche Altstadt) und in den Wohngebieten rund um den Entenmarkt (östliche Altstadt) am höchsten. In einigen (wenigen) Wohnblöcken leben überproportional viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Bei jungen Familien sind Familien mit Zuwanderungsgeschichte überproportional vertreten. Im Projektgebiet leben damit viele ältere Deutsche (besonders Frauen über 80 Jahre) neben jungen migrantischen Familien. Sollte sich diese demographische Entwicklung zukünftig verstärken, könnten soziale Konflikte entstehen. Der Familientreff wirkt hier mit seinen Angeboten präventiv und bietet Räume der Begegnung.
Nachdem wir mit dem "Quartier Harztor" in den Jahren 2019/20 zunächst nur weite Teile der östlichen Altstadt fokussiert haben, wollen wir mit dem dort modellhaft erprobten Ansatz (Sozialraumanalyse; Befragung der Bewohner*innen; Vernetzung von Akteur*innen der Stadtentwicklung; interkulturelle Begegnungen usw.) zukünftig in der gesamten Altstadt arbeiten.
Einwohnerzahl
2029
Quelle / Anmerkungen
Daten aus dem Melderegister der Stadt Northeim (Abteilung Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand August 2020)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die 6% Arbeitslosenquote für die Gesamtstadt Northeim sind eine Schätzung, die sich auf das Frühjahr 2020 bezieht.
Daten für das Projektgebiet liegen uns nicht vor; Daten für die Gesamtstadt Northeim nur in absoluter Häufigkeit (2019) = 1065 Personen. (Jahresdurchschnitte) (Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Northeim Stadt, Gebietsstand im Jahr 2019).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten liegen uns in absoluter Häufigkeit nur für die Gesamtstadt Northeim vor:
Von den o.g. 1065 sind 134 Personen unter 25 Jahre. D. h., 12,6 % der Arbeitslosen in der Gesamtstadt sind unter 25 Jahre. (Jahrdurchschnitte 2019)
(Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Northeim Stadt, Gebietsstand im Jahr 2019)
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In absoluter Häufigkeit für das Projektgebiet: 560 Personen.
(Quelle: Melderegister der Stadt Northeim, Abteilung 1.5
Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In absoluter Häufigkeit für das Projektgebiet: 224 Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Unter ihnen gibt es einen hohen Anteil an unter 6Jährigen Kindern.
(Quelle: Melderegister der Stadt Northeim, Abteilung 1.5
Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(Quelle: Daten des Melderegisters der Stadt Northeim, Abteilung 1.5
Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es besteht keine Möglichkeit dazu Daten zu bekommen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine aktuellen Daten vorliegend.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung für das Projektgebiet auf der Basis der Daten über Herkunftsregionen aus dem Northeimer Melderegister. Ein vergleichsweise hoher Anteil der Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte entstammt dem vorderasiatischen - und südasiatischen Raum. Es gibt im Projektgebiet drei Baublöcke mit auffällig hohen Anteilen an Menschen mit Geburtsregion Vorderasien/Südasien. Daten für die Gesamtstadt liegen uns nicht vor. (Quelle: Daten des Melderegisters der Stadt Northeim, Abteilung 1.5 Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten liegen uns nur für die Gesamtstadt Northeim, in absoluter Häufigkeit und nur für das Jahresende 2018 vor: Empfänger*innen sozialer Mindestsicherung (ALG II, Sozialgeld, HzL, Grundsicherung) waren 3579 Personen (31.12.2018). Dazu kamen Bezieher*innen von Regelleistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz (218 Personen). (Quelle: LSN-Online, Regionaldatenbank des Statistischen Landesamts Niedersachsen)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine Daten vorliegend.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte1_projektgebiet_altstadt.pdf
(834.69 KB)
karte2_projektgebiet_altstadt.pdf
(4.16 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt zeichnet sich durch einen Mix aus Bewohner*innen-Aktivierung und Verstetigung der Kooperationen zwischen soziokulturellen Einrichtungen vor Ort aus. Wir sehen uns in der Rolle einer initiierenden und moderierenden Kraft für familiengerechte Maßnahmen der Altstadtentwicklung. Besonders die Anliegen von Kindern wollen wir im Gemeinwesen und in der Stadtentwicklung sichtbar werden lassen. Das schließt auch Legislaturperioden überdauernde Anliegen der jungen Generation mit ein.
Dazu sammeln wir Wünsche und Vorstellungen der Bewohner*innen / Kinder / sozialen Institutionen zur Quartiersentwicklung und vermitteln sie an Entscheider und in Gremien weiter (z.B. dem Sanierungsbeirat, Jugendbeirat, Runder Tisch Integration, Behindertenbeirat, Migrationsrat, Bündnis gegen rechts u.a.). Da Kinder im Fokus unserer GWA stehen, versuchen wir nachhaltig wirksame Maßnahmen mit zu initiieren, d.h. eine zukunftsgerechte Wohnumgebung anzustreben, die Klimaschutz, Kinderfreundlichkeit und Inklusion gleichermaßen umfasst. Voraussetzung dafür ist auch, dass sich mehr Bürgerinnen und Bürger für die zukunftsgerechte Entwicklung in der Altstadt einsetzen. Wir zielen auf ihre Aktivierung und auf die Erhöhung des Anteils der Ehrenamtlichen, die sich im Rahmen des Familientreffs schon jetzt engagieren.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dokumentationen weiterer Bewohner*innenbefragungen liegen vor. Bedarfe/Wünsche wurden ermittelt. Macht-schwächere Gruppen werden erreicht und aktiviert. Vertrauen zum Familientreff verstetigt sich weiter. Interessen der Bewohner*innen werden kommuniziert.
Kriterium
Beschreibung
Durch Bewohner*innen mitgetragene Angebote sind verstetigt: interkultureller Austausch, öffentliche Frühstücke, Gestaltung eines Außengeländes des DKSB. Eigene Gestaltungsmöglichkeiten bzgl. des öffentlichen Raums sind den Anwohner*innen transparent(er).
Kriterium
Beschreibung
Stärken des eigenen Quartiers (u.a. die soziokulturelle Infrastruktur) sind den Anwohner*innen bewusst(er). Die Identifikation mit dem Wohngebiet Altstadt und dem öffentlichen Raum im Quartier ist gestiegen. Das Image des Quartiers ist gebessert.
Kriterium
Beschreibung
Teilnehmer*innen an Aktionen sind nach sozialer und kultureller Herkunft/Milieu, Gesundheit, nach Lebensalter und Bildungsstand divers zusammengesetzt. Gegenseitige Kontakte werden gepflegt und das Verständnis füreinander wächst. Inklusion ist ‚normaler‘.
Beschreibung
Bei stakeholdern (aus Politik/Verwaltung, Fachkräfte im Quartier u.a.) wird durch die neue GWA dieser Effekt gefördert und verstetigt sich; ressortübergreifende Vereinbarungen werden geschlossen, z.B. zwischen Kultur- und Sozialbereich, Wohnungswirtschaft
Beschreibung
Gemeinsame Projekte für die GWA werden jährlich angestrebt (durch Akteure der Stadtentwicklung; der soziokulturellen Einrichtungen vor Ort) und vereinbart. Die GWA unterstützt diesen Prozess; sie erreicht v.a. Familien und vernetzt diese untereinander.
Kriterium
Beschreibung
Der Familientreff ist ein Anlaufpunkt für nicht-migrantische und migrantische Familien. Gemeinsam werden Aktionen initiiert und durchgeführt. Im gesamten Quartier werden entsprechende Begegnungen durch GWA gefördert. Teilhabe und Engagement steigt.
Beschreibung
Die Bedarfe der Familien im Quartier sind transparent(er) und die GWA des Familientreffs vermittelt auch ggf. an Fachstellen weiter. Begegnungsräume wurden geschaffen und mehr Bürgerbeteiligung wurde ermöglicht, die das soziale Miteinander stärkt.
Kriterium
Beschreibung
Die GWA in der Innenstadt steht im Austausch mit GWA-Projekten in Northeimer Stadtteilen und stimmt ihr Vorgehen darauf ab. Stadtentwicklung und GWA sieht sie im Kontext der Gesamtstadt. Sie nutzt auch (stadtteil)-externe Ressourcen für das Quartier.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Stadt ist über die Ziele, Entwicklung und Aktivitäten im Projekt informiert; das Vorgehen erfolgt abgestimmt. Beteiligung an Sitzungen des Beirats für Menschen mit Behinderungen, dem Jugendbeirat, dem Migrationsrat u.ä. geplant.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendkulturzentrum "Alte Brauerei", Theater der Nacht, Kino Neue Schauburg, Stadthalle Northeim; Stadtführungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oase (Diakonie), AWO, Caritas, Evangelische Jugend, Pro Inklusion, Unabh. Teilhabeberatung (EUTB), Ev. Jugendhilfe, Bahn-Sozialwerk, Flexible ambulante Hilfen (FLEX), Kooperation Werk-Statt-Schule (Südstadt) zum Austausch über Vorgehen und Ansatz GWA
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren heute e.V. (Seniorenbegegnungsstätte Alte Wache) , Deutsch für alle e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Krippen, Kindergärten, Martin-Luther-Schule, Gymnasium Corvinianum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Sixti, Evangelische Jugend, katholische Kirchengemeinde St. Marien, evang. Superindentur (Entenmarkt), CVJM
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kiosk Breite Str., Friseure; Bäckereien, Buchhandlungen, Standortgemeinschaft (gewerb. Interessenver.), Architektenbüro Lange/Puche, Kaufland Northeim, Sportschule Mark Haubold, Hotel Schere; Thai-Massagen u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsgenossenschaft: Wohnen in Northeim GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (Hallo, HNA, Northeim News)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DJH Jugendherberge Northeim, Medienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Simon Hartmann; MdL Frauke Heiligenstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wissenschaft und Forschung (Prof.Dr. Peter-Ulrich Wendt, Hochschule Magdeburg-Stendal); NABU Northeim, Interkultureller Garten Northeim, Internationale Gärten e.V. Göttingen, Demokratie leben ! Externe Fach- und Koordinierungsstelle der Stadt Northeim,
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das GWA-Projekt will die begonnene Zusammenarbeit mit der Stadt Northeim (Stand Juli 2020: drei Arbeitstreffen mit Behördenleitern aus dem Bereich der Stadtentwicklung) und mehrere Treffen mit dem ersten bzw. zweiten Bürgermeister der Stadt Northeim, mit einem Planungs- und Architekturbüro, mit Akteuren des sog. Fachwerk-Fünfecks und der Wohnen in Northeim GmbH fortsetzen. Ein längerfristig gültiger Nutzungsvertrag für das Außengelände vor der Geschäftsstelle des DKSB liegt vor.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WIR in Baddeckenstedt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Melanie Ahmann
| Funktion | Sachbearbeiterin für Soziales und Geflüchtete |
|---|
2. Kurzbeschreibung
WIR - Wertschätzend, Integrierend, Regional
Projektbeschreibung
In dem Projekt „WIR in Baddeckenstedt“ erhalten unsere Bewohner*innen das Wort und entwickeln und realisieren mit Unterstützung eigene Ideen und Schwerpunkte für ein gutes Leben in der Gemeinde. Ausschlaggebend für diesen Prozess sind verschiedene Entwicklungen vor Ort. So existiert seit fünf Jahren die „Sprachschule Baddeckenstedt“ in den von der Haupt- und Realschule im Innerstetal zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. Die Sprachschule hat sich neben der Sprachvermittlung als Bildungsort und sozialer Treffpunkt für Neuzugewanderte und Ehrenamtliche etabliert. Neuzugewanderte in der Gemeinde formulieren vielfach den Wunsch auch über die Sprachschule hinaus stärker in Kontakt mit Einheimischen zu treten. Der neu gegründete Verein Vielfalt Innerste e.V. oder auch die Flüchtlingsvertretung zeugen hierbei von einem hohen Engagement. Weitere aktive Zusammenhänge, wie Nähgruppen, Chöre und LandFrauen, sind ferner mit spezifischen Bedarfslagen in der ländlichen Gemeinde konfrontiert. In diesem Zusammenhang fand im März 2020 ein Kick-Off Workshop mit Anwohner*innen, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Multiplikator*innen statt. Teilnehmende sprachen sich für einen Treffpunkt aus, „um sozialer Isolation entgegenzuwirken, individuelle Potentiale, aber auch Bedarfe sichtbar und nutzbar zu machen und Baddeckenstedt langfristig attraktiv zu halten.“ „Regelmäßige Treffpunkte schützen vor Vereinsamung und aktivieren das Dorfleben. Man muss nicht in die Stadt fahren.“ Es solle „eine Anlaufstelle für alle Belange: Kontakte, Hilfesuche, gegenseitige Unterstützung, Vernetzung, Anwendung von Sprachkenntnissen“ aufgebaut werden (Ergebnisse Kick-Off Workshop).
In dem vorliegenden Projekt stellen die Anliegen und Bedarfslagen von Bewohner*innen und deren eigenverantwortliche Bearbeitung die Basis weiteren Handelns dar. Als tatkräftige und professionelle Begleitung agiert die Koordinations- und Ansprechperson, die Zugänge zu den vielfältigen Adressatengruppen herstellt. Sie kann die Menschen in der Gemeinde bei der Generierung und Umsetzung von Projektideen unterstützen. Als wichtige Ressource steht hierfür ein Trakt der Schule im Innerste Tal bereit. Bewohner*innen können hier Möglichkeits- und Partizipationsräume gestalten und nutzen oder auch einfach in den Kontakt mit ihren Nachbar*innen treten. Mit diesen Schritten können wir gemeinsam zu einem guten und zukunftsfähigen Leben in der Gemeinde Baddeckenstedt beitragen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Baddeckenstedt umfasst das Zentrum und den Verwaltungssitz in der gleichnamigen Samtgemeinde. Diese ist stark ländlich geprägt und weist als Exklave des Landkreises Wolfenbüttel eine einzigartige geographische Stellung auf. Die daraus resultierende Entfernung zur Kreisstadt mit den relevanten Infrastrukturen sowie die hürdenreiche Erreichbarkeit mittels des öffentlichen Personennahverkehrs schmälern die Teilhabemöglichkeiten (vgl. Thünen Report 53, Braunschweig, November 2017, S. 19). Dies gilt insbesondere für sozial schwächere Bevölkerungsgruppen, die mit sozialer Isolation in der Gemeinde konfrontiert sind. Soziale und inklusive Treffpunkte für Bewohnergruppen sind in Baddeckenstedt indes nur rudimentär existent. Erschwerend wirkt sich das Fehlen zielgruppenspezifischer Angebote vor Ort, beispielsweise für Jugendliche oder junge Familien, auch vor dem Hintergrund der im Kreisvergleich überproportionalen Inanspruchnahme von Jugendhilfe- und Transferleistungen in familiären Kontexten aus (vgl. Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe 2017).
Angesichts eines zu erwartenden Bevölkerungsrückgangs in der Samtgemeinde bis 2032 um circa 20 Prozent bei gleichzeitiger Alterung steht auch Baddeckenstedt perspektivisch vor großen Herausforderungen (vgl. Kleinräumige Bevölkerungsvorausberechnung für den Landkreis Wolfenbüttel 2016-2032, Niedersächsische Landgesellschaft 2019). Dies berücksichtigend möchte das Projekt mit den Bewohner*innen der Gemeinde zeitnah Problem- und Bedarfslagen ermitteln und nachhaltig bearbeiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Baddeckenstedt
Beschreibung
Die Gemeinde Baddeckenstedt ist eine von sechs Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Baddeckenstedt und beherbergt die Samtgemeindeverwaltung. Sie ist damit Teil eines sehr ländlich geprägten Planungsbereiches zwischen den Höhenzügen Vorholz und Lichtenberg (ein Teil des Salzgitter-Höhenzuges). Sie grenzt nordwestlich an den Landkreis Hildesheim und östlich an die kreisfreie Stadt Salzgitter sowie weitere Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde.
Einwohnerzahl
3082
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB II-Beziehende Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB II beziehende Kinder 0 bis 18 Jahre Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
183 ausländische Bewohner. Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
53 arbeitslose Menschen sind im Juli 2020 in der Gemeinde Baddeckenstedt gemeldet. Quelle: Statistik Service Nordost der Agentur für Arbeit.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
6 arbeitslose Menschen unter 25 Jahren sind im Juli 2020 in der Gemeinde Baddeckenstedt gemeldet. Quelle: Statistik Service Nordost der Agentur für Arbeit.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wir_in_baddeckenstedt_kartenausschnitt1.jpg
(505.58 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem im Kick-Off Workshop von neuen und alteingesessenen Bewohner*innen in der Gemeinde artikulierten Bedarf und Wunsch nach Intensivierung von sozialen Beziehungen und dem Kennenlernen von Nachbar*innen in einem Treffpunkt in nächster Nähe ist eine wesentliche Voraussetzung von gemeinwesenorientierter Arbeit erfüllt. Das Projekt „WIR in Baddeckenstedt“ führt diese und weitere zu identifizierende Anliegen gezielt mit dem vorliegenden Engagement und Potenzialen zusammen. Bewohner*innen werden als Betroffene, Gestalter*innen ihres Umfeldes und Expert*innen wahrgenommen, angesprochen und aktiv eingebunden. Personelle Ressourcen einer koordinierenden und begleitenden Ansprechperson sind hierfür zentral. Hier laufen die Fäden zusammen, werden Workshops zur Ideenfindung moderiert und wird Schnittstellen- und Netzwerkarbeit mit Bewohner*innen, (Samt)Gemeinde, Politik sowie lokal tätigen Verbänden und Zivilgesellschaft geleistet. Aus der Bewohnerschaft heraus entwickelte und von Kooperationspartner*innen flankierend unterstützte Angebote können in den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten der Schule im Innerste Tal eingebettet sein. Hier soll bereits und potentiell Engagierten ein Raum zur Artikulation geboten werden, welcher als Treffpunkt fungieren kann und von den Beteiligten gemeinschaftlich ausgestaltet wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen werden zu ihren Anliegen befragt, treten in Ideenfindungsprozesse ein und gestalten entsprechend ihren Interessen maßgeblich die Angebote und den Treffpunkt (Start mit Kick-Off Workshop 04. März 2020).
Kriterium
Beschreibung
Durchführung von Qualifizierungs-/Empowerment-Kursen (z.B. Flüchtlingsvertretung)/Bewohner*innen nutzen bereitgestellte Räume und setzen eigene Projekte um/ Local leaders und Brückenbauer in Communities sind eingebunden.
Kriterium
Beschreibung
Nutzung der hohen Motivation, Potenziale und Expertisen von Bewohner*innen (z.B. Fahrdienste, Reparaturen, Kinderbetreuung, Kuchenbacken, Übersetzungen), die sich bei der Befragung und in informellen/niedrigschwelligen Anlässen herauskristallisieren.
Kriterium
Beschreibung
Neu aufzubauendes Netzwerk zur Kooperation tagt regelmäßig mit Bewohner*innen sowie Ehrenamtsvertretung, Entscheidungsträgern, Kooperationspartnern (wie (Samt)Gemeinde, Schule, DRK-Ortsverband, Caritas, Landkreis) zur Gemeinwesenarbeit vor Ort.
Kriterium
Beschreibung
Die in der Befragung und in Workshops/Werkstätten geäußerten Anliegen zu einem guten, nachbarschaftlichen Leben werden im Rahmen ihrer Machbarkeit angebahnt und von Bewohner*innen mit hauptamtlicher Unterstützung umgesetzt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Caritasverband für Stadt und Landkreis Wolfenbüttel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Wolfenbüttel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Familienbildungsstätte/MigrantenElternNetzwerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsvertretung Samtgemeinde Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehren Baddeckenstedt, Oelber, Rhene und Wartjenstedt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt schafft langfristige Strukturen, die auch über den Projektzeitraum verfügbar bleiben. Die Samtgemeinde plant, sich langfristig in diesem Bereich durch Bündelung verschiedener Aufgaben im Sozialbereich unter dem Themenschwerpunkt "Familien- und Sozialservice" zu engagieren. Ferner stellt der Landkreis Wolfenbüttel den Schultrakt nachhaltig als Möglichkeits- und Partizipationsraum zur Verfügung und unterstützt diesen als sozialräumlichen Treffpunkt in Baddeckenstedt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Miteinander für Bredenbeck
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Kersten Prasuhn
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nach dem erfolgreichen Aufbau des DGH soll das Miteinander in Bredenbeck und die Dorfgemeinschaft wieder gestärkt und erweitert werden.
Projektbeschreibung
Der 3053 Einwohner starke Ort Bredenbeck ist Teil der Gemeinde Wennigsen. In den letzten 7 Jahren hat im Ort ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat.
Es gab keinen Platz mehr, an dem man sich treffen konnte. Das gesamte Dorfleben, die Gemeinschaft und Identifikation mit Bredenbeck fiel auseinander.
Zwölf Einwohner trafen sich 2013 und begannen ein Projekt, das zunächst viele für unmöglich hielten. Sie gründeten einen Verein und hatten die Vision, für Bredenbeck wieder einen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Eine alte Scheune, die mitten im Ort liegt, konnte gekauft werden. Es folgten viele Verhandlungen, doch das Team aus Ehrenamtlichen hat es geschafft. In den letzten 2 Jahren ist etwas sehr Besonderes entstanden. Ein Dorfgemeinschaftshaus wurde gebaut! In jeder freien Minute wurde eingerissen, gemauert, gesägt und gestrichen. 9500 Std ehrenamtliche Arbeit!
Um die Dorfgemeinschaft mit ins Boot zu holen, wurden bei allen Versammlungen der Vereine, in Kindergarten und Schule Bedarfe ermittelt. So ist es gelungen, den Bau des DGH zu einem Gemein-schaftsprojekt von ganz Bredenbeck zu machen. Alle 12 Vereine sind dem Dorfgemeinschaftsverein beigetreten und in einem Vereinsbeirat organisiert.
Nun stehen wir vor der Aufgabe, weiteren Bevölkerungsgruppen aus Bredenbeck die Möglichkeiten unseres Hauses aufzuzeigen und sie ihre eigenen Wünsche und Interessen umsetzen zu lassen. Wie schaffen wir es, dass das ganze Haus nicht als leere Hülle steht, sondern sich mit verschiedensten Initiativen füllt? Wir haben die Vision, dass wir durch die persönliche Einladung jedes Einzelnen viele Menschen zu einer Auftaktveranstaltung motivieren können, durch Spaziergänge im Ort, Aushänge und Flyer viele Bredenbecker neugierig machen. Durch persönliches Vorstellen in den VHS Kursen werden diese Teilnehmer gewonnen. Der demografische Wandel u. die Coronamaßnahmen machen es nötig, dass wir ein besonderes Augenmerk auf die ältere Generation haben. Diese Gruppe möchten wir durch aufsuchende Arbeit persönlich ansprechen.
Die VHS als Träger einer zukünftigen Stelle, die Gemeinde Wennigsen, die Ortsbürgermeisterin und natürlich die Mitglieder des DGV arbeiten hierfür eng zusammen.
All das soll auch in den Ort ausstrahlen und eine größere Solidarität im Ort aufbauen. An diesem Ziel arbeiten wir seit nun 7 Jahren. Das soll nicht umsonst gewesen sein, dafür brauchen wir die Unterstützung durch Quartiersmanagement.
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den letzten 7 Jahren hat in Bredenbeck ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat. So schlossen neben den 3 Gaststätten auch das Reisebüro und einer von zwei Supermärkten. Es waren keine Treff- und Versammlungsräume in entsprechender Größe u. Ausstattung mehr vorhanden.
Auch die Angebote des geselligen Zusammenseins wie der Frauen- und der Männerchor, die Treffen des DRK und die Kurse der VHS sind nicht mehr vorhanden. Theaterbühne und Kegelbahn wurden abgerissen.
Auch für alle Menschen, die neu nach Bredenbeck kommen, gibt es somit kaum Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen. Besonders den Menschen mit Migrationshintergrund (153 in Bredenbeck) kann keine Willkommenskultur entgegengebracht werden.
Im Alltag ist zu beobachten, dass durch diese Entwicklungen das Gemeinschaftsgefühl im Ort sehr nachgelassen hat. So musste ein Bücherschrank wegen Vandalismus abgebaut werden u. die Vemüllung des Ortes ist an vielen Stellen zu beobachten.
Das zweite große Problem in Bredenbeck ist die Überalterung. 32,6 % der Einwohner sind über 60 Jahre alt. Die zweitgrößte Gruppe ist zwischen 50 und 60 Jahre alt, so dass die Überalterung in der Ortschaft auch zukünftig weiter stark ansteigt.
Hier müssen dringend Netzwerke aufgebaut werden, um die Versorgung der älteren Einwohner zu sichern. Alle sollen solange wie möglich Zuhause leben. Es fehlt: Einkaufsservice, Hilfe bei Formularen u. Reparaturen, Sport, Geselligkeit.
Ein weiteres Problem, das durch Corona entstanden ist, ist die Finanzierung des DGH.
Für diese Probleme brauchen wir professionelle Hilfe, um das "Miteinander für Bredenbeck" umzusetzen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wennigsen, Bredenbeck
Beschreibung
Das Dorf Bredenbeck
Einwohnerzahl
3053
Quelle / Anmerkungen
Statistik der Gemeinde Wennigsen, 29.01.2020
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Gemeinde Wennigsen (29.01.20)
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeinde Wennigsen
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_brdb.1_300dpi.jpg
(418.15 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem DGH bieten wir einen Raum, in dem sich Menschen begegnen können. Durch Beratungsangebote der Gemeinde, VHS Kurse und ein Restaurant gibt es die Möglichkeit, niederschwellig diesen Raum kennenzulernen. Durch persönliche Anschreiben in jedem Briefkasten wird zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Dort werden die Wünsche und Ideen der Einwohner gesammelt und vernetzt, Selbstorganisation wird aufgebaut. Alle Generationen können sich wiederfinden in speziellen VHS Kursen, Sport- und Kulturangeboten, was zu einem kollektiven Empowerment führt. Idealerweise entwickelt sich ein Modell, bei dem das Angebot der VHS von den Teilnehmern selbst bestimmt und eigenständig weiter geführt wird. Die VHS kann dabei wesentlich zur Vernetzung und Kooperation beitragen.
Durch die persönliche Ansprache bei Gartenspaziergängen im Ort wird eine neue Gruppe von Menschen gewonnen. In Kooperation mit Fachleuten kann diese Gruppe ein Gemeinschaftsprojekt, den Dorfgemeinschaftsgarten, entwickeln.
Durch Gespräche, Newsletter, Aushänge und Flyer werden Bewohner zu einem Stammtisch eingeladen. Durch dieses Begegnungs- und Austauschangebot wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt. Die Ressourcen jedes/jeder einzelnen werden genutzt, vom Gurken einwecken zum Handy einrichten. Die Qualität der sozialen Beziehungen wird intensiviert. Besonders ältere Mitbewohner, in Bredenbeck 32,6 %, werden dadurch unterstützt, ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern und ihre besonderen Fähigkeiten einzubringen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bredenbecker führen selbstständig Spiel-, Näh- und Theaterabende durch. Die Gartengestaltung wird selbstorganisiert geplant und durchgeführt. Eine eigenständige Gruppe organisiert eine Einkaufs- und Gartenhilfe für Senioren.
Kriterium
Beschreibung
Alle Generationen engagieren sich, alt hilft jung - jung hilft alt. Vom Kuchen backen zum Computerkurs, die Gemeinschaft ist gewachsen und eine gegenseitige Akzeptanz gefestigt.
Beschreibung
Ein Empowerment hat stattgefunden. Die Befragung der Bewohner wurde ausgewertet. Die Ressourcen wurden sichtbar gemacht und werden eingesetzt. Der Garten wird gestaltet, ein Reparaturcafé und Musiktreffen finden statt.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Kooperation zwischen der VHS, der Gemeinde, dem DGV und Vereinen, regelmäßige Treffen finden statt. Das DGH ist offen für alle. Die Medientechnik u. der Saal werden von Gemeinde, VHS u. Sportkursen genutzt. Die VHS bietet spezielle Kurse an.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Wennigsen, Ortsbürgermeisterin Frau Kügler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater zwischen den Dörfern, Fotogruppe Bredenbeck, Landfrauen, Second Star Big Band
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportgemeinschaft Bredenbeck-Holtensen, Handwerkerverein, Heimatverein, Khoch3 (Verein für Kunst, Kultur, Kinder), Dorfkino
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Calenberger Land, Kindergarten und Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nähkurse, Spieleabende, Yogakurse, Tanzcafé, Seniorentreffen, Lieder- und Literaturabende, Helferstammtisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportkurse zur Gesundheitsförderung (Sportverein)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Raumanmietung der Gemeinde sind Sprechstunden und z. B. Rentenberatung langfristig gesichert.
VHS-Kurse werden darüber ebenfalls durchgeführt.
Der DGV besteht. Durch das Projekt werden Strukturen u. Methoden erlernt, um Gruppen und Angebote danach selbständig weiterzuführen.
Die Vermietung des Saals und weiterer Räumlichkeiten sowie regelmäßige Veranstaltungen, Mitgliederbeiträge u. Spenden sichern das finanzielle Bestehen des DGH.
Projektbezogene Förderungen, z.B. zur Inklusion
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
SPRACHE HÖREN UND VERSTEHEN
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniel Denecke
| Funktion | Audiotherapie (DSB), Musiker, Komponist, Texter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
SPRACHE HÖREN UND VERSTEHEN
Projektbeschreibung
Durch Musik, Kultur und Kunstprojekte inklusive Audiotherapie besser hören und verstehen. Sprachförderung optimieren.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Als selbstbetroffener schwerhöriger Mensch, Musiker und Komponist ist mir während der Integrationsarbeit mit Kriegsflüchtlingen im Heidekreis aufgefallen das Intregration besonders gut via Musik und Kultur funktioniert. Integration hat Parallelen zur Inklusion. Möchte aus eigener Erfahrung heraus Menschen mit Behinderungen oder davon bedrohte, egal woher, mit Rat und Hilfe zur Verfügung stehen. Beispiel: Dschungel Gesundheitssystem. Habe daher extra auch eine Weiterbildung zum Audiotherapeuten (DSB) in der hessischen Landesärztekammer absolviert um Menschen mit Hörschädigung mit diesem Projekt via Musik / Kultur zu helfen sich zu integrieren. Wir haben 15 Millionen Schwerhörige in Deutschland. Viele in Niedersachsen. Im ländlichen Raum. Altersübergreifend. Nicht hören - trennt von Menschen. Sprache lernen fiunktioniert in erster Linie über das Hören dann folgt das Verstehen! Die Hörsituation muss stimmen! Ein Audiotherapeut verzahnt und ergänzt die Versorgung hörgeschädigter Menschen durch HNO Ärzte, Hörakustiker und hilft zu einer verbesserten Kommunikation um den sozialen Status zu festigen für Teilhabe an der Gesellschaft. Nach Klärung der medizinischen und technischen Situation beginnt die eigentliche soziale Integration des Betroffenen. Viele offene Fragen Angehöriger benötigen ein offenes Ohr. Bsp: Teilhabe am Arbeitsleben. Menschen aus Kriegsgebieten können neben Schwerhörigkeit auch an Tinnitus leiden, ausgelöst diurch Traumata. Hier hilft Zuhören, Aktivitäten wie zusammen musizieren, kreativ werden, gemeinsame Freizeit Aktionen. Projekt an Bildungseinrichtungen aller Art, Kirchen, Jugendzentren, Kultur Cafes landesweit durchführbar.
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
GWA da für alle Menschen. Altersübergreifend.
Methoden
Youth/Local/Agent - Netzwerkvermittler Jugend - Soziales - Sport im ländlichen Raum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Astrid Hunke
| Funktion | Agentur zur Vermittlung von Ehrenamt im Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Youth/Local/Agent - Netzwerkvermittler Jugend - Soziales - Sport im ländlichen Raum
Projektbeschreibung
Im ländlichen Raum in den Samtgemeinden Elm-Asse mit den Standorten Remlingen und Schöppenstedt sowie in der Samtgemeinde Baddeckenstedt als dritten Standort, befinden sich Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 - 22 Jahren, die sich ihre Freizeit vor Ort selbst gestalten. Diese Gestaltung entspricht nicht den Vorstellungen der Kommunen und wird kritisch gesehen. Die Orte der Gestaltung sind selbst gewählt: Scaterplätze, Höfe von öffentlichen Einrichtungen außerhalb der Öffnungszeiten, Bushaltestellen, Bolzplätze, Kirchhöfe, Spielplätze, Straßenecken, Parks, unter Brücken. Die unterschiedlichen Themen suchen sich die Jugendlichen auch selbst. Die Gruppen werden immer größer, sie finden immer weniger den Zugang zu lokalen Vereinen /Institutionen und sie stellen sich selbst für ihre sozialen Räume vor Ort nicht mehr zur Verfügung. Die Vorgehensweisen der Jugendlichen sind selbst organisiert, beinhalten einen hohen Leistungsgrad, bilden Konkurrenzen untereinander und sind mobil. Die Konkurrenzen der Gruppen führen zu Uneinigkeit und werden geschürt, wenn soziale Ungleichheiten oder ethnische Unterschiede eine Rolle spielen. An diesem Punkt sollen die „Youth/Local/Agent „zum Einsatz kommen. Sie sind junge Menschen, die in den lokalen Räumen leben und ihre Familien und ihr Umfeld dort haben. Sie stellen sich zur Verfügung um zwischen ihren eigenen Peer Groups, den Verbänden und der Kommune innerhalb der bestehenden Netzwerke zu agieren. Sie haben die Aufgabe ihre Bedürfnisse zu erfassen und an die Netzwerk Partner weiter zu tragen. Diese Beteiligung stellt den sozialräumlichen Bezug vor Ort her und führt dazu, dass die jungen Menschen eine Stimme bekommen, die zu einer Einbindung in die strukturellen Ebenen vor Ort führen. Hierzu werden sie geschult und begleitet.
Soziale Räume müssen gemeinsam mit allen Bewohner*innen lokal gestaltet werden, dazu benötigen junge Menschen Akzeptanz vor Ort.
Passende Freizeitangebote gemeinsam mit Netzwerkpartnern zu initiieren, die Ideen dazu in der Kommune vorzutragen, diese zu vermitteln und die Bedürfnisse der Jugendlichen vor Ort nachhaltig zu benennen sind die Ziele des Youth/Local/Agent. Diese Fähigkeiten zu erlangen und begleitet umzusetzen sind der Auftrag den die Trägerin des Projektes erfüllen will. Gemeinsamkeiten herzustellen, generationsübergreifend zu arbeiten und eine gemeinsame Sprache zu sprechen stärkt das Gemeinwohl und lässt Alltagsrassismus und insuffiziente Meinungsbilder nicht zu.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In allen drei Standorten der Samtgemeinden befinden sich junge Menschen, die bedingt durch mangelnde Mobilität im ländlichen Raum lokal gebunden sind. Da die Infrastruktur für die Umsetzung von jugendaffinen Freizeitmöglichkeiten mit der Abwanderung von Familien aus dem ländlichen Raum und der mangelnden Lukrativität für Jugendliche rückläufig ist, suchen sich die jungen Menschen in Schöppenstedt, Remlingen und Baddeckenstedt neue Formen der attraktiven Gestaltung von Freizeit. Alle Standorte haben zwei Gemeinsamkeiten – die Jugendlichen nutzen die Medien um sich Aufmerksamkeit und Anerkennung zu verschaffen, haben vor Ort aber keine Stimme und sie funktionieren in ihren eigenen Peergroups - sie nehmen wenig Kontakt zu anderen Gruppen und zu den Sozialräumen in ihrer Umgebung auf, in denen sich andere Gruppen befinden. Die Angebote durch die Vereine und Verbände scheinen nicht attraktiv genug, ein Bezug zu ihrer direkten Umgebung ist nicht ausreichend genug um ihre Freizeitbedürfnisse umzusetzen. Sie finden kein Netzwerk, das ihnen Gehör verschafft und bestrebt ist zu helfen ihre Wünsche zu verwirklichen, sie finden kaum lokale Anbindung. Diese Gründe führen dazu, dass die Jugendlichen ihre Freizeit nicht innerhalb ihrer sozialen Räume gestalten. Das führt zu Auffälligkeiten, die seitens der Bürgerschaft nicht erwünscht sind und daher auf Ablehnung stoßen. Akzeptanz wird wenig hergestellt und Wünsche werden gegenseitig nicht ernst genommen. Der Youth/Local/Agent hat die Aufgabe, den sozialräumlichen Bezug zwischen den Institutionen, der Kommune und der Bürgerschaft herzustellen und nachhaltig die Umsetzung der lokalen Jugend-Bürgerbeteiligung und Anbindung herzuleiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Wolfenbüttel Samtgemeinde Baddeckenstedt
Beschreibung
Das Förderungsgebiet bezieht sich auf den Landkreis Wolfenbüttel, Sg. Baddeckenstedt. Die Samtgemeinde liegt direkt im ländlichen Raum und hat eine Entfernung von ca. 15 km zur nächsten Stadt. Der Bezugsbereich ist der Landkreis Wolfenbüttel.
Einwohnerzahl
3055
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es handelt sich um eine Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Wert ist geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Dieser Wert ist geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
baddeckenstedt.pdf
(278.12 KB)
Gebiet-Name
Schöppenstedt
Beschreibung
Schöppenstedt gehört zur Samtgemeinde Elm/Asse und liegt ca.23 km von Wolfenbüttel entfernt direkt im ländlichen Raum. Schöppenstedt ist die kleinste Stadt im Gebiet , hat 559 Einwohner mehr als ein Dorf und wird daher in das Projekt ländliche Regionen mit aufgenommen.
Einwohnerzahl
5559
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
schoeppenstedt.pdf
(270.69 KB)
Gebiet-Name
Remlingen
Beschreibung
Remlingen liegt im Landkreis Wolfenbüttel und ist von -Wolfenbüttel aus 12 KM entfernt. Remlingen grenzt sich zu allen anderen Dörfern der Umgebung ab.
Einwohnerzahl
1268
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
remlingen.pdf
(265.24 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In den Standorten werden Projektbüros als Anlaufstelle eingerichtet. Diese haben feste Öffnungszeiten. Die Büros werden in den Gemeinden zur Verfügung gestellt - Schöppenstedt, Remlingen, Baddeckenstedt. In den Standorten arbeiten wir mit den vor Ort lebenden Jugendlichen im Netzwerk mit den Institutionen, Verbänden, der Kommune und den Bürgern*innen. Die jungen Menschen sollen einen sozialräumlichen Bezug zu ihrem Wohnumfeld bekommen, daher geschieht der Zugang ganzheitlich. Die erkennbaren strukturellen Mechanismen innerhalb der ländlichen Gemeinschaften müssen erkannt werden, damit die Jugendlichen einen Zugang bekommen und ihre Forderungen stellen und umsetzen können. Dies ist das Ziel der Y-l-A im ländlichen Raum. Die Vorgehensweisen der Jugendlichen benötigen breite Unterstützung der Bevölkerung , damit nachhaltig gearbeitet werden kann.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
In bereits vorhandenen Strukturen neue Projekte und Ideen verwirklicht werden können und die Y-L-A durch ihren Einsatz im lokalen Raum gehört und ernst genommen werden und Wünsche und Bedürfnisse als Programm umgesetzt werden (Bezug zum sozialen Raum).
Kriterium
Beschreibung
Netzwerker ihre Themen gemeinsam gestalten direkt vor Ort die gemeinsame Arbeit zu einer Aufwertung der Lebensqualität vor Ort führt, die jungen Menschen Gehör in ihrer Kommune und bei der Bürgerschaft finden und eingebunden sind.
Kriterium
Beschreibung
Generationsübergreifende Arbeit vor Ort erhöhen die Chancen für Jugendliche, sich mit ihrer Umgebung nachhaltige zu identifizieren. Sie erkennen wie die Mechanismen sind, die zur Funktion der Gesellschaft führen, bringen sich ein und werden vor Ort aktiv.
Beschreibung
Im ländlichen Raum sind alle Ressourcen knapp bemessen, müssen geteilt werden und das müssen alle Bürger*innen mit tragen. Y-L-A teilen mit, was sie benötigen um übergreifend zu denken und zu handeln, weil sie ihre Bedürfnisse benennen und vermitteln.
Vorhandene Strukturen
Die Freiwilligenagentur arbeitet seit 20 Jahren in der Region mit allen Altersgruppen, verfügt über Qualitätsmanagementverfahren mit Siegel der Bundesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligenagenturen BAGFA und ist spezialisiert in 8 Fachbereichen um das ehrenamtliche Tun für die Gesellschaft, im Gemeinwesen und in der Entwicklung atypischer Netzwerke. Sie hat die Aufgabe in Kooperation mit Partnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen als eine professionell arbeitende Koordinierungsstelle für Ehrenamtliche zu dienen. Sie bündelt diverse gesellschaftliche Interessen für eine Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit. Durch die Einrichtung einer Koordinierungsstelle haben die Kooperationspartner soziale Kompetenz und Engagement bei der Gewinnung, Betreuung und Fortbildung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezeigt. Die Agentur bringt junge Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig engagieren wollen, zusammen mit nachfragenden Organisationen, Einrichtungen, Projekten und Personen. Somit trägt sie zur Förderung und Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen bei. Über diese Vermittlungstätigkeit hinaus bietet sie als eine Koordinierungsstelle weitere Servicedienstleistungen in Beratung, Management und Organisation sowie Öffentlichkeitsarbeit, entlastet Organisationen und Hauptamtliche ohne sie zu ersetzen und fördert neue Projekte. Die Freiwilligenagentur wird durch die Breite der Aufgaben den Anforderungen an das „Neue Ehrenamt“ gerecht.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Remlingen und Schöppenstedt Regina Bollmeier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Zeitung Steffanie Memmert
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenredaktion Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege des Landkreises Wolfenbüttel Herr Ziebarth
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
No Plastic Be Fantastic - Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Nachbarschaftsbüros am Beispiel der Plastikproblematik
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marina Becker-Kückens
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Nachbarschaftsbüros am Beispiel der Plastikproblematik
Projektbeschreibung
Niedrigschwellige Konzepte zur partizipativen Integration von BNE in der Gemeinwesenarbeit (GWA) und gleichzeitiger Aktivierung von Bewohnern in sozial schwachen Quartieren in Niedersachsen sucht man bisher vergeblich.
Ziel 1: Das Umweltbildungszentrum Hollen (RUZ Hollen) wird in Kooperation mit vier Nachbarschaftsbüros in Delmenhorst das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) modellhaft am Beispiel der Plastikproblematik in Delmenhorster Brennpunktgebieten zielgruppengerecht in die Sozialarbeit integrieren.
Ziel ist, die Mitarbeitenden der Nachbarschaftsbüros in den Quartieren zu Multiplikatoren von BNE auszubilden. Sie werden so zu wirkungsvollen "Change Agents" in einem gesellschaftlichen Umfeld mit besonderen Herausforderungen.
Ziel 2 & 3: Die Bewohner der Quartiere werden durch handlungs- und erlebnisorientierte partizipative Aktivierungsmaßnahmen mit niederschwelligem Ansatz in die Lage versetzt, beim Thema Plastik nachhaltig zu denken und zu handeln.
Das Konzept GWA mit Umweltbildung zu koppeln ist in Niedersachsen bisher einmalig. Neben einem Leitfaden für die landesweite Übertragbarkeit wird zu einem Austausch eingeladen, damit andere Quartiere von den Erfahrungen profitieren können.
Plastik ist Fluch und Segen zugleich und wird weltweit in immer größeren Mengen produziert. Da es nicht verrottet, verbleibt es in der Umwelt. Auch in Deutschland landen trotz eines guten Abfall- und Recyclingsystems noch immer große Mengen als Abfall in der Umwelt - mit gesundheitlichen Folgen für Mensch und Umwelt. Insbesondere in sozial schwachen Quartieren ist ein gedankenloser Umgang mit Plastik festzustellen. Trotz der hohen öffentlichen Resonanz auf das Problem gibt es bisher keine ausgereiften handlungsorientierten Konzepte und standardisiert übertragbare Maßnahmen. Hier setzt das Vorhaben an.
Nach der Konzeptionsphase werden für die GWA der Nachbarschaftsbüros Fortbildungen zu BNE und Plastik angeboten. Mit den Bewohnern der Quartiere werden Aktivierungsmaßnahmen durchgeführt und eine Umweltbildungsreihe "Plastik" durchgeführt. Alle Aktivitäten werden über die Projektwebseite, soziale Medien und die lokale und überregionale Presse veröffentlicht. Es werden dauerhafte Strukturen aufgebaut, um die Inhalte und Ergebnisse übertragbar aufbereitet öffentlich zugänglich zu machen. Neben der Berichterstattung wird ein Leitfaden mit Übertragbarkeit für andere Kommunen erstellt.
Das Vorhaben hat eine Laufzeit von 15 Monaten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Delmenhorst leben etwa 82.000 Menschen (2018). Fast 50% der gemeldeten Einwohner leben im Zentrum und von diesen haben die Hälfte einen Flucht- oder Migrationshintergrund, Tendenz steigend. Alphabetisierung und Sprachkenntnisse sind sowohl bei Zugezogenen als auch bei Einheimischen problematisch und Arbeitslosigkeit gehört zum Alltag (Stadt Delmenhorst gesamt: 8,3%, 2018). Der Anteil der Jugendarbeitslosigkeit ist überproportional hoch. Selbstwirksamkeitserfahrungen sind selten.
Die Bewältigung des Alltags unter prekären finanziellen Verhältnissen ist für viele Bewohner bereits eine große Herausforderung. Bewusstsein für oder Kenntnis von Klima- und Umweltschutz ist kaum bis gar nicht vorhanden. Verständnis für Sinn und Notwendigkeit nachhaltigen Verhaltens (z.B. nachhaltiger Konsum) ist kaum entwickelt. Kompetenzen zur Umsetzung von Nachhaltigkeit im Alltag sind entsprechend schwach ausgeprägt.
Nachhaltige Verhaltensweisen und Einstellungen werden bislang von den älteren Bewohnern nur wenig vorgelebt und so kaum an die jüngeren Generationen weitergegeben. In Delmenhorst ist die unsachgemäße Entsorgung und das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum (insbesondere Plastik) ständiges Diskussionsthema und ist Gegenstand regionaler Berichterstattung.
Diese Probleme sind typisch für viele Städte in ganz Deutschland mit sozial schwachen Quartieren. Bisher fehlen Ansätze, die Probleme nachhaltig zu adressieren. Modellhafte Projekte mit hohem Nachahmungspotenzial können hier eine große Wirkung haben, die weit über das eigentliche unmittelbare Zielgebiet hinausgeht. Hier setzt das Vorhaben pionierhaft und fachbereichsübergreifend an.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Delmenhorst Hasport - Deichhorst - Düsternort - Wollepark
Beschreibung
Die Quartiere befinden sich in den Einzugsgebieten der Nachbarschaftsbüros Wollepark (Stadteil Nördliche Stadmitte), Düsternort (Stadteil Düsternort), Deichhorst (Stadteil Deichhorst) und Hasport (Stadteil Hasport).
Einwohnerzahl
40000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Referenz: Kinder 0-10 Jahren.
Quelle:
1) Stadt Delmenhorst 2018;
2) Geschätzt anteilig in %: Anteil Wollepark, da der Wollepark nur ein Teilgebiet des Stadtteils Nördliche Mitte ausmacht.
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle:
1) Stadt Delmenhorst 2018;
2) Geschätzt anteilig in %: Anteil Wollepark, da der Wollepark nur ein Teilgebiet des Stadtteils Nördliche Mitte ausmacht.
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle:
1) Stadt Delmenhorst 2018;
2) Geschätzt anteilig in %: Anteil Wollepark, da der Wollepark nur ein Teilgebiet des Stadtteils Nördliche Mitte ausmacht.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle:
1) Stadt Delmenhorst 2018;
2) Für das Projektgebiet: Schätzung und Mindestzahl. Es steht keine genaue Zahl zur Verfügung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslose junge Menschen unter 25 Jahren
Quelle:
1) Stadt Delmenhorst 2018;
2) Schätzung für das Projektgebiet. Es stehen keine genauen Zahlen zur Verfügung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle:
1) Stadt Delmenhorst 2018;
2) Projektgebiet: geschätzt, es stehen keine Zahlen öffentlich zur Verfügung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
53
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle:
1) Stadt Delmenhorst 2018;
2) Geschätzt für das Projektgebiet. Bekannt ist, dass über die Hälfte der Anwohner ausländischer Herkunft ist. Quelle: Stadt Delmenhorst 2018.
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Migrantische Haushalte werden als solche bezeichnet, wenn selbst 1 Person aus diesem Haushalt einen Flucht- oder Migrationshintergrund hat.
Quelle:
1) Stadt Delmenhorst 2018;
2) Für das Projektgebiet: Geschätzt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle:
1) Stadt Delmenhorst 2018;
2) Geschätzt: Es sind keine genauen Zahlen öffentlich verfügbar.
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle:
Stadt Delmenhorst 2018
Für das Projektgebiet: Schätzung, öffentliche Zahlen stehen nicht zur Verfügung.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_delmenhorst.png
(1.09 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Vordergrund steht die Konzeption und Erprobung eines modellhaften Vorhabens mit landesweiter Übertragbarkeit. Das unmittelbare Lebensumfeld und die Lebensumstände aller Bewohner in den vier Quartieren im gewählten Projektgebiet sollen im Sinne von Abfallvermeidung und der Plastikproblematik verbessert werden. Wissen und Selbswirksamkeitserfahrungen versetzen Berge. Vor diesem Hintergrund werden die hauptamtlichen GWA als sog. "Change Agents" weitergebildet, um den Ansatz von BNE nachhaltig in ihre Arbeit in den Quartieren zu integrieren. Gleichzeitig werden mit den Bewohnern partizipativ entwickelte Aktivierungsmaßnahmen in allen Quartieren durchgeführt. Die Verbesserungen sollen sich sowohl materiell (das Umfeld ist ästhetisch schön, Bewohner können sich umweldfreundlich verhalten, Abfall ist reduziert, weniger Ausgaben für Plastik), infrastrukturell (Grünflächen sind aufgeräumter/sauberer/kein wilder Abfall) und immateriell (Gemeinschaft erleben, Partizipation, Selbstwirksamkeitserfahrungen, kultureller Austausch, wohlfühlen usw.). Zentral ist außerdem der Ansatz, dass alle Bewohner der Quartiere zur Teilnahme eingeladen sind - unabhängig von Bildungsgrad, Herkunft und Tätigkeit. Damit arbeitet das Vorhaben auch ressortübergreifend. Modellhaft und übertragbar soll es zeigen, wie sich mit Umwelt- und Klimaschutz handlungs- und erlebnisorientiert das unmittelbare Lebensumfeld durch niedrigschwellige Weiterbildung und Aktivierungsmaßnahmen verbessern lässt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mindestens 10 Bewohner in jedem Quartier nehmen an der einführenden partizpativen Veranstaltung teil. Partizipation wird von Teilnehmenden gut und gerne angenommen. Die FB-Inhalte der Hauptamtlichen werden im Arbeitsalltag angewendet.
Kriterium
Beschreibung
Die Teilnehmenden erhalten Raum, ihre Ideen zum Thema Plastik/Abfall im Quartier zu formulieren und umzusetzen. Aktionen zur Abfallvermeidung und weniger Abfall sind/ist in den Quartieren sichtbar.
Kriterium
Beschreibung
Die Teilnehmenden erkennen ihre persönlichen Stärken und bringen diese in den Gestaltungsprozess ein.
Kriterium
Beschreibung
Selbstwirksamkeit: Die Teilnehmenden erkennen, dass ihre Teilnahme und ihre Ideen in anderen Kommunen Interesse wecken. Alle Bewohner werden angsprochen; Ganzheitlicher Ansatz, der inhaltlich Umweltaspekte einschließt.
Beschreibung
Sensibilisierung ist erfolgt: Die Teilnehmenden haben erkannt, dass und weshalb weniger Plastik und weniger Abfall im Alltag möglich ist. Sie haben auch erkannt, dass die Umwelt schützenswert ist und dass das durch eigenes Handeln wirksam möglich ist.
Beschreibung
Teilnehmende interessieren sich für Aktivitäten in den anderen Quartieren. Ein Erfahrungsaustausch mit niedersächsischen Kommunen und andern in der GWA Tätigen findet statt. Die Inhalte, Ergebnisse und Erfahrungen sind zur Verfügung gestellt.
Kriterium
Beschreibung
Teilnehmende kommen gerne und im Idealfall häufiger. Partizipativ entwickelte Aktivierungsmaßnahmen werden in allen Quartieren umgesetzt.
Vorhandene Strukturen
In allen vier Stadtteilen sind die Diakonie und die AWO mit Nachbarschaftsbüros z.T. seit vielen Jahren erfolgreich etabliert und fester Bestandteil des Quartieralltags. Mit vielen und unterschiedlichen Angeboten sind die Einrichtungen und Mitarbeitenden bei den Bewohnern akzeptiert. Folglich weist das Projektgebiet funktionierende und etablierte hauptamtliche und ehrenamtliche Strukturen auf.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Delmenhorst und andere interessierte Kommunen für die Übertragbarkeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie als Gesamtkoordination der Nachbarschaftsbüros
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wirksame und übertragbare Projektdarstellung in der Lokal- und Regionalpresse sowie in der Fachpresse.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO als Träger eines der Nachbarschaftsbüros
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bessere Schulintegration und Beratung junger Roma und Roma-Frauen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sandra Goerend
2. Kurzbeschreibung
Förderung von Bildung junger Roma, Integration, Beratung von Roma-Frauen und -Jugendlichen
Projektbeschreibung
Das Projekt basiert auf zwei wesentlichen Elementen:
• Förderung von Bildung und damit Integration von Roma-Jugendlichen
• Beratung und Unterstützung von Roma-Frauen und -Jugendlichen
Aufgrund der strukturellen Diskriminierung, massiver Chancenungleichheit aber auch Mobbing (unterschiedlicher Arten) entwickeln Roma-Kinder häufiger auffälliges Verhalten. Im Jugendalter äußert es sich oft in Schulverweigerung. Es Bedarf hier neuer Ansätze, die die Jugendlichen dabei unterstützen, wieder zur Schule zu gehen, um damit ihre Zukunftschancen und ihre Integration in die Gesellschaft zu verbessern.
Lehrkräfte sind häufig überfordert, da sie nicht verstehen, warum sich die Jugendlichen in dieser Art verhalten und was sie dagegen tun können. Auch sie benötigen Unterstützung, wie wir oft erfahren.
Um diesem Bedarf zu begegnen, möchten wir für die Göttinger Schulen, in denen viele Roma-Jugendlichen beschult werden, Workshops anbieten. Die Workshops richten sich dabei nicht nur an junge Menschen der Minderheit, sondern an alle Jugendlichen, um Kontakt und Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft zu fördern und nicht vereinzelte Jugendliche als "Problemverursacher" zusätzlich zu stigmatisieren.
Die Workshops basieren auf den gebündelten Kompetenzen der involvierten Teamer_innen. Wir arbeiten zum einen mit theaterpädagogischen Elementen, die sich mit Identität befassen, die Konzentration und die Aufmerksamkeit der jungen Menschen fördern sollen. Zum anderen benutzen wir Methoden aus der Antidiskriminierungsarbeit. Auch diese arbeiten mit Identität und befassen sich damit, wie Herkunft die Chancen im Leben strukturiert.
Das zweite Element des Vorhabens ist der Ausbau unserer Antidiskriminierungsstelle. Wir werden häufig von Personen kontaktiert, die Beratung und Unterstützung benötigen, da sie im Umgang mit Behörden oder im Alltag Diskriminierung erfahren. Es gibt einen hohen Bedarf, jedoch wenige Anlaufstellen. Anknüpfend an die oben geschilderten Problemlagen junger Roma möchten wir die Beratungsstelle mit Fokus auf Frauen und Jugendliche erweitern. Roma trauen sich häufig nicht, zu etablierten Institutionen oder Beratungsstellen zu gehen, da sie häufig Ablehnung erleben. Wir sind lokal gut vernetzt und wissen, an wen wir Menschen ggf. weitervermitteln können, wenn es z.B. um die Unterstützung bei der Ausbildungssuche geht. Besonders Frauen sollen bei unserer Beratungsstelle einen geschützten und vertraulichen Raum finden, um ihre Probleme zu klären.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Göttingen leben ca. 600 Roma. Viele von ihnen sind als Bürgerkriegsflüchtlinge aus den Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens nach Deutschland gelangt. Anders als die deutschen Sinti und Roma, sind sie nicht als nationale Minderheit anerkannt. Viele von ihnen leben nach wie vor in aufenthaltsrechtlich prekärem Status. Die Biografien dieser Generation sind von Kriegs- und Traumatisierungserfahrungen in den Herkunftsländern geprägt, während ihre Kinder und Enkel zum großen Teil in Göttingen geboren und aufgewachsen sind. Es gab nie angemessene Bemühungen des Staates, Roma bei der gesellschaftlichen Integration zu unterstützen und damit eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Im Gegenteil: Diskriminierung prägt in vielen Bereichen den Lebens den Alltag dieser Menschen: Sei es im Bereich der Bildung und auf der Suche nach Wohnung oder Arbeit, durch Behörden oder in der Nachbarschaft.
Aufgrund der weitreichenden Konsequenzen erachten wir die Benachteiligungen im Bildungssystem als besonders gravierend. Diese Form struktureller Diskriminierung äußert sich z.B. darin, dass Roma-Kinder überdurchschnittlich häufig auf Haupt- und Förderschulen geschickt werden. Ihre Zukunftschancen sind damit von vorneherein schlechter als die anderer Kinder. Dass viele von ihnen zu Schulverweigerern werden, ist die Konsequenz. Wir wurden daher von einer Göttinger Schule angefragt, sie bei der Integration dieser Jugendlicher zu unterstützen.
Roma-Frauen sind zudem als Frauen noch von erheblich komplexeren Diskriminierungen betroffen und benötigen eine eine vertrauliche, qualifizierte und sensibilisierte Beratung für ihre Problemstellungen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen gesamt
Einwohnerzahl
134824
Quelle / Anmerkungen
in 2017 laut http://www.goesis.goettingen.de/pdf/Faltblatt.pdf
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Zielgruppen wohnen zwar weitgehend in Göttingen Grone und Göttingen Weststadt. Die Schulen befinden sich jedoch in anderen Stadtteilen. Die angegangenen Zielsetzungen des Projekts sind zudem sozialer Natur und für das gesamte Stadtgebiet relevant. Sie dienen dazu, die Zukunftsperspektiven und die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen zu verbessern. Wir würden die Fokussierung auf die o.g. Stadtteile zudem als weitere Stigmatisierung von Roma begreifen.
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt soll die schullische Situation verbessern, indem es die Jugendlichen bei der Integration unterstützt und damit die Lehrkräfte entlastet. Eine Verbesserung der Bildungssituation führt unserer Erfahrung nach am nachhaltigsten zu Integration und damit einer Verbesserung des sozialen Klimas.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
das schulische Zusammenleben besser funktioniert und sich die Fehltage/ -stunden der Jugendlichen reduziert haben.
Kriterium
Beschreibung
es weitere Zusammenarbeit zwischen uns und den Partnern geben wird und mehr Zufriedenheit bei den beteiligten besteht.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Das Roma Center hat eine etablierte Beratungsstelle, die regelmäßig von Roma als auch von Unterstützer_innen, Mitarbeiter_innen von Institutionen und anderen Organisationen frequentiert wird. Zudem sind wir gut vernetzt und können auf diese vorhandenen Strukturen aufbauen. Die Arbeit, die wir derzeit nebenbei machen müssen, wie etwa Jugendliche bei der Ausbildungssuche unterstützen, soll in unsere regelmäßige Arbeit aufgenommen werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Träger der Jugendhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauenberatungsstellen
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Selbstorganisierter Nachbarschaftsgarten zur Förderung von Integration, Toleranz und Teilhabe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christine Katz
| Organisation | diversu e.V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführerin und 1. Vorsitzende von diversu e.V. |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsame Gartengestaltung schafft interkulturelle und -generationsübergreifende Begegnungsräume, die die soziale Integration, Teilhabe und Wohnortqualität verbessert und zum Empowerment und zur Demokratieentwicklung beiträgt.
Projektbeschreibung
Das Projekt möchte einen gemeinschaftlich von Anwohner*innen organisierten und bewirtschafteten Nachbarschaftsgarten im Stadtgebiet „Weißer Turm“ (ATU) der Hansestadt Lüneburg als Möglichkeit und Ort der interkulturellen und generationsübergreifenden gesellschaftlichen Mitgestaltung und Begegnung aufbauen. Es ergänzt im Rahmen des Programms der sozialen Stadt begonnene bauliche Sanierungs- und Quartiersentwicklungsaktivitäten um interaktive Sozialangebote, um zur Bewältigung von Anonymität, Konflikten zwischen Gruppen mit unterschiedlicher Migrationserfahrung, fehlender Aufenthaltsqualitäten im Außenbereich(insbesondere für Jugendliche und Kinder) – den zentralen Herausforderungen des Quartiers -, beizutragen. Gartenplanung, -verwirklichung und –verwaltung bietet vielfältige Möglichkeiten für gemeinschaftsorientiertes Handeln, bei dem tolerantes Miteinander sowie eine demokratische Mitgestaltungskultur niederschwellig praktiziert und die Folgen eigenen Engagements unmittelbar erlebt werden können. Durch die extern moderierten und mit gezielten Fortbildungsworkshops zu Themen wie Projektmanagement, Event-Konzeption, interkulturelle Kooperation, Öffentlichkeitsarbeit, Produkteherstellung und –vertrieb unterstützten selbstorganisierten Phasen der Planung, des Aufbaus und der Konkretisierung des Gartens können darüber hinaus individuelle Kompetenzen erworben und Selbstwirksamkeit im interkulturellen und generationsübergreifenden Miteinander erfahren werden (Empowerment). Dies fördert nicht nur die Lust auf Mitmachen, Integration, Teilhabe und ggs. Toleranz, sondern kann auch anderweitig (z.B. beruflich) dienlich sein. Zielgruppe sind in erster Linie die Bewohner*innen des Stadtgebiets ATU sowohl in der Rolle als für den Aufbau zu Aktiviernde als auch als potentiell den Garten Nutzende. Der Garten und die dort stattfindenden Aktionen richten sich jedoch an alle Stadtteilbewohner*innen und interessierte Bürger*innen Lüneburgs. Das Projekt bietet ein großes Potenzial an Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Akteuren mit GWA Bezug im Quartier. Dies wird von Beginn an genutzt. Das Arbeiten an dem beteiligungs-, gestaltungs- und gemeinwohlorientierten Gartenprojekt verändert sowohl das soziale Miteinander als auch die Wohnortqualität. Es hilft bei der Identifikation mit dem Quartier, das eine spürbare Aufwertung erfährt und fördert die demokratische Auseinandersetzungskultur jenseits rein sprachlichen Austauschs.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Am Weißen Turm“ ist ein zentral gelegenes Lüneburger Wohnquartier des Stadtteils Mittelfeld. Die Wohngebäude aus den 1970er Jahren sind in einem schlechten Zustand, ebenso wie das Außengelände - sicherlich ein Grund für die starke Wohnfluktuation. Seit 2015 ist es als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Seit Ende 2016 gibt es eine Quartiersmanagerin (50%), die zwischen Bewohner*innen und Verwaltung bzgl. der Sanierungsmaßnahmen vermittelt und Vernetzungen anstößt. Unter den rund 1.100 Menschen gibt es vergleichsweise viele Leistungsempfänger*innen nach dem SGB II (22,06 %) und auffallend viele Kinder und Jugendliche (23%). Knapp 40% der Bewohner*innen haben Migrationserfahrung. Der Bedarf an Nachmittags- und Ferienbetreuung ist hoch und kann mit den vorhandenen Institutionen nicht abgedeckt werden. Zudem fehlen altersgemäßen Betätigungs- und Begegnungsräume. Im Quartier herrscht eine große Anonymität und Abschottungstendenz, die viel Konfliktpotenzial in sich trägt: Deutsche grenzen sich gegen Geflüchtete ab, frühere Migrant*innen-Generationen gegenüber den Neuzugezogenen aus Syrien, Senior*innen kommen nicht mit Kindern in Kontakt etc. Ein Gartenprojekt könnte ein guter Mittler sein, nicht zuletzt weil das Gärtnern niederschwellige und grenzüberschreitend Interaktionen eröffnet und einen qualitativen Mehrwert im Quartier schafft. Im Freiflächenkonzept, das die Stadt als eine der ersten Maßnahmen im Sanierungsgebiet beauftragt hat, wird ein "Urban Gardening" Bereich vorgeschlagen, den auch die Besitzer*innen des Grundstücks unterstützen. Durch die prozessbegleitenden Fortbildungsangebote werden individuell Kompetenzen erworben, die u.a. auch Demokratieentwicklung befördern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Mittelfeld "Am Weißen Turm"
Beschreibung
Das Stadtgebiet"Am Weißen Turm" ATU liegt zentrumsnah in der nordöstlichen Ausbuchtung des Stadtteils Mittelfeld zwischen den Stadtteilen Weststadt, Altstadt und Rotes Feld. Das Stadtzentrum ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Es ist insgresamt 8,6 ha groß und gliedert sich in zwei strukturell unterschiedliche Teile, wobei den Kern eine Wohnanlage (ca. 7 ha) aus den 1970 er 1980er Jahren mit ca. 600 Wohnungen ausmacht. Um dieses Kerngebiet geht es im vorliegenden Antrag. Die Abgrenzung verläuft entlang der Straßen Hinter der Saline im Osten, Soltauer Straße und Bögelstraße im Süden, am Weißen Turm im Westen und am Bargenturm im Norden. Der nordöstliche Teil ist im Norden durch die Grundstücksgrenze der anliegenden Parkplätze und im Osten und Süden durch die in das Gebiet eingeschlossene Sülfmeisterstraße abgegrent. Die unmittelbare Umgebung ist geprägt durch eine Seniorenwohnanlage, Parkplätze und Sportplätze im Norden, das Familienzentrum , einen Versicherungsgebäudekomplex sowie weitere Gewerbeflächen im Westen, das Klinikum, ein Wohngebiet und eine Hotelanlage im Süden, vier Zeilen mit Studentenwohnungen, das Postgelände und Parkplätze im Osten. Der angrenzende Lambertiplatz im Nordosten bildet den Übergang zur Altstadt.
Einwohnerzahl
1100
Quelle / Anmerkungen
Quartiersmanagerin
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Im Freiflächenkonzept, das die Stadt als eine der ersten Maßnahmen im Sanierungsgebiet beauftragt hat, gibt es den Vorschlag für einen "Urban Gardening" Bereich, den sowohl Stadtrat als auch die Besitzer*innen des Grundstücks unterstützen.
Das Gebiet ist seit 2015 Sanierungsgebiet, hat inzwischen eine Quartiersmanagerin (50%), die jedoch v.a. für die Vermittlung der baulichen Sanierungsmaßnahmenan die Bewohner*innen und daran anknüpfende soziale Interkationen zuständig ist, und als Ansprechpartnerin für die gesamten dort angestoßenen Veränderungen fungiert. Die Stadt hat für das Sanierungsgebiet ein Freiraumplanungskonzept in Auftrag gegeben und bereits positiv verabschiedet. Dort ist ein Bereich für Gartenentwicklung vorgesehen, was sowohl vonm Stadtrat als auch den Besitzer*innen des Grundstücks begrüßt und unterstützt wird. Die Stadt kann die im Rahmen eines Gartenaufbaus erforderlichen und anfallenden baulichen Kosten übernehmen und über die Quartiersmanagerin langfristige Unterstützung einbringen als (Ansprechpartnerin, Werbung, Vernetzung, Initiierung von Aktivitäten über den Verfügungsfonds). Aufgrund der geringen Budgetierung der Stelle besteht jedoch seitens der Stadt keinerlei Möglichkeit, Kapazitäten für die Initiierung und Begleitung des sozialen Prozesses eines Nachbarschaftsgarten aufzubringen. Einesolche Prozessbegleitiung ist jedoch erforderlich für das Gelingen - insbesondere in der Aufbau- und Umsetzungsphase. Die im Projekt angelegten Fortbildungsangebote im und mit dem Prozess der Gartenentstehung sind ein innovativer Ansatz zur Verstetigung und selbständigen Weiterführung des Nachbarschaftsgartens, die ohne gezielte Förderung nicht durchgeführt werden können.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
Quelle: Stadt Lüneburg, Bericht zur Sozialen Stadt;
Die Zahlen beziehen sich auf Kinder und Jugendliche; Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren liegen bei auffallend hohen 12%
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Aussage der Quartiersmanagerin gibt es eine stattliche Anzahl an schon lange hier lebenden älteren Bewohner*innen ohne Zahlenangaben.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Quelle: Dokument der Stadt Lüneburg zur Sozialen Stadt;
die Zahlen beziehen sich auf Leistungsempf#änger*innen nach SGB II
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Quelle, wie oben;
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt zielt auf das Gestaltungspotenzial von Gemeinschaftsaktivitäten, auf die Wirksamkeit von kooperativem Handeln und selbstorganisiertem Arbeiten an einem gemeinsamen Ziel. Es geht stark darum, diese Selbstorganisation und -bestimmung bewohner*innen-zentriert zu stärken bzw. an die vorhandenen Ressourcen anzuknüpfen, d.h. existierende Kooperationsstrukturen und Akteure, die sich bereits engagieren, nutzen bzw. von hnen profitieren und sie weeter auszubauen.
Der Aufbau eines Nachbarschaftsgartens ermöglicht viele der Qualitäten von GWA durch den Prozess an sich, der allerdings eine moderierende und strukturierende, z.T. auch intervenierende Begleitung braucht. Durch das aktive Miteinander auf ein konkretes Ziel hin, die Teilhabe von auch rhetorisch oder allgemein sprachlich vergleichsweise schlecht ausgestatteten Mitürger*innen, durch die Sichtbarkeit des eigenen Engagements bietet ein Gartenprojekt eine Vielfalt an Lernfeldern und Auseinandersetzungsräumen, die wichtig sind für die gemeinwohlorientierte Entwicklung von Quartieren. Insbesondere auch Kinder und Jugendliche, die in dem Gebiet ATU hier bzgl. der Attraktivität von Außenflächen weitgehend benachteiligt sind, können darüber gut erreicht und für Aktionen motiviert werden. Die begleitenden Fortbildungsangebote ergänzen darüber hinaus das praktische Einüben von Toleranz, und fördern generations- und kulturübergreifendes Handeln und Denken.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen unterschiedlicher Zielgruppen (Frauen, Menschen mit Migrationserfahrung, Jugendliche, Kinder, Senior*innen) aktiv das Projekt vorantreiben, sichtbar im Team dabei sind.
Kriterium
Beschreibung
aus den Ideenwerkstätten konkrete Arbeitsschritte und Aufgabenverteilungen werden, die selbständig abgearbeitet und deren Einhaltung von den Bewohner*innen kontrolliert und eingefordert wird.
Kriterium
Beschreibung
Kontakte zu existierenden Netzwerkpartner*innen bestehen und einzelne Kooperationsprojekte angestoßen sind
Kriterium
Beschreibung
die Planungsphase abgeschlossen, mit der Umsetzung in Gruppen begonnen wurde und der Garten wachst und gedeiht, und sich Bewohner*innen (15 plus) dort aktiv engagieren, zusammen Aktionen initiieren und gemeinschaftlich arbeiten
Beschreibung
der Nachbarhscaft als intergultureller und generationsübergreifender Begegnungsraum steht, genutzt und bewirtschaftet wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Stadtgebiet ATU gibt es eine Grundschule (Heiligengeistschule), die auch ein Ferienprogramm anbietet. Die ÜMI Am Weißen Turm betreut Kinder der Heiligengeistschule, von denen viele hier im Quartier leben.
Die ÜMI war bereits aktiv in die Antragstellung für Hochbeete involviert. Diese sollen als Treffpunkt und Begegnungsmöglichkeit für die Bewohner*innen dienen.
Die Gemeinwesenarbeit wird im Quartier außerdem geleistet vom Eins A Treff, einer Einrichtung der Matthäus Gemeinde. Sie bieten Nachmittags Programm für Kinder und Jugendliche, aber auch ein monatliches Frauenfrühstück, am Wochenende Familiengottesdienste. Seit Neuestem findet hier auch ein Seniorennachmittag statt. Auch das SalinO Stadtteilhaus macht Angebote für die Menschen im Quartier und ist als Anlaufstelle für die Bewohner*innen ein fester Bestandteil.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Heiligengeistschule, VHS Region Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gartenbaubetriebe: Wrede, Hagebaumarkt, WIR Garten, Interkultureller Garten Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landeszeitung Lüneburg, Lünepost, Radio ZuSa,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilhaus SalinO, Eins A Treff (Einrichtung der Matthäus Gemeinde)
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Von Anfang an stark!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ina Helwig
| Organisation | simbav Rotenburg e. V. |
|---|---|
| Funktion | Teamleiterin |
2. Kurzbeschreibung
Elternnetzwerk trifft Gemeinwesen - gemeinsam geht's besser...
Projektbeschreibung
Das Familienforum SIMBAV ist ein gewachsener und lebendiger Ort für Familien in Rotenburg. Es besteht aus zwei Standorten: Dem Forum, in dem jeden Tag unterschiedliche niederschwellige Angebote für Eltern mit ihren Kindern stattfinden und dem Treffpunkt Düs & Dat. Hier können Eltern gespendete Kinderkleidung, Spielzeug, Kinderwägen u.v.m. für ihre Zwerge zu Flohmarktpreisen kaufen oder auch am Eltern-Kind-Frühstück teilnehmen. Außerdem gibt es hier - wie auch im Forum immer ein offenes Ohr bei Fragen und Problemen. Der Treffpunkt wie auch die Eltern-Kind-Gruppenangebote im Forum werden von festen Gruppenleiterinnen durchgeführt. Diese sind fast alle ehrenamtlich tätig und meistens Eltern in Elternzeit. Der Ansatz "Eltern für Eltern" bewährt sich immer wieder. Diese tauschen sich in den Gruppenzeiten rege aus. Durch die Gruppenleitung werden die Gespräche ein Stück weit moderiert, damit sich immer alle mitgenommen fühlen. Außerdem können Ideen von den Eltern so aufgegriffen werden und eine Umsetzung unterstützt werden (z.B. Schwimmkurse für Familien mit wenig Geld). Weiterhin hat das Familienforum eine breite Palette an Angeboten im Bereich Elternbildung wie auch jederzeit die Möglichkeit einer sozialpädagogischen Beratung für die Familien. Die gewachsene Arbeit des Elternnetzwerkes in Rotenburg soll nun auch auf zwei neue Standorte in Visselhövede und Lauenbrück übertragen werden. Ein Anfang ist hier gemacht. Durch eine(n) Koordinator(in) soll eine Anpassung eines einheitlichen Qualitätsstandards unterstützt werden. Auch soll ein Austausch unter den Eltern der drei Standorten erzielt werden, damit sich für diese neue Ressourcen und Ideen auftun, die sie bei sich vor Ort umsetzen können. Mit dem Projekt soll aber auch eine Weiterentwicklung der Arbeit in Rotenburg passieren: Bislang kommen die Familien ins Forum oder in den Treffpunkt, um die Angebote zu nutzen. Mit dem Projekt soll nunmehr begonnen werden, Arbeit für Familien auch direkt in ihrem Lebensumfeld stattfinden zu lassen. Die Idee ist, mit Kooperationspartner aus dem Quartier Aktionen stattfinden zu lassen, um auch Familien zu erreichen, die bislang Schwierigkeiten haben, sich selbst auf den Weg zu machen. Eine Schule ist bereits angesprochen worden und hat ihr Interesse bekundet. Es besteht die Idee, Elternkurse in einem Kindergarten stattfinden zu lassen. Im Vordergrund soll unserem Ansatz nach immer stehen, dass Eltern aktiv mitwirken - Verantwortung zu übernehmen ist der Anfang von allem...
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Familien sind die Zukunft der Orte in denen sie leben. Ein gut gelingendes Familienleben - in welcher Form auch immer - sowie eine gesunde Entwicklung der Kinder setzt voraus, dass Eltern Eigenverantwortung übernehmen können. Das die Übernahme von Verantwortung Spaß machen kann und Entwicklung für jeden möglich ist, erleben Eltern im Familienforum Rotenburg jeden Tag. Die Foren in Lauenbrück und Visselhövede sind noch sehr jung - was z.B. an der Bereitschaft der Familien, aktiv mitzuwirken, zu erkennen ist. Auch ein gutes und wertschätzendes Miteinander ist noch nicht immer so selbstverständlich, wie in Rotenburg's Forum. Besonders für Kinder ist dieses jedoch ganz wichtig: Ausgegrenzte Eltern haben spätestens in Kindergarten oder Schule auch ausgegrenzte Kinder, was sich negativ auf deren Entwicklung auswirkt. Dieses ist nur ein Beispiel, warum eine Übertragung der gewachsenen Erfahrung des Familienforums in Rotenburg auf die anderen beiden Standorte notwendig erscheint. Besonders in Visselhövede gibt es wenig Infrastruktur für Familien dafür viele Familien mit erschwerten sozialen Bedingungen - hier: Aufbau Kooperation zum GW-Arbeiter . In Lauenbrück: Viele zugezogene Familien ohne gewachsene Sozialkontakte/familiärer Unterstützung. Der Bedarf der Weiterentwicklung der Arbeit in Rotenburg im Bereich GWA hat den Hintergrund, dass besonders Familien, aus sozialschwachen Verhältnissen den Weg in Angebote nicht schaffen, wenn sie sich allein auf den Weg machen müssen. Im Einzugsgebiet der Stadtschule ist dieses der Fall. Es hat einen hohen Migrationsanteil und sozialen Wohnungsbau. Hier soll Hilfe zur Selbsthilfe stattfinden und Elternaktivität im Quartier stattfinden!
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rotenburg
Beschreibung
Das Gebiet wird zu zwei Seiten von der B71 und zu zwei Seiten durch Wälder und Wiesen abgegrenzt. Im Süden wird das Gebiet durch die B71 durchkreuzt.
Einwohnerzahl
6000
Quelle / Anmerkungen
Schätzung, da keine Informationen erhalten werden konnten...
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schreiben der Grundschule des Sozialraums wird angegeben, dass der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund konstant über 35 % liegt. Der Anteil der Gesamtstadt wurde geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Angaben sind Schätzungen, die sich aus den Angaben der Statistik 2018 des Landkreises Rotenburg und der Angaben der Stadtschule Rotenburg ergeben.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gwa_kartenausschnitt_pdf.pdf
(1.99 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Geprägt durch den Ansatz des Empowerments sollen Familien vor Ort ihre und die Stärken ihres Sozialraums finden, ausbauen und weitergeben. Durch eine partizipative Herangehensweise soll aktives Handeln und Mitmachen erreicht werden. Frühe Elternbildung soll eigenes Handeln der Eltern stärken und ihnen in ihrer Aufgabe Sicherheit geben. Die Frühe Elternbildung z.B. in den offenen Eltern-Kind-Gruppen fördert die Übernahme von Aufgaben im Sozialraum seitens der Eltern. Weiterhin soll das Netzwerk/die Kooperation hiesiger Einrichtungen (Grundschule, Kitas, Polizei, Kirche, Moschee) intensiviert werden und für die Bürger "greifbarer" werden. Elternnetzwerke werden ausgebaut und beziehen bislang isolierte Familien mit ein. Dieses wiederum überträgt sich auch auf die anderen im Gebiet lebenden Menschen (Nachbarschaft, Menschen die eine Aufgabe suche und sich als Mitstreiter einbringen möchten)... Der Transfer der Erfahrung des Rotenburger Familienforums in die Orte Visselhövede und Lauenbrück soll neben der Stadtteilarbeit in Rotenburg das Elternnetzwerk vor Ort stärken, damit auch hier die Familien vom Austausch untereinander profitieren. Die enge Vernetzung nach Rotenburg soll Ideen wecken, die dann auch vor Ort umgesetzt werden können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
...Bewohner die Angebote vor Ort nutzen und sich aktiv mit einbringen. Dieses zeigt, dass die Angebote im Sinne der Menschen vor Ort sind.
Kriterium
Beschreibung
...wenn Eltern und Bewohner aktiv mitgestalten und Projekte eigenverantwortlich/mit Unterstützung weiterführen können und hierbei kommunizieren, was sie dafür brauchen.
Kriterium
Beschreibung
...Kinder mehr Sport und Natur erleben können - das Gebiet hat eine große Turnhalle mit Angeboten sowie viel Natur zu bieten!
Kriterium
Beschreibung
...es in der Zusammenarbeit Verständnis für einander gibt und unterschiedliche Meinungen nicht die Interessen der Bewohner aus dem Blick bringen. Netzwerke unter den Familien/Bewohner unterstützen sich und profitieren von den Stärken des jeweils anderen!
Kriterium
Beschreibung
... Unterschiede sich ergänzen können!
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Leben im Meer - Inselgesellschaften in touristisch geprägten Lebensräumen (Dachprojekt)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike Brunken-Winkler
| Funktion | Regionalmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mikrokosmos Insel - Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen für kollektives Empowerment
Projektbeschreibung
Die Bewohner der ostfriesischen Inseln wohnen dort, wo viele Menschen gerne Urlaub machen. Davon leben sie, das ist die Haupteinnahmequelle der Insulaner, fast zu 100%. Der Tourismus wird aber auch immer mehr zur Belastung. Die work-life-balance gerät zunehmend ins Ungleichgewicht. Wohnungen werden nicht nur mehr sehr teuer, sie sind auch noch knapp. Alt werden auf den Inseln ist auch nicht mehr so selbstverständlich, wie noch vor 20 Jahren. Es gibt nicht genügend Pflege und ärztliche Versorgung. Geprägt ist das Leben auf den Inseln durch die Dorf-Stadt-Wechsel: Die „Einwohnerzahl“ der Inseln steigt in der Hauptsaison auf ein Vielfaches im Verhältnis zur „Grundbevölkerung“ an, die Infrastruktur der Kleinstädte wie Norderney und Borkum und der restlichen Inseldörfer muss diesen Anstürmen genauso gerecht werden, wie den Situationen im Winter, wenn wetterbedingt wieder Ruhe eingekehrt und die Bewohnerzahl wieder von "Stadt-" auf "Dorfniveau" geschrumpft ist. Das gleiche gilt für die Einrichtungen der Daseinsvorsorge und weiteren weichen Standortfaktoren, die maßgeblich das Inselleben prägen und gestalten. Das sind, hier in aller Kürze, insgesamt aber auch die Faktoren und Rahmenbedingungen, mit denen sich die Verwaltungen und Bürger jetzt stärker als bisher auseinandersetzen wollen und müssen, um für sich und für ihre Inseln eine Zukunft zu gestalten, die lebenswert und attraktiv genug bleibt, sowohl für die Inselbewohner, die Saisonkräfte und wie auch für ihre Gäste. Es geht um nichts weniger, als den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, den Erhalt und die Sicherung des Dorf-/Gemeinschaftslebens inklusive der identitätsstiftenden kulturellen Bindungen, der Sicherung der Ver- und Entsorgungsfunktionen, der Kranken- und pflegerischen Versorgung, des bezahlbaren Wohnens und der Sicherung der Wirtschaftskraft. Die Problemlagen sind dabei vielfältig, eine gemeinsame, strategisch orientierte und thematisch auf die Partner verteilte Prozess- und Beteiligungsstruktur evident. Dabei wird davon ausgegangen, dass eine externe organisatorisch-fachliche Unterstützung des Prozesses die internen Prozesse zu unterstützen hat, das Netzwerk aufbaut und die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf alle ostfr. Inseln erzeugt. Dieser Prozess, im Grunde ein gesellschaftlicher Transformationsprozess, mit der die Inseln resilienter werden, kann nicht mit lokalen Ressourcen allein gestaltet werden. Dieser Ansatz kann und sollte modellhaft für andere (insularen) "Mikrokosmen" sein.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Wirtschaft der Inseln basiert nahezu zu 100 % auf dem Tourismus (inkl. nachgelagerten Branchen). Dementsprechend geprägt ist das Leben auf den Inseln: Die „Einwohnerzahl“ der Inseln steigt saisonal auf ein Vielfaches im Verhältnis zur Grundbevölkerung im Winter an. Durch die Saisonkräfte steigt die EW um 3%; hinzukommen noch ca. 10,9 Mio. Übernachtungen und ca. 700.000 Tagesgäste (Zahlen für alle 7 Inseln). Dies heißt im Jahresrhythmus: In der Saison volle Auslastung bei den Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, bei touristischen Angeboten sowie bei den Fährbetrieben (100 %-Auslastung; Großstadtniveau); im Winter wird runtergefahren auf Dorfniveau. Nicht nur bei den beiden großen Inseln haben saisonverlängernde Maßnahmen bereits gewirkt, auch mit negativen Wirkungen auf die Work-Life-Balance, sowohl bei den Arbeitnehmern, wie bei den Arbeitgebern. Die Insulaner sind zunehmend überlastet. Dazu kommt die Wohnungsnot. Es hat eine "Syltifizierung" der niedersächsischen Inseln begonnen. Aufgrund der hohen Attraktivität der Destinationen werden Häuser an meist bietende Käufer vom Festland verkauft. Das führt zu Wohnraummangel für Insulaner und Fachkräfte, da bezahlbarer Wohnraum kaum vorhanden ist. Der "Ausverkauf" der Inseln führt auch dazu, dass die oftmals lange Zeit leerstehenden Häuser von Zweitwohnungsbesitzern der touristischen Vermietung entzogen wird. Für die Inselgemeinschaften aber noch entscheidender ist, dass das Inselleben darunter leidet. Zweitwohnungsb. nehmen im Regelfall nicht am Gemeindeleben teil, füllen kein Ehrenamt aus, bringen nicht ihre Expertise in die Dorf-/Quartiersgemeinschaften ein, wenn es darum geht, das Gemeindeleben zu stärken.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ostfriesische Inseln
Beschreibung
Das Dachprojekt (dieser Antrag) zum Aufbau und zur interkommunalen Strukturierung einer gemeinsamen Gemeinwesenarbeit umfasst alle beteiligten ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer bzw. die drei an diesem Projekt teilnehmenden Inselkommunen Spiekeroog, Juist und Wangerooge. Die sieben Inseln liegen in vier verschiedenen Landkreisen: Borkum gehört zum Lkrs. Leer, die Inseln Juist, Norderney und Baltrum zum Lkrs. Aurich, Langeoog und Spiekeroog zum Lkrs. Wittmund und Wangerooge zum Lkrs. Friesland.
Einwohnerzahl
17775
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2019 (Gebietsstand: 1.7.17)
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge
Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge
Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge
Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100001V, Stand: 07/2017
Projektgebiet: Spiekeroog, Juist, Wangerooge
Gesamtstadt: Ostfriesische Inseln
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
uebersichtskarten_inseln.pdf
(459.47 KB)
gesamtkarte_und_3_inseln.pdf
(259.57 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale von GWA auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle und alle mit ihren jeweiligen Stärken aktiviert werden. Ausgangspunkt sind die Ergebnisse, die in den zwei Phasen der Zukunftsstadt erzielt worden sind. Die 9 Leitsätze zeichnen das Bild der beteiligten Insulaner, das für die Arbeit des Gemeinwesens Ausgangspunkt ist. Mehr Verantwortung, mehr regionale Identität, bessere work-life-balance, verbesserte Infrastruktur und Daseinsvorsorge, bezahlbarer Wohnraum, die Potentiale der Insulaner müssen (innovativer) entwickelt werden, der soziale Zusammenhalt muss wieder in den Fokus, Bildungs-/Weiterbildungsangebote sollen entwickelt, das Inselleben attraktiver. Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden. Ein interkommunales Netzwerk zwischen Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke, breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht, werden gesucht und gefunden, Problemlagen werden erkannt und vergegenwärtigt, so wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Aktivierung der Bewohner hat mit den geplanten Methoden funktioniert. Gemeinsam haben sie Ziele für ihre eigene Inselzukunft festgelegt und organisieren sich, um die vielen kleinen und größeren Maßnahmen und Aktionen umzusetzen.
Kriterium
Beschreibung
Die eingangs durchgeführte Open Space-Veranstaltung, weitere öffentliche Informationsveranstaltungen, Workshops und Gespräche haben eine positive Akteursgemeinschaft hervorgerufen, die sich um die Belange der Inselgemeinschaft kümmert.
Kriterium
Beschreibung
In den letzten Dekaden, haben die Inselgemeinschaften aufgrund der zunehmenden Zahl an Gästen ein hohes Potential zur Bewältigung von Stresssituationen und zur Selbstorganisation entwickelt. Dieses Potential wird in Zukunft für eigene Projekte genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Es gibt eine zunehmende Zahl von auswärtigen Mitarbeitern aus dem europäischen Ausland und darüber hinaus. Diese neuen "Mitbewohner" sind durch direkte Ansprache stärker in die Planung und Umsetzung der zukünftigen Projekte und Aktionen einbezogen.
Beschreibung
Die beteiligten Inseln haben sich jeweils mit ihren Schwerpunktthemen so vernetzt, dass über den kontinuierlichen Austausch der Projektergebnisse Jeder von Jedem gelernt hat und unterstützt wird. So werden alle Belange des Insellebens beachtet.
Beschreibung
Nicht allein das Netzwerk eines jeweiligen Insellabores konnte erfolgreich aufgebaut werden, auch die Insellabore untereinander sind miteinander vernetzt, sowohl über die Insellotsen, wie auch über fachlich orientierte Akteursgruppen.
Kriterium
Beschreibung
Die bereits bestehenden Vereinsstrukturen in jeder Destination, wie auch die inselübergreifenden Treffen der "Insulaner unner sück", die jährlich stattfinden, werden durch das GWA - Projekt unterstützt und gestärkt. Fördermittel werden entspr. akquiriert.
Beschreibung
Auf administrativer Ebene gibt es Ansätze, die Inseln bei der Bewältigung der Wohnungsnot zu unterstützen. Die Inselgemeinschaften selber haben über die vielen Gespräche und Informationsveranstaltungen Strategien für Hilfe-zur-Selbsthilfe entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt "Leben im Meer" hat über ein ausgesprochen offensives networking auf und zwischen den Inseln gemeinwesenorientiertes interkommunales Handeln zwischen den Akteuren auf administrativer, politischer und gesellschaftlicher Ebene erreicht.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Matthias Piszczan, Dr. Tjark Goerges, Marcel Fangohr (Bürgermeister von Spiekeroog, Juist und Wangerooge)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Politische Vertreter von den drei Inselkommunen; Inselräte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
jeweilige Schlüsselakteure auf den Inseln und Netzwerker
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Inselbüros (siehe Anträge der Gemeinden Spiekeroog, Juist und Wangerooge)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
nach Bedarf: ggf. weitere bzw. übergeordnete Instanzen/Institutionen wie z. B. die Nationalparkverwaltung, Landkreise etc.
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On