Hameln kann´s innovativ
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Claudia Schmidt
| Organisation | Stadt Hameln |
|---|---|
| Funktion | Projektkoordinatorin Quartiersentwicklung |
2. Kurzbeschreibung
Soziale Innovation durch Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit in Kuckuck, Altstadt, Nordstadt, Südstadt
Projektbeschreibung
„Hameln kann‘s innovativ“ wird in den nächsten drei Jahren die entscheidenden Schritte vom befristeten Projekt zum dauerhaften Planungsprinzip der Stadt Hameln gehen und damit Sozialraumorientierung konsequent verstetigen und in nachhaltige Strukturen überführen.
Auf der Ebene der Stadtverwaltung bedeutet dies, die in 2017 gestartete strategische Ausrichtung hin zu einer ressortübergreifenden Zusammenarbeit dauerhaft als integriertes Arbeitsprinzip zu etablieren und in Verwaltungsstrukturen abzubilden. Entscheidender Erfolgsfaktor bleibt auch im Projekt „Hameln kann’s innovativ“ das ressortübergreifende Projektteam aus Quartiersmanagement (QM) in „Stadtentwicklung und -planung“ sowie Gemeinwesenarbeit (GWA) in „Familie und Soziales“, das gemeinsam als Scharnier zwischen Bewohnerinteressen in den Stadtteilen und Verwaltung fungiert. Erklärtes Projetziel ist die politische Entscheidung, neben QM auch GWA dauerhaft in Hameln zu etablieren. Im ISEK-Prozess Hameln 2030 haben Verwaltungsspitze und Politik bereits große Zustimmung zu einer Verstetigung der Sozialraumorientierung signalisiert.
Auf der Vor-Ort-Ebene ist die Verstetigung der GWA dringend erforderlich, um beginnende Selbstorganisationsprozesse von Bewohnergruppen weiter unterstützen und begleiten zu können. Bewährte und neue kultur- und generationsübergreifende Begegnungs- und Beteiligungsmöglichkeiten werden eröffnet. Zu der Fülle an unterschiedlichen Formaten zählen z.B. das Urban-Gardening-Projekt der Bewohnerinitiative „Himmelreich“, "Fill-the-Bottle-Challenges“ gegen Zigarettenkippen in der Altstadt sowie „Nachbarschafts-Speed-Datings“ in neu entstehenden Wohngebieten.
Unterstützt wird der Verstetigungsprozess auf allen Ebenen durch den Einsatz kokreativer Methoden. „Hameln kann’s innovativ“ wird Mitglied der Hamelner Innovationscommunity ZediTA (Zentrum für digitale Transformation und neue Arbeit), einem Projekt der Hochschule Weserbergland (HSW). Mit Unterstützung von Expert/innen für innovatives Lernen und Arbeiten wird agiles Stadtteilmanagement erprobt, um gesellschaftlichen Herausforderungen gemeinsam mit allen stadtteilrelevanten Akteuren, Bewohner/innen, Künstlergruppen und Unternehmen kreativ zu begegnen. Lernprozesse und Wissenstransfer zwischen Quartieren, Verwaltung und Partnerprojekten werden professionell begleitet. „Social Innovation Nights“ in den Quartierstreffpunkten eröffnen neue Zugänge zu bisher ungenutzten Potenzialen und setzen innovative Stadtteildynamiken in Gang.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Kuckuck, Altstadt, Nordstadt und Südstadt gelten innerhalb Hamelns als Quartiere mit Entwicklungsbedarf und sind geprägt von mangelnden Wohnumfeldqualitäten wie hoher Bebauungsdichte und fehlenden Freiräumen. Insbesondere durch den Zuzug von Armutszuwanderern aus Osteuropa sowie Geflüchteten ist der Bedarf an Beratung und Unterstützung in den vergangenen Jahren gestiegen. Um den Herausforderungen zu begegnen, hat die Stadt Hameln seit 2017 eine Stelle zur Koordinierung der Quartiersentwicklung geschaffen. Zusätzlich wurde - finanziert über die Landesförderung - GWA in den Quartieren aufgebaut und als „Kümmerer vor Ort" mit dem klaren Auftrag der Bewohnerorientierung etabliert. Damit hat die Stadt Hameln einen spannenden Prozess der integrierten Stadtteilentwicklung und Sozialraumorientierung gestartet. Innerhalb der Verwaltung hat sich die ressortübergreifende Zusammenarbeit in den letzten Jahren deutlich verbessert. Das Projektteam „Hameln kann’s“ ist inzwischen in seiner Vermittlungsfunktion zwischen Bewohner/innen und Akteuren vor Ort und den Fachplanungen in der Verwaltung etabliert und wird zunehmend von den Fachabteilungen als Unterstützung wahrgenommen und aktiv genutzt. Dennoch müssen auf der Arbeitsebene ressortübergreifendes Handeln und neue Formen des Miteinanders weiterhin erprobt und letztlich selbstverständlich werden. Soziale Akteure sowie Bewohner/innen wurden durch das Projekt aktiviert und bringen zunehmend ihre Interessen in die Stadtteilplanung ein. Diese hoffnungsvollen Prozesse und vor allem auch die inzwischen gut funktionierenden Begegnungs- und Beteiligungsmöglichkeiten für die Menschen vor Ort in den Quartieren gilt es nun zu verstetigen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hameln - Kuckuck
Beschreibung
Das Wohngebiet Kuckuck liegt in räumlich isolierter Lage am Rande der Hamelner Kernstadt. Es wird begrenzt durch zwei Bahnlinien sowie die Hamel.
Einwohnerzahl
579
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Ein Projektziel des Projekts "Hameln kann´s innovativ" ist der Wissenstransfer der GWA in den Projektgebieten untereinander. Im Verbund mit dem Kuckuck werden die anderen drei Quartiere Altstadt, Nordstadt und Südstadt auch weiterhin erheblich von den bereits gut funktionierenden Kommunikationsstrukturen zwischen den beteiligten Akteuren (Runder Tisch, Zukunftswerkstatt, Quartiersbegehung) und Arbeitsweisen (Integriertes Handlungskonzept, Bewohnerbeteiligung, Kinderkonferenz) im Soziale-Stadt-Gebiet Kuckuck lernen und profitieren können. Das Soziale Stadt Projekt übernimmt damit eine Leuchtturmfunktion im Gesamtprojekt und wird auch weiterhin für den Erfolg des Projekts "Hameln kann´s innovativ" von großer Bedeutung sein.
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2018_quartiersentwicklung_kuckuck_dina3_logo.pdf
(677.07 KB)
Gebiet-Name
Hameln - Altstadt
Beschreibung
Hamelner Altstadt ist ein klar abgegrenztes Gebiet, das vom Altstadtring und von der Weser begrenzt wird.
Einwohnerzahl
2180
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2018, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2018, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Hameln - Nordstadt
Beschreibung
Die Hamelner Nordstadt schließt nordöstlich der Weser an die Innenstadt an und erstreckt sich bis an den nördlichen Stadtrand der Hamelner Kernstadt.
Einwohnerzahl
9353
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Hameln - Südstadt
Beschreibung
Die Hamelner Südstadt grenzt im Süden an die Altstadt an und erstreckt sich bis zum südlichen Rand der Hamelner Kernstadt.
Einwohnerzahl
6235
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
ist erreicht, wenn Bewohnerinteressen in konkreter Planung münden
Kriterium
Beschreibung
ist erreicht, wenn sich Bewohnerinitiativen in den Quartieren eigenständig organisieren
Kriterium
Beschreibung
ist erreicht, wenn die in den Integrierten Handlungskonzepten genannte Stärken aktiv zur Quartiersentwicklung genutzt werden
Kriterium
Beschreibung
ist erreicht, wenn sich Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht,Religion... von GWA angesprochen fühlen
Beschreibung
ist erreicht, wenn ressortübergreifender Austausch automatisiert worden ist und integrierte Teams und Gremien selbstverständlich gemeinsam arbeiten
Beschreibung
ist erreicht, wenn in vertrauensvoller Zusammenarbeit auch Konflikte im Sinne einer positiven Quartiersentwicklung genutzt werden können
Kriterium
Beschreibung
ist erreicht, wenn in jedem Quartier mehrere Angebote gut etabliert sind, die den Austausch von Menschen verschiedener Kulturen gezielt fördern und ermöglichen
Beschreibung
ist erreicht, wenn ein funktionsfähiges Netz an Stadtteiltreffpunkten besteht
Kriterium
Beschreibung
ist erreicht, wenn die ressortübergreifende, verwaltungsinterne Steuerungsgruppe gemeinsam mit dem Referat für Grundsatzfragen die Entwicklung aller städtischen Quartiere im Vergleich zur Gesamtstadt im Blick hat und steuernd eingreift
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Hameln (z. B. Integrationsmanagement, Seniorenarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, Gleichstellungsbeauftragte, Spielplatzbeauftragte)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Hameln-Pyrmont (z. B. Jugendamt/Sozialraumkoordination, Flüchtlingssozialarbeit, Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe, Kreisabfallwirtschaft,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Elisabeth-Selbert-Schule (berufsbildende Schule des Landkreises)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Referat Strategische Grundsatzfragen, Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Hameln
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deister- und Weserzeitung (DEWEZET) und andere lokale Medien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Artes Wesera - Die Interessengemeinschaft Kunstschaffender im Weserbergland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HWG - Hamelner Wohnungsbau-Gesellschaft GmbH/ GSW - Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Eugen-Reintjes-Stiftung (FiZ - Familie im Zentrum)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Hameln-Pyrmont (auch Freiwilligenagentur)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK (Ortsverband, Kreisverband)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Julius Tönebön Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
K + X Gesellschaft für soziale Arbeit mbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Aquasport Hameln GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ProFamilia Hameln
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev.-luth. Martin-Luther-Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Elisabeth (katholisch)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Augustinus (katholisch)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev.-ref. Gemeinde Hameln-Pyrmont
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-freikirchliche Gemeinde (Baptisten)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
evangelischer Jugenddienst Hameln-Pyrmont
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Nordstadt (Netzwerk aus drei Kirchengemeinden in der Nordstadt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
A. R. A. - Alternativen rund ums Alter (Stadt Hameln)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tagespflege Nord der Julius Tönebön Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt Hameln-Pyrmont
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Hameln-Pyrmont
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev.-luth. Marktkirchengemeinde St. Nicolai
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev.-luth. Münsterkirchengemeinde St. Bonifatius
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alevitischer Kulturverein Landkreis Hameln-Pyrmont e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ZediTA Zentrum für digitale Transformation und neue Arbeit
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ab 2021 unterstützen die städtische Kinder-/Jugend- und Seniorenarbeit sowie das Integrationsmanagement das Team „Hameln kann’s“ in der Quartiersarbeit (mit QM insg. 1 Stelle kommunal finanziert). Ab 2023 wird auch die Quartierstreffleitung/ Integrationsmanagement Kuckuck kommunal finanziert und Teil des Teams „Hameln kann’s“ werden. Letztlich soll ab 2024 auch GWA dauerhaft im Stellenplan verankert werden. Insgesamt wird die Stadt Hameln dann 3 Stellen für Quartiersarbeit finanzieren.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Engagement ermöglichen - Gemeinwesen stärken / Kreativ und Aktiv in Lehre
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Oliver Ding
| Funktion | Projektleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Poetry-Slam "Lehrsche für Lehrsche": Engagement ermöglichen - kreativ das Gemeinwesen stärken!
Projektbeschreibung
Das Gemeinwesen in Lehre, zwischen Braunschweig und Wolfsburg wird durch das Engagement der Gemeindemitglieder gestärkt: Durch einen Poetry-Slam und vorherigen Schreibwerkstätten für Jung und Alt. Ziel ist es, dass sich sowohl die Menschen in den Gemeindeorten mehr für- und miteinander engagieren und dabei sowohl die Menschen der verschiedenen Orte, als auch der (etwas abseits gelegene, von vielen Geflüchteten bewohnte) soziale Brennpunkt "Kampstüh“ eingebunden werden.
Das wird im ersten Jahr mit Schreibwerkstätten und einem Poetry-Slam umgesetzt. Dieser wird als Wettbewerb durchgeführt und hat zum Inhalt: „Lehrsche für Lehrsche: Wir engagieren uns in unserer Gemeinde“. Der Vorschlag kam von Schülern und Eltern der Oberschule, die gern Geschichten über Lehre von jung und alt zusammentragen möchten. Sie haben Poetry-Slams u.a. in Braunschweig gesehen und regen an, das auch in und für Lehre zu machen.
Die Freiwilligenagentur hat Kontakte zu Dozenten, Poeten, Literaten und weiteren Künstlern, die sich daran beteiligen würden. Die Teilnehmer*innen lernen in interaktiven Schreibwerkstätten wie man Texte schreiben und präsentieren kann. Diese kann jede*r besuchen - alle Generationen und Kulturen können mitmachen! Die Werbung läuft via Internet, Presse, Flyer und Kulturveranstaltungen. Geflüchtete im Brennpunkt "Kampstüh" werden über den Verein "Willkommen in Lehre" gewonnen und einbezogen.
Die Ergebnisse der Inhalte (das heißt hierbei entstehende Ideen und Vorschläge der Teilnehmer*innen zur Verbesserung des Gemeinwesens) des/der Poetry-Slams werden gesammelt, sortiert und präsentiert.
Mit weiteren moderierten Kreativ-Workshops unter der Anwendung entsprechender Techniken wird mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde ausgearbeitet, welche in den Poetry-Slams gewonnenen Ideen sich wie einsetzen und umsetzen lassen. Diese werden im zweiten Jahr der Politik nahegebracht und gemeinsam umgesetzt. Hiermit wird das Engagement in der Gemeinde gestärkt.
Das Ergebnis: Die Menschen der Gemeinde werden motiviert sich für ihre Belange gemeinsam einzusetzen. Die im Poetry-Slam gewonnenen Ideen kommen aus der Bürgerschaft und werden gemeinsam umgesetzt. Das bedingt eine hohe Identifikation und Motivation zum persönlichen Engagement. Es agieren Menschen, die bisher eher nebeneinander als miteinander leben. Die Ortsteile werden belebt und das Engagement in der gesamten Gemeinde wird gestärkt.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Freiwilligenagentur ist in Lehre aktiv und setzt Projekte kultureller Art um. Sie kooperiert mit der Gemeinde, Vereinen und engagierten Bürger*innen. Der Freiwilligenagentur liegt eine Anfrage nach einem Poetry-Slam aus der Oberschule vor. Diese Anfrage soll Basis des Projektes sein.
Die Probleme sind:
1. Es gibt unseres Wissens wenig Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für junge Menschen – vor allem zu kulturellen Themen. Resultat: Die Jugendlichen und jungen Familien unternehmen weniger in der Gemeinde, fahren nach Braunschweig oder Wolfsburg, die jungen Menschen der verschiedenen Orte / Ortsteile unternehmen selten etwas zusammen. Das könnte die Identifikation mit der Gemeinde vermindern.
2. Die Gemeinde besteht aus acht verschiedenen kleinen Ortschaften, die wenig miteinander vernetzt sind.
3. Der soziale Brennpunkt ist der Bereich in Lehre am Ortsausgang in Richtung „Kampstüh“: In dem etwa 1 km östlich des Ortskerns (abseits) von Lehre gelegenen Anwesen, das im 2. Weltkrieg als Waffenlager diente, ist ein großer Teil der Geflüchteten der Gemeinde zu Hause. Am Ortsausgang wohnen dagegen u.a. Familien, die dem Thema „Einwanderung und Flüchtlinge“ skeptisch gegenüberstehen. Das birgt Konfliktpotential.
4. Es ist für unser Vorhaben notwenig mehr über die Menschen in der Gemeinde zu erfahren und Wege zu finden, mehr Verständnis für einander zu entwickeln sowie das gemeinsame Engagement zu fördern.
Es fehlen Angebote, bei denen sich kreativ und niederschwellig mit den Wünschen und Sorgen der Bürger*innen vertraut gemacht wird und die Lösungsvorschläge an die Politik der Gemeinde richten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lehre
Beschreibung
Die Gemeinde Lehre gehört seit der Gebietsreform 1972 Jahren mit seinen 8 Orten zum LK Helmstedt. Da sie aber räumlich weit weg von Helmstedt liegt (ca. 40 km), gab es immer wieder Streit um die Zugehörigkeit der Gemeinde. Einige wünschen eine Angliederung an Braunschweig, andere wollen von dem starken Wirtschaftsstandort Wolfsburg profitieren. Beide Städte liegen räumlich näher an Lehre als die Stadt Helmstedt - derzeit ruht dieser Streit.
Einwohnerzahl
12135
Quelle / Anmerkungen
Quellen: Wikipedia / Rathaus Lehre
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt immer mal Konflikte mit den Bewohnern des Kampstüh (Flüchtlinge), da es in der ländlichen Region einige konservative Mitbürger mit rechten Tendenzen gibt. Zur Gewalt hat es bislang zum Glück noch nicht geführt. Die meisten Geflüchteten der Gemeinde wohnen im Kampstüh.
Quelle: Persönliche Befragung von Mitbürgern und Mitarbeiter*innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt nur eine Oberschule, andere weiterführende Schulen, wie z.B. ein Gymnasium und Ausbildungsmöglichkeiten fehlen in der Gemeinde. Es herrscht schon bei jungen Leuten der Zwang zum Pendeln. Folge: Viele Jugendliche und junge Familien orientieren sich nach Braunschweig oder Wolfsburg - unternehmen dadurch wenig für und in der Gemeinde. es könnte dabei auch zu einer "Überalterung" der Bevölkerung in der Gemeinde kommen.
Quelle: Persönliche Befragung von Mitbürgern und Mitarbeiter*innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
luftbild_lehre_und_kampstueh.pdf
(3.15 MB)
gemeinde_lehre.pdf
(361.31 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt werden die Kommunikation, Selbstorganisation und die gemeinsame Handlungsfähigkeit der Bevölkerung in der Gemeinde gestärkt. Damit dient es dem Empowerment der Menschen in der Gemeinde. Die Workshops (be)stärken die teilnehmenden Menschen darin, ihre Interessen zu formulieren. Die Poetry Slams als öffentliche Veranstaltung sowie die Sammlung und Aufbereitung der Ergebnisse helfen dabei, diese Interessen an verantwortliche Stellen (Politik und Verwaltung) zu transportieren.
Die Freiwilligenagentur wird ihre Stärken vor Ort nutzen: Im bestehenden Kulturprojekt mit der Gemeinde verfügt sie über Zugänge zu Multiplikatoren. Sie nutzt eine Ausstellung zum Thema "Demokratie", das von einem Projekt aus Braunschweig begleitet wird, um auf den Poetry-Slam aufmerksam zu machen. Sie gewinnt Ehrenamtliche aus verschiedenen Themenfeldern (außer Kultur z.B. auch Sport) und nutzt bestehende Kooperationen zu Vereinen und Initiativen. Die Bewohnerinnen werden durch diese Netzwerke und Aktionen aktiviert und motiviert am Poetry-Slam teilzunehmen. Vorhandene Strukturen z.B. zu Theatergruppen werden genutzt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Erfolgsrezept: Die Menschen nehmen an den Workshops und dem Poetry Slam teil. Hierbei können sie niederschwellig und mit Spaß an der Erarbeitung und Vorführung ihre Wünsche an die Gemeinde vermitteln.
Kriterium
Beschreibung
Ein Erfolg ist, wenn die Nachbarschaften (Orte) mehr zusammenrücken und gemeinsam etwas veranstalten (hier: den Poetry Slam als Wettbewerb in den Orten) und wenn Bewohner des "Kampstüh" eingebunden werden (z.B. Geflüchtete)
Beschreibung
Von einem Erfolg sprechen wir, wenn Teilnehmer*innen und Teilnehmer aus den verschiedenen Orten und vor allem dem "Kampstüh" mitmachen und lernen sich (künstlerisch / niederigschwellig) zu Wort melden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ober-Schule Lehre (einzige weiterführende Schule) in der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchen der Gemeinde: Pfarramt der Gemeinde Lehre, St. Johannes-Gemeinde in Essenrode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (Helmstedt Nachrichten / Helmstedter Anzeiger / Lehrscher Bote) / Internet- und Social Media-Präsenz Gemeinde Lehre und Freiwilligenagentur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Zur Sicherung und Fortsetzung des Projektes ist es notwendig, dass eine hauptamtliche Ansprechperson (mit mind. einer Halbtagsstelle) vor Ort bleibt. Die Freiwilligenagentur wird, mit Hilfe der Kommune und / oder mit Multiplikatoren des Projektes, die Mittel dafür auftreiben. Diese können über lokale Ressourcen (z.B. Firmen oder Sponsoren im Projektgebiet, z.B. VW oder Zulieferer) bzw. über regionale Stiftungen (z.B. Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) eingeworben werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Durch Gemeinschaft ins Leben
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martin Leupold
| Funktion | Rektor |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Der Gemeinschaft des Dorfes soll Gelegenheit gegeben werden, die ortsansässige Grundschule und deren Umfeld mitzugestalten, damit diese nicht nur als Bildungsort für Kinder, sondern gleichzeitig auch noch als Ort der Begegnung für Jedermann dienen kann.
Projektbeschreibung
Wendisch Evern ist ein Ort wie viele im Einzugsbereich großer Städte: Man findet alte Ortsstrukturen und Traditionen, weit verwurzelt in der Geschichte. Diese allerdings stehen im Widerspruch zu modernen Lebensweisen. Der Ort wandelt sich: Alte Menschen vereinsamen, Familienstrukturen gehen verloren, die örtliche Infrastruktur geht zurück, die Verbundenheit mit dem Ort und die Bereitschaft, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, schwinden. Daraus resultiert die Auflösung der Gesamtgemeinschaft. Die Vereine beschreiben den Verfall der Vereinsstrukturen bereits und kämpfen um Nachwuchs. „Projekte“, in denen weite Teile der Bevölkerung mit Hand anlegen, um ein „Gemeinschaftsprodukt“ zu erstellen, werden seltener. Nur ältere Dorfbewohner können noch den gemeinschaftlichen Bau der Mehrzweckhalle erinnern.
Die Grundschule Wendisch Evern hat deshalb bereits vor mehreren Jahren erkannt, welche Verantwortung sie für den Ort und für dessen Gemeinschaft hat, welche Chancen sich ihr aber auch bieten: In Bildungsprojekten bringt sie Alte und Junge zusammen und diese lernen voneinander. Die Kinder der Schule profitieren beispielsweise vom Wissen eines ortsansässigen Hühnerzüchters, während dieser eine Erfüllung in der Weitergabe seines Wissens empfindet. Das Klassenzimmer wird in das umliegende Quartier erweitert. Auch engagiert sich die Schule in einer Bürger-Arbeitsgemeinschaft, die beispielsweise die preisgekrönte "SAUschlau-Tour" organisiert, bei der Jeder sein Wissen weitergeben kann.
Ziel ist es nun, diese ersten Schritte weiterzugehen und das Schulgebäude an die pädagogische Grundhaltung anzupassen. Das aber mit der gesamten Dorfgemeinschaft, allen Vereinen sowie der Politik gemeinsam. Alle Interessierten sollen an einer Ideensammlung beteiligt werden. In einem Verständigungsprozess, einer Phase 0, sollen Vorschläge gesammelt werden, wie das Quartier baulich für die Schule erschlossen werden kann. Zeitgleich sollen die Dorfbewohner die Möglichkeit erhalten, die Schule für sich zu gestalten. Am Ende des Planungsprozesses wünschen wir uns, dass die Schule offener für die Bedürfnisse des Ortes ist und andersherum die Bürger der Schule noch mehr Bildungsangebote ermöglichen.
Langfristig führt ein gemeinsam geplantes und später sogar realisiertes Gebäude zu einem Zusammenwachsen Aller. Die Schule gestaltet und entwickelt es weiter, weil sie damit ihrem Bildungsauftrag gerecht wird, während die Bürger es für sich nutzen, weil es sie als Dorfzentrum zusammenbringt.
Laufzeit
2020-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das hiesige Dorfleben wird durch drei Probleme bedroht: Die potenzielle Schließung der Grundschule, die fehlende Nahversorgung und die sinkende Bereitschaft, sich für den Ort zu engagieren.
Mit nur 79 Schülern ist die Grundschule einer der gefährdetsten Standorte des Landkreises Lüneburg. Der Schulträger fördert den Standort jedoch massiv und investiert damit auch in die Zukunft des Ortes!
Nachdem sämtliche Nahversorgungsangebote verschwanden, gab es mehrere Bemühungen, diese erneut zu installieren. Leider sind sie allerdings alle gescheitert. Insbesondere ältere Menschen sind deswegen auf Unterstützung Jüngerer angewiesen, die jedoch nicht jeder unmittelbar bekommt.
Besonderen Einfluss darauf hat die stetig sinkende Bereitschaft, sich für den Ort oder die Mitmenschen zu engagieren. Es wird immer schwieriger, Ehrenamtliche zu gewinnen. Die Verantwortung für Tätigkeiten und bestehende Freizeitangebote für die Dorfbewohner lasten auf immer weniger Schultern.
Obwohl ein Kreis aus Bürgern (AG „Durch Gemeinschaft ins Leben“) das Gesamtwohl des Ortes in den Fokus nimmt, fehlt es in jedem Verein an tatkräftiger, zukunftssicherer Unterstützung. Ebenso fehlt eine gemeinsame, alle verbindende Dorfvision, die das Miteinander und die Identifikationsmöglichkeit für die Vielen bietet und damit ein Zusammenwirken und Engagement für das Dorfleben fördert. Ausgehend von der Schule soll der gesamte Freiraum des Ortes in den Fokus gerückt werden, um den Ort als Ganzes zukunftsfit zu machen und die generationenübergreifende Dorfgemeinschaft zu stärken und wiederzubeleben. Wenn diese auch in Zukunft fehlt, wird ein vitales Dorfleben über Kurz oder Lang vollständig zum Erliegen kommen!
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das von der Samtgemeinde Ostheide angestrebte Beteiligungsverfahren ermöglicht es allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, ihre Gemeinde mitzugestalten, für sich und die Dorfgemeinschaft eine gemeinsame Vision und einen gemeinsamen Dorfmittelpunkt zu schaffen. Darüber hinaus können alle Bürgerinnen und Bürger Ideen vorbringen, die auch außerhalb des Dorfgemeinschaftsplatzes auf die Entwicklung des Dorfes wirken.
Konkret wird dafür eine sogenannte Phase 0 gewählt. Sie ist ein Arbeitsprozess , der sich aus mehreren vorher festgelegten Schritten zusammensetzt. Das Ziel einer Phase 0 ist immer ein Einigungsprozess, bei dem die Beteiligten sich letztlich auf einen Vorschlag einigen, der die im Erarbeitungsprozess angesprochenen vielfältigen Ansprüche bestmöglich abbildet.
Bestandteil sind Workshops, Fragen- und Interviewrunden, Besichtigungen, Auseinandersetzung mit pädagogischen und architektonischen Umsetzungsbeispielen oder andere prozessförderliche Elemente. Entscheidend ist, dass sich die Interessierten in einem gemeinsamen und transparenten Prozess miteinander und mit ihren Bedarfen auseinandersetzen.
Durch die Auseinandersetzung mit den Interessen und Bedarfen der anderen Prozessbeteiligten wird nicht nur das Verständnis füreinander gefördert, durch den Einigungsprozess, der immer auch Bestandteil der Phase 0 ist, entsteht auch ein Ganzes, das von allen getragen wird. Das stützt den Gemeinsinn und fördert den Zusammenhalt.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ausgangspunkt ist zunächst die Grundschule. Die Samtgemeinde Ostheide gibt mit Umsetzung der Phase 0 auch ein deutliches Signal für den Erhalt des Schulstandortes. In der Zukunft werden die im Rahmen des Prozesses erarbeiteten und umgesetzten Ideen durch die Schule und den Schulträger weiterhin getragen werden. Der Schulstandort Wendisch Evern bedeutet gleichzeitig die Sicherheit für das Gesamtprojekt.
11. Medien
Galerie
Videos
happyvideo.mp4.480p.mp4
(43.13 MB)
Davenstedt ganz nah!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael Schroeder- Busch
| Organisation | Diakonisches Werk Hannover gGmbH |
|---|---|
| Funktion | Stadtteildiakonie |
2. Kurzbeschreibung
Freizeit, Kultur, Soziales - Ein Angebot der kurzen Wege!
Projektbeschreibung
Der "Mobile Treff" ist ein Eventanhänger, der für persönliche Gespräche mit einem kleinen Besprechungszimmer und mit einem kleinen Veranstaltungsraum genutzt werden kann. Durch seine Ausstattung kann er nahezu wetterunabhängig genutzt werden.
Mit Beginn des Jahres 2021 wird der Mobile Treff das alleinige Angebot des Diakonischen Werkes in der stadtteilorientierten Nachbarschaftsarbeit in Hannover Davenstedt sein. Ende 2019 wurde der Mobile Treff als ergänzendes Angebot zum Nachbarschaftstreff an der Kirche gestartet.
An 4 - 5 Standorten im Stadtteil werden Aktionen, Gespräche, Kreatives und kleine Veranstaltungen angeboten. Innerhalb der ersten Monate des Projektes hat sich gezeigt, dass die dezentralen Standorte zu „Kurzen Wegen“ führten und dadurch insbesondere für junge Familien und ältere Bewohner/innen eine gute Möglichkeit sind, unkompliziert im Mobilen Treff gesellig oder aktiv zu sein. Dazu ergeben sich an den unterschiedlichen Standorten Begegnungen zwischen Personen, die an anderer Stelle wahrscheinlich nicht aufeinandertreffen würden. So sind über einige Wochen Spielpartnerschaften zwischen Erwachsenen und Jugendlichen entstanden. Einige nutzen die Nähe des Mobilen Treffs um persönlich nach Hilfen und Beratung durch das DW und auch durch andere Anbieter zu fragen. Dieses sehen wir als Chance, um neue Wege in der Nachbarschaftsarbeit zu entwickeln.
Es sollen Kurzzeitangebote „fast direkt vor der Haustür" (weiter-) entwickelt werden. Entstehende längerfristige (Interessen-) Gruppen werden in bestehende Einrichtungen im Stadtteil integriert. Dafür wird eine intensive Netzwerkarbeit betrieben. Es wird die Möglichkeit gegeben, dass sich andere Akteure mit ihrer Stadtteilarbeit im Mobilen Treff beteiligen oder sich präsentieren können. Größere Veranstaltungen werden in Kooperationen mit weiteren Akteuren in der Stadtteilarbeit Davenstedt vereinbart.
Im Mobilen Treff werden niedrigschwellige Angebote geschaffen, in dem sich Nachbarn "vor ihrer Haustür" begegnen können. Er steht mit verlässlichen Öffnungszeiten an dezentralen, markanten Plätzen im Stadtteil, um Anwohnende neugierig zu machen, sich dort zu begegnen, auszutauschen und gemeinsame Interessen zu entwickeln. Mithilfe der Mitarbeitenden werden sie motiviert, selbst aktiv zu werden. Neue Nachbar/innen und "Alt- Eingesessene" lernen sich kennen. Nachbarschaftliche Hilfen werden ermöglicht.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Davenstedt, ein eher unauffälliger Stadtteil hat mehrere Auffälligkeitsgebiete bei Betrachtung der Mikrobezirke; das Wohnviertel um den Marktplatz mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und sozialen Schwierigkeiten, ein Schlichtwohngebiet (Aktuell eine Bauruine) und Straßenzüge mit vielen Menschen im sehr hohen Alter und mit besonderen sozialen Problemlagen.
Traditionelles Vereinsleben gibt es nur noch im Sportverein, der Feuerwehr und der Kleingartenvereine.
Vorhandene Angebote der Stadtteilarbeit decken nicht den Bedarf der Freizeit und Kulturarbeit und die Nachfrage nach Kommunikation. Es sind jedoch ausreichende Räumlichkeiten mit freien Kapazitäten für Gruppen und mehr vorhanden.
Der Stadtteil ist weitläufig und durch Kleingartenanlagen und Sportplätze zweigeteilt. Das eigentliche Nahversorgungszentrum, der Davenstedter Marktplatz liegt am südlichen Stadtteilrand, ist unattraktiv und gilt als sozialer Brennpunkt, obwohl sich hier die Freizeit- und Kultureinrichtungen konzentrieren.
Große Wohngebiete sind von Ein- und Zweifamilienhäusern, sowie kleinen Mietbauten geprägt. In anderen Mietbezirken ist durch die Wohnbebauung eine (sehr) hohe Bevölkerungsdichte zu verzeichnen.
Die weiten Wege im Stadtteil sind für ältere Menschen, aber auch für viele junge Familien problematisch.
In der Stadtteiluntersuchung im Rahmen des Prozesses "Mein Quartier 2030" sind u. a. diese Probleme beschrieben. Dazu gibt es die vorbereitenden Untersuchungen für einen Antrag an das Programm "Sozialer Zusammenhalt" für den Bereich um den Davenstedter Marktplatz mit dem Schlichtwohngebiet am Geveker Kamp.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Davenstedt
Beschreibung
Der Stadtteil Davenstedt liegt am westlichen Stadtrand der Landeshauptstadt. Im Norden schließt sich Ahlem an und im Süden Badenstedt. Diese 3 Stadtteile bilden den Stadtbezirk 11. Im Westen von Davenstedt beginnt die Feldmark und im Osten (stadteinwärts) ist Davenstedt durch das Gewerbegebiet Lindener Hafen von Hannover abgeteilt.
Einwohnerzahl
10915
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
50
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019) und Daten für die Mikrobezirke im Stadtteil der Sozialplanung der LHH
Unter Sonstige ist ein Mikrobezirk benannt mit besonders hoher Altersdichte. Es gibt zwei weitere Mikrobezirke mit einem auffällig hohen Anteil der Bevölkerung über 60 Jahre.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
47
Anmerkung
Quelle:Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019) und Daten für die Mikrobezirke im Stadtteil der Sozialplanung der LHH.
Anmerkung: Unter "Sonstige" ist der Mikrobezirk um den Davenstedter Marktplatz dargestellt. Im Norden des Stadtteils gibt es einen weiteren Mikrobezirk mit 44,5 % Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle:Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019).
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Mobile Treff ist ein Angebot, dass sich an der konkreten Wohnsituation der Bewohner/innen vor Ort orientiert. Dabei gibt es einen Schwerpunkt auf lokale Kommunikationsstrukturen zur Beteiligung der Bewohner/innen an stadtteilorientierten Entscheidungsprozessen zu sozialen, ökologischen und bildungspolitischen Vorhaben. Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der funktionalen GWA. Es werden Angebote zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Bereichen Bildung, Freizeit und persönlicher Versorgung geschaffen. In der Vorbereitung, um die Bedarfe zu ermitteln wird auf die klassischen Methoden der Befragung, Analyse und Diagnose zurückgegriffen und mit der Mobilisierung der Ressourcen im Stadtteil entsprechende Angebote zu entwickeln.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner/innen nehmen die Angebote an. Dabei kommen entsprechend der Angebote alle Altersgruppen vor.
Kriterium
Beschreibung
Die Angebote sollen mit Ideen der Bewohner/innen ergänzt werden und die Bewohner/innen werden selbst aktiv, als Ehrenamtliche.
Kriterium
Beschreibung
Weitere Träger sozialer, ökologischer, freizeitpädagogischer oder kultureller Angebote nutzen den Mobilen Treff als Angebots-/Veranstaltungsort.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev. St. Johannes Kirchengemeinde, Kath. Kirchengemeinde St. Godehard mit St. Benno, Christkönig, Maria Trost
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO - "Desperados" u. Kurt-Partsch-Haus, Cafe Kiezbook, VSE,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friedrich-Ebert-Schule, Grundschule In der Steinbreite
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Mit der Konzentration der Stadtteilarbeit auf die Einrichtung Mobiler Treff finanziert die Stadt Hannover mit einer Zuwendung eine knappe halbe Stelle. Eine erste Zuwendungserhöhung für 2021/22 ist beantragt. Über eine weitere Erhöhung der Zuwendung verhandelt werden.
Durch die Kooperation mit Fachberatungsstellen des Trägers sollen weitere Mittel für das Stadtteilangebot zur Verfügung stehen. Es gibt erste Überlegungen im Mobilen Treff weitere selbstfinanzierte Angebote zu verorten.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
GWA Alt-Cuxhaven
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Wersien
| Organisation | Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk |
|---|---|
| Funktion | 1.Vorsitzender |
2. Kurzbeschreibung
Wir erschaffen HEIMAT: Gemeinsamkeiten gegen Einsamkeiten
Projektbeschreibung
Entstanden ist „Alles“ 2014 aus der Not heraus, dass sich viele Migranten allein gelassen und bei Umzügen, Renovierungen und Möbelbeschaffung überforderte fühlten. Einige Einwohner ließen sich von dieser Not bewegen und waren zur Stelle, um zu helfen. Dies sprach sich herum, so dass auch von Wohlfahrtsverbänden etc. Bedarfe an diese Engagierten weitergeleitet wurden. So wuchs die ehrenamtliche Initiative stetig weiter. Ende 2017 wurde ein Verein gegründet und mit der ersten Modellförderung wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen: ab 2018 wurde durch die Verknüpfung von Ehrenamt mit einem Hauptamtlichen (TZ) eine neue Struktur geschaffen und damit die Basis für eine fundierte GWA im Quartier gelegt.
Durch die Kontakte in den Wohnungen der EinwohnerInnen entstand Nähe und somit die Grundlage für vertrauensvolle Beziehungen. Häufig wurden aus den Hilfeempfängern neue ehrenamtliche Mitarbeiter. Darüber erfuhren wir zunehmend von weiteren Bedarfen und „neuen“ Nöten auch anderer Bevölkerungsgruppen. So wurden passende, weiterführende Angebote etabliert und zu anderen Beratungsstellen vermittelt.
Als Ergänzung zu der zuvor beschriebenen Geh-Struktur konnten wir im März 2020 das Begegnungszentrum Tante Emma eröffnen. Hier haben wir endlich die wichtige und ergänzende Anlaufstelle (Komm-Struktur) in einem ansprechenden Rahmen im Herzen von Alt-Cuxhaven schaffen können. Freie Räume für bürgerliches Engagement und andere Akteure und Initiativen komplettieren die örtliche GWA und werden zu einem Anziehungspunkt für die EinwohnerInnen.
Erschreckender Weise erleben wir immer öfter, wie EinwohnerInnen alleine bleiben und sich einsam fühlen. Selbst nach einigen Jahren sind neuzugezogene Ältere oder Migranten im Quartier noch nicht angekommen und noch immer alleine. Wir stellen fest, wie grundlegende Fähigkeiten fehlen, positive und stärkende Beziehungen aufzubauen und selbst Schritte zu gehen, um an erlebten Missständen Veränderung zu bewirken. Im Quartier erkennen wir keine andere Stelle, die sich aufsuchend auf den Weg macht, um dieser Not der EinwohnerInnen zu begegnen und sie unterstützt und begleitet.
Deswegen sehen wir hier unseren Auftrag: mit aufsuchenden Angeboten und daran anknüpfenden, niedrigschwelligen Veranstaltungen werden wir EinwohnerInnen erreichen und miteinander in Kontakt bringen. Dies wird Einsamkeit und Anonymität entgegenwirken. Sie werden zunehmend befähigt, selbst Veränderungen zu bewirken und sich eine Heimat zu gestalten.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Unser Quartier ist davon geprägt, dass neben Geschäftslokalen viel preisgünstiger Wohnraum vorhanden ist, der oft von sozial benachteiligten Personen bewohnt wird. Zugleich sind einige Bereiche aber für Neubürger attraktiv: Menschen wählen Cuxhaven als Altersruhesitz und können in Alt-Cuxhaven zentral (Infrastruktur) und gleichzeitig nah am Wasser leben.
Dies bewirkt eine stellenweise Sanierung von Wohnraum, welche die Verdrängung der ursprünglichen Bewohnerschaft bewirkt. Die verbesserte Gebäudesubstanz zieht häufig gutsituierte Bürger und Neubürger an. Hieraus ergibt sich in Ansätzen ein Gentrifizierungskonflikt.
Eine weitere Facette beleuchtet der Armutsbericht des Landkreises, welcher die Armutsbedrohung vor allem für Ältere, Alleinerziehende und Migranten benennt. In dem Zusammenhang sticht die private Verschuldung in unserem Quartier hervor: die Quote liegt hier bei 19% der Erwachsenen (Bundesdurchschnitt 10 %).
Somit finden sich in unserem Quartier viele zu integrierende Neubürger und auch sozial abgehängte Bevölkerungsteile in einem anonymen Nebeneinander und heterogenen Umfeld. Vor Ort wird offensichtlich, wie eine Kluft nicht nur zwischen Arm und Reich sondern auch zwischen Kulturen und Generationen auftut.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt "Alt-Cuxhaven"
Beschreibung
Unser Büro befindet sich direkt im Stadtteil Alt-Cuxhaven (s. Karte im Anhang). Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für Sozialbenachteiligte geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
13956
Quelle / Anmerkungen
Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt - siehe Bevölkerungspyramide (Anlage: Artikel CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide);
Projektgebiet = Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03352-Cuxhaven.html?nn=25856&year_month=202007
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Cuxhaven - siehe Anlagen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Für Gesamtstadt www.wegweiser-kommune.de - siehe Anlage
Projektgebiet geschätzt
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle www.weg-weiser-kommune.de (siehe Anlage) nur ab 65 Jahre;
zzgl. ca. 7% der 60-64 Jährige (Anlage: Artikel CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: www.wegweiser-kommune.de für Gesamtstadt;
Schätzung für Projektgebiet
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_csc_e.v_0.jpg
(99.22 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die BewohnerInnen. Ihre Themen und Bedarfe sind für uns handlungsbestimmend. Dabei sehen wir sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten als aktive Player in der Verbesserung ihrer Lebensumstände.
Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, sozialer Status etc. dürfen keine Grenzen bleiben. Sie bieten vielmehr belebende und bereichernde Potentiale für das ganzheitliche und nachhaltige Miteinander in unserem Gebiet. So können sich Initiativen sich um neu entdeckte Gemeinsamkeiten finden und aktiv werden.
Wir verfolgen in diesem Projekt den Ansatz einer aufsuchenden Arbeit. Mittels der aufsuchenden und aktivierenden Befragung möchten wir zu EinwohnerInnen in Kontakt kommen und Beziehungen aufbauen. Da sie die Experten für ihre Lebensrealität und ihr Umfeld sind, wollen wir sie für die aktive Gestaltung und zur Partizipation bei Gestaltungsprozessen gewinnen. Auf Dauer möchten wir uns als GWAler in unserer Aktivität zurücknehmen und zunehmend die EinwohnerInnen zur Selbstorganisation führen (So viel Aktivität von GWAler-Seite wie nötig, aber so wenig wie möglich.).
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Themen der EinwohnerInnen bestimmen die Aktivitäten. Zum Erreichen ihrer Ziele erfahren sie Unterstützung und Hilfestellungen.
Kriterium
Beschreibung
BweohnerInnen entwicklen eine zunehmende Selbstständigkeit in der Organisation und Durchführungen von Gruppentreffen. Sie fordern sich ggf. die benötigte Unterstützung bei dem hauptamtlichen GWAler ein.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner-Tandems entstehen und werden aus intrinsischer Motivation gepflegt. Freiwilliges Engagement wird gelebt und daraus entstehen neue, bereichernde Angebote für die EinwohnerInnen.
Beschreibung
Stärken von EinwohnerInnen werden erforscht, aktiviert und weiterentwickelt - dadurch wächst das Selbstwertgefühl und die Innere Stärke. Auch die vorhandenen sozialen und räumlichen Ressourcen werden erarbeitet und als Resspurcen genutzt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Unser hauptamtlicher GWAler ist auf der einen Seite Ansprechpartner für Stadt, Kommune und weitere Netzwerkpartner. Auf der anderen Seite ist er das Gesicht und Vertrauensperson für die EinwohnerInnen und die engagierten Ehrenamtlichen.
Die Ehrenamtlichen sind um verschiedene Themen (z.B. Beratung, Begleitung, praktische Hilfen, Nähtreff etc.) gruppiert und haben jeweils einen verbindlichen Ansprechpartner. Hier werden die Aufgaben besprochen und der Rahmen für die Aktivitäten gesetzt. Gleichzeitig besteht auf dieser Ebene die Möglichkeit zu kollegialem Austausch. Die jeweiligen Ansprechpartner stehen im Kontakt mit dem Hauptamtlichen, um die Ergebnisse zu sichern und weitere Fragestellungen zu klären oder Schulungsbedarf zu benennen.
Regelmäßig finden größere Treffen statt, um die erreichten Ergebnisse festzuhalten und diese Erfolge wertzuschätzen. Gleichzeitig wird miteinander beraten, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen sich zeigen. Auch hier werden die Ehrenamtlichen als ExpertInnen ihrer Lebensumstände wertgeschätzt und wahrgenommen. Ihre Impulse und ihre Ausrichtung im Engagement sind für unsere Gesamtstrategie essentiell.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat 3 (u.a. Soziales, Bildung und Kultur) /// Landkreis Cuxhaven ( Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V., Freie ev. Gemeinde Cuxhaven, EKG Altenwalde/Offenes Herz Altenwalde, Büro der Innenstadtgemeinden (EKG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, der Paritätische, Hospizverein, Shalomhaus, Blaues Kreuz, Lebensraum Diakonie (ehemals Herbersverein), Wellcome e.V. für frühkindl. Hilfen, Kreissportbund, Förderwerk Bremerhaven/Engergiesparcheck Cuxhaven, Lions, Rotarier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TWG Cuxhaven, IG Lotsenviertel, Mayerhoff Consulting, EWE, Hildebrand Personaloptimierung, Reederei Otto Wulf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales+Wirtschaft) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven, facebook
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt, Diakoniestation Cuxhaven, Familienhebammen des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FC Eintracht Cuxhaven e.V., Baskets Cuxhaven, Music made in Cuxhaven e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt MdL Thiemo Röhler (CDU) MdL Eva Viehoff (B90/Grüne) Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD), SPD Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände) /// one4one (Corona Nachbarschaftshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der Lenkungsrunde "Engagierte Stadt", Mitglied der interkulturellen Woche, Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete, Mitglied Demokratiekonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch /// Engagierte Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS im LK Cuxhaven, Berufsbildene Schulen (BBS)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mehrgenerationenhaus, Musikschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wie in der Begründung dieses Folgeantrages erläutert und im Letter of Intent des Landkreises beschrieben, gibt es die Perspektive, dass wir vom Landkreis als möglicher, lokaler Partner für ein neues, umfassendes Projekt der aufsuchenden Sozialarbeit gesehen werden. Somit könnte dies einen wesentlichen Teil zur zukünftigen Finanzierung beitragen.
Mit der Stadt entsteht gerade über die Vorbereitung einer Stadtteilkonferenz eine neue Intensität der Zusammenarbeit.
11. Medien
Galerie
Videos
film_csc_neu_klein.mp4
(55.72 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Stadtteilmanagement Lüneburger Innenstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Friedrich Graf
| Organisation | Hansestadt Lüneburg Stabsstelle Jugend/Soziales |
|---|---|
| Funktion | Stabsstelle Strategische Steuerung und Entwicklung - Schwerpunkt Stadtteilarbeit |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit für eine sorgende Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Wir wollen nah dran sein an den Anliegen der Menschen, sie in ihren Potentialen stärken, Gestaltungsräume bieten und damit die Entwicklung aktiver Nachbarschaften fördern. Mit diesem Ziel wird im Rahmen der Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit im Dezernat für Bildung, Jugend und Soziales aktuell u.a. in Zusammenarbeit mit freien Trägern das Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ entwickelt. Damit sollen organisatorisch bisher dem ASD zugeordnete Aufgaben des Stadtteilmanagements zukünftig in einem neu geschaffenen Bereich Stadtteilmanagement verfolgt und damit die Gemeinwesenarbeit in den Stadtteilen gestärkt werden.
Die Innenstadt bringt neben vielen Vorteilen durch attraktive Straßenzüge, Plätze mit Verweilqualität, Gewerbe und Gastronomie auch besondere soziale Herausforderungen mit sich: Hier treffen Suchtmittelabhängige, Partygänger, Gewerbetreibende und Anwohner mit ihren jeweiligen Interessen auf einander. Damit einher gehen Probleme durch Lärmbelästigung, Verschmutzung öffentlicher Bereiche und die Entstehung von Angsträumen, die letztlich zu Konflikten und Frustration insbesondere auf Seiten der Anwohner führen. Das Stadtteilmanagement soll u.a. den Austausch zwischen den Interessengruppen und das gegenseitige Verständnis fördern. Mit dem Fokus auf die Bewohnerschaft zielt das Stadtteilmanagement ebenfalls darauf ab, die Identifikation der Bewohner als sorgende Nachbarschaft zu fördern und gemeinsame Perspektiven für die Gestaltung des Stadtteils und des Zusammenlebens zu entwickeln.
Die erste und zugleich stetige Aufgabe des Stadtteilmanagements wird in der Beziehungsarbeit mit den Anwohnern und Akteuren im Stadtteil liegen. Darauf aufbauend sollen die Bürger darin begleitet werden, ihre Visionen des Zusammenlebens selbst zu artikulieren und aktiv zu verfolgen. Eine weitere Aufgabe des Stadtteilmanagements liegt in der Förderung der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und nichtstädtischen Akteuren. Durch das Aufnehmen und Teilen von Informationen und die Initiierung von Austauschtreffen und gemeinsamen Projekten verschiedener Akteure soll das Stadtteilmanagement zur Vernetzung in der Innenstadt beitragen und mögliche Synergien sichtbar machen.
Wir brauchen das Stadtteilmanagement in der Innenstadt, um den Bürgern Mut zu machen, sich zu engagieren und die Bildung einer aktiven Nachbarschaft zu fördern.
Laufzeit
2021-02-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Lüneburger Innenstadt ist Zuhause für fast 6000 Bewohner. Zugleich ist sie Aufenthaltsort für viele Tagesbesucher und Touristen. Vermutlich auch dadurch beeinflusst, ist das Leben in der Innenstadt von einer größeren Anonymität geprägt, als dies in anderen Stadtteilen zu beobachten ist. Entsprechend gering ist überwiegend die Identifikation mit der Innenstadt als eigenem Quartier und das damit verbundene Wir-Gefühl der Bewohner.
Herausfordernd für viele Bewohner der Innenstadt sind als Angsträume wahrgenommene Orte (bspw. Am Sande, Clamartpark, St. Johanniskirche). Diese sind häufig dominiert von Alkohol-und Drogenkranken, Dealern und schwer erreichbaren sozialen Randgruppen. Zu Spannungen kommt es zudem immer wieder durch Interessenkonflikte zwischen Anwohnern, Tagesgästen die zum Feiern kommen und Gastronomen.
Erfahrungen der Corona-Pandemie zeigen, dass ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von funktionierenden Nachbarschaften besteht. Die Herausforderung besteht darin, die Menschen darin zu unterstützen, ihren Willen zu artikulieren, sich zu organisieren und das Zusammenleben in der Innenstadt zu gestalten. Die Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen zur Förderung und Etablierung einer sorgenden Gemeinschaft zu schaffen und den Austausch der verschiedenen Interessengruppen zu fördern.
Im Rahmen eines umfassenden Prozesses zur Weiterentwicklung der stadtteilorientierten Arbeit der Hansestadt wird aktuell in Abstimmung mit freien Trägern ein Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ erarbeitet. Ziel ist es, die Gemeinwesenarbeit und damit das Stadtteilmanagement in Lüneburg konzeptionell neu aufzustellen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Innenstadt (Altstadt)
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst den definierten Bereich des Stadtteils "Altstadt" mit einer Flächengröße von 104 ha.
Es grenzt im Süden an den Clamartpark und die Lindenstraße,
im Westen an die Sülztorstraße, Am Sülzwall, Am Bendikt und Am Springintgut
im Norden an die Hindenburgstraße und Reichenbachstraße
im Osten an die Schießgrabenstraße
Einwohnerzahl
5962
Quelle / Anmerkungen
Hiesiges Melderegister, Stichtag 23.04.2019
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Unterlagen zum Gebiet
auswertung_einwohner_altstadt_23.04.2019.pdf
(24.51 KB)
projektgebiet_lueneburg_innenstadt.pdf
(2.04 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Einrichtung des Stadtteilmanagements in der Innenstadt bildet den Auftakt der Gemeinwesenarbeit in diesem Stadtteil. Damit liegt der Fokus deutlich stärker als bisher auf der Information und Beteiligung der Bürger. Planungsprozesse der sozialen Infra- und Angebotsstruktur im Stadtteil werden in Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern neu aufgestellt. Mit der Weiterentwicklung sollen die Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume für die Menschen und Akteure im Stadtteil erweitert und Zugänge zu sozialen Angeboten und Dienstleistungen erleichtert werden. Partizipation, Unterstützung von Kommunikation, Selbstorganisation und gemeinsamer Handlungsfähigkeit sind dabei zentrale Merkmale.
Als Aufgaben und Methoden des Stadtteilmanagements werden im umzusetzenden Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ deshalb folgende Aufgaben und Methoden definiert: Bedarfs- und Bestandsaufnahme, Koordination und Moderation von Stadtteilrunden/ Netzwerken, Förderung der Zusammenarbeit der Akteure, Förderung der Bewohnerschaft zur Mitwirkung bei der Gestaltung des Stadtteillebens, Beteiligung der Bewohnerschaft, Ehrenamtspflege, Informationsarbeit für Bürger*innen, Akteure, Verwaltung und Politik, Initiierung, Aufbau und Begleitung von Nachbarschafts- /Bürgerprojekten, Steuerung von Angeboten im Stadtteil.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner werden mit ihrem Willen und ihren Interessen als konstruktiv kritisches Gegenüber ernst genommen. Sie haben die Möglichkeit, Projekte zu initiieren und Planungsprozessen anderer, insbesondere städtischer Akteure mitzugestalten.
Kriterium
Beschreibung
Die Bürger werden durch das Stadtteilmanagement nach Bedarf darin unterstützt, gemeinsame Formate des Dialogs zu entwickeln, ihren Willen zu artikulieren, gemeinsame Aushandlungsprozesse zu führen und Projekte und Angebote zu initiieren.
Kriterium
Beschreibung
Die Akteure wissen um die Interessen und Themen voneinander. Darüber hinaus arbeiten sie in definierten Gremien und anlassbezogenen temporären Runden zusammen. Im Fokus steht das Wohl und die Stärkung des Gemeinwesens.
Kriterium
Beschreibung
Durch gemeinsames Engagement wächst die Akzeptanz unterschiedlicher Personengruppen füreinander. Individuelle Netzwerke werden erweitert und durch verschiedene Veranstaltungen Erfahrungen der Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit gemacht.
Beschreibung
In einem Stadtteilteam aus Vertretern verschiedener Handlungsfelder und Institutionen, zu dem Themenbezogen weitere Akteure eingeladen werden können, wird integriert an Projekten und Herausforderungen zusammengearbeitet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lebensraum Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
drobs - Fachstelle für Sucht und Suchtprävention
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Aktuell befinden wir uns als Dezernat für Bildung, Jugend und Soziales der Hansestadt Lüneburg im Prozess der Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit. Als ein Baustein dieses Prozesses wird ein Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ erarbeitet. Ziel ist es, organisatorisch einen neuen Bereich inkl. Personal für diese Tätigkeit zu schaffen, um dem mit dem Fachkonzept verbundenen Anspruch an das Stadtteilmanagement auch zukünftig nachkommen zu können.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Jeder Nachbar ist willkommen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Horst Gohla
| Funktion | Leitung |
|---|
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte