Ausgewaschen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Ritterhoff
| Organisation | kvhs Ammerland gGmbH |
|---|---|
| Funktion | Bildungskoordinator |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenorientierte Angebote für (junge) Männer im Rasteder Quartier "Dichterviertel" entwickeln
Projektbeschreibung
Das Projekt setzt im Dichterviertel in Rastede an. Nach der erfolgreichen Etablierung der Begegnungsstätte MitEinAnder in einer 3-Zimmerwohnung im Viertel ist es nun erforderlich, sich den Zielgruppen zu widmen, die auf absehbare Zeit nicht das Angebot der Begegnungsstätte annehmen werden: (junge) Männer. Das MitEinAnder ist seit Mitte 2015 etabliert und wurde schon bald von Frauen und Mädchen angenommen. Nähgruppen, eine Kochgruppe, Konversationstreffen und eine Mädchengruppe konnten binnen kurzer Zeit aufgebaut werden.
Diese schnelle Etablierung fand unter den veränderten Vorzeichen der stark gestiegenen Anzahl an Neuzugewanderten im Umfeld des Dichterviertels statt. Waren schon vor Beginn der Situation in 2015 ca. 80 % der Haushalte Transfergeldempfänger, so sind es aktuell nahezu alle Haushalte. Durch Umzüge – zumeist mit einer beruflichen Integration der wegziehenden Familien verbunden – freigewordene Wohnungen wurden im Regelfall durch Flüchtlingsfamilien neu bezogen. Die Wohnungen waren und sind häufig überbelegt.
Der bestehende Ortsteiltreff MitEinAnder wurde schnell von Frauen und Mädchen für sich entdeckt und in der Wahrnehmung der männlichen Bevölkerung des Dichterviertels und der Umgebung als Frauenort okkupiert. Männer gehen dort nicht hin und fühlen sich – nach den Ergebnissen kurzer Straßeninterviews – auch nicht erwünscht.
Gerade für die jungen Männer im Dichterviertel, aber auch in der direkten Rasteder Umgebung fehlt es an geeigneten Freizeitangeboten. Das nahe gelegene Waschhaus soll hierfür saniert werden. Im sanierten Waschhaus sollen Angebote entwickelt und umgesetzt werden, die sich an eine männliche Zielgruppe richten.
Um diesen Prozess erfolgreich gestalten zu können, soll u. a. ein eigener Quartiersfonds eingerichtet werden, der für Ideen der Bewohnerschaft zur Verfügung gestellt wird. Sofern möglich sollen die Männer bereits unter werkpädagogischer Anleitung bei der Sanierung des ehemaligen Waschhauses im Sinne von Empowerment und Wirkmächtigkeitserfahrung eingebunden werden.
Es ist vorgesehen im Waschhaus eine Ausstattung vorzuhalten, die sowohl Musikproben/Battle-Raps ermöglicht, als auch zum Schrauben und Reparieren von Fahrrädern, etc. Material bereithält. Weitere Ideen der Nutzung werden vor Ort in Planungswerkstätten gemeinsam mit den Bewohnern erarbeitet.
Trotz klarer räumlicher und zielgruppenspezfischer Trennung gibt es voraussichtlich nutzbare Synergien zwischen dem MitEinAnder und dem Projekt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Dichterviertel ist eine in den 1960er Jahren errichtete Werkssiedlung der nahe gelegenen Heizungsfabrik Broetje. Die Werksarbeiter wohnen seit langem nicht mehr dort. Stattdessen setzt sich die Bewohnerschaft aus sozial schwachen Haushalten in prekären Lebensumständen zusammen (Anteil der Haushalte mit Transfergeldempfang über 80 %). Der Anteil an Migranten war schon im Jahr 2015 überdurchschnittlich hoch für die Gemeinde Rastede. Seitdem das Dichterviertel als Durchlauferhitzer für Neuzugewanderte(vgl. Häußermann/Siebel 2010) fungiert, hat sich die soziale Lage des Viertels im Vergleich zur Gemeinde noch verschlechtert. Es handelt sich um eine klassische pocket of poverty(Daniels/Kennedy/Kawachi 2000).
Die Bewohnerschaft hat sich in den letzten zwei Jahren durch die Zuwanderungssituation und veränderte kommunale Belegungspolitiken bedingt noch einmal verändert. Das Dichterviertel ist das Neuzugewandertenviertel geworden.
Für Frauen und Mädchen besteht ortsnah mit dem MitEinAnder ein erfolgreiches Zentrum, das als Anlaufstelle, Treffpunkt und Beratungsstelle fungiert. Direkt an der Autobahn gelegen fühlen sich die Bewohner abgeschoben und alleingelassen. Eine eigene Viertelidentität existiert nicht. Durch die Durchmischung verschiedenster Ethnien auf engstem Raume ist es auch nicht zur Entstehung einer ‚ethnic community‘ als Ressource gekommen.
Um den männlichen Bewohnern des Viertels eine Anlaufstelle zu bieten soll die Waschküche saniert werden, sollen dort bedarfsgerechte Angebote entwickelt und umgesetzt werden und soll so niedrigschwellig Sozialarbeit und Beratungsarbeit ermöglicht werden – insbesondere für die besonders gefährdete Gruppe der jungen Männer.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rastede Dichterviertel
Beschreibung
Abgegrenzt ist das Gebiet durch Wiesen sowie einen kleinen Wald, einen Baumschulbetrieb und die direkt angrenzende Autobahn vom Rest der Ortschaft. Nördlich auf dem Weg in die Ortschaft liegt direkt die örtliche Förderschule für lernbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche.
Einwohnerzahl
350
Quelle / Anmerkungen
Datengrundlage sind Zahlen der Gemeinde aus dem Jahr 2015, die um lokales Expertenwissen um Überbelegungen ergänzt worden sind
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kombination diverser Datensätze. Daher nur ca. Angaben
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
58
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt fernmündlich mitgeteilt
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt fernmündlich mitgeteilt
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt fernmündlich mitgeteilt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lessingstr._1-600_a3.pdf
(4.58 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit zielt darauf ab, Menschen dazu zu befähigen und zu unterstützen ihre eigenen Bedürfnisse zu entdecken und zu artikulieren - im Regelfall nicht nur auf der Individualebene, sondern im Kontext eines sozialen Raumes. Sozialer Raum wird dabei nicht nur geographisch, sondern im Wesentlichen sozialwissenschaftlich verstanden (vgl. Martina Löw). Die Bedeutung des sozialen Raums in der Gemeinwesenarbeit und allgemein für die Entwicklung von Lebenschancen ist Thema der Stadtforschung, die zurückreicht bis in die Gründungszeit der Chicago School of Sociology durch Robert Ezra Park in den 1920er Jahren. Die Bedeutung eines lokalen Gemeinwesens für die Entwicklungs- und Lebenschancen der Bewohnerschaft, verhandelt unter dem Begriff 'Quartierseffekte' ist unbestritten. Während in den USA traditionell eher der Ansatz 'Moving to Opportunity', also der Umzug, als Option zur Verbesserung der Lebenschancen gewählt wird (wohnungsmarkttheoretisch auch als trickle-down-Theorie bekannt) wird im EU-Raum und in Deutschland eher die behutsame Sanierung unter Einbindung der Bewohnerschaft als Strategie verfolgt - von der behutsamen Erneuerung in Berlin-Kreuzberg in den 1980er Jahren, über das EU-Förderprogramm URBAN bis hin zum Bund-Länder-Programm Soziale Stadt.
Im konkreten Fall soll ein Gemeinwesen überhaupt erst geschaffen werden, da dieses durch die Bewohnerfluktuation äußerst fragil geworden ist.
Methoden
Qualitätskriterien
Kriterium
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Seit Anfang Juni 2015 gibt es in einer Drei-Zimmer-Wohnung in der Lessingstraße den Ortseiltreff MitEinAnder der von der kvhs Ammerland gGmbH verantwortet wird und mit einer Vielzahl an Kooperationspartnern umgesetzt wird (z. B. Yezidisches Forum Oldenburg e. V., AWO, Ehrenamtskreis Rastede, Gemeindejugendpflege, etc.). Dem Miteinander liegt ein Projektkonzept zu Grunde, dass 2012 verfasst wurde. Aufgrund der unerwartet sich entwickelnden Flüchtlingssituation konnte das Konzept nicht wie geplant umgesetzt werden. Vielmehr wurde recht frühzeitig deutlich, dass eine Konzentration der Angebotsentwicklung auf Frauen und Mädchen zweckmäßig sein würde. Dies wurde bis zum heutigen Tag beibehalten, da das MitEinAnder rasch als Ort der Frauen und Mädchen identifiziert worden ist - insbesondere von der Bewohnerschaft. Das MitEinAnder wird von einer 2/3 Sozialpädagoginnen-Stelle betreut, die neben allgemeiner Beratung vor allem der Koordination von ehrenamtlich und/oder auf Honorardozentenbasis entwickelter Angebote dient. Die Sozialpädagogin führt vereinzelt auch Hausbesuche durch, so dass sie als wichtige Ressource für das Gelingen des hiermit beantragten Projektes im Konzept berücksichtigt wird.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AlRa - Arbeitsloseninitiative Rastede
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugend Stärken im Quartier - Bundesförderprogramm der kvhs Ammerland gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierte Lernförderung im Ammerland (SGB II, §28) der kvhs Ammerland gGmbH
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Arbeitstitel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Ritterhoff
| Organisation | kvhs Ammerland gGmbH |
|---|---|
| Funktion | Bildungskoordinator |
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Rastede
Einwohnerzahl
500
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Deutsch Ausländischer Freundschaftsverein
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Guter Rat und gutes Rad
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Johannes Meyer
| Organisation | Evangelische Flüchtlingsnetzwerk Hannover |
|---|---|
| Funktion | Koordinator |
2. Kurzbeschreibung
Aufsuchende Koordinierung, Vernetzung durch die "Mobile Fahrradwerkstatt" in Hannover
Projektbeschreibung
Ein Projekttag:
Das Werkstattmobil der „Mobilen Fahrradwerkstatt“ hat seine Garage verlassen. Diesmal ist das Ziel eine Flüchtlingsunterkunft in Hannover. Es ist mit zwei MitarbeiterInnen besetzt. Der technische Mitarbeiter hat im Vorfeld gespendete Fahrräder abgeholt und aufgeladen. Werkzeugkästen und Reparaturmaterial sind ergänzt worden. Die Fachkraft mit den gemeinwesenorientierten Aufgaben, ein Sozialarbeiter, hat Flyer und Informationsbroschüren dabei. Sie verfügt über Kontakte zu Integrationslotsen, zu den quartiernahen Unterstützerkreisen, zu Beratungsinstitutionen und zum kommunalen Quartiersmanagement. Am Einsatzort, auf dem Platz vor der Unterkunft angekommen haben sich erste Flüchtlinge eingefunden, möchten ein gespendetes Fahrrad entgegennehmen oder ihr eigenes reparieren. Auch ehrenamtliche „Fahrradschrauber“ sind eingetroffen. MitarbeiterInnen des Betreibers der Unterkunft sagen „Hallo“ und nennen Bewohner, die dringend ein Fahrrad benötigen.
Ehrenamtliche hören sich die Wünsche der Bewohner an und beginnen, gemeinsam mit ihnen an den Fahrrädern zu arbeiten. Bewohner des Viertels sehen interessiert zu. Als sie hören, dass ihnen auch bei Fahrradproblemen geholfen wird, wenn sie einen HannoverAktivPass haben, fragen sie nach dem nächsten Termin.
Der Sozialarbeiter kommt mit Flüchtlingen, Anwohnern und Hauptamtlichen ins Gespräch: „Gibt es die Möglichkeit, einen Fahrradkurs für Frauen zu organisieren?“ „Ich komme mit der Ausländerbehörde nicht weiter“ oder „Könnt Ihr nicht auf dem nächsten Stadtfest mit Eurem Projekt vertreten sein?“ Ideen und Best Practice werden ausgetauscht, Kontakte zu Beratungsstellen vermittelt, Finanzierungsmöglichkeiten angedacht. Fortbildungen für Ehrenamtliche, Praktikumsmöglichkeiten für Flüchtlinge und weitere Projekte wurden kommuniziert. Auch heute hat sich gezeigt, dass die hier entstandene Kommunikation weit effektiver ist als das Senden und Emfangen von gestreuten Emails.
Nach 2 ½ Stunden schließen sich die Türen des Werkstattmobils. Es hat noch 4 weitere Termine in dieser Woche.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Für Flüchtlinge ist der Besuch von Integrationskursen, Einkaufen, Besuch von Veranstaltungen nicht immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln realisierbar zumal Fahrkarten bezahlt werden müssen. Aus dieser Problemlage heraus öffnete sich die im Nahbereich der Flüchtlingsunterkunft "Oststadtkrankenhaus" für Kinder und Jugendliche konzipierte Fahrradwerkstatt in der Dietrich-Bonhoeffer Kirchengemeinde der neuen Zielgruppe.
Mit der zunehmenden dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge erfolgten Anfragen von Betreibern, Nachbarschaftskreisen und Bewohnern aus weiteren Unterkünften. Zeitgleich bildete sich das Evangelische Flüchtlingsnetzwerk, das diese Bedarfe erkannte und als erstes Projekt die beschriebene Werkstatt mobil machte, eben als "Mobile Fahrradwerkstatt" mit einem Transporter für Werkzeug und Material. Parallel dazu wurden Ehrenamtliche gewonnen. Seitdem tourt das "Werkstattmobil" ehrenamtlich durch Hannover. Lediglich punktuell wurde es durch einen Mitarbeiter des Flüchtlingsnetzwerkes begleitet. Wenn dies aber der Fall war bildeten sich Anfragen und Bedarfe heraus, die weit über das Reparieren herausgingen. Ehrenamtliche schilderten schwierige Situationen, äußerten Beratungsbedarf. Hauptamtliche fragten nach Praktikumsmöglichkeiten und Fortbildungen. Die "Mobile Fahrradwerkstatt", die wie ein früherer Landbriefträger kontinuierlich im Kontakt ist konnte quer durch bestehende Netzwerke Anfragen beantworten.
Zu Verstetigung und Professionalisierung des Angebotes wird angestrebt das "Werkstattmobil" mit zwei MitarbeiterInnenauszustatten: ein MA für den technisch/organisatorischem Anteil und ein MA für den Vernetzungs/Informationsanteil.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover
Beschreibung
Das Projektgebiet besteht aus der Stadt Hannover, mit allen Stadtteilen, in denen quartiersnahe Fahrradinitiativen und/oder Flüchtlingsunterkünfte vorhanden sind.
Einwohnerzahl
551914
Quelle / Anmerkungen
http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Hannover-in-Zahlen/Einwohner
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
hannover_stadtgliederung.png
(202.3 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Ziel unseres Projektes ist zum einen die Verbesserung von infrastrukturellen Bedingungen im Bereich Verkehr und Mobilität im Sozialen Raum. Dabei denken wir ressortübergreifend und orientieren uns an den Bedarfen der BewohnerInnen. Neben der Hilfe für den Einzelnen arbeiten wir darauf hin, das Strukturen geschaffen werden in denen die erkannte Defizite behoben werden können.
Zum anderen zielen wir auf eine Vernetzung mit den Quartiersmanagement(en) in den verschiedenen Ortsteilen an. Erste Kontakte bestehen bereits zum QM Herrenhausen-Stöcken, wo bereits Vernetzungserfolge vorzuweisen sind - Zusammenarbeit "TalenteTreff - Miigranten Mobil machen" , Unterstützungs Kleiderkammer Ledeburg Stöcken, Teilnahme am Nachbarschaftsfest. Weitere Kontakte bestehen zum Quartiersmanagement Mitte, Groß-Buchholz - Kleefeld, die aber aus Kapazitätsgründen bisher nicht intensiviert werden konnten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
gelungen wenn eine Fahrradkonferenz eingerichtet ist.
Kriterium
Beschreibung
gelungen wenn Partner vor Ort in das Projekt eingebunden werden
Kriterium
Beschreibung
gelungen wenn in Flüchtlingsunterkünften Bewohner sich untereinander bei Reparaturen unterstützen.
Kriterium
Beschreibung
gelungen wenn die Mobile Fahrradwerkstatt mit Institutionen wie Schulen oder mit Bewohnerinitiativen kooperiert.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die schon vorhandene Mobile Fahrradwerkstatt hat bisher "Hardware" und ehrenamtliches Engagement bereitgehalten und es ist gelungen wöchentlich drei Werkstatteinsätze zu realisieren. Die Bedarfe gehen aber weit darüber hinaus und wöchentlich sechs Einsätze wären erwünscht.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis hauptamtlicher Ehrenamtskoordinatoren in Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeitsstelle "Migration" im Diakonischen Werk Hannover sowie alle evangelischen Kirchengemeinden in Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreise der einzelnen Flüchtlingsunterkünfte in Hannover u.a. in Stöcken, Hannovr Mitte, Nodstadt, Badenstedt/Davenstedt. List, Vahrenwald
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Soziales Bereich Migration und Integration Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nichtkommerzielle Fahrradinitiativen in Hannover ua. Jugendwerkstatt Linden, Werkstatt in Kleefeld/Bemerode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Herrenhausen-Stöcken (aktiv) Groß-Buchholz- Kleefeld u. Mitte
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Interkulturelle Begegnungstelle Zwischenahn
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Malte Hahn
| Organisation | DIALOG e.V. Zwischenahn |
|---|---|
| Funktion | Vereinsvorstand |
2. Kurzbeschreibung
Die interkulturelle Begegnungsstelle soll geschaffen werden, um das strukturelle Missverhältnis der Zahl der ehrenamtlichen Betreuer zu den Betreuung Erwartenden in einer weitläufigen ländlichen Gemeinde zu überwinden.
Projektbeschreibung
Die Interkulturelle Begegnungsstelle ist als Anlaufstelle für die zurzeit 549 Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan, Libanon, Somalia und anderen Herkunftsländern dezentral in der Landgemeinde Bad Zwischenahn untergebrachten Flüchtlingen vorgesehen. Bisher besuchen die Betreuer die Flüchtlinge in bis zu 91 Unterkünften, in Zukunft sollen die Betreuten Hilfe in der interkulturellen Begegnungsstelle erhalten können. Die Hilfsfunktionen der ehrenamtlichen Helfer der Zwischenahner "Integrationshilfe", in der sich Zwischenahner Bürger locker zusammengetan haben, überschneiden sich nicht mit den Aktivitäten der Gemeindeverwaltung und des Landkreises Ammerland, sie ergänzen sie vielmehr.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Bad Zwischenahn umfasst ein sehr weitläufiges Gebiet mit 18 Bauernschaften in dem dezentral 549 Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan, Libanon, Somalia und zukünftig sicher auch weiteren Afrikanischen Herkunftsländern dezentral in 91 Unterkünften z. T. mit mehreren Wohnungen untergebracht sind. Die Bildung einer Parallelgesellschaft ist dadurch weitgehend vermieden worden. Aber es zeigt sich, dass der 2015 sich locker formierte Kreis von ehemals 70 engagierten ehrenamtlichen Bürgern als "Integrationshelfer" auf rd. 30 Personen sich verringert hat. Dadurch ist ein strukturelles zahlenmäßiges Mißverhältnis zwischen den Flüchtlingen mit ihren Problemen und der Zahl der Integrationshelfer, die Probleme behandeln können, entstanden. Es verdichtet sich der Eindruck, dass der Betreuungsbedarf nicht mehr sinnvoll abgedeckt werden kann und teilweise unterbleibt. Die Betreuungs- bzw. Begleitungsaufgaben sind überdies seit 2015 in einem Wandel begriffen. Die Zwischenahner Integrationshilfe der Ehrenamtlichen umfasst heute:
- Hilfe bei der Wahrnehmung der angebotenen Sprachkurse
- Begleitung zu Arztbesuchen
- Vermittlung von Informationen zur Ausbildung in Deutschland
- Organisation von Betriebsbesichtigungen, Berufsschulbesuch, Praktika
- Vermittlung von Nachhilfe in Deutsch und bei Defiziten in der Berufsschule
- Vermittlung der Erwartungen unserer Gesellschaft, über soft skills, z. B. Sauberkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, die
Gleichberechtigung der Frau, Toleranz gegenüber anderen Religionen
- Vermittlung demokratischer Werte, politische Bildung
- Erklärung deutschen Verwaltungshandels und unseres Sozialsystems, dafür Verständnis zu wecken
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Bad Zwischenahn Zentrum
Beschreibung
Die Landgemeinde Zwischenahn besteht aus 18 Bauernschaften, die Ortschaft Bad Zwischenahn liegt im Zentrum und kann von allen äußeren Siedlungen in etwa gleicher entfernung erreicht werden. Die Flüchtlinge sind fast vollständig mit Fahrrädern ausgestattet.
Einwohnerzahl
28204
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia 2015
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Insbesondere bei den Angaben zu Transferleistungen handelt es sich um Schätzungen. Die Arbeitsverwaltung führt aber aus, dass es in der Gemeinde wenig Möglichkeiten für eine große Zahl von hochdotierten Beschäftigungen gibt, so dass zum Erwerbseinkommen Transferleistung an eine große Zahl geleistet werden.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen sind geschätzt, Bad Zwischenahn hat aber eine Bevölkerung mit relativ hohem Durchschnittsalter.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben der Gemeindeverwaltung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
daten-neubuergerbroschuere_27.04.17.pdf
(1.98 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die interkulturelle Begegnungsstelle als zentrale Anlaufstelle und Ort für gesellschaftliche Kontakte mit der Bevölkerung der Gemeinde Zwischenahn sollen vorhandene Vorbehalte gegenüber Neubürgern mit Migrationshintergrund abgebaut werden. Durch das Aktivitätsprogramm der interkulturellen Begegnungsstelle werden Gelegenheiten geboten, dass man sich gegenseitig kennenlernt. Durch die Vermittlung von Bürgerschaftsregeln und "soft skills" ist steigende Akzeptanz bei der Bevölkerung für die Neuburger aus Ländern mit völlig abweichenden Lebensgewohnheiten zu erwarten. Etwaige auftretende Meinungsverschiedenheiten können durch den Einsatz der Integrationshelfer geschlichtet werden.
Dabei helfen Initiativen der Flüchtlinge durch Beteiligung an den Gemeindefesten, musikalische Darbietungen, Einladungen zu Verkostungen von typischen Speisen ihrer Herkunftsländer und bei zunehmender Kompetenz in deutscher Sprache, die von Integrationshelfern gefördert wird, ist auch der Übergang zu Vortragsveranstaltungen möglich.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter Westerstede mit Außenstelle Zwischenahn, Amt für Wohnen und Soziales der Gemeinde Bad Zwischenahn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche Bad Zwischenahn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Gemeinde hat zahlreiche Vereine für Sport, Volkstum, Landvolk und der Projektträger DIAJOG Zwischenahn e. V. gehört dazu
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mit den Vertretern der im Gemeinderat vertretenen Parteien ist ein Runder Tisch mit den Ehrenamtlichen Helfern eingerichtet worden, der sich zweimal im Jahr zur Erörterung aufgetretener und zukünftig zu erwartender Probleme des Zusammenlebens trifft.
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Vernetzung und Stärkung der Gemeinwesenarbeit in der Gemeinde Lamspringe
Projektbeschreibung
In der Gemeinde Lamspringe gibt es ein aktives Vereinsleben und Gemeinwesen. Im Rahmen
der Kirchengemeinden, der Feuerwehr, Sportvereinen und anderen Zusammenschlüssen wird
Jugend-, SeniorInnen- und Gemeinwesenarbeit geleistet. Es gibt zudem regionale
Beratungsangebote in umliegenden Ortschaften wie Bad Salzdetfurth, Bockenem und Alfeld
sowie in der Kreisstadt Hildesheim. Aufgrund der schlechten infrastrukturellen Anbindung der
Gemeinde, ist es jedoch insbesonders für Menschen mit Beratungsbedarf aufgrund
finanzieller, gesundheitlicher oder anderer Gründe nicht möglich diese Angebote
wahrzunehmen. Strukturierte Gemeinwesenarbeit direkt in der Gemeinde gewinnt vor dem
Hintergrund eines vermehrten Zuzugs geflohener Menschen, einer alternden Gesellschaft
und dem Wegbrechen traditioneller familiärer und nachbarschaftlicher
Versorgungsstrukturen zunehmend an Bedeutung. Bei Behördenangelegenheiten wie dem
Stellen von Anträgen bemerken die Verwaltungsmitarbeitenden der Gemeinde insbesondere
im Bereich Schwerbehinderung und Pflege hohen Bedarf. Auch junge Familien mit geringem
Einkommen sind oft mit den Anträgen und Strukturen im Bereich Bildung und Teilhabe
überfordert. Hier wird seitens der Gemeinde sowie der Schulen und Kindertagesstätten
unterstützt, es sind jedoch nicht ausreichend personelle bzw. die dafür notwendigen
finanziellen Ressourcen vorhanden. Bereits vorhandene Missstände wurden durch den Zuzug
von geflüchteten Menschen noch deutlicher. Was bereits für eine Familie oder einen alten
Menschen mit deutscher Muttersprache schwierig zu bewältigen ist, erweist sich hier als
nahezu unmöglich. Der Gemeinderat hat sich daher entschieden eine halbe Stelle
Flüchtlingssozialarbeit zu finanzieren. Diese Integrationshelferin kann durch Case-
Management im Einzelfall unterstützen. Aufgrund des hohen Einzelfallbedarfs reichen auch
hier die Ressourcen nicht, um einen breiteren gemeinwesenorientierten Ansatz zu verfolgen,
der präventiv wirkt. Trotz grundsätzlicher Offenheit der Vereine und Einrichtungen, werden
oft eher die sozialen Gruppen angesprochen, die bereits über kulturelles und soziales Kapital
verfügen. Durch das Modellprojekt wird die fehlende personelle und finanzielle Ressource
geschaffen, die es ermöglichen soll (Beratungs-)Angebote und Veranstaltungsformen zu testen und
ein Konzept für eine langfristige und nachhaltige Quartiersarbeit zu entwickeln.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In die Gemeinde Lamspringe wurden seit dem Jahr 2015 im Vergleich zu anderen Kommunen
im Landkreis Hildesheim und gerechnet auf Größe und EinwohnerInnenzahl die meisten
geflüchteten Menschen zugewiesen. Insbesondere durch das starke ehrenamtliche
Engagement der Kirchengemeinden und vieler Privatpersonen werden diese neuzugezogenen
Menschen beim Ankommen in der Gemeinde unterstützt. Seit 2016 wird diese Arbeit durch
eine hauptamtliche Integrationshelferin ergänzt. Hinzu kommen regionale Angebote von
Wohlfahrtsverbänden zur Integrationsberatung und Unterstützung des Ehrenamtes, die sich
auf den ganzen Landkreis beziehen. Die Regeldienste, Vereine und Unternehmen in
Lamspringe zeigen insgesamt Offenheit und Unterstützungswillen. Durch einen bereits seit
2015 bestehenden Runden Tisch wurde dieser Wille zum Engagement aller Seiten
signalisiert. Es gab und gibt viele tolle Ideen, wie zum einen die geflüchteten Menschen
tatsächlich in die Vereine und Gemeinschaft integriert werden und an der Gesellschaft
teilhaben können, zum anderen auch andere BewohnerInnen aktiviert und in die
Gemeinwesenarbeit einbezogen und somit Angebote mit und für alle BewohnerInnen
geschaffen werden können. Aufgrund vielseitiger Verpflichtungen aller AkteurInnen kann
jedoch nur ein Bruchteil der wichtigen und notwendigen Ideen in die Tat umgesetzt werden.
Diese fehlende personelle und finanzielle Ressource wird durch das Modellprojekt geschaffen.
Durch das Projektpersonal sollen die vorhandenen Netzwerke aufgegriffen, unterstützt und
ausgeweitet werden. So profitieren langfristig alle BewohnerInnen von dem im Rahmen des
Flüchtlingszuzugs entstandenen verstärkten Engagements.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lamspringe
Beschreibung
Das Projektgebiet soll vorrangig im Flecken Lamspringe, dem Hauptort der Gemeinde Lamspringe, liegen. An zentralen Punkten im Ort wie Einrichtungen der Gemeinde, der Kirche usw. werden die Veranstaltungen überwiegend stattfinden. Im Kernort wird auch das Projektpersonal verortet und ansprechbar sein. Darüber hinaus soll aber die ganze Gemeinde, inklusive den dazugehörigen umliegenden Ortsteilen, in den Blick genommen werden. Eine eindeutige Abgrenzung gibt es also bei der gegografischen Begrenzung der Gemeinde Lamspringe. Innerhalb davon stellt sich eine klare räumliche Abgrenzung als schwierig dar. Somit ist auch die EinwohnerInnenzahl des Projektgebietes nicht eindeutig festzulegen.
Einwohnerzahl
3000
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wie den Bildungsstätten, den Ausschüssen des Gemeinderats und Vereinen wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der
Bewohnerinnen und Bewohner unter deren Einbeziehung Strukturen geschaffen werden
sollen, die zu kollektivem Empowerment führen. Die Möglichkeit zur Teilhabe für alle
Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll
gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander
gestärkt werden. Die darausfolgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale
Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters,
ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf
persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen
Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert
werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen und Ansätzen einer gemeinschaftlich
organisierten Mobilität kommen kann. Durch verstärkten Austausch und nachbarschaftliche
Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die
Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber zur Bewältigung ihres Alltags
nicht davon abhängig sind, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden.
Als Modellprojekt hat es
lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Vorhandene menschliche, strukturelle, ideelle Ressourcen werden bspw. durch Schaffung neuer GWA-Projekte genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Es finden vielfältige gemeinsame Veranstaltungen und Angebote statt. Ein selbstverständlicher Schritt bei einer neuen Idee ist zu überlegen, wie das ganze durch das Netzwerk noch erfolgreicher gemacht werden könnte.
Kriterium
Beschreibung
Es gibt zum einen eine Infrastruktur für das Gemeinwesen durch Anlaufstelle, Austauschrunden etc. und zum anderen wird der Alltag durch Fahrgemeinschaften und Unterstützungen anderer Art insbesondere für geflüchtete, junge und ältere Menschen vereinfacht
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Wie in der Ausgangslage beschrieben gibt es insbesondere durch Ehrenamtliche aus dem
kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine bereits Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In
einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder
zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in
mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind
nicht alle BewohnerInnen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr
angesprochen. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule
und Kindertagesstätten und zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers und der
Integrationshelferin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September",
Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten.
Der seit dem Herbst letzten Jahres neugewählte Bürgermeister sowie der Gemeinderat haben Themen wie Mobilität, Jugend- und SeniorInnenarbeit und auch die Verbindung dieser Themen mit der Flüchtlingsintegrationsarbeit auf die Agenda gesetzt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Evangelisch- lutherische Kirchengemeinden Lamspringe, Graste - Netze und Neuhof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Pfarrgemeinde Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lammetal Werkstätten
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Entwicklung und Schaffung eines quartiersoffenen Familien- und Pflegezentrums in Hannover Vahrenwald (Schleswiger Str. 31)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Dennis Klatt
| Organisation | AWO Bezirksverband Hannover e.V. |
|---|---|
| Funktion | Mitarbeiter im Projektcontrolling / Stabsstelle Zentrale Steuerung / Unternehmensentwicklung |
2. Kurzbeschreibung
Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität im Quartier / Inklusion und soziale Teilhabe
Projektbeschreibung
Der AWO Bezirksverband Hannover e.V. ist ein sozialpolitischer Mitgliederverband mit ca. 17.000 Mitgliedern in der Mitte Niedersachsens, der mit seinen gemeinnützigen Tochtergesellschaften und ca. 2000 Mitarbeitern über 120 unterschiedliche soziale Einrichtungen betreibt.
Die AWO unterstützt das freiwillige, bürgerschaftliche Engagement durch vielfältige soziale und innovative Projekte und Aktionen. In Hannover Vahrenwald (Schleswiger Str. 31) betreibt der AWO Bezirksverband Hannover e.V. ein Seniorenzentrum, an das eine Kinderkrippe angeschlossen ist. Durch einen Um- und Neubau soll eine gezielte Weiterentwicklung desselben in den Bereichen Betreuung, Bildung, Gesundheits- und Nahversorgung & Freizeit den Weg für eine erfolgreiche Gemeinwesenarbeit und Quartiersentwicklung ebnen. Mit Generationen- und lebensübergreifenden Angeboten soll die soziale und kulturelle Infrastruktur im Quartier bedarfsgerecht erweitert und allen Bewohnern im Quartier angeboten werden. Für die Entwicklungs- und Vernetzungsarbeit zur Realisierung des Projektvorhabens ist eine Vorlaufzeit von 2 Jahren mit zusätzlichen personellen Ressourcen erforderlich, die aus der Pflegeeinrichtung nicht finanziert werden kann.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der demografische und gesellschaftliche Wandel, die unzeitgemäße Wohn- und Lebenssituation der Menschen im Seniorenzentrum, verbunden mit dem Wunsch älterer Menschen und derer mit Pflegebedarf, möglichst lange selbstständig in ihrem vertrauten Wohnumfeld zu verbleiben und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, fordern unser aktives Handeln.
Das Projektgebiet ist von einem Strukturwandel betroffen, der Gefahren birgt (soziale Konflikte) und uns in die Lage versetzt, mittels geeigneter Maßnahmen reagieren zu müssen. Die soziale Infrastruktur ist ausbaufähig, wobei in Teilen bereits heute von einer Unterversorgung gesprochen wird. Die Möglichkeiten der Bewohner aktiv am gesellschaftlichen und sozialen Leben vor Ort teilzuhaben sind dementsprechend stark eingeschränkt. Der Arbeitslosenanteil im Gebiet liegt über dem der Gesamtstadt, genauso wie der Anteil von geflüchteten Menschen. Unser Augenmerk auf diese Personengruppen zu richten und im Sinne aller Bürger im Quartier aktiv zu werden ist diesen Erläuterungen entsprechend, dringend notwendig.
Durch die Entwicklung unterschiedlicher und dem Quartier angepasster Ziele und Maßnahmen (siehe Projektziele) soll letztlich die Eigenständigkeit der Bürger gestärkt, Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht und Partizipation gewährleistet werden. Dafür möchten wir Kommunikation fördern, vorhandene Kooperationen stärken und neue Netzwerke schaffen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Stadtteil Vahrenwald. Es endet im Norden mit Beginn des Mittellandkanals, im Osten stellt die Vahrenwalder Straße die Grenze dar. Im Süden schließt das Projektgebiet mit dem Jahnplatz ab und im Westen bilden die Guts-Muths-Straße, der Büssingweg, der daran angrenzende Radweg sowie die Straße im Othfelde den Abschluss.
Einwohnerzahl
25000
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover: Statistische Berichte, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2016. Gespräch mit Herrn Korpak (Landeshauptstadt Hannover: Sachgebiet Wahlen und Statistik)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
abgrenzung_des_projektgebietes.pdf
(51.43 KB)
lageplan.pdf
(103.54 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Grundidee ist es, älteren Menschen im Stadtteil und in der Einrichtung mit unterschiedlichen Hilfe- und / oder Pflegebedarfen ein selbstbestimmtes und bedarfsgerechtes Leben zu ermöglichen. Das übergreifende Ziel, das sich daraus entwickelt hat, nämlich die Wohn- und Lebensqualität im Quartier zu verbessern, bezieht alle Menschen aus dem Quartier mit ein und setzt auf vielfältige Möglichkeiten sozialer Teilhabe. Die Umsetzung soll durch bauliche und soziale Projekte erfolgen, wobei die Bedarfe der Bewohner in Kooperation mit den Akteuren vor Ort ermittelt werden. Konkret geht es um die Schaffung sozialer und kultureller Angebote, die auf der einen Seite allen Menschen im Stadtteil offen stehen (Schaffung einer „Komm-und Geh-Struktur“) und dadurch auf der anderen Seite den Bewohnern des Seniorenzentrums die Möglichkeit bieten, am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen. Dafür wird ein Schwerpunkt auf den Ausbau von Vernetzungsstrukturen gelegt und bereits bestehende Kooperationen zu Institutionen, Vereinen, Initiativen, Politik und Wirtschaft weiter ausgebaut.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wohnen + Versorgung + soz. Netzwerke: Möglichkeit auf lebenslanges Wohnen im eigenen Stadtteil ist gegeben (barrierefreiheit). Es werden Unterstützungsangebote für kleinere Dienstleistungen, Bildungs- und Kulturangebote vorgehalten sowie ein offener Treff
Kriterium
Beschreibung
Sozialraumorientierte, bedarfsgerechte Angebote sind vorhanden und können schnell auf veränderte Situationen im Stadtteil reagieren
Kriterium
Beschreibung
Förderung von Gemeinschaft durch Integration: Angebote sind Generationenübergreifend und interkulturell ausgerichtet und ermöglichen soziale Teilhabe genauso wie Hilfe zur Selbsthilfe
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband Region Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katholische + Evangelische Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Bezirksjugendwerk Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Hannover-List
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Akademie des AWO Bezirksverbandes Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung gGmbH
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Netzwerkarbeit und Integrationsmanagement in Hannover Davenstedt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael Schroeder- Busch
| Organisation | Diakonisches Werk Hannover gGmbH |
|---|---|
| Funktion | Stadtteildiakonie |
2. Kurzbeschreibung
Unterstützung der Akteure sozialer, kultureller und sportlicher Angebote, sowie die Verbesserung der Teilhabe von Senioren und benachteiligten Personengruppen.
Projektbeschreibung
Die aktiven Vereine und Verbände, sowie Einrichtungen und Institutionen im Stadtteil werden innerhalb eines Zeitraum von 15 Monaten bei Veranstaltungen und Angeboten über einen Jahreszyklus begleitet. Die vorhandene Netzwerkstrukturen werden aufgegriffen und verbessert.
Mit gezielten organisatorischen Maßnahmen, dem Ausbau von Kommunikationsstrukturen und einer beispielhaften Öffentlichkeitsarbeit, sowie des effizenten Ressourceneinsatzes werden die Angebote der Akteure im Stadtteil für die Menschen zugänglicher gemacht.
Senioren und benachteiligten Personengruppen soll eine bessere Teilhabe am kulturellen, sportlichen und sozialen Leben ermöglicht werden. Hierfür sollen sowohl Einzelveranstaltungen (Sportfeste, Gemeindefeste, ...) und regelmäßige Angebote (Übungsstunden, Gruppentreffen, ...) für eingegrenzte Zielgruppen beispielhaft begleitet und entwickelt werden.
Aber auch dezentrale Veranstaltungen (z.b. der Europäische Nachbarschafftstag), die gleichzeitig von mehreren Anbieter/innen durchgeführt werden und auch gemeinsame Veranstaltungen (z. B. winterliches Hüttendorf, Davenstedter Marktfest) sollen mit dem Projekt besonders unterstützt werden.
Aus dieser praxisorientierten Arbeit werden mit den Akteuren vor Ort, Handlungsstrategien, die in der Zukunft auch ohne Begleitung bestand haben können, entwickelt. Hierbei ist an die Installation eines Arbeitskreise gedacht. Dieser sollte sich aus ehrenamtlichen Kümmerinnen und Kümmerern zusammensetzen, denen ihr Wohnquartier wichtig ist und die Interesse haben sich im koordinierenden und organisatorischen Bereichen zu engagieren. Dieser Arbeitskreis könnte die ehrenamtlichen Mitarbeitenden in den Vereinen und Institutionen, denen vorwiegend ihre basisorientierte Übungsleiter/innen- Tätigkeit am Herzen liegt mit eben den oben beschriebenen Netzwerktätigkeiten entlasten.
Für dieses Vorhaben wird eine Stelle mit 75% einer Vollzeitstelle (28,88 Std./W.) für 15 Monate vorgesehen. Dafür soll eine/ein Sozialwissenschaftlerin/Sozialwissenschaftler oder Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter mit ersten Erfahrungen im Arbeitsbereich eingesetzt werden. Es wird ein eigenes Büro mit der Möglichkeit für kleine Arbeitstreffen für diese Stelle vorgesehen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hannover Davenstedt ist ein eher unauffälliger Stadtteil, allerdings mit einer Tendenz zur Überalterung, 35% sind über 60 (Han. gesamt 24%). Erst im Detail ergeben sich Problemlagen.
Im Wohnquartier Auerhahnhof ist der Anteil von Senioren/innen über 60 Jahre mit über 38% signifikant hoch, davon ü. 75 = 56 %.
Im Wohnquartier Davenstedter Markt, Nahversorgungszentrum wohnen in Hochhäusern ca. 30 % der Stadtteilbevölkerung auf einer Fläche, die nicht einmal ein Achtel des Stadtteils ausmacht. Hier finden wir 50% der Bewohner/innen mit Migrationshintergrund (30% im Stadtteil) und einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen mit 22,5 % (16,6 % im Stadtteil).
Angrenzend an das Gebiet Davenstedter Markt, gibt es eine ordnungsrechtliche Wohnunterkunft in drei Wohnblocks mit 35 1-3 Zimmerwohnungen belegt mit bis zu 8 Personen pro/WE, umgeben von 1-2 geschossigen Ein- und Mehrfamilienhäusern.
Die Arbeitslosenquote im Stadtteil liegt mit mehr als 9 % deutlich über Mittel der Stadt Hannover.
Im Stadtteil gibt es ein traditionelles Vereinsleben, Einrichtungen für Nachbarschafftsarbeit und der Jugendhilfe. Für Senioren gibt es zwei Freizeit- und Beratungsangebote. Im alten Dorfkern liegt die ev. Kirchengemeinde, die kath. Gemeinde ist südlich im Nachbarstadtteil.
Eine Vernetzung der Vereine und Einrichtungen gibt es zielgerichtet vorwiegend für die Ausrichtung des Davenstedter Marktfestes. Weitere Vernetzungstreffen sind stadtteilbezogen, von den einzelnen Einrichtungen organisiert. Eine GWA ist nicht vorhanden.
Über das Bezirksmanagement der Stadt Hannover und weiteren Arbeitskreisen im Stadtbezirk gibt es vorwiegend zielgruppenorientierte Netzwerke.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Davenstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet entspricht dem Gebiet des Stadtteils Hannover Davenstedt. Besonderer Focus liegt auf dem Gebiet um den Davenstedter Markt und dem Geveker Kamp zwischen Woermannstraße und Droehnenstraße.
Einwohnerzahl
10884
Quelle / Anmerkungen
Stand 30.6.15 aus Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2016
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2016
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Voruntersuchungen zum Sanierungsgebiet "Soziale Stadt"
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Voruntersuchungen zum Sanierungsgebiet "Soziale Stadt"
Achtung: Diese Angaben beziehen sich auf das Microgebiet um den Davenstedter Markt. Der Stadtteil hat dem entgegengesezt einen Anteil von 28% Jugendliche/junge Erwachsene
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Voruntersuchung zum Sanierungsgebiet "Soziale Stadt"
Achtung: Hier ist das Microgebiet um den Davenstedter Markt dargestellt. Im Stadtteil ist der Anteil ausländischer Bewohner/innen nur leicht über dem städtischen Mittel mit 31%.
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die angestrebte Vernetzung soll zum einen ein besser abgestimmtes Angebot der einzelnen Akteure im Stadtteil entstehen, zum anderen soll die Unterstützung und Gestaltung von gemeinsamen Vorhaben im Stadtteil dadurch besser werden.
Mit den angestrebten Maßnahmen soll die Partizipation der Bewohner/innen und die bessere Teilhabe der besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen verbessert werden.
Dabei wird die Fachlichkeit einzelner Fachbereiche der Kommune, des Stadtbezirksmanagements und des Stadtbezirksrates mit den Bürger/innen in das Projekt eingebunden.
Im Kontext der vorbereitenden Untersuchungen im Stadtteil Davenstedt wird eine wichtige Sprachfähigkeit der Akteure (Sport-, Stadteil- Freizeit-, und Sozialarbeit) hergestellt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Die Johanniter (Kooperation im Café Kiezbook)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
meravis Wohnungsbau- und Immobilien GmbH (Kooperation mit den Johannitern im Café Kiezbook)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Johannes Davenstedt
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Mit-Mach-Büro : Einrichtung einer Koordinations-u. Anlaufstelle für freiwilliges Engagement und Nachbarschaftshilfe von und für Menschen mit und ohne Behinderung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Philipp von Au
| Organisation | Diakonie Himmelsthür |
|---|---|
| Funktion | Projektleitung Projekt-und Organisationsentwicklung |
2. Kurzbeschreibung
Inklusive Koordinationsstelle für freiwilliges Engagement und Nachbarschaftshilfe von und für Menschen mit und ohne Behinderung im Stadtteil: "Mit-Mach-Büro"
Projektbeschreibung
Die Diakonie Himmelsthür möchte mit der Einrichtung einer Koordinations- und Anlaufstelle für Freiwilliges Engagement und Nachbarschaftshilfe ("Mit-Mach-Büro") im Umfeld zur Kirchengemeinde Hassbergen-Bungerhof die treibende Kraft in Delmenhorst werden, um das Engagement von, für und mit Menschen mit Behinderung zu etwas Selbstverständlichem werden zu lassen und Vereine, Einrichtungen und Institutionen dabei zu beraten, barrierefreie Engagements anzubieten bzw. auch selbst inklusive Projekte anzustoßen und Ehrenamtliche mit und ohne Behinderung hierzu zu gewinnen. Hauptstandort des "Mit-Mach-Büros", das zu festen und verlässlichen Öffnungszeiten mit einer hauptamtlichen Stadtteilkoordinatorin/Freiwilligenreferentin besetzt sein soll, wird zunächst der Stadtteil Delmenhorst-Bungerhof sein. Perspektivisch wird die Diakonie Himmelsthür mit neuen Wohnangeboten 2018 auch verstärkt im Delmenhorster Süden (Düsternort/ Hasport) vertreten sein, was automatisch zu einer Erweiterung des Wirkungskreises des Projektes in Delmenhorst führt. Die Sozialräume, in denen die neuen Wohnangebote liegen, bieten vielfältige Kontaktmöglichkeiten in das Gemeinwesen. Diese sollen genutzt werden, um Menschen mit Behinderung über Einrichtungsgrenzen hinweg eine volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Freiwilligenarbeit übernimmt hier eine wichtige Rolle und ist unverzichtbar. Nur durch ein ressourcen- und personenzentriertes Unterstützernetzwerk, das neben hauptamtlichen Mitarbeitenden, Angehörigen, gesetzlichen Betreuern, Freunden und Bekannten auch freiwillig Engagierte umfasst, kann Inklusion Wirklichkeit werden. Als Zielgruppe stehen neben Privatpersonen auch immer Vereine und Institutionen als Anbieter von Engagementmöglichkeiten vor Ort im Fokus des Interesses, eine enge Vernetzung mit bereits bestehenden Strukturen ist dafür unabdingbar. Hierfür soll besonders die Kooperation mit der Freiwilligenagentur Delmenhorst und dem kleinen Kreis von Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde noch einmal intensiviert werden. Durch gezielte Beratung und Kooperation soll eine Öffnung für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung gelingen. Die Fokussierung auf diese bedeutet allerdings keinesfalls, dass andere Zielgruppen nicht angesprochen werden sollen, Im Gegenteil wird Inklusion als gesamtgesellschaftlicher Prozess verstanden, der Menschen verschiedener Generation und mit unterschiedlichen ethnischen und kultureller Hintergründen im Gemeinwesen zusammenbringen soll.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Zuge unserer Dezentralisierung ziehen Menschen mit Behinderung vom Wildeshauser Zentralgelände in umliegende Gemeinden. Dabei machen wir neben vielen positiven Begegnungen leider z. T. immer noch die Erfahrung, dass Menschen mit Behinderung, wenn Sie in ein neues Wohngebiet ziehen, mit Ressentiments begegnet wird. Im Sommer 2017 werden weitere 24 Menschen mit Behinderung in zwei Wohnhäuser mit kleinteiligen Wohngemeinschaften nach Delmenhorst, in den Stadteil Bungerhof ziehen. Diese Entwicklung gemeindeintegrierter Wohnangebote wurde über viele Jahre in enger Abstimmung mit der Stadt Delmenhorst und der anliegenden Kirchengemeinde geplant und realisiert. Die Kirchengemeinde hat dazu ihr Grundstück an uns verkauft und begrüßt die Diakonie Himmelsthür ausdrücklich. Im Rahmen dieser Kooperation sollen nun gemeinsam sozialraumorientierte Projekte realisiert werden. So gibt es bereits eine kleine Arbeitsgruppe, die im Wohnquartier zwischen ebenfalls neu gebautem Gemeindehaus und den Wohnungen für Menschen mit Behinderung einen offenen Platz der Begegnung mit Pavillon, Sitzgelegenheiten, Kräuterspirale, etc. plant. Neben diesem Arbeitskreis "Der grüne Daumen" sollen noch weitere ehrenamtliche Projekte angestoßen werden (bspw. Mittagstisch, Nachbarschaftshilfe für Senioren, etc.), die Menschen mit unterschiedlichen Biographien und kulturellen Hintergründen zusammenbringt im Sinne eines quartiersbezogenen gegenseitigen Unterstützungsnetzwerkes. Insbesondere soll dabei Menschen mit Behinderung die wertvolle Möglichkeit sowohl der Teilhabe als auch der Teilgabe geboten werden, d. h. der Chance, sich mit eigenen Fähigkeiten im Gemeinwesen einzubringen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Delmenhorst- Bungerhof
Beschreibung
Bungerhof ist kompakt bebaut. Der Stadtteil ist geprägt von vielen älteren Einfamilienhäusern aus den 50er- und 60er-Jahren, kleineren Mehrfamilienhäusern und einigen Reihenhäusern (insbesondere im Norden des Stadtteils). Im westlichen Teil befindet sich ein markanter Wohnkomplex aus den 70er-Jahren, der alle Gebäude des Stadtteils überragt.
Der vordere Teil Bungerhofs, an der Stedinger Straße sowie Nutzhorner Straße in Richtung Innenstadt, ist besonders für Singles und junge Paare geeignet. Im Gegensatz dazu befinden sich in den ruhigeren Nebenstraßen des Quartiers geeignete Wohnorte für Familien. Das Umfeld der Kirchengemeinde an der Friedensstraße ist geprägt von vielen älteren Menschen im Seniorenalter.
Einwohnerzahl
9810
Quelle / Anmerkungen
https://www.delmenhorst.de/medien/bindata/leben-in-del/planen-bauen-wohnen/St_Daten_Bungerhof_2016.pdf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zuzug von Menschen mit starker Beeinträchtigung im Stadtteil
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteilkarte_bungerhof.jpg
(81.75 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unter dem Prinzip eines inklusiven Zusammenlebens "Es ist normal, verschieden zu sein" sollen im Sozialraum Beteiligungsstrukturen vertiefend entwickelt werden.
Ziel ist es, Potentiale freizusetzen und das soziale/kulturelle Leben im Gemeinwesen zu stärken, Vereinzelung vorzubeugen und ein solidarisches/tolerantes Miteinander zu fördern. Empowerment bedeutet hierbei die Selbstermächtigung von im Alltag marginalisierten Gruppen. Im Bezug zu Menschen mit Behinderung stellt dabei nicht zuletzt die Un-Behindertenrechtskonvention einen wichtigen Bezugsrahmen dar.Basis der Arbeit des Mit-Mach-Büros sind demnach folgende Prinzipien:
-Es ist orientiert an den Bedürfnissen der StadtteilbewohnerInnen, d. h. im Zentrum stehen immer die im Quartier lebenden Personenkreise, es wird direkt gefragt, was sie bewegt, gemeinsame Perspektiven und Zielstellungen evaluiert, deren Umsetzung anschließend professionell begleitet und realisiert.
- Die Projekte sind langfristig angelegt und werden prozessorientiert/ergebnisoffen gestaltet.
- Es geht vorrangig um die Unterstützung von Selbsthilfekräften/Eigeninitiative.
- Das Mit-Mach-Büro verfolgt einen heterogenen, d. h. zielgruppen- und trägerübergreifenden Ansatz und hat somit das Ziel einer Kooperation/Partizipation "auf Augenhöhe" aller Beteiligten.
- Ganz besonders sollen Ressourcen von Senioren und Menschen mit Behinderung erkannt und diese in die Tätigkeiten des Gemeinwesens gewinnbringend eingebracht werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur Delmenhorst
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Netzwerk gesunde Gemeinde - Kein Antrag 2017
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Helga Hudler
| Organisation | Gemeinde Bissendorf KMB GbR |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vernetzung und Kooperation in einer gesunden, sozialen Gemeinde
Projektbeschreibung
Gesundheit entsteht dort, wo Menschen leben, lernen, spielen und arbeiten. Es bietet sich daher an, bei Gemeinden, Ortstteilen und Regionen anzusetzen, wenn Gesundheit, sozialer Zusammenhalt und Kommunikation sowie das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Bewohner/innen gefördert werden soll. Es geht vor allem darum, eine
Lebenswelt zu gestalten, welche dazu beiträgt, dass die Chancen für alle Bewohner/innen auf ein Leben in Gesundheit und mit hoher Lebensqualität gesteigert werden. Die gesunde Gemeinde Bissendorf lebt von der Beteiligung aller Bürgerinnen
und Bürger. Sie baut auf Zusammenarbeit, spinnt ein soziales Gesundheitsnetzwerk und schafft nachhaltige, gesunde Lebensbedingungen für Jung und Alt. Damit ist Gesundheit ein wichtiger Faktor in der Region zur Schaffung einer erfolgreichen Gemeinwesenstruktur.
Die Stärkung des Gesundheitsbewusstseins ist neben dem Aufbau und Ausbau geeigneter Kooperationsstrukturen ein wichtiger Faktor zur Schaffung gesunder Arbeits- und Lebensbedingungen in allen Lebenswelten der Kommune (von der Kindertagesstätte bis zur Seniorenwohnung). Zur Entwicklung entsprechender Netzwerke sollen Gemeinschaftsveranstaltungen mit umfangreicher Bürgerbeteiligung erste entscheidende Hinweise zum Bedarf an Vermittlungs- und Koordinierungsangeboten geben.
Eine regionale Anlaufstelle dient sodann der Koordinierung von bedarfsgerechter Beratung.
Die auf zunächst wenige Schwerpunkte in der Flächenkommune bezogenen Projektergebnisse sollen modellhaft entwickelt und erprobt sein, um die Erkenntnisse auf weitere Standorte und weitere Lebenswelten zu übertragen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In einer der größten Flächengemeinden Niedersachsens sind die Angebote in den Handlungsfeldern Gesundheitsförderung, Bildung und im Bereich der Sozialinfrastruktur unterschiedlich verteilt und damit ist die Erreichbarkeit nicht für alle Bewohner gesichert.
Das Gesundheitsbewusstsein von Bürgerinnen und Bürgern ist unterschiedlich ausgeprägt,
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Starke Netzwerke und Kooperationen
- Vernetzung, Beratung und Vermittlung
- Förderung der Kommunikation
Quartier im Wandel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katrin Moser
| Funktion | Kirchenkreissozialarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
"Meine Stimme zählt!"
Projektbeschreibung
Syke ist eine Kleinstadt im ländlichen Raum, 20km südlich von Bremen gelegen. Die Stadt wird durch die Verkehrsader B6 mit anderen Kommunen verbunden.
Der öffentliche Nahverkehr ist unzureichend, ohne Auto sind die Menschen deutlich in der Mobilität eingeschränkt.
Es gibt wenig günstigen Wohnraum. Investoren bauen Quartiere im hochpreisigen Segment, sozialer Wohnungsbau wurde vernachlässigt. Der Mietraum, der für die Grenzen der Transferleistungen ausgelegt ist, wird häufig durch wechselnde Hausverwaltungen angeboten und weist i. d. R. eine deutliche Verwahrlosung auf. So sind Straßenzüge entstanden, in denen das Abbild von Arm und Reich über den Zustand der Hausfassaden und Außenanlagen sichtbar wird.
Durch den Zuzug von Flüchtlingsfamilien und die Zunahme von Kindern bildungsferner Familien verändert sich die Stadt. Immer mehr Kinder und Jugendliche sind z.B. ohne Aufsicht in der Stadt zu beobachten und "hängen ab". Die Grundschule meldet zudem vermehrt Kinder, die trotz BuT nicht am Schulessen teilnehmen können, da die Eltern schon damit überfordert sind, den Zettel auszufüllen und einzureichen. Manche Kinder kommen ohne Frühstück zur Schule oder haben kein Essen mit. Der Kinderarzt gibt außerdem an, dass er immer mehr Kinder mit Aufmerksamkeitsdefiziten behandeln muss. Häufig mit Eltern, deren Erziehungskompetenz schon nicht für die Alltagsbewältigung ausreicht. Dazu kommen mangelnde Deutschkenntnisse. Es fehlt das gegenseitige Verständnis: Eltern können nur schwer formulieren, was sie für den Alltag und die Fürsorge der Kinder benötigen.
Es fehlt an Vernetzungen der Träger wie Jugendhilfe, Beratungsstellen, Ärzten, Politikern, Stadtplanern, etc. und letztlich das Miteinbeziehen der Betroffenen.
Politiker können sich trotz Hilfsmitteln wie BuT, nicht vorstellen, warum Kinder nicht am Schulessen teilnehmen können. Anwohner werden nicht befragt welche Buslinie/Haltestelle sinnvoll wäre und nicht informiert, wie man überhaupt als Zugewanderter solche Verkehrsmittel nutzt.
Obwohl Syke ländlicher Raum ist, wissen viele Zugewanderte nicht, welche Früchte hier wachsen. Sie kommen zudem nicht über das Stadtgebiet hinaus, sind noch nie in Bremen auf der Kirmes gewesen oder haben mit ihren Kindern das Universum besucht. Bildungsstätten und Kulturangebote außerorts werden gar nicht in den Bezug zur eigenen Lebenswelt erlebt. All diese Defizite können nicht sofort mit der GWA gelöst werden, aber sie weisen auf: GWA ist in Syke mehr als nötig.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Betroffene werden nicht befragt und nicht selbst befähigt, ihre Lage zu verändern. Ein beginnendes Problem: Kinder werden trotz BuT vom Mittagessen der örtlichen Grundschule ausgeschlossen. Über die Lebenslage der Familien ist wenig bekannt, sie kommen aber überwiegend aus einem Quartier. Viele Kinder fallen schon früh durch die Maschen, da es hingenommen wird, wenn erste Verwahrlosungsanzeichen sichtbar werden oder es herrscht Hilflosigkeit, wie auf diese Familien zugegangen werden kann. Die Kinder gleiten ab in ihre eigene Welt und müssen sich außerhalb der Familien und Lernorte Erfolgserlebnisse holen. Jugendhilfe und Schulen berichten von Kindern, die verhaltensauffällig sind und erste Straftaten begehen, ohne dass diese aufgrund der Strafunmündigkeit Konsequenzen herbeiführen. Bei vielen Lebensläufe unserer jungen Klienten wird schon in der frühesten Kindheit deutlich, dass diese Heranwachsenden scheitern werden, da sie nie gelernt haben, sich im Gesellschaftssystem zurechtzufinden. Hilfseinrichtungen wie Kinderarzt, Fachdienst Jugend, Schule und Ehrenamtlichen sind die Familien schon früh bekannt, es gibt aber kaum Vernetzung und eine effektive Hilfestruktur.
Diese Lebensläufe können wir nicht im Einzelnen sofort verbessern, aber langfristig und nachhaltig können die Wohnsituation, die Hilfsangebote und deren Erreichbarkeit sowie die Rolle der Mitspieler beeinflusst werden. Familien aus der Isolation zu befreien und deren eigene Kompetenzen zu stärken muss ein Ziel unserer Arbeit sein. Bewohner der betroffenen Straßen müssen gehört werden und gerade die Jüngsten brauchen Menschen, die früh ihre Bedürfnisse erkennen und so deren Lebenswege unterstützen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Syke Gebiet Berliner Straße, südlich der Grundschule s. Bilddatei
Beschreibung
Wohngebiet südlich der Grundschule. s. Bilddatei, Quartier rot
Einwohnerzahl
3550
Quelle / Anmerkungen
Stadt Syke
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben der Schulen und www.komsis.de/regis-si/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung und www.komsis.de/regis-si/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung und www.komsis.de/regis-si/
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartierbeschreibung_syke.jpg
(147.04 KB)
2017-05-12_berliner_strasse_karte.pdf
(661.43 KB)
2017-05-12_luftbild.pdf
(3.44 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Lebensqualität vor Ort steigern. Bürger, Anwohner mobilisieren und Meinungsmacher für das Projekt gewinnen. Lust aus Frust, d.h. mein Lebensumfeld selbst gestalten und meinen Kindern verdeutlichen, was eigenes Engagement bewirken kann.
Die Teilnahme am Schulessen ist "nur" ein Ziel, welches zum Themenfeld gehört, die Kinderarmut in Syke zu beheben. Deshalb ist es uns wichtig, auch die Kinder in den Prozess mit einzubeziehen und diese nach ihrer Meinung über den Stadtteil zu befragen.
Mit Angeboten für die Kinder möchten wir die Eltern erreichen. Ein Beispiel: Gewaltfreie Kommunikation soll für die Kinder angeboten und so in die Familien hineigetragen werden.
Wichtig ist es, die Umwelt und den sozialökunomischen Kontext der Bewohner miteinzubeziehen. Die individuellen Erfahrungen mit den empfundenen Belastungen sowie Ressourcen müssen berücksichtigt werden, da sich die Probleme konkret auf diesen Stadtteil und dessen Bewohner richten.
Das Wohl des Gemeinwesens und das der Bewohner liegen eng beieinander, daher müssen Themen sowie Meinungen erforscht werden, um gemeinsame Lösungsstrategien zu entwickeln. Aktivierende Befragung werden durchgeführt, aber auch Versammlungen von Anwohnern. Es werden harte Fakten über das Quartier erhoben aber auch das emotionale Klima erfasst. Experten und Betroffene werden in Einzelinterviews befragt und können als Steigerung in eine Bürgerversammlung münden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Interessen der Anwohner bekannt sind und berücksichtigt werden. Die Lebenswelt der Anwohner wird ebenfalls in die Zielplanung mit einbezogen. Maßnahmen der Infrastruktur können so auf die Lebenswelt der Nutzer abgestimmt werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen können ihre Belange formulieren und sind in der Lage sich selbständig um Hilfe und Unterstützung zu bemühen. Der formale Ablauf, um z.B. Anträge für Transferleistungen zu stellen ist bekannt und kann umgesetzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Anwohner wissen, wer noch im Quartier wohnt. Der Nachbar ist nun kein Fremder mehr, es gibt ein miteinander. Die Anwohner erlernen eine Streitkultur, Konflikte können ohne Gewalt gelöst werden.
Beschreibung
Kein Kind fällt durch die Maschen, d.h. man schaut über den Rand der eigenen Zuständigkeit hinweg und arbeitet über einen längeren Zeitraum in den Fachstellen und als Netzwerkpartner überleitend und übergreifend.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Frau Unger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Kinderarmut Uslar
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On