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Gemeinsam Lamspringe

Ansprechpartner
Marie Henners
Organisation Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen
Funktion Fachbereichsleitung Integration
Vernetzung und Stärkung der Gemeinwesenarbeit in der Gemeinde Lamspringe
Projektbeschreibung
In der Gemeinde Lamspringe gibt es ein aktives Vereinsleben und Gemeinwesen. Im Rahmen der Kirchengemeinden, der Feuerwehr, Sportvereinen und anderen Zusammenschlüssen wird Jugend-, SeniorInnen- und Gemeinwesenarbeit geleistet. Es gibt zudem regionale Beratungsangebote in umliegenden Ortschaften wie Bad Salzdetfurth, Bockenem und Alfeld sowie in der Kreisstadt Hildesheim. Aufgrund der schlechten infrastrukturellen Anbindung der Gemeinde, ist es jedoch insbesonders für Menschen mit Beratungsbedarf aufgrund finanzieller, gesundheitlicher oder anderer Gründe nicht möglich diese Angebote wahrzunehmen. Strukturierte Gemeinwesenarbeit direkt in der Gemeinde gewinnt vor dem Hintergrund eines vermehrten Zuzugs geflohener Menschen, einer alternden Gesellschaft und dem Wegbrechen traditioneller familiärer und nachbarschaftlicher Versorgungsstrukturen zunehmend an Bedeutung. Bei Behördenangelegenheiten wie dem Stellen von Anträgen bemerken die Verwaltungsmitarbeitenden der Gemeinde insbesondere im Bereich Schwerbehinderung und Pflege hohen Bedarf. Auch junge Familien mit geringem Einkommen sind oft mit den Anträgen und Strukturen im Bereich Bildung und Teilhabe überfordert. Hier wird seitens der Gemeinde sowie der Schulen und Kindertagesstätten unterstützt, es sind jedoch nicht ausreichend personelle bzw. die dafür notwendigen finanziellen Ressourcen vorhanden. Bereits vorhandene Missstände wurden durch den Zuzug von geflüchteten Menschen noch deutlicher. Was bereits für eine Familie oder einen alten Menschen mit deutscher Muttersprache schwierig zu bewältigen ist, erweist sich hier als nahezu unmöglich. Der Gemeinderat hat sich daher entschieden eine halbe Stelle Flüchtlingssozialarbeit zu finanzieren. Diese Integrationshelferin kann durch Case- Management im Einzelfall unterstützen. Aufgrund des hohen Einzelfallbedarfs reichen auch hier die Ressourcen nicht, um einen breiteren gemeinwesenorientierten Ansatz zu verfolgen, der präventiv wirkt. Trotz grundsätzlicher Offenheit der Vereine und Einrichtungen, werden oft eher die sozialen Gruppen angesprochen, die bereits über kulturelles und soziales Kapital verfügen. Durch das Modellprojekt wird die fehlende personelle und finanzielle Ressource geschaffen, die es ermöglichen soll (Beratungs-)Angebote und Veranstaltungsformen zu testen und ein Konzept für eine langfristige und nachhaltige Quartiersarbeit zu entwickeln.
Ausgangslage
In die Gemeinde Lamspringe wurden seit dem Jahr 2015 im Vergleich zu anderen Kommunen im Landkreis Hildesheim und gerechnet auf Größe und EinwohnerInnenzahl die meisten geflüchteten Menschen zugewiesen. Insbesondere durch das starke ehrenamtliche Engagement der Kirchengemeinden und vieler Privatpersonen werden diese neuzugezogenen Menschen beim Ankommen in der Gemeinde unterstützt. Seit 2016 wird diese Arbeit durch eine hauptamtliche Integrationshelferin ergänzt. Hinzu kommen regionale Angebote von Wohlfahrtsverbänden zur Integrationsberatung und Unterstützung des Ehrenamtes, die sich auf den ganzen Landkreis beziehen. Die Regeldienste, Vereine und Unternehmen in Lamspringe zeigen insgesamt Offenheit und Unterstützungswillen. Durch einen bereits seit 2015 bestehenden Runden Tisch wurde dieser Wille zum Engagement aller Seiten signalisiert. Es gab und gibt viele tolle Ideen, wie zum einen die geflüchteten Menschen tatsächlich in die Vereine und Gemeinschaft integriert werden und an der Gesellschaft teilhaben können, zum anderen auch andere BewohnerInnen aktiviert und in die Gemeinwesenarbeit einbezogen und somit Angebote mit und für alle BewohnerInnen geschaffen werden können. Aufgrund vielseitiger Verpflichtungen aller AkteurInnen kann jedoch nur ein Bruchteil der wichtigen und notwendigen Ideen in die Tat umgesetzt werden. Diese fehlende personelle und finanzielle Ressource wird durch das Modellprojekt geschaffen. Durch das Projektpersonal sollen die vorhandenen Netzwerke aufgegriffen, unterstützt und ausgeweitet werden. So profitieren langfristig alle BewohnerInnen von dem im Rahmen des Flüchtlingszuzugs entstandenen verstärkten Engagements.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lamspringe
Beschreibung
Das Projektgebiet soll vorrangig im Flecken Lamspringe, dem Hauptort der Gemeinde Lamspringe, liegen. An zentralen Punkten im Ort wie Einrichtungen der Gemeinde, der Kirche usw. werden die Veranstaltungen überwiegend stattfinden. Im Kernort wird auch das Projektpersonal verortet und ansprechbar sein. Darüber hinaus soll aber die ganze Gemeinde, inklusive den dazugehörigen umliegenden Ortsteilen, in den Blick genommen werden. Eine eindeutige Abgrenzung gibt es also bei der gegografischen Begrenzung der Gemeinde Lamspringe. Innerhalb davon stellt sich eine klare räumliche Abgrenzung als schwierig dar. Somit ist auch die EinwohnerInnenzahl des Projektgebietes nicht eindeutig festzulegen.
Einwohnerzahl
3000
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Durch stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wie den Bildungsstätten, den Ausschüssen des Gemeinderats und Vereinen wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner unter deren Einbeziehung Strukturen geschaffen werden sollen, die zu kollektivem Empowerment führen. Die Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Die darausfolgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen und Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität kommen kann. Durch verstärkten Austausch und nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig sind, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Vorhandene menschliche, strukturelle, ideelle Ressourcen werden bspw. durch Schaffung neuer GWA-Projekte genutzt.
Beschreibung
Es finden vielfältige gemeinsame Veranstaltungen und Angebote statt. Ein selbstverständlicher Schritt bei einer neuen Idee ist zu überlegen, wie das ganze durch das Netzwerk noch erfolgreicher gemacht werden könnte.
Beschreibung
Es gibt zum einen eine Infrastruktur für das Gemeinwesen durch Anlaufstelle, Austauschrunden etc. und zum anderen wird der Alltag durch Fahrgemeinschaften und Unterstützungen anderer Art insbesondere für geflüchtete, junge und ältere Menschen vereinfacht
Vorhandene Strukturen
Wie in der Ausgangslage beschrieben gibt es insbesondere durch Ehrenamtliche aus dem kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine bereits Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind nicht alle BewohnerInnen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr angesprochen. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule und Kindertagesstätten und zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers und der Integrationshelferin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September", Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten. Der seit dem Herbst letzten Jahres neugewählte Bürgermeister sowie der Gemeinderat haben Themen wie Mobilität, Jugend- und SeniorInnenarbeit und auch die Verbindung dieser Themen mit der Flüchtlingsintegrationsarbeit auf die Agenda gesetzt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelisch- lutherische Kirchengemeinden Lamspringe, Graste - Netze und Neuhof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kolpingfamilie Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Pfarrgemeinde Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TuSpo Lamspringe von 1911 e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oberschule Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendraum Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Asyl e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialverband
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lammetal Werkstätten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bundesagentur für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinderat Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeindebürgermeister Andreas Humbert
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendamt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KVHS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Erwachsenenbildung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DAA
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
sbh Nord
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On