Eltern-Kind-Treff im Quartier Northeimer Innenstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jutta List-Ivankovic
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Es braucht die Northeimer Gemeinschaft, um Kinder großzuziehen und die Zukunft zu gestalten!
Projektbeschreibung
Es braucht ein ganzes Dorf – die Gemeinschaft, um ein Kind großzuziehen (Afrikanisches Sprichwort).
Die Verantwortung für das Aufwachsen der Kinder sollte nicht nur auf den Schultern von ein oder zwei Menschen lasten, sondern von der Gemeinschaft mitgetragen werden. Kinder wachsen in einem sozialen Gefüge auf und brauchen vielfältige Ansprechpartner. Der Alltag sieht oft anders aus: Eltern sind mit ihren Kindern isoliert und auf sich gestellt mit allen Themen, Fragen und Problemen. Kinder erleben wenig oder selten ihre Großeltern, weil sie in anderen Städten wohnen. Auf der anderen Seite sind ältere Menschen häufig allein und haben kaum soziale Kontakte oder Familienanschluss. Und auch Menschen mit Migrationshintergrund sind oft nicht in die Stadtgemeinschaft integriert und können sich kaum aktiv einbringen - weder die Erwachsenen, noch die Kinder.
Hier setzt das Projekt „Eltern-Kind-Treff im Quartier Northeimer Innenstadt“ an: Es wird ein niedrigschwelliges Angebot, ein leicht zu findender, offener Treffpunkt in der Innenstadt aufgebaut, in dem alle Bewohner*innen willkommen sind. Hier werden aktiv Beziehungen aufgebaut und es wird bei Bedarf Hilfestellung gegeben bei den Herausforderungen des Familienmanagements und des Lebens bzw. Zusammenlebens. Der Eltern-Kind-Treff soll wie früher in Orten die Dorflinde als Treffpunkt genutzt werden, um Veranstaltungen anzubieten, sich zu treffen, zu feiern und zu beraten.
Mit dem Vorhaben soll über die Schaffung eines einladenden Treffpunktes hinaus die Gemeinschaft dahingehend gestärkt werden, dass die Angebote für Kinder, Eltern, Großeltern und Wahlverwandtschaft koordiniert und ressortübergreifend zusammengetragen werden. Dafür werden in einer Zukunftswerkstatt mit Teilnehmern aus Verwaltung, Politik und der Bevölkerung Ziele entwickelt und Maßnahmen zur Realisierung erarbeitet.
Außerdem wird mit Northeimer Kindern aktiv gearbeitet. Es werden Methoden zur Beteiligung erarbeitet und eingesetzt (z.B. Zukunftswerkstatt, ein Experiment: „Die Stadt mit den Augen der Kinder sehen!“, Kinder-Bürgermeister*in, Befragung oder Wettbewerb: „Was kann in Northeim besser gemacht werden?“).
Das Motto des „Eltern-Kind-Treffs im Quartier Northeimer Innenstadt“ ist: Es braucht die Northeimer Gemeinschaft, um Kinder großzuziehen und die Zukunft zu gestalten!
Wir wollen die Stadtgemeinschaft für mehr Beteiligung an der gemeinsamen Gestaltung eines familienfreundlichen Quartiers für alle Generationen und Kulturen gewinnen!
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Northeim liegt im strukturschwachen, ländlich geprägten, gleichnamigen Landkreis. Die Einwohnerzahlen sinken stetig durch die negative natürliche Bevölkerungsentwicklung und dem Wegzug Jüngerer. Einzig wachsende Altersgruppe ist die ab 65 Jahren, alle anderen Altersgruppen nehmen ab. Es besteht ein leichter Frauenüberschuss, überwiegend in den höheren Altersgruppen. Die deutsche Bevölkerung hat deutlich abgenommen. Der wesentliche Grund für die relativ konstante Bevölkerungszahl im Projektgebiet ist der angestiegene Zuzug von Migranten, der eine stabilisierende Wirkung auf die Einwohnerzahl hat.
Die Innenstadt ist das funktionale Zentrum von Northeim und der Region. Northeim leidet jedoch unter Attraktivitätsverlust, Modernisierungsstau und Leerständen. Die Gestaltung vieler Straßen entsprechen nicht heutigen Anforderungen an ein attraktives Umfeld zum Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Verweilen und Freizeit verbringen. Hinzu kommt ein erhöhtes Konfliktpotenzial durch fehlende integrative Maßnahmen im Zusammenhang mit Flucht und Migration. Dies zeigt sich anschaulich auf dem Markplatz: Hier versammeln sich Geflüchtete, die den zentralen Platz als Treffpunkt nutzen, was viele Anwohner und Gewerbetreibende verunsichert, stört oder sogar verärgert. Ohne existenzsichernde Integration dieser Gruppen drohen jedoch Segregationstendenzen.
In Northeim müssen die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien attraktiver werden, um den Wegzug von Jüngeren zu verhindern bzw. deren Zuzug zu fördern. Außerdem müssen die Angebote für ältere Menschen für mehr Lebensqualität sorgen und schließlich die Menschen mit Migrationshintergrund integriert werden. Die Gemeinschaft muss gestärkt werden!
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Innenstadt
Beschreibung
Das Projekt bezieht sich auf das Gebiet "Innenstadt Northeim". Das Gebiet Innenstadt ist durch die Stadtmauer und Wallanlagen räumlich abgegrenzt. Bis auf den Abbruch des Klosters zu Beginn der 70er Jahre und die Errichtung des City-Centers ist die Stadtstruktur der Altstadt weitgehend erhalten geblieben. Die Blütezeit des Mittelalters hat den Stadtgrundriss bis heute geprägt. Auf den Bildern (siehe angehängte Dateien) ist der begrünte Ring um die Innenstadt sichtbar. In der Innenstadt leben 18800 Einwohner (in der Stadt Northeim sind es insgesamt 29000).
Die Altstadt als Teil der Kernstadt von Northeim ist der funktionale Mittelpunkt der Stadt. Hier konzentrieren sich Einzelhandel, private und (teilweise) öffentliche Dienstleistungen, kulturelle, bildungs- und freizeitbezogene Angebote, ambulante medizinische Dienstleistungen und unterschiedliche Wohnformen. Die Altstadt ist der zentrale Versorgungsbereich und bedient neben der Stadt die Region um Northeim. Gleichzeitig sind jedoch in der Altstadt auch zahlreiche städtebauliche, bauliche und funktionale Defizite vorhanden, die trotz des zurückliegenden Stadterneuerungsprozesses bislang nicht beseitigt werden konnten.
Northeim muss sich mit der zunehmenden Dynamik der Einzelhandelsentwicklung, mit den sich ändernden Anforderungen an das Wohnen und mit neuen Ansprüchen an das Stadterlebnis auseinandersetzen. So sind die kleinteiligen Strukturen der Altstadt nur bedingt für die großflächigen Bedarfe des Einzelhandels geeignet; durch Verlagerung an zentrumsperiphere Standorte gehen Magnetwirkung und Wechselwirkungen mit den kleinflächigen Geschäften und Läden verloren, es folgen niedrigschwellige Verkaufsangebote und Leerstand. Der damit verbundene Verlust an Rentabilität führt zu Modernisierungsstau, die Nachfrage lässt nach, es droht die Verödung von Straßenzügen und Quartieren. Das hat Auswirkungen auf die Wohnqualität und das Wohnumfeld; mittelfristig verliert das Wohnungsangebot an Qualität. Hinzu kommt, dass Stadterleben nicht mehr nur auf Einkaufen, historische Gebäude und Stadtbild reduziert wird, sondern die Stadt als „Gesamtevent“ vermarktet werden muss. Folge ist ein nur schwer zu durchbrechender Kreislauf, der bei Erreichen struktureller und mehrere Bereiche der (inner) städtischen Entwicklung umfassende Defizite von der Stadt nicht mehr allein bewältigt werden kann. Meist bedarf es dazu instrumenteller und finanzieller Impulse, um einen bereits begonnenen Abwärtstrend aufzuhalten und mittels neuer Ideen das „Gesamterlebnis" Stadt an die Vorstellungen und Bedarfe der Bewohner und Besucher anzupassen. Die Stadt Northeim steht vor dieser Aufgabe. Trotz guter Voraussetzungen nehmen u.a. Attraktivitätsverlust, Modernisierungsstau und Leerstände zu. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Attraktivität der Stadt zu verbessern!
Einwohnerzahl
18800
Quelle / Anmerkungen
Stand Herbst 2017
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 6
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Gilt für alle Merkmale: Es liegen keine gesonderten Daten für die Innenstadt von Northeim vor (nach telefonischer Auskunft beim Bundesamt für Statistik und beim Landesamt für Statistik).
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 6
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 6
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 8
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 34
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 9
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 9.Mai 2011, Seite 7
https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/NIHeft_derivate_00001457/031550011011_Northeim_Stadt_Bev.pdf;jsessionid=D49FC89BCE000ADAD1374D64D5BD2A00
Nach Auskunft der Migrationsstelle leben die meisten ausländischen Bewohner*innen in der Innenstadt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bewohner*innen stehen im Zentrum und werden von Anfang an in den Aufbau des Eltern-Kind-Treffs einbezogen: In der aktivierenden Befragung werden Meinungen, Interessen und Bedarfe direkt erfasst. Das Angebot wird entsprechend entwickelt bzw. angepasst. In der Zukunftswerkstatt werden Bewohner*innen aktiv einbezogen in die Entwicklung und Realisierung von Zukunftsvisionen.
Dienstleistungen und Aktivierung der Selbstorganisation: Zum einen werden Dienstleistungen für Besucher*innen bereitgestellt (Beratung, Vermittlung, Unterstützung, Rückzugsmöglichkeit sowie Treffpunkt und Kontaktmöglichkeit). Zum anderen werden Bewohner*innen ermutigt, eigenständig Lösungen zu finden, sich in der Stadt zu vernetzen und eine starke Gemeinschaft zu bilden.
Zusammenleben gestalten – Nachbarschaft fördern: Das Zusammenleben wird durch Feste und Aktionen aktiv gestaltet und ein gutes nachbarschaftliches Miteinander gefördert. Dies verbessert die Qualität des sozialen und kulturellen Lebens. Das Gebiet der Innenstadt soll belebt und bereichert werden durch die Menschen, die hier leben, einkaufen und ihre Freizeit verbringen. Dabei sind auf das Gemeinwesen bezogene Interessen zentral.
Ressortübergreifendes Denken und Handeln: Um die Gestaltung der Innenstadt und die Bereitstellung von Angeboten nachhaltig zu sichern, wird ressortübergreifend gedacht und gehandelt. Akteure aus den Bereichen Verwaltung, Soziales, Bildung und Kultur werden, z.B. in der Zukunftswerkstatt, in die Arbeit einbezogen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Interessen und Bedürfnisse der Bewohner*innen in der aktivierenden Befragung deutlich werden und Lösungen sowie Handlungen darauf aufbauend umgesetzt werden. Wenn Bewohner*innen an der Zukunftswerkstatt teilnehmen. Wenn eine Radiosendung entsteht
Kriterium
Beschreibung
Die Kommunikation dahingehend angeregt wurde, dass ein Problem gemeinsam von Bewohner*innen definiert wird, Lösungen entwickelt und umgesetzt werden (z.B. zum Thema Nutzung des Marktplatzes).
Kriterium
Beschreibung
Eine systematische Sammlung (Auflistung, Zusammenfassung) zu bestehenden Angeboten und Einrichtungen erarbeitet wurde. Wenn im Sozialadressbuch unsere und bereits bestehende Angebote erfasst und aktualisiert sind.
Kriterium
Beschreibung
In der Zukunftswerkstatt Handlungsbedarfe ermittelt, Zukunftsvisionen entwickelt und Realisierungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden. Wenn in gemeinsamen Aktionen (z.B. Pflanzaktion) Menschen verschiedenen Alters zusammen arbeiten für Ihre Stadt!
Beschreibung
Sich in der Zukunftswerkstatt Vertreter*innen aus verschiedenen Bereichen beteiligen und einbringen (Stadt, Verwaltung, Politik, Kultur, Bildung, Gesundheit).
Beschreibung
Die Zusammenarbeit mit Verwaltung, sozialen, kulturellen Einrichtungen und Bildungsinstitutuonen gelingt d.h. Treffen stattfinden zu denen alle kommen und gemeinsam etwas erarbeiten.
Kriterium
Beschreibung
Gemeinsame Aktionen finden statt (Weihnachtsbasar, Flohmarkt), Feste werden besucht & gefeiert (Nachbarschaftsfest, Kürbisfest), Kochkurs realisiert, Mehrgenerationenfrühstück und Promi-Frühstück finden statt, Vorträge werden gehalten, Musik vorgeführt.
Beschreibung
Stadt und Landkreis sind in die Entwicklung einbezogen und Vertreter*innen bringen sich aktiv ein (Zukunftswerkstatt, Runder Tisch, Teilnahme an Aktionen und Festen)
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater der Nacht, Kino "Neue Schauburg", Jugend- und Kulturzentrum "Alte Brauerei"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werkstattschule mit Cafe Dialog, AWO, Ehrenamtsagentur der AWO, Paritätischer, DRK, Senioren heute, Caritas, Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verschiedene Kirchengemeinden (Sixties, St.Marien)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (HNA, Hallo), Stadtradio Göttingen, live-Magazin
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Nationen - Neumündener Begegnungszentrum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manfred Fraatz
| Funktion | Leiter Fachbereich Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt in Neumünden leben
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Neumünden (Stadt Hann. Münden) wird ein Prozess des friedlichen Zusammenlebens unter multiethnischen Anwohnern entwickelt. Das soll mit interaktiver Entwicklung von Angeboten für und mit Anwohnern erreicht werden. Für diese Vielfalt in Neumünden wird ein Begegnungszentrum mit einem Projektkümmerer errichtet. Der Landkreis Göttingen als Eigentümer hat bereits erste bauliche Voraussetzungen für das ehemalige Vereinskrankenhaus, in dem das Begegnungszentrum entsteht, geschaffen. Mit dem beantragten Projekt "Vielfalt in Neumünden leben" soll das Begegnungszentrum sowie der angeschlossene Inklusionsbetrieb Bistro nun mit Leben gefüllt werden. Damit wird die soziale Struktur in Neumünden verbessert und Defizite im Gemeinwesen behoben. Ein qualifizierter Kümmerer/Gastgeber soll sich v.a. um Organisation, Planung, Administration, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie die Unterstützung von selbstorganisierten Aktivitäten kümmern.
Im Begegnungszentrum sollen für generations- und kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen passende Hilfsformen und Angebotsstrukturen entwickelt und installiert werden, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden bzw. defizitär sind.
Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet.
1. Es sollen religionsübergreifende und interkulturelle Begegnungsformate, z.B. Stadtteilfeste, Sport-, Kultur oder Kunstangebote entwickelt und umgesetzt werden.
2.Das Begegnungszentrum soll als ein Ort für selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein offener Treff eingerichtet und Menschen mit/ohne Migrationshintergrund werden bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Es wird angebahnt, den Treffpunkt-Ansatz durch örtliche Initiativen selbsttragend fortzuführen.
3.Die Zentrierung und Vernetzung der Beratungs- und Unterstützungsangebote für verschiedene im Stadtteil lebende Zielgruppen soll einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung leisten.
Die Belebung des Begegnungszentrums wird im Rahmen dieser Zielsetzung innerhalb von 1,5 Jahren stattfinden. Das Bistro wird bis August 2018 fertiggestellt sein. Durch das Projekt sollen die Bürger in die Detailplanungen des Bistroangebots, der weiteren Räume im Begegnungszentrum sowie der Spielflächen im Außenbereich einbezogen werden, deren Fertigstellung bis Ende 2018 geplant ist. Ein partizipativer Projektbeirat wird die konzeptionelle und operationelle Arbeit während der Projektlaufzeit begleiten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hann. Münden (HMÜ) liegt im südlichen Bereich von Nds, unmittelbar an der Grenze zu Hessen, zwischen den beiden Oberzentren Göttingen und Kassel. Obwohl die Lage eine gute Verkehrsanbindung bietet, ist die soziale Infrastruktur in HMÜ unzureichend. Dies zeigt sich bspw. an der Abwanderung der jungen Generation in die umliegenden größeren Städte.
Neben einer hohen Jugendarbeitslosigkeit ist auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund (MHG) mit 17,4% und im Innenstadtbereich mit mehr als 35% überdurchschnittlich hoch. Im Stadtteil Neumünden liegt der Anteil von Personen mit MHG mit 20% der Gesamtbevölkerung deutlich über dem Landes- und Kreisdurchschnitt. Außerdem wurde in den letzten drei Jahren eine Vielzahl von Flüchtlingen in HMÜ und Umgebung untergebracht. Insbesondere in Neumünden ist die Kommunikation zwischen den minderjährigen unbegleiteten Ausländern und den Jugendlichen ohne MHG besonders von Missverständnissen und Problemen geprägt, die durch Vorurteile und Ängste entstehen.
Überproportional viele Bürger sind auf staatliche Hilfsleistungen bzw. die Grundsicherung nach dem SGB II angewiesen. Dies zeigt, dass in Neumünden besonders viele sozial schwache Familien mit und ohne MHG leben. Dadurch resultiert der Ruf als Arme-Leute Stadtteil.
Insgesamt kann kaum von einer gewachsenen Gemeinschaft gesprochen werden. So wurde ermittelt, dass sich bei Begegnungen speziell in den Bildungseinrichtungen, auf öffentlichen Plätzen, bei der karitativen Organisation sowie im nachbarschaftlichen Zusammenleben latente und offene Spannungen, Verständigungsschwierigkeiten und interkulturelle Konflikte im Umgang ergeben.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden Neumünden
Beschreibung
Neumünden ist ein Stadtteil von Hann. Münden, ohne kommunalrechtlich als solcher verfasst zu sein. Neumünden zählt zu den mittelgroßen Stadtteilen der Stadt Hann. Münden.
Aufgrund der Lage Neumündens südlich von Altmünden am westlichen Ufer der Fulda und durch diese vom historischen Stadtkern getrennt stellt sich dieser Stadtbereich als geographisch gut abzugrenzendes Quartier dar. Es befindet sich auf einem Streifen zwischen der Fulda und dem unbewohnten Osthang des Reinhardswaldes. Hauptstraße ist die Wilhelmshäuser Straße, die als Abschnitt der B 3 durch den Stadtteil führt. In der Fuldaaue finden sich zahlreiche Kleingärten und einige Vereine. Als Verbindung zur Kernstadt und den östlich gelegenen Stadtteilen dient die Pionierbrücke.
Die Bebauung von Neumünden ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1950er Jahre. Während sich am Hang des Reinhardswaldes hauptsächlich eine Einfamilienhausbebauung findet, herrscht an der Wilhelmshäuser Straße als Hauptstraße eine teils gründerzeitliche Baustruktur mit Mehrfamilienhäusern vor.
Einwohnerzahl
2541
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt - Bei Menschen mit einem ausländischen Pass
Quelle: Schätzung des Integrationsbüros nach empirischen Untersuchungen zur Fortschreibung des Integrationskonzepts - Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund wird ca. 20% geschätzt
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben des Fachbereich Soziales (Landkreis Göttingen)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung des Integrationsbüros nach Angaben diverser offizieller Stellen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten von der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Stadt Hann. Münden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da es sich an alle Bewohner Neumündens richtet. Die verschiedenen Begegnungs- und Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der Bevölkerung. Ziel ist, das HdN durch die Schaffung eines Ortes der Begegnung zu beleben, aber auch die Verbesserung der Qualität der Beziehungen unter Migranten und der hiesigen Bevölkerung. Kultursensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Bei der Erfüllung dieser Ziele ist die Einbeziehung der Betroffenen zentral, wie das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ verdeutlicht. Im Begegnungszentrum soll der „Kümmerer/Gastgeber“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Der Stadtteil bzw. das Haus der Nationen wird mit Hilfe des Begegnungszentrum bzw. des „Kümmerers“ aufgewertet. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme/Phänomene in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das Begegnungszentrum leistet auch Hilfestellungen für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im Begegnungszentrum direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des Begegnungszentrums verstehen sich im Sinne der Gemeinwesenarbeit sowohl als Bildungsarbeit, als auch sozial- bzw. lokal ausgerichtet. Dies zeigt sich deutlich durch niedrigschwellige Möglichkeiten, die geboten werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
das Begegnungszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt in Neumünden
Beschreibung
50 % der Bewohner/innen in Neumünden sind informiert und wurden und werden aktiv beteiligt (quantitative Messung u. qualitative Beurteilung im Rahmen der Fortschreibung des Integrationskonzeptes)
Kriterium
Beschreibung
Multiethnische Bewohner/innen im Stadtteil nutzen die Einrichtung zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden periodisch erfasst und gefördert.
Kriterium
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse wird bei der Weiterentwicklung der Arbeit eingesetzt. (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität)
Kriterium
Beschreibung
aus einem ziel- u. ressortübergreifenden Denken werden Netzwerke und Kooperationen abgeleitet bzw. für das Begegnungszentrum genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Kreis- und Stadtpolitik u. Verwaltung sind in den Entwicklungsprozess des Begegnungszentrums einbezogen und unterstützen eine überkommunale Gesamtstrategie
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro, Fachbereich Jugend, Gleichstellungsstelle, Partnerschaft für Demokratie, Jobcenter ,Ausländerbehörde, Gesundheitsamt, Fachbereich Soziales,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), AWO Kreisverband Göttingen, Deutsches Rotes Kreuz, Jugendhilfe Südniedersachsen (JSN), Jugendhilfemünden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Moscheeverein Hann. Münden, Kneippverein, Ein.münden, Geschwister-Scholl-Haus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Grund- und weiterführende Schulen aus Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Moscheeverein, Kirchenkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationslotsen, Ehrenamtliche Bürgerinitivative Ein.münden
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Weststadt in Bewegung – Weststadt im Blick
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Björn Steinau
| Funktion | Fachdienstleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Weststadt in Bewegung – Weststadt im Blick
Projektbeschreibung
Das Projekt soll auf sehr unterschiedlichen Ebenen Bewegung in die Weststadt bringen:
• Durch die Beteiligungsmöglichkeiten, die im Rahmen der Städtebauförderung etabliert wurden und die möglichst viele dazu bewegen sollen, sich für den Stadtteil zu interessieren und einzusetzen.
• Durch die Möglichkeiten, die ergänzend das Programm der Städtebauförderung bietet z.B. zur Verbesserung der Freiflächen und des Wohnumfeldes, um Bewegung im Stadtteil attraktiv zu machen.
• Durch Angebote für Erwachsene, insbesondere Langzeitarbeitslose, die Bewegung in den Alltag und die Arbeits-Biografie bringen.
• Durch Angebote für hilfesuchende Bewohner, die festgefahrene persönliche Problemsituationen in Bewegung bringen.
• durch Bewegungs- und Bildungsangebote unterschiedlicher Art für Kinder sollen Körper und Geist in Bewegung gehalten werden.
• Für Senioren soll der Stadtteil dahingehend überprüft werden, wo Stolperstellen und Barrieren die Bewegung im Stadtteil einschränken und weiterhin Anreize geschaffen werden, mobil zu bleiben und die Beweglichkeit zu sichern.
• Durch das Teilprojekt „Weststadt im Blick“, in dem die Teilnehmenden – vorwiegend Langzeitarbeitslose in einer Aktivierungsphase einerseits – sich im Stadtteil bewegen, den Stadtteil – vor allem die Freiflächen – und seine Bewohner im Blick haben, (kleine) Alltagsprobleme vor allem im öffentlichen Raum lösen und bei der Umsetzung der vielfältigen Angebote zur Hand gehen.
Die Kernthemen des Projektes sind im Stadtteil verteilt verortet – auf den vorhandenen oder zu schaffenden Freiflächen, in den bereits vorhandenen Einrichtungen wie Schule, Kindertagesstätte, soll (mehr) Bewegung entstehen – eine größere Stadtteileinrichtung ist nicht geplant, vorgesehen ist allerdings eine Anlaufstelle, um die Erreichbarkeit zu gewährleisten.
Vor allem der Pagels Garten (Bürgergarten, derzeit Eigentum einer Stiftung) stellt einen wichtigen Ort dar, an dem die verschiedenen Projektteile ansetzen:
Die Bewohner der Weststadt sollen bewegt werden, den Garten zu nutzen – aber auch, ihn im Blick zu haben, damit er als offener Garten dauerhaften Bestand hat. Es soll Bewegung kommen in die Kenntnis über Gartennutzung, Verarbeitung und Funktion eines solchen Gartens im Wohngebiet und vor allem im Rahmen des Teilprojektes „Weststadt im Blick“ soll der Garten im Blick sein, um ihn vor Vandalismus zu bewahren und Bewegung in die Wahrnehmung der Flächen als Wert zu bringen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ausgangslage ist charakterisiert durch Bewegungslosigkeit an folgenden Stellen:
• eine Häufung von Haushalten in problematischen Lebenssituationen (Alleinerziehende, Zuwanderer, Langzeitarbeitslose), für die es wenig Unterstützungs- bzw. Beratungsangebote vor allem für alltagsbezogene Fragestellungen gibt. Es kommt nur mit viel Aufwand Bewegung in die Lösung dieser vergleichsweise einfachen Probleme.
• Bei vielen Kindern aber auch Erwachsenen mangelt es an körperlicher Bewegung und an Bewegung und Mobilität im Stadtteil.
• Es fehlt vielfach an Interesse und Bereitschaft, sich aus dem Alltagstrott und den eingefahrenen Weg im Stadtteil heraus zu bewegen, sich selber zu einem anderen Blick auf den Stadtteil und zur Beteiligung an den Veränderungsprozessen der Sanierung zu bewegen (was bietet der Stadtteil bzw. könnte er bieten, wo kann ich den Stadtteil nutzen, was kann ich beitragen, damit der Stadtteil voran kommt).
• Auf einigen der im Stadtteil vorhandenen Flächen fehlt es an Bewegung, da die Flächen aus unterschiedlichen Gründen nur sehr eingeschränkt für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung stehen (Sorgen vor Vandalismus und Nutzung in den späten Abendstunden,…). Hier muss Bewegung auch in die Wahrnehmung der Eigentümer kommen.
• Es fehlt an einigen Stellen an attraktiven Verbindungen, um Bewegung zu fördern und Ziele für Bewegung in den Blick der Bewohner zu rücken – so ist z.B. der Pagels Garten aus dem Wohngebiet nicht direkt erreichbar.
• In dem innenstadtnah gelegen Stadtteil ist ein erheblicher Teil der Aktivitäten aus dem Stadtteil heraus orientiert – hier geht potentielle Bewegung für den Stadtteil verloren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Leer-Weststadt
Beschreibung
Das Gebiet wird umgrenzt von den Straßen Stadtring, Heisfelder Straße und Ubbo-Emmius-Str./Deichstraße, 93,5 ha (entsprechend Sanierungsgebiet Leer-Weststadt; das Fördergebiet soziale Stadt ist kleiner als das Sanierungsgebiet)
Einwohnerzahl
3200
Quelle / Anmerkungen
Vorbereitende Untersuchungen liegen vor
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Im Rahmen der Städtebauförderung Soziale Stadt ist die Förderung von Personal für GWA-Tätigkeiten nicht möglich (Förderung baulicher Maßnahmen und Sanierungstreuhänder / Sanierungsbeauftragter im Rahmen der Städtebauförderung). Durch die Initiierung einer GWA soll der Sanierungsprozess ergänzt, gestärkt und vervollständigt werden. Eine enge Abstimmung bzw. Einbindung der GWA in die Abläufe der Sanierung ist vorgesehen.
(Teilfunktionen des QM – sanierungsbezogene Beteiligung und Aktivierung usw. – werden während der Laufzeit der Sanierung vom Sanierungsbeauftragten / Sanierungstreuhänder übernommen, das QM ist daher nicht Bestandteil des Antrages; eine enge Kooperation wird stattfinden).
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten lagen nur für die Alterspannen 0-10 Jahre und 0-18 Jahre vor. Für die Altersgruppe 0-14 erfolgte eine entsprechende Hochrechnung. Stand 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten lagen nur für die Alterspannen 0-30 Jahre vor. Für die Altersgruppe 0-26 erfolgte eine entsprechende Hochrechnung. Stand 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenquote im Gebiet: 26,7 (geschätzt im Rahmen Biwaq, Daten liegen nicht vor), 6,4% im Bezirk der Agentur für Arbeit Emden/Leer gem. Arbeitsmarktreport Bundesagentur für Arbeit November 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ausl. Bewohner: Gebiet: 13,4%, Teilbereich des Gebietes: 22%, Stadt 12% (Daten Stadt Leer 2017). Das Gebiet ist aufgrund seiner Größe nur minimal abweichend von städtischen Mittelwerten. Innerhalb des Gebietes gibt es insbesondere einen Teilbereich mit deutlich auffälligen Sozialdaten.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gebiet: 20% (Daten Stadt Leer 2014), Gesamtstadt: 13,8% (geschätzt); Das Gebiet ist aufgrund seiner Größe nur minimal abweichend von städtischen Mittelwerten. Innerhalb des Gebietes gibt es insbesondere einen Teilbereich mit deutlich auffälligen Sozialdaten: in diesem Teilbereich sind 61% der unter 18jährigen im Hilfeleistungsbezug (Daten Stadt Leer 2014). Weiterhin ist in diesem Teilbereich der Anteil an Ausländern überproportional hoch (22%) und erreicht in der Gruppe der unter 10jährigen über 30%.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Davon Kinder: im Gebiet: 30% (Bezug Alter 0-17), 16% (Bezug Alter bis 9 Jahre); Das Gebiet ist aufgrund seiner Größe nur minimal abweichend von städtischen Mittelwerten. Innerhalb des Gebietes gibt es insbesondere einen Teilbereich mit deutlich auffälligen Sozialdaten: in diesem Teilbereich sind 61% der unter 18jährigen im Hilfeleistungsbezug (Daten Stadt Leer 2014). Weiterhin ist in diesem Teilbereich der Anteil an Ausländern überproportional hoch (22%) und erreicht in der Gruppe der unter 10jährigen über 30%.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
keine Daten, qualitative Einschätzungen: hoher Anteil
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
sanierungsgebiet.pdf
(1.09 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Verfolgt wird der Ansatz, parallel zum Prozess der Sanierung, eine Gemeinwesenarbeit im Stadtteil zu etablieren (die auf Langfristigkeit ausgelegt ist). Die Dynamik und Aufmerksamkeit, die sich aus dem Prozess der städtebaulichen Sanierung ergibt, soll dabei einerseits genutzt werden, andererseits sollen über die GWA die Bedarfe im Stadtteil gedeckt werden, die im Rahmen der Städtebauförderung nicht förderfähig sind.
Die erste Phase der Sanierung hat dabei gezeigt, dass es im Stadtteil einen Wunsch bzw. Bedarf nach einer zentralen Anlaufstelle gibt, die jetzt geschaffen werden soll (der Schwerpunkt liegt dabei auf einer ansprechbaren Person, nicht auf einem größeren Gebäude).
Weiterhin hat sich gezeigt, dass ein Potential an Flächen vorhanden ist, das derzeit von der Öffentlichkeit aber nicht bzw. nur eingeschränkt genutzt werden kann und das es eine Reihe von Einrichtungen im Gebiet gibt, deren Angebote abgestimmt, gemeinsam veröffentlicht und vor dem Hintergrund der Bedarfe des Stadtteiles weiter entwickelt werden sollten.
Hieraus ergeben sich die zentralen Projektinhalte der Anlaufstelle mit koordinierender Funktion und der Bestandteil des Projektes für (Langzeit)arbeitslose als eine Art Stadtteilhausmeister, die Flächen/Einrichtungen im Blick haben.
Der Bedarf an konkreten Angeboten für Kinder wird seit Beginn der Vorbereitenden Untersuchungen von den Einrichtungen (Kita, Grundschule) betont.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Leer - Zentrum für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kindertagestättenverband Emden-Leer-Rhauderfehn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Synodalverband Südliches Ostfriesland der ev.-ref. Kirche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Plytenbergschule (Grundschule, Träger: Stadt Leer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friesenschule (Realschule, Träger: Landkreis Leer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunale Wohnungsverwaltung Leer (KWL) - Eigenbetrieb der Stadt Leer
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Stadtteilarbeit im Treff Am Kö
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christiane Meyer-Fleischmann
2. Kurzbeschreibung
Neue Anwohner in die Arbeit einbeziehen, neue Ehrenamtliche gewinnen
Projektbeschreibung
Das Quartiersmanagement gibt es in dem Stadtteil seit 5,5 Jahren. In dieser Zeit wurden etliche Gruppenangebote gemacht, die von Bewohnern des Stadtteils angenommen wurden. Ein Problem bei der jetzigen Arbeit des QM ist, dass die Teilnehmerzahlen an den verschiedenen Angeboten kontinuierlich abnehmen. Im Bereich der Seniorenarbeit scheiden Teilnehmer altersbedingt aus. In der Kinder- und Jugendarbeit verhält es sich entsprechend.
Verschiedene Versuche neue Teilnehmer in die Arbeit einzubeziehen, waren in den letzten Jahren wenig erfolgreich.
Mit der Projektarbeit sollen neue Formen und Wege der "Teilnehmergewinnung" erarbeitet und ausprobiert werden. Was Menschen in dem Stadtteil interessiert, ist durch die bisherige Arbeit relativ bekannt. Die bisherigen Methoden der Teilnehmergewinnung, wie z.B. Plakate, Postwurfsendungen, Aushänge u.ä. erbringen nicht die gewünschten Erfolge.
Ähnlich gestaltet sich die Gewinnung von Menschen aus dem Stadtteil für die ehrenamtliche Arbeit in den Gruppen. Auch in diesem Bereich sollen Methoden und Möglichkeiten erarbeitet und erprobt werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ein großes Problem sind die abnehmenden Teilnehmerzahlen bei fast allen Angeboten in dem Stadtteilzentrum. Dabei ist es nicht so, dass die Angebote auf mangelndes Interesse stoßen. Es ist so, dass insbesondere in der Senioren- und Jugendarbeit die Teilnehmer altersbedingt nicht mehr an den Angeboten teilnehmen können und es bisher nicht gelungen ist, neue Teilnehmer zu „aktivieren“.
Die bisherigen Methoden der Einladung, bzw. Bekanntmachung sind weitgehend wirkungslos geblieben. Möglicherweise sind die Gruppenangebote so „starr“, dass neue Teilnehmer sich nicht wirklich eingeladen fühlen.
Im Bereich der ehrenamtlichen Betreuer ist es auch in etlichen so, dass einige altersbedingt aufgehört haben und es bisher nicht gelungen ist, neue Ehrenamtliche in die Arbeit einzubinden. Auch an dieser Stelle muss untersucht werden, in welcher Weise und mit welchen Methoden ehrenamtliche Mitarbeiter neu an die Arbeit herangeführt werden können.
Ziel ist es, die bisherige Arbeit zu erhalten und weitere Angebote aufzubauen. Das geht aber nur dann, wenn es Menschen aus dem Stadtteil gibt, die die Angebote nutzen. Die Arbeit kann nur dann fortgesetzt und erweitert werden, wenn es ehrenamtliche Mitarbeiter gibt, die die Angebote begleiten und zu den Teilnehmern eine kontinuierliche Beziehung aufbauen.
Darüber hinaus möchten wir Menschen in dem Stadtteil zum Mitmachen gewinnen, die bisher noch gar nicht erreicht werden konnten.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Uelzen Stadtteil Am Königsberg
Beschreibung
Bei dem Stadtteil handelt es sich aufgrund seiner geografischen Lagen um ein in sich quasi „geschlossenes“ Wohngebiet. Der Stadtteil hat eine Zufahrt. Wer in das Stadtgebiet per Pkw, ÖPNV oder ähnliches möchte, muss diese Straße nutzen. Der Stadtbezirk wird im Westen durch die Ilmenau, im Süden durch ein Waldgebiet, im Osten durch eine große Sportanlage und im Nord durch eine Bundesstraße abgegrenzt. Der Stadtteil ist ein reines Wohngebiet.
Einwohnerzahl
1361
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
2018-05-22_einwohner_fuer_gwk.pdf
(25.6 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ein Ansatz des QM ist das Stichwort: „Befähigung statt Betreuung“. In diesem Projekt sollen insbesondere ehrenamtliche Mitarbeiter befähigt werden, mit Gruppen und ggf. Einzelpersonen im Stadtteil selbständig zu arbeiten. Da der Rahmen der Arbeit in diesem Projekt „abgesteckt“ ist, erscheint das Erreichen der Zielsetzung in dem gesetzten zeitlichen Rahmen gut möglich.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Diese lassen sich an den Teilnehmerzahlen festmachen, die von Ehrenamtlichen selbständig betreut werden.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Den Stadtteiltreff gibt es seit Herbst 2012. In den Jahren wurde ein Quartiersmanagement aufgebaut. Kennzeichnend für die QM-Arbeit war eine relativ hohe Personalfluktuation. Das QM war auf eine „Komm-Struktur“ ausgerichtet. Da wenig Ehrenamtlichen für die selbständige Arbeit in Gruppe aktiviert werden konnten, hat sich die QM-Arbeit weitgehend auf die Betreuung der Gruppen ausgerichtet. Das QM wird derzeit von einem anderen Träger gestaltet. Der jetzige Träger stellt seine Arbeit in dem Wohngebiet zum Jahresende 2018 ein.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam in Norden
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Martens
| Funktion | Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit und Integration in Quartieren der Stadt Norden
Projektbeschreibung
Das vorliegende Projektvorhaben setzt in zwei Gebieten der Stadt Norden an. Es handelt sich daher um zwei Teilprojekte, die durch übergeordnete Strukturen miteinander verbunden sind. Die gleichzeitige Förderung aller Menschen innerhalb eines Quartiers baut Brücken zwischen den Bevölkerungsteilen. Innerhalb der definierten Gebiete gibt es eine gemischte Bewohnerstruktur (sowohl Mittelschichtangehörige als auch Leistungsbezieher und Neuzugewanderte). Es werden zwei Gemeinwesenarbeiter eingesetzt, in den Quartieren Südwesten und Ortsteil Tidofeld der Stadt Norden im Landkreis Aurich. Die Gemeinwesenarbeiter suchen die Bewohner in ihrem Zuhause auf und nehmen eine aktivierende Befragung vor. Anhand der Themen aus der Befragung kann erkannt werden, welche lebensweltlichen Anliegen die Menschen beschäftigen. Gemeinsam mit den Bewohnern wird ein Weg gefunden, das Leben im Gemeinwesen zu verbessern. Gemeinsam mit den Bewohnern wird daran gearbeitet. Die Bewohner werden ermutigt sich zu beteiligen. Dies fördert die Integration in das Gemeinwesen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Neben der aufsuchenden Arbeit ist das Netzwerken mit allen Akteuren, die die Arbeit im Quartier unterstützen können, eine wichtige Säule innerhalb des Projektes. Es besteht eine enge Vernetzung mit den Ämtern des Landkreises. Die Vernetzung fördert die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation.Die Unterstützung bezieht sich auf alle Personen in einem Quartier, auch auf Kinder und Jugendliche. Es werden die Probleme im gesamten Quartier berücksichtigt. Die Gemeinwesenarbeiter eröffnen Möglichkeiten für eigenes Engagement der Bewohner. Eine weitere Grundlage für die Verbesserung des Zusammenlebens im Quartier ist die Ermutigung zur Teilnahme an Freizeit- und kulturellen Angeboten. Personen, die in bestehende Angebote integriert sind, fällt es leichter die deutsche Sprache zu erlernen und über das direkte Umfeld hinaus Menschen kennen zu lernen. Genauso ist die Näherbringung kultureller und künstlerischer Bildung, gerade für bildungsfernere Menschen wichtig. Durch die Durchführung vor Ort sind die Angebote leichter zu erreichen. Außerdem finden sie an bereits bekannten Orten statt. Durch das Miteinander in den Angeboten wird die Akzeptanz gefördert und es entstehen Brücken für die gesamtgesellschaftliche Teilhabe. Diese Bereiche der non-formalen Bildung tragen ebenfalls zu einer nachhaltigen Entwicklung im Quartier bei und stärken das Engagement der Bewohner.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Landkreis Aurich hat seit 2015 ein breites Netzwerk zur Integrationsarbeit etabliert. Die Bildungsträger führten und führen eine Vielzahl von Sprach- und Qualifizierungsmaßnahmen durch. Bisher ist es nicht gelungen, alle Neuzugewanderten sowie weitere Personen mit und ohne Migrationshintergrund, die Unterstützung benötigen, zu erreichen. Die Integration der Menschen geht nur schleppend voran. Es wird außerdem immer deutlicher, dass die Integrationsarbeit nicht losgelöst von Maßnahmen betrachtet werden kann, die im Gemeinwesen ansetzen. Alle Menschen müssen miteinbezogen werden, auch, um einer stetigen Verschlechterung der Lebenssituation vorzubeugen. Die Wohnsituation trägt oft nicht zur Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens bei. Viele Neuzugewanderte und andere Leistungsberechtigte leben in einem Umfeld mit hohem Migrantenanteil und Anteil leistungsberechtigter Personen. Dort wird weniger deutsch gesprochen und die Umgebung ist durch enge Bebauung, wenig ausgebaute Infrastruktur und ein oft eher tristes Gesamtbild gekennzeichnet. Durch eine Analyse der Bewohnerstruktur der verschiedenen Stadtteile konnten stadtteilübergreifende Quartiere identifiziert werden, die sich teilweise durch hohe Ausländer- sowie Leistungsempfängeranteile auszeichnen. Die Gebiete Norden Südwest und Norden Tidofeld haben teilweise hohe Konzentrationen der Zielgruppe. Im vorliegenden Projektvorhaben setzt die Arbeit der Gemeinwesenarbeiter daher in den beiden Gebieten an. Norden ist die zweitgrößte Stadt des Landkreises. Es wird erwartet, dass durch die Fokussierung auf die beiden Gebiete ein großer Teil der Personen durch Gemeinwesensarbeit erreicht werden kann.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norden Südwesten
Beschreibung
Norden Südwest: das Gebiet Norden Südwest umfasst Teile der Norder Stadtteile Westlintel, Westgaste sowie Fremouthswarf. Das Gebiet gruppiert sich hauptsächlich um die Straße Warfenweg und direkt angrenzende Straßen, in denen die Konzentration von leistungsberechtigten und ausländischen Bewohnern besonders hoch ist. Auch in anderen Straßen des Gebietes zeigen sich ähnliche Zusammensetzungen, sodass das Gebiet bewusst gewählt wurde. Es wird im Nordosten durch die Norddeicher Straße, im Südosten durch die Alleestraße bzw. die Westerstraße, im Südwesten durch den Westlinteler Weg und im Südwesten durch den Stadtrand eingegrenzt. Die Fläche beträgt 1655888 m², bzw. 165,59 ha.
Einwohnerzahl
4973
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Agentur für Arbeit, Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhaltet Regionen mit einem Ausländeranteil von über 20% (Beispiel Warfenweg 46,5%, Kleine Riege 22,7%).
Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhalten Straßen mit über 30% Einwohner, die Transferleistungen beziehen (Beispiel Warfenweg 64,5%, Norddeicher Straße 35,0%). Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
uebersicht_flaeche_norden_suedwest.pdf
(529.62 KB)
suedwest_i.png
(1.61 MB)
suedwest_ii.jpg
(341.83 KB)
strassenliste_norden_suedwest.pdf
(176.64 KB)
Gebiet-Name
Norden Tidofeld
Beschreibung
Norden Tidofeld: umfasst den Stadtteil Tidofeld insgesamt, Fläche: 125202 m², 22,5 ha.
Einwohnerzahl
614
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt z.B. die Rheinstraße mit einem Ausländeranteil von 29,7%. Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt z.B. die Rheinstraße mit einem Anteil Einwohner, die Transferleistungen beziehen von 61,9%.Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
tidofeld.png
(492.65 KB)
strassenliste_norden_tidofeld.pdf
(167.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das vorliegende Projektvorhaben orientiert sich an den Grundsätzen der Gemeinwesenarbeit. Es knüpft an die Interessen der Bewohner an, stärkt die Selbsthilfekräfte und die Eigeninitiative, nutzt die vorhandenen Ressourcen im Quartier, orientiert sich auch über die Zielgruppe hinaus und koordiniert und vernetzt soziale und kulturelle Dienste und Angebote. Die Gemeinwesenarbeiter sind in den Quartieren räumlich verankert und arbeiten mit Bewohnern auf Augenhöhe zusammen. Die Sozialarbeiter arbeiten in einem Netzwerk aus sozialen, gemeinnützigen und Ehrenamtlichen Einrichtungen sowie kommunalen Strukturen und Bildungs- und Qualifizierungsträgern. Dabei wird nicht rechtskreisorientiert gearbeitet, sondern es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Die Gemeinwesenarbeiter sind Ansprechpartner für die Personen vor Ort. In der gemeinsamen Aktivität der Gemeinwesenarbeiter mit den Bewohnern und der Bewohner untereinander werden soziale Prozesse in Gang gesetzt und Aktivitäten begleitet, durch die eine positive Veränderung unmittelbar erlebbar wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit mit den Bewohnern erfolgt auf Augenhöhe. Die Wünsche und Bedürfnisse der Personen stehen im Zentrum.
Kriterium
Beschreibung
Einrichtungen, wie Vereine, in der Stadt Norden werden geziehlt angesprochen. Es entsteht ein Portfolio der Angebote. So kann bei vorhandenem Interesse eine Übersicht über Angebote gegeben werden.
Kriterium
Beschreibung
Der Landkreis arbeitet bereits jetzt mit etablierten Netzwerken und Kooperationen. Im Laufe des Projektes entstehen quartiersbezogene Netzwerke durch gemeinsame Ziele und Interessen.
Kriterium
Beschreibung
Es werden alle Menschen innerhalb der Quartiere einbezogen, unabhängig davon, ob sie neuzugewandert, alteingesessen, Leistungsempfänger oder Nicht-Leistungsempfänger sind.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V., Deutscher Kinderschutzbund, AWO, Behindertenhilfe Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ulrichsgymnasium Norden, Grundschule im Spiet Norden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung Landkreis Aurich, Stadt Norden, Sozialamt, Jobcenter, Schulamt und Amt für Kinder, Jugend und Familie vom Landkreis Aurich
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Begegnung Bad Lauterberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Raum und Räume für eine nachhaltige Gemeinwesenarbeit schaffen
Projektbeschreibung
Trotz provisorischer räumlicher Situation wurde begonnen die Strukturen der Gemeinwesenarbeit in der Kommune Bad Lauterberg auf- und auszubauen. In den wenigen Monaten seit Projektbeginn wurde das Netzwerk gestärkt, es wurden wie geplant auch vermehrt Alteingesessene erreicht und das Personal fortlaufend weiterentwickelt und im Themenfeld qualifiziert. Das Ursprungsproblem und Ausgangspunkt für das Projekt war, dass adäquate Räumlichkeiten für ein Haus der Begegnung fehlen. Nach intensiver aber erfolgloser Suche nach passenden Räumlichkeiten mit der Unterstützung der Stadt stellte sich das Problem größer als gedacht dar.
Übergangsweise gibt es einen Raum im Rathaus als Anlaufstelle für das GWA-Projekt. Dies erwies sich einerseits als sinnvoll, da durch die räumliche Nähe zu Mitarbeitenden der (Arbeits-)Verwaltung ein besseres Verständnis für die gegenseitige Arbeit entstand und Synergien genutzt werden konnten. Andererseits kann dies wirklich nur eine Übergangslösung sein, da der Raum auch anderweitig durch die Verwaltung genutzt wird und so nie wirklich Teil des Projekts geworden ist und bspw. nicht von Bewohner*innen gestaltet werden konnte. Da sich mittlerweile rausstellte, dass die eigentlich gemeinsam mit der Kommune anvisierten Räumlichkeiten bis auf weiteres nicht freigegeben werden aufgrund baulicher Mängel bzw. zu hohe Umbaukosten erfordern würden, die im Rahmen der Förderung nicht leistbar sind, hält dieses Provisorium schon länger als geplant an.
Damit das Haus der Begegnung trotzdem Gestalt annehmen kann, soll nun ein sinnbildliches Haus geschaffen werden. In dem, verglichen mit einem Stadtteil, verhältnismäßig großen Sozialraum Bad Lauterberg gibt es zwar ein Zentrum, in das es alle zieht, aber die Menschen möchten oder müssen auch etwas in unmittelbarer Umgebung machen. Entweder aufgrund fehlendes ÖPNV oder körperlicher Mobilität oder aus Bezug zum eigenen Dorf und der direkten Nachbarschaft. Daher sollen bereits vorhandene Räume in Kitas, Schulen, Senior*inneneneinrichtungen, Gemeindesälen u.Ä. genutzt werden, um Veranstaltungen zu realisieren wie bspw. die im Rahmen der aktivierenden Befragung gewünschten Spielenachmittage, Eltern-Kind- und Begegnungscafés.
Das langfristige Ziel ist nach wie vor eine aktive Gemeinwesenarbeit, die die Einwohner*innen begleitet, unterstützt und präventiv bezüglich sozialen Konflikten, Vernachlässigung und Radikalisierung wirkt. Dafür braucht es Raum und Räume, wenn auch nicht zwingend in einem Haus.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Durch die anfänglich rein ehrenamtliche und mittlerweile teilweise auch hauptamtliche Arbeit im Stadthaus wurde gezeigt, das diese Anlaufstelle eine wichtige Funktion füllt. Von Verwaltung, Jugendamt, Polizei und anderen wurde den Mitarbeitenden wiederholt mitgeteilt, dass sie dankbar sind für die Unterstützung und dass dadurch viele potentielle Konflikte entschärft werden konnten bzw. sich gar nicht erst soweit entwickelten. Allen ist auch daran gelegen, dass die Arbeit aufrecht erhalten wird. Doch aufgrund der finanziellen Lage der Kommune kann die Gemeinwesenarbeit nicht mit den notwendigen Räumen ausgestattet werden. Das alte Stadthaus, das den Vereinen zur Verfügung gestellt wurde, müsste umfangreich saniert werden, um modernen Brandschutzanforderungen usw. zu entsprechen. In der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg wurden Räume für das Jobcenter umgebaut und im selben Trakt sollte es auch eine Möglichkeit geben das Projekt mit unterzubringen. Jedoch verschiebt sich der Umzug dorthin fortlaufend und ist aktuell bis auf unbekannte Zeit ausgesetzt, da die Brandschutzfreigabe nicht erfolgt. Auch Versuche einen weiteren Trakt der ehemaligen Schule mit einem anderen Architekten umzubauen, um den Angeboten aus dem Stadthaus dort eine neue Heimat zu geben, scheiterten bisher an fehlender Finanzierung und langsamen Verwaltungsabläufen. Die Situation mit dem Provisorium im Rathaus zehrt an den Kräften der Mitarbeitenden.
Von all diesen Hindernissen möchten wir uns jedoch nicht entmutigen lassen, da wir unabhängig von der Raumsituation merken, dass die aktuelle Förderung die Vernetzung der Akteur*innen stärkt und die Gemeinwesenarbeit voranbringt.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Ansatz des Projekts ist es nach wie vor bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen auszustatten, um weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchführen zu können und bei Bedarf zu erweitern und anzupassen. Damit weiterhin und verstärkt durch Begegnung und Austausch ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. In dem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das auch Kriminalität, Einsamkeit und Konflikten vor.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Sowohl vor Start der ersten Förderung für dieses GWA-Projekt, gab es gewisse haupt- und ehrenamtliche Strukturen vor Ort. Im Rahmen des Projekts hat sich dies noch verstärkt. Von der Organisation von Veranstaltungen zum Herrichten von Fahrrädern in einer Fahrradwerkstatt, Musikprojekten, Nachbarschaftshilfe, Sozialberatung, Sprachunterricht, Kinderbeaufsichtigung und Eltern-Kind-Cafés ist vieles dabei. Die Spinne im Netz, die verschiedene Angebote zusammendrahtet und Austausch schafft, ist insbesondere Janka Eckhardt, die sowohl ehrenamtlich im Kinderschutzbund als auch hauptamtlich im Gemeinwesen-Projekt der Johanniter aktiv ist.
11. Medien
Galerie
NETZ Zeven
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wilhelm Helmers
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftlich Erleben Teilhaben Zusammenhalten
Projektbeschreibung
Ziel des Projekts „NETZ Zeven – Nachbarschaftlich Erleben Teilhaben Zusammenhalten“ ist es, in den ausgewählten Stadtvierteln die gesellschaftliche Teilhabe der BewohnerInnen durch das Schaffen von Begegnungsmöglichkeiten, der Vernetzung lokaler Akteure sowie die gezielte persönliche Beratung zu fördern. Es werden zudem Rahmenbedingungen zur Steigerung der Lebenszufriedenheit im Quartier geschaffen.
Hierbei werden zum einen die Bewohner durch verschiedene Beratungsmethoden der sozialen Arbeit gestärkt und empowert/ermächtigt, eigenverantwortlich und selbstständig ihr Leben zu gestalten.
Ebenso werden mit Hilfe des bereits bestehenden Akteursnetzwerks vor Ort, konkrete Maßnahmen der Hilfe zur Selbsthilfe initiiert, um auf dieser Basis den Ausbau stabiler und nachhaltiger Strukturen zu fördern.
Durch den Aufbau einer Sozialberatungsstelle im Jahr 1996 ist das Diakonische Werk ein maßgeblicher und langjähriger Akteur der Sozialen Arbeit vor Ort. Aktuell ist das Diakonische Werk mit einem Beratungsangebot in den Bereichen Sozial-, Schuldner-, Migrations- Schwangeren-, Schwangerschaftskonflikt- (nach § 219 StGB) sowie Paar- und Lebensberatung in Zeven vertreten. Das Diakonische Werk koordiniert bereits die Austauschtreffen aller sozialen Dienste und Einrichtungen in der Stadt Zeven und ist Träger der Zevener Tafel sowie des Sozialkaufhauses „Pütt un Pann“.
Wesentlich für diese Prozesse ist die konstante Einbindung der Bewohner, um die bereits vorhandenen Ressourcen zu nutzen und darüber hinaus den Austausch der heterogenen Bewohnergruppen – auch über die Quartiersgrenzen hinaus – zu unterstützen. Durch die Gemeinwesenarbeit vor Ort werden Strukturen zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders geschaffen.
Auf diese Weise soll gleichermaßen das bürgerschaftliche Engagement vor Ort verstärkt werden: Durch interkulturelle Angebote und das Ermöglichen niedrigschwelliger Begegnungen soll den verschiedenen Gruppen die Fähigkeit verliehen werden, sich selbst und ihre Interessen zu artikulieren und die Gründe ihrer bisherigen Segregation zu beseitigen.
Unterstützt werden soll diese Entwicklung durch den Aufbau und die kontinuierliche Förderung eines Netzwerks aus Stadtteilakteuren und Vertretern der Kommune.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den vergangenen 15 Jahren fanden Polarisierungen innerhalb der Stadt Zevens statt, die einen deutlichen Abwärtstrend einzelner Stadtviertel mit sich brachten. Durch häufig wechselnde (fast jährlich) Eigentumsverhältnisse in den Quartieren entsteht eine starke Instabilität. Es folgten einseitige Bevölkerungsstrukturen mit einkommensschwachen Haushalten sowie fehlende soziale und kulturelle Infrastruktur vor Ort. Gemeinschaftliche Treffpunkte und Begegnungsmöglichkeiten sind nicht vorhanden. Viele Bewohner/innen leben ohne Erwerbseinkommen, beziehen Transferleistungen und befinden sich an bzw. unter der Armutsgrenze. In den Quartieren gibt es einen hohen Anteil zugewanderter Personen (EU-Bürger, Spätaussiedler, Geflüchtete, Bürger ehem. Sowjetunion), die deutliche Isolationsgefühle ausdrücken und sich vermehrt in Subkulturen bewegen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Zeven: Berliner Straße/Breslauer Straße, Eschenweg, Am Rehmenfeld/Herman-Allmers-Weg/Kronshusen
Beschreibung
Straßenzüge Berliner Straße/Breslauer Straße, Eschenweg, Am Rehmenfeld/Herman-Allmers-Weg/Kronshusen
Einwohnerzahl
1400
Quelle / Anmerkungen
Rathaus Zeven WebGIS
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Rathaus Zeven
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt: Quelle Rathaus Zeven; Projektgebiet: Schätzung
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt: Quelle Rathaus Zeven; Projektgebiet: Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
berlinerstrasse_breslauerstrasse.pdf
(3.53 MB)
kronshusen.pdf
(3.48 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch interdisziplinäre soziale Arbeit werden Rahmenbedingungen zur Steigerung der Lebenszufriedenheit im Quartier geschaffen. Strukturen zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders werden aufgebaut. Bewohner werden gestärkt, eigenverantwortlich und selbstständig ihr Leben zu gestalten. Mithilfe von regelmäßigen Treffen und der Zusammenarbeit werden Quartiers- und Kulturgrenzen überwunden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn ein gemeinsam beschriebenes Projekt gemeinschaftlich verwirklicht wurde.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Familienzentrum/Mehrgenerationenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Arbeitskreises „Soziale Dienste“ Zeven
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Frauen(t)räume - Räume für Frauen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Monika Rietze
| Funktion | Bildungsmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Frauen-Begegnungszentrum als Integrationsprojekt in Vorwerk
Projektbeschreibung
Im Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld im Celler Stadtteil Vorwerk leben ca. 60 Flüchtlingsfrauen mit ihren Familien. Nach anfänglich positiver Stimmung gegenüber den neuen Bewohner/innen, spiegelt die Atmosphäre im Quartier derzeit die im Bundesgebiet wieder - es gibt Vorbehalte, Ängste, Misstrauen, Neid.
2018 eröffnete eine Steuerungsgruppe aus Akteurinnen des Quartiers, koordiniert durch die Zuwanderungsagentur, die "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" zur Begegnung, Bildung und Integration. Der partizipatorische Ansatz ermöglicht es, Ängsten, die nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen werden, zuzuhören, und sie anhand von Wünschen und eigenen Ressourcen in positive Handlungen umzuwandeln. Zur Eröffnungsfeier kamen 80 Menschen aus dem Quartier und aus Celle. Die "Frauen(t)räume" sind im Stadtteil angekommen. Sie befinden sich in einer Doppelhaushälfte mit Garten, es gibt 3 Gruppenräume, eine Küche, ein Spielzimmer, eine Terasse, Vorgarten + Garten. Nachbarinnen und Kinder des Quartiers kommen zu Veranstaltungen oder einfach so vorbei. Das Haus hat viel Neugier entfacht!
"Frauen(t)räume" sollen maximal geöffnet sein. Eine Woche könnte so aussehen: Montags Gartenprojekt und offene Sprechstunde; Mittwochs Sprechstunde und Teestube als niedrigschwelliges Kommunikationsangebot; Donnerstags selbstverwalteter Nachbarschaftsselbsthilfetreff und abends Veranstaltungen zur beruflichen Entwicklung (u.a. Fit für den Job/Zurück in den Beruf) sowie Diskussionsrunden, Freitags Selbsthilfetreff Body&Soul. Dienstags und am Wochenende wird das Zentrum spontan für selbstverwaltete Aktivitäten genutzt.
Kinder nutzen das Kinderspielzimmer/den Garten unter mütterlicher Aufsicht bzw. bei speziellen Veranstaltungen mit Betreuung.
2019 sollen mehr Frauen mit und ohne Fluchthintergrund zusammenkommen und sich gegenseitig stärken, die Nutzerinnen der Frauen(t)räume sollen Vorreiterinnen für Integration im Quartier werden. Vorgesehen sind bisher: Das Feiern lokaler+interkultureller Feste, Vorbilder-Projekt zum 8. März, Vereinsgründungsworkshops, internationales Themenkochen, Generationenstammtisch, interkulturelle Stadtführungen, Mobilitätstraining, Selbstbehauptungskurse, Smartphone-Schulungen, Quartiergestaltungsprojekte, Arabischkurs für Deutschsprachige, After-Work-Gespräche für hauptamtliche Frauen, Sportangebote, Trauercafé, Musik-/Filmworkshops, Vermittlung von Mentorinnen o. Praktika. Ideen aus dem Quartier werden bei Realisierung des Angebots berücksichtigt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier sehen wir derzeit 3 Problemlagen:
- Innerhalb der gut vernetzten Institutionen im Stadtteil (u.a. im Sozialraumgremium) und der Projektpartnerinnen in unserer Steuerungsgruppe gibt es gute Angebote für viele Zielgruppen, sowie asylrechtliche und soziale Beratung.
Jedoch spricht kein gemeinwesenorientiertes Angebot ausschließlich Frauen und Mädchen an, wobei Frauen durch ihren sozialen Einfluss auf Kinder, Partner und Nachbarn die Multiplikatorinnen für Integration sind.
- Im Talweg wurden im Frühjahr 2018 zwei deutsche Sintifamilien nach langwierigen Problemen zwangsgeräumt. Die Anwohner/innen im Quartier sprechen von einer Periode, in der sie Angst auf der Straße hatten, Angst, ihre Kinder draußen spielen zu lassen. Angst, die jetzt endlich vorbei sei. Diese Erlebnisse haben Vorurteile jedoch bekräftigt und Integrationsbemühungen behindert, weil die Anwohner der Analogie Sintifamilie=Ausländer=Flüchtlinge folgen. Neue Konflikte werden als kumulierend wahrgenommen und verstärken die Vorbehalte. Deutsche Familien ziehen weg, wenn weitere folgen, kann das die Brennpunktbildung des Stadtteils verstärken.
- Die Frauenerwerbsquote im Quartier ist gering. Viele Frauen (speziell die mit Fluchthintergrund) sind aufgrund von Betreuungsarbeit von Aktivitäten außerhalb des Quartiers abgeschnitten oder in der Aufnahme von Erwerbsarbeit gehindert. Teilweise fehlt die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse oder Sprachkenntnisse. Die Gründe für den berichtet hohen Anteil an Hartz-IV-Empfängerinnen unter den Frauen ohne Fluchthintergrund müssen noch erforscht werden. Dabei sind viele Familien aufgrund niedriger Gehälter auf ein Einkommen der Frauen angewiesen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle - Stadtteil Vorwerk - Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld
Beschreibung
Vorwerker Bach / Mummenhofstraße nach Zusammenführung Hohe Wende und Sprengerstraße
Einwohnerzahl
937
Quelle / Anmerkungen
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle - 0 bis unter 15 Jahren
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Projektgebiet in Prozent
53
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
1
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit: Transferleistungen gem. SGB II § 53a
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Bedarfsgemeinschaften)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle, 15 bis unter 27 Jahren
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle, 60 Jahre und älter
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesanstalt für Arbeit - Arbeitslose gem. SGB III § 16
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt:unter 20 Jahren 0,1 Prozent; 20 bis unter 25 Jahren -> 0,12 Prozent; Projektgebiet jeweils 0.
Statistik der Bundesanstalt für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_talweg-himmelsberg-nordfeld.pdf
(148.28 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit Unterstützung der Hauptamtlichen vor Ort möchten wir die Ressourcen im Quartier, die 2015 so positiv* genutzt wurden, als die Flüchtlinge in die Britensiedlung einzogen, wieder wecken, neue Ressourcen aufdecken und allen Bewohner/innen des Quartiers Mut machen, dass Integration gelingen kann.
Hier ein Beispiel für örtliche versteckte Ressourcen und wie wir diese zur Lösung von Problemen aktivieren: Ein Verein klagt über interkulturelle Konflikte. Wir planen, eine Nutzerin dorthin als Integrationslotsin zu vermitteln. A) Konflikte können gelöst werden, B) Flüchtlingsfrau kann in ihrem Beruf Arbeitserfahrung sammeln und Sprache trainieren, C) Das Team des örtlichen Vereins wird entlastet, D) Erfolg durch einfache integrative Lösungen machen allen im Quartier Mut für zukünftige Integrationslösungen.
Die Frauen(t)räume haben in der 2. Hälfte 2017 und 1. Hälfte 2018 zunächst hauptsächlich Flüchtlingsfrauen im Quartier aktiviert. In der 2. Hälfte 2018 und 2019 soll das Zentrum sich klar zielgruppenübergreifend an ALLE Frauen im Stadtteil richten. Es sollen sowohl gemeinsame Erlebnisse als auch das kulturübergreifende Lösen von Problemen im Quartier ermöglicht werden, um so den nachbarschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Hierfür streben wir die Erweiterung des Selbstverwaltungsteams an, in dem möglichst viele weibliche demographische Gruppen im Quartier vertreten sind.
*http://www.cellesche-zeitung.de/S4399639/Vorwerker-heissen-Fluechtlinge-willkommen
Qualitätskriterien
Beschreibung
1. Bewohnerinnen zu Wünschen befragt werden, 2. diese Wünsche ins Programm einfließen, 3. Die zeitliche Programmgestaltung auf Nutzerinnen zugeschnitten wird
Kriterium
Beschreibung
1. Bewohnerinnen in der Steuerungsgruppe mitarbeiten, 2. Bewohnerinnen das Zentrum aktiv mitgestalten, 3. Bewohnerinnen eigene, selbstverwaltete Angebote planen und durchführen, die eine diverse Teilnehmerschaft ansprechen
Kriterium
Beschreibung
1. Nutzerinnen der Frauen(t)räume in Angebote anderer Träger eingebunden sind, 2. Bewohnerinnen eigene Fähigkeiten zum Einsatz bringen können
Kriterium
Beschreibung
1. Teilnehmende verschiedener/n Herkunft, Religion, Alters zu Veranstaltungen kommen, 2. die nachbarlichen Anekdoten eher positiv als negativ ausfallen, 3. Nachbarn sich auch außerhalb der Frauen(t)räume solidarisieren
Beschreibung
1. mehrere Veranstaltungen pro Jahr in Kooperation mit ein- oder mehreren Trägern stattfinden, 2. das Selbstverwaltungsteam in die Netzwerkarbeit eingebunden ist und eigenständig kommuniziert, 3. trägerübergreifende Konfliktlösungen gefunden werden
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Celle - Mobile Jugendarbeit und ZAS - Zentrale Anlaufstelle der Celler Zuwanderungsagentur
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Celle (Migrationsberatung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kath. Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev-luth. Kirchengemeinde Vorwerk mit Familienzentrum Vorwerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Psychosoziale Beratungsstelle der Diakonie Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erziehungsberatungsstelle des Landkreis Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienbildungsstätte FABI
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Vorwerk, Ortsbürgermeisterin Vorwerk, Rat der Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cellesche Zeitung u.a. Medien, FB-Gruppen VorwerkerChat und Stadtteilmanagement, Webseite der Zuwanderungsagentur (https://www.celle.de/Rathaus/Die-Stadtverwaltung/Bildung-Jugend-Integration-und-Bürgerservice/Eigenbetrieb-Celler-Zuwanderungsagentur-/)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
3 Flüchtlings-Frauen aus dem Quartier, die derzeit der Steuerungsgruppe angehören. 6 weitere Frauen, die regelmäßig wöchentliche Angebote wahrnehmen. 20 weitere Frauen, die unregelmäßig an Angeboten teilnehmen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarin und deren Tochter, die in einem örtlichen Verein aktiv ist; Nachbarin und deren Mutter, die Kinder betreut
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"Allerhand" - Secondhand-Laden in Vorwerk, bei dem viele aus dem Quartier einkaufen; Edeka Vorwerk und andere Läden im Stadtteil, bei denen wir Informationen auslegen dürfen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frauen(t)räume-Whatsapp-Gruppe: 8 Multiplikatorinnen (inkl der 3 Mitglieder der Steuerungsgruppe)
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Kommt Zeit - kommt Rad
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Johannes Meyer
| Organisation | Evangelische Flüchtlingsnetzwerk Hannover |
|---|---|
| Funktion | Koordinator |
2. Kurzbeschreibung
Mobile Fahrradwerkstatt - mobil im Quartier
Projektbeschreibung
Die Mobile Fahrradwerkstatt sucht unterschiedliche Quartiere in Hannover auf - bietet Reparaturservice, Kommunikation und Vernetzung und fördert damit Mobilität.
Das folgende Gespräch zwischen BewohnerIn (mit O/\´O Fahrrad) und Werkstattteam (mit :::::----- Schraubendreher) gibt einen Einblick:
O/\´O "Was? Hier reparieren Sie umsonst Fahrräder ?
:::::----- "Nein, wir unterstützen Sie, wenn Sie beim Reparieren nicht mehr weiterkommen und wir legen natürlich auch selbst Hand an."
O/\´O "Und Sie haben auch Ersatzteile dabei? Wie teuer sind die?
:::::----- "Wir haben bestimmt gebrauchte Teile für Sie - oder neue zum Einkaufspreis"
O/\´O "Ich habe Sie schon öfters hier vor der Flüchtlingsunterkunft gesehen. Helfen Sie jetzt auch anderen?"
:::::----- "Ja, vor allem denen, die wenig Geld zur Verfügung haben"
O/\´O "Eigentlich bräuchte ich ein Fahrrad mit so einer großen Ladefläche weil die Wasserkästen immer so schwer sind."
:::::----- "Lastenfahrräder haben wir nicht, aber im Quartiersbüro können Sie sich welche ausleihen."
O/\´O "Das finde ich ja toll, das Sie das alles so wissen"
:::::----- "Das liegt daran, das wir in Hannover ziemlich viel rumkommen"
O/\´O "Sie können mir nicht zufällig bei meinem Bewilligungsbescheid helfen? Den verstehe ich nicht."
:::::----- "Leider klappt das nicht hier bei dem ganzen Trubel - aber ich rufe mal gerade meinen Kollegen an - der hilft Ihnen weiter"
O/\´O "Das ist ja freundlich. Sind Sie denn regelmäßig hier auf dem Marktplatz?"
:::::----- "Ja, Sie können sich drauf verlassen. Auf Wiedersehen" -
O/\´O "Auf Wiedersehen - kann ich meiner Nachbarin auch von Ihnen erzählen und sie mitbringen"
:::::----- "Klar"
3. Ausgangslage
Ausgangslage
a) Geflüchtete und Menschen mit Transferleistungen sind auf Mobilität angewiesen um zu Ämtern zu gelangen, einzukaufen, Praktikums- und Arbeitsstellen aufzusuchen, Freunde zu treffen und an Freizeitaktivitäten teilzunehmen. Ein KFZ ist zu teuer - das Fahrrad ist eine gute Alternative.
b) Die Preise für neue Fahrräder und Werkstattleistungen haben angezogen und übersteigen das monatliche Budget - günstige Gebrauchträder sind eine Alternative.
c) Fahrradfahren fördert die Absenkung von umweltbelastenden Emmissionen, wirkt sich positiv auf die individuelle Gesundheit aus und erweitert den Lebensradius.
d) Eine Mobile Fahrradwerkstatt, die sich real mitten an belebten Orten im Quartier aufstellt ist immer auch ein Ort der Kommunikation und des Austausches. Über das Thema "Fahrrad" erschließen sich weitere Themenfelder, die für die Vernetzung im Quartier und die Weitervermittlung an andere Hilfeeinrichtungen sorgt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover
Beschreibung
Das Fördergebiet lässt sich nicht abgrenzen. Die Mobile Fahrradwerkstatt ist ja wie der Name schon sagt mobil.
Einwohnerzahl
532888
Quelle / Anmerkungen
https://www.hannover.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
- Wir haben eine Geh-Struktur
- Wir sind niederschwellig
- Wir regen die Vernetzung an
- Wir bieten konkrete Hilfe
- Wir unterstützen Institutionen im Netzwerk bei deren Vorhaben
- Wir erfüllen einen Bedarf
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Je Vor-Ort Termin (2 Std) 5 Personen die Dienste der Fahrradwerkstatt anfragen und in Anspruch nehmen
Kriterium
Beschreibung
wenn möglichst viele BewohnerInnen sich die praktische Arbeit selbst zutrauen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Werkstatttreff Mecklenheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Bodelschwingh
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftskreis Roderbruch, Herrenhausen, Bothfeld, Badenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Abteilung Migration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenkreissozialarbeit Ricklingen Herrenhausen
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsamen Lebensraum gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Seit Herbst 2017 ist das Projekt "Gemeinsam Lamspringe" in der Gemeinde im Vorharz gestartet. Zuerst musste eine passende Räumlichkeit gefunden werden, die als Anlaufstelle dient und Platz für Beratungs- und Begegnungsangebote bietet. Seit der Einweihung im Dezember finden dort regelmäßig Sprechstunden der Migrations-, Jugendamts- und Rentenberatung statt. Außerdem bieten sowohl die hauptamtlich Mitarbeitenden als auch Ehrenamtliche Veranstaltungen und Kurse an. Zusätzlich zu den konkreten Veranstaltungen gibt es offene Sprechstunden bzw. Zeiten, in denen das Projektpersonal vor Ort ist, um zur Verfügung zu stehen, wenn jemand Gesprächsbedarf hat.
Durch das Vorhalten von Informationen zu verschiedenen Themen und über Einrichtungen in der Region sowie Aushänge am gemeinsam gestalteten "Schwarzen Brett" wird die Möglichkeit zur Vernetzung, Nachbarschaftshilfe und Bildung gegeben.
Das alles führt dazu, dass die Bewohner*innen miteinander ins Gespräch kommen, Gemeinsamkeiten und/oder Handlungsbedarfe festgestellt und Pläne gemacht werden. Bereits Aktiven wird eine Räumlichkeit und ein Zusammenhang dafür geboten, andere können interessiert und aktiviert werden.
Jemand, der sich sehr aktiv im Treffpunkt einbringt, ist der Heimatpfleger der Gemeinde, der gleichzeitig auch für Tourismus zuständig ist. Oder wie es hier heißt: Fremdenverkehr. Er gestaltet eins der beiden Schaufenster, hat einen kompletten Ständer mit Flyern, Wanderbroschüren u.a. gefüllt und im Gespräch haben sich viele Schnittmengen und Ideen entwickelt, wie über das Thema Heimat Menschen zusammengebracht werden können.
Nach der Anlaufphase und dem Erfassen der Bedarfe im Jahr 2018, soll es 2019 noch stärker darum gehen, gemeinsam zu erarbeiten, wer und was alles Teil von Lamspringe ist und wie es geschafft werden kann, dass sich alle Menschen dort heimisch fühlen. Dies soll in Kooperation mit dem Heimatpfleger und dem Netzwerk aus örtlichen Einrichtungen und Vereinen wie bspw. dem NABU gemacht werden. Dazu sollen u.a. Workshops veranstaltet und die Ergebnisse in Form einer Ausstellung im Treffpunkt und verteilt über die ganze Gemeinde präsentiert werden. Gemeinsame Begehungen des Gebiets, um die Ausstellung anzuschauen, greifen auch die räumliche Dimension des gemeinsamen Lebensraums der Bewohner*innen auf.
Das nachhaltige Einbinden weiterer gesellschaftlicher Gruppen in das aktive Gemeinwesen statt eines nebeneinander her Lebens und das Auseinandersetzen mit Heimat ist das Ziel.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Obwohl das Projekt grundsätzlich gut angelaufen ist, ist es nach wie vor schwierig zu erreichen, dass nicht nur die häufig sowieso schon aktiven Menschen sich einbringen oder die Angebote wahrnehmen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Es gibt einerseits eine Konsum- und Anspruchshaltung und andererseits ein geringes Selbstwertgefühl bei vielen Bewohner*innen, was das aktive Mitgestalten des Projekts begrenzt. Des Weiteren konnte beobachtet werden, dass wenn tatsächlich andere Menschen, als lediglich die üblichen bekannten Gesichter, an Veranstaltungen wie bspw. dem "Abend der Begegnung" teilnehmen, einige Menschen mit Ablehnung reagieren. Das sind durchaus Menschen, die sich selbst wohl als offen und tolerant bezeichnen würden. Doch wenn zu einer Veranstaltung, die ursprünglich für die Begegnung zwischen Neuzugewanderten und Alteingesessenen geschaffen wurde, nicht nur die Geflüchteten und die ehrenamtlichen Pat*innen sondern auch Menschen mit Behinderung aus den Lammetalwerkstätten kommen, wird direkt oder indirekt kundgetan, dass man das als störend empfinde.
Während die Arbeit anfangs noch sehr allgemein war, konkretisiert sie sich zusehends durch die aktuelle Förderung. Nachdem es momentan noch darum geht, grundsätzlich Menschen zusammenzubringen, ihre Bedarfe zu ermitteln und sie zu aktivieren, wird zukünftig der Prozess noch stärker auf die gleichberechtige Teilhabe im öffentlichen Raum und dem Gemeinwesen abzielen. Dies soll durch den Projektschwerpunkt Heimat geschehen. Durch das Befassen mit sich selbst, den anderen und dem gemeinsamen Lebensraum soll mehr Verständnis füreinander und ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt werden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lamspringe
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt durch die räumliche Anlaufstelle in der Hauptstr. 73 vorrangig im Flecken Lamspringe, dem Hauptort der Gemeinde Lamspringe. An zentralen Punkten im Ort wie Einrichtungen der Gemeinde, der Kirche usw. finden Veranstaltungen ebenfalls stattfinden. Darüber hinaus soll aber die ganze Gemeinde, inklusive den dazugehörigen umliegenden Ortsteilen, in den Blick genommen werden. Eine eindeutige Abgrenzung legten wir im Erstantrag bei der geografischen Begrenzung der Gemeinde Lamspringe fest. Allerdings kommen zum Teil auch Menschen aus Dörfern, die eigentlich zur Nachbarkommune Freden gehören nach Lamspringe zum Einkaufen oder Arztbesuch und nehmen an Veranstaltungen teil. Grundsätzlich ist der Fokus also die Gemeinde Lamspringe, aber es soll bei Interesse niemand ausgeschlossen werden. Somit ist auch die Einwohner*innenzahl des Projektgebietes nicht eindeutig festzulegen.
Einwohnerzahl
3000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Lamspringe
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner unter deren Einbeziehung Strukturen geschaffen werden sollen, die zu kollektivem Empowerment führen. Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Sensibilisierungsworkshops zu Diversität wirken Diskriminierung entgegen. Die darausfolgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen und Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität kommen kann. Durch verstärkten Austausch und nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig sind, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Diskriminierung gegenüber bestimmten Gruppen abnimmt und im Idealfall gänzlich ausbleibt.
Beschreibung
Kompetenzen der Haupt- und Ehrenamtlichen bzgl. der Region, dem Thema Heimat und Vielfalt nutzen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Bereits vor dem Start der ersten Projektphase im Herbst 2017 gab es durch Ehrenamtliche aus dem kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine bereits Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind nach wie vor nicht alle Bewohner*innen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr angesprochen. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule und Kindertagesstätten und zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers und der Integrationshelferin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September", Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten. Der ehrenamtliche Gemeinderat hat einen Ausschuss zu Themen wie Mobilität, Jugend- und Senior*innenarbeit und auch die Verbindung dieser Themen mit der Flüchtlingsintegrationsarbeit auf die Agenda gesetzt.
Senior*innen haben auch einen gemeinsamen Verein gegründet und eine Umfrage zu Wünschen und Bedarfen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Senior*innen wurde u.a. der Computerkurs im Treffpunkt der Johanniter gestartet.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden in Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lammetal Werkstätten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On