1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Björn Steinau
| Funktion | Fachdienstleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Weststadt in Bewegung – Weststadt im Blick
Projektbeschreibung
Das Projekt soll auf sehr unterschiedlichen Ebenen Bewegung in die Weststadt bringen:
• Durch die Beteiligungsmöglichkeiten, die im Rahmen der Städtebauförderung etabliert wurden und die möglichst viele dazu bewegen sollen, sich für den Stadtteil zu interessieren und einzusetzen.
• Durch die Möglichkeiten, die ergänzend das Programm der Städtebauförderung bietet z.B. zur Verbesserung der Freiflächen und des Wohnumfeldes, um Bewegung im Stadtteil attraktiv zu machen.
• Durch Angebote für Erwachsene, insbesondere Langzeitarbeitslose, die Bewegung in den Alltag und die Arbeits-Biografie bringen.
• Durch Angebote für hilfesuchende Bewohner, die festgefahrene persönliche Problemsituationen in Bewegung bringen.
• durch Bewegungs- und Bildungsangebote unterschiedlicher Art für Kinder sollen Körper und Geist in Bewegung gehalten werden.
• Für Senioren soll der Stadtteil dahingehend überprüft werden, wo Stolperstellen und Barrieren die Bewegung im Stadtteil einschränken und weiterhin Anreize geschaffen werden, mobil zu bleiben und die Beweglichkeit zu sichern.
• Durch das Teilprojekt „Weststadt im Blick“, in dem die Teilnehmenden – vorwiegend Langzeitarbeitslose in einer Aktivierungsphase einerseits – sich im Stadtteil bewegen, den Stadtteil – vor allem die Freiflächen – und seine Bewohner im Blick haben, (kleine) Alltagsprobleme vor allem im öffentlichen Raum lösen und bei der Umsetzung der vielfältigen Angebote zur Hand gehen.
Die Kernthemen des Projektes sind im Stadtteil verteilt verortet – auf den vorhandenen oder zu schaffenden Freiflächen, in den bereits vorhandenen Einrichtungen wie Schule, Kindertagesstätte, soll (mehr) Bewegung entstehen – eine größere Stadtteileinrichtung ist nicht geplant, vorgesehen ist allerdings eine Anlaufstelle, um die Erreichbarkeit zu gewährleisten.
Vor allem der Pagels Garten (Bürgergarten, derzeit Eigentum einer Stiftung) stellt einen wichtigen Ort dar, an dem die verschiedenen Projektteile ansetzen:
Die Bewohner der Weststadt sollen bewegt werden, den Garten zu nutzen – aber auch, ihn im Blick zu haben, damit er als offener Garten dauerhaften Bestand hat. Es soll Bewegung kommen in die Kenntnis über Gartennutzung, Verarbeitung und Funktion eines solchen Gartens im Wohngebiet und vor allem im Rahmen des Teilprojektes „Weststadt im Blick“ soll der Garten im Blick sein, um ihn vor Vandalismus zu bewahren und Bewegung in die Wahrnehmung der Flächen als Wert zu bringen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ausgangslage ist charakterisiert durch Bewegungslosigkeit an folgenden Stellen:
• eine Häufung von Haushalten in problematischen Lebenssituationen (Alleinerziehende, Zuwanderer, Langzeitarbeitslose), für die es wenig Unterstützungs- bzw. Beratungsangebote vor allem für alltagsbezogene Fragestellungen gibt. Es kommt nur mit viel Aufwand Bewegung in die Lösung dieser vergleichsweise einfachen Probleme.
• Bei vielen Kindern aber auch Erwachsenen mangelt es an körperlicher Bewegung und an Bewegung und Mobilität im Stadtteil.
• Es fehlt vielfach an Interesse und Bereitschaft, sich aus dem Alltagstrott und den eingefahrenen Weg im Stadtteil heraus zu bewegen, sich selber zu einem anderen Blick auf den Stadtteil und zur Beteiligung an den Veränderungsprozessen der Sanierung zu bewegen (was bietet der Stadtteil bzw. könnte er bieten, wo kann ich den Stadtteil nutzen, was kann ich beitragen, damit der Stadtteil voran kommt).
• Auf einigen der im Stadtteil vorhandenen Flächen fehlt es an Bewegung, da die Flächen aus unterschiedlichen Gründen nur sehr eingeschränkt für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung stehen (Sorgen vor Vandalismus und Nutzung in den späten Abendstunden,…). Hier muss Bewegung auch in die Wahrnehmung der Eigentümer kommen.
• Es fehlt an einigen Stellen an attraktiven Verbindungen, um Bewegung zu fördern und Ziele für Bewegung in den Blick der Bewohner zu rücken – so ist z.B. der Pagels Garten aus dem Wohngebiet nicht direkt erreichbar.
• In dem innenstadtnah gelegen Stadtteil ist ein erheblicher Teil der Aktivitäten aus dem Stadtteil heraus orientiert – hier geht potentielle Bewegung für den Stadtteil verloren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Leer-Weststadt
Beschreibung
Das Gebiet wird umgrenzt von den Straßen Stadtring, Heisfelder Straße und Ubbo-Emmius-Str./Deichstraße, 93,5 ha (entsprechend Sanierungsgebiet Leer-Weststadt; das Fördergebiet soziale Stadt ist kleiner als das Sanierungsgebiet)
Einwohnerzahl
3200
Quelle / Anmerkungen
Vorbereitende Untersuchungen liegen vor
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Im Rahmen der Städtebauförderung Soziale Stadt ist die Förderung von Personal für GWA-Tätigkeiten nicht möglich (Förderung baulicher Maßnahmen und Sanierungstreuhänder / Sanierungsbeauftragter im Rahmen der Städtebauförderung). Durch die Initiierung einer GWA soll der Sanierungsprozess ergänzt, gestärkt und vervollständigt werden. Eine enge Abstimmung bzw. Einbindung der GWA in die Abläufe der Sanierung ist vorgesehen.
(Teilfunktionen des QM – sanierungsbezogene Beteiligung und Aktivierung usw. – werden während der Laufzeit der Sanierung vom Sanierungsbeauftragten / Sanierungstreuhänder übernommen, das QM ist daher nicht Bestandteil des Antrages; eine enge Kooperation wird stattfinden).
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten lagen nur für die Alterspannen 0-10 Jahre und 0-18 Jahre vor. Für die Altersgruppe 0-14 erfolgte eine entsprechende Hochrechnung. Stand 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten lagen nur für die Alterspannen 0-30 Jahre vor. Für die Altersgruppe 0-26 erfolgte eine entsprechende Hochrechnung. Stand 31.12.2017
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenquote im Gebiet: 26,7 (geschätzt im Rahmen Biwaq, Daten liegen nicht vor), 6,4% im Bezirk der Agentur für Arbeit Emden/Leer gem. Arbeitsmarktreport Bundesagentur für Arbeit November 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ausl. Bewohner: Gebiet: 13,4%, Teilbereich des Gebietes: 22%, Stadt 12% (Daten Stadt Leer 2017). Das Gebiet ist aufgrund seiner Größe nur minimal abweichend von städtischen Mittelwerten. Innerhalb des Gebietes gibt es insbesondere einen Teilbereich mit deutlich auffälligen Sozialdaten.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gebiet: 20% (Daten Stadt Leer 2014), Gesamtstadt: 13,8% (geschätzt); Das Gebiet ist aufgrund seiner Größe nur minimal abweichend von städtischen Mittelwerten. Innerhalb des Gebietes gibt es insbesondere einen Teilbereich mit deutlich auffälligen Sozialdaten: in diesem Teilbereich sind 61% der unter 18jährigen im Hilfeleistungsbezug (Daten Stadt Leer 2014). Weiterhin ist in diesem Teilbereich der Anteil an Ausländern überproportional hoch (22%) und erreicht in der Gruppe der unter 10jährigen über 30%.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Davon Kinder: im Gebiet: 30% (Bezug Alter 0-17), 16% (Bezug Alter bis 9 Jahre); Das Gebiet ist aufgrund seiner Größe nur minimal abweichend von städtischen Mittelwerten. Innerhalb des Gebietes gibt es insbesondere einen Teilbereich mit deutlich auffälligen Sozialdaten: in diesem Teilbereich sind 61% der unter 18jährigen im Hilfeleistungsbezug (Daten Stadt Leer 2014). Weiterhin ist in diesem Teilbereich der Anteil an Ausländern überproportional hoch (22%) und erreicht in der Gruppe der unter 10jährigen über 30%.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
keine Daten, qualitative Einschätzungen: hoher Anteil
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
sanierungsgebiet.pdf
(1.09 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Verfolgt wird der Ansatz, parallel zum Prozess der Sanierung, eine Gemeinwesenarbeit im Stadtteil zu etablieren (die auf Langfristigkeit ausgelegt ist). Die Dynamik und Aufmerksamkeit, die sich aus dem Prozess der städtebaulichen Sanierung ergibt, soll dabei einerseits genutzt werden, andererseits sollen über die GWA die Bedarfe im Stadtteil gedeckt werden, die im Rahmen der Städtebauförderung nicht förderfähig sind.
Die erste Phase der Sanierung hat dabei gezeigt, dass es im Stadtteil einen Wunsch bzw. Bedarf nach einer zentralen Anlaufstelle gibt, die jetzt geschaffen werden soll (der Schwerpunkt liegt dabei auf einer ansprechbaren Person, nicht auf einem größeren Gebäude).
Weiterhin hat sich gezeigt, dass ein Potential an Flächen vorhanden ist, das derzeit von der Öffentlichkeit aber nicht bzw. nur eingeschränkt genutzt werden kann und das es eine Reihe von Einrichtungen im Gebiet gibt, deren Angebote abgestimmt, gemeinsam veröffentlicht und vor dem Hintergrund der Bedarfe des Stadtteiles weiter entwickelt werden sollten.
Hieraus ergeben sich die zentralen Projektinhalte der Anlaufstelle mit koordinierender Funktion und der Bestandteil des Projektes für (Langzeit)arbeitslose als eine Art Stadtteilhausmeister, die Flächen/Einrichtungen im Blick haben.
Der Bedarf an konkreten Angeboten für Kinder wird seit Beginn der Vorbereitenden Untersuchungen von den Einrichtungen (Kita, Grundschule) betont.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Leer - Zentrum für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kindertagestättenverband Emden-Leer-Rhauderfehn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Synodalverband Südliches Ostfriesland der ev.-ref. Kirche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Plytenbergschule (Grundschule, Träger: Stadt Leer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friesenschule (Realschule, Träger: Landkreis Leer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunale Wohnungsverwaltung Leer (KWL) - Eigenbetrieb der Stadt Leer
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On