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Gemeinsam Lamspringe

Ansprechpartner
Marie Henners
Organisation Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen
Funktion Fachbereichsleitung Integration
Gemeinsamen Lebensraum gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Seit Herbst 2017 ist das Projekt "Gemeinsam Lamspringe" in der Gemeinde im Vorharz gestartet. Zuerst musste eine passende Räumlichkeit gefunden werden, die als Anlaufstelle dient und Platz für Beratungs- und Begegnungsangebote bietet. Seit der Einweihung im Dezember finden dort regelmäßig Sprechstunden der Migrations-, Jugendamts- und Rentenberatung statt. Außerdem bieten sowohl die hauptamtlich Mitarbeitenden als auch Ehrenamtliche Veranstaltungen und Kurse an. Zusätzlich zu den konkreten Veranstaltungen gibt es offene Sprechstunden bzw. Zeiten, in denen das Projektpersonal vor Ort ist, um zur Verfügung zu stehen, wenn jemand Gesprächsbedarf hat. Durch das Vorhalten von Informationen zu verschiedenen Themen und über Einrichtungen in der Region sowie Aushänge am gemeinsam gestalteten "Schwarzen Brett" wird die Möglichkeit zur Vernetzung, Nachbarschaftshilfe und Bildung gegeben. Das alles führt dazu, dass die Bewohner*innen miteinander ins Gespräch kommen, Gemeinsamkeiten und/oder Handlungsbedarfe festgestellt und Pläne gemacht werden. Bereits Aktiven wird eine Räumlichkeit und ein Zusammenhang dafür geboten, andere können interessiert und aktiviert werden. Jemand, der sich sehr aktiv im Treffpunkt einbringt, ist der Heimatpfleger der Gemeinde, der gleichzeitig auch für Tourismus zuständig ist. Oder wie es hier heißt: Fremdenverkehr. Er gestaltet eins der beiden Schaufenster, hat einen kompletten Ständer mit Flyern, Wanderbroschüren u.a. gefüllt und im Gespräch haben sich viele Schnittmengen und Ideen entwickelt, wie über das Thema Heimat Menschen zusammengebracht werden können. Nach der Anlaufphase und dem Erfassen der Bedarfe im Jahr 2018, soll es 2019 noch stärker darum gehen, gemeinsam zu erarbeiten, wer und was alles Teil von Lamspringe ist und wie es geschafft werden kann, dass sich alle Menschen dort heimisch fühlen. Dies soll in Kooperation mit dem Heimatpfleger und dem Netzwerk aus örtlichen Einrichtungen und Vereinen wie bspw. dem NABU gemacht werden. Dazu sollen u.a. Workshops veranstaltet und die Ergebnisse in Form einer Ausstellung im Treffpunkt und verteilt über die ganze Gemeinde präsentiert werden. Gemeinsame Begehungen des Gebiets, um die Ausstellung anzuschauen, greifen auch die räumliche Dimension des gemeinsamen Lebensraums der Bewohner*innen auf. Das nachhaltige Einbinden weiterer gesellschaftlicher Gruppen in das aktive Gemeinwesen statt eines nebeneinander her Lebens und das Auseinandersetzen mit Heimat ist das Ziel.
Ausgangslage
Obwohl das Projekt grundsätzlich gut angelaufen ist, ist es nach wie vor schwierig zu erreichen, dass nicht nur die häufig sowieso schon aktiven Menschen sich einbringen oder die Angebote wahrnehmen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Es gibt einerseits eine Konsum- und Anspruchshaltung und andererseits ein geringes Selbstwertgefühl bei vielen Bewohner*innen, was das aktive Mitgestalten des Projekts begrenzt. Des Weiteren konnte beobachtet werden, dass wenn tatsächlich andere Menschen, als lediglich die üblichen bekannten Gesichter, an Veranstaltungen wie bspw. dem "Abend der Begegnung" teilnehmen, einige Menschen mit Ablehnung reagieren. Das sind durchaus Menschen, die sich selbst wohl als offen und tolerant bezeichnen würden. Doch wenn zu einer Veranstaltung, die ursprünglich für die Begegnung zwischen Neuzugewanderten und Alteingesessenen geschaffen wurde, nicht nur die Geflüchteten und die ehrenamtlichen Pat*innen sondern auch Menschen mit Behinderung aus den Lammetalwerkstätten kommen, wird direkt oder indirekt kundgetan, dass man das als störend empfinde. Während die Arbeit anfangs noch sehr allgemein war, konkretisiert sie sich zusehends durch die aktuelle Förderung. Nachdem es momentan noch darum geht, grundsätzlich Menschen zusammenzubringen, ihre Bedarfe zu ermitteln und sie zu aktivieren, wird zukünftig der Prozess noch stärker auf die gleichberechtige Teilhabe im öffentlichen Raum und dem Gemeinwesen abzielen. Dies soll durch den Projektschwerpunkt Heimat geschehen. Durch das Befassen mit sich selbst, den anderen und dem gemeinsamen Lebensraum soll mehr Verständnis füreinander und ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lamspringe
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt durch die räumliche Anlaufstelle in der Hauptstr. 73 vorrangig im Flecken Lamspringe, dem Hauptort der Gemeinde Lamspringe. An zentralen Punkten im Ort wie Einrichtungen der Gemeinde, der Kirche usw. finden Veranstaltungen ebenfalls stattfinden. Darüber hinaus soll aber die ganze Gemeinde, inklusive den dazugehörigen umliegenden Ortsteilen, in den Blick genommen werden. Eine eindeutige Abgrenzung legten wir im Erstantrag bei der geografischen Begrenzung der Gemeinde Lamspringe fest. Allerdings kommen zum Teil auch Menschen aus Dörfern, die eigentlich zur Nachbarkommune Freden gehören nach Lamspringe zum Einkaufen oder Arztbesuch und nehmen an Veranstaltungen teil. Grundsätzlich ist der Fokus also die Gemeinde Lamspringe, aber es soll bei Interesse niemand ausgeschlossen werden. Somit ist auch die Einwohner*innenzahl des Projektgebietes nicht eindeutig festzulegen.
Einwohnerzahl
3000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Lamspringe
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner unter deren Einbeziehung Strukturen geschaffen werden sollen, die zu kollektivem Empowerment führen. Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Sensibilisierungsworkshops zu Diversität wirken Diskriminierung entgegen. Die darausfolgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen und Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität kommen kann. Durch verstärkten Austausch und nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig sind, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Diskriminierung gegenüber bestimmten Gruppen abnimmt und im Idealfall gänzlich ausbleibt.
Beschreibung
Kompetenzen der Haupt- und Ehrenamtlichen bzgl. der Region, dem Thema Heimat und Vielfalt nutzen.
Vorhandene Strukturen
Bereits vor dem Start der ersten Projektphase im Herbst 2017 gab es durch Ehrenamtliche aus dem kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine bereits Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind nach wie vor nicht alle Bewohner*innen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr angesprochen. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule und Kindertagesstätten und zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers und der Integrationshelferin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September", Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten. Der ehrenamtliche Gemeinderat hat einen Ausschuss zu Themen wie Mobilität, Jugend- und Senior*innenarbeit und auch die Verbindung dieser Themen mit der Flüchtlingsintegrationsarbeit auf die Agenda gesetzt. Senior*innen haben auch einen gemeinsamen Verein gegründet und eine Umfrage zu Wünschen und Bedarfen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Senior*innen wurde u.a. der Computerkurs im Treffpunkt der Johanniter gestartet.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Andreas Humbert
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsmitglieder
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeindeverwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreisverwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden in Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendraum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lammetal Werkstätten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Asyl e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialverband
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oberschule Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bundesagentur für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KVHS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DAA
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
sbh Nord
Typ
Stadtteil
Galerie
foto treffpunkt
machmits infomobil 01.03.18 in lamspringe
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beratung vorsorge 01.03.18 in lamspringe
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Zustimmung Veröffentlichung
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