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Frauen(t)räume - Räume für Frauen

Ansprechpartner
Monika Rietze
Funktion Bildungsmanagerin
Frauen-Begegnungszentrum als Integrationsprojekt in Vorwerk
Projektbeschreibung
Im Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld im Celler Stadtteil Vorwerk leben ca. 60 Flüchtlingsfrauen mit ihren Familien. Nach anfänglich positiver Stimmung gegenüber den neuen Bewohner/innen, spiegelt die Atmosphäre im Quartier derzeit die im Bundesgebiet wieder - es gibt Vorbehalte, Ängste, Misstrauen, Neid. 2018 eröffnete eine Steuerungsgruppe aus Akteurinnen des Quartiers, koordiniert durch die Zuwanderungsagentur, die "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" zur Begegnung, Bildung und Integration. Der partizipatorische Ansatz ermöglicht es, Ängsten, die nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen werden, zuzuhören, und sie anhand von Wünschen und eigenen Ressourcen in positive Handlungen umzuwandeln. Zur Eröffnungsfeier kamen 80 Menschen aus dem Quartier und aus Celle. Die "Frauen(t)räume" sind im Stadtteil angekommen. Sie befinden sich in einer Doppelhaushälfte mit Garten, es gibt 3 Gruppenräume, eine Küche, ein Spielzimmer, eine Terasse, Vorgarten + Garten. Nachbarinnen und Kinder des Quartiers kommen zu Veranstaltungen oder einfach so vorbei. Das Haus hat viel Neugier entfacht! "Frauen(t)räume" sollen maximal geöffnet sein. Eine Woche könnte so aussehen: Montags Gartenprojekt und offene Sprechstunde; Mittwochs Sprechstunde und Teestube als niedrigschwelliges Kommunikationsangebot; Donnerstags selbstverwalteter Nachbarschaftsselbsthilfetreff und abends Veranstaltungen zur beruflichen Entwicklung (u.a. Fit für den Job/Zurück in den Beruf) sowie Diskussionsrunden, Freitags Selbsthilfetreff Body&Soul. Dienstags und am Wochenende wird das Zentrum spontan für selbstverwaltete Aktivitäten genutzt. Kinder nutzen das Kinderspielzimmer/den Garten unter mütterlicher Aufsicht bzw. bei speziellen Veranstaltungen mit Betreuung. 2019 sollen mehr Frauen mit und ohne Fluchthintergrund zusammenkommen und sich gegenseitig stärken, die Nutzerinnen der Frauen(t)räume sollen Vorreiterinnen für Integration im Quartier werden. Vorgesehen sind bisher: Das Feiern lokaler+interkultureller Feste, Vorbilder-Projekt zum 8. März, Vereinsgründungsworkshops, internationales Themenkochen, Generationenstammtisch, interkulturelle Stadtführungen, Mobilitätstraining, Selbstbehauptungskurse, Smartphone-Schulungen, Quartiergestaltungsprojekte, Arabischkurs für Deutschsprachige, After-Work-Gespräche für hauptamtliche Frauen, Sportangebote, Trauercafé, Musik-/Filmworkshops, Vermittlung von Mentorinnen o. Praktika. Ideen aus dem Quartier werden bei Realisierung des Angebots berücksichtigt.
Ausgangslage
Im Quartier sehen wir derzeit 3 Problemlagen: - Innerhalb der gut vernetzten Institutionen im Stadtteil (u.a. im Sozialraumgremium) und der Projektpartnerinnen in unserer Steuerungsgruppe gibt es gute Angebote für viele Zielgruppen, sowie asylrechtliche und soziale Beratung. Jedoch spricht kein gemeinwesenorientiertes Angebot ausschließlich Frauen und Mädchen an, wobei Frauen durch ihren sozialen Einfluss auf Kinder, Partner und Nachbarn die Multiplikatorinnen für Integration sind. - Im Talweg wurden im Frühjahr 2018 zwei deutsche Sintifamilien nach langwierigen Problemen zwangsgeräumt. Die Anwohner/innen im Quartier sprechen von einer Periode, in der sie Angst auf der Straße hatten, Angst, ihre Kinder draußen spielen zu lassen. Angst, die jetzt endlich vorbei sei. Diese Erlebnisse haben Vorurteile jedoch bekräftigt und Integrationsbemühungen behindert, weil die Anwohner der Analogie Sintifamilie=Ausländer=Flüchtlinge folgen. Neue Konflikte werden als kumulierend wahrgenommen und verstärken die Vorbehalte. Deutsche Familien ziehen weg, wenn weitere folgen, kann das die Brennpunktbildung des Stadtteils verstärken. - Die Frauenerwerbsquote im Quartier ist gering. Viele Frauen (speziell die mit Fluchthintergrund) sind aufgrund von Betreuungsarbeit von Aktivitäten außerhalb des Quartiers abgeschnitten oder in der Aufnahme von Erwerbsarbeit gehindert. Teilweise fehlt die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse oder Sprachkenntnisse. Die Gründe für den berichtet hohen Anteil an Hartz-IV-Empfängerinnen unter den Frauen ohne Fluchthintergrund müssen noch erforscht werden. Dabei sind viele Familien aufgrund niedriger Gehälter auf ein Einkommen der Frauen angewiesen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle - Stadtteil Vorwerk - Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld
Beschreibung
Vorwerker Bach / Mummenhofstraße nach Zusammenführung Hohe Wende und Sprengerstraße
Einwohnerzahl
937
Quelle / Anmerkungen
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle - 0 bis unter 15 Jahren
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Projektgebiet in Prozent
53
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
1
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit: Transferleistungen gem. SGB II § 53a
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Bedarfsgemeinschaften)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle, 15 bis unter 27 Jahren
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle, 60 Jahre und älter
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesanstalt für Arbeit - Arbeitslose gem. SGB III § 16
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt:unter 20 Jahren 0,1 Prozent; 20 bis unter 25 Jahren -> 0,12 Prozent; Projektgebiet jeweils 0. Statistik der Bundesanstalt für Arbeit
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit Unterstützung der Hauptamtlichen vor Ort möchten wir die Ressourcen im Quartier, die 2015 so positiv* genutzt wurden, als die Flüchtlinge in die Britensiedlung einzogen, wieder wecken, neue Ressourcen aufdecken und allen Bewohner/innen des Quartiers Mut machen, dass Integration gelingen kann. Hier ein Beispiel für örtliche versteckte Ressourcen und wie wir diese zur Lösung von Problemen aktivieren: Ein Verein klagt über interkulturelle Konflikte. Wir planen, eine Nutzerin dorthin als Integrationslotsin zu vermitteln. A) Konflikte können gelöst werden, B) Flüchtlingsfrau kann in ihrem Beruf Arbeitserfahrung sammeln und Sprache trainieren, C) Das Team des örtlichen Vereins wird entlastet, D) Erfolg durch einfache integrative Lösungen machen allen im Quartier Mut für zukünftige Integrationslösungen. Die Frauen(t)räume haben in der 2. Hälfte 2017 und 1. Hälfte 2018 zunächst hauptsächlich Flüchtlingsfrauen im Quartier aktiviert. In der 2. Hälfte 2018 und 2019 soll das Zentrum sich klar zielgruppenübergreifend an ALLE Frauen im Stadtteil richten. Es sollen sowohl gemeinsame Erlebnisse als auch das kulturübergreifende Lösen von Problemen im Quartier ermöglicht werden, um so den nachbarschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Hierfür streben wir die Erweiterung des Selbstverwaltungsteams an, in dem möglichst viele weibliche demographische Gruppen im Quartier vertreten sind. *http://www.cellesche-zeitung.de/S4399639/Vorwerker-heissen-Fluechtlinge-willkommen
Qualitätskriterien
Beschreibung
1. Bewohnerinnen zu Wünschen befragt werden, 2. diese Wünsche ins Programm einfließen, 3. Die zeitliche Programmgestaltung auf Nutzerinnen zugeschnitten wird
Beschreibung
1. Bewohnerinnen in der Steuerungsgruppe mitarbeiten, 2. Bewohnerinnen das Zentrum aktiv mitgestalten, 3. Bewohnerinnen eigene, selbstverwaltete Angebote planen und durchführen, die eine diverse Teilnehmerschaft ansprechen
Beschreibung
1. Nutzerinnen der Frauen(t)räume in Angebote anderer Träger eingebunden sind, 2. Bewohnerinnen eigene Fähigkeiten zum Einsatz bringen können
Beschreibung
1. Teilnehmende verschiedener/n Herkunft, Religion, Alters zu Veranstaltungen kommen, 2. die nachbarlichen Anekdoten eher positiv als negativ ausfallen, 3. Nachbarn sich auch außerhalb der Frauen(t)räume solidarisieren
Beschreibung
1. mehrere Veranstaltungen pro Jahr in Kooperation mit ein- oder mehreren Trägern stattfinden, 2. das Selbstverwaltungsteam in die Netzwerkarbeit eingebunden ist und eigenständig kommuniziert, 3. trägerübergreifende Konfliktlösungen gefunden werden
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Celle - Mobile Jugendarbeit und ZAS - Zentrale Anlaufstelle der Celler Zuwanderungsagentur
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Celle (Migrationsberatung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
kath. Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev-luth. Kirchengemeinde Vorwerk mit Familienzentrum Vorwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Psychosoziale Beratungsstelle der Diakonie Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erziehungsberatungsstelle des Landkreis Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienbildungsstätte FABI
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Vorwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreissportbund Celle, Geschäftsstelle Vorwerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SportClub Vorwerk e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DAA - GärtnerInnenausbildung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IHK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HWK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bundesagentur für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter im Landkreis Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Vorwerk, Ortsbürgermeisterin Vorwerk, Rat der Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cellesche Zeitung u.a. Medien, FB-Gruppen VorwerkerChat und Stadtteilmanagement, Webseite der Zuwanderungsagentur (https://www.celle.de/Rathaus/Die-Stadtverwaltung/Bildung-Jugend-Integration-und-Bürgerservice/Eigenbetrieb-Celler-Zuwanderungsagentur-/)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
3 Flüchtlings-Frauen aus dem Quartier, die derzeit der Steuerungsgruppe angehören. 6 weitere Frauen, die regelmäßig wöchentliche Angebote wahrnehmen. 20 weitere Frauen, die unregelmäßig an Angeboten teilnehmen.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarin und deren Tochter, die in einem örtlichen Verein aktiv ist; Nachbarin und deren Mutter, die Kinder betreut
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"Allerhand" - Secondhand-Laden in Vorwerk, bei dem viele aus dem Quartier einkaufen; Edeka Vorwerk und andere Läden im Stadtteil, bei denen wir Informationen auslegen dürfen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frauen(t)räume-Whatsapp-Gruppe: 8 Multiplikatorinnen (inkl der 3 Mitglieder der Steuerungsgruppe)
Typ
Stadtteil
Galerie
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2018.04.03. gespraeche im frauentraeume c rowdah al tahaalnaser
2018.05.04. offizielle eroeffnung frauentraeume c egle preine
2018.03.26. 28. ich mache was2
haus talweg 7 auf tafel
grundriss talweg 7 erdgeschoss
grundriss talweg 7 obergeschoss
Zustimmung Veröffentlichung
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