Eintrachts Glücksmomente
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Joshua Becker
| Funktion | Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ball- und Bewegungsstützpunkt Nordstadt
Projektbeschreibung
Mit der Eröffnung einer neuen Sporthalle in der Hildesheimer Nordstadt entsteht erstmals ein zentraler Bewegungs- und Begegnungsort im Quartier. Eintracht Hildesheim von 1861 e.V. nutzt die Halle montags bis freitags von 16:00 bis 22:00 Uhr und entwickelt dort das sozialraumorientierte Sportprojekt „Eintrachts Glücksmomente“. Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Stadtteil niedrigschwellige Zugänge zu Sport, Bewegung und Gemeinschaft zu ermöglichen.
Die Nordstadt, insbesondere das Bahnhofsviertel, ist ein multikulturell geprägter Stadtteil mit sozialen Herausforderungen und einem vergleichsweise geringen Angebot an strukturierten Freizeit- und Bewegungsmöglichkeiten. Gerade für Kinder und Jugendliche fehlen häufig regelmäßige sportliche Angebote im direkten Wohnumfeld. Das Projekt setzt genau hier an und schafft einen offenen und integrativen Bewegungsraum im Quartier.
Im Mittelpunkt stehen Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis sechzehn Jahren („Eintrachts Glücksmomente – Kinder“), die kostenfrei an regelmäßigen Sportangeboten teilnehmen können. In der Zeit von 16:00 bis 20:00 Uhr werden vor allem Ballsportarten wie Basketball, Handball, Fußball, Volleyball und Tischtennis angeboten. Neben offenen Spielmöglichkeiten können sich interessierte Teilnehmende auch in Trainingsgruppen entwickeln und perspektivisch am Wettkampfsport teilnehmen.
Ab 20:00 Uhr richtet sich das Angebot verstärkt an Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Stadtteil. Offene Sportangebote schaffen attraktive Freizeitmöglichkeiten und fördern Bewegung, Teamgeist und soziale Begegnung.
Der separate Bewegungsraum wird zudem für gesundheitsorientierte Angebote genutzt, insbesondere für Erwachsene und die sogenannte Boomergeneration plus. Damit entsteht ein generationenübergreifender Begegnungsort, der Bewegung, Gesundheit und soziale Teilhabe verbindet.
Das Projekt verfolgt das Ziel, Bewegung zu fördern, soziale Integration zu stärken und das Quartier durch Sport als verbindendes Element zu beleben. Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam statt einsam“ werden Gemeinschaft, Fairness, Respekt und demokratische Werte vermittelt. Gleichzeitig soll die Sporthalle langfristig zu einem festen Treffpunkt im Stadtteil werden und Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen miteinander verbinden. Wir möchten mit vorhandenen Strukturen, Netzwerken und Quartiersanlaufstellen gemeinsam einen weiteren Standort der Begegnung schaffen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Hildesheimer Nordstadt zählt zu den Quartieren der Stadt, die in besonderem Maße durch soziale und strukturelle Herausforderungen geprägt sind. Insbesondere im Bereich rund um das Bahnhofsviertel leben viele Familien mit Migrationsgeschichte, unterschiedliche Kulturen und soziale Lebensrealitäten treffen hier auf engem Raum aufeinander. Gleichzeitig fehlen im Quartier bislang ausreichend niedrigschwellige Freizeit-, Bewegungs- und Begegnungsangebote, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen erreichen und ihnen eine sinnvolle, gemeinschaftliche Freizeitgestaltung ermöglichen.
Gerade für junge Menschen im Alter zwischen sechs und sechzehn Jahren fehlen häufig regelmäßige, verlässliche Angebote, die sowohl Bewegung als auch soziale Orientierung bieten. Gleichzeitig stehen auch viele Jugendliche und junge Erwachsene vor der Herausforderung, ihre Freizeit in einem Umfeld zu gestalten, in dem attraktive Alternativen zu passiven oder problematischen Freizeitformen oftmals nur begrenzt vorhanden sind. Fehlende Begegnungsräume und eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten können dazu führen, dass junge Menschen ihre Freizeit ohne strukturierte Angebote verbringen und dadurch soziale Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten ungenutzt bleiben.
Sportvereine können in solchen Sozialräumen eine bedeutende Rolle übernehmen. Sie sind nicht nur Orte körperlicher Aktivität, sondern auch Räume der Begegnung, der Wertevermittlung und der persönlichen Entwicklung. Sport schafft Gemeinschaft, vermittelt Fairness, stärkt Selbstvertrauen und ermöglicht es Menschen unterschiedlicher Herkunft, miteinander in Kontakt zu kommen und voneinander zu lernen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Das Projekt wirkt in der gesamten Nordstadt.
Einwohnerzahl
11345
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2022 Wikipedia
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt orientiert sich am Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Ziel ist es, Menschen im Quartier aktiv einzubeziehen und ihre eigenen Ressourcen zu stärken. Die Angebote sollen bewusst niedrigschwellig gestaltet sein, damit möglichst viele Menschen teilnehmen können.
Ein wichtiges Element ist dabei auch die Partizipation. Kinder und Jugendliche können aktiv an der Gestaltung des Programms mitwirken, beispielsweise bei der Auswahl von Sportarten oder der Organisation kleiner Turniere.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Projekt zum gesteigerten Selbstwertgefühl der Teilnehmer*innen führt.
Kriterium
Beschreibung
Neue Bewegungs- und Begegnungsangebote angenommen und genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Von Kindern über Jugendliche und junge Erwachsene bis hin zur Boomergeneration plus. Jeder und jede ist willkommen, egal welche Kultur, Herkunft, welches Geschlecht oder Religion.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Nord.Pol 2.0
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordstadt.Mehr.Wert.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrativer Gesundheitstreff
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt ist langfristig angelegt. Ziel ist es, die neue Sporthalle dauerhaft als zentralen Bewegungs- und Begegnungsort im Quartier zu etablieren. Durch regelmäßige Angebote und kontinuierliche Kooperationen mit lokalen Einrichtungen soll eine stabile Struktur entstehen, die auch über die initiale Projektphase hinaus Bestand hat.
Unser Ziel ist es zudem mit vorhandenen Strukturen und bereits etablierteren Projekten und Anlaufstellen im Quartier zusammenzuarbeiten.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Lebendige Wüste – Ein OSC‑Projekt für Bewegung & Miteinander
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Mathias Wygold
| Funktion | Leiter Vereinsentwicklung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Die Wüste als Oase für eine gute Nachbarschaft und generationen- und herkunftsunabhängiges Miteinander
Projektbeschreibung
Der Osnabrücker SC verfügt schon heute über starke sozialräumliche Anknüpfungspunkte in der Stadt – u.a. durch seine umfangreiche Ferienbetreuung, die Trägerschaft mehrerer Offener Ganztage an Grundschulen oder das Sport‑Vernetzt‑Projekt im Rosenplatzquartier, das sozial benachteiligten Kindern den Zugang zu Sport im schulischen und außerschulischen Alltag erleichtert. Diese bestehende soziale Infrastruktur macht den OSC zu einem Motor für ein quartiersweites, niedrigschwelliges Bewegungs‑ und Begegnungsprojekt in der Wüste, das die acht folgenden GWA‑Themenfelder aktiv miteinander verbindet.
Das Quartier bietet dafür optimale Voraussetzungen: Mit zentralen Orten wie Moskaubad, Pappelsee, Jahn‑ und Hoffmeyerplatz, Schulen, Kitas, inhabergeführten Geschäften und lebendigem Wohnumfeld kann der OSC seine Rolle als Sport‑ und Sozialakteur sichtbar vertiefen.
Projektbausteine und Rolle des OSC
1. Begegnungsorte stärken
Der OSC schafft wöchentliche Bewegungs‑ und Begegnungstreffs und erweitert diese um soziale Formate wie Erzählcafés oder saisonale Nachbarschaftspicknicks – getragen durch pädagogische Kompetenzen aus OGS und Ferienbetreuung.
2 Nachbarschaft aktivieren
Mit „Quartiersläufen“, Hofflohmärkten oder Kochabenden setzt der OSC Impulse, die körperliche Aktivität mit nachbarschaftlicher Verbundenheit verbinden.
3. Generationen verbinden
Tandems Jung–Alt, Patenschaften, Musik‑ und Technikangebote werden durch OSC‑Multiplikator*innen begleitet und über Schulkooperationen verankert.
4. Lokale Ökonomie einbinden
Der OSC nutzt seine Netzwerke, um Läden, Märkte und Betriebe als Partner zu gewinnen – etwa für Aktionstage, Workshops, Engagement-Messen oder Quartiersfeste.
5. Grün‑ und Freizeitflächen nutzen
Outdoor‑Fitness, Kreativ‑Workshops oder Kulturabende aktivieren die Wüste als Lebensraum über den Sport hinaus.
6. Soziale Durchmischung sichern
Kostenfreie Angebote für alle, Willkommensrunden für Neuzuziehende sowie niedrigschwellige Familien‑Netzwerke knüpfen an die langjährige OSC‑Erfahrung im Umgang mit vielfältigen sozialen Gruppen an.
7. Digitale Quartierskommunikation
Ein digitaler OSC‑Quartierskalender, Nachbarschaftsforum und Talente‑Börse (Hilfe, Tauschangebote, Kompetenzen) machen das soziale Leben im Stadtteil sichtbar und zugänglich.
8. Bildungsakteure einbinden
Gesundheitstage, Nachhaltigkeits‑Workshops und generationsübergreifende Lernwerkstätten verbinden Schule, Uni und Quartier.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Wüste ist dicht besiedelt, innenstadtnah, sozial stabil und verfügt über gute Nahversorgung, Freizeitflächen und lokale Ökonomie. Damit unterscheidet sie sich stark von klassischen GWA-Einsatzräumen wie strukturell benachteiligten Quartieren. GWA in der Wüste bedeutet daher nicht: kompensieren, sanieren oder Probleme bearbeiten, sondern: Sozialräume stärken, Vernetzung fördern und Lebensqualität weiter erhöhen. Die Wüste ist kein Problembereich, sondern ein starker, attraktiver, dynamischer, vielfältig genutzter Stadtteil. Daher sollte GWA hier fördernd statt reparierend, vernetzungsorientiert statt defizitorientiert, raumaktivierend statt sozialarbeiterisch-therapeutisch und kommunikations-, beteiligungs- und gemeinschaftsstärkend wirken. GWA kann im Stadtteil Wüste vor allem mit der Bearbeitung folgender inhaltlicher Schwerpunkte erfolgreich sein:
1. Orte der Begegnung stärken und ausbauen
2. Nachbarschaft aktivieren – besonders in den verdichteten Bereichen
3. Studierende, junge Familien und ältere Menschen zusammenbringen
4. Lokale Ökonomie und Gewerbe als Partner
5. Grün- und Freizeitflächen für niedrigschwellige Angebote nutzen
6. Durchmischung erhalten – sozialpräventive GWA
7. Digitalisierung & Kommunikation im Quartier ausbauen
8. Kooperationen mit lokalen Bildungsakteuren entwickeln und stärken
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Wüste
Beschreibung
Im Herzen des in der Weststadt gelegenen Stadtteils Wüste liegt das Sportzentrum des Osnabrücker Sportclubs. Innerhalb der Grenzen dieses Stadtteils wollen wir mit unserem Projekt wirken.
Die nördliche Grenze zur Weststadt verläuft entlang der Martinistraße und des Blumenhaller Wegs. Im Westen markiert die Bundesautobahn 30 (A30) die Grenze zu Hellern. Der südlichste Punkt liegt an der Kreuzung der Bahnstrecke Münster–Osnabrück. Von dort folgt die Stadtteilgrenze der Bahnlinie bis zur Sutthauser Straße. Im Osten zieht sich die Grenze über den Rosenplatz und die Kommenderiestraße bis zum Johannistorwall.
Am Wall entlang endet die Wüste an der Kreuzung Schlosswall / Martinistraße.
Einwohnerzahl
15000
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es handelt sich hierbei um eine Schätzung. Insgesamt sind Menschen mit Migrationsgeschichte im Stadtteil Wüste eher unterrepräsentiert. Die Herausforderungen sind in dieser Hinsicht somit eher präventiv: Durch die hohe Wohnqualität und die Nähe zur Universität kann die Durchmischung langfristig einseitiger werden. Integrative Maßnahmen dienen hier v. a. der Erhaltung sozialer Vielfalt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut dem Demografiebericht der Stadt Osnabrück für das Jahr 2022 betrug zum damaligen Zeitpunkt der Anteil der 0-16-Järhigen Kinder und Jugendlichen rund 13,5%, weshalb hier von etwa 12% in Bezug auf die 0-14-Jährigen ausgegangen wird. Im Stadtteil Wüste leben geschätzt rund 1.300 bis 1.600 Kinder und Jugendliche, was einem mittleren Anteil im Vergleich zur Gesamtstadt entspricht. Auch hier ist die Herausforderung eher präventiver Natur. Da die Prognose der Bevölkerungsentwicklung im Stadtteil Wüste dem Quartier eher eine stabile Bevölkerungszahl prophezeit, droht der Stadtteil mittelfristig immer älter und eindimensionaler zu werden. Es bedarf der Entwicklung von Maßnahmen, um den Stadtteil für Familien verschiedener sozialer Herkünfte attraktiv zu halten oder werden zu lassen.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Nach einer Schätzung liegt der Anteil der Menschen, die 60 Jahre oder älter sind im Stadtteil Wüste bei bis zu 25%, was in etwa dem städtischen Mittel entspricht. In der Kombination mit den unterrepräsentierten Gruppen der unter 14-Jährigen und der Menschen mit Migrationsgeschichte, besteht die Herausforderung darin, den Stadtteil sich nicht zu einem zunehmend alternden, elitären Quartier entwickeln zu lassen, dass sich möglicherweise zunehmend von einer vielfältigen Stadtgemeinschaft entkoppelt. Hier gilt es zunächst, vorhandene Generationen und Herkünfte im Quartier stärker miteinander in Verbindung zu bringen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2026_projektgebiet_gute_nachbarschaft.pdf
(360.22 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es sozialräumlich, aktivierend und vernetzungsorientiert arbeitet. Die Wüste verfügt über starke örtliche Ressourcen wie Moskaubad, Pappelsee, Jahn‑ und Hoffmeyerplatz, lokale Geschäfte und Bildungseinrichtungen, die gezielt genutzt werden, um niedrigschwellige Begegnungsräume zu schaffen und vorhandene Potenziale zu stärken.
Im Sinne der GWA werden Bewohner*innen aktiv einbezogen: durch regelmäßige Treffpunkte, generationenübergreifende Angebote und Formate, die Austausch und gegenseitige Unterstützung fördern. So entstehen stabile Nachbarschaftsnetzwerke und eine wachsende Identifikation mit dem Quartier.
Gleichzeitig folgt das Projekt dem Ansatz des Quartiersmanagements, indem zentrale Akteure wie Bürgerverein Wüste und Wüsteninitiative systematisch beteiligt und vernetzt werden, um langfristige Verantwortung im Stadtteil zu verankern. Diese Gruppen sind bereits wichtige Träger des sozialen Lebens und bieten eine stabile Basis für die Weiterführung von Angeboten.
Durch die schrittweise Übergabe von Angeboten, den Aufbau selbstorganisierter Gruppen sowie digitale Werkzeuge wie einen Quartierskalender entsteht ein nachhaltiges Netzwerk, das den Stadtteil stärkt und die Prinzipien von GWA und Quartiersmanagement dauerhaft sichert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Entwicklung der Anzahl lokaler Akteur*innen, die sich aktiv beteiligen, Entwicklung der Zahl gemeinsamer Aktionen mit Geschäften / Einrichtungen / Initiativen sowie Zahl neuer, durch das Projekt entstandener Kooperationen
Kriterium
Beschreibung
Entwicklung der Anzahl der regelmäßig stattfindenden Begegnungs‑ und Gemeinschaftsformate im öffentlichen Raum sowie Zahl der eingebrachten Ideen aus Befragungen
Beschreibung
Entwicklung der Anzahl der teilnehmenden Personen pro Angebot / Monat, Entwicklung der Zahl der neuen Personen, die erstmals an Angeboten teilnehmen sowie Anzahl der Rückmeldungen zu Feedback‑Gesprächen oder (Mini‑)Befragungen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird früh in bestehende Strukturen wie Moskaubad, lokale Geschäfte, Schulen sowie Bürgerverein und Wüsteninitiative eingebettet. Dadurch entstehen stabile Kooperationen, die langfristig eigene Angebote tragen können. Durch den Aufbau selbstorganisierter Gruppen und die Übergabe einzelner Formate sinkt der künftige Finanzbedarf, sodass das Projekt nachhaltig im Quartier verankert bleibt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinschaft braucht Begegnung – Treffpunkte für ein lebendiges Dorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Henning Austmann
| Funktion | Mitbegründer und Co-Moderator |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfältige Begegnungsräume für ein dauerhaft lebendiges und zukunftsfähiges Miteinander im Dorf
Projektbeschreibung
Die "Ideenwerkstatt Dorfzukunft" – ein junger Verein mit bereits mehrfach überregional preisgekrönter Wirkung – setzt sich mit dem hier vorgeschlagenen Projekt für den sozialen Zusammenhalt und die nachhaltige Entwicklung ländlicher Gemeinschaften ein. Ziel ist es, das soziale Miteinander im Dorf durch innovative Maßnahmen dauerhaft wieder stärker zu beleben. Hier und in anderen ländlichen Regionen gibt es kaum noch Räume für lebendigen Austausch, was besonders ältere Menschen, Jugendliche und Zugezogene betrifft. Mit dem Projekt wollen wir dem entgegenwirken und Anlässe sowie Treffpunkte schaffen, die Austausch und Gemeinschaft fördern.
Das Projekt umfasst verschiedene Maßnahmen zur Stärkung des dörflichen Zusammenhalts. Geplant sind ein multifunktionaler Klein-Feld-Platz für verschiedene Ballspiele, ein kollektiv gestalteter Kreativ- und Aufenthaltsraum als analoger Treffpunkt für die Dorfjugend sowie eine Dorf-Küche, in der wöchentlich gemeinschaftliche Mahlzeiten angeboten werden. Diese sollen generationsübergreifend Menschen zusammenbringen und den Austausch fördern.
Zusätzlich sind Formate wie monatliche Dorf-Brunches im Pfarrhausgarten, Erzählrunden mit "Geschichten von früher", und interkulturelle Koch- und Präsentationsabende im Gemeindesaal geplant. Diese Angebote sollen das gegenseitige Verständnis stärken, den Dialog zwischen verschiedenen Altersgruppen und Kulturen fördern und Neuzugezogene besser integrieren.
Das Projekt basiert auf den Erkenntnissen des Forschungsprojekts "Zukunftsfähiges Dorf 2035" und dem dazugehörigen Leitfaden "Gemeinsam Zukunft anpacken" und setzt dessen Vision für ein lebendiges, soziales Dorfleben in die Praxis um.
Ein besonderes Anliegen des Projekts ist die langfristige Tragfähigkeit und breite Übertragbarkeit der Maßnahmen. Zwei Teilzeitstellen werden geschaffen, um den Aufbau der verschiedenen Angebote zu koordinieren, deren Wirkung auszuwerten, die Angebote weiterzuentwickeln, und eine Dokumentation (im Selbstverständnis eines Reallabors) zu erstellen, die anderen Dörfern zur Nachahmung dienen soll.
Durch die Verbindung von Gemeinwesenarbeit und Ortsentwicklung trägt das Projekt aktiv zur Integration, Vernetzung und Stärkung des dörflichen Zusammenhalts bei. Es ist ein modellhafter Lösungsansatz für ländliche Regionen mit besonderen sozialen, demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen und zeigt, wie ein Dorf durch Selbstwirksamkeit als lebendiger sozialer Lebensraum erhalten werden kann.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Unsere Dörfer stehen – wie viele ländliche Regionen – vor großen sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen. Seit 2012 setzt sich die „Ideenwerkstatt Dorfzukunft“ aktiv für eine nachhaltige Entwicklung ein und konnte bereits wichtige Impulse und Lernerfolge mit Partizipation feiern – etwa durch einen Dorfladen, Dorfzeitung und die Wiederbelebung traditioneller Feste. Dennoch bleiben insb. im Sozialen drei zentrale Problembereiche bestehen:
1. Hohe Fluktuation, mangelnde Begegnungsorte: In den Neubaugebieten der 1970er- und 1980er-Jahre sterben die einstigen Erstbewohner:innen weg, während neue Familien zuziehen. Doch es fehlen Orte und regelmäßige Anlässe, um sie in das Dorfleben zu integrieren. Besonders für Jugendliche gibt es kaum analoge Räume, um soziale Bindungen außerhalb der Familie aufzubauen. Dadurch leiden die Integration von Neuzugezogenen und Vernetzung der Jugendlichen in unseren Dörfern.
2. Auseinanderdriften zweier Lager mit gegensätzlichen Blickwinkeln auf Wandel: Während ein Teil der Dorfgemeinschaft aktiv Zukunftsfragen angeht (z. B Klimaschutz, nachhaltige Ortsentwicklung, etc.), gibt es einen anderen Teil, der diese Veränderungen skeptisch betrachtet oder ablehnt. Dies führt zu Spannungen und gefährdet den Zusammenhalt. Ohne regelmäßige Begegnungsräume vertieft sich diese Spaltung weiter.
3. Vereinsamung im Alter: Viele ältere Menschen sind in ihrer Mobilität eingeschränkt. Insbesondere alleinlebende Senior:innen ziehen sich daher zunehmend zurück. Ohne gezielte Maßnahmen zur Einbindung älterer Generationen drohen eine zunehmende Vereinsamung und der Verlust wertvollen historischen Wissens für das Dorf.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Münder: Ortsteile Flegessen, Hasperde und Klein Süntel
Beschreibung
Die räumliche Abgrenzung des Fördergebietes umfasst die drei eng verbundenen Dörfer Flegessen, Hasperde und Klein Süntel, die zur Stadt Bad Münder am Deister im Landkreis Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) gehören. Das Gebiet liegt südwestlich von Hannover am Rande des Deisters und ist durch eine Mischung aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, Waldgebieten und dörflicher Wohnbebauung geprägt.
Trotz der landschaftlich attraktiven Lage sind die drei Dörfer mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert: Während sie in der Vergangenheit durch Landwirtschaft und kleinteiliges Handwerk geprägt waren, sind sie heute stark von Pendler:innen abhängig, die in nahegelegene Mittelzentren oder nach Hannover ausweichen. Die ehemals dörfliche Infrastruktur wurde in den letzten Jahrzehnten zunehmend ausgedünnt, sodass viele zentrale Funktionen in die umliegenden Städte verlagert wurden.
Die Siedlungsstruktur ist durch eine Mischung aus historischen Ortskernen, Neubaugebieten aus den 1970er- und 1980er-Jahren sowie einer lockeren Bebauung entlang der Hauptverkehrsachsen gekennzeichnet.
Die Abgrenzung des Fördergebiets orientiert sich an den Ortsgrenzen der drei Dörfer, die eine funktionale Einheit bilden. Aufgrund ausgewählter gemeinsamer Strukturen (gemeinsamer Ortsrat, Grundschule, Kirchengemeinde, Sportverein) gibt es eine enge organisatorische Verbindung zwischen den Orten, die eine gemeinsame Betrachtung im Rahmen des Projekts sinnvoll machen.
Einwohnerzahl
1466
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia-Seite zu Bad Münder
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
41
Sonstige in Prozent
25
Anmerkung
Schätzung auf Basis der Daten von www.wegweiser-kommune.de und citypopulation.de
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Für die uns betreffenden "Fehlende Begegnungsräume für Jugendliche und Neuzugezogene", "Fluktuation im Verhältnis zur Gesamteinwohnerzahl", "Auseinanderdriften unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppierungen" oder "Vereinsamung im Alter" steht keine Auswahl zur Verfügung
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt vorrangig den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da es auf soziale Vernetzung, Teilhabe und die Stärkung der Dorfgemeinschaft abzielt. Durch neue Begegnungsorte und regelmäßige Austauschformate werden Menschen verschiedener Generationen und Hintergründe aktiv zusammengebracht. Die Bürger:innen gestalten die Angebote mit, wodurch Selbstorganisation und Ehrenamt gefördert werden. Dies stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirkt Vereinsamung entgegen.
Gleichzeitig enthält unser Vorhaben Elemente des Quartiersmanagements, da es auch die bauliche und strukturelle Entwicklung der Dorfmitte umfasst. Durch die Schaffung eines Jugendtreffpunkts, einer Dorfküche und anderer Begegnungsorte wird die soziale Infrastruktur gezielt verbessert. Zudem sorgen zwei Teilzeitstellen für eine langfristige Koordination, Auswertung und Übertragbarkeit der Maßnahmen.
Insgesamt kombiniert unser Projekt sozialen Zusammenhalt mit struktureller Dorfentwicklung, wodurch es Modellcharakter für andere ländliche Regionen erhält.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
... wenn die Zielgruppen aktiv in Planung und Umsetzung eingebunden sind, ihre Bedürfnisse und Ressourcen berücksichtigt werden und sie durch die Maßnahmen nachhaltig in ihren sozialen und persönlichen Kompetenzen gestärkt werden.
Kriterium
Beschreibung
... wenn Teilnehmende aktiv in die Gestaltung und Durchführung der Angebote eingebunden werden, klare Strukturen und Verantwortlichkeiten etabliert sind und die entwickelten Regeln sowie Prozesse lokal angepasst und von den Beteiligten akzeptiert werden.
Kriterium
Beschreibung
... wenn lokale Akteur:innen in die Planung und Umsetzung eingebunden sind und bestehende Strukturen gestärkt werden. Der Erfolg zeigt sich in aktiver Beteiligung, positiven Rückmeldungen, und der Übernahme der Projekte durch bestehende Organisationen..
Kriterium
Beschreibung
... wenn Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Bildung oder Einkommen aktiv teilnehmen. Der Erfolg zeigt sich in vielfältiger Beteiligung und einem respektvollen Miteinander.
Beschreibung
... wenn die Akteur:innen in verschiedenen Feldern integriert zusammenarbeiten, Maßnahmen gemeinsam entwickeln und umsetzen, dadurch Doppelstrukturen verhindern und sich in ihrem Tun mit ganzheitlichem Mindset für das Wohl des Dorfes einsetzen.
Beschreibung
... wenn wir durch die aktive Einbindung möglichst aller Stakeholder effektive Netzwerke aufbauen; im Dorf und mit anderen Dörfern in ähnlicher Situation. Der Erfolg zeigt sich in positiven Rückmeldungen und der aktiven Teilnahme der Beteiligten.
Kriterium
Beschreibung
... wenn das soziale Miteinander (insb. bezüglich der drei Hauptprobleme) gestärkt wird. Der Erfolg zeigt sich in aktiver Beteiligung an gemeinsamen Aktivitäten und positiven Rückmeldungen von Jugendlichen, Neuzugezogenen, "Wandelskeptischen" und Älteren.
Beschreibung
... wenn wir die lokale Infrastruktur bedarfsgerecht verbessern. Der Erfolg zeigt sich in der Schaffung von niedrigschwelligen Zugängen zu neuen Angeboten für Kennenlernen, Austausch, Perspektivwechsel und kollektive Selbstwirksamkeit.
Kriterium
Beschreibung
... wenn wir lokalen Initiativen mit städtischen und überregionalen Entwicklungen verknüpfen. Der Erfolg zeigt sich in der aktiven Beteiligung an gesamtkommunalen Entwicklungsprozessen und dem gegenseitig befruchtenden Austausch mit anderen Dörfern.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein für Heimatpflege, Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde Flegessen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diverse Kleinunternehmen in Flegessen, Hasperde und Klein Süntel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Bewohner*innen unserer drei Dörfer werden eingeladen, an Planung, Umsetzung und Nutzung aller neu zu schaffenen Begegnungsräume mitzuwirken.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Hauptkapital zur langfristigen Finanzierung sozialer Begegnungsräume in einem Dorf ist ehrenamtliche Selbstwirksamkeit der Bewohner*innen (wir haben zig Erfahrungswerte mit erheblicher "Muskelhypothek"). Finanzielle Beiträge der Kommune sind nicht zu erwarten. Ziel ist es somit, alle neu zu gestaltenden Angebote von Anfang an an bestehende Einrichtungen "anzudocken". Die neu geschaffenen Angebote und Strukturen werden dann als zusätzliche Angebote der bestehenden Einrichtungen fortgeführt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Zukunft in Langenforth durch Dialog und Partizipation demokratisch gestalten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nina Landers
| Funktion | Koordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mit Emma und Paul im verbunT selbstbewusst handeln, vernetzt gestalten, verantwortungsvoll leben.
Projektbeschreibung
Aufbauend auf der bisherigen Arbeit im Quartier Langenforth werden die Formate für Familien (einem offenen Familienbegriff folgend) noch stärker auf andere Lebensphasen ausgeweitet. Dabei werden bestehende und neue Netzwerke gepflegt und erweitert. Schwerpunkte der GWA bilden die aufsuchende Arbeit, unterstützt durch die Stadtteilmutter, sowie die Aktivitäten rund um den Ada-Lessing-Platz als neuem „Herz“ des Quartiers. Laufende Angebote werden unter Beteiligung von Ehrenamtlichen und Anwohner:innen in die Selbstständigkeit begleitet und neue Aktionsformen unterstützt. Der Aufbau einer sozialen Infrastruktur im Quartier fördert das Zusammenleben der Generationen sowie unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen.
Mit diesem Folgeantrag sollen die drei Themenschwerpunkte gestärkt werden: (1) Zusammenleben der Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten, (2) Sichtbarmachung demokratischer Grundwerte durch kooperative Arbeitsweisen auf unterschiedlichen Ebenen, (3) Implementierung der Erfahrungen in kirchliche Handlungsfelder und in Netzwerkpartnerschaften.
Durch die Kombination aus einer fundierten Bedarfserhebung, zielgerichteter und partizipativer Angebotsentwicklung und der Gestaltung eines offenen und inklusiven Austauschs entsteht eine vielfältige und solidarische Stadtteilkultur, die auf den Prinzipien von Teilhabe und gegenseitigem Respekt basiert. Erfahrungen aus dem ersten Förderzeitraum (aufsuchende Arbeit / Bollerwagen-Café, Vernetzungsmöglichkeiten / Donnerstags-Frühstück, interkultureller Austausch / Bilderbuch-Kino) bieten die Grundlage für eine Weiterentwicklung und zukunftsgerichtete GWA. Ergänzend hierzu werden im verbunT konzeptionell Schulungen für Ehrenamtliche entwickelt und angeboten.
Für die Weiterentwicklung kirchlicher Arbeit muss die Verzahnung mit GWA – gepaart mit den Erfahrungen aus den Projekten – eine notwendige Grundlage für die sozialräumliche Ausrichtung sein.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier Langenforth wird durch die Randlage zu Hannover und zu Gewerbegebieten geprägt. Die Bevölkerungsstruktur ist international, neben osteuropäischen Migrant:innen sind in den vergangenen zehn Jahren vor allem Menschen aus dem Nahen Osten zugezogen. Knapp ein Viertel der Anwohner:innen ist über 65 Jahr alt und gehört vielfach zur „Gründergeneration“ des Stadtteils in den 60er Jahren, bahnt sich ein Generationenwechsel an. Die Communities in den einzelnen Straßenzügen bilden sich in der Bebauungsstruktur ab, sie haben wenig Beziehung zueinander, es bestehen Vorurteile.
Im kirchengemeindlichen Kontext hat sich vorwiegend die ältere Generation engagiert, weitergehende Kontakte in das Quartier wurden durch aufsuchende Arbeit angebahnt. Es müssen Berührungsängste abgebaut werden. Erste gemeinsame Aktivitäten sind Ergebnis einer Beziehungsarbeit, die ausgebaut und gepflegt werden muss. Die erhobenen Bedarfe zeigen Konfliktlinien innerhalb der Bewohner:innen sowie den Wohnungsbaugesellschaften auf, etwa bei der Nutzung von Gemeinschaftsanlagen. Die Umbenennung des Stadtraums vor der Kirche 2023 in Ada-Lessing-Platz ist Ausgangspunkt für Veranstaltungen und Begegnungen, hier entstehen Möglichkeiten für demokratische Beteiligungsformate. Verantwortlichkeiten und Strukturen im Netzwerk müssen weiterentwickelt werden.
Innerhalb der älteren Bevölkerung ist Vereinsamung ein häufiges Problem. Für die junge Generation spielt Vernetzung + Familienbildung eine wichtige Rolle. Ziel ist, den Personenkreis, die GWA mitgestalten, zu erweitern + stärker in die Eigenverantwortlichkeit zu überführen. GWA im verbunT hat mit ihren Leitlinien einen gemeinsamen Arbeitsansatz entwickelt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langenhagen Langenforth
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im südlichen Bereich der Kernstadt Langenhagen und wird begrenzt durch folgende Straßen - nördlich - Bothfeider Straße - östlich - Oertzeweg und Wümmehof - südlich - Emil-Berliner-Straße - westlich - lthweg / Sollingweg / Harzweg und Walsroder Straße. Lagenhagen ist 7.190 ha groß, das Projekt-gebiet umfass mit 73 ha nur 1 c% des Stadtgebiets, es leben aber mit 5.595 rund 10 % der Bewohner:innen in Langenforth (Gesamtlangenhagen 56.342 Bewohner:innen).
Einwohnerzahl
5595
Quelle / Anmerkungen
Informationen aus der Stadtverwaltung, Geoinformation Stadt Langenhagen, Informationssystem der Landeskirche Hannovers
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Das Projektgebiet liegt nicht im Programmgebiet "Sozialer Zusammenhalt".
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
file:///C:/Users/nlanders/Downloads/Sozialstrukturprofil_Stadt_Langenhagen_2024.pdf
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
langenforth.jpg
(153.08 KB)
kartenausschnitt.pdf
(1.42 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Eine aktive Bürgerschaft gestaltet den Sozialraum. Durch vielfältige Beteiligungsformen sowie Mitwirkung an konkreten Projekten werden Erfahrungen von Selbstwirksamkeit gestärkt und ehrenamtliches Handeln angestoßen. Gelebte Beteiligungskultur, in der sich Menschen wahrgenommen fühlen, steigert die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Im direkten Kontakt mit den Anwohner:innen werden Bedarfe aus ihrer alltäglichen Lebenswelt heraus mit den dort auftretenden Themen erfasst. Dies ermöglicht die Bewusstwerdung von Belastungen, aber auch die Entwicklung von gemeinsamen Ideen und Zielen. Kreative Aktivitäten führen zu einer veränderten Stadtteilkultur als Ausgangspunkt für eine erhöhte Identifikation mit dem Quartier. Durch Beziehungsarbeit werden Selbstbewusstsein und neue Formen von Kommunikation gefördert sowie unterschiedliche Gruppen in Kontakt zueinander gebracht und Vorurteile durch Austausch abgebaut. In demokratischen Prozessen werden Anwohner:innen ermutigt und befähigt, sich gegenseitig zu unterstützen. Entstehende Netzwerke sind horizontal, die Anwohner:innen formulieren ihre Ziele selbst und setzen diese um. Auf kommunaler Ebene entwickelt das Netzwerk verbunT (Stadt und drei Kirchengemein-den) einen gemeinsamen GWA-Ansatz, der mit weiteren Kooperationspartnern fortgeschrieben werden soll. Dabei setzt die sozialraumbezogene gemeinwesen-diakonische Arbeit orientierungsgebende Impulse. Der Prozess profitiert von der fachlichen Begleitung durch die Landeskirche.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bedarfe sind durch gezielte u. aktivierende Befragung sind erfasst; Gelegenheiten und Strukturen sind ge-schaffen und bieten Raum für Kommunikation; Selbstwirksamkeit wird erfahren, lokale Demokratie und eine Kultur der Wertschätzung wird gelebt.
Kriterium
Beschreibung
Selbstorganisation erfolgt größtenteils losgelöst von der Fachkraft, engagiertes EA übernimmt Verantwor-tung und werden Entscheidungsprozesse eingebunden; Kooperationen werden gelebt; Schulungen und Vor-tragsreihen stärken Resilienz.
Kriterium
Beschreibung
Öffentliche Plätze (Ada-Lessing-Platz) werden für Begegnungen und als Gestaltungsraum genutzt; die durch Befragung ermittelten Stärken im Quartier sind ausgebaut; Nachbarschaftshilfen sind entstanden
Kriterium
Beschreibung
Kommunikationsanlässe und Aktivitäten werden interkulturell, inklusiv und generationenübergreifend wahr-genommen; Begegnungen sind von gegenseitigem Verständnis und Respekt geprägt; Lösungsansätze werden gemeinsam entwickelt.
Beschreibung
Fachliche und organisatorische Angebote der kommunalen Fachstelle GWA werden angenommen; Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaft findet statt, Absprachen sind getroffen, Absprachen sind getroffen; KGs in LGH arbeiten gemeindeübergreifend GWA-orientiert
Beschreibung
Emma und Paul hat im verbunT mit weiteren Kooperationspartnern und der Gemeinwesen-Diakonie ein tragfähiges Konzept für GWA entwickelt; Netzwerkpartner unterstützen in der Gestaltung von Angeboten und Aktionen und gehen proaktiv aufeinander zu.
Kriterium
Beschreibung
Menschen gestalten interkulturell + generationenübergreifend ihr Zusammenleben,das von gegenseitiger Akzeptanz + demokratischem Handeln geprägt ist. Aktionen und Veranstaltungen finden regelmäßig statt;die Selbstwirksamkeit der Anwohnerinnen ist gestärkt
Beschreibung
GWA wird von KGs, verbunT und Kommune interdisziplinär betrachtet, Zusammenhänge, Unterschiede und Defizite sind sichtbar; Kommunikationsstrukturen sind entwickeln; gelebte Partizipation durch Einbindung der EAs; Kooperationsnetzwerke werden gepflegt.
Kriterium
Beschreibung
Kommunikationsstrukturen sind auf allen Ebenen geschaffen: Nachbarschaften – KG / Quartier – verbunT – Verwaltung + Politik – Kirchenkreis; Austausch und Vernetzung mit anderen Gemeinwesen finden statt; GWA-Ansatz wird verbreitet.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Familiencafé mit Kaffeevollautomat, mobiler Einrichtung, Materiallager für päd. Angebote. Im Außenbereich Veranstaltungsmöglichkeiten mit Hüpfburg, mobiler Bühne, Bierzeltgarnituren + Pavillons. Bollerwagen-Café ermöglicht Ausbau der Geh-Struktur in Koop. mit der Stadtteilmutter (finanziert durch Kommune + Job-Center). Rikscha für inklusive Fahrradtouren. EA-Engagement ermöglicht Angebote wie Lernraum, Eltern-Kind-Gruppen, Bilderbuch-Kino, Musikgruppen, Kaffee-Klatsch, 70 drunter & drüber, generationenübergreifendes Basteln, Generationenfrühstück, Senioren-Englisch. Feste im Jahresverlauf bieten neue Kontaktflächen (interkult. Familienfasching, Wochen gegen Rassismus, EA-Dank, Ada-Lessing-Platz-Fest zum Tag der Nachbarschaft, Generationen-Olympiade, Familien-Sommer-Programm, Radtour zum Weltkindertag, Spendenaktion „Leuchtende Kinderaugen“ zu Weihnachten sowie Vortragsreihen). EA tragen durch ihr Engagement einen finanziellen Beitrag (Muskelhypothek) und erfahren Selbstwirksamkeit. EA werden von den Koordinatorinnen in ihrer Arbeit begleitet und durch moderierte Treffen, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung unterstützt. Sichtbare Vernetzung in den Kirchengemeinden Emmaus + St. Paulus durch Beteiligung an Gemeindefesten, Jahresauftakt. Netzwerktreffen + Steuergruppenarbeit auf kommunaler Ebene sichern Qualitätsstandards + ermöglichen Verstetigung + Ausweitung von GWA. GWA in der KG + auf kommunaler Ebene im verbunT wird durch Kirchenkreis + Landeskirche beraten + unterstützt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales, Fachbereich Bauverwaltung, Stadtplanung und Geoinformation, Integrationsbeirat; Frühe Hilfen; Haus der Jugend; Jugendtreffs; Seniorennetzwerk; Freiwilligen-Agentur; Netzwerk Stadtteileltern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturnetz Langenhagen; Musikschule; Kunstschule; Shanti-Chor
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirchen in Langenhagen, kath. Kirche Liebfrauen, Kirchenkreisjugenddienst, Kirchenkreissozialar-beit / Diakonie, kirchl. Familienzentren der Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kitas (St.-Paulus; Emmaus, Wimmelburg, kl. Strolche); Friedrich-Ebert-Grundschule; Berufsfachschule Erzieher:in.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
selvi e.V.; Ophelia e.V. für Mädchen und Frauen mit Gewalterfahrung; Behindertensport LGH; Schützenverein; Segelverein; Sportvereine (Sparta / Radsport-Verein / Tennisverein); win-e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bäckerei (Duygu / Rehbock; Lebensmitteleinzelhandel (REWE / EDEKA); Fleischerei-Riedel; Sanitär-Firma Jung; Event-Agentur
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Maja-Mobil (aufsuchende Jugendarbeit der Lebenshilfe), Willkommensgruppe LGH, Mehrgenerationenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Echo; HAZ; social media; Homepage Emma und Paul; Homepage verbunT; Gemeindebriefe Emmaus und St. Paulus; Schaukästen Emmaus und St. Paulus; Messanger- und Mail-Verteiler / Newsletter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Polizei LGH; Stadtbibliothek; Ophelia Gesundheitscoaching Sara Mössinger
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Anwohner:innen und Ehrenamtliche nutzen vorhandene Ressourcen und sind selbstwirksam. Beziehungsgefüge im Gemeinwesen sind gestärkt. Teilnahme an kommunal ausgerichteten Netzwerken der GWA, um gemeinsam praxis- und prozessorientiert Leitlinien der GWA in Langenhagen zu verankern. Kommunale Steuergruppe sorgt für Einbeziehung der Politik. Langfristige Finanzierung des Projekts soll durch Kooperation von Kirche, Diakonie und Kommune erfolgen.
11. Medien
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam.Weststadt.Aktiv. GWA "Mehr als Raum" - ein Ort der Begegnung, wo Gemeinschaft wächst
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Herr Isa Sandiraz
| Organisation | Landkreis Göttingen |
|---|---|
| Funktion | Integrationsbeauftragter |
2. Kurzbeschreibung
"Mehr als Raum" - Begegnungsstrukturen finden vielseitig Raum
Projektbeschreibung
Das GWA-Projekt hat in der ersten Förderperiode (2023 – 2025) mit unterschiedlichen aktivierenden Maßnahmen Bewohnende (BW) des Quartiers (Q) erreicht. Das Q zeichnet sich durch eine sehr heterogene städtische Struktur (Einfamilienhäuser vs. Wohnblöcke) und eine höchst diverse Bewohnerstruktur (z.B. viele Ethnien, Alter etc.) aus. Die BW wurden in die Angebote des BZ des Inklusiven Campus (IC) eingebunden. Zum Teil konnten Veranstaltungen im Zusammenwirken mit dem IC ins Q geholt werden. Weiterhin konnte in der ersten Förderperiode eine zentrale und neutrale Wiese im Q identifiziert werden, die in den Fokus der umliegenden Adressaten/Akteure rückte. Die Stadt Dud. pachtete diese Fläche in diesem Zuge an. Zusätzlich wurden/werden andere Räume im Stadtgebiet für Begegnungen mitgedacht. Aus diesen Begegnungen ist eine Mobilisierung entstanden, die sich mit dem Lebensumfeld im Q beschäftigt und aktiv auf die Verbesserung hinarbeitet. Die Verbindung zum IC mit dem dort ansässigen Familienzentrum (FZ) und den weiteren Unterstützungsformen, wie z.B. der Frühförderung oder der Beratungsdienste, wird als ergänzende, wertvolle Hilfsstruktur betrachtet. Das bietet eine ganzheitliche, bedürfnisorientierte Vorgehensweise im Q. Zudem wurde ein Projektbeirat (PB) aus Vertreter*innen LK Gö., Stadt Dud., Caritas, BBS, Sportverein und Bewohner*innen gegründet, welcher z.B. diesen Folgeantrag mit erstellt und abgestimmt hat. Weiterhin ist es angedacht, dass der PB für die nächsten drei Jahre eine wesentliche Rolle im Projekt einnimmt. In einer weiteren Förderperiode sollen nun das Gemeinschaftsgefühl der im Q befindlichen unterschiedlichen Gruppen so gestärkt werden, dass die Menschen (BW und Kooperationspartner*innen) Verantwortung übernehmen sich gemeinsam zielgerichtet um ihr Q zu kümmern, sodass eine Imageverbesserung und Reduktion von Vorurteilen inner- und außerhalb des Q spürbar wird. Die Zielsetzung liegt dabei auf die im Q sehr zentral gelegene Wiese als Begegnungsort. Zudem ist die Etablierung und Verfestigung einer nachhaltigen Bündnisstruktur durch weitere Einbindung und Einbeziehung der Kooperationspartner*innen (Stadt Dud., BBS, Sportverein, DRK, FZ) geplant. Durch nachhaltiges Verfestigen der Begegnungsstrukturen, Erhöhung der Identifikation mit dem Q mit passgenauen Maßnahmen, die die Fähigkeiten, das Wissen und die Ressourcen der BV stärken und ermöglichen die Potenziale zu entfalten, wird eine sich selbst tragende Gemeinwesenarbeit etabliert.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Innerhalb des Quartiers sind Spannungen, Vorurteile und Stigmatisierungen zwischen den Bewohnenden zu verzeichnen. Diese konnten in der ersten Förderperiode sichtbar gemacht werden und wurden zum Teil schon angegangen.
Zudem gilt das Q auch in der Außenwahrnehmung zur Stadt als verrufen und wenig attraktiv. Durch die hohe Heterogenität der Bewohnerschaft sind intergenerationale und interkulturelle Begegnungen nur schwer möglich. Unterschiede beziehen sich vor allem auf Bildung, Sprachkompetenzen und Beteiligung am Arbeitsmarkt in Kombination mit einer generell hohen vorhandenen Arbeitslosigkeit und einer Migrationsproblematik. Gekennzeichnet ist das Quartier dadurch, dass soziale Gruppen nicht gleichmäßig verteilt sind. Auf der einen Seite sind wohlhabendere Straßen und auf der anderen Seite die Plattenbau-Siedlung, in welcher die Sozialhilfequote wesentlich höher ist. Die lokalen Wohnbedingungen sind durch eine schlechte Infrastruktur und schlechten Wohnbedingungen geprägt. In diesem von der gesamtstädtischen Entwicklung zunehmend abgekoppelten Armuts-Bereich häufen sich Risiken, welche die Lebenschancen der Bewohner erheblich belasten.
In der ersten Förderperiode konnten Probleme des Quartiers benannt und geclustert werden. Zudem konnten bereits Kooperationen mit wichtigen Akteuren im Quartier geschlossen werden. Dies gilt es nun sukzessive auszuweiten, Bewohner*innen nachhaltig zu befähigen und zu unterstützen, um Begegnungen und ein soziales Miteinander im Quartier zu stabilisieren und zu verfestigen. Insbesondere die vorhandenen Müllproblematik ist ein Faktor, welcher zur stigmatisierenden Wahrnehmung von innen und Außen beiträgt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Duderstadt Weststadt
Beschreibung
Das Projektgebiet schließt sich über folgende Straßen im westlichen Bereich von Duderstadt:
Kolpingstraße mit Plattenbau-Siedlung, Bodelschwingstraße, Auf dem Westerborn mit Einfamilienhäusern, Industriestraße mit Mehrfamilienhäusern sowie die Schöneberger-, Charlottenburger-, Berliner- und Potsdamerstraße
Einwohnerzahl
3000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kolping-quartier_duderstadt.png
(1.73 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bisweilen war das Projekt eher GWA orientiert und hatte Empowerment und Partizipation der Bewohnenden im Sinn mit dem Ziel, die Selbstorganisation und Selbsthilfe der Gemeinschaft zu stärken. Daraus ist im Verlauf des Projektes der Wunsch nach einem QM erwachsen, bzw. sollte beides in den nächsten drei Jahren parallel gedacht werden. Somit steht in den nächsten Jahr auch ein ein Fokus auf der Verbesserung der Infrastuktur, der Wohn- und Lebensqualität der Menschen vor Ort. Als Methoden wird weiterhin die Vernetzung von Akteuren und Steuerung von Projekten ( AG Spielplatz für ALLE) antizipiert. Ein Ziel ist es nach den drei Jahren die Gemeinwesenarbeit so fest etabliert zu haben, dass daraus eine nachhaltige QM erwachsen ist für die sich die im Quartier befindlichen Akteure (BBS, DRK, Sportverein) und die Kommune verantwortlich fühlen. Da die im Quartier befindliche Wiese neutral und mittig liegt, sollte weiterhin daran gearbeitet werden, aus dem Begegnungsort heraus strukturelle Veränderungen zu erwirken wie einen Bewegungspfad, Grünareale und Spielflächen für Kinder.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bestehende Ressourcen (Menschen, Netzwerke, Institutionen) arbeiten im gemeinsamen Interesse aktiv miteinander
Kriterium
Beschreibung
Die Projektpartner und Kooperationspartner gemeinschaftlich an Lösungen arbeiten und bereits sind, auch jeder für sich in das Projekt zu investieren.
Kriterium
Beschreibung
Wenn die Bewohnende und die umlegenden Akteure sich die Wiese als Begegnungsort teilen und dort ein Ort für ALLE entstanden ist
Vorhandene Strukturen
Bisweilen konnten ehrenamtlich Engagierte identizifziert werden, dies gilt es aber weiterhin auszubauen und zu festigen, sodass ein ehrenamtsnetzwerk entsteht. Die bisherige GWA-Stelle wurde zu jeweils 1/2 durch Sozialpädagogen und Sozialarbeiter besetzt. Da der Caritasverband Südniedersachsen auch die 2. Förderperiode übernehmen möchte, kann von dem Netzwerk der Caritas im GWA-Projekt unglaublich profitiert werden. Beratungsdienste können niedrigschwellig eingebunden werden, übergeordnete Projekte können stattfinden, Verweisberatung gelingt schnell und unkompliziert. Zudem ist die Caritas mit anderen Akteuren der Stadt gut vernetzt und kooperiert, sodass dies bedarfsgerecht mit in das GWA-Projekt eingebunden werden kann. Darüber hinaus sind bereits der Sportverein und die Berufsbildende Schule im Quartier als Kooperationspartner im Projekt eingebunden und daraus bilden sich bereits vorhandene ehrenamtliche Strukturen. In der nächsten Förderperiode soll das DRK, welches ebenso im Q ist, als Kooperationspartner gewonnen werden. Somit kann aus den unterschiedlichen bereits vorhandenen ehrenamtlichen Strukturen ein großes Netzwerk entstehen, wo gegenseitig voneinander profitiert werden kann
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Duderstadt, Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Duderstadt, Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Duderstadt, Jufi - das Mehrgenerationshaus, Landkreis Göttingen (FB Soziales, FB Jugend, Jobcenter), Integrationsbüro
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schule Duderstadt, Astrid-Lindgren-Grundschule, Janusz-Korczak-Grundschule, Heinz-Sielmann-Realschule, Eichsfeld-Gymnasium, Familienbildungsstätte Duderstadt, VHS Duderstadt, Vinzenz-von-Paul-Schule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein VFL Olympia, TV-Jahn-Duderstadt, Schützenverein Duderstadt, freiwillige Feuerwehr, Kulturvereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsbaugesellschaft Eichsfeld und private Vermieter der Plattenbau-Gebäude
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
vorallem ältere Bewohner*innen, sozial-isolierte Bewohner*innen, Bewohner*innen in unterschiedlichen prekären Problemlagen, von Armut betroffene oder Armutsgefährdete Bewohner*innen, multiethische Bewohner*innen, Bewohner*innen des Quartiers
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz, Familienzentrum, AWO Bürgertreff, Tafel Duderstadt, Lorenz-Werthmann-Haus, psychosoziale Beratungsstelle für Suchterkrankungen, Erziehungsberatungsstelle, Schuldnerberatung, Familienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Göttinger Tageblatt, Eichsfelder Tageblatt, Clany`s Eichsfeld-Blog, Webseite Caritas, Social Media Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Niedergelassene Ärzte, Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen, St. Martini-Krankenhaus Duderstadt,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
katholische und evangelische Kirche, Vertreter*innen aus anderen Relegionsgemeinschaften
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Stärkere Einbindung der unterschiedlichen Akteure (Kommune, Sportverein, Schule) zur Schaffung einer nachhaltigen Struktur durch Maßnahmen, die eine sogenannte Win-Win-Situation erzeugen. Dies gelingt durch Etablierung und Aufrechterhaltung eines Ehrenamtsnetzwerk. Durch Einbindung und Verantwortungsübernahme für die Wiese der Kommune u Stakeholder entwickeln sich multimodale Finanzierungsmöglichkeiten. Dies kann durch Förderungen über den Sportverein sein (LSB), Förderungen Aktion Mensch usw.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Verstetigung der Gemeinwesenarbeit in der Samtgemeinde Bersenbrück durch Sicherstellung der Finanzierung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Anita Lennartz
| Organisation | Samtgemeinde Bersenbrück |
|---|---|
| Funktion | Teamleitung GWA und Soziales |
2. Kurzbeschreibung
Finanzierung und Verstetigung über soziale Kooperationen
Projektbeschreibung
Das Angebot in den mittlerweile unverzichtbar gewordenen Dorftreffs in vier Mitgliedsgemeinden soll erweitert und über verschiedene Wege dauerhaft gesichert und finanziert werden. Nicht nur die Bürger*innen, sondern auch die Bürgermeister*innen in der Samtgemeinde haben erkannt, dass für eine gute Gemeinwesenarbeit das Vorhalten von Treffpunkten unumgänglich ist. Das Konzept der vier bestehenden Dorftreffs soll als Muster gelten und auf die Kommunen übertragen werden können, die bisher noch keinen Dorftreff haben. Somit sollen alle Bürger*innen der flächenmäßig größten Samtgemeinde in Niedersachsen kurze Wege zur Teilhabe bekommen und zu einem guten Leben in der Gemeinschaft befähigt werden. Gleichzeitig soll das überaus vielseitige Angebot, das mittlerweile insgesamt durchschnittlich 1.600 Besucher im Monat nutzen, noch breiter gefächert werden und diese über gut sichtbare Öffentlichkeitsarbeit weiter bekannt gemacht werden. Gerade im Hinblick auf die demographische Entwicklung ist das Vorhalten von Teilhabemöglichkeiten für alle Generationen - und hier insbesondere die Ü60-Generation -, sowie das gemeinsame Gestalten von Freizeitmöglichkeiten unerlässlich. Auch der Zuzug von ausländischen Menschen ist weiterhin verstärkt in den Blick zu nehmen, um den Gefahren der Vereinsamung entgegenzuwirken.
Auch wenn die geplante Aufnahme des Projekts "StoP" in der Samtgemeinde Bersenbrück als Modellkommune für den ländlichen Bereich u.a. das Bestehen und Vorhalten von niedrigschwellligen Zugangspunkten sowie deren Bestandssicherung von mind. drei Jahren voraussetzt, soll dieses Konzept trotz des kürzeren Förderzeitraums hier etabliert werden. Aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre, die durch die Arbeit in den Dorf-/Bürgertreffs gemacht wurde, ist die Samtgemeinde Bersenbrück ein idealer Standort, um hier dieses präventive Projekt durchzuführen.
Um diese wichtigen Aufgaben durchführen zu können, während die Gemeinwesenarbeit (noch) nicht als Pflichtaufgabe für Kommunen definiert ist, müssen Anstrengungen in alle Richtungen unternommen werden, diese Teilhabemöglichkeiten (mit) zu finanzieren. Hierfür sollen alle lokalen aber möglichst auch überregionale Akteure an einen Tisch geholt werden. Eine Vernetzung mit anderen Kommunen, die sich in der gleichen Situation befinden, soll mithilfe der kommunalen Spitzenverbände (NStGB, NST) erreicht werden. Hierdurch werden BestPractice-Beispiele als Inspiration für verschiedene Finanzierungsideen erwartet.
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der Samtgemeinde Bersenbrück gibt es vier Dorf-/Bürgertreffs. Mit dem Dorftreff "Gehrda" wurde im Jahr 2018 gestartet. Die drei anderen Treffs sind im September 2019 geöffnet worden. Die ursprüngliche Unsicherheit bwz. Skepsis gegenüber dieser neuen Form von Teilhabe-Möglichkeiten in der Samtgemeinde hat sich vollständig in Akzeptanz und Unverzichtbarkeit geändert. Allen ist mittlerweile bewusst geworden, wie wertvoll - gerade in einer Flächengemeinde wie der Samtgemeinde - diese Treffpunkte sind. Diese Entwicklung in den Köpfen von Bürger*innen, Bürgermeister*innen und Politik zu erreichen - trotz der großen Hindernisse durch Corona (insbes. keine Treffen in Präsenz möglich) - verdient hohen Respekt und Dank an die Mitarbeiter*innen! Um diese positive Entwicklung nicht nur beizubehalten, sondern darüber hinaus noch zu verbessern, werden Anstrengungen in alle Richtungen unternommen, um zum einen das Angebot in den Dortreffs noch vielfältiger zu machen, aber insbesondere auch nach dauerhaften Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Die finanzielle Lage der Gemeinden erlaubt es nicht, die Dorftreffs eigenständig zu finanzieren. Die Bereitschaft, weiterhin anteilig die Kosten zu tragen, wurde nicht nur zugesichert, sondern gleichzeitig auch betont, dass alle Akteure unterschiedlichste Formen der Finanzierungsmöglichkeiten ausloten wollen. Während schon vor dem Ukraine-Krieg die Bevölkerungsstruktur sehr heterogen war, die Infrastruktur (insbesondere Anbindung durch ÖPNV) seit Jahren unzureichend ist und gleichzeitig die Bevölkerungsprognose eine überdurchschnittliche Zunahme der Ü60-Jährigen vorhersagt, ist die Lage durch die Kriegssituation noch drastischer geworden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück
Beschreibung
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform am 01.07.1972 gegründet worden. Sie gehört zum Land Niedersachsen und liegt im Landkreis Osnabrück, 30 – 140 m über dem Meeresspiegel. Die geographische Abgrenzung der Samtgemeinde Bersenbrück wird durch die Meridiane 7°40´ und 8°0´ östlicher Länge und durch die Breitenkreise 52°24´ und 52° 36´ nördlicher Breite begrenzt. Zur Samtgemeinde Bersenbrück, die eine Gesamtfläche von 25.550 ha umfasst, gehören die Mitgliedsgemeinden Alfhausen, Ankum, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp und Rieste, sowie die Stadt Bersenbrück.
Einwohnerzahl
31359
Quelle / Anmerkungen
Statistik Einwohnermeldeamt SG Bersenbrück, Stand 30.03.2023
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Samtgemeinde Bersenbrück Quelle: Statistik EWO SG BSB, Stand 30.03.2023
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Samtgemeinde Bersenbrück
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Quelle: Statistische Daten des LK OS (Stand 31.12.2021)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Samtgemeinde Bersenbrück
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Quelle: Nationalitätenstatistik EWO SG BSB, Stand 30.03.2023
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Samtgemeinde Bersenbrück
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Quelle jeweils LSN-Online, Stand 31.12.2021 (Empfänger von Mindestsicherungsleistungen ohne Bezieher von Wohngeld)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Samtgemeinde Bersenbrück
Gesamtstadt: Landkreis Osnabrück
Statistik der Bundesagentur für Arbeit für Februar 2023
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Indem Wege zur Finanzierung der bestehenden und zukünftigen Dorftreffs gefunden werden, soll das (Zusammen)Leben in dem ländlich strukturierten Gebiet der Samtgemeinde Bersenbrück dauerhaft verbessert werden. Eine aktive Teilhabe aller Menschen steht im Fokus, wodurch Vereinsamung verhindert und Schwierigkeiten beim Altern überwunden werden sollen. Der Gemeinschaftsgedanke soll verstärkt werden, und durch geschlechter-, nationen- und altersübergreifende Aktionen und Veranstaltungen soll das gegenseitige Verständnis verbessert werden. Im Hinblick auf Zukunftsthemen wie z.B. Überalterung der Gesellschaft, Zuwanderung/Integration, (Alters)Armut, Pflegenotstand wird der Aufbau und Erhalt von sozialen Beziehungen besonders wichtig. Durch regelmäßige Zusammenkünfte in den Treffpunkten mit den unterschiedlichsten Personen können immer wieder neue Themen besprochen und gemeinsam Lösungswege gefunden werden. Die Vernetzung mit anderen Akteuren, sowohl lokal als auch (über)regional soll zu ganzheitlichen Lösungsansätzen führen. So wird auch das Thema "Partnerschaftliche Gewalt" in den Fokus genommen. Das Implementieren des Projektes StoP soll ein friedvolles Miteinander fördern und gleichzeitig die Menschen auch für Themen sensibilisieren, die in der Regel als schwierig angesehen werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
wenn die Ideen aller Bewohner/innen (egal welcher Herkunft, welchen Alters, welchen Geschlechts) ernst genommen und diese auch umgesetzt werden. Wenn die Probleme der Bewohner/innen aufgegriffen und Lösungsmöglichkeiten gemeinsam gesucht werden.
Kriterium
Beschreibung
wenn Hilfe zur Selbsthilfe geleistet wurde. Wenn Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass die Menschen ihre Bedarfe formulieren und Potenziale erkennen können.
Kriterium
Beschreibung
wenn funktionierende Kooperationen aufrechterhalten werden und neue Partner gewonnen werden. Wenn aus Ideen "Best pratice-Beispiele" werden, die auf andere Orte übertragbar sind.
Kriterium
Beschreibung
wenn Alter, Herkunft, Geschlecht keine Rolle mehr spielen hinsichtlich gemeinsamer Aktionen. Wenn Integration gelebt und weiterentwickelt wird. Wenn auch Neuzugezogene für Ehrenamt gewonnen werden können. Wenn verschiedene "Finanzpartner" kooperieren.
Beschreibung
wenn der Bereich "Gemeinwesenarbeit" als ein Teil der Daseinsvorsorge anerkannt wird. Wenn dieser Bereich als Pflichtaufgabe und nicht als freiwillige Leistung einer Kommune auch vom Land/Bund finanziell unterstützt wird.
Beschreibung
wenn die Bereiche Gewerbe/Handel/Wohnungsbau als Partner und Mitfinanzierer gewonnen werden können. Wenn die gute Zusammenarbeit in den bestehenden Netzwerken fortgeführt wird. Wenn von anderen Partnern gute Beispiele übertragen werden können.
Kriterium
Beschreibung
wenn Integration funktioniert. Wenn auch Inklusion (vor)gelebt wird. Wenn Sprachbarrieren abgebaut werden durch z.B. kulturelle/sportive/kulinarische Angebote.
Beschreibung
wenn die Wichtigkeit des Themas Gemeinwesenarbeit (mit den verschiedenen Bereichen s.o.) inkl. dessen notwendigen Finanzierungsmitteln in allen Gremien wahrgenommen und weiter nach oben an die übergeordneten Entscheidungsträger transportiert wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die bestehenden Dorftreffs in den vier Mitgliedsgemeinden werden weiterhin durch die Mitarbeiterinnen in der Samtgemeindeverwaltung koordiniert. Das Team Gemeinwesen besteht mittlerweile aus drei Personen, die die Bereiche Dorftreffs, Seniorenarbeit und Freiwilligenagentur abdecken. Hinzu kommt noch eine Person (Vollzeit) für den Bereich Migration und Integration. Das ganze Team arbeitet sehr eng mit den Mitarbeiter*innen in den Dorftreffs zusammen. Ehrenamtliche können über die Freiwilligenagentur flexibel eingesetzt werden. Neue Ehrenamtliche können über die Aktionen in den Dorftreffs gewonnen werden. Aus der diesem Antrag beigefügten Übersicht (Zahlen in den Dorftreffs) ist ersichtlich, in welchem Maße die Angebote von Ehrenamtlichen unterstützt werden. Besonders hervorzuheben ist das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt - auch über die verschiedenen Berufszweige hinaus. So engagieren sich in den Dorftreffs zum Beispiel Menschen, die hauptberuflich in sozialen Berufen tätig sind und ihr Wissen und ihr Können auch außerhalb ihres Berufslebens einbringen möchten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde Bersenbrück: Thomas Oeverhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HaseWohnbau GmbH, Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück (BGLO)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle KiTas und Grund- und weiterführenden Schulen in der Samtgemeinde Bersenbrück sowie das Medienforum Bersenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
verschiedene Vereine innerhalb des Samtgemeindegebiets
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kath. Familienbildungsstätte Osnabrück, Volkshochschule Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
umliegende Kommunen, Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Verstetigung der Gemeinwesenarbeit und Finanzierung durch Verankerung der Gemeinwesenarbeit im Stellenplan der Samtgemeinde Bersenbrück (insgesamt 2,3 Vollzeitstellen) ist gesichert. Nachhaltige Koordination der bestehenden und neu hinzukommenden Dorftreffs. Abdeckung der erforderlichen 0,5 Stelle für StoP für die Dauer von zwei Jahren. Anteilige Finanzierungsmittel über Landesmittel (Konzessionsabgaben) und "gesellschaftliche Abgabe" zur Entlastung der Mitgliedsgemeinden (Standortgemeinden).
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vor Ort ist überall
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Britta Achtel
| Funktion | Vorstandsvorsitzende und Pädagogische Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnen und Brücken bauen, Kulturen und Generationen verbinden, Gemeinsamkeit schaffen
Projektbeschreibung
Vor Ort – im Bergbau die Stelle, an der Arbeit notwendig ist und geleistet wird. So betrachten wir das Projekt. Wünsche und Bedarfe werden aus der Stadtgesellschaft geäußert, wir wollen sie angehen. Die Aktivitäten in den Quartieren und das Vereinshaus als allseits gewünschten Begegnungsort wollen wir verbessern. Dafür können wir Erfahrungen aus über 13 Jahren "Kunst als Mittel der sozialen Arbeit" in verschiedenen Feldern einbringen. Intern stehen Generationenwechsel und weitere Professionalisierung an: Gründer*innen treten kürzer, ehrenamtliche Fachkräfte sollen hauptamtliche werden. Dafür ist jetzt der richtige Zeitpunkt: Einerseits stehen Menschen der jüngeren Generation zur Übernahme des Staffelstabs in den Startlöchern, andererseits gibt es angrenzend ans KuKa ein Areal (260qm), das Träumen Raum geben kann, darin war eine Übungsfirma der DEKRA, die aufgelöst wurde. Für die Osterferien wurde es zur Verfügung gestellt, ein Durchgang wurde improvisiert, eine freie Fläche öffnete sich für verschiedene Aktivitäten. Die Mund-zu-Mund- Propaganda brachte täglich mehr Kinder, Jugendliche, Eltern und sogar Großeltern dorthin. Die altersübergreifende Anziehungskraft war deutlich spürbar, die Möglichkeiten entfesselten Neugier und Fantasie. Das ist ein Pfund mit dem wir wuchern wollen! Bis zum Sommer müssen wir uns entscheiden. Die finanzielle Herausforderung können wir nur mit Unterstützung bewältigen; ohne würde die Tür ab September dauerhaft geschlossen werden.
Genauso wichtig wie der Begegnungsraum vor Ort im KuKa sind uns auch die Begegnungen vor Ort, dort wo die Menschen zu Hause sind, die sich mit besonderen Herausforderungen ihres sozialen Umfeldes konfrontiert sehen. In den Sommermonaten zieht das mobile KuKa-Café „vor Ort“ von Bündheim über Schlewecke nach Harlingerode. Kombiniert mit vielseitigen Angeboten der „Kunstkiste“ und „Dance Academy“ werden niedrigschwellig und mit herzlicher Gastfreundschaft Menschen zusammen und ins gemeinsame Tun gebracht, die sich vielleicht gestern noch mit Mißtrauen begegnet sind. Diese Dynamik wird mit Akteur*innen und Organisationen vor Ort verstetigt.
"Vor Ort" kommen Menschen ins Gespräch, die sich noch kurz zuvor mindestens mit Vorbehalten begegnet sind. Vor einiger Zeit drückte es ein Jugendlicher während eines Theaterprojekts drastisch aus "Gestern waren es Kanacken, heute sind wir Freunde". Die Ausdrucksweise war indiskutabel, der Inhalt war und ist wahr: Annäherung durch gemeinsames Tun und Erleben.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bad Harzburg ist eine strukturschwache Kurstadt mit einer hochaltrigen Bevölkerung. Die Kernstadt ist touristisch ausgerichtet, die Vororte sind im stockenden Strukturwandel wenig entwickelt.
Soziale Angebote liegen zumeist in der Kernstadt, weitab vom HBF. Orte für Austausch zwischen den Generationen sowie interkulturelle Kommunikation und Interaktion sind rar. Seitdem sich "Gemeinsam e.V." aufgelöst hat, gibt es kaum regelmäßige Angebote ohne Verzehrzwang mit Ausnahme vom "Haus der Kirche".
Seit 2017 gibt das KuKa Sprachkurse für Schutzsuchende, die Teilnehmenden beklagen zu wenige Kontakte mit autochonen Bewohner*innen. In den migrantischen Communities ist Abkapselung in religiösen Institutionen und in der gesamten Stadtgesellschaft Apathie erkennbar. (Wahlbeteiligung kommunal 2021: 50%) Bei Jugendlichen sind Radikalisierungstendenzen, bei Älteren Vereinsamung bemerkbar. Unser wöchentliches Sprachcafé setzt hier an, ist aber nicht ausreichend.
KuKa organisiert Lernförderung (BuT) besonders für migrantische Klientel, die durch zusätzlichen Aufwand in der Elternarbeit für Andere nicht interessant ist. Der festangestellte Koordinator Hosam Sabha und die ehrenamtlichen Unterstützerinnen werden von den Familien für weit mehr als das in Anspruch genommen.
Die Stadt birgt Beteiligungspotenzial in verschiedenen, tendenziell hilfebedürftigen Bevölkerungsgruppen (bspw.: Migrant*innen, Ältere, Familien mit minderjährigen Kindern), die durch Austauschmöglichkeiten aktiv werden könnten, in der Stadt fehlt es an Ressourcen. KuKa bringt hierfür ein Jahrzehnt Erfahrung (Kumasta, Schulen, etc.). mit "Kunst als Mittel der sozialen Arbeit" ein.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Harzburg Kernstadt-Bündheim-Schlewecke-Harlingerode
Beschreibung
Bad Harzburg ist mit 22.858 Einwohner*innen (Stand 31.12.2022) und einer Bevölkerungsdichte von 355 EW/qkm die zweitgrößte Stadt im Landkreis Goslar, einer ländlichen Region mit Verdichtungsansätzen. Die genannte Einwohnerzahl im Projektgebiet ist eine Schätzung, für die einzelnen Ortsteile waren keine aussagekräftigen nach Wohnquartieren differenzierte Zahlen zugänglich. Ebenso sind differenzierte Zahlen zu einzelnen sozialen, demografischen bzw. integrative Herausforderungen schwer zu extrapolieren. Für viele Kriterien ließ sich keine vertretbare Schätzung treffen. Die Stadt und der Landkreis verfügen nicht über einen ausreichenden Personalschlüssel um Anfragen zeitnah beantworten zu können, vielfach fehlt den Institutionen für eine Auskunft auch das Zahlenwerk.
Die Einwohner*innen Harzburgs verteilen sich etwa hälftig auf die historische Kernstadt und die im Zuge der Gebietsreformen eingemeindeten Orte, sie sind überdurchschnittlich verschuldet. Die durchschnittliche Steuereinnahmekraft lag 2019 - 2021 29,50 % unter dem Durchschnitt vergleichbarer Städte.
Allen Ortsteilen gemeinsam ist ein relativ hochaltrige Bevölkerung, eine hohe Erwerbslosigkeit (s.u.) und Unterbeschäftigung (9%) sowie eine vor allem auf Kurgäste und Touristen ausgerichtete Infrastruktur, speziell Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien finden hier wenige, ihnen gerecht werdende und kostengünstige Angebote. Ferner ist eine Gemeinsamkeit aller Stadtteile, dass in ihnen sowohl sogenannte „bessere“ Viertel als auch Brennpunkte zu finden sind. Der Stadtteil mit dem höchsten „Brennpunktwert“ ist zweifellos Harlingerode, der mit dem niedrigsten Eckertal. Das Projektgebiet wird demzufolge Teile der Kernstadt, Bündheims und Schleweckes sowie das gesamte Harlingerode umfassen.
Kernstadt:
Die eigentlich charmante Innenstadt Bad Harzburgs weist bei näherem Hinsehen etliche Leerstände bei Gewerbeimmobilien in bester Lage auf. Die in ganz Deutschland stattfindende Krise des Einzelhandels ist hier besonders spürbar, viele alteingesessene Geschäfte und Familienbetriebe haben hier wie auch in anderen Ortsteilen in den letzten Jahren aufgegeben. Die Erwerbslosenzahl stieg dadurch im gesamten Stadtgebiet. Die Kernstadt erlebt seit mehr als einem Jahrzehnt einen starken Strukturwandel hin zu einer immer attraktiver werdenden Tourismushochburg am Fuße des Harzes. Bedingt durch die Pandemie und ihre Folgen vor allem für die Gastro- und Hotelbranche ist dieser Prozess ins Stocken geraten.
Die Mehrzahl der sozialen Angebote im gesamten Stadtgebiet konzentriert sich auf die Kernstadt, nicht alle sind aufgrund der Tallage gleich gut erreichbar. Der Bahnhof als Verkehrsknotenpunkt liegt am Rand der Kernstadt an der Grenze zu Bündheim, die Stadtbusverbindungen sind nicht in wünschenswertem Maße entwickelt. Das Bahnhofsgebäude selbst - einst repräsentatives Jugendstil-Empfangszimmer der Stadt - ist zum Spekulationsobjekt geworden und verfällt zusehends.
Für soziokulturelle Begegnungsräume gibt es gute, engagierte Ansätze innerhalb der einzelnen (vor allem kirchlichen) Institutionen. Das „vor Ort“ wäre allerdings das einzige werktäglich geöffnete und außerhalb eines konfessionellen Rahmens angesiedelte Projekt. Einen freien Begegnungsraum für Kinder und Jugendliche gibt es in der Kernstadt nur im KuKa, bisher allerdings lediglich in den Schulferien.
Das Projektgebiet in der Kernstadt beschränkt sich auf die weniger gut gestellten Wohnquartiere in der Umgebung des Bahnhofs und entlang der Ausfallstraße "Ilsenburger Str.". Hierdurch wird etwa ein gutes Drittel der Innenstadtbevölkerung (3500 von 10.000) einbezogen.
Bündheim:
Der zweitgrößte Stadtteil grenzt an die Kernstadt und verfügt über eine wenig ausgeprägte soziale Infrastruktur. Für Jugendliche steht allerdings der gut angenommene Jugendtreff der Stadtjugendpflege zur Verfügung, er ist an den Wochenenden geschlossen. Das Projektgebiet beinhaltet die Quartiere entlang Dr.-Heinrich-Jasper-Str./Breite Str., die weiter außen liegenden Einfamilienhaussiedlungen sind ausgenommen.
Schlewecke:
Schlewecke besitzt keine herausragende wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt Bad Harzburg, zu erwähnen ist einzig die Kläranlage Harzburg im Radauanger. (Originalzitat: Wikipedia, Schlewecke/Wirtschaft). Durch seine Lage zwischen den größeren Ortsteilen Harlingerode und Bündheim sind die eigenständigen sozialen Strukturen wenig ausgeprägt, der bis 1993 existierende Sportverein TSG Bündheim/Schlewecke fusionierte zu diesem Zeitpunkt mit einem weiteren Verein zur TSG Bad Harzburg. Der Ortsteil hat keine nennenswerten Vereinsstrukturen oder Begegnungsorte.
Das Projektgebiet bezieht die Quartiere entlang der "Breiten Str." Richtung Harlingerode und entlang der Schenkel des Dreiecks "Breiten Str." - "Bahnhofstr./Schlewecker Str." - "Wernigerorder Str." ein, die weiter außen liegenden Einfamilienhaussiedlungen sind ausgenommen.
Harlingerode:
Der als Problemviertel Bad Harzburgs geltende drittgrößte Ortsteil verfügt über eine auf das Stadtgebiet bezogene erhöhte Erwerbslosenzahl. Er bildet mit dem Goslarer Stadtteil Oker eine Industrieregion, die früher durch Bergbau und Verhüttung, heute durch Kreislaufwirtschaft und chemische Industrie geprägt ist. Durch den Strukturwandel ist hier der Wohnraum am günstigsten. Der Ortsteil hat eine kaufkraftschwächere Bevölkerung mit hohem Anteil an Migrant*innen und Schutzsuchenden aus Kriegsgebieten.
Hier ist das gesamte Ortsgebiet Projektgebiet.
Einwohnerzahl
9500
Quelle / Anmerkungen
https://www.stadt-bad-harzburg.de/Meine-Stadt/Zahlen-Daten-Fakten, Bad Harzburg
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://www.backinjob.de/stellenmarkt-Bad+Harzburg Für das Projektgebiet: Schätzung
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
38
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Harzburg#Altersstruktur Für das Projektgebiet: Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://www.stadt-bad-harzburg.de/Meine-Stadt/Zahlen-Daten-Fakten Für das Projektgebiet: Schätzung, viele Geflüchtete aus der Ukraine arbeiten und leben innenstädtisch in Hotel- und Gastronomiebetrieben.
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
26
Anmerkung
Quelle: Schätzung. „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen.“ Max Frisch: Überfremdung I (1965) Die Arbeit ist im Zuge des Strukturwandels weniger und anders geworden, die Menschen sind geblieben. Der Harz war über Jahrhunderte attraktiv für (Arbeits-)Migrant*innen. In die strategische Entwicklung der Wirtschaftszentren Wolfsburg und noch viel stärker Salzgitter während des Nationalsozialismus ist der Nordharz und damit auch Bad Harzburg einbezogen gewesen. In der Gründungsphase der Bundesrepublik kam es zu einem starken Zuzug geflüchteter Menschen aus den Ostgebieten des ehemaligen Deutschen Reichs, die zuvor in anderen Regionen der Besatzungszonen eine erste Zuflucht gefunden hatten. Eine sich schnell auf die neuen Gegebenheiten einstellende Wirtschaft, insbesondere in den Branchen Bergbau, Verhüttung, Metallverarbeitung und Chemie, bot vielen Chancen. Obwohl es sich bei diesen Menschen dem Pass nach um Deutsche handelte, bildeten diese Zugwanderten mit den autochonen Harzer*innen keine homogene Bevölkerung. Es lassen sich kulturellen und konfessionellen Unterschiede, die sie einbrachten, bis heute in der Stadtgesellschaft nachvollziehen. In den 50er und 60er Jahren kamen Arbeitsmigrant*innen besonders aus der Türkei und Griechenland hinzu. Herausragen ist hier der Stadteil Harlingerode zu nennen, der mit dem anliegenden Goslar-Oker einen zusammenhängenden Sozial- und Wirtschaftsraum bildet, hier siedelten sich besonders viele Familien an. Der in den 70ern einsetzende Strukturwandel traf diese Menschen, die noch nicht über Generationen an diesem Ort vernetzt waren, besonders hart. Aufgrund mangelnder Alternativen blieben jedoch die allermeisten ortsansässig.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vor_ort_ist_ueberall_projektgebiet.png
(334.56 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bereits vom Grundsatz her bekannte Bedarfe werden systematisch abgefragt und kanalisiert, institutionelle Knoten zusammengeführt, Ansätze und Akteur*innen gebündelt. „Vor Ort“ professionalisiert rudimentär vorhandende, ehrenamtliche Ansätze des KuKa und steigert den gestiegenen Bedarfen folgend räumliche und personelle Mittel.
„Vor Ort“ in den Vororten überwindet Schwellenängste in Wohnquartieren und Sozialraum durch niedrigschwellige Angebote ("KunstKiste" "DanceAcademy" "KuKaCafé mobil").
„Vor Ort“ bildet im KuKa einen verstetigten Anlaufpunkt für Schutzsuchende aus Kriegs- und Krisengebieten. Dies bietet auch Orientierungshilfe im deutschen Bildungssystem, Übersetzung von Korrespondenz (Jobcenter, Jugendamt, Schulen, etc.) und Hilfe bei Alltagsproblemen. Ein Mittel dazu sind "Großeltern auf Zeit", gleichzeitig wirkt dies für diese gegen Vereinsamung. Alltägliche Begegnung unterschiedlicher Gruppen wirkt Radikalisierung und Rassimus entgegen.
Durch Eigeninitiative erfahren Bewohner*ìnnen Selbstwirksamkeit und werden zu Multiplikatoren: Eine Gruppe von Peer-Helpern ist langfristiges strategisches Ziel. Dialogformen werden durch sie vertieft und weiterentwickelt. Soziokulturelle Eigeninitiative verselbständigt sich.
Das Projekt ist ausgerichtet auf Niedrigschwelligkeit, Beratung und Sprachmittlung, präventive Arbeit sowie Komm- und Gehstruktur. Es bezieht zu den Schwerpunkten in Projektgebiet und Zielgruppen auch die gesamte Stadtgesellschaft Bad Harzburgs ein.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Einzelne Personen werden regelmäßige, zufriedene Teilnehmende, sie bringen zunehmend Freund*innen mit. Schließlich kommen Freundeskreise gemeinsam zu den regelmäßigen Öffnungszeiten. Ihre Aktivitäten entsprechen ihren Vorlieben und Interessen
Kriterium
Beschreibung
Es entwickeln sich eigene Aktivitätsgruppen, die innerhalb und außerhalb von "vor Ort" aktiv sind. Jede Neugründung ist ein Erfolg, jede dauerhafte Gruppenaktivität zeigt die lebendige Nachbarschaft
Kriterium
Beschreibung
Es melden sich Menschen mit konkreten Fähigkeiten (bspw. Computerkundige, Chorleitende, Musiker*innen) und möchten dieses einbringen. Wenn dies tatsächlich sporadisch bis dauerhaft geschieht, ist das Projekt erfolgreich.
Kriterium
Beschreibung
Senior*innen, die noch viel zu geben haben, engagieren sich in der Begleitung Geflüchteter. Seitdem "Gemeinsam" seine Tätigkeit eingestellt hat, fehlt eine lokale, institutionelle, sekulare Koordination, "vor Ort" wird ein Hub für diese Hilfen.
Beschreibung
Kinder und Jugendliche werden durch Ältere bei schulischen Schwierigkeiten, ob mit Lerninhalten oder im Konstrukt Schule, begleitet und unterstützt. Eine offene, ehrenamtliche Sprechstunde etabliert sich und hilft bei der Strukturierung der Hilfen
Beschreibung
Die Besucher*innen, Akteur*innen und Organisator*innen haben unterschiedlichste Probleme und Ziele. Übers Projekt als Hub findet jede Person passende Ansprechpersonen und institutionelle Strukturen, die den Anliegen gerecht werden.
Beschreibung
Bestehende Kooperationen wie mit der Migrationsberatung der Caritas vertiefen sich in gemeinsamen Aktionen, neue Koops mit anderen Beratungsstellen, Trägern oder Institutionen nutzen die Räumlichkeiten und das Team "vor Ort"
Kriterium
Beschreibung
Die Nachbarschaft führt von sich aus einmalig initiierte Angebote und Aktivitäten weiter. Über die drei Jahre hinweg werden regelmäßige gemeinsame Aktivitäten und Feste zu Tradition.
Beschreibung
Orte "vor Ort" im KuKa und den Vororten werden zu Ankerorten für eine Vielzahl von Gruppen und Aktivitäten. Diese Häfen sind dauerhafte und regelmäßige Anlaufpunkte für Aktive in der weiteren Nachbarschaft.
Kriterium
Beschreibung
Aus den positiven Erfahrungen erwächst Bereitschaft, sich auch für das gesamte Stadtgebiet zu engagieren; "vor Ort" ist nun überall. Es entsteht Motivation für kommunalpolitisches Engagement.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Christina Rechych, Lehrerin für Deutsch und Englisch, Sprachmittlerin für Ukrainisch, ehrenamtliche Projektleiterin Sprachcafé, unübertroffene Multiplikatorin in die ukrainische Community
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aula Dakhil, Grundschullehrerin aus Syrien, Sprachmittlerin für Arabisch, ehrenamtliche Koordinatorin in der Lernförderung, verwöhnt gerne mit syrischen Leckereien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volkhard Erben, Bad Harzburger Urgestein, Kosmopolit, Brückenbauer, wandelndes Lexion zur Stadtgeschichte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nina Festerling, zugewandte Netzwerkerin, kennt alle(s) und jede/n in der Stadt, Sprachmittlerin Ukrainisch/Russisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Anna Kalinika, Ukrainerin, Karrierefrau mit Kriegsknick, immer positiv, immer zuversichtlich
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mostafa Moslemi, akademischer Maler, Handwerksgenie und Raumgestalter, Sprachmittler für Farsi und Arabisch; spricht fließend Deutsch, nur "nein" kann er nicht sagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rolf Achtel, seit 50 Jahren Tischlermeister, sportbegeistert- und begeisternd, immer noch Skilanglauflehrer, hilft bei handwerklichen Problemen mit Rat, Tat und Werkzeug
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Pouyah Payrow, Informatiker, Ruhepol, Tischtennisass und Sprachenwunder (Muttersprachen Deutsch und Farsi) Sprachmittler für Englisch, Russisch, Japansich)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Petra Kneip, Kerzenkünstlerin, ausgebildete Malerin und Lackiererin, Fachkraft für Geduld, Langmütigkeit und Basteleien jeder Art
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Willi Gebhardt, Allround-Handwerker, findet Lösungen für fast alle Probleme rund um Haus und Hof, stellt Wissen und Werkzeug großzügig zur Verfügung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Galina Gross, Sprachmittlerin für Ukrainisch/Russisch, Kümmerin für alle Lebenslagen, liebt und teilt Süßigkeiten, sieht Arbeit und packt an
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Masouda Babury, Yoga-Lehrerin, vegetarische Meisterköchin, Sprachleherin für Deutsch, Sprachmittlerin für Englisch, Französisch, Farsi und Dari. Ihre Fröhlichkeit macht jeden Raum heller und wärmer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oleh Kondrashov, Informatiker und Technikflüsterer, hilft immer, wenn mal wieder das Internet gelöscht wurde ;-), begeistert Menschen für Sport und Spiel, KuKa-Schachmeister, Sprachmittler Ukrainisch/Russisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dorothee Kohtzer, hat in vielen Ländern und Kulturen gelebt, geduldige Zuhörerin, Sprachmittlerin Französisch, Englisch, Spanisch, zertifizierte DaZ-Lehrerin
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alex Stahl, Kletterkünstler und -lehrer, Sozialarbeiter, Leiter des Kinderheims Hoppetosse, nimmt Angst vor Höhe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sandra Vogt, Erzieherin, macht gerne Geschenke, fantasievolle "Basteltante", beruflich und als Mutter Multiplikatorin in die Elternschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Raoudah Guedri, treibende und werbende Kraft im Sprachcafé, Sprachmittlerin für Arabisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Recep Yesir, ausgebildeter Elektriker, Strippenzieher für die türkische Community, Sprachmittler Türkisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gino Sassone, Lehramtsstudent für Deutsch und Geschichte, seit Jahren ehrenamtlich engagiert in der Lernförderung und den Ferienangeboten, Sprachmittler Italienisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bert-Bastian Achtel, Master of International Social Work, Erlebnispädagoge, Globetrotter, Yoga- und Snowboardlehrer, gestaltet Seminare und Spieleabende, Sprachmittler Französisch, Englisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Harzwerk e.V. , harzwerk.org, Goslar-Oker / Bad Harzburg, das Harzwerk nutzt für Maßnahmen der Familienhilfe regelmäßig Räume im KuKa und beteiligt sich in unterschiedlichen Angeboten und Projekten.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege, langjährige Zusammenarbeit bei Projekten und Ferienangeboten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter des Landkreises, regelmäßiger Kontakt im Rahmen der Sprachförderung und Sozialraumorientierung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung, https://www.mansfeld-löbbecke.de/harlingerode-vor-dem-bruche, Kooperation mit Wohngruppen bei Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hoppetosse, http://kinderheim-hoppetosse.de/, Goslar-Oker, Kooperation mit Wohngruppe bei Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Juliane Wünsch, Vormundschaften/Pflegschaften, Juliane Wuensch@gmail.com, Kooperation bei Klient*innen in Bad Harzburg bei Lernförderung, Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kompass – Soziale Dienste, Kooperation bei Klient*innen in Bad Harzburg bei Lernförderung, Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Goslarsche Zeitung, Lokalredaktion Bad Harzburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Constanze Bleich, Migrationsberatung der Diakonie, Bad Harzburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Maike Glöckner, Berufs- und Studienberaterin, Arbeitsagentur, Netzwerk gg. Jugendarbeitslosigkeit, Initiative "Alternative Wege Schulpflicht zu erfüllen"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
- Förderverein generiert Spenden und Aktivitätseinnahmen
- Kreiswirtschaftsförderung fördert Sozialunternehmen, stellt möglicherweise Venture-Kapital
- Tanz- und Bewegungsunterricht der Tanzpädagogin schafft regelmäßige Einnahmen
- Kunstgruppen der Kunstpädagogin tragen in geringerem Maße bei
- vor Ort gesicherte, angestellte Fachkompetenz ist Argument für Beantragung von weiteren Projekten
- Zukunftsworkshops mit Bewohner*innen konzipieren zusätzlich langfristige Finanzierungsmöglichkeiten
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
# Demokratie leben # Alte Mitte Langenhagen # Elisabeth im verbunT
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lisa Langhans
| Organisation | Elisabethkirchengemeinde |
|---|---|
| Funktion | stellvertr. Kirchenvorsteherin |
2. Kurzbeschreibung
Elisabeth - für Stadtteilkultur durch Partizipation, Selbstorganisation und Vernetzung im verbunT
Projektbeschreibung
Ausgehend von der bisherigen GWA der Elisabeth-KG wird die zukünftige Arbeit im Quartier aufgebaut: bestehende Netzwerke werden gepflegt und erweitert, laufende Angebote werden in die Selbständigkeit begleitet, im Gemeindehaus finden regelmäßig Runde Tische zum Thema GWA statt, an denen alle an der GWA beteiligten Ehrenamtlichen/ Anwohner*innen teilnehmen und sich vernetzen. Zukünftig stehen Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur, Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen und Stadtteilkultur im Vordergrund.
Die Gehstruktur mit dem Coffee Bike findet gezielt in den Bereichen statt, aus denen bisher nur wenige Anwohner*innen an GWA-Prozessen teilhaben, obwohl der Bedarf erfasst wurde. Es werden Aktionen wie Straßenflohmarkt, Treppenhausfrühstück, Straßenfest geplant, um Vorurteile abzubauen und Austausch zu fördern. Als Gegengewicht zum aktuellen Rechtsruck liegt ein besonderes Augenmerk auf interkulturellem Austausch. Die Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat wird ausgebaut. Die Zusammenarbeit mit Freiwilligenagentur und Kirchenkreisjugenddienst ermöglicht regelmäßige bedarfsorientierte Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche. Beziehungsarbeit mit Anwohner*innen/ EA stärkt die Zusammenarbeit und macht Bedarfe sichtbar, die dann gemeinsam in neuen Kleinprojekten bearbeitet werden. Beteiligungsformate werden gestärkt und eine lebendige Stadtteilkultur aufgebaut.
Anwohner*innen organisieren sich mit Hilfe der GWA-Fachkraft, um als Gruppe ihre Belange gegenüber Wohnungsbaugesellschaften/ Vermieter*innen zu vertreten. Diese erkennen die Vorteile einer Zusammenarbeit mit GWA-Projekten in ihren Immobilien an. Ziel für eine Verstetigung ist die finanzielle Beteiligung an der Einrichtung einer Personalstelle zum Ende der Projektlaufzeit. Dabei orientiert sich GWA an win e.V./ KSG und verstärkt die Zusammenarbeit.
Das Netzwerk GWA wird in Zusammenarbeit mit der Stadt LGH ausgebaut. Erworbenes Wissen der Koordinatorinnen aus dem Zertifikatskurs wird allen zugänglich gemacht. Die erarbeiteten Leitlinien für GWA in LGH werden weiterentwickelt und praxisbezogen laufend angepasst. Die Kooperation im verbunT (Stadt, Fam.-zentrum Emma und Paul, KG Zum Guten Hirten) wird weitergeführt und inhaltlich und strukturell vertieft. Durch Gremienarbeit in Kirche, Kommune und Diakonie sowie die Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften und Städtebau LGH wird GWA für die Verstetigung auf breite Füße gestellt.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Langenhagen erlebt eine ungebrochene Zuwanderungssituation, die Bevölkerungsstruktur in der Alten Mitte wird durch Migrant*innen und Senior*innen geprägt. Über die bisherigen kirchengemeindlichen Bezüge hinaus konnten in den vergangenen drei Jahren Kontakte in das Quartier geknüpft werden. Bei Gesprächsanlässen wie Befragungen und aufsuchender Arbeit mit dem Coffee-Bike wurden Bedarfe geäußert und erhoben. Dabei wurde deutlich, dass erhebliche Vorurteile unter den Anwohner*innen untereinander sowie Konflikte mit Wohnungsbaugesellschaften, etwa bzgl. der Nutzung von Gemeinschaftsanlagen, bestehen. Veranstaltungen und Begegnungsanlässe waren Ausgangspunkt für Beziehungsarbeit, die weiter ausgebaut und gepflegt werden muss.
Nach wie vor spielt Vereinsamung im Alter eine größere Rolle im Projektgebiet. Der Projektstart vor drei Jahren war durch die Coronafolgen geprägt. Kontakte in den Nachbarschaften werden allerdings noch nicht in gleichem Umfang gepflegt wie vor der Pandemie. Bisher haben v.a. der Kirche nahestehende Personen aktiv Angebote der GWA gestaltet bzw. besucht. Der Kreis erweitert sich zunehmend. Noch werden Veranstaltungsangebote mit Gemeinschaftscharakter im Gemeindehaus teilweise zögerlich angenommen.
Netzwerkarbeit und Kooperationen im Quartier und auf kommunaler Ebene haben im Laufe der drei Jahre eine erste Grundstruktur für GWA in Langenhagen aufgebaut – im verbunT. Regelmäßige gemeinsame Sitzungen, die Bildung einer Steuergruppe GWA, ein gemeinsames Logo, Flyer und Film haben die Projektpartner (drei Kirchengemeinden u. Stadt) zusammenwachsen lassen. Gemeinsame Leitlinien sind angebahnt und sollen strukturell in den Institutionen umgesetzt werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Eine aktive Bürgerschaft gestaltet ihren Sozialraum. Durch vielfältige Beteiligungsformen sowie Mitwirkung an konkreten Projekten werden Erfahrungen von Selbstwirksamkeit gestärkt und ehrenamtliches Handeln angestoßen. Gelebte Beteiligungskultur, in der sich Menschen wahrgenommen fühlen, steigert die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Im direkten Kontakt mit den Anwohner*innen werden Bedarfe aus ihrer alltäglichen Lebenswelt heraus mit den dort auftretenden Themen erfasst. Dies ermöglicht die Bewusstwerdung von Belastungen, aber auch die Entwicklung von gemeinsamen Ideen und Zielen. Kreative Aktivitäten führen zu einer veränderten Stadteilkultur als Ausgangspunkt für eine erhöhte Identifikation mit dem Quartier. Durch Beziehungsarbeit werden Selbstbewusstsein und neue Formen von Kommunikation gefördert sowie unterschiedliche Gruppen in Kontakt zueinander gebracht und Vorurteile durch Austausch abgebaut. In demokratischen Prozessen werden Anwohner*innen ermutigt und befähigt, sich gegenseitig zu unterstützen. Entstehende Netzwerke sind horizontal, die Anwohner*innen formulieren ihre Ziele selbst und setzen diese um. Auf kommunaler Ebene entwickelt das Netzwerk verbunT (Stadt und drei Kirchengemeinden) einen gemeinsamen GWA-Ansatz, der mit weiteren Kooperationspartner fortgeschrieben werden soll. Dabei setzt die sozialraumbezogene gemeinwesen-diakonische Arbeit orientierungsgebende Impulse. Der Prozess profitiert von der fachlichen Begleitung durch LAG und Landeskirche.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Koordinatorin für GWA mit 25 Std/W. und eigenem ausgestatteten Büro im zentral gelegenen Gemeindehaus der Elisabeth-KG. Die Infrastruktur kann mitgenutzt werden (Küche, Drucker, Kopierer, Versammlungsräume). Stadtbekanntes Coffee-Bike ermöglicht einen Ausbau der Gehstruktur. Ausstattung wie Bierzeltgarnituren und Pavillons stehen für Feste und Aktivitäten im Außenbereich zur Verfügung. Ehrenamtliches Engagement von kirchennahen und kirchenfernen Akteur*innen ermöglicht Angebote wie Lernhilfe, Mittagstisch, Deutschkurs, Hocker Rocker, Kleidertausch, Interkulturelles Kinderfest, Spielenachmittage, Fit im Park für Senior*innen etc. EA tragen durch ihr Engagement einen finanziellen Beitrag (Muskelhypothek) zur Umsetzung des Projektes bei und erfahren Selbstwirksamkeit. EA werden von der Koordinatorin in ihrer Arbeit begleitet und durch moderierte regelmäßige Treffen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Kontaktverwaltung der Teilnehmenden unterstützt. Sichtbare Vernetzung von GWA in der Kirchengemeinde durch Beteiligung an Gottesdiensten, Weihnachtsmarkt, Neujahrsempfang. Regelmäßiger Austausch der Koordinatorinnen der Projektpartner ermöglicht Synergien, gemeinsame Supervision hilft, die Arbeit zu reflektieren. Netzwerktreffen und Steuergruppenarbeit auf kommunaler Ebene sichern Qualitätsstandards und ermöglichen Ausweitung und Verstetigung von GWA. GWA in der Kirchengemeinde und auf kommunaler Ebene im verbunT wird durch Kirchenkreis und Landeskirche beraten und unterstützt.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Anwohner*innen und Ehrenamtliche nutzen vorhandene Ressourcen und sind selbstwirksam. Beziehungsgefüge im Gemeinwesen sind gestärkt. Teilnahme an kommunal ausgerichteten Netzwerken der GWA, um gemeinsam praxis- und prozessorientiert Leitlinien der GWA in Langenhagen zu verankern. Kommunale Steuergruppe sorgt für Einbeziehung der Politik. Langfristige Finanzierung des Projektes soll durch Kooperation von Kirche, Diakonie, Vermieter*Innen/ Wohnungsbaugesellschaften und Kommune erfolgen.
11. Medien
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Videos
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Das sportliche Hohnsenviertel - der soziale Treffpunkt für alle
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Joshua Becker
| Funktion | Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Das Sport- und Bewegungsviertel in Hildesheim / Treffpunkt Hohnsen
Projektbeschreibung
Die Eintracht BürgerSporthalle gUG ist eine 100% Tochtergesellschaft des Großsportvereins Eintracht Hildesheim und bietet vielseitige Sport- und Bildungsangebote für über 15.000 Menschen. Mit 32 Standorten und einem 70.000 qm² großen Areal ist Eintracht Hildesheim Norddeutschlands einer der größten und aktivsten Vereine. Das Konzept umfasst zwei Teilprojekte:
Im ersten Teilprojekt "Das Sport- und Bewegungsviertel in Hildesheim" dreht sich alles um den Bereich Sport. In Kooperation mit dem Großsportverein Eintracht Hildesheim werden hierzu verschiedene Angebote und Projekte im und aus dem Sport geschaffen. Dabei werden sowohl die ganz kleinen Kinder, ab dem Krippenalter, über junge Heranwachsende bis 27 Jahren, bis hin zu Erwachsenen und Senioren. Das Sport- und Bewegungsviertel fördert inklusive Sportangebote wie Schwimmkurse für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung und frühe Bewegungserziehung in Kitas. Zudem gibt es Kampfkunstunterricht, Fitnesskurse und spezielle Angebote für Menschen mit Adipositas.
Im zweiten Teilprojekt "Treffpunkt Hohnsen" setzen wir die gesellschaftliche Fürsorge in den Mittelpunkt. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass wir Kinder und Jugendliche aus sozialschwachen Gegebenheiten und einem bildungsfernen Umfeld herauslösen und mit Hausaufgabenbetreuungen, Sport- und Freizeitangeboten, sowie offenen Treffpunkten begleiten, betreuen und begeistern. Treffpunkt Hohnsen ist ein gesellschaftlicher Treffpunkt, der Demokratie, Toleranz und Gemeinschaft stärkt. Es umfasst die Auslobung des Guy-Stern-Preises, Sport- und Betreuungsangebote für ältere Menschen, sowie Aktionen zur Integration von Geflüchteten und Inhaftierten Frauen.
Beide Projekte bieten vielfältige Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung, gesellschaftlichen Teilhabe und persönlichen Entwicklung für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft.
Die Angebote und Projektideen wurden in enger Zusammenarbeit mit den Menschen aus dem Quartier entworfen. Damit die Angebote auch wirklich aktuell und für die Personen zugeschnitten sind, wird eine Servicestelle mit einer festen Ansprechperson geschaffen. Dort können Ideen, Wünsche, Anregungen und auch Zweifel, Kritik oder Gedanken eingereicht und besprochen werden. Ergänzend wird zweimal im Quartal ein Quartierstreffen von Politik, Sportvereinen, Wirtschaft, Kirche, Bildungseinrichtungen und Bewohnern durchgeführt. Dabei sollen aktuelle Themen und Aktionen aus dem Quartier besprochen werden, sowie neue Ideen erarbeitet werden.
Laufzeit
2024-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ochtersum steht vor dem Problem des demografischen Wandels. Die Bevölkerung altert, während die Geburtenrate sinkt. Wir möchten die Gesellschaftskrankheit „Einsamkeit“ aktiv angehen und in unserem Quartier vermeiden. Mit vielen Angeboten für Kinder und Familien machen wir das Quartier interessant, ältere Generationen werden aktiv eingebunden und die sozialen Kontakte vermehrt.
Die ursprünglich gute und sinnvolle Durchmischung von geflüchteten Menschen, Gastarbeitern, Menschen mit Migrationsvordergrund und den Einheimischen bleibt herausfordernd. Aus einer Parallelgesellschaft wird eine Gegengesellschaft. Wir möchten die Menschen aktiv als Ideengeber, Treffpunktorganisatoren und Ansprechpersonen einbinden und das Quartier zu einer Gesellschaft formen.
Es gibt es kaum Anlaufstellen und Angebote für bildungsferne und sozialschwache Familien. Die Kriminalität im Jungendalter wächst. Auch die Zahl der Schulabbrecher steigt rasant. Dem möchten wir aktiv entgegenwirken und die Kinder und Jugendliche aus dem Umfeld holen. Mit Hausaufgabenhilfen und Orientierungsjahren nach der Schule im BFD holen wir die Jugendlichen ab, wo sie gerade stehen.
Auch die Zahl des Drogenmissbrauchs wächst stetig. 83% der befragten Eltern haben Sorge, dass Ihre Kinder durch die Legalisierung von Cannabis abrutschen. Durch eine Initiiative mit "Salto" wirken wir an Drogenumschlagsplätzen durch Mitmachprojekte und einem offenen Ohr entgegen. Wir wollen die Hemmschwelle nehmen und durch sinnvolle Freizeitangebote die Versuchung nehmen.
Wir kommen nicht aus der Quartiersarbeit, erkennen aber dringenden Handlungsbedarf. Wir trauen uns das zu - Sport verbindet Menschen. Sport ist Teil der Lösung.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Ochtersum
Beschreibung
Ochtersum gehört mit 8327 Bewohner*innen zu den dicht bewohnten Stadtgebieten der kleinsten Großstadt Deutschlands. 82% der Menschen in Ochtersum gehören zu der mittleren bis älteren Generationen - der demografische Wandel macht sich hier deutlich bemerkbar. Ochtersum ist mit 20-30% Wohnbevölkerung mit Migartionshintergrund sehr gemischt, was den Stadtteil bunt und facettenreich belebt. Die Kinderarmut ist in den letzten Jahren um bis zu 10% im Quartier gestiegen. Die Grundsicherung im Alter ist auf 5,7% gestiegen. Im Bereich der Erwerbslosen liegt Ochtersum bei maximal 5% - ein guter Wert. Daraus lässt sich jedoch ableiten, dass Kinder nach der Schule Betreuung benötigen, da die Eltern meist berufstätig sind. 41% der Kitakinder aus Ochtersum sprechen im Elternhaus eine andere Sprache als deutsch. Mit unter 2,5% sind HzE-Fälle in Ochtersum kaum vorhanden.
Einwohnerzahl
8327
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hildesheim - Sozialmonitoring 2023
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ochtersum.jpg
(84.74 KB)
ochtersum_karte.png
(437.72 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ein besonders und wichtiges Anliegen ist es uns, dass wir nicht Aktionen und Projekte für die Menschen aus dem Quartier entwickeln, sondern mit ihnen zusammen. Zudem gehen wir aktiv in die Wohngebiete und Treffpunkte des Quartiers mit dafür von den Bewohnern zugeschnittenen Angeboten, sodass wir die Menschen dort abholen, wo sie sich befinden. Bedarfe und Wünsche der Menschen aus Ochtersum werden in der Umsetzung gestärkt, die Umsetzung von Maßnahmen aktiv begleitet und die Kräfte für die Quartiersentwicklung werden zentral in der FWA gebündelt. Eine zentrale Anlaufstelle wird geschaffen. Des Weiteren können alle ehrenamtlichen Helfer und Freiwilligen aus dem Quartier die Agentur und die Einrichtung nutzen, um Projekte zu planen, Meetings und Konferenzen abzuhalten und als offenen Ort des Austausches und Kennenlernens nutzen. In den Räumlichkeiten möchten wir auch eine Art des Eltern-Kind-Kaffees eröffnen. Auch die Kooperationspartner im Rahmen der Projekte haben die Möglichkeit die Räumlichkeiten für Veranstaltungen, Workshops oder Präsentationen nutzen. Eine Art Berufsinformationsabend wird geplant.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Regelmäßige Treffen im Quartier werden gut besucht und Ideen von den Menschen aus dem Quartier erarbeitet und umgesetzt werden.
Beschreibung
Aktive Beteiligung bei Projektideen und auch der Umsetzung.
Kriterium
Beschreibung
Ein großes Ochtersumer Netzwerk entsteht mit neuen und alten Partnern, sowie schon vorhandene Strukturen werden eingebunden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Malte Spitzer, Dezernent Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lukas Hahnsch, Geschäftsführer Eintracht Schwimmen gUG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gerhard Bürger, Inhaber Bürgergruppe GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Clemens Löcke, Vorstandsvorsitzender Eintracht Hildesheim von 1861 e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stefan Fischer, Geschäftsführer St. Bernward Krankenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sascha Kucera, Geschäftsführer Helios Klinikum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sebastian Adamski, Geschäftsführer Daheim statt Heim
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es werden unbegrenzt Anteile des Projektes an Privatpersonen & Unternehmen verkauft. Diese Anteile werden jährlich gezahlt, sodass diese ihre Aktualität nicht verlieren. Die Anteile haben kein Gewicht - eine Stimme ist für eine Person, bzw. ein Unternehmen. Jemand mit 10 Anteilen hat eine Stimme, genaus wie jemand mit einem Anteil. So wird bei Abstimmungen über Projekte und Vorhaben gerecht entschieden. Zusätzlich wird ein Zuschuss der Kommune angestrebt, sowie feste Förderer gewonnen.
11. Medien
Galerie
Videos
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(898.55 KB)
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Aufsteller
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(1.02 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Sport vernetzt: Ein Sprungbrett für die Zukunft der Menschen im Schinkel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Stefan Wessels
| Funktion | Geschftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Unsere Vision ist ein Osnabrück, in dem jeder Mensch, unabhängig von seiner Herkunft, durch die Kraft des Sports sein volles Potenzial entfalten kann.
Projektbeschreibung
Das Projekt „Sport vernetzt“ zielt darauf ab, Menschen im Osnabrücker Stadtteil Schinkel unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft durch Sport eine Perspektive zu bieten. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, mit lokalen Akteuren und Kooperationen auch über den Sport hinausgehende GWA-Angebote zu schaffen. Es ergänzt damit das bestehende QM, das aktuell nur einen Teil der Schinkelbewohnenden betreut, und fokussiert sich auf die durch das Förderprogramm erneuerten, jedoch bisher wenig genutzten öffentlichen Freiflächen im Schinkel.
Durch den Einsatz aktivierender Befragungen und partizipativer Methoden wird die Gemeinschaft direkt in die Planung und Umsetzung einbezogen, was das Empowerment der Quartiersbewohnenden fördert. Das Projekt ermittelt gezielt die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohnenden. Workshops und offene Foren dienen als Plattformen für Austausch und Mitgestaltung, was das Selbstbewusstsein und die Handlungsfähigkeit der Beteiligten stärkt.
Unser Ansatz nutzt Sport und Bewegung als niedrigschwellige Maßnahmen zur Aktivierung der Gemeinschaft, beinhaltet aber ebenso kulturelle, bildungsbezogene und soziale Programme, die in Kooperation mit unseren Partnern durchgeführt werden sollen. Diese Vielfalt an Angeboten fördert die soziale Integration und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Besonders die erneuerten Freiflächen im Schinkel sollen dadurch stärker in den Fokus genommen und belebt werden, um mit den Menschen Ideen zur Nutzung zu entwickeln.
Die enge Zusammenarbeit mit dem QM und die Kooperation mit den bestehenden GWA sind entscheidend für den Erfolg unseres Projekts. Die Dringlichkeit wird durch die positive Resonanz nach dem Kick-Off der Pilotphase deutlich. Eine Schlüsselposition für die Weiterentwicklung des Projekts ist die Schaffung einer neuen Stelle, die nicht nur die Koordination der bestehenden Angebote vorantreibt, sondern vor allem mit den Bewohnenden konkrete GWA-Projekte initiiert.
„Sport vernetzt“ zielt darauf ab, den Schinkel zu einem lebendigen Quartier zu entwickeln, in dem Menschen aller Altersgruppen ihre Talente entfalten und ein starkes Gemeinschaftsgefühl entwickeln können. Die Initiative wird durch die Partnerschaft mit ALBA Berlin und die Unterstützung der Oberbürgermeisterin verstärkt, was unser Engagement für die soziale und kulturelle Entwicklung im Schinkel unterstreicht und neue Wege zur Förderung von Integration und Teilhabe eröffnet.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Schinkel ist mit seinen 14.700 Einwohnern einer der größten, dicht besiedeltsten und diversesten Stadtteile Osnabrücks. Dazu kommt die hohe Migrationsquote, Kinder, Jugendliche und Familien sowie Senioren, die von Armut betroffen sind und häufig wenig Wohn- und Bewegungsraum im privaten Umfeld haben. Hierzu wurde im Rahmen der Städtebauförderung "Sozialer Zusammenhalt“ ein QM eingerichtet, das jedoch bislang aufgrund der Komplexität und Vielzahl der Aufgaben und Bedarfe den Fokus nicht auf die Schaffung von Sport- und Bewegungsangeboten und deren Vernetzung legen konnte.
BaKoS führt seit über zehn Jahren auf Bolzplätzen in Osnabrück erfolgreich kostenfreie Ballspielangebote durch. Im Schinkel wird das niedrigschwellige Angebot aber kaum angenommen. Programme, die in anderen Stadtteilen hervorragend funktionieren, sind nicht auf den Schinkel übertragbar, die Vernetzung und die Partizipation der Bewohnenden im Schinkel funktioniert bisher nur unzureichend.
Das bisherige Engagement von BaKoS in KiTas und Schulen und deren Rückmeldungen zeigen jedoch, dass vor allem Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene und Senioren einen hohen Bedarf an Sport- und Bewegungsangeboten haben. Anhand der großen Resonanz bei der Kick-Off-Veranstaltung von „Sport vernetzt“ mit der Oberbürgermeisterin als Schirmherrin haben wir gemeinsam mit dem QM festgestellt, dass es einen großen Bedarf und Interesse an Vernetzung hinsichtlich von Sport- und Bewegungsangeboten im Stadtteil gibt.
Die Schaffung einer neuen Stelle, die gemeinsam mit dem QM die bestehenden Angebote besser vernetzt, ist essenziell, um diese Lücken zu schließen und den Schinkel gemeinschaftlich voranzubringen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Schinkel
Beschreibung
Das Fördergebiet des Projekts "Sport vernetzt: Ein Sprungbrett für die Zukunft der Menschen im Schinkel" umfasst den gesamten Stadtteil Schinkel in Osnabrück, definiert durch ein präzises geografisches Dreieck. Die Grenzen dieses Dreiecks werden im (Nord-)Westen durch die Bremer Straße, im Osten durch die Autobahn A33 und im Süden durch die Mindener Straße gebildet. Diese räumliche Abgrenzung umschließt das Kerngebiet von Schinkel sowie Schinkel-Ost und stellt sicher, dass das Projekt gezielt auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der Bewohnerinnen und Bewohner dieses spezifischen Quartiers eingeht.
Innerhalb dieser Grenzen erstreckt sich das Projekt über eine vielfältige urbane Landschaft, die Wohngebiete, Bildungseinrichtungen, Sportanlagen, Grünflächen sowie soziale und gesundheitliche Einrichtungen umfasst. Die klare räumliche Abgrenzung ermöglicht eine fokussierte Umsetzung der geplanten Maßnahmen und Aktivitäten, wobei besonderes Augenmerk auf die Zugänglichkeit und Erreichbarkeit der Angebote für alle Quartiersbewohner gelegt wird.
Die Definition des Fördergebietes entlang dieser Hauptverkehrsadern erleichtert nicht nur die geografische Orientierung, sondern spiegelt auch die Lebenswirklichkeit der Quartiersbewohner wider, indem es deren alltägliche Bewegungsräume und soziale Interaktionsfelder berücksichtigt. Durch diese gezielte räumliche Fokussierung kann das Projekt "Sport vernetzt" effektiv zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts, zur Gesundheitsförderung und zur Bildungsförderung im Schinkel beitragen und damit einen nachhaltigen positiven Einfluss auf das gesamte Quartier ausüben.
Einwohnerzahl
14700
Quelle / Anmerkungen
https://de.wikipedia.org/wiki/Schinkel_(Osnabr%C3%BCck)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Projekt „Sport vernetzt: Ein Sprungbrett für die Zukunft der Menschen im Schinkel" unterstreicht seine Notwendigkeit und Bedeutung auch vor dem Hintergrund eines bereits existierenden Quartiersmanagements. Während sich das Quartiersmanagement primär auf das Sanierungsgebiet im Schinkel konzentriert, das nur ca. ⅓ der Bewohnenden abdeckt, nimmt „Sport vernetzt" den gesamten Stadtteil in den Blick. Diese umfassende Perspektive ist entscheidend, da die Bedürfnisse und Herausforderungen in Bezug auf sozialen Zusammenhalt, Gesundheit und Bildung den Bereich des Sanierungsgebiets überschreiten und im gesamten Stadtteil präsent sind.
Besondere Bedeutung des Projekts trotz vorhandenem Quartiersmanagement:
Das Quartiersmanagement leistet wertvolle Arbeit im Kernbereich des Sanierungsgebiets. „Sport vernetzt" ergänzt diese Bemühungen, indem es gezielt die Lücke zwischen dem Sanierungsgebiet und dem restlichen Stadtteil schließt. Es erweitert die Reichweite sozialer und gesundheitsfördernder Maßnahmen auf den gesamten Schinkel und stellt sicher, dass kein Kind und keine Familie aufgrund geografischer Grenzen ausgeschlossen wird.
Hervorhebung der niederschwelligen (Sport-)Angebote:
Die Kraft der niederschwelligen Sportangebote, die „Sport vernetzt" bereitstellt, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Diese Angebote sind so gestaltet, dass sie für alle Menschen im Schinkel, unabhängig von ihren sozialen oder ökonomischen Hintergrund, zugänglich sind. Die niedrigen Zugangsbarrieren ermöglichen es jedem Menschen, teilzunehmen, seine Fähigkeiten zu entdecken und von den vielfältigen Vorteilen des Sports zu profitieren – von der physischen und psychischen Gesundheitsförderung bis hin zur sozialen Integration und Bildungsförderung.
Durch Sport und Bewegung werden nicht nur individuelle Talente und Stärken sichtbar, sondern auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl im gesamten Stadtteil gefördert. Diese Aktivitäten dienen als Katalysator für positive soziale Interaktionen und bauen Brücken zwischen unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft.
In Anbetracht dessen, dass „Sport vernetzt" über das Sanierungsgebiet hinaus den gesamten Schinkel bedient, ergänzt es nicht nur die Arbeit des Quartiersmanagements, sondern erweitert und vertieft die soziale und gesundheitliche Wirkung im Stadtteil. Die Einbindung aller Bewohnenden und die Förderung eines inklusiven, aktiven und gesunden Lebensstils unterstreichen die essenzielle Rolle des Projekts für die nachhaltige Entwicklung des Schinkels.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
58
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://web.osnabrueck.de/fileadmin/eigene_Dateien/0613_Sanierung_Schinkel/IHK_Osnabr%C3%BCck_Schinkel_Fortschreibung_2023_LQ.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://web.osnabrueck.de/fileadmin/eigene_Dateien/0613_Sanierung_Schinkel/IHK_Osnabr%C3%BCck_Schinkel_Fortschreibung_2023_LQ.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://web.osnabrueck.de/fileadmin/eigene_Dateien/0613_Sanierung_Schinkel/IHK_Osnabr%C3%BCck_Schinkel_Fortschreibung_2023_LQ.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://web.osnabrueck.de/fileadmin/eigene_Dateien/0613_Sanierung_Schinkel/IHK_Osnabr%C3%BCck_Schinkel_Fortschreibung_2023_LQ.pdf
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
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(270.31 KB)
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
„Sport vernetzt" im Schinkel fokussiert sich auf die Interessen der Bewohner, basierend auf Dialog und Partizipation. Unsere Arbeit orientiert sich am Gemeinwohl und Menschenrechten, um ein inklusives Angebot für alle Menschen zu schaffen.
Kriterium
Beschreibung
Gemeinwesenarbeit bei „Sport vernetzt" stärkt Selbstwirksamkeit und Selbstorganisation. Durch gemeinsame Aktivitäten erleben Bewohner ihre Fähigkeit, Anliegen kollektiv zu lösen und effektiv zu vertreten.
Kriterium
Beschreibung
„Sport vernetzt" nutzt die Stärken und Ressourcen vom Schinkel, um den Gemeinschaftssinn zu fördern. Indem wir lokale Talente und Möglichkeiten einbinden, stärken wir das Quartier von innen.
Kriterium
Beschreibung
„Sport vernetzt" agiert generationen-, milieu- und nationalitätenübergreifend, um den sozialen Zusammenhalt im Schinkel zu stärken und Vielfalt zu feiern.
Beschreibung
„Sport vernetzt" baut starke Netzwerke und Kooperationen im Schinkel auf, um handlungsfähige Strukturen für gemeinschaftliche Ziele und nachhaltige Entwicklung zu schaffen.
Kriterium
Beschreibung
„Sport vernetzt" macht das Zusammenleben im Schinkel erlebbar und fördert eine starke Gemeinschaft durch gemeinsame Sport- und Bewegungsaktivitäten, die das Quartier verbinden.
Vorhandene Strukturen
Im Stadtteil Schinkel gibt es eine Vollzeitstelle Quartiersmanagement (QM) im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Sozialer Zusammenhalt". Das QM übernimmt im Stadtteil überwiegend Vernetzungsaufgaben. So ist im Rahmen des Förderprogramms sowohl eine Vernetzungstruktur der Sozialträger (mit Sozialträgerkonferenz und Arbeitsgruppen) entstanden als auch der Bürgerinnen und Bürger (vor allem durch Bewohnerversammlungen). Das Thema Sport und Bewegung ist hierbei bisher noch wenig im Fokus. Zusätzlich überblickt das QM die bestehenden GWA Projekte. Diese fokussieren sich vor allem auf Kinder und Jugendliche durch Mobile Jugendarbeit (Streetwork) und durch Angebote des Kinder-, Jugend- und Familienzentrums Heinz-Fitschen-Haus. "Sport vernetzt" wird diese GWA-Strukturen ergänzen und erweitern. Es werden ausgehend von den Bedarfen der Bewohnerinnen und Bewohnern Projekte entstehen, die gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden, die in erster Linie durch Sport und Bewegung bestehende soziale Barrieren überwinden, ein Vertrauensverhältnis aufbauen und die Zusammengehörigkeit fördern. Die Stelle, die durch "Sport vernetzt“ entsteht und ihren Sitz im QM haben soll, kann wesentlich konkreter und zielgerichteter auch dezentral bei den Bewohnenden solche GWA-Projekte mit Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Projektpartnern gemeinsam initiieren und umsetzen. Das bestehende QM wird die Projektstelle und die Projekte mit den bestehenden GWA Projekten vermitteln und die Vernetzung ermöglichen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Mobile Jugendarbeit, Fachbereich Kinder-, Jugend- und Familie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Städtebau, Team Stadterneuerung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Referat Nachhaltige Stadtentwicklung, Strategische Quartiersentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilbüro, Jugendberatung, Migrationsberatung, Altenhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Schule und Sport, Fachdienst Bildung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerstiftung Osnabrück - Projekt Kinder-Bewegungsstadt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
„Sport vernetzt" strebt eine nachhaltige Verankerung im Schinkel an, indem es in kommunale Strukturen integriert und vielfältige Finanzierungsquellen erschlossen werden. Durch Kooperationen mit lokalen Einrichtungen und der Wirtschaft, neben Fördermitteln, sichern wir langfristige Unterstützung. Partnerschaften fördern Sachleistungen und Expertise. Kontinuierliche Evaluationen unterstützen die Anpassungsfähigkeit und Attraktivität des Projekts, um eine dauerhafte Finanzierung zu gewährleisten.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
5_img_3542.jpg
(987.99 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On