Lebendige Wüste – Ein OSC‑Projekt für Bewegung & Miteinander
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Mathias Wygold
| Funktion | Leiter Vereinsentwicklung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Die Wüste als Oase für eine gute Nachbarschaft und generationen- und herkunftsunabhängiges Miteinander
Projektbeschreibung
Der Osnabrücker SC verfügt schon heute über starke sozialräumliche Anknüpfungspunkte in der Stadt – u.a. durch seine umfangreiche Ferienbetreuung, die Trägerschaft mehrerer Offener Ganztage an Grundschulen oder das Sport‑Vernetzt‑Projekt im Rosenplatzquartier, das sozial benachteiligten Kindern den Zugang zu Sport im schulischen und außerschulischen Alltag erleichtert. Diese bestehende soziale Infrastruktur macht den OSC zu einem Motor für ein quartiersweites, niedrigschwelliges Bewegungs‑ und Begegnungsprojekt in der Wüste, das die acht folgenden GWA‑Themenfelder aktiv miteinander verbindet.
Das Quartier bietet dafür optimale Voraussetzungen: Mit zentralen Orten wie Moskaubad, Pappelsee, Jahn‑ und Hoffmeyerplatz, Schulen, Kitas, inhabergeführten Geschäften und lebendigem Wohnumfeld kann der OSC seine Rolle als Sport‑ und Sozialakteur sichtbar vertiefen.
Projektbausteine und Rolle des OSC
1. Begegnungsorte stärken
Der OSC schafft wöchentliche Bewegungs‑ und Begegnungstreffs und erweitert diese um soziale Formate wie Erzählcafés oder saisonale Nachbarschaftspicknicks – getragen durch pädagogische Kompetenzen aus OGS und Ferienbetreuung.
2 Nachbarschaft aktivieren
Mit „Quartiersläufen“, Hofflohmärkten oder Kochabenden setzt der OSC Impulse, die körperliche Aktivität mit nachbarschaftlicher Verbundenheit verbinden.
3. Generationen verbinden
Tandems Jung–Alt, Patenschaften, Musik‑ und Technikangebote werden durch OSC‑Multiplikator*innen begleitet und über Schulkooperationen verankert.
4. Lokale Ökonomie einbinden
Der OSC nutzt seine Netzwerke, um Läden, Märkte und Betriebe als Partner zu gewinnen – etwa für Aktionstage, Workshops, Engagement-Messen oder Quartiersfeste.
5. Grün‑ und Freizeitflächen nutzen
Outdoor‑Fitness, Kreativ‑Workshops oder Kulturabende aktivieren die Wüste als Lebensraum über den Sport hinaus.
6. Soziale Durchmischung sichern
Kostenfreie Angebote für alle, Willkommensrunden für Neuzuziehende sowie niedrigschwellige Familien‑Netzwerke knüpfen an die langjährige OSC‑Erfahrung im Umgang mit vielfältigen sozialen Gruppen an.
7. Digitale Quartierskommunikation
Ein digitaler OSC‑Quartierskalender, Nachbarschaftsforum und Talente‑Börse (Hilfe, Tauschangebote, Kompetenzen) machen das soziale Leben im Stadtteil sichtbar und zugänglich.
8. Bildungsakteure einbinden
Gesundheitstage, Nachhaltigkeits‑Workshops und generationsübergreifende Lernwerkstätten verbinden Schule, Uni und Quartier.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Wüste ist dicht besiedelt, innenstadtnah, sozial stabil und verfügt über gute Nahversorgung, Freizeitflächen und lokale Ökonomie. Damit unterscheidet sie sich stark von klassischen GWA-Einsatzräumen wie strukturell benachteiligten Quartieren. GWA in der Wüste bedeutet daher nicht: kompensieren, sanieren oder Probleme bearbeiten, sondern: Sozialräume stärken, Vernetzung fördern und Lebensqualität weiter erhöhen. Die Wüste ist kein Problembereich, sondern ein starker, attraktiver, dynamischer, vielfältig genutzter Stadtteil. Daher sollte GWA hier fördernd statt reparierend, vernetzungsorientiert statt defizitorientiert, raumaktivierend statt sozialarbeiterisch-therapeutisch und kommunikations-, beteiligungs- und gemeinschaftsstärkend wirken. GWA kann im Stadtteil Wüste vor allem mit der Bearbeitung folgender inhaltlicher Schwerpunkte erfolgreich sein:
1. Orte der Begegnung stärken und ausbauen
2. Nachbarschaft aktivieren – besonders in den verdichteten Bereichen
3. Studierende, junge Familien und ältere Menschen zusammenbringen
4. Lokale Ökonomie und Gewerbe als Partner
5. Grün- und Freizeitflächen für niedrigschwellige Angebote nutzen
6. Durchmischung erhalten – sozialpräventive GWA
7. Digitalisierung & Kommunikation im Quartier ausbauen
8. Kooperationen mit lokalen Bildungsakteuren entwickeln und stärken
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Wüste
Beschreibung
Im Herzen des in der Weststadt gelegenen Stadtteils Wüste liegt das Sportzentrum des Osnabrücker Sportclubs. Innerhalb der Grenzen dieses Stadtteils wollen wir mit unserem Projekt wirken.
Die nördliche Grenze zur Weststadt verläuft entlang der Martinistraße und des Blumenhaller Wegs. Im Westen markiert die Bundesautobahn 30 (A30) die Grenze zu Hellern. Der südlichste Punkt liegt an der Kreuzung der Bahnstrecke Münster–Osnabrück. Von dort folgt die Stadtteilgrenze der Bahnlinie bis zur Sutthauser Straße. Im Osten zieht sich die Grenze über den Rosenplatz und die Kommenderiestraße bis zum Johannistorwall.
Am Wall entlang endet die Wüste an der Kreuzung Schlosswall / Martinistraße.
Einwohnerzahl
15000
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es handelt sich hierbei um eine Schätzung. Insgesamt sind Menschen mit Migrationsgeschichte im Stadtteil Wüste eher unterrepräsentiert. Die Herausforderungen sind in dieser Hinsicht somit eher präventiv: Durch die hohe Wohnqualität und die Nähe zur Universität kann die Durchmischung langfristig einseitiger werden. Integrative Maßnahmen dienen hier v. a. der Erhaltung sozialer Vielfalt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut dem Demografiebericht der Stadt Osnabrück für das Jahr 2022 betrug zum damaligen Zeitpunkt der Anteil der 0-16-Järhigen Kinder und Jugendlichen rund 13,5%, weshalb hier von etwa 12% in Bezug auf die 0-14-Jährigen ausgegangen wird. Im Stadtteil Wüste leben geschätzt rund 1.300 bis 1.600 Kinder und Jugendliche, was einem mittleren Anteil im Vergleich zur Gesamtstadt entspricht. Auch hier ist die Herausforderung eher präventiver Natur. Da die Prognose der Bevölkerungsentwicklung im Stadtteil Wüste dem Quartier eher eine stabile Bevölkerungszahl prophezeit, droht der Stadtteil mittelfristig immer älter und eindimensionaler zu werden. Es bedarf der Entwicklung von Maßnahmen, um den Stadtteil für Familien verschiedener sozialer Herkünfte attraktiv zu halten oder werden zu lassen.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Nach einer Schätzung liegt der Anteil der Menschen, die 60 Jahre oder älter sind im Stadtteil Wüste bei bis zu 25%, was in etwa dem städtischen Mittel entspricht. In der Kombination mit den unterrepräsentierten Gruppen der unter 14-Jährigen und der Menschen mit Migrationsgeschichte, besteht die Herausforderung darin, den Stadtteil sich nicht zu einem zunehmend alternden, elitären Quartier entwickeln zu lassen, dass sich möglicherweise zunehmend von einer vielfältigen Stadtgemeinschaft entkoppelt. Hier gilt es zunächst, vorhandene Generationen und Herkünfte im Quartier stärker miteinander in Verbindung zu bringen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2026_projektgebiet_gute_nachbarschaft.pdf
(360.22 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es sozialräumlich, aktivierend und vernetzungsorientiert arbeitet. Die Wüste verfügt über starke örtliche Ressourcen wie Moskaubad, Pappelsee, Jahn‑ und Hoffmeyerplatz, lokale Geschäfte und Bildungseinrichtungen, die gezielt genutzt werden, um niedrigschwellige Begegnungsräume zu schaffen und vorhandene Potenziale zu stärken.
Im Sinne der GWA werden Bewohner*innen aktiv einbezogen: durch regelmäßige Treffpunkte, generationenübergreifende Angebote und Formate, die Austausch und gegenseitige Unterstützung fördern. So entstehen stabile Nachbarschaftsnetzwerke und eine wachsende Identifikation mit dem Quartier.
Gleichzeitig folgt das Projekt dem Ansatz des Quartiersmanagements, indem zentrale Akteure wie Bürgerverein Wüste und Wüsteninitiative systematisch beteiligt und vernetzt werden, um langfristige Verantwortung im Stadtteil zu verankern. Diese Gruppen sind bereits wichtige Träger des sozialen Lebens und bieten eine stabile Basis für die Weiterführung von Angeboten.
Durch die schrittweise Übergabe von Angeboten, den Aufbau selbstorganisierter Gruppen sowie digitale Werkzeuge wie einen Quartierskalender entsteht ein nachhaltiges Netzwerk, das den Stadtteil stärkt und die Prinzipien von GWA und Quartiersmanagement dauerhaft sichert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Entwicklung der Anzahl lokaler Akteur*innen, die sich aktiv beteiligen, Entwicklung der Zahl gemeinsamer Aktionen mit Geschäften / Einrichtungen / Initiativen sowie Zahl neuer, durch das Projekt entstandener Kooperationen
Kriterium
Beschreibung
Entwicklung der Anzahl der regelmäßig stattfindenden Begegnungs‑ und Gemeinschaftsformate im öffentlichen Raum sowie Zahl der eingebrachten Ideen aus Befragungen
Beschreibung
Entwicklung der Anzahl der teilnehmenden Personen pro Angebot / Monat, Entwicklung der Zahl der neuen Personen, die erstmals an Angeboten teilnehmen sowie Anzahl der Rückmeldungen zu Feedback‑Gesprächen oder (Mini‑)Befragungen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird früh in bestehende Strukturen wie Moskaubad, lokale Geschäfte, Schulen sowie Bürgerverein und Wüsteninitiative eingebettet. Dadurch entstehen stabile Kooperationen, die langfristig eigene Angebote tragen können. Durch den Aufbau selbstorganisierter Gruppen und die Übergabe einzelner Formate sinkt der künftige Finanzbedarf, sodass das Projekt nachhaltig im Quartier verankert bleibt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
1 Unser Berg - unsere Demokratie
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sahri Sprinke
| Funktion | Leitung des Nachbarschaftszentrums |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Sicherheit stärken. Beteiligung ermöglichen. Vom Holtenser Berg ins Rathaus
Projektbeschreibung
Das Teilprojekt verfolgt das Ziel das subjektive Sicherheitsempfinden zu stärken, die politische Selbstwirksamkeit und die Beteiligung in den Zielvierteln zu erhöhen. Das Nachbarschaftszentrum Holtenser Berg (NBZ) erhält eine Sockelfinanzierung von der Stadt Göttingen, diese ist jedoch allein nicht ausreichend um den Betrieb des NBZ aufrecht zu erhalten, die notwendigen Finanzen zu akquirieren und die vorhandenen Strukturen zu sichern.
Dieses Ziel wird durch drei Unterziele erreicht:
Unterziel 1: Stärkung demokratischer Strukturen zum Abbau von Politikverdrossenheit und dem Erstarken rechtsextremer Parteien. Die Angebote werden von den Bewohner*innen mit Unterstützung durch das NBZ organisiert, um Wissensvermittlung über demokratische Werte und aktive Teilhabe zu fördern.
Unterziel 2: Stärkung des subjektiven Sicherheitsempfindens und Förderung der Kriminalprävention. Bestehende Ängste werden ermittelt, mit Hilfe von Polizei, Verwaltung und Drogenberatung bearbeitet und Lösungen auf baulicher oder sozialer Ebene gefunden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Jungen und jungen Männern, die häufig als Bedrohung wahrgenommen werden, aber auch überdurchschnittlich oft Täter und Opfer in Gewaltsituationen sind.
Unterziel 3: Finanzierung. Gemeinsam mit der Stadt Göttingen werden stabile Finanzierungsstrukturen entwickelt werden, um die Kontinuität der Angebote und der Gemeinwesenarbeit dauerhaft zu sichern.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das NBZ wurde 2017 gegründet, da das von Armut geprägte Viertel viele alleinstehende Ältere aufweist und es keine Altenpflegeeinrichtung gab und gibt. Mit ehrenamtlichen Begegnungsangeboten wurde Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe gestärkt, um vorpflegerische Bedarfe abzufedern. Die Leiterin etablierte sich als Kümmerin im Viertel und unterstützt mit niederschwelliger Beratung bei Alltags- und Behördenfragen. Über die Zusammenarbeit mit Institutionen und Politik entstand ein gutes Netzwerk zur Verweisberatung. Projekte mit der Aktion Mensch bezogen Menschen mit psychischen und physischen Behinderungen stärker ein und Barrieren im Viertel wurden abgebaut. Im NBZ hat sich aus engagierten Bürger*innen das Forum Göttingen Nord-West (FGNW) gebildet, das das Image vom "Prügelhügel" wegbringen und die Übernahme rechtsextremer Weltbilder verhindern will. Das Haupthindernis dabei ist Politikverdrossenheit. Der Holtenser Berg verfügt über keinen Ortsrat, Beteiligungsstrukturen sind unzureichend. Die Wahlbeteiligung auf dem Holtenser Berg liegt bei 58 % (Stadt 83 %) davon wählen 33% die AfD (Stadt 9 %). Eine neue Herausforderung ist die Sicherheitslage. Im Quartier sind sichtbarer Konsum und Handel von Cannabis und illegalen, auch chemischen Drogen präsent. Dies führt zu Konflikten im öffentlichen Raum, besonders Ladenpassage, und erhöht das Unsicherheitsempfinden. Öffentliche Räume werden zunehmend gemieden. Um diesen Herausforderungen entgegenzutreten, ist die Entwicklung eines soliden Finanzierungsmodell notwendig. Das NBZ arbeitet mit der Stadt Göttingen zusammen und stärkt eigene Möglichkeiten wie z.B. Spenden- und Mitgliederakquise sowie die Darstellung der GWA im Quartier.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Holtenser Berg
Beschreibung
Der Holtenser Berg liegt im Nordwesten Göttingens auf einem Hügel, der nach Osten hin steil zu Leine und Grone abfällt. Südlich davon, getrennt durch den nördlichen Autobahnzugbringer, angrenzend an die A7 liegt der Hagenberg. Westlich vom Holtenser Berg liegt Holtensen. Der Holtenser Berg und Holtensen sind durch die Straße unterm Hagen verbunden, die für den Autoverkehr gesperrt ist. Aufgrund der Lage am Stadtrand und der baulichen Trennung zwischen den umgebenden Stadtteilen stellen diese eigene Viertel dar. Das Nachbarschaftszentrum Holtenser Berg bezieht sich in seiner Arbeit auf die drei Quartiere Hagenberg, Holtensen und Holtenser Berg.
Einwohnerzahl
7892
Quelle / Anmerkungen
Gösis / Aufbereitung durch Stadt Göttingen
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gösis Dez 23
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gösis Dez 23
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gösis Dez 23
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gösis Dez 23
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gösis Dez 23
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gösis Dez 23
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gösis Dez 23
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gösis Dez 23
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gösis Dez 2023
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gösis Dez 23
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
zielgebiet.jpg
(104.39 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der GWA. Das Projekt orientiert sich an den Interessen der
Menschen im Quartier nach Sicherheit und einer funktionierenden Gemeinschaft. Es nutzt die
Stärken vor Ort und unterstützt die Ehrenamtlichen, die sich selbst organisiert für die
Demokratie einsetzten möchten. Es bringt die unterschiedlichen Gruppen im Quartier
zusammen (Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Menschen, die aus finanziellen, sozialen
und /oder gesundheitlichen Gründen abgehängt sind, und Menschen aus den
Einfamilienhäusern, die sich zusammen engagieren möchten). Dafür werden verschiedene
Bereiche wie Bildung, Unterhaltung, bauliche Maßnahmen und Sozialarbeit zusammen
gedacht und sie werden durch verschiedene Netzwerke und Expertinnen zu
unterschiedlichen Bereichen möglich gemacht. Das Nachbarschaftszentrum ist Teil des
Netzwerkes der Nachbarschafts- und Quartierszentren in Göttingen und in seiner Arbeit dem
gemeinsamen Leitbild der Göttinger Quartiere verpflichtet. Teil des Leitbildes sind die
Prinzipien der GWA in der Stadt Göttingen, die sich an den von der LAG Soziale Brennpunkte
formulierten Qualitätsstandards der GWA anlehnen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Menschen beim Projekt mitmachen, positives Feedback geben, dabei bleiben und sich beteiligen.
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Ideen von Ehrenamtlichen für Veranstaltungen und Maßnahmen umgesetzt wurden und wenn die Ehrenamtlichen mit der Unterstützung und Erreichbarkeit der Hauptamtlichen zufrieden sind.
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn sich die Gruppen aus verschiedenen Veranstaltungen kennen lernen und gemeinsam Veranstaltungen / Projekte/ Maßnahmen planen.
Beschreibung
regelmäßige Vernetzungstreffen und andere Kommunikation mit Ehrenamtlichen, Netzwerktreffen NBZs, Stadtteilrunde (soziale Institutionen Quartier), sowie Kontaktmöglichkeiten für neue Akteure und neue Vernetzung mit finanziellen Förderern und Ideengebern.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es Feedback oder sichtbare Verhaltensänderungen der Bewohner*innen in Bezug auf die Projektziele gibt. z.B. höhere Wahlbeteiligung, anderes Wahlverhalten, Nutzung der Ladenzone von mehr und vulnerablen Bewohner*innen.
Beschreibung
ist erreicht, wenn die Angebote des Nachbarschaftszentrums sicher und zuverlässig weiter bestehen können und wenn die Ladenzone attraktiver ist, sich Geschäfte halten und neu ansiedeln (aktuell leerstehende Gastsstätte)
Kriterium
Beschreibung
ist erreicht wenn gemeinsam mit der Stadt ein sicheres und bleibendes Finanzierungskonzept für den Holtenser Berg und Leineberg entwickelt ist.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Das NBZ Holtenser Berg wird vom Nachbarschaftsverein Holtenser Berg Hagenberg e.V. getragen, dessen Mitglieder überwiegend aus der Bewohnerschaft der Zielgebiete stammen. Es gibt eine hauptamtliche Leitungskraft, die mit Hilfe des ehrenamtlichen Vorstandes die Verwaltung und die Koordination der Ehrenamtlichen übernimmt. Außerdem gibt es das Forum Göttingen Nord-West aus dem heraus Ideen und Umsetzung für Veranstaltungen, Projekte und Themen für das NBZ und das Viertel kommen. Bestandteile der GWA sind: ehrenamtliche Begegnungsangebote, Begegnungsfeste die ehrenamtlich und in Kooperation mit anderen Institutionen organisiert werden und bei denen soziale Institutionen und Beratungsstellen sich bekannt machen können, informelle Nachbarschaftshilfe und niedrigschwellige Beratung zu allen Themen die die Bewohner*innen betreffen. Die Leiterin des NBZ kümmert sich um die Koordination, finanzielle und andere Verwaltung, moderiert, ist bei Festen und anderen Veranstaltungen teilw. Anwesend, holt Informationen und Hintergründe zu neuen Veranstaltungsideen ein und vernetzt mit hilfreichen Akteuren. Verweisberatung funktioniert durch Vernetzung mit Beratungsstellen und Institutionen im Quartier. Vergangene Projekte haben einen Begegnungsgarten etabliert, der zur Gemeinwesenarbeit dazugehört und die Angebote inklusiver für Menschen mit psychischen und anderen Behinderungen gemacht. Alle Angebote stehen unabhängig von Vereinsmitgliedschaft allen Bewohner*innen des Quartiers zur Verfügung.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Brothers (Bonveno)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bildung und Teilhabe Landkreis Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Aidshilfe Göttingen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das NBZ ist Teil des Netzwerks der Stadtteilzentren (Arbeitsebene), der
Nachbarschaftsverein Holtenser Berg Hagenberg e.V. ist Mitglied in der AG Nachbarschaftszentren (Trägerebene),
die Erfahrungen aus dem Projekt werden in beide Netzwerke eingebracht. Die dritte
Zielebene ist der Aufbau einer projektunabhängigen Finanzierung der Arbeit des
Nachbarschaftszentrums (s. Maßnahmen in der Zielebene).
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On