Die Welt als Heimat - Linden Süd als Zuhause
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Bettina Kahle
| Funktion | Kulturpädagogik |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Linden Süd als Zuhause
Projektbeschreibung
Kurzbeschreibung: jede Gesellschaft, jeder Ort und jeder Stadtteil braucht stabile Beziehungen, um ein langfristiges und nachhaltig friedliches, demokratisches Miteinander zu gestalten, zu verändern, lebendig zu erhalten (siehe dazu: „Auf die Freundschaft“, die aktuelle Ausgabe des Magazins „dafür ‚2“ unter der Herausgeberschaft von Harald Welzer & der offenen Gesellschaft). Linden-Süd ist ein Stadtteil mit einer enormen Vielfalt der Nationalitäten, Sprachen und kulturellen Hintergründe in der direkten und engen Nachbarschaft. Das sorgt für soziale und integrative Herausforderungen, darin steckt aber auch Potential. Das Kultur-Projekt „die Welt als Heimat – Linden-Süd als Zuhause“ will mit verschiedenen künstlerischen Aktionen gute Nachbarschaft und Freundschaften im Stadtteil sichtbar machen und zu langfristig freundschaftlichem Miteinander in diesem in der Öffentlichkeit oft als „problematisch“ wahrgenommenen Stadtteil, beflügeln.
Die künstlerischen Projekte:
Im Treffpunkt Allerweg plus Küche, Lager und Flur, der zum Ort für „Freunde“ werden soll: Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern gestalten das Programm:
In 2 Jahren sollen verschiedene Kulturkreise vorgestellt werden. An dieser Stelle sollen die Menschen im Stadtteil, aus der Nachbarschaft, sich beteiligen.
Wir wollen die Räume für ein halbes Jahr zu jeweils einem Kulturkreis gestalten (4 Kulturkreise in 2 Jahren).
1. Arabische Kulturkreis
2. Afrikanische Kulturkreis
3. Kulturkreis im Mittelmeerraum (Griechenland, Spanien etc.)
4. Asiatische Kultur
Projektdarstellung:
Raum: Die Räume werden je nach dem Kulturkreis mit den Menschen im Stadtteil gestaltet.
Feste: Zu jedem Kulturkreis gibt es ein gemeinsames Fest mit Musik, Tanz, Literatur, Kunst, Speisen und Getränken.
Literatur: Es werden zu jedem Kulturkreis 1 Erzählcafé und 1 Fest des Wortes angeboten (Poetry Slam, Lieder, Gedichte und Geschichten (mit und von den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils).
Kunst: An 4 Wochenenden sollen gemeinsam Kunstobjekte zu dem Kulturkreis entworfen werden.
Des Weiteren gibt es 4 Wochentermine (montags 14:00 – 16:00 Uhr) pro Kulturkreis mit künstlerischen Aktionen für Eltern und Kinder.
Kochen: Jeder Kulturkreis kocht an 2 Freitagen (Erwachsene und Kinder).
Musik: 4 Musikveranstaltung (1 pro Kulturkreis).
Alle diese Aktionen geschehen unter der Anleitung von verschiedener Künstlerinnen aus dem Stadtteil Vera Hoppe und Maria Eilers
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtteil Linden-Süd hat viele Menschen mit einem geringen Einkommen, die meisten alleinerziehenden Personen, kleine Wohnungen mit vielen Personen, hohe Arbeitslosigkeit, viele Kinder und viele verschiedene Kulturen. In den sozialen Einrichtungen kommen über 90 % der Kinder aus einem nicht deutschen Kulturkreis. Die einzelnen Kulturkreise sind für sich abgeschlossen. Es gibt türkische, spanische, arabische, griechische, bulgarische und afrikanische Gruppen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht Angebote, Veranstaltungen, Kurse, Seminare etc. für alle Kulturen zu organisieren. Das ist sehr schwierig. wir treffen oft auf Abgrenzungen. Aber wir sind der Auffassung: Nur im gemeinsamen Kontakt können die Vorurteile abgeschafft werden. Des Weiteren wollen wir die Probleme im Stadtteil gemeinsam besprechen und versuchen Lösungen zu finden. Die Menschen sollen aktiviert werden den Stadtteil mit zu gestalten: Müll- oder Drogenproblem. Aktivierung der Besucherinnen und Besucher ist mit ein Hauptziel!!!
Die einzelnen Besuchergruppen sollen über die Konflikte ins Gespräch kommen und sich austauschen. Es sollen wertschätzende Gespräche geführt werden. Hier sind Seminare geplant.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Verbesserung der Kommunikation der unterschiedlichen Kulturen - Vernetzung
Methoden
Hallo Nachbar!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Mina Amiry
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Integration auf Augenhöhe in der Gemeinde Molbergen
Projektbeschreibung
Der gemeinnützige Verein Integrationslotsen im Landkreis Cloppenburg e.V. setzt sich für die Interessen und Rechte von Migranten ein und deren gleichberechtigte Teilhabe im Familienleben, Bildung, Beruf und Gesellschaft. Ein besonderes Anliegen ist es, Begegnungen von Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen zu organisieren, um dazu beizutragen, Vorurteile und Ängste vor dem vermeintlich Fremden abzubauen.
Das Projekt „Hallo Nachbar!“ möchte gegenüber Migranten in der Gemeinde Molbergen sowie deren Ortsteilen Peheim und Ermke durch gemeinsame Treffen und Exkursionen Nachbarschaftshilfe leisten.
Über die Projektlaufzeit verteilt sollen in der Gemeinde Molbergen und den Ortsteilen Peheim und Ermke an unterschiedlichen sozialen Treffpunkten (z.B.Pfarrheime, soziale Gemeinschaftsräume) ansässige Migranten und deren Nachbarn zu gemeinsamen Treffen und Beratungsterminen eingeladen werden. Während der Treffen gibt es die Möglichkeit, sich bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken näher kennenzulernen. Durch hinzugezogene Sprachmittler wird die Kommunikation erleichtert. Die Termine werden teilweise durch soziale und kulturelle Informationsveranstaltungen ergänzt (z.B. das deutsche Schulsystem, Gesundheitsvorsorge) sowie durch Exkursionen (z.B. nach Bremerhaven, zum Museumsdorf Cloppenburg, zur Meyerwerft/Papenburg). Beratungstermine finden in Form von regelmäßigen Sprechstunden in der Gemeinde Molbergen statt, in denen Migranten Unterstützung bei Fragen und Problemen erhalten (z.B. beim Ausfüllen von Dokumenten).
Durch die gemeinsamen Treffen und Unternehmungen sollen Hürden der Kontaktaufnahme zwischen Migranten und ihren Nachbarn überwunden werden und eine Basis zu einem freundschaftlichen Miteinanderleben geschaffen werden. Da die Gemeinde Molbergen nur über eine unzureichende öffentliche Verkehrsanbindung verfügt, soll durch einen Shuttle-Service, der im Rahmen des Projektes eingerichtet wird, den Teilnehmenden geholfen werden, die unterschiedlichen Veranstaltungsorte besser zu erreichen.
Der Abschluss des Projektes ist in Form einer Ausstellung geplant, in der Portraits und biographische Informationen der Migranten und deren Nachbarn präsentiert werden sowie eine Übersicht über den Projektverlauf. Auch eine entsprechende Erstellung eines Ausstellungskatalogs ist geplant.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Hallo Nachbar!“ möchte Familien von Migranten aus der Gemeinde Molbergen und den Ortsteilen Peheim und Ermke im Landkreis Cloppenburg dabei helfen, mit ihren Nachbarn in einen freundschaftlichen Kontakt zu treten.
2013 lebten im Landkreis Cloppenburg 11.292 Ausländer. Diese Zahl stieg bis 2017 auf 17.736 Personen (AZR-Statistik des KRV Cloppenburg). Zwar hat sich der Zuzug von geflüchteten Menschen nach Deutschland inzwischen reduziert, doch ein starker Bedarf an Maßnahmen zur Integration und gesellschaftlichen und sozialen Teilhabe bleibt bestehen. Viele der neuzugezogenen Familien und Personen wohnen nicht länger in Flüchtlingsunterkünften, sondern konnten in eine „eigene“ Wohnung umziehen. Ein solcher Umzug bedeutet zwar ein unabhängigeres, selbstbestimmteres Wohnen, aber auch, dass einem zunächst nachbarschaftliche Bezugspersonen fehlen. Häufig sind die Nachbarn der neuzugewanderten Bevölkerung nicht oder nur kaum bekannt. Gerade neuzugewanderten Menschen fällt es schwer, zu ihren Nachbarn in Kontakt zu treten. Gründe sind Unsicherheiten in der Anwendung der deutschen Sprache oder kulturelle Unterschiede und hieraus entstehende Missverständnisse. Hinzu kommt, dass viele Wohngebiete im Landkreis Cloppenburg im eher spärlich besiedelten ländlichen Raum liegen mit einer unzureichend vorhandenen Verkehrsanbindung, was die Gefahr der Vereinsamung erhöht. Aufgrund einer solchen Wohnsituation ist es umso wichtiger, Bezugspersonen vor Ort zu haben. Da die soeben beschriebene Wohnsituation verstärkt auf die Gemeinde Molbergen zutrifft, konzentriert sich das Projekt auf diese sowie auf deren Ortsteile Peheim und Ermke, in denen es zudem an sozialen Einrichtungen mangelt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cloppenburg/ Molbergen - und Ermke - und Peheim -
Beschreibung
Molbergen hat eine Fläche von 102,56 qkm. Die Gemeinde Molbergen befindet sich in zentraler Lage innerhalb des Oldenburger Münsterlandes im Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre. Die Anbindung an die zentrale Verkehrsader der Region, die Hansalinie A1 erfolgt über die L 836 sowie über die Europastraße 72 (B 213) und über die B 72, die sich im Norden und Süden der Gemeinde befinden.
Einwohnerzahl
8653
Quelle / Anmerkungen
https://www.lkclp.de/kreis-politik/zahlen-daten-fakten/bevoelkerung-und-flaeche.php
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es ist uns derzeit nicht möglich, über diese Merkmale eine adäquate Einschätzung abzugeben. Eine Einschätzung könnte aber bei Bedarf nachgereicht werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
molbergen_karte.png
(471.2 KB)
molbergen_ortsteile.png
(869.84 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Projekt „Hallo Nachbar!“ wird Migranten und deren Nachbarn in der Gemeinde Molbergen Anlauf- und Vernetzungsmöglichkeiten vor Ort geboten, indem Treffen, Unternehmungen und Beratungstermine angeboten werden. Da sich das Projekt sowohl an Migranten als auch an deren Nachbarschaft richtet, stehen die Bewohner/innen Molbergens im Zentrum der Maßnahme. Durch das Projekt sollen insbesondere infrastrukturelle (Mobilität durch den Minibus als Teil des Projektes) und immaterielle (Verbesserung und Förderung sozialer Beziehungen, Partizipation, kulturelle Aktivitäten) Bedingungen gefördert werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch Teilnehmerlisten soll eine Übersicht über die teilnehmenden Migranten und deren Nachbarn gewonnen werden.
Kriterium
Beschreibung
Durch einen Evaluationsbogen, der zu Projektende erstellt wird, soll ermittelt werden, inwiefern die Teilnehmenden durch die verschiedenen Treffen untereinander Netzwerke gebildet haben.
Kriterium
Beschreibung
Inwiefern sich die nachbarschaftlichen Beziehungen verbessern und festigen konnten, soll auch durch einen Evaluationsbogen festgestellt werden. Auch die fotografische Dokumentation (Ausstellung und Broschüre) kann hierüber Aufschluss geben.
Beschreibung
Durch verschiedene Themen, die im Rahmen von Informationsveranstaltungen vermittelt werden, werden verschiedene Handlungsbereiche (u.a. Gesundheit, Bildung) integriert gedacht und bearbeitet. Die Teilnehmerliste gibt jeweils Ausfschuss über die Resonanz.
Beschreibung
Durch den Projekt Minibus können Probleme einer fehlenden öffentlichen Verkehrsanbindung umgangen werden. Die Inanstpruchnahme des Shuttle-Services gibt Aufschluss über diesen Standard.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Akteure sind die Bewohner/innen der Gemeinde Molbergen und von den Ortsteilen Ermke und Peheim.
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Youth/Local/Agent - Netzwerkvermittler Jugend - Soziales - Sport im ländlichen Raum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Astrid Hunke
| Funktion | Agentur zur Vermittlung von Ehrenamt im Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Youth/Local/Agent - Netzwerkvermittler Jugend - Soziales - Sport im ländlichen Raum
Projektbeschreibung
Im ländlichen Raum in den Samtgemeinden Elm-Asse mit den Standorten Remlingen und Schöppenstedt sowie in der Samtgemeinde Baddeckenstedt als dritten Standort, befinden sich Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 - 22 Jahren, die sich ihre Freizeit vor Ort selbst gestalten. Diese Gestaltung entspricht nicht den Vorstellungen der Kommunen und wird kritisch gesehen. Die Orte der Gestaltung sind selbst gewählt: Scaterplätze, Höfe von öffentlichen Einrichtungen außerhalb der Öffnungszeiten, Bushaltestellen, Bolzplätze, Kirchhöfe, Spielplätze, Straßenecken, Parks, unter Brücken. Die unterschiedlichen Themen suchen sich die Jugendlichen auch selbst. Die Gruppen werden immer größer, sie finden immer weniger den Zugang zu lokalen Vereinen /Institutionen und sie stellen sich selbst für ihre sozialen Räume vor Ort nicht mehr zur Verfügung. Die Vorgehensweisen der Jugendlichen sind selbst organisiert, beinhalten einen hohen Leistungsgrad, bilden Konkurrenzen untereinander und sind mobil. Die Konkurrenzen der Gruppen führen zu Uneinigkeit und werden geschürt, wenn soziale Ungleichheiten oder ethnische Unterschiede eine Rolle spielen. An diesem Punkt sollen die „Youth/Local/Agent „zum Einsatz kommen. Sie sind junge Menschen, die in den lokalen Räumen leben und ihre Familien und ihr Umfeld dort haben. Sie stellen sich zur Verfügung um zwischen ihren eigenen Peer Groups, den Verbänden und der Kommune innerhalb der bestehenden Netzwerke zu agieren. Sie haben die Aufgabe ihre Bedürfnisse zu erfassen und an die Netzwerk Partner weiter zu tragen. Diese Beteiligung stellt den sozialräumlichen Bezug vor Ort her und führt dazu, dass die jungen Menschen eine Stimme bekommen, die zu einer Einbindung in die strukturellen Ebenen vor Ort führen. Hierzu werden sie geschult und begleitet.
Soziale Räume müssen gemeinsam mit allen Bewohner*innen lokal gestaltet werden, dazu benötigen junge Menschen Akzeptanz vor Ort.
Passende Freizeitangebote gemeinsam mit Netzwerkpartnern zu initiieren, die Ideen dazu in der Kommune vorzutragen, diese zu vermitteln und die Bedürfnisse der Jugendlichen vor Ort nachhaltig zu benennen sind die Ziele des Youth/Local/Agent. Diese Fähigkeiten zu erlangen und begleitet umzusetzen sind der Auftrag den die Trägerin des Projektes erfüllen will. Gemeinsamkeiten herzustellen, generationsübergreifend zu arbeiten und eine gemeinsame Sprache zu sprechen stärkt das Gemeinwohl und lässt Alltagsrassismus und insuffiziente Meinungsbilder nicht zu.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In allen drei Standorten der Samtgemeinden befinden sich junge Menschen, die bedingt durch mangelnde Mobilität im ländlichen Raum lokal gebunden sind. Da die Infrastruktur für die Umsetzung von jugendaffinen Freizeitmöglichkeiten mit der Abwanderung von Familien aus dem ländlichen Raum und der mangelnden Lukrativität für Jugendliche rückläufig ist, suchen sich die jungen Menschen in Schöppenstedt, Remlingen und Baddeckenstedt neue Formen der attraktiven Gestaltung von Freizeit. Alle Standorte haben zwei Gemeinsamkeiten – die Jugendlichen nutzen die Medien um sich Aufmerksamkeit und Anerkennung zu verschaffen, haben vor Ort aber keine Stimme und sie funktionieren in ihren eigenen Peergroups - sie nehmen wenig Kontakt zu anderen Gruppen und zu den Sozialräumen in ihrer Umgebung auf, in denen sich andere Gruppen befinden. Die Angebote durch die Vereine und Verbände scheinen nicht attraktiv genug, ein Bezug zu ihrer direkten Umgebung ist nicht ausreichend genug um ihre Freizeitbedürfnisse umzusetzen. Sie finden kein Netzwerk, das ihnen Gehör verschafft und bestrebt ist zu helfen ihre Wünsche zu verwirklichen, sie finden kaum lokale Anbindung. Diese Gründe führen dazu, dass die Jugendlichen ihre Freizeit nicht innerhalb ihrer sozialen Räume gestalten. Das führt zu Auffälligkeiten, die seitens der Bürgerschaft nicht erwünscht sind und daher auf Ablehnung stoßen. Akzeptanz wird wenig hergestellt und Wünsche werden gegenseitig nicht ernst genommen. Der Youth/Local/Agent hat die Aufgabe, den sozialräumlichen Bezug zwischen den Institutionen, der Kommune und der Bürgerschaft herzustellen und nachhaltig die Umsetzung der lokalen Jugend-Bürgerbeteiligung und Anbindung herzuleiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Wolfenbüttel Samtgemeinde Baddeckenstedt
Beschreibung
Das Förderungsgebiet bezieht sich auf den Landkreis Wolfenbüttel, Sg. Baddeckenstedt. Die Samtgemeinde liegt direkt im ländlichen Raum und hat eine Entfernung von ca. 15 km zur nächsten Stadt. Der Bezugsbereich ist der Landkreis Wolfenbüttel.
Einwohnerzahl
3055
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es handelt sich um eine Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Wert ist geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Dieser Wert ist geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
baddeckenstedt.pdf
(278.12 KB)
Gebiet-Name
Schöppenstedt
Beschreibung
Schöppenstedt gehört zur Samtgemeinde Elm/Asse und liegt ca.23 km von Wolfenbüttel entfernt direkt im ländlichen Raum. Schöppenstedt ist die kleinste Stadt im Gebiet , hat 559 Einwohner mehr als ein Dorf und wird daher in das Projekt ländliche Regionen mit aufgenommen.
Einwohnerzahl
5559
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
schoeppenstedt.pdf
(270.69 KB)
Gebiet-Name
Remlingen
Beschreibung
Remlingen liegt im Landkreis Wolfenbüttel und ist von -Wolfenbüttel aus 12 KM entfernt. Remlingen grenzt sich zu allen anderen Dörfern der Umgebung ab.
Einwohnerzahl
1268
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
remlingen.pdf
(265.24 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In den Standorten werden Projektbüros als Anlaufstelle eingerichtet. Diese haben feste Öffnungszeiten. Die Büros werden in den Gemeinden zur Verfügung gestellt - Schöppenstedt, Remlingen, Baddeckenstedt. In den Standorten arbeiten wir mit den vor Ort lebenden Jugendlichen im Netzwerk mit den Institutionen, Verbänden, der Kommune und den Bürgern*innen. Die jungen Menschen sollen einen sozialräumlichen Bezug zu ihrem Wohnumfeld bekommen, daher geschieht der Zugang ganzheitlich. Die erkennbaren strukturellen Mechanismen innerhalb der ländlichen Gemeinschaften müssen erkannt werden, damit die Jugendlichen einen Zugang bekommen und ihre Forderungen stellen und umsetzen können. Dies ist das Ziel der Y-l-A im ländlichen Raum. Die Vorgehensweisen der Jugendlichen benötigen breite Unterstützung der Bevölkerung , damit nachhaltig gearbeitet werden kann.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
In bereits vorhandenen Strukturen neue Projekte und Ideen verwirklicht werden können und die Y-L-A durch ihren Einsatz im lokalen Raum gehört und ernst genommen werden und Wünsche und Bedürfnisse als Programm umgesetzt werden (Bezug zum sozialen Raum).
Kriterium
Beschreibung
Netzwerker ihre Themen gemeinsam gestalten direkt vor Ort die gemeinsame Arbeit zu einer Aufwertung der Lebensqualität vor Ort führt, die jungen Menschen Gehör in ihrer Kommune und bei der Bürgerschaft finden und eingebunden sind.
Kriterium
Beschreibung
Generationsübergreifende Arbeit vor Ort erhöhen die Chancen für Jugendliche, sich mit ihrer Umgebung nachhaltige zu identifizieren. Sie erkennen wie die Mechanismen sind, die zur Funktion der Gesellschaft führen, bringen sich ein und werden vor Ort aktiv.
Beschreibung
Im ländlichen Raum sind alle Ressourcen knapp bemessen, müssen geteilt werden und das müssen alle Bürger*innen mit tragen. Y-L-A teilen mit, was sie benötigen um übergreifend zu denken und zu handeln, weil sie ihre Bedürfnisse benennen und vermitteln.
Vorhandene Strukturen
Die Freiwilligenagentur arbeitet seit 20 Jahren in der Region mit allen Altersgruppen, verfügt über Qualitätsmanagementverfahren mit Siegel der Bundesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligenagenturen BAGFA und ist spezialisiert in 8 Fachbereichen um das ehrenamtliche Tun für die Gesellschaft, im Gemeinwesen und in der Entwicklung atypischer Netzwerke. Sie hat die Aufgabe in Kooperation mit Partnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen als eine professionell arbeitende Koordinierungsstelle für Ehrenamtliche zu dienen. Sie bündelt diverse gesellschaftliche Interessen für eine Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit. Durch die Einrichtung einer Koordinierungsstelle haben die Kooperationspartner soziale Kompetenz und Engagement bei der Gewinnung, Betreuung und Fortbildung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezeigt. Die Agentur bringt junge Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig engagieren wollen, zusammen mit nachfragenden Organisationen, Einrichtungen, Projekten und Personen. Somit trägt sie zur Förderung und Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen bei. Über diese Vermittlungstätigkeit hinaus bietet sie als eine Koordinierungsstelle weitere Servicedienstleistungen in Beratung, Management und Organisation sowie Öffentlichkeitsarbeit, entlastet Organisationen und Hauptamtliche ohne sie zu ersetzen und fördert neue Projekte. Die Freiwilligenagentur wird durch die Breite der Aufgaben den Anforderungen an das „Neue Ehrenamt“ gerecht.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Remlingen und Schöppenstedt Regina Bollmeier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Zeitung Steffanie Memmert
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenredaktion Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege des Landkreises Wolfenbüttel Herr Ziebarth
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Berthas Machbarschaften
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lotta Braunert
| Funktion | gemeinnütziger Verein |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Beteiligung und Befähigung der Nachbarschaft rund um den Bertha-von-Suttner Platz
Projektbeschreibung
Zentral gelegen, im Stadtbezirk Hannover Südstadt-Bult, befindet sich der Bertha-von-Suttner Platz. Hier wurde 2014 das Projekt Berthas Beete gestartet. Berthas Beete sollen zu Berthas Machbarschaften wachsen. Mit gemeinsamen Aktionen auf dem Bertha-von-Suttner Platz wird die Nachbarschaft lebendig. Besonders im Fokus stehen soll der Austausch zwischen Jung und Alt. In Workshops sollen die Anwohner*innen befähigt werden Netzwerke zu bilden. Und aktiv zu werden, um ihre eigene Nachbarschaft mit zu gestalten. Gleichzeitig wird der Platz genutzt um Skill Sharing zu ermöglichen. Die Nachbar*innen befähigen sich gegenseitig. So wird der soziale Zusammenhalt gestärkt. Die Südstadt ist einer der am dicht besiedelten Stadtteile in Hannover mit 77 Einwohner*innen je Hektar. Der Anteil der Einzelwohnungen ist dafür sehr hoch. Es gibt also einen hohen Druck auf öffentliche Räume durch dichte Besiedelung. Gleichzeitig erhöht dies die Gefahr von Vereinzelung, da sich Menschen in ihre eigenen Wohnungen zurück ziehen. Berthas Machbarschaften wirkt dem entgegen und schafft Nachbarschaften die Austausch, gegenseitige Befähigung und Hilfe möglich machen.
Im erweiterten Projektgebiet wird mit einer mobilen Plattform (Parklet) dezentral gearbeitet. Das Parklet wird auf einem umgebauter Autoanhänger installiert. Es ist begrünt, bietet Aufenthaltsfläche und die Möglichkeit kleine Ausstellungen zu zeigen. So kann es multifunktional für soziale, ökologische und kulturelle Zwecke genutzt werden. Es zieht durch die benachbarten Straßen und eröffnet so neue Räume. Es wird eine Art Beteiligungsinsel. Dadurch werden die Anwohner*innen angeregt über ihre Wünsche für eine lebenswerte Stadt nachzudenken und sie zu äußern. Außerdem wird Raum geschaffen um sich kennen zulernen und auszutauschen.
Anschließend an diese erste Projektphase soll das Projekt in andere Stadtteile ziehen. Die an dem Projekt Partizipierenden werden zu Multiplikator*innen. Sie helfen dabei weitere Nachbarschaften zu Machbarschaften zu machen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Südstadt ist ein dicht besiedelter Stadtteil indem die Altersverteilung weit auseinander reicht. Zum einen sind 21% der Bewohner*innen über 60 Jahre alt. Zum anderen weist die Südstadt die höchste Säuglingsdichte (10,8 Säuglinge je 1000 Einwohner*innen) auf. Bei einer Dichte von 77 Einwohner*innen pro Hektar wohnen durchschnittlich nur 1,6 Menschen in einer Wohnung. Dies birgt die Gefahr von gesellschaftlicher Isolation. Durch die großen Altersunterschiede kann es zu Segregation kommen. Der demografische Wandel ist auch in der Südstadt spürbar. Die Einwohner*innen sind zunehmend älter und oft auch sozial isoliert. Um mehr Diversität im Stadtteil zu fördern braucht es Austausch und sozialen Zusammenhalt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Südstadt
Beschreibung
Vorrangig Gebiet um den Bertha-von-Suttner Platz, Sallstraße, Stresemannallee, Wredestraße, Böhmerstraße, Stüvestraße, Geibelstraße, An der Questenhorst, Jordanstraße, An der Teifenriede bis Altenbekener Damm, Heinrich-Heine Straße,
Einwohnerzahl
40010
Quelle / Anmerkungen
hannover.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hannover.de Strukturdaten 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interessant hier aber die höchste Säuglingsdichte in Stadt Hannover (10 Säuglinge pro 1000 Einwohner*innen) Diese Zahl wird sich also in den nächsten Jahren starkt ändern.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.pdf
(1.4 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesensarbeit dadurch, dass Einwohner*innen befähigt werden sollen sich für ihre Nachbarschaft zu engagieren und sich für sozialen Zusammenhalt einzusetzen. Das Projekt lädt aktiv zur Teilhabe ein und aktiviert die Stadtbewohner*innen, befähigen sich zu engagieren. Nach den Prinzipien des Gemeinwohls sollen gemeinsame Orte geschaffen werden, Erfahrungen, Wissen und Materialien geteilt werden. Aus Nachbarschaften werden Machbarschaften. Friedliches und solidarisches Zusammenleben in einer dichten Stadt wird möglich. Niedrigschwellige Beteiligung wird möglich. Austausch und Befähigung wird möglich. Das Projekt soll ein Startpunkt sein um darauf folgend in weitere Stadtteile zu ziehen. Der Anlaufpunkt Bertha-von-Suttner-Platz sowie die die Räume die sich in das Netzwerk integrieren werden von einem Kümmerer/einer Kümmerer*in betreut und koordiniert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Veranstaltungen von Bewohner*innen initiiert worden sind, wenn diese ihre Stärken und Fähigkeiten in kooperativ organisierten Workshops teilen, wenn die Bedürfnisse der Bewohner*innen sichtbar gemacht wurden
Kriterium
Beschreibung
Räume gemeinsam genutzt worden sind, es ein aktives Netzwerk um Berthas Machbarschaften gefunden hat, das für gegenseitige Befähigung steht
Kriterium
Beschreibung
Platz belebt und Berthas Beete gewachsen sind. Wenn es weitere kleine Gärten und Nachbarschaftsaktivitäten (wie gestaltete und geöffnete Räume) gibt.
Beschreibung
Es fernab der im Projekt implizierten Veranstaltungen weitere gibt die unabhängig organisiert werden. Wenn es ein oder mehrere Folgeprojekte gibt die durch den Austausch im Projekt entstehen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Begegnung Bad Lauterberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Anlaufstelle für nachhaltige Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Es wurden neue Räume für die ursprünglich rein ehrenamtliche und nunmehr hauptamtlich besetzte Anlaufstelle gefunden. Durch Angebote, zum Einen in der zentralen Anlaufstelle zum Anderen aber auch verteilt im gesamten Sozialraum der Stadt und den dazugehörigen Dörfer, werden die Bewohner*innen bei der aktiven Gestaltung der Nachbarschaft unterstützt.
Ein Schwerpunkt, der sich rauskristallisiert hat, ist ein Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekt mit Aktivitäten wie Insektenhotels bauen, Saatbomben herstellen und verteilen, gemeinsames Müll sammeln, Initiierung und Suche von Unterstützer*innen für die Zertifizierung von Bad Lauterberg als Fair Trade Stadt. Ein anderer Schwerpunkt soll aufgrund des Bedarfs die Arbeit mit älteren Menschen werden. Bestehende regelmäßige Angebote in Kooperation mit dem Kinderschutzbund wie das Kulturcafé, die Eltern-Kind-Gruppe sowie jährliche Veranstaltungen wie der „Tag der Vielfalt“ sollen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Durch die verstärkte Netzwerkarbeit und die Befragung der Einwohner*innen entstehen momentan viele Ideen und Angebote. Unteranderem ein Frühstück für Senior*innen, ein Senior*innentaxi für gemeinsames einkaufen oder Arztbesuche, gemeinsames Kochen, "Formularfuchs"-Unterstützung bei der Organisation der Unterlagen u.v.m.
Auch wenn es nun feste Räumlichkeiten für das Projektteam gibt, sollen Angebote und Aktivitäten nach wie vor auch im Sozialraum verteilt stattfinden, um möglichst viele Menschen zu erreichen und das Gemeinwesen an sich zu stärken und nicht alles nur auf einen Raum und bestimmte Personen zu fokussieren.
Insgesamt soll durch das Schaffen von Begegnungsanlässen und daraus resultierenden weiteren Aktivitäten die Lebensqualität der Menschen steigen, sodass der Ort und die Region trotz der Folgen des demografischen Wandels und vorhandener Armut lebenswert ist.
Laut Robert-Koch-Institut "[bestimmen] nach wie vor [...] soziale Ungleichheiten die Entwicklung von Gesundheit und Lebenserwartung in Deutschland". In einen Kurort wie Bad Lauterberg kommen somit paradoxerweise einerseits Menschen, um ihre Gesundheit zu verbessern, und zum anderen leben dort Menschen, deren Gesundheit aufgrund von Armut massiv leidet.
Ein gut funktionierendes Gemeinwesen hat präventiven Charakter, kann soziale und politische Teilhabe ermöglichen und dadurch die Demokratie stärken. Diesen Effekt strebt dieses Projekt an. Das notwendige Engagement wird von den Projektmitarbeiterinnen vorgelebt und unterstützt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Bad Lauterberg lebt ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Menschen in Armut, laut Statistik fast jedes vierte Kind und jeder sechste Erwachsene.
Seit Beginn des Projekts wurden zwei Personen der ehemals rein ehrenamtlich organisierten Anlaufstelle hauptamtlich für die Gemeinwesenarbeit angestellt. So konnte diese Anlaufstelle, die eine wichtige Funktion in den örtlichen Strukturen füllt, da sie viele Konflikte entschärfen konnte bzw. dazu beiträgt, dass sie sich gar nicht erst soweit entwickeln, trotz schwindenden ehrenamtlichen Engagements aufrecht erhalten und stetig professionalisiert werden. Durch vernetztes Arbeiten werden Bedarfe erfasst und Lösungen gefunden. Realisiert wurde in der Vergangenheit zusammen mit Netzwerkpartner*innen u.a. die Entstehung eines Traumspielplatzes im Kurpark durch Engagement zur Sammlung des notwendigen Geldes und Begleitung des Bauprozesses, die Organisation und Durchführung des "Tag der Vielfalt" und des sozialen Weihnachtsmarkts.
Da das alte Stadthaus, das den Vereinen zur Verfügung gestellt wurde, umfangreich saniert werden müsste, konnte das ursprüngliche Haus der Begegnung nicht in angedachter Form genutzt und ausgebaut werden. In der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg wurden Räume umgebaut. In einen Trakt ist Anfang 2019 nach mehrjähriger Verzögerung das Jobcenter eingezogen. Im selben Gebäude sind auch Räume für das Gemeinwesenprojekt reserviert, die jedoch noch nicht freigegeben wurden. Auch wenn diese Räumlichkeiten aufgrund Lage und Größe langfristig ideal wären, konnte bis auf weiteres ein ehemaliges Ladenlokal bezogen werden, dass sich als Basis für sozialraumorientierte Arbeit gut eignet.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt wurden bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen ausgestattet. So werden weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchgeführt und bei Bedarf erweitert und angepasst. Damit weiterhin, und verstärkt durch Begegnung und Austausch, ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. Indem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das Einsamkeit, Chancenlosigkeit und Konflikten vor.
In Bad Lauterberg sowie in der gesamten dezentralen Region im Harz konnten rechte Ideologien in den vergangenen Jahren an Einfluss gewinnen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken sind die oben beschriebenen Ansätze von grundlegender Bedeutung. Bewohner*innen bekommen dadurch neue Perspektiven und werden an Wege der politischen Mitbestimmung erinnert oder lernen sie erstmals kennen.
Im direkten Kontakt mit den Menschen sind bei einigen bereits Zeichen für eine ins positive veränderte Wahrnehmung von Situationen, Mitmenschen und Strukturen erkennbar. Das wirkt sich dann wiederum positiv auf ihren eigenen Alltag aus, weil neue Kontakte entstehen oder sich andere Perspektiven entwickeln. Der beste Hinweis, dass die Arbeit Früchte trägt und stabil aufrecht erhalten werden sollte.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Bereits vor Start der ersten Förderphase, gab es gewisse haupt- und ehrenamtliche Strukturen vor Ort. Im Rahmen des Projekts hat sich dies noch verstärkt und zunehmend professionalisiert. Von der Organisation von Veranstaltungen zum Herrichten von Fahrrädern in einer Fahrradwerkstatt, Musikprojekten, Nachbarschaftshilfe, Sozialberatung, Sprachunterricht, Kinderbeaufsichtigung, Lesungen und Eltern-Kind-Cafés ist vieles dabei. Im Rahmen von Runden Tischen und Arbeitskreisen sowie durch den persönlichen Kontakt der Projektmitarbeiter*innen zu vielen Menschen vor Ort besteht ein engmaschiges Netzwerk. Durch das Projekt werden die verschiedenen Angebote zusammendrahtet und noch besserer Austausch geschaffen. Beide hauptamtliche Johanniterinnen sind auch ehrenamtlich im Vorstand des Kinderschutzbundes und deswegen und da sie selbst im Ort wohnen, wo sie vielseitig aktiv sind, bestens vernetzt.
Es gibt Eigeninitiativen von Bewohner*innen wie "Lauterberger helfen sich", mit denen das Team eng zusammenarbeitet und durch das aufgebaute Netzwerk unterstützt.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
img_3301.jpg
(1.21 MB)
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Nachbarschaft entwickeln.
Projektbeschreibung
Das Projekt unterstützt bürgerschaftliches Engagement und Vernetzung verschiedener Initiativen, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Ziel ist es, dass alle Bewohner*innen sich inkludiert fühlen und gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Seit 2017 gibt es eine Anlaufstelle namens "Treffpunkt", in der verschiedene Beratungs- und Bildungsangebote sowie Veranstaltungen stattfinden. Die Projektmitarbeiterinnen führen diese zum Teil selbst durch und koordinieren, begleiten und unterstützen Angebote von Ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Netzwerkpartner*innen. Auch über die Räumlichkeiten des Treffpunkts hinaus werden Aktivitäten im Sozialraum organisiert, als Möglichkeit der Aktivierung von Bewohner*innen für das Gemeinwesen genutzt und unter Einbeziehung des Netzwerks unterstützt.
Mittlerweile nehmen auch anfangs eher skeptische Bewohner*innen an Angeboten teilnehmen, führen sie sogar selbst durch oder bringen Ideen ein. Durch neue Angebote wie das monatliche gemeinsame Frühstück sind Bedarfe und Ideen der Bewohner*innen geäußert wurden, an die angeknüpft werden soll. Momentan wird eine Toilette in die Räumlichkeiten gebaut und bei der Gelegenheit auch der Anschluss für eine Küchenzeile gelegt, damit auf vielfachen Wunsch zukünftig auch gemeinsam gekocht oder gebacken werden kann.
Der Grundgedanke des gemeinsamen Gestaltens des Miteinanders in der Gemeinde findet sich nicht nur im Projekttitel wieder sondern auch in den Namen der Veranstaltungen wie bspw. Gemeinsam KUNST oder Gemeinsam ESSEN und natürlich vor allem im Miteinander unter den Teilnehmenden. Gemeinsam werden Bedarfe erhoben und bedarfsgerechte Angebote von Bewohner*innen (und) für Bewohner*innen gemacht. Gemeinsam wird erarbeitet, wie vielfältig diese Gemeinschaft ist und welche Stärken sich daraus ergeben. Dazu sind noch in diesem Jahr Aktivitäten, u.a. zum Thema Heimat und sich heimisch fühlen gemeinsam mit dem Kreisheimatbund, dem Tourismusbüro sowie einer ortsansäßigen Künstlerin, geplant. Auch bei den Aktivitäten in 2020 sollen als Klammer die Begriffe Heimat, Nachbarschaft und Vielfalt leitend sein. Dadurch soll die vom demografischen Wandel betroffene Nachbarschaft gestärkt, toleranter und damit lebenswerter für alle werden.
In Kooperation mit dem Netzwerk-Senioren e.V., die einen Bürger*innenbus realisiert haben, wird zu Veranstaltungen auch ein Fahrdienst angeboten. Ein Schritt zu mehr Mobilität im ländlichen Raum, der soziale Teilhabe ermöglicht.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die größte Herausforderung ist der demografische Wandel. Laut dem Landesamt für
Statistik Niedersachsen wird zwischen 2008 und 2031 die Bevölkerung
des Landkreises Hildesheim einen Rückgang von 12,4 % verzeichnen. Von dieser
Entwicklung ist insbesondere der Südkreis also auch die Gemeinde Lamspringe betroffen. "Die Bevölkerungsprognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung für die NBank
weist eine Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde Lamspringe vom
Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 von 5 873 auf 3 658 Einwohner*innen
aus" (MI 02.09.2015).
Die Bevölkerung wird nicht nur insgesamt weniger sondern auch wesentlich älter im Durchschnitt. Um für diese Entwicklung gut aufgestellt zu sein, braucht es eine gut vernetzte und engagierte Einwohner*innenschaft. Anhand der vielen Vereine und dem neu gegründeten Netzwerk Jugend ist erkennbar, dass der Wille die Zukunft mitzubestimmen und zu gestalten da ist. Durch die Arbeit des Projekts "Gemeinsam Lamspringe" wird eine wichtige Plattform zur Begegnung und zum Austausch für die zahlreichen Zusammenschlüsse und Einzelpersonen geboten. Die strategische Gemeinwesenarbeit ermöglicht das zielgerichtete Zusammenführen von Engagement und erhöht damit das Wirkungspotential.
Dadurch wird eine gesunde Nachbarschaft bis ins hohe Alter gefördert. Gesund im Sinne von einem gesunden Miteinander und dadurch auch gesunden bzw. gesünderen Individuen. Langfristig hat diese Nachbarschaft auch eine präventive Funktion. Sowohl indirekt als auch durch konkrete Präventionsmaßnahmen gemäß § 20 SGB V. Damit sollen Regelfinanzierungen für einzelne Angebote erschlossen werden, um das Projekt nachhaltig zu verstetigen.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner unter deren Einbeziehung Strukturen geschaffen werden sollen, die zu kollektivem Empowerment führen. Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Sensibilisierungsworkshops zu Diversität wirken Diskriminierung entgegen. Die darausfolgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen und Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität kommen kann. Durch verstärkten Austausch und nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber sind zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Bereits vor dem Start der ersten Projektphase im Herbst 2017 gab es durch Ehrenamtliche aus dem kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine bereits Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind nach wie vor nicht alle Bewohner*innen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr angesprochen. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule und Kindertagesstätten und zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers und der Integrationshelferin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September", Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten. Der ehrenamtliche Gemeinderat hat einen Ausschuss zu Themen wie Mobilität, Jugend- und Senior*innenarbeit und auch die Verbindung dieser Themen mit der Flüchtlingsintegrationsarbeit auf die Agenda gesetzt. Senior*innen haben auch einen gemeinsamen Verein gegründet und eine Umfrage zu Wünschen und Bedarfen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Senior*innen wurde u.a. der Computerkurs und ein Bastelnachmittag im Treffpunkt der Johanniter gestartet.
11. Medien
Galerie
Lyrikwettbewerbe für alle in der Gemeinde Lehre
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Oliver Ding
| Funktion | Projektleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Lyrikwettbewerbe für alle in der Gemeinde Lehre
Projektbeschreibung
Wir möchten in der Gemeinde Lehre an drei Standorten bis Ende 2020 sechs Wettbewerbe zur Lyrik durchführen. Teilnehmen können alle Bewohner*innen der Gemeinde: z.B. Senioren, Geflüchtete, Migranten, Jugendliche, Kinder, Familien, Menschen mit Beeinträchtigungen. Wir möchten die Menschen zusammen bringen und vorhandene kulturelle Räume wie Gemeinderaum / Schule / Halle in Lehre, Groß Brunsrode und Wendhausen nutzen. Koordiniert wird das Projekt aus dem Büro in Groß Brunsrode.
Alle Teilnehmer*innen sollen in den Wettbewerben darüber schreiben, was es ihnen bedeutet in der Gemeinde zu leben, was für sie diese Gemeinde ausmacht und was ihnen möglicherweise fehlt. Außerdem sollen sie beschreiben was ihnen persönlich wichtig ist.
Damit erfassen wir was die Leute bewegt, bringen sie zusammen und entwickeln Verständnis füreinander. Wir stärken die Kommunikation und den Zusammenhalt - gleichzeitig finden wir Vorschläge für Verbesserungen / Ergänzungen. Die Wettbewerbe sollen vom Sommer 2019 bis Ende 2020 organisiert werden. Es handelt sich um vier Wettbewerbe. Die Teilnehmer/innen können jederzeit ein- und/oder aussteigen. Wir möchten die Menschen zusammenbringen und ihnen durch Workshops das Rüstzeug an die Hand geben ihre Texte zu entwickeln. Das heißt: Experten bringen den Interessierten bei, wie sie Texte entwickeln und präsentieren können. Die Möglichkeiten sind vielfältig und Inklusive. Auch Menschen, die auf eine leichte Sprache angewiesen sind (z.B. Geflüchtete, Menschen mit Beeinträchtigung) können mitmachen. Es wird neben dem Textlichen auch z.B. mit Kollagen, Icons und Bildsprache gearbeitet. Die Freiwilligenagentur verfügt über ein Netzwerk in der Region mit Dozenten, die die notwendigen Techniken niederschwellig vermitteln können. Die Dozenten werden ggf. aus den umliegenden Gemeinden (LK Helmstedt, Stadt Braunschweig und Stadt Wolfsburg sowie LK Gifhorn) gewonnen. Für die Umsetzung werden Kulturvereine aller Art sowie Einrichtungen (z.B. Wohlfahrtspflege, Lebenshilfe, Feuerwehr) und Sportvereine gebeten mitzumachen.
Die Ergebnisse der Wettbewerbe werden sowohl in die Gemeinde gegeben als auch veröffentlicht. Dies soll in Form von Ausstellungen erfolgen. Im Idealfall werden hier auf künstlerische/spielerische Weise Vorschläge entwickelt, die sich zur Erweiterung der Gemeinwesenarbeit einsetzen lassen. Nach Abschluss des Projektes können die Ergebnisse weiterhin genutzt werden - das Konzept können weitere Gemeinden nutzen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Es bestehen Kulturräume, die genutzt werden sollen (z.B. Börneken-Halle in Lehre, Koordinationsbüro in Groß-Brunsrode). Vor Ort sind Geflüchtete, vor allem aus afrikanischen Ländern, die sich integrieren möchten und vom Verein "Willkommen in Lehre" unterstützt werden.
Wir möchten in den Lyrik-Wettbewerben die verschiedenen Menschen in drei Standorten zusammen bringen, von ihnen wissen was sie bewegt, was ihnen wichtig ist, wie sie sich in der Gemeinde aufgehoben fühlen, was ihnen ggf. fehlt und was sie sich wünschen.
Die Gemeinde Lehre ist als Teil des ehemaligen Reviers Helmstedt von den Auswirkungen des Strukturwandels betroffen und wird dafür zu wenig entschädigt. In "strukturschwachen" Gebieten sind insbesondere die Menschen vor Ort gefordert, sich freiwillig zu engagieren und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Zu diesen und ähnlichen Themen, die den Menschen auf der Seele liegen, soll der Lyrik-Wettbewerb herausfinden, was den Menschen wichtig ist und was es für Lösungen geben könnte. Darum bauen die Workshops auch thematisch aufeinander auf und die Netzwerke innerhalb und zwischen den Orten werden gestärkt. Die Inhalte der Texte bestimmen erst mal die Bürger und damit auch die Themen.
Die Freiwilligenagentur hat Erfahrung allen Themen um das Ehrenamt sowie mit der Umsetzung von Projekten, die von Bürgern ausgehen. Sie bringt Menschen zusammen, die sonst im Alltag selten ins Gespräch kommen. Das Projekt hilft auch mögliche Vorbehalte abzubauen und Menschen miteinander in Kommunikation bringen. In dieser wird die Kreativität angeregt und den Menschen die Möglichkeit gegeben ihre Ergebnisse zu präsentieren (hier: Texte, Gedichte, Kollagen).
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lehre
Beschreibung
Das Dorf Lehre befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Sie liegt räumlich zwischen Braunschweig und Wolfsburg.
Einwohnerzahl
4255
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Lehre Bürgermeister Andreas Busch / Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zum 1. Februar 2018 lebten nach Zählung der Gemeinde 4.255 Einwohner im Ortsteil Lehre. Er liegt etwa auf halber Höhe zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Durch den Ort fließt von Ost nach West die Schunter. Im Osten des Ortes lag im Forst Kampstüh die Heeresmunitionsanstalt Lehre, heute teilweise ein Wohn- und Gewerbegebiet. Im Ort befinden sich die Oberschule Lehre und die Grundschule Lehre.
Quelle: Wikipedia
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lehre_maps.jpg
(448.64 KB)
Gebiet-Name
Wendhausen
Beschreibung
Das Dorf Wendhausen befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Sie liegt räumlich zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Es liegt an der Autobahn A2 an der Abfahrt Essehof.
Einwohnerzahl
1605
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wendhausen liegt etwa 10 km nordöstlich vom Stadtzentrum Braunschweigs. Verkehrsmäßig ist er durch die L 295 an Braunschweig und Wolfsburg angebunden. Außerdem ist er an die A 2 durch die Autobahnausfahrt Braunschweig-Ost angeschlossen. Durch den Ort fließt die Schunter in zwei Armen, die in der Niederung einen etwa 400 m breiten und etwa 2 km langen Werder umfließen.
Nach dem letzten Schuljahr 2013/2014 wurde die Grundschule geschlossen. Heute beherbergt das Gebäude die Kindertagesstätte "Mühlenknirpse". Die alte Kita an der Hauptstraße wurde zu einem Dorfmuseum umfunktioniert.
Quelle: Wikipedia
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wendhausen_maps.jpg
(789.48 KB)
Gebiet-Name
Groß Brunsrode
Beschreibung
Das Dorf Groß Brunsrode befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Es liegt räumlich genau in der Mitte zwischen Braunschweig und Wolfsburg.
Einwohnerzahl
769
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Groß Brunsrode ist durch Kreisstraßen mit den umliegenden Ortschaften verbunden. Von 1942 bis 1975 besaß das Dorf einen Bahnhof an der Schuntertalbahn Braunschweig–Fallersleben.
In der Ortschaft gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus, welches von der Gemeinde Lehre unterhalten wird. Im selben Gebäude befindet sich die Gaststätte "Zum Krug".
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
grossbrunsrode_maps.jpg
(437.61 KB)
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Lyrik-Wettbewerbe werden angenommen und es kommen verschiedenen Menschen zusammen. Sie nehmen an Workshops teil, tauschen sich aus und lernen sich "lyrisch" auszudrücken. Gemeinsam stellen sie die Ergebnisse als Ausstellungen in der Gemeinde aus.
Beschreibung
Die Bewohner/innen verschiedenen Alters, mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Beeinträchtigung kommen in diesem Projekt zusammen. Sie nehmen gemeinsam an Lyrik-Wettbewerben teil und stellen ihre persönliche Sicht zu ihrem Lebensumfeld vor.
Kriterium
Beschreibung
Die in den Wettbewerben von der Bewohner/innen verfassten Texte werden ausgestellt und ausgezeichnet. Diese Texte enthalten idealerweise Statements / Ideen / Vorschläge zur Verbesserung / Erweiterung der Infrastruktur.
Kriterium
Beschreibung
Die Netzwerke der drei Orte Lehre, Groß Brunsrode und Wendhausen werden gestärkt. Die Lyrik-Wettbewerbe beiden die Möglichkeit zum Austausch und sie bringen Vereinen und Initiativen, die als Netzwerkpartner eingebunden werden, (noch) enger zusammen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Wir verfügen vor Ort über ein Projektbüro (mit festen Öffnungszeiten) von dem aus das Projekt koordiniert wird. Dieses Projektbüro wird von der Gemeinde Lehre zur Verfügung gestellt. Es befindet sich in Groß Brunsrode. Dabei arbeiten wir mit der Gemeinde (d.h. dem Rathaus und dem Bürgermeister) sowie den an den drei Standorten ansässigen Initiativen, Gruppen und Vereinen wie z.B. Feuerwehren, Chor und Musikgruppen, Kulturvereinen, Künstler*innen, Multiplikatoren, Initiativen und Gruppen eng zusammen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Willkommen in Lehre e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Engagierte Bürger/innen der Kommunen Lehre / Wendhausen / Brunsrode
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Internationaler Frauentreff
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Birgit Wölki
| Funktion | 1. Vereinsvorsitzende |
|---|
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Kaltenmoor ist ein Stadtteil Lüneburgs, in dem sehr viele Mieter aus den verschiedensten Ursprungsländern auf engstem Raum leben. Außerdem sind hier gleichermaßen Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit zuhause, die auf verschiedene staatliche Leistungen zum Lebensunterhalt angewiesen sind. Kaltenmoor ist ein sozialer Brennpunkt. Hier treffen sehr unterschiedliche Kulturen, Sprachen, Religionen aufeinander. Viele Frauen in diesem Stadtteil sind von sozialer Isolation betroffen, besonders, wenn sie ihren ausschließlichen Wirkungskreis innerhalb ihrer Familie haben. Ihnen ist der Anschluss an die deutsche und andere Kulturen erschwert. Der internationale Frauentreff hat seit 12 Jahren das Ziel, vorurteilsfreie Begegnungen von Frauen und Kindern jenseits von Kultur, Familienkodex und Religion zu ermöglichen. Es werden 4 x die Woche offene Treffen unter zurzeit folgenden Themen angeboten: "Gespräche in deutscher Sprache, Schwerpunkt Übung und Anwendung" - "Deutschkurs mit paralleler Kinderbetreuung" - "Individuelle Beratung in allen Lebenslagen" - "kreativer Nähkurs unter Anleitung einer Schneidermeisterin" - "Nähcafe" - "Biographiearbeit". Der internationaler Frauentreff ist auch ein Freiraum für die Frauen. Hier können sie sich auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten Auszeiten und Rückzugszeiten nehmen. Für Feiern wird die Wohnung auch sehr gerne benutzt. Immer wieder zeigt sich, dass Frauen sich sehr gerne in einem geschützten Rahmen treffen, um soziales Miteinander leben zu können. Die Gründung, sämtliche Impulse, Organisation, Leitung und Koordination des internationalen Frauentreffs werden seit 12 Jahren ehrenamtlich durch Frau Birgit Wölki geleistet.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg-Kaltenmoor
Beschreibung
Stadtteil Kaltenmoor ist der bevölkerungsreichste Stadtteil Lüneburgs bezogen auf die Fläche
Einwohnerzahl
10025
Quelle / Anmerkungen
http://www.hansestadtlueneburg.de/Portaldata/43/Resources/dokumente/stadt_und_politik/zahlen_daten_fakten/Bestandsstatistik_Ortsteile_31.12.2018.pdf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der Internationale Frauentreff Kaltenmoor bekommt keine Förderung durch die Stadt Lüneburg. Aus dem Förderprogramm Soziale Stadt fließen keine Mittel in das Projekt.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
http://www.hansestadtlueneburg.de/Portaldata/43/Resources/dokumente/stadt_und_politik/zahlen_daten_fakten/Bestandsstatistik_Ortsteile_31.12.2018.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
75
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
90
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
90
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kaltenmoor.png
(215.13 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Integration ausländischer Mitbürgerinnen. Beitrag zur Nachbarschaftshilfe. Förderung friedlichen Zusammenlebens. Akzeptanz von Unterschiedlichkeit. Teilhabe an der örtlichen Infrastruktur
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
seit 12 Jahren wird der Internationale Frauentreff von durchschnittlich 40 Frauen plus Kindern in der Woche aufgesucht.
Vorhandene Strukturen
Unterstützung bei der sozialen Kompetenz von Frauen und Müttern. Beratung und Hilfestellung im Alltag und bei Behördenangelegenheiten - ggf auch Begleitung. Schaffung von Begegnungsräumen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ecovillage-Hannover; ein selbstorganisiertes Modellstadtquartier mit kostengünstigen Wohnungen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hans Mönninghoff
| Funktion | Projektkoordinator |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam planen - ökologisch und kostengünstig in einer Gemeinschaft wohnen
Projektbeschreibung
Geplant ist ein experimentelles Wohn- und Lebensquartier für bis zu ca. 1.000 Menschen in Genossenschaftsform. Umgesetzt werden soll die Vision eines nachhaltigen Quartiers in einer Großstadt mit einem hohen sozialen Standard. Dabei sollen die Reduktion des Ressourcenverbrauchs aufgrund einer selbstbegrenzten Lebensweise („Suffizienz“) und gemeinschaftliche Lebensformen im Mittelpunkt stehen. Neben den Wohnformen kommen bei dem Projekt auch anderen sozialen oder ökonomischen Aspekten eine hohe Bedeutung zu: Flächen für den Lebensmittelanbau, Inklusion, Kooperation, Generationensolidarität, ein Tausch- und Leihsystem für die Bewohner*innen, usw.. Beabsichtigt sind möglichst niedrige Baukosten bzw. Mieten, insbesondere für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen, aber auch Flächen für "suffiziente" Baugemeinschaften von besserverdienenden Älteren, die heute in großen Wohnungen leben und durch den Umzug in das neue Stadtquartier an anderer Stelle in der Stadt Wohnflächen frei machen.
Die Landeshauptstadt Hannover hat der Initiative eine 50.000 m² große Baufläche mit einem bestehenden Bebauungsplan am Rande der Stadt in Aussicht gestellt (Nord-Kronsberg), wo bis zu 400 relativ kleine Wohneinheiten ("Tiny-Wohnungen") errichtet werden könnten.
Ziel des Projektantrages und der Initiative Ecovillage-Hannover ist ein „bottom-up“- Organisationsprozess, in dem:
- die Zielgruppe von Stadtbewohner*innen mit niedrigem Einkommen gezielt angesprochen und für das Projekt gewonnen werden sollen;
- insbesondere diese Zielgruppe am Planungsprozess für das Projekt beteiligt werden soll,
- genossenschaftliche Strukturen erarbeitet werden, die im besonderen Maße die Beteiligung der zukünftigen Bewohner*innen berücksichtigen (Ecovillage-Beirat, usw.).
Weitere Infos unter www.ecovillage-hannover.de
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Hannover gibt es einen eklatanten Mangel an kostengünstigen Wohnungen. In den Neubaugebieten entstehen überwiegend hochpreisige Wohnungen, die von einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen nicht finanziert werden können. Auch die hohen ökologischen Standards der Neubauten tragen zur Kostensteigerung bei und es gilt Konzepte zu entwickeln, wie dieser hohe Standard beibehalten bleibt, die Baukosten und Mieten aber tragbar sind.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Nord-Kronsberg
Beschreibung
Die Stadt Hannover ist im Grundsatz bereit, für das Projekt bis zu 50.000 m² Baufläche im nördlichen Bereich des Kronsberges zur Verfügung zu stellen.
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
1000 Bewohner*innen ist die Zielzahl mehrerer Ecovillage-Bauabschnitte. Beim Startprojekt sind ca. 400 Wohneinheiten für ca. 600 Menschen möglich
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziel ist es, die zukünftigen Bewohner*innen des Modellquartiers zu motivieren, sich an der Quartiersentwicklung und darauf aufbauend dem konkreten Planungsprozess zu engagieren. Dies war bisher sehr erfolgreich: Bei der Eröffnungsveranstaltung waren ca. 300 Personen anwesend, mehr als 200 Personen in 12 Arbeitsgruppen arbeiten zur Zeit an den ersten Konzeptideen (siehe auch www.ecovillage-hannover.de) und am 01.06.2019 ist darauf aufbauend mit 400 Personen eine Visionskonferenz geplant. Die bisherige Arbeit wurde ausschließlich ehrenamtlich geleistet, was beim großen Interesse, das das Thema erreicht hat, nicht länger leistbar ist. Der Förderantrag bezieht sich auf die jetzt folgende einjährige Konkretisierungsphase mit a) Erreichung speziell der Zielgruppe einkommensschwacher Personen b) Genossenschaftsgründung und Beteiligung der zukünftigen Bewohner*innen am konkreten Planungsprozess
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
a) Möglichst viele der zukünftigen Bewohner*innen sollen in der Planungsphase mitarbeiten; b) Alle zukünftigen Bewohner*innen sollen Genossenschaftsmitglied werden und damit Mitbestimmungsrechte über die konkrete Ausgestaltung des Projektes erhalten.
Kriterium
Beschreibung
Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung (Stadtplanung, Sozialdezernat, Seniorenarbeit, u.a.), mit Trägern u.a. im Migrations- und Obdachlosenbereich, mit der Bundesanstalt für Arbeit (Qualifizierungsprojekte beim Bau von Tiny-Häusern), usw.
Kriterium
Beschreibung
Schaffung einer modellhaften Genosenschaftssatzung mit umfangreichen Beteiligungsverfahren der Bewohner*innen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtplanung, Bereich Wohnungsversorgung, Sozialdezernat mit verschiedenen Untergliederungen, Fachbereich Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
bestehenden Wohnungsgenossenschften und Wohnungsbauträgern soll die Möglichkeit geboten werden, sich mit Bausteinen an dem Projekt zu beteiligen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit Sozialverbände,Gruppierungen im Migrations- und Obdachlosenbereich, um die Zielgruppe einkommensschwacher Haushalte gezielt zu erreichen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zielgruppe sind alle sich für das Thema Suffizienz ("Selbstgenügsamkeit") interessierende bzw. ansprechbare Bewohner*innen Hannovers
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
1 Leben im Meer - Aktiv für die Insel Spiekeroog (Teilprojekt 1)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Matthias Piszczan
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mikrokosmos Spiekeroog - Aufbau eines nachhaltigen Gemeinwesens mit dem Themenschwerpunkt "zukunftsfähige Mobilität sowie insulare Ver- und Entsorgung"
Projektbeschreibung
Die Insel Spiekeroog wird auch die grüne Insel genannt. Mit seinen 844 Einwohnern zählt sie zu den kleineren Inseln, in Bezug auf die Einwohnerzahl, wie auch in Bezug auf den Anteil an ausländischen Mitbürgern (rund 13% gegenüber Juist mit rund 28%). Die Siedlungsstrukturen und der Baubestand sind intakt, der Gesamteindruck idyllisch. Dennoch hat auch Spiekeroog mit der Abwanderung der Jugend, der zunehmenden Belastung durch die steigende Zahl an Gästen und Übernachtungen zu kämpfen. Auf der tideabhängigen und flugplatzlosen Insel müssen alle Gäste und alle Insulanerer mit der Fähre zum Festland bzw. zur Insel und es müssen sämtliche Nahrungsmittel, Konsumgüter und der gesamte Abfall per Fähre transportiert werden. Stetig wächst die Insel in der Hauptsaison von Dorf- auf Stadtgröße (rund 96.000 Gäste in 2017), mit allen Konsequenzen bei der insularen Infrastruktur, sowohl was die weichen, wie auch die harten Faktoren angeht. Bei allen Anstrengungen, den Gästen den Urlaub auf der Insel so bequem wie möglich zu machen, schließlich ist der Tourismus der einzige Wirtschaftsfaktor, kommt mittlerweile die work-life-balance, wie auf allen anderen Inseln, zu kurz. Die mit dem Projekt aufzubauende Gemeinwesenarbeit hat in dieser Gemengelage viele und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Die ostfriesischen Inseln arbeiten zunehmend gemeinsam an ihrer Entwicklung; die Zusammenarbeit in der Leader-Region Wattenmeer-Achter ist ein deutliches Beispiel dafür. Deshal haben sich die beteiligten Inseln Schwerpunktthemen gesetzt, die exemplarisch für die jeweils anderen bearbeitet werden. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt deshalb die insel- und themenübergreifende Vernetzung der Inselpartner, um die Übertragbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. Spiekeroog hat dabei das Schwerpunktthema "zukunftsfähige Mobilität und insulare Ver- und Entsorgung" stellvertretend für die anderen ostfriesischen Inseln übernommen. Diese Schwerpunktsetzung für die grüne Insel Spiekeroog kommt nicht von ungefähr, setzt sich doch die Insel bereits seit längerem intensiv mit der nachhaltigen Nutzung und Entwicklung der naturschutzfachlich hochwertigsten Flächen im Biosphärenreservat Nds. Wattenmeer auseinander (außeruniversitärer Forschungsstandort der Uni. Oldenburg). Die im Rahmen der des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insbesondere diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf Spiekeroog läuft seit 2007 ein Zukunftsprozess mit dem Ziel, Spiekeroog zu einer umweltgerechten Gemeinde zu entwickeln. Deutlich wird, dass trotz des bereits beachtlichen Engagements der Akteure immer noch großes Potenzial zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen besteht, gleichzeitig aber auch grundsätzliche Aspekte der Inselgemeinschaft zunehmend in den Fokus geraten (u.a.: bezahlbarer Wohnraum fehlt, die Nahversorgung ist mangelhaft, Freizeitangebote für Jugendliche fehlen) . Das bisherige Engagement der Akteure auf Spiekeroog, sich für ihre Lebensumwelt einzusetzen, soll dabei als positiver Motor für die Gemeinwesenarbeit fungieren. Nach der Einrichtung des Inselbüros sollen die Spiekerooger zum Mitmachen angeregt werden. Entsprechend ihrer Wünsche und Expertisen sollen sie sich selbst ihrer Themen annehmen, Arbeitsgruppen bilden, Schwerpunkte setzen, einen Aktionsplan aufstellen und ihre Ideen, Maßnahmen und Projekte priorisieren. Viele Ideen sind bereits in der Zukunftsstadt-Phase entstanden, sie können Ausgangspunkt sein für die weitere Arbeit. Die Akteure sollen stärker Einfluss auf die Politik und die übergeordneten Strukturen nehmen und Handlungsoptionen entwickeln, wie sich die Inseln stärker mit den Themen positionieren können. Ansätze für das Schwerpunktthema sind: der Einsatz bzw. die Nutzungsintensität von Ressourcen, die Ressourceneffizienz, der ökologische Fußabdruck, die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung, die Reduzierung des Wasserverbrauchs, die Abfallvermeidung und die Erhöhung der Recyclingquote sowie klimafreundliche Transportmittel (über Autofreiheit und E-Mobilität hinaus) und der Einsatz regenerativer Energien.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Spiekeroog
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Inselgemeinde Spiekeroog.
Einwohnerzahl
805
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2019
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Spiekeroog
Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Spiekeroog
Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017
Projektgebiet: Spiekeroog
Gesamtstadt: Spiekeroog, Wangerooge, Juist
Sonstige: Ostfriesische Inseln
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
zs_ergebnisse_spiekeroog.pdf
(2.33 MB)
spiekeroog_inselkarte.pdf
(104.52 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale von GWA auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Die GWA soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mindestens 50% der Bevölkerung beteiligt sich aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens.
Kriterium
Beschreibung
In der Transformationsphase hat sich eine feste Gruppe an Aktiven auf Spiekeroog gebildet, die den Transformationsprozess weiter vorantreibt, sich regelmäßig trifft und ein Bündnis zwischen Insel-Politik, -Verwaltung und -Bürgerschaft verstetigt.
Kriterium
Beschreibung
Die Akteure haben auf Spiekeroog ein Kataster mit Stärken und Unterstützerpotentialen aufgestellt, das für die Insulaner zur Verfügung steht und insbesondere in Stresssituationen puffernd wirken kann.
Kriterium
Beschreibung
Spiekeroog hat bereits früher einen durch die Inseljugend angestossenen Mediationsprozess durchlaufen, an dessen Ergebnissen angeknüpft wurde. Durch die intensive GWA wurden die Kontakte zwischen den unterschiedlichen Inselgruppen deutlich verbessert.
Beschreibung
Spiekeroog steht als außeruniversitärer Standort (Uni. Oldenburg) bereits im wissenschaftlichen Fokus und konnte sich mit seinem Schwerpunktthema Mobilität und Ver-/Entsorgung sowohl den anderen Inseln, als auch überregional als Wissensstandort empfehlen.
Beschreibung
Die Spiekerooger Akteure haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Kriterium
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Nordseebad Spiekeroog GmbH - Kurverwaltung & Schifffahrt-
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hermann Lietz Schule (Internatsgymnasium)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KV Spiekeroog, Reit- und Fahrverein Spiekeroog, Spiekerooger Segelclub, Spiekerooger Sportverein, Museumsverein Spiekeroog
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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