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Räumlicher Treffpunkt

Seniorenquartier Alte Schmiede Ottenstein - eine "Quartierskraft" für die Gemeinschaft auf der Höhe

Ansprechpartner
Manfred Weiner
Funktion Gemeindedirektor
"Gemeinsam auf der Höhe" - Gute Nachbarschaft im Seniorenquartier Alte Schmiede.
Projektbeschreibung
Mitten im Ortskern von Ottenstein entsteht auf dem Areal der Alten Schmiede derzeit ein „Seniorenquartier“ mit umfangreichen Angeboten für eine älterwerdende aktive ländliche Bevölkerung. Ziel ist es, die Herausforderungen des demografischen Wandels auf einer abgelegenen Hochebene im südlichen Niedersachsen positiv zu gestalten und den alten Menschen hier eine Perspektive zu geben. Eingeleitet wurde die Quartiersentwicklung bereits in 2013 durch eine aufsuchende Befragung der Menschen über 50 Jahre zu ihren Vorstellungen des Älterwerdens. Wichtigste Erkenntnis: 84 % hielten eine „Seniorenwohnanlage“ auf der Hochebene für wichtig. Seit 2015 wird an der baulichen Umsetzung einer bedarfsgerechten Lösung für die jetzigen und angehenden Alten gearbeitet. Eine Tagespflegeeinrichtung für ca. 15 bis 20 hilfebedürftige Gäste und ein Mehrfunktionshaus (MFH) mit Bibliothek, Kiosk und Café, Therapie- und Vereinsräumen und Friseur sowie Treffpunkt und Sitz einer Anlauf- und Vernetzungsstelle für das Quartier, sind im Bau. Zehn altengerechte Appartements in einer Hausgemeinschaft sowie Ein- und Zweipersonenhäuser komplettieren das Seniorenquartier, das auch im Freiraum Barrierefreiheit und hohe gestalterische Ansprüche verfolgt. Mindestens sechzig Menschen werden in dem neuen Quartier leben und arbeiten. Jetzt sollen, aufbauend auf den vielen guten Ideen im Dorf, konkrete Angebote und damit die Belebung des Quartiers angestoßen werden. Allein schaffen Bürgerverein und Gemeinde es nicht dieses für den ländlichen Raum völlig neue Lebensmodell zu organisieren und mit der traditionellen Dorfgemeinschaft zu vernetzen. Als Verstärkung soll eine „Quartierskraft“ im MFH angesiedelt werden, die durch persönliche Ansprache an die Befragung anknüpfen und die Menschen mit ihrer sozialen Arbeit verknüpfen kann. Denn: Neue Themen kommen auf das Dorf zu. Hilfebedürftige Menschen und ihre Angehörigen stehen dabei im Fokus. Sie probieren neue Wege der Gemeinschaft und brauchen Lösungen für ihre zu groß gewordenen Häuser. - Neue Hilfestrukturen entstehen: Ambulante Betreuung, Nachbarschaftshilfe und Mittagstisch sollen im Quartier Fuß fassen. - Neue Beteiligungsmöglichkeiten werden angeboten: Aufbauend auf den positiven Erfahrungen der letzten Jahre werden die Menschen in ihrem Alltag abgeholt; über Kirche, Landfrauen und Vereine sowie zu Hause werden die Menschen angesprochen und ins Quartier eingeladen, um Angebote zu nutzen oder zu entwickeln, und sich selbst dort zu engagieren.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Ottensteins isolierte Lage auf der Hochebene und der starke Rückgang der Landwirtschaft als wichtigster Arbeitgeber führte bereits zu Beginn der 2000er Jahre zu extrem negativen Bevölkerungsprognosen von -35 % bis 2030. Mittlerweile zeigen Ottensteins Anstrengungen zur Imageverbesserung sowohl im Dorfbild als auch im Vereinsleben Erfolge gegen den Negativtrend, die Alterung der Bevölkerung und die damit häufig verbundene Hilfebedürftigkeit und Vereinsamung der Menschen ist aber trotzdem nicht aufzuhalten. Damit die Menschen im Alter bleiben und ihre Wohnsituation bedarfsgerecht anpassen können, hat Ottenstein mit Unterstützung durch Land und EU den Schwerpunkt seiner baulichen Dorfentwicklung in den letzten Jahren auf die altengerechten Einrichtungen auf dem Gelände der Alten Schmiede gelegt. Der parallel dazu gestartete Informations- und Beteiligungsprozess hat durch Zelt- und Saalveranstaltungen einen großen Kreis an Interessierten erreicht und kritische wie begeisterte Meinungen erzeugt. Jetzt geht es darum die Menschen wieder individuell einzubeziehen - sei es als Helfende oder Nutznießende. Der 2018 vor diesem Hintergrund gegründete Verein Bürger für Bürger auf der Höhe e.V. steht geschlossen hinter dem Seniorenquartier und hat großen Zulauf. Er will sich als „verlängerter Arm“ der Quartierskraft umfassend im Rahmen der Nachbarschaftshilfe engagieren und die Menschen verbinden. Jedoch fehlen die Ressourcen und Kompetenzen, um den Prozess zu leiten und das Quartier zu managen. Hier setzt die Quartierskraft an und greift vorhandene Strukturen auf, um sie bedarfsgerecht zu verbessern. Eine Chance für gute Nachbarschaft 2020 zur Stärkung der Gemeinschaft auf der Höhe.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Flecken Ottenstein (Ottensteiner Hochebene)
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt durch die räumliche Abgrenzung des Seniorenquartiers und das Büro im dortigen Multifunktionshaus (Amtstraße 14-16) vorrangig im Flecken Ottenstein, dem Ankerort auf der Ottensteiner Hochebene. Veranstaltungen und Angebote werden sich hier konzentrieren. Darüber hinaus sollen aber auch umliegende Dörfer auf der Hochebene in den Blick genommen werden (insg. 3.500 Menschen). Aufgrund der Höhenlage sind die teils sehr kleinen Dörfer oft auf sich allein gestellt.
Einwohnerzahl
1160
Quelle / Anmerkungen
gemäß LSN-online, Stand 30.09.2020
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Alterung der Bevölkerung im südlichen Niedersachsen und damit auch im Projektgebiet ist eine der größten Herausforderungen der Gemeinden. Die Altersstruktur der Bevölkerung im Flecken Ottenstein zeigt mit 31,6% Einwohner*innen über 60 Jahre wovon allein 8,9% über 80-Jährige sind (LSN-online, Stand: 31.12.2019) den deutlichen Bedarf an Einrichtungen der Seniorenversorgung. Der Anteil der über 60- Jährigen auf der Hochebene dürfte bei über 25% liegen, der Anteil der über 80-Jährigen bei über 12% (Schätzung). Die neuen Angebote im Seniorenquartier sollen diesen Bedarf decken, die Koordination und Organisation des Quartiers ist dafür unbedingt erforderlich. Die Zahlen der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle (=Gesamtstadt) verdeutlichen eine ähnliche Situation. Vorhandene Alteneinrichtungen sind entsprechend ausgelastet.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der in den Gemeinden gemeldeten ausländischen Einwohner*innen hat sich ausgehend von den Jahren 2013/2014 bis 2018 lt. Statistischem Landesamt im Durchschnitt verdoppelt. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung lag 2013 bei 3,0 bis 3,5% und 2018 bei 7,0 bis 7,5%. Die unerwartet große Zahl neu Hinzugezogener hat die Dörfer vor die unterschiedlichsten Herausforderungen und Probleme gestellt. Der Flecken Ottenstein hat die damit verbundenen Chancen ergriffen und versucht die Menschen auf Dauer in die Dorfgemeinschaft zu integrieren und damit u.a. seine Daseinsvorsorgeeinrichtungen zu stärken. Der Fortbestand von Kindergarten und Grundschule wird somit derzeit nicht in Frage gestellt. Insbesondere durch die gefestigten ehrenamtlichen Strukturen konnten die anfänglichen Schwierigkeiten aufgefangen werden. Heute wäre professionelle Hilfe wichtig, um bürokratische Hürden bei der Arbeitssuche und in den weiterführenden Schulen zu unterstützen, aber auch um die endgültige Integration in die Dorfgemeinschaft zu vollziehen. Gebäude und Arbeitsplätze wären vorhanden.
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit in Ottenstein wird durch das Management einer Quartierskraft im Seniorenquartier für die Gemeinschaft auf der Höhe aufgewertet und ausgeweitet. Dabei stehen einerseits die Bedürfnisse der Bewohner*innen des Quartiers und andererseits die Interessen der Dorfbevölkerung an einer guten Nachbarschaft im Fokus. Eine Anlauf- und Vernetzungsstelle wird, für alle gut erreichbar, vor Ort mit neuen Räumlichkeiten im Mehrfunktionshaus geschaffen und hält Kommunikationsräume bereit. Die Quartierskraft baut auf den bestehenden Ressourcen des Gemeinwesens auf, indem die vorhandenen sozialen Beziehungen und Netzwerke genutzt werden, um die neue soziale und bauliche Infrastruktur im Seniorenquartier zu etablieren. Neue Kommunikationsanlässe und Beratungsangebote erfordern ressortübergreifendes Handeln, da die Themen und Aufgaben bedarfsgerecht angepasst werden sollen. Wichtige Themen werden altersgerechtes Wohnen, Gesundheitsvorsorge einschl. Hilfe- bis hin zum Pflegebedarf sowie Digitalisierung und Kultur im ländlichen Raum sein. Es wird zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen und der organisierten Nachbarschaft kommen sowie innovative Angebote der Daseinsvorsorge hervorbringen. Das Altwerden in Gemeinschaft mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe kann sich durch professionelles Management und Moderation etablieren. Der Einsatz einer Quartierskraft kann als modellhaft für abgelegene ländliche Räume gelten, um die Lebensqualität im Alter zu steigern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Interessen der Bewohner*innen sind handlungsleitend für die Arbeit der Quartierskraft. Der Austausch zum Thema Altwerden auf der Hochebene wird positiv wahrgenommen. Die Menschen nehmen teil und bringen sich mit eigenen Ideen und Hilfeangeboten ein.
Beschreibung
Die Fähigkeiten der vor Ort lebenden Menschen werden in die Quartiersarbeit integriert. Kommunikationsanlässe im Seniorenquartier werden von den Menschen auf der Hochebene gut angenommen. Die Wohn- und Aufenthaltsangebote werden gern genutzt.
Beschreibung
Die Zusammenarbeit der Betreiber von Angeboten im Seniorenquartier verläuft reibungslos. Neue Kooperationen haben sich dabei entwickelt. Entstanden sind bedarfsgerechte Angebote, die von den Menschen im Seniorenquartier gebraucht werden.
Beschreibung
Ehrenamtliche fühlen sich von der Quartierskraft unterstützt. Nachbarschaftshilfe hat sich weiter professionalisiert und wird in Anspruch genommen. Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen ist klar geregelt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Flecken Ottenstein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiter-Samariter-Bund ASB Hannover Land
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürger für Bürger auf der Höhe e.V., Landfrauenverein Ottenstein, Sportverein, Jugend- und Sportausschuss
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Praxis für Allgemeinmedizin, Amt-Apotheke Ottenstein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Ottenstein, Kinderhaus Ottenstein, Bücherei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde Ottenstein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Physiotherapie, Logopädie, Kioskbetreiber/in, Cafébetreiber/in
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausgemeinschaft des altengerechten Wohnhauses, Bewohner*innen der Einzelhäuser
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Seniorenquartier in Ottenstein wird sich zusammen mit der Quartierskraft etablieren. Die angestoßene Hilfe zur Selbsthilfe wird einen Teil der Arbeiten entbehrlich machen oder durch Ehrenamtliche ausfüllen. Damit würde sich der Umfang der Quartiersarbeit verringern, eine kommunale Finanzierung ohne Förderung wäre gesichert. Parallel ist geplant, ein Sanierungsgebiet um den Marktplatz von Ottenstein zu entwickeln, wodurch ein Quartiersmanagement neue Aufgaben und eine Finanzierung bekäme.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Familien im Zentrum: Teilhabe in der Altstadt von Northeim stärken

Ansprechpartner
Hansjörg Gutberger
Funktion Sozialwissenschaftler
Begegnungen ermöglichen, Netzwerke ausbauen, sozialen Zusammenhalt stärken
Projektbeschreibung
Gemeinwesenarbeit lässt sich im Zentrum Northeims nach der bisher durchgeführten Sozialraumanalyse (den zahlreichen Bewohner*innenbefragungen, der Beteiligung am "Kinderstadtplan", der genauen Beobachtung der öffentlichen Berichterstattung über Aktivitäten in der Innenstadt, der geleisteten Kontaktaufnahme zur soziokulturellen Szene Northeims u.a.) besser etablieren, wenn die gesamte Altstadt zum Projektgebiet wird. Wir werden darum in dem Folge-Projekt sukzessive die gesamte Northeimer Altstadt miteinbeziehen. Die Bestandsaufnahmen werden für das erweiterte Gebiet fortgeführt. Die Wahl eines größeren Projektgebiets dient auch der besseren Abstimmung mit parallel laufenden Stadtentwicklungsplanungen der Stadt Northeim, weil diese die gesamte Altstadt betrachten (Integriertes Entwicklungskonzept). Das GWA-Projekt soll Teil des Stadtentwicklunsgeschehens werden und gerade bisher weniger beteiligte Bewohner*innen veranlassen, sich für die Gestaltung des öffentlichen Raums einzusetzen. Dazu werden wir den begonnenen Prozess der Selbstorganisation der Bewohner*innen weiter unterstützen. Der spezifische Fokus unserer GWA richtet sich dabei auf die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und ihren Familien. Aber auch unsere Bemühungen um eine Bewusstmachung der besonderen Stärke der Northeimer Altstadt werden wir ausbauen (u.a. mit einer Fortführung der 3 Formate Quartiersgeschichten, Quartiersspaziergänge und Kolleg*innensuppe). Unsere besondere Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die weitere Ansprache der Fachkräfte vor Ort. Sie könnten noch intensiver mit Blick auf die künftige Stadtentwicklung kooperieren. Wir wollen deshalb bestehende Netzwerke sozialer Einrichtungen im Quartier besser erkennen und den Prozess ihrer weiteren Vernetzung mit Blick auf die Innenstadtentwicklung durch Anregungen aus der Gemeinwesenarbeit unsererseits unterstützen. Wir werden viele Begegnungen ermöglichen: Der Bewohner*innen untereinander, aber auch der Fachkräfte, Passanten und sonstigen Nutzer*innen des Quartiers. Unser Familientreff (Einrichtung des Kinderschutzbundes) hat seit dem 2. Quartal 2020 weitere Räume und Personal erhalten und damit seine Kapazitäten deutlich erhöht. Seit dem August 2020 entsteht veranlasst durch das laufende GWA-Projekt ein Außengelände des Kinderschutzbundes in der Mitte des Quartiers Harztor. Dieses bietet durch seine zentrale Lage langfristig Entwicklungsmöglichkeiten. Für das Frühjahr 2021 ist an seine Eröffnung gedacht.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Altstadt Northeims ist durch viel Leerstand von Geschäftsräumen und durch eine vergleichsweise hohe Fluktuation der Bewohner*innen von preiswertem Wohnraum geprägt. Die Altstadt ist sozial durchmischt, aber gerade marginalisierte Familien wohnen bisher nur über kurze Zeiträume in der Altstadt. Das Wohnumfeld ist für Familien offenbar insgesamt nicht sehr attraktiv. Mit dem nun stark erweiterten Begegnungsort Familientreff und dem in Gründung befindlichen Außengelände des Kinderschutzbundes am Entenmarkt (ca. 250 qm Grünfläche) werden wir zukünftig noch mehr Erwachsene, Kinder und Jugendliche erreichen. Durch aktivierende Befragungen, regelmäßige Sozialraumbegehungen, die Anfertigung von Sozialraumkarten u.a. Methoden erfassen wir die Wünsche der Bewohner*innen hinsichtlich Veränderungen in ihrem Quartier. Der Verlauf des im Sommer 2019 gestarteten Projekts zeigt, dass wir seitdem mehr Bewohner*innen für die Angebote des Familientreffs haben gewinnen können (vor Corona). Wertvolle Beziehungen zu wichtigen Akteuren im Viertel (Gewährsleute, Fachkräfte) und zu politischen Entscheidungsträgern der zukünftigen Altstadtentwicklung in Northeim konnten aufgebaut werden (erster und zweiter Bürgermeister, Abteilungsleiter aus der Verwaltung, Vertreter der Parteien und der Beiräte des Stadtparlaments u.a.). Ein umfangreicher Pressespiegel über die Altstadtstadtentwicklung, über sozialkulturelle Angebote und das bürgerschaftliche Engagement für den öffentlichen Raum wurde angelegt. Das GWA-Projekt verfügt über Zugänge zu Familien, die im Zuge der Entwicklung der Altstadt an Bedeutung gewinnen. Wir wurden von Bewohner*innen ermutigt, unsere Arbeit längerfristig fortzusetzen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim - Altstadt mit Wallanlagen (Grüngürtel)
Beschreibung
Die historische Altstadt Northeims wird durch die sie umgegebenden Wallanlagen auch räumlich von der übrigen Innenstadt abgegrenzt. Die Northeimer Altstadt zeigt eine typische Verteilung an Gewerbe- und Wohnflächen und einen für ein derart dicht bebautes Gebiet sehr hohen Anteil an Grünflächen (Parks, Plätze). Die Wallanlagen sind mögliche Entwicklungsflächen für familienfreundliche Angebote. In der Altstadt finden sich zahlreiche Anbieter zentraler (sozialer) Funktionen für die Gesamtstadt Northeim (s. Karten) sowie die ausgedehnte Fußgängerzone. Das Gebiet zeichnet sich durch eine Tendenz zur Überalterung aus. Mittlere Altersgruppen (35 bis 45 Jahre) sind im Vergleich unterdurchschnittlich vertreten. Im Vergleich zur Gesamtstadt ist der Anteil der älteren Mitbürger*nnen aber nicht ungewöhnlich hoch. Unseren Beobachtungen nach bietet der Wohnungsmarkt in der Altstadt auch Wohnungen für Geringverdienende/Sozialleistungsempfänger*innen, aber die Verbleibdauer der Mieter*innen ist gering, weil die Qualität dieser Wohnungen nicht hoch ist. In der Altstadt wohnen Arme und Reiche räumlich dicht beieinander, weil viele in Eigentümerhand befindliche Häuser in den letzten Jahren aufwendig restauriert wurden. Es ist ein Projektgebiet vergleichsweise großer sozialer Heterogenität mit der Tendenz zur Ausbildung voneinander abgrenzbarer Mini-Quartiere (etwa das Viertel um die Mühlen-/Mauerstr; das Viertel um die St. Sixti-Kirche). Die Bevölkerungsdichte ist in den Arealen um das City-Center (westliche Altstadt) und in den Wohngebieten rund um den Entenmarkt (östliche Altstadt) am höchsten. In einigen (wenigen) Wohnblöcken leben überproportional viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Bei jungen Familien sind Familien mit Zuwanderungsgeschichte überproportional vertreten. Im Projektgebiet leben damit viele ältere Deutsche (besonders Frauen über 80 Jahre) neben jungen migrantischen Familien. Sollte sich diese demographische Entwicklung zukünftig verstärken, könnten soziale Konflikte entstehen. Der Familientreff wirkt hier mit seinen Angeboten präventiv und bietet Räume der Begegnung. Nachdem wir mit dem "Quartier Harztor" in den Jahren 2019/20 zunächst nur weite Teile der östlichen Altstadt fokussiert haben, wollen wir mit dem dort modellhaft erprobten Ansatz (Sozialraumanalyse; Befragung der Bewohner*innen; Vernetzung von Akteur*innen der Stadtentwicklung; interkulturelle Begegnungen usw.) zukünftig in der gesamten Altstadt arbeiten.
Einwohnerzahl
2029
Quelle / Anmerkungen
Daten aus dem Melderegister der Stadt Northeim (Abteilung Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand August 2020)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die 6% Arbeitslosenquote für die Gesamtstadt Northeim sind eine Schätzung, die sich auf das Frühjahr 2020 bezieht. Daten für das Projektgebiet liegen uns nicht vor; Daten für die Gesamtstadt Northeim nur in absoluter Häufigkeit (2019) = 1065 Personen. (Jahresdurchschnitte) (Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Northeim Stadt, Gebietsstand im Jahr 2019).
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten liegen uns in absoluter Häufigkeit nur für die Gesamtstadt Northeim vor: Von den o.g. 1065 sind 134 Personen unter 25 Jahre. D. h., 12,6 % der Arbeitslosen in der Gesamtstadt sind unter 25 Jahre. (Jahrdurchschnitte 2019) (Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Northeim Stadt, Gebietsstand im Jahr 2019)
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In absoluter Häufigkeit für das Projektgebiet: 560 Personen. (Quelle: Melderegister der Stadt Northeim, Abteilung 1.5 Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In absoluter Häufigkeit für das Projektgebiet: 224 Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Unter ihnen gibt es einen hohen Anteil an unter 6Jährigen Kindern. (Quelle: Melderegister der Stadt Northeim, Abteilung 1.5 Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(Quelle: Daten des Melderegisters der Stadt Northeim, Abteilung 1.5 Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es besteht keine Möglichkeit dazu Daten zu bekommen.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine aktuellen Daten vorliegend.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung für das Projektgebiet auf der Basis der Daten über Herkunftsregionen aus dem Northeimer Melderegister. Ein vergleichsweise hoher Anteil der Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte entstammt dem vorderasiatischen - und südasiatischen Raum. Es gibt im Projektgebiet drei Baublöcke mit auffällig hohen Anteilen an Menschen mit Geburtsregion Vorderasien/Südasien. Daten für die Gesamtstadt liegen uns nicht vor. (Quelle: Daten des Melderegisters der Stadt Northeim, Abteilung 1.5 Informations- und Kommunikationsmanagement, Stand: August 2020)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten liegen uns nur für die Gesamtstadt Northeim, in absoluter Häufigkeit und nur für das Jahresende 2018 vor: Empfänger*innen sozialer Mindestsicherung (ALG II, Sozialgeld, HzL, Grundsicherung) waren 3579 Personen (31.12.2018). Dazu kamen Bezieher*innen von Regelleistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz (218 Personen). (Quelle: LSN-Online, Regionaldatenbank des Statistischen Landesamts Niedersachsen)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine Daten vorliegend.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt zeichnet sich durch einen Mix aus Bewohner*innen-Aktivierung und Verstetigung der Kooperationen zwischen soziokulturellen Einrichtungen vor Ort aus. Wir sehen uns in der Rolle einer initiierenden und moderierenden Kraft für familiengerechte Maßnahmen der Altstadtentwicklung. Besonders die Anliegen von Kindern wollen wir im Gemeinwesen und in der Stadtentwicklung sichtbar werden lassen. Das schließt auch Legislaturperioden überdauernde Anliegen der jungen Generation mit ein. Dazu sammeln wir Wünsche und Vorstellungen der Bewohner*innen / Kinder / sozialen Institutionen zur Quartiersentwicklung und vermitteln sie an Entscheider und in Gremien weiter (z.B. dem Sanierungsbeirat, Jugendbeirat, Runder Tisch Integration, Behindertenbeirat, Migrationsrat, Bündnis gegen rechts u.a.). Da Kinder im Fokus unserer GWA stehen, versuchen wir nachhaltig wirksame Maßnahmen mit zu initiieren, d.h. eine zukunftsgerechte Wohnumgebung anzustreben, die Klimaschutz, Kinderfreundlichkeit und Inklusion gleichermaßen umfasst. Voraussetzung dafür ist auch, dass sich mehr Bürgerinnen und Bürger für die zukunftsgerechte Entwicklung in der Altstadt einsetzen. Wir zielen auf ihre Aktivierung und auf die Erhöhung des Anteils der Ehrenamtlichen, die sich im Rahmen des Familientreffs schon jetzt engagieren.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dokumentationen weiterer Bewohner*innenbefragungen liegen vor. Bedarfe/Wünsche wurden ermittelt. Macht-schwächere Gruppen werden erreicht und aktiviert. Vertrauen zum Familientreff verstetigt sich weiter. Interessen der Bewohner*innen werden kommuniziert.
Beschreibung
Durch Bewohner*innen mitgetragene Angebote sind verstetigt: interkultureller Austausch, öffentliche Frühstücke, Gestaltung eines Außengeländes des DKSB. Eigene Gestaltungsmöglichkeiten bzgl. des öffentlichen Raums sind den Anwohner*innen transparent(er).
Beschreibung
Stärken des eigenen Quartiers (u.a. die soziokulturelle Infrastruktur) sind den Anwohner*innen bewusst(er). Die Identifikation mit dem Wohngebiet Altstadt und dem öffentlichen Raum im Quartier ist gestiegen. Das Image des Quartiers ist gebessert.
Beschreibung
Teilnehmer*innen an Aktionen sind nach sozialer und kultureller Herkunft/Milieu, Gesundheit, nach Lebensalter und Bildungsstand divers zusammengesetzt. Gegenseitige Kontakte werden gepflegt und das Verständnis füreinander wächst. Inklusion ist ‚normaler‘.
Beschreibung
Bei stakeholdern (aus Politik/Verwaltung, Fachkräfte im Quartier u.a.) wird durch die neue GWA dieser Effekt gefördert und verstetigt sich; ressortübergreifende Vereinbarungen werden geschlossen, z.B. zwischen Kultur- und Sozialbereich, Wohnungswirtschaft
Beschreibung
Gemeinsame Projekte für die GWA werden jährlich angestrebt (durch Akteure der Stadtentwicklung; der soziokulturellen Einrichtungen vor Ort) und vereinbart. Die GWA unterstützt diesen Prozess; sie erreicht v.a. Familien und vernetzt diese untereinander.
Beschreibung
Der Familientreff ist ein Anlaufpunkt für nicht-migrantische und migrantische Familien. Gemeinsam werden Aktionen initiiert und durchgeführt. Im gesamten Quartier werden entsprechende Begegnungen durch GWA gefördert. Teilhabe und Engagement steigt.
Beschreibung
Die Bedarfe der Familien im Quartier sind transparent(er) und die GWA des Familientreffs vermittelt auch ggf. an Fachstellen weiter. Begegnungsräume wurden geschaffen und mehr Bürgerbeteiligung wurde ermöglicht, die das soziale Miteinander stärkt.
Beschreibung
Die GWA in der Innenstadt steht im Austausch mit GWA-Projekten in Northeimer Stadtteilen und stimmt ihr Vorgehen darauf ab. Stadtentwicklung und GWA sieht sie im Kontext der Gesamtstadt. Sie nutzt auch (stadtteil)-externe Ressourcen für das Quartier.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Die Stadt ist über die Ziele, Entwicklung und Aktivitäten im Projekt informiert; das Vorgehen erfolgt abgestimmt. Beteiligung an Sitzungen des Beirats für Menschen mit Behinderungen, dem Jugendbeirat, dem Migrationsrat u.ä. geplant.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendkulturzentrum "Alte Brauerei", Theater der Nacht, Kino Neue Schauburg, Stadthalle Northeim; Stadtführungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oase (Diakonie), AWO, Caritas, Evangelische Jugend, Pro Inklusion, Unabh. Teilhabeberatung (EUTB), Ev. Jugendhilfe, Bahn-Sozialwerk, Flexible ambulante Hilfen (FLEX), Kooperation Werk-Statt-Schule (Südstadt) zum Austausch über Vorgehen und Ansatz GWA
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren heute e.V. (Seniorenbegegnungsstätte Alte Wache) , Deutsch für alle e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Krippen, Kindergärten, Martin-Luther-Schule, Gymnasium Corvinianum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Sixti, Evangelische Jugend, katholische Kirchengemeinde St. Marien, evang. Superindentur (Entenmarkt), CVJM
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kiosk Breite Str., Friseure; Bäckereien, Buchhandlungen, Standortgemeinschaft (gewerb. Interessenver.), Architektenbüro Lange/Puche, Kaufland Northeim, Sportschule Mark Haubold, Hotel Schere; Thai-Massagen u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnungsgenossenschaft: Wohnen in Northeim GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (Hallo, HNA, Northeim News)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DJH Jugendherberge Northeim, Medienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Simon Hartmann; MdL Frauke Heiligenstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wissenschaft und Forschung (Prof.Dr. Peter-Ulrich Wendt, Hochschule Magdeburg-Stendal); NABU Northeim, Interkultureller Garten Northeim, Internationale Gärten e.V. Göttingen, Demokratie leben ! Externe Fach- und Koordinierungsstelle der Stadt Northeim,
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das GWA-Projekt will die begonnene Zusammenarbeit mit der Stadt Northeim (Stand Juli 2020: drei Arbeitstreffen mit Behördenleitern aus dem Bereich der Stadtentwicklung) und mehrere Treffen mit dem ersten bzw. zweiten Bürgermeister der Stadt Northeim, mit einem Planungs- und Architekturbüro, mit Akteuren des sog. Fachwerk-Fünfecks und der Wohnen in Northeim GmbH fortsetzen. Ein längerfristig gültiger Nutzungsvertrag für das Außengelände vor der Geschäftsstelle des DKSB liegt vor.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Auf gute Nachbarschaft! - Gemeinwesenarbeit auf der Straße - Gemeinsam Zukunft gestalten im Quartier

Ansprechpartner
Stephan Hartmann
Organisation Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Schaumburg e.V.
Funktion Leiter AWO Fachbereich Integration
Nachbarschaft stärken - Demokratie leben - Nachhaltigkeit erreichen
Projektbeschreibung
Das Begegnungszentrum Mittelpunkt Hüttenstraße (BMH) in der Weststadt von Stadthagen ist im Projektzeitraum 2017/2018 an den Start gegangen. Die permanent ansteigenden Besucherzahlen der vergangenen Jahre, die Durchmischung aller Bewohnergruppen und das breitgefächerte Kurs- und Gruppenangebot zeigen, dass die bisherigen Konzepte bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie einen hohen Wirkungsgrad entfalten konnten. Die zentrale Aufgabe für die nun beantragte dreijährige GWA-Förderung ist die Weiterentwicklung des Quartiers unter konsequentem Streetwork mit einer starken und permanent sichtbaren Präsenz in den Straßen. Ansteigende Arbeitslosenzahl, erkennbar zunehmende Perspektivlosigkeit und gestiegenem Aggressionspotential unter jungen Menschen machen diese aufsuchende Arbeit besonders notwendig. Diese kann, wird und muss Bindung zu den Menschen herstellen, denn nur so kann Sozialarbeit ziel- und lösungsorientiert wirken und Veränderungen herbeiführen. Als Vertrauensperson, Türöffner, Problemversteher und Beratunggebender soll Gemeinwesenarbeit auf der Straße Menschen zusammenführen und nachhaltig Gewaltfreiheit bei Konflikten einfordern. Der proaktive Ansatz soll die Menschen dazu befähigen, gemeinsam und aktiv für ihre Belange einzutreten. Gleichfalls soll das Verständnis unter den Zielgruppen durch Begegnung, Kommunikation und gemeinsame Aktivitäten geweckt und gefördert werden. Daraus resultierende niederschwellige (Gruppen)-Angebote werden im BMH als Basis, Ort der Begegnung und Vernetzung umgesetzt. Im Sinne einer permanenten Weiterentwicklung und Verstetigung des BMH konnten wir die Stadt überzeugen ab 1.8.2020 parallel zum lfd. Projektzeitraum (verl. bis 31.12.2020) das zweijährige, darauf aufbauendes Projekt „BMH+“, zu finanzieren (Integrationsfonds). Zusätzlich ist für ein BAMF-Projekt (Frauen und Digitalisierung) ab 1.1.2021 ein Antrag eingereicht. Das Beteiligungsverfahren der Stadt Stadthagen (Integrationsbeauftragte und Stadtjugendpflege) ist zur zukünftigen Entwicklung des Quartiers von zentraler Bedeutung und wird gemeinsam umgesetzt. Dabei wird von der hervorragenden Vernetzung der beteiligten Institutionen und der Bewohner-Arbeitsgruppe partizipiert. Ziel ist u.a. die Neugestaltung des Spielplatzes und die konkrete Realisierung eines Soccer-Parks für Jugendliche unter der Beteiligung der Bewohner - gemeinsame Aktivitäten bieten immer die Möglichkeit zur Kommunikation und Entwicklung gegenseitigem Verständnis.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Bevölkerung im Quartier verändert sich (Stand 31.7.2020: -95 Ew., -159 Deutsche, +64 Ausländer). Das BMH wird immer stärker frequentiert (über 2.600 Menschen in 2019). Diese sehr positive Entwicklung führte wiederum zu neuen Gruppen- und Beratungsangeboten, die bedarfsorientiert geschaffen wurden. Die Beratung zur Integration in den Arbeitsmarkt entwickelte sich zu einem markanten Schwerpunkt. Die Randlage, die fehlende Infrastruktur und wenige Freizeitmöglichkeiten verschärfen weiterhin die Situation in der Weststadt. Deshalb hat die Stadt gemeinsam mit dem BMH das bürgerschaftliche Beteiligungsverfahren initiiert, um der prekären Situation im Quartier entgegenzuwirken. Neue Migrantenvereine gründeten sich mit Hilfe des BMH und engagieren sich nun auch aktiv im Quartier. Der Austausch mit Bewohnern, Vereinen und Institutionen ist auf dem richtigen Weg. Quartiersbewohner der sog. „Mittelschicht“ nutzen das Angebot verstärkt. Nun gilt es, verstärkt Konflikte hinsichtlich verschiedener Gruppen, Kulturen und Generationen zu bewältigen. Neben Nachbarschaftsproblemen stehen insbesondere auffallende junge Menschen mit Migrationshintergrund im Fokus von Polizei, Politik und Lokalpresse. Gefragt ist hier nun ein proaktiver Streetwork-Einsatz. Weil diese vielfältigen zunehmenden Aufgaben im Quartier nicht mehr nur von einer „Quartiersmanagerin“ bewältigt und erledigt werden können, wurde finanziert durch den Integrationsfonds das ergänzende Projekt „BMH+“ (Arbeitsmarktintegration und Ausbau der Angebote) gestartet.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadthagen Weststadt, Hüttenstraßen-Quartier
Beschreibung
Das Quartier liegt im Nordwesten von Stadthagen. Im Süden bildet die Enzer-Straße, im Osten an die Breslauer Straße, im Norden die Bahnlinie Minden-Hannover und im Westen das Industriegebiet an der Gubener Straße die Grenzen des Gebietes.
Einwohnerzahl
4493
Quelle / Anmerkungen
Stadt Stadthagen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
37
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
33
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenzahlen zum Quartier werden statistisch nicht erfasst und können nur vorsichtig geschätzt werden. Es ist davon auszugehen, dass sie wesentlich höher sind als der Anteil in der Gesamtstadt, da insbesondere Flüchtlinge einen eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Im LK Schaumburg liegt die Arbeitslosenquote am 31.07.2020 bei 6,1 Prozent. Quelle: Bundesagentur für Arbeit. Durch die Corona-Situation und die Schließung der Firma Faurecia wird die Zahl in absehbarer Zeit wohl weiter zunehmen. Viele der Menschen leben im Quartier.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt erheblich höher, wird aber statistisch auswertbar von der Stadt nicht erfasst. Stadthagen liegt an 8. Stelle in Niedersachsen und wird deshalb beim Integrationsfonds finanziell berücksichtigt. Quelle: Stadt Stadthagen
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Migrationshintergrund wird als Merkmal von der Stadt Stadthagen statistisch nicht erfasst. In Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat Stadthagen, haben wir eine vorsichtige Schätzung im Quartier vorgenommen. In der Gesamtstadt lag er 2011 bei der Volkszählung bei 24,8 Prozent. Zurzeit liegt er wohl bei über 30 Prozent.
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es liegen keine statistischen Zahlen für die Gesamtstadt vor. Nach vorsichtigen Schätzungen liegt er in Teilbereichen rund um die Hüttenstraße bei rund 70 bis 80 Prozent.
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen die Gemeinwesenarbeit als prozessorientiertes, partizipatives und interdisziplinäres Arbeitsprinzip nutzen, um bei den Menschen im Quartier dauerhafte Verbesserungen ihrer Lebenssituationen zu erreichen. Dabei orientieren wir uns an deren Bedürfnissen und Interessen und fördern die Teilhabe am ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Leben. Wir werden dabei insbesondere die Selbstorganisationen und vorhandene Selbsthilfekräfte in den Fokus der sozialen Arbeit nehmen. So wollen wir durch konsequente Streetwork die Menschen deeskalierend dazu anregen, selbst aktiv zu werden, um ihre Bedürfnisse und Interessen im demokratischen Verfahren einzubringen. Dabei werden wir zielgruppen- und ressortübergreifend arbeiten (Wohnen, Gesundheit, Arbeit, Freizeit, Bildung, Kultur etc.), um die komplexen Aufgabenstellungen für eine gelungene Integration bewältigen zu können. Wir sehen das Projekt als Bindeglied zwischen den Interessen und Aktivitäten der Menschen und den Ressourcen der Stadt und wollen Aushandlungsprozesse zwischen Entscheidungsträgern aus Verwaltung und Politik einerseits und den Bewohnern andererseits gestalten. Dabei steht die Vernetzung und Kooperation aller Akteure im Vordergrund. Hier sollen Stärken herausgearbeitet und vorhandene Ressourcen und Potenziale im Stadtteil aktiviert und miteinander verknüpft werden, um ein dauerhaft funktionierendes soziales Netzwerk mit einer guten Nachbarschaft zu schaffen und Rahmenbedingungen zu verbessern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Streetwork erfolgreich ist und die gemeinsamen Projekte zur Verbesserung des Zusammenlebens angenommen werden und bedarfsorientierte Angebote initiiert und durchgeführt wurden.
Beschreibung
die Bewohner / Vereine selbst ihre Ideen, Angebote und Veranstaltungen umsetzen.
Beschreibung
die beteiligten Akteure sich regelmäßig gemeinsam austauschen und externe Kooperationspartner Veranstaltungen durchführen.
Beschreibung
durch Streetwork erreichte Menschen das "BMH" annehmen und nutzen, das Wohnumfeld und die Infrastruktur sich positiv verändert haben und Aggressionspotential abgebaut ist
Vorhandene Strukturen
In der ersten Förderperiode wurde eine Quartiersmanagerin eingestellt, die sich seitdem etabliert hat und im Stadtteil anerkannt ist. Sie kümmert sich um die Vernetzung und die Beratungsanliegen der Bewohner des Quartiers im Begegnungszentrum (Ansprechpartnerin, Sprechstunden). Es werden Freizeit- und Bildungsangebote in Kooperation mit Ehrenamtlichen und Vereinen initiiert und koordiniert. Es gibt aber aktuell keine permanente aufsuchende Sozialarbeit (Streetwork) im Quartier. Der Afrikanische Verein in Schaumburg, der Somalische Verein und der Afghanische Verein (Migrantenselbsthilfeorganisationen) werden seit der Gründung unterstützt und nutzen das BMH für Beratungszeiten und Vereinstreffen. Die Integrations- und Migrationssozialarbeit im Quartier (ehemals Flüchtlingssozialarbeit) hat ebenfalls ihren Sitz im BMH und unterstützt die Vernetzung / Zusammenarbeit der Akteure im Quartier. Des Weiteren gibt es Austauschtreffen der Netzwerkpartner und Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche und eine enge Vernetzung mit dem Integrationsbeirat der Integrationsbeauftragten und der Jugendpflege der Stadt Stadthagen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Stadthagen: Integrationsbeauftragte, Stadtplanung, Stadtjugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Afrikanischer Verein, Somalischer Verein, Afghanischer Verein, Alevitischer Verein, Jesidische Gemeinschaften, DITIP-Moschee, Kulturzentrum Alte Polizei, Schaumburger Landschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
JobCenter, Bundesagentur für Arbeit, Sozialamt, Gesundheitsamt, Jugendamt, Ausländerbehörde, Familienzentrum, Sozialpsychiatrischer Dienst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband Schaumburg (Migrationsberatung, MBE, Rückkehrberatung, Flüchtlingssozialarbeit, Jugendberufshilfe PACE, Schwangerenberatung, Frauenhaus)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk, Caritasverband, DRK (Tafel und Kleiderkammer), Projekt Probsthagen (SHG-Treff), S.I.G.A.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine, Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenresidenz Rosenblatt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Volkshochschule Schaumburg, Oberschule am Schlosspark, Grundschule am Sonnenbrink, IGS Schaumburg, BBS, Gymnasium, Kindergärten Regenbogenhaus und Fasanenweg, DAA, SBH, ESTA, Donner
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche, Katholische Kirchengemeinde, Freikirche, Baptisten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geschäfte und Firmen vor Ort, Stadtmarketing Stadthagen, IHK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnbau (LK Schaumburg), Immobilenverwaltungsgesellschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schaumburger Nachrichten, Schaumburger Wochenblatt, Schaumburger Zeitung,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsfraktionen (SPD, CDU, Grüne, FDP, WIR, Linke), Sozialausschuss (LK Schaumburg)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Bewohner*innen im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbeirat der Stadt Stadthagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle "Frau und Wirtschaft" (LK Schaumburg)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle "Migration und Teilhabe" (LK Schaumburg)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kooperative Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN) Regionalverbund Weserbergland
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Stadt Stadthagen konnte überzeugt werden, den Ausbau des BMH aus Mitteln des Integrationsfonds zu übernehmen. Darüber hinaus ist ein weiterer Antrag für 2021 beim BAMF gestellt. Die AWO und die Stadt werden in der Förderperiode alle nötigen Schritte einleiten, um weitere Fördermittel / Finanzierungsmöglichkeiten zu akquirieren. Dadurch soll der Standort sich kontinuierlich weiterentwickeln und jeweils auf neue Bedarfe und Herausforderungen reagieren.
Aufsteller
Zustimmung Veröffentlichung
On

Dissen aktiv: Wurzeln schlagen

Ansprechpartner
Monika Schnellhammer
Funktion Geschäftsführerin
Gemeinwesenarbeit gemeinsam und nachhaltig verwurzeln - Netzwerk- und Förderstruktur aufbauen, an der möglichst viele beteiligt sind
Projektbeschreibung
Widerstand und Skepsis in der Dissener Bevölkerung gegenüber einem vermeintlich kurzlebigen Projektangebot, ist verhaltener Beobachtung, aktivem Interesse und tatkräftiger Begeisterung gewichen. In den Bedarfsbefragungen, bei Stadtteilerkundungen und im Miteinander zeigt sich ein deutlicher Wille zur Mitgestaltung des Wohn- und Lebensraumes in Dissen bei Menschen unterschiedlicher Generation und Herkunft. Familien, Senior*innen, Migrant*innen nehmen eher teil, wenn eine verlässliche Ansprechperson und aktivierende Prozessmoderation zur Verwaltung zur Verfügung steht, die hilft, Hürden abzubauen. Das Interesse liegt bei den Menschen zunächst in der Umsetzung konkreter, kurzfristig umsetzbarer Vorhaben, z.B. der Pflege städtischer Blumenbeete oder der Belebung des Rathausplatzes durch bauliche Umgestaltung für mehr Aufenthaltsqualität, durch ein Open Air Dinner und ein „Familiensportfest“. Zudem wird das ehemalige Krankenhausgelände in den kommenden Jahren zu einem neuen Wohngebiet ausgebaut. Dies bietet die Chance, von Anfang an gestalterisch Einfluss zu nehmen, Nachbarschaft und Identität zu stärken. All dies soll weiter miteinander verknüpft werden und idealerweise münden in einem Bürger*innennetzwerk, das die größeren Entscheidungs- und Planungsprozesse (Begrünungsvorhaben) ebenso wie spontane Aktionen (nachbarschaftliches Grillen) gemeinsam trägt und Platz lässt für weitere Gemeinschaftsstiftende Vorhaben. Es ist bisher gelungen, ein verlässliches Anlauf- und Beratungsangebot in Dissen zu bieten (KiFaZ/St.Ansgar-Gemeinde) und eine Ermöglichungsstruktur aufzubauen, die insbesondere Familien, Senior*innen und Migrant*innen anspricht, einen flexiblen Gestaltungs- und Begegnungsraum bietet. Der Aufbau einer "DissenApp" auf Initiative von Akteur*innen, soll Bürger*innen, Stadtverwaltung und lokale Politik näher zusammenrücken lassen. Für digital organisierte Aktionen, Vernetzung, Informationen zu Veranstaltungen, Ideen und Berichte soll die voraussichtlich schon 2020 installierte App in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen. Die kommunale Verwaltung unterstützt dieses Vorhaben. Sukzessive sollen mehr und mehr Dissener lokale Verantwortungsgemeinschaft leben können. Dies könnte münden in einem Bündnis von Bürger*innen, Vertreter*innen der lokalen Wirtschaft, Stiftungen, Verbänden, Kirchen etc., das Gemeinwesenarbeit etabliert und bestenfalls (auch) durch eigene Beiträge nachhaltig finanziell sicherstellt.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
1. Die Stadt Dissen ist mit ihren knapp 10.000 Einwohner*innen trotz ländlicher Lage industriell geprägt und in den letzten 6 Jahren wirtschaftlich und infrastrukturell krisengeschüttelt; zuletzt noch durch einen Rechtsstreit um die Bürgermeisterwahl, die am 23.02.2020 wiederholt werden musste. Sinkende Gewerbesteuereinnahmen und stark steigende Kita-Kosten führen zu tiefroten Zahlen. Die Stadt erwartet für 2020 ein Defizit von 2,6 Millionen. Eine Haushaltssperre ist unvermeidbar. 2. Aus der Unzufriedenheit mit Politik und Verwaltung hat sich eine Initiative „Wir für Dissen“ entwickelt, die großen Zulauf hat. Das Projekt „Dissen aktiv“ ist mit den Akteuren in Kontakt, möchte aber nicht vereinnahmt werden. In Dissen ist Aktivitätspotenzial vorhanden. Erforderlich ist eine moderierende GWA, die Bürger*innen mit ihren Ideen, deren Umsetzung und Selbstorganisation fördert und begleitet. 3. Bislang sind in der Stadtverwaltung Prinzip und Wirkung von GWA noch nicht etabliert, die Ansprechperson für Ehrenamt hat kaum zeitliche Ressourcen, um bürgerschaftliches Engagement zu begleiten, zu fördern oder auch nur weiter zu führen. GWA ist in Dissen erforderlich, um in einer Kümmerer-Funktion die Stadtverwaltung immer wieder neu aufzufordern, im Sinne der Bürgerbeteiligung zu denken und zu handeln. Dies wird u.a. wichtig, wenn der Abriss des 2014 geschlossenen Krankenhauses den Weg frei macht für die Neugestaltung eines zentrumsnahen Stadtteils. Der neue Bebauungsplan sieht Misch- und Wohnbebauung vor. Politik und Verwaltung sind hier aufgefordert, Bürger*innen einzubeziehen. Die GWA-Steuerungsgruppe kann dabei fachbereichsübergreifende Ansätze anregen (Bauamt, Umwelt, Soziales…).
Projektgebiet
Gebiet-Name
Dissen aTW
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das gesamte Stadtgebiet Dissen mit einer Fläche von 31,9 qkm und einer Bevölkerungsdichte von ca. 300 Einwohner/qkm. Durch die Lage im Städtedreieck Osnabrück-Bielefeld-Münster ist Dissen ein beliebter Wohnort. Die Nahversorgung mit Gütern und der regionale Arbeitsmarkt profitieren von den ansässigen Wirtschaftsunternehmen in Kombination mit einer günstigen Verkehrslage (A30/33). Der Alltag ist stark durch Pendlerverkehr geprägt.
Einwohnerzahl
9882
Quelle / Anmerkungen
https://www.regionalmonitoring-statistik.niedersachsen.de/ 31.12.2018
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.regionalmonitoring-statistik.niedersachsen.de/ Der Anteil ausländischer Mitbürger*innen liegt in Dissen bei 19,1 %, in Niedersachsen insgesamt bei 9,4%:
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.regionalmonitoring-statistik.niedersachsen.de/ Der Jugendquotient in Dissen liegt bei 33,8, in Niedersachsen bei 31,9.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im Zentrum steht eine befähigende statt einer angebotsorientierten Arbeit. Die Bürger*innen sind Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Sie werden darin unterstützt, zur Verfügung stehende Ressourcen zu entdecken und zu nutzen: eigene, die des Raumes, der anderen Akteur*innen, der Netzwerkpartner*innen, mit dem Zweck, ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Dabei erfahren sie professionelle Unterstützung und Begleitung, aber auch gegenseitige Wertschätzung und die Entdeckung eigener Potentiale. Bürgerschaftliche Beteiligung wird ermöglicht und führt zu einer Hebelwirkung für Veränderungen. Im Vordergrund steht, vorhandene Ressourcen zu nutzen, um die Ideen und Vorschläge aller Beteiligten in Handlungen umsetzen zu können. Kooperationen und neue Organisationsstrukturen können sich entwickeln. Positive Öffentlichkeitsarbeit und Kleinprojekte erhöhen das Bewusstsein für gesellschaftliche Zusammenhänge für alle Beteiligten und befördern Identitätsstiftende und solidarische Erfahrungen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
die von ihnen genannten Themen im Vordergrund stehen und tatsächlich vorangebracht werden
Beschreibung
sich Einzelne und Gruppen für Angebote oder Teilbereiche von Vorhaben verantwortlich zeigen
Beschreibung
Kompetenzen und Ressourcen von spezifischen Gruppen/Stakeholdern gezielt angefragt und eingebracht werden
Beschreibung
Aktivitäten gemeinschaftlich und in gegenseitigem Respekt umgesetzt werden
Beschreibung
Bürger*innen-Interessen im Mittelpunkt stehen und Fachbereiche Hand in Hand arbeiten und dabei einge gute Kommunikationskultur entwickelt wird
Beschreibung
hohe Akzeptenz in Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft, die neue Wege ermöglicht (z.B. Gründung eines Bürgervereins zur Förderung der GWA oder Option der Quartiersgemeinschaft)
Beschreibung
generationen- und milieuübergreifende Begegnungsorte und -anlässe entstehen
Beschreibung
verlässliche Ansprechpartner*innen für Beratung und Clearing zur Verfügung stehen, Bürgeraktivitäten und -beteiligung im öffentlichen Raum selbstverständlich ist, eine nachhaltige GWA-Förderstruktur aufgebaut wird (strukturell und finanziell)
Beschreibung
Engagementförderung und Bürgerbeteiligung als strategische Ziele aller Beteiligten definiert sind
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
FB Bildung, Betreuung und Soziales / Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FB Planen, Bauen und Ordnung / Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Strategische Planung / Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialausschuss / Planungsausschuss / Stadtrat der Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro /Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Frühe Hilfen Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fuchs-Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung Dissen / Generationennetzwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Homann-Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DITIB Türkisch-islamischer Verein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarreiengemeinschaft Teutoburger Wald / St. Ansgar Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde St. Mauritius Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Maren Öeynhausen, Ratsmitglied (UWG)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deidre Lange-Eekhoff / Ratsmitglied (Grüne)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gruppe "Du und ich, wir sind Dissen", Blumenpflanzgruppe, Planungsteam Tanzcafé
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Eugen Görlitz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsmanager /Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum "51"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Petra Meyer / Ratsmitglied (SPD)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Willy Schulte KiGa, ev. Regenbogen KiGa, KiTa Kunterbunt, St. Ansgar KiTa, Charly's Kinderparadies KiGa
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Älter werden in Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Galina Edinghöfer, Ansprechpartnerin für das Landesprogramm Dorfentwicklung
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Stadt Dissen ist im März 2020 gemeinsam mit der Nachbargemeinde Bad Rothenfelde in den niedersächsischen Dorfentwicklungsprozess aufgenommen worden. Die von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen gezeichnete Stadt ist sehr am Aufbauprozess von GWA interessiert, hat aber keinen finanziellen Spielraum. Der Caritasverband (unterstützt vom Fachbereich Fundraising) will mit zivilgesellschaftlichen Akteuren, Stiftungen und Bürger*innen ein tragfähiges Finanzierungskonzept aufbauen.
Galerie
20191127 170403
20190921 160034
20190921 152620
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Nordertor ist Ehrensache

Ansprechpartner
Klaus Lüdeke
Funktion Geschäftsführung / Projektleitung
JuNG - Jugend und Nachbarschaft Gemeinsam
Projektbeschreibung
Im Rahmen von Nordertor ist Ehrensache konnten wir in der Vergangenheit bereits einen Bewohnertreff eröffnen und Bewohner*innen zu einem Engagement für ihren Stadtteil aktivieren. So ist z.B. eine Müllsammelgruppe, mit durchschnittlich 10 Beteiligten, entstanden, die einmal im Monat Spielplätze und Gebüsche von Unrat befreit. Handwerker*innen haben im Rahmen der Nachbarschaftshilfe Unterstützungen bei Fahrrad- und Möbelreparaturen, Gartenarbeiten und Einkaufshilfe gegeben. Viele der ehrenamtlichen Helfer*innen und der Teilnehmer*innen unserer Angebote wie der Sitzgymnastik sind aber schon älter. Im neuen Projetzeitraum wollen wir nicht nur das ehrenamtliche Engagement vertiefen, sondern verstärkt auf die Jugendlichen im Stadtteil blicken. Durch spezielle Angebote nur für Jugendliche, wie z.B. ein Graffiti-Projekt und Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche werden Jugendliche direkt angesprochen. Als vorläufiger Treffpunkt und um den Kontakt zu den Jugendlichen aufzubauen, wird ein Basketballfeld in der Nähe des Bewohnertreffs (BT) eingerichtet. Zusätzlich bekommen sie einen Raum als vorläufigen Treffpunkt. Da der Bewohnertreff in einer nur ca. 60m² Wohnung eingerichtet ist, rechnen wir mittelfristig aber auch mit Nutzungskonflikten mit anderen Gruppen im Bewohnertreff. Darum suchen wir im nächsten Schritt gemeinsam mit den Jugendlichen im Stadtteil nach einem Ort, wo sich junge Menschen treffen können und den sie sich selber gestalten können. Regelmäßige Treffen zw. Jugendlichen, Anwohner*innen, Projektmitarbeiter*innen finden statt, um das Projekt weiter zu planen und umzusetzen. Während der Beteiligungstreffen werden Ideen, Fragen und Probleme zu einem Jugendtreffpunkt erarbeitet. Wenn ein Grundstück gefunden ist und feststeht, ob nun Bauwagen, Holzhütte oder Container soll im 3. Schritt die Umsetzung erfolgen und ein neuer Jugendtreffpunkt im Nordertor entstehen. Dieser wird durch Mitglieder des Vereins und in Kooperationen mit dem Jugendhaus Nienburg, dem Stadteilhaus Nordertor und der Schulsozialarbeit betreut und für Jugendprojekte genutzt. Langfristig soll im Nordertor ein neues Stadtteilhaus entstehen, bei dessen Planung Jugendliche beteiligt werden, um ihre Bedarfe einzubringen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Der 2018 gegründete Verein Unser Nordertor ist ein Stadtteilverein und mit zwei Standorten im Nordertor vertreten - der Geschäftsstelle UNo und dem Bewohnertreff in der Ernsting-Siedlung. Dieser wurde im Januar 2020 eröffnet und musste wg. Corona von März bis Ende Mai geschlossen werden. Die Ernsting Siedlung wurde 1959 errichtet und besteht aus 33 Mehrfamilien- und 22 Reihenhäusern mit insg. 144 Wohnungen. In den letzten 20 Jahren hat sich die Siedlung in eine Sozialsiedlung verwandelt. Armut, Arbeitslosigkeit und Kriminalität prägten diese. Nach einem Eigentümerwechsel werden nun alle Wohnungen nach und nach saniert. Nicht alle der „alten“ Mieter bekommen eine neue Wohnung in der Siedlung. Neue Mieter kommen aus der Mittelschicht der Gesellschaft. Dadurch entsteht nicht nur eine neue Nachbarschaft, sondern auch Anonymität in der Siedlung. Die Jugendlichen aus prekären Verhältnissen treffen sich meist am Bahnhof, auf Spielplätzen oder an Straßenkreuzungen. Andere wiederum sehnen sich nach Wärme, Hilfe und suchen Ansprechpartner oder einfach einen Ort um sich mit Freunden zu treffen. Jugendliche treffen sich um zu reden, Musik zu hören und sich die Zeit zu vertreiben. Diese und weitere jugendtypische Aktivitäten im öffentlichen Raum stoßen bei Erwachsenen häufig auf Ablehnung, führen zu Konflikten und Beschwerden. Bew. stören sich an Lärm, Müll und Vandalismus oder sie fühlen sich verunsichert, wenn sie jugendlichen Gruppen auf der Straße begegnen. Auch der Konsum von Alkohol und Drogen sowie verschiedene Formen von Gewalt unter Jugendlichen sind Ausdruck von Konflikten im öffentlichen Raum. Ein Grund dafür sind fehlende gezielte Angebote für Jugendliche.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser Nordertor
Beschreibung
Im Norden ist die Grenze bei der Holtorfer Straße/Wilhelm-Busch-Str. zu ziehen. Westlich bildet die Große Drakenburger Str. die Grenze des Stadtteils. Südlich verläuft die Grenze Verdener Landstr./Dr.-Franck-Str. Östlich verläuft die Grenze an der Straße Grefengrund, Platanenstr., B6/2124 und Celler Str. bis zur Holtorfer Straße.
Einwohnerzahl
4776
Quelle / Anmerkungen
Keck-Atlas Nienburg
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet der Sozialen Stadt ist nur ein Teilgebiet des Nordertors (siehe Karte 1). Ein Möglicher Standort für einen Jugendtreff könnte im Sanierungsgebiet liegen. Der Schwerpunkt des Projektes liegt nicht bei der baulichen Herstellung eines Jugendtreffs sondern bei der Aktivierung für gem. Projekte und Schaffung von nachhaltigen Beteiligungsstrukturen.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Regionalstelle der Bundesagentur für Arbeit
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Regionalstelle der Bundesagentur für Arbeit
Unterlagen zum Gebiet
karte_1.jpg (1.1 MB)
karte_2.jpg (1.06 MB)
GWA/QM-Ansatz
Gleichzeitig mit der Sanierung der Ernsting-Siedlung und der damit entstehenden neuen Hausgemeinschaften soll sich der Bewohnertreff als Anlaufstelle für Gemeinwesenarbeit etablieren. Durch die GWA werden bestehende und neu entstehende Bedarfe abgedeckt. Im Zentrum stehen die Bewohner*innen. „Was habt ihr für Interessen?“ „Was wünscht ihr euch für „eure“ Siedlung?“. Mit Unterstützung der GWAler*innen sollen Angebote mit allen Altersgruppen entstehen, die zur Verbesserung der eigenen Situation führen. Ein gemeinsam organisiertes Siedlungsfest oder ein Flohmarkt sollen die Nachbarschaft stärken und den Kontakt zw. Jung und Alt fördern. Gegenseitige Unterstützung bei der Kindebetreuung oder der Hilfe für Ältere soll entstehen. „Local Leader“ mobilisieren die Bewohner*innen zu gemeinsamen Aktivitäten und Projekten und motivieren sie, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen und neue Wege zu erproben. Es soll erreicht werden, gegenseitiges Verständnis und Solidarität unter allen Bewohner*innen, generationen-, milieu- und nationalitätsübergreifend zu entwickeln. Um nachhaltige Verbesserungen für die Menschen in der Siedlung aber auch im Stadtteil zu erreichen, werden weitere Akteure der GWA mit einbezogen. Es werden vorhandene Ressourcen und Potentiale im Stadtteil aktiviert, verknüpft und soziale Netzwerke geschaffen bzw. gestärkt. Erreichen wollen wir das durch aufsuchende persönliche Gespräche und durch stark beteiligungsorientierte Angebote.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Angebote werden von den Bewohner*innen selbst angeregt und umgesetzt
Beschreibung
Angebote werden generations- milieu- und nationalitätsübergreifend angenommen.
Beschreibung
Bewohner*innen unterstützen sich gegenseit z.B. bei der Kinderbetreuung oder bei haushaltsnahen Hilfen.
Beschreibung
Selbstorganisierte Angebote werden von Bewohner*innen in Eigenregie durchgeführt
Beschreibung
Regelmäßiger Austausch der Akteure über bedarfsgerechte Angebote. Kooperation und Zusammenarbeit bei der Durchführung von Projekten. Gemeinsame Evaluation
Beschreibung
Leitbild der Stadt Nienburg ist Grundlage der Vereinsarbeit. Insbesondere Maßnahmen zum Empowerment der Bewohner*innen zur Förderung der Identifikation mit dem Stadtteil.
Vorhandene Strukturen
Seit 09/2015 sind eine Sozialarbeiterin der Stadt Nienburg und, seit 03/2017, zusätzlich ein Quartiersmanager für den Aufbau der GWA im Sanierungsgebiet "Soziale Stadt -Nordertor" tätig. Unser Stadtteilverein Unser Nordertor e.V. kam 09/2018 hinzu. Es bestehen stabile Kooperationen zu hauptamtlichen Akteuren der sozialen Infrastruktur und zu Netzwerken der Integration, Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen und zu Betrieben im Stadtteil. Es bestehen ehrenamtliche Strukturen im Sanierungsgebiet wie den Stadtteilbeirat und Arbeitsgruppen die sich den Themen Wohnumfeld, Verkehr, Stadtteilzeitung, Stadtteilfond und Soziales widmen. Im Stadtteilverein, der über das Sanierungsgebiet hinaus agiert, engagieren sich Mitglieder wie auch Nichtmitglieder beispielsweise in einer Müllsammelgruppe oder im Bereich der Nachbarschaftshilfe und beim Bewohnercafé.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Nienburg/Weser
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CJD - Christliches Jugenddorf, Jugendmigrationsdienst, Vater/Mutter - Kind Wohnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilhaus Nordertor mit GWA und QM
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MTV Nienburg, Breitensport
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ASC Nienburg, Inter Komata (Fussball)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulen Rahn gemeinnützige Schulgesellschaft mbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordertorschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Nienburg / Weser
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse Groß- (Industrie-) Unternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse Klein- und Einzelhandelsunternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse Handwerksbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nienburger Wohnungsbau Konrad Ernsting KG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GBN Wohnungsunternehmen GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
lokale Medien: Die Harke, Blickpunkt, Radio Mittelweser, TV2020
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilbeirat "Soziale Stadt - Nordertor"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitsgruppen: Verkehr, Wohnumfeld, Soziales, Stadtteilfond, Jugend und Stadtteilzeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsförderung der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur der Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum St. Michael
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Nach Projektablauf wird der Verein den Bewohnertreff und den Jugendtreff weiter betreiben. Die Zusage zur finanziellen Unterstützung der Vereinarbeit durch die Stadt Nienburg liegt bereits vor. Jugendliche werden z.B. in Form einer Arbeitsgruppe in die weitere Gebietsentwicklung einbezogen. In der Partizipation sieht die kommunale Verwaltung auch eine Komplettierung der GWA im Nordertor.
Galerie
ernsting siedlung
20200422 154437
1913207540
3269692418
3410158286
3675327806
2498235990
Aufsteller
bt_kopf.jpg (192.76 KB)
Zustimmung Veröffentlichung
On

WIR in Baddeckenstedt

Ansprechpartner
Melanie Ahmann
Funktion Sachbearbeiterin für Soziales und Geflüchtete
WIR - Wertschätzend, Integrierend, Regional
Projektbeschreibung
In dem Projekt „WIR in Baddeckenstedt“ erhalten unsere Bewohner*innen das Wort und entwickeln und realisieren mit Unterstützung eigene Ideen und Schwerpunkte für ein gutes Leben in der Gemeinde. Ausschlaggebend für diesen Prozess sind verschiedene Entwicklungen vor Ort. So existiert seit fünf Jahren die „Sprachschule Baddeckenstedt“ in den von der Haupt- und Realschule im Innerstetal zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. Die Sprachschule hat sich neben der Sprachvermittlung als Bildungsort und sozialer Treffpunkt für Neuzugewanderte und Ehrenamtliche etabliert. Neuzugewanderte in der Gemeinde formulieren vielfach den Wunsch auch über die Sprachschule hinaus stärker in Kontakt mit Einheimischen zu treten. Der neu gegründete Verein Vielfalt Innerste e.V. oder auch die Flüchtlingsvertretung zeugen hierbei von einem hohen Engagement. Weitere aktive Zusammenhänge, wie Nähgruppen, Chöre und LandFrauen, sind ferner mit spezifischen Bedarfslagen in der ländlichen Gemeinde konfrontiert. In diesem Zusammenhang fand im März 2020 ein Kick-Off Workshop mit Anwohner*innen, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Multiplikator*innen statt. Teilnehmende sprachen sich für einen Treffpunkt aus, „um sozialer Isolation entgegenzuwirken, individuelle Potentiale, aber auch Bedarfe sichtbar und nutzbar zu machen und Baddeckenstedt langfristig attraktiv zu halten.“ „Regelmäßige Treffpunkte schützen vor Vereinsamung und aktivieren das Dorfleben. Man muss nicht in die Stadt fahren.“ Es solle „eine Anlaufstelle für alle Belange: Kontakte, Hilfesuche, gegenseitige Unterstützung, Vernetzung, Anwendung von Sprachkenntnissen“ aufgebaut werden (Ergebnisse Kick-Off Workshop). In dem vorliegenden Projekt stellen die Anliegen und Bedarfslagen von Bewohner*innen und deren eigenverantwortliche Bearbeitung die Basis weiteren Handelns dar. Als tatkräftige und professionelle Begleitung agiert die Koordinations- und Ansprechperson, die Zugänge zu den vielfältigen Adressatengruppen herstellt. Sie kann die Menschen in der Gemeinde bei der Generierung und Umsetzung von Projektideen unterstützen. Als wichtige Ressource steht hierfür ein Trakt der Schule im Innerste Tal bereit. Bewohner*innen können hier Möglichkeits- und Partizipationsräume gestalten und nutzen oder auch einfach in den Kontakt mit ihren Nachbar*innen treten. Mit diesen Schritten können wir gemeinsam zu einem guten und zukunftsfähigen Leben in der Gemeinde Baddeckenstedt beitragen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Gemeinde Baddeckenstedt umfasst das Zentrum und den Verwaltungssitz in der gleichnamigen Samtgemeinde. Diese ist stark ländlich geprägt und weist als Exklave des Landkreises Wolfenbüttel eine einzigartige geographische Stellung auf. Die daraus resultierende Entfernung zur Kreisstadt mit den relevanten Infrastrukturen sowie die hürdenreiche Erreichbarkeit mittels des öffentlichen Personennahverkehrs schmälern die Teilhabemöglichkeiten (vgl. Thünen Report 53, Braunschweig, November 2017, S. 19). Dies gilt insbesondere für sozial schwächere Bevölkerungsgruppen, die mit sozialer Isolation in der Gemeinde konfrontiert sind. Soziale und inklusive Treffpunkte für Bewohnergruppen sind in Baddeckenstedt indes nur rudimentär existent. Erschwerend wirkt sich das Fehlen zielgruppenspezifischer Angebote vor Ort, beispielsweise für Jugendliche oder junge Familien, auch vor dem Hintergrund der im Kreisvergleich überproportionalen Inanspruchnahme von Jugendhilfe- und Transferleistungen in familiären Kontexten aus (vgl. Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe 2017). Angesichts eines zu erwartenden Bevölkerungsrückgangs in der Samtgemeinde bis 2032 um circa 20 Prozent bei gleichzeitiger Alterung steht auch Baddeckenstedt perspektivisch vor großen Herausforderungen (vgl. Kleinräumige Bevölkerungsvorausberechnung für den Landkreis Wolfenbüttel 2016-2032, Niedersächsische Landgesellschaft 2019). Dies berücksichtigend möchte das Projekt mit den Bewohner*innen der Gemeinde zeitnah Problem- und Bedarfslagen ermitteln und nachhaltig bearbeiten.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Baddeckenstedt
Beschreibung
Die Gemeinde Baddeckenstedt ist eine von sechs Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Baddeckenstedt und beherbergt die Samtgemeindeverwaltung. Sie ist damit Teil eines sehr ländlich geprägten Planungsbereiches zwischen den Höhenzügen Vorholz und Lichtenberg (ein Teil des Salzgitter-Höhenzuges). Sie grenzt nordwestlich an den Landkreis Hildesheim und östlich an die kreisfreie Stadt Salzgitter sowie weitere Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde.
Einwohnerzahl
3082
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB II-Beziehende Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB II beziehende Kinder 0 bis 18 Jahre Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
183 ausländische Bewohner. Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
53 arbeitslose Menschen sind im Juli 2020 in der Gemeinde Baddeckenstedt gemeldet. Quelle: Statistik Service Nordost der Agentur für Arbeit.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
6 arbeitslose Menschen unter 25 Jahren sind im Juli 2020 in der Gemeinde Baddeckenstedt gemeldet. Quelle: Statistik Service Nordost der Agentur für Arbeit.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit dem im Kick-Off Workshop von neuen und alteingesessenen Bewohner*innen in der Gemeinde artikulierten Bedarf und Wunsch nach Intensivierung von sozialen Beziehungen und dem Kennenlernen von Nachbar*innen in einem Treffpunkt in nächster Nähe ist eine wesentliche Voraussetzung von gemeinwesenorientierter Arbeit erfüllt. Das Projekt „WIR in Baddeckenstedt“ führt diese und weitere zu identifizierende Anliegen gezielt mit dem vorliegenden Engagement und Potenzialen zusammen. Bewohner*innen werden als Betroffene, Gestalter*innen ihres Umfeldes und Expert*innen wahrgenommen, angesprochen und aktiv eingebunden. Personelle Ressourcen einer koordinierenden und begleitenden Ansprechperson sind hierfür zentral. Hier laufen die Fäden zusammen, werden Workshops zur Ideenfindung moderiert und wird Schnittstellen- und Netzwerkarbeit mit Bewohner*innen, (Samt)Gemeinde, Politik sowie lokal tätigen Verbänden und Zivilgesellschaft geleistet. Aus der Bewohnerschaft heraus entwickelte und von Kooperationspartner*innen flankierend unterstützte Angebote können in den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten der Schule im Innerste Tal eingebettet sein. Hier soll bereits und potentiell Engagierten ein Raum zur Artikulation geboten werden, welcher als Treffpunkt fungieren kann und von den Beteiligten gemeinschaftlich ausgestaltet wird.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen werden zu ihren Anliegen befragt, treten in Ideenfindungsprozesse ein und gestalten entsprechend ihren Interessen maßgeblich die Angebote und den Treffpunkt (Start mit Kick-Off Workshop 04. März 2020).
Beschreibung
Durchführung von Qualifizierungs-/Empowerment-Kursen (z.B. Flüchtlingsvertretung)/Bewohner*innen nutzen bereitgestellte Räume und setzen eigene Projekte um/ Local leaders und Brückenbauer in Communities sind eingebunden.
Beschreibung
Nutzung der hohen Motivation, Potenziale und Expertisen von Bewohner*innen (z.B. Fahrdienste, Reparaturen, Kinderbetreuung, Kuchenbacken, Übersetzungen), die sich bei der Befragung und in informellen/niedrigschwelligen Anlässen herauskristallisieren.
Beschreibung
Neu aufzubauendes Netzwerk zur Kooperation tagt regelmäßig mit Bewohner*innen sowie Ehrenamtsvertretung, Entscheidungsträgern, Kooperationspartnern (wie (Samt)Gemeinde, Schule, DRK-Ortsverband, Caritas, Landkreis) zur Gemeinwesenarbeit vor Ort.
Beschreibung
Die in der Befragung und in Workshops/Werkstätten geäußerten Anliegen zu einem guten, nachbarschaftlichen Leben werden im Rahmen ihrer Machbarkeit angebahnt und von Bewohner*innen mit hauptamtlicher Unterstützung umgesetzt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritasverband für Stadt und Landkreis Wolfenbüttel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vielfalt Innerste - Gemeinnützige Nächstenliebe e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haupt- und Realschule im Innerste Tal
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche Netzwerker*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Wolfenbüttel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bildungszentrum Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Familienbildungsstätte/MigrantenElternNetzwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsvertretung Samtgemeinde Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendamt Landeskreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinde Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein Innerstetal SVI
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehren Baddeckenstedt, Oelber, Rhene und Wartjenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatverein Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt schafft langfristige Strukturen, die auch über den Projektzeitraum verfügbar bleiben. Die Samtgemeinde plant, sich langfristig in diesem Bereich durch Bündelung verschiedener Aufgaben im Sozialbereich unter dem Themenschwerpunkt "Familien- und Sozialservice" zu engagieren. Ferner stellt der Landkreis Wolfenbüttel den Schultrakt nachhaltig als Möglichkeits- und Partizipationsraum zur Verfügung und unterstützt diesen als sozialräumlichen Treffpunkt in Baddeckenstedt.
Galerie
gruppenfoto sprachschule
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On

Miteinander für Bredenbeck

Ansprechpartner
Kersten Prasuhn
Funktion Geschäftsführer
Nach dem erfolgreichen Aufbau des DGH soll das Miteinander in Bredenbeck und die Dorfgemeinschaft wieder gestärkt und erweitert werden.
Projektbeschreibung
Der 3053 Einwohner starke Ort Bredenbeck ist Teil der Gemeinde Wennigsen. In den letzten 7 Jahren hat im Ort ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat. Es gab keinen Platz mehr, an dem man sich treffen konnte. Das gesamte Dorfleben, die Gemeinschaft und Identifikation mit Bredenbeck fiel auseinander. Zwölf Einwohner trafen sich 2013 und begannen ein Projekt, das zunächst viele für unmöglich hielten. Sie gründeten einen Verein und hatten die Vision, für Bredenbeck wieder einen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Eine alte Scheune, die mitten im Ort liegt, konnte gekauft werden. Es folgten viele Verhandlungen, doch das Team aus Ehrenamtlichen hat es geschafft. In den letzten 2 Jahren ist etwas sehr Besonderes entstanden. Ein Dorfgemeinschaftshaus wurde gebaut! In jeder freien Minute wurde eingerissen, gemauert, gesägt und gestrichen. 9500 Std ehrenamtliche Arbeit! Um die Dorfgemeinschaft mit ins Boot zu holen, wurden bei allen Versammlungen der Vereine, in Kindergarten und Schule Bedarfe ermittelt. So ist es gelungen, den Bau des DGH zu einem Gemein-schaftsprojekt von ganz Bredenbeck zu machen. Alle 12 Vereine sind dem Dorfgemeinschaftsverein beigetreten und in einem Vereinsbeirat organisiert. Nun stehen wir vor der Aufgabe, weiteren Bevölkerungsgruppen aus Bredenbeck die Möglichkeiten unseres Hauses aufzuzeigen und sie ihre eigenen Wünsche und Interessen umsetzen zu lassen. Wie schaffen wir es, dass das ganze Haus nicht als leere Hülle steht, sondern sich mit verschiedensten Initiativen füllt? Wir haben die Vision, dass wir durch die persönliche Einladung jedes Einzelnen viele Menschen zu einer Auftaktveranstaltung motivieren können, durch Spaziergänge im Ort, Aushänge und Flyer viele Bredenbecker neugierig machen. Durch persönliches Vorstellen in den VHS Kursen werden diese Teilnehmer gewonnen. Der demografische Wandel u. die Coronamaßnahmen machen es nötig, dass wir ein besonderes Augenmerk auf die ältere Generation haben. Diese Gruppe möchten wir durch aufsuchende Arbeit persönlich ansprechen. Die VHS als Träger einer zukünftigen Stelle, die Gemeinde Wennigsen, die Ortsbürgermeisterin und natürlich die Mitglieder des DGV arbeiten hierfür eng zusammen. All das soll auch in den Ort ausstrahlen und eine größere Solidarität im Ort aufbauen. An diesem Ziel arbeiten wir seit nun 7 Jahren. Das soll nicht umsonst gewesen sein, dafür brauchen wir die Unterstützung durch Quartiersmanagement.
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
Ausgangslage
In den letzten 7 Jahren hat in Bredenbeck ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat. So schlossen neben den 3 Gaststätten auch das Reisebüro und einer von zwei Supermärkten. Es waren keine Treff- und Versammlungsräume in entsprechender Größe u. Ausstattung mehr vorhanden. Auch die Angebote des geselligen Zusammenseins wie der Frauen- und der Männerchor, die Treffen des DRK und die Kurse der VHS sind nicht mehr vorhanden. Theaterbühne und Kegelbahn wurden abgerissen. Auch für alle Menschen, die neu nach Bredenbeck kommen, gibt es somit kaum Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen. Besonders den Menschen mit Migrationshintergrund (153 in Bredenbeck) kann keine Willkommenskultur entgegengebracht werden. Im Alltag ist zu beobachten, dass durch diese Entwicklungen das Gemeinschaftsgefühl im Ort sehr nachgelassen hat. So musste ein Bücherschrank wegen Vandalismus abgebaut werden u. die Vemüllung des Ortes ist an vielen Stellen zu beobachten. Das zweite große Problem in Bredenbeck ist die Überalterung. 32,6 % der Einwohner sind über 60 Jahre alt. Die zweitgrößte Gruppe ist zwischen 50 und 60 Jahre alt, so dass die Überalterung in der Ortschaft auch zukünftig weiter stark ansteigt. Hier müssen dringend Netzwerke aufgebaut werden, um die Versorgung der älteren Einwohner zu sichern. Alle sollen solange wie möglich Zuhause leben. Es fehlt: Einkaufsservice, Hilfe bei Formularen u. Reparaturen, Sport, Geselligkeit. Ein weiteres Problem, das durch Corona entstanden ist, ist die Finanzierung des DGH. Für diese Probleme brauchen wir professionelle Hilfe, um das "Miteinander für Bredenbeck" umzusetzen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wennigsen, Bredenbeck
Beschreibung
Das Dorf Bredenbeck
Einwohnerzahl
3053
Quelle / Anmerkungen
Statistik der Gemeinde Wennigsen, 29.01.2020
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Gemeinde Wennigsen (29.01.20)
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeinde Wennigsen
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit dem DGH bieten wir einen Raum, in dem sich Menschen begegnen können. Durch Beratungsangebote der Gemeinde, VHS Kurse und ein Restaurant gibt es die Möglichkeit, niederschwellig diesen Raum kennenzulernen. Durch persönliche Anschreiben in jedem Briefkasten wird zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Dort werden die Wünsche und Ideen der Einwohner gesammelt und vernetzt, Selbstorganisation wird aufgebaut. Alle Generationen können sich wiederfinden in speziellen VHS Kursen, Sport- und Kulturangeboten, was zu einem kollektiven Empowerment führt. Idealerweise entwickelt sich ein Modell, bei dem das Angebot der VHS von den Teilnehmern selbst bestimmt und eigenständig weiter geführt wird. Die VHS kann dabei wesentlich zur Vernetzung und Kooperation beitragen. Durch die persönliche Ansprache bei Gartenspaziergängen im Ort wird eine neue Gruppe von Menschen gewonnen. In Kooperation mit Fachleuten kann diese Gruppe ein Gemeinschaftsprojekt, den Dorfgemeinschaftsgarten, entwickeln. Durch Gespräche, Newsletter, Aushänge und Flyer werden Bewohner zu einem Stammtisch eingeladen. Durch dieses Begegnungs- und Austauschangebot wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt. Die Ressourcen jedes/jeder einzelnen werden genutzt, vom Gurken einwecken zum Handy einrichten. Die Qualität der sozialen Beziehungen wird intensiviert. Besonders ältere Mitbewohner, in Bredenbeck 32,6 %, werden dadurch unterstützt, ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern und ihre besonderen Fähigkeiten einzubringen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bredenbecker führen selbstständig Spiel-, Näh- und Theaterabende durch. Die Gartengestaltung wird selbstorganisiert geplant und durchgeführt. Eine eigenständige Gruppe organisiert eine Einkaufs- und Gartenhilfe für Senioren.
Beschreibung
Alle Generationen engagieren sich, alt hilft jung - jung hilft alt. Vom Kuchen backen zum Computerkurs, die Gemeinschaft ist gewachsen und eine gegenseitige Akzeptanz gefestigt.
Beschreibung
Ein Empowerment hat stattgefunden. Die Befragung der Bewohner wurde ausgewertet. Die Ressourcen wurden sichtbar gemacht und werden eingesetzt. Der Garten wird gestaltet, ein Reparaturcafé und Musiktreffen finden statt.
Beschreibung
Vielfältige Kooperation zwischen der VHS, der Gemeinde, dem DGV und Vereinen, regelmäßige Treffen finden statt. Das DGH ist offen für alle. Die Medientechnik u. der Saal werden von Gemeinde, VHS u. Sportkursen genutzt. Die VHS bietet spezielle Kurse an.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Wennigsen, Ortsbürgermeisterin Frau Kügler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater zwischen den Dörfern, Fotogruppe Bredenbeck, Landfrauen, Second Star Big Band
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportgemeinschaft Bredenbeck-Holtensen, Handwerkerverein, Heimatverein, Khoch3 (Verein für Kunst, Kultur, Kinder), Dorfkino
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS Calenberger Land, Kindergarten und Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nähkurse, Spieleabende, Yogakurse, Tanzcafé, Seniorentreffen, Lieder- und Literaturabende, Helferstammtisch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sportkurse zur Gesundheitsförderung (Sportverein)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch die Raumanmietung der Gemeinde sind Sprechstunden und z. B. Rentenberatung langfristig gesichert. VHS-Kurse werden darüber ebenfalls durchgeführt. Der DGV besteht. Durch das Projekt werden Strukturen u. Methoden erlernt, um Gruppen und Angebote danach selbständig weiterzuführen. Die Vermietung des Saals und weiterer Räumlichkeiten sowie regelmäßige Veranstaltungen, Mitgliederbeiträge u. Spenden sichern das finanzielle Bestehen des DGH. Projektbezogene Förderungen, z.B. zur Inklusion
Galerie
dgh 1
dgh 2
dgh 3
foto stahltraegerneu
Zustimmung Veröffentlichung
On

Räume und Chancen des Emsviertels

Ansprechpartner
Christian Symalla
Funktion Geschäftsführer
Aus der Vielfalt schöpfen - neue Räume entwickeln - Nachhaltigkeit erreichen
Projektbeschreibung
"Im Emsviertel ist durch unsere Projektarbeit viel in Bewegung gekommen!" freut sich Jasmin Kruškić. "Mit diesem Schwung wollen wir jetzt gemeinsam die Räume im Quartier aufwerten." Violetta Lenz erläutert: "Stadt und Wohnungsunternehmen (WU) wollen ein Freiraumkonzept für das Emsviertel erstellen. Außerdem will ein Wohnungsunternehmen eine EG-Wohnung für Gemeinwesenarbeit (GWA) bereitstellen. Bewohner/innen sollen Beides mit planen." Das sind direkte Ergebnisse des Projektes 'Quartiersforum Emsviertel'. Für die Umsetzung der dort erarbeiteten Quartiersziele ist ein mehrjähriger gemeinsamer Arbeitsprozess von Bewohner/innen und Akteuren erforderlich, der mit diesem GWA-Projekt ausgestaltet wird. Inhaltlich wird es dabei v.a. um die Einrichtung und Nutzung der GWA-Wohnung, das Freiraumkonzept, die Gestaltung von Quartierseingängen/Quartiersanbindungen sowie Überlegungen zur Ergänzung eines Gebäudes im Bereich der Sportanlage Swinestraße gehen. Frau Lenz und Herr Kruškić organisieren den GWA-Prozess schrittweise: Im 1. Schritt werden sie für Bewohner/innen und professionelle Planer/innen niedrigschwellige Gelegenheiten zum Kennenlernen und zur Entwicklung erster Planungsideen schaffen (z.B. durch gemeinsames Kochen oder Aktivitäten im Freien). Einige der so aktivierten Bewohner/innen werden im 2. Schritt als Multiplikator/innen die Maßnahmen gemeinsam mit Mitarbeiter/innen der städt. Grünplanung und der WU planen. Die Projektmitarbeiter/innen werden sie dabei bedarfsgerecht unterstützen. Für die Zusammenarbeit werden neue Arbeitsgruppen eingerichtet, die bestehende AG Freiraumkonzept wird fortgeführt. Über die AG-Arbeit tauschen sich Multiplikator/innen und Bewohnerschaft laufend aus, so dass vielfältige Ideen in den Prozess einfließen. Die GWA-Wohnung wird hierbei gemeinsam zum zentralen Ort für Information, Austausch und Planung entwickelt. Im 3. Schritt wird auf Strukturen hingewirkt, die die Fortsetzung der GWA nach Projektende ermöglichen: "Wir werden zusammen mit Bewohner/innen und Akteuren des Emsviertels zeigen, dass wir feste Unterstützungsstrukturen für GWA im Stadtgebiet brauchen", sind Lenz und Kruškić überzeugt. "Durch gemeinsame Quartiersentwicklung wollen wir das WU davon überzeugen, die GWA-Wohnung nach Projektende weiter für diesen Zweck bereitzustellen. Durch aktive Mitarbeit am 'Bedarfsplan Nachbarschaftszentren' etablieren wir die GWA des Emsviertels stadtweit als Modell, für das auch die jeweils notwendigen Ressourcen festzulegen sind."
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Emsviertel ist Teil des Stadtbezirks Weststadt, einer Trabantenstadt der 1960/1970er Jahre mit rund 24.000 Einwohner/innen. Das Emsviertel ist geprägt von Migrationsbevölkerung (2/3 der Bewohnerschaft) und dem stadtweit höchsten Transferleistungsempfängeranteil. In der öffentlichen Wahrnehmung gilt es deshalb als Problemviertel. Dies wird verstärkt durch sein äußeres Erscheinungsbild: Die Grün- und Freiräume wirken vernachlässigt und teilweise trostlos, es gibt häufig 'wilde' Müllablagerungen. Die zahlreichen Spielbereiche sind überwiegend abgenutzt, monoton gestaltet und tragen nicht den Bedürfnissen unterschiedlicher Altersgruppen Rechnung. Trotz dieser Problemlagen konnte das Emsviertel bisher nicht von Städtebauförderungsprogrammen profitieren. Obwohl im Emsviertel Spielplätze auf öffentlichen und privaten Grundstücken zum Teil direkt aneinander grenzen, gibt es kein übergeordnetes Gestaltungskonzept. Der Spiel- und Bolzplatz Swinestraße, der außerhalb der Wohnbebauung liegt und viel Nutzungspotenzial hat, ist besonders marode. Hier könnten bei einer Neugestaltung durch zusätzliche Schaffung einer einfachen überdachten Räumlichkeit neue Qualitäten entstehen. Der Treffpunkt Pregelstraße ist aufgrund der Vielzahl neuer Nutzungen als Ergebnis der bisherigen Projektarbeit inzwischen weitgehend ausgelastet. Deshalb werden weitere Räume für GWA benötigt. Wenn die dafür angebotene Wohnung von den Bewohner/innen durch Mitgestaltung zu 'ihrer Sache' gemacht wird, dann werden sie sie auch nach Projektende weiter für diesen Zweck nutzen wollen. Dafür wird eine verstetigte professionelle GWA-Unterstützung benötigt, die durch die Projektarbeit ebenfalls erreicht werden soll.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Emsviertel
Beschreibung
Das Emsviertel wird im Norden durch Kleingartenanlagen und den Westpark, im Osten durch die Autobahn A 391 und im Süden durch die vierspurig ausgebaute Münchenstraße/Elbestraße (inkl. Straßenbahntrasse) begrenzt. Im Westen schließt sich das Rheinviertel mit einer sich vom Emsviertel stark unterscheidenden Sozialstruktur an.
Einwohnerzahl
4994
Quelle / Anmerkungen
Zahlen aus dem Einwohnermelderegister
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Alle im Abschnitt "Merkmale des Projektgebietes" angegebenen Werte wurden aus bei der Stadt Braunschweig vorhandenen statistischen Daten auf Basis der Zahlen des Einwohnermelderegisters speziell für das Projektgebiet Emsviertel herausgefiltert. Alle Werte beziehen sich auf den Stichtag 31.12.2019 mit Ausnahme des in der Kategorie "Menschen, die Transferleistungen beziehen" angegebenen Wertes (s. dort).
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
68
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Gruppe der 0- 18-Jährigen im Projektgebiet liegt der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit erweitertem Migrationshintergrund bei 87,0 %.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aufgrund von Änderungen der Datengrundlagen bei der Bundesagentur für Arbeit können diese Werte nur in Form einer Schätzung zum Stichtag 30.06.2019 angegeben werden.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
GWA knüpft hier insbes. an den Themenfeldern 'Wohnen/Wohnumfeld', 'Sport/Freizeit' und 'Umwelt/Verkehr' an. Die Kernfragen an die Bewohner/innen lauten: "Wie wollt ihr eure Räume nutzen? Wie müssen sie dazu gestaltet werden? Was könnt ihr dafür tun, dass das passiert? Was könnt ihr darüber hinaus für euer Emsviertel tun?" Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen bewirkt automatisch eine Betrachtung des Sozialraums Emsviertel in seiner Gesamtheit. Die Bewohner/innen werden zunächst durch niedrigschwellige, auffällige Aktionen wie die Streifzüge des Info-Mobils oder des 'Umwelt-Fuchses' für das Projekt interessiert und informiert. Es folgt eine aktivierende Befragung. Als Grundlage für einen gemeinsamen Planungsprozess auf Augenhöhe zwischen Bewohner/innen und Profis werden Gelegenheiten geschaffen, bei denen sich beide Seiten informell und zunächst außerhalb des Themas kennenlernen können. Dazu werden niedrigschwellige Methoden wie ein gemeinsames Kochen, Basketball spielen oder eine Rallye durch das Emsviertel eingesetzt. Erste dabei bereits gesammelte Ideen werden in Ideenwerkstätten weiter ausgearbeitet. Dazu werden dann themenbezogene Arbeitsgruppen gebildet, die die Planungen vorantreiben. Die in den AGs aktiven Bewohner/innen wirken als Multiplikator/innen zwischen Bewohnerschaft und Profis. Dadurch können sie zu Schlüsselpersonen auch für die Zeit nach dem Projekt werden. Die Vernetzung mit anderen Stadtteilprojekten stärkt die GWA in der Gesamtkommune.
Vorhandene Strukturen
Der gemeinnützige Verein Stadtteilentwicklung Weststadt e. V. ist seit dem Jahr 2008 in der Weststadt tätig und betreibt seit Ende 2010 im Emsviertel den Treffpunkt Pregelstraße. Die Angebote des Treffpunktes Pregelstraße konzentrierten sich vor der Projektförderung vor allem auf die Bereiche Beratung/Vermittlung, Durchführung von Veranstaltungen, Exkursionen und Überlassung/Vermietung von Räumen für externe Nutzungen. Mit Hilfe der GWA-Förderung wurden seit Sept. 2018 das Quartiersforum Emsviertel aufgebaut, Quartiersziele mit Bewohner/ innen und Akteuren erarbeitet, vorhandene und neue Freiwilligeninitiativen unterstützt und untereinander vernetzt, ein großes Straßenfest durchgeführt sowie eine positive Berichterstattung über das Emsviertel erreicht. Im aktuell laufenden GWA-Projekt 'Gesichter des Emsviertels' liegt der Fokus darauf zu zeigen, wie vielfältige Gesichter das Emsviertel im direkten und auch im übertragenen Sinne hat. Die Individualität von Bewohner/innen soll dabei besonders gewürdigt werden, auch indem ihnen Möglichkeiten gegeben werden, ihre Fähigkeiten öffentlich zu präsentieren. Die ursprünglich beabsichtigten Maßnahmen mussten und müssen aufgrund der Regelungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zu einem größeren Teil überprüft, angepasst oder aufgeschoben werden. Neue Wege zu Erhalt und Förderung einer guten Nachbarschaft wurden z. B. durch vielfältige Unterstützungsleistungen oder mit Gruppenaktivitäten via Videotelefonie beschritten.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Bewohner/innen des Emsviertels
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Abt. Stadtgrün-Planung und Bau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Abt. Verkehrsplanung und Verkehrsmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsche Wohnen Immobilien Management GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Baugenossenschaft Wiederaufbau eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Baugenossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertreter/innen der Bundes- und der Landespolitik
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Rates der Stadt und des Stadtbezirksrates Weststadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendzentrum Rotation
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kulturpunkt West
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polizeikommissariat Alsterplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita Recknitzstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Weststadt e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitsgemeinschaft Weststadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Weststadtplenum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Braunschweig gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter Unfallhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jüdisch-soziokulturelles Alexander David Zentrum e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Pfarrstelle für Menschen mit geistiger Behinderung - mit Uns Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Braunschweiger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilzeitung "Weststadt aktuell"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mieterzeitschriften der Wohnungsunternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kiosk am Westpark
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ADLER Real Estate
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Abt. Integrierte Entwicklungsplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Abt. Wohnen und Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Rheinring
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Initiative "Alter aktiv"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Radio Okerwelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialreferat als federführende Stelle für den 'Bedarfsplan Nachbarschaftszentren'
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement "Soziale Stadt - Donauviertel"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement "Soziale Stadt - Westliches Ringgebiet"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Heidberg
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das GWA-Modell Emsviertel soll als Leuchtturm-Modell im 'Bedarfsplan Nachbarschaftszentren', den die Stadt Braunschweig zzt. aufstellt, verankert werden. Dazu gehört auch die Definition erforderlicher Ressourcen - sowohl für das Emsviertel als auch für weitere Quartiere im Stadtgebiet. Durch Vernetzung/Austausch durch z. B. die Initiierung eines stadtweiten GWA-Arbeitskreises soll eine zusätzliche fachliche Verstetigungsebene der relevanten GWA-Akteure in der Stadt Braunschweig begründet werden.
Galerie
swinestrasse
freiraum2
freiraum5
freiraum6
freiraum7
muell1
Zustimmung Veröffentlichung
On

Welcome Kralenriede

Ansprechpartner
Ilka Binnewies
Funktion Einrichtungsleitung / Sozialarbeiterin
Kralenriede wächst zusammen
Projektbeschreibung
In Kralenriede am Stadtrand von Braunschweig ist seit 1983 eine Erstaufnahmeeinrichtung angesiedelt. Noch vor ihrer Ansiedlung wurde von der lokalen CDU Wahlkampf dagegen gemacht. Außer der EA gibt es in Kralenriede zwei Wohngebiete und zwei Gewerbegebiete. Der Ort selbst wurde 1915 für Arbeiter einer Munitionsfabrik gegründet. Bis 2015 gab es außer den Einkaufsläden, den Buslinien (und einem engagierten Sportverein, in dessen Fusballgruppe ein paar Geflüchtete aktiv sind) keinerlei strukturelle Begegnungsmöglichkeiten zwischen Geflüchteten und Alteingesessenen. 2015 gründete sich der Verein TRIVT, und konnte 2016 einen Kiosk als Nachbarschaftliche Begegnungsstelle und Anlaufstelle für Geflüchtete in Betrieb nehmen sowie seit 2017 Personalmittel des Landes gewinnen. Hier findet in kleinem Rahmen echter Kontakt zwischen Geflüchteten und Alteingesessenen statt. Die LAB und die Geflüchteten werden weitgehend als Fremdkörper von den Alteingesessenen wahrgenommen, und die Geflüchteten fühlen sich fremd im Quartier. 2015/16 gab es eine dramatische Überbelegung der LAB, sie erreichte zeitweise eine Belegung weit höher als die EinwohnerInnenzahl Kralenriedes. Über Belästigungen der Alteingesessenen durch Geflüchtete und Straftaten wurde teilweise nicht angemessen berichtet, was zu einem Verstummen über das Thema führte. Wir wollen das Thema aufgreifen, die Fremdheit im Quartier (möglicherweise nicht nur zwischen den beiden Gruppen) vermindern und die Traumata auf allen Seiten soweit möglich bearbeiten, damit alle Menschen sich wieder als Menschen in Kralenriede begegnen können, ohne Vorbehalte, und dadurch die Lebensqualität in Kralenriede steigern. Dies wird sich u.E. auch auf Braunschweig und Niedersachsen auswirken, wenn sozial angekommene statt sozial abgelehnte Geflüchtete in die Kommunen verteilt werden. Braunschweig wird besonders profitieren, da schon jetzt viele Angehörige vulnerabler Gruppen (Traumatisierte, Schwangere, Kranke) eine Verteilung nach BS erreichen.
Ausgangslage
2015/16 war die LAB in Kralenriede bis zu zehnfach überbelegt (es gibt 900 Betten, von denen aber wegen der Belegbarkeit der Zimmer und fortlaufender Renovierungsarbeiten normalerweise ständig nur 600 belegt sind). Damit gab es vorübergehend fast zweimal soviele Geflüchtete wie Alteingesessene. Die große Anzahl fremder Neuankömmlinge in dem eher ruhigen Quartier (die Durchgangsstraße und die Läden waren plötzlich voll) und etliche kriminelle Taten (Einbrüche, gewalttätige Auseinandersetzungen, Belästigungen) führten bei Teilen der Alteingesessenen zu starker Verunsicherung, Traumatisierungen und zur Verfestigung von ablehnenden Haltungen. (Schon vor der Ansiedlung der LAB war von der lokalen CDU Wahlkampf dagegen gemacht worden.) Eine individuelle Integration von Geflüchteten in das Quartier ist unmöglich, weil es dort keinen Wohnstandort gibt. Alle Geflüchteten, die kommen, gehen auch wieder. Langfristige persönliche Beziehungen können im Quartier selbst nicht aufgebaut werden. Einigen Angehörigen vulnerabler Gruppen (Traumatisierte, Schwangere, Kranke) gelingt es, eine Verteilung ins Braunschweiger Stadtgebiet zu bekommen - diese Menschen besuchen das Welcome House auch nach ihrer Verteilung weiter; da sind also grundsätzlich längerfristige persönliche Bindungen möglich. Ziel ist, verbindliche kurz - oder langfristige Kontakte und Informationen zu ermöglichen, die zu einem Abbau der Fremdheit auf beiden Seiten führen. Dies soll auch im Rahmen der Bearbeitung von Traumata bei Geflüchteten und Alteingesessenen geschehen, um dieses gemeinsame Schicksal möglichst effektiv in eine Ressource für das Klima im Quartier, für Braunschweig und für das Land zu verwandeln.

SPRACHE HÖREN UND VERSTEHEN

Ansprechpartner
Daniel Denecke
Funktion Audiotherapie (DSB), Musiker, Komponist, Texter
SPRACHE HÖREN UND VERSTEHEN
Projektbeschreibung
Durch Musik, Kultur und Kunstprojekte inklusive Audiotherapie besser hören und verstehen. Sprachförderung optimieren.
Ausgangslage
Als selbstbetroffener schwerhöriger Mensch, Musiker und Komponist ist mir während der Integrationsarbeit mit Kriegsflüchtlingen im Heidekreis aufgefallen das Intregration besonders gut via Musik und Kultur funktioniert. Integration hat Parallelen zur Inklusion. Möchte aus eigener Erfahrung heraus Menschen mit Behinderungen oder davon bedrohte, egal woher, mit Rat und Hilfe zur Verfügung stehen. Beispiel: Dschungel Gesundheitssystem. Habe daher extra auch eine Weiterbildung zum Audiotherapeuten (DSB) in der hessischen Landesärztekammer absolviert um Menschen mit Hörschädigung mit diesem Projekt via Musik / Kultur zu helfen sich zu integrieren. Wir haben 15 Millionen Schwerhörige in Deutschland. Viele in Niedersachsen. Im ländlichen Raum. Altersübergreifend. Nicht hören - trennt von Menschen. Sprache lernen fiunktioniert in erster Linie über das Hören dann folgt das Verstehen! Die Hörsituation muss stimmen! Ein Audiotherapeut verzahnt und ergänzt die Versorgung hörgeschädigter Menschen durch HNO Ärzte, Hörakustiker und hilft zu einer verbesserten Kommunikation um den sozialen Status zu festigen für Teilhabe an der Gesellschaft. Nach Klärung der medizinischen und technischen Situation beginnt die eigentliche soziale Integration des Betroffenen. Viele offene Fragen Angehöriger benötigen ein offenes Ohr. Bsp: Teilhabe am Arbeitsleben. Menschen aus Kriegsgebieten können neben Schwerhörigkeit auch an Tinnitus leiden, ausgelöst diurch Traumata. Hier hilft Zuhören, Aktivitäten wie zusammen musizieren, kreativ werden, gemeinsame Freizeit Aktionen. Projekt an Bildungseinrichtungen aller Art, Kirchen, Jugendzentren, Kultur Cafes landesweit durchführbar.