InselOase - Gemeinschaft im Fokus
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Maren Bruns
| Funktion | Bauleitplanung & strategische Dorfentwicklung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Schaffung eines lebendigen, lebenswerten und liebenswerten Lebensraums durch soziale Intervention, aktive Bürgerbeteiligung im Einklang mit einer integrierten, kommunalen Entwicklung.
Projektbeschreibung
Spiekeroog, eine idyllische Insel mit einer der höchsten Tourismus-Intensitäten in Deutschland, steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die umfangreiche Maßnahmen zum Erhalt des insularen Lebens und Sicherung der Authentizität als Urlaubsinsel erforderlich machen. Im Zuge der Förderung beabsichtigen wir die Weiterentwicklung der bisherigen Gemeinwesenarbeit hin zu einem funktionierenden, ganzheitlichen Quartiersmanagement, u.a. mit folgenden Ansätzen:
Sicherung und Rückgewinnung von Wohnmöglichkeiten der insularen Bevölkerung durch Festlegung von Quoten für Dauerwohnen und Ferienwohnen auf Ebene der städtebaulichen Planung / in Bauleitplänen, Erhaltungssatzungen zum Schutz der lokalen Bevölkerung sowie Zweckentfremdungssatzungen zur Sicherung und Wiederherstellung von Wohnraum. Die Herausforderung in diesem Handlungsfeld ist das Konfliktpotential, welches durch eine konsequente Anwendung baurechtlicher Regelungen und Steuerungsinstrumente zu erwarten ist. Hier sehen wir Vermittlungs-, Erklärungs-, Zuhör- und Schlichtungsaufgaben durch den Ansatz des Gemeinwesens und des sozialen Quartiersmanagements, welches die baurechtliche Seite komplementiert und die Akzeptanz und den Zusammenhalt nachhaltig sichert.
Schaffung von Anreizen und Rahmenbedingungen für den Bau von bezahlbarem Wohnraum für die lokale Bevölkerung: Ausweisung eines Neubaugebiets, Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdern (z.B. Genossenschaft, Eigentümer, Gewerbetriebe, …), Mitarbeit bei der Verbesserung der Wohnraum-Förderkulissen, Aufbau eines Fundraisingkonzepts zur Finanzierung der Schaffung von freiem Dauerwohnraum für die allgemeine Inselbevölkerung.
Verstetigung der bisherigen Gemeinwesenarbeit zur Stärkung der Inselgemeinschaft: Durch versch. Maßnahmen wie die Förderung von Integration, die Schaffung von Treffpunkten und die Unterstützung von Vereins- und Jugendarbeit möchten wir die Lebens- und Wohnqualität auf Spiekeroog steigern. In Abgrenzung zu unseren bisherigen Projekttätigkeiten in diesem Bereich ist der Fokus auf die Vorbereitung zur Aufnahme in das niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm. Um das ehrenamtliche Netzwerk rund um dieses Vorhaben ans Laufen zu bringen und verbindliche Arbeitsgruppen ins Lebens zu rufen wie auch Verantwortlichkeiten langfristig in die Dorfgemeinschaft zu übertragen, gilt es, eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen und ersten Arbeitsgruppen eine Ernsthaftigkeit zu verleihen und Personen mit Kompetenzen und Budget auszustatten.
Laufzeit
2024-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Bevölkerungsstruktur besteht größtenteils aus ortsgebundenen Personen, deren Zusammensetzung für die Erhaltung der Wohn- und Wirtschaftsfunktion sowie zur Wahrung der gewachsenen nachbarschaftlichen Beziehungen von entscheidender Bedeutung ist. Wohnraum ist absolute Mangelware, Spiekeroog gehört zu einer vom Land festgelegten Gebietskulisse mit einem besonders angespannten Wohnungsmarkt, in welcher die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist. Das führt zu einer Verdrängung ans Festland oder zu einer Veränderung der Wohnformen und Lebensweisen mit direkter Auswirkung auf die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung, also zu einer negativen Veränderung der insularen Bevölkerungsstruktur in ihrer bisherigen, gesamtheitlich funktionierenden Zusammensetzung.
Dies beeinträchtigt die Lebensqualität und veranlasst Personen nur noch für einen Lebensabschnitt auf der Insel zu bleiben. Das führt zu einer hohen Fluktuation innerhalb der Wohnbevölkerung und zu einer Unstetigkeit in der Zusammensetzung. Ohne konsequentes Gegensteuern wird ein hoher Anteil der Bevölkerung nur noch im erwerbsfähigen Alter auf der Insel leben können. Häufig wechselnden Individuen mit einer saisonal begründeten hohen Arbeitsbelastung werden sich weniger intensiv in eine bestehende Wohnbevölkerung, die gleichzeitig abnimmt, integrieren und z.B. weniger ehrenamtliche Positionen im gemeinschaftlichen und dörflichen Miteinander übernehmen. Nachbarschaftliche Beziehungen werden aufgebrochen, die über viele Generationen funktionierende Gemeinschaft schwindet, das Geldverdienen und nicht das soziale Miteinander / Leben stehen im Vordergrund.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Insel Spiekeroog
Beschreibung
Spiekeroog ist eine niedersächsische Insel mit ca. 18 qm2 Fläche. Die
Entfernung zum Festland beträgt ca. 6 km. Es gibt eine tideabhängige
Fährverbindung.
Einwohnerzahl
800
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog);
Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand 2020).
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog); Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand 2020).
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog); Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand 2020).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
geschätzt für das Projektgebiet (Gemeinde Spiekeroog); Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt der Landkreis Wittmund, Quelle ist eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit für den Berichtsmonat 03.2024.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
leben_im_meer_spiekeroog_1.jpg
(165.56 KB)
leben_im_meer_spiekeroog_2.jpg
(231 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesensarbeit und Quartiersmanagement sind künftig integriert und "zusammengedacht". Es werden (weiterhin) Bedürfnisse und Ressourcen unserer Gemeinschaft identifiziert, Maßnahmen daraus abgeleitet und somit die Lebensqualität verbessert, wobei ein großer Schwerpunkt auf der Aktivierung des Ehrenamtes liegt. Weiterhin werden gezielte Verbesserungen der Lebensbedingungen, insb. Wohnraumversorgung erreicht. Denn Wohnraum ist der "Schlüssel" zu fast allem auf Spiekeroog und somit die wichtigste Zutat für die Inselgemeinschaft.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Standard erreicht, wenn Bürger:innen aktiviert und motiviert werden konnten, sich als Dorfmoderator:in für ein Themenfeld zur Verfügung zu stellen und eigenverantwortlich eine AG-Leitung zu übernehmen.
Kriterium
Beschreibung
Standard erreicht, wenn Immobilieneigentümer:innen / Grundstücksbesitzer:innen in Diskussionen offen sind, gemeinwohlorientierte Belange in der Wohnraumnutzung gleichwertig neben den individuellen Vorteilen einer möglichen Gewinnmaximierung zu tolerieren
Beschreibung
Standard erreicht, wenn geleitet durch die Kommune und gemeinschaftlich entwickelt mit relevanten Stakeholdern ein Neubaugebiet sowohl unter städtebaulichen, sozialen und naturschutzrechtlichen Aspekten gemeinschaftlich entwickelt wird.
Vorhandene Strukturen
Die Gemeinwesenarbeit (GWA) auf Spiekeroog, definiert im Vorgängerprojekt "Leben im Meer" die Verwaltung als Möglichmacher, der Rahmenbedingungen für Bürger:innen schafft, um ihr Lebensumfeld zu verbessern. Durch Aktivierung und Sichtbarmachung der Bürger:innen entstand z.B. der "insulare Jahreskalender", der ehrenamtliches Engagement koordiniert und planbar macht. Erfahrungen aus dem Projekt sowie positive Einzelmaßnahmen seit Mitte 2022 haben das insulare Leben signifikant verbessert. Neben dem Jahreskalender ist noch zu nennen: der Aufbau einer aktiven Kommunikation – nebenan.de, Website, Schaukasten, Rundbriefe, persönliche Ansprache, Videobotschaften; Implementierung von Sprachkursen, Willkommensveranstaltungen, Patenschaften zur besseren Integration; Schaffung von Räumen sowie Kleinst-Veranstaltungen (wie z.B. Insulares Picknick); Schaffung eines Jugend-Outdoor-Treffpunktes zur Verbesserung der Freizeitaktivitäten um nur einige zu nennen.
Trotz begrenzter Ressourcen in der Verwaltungseinheit besteht das Ziel, Gemeinwesenarbeit als integralen Bestandteil des Insellebens zu etablieren. Viele Aktivitäten sind zwischenzeitig verstetigt, dabei ist es erklärtes Ziel, dass die Gemeinwesenarbeit künftig nicht isoliert betrachtet, sondern integraler Bestandteil des Insellebens und Handelns der Gemeindeverwaltung wird. Jedoch wurden wichtige Aspekte bisher vernachlässigt, was eine Fokussierung auf Problemfelder in diesem Projekt erfordert.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Personalgestellung sichert nachhaltige Strukturen, da Projektmitarbeiterinnen langfristig in der Verwaltung bleiben und den Geist der GWA / QM in ihrem allgemeinen Doing integrieren. Durch das über einen längeren Zeitraum angelegten Dorfentwicklungsprogramm werden die in den ersten 3 Jahren gefestigten und neu etablierten Strukturen erhalten bleiben. Freiwillige finanzielle Ausgaben sind für Kommunen kommunalrechtlich bei angespannter Haushaltslage schwierig. Aber wir bleiben optimistisch.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WIR - gemeinsam aktiv im Edo-Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Conrady
| Funktion | Fachbereichsleiterin Soziale Dienste |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau eines Quartiersmanagements + Räumen in einem sozialen Brennpunkt mit wenig Infrastruktur und sozialen Angeboten
Projektbeschreibung
Mit der Wohnungsbaugesellschaft Wesermarsch mbH planen wir - die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. - im alten Kern der Edo-Schröder-Siedlung in Elsfleth ein Quartiersmanagement aufzubauen, um mit den Bewohner:innen gemeinsam Angebote zu schaffen, die die Lebensqualität verbessern, das soziale Miteinander fördern und die Integration unterstützen. In der Siedlung leben viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Ethnien, oft mit geringem Einkommen und wenig gesellschaftlicher Teilhabe. Die Bewohner:innen sollen direkt in ihrem Wohnumfeld erreicht und nach ihren Bedürfnissen und Wünschen für das Zusammenleben in ihrem Stadtteil befragt werden, um zusammen bedarfsgerechte, individuell angepasste Angebote zu schaffen. Zu Beginn des Projektes steht uns das Hausmeisterbüro der Wohnungsbau zur Verfügung, um einen Ort für Gespräche zu haben; ein Büro wird in Berne zur Verfügung stehen. Um im Quartier eine konkrete Anlaufstelle für die Anwohner:innen zu haben, ist die Anschaffung eines Bauwagens geplant. Dieser dient zunächst als Station bis adäquate ebenerdige und barrierefreie Räumlichkeiten gefunden werden. Danach soll der Bauwagen gezielt für Aktionen wie zum Beispiel fahrbare Bibliothek genutzt werden. Mit Hilfe des Bauwagens erregen wir die Aufmerksamkeit der Menschen des Quartiers und können so mit ihnen direkt ins Gespräch und einen Austausch darüber kommen, was sie bewegt und was sie sich für ihre Siedlung wünschen. Was belastet sie? Welche Ideen haben sie für ein Miteinander? Wir möchten die Bewohner:innen miteinander ins Gespräch bringen, Kontakte stiften und gemeinsame Aktionen unternehmen, um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt sowie die Identifikation der Bewohnerschaft mit ihrem Quartier zu stärken. Eine Quartiersmanagerin ist die Ansprechperson für die Anwohner:innen, sie koordiniert das Projekt und setzt Angebote um, unterstützt von Ehrenamtlichen, die auch aus der Bewohnerschaft generiert werden sollen. Unser Ansatz ist generationsübergreifend und nationalitätenverbindend. Austausch und Kooperation mit anderen Akteur:innen im LK Wesermarsch sind uns wichtig. Wir verfügen bereits über ein großes Netzwerk, da wir seit vielen Jahren Quartiere in Brake und in Lemwerder betreiben. Außerdem haben wir einen Integrationsdienst, der Familien mit Fluchtgeschichte in der gesamten Wesermarsch ambulant aufsucht. Dadurch bestehen viele Kontakte und Synergien, deren Effekte wir für den Aufbau des neuen Quartiers im sozialen Brennpunkt nutzen möchten.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der alten Edo-Schröder-Siedlung in der Stadt Elsfleth im Landkreis Wesermarsch leben sehr viele Menschen auf wenig Raum in Mehrfamilien-Häusern zusammen. Die Zusammensetzung ist in sehr vielen Bereichen (zum Beispiel Altersstruktur, "ethnische" Herkunft) heterogen. Mehr als ein Viertel der Bewohner:innen sind über 60 Jahre alt (30 %), 20 % sind Jugendliche oder junge Erwachsene bis 26 Jahre. Aufgrund der fehlenden Infrastruktur und der ländlichen Lage ziehen viele Menschen nach der Ausbildung/dem Studium oftmals in andere Städte, die in dieser Hinsicht mehr zu bieten haben. Für ältere Bewohner:innen bedeutet dies eine fehlende Unterstützung/Begleitung seitens ihrer erwachsenen Kinder. Es gibt große kulturelle Unterschiede, da sehr viele Ethnien und Kulturen in diesem Wohngebiet leben. Der Anteil ausländischer Bewohner:innen beträgt 25 %, also ein Viertel der Bewohnerschaft. Auch der Anteil der Geflüchteten ist im Gebiet überproportional. Es gibt viele Sprachbarrieren Vorurteile und Konflikte. Ein Großteil der im Quartier lebenden Menschen verfügt über wenig finanzielle Mittel. Es gibt wenige Hilfs- und soziale Angebote. Treffpunkte/Räumlichkeiten für Begegnung fehlen komplett, es gibt nicht einmal eine Kneipe oder ein Café. Die meisten der Menschen aus dem Quartier identifizieren sich nicht mit ihrem Wohngebiet. Es gibt kaum positive Begegnung. Die Freiflächen sind kahl und ungastlich. Das Gebiet wird durch eine Bundesstraße flankiert, die die Bewohner:innen des Quartiers von Versorgungs- und Beratungsangeboten "trennt". Die Edo-Schröder-Siedlung gilt als sozialer Brennpunkt und für Mieter als "letzte Option". Die Wahrnehmung geht über die Stadt hinaus.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unsere Quartiersmanagerin(QM) ist als Ansprechpartnerin vor Ort und steht in engem Kontakt und Austausch mit den Bewohner*innen des Quartiers, deren Interessen im Zentrum stehen. Sie erfragt deren Bedarfe, Wünsche und Ideen für ihre Siedlung, fördert vorhandene Ressourcen und setzt gemeinsam mit ihnen Projekte um. Sie erstellt eine Bestandsanalyse und stellt Kontakte zu weiteren Akteur:innen der Stadt Elsfleth und anderen Gemeinden des Landkreises Wesermarsch her. Sie baut ein Netzwerk auf, das kooperativ zusammenarbeitet und initiiert gemeinsam mit einzelnen Akteur:innen der Region Veranstaltungen. Die QM arbeitet generationsübergreifend, nationalitätenverbindend und ganzheitlich, sie bezieht die Bewohner:innen maßgeblich in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes und die Steigerung der Wohnqualität mit ein. Ausgehend von ihren Bedarfen schafft sie Kommunikationsanlässe und Austauschmöglichkeiten zwischen den Bewohner:innen (z. B. durch gemeinsame Feste, Café) und stärkt deren Gemeinschaftsgefühl, z. B. auch durch Nachbarschaftshilfe. Sie fördert die Selbstwirksamkeit der Bewohnerschaft, gestaltet gemeinsam mit ihnen Projekte und unterstützt ihre Selbstorganisation. Sie empowert die Menschen des Quartiers und verringert Konfliktpotential. Die QM berät die Bewohner*innen zu sozialen Belangen und vermittelt sie gegebenenfalls an andere Institutionen weiter. Sie leistet Presse-Öffentlichkeitsarbeit und hilft gemeinsam mit den Bewohner:innen das Ansehen des Quartiers zu steigern.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Schaffung eines Treffpunktes soll auf kommunalem Grundstück und/oder an einer kommunalen Einrichtung angegliedert werden. Die Wohnungsbau unterstützt bei den baulichen Voraussetzungen und plant die langfristige Unterstützung des Projektes - auch finanziell. Vgl. auch schriftliche Stellungnahme wbw
11. Medien
Galerie
BZ Tante Emma: Initialisierung einer gesamtstädtischen GWA in Cuxhaven
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Wersien
| Organisation | Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk |
|---|---|
| Funktion | 1.Vorsitzender |
2. Kurzbeschreibung
HEIMAT Tante Emma... ein Platz für ALLE.
Projektbeschreibung
Nach dem Motto: „Nicht reden...machen!“ begann 2014 unsere Möbelhilfe für Geflüchtete, die Vereinsgründung erfolgte 2017. Die Zielgruppe wurde daraufhin auf alle Einwohner*innen (EW) erweitert. Durch die Verknüpfung von Ehren- und Hauptamt wurde zudem eine Basis für eine erste „zarte“ Gemeinwesenarbeit (GWA) im Innenstadtbereich gelegt. Durch die Kontakte in den Wohnungen der EW entstanden vertrauensvolle Beziehungen. Daraus ergaben sich Kenntnisse von weiteren Bedarfen u. Nöten auch anderer EW. Es wurden Angebote etabliert oder zu anderen Beratungsstellen weitervermittelt. Was neben der aufsuchenden Geh-Struktur aber fehlte, war ein Ort, wohin die EW dann auch kommen konnten. 2020 haben wir mit der Eröffnung des Begegnungszentrums (BZ) Tante Emma eine konkrete Anlaufstelle (Komm-Struktur) im Innenstadtbereich erschaffen. Dessen 5 Bereiche KAUF-, WERK-, FREI- und DIGITAL-Raum sowie unser Stadtteilbüro erfüllen jeweils eigene Funktionen, sind aber unmittelbar voneinander abhängig. (s.A.)
Wohlbekannt in Cux bietet unser BZ soz. Angebote sowie eine erweiterte GWA für ALLE EW. Multiple Grundpfeiler der GWA wurden errichtet und gefestigt wie z.B. HEIMAT für Begegnung, Austausch, Teilhabe u. Bildung in off. Atmosphäre (s.A.), interagierende Nachbarschaft, hohe EA-Struktur, eine Anlaufstelle mit attrakt. Außenpräsentation, ein gut vernetzter hauptamtl. GWA´ler, ein barrierefreies Stadtteilbüro, multiple Veranstaltungen sowie eine sehr hohe öff. Aufmerksamkeit. Eingebunden in die lok. Ökonomie unseres Stadtteils (s. LoI Punkt Nachhaltigkeit) und durch unseren Handelsort: „KAUF-Raum“ sowie der Vermietung von Teilflächen u. Co-Working Spaces werden knapp 60 % unserer Kosten selber getragen. Dsbzgl. erhielten wir sehr viele Anfragen anderer Projekte. Es wurde also viel erreicht, dennoch haben wir 3 Hauptziele in den nächsten 3 Jahren. Wir werden:
1. unsere vorh. GWA ausbauen, mit dem Ziel ein interkult. HEIMAT-Zentrum zu werden und dabei gleichzeitig die Jugend mit ins Boot zu holen. (GWA)
2. der Motor einer gesamtstädt. GWA sein. Wir vereinen unser Netzwerk zum Wohle aller Stadteile. Somit entsteht keine Konkurrenz unter den untersch. GWA-Projekten, wenn es z.B. um den Aufbau gesamtstädt. Koordination u. die Verteilung komm. Finanzen geht. Das Bündnis wird uns alle stärken! (Resilienz). (komm. GWA)
3. noch mehr fin. Unabhängigkeit durch die Erprobung neuer monetärer Quellen erzielen, die immer eine pos. Wirkung für alle Beteiligten hat. (intellig. Finanzierung)
Laufzeit
2024-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Sehnsucht nach Heimat (Geborgenheit, Vertrautheit, Zugehörigkeit) ist eine innere Kraft, die mit unerbittlichem Verlangen an unseren Herzen zieht. Aufgrund dieses Verlangens besteht unser BZ im Herzen Cuxhavens. Wir sind HEIMAT.
Durch akt. erhöhten Zuzug von Geflüchteten ins Quartier (ukr./afrik. Hintergrund), haben die unverzichtbare Notwendigkeit der interkulturellen Arbeit und damit verbundene Suche nach neuer Heimat eine neue Dimension erfahren. All das kommt „on top“ der schon vorh. priv. Verschuldung bei 19% der Erwachsenen im Quartier (BRD Ø 10 % / Armutsbericht LK), einem anony. Nebeneinander sowie heterog. Umfeld.
Durch unsere Netzwerkarbeit mit den anderen Stadtteilen sehen wir, dass o.g. Erscheinungen auch dort existieren, und dass benötigte Finanzen oft selber generiert werden müssen (Landes- Bundes- EU-Förderungen / Sozialkaufhäuser). Selten trägt diese die Kommune. Teilw. konkurrieren die Projekte sogar bei der Verteilung von kommunalen Geldern.
Der soz. Schieflage (z.B. Gentrifizierung, Armut, Einsamkeit) wird die Kommune nicht alleine Herr. Nur durch QM/GWA und deren multiplen-kreativen Tools sowie ehren- und hauptamtlichen MA kann dieser in Teilen entgegentreten werden.
Cuxhaven hat eine hervorragende Willkommenskultur. Allerdings ist der Idealismus stärker als der Pragmatismus. Dies ist sicher auch der starken Verschuldung der Stadt geschuldet.
Wir sehen den Menschen an 1. Stelle, in den „investiert“ soll. Daher muss ein neuer, starker GWA-Verbund der Verwaltung und lok. Politik aufzeigen, dass Willkommenskultur und Erschaffung neuer Heimat auch aufgrund auslaufender Förderungen nur mit finanzieller und organis. Hilfe der Kommune möglich sind.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt "Alt-Cuxhaven"
Beschreibung
Unser Begegnungszentrum Tante Emma befindet sich im Stadtteil Alt-Cuxhaven, dem eigentlichen Stadtkern von Cuxhaven (s. Karte im Anhang). Einige Teile des Gebietes sind keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Schlichtbauwohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für Sozialbenachteiligte geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum. Allerdings werden auch einige der Altbauten luxussaniert, und dadurch siedeln sich zudem viele finanzstarke Menschen, oft im Alter über 60 Jahre, in unserem Gebiet an. Dadurch entsteht in einigen Straßenzügen ein Gentrifizierungskonflikt.
Einwohnerzahl
13961
Quelle / Anmerkungen
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven Stand: 31.12.2021
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven - Stand: 31.12.2021
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven - Stand: 31.12.2021
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven - Stand: 31.12.2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung
Gesamtstadt: statistik.arbeitsagentur.de_ Stand Februar 2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung
Gesamtstadt: Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2024
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung
Gesamtstadt: Landesamt für Statistik Niedersachsen, 2024
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzung
Gesamtstadt: statistik.arbeitsagentur.de_Stand Februar 2024
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_csc_e.v.jpg
(99.48 KB)
uebersicht_stadtteilzentren_cuxhaven.jpg
(223.83 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen immer die Einwohner*innen unseres Stadtteiles sowie viele Menschen aus Cuxhaven, die unser Angebot nutzen und daran teilhaben. Unsere Hauptziele sind es, deren immateriellen sowie die infrastrukturellen Bedingungen (z.B. Beziehungen untereinander, Partizipation, Kultur, Grünflächen, Einkaufsmöglichkeiten) mit ihnen zusammen zu verbessern.
Es sind immer Ihre Themen und Bedarfe, die für uns handlungsbestimmend sind. Dabei sehen wir sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten als aktive Player in der Verbesserung ihrer Lebensumstände. Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, sozialer Status sind für uns nachrangig. Sie bieten vielmehr belebende und bereichernde Potentiale für das ganzheitliche und nachhaltige Miteinander in unserem innerstädtischen Gebiet. So können sich Initiativen um neu entdeckte Gemeinsamkeiten finden und aktiv werden. Wir verfolgen in unserem Projekt den Ansatz einer aufsuchenden Arbeit. Mittels der aufsuchenden und aktivierenden Befragung kommen wir mit EW in Kontakt und bauen Beziehungen auf. Da sie die Expert*innen für ihre Lebensrealität und ihr Umfeld sind, wollen wir sie für die aktive Gestaltung und zur Partizipation bei Gestaltungsprozessen gewinnen. Auf Dauer möchten wir uns als GWAler in unserer Aktivität zurücknehmen und zunehmend die Einwohner*innen zur Selbstorganisation führen (So viel Aktivität von GWA-Seite wie nötig, aber so wenig wie möglich!).
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
EinwohnerInnen die Interessen und Themen der Aktivitäten bestimmen und sie zum Erreichen ihrer Ziele Unterstützung und Hilfestellungen erhalten.
Kriterium
Beschreibung
BewohnerInnen eine zunehmende Selbstständigkeit in der Organisation und Durchführungen von Gruppentreffen entwickeln und sie sich ggf. die benötigte Unterstützung bei dem hauptamtlichen GWAler einfordern.
Kriterium
Beschreibung
die Stärken von EinwohnerInnen erforscht, aktiviert und weiterentwickelt wurden und dadurch deren Selbstwertgefühl und die Innere Stärke gewachsen sind. Vorhandene soziale und räumliche Ressourcen wurden erarbeitet und als Ressourcen genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Eine starkes Bündnis aller Cuxhavener GWA Projekte entstanden ist, dass die Kraft besitzt, die komm. Verwaltung, lokale Politik und Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass deren Arbeit unverzichtbar ist und aufgrund dessen kommunal gefördert wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Unser hauptamtlicher GWAler ist einerseits Ansprechpartner für Stadt, Kommune und viele Netzwerkpartner*innen. Unterstützt wird er hier durch einen sehr aktiven Vereinsvorstand. Anderseits ist er mittlerweile das Gesicht unserer GWA und Vertrauensperson für die Einwohner*innen sowie unsere engagierten Ehrenamtlichen. Unsere multikulturellen Ehrenamtlichen sind um verschiedene Themen (z.B. Beratung, Begleitung, praktische Hilfen, Teilnahmeangebote, FREI-Raum sozial-digital, praktische Aufgaben wie z.B. Verteilen von Flyern oder Handwerkertätigkeiten im und am Gebäude) gruppiert und haben jeweils verbindliche Ansprechpartner. Hier werden die Aufgaben besprochen und der Rahmen für die Aktivitäten gesetzt. Gleichzeitig besteht auf dieser Ebene die Möglichkeit zu kollegialem Austausch. Die jeweiligen Ansprechpartner*innen stehen im Kontakt mit dem Hauptamtlichen, um die Ergebnisse zu sichern und weitere Fragestellungen zu klären oder Schulungsbedarf zu benennen. Regelmäßig finden größere Treffen statt, um die erreichten Ergebnisse festzuhalten und diese Erfolge wertzuschätzen. Gleichzeitig wird miteinander beraten, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen sich zeigen. Auch hier werden die Ehrenamtlichen als Expert*innen ihrer Lebensumstände wertgeschätzt und wahrgenommen. Ihre Impulse und ihre Ausrichtung im Engagement sind für unsere Gesamtstrategie essentiell. Zum Erreichen der unterschiedlichen Gruppen/Menschen setzen wir auf den persönl. Kontakt aber auch auf dig. Formate.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Büro des Oberbürgermeisters /// Stadt Cuxhaven (Dezernat III Soziales, Bildung und Kultur) /// Büro des 1.Kreisrates Friedhelm Ottens /// Landkreis Cuxhaven (Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V._ die Hafenkirche /// Freie ev. Gemeinde Cuxhaven /// EKG Altenwalde/Offenes Herz Altenwalde /// Büro der ev. Innenstadtgemeinden /// Landessuperintendent Brandy
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Arbeit Lüneburg /// Diakonie Cuxhaven /// Caritas Cuxhaven-Bremerhaven /// Der Paritätische /// Hospizverein /// Blaues Kreuz /// Lions /// Rotarier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IG Lotsenviertel /// Fa. Nutrilo /// Fa. Machulez /// TWG Cuxhaven /// Wirtschaftsförderung Cuxhaven /// Mayerhof Consulting /// EWE
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt /// Diakoniestation Cuxhaven /// Familienhebammen des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LAG Soziale Brennpunkte Nds /// 1. FC Eintracht Cuxhaven e.V. /// Baskets Cuxhaven /// Rundherum e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MdL Oliver Ebken (SPD) /// MdL Eva Viehoff (B90/Grüne) /// Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD) /// SPD Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (85 Mitgliedsvereine-und Verbände) /// Initiator one4one (Corona Nachbarschaftshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der interkulturellen Woche /// Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete /// Mitglied Demokratiekonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GWA Bündnis: Ritzebüttel aktiv, Wir in Süderwisch, Offenes Herz Altenwalde, Begegnungszentrum Tante Emma
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Soziales Herz Cuxhaven: Bündnis von Tierheim Cuxhaven, Kinderhospiz Cuxhaven, Anita Hanel Seniorenstiftung, BZ Tante Emma
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oberschule Cuxhaven - Mitte /// VHS im LK Cuxhaven /// Berufsbildene Schulen (BBS)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend /// Mehrgenerationenhaus /// Musikschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten /// Elbe Weser Kurier /// Lotsenkompass
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung und Etabl. der gesamtstädt. GWA u. die Findung neuer Finanzquellen sind Kern unseres Antrages. Kooperation, Leitbildentwicklung, fin. kom. Beteilligung und sowie ein Rahmenkonzept und Qualitätshandbuch für die gesamtstädt. GWA (GWA Projekte/Verwaltung/Politik) u. Projekte wie 7-Level-Integration, TE-Konzeptionsworkshops und die Zusammenarbeit mit der lok. Ökonomie (DEICHBAND-Projekt) werden uns eine nachh. Einbindung in komm. Strukturen und langfristige Finanzierung sichern.
11. Medien
Galerie
Videos
240315_tanteemma_kurzimageclip_v3.mp4
(54.49 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
W I R in Burgdorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrike Goldbach
| Funktion | Koordination |
|---|
2. Kurzbeschreibung
1.Wir im Miteinander: NBT mit Herz vor Ort 2.In Zusammenarbeit mit der Kommune 3.Raum für Sicherheit: StoP©
Projektbeschreibung
Im Quartier Burgdorf-Süd kommen Menschen aus über 50 Nationen auf engem Raum in Stadtrandlage zusammen. Viele leben in prekären sozialen u. wirtschaftlichen Verhältnissen, haben eine Migrationsgeschichte u. häufig erschwerte bis keine Zugänge zu Teilhabemöglichkeiten.
In den letzten Jahren richteten wir unsere Arbeit im Nachbarschaftstreff (NBT) mithilfe der Förderung „Gute Nachbarschaft“ neu aus u. etablierten GWA im Quartier. Dadurch konnten wir sehr viele Menschen aktivieren, Netzwerke aufbauen, Teilhabe ermöglichen und uns fachlich weiterqualifizieren. Unsere Arbeit hat nicht nur das Quartier verändert, sondern wirkt auch in die Gesamtstadt.
Gleichwohl stehen wir vor neuen großen Herausforderungen:
1.Seit Corona beobachten wir einen enormen Anstieg von Häuslicher Gewalt. Wir erleben, dass Frauen sich ihrer Rechte immer bewusster werden u. Gewalt nicht mehr dulden. Wir unterstützen sie bei der Vermittlung zu Hilfsangeboten u. der Flucht ins offene Frauenhaus Burgdorf, mit dem wir im engen persönlichen Austausch sind. 2. Direkt im Quartier erleben wir die Auswirkungen der beginnenden Aufhebung der Mietpreisbindung in den Sozialwohnungen. 3. Arbeiten wir an einer gemeinsamen Lösung mit der Kommune zur langfristigen Finanzierung des Treffpunktes.
Diese Herausforderungen gehen wir mit unserem neuen Projekt gezielt an:
1. Um der steigenden Häuslichen Gewalt entgegenzuwirken, kooperieren wir mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen und implementieren das Präventionskonzept StoP©-„Stadtteile ohne Partnergewalt“ im NBT. Dies sieht die Gründung einer „Aktivengruppe“ vor, die durch unsere Fachkraft für Gewaltprävention begleitet wird. Gemeinsam klären sie niedrigschwellig über das Thema auf. Zielstellung: Vernetzung burgdorfweit u. Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen, insbesondere dem Frauenhaus.
2. Wir nutzen unsere aufgebaute GWA u. vertiefen sie, aktivieren mehr Menschen u. ermutigen sie mehr Verantwortung einzunehmen. Der Bewohnertreff Ostlandring soll Zuwachs u. Beteiligung erfahren und die vorhandene Ressourcen im Quartier nutzen.
3. Unsere Partnerschaft mit der Kommune soll in eine langfristige gesicherte Finanzierung münden. Wir gestalten das Integrationskonzepts der Stadt aktiv mit, nehmen regelmäßig an themenbezogenen politischen Gremien teil. Wir entwickeln u.a. Veranstaltungen zur Kommunalwahl, mit Politiker*innen u. (Neu-) Wähler*innen und ermöglichen so niedrigschwellige Teilhabe und Demokratie für Alle.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier Burgdorf-Süd bewohnen seit vielen Jahren Menschen aus meist prekären wirtschaftlichen u. sozialen Lebensverhältnissen, oft mit Migrationsgeschichte. Das schlechte Image des Gebiets in Stadtrandlage, die wenigen Begegnungsorte u. Teilhabemöglichkeiten sorgten für Konflikte. Die Arbeit des NBT konnte bei der Gestaltung des Lebens begleiten u. unterstützen. Mittlerweile sind wir für Viele durch die über Jahre aufgebaute Vertrauensbasis die 1. Anlaufstelle bei Problemen u. in der Not. So bekommen wir private Einblicke ins Leben der Menschen, führen deeskalierende Gespräche, erfahren von Gewaltbereitschaft in der Familie u. begleiten Frauen in Not beim Weg aus der Gewalt zu Beratungsstellen/ins Frauenhaus.
Aktuell bilden sich besondere Herausforderungen ab: Wir erleben einen Anstieg von Fällen Häuslicher Gewalt. Durch offene Thematisierung, Beratungsangebote im NBT u. Besuche vom/beim Frauenhaus sind sich Frauen ihrer Rechte u. dem Unrecht bewusster u. wenden sich im Vertrauen an uns. Dazu kooperieren wir mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen u. planen gemeinsam die Implementierung des StoP©-„Stadtteile ohne Partnergewalt“-Konzepts im NBT. Eine weitere Herausforderung stellt die Aufhebung der Mietpreisbindung der Sozialwohnungen im direkten Straßenzug dar. Folgen: Mieterhöhung u. Wegzug. Die daraus entstehende Verunsicherung u. Zukunftsangst führen zu erhöhtem Aggressionspotential.
Durch die Förderung „Gute Nachbarschaft“ konnten wir unsere Arbeit im Quartier (fachlich) vertiefen u. GWA etablieren. Die Kommune unterstützt uns dabei mit Mietzahlungen/Stellenanteilen/Kooperationen; eine nachhaltige Finanzierung konnten wir bislang noch nicht erreichen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Burgdorf Südstadt
Beschreibung
Der Nachbarschaftstreff Burgdorf befindet sich in einer Mehrfamilienhaussiedlung im Ableger der Hauptstraße „Ostlandring“, die das Wohngebiet von der Stadt trennt.
Das Wirkungsgebiet des Nachbarschaftstreffs befindet sich aktuell im Gebiet von Burgdorf-Süd/Süd-Ost, soll im Laufe des Projekts aber auf die Gesamt-Stadt und umliegenden Ortschaften ausgeweitet werden. Direkt an unseren Straßenzug grenzt im Nord/Osten ein ca. 20 Jahre altes Neubaugebiet zugehörig zu Burgdorf-Hülptingsen, welches durch seinen architektonisch wohlhabenden Baustil bekannt ist. Unser Quartier ist gekennzeichnet durch Stadtrandlage mit angrenzender Feldmark im Osten, im Norden durch Industrie und Einzelhandel, in Süd/West und Westen durch Reihen-/Einzelhäuser im Eigentum und im Süden durch Stadtfriedhof und Mehrfamilien-/Hochhäuser. Primärer Wirkungskreis unserer GWA bezieht sich auf die Straßenzüge unterer Ostlandring und Umgebung, sekundärer Wirkungskreis ist der obere Ostlandring sowie Berliner Ring und Umgebung. Insgesamt bemisst unser Einzugsgebiet ca. 5,5 km². Straßen im Einzugsgebiet sind im primären Wirkungskreis: unterer Ostlandring, Schwüblingser Weg, Duderstädter Weg, Peiner Weg, Dresdener Straße, Bromberger Str., Gutenbergstraße, Lessingstraße. Im sekundären Wirkungskreis: oberer Ostlandring, Uhlandstraße, Immenser Landstraße, Berliner Ring, Grünewaldstraße, Richard-Wagner-Straße, Niedersachsenring, Grupenstraße, Retschystraße, Scharlemannstraße, Hebbelstraße, Depenauer Weg.
Einwohnerzahl
8852
Quelle / Anmerkungen
Zahl zusammengefasst für Burgdorf-Süd und Burgdorf-Süd-Ost // aus: Bestandsstatistik der Stadt Burgdorf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im September 2023 waren 1.854 Menschen in Burgdorf erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Statistik Bundesagentur für Arbeit ELB). 735 Menschen waren nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Im Projektgebiet sind geschätzt 50% des Gesamtanteils Burgdorfs betroffen. Die Arbeitslosenquote steigt nach Zeitungsberichten. Auch nach Einschätzung anderer Einrichtung deckt sich unsere Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut der Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind im September 2023 insgesamt 1.098 junge Menschen erwerbslos. Laut dem Sozialstrukturprofil der Stadt Burgdorf (Stand 25.07.2023) sind 18% der Gesamtbevölkerung zwischen 0-18 Jahren. Im Projektgebiet schätzen wir den Anteil ebenfalls höher ein.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut der Nationalitätenstatistik der Stadt Burgdorf gibt es einen Anteil von 13% Ausländer*innen in Gesamt Burgdorf. Im Projektgebiet liegt der Anteil bei rund 35 % (3.108 von 8852 Menschen)
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut dem Sozialstrukturprofil der Stadt Burgdorf gibt es in Gesamt Burgdorf einen Anteil von 24 % von Menschen mit Migrationshintergrund. Im Projektgebiet liegt der Anteil geschätzt wesentlich höher.
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut dem Sozialstrukturprofil der Stadt Burgdorf zählen 13,5 % der Haushalte als Bedarfsgemeinschaften im Sinne des SGB 2. Der Anteil ist im Projektgebiet geschätzt ebenfalls höher
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut dem Sozialstrukturprofil der Stadt Burgdorf beziehen 18% Kinder und Jugendliche Mindestsicherungsleistungen. Den Anteil im Projektgebiet schätzen wir ebenfalls höher ein.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem neuen Projekt „W I R in Burgdorf“ bringen wir die Bewohner*innen und unsere bislang etablierte GWA im Quartier auf eine nächste Ebene: Wir tragen niedrigschwellige Teilhabe und Prävention über die Quartiersgrenzen hinaus in die Gesamt-Stadt und erreichen somit auch Menschen in den umliegenden Ortschaften.
Um das zu erreichen, nutzen wir die Methoden der GWA und führen so z.B. eine aktivierende Befragung durch oder die bauen die Netzwerkarbeit aus.
Unser Ziel dabei ist, insgesamt mehr Menschen zu Sprecher*innenrollen zu ermutigen und empowern, um selbstorganisiert für eigene und nachbarschaftliche Themen einzutreten. Ein Zuständigkeitsgefühl für die Nachbarschaft und das Gebiet sollen aktiviert und die Menschen nachhaltig bei der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen begleitet werden: Menschen im Quartier und darüber hinaus sollen sich den Treff und ihre Stadt aneignen und sich untereinander vernetzen.
Ein kollektives Empowerment in Form von Themengruppen soll entstehen, welches wir beim Aufbau von eigenen Netzwerken und dadurch nachhaltigen Kooperationen unterstützen. Dadurch leisten wir Integrationsarbeit und fördern die Partizipation und politische Teilhabe von Menschen am Geschehen im Gemeinwesen, die zuvor keinen Zugang hatten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen des Quartiers entwickeln bereits vorhandene Strukturen für die Gemeinschaft weiter & aktivieren weitere Bewohner*innen. Gemeinsame Aktionen werden initiiert, durchgeführt und mitgestaltet. Alle können sich mit ihren Fähigkeiten einbringen.
Kriterium
Beschreibung
Die bereits bestehende Gruppe des Bewohner*innentreffs und weitere entstandene Gruppen werden weiterhin fachlich begleitet. Menschen des Quartiers beteiligen sich aktiv und übernehmen mehr Verantwortung für Aktionen und Veranstaltungen für das Quartier.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen setzen sich gemeinsam für ihre Themen ein. Nachbarschaftshilfe wird aktiv von allen genutzt. StoP-Aktivengruppe ist sichtbar und Ansprechpartner. Bewohnertreff Ostlandring hat eigene Sprechzeiten &koordiniert Nachbarschaftsthemen.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaft schützt einander und steht füreinander ein. Die Gruppen sind alters-, nationalitäten- und generationsübergreifend besetzt.
Beschreibung
Bewohner*innen machen sich Netzwerk des Nachbarschaftstreff zu Nutzen und entwickeln es weiter. Aktive Teilhabe der Bewohner*innen an politischen Gremien. Akteur*innenübergreifende Veranstaltungen finden statt. Bewohner*innen=Expert*innen für ihre Themen.
Kriterium
Beschreibung
Bewohnertreff veranstaltet selbstständig öffentliche Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen der Nachbarschaft. Nachbar*innen planen gemeinsam Feste. Regelmäßiger Austausch/Diskussion bei Bewohnertreff für Alle.
Beschreibung
Bürger*innen verfügen über Ressourcen, um auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen und Entwicklungen zu reagieren und Themen sichtbar zu machen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Durch die bisherige Landesförderung „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement“ konnte GWA im Quartier etabliert werden. Hierzu absolvierten 2 Mitarbeiterinnen den Zertifikatskurs „Gemeinwesenarbeit“ erfolgreich und konnten GWA vor Ort durch gewonnenes Fachwissen ausbauen. Unser NBT-Team nimmt zudem regelmäßig an Fortbildungen teil, wodurch wir unsere Fachlichkeit stets weiterzuentwickeln.
So konnten wir im NBT Strukturen etablieren, die niedrigschwellige (politische) Teilhabe aller Menschen ermöglichen sollen. Durch Aktivierung engagierter Quartiers-Bewohner*innen konnten Multiplikator*innen gewonnen werden, die nachhaltig in der eigenen Community wirken. Sie geben das Empowerment weiter, mit dem wir ihnen begegnen und ermutigen dadurch mehr Menschen zum Aktivwerden zu ihren Themen. Mittlerweile gibt es Bewohner*innen, die Aktionen mitgestalten und Verantwortung für ihre Nachbarschaft übernehmen. Manche sind zu engagierten Ehrenamtlichen geworden, die bei Begegnungsangeboten im NBT mitwirken /eigene Angebote initiieren und beginnen, sich den NBT zu Eigen zu machen.
Viele beteiligen sich regelmäßig im „Bewohnertreff Ostlandring“: Themen der Nachbarschaft werden aufgegriffen/Probleme gemeinsam diskutiert. Durch unsere fachliche Begleitung kommt es zu Sichtbarkeit/Teilhabe/Mitgestaltung/Vernetzung in der Nachbarschaft und schon zu einigen Akteur*innen. Folgen bislang: Imageverbesserung des Stadtteils und niedrigschwellige Zugänge zu Unterstützungsmöglichkeiten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte, Mobile Jugendhilfe, Südstadtbistro, Sozialamt, Jugendamt, Frühe Hilfen, Polizei Burgdorf, Jobcenter, Beratungsstelle für Eltern Kinder und Jugendliche Burgdorf, Team der Flüchtlingssozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Frauenberatung, AWO Frauenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AK Häusliche Gewalt, AK Sozialraum Süd, AK Frauen, AK Koordinationstreffen Geflüchtete,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohnertreff Ostlandring; gegründete StoP-Aktivengruppe; Ehrenamtliche; engagierte Bewohner*innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe e.V. Burgdorf, Bürger für Bürger e.V., VVV Burgdorf, Sozialverband OV Burgdorf e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutscher Kinderschutzbund OV Burgdorf e.V., Frauen- und Mütterzentrum Burgdorf e. V., AWO Kindertagesstätte "Schwüblingser Weg", KiTa Südstern, Diakonieverband Hannover Land
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Burgdorf, Gudrun-Pausewang-Grundschule, Gymnasium Burgdorf, Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule Burgdorf, BBS Burgdorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtmarketing Burgdorf e.V., CKT. Folientechnik GmbH,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Marktspiegel, Neue Woche, Altkreisblitz, HAZ Burgdorf Anzeiger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Luth. Kirchengemeinde St. Paulus, St. Pankratius Kirchengemeinde, Katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus // Familienzentrum an den Hecken, KiTa Familienzentrum an den Hecken, Paulus-Krippe
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Wohnungswirtschaft unterstützt unsere Arbeit durch die Reduzierung der beiden Wohnungsmieten. Die Stadt Burgdorf finanziert uns durch die Zahlung der Mieten, Nebenkosten u. Anteile der Personalstellen. Beim Landespräventionsrat Niedersachsen sind wir kommunales Mitglied u. kooperieren zur geplanten Implementierung des Konzepts StoP©. Die Kommune unterstützt die Idee, Multiplikator*innen für das Thema Häusliche Gewalt auszubilden u. das StoP©-Konzept auf die gesamte Kommune auszuweiten.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
aufsteller_nbt.jpg
(224.35 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
ANKOMMEN und WOHNEN plus Gemeinschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Philip Bärwald
| Funktion | Soziales Managment hanova WOHNEN GmbH |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Kurze Wege, um lange zu Bleiben!
Projektbeschreibung
Der Stadtteil Hannover-Mittelfeld weist, als klassischer Ankunftsort, viele neu angekommene Menschen auf, die sich, vielfach unterstützt und begleitet, entweder in kürzester Zeit auf das restliche Stadtgebiet verteilen oder dauerhaft und oft mit Unterstützungsbedarf in Mittelfeld unterkommen.
Insgesamt leben ca. 9.700 Menschen im Stadtteil, der sich einerseits durch einen hohen, oftmals versteckten Bedarf an Unterstützung und andererseits durch seine Ruhe trotz Problemlagen auszeichnet. Die Menschen haben sich hier vielfach eingerichtet und leben oftmals prekär in ihren eigenen Settings, die städtische GWA hat dadurch Schwierigkeiten des Zugangs. Besonders viele ältere Menschen laufen „unter dem Radar“. Unser Projekt "ANKOMMEN und WOHNEN plus GEMEINSCHAFT“ befasst sicher daher mit kurzen Wegen zur Unterstützung, dem Aufbau ehrenamtlicher Strukturen, der Hilfe zur Selbsthilfe durch nachbarschaftliche Vernetzung und der Aneignung eines neuen Begegungsraumes (Wohncafé), durch Bewohnende, für das gesamte Quartier.
Im Projekt kooperieren wir, die Diakoniestationen Hannover gGmbH (DSt), eng mit dem kommunalen Wohnungsunternehmen, der hanova, dem größten Bestandhalter im Projektgebiet (ca. 80% aller WE). Die hanova bringt sich mit dem Anbau des Wohncafés im Görlitzer Hof 2, im direkten Zentrum des geförderten Wohnungsbaus, der Bereitstellung eines Büros für uns DSt, schwellenarmen Wohnungen und der Begleitung durch das soziale Management, mit viel Erfahrung im Bereich der Quartiersarbeit, in das Projekt ein. Wir, die DSt, stellen die Ansprechperson (Quartierskoordination kurz: QK) direkt vor Ort und im Bestand zur Initiierung von Angeboten, für die Vernetzung vor Ort und der Vermittlung weiterführender Hilfen. Hier fehlt vielfach die Kenntnis der neu angekommenen Bewohnerschaft und bei älteren Menschen. Der zusätzliche Kanal über das Wohnungsunternehmen und die Vor-Ort-Präsenz der DSt öffnen neue Zugänge.
Ziel des Projektes sind der Aufbau einer Gemeinschaft, in einem attraktiven und lebendigen Stadtteil, mit einem nachbarschaftlichen Hilfesystem in „Puschen-Nähe“ und Angeboten von Freiwilligen aus dem und an das Quartier u.a. mittels des Wohncafés als zentralen Raum für die Menschen und Institutionen des Stadtteilnetzwerkes.
Wir treten an mit der Überzeugung an, dass es eine Vielzahl an Menschen gibt, die nur auf ihre Chance warten, sich gemeinschaftlich zu engagieren! Diese Chance wollen wir Ihnen anbieten und sie auf dem Weg dahin begleiten!
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ca. die Hälfte aller Haushalte in Mittelfeld sind Ein-Personen-Haushalte (48% 2022). Zudem leben viele Menschen recht zurückgezogen und so sind während einer laufenden Sanierung und dem Anbau des Wohncafés, die jede Wohnung des Hauses Görlitzer Hof 2 (46 Wohneinheiten) betrifft, etliche, bisher „versteckte“, Bedarfe, der zumeist älteren Bevölkerung vor Ort, zum Vorschein gekommen (Fertigstellung Frühjahr ´25). Von hier soll das Projekt später seine Impulse ins Quartier geben, wobei sich die Quartiersarbeit der hanova immer auf alle Menschen vor Ort bezieht, nicht nur auf die eigene Mieterschaft (zu Beginn des Projektes stehen Räumlichkeiten im Mietertreff, fußläufig zur Verfügung).
Seitdem durch Sanierung und einer Befragung der Fokus auf dem Quartier liegt wurden folgende Bedarfe entdeckt gebracht, die aktuell im Quartier nicht ausreichend bearbeitet werden:
- Einsamkeit und „versteckte“ Hilfsbedürftigkeit
- hohe Zahl alleinstehender (älterer) Personen, Vereinsamungstendenzen
- Viel Armut (vgl. Strukturdaten 2023 LHH), lange Schlange an der Lebensmittelausgabe (DRK)
- Nicht vorhandene Pflegestufen/ Pflegegeld als Haushaltsmittel
- Verwahrlosungs- und Abkehrungs-Tendenzen vom Sozialen Leben
- wenig nachbarschaftliche Hilfsstrukturen vorhanden, angewiesen auf familiäre Hilfesysteme
- Informationen zu Stadtteil-Angeboten nicht niedrigschwellig
- kaum Begegnungsorte für ältere Menschen
- keine Versorgungsangebote mit gemeinschaftlichem Charakter für Senioren
- Viele Menschen mit eingeschränktem Aktionsradius (nicht fußläufig erreichbare Stadtteilmitte)
- Fokus der Vernetzung von Institutionen aktuell bei jüngeren
- "gefühlte Unruhe" durch hohe Fluktuation
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mittelfeld
Beschreibung
Das Projektgebiet bezieht sich auf den Nahbereich (500m Radius) um das Gebäude Görlitzer Hof 2 (siehe Pfeil), soll seine Strahlkraft aber auf das Gebiet zwischen Garkenburgstr. (Seelhorster Friedhof) im Norden, den Bahndamm im Westen, der Eichelkampstr. im Süden und des Messeschnellwegs im Osten ausweiten. Im Nahbereich werden ca. 1500-2000 Menschen mit dem Projekt angesprochen bzw. mitgedacht.
Einwohnerzahl
9700
Quelle / Anmerkungen
https://www.hannover.de/content/download/960949/file/Strukturdaten2023.pdf
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Berechnung auf Grundlage der Mieter*innendaten der hanova als größter Vermieter im Stadtteil
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
41
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kartenausschnitt_h-mittelfeld.jpg
(128.84 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Arbeit im Wohnprojekt orientiert sich am an den Interessen und Bedürfnissen der Menschen im Quartier. Im Fokus steht dabei die individuelle Beratung/ Selbststärkung jedes Einzelnen und die Gestaltung von Zusammenleben in Gemeinschaft. Dabei geht es um die Belebung eines Raumes (Wohncafé), die Vernetzung auf den Ebenen der Haupt- und ehrenamtlich Aktiven in Netzwerken sowie die Entwicklung von Themen fürs Quartier. Durch das Wohnungsunternehmen hanova und die direkte Lage im Quartier, in einem Wohnhaus bestehen neue Kommunikationskanäle, gerade auch für die städtische GWA. Als Ansatz von GWA werden im Projekt Methoden der aktivierenden Befragung durch Haustürgespräche, die Vernetzung mit vorhandenen Akteuren, der niedrigschwellige Raum und die Durchführung von Gruppenangeboten verfolgt.
Hierdurch sollen Anreize geschaffen werden sich aktiv zu beteiligen und die aktuellen Angebotslücken (tlw. räumliche Leere) zu füllen. Dabei wird ein enger Austausch mit der GWA der LHH angestrebt.
Das Projekt richtet sich an alle Menschen im Quartier, der Fokus liegt auf älteren Menschen, die gezielt angesprochen werden sollen. Daher hat sich das die hanova an dieser Stelle für einen Kooperationspartner entschieden, der ältere und einsamen Menschen im Fokus seines Engagements hat und die Erfahrungen daraus miteinbringen kann. Gleichzeitig soll das Projekt zu einer Sensibilsierung der Menschen im Quartier beitragen, aufeinander Acht zu geben und das (Wohn)- Umfeld aktiv mitzugestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen bringen sich im Projekt mit persönlichen Stärken und Zeit ein.
Kriterium
Beschreibung
Eine Gemeinschaft mit Identifikation für das Projekt aufgebaut wurde. Wohncafé als Kommunikationsort.
Beschreibung
Das Angebot von vorhandenen Institutionen als Bereicherung und nicht als Konkurrenz. Angebotslücken werden erkannt und in Kooperation bearbeitet.
Kriterium
Beschreibung
Aktive Bewohner*innen eigenständig Aufgaben übernehmen oder Angebote initiieren (Strukturaufbau)
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK Lebensmittelausgabe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kitas/Familienzentren in kirchlicher Trägerschaft
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir möchten das Projekt langfristig etablieren. Nach den Förderjahren soll das Projekt ein etabliertes Zusatzangebot für das Quartier darstellen. Wovon wir uns mehr Gemeinschaft, höhere Eigenständigkeit und bessere Versorgungssicherheit versprchen. Bereits jetzt zeigen die Kooperationspartner Bereitschaft Fortbildung (für QK) etc. zu finanzieren. Es besteht die Bereitschaft ggf. unter dem Einbezug von Drittmitteln (Schwerpunktthemen) das Projekt langfristig zu fördern (Personell und finanziell).
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Innovationsquartier - Entwicklung eines inklusiven Innenstadtquartiers
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Ulrich
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Soziale und städtebauliche Entwicklung eines inklusiven Innenstadtquartiers
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt wird ein ehemaliges „Anstaltsgelände" zu einem Innenstadtquartier für alle entwickelt. Dabei werden soziale und bauliche Aspekte integriert bearbeitet. Gemeinwesenarbeit und Stadtplanung im Rahmen des Projektes sind direkt in das Stadtentwicklungsverfahren eingebunden. Das ist ein enorm komplexes Vorhaben, aber es bietet die einzigartige Chance mitten in Rotenburg ein inklusives Wohn-, Arbeits- und Lebensquartier zu entwickeln.
Leitend ist der Anspruch, möglichst alle zukünftigen Nutzungen inklusiv zu gestalten. Handelte es sich bei dem Gelände ehemals um eine Sonderwelt ("Stadt in der Stadt"), so sollen auch keine neuen „Sonderwelten“ auf dem Gelände entstehen. Gleichzeitig müssen geschützte Räume für alle mitgedacht werden. Als Teil des Sanierungsgebietes „Lebendige Zentren“ (amtl. Zusage im November 2022) wird die bisherige Zusammenarbeit mit der Kommune nun durch einen gemeinsamen städtebaulichen Wettbewerb intensiviert. Aufbauend auf den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses (Leitbild-Entwicklung) wurde ein Entwurf durch die RW erarbeitet, an die Stadt übergeben und fortan in einem Lenkungskreis (RW, Stadtverwaltung, Sanierungsträger, Rahmenplaner) abgestimmt. Die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs dienen zukünftig der Akquise von Investoren und Fördermitteln für kommende Bauvorhaben sowie Umnutzungen des historischen, stadtbildprägenden Baubestands.
Dank der Förderung der letzten 3 Jahre wurden u.a. Aktionen auf der Quartierswiese verwirklicht, durch die etliche Menschen das Gelände zum ersten Mal besucht haben & die weiterhin organisiert werden sollen. Sie fördern essenziell das soziale Miteinander und den inklusiven Charakter des Quartiers. Dank dieser Begegnungen werden gegenseitige Vorbehalte abgebaut und fruchtbare inklusive Erfahrungen gemacht. Als Ziel sollen Menschen zukünftig stärker motiviert werden, nicht nur punktuelle Veranstaltungen "zu konsumieren", sondern ihren Interessen nach selbst aktiv zu werden. Wetterunabhängig bietet sich dafür das mittlerweile erste leergezogene Haus an (Alte Kapelle). Insbesondere „leise Gruppen“ müssen motivierend unterstützt werden, ihre Bedürfnisse zu formulieren und als Voraussetzung einer gestalterischen Teilhabe aller Bewohner*innen umzusetzen. Dafür dienen bereits vorhandene Strukturen (Bewohnervertretung, Freizeitbereich der RW, Veranstaltungen & Aktionen), um gezielt ins Gespräch zu kommen und geeignete Methoden der Befragung zu nutzen.
Laufzeit
2024-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Gebiet ist in der öffentlichen Wahrnehmung noch stark mit der ehemaligen „Anstalt“ verknüpft. Auch baulich stellt es einen abgetrennten Bereich dar. Die nachhaltige Transformation des 5,5 h großen Geländes – die soziale & städtebauliche Integration in das umgebende Stadtgebiet – ist komplex und bedarf intensiver Begleitung. Dank kooperativer Veranstaltungen haben in den letzten Jahren hunderte Rotenburger zum ersten Mal das Gelände besucht (Vortragsreihe mit div. Wohnprojekten & Quartiersentwicklungen, Beteiligungsprozess zur Leitbild-Entwicklung, Kreativwettbewerb mit Schüler*innen, sozio-/kult. Veranstaltungen). Für den Erfolg einer inklusiven Quartiersentwicklung müssen etablierte Angebote fortgeführt werden, denn nur dank inklusiver Begegnungen können gemeinsame Erfahrungen gemacht und Vorbehalte abgebaut werden. Mit internationalen FSJ-lern werden in Kürze die ersten Personen ohne Behinderung auf dem Gelände wohnen. Alle Menschen sollen motiviert werden, sich das Gebiet „anzueignen“, um nicht ausschließlich punktuelle Veranstaltungen zu „konsumieren“. Damit sie aktiv & gestalterisch am sozialen Miteinander teilhaben, ist eine unterstützende Ansprechperson für alle, ob mit oder ohne Behinderung und allen kulturellen Hintergründen, nötig.
Das Gelände und seine Anbindung an die Innenstadt kann nur in engster Abstimmung mit der Kommune entwickelt werden, wobei die Verwaltungsprozesse zäh sind. Wir benötigen dafür unterstützende, städtebauliche Expertise (PlanZwei). Der Anspruch, alle zukünftigen Nutzungen (Wohnen & Freizeit) inklusiv zu gestalten, um neue „Sonderwelten“ zu verhindern, bedarf sozialer Begleitung, Verhandlungen mit der Stadt, Kostenträgern uvm.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rotenburg (Wümme) Historisches Kerngelände der Rotenburger Werke
Beschreibung
Das Gebiet befindet sich zwischen Lindenstraße und Soltauer Straße in der Rotenburger Innenstadt. 23.940 Einwohner (Stand 19.02.2024) Es wird durch die historische Bausubstanz im Norden (Stammhaus & Alte Kapelle) und dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble im Süden als Einheit betrachtet. An den seitlichen Rändern befindet sich Grünland mit Gärten, der städtische Friedhof und kleinere Wohn- und Gewerbebebauung. Das Agaplesion-Krankenhaus sowie die Stadtkirche sind fußläufig jeweils 3 Gehminuten entfernt.
Einwohnerzahl
168
Quelle / Anmerkungen
Geschäftsfeld "Wohnen" der Rotenburger Werke (z.Z. leben ausschließlich Menschen mit Behinderung im Quartier)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Stand März 2024).
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Stand März 2024).
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg (Stand März 2024).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen, die in den Rotenburger Werken leben, erhalten tagesstrukturierende Angebote (Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Tagesförderstätte (TFS) oder heiminterne Tagesstruktur (TS). Welches Angebot die Person erhält, richtet sich nach den jeweiligen Kompetenzen und dem Hilfebedarf. Sie sind daher nicht arbeitslos im Sinne von SGB II oder III.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
15 bis unter 25 Jährige, Arbeitsmarktreport Bundesagentur für Arbeit, Februar 2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke (Stand März 2024)/ Einwohnermeldeamt Stadt Rotenburg
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen werden nach Auskunft des Landkreises Rotenburg nicht mehr erhoben. Bekannt ist allein die Anzahl der ausländischen Bewohner*innen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
20210317_bestand_rotenburg_ls.pdf
(1.35 MB)
row_iq_lageplan_55000.pdf
(56.21 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Eine lebendige Nachbarschaft kann nicht auf dem Papier entworfen werden. Soziale und bauliche Prozesse werden für das Innovationsquartier miteinander betrachtet. Das ist komplex, bietet aber auch die Chance, ein inklusives Quartiers in der Innenstadt zu entwickeln. Menschen mit ihren Interessen stehen dabei im Zentrum. Sie werden unterstützt, um sich mit diesen im Quartier zu verwirklichen. Mit niedrigschwelligen Aktionen werden Anlässe zur Begegnung geschaffen, um ins Gespräch zu kommen. Dabei wird zielgruppenübergreifend gehandelt. Eine besondere Aufgabe ergibt sich damit, "leise Gruppen" gleichermaßen dazu zu befähigen, ihre Bedürfnisse zu formulieren. Gerade Menschen mit Behinderung, die schon lange in Einrichtungen leben, sollen Selbstwirksamkeit erleben. Dafür werden vorhandene Ressourcen der RW genutzt, aber auch das stadtweite Netzwerk kooperativ mit eingebunden. Die ständige Aufgabe ist, die einstigen Grenzen von "hier & dort, drinnen & draußen", nicht nur baulich, sondern auch als "Mauer in den Köpfen" abzubauen. In Workshops wird weiterhin auch die zukünftige Beschaffenheit des Quartiers aus Sicht der Bürger*innen erarbeitet (z.B. mithilfe des 3D-Modells und Legosteinen, Schuhkartons mit denen Häuser entworfen werden usw.). Zum einen, damit die Visionen mit Unterstützung formuliert und fassbar gemacht werden und zum anderen, um diese im weitergehenden Prozess an verschiedene Adressaten präsentieren und stark gemacht werden zu können (RW, Stadtverwaltung, Politik).
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mindestens 4 Gruppen/Akteure haben sich gefunden und werden darin unterstützt, sich mit ihren Interessen im Quartier einzubringen.
Kriterium
Beschreibung
Eine Anlaufstelle im Quartier ist für die Belange aller erreichbar. Angebote werden niedrigschwellig und offen gestaltet.
Beschreibung
Die bisherigen Kooperationen werden weitergeführt und neue sind hinzugekommen.
Kriterium
Beschreibung
Der Rahmenplan ist abgeschlossen. Eine Anbindung an die Innenstadt (Wegebeziehungen etc.) ist geplant.
Kriterium
Beschreibung
Das Quartier ist in der Stadt als Ort bekannt, der nicht nur Wohnraum bietet, sondern an dem Angebote stattfinden, die sich an die ganze Stadtgesellschaft richten.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Torsten Oestmann, Bauamt (Leitung: Roman Lauchart), insbesondere Bereich für Stadtplanung und Grün (Leitung: Oliver Klein), Sanierungsträger der Kommune (BIG Städtebau GmbH, vertreten durch Brigitte Vorwerk)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fraktionsvertreter*innen (seit 2022 findet ein gemeinsamer Arbeitskreis "Politik & Quartiersentwicklung statt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Zum Guten Hirten, Kirchenkreis Rotenburg, Stadtkirchengemeinde Rotenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Kunst und Kultur (initiiert durch die Kommune für alle Kulturschaffende der Stadt); Kulturinitiative Rotenburg, Uwe Goldschmidt; Volkshochschule Rotenburg, Michael Burgwald; Theater Metronom, Karin Schröder
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule für Künste im Sozialen, Hans-Joachim Reich; Bildnerische Werkstatt der Rotenburger Werke, Martin Voßwinkel; Touristenführungen, Dorothee Klüver; diverse Künster*innen, z.B. Marie-Lena Rapprich, Thorsten Finner; QuintasticBrass, Marion Bode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsgymnasium Rotenburg, OStD Iris Rehder, IGS Rotenburg, Sabine Neugebauer, Berufsbildende Schulen Rotenburg, OStD Wolf Hertz-Kleptow; Berufsbildende Schulen der Rotenburger Werke, Ruth Scharringhausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IG-City Marketing Rotenburg, Cornelia Gewiehs; Rotenburger Wirtschaftsforum, Heiko Kehrstephan; Stück vom Glück (Unverpackt Laden Rotenburg), Sparkasse Rotenburg Osterholz, Stephan Kalt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
WBG Rotenburg, Michael Otten; Sparkassen Immobilien GmbH, Stefan Ratajczak; Bauwesen der Rotenburger Wesen, Tatjana Ladda; Energiemanagement der Rotenburger Werke, Uwe Hollmann; Immobilienmanagement der Rotenburger Werke, Birgit Schöner Funck
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Presse Stadt Rotenburg, Ann-Christin-Beims; Touristen-Information, Benjamin Roolfs; Rotenburger Kreiszeitung, Michael Krüger//Tom Gath; Rotenburger Rundschau, Dennis Bartz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohn:Sinn e.V., Lars Gerhardt, Tobias Polsfuß; Forum gemeinschaftliches Wohnen e.V., Andrea Beerli, Just-Jazz e.V. Rotenburg, Spaß-BuS Rotenburg e.V., Peter Schlake
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Indirekt finanziert die Kommune vorerst bauliche Aspekte (z.B. künftige Wegebeziehungen zur Innenstadt) anteilig durch das Förderprogramm "Lebendige Zentren". Auch die Finanzierung des städtebaulichen Wettbewerbs durch diese Mittel steht im Raum. Geplant wird eine langfristig eingesetzte Gemeinwesenarbeit-Stelle z.B. mithilfe von Umlagen (zukünftige Mieteinnahmen, Veräußerungen), Anteile der Kommune und weiterer, geeigneter Fördermittel sowie die Einrichtung eines Stadtteilbüros.
11. Medien
Galerie
Videos
lichterklaenge_2021.jpg
(1.67 MB)
zeitplan_2024_-_2027.jpg
(92.29 KB)
Aufsteller
hochhaus.jpg
(1.17 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Das Experiment: Die Gemeinwesenökonomie in Wittmund
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Karina Schaefer
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Synergien erfahren: Wie können ökonomisches Interesse und Gemeinwesenarbeit zusammen gedacht werden?
Projektbeschreibung
(Kleinere) Innenstädte werden immer weniger als Einkaufsgelegenheit genutzt, da der Onlinehandel ihnen inzwischen viele Kunden abgräbt. Die Folgen des webbasierten Konsumverhaltens sind hier unmittelbar sichtbar: fehlende Laufkundschaft und eine Häufung von Leerständen verbunden mit einem tristen Ambiente. Darunter leiden im Ergebnis nicht nur kulturelles Angebot und Gastronomiebetriebe, es fehlen vor allem Begegnungsräume im Stadtteil für eine lebhafte, aber von Respekt gezeichnete Demokratie. Aktuell kann man eine Verschiebung der Kommunikation in soziale Medien erkennen, die oft anonym, mit scharfer Rhetorik und wenig Diskurs geführt wird.
Hier setzt das Experiment an: Wir wollen herausfinden, wie sich nachhaltige Gemeinwesenarbeit zusammen mit der ansässigen Gastronomie gestalten lässt, ohne zusätzliche Konkurrenz zu schaffen. Mit neuartigen Veranstaltungsformaten wollen wir wertschätzenden Austausch und Begegnung fördern, indem wir die Wirtschaft vor Ort nutzen, schützen und fördern. Wir ergänzen uns dabei mit dem Projekt „Wittmund upklütern“, das die Attraktivität der Wittmunder Innenstadt steigern soll, bei dem allerdings eher Stadtmarketing-Maßnahmen im Vordergrund stehen. Befragungen der Bevölkerung im Rahmen dieses Projekts haben schon stattgefunden, doch die Verantwortung für die Umsetzung der Ideen sehen die Ideengeber ausschließlich bei der Stadt. Hier soll unser Experiment einhaken und zum eigenen Engagement für die Innenstadt motivieren. Insbesondere die städtische Gastronomie kann maßgeblich unterstützen und schließlich selbst profitieren.
Ziel des Projektes ist, Möglichkeiten für eine lebenswerte Zukunft innerhalb Wittmunds Innenstadt aufzuzeigen, in der die Menschen für wertschätzende Gesprächen die lokale Gastronomie aufsuchen, um hier einerseits demokratische Prozesse und wirtschaftlichen Erfolg zu fördern und zugleich selbst profitieren. Dies soll durch innovative Veranstaltungskonzepte erreicht werden, die gemeinsam mit den Bürgern und den hiesigen Gastronomen erarbeitet und durchgeführt werden. Sind diese Formate dann erfolgreich genug, um von der Gastronomie selbst weiter betrieben zu werden, damit sich die Gemeinwesenarbeit auch nach dem Projekt entsprechend fortsetzt? Diese Frage soll das Experiment beantworten. Erste Gespräche mit Betrieben sowie Vereinen in Wittmund haben bereits stattgefunden, da es bisher ein großes Interesse an der Mitwirkung bei diesem Projekt gibt.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ein respektvoller Austausch unterschiedlicher Meinungen ist in einer Demokratie unabdingbar. Durch die zunehmenden Nutzung von Social Media findet die Kommunikation untereinander allerdings immer häufiger ohne persönliche Kontakte statt. Dies führt vermehrt zu Missverständnissen und einer Art feindlicher Rhetorik, welche man im persönlichen Gespräch nicht nutzen würde. Zudem verfestigen sich oft damit ideologische Gräben und extreme Meinungen, wenn nicht im offenen Austausch zuvor diskutiert und hinterfragt wird und vor allem die Begegnung mit den Perspektiven anderer Mitmenschen fehlt.
Das Fehlen von Begegnungen und Austausch ist auch im Projektgebiet, der Stadt Wittmund, zu beobachten. Der Onlinehandel belastet die Wettbewerbsfähigkeit der Innenstadt. Umfragen in der Bevölkerung Wittmunds haben ergeben, dass ein Großteil der Bevölkerung die Innenstadt nicht attraktiv findet. Damit verliert sie als Treffpunkt immer mehr an Bedeutung und wird zunehmend nur als Einkaufsmöglichkeit genutzt. Die Wittmunder:innen wünschen sich aber mehr Treffpunkte sowie ein besseres kulturelles Angebot (Quelle: https://www.wittmund-upklütern.de/leitbild/ergebnisse/) Insbesondere Cafés haben in den letzten Jahren ihre Türen geschlossen. Prekäre Lebenslagen sind hierfür aber nicht die Ursache, denn bei Recherche der Kennzahlen wurde deutlich, dass die Bürger:innen Wittmunds nicht unter überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit oder fehlendem Einkommen leiden. Nichtsdestotrotz schließen immer mehr Läden. Dieser Ausgangslage, die sicherlich auf viele kleine Innenstädte übertragbar ist, soll als Anlass für unser Projekt dienen und ökonomisches Interesse mit Gemeinwesenarbeit verbinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wittmund Stadt Wittmund
Beschreibung
Das Projektgebiet ist der Stadtbezirk des Landkreises Wittmund. Abgrenzung hier abrufbar:
https://www.wittmund.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000084-22270.html
Einwohnerzahl
8098
Quelle / Anmerkungen
https://www.wittmund.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000084-22270.html
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kinder zwischen 10-15 Jahren
https://www.regionalstatistik.de/genesis/online#astructure
Stand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen zwischen 20-25 Jahren
https://www.statistikportal.de/de/bevoelkerung#datenbanken
Stand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.statistikportal.de/de/bevoelkerung#datenbanken
Stand 31.12.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamt Wittmund 5,4 % (Jahresdurchschnittswert 2022)
Projektgebiet 720 Arbeitslose, 2374 Geringfügig Beschäftigte, 7240 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Wohnort. Ergibt Arbeitslosenquote von ca. 7% (selbst errechnet)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Tabellen, Arbeitsmarkt kommunal, Nürnberg, Januar 2024
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bietet eine neue Sichtweise auf die GWA durch die Berücksichtigung der ökonomischen Belange. So lässt sich mit diesem Projekt beispielhaft erarbeiten, wie die GWA auch ohne staatliche Förderung betrieben werden kann. Dies wird durch eine hohe Sensibilisierung der Bürger:innen und deren Engagement im Einklang mit dem Verständnis der gastronomischen Betriebe erreicht. Durch funktionierende Innenstädte, in denen sich die Anwohner:innen einbringen können, wird im Ergebnis ein gesunder Austausch unter den Beteiligten gefördert, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Dies erhöht sowohl die Lebensqualität als auch die Attraktivität und Modernität der Innenstadt. Die Wittmunder:innen können sich eigenverantwortlich und selbstwirksam in die Gestaltung der Veranstaltungskonzepte in der Innenstadt einbringen und sind somit viel eher gewillt, das gastronomische Angebot auch zu nutzen. Diese dazu gewonnene Attraktivität und Modernität zieht bestenfalls auch Interessierte von außen an, die wiederum neue Ideen einbringen können und das Konzept vervollständigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Aktivierende Befragungen richten sich auf die Bedarfe der Bewohner:innen aus. Bewohner:innen bringen ihre Ideen ein. Ökonomische Belange werden mit berücksichtigt und hierfür sensibilisiert.
Kriterium
Beschreibung
Pädagogische:r Mitarbeiter:in fungiert als Unterstützung, vernetzt und macht Umsetzung von Ideen möglich.
Kriterium
Beschreibung
ökonomische Betriebe vor Ort werden mit neuen Veranstaltungsformaten unterstützt, bieten aber auch ihre eigenen Stärken an (Räumlichkeiten, Bewirtung, Gastlichkeit und Gemütlichkeit, Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung)
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt spricht alle Zielgruppen innerhalb der Bewohner:innen an und erweitert sogar um die ökonomische Dimension.
Beschreibung
Vereine, ökonomische Betriebe und Stadt sind eng miteinander im Gespräch. Neue Kooperationen wurden gegründet.
Kriterium
Beschreibung
Übergreifender Blick des Projektes: Ökonomie und Gemeinwesenarbeit verbinden, sodass die GWA auch ohne staatliche Förderung weiter betrieben wird, einfach aus eigenem Interesse
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ProWittmund, Bürger- und Verkehrsverein Wittmund, Verein zur Förderung sozialer Projekte Wittmund
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Langfristig soll ein Eigeninteresse der gastronomischen Betriebe in der Innenstadt entstehen, diese Veranstaltungen immer wieder anzubieten, da sie gut besucht sind und daher einen finanziellen Vorteil bringen. So wird die Gemeinwesenarbeit auch über das Projekt hinaus weiter gefördert und aufrecht erhalten. Engagierte Bürger:innen haben den Zusammenahng zwischen Ökonomie und funktionierendem Gemeinwesen erkannt und verhelfen so den Betrieben zu einem gute Auskommen.
11. Medien
Galerie
Videos
wittmund_innenstadt.jpg
(442.96 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Quartiersentwicklung der Rotenburger Werke gGmbH
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Elena Hels
| Funktion | Projektmitarbeit Innovationsquartier |
|---|
2. Kurzbeschreibung
IQ - Innovationsquartier in Rotenburg (www.innovations-quartier.de)
Projektbeschreibung
Die Rotenburger Werke (RW) planen ihr 1880 gegründetes 5,5 Hektar großes historisches „Anstaltsgelände“ in der Innenstadt von Rotenburg für alle Menschen zu öffnen und damit einen zentralen Beitrag zur Innenstadtentwicklung für das Gemeinwesen zu leisten. Vision: Ein lebendiges, inklusives und klimabewusstes Wohn-, Arbeits- und Lebensquartier, das Rotenburg mit bezahlbaren Wohnangeboten in Alt- und Neubauten, mit Veranstaltungen, einer hohen Aufenthaltsqualität – ohne Autoverkehr – und lebendigen Nachbarschaften bereichert. Zentrales Anliegen eines Beteiligungsprozesses ist die Offenheit für neue Ideen, für die Wünsche aller Beteiligten und Interessenten vor Ort und ein sensibles, passgenaues Planen und Erarbeiten eines Umsetzungskonzepts in enger Absprache mit der Stadt Rotenburg. Sie hat das Innovationsquartier in ihr städtebauliches Entwicklungskonzept aufgenommen (Antrag im Juni 2021). Erste Aktionen (Infoparcours, Gardening-Projekt, Kunstprojekt „Grünes Tor“ u.a.) laden ab August 2021 ins Innovationsquartier ein und tragen, begleitet von umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit, zur Aufwertung des bis heute als Sonderwelt für Menschen mit Behinderungen wahrgenommenen Quartiers bei.
Parallel zum Beteiligungsprozess, der alle relevanten Gruppen wie Gesellschafter, Beschäftigte, Bewohnerinnen, Stadtgesellschaft, Stadtpolitik und –verwaltung einbezieht, werden Leitlinien für den unternehmensseitigen Bedarf (Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen u.a.) entwickelt und auch rechtliche, planerische, finanzielle und zeitliche Vorklärungen getroffen. Nach der Ableitung von Szenarien für die zukünftige Entwicklung aus der Ideensammlung werden Zielsetzungen und Strategien für die Umsetzung erarbeitet. Ein Masterplan wird die Grundlage für die Umsetzung und für die Kommunikation mit potentiellen Partner*innen bilden. Begleitet wird der Prozess von dem Stadtplanungsbüro "plan zwei" und einer Projektmitarbeiterin "Gemeinwesenarbeit" (Ausbildung: LAG). Wir bitten Sie herzlich um Unterstützung für dieses Leuchtturmprojekt, das bereits sehr gut vorbereitet ist und unmittelbar vor dem Projektstart im August 2021 steht. Dieses Vorhaben ist in Deutschland einzigartig und kann wegweisend sein für andere Wandlungsprozesse. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben ist ein zentrales Ziel (UN-Konvention). Die Integration in das gesamte Gemeinwesen ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Projekts.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Rotenburger Werke (1.950 MitarbeiterInnen) befinden sich seit rund zehn Jahren in einem von der Aktion Mensch begleiteten "Konversionsprozess": Am Kernstandort werden Wohnplätze abgebaut, die in der Region neu entstehen. UN-Ziel: Inklusive Nachbarschaften. Dies führt zu sinkenden Bewohnerzahlen im Quartier. Zu dieser Entwicklung trägt auch das hohe Alter der derzeit 195 BewohnerInnen bei. Auch von der baulichen Seite her entstehen Freiräume: Längerfristig genügen die Gebäude im Quartier den Wünschen der BewohnerInnen nicht mehr; die Anforderungen von Seiten des Brandschutzes und der Energetik stellen eine zunehmende Herausforderung dar. Erste Gebäude wurden abgerissen.
Problemlage der als „frequenzschwach und erlebnisarm“ geltenden Innenstadt von Rotenburg laut VU / ISEK: Modernisierungsstau, immer weniger attraktive Einzelhandelsstruktur, Gefahr von Leerständen, Freiraumdefizite, fehlende Aufenthaltsqualität, demografische Entwicklung und Migration, Mangel an kulturellen Freizeitangeboten, starker Autoverkehr, Fehlen städtebaulicher Außenwirkung u.a.
Als große Chance für die Innenstadt wird die Neuentwicklung und stärkere Anbindung der Rotenburger Werke an die Innenstadt als „Lebensader“ der Stadt betrachtet. Das Quartier könnte folgende Beiträge leisten: Stärkung und Integration der Wohnnutzung (auch für Jüngere und Familien mit Kindern), Aufbau innovativer Strukturen für Dienstleistungen und Versorgung, Kultur, Gastronomie u.a. Besondere Stärke: Wertekonsens für gemeinwohlorientiertes Herangehen – insb. mit Blick auf Inklusion, bezahlbaren Wohnraum, lebendige Nachbarschaften, viel „Grün“, Klimabewusstsein und Kultur.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Historisches Kerngelände der Rotenburger Werke
Beschreibung
Das Gebiet befindet sich zwischen Lindenstraße und Soltauer Straße in der Innenstadt von Rotenburg (Wümme), 20.597 EW. Es wird durch die historische Bausubstanz im Norden (Stammhaus und Alte Kapelle) und dem denkmalgeschützten Gebäude-Straßenzug im Süden als Einheit wahrgenommen. An den seitlichen Rändern befindet sich Grünland mit Gärten, der städtische Friedhof und kleinere Wohn- und Gewerbebebauung.
Einwohnerzahl
195
Quelle / Anmerkungen
Geschäftsfeld Wohnen der Rotenburger Werke / z.Z. leben ausschließlich Menschen mit Behinderungen im Quartier
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke; Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg.
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke; Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg.
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke; Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschäftsfeld Wohnen der Rotenburger Werke; Ausländerbehörde der Stadt Rotenburg.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen werden nach Auskunft des Landkreises Rotenburg nicht mehr erhoben. Bekannt ist allein die Anzahl der ausländischen Bewohner*innen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
2
Anmerkung
Menschen, die in den Rotenburger Werken leben, erhalten tagesstrukturierende Angebote (Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Tagesförderstätte (TFS) oder heiminterne Tagesstruktur (TS). Welches Angebot die Person erhält, richtet sich nach den jeweiligen Kompetenzen und dem Hilfebedarf. Sie sind daher nicht arbeitslos im Sinne von SGB II oder III. Die Arbeitslosenquote des Landkreises Rotenburg (Wümme) beträgt laut Auskunft der Jobcenters Rotenburg 2,1 % im Rechtskreis SGB II (März 2021). Die Quote für SGB II und III zusammen beträgt sie 4,1 %. Stadt Rotenburg: Quelle Agentur für Arbeit Stade, März 2021. 4,1
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Presseveröffentlichung Zahlen Jobcenter März 2021. Die Zahl bezieht sich auf den Altkreis Rotenburg, Arbeitslose nach SGB II.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Rotenburger Werke; Landesamt für Statistik. Die Zahl bezieht sich auf den Landkreis Rotenburg und stammt aus einer Hochrechnung einer 1%igen Stichprobe (25.000 Familien, davon 5.000 Alleinerziehende); eine Angabe für das Stadtgebiet Rotenburg wurde nicht gemacht.
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Menschen mit Behinderungen, die im Quartier leben, erhalten Grundsicherung bei Erwerbsminderung bzw. im Alter. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im SGB II-Bezug im Verhältnis zur Einwohnerzahl (15-65-Jährige) beträgt laut Auskunft des Landkreises Rotenburg 4,2% im Landkreis und 8,2% in der Stadt Rotenburg. (März 2021)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Landkreis Rotenburg beträgt die Quote der Arbeitslosen im Alter zwischen 15 bis unter 26 (SGB II; März 2021); 0,3 %. (Ermittlung aus Landkreisstatistik)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
4_quartiersentwicklung_rw_1.jpg
(334.1 KB)
2_quartiersentwicklung_rw_2.jpg
(114.8 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bauen und Leben werden von Anfang an zusammen gedacht: Neben der unternehmensseitigen Projektleitung und dem städtebaulichen Quartiersmanagement vertritt eine Projektmitarbeiterin den Schwerpunkt Gemeinwesenarbeit. Sie gestaltet und unterstützt die Entwicklung eines lebendigen, inklusiven Stadtquartiers und den Aufbau von stabilen Nachbarschaftsstrukturen. Im Sinne eines präventiven Ansatzes soll die soziale und städtebauliche Integration und Verknüpfung des bislang geschlossenen Anstaltsbereiches mit dem umgebenden Stadtgebiet gefördert werden. Ziele: Legitimation und Akzeptanz für die Quartiersentwicklung sichern / Lokale Potenziale nutzen, Qualität von Planung und Umsetzung verbessern / Identifikation mit den öffentlichen Räumen im Quartier und Engagement stärken / Kooperationen initiieren / Gemeinschaftsgefühl und gute Nachbarschaft stärken.
Soziales Quartiersmanagement
Projektmitarbeiterin „Gemeinwesenarbeit“: Elena Hels
Einsatz im Projekt, geplant: 65%, zukünftig nach Erfordernis.
• Konzeption, Vorbereitung und Durchführung der Bürgerbeteiligung
• Konzeption, Vorbereitung und Durchführung von soziokulturellen Projekten zur Förderung der Belebung und sozialen Integration des Innovationsquartiers
• Unterstützung der Kommunikation nach innen
• Vernetzung und Akteursbeteiligung
• Öffentlichkeitsarbeit
Siehe Anlage: ROLLEN und AUFGABEN im Prozess.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Menschen im Quartier leben gerne dort und identifizieren sich mit ihrem Umfeld.
Kriterium
Beschreibung
Es sind Kooperationspartner*innen gefunden, die gemeinsam mit den Rotenburger Werken ein lebendiges, vielfältiges Quartier und Gemeinwesen gestalten.
Kriterium
Beschreibung
Ein lebendiges Gemeinwesen und stabile Nachbarschaften sind entstanden.
Beschreibung
Neuer Wohnraum in der Innenentwicklung wurde geschaffen, das Quartier ist in die Stadtstruktur eingebunden und trägt zu deren Stärkung bei.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Andreas Weber; Amt für Planung, Entwicklung und Bauen, Clemens Bumann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Andreas Weber; weitere noch nicht benannte Mitglieder der lokalen Politik
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bildnerische Werkstatt der Rotenburger Werke, Martin Vosswinkel; Soziokulturelles Zentrum (im Aufbau), Ole Asmussen; Kulturinitiative Rotenburg, Bernd Braumüller; Volkshochschule Rotenburg, Michael Burgwald
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Zum Guten Hirten, Stephan Orth; Kirchenkreis Rotenburg, Superintendent Michael Blömer; Stadtkirchengemeinde Rotenburg, Hilmer Drögemüller
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rotenburger Wirtschaftsforum, Heiko Kehrstephan, als Schnittstelle zu den Unternehmen der Stadt und Region; Sparkasse Rotenburg Osterholz, Stephan Kalt; Volksbank Wümme Wieste, Matthias Dittrich
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bauwesen der Rotenburger Werke, Architektin Tatjana Ladda; Energiemanagement der Rotenburger Werke, Uwe Hollmann; Immobilienmanagement der Rotenburger Werke, Birgit Schöner-Funck
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohnervertretung der Rotenburger Werke, Sascha Jansen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg, Detlef Brünger; Ev.-luth. Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg, Matthias Richter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Spaß-BuS Rotenburg e.V., Peter Schlake; Förderverein Cohn-Scheune e.V., Prof. Dr. Inge Hansen-Schaberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonie-Sozialstation Rotenburg/Sottrum gGmbH, Inga Hoops
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk des ev.-luth. Kirchenkreises Rotenburg, Angela Hesse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen Rotenburg, OStD Wolf Hertz-Kleptow; Ratsgymnasium Rotenburg, OStd Iris Rehder; Lindenschule für Geistige Entwicklung; Karsten Beernink-Kastenschmidt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen der Rotenburger Werke (Heilerziehungspflegeausbildung), Regina Koithan; Evangelische Elise-Averdieck-Schulen (Berufsbildende Schulen am Diakonissen Mutterhaus), Matthias Richter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rotenburger Kreiszeitung, Michael Krüger; Rotenburger Rundschau, Dennis Bartz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Werkstattrat der Rotenburger Werke, Susanne Falkenstein; Angehörigenvertretung der Rotenburger Werke, Martin Petzold; Behindertenbeirat der Stadt Rotenburg, Gisela Flake
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel ist es zum einen durch die Akquise weiterer Finanzierungsbausteine (Fördermittel, Finanzierungsbeiträge von Kooperationspartnern, Eigenmittel) die personelle Fortführung eines Quartiersmanagements nach Auslaufen der Förderung zu gewährleisten. Zum anderen ist es das Ziel, in den ersten drei Jahren tragfähige Netzwerk- und Nachbarschaftsstrukturen aufzubauen, die die Arbeit an der sozialen Quartiersentwicklung mittragen und fortsetzen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: KLEIne Stube - Stadtteilbegegnung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike Totz
| Funktion | Leitung Familienzentrum |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Alt trifft neu - Nachbarschaftliche Kommunikation für das Gelingen eines selbstorganisierten Zusammenlebens in Balance
Projektbeschreibung
Kernstück des Projektes ist die Realisierung des friedlichen Zusammenlebens im Stadtteil „Auf dem Klei“ unter dem Integrationsaspekt. Durch Streetwork und dem aufgrund von Corona an 14 Standorten installierten Projekt „Offenes Fenster“ erfahren wir in vielen Gesprächen von Bewohnern, dass mit der Arbeit im Familienzentrum nicht alle Bedarfe bedient werden können. Deutlich wurde, dass auch die alten Menschen und die vor vielen Jahren Zugezogenen, Menschen unterschiedlicher Herkunft oder mit persönlichen Schicksalen einen leicht zugänglichen Anlaufpunkt im Stadtteil benötigen. Die Aufgabe besteht darin, alte Traditionen, Werte und Strukturen zu sichern und sie in das Leben neu zu integrieren. Die Balance zwischen „Altem“ und „Neuem“, die nicht mehr stimmt, ist neu zu gestalten. In Begleitung eines Kümmerers wird für die o.g. Vielfalt die KLEIne Stube geschaffen. Ein an das Familienzentrum angrenzender Raum steht zur Renovierung und Nutzung frei. Engagierte Bewohner haben ihre Bereitschaft zur Mitwirkung signalisiert. In der ersten Projektphase werden Wege für die Erreichbarkeit, aktive Beteiligung und Mitsprache der Bewohner etabliert. Ein Kümmerer erreicht sie vor allem in Streetwork und kümmert sich um Organisation, Planung, Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit sowie Aktivierung der Selbstorganisation der Freiwilligen. Durch Gespräche, Arbeitseinsätze, offene Treffen, Zukunftswerkstatt und gemeinsame Feste wird der Umbau und die Inbetriebnahme der KLEInen Stube ermöglicht. In den Folgejahren werden stadteilspezifische Angebote generations- und kulturübergreifend in der KLEInen Stube (von bestehenden Gruppen und selbstorganisierte offene Angebote) installiert und ausgebaut. Durch Kooperation mit dem Familienzentrum (Aktionen und Austausch) und bestehenden Netzwerken können geeignete Unterstützungsangebote vermittelt werden. Es besteht die Chance, dem Stadtteil „Auf dem Klei“ gegenüber Vorurteile abzubauen. Die Bewohner, die Interesse bekunden, sich an der Gemeinwesenarbeit aktiv zu beteiligen, werden befähigt, als Multiplikatoren aufzutreten (durch Gespräche, Begleitung und Schulung). Das Projekt beginnt mit der Sicherstellung von Erreichbarkeit der Bewohner und Akquise für die KLEIne Stube. Anschließend werden Angebote installiert (z.B. Werken, Singen, Frühstücken, Klönen) sowie das Ehrenamt gefördert unter Nutzung vorhandener Potentiale. Daran schließt sich die Unterstützung zur Selbstorganisation durch ein kollegiales Setting an.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Bewohnerstruktur im Stadtteil „Auf dem Klei“ hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Einst als gutbürgerliches modernes Wohnquartier gedacht, leben dort jetzt Menschen aus unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen. Im Stadtteil gab es ein kleines Zentrum, bestehend aus einem Supermarkt, Kiosk und Kneipe. Nach und nach kam der Leerstand. 1989 wurde der „Kindertreff auf dem Klei“ eingerichtet und 2014 in ein Familienzentrum umgewandelt. Durch viele generationsübergreifende Gespräche im Stadtteil (Streetwork, „Offenes Fenster“) wird deutlich, dass die Menschen einen Ort vermissen, an dem sie sich begegnen, klönen, aktiv sein können und gesehen werden. Wir besuchen Spielplätze, gesellen uns auf Sitzbänken, die im Stadtteil aufgestellt sind, dazu, sammeln für eine Ausstellung über den Klei Fotos und Geschichten, richten einen Tauschladen für Kinder ein. Bei diesen Aktionen erreichen wir die Bewohner. Es wird über Ausgrenzungen, Gruppenbildungen, Anfeindungen, Diskriminierungen und Rückzug aus dem öffentlichen Leben berichtet, die wahrnehmbare Phänomene zeigen wie z.B. hohe Konzentration und Akzeptanz eines HARTZ IV-Milieus, schwaches Bildungsniveau, Süchte (Alkohol, Rauchen, Pharmazeutika), Ängste (Schwellenängste, Depressionen, Zukunftssorgen), Vereinsamung (insbes. Senioren).
Es lässt sich ein Bedarf nach friedlichem Zusammenleben ableiten. Dafür fehlen niederschwellige offene Angebote vor Ort. In dem zur Verfügung stehenden Raum (ehem. Kiosk) sind Möbel aus dem Kindertreff eingelagert, die für die damaligen Besucher Wiedererkennungswert haben. Es besteht die Bereitschaft seitens der Bewohner, den Ausbau des Raumes aktiv zu unterstützen und mit Leben zu füllen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Sarstedt "Auf dem Klei"
Beschreibung
Der Ende der 1960er erbaute Stadtteil "Auf dem Klei" ist die einzige Siedlung in Sarstedt, die kompakt mit hohen Häusern bebaut ist. Direkt an die Stadtmitte angrenzend, stellt sie doch aufgrund ihres Zuschnitts und der engen Bebauung einen Stadtteil für sich dar, der von den Bewohnern anderer Quartiere nicht besucht wird und deren Bewohner auch oftmals unter sich bleiben. Durch den Wandel der Bewohnerstruktur von "gut bürgerlich" zu einer Mischung von Bewohnern aus unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen sowie den Abzug der englischen Truppen, die dort einige Wohnblöcke bewohnt haben, hat dieser Stadtteil eine hohe Belastung in Krisenzeiten erlebt. Dies äußerte sich insbesondere durch eine hohe Kriminalitätsrate in den 80er Jahren, verbunden mit hohem Wohnungsleerstand und einem schlechten Ruf. Auch Arbeitslosigkeit ist ein Thema.
Einwohnerzahl
1541
Quelle / Anmerkungen
Statistik Einwohnermeldeamt Stadt Sarstedt vom 27.04.2021
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung durch das Jobcenter Hildesheim sowie auf das Projektgebiet bezogene Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung aufgrund von Gesprächen im Stadtteil
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung durch das Jobcenter zzgl. Schätzung, da der LK Hildesheim die Transferleistungen nicht auswerten kann
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kleine_stube_-_stadtteilbegegnung_1.pdf
(2.13 MB)
kleine_stube_-_stadtteilbegegnung_2.pdf
(80.87 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist Gemeinwesenarbeit, da die Bewohner im Mittelpunkt stehen. Mit der Bereitstellung der KLEInen Stube, die auf Grundlage einer Bedarfsermittlung entsteht, erhalten die Bewohner eine lokale Anlaufstelle, die weder themenspezifisch noch auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet ist. Ziel ist es dabei, dass durch das Schaffen von verschiedenen Begegnungs- und Unterstützungsangeboten die Qualität der Beziehungen unter den Alteingesessenen und den Neuzugezogenen, den Migranten und Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen verbessert wird. Unter der Begleitung eines "Kümmerers" können wohnortnah soziale und individuelle Angelegenheiten zeitnah aufgenommen und durch Verbesserung der Handlungsfähigkeit des einzelnen bearbeitet werden. Mit der KLEInen Stube entstehen folglich neue Möglichkeiten zur besseren Kommunikation wie auch zur Mitgestaltung und Selbstorganisation des Zusammenlebens im Stadtteil. Da sich das Familienzentrum und die KLEIne Stube in einem Haus befinden, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und die Ausweitung von Kooperationen, wobei der Aspekt der Ressourcenorientiertheit starke Berücksichtigung findet. Schließlich eröffnen Begegnung und Kommunikation, Selbsthilfe und Vernetzung gute Perspektiven für die ortsnahe niederschwellige Bildungsarbeit und die Verbesserung der sozialen und individuellen Chancen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner fühlen sich angesprochen und beteiligen sich aktiv am Projekt.
Kriterium
Beschreibung
... und notwendig. Der Betrieb der KLEInen Stube ist langfristig durch Freiwillige und Ehrenamt gesichert.
Kriterium
Beschreibung
Individuelle Stärken, Talente und Ressourcen werden erkannt, gefördert, gebündelt und in Angeboten bereitgestellt.
Kriterium
Beschreibung
Personen mit unterschiedlichen Lebensläufen aus dem Stadtteil besuchen die KLEIne Stube bzw. beteiligen sich aktiv.
Beschreibung
Treffen finden statt. Gemeinsame Vorhaben sind geplant. Unterstützung und Ergänzung ist über den Stadtteil hinaus vorhanden.
Kriterium
Beschreibung
Kommunikation findet statt. Akzeptanz, Wertschätzung, Solidarität, gegenseitige Hilfe und Unterstützung wird gelebt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt als Träger, hier insbesondere der Fachbereich Soziales, Integrationsbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte, Stadtmanagerin, Bauamt und Bauhof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SPONTAN Nachbarschaftshilfe & Freiwilligenagentur (Träger: Diakonisches Werk Hildesheim)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreiswohnbau Hildesheim GmbH als Vermieter im Projektgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
neue Kita in unmittelbarer Nachbarschaft in Trägerschaft der Stadt Sarstedt (Fertigstellung Anfang 2022)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
"Griffbereit" (zurzeit in Trägerschaft der Lebenshilfe Hildesheim e.V.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Suchtberatung der Ökumenischen Suchthilfe Hildesheim/Sarstedt e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Asyl Sarstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ALLWO, VOW und Hausverwaltung Kiepke als Hausverwalter für einige der großen Wohnblöcke im Projektgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gremienarbeit im Ausschuss für Jugend und Soziales der Stadt Sarstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitarbeit im Präventionsrat der Stadt Sarstedt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch Ausbau des Ehrenamtes u. Qualifikation kann die KLEIne Stube nach u. nach in die Hände der Akteure übergeben u. die Position des Kümmerers reduziert erhalten werden (Finanzierung durch Stadt als Träger gesichert). Durch die Anbindung der KLEInen Stube an das Familienzentrum werden Ressourcen gebündelt. Die Nähe zu SPONTAN schafft weitere Möglichkeiten der Kooperation u. Ausweitung der Ehrenamtlichkeit auf andere Gebiete. Das Netzwerk wird auf neue Kita nebenan erweitert.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: He Nördernee – gemeinsam für die Insel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Ulrichs
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Hallo Norderney - Nachbarschaft, Willkommenskultur und Miteinander - für mehr Lebensqualität
Projektbeschreibung
Im Jahr 2019 hat die ostfriesische Insel Norderney 222 Jahre Seebad gefeiert und es ist typisch für die Norderneyer, dass sie 222 Jahre und nicht etwa 225 Jahre gefeiert haben. Die Insel lebt zu fast 100 % vom Tourismus und war insbes. in den letzten zwei Jahrzehnten als Destination sehr erfolgreich. Das zeigen die 3,8 Mio. Übernachtungen, über 590 Tausend Gäste und das bei rund 6.500 Einwohnern. Das Marketing, das mit dem Slogan "Meine Insel" wirbt, ist so erfolgreich, dass es quasi keine Saison mehr gibt. In den Wintermonaten sind mit etwa einem Drittel der Sommerkapazitäten Gäste und Übernachtungen zu verzeichnen. Dieser Erfolg hat aber auch seine Schattenseiten. Das soziale Miteinander der Inselgemeinschaft hat durch die touristische Auslastung auch gelitten. So gibt es z. B. aufgrund der fast ganzjährigen Saison keine Winterruhe mehr, Freiräume für die Insulaner sind kaum noch vorhanden, Wohnraum zu teuer. Zunehmend wurden die kritischen Stimmen der Einwohner lauter, Politik und Verwaltung mussten etwas tun. 2019/2020 wurde ein Lebensraumkonzept gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet, das die derzeitige Lage und Probleme aufzeigt, aber auch das Potential, was die Inselgemeinschaft tun kann, um die Lebensqualität auf der Insel zu verbessern. Die Norderneyer haben 6 prioritäre Projekte entwickelt. Eines davon ist, dass die Umsetzung der Ziele nur mit den Bürgerinnen und Bürgern erreicht werden kann und diese dabei unterstützt werden müssen. Deshalb soll eine Stelle eingerichtet werden, die sowohl Schnittstelle zwischen Bevölkerung und Verwaltung sowie zur Politik bildet, um den Erfolg aller Maßnahmen, aber eben auch die Bürgerbeteiligung an sich auf der Insel zu verstetigen. Ein Austausch mit dem Projekt "Leben im Meer" der Inseln Juist, Spiekeroog und Wangerooge sowie dem Dachprojekt hat aufgezeigt, dass die Gemeinwesenarbeit die richtige Methode ist, um genau diese Ziele zu erreichen. Zukünftig soll eine Vernetzung zu diesem Projekt den eigenen Prozess unterstützen. Die Implementierung der Gemeinwesenarbeit über den Förderzeitraum hinaus wird angestrebt. Die Corona-Krise hat die Wirtschaft auf der Insel nahezu zum vollständigen Erliegen gebracht und natürlich auch Existenzängste erzeugt. Es ist aber auch deutlich geworden: Die Inselbevölkerung kann ihre Potentiale beleben. Man hilft sich wieder gegenseitig, wie früher, als man in Extremwetterlagen auf sich allein gestellt war. Das gibt positiven Schub und Kraft für die GWA auf der Insel.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Norderney verzeichnete 2019 rund 3,8 Mio. Übernachtungen und knapp 600.000 Gästeankünfte. Tourismus ist der Hauptwirtschaftsfaktor und damit Lebensgrundlage für die Inselbevölkerung (Beschäftigungsanteil im 3. Sektor: 90 %). Bisher ging es immer um mehr Gäste, mehr Angebote für Gäste, Auslastung auch außerhalb der Hauptsaison. Doch die Insel hat ihre Belastungsgrenze erreicht. Immer mehr Insulaner stellen sich die Frage, wie viel Tourismus die Inselgemeinschaft noch verträgt. Für die Insulaner gibt es kaum noch Orte und (Ruhe-)Zeiten, an denen sie unter sich sein können, sowie zu wenig Freizeit- und Kulturangebote für Kinder, Jugendliche und speziell erwachsene Insulaner. Alles ist auf den Gast ausgerichtet. Norderney ist mittlerweile so beliebt, aber auch so teuer wie Sylt. Die Lebenshaltungskosten sind sehr hoch. Die Immobilienpreise steigen immens, insgesamt ist zu wenig bezahlbarer Wohnraum vorhanden oder dieser entspricht nicht den Bedürfnissen z. B. von Familien und Senioren. Nachbarschaften fallen durch den Verkauf von Häusern an Zweitwohnungsbesitzer weg, das Vereinsleben bröckelt. Ehrenamtliches und privates Engagement nimmt ab. Ausländische Mitbürger und die zahlreichen Saisonarbeitskräfte nehmen nicht am Inselleben teil (gewollt oder ausgeschlossen?). Insgesamt herrscht eine Überlastung der Bevölkerung, eine unausgeglichene Work-Life-Balance, die durch den Fachkräftemangel noch verstärkt wird. 2020 zog die Verwaltung die Reißleine: gemeinsam mit der Bevölkerung wurde ein Lebensraumkonzept erarbeitet, dass die Insulaner und ihr Wohlergehen in den Fokus rückt. Ein elementares Ergebnis des Lebensraumkonzeptes ist: Wir brauchen jemanden, der sich um uns kümmert.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norderney
Beschreibung
Norderney ist eine der Ostfriesischen Inseln mit einer Fläche von rund 26 km² und eine Bevölkerungsdichte von 233,8 Personen pro km². Das Stadtgebiet befindet sich an der Westseite der Insel. Der gesamte östliche Teil gehört zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Es gibt eine tideunabhängige Fährverbindung zum Festland mit mehreren Fahrten täglich. Die Entfernung zum Festland beträgt ca. 6 km.
Einwohnerzahl
6148
Quelle / Anmerkungen
Stand: 30.09.2020 (Niedersächsisches Landesamt für Statistik)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
13
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst die Altersgruppe 0 bis 15 Jahre
Sonstige: Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst die Altersgruppe 16 bis 25 Jahre
Sonstige: Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
31
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst die Altersgruppe 60 bis 85+ Jahre
Sonstige: Landkreis Aurich
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Sonstige: Landkreis Aurich
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: Wegweise Kommune
Sonstige: Landkreis Aurich
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
norderney_uebersicht.jpg
(248.76 KB)
norderney-stadtgebiet.jpg
(272.24 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Besetzung einer "Kümmerer"-Stelle will die Verwaltung der Stadt Norderney professionelle GWA auf der Insel etablieren. Ziel ist, damit alle Inselbewohner in den Fokus kommunalen Handelns zu setzten, Teilhabe zu ermöglichen - bedarfsgerecht, sozialräumlich und ressortübergreifend. Der Fokus liegt auf der Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung durch ihre Beteiligung an der Gestaltung des Prozesses. Bewirkt werden soll dies durch die Aktivierung der Inselgemeinschaft, durch die Errichtung einer Beteiligungskultur. Augenmerk wird insb. auf die Stärkung des Ehrenamtes, auf die Willkommenskultur für Menschen mit Migrationshintergrund und auf Saisonarbeitskräfte und der intensiveren Zusammenarbeit mit den sozialen Institutionen/Wohlfahrtsorganisationen zu legen sein. Die Belange und Bedürfnisse der Inselbevölkerung bilden die Grundlage für die Aktivitäten. Der/die hauptamtliche Kümmerer ist Anlauf- und Vernetzungsstelle für alle Bewohner, soll sie ansprechen und aktivieren sowie den Rahmen für die Aktivitäten und Projekte bereit stellen, soll unterstützen und befähigen (Empowerment), soll Kooperationen suchen und initiieren sowie Plattformen zum Austausch und zur Vernetzung schaffen. Das Begegnungszentrum ist einer der zentralen physischen Räume, die sich die Inselbevölkerung aneignen und nach ihren Bedürfnissen ausgestalten, "befüllen" kann und soll. Bei den Aktivitäten sollen unterschiedliche Alters- und Interessensgruppen angesprochen und zusammengebracht werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Inselbevölkerung ist motiviert und engagiert, sich aktiv in die Verbesserung der eigenen Insel-Lebensqualität einzubringen.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedliche Alters- und Interessengruppen kommen bei den Angeboten (u. a. im Begegnungszentrum) zusammenkommen und beteiligen sich über die App an kommunalen Entscheidungsprozessen.
Beschreibung
Eine Willkommenskultur lässt Zugezogene und Saisonkräfte an der Inselgemeinschaft teilhaben. Lebendige Nachbarschaft wird durch Treffen in privaten Gruppen und Vereinen und wieder mehr gemeinsame Feste initiiert und gefördert.
Beschreibung
Es haben sich Gruppen gebildet, um die im Lebensraumkonzept eingebrachten Projektideen durch eigenes bürgerschaftliches Engagement voranzubringen und umzusetzten.
Kriterium
Beschreibung
Die im Lebensraumkonzept bereits erarbeiteten "Schlüsselprojekte" liegen weiterhin im Fokus der beteiligten Bürgerschaft, die sich deshalb auch im Rahmen der GWA an Arbeitsgruppen/an den Themen beteiligt. Alles zusammen ist Grundlage der Lebensqualität.
Beschreibung
Die Interessen der Inselgemeinschaft werden bei Entscheidungen des Rates und der Verwaltung einbezogen. Ein breites Bündnis aus Bewohnerschaft, Politik und Wirtschaft sowie Verwaltung wirkt gemeinsam zur Umsetzung des Lebensraumkonzeptes.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsmitglieder aus Sozialausschuss; Bau- und Umweltausschuss; Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus, Verkehr
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerstiftung Norderney
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DEHOGA, Einzelhandelsverband, Handwerkerschaft, Reederei Frisia
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es gibt einen Ratsbeschluss, dass das Lebensraumkonzept umgesetzt und ein "Kümmerer" eingesetzt werden soll, um die prioritären Projekte voranzubringen. Die Förderung dieses "Kümmerers" und v. a. die Einrichtung der GWA wird die Ratsmitglieder in ihrem Beschluss bestätigen und die Implementierung einer in die Verwaltung befördern. Ziel ist es, die Bürgerbeteiligung auf der Insel zu verstetigen und das Ehrenamt zu stärken. Ab 2023 soll die Personalkapazität um 1/2 Stelle aufgestockt werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On