1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Elena Hels
| Funktion | Projektmitarbeit Innovationsquartier |
|---|
2. Kurzbeschreibung
IQ - Innovationsquartier in Rotenburg (www.innovations-quartier.de)
Projektbeschreibung
Die Rotenburger Werke (RW) planen ihr 1880 gegründetes 5,5 Hektar großes historisches „Anstaltsgelände“ in der Innenstadt von Rotenburg für alle Menschen zu öffnen und damit einen zentralen Beitrag zur Innenstadtentwicklung für das Gemeinwesen zu leisten. Vision: Ein lebendiges, inklusives und klimabewusstes Wohn-, Arbeits- und Lebensquartier, das Rotenburg mit bezahlbaren Wohnangeboten in Alt- und Neubauten, mit Veranstaltungen, einer hohen Aufenthaltsqualität – ohne Autoverkehr – und lebendigen Nachbarschaften bereichert. Zentrales Anliegen eines Beteiligungsprozesses ist die Offenheit für neue Ideen, für die Wünsche aller Beteiligten und Interessenten vor Ort und ein sensibles, passgenaues Planen und Erarbeiten eines Umsetzungskonzepts in enger Absprache mit der Stadt Rotenburg. Sie hat das Innovationsquartier in ihr städtebauliches Entwicklungskonzept aufgenommen (Antrag im Juni 2021). Erste Aktionen (Infoparcours, Gardening-Projekt, Kunstprojekt „Grünes Tor“ u.a.) laden ab August 2021 ins Innovationsquartier ein und tragen, begleitet von umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit, zur Aufwertung des bis heute als Sonderwelt für Menschen mit Behinderungen wahrgenommenen Quartiers bei.
Parallel zum Beteiligungsprozess, der alle relevanten Gruppen wie Gesellschafter, Beschäftigte, Bewohnerinnen, Stadtgesellschaft, Stadtpolitik und –verwaltung einbezieht, werden Leitlinien für den unternehmensseitigen Bedarf (Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen u.a.) entwickelt und auch rechtliche, planerische, finanzielle und zeitliche Vorklärungen getroffen. Nach der Ableitung von Szenarien für die zukünftige Entwicklung aus der Ideensammlung werden Zielsetzungen und Strategien für die Umsetzung erarbeitet. Ein Masterplan wird die Grundlage für die Umsetzung und für die Kommunikation mit potentiellen Partner*innen bilden. Begleitet wird der Prozess von dem Stadtplanungsbüro "plan zwei" und einer Projektmitarbeiterin "Gemeinwesenarbeit" (Ausbildung: LAG). Wir bitten Sie herzlich um Unterstützung für dieses Leuchtturmprojekt, das bereits sehr gut vorbereitet ist und unmittelbar vor dem Projektstart im August 2021 steht. Dieses Vorhaben ist in Deutschland einzigartig und kann wegweisend sein für andere Wandlungsprozesse. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben ist ein zentrales Ziel (UN-Konvention). Die Integration in das gesamte Gemeinwesen ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Projekts.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Rotenburger Werke (1.950 MitarbeiterInnen) befinden sich seit rund zehn Jahren in einem von der Aktion Mensch begleiteten "Konversionsprozess": Am Kernstandort werden Wohnplätze abgebaut, die in der Region neu entstehen. UN-Ziel: Inklusive Nachbarschaften. Dies führt zu sinkenden Bewohnerzahlen im Quartier. Zu dieser Entwicklung trägt auch das hohe Alter der derzeit 195 BewohnerInnen bei. Auch von der baulichen Seite her entstehen Freiräume: Längerfristig genügen die Gebäude im Quartier den Wünschen der BewohnerInnen nicht mehr; die Anforderungen von Seiten des Brandschutzes und der Energetik stellen eine zunehmende Herausforderung dar. Erste Gebäude wurden abgerissen.
Problemlage der als „frequenzschwach und erlebnisarm“ geltenden Innenstadt von Rotenburg laut VU / ISEK: Modernisierungsstau, immer weniger attraktive Einzelhandelsstruktur, Gefahr von Leerständen, Freiraumdefizite, fehlende Aufenthaltsqualität, demografische Entwicklung und Migration, Mangel an kulturellen Freizeitangeboten, starker Autoverkehr, Fehlen städtebaulicher Außenwirkung u.a.
Als große Chance für die Innenstadt wird die Neuentwicklung und stärkere Anbindung der Rotenburger Werke an die Innenstadt als „Lebensader“ der Stadt betrachtet. Das Quartier könnte folgende Beiträge leisten: Stärkung und Integration der Wohnnutzung (auch für Jüngere und Familien mit Kindern), Aufbau innovativer Strukturen für Dienstleistungen und Versorgung, Kultur, Gastronomie u.a. Besondere Stärke: Wertekonsens für gemeinwohlorientiertes Herangehen – insb. mit Blick auf Inklusion, bezahlbaren Wohnraum, lebendige Nachbarschaften, viel „Grün“, Klimabewusstsein und Kultur.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Historisches Kerngelände der Rotenburger Werke
Beschreibung
Das Gebiet befindet sich zwischen Lindenstraße und Soltauer Straße in der Innenstadt von Rotenburg (Wümme), 20.597 EW. Es wird durch die historische Bausubstanz im Norden (Stammhaus und Alte Kapelle) und dem denkmalgeschützten Gebäude-Straßenzug im Süden als Einheit wahrgenommen. An den seitlichen Rändern befindet sich Grünland mit Gärten, der städtische Friedhof und kleinere Wohn- und Gewerbebebauung.
Einwohnerzahl
195
Quelle / Anmerkungen
Geschäftsfeld Wohnen der Rotenburger Werke / z.Z. leben ausschließlich Menschen mit Behinderungen im Quartier
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke; Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg.
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke; Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg.
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke; Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschäftsfeld Wohnen der Rotenburger Werke; Ausländerbehörde der Stadt Rotenburg.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen werden nach Auskunft des Landkreises Rotenburg nicht mehr erhoben. Bekannt ist allein die Anzahl der ausländischen Bewohner*innen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
2
Anmerkung
Menschen, die in den Rotenburger Werken leben, erhalten tagesstrukturierende Angebote (Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Tagesförderstätte (TFS) oder heiminterne Tagesstruktur (TS). Welches Angebot die Person erhält, richtet sich nach den jeweiligen Kompetenzen und dem Hilfebedarf. Sie sind daher nicht arbeitslos im Sinne von SGB II oder III. Die Arbeitslosenquote des Landkreises Rotenburg (Wümme) beträgt laut Auskunft der Jobcenters Rotenburg 2,1 % im Rechtskreis SGB II (März 2021). Die Quote für SGB II und III zusammen beträgt sie 4,1 %. Stadt Rotenburg: Quelle Agentur für Arbeit Stade, März 2021. 4,1
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Presseveröffentlichung Zahlen Jobcenter März 2021. Die Zahl bezieht sich auf den Altkreis Rotenburg, Arbeitslose nach SGB II.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Rotenburger Werke; Landesamt für Statistik. Die Zahl bezieht sich auf den Landkreis Rotenburg und stammt aus einer Hochrechnung einer 1%igen Stichprobe (25.000 Familien, davon 5.000 Alleinerziehende); eine Angabe für das Stadtgebiet Rotenburg wurde nicht gemacht.
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Menschen mit Behinderungen, die im Quartier leben, erhalten Grundsicherung bei Erwerbsminderung bzw. im Alter. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im SGB II-Bezug im Verhältnis zur Einwohnerzahl (15-65-Jährige) beträgt laut Auskunft des Landkreises Rotenburg 4,2% im Landkreis und 8,2% in der Stadt Rotenburg. (März 2021)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Landkreis Rotenburg beträgt die Quote der Arbeitslosen im Alter zwischen 15 bis unter 26 (SGB II; März 2021); 0,3 %. (Ermittlung aus Landkreisstatistik)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
4_quartiersentwicklung_rw_1.jpg
(334.1 KB)
2_quartiersentwicklung_rw_2.jpg
(114.8 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bauen und Leben werden von Anfang an zusammen gedacht: Neben der unternehmensseitigen Projektleitung und dem städtebaulichen Quartiersmanagement vertritt eine Projektmitarbeiterin den Schwerpunkt Gemeinwesenarbeit. Sie gestaltet und unterstützt die Entwicklung eines lebendigen, inklusiven Stadtquartiers und den Aufbau von stabilen Nachbarschaftsstrukturen. Im Sinne eines präventiven Ansatzes soll die soziale und städtebauliche Integration und Verknüpfung des bislang geschlossenen Anstaltsbereiches mit dem umgebenden Stadtgebiet gefördert werden. Ziele: Legitimation und Akzeptanz für die Quartiersentwicklung sichern / Lokale Potenziale nutzen, Qualität von Planung und Umsetzung verbessern / Identifikation mit den öffentlichen Räumen im Quartier und Engagement stärken / Kooperationen initiieren / Gemeinschaftsgefühl und gute Nachbarschaft stärken.
Soziales Quartiersmanagement
Projektmitarbeiterin „Gemeinwesenarbeit“: Elena Hels
Einsatz im Projekt, geplant: 65%, zukünftig nach Erfordernis.
• Konzeption, Vorbereitung und Durchführung der Bürgerbeteiligung
• Konzeption, Vorbereitung und Durchführung von soziokulturellen Projekten zur Förderung der Belebung und sozialen Integration des Innovationsquartiers
• Unterstützung der Kommunikation nach innen
• Vernetzung und Akteursbeteiligung
• Öffentlichkeitsarbeit
Siehe Anlage: ROLLEN und AUFGABEN im Prozess.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Menschen im Quartier leben gerne dort und identifizieren sich mit ihrem Umfeld.
Kriterium
Beschreibung
Es sind Kooperationspartner*innen gefunden, die gemeinsam mit den Rotenburger Werken ein lebendiges, vielfältiges Quartier und Gemeinwesen gestalten.
Kriterium
Beschreibung
Ein lebendiges Gemeinwesen und stabile Nachbarschaften sind entstanden.
Beschreibung
Neuer Wohnraum in der Innenentwicklung wurde geschaffen, das Quartier ist in die Stadtstruktur eingebunden und trägt zu deren Stärkung bei.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Andreas Weber; Amt für Planung, Entwicklung und Bauen, Clemens Bumann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Andreas Weber; weitere noch nicht benannte Mitglieder der lokalen Politik
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bildnerische Werkstatt der Rotenburger Werke, Martin Vosswinkel; Soziokulturelles Zentrum (im Aufbau), Ole Asmussen; Kulturinitiative Rotenburg, Bernd Braumüller; Volkshochschule Rotenburg, Michael Burgwald
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Zum Guten Hirten, Stephan Orth; Kirchenkreis Rotenburg, Superintendent Michael Blömer; Stadtkirchengemeinde Rotenburg, Hilmer Drögemüller
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rotenburger Wirtschaftsforum, Heiko Kehrstephan, als Schnittstelle zu den Unternehmen der Stadt und Region; Sparkasse Rotenburg Osterholz, Stephan Kalt; Volksbank Wümme Wieste, Matthias Dittrich
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bauwesen der Rotenburger Werke, Architektin Tatjana Ladda; Energiemanagement der Rotenburger Werke, Uwe Hollmann; Immobilienmanagement der Rotenburger Werke, Birgit Schöner-Funck
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohnervertretung der Rotenburger Werke, Sascha Jansen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg, Detlef Brünger; Ev.-luth. Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg, Matthias Richter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Spaß-BuS Rotenburg e.V., Peter Schlake; Förderverein Cohn-Scheune e.V., Prof. Dr. Inge Hansen-Schaberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonie-Sozialstation Rotenburg/Sottrum gGmbH, Inga Hoops
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk des ev.-luth. Kirchenkreises Rotenburg, Angela Hesse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen Rotenburg, OStD Wolf Hertz-Kleptow; Ratsgymnasium Rotenburg, OStd Iris Rehder; Lindenschule für Geistige Entwicklung; Karsten Beernink-Kastenschmidt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen der Rotenburger Werke (Heilerziehungspflegeausbildung), Regina Koithan; Evangelische Elise-Averdieck-Schulen (Berufsbildende Schulen am Diakonissen Mutterhaus), Matthias Richter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rotenburger Kreiszeitung, Michael Krüger; Rotenburger Rundschau, Dennis Bartz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Werkstattrat der Rotenburger Werke, Susanne Falkenstein; Angehörigenvertretung der Rotenburger Werke, Martin Petzold; Behindertenbeirat der Stadt Rotenburg, Gisela Flake
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel ist es zum einen durch die Akquise weiterer Finanzierungsbausteine (Fördermittel, Finanzierungsbeiträge von Kooperationspartnern, Eigenmittel) die personelle Fortführung eines Quartiersmanagements nach Auslaufen der Förderung zu gewährleisten. Zum anderen ist es das Ziel, in den ersten drei Jahren tragfähige Netzwerk- und Nachbarschaftsstrukturen aufzubauen, die die Arbeit an der sozialen Quartiersentwicklung mittragen und fortsetzen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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