KiezKantine Linden-Süd
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Janina Krüger
| Funktion | Projektkoordinatorin, Assistenz der Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
KiezKantine und Kiosk Linden Süd – gemeinsam gesund genießen
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Linden-Süd trifft eine gewachsene Kultur des Miteinanders auf soziale Herausforderungen: Viele Menschen beziehen Transferleistungen, sind unterstützungsbedürftig oder fühlen sich einsam. Gleichzeitig prägt eine große kulturelle Vielfalt das Quartier. Trotz dieser grundsätzlich offenen Nachbarschaft leben viele Menschen – etwa aus sprachlichen oder kulturellen Gründen – noch nebeneinander statt miteinander.
Hier setzt unser Projekt an: Wir bringen Menschen über gemeinsames Kochen und Essen zusammen und schaffen Räume für Begegnung und Austausch. Zwar existieren bereits vielfältige kreative und soziale Angebote im Quartier, doch es fehlt ein verbindendes Element – ein Ort, an dem Menschen regelmäßig zusammenkommen, gemeinsam essen und sich vernetzen können. Diese Lücke möchten wir mit einer solidarisch-ökologischen „KiezKantine“ schließen – ganz im Sinne des Mottos: Gute Ideen entstehen selten auf nüchternem Magen.
Im Zentrum steht das gemeinschaftliche Kochen und Essen von überwiegend pflanzenbasierten, regionalen und saisonalen Mahlzeiten, die kostengünstig oder auf Spendenbasis angeboten werden. Die „Quartierskantine“ stärkt so nicht nur den sozialen und nachbarschaftlichen Zusammenhalt, sondern ermöglicht auch Teilhabe unabhängig von finanziellen Möglichkeiten. Bewohner*innen sind eingeladen, sich ehrenamtlich einzubringen und das Angebot aktiv mitzugestalten. Neben den sozialen Aspekten greifen wir zentrale Zukunftsthemen auf: klimagerechte und solidarische Landwirtschaft, nachhaltige Ernährungssysteme, Urban Farming und „gerettete“ Nahrungsmittel. Diese fließen sowohl in die Beschaffung der Lebensmittel als auch in Bildungs- und Austauschformate ein. Ein besonderer Fokus liegt auf bezahlbaren, gesunden und vegetarischen Speisen. Für die Umsetzung stehen zwei etablierte Orte zur Verfügung, deren bestehende Strukturen genutzt und erweitert werden sollen:
1. Der „Nachbarschaftskiosk“ im Sporlederweg ist seit über zehn Jahren ein lebendiger Treffpunkt mit engagiertem Team und neuer Küchenzeile.
2. Das „café allerlei“ wird derzeit mit einer neuen Küche ausgestattet, bietet Raum für etwa 70 Gäste und kann durch einen Nachbarraum erweitert werden.
Im Projektverlauf entwickeln wir passgenaue Formate für unterschiedliche Zielgruppen, z.B. für Senior*innen sowie lokale Gewerbetreibende. Alle Angebote sind bewusst niedrigschwellig gestaltet und für alle zugänglich – unabhängig von Herkunft, Sprache oder finanziellen Möglichkeiten.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Linden-Süd ist ein vielfältiger Stadtteil mit besonderen sozialen und strukturellen Herausforderungen: Rund 24 % der Bewohner*innen beziehen Transferleistungen, 54,6 % haben einen Migrationshintergrund, und ein beachtlicher Teil der Bevölkerung ist über 45 bzw. über 60 Jahre alt (37,3 % bzw. 18,2 %). Gleichzeitig prägen inhabergeführte Geschäfte das Quartier und tragen zu seiner lokalen Identität bei (vgl. LHH, 2026).
Trotz dieser lebendigen Vielfalt ist Vereinsamung ein spürbares, oft unsichtbares Phänomen. Sprachliche und kulturelle Barrieren sowie die Altersstruktur erschweren Begegnung und Austausch. Hinzu kommt ein Mangel an frei zugänglichen Orten ohne Konsumzwang, wodurch viele Menschen von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen bleiben. Insbesondere Räume für gemeinschaftliches Kochen, Essen und informellen Austausch fehlen. Auch für lokale Gewerbetreibende, Selbständige und Freischaffende existieren kaum Möglichkeiten, sich im Rahmen gemeinsamer Mittagstische zu vernetzen.
Hier setzt unser Projekt an: Es schafft niedrigschwellige Zugänge, fördert soziale Kontakte und stärkt das Bewusstsein für eine klimafreundliche, ökologische und zugleich bezahlbare Ernährung.
Ein zentraler Ankerpunkt ist das "café allerlei", getragen von Caritas und FELS e. V. Als etablierter Ort der Begegnung ist es offen für Kooperationen und partizipative Projekte. Mit der geplanten Sanierung und einer neuen Küche ab 2026 entstehen ideale Voraussetzungen, um hier eine „KiezKantine“ zu verankern. So können bestehende Strukturen sinnvoll ergänzt und das vorhandene Engagement im Stadtteil nachhaltig gestärkt werden – ein wichtiger Schritt hin zu einem solidarischen Stadtteilzentrum.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Linden-Süd
Beschreibung
Linden-Süd ist ein Stadtteil im Südwesten von Hannover und gehört zum 10. Stadtbezirk Linden-Limmer. Der Stadtteil wird begrenzt im Norden durch die Straßen Am Lindener Berge, Westschnellweg, Von-Alten-Allee und Deisterstraße (bis Schwarzer Bär), im Osten durch die Ihme, im Süden durch die Bahnstrecke Hannover–Altenbeken und im Westen durch die Straße Am Ihlpohl, einer früheren Bahntrasse zum ehemaligen Güterbahnhof Küchengarten.
Aus dem früheren Arbeiterviertel mit urban geprägten Wohngebiet und den gewerblichen Strukturen wie dem Hanomaggelände, hat sich ein multikultureller Stadtteil mit einer hohen Bevölkerungsdichte und einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund entwickelt.
Als Zentrum ist die Deisterstraße zu nennen, die vom Schwarzen Bären bis zum Deisterkreisel verläuft. Entlang der Deisterstraße konzentrieren sich viele inhabergeführte Geschäfte sowie einige Discounter. Angrenzend befinden sich u.a. die "WERKbank" und das "café allerlei". Der „Nachbarschaftskiosk“ im Sporlederweg befindet sich im „Viertel am Volkspark“, das in einer Randlage westlich des Deisterkreisels am Lindener Berg liegt.
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die „KiezKantine“ verfolgt einen gemeinwesenorientierten Ansatz, indem sie Begegnung, Teilhabe und Selbstorganisation im Stadtteil fördert. Im Mittelpunkt stehen gemeinschaftliches Kochen, erschwingliche und klimafreundliche Mahlzeiten sowie das gemeinsame Essen. Die offene Struktur ermöglicht es auch benachteiligten Menschen, sich einzubringen und den Ort mitzugestalten. Ein zentraler Bestandteil ist die Förderung von Partizipation und Empowerment: Durch ehrenamtliches Engagement wird Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit gestärkt. Gleichzeitig entsteht ein erlebbares Wir-Gefühl, das von gegenseitiger Wertschätzung und sozialem Zusammenhalt geprägt ist. Die „KiezKantine“ wirkt damit aktiv Vereinsamung entgegen und schafft Räume für Austausch, Begegnung und Vernetzung. Als Ort der Selbstorganisation trägt das Projekt zur Stärkung nachbarschaftlicher Strukturen und zum Gemeinwohl bei. Die Mahlzeiten werden kostengünstig oder auf Spendenbasis angeboten, um Teilhabe unabhängig vom Einkommen zu gewährleisten. Ergänzend werden Aspekte gesunder, pflanzenbasierter Ernährung vermittelt, was sich positiv auf die psychosoziale Gesundheit auswirken kann. Zudem stärkt die „KiezKantine“ den Treffpunkt Allerweg als zentralen Ort im Stadtteil. Sie ergänzt bestehende Angebote sinnvoll und unterstützt die angestrebte Entwicklung hin zu einem solidarischen Stadtteilzentrum. Vorhandene Netzwerke sowie weiterführende Unterstützungsangebote können eingebunden und zugänglich gemacht werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Kriterium
Kriterium
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im "café allerlei" sind z.Z. 38 ehrenamtliche und 9 bezahlte Kräfte aus 10 Nationen aktiv, die 27 regelmäßige offene kostenlose Angebote durchführen. Ein Mittagsangebot hat den Betreibenden noch gefehlt und es wird ein Bedarf gesehen. Die seit Langem gewünschte Etablierung eines Stadtteilzentrums Linden-Süd im Treffpunkt Allerweg mit dem "café allerlei" kann durch den Aufbau einer beständigen „KiezKantine“ den Standort stärken.
Der „Nachbarschaftskiosk“ im Sporlederweg dient seit über zehn Jahren dem nachbarschaftlichen Austausch und verfügt über ein aktives Team an engagierten Nachbar*innen sowie eine neue Küchenzeile. Die Betreuung des Kiosks erfolgt seit jeher durch Martin Lange, seit 2024 laufen zusätzlich verschiedene sozial-ökologische Projekte von Transition Town Hannover e.V. im "Viertel am Volkspark".
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Annette Reus, Bereichsleitung 50.5 Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Claudia Pinkert, stellvertretende Bereichsleitung 50.5 Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rainer-Jörg Grube, Bezirksbürgermeister Linden Limmer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dr. Thomas Köhler, Vorstand Transition Town e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Inge Schweinebraten, Netzwerk Ernährungsrat Hannover & Region e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Markus Nückel, café allerlei, Caritas Verband e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Carsten Tech, hanova, Quartiersmanager Linden-Süd
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katharina Kümpel, freie Redakteurin der HAZ
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aktive der bestehenden Garten- und Kioskgruppe Am Sporlederweg
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung erfolgt durch den Aufbau einer ehrenamtlichen Gruppe, die sich selbst organisiert und über die Projektlaufzeit hinweg das Angebot der „KiezKantine“ weiterentwickelt. Unterstützung erfolgt durch bestehende Strukturen. Der Lebensmitteleinkauf wird gesichert über "gerettete" Lebensmittel und durch Spenden für die Mahlzeiten nach dem Vorbild von bereits funktionierenden „Quartierskantinen“. Parallel wird nach Folgeförderungen geschaut und Gespräche mit Sponsoren geführt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
MOSAIK ist FIT und EDEL
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jenny Reissig
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Friedliches Zusammenleben auf dem Lande, egal welchen Alters, Geschlecht o. Herkunft, ist Ziel des Fördervereirns. Dafür braucht es verstetigte Vernetzungsstrukturen auch überregional. Bürger/Ehrenamt dürfen nicht ausgebrannt werden.
Projektbeschreibung
In 10 Jahren hat der Förderverein ein breites Spektrum der Vereinsarbeit aufgebaut. Die Tätigkeiten für den Sozialraum Ost im Flächenlandkreis Gifhorn gehen inzwischen Weit über das Maß einer ehrenamtlichen Vereinsarbeit hinaus Der Zeit vorausschauend haben Bürger erkannt, dass ältere Menschen auf dem Land vereinsamen (große Häuser 1--2 Bürgern). Infrastruktur o..OPNV ist nicht ausreichend. Die Menschen brauchen Unterstützung, Hilfe zur Teilhabe am öffentlichen Leben. Zeitgleich gibt es einen hohen Anteil an Flüchtlingen im Ort. Ehrenamtspools u. Netzwerke wurden aufgebaut. Nun geht es an die nachhaltige Verstetigung der Struktur sowie Erweiterung eines Netzwerkes u. mehr Verantwortung der umliegenden Kommunen. Gerade der östliche Bereich des Landkreises würde hier partizipieren. Ehrenamt sollte weiterhin mit agieren, aber es ist an seine Grenzen gekommen. Die Akteure, die bisher super vernetzt sind, sind alle über 70 Jahre. Die sozialen Netzwerke und vorhandenen Kontakte gilt es zu erhalten und nachhaltig zu festigen. Im ländlichen Raum ist die Schaffung einer Gemeinwesenarbeit-Stelle genau der richtige Weg die vorhandenen Strukturen nachhaltig zu festigen und auszubauen. Oft ist man der Frage nachgegangen "braucht Hauptamt Ehrenamt oder umgekehrt?" Ja, auf jeden Fall. Beide Seiten können nur davon profitieren. Gemeinsam werden das KnowHow der ehrenamtlichen Akteure die durch ihre langjährige Vernetzungsarbeit Türen öffnen können und andererseits fachliches Wissen gebündelt. Genau diese Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Hauptamt kann ein guter Weg in zukünftige Gemeinwesenarbeit im ländlichen Raum sein. Und dass der Verein mit seiner bisherigen Arbeit eine gut vorbereitete Plattform geschaffen hat, zeigen die Auszeichnungen vom Bündnis für Demokratie und Tolerant, Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, Niedersächsischen Integrationspreis und Verleihung des Deutschen Nachbarschaftspreises für den Bereich Niedersachsen. Die Auszeichnungen machen deutlich, dass durch den bisherigen ehrenamtlichen Einsatz, die sozialpolitischen kritischen Themen erkannt u. vorbildlich agiert wurde. Anerkennung des Ehrenamtes ist richtig und wichtig, reicht hier aber nicht mehr aus. In den nächsten 3 Jahren gilt es, regional zu sensibilisieren, Bedarfsanalysen zu erstellen u. gemeinsam mit den Bürgern, Vereinen u. Gemeinde Strategien zu Verstetigung zu entwickeln. Auch muss die heimische Wirtschaft (Volkswagenkonzern) in die soziale Verantwortung mit einbezogen werden!
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Förderverein hat sich im Mai 2015 gegründet. Bürger sind an die Gemeinde herangetreten, hatten Ideen, wollten sich mit u. für Bürger einsetzen. Es wurde festgestellt, viele ältere Menschen leben allein o. zu zweit in großen Häusern, beteiligen sich nicht an der Dorfgemeinschaft. ÖPNV ist unzureichend u. Infrastruktur wie Nahversorger, Fachärzte, Apotheke, Bank o. Fleischerei gibt es nicht. Die Älteren scheinen sozial abgehängt, zu vereinsamen. Zusätzlich kam die ersten Flüchtlingswelle 2015 nach Ehra-Lessien. Die ehemalige Kaserne Lessien wurde als Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet, 800 Flüchtlinge untergebracht. Ehra hatte damals ca.1600 EW u. Lessien ca. 450 EW. Es war u. ist eine große Herausforderung für die Dorfgemeinschaft. In den letzten 10 Jahren hat der Verein festgestellt, dass sich alle umliegenden Kommunen, wenn es um Aktivitäten in der Flüchtlingswohnanlage geht o Integrationsbemühungen, zurücklehnen. Es läuft ja in Ehra-Lessien, ist die allgemeine Meinung. Doch Ehrenamt stößt an seine Grenzen. Die Akteure werden auch nicht jünger! Die Coronazeit forderte den jungen Menschen viel ab. Vereine, Verbände, Gemeinde mussten neu denken. Soziale Netzwerke wurden aufgebaut. Soziale digitale u. analoge Vernetzungsmedien wurden neu definiert. 2020 wurden wir für ein E-Lastenfahrrad von LAG gefördert. Bewerbung beim Förderprogramm "start social" hatte Erfolg. Der Verein wurde Pilotprojekte "engagiertes Land" der Deutschen Stiftung für Ehrenamt u. Engagement bis 2025. Ein Vereinshaus wurde bezogen, Bürgerbüro eingerichtet, Vereinsbus angeschafft. In den letzten Jahren wurden Vernetzungsstrukturen aufgebaut, die es nun gilt zu verstetigen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ehra-Lessien
Beschreibung
Die 56 qkm große Gemeinde Ehra-Lessien liegt 20 Km nördlich von Wolfsburg und 20 Km östlich von Gifhorn am Rand der Samtgemeinde Brome.
Einwohnerzahl
2000
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
von den 2000 Menschen, die in Ehra-Lessien leben, sind 14 % Flüchtlinge. Aktuelle Zahlen bekommen wir regelmäßig vom Landkreis Ausländerbehörde. Der Bevölkerungsanteil im Landkreis Gifhorn ist 9,51 %, in Ehra-Lessien sind es 14 % Anteil. In den umliegenden Kommunen SG Brome, SB Boldecker Land und Stadt Wittingen sind es 8% und in Einheitsgemeinde Sassenburg 7%. Die Zahlen (2024)sind aus der aktuellen LK Broschüre
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Davon sind 37% Kinder im Alter von 0-18 Jahre alt. Zahlen sind von der Weihnachtspäckchenaktion 2025
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
37
Anmerkung
Von 2000 Bürgern sind ca. 28 % älter als 60 Jahre alt, davon leben Personen in Ehra 429 Personen,
in Lessien 125 Personen. Daten wurden von der Samtgemeinde Brome über die Gemeinde Ehra-Lessien bereitgestellt.
Im Landkreis sind 37,5 % Bürger älter als 50 Jahre. Erkenntnis kommen aus der Broschüre des Landkreises (2014)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Kinder und Jugendliche von 0 - 18 Jahre
Von 2000 Bürgern sind ca. 28 % Kinder und Jugendliche, davon leben in Ehra 237,
in Lessien 205 (100 davon in der Sammelunterkunft in Lessien) Kinder und Jugendliche. Daten wurden von der Samtgemeinde Brome über die Gemeinde Ehra-Lessien bereitgestellt.
Im Landkreis Gifhorn sind die Zahlen laut Broschüre (Stand 2024) wie folgt: 0-5 Jahre 6%, 6-17 Jahre 12 %
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_ehra-lessien.pdf
(507.02 KB)
karte_ehra-lessien2.pdf
(762.62 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Für Städte o. größere Kommunen ist soziale Gemeinwesenarbeit inzwischen selbstverständlich. Auf dem Land ist das noch lange nicht so. Der LK Gifhorn ist ein landwirtschaftlich geprägter Flächenlandkreis. Im Süden grenzt er an Braunschweig, ist städtisch orientiert. Der Ostkreis ist durch die innerdeutsche Grenze geprägt, war Zonenrandgebiet. Knappe Kassen in Gemeinden führten zu Investitionsstau. Nach der Stadtflucht setzte die Landflucht ein. Schon 2001 wurde sich über mehr Bürgernähe Gedanken gemacht. Es gibt regelmäßige Treffen der Vereine. Jahrestermine werden abgesprochen (keine Konterveranstaltungen). Man hilft sich gegenseitig (jeder muss nicht alles haben), Vereinsheime stehen allen Vereinen kostenfrei zur Verfügung. Dorffeste werden gemeinsam geplant. Die Arbeit mit den Vereinen wurde in AG EDEL (Engagiertes Dorf Ehra-Lessien) "ausgeweitet. Dorfwerkstätten durchgeführt. Mit "Landinventur" vom Thüneninstitut wurden Bestandanalysen ermittelt, für den Nahversorger "Tante Enso" gekämpft. Ziel erreicht, Gemeinde baut z.Z. größeres Ladengeschäft. Die Bürger kommen zum Feiern, aber nicht zu den Dorfwerkstätten. Beteiligung ist wichtig, damit Bedarf erkannt u. Lösungsvorschläge entwickelt werden können. Hier stoßen die Ehrenamtlichen an ihre Grenzen. Wenige stellen sich gegen Fremdenfeindlichkeit, kümmern sich um Senioren u.v.m. Kommunen lehnen sich zurück. Gesellschaft, Kommunen, Wirtschaft sind in soziale Verantwortung zu nehmen. Dafür braucht es dieses Förderprogramm.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinsame Entwicklung bei Infrastruktur und Angeboten ist ein Garant dafürt, dass ein erfülltes Leben auf dem Land, egal welches Alter, Herkunft oder Geschlecht, möglich ist. Von Café Kinderwagen bis Seniorenwohnanlage.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Brome Bürgermeister Wieland Bartels
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK GF Fachbereiche Jugend, Soziales, FB 4+5, Dezernent Rolf Amelsberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK GF Stabstelle Integration, Leitung Josefin zum Felde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Ehra-Lessien, Bürgermeister Jörg Böse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volkswagen Konzern Flüchtlingshilfe, Leitung Oliver Braun
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landeskinderschutzbund, Anja Peschutter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TuS Sportverein Ehra-Lessien, Vorsitzender Marco Misiti
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SoVD Ortsverband Ehra-Lessien, Vorsitzende Ute Scheer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FFW Ehra-Lessien, Ortsbandmeister Markus Daasch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FFW Samtgemeinde Brome, Gemeindebrandmeister Frank Mosel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Ehra-Lessien - Boitzenhagen, Pastor Helmut Kramer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Jugendwerkstatt Gifhorn, Leitung Daniela Schilling
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreisjugendring, Vorsitzender Dominik Ruder
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Queeres Netzwerk Gifhorn, Dominik Ruder
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK LK Gifhorn, Geschäftsführer Sandro Pietrantroni
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Carl und Marisa Hahn Stiftung, Vorstand Frank Tenneberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sparkasse Celle Gifhorn Wolfsburg, Vorstand Tim Faß
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volksbank Braunschweig Wolfsburg Stiftung, Vorstand Thomas Fast
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsrat Niedersachsen, Geschäftsführer Kai Weber
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Windpark Ost Ehra-Lessien, Vorsitzende Hannelore Sattler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volksbank e.G., Leitung Carola Böhm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Genossenschaft Windpark Ost Ehra, Vorstand Axel Jordan
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK GF, Flüchtlingssammelunterkünfte, Leitung Matthias Juretzki
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenzentrum Ehra-Lessien, Leitung Hilda Rüdiger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Naturschuztzbund Bromer Land, stellv. Vorsitzende Martin Heeschen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Behinderten Beirat LK Gifhorn, Vorsitzender Hajo Hoffmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionalverband Großraum Braunschweig, Verbandsvorsitzender Detlef Tanke
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionalverband Großraum Braunschweig, Verwaltungsdirektor Ralf Sygusch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nahversorger 7/24 Tante Enso, Regionalleiter Danny Erdmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mitglied in Bundeszusammenschluss "Allianz der GestalterInnen"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligen Akademie Niedersacsen, FAN, Ausbildung Dorfmoderation
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel ist es innerhalb der 3 Jahre mit der Stelle der Gemeinwesenarbeit deutlich zu machen, dass auch im ländlichen Raum Gemeinwesenarbeit in der heutigen Zeit wichtig ist. Hier ist nicht nur die Zivilgesellschaft in der Verantwortung. Kommunen und Wirtschaft sollen ihren Beitrag dazu leisten. Gespräche sind zu führen und Verträge für eine langfristige Sozialarbeiterstelle abzuschließen. Nur so wird auch in Zukunft für alle Menschen Leben auf dem Lande möglich sein.
11. Medien
Videos
vid-20230901-wa0006.mp4
(13.6 MB)
20240608_181942.jpg
(1.15 MB)
organigramm_3.jpg
(129.74 KB)
4_5_card_1.png
(107.82 KB)
stele_und_scheck-20211204.jpg
(198.41 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wir für die Göttinger Quartiere
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christina Hammer
| Funktion | Sozialplanerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Förderfonds für die lokale Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Wir stärken unsere Quartiere und die Gemeinwesenarbeit mit der Einrichtung eines neuen Förderfonds und sichern die Finanzierung unserer Nachbarschaftszentren dauerhaft und nachhaltig. Die erfolgreiche Implementierung des Fonds basiert auf zwei Säulen:einer strategischen Fundraising-Konzeption und der präzisen Klärung der rechtlichen und formalen Voraussetzungen und Förderkriterien. Wichtige Fragestellungen sind dabei: Wo bzw. durch wen wird dieser Fonds verwaltet (Trägerschaft), nach welchen Kriterien wird ein- und ausgezahlt (Förderkriterien) und welche vertraglichen Grundlagen (Rechtsrahmen) sind erforderlich? Diese werden mit Hilfe des Projektes beantwortet. Auch bedarf es der gemeinsamen Entwicklung einer guten Fundraising-Strategie, um möglichst eine breite Bevölkerung, regionale Betriebe und Unternehmen zu erreichen, für die Idee zu gewinnen und dauerhafte lokale Geberpartnerschaften abzuschließen. Zusätzlich entwickeln wir mit den zivilgesellschaftlichen Trägern der NBZ ein nachhaltigeres Finanzmodell zur Sicherung der Göttinger NBZ. Zentraler Baustein A ist der neue Förderfonds, der über einen AK-Förderfonds bearbeitet und ins Leben gerufen wird. Über die Einrichtung einer AG-Finanzen NBZ mit den beiden Teilprojekten (Leineberg und Holtenser Berg) wird die betriebswirtschaftliche Lage der NBZ bearbeitet und ein vergleichbares Non-Profit-Controlling für ehrenamtlich geführte NBZ erstellt (Baustein B). Die NBZ werden bereits über eine kommunale Sockelfinanzierung gefördert (freie Förderung), die gedeckelt ist und nicht weiter erhöht werden kann. In einer verwaltungsinternen AG-Finanzierung NBZ (Baustein C) erstellen wir ein fachamtsübergreifendes (Leistungs-)Portfolio zur Hebung zusätzlicher Finanzierungsquellen für die Sockelfinanzierung.
Die Stadt Göttingen als Projektträgerin koordiniert und steuert das Projekt über die Einrichtung und Organisation verbindlicher Arbeitsgruppen und führt die Ergebnisse zusammen, unterstützt die zu entwickelnde Fundraising Strategie über die Bewerbung und Darstellung des Mehrwertes von GWA in einer breiten Öffentlichkeit und gewinnt in Zusammenarbeit mit dem AK-Förderfonds Multiplikator*innen für den Fonds sowie Kooperations- und Geberpartnerschaften. Mittels einer repräsentativen Galaveranstaltung werden strategische Partnerschaften initiiert, der Bekanntheitsgrad der GWA gesteigert und deren gesamtgesellschaftlicher Mehrwert kommuniziert.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadt Göttingen ist trotz einer starken universitären Basis und hoher Lebensqualität im historischen Stadtkern mit den typischen Problemen einer segregierten Stadtstruktur (Arbeitslosigkeit, demografische Herausforderrungen wie die Versorgung älterer Menschen, hoher Ausländeranteil, Armutsgefährdung und Wohnraummangel) behaftet. Als zentrale Bausteine einer inklusiven und stabilen Stadtentwicklung fördert die Stadt den Betrieb von NBZ und die GWA in einzelnen Stadtteilen. Dieser Ansatz zeigt Erfolg. Die mittlerweile fest verankerten und als Anlaufstelle im Quartier geschätzten sieben NBZ erreichen die Menschen vor Ort und ermöglichen durch ihre Angebote soziale Teilhabe und Begegnung. Die Finanzierung und Sicherung dieser Angebote fußt auf einem kooperativen Finanzmodell von Stadt und zivilgesellschaftlichen Trägern. Die Kommune sichert eine anteilige Finanzierung i. H. von 50.000 € zu, weitere Finanzmittel müssen die Träger eigenständig einwerben. Dieses Finanzmodell wackelt und stellt die NBZ immer wieder vor finanzielle Herausforderungen; besonders ehrenamtlich getragenen NBZ (Holtenser Berg, Leineberg) droht das aus. Die Einwerbung von Projektmitteln bindet personelle Ressourcen, erfordert (Förder-)Fachwissen und oft eine anteilige Kofinanzierung und wird von den Zentren mit wechselndem Erfolg gemeistert. Personelle Ressourcen, die für die Entwicklung der GWA gedacht sind, sind mit der Einwerbung von Drittmitteln gebunden, Angebotsreduzierung und eingeschränkte Öffnungszeiten sind die Folge. Hier besteht Handlungsbedarf, ein nachhaltigeres, projektunabhängiges Finanzmodell in Kooperation mit den Trägern zu entwickeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Göttingen verfolgt mit der Förderung der Göttinger Nachbarschaftszentren den Ansatz der GWA. Das Förderprogramm Gute Nachbarschaft bildet seit 2017 eine wichtiges Förderprogramm für die Weiterentwicklung und Verstetigung der GWA in der Stadt Göttingen. Mit Hilfe der Landesförderung konnte die Einrichtung weiterer Zentren umgesetzt, eine gesamtstädtische Strategie und ein Leitbild GWA verabschiedet werden. Seit 2019 besteht ein Netzwerk GWA, das NBZ Holtenser Berg und das Stadtteilbüro Leineberg sind Teil dieses Netzwerkes, verpflichten sich dem Leitbild und setzten den Ansatz der GWA über die Säulen: a) Koordination GWA, b) Förderung von Kooperation und Vernetzung, c) Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, d) Bindeglied zur Stadtverwaltung um. Auf operativer Teilprojektebene beinhaltet die GWA vielfältige Aktivierungsmethoden und einen hohen Grad an Beteiligung. Die Bevölkerung in den Quartieren wird aktiv in die Planung, Entscheidung und Umsetzung von Projekten einbezogen, ihre Teilhabe am sozialen, kulturellen und politischen Leben darüber gestärkt. Strukturell untertstützt das zu entwickelnde Finanzmodell die Unabhängigkeit und Selbstorganisation der Nachbarschaftszentren und der handelnden Akteure der GWA.
Methoden
Vorhandene Strukturen
In beiden Gebieten bestehen bereits Stadtteileinrichtungen, die in der Trägerschaft der für diesen Zweck eigens gegründeten Nachbarschaftsvereine liegen. Das NBZ Holtenser Berg wird vom Nachbarschaftsverein Holtenser Berg - Hagenberg e.V. getragen. Es gibt eine in TZ beschäftigte hauptamtliche Leitungskraft, die mit Hilfe des ehrenamtlichen Vorstandes die Verwaltung und Koordination eigener Veranstaltungen und Beratungen sowie regelmäßig angebotene Netzwerktreffen und Stadtteilrunden verantwortet. Ihr obliegt auch die Beratung und Begleitung der ehrenamtlich vor Ort Tätigen.
Das Stadtteilbüro Leineberg wird vom Nachbarschaftsverein Leineberg e.V. betrieben. Die Mitgliedschaft besteht überwiegend aus auf dem Leineberg lebenden Privatpersonen und einigen wenigen Institutionen, wie u. a. der Städtischen Wohnungsbau GmbH als größte Vermieterin in dem Quartier. Als Anlauf- und Begegnungsort stehen die Angebote der Stadtteileinrichtungen allen Bewohner*innen der Quartiere zur Verfügung. Die ebenfalls in TZ beschäftigte hauptamliche Leitungskraft ist mit der Verwaltung und Koordination der GWA und der Koordination ehrenamtlich durchgeführter Angebote sowie der Umsetzung eigener Angebote vor Ort betraut. Diese umfassen: ehrenamtliche Beratungsangebote, informelle Nachbarschaftshilfe und Beratung, Begegnungsfeste, Vernetzung mit Beratungsstellen und anderen Institutionen im Quartier sowie stadtweit über regelmäßig angebotene Netzwerktreffen und Stadtteilrunden.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Beide NBZ sind bereits Bestandteile des Netzwerks Göttinger Quartiere und werden anteilig von der Stadt Göttingen gefördert. Mittels des zu entwickelnden Finanzierungsmodells und des eingerichteten Förderfonds wird die Sockelfinanzierung untermauert. Die ehrenamtlich geführten NBZ arbeiten betriebswirtschaftlich. Das entwickelte Finanzierungsmodell kann von allen bestehenden Nachbarschaftszentren genutzt und stetig weiterentwickelt werden.
Bürgertreff "Zur alten Burg"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ingo Schmit
| Funktion | Fachkraft für Jugendarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gute Nachbarschaft miteinander leben, stärken und gestalten
Projektbeschreibung
Bürgertreff „Zur alten Burg“ Haselünne
Die Stadt Haselünne plant die Einrichtung eines Bürgertreffs als zentralen, offenen Nachbarschaftstreff, der den sozialen Zusammenhalt im Quartier stärkt und gute Nachbarschaft aktiv fördert. Ziel ist es, Menschen aller Generationen und Lebenslagen einen barrierefreien, gut erreichbaren Ort für Begegnung, gegenseitige Unterstützung und ehrenamtliches Engagement zu bieten. Gleichzeitig sollen wohnortnahe Beratungs- und Serviceleistungen gebündelt und direkt vor Ort zugänglich gemacht werden.
Der Bürgertreff soll verschiedene Angebote an einem zentralen Ort zusammenführen und damit Wege verkürzen sowie Zugangsbarrieren abbauen. Unter einem Dach vereint es vielfältige nachbarschaftliche Angebote: einen offenen Begegnungs- und Generationentreff, eine öffentliche Bücherei mit digitalen Unterstützungs- und Lernmöglichkeiten, einen gemeinschaftlichen Mittagstisch, wohnortnahe Beratungs- und Unterstützungsangebote, ein ehrenamtlich getragenes Kleiderlädchen, einen Fair-Trade-Laden sowie offene Gesprächs- und Mitmachformate wie z. B. den Klimastammtisch. Die Möglichkeit, Beratungen und Serviceleistungen direkt in zentraler Lage im Quartier wahrzunehmen, erleichtert den Zugang erheblich und trägt dazu bei, Hemmschwellen abzubauen. Alle Angebote sind niedrigschwellig, kostenarm und werden maßgeblich durch Ehrenamtliche begleitet.
Für die Leitung und Koordination des Bürgertreffs benötigt es einer hauptamtlichen angestellten Person.
Zentrales Element des Projekts ist die Stärkung von Nachbarschaftsnetzwerken: Menschen werden aktiviert, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und sich gegenseitig zu unterstützen, auch bei der Überwindung von Mobilitäts- und Alltagsbarrieren. Der Bürgertreff dient dabei als Anlaufstelle und Vernetzungsort für eine gelingende Nachbarschaft.
Das Projekt ist langfristig angelegt und wird durch kommunale Unterstützung, Kooperationen mit lokalen Akteuren sowie durch ehrenamtliches Engagement getragen. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort, indem es soziale Teilhabe ermöglicht, wohnortnahe Unterstützung sichert und gute Nachbarschaft im Alltag konkret erfahrbar macht.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ausgangspunkt ist der steigende Bedarf an niedrigschwelligen, ortsnahen Angeboten zur sozialen Teilhabe und Alltagsbewältigung. Insbesondere ältere Menschen, Familien, Menschen mit geringem Einkommen, junge Menschen, Neuzugezogene sowie Personen mit Migrationshintergrund sind häufig von Vereinsamung, Unsicherheiten im Alltag und mangelnden Begegnungsmöglichkeiten betroffen.
Viele bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote befinden sich außerhalb des unmittelbaren Wohnumfeldes und sind aufgrund von Entfernung, eingeschränkter Mobilität oder fehlender Verkehrsanbindung nur schwer erreichbar. Die Schwierigkeit, längere Wege zurückzulegen oder Fahrten zu organisieren, stellt für viele Menschen eine erhebliche Hürde dar und führt dazu, dass notwendige Beratungen und Hilfen nicht oder zu spät in Anspruch genommen werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Haselünne Emsland
Beschreibung
Die Stadt Haselünne ist eine Kleinstadt im Emsland. Sie ist ländlich geprägt. Größere Städte sind in einer Entfernung von ca. 20-25 Kilometer erreichbar.
Einwohnerzahl
14038
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit durch ein sozialraum- und beteiligungsorientiertes Ziel. Ausgangspunkt sind die Bedarfe und Ressourcen im Ort. Bewohner/innen werden als aktive Mitgestalter/innen einbezogen und in ihrem Engagement gestärkt.
Der Bürgertreff fungiert als zentrale Anlauf- und Vernetzungsstelle, bündelt Beratungs- und Unterstützungsangebote und baut Zugangsbarrieren ab. Durch die Aktivierung nachbarschaftlicher Potenziale, die Förderung von Selbstorganisation sowie die Koordination lokaler Akteur/innen trägt das Projekt nachhaltig zur Stabilisierung sozialer Strukturen und zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier bei.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Verschiedene Akteure beteiligen sich bei Angeboten und Veranstaltungen.
Kriterium
Beschreibung
Die Angebote werden dem Bedarf der Bürger angepasst.
Kriterium
Beschreibung
Die Ehrenamtlichen/Vereine nutzen die Räumlichkeiten für eigene Angebote.
Kriterium
Beschreibung
Örtliche Institutionen werden eingebunden.
Kriterium
Beschreibung
Generationsübergreifende Angebote werden geschaffen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach Ablauf des Förderzeitraumes wird die Finanzierung im Haushalt der Stadt Haselünne mit aufgenommen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bad Laer bewegt sich: Begegnung und Gesundheit im Alltag
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nina Rohe
| Funktion | Fördermittelmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Neue Wege der Gemeinwesenarbeit im ländlichen Raum
Projektbeschreibung
Das Modellprojekt „Bad Laer bewegt sich“ erprobt erstmals, wie Träger der Eingliederungshilfe im ländlichen Raum Gemeinwesenarbeit aufbauen und ihre Betriebsstätten für diesen innovativen Ansatz öffnen können. Ausgangspunkt ist der neue Standort der Osnabrücker Werkstätten im Gesundheitszentrum Bad Laer. Dort entstehen im August 2026 rund 80 Plätze beruflicher Teilhabe für Menschen mit psychischen Behinderungen. Durch die Architektur nach dem Konzept der Healing Architecture gibt es erstmalig in Niedersachsen einen Ort, der Gesundheit, Wohlbefinden und Begegnung fördert und damit über seine Funktion als Arbeitsort hinaus als soziale Anlaufstelle im Gemeinwesen genutzt werden soll. Das Projekt richtet sich an alle Anwohner*innen im Kurort Bad Laer, insbesondere an ältere Menschen sowie an Frauen und Männer, die durch bestehende Strukturen bislang nur eingeschränkt erreicht werden und deren Zugang zu sozialer Einbindung, Begegnung im Alltag sowie zu gemeinschaftlichen oder gesundheitsfördernden Angeboten begrenzt ist. Im Fokus stehen damit besonders Menschen, die von Vereinzelung bedroht, schwer erreichbar oder bislang nur wenig in soziale Zusammenhänge eingebunden sind. Kern des Vorhabens ist der Aufbau einer Netzwerkstelle, die Anwohner*innen aktiv anspricht, gemeinsam mit ihnen und lokalen Akteur*innen Bedürfnisse und Wünsche erhebt, Themen und Ideen sichtbar macht und daraus niedrigschwellige Angebote der Begegnung, Beteiligung und Gesundheitsförderung ableitet. Diese können am Standort der Osnabrücker Werkstätten oder an anderen geeigneten Orten in Bad Laer stattfinden. Zugleich erproben die Osnabrücker Werkstätten mit dem Projekt eine neue Rolle als sozialräumlich geöffneter Akteur im Gemeinwesen, der berufliche Teilhabe mit Begegnung, Beteiligung und lokaler Vernetzung verbindet. Innovativ ist die bewusste Verbindung von Methoden der Gemeinwesenarbeit mit fachlichen Ansätzen der Eingliederungshilfe. Die Osnabrücker Werkstätten bringen ihre Erfahrungen in personenzentrierter Bedarfsermittlung, Empowerment, Teilhabeplanung und sozialer Unterstützung in den Sozialraum ein. Ziel ist es, Gesundheit zu fördern, neue soziale Beziehungen zu ermöglichen und vorhandene Ressourcen in Bad Laer besser miteinander zu verbinden. Am Ende sollen in Bad Laer niedrigschwellige Begegnung stattfinden, Menschen leichter miteinander in Kontakt kommen, neue bedürfnisorientierte (Gesundheits-)Angebote bestehen und tragfähige Netzwerke lokaler Akteur*innen entstehen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bad Laer ist eine ländlich geprägte Gemeinde mit einer für kleinere Kommunen typischen Größe und Sozialstruktur und damit ein geeigneter Ort, um modellhaft zu erproben, wie Gemeinwesenarbeit im ländlichen Raum aufgebaut und weiterentwickelt werden kann. Bad Laer ist bereits von einem gewissen Miteinander, einer aktiven Zivilgesellschaft und einer hohen Identifikation vieler Menschen mit ihrer Gemeinde geprägt. Gleichzeitig arbeiten Institutionen und Akteur*innen bislang vielfach nebeneinander statt systematisch miteinander, sodass Potenziale für Kooperation, gegenseitige Unterstützung und eine stärker vernetzte Entwicklung des Gemeinwesens noch nicht ausreichend genutzt werden. Zugleich gibt es in Bad Laer Menschen, für die soziale Einbindung, Begegnung im Alltag und der Zugang zu gemeinschaftlichen oder gesundheitsfördernden Angeboten nicht selbstverständlich sind, insbesondere ältere Menschen sowie Frauen und Männer u.a. mit Migrationserfahrung, die von Vereinzelung bedroht, schwer erreichbar oder bislang nur eingeschränkt in soziale Zusammenhänge eingebunden sind. Mit dem neuen Standort der Osnabrücker Werkstätten im zentral gelegenen Gesundheitszentrum tritt ein neuer sozialer Akteur in das Gemeinwesen ein. Gemeindeverwaltung und Kirchengemeinden begrüßen das Vorhaben ausdrücklich und wollen sich in das Vorhaben einbringen. Damit bietet Bad Laer gute Voraussetzungen für ein Modellprojekt, das vorhandene Ressourcen aufgreift, Akteur*innen stärker miteinander vernetzt und Impulse für eine integrative Gemeinwesenarbeit und Gesundheitsförderung mit möglicher Übertragbarkeit auf andere Kommunen im ländlichen Raum setzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Laer
Beschreibung
Bad Laer ist eine ländlich geprägte Kurgemeinde im Landkreis Osnabrück mit 9.426 Einwohnerinnen. Das Projektgebiet umfasst das gesamte Gemeindegebiet und ist bewusst nicht auf einzelne Teilräume begrenzt. Ziel ist es, Begegnung, Beteiligung und Gesundheitsförderung für alle Bewohner*innen zu stärken und dabei insbesondere auch diejenigen in den Blick zu nehmen, die durch bestehende Strukturen nur schwer erreicht werden. Um diese Personen überhaupt ansprechen und ihre Bedarfe erfassen zu können, ist eine gemeindeweite Perspektive erforderlich: Nur wenn der Ort in seiner Gesamtheit betrachtet wird, lässt sich nachvollziehen, wo Menschen sich im Alltag bewegen, welche Zugänge bereits bestehen, wo Lücken im Erreichen bestimmter Gruppen liegen und an welchen Orten niedrigschwellige Kontaktaufnahme gelingen kann. Die Sozialstruktur verdeutlicht die Relevanz dieses Ansatzes: 21 % der Einwohnerinnen sind 60 Jahre und älter, 17 % sind Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahre, 16 % haben eine andere Staatsangehörigkeit. Das Projektgebiet wird daher als zusammenhängender Sozialraum verstanden, in dem Bedarfe ortsweit erhoben und passende Angebote gemeinsam mit Bewohner*innen und lokalen Akteur*innen entwickelt werden.
Einwohnerzahl
9426
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Bad Laer, 2026
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeindeverwaltung Bad Laer (Stand: 12.03.2026)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeindeverwaltung Bad Laer (Stand: 12.03.2026)
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeindeverwaltung Bad Laer (Stand: 12.03.2026)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeindeverwaltung Bad Laer (Stand: 12.03.2026)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeindeverwaltung Bad Laer (Stand: 12.03.2026)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Verbindung personenzentrierter Methoden der Eingliederungshilfe mit sozialräumlicher Gemeinwesenarbeit wird im Projekt erstmals modellhaft im ländlichen Raum erprobt. Ausgangspunkt sind Gespräche und Begegnungen im Alltag des Ortes. Durch aufsuchende Gespräche, Walk-and-Talk-Formate und persönliche Kontakte werden Bedürfnisse, Interessen und Ideen von Bewohner*innen sichtbar gemacht. Methoden der Eingliederungshilfe erweitern diesen Ansatz um personenzentrierte Verfahren der Bedarfsermittlung, Beteiligung und Ressourcenaktivierung. Elemente der Persönlichen Zukunftsplanung, etwa Netzwerkkarten, Unterstützer*innenkreise oder die Methode „Meine Orte“, helfen dabei, soziale Beziehungen, wichtige Treffpunkte und vorhandene Ressourcen im Sozialraum gemeinsam mit Bewohner*innen zu erkunden. Ergänzend wird mit Empowerment-Ansätzen gearbeitet, um Bewohner*innen zu ermutigen, eigene Ideen einzubringen und Aktivitäten im Quartier aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig richtet sich der Blick nicht nur auf individuelle Bedürfnisse, sondern auch auf Umweltbedingungen im Ort: mögliche Barrieren werden sichtbar gemacht und Zugänge zu gemeinschaftlichen Angeboten verbessert. Auf dieser Grundlage werden gemeinsam mit Bewohner*innen und lokalen Akteur*innen bedarfsgeleitete Angebote der Begegnung, Teilhabe und Gesundheitsförderung entwickelt sowie Kooperationen und Netzwerke im Ort gestärkt. Der neue Werkstattstandort bietet hierfür einen ersten Ort der Begegnung und Austauschmöglichkeiten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen sich im Alltag im Ort begegnen, gemeinsam Zeit verbringen und aus anfänglicher Teilnahme tragfähige Beziehungen entstehen, sichtbar daran, dass Treffen auch jenseits der Angebote verabredet und weitergeführt werden.
Beschreibung
Bedürfnisse aus Gesprächen und Begegnungen im Ort nachweislich Grundlage für Themen, Formate und Entscheidungen sind und Angebote partizipativ entwickelt werden.
Kriterium
Beschreibung
Vorhandene Kompetenzen, Orte und Initiativen im Ort sichtbar gemacht, einbezogen und gezielt für neue Formate und Kooperationen genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Tragfähige Kooperationen bestehen, regelmäßige Austauschrunden stattfinden und gemeinsame Aktivitäten über Einzelformate hinaus entstehen.
Kriterium
Beschreibung
Bestehende Orte sinnvoll genutzt, neue Treffpunkte erprobt und Zugänge zu Räumen und Angeboten für unterschiedliche Gruppen verbessert werden.
Kriterium
Beschreibung
Akteur*innen aus Gesundheit, Ehrenamt, Kirche, Kultur und Kommune gemeinsam planen, Informationen teilen und Angebote aufeinander abstimmen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Bad Laer (Bürgermeister*in / Verwaltungsspitze)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tourist-Information Bad Laer, Glandorfer Straße 5, 49196 Bad Laer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ambulante Pflegedienste, Z. B. Caritas Pflegedienst Bad Laer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SV Bad Laer; Café International - Interkulturelles Begegnungs- und Beratungsangebot im Gemeindezentrum der evangelisch-lutherischen Kirche in Bad Laer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitszentrum Bad Laer, Kurmittelhaus Bad Laer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde Bad Laer (Hilterstraße), Katholische Kirchengemeinde St. Marien Bad Laer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Einzelhandel und Gastronomie im Ortskern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale und regionale Presse (NOZ); Gemeindliche Öffentlichkeitsarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bewohner*innen aller Altersgruppen, informelle Nachbarschaften, Ortsvorsteher*innen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
„Erfolgreiche Formate und Kooperationen werden im Ort verstetigt und in bestehende oder gemeinsam mit lokalen Partnern neu geschaffene Strukturen überführt. Zugleich erprobt das Projekt die neue Rolle der Osnabrücker Werkstätten als sozialräumlich geöffneter Akteur im Gemeinwesen. Erfahrungen werden ausgewertet, aufbereitet und für weitere Standorte, Träger des Sozialwesens und Kommunen im ländlichen Raum nutzbar gemacht.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Roderbruch und Vogelsiedlung: Zwei Quartiere - eine Nachbarschaft.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Maria Garcia
| Funktion | Fachkraft für Kulturarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Zusammen machen. Zusammenwachsen.
Projektbeschreibung
Roderbruch ist kein Ort, der sich versteckt – aber er wird zu oft übersehen. Zwischen Kleefeld und Groß-Buchholz gelegen, pulsiert hier ein Stadtteil voller Leben, voller Sprachen, voller Geschichten. 110 Nationalitäten, überwiegend junge Familien, Kinder, die auf Schulhöfen zwischen drei, vier Sprachen wechseln – und trotzdem: Dieser Reichtum an Vielfalt entfaltet sich noch nicht in echter Begegnung. Sprachbarrieren ziehen unsichtbare Mauern. Parallelwelten entstehen nicht aus böser Absicht, sondern mangels Brücken.
Genau diese Brücken wollen wir bauen.
Das Projekt „Roderbruch und Vogelsiedlung: Zwei Quartiere. Eine Nachbarschaft" entsteht nicht am Schreibtisch – es wächst aus dem Quartier selbst heraus. Im Mittelpunkt stehen die Menschen: junge Eltern, die morgens keine Zeit und abends keine Kraft haben. Alleinerziehende, die jonglieren zwischen Behördengängen und Kinderwagen. Nachbarinnen und Nachbarn, die sich täglich im Treppenhaus begegnen und dennoch kaum voneinander wissen.
Niedrigschwellige Begegnungsformate, Sprachkurse und alltagsnahe Sprachpraxisangebote geben diesen Menschen einen Raum – und eine Stimme. Das „Macher-Café" macht sichtbar, was bereits da ist: Kompetenzen, Erfahrungen, Talente, die im Verborgenen schlummern. Hier teilt jemand sein Handwerk, dort erklärt jemand, wie man eine Behörde navigiert. Skillsharing auf Augenhöhe.
Der Osterfelddamm trennt Roderbruch von der Vogelsiedlung – geografisch wie sozial. Doch diese Trennlinie birgt Potenzial: Wo junge, internationale Familien neue Wurzeln schlagen, trägt die Vogelsiedlung gewachsene Nachbarschaftsstrukturen. Zwei Quartiere, die voneinander lernen können.
Verankert ist das Projekt im seit über 40 Jahren lebendigen Kulturtreff Roderbruch – einem Ort, dem die Menschen vertrauen. Auf Grundlage der Situationsanalyse der Stadtbezirksmanagerin Buchholz-Kleefeld entwickeln wir gemeinsam weiter – quartiersübergreifend, mehrsprachig, bedarfsorientiert. Eine 30-Stunden-Projektstelle schafft Kontinuität. Eine mehrsprachige aktivierende Befragung stellt sicher: Wir planen nicht für Menschen, sondern mit ihnen.
Am Ende soll etwas entstehen, das sich selbst trägt: Nachbar:innen, die füreinander da sind. Netzwerke, die nicht zusammenbrechen, wenn Fördergelder enden. Ein Roderbruch, das in der Stadtpolitik nicht mehr unsichtbar ist – sondern gehört wird.
Denn Zusammenleben entsteht nicht durch Zufall. Es braucht Räume, Begegnungen – und Menschen, die den ersten Schritt machen.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Roderbruch ist wie eine unsichtbare Insel im Stadtbezirk Vier, umgeben von stabilen Wohnlagen wie Kleefeld und Groß-Buchholz. Nur wenige Straßen weiter beginnt eine andere Realität. 7.844 Menschen leben hier – 75,2 % mit Migrationshintergrund, rund 110 Nationalitäten. Über 90 % der Kinder wachsen in Familien mit Migrationsbiografie auf, die größte Gruppe sind junge Eltern zwischen 27 und 44 Jahren. Vielfalt ist gelebter Alltag – führt aber nicht automatisch zu Begegnung: Sprachliche und kulturelle Barrieren lassen Parallelstrukturen entstehen.
Auch sozial steht das Quartier unter Druck: 31,6 % der Bewohner:innen beziehen Transferleistungen, bei Kindern 48,8 %. Viele Familien und Alleinerziehende leben auf engem Raum mit begrenzten Ressourcen. Erschwerend kommt hinzu: Im Roderbruch existieren aktuell keine städtischen Strukturen der Gemeinwesenarbeit. Ein Quartier mit diesem sozialen Druck und dieser Vielfalt bleibt damit ohne professionelle Begleitung – eine Lücke, die sich täglich bemerkbar macht.
Der Osterfelddamm trennt Roderbruch von der benachbarten Vogelsiedlung – geografisch wie sozial. Doch diese Grenze birgt Potenzial: Wo junge, internationale Familien neue Wurzeln schlagen, trägt die Vogelsiedlung gewachsene Nachbarschaftsstrukturen. Ein systematischer Austausch kann beide Quartiere zusammenwachsen lassen.
Grundlage ist die Situationsanalyse der Stadtbezirksmanagerin Buchholz-Kleefeld. Erste Sprachkurse zeigen den hohen Bedarf an Sprachförderung und Orientierung. Das Projekt schließt die strukturelle Lücke und verbindet Sprachförderung, Begegnung und nachbarschaftliche Unterstützung – quartiersübergreifend, um nachhaltige Netzwerke und Teilhabe zu stärken.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Roderbruch
Beschreibung
Das Quartier Roderbruch umfasst vier Mikrobezirke innerhalb des Stadtteils Groß-Buchholz (MBBA 2510–2512 und 2514). Es wird räumlich begrenzt durch den Osterfelddamm im Osten, die Baumschulenallee im Süden, den Stadtfelddamm im Westen sowie den Grünzug Roderbruch im Norden.
Zum Stichtag 31.12.2024 waren im Quartier Roderbruch insgesamt 7.883 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet.
Einwohnerzahl
7883
Quelle / Anmerkungen
Bevölkerungs- und Sozialstruktur(entwicklung) (Stand 31.12.2024)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklung und Haushalts- und Sozialstruktur (Stand 31.12.2024)
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklung und Haushalts- und Sozialstruktur (Stand 31.12.2024)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklung und Haushalts- und Sozialstruktur (Stand 31.12.2024)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsentwicklung und Haushalts- und Sozialstruktur (Stand 31.12.2024)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die verfügbaren Werte beziehen sich auf die Altersgruppe der 0- bis 17-jährigen. // Quellen: Sachgebiet Wahlen und Statistik, Stand: 31.12.2025.
*Roderbruch* – OE 18.04 – Landeshauptstadt Hannover: Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung nach Altersgruppen und Migrationshintergrund;
*Hannover gesamt*: Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025 (https://www.hannover.de/content/download/1058016/file/Strukturdaten_2025.pdf)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung nach Altersgruppen und Migrationshintergrund
Zeitbezug: 31.12.2025
Sachgebiet Wahlen und Statistik – OE 18.04 -
Landeshauptstadt Hannover
Projektgebiet in Prozent
75
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung nach Altersgruppen und Migrationshintergrund Zeitbezug: 31.12.2025 Sachgebiet Wahlen und Statistik – OE 18.04 - Landeshauptstadt Hannover
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Werte beziehen sich auf die Altersgruppe der 18- bis 26-Jährigen.
// Quellen: Sachgebiet Wahlen und Statistik, Stand: 31.12.2025. *Roderbruch* – OE 18.04 – Landeshauptstadt Hannover: Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung nach Altersgruppen und Migrationshintergrund; *Hannover gesamt*: Landeshauptstadt Hannover: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025 (https://www.hannover.de/content/download/1058016/file/Strukturdaten_2025.pdf)
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Sachgebiet Wahlen und Statistik – OE 18.04 – Landeshauptstadt Hannover: Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung nach Altersgruppen und Migrationshintergrund, Stand: 31.12.2025.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
roderbruch-vogelsiedlung.png
(992.09 KB)
Gebiet-Name
Hannover Vogelsiedlung
Beschreibung
Die Vogelsiedlung umfasst die Mikrobezirke 2509 und 2515 und liegt östlich des Osterfelddamms. Der Mikrobezirk 2509 reicht im Süden bis zum Schwanenring und grenzt im Norden an den Möwengrund. Daran schließt sich der Mikrobezirk 2515 nördlich des Möwengrunds an und erstreckt sich bis zum Mittellandkanal.
Zum Stichtag 30.09.2025 lebten in der Vogelsiedlung insgesamt 2.383 Personen mit Hauptwohnsitz.
Einwohnerzahl
2383
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover: Statistikstelle (Sachgebiet Wahlen und Statistik)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Statistikstelle (Sachgebiet Wahlen und Statistik), Strukturdaten der Stadtteile
und Stadtbezirke 2025 (https://www.hannover.de/content/download/1058016/file/Strukturdaten_2025.pdf), darauf basierend eigene Schätzung für die hier verwendeten Alterskategorien; besonders hoher Wert >60 Jahre durch das Seniorenwohnheim GDA.
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Statistikstelle (Sachgebiet Wahlen und Statistik), Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025 (https://www.hannover.de/content/download/1058016/file/Strukturdaten_2025.pdf), darauf basierend eigene Schätzung für die hier verwendeten Alterskategorien; besonders hoher Wert >60 Jahre durch das Seniorenwohnheim GDA.
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover: Statistikstelle (Sachgebiet Wahlen und Statistik), Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2025 (https://www.hannover.de/content/download/1058016/file/Strukturdaten_2025.pdf), darauf basierend eigene Schätzung für die hier verwendeten Alterskategorien; besonders hoher Wert >60 Jahre durch das Seniorenwohnheim GDA.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
roderbruch-vogelsiedlung.png
(992.09 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Rahmen der Förderlinie „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement in Niedersachsen“ wird eine 30-Stunden-Stelle für Projektentwicklung und -koordination eingerichtet. Die Fachkraft führt bestehende Angebote fort, entwickelt quartiersübergreifende und integrative Formate weiter und stärkt nachhaltige Strukturen im Sozialraum.
Zentral ist die aktive Beteiligung der Bewohner:innen. Durch die systematische Erfassung von Bedarfen, Interessen und Kompetenzen werden Ressourcen sichtbar gemacht und vernetzt. Der ressourcenorientierte Ansatz fördert Selbsthilfe, Engagement, Selbstwirksamkeit und nachbarschaftliche Unterstützung.
Im Sinne des Quartiersmanagements erfolgt eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit lokalen politischen Gremien (z. B. Bezirksrat), sozialen Trägern und Initiativen im Stadtteil. Die Fachkraft übernimmt eine koordinierende Schnittstellenfunktion zwischen Bewohner:innen, Institutionen und bestehenden Angeboten.
Sprachförderung, Begegnung und Qualifizierung werden systematisch verbunden: Deutschkurse sind Teil eines integrierten Beteiligungskonzepts, ergänzt durch alltagsnahe Begegnungsformate zur Sprachpraxis und zum Abbau sozialer Distanz zwischen Roderbruch und Vogelsiedlung. Das Skillsharing-Format „Macher-Café“ aktiviert Kompetenzen im Quartier. Kooperationen mit Weiterbildungsträgern erleichtern Übergänge in Ehrenamt, Qualifizierung und Beschäftigung. So werden Teilhabe und sozialer Zusammenhalt langfristig gestärkt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner gestalten eigene Angebote, bringen Fähigkeiten ein und übernehmen Verantwortung. Treffpunkte, Workshops und Skillsharing ermöglichen Mitgestaltung, Eigeninitiative und selbstorganisierte Aktionen im Quartier.
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt bezieht unterschiedliche Altersgruppen, Kulturen und soziale Hintergründe ein. Teilnehmende tauschen sich aus, wirken gemeinsam an Projekten und deren Entwicklung mit, Unterschiede werden gesehen und geschätzt.
Beschreibung
Die Fachkraft vernetzt Bewohner:innen, Initiativen und Einrichtungen, um Zusammenarbeit zu fördern und das nachbarschaftliche Zusammenleben im Quartier zu stärken. Vertrauen wächst durch Zusammenarbeit, auch außerhalb der eigenen Teilgruppen.
Kriterium
Beschreibung
Die Fachkraft vernetzt zielgruppenübergreifende Angebote wie das Community-Café, Macher-Café, Holzofenaktionen oder Deutschkurse und fördert so den Austausch und Zusammenhalt der Bewohner aller Gruppen in Roderbruch und Vogelsiedlung.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Dietrich-Bonhoeffer Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vogelbote (Zeitschrift der Vogelsiedlung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtbezirksmanagerin Buchholz-Kleefeld (Kathrin Rembecki)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Participolis Akademie gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AZG – Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftstreff - Hallo Nachbar (Diakonisches Werk Hannover gGmbH)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt verankert sich von Beginn an in bestehenden kommunalen Strukturen und baut auf selbsttragende Netzwerke, die über die Förderphase hinaus wirken. Frühzeitig werden Kooperationen mit lokalen Unternehmen, Stiftungen und kommunalen Partnern eingegangen. Im wachsenden Netzwerk treffen alle drei Ebenen aufeinander: Bewohner:innen, lokale Akteure und Kommune. Bedarfe und Ressourcen beider Quartiere werden sichtbar – Grundlage für eine langfristige Finanzierung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Koop Kiez - Der Aufbau eines Kooperativen Quartiers
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Benjamin Gruzinski
| Funktion | Geschäftsführung Verein |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Koop Kiez - Der Aufbau eines Kooperativen Quartiers.
Projektbeschreibung
Das Quartier rund um die Hüttenstraße ist durch eine heterogene Struktur geprägt – von Wohnhäusern bis zu ehemaligen Gewerbehallen. Es finden diverse informelle Nutzungen der wenigen Freiflächen statt, oft durch marginalisierte Gruppen.
Durch die Ansiedlung des Kulturzentrums Initiative Hüttenstraße, Gleis D, und den Erwerb des MUZE-Geländes durch die Stadt Hannover entsteht eine neue Dynamik. Diese Akteure formen einen gemeinnützigen Verbund, der partizipative Stadtentwicklung vorantreibt. Die Initiative Hüttenstraße übernimmt eine Schlüsselrolle und entwickelt mit einem interdisziplinären Team ein kooperatives Quartier.
Das Projekt gliedert sich in drei zentrale Bereiche:
A) Bürgerforum Hüttenstraße
Ein Forum wird aufgebaut, das über herkömmliche Stadtteilgrenzen hinausgeht und eine direkte Beteiligung der Anwohnenden ermöglicht. Es begleitet die Entwicklung der Freiflächen (ca. 5.000 m²) und berät die Verwaltung sowie Stadtplanungsprozesse. Die Initiative Hüttenstraße initiiert, moderiert und koordiniert dieses Forum.
B) Kooperative Raumentwicklung
Das Gelände von Gleis D und der Initiative Hüttenstraße wird als Modellprojekt für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung genutzt. Anwohner:innen können eigene Räume gestalten und nutzen. Vorbilder sind u. a. das Institut for X (Aarhus) und die NDSM-Werft (Amsterdam), die vormals ungenutzte Flächen durch kreative, selbstverwaltete und kooperative Strukturen in lebendige, offene Quartiere mit kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Nutzungen verwandelt haben. Nach diesem Prinzip entscheiden auch hier die Beteiligten über die gemeinsam entwickelten öffentlichen Flächen mit. Dabei entsteht ein neuer Typus von öffentlichem Raum, teils städtischer Stadtpark, teils zivilgesellschaftlich verwaltete Fläche. Die Prinzipien von Selbstermächtigung und Selbswirksamkeit treten dabei stark hervor, Menschen werden zu Teilhabenden, entwickeln eigene Projekte, vernetzen sich.
C) Nachbarschaftsangebote
Es entsteht ein dezentrales Netzwerk für nachbarschaftliche Projekte. Neben günstigen Raumnutzungen, Netzwerkarbeit und Beratung wird in den eigenen Räumen ein betreutes Nachbarschaftscafé als Treffpunkt eingerichtet.
Menschen, Initiativen, Vereine und auch soziale Unternehmen mit niederschwelligen Angeboten für das Quartier können in den bestehenden Gebäuden sowie in eigens konzipierten kleinen Neubauten eigene Angebote schaffen und erhalten dafür Raumförderung und Unterstützung bei der Umsetzung.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier rund um die Hüttenstraße ist durch eine heterogene Struktur geprägt – von Wohn- und Gewerbebauten bis hin zu ungenutzten Freiflächen. Trotz der hohen Bevölkerungsdichte (Vahrenwald: 87 P/ha; LHH: 27,2 P/ha) gibt es wenige öffentliche Räume, wodurch sich soziale Fragmentierungen verstärken. Besonders betroffen sind marginalisierte Gruppen, die informelle Flächen nutzen, da sie sonst kaum Orte für Begegnung haben. Zudem zeigen soziale Daten, dass Arbeitslosigkeit (8,7 % in Vahrenwald, 11,8 % in Hainholz), hoher Migrationsanteil (Hainholz: 65 %) und überdurchschnittliche Transferleistungsquote (Hainholz: 27,6 %) Herausforderungen für das Quartier darstellen.
Die Initiative Hüttenstraße e.V. setzt hier an: Mit 150 Mitgliedern und 16 kooperierenden Vereinen entsteht ein großes soziokulturelles Zentrum, das Räume für kulturelle Teilhabe, Stadtentwicklung, Nachbarschaftshilfe und kreative Nutzung bietet. Als Testlauf wird aktuell ein 800 m² großer kooperativer Stadtplatz gemeinsam mit der Nachbarschaft entwickelt – ein erster Schritt hin zu einem nachhaltigen, kooperativen und gemeinschaftlichen Quartier.
Das Projekt versteht sich als Modell für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung. Organisiert durch eine holokratische Struktur mit einem Kernteam von 30 Engagierten und 80 Unterstützenden, kombiniert es selbstorganisierte Prozesse mit gezielter Kooperation mit der Verwaltung.
Durch die Anmietung einer weiteren Halle durch unsere Initiative und die Zusammenarbeit mit Gleis D und dem MUZE-Gelände entsteht eine neue quartiersübergreifende Mitte, die soziale und räumliche Barrieren aufbricht und den Grundstein für eine kooperative Quartiersentwicklung legt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt auf einen prozesshaften und kooperativen Ansatz, um neue Formen partizipativer Stadtentwicklung zu erproben, bei dem die Anwohnenden das Herz des Projektes sind. Dabei werden strukturelle Rahmenbedingungen geschaffen, die nicht nur unmittelbare Beteiligung ermöglichen, sondern langfristige Mitgestaltungsperspektiven für die Nachbarschaft eröffnen.
Durch dialogorientierte Formate wird ein Aushandlungsraum etabliert, in dem unterschiedliche Akteur:innen Verantwortung für die Gestaltung ihres Quartiers übernehmen können. Hierbei wird besonderer Wert auf den Abbau bürokratischer Hürden sowie die Schaffung rechtssicherer, niedrigschwelliger Zugänge zu öffentlichen und gemeinschaftlich nutzbaren Flächen gelegt.
Die räumliche Entwicklung des Quartiers folgt dabei einem experimentellen, adaptiven Prinzip, bei dem die Bewohner:innen des Quartiers im Zentrum stehen: Durch die Verbindung aus informellen Nutzungen und planungsrechtlicher Absicherung entsteht ein dynamisches Modell für gemeinwohlorientierte Stadtgestaltung. Flankierend wird eine nachhaltige Kommunikations- und Vernetzungsstruktur aufgebaut, die das Quartier als sozialen und kulturellen Möglichkeitsraum stärkt.
Auf diese Weise wird nicht nur eine integrative Quartiersentwicklung angestoßen, sondern ein übertragbares Modell für kooperative Stadtgestaltung erprobt, das sich in bestehende Verwaltungs- und Planungsstrukturen einfügt, ohne die lokale Eigeninitiative zu beschränken.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Projekt wird durch Kooperationen mit der Stadt Hannover und lokalen Akteur:innen langfristig in kommunale Strukturen eingebunden. Dazu gehören formalisierte Vereinbarungen zur Mitgestaltung öffentlicher Flächen und die Verankerung des Bürgerforums als beratendes Gremium. Die Finanzierung basiert auf einem Mix aus selbsttragenden Nutzungsmodellen, öffentlichen Fördermitteln, und kommunaler Unterstützung, um eine nachhaltige, gemeinwohlorientierte Nutzung zu sichern.
11. Medien
InselMitEinander- Langeoog verbindet
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Cornelia Bittner
| Funktion | Insellotsin-Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mehrwert von GWA erkennen und leben
Projektbeschreibung
Mit der Nachförderung zum Aufbau von Gemeinwesenarbeit & Quartiersmanagement möchten wir verschiedene Ziele erreichen. Ein Fokus liegt auf dem Ausbau der Bürgerbeteiligung, der Stärkung der Selbstwirksamkeit und Eigeninitiative der Bürger. Dies soll durch die Umsetzung von Projekten, aber auch durch das Sichtbar werden und sich Gehör verschaffen der bisher stilleren Bürger mithilfe von Bürgerbeteiligungsformaten geschafft werden. Ein weiterer Punkt ist die Stärkung der Resilienz des Ortes mit seinen Einwohnern gegenüber sozialen Problemen. Es braucht ein starkes soziales Netz, welches Probleme abfängt und die Bewohner unterstützt. Nötig ist die Unterstützung der Gesundheitsvorsorge, die informiert über Gesundheitsangebote, Beratungen und Unterstützung anbietet. Die Resilienz der Menschen und Selbsthilfepotentiale können so gefördert werden. Der Mehrwert und die Bedeutung von GWA soll erkannt werden. Die Kommune, die Bürger und die Politik sollen sich verstärkt mit GWA auseinandersetzen, diese verstehen und schätzen lernen. GWA muss auch auf finanzieller Ebene als sinnvoll erachtet werden: indirekte Wirkungen, z.B. durch Aufbau aktiver Nachbarschaftshilfe und Stärkung von Mobilität sollen erkennbar werden. Senioren können durch die indirekte Wirkung z.B. länger zuhause wohnen bleiben. Aber auch die direkte finanzielle Wirkung durch Fördermittelakquise & Spendengelder muss sichtbar werden. GWA soll als Faktor zur Imageverbesserung der Kommune und des Standortes wahrgenommen werden.
Dafür braucht es eine starke GWA, mit unterstützter Öffentlichkeitsarbeit, einem Raum als konstante Anlaufstelle, Infoveranstaltungen uvm. Verschiedene Projekte & Aktionen können zusammen mit Bürgern, Dorfmoderatoren und der Politik umgesetzt werden. Eine Zusammenarbeit zwischen Inselgemeinde und Bürgern (besonders durch GWA & Dorfmoderatoren) soll gestärkt werden.
Wohnungsnot und Fachkräftemangel wird durch das Entstehen von alternativen Wohnkonzepten (Wohnen gegen Hilfe, Senioren WG´s, Mehrgenerationen Wohnen) entgegengewirkt. Auch Projektideen zur Förderung einer ökologischen Nachhaltigkeit sollen gestärkt und ausgebaut werden (z.B.: Bildungsangebote, Lebensmittelrettung, Image als 1. deutsche Fairtrade Insel stärken & mögliche Entwicklung hin zur nachhaltigen Kommune).
Dem starken Ungleichgewicht zwischen Tourismus und Bedürfnissen der Bewohner vor Ort soll durch die Gemeinwesenarbeit entgegengewirkt werden. Es braucht eine soziale Stelle nur für Langeooger.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Gesundheitsversorgung unzureichend: Wenige Versorgungsstrukturen im Alter, Fachkräftemangel. Es gibt kein Sozialamt vor Ort. Alles wird vor Ort dem Tourismus untergeordnet. Ständiger Durchlauf der Menschen durch Zuzug und Abwanderung und die Anzahl an Gästen führt zur Überfremdung des Lebensraums und zur Überlastung des Gesunheitssystems. Zusammenhalt und Rückzugsorte für Langeooger sind kaum gegeben und die Belastung für die Bewohner hoch. Es gibt kaum eine Möglichkeit sich vom Tourismus abzugrenzen. Dazu kommen teilweise schlechte Arbeitsbedingungen vor Ort. Viele Jobs sind dauerhafte Saisonjobs, die kaum Arbeitnehmerrechte beachten. Wenig bezahlbarer oder adäquater Wohnraum. Fast nur arbeitgeberabhängiges Wohnen möglich. Desinteresse an nachhaltigen Themen, da andere Probleme im Vordergrund stehen wie die eigene Existenzsicherung. Soziale Probleme stehen nicht im Fokus. Bis auf die GWA Stelle gibt es keine Stelle nur für Langeooger, die sich ausschließlich mit den Zielen und Wünschen der Langeooger beschäftigt, dabei ist ein Interessensausgleich zwischen Gästeinteressen und Bewohnern dringend erforderlich. Wenig Bürgerbeteiligung vorhanden. Stillere Bürger sind schwer zu erreichen und zu aktivieren. Kommunikation: es wird viel übereinander, wenig miteinander geredet. Es gibt kaum eine konstruktive Konfliktkultur. Es braucht Begegnungsraum, aber es sind keine Räume dafür vorhanden. Es gibt wenig Vernetzung sozialer Akteure vor Ort und mit dem Landkreis Wittmund. Geringe Resilienz der Insel gegenüber sozialen Problemen. Ein weiteres Problem ist das mangelnde Vertrauen der Bürger in die Inselgemeinde.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langeoog
Beschreibung
Insel Langeoog, zugehörig zum Landkreis Wittmund in Ostfriesland. Langeoog liegt zwischen den Inseln Baltrum und Spiekeroog im Nationalpark niedersächsisches Wattenmeer und im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer.
Einwohnerzahl
1750
Quelle / Anmerkungen
ländlicher Raum außerhalb der Saison, in der Saison Kleinstadt mit 10.000 bis 12.000 Tagesgästen und Urlaubsgästen vor Ort
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stand 29.01.2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Von 0 bis 18 Jahre- Einwohnermeldeamt 2024
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Von 55 bis 100 Jahre- Einwohnermeldeamt 2024
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
unbenannt.png
(637.11 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Orientierung an der Lebenswelt der Bewohner vor Ort, Fokus liegt auf Menschen vor Ort. Selbsthilfepotentiale werden gestärkt. Ideen und Wünsche der Bewohner werden ins Zentrum allen Handelns gestellt und Bewohner in die Prozesse der GWA einbezogen. Kein Handeln von oben herab, sondern auf Augenhöhe. Bedürfnisse der Bewohner stehen im Vordergrund. Netzwerke werden erweitert und verstärkt. Ressourcen der Menschen vor Ort, aber auch anderer Ressourcen (räumlich, finanziell) werden eingebunden und genutzt. Es wird immer erst geschaut, was bereits vorhanden ist, was genutzt werden kann an lokalen Ressourcen und erst dann andere Ressourcen dazu genommen (z.B. externe Referenten, Beratungsangebote vom Landkreis, die auf die Insel kommen), wenn die Ressource vor Ort nicht vorhanden ist. Projekte werden unterstützt und angeschoben, stärken aber die Selbstorganisation, die immer das übergreifende Ziel darstellt. Hauptamt stützt Ehrenamt. GWA dient als Vermittlerposition zwischen Kommune, Bürgern und Politik und unterstützt, koordiniert und setzt Impulse. Ein stärkerer Zusammenhalt der Bewohner wird gefördert und politische Beteiligung ermöglicht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der überwiegende Teil der Bevölkerung (mind. 80 Prozent) sich durch GWA angesprochen und wahrgenommen fühlt
Kriterium
Beschreibung
Angeschobene Projekte, Aktionen und strukturelle Veränderungen eigenständig laufen, mit Problemen an die GWA herangetreten wird und auch selbstständig auf Kommune und Politik zugegangen wird zur Problemlösung
Kriterium
Beschreibung
Bei Projekten, Aktionen zunächst Akteure vor Ort angesprochen und einbezogen werden.
Kriterium
Beschreibung
Ein stabiles soz. Netzwerk vorhanden ist, welches soziale Herausforderungen abfedern kann
Kriterium
Beschreibung
Alle Handlungsfelder mit bedacht werden und als Zusammenspiel gesehen werden.
Beschreibung
Eine zielgruppenübergreifende Arbeit bei allen Projekten mitgedacht wird und selbstverständlich wird
Beschreibung
Bürgerbeteiligungsformate entstanden sind und regelmäßig genutzt werden. Treffpunkte/Begegnungsräume geschaffen worden sind und eine feste Anlaufstelle dauerhaft vorhanden ist.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
katholisches Pfarrheim St.Nikolaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen & Suchtambulanz Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Insellotsinnen anderer Inseln & Verwaltungen anderer Inseln
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vor Ort ansässige Geschäfte- Supermärkte, Gastronomien etc.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Konzepte zur Verstetigung der GWA sollen in Kooperation mit Vereinen, Verbänden und Kommune erstellt und in Gremienarbeit vorgestellt und umgesetzt werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: UNSER ADENBÜTTEL Gemeinschaft und Visionen dank Gemeinwesenarbeit
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katharina Hoffmann
| Funktion | Projektleitung für Wettbewerb "Gute Nachbarschaft" |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Revitalisierung von Ehrenamt und Dorfentwicklungsplanung unter Berücksichtigung aller Gemeindemitglieder um Dorfgemeinschaft zu stärken
Projektbeschreibung
Unsere ca. 1.800 Seelen Gemeinde Adenbüttel soll lebendiger werden. Die mangelnde Grund- und Gesundheitsversorgung vor Ort, der demografische Wandel und die pandemische Situation machen es den BewohnerInnen der Gemeinde schwer, einander zu begegnen. Ehrenamtliches Engagement und Vereinsaktivitäten waren in unserer ländlichen Region stets ein wichtiger Anker für Austausch und Teilhabe. Leider zeichnet sich ein starker Rückgang dieser Aktivitäten ab. Schwierigkeiten beim Stellen eines Vorstands, wenig bis keine Einsatzbereitschaft der Mitglieder und Auflösungen von Vereinen sind die Folgen.
Nun sollen in unserer Gemeinde Verbesserungen der Lebenssituation erarbeitet werden. Dafür soll Kontakt zu unseren BewohnerInnen aufgebaut, die Kommunikation gestärkt und ehrenamtliches Engagement aktiviert werden. Mit Hilfe von Gemeinwesenarbeit und ehrenamtlichen UnterstützerInnen sollen verschiedene Veranstaltungen / Begegnungen stattfinden, bei denen alle BewohnerInnen die Möglichkeit erhalten sollen, sich gleichberechtigt auszutauschen, Ideen zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort zu entwickeln und kleine Projekte umzusetzen. So kann die Lebensqualität aller BewohnerInnen nachhaltig gesteigert werden. Darüber hinaus soll mit möglichst vielen BewohnerInnen ein Leitbild / eine Entwicklungsplanung für die Gemeinde Adenbüttel erarbeitet werden. Auf dieser Grundlage kann unsere Gemeinde, entsprechend den demokratisch erfassten Wünschen unserer BewohnerInnen, Gewerbe ansiedeln sowie die öffentlichen Plätze und Freiflächen behutsam weiterentwickeln.
Laufzeit
2023-04-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Adenbüttel liegt ca. 20 km von Braunschweig und 25 km von Wolfsburg entfernt, ist geprägt durch eine hohe Anzahl an Einfamilienhäusern, wenig Dienstleistungsangeboten vor Ort und ohne größeres ansässiges Gewerbe. Das führt zu einer Haushaltssituation mit geringen Gewerbesteuereinnahmen. Es fehlen finanzielle Mittel zum Schaffen von Begegnungsstätten und Rückstände bei Instandhaltungsmaßnahmen der Infrastruktur.
Für die Grund- und Gesundheitsversorgung oder die Nutzung eines öffentlichen Kulturangebots müssen Angebote in Nachbargemeinden in Anspruch genommen werden. Begegnungen vor Ort sind daher schwer möglich und die eigene Mobilität ist aufgrund des eingenschränkten ÖPNV - Angebots nahezu unverzichtbar. Insbesondere ältere BewohnerInnen und Jugendliche unserer Gemeinde haben es schwer, einer Freizeitaktivität nachzugehen und somit aktiv am Leben teilzunehmen. Dies ist möglicherweise ein Grund für den festzustellenden Vandalismus an Hauswänden und Bushaltestellen. Älteren BewohnerInnen ohne Mobilitätsmöglichkeit droht zudem Vereinsamung.
Unsere Nachbargemeinde ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Uns fehlen jedoch Kenntnisse darüber, wie unsere BewohnerInnen sich eine Weiterentwicklung unserer Gemeinde vorstellen. Ein aktuelles, mit allen BewohnerInnen erarbeitetes Leitbild / eine gemeinsame Vision gibt es leider nicht.
Um das Dorfgeschehen mit Leben zu füllen, Begegnungen zu schaffen und Zukunftsvisionen für künftige Entwicklungsentscheidungen zu erarbeiten, muss zwingend gehandelt werden.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Gifhorn, Adenbüttel
Beschreibung
Die Gemeinde Adenbüttel besteht aus den beiden Ortsteilen Adenbüttel und Rolfsbüttel und ist Teil der Samtgemeinde Papenteich, des Landkreis Gifhorn. Unzählige alte Bäume und Fachwerkhäuser prägen das Dorfbild. Es dominieren Einfamilienhäuser. Vor allem junge Familien und ältere BewohnerInnen leben hier. Junge Erwachsene verlassen meist die Gemeinde.
Das Fördergebiet beinhaltet die komplette Gemeinde Adenbüttel mit 1788 EinwohnerInnen auf 13,7km². Angebote an Grund- und Gesundheitsvorsorge gibt es vor Ort leider zu wenig. Die damit einhergehende Haushaltssituation stellt die Gemeinde vor große Herausforderungen.
Einwohnerzahl
1788
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/adenbuttel/20151631/4
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/gifhorn%2c-landkreis/3151/3
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/stranieri/gifhorn%2c-landkreis/3151/3
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziel des Förderzeitraums ist die Steigerung der Kommunikation und der Teilnahme aller BewohnerInnen der Gemeinde Adenbüttel an vielfältigen Aktivitäten innerhalb unserer Gemeinde.
Dabei sollen die Interessen und Bedarfe aller BewohnerInnen im Vordergrund stehen. Niederschwellige Angebote zur Steigerung von Begegnungen und Austausch vor Ort sollen geschaffen werden, sodass die Lebendigkeit vor Ort gesteigert wird. Weitere Versorgungslücken sollen Dank einer Vernetztung mit den umliegenden Gemeinden geschlossen werden. Ehrenamtliches Engagement seitens der BewohnerInnen ist eine tragende Säule dieses Projekts. Die GWA nimmt bei Haustürgesprächen und diversen weiteren Veranstaltungen Kontakt zu BewohnerInnen auf, vernetzt ansässige AkteurInnen, begleitet strukturverbessernde Projekte und unterstützt dort, wo Hilfe benötigt wird.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das entstandene Dorfentwicklungskonzept dient der langfristigen Weiterentwicklung der Gemeinde Adenbüttel im Interesse und gemäß den demokratisch erfassten Bedarfen aller BewohnerInnen. Um die Vereinsarbeit vor Ort langfristig zu unterstützen sollen 1000€/ p.a. in den Haushalt eingestellt werden. Bei wiederkehrenden Treffen sollen Vereine die Möglichkeit bekommen sich auszutauschen und bei einem jährlichen Grillabend soll allen ehrenamtlich Tätigen für ihr Engagement gedankt werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On