1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Cornelia Bittner
| Funktion | Insellotsin-Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mehrwert von GWA erkennen und leben
Projektbeschreibung
Mit der Nachförderung zum Aufbau von Gemeinwesenarbeit & Quartiersmanagement möchten wir verschiedene Ziele erreichen. Ein Fokus liegt auf dem Ausbau der Bürgerbeteiligung, der Stärkung der Selbstwirksamkeit und Eigeninitiative der Bürger. Dies soll durch die Umsetzung von Projekten, aber auch durch das Sichtbar werden und sich Gehör verschaffen der bisher stilleren Bürger mithilfe von Bürgerbeteiligungsformaten geschafft werden. Ein weiterer Punkt ist die Stärkung der Resilienz des Ortes mit seinen Einwohnern gegenüber sozialen Problemen. Es braucht ein starkes soziales Netz, welches Probleme abfängt und die Bewohner unterstützt. Nötig ist die Unterstützung der Gesundheitsvorsorge, die informiert über Gesundheitsangebote, Beratungen und Unterstützung anbietet. Die Resilienz der Menschen und Selbsthilfepotentiale können so gefördert werden. Der Mehrwert und die Bedeutung von GWA soll erkannt werden. Die Kommune, die Bürger und die Politik sollen sich verstärkt mit GWA auseinandersetzen, diese verstehen und schätzen lernen. GWA muss auch auf finanzieller Ebene als sinnvoll erachtet werden: indirekte Wirkungen, z.B. durch Aufbau aktiver Nachbarschaftshilfe und Stärkung von Mobilität sollen erkennbar werden. Senioren können durch die indirekte Wirkung z.B. länger zuhause wohnen bleiben. Aber auch die direkte finanzielle Wirkung durch Fördermittelakquise & Spendengelder muss sichtbar werden. GWA soll als Faktor zur Imageverbesserung der Kommune und des Standortes wahrgenommen werden.
Dafür braucht es eine starke GWA, mit unterstützter Öffentlichkeitsarbeit, einem Raum als konstante Anlaufstelle, Infoveranstaltungen uvm. Verschiedene Projekte & Aktionen können zusammen mit Bürgern, Dorfmoderatoren und der Politik umgesetzt werden. Eine Zusammenarbeit zwischen Inselgemeinde und Bürgern (besonders durch GWA & Dorfmoderatoren) soll gestärkt werden.
Wohnungsnot und Fachkräftemangel wird durch das Entstehen von alternativen Wohnkonzepten (Wohnen gegen Hilfe, Senioren WG´s, Mehrgenerationen Wohnen) entgegengewirkt. Auch Projektideen zur Förderung einer ökologischen Nachhaltigkeit sollen gestärkt und ausgebaut werden (z.B.: Bildungsangebote, Lebensmittelrettung, Image als 1. deutsche Fairtrade Insel stärken & mögliche Entwicklung hin zur nachhaltigen Kommune).
Dem starken Ungleichgewicht zwischen Tourismus und Bedürfnissen der Bewohner vor Ort soll durch die Gemeinwesenarbeit entgegengewirkt werden. Es braucht eine soziale Stelle nur für Langeooger.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Gesundheitsversorgung unzureichend: Wenige Versorgungsstrukturen im Alter, Fachkräftemangel. Es gibt kein Sozialamt vor Ort. Alles wird vor Ort dem Tourismus untergeordnet. Ständiger Durchlauf der Menschen durch Zuzug und Abwanderung und die Anzahl an Gästen führt zur Überfremdung des Lebensraums und zur Überlastung des Gesunheitssystems. Zusammenhalt und Rückzugsorte für Langeooger sind kaum gegeben und die Belastung für die Bewohner hoch. Es gibt kaum eine Möglichkeit sich vom Tourismus abzugrenzen. Dazu kommen teilweise schlechte Arbeitsbedingungen vor Ort. Viele Jobs sind dauerhafte Saisonjobs, die kaum Arbeitnehmerrechte beachten. Wenig bezahlbarer oder adäquater Wohnraum. Fast nur arbeitgeberabhängiges Wohnen möglich. Desinteresse an nachhaltigen Themen, da andere Probleme im Vordergrund stehen wie die eigene Existenzsicherung. Soziale Probleme stehen nicht im Fokus. Bis auf die GWA Stelle gibt es keine Stelle nur für Langeooger, die sich ausschließlich mit den Zielen und Wünschen der Langeooger beschäftigt, dabei ist ein Interessensausgleich zwischen Gästeinteressen und Bewohnern dringend erforderlich. Wenig Bürgerbeteiligung vorhanden. Stillere Bürger sind schwer zu erreichen und zu aktivieren. Kommunikation: es wird viel übereinander, wenig miteinander geredet. Es gibt kaum eine konstruktive Konfliktkultur. Es braucht Begegnungsraum, aber es sind keine Räume dafür vorhanden. Es gibt wenig Vernetzung sozialer Akteure vor Ort und mit dem Landkreis Wittmund. Geringe Resilienz der Insel gegenüber sozialen Problemen. Ein weiteres Problem ist das mangelnde Vertrauen der Bürger in die Inselgemeinde.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langeoog
Beschreibung
Insel Langeoog, zugehörig zum Landkreis Wittmund in Ostfriesland. Langeoog liegt zwischen den Inseln Baltrum und Spiekeroog im Nationalpark niedersächsisches Wattenmeer und im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer.
Einwohnerzahl
1750
Quelle / Anmerkungen
ländlicher Raum außerhalb der Saison, in der Saison Kleinstadt mit 10.000 bis 12.000 Tagesgästen und Urlaubsgästen vor Ort
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stand 29.01.2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Von 0 bis 18 Jahre- Einwohnermeldeamt 2024
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Von 55 bis 100 Jahre- Einwohnermeldeamt 2024
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
unbenannt.png
(637.11 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Orientierung an der Lebenswelt der Bewohner vor Ort, Fokus liegt auf Menschen vor Ort. Selbsthilfepotentiale werden gestärkt. Ideen und Wünsche der Bewohner werden ins Zentrum allen Handelns gestellt und Bewohner in die Prozesse der GWA einbezogen. Kein Handeln von oben herab, sondern auf Augenhöhe. Bedürfnisse der Bewohner stehen im Vordergrund. Netzwerke werden erweitert und verstärkt. Ressourcen der Menschen vor Ort, aber auch anderer Ressourcen (räumlich, finanziell) werden eingebunden und genutzt. Es wird immer erst geschaut, was bereits vorhanden ist, was genutzt werden kann an lokalen Ressourcen und erst dann andere Ressourcen dazu genommen (z.B. externe Referenten, Beratungsangebote vom Landkreis, die auf die Insel kommen), wenn die Ressource vor Ort nicht vorhanden ist. Projekte werden unterstützt und angeschoben, stärken aber die Selbstorganisation, die immer das übergreifende Ziel darstellt. Hauptamt stützt Ehrenamt. GWA dient als Vermittlerposition zwischen Kommune, Bürgern und Politik und unterstützt, koordiniert und setzt Impulse. Ein stärkerer Zusammenhalt der Bewohner wird gefördert und politische Beteiligung ermöglicht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der überwiegende Teil der Bevölkerung (mind. 80 Prozent) sich durch GWA angesprochen und wahrgenommen fühlt
Kriterium
Beschreibung
Angeschobene Projekte, Aktionen und strukturelle Veränderungen eigenständig laufen, mit Problemen an die GWA herangetreten wird und auch selbstständig auf Kommune und Politik zugegangen wird zur Problemlösung
Kriterium
Beschreibung
Bei Projekten, Aktionen zunächst Akteure vor Ort angesprochen und einbezogen werden.
Kriterium
Beschreibung
Ein stabiles soz. Netzwerk vorhanden ist, welches soziale Herausforderungen abfedern kann
Kriterium
Beschreibung
Alle Handlungsfelder mit bedacht werden und als Zusammenspiel gesehen werden.
Beschreibung
Eine zielgruppenübergreifende Arbeit bei allen Projekten mitgedacht wird und selbstverständlich wird
Beschreibung
Bürgerbeteiligungsformate entstanden sind und regelmäßig genutzt werden. Treffpunkte/Begegnungsräume geschaffen worden sind und eine feste Anlaufstelle dauerhaft vorhanden ist.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
katholisches Pfarrheim St.Nikolaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen & Suchtambulanz Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Insellotsinnen anderer Inseln & Verwaltungen anderer Inseln
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vor Ort ansässige Geschäfte- Supermärkte, Gastronomien etc.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Konzepte zur Verstetigung der GWA sollen in Kooperation mit Vereinen, Verbänden und Kommune erstellt und in Gremienarbeit vorgestellt und umgesetzt werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On