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Schule Bildung

Mehrgenerationen-Gemeinwesenzentrum Godshorn

Ansprechpartner
Falk Wook
Funktion Pastor
Mehrgenerationen-Gemeinwesenzentrum Godshorn
Projektbeschreibung
Wir sind als Ev.-luth. Kirchengemeinde die einzige KGM in Godshorn und haben ein grosse Gemeindehaus mit zwei großen Sälen, eine Jugendscheune, Kirche und Kapelle. Unsere Räumlichkeiten werden schon jetzt vielfältig genutzt z. B. durch den Pädagogischen Mittagstisch „Satt & Schlau“, der an fünf Tagen in der Woche 20 Grundschulkindern Hausaufgabenhilfe, Mittagessen und verlässliche Betreuung nachmittags in Kooperation mit der Grundschule anbietet. Ein interkulturelles Begegnungs- und Nähcafé bietet einen Treffpunkt für Geflüchtete und Einwohner von Godshorn. Mehrere Eltern-Kind-Treffen bieten Familien mit kleinen Kindern Raum für Erfahrungsaustausch. Die KiTa der Kirchengemeinde ist Schwerpunkt der Familienarbeit. Das DRK veranstaltet seine JHVs in der Kirchengem. Der Kulturring Godshorn nutzt die Kirche für seine Veranstaltungen, wenn das Dorfgemeinschaftshaus nicht zur Verfügung steht, regelmäßige Aufführungen eines Kinder-Musicals mit ca. 40 Kindern in der Kirche statt. In Kooperation mit der Region Hannover werden in Zukunft Hebammensprechstunden im Gemeindehaus angeboten. Es besteht eine koordinierende Termin-Zusammenarbeit mit DRK, AWO, Feuerwehr, Sport- und Schützenverein. Das Netzwerk für Geflüchtete für die Gesamtstadt Langenhagen, an dem auch die Sozialarbeiter*innen der Stadt teilnehmen, hat seinen Treffpunkt im Gemeindehaus. Es gibt also schon eine vielfältige Form von Kooperation, aber keine gemeinsame Strategie. Deshalb wollen wir ein MGZ aufbauen. Es bietet hier eine geeignete Plattform, um die vielfältigen Netzwerke und Formen der Zusammenarbeit u. a. bei familienunterstützenden Angeboten (weiter-) entwickeln können. Es kann auch mobil verortet werden und an verschiedenen Örtlichkeiten stattfinden. Es könnte zum Seismographen für Veränderungen und Bedarfe werden, wie eine Groß-Familie als Netzwerk von vielen Mitgliedern, Partnern und Nutzern, die motiviert werden, ihre eigenen Interessen zu erkennen und zu formulieren und gemeinsam umzusetzen. Hier geht es um Partizipation der Einwohner*innen von Godshorn. Ideen, Perspektiven, Bedarfe, Wünsche werden von der Bewohner*innen selbst entwickelt. Im Rahmen von Zukunftswerkstätten, Workshops, Worldcafés, open-space-Veranstaltungen können sie sich als Experten aktiv einbringen. Damit übernehmen sie die Ausrichtung und Gestaltung der Inhalte und Angebote. Teilhabe und Augenhöhe angelegte Kommunikationsstruktur könnten aktiv gelebt werden und Ressourcen gestärkt und Schwächen ausgeglichen werden.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Godshorn ist mit seinen 6.538 Einwohnerinnen und Einwohnern ein Ortsteil der Stadt Langenhagen und immer noch dörflich geprägt. Im Gegensatz zu den beiden Industriegebiete (eines bei Schulenburg) und der Air-Business-Park, wo mehr als 15.000 Menschen arbeiten, aber nur wenige wohnen. Zwischen diese und die Autobahnen ist Godshorn so eng eingefügt, dass das Ortsgebiet stark begrenzt ist. Trotzdem wird vermehrt gebaut und die Einwohnerzahlen steigen stetig an. Durch diese Veränderung und durch den demografischen Wandel wird Godshorn zusehends mehr zur Schlafstadt. Es ist für die Vereine und Verbände sehr schwierig, Neu Hinzugezogene und junge Einwohner für die Arbeit in diesen Vereinen zu aktivieren und Ehrenamtliche für Leitungsaufgaben zu gewinnen. Die Mitgliederzahlen der Vereine sinken bei gleichzeitigem Anstieg der Einwohner. Hier braucht es Angebote. 2015 wurde das Hallen-Freibad der Stadt Langenhagen in Godshorn geschlossen und wartet seitdem auf den Abriss. Dies ist zu einem entscheidenden Standortnachteil geworden. Die Banken verlassen den Ort. Angebote, die die Bedürfnisse der Menschen aufnehmen und diese für ihre eigenen Interessen sprachfähig machen, fehlen. Die Vereine, die Parteien, der Kulturring, die Feuerwehr, die Kirchengemeinde, die Kitas, die Schule, sehen die Probleme , aber es gibt keine gemeinsame Strategie dies zu ändern. Es müssen also gemeinsam Strategien und Methoden konzipiert werden, um die Bewohnerinnen und Bewohner in Godshorn in die Gestaltung des Gemeinwesens miteinzubeziehen und mit ihnen gemeinsam Perspektiven zu entwickeln.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langenhagen Godshorn
Beschreibung
Godshorn hat 6.538 Einwohner und einr Größe von 8,28 km², noch dörfliche Strukturen und ist seit 1974 Stadtteil Langenhagens (Region Hannover) südlich des Flughafens. Östlich liegt das Stadtzentrum von Langenhagen, im Süden das Hannoversche Vinnhorst und westlich die Stadtteile Schulenburg und Engelbostel. Beide großen Godshorner Gewerbegebiete sind geprägt durch Speditions- und Logistikdienstleister, so dass Langenhagen heute zu den gewerbesteuerstärksten Kommunen Niedersachsens zählt.
Einwohnerzahl
6538
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerstatistik Langenhagen vom 22.11.2019
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover Online Statistik vom 31-12.2019
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover online Statistik vom 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover online Statistik vom 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover online Statistik vom 31.12..2019
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik der Region Hannover vom 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Stastistik der Region Hannover vom 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik der Region Hannover vom 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik der Region Hannover vom 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Online Statistik der Region Hannover vom 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hier sind diejenigen jungen Menschen erfasst, im Alter von 15-26 Jahre, die auch Transferleistungen erhalten Online Statistik der Region Hannover vom 31.12.2019
GWA/QM-Ansatz
Das MGZ soll zielgruppenübergreifend für alle BewohnerInnen im Sozialraum nutzbar sein. Es soll alle Generationen (Kinder und Jugendliche, Erwachsene sowie Seniorinnen und Senioren) aber auch unterschiedliche Bewohnergruppen in ihre Arbeit einbeziehen. z. B. Organisation von Treffpunkten, Ausflügen etc., die für alle BewohnerInnen offen sind, ebenso, wie es Angebote für bestimmte Gruppen wie z.B. Seniorinnen, themengebundene Gruppenangebote geben kann. Die Motivation der Menschen soll gefördert werden, Einfluss auf ihre Lebenswelt zu nehmen. Sie greift Themen der Bewohnerinnen und Bewohner wie z.B. gesundheitsfördernde Angebote, Informationsveranstaltungen und aktuell Angebote zur Förderung von Lese- und Schreibkompetenzen sollen aufgegriffen und Hilfe zur Selbsthilfe und angeboten werden. Die im Sozialraum vorhandenen Ressourcen sollen nutzbar gemacht werden. Netzwerke im Sozialraum können gefördert und geschafft werden. Dabei wollen wir uns verschiedener Methoden bedienen. Neben Gruppenarbeit wie Methoden der Sozialforschung , Befragung und Untersuchung zur Feststellung von Bedarfen, soll aktive Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner deren Verantwortung für sich selbst und den eigenen Stadtteil zu fördern. So können frühzeitig Konflikte erkannt und Lösungen erarbeitet werden - eine wichtige Präventionsaufgabe. Präsenz im Quartier, Zugänge zu Bildungsangeboten und ein unmittelbarer Kontakt zu den Menschen tragen zur Verbesserung des Images des Stadtteils bei.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ortsrat Godshorn und Stadt Langenhagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kiulturring Godshorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, DRK, Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenverein, Sportverein TSV Godshorn, Tennisclub Godshorn, Förderverein Kirchengemeinde Zum Guten Hiren Godshorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Artztpraxen, Pflegedienste, Seniorenheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Godshorn, KiTas, Krippen, VHS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Kirchenkreissozialarbeit, Caritas, Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen, Familienzentrum Emma und Paul
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Präventionsrat Langenhagen, Bürgerstiftung Langenhagen, Offene Gesellschaft Langenhagen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Händler des Mittelstandes Godshorn, Unternerhmen des Business-Airport Parks Godshorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Langenhagen, Pressearbeit des Kirchenkreises Burgw.-Langenh., Lokalpresse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Parteien des Ortsrates Godshorn, Parteien des Stadtrates Langenhagen, Bürgermeister, Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ehrenamtliche Mitarbeitende der Kirchengemeinde, vom Päd. Mittagstisch Satt& Schlau, der Eltern-Kind Gruppen, der Musikgruppen und interessierte Mitbürger*innen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Ein MGZ ist immer auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die Auslobung durch die GWA und die Finanzierung durch die N-Bank sind als Anschubfinanzierung zu verstehen. In der Zwischenzeit werden wir versuchen, eine langfristige finanzielle Absicherung des MGZ durch Fundraising (Region, Kommune, Sponsoren) zu schaffen. Wir haben durch Kooperationsverträge und die 10jährige Finanzierung des Päd. Mittagstisches Satt & Schlau gute Erfahrungen in erfolgreichem Fundraising.
Galerie
hausaufgaben   frau lichtenberg2
satt schlau essen
satt schlau team kinder
satt schlau spielen mit lego
satt und schlau   kinder
satt und schlau logo mit titel in versalien neu
kita zgh   anspiel
kita zgh   lokomotive
Aufsteller
pressefoto_1.jpg (1.82 MB)
Zustimmung Veröffentlichung
On

Durch Gemeinschaft ins Leben

Ansprechpartner
Martin Leupold
Funktion Rektor
Der Gemeinschaft des Dorfes soll Gelegenheit gegeben werden, die ortsansässige Grundschule und deren Umfeld mitzugestalten, damit diese nicht nur als Bildungsort für Kinder, sondern gleichzeitig auch noch als Ort der Begegnung für Jedermann dienen kann.
Projektbeschreibung
Wendisch Evern ist ein Ort wie viele im Einzugsbereich großer Städte: Man findet alte Ortsstrukturen und Traditionen, weit verwurzelt in der Geschichte. Diese allerdings stehen im Widerspruch zu modernen Lebensweisen. Der Ort wandelt sich: Alte Menschen vereinsamen, Familienstrukturen gehen verloren, die örtliche Infrastruktur geht zurück, die Verbundenheit mit dem Ort und die Bereitschaft, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, schwinden. Daraus resultiert die Auflösung der Gesamtgemeinschaft. Die Vereine beschreiben den Verfall der Vereinsstrukturen bereits und kämpfen um Nachwuchs. „Projekte“, in denen weite Teile der Bevölkerung mit Hand anlegen, um ein „Gemeinschaftsprodukt“ zu erstellen, werden seltener. Nur ältere Dorfbewohner können noch den gemeinschaftlichen Bau der Mehrzweckhalle erinnern. Die Grundschule Wendisch Evern hat deshalb bereits vor mehreren Jahren erkannt, welche Verantwortung sie für den Ort und für dessen Gemeinschaft hat, welche Chancen sich ihr aber auch bieten: In Bildungsprojekten bringt sie Alte und Junge zusammen und diese lernen voneinander. Die Kinder der Schule profitieren beispielsweise vom Wissen eines ortsansässigen Hühnerzüchters, während dieser eine Erfüllung in der Weitergabe seines Wissens empfindet. Das Klassenzimmer wird in das umliegende Quartier erweitert. Auch engagiert sich die Schule in einer Bürger-Arbeitsgemeinschaft, die beispielsweise die preisgekrönte "SAUschlau-Tour" organisiert, bei der Jeder sein Wissen weitergeben kann. Ziel ist es nun, diese ersten Schritte weiterzugehen und das Schulgebäude an die pädagogische Grundhaltung anzupassen. Das aber mit der gesamten Dorfgemeinschaft, allen Vereinen sowie der Politik gemeinsam. Alle Interessierten sollen an einer Ideensammlung beteiligt werden. In einem Verständigungsprozess, einer Phase 0, sollen Vorschläge gesammelt werden, wie das Quartier baulich für die Schule erschlossen werden kann. Zeitgleich sollen die Dorfbewohner die Möglichkeit erhalten, die Schule für sich zu gestalten. Am Ende des Planungsprozesses wünschen wir uns, dass die Schule offener für die Bedürfnisse des Ortes ist und andersherum die Bürger der Schule noch mehr Bildungsangebote ermöglichen. Langfristig führt ein gemeinsam geplantes und später sogar realisiertes Gebäude zu einem Zusammenwachsen Aller. Die Schule gestaltet und entwickelt es weiter, weil sie damit ihrem Bildungsauftrag gerecht wird, während die Bürger es für sich nutzen, weil es sie als Dorfzentrum zusammenbringt.
Laufzeit
2020-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Das hiesige Dorfleben wird durch drei Probleme bedroht: Die potenzielle Schließung der Grundschule, die fehlende Nahversorgung und die sinkende Bereitschaft, sich für den Ort zu engagieren. Mit nur 79 Schülern ist die Grundschule einer der gefährdetsten Standorte des Landkreises Lüneburg. Der Schulträger fördert den Standort jedoch massiv und investiert damit auch in die Zukunft des Ortes! Nachdem sämtliche Nahversorgungsangebote verschwanden, gab es mehrere Bemühungen, diese erneut zu installieren. Leider sind sie allerdings alle gescheitert. Insbesondere ältere Menschen sind deswegen auf Unterstützung Jüngerer angewiesen, die jedoch nicht jeder unmittelbar bekommt. Besonderen Einfluss darauf hat die stetig sinkende Bereitschaft, sich für den Ort oder die Mitmenschen zu engagieren. Es wird immer schwieriger, Ehrenamtliche zu gewinnen. Die Verantwortung für Tätigkeiten und bestehende Freizeitangebote für die Dorfbewohner lasten auf immer weniger Schultern. Obwohl ein Kreis aus Bürgern (AG „Durch Gemeinschaft ins Leben“) das Gesamtwohl des Ortes in den Fokus nimmt, fehlt es in jedem Verein an tatkräftiger, zukunftssicherer Unterstützung. Ebenso fehlt eine gemeinsame, alle verbindende Dorfvision, die das Miteinander und die Identifikationsmöglichkeit für die Vielen bietet und damit ein Zusammenwirken und Engagement für das Dorfleben fördert. Ausgehend von der Schule soll der gesamte Freiraum des Ortes in den Fokus gerückt werden, um den Ort als Ganzes zukunftsfit zu machen und die generationenübergreifende Dorfgemeinschaft zu stärken und wiederzubeleben. Wenn diese auch in Zukunft fehlt, wird ein vitales Dorfleben über Kurz oder Lang vollständig zum Erliegen kommen!
GWA/QM-Ansatz
Das von der Samtgemeinde Ostheide angestrebte Beteiligungsverfahren ermöglicht es allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, ihre Gemeinde mitzugestalten, für sich und die Dorfgemeinschaft eine gemeinsame Vision und einen gemeinsamen Dorfmittelpunkt zu schaffen. Darüber hinaus können alle Bürgerinnen und Bürger Ideen vorbringen, die auch außerhalb des Dorfgemeinschaftsplatzes auf die Entwicklung des Dorfes wirken. Konkret wird dafür eine sogenannte Phase 0 gewählt. Sie ist ein Arbeitsprozess , der sich aus mehreren vorher festgelegten Schritten zusammensetzt. Das Ziel einer Phase 0 ist immer ein Einigungsprozess, bei dem die Beteiligten sich letztlich auf einen Vorschlag einigen, der die im Erarbeitungsprozess angesprochenen vielfältigen Ansprüche bestmöglich abbildet. Bestandteil sind Workshops, Fragen- und Interviewrunden, Besichtigungen, Auseinandersetzung mit pädagogischen und architektonischen Umsetzungsbeispielen oder andere prozessförderliche Elemente. Entscheidend ist, dass sich die Interessierten in einem gemeinsamen und transparenten Prozess miteinander und mit ihren Bedarfen auseinandersetzen. Durch die Auseinandersetzung mit den Interessen und Bedarfen der anderen Prozessbeteiligten wird nicht nur das Verständnis füreinander gefördert, durch den Einigungsprozess, der immer auch Bestandteil der Phase 0 ist, entsteht auch ein Ganzes, das von allen getragen wird. Das stützt den Gemeinsinn und fördert den Zusammenhalt.
Nachhaltigkeit
Ausgangspunkt ist zunächst die Grundschule. Die Samtgemeinde Ostheide gibt mit Umsetzung der Phase 0 auch ein deutliches Signal für den Erhalt des Schulstandortes. In der Zukunft werden die im Rahmen des Prozesses erarbeiteten und umgesetzten Ideen durch die Schule und den Schulträger weiterhin getragen werden. Der Schulstandort Wendisch Evern bedeutet gleichzeitig die Sicherheit für das Gesamtprojekt.
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buddY: Bildung. Gemeinsam. Gestalten.

Ansprechpartner
Marika Südbeck
Funktion Leitung Marketing und Engagementpartnerschaften
Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen. Erfolgreiche Wege für mehr Bildungschancen
Projektbeschreibung
Education Y plant ein Bildungsprojekt in der Stadt Braunschweig, welches über schulprogrammatische Arbeit gezielt chancengerechte Zugänge für Kinder schaffen will. Das Programm wird in Kooperation mit dem kommunalen Handlungskonzept "Braunschweig für alle Kinder" durchgeführt und soll die Folgen von Kinderarmut lindern. Aufbauend auf ein erfolgreich durchgeführtes Pilotprojekt in den Jahren 2016 - 2019 sollen hiermit nachhaltige Netzwerkstrukturen gestärkt und weiterentwickelt werden sowie weitere Schulen erreicht werden. Tbc.
Ausgangslage
Bildung ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. In Studien nachgewiesen und unbestritten gibt es jedoch einen direkten Zusammenhang zwischen dem Aufwachsen in Armut und Bildungschancen, das deutsche Bildungssystem verstetigt und verstärkt Ungleichheit. Gleichzeitig gewinnt der Bildungsabschluss als Armutsfaktor an Relevanz. Um soziale Armut und soziale Exklusion zu lindern, sind wirksame Interventionen entscheidend. Schwierigen sozioökonomischen Lebensumständen und deren Auswirkungen auf das Sozialempfinden und das psychische, gesundheitliche und emotionale Befinden von Kindern und Jugendlichen muss Resilienz, Bewältigungskompetenz und Selbstwertstärkung entgegengesetzt werden, damit diese Kinder dem Leben mit seinen Herausforderungen und seiner Komplexität gewachsen sind und in der Lage sind, im Sinne eines guten gesellschaftlichen Miteinanders mit anderen zu leben, zu handeln und Verantwortung für sich und andere zu tragen. Dies kann mit einer rein auf Wissensvermittlung fokussierten Lernkultur nicht erreicht werden, sondern setzt einen Lernbegriff des 21. Jahrhunderts voraus, der auch von sozialer und emotionaler Kompetenzförderung geprägt ist. Statt einem reinen Lernraum braucht es einen Lern- und Lebensraum, der die Förderung der ganzen Persönlichkeit mit gleichermaßen kognitiven Fähigkeiten und sozial-emotionalen Handlungskompetenzen vorsieht. Von einer solchen Schulentwicklung profitieren alle Schüler*innen, von Armut betroffene Schüler*innen aber in besonderem Maße.

No Plastic Be Fantastic - Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Nachbarschaftsbüros am Beispiel der Plastikproblematik

Ansprechpartner
Marina Becker-Kückens
Funktion Geschäftsführung
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Nachbarschaftsbüros am Beispiel der Plastikproblematik
Projektbeschreibung
Niedrigschwellige Konzepte zur partizipativen Integration von BNE in der Gemeinwesenarbeit (GWA) und gleichzeitiger Aktivierung von Bewohnern in sozial schwachen Quartieren in Niedersachsen sucht man bisher vergeblich. Ziel 1: Das Umweltbildungszentrum Hollen (RUZ Hollen) wird in Kooperation mit vier Nachbarschaftsbüros in Delmenhorst das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) modellhaft am Beispiel der Plastikproblematik in Delmenhorster Brennpunktgebieten zielgruppengerecht in die Sozialarbeit integrieren. Ziel ist, die Mitarbeitenden der Nachbarschaftsbüros in den Quartieren zu Multiplikatoren von BNE auszubilden. Sie werden so zu wirkungsvollen "Change Agents" in einem gesellschaftlichen Umfeld mit besonderen Herausforderungen. Ziel 2 & 3: Die Bewohner der Quartiere werden durch handlungs- und erlebnisorientierte partizipative Aktivierungsmaßnahmen mit niederschwelligem Ansatz in die Lage versetzt, beim Thema Plastik nachhaltig zu denken und zu handeln. Das Konzept GWA mit Umweltbildung zu koppeln ist in Niedersachsen bisher einmalig. Neben einem Leitfaden für die landesweite Übertragbarkeit wird zu einem Austausch eingeladen, damit andere Quartiere von den Erfahrungen profitieren können. Plastik ist Fluch und Segen zugleich und wird weltweit in immer größeren Mengen produziert. Da es nicht verrottet, verbleibt es in der Umwelt. Auch in Deutschland landen trotz eines guten Abfall- und Recyclingsystems noch immer große Mengen als Abfall in der Umwelt - mit gesundheitlichen Folgen für Mensch und Umwelt. Insbesondere in sozial schwachen Quartieren ist ein gedankenloser Umgang mit Plastik festzustellen. Trotz der hohen öffentlichen Resonanz auf das Problem gibt es bisher keine ausgereiften handlungsorientierten Konzepte und standardisiert übertragbare Maßnahmen. Hier setzt das Vorhaben an. Nach der Konzeptionsphase werden für die GWA der Nachbarschaftsbüros Fortbildungen zu BNE und Plastik angeboten. Mit den Bewohnern der Quartiere werden Aktivierungsmaßnahmen durchgeführt und eine Umweltbildungsreihe "Plastik" durchgeführt. Alle Aktivitäten werden über die Projektwebseite, soziale Medien und die lokale und überregionale Presse veröffentlicht. Es werden dauerhafte Strukturen aufgebaut, um die Inhalte und Ergebnisse übertragbar aufbereitet öffentlich zugänglich zu machen. Neben der Berichterstattung wird ein Leitfaden mit Übertragbarkeit für andere Kommunen erstellt. Das Vorhaben hat eine Laufzeit von 15 Monaten.
Ausgangslage
In Delmenhorst leben etwa 82.000 Menschen (2018). Fast 50% der gemeldeten Einwohner leben im Zentrum und von diesen haben die Hälfte einen Flucht- oder Migrationshintergrund, Tendenz steigend. Alphabetisierung und Sprachkenntnisse sind sowohl bei Zugezogenen als auch bei Einheimischen problematisch und Arbeitslosigkeit gehört zum Alltag (Stadt Delmenhorst gesamt: 8,3%, 2018). Der Anteil der Jugendarbeitslosigkeit ist überproportional hoch. Selbstwirksamkeitserfahrungen sind selten. Die Bewältigung des Alltags unter prekären finanziellen Verhältnissen ist für viele Bewohner bereits eine große Herausforderung. Bewusstsein für oder Kenntnis von Klima- und Umweltschutz ist kaum bis gar nicht vorhanden. Verständnis für Sinn und Notwendigkeit nachhaltigen Verhaltens (z.B. nachhaltiger Konsum) ist kaum entwickelt. Kompetenzen zur Umsetzung von Nachhaltigkeit im Alltag sind entsprechend schwach ausgeprägt. Nachhaltige Verhaltensweisen und Einstellungen werden bislang von den älteren Bewohnern nur wenig vorgelebt und so kaum an die jüngeren Generationen weitergegeben. In Delmenhorst ist die unsachgemäße Entsorgung und das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum (insbesondere Plastik) ständiges Diskussionsthema und ist Gegenstand regionaler Berichterstattung. Diese Probleme sind typisch für viele Städte in ganz Deutschland mit sozial schwachen Quartieren. Bisher fehlen Ansätze, die Probleme nachhaltig zu adressieren. Modellhafte Projekte mit hohem Nachahmungspotenzial können hier eine große Wirkung haben, die weit über das eigentliche unmittelbare Zielgebiet hinausgeht. Hier setzt das Vorhaben pionierhaft und fachbereichsübergreifend an.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Delmenhorst Hasport - Deichhorst - Düsternort - Wollepark
Beschreibung
Die Quartiere befinden sich in den Einzugsgebieten der Nachbarschaftsbüros Wollepark (Stadteil Nördliche Stadmitte), Düsternort (Stadteil Düsternort), Deichhorst (Stadteil Deichhorst) und Hasport (Stadteil Hasport).
Einwohnerzahl
40000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Referenz: Kinder 0-10 Jahren. Quelle: 1) Stadt Delmenhorst 2018; 2) Geschätzt anteilig in %: Anteil Wollepark, da der Wollepark nur ein Teilgebiet des Stadtteils Nördliche Mitte ausmacht.
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: 1) Stadt Delmenhorst 2018; 2) Geschätzt anteilig in %: Anteil Wollepark, da der Wollepark nur ein Teilgebiet des Stadtteils Nördliche Mitte ausmacht.
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: 1) Stadt Delmenhorst 2018; 2) Geschätzt anteilig in %: Anteil Wollepark, da der Wollepark nur ein Teilgebiet des Stadtteils Nördliche Mitte ausmacht.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: 1) Stadt Delmenhorst 2018; 2) Für das Projektgebiet: Schätzung und Mindestzahl. Es steht keine genaue Zahl zur Verfügung.
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslose junge Menschen unter 25 Jahren Quelle: 1) Stadt Delmenhorst 2018; 2) Schätzung für das Projektgebiet. Es stehen keine genauen Zahlen zur Verfügung.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: 1) Stadt Delmenhorst 2018; 2) Projektgebiet: geschätzt, es stehen keine Zahlen öffentlich zur Verfügung
Projektgebiet in Prozent
53
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: 1) Stadt Delmenhorst 2018; 2) Geschätzt für das Projektgebiet. Bekannt ist, dass über die Hälfte der Anwohner ausländischer Herkunft ist. Quelle: Stadt Delmenhorst 2018.
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Migrantische Haushalte werden als solche bezeichnet, wenn selbst 1 Person aus diesem Haushalt einen Flucht- oder Migrationshintergrund hat. Quelle: 1) Stadt Delmenhorst 2018; 2) Für das Projektgebiet: Geschätzt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: 1) Stadt Delmenhorst 2018; 2) Geschätzt: Es sind keine genauen Zahlen öffentlich verfügbar.
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Delmenhorst 2018 Für das Projektgebiet: Schätzung, öffentliche Zahlen stehen nicht zur Verfügung.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im Vordergrund steht die Konzeption und Erprobung eines modellhaften Vorhabens mit landesweiter Übertragbarkeit. Das unmittelbare Lebensumfeld und die Lebensumstände aller Bewohner in den vier Quartieren im gewählten Projektgebiet sollen im Sinne von Abfallvermeidung und der Plastikproblematik verbessert werden. Wissen und Selbswirksamkeitserfahrungen versetzen Berge. Vor diesem Hintergrund werden die hauptamtlichen GWA als sog. "Change Agents" weitergebildet, um den Ansatz von BNE nachhaltig in ihre Arbeit in den Quartieren zu integrieren. Gleichzeitig werden mit den Bewohnern partizipativ entwickelte Aktivierungsmaßnahmen in allen Quartieren durchgeführt. Die Verbesserungen sollen sich sowohl materiell (das Umfeld ist ästhetisch schön, Bewohner können sich umweldfreundlich verhalten, Abfall ist reduziert, weniger Ausgaben für Plastik), infrastrukturell (Grünflächen sind aufgeräumter/sauberer/kein wilder Abfall) und immateriell (Gemeinschaft erleben, Partizipation, Selbstwirksamkeitserfahrungen, kultureller Austausch, wohlfühlen usw.). Zentral ist außerdem der Ansatz, dass alle Bewohner der Quartiere zur Teilnahme eingeladen sind - unabhängig von Bildungsgrad, Herkunft und Tätigkeit. Damit arbeitet das Vorhaben auch ressortübergreifend. Modellhaft und übertragbar soll es zeigen, wie sich mit Umwelt- und Klimaschutz handlungs- und erlebnisorientiert das unmittelbare Lebensumfeld durch niedrigschwellige Weiterbildung und Aktivierungsmaßnahmen verbessern lässt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mindestens 10 Bewohner in jedem Quartier nehmen an der einführenden partizpativen Veranstaltung teil. Partizipation wird von Teilnehmenden gut und gerne angenommen. Die FB-Inhalte der Hauptamtlichen werden im Arbeitsalltag angewendet.
Beschreibung
Die Teilnehmenden erhalten Raum, ihre Ideen zum Thema Plastik/Abfall im Quartier zu formulieren und umzusetzen. Aktionen zur Abfallvermeidung und weniger Abfall sind/ist in den Quartieren sichtbar.
Beschreibung
Die Teilnehmenden erkennen ihre persönlichen Stärken und bringen diese in den Gestaltungsprozess ein.
Beschreibung
Selbstwirksamkeit: Die Teilnehmenden erkennen, dass ihre Teilnahme und ihre Ideen in anderen Kommunen Interesse wecken. Alle Bewohner werden angsprochen; Ganzheitlicher Ansatz, der inhaltlich Umweltaspekte einschließt.
Beschreibung
Sensibilisierung ist erfolgt: Die Teilnehmenden haben erkannt, dass und weshalb weniger Plastik und weniger Abfall im Alltag möglich ist. Sie haben auch erkannt, dass die Umwelt schützenswert ist und dass das durch eigenes Handeln wirksam möglich ist.
Beschreibung
Teilnehmende interessieren sich für Aktivitäten in den anderen Quartieren. Ein Erfahrungsaustausch mit niedersächsischen Kommunen und andern in der GWA Tätigen findet statt. Die Inhalte, Ergebnisse und Erfahrungen sind zur Verfügung gestellt.
Beschreibung
Teilnehmende kommen gerne und im Idealfall häufiger. Partizipativ entwickelte Aktivierungsmaßnahmen werden in allen Quartieren umgesetzt.
Vorhandene Strukturen
In allen vier Stadtteilen sind die Diakonie und die AWO mit Nachbarschaftsbüros z.T. seit vielen Jahren erfolgreich etabliert und fester Bestandteil des Quartieralltags. Mit vielen und unterschiedlichen Angeboten sind die Einrichtungen und Mitarbeitenden bei den Bewohnern akzeptiert. Folglich weist das Projektgebiet funktionierende und etablierte hauptamtliche und ehrenamtliche Strukturen auf.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Delmenhorst und andere interessierte Kommunen für die Übertragbarkeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie als Gesamtkoordination der Nachbarschaftsbüros
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wirksame und übertragbare Projektdarstellung in der Lokal- und Regionalpresse sowie in der Fachpresse.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO als Träger eines der Nachbarschaftsbüros
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Teilnehmende
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Bessere Schulintegration und Beratung junger Roma und Roma-Frauen

Ansprechpartner
Sandra Goerend
Förderung von Bildung junger Roma, Integration, Beratung von Roma-Frauen und -Jugendlichen
Projektbeschreibung
Das Projekt basiert auf zwei wesentlichen Elementen: • Förderung von Bildung und damit Integration von Roma-Jugendlichen • Beratung und Unterstützung von Roma-Frauen und -Jugendlichen Aufgrund der strukturellen Diskriminierung, massiver Chancenungleichheit aber auch Mobbing (unterschiedlicher Arten) entwickeln Roma-Kinder häufiger auffälliges Verhalten. Im Jugendalter äußert es sich oft in Schulverweigerung. Es Bedarf hier neuer Ansätze, die die Jugendlichen dabei unterstützen, wieder zur Schule zu gehen, um damit ihre Zukunftschancen und ihre Integration in die Gesellschaft zu verbessern. Lehrkräfte sind häufig überfordert, da sie nicht verstehen, warum sich die Jugendlichen in dieser Art verhalten und was sie dagegen tun können. Auch sie benötigen Unterstützung, wie wir oft erfahren. Um diesem Bedarf zu begegnen, möchten wir für die Göttinger Schulen, in denen viele Roma-Jugendlichen beschult werden, Workshops anbieten. Die Workshops richten sich dabei nicht nur an junge Menschen der Minderheit, sondern an alle Jugendlichen, um Kontakt und Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft zu fördern und nicht vereinzelte Jugendliche als "Problemverursacher" zusätzlich zu stigmatisieren. Die Workshops basieren auf den gebündelten Kompetenzen der involvierten Teamer_innen. Wir arbeiten zum einen mit theaterpädagogischen Elementen, die sich mit Identität befassen, die Konzentration und die Aufmerksamkeit der jungen Menschen fördern sollen. Zum anderen benutzen wir Methoden aus der Antidiskriminierungsarbeit. Auch diese arbeiten mit Identität und befassen sich damit, wie Herkunft die Chancen im Leben strukturiert. Das zweite Element des Vorhabens ist der Ausbau unserer Antidiskriminierungsstelle. Wir werden häufig von Personen kontaktiert, die Beratung und Unterstützung benötigen, da sie im Umgang mit Behörden oder im Alltag Diskriminierung erfahren. Es gibt einen hohen Bedarf, jedoch wenige Anlaufstellen. Anknüpfend an die oben geschilderten Problemlagen junger Roma möchten wir die Beratungsstelle mit Fokus auf Frauen und Jugendliche erweitern. Roma trauen sich häufig nicht, zu etablierten Institutionen oder Beratungsstellen zu gehen, da sie häufig Ablehnung erleben. Wir sind lokal gut vernetzt und wissen, an wen wir Menschen ggf. weitervermitteln können, wenn es z.B. um die Unterstützung bei der Ausbildungssuche geht. Besonders Frauen sollen bei unserer Beratungsstelle einen geschützten und vertraulichen Raum finden, um ihre Probleme zu klären.
Ausgangslage
In Göttingen leben ca. 600 Roma. Viele von ihnen sind als Bürgerkriegsflüchtlinge aus den Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens nach Deutschland gelangt. Anders als die deutschen Sinti und Roma, sind sie nicht als nationale Minderheit anerkannt. Viele von ihnen leben nach wie vor in aufenthaltsrechtlich prekärem Status. Die Biografien dieser Generation sind von Kriegs- und Traumatisierungserfahrungen in den Herkunftsländern geprägt, während ihre Kinder und Enkel zum großen Teil in Göttingen geboren und aufgewachsen sind. Es gab nie angemessene Bemühungen des Staates, Roma bei der gesellschaftlichen Integration zu unterstützen und damit eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Im Gegenteil: Diskriminierung prägt in vielen Bereichen den Lebens den Alltag dieser Menschen: Sei es im Bereich der Bildung und auf der Suche nach Wohnung oder Arbeit, durch Behörden oder in der Nachbarschaft. Aufgrund der weitreichenden Konsequenzen erachten wir die Benachteiligungen im Bildungssystem als besonders gravierend. Diese Form struktureller Diskriminierung äußert sich z.B. darin, dass Roma-Kinder überdurchschnittlich häufig auf Haupt- und Förderschulen geschickt werden. Ihre Zukunftschancen sind damit von vorneherein schlechter als die anderer Kinder. Dass viele von ihnen zu Schulverweigerern werden, ist die Konsequenz. Wir wurden daher von einer Göttinger Schule angefragt, sie bei der Integration dieser Jugendlicher zu unterstützen. Roma-Frauen sind zudem als Frauen noch von erheblich komplexeren Diskriminierungen betroffen und benötigen eine eine vertrauliche, qualifizierte und sensibilisierte Beratung für ihre Problemstellungen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen gesamt
Einwohnerzahl
134824
Quelle / Anmerkungen
in 2017 laut http://www.goesis.goettingen.de/pdf/Faltblatt.pdf
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Zielgruppen wohnen zwar weitgehend in Göttingen Grone und Göttingen Weststadt. Die Schulen befinden sich jedoch in anderen Stadtteilen. Die angegangenen Zielsetzungen des Projekts sind zudem sozialer Natur und für das gesamte Stadtgebiet relevant. Sie dienen dazu, die Zukunftsperspektiven und die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen zu verbessern. Wir würden die Fokussierung auf die o.g. Stadtteile zudem als weitere Stigmatisierung von Roma begreifen.
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt soll die schullische Situation verbessern, indem es die Jugendlichen bei der Integration unterstützt und damit die Lehrkräfte entlastet. Eine Verbesserung der Bildungssituation führt unserer Erfahrung nach am nachhaltigsten zu Integration und damit einer Verbesserung des sozialen Klimas.
Qualitätskriterien
Beschreibung
das schulische Zusammenleben besser funktioniert und sich die Fehltage/ -stunden der Jugendlichen reduziert haben.
Beschreibung
es weitere Zusammenarbeit zwischen uns und den Partnern geben wird und mehr Zufriedenheit bei den beteiligten besteht.
Vorhandene Strukturen
Das Roma Center hat eine etablierte Beratungsstelle, die regelmäßig von Roma als auch von Unterstützer_innen, Mitarbeiter_innen von Institutionen und anderen Organisationen frequentiert wird. Zudem sind wir gut vernetzt und können auf diese vorhandenen Strukturen aufbauen. Die Arbeit, die wir derzeit nebenbei machen müssen, wie etwa Jugendliche bei der Ausbildungssuche unterstützen, soll in unsere regelmäßige Arbeit aufgenommen werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Berufsbildene Schule III, weitere Schulen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Boat People Projekt, Luise Rist
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Träger der Jugendhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauenberatungsstellen
Typ
Stadtteil
Galerie
11n11 768x512
ws okt2017 thatslife
ws okt2017 gruppe kopie
dsc 0023 opia
Zustimmung Veröffentlichung
On

Vielfältige Nachbarschaft - zuhause in der Alpheide

Ansprechpartner
Barbara Weissenborn
Organisation Sprotte e. V.
Funktion Geschäftsführerin
Meine Nachbarn, die anderen und ich – öfter mal was gemeinsam machen! Vielfältige und intergenerative Angebote zur Stärkung der Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Ziele im Projekt sind intergenerative Begegnung und Akzeptanz unterschiedlicher Lebenslagen, Ableitung und Berücksichtigung verschiedener Bedürfnisse an das Lebens-/Wohnumfeld,Nachbarschaft und Gemeinwesen, Aktivierung der verschiedenen Bewohner*innen für die Entwicklung von Beteiligungsstrukturen und diese zu etablieren. 2018 wurde erste Strukturen dazu durch ein Projekt in der Richtlinie "Migration und Teilhabe" erarbeitet und in Ansätzen implementiert. Aufbauend sollen Schwerpunkte in der GWA gesetzt werden, die richtungsweisend und Maßstab gebend für die zukünftige Arbeit der drei Einrichtungen im Gebiet sein sollen. Das MGH familienhORT arbeite im Schwerpunkt „stark alternde Kommune“ und ist besonders darum bemüht, mit seinen Angebote intergenerativ und entlastend zu agieren, um die Begegnung, aber auch die Versorgung der verschiedenen Generationen zu fördern und Synergieeffekte nutzbar zu machen. Als erste Erfolge lassen sich die hohe Zahl der Ehrenamtlichen als auch die Vielzahl der Angebote anführen, die zum Teil schon selbstorganisiert stattfinden und die Infrastruktur des Hauses nutzen. In der Richtline konnte ein hoher Grad an Selbstwirksamkeitserfahrungen für die Engagierten und die Nutzenden abgeleitet werden, auf dem nun weitere Strukturen aufgebaut werden sollen. Qualifizierung zur ehrenamtlichen Unterstützung von Älteren und die Freizeitgestaltung für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, Organisation von außerschulischen Lernen und Angeboten einer „sorgenden“ Nachbarschaft sollen in diesem Projekt organisations übergreifend strukturiert und umgesetzt werden, um den Betrieb einer gemeinsamen Einrichtung durch Kindertagesstätte, Mehrgenerationenhaus und Schule mit Wirkung in das umliegende Quartier zu erreichen. Der Bau dieser Einrichtung wird vom Land Niedersachsen gefördert. Um die Bewohner*innen und Einrichtungen konzeptionell zusammenzubringen sollen im Projekt die Gebietsstrukturen identifiziert und verstärkt werden. Kita und Schule arbeiten bisher nur wenig gemeinwesenorientiert und Beschränken auf ihre Kinder und Familien, bisher gab es GWA nur über das MGH familienhORT. Um GWA als Querschnittsaufgabe aller Einrichtungen und in Mitverantwortung der Bewohner*innen für ihr Quartier zu erreichen, sollen im Projekt drei Bausteine zum Erfolg führen. Befähigung der Bewohner*Innen im Gestaltundsprozess, Ertüchtigung der Einrichtungen zur organisierten Zusammenarbeit und Entwurf eines gemeinsamen Leitbildes für das Quartier.
Ausgangslage
Die Alpheide ist ein Wohnquartier mit 5400 EW, wenig Infra- und stark unterschiedlicher Bevölkerungsstruktur. Ältere, Menschen mit Zuzugsbiographie, Familien mit Kindern leben dort. Inklusive Kita, Grundschule, Seniorenzentrum und MGH sind als Einrichtungen dort zuhause. Erste Ansätze zur GWA gibt es seit 2012, damals wurde im Bundesprogramm "Orte der Integration" das MGH als Modellvorhaben vorentwickelt. Auf Betreiben des Sprotte e.V. wurde über "Anschwung für frühe Chancen" ein Netzwerk der Einrichtungen geschaffen. Größte Herausforderung ist die inhomogene Zusammensetzung und die stark unterschiedliche Interessenlage der Bewohner*innen und Einrichtungen im Gebiet. Der Wunsch nach einer gemeinsamen Einrichtung als Zentrum für GWA und Bildung wurde bisher nur durch Kommune und Einrichtungen bearbeitet, das Gebäude soll aber von bürgerschaftlichem und nachbarschaftlichen Engagement getragen werden. Unser Projekt zielt auf eine intensive Beteiligung aller Bewohner*innen und Einrichtungen ab, um die Bedarfe zu identifizieren und zusammenzuführen. Das Quartier muss endlich durch Prozessbegleitung und Beteiligungsverfahren am Aufbau der neuen Strukturen beteiligt und vollumfänglich einbezogen werden. Erste Grundlagen dafür gab es 2018 durch das Projekt „Alpheide lebt Vielfalt“ des MGH, aus dem neue Gruppen und Aktivitäten entwickelt werden konnten. Ein Schwerpunkt ist die Beteiligung der alternde Bevölkerung werden, die mit ihren Kompetenzen/ besonderen Bedarfen bisher wenig eingebunden ist. In den kommenden Jahren wird sie die größte Bevölkerungsgruppe bilden. Ein moderiertes, dynamisiertes Miteinander, um Generationenkonflikte zu vermeiden, ist dringend erforderlich.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser
Beschreibung
Das Projektgebiet wir im Süden durch eine stark befahrene Ortsausgangsstraße durchschnitten, ein Teilgebiet schließt sich auf der südlichen Seite der Sztraße an, im Westen bildet der Steinhuder Meerbach eine natürliche Grenze, die durch ein Neubaugebiet (in Planung) und eine Brücke überwunden werden soll, nördlich und östlich schneiden eine dreispurige Bahnstrecke und die vierspurige Ortsumgehung das Gebiet ab.
Einwohnerzahl
5400
Quelle / Anmerkungen
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Nienburg/Weser
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In unserem Projekt stehen die Bewohner*innen im Mittelpunkt und wir wollen ihre Kompetenzen und Qualitäten für mehr Selbstorganisation stärken, ihre Selbstwerterfahrung ertüchtigen, um sie als Nutzer*innen und Mitorganisator*innen des geplanten Nachbarschaftszentrums zu gewinnen. Uns ist wichtig, dass wir die Bewohner*innen endlich mindestens querschnittlich an der Erstellung eines Leitbildes beteiligen und die verbesserte Infrastruktur im Quartier für mehr Menschen nutzbar machen können. Als Potential für den Projektprozess bringen wir als erfahrener Träger der GWA unsere Netzwerke und Kontakte ein, als Träger des MGH haben wir bereits Erfahrungen in der intergenerativen Arbeit gesammelt und wissen um die besonderen Herausforderungen und das Erfordernis, Zielgruppenübergreifend zu agieren. Im Rahmen unserer Arbeit verstehen wir uns als "Ermöglicher". Durch das Eröffnen von Mitwirkungsmöglichkeiten an der Gestaltung und an der inhaltlichen Ausrichtung der GWA im Gebiet wird das Miteinander der Bewohner*innen gestärkt. Über das Projekt kann das Quartier als eigenständiger Stadtteil wahrnehmbar werden, es wirkt identitätsstiftend und trägt zum Selbstbewusstsein bei, dass sich am Ende in der gemeinsamen Erstellung eines Leitbildes niederschlagen soll und Konflikte der Verschiedenen Bewohner*innengruppen sichtbar und so auch lösbar machen kann. Die Befähigumng zur Selbstorganisationist uns wichtig, um nachhaltige Strukturen zu ermöglichen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akzeptanz des neuen Nachbarschaftszentrums durch ein gemeinsam erarbeitetes Leitbild gestärkt wird, die Bewohner*innen das Zentrum auch eigenständig und selbstorganisert nutzennutzen
Beschreibung
In den Beteiligungsverfahren querschnittlich die Bedarfe alle Bewohner*innen identifiziert und berücksichtigt sind, bestehende Konflikte durch neue Begegnungsformen aufgelöst wurden
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Städtische Kita
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenzentrum Alpheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Alpheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bewohner*innen im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
MGH familienhORT
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GBN Wohnungsunternehmen GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stiftungen und Serviceclubs zur Akquise zusätzlicher Mittel
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Bildung vor Ort

Ansprechpartner
Margot Kley
Funktion Organisatorin
Bildung vor Ort
Projektbeschreibung
Bildung vor Ort ist ein bürgerlich initiiertes Bildungsprojekt, das sich an Zugewanderte in Bleckede richtet. Durch die ländliche Struktur hier ist vielen Menschen der Zugang zu Bildung erschwert. Besonders die Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht die offiziellen Integrationsangebote in Lüneburg, (26 km entfernt) besuchen können. Z. B. Frauen die kleine Kinder zu betreuen haben, berufstätige Menschen die hier im Ort arbeiten oder eine Ausbildung machen. Wir fördern ihre Chance, sich im Alltag in Deutschland zurechtzufinden und an Kultur und Bildung teilhaben zu können. Ziel des Projektes ist die Hinführung zu den offiziellen Sprachprüfungen des jeweiligen Niveaus, für ein selbstbestimmtes integriertes Leben in Deutschland. Wir organisieren: 1. Deutschkurse für Frauen mit kleinen Kindern samt Kinderbetreuung. 2. Ein "offenes Büro" für alle Fragen und Bedarfe und geben den Geflüchteten Hilfestellung. 3. Internationales Café als Treffpunkt aller Nationalitäten und Kulturen.
Ausgangslage
Es wird in Bleckede kein offizieller Deutschunterricht angeboten. Die nächste Möglichkeit ist Lüneburg. Das ist bei Familien mit kleinen Kindern ein Problem. Die Männer können die Kurse in Lüneburg besuchen, aber die Frauen nicht. Die Anfahrt nach Lüneburg kostet viel Zeit. Der Unterricht kann nicht voll mitgemacht werden, weil die Rückkehrzeit der anderen Kinder aus dem Kindergarten oder Schule ansteht. Nicht Kindergartenkinder müssten mitgenommen und betreut werden, da sie teils noch gestillt werden. Das ist nicht möglich. 2017 starteten wir privat mit 5 Frauen und deren kleinen Kindern einmal wöchentlich. Während die Mütter lesen und schreiben lernten, haben sich 2 Personen im selben Raum um die Kinder gekümmert und mit ihnen gespielt. Das ging so bis Oktober 2017. Dann fuhren wir privat von Okt. 2017 bis Juni 2018, erst 3 mal wöchentlich, dann ab Febr. 2018, 4 mal die Woche, 3 Frauen mit 2 Kleinkindern zum Unterricht nach Dahlenburg, (12 km entfernt) zu einem Frauenkurs mit Kinderbetreuung. Es gibt dorthin keinen ÖPNV. Sept. 2018 erhielten wir in Bleckede einen Sprachkurs von 60 Unterrichtsstunden von der VHS Lüneburg finanziert. Es nahmen 6 Frauen und 3 Männer am Kurs teil und 4 Kleinkinder mussten beschäftigt werden. Das Sprachniveau der Teilnehmer bewegte sich zwischen primärem Analphabetismus A2 Niveau. Einen Anschlusskurs bekamen wir nicht. Wir organisierten privat den weiteren Unterricht 3x pro Woche mit 3 Frauen und 3 Kleinkindern. Das ist aber auf Dauer ehrenamtlich und unentgeltlich nicht zu leisten. Durch unsere Initiative ermöglichen wir den Zugewanderten eine sinnvolle Integration und verhindern aktiv die Bildung einer Parallelgesellschaft.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bleckede
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Bleckede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Lüneburg, Ortsverein Bleckede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische wie Katholische Kirche Bleckede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeszeitung Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Lüneburg, Migrationsbeirat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingshelfer vor Ort
Typ
Stadtteil
Galerie
zahra am tk
zaglina im supermarkt
20190304 100555
Videos
Zustimmung Veröffentlichung
On

3 Leben im Meer - Jugend mit Zukunft auf Wangerooge (Teilprojekt 3)

Ansprechpartner
Marcel Fangohr
Funktion Bürgermeister
Mikrokosmos Wangerooge - Qualifizierte Jugendarbeit und Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten
Projektbeschreibung
Wangerooge ist die östlichste der Ostfriesischen Inseln und mit 1.330 Einwohnern auch eine der kleineren. Wangerooge ist mit 127.000 Gästen und knapp 1 Mio. Übernachtungen jährlich ein touristisches Schwergewicht und einer der Tourismus Hotspots in Niedersachsen. Das heißt im Jahresrhythmus: In der Saison sind alle Betriebe der Insel vollständig ausgelastet und die Einwohnerzahl der Insel steigt auf Großstadtniveau an. Außerhalb der Saison zieht sich die Einwohnerzahl wieder auf Dorfniveau zusammen. Dies wirkt sich zwar positiv auf die wirtschaftliche Situation aus, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben. Der Insel fehlt außerdem zunehmend der Nachwuchs: Die Beschulung ist auf Wangerooge zwar bis einschließlich 10. Klasse möglich, der weitere Bildungsweg erfordert i. d. R. jedoch dem Umzug aufs Festland. Die Jugend, die im Zuge der Bildungswanderung die Insel verlässt, kehrt später in den wenigsten Fällen zurück, aufgrund fehlender Perspektiven wie z. B. dem Mangel an bezahlbaren Wohnraum und den hohen Lebenshaltungskosten (Wangerooge ist nur per tideabhängiger Fähre oder Inselflieger erreichbar; damit werden auch alle Güter transportiert). Für diejenigen, die auf der Insel bleiben wollen, fehlen meist Ausbildungsmöglichkeiten abseits des Tourismus, sodass die Entscheidung, auf das Festland zu gehen, schnell getroffen ist, zumal Bedürfnisse der Jugendlichen, insb. in Sachen Freizeitgestaltung, auf Wangerooge aufgrund der begrenzten Möglichkeiten oftmals zu kurz kommen. Die beschriebene Situation hat weitreichend Auswirkungen auf das Vereinsleben, die Inselgemeinschaft und die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge, aber auch die Verfügbarkeit von Fachkräften. Die mit diesem Projekt aufzubauende Gemeinwesenarbeit soll die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und damit einen attraktiven Wohnort, insb. auch für Jugendliche und junge Menschen. Dies geschieht exemplarisch und stellvertretend für die anderen Inseln; der Ansatz soll übertragbar sein. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt daher die insel- und themenübergreifende Vernetzung. Die Auswahl der Schwerpunktsetzung kommt nicht von ungefähr: Die Inselgemeinde Wangerooge arbeitet seit einigen Jahren bereits an dem Thema: Die im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insb. diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
Ausgangslage
Warum bietet die Insel mir nicht das in meiner Freizeit, was ich mir wünsche? Wie komme ich aufs Festland, wenn die Fähren gerade mal wieder nicht fahren? Was mache ich, wenn ich die Schule abgeschlossen habe? - Dieses sind nur einige der Fragen, die sich Jugendliche auf Wangerooge, gleichermaßen wie auf den anderen Inseln, stellen und die im Rahmen des Projektes eine Rolle spielen werden. Seit einiger Zeit arbeiten zwei Jugendvertreter in den politischen Gremien mit. Darüber hinaus gibt es eine Jugendbeauftragte der Verwaltung, die als Kontaktperson für die Jugendlichen zur Verfügung steht. Auf diese ersten Ansätze soll aufgebaut werden. Durch die Gemeinwesenarbeit soll ein Prozess angeschoben werden, der die gesamte Inselbevölkerung einschließt und in Folge dessen die Herausforderungen, denen sich die Wangerooger Inselgemeinschaft stellt, angegangen werden; mit dem Ziel, dass die Insel langfristig auch wieder für junge Menschen attraktiv wird. In diesem Zuge müssen Bleibe- und Rückkehrperspektiven geschaffen werden, um Fachkräfteengpässe zu beheben und einen Umgang sowohl mit dem Fachkräftemangel wie auch mit dem demografischen Wandel zu entwickeln. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Verknüpfung der Sicherung und Entwicklung von Angeboten für Fachkräfte und Ausbildungsmöglichkeiten gerade für junge Menschen gelegt werden. Darüber hinaus sollen alle Bewohnerinnen und Bewohner Wangerooges, darunter auch die Jugendlichen, für Mitbestimmung und ehrenamtliches Engagement sensibilisiert und motiviert werden. Die Art und Weise wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern selber vorgegeben, die einzustellende Person arbeitet als Motivator, Netzwerker und Facilitator.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Wangerooge
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel (Hauptort und Westdorf).
Einwohnerzahl
1330
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand 07/2017
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mind. 50 % der Wangerooger Bevölkerung sich beteiligt.
Beschreibung
In der Transformationsphase haben sich Gruppen von Aktiven gefunden, die die Entwicklung in die Hand nehmen. Es finden Aktionen für die Inselgemeinschaft statt, die gut besucht werden.
Beschreibung
Alle (Alters-)Gruppen sind in den Prozess involviert und profitieren davon.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Beschreibung
Die Wangerooger Bewohnerinnen und Bewohner haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Inselgemeinde Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inselschule Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine (Yacht- und Segelclub, Turn- und Sportverein)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

#sprachlernendesspiel 5.0

Ansprechpartner
Julian Mende
Theater - Sprache - Integration
Projektbeschreibung
#sprachlernendesspiel ist ein Projekt, das ein Schuljahr lang Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunft mit theaterpädagogischen Mitteln die Deutsche Sprache vermittelt und dabei die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in ihrem Stadtteil ermöglicht. Der nächste Durchgang startet im August 2019 und endet im Juni 2020. In den wöchentlichen Theaterproben und einer größer angelegten Abschlusspräsentation am Ende des Schuljahres erleben sie Selbstwirksamkeit mit theaterpädagogischen Mitteln. Neun Schulen aus Hannover und der Region mit insgesamt 10 Sprachlernklassen sind Projektpartner. In den Theaterproben wird zu selbst gewählten Themen gearbeitet, die sich aus den Interessen der rund 160 Sprachlerner und deren Mitschülern ergeben. So kann natürlich das Thema Flucht im Fokus stehen, der Blick in die Zukunft geöffnet oder aber das eigene Verständnis von Demokratie und Teilhabe auf der Bühne verhandelt werden. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten pro Gruppe eine Szene, eine Collage oder ein Stück, das am Ende des Schuljahres als gemeinsame Präsentation in der großen Aula der Leonore-Goldschmidt-Schule aufgeführt wird. Innerhalb einer Kooperation zwischen der Gesellschaft für Theaterpädagogik, der Leibniz Universität Hannover und der Leonore-Goldschmidt-Schule werden 20 angehende Lehrer für das Fach Darstellendes Spiel (Bachelor und Master-Absolventen des Studiengangs Darstellendes Spiel) in einer Lehrveranstaltung auf das Projekt vorbereitet. Die Studierenden werden befähigt, im Tandem Theaterworkshops mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Sprach- und Kulturräumen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren durchzuführen. Dieses Angebot geht über den regulären Unterricht hinaus; die Schule dient jedoch als ein wichtiger Bezugspunkt, um die neuen Sprachlerner zu erreichen. Die 20 Studierenden arbeiten als freie Mitarbeiter und werden in regelmäßigen Evaluations- und Netzwerktreffen von einem freien Mitarbeiter, supervisorisch begleitet und in der Organisation unterstützt.
Ausgangslage
Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunft haben wie alle in Deutschland lebenden Kinder das Recht, die Schule besuchen zu dürfen! Die Sprachbarriere als erste Hürde wird in Sprachlernklassen so gut wie möglich abgebaut. Das Lernen findet hier in der klassischen Klassenzimmer-Situation statt. Zwar sind die Klassen deutlich kleiner als Regelklassen, die Bedürfnisse dieser Schülerinnen und Schüler sind aber trotzdem sehr unterschiedlich. Manche besuchen zum ersten Mal im Leben die Schule, manche haben durch eine Fluchterfahrung Ängste, manche haben starke Konzentrationsschwierigkeiten, manche sind in ihrer Entwicklung viel weiter als andere, manche sitzen nun im Klassenraum mit anderen zusammen, die in ihrer Heimat als Feinde gelten. Man könnte hier den Facettenreichtum der Schülerinnen und Schüler noch weiter ausführen, es wird aber deutlich, dass die intensive aber klassische Beschulung nur einen Teil der Entwicklungspotentiale fördern kann. An dieser Stelle setzt #sprachlernendesspiel an. Um einen Eindruck der Arbeit zu erlangen, möchte ich auf den Aufführungstermin des diesjährigen Durchlaufs von #sprachlernendesspiel aufmerksam machen. 28.05.2019 - 11 Uhr in der Aula der Leonore-Goldschmidt-Schule, Mühlenberger Markt 1, 30457 Hannover.
GWA/QM-Ansatz
#sprachlernendesspiel ist partizipativ, aktivierend und bestärkt Schülerinnen und Schüler zur Formulierung ihrer Themen und Interessen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dieser Standard ist beim erfolgreichen Start des Projekts bereits erreicht
Beschreibung
die Schülerinnen und Schüler bei der Abschlusspräsentation auf der Bühne stehen und sichtbar werden
Beschreibung
die Eltern im Publikum sehen, wie ihre Kinder es schaffen, friedlich mit Vielfalt umzugehen und diese auf der Bühne als etwas Postives formulieren.
Vorhandene Strukturen
Die bereits bestehende Kooperation zwischen der Gesellschaft für Theaterpädagogik, der Leonore-Goldschmidt-Schule sowie der Leibniz Universität Hannover ist für das Projekt essentiell. Die im Vorfeld angebotene Lehrveranstaltung für Studierende hat sich im letzten Durchgang zu einem Wochenendseminar gewandelt, bei welchem viel stärker die gewonnene Expertise der letztjährigen Durchläufe im Mittelpunkt gestanden hat. Festgehalten werden soll am System, dass ein Bachelor- und ein Master-Studierender gemeinsam im Tandem arbeiten. Dieses „doppelte Lernen“ (Schüler lernt von Student, Student von Student) hat sich als bewährte Methode etabliert. Die Leitung des Projekts ist ehrenamtlich und der Träger ist die Gesellschaft für Theaterpädagogik e.V. Ebenso ist das Vorbereitungsseminar in der Uni nicht im klassischen Lehrdeputat eingerechnet und ist somit ebenfalls ehrenamtlich. Wir nutzen die Strukturen der Universität und der Schulen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Leibniz Universität Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für Theaterpädagogik e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leonore-Goldschmidt-Schule Hannover Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Roderbruch Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Kronsberg Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ernst Reuter Schule KGS Pattensen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Marie Curie Schule KGS Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erich Kästner Gymnasium Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Georg Büchner Gymnasium Seelze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gymnasium Lehrte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gymnasium Herschelschule Hannover
Typ
Stadtteil
Galerie
dsc 0283 min
dsc 0487 min
dsc 0022 min
dsc 0060 min
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinwesen "Goosmanns Tannen"

Ansprechpartner
Daniel Sielaff
Funktion Einrichtungsleitung / Projektleitung
Aufbau eines Gemeinwesenzentrums unter Aktivierung der Bewohnerschaft zur Aufwertung der Lebensqualität (Bildung, Qualität der Umwelt, soziale Beziehungen, Beteiligung, Mobilität, Kultur und Freizeit) im Wohnquartier
Projektbeschreibung
Das Wohnquartier „Goosmanns Tannen" liegt am nördlichen Stadtrand der Mittelstadt Lingen (Ems), in welchem ca. 1500 Bewohner*innen leben. Trotz Stadtrandlage mit hohem Grünflächenanteil, ist die Qualität der Infrastruktur als mangelhaft zu bezeichnen, was dazu führt, dass die bereits begrenzte Teilhabe der Anwohner*innen aufgrund sozialer und wirtschaftlicher Benachteiligung noch weiter eingeschränkt ist. In Goosmanns Tannen leben überdurchschnittlich viele Menschen mit Migrationshintergrund, überdurchschnittlich viele Menschen beziehen Transferleistungen und befinden sich in problematischen Lebenssituationen. Das Projekt "Gemeinwesen Goosmanns Tannen" orientiert sich an diesen Bedingungen und strebt eine Selbstbestimmung der Bewohner*innen an. Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der subjektiven Lebensqualität, das Erreichen von Autonomie und die Vertretung und Kommunikation von Interessen und Bedürfnissen in der Öffentlichkeit; zur Imageverbesserung und zur Überwindung von Strukturbenachteiligung. Dabei werden drei zentrale Schwerpunkte gesetzt: Beteiligung und Selbstbestimmung im Sinne politischer Autonomie; Begegnung und Zugang; Unterstützung und Begleitung. Beteiligung: Bürgerrat, Aktivierung Zentraler Inhalt des Projektes ist die Gestaltung einer quartiersbezogenen und -ansässigen Interessenvertretung (Stadtteilgremium) zur Entwicklung, Formulierung und Kommunikation quartiersbezogener Ziele und Visionen. Kooperative Schulungsangebote vermitteln Kompetenzen, welche dazu befähigen, öffentlichkeitswirksam Interessen und Bedürfnisse sachgerecht zu kommunizieren und durchzusetzen. Begegnung: Cafè 107 Die mangelhafte Infrastruktur des Wohnquartiers wird durch ein Begegnungscafè erweitert. Hier können Menschen unterschiedlicher Herkunft und Alter (Auswirkungen des demografischen Wandels) niedrigschwellig in Kontakt treten. internationale Speisen, zubereitet durch eine Projektgruppe, dienen neben bedarfsorientierten Angeboten als kommunikative Brücke sozialer und interkultureller Interaktion. So werden interkulturelle Kompetenzen gefördert und ein begleiteter Erfahrungsraum zur Kompensation von Problemlagen und Konflikten geschaffen. Unterstützung: systemische Sozialberatung Den Anwohnern*innen wird systemisch, klientel- und lösungsorientiert Beratung, Begleitung und Vermittlung angeboten. Dies bedeutet Nutzbarmachung/Generierung von Netzwerken und Anbindung anderenorts ansässiger Infrastruktur in Form von Bildung, Versorgung und Teilhabe.
Ausgangslage
Der Stadtteiltreff Abenteuerspielplatz ist eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Lingen und bildet die zentrale Anlaufstelle im Wohnquartier „Goosmanns Tannen". Ursprünglich als Ferienpassangebot geplant, hat sich die Einrichtung im Laufe der letzten Jahrzehnte mehr und mehr zu einer Einrichtung entwickelt, die neben Freizeitbetreuung besonders die Bedürfnisse und Interessen der ansässigen Bewohner*innen vertritt, welche bei der Gestaltung ihrer Umwelt und der Korrespondenz mit dieser eine Vielzahl an Problemen zu bewältigen haben. Durch einen steten Anstieg von Hilfeersuchen vielfältigster Art und "Schwere", erhält die Einrichtung immer deutlicher den Auftrag durch die Bewohnerschaft, das Angebot zu erweitern und mit gezielten Maßnahmen Benachteiligungen zu thematisieren und auf Problemlagen aufgrund wirtschaftlicher und sozialer Benachteiligung zu reagieren. Auch geht es darum, Stereotype zu entkräften und das Negativ-image des Wohnquartiers aufzuwerten sowie sozialen und interkulturellen Konflikten, Gewaltbereitschaft und Rassismus entgegenzuwirken. So wird eine ganzheitlich und nachhaltige, selbstbestimmte und -initiierte positive Entwicklung des Lebensumfeldes und der empfundenen Lebensqualität ermöglicht. Diese Aktivierung ist durch das Projekt erreichbar, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln allerdings nicht umsetztbar. Goosmanns Tannen unterscheidet sich sozioökonomisch erheblich von restlichen Wohngebieten der Stadt. Es verfügt weder über Kindertagesstätten, noch über quartieransässige Vereine oder über Einkaufsmöglichkeiten. Aus einem benachteiligten Quartier ist längst ein benachteiligendes Quartier geworden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lingen (Ems) Goosmanns Tannen
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im nordöstlichen Randgebiet der Stadt Lingen und ist von einem angrenzenden Wohn-, bzw. Gewerbegebiet durch eine Bahntrasse im Westen, im südlichen und östlichen Bereich durch Straßen ohne angrenzende Wohngebiete und im nördlichen Teil durch ein Gewerbegebiet abgegrenzt.
Einwohnerzahl
1500
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Projektgebiet in Prozent
75
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen Bzgl. Gesamtstadt liegen keine Daten vor
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteil.png (409.32 KB)
GWA/QM-Ansatz
Die GWA Goosmanns Tannen erkennt und erklärt die vorherrschenden sozialen Probleme und Phänomene im Rahmen ihrer historischen und gesellschaftlichen Entwicklung, integriert dazu Theorien unterschiedlicher Professionen und ist dazu in der Lage, Grundlagen aus empirischen und theoretisch fundierten Ansätze abzuleiten, um diese Erkenntnisse in praktische Strategien umzusetzten und zu erklären. Die GWA Goosmanns Tannen bezieht sich so mit ihrer Strategie auf die Lebenswelt der Menschen, auf ihre Bedürfnisse und ihre Problemlagen. Sie verfolgt somit einen ganzheitlichen Ansatz der Selbstbestimmung und bezieht die Arbeitsgrundlage auf die Lebensverhältnisse, -formen, -zusammenhänge und Ressourcen der Menschen in deren Sozialraum Goosmanns Tannen. Zentraler Aspekt der GWA Goosmanns Tannen ist die Aktivierung der Menschen. Durch Bildungs- und Beteiligungsangebote, Begegnung und Zugang, wird politisch aktives Handeln gefördert. Das erreicht individuelles und solidarisches Vertreten und Kommunizieren von Bedürfnisse und Interessen sowie demokratisches Aushandeln und Bewältigen sozialer und persönlicher Konflikte. Dabei sieht sich die GWA Goosmanns Tannen nicht als neutraler Betrachter, sondern als Vertreter einer Interessengruppe und übernimmt Parteilichkeit für die Menschen des Wohnquartiers, erfolgt so eine verantwortungsbewusste und selbstorganisierte Lebensweltgestaltung sowie die Teilhabe am ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Leben.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Aus dem Hausrat der Einrichtung hat sich durch unterschiedliche Bildungsangebote und Unterstützungsmaßnahmen eine Vertretung extrahiert, welche die Bedürfnisse und Interessen der Bewohner*innen selbstorganisiert formuliert und öffentlich kommuniziert.
Beschreibung
Menschen aus verschiedenen sozialen Gruppen nehmen gemeinschaftlich an Maßnahmen und Fortbildungen teil und formulieren im Rahmen demokratischer Prozesse solidarische Entwicklungsorientierung.
Beschreibung
Begegnungs- und Beratungsangebote (z.B. Cafe 107, Konfliktbegleitung etc.) sowie Veranstaltungen werden besucht und im Sinne der Interessen- und Bedarfsorientierung gestaltet.
Beschreibung
Das bestehende Partnernetzwerk ist in den Bereichen Bildung, Teilhabe und Versorgung ergänzt und ermöglicht zunehmend nachaltige, ganzheitliche und eigenständige Arbeit.
Beschreibung
Zur Qualitätssicherung und Erhebung empirischer Daten führen die 10. Jahrg. der Gesamtschule Emsland (Politikunt.) eine qualitative und quantitative Längsschnittstudie durch, um empirische Daten für die Reproduktion in andere Wohngebiete zu erfassen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB) - Beratungsbüro Emsland / Grafschaft Bentheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tafel Lingen e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Kreisjugendwerk Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Integrationsberatung Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Jugendmigrationsdienst Emsland
Typ
Stadtteil
Galerie
20180804 172435 min
Zustimmung Veröffentlichung
On