Haus der Begegnung Bad Lauterberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Raum und Räume für eine nachhaltige Gemeinwesenarbeit schaffen
Projektbeschreibung
Trotz provisorischer räumlicher Situation wurde begonnen die Strukturen der Gemeinwesenarbeit in der Kommune Bad Lauterberg auf- und auszubauen. In den wenigen Monaten seit Projektbeginn wurde das Netzwerk gestärkt, es wurden wie geplant auch vermehrt Alteingesessene erreicht und das Personal fortlaufend weiterentwickelt und im Themenfeld qualifiziert. Das Ursprungsproblem und Ausgangspunkt für das Projekt war, dass adäquate Räumlichkeiten für ein Haus der Begegnung fehlen. Nach intensiver aber erfolgloser Suche nach passenden Räumlichkeiten mit der Unterstützung der Stadt stellte sich das Problem größer als gedacht dar.
Übergangsweise gibt es einen Raum im Rathaus als Anlaufstelle für das GWA-Projekt. Dies erwies sich einerseits als sinnvoll, da durch die räumliche Nähe zu Mitarbeitenden der (Arbeits-)Verwaltung ein besseres Verständnis für die gegenseitige Arbeit entstand und Synergien genutzt werden konnten. Andererseits kann dies wirklich nur eine Übergangslösung sein, da der Raum auch anderweitig durch die Verwaltung genutzt wird und so nie wirklich Teil des Projekts geworden ist und bspw. nicht von Bewohner*innen gestaltet werden konnte. Da sich mittlerweile rausstellte, dass die eigentlich gemeinsam mit der Kommune anvisierten Räumlichkeiten bis auf weiteres nicht freigegeben werden aufgrund baulicher Mängel bzw. zu hohe Umbaukosten erfordern würden, die im Rahmen der Förderung nicht leistbar sind, hält dieses Provisorium schon länger als geplant an.
Damit das Haus der Begegnung trotzdem Gestalt annehmen kann, soll nun ein sinnbildliches Haus geschaffen werden. In dem, verglichen mit einem Stadtteil, verhältnismäßig großen Sozialraum Bad Lauterberg gibt es zwar ein Zentrum, in das es alle zieht, aber die Menschen möchten oder müssen auch etwas in unmittelbarer Umgebung machen. Entweder aufgrund fehlendes ÖPNV oder körperlicher Mobilität oder aus Bezug zum eigenen Dorf und der direkten Nachbarschaft. Daher sollen bereits vorhandene Räume in Kitas, Schulen, Senior*inneneneinrichtungen, Gemeindesälen u.Ä. genutzt werden, um Veranstaltungen zu realisieren wie bspw. die im Rahmen der aktivierenden Befragung gewünschten Spielenachmittage, Eltern-Kind- und Begegnungscafés.
Das langfristige Ziel ist nach wie vor eine aktive Gemeinwesenarbeit, die die Einwohner*innen begleitet, unterstützt und präventiv bezüglich sozialen Konflikten, Vernachlässigung und Radikalisierung wirkt. Dafür braucht es Raum und Räume, wenn auch nicht zwingend in einem Haus.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Durch die anfänglich rein ehrenamtliche und mittlerweile teilweise auch hauptamtliche Arbeit im Stadthaus wurde gezeigt, das diese Anlaufstelle eine wichtige Funktion füllt. Von Verwaltung, Jugendamt, Polizei und anderen wurde den Mitarbeitenden wiederholt mitgeteilt, dass sie dankbar sind für die Unterstützung und dass dadurch viele potentielle Konflikte entschärft werden konnten bzw. sich gar nicht erst soweit entwickelten. Allen ist auch daran gelegen, dass die Arbeit aufrecht erhalten wird. Doch aufgrund der finanziellen Lage der Kommune kann die Gemeinwesenarbeit nicht mit den notwendigen Räumen ausgestattet werden. Das alte Stadthaus, das den Vereinen zur Verfügung gestellt wurde, müsste umfangreich saniert werden, um modernen Brandschutzanforderungen usw. zu entsprechen. In der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg wurden Räume für das Jobcenter umgebaut und im selben Trakt sollte es auch eine Möglichkeit geben das Projekt mit unterzubringen. Jedoch verschiebt sich der Umzug dorthin fortlaufend und ist aktuell bis auf unbekannte Zeit ausgesetzt, da die Brandschutzfreigabe nicht erfolgt. Auch Versuche einen weiteren Trakt der ehemaligen Schule mit einem anderen Architekten umzubauen, um den Angeboten aus dem Stadthaus dort eine neue Heimat zu geben, scheiterten bisher an fehlender Finanzierung und langsamen Verwaltungsabläufen. Die Situation mit dem Provisorium im Rathaus zehrt an den Kräften der Mitarbeitenden.
Von all diesen Hindernissen möchten wir uns jedoch nicht entmutigen lassen, da wir unabhängig von der Raumsituation merken, dass die aktuelle Förderung die Vernetzung der Akteur*innen stärkt und die Gemeinwesenarbeit voranbringt.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Ansatz des Projekts ist es nach wie vor bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen auszustatten, um weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchführen zu können und bei Bedarf zu erweitern und anzupassen. Damit weiterhin und verstärkt durch Begegnung und Austausch ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. In dem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das auch Kriminalität, Einsamkeit und Konflikten vor.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Sowohl vor Start der ersten Förderung für dieses GWA-Projekt, gab es gewisse haupt- und ehrenamtliche Strukturen vor Ort. Im Rahmen des Projekts hat sich dies noch verstärkt. Von der Organisation von Veranstaltungen zum Herrichten von Fahrrädern in einer Fahrradwerkstatt, Musikprojekten, Nachbarschaftshilfe, Sozialberatung, Sprachunterricht, Kinderbeaufsichtigung und Eltern-Kind-Cafés ist vieles dabei. Die Spinne im Netz, die verschiedene Angebote zusammendrahtet und Austausch schafft, ist insbesondere Janka Eckhardt, die sowohl ehrenamtlich im Kinderschutzbund als auch hauptamtlich im Gemeinwesen-Projekt der Johanniter aktiv ist.
11. Medien
Galerie
NETZ Zeven
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wilhelm Helmers
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftlich Erleben Teilhaben Zusammenhalten
Projektbeschreibung
Ziel des Projekts „NETZ Zeven – Nachbarschaftlich Erleben Teilhaben Zusammenhalten“ ist es, in den ausgewählten Stadtvierteln die gesellschaftliche Teilhabe der BewohnerInnen durch das Schaffen von Begegnungsmöglichkeiten, der Vernetzung lokaler Akteure sowie die gezielte persönliche Beratung zu fördern. Es werden zudem Rahmenbedingungen zur Steigerung der Lebenszufriedenheit im Quartier geschaffen.
Hierbei werden zum einen die Bewohner durch verschiedene Beratungsmethoden der sozialen Arbeit gestärkt und empowert/ermächtigt, eigenverantwortlich und selbstständig ihr Leben zu gestalten.
Ebenso werden mit Hilfe des bereits bestehenden Akteursnetzwerks vor Ort, konkrete Maßnahmen der Hilfe zur Selbsthilfe initiiert, um auf dieser Basis den Ausbau stabiler und nachhaltiger Strukturen zu fördern.
Durch den Aufbau einer Sozialberatungsstelle im Jahr 1996 ist das Diakonische Werk ein maßgeblicher und langjähriger Akteur der Sozialen Arbeit vor Ort. Aktuell ist das Diakonische Werk mit einem Beratungsangebot in den Bereichen Sozial-, Schuldner-, Migrations- Schwangeren-, Schwangerschaftskonflikt- (nach § 219 StGB) sowie Paar- und Lebensberatung in Zeven vertreten. Das Diakonische Werk koordiniert bereits die Austauschtreffen aller sozialen Dienste und Einrichtungen in der Stadt Zeven und ist Träger der Zevener Tafel sowie des Sozialkaufhauses „Pütt un Pann“.
Wesentlich für diese Prozesse ist die konstante Einbindung der Bewohner, um die bereits vorhandenen Ressourcen zu nutzen und darüber hinaus den Austausch der heterogenen Bewohnergruppen – auch über die Quartiersgrenzen hinaus – zu unterstützen. Durch die Gemeinwesenarbeit vor Ort werden Strukturen zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders geschaffen.
Auf diese Weise soll gleichermaßen das bürgerschaftliche Engagement vor Ort verstärkt werden: Durch interkulturelle Angebote und das Ermöglichen niedrigschwelliger Begegnungen soll den verschiedenen Gruppen die Fähigkeit verliehen werden, sich selbst und ihre Interessen zu artikulieren und die Gründe ihrer bisherigen Segregation zu beseitigen.
Unterstützt werden soll diese Entwicklung durch den Aufbau und die kontinuierliche Förderung eines Netzwerks aus Stadtteilakteuren und Vertretern der Kommune.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den vergangenen 15 Jahren fanden Polarisierungen innerhalb der Stadt Zevens statt, die einen deutlichen Abwärtstrend einzelner Stadtviertel mit sich brachten. Durch häufig wechselnde (fast jährlich) Eigentumsverhältnisse in den Quartieren entsteht eine starke Instabilität. Es folgten einseitige Bevölkerungsstrukturen mit einkommensschwachen Haushalten sowie fehlende soziale und kulturelle Infrastruktur vor Ort. Gemeinschaftliche Treffpunkte und Begegnungsmöglichkeiten sind nicht vorhanden. Viele Bewohner/innen leben ohne Erwerbseinkommen, beziehen Transferleistungen und befinden sich an bzw. unter der Armutsgrenze. In den Quartieren gibt es einen hohen Anteil zugewanderter Personen (EU-Bürger, Spätaussiedler, Geflüchtete, Bürger ehem. Sowjetunion), die deutliche Isolationsgefühle ausdrücken und sich vermehrt in Subkulturen bewegen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Zeven: Berliner Straße/Breslauer Straße, Eschenweg, Am Rehmenfeld/Herman-Allmers-Weg/Kronshusen
Beschreibung
Straßenzüge Berliner Straße/Breslauer Straße, Eschenweg, Am Rehmenfeld/Herman-Allmers-Weg/Kronshusen
Einwohnerzahl
1400
Quelle / Anmerkungen
Rathaus Zeven WebGIS
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Rathaus Zeven
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt: Quelle Rathaus Zeven; Projektgebiet: Schätzung
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt: Quelle Rathaus Zeven; Projektgebiet: Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
berlinerstrasse_breslauerstrasse.pdf
(3.53 MB)
kronshusen.pdf
(3.48 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch interdisziplinäre soziale Arbeit werden Rahmenbedingungen zur Steigerung der Lebenszufriedenheit im Quartier geschaffen. Strukturen zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders werden aufgebaut. Bewohner werden gestärkt, eigenverantwortlich und selbstständig ihr Leben zu gestalten. Mithilfe von regelmäßigen Treffen und der Zusammenarbeit werden Quartiers- und Kulturgrenzen überwunden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn ein gemeinsam beschriebenes Projekt gemeinschaftlich verwirklicht wurde.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Familienzentrum/Mehrgenerationenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Arbeitskreises „Soziale Dienste“ Zeven
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsamen Lebensraum gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Seit Herbst 2017 ist das Projekt "Gemeinsam Lamspringe" in der Gemeinde im Vorharz gestartet. Zuerst musste eine passende Räumlichkeit gefunden werden, die als Anlaufstelle dient und Platz für Beratungs- und Begegnungsangebote bietet. Seit der Einweihung im Dezember finden dort regelmäßig Sprechstunden der Migrations-, Jugendamts- und Rentenberatung statt. Außerdem bieten sowohl die hauptamtlich Mitarbeitenden als auch Ehrenamtliche Veranstaltungen und Kurse an. Zusätzlich zu den konkreten Veranstaltungen gibt es offene Sprechstunden bzw. Zeiten, in denen das Projektpersonal vor Ort ist, um zur Verfügung zu stehen, wenn jemand Gesprächsbedarf hat.
Durch das Vorhalten von Informationen zu verschiedenen Themen und über Einrichtungen in der Region sowie Aushänge am gemeinsam gestalteten "Schwarzen Brett" wird die Möglichkeit zur Vernetzung, Nachbarschaftshilfe und Bildung gegeben.
Das alles führt dazu, dass die Bewohner*innen miteinander ins Gespräch kommen, Gemeinsamkeiten und/oder Handlungsbedarfe festgestellt und Pläne gemacht werden. Bereits Aktiven wird eine Räumlichkeit und ein Zusammenhang dafür geboten, andere können interessiert und aktiviert werden.
Jemand, der sich sehr aktiv im Treffpunkt einbringt, ist der Heimatpfleger der Gemeinde, der gleichzeitig auch für Tourismus zuständig ist. Oder wie es hier heißt: Fremdenverkehr. Er gestaltet eins der beiden Schaufenster, hat einen kompletten Ständer mit Flyern, Wanderbroschüren u.a. gefüllt und im Gespräch haben sich viele Schnittmengen und Ideen entwickelt, wie über das Thema Heimat Menschen zusammengebracht werden können.
Nach der Anlaufphase und dem Erfassen der Bedarfe im Jahr 2018, soll es 2019 noch stärker darum gehen, gemeinsam zu erarbeiten, wer und was alles Teil von Lamspringe ist und wie es geschafft werden kann, dass sich alle Menschen dort heimisch fühlen. Dies soll in Kooperation mit dem Heimatpfleger und dem Netzwerk aus örtlichen Einrichtungen und Vereinen wie bspw. dem NABU gemacht werden. Dazu sollen u.a. Workshops veranstaltet und die Ergebnisse in Form einer Ausstellung im Treffpunkt und verteilt über die ganze Gemeinde präsentiert werden. Gemeinsame Begehungen des Gebiets, um die Ausstellung anzuschauen, greifen auch die räumliche Dimension des gemeinsamen Lebensraums der Bewohner*innen auf.
Das nachhaltige Einbinden weiterer gesellschaftlicher Gruppen in das aktive Gemeinwesen statt eines nebeneinander her Lebens und das Auseinandersetzen mit Heimat ist das Ziel.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Obwohl das Projekt grundsätzlich gut angelaufen ist, ist es nach wie vor schwierig zu erreichen, dass nicht nur die häufig sowieso schon aktiven Menschen sich einbringen oder die Angebote wahrnehmen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Es gibt einerseits eine Konsum- und Anspruchshaltung und andererseits ein geringes Selbstwertgefühl bei vielen Bewohner*innen, was das aktive Mitgestalten des Projekts begrenzt. Des Weiteren konnte beobachtet werden, dass wenn tatsächlich andere Menschen, als lediglich die üblichen bekannten Gesichter, an Veranstaltungen wie bspw. dem "Abend der Begegnung" teilnehmen, einige Menschen mit Ablehnung reagieren. Das sind durchaus Menschen, die sich selbst wohl als offen und tolerant bezeichnen würden. Doch wenn zu einer Veranstaltung, die ursprünglich für die Begegnung zwischen Neuzugewanderten und Alteingesessenen geschaffen wurde, nicht nur die Geflüchteten und die ehrenamtlichen Pat*innen sondern auch Menschen mit Behinderung aus den Lammetalwerkstätten kommen, wird direkt oder indirekt kundgetan, dass man das als störend empfinde.
Während die Arbeit anfangs noch sehr allgemein war, konkretisiert sie sich zusehends durch die aktuelle Förderung. Nachdem es momentan noch darum geht, grundsätzlich Menschen zusammenzubringen, ihre Bedarfe zu ermitteln und sie zu aktivieren, wird zukünftig der Prozess noch stärker auf die gleichberechtige Teilhabe im öffentlichen Raum und dem Gemeinwesen abzielen. Dies soll durch den Projektschwerpunkt Heimat geschehen. Durch das Befassen mit sich selbst, den anderen und dem gemeinsamen Lebensraum soll mehr Verständnis füreinander und ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt werden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lamspringe
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt durch die räumliche Anlaufstelle in der Hauptstr. 73 vorrangig im Flecken Lamspringe, dem Hauptort der Gemeinde Lamspringe. An zentralen Punkten im Ort wie Einrichtungen der Gemeinde, der Kirche usw. finden Veranstaltungen ebenfalls stattfinden. Darüber hinaus soll aber die ganze Gemeinde, inklusive den dazugehörigen umliegenden Ortsteilen, in den Blick genommen werden. Eine eindeutige Abgrenzung legten wir im Erstantrag bei der geografischen Begrenzung der Gemeinde Lamspringe fest. Allerdings kommen zum Teil auch Menschen aus Dörfern, die eigentlich zur Nachbarkommune Freden gehören nach Lamspringe zum Einkaufen oder Arztbesuch und nehmen an Veranstaltungen teil. Grundsätzlich ist der Fokus also die Gemeinde Lamspringe, aber es soll bei Interesse niemand ausgeschlossen werden. Somit ist auch die Einwohner*innenzahl des Projektgebietes nicht eindeutig festzulegen.
Einwohnerzahl
3000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Lamspringe
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner unter deren Einbeziehung Strukturen geschaffen werden sollen, die zu kollektivem Empowerment führen. Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Sensibilisierungsworkshops zu Diversität wirken Diskriminierung entgegen. Die darausfolgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen und Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität kommen kann. Durch verstärkten Austausch und nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig sind, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Diskriminierung gegenüber bestimmten Gruppen abnimmt und im Idealfall gänzlich ausbleibt.
Beschreibung
Kompetenzen der Haupt- und Ehrenamtlichen bzgl. der Region, dem Thema Heimat und Vielfalt nutzen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Bereits vor dem Start der ersten Projektphase im Herbst 2017 gab es durch Ehrenamtliche aus dem kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine bereits Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind nach wie vor nicht alle Bewohner*innen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr angesprochen. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule und Kindertagesstätten und zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers und der Integrationshelferin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September", Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten. Der ehrenamtliche Gemeinderat hat einen Ausschuss zu Themen wie Mobilität, Jugend- und Senior*innenarbeit und auch die Verbindung dieser Themen mit der Flüchtlingsintegrationsarbeit auf die Agenda gesetzt.
Senior*innen haben auch einen gemeinsamen Verein gegründet und eine Umfrage zu Wünschen und Bedarfen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Senior*innen wurde u.a. der Computerkurs im Treffpunkt der Johanniter gestartet.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden in Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lammetal Werkstätten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bis Bald in Vahrenwald! - Aufbau eines neuen Treffpunktes im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Francesca Reinecke
| Organisation | AWO Bezirksverband Hannover e.V. |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität im Quartier / Integration und soziale Teilhabe
Projektbeschreibung
Der AWO Bezirksverband Hannover e.V. plant im Zuge des Umbaus der Senioreneinrichtung Vahrenwald in Hannover die Entwicklung eines neuen sozialen Treffpunktes im Quartier zur Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts.
Grundidee ist es, die Menschen im Quartier zusammen zu bringen, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln. Dafür soll vor Ort eine Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit aufgebaut werden. Es soll eine Anlaufstelle für alle Bewohner*innen des Quartiers geschaffen und somit niederschwellige Beratung und Unterstützung angeboten werden. Zu den zentralen Handlungsfeldern zählen Gesundheitsförderung, Soziale Aktivitäten, Freizeit-, Sport-, Kultur- und Bildungsangebote.
Die Funktion der Projektleitung vor Ort soll dabei über die klassische Rolle eines „Kümmerers“ hinausgehen. Nicht nur eine Anlauf- und Vernetzungsstelle soll geschaffen werden. Vielmehr geht es darum, dass die Person proaktiv auf die Bewohner*innen des Quartiers zugeht und gemeinsam mit ihnen kreative Ideen für soziale und kulturelle Angebote entwickelt (z. B. in Form von Zukunftsworkshops).
Das Projekt dient also dazu, die Selbsthilfe und Innovationskraft des Quartiers zu fördern. Auch das Thema Digitalisierung / digitale Teilhabe soll hier mitgedacht werden. Denn die Bedeutung digitaler Kommunikation wird auch in der Gemeinwesenarbeit zukünftig weiter zunehmen. Angedacht ist beispielsweise die Initiierung von generationenübergreifende Tandempatenschaften, wie zum Beispiel Hausaufgabenhilfe für Schüler*innnen gekoppelt mit der Hilfe für Senior*innen beim Umgang mit Handys.
Insgesamt soll das Projekt sowohl generationenübergreifende als auch interkulturelle Begegnungen ermöglichen, die aus dem eigentlichen Betrieb der Senioreneinrichtung heraus nicht organisiert und realisiert werden könnten. Es werden zusätzliche personelle Ressourcen benötigt, damit Gemeinwesenarbeit nicht nur nebenbei, punktuell oder isoliert verläuft. Mithilfe des dargestellten Vorhabens kann eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität der Menschen im Quartier erfolgen.
Die Nachhaltigkeit des Projektes wird durch eine intensive Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Ehrenamtlichen sicher gestellt. Außerdem wird mit dem quartiersoffenen Café ein langfristiger attraktiver Treffpunkt geboten.
Der Projektansatz soll Modellcharakter haben und auf andere Standorte der AWO sowie auf andere gemeinnützige Organisationen übertragbar sein.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projektgebiet ist von einem Strukturwandel betroffen. In den letzten Jahren hat sich der Anteil von älteren und pflegebedürftigen Menschen im Quartier erhöht. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren fortsetzen. Da diese Personengruppe in ihrer Mobilität und folglich in der sozialen Teilhabe stark eingeschränkt ist, besteht die Notwendigkeit, weitere bedarfsgerechte Angebote im Quartier zu entwickeln.
Darüber hinaus ist der Anteil von ausländischen Bewohner*innen und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im städtischen Vergleich überdurchschnittlich hoch. Die dadurch im Quartier entstehenden sprachlichen und kulturellen Barrieren sollen abgebaut werden, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Insgesamt ist die soziale Infrastruktur im Projektgebiet ausbaufähig. Gesellschaftliche Angebote, Angebote der Daseinsvorsorge sowie Einkaufsmöglichkeiten konzentrieren sich bislang auf die östliche Grenze des Projektgebiets an der Vahrenwalder Straße. Es fehlt eine zentrale wohnortnahe Anlaufstelle innerhalb des Gebiets, die sowohl für die genannten Zielgruppen als auch für alle weiteren Bewohner*innen des Quartiers zugänglich ist und einen Mehrwert schafft.
Durch die Entwicklung bedarfsgerechter Maßnahmen (siehe Projektziele) soll die Partizipation der Bürger*innen ausgebaut und letztendlich die Eigenständigkeit sowie die Hilfe zur Selbsthilfe gefördert werden. Die bereits existierenden Kooperationen und Netzwerke sollen gestärkt, gebündelt und um zusätzliche erweitert werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Stadtteil Vahrenwald. Es endet im Norden mit dem Mittellandkanal. Der Kanal stellt eine "natürliche" Grenze in Nord-/Süd-Ausrichtung dar.
Im Osten stellt die Vahrenwalder Straße die Grenze dar. Erfahrungsgemäß unterteilt die Vahrenwalder Straße den Stadtteil maßgeblich. Östlich hiervon besteht eine verstärkte Ausrichtung der Bewohner*innen in Richtung des Stadtteils List.
Im Süden schließt das Projektgebiet mit dem Jahnplatz ab. Hier existiert eine bauliche Unterteilung durch das Gelände von Continental sowie eine Orientierung der Bewohner*innen in Richtung des Stadtteils Nordstadt.
Im Westen bilden die Guts-Muths-Straße, der Büssingweg, der daran angrenzende Radweg sowie die Straße "Im Othfelde" den Abschluss. Dahinter beginnen Kleingartenanlagen bzw. eine Orientierung der Bewohner*innen in Richtung Nordstadt.
Viele der Kooperationspartner befinden sich innerhalb des Projektgebietes oder daran anliegend.
Einwohnerzahl
25000
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover: Statistische Berichte, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2016. Gespräch mit Herrn Korpak (Landeshauptstadt Hannover: Sachgebiet Wahlen und Statistik)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn
Korpak zur Verfügung gestellt
(Landeshauptstadt Hannover -
Sachgebiet Wahlen und Statistik -
Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn
Korpak zur Verfügung gestellt
(Landeshauptstadt Hannover -
Sachgebiet Wahlen und Statistik -
Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn
Korpak zur Verfügung gestellt
(Landeshauptstadt Hannover -
Sachgebiet Wahlen und Statistik -
Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn
Korpak zur Verfügung gestellt
(Landeshauptstadt Hannover -
Sachgebiet Wahlen und Statistik -
Stand: 2016).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn
Korpak zur Verfügung gestellt
(Landeshauptstadt Hannover -
Sachgebiet Wahlen und Statistik -
Stand: 2016).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn
Korpak zur Verfügung gestellt
(Landeshauptstadt Hannover -
Sachgebiet Wahlen und Statistik -
Stand: 2016).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn
Korpak zur Verfügung gestellt
(Landeshauptstadt Hannover -
Sachgebiet Wahlen und Statistik -
Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn
Korpak zur Verfügung gestellt
(Landeshauptstadt Hannover -
Sachgebiet Wahlen und Statistik -
Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn
Korpak zur Verfügung gestellt
(Landeshauptstadt Hannover -
Sachgebiet Wahlen und Statistik -
Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn
Korpak zur Verfügung gestellt
(Landeshauptstadt Hannover -
Sachgebiet Wahlen und Statistik -
Stand: 2016).
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
abgrenzung_des_projektgebietes.pdf
(51.43 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Grundidee ist es, ein ganzheitleiches Angebot für soziale Teilhabe entsprechend der besonderen Gegebenheiten und Strukturen des Quartiers zu schaffen. Grundsätzlich sollen alle Bewohner*innen des Projektgebietes einbezogen werden. Aufgrund des beschriebenen Strukturwandels, besteht insbesondere Handlungsbedarf für ältere Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei wird eine Interaktion mit den Bewohner*innen des Seniorenzentrums, der Seniorenwohnanlage sowie den Familien, welche das Krippenangebot in Anspruch nehmen, angestrebt.
Die Aufwertung des Quartiers erfolgt partizipativ, indem die Bürger*innen aktiv in die Ausgestaltung der Angebote zur Quartiersentwicklung einbezogen werden. Konkret geht es um die Schaffung sozialer und kultureller Angebote, die allen Menschen im Stadtteil offen stehen (Schaffung einer freiwilligen „Komm-und Geh-Struktur“). Dabei soll sichergestellt werden, dass die Angebote speziell auf die individuellen Erfordernissse des Quartiers abgestimmt sind. Dies kann nur durch die Einbeziehung der Kompetenzen und Erfahrungen von bestehenden und potenziellen Kooperationspartnern gelingen. Daher ist der Ausbau von Vernetzungsstrukturen für den Projekterfolg von zentraler Bedeutung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Möglichkeiten auf lebenslanges Wohnen im eigenen Stadtteil und gesellschaftliche Teilhabe sind gegeben. Es werden Unterstützungsangebote für kleinere Dienstleistungen, Freizeit-, Bildungs- und Kulturangebote sowie ein offener Treff vorgehalten.
Kriterium
Beschreibung
Die mit den Partnern gemeinsam entwickelten Angebote sind sozialraumorientiert, bedarfsgerecht und bei veränderten Situationen im Quartier flexibel anpassbar.
Kriterium
Beschreibung
Förderung von Gemeinschaft durch Integration: Angebote sind generationenübergreifend und interkulturell ausgerichtet und ermöglichen soziale Teilhabe genauso wie Hilfe zur Selbsthilfe.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband Region Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katholische + Evangelische Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Bezirksjugendwerk Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Hannover-List
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Akademie des AWO Bezirksverbandes Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung gGmbH
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Koordinierung und Entwicklung der Gemeinwesenarbeit in Visselhövede
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Elke Motzkau
| Funktion | Leiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Zusammenführung und Optimierung der Gemeinwesenarbeit, Unterstützung der ehrenamtl. Arbeit, sowie Schaffung eines Netzwerkes für Beratung und Vermittlung
Projektbeschreibung
In Visselhövede leben ca. 10.000 Einwohner. Davon ca. 5.200 i. d. Kernstadt. Hier ist die höchste Arbeitslosigkeit im LK Rotenburg u. ein hoher Anteil an Jugendlichen ohne Schul-/ Berufsabschluss. Obwohl ländlich geprägt, leben mehrere größere Gruppen von Zuwanderern in eigenen Gebieten/Strukturen. In diese Situation wurden ca. 120 Geflüchtete neu aufgenommen. Die Koordinierungs- /Integrationsarbeit wurde fast ausschließlich durch den ehrenamtlichen Präventionsrat geleistet, stieß aber zunehmend an die Grenze der Belastbarkeit.
Durch die Förderung GWA/QM konnte eine Stelle zur professionellen Unterstützung /Aufbau von GWA eingerichtet werden. Die Stelle ist eingebunden in den ehrenamtlichen Steuerungskreis in dem das Vorgehen abgesprochen und begleitet wird.
Integration kann nur gelingen, wenn alle Bevölkerungsgruppen miteinbezogen werden. Darum war der 1. Schritt eine ausführliche (aktivierende) Befragung der Bewohner in unterschied. Gebieten u. Gruppen. Dazu ging die Mitarbeiterin, z.T. begleitet durch Mitglieder des Steuerungskreises, von Tür zu Tür, befragte Passanten auf dem Markt und lud in das zentralgelegene Büro. An der Befragung haben sich bis jetzt über 200 Menschen beteiligt!
Resultat: Die große Mehrzahl lebt gern in Visselhövede. Gleichzeitig wurden versch. negative Orte/Themen benannt. Z.B.: Alle Gruppen wünschen sich Verbesserungen im öffentl. Nahverkehr. Sehr deutlich ist der Ruf nach Treffpunkten in allen Altersgruppen. Eine ebenso wichtige Erkenntnis ist, dass alle Befragten erstaunt waren, dass sie nach ihrer Meinung gefragt wurden. Allerdings erwarten sie jetzt auch, dass etwas mit ihren Antworten passiert.
Mit der ausführlichen Befragung wurde eine einmalige Basis geschaffen. Sie führte auf verschiedenen Ebenen u. Gremien zu Diskussionen, Zuspruch aber auch Widerspruch. Damit ist bereits jetzt ein wichtiger Prozess in Gang gebracht. Wir sehen aber auch wie schwierig es ist, die unterschied. Befindlichkeiten von Einrichtungen, Institutionen u. Bewohnern zusammenzubringen. Gerade in einer Kleinstadt ist es eine große Kunst mit gewachsenen Strukturen/Netzwerken umzugehen. Es braucht sehr viel Gespür u. Geduld um möglichst alle einzubeziehen.
Zurzeit sind wir, u.a. in Absprache mit Bürgermeister u. Stadtrat in der Diskussion welche Schwerpunkte wir weiterverfolgen sollen. Der nächste große Schritt ist es, diese im Rahmen einer großen Veranstaltung “Tisch an Tisch” (1.7.18) vorzustellen und damit in die zweite Phase zu starten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Visselhövede kann man verschiedene Problempunkte und Problemgruppen ausmachen. Räumliche Punkte sind die Pappelstr. mit d. für e. Kleinstadt untypischen Wohnblocks in Randlage. Auf Grund d. niedrigen Mieten treten hier sozial benachteiligte gehäuft auf. Dazu kommen noch d. hier Ansässigen Sinti in den kleinen ehemaligen Behelfswohnungen/Häusern, d. jetzt meist in deren Eigentum übergegangen ist. Ähnliches trifft auch auf die Wohnsituation d. Sinti im Wehnser Weg zu. Ein weiteres Problemgebiet liegt links u. rechts der Walsroder Str. Auf d. einen Seite haben wir e. in den 60-70 J. entstandenes Wohngebiet m. überalteter Bevölkerung. Auf d. anderen Seite e. neu entstandenes Eigenheimgebiet m. überwiegend kurdischer Bevölkerung, d. starke Abkapselung erkennen lassen.
Sehr auffällig sind d. 15-23 j. männl. Jugendlichen, d. in der Schule stören, keinen o. schlechten Schulabschluss haben, in V. keinen Ausbildungsplatz finden aber auch nicht weg wollen oder können. Weiter ist die rasant ansteigende Gruppe junger und sehr junger Mütter. ohne schulische und berufliche Perspektive auffällig. D. extrem niedrige Mietzinsniveau trägt sicher dazu bei, d. diese Gruppen in V. verbleiben, aber hindert andere sich in diesen Gebieten anzusiedeln. D. niedrigen Mieten u. größere bezahlbare Wohnungen lassen größere Familiengruppen m. Flucht- o. Migr. nach V. kommen, d. d. Problem der Jugendlichen in Schule, Freizeit, Ausbildung u. Beschäftigung noch verschärfen. Dazu kommt n. Integration.
Das für alle größte Problem sind die fehlenden Verkehrsanbindungen, bes. in den Schulferien. Fehlende Freizeitang. für Jugendl., fehlende Sozialberatungsstellen und Treffpunkte.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Visselhövede, Kernstadt
Beschreibung
Kernstadt Visselhövede,
insbesondere die Pappelstr., Bahnhof
und Wehnser Weg, die Stadtgebiete
links und rechts der Walsroder Str
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Lt. Frau Waechter vom Landkreis
Rotenburg sind in Visselhövede 750
Personen im SGB II-Leistungsbezug,
davon 520 erwerbfähige
Leistungsberechtigte. Dazu kommen
noch die SGB III Leistungsempfänger,
AsylbLG -Berechtigten. Die
Prozentzahlen sind Schätzungen.
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Lt. Frau Waechtler vom Landkreis
Rotenburg sind in Visselhövede 326
Jugendliche im SGB II-Leistungsbezug,
davon 115 erwerbfähige
Leistungsberechtigte. Dazu kommen
noch die SGB III Leistungsempfänger,
AsylbLG -Berechtigten. Die
Prozentzahlen sind Schätzungen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karten.pdf
(1.8 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserer Arbeit möchten wir alle Bevölkerungsgruppen der Stadt zu einem verbesserten
Gemeinwesen motivieren. Einerseits möchten wir die bestehenden Gruppen ansprechen sich
zu öffnen und die Angebote zur Gemeinwesenarbeit anzunehmen. Andereseits werden die
neuen Bevölkerungsgruppen angeregt sich zu präsentieren und sich in die bestehenden
Gruppen einzubrigen, beispielsweise neue Gruppenzusammenhänge erarbeiten. Die bisher
ehrenamtliche Arbeit soll aufgenommen, begleitet und optimiert werden. Es sollen tragfähige
Netzwerke geschaffen werden um in V. ein Gemeinwesen zu schaffen, dass sich konfliktarm
und konstruktiv entwickeln kann. Jetzige Problembereiche sollen mit den Anwohnern und der
Verwaltung bearbeitet und positiv entwickelt werden. Probleme sollen benannt, bearbeitet und entschärft werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass Treffpunkte ausgewiesen werden müssen. Ein besonderer Augenmerk dabei sollte Kindern ab 10 J., Jugendlichen bis 25J., Genderarbeit, Benachteiligten und der älteren Bevölkerung gelten. Generell sollte sich
Wohnen und Arbeiten in Visselhövede durch eine strukturierte, durchdachte Gemeinwesenarbeit verbessern.
Methoden:
Aktivierende Projekte in Zusammenarbeit mit BA, Begleitung bei Projekten von Bewohner/innen, Beratung, Beteiligungs-projekte, Bildungsangebote, Gebietsbegehungen /-erkundungen, Gremienarbeit, Gruppendiskussionen, Herstellung von Mobilität, JC und Jugendamt einbinden, Kommunikationsanlässe wie Nachbarschaftsfeste, Märkte nutzen
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohnerinnen beteiligen sich massiv an den aktivierenden Befragungen. Die Ergebisse werden in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Sprechstunden werden optimal genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Die ehrenamtlichen Arbeiten nicht nur auf einzelne Projekte ausgerichtet sind, sondern Vernetzt und konstruktiv zusammenarbeiten.
Kriterium
Beschreibung
Die Entscheider, die Politik, Ehrenamtliche und Bewohner respektieren sich und arbeiten konstruktiv zusammen. Durch diese Netzwerke wird die soziale Infrastrktur verbessert und Bedürfnisgerecht umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner übernehmen Verantwortung für Ihren Wohnbereich und gestalten diesen attraktiv. In den Befragungen wird dieser als guter Ort genannt.
Beschreibung
Attraktive Treffpunkte für alle Bewohnergruppen sind geschaffen und werden von den Bewohnern in Eigenregie in Stand gehalten.
Kriterium
Beschreibung
Politik sich zur Aufgabe macht eine Beratungsinfrastruktur zu schaffen und dauerhaft zu etablieren.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Herrn BGM Goebel/ Präv-Beamte der Polizei Herrn Teuber, Frau Sabbert-Flägel/Landkreis Frau Charbonnier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DAA Frau Motzkau/ SOFA e.V. Frau Schlösser/Senioenbeirat Herr Sündermann/DRK Herr Langanke/BNW Herr Eden/JMD Herr Neumann/Flüchtlingsberatung Kirchenkreis Rotenburg FrauGolegos/Tafel Rotenburg e.V. Herrn Seitz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VfL Visselhövede Herr Golke/MTV Jeddingen Herrn Leefers/SSV Wittorf Herr Jessen/SV Schwitschen Herr Rickers/Lauftreff Visselhövede Frau Wachtmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonie-Sozial-Station Frau Rück/Visselhöveder Pflegedienst Frau Rathmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulleiter der Oberschule, Herrn Dyck / der Grundschulen Frau Lattemann und Frau Darboven/Schulssozialarbeiter/Schuleinstiegsbegleiter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirche St. Johannis Herrn Pahling
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gewerbeverein Visselhövede Herrn Timmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Redaktion der Kreiszeitung Herrn Wieters
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle im Rat vertretenen Gruppierungen/Bundestagsabgeordneten Herr Klingbeil und Kindler/Landtagsabgeordnete Frau Trautmann-Liebe, Herr Oetjen
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bewegte Leben - Biografien von Frauen aus aller Welt und mitten unter uns: Schreibwerkstatt, Lesecafe und Ausstellung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christine Katz
| Organisation | diversu e.V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführerin und 1. Vorsitzende von diversu e.V. |
2. Kurzbeschreibung
Interkulturelle Biografiearbeit: Schreibwerkstatt, Lesecafe und Ausstellung
Projektbeschreibung
Der Lüneburger Stadtteil Kaltenmoor kämpft seit Jahren mit einem Imageproblem und wird von Außenstehenden überwiegend als Fremdkörper und Problembezirk wahrgenommen. Seine Sozialstruktur ist interkulturell geprägt, der Anteil von wenig finanzkräftigen Menschen ist hoch. Das (Freizeit)Leben findet meist in den eigenen vier Wänden statt, was zu einer verstärkten Separierung der verschiedenen soziokulturellen Gruppen/ Familien führt. Intensiverer Kontakt über kulturelle Grenzen hinweg ist eher die Ausnahme.
Frauen mit Migrationshintergrund sieht man in Kaltenmoor öffentlich vorrangig in traditionellen Geschlechterrollen: Einkaufen, Kinderbegleitung. Sie sprechen zudem meist schlecht Deutsch, was zusätzlich den Rückzug ins Private und zur vertrauten Sprachgruppe befördert. Männer sind demgegenüber deutlich präsenter im öffentlichen Raum.
Trotz einiger vorhandener Strukturen zum interkulturellen Austausch, sind die Möglichkeiten für ein intensiveres Kennenlernen z.B. der verschiedenen Lebenswege und kulturellen Erfahrungen von Frauen, und für ihre sichtbare Vielfalt im öffentlichen Raum äußerst begrenzt. Es fehlen Orte und Gelegenheiten, Sprachkompetenzen informell im interkulturellen Miteinander zu entwickeln.
Das Projekt möchte Begegnungen von Frauen über soziokulturelle Grenzen hinweg einführen und darüber ein Kennenlernen und gegenseitiges Wertschätzen ihrer verschiedenen Lebenswege unterstützen. Dafür werden in Tandems aus Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in begleiteten Schreibwerkstätten deren Biografien erzählt, aufgeschrieben und öffentlich bei einer Ausstellung (Texte und Bildportraits) präsentiert. Die Biografiearbeit ist nicht nur eine geeignete Form zur Selbstreflexion des bisher Erlebten, die dem Verständnis eigener und fremder Lebensverläufe dient und zur gegenseitigen Anerkennung beiträgt. Darüber hinaus werden im strukturierten und professionell begleiteten Erzählen und Aufschreiben die Sprachkompetenzen quasi nebenbei verfeinert. Die Vorstellung ausgewählter Biografiepassagen in Lesungen im Rahmen einer Ausstellung in Kaltenmoor und in der Innenstadt macht die Frauen außerdem öffentlich sichtbar, stärkt ihr Selbstwertgefühl und entfaltet eine Breitenwirkung, die sich auch positiv auf die Wahrnehmung des Quartiers auswirkt. Der Blick auf geteilte Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Träumen, Schicksalen, Erfahrungen und Entscheidungen fördert das Gemeinschaftsgefühl und löst einen Perspektivwechsel auf Frauen in Kaltenmoor aus
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Kaltenmoor kämpft seit Jahren mit einem Imageproblem. Seine Sozialstruktur ist interkulturell geprägt, der Anteil von wenig finanzkräftigen Menschen ist hoch. Das (Freizeit)Leben findet meist in den eigenen vier Wänden statt, was zu einer verstärkten Separierung der verschiedenen soziokulturellen Gruppen/ Familien führt. Intensivere Kontakte über kulturelle Grenzen hinweg sind eher die Ausnahme. Frauen mit Migrationshintergrund sieht man in Kaltenmoor öffentlich vorrangig in traditionellen Geschlechterrollen. Sie sprechen meist schlecht Deutsch, was zusätzlich den Rückzug ins Private und zur vertrauten Sprachgruppe befördert. Trotz einiger vorhandener Strukturen zum interkulturellen Austausch, sind die Möglichkeiten zum Kennenlernen für Frauen und für ihre sichtbare Vielfalt im öffentlichen Raum äußerst begrenzt. Es fehlen Orte und Gelegenheiten, Sprachkompetenzen informell im interkulturellen Miteinander zu entwickeln.
Das Projekt möchte solche interkulturellen Begegnungen zwischen Frauen in Kaltenmoor ermöglichen. Dafür werden in Tandems aus Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in professionell begleiteten Schreibwerkstätten die Biografien erzählt, aufgeschrieben und öffentlich präsentiert (Ausstellung). Die Biografiearbeit trägt nicht nur zur gegenseitigen Wertschätzung bei, sondern verfeinert quasi nebenbei die Sprachkompetenzen. Die Vorstellung ausgewählter Biografiepassagen in sog. Lesecafes rund um die Ausstellung in Kaltenmoor und in der Innenstadt macht die Frauen außerdem öffentlich sichtbar, stärkt ihr Selbstwertgefühl und entfaltet eine Breitenwirkung, die sich auch positiv auf die Wahrnehmung des Quartiers auswirkt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Kaltenmoor
Beschreibung
Kaltenmoor grenzt im Norden an den Stadtteil Hagen, im Süden an das sog. Schäferfeld. Im Osten wird es durch die Bundesstraße B4/ B209 begrenzt und zur Stadtmitte hin im Westen durch die Bahnlinie (Straße Blümchensaal).
Einwohnerzahl
9600
Quelle / Anmerkungen
Aussage des Quartiersmanager
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Initiativen von und für Frauen, zur Förderung von interkulturellen Begegnungen und eigenen selbstbestimmten Räumen werden in diesem Gebiet nicht gefördert. So erhält bspw. weder das seit 2007 aktive Netzwerk Kaltenmoor e.V. noch das Projekt Internationaler Frauentreff darüber eine Förderung. Die meisten dort verankerten Aktivitäten werden ehrenamtlich durchgeführt oder mit anderweitig eingeworbenen Mitteln unterstützt. Von den Frauen, die den Frauentreff regelmäßig aufsuchen (z.B. zum Nähcafe, zu Sprachkursen) (ca. 40 aus ca. 10 verschiedenen Ländern) wünschen sich viele mehr Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten in ihrem Wohnumfeld. Die in den kleinen Organisationen ehrenamtlich Engagierten sind dringend auf finanzielle Förderung angewiesen, um Projekte durchführen zu können.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben von Quartiersmanager Herr Nehring
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe: Herr Nehring Quartiersmanager
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben: Herr Nehring, Quartiersmanager
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahl für Projektgebiet: Schätzwert (Nehring)
Gesamtstadt (und Landkreis): Bundesagentur für Arbeit, April 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Schätzwert (Nehring)
Gesamtstadt und (Landkreis): Bundesagentur für Arbeit, April 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
plus 13.6% Bewohner*innen mit Doppelstaatsbürgerschaft
Projektgebiet in Prozent
59
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
herausgegeben vom Einwohnermeldeamt der Hansestadt Lüneburg, Stand 2014.
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die SGB II-Quote (November 2014) in Kaltenmoor bei 23,5 %. Die Arbeitslos-Meldungen betrugen im gesamten Stadt-gebiet 5,8%, im Programmgebiet Kaltenmoors 46,5%.
Einwohnermeldeamt Lüneburg 2014
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtplanansicht.docx
(1.35 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt zielt auf eine Stärkung des Gemeinschaftsgefühls als INtegrationsbeitrag durch ein spezifisches interkulturelles Begegnungsformat: dem Arbeiten an der eigenen Biografie im Tandem aus Frauen mit und ohne Migrationshintergrund. Die Schreibwerkstätten, im Rahmen dessen die Auseinandersetzung mit den Biografien angeleitet moderiert werden, fördern das Verständnis füreinander und den Respekt vor der jeweiligen "Lebensleistung", was zur gegenseitigen Wertschätzung beiträgt. Durch das soziale Miteinander in den Werkstätten wächst Vertrauen und auch der Eindruck, ernst genommen zu werden, was wiederum förderlich für die Integration, das Gefühl von "Zuhause sein" ist. Letztlich könen darüber Nachbarschaftsbeziehungen aufgebaut bzw. intensiviert, unterschwellige Konflikte deeskaliert oder produktiv bearbeitet werden. Gemeinsame Aktivitäten und die sichtbare Präsentation von Ergebnissen fördern die Verbundenheit und führen zu einem empowerment der Einzelnen mit Wirkung nach innen (Selbstbewusstsein, in die Familien) und nach außen (in den Stadtteil). Das intensive Kennenlernen durch die Projektzusammenarbeit erleichtert die Bewältigung evtl. auftretender Konflikte/ Probleme und die Lust auf weitere gemeinsame Aktivitäten und solidarisches Handeln (z.B. Kinderbetreuung).
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Teilnehmerinnen am Projekt ihre Kontakte verstetigen, wenn die Ausstellung viele Kaltenmoorer besuchen, wenn weitere interkulturelle Aktivitäten entstehen
Vorhandene Strukturen
In Kaltenmoor ist die professionelle Gemeinwesenarbeit geprägt von Aktivitäten der AWO (hat im Rahmen des BIWAQ-Förderprogrammes z.B. ein arabisches Buffet aufgebaut, in dem auch gastronomische Weiterqualifikationen laufen und betreibt das Cafehaus; außerdem läuft darüber der AWOCADO Service gGmbH, ein Unternehmen für Dienstleistungen, Qualifizierung, Ausbildung und Arbeit zur (Wieder-)eingliederung von Arbeitslosen in das Berufsleben), der VHS Region Lüneburg (führt über BIWAQ-Projekte Weiterqualifizierungs- und Schulabschlusskurse für Frauen durch) und dem ökumenischen Gemeindezentrum St. Stephanus mit zahlreichen kirchlichen und überkonfessionellen Angeboten. Es gibt einen Quartiersmanager, mit dem auch das Netzwerk Kaltenmoor stark vernetzt zusammenarbeitet. Dieses Netzwerk hat als gemeinnütziger Verein seit 2007 zahlreiche Aktivitäten und Projekte v.a. für und mit Frauen durchgeführt und eben den Internationalen Frauentreff aufgebaut, eine interkulturelle Begegnungsstätte für Frauen. Dort finden Nähcafes und Deutschkurse statt, es gibt Angebote zur Beratung bei Behördengängen, in allen sozialen Fragen und Familienkonflikten, aber es finden auch Veranstaltungen zu einer breiten Themenpalette wie bspw. zu Klimaschutz, Yoga, Schwimmen und Tanz statt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Region Lüneburg, Anne Franck Schule, IGS Gesamtschule Kaltenmoor
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frauen aus dem Internationalen Frauentreff und andere Frauen aus dem Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanager von Kaltenmoor, Herr Nehring
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftsbüro Ahlhorn - Gemeinwesenarbeit als Strategie
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Thorsten Schmidtke
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftsbüro Ahlhorn – Gelebte Vielfalt!
Projektbeschreibung
Im Projektgebiet im Ortsteil Alhorn sind viele engagierte Akteure aktiv, die im Rahmen ihrer täglichen Arbeit alles versuchen, um mit den Auswirkungen des zahlreichen Zuzugs (überwiegend aus Osteuropa und dem Irak) zurechtzukommen. Die Gemeinde Großenkneten hat je nach Möglichkeit zeitnah auf Bedarfe reagiert und eigene Angebote installiert (u.a. Integrationsbeauftragte, Streetwork, Schulsozialarbeit) bzw. freie Träger unterstützt (u.a. Integrations-, Migrationsberatung, Flüchtlingssozialarbeit).
Bisher erfolgte vieles Top-Down, reaktiv und defizitorientiert.
Durch die weiteren Zuzüge seit 2015 hat sich die Lage zugespitzt und es wurde deutlich, dass es einer intermediären Instanz bedarf, die die Strukturen und Angebote der Gemeinde ebenso gut kennt wie die Interessen und Bedürfnisse der Menschen im Projektgebiet. Es fehlt an Zeit, Personal, Räumen und methodischem Wissen, um sogenannte „schwer zu erreichende Zielgruppen“ besser einzubinden und Ressourcen wahrzunehmen. Erst mit der Identifizierung von Eigeninteressen von Bewohner/innen gelingt Aktivierung, es werden neue Handlungsräume eröffnet und in Folge von Selbstwirksamkeitserfahrungen auch Selbstorganisation möglich.
Mittels eines Nachbarschaftsbüros in diakonischer Trägerschaft möchten wir jetzt Strukturen schaffen, die bestehende Angebote bündeln, die das Zusammenleben konstruktiv weiterentwickeln und die unsere Nachbarschaft in Ahlhorn nachhaltig fördern. Das Büro soll zentral im Gebiet in einer ehemaligen Logopädiepraxis angesiedelt werden. Hier gibt es auch Raum um bestehende Beratungsangebote bedarfsgerecht anzudocken. Um die Arbeit zu beginnen, soll eine aktivierende Befragung durchgeführt werden. Dies ist u.a. aufgrund der sprachlichen Barrieren eine Herausforderung, so dass hier Unterstützung durch den Streetworker, die Integrationsbeauftragte und Integrationslotsen angedacht ist.
Damit Erkenntnisse der Arbeit vor Ort und Aktivitäten der verschiedenen Akteure u.a. aus dem sozialen Bereich, der Verwaltung und Zivilgesellschaft transparent kommuniziert werden können und sich eine stärkere Verzahnung entwickelt, sollen flankierend Gremien etabliert werden (Steuerungskreis GWA der Gemeinde sowie ein Bewohnerbeirat.)
Um die städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Missstände zu bearbeiten wurden Städtebaufördermittel beantragt. Sollte eine Zusage erfolgen, kann Quartiersmanagement (planerisch/städtebaulich) 2019 die Gemeinwesenarbeit optimal ergänzen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Ortsteil Ahlhorn hat für eine ländliche Region eine sehr untypische Entwicklung genommen. Für die aktuelle Situation kamen u.a. folgende Faktoren zusammen: Aufgabe des Militärstandorts, Leerstände, lebensmittelverarbeitende Industrie im näheren Umfeld sowie die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit. 2015 kamen Geflüchtete hinzu. Zu sozialen Missständen kommen städtebauliche und wohnungswirtschaftliche. Mehrfamilienhäuser sind in einem sehr schlechten Zustand. Im Gebiet liegt der Ausländeranteil bei 54 % (einzelne Straßen über 70 %). Es besteht eine hohe Fluktuation. Lediglich 22 % wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnstandort. Demgegenüber sind 39 % (einzelne Straßen 50%) der Bewohner/innen kürzer als zwei Jahre am jetzigen wohnhaft. Diese Umstände verbunden mit einem negativen Image erschweren den Aufbau von Nachbarschaft und verstärken die Tendenz von Wegzügen. Gepaart mit Enge und Überbelegung vieler Wohnungen, die dazu führen, dass sich soziales Leben gerade von Jugendlichen und jungen Männern auch in den öffentlichen Raum verlagert, verursacht dies Ängste und Angsträume. Die soziale Segregation wird befördert. Die letzten alteingesessenen Bürger/innen sehen die sozialen Entwicklungen mit Sorge, fühlen sich von ihrem Heimatort entfremdet und vermissen Treff- und Anlaufpunkte für einen sozialen Austausch. Es gibt erste Angebote (u.a. Streetwork, Migrationsberatung, Flüchtlingssozialarbeit, Schulsozialarbeit, Präventionsketten), und das reiche Kultur- und Vereinsleben der Gemeinde. Es fehlt bisher an einer vernetzenden Stelle, die vor allem die Menschen vor Ort miteinbezieht, sowie Kontakte untereinander und niedrigschwellige Zugänge schafft.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Großenkneten Ahlhorn
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst einen Großteil der Ahlhorner Ortsmitte mit der Ortsdurchfahrt Wildeshauser Straße(zwischen dem Bahnhof im Westen und dem Kreuzungsbe-reich Visbecker / Schulstraße im Osten) sowie nördlich und südlich daran angrenzende Bereiche. Wie der Kartendarstellung zu entnehmen ist, schließt das Projektgebiet westlich der Bahn das Bahnhofsgebäude, den Parkplatz davor sowie die Grundstücke Cloppenburger Straße 1 und 3 und die Cloppenburger Straße selbst bis zum Kreisverkehr hinter der Bahn ein. Östlich des Kreisverkehrs wird die Cloppenburger zur Wildeshauser Straße. Ab hier sind auch die Grundstücke nördlich und südlich der Straße Teil des Untersuchungsgebietes, zuzüglich einer kleinen Brachfläche hinter dem EDEKA-Markt (Wildeshauser Straße 8). Ab dem Kreuzungsbereich mit „Am Lemsen“ und der Zeppelinstraße weitet sich der Gebietszuschnitt nördlich und südlich der Wildeshauser Straße wie folgt aus: • Nach Norden bildet „Am Lemsen“ die Grenze des Projektgebietes, ohne selbst Bestandteil zu sein. Die Schulgrundstücke des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und der Graf-von-Zeppelin-Schule sind ebenso Teil des Projektgebietes wie die nördlich daran an-schließenden Grundstücke und im Südosten die Grundschule. Östlich der Grundschule bildet die Schulstraße die Gebietsgrenze, die aber selber nicht dazu zählt, bis zur Kreuzung mit der Wildeshauser Straße. Der Kreuzungsbereich inkl. der weiter nach Süden verlaufenden Visbecker Straße ist großzügig eingefasst. • Südlich der Wildeshauser Straße verläuft die Abgrenzung zunächst unter Einbeziehung aller Anliegergrundstücke der Zeppelinstraße bis Höhe Am Kasinowald, wo sie nach Nordosten verschwenkt und entlang „Am Kasinowald“ verläuft, allerdings ohne den Straßenraum einzu-schließen. Vor der Katharinenstraße knickt die Grenze wieder nach Südosten ab, so dass alle Anliegergrundstücke an der Katharinenstraße, der Dorfplatz und das angrenzende Wäldchen Teile des Projektgebietes sind. Hinter dem Sportplatz verläuft die Abgrenzung dann wieder nach Norden zur Wildeshauser Straße und daran entlang bis hinter die Visbecker Straße und schließt den Kreuzungsbereich mit ein (s. o.). Insgesamt umfasst das Projektgebiet eine Fläche von 62 ha. Zum Ende des Jahres 2016 lebten innerhalb dieser Gebietsabgrenzung 1.825 Menschen.
Einwohnerzahl
1825
Quelle / Anmerkungen
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Großenkneten-Ahlhorn 2017
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet geschätzt;Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
54
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Landkreis Oldenburg,Gemeinde Großenkneten;LSN; Projektgebiet und Gesamtgemeinde geschätzt;Sonstige: Landkreis Oldenburg;- Zuwanderungsgeschichtliche Ausländer plus ausländischer Geburtsort
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet geschätzt; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet geschätzt; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.pdf
(962.22 KB)
kartenausschnitt.png
(260.17 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die GWA soll nach dem Bottom –Up Arbeitsprinzip erfolgen, welches von den geäußerten Bedürfnissen der BewohnerInnen ausgeht, von ihren Stärken, ihrer Bereitschaft, sich zu engagieren und die sich Vorhaben zutrauen. Gemeinwesenarbeit als Strategie für unsere Gemeinde verstehen wir als langfristigen Prozess, der auch über einen potentiellen der Städtebauförderung „Soziala Stadt“ hinaus Bestand haben soll, um Erfolge zu sichern und nachhaltig zu wirken.
Gemeinwesenarbeit denkt in Projekten, die von den Menschen im Stadtteil gewollt und getragen werden. Sicher kann Gemeinwesenarbeit auch von sich aus Impulse setzen und Anregungen geben, aber entscheidend bleibt, was von den Menschen im Stadtteil mitgetragen wird. Gemeinwesenarbeit hat den Stadtteil insgesamt im Blick, aber die Veränderungen ergeben sich aus den einzelnen Puzzleteilen, die als Projekte zusammengetragen werden.
Zusätzlich hoffen wir auf Quartiersmanagement, welches, wenn die Programmanmeldung erfolgreich beschieden wird, die (Weiter-)entwicklung des Ortsteils insgesamt von seinem Bedarf her entwickelt. Quartiersmanagement bearbeitet dann städtebauliche und sozialplanerische Herausforderungen und arbeitet mit der Gemeinwesenarbeit vor Ort Hand in Hand daran, Beteiligung zu leben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mittels Akt. Befragung wurden Bewohner/innen als Experten vor Ort eingebunden. Nachbarschaftsbüro ist vor Ort und erreichbar, Bewohner/innen fühlen sich ernst genommen und bauen Vertrauen auf. (geben Mandat)
Kriterium
Beschreibung
Es konnten erste „local Leader“ im Gebiet identifiziert werden. Durch niedrigschwellige Projekte konnten die alltagsbezogenen Kompetenzen vor Ort gestärkt werden. Hilfe zur Selbsthilfe wird innerhalb der Gemeinde als positiv wahrgenommen.
Kriterium
Beschreibung
Räume und Zugänge ermöglichen es Bewohner/innen eigene Ideen einbringen und zu verwirklichen. Ressourcen des Quartiers werden sichtbar und genutzt. Entwickelte Projekte werden öffentlichkeitswirksam im Gebiet und in der Gemeinde kommuniziert.
Kriterium
Beschreibung
Es wurde für unterschiedl. Bevölkerungsgruppen passende Angebote entwickelt. Multiplikatoren aus unterschiedl. Zielgruppen sind eingebunden und zielgruppenübergreifende Begegnungs- und kommunikationsmöglichkeiten geschaffen.
Beschreibung
Es gibt eine produktive fachübergreifende Zusammenarbeit versch. Professionen im Rahmen von Quartierstreffen, AGs u.ä. Themen wie Wohnen, Gesundheit, Bildung, Arbeit werden integriert gedacht und bearbeitet.
Beschreibung
Es gibt regelmäßige und enge Austauschmöglichkeiten, die einen Informationsfluss zwischen Bewohnenden, Projektmitarbeitenden, kommunalen Mitarbeitenden und Beratungs/Bildungseinrichtungen ermöglichen. Neue Projektkooperationen entstehen.
Kriterium
Beschreibung
Es entstehen neue Angebote die Begegnungen ermöglichen. Aushandlungsprozesse werden begleitet und Kompetenzen & Strategien vermittelt, um Konflikte kultursensibel selbst zu lösen bzw. Unterstützung anzunehmen.
Beschreibung
Es konnten bedarfsgerecht Projekte bzw. Beratungssprechstunden (z:B. gesundheitsfördernde, niedrigschwellige Angebote) im Quartier verankert werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Entwicklung des Projektgebiets ist in die gesamtkommunale Entwicklung mit hohem Stellenwert einbezogen. Vertreter/innen der Politik nehmen an den Gemeinwesenkonferenzen teil.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev.luth. Hans-Roth Gemeinde (zugehörig zur Kirchengemeinde Ahlhorn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Oldenburg , Präventionsketten (Familienhebammen, Sozialmediz. Angestellte)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirchengemeinde Herz-Jesu, (zugehörig zu St. Peter)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V. - Familie im Blick
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie Evangeliums-Christengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ev. Hans-Roth Kindergarten und Krippe
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ankommen und gemeinsam Leben in Dodesheide-Ost
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hans-Georg Weisleder
| Funktion | Leitung Fachdienst Jugend |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ausbau und Weiterentwicklung begegnungsfördernder und interkultureller Angebote im Quartier unter besonderer Berücksichtigung neu zugewanderter Personengruppen
Projektbeschreibung
Das geplante soziale Projekt "Ankommen und gemeinsam Leben in Dodesheide-Ost" wendet sich an die Bewohner/-innen eines Wohnquartiers, welches seit dem Abzug der britischen Soldaten und ihrer Familien seit 2010 vollständig neu bezogen wurde. Die Wohneinheiten in einfachster Bauweise wurden durch eine überregionale Immobiliengesellschaft vermarket, was zu einem schnellen Bezug der Wohnungen und einer auffälligen Sozialstruktur des Wohngebietes führte. Der Bericht "Soziale Ungleichheit in Osnabrück" (2012) identifiziert das Wohngebiet Dodesheide-Ost als Sozialraumtyp mit starker Familienprägung, hohen Kinder- und Jugendlichenzahlen, einem ausgeprägten Armutsrisiko und geringen gesellschaftlichen Teilhabechancen für die Bewohner/-innen. Die Stadt Osnabrück reagierte 2012 auf die veränderte soziale Situation in Dodesheide-Ost mit der Einrichtung einer niedrigschwelligen Anlaufstelle (angemietete Wohnung) im Quartier. Seitdem werden methodische Ansätze von Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement im Wohngebiet durchgeführt. Das Projekt ist aktuell vom Rat der Stadt bis Ende 2020 beschlossen und mit 1,5 sozialpädagogischen Stellen besetzt. Die Beziehungsarbeit wird erschwert durch eine Fluktuation bei den Bewohnern, die u. a. durch die mangelhafte Bausubstanz zu erklären ist. Die Sozialstruktur hat sich ab 2015 durch den Zuzug von Zuwanderern nochmals verändert. Zugezogen sind insbesondere Familien u. Einzelpersonen aus Syrien und Bulgarien, Rumänien sowie aus mehreren afrikanischen Ländern. Insgesamt wohnen in Dodesheide-Ost zum Stichtag 31.12.2017 6255 Menschen. Der Anteil mit Migrationshintergrund beträgt 59,3 %, davon 35,6 % Ausländer/-innen (höchster Anteil in Osnabrück). Angesichts der dynamischen Entwicklung des Wohnquartiers mit den aufgezeigten sozialstrukturellen Auffälligkeiten sollen zukünftig begegnungsfördernde, interkulturelle und konfliktmindernde Angebote verstärkt für alle Bewohner/-innen unter besonderer Beachtung von Zuwanderern durchgeführt werden, damit deren Integration und Teilhabechancen verbessert werden können. Geplant sind u. a. Quartierssparziergänge, Kulturtage u. Familienfeste, interkulturelles Kochen, Familienfrühstück mit Programm und eine Filmgruppe. Bei diesen Gemeinwesen bezogenen Aktivitäten sollen die Bewohner/-innen bei der Vorbereitung und Durchführung beteiligt und in ihren sozialen Kompetenzen gefördert werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projektgebiet hat sich in den letzten Jahren zu einem Integrationsquartier mit einer sehr auffälligen Sozialstruktur entwickelt. Der Anteil der einkommensarmen u. sozial benachteiligten Bewohner/-innen ist sehr hoch, ebenso die Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (37,9 % unter 27 Jahren). Hoch ist der Anteil der jungen Menschen unter 27 Jahren im Bezug von SGB II (35,9 %). Die finanziellen u. sozialen Einschränkungen erschweren die gesellschaftliche und berufliche Integration der Bewohner/-innen. Mit Hilfe des Bundesprogramms "Jugend stärken im Quartier" ist eine Beratungsstelle im Quartiersbüro eingerichtet worden, wodurch die sozialpädagogische Einzelfallhilfe für junge Menschen im Quartier gut entwickelt ist und die berufsbezogene Integration intensiviert wurde. Angesichts der multikulturellen Vielfalt der Bewohnerschaft sind ergänzend zu den schon geleisteten Beratungsangeboten und Einzelhilfen zunehmend Gemeinwesen orientierte und begegnungsfördernde Veranstaltungen und Gruppenangebote notwendig, die geeignet sind, soziale Kontakte zwischen den Bewohnern herzustellen, deren soziale Integration und Fähigkeit zur Selbstorganisation fördern. In der Praxis der Quartiersarbeit wird beobachtet, dass die nach Herkunft unterschiedlichen Gruppen untereinander wenig Kontakte haben und dazu neigen, in ihrer Herkunftsgruppe zu verbleiben. Beim Zuzug kann dies bei der Orientierung hilfreich sein, kann sich aber bei einer wünschenswerten weitergehenden Integration hinderlich auswirken. Zudem werden erste Spannungen zwischen den unterschiedlichen Gruppen beobachtet. Zukünftig sollen verstärkt gemeinschaftsfördernde Maßnahmen und Angebote durchgeführt werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Dodesheide-Ost
Beschreibung
Das Projektgebiet Dodesheide-Ost ist im Kernbereich gekennzeichnet durch Mehrfamilienhäuser. Dabei handelt es sich um 434 Wohneinheiten in einfachster und verdichteter Bauweise. Durch eine private Vermarktung der ehemaligen Wohnhäuser für britische Familien kam es zu schnellen Vermietungen mit einer sozial auffälligen Bewohnerstruktur. Die Bewohnerschaft ist seitdem gekennzeichnet durch eine vielfältige und ethnisch-kulturell unterschiedliche Zusammensetzung. Die ehemaligen Wohnhäuser der britischen Familien waren im Wesentlichen infrastrukturell isoliert von weiteren Wohngebieten im Stadtteil Dodesheide, da die Briten ihre eigene Infrastruktur aufgebaut hatten (eigene Schulen und Kindergärten, Läden usw.). Diese Verinselung des räumlichen Kernbereiches von Dodesheide-Ost ist immer noch spürbar, wobei die Stadt Osnabrück dieser durch den Aufbau einer integrierten sozialen Infrastruktur im Projektgebiet begegnet (neue Kita, Spiel- und Bolzplätze usw.). Hinsichtlich der räumlichen Abgrenzung des Projektgebietes ist anzuführen, dass Dodesheide-Ost im Nordosten von Osnabrück in einer Randlage zur Nachbargemeinde Belm liegt und an die Stadtteile Haste und Widukindland sowie an Dodesheide-West grenzt. Gleichwohl ist Dodesheide-Ost räumlich und sozialstrukturell stark isoliert, da die umliegenden Stadtteile und die Nachbargemeinde sich deutlich anders zusammensetzen und zudem mit ausgeprägten und wenig bewohnten Landschaftsgebieten an Dodesheide-Ost grenzen. Das ehemalige Kasernengelände der britischen Streikräfte ist Teil des Projektgebietes und wird derzeit beplant und in den nächsten Jahren sukzessive in eine öffentliche und gewerbliche Nutzung übergeben. Auf der sog. Konversionsfläche ist derzeit eine Flüchtlingsunterkunft untergebracht.
Einwohnerzahl
6255
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldedatei der Stadt Osnabrück
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit Osnabrück, Arbeitsmarktdaten; Strategische Stadtentwicklung Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit Osnabrück, Arbeitsmarktdaten; Strategische Stadtentwicklung Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
59
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei Stadt Osnabrück, Schätzung
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit Osnabrück
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strategische Stadtentwicklung Stadt Osnabrück, Statistik, Stand 30.04.2018
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strategische Stadtentwicklung Stadt Osnabrück, Statistik, Stand 30.04.2018
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_dodesheide.pdf
(3.1 MB)
projektgebiet_dodesheide_detail.pdf
(1.5 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Seit einigen Jahren existiert im Projektgebiet Dodesheide-Ost ein Quartierstreff mit dem Schwerpunkt Quartiersarbeit /Quartiersmanagement und einzelnen Ansätzen der Gemeinwesenarbeit. Dabei ist insbesondere die professionelle Unterstützungsstruktur durch sozialpädagogische Fachkräfte und mittels eines Netzwerkes mit Partnern aufgebaut worden. Gut entwickelt ist eine einzelfallbezogene Beratungs- und Hilfsstruktur, die durch das Bundesprogramm "Jugend stärken im Quartier" nochmals intensiviert werden konnte. Die bislang nur ansatzweise entwickelte Methode der Gemeinwesenarbeit soll in den nächsten Jahren durch entsprechende Angebote und mit Hilfe des beantragten Landesprogramms "Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement" ausgebaut und weiterentwickelt werden. Durch die geplanten gemeinschaftsfördernden interkulturellen Gruppenangebote und Veranstaltungen sollen die Bewohner/-innen bei der sozialen Integration unterstützt und zudem in ihren Kompetenzen gestärkt und bei der Fähigkeit zur Selbstorganisation gefördert werden. Parallel dazu soll durch den Aufbau eines Systems von Ehrenamtlichen durch die Kooperation mit der städtischen Freiwilligenagentur die notwendige praktische Unterstützung und Anleitung zur Selbstorganisation im Projektgebiet gewährt werden. Wesentliche Ziele sind die Verknüpfung der bestehenden Quartiersarbeit in Dodesheide-Ost mit dem weiterentwickelten / ausgebauten Schwerpunkt der Gemeinwesenarbeit und die Verstetigung des Projektes in Dodesheide-Ost.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner/-innen organisieren gemeinsam mit Unterstützung von Ehrenamtlichen / Freiwilligen gemeinwesenorientierte Angebote / Veranstaltungen
Kriterium
Beschreibung
Bewohner/-innen unterschiedler Herkunft tauschen sich über ihre Interessen aus und realisieren gemeinsame Planungen
Beschreibung
Die Bewohner/-innen gestalten gemeinsam ein Nachbarschaftsfest / Quartiersfest
Beschreibung
Durch intensiven Kontakt, Befragungen usw. sind den professionellen Mitarbeitern im Quartier die wesentlichen Problemlagen und Interessen der Bewohner/-innen bekannt
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev. Thomasgemeinde, Kath. St. Franziskusgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulzentrum Sonnenhügel, Grundschule Dodesheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialer Dienst Nord, Freiwilligenagentur des Fachbereiches Integration und Soziales
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Koordinierungsstelle zur Entwicklung für das „Soziokulturelle Begegnungszentrum Mitte-West Wolfsburg“
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sylvia Cultus
| Organisation | Stadt Wolfsburg |
|---|---|
| Funktion | Leiterin des Integrationsreferates |
2. Kurzbeschreibung
soziokulturelles Begegnungszentrum
Projektbeschreibung
Dem Wolfsburger Ortsratsbereich Mitte-West sind die Stadtteile Laagberg, Wohltberg, Eichelkamp, Hageberg, Hohenstein, Klieversberg und Rabenberg zugeordnet. Im Stadtteil Laagberg befindet sich das in 1968 errichtete und in den 1970iger Jahren als Freizeitheim West konzipiertes städtische Gebäude.
Der Kommune ist daran gelegen, das Haus zukunftsfähig als soziokulturelle Begegnungsstätte sowohl für den Stadtteil Laagberg als auch die weiteren Stadtteile des Ortsrates Mitte-West aufzustellen. Das soziokulturelle Begegnungszentrum soll sich als ein Informations- Kommunikations- und Begegnungsort für unterschiedliche Zielgruppen etablieren und damit einer Vielzahl von Einrichtungen und Institutionen, Initiativen und Vereinen Aktivitäten ermöglichen.Zur Bewirtschaftung des Gebäudes und seiner inhaltlich konzeptionellen Ausgestaltung sowie der Koordinierung mit den diversen Nutzern ist die Vergabe an einen Träger denkbar. Grundsätzlich ist die Einrichtung eines Quartiersmanagements vorgesehen. Mit Blick auf Akzeptanz, Identifikation und Aktivität der zukünftigen Nutzer einer soziokulturellen Begegnungsstätte ist es zielführend, bereits zu Beginn des Projektvorhabens diese Position personell zu besetzen - dies entspräche der Idee eines „Kümmerers“, eines „Wegbereiters“. Dieser soll die Konzeptentwicklung im Rahmen von Beteiligungsstrukturen voranbringen. Dabei sind der Ortsrat Mitte-West, die Akteure der Stadtteile und des Netzwerkes „Laagbergtreff“ einzubeziehen. Darüber hinaus ist die Verwaltungsexpertise der Sozialplanung und Stadtplanung zu beteiligen sowie mit dem örtlichen JobCenter zusammen zu arbeiten. Der „Kümmerer“ wird an der Schnittstelle zwischen den Bürger*innen und der Stadtverwaltung fungieren. Der Auf- und Ausbau sowie die Entwicklung des soziokulturellen Zentrums wäre operativ koordiniert. Das bestehende Gebäude könnte bereits vor einem fertig gestellten Konzept mit Leben gefüllt werden und zeitnah den Einwohner*Innen für ihre Bedarfe sukzessive zur Verfügung gestellt werden.
Langfristig betrachtet könnte die einzurichtende Stelle des Quartiersmanagements vom „Wegbereiter“/ „Kümmerer“ übernommen werden und damit entsprechende notwendige Aufgaben verstetigt sowie erforderliche Innovationen vorangebracht werden. Die verschiedenen Anbieter und Nutzer im geplanten soziokulturellen Begegnungszentrum können diverse Synergieeffekte und Kooperationen ermöglichen. Dies kann sowohl einen erheblichen Beitrag zu einer gelingenden Integration.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Aufgrund der aufgezeigten Daten wird bereits deutlich, dass die Etablierung eines generationenverbindenden, soziokulturellen Begegnungszentrum zur Reduktion von Ungleichheit und Unterstützung der Nachbarschaft sinnvoll ist. Aus verschiedenen Gesprächen im Sozialraum wurde deutlich, dass sich die Einwohner*innen vor Ort eine solche Begegnungsstätte mit niedrigschwelligem Zugang zu erschwinglichen Angeboten für Teilhabe an Qualifizierung, Kultur und Freizeitgestaltung wünschen. Neben solchen Angeboten im Begegnungszentrum sollen auch Ehrenamtliche verstärkt in ihrem Tun unterstützt werden. Bei all diesen Vorhaben sind der Generationendialog sowie die Begegnung zwischen Einwohner*innen der unterschiedlichen Herkunftsländer zentral.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg Laagberg
Beschreibung
Der Laagberg gehört städtebaulich zur Innenstadt.
Einwohnerzahl
5732
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Stadtteil Laagberg sind im Vergleich mehr Kinder und Jugendliche (13,7%) zu Hause.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Jedoch sind auch hier erneut mehr Senior*innen wohnhaft (17,3%).
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
38
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Eine Zuwanderungsgeschichte weisen Ende 2017 in Mitte-West 26,3% (bzw. 4.794 Personen), im Laagberg 46,1% (bzw. 2.643 Personen) der Bevölkerung vor. Hinzu kommt seit dem Jahr 2015 eine beträchtliche Zahl Geflüchteter. Dies sind insgesamt 3226 Personen in Wolfsburg. Auf den Ortsratsbereich Mitte West entfallen 534 Personen (Quelle GB 01-11, Ausländerstelle, 31.12.2017), die in Mitte-West in verschiedenen Unterkünften aufgenommen wurden und nunmehr in die Stadtgesellschaft integriert werden. Quelle: Stadt Wolfsburg, Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit, Stabsstelle Sozialplanung. Auswertung Melderegister und MigraPro. Datenstand: 31.12.2017.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Für Mitte-West wurde mit Hilfe der Haushaltegenerierung ein Anteil von 3,9% Alleinerziehenden-Haushalten ermittelt. Im Vergleich dazu sind es im Stadtteil Laagberg 5,1% Alleinerziehenden-Haushalte.
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Bundesagentur für Arbeit stellte bis zum Jahr 2016 darüber hinaus Informationen hinsichtlich der kleinräumigen Verteilung von leistungsberechtigten Personen in SGB II-Bedarfsgemeinschaften zur Verfügung. Ende 2016 lebten in Mitte-West 1.547 Personen in einer Bedarfsgemeinschaft (Anteil an allen Einwohner*innen in MitteWest: 8,5%); im Laagberg waren es 605 bzw. 10,5%.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Ost gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Wolfsburg e.V.
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
wasmitherz e.V.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alina Zimmermann
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Kreativer Raum für Impulsgeber - Ideenspinner und Inspirationssuchende für das Gemeinwohl im Stadtteil
Projektbeschreibung
Im Herzen Hannovers - der Nordstadt - entsteht gerade ein junges, innovatives Zentrum für ein neues Quartiers- und Gemeinschaftsgefühl. Engagierte Menschen schaffen Raum für kreative Projekte, die Strahlkraft für Schaffende und Nutzende im Stadtteil und darüber hinaus haben. Das Risiko der Raumanmietung wird durch die entstehende Gemeinschaft solidarisch auf ein Minimum reduziert - so dass ausreichend Platz für Menschen ist, die endlich den Mut finden, ihr Herzprojekt für das Quartier umzusetzen. Die Räume sollen Impulsstätte für gemeinschaftsschaffende Projekte sein.
Wir haben 200qm Fläche in der Nordstadt angemietet und sind gerade dabei diese mit 100% Ehrenamt zu renovieren und zu gestalten.
Wir wollen echte Begegnung stattfinden lassen - authentisch interkulturell - Nordstadt eben! Hier gibt es Moscheen und Kirchen, Alte und Junge, Punks und Bänker und viel Berührungsangst, das wollen wir durch gemeinsame Aktionen im direkten Miteinander auflösen, denn wir leben und lieben alle hier - hier in 30167!
Dafür wollen wir 3 zentrale Nutzertypen erreichen, durch die die Räume lebendig werden und Gemeinschaft bilden und zu Gemeinschaft einladen:
- Impulsgeber
Sind Menschen, die wir in ihrer Schaffens- und Unternehmerkraft unterstützen.Wir wollen Mut machen, selber Projekte, Selbstständigkeiten und Unternehmungen im sozialen Bereich zu gründen. Sie bekommen bei uns dafür kostengünstige Räume, unternehmerisches Know-How und eine Marketing-Plattform zur Veröffentlichung und Verbreitung ihrer Projekte. Es wird Interdisziplinären Austausch geben, um wirklich Neues zu erschaffen.
- Ideenspinner
Wir wollen den Potenzialen unseres Quartiers Raum und Gelegenheit bieten. Jede/r kann etwas, das es zu teilen lohnt: Es wird Raum für Herzensangelegenheiten gegeben. Zum Beispiel ein Jurist, der Jugendlichen erklärt, welche juristischen Herausforderungen auf sie warten und wie sie zu meistern sind! Hier bekommt er Kontakt zu den Jugendlichen, auf die er in seiner Kanzlei nicht stoßen würde.
- Inspirationssuchende
Wir wollen Inspiration leben und damit Menschen abholen, die Lust auf Kreativität und Gemeinschaft haben und die Kurse von Ideenspinnern und Impulsgebern füllen.
Das "wasmitherz-Projekt" hat 2018 den Innovationspreis für Kunst und Kultur gewonnen, ausgeschrieben vom Kulturbüro „junge Kultur“ Hannover. Unsere Vision ist, dass hier ein lebendiges, freies und unabhängiges Zentrum für schaffende Menschen entsteht. Ein Modell zum Nachahmen?!
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit April 2018 sind die von dem im Dezember 2017 gegründeten Verein „wasmitherz e.V.“ geschaffenen Räume für Gemeinschaftsprojekte im Stadtteil nutzbar. Diese Räume sind durch 100% Ehrenamt entstanden. Eine Gemeinschaft von Menschen zwischen 20 und 50 Jahren, die vor Schaffenskraft und Ideen sprüht und eine völlig neue Qualität von ehrenamtlicher Initiativ mitten in der Nordstadt darstellt.
Der Stadtteil ist jung, fluktuierend, hier leben viele Singles und es herrscht eine große Nationalitätenvielfalt. Dadurch findet Gemeinschaftsleben nur punktuell statt.
wasmitherz e.V. will einen stetigen Raum schaffen, in dem moderne, projektbezogene, solidarische Gemeinschaft gelebt wird und zu inspirierenden Veranstaltungen einlädt.
Die Räume sollen eine bekannte, lustbringende, mutmachende und fröhliche Impulsstätte sein für authentische Begegnungen im Stadtteil. Wir wollen durch bewusst niedrig gehaltenen Raummieten verschiedene Projekte und Veranstaltungen möglich machen.
Die größte Herausforderung für uns ist es jetzt, Menschen zu erreichen, die diese Räume mit innovativen Projekt-Ideen füllen. Ein wichtiges Ziel dabei ist, den Bedarf der unterschiedlichen Menschen abzufragen und mit Projekt-Ideen zu verknüpfen, die jetzt schon in den Köpfen und Herzen der Menschen sind. Die Umsetzung der Ziele wird die beantragte halbe Stelle in Anspruch nehmen, sowie weiteres ehrenamtliches Engagement.
Wir nehmen an diesem Wettbewerb Teil, um eine kontinuierliche Kraft neben dem Ehrenamt zu installieren, um die gesetzten Ziele umzusetzen und die Räume weiter auszustatten, so dass sie auch für große Veranstaltungen nutzbar sind.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Nordstadt
Beschreibung
Die Nordstadt erstreckt sich auf einem rund 364 ha (Stand: 01.01.2017) großen Areal zwischen der Bahnstrecke Hannover–Minden im Norden und Osten, dem Berggarten, dem Großen Garten im Westen, der Leine, der Steintormasch im Süd-Westen und dem über Schloßwender und Arndtstraße führenden Cityring im Süd-Osten. An vorgenannter Zugverbindung liegt auch eine S-Bahnstation.
Der Engelbosteler Damm trennt als Hauptgeschäftsstraße die Nordstadt in einen nach 1946 wiederaufgebauten Ostteil und einen nach 1985 sanierten Kernbereich. Daran schließt sich im Westen eine durch einen Gürtel aus Universitäts-, Friedhofs- und Krankenhausflächen abgetrennte ruhige Villengegend an. Im Südwesten bieten der Welfengarten und der Georgengarten sowie die daran anschließenden Kleingärten und Sportanlagen Flächen für Naherholung.
Mit dem Klinikum Nordstadt befindet sich ein Krankenhaus des Klinikums Region Hannover im Stadtteil. An der Bahnlinie im Osten ist seit 2014 die neue Feuer- und Rettungswache 1 der Feuerwehr Hannover in Dienst.
Einwohnerzahl
17829
Quelle / Anmerkungen
Zahlen: 31.12.2017, Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Berichte Landeshauptstadt Hannover 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2017
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2017, Kinder unter 18 Jahre
Unterlagen zum Gebiet
karte_hannover_nordstadt.png
(386.5 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
wasmitherz ist ein gemeinnütziger Verein, der sich an alle Bewohner*innen des Quartiers richtet. Durch unser Projekt werden Bewohner*innen vernetzt, miteinander in den Kontakt zu treten, sich gegenseitig zu inspirieren, zu motivieren und zu unterstützen. Unser Wunsch ist es, dass sich die Lebensqualität aller Beteiligten erhöht. Wir verbinden Ideenspinner und Impulsgeber mit Inspirationssuchenden, in dem wir Anbieter / kreative Köpfe und Teilnehmende niedrigschwellig zusammenführen. Wir schaffen für die Bewohner*innen einen Ort des Zusammenkommens. Dabei liegt der Fokus darauf, voneinander zu lernen, sich auszutauschen, zu experimentieren und daraus etwas Neues zu schaffen. Hierbei geht es uns ganz besonders darum, Menschen zu motivieren in Eigen-Aktion zu kommen. Unser quartierbezogenes Projekt hat Strahlkraft auf die gesamte Stadt und rückt die Nordstadt weiter in ein kreativ innovatives und gemeinschaftsförderndes Licht. Gerade unter Berücksichtigung von möglichen gesellschaftlichen Entwicklungen bieten wir ein Konzept für zukunftsweisendes bürgerliches Engagement.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
zu unserem halbjährlichen Brunch im Herbst/Winter 2019 kommen >80 Bewohner*innen
Kriterium
Beschreibung
bis Ende 2019 haben 70 unterschiedliche Anbieter*innen die Räume genutzt
Kriterium
Beschreibung
wir bis Ende 2019 haben wir mit mind. 4 ortsansässigen freien, kirchlichen, kommunalen Trägern einen Kooperationsvertrag vereinbart
Kriterium
Beschreibung
wir bis Ende 2019 haben wir mind. 7 eigene, vereinsorganisierte Veranstaltungen mit mind. 50 Gästen durchgeführt
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Muse - ein ganzer Stadtteil für die Kunst (jeweils Aktionswochen pro Jahr, 2018 - 07.-22.09.2018)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hafven - Coworkingspace in der Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lutherkirche - evangelische Jugendkirche Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
lieb.es Restaurant, genossenschaftliche Brauerei - Nordstadt braut!, Sport Kaufmann, Onkel Olli´s Kiosk
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On