1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Silvia van den Berg
| Funktion | Stellv. Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir im Strampel – Gute Nachbarschaft machen wir selbst!
Projektbeschreibung
Unter dem Titel „Ankerplatz Strampel" eröffnet das Projekt im Quartier „Strampel“ in Nordhorn eine dezentrale Anlaufstelle für Gemeinwesenarbeit. Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe in diesem strukturell benachteiligten Wohngebiet zu stärken und einer drohenden sozialen Brennpunktbildung präventiv entgegenzuwirken.
Das Quartier Strampel steht vor besonderen integrativen Herausforderungen: Ein hoher Anteil an Menschen mit Migrationsgeschichte, Alleinerziehenden und Haushalten mit Wohnberechtigungsschein prägt das Bild. Um Konflikten vorzubeugen und das Gebiet als funktionierenden, positiven „Ankunftsort“ zu gestalten, fehlt es bislang an physischen Orten der Begegnung und niedrigschwelliger Unterstützung.
Hier setzt die VHS Grafschaft Bentheim an, indem sie ihre Bildungsangebote strategisch dezentralisiert und direkt in den Sozialraum verlegt.
In enger Kooperation mit der lokalen Wohnungsbaugesellschaft „gewo“, die kostengünstig zentrale Quartiersräume zur Verfügung stellt, wird eine hauptamtliche „Kümmerer“-Struktur aufgebaut. Eine mit 25 Wochenstunden ausgestattete Fachkraft fungiert künftig als feste Anlaufstelle. Sie bietet bedarfsgerechte Beratung zu unterschiedlichen Fragestellungen, vermittelt an weiterführende Hilfsdienste und koordiniert die Netzwerkarbeit. Die Räume dienen dabei als offener (oder bei Bedarf auch als geschlossner) Treffpunkt für alle Generationen.
Flankiert wird diese Struktur durch zielgruppenspezifische Bildungs-, Beratungs- und Freizeitangebote. Über ein flexibles Honorarbudget realisieren die VHS und ihre Netzwerkpartner (u. a. der Kreissportbund, das Demokratienetzwerk „Grafschaft zeigt Gesicht“, städtische Jugendpflege, freie Wohlfahrtspflege) konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Bildungs- und Teilhabechancen.
Das Quartier wird durch alltagsnahe Formate belebt: Dazu zählen Sprachkursangebote und Sprachkursberatung, ein Mediencafé, verlässliche Lernförderung und Hausaufgabenhilfe, Sportangebote zum Ausprobieren, Gesundheitspräventionsangebote, Mittagstisch, Jahrezeitenfeste.
Ein innovatives Kernelement ist die parallele Schulung zu ehrenamtlichen Nachbarschaftshelfern (Anker-Lotsen) um Selbsthilfe und Freiwilligeninitiativen nachhaltig zu verankern.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
1. Massive Verdichtung sozialer Problemlagen und drohende Isolation: Das Quartier „Strampel“ in Nordhorn ) weist eine hohe Konzentration multipler sozialer Problemlagen auf. Hier kumulieren sich prekäre Einkommensverhältnisse (hoher Anteil an WBS-Haushalten), Kinderarmut (viele Alleinerziehende) und sprachliche Barrieren (hoher Anteil an Menschen mit Migrationsgeschichte). Diese strukturellen Benachteiligungen führen in der Praxis zu einer starken sozialen Isolation der Bewohnerschaft und massiven Hürden bei der gesellschaftlichen Teilhabe. Durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Milieus und Lebensrealitäten ohne moderierende Begleitung wächst das Risiko von Vorurteilen, einem Rückzug in den privaten Raum und offenen Nachbarschaftskonflikten.
2. Erhöhter sozialer Druck durch bauliche Nachverdichtung bei fehlender Infrastruktur: Diese angespannte soziale Ausgangslage wird durch den aktuellen baulichen Wandel verschärft. Der lokale Wohnungsanbieter „gewo“ setzt derzeit eine Nachverdichtung am Strampel um. Mehr Menschen auf gleichem Raum erhöhen unweigerlich das Konfliktpotenzial, wenn Ausweichmöglichkeiten fehlen. Das Hauptproblem: Es mangelt im Quartier an sozialer Infrastruktur.
3. Abkopplung vom Hilfesystem und fehlende „Kümmerer“-Strukturen. Die Bewohnerschaft des Strampels ist vom klassischen, zentralisierten Hilfs- und Bildungssystem der Stadt in Teilen entkoppelt. Hohe Schwellenängste, sprachliche Defizite und mangelnde Mobilität sind die Gründe. Es fehlt eine dringend benötigte dezentrale Anlaufstelle mit „Brückenfunktion“ direkt im Sozialraum. Eine etablierte „Kümmerer“-Struktur, die aktiv aufsuchend und ermutigend arbeitet, ist unser Wunsch.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nordhorn Strampel
Beschreibung
wird nachgereicht.
Einwohnerzahl
364
Quelle / Anmerkungen
Gewo, die 364 beziehen sich auf die Mieteinheiten
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
nordhorn.de für Gesamtstadt
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ab 65
Wegweiser Kommune für Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integrationsbericht 2023 für Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wegweiser Kommune für Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine Werte gefunden
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
nls.niedersachsen.de für Gesamtstadt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
keine Zahlen zu finden
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wegweiser Kommune für die Gesamtstadt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wegweiser Kommune
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Keine Zahlen zu finden
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ankerplatz_strampel_1.jpg
(576.17 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt „Ankerplatz Strampel“ verfolgt bewusst einen integrativen Ansatz, der Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement eng verzahnt. Damit setzen wir exakt das Ziel der Förderrichtlinie um, sozialraumorientiertes Handeln mit der Quartiersentwicklung zu verknüpfen.
1. Gemeinwesenarbeit (Fokus: Mensch & Teilhabe) Die GWA bildet das Herzstück unseres Vorhabens und wird durch die VHS gesteuert. Wir etablieren eine dezentrale Anlaufstelle direkt im Sozialraum. Mit der 25-Stunden-Kümmererstelle schaffen wir eine verlässliche Struktur für Beratung, Vernetzung und Vermittlung. Über das Honorarbudget realisieren wir Bildungsangebote (Hausaufgabenhilfe, Sprachkurse) zur gezielten Chancenverbesserung. Ein zentraler GWA-Baustein ist die Aktivierung der Nachbarschaft: Wir schulen Interessierte zu ehrenamtlichen Quartiersmanagerinnen, um die Selbstorganisation und Partizipation im Gebiet nachhaltig von innen heraus zu stärken
2. Quartiersmanagement (Fokus: Raum & Struktur) Das strukturelle QM sichern wir über die strategische Kooperation mit der „gewo“, dem größten Wohnungsanbieter der Region. Die gewo betreibt aktiv Quartiersentwicklung und begleitet ihre aktuell geplante Nachverdichtung am Strampel durch die kostengünstige Bereitstellung unserer Quartiersräume. Während die gewo die bauliche Infrastruktur stellt, bespielen wir diese Räume vernetzt mit starken Partnern (Kreissportbund, Demokratienetzwerk). Die spätere Gründung des „Runden Tisches Strampel“ bündelt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wir messen den Erfolg daran, ob die echten Bedürfnisse der Bewohnerschaft im Vordergrund der Arbeit stehen, ob sich die Menschen gehört und ernst genommen fühlen und ob es gelingt auch die Interessen „schwächerer“ Gruppen aufzunehmen.
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn ein sichtbarer Prozess der Selbstorganisation stattfindet: Es gibt mehr Initiativen, Personen treten selbstbewusster auf und erste Angebote funktionieren auch ohne professionelle Begleitung und Untertützung.
Kriterium
Beschreibung
Die Wirksamkeit zeigt sich, wenn Angebot und Nachfrage von Aktivitäten im Quartier übereinstimmen. Zudem messen Sie den Erfolg daran, ob die Menschen eigene Themen auf die lokale Agenda setzen und dabei Erfahrungen mit Selbstwirksamkeit machen.
Kriterium
Beschreibung
Den Erfolg erkennen wir an der Sprache und Wahrnehmung: Die Menschen sprechen positiver über ihr eigenes Gemeinwesen, es sind sichtbar neue Stärken vor Ort entstanden und das Image des Quartiers hat sich nach außen hin merklich verbessert.
Beschreibung
Netzwerkkarten erstellen: Wir zeichnen auf, welche konkreten neuen Arbeitsbeziehungen zwischen völlig unterschiedlichen Fachbereichen (z. B. VHS, gewo, Jugendamt) durch Ihr Projekt entstanden sind
Beschreibung
Wir stellen die Erreichung durch wirksame Kooperationsvereinbarungen fest. Ein wichtiges Messkriterium ist zudem die machtkritische Reflexion der „blinden Flecken“ (welche Initiativen oder Menschen im Netzwerk noch fehlen) und ob die Akteure eina
Kriterium
Beschreibung
Angebots-Nachfrage-Abgleich (Quantitativ & Qualitativ): Wir führen Teilnehmerlisten und werten Sie diese regelmäßig aus, um schwarz auf weiß zu belegen, ob das Angebot im Quartier tatsächlich mit der echten Nachfrage der Bewohnersc
Beschreibung
Hier messen wir den Erfolg daran, ob die lokale Infrastruktur (wie Begegnungsräume) tatsächlich mit den Bedarfen der Menschen abgeglichen wird und ob die Bewohner maßgeblich in
Kriterium
Beschreibung
(Quantitativ): Wir dokumentieren und zählen, wie viele konkrete Verbindungen und Treffen es mit übergeordneten politischen Entscheidungsebenen (z. B. Stadtrat, Fachausschüsse, Bürgermeister) gab und ob diese Zugäng
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Caritas; Diakonie
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Zur nachhaltigen Sicherung des Projekts nach dem 36-monatigen Förderzeitraum greifen strukturelle, räumliche und personelle Maßnahmen ineinander. Die VHS verankert dezentrale Angebote wie das Mediencafé fest in ihrem Regelangebot. Räumlich wird der Fortbestand durch die „gewo“ abgesichert, die den „Ankerplatz“ langfristig kostenfrei bereitstellt. Die echte Selbstorganisation wird durch die qualifizierten „Strampel-Lotsen“ (Local Leaders) gelebt. Ggf. mit festen Ansprechpartner bei der Gewo.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On