Skip to main content

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

Mehr Miteinander! Mehr Füreinander!

Ansprechpartner
Manfred Fraatz
Funktion Leiter Fachbereich Soziales
Mehr Miteinander! Mehr Füreinander!
Projektbeschreibung
In den letzten Förderperioden wurde das Begegnungszentrum in Neumünden aufgebaut, Befragungen bei Anwohnern durchgeführt und Veranstaltungen angepasst. Auch das Sozialcafé Plauderstube ist nun regelmäßig geöffnet. Da sich die Annahme von GWA, Treffpunkten und Veranstaltungen als schwierig und holprig darstellte, ist es unser wichtigstes Ziel, sich den Menschen in Neumünden aktiv anzunähern und Hemmschwellen abzubauen. Durch das Schaffen weiterer Kontaktpunkte, aufsuchende Arbeit und verstärkte Öffentlichkeitsarbeit möchten wir das Vertrauen der Bürger und den Wunsch, selbst aktiv zu werden, ermöglichen. Anschließend kann die in den folgenden Jahren im Zentrum stehende Verstetigung, Neuausrichtung und Ausweitung der GWA umgesetzt werden. Es sollen nicht nur die Bedarfe der Bürger neu eruiert werden, auch das nachhaltige Bestehen und Fortführen der bisherigen Projekte soll gesichert sein, unter anderem durch eine Koordinationsstelle für Engagement in verschiedenen Bereichen und Umfang, die sich nicht nur auf Neumünden beschränkt. In bisherigen Umfragen hatten sich einige Wünsche und Probleme der Anwohner Neumündens herausgestellt, die sich nach Gesprächen mit Akteuren der Sozialraumkonferenz auch in anderen Stadtteilen bestätigten. Aus diesem Grund wird die bessere Zusammenarbeit der Akteure und einfachere Vernetzung untereinander angestrebt. Auch für Bürger ganz Hann. Mündens soll die übersichtliche Darstellung von Angeboten und Akteuren durch eine einzige App/Web sichtbar werden. Am Ende sehen sich Bürger nicht nur gut informiert, sondern können darüber hinaus selbst aktiv werden und sich digital verbinden. Das Bürgernetzwerk soll auch in Neumünden gezielt gefördert werden, denn es besteht der Bedarf an Nachbarschaftlichkeit (Austausch, Gespräche, gegenseitige Unterstützung…) aufgrund eines hohen Anteils an Senioren und allein lebenden Menschen. Die Gemeinschaft in Neumünden benötigt demnach nicht nur Treffpunkte und Anlaufstellen, sondern auch die Möglichkeiten der Selbstorganisation von einfachen Mitfahrgelegenheiten über Nachbarschaftshilfe, Patenschaften bis hin zu Schulungen von Digitallotsen und Dorfmoderatoren. Wünschenswert wäre am Ende nicht nur die Verstetigung der GWA und die Handlungsfähigkeit der Bürger durch Handwerkszeug und gemeinschaftsfördernde Projekte wie Stadtteilpark, Straßenfeste, Anwohnerversammlungen, sondern ebenso eine starke Nachbarschaft und eine sich herauskristallisierende Stadtteilkultur Neumündens.
Ausgangslage
Die Hauptzielgruppe im Projektgebiet sind Senioren ab 60 Jahren, die fast ein Drittel der Bewohner Neumündens ausmacht (anwachsend). Diese wünschen sich feste Ansprechpersonen für ihre Anliegen und dauerhafte Unterstützung auch im Engagement. Die Bewohner fühlen sich nicht ausreichend über sozialkulturelle Angebote aus ihrem Sozialraum informiert. Zudem beschränken sie ihren Sozialraum nicht auf Neumünden, sondern sehen sich insbesondere mit der Innenstadt, aber auch ganz Hann. Münden verbunden. Viele Bewohner fühlen sich einsam, gleichzeitig fällt es ihnen schwer, ihre Behausung zu verlassen. Auch die eingeschränkte Mobilität spielt hier eine Rolle sowie die Berglage des Stadtteils. In der aufsuchenden Arbeit wurde klar, dass weder die GWA noch das Begegnungszentrum unter den Bewohnern Neumündens ein klarer Begriff sind. Da die Vernetzung und Erreichbarkeit der Bewohner sich bereits langjährig als schwierig erweisen, will die GWA besonders an diesen Schwerpunkten mit neuen Ansätzen arbeiten. Trotz Vernetzungen der GWA mit diversen sozialen Akteuren geht ein Konkurrenzdenken von unterschiedlichen Institutionen und Akteuren aus, was den Informationsfluss unter den Akteuren aber auch den Bewohnern gegenüber erschwert. Die Senioren wünschen sich zudem mehr Kontakt zu den Bewohnern aus dem Haus der Nationen, welches bisher nur punktuell gelungen ist. Die Integration ist hier demnach noch nicht abgeschlossen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden, Neumünden
Beschreibung
Neumünden ist ein Stadtteil von Hann. Münden, ohne kommunalrechtlich als solcher verfasst zu sein. Neumünden zählt zu den mittelgroßen Stadtteilen der Stadt Hann. Münden. Aufgrund der Lage Neumündens südlich von Altmünden am westlichen Ufer der Fulda und durch diese vom historischen Stadtkern getrennt, stellt sich dieser Stadtbereich als geographisch gut abzugrenzendes Quartier dar. Es befindet sich auf einem Streifen zwischen der Fulda und dem unbewohnten Osthang des Reihnhardswaldes. Hauptstraße ist die Wilhelmshäuser Straße, die als Abschnitt der B3 durch den Stadtteil führt. In der Fuldaaue finden sich zahlreiche Kleingärten und einige Vereine. Als Verbindung zur Kernstadt und den östlich gelegenen Stadtteilen dient die Pionierbrücke. Die Bebauung von Neumünden ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1950er Jahre. Während sich am oberen Hang des Reinhardswaldes hauptsächlich eine Einfamilienhausbebauung findet, herrscht weiter unten an der Wilhelmshäuser Straße eine teils gründerzeitliche Baustruktur mit Mehrfamilienhäusern und leerstehenden Fabrikgebäuden.
Einwohnerzahl
2565
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Unterlagen zum Gebiet
neumuenden.png (167.5 KB)
neumuenden3.jpg (15.03 KB)
GWA/QM-Ansatz
Mit der GWA in Neumünden wird hauptsächlich der Ansatz verfolgt, die immateriellen und infrastrukturellen Bedingungen zu verbessern. Der Hauptfokus liegt auf der Förderung der Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation im Sinne von kollektivem Empowerment, sowie im Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Dabei wird immer von den Interessen und Bedarfen der Bewohner ausgegangen. Im Stadtteil vorhandene Ressourcen und Stärken der Anwohner werden erkannt und genutzt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die GWA steht im ständigen Kontakt mit den Menschen und hilft ihnen bei der Umsetzung und Gestaltung ihrer Ideen und Wünsche.
Beschreibung
Die Menschen arbeiten operativ an selbstgewählten Themen mithilfe der Nachbarschaftsversammlungen. Die Parkanlage wird selbstständig weiter bearbeitet.
Beschreibung
Ideen und Veranstaltungen können innerhalb kürzester Zeit kommuniziert und umgesetzt werden und werden von einer Vielzahl von Menschen angenommen.
Beschreibung
Ein Netzwerk aus Nachbarschaftshilfen ist entstanden, Nachbarschaftsversammlungen finden regelmäßig in der Plauderstube statt, wo sich die Menschen gerne begegnen, die Menschen fühlen sich informiert und als Teil einer Gemeinschaft.
Vorhandene Strukturen
In der ersten Förderperiode wurde im Stadtteil Neumünden das Begegnungszentrum eingerichtet in dem seither Veranstaltungen aller Art stattfinden. In der zweiten Förderperiode wurde das Sozialcafé die Plauderstube geschaffen, welches zusätzlich Raum für niedrigschwellige Begegnungen bietet. Beide Räume sowie die darin stattfindenden Veranstaltungen werden von den GWA-Mitarbeiterinnen begleitet. Die GWA ist zudem über Facebook digital und durch einen analogen Newsletter sowie regelmäßigen Plakaten und Handzettel auch für alle ohne Internetzugang sichtbar. Die GWA ist mit anderen sozialen Akteuren aus dem Stadtteil und der gesamten Stadt über ein Fachgremium für Soziale Arbeit und über das Sozialraumtreffen vernetzt. Etablierung des Stadtteilfestes.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Evangelisch reformierte Gemeinde, ev. luth. Stadtkirchengemeinde, Gemeinde St. Blasius, Gemeinde St. Elisabeth, Neuapostolische Kirche, Evangelische Freikirche, Moscheeverein, Kirchenkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ASB Göttingen-Land, DRK, DLRG, ASJ, GAB, AWO Kreisverband Göttingen, Jugendhilfe Münden, Bürgertreff
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ambulant betreutes Wohnen, Ambulante Hilfe für Wohnungslose, ASB, AWO, Migrationsberatung, Behindertenbeauftragter, Beratunngsstelle ALPHA, Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen, Bürgerstiftunng Stationäres Hospiz Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie in Münden, Allgemeine soziale Beratung, DRK, Fachstelle für Sucht und Suchtprävention, Familienunterstützender Dienst, Frauenhaus Göttingen, Arbeiterwohlfahrt, Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
pro-activ-center, Schuldenstopper, Sozialverband Deutschland, Sozialverband VdK, Teilhabe für Arbeit und Familien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AITEF und CALE, Albert Schweitzer Familienwerk, Alfred-Hesse-Stiftung für Freunde und Förderer, Alter-Herren-Verband, ASJ
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Balettverein Münden, Bläserkreis der Stadtkirchengemeinde Münden, Brieftaubenverein, Bürgerinitiative, Bürgertreff
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Campingfreunde Südniedersachsen, Carlotta
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsche Amateur Radion Club, Deutscher Gewerkschaftsbund, Die Spielbühne, Doktor-Eisenbart-Spiele, Drei-Flüsse-Theater, Drum&Bugle Corps Red Stars
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ELVITA, Erinnerung und Mahnung, Erlebnisregion Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FC Gimte, FC Werder Münden, Fischereigenossenschaft, Förderkreis der Eltern und Freunde des Pfadfinderbundes Großer Jäger, Förderverein Göttigner Werkstätten, Förderverein Mündener Altstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein zum Erhalt und zur Wiederherstellung der historischen Freilichtbühne am Kattenbühl, Freimaurerloge Pythagoras zu den drei Strömen, Freundeskreis des Festivals DKKD, Förderverein der Schule am Botanischen Garten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Geflügelzuchtverein, Gemeinnütziger Bauverein, Geschichte in Miniaturen, Gustav-Eberlein-Forschung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hann. Münden Türkgücü, Haus und Grund Münden, Heimat und Geschichtsverein Sydekum zu Münden, Hochseesegler-Vereinigung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Internationaler Bund, International Police Association
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jägerschaft Münden, Jugend-Bläserkreis der Stadtkirchengemeinde, Jugendrotkreuz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kameradschaft Deutscher Pioniere, Kirmesverein, Kleingartenverein am Hochbad, Kleinkaliber Schützenverein, Kneipp-Verein, Kolpinghaus, Konzertchor und Kammerorchester St. Blasius, Kreisschützenverband Münden, Kreissportbund Göttingen, Kulturcafé Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Oberweser, Lionsclub Münden, Lohnsteuerhilfeverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Marine-Kameradschaft von 1926, Mitmachzirkus im Kneippverein, Modellbauclub Münden, Motorrad Freunde, Mündener Chrorvereinigung von 1898, Mündener Gilde, Mündener Kanu-Club, Mündener Ruderverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mündener Schachclub, Mündener Schützenverein von 1823, Mündener Sportverein von 1918, Mündener Tennis-Club, Mütter- und Familienzentrum, MultiKulti Treff Jugoslawien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Naturpark Münden, Naturschutzbund Deutschland Gruppe Altkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Polizeisportverein, Pro Tourist Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
RC Car Team Münden, Reitsprtverein Münden, Rettungshundestaffel ASB, Rock for Tolerance, RSC Free Wheel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sängerkreis Fulda-Werra-Weser, Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze, Segel- und Wassersportverein Schweriner Aussensee, SVMR Schwimmverein Münden, SoVD, Spendenparlament, Sportschützenverein Hermannshagen, Schützenverein Volkmarshausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein Schedetal Volkmarshausen, Stadtführergilde Münden, Stadtjugendring Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
THW, TM Concordia, Trägerkreis St. Aegidien Kirche, Turngemeinde Münden, Tuspo Weser Gimte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unternehmerfrauen im Handwerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verband christlicher Pfadfinderinnen, Verein der Fischfreunde zu den drei Strömen, Verein für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen, Verein zur Erforschung der Geschichte, Verkehrswacht Münden, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wasserski- und Motorbootclub, Werratal-Verein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kultur im OX, DenkmalKunst, KunstNetz, Mündener Kulturring, Mündener KunstNetz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro des LK, Fachbereich Jugend, Fachbereich Soziales, Gleichstellungsstelle, Partnerschaft für Demokratie, Jobcenter, Ausländerbehörde, Gesundheitsamt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgermeister der Stadt Hann. Münden, Bereich Stadtentwicklung, Stadtverwaltung, Klimaschutzbeauftragter, Sanierungsmanagerin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Grund- und weiterführende Schulen in Hann. Münden, Grundschule Neumünden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bauverein Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SPD Ortsverein Münden, CDU Stadtverband Münden, Bürgerforum Hann. Münden, Grüne Ortsverband Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche, Bürgerinitiative ein.münden, Netzwerk Neumünden, Mündener Frauennetzwerk, Arbeitsgruppen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HNA, Mündener Rundschau, Facebook, Website, Instagram, verschiedene Newsletter im Gebiet Münden
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Landkreis Göttingen beabsichtigt, das im Haus der Nationen geschaffene Begegnungszentrum über die Förderperiode hinaus weiter zu finanzieren. Die Weiterfinanzierung wird hauptsächlich durch die Verwendung von kreiseigenen Finanzmitteln erfolgen, sowie der zusätzlichen Akquise von externen Fördermitteln. Diese Finanzmittel können sowohl für Sachausgaben als auch für Personalausgaben verwendet werden. Dadurch wird das zukünftige Fortbestehen der GWA nahtlos gewährleistet.
Galerie
gemeinwesenarbeiterinnen
hdn hauptseite
hdn begeze eingang
gwa plauderstube
gwa veranstaltung 2
gwa veranstaltung
gwa stadtteilfest 1
gwa stadtteilfest 2
Aufsteller
20240216_105325.jpg (200.31 KB)
Zustimmung Veröffentlichung
On

papenburg.art

Ansprechpartner
Udo Löbbers
Funktion Vorstand papenburg.art e.V. i.G.
papenburg.art e.V. (i.G.) bringt Kunst und Kultur für alle als temporäre Leerstandsnutzung in die Papenburger Stadtmitte
Projektbeschreibung
Papenburger Kreative (Malerinnen und Maler, Fotografinnen und Fotografen) hatten den Wunsch, ihre Werke auszustellen und diese in Form einer "thematischen Kommunikationsgrundlage" mit den Menschen im Quartier zu teilen, zu diskutieren und darauf aufbauend das Quartier und seine Menschen integrativ weiter zu entwickeln. Inspiriert vom Verein „Zwischenraum e.V.“ in Aurich, sollten dazu Leerstandsflächen in der Innenstadt genutzt werden. In Zusammenarbeit mit dem City-Management Papenburg gründeten sie den Verein papenburg.art e.V. mit dem Ziel Leerstandsflächen mit Kunst zu beleben, die Kunstszene zu fördern und die und die Teilhabe im Quartier vorantreiben. Ein seit langem leerstehendes Ladenlokal soll angemietet und umgestaltet werden: der vordere Teil davon soll für Kunst, Begegnung und Austausch genutzt werden, den anderen Teil mietet eine Unternehmerin, die ihr Unverpackt-Geschäft zu einem integrativen Concept-Store mit "Treffpunkt-Charakter" erweitern möchte. Dadurch entstehen Synergien zwischen Kunst, Café, Geschäft und vor allem zwischen Menschen. Kooperationen mit benachbarten Geschäften und Bildungseinrichtungen wie der VHS und der Kunstschule Zinnober schaffen weitere Synergien. papenburg.art e.V. soll zum Treffpunkt für Bewohner und Gäste werden, unabhängig von Herkunft, Alter und sozialer Schicht. Das Konzept soll Kunstinteressierte aktivieren und alle Beteiligten – Geschäftsleute, Künstler, Vermieter und Bewohner – einbinden, um das Quartier gemeinsam zu bereichern.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Hauptkanal ist „die gute Stube“ Papenburgs mit Geschäften links und rechts, Wohnungen über den Geschäften, zwei Kirchen sowie sich anschließenden Wohnquartieren. Papenburg leidet an Leerstand in den Gewerbeobjekten. Verwahrlosung und schwindende kulturelle Angebote beeinträchtigen das soziale Zusammenleben im Quartier. Die Bewohner:innen und Besucher:innen wenden sich ab, eine Abwärtsspirale ist in Gang gesetzt. Es gibt kleine Ghettos, andere Bereiche sind verwaist und verwahrlosen zunehmend: Eigentümer kümmern sich nicht und zu hohe Mietforderungen erschweren eine Nutzung. Bei einer Infoveranstaltung des City-Management Papenburg diskutierten über 50 Geschäftsleute und Künstler über die Probleme und Ideen zur Revitalisierung des Viertels durch Kunst und kulturelle Aktivitäten. Die Resonanz und Akzeptanz übertraf die Erwartungen. Wir streben nach öffentlichen Plätzen für Begegnungen und Aktivitäten ohne Konsumzwang für eine Belebung des Quartiers. Durch einen dauerhaften Kunstverein am Hauptkanal möchten wir solche Räume schaffen und Akteure vernetzen, Ideen entwickeln und Projekte umsetzen. „Bunte Bilder gegen Leerstand“ ist unser Motto, um Aufmerksamkeit zu erregen und die Interessen aller Beteiligten im Dialog auszugleichen. „Bunte Bilder gegen Leerstand“ wurde es in der Infoveranstaltung genannt: Kunst und ein Kunstverein sind die Mittel der Wahl, um die notwendige Aufmerksamkeit im Interesse aller Akteure zu bekommen.
GWA/QM-Ansatz
papenburg.art e.V. setzt den speziellen Ansatz von Gemeinwesenarbeit bzw. Quartiersmanagement um, indem er Kunst und Kultur als Mittel zur Verbesserung des Gemeinschaftslebens einsetzt. Durch die Nutzung von Leerstandsflächen für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen schafft der Verein nicht nur kulturelle Angebote, sondern auch Treffpunkte für die Bewohner des Quartiers. Durch die Einbeziehung der lokalen Community in Planungsprozesse und Veranstaltungen stärkt papenburg.art die Identifikation der Bewohner mit ihrem Viertel und fördert soziale Bindungen. Zudem trägt der Verein durch die Förderung ehrenamtlichen Engagements zur aktiven Beteiligung der Bewohner am Gemeinschaftsleben bei. Durch diese ganzheitliche Herangehensweise trägt papenburg.art zur positiven Entwicklung des Quartiers bei und setzt somit die Prinzipien der Gemeinwesenarbeit und des Quartiersmanagements erfolgreich um. papenburg.art fördert Kunst, Kultur und internationale Gesinnung gemäß Satzung. Dies geschieht durch Fortbildungsangebote mit Kooperationspartnern wie der VHS, die Entwicklung von Vermarktungskonzepten für Künstler, niederschwellige Angebote für eigene künstlerische Aktivitäten, integrative Aktivitäten für verschiedene Bevölkerungsgruppen und die Entwicklung des papenburg.art-Konzepts als Vorlage für andere Städte. Auch die Einbeziehung von Künstlern aus den Niederlanden in Ausstellungen und Workshops sowie die gemeinsame Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts sind Ziele.
Galerie
20240311 karte innenstadt cima foerderantrag papenburg

Aufbau der Gemeinwesenarbeit in WHV

Ansprechpartner
Alexander Witton
Funktion Trägerchef
Gemeinsam- statt einsam
Projektbeschreibung
Das Familienzentrum West möchte mit der Förderrichtlinie die Probleme des Demografiewandels, der Vereinsamung, sowie der hohen Fluktuation durch Zu- und Wegzüge im Quartier Neuende, Schaar und Aldenburg entgegenzuwirken. Die GWA stellt eine erforderliche Ergänzung zur bisherigen sozialräumlichen Arbeit dar. Eine Person agiert als Quartiersmanager*in und eine weitere koordiniert das Büro im Quartier. Die Bedarfe der Bewohner*innen des Quartiers werden aktiv in den Blick genommen und passgenaue Angebote entwickelt. Durch dieses Projekt soll die Bürgerbeteiligung erhöht und der Vereinsamung entgegengewirkt werden, so dass die Bürger vor Ort selbstwirksam agieren können und gesellschaftliche Teilhabe geschaffen wird. Darüber hinaus sollen Strukturen zur Verstetigung ausgebaut bzw. geschaffen werden. Der Kontakt und Austausch zu den Kooperationspartnern wird intensiviert. Eine verbindliche Kommunikationsplattform wird nutzbar gemacht. Das Familienzentrum West ist schon bekannt und ist für das Quartierbüro eine gute Basis. Deswegen ist es von Vorteil, dass die Räumlichkeiten des Familienzentrums als Büro sowie für einige Veranstaltungen/Projekte genutzt werden können.
Laufzeit
2024-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Projektgebiet liegt im Westen d. Stadt Wilhelmshavens. Es zeichnet sich durch einen überdurchschnittlichen Anteil von alleinlebenden Menschen über 65 Jahren aus. Darüber hinaus ist d.Stadtteil von einem hohen Anteil (internationale) Studenten u. Menschen mit Migrationsbiografie geprägt. Im Quartier liegt ein kleines Nahversorgungszentrum. Als öffentliche Treffpunkte gibt es lediglich kleine Spielplätze. D. Vereinsstruktur ist kaum ausgeprägt. Lediglich zwei Bürgervereine sind hier verortet, die wegen Mitgliederschwund aufgrund von Überalterung und mangelnder Beteiligung von ihrer Existenz bedroht sind. D. StudentInnen haben außerhalb der FH keine Möglichkeit sich sozial anzubinden. Durch Sterben der älteren Menschen, sowie Zu- u. Wegzug der StudentInnen und Geflüchteten entsteht eine hohe Fluktuation. Das FZ ist Anlaufstelle mit niedrigschwelligen Angeboten für Familien mit Kindern bis zum Grundschulalter. Die Problemlagen der Personengruppen wie ältere Menschen, Studierende, Geflüchtete ohne Kinder sind bekannt, können aber durch das FZ nicht abgedeckt werden u. weitere Angebote i.Q. bestehen nicht. Aus den o.g. Gründen entsteht eine anonyme Lebensweise und fehlende Identifikation mit dem Quartier. Die soziale Teilhabe und das Gemeinschaftsempfinden ist nicht zuletzt durch die Coronapandemie sowie steigender Lebenshaltungskosten stark eingeschränkt. Verunsicherung u. Vereinsamung nehmen zu. Durch den Aufbau der GWA als Modellprojekt wird diesen Herausforderungen entgegengewirkt. Menschen werden vernetzt u. eine tragfähige Kommunikationsplattform geschaffen. Die BewohnerInnen des Quartiers werden ermutigt u. befähigt, gemeinsam für bessere Bedingungen zu sorgen
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wilhelmshaven mit Schaar, Neuende und Aldenburg
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Westen der Stadt Wilhelmshaven und bezieht sich auf die Stadtteile Schaar, Neuende und Aldenburg,
Einwohnerzahl
8607
Quelle / Anmerkungen
Stadtteilprofile 2023 _ Wilhelmshaven Statistik
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
bezogen auf den Stadtteil Aldenburg Stadtteilprofile2023 WHV-Statistik
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Neuende Stadtteilprofile 2023-WHV-Statstik
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Neuende Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Schaar Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Prozentzahlen geben an: Personen in SGB-2-Bedarfsgemeinschaften-Anteil Personen unter 18 Jahre bezogen Stadtteil: Aldenburg Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Prozentzahlen geben an: Personen in SGB-2-Bedarfsgemeinschaften-Anteil Personen unter 18 Jahre bezogen Stadtteil: Neuende Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Prozentzahlen geben an: Personen in SGB-2-Bedarfsgemeinschaften-Anteil Personen unter 18 Jahre bezogen Stadtteil: Schaar Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aldenburg Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Neuende Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.jpg (46.97 KB)
GWA/QM-Ansatz
Das Familienzentrum West ist für Familien ein bekannter Ort im Stadtteil. Das Stadteilbüro stellt eine gute Ergänzung zu der bisheriger Arbeit dar. Die Bevölkerungsgruppen jeden Alters wird Gehör geschenkt und noch mehr eingebunden. Der Stadtteilmanager wird die BewohnerInnen vor Ort aktivieren, damit sie ihren Stadtteil gemeinsam mit dem Stadtteilmanager und anderen Bewohnern "bunter" gestalten, wie z.B. durch gemeinsame Aktionen, Projekt und/oder Feste. Ziel sollte es sein, dass die BewohnerInnen mit ihrem eigenen Engagement die Lebensqualität verbessern. Der Stadtteilmanager hat ein offenes Ohr für alle BewohnerInnen, Einrichtungen und Kooperationspartner. Fokus ist auch die Vernetzung des Stadtteilmanagers mit den verschiedenen Einrichtungen und Aktivierung von Ehrenamtund Schlüsselpersonen, um denen eine Plattform zum Austausch und Vernetzung zu bieten. Die GWA soll die soziale Teilhabe aller BewohnerInnen fördern, so dass sich alle BewohnerInnen angesprochen und willkommen fühlen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch eine starke Bürgerbeteiligung stehen die Interessen der BürgerInnen im Fokus des Projekts. Kontakte und Plattformeinträge werden gezählt. Dies sollen im Laufe des Projektes deutlich erhöht werden.
Beschreibung
Durch die Festlegung einer gemeinsamen Kommunikationsplattform ist ein Austausch aller BürgerInnen im Quartier gewährleistet. Empowerment der Zielgruppe ist messbar durch Anzahl der Veranstaltungen, die auf Initiative/Mitwirkun der Zielgruppen entstehen.
Beschreibung
Alle Akteure im Quartier nutzen ihr Knowhow und vernetzen sich untereinander, so dass alle BürgerInnen "mitgenommen" werden. Anzahl der Gremien, Netzwerke und Interessgemeinschaften können erhoben werden. Hier soll eine deutliche Steigerung erzielt werden
Beschreibung
Die BürgerInnen werden selbst aktiv, äußern ihre Belange und erleben dadurch soziale Teilhabe. Das Familienzentrum dient als ständiges Angebot im Sozialraum.
Beschreibung
Die Kommunikationplattform fördert die Vernetzung der BürgerInnen untereinander, Interessen werden sichtbar und ein Gemeinschaftsgefühl durch Interessenbündelung entsteht. Anzahl der Veranstaltungen sowie TeilnehmerInnen werden gezählt.
Beschreibung
Eine Kommunikationsplattform soll angeboten werden und den Austausch erleichtern. Hier kann die Anzahl an Mitgliedern und die Aktivitäten anhand der Einträge gemessen werden.
Beschreibung
Durch Lobbyarbeit der GemeinwesenmangerIn erkennt die Politik den Mehrwert der Gemeinwesenarbeit und verstetigt die Aufgabe in das kommunale Portfolio. Anzahl der Teilnahme an politischen Gremien und AG's wird erhoben.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Schulsozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendsozialdienst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Neuende
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindergarten Strandläufer (WIKI)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindergarten Muschelbank (WIKI)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kindergarten Grashüpfer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kindergarten Neuende
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnunsgbaugesellschaft LEG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wilhelmshavener Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Radio Jade
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nahversorgungszentrum Wiesenhof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Klinikum Wilhelmshaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jadehochschule mit Studentenwohnheimen im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Aldenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Stadtparkkolonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Wiesenhof
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
WSSV, SV Concordia mit Angeboten in der benachbarten Sporthalle
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die GWA ist ein fester Bestandteil im Stadtteil und bildet neben dem FZ zwei Standbeine der GWA. Es gibt verschiedene Ideen, um eine langfristige Finanzierung sicherzustellen. Die Kommune sieht nicht nur den Sinn des Projekts, sondern auch Einsparpotential und fördert eigenverantw. die Weiterführung. Durch die starke Bürgerbeteiligung und die Nutzung der Kommunikationsplattform wird das Projekt ein Selbstläufer. BürgerInnen sind vernetzt und engagierte BürgerInnen werden ehrenamtlich aktiv.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam im Landkreis Aurich

Ansprechpartner
Friedhelm Endelmann
Funktion Geschäftsführer KVHS Aurich-Norden
Gemeinsam im Quartier in Aurich und Norden
Projektbeschreibung
Der Landkreis Aurich hat bereits seit 2015 zusammen mit der KVHS ein Integrationskonzept mit den Schwerpunkten Sprachniveau und Integration. Das Projekt Gemeinwesenarbeit im klassischen Sinn, welches im Jahr 2022 startete, war Neuland und eine Herausforderung für alle Beteiligten. Die vielen Sprachkurse erhöhten das Sprachniveau im Landkreis und führt zu einer besseren Integration der Menschen in den Arbeitsmarkt. Durch den hohen, dauerhaften Zuzug von geflüchteten Menschen in den LK, konzentriert sich dieser auf wenige multikulturelle Wohngebiete in Norden und Aurich. Das Projekt fokussiert sich auf je zwei Gebiete in Aurich und in Norden. Die KVHS Aurich-Norden als 100% Tochter des Landkreises wurde mit diesem Projekt beauftragt. Dort waren die größten Erfahrungen und Netzwerke vorhanden. In Norden konnte somit ein Büro beim Kinderschutzbund angemietet werden und hat somit zentral eine Anlaufstelle im Quartier Kirchstraße. Viele Hausbesuche, Mobile Cafés und Gesprächsrunden wurden organisiert. In diesem Quartier gibt es eine Bewohnerstruktur mit 21 verschiedenen Kulturen. Zusätzlich sind viele dieser Menschen von Transferleistungen abhängig. In Norden und Aurich wurde im Laufe des Projektes Probleme sichtbar, die ein Umdenken erforderlich machten. Die Wohnsituation in den Quartieren führt zu verstärkter Isolation und damit auch zu erschwerten Bedingungen. Beim Erlernen der Sprache oder Teilnahme an Gemeinschaftsaktivitäten. In den Quartieren werden Netzwerke genutzt und neu geschaffen. Diese Netzwerke werden in die Arbeit vor Ort eingebunden. Dadurch soll die Teilhabe der Menschen in den Projektgebieten verbessert und das Wohnumfeld aufgewertet werden. Diese Aspekte spielen eine große Rolle für die Integration und sind daher Teil der Gesamtstrategie des Landkreises. Die Bewohner sollen durch die Gemeinwesenarbeit aktiviert werden, sich in ihrem Quartier einzubringen und die Begegnung mit anderen Bewohnern zu suchen. Dafür werden Begegnungsräume benötigt. Um dies zu ermöglichen, werden die Schulen und andere Bildungsträger als Lernorte im Quartier mit eingebunden. Diese Zusammenarbeit wird intensiviert. Davon können alle Bewohner profitieren. Ziel ist es, den zugewanderten Menschen Integration und Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.
Laufzeit
2025-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Menschen in den Quartieren die Teilhabe und Integration in das gesellschaftliche Leben, in den Arbeitsmarkt, politische und schulische Bildung ermöglichen, dass war und ist die Erwartungshaltung der Gesellschaft. Die Bedingungen bzw. Voraussetzungen im Quartier aufzuzeigen und gemeinsam mit den Bewohnern verändern und umzusetzen ist die Aufgabe vom QM. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist die größte Hürde. In den zugewiesenen Wohnungen leben viele ausländische Menschen und Menschen, die Transferleistungen beziehen, auf engstem Raum zusammen. Die meisten dieser Häuser werden von großen Wohnungsbaugesellschaften verwaltet. Die Gebiete sind durch enge Bebauung, ein tristes und teilweise vermülltes Gesamtbild geprägt. Zu den räumlichen Problemen kommen soziale Benachteiligungen. Ein Arbeitsmarkt, der bisher allen Arbeitskräften offenstand, wird immer kleiner. Perspektivlosigkeit, Angst und Isolation in den Quartieren gehören zum Alltag. Begründet und verstärkt wird die Situation durch mehrere Brandstiftungen. Zuletzt wurden 2 Wohnblocks zerstört und 49 Personen verloren ihre Wohnung. Parallel wurden diese Sozialwohnungen verkauft. Eine Bestandsaufnahme hatte folgendes Ergebnis.- - Desolate Wohnungen - Drogen, Alkohol, Gewalt, Kriminalität - Leben an der Armutsgrenze – Bürgergeld – Transferleistungen Arbeitslosigkeit - Vereinsamung – Isolation von ganzen Familien, Sprachbarrieren - Fehlen von interkulturellen Begegnungsstätten
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norden
Beschreibung
Das Gebiet umfasst Teile der Stadtteile Westlintel,Westgaste und Mitte. Das Gebiet gruppiert sich hauptsächlich um die Straßen Warfenweg, Sielstraße,Kirchstraße und direkt angrenzende Straßen, deren Konzentration von leistungsberechtigten und ausländischen Bewohnern besonders hoch ist. Auch in anderen Straßen des Gebietes zeigen sich ähnliche Zusammensetzungen. Es wird im Nordosten durch die Norddeicher Straße, im Südosten durch die Alleestraße/Westerstraße, im Südwesten durch den Westlinteler Weg eingegrenzt.
Einwohnerzahl
5560
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Norden 3/2020 + aktuelle Erhebung
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden, Stand 12/2022 + aktuelle Erhebung, die Statistik beinhaltet SGB-II- Leistungsempfänger
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung Einwohner Meldeamt Stadt Norden, Stand 12/2022 + aktuelle Erhebung.
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden, Stand 12/2022 + aktuelle Erhebung, die Statistik beinhaltet SGB-II- Leistungsempfänger und Asylbewerberleistungsempfänger.
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Aurich Südost
Einwohnerzahl
4120
Quelle / Anmerkungen
Einwohner Meldeamt Stadt Aurich
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden, Stand 12/2022 + aktuelle Erhebung, Statistik enthält SGB-II-Leistungsempfänger
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung Einwohnermeldeamt Stadt Aurich, Stand 12/2022 + aktuelle Erhebung
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden und Sozialamt Landkreis Aurich, Stand 12/2022 + aktuelle Erhebung, Statistik enthält SGB-II-Leistungsempfänger und Empfänger von Asylbewerberleistungen
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Aurich Sandhorst
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Aurich Sandhorst
Einwohnerzahl
1520
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Aurich + aktuelle Erhebung
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden, Stand 12/2022 + aktuelle Erhebung, Statistik enthält SGB-II-Leistungsempfänger
Projektgebiet in Prozent
43
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung Einwohnermeldeamt Stadt Aurich, Stand 12/2022 + aktuelle Erhebung
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung ProSoz Jobcenter Aurich Norden und Sozialamt Landkreis Aurich, Stand 12/2022 + aktuelle Erhebung, Statistik enthält SGB-II-Leistungsempfänger und Empfänger von Asylbewerberleistungen
Unterlagen zum Gebiet
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit mit den Menschen erfolgt auf Augenhöhe.Das Selbstbewußtsein stärken.Durch gelebte Demokratie das Vertrauen aufbauen. Die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen stehen im Mittelpunkt.Die persönlichen Anliegen herausfinden und gemeinsam erarbeiten.
Beschreibung
Die Menschen werden in ihrer Persönlichkeit gestärkt.Die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation sowie die Selbsthilfekompetenzen aufbauen und stärken.Die Menschen lernen sich selbst zu organisieren und werden dazu ermutigt.
Beschreibung
Einrichtungen, wie Vereine und Bildungsträger, in den Städten Aurich und Norden werden gezielt angesprochen und ihre Angebote werden an die Bewohner weitergegeben. Ferner vorhandene Ressourcen durch Synergien wirksam koordinieren.
Beschreibung
Der Ansatz ist ganzheitlich und systemisch. Es werden immer alle Personen und Bewohner und die entsprechenden Umweltfaktoren berücksichtigt.Ressourcen des Gemeinwesens werden weiterentwickelt und die eigene Identifikation gefördert.
Beschreibung
Das Quartiersmangement ist ein Projekt des Landkreises und steht somit in Verbindung mit allen relevanten Ämtern des Landkreises.Das QM wird fachlich aufeinander abgestimmt und die Netzwerke weiter auf- und ausgebaut.Dabei sind Runde Tische unentbehrlich.
Beschreibung
Es ist geplant die Netzwerke mit den Interessen und Bedarfe der Bewohner abzugleichen.Geplant ist die weitere bedarfsgerechte Vernetzung mit allen Akteuren in den Quartieren,auch mit Vermietern und Wohnungsgesellschaften. Weitere Ressourcen erschließen.
Beschreibung
Alle Bewohner in den Quartieren einbeziehen.Gemeinsam das Quartier gestalten und Ausgrenzung beseitigen.Gründung von Interessengruppen unterstützen. Gemeinsame Workshop, Stadtteilfeste,Wohnbeiräte bilden,Gemeinschaftsgärten anlegen.Wertschätzung erleben.
Beschreibung
Alle vorhandenen Angebote der sozialen und interkulturellen Infrastruktur wie Beratungsangebote, Sportvereine,Kulturvereine,Angebote der Bildungsträger sowie sozialer Einrichtungen werden bekannt gemacht.Schulen als Lernorte unterstützen und stärken.
Beschreibung
Das Projekt ist Teil des Integrationskonzeptes des Landkreises Aurich.In diesem Projekt Gemeinsam im LK Aurich werden alle Kommunalen-,karitative- und private Akteure zusammengefasst und vernetzt.Ein gemeinsames Handeln und Projektdenken wird angestrebt.
Vorhandene Strukturen
Die Mitarbeiter des QM haben Erfahrungen in der Integrations- und Flüchtlingshilfe, Bildungs- und Förderarbeit, der allgemeinen sozialen Arbeit und Team- und Gruppenarbeit. Durch aktive Mitwirkung bzw. Initiierung von Arbeitskreisen bildet das QM das Gerüst der ehrenamtlichen und professionellen Struktur der Gemeinwesenarbeit. Das QM hat durch die Trägerschaft des Landkreises Aurich beste Möglichkeiten der Unterstützung und Kooperation. Der Zugang zu allen sozialen Trägern und Akteuren ist vorhanden und diese müssen gepflegt und weiterhin ausgebaut werden. Das QM bündelt die Fachkräfte/-leute und sorgt für eine passgenaue Unterstützung. Ein ständiger Austausch mit Kollegen, einem gut funktionierendem Netzwerk prägen die sehr gute Arbeit des QM. Hier seien die Ehrenamtsagentur, die Integrations- und Flüchtlingshilfe, Lern- und Sprachkurse der KVHS Aurich Norden genannt. Gleichzeitig unterstützt das QM die Arbeit von Vereinen und Initiativen des sozialen Bereichs. Ein wichtiger Faktor sind die Familien, insbesondere hier die Kinder. Das QM sucht Orte auf, wo Kinder und Eltern sind, bzw. schafft neue Orte. Es gibt immer mehr Arbeit aufgrund der Zuwanderungszahlen und somit ist das QM weiter ausbaufähig. Vom QM fühlen sich die Menschen so angenommen wie sie sind. Oberste Priorität ist Gemeinsam statt einsam!
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Christoph Carls Ordnungsamt, Frau Koch/Herr Weber Amt f.Jugend u. Soziales, Herr Müller Sozialamt, Herr T. Hofrichter ABH,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Linda Peters-Kunstschule, Teemuseum Norden, Mitmachmusem Aurich, Frau Sturde Webmuseum,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lennard Bohne-Gnadenkirche, M.de Vries AWO, M. Saathof-Reentz Freiwilligenagentur Norden, Frau Seitz-Bahro Mehrgenarationen Haus Aurich-Norden, Frau T.Munzig Familienzentrum, Offene Kinder und Jugendarbeit Haus 23,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Olav Gönnert Thy/ Imke Goudschaal-Kreissportbund, Frau M.Pfanni-Carow Kinderschutzbund Norden, Frau S.Siebel Kinderschutzbund Aurich, Frau S.Rogall/Dr. J.Marliani Tomtes Hof Begegnungshof, Herr R.Harms SG Egels Popens, Herr J.Willms TUS Sandhorst,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Liebl-Wachsmuth Gesundheitsamt, AOK Aurich und Norden, Pflegeschule Norden,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frau Behnke, Frau Henning Grundschule Sandhorst, Gymnasium Norden, Oberschule Norden, IGS Aurich West, Realschule Aurich, Grundschulen in den Quartieren, KVHS Aurich-Norden, Frau Tischner Handwerkskammer,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pastor Rückleben, Pastorin Frau Frerichs St.Johannis Gemeinde Sandhorst, Herr Caspers Diakonisches Werk Aurich, Frau Haller Kirchenkreis Aurich, Frau Helene Frieden Johanniter,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Herr Greve, Herr Erdwiens Vermieter Genossenschaft, Herr A.Richter/I.Grotelüschen LEG Wohnen, Frau U.Kuhlmann Hausverwaltung Norden, Herr Riese Adler Group,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frau Hartmann, Herr Eike Ruhr NWZ, Frau E.Willers Präventionsrat Norden,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Herr Eiben-Bürgermeister, Herr Wiard Siebels MDL, Herr Blesene Ortsbürgermeister Sandhorst,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frau Büscher-Polizei, Herr Ingo Brickwedde Leitung PK Norden, Frau N. Poppen Biohof Sonnenschein, Frau M. Mayerholz Boulderhalle Aurich,
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Mit der Projektförderung werden auch strategische Ziele verfolgt. Der Ausbau des Netzwerkes vor Ort bleibt über das Projektende bestehen. Durch die nachhaltige Kooperation der Akteure findet eine bessere Abstimmung statt. Die Bewohner der Quartiere wissen, an wen sie sich wenden können. Die Netzwerkstrukturen können über die Quartiere hinaus für den gesamten Landkreis genutzt werden. Der LK Aurich beteiligt sich mit 172000.-€
Zustimmung Veröffentlichung
On

ANKOMMEN und WOHNEN plus Gemeinschaft

Ansprechpartner
Philip Bärwald
Funktion Soziales Managment hanova WOHNEN GmbH
Kurze Wege, um lange zu Bleiben!
Projektbeschreibung
Der Stadtteil Hannover-Mittelfeld weist, als klassischer Ankunftsort, viele neu angekommene Menschen auf, die sich, vielfach unterstützt und begleitet, entweder in kürzester Zeit auf das restliche Stadtgebiet verteilen oder dauerhaft und oft mit Unterstützungsbedarf in Mittelfeld unterkommen. Insgesamt leben ca. 9.700 Menschen im Stadtteil, der sich einerseits durch einen hohen, oftmals versteckten Bedarf an Unterstützung und andererseits durch seine Ruhe trotz Problemlagen auszeichnet. Die Menschen haben sich hier vielfach eingerichtet und leben oftmals prekär in ihren eigenen Settings, die städtische GWA hat dadurch Schwierigkeiten des Zugangs. Besonders viele ältere Menschen laufen „unter dem Radar“. Unser Projekt "ANKOMMEN und WOHNEN plus GEMEINSCHAFT“ befasst sicher daher mit kurzen Wegen zur Unterstützung, dem Aufbau ehrenamtlicher Strukturen, der Hilfe zur Selbsthilfe durch nachbarschaftliche Vernetzung und der Aneignung eines neuen Begegungsraumes (Wohncafé), durch Bewohnende, für das gesamte Quartier. Im Projekt kooperieren wir, die Diakoniestationen Hannover gGmbH (DSt), eng mit dem kommunalen Wohnungsunternehmen, der hanova, dem größten Bestandhalter im Projektgebiet (ca. 80% aller WE). Die hanova bringt sich mit dem Anbau des Wohncafés im Görlitzer Hof 2, im direkten Zentrum des geförderten Wohnungsbaus, der Bereitstellung eines Büros für uns DSt, schwellenarmen Wohnungen und der Begleitung durch das soziale Management, mit viel Erfahrung im Bereich der Quartiersarbeit, in das Projekt ein. Wir, die DSt, stellen die Ansprechperson (Quartierskoordination kurz: QK) direkt vor Ort und im Bestand zur Initiierung von Angeboten, für die Vernetzung vor Ort und der Vermittlung weiterführender Hilfen. Hier fehlt vielfach die Kenntnis der neu angekommenen Bewohnerschaft und bei älteren Menschen. Der zusätzliche Kanal über das Wohnungsunternehmen und die Vor-Ort-Präsenz der DSt öffnen neue Zugänge. Ziel des Projektes sind der Aufbau einer Gemeinschaft, in einem attraktiven und lebendigen Stadtteil, mit einem nachbarschaftlichen Hilfesystem in „Puschen-Nähe“ und Angeboten von Freiwilligen aus dem und an das Quartier u.a. mittels des Wohncafés als zentralen Raum für die Menschen und Institutionen des Stadtteilnetzwerkes. Wir treten an mit der Überzeugung an, dass es eine Vielzahl an Menschen gibt, die nur auf ihre Chance warten, sich gemeinschaftlich zu engagieren! Diese Chance wollen wir Ihnen anbieten und sie auf dem Weg dahin begleiten!
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Ca. die Hälfte aller Haushalte in Mittelfeld sind Ein-Personen-Haushalte (48% 2022). Zudem leben viele Menschen recht zurückgezogen und so sind während einer laufenden Sanierung und dem Anbau des Wohncafés, die jede Wohnung des Hauses Görlitzer Hof 2 (46 Wohneinheiten) betrifft, etliche, bisher „versteckte“, Bedarfe, der zumeist älteren Bevölkerung vor Ort, zum Vorschein gekommen (Fertigstellung Frühjahr ´25). Von hier soll das Projekt später seine Impulse ins Quartier geben, wobei sich die Quartiersarbeit der hanova immer auf alle Menschen vor Ort bezieht, nicht nur auf die eigene Mieterschaft (zu Beginn des Projektes stehen Räumlichkeiten im Mietertreff, fußläufig zur Verfügung). Seitdem durch Sanierung und einer Befragung der Fokus auf dem Quartier liegt wurden folgende Bedarfe entdeckt gebracht, die aktuell im Quartier nicht ausreichend bearbeitet werden: - Einsamkeit und „versteckte“ Hilfsbedürftigkeit - hohe Zahl alleinstehender (älterer) Personen, Vereinsamungstendenzen - Viel Armut (vgl. Strukturdaten 2023 LHH), lange Schlange an der Lebensmittelausgabe (DRK) - Nicht vorhandene Pflegestufen/ Pflegegeld als Haushaltsmittel - Verwahrlosungs- und Abkehrungs-Tendenzen vom Sozialen Leben - wenig nachbarschaftliche Hilfsstrukturen vorhanden, angewiesen auf familiäre Hilfesysteme - Informationen zu Stadtteil-Angeboten nicht niedrigschwellig - kaum Begegnungsorte für ältere Menschen - keine Versorgungsangebote mit gemeinschaftlichem Charakter für Senioren - Viele Menschen mit eingeschränktem Aktionsradius (nicht fußläufig erreichbare Stadtteilmitte) - Fokus der Vernetzung von Institutionen aktuell bei jüngeren - "gefühlte Unruhe" durch hohe Fluktuation
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mittelfeld
Beschreibung
Das Projektgebiet bezieht sich auf den Nahbereich (500m Radius) um das Gebäude Görlitzer Hof 2 (siehe Pfeil), soll seine Strahlkraft aber auf das Gebiet zwischen Garkenburgstr. (Seelhorster Friedhof) im Norden, den Bahndamm im Westen, der Eichelkampstr. im Süden und des Messeschnellwegs im Osten ausweiten. Im Nahbereich werden ca. 1500-2000 Menschen mit dem Projekt angesprochen bzw. mitgedacht.
Einwohnerzahl
9700
Quelle / Anmerkungen
https://www.hannover.de/content/download/960949/file/Strukturdaten2023.pdf
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Berechnung auf Grundlage der Mieter*innendaten der hanova als größter Vermieter im Stadtteil
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
41
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Arbeit im Wohnprojekt orientiert sich am an den Interessen und Bedürfnissen der Menschen im Quartier. Im Fokus steht dabei die individuelle Beratung/ Selbststärkung jedes Einzelnen und die Gestaltung von Zusammenleben in Gemeinschaft. Dabei geht es um die Belebung eines Raumes (Wohncafé), die Vernetzung auf den Ebenen der Haupt- und ehrenamtlich Aktiven in Netzwerken sowie die Entwicklung von Themen fürs Quartier. Durch das Wohnungsunternehmen hanova und die direkte Lage im Quartier, in einem Wohnhaus bestehen neue Kommunikationskanäle, gerade auch für die städtische GWA. Als Ansatz von GWA werden im Projekt Methoden der aktivierenden Befragung durch Haustürgespräche, die Vernetzung mit vorhandenen Akteuren, der niedrigschwellige Raum und die Durchführung von Gruppenangeboten verfolgt. Hierdurch sollen Anreize geschaffen werden sich aktiv zu beteiligen und die aktuellen Angebotslücken (tlw. räumliche Leere) zu füllen. Dabei wird ein enger Austausch mit der GWA der LHH angestrebt. Das Projekt richtet sich an alle Menschen im Quartier, der Fokus liegt auf älteren Menschen, die gezielt angesprochen werden sollen. Daher hat sich das die hanova an dieser Stelle für einen Kooperationspartner entschieden, der ältere und einsamen Menschen im Fokus seines Engagements hat und die Erfahrungen daraus miteinbringen kann. Gleichzeitig soll das Projekt zu einer Sensibilsierung der Menschen im Quartier beitragen, aufeinander Acht zu geben und das (Wohn)- Umfeld aktiv mitzugestalten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen bringen sich im Projekt mit persönlichen Stärken und Zeit ein.
Beschreibung
Eine Gemeinschaft mit Identifikation für das Projekt aufgebaut wurde. Wohncafé als Kommunikationsort.
Beschreibung
Das Angebot von vorhandenen Institutionen als Bereicherung und nicht als Konkurrenz. Angebotslücken werden erkannt und in Kooperation bearbeitet.
Beschreibung
Aktive Bewohner*innen eigenständig Aufgaben übernehmen oder Angebote initiieren (Strukturaufbau)
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
GWA und Kommunaler Seniorenservice LHH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SchMitt e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GS Beuthnerstr.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Lebensmittelausgabe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
evanglische Gnadenkirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kitas/Familienzentren in kirchlicher Trägerschaft
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Wir möchten das Projekt langfristig etablieren. Nach den Förderjahren soll das Projekt ein etabliertes Zusatzangebot für das Quartier darstellen. Wovon wir uns mehr Gemeinschaft, höhere Eigenständigkeit und bessere Versorgungssicherheit versprchen. Bereits jetzt zeigen die Kooperationspartner Bereitschaft Fortbildung (für QK) etc. zu finanzieren. Es besteht die Bereitschaft ggf. unter dem Einbezug von Drittmitteln (Schwerpunktthemen) das Projekt langfristig zu fördern (Personell und finanziell).
Galerie
img 0526
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Alt-Laatzen verbindet sich

Ansprechpartner
Gabriele Beel
Organisation Stadt Laatzen
Funktion Stadtplanerin
Gemeinsam Treffpunkte gestalten mit AnsprechpartnerInnen in meinem Quartier
Projektbeschreibung
In Alt-Laatzen, dem nördlichsten Stadtteil von Laatzen stehen Veränderungen an, die den öffentlichen Raum betreffen und die Chance bieten nachhaltig positiv auf das Image, die Zusammengehörigkeit und Identifikation aller Bewohner*innen mit diesem Stadtteils hinzuwirken. Es gibt bereits einige Akteure im Stadtteil die sich aktiv an dem Veränderungsprozess beteiligen und eigeninitiativ mit besonderen Engagement und Ideen, Veränderungen herbeiführen wollen um dem Stadtteil aufzuwerten. Diese bereits anlaufenden Aktionen sind bisher auf den historisch alten Teil des Stadtteils bezogen, der zwischen der Kreisstraße Hildesheimer Straße und dem Landschafts- und Naturschutzgebiet am Fluss mit dem Namen „Leine“ der „Leinemasch“ liegt. Auf der anderen Seite der Kreisstraße begrenzt durch eben diese Kreisstraße und einer überörtlichen Bahnlinie liegt ein weiterer, ebenfalls zum Stadtteil zugehöriger Bereich, der bislang nicht hinreichend am Veränderungsprozess einbezogen werden konnte. Städtebauliche, sozioökonomische, demografische, religiöse, sprachliche und kulturelle Besonderheiten erschwerten die Aktivierung dieses Bereiches. Über ein Quartiersmanagement sollen nun die bereits Aktiven und die bisher nicht an Veränderungen aktiv mitwirkenden Person und Persönlichkeiten zusammengebracht werden. Der Veränderungsprozess soll als gemeinsame Aufgabe mit Blick auf Stärkung von Nachbarschaften, Integration von Benachteiligten und mit positiver Wirkung auf alle Bereiche des Stadtteils, hin zu einem „Wir-Gefühl“ für das Gesamtquartier Alt-Laatzen verstanden, erlebt und gelebt werden. Der öffentliche Raum ist begrenzt und sollte allen BewohnerInnen als Aktionsfeld für die Identifkation mit Ihrem Lebensraum dienen, hierfür braucht es ein Gemeinwesen, damit alle Bewohnerinnen wahrgenommen, verstanden und mitgenommen werden. Diese Gemeinverantwortung und Chance selbst aktiv an der Entwicklung und Weiterentwicklung des eigenen Lebenraums mitgestalten zu können, kann modellhaften Charakter für die zukünftige Beteiligung der Bevölkerung an der Stadtentwicklung haben.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
In Alt-Laatzen leben ca. 6200 Menschen mit unterschiedlichsten Nationalitäten, Kulturen und Sprachen. Allein 76 unterschiedliche Nationalitäten weist das Einwohnermelderegister auf. Diese Vielfalt ist in der Beteiligungskultur nicht erkennbar. Insbesondere bei städtebaulichenPlanungen wird dies offensichtlich. Das Interesse für städtebauliche Entwicklungen begrenzt sich vorwiegend auf diejenigen, die sprachlich und kulturell ihre Wurzeln in Alt-Laatzen haben oder auf Neuzugezogene mit vorwiegend sozioökonomisch gefestigten gesicherten Hintergrund. Hierbei ist anzumerken, dass diese vorwiegend westlich der Hildesheimer Straße ihre Wohnquartiere haben. Der Bereich östlich der Hildesheimer Straße entlang der Bahn wird als problematisch angesehen und hat das Image eines Wohnquartiers für Benachteiligte mit trading down Tendenzen. Die Trennung des Quartiers wird städtebaulich noch durch die 4spurigkeit der Hildesheimer Straße und einer mittig gelegenen Straßenbahn verstärkt,“ man bleibt unter sich“. Bei den 2016 und 2017 in Alt-Laatzen durchgeführten öffentlichen Workshops zur Quartiersentwicklung Alt-Laatzen sind diese Tendenzen des begrenzten Beteiligungsrahmens weiter beobachtet worden ebenso bei den Initiativen die sich in Alt-Laatzen für die Verbesserung des Wohnumfeldes, der Kultur und der Freiflächen einsetzen, wie die Initiative „Alt-Laatzen blüht auf“, die als eine erste Aktion den Park an der Eichstraße als Bürgerpark entwickeln wollen. Eine Veränderung der Beteiligungsformen und des Rahmens ist angezeigt um allen BewohnerInnen die Möglichkeit der Mitwirkung am Gestaltungsprozeß ihres Umfeldes zu ermöglichen, denn der öffentliche Raum ist begrenzt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Laatzen Ortsteil Alt Laatzen
Beschreibung
Das Quartier Alt-Laatzen umfaßt ca. 100 Hektar. Die Abgrenzung ist aus dem beigefügten Lageplan ersichtlich.
Einwohnerzahl
6234
Quelle / Anmerkungen
eigene Erhebung 02.06.2016
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
15
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018) Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018) Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
25
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018) Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
31
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018) Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
66
Anmerkung
Statistische Erhebungen der Region Hannover aus 2018 zur Gesamstadt Schätzung für das Projektgebiet (Stand 2018) anhand der Meldedaten in Bezug zu den gesamtstädtischen Daten der Region Sonstige: Schätzung für Gebiet Osten Alt-Laatzen
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Alle Bevölkerungsruppen in Alt-Laatzen sollen in die anstehenden städtebaulichen Maßnahmen zur Umgestaltung der öffentlichen Räume eingebunden werden. Das Quartiersmanagent soll durch aufsuchende aktivierende Aktionen insbesondere die Bevölkerungsgruppen einbinden, die in üblichen Beteiligungsverfahren nicht erreicht werden. Im Osten von Alt-Laatzen hat sich in den zurückliegenden Jahrzehenten ein abgesondertes und "abgehängtes" Quartier gebildet. Hier wird ein wesentliche Arbeit des Quartiersmanagemt im Empowerment der dortigen Bewohnerschaft liegen, d.h. Fahigkeiten und Kompetenzen zur Teilhabe werden gestärkt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es gibt neue Treffpunkte in Alt-Laatzen. Die Hildesheimer Straße hat Aufenthaltsräume für alle Bewohner*innen bekommen. Der "Bürgerpark Eichstraße" und der "Park Altes Rathaus" sind erlebbare Räume für Alle geworden.
Beschreibung
Alle Bewohner*innengruppen sind in die Neugestaltung der öffentlichen Räume eingebunden worden. Insbesondere die Bewohner*innen aus dem Osten von Alt-Laatzen haben sich aktiv beteiligt.
Beschreibung
Engagierte und ehrenamtliche Akteure werden erfolgreich eingebunden. Ihre Ideen sind wichtige Projektgeber für das Projekt.
Vorhandene Strukturen
-
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Alt-Laatzen blüht auf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jukus e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorentreff Alt-Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendtreff Alt-Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Immanuelkirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte St. Mathilde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnungsbaugenossenschaft Laatzen eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales und Team Stadtplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eichstraßenfest & mehr e.V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
In den kommenden Jahren wird in der kommunalen Verwaltung von Laatzen Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement als fester Bestandteil eingeführt. Dazu soll ein Stadtteilbüro für das Quartiersmanagement vor Ort verantwortlich sein. In diese Strukturen kann ein Quartiersmanagement mit fester Ansprechpartner*in und örtlicher Errreichbarkeit in Alt-Laatzen eingebunden werden. In diesem Rahmen könnten auch Initiativen personell und ggf. finanziell über Verfügungsfonds unterstützt werden.
Galerie
alt laatzen verbindet sich 02
alt laatzen verbindet sich 03
alt laatzen verbindet sich 04
alt laatzen verbindet sich 05
alt laatzen verbindet sich 06
alt laatzen verbindet sich 07
alt laatzen verbindet sich 08
alt laatzen verbindet sich 09
alt laatzen verbindet sich 10
alt laatzen verbindet sich 11
alt laatzen verbindet sich 12
alt laatzen verbindet sich 14
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: SQuaT - Solidarisches Quartier stärkt Teilhabe

Ansprechpartner
Marco Frank
Organisation Refugium e.V.
Funktion Geschäftsleitung
Aufbau eines Nachbarschaftszentrum
Projektbeschreibung
Wir schreiben des Jahr 1986. Aus einer Nachbarschaftsinitiative gründet sich der – noch heute unabhängige - Verein REFUGIUM Flüchtlingshilfe e.V. um Geflüchteten aus Sri Lanka die Integration in Braunschweig zu ermöglichen. Über die Jahre professionalisiert sich der Verein und bezieht 1999 sein Quartier in der Braunschweiger Innenstadt. Hier erfolgte Investitionen beschränkten sich auf Konsum und Tourismus, und nicht auf die dort lebenden Menschen. Der hohe Zuzug von Geflüchteten ab 2015 verändert erneut das Stadtbild und die Arbeit des Vereins. Es wird bunter, aber auch die sozialen Konflikte häufen sich. Die Beratung wird ausgebaut, um den Migrant:innen ein Ankommen zu ermöglichen. Doch mittlerweile wird klar, dass Einzelfallberatung allein nicht ausreicht. Integration und friedvolles Zusammenleben kann nur im Gemeinwesen erfolgen. 2020 – die Pandemie hinterlässt ihre Spuren. Sie bremst Integrationsprozesse und verstärkt Isolierung. Corona wirkt als Katalysator bei der Verschärfung der gesellschaftlichen Polarisierung, zudem verändert sich das Bild der Innenstadt (Ladenschließungen). Unser Projekt SQuaT möchte dem etwas entgegensetzen, um zumindest im eigenen Quartier Solidarität und soziale Teilhabe zu ermöglichen und den Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit, sowie gegen Rassismus und Ausgrenzung zu stärken. Drei Bausteine hat das Projekt: 1. Beratungs-Café: Wir bieten eine offene und niedrigschwellige Beratung für alle Bewohner:innen. Ziel ist die Entlastung der Betroffenen, um Kapazität und Lust für gemeinschaftliche Aktionen zu generieren. 2. Community-Lab: Ein Raum, der von Anwohner:innen gestaltet (z.B. Werkbank, Nähmaschinen,…) und mit eigenen Ideen besetzt (engl. „squat“) wird. Wir geben ihnen einen Ort, sich selbst zu organisieren, sich auszuprobieren, um eigene Angebote zu entwickeln. Unsere Aufgabe ist die Begleitung, Ermöglichung und kritische Reflexion, um Selbstwirksamkeit erfahrbar zu machen. Für diese beiden Aspekte können wir bereits vorhandene Räumlichkeiten im Hinterhof des Refugiums nutzen. 3. Stadtteil-Projekte: Wir holen die Menschen da ab, wo sie wohnen. Nach gemeinschaftlicher Bedarfsanalyse (z.B. Zukunftswerkstatt) entwickeln wir Projekte im Stadtteil (z.B. Urban Gardening im Hinterhof, Fotoaktionen…), um das Quartier gemeinsam wohnlich zu gestalteten und auf Probleme gemeinschaftlich zu reagieren. Dadurch wird die Nachbarschaft gestärkt, Konflikte abgebaut und die Lebensqualität verbessert.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Kern der Braunschweiger Innenstadt ist von starken Kontrasten geprägt. Der Glanz der Schlossarkaden und Edelboutiquen bricht sich am vergrauten Matt einfacher Wohnblöcke. Die Strahlkraft der touristischen Attraktionen verblasst in vernachlässigten Hinterhöfen und in Nebenstraßen gedrängte Kleinstgewerbe. Die baulichen Gegensätze spiegeln sich im Sozialen wider. Bereits jetzt ist sichtbar, dass diese Gegensätze durch die Pandemie verstärkt werden. So erhält ein überdurchschnittlicher Anteil der Menschen in der Innenstadt Transferleistungen. Die damit verbundenen eingeschränkten Teilhabemöglichkeiten betreffen überdurchschnittlich Menschen mit Migrationshintergrund (35% im Stadtteil), von denen über die Hälfte keine dt. Staatsangehörigkeit besitzt. Zudem sind 2/3 der Haushalte in der Innenstadt Singlehaushalte. Diese Situation verdichtet bestehende Problemlagen. Die Vereinsamung und schlechte Lebenssituation führt zu der Personalisierung von strukturellen Problemen (Vermüllung, Alkoholismus im öffentlichen Raum, Obdachlosigkeit), die sich in gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit äußert. Verstärkt wird dies durch das Fehlen von Räumen und Angeboten zur Gemeinschaftsbildung. Problematisch ist zudem, dass die Menschen, die in der Innenstadt wohnen, nur eingeschränkt an den dortigen Kulturangeboten partizipieren können, dafür aber durch die hier generierten Probleme (Müll, Lärm) besonders betroffen sind. SQuaT setzt genau hier an. Die unmittelbare Lebenswelt aufgreifend, aktivieren wir die Menschen, sich ihre Nachbarschaft gemeinsam und solidarisch anzunehmen. Wir bündeln bestehende Ressourcen um Konflikte abzubauen und die Wohnqualität vor Ort zu verbessern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Innenstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst den Kern des Braunschweiger Bezirks Innenstadt. Ausgeklammert wurde insbesondere das Magni-Viertel (Fachwerkhausviertel), sowie die Wohnungen in gehobenen Preislagen rund um die Oker. Der Fokus liegt auf den sozial benachteiligten Wohnlagen.
Einwohnerzahl
6500
Quelle / Anmerkungen
https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/statistik/BS_Statistik_Jahrbuch_2020_Endfassung_20201217.pdf
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Da das Projektgebiet nicht die komplette Innenstadt umfasst, sondern nur den Kern sind die Werte geschätzt. Quelle 1:https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/statistik/jahrbuch/jahrbuch/02_51.pdf Quelle 2: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0120/stadtforschung/Infoline_StaFo_BS_2021-06_Staatsangehoerigkeiten_2020.pdf
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0120/stadtforschung/Infoline_StaFo_BS_2021-07_MigraPro_2020.pdf (S.7)
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschätzt auf Grundlage älterer Daten Quelle: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0500/Sozialatlas_2016.pdf (S.16) Zitat: "Die Anteile von Personen mit SGB II-Bezug und von registrierten Arbeitslosen liegen um ein Viertel über den stadtweiten Durchschnittswerten" Es ist davon auszugehen (Schätzung), dass die insbesondere im letzten Jahr vermehr Menschen SGB II - Leistungen beantragen mussten Quelle: https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03101-Braunschweig-Stadt.html
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Bei unserem Projekt stehen die Bewohner:innen mit ihren Wünschen und Bedürfnissen im Zentrum. Um mehr über ihre Wünsche und Bedarfe in Erfahrung zu bringen, ist eine vertrauensvolle Beziehung von entscheidender Bedeutung. Nur wenn diese entwickelt ist, öffnen sich Menschen, lassen sich auf neue Erfahrungen ein, sind bereit neue Dinge auszuprobieren und beteiligen sich an der gemeinschaftlichen Gestaltung. Darum bildet die Beziehungsarbeit die Basis des Projekts. Das bedeutet aber nicht, dass wir mit dem Projekt unbedacht alle Wünsche und Anliegen unterstützen und umsetzen. Stattdessen greifen wir auf die - aus der Migrationsberatung bewährte - Haltung der reflektierten Parteilichkeit und professionellen Nähe zurück, die an den Prinzipien der Sozialen Arbeit (soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, gemeinschaftliche Verantwortung und Anerkennung der Verschiedenheit) geeicht sind. Wichtiger Ansatzpunkt dafür ist der Dialog auf Augenhöhe, der darauf ausgelegt ist, die Menschen nicht paternalistisch zu belehren. Stattedessen möchten wir durch die Herausarbeitung gemeinsamer Interessen darauf hinarbeiten, die Bewohner:innen zu ermächtigen, bestehende Dominanz- und Ausgrenzungsverhältnisse zu hinterfragen und gemeinsam zu transformieren. Diese Arbeit benötigt komplementär die Einbeziehung der politischen, strukturellen und institutionellen Situation im Stadtteil, um vorhandene Ressourcen zu nutzen und Veränderungpotentiale zu eruieren und zu verwirklichen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner:innen an dem Projekt und Aktionen teilhaben wollen und sich einbringen; eine vertrauensvolle Beziehung zum Projekt besteht, es zahlreiche Rückmeldungen zu Bedarfen, Ideen und Wünschen für den Stadtteil gibt
Beschreibung
das Community Lab durch Gemeinschaftsangebote der Bewohner:innen besetzt wird und diese längerfristig stattfinden; Eigeninitiativ Angebote entstehen ("ich hab da eine Idee, kann ich das bei euch machen")
Beschreibung
Bewohner:innen, andere Institutionen, Vereine und Organisationen aus dem Stadtteil die Entwicklung des Projektes unter Einbringung eigener Ressourcen vorantreiben
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gewerkschaftshaus; Stadtbibliothek; VHS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freifunk Braunschweig; Obdachlosen-Café; Schuldnerberatung; Verbraucherzentrale
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ausschüsse (Ausschuss für Intgration; Sozialausschuss)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtbezirksrat; Bezirksbürgermeister:in
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Staatstheater; LoT-Theater; Kino Universum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Büro für Migrationsfragen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DenkRaum (Kreativer Co-Working Space mit Platz für größere Angebote)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbstorganisierte Vereine von Migrant:innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Innovationsgesellschaft Technische Universität Braunschweig mbH (iTUBS); Braunschweig Zukunft GmbH Wirtschaftsförderung
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Neben dem Integrativen Stadtentwicklungskonzept (ISEK), gibt es in Braunschweig einen Ratsbeschluss (aus 2018) in dem der Ausbau der Nachbarschaftszentren beschlossen wurde. Dies wurde bisher kaum umgesetzt. Bei erfolgreichem Verlauf des Projektes werden wir die Stadt um eine Übernahme der Anschlussfinanzierung bitten. Bereits geführte Gespräche haben gezeigt, dass die Stadt das Angebot als sinnvoll erachtet und ihm positiv gegenüber steht.
Galerie
raeume jetzt
von oben
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Nord.Pol - Strukturen sichern, kulturelle Teilhabe ermöglichen, beschäftigungsfördernd wirken

Ansprechpartner
Ann-Kathrin Büdenbender
Funktion Gemeinwesenarbeit
Strukturen sichern, kulturelle Teilhabe ermöglichen, beschäftigungsfördernd wirken - Magnetfeld Sein
Projektbeschreibung
Projektkern ist die neuartige Kooperation von GWA und Stadtkulturarbeit mit der Beschäftigungsförderung, Jobcenter und Stadtplanung. Des weiteren steht die Fokussierung auf die Bildung nachhaltiger Strukturen im Zentrum der Projektidee. Die GWA ist mit aktuell 10 Wochenstunden nicht in der Lage, strukturfördernde Koordinations-, Vernetzungs-, und Aktivierungsarbeit zu leisten. Sozialer Zusammenhalt entsteht aber nur dort, wo Teilhabe an Gestaltungsprozessen, am Arbeitsmarkt und im Bildungsbereich bereichsübergreifend konzipiert, umgesetzt und langfristig verlässlich gewährleistet wird. Diesem Themenbereich und dem Aufbau entsprechend dauerhaft wirksamer Strukturen im Trägerverbund, in Kooperation mit Stadt, Jobcenter, Quartiersmanagement und Beschäftigungsträgern stellt sich das vorliegende Projekt. Der Kulturbereich ermöglicht dabei, ergänzend zur GWA, neue Wege und Umwege zu eröffnen und positive Synergie im Zusammenspiel zu fördern. Jedoch ist bislang auch für die Arbeit der Stadtkultur lediglich eine projektabhängige, halbe, befristete Stelle geschaffen, deren Stunden sich um immer wechselnde Projekte bemühen muss. Langfristig Prozesse in Gang zu bringen und Transformationen zu begleiten, ist auch damit nicht möglich. Die Herausforderung in der Nordstadt besteht aber genau darin, in der fehlenden langfristig wirksamen Struktur der GWA, sowie in gering vernetzten Akteur*innen, die alle je nur mit Projektmitteln ausgestattet sind. Die beantragten Maßnahmen basieren auf in wechselnden Projektkonstellationen bereits erprobten Kooperationen in den Bereichen Soziales, Bildung und Kultur. Der Arbeitsansatz ist bereichsübergreifend angelegt, Nord.Pol wirkt als Magnetfeld mit klarer Ausrichtung, tief verankernd! Auf dem Weg dahin setzen wir auf persönliche Ansprache, Kontakte, dezentrale Aktivitäten, beschäftigungsfördernde Kooperationen mit Stadtplanung und Jobcenter, Flexibilität, vielseitige und niedrigschwellige partizipative Angebote (s. dazu Projektskizze als Kurzfilm unter dem Video-Link: https://youtu.be/ChFgIY2YVKc). Der Wille zur bereichsübergreifenden Kooperation und die Unterstützung für die Entwicklung der neuen Trägerstruktur wurde seitens der Stadt (Sozialdezernat, Kulturamt und Bildungskoordination), dem Job-Center sowie den Schulen im Stadtteil zugesichert. Mit der Stadtplanung wird bereits kontinuierlich und langfristig zusammengearbeitet.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Stadtteil herrscht nicht erst seit 2015, seither aber eine sich deutlich wandelnde Bewohner*innenstruktur: vermehrter Zuzug von Geflüchteten und eine Zunahme des Anteils von Transferleistungsempfänger*innen, bei immer weiter sinkender Schulreife der Vorschulkinder, deren Eltern zu mehr als 85% Migrationserfahrung haben. Die kulturelle Diversität ist viel höher als überall sonst im Kreisgebiet. Herausforderungen bestehen in mangelnder Teilhabe, insbesondere auch am Arbeitsmarkt, Erreichbarkeit der Zielgruppen zur Vermeidung von Bildungsungerechtigkeit, Beschäftigungsförderung und im Zugang zu Bildung und Kultur für die schwerer erreichbaren Zielgruppen. Die wenigen vorhandenen Stunden der Gemeinwesenarbeit und Stadtkultur können den in all diesen Handlungsfeldern wachsenden Bedarf mit Blick auf den Aufbau langfristig wirksamer Strukturen, Vernetzung der Akteur*innen, sowie Partizipation und Teilhabeförderung mit Bewohner*innen bei weitem nicht decken. Dies verstärkt sich durch eine stark sektoral geprägte Verwaltungsstruktur in Stadt und Landkreis. Eine bereichsübergreifende Ansprechperson gibt es trotz der Umsetzung der Städtebauförderung für die sozialen, kulturellen und beschäftigungsfördernden Bereiche nicht. Aktuell herrscht der Eindruck vor: „Wir machen total viel, nach ein paar Jahren erinnert sich aber niemand, weil immer etwas Neues kommt – verändert das wirklich das Zusammenleben im Viertel?“ Die existenzielle Herausforderung liegt demnach im Aufbau langfristig wirksamer Strukturen. Projektziel für die kommenden drei Jahre muss es sein, diese Kooperation aufzubauen und nachhaltig zu verankern. Die Nordstadt ist typischer Ankunftsort und damit Modellstandort.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Die Nordstadt ist zur Innenstadt und anderen Stadtteilen klar abgegrenzt. Sie liegt innenstadtnah und wird begrenzt durch die Bahn mit dem Hauptbahnhof im Süden, dem Fluss Innerste im Westen, die Gemeindegrenze zu Giesen und Harsum im Norden und einer gedachten Linie um den Flugplatz herum entlang der B6 im Osten. Die Nordstadt ist geprägt durch hohe Einwohnerdichte und erhöhte Emissionsbelastung durch große Gewerbegebiete und entsprechendes Verkehrsaufkommen. Es gibt insgesamt wenige und oft unattraktive Freiflächen.
Einwohnerzahl
11200
Quelle / Anmerkungen
Stadt HIldesheim
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet "Sozialer Zusammenhalt nördliche Nordstadt" ist nur auf einen kleinen Bereich des mit ungefähr 11.000 Bewohner*innen zweitgrößten Hildesheimer Stadtteils begrenzt! Es sind neben der Förderung von kleineren Projekten im Sanierungsgebiet durch den Verfügungsfonds nur solche Maßnahmen förderfähig, die sich unmittelbar auf eine bauliche Sanierung bzw. investive Maßnahme beziehen. Aktivierung von Bewohner*innenengagement ist nur förderfähig, wenn es sich auf die Planung bzw. Umsetzung einer baulichen Maßnahme bezieht, z.B. auf die Planungsbeteiligung. Das sozialplanerische Quartiersmanagement ist entsprechend gering mit Personalstunden ausgestattet. Die für das vorliegende Projekt beschriebenen Aufgaben, die notwendige Koordinierung, der Aufbau langfristiger Strukturen und verstärkte Aktivierung sind daraus nicht zu leisten. Zugleich benötigt der gesamte Stadtteil als ausdrücklicher „Ankunftsort“, geprägt durch eine sehr hohe kulturelle Diversität, eine deutlich verstärkte und langfristig gesicherte Aufmerksamkeit und Aktivierungsleistung. Die Bedarfe hinsichtlich beruflicher Integration, frühkindlicher Bildung, Stärkung der Nachbarschaft und insbesondere der Förderung von Transkulturalität sind immens. Eine besondere Betonung muss dabei auf der Beschäftigungsförderung (mit Blick auf die höchsten Zahlen an Bedarfsgemeinschaften landkreisweit), sowie der Erreichbarkeit der Zielgruppe der Eltern mit ihren Kindern liegen, weil dort die Situation besonders besorgniserregend ist. So wurde über die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen im Jahr 2019 für die Nordstadt festgestellt, dass die Schulfähigkeit der Kinder im Vergleich zu anderen Stadtteilen deutlich geringer ausfällt: Nur jedes 8. Kind in der Nordstadt ist glatt einschulbar (12 Prozent). Im Jahr 2014 war die Zahl noch mehr als doppelt so hoch! Im CTC-Prozess und der Arbeit der AG Nordstadt wurde durch die Fachakteur*innen herausgearbeitet, dass es im Stadtteil an der Erreichbarkeit diverser kultureller Milieus und vieler Eltern mangelt, wenig Nachbarschaftshilfe stattfindet und ein geringer Zusammenhalt existiert. Diese Entwicklungen werden sich langfristig eher verfestigen, als dass eine grundlegende Änderung in Sicht wäre. Deshalb muss eine langfristig wirksame und dafür geeignete Kooperations- und Trägerstruktur entwickelt werden. Die Ergebnisse der diversen Erhebungen unterstützen weiterhin die unbedingte Notwendigkeit, deutlich mehr zu aktivieren und die Teilhabe zu fördern und dabei vor allem die Partizipation der Bewohner*innen und die Beschäftigungsförderung in den Vordergrund zu stellen. Teilhabe kann in der Nordstadt nur auf Basis des Konzeptes der Transkulturalität entwickelt werden, andere Teilhabekonzepte scheitern in dem durch hohe Diversität geprägten Viertel u.a. an der Zugänglichkeit oder aber der isolierten Ansprache einzelner kultureller Gruppen. Aufgrund der hohen fachlichen Kompetenz, die im CTC-Prozess und in der AG Nordstadt sowie den themenbezogenen Unterarbeitsgruppen vertreten ist, können fachliche Impulse über das koordinierende Stadtteilbüro für das geplante Projekt eingebracht werden. Durch eine starke Gemeinwesenarbeit in unmittelbarer Kooperation mit Stadtkultur und Beschäftigungsförderung - das besondere Potential in diesem Stadtteil, insbesondere jetzt nach der Neustrukturierung des Jobcenter - werden Synergieeffekte genutzt und Doppelstrukturen vermieden. Eine enge Verzahnung soll im vorliegend beschriebenen Projekt nicht nur mit dem Programm "Sozialer Zusammenhalt" (früher Soziale Stadt), sondern insbesondere mit dem Jobcenter, mit der Arbeit des Stadtteilvereins, der Arbeit des Sozialdezernates, dem Kulturbüro und der Sozialplanung stattfinden.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020 (15-24jährige)
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der Alleinerziehenden-Haushalte an allen Haushalten, Daten zum 31.12.2018 Quelle: Stadt Hildesheim FB Statistik
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
51
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen ab 65 Jahren Quelle: Stadt Hildesheim, FB Statistik - Daten zum 31.12.2020
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt erfüllt alle Qualitätsstandards der GWA (s.u.). Der übergreifende, vernetzte Ansatz ist aus jahrelangen Erfahrungen der lokalen Akteur*innen im Stadtteilnetzwerk entwickelt worden. Neu ist das ganz besonders ausgeprägte Netzwerk von GWA, Stadt- bzw. Soziokultur, u.a. mit dem Faserwerk, das zentrale Kulturtechniken rund um Mode und Nachhaltigkeit thematisiert. Es birgt enormes Potenzial und erweist sich mit dem Einsatz partizipativer Kunst, Musik, Theater, Kulturtechniken, Kommunikation, Sprachmittlung, öffentliches, begleitetes Spiel und handwerklicher Kompetenz bei Mitmach-Baustellen als besonders hilfreich. Dies ist nur möglich, wenn es Mitarbeitende mit Ressourcen gibt, damit die geringen vorhandenen Ressourcen der Kooperationspartner*innen (QM, Jobcenter, Schulen, Kultur, Bildungsprojekte) aufgefangen und GWA und Stadtkultur die koordinierende, aktivierende Rolle im Netzwerk und in der Kooperation auf Augenhöhe mit den Verwaltungsbereichen spielen können. Der modulare Aufbau des Gesamtprojektes ermöglicht auch solchen Akteuren Zugänge, die nur punktuell und zeitlich begrenzt Beiträge leisten. Das Konzept zur Förderung der (trans-)kulturellen Teilhabe setzt den Fokus auf Partizipation, Beschäftigungsförderung, den Aufbau tragfähiger Strukturen, sowie Zugänge zu Kultur und Bildung zu fördern. Es setzt dabei auf Selbstwirksamkeit der Nordstädter*innen, welche Aktionen mitgestalten und somit durch das eigene kooperative Tun Teilhabe im gesamten Quartier fördern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Teilhabe und Partizipation von Bewohner*innen sind handlungsleitend, ein Anteil von 5% der Erreichten arbeitet aktiv mit, Ideen und Anliegen finden EIngang in Prozesse des Städtebau, Kulturprojekte, Beschäftungsförderung und nachbarschaftliche Aktionen
Beschreibung
Bewohner*innen werden befähigt und ermutigt, eigene Projekte umzusetzen und sich so in ihrer Nachbarschaft, der Beschäftigungsförderung und der kulturellen Bildung zu engagieren. Erkennbar wird dies, wenn Module in Mitverantwortung durchgeführt werden
Beschreibung
DIe Diversität im Stadtteil ist zentrale Herausforderung und Ressource zugleich; Der Standard ist erreicht, wenn bei mindestens 20% aller Aktivitäten Stärken und Ressourcen aus der Nachbarschaft bzw. aus den neuen Kooperationen eingeflossen sind.
Beschreibung
Transkulturelle Konzeption und Perspektive erfordern die Einbeziehung und das gemeinsame Tun ganz verschiedener Menschen und deren Begegnung. Menschen mit Migrationsgeschichte, Arbeitslose, sowie Eltern und Jugendliche sind besonders berücksichtigt.
Beschreibung
Stadtkultur und Gemeinwesenarbeit werden in Synergie miteinander und mit Jobcenter und Beschäftigungsträgern verbunden. Kooperationen mit Schule, religiösen und kulturellen Vereinigungen, sowie diversen Fachverwaltungen werden im Projekt realisiert.
Beschreibung
Das Gesamtnetzwerk bildet das Fundament, bezogen auf je ein Teilziel soll es tragfähige Netzwerke aus Haupt- und Ehrenamtlichen geben, Mindestens 5 neue Kooperationen sind entstanden und ein Trägerverbund aus Stadtkultur und GWA dauerhaft gesichert
Beschreibung
Durch Partizipation und Beteiligung der Bewohner*innen sowie die Ermutigung und Befähigung zu selbst organisierten, nachbarschaftlichen Aktionen und beschäftigungsfördernden Projekten wird Selbstwirksamkeit gestärkt und lebendige Nachbarschaft erreicht.
Beschreibung
Infrastruktur für beschäftigungsfördernde Maßnahmen und Teilhabe-Förderung ist nach dem Projekt deutlich verbessert. Leitfaden ist erarbeitet, um die Module weiterhin nutzbar zu haben. Fonds für kulturelle BIldung, Netzwerk und Trägerverbund bestehen.
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn eine gesamtkommunale, ressortübergreifende Gruppe mit dem Jobcenter nachhaltig tätig ist und Teilhabe in Diversität zu einer Stärke umgedeutet worden ist - Beschäftigungsförderung, Transkulturalität - bereichsübergreifend!
Vorhandene Strukturen
Im Stadtteilbüro Nordstadt (Trägerschaft Lebenshilfe) arbeitet im Auftrag der Stadt Hildesheim die Fachkraft für GWA mit 10 Wochenstunden, anteilig durch die Stadt, Wohnungswirtschaft und Sparkasse finanziert. Sie beinhaltet die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen des Vereins, der einige Aufgaben in der Vernetzung und Bewohneraktivierung übernommen hat. Mit weiteren 4 Wochenstunden wird die Umsetzung der Präventionsstrategie CTC vorangetrieben, mit 11 Wochenstunden das sozialplanerische Quartiersmanagement, finanziert durch das Programm „Sozialer Zusammenhalt“. Im Bereich Stadtkultur der Kulturfabrik ist eine bis Ende 2021 befristete Stelle mit 25 Wochenstunden geschaffen. Die Handlungsfelder betreffen Antragsstellung, Koordination, Vernetzung, Programmentwicklung, aufsuchende Kulturarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Buchhaltung. Insbesondere der Aufbau von langfristigen Kooperationen und direktes Kommunizieren mit Anwohner*innen ist so kaum möglich und aktuell lediglich durch Ehrenamt zu leisten. Die Arbeit aller Akteur*innen hat eine notwendige Fokussierung auf den Aufbau langfristig wirksamer Strukturen, sowie auf Aktivierung und vor allem auf (trans-) kulturelle Teilhabe sehr diverser Zielgruppen ergeben. Der erhebliche Mehrbedarf an GWA und Stadtkultur in Kooperation mit Beschäftigungsförderung soll im vorliegenden Projekt gedeckt und in eine zukünftig langfristig abgesicherte, standfeste Träger- und Finanzierungsstruktur geführt werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtplanung, Städtebauförderung, Sozialdezernat, Sozialplanung, Stabstelle für Kultur und Stiftungen, Stabstelle Migration und Inklusion, FB Soziales, Jugendpflege, Landkreis Hildesheim: Jugend- und Gesundheitsamt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturfabrik Löseke, Theaterpädagogisches Zentrum, Theaterhaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter, Agentur für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Hildesheim, LABORA Jugendwerkstatt, SBH Nord, Arbeit und Dritte Welt e.V. , Caritas Hildesheim (mit Blick auf die verstärkte stadtteilübergreifende Kooperation der GWA)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilverein Nordstadt.Mehr.Wert e.V., Stadtblühen e.V., Gemeinwesenentwicklung Stadt e.V. (mit Blick auf die verstärkte stadtteilübergreifende Kooperation der GWA)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HS Geschwister Scholl Schule, Robert-Bosch-Gesamtschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Kirchengemeinde, Türkisch-islamische Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gbg, Beamtenwohnungsverein, Sievers Hausverwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerradio Tonkuhle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Projektgruppen über den Stadtteilverein
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Stadt erhöht im Projektverlauf ihren Eigenanteil. Außerdem wird die bestehende GWA und die Städtebauförderung über den Projektzeitraum hinaus fortgeführt. Nachhaltigkeit soll erreicht werden durch den Aufbau langfristig zu sichernder Trägerstruktur aus GWA und Stadtkultur, ggf. durch eine gGmbH. Dies ist durch feste Vereinbarungen mit Jobcenter, Beschäftigungsträger, Stadtverwaltung und tragfähigem Finanzierungskonzept, für das alle ihren Beitrag leisten wollen (s. Schreiben), abzusichern .
Galerie
3  ottoplatz pflanzwaende
2 agh im fw
6 mobile kueche
7 ecki und kinder pflanzen klein
befuellung der hochbeete auf dem platzpark im bischofskamp 2019 foto daniel kunzfeld
bunter weg 2
container alternativ
drohne go20 zentrum
justus jonas strasse
lutherwiese   nordi tischt auf
ottoplatz 15
umzug stadtteilbuero 1 klein
vorplatz familienzentrum maluki klein
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Langenhagen hebt ab - Elisabeth macht's möglich

Ansprechpartner
Ulrike Bodenstein-Dresler
Funktion stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende
Gute Nachbarschaft im Quartier - Elisabeth macht's möglich
Projektbeschreibung
Langenhagen hat seit dem 2. Weltkrieg eine ungebrochene Zuwanderungsgeschichte. Die gesellschaftliche Struktur der Stadt hat sich stark geändert. Das Quartier Kernstadt Nord/ Alte Mitte ist durch eine hohe Wohndichte und Überalterung gekennzeichnet. Im Quartier leben Menschen unterschiedlicher Herkunft und Konfessionen. Heute fehlen den schon länger ansässigen Menschen und den hinzugezogenen Menschen mit Migrationshintergrund Möglichkeiten der spontanen Begegnung. Aufgrund fehlender Kontaktgelegenheiten auch infolge der Corona Pandemie leiden viele Bewohner*innen an Isolation und Vereinsamung. Segregation ist die Folge. Als Religionsgemeinschaft sind die ev. Elisabeth Kirche, kath. Kirche und die Selimiye Camii-Moschee angesiedelt. Die alten Geschäftsstraße bietet nur noch wenig attraktive Angebote, der nahegelegene Stadtpark wird eher durch Einzelpersonen, denn durch soziale Gruppen genutzt. Ziel des Projektes Elisabeth macht’s möglich ist es, durch Beteiligungskultur gelingendes Zusammenleben der Nachbar*innen in der "Alten Mitte" zu stärken. Eine Personalstelle GWA gestaltet den Prozess eines aktiven Stadtteillebens. Methoden der GWA sollen für die Bewohner*innen zukunftsorientierte und nachhaltige Lebensweisen in den Focus rücken. Soziale Aktivitäten, Kommunikation und eine geeignete Infrastruktur verbessern das Zusammenleben. Schwerpunkte sind Selbstbestimmung, Integration und soziale Teilhabe im Quartier. Die Entwicklung wohnortnaher gesundheitsfördernder Angebote im angrenzenden Stadtpark wird generationsübergreifend initiiert. Eine niedrigschwellige soziale Infrastruktur folgt den Bedarfen aus der Aktivierenden Befragung. Kulturelles Leben unter Beteiligung der Anwohner*innen sowie Projekte und Aktivitäten bereichern das Leben im Quartier. Im Sinne eines gesamtkommunalen Handelns stehen Netzwerkarbeit und Kooperationen im Mittelpunkt. Die Mehrdimensionalität der Interessen ist akzeptiert und dadurch die Voraussetzungen für demokratisches Handeln geschaffen. Wichtige Bausteine auf dem Weg der GWA im kirchlichen Handeln: • das Prinzip GWA im kirchlichen Handeln implementieren • das Umfeld im Quartier analysieren • Bedarfe der Anwohner*innen durch aktivierende Befragungen ermitteln • Strukturen unter Berücksichtigung schon vorhandener Ressouren schaffen • partizipative Methoden, wie Befragungen, Stadtteilbegehungen, WeltCafe, Workshops, etc. anwenden • Evaluationsprozesse durchführen
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Langenhagen besteht aus der Kernstadt und den in einer Gebietsreform zusammengeschlossenen fünf Ortschaften. Aufgrund der Nähe zu Hannover wächst die Bevölkerung, zahlreiche Wohngebiete werden in den Randbereichen neu erschlossen. Das alte Stadtzentrum „Alte Mitte“ nahe der Elisabeth Kirchengemeinde verlor mit dem Bau des CCL in den 1980ern seine Bedeutung, mit der Konsequenz von Funktionsverlust und Leerstand im Quartier. Die Bevölkerungsstruktur hat sich stark verändert, die Herausforderungen einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft werden sichtbar. Zufällige nachbarschaftliche Begegnungen finden kaum statt. Eine Folge ist zunehmende Vereinsamung, verstärkt durch die Corona Pandemie. Um einer Abkopplung von der gesamtstädtischen Entwicklung entgegen zuwirken, sind Teilbereiche der Kernstadt im Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“. Ergänzend zur äußeren Verbesserung des Wohnumfeldes müssen nachbarschaftliche Beziehungen gestärkt werden. Die Kirchengemeinde beteiligt sich im Sanierungsbeirat und wirkt durch ihre Angebote in das Stadtgebiet hinein. Bisherige Maßnahmen waren auf einzelne Zielgruppen fokussiert. Es fehlt ein integratives Handlungskonzept möglicher Kooperationspartner (Bildungseinrichtungen, Vereine, Religionsgemeinschaften), um mit den Bewohnern Ideen zu entwickeln. Die Gestaltung des sozialen Nah-Raums hat für die Kirchengemeinde eine große Bedeutung. Kirche ist herausgefordert, alle Menschen in ihren alltäglichen Lebenszusammenhängen zu unterstützen. Das Stadtgebiet braucht Orte mit Treffpunktcharakter, um den Austausch zu fördern. Ziel ist, bei allen Unterschieden in den Lebenswelten die nachbarschaftlichen Beziehungen zu stärken.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langenhagen - Kernstadt - Bahnhofsviertel
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im nördlichen Bereich der Kernstadt Langenhagen und wird begrenzt durch folgende Straßen nördlich - Am Pferdemarkt/Reuterdamm östlich – Virchowstraße bzw Walsroderstraße ab Kreuzung Ernst-August-Nebig-Allee/Walsroder Straße südlich - Ernst-August-Nebig-Allee im nördlichen Bereich und Godshornerstraße im südlichen Bereich westlich – Bahnlinien Hannover – Hannover Flughafen Langenhagen ist 7190 ha groß, das Projektgebiet umfasst 128 ha. Rund 10,6% der Langenhagener Bevölkerung wohnen im Projektgebiet auf 1,78 % der Fläche Langenhagens
Einwohnerzahl
5970
Quelle / Anmerkungen
Information aus der Stadtverwaltung: Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Das Projektgebiet liegt nicht im Programmgebiet "Soziale Stadt"
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es lagen keine Angaben vor
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es lagen keine Daten vor
GWA/QM-Ansatz
Miteinander - Mitdenken - Mitwirken Sozialraumentwicklung braucht Zusammenarbeit der Menschen vor Ort. Daher setzt eine gelingende Gemeinwesenarbeit voraus, dass die dort lebenden Menschen am Prozess beteiligt werden und aktiv mitgestalten können. Die sich in der „Alten Mitte“ stetig verändernde Bevölkerungsstruktur sowie die Auswirkungen der Corona Pandemie zeigen, wie wichtige soziale Strukturen im persönlichen Umfeld/Nachbarschaft sind. Geeignete Angebote für Alle müssen entwickelt werden, um Vereinsamung, häuslicher Gewalt, etc. entgegenzuwirken. Aktivierende Methoden helfen Missstände zu sichten, Bedarfe zu erheben und Möglichkeiten zur nachhaltigen Veränderung zu eröffnen. Mitgestaltung und Zuarbeit einer aktiven Bürgerschaft in der nördlichen Kernstadt eröffnen sozialräumliche Perspektiven, die der Sandwichposition der Kernstadt Langenhagen zwischen Hannover und den angegliederten Ortschaften Rechnung tragen. Durch vielfältige Beteiligungsformen sowie Mitwirkung an konkreten Projekten werden Erfahrungen von Selbstwirksamkeit gestärkt. Eine gelebte Beteiligungskultur, in der sich Menschen ernst genommen fühlen, steigert die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, fördert die Selbsthilfe und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation im Sinne eines kollektiven Empowerments, der Aufbau von Kooperationsstrukturen zwischen Bahnhofsviertel und Stadt, sind Ziel der Arbeit. Davon profitieren Kommune und Projektgebiet gleichermaßen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Interessen der Menschen sind durch gezielte und aktivierende Befragungen ermittelt, Plätze für Begegnungen sind entdeckt; Gelegenheiten sind geschaffen, bei denen die Bewohnerschaft miteinander ins Gespräch kommt; Wertschätzungskultur wird gelebt;
Beschreibung
Gemeinsam entwickelte Aktionen sind in Eigeninitiative übergegangen; Local Leaders haben Verantwortung übernommen; Kooperationen werden gelebt;
Beschreibung
Stadtpark, Bahnhofsplatz, Schulhof der Hermann-Löns-Schule werden intensiv für Begegnung sowie sportliche Aktivitäten genutzt. Die durch die Befragungen ermittelten Stärken des Quartiers sind ausgebaut
Beschreibung
Begegnungen zwischen den Religionsgemeinschaften finden wieder statt; multikultureller Austausch ist etabliert (Kunst und Kultur, Feste), generationsübergreifende Begegnungen finden regelmäßig statt; Inklusionsbedarfe werden mitgedacht;
Beschreibung
Die Elisabethgemeinde hat mit der Stadt Langenhagen ein professionelles, interdisziplinäres und partizipatives Konzept erarbeitet und implementiert; Gemeinsam mit der Stadtplanung sind Begegnungsräume identifiziert;
Beschreibung
Bestehende Kooperationen mit der Stadt und anderen Kirchengemeinden sowie weiteren Netzwerkpartnern innerhalb und über das Quartier hinaus sind evaluliert und Verabredungen für die zukünftige Zusammenarbeit getroffen;
Beschreibung
Das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen hat sich entspannt und ist durch gegenseitige Akzeptanz gestärkt; vorhandene Ressourcen werden gebündelt; Synergieeffekte werden genutzt; demokratisches Handeln wird gelebt;
Beschreibung
Begegnungsräume für das soziale Miteinander sind gefunden; Kontakt zur Kommune und Verwaltung findet regelmäßig statt; Teilnahme an Steuergruppensitzungen mit Fachstelle GWA der Stadt LGH findet statt; bedarfsgerechte Bildungsangebote werden durchgeführt;
Beschreibung
Beziehungen zu politischen Entscheidungsträgern der kommunalen Ebenen und den Akteuren im Gemeinwesen sind hergestellt und werden im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen GWA genutzt; eine gemeinsame Zielvorstellung der GWA in LGH ist verabschiedet;
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Langenhagen - Sozialdezernentin Eva Bender und Fachstelle GWA
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hermann Löns Schule - Frau Adolf- Schulleiterin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Moschee - DİTİB Selimiye Camii Langenhagen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Emmaus Kirchengemeinde - Pastorin Sabine Behrens und St. Paulus Gemeinde - Pastor Dr. Frank Foerster
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Liebfrauen Kirchengemeinde - Pfarrer Hartmut Lütge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geschäftsstraßenmanagement Walsroder Straße - Frau Wohltmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ECHO Langenhagen - Oliver Krebs
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenbeirat - Herr Joachim-Horst Schorlies
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Offene Gesellschaft Langenhagen - Frau Andrea Hesse
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten - Elisabeth KITA - Frau Tabea Piepenbrink und - Entje Rummert KITA - Manuela Huy
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Innerhalb des Projektzeitraumens sind Synergieeffekte zwischen GWA und kirchlicher Arbeit entwickelt. Darüberhinaus werden weitere Maßnahmen zur Sicherung der GWA vorbereitet: Antrag an Gemeinwesen Diakonie für eine Fortsetzung der Stelle; Weitere Muskelhypothek; Kooperation mit Partnergemeinden; Kooperation mit der Stadt; Verstetigung durch Kooperationspartner; Verstetigung durch die Kirchengemeinde; Antrag an die Kommune auf Kostenbeteiligung; Einwerben von Spenden
Galerie
150 jahre elisabeth malworkshop in der kirche
kirchfest 2019 klang und leben 2
zirkus hermine
band vor der kirche
elisabethkirche weihnachtsmarkt
stellungnahme zum projekt gute nachbarschaft kroe
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: KLEIne Stube - Stadtteilbegegnung

Ansprechpartner
Heike Totz
Funktion Leitung Familienzentrum
Alt trifft neu - Nachbarschaftliche Kommunikation für das Gelingen eines selbstorganisierten Zusammenlebens in Balance
Projektbeschreibung
Kernstück des Projektes ist die Realisierung des friedlichen Zusammenlebens im Stadtteil „Auf dem Klei“ unter dem Integrationsaspekt. Durch Streetwork und dem aufgrund von Corona an 14 Standorten installierten Projekt „Offenes Fenster“ erfahren wir in vielen Gesprächen von Bewohnern, dass mit der Arbeit im Familienzentrum nicht alle Bedarfe bedient werden können. Deutlich wurde, dass auch die alten Menschen und die vor vielen Jahren Zugezogenen, Menschen unterschiedlicher Herkunft oder mit persönlichen Schicksalen einen leicht zugänglichen Anlaufpunkt im Stadtteil benötigen. Die Aufgabe besteht darin, alte Traditionen, Werte und Strukturen zu sichern und sie in das Leben neu zu integrieren. Die Balance zwischen „Altem“ und „Neuem“, die nicht mehr stimmt, ist neu zu gestalten. In Begleitung eines Kümmerers wird für die o.g. Vielfalt die KLEIne Stube geschaffen. Ein an das Familienzentrum angrenzender Raum steht zur Renovierung und Nutzung frei. Engagierte Bewohner haben ihre Bereitschaft zur Mitwirkung signalisiert. In der ersten Projektphase werden Wege für die Erreichbarkeit, aktive Beteiligung und Mitsprache der Bewohner etabliert. Ein Kümmerer erreicht sie vor allem in Streetwork und kümmert sich um Organisation, Planung, Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit sowie Aktivierung der Selbstorganisation der Freiwilligen. Durch Gespräche, Arbeitseinsätze, offene Treffen, Zukunftswerkstatt und gemeinsame Feste wird der Umbau und die Inbetriebnahme der KLEInen Stube ermöglicht. In den Folgejahren werden stadteilspezifische Angebote generations- und kulturübergreifend in der KLEInen Stube (von bestehenden Gruppen und selbstorganisierte offene Angebote) installiert und ausgebaut. Durch Kooperation mit dem Familienzentrum (Aktionen und Austausch) und bestehenden Netzwerken können geeignete Unterstützungsangebote vermittelt werden. Es besteht die Chance, dem Stadtteil „Auf dem Klei“ gegenüber Vorurteile abzubauen. Die Bewohner, die Interesse bekunden, sich an der Gemeinwesenarbeit aktiv zu beteiligen, werden befähigt, als Multiplikatoren aufzutreten (durch Gespräche, Begleitung und Schulung). Das Projekt beginnt mit der Sicherstellung von Erreichbarkeit der Bewohner und Akquise für die KLEIne Stube. Anschließend werden Angebote installiert (z.B. Werken, Singen, Frühstücken, Klönen) sowie das Ehrenamt gefördert unter Nutzung vorhandener Potentiale. Daran schließt sich die Unterstützung zur Selbstorganisation durch ein kollegiales Setting an.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Bewohnerstruktur im Stadtteil „Auf dem Klei“ hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Einst als gutbürgerliches modernes Wohnquartier gedacht, leben dort jetzt Menschen aus unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen. Im Stadtteil gab es ein kleines Zentrum, bestehend aus einem Supermarkt, Kiosk und Kneipe. Nach und nach kam der Leerstand. 1989 wurde der „Kindertreff auf dem Klei“ eingerichtet und 2014 in ein Familienzentrum umgewandelt. Durch viele generationsübergreifende Gespräche im Stadtteil (Streetwork, „Offenes Fenster“) wird deutlich, dass die Menschen einen Ort vermissen, an dem sie sich begegnen, klönen, aktiv sein können und gesehen werden. Wir besuchen Spielplätze, gesellen uns auf Sitzbänken, die im Stadtteil aufgestellt sind, dazu, sammeln für eine Ausstellung über den Klei Fotos und Geschichten, richten einen Tauschladen für Kinder ein. Bei diesen Aktionen erreichen wir die Bewohner. Es wird über Ausgrenzungen, Gruppenbildungen, Anfeindungen, Diskriminierungen und Rückzug aus dem öffentlichen Leben berichtet, die wahrnehmbare Phänomene zeigen wie z.B. hohe Konzentration und Akzeptanz eines HARTZ IV-Milieus, schwaches Bildungsniveau, Süchte (Alkohol, Rauchen, Pharmazeutika), Ängste (Schwellenängste, Depressionen, Zukunftssorgen), Vereinsamung (insbes. Senioren). Es lässt sich ein Bedarf nach friedlichem Zusammenleben ableiten. Dafür fehlen niederschwellige offene Angebote vor Ort. In dem zur Verfügung stehenden Raum (ehem. Kiosk) sind Möbel aus dem Kindertreff eingelagert, die für die damaligen Besucher Wiedererkennungswert haben. Es besteht die Bereitschaft seitens der Bewohner, den Ausbau des Raumes aktiv zu unterstützen und mit Leben zu füllen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Sarstedt "Auf dem Klei"
Beschreibung
Der Ende der 1960er erbaute Stadtteil "Auf dem Klei" ist die einzige Siedlung in Sarstedt, die kompakt mit hohen Häusern bebaut ist. Direkt an die Stadtmitte angrenzend, stellt sie doch aufgrund ihres Zuschnitts und der engen Bebauung einen Stadtteil für sich dar, der von den Bewohnern anderer Quartiere nicht besucht wird und deren Bewohner auch oftmals unter sich bleiben. Durch den Wandel der Bewohnerstruktur von "gut bürgerlich" zu einer Mischung von Bewohnern aus unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen sowie den Abzug der englischen Truppen, die dort einige Wohnblöcke bewohnt haben, hat dieser Stadtteil eine hohe Belastung in Krisenzeiten erlebt. Dies äußerte sich insbesondere durch eine hohe Kriminalitätsrate in den 80er Jahren, verbunden mit hohem Wohnungsleerstand und einem schlechten Ruf. Auch Arbeitslosigkeit ist ein Thema.
Einwohnerzahl
1541
Quelle / Anmerkungen
Statistik Einwohnermeldeamt Stadt Sarstedt vom 27.04.2021
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung durch das Jobcenter Hildesheim sowie auf das Projektgebiet bezogene Schätzung
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung aufgrund von Gesprächen im Stadtteil
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung durch das Jobcenter zzgl. Schätzung, da der LK Hildesheim die Transferleistungen nicht auswerten kann
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist Gemeinwesenarbeit, da die Bewohner im Mittelpunkt stehen. Mit der Bereitstellung der KLEInen Stube, die auf Grundlage einer Bedarfsermittlung entsteht, erhalten die Bewohner eine lokale Anlaufstelle, die weder themenspezifisch noch auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet ist. Ziel ist es dabei, dass durch das Schaffen von verschiedenen Begegnungs- und Unterstützungsangeboten die Qualität der Beziehungen unter den Alteingesessenen und den Neuzugezogenen, den Migranten und Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen verbessert wird. Unter der Begleitung eines "Kümmerers" können wohnortnah soziale und individuelle Angelegenheiten zeitnah aufgenommen und durch Verbesserung der Handlungsfähigkeit des einzelnen bearbeitet werden. Mit der KLEInen Stube entstehen folglich neue Möglichkeiten zur besseren Kommunikation wie auch zur Mitgestaltung und Selbstorganisation des Zusammenlebens im Stadtteil. Da sich das Familienzentrum und die KLEIne Stube in einem Haus befinden, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und die Ausweitung von Kooperationen, wobei der Aspekt der Ressourcenorientiertheit starke Berücksichtigung findet. Schließlich eröffnen Begegnung und Kommunikation, Selbsthilfe und Vernetzung gute Perspektiven für die ortsnahe niederschwellige Bildungsarbeit und die Verbesserung der sozialen und individuellen Chancen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner fühlen sich angesprochen und beteiligen sich aktiv am Projekt.
Beschreibung
... und notwendig. Der Betrieb der KLEInen Stube ist langfristig durch Freiwillige und Ehrenamt gesichert.
Beschreibung
Individuelle Stärken, Talente und Ressourcen werden erkannt, gefördert, gebündelt und in Angeboten bereitgestellt.
Beschreibung
Personen mit unterschiedlichen Lebensläufen aus dem Stadtteil besuchen die KLEIne Stube bzw. beteiligen sich aktiv.
Beschreibung
Treffen finden statt. Gemeinsame Vorhaben sind geplant. Unterstützung und Ergänzung ist über den Stadtteil hinaus vorhanden.
Beschreibung
Kommunikation findet statt. Akzeptanz, Wertschätzung, Solidarität, gegenseitige Hilfe und Unterstützung wird gelebt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt als Träger, hier insbesondere der Fachbereich Soziales, Integrationsbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte, Stadtmanagerin, Bauamt und Bauhof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kommunales Familienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SPONTAN Nachbarschaftshilfe & Freiwilligenagentur (Träger: Diakonisches Werk Hildesheim)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreiswohnbau Hildesheim GmbH als Vermieter im Projektgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Hedwig Kindergarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
neue Kita in unmittelbarer Nachbarschaft in Trägerschaft der Stadt Sarstedt (Fertigstellung Anfang 2022)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
"Griffbereit" (zurzeit in Trägerschaft der Lebenshilfe Hildesheim e.V.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Suchtberatung der Ökumenischen Suchthilfe Hildesheim/Sarstedt e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Asyl Sarstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ALLWO, VOW und Hausverwaltung Kiepke als Hausverwalter für einige der großen Wohnblöcke im Projektgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gremienarbeit im Ausschuss für Jugend und Soziales der Stadt Sarstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mitarbeit im Präventionsrat der Stadt Sarstedt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch Ausbau des Ehrenamtes u. Qualifikation kann die KLEIne Stube nach u. nach in die Hände der Akteure übergeben u. die Position des Kümmerers reduziert erhalten werden (Finanzierung durch Stadt als Träger gesichert). Durch die Anbindung der KLEInen Stube an das Familienzentrum werden Ressourcen gebündelt. Die Nähe zu SPONTAN schafft weitere Möglichkeiten der Kooperation u. Ausweitung der Ehrenamtlichkeit auf andere Gebiete. Das Netzwerk wird auf neue Kita nebenan erweitert.
Galerie
20210517 125041
20210518 160729
20210517 124813
Zustimmung Veröffentlichung
On