1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Beel
| Organisation | Stadt Laatzen |
|---|---|
| Funktion | Stadtplanerin |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Treffpunkte gestalten mit AnsprechpartnerInnen in meinem Quartier
Projektbeschreibung
In Alt-Laatzen, dem nördlichsten Stadtteil von Laatzen stehen Veränderungen an, die den öffentlichen Raum betreffen und die Chance bieten nachhaltig positiv auf das Image, die Zusammengehörigkeit und Identifikation aller Bewohner*innen mit diesem Stadtteils hinzuwirken. Es gibt bereits einige Akteure im Stadtteil die sich aktiv an dem Veränderungsprozess beteiligen und eigeninitiativ mit besonderen Engagement und Ideen, Veränderungen herbeiführen wollen um dem Stadtteil aufzuwerten. Diese bereits anlaufenden Aktionen sind bisher auf den historisch alten Teil des Stadtteils bezogen, der zwischen der Kreisstraße Hildesheimer Straße und dem Landschafts- und Naturschutzgebiet am Fluss mit dem Namen „Leine“ der „Leinemasch“ liegt. Auf der anderen Seite der Kreisstraße begrenzt durch eben diese Kreisstraße und einer überörtlichen Bahnlinie liegt ein weiterer, ebenfalls zum Stadtteil zugehöriger Bereich, der bislang nicht hinreichend am Veränderungsprozess einbezogen werden konnte. Städtebauliche, sozioökonomische, demografische, religiöse, sprachliche und kulturelle Besonderheiten erschwerten die Aktivierung dieses Bereiches. Über ein Quartiersmanagement sollen nun die bereits Aktiven und die bisher nicht an Veränderungen aktiv mitwirkenden Person und Persönlichkeiten zusammengebracht werden. Der Veränderungsprozess soll als gemeinsame Aufgabe mit Blick auf Stärkung von Nachbarschaften, Integration von Benachteiligten und mit positiver Wirkung auf alle Bereiche des Stadtteils, hin zu einem „Wir-Gefühl“ für das Gesamtquartier Alt-Laatzen verstanden, erlebt und gelebt werden. Der öffentliche Raum ist begrenzt und sollte allen BewohnerInnen als Aktionsfeld für die Identifkation mit Ihrem Lebensraum dienen, hierfür braucht es ein Gemeinwesen, damit alle Bewohnerinnen wahrgenommen, verstanden und mitgenommen werden.
Diese Gemeinverantwortung und Chance selbst aktiv an der Entwicklung und Weiterentwicklung des eigenen Lebenraums mitgestalten zu können, kann modellhaften Charakter für die zukünftige Beteiligung der Bevölkerung an der Stadtentwicklung haben.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Alt-Laatzen leben ca. 6200 Menschen mit unterschiedlichsten Nationalitäten, Kulturen und Sprachen. Allein 76 unterschiedliche Nationalitäten weist das Einwohnermelderegister auf. Diese Vielfalt ist in der Beteiligungskultur nicht erkennbar. Insbesondere bei städtebaulichenPlanungen wird dies offensichtlich. Das Interesse für städtebauliche Entwicklungen begrenzt sich vorwiegend auf diejenigen, die sprachlich und kulturell ihre Wurzeln in Alt-Laatzen haben oder auf Neuzugezogene mit vorwiegend sozioökonomisch gefestigten gesicherten Hintergrund. Hierbei ist anzumerken, dass diese vorwiegend westlich der Hildesheimer Straße ihre Wohnquartiere haben. Der Bereich östlich der Hildesheimer Straße entlang der Bahn wird als problematisch angesehen und hat das Image eines Wohnquartiers für Benachteiligte mit trading down Tendenzen. Die Trennung des Quartiers wird städtebaulich noch durch die 4spurigkeit der Hildesheimer Straße und einer mittig gelegenen Straßenbahn verstärkt,“ man bleibt unter sich“. Bei den 2016 und 2017 in Alt-Laatzen durchgeführten öffentlichen Workshops zur Quartiersentwicklung Alt-Laatzen sind diese Tendenzen des begrenzten Beteiligungsrahmens weiter beobachtet worden ebenso bei den Initiativen die sich in Alt-Laatzen für die Verbesserung des Wohnumfeldes, der Kultur und der Freiflächen einsetzen, wie die Initiative „Alt-Laatzen blüht auf“, die als eine erste Aktion den Park an der Eichstraße als Bürgerpark entwickeln wollen. Eine Veränderung der Beteiligungsformen und des Rahmens ist angezeigt um allen BewohnerInnen die Möglichkeit der Mitwirkung am Gestaltungsprozeß ihres Umfeldes zu ermöglichen, denn der öffentliche Raum ist begrenzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Laatzen Ortsteil Alt Laatzen
Beschreibung
Das Quartier Alt-Laatzen umfaßt ca. 100 Hektar. Die Abgrenzung ist aus dem beigefügten Lageplan ersichtlich.
Einwohnerzahl
6234
Quelle / Anmerkungen
eigene Erhebung 02.06.2016
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
15
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018)
Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018)
Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
25
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018)
Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
31
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018)
Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
66
Anmerkung
Statistische Erhebungen der Region Hannover aus 2018 zur Gesamstadt
Schätzung für das Projektgebiet (Stand 2018) anhand der Meldedaten in Bezug zu den gesamtstädtischen Daten der Region
Sonstige: Schätzung für Gebiet Osten Alt-Laatzen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
alt-laatzen_verbindet_sich_01.jpg
(426.6 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Alle Bevölkerungsruppen in Alt-Laatzen sollen in die anstehenden städtebaulichen Maßnahmen zur Umgestaltung der öffentlichen Räume eingebunden werden. Das Quartiersmanagent soll durch aufsuchende aktivierende Aktionen insbesondere die Bevölkerungsgruppen einbinden, die in üblichen Beteiligungsverfahren nicht erreicht werden. Im Osten von Alt-Laatzen hat sich in den zurückliegenden Jahrzehenten ein abgesondertes und "abgehängtes" Quartier gebildet. Hier wird ein wesentliche Arbeit des Quartiersmanagemt im Empowerment der dortigen Bewohnerschaft liegen, d.h. Fahigkeiten und Kompetenzen zur Teilhabe werden gestärkt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es gibt neue Treffpunkte in Alt-Laatzen. Die Hildesheimer Straße hat Aufenthaltsräume für alle Bewohner*innen bekommen. Der "Bürgerpark Eichstraße" und der "Park Altes Rathaus" sind erlebbare Räume für Alle geworden.
Beschreibung
Alle Bewohner*innengruppen sind in die Neugestaltung der öffentlichen Räume eingebunden worden. Insbesondere die Bewohner*innen aus dem Osten von Alt-Laatzen haben sich aktiv beteiligt.
Beschreibung
Engagierte und ehrenamtliche Akteure werden erfolgreich eingebunden. Ihre Ideen sind wichtige Projektgeber für das Projekt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
-
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendtreff Alt-Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte St. Mathilde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales und Team Stadtplanung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
In den kommenden Jahren wird in der kommunalen Verwaltung von Laatzen Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement als fester Bestandteil eingeführt. Dazu soll ein Stadtteilbüro für das Quartiersmanagement vor Ort verantwortlich sein. In diese Strukturen kann ein Quartiersmanagement mit fester Ansprechpartner*in und örtlicher Errreichbarkeit in Alt-Laatzen eingebunden werden.
In diesem Rahmen könnten auch Initiativen personell und ggf. finanziell über Verfügungsfonds unterstützt werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On