Modellprojekt JuLeiQua - Qualifizierung zu Kinder- und Jugendleiter*innen im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ovidiu Ionut Ioan
| Funktion | Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
JuLeiQua - Miteinander Zukunft gestalten
Projektbeschreibung
Die GWA bei einigen Zielgruppen im Quartier wird einerseits durch die sprachliche Barriere und andererseits durch die Verschlossenheit einiger Communities (z.B. Rom*nja aus Kosovo, Bulgarien u. Rumänien) erschwert. Aktivierung- und Beteiligungsangebote an diese Gruppen waren bisher wenig erfolgreich. Kurzfristige Zugänge wurden immer wieder über die Jugend ermöglicht, die auch als Multiplikator*innen in den jeweiligen Communities fungiert haben. Dieses Potenzial soll herausgearbeitet und in konkreten Bildung- und Mitmachstrukturen überführt werden.
Als niedrigschwellige anerkannte Multiplikator*innenbildung für junge Menschen hat sich die JuLeiCa-Qualifizierung zu Kinder- und Jugendleiter*innen etabliert. Sie wird in der Regel von zertifizierten Trägern aus den Bereichen Sport, Kirche, Kultur usw. im Rahmen ihrer Einrichtungen und nach bewährten Standards durchgeführt. In der Göttinger Weststadt sind nur wenige der jungen Menschen in solchen Einrichtungen aktiv und somit von den Qualifizierungen ausgeschlossen. Andere Akteur*innen haben wiederum gute Verbindungen zu der Zielgruppe, bieten aber keine JuLeiCa-Qualifizierung an.
Das Modellprojekt JuLeiQua (Jugendleiter*innen im Quartier) zielt darauf Strukturen an die Zielgruppen anzupassen, die Träger*innen zu unterstützen, ihre Angebote zu adaptieren und für alle Interessierten im Quartier zu öffnen bzw. Akteur*innen aus dem Stadtteil bei der Entwicklung neuer Angebote in Kooperation mit bereits anerkannten Träger*innen (wie z.B. Stadtjugendring Göttingen e.V.) zu unterstützen, um neue Wirkungsfelder zu erschließen.
Den damit einhergehenden Herausforderungen (die Koordination mehrerer Kooperationspartner*innen im Quartier, thematische Vielfalt der Akteure*innen und der Schwerpunkte, fehlende Vorkenntnissen, Erfahrungen bzw. klare Erwartungen bei den Jugendlichen, die Notwendigkeit einer sozialpädagogischen Betreuung für die Teilnehmer*innen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen) wird in den drei Jahren durch konzeptionelle Formate begegnet und ein innovatives flexibles und umfassendes Konzept entwickelt, das gleichzeitig in einem Stadtteil exemplarisch erprobt wird, der bezeichnend für komplexe Problemstellungen ist.
In der zweiten Phase soll das Konzept in den "Göttinger Quartiere" verstetigt werden, indem einige Stadtteilzentren regelmäßig das JuLeiQua-Konzept umsetzen.
Am Ende des Projektes soll das Konzept für Stadtteilzentren aus ganz Niedersachsen zur Verfügung gestellt werden.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Brennpunkte (Rosenwinkel, Hagenweg 20) setzen sich aus großenteils geschlossenen Rom*nja Communities zusammen; hinzu kommen Menschen aus Afghanistan, Syrien u. Irak. Prägend für alle ist die kurzfristige Bleibeperspektive und die fehlende Qualifikation.
Trotz 10jähriger aktiver Präsenz des Weststadtzentrums vor Ort und enger Zusammenarbeit im Netzwerk der Weststadtkonferenz konnte noch kein stabiler Zugang für sozialpädagogische Begleitung gewonnen werden. Spezifische Integrationsbedarfe wie Sprach- u. Bildungsförderung oder Qualifizierungsangebote für alle Altersgruppen erreichen nur sehr schwer die Zielgruppen.
Im Jahr 2021 wurde eine stadtteilweite aktivierende Befragung durchgeführt, um die Partizipation aller Anwohner*innen bei der Entwicklung und Umsetzung von Angeboten zu ermöglichen. Rückmeldungen aus den genannten Communities blieben erneut aus.
Im Austausch der Weststadtkonferenz hat sich herausgestellt, dass die Altersgruppe, die interessiert ist, Zukunft mitzugestalten und sich aufgrund ihrer kulturellen und sprachlichen Kompetenzen beteiligen kann, die der jungen Menschen zwischen 16 u. 26 Jahre ist.
Um sie als Multiplikator*innen zu gewinnen sind Projekte notwendig, die Ihnen durch kurzzeitige Qualifizierungen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt eröffnen, erste positive Schulung- und Arbeitserfahrungen ermöglichen, auf die Entwicklungen im Quartier hinweisen und nachbarschaftliches Engagement als eine Möglichkeit für Integration und Selbstverwirklichung entdecken. Derzeit fehlen Akteur*innen im Stadtteil entsprechende Rahmen und Kompetenzen um junge Menschen mit Mitmach- und Qualifizierungsangeboten anzusprechen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Weststadt
Beschreibung
Die Weststadt bilden vier Stadtgebiete, nämlich 42, 43, 44 und 46. Ein Kartenausschnitt ist angehängt.
Im Jahr 2020 lebten im Einzugsgebiet des Weststadtzentrums 7.459 Menschen in 4.149 Haushalte, davon 3 % Alleinerziehende und 52,1% Konfessionslose.
Der Anteil der kinderreichen Familien, die auf sehr engem Wohnraum leben, ist 2020 mit 922 Kindern und 1119 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren, darunter 729 Personen im Schulalter gestiegen.
Einwohnerzahl
7459
Quelle / Anmerkungen
Sozialstrukturdaten 2020
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Weststadt bzw. das Gebiet westlich des Maschmühlenwegs in Göttingen ist seit Ende 2009 ein „Soziale Stadt-Gebiet“. Allerdings sind die Stadtgebiete Egelsberg und Hagenberg sowie weite Teile vom Blümchenviertel und Maschmühlenweg nicht Teil des Förderprograms "Soziale Zusammenhalt".
Darüber hinaus ist das Programm Soziale Stadt ein Investitionsprogramm, d.h. die Mittel der Städtebauförderung werden vorrangig für bauliche und planungsvorbereitende Maßnahmen bereitgestellt. Die Investitionen sollen durch Maßnahmen aus anderen Programmen oder Initiativen ergänzt werden. Jahresende 2022 wird das Programm für die Weststadt beendet.
Gerade weil "Soziale Stadt" dieses Jahr abgeschlossen und GWA Projekte durch dieses Programm nicht gefördert, sondern als Ergänzungsmaßnahmen betrachtet werden, ist der Ausnahmefall gegeben.
Bereits im 2. Jahr des Projektes wird eine Wirkung über den Rahmen des Quartiers gezielt. Im 3. Jahr des Projekts wird das Projektgebiet auf die Stadt Göttingen erweitert.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
weststadt_goettingen.pdf
(1.4 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bearbeitet strukturelle Ursachen der sich bei Individuen, Gruppen und in Sozialräumen äußernden Problemlagen.
Ziel des Projektes ist die Aktivierung von Einzelpersonen und Gruppen (Meinungsmacher*innen, Wortführer*innen, Ehrenamtlichen, Multiplikator*innen), ihre niedrigschwellige Qualifizierung, um die Partizipation der Anwohner*innen bei der Entwicklung von Angeboten im Quartier zu ermöglichen und somit bei der nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebenssituation beizutragen
Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit der vernetzten Akteur*innen innerhalb und außerhalb des Stadtteils.
Das Projekt nimmt sich vor, ein neues Konzept für GWA mit Fokus auf die Kinder und Jugendarbeit unter Einbeziehung der städtischen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, der Anwohner*innen und des Fachpersonals im Quartier selbst herauszuarbeiten.
Im Rahmen dessen werden sich Potenziale und Hindernisse der Gemeinwesenarbeit im Hinblick auf die direkte und indirekte Förderung der lokalen Demokratie herauskristallisieren.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
inn75 % der jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren sind informiert & aktiv beteiligt, alle Bewohner*innen profitieren von Angeboten und fungieren als Multiplikator*en und bewerben die Angebote des Stadtteilzentrums.
Kriterium
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die qualifizierten Kinder- u Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und bringen sich als Unterstützer*innen in Angeboten ein bzw. entwickeln eigene Projekte
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen kennen die strukturellen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier, können sie in ihrem Engagement einbeziehen und weiterentwickeln.
Kriterium
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität), Reflektion und Auswertung finden im Rahmen der Weststadtkonferenz statt.
Kriterium
Beschreibung
Eine ethnisch heterogene Gruppe von jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren ist niedrigschwellig qualifiziert und fungiert als Multiplikator*innen für Bewohner*innen aller Altersgruppen.
Beschreibung
Die JuLeiQua-Koordinierungsstelle ist eingerichtet und steuert die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Bewohner*innen, Akteur*innen und städtischen Einrichtungen.
Beschreibung
Die Teilnehmer*innen der Weststadtkonferenz arbeiten bei der gemeinsamen Konzeptentwicklung und Durchführung der Qualifikation zusammen. Die qualifizierten Kinder- u. Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und treffen sich regelmäßig.
Kriterium
Beschreibung
Die Qualifizierung wird im Rahmen der „Göttinger Quartiere“ umgesetzt, eine Vielzahl an Stadtteilzentren veranstaltet regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept.
Kriterium
Beschreibung
Junge Menschen aus dem Stadtteil setzen sich zielgruppenübergreifend mit Themen der Nachbarschaft auseinander und können ihre Ideen in ehrenamtlicher Zusammenarbeit umsetzen.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier verfügen über eine klar definierte Struktur für niedrigschwellige Aktivierung und Qualifizierung von Kinder- u. Jugendleiter*innen und nutzen diese regelmäßig, um ihr Interesse zu vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse im Austausch mit neuerschlossenen Zielgruppen wird durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert und der Politik und Verwaltung für die Erarbeitung von Lösungsansätzen in Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen kommuniziert.
Kriterium
Beschreibung
Stadtteilzentren veranstalten regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept. Daraus resultiert eine gesamtkommunale Strategie für Gemeinwesenarbeit durch Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der Bewohner*innen für ehrenamtliches Engagement
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) ist seit Anfang 2022 im Bereich der Gemeinwohlökonomie zertifiziert.
Die Leitung des Weststadtzentrums ist durch einen Mitarbeiter der Beschäftigungsförderung Göttingen gesichert. Eine Kollegin von der Jugendhilfe Göttingen e.V. unterstützt im Bereich GWA.
Sowohl die Betreuung der Angebote und Aktivitäten im Weststadtzentrum als auch die täglichen Arbeiten zum Erhalt der Infrastruktur werden von ehrenamtlich Tätigen Bewohner*innen (mit Aufwandsentschädigung über den Förderverein Weststadtzentrum e.V.), durch Honorardozenten, Tätige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes, Teilnehmer*innen der Maßnahme AGH-MAE geleistet.
Seit 25 Jahren sind die Träger*innen der GWA im Stadtteil in der Form einer Weststadtkonferenz organisiert. Dabei arbeiten 20 Akteur*innen eng mit engagierten Anwohner*innen zusammen.
Seit 2018 ist das Weststadtzentrum auch Mitglied im Vernetzungsprojekt Göttinger Quartiere (Förderprogramm "Gute Nachbarschaft").
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Büro für Integration der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Bildungszentrum für Zugewanderte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Naturfreunde Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HW2 Kreativer Freiraum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Jugend Stärken
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung des Projektes soll im Rahmen der Göttinger Quartiere erfolgen. Niedersächsische Stadtteilzentren können regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept durchführen.
Die qualifizierten Jugendleiter*innen sollen strukturell unterstützt werden, eine Selbstorganisation mit eigenen Räumlichkeiten zu gründen.
Absolvent*innen können sich selbständig für Stellen in Deutschland und in Ausland bewerben und selbständig arbeiten.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gute Nachbarschaft - Eine Befragung der Stadtteilgesellschaft.
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrich Hartig
2. Kurzbeschreibung
Was ist "Gute Nachbarschaft"?
Projektbeschreibung
Die Stadtteile Kreyenbrück und Bümmerstede werde durch die Vielfalt der Bewohner:innen gekennzeichnet. Nicht nur durch einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte(n), sondern auch durch das Nebeneinander von Einzel-/Doppelhauswohneigentum und Mehrfamilienhäusern. Nicht zuletzt auch durch die Vielzahl von Institutionen wie Bürgerverein, Kirchen, Migrant:innenselbstorganisationen und kommunalen Einrichtungen. Unser Projekt soll unmittelbar in die Stadtteilgesellschaft hineinfragen, wie vor je persönlich-individueller Lebenspraxis und gesellschaftlicher Selbstverortung und - wahrnehmung "Gute Nachbarschaft" ist oder sein sollte. Hierzu soll ein Fragebogen entwickelt werden, der sowohl standardisierte, als auch "Prosaantworten" ermöglicht. Der Fragebogen soll auch in türkischer, kurdischer und arabischer Spreche zur Verfügung stehen, ebenso das Anschreiben. In Bereich der Blockbebauung soll der Fragebogen mit frankiertem Rücksendebriefumschlag verteilt werden. Im Bereich der Einzelhausbebauung sollen die Fragebogen möglichst persönlich überreicht werde, so dass die Chance auf persönliche Begegnungen besteht. Die Ergebnisse sollen, fachlich begleitet, ausgewertet, der Öffentlichkeit vorgestellt und in kleineren Foren auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft werden. Folgeprojekte sind vorgesehen.
Zudem beabsichtigen wir, den Fragebogen zusätzlich per Email-Listen zu verschicken.
Laufzeit
2021-08-31 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die je unterschiedlichen Bebauungen in den Stadtteilen Kreyenbrück/Bümmerstede - Einzel-/Doppelhaus und Blockbebauung ( Eigentum und Wohnungsbaugesellschaft(en) erschweren nachbarschaftliche Kontakte und gemeinsame stadtgesellschaftliche Engagements. Institutionen wie Bürgerverein, Kirchen und Migrant:innenselbstorganisationen und kommunale Einrichtungen haben ihre je eigenen Handlungsrahmen in Bezug auf die Klient:innen abgesteckt und sind interaktiv ausbaufähig. Mitverantwortung und Gestaltung der Stadtgesellschaft werden nicht ausreichend kommuniziert, diskutiert und in Handlungsoptionen überführt. Gesellschaftliche Aktiviäten erschöpfen sich oft noch in der Wahrnehmung von Partikularinteressen und versäumen die Chancen, gemeinsam aus der Privatsphäre heraus zu treten und sich der Erfahrung von wirksamer politischer Tätigkeit oder auch - je nachdem - notwendiger Kompromissbereitschaft im Rahmen demokratischer Entscheidungsprozesse auszusetzen. Die Vielfalt als Chance der Stadtteilgesellschaft zu begreifen und wahrzunehmen erscheint deutlich ausbaufähig. Insbesondere auch vor dem Hintergrund kommunaler Akltivitäten bestehender Einrichtungen (GWA, Kulturamt, Amt für Integration und Zuwanderung, usw.) die durch unser Befragungsprojekt eine breitere und aktuelle Grundlage für die je eigenen Angebote und Netzwerke erhalten können.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Stadtsüden, außerhalb des Autobahnrings, bis zur Stadtgrenze in ländliche Struktur übergehend
Einwohnerzahl
32000
Quelle / Anmerkungen
Statistisches Jahrbuch 2019/2020
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Kreyenbrück Nord liegt im Programmgebiet "Soziale Stadt". Unser Projekt bezieht den kompletten Stadtteil. Kreyenbrück-Bümmerstede ein.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
kreyenbrueck.jpg
(62.79 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Verbesserung der Selbstorganisation und Entfaltung je eigener Ressourcen in Bezug auf gesellschaftliche Mitgestaltung und Mitverantwortung der Stadtteilbewohner:innen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
... Engagementsergebnisse bürger:innenschaftlicher Initiativen öffentlich wahrnehmbar sind.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturamt und Amt für Zuwanderung und Integration
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Umfrage bildet die Grundlage für eine solidarischere und eigenverantwortliche Stadtgesellschaft im Netzwerk der aktuell handenen Akteure und Akteurinnen im Stadtteil. Folgeprojekte werden, so sie eine Finanzierung benötigen, durch weitere, dann zu beantragende Fördermittel gedeckt. Wir gehen aber davon aus, dass sich die beteiligten Personen, Institutionen und Initiativen weitgehend aus eigenen, auch materiellen Ressourcen "bedienen" können.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Die Pflegeassistenten
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Heike Stachowiak
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir wollen das soziale Unterstützungsnetzwerk in Schneverdingen werden.
Projektbeschreibung
Der noch zu gründende Verein Die Pflegeassistenten will die Last der Betreuung und Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen egal welchen Alters und welcher Nationalität auf viele Schultern verteilen. Der als gemeinütziger anzuerkennende Verein möchte geschulte ehrenamtliche Helfer und Helferinnen dafür einsetzen. Dabei soll der Verein nach §45a/b SGB XI vom Nds. Sozialministerium anerkannt werden, so dass die Ehrenamtlichen dann auch eine Übungsleiterpauschale erhalten können. § 45a/b SGB XI beschreibt die Angebote zur Unterstützung im Alltag, die über die Entlastungspauschale ab dem Pflegegrad 1 mit 125 Euro monatlich abgerechnet werden kann. Unter Betreuung meinen wir das Ehrenamtliche konkret vor Ort z.B Hilfestellung geben bei alltäglichen Aufgaben in der Häuslichen Umgebung, Besuchsdienste, Unterstüzung bei kleinen technischen Herausforderungen, Begleitung eines Gottesdienstes oder Friedhofs, Begleitung bei der Freizeitgestaltung. Auch das Angebot sich wöchentlich mit einer Gruppe von Hilfsbedürftigen im Mehrgenerationenhaus zu treffen, ist zu berücksichtigen. Die einfache Unterstützung von Eltern im Form einer Begleitung bei pflegebedürftigen Kindern oder der geplante Austausch untereinander, soll ermöglicht werden. Alle für den Verein tätigen ehrenamtlichen Tätigen müssen eine 30 stündige Schulung absolvieren, die sie auf die auftretenden möglichen Situationen vorbereitet. Hierzu muss auch noch ein Schulungskonzept erarbeitet werden. Wir wollen mit unseren erhrenamtlichen Helfern, Mitarbeitern und uns in Zukunft Unterstützenden die Nachbarschaft auch in den einzelnen Ortsteilen von Schneverdingen neu gestalten. Es soll ebenfalls mit Hilfe von digitalen noch zu erstellenden Medien eine Möglichkeit gechaffen werden, dass zum einen die Helfer und auch die zu Unterstützenden mit gleichen Interessen zusammen finden können. Zum anderen soll auch die Unterstützung vor Ort zeitlich flexibel bleiben, so dass jeder durch die digitale Medien wie z.B. eine noch zu programierende App oder Homepage seinen Bedarf anmelden kann. Hierzu muss der Verein einen Pool an Ehrenamtlichen wie auch einen Pool an Hilfsbedürftigen gewinnen. Dafür bedarf es Werbung wie auch Flyer, Homepage und die Nutzung sozialer Medien wie auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen bestehenden Organisationen wie Kommune Inklusiv, Verbände der Landfrauen oder den Kirchen usw. Ebenfalls wird Hilfe bei der Beantragung des Pflegegrades angeboten.
Laufzeit
2021-08-02 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Derzeit gibt es in Schneverdingen lediglich Pflegedienste, die komplett überlastet sind. Es gibt keine Möglichkeiten, sich auszutauschen oder eine Betreuung für pflegebedürftigte Kinder oder Jugendliche zu erhalten. Es werden keine anderen Betreuungsleistungen angeboten. Insbesondere bei den Zugereisten gibt es eine große Vereinsamung, da sie auch nach Jahren noch nicht in die örtliche Gemeinschaft integriert worden sind. Es muss ersteinmal in Schneverdingen eine Institution geschaffen werden, der diesen Betroffenen einen kompetenten Ansprechpartner zur Seite stellen kann. Viele Betroffene wissen nicht, welche Rechte sie haben ein. Hier muss Aufklärungsarbeit geleistet werden. Das es neben hauswirtschaflicher und pflegender Unterstützung noch andere Hilfestellungen gibt, ist den auch in diesem Umfeld Tätigen zum großen Teil nicht bekannt. Auch das es für viele Kinder und Jugendliche oder auch junge Erwachsene die Möglichkeit der Untersützung durch die Pflegekasse gibt, wird von seiten der Krankenkassen nicht angesprochen. Und dabei handelt es sich nicht nur um körperbehinderte Personen, sondern auch um z.B. entwicklungsverzögerte Kinder und Jugendliche. Durch noch zu erstellende Vorträge auch in Zusammenhang mit den Schulen wie auch den einzelnen Verbänden und Kirchen müssen diese Informationen weitergegeben werden. Auch sind nicht ausreichend geschulte oder ausgebildete Kräfte vorhanden, diese Lücke muss durch Ehrenamtliche gefüllt werden. Diese Möglichkeit kann derzeit noch nicht genutzt werden, da es für diesen Einsatz von diesen Helfern noch keine Instutition gibt, die von Nds. Sozialministerium nach §45a/b SGB XI anerkannt ist.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Schneverdingen
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die Stadt Schneverdingen mit ihren zugehörigen Ortsteilen.
Einwohnerzahl
19000
Quelle / Anmerkungen
homepage Stadt Schneverdingen
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
schneverdingen_-_google_maps.pdf
(769.85 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Es soll ein sozialer Raum geschaffen werden, in dem es durch koordinierte Angebote und gegenseitige Hilfen auch älteren und pflegebedürftigen Menschen möglich ist, in ihrem vertrauten Umfeld betreut werden zu können.
Diese Betreuungsleistung gibt Antwort auf zwei Problemfelder:
1. Wir hoffen so dem Wunsch der Menschen zu entsprechen, in ihren „eigenen vier Wänden“ unterstützt werden zu können und auch in schwierigsten Fällen Hilfe zu erhalten.
2. Mit unseren Ehrenamtlichen können wir die teilweise überlasteten ambulanten Versorgungsunternehmen auch unterstützend als Nachbarschaftshilfe beiseite stehen.
Beides soll damit erreicht werden, dass Versorgungsangebote in den Stadt besser vernetzt und wir als neuer gegründeter Verein neue Hilfen anbieten werden. Unsere Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten sollen effektiver und besser zugeschnitten auf das individuelle Problem angeboten werden. Dabei sollen nicht nur die professionellen Dienste, sondern auch die Quartiersbewohner selbst beteiligt werden. Daneben stehen Eigeninitiative und gegenseitige Hilfe im Mittelpunkt, insbesondere im Zusammenspiel von älteren und jüngeren Menschen. Es sollen soziale Netzwerke und Verbindungen zwischen allen Generationen unterstützt und gebildet werden. Gemeint sind damit Maßnahmen, wie Alltagshilfeleistungen, gemeinsame Freizeitbeschäftigungen und soziale Maßnahmen.
Methoden
Vorhandene Strukturen
In Schneverdingen gibt es neben dem Mehrgenerationenhaus e.V. als Kümmerer auch eine Freiwilligenagentur, die ebenfalls im Mehrgenerationenhaus angesiedelt ist. Das Mehrgenerationenhaus kümmert sich umfassend um alle Generationen, es bietet sowohl eine Kinderbetreuung wie auch vielfältige Seniorenaktivitätenund ehrenamtliche Engagementmöglichkeiten an. Der Verein ist Partner bei der Integration von Migranten und arbeitet mit mehren Partnerorganisationen zusammen. Die Freiwilligenagentur unterstützt vor Ort mit Ehrenamtliche. Hier ist die Freiwilligenagentur konkreter Ansprechpartner wie z.B. die Suche nach Lernpaten für die einzelnen Schüler. Hier kann die Freiwilligenagentur auch die Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhauses nutzten. Gleichzeitig gibt es in Schneverdingen das Projekt Kommune Inklusiv von der Aktion Mensch, das sich um Belange von Behinderten kümmert und neue Konzepte erarbeitet. Diese arbeiten sowohl mit den Schulen wie auch mit dem Mehrgenerationenhaus und der Freiwilligenagentur zusammen. Gleichzeitig gibt es mehre Arbeitskreise wie Prävention Kinder und Jugend sowie den Hilfe aus einer Hand. Diese GbR Sozialdienstleister bringt alle mögliche Unterstüzungsangebote für Eltern zusammen wie z.B. Tagesmütter und Beratungsleistungen für diese. Zusätzlich gibt es noch den Verein zur Pflege e.V. der alle ambulanten Pflegeleistungen anbietet und als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Gleiches gibt es auch für die für die ambulante Pflege zugelassene Diakonie.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Freiwilligen Agentur Schneverdigen, Kommune Inklusiv Schneverdingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ambulanter Kinder- und Jugenhospizdienst Calluna e.V. für Schneverdingen , Landfrauen Schneverdingen, Landfrauen Lünzen, Landfrauen Zahrensen, Mehrgenerationenhaus Schneverdingen, Hilfe aus einer Hand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ansässige Ärzte in Schneverdingen Verein zur Pflege e.V. Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KGS Schneverdingen, Grundschule Lünzen, Grundschule Pietzmoor, Grundschule Osterwald,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
evangelische Peter und Paul Gemeinde Schneverdingen, CVJM Schneverdingen, katholische Gemeinde Schneverdingen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Pflegeassistenten wird innerhalb des Mehrgenerationenhauses Schneverdingen e.V. tätig werden. Eine Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Agentur, Kommune Inklusiv und den Landfrauenverbänden ist geplant. Die Unterstützung der Kommune Schneverdingen ist zugesagt, da es derzeit noch kein Angebot dieser Art gibt. Die Wirtschaftlichkeit ist durch die Abrechnungen des Entlastungsbeitrages bei den Pflegekasse gewährleistet. Dieser Betrag wird durch die geplanten Pflegereform 2021 erheblich erhöht.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Sport statt Stress - Streetworkout als integrativer Baustein im Magdeburger Viertel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Eric Stellmacher
| Funktion | Leitung Bürgerzentrum |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Sport statt Stress - Streetworkout als integrativer Baustein im Magdeburger Viertel
Projektbeschreibung
Das Projekt bietet insbesondere den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Quartier die Möglichkeit über gleiche Interessen kulturübergreifend zueinander zu finden und kostenlos, ohne Mobilitätsnachteile, eine Trendsportart zu betreiben und etwas gemeinsam für ihre körperliche Fitness und die Steigerung ihres Selbstwertes zu tun. Der Schlüssel hierzu ist die Errichtung und fachliche Begleitung eines Calisthenics-Sportparks.
Calisthenics-Parks ermöglichen vielfältige Trainingsübungen im Freien, die ohne Hilfsmittel nur mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführt werden. Die Sportart Calisthenics verbindet klassische Übungen des Geräteturnens und der Akrobatik. Das Grundgerüst der Parks besteht aus Stangen in verschiedener Höhe und Position, welche Reck und Barren nachempfunden sind. Bei der Gestaltung gibt es verschiedenste Kombinationsmöglichkeiten für eine Vielfalt an Nutzungsoptionen. Besonders bei der jüngeren Generation erfreut sich die Sportart weltweit einer immer größeren Beliebtheit, da mit ihr auch ein moderner „Lifestyle“ transportiert wird. Calisthenics kann in allen Altersgruppen betrieben werden und bildet eine Freizeitalternative für fast alle Menschen im Magdeburger Viertel.
Der Sportpark soll in der „Grünen Mitte“ des Quartiers platziert und offen gestaltet sein. Die Anlage wird frei zugänglich sein und bietet eine uneingeschränkte, kostenlose Nutzung für die Bewohner/innen. Der Park wird durch wöchentlich stattfindende Trainingseinheiten (1x Angebot für Jungs / 1x Angebot für Mädchen) bespielt, um insbesondere den Jugendlichen diese Form der konstruktiven und stressbewältigenden Freizeitgestaltung näher zu bringen und sie nachhaltig an das Sportprojekt zu binden. Angeleitet werden sie dabei von einer sozialpädagogischen Fachkraft mit Trainerlizenz. Ziel ist es durch die Arbeit auf Augenhöhe mit den Jugendlichen den Trainer / die Trainerin als Vorbild und Respektperson zu etablieren. Im Rahmen der Beziehungsarbeit werden sukzessive verschiedene pädagogische Ansätze (u.a. Konfliktlösungsstrategien) in das Training integriert und den Jugendlichen neue Perspektiven eröffnet. Veranstaltungen und Wettbewerbe sollen neben dem Training das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.
Das Bürgerzentrum der Stadt, 50m vom Standort des geplanten Parks gelegen, ist seit jeher gut im Stadtteil vernetzt und bietet die Möglichkeit sanitäre Anlagen zu nutzen, sich bei schlechtem Wetter in die Räumlichkeiten zu begeben und benötigtes Sportgerät zwischenzulagern.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier ist geprägt von einem hohen Anteil von Familien mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund aus unterschiedlichen religiösen und ethnischen Milieus, vielfach sozialer Benachteiligung und bildungsbenachteiligter Personenkreise.
Im Quartier verstärkt sich die Segregation stetig, da nur hier „bezahlbarer“ Wohnraum zur Verfügung steht. Viele Familien haben nicht ausreichend Wohnraum zur Verfügung, finden jedoch keine angemessen große Wohnung. Besonders Jugendliche leiden unter dieser Situation. Durch eingeschränkte Mobilität und geringe finanzielle Möglichkeiten sind die Optionen der Freizeitgestaltung sehr eingeschränkt. Betreute, kostenlose Angebote sind kaum vorhanden. Sie suchen ihre Freiräume entweder draußen und „hängen“ aufgrund von mangelnden Alternativen ab oder verharren in ihrer Situation und isolieren sich. Aufgrund der Bildungsbenachteiligung fällt es ihnen außerdem schwerer Erfolge in der Schule zu erleben. Es stellt sich ein Gefühl des „Versagens“ ein.
Der Mix aus verringertem Selbstwert, Langeweile und Enge hat oft destruktive Folgen, wie z.B. Delinquenz oder Süchte. Gefährdet sind vor allem Jugendliche mit Fluchthintergrund. Die Eltern leiden häufig noch unter „Anpassungsproblemen“ und können ihren Kindern oftmals wenig Perspektiven aufzeigen. Erschwerend ist, dass sie meist nur auf wenig gefestigte Beziehungen zurückgreifen können. Generell mangelt es im Quartier an Vorbildern zu denen Jugendliche aufschauen können, denn diejenigen mit erfolgreichen Bildungskarrieren wechseln den Wohnort. In der tagtäglichen Gemeinwesenarbeit ist festzustellen, dass sich unter den Bedingungen der Corona-Pandemie diese negative Entwicklung verstärkt fortsetzt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Achim Magdeburger Viertel
Beschreibung
Das Projektgebiet erstreckt sich quadratisch innerhalb der Straßen: Borsteler Landstraße, An der Eisenbahn, Hasseler Straße und Leipziger Straße. (Siehe png-Datei: Sport_statt_Stress_1)
Einwohnerzahl
3075
Quelle / Anmerkungen
Meldeamt der Stadt Achim
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Meldeamt Stadt Achim. Siehe PNG-Datei Sport_statt_Stress2
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
sport_statt_stress1.png
(750.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt auf mehreren Ebenen den Ansatz von Gemeinwesenarbeit. Der Calisthenics Park schafft im Quartier eine neue Form der Freizeitgestaltung, die vor allem die jüngeren Bewohner/innen aktivieren soll. Es wird ein neuer Raum für Begegnungen in der Nachbarschaft geschaffen, der über das Medium „Sport“ gleichzeitig ein kulturübergreifendes, sozialintegratives Element darstellt. Das Projekt bietet den Menschen vor Ort die Teilhabe an einem kostenlosen Angebot, welches nicht nur die körperliche Fitness stärkt, sondern auch das Miteinander positiv beeinflussen soll. Besonders die Jugendliche haben häufig konfliktbehaftete Beziehungen untereinander. Der pädagogische Ansatz des Projekts setzt an diesem Punkt an und soll für ein besseres „Klima“ im Quartier sorgen.
Die Bespielung durch ein festes Angebot als auch durch Veranstaltungen/Wettbewerbe belebt die Quartiersmitte und schafft kontinuierlich neue Kontaktmöglichkeiten für die Bewohnerschaft. Aufgrund der Beliebtheit der Calisthenics-Parks setzen außerdem Pull-Effekte ein. Es wäre der erste Park in Achim und würde die Nutzung durch Sportler/innen aus dem übrigen Stadtgebiet nach sich ziehen. Somit können Beziehungen auch zu Menschen außerhalb des Viertels aufgebaut werden. Letztlich ist das Projekt mit einer sozialen, integrativen, baulichen und gesundheitlichen Aufwertung für das Quartier verbunden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die professionell angeleiteten Trainingsangebote werden kontinuierlich von jeweils min. 10 Teilnehmenden genutzt. Außerhalb der festen Angebote organisieren sich Trainingsgruppen selbst;der Platz fungiert als neuer Treffpunkt an dem sich Menschen begegnen
Vorhandene Strukturen
Seit über vierzig Jahren ist das Bürgerzentrum der Stadt Achim mit der Gemeinwesenarbeit im Magdeburger Viertel beauftragt. Mitten im Quartier gelegen, ist es seit jeher für viele der Bewohner/innen, teilweise bereits in der 3.Generation, eine wichtige Anlaufstelle. Neben der Beratungsarbeit, der Umsetzung von Projekten, Aktivitäten und Veranstaltungen für die Bewohnerschaft, nehmen die vor Ort agierenden Sozialarbeiter/innen ebenso eine wichtige Rolle in der Konfliktschlichtung als auch in der Wahrung der Interessen und Bedürfnisse der Menschen ein. Anzutreffen über externe Beratungen oder Projekte sind hier auch z.B. freie Träger wie das DRK, die Caritas oder der von der Stadt für Jugendarbeit beauftragte Verein SoFa e.V. Neben diesen Akteuren verfügt das Bürgerzentrum über einen festen Pool von Ehrenamtlichen, die in verschiedenen Projekten eingebunden sind.
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich um das Bürgerzentrum herum ein aktives Netzwerk im Stadtteil gebildet. So ist das Bürgerzentrum Teil des Familienzentrum Magdeburger Viertel, zu dem die Grundschule als auch zwei Kitas gehören. Aufgrund der Fußläufigkeit bestehen ein reger Austausch und kontinuierliche Treffen. Gleiches gilt für den Stadtteilverein MaVi e.V. und die vor Ort ansässigen Moscheen und den Sportverein TSV Achim. Die zweimal jährlich vom Bürgerzentrum durchgeführte Stadtteilkonferenz lässt alle lokalen Akteure zusammenfinden und gibt allen Interessierten die Möglichkeit sich vor Ort zu vernetzen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Freiwilligenagentur der Stadt wird vor Ablauf des Projekts eingebunden, um in der Folge die Bespielung des Parks durch Ehrenamtliche sicherzustellen. Das Bürgerzentrum wird das Projekt weiterhin in der Gemeinwesenarbeit verankern und es mit verschiedenen Akteuren u. Projekten bespielen. Es gilt als fester Ansprechpartner. Die Jugendarbeit der Stadt wird den Platz als weitere Option für die Gestaltung ihrer Arbeit nutzen. Der Bauhof kümmert sich um die Instandhaltung des Platzes.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Jung dabei - ich gestalte mein Ehrenamt in meinem Dorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Astrid Hunke
| Funktion | Agentur zur Vermittlung von Ehrenamt im Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Junge Menschen in der Region Elm Asse des Landkreises Wolfenbüttel in Remlingen gestalten ihre Umgebung selbst und passen ihre neue Ehrenamtsstrukturen an ihren Lebensraum vor Ort an.
Projektbeschreibung
Die Freiwilligenagentur gehört zum LK Wolfenbüttel, ist in WF verortet und in der Region seit
23 Jahren tätig. Sie möchte in Remlingen erreichen, dass ein Jugendstützpunkt errichtet wird, die von Jugendlichen hybrid(Digital/Präsenz) betrieben wird. Sie bekommen die Möglichkeit, die Entstehung und Errichtung selbst zu organisieren, von der Planung bis zum Betrieb. Dieser Stützpunkt hat den Charakter einer selbstgeführten Jugendzentrale, die auch für Institutionen und Verbände als Treff oder als Informationsdrehscheibe genutzt werden soll und zentral und sichtbar im Kern der Ortschaft liegen. Junge Menschen vor Ort bringen sich für die ältere Generation ein, machen ihre Jugendkultur transparent, um ein generatives Gleichgewicht in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport herzustellen und initiieren demokratiefördernde Aktivitäten in hybrider Form. Sie dienen zur Neuentstehung und Erhaltung des Ehrenamtes vor Ort. Die jungen Menschen leisten einen Anteil zur Bereicherung des Gemeinwesens vor Ort, identifizieren sich mit ihrem Lebensraum und fördern Akzeptanz und gemeinschaftliches Handeln in den ländlichen Gemeinschaften. Sie entwickeln gemeinschaftliches Leben und demokratische Mitbestimmung. Da bisher im Ort viel traditionelles Ehrenamt stattfindet, in dem junge Menschen wenig Möglichkeiten zur Entfaltung vorfinden, haben sich Nischengesellschaften gebildet. A.) Junge Menschen, die sich an Strukturen orientieren, die der rechten Szene zuzuordnen sind. B.) Jugendliche mit Migrationshintergrund, (1982 - 1985 und 2015 - 2018). C.) Junge Menschen die sich weder der einen noch der anderen Gruppierung zuordnen möchten, vor Ort keine Möglichkeiten der Entfaltung vorfinden und daher in die nahegelegenen Städte Wolfenbüttel
und Braunschweig ausweichen um ihre Freizeit und ihr Ehrenamt auszuüben. Diese Entwicklung führt zu Frontenbildungen und Fluchtbewegungen junger Menschen aus ländlichen Gebieten vor allen deshalb, weil hier eine Rechte Szene auf Sekundärmigration stößt und diese Entwicklung dem Gemeinwesen vor Ort abträglich ist. In unserem Projekt werden junge Menschen empowert, damit diese wiederum das Gemeinwesen empowern. Das geschieht in dem zu entwickelnden Stützpunk. Wir möchten die Zielgruppen aufsuchen, Kontakt herstellen, Gruppen zusammenführen durch kleine Veranstaltungen, Ideen sammeln und die Jugendlichen empowern Ideen vor Ort umzusetzen. Sie sollen befähigt werden im Netzwerk vor Ort aktiv zu sein.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Remlingen - einer kleinen Ortschaft im ländlichen Raum, leben knapp 2400 Einwohner. Umfragen im Ort weisen uns darauf hin, dass unterschiedliche Voraussetzungen zur Entwicklung des Gemeinwesens vorliegen, die vorherrschende Träger und Vereinslandschaft tradiert ist und nicht mit den Ideen/ Lebenseinstellungen junger Menschen kompatibel ist, Jugendliche kaum Zugang zu diesen Strukturen finden und sich zurückziehen, sie sich außerhalb der Gemeinde orientieren und sich Zugänge suchen, die ihren Interessen entsprechen, kostengünstig sind und Mobilität/Fahrmöglichkeiten ermöglichen, die sonst sehr eingeschränkt vorhanden sind. Einhergehend mit finanziellen Engpässen in den Familien, ein hoher Anteil der jungen Menschen bezieht Transferleistungen, nutzten Jugendliche die Angebote, die reizvoll und kostenfrei sind. Da diese wenig Identifikation mit ihrer Gemeinde haben, verlassen sie ihre Umgebung und dadurch die
aktuellen ländlichen Strukturen. Die Verbands-, Vereinszugehörigkeit schwindet, der Zugriff
von demokratiefeindlichen Vereinigungen gelingt, die Zugehörigkeit junger Menschen in
diesen Verbindungen wächst. Gleichzeitig stagniert das Gemeinwesen, es kann sich nicht
entwickeln. Diese Problematik ist in Remlingen sichtbar. Hier entwickelt sich eine Nischengesellschaft, die parallel zu den vorhandenen Strukturen agiert, bedingt durch Corona verstetigen sich diese Tendenzen schnell und sind nicht mehr kontrollierbar. Die Nischen bestehen aus jungen Menschen, die ihre eigenen Interessen hybrid (Gestaltung von Freizeit) umsetzen. Zu ihnen zählen vermehrt demokratiefeindliche Gruppen, die auf
Sekundärmigration treffen. Das birgt Frust- und Gewaltpotentiale.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Elm-Asse / Remlingen
Beschreibung
Remlingen liegt zentral zwischen Wittmar und Semmenstedt . Es gehört zur Samtgemeinde Elm/Asse und grenzt sich zu allen umliegenden Ortschaften mit mehr als 3 Km ab. Remlingen hat keine geschäftliche Infrastruktur und ist durch den Asse-Schacht zusätzlich belastet. Durch die Asse-Problematik hat sich eine sehr kritische Bevölkerungsstruktur aufgebaut, die flankiert wird durch Gruppierungen mit rechtsradikaler Tendenz. Zusätzlich sind junge Flüchtlinge untergebracht worden.
Einwohnerzahl
2400
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia / Umfeld der Kolleg*innen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben im Alter 15 Jahre bis 27 Jahre insgesamt 282 Bewohner*innen. davon sind 20 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in
jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben 81 Bewohner+innen mit Migrationshintergrund aller
Altersgruppen. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben im Alter 7 Jahre bis 15 Jahre insgesamt 199 Bewohner*innen. davon sind 15 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
img_remlingen_1.jpg
(569.34 KB)
img_remlingen_2.jpg
(133.08 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Freiwilligenagentur steigert mit diesem Projekt in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen
die gesamte Lebensqualität vor Ort. Sie werden dabei unterstützt, die Strukturen für sie
interessanter zu gestalten und sie zu motivieren sich selbst für ihre Bedürfnisse in der
Gemeinde einzusetzen. Dazu wird gemeinsam mit den Jugendlichen 1 Stützpunk in der
Ortschaft errichtet. Der Ansatz den wir verfolgen, ist eine Peer to Peer Methode. Im
Hinblick auf entstandene rechtslastige Tendenzen in den Gemeinden (sog. "Elm-Asse-Front")
werden hier Strukturen entwickelt, die durch die Mitgestaltung und die Übernahme von
Verantwortung das demokratische Denken erhöhen und verfestigen. Zusätzlich werden die
älteren Generationen in diese Prozesse der Verbesserung der Lebensqualität der beiden
Ortschaften aktiv eingebunden. Die Teilnehmer*innen an dem Jugendstützpunkt werden
dazu motiviert andere vorhandene Gruppen vor Ort (Ältere Menschen, Geflüchtete) in ihre
Aktivitäten mit einzubinden. Der Jugendstützpunkt soll Aktionen ins Leben rufen und
Alternativen bieten um der Rechten Szene etwas entgegenzusetzen, ihr den Boden zu entziehen. Damit wirken sie präventiv - sie stellen attraktive Angebote in hybrider Form zur Verfügung und verhindern den Zulauf zu Rechten Gruppen. Das Ansehen der Gemeinde steigt. Die Steigerungen werden auf die Bemühungen des "jungen Ehrenamtes und des Stützpunktes vor Ort zurückgeführt. Damit steigt das Gemeinwohl und die Anerkennung der Leistungen der Jugend.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Jugendliche bauen Stützpunkte selbst auf und übernehmen Verantwortung, sie binden andere Gruppen der Gemeinde mit ein
Kriterium
Beschreibung
Die Jugendlichen werden über ihre Interessen befragt und wir empowern ihre Ideen im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität und Stärkung des Gemeinwesens umzusetzen
Kriterium
Beschreibung
Die Jugendstützpunkte wollen weitere Gruppen erreichen und in die Arbeit einbeziehen (z.B. junge Menschen mit Gefährdungspotential, Geflüchtete, Ältere Menschen)
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Eltern und Großeltern der Wohnbezirke in Remlingen sowie der Flüchtlingsunterbringungen in Remlingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsbeauftragte des Landkreises Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege des Landkreises Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Junge Menschen mit selbst gewählten Standorten in Remlingen mit und ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Remlingen gehört zum LK Wolfenbüttel. Dieser wird von 2 Stiftungen flankiert. Die Kurt - Mast - Jägermeister Stiftung, die sich für Gemeinwohl und Jugend einsetzt sowie die Stiftung Zukunftsfond - Asse, die Langzeitförderungen von Jugendinitiativen übernimmt, so diese eigenständig aufgestellt und vor Ort aktiv sind. Die Jugendstützpunkte
bekommen die Möglichkeit eigenständig an diese Stiftungen heranzutreten und Anträge zu stellen. Die FWA wird diesen Prozess nachhaltig begleiten.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinwesenarbeit am, mit und um das St. Elisabeth-Stift in Lastrup
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Martina Hanrath
| Funktion | Leitung Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir sind auch Gemeinde (aktive gelebte Inklusion)
Projektbeschreibung
Bei dem Projekt soll es darum gehen, die wechselseitigen Bedarfe im Gemeinwesen zu ergründen und daraus Potentiale für die Zukunft abzuleiten, Hemmschwellen in der Begegnung und dem sozialen Miteinander mit Menschen mit Handicap abzubauen und Inklusion zu stärken. Das Quartier, in dem unsere Einrichtung(en) verortete sind, verändert sich zur Zeit auch im Rahmen der laufenden Dorferneuerung/Städteförderung. Gewohnte Unterstützungen durch das Gemeinwesen, wie Z.B. der ehrenamtliche Besuchsdient brechen weg. Durch die Begegnungsstätte entstehen ganz neue Möglichkeiten für das Quartier und die Nachbarschaft, die mit Hilfe des Projektes eruiert und etabliert werden sollen.
Die vorhandene Begegnungsstätte soll für die Bürger der Gemeinde Lastrup geöffnet werden und einer vielfältigen Nutzungsmöglichkeit zugeführt werden.
Das Café Treffpunkt soll etabliert werden, Begegnung ermöglichen, und im Rahmen des Cafés auch Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen
Es sollen Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements und der Hilfe zur Selbsthilfe geschaffen werden
Durch Kooperation und Vernetzung sollen mit weiteren Anbietern aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Sport, Kultur und Freizeit bestehende Angebote ausgebaut und neue (fehlende) geschaffen werden.
Das Thema Mobilität ist ein wichtiges Thema, da die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel kaum möglich ist, weil ÖPV kaum vorhanden ist, daher soll eine über eine Infobörse die Möglichkeit geschaffen werden Mitfahrgelegenheiten (Mitfahrzentrale) abzufragen und zu initiieren.
Durch den Ausbau ambulanter Wohn- und Betreuungsformen für Senioren und für Menschen mit psychischen Erkrankungen bedarf es zum Gelingen von Inklusion gut funktionierender Strukturen zur Gemeinwesenarbeit.
Auch haben wir klar den Fokus auf Hilfe zur Selbsthilfe und ehrenamtliches Engagement.
Zur Erklärung, warum das Feld Folgeantrag beschrieben wurde: Wir hatten bereits eine Projektförderung über Aktion Mensch für die Begegnungsstätte. In dem Feld Folgeantrag ist die Erläuterung warum wir erneut einen Förderantrag (in diesem Fall Erstantrag) für das Projekt stellen. Wir wollen hier transparent sein, dass es bereits eine Projektförderung gab, das Projekt aber pandemiebedingt nicht in der Weise umgesetzt werden konnte, wie es geplant war.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bereits 2015 haben wir ein Projekt zur Sozialraumorientierung durchgeführt. Gerade Menschen mit psychischen Erkrankungen erleben häufig Entwurzelung und das Wegbrechen sozialer Bezüge, und erleben sehr viele Hemmnis-Faktoren wieder den Anschluss an das Leben zu finden. Solange das Projekt zur Sozialraumorientierung durch die professionelle Projektverantwortliche begleitet war, liefen die angeschobenen Angebote und Aktionen gut und regelhaft. Mit Auslaufen des Projektes, und mit der Übergabe der Verantwortung an Teilnehmer des Projektes sind diese nach und nach wieder versandet. Geblieben sind eine Doppelkopfrunde bestehend aus Bewohner/Innen der Einrichtung und Bürger/Innen der Gemeinde Lastrup, 2 regelmäßig pro Jahr stattfindende Bildungsangebote in Kooperation mit dem Bildungswerk und ein in Kooperation stattfindendes Angebot "Ferienpassaktion" für Kinder und Jugendliche.
Im nächsten durch Aktion Mensch geförderten Projekt "Begegnungsstätte" konnte ein breit gefächertes Portfolio an Aktionen und Angeboten mit verschiedensten Kooperationspartnern auf den Weg gebracht werden, und es fanden sich Akteure die auch bereit waren sich ehrenamtlich zu engagieren. Dies Projekt kam dann aufgrund der Pandemie zum erliegen. 90 % der angeschobenen und etablierten Angebote und Aktionen durften nicht mehr stattfinden. Nun mit den zunehmenden Lockerungen möchten wir das Projekt wieder neu aktivieren, die geknüpften Kontakte wieder beleben und Angebote und Maßnahmen fortführen. Die Pandemie hat uns die Zeit geraubt. Die Projektfrist läuft im August 2021 aus, und es konnte ab März 2020 aufgrund der Pandemie kaum an der aktiven Fortführung des Projektes Begegnungsstätte gearbeitet werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lastrup Landkreis Cloppenburg
Beschreibung
Im wesentlichen bezieht sich das Fördergebiet auf den Ort Lastrup, im Einzelfall sind auch Ehrenamtliche aus dem gemeindlichen Umfeld herzlich willkommen
Einwohnerzahl
4500
Quelle / Anmerkungen
Ort Lastrup und teilweise angrenzende Bauernschaften
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
3
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_la.jpg
(127.94 KB)
spille_2.png
(468.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist Generationsübergreifend ausgerichtet und hat besonders die Menschen im Focus, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation oder ihrer besonderen Lebenslage ( höheres Lebensalter, keine familiären Bezüge, körperliche und psychische Erkrankungen) in ihren Möglichkeiten der sozialen Teilhabe eingeschränkt sind. Hier sollen die vorhandenen Ressourcen eruiert werden, und Bedarfe abgefragt werden, damit diese Bürger/Innen auch aktiv am Leben in der Gemeinschaft teilhaben können. Das Projekt ist auf die Hilfe zur Selbsthilfe ausgerichtet. Das Projekt soll Anregungen/Impulse geben, wie Gruppen/Akteure Gemeinwesen aktiv gestalten können. Aufgrund der demographischen Entwicklung im Hinblick auf die Alterspyramide und parallel dazu der immer deutlich werdende Fachkräftemangel in der Pflege ist es umso mehr von Bedeutung, das sich Jung und Alt begegnen und austauschen können, um die Bedarfe der unterschiedlichen Lebenslagen/Lebenswelten kennenzulernen. Das St. Elisabeth-Stift möchte sich nicht nur auf das Kerngeschäft konzentrieren, sondern mit allen Ressourcen und Facetten die in der Einrichtung lebenden und ambulant betreuten Mensch die größtmögliche aktive Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen, und somit mit dem Projekt aktiv die GWA mitgestalten und andere damit anstecken dies gemeinsam für alle Bürger/Innen der Gemeinde zu tun.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Angebote und Aktionen sprechen Bürger/Innen generationsübergreifend an und verbinden verschiedene Zielgruppen miteinander
Beschreibung
Am Ende steht ein starkes Netz aus verschiedenen Akteuren und konkreten Kooperationspartnern, die auch nach Ablauf der Projektzeit nachhaltig am Erreichten weiterarbeiten
Kriterium
Beschreibung
Menschen mit Handicap nehmen aktiv an den Angeboten teil. Erleben sich als gleichberechtigtes, mitgestaltendes und akzeptiertes Mitglied in der Gemeinschaft
Beschreibung
Das Projekt hat konkret Einfluss im Rahmen der Städtebauplanung und Entwicklung des Ortes
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendparlament Gemeinde Lastrup, Jugendbürgermeisterin Amelie Hoffmann_Schlegel,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Hemmelte, Schulleiterin Monika Sommer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Petrus, Pastoralreferent Robert Luittikhuis
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Lastrup Sozialkoordinatorin Frau Verena Rammler
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Landjugend Lastrup, Justus Kathmann, Sophie Fennen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontaktstelle für Selbsthilfe Cloppenburg, Rita Otten, Andrea Poppe-Aumüller
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landesverband Theaterpädagogik Niedersachsen, Kathrin Morgenroth
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ausbildungsbegleitung Pflegeberufe, Nicol Wende
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtlicher Besuchsdienst St. Elisabeth-Stift, Luzia Nietfeld
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
EUTB für den Landkreis Cloppenburg, Anna Kropotin, Renate Fatmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeindejugendring Lastrup Matthias Lübke, Franziska Sostmann
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll langfristig in die kommunalen Strukturen eingebunden werden. Es ist davon auszugehen, dass sofern es nicht gelingt das Projekt dauerhaft in ehrenamtlichen Strukturen zu überführen, der Träger auch über das Projekt hinaus einen kleinen Anteil zur Finanzierung beisteuern wird. Es wird im Projekt auch zu beachten sein, wie sich das Umfeld weiter entwickelt (Dorferneuerung/Städteförderung) Hieraus werden fortwährend neue Ableitungen zu treffen sein.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
perfect osternburg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marcel Pouplier
| Funktion | Projektentwicklung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Projektbeschreibung
Mit dem Impuls:“ Was ist Dein `perfect osternburg ?` entwickeln junge Bewohner*innnen des
Stadtteils zusammen mit Akteuren aus Stadtteilinitiativen und einem Bürgerverein ihre Ansichten, Prototypen und Modelle einer lebenswerten und nachhaltigen
Stadtteilgestalt. Unterstützt von Medienfachleuten, Künstler*innen nutzen sie digitale Medien
und Produktionsmittel, um diese Vorstellungen greifbar und umsetzbar zu machen. Mit Hilfe
des „Stadtteilutopisten“ präsentieren sie ihre Visionen in der Öffentlichkeit des Stadtteils und
der gesamten Stadt. Dabei werden die künstlerischen Impulse der jährlich wechselnden
Stadtutopisten mit den konkreten Gestaltungsideen der jungen Menschen und Stadtteilakteure verbunden, in dem z.B. ein bebilderter Stadtteilführer einer Künstlerin die Visionen und Prototypen aus den
Werkstätten als real erwanderbare Stadtteilumgebung präsentiert.Ein Netzwerk von Schulen
und Sozialeinrichtungen, der „Rote Faden“, sowie die Kooperation mit Zusammenschlüssen
und Fachverbänden aus dem Naturschutz und der Medientechnik unterstützt die jungen
Menschen und die Akteure aus den Stadtteilinitiativen und dem Bürgerverein bei der Antragstellung und Realisierung der entwickelten Projekte und schafft eine organisatorische Basis durch eine temporäre/kontinuierliche Stadtteilwerkstatt. Mit dieser Projektstruktur entfalten die jungen und älteren Stadtteilbewohner eine große Gestaltungsmacht und Selbstwirksamkeit.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
# Osternburg ist ein Stadtteil der niedersächsischen Großstadt Oldenburg und hat etwa
12.000 Einwohner. Der Stadtteil zeigt ein Spannungsfeld zwischen einsetzender
Gentrifizierung, Menschen in unterschiedlichen sozialen Notlagen, Geflüchteten und weist
einen hohen Migrationsanteil auf. Bildungsmüdigkeit, Perspektivlosigkeit, Erfahrungen
des Scheiterns und der sozialen Ohnmacht, Respektlosigkeit zwischen den Geschlechtern und
im Verhalten in Sozial- und Bildungseinrichtungen prägen das soziale Klima.
# Die Werkstätten schaffen Impuls und Raum für die aktive Gestaltung des unmittelbaren
Lebensumfeldes. Die Erfahrung mit solchen Projekten zeigen, dass eigenes aktives
Einmischen in die ästhetische und soziale Gestaltung des eigenen Lebensraums
(Klassenraum, Schule, Quartier) nicht im Erfahrungs- und Verhaltensschatz verankert ist.
Gleichwohl wird die Chance, wenn sie sich real bietet, sofort ergriffen.
# Trotz alltäglicher Beschäftigung mit digital gestützter Kommunikation und extensiver
Nutzung von externen Speicherplattformen ist eine Sicherheit im Umgang mit digitalen
Medien und komplexer Software in der Regel nicht vorhanden. Mehr als 80% der
Schüler*innen der Oberschule Osternburg waren nicht in der Lage sich per digitalem
Fragebogen an der Berufsschule anzumelden. Ähnliche Erfahrungen haben die Akteure des Bürgervereins mit digital gestützter Kommunikation in den Lockdown-Zeiten gemacht. Unsere Pilotprojekte zusammen mit Medienkünstler*innen und FabLabs konnten diese Barrieren durch gezielten und angepassten Einsatz von Soft- und Hardware überwinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Osternburg
Beschreibung
Osternburg wird begrenzt durch die Hunte nach Westen und Norden, die Bahnlinie Oldenburg-Bremen, den
Herrenweg und den Heyengraben nach Osten und die Autobahn Oldenburg-Bremen nach Süden.
Einwohnerzahl
12000
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schulleitung OBS Osternburg
(Schätzung aufgrund der
Schulsituation)
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schulleitung OBS Osternburg
(Schätzung aufgrund der
Schulsituation)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schulleitung OBS Osternburg
(Schätzung aufgrund der
Schulsituation)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
perfect_osternburg1.jpg
(172.59 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt schafft für junge und engagierte ältere Osternburger eine neue Sichtweise auf den eigenen Stadtteil
und auch auf die eigenen Kompetenzen zur Änderung der Stadtteilgestalt nach den eigenen
Bedürfnissen und Perspektiven. Damit entsteht idealerweise eine Identifikation mit dem
Stadtteil und der unmittelbaren Lebensumwelt sowie eine Erfahrung von Selbstwirksamkeit. In der Projektumsetzung ergänzen sich die Möglichkeiten der jungen Akteure über die Infrastruktur der Bildungseinrichtungen mit den Zugängen der Aktiven aus dem Bürgerverein zu Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gestaltungsvorschläge aus den Werkstätten können realisiert werden.
Kriterium
Beschreibung
Stadtteilakteure/-Einrichtungen und stadtzentrale Initiativen setzen zusammen die Visionen der jungen und älteren Bewohner in reale Stadtteilgestalt um.
Kriterium
Beschreibung
Die Kompetenzen von Schulen und Stadtteilinitiativen unterstützen sich gegenseitig bei der Visionierung und Realisierung von Gestaltungsvorschlägen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Osternburg - Verein der Stadtteilaktiven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
"Mainframe"- FabLab Oldenburg - Zusamenschluss der Medienspezialisten und Infrastruktur Medientechnik
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"Roter Faden" - Zusammenschluss der Schulen in Osternburg zur Verbesserung des Bildungsklimas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
dimeb- Institut für den Einsatz digitaler Medien in der Bildung der Universität Bremen (Studiengang Informatik)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Raiffeisenbank Oldenburg - Unterstützung von Schülergenossenschaften
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Team Wendehafen und Universität Oldenburg zur Vermeidung von Schulverweigerung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Projekt "abgedreht" - umweltbewusstes und Ressourcen schonendes Verhalten anregen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NABU Oldenburg - Naturschutzbund für nachhaltiges Leben und Wirtschaften
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Osternburg und dem Zusammenschluss der Schulen im Stadtteil "Roter Faden" planen wir die Einrichtung einer permanenten Stadtteilwerkstatt zur Entwicklung und Realisierung von Veränderungen der baulichen Gestalt und des sozialen und kulturellen Klimas im Stadtteil.
Eine Ausweitung der Finanzierung hängt von umsetzbaren Entwicklungsvorhaben und
Formaten ab.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Engagement ermöglichen - Gemeinwesen stärken - Kreativ und Aktiv in Lehre
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Oliver Ding
| Funktion | Projektleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Poetry-Slam "Lehrscher für Lehrscher": Engagement ermöglichen - kreativ das Gemeinwesen stärken
Projektbeschreibung
Das Gemeinwesen in Lehre, zwischen Braunschweig und Wolfsburg gelegen, wird durch das Engagement ihrer Mitglieder gestärkt. Zunächst wird ein Wettbewerb (Poetry-Slam) für Jung und Alt angeboten. Dabei werden Wünsche/ Vorschläge und Ideen gewonnen. Ziel ist, dass sich die Menschen in der Gemeinde mehr für- und miteinander engagieren. Sowohl Menschen der verschiedenen Ortschaften, als auch der (abseits gelegene, von Geflüchteten bewohnte) soziale Brennpunkt "Kampstüh“ wird eingebunden. Das wird im ersten Jahr mit Schreibwerkstätten und Poetry-Slams umgesetzt. Dieser wird als Wettbewerb mit dem Inhalt: „Lehrscher für Lehrscher: Wir engagieren uns in unserer Gemeinde“ angeboten. Der Vorschlag dazu kam von Schülern und Eltern der Oberschule, die gern Geschichten in Lehre zusammentragen möchten. Sie haben Poetry-Slams in Braunschweig gesehen und möchten auch welche in Lehre umsetzen. Die Gemeinde stellt z.B. eine transportable Bühne zur Verfügung, die in die Orte gebracht werden kann. Die Freiwilligenagentur hat Kontakte zu Dozenten, Literaten und weiteren Künstlern der Region, die sich daran beteiligen. Die Teilnehmer*innen lernen in Werkstätten Texte zu schreiben und zu präsentieren. Alle können mitmachen - generations- und kulturübergreifend! Die Werbung läuft via Internet, Presse, Flyer und Kulturveranstaltungen. Geflüchtete im Brennpunkt "Kampstüh" gewinnen wir über den Verein "Willkommen in Lehre". Die Ergebnisse der Inhalte (das heißt hierbei entstehende Ideen und Vorschläge der Teilnehmer*innen zur Verbesserung des Gemeinwesens) des/der Poetry-Slams werden gesammelt, sortiert und präsentiert. Im Nachgang werden moderierte Kreativ-Workshops unter der Anwendung entsprechender Techniken mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde ausgearbeitet. Dabei werden die gewonnenen Ideen und Wünsche in Vorschläge zur Umsetzung im Gemeinwesen umgewandelt. Diese werden dann im zweiten Jahr der Politik nahegebracht und gemeinsam umgesetzt. Hiermit wird das Engagement in der Gemeinde gestärkt. Das Ergebnis: Die Menschen der Gemeinde werden motiviert sich für ihre Belange gemeinsam einzusetzen. Die im Poetry-Slam gewonnenen Ideen kommen aus der Bürgerschaft und werden gemeinsam umgesetzt. Das bedingt eine hohe (Gemeinde-)Identifikation und Motivation zum persönlichen Engagement. Es engagieren sich Menschen, die bisher eher nebeneinander leben, gemeinsam. Die Ortsteile (auch der "Kampstüh") werden belebt und das Engagement in der gesamten Gemeinde gestärkt.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Freiwilligenagentur ist in Lehre aktiv und setzt kulturelle Projekte um. Sie kooperiert mit der Gemeinde, Vereinen und engagierten Bürger*innen. Der Freiwilligenagentur liegt eine Anfrage nach Poetry-Slams aus der Oberschule vor - sie ist die Basis des Projektes. Weitere Umfragen in der Gemeinde (z.B. Ortsbürgermeister, Vereinsmitgliedern und Aktionsteilnehmer:innen) ergaben folgende Ausgangslage: A): Geringe Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für junge Menschen – vor allem zu kulturellen Themen. Resultat: Jugendliche und junge Familien unternehmen wenig in der Gemeinde, fahren nach Braunschweig oder Wolfsburg. Die jungen Menschen der verschiedenen Orte / Ortsteile unternehmen selten etwas zusammen. Das kann die Identifikation mit der Gemeinde vermindern. B): Die Gemeinde besteht aus acht verschiedenen kleinen Orten, die wenig miteinander vernetzt sind. Den Menschen fehlt etwas, was sie verbindet und zusammenbringt. C): Der soziale Brennpunkt in Lehre liegt am Ortsausgang am „Kampstüh“: In dem etwa 1 km östlich des Ortskerns (abseits) von Lehre gelegenen Anwesen, ist ein großer Teil der Geflüchteten der Gemeinde zu Hause. Am Ortsausgang wohnen dagegen u.a. Familien, die dem Thema „Einwanderung und Flüchtlinge“ skeptisch gegenüberstehen. Das birgt Konfliktpotential. D): Für eine Gemeinwesenarbeit wollen wir mehr Details über die Menschen in der Gemeinde erfahren und Wege finden, mehr Verständnis für einander zu entwickeln sowie das gemeinsame Engagement zu fördern. Wir suchen nach Angeboten, bei denen sich kreativ und niederschwellig mit den Wünschen und Sorgen der Bürger*innen vertraut gemacht wird und Lösungsvorschläge an die Politik der Gemeinde gerichtet werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lehre
Beschreibung
Die Gemeinde Lehre gehört seit der Gebietsreform 1972 Jahren mit seinen 8 Orten zum LK Helmstedt. Da sie aber räumlich weit weg von Helmstedt liegt (ca. 40 km), gab es immer wieder Streit um die Zugehörigkeit der Gemeinde. Einige wünschen eine Angliederung an Braunschweig, andere wollen von dem starken Wirtschaftsstandort Wolfsburg profitieren. Beide Städte liegen räumlich deutlich näher an Lehre als die Stadt Helmstedt - derzeit ruht
dieser Streit.
Einwohnerzahl
12135
Quelle / Anmerkungen
Quellen: Wikipedia / Rathaus Lehre
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt immer mal Konflikte mit den Bewohnern des Kampstüh (Flüchtlinge), da es in der ländlichen Region einige Mitbürger:innen mit rechten Tendenzen gibt. Zur Gewalt hat es bislang zum Glück noch nicht geführt. Die meisten Geflüchteten der Gemeinde wohnen im Kampstüh (in Randlage - was auf einige ausgrenzend wirkt!). Quellen: Persönliche Befragung von Mitbürger:innen bei Veranstaltungen der Freiwilligenagentur und Mitarbeiter:innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt nur zwei Grundschulen und eine Oberschule. Andere weiterführende Schulen, wie z.B. ein Gymnasium und Ausbildungsmöglichkeiten fehlen in der ganzen Gemeinde. Die jungen Leute erfahren schon früh den Zwang zum Pendeln. Folge: Viele Jugendliche und junge Familien orientieren sich nach Braunschweig oder Wolfsburg - unternehmen dadurch wenig für und in der Gemeinde. Dabei könnte es auch zu einer "Überalterung" der Bevölkerung in der Gemeinde kommen. Quelle: Persönliche Befragung von Mitbürger:innen bei Veranstaltungen der Freiwilligenagentur und Mitarbeiter:innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gemeinde_lehre_0.jpg
(28.63 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt werden die Kommunikation, Selbstorganisation und die gemeinsame Handlungsfähigkeit der Bevölkerung in der Gemeinde gestärkt. Damit dient es dem Empowerment der Menschen in der Gemeinde. Die Workshops (be)stärken die teilnehmenden Menschen darin, ihre Interessen zu formulieren. Die Poetry Slams als
öffentliche Veranstaltung sowie die Sammlung und Aufbereitung der Ergebnisse helfen dabei, diese Interessen an verantwortliche Stellen (Politik und Verwaltung) zu transportieren. Die Freiwilligenagentur wird ihre Stärken vor Ort nutzen: Im bestehenden Kulturprojekt mit der Gemeinde verfügt sie über Zugänge zu Multiplikatoren. Sie nutzt Ausstellungen (z.B. zum Thema "Demokratie"), die von einem Projekt aus Braunschweig begleitet werden, um auf den
Poetry-Slam aufmerksam zu machen. Sie gewinnt Ehrenamtliche aus verschiedenen Themenfeldern (Kultur, Bildung, Sport, Feuerwehr) und nutzt bestehende Kooperationen zu Vereinen und Initiativen. Die Bewohner:innen werden durch diese Netzwerke und Aktionen aktiviert und motiviert am Poetry-Slam teilzunehmen. Vorhandene Strukturen z. B. zu Theatergruppen werden genutzt. Die aus den Aktionen gewonnen Erkenntnisse werden für die Arbeit im Gemeinwesen genutzt. Im Vordergrund steht, die Menschen in verschiedenen Gemeindeorten und im sozialen Brennpunkt Kampstüh zusammen zu bringen. Sie alle nehmen an den Gemeindeprozessen rund um das Thema "Engagement" teil. Sie haben eine hohe Identifikation durch ihre Eigenbeteiligung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Erfolgsrezept: Die Menschen nehmen an den Workshops und dem Poetry Slam teil. Hierbei können sie niederschwellig und mit Spaß ihre Wünsche an die Gemeinde vermitteln. Die Identifikation ist hoch, denn sie sind aktiv an den Prozessen beteiligt.
Kriterium
Beschreibung
Ein Erfolg ist, wenn die Nachbarschaften (Orte) mehr zusammenrücken und gemeinsam etwas veranstalten (hier: den Poetry Slam als Wettbewerb in den Orten) und wenn Bewohner des "Kampstüh" eingebunden werden (z.B. Geflüchtete)
Beschreibung
Von einem Erfolg sprechen wir, wenn Teilnehmer*innen und Teilnehmer aus den verschiedenen Orten und vor allem dem "Kampstüh" mitmachen und lernen, sich (künstlerisch / niederigschwellig) zu Wort melden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ober-Schule (einzige weiterführende Schule) in der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale / Regionale Presse (z.B. Helmstedter Nachrichten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Willkommen in Lehre (Verein, der sich für die Geflüchteten einsetzt und über einen Laden an der Hauptstraße verfügt)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Zur Sicherung und Fortsetzung des Projektes ist es notwendig, dass eine hauptamtliche Ansprechperson (mit mind. einer Halbtagsstelle) vor Ort bleibt. Die Freiwilligenagentur wird, mit Hilfe der Kommune und / oder mit Multiplikatoren des Projektes, die Mittel dafür auftreiben. Diese können über lokale Ressourcen (z.B. Firmen oder Sponsoren im Projektgebiet, z.B. VW oder Zulieferer) bzw. über regionale Stiftungen (z.B. Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) eingeworben werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Langenhagen hebt ab
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Anke Persson
2. Kurzbeschreibung
Langenhagen hebt ab - Gemeinsam für mehr Lebensqualität
Projektbeschreibung
Wer an Langenhagen denkt, denkt direkt an Urlaub. Schließlich kennen alle den Flughafen hier. Weniger bekannt ist L. für seine Lebensqualität – z.T. nicht einmal bei den Einwohnenden selbst.
Dies liegt z.e. an der heterogenen Struktur Ls. Die Stadt wuchs durch Industrialisierung, später durch Suburbanisierung – Dörfer, die Teil der Stadt wurden, sind z.T. noch heute mehr Dorf als Stadtteil. Z.a. gibt es den Bereich der „Alten Mitte“, der auch im Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen wurde. Dort haben wir es mit den üblichen urbanen Problemen, die Corona noch verschärft hat, zu tun.
Durch diese rasante Entwicklung haben die einzelnen Stadt- und Ortsteile teils sehr unterschiedliche Strukturen, auch in Bezug auf die Bevölkerungsstruktur und die Bedarfe vor Ort. Bisher fehlt es an einem gesamtstädt. Konzept, um die bedarfsgerechte Umsetzung sozial- und kommunalpolitischer Aufgaben in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen zielführend zu entwickeln und die beteiligten Akteure der sozialraumorientierten Arbeit sowie die Bevölkerung angemessen und strukturell zu beteiligen mit dem Ziel, die Lebensqualität aller Bürger nachhaltig zu steigern.
Daher macht sich L. auf den Weg, eine gesamtstädt. GWA professionell, interdisziplinär und partizipativ zu etablieren.
Professionalität durch das Einbeziehen von Fachexpertise. Wir brauchen eine Fachstelle GWA, die in verschiedene Bereiche wirkt: In die Verwaltung, in die Politik und in die Stadt- und Ortsteile. Das Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis von GWA in den genannten Bereichen zu entwickeln.
Unser interdisziplinärer Ansatz zeigt sich bereits in der Entwicklung dieses Antrags, der gemeinsam von den Bereichen Stadtplanung und Soziales erarbeitet wurde. GWA wird verwaltungsintern ressortübergreifend implementiert mit dem Ziel, Synergieeffekte zu erzielen. L. wurde für unterschiedliche Förderprogramme ausgewählt, immer sollen städtebauliche und soziale Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden und einander befördern.
Schließlich soll den Herausforderungen des demografischen Wandels, der Integration, der Inklusion, der sozialen Teilhabe ganz allgemein strukturiert begegnet werden. Dafür müssen Stadt und beteiligte Akteure der sozialraumorientieren Arbeit mit den Menschen sprechen und sie in die Entwicklung einbeziehen. Dabei betrachten wir ganz im Sinne unseres interdisziplinären Ansatzes sowohl die städtebaulichen Wünsche als auch die weichen Faktoren wie Bildung, Kultur oder „Wir-Gefühl“.
Laufzeit
2021-04-15 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Durch die rasante Entwicklung Ls. haben die einzelnen Stadt- und Ortsteile teils sehr unterschiedliche Strukturen, auch in Bezug auf die Bevölkerungsstruktur und die Bedarfe vor Ort. In verschiedenen Orts- und Stadtteilen haben sich Akteure der sozialraumor. Quartiersarbeit eigenständig auf den Weg gemacht, Gemeindezentren, Familientreffs und weitere Orte zu etablieren.
Das individuelle Vorgehen ist nicht in ein Gesamtkonzept der Stadt Langenhagen eingebettet. Es fehlt an einem gemeinsamen Verständnis und gemeinsamen Zielen von GWA mit Blick auf die gesamte Stadtentwicklung.
Im Kerngebiet der Stadt "Alte Mitte" prägen, auch verstärkt durch Corona, Leerstände, unattraktive Angebote und eine geringe Aufenthaltsqualität das Bild. Dieser Bereich wird im Rahmen der Städtebauförderung bereits umgewandelt und soll nun als eines von zwei Modellquartieren im Sinne der GWA weiterentwickelt werden mit dem Ziel, beide Ansätze zu gegenseitigem Nutzen optimal zu verschränken. Hierfür arbeiten die Bereiche Stadtplanung und Soziales in L. bereits eng zusammen.
Als drittes Problem sehen wir die Herausforderung im demografischen Bereich. Veränderungen in Bezug auf Integrations- und Inklusionsanforderungen im den Stadt- und Ortsteilen überfordern die Akteure vor Ort. Die Menschen vor Ort werden zunehmend unbekannter, Ihre Wünsche und Interessen sind ein Buch mit sieben Siegeln. Akteure vor Ort kommunizieren nur mit altbekannten Personen, neue Zielgruppen werden ausgeblendet, die Kooperation mit weiteren Akteuren vor Ort ist kaum ausgeprägt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Basis für die professionelle GWA-Arbeit wird eine Strategie der GWA für Langenhagen sein. Grundlage bilden die Handlungsfelder der Gemeinwesenarbeit. Der erste Schritt ist die gemeinsame Verständigung auf die Handlungsfelder, Wirkungen und Ziele der GWA in Langenhagen. Dazu gehört auch die Schaffung einer Datenbasis durch die systematische Analyse des Ist-Zustands. Bereits hier sollen die Bedarfe der Bürger:innen Eingang finden.
Im nächsten Schritt erfolgt die bedarfsgerechte Weiterentwicklung dieser Handlungsfelder. Dies erfordert die Beteiligung vieler (weiterer) Akteur:innen. Die Stärkung der Kooperation und Vernetzung der örtlichen Akteur:innen, die Partizipation der Quartiersbewohnenden und damit die Erweiterung des Kreises der Aktiven der GWA, sind weitere Ziele der Arbeit in den drei Jahren.
Die Fachstelle GWA, die bei der Stadt angesiedelt wird, wird hierbei die Qualitätssicherung gewährleisten. Außerdem bündelt sie alle Aktivitäten sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch im Netzwerk und schafft Strukturen zur Sicherung der nachhaltigen Fortführung der GWA.
Wagenfeld-Ich bring mich ein!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael & Ann-Christin Steinmeyer & Leymann
2. Kurzbeschreibung
Kommunikation. Motivation. Beteiligung.
Projektbeschreibung
Wagenfeld ist eine ländlich strukturierte Einheitsgemeinde. Seit 2016 ist der Bevölkerungsstand über 7000 Einwohner mit aufsteigender Tendenz. Der Gemeinde teilt sich in die Ortsteile Wagenfeld und Ströhen. Die Orte liegen etwa 8km auseinander. Die meiste Infrastruktur, Ärzte, Supermärkte, die Verwaltung etc., befinden sich in Wagenfeld.
In besonderem kommunalen Interesse gelegen sind in der Region die Qualitäten Kommunikation, Motivation und Beteiligung. Für diese Werte gibt es im Raum Wagenfeld gegenwertig keine zentrale Multiplikationsmöglichkeit. Bedarfe formulieren sich momentan deutlich in Form von Defizitnennungen und Forderungen. Dies geschieht fast ausschließlich in unterschiedlichen Online-Foren. Dadurch ist weder ein unmittelbares Reagieren noch eine konstruktive Aktivierung der Beschwerdeführenden möglich. In einem funktionierenden Netzwerk zwischen Kirchengemeinde, Kommune und Kirchenkreissozialarbeit des Diakonischen Werks wurden ähnliche Beobachtungen und Erfahrungen gemacht. Gemeinsam wurde daher nach einer Möglichkeit zur offenen Partizipation der unterschiedlichen Interessensgruppen gesucht. Aus Gründen coronabedingter Einschränkungen zeigt sich eine breitflächig angelegte Online-Befragung als geeignet und praktikabel. Die Wagenfelder Bürger_innen können sich entsprechend ihrer Bedarfe in den Orientierungsfeldern, Familie, Senior_innen, Jugend und Freizeit formulieren.
Das Projekt bietet den unterschiedlichen Interessengruppen eine gemeinsame Diskussionsplattform, ermöglicht die Entwicklung von Entscheidungsstrukturen und lässt zu mehrheitlich vereinbarten Handlungsformen finden. Damit ist das Projekt ein Ausdruck basisdemokratischer Entscheidungsfindung. Dies kann zu Formen der Selbstorganisation führen und zur Stärkung nachbarschaftlichen Engagements. Die Kommune öffnet sich für Formen externer Beteiligungsstrukturen. Die vorhandenen Interessensströme müssen im Netzwerk koordiniert, Beteiligungen gleichmäßig gewichtet und handhabbare Strukturen aufgebaut werden. Dieses Vorgehen muss prozessbegleitend, kontinuierlich sichergestellt sein. Nur so kann die Gemeinwesenarbeit als Orientierungsprinzip langfristig und dauerhaft in die kommunale Struktur eingebunden werden.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wagenfeld ist eine kleine Kommune im ländl. Raum, mit 7218 Einw.. Die nächsten Mittelzentren liegen etwa 30 Km entfernt. Bei einer früheren online Befragung in Kooperation mit der Kirchengemeinde, der Kommune u. dem Diakonischen Werk, hatten die Bewohner_innen Wagenfelds u. Ströhens die Möglichkeit Bedarfe zu äußern und Ideen einzubringen. Ergebnis war, dass es den Bürger_innen an öffentlichen Räumen der Begegnung von Jung und Alt fehlt. Hierzu zählen auch Flächen mit Aufenthaltsqualität, die sich die Bewohner_innen wünschen. Gedacht ist hierbei an Orte, an denen generationsübergreifende Veranstaltungen stattfinden können u. Nachbarschaft gelebt werden kann. Für die Jugendlichen in Wagenfeld/Ströhen gibt es nach der Beobachtung, keine neutralen, niederschwelligen Treffpunkte, die allen zur Verfügung stehen u. an dem Begegnung stattfinden kann. Es gibt zwar eine Reihe von Vereinen, diese setzen aber vorraus, Mitglied zu sein. Die Bedürfnisse und Bedarfe der Zielgruppe Jugend sollen in diesem Projekt erforscht und bearbeitet werden. Grundsätzliches Ziel ist die Entwicklung einer Beteiligungsstruktur u. die Befähigung diese zu nutzen. Die Einheitskommune Wagenfeld teilt sich in die Ortsteile Wagenfeld/Ströhen. Die meiste Infrastruktur befindet sich in Wagenfeld. So gilt es auch, die Bedarfe insbesondere der Ströher Bürger_innen zu eruieren, um auch dort gegebenenfalls das bestehende Miteinander zu fördern u. in nachhaltig handhabbare Strukturen zu bringen. Eine weitere Zielgruppe sind die Hochbetagten, die ebenfalls nur wenig Möglichkeiten haben Bedarfe u. Wünsche zu äußern. Ziel ist die Verbesserung der Lebensverhältnisse in den ländlichen Räumen in Wagenfeld/Ströhen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Wagenfeld gliedert sich in die Ortsteile Wagenfeld und Ströhen. Gemeinsam bilden sie eine Einheitsgemeinde. Es ist keine Abgrenzung des Gebietes geplant. Sowohl Wagenfeld als auch Ströhen werden in das Projekt einbezogen.
Einwohnerzahl
7218
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Wagenfeld
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kommune Wagenfeld
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kommune Wagenfeld
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kommune Wagenfeld
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.pdf
(3.86 MB)
wagenfeldstroehen_karte.pdf
(754.15 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Das Empowerment zur Entwicklung des Projektes kommt von den Bewohner_innen. Die entstehenden Strukturen werden maßgeblich von den Interessen, Wünschen und Bedarfen der Bewohner_innen aus Wagenfeld und Ströhen geleitet. Nur unter Beteiligung der Bewohner_innen können langfristige und nachhaltige Strukturen der Gemeinwesenarbeit entstehen. Der „Bottum up“ Prozess ist die tragende Struktur für den Aufbau. Nur was von der Bewohner_innenschaft auch gewollt ist und woran sie arbeiten wollen, wird umgesetzt und begleitet. Die Bewohner_innen werden aktiv befähigt, sich für ihre Bedarfe einzusetzen. Das gemeinschaftliche agieren steht im Vordergrund. Die gebietsbezogenen Strukturen spielen im Projekt eine große Rolle und werden dauerhaft mit einbezogen. Die Kommune hat eine entscheidende und zentrale Rolle in der Umsetzung und Entwicklung des Projekts, durch eine langfristige Etablierung der Beteiligungsstrukturen in die kommunalen Strukturen wird die Nachhaltigkeit gewährleistet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner_innen sind durch geeignete Beteiligungsverfahren dauerhaft und regelmäßig in den Prozess des Aufbaus, des Ablaufs und der Verstetigung der Strukturen der Gemeinwesenarbeit einbezogen.
Kriterium
Beschreibung
Die GWA steht mit wichtigen Akteuren vor Ort in engem Kontakt. Netzwerke/Runde Tische/Arbeitsgruppen sind installiert u. finden regelmäßig statt. Die Akteure nehmen kontinuierlich teil. Aktionen werden im Netzwerk gemeinsam geplant u. umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Das Netzwerk der GWA ist in soweit verstetigt, dass es auch über die Förderlaufeit hinweg bestand hat. Das Netzwerk trifft sich ohne Begleitung und Anleitung.
Kriterium
Beschreibung
Die Kommune unterstützt das Projekt und sieht GWA als wichtigen Bestandteil der Gesamtstrukturen an. Die Kommune sieht das Netzwerk GWA als Beteiligungsgremium. Gemeinsam ist ein Konzept zur Verstetigung der GWA über die Laufzeit hinweg entwickelt.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommune Wagenfeld: Bürgermeister, Fachdienst Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Ströhen; Blau Kreuz Wagenfeld/Ströhen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatverein/ Lebendiges Wagenfeld, Landfrauen Wagenfeld/Ströhen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessierte Bewohner_innen aus der ersten Online-Befragung, Engagierte des Runden Tisch Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreiszeitung Diepholz/Wagenfeld, Klönschnack (regionales Blatt), Wochenblatt, Webseite Kirchenkreis, Webseite Kommune, Webseite Diakonisches Werk, Gemeindebrief
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Diepholz-Syke-Hoya
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Modellprojekt bietet Wagenfeld die Möglichkeit, die Gemeinwesenarbeit langfristig in die kommunalen Strukturen einzubinden. Die im Rahmen der Gemeinwesenarbeit erarbeiteten Beteiligungsstrukturen sollen sich nachhaltig, kommunal und gebietsbezogen etablieren. Das entstandene Netzwerk wird auch über die Förderlaufzeit hinweg Bestand haben und im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements weitergeführt. Die Kommune unterstützt das aufgebaute Netzwerk.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On