Hallo Nachbar!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Mina Amiry
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Integration auf Augenhöhe in der Gemeinde Molbergen
Projektbeschreibung
Der gemeinnützige Verein Integrationslotsen im Landkreis Cloppenburg e.V. setzt sich für die Interessen und Rechte von Migranten ein und deren gleichberechtigte Teilhabe im Familienleben, Bildung, Beruf und Gesellschaft. Ein besonderes Anliegen ist es, Begegnungen von Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen zu organisieren, um dazu beizutragen, Vorurteile und Ängste vor dem vermeintlich Fremden abzubauen.
Das Projekt „Hallo Nachbar!“ möchte gegenüber Migranten in der Gemeinde Molbergen sowie deren Ortsteilen Peheim und Ermke durch gemeinsame Treffen und Exkursionen Nachbarschaftshilfe leisten.
Über die Projektlaufzeit verteilt sollen in der Gemeinde Molbergen und den Ortsteilen Peheim und Ermke an unterschiedlichen sozialen Treffpunkten (z.B.Pfarrheime, soziale Gemeinschaftsräume) ansässige Migranten und deren Nachbarn zu gemeinsamen Treffen und Beratungsterminen eingeladen werden. Während der Treffen gibt es die Möglichkeit, sich bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken näher kennenzulernen. Durch hinzugezogene Sprachmittler wird die Kommunikation erleichtert. Die Termine werden teilweise durch soziale und kulturelle Informationsveranstaltungen ergänzt (z.B. das deutsche Schulsystem, Gesundheitsvorsorge) sowie durch Exkursionen (z.B. nach Bremerhaven, zum Museumsdorf Cloppenburg, zur Meyerwerft/Papenburg). Beratungstermine finden in Form von regelmäßigen Sprechstunden in der Gemeinde Molbergen statt, in denen Migranten Unterstützung bei Fragen und Problemen erhalten (z.B. beim Ausfüllen von Dokumenten).
Durch die gemeinsamen Treffen und Unternehmungen sollen Hürden der Kontaktaufnahme zwischen Migranten und ihren Nachbarn überwunden werden und eine Basis zu einem freundschaftlichen Miteinanderleben geschaffen werden. Da die Gemeinde Molbergen nur über eine unzureichende öffentliche Verkehrsanbindung verfügt, soll durch einen Shuttle-Service, der im Rahmen des Projektes eingerichtet wird, den Teilnehmenden geholfen werden, die unterschiedlichen Veranstaltungsorte besser zu erreichen.
Der Abschluss des Projektes ist in Form einer Ausstellung geplant, in der Portraits und biographische Informationen der Migranten und deren Nachbarn präsentiert werden sowie eine Übersicht über den Projektverlauf. Auch eine entsprechende Erstellung eines Ausstellungskatalogs ist geplant.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Hallo Nachbar!“ möchte Familien von Migranten aus der Gemeinde Molbergen und den Ortsteilen Peheim und Ermke im Landkreis Cloppenburg dabei helfen, mit ihren Nachbarn in einen freundschaftlichen Kontakt zu treten.
2013 lebten im Landkreis Cloppenburg 11.292 Ausländer. Diese Zahl stieg bis 2017 auf 17.736 Personen (AZR-Statistik des KRV Cloppenburg). Zwar hat sich der Zuzug von geflüchteten Menschen nach Deutschland inzwischen reduziert, doch ein starker Bedarf an Maßnahmen zur Integration und gesellschaftlichen und sozialen Teilhabe bleibt bestehen. Viele der neuzugezogenen Familien und Personen wohnen nicht länger in Flüchtlingsunterkünften, sondern konnten in eine „eigene“ Wohnung umziehen. Ein solcher Umzug bedeutet zwar ein unabhängigeres, selbstbestimmteres Wohnen, aber auch, dass einem zunächst nachbarschaftliche Bezugspersonen fehlen. Häufig sind die Nachbarn der neuzugewanderten Bevölkerung nicht oder nur kaum bekannt. Gerade neuzugewanderten Menschen fällt es schwer, zu ihren Nachbarn in Kontakt zu treten. Gründe sind Unsicherheiten in der Anwendung der deutschen Sprache oder kulturelle Unterschiede und hieraus entstehende Missverständnisse. Hinzu kommt, dass viele Wohngebiete im Landkreis Cloppenburg im eher spärlich besiedelten ländlichen Raum liegen mit einer unzureichend vorhandenen Verkehrsanbindung, was die Gefahr der Vereinsamung erhöht. Aufgrund einer solchen Wohnsituation ist es umso wichtiger, Bezugspersonen vor Ort zu haben. Da die soeben beschriebene Wohnsituation verstärkt auf die Gemeinde Molbergen zutrifft, konzentriert sich das Projekt auf diese sowie auf deren Ortsteile Peheim und Ermke, in denen es zudem an sozialen Einrichtungen mangelt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cloppenburg/ Molbergen - und Ermke - und Peheim -
Beschreibung
Molbergen hat eine Fläche von 102,56 qkm. Die Gemeinde Molbergen befindet sich in zentraler Lage innerhalb des Oldenburger Münsterlandes im Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre. Die Anbindung an die zentrale Verkehrsader der Region, die Hansalinie A1 erfolgt über die L 836 sowie über die Europastraße 72 (B 213) und über die B 72, die sich im Norden und Süden der Gemeinde befinden.
Einwohnerzahl
8653
Quelle / Anmerkungen
https://www.lkclp.de/kreis-politik/zahlen-daten-fakten/bevoelkerung-und-flaeche.php
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es ist uns derzeit nicht möglich, über diese Merkmale eine adäquate Einschätzung abzugeben. Eine Einschätzung könnte aber bei Bedarf nachgereicht werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
molbergen_karte.png
(471.2 KB)
molbergen_ortsteile.png
(869.84 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Projekt „Hallo Nachbar!“ wird Migranten und deren Nachbarn in der Gemeinde Molbergen Anlauf- und Vernetzungsmöglichkeiten vor Ort geboten, indem Treffen, Unternehmungen und Beratungstermine angeboten werden. Da sich das Projekt sowohl an Migranten als auch an deren Nachbarschaft richtet, stehen die Bewohner/innen Molbergens im Zentrum der Maßnahme. Durch das Projekt sollen insbesondere infrastrukturelle (Mobilität durch den Minibus als Teil des Projektes) und immaterielle (Verbesserung und Förderung sozialer Beziehungen, Partizipation, kulturelle Aktivitäten) Bedingungen gefördert werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch Teilnehmerlisten soll eine Übersicht über die teilnehmenden Migranten und deren Nachbarn gewonnen werden.
Kriterium
Beschreibung
Durch einen Evaluationsbogen, der zu Projektende erstellt wird, soll ermittelt werden, inwiefern die Teilnehmenden durch die verschiedenen Treffen untereinander Netzwerke gebildet haben.
Kriterium
Beschreibung
Inwiefern sich die nachbarschaftlichen Beziehungen verbessern und festigen konnten, soll auch durch einen Evaluationsbogen festgestellt werden. Auch die fotografische Dokumentation (Ausstellung und Broschüre) kann hierüber Aufschluss geben.
Beschreibung
Durch verschiedene Themen, die im Rahmen von Informationsveranstaltungen vermittelt werden, werden verschiedene Handlungsbereiche (u.a. Gesundheit, Bildung) integriert gedacht und bearbeitet. Die Teilnehmerliste gibt jeweils Ausfschuss über die Resonanz.
Beschreibung
Durch den Projekt Minibus können Probleme einer fehlenden öffentlichen Verkehrsanbindung umgangen werden. Die Inanstpruchnahme des Shuttle-Services gibt Aufschluss über diesen Standard.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Akteure sind die Bewohner/innen der Gemeinde Molbergen und von den Ortsteilen Ermke und Peheim.
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Youth/Local/Agent - Netzwerkvermittler Jugend - Soziales - Sport im ländlichen Raum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Astrid Hunke
| Funktion | Agentur zur Vermittlung von Ehrenamt im Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Youth/Local/Agent - Netzwerkvermittler Jugend - Soziales - Sport im ländlichen Raum
Projektbeschreibung
Im ländlichen Raum in den Samtgemeinden Elm-Asse mit den Standorten Remlingen und Schöppenstedt sowie in der Samtgemeinde Baddeckenstedt als dritten Standort, befinden sich Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 - 22 Jahren, die sich ihre Freizeit vor Ort selbst gestalten. Diese Gestaltung entspricht nicht den Vorstellungen der Kommunen und wird kritisch gesehen. Die Orte der Gestaltung sind selbst gewählt: Scaterplätze, Höfe von öffentlichen Einrichtungen außerhalb der Öffnungszeiten, Bushaltestellen, Bolzplätze, Kirchhöfe, Spielplätze, Straßenecken, Parks, unter Brücken. Die unterschiedlichen Themen suchen sich die Jugendlichen auch selbst. Die Gruppen werden immer größer, sie finden immer weniger den Zugang zu lokalen Vereinen /Institutionen und sie stellen sich selbst für ihre sozialen Räume vor Ort nicht mehr zur Verfügung. Die Vorgehensweisen der Jugendlichen sind selbst organisiert, beinhalten einen hohen Leistungsgrad, bilden Konkurrenzen untereinander und sind mobil. Die Konkurrenzen der Gruppen führen zu Uneinigkeit und werden geschürt, wenn soziale Ungleichheiten oder ethnische Unterschiede eine Rolle spielen. An diesem Punkt sollen die „Youth/Local/Agent „zum Einsatz kommen. Sie sind junge Menschen, die in den lokalen Räumen leben und ihre Familien und ihr Umfeld dort haben. Sie stellen sich zur Verfügung um zwischen ihren eigenen Peer Groups, den Verbänden und der Kommune innerhalb der bestehenden Netzwerke zu agieren. Sie haben die Aufgabe ihre Bedürfnisse zu erfassen und an die Netzwerk Partner weiter zu tragen. Diese Beteiligung stellt den sozialräumlichen Bezug vor Ort her und führt dazu, dass die jungen Menschen eine Stimme bekommen, die zu einer Einbindung in die strukturellen Ebenen vor Ort führen. Hierzu werden sie geschult und begleitet.
Soziale Räume müssen gemeinsam mit allen Bewohner*innen lokal gestaltet werden, dazu benötigen junge Menschen Akzeptanz vor Ort.
Passende Freizeitangebote gemeinsam mit Netzwerkpartnern zu initiieren, die Ideen dazu in der Kommune vorzutragen, diese zu vermitteln und die Bedürfnisse der Jugendlichen vor Ort nachhaltig zu benennen sind die Ziele des Youth/Local/Agent. Diese Fähigkeiten zu erlangen und begleitet umzusetzen sind der Auftrag den die Trägerin des Projektes erfüllen will. Gemeinsamkeiten herzustellen, generationsübergreifend zu arbeiten und eine gemeinsame Sprache zu sprechen stärkt das Gemeinwohl und lässt Alltagsrassismus und insuffiziente Meinungsbilder nicht zu.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In allen drei Standorten der Samtgemeinden befinden sich junge Menschen, die bedingt durch mangelnde Mobilität im ländlichen Raum lokal gebunden sind. Da die Infrastruktur für die Umsetzung von jugendaffinen Freizeitmöglichkeiten mit der Abwanderung von Familien aus dem ländlichen Raum und der mangelnden Lukrativität für Jugendliche rückläufig ist, suchen sich die jungen Menschen in Schöppenstedt, Remlingen und Baddeckenstedt neue Formen der attraktiven Gestaltung von Freizeit. Alle Standorte haben zwei Gemeinsamkeiten – die Jugendlichen nutzen die Medien um sich Aufmerksamkeit und Anerkennung zu verschaffen, haben vor Ort aber keine Stimme und sie funktionieren in ihren eigenen Peergroups - sie nehmen wenig Kontakt zu anderen Gruppen und zu den Sozialräumen in ihrer Umgebung auf, in denen sich andere Gruppen befinden. Die Angebote durch die Vereine und Verbände scheinen nicht attraktiv genug, ein Bezug zu ihrer direkten Umgebung ist nicht ausreichend genug um ihre Freizeitbedürfnisse umzusetzen. Sie finden kein Netzwerk, das ihnen Gehör verschafft und bestrebt ist zu helfen ihre Wünsche zu verwirklichen, sie finden kaum lokale Anbindung. Diese Gründe führen dazu, dass die Jugendlichen ihre Freizeit nicht innerhalb ihrer sozialen Räume gestalten. Das führt zu Auffälligkeiten, die seitens der Bürgerschaft nicht erwünscht sind und daher auf Ablehnung stoßen. Akzeptanz wird wenig hergestellt und Wünsche werden gegenseitig nicht ernst genommen. Der Youth/Local/Agent hat die Aufgabe, den sozialräumlichen Bezug zwischen den Institutionen, der Kommune und der Bürgerschaft herzustellen und nachhaltig die Umsetzung der lokalen Jugend-Bürgerbeteiligung und Anbindung herzuleiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Wolfenbüttel Samtgemeinde Baddeckenstedt
Beschreibung
Das Förderungsgebiet bezieht sich auf den Landkreis Wolfenbüttel, Sg. Baddeckenstedt. Die Samtgemeinde liegt direkt im ländlichen Raum und hat eine Entfernung von ca. 15 km zur nächsten Stadt. Der Bezugsbereich ist der Landkreis Wolfenbüttel.
Einwohnerzahl
3055
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es handelt sich um eine Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Wert ist geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Dieser Wert ist geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
baddeckenstedt.pdf
(278.12 KB)
Gebiet-Name
Schöppenstedt
Beschreibung
Schöppenstedt gehört zur Samtgemeinde Elm/Asse und liegt ca.23 km von Wolfenbüttel entfernt direkt im ländlichen Raum. Schöppenstedt ist die kleinste Stadt im Gebiet , hat 559 Einwohner mehr als ein Dorf und wird daher in das Projekt ländliche Regionen mit aufgenommen.
Einwohnerzahl
5559
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
schoeppenstedt.pdf
(270.69 KB)
Gebiet-Name
Remlingen
Beschreibung
Remlingen liegt im Landkreis Wolfenbüttel und ist von -Wolfenbüttel aus 12 KM entfernt. Remlingen grenzt sich zu allen anderen Dörfern der Umgebung ab.
Einwohnerzahl
1268
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
remlingen.pdf
(265.24 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In den Standorten werden Projektbüros als Anlaufstelle eingerichtet. Diese haben feste Öffnungszeiten. Die Büros werden in den Gemeinden zur Verfügung gestellt - Schöppenstedt, Remlingen, Baddeckenstedt. In den Standorten arbeiten wir mit den vor Ort lebenden Jugendlichen im Netzwerk mit den Institutionen, Verbänden, der Kommune und den Bürgern*innen. Die jungen Menschen sollen einen sozialräumlichen Bezug zu ihrem Wohnumfeld bekommen, daher geschieht der Zugang ganzheitlich. Die erkennbaren strukturellen Mechanismen innerhalb der ländlichen Gemeinschaften müssen erkannt werden, damit die Jugendlichen einen Zugang bekommen und ihre Forderungen stellen und umsetzen können. Dies ist das Ziel der Y-l-A im ländlichen Raum. Die Vorgehensweisen der Jugendlichen benötigen breite Unterstützung der Bevölkerung , damit nachhaltig gearbeitet werden kann.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
In bereits vorhandenen Strukturen neue Projekte und Ideen verwirklicht werden können und die Y-L-A durch ihren Einsatz im lokalen Raum gehört und ernst genommen werden und Wünsche und Bedürfnisse als Programm umgesetzt werden (Bezug zum sozialen Raum).
Kriterium
Beschreibung
Netzwerker ihre Themen gemeinsam gestalten direkt vor Ort die gemeinsame Arbeit zu einer Aufwertung der Lebensqualität vor Ort führt, die jungen Menschen Gehör in ihrer Kommune und bei der Bürgerschaft finden und eingebunden sind.
Kriterium
Beschreibung
Generationsübergreifende Arbeit vor Ort erhöhen die Chancen für Jugendliche, sich mit ihrer Umgebung nachhaltige zu identifizieren. Sie erkennen wie die Mechanismen sind, die zur Funktion der Gesellschaft führen, bringen sich ein und werden vor Ort aktiv.
Beschreibung
Im ländlichen Raum sind alle Ressourcen knapp bemessen, müssen geteilt werden und das müssen alle Bürger*innen mit tragen. Y-L-A teilen mit, was sie benötigen um übergreifend zu denken und zu handeln, weil sie ihre Bedürfnisse benennen und vermitteln.
Vorhandene Strukturen
Die Freiwilligenagentur arbeitet seit 20 Jahren in der Region mit allen Altersgruppen, verfügt über Qualitätsmanagementverfahren mit Siegel der Bundesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligenagenturen BAGFA und ist spezialisiert in 8 Fachbereichen um das ehrenamtliche Tun für die Gesellschaft, im Gemeinwesen und in der Entwicklung atypischer Netzwerke. Sie hat die Aufgabe in Kooperation mit Partnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen als eine professionell arbeitende Koordinierungsstelle für Ehrenamtliche zu dienen. Sie bündelt diverse gesellschaftliche Interessen für eine Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit. Durch die Einrichtung einer Koordinierungsstelle haben die Kooperationspartner soziale Kompetenz und Engagement bei der Gewinnung, Betreuung und Fortbildung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezeigt. Die Agentur bringt junge Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig engagieren wollen, zusammen mit nachfragenden Organisationen, Einrichtungen, Projekten und Personen. Somit trägt sie zur Förderung und Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen bei. Über diese Vermittlungstätigkeit hinaus bietet sie als eine Koordinierungsstelle weitere Servicedienstleistungen in Beratung, Management und Organisation sowie Öffentlichkeitsarbeit, entlastet Organisationen und Hauptamtliche ohne sie zu ersetzen und fördert neue Projekte. Die Freiwilligenagentur wird durch die Breite der Aufgaben den Anforderungen an das „Neue Ehrenamt“ gerecht.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Remlingen und Schöppenstedt Regina Bollmeier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Zeitung Steffanie Memmert
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenredaktion Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege des Landkreises Wolfenbüttel Herr Ziebarth
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Berthas Machbarschaften
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lotta Braunert
| Funktion | gemeinnütziger Verein |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Beteiligung und Befähigung der Nachbarschaft rund um den Bertha-von-Suttner Platz
Projektbeschreibung
Zentral gelegen, im Stadtbezirk Hannover Südstadt-Bult, befindet sich der Bertha-von-Suttner Platz. Hier wurde 2014 das Projekt Berthas Beete gestartet. Berthas Beete sollen zu Berthas Machbarschaften wachsen. Mit gemeinsamen Aktionen auf dem Bertha-von-Suttner Platz wird die Nachbarschaft lebendig. Besonders im Fokus stehen soll der Austausch zwischen Jung und Alt. In Workshops sollen die Anwohner*innen befähigt werden Netzwerke zu bilden. Und aktiv zu werden, um ihre eigene Nachbarschaft mit zu gestalten. Gleichzeitig wird der Platz genutzt um Skill Sharing zu ermöglichen. Die Nachbar*innen befähigen sich gegenseitig. So wird der soziale Zusammenhalt gestärkt. Die Südstadt ist einer der am dicht besiedelten Stadtteile in Hannover mit 77 Einwohner*innen je Hektar. Der Anteil der Einzelwohnungen ist dafür sehr hoch. Es gibt also einen hohen Druck auf öffentliche Räume durch dichte Besiedelung. Gleichzeitig erhöht dies die Gefahr von Vereinzelung, da sich Menschen in ihre eigenen Wohnungen zurück ziehen. Berthas Machbarschaften wirkt dem entgegen und schafft Nachbarschaften die Austausch, gegenseitige Befähigung und Hilfe möglich machen.
Im erweiterten Projektgebiet wird mit einer mobilen Plattform (Parklet) dezentral gearbeitet. Das Parklet wird auf einem umgebauter Autoanhänger installiert. Es ist begrünt, bietet Aufenthaltsfläche und die Möglichkeit kleine Ausstellungen zu zeigen. So kann es multifunktional für soziale, ökologische und kulturelle Zwecke genutzt werden. Es zieht durch die benachbarten Straßen und eröffnet so neue Räume. Es wird eine Art Beteiligungsinsel. Dadurch werden die Anwohner*innen angeregt über ihre Wünsche für eine lebenswerte Stadt nachzudenken und sie zu äußern. Außerdem wird Raum geschaffen um sich kennen zulernen und auszutauschen.
Anschließend an diese erste Projektphase soll das Projekt in andere Stadtteile ziehen. Die an dem Projekt Partizipierenden werden zu Multiplikator*innen. Sie helfen dabei weitere Nachbarschaften zu Machbarschaften zu machen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Südstadt ist ein dicht besiedelter Stadtteil indem die Altersverteilung weit auseinander reicht. Zum einen sind 21% der Bewohner*innen über 60 Jahre alt. Zum anderen weist die Südstadt die höchste Säuglingsdichte (10,8 Säuglinge je 1000 Einwohner*innen) auf. Bei einer Dichte von 77 Einwohner*innen pro Hektar wohnen durchschnittlich nur 1,6 Menschen in einer Wohnung. Dies birgt die Gefahr von gesellschaftlicher Isolation. Durch die großen Altersunterschiede kann es zu Segregation kommen. Der demografische Wandel ist auch in der Südstadt spürbar. Die Einwohner*innen sind zunehmend älter und oft auch sozial isoliert. Um mehr Diversität im Stadtteil zu fördern braucht es Austausch und sozialen Zusammenhalt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Südstadt
Beschreibung
Vorrangig Gebiet um den Bertha-von-Suttner Platz, Sallstraße, Stresemannallee, Wredestraße, Böhmerstraße, Stüvestraße, Geibelstraße, An der Questenhorst, Jordanstraße, An der Teifenriede bis Altenbekener Damm, Heinrich-Heine Straße,
Einwohnerzahl
40010
Quelle / Anmerkungen
hannover.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hannover.de Strukturdaten 2018
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interessant hier aber die höchste Säuglingsdichte in Stadt Hannover (10 Säuglinge pro 1000 Einwohner*innen) Diese Zahl wird sich also in den nächsten Jahren starkt ändern.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.pdf
(1.4 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesensarbeit dadurch, dass Einwohner*innen befähigt werden sollen sich für ihre Nachbarschaft zu engagieren und sich für sozialen Zusammenhalt einzusetzen. Das Projekt lädt aktiv zur Teilhabe ein und aktiviert die Stadtbewohner*innen, befähigen sich zu engagieren. Nach den Prinzipien des Gemeinwohls sollen gemeinsame Orte geschaffen werden, Erfahrungen, Wissen und Materialien geteilt werden. Aus Nachbarschaften werden Machbarschaften. Friedliches und solidarisches Zusammenleben in einer dichten Stadt wird möglich. Niedrigschwellige Beteiligung wird möglich. Austausch und Befähigung wird möglich. Das Projekt soll ein Startpunkt sein um darauf folgend in weitere Stadtteile zu ziehen. Der Anlaufpunkt Bertha-von-Suttner-Platz sowie die die Räume die sich in das Netzwerk integrieren werden von einem Kümmerer/einer Kümmerer*in betreut und koordiniert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Veranstaltungen von Bewohner*innen initiiert worden sind, wenn diese ihre Stärken und Fähigkeiten in kooperativ organisierten Workshops teilen, wenn die Bedürfnisse der Bewohner*innen sichtbar gemacht wurden
Kriterium
Beschreibung
Räume gemeinsam genutzt worden sind, es ein aktives Netzwerk um Berthas Machbarschaften gefunden hat, das für gegenseitige Befähigung steht
Kriterium
Beschreibung
Platz belebt und Berthas Beete gewachsen sind. Wenn es weitere kleine Gärten und Nachbarschaftsaktivitäten (wie gestaltete und geöffnete Räume) gibt.
Beschreibung
Es fernab der im Projekt implizierten Veranstaltungen weitere gibt die unabhängig organisiert werden. Wenn es ein oder mehrere Folgeprojekte gibt die durch den Austausch im Projekt entstehen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Begegnung Bad Lauterberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Anlaufstelle für nachhaltige Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Es wurden neue Räume für die ursprünglich rein ehrenamtliche und nunmehr hauptamtlich besetzte Anlaufstelle gefunden. Durch Angebote, zum Einen in der zentralen Anlaufstelle zum Anderen aber auch verteilt im gesamten Sozialraum der Stadt und den dazugehörigen Dörfer, werden die Bewohner*innen bei der aktiven Gestaltung der Nachbarschaft unterstützt.
Ein Schwerpunkt, der sich rauskristallisiert hat, ist ein Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekt mit Aktivitäten wie Insektenhotels bauen, Saatbomben herstellen und verteilen, gemeinsames Müll sammeln, Initiierung und Suche von Unterstützer*innen für die Zertifizierung von Bad Lauterberg als Fair Trade Stadt. Ein anderer Schwerpunkt soll aufgrund des Bedarfs die Arbeit mit älteren Menschen werden. Bestehende regelmäßige Angebote in Kooperation mit dem Kinderschutzbund wie das Kulturcafé, die Eltern-Kind-Gruppe sowie jährliche Veranstaltungen wie der „Tag der Vielfalt“ sollen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Durch die verstärkte Netzwerkarbeit und die Befragung der Einwohner*innen entstehen momentan viele Ideen und Angebote. Unteranderem ein Frühstück für Senior*innen, ein Senior*innentaxi für gemeinsames einkaufen oder Arztbesuche, gemeinsames Kochen, "Formularfuchs"-Unterstützung bei der Organisation der Unterlagen u.v.m.
Auch wenn es nun feste Räumlichkeiten für das Projektteam gibt, sollen Angebote und Aktivitäten nach wie vor auch im Sozialraum verteilt stattfinden, um möglichst viele Menschen zu erreichen und das Gemeinwesen an sich zu stärken und nicht alles nur auf einen Raum und bestimmte Personen zu fokussieren.
Insgesamt soll durch das Schaffen von Begegnungsanlässen und daraus resultierenden weiteren Aktivitäten die Lebensqualität der Menschen steigen, sodass der Ort und die Region trotz der Folgen des demografischen Wandels und vorhandener Armut lebenswert ist.
Laut Robert-Koch-Institut "[bestimmen] nach wie vor [...] soziale Ungleichheiten die Entwicklung von Gesundheit und Lebenserwartung in Deutschland". In einen Kurort wie Bad Lauterberg kommen somit paradoxerweise einerseits Menschen, um ihre Gesundheit zu verbessern, und zum anderen leben dort Menschen, deren Gesundheit aufgrund von Armut massiv leidet.
Ein gut funktionierendes Gemeinwesen hat präventiven Charakter, kann soziale und politische Teilhabe ermöglichen und dadurch die Demokratie stärken. Diesen Effekt strebt dieses Projekt an. Das notwendige Engagement wird von den Projektmitarbeiterinnen vorgelebt und unterstützt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Bad Lauterberg lebt ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Menschen in Armut, laut Statistik fast jedes vierte Kind und jeder sechste Erwachsene.
Seit Beginn des Projekts wurden zwei Personen der ehemals rein ehrenamtlich organisierten Anlaufstelle hauptamtlich für die Gemeinwesenarbeit angestellt. So konnte diese Anlaufstelle, die eine wichtige Funktion in den örtlichen Strukturen füllt, da sie viele Konflikte entschärfen konnte bzw. dazu beiträgt, dass sie sich gar nicht erst soweit entwickeln, trotz schwindenden ehrenamtlichen Engagements aufrecht erhalten und stetig professionalisiert werden. Durch vernetztes Arbeiten werden Bedarfe erfasst und Lösungen gefunden. Realisiert wurde in der Vergangenheit zusammen mit Netzwerkpartner*innen u.a. die Entstehung eines Traumspielplatzes im Kurpark durch Engagement zur Sammlung des notwendigen Geldes und Begleitung des Bauprozesses, die Organisation und Durchführung des "Tag der Vielfalt" und des sozialen Weihnachtsmarkts.
Da das alte Stadthaus, das den Vereinen zur Verfügung gestellt wurde, umfangreich saniert werden müsste, konnte das ursprüngliche Haus der Begegnung nicht in angedachter Form genutzt und ausgebaut werden. In der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg wurden Räume umgebaut. In einen Trakt ist Anfang 2019 nach mehrjähriger Verzögerung das Jobcenter eingezogen. Im selben Gebäude sind auch Räume für das Gemeinwesenprojekt reserviert, die jedoch noch nicht freigegeben wurden. Auch wenn diese Räumlichkeiten aufgrund Lage und Größe langfristig ideal wären, konnte bis auf weiteres ein ehemaliges Ladenlokal bezogen werden, dass sich als Basis für sozialraumorientierte Arbeit gut eignet.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt wurden bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen ausgestattet. So werden weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchgeführt und bei Bedarf erweitert und angepasst. Damit weiterhin, und verstärkt durch Begegnung und Austausch, ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. Indem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das Einsamkeit, Chancenlosigkeit und Konflikten vor.
In Bad Lauterberg sowie in der gesamten dezentralen Region im Harz konnten rechte Ideologien in den vergangenen Jahren an Einfluss gewinnen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken sind die oben beschriebenen Ansätze von grundlegender Bedeutung. Bewohner*innen bekommen dadurch neue Perspektiven und werden an Wege der politischen Mitbestimmung erinnert oder lernen sie erstmals kennen.
Im direkten Kontakt mit den Menschen sind bei einigen bereits Zeichen für eine ins positive veränderte Wahrnehmung von Situationen, Mitmenschen und Strukturen erkennbar. Das wirkt sich dann wiederum positiv auf ihren eigenen Alltag aus, weil neue Kontakte entstehen oder sich andere Perspektiven entwickeln. Der beste Hinweis, dass die Arbeit Früchte trägt und stabil aufrecht erhalten werden sollte.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Bereits vor Start der ersten Förderphase, gab es gewisse haupt- und ehrenamtliche Strukturen vor Ort. Im Rahmen des Projekts hat sich dies noch verstärkt und zunehmend professionalisiert. Von der Organisation von Veranstaltungen zum Herrichten von Fahrrädern in einer Fahrradwerkstatt, Musikprojekten, Nachbarschaftshilfe, Sozialberatung, Sprachunterricht, Kinderbeaufsichtigung, Lesungen und Eltern-Kind-Cafés ist vieles dabei. Im Rahmen von Runden Tischen und Arbeitskreisen sowie durch den persönlichen Kontakt der Projektmitarbeiter*innen zu vielen Menschen vor Ort besteht ein engmaschiges Netzwerk. Durch das Projekt werden die verschiedenen Angebote zusammendrahtet und noch besserer Austausch geschaffen. Beide hauptamtliche Johanniterinnen sind auch ehrenamtlich im Vorstand des Kinderschutzbundes und deswegen und da sie selbst im Ort wohnen, wo sie vielseitig aktiv sind, bestens vernetzt.
Es gibt Eigeninitiativen von Bewohner*innen wie "Lauterberger helfen sich", mit denen das Team eng zusammenarbeitet und durch das aufgebaute Netzwerk unterstützt.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
img_3301.jpg
(1.21 MB)
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Nachbarschaft entwickeln.
Projektbeschreibung
Das Projekt unterstützt bürgerschaftliches Engagement und Vernetzung verschiedener Initiativen, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Ziel ist es, dass alle Bewohner*innen sich inkludiert fühlen und gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Seit 2017 gibt es eine Anlaufstelle namens "Treffpunkt", in der verschiedene Beratungs- und Bildungsangebote sowie Veranstaltungen stattfinden. Die Projektmitarbeiterinnen führen diese zum Teil selbst durch und koordinieren, begleiten und unterstützen Angebote von Ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Netzwerkpartner*innen. Auch über die Räumlichkeiten des Treffpunkts hinaus werden Aktivitäten im Sozialraum organisiert, als Möglichkeit der Aktivierung von Bewohner*innen für das Gemeinwesen genutzt und unter Einbeziehung des Netzwerks unterstützt.
Mittlerweile nehmen auch anfangs eher skeptische Bewohner*innen an Angeboten teilnehmen, führen sie sogar selbst durch oder bringen Ideen ein. Durch neue Angebote wie das monatliche gemeinsame Frühstück sind Bedarfe und Ideen der Bewohner*innen geäußert wurden, an die angeknüpft werden soll. Momentan wird eine Toilette in die Räumlichkeiten gebaut und bei der Gelegenheit auch der Anschluss für eine Küchenzeile gelegt, damit auf vielfachen Wunsch zukünftig auch gemeinsam gekocht oder gebacken werden kann.
Der Grundgedanke des gemeinsamen Gestaltens des Miteinanders in der Gemeinde findet sich nicht nur im Projekttitel wieder sondern auch in den Namen der Veranstaltungen wie bspw. Gemeinsam KUNST oder Gemeinsam ESSEN und natürlich vor allem im Miteinander unter den Teilnehmenden. Gemeinsam werden Bedarfe erhoben und bedarfsgerechte Angebote von Bewohner*innen (und) für Bewohner*innen gemacht. Gemeinsam wird erarbeitet, wie vielfältig diese Gemeinschaft ist und welche Stärken sich daraus ergeben. Dazu sind noch in diesem Jahr Aktivitäten, u.a. zum Thema Heimat und sich heimisch fühlen gemeinsam mit dem Kreisheimatbund, dem Tourismusbüro sowie einer ortsansäßigen Künstlerin, geplant. Auch bei den Aktivitäten in 2020 sollen als Klammer die Begriffe Heimat, Nachbarschaft und Vielfalt leitend sein. Dadurch soll die vom demografischen Wandel betroffene Nachbarschaft gestärkt, toleranter und damit lebenswerter für alle werden.
In Kooperation mit dem Netzwerk-Senioren e.V., die einen Bürger*innenbus realisiert haben, wird zu Veranstaltungen auch ein Fahrdienst angeboten. Ein Schritt zu mehr Mobilität im ländlichen Raum, der soziale Teilhabe ermöglicht.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die größte Herausforderung ist der demografische Wandel. Laut dem Landesamt für
Statistik Niedersachsen wird zwischen 2008 und 2031 die Bevölkerung
des Landkreises Hildesheim einen Rückgang von 12,4 % verzeichnen. Von dieser
Entwicklung ist insbesondere der Südkreis also auch die Gemeinde Lamspringe betroffen. "Die Bevölkerungsprognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung für die NBank
weist eine Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde Lamspringe vom
Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 von 5 873 auf 3 658 Einwohner*innen
aus" (MI 02.09.2015).
Die Bevölkerung wird nicht nur insgesamt weniger sondern auch wesentlich älter im Durchschnitt. Um für diese Entwicklung gut aufgestellt zu sein, braucht es eine gut vernetzte und engagierte Einwohner*innenschaft. Anhand der vielen Vereine und dem neu gegründeten Netzwerk Jugend ist erkennbar, dass der Wille die Zukunft mitzubestimmen und zu gestalten da ist. Durch die Arbeit des Projekts "Gemeinsam Lamspringe" wird eine wichtige Plattform zur Begegnung und zum Austausch für die zahlreichen Zusammenschlüsse und Einzelpersonen geboten. Die strategische Gemeinwesenarbeit ermöglicht das zielgerichtete Zusammenführen von Engagement und erhöht damit das Wirkungspotential.
Dadurch wird eine gesunde Nachbarschaft bis ins hohe Alter gefördert. Gesund im Sinne von einem gesunden Miteinander und dadurch auch gesunden bzw. gesünderen Individuen. Langfristig hat diese Nachbarschaft auch eine präventive Funktion. Sowohl indirekt als auch durch konkrete Präventionsmaßnahmen gemäß § 20 SGB V. Damit sollen Regelfinanzierungen für einzelne Angebote erschlossen werden, um das Projekt nachhaltig zu verstetigen.
5. Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner unter deren Einbeziehung Strukturen geschaffen werden sollen, die zu kollektivem Empowerment führen. Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Sensibilisierungsworkshops zu Diversität wirken Diskriminierung entgegen. Die darausfolgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen und Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität kommen kann. Durch verstärkten Austausch und nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber sind zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Bereits vor dem Start der ersten Projektphase im Herbst 2017 gab es durch Ehrenamtliche aus dem kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine bereits Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind nach wie vor nicht alle Bewohner*innen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr angesprochen. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule und Kindertagesstätten und zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers und der Integrationshelferin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September", Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten. Der ehrenamtliche Gemeinderat hat einen Ausschuss zu Themen wie Mobilität, Jugend- und Senior*innenarbeit und auch die Verbindung dieser Themen mit der Flüchtlingsintegrationsarbeit auf die Agenda gesetzt. Senior*innen haben auch einen gemeinsamen Verein gegründet und eine Umfrage zu Wünschen und Bedarfen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Senior*innen wurde u.a. der Computerkurs und ein Bastelnachmittag im Treffpunkt der Johanniter gestartet.
11. Medien
Galerie
Nord-WIND - Stark für das Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Markus Saathoff-Reents
| Funktion | Abteilungsleiter Generationenübergreifende Dienste |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Räume schaffen für Alle - Sich Einbringen - Werte stärken - Gemeinschaft bilden -
Projektbeschreibung
Stellen Sie sich vor, sie kommen in ein neue Stadt - Es ist keine Großstadt sondern ländlich geprägt. Sie haben viele neue Herausforderungen und einen ganz besondernen MEnschenschlag - Dann sind sie in Norden - dem Tor zur Nordsee - Die Stadt Norden liegt im äußersten Nordwesten der Bundesrepublik und liegt im Landkreis Aurich. Insgesamt leben im Bereich der Stadt ca 20.000 EInwohner*innen. Die Region ist eine der struktuschwächsten Regionen in Niedersachsen. Sie lebt von einigen mittelständischen Unternehmen, der Landwirtschaft und vom Tourismus.
Im Rahmen der Zuwanderung kamen viele Menschen nach Norden. Die dörflichen Strukturen und die Weitläufigkeit benötigt eine aktive Gestaltung der Integration der Zugewanderten Menschen. Die KVHS Norden gGmbH hat in Kooperation mit der Stadt Norden und dem Landkreis die Erstaufnahme und die Begleitung erarbeitet und entwickelt. Die zugewanderten Menschen haben sich nun Ihren Lebensmittelpunkt in Norden aufgebaut.
Aus der Bedarfsermittlungen ergeben sich nun neue Herausforderungen für alle Menschen und die Kommune. Ein Zusammenleben im Quartier bzw. Lebensräumen entsteht und fordert ein großes Verständnis von allen Menschen. Hier möchten wir mit dem Projekt NordWIND - Stärke im Quartier anknüpfen. Das Projekt soll Anlaufstelle für alle Menschen und für die Entwicklung von gemeinwesenorientierten Strukturen und Angeboten sein. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt bieten wir eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten für Jung und Alt und für Incomer und einheimische Menschen. Dieses wollen wir nutzen um den Lebensraum der Menschen im Bereich der Straßen "Jan-ten-Dornkaat-Koolman-Platz" und "Warfenweg" zu gestalten. Beide Straßenzüge zeichenen sich durch Blockbauten und Sozialen Wohnungsbau aus. Hier leben sehr viele Menschen mit ergänzenden Sozialleistungen und herausfordernen Biografien. Die Ideen zur Stärkung des Quartiers sind orientiert an der Entwicklung von Treffpunkten und Anlaufstellen in der Lebenswelt der Menschen vor Ort. Die Stärkung der Nachbarschaft durch Anlaufstellen (z.B. Ladenlokals) soll durch partizipativ entwicklete Angebote mit den Bewohner*innen nachhaltige Strukturen schaffen, die zu einer Selbstorganisation von nachbarschaftlichen Projekten und der Vernetzung zu den vorhanden Strukturen, wie Integrationsbüro, dem Mehrgenerationenhaus und den Angeboten der Freiwilligenagentur führt. Wir möchten frischen NordWIND zur Stärkung des Quarties in der Stadt Norden einbringen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den Bereichen sind für Ostfriesland große Wohngebäude (10-15 Mehrparteien Häuser) diese sind vorallem Investmentobjekte von unterescheidliche Eigentümern. Die sonstigen Wohnsituationen sind in Ostfriesland vornehmlich Eigenheime oder Einfamilienhäuser. Hier haben viele sozialbenachteiligte Menschen Wohnraum, den Sie auf Grund der günstigen Mieten beziehen. Hierdurch kommt es zu Schwierigkeiten sowohl im Quartier als auch im Zusammenleben. Viele unterscheidlichen Nationen leben auf engen Feld.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
Selbstorganisierter Nachbarschaftsgarten zur Förderung von Integration, Toleranz und Teilhabe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christine Katz
| Organisation | diversu e.V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführerin und 1. Vorsitzende von diversu e.V. |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsame Gartengestaltung schafft interkulturelle und -generationsübergreifende Begegnungsräume, die die soziale Integration, Teilhabe und Wohnortqualität verbessert und zum Empowerment und zur Demokratieentwicklung beiträgt.
Projektbeschreibung
Das Projekt möchte einen gemeinschaftlich von Anwohner*innen organisierten und bewirtschafteten Nachbarschaftsgarten im Stadtgebiet „Weißer Turm“ (ATU) der Hansestadt Lüneburg als Möglichkeit und Ort der interkulturellen und generationsübergreifenden gesellschaftlichen Mitgestaltung und Begegnung aufbauen. Es ergänzt im Rahmen des Programms der sozialen Stadt begonnene bauliche Sanierungs- und Quartiersentwicklungsaktivitäten um interaktive Sozialangebote, um zur Bewältigung von Anonymität, Konflikten zwischen Gruppen mit unterschiedlicher Migrationserfahrung, fehlender Aufenthaltsqualitäten im Außenbereich(insbesondere für Jugendliche und Kinder) – den zentralen Herausforderungen des Quartiers -, beizutragen. Gartenplanung, -verwirklichung und –verwaltung bietet vielfältige Möglichkeiten für gemeinschaftsorientiertes Handeln, bei dem tolerantes Miteinander sowie eine demokratische Mitgestaltungskultur niederschwellig praktiziert und die Folgen eigenen Engagements unmittelbar erlebt werden können. Durch die extern moderierten und mit gezielten Fortbildungsworkshops zu Themen wie Projektmanagement, Event-Konzeption, interkulturelle Kooperation, Öffentlichkeitsarbeit, Produkteherstellung und –vertrieb unterstützten selbstorganisierten Phasen der Planung, des Aufbaus und der Konkretisierung des Gartens können darüber hinaus individuelle Kompetenzen erworben und Selbstwirksamkeit im interkulturellen und generationsübergreifenden Miteinander erfahren werden (Empowerment). Dies fördert nicht nur die Lust auf Mitmachen, Integration, Teilhabe und ggs. Toleranz, sondern kann auch anderweitig (z.B. beruflich) dienlich sein. Zielgruppe sind in erster Linie die Bewohner*innen des Stadtgebiets ATU sowohl in der Rolle als für den Aufbau zu Aktiviernde als auch als potentiell den Garten Nutzende. Der Garten und die dort stattfindenden Aktionen richten sich jedoch an alle Stadtteilbewohner*innen und interessierte Bürger*innen Lüneburgs. Das Projekt bietet ein großes Potenzial an Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Akteuren mit GWA Bezug im Quartier. Dies wird von Beginn an genutzt. Das Arbeiten an dem beteiligungs-, gestaltungs- und gemeinwohlorientierten Gartenprojekt verändert sowohl das soziale Miteinander als auch die Wohnortqualität. Es hilft bei der Identifikation mit dem Quartier, das eine spürbare Aufwertung erfährt und fördert die demokratische Auseinandersetzungskultur jenseits rein sprachlichen Austauschs.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Am Weißen Turm“ ist ein zentral gelegenes Lüneburger Wohnquartier des Stadtteils Mittelfeld. Die Wohngebäude aus den 1970er Jahren sind in einem schlechten Zustand, ebenso wie das Außengelände - sicherlich ein Grund für die starke Wohnfluktuation. Seit 2015 ist es als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Seit Ende 2016 gibt es eine Quartiersmanagerin (50%), die zwischen Bewohner*innen und Verwaltung bzgl. der Sanierungsmaßnahmen vermittelt und Vernetzungen anstößt. Unter den rund 1.100 Menschen gibt es vergleichsweise viele Leistungsempfänger*innen nach dem SGB II (22,06 %) und auffallend viele Kinder und Jugendliche (23%). Knapp 40% der Bewohner*innen haben Migrationserfahrung. Der Bedarf an Nachmittags- und Ferienbetreuung ist hoch und kann mit den vorhandenen Institutionen nicht abgedeckt werden. Zudem fehlen altersgemäßen Betätigungs- und Begegnungsräume. Im Quartier herrscht eine große Anonymität und Abschottungstendenz, die viel Konfliktpotenzial in sich trägt: Deutsche grenzen sich gegen Geflüchtete ab, frühere Migrant*innen-Generationen gegenüber den Neuzugezogenen aus Syrien, Senior*innen kommen nicht mit Kindern in Kontakt etc. Ein Gartenprojekt könnte ein guter Mittler sein, nicht zuletzt weil das Gärtnern niederschwellige und grenzüberschreitend Interaktionen eröffnet und einen qualitativen Mehrwert im Quartier schafft. Im Freiflächenkonzept, das die Stadt als eine der ersten Maßnahmen im Sanierungsgebiet beauftragt hat, wird ein "Urban Gardening" Bereich vorgeschlagen, den auch die Besitzer*innen des Grundstücks unterstützen. Durch die prozessbegleitenden Fortbildungsangebote werden individuell Kompetenzen erworben, die u.a. auch Demokratieentwicklung befördern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Mittelfeld "Am Weißen Turm"
Beschreibung
Das Stadtgebiet"Am Weißen Turm" ATU liegt zentrumsnah in der nordöstlichen Ausbuchtung des Stadtteils Mittelfeld zwischen den Stadtteilen Weststadt, Altstadt und Rotes Feld. Das Stadtzentrum ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Es ist insgresamt 8,6 ha groß und gliedert sich in zwei strukturell unterschiedliche Teile, wobei den Kern eine Wohnanlage (ca. 7 ha) aus den 1970 er 1980er Jahren mit ca. 600 Wohnungen ausmacht. Um dieses Kerngebiet geht es im vorliegenden Antrag. Die Abgrenzung verläuft entlang der Straßen Hinter der Saline im Osten, Soltauer Straße und Bögelstraße im Süden, am Weißen Turm im Westen und am Bargenturm im Norden. Der nordöstliche Teil ist im Norden durch die Grundstücksgrenze der anliegenden Parkplätze und im Osten und Süden durch die in das Gebiet eingeschlossene Sülfmeisterstraße abgegrent. Die unmittelbare Umgebung ist geprägt durch eine Seniorenwohnanlage, Parkplätze und Sportplätze im Norden, das Familienzentrum , einen Versicherungsgebäudekomplex sowie weitere Gewerbeflächen im Westen, das Klinikum, ein Wohngebiet und eine Hotelanlage im Süden, vier Zeilen mit Studentenwohnungen, das Postgelände und Parkplätze im Osten. Der angrenzende Lambertiplatz im Nordosten bildet den Übergang zur Altstadt.
Einwohnerzahl
1100
Quelle / Anmerkungen
Quartiersmanagerin
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Im Freiflächenkonzept, das die Stadt als eine der ersten Maßnahmen im Sanierungsgebiet beauftragt hat, gibt es den Vorschlag für einen "Urban Gardening" Bereich, den sowohl Stadtrat als auch die Besitzer*innen des Grundstücks unterstützen.
Das Gebiet ist seit 2015 Sanierungsgebiet, hat inzwischen eine Quartiersmanagerin (50%), die jedoch v.a. für die Vermittlung der baulichen Sanierungsmaßnahmenan die Bewohner*innen und daran anknüpfende soziale Interkationen zuständig ist, und als Ansprechpartnerin für die gesamten dort angestoßenen Veränderungen fungiert. Die Stadt hat für das Sanierungsgebiet ein Freiraumplanungskonzept in Auftrag gegeben und bereits positiv verabschiedet. Dort ist ein Bereich für Gartenentwicklung vorgesehen, was sowohl vonm Stadtrat als auch den Besitzer*innen des Grundstücks begrüßt und unterstützt wird. Die Stadt kann die im Rahmen eines Gartenaufbaus erforderlichen und anfallenden baulichen Kosten übernehmen und über die Quartiersmanagerin langfristige Unterstützung einbringen als (Ansprechpartnerin, Werbung, Vernetzung, Initiierung von Aktivitäten über den Verfügungsfonds). Aufgrund der geringen Budgetierung der Stelle besteht jedoch seitens der Stadt keinerlei Möglichkeit, Kapazitäten für die Initiierung und Begleitung des sozialen Prozesses eines Nachbarschaftsgarten aufzubringen. Einesolche Prozessbegleitiung ist jedoch erforderlich für das Gelingen - insbesondere in der Aufbau- und Umsetzungsphase. Die im Projekt angelegten Fortbildungsangebote im und mit dem Prozess der Gartenentstehung sind ein innovativer Ansatz zur Verstetigung und selbständigen Weiterführung des Nachbarschaftsgartens, die ohne gezielte Förderung nicht durchgeführt werden können.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
Quelle: Stadt Lüneburg, Bericht zur Sozialen Stadt;
Die Zahlen beziehen sich auf Kinder und Jugendliche; Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren liegen bei auffallend hohen 12%
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Aussage der Quartiersmanagerin gibt es eine stattliche Anzahl an schon lange hier lebenden älteren Bewohner*innen ohne Zahlenangaben.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Quelle: Dokument der Stadt Lüneburg zur Sozialen Stadt;
die Zahlen beziehen sich auf Leistungsempf#änger*innen nach SGB II
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Quelle, wie oben;
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt zielt auf das Gestaltungspotenzial von Gemeinschaftsaktivitäten, auf die Wirksamkeit von kooperativem Handeln und selbstorganisiertem Arbeiten an einem gemeinsamen Ziel. Es geht stark darum, diese Selbstorganisation und -bestimmung bewohner*innen-zentriert zu stärken bzw. an die vorhandenen Ressourcen anzuknüpfen, d.h. existierende Kooperationsstrukturen und Akteure, die sich bereits engagieren, nutzen bzw. von hnen profitieren und sie weeter auszubauen.
Der Aufbau eines Nachbarschaftsgartens ermöglicht viele der Qualitäten von GWA durch den Prozess an sich, der allerdings eine moderierende und strukturierende, z.T. auch intervenierende Begleitung braucht. Durch das aktive Miteinander auf ein konkretes Ziel hin, die Teilhabe von auch rhetorisch oder allgemein sprachlich vergleichsweise schlecht ausgestatteten Mitürger*innen, durch die Sichtbarkeit des eigenen Engagements bietet ein Gartenprojekt eine Vielfalt an Lernfeldern und Auseinandersetzungsräumen, die wichtig sind für die gemeinwohlorientierte Entwicklung von Quartieren. Insbesondere auch Kinder und Jugendliche, die in dem Gebiet ATU hier bzgl. der Attraktivität von Außenflächen weitgehend benachteiligt sind, können darüber gut erreicht und für Aktionen motiviert werden. Die begleitenden Fortbildungsangebote ergänzen darüber hinaus das praktische Einüben von Toleranz, und fördern generations- und kulturübergreifendes Handeln und Denken.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen unterschiedlicher Zielgruppen (Frauen, Menschen mit Migrationserfahrung, Jugendliche, Kinder, Senior*innen) aktiv das Projekt vorantreiben, sichtbar im Team dabei sind.
Kriterium
Beschreibung
aus den Ideenwerkstätten konkrete Arbeitsschritte und Aufgabenverteilungen werden, die selbständig abgearbeitet und deren Einhaltung von den Bewohner*innen kontrolliert und eingefordert wird.
Kriterium
Beschreibung
Kontakte zu existierenden Netzwerkpartner*innen bestehen und einzelne Kooperationsprojekte angestoßen sind
Kriterium
Beschreibung
die Planungsphase abgeschlossen, mit der Umsetzung in Gruppen begonnen wurde und der Garten wachst und gedeiht, und sich Bewohner*innen (15 plus) dort aktiv engagieren, zusammen Aktionen initiieren und gemeinschaftlich arbeiten
Beschreibung
der Nachbarhscaft als intergultureller und generationsübergreifender Begegnungsraum steht, genutzt und bewirtschaftet wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Stadtgebiet ATU gibt es eine Grundschule (Heiligengeistschule), die auch ein Ferienprogramm anbietet. Die ÜMI Am Weißen Turm betreut Kinder der Heiligengeistschule, von denen viele hier im Quartier leben.
Die ÜMI war bereits aktiv in die Antragstellung für Hochbeete involviert. Diese sollen als Treffpunkt und Begegnungsmöglichkeit für die Bewohner*innen dienen.
Die Gemeinwesenarbeit wird im Quartier außerdem geleistet vom Eins A Treff, einer Einrichtung der Matthäus Gemeinde. Sie bieten Nachmittags Programm für Kinder und Jugendliche, aber auch ein monatliches Frauenfrühstück, am Wochenende Familiengottesdienste. Seit Neuestem findet hier auch ein Seniorennachmittag statt. Auch das SalinO Stadtteilhaus macht Angebote für die Menschen im Quartier und ist als Anlaufstelle für die Bewohner*innen ein fester Bestandteil.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Heiligengeistschule, VHS Region Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gartenbaubetriebe: Wrede, Hagebaumarkt, WIR Garten, Interkultureller Garten Lüneburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landeszeitung Lüneburg, Lünepost, Radio ZuSa,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilhaus SalinO, Eins A Treff (Einrichtung der Matthäus Gemeinde)
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Willkommen in Oldenburg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wiebke Schneidewind
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vermittlung von Werten und Kultur über ein Medienprojekt für alle Stadtteilbewohner
Projektbeschreibung
Der gemeinnützige Verein Lokalsender Oldenburg e.V. ist der Trägerverein für den Lokalsender Oldenburg Eins. Ein nichtkommerzieller Radio- und Fernsehsender für Stadt und Region Oldenburg. Lokale Berichterstattung, zugangsoffene Programmgestaltung und Förderung von Medienkompetenz sind die Kernaufgaben. Mit dem oben genannten Integrationsprojekt möchte der Lokalsender Oldenburg Eins die Vermittlung und Reflexion von Werten, Strukturen und gesellschaftlichen Mechanismen in den Mittelpunkt stellen. Zentral in dem geplanten Integrationsprojekt ist die Kommunikation zwischen Bevölkerungsgruppen. Die Integration und das Verständnis für die Kulturen soll durch einen steten Informationsfluss (Videos/Radiobeiträge) verbessert werden. Das kann über den Lokalsender mit seinem TV und Hörfunkangebot sowie die Sozialen Medien geschehen. Weiterbildungsträger wie die VHS oder Berufsbildungsträger sollen mit einbezogen werden. Der Lokalsender Oldenburg Eins hat in diesem Bereich mit dem bundesweit bekannten Projekt „Radio Globale“ (endet August 2019) viele Erfahrungen sammeln können und bereits ein starkes Netzwerk aufgebaut. Wie in den meisten größeren Städten und Gemeinden gibt es auch in Oldenburg einen Stadtteil in dem der Zuzug durch Migrantengruppen besonders stark war. In Oldenburg handelt es sich um den Stadtteil Kreyenbrück. Das Medienprojekt soll die Kommunikation verbessern und das Verständnis füreinander stärken. Viele der Migranten haben mitlerweile ein B1 Sprachniveau erreicht und stehen jetzt vor der Aufgabe in der deutschen Gesellschaft anzukommen und auch entsprechend auf dem deutschen Arbeitsmarkt eine Beschäftigung zu finden. Sprachkenntnisse und eine oberflächliche Erklärung der Geschellschaftsstrukturen reichen dazu nicht aus. Mit dem Projekt "Willkommen in Oldenburg" wollen wir zusammen mit den Stadtteilzentren und Bildungsträgern die Migrantengruppen stärker in der Gesellschaft verankern indem wir die Kommunikation noch weiter vertiefen und gerade in dem Stadtteil Kreyenbrück mit Medienprojekten (TV/Hörfunk/Soziale Medien) verstärken. Migranten sollen explizit an der Berichterstattung mitwirken und somit ihre Sprachkompetenzen erweitern und sich selbst mit Themen auseinandersetzen. Bürger der anderen Stadtteile sollen mehr über den Stadtteil erfahren und Vorurteile abbauen. Das Image des Stadtteils soll verbessert werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Oldenburg ist eine heterogene Stadt und setzt sich aus knapp 170.000 Einwohner*innen zusammen. 40% sind "einheimische" Oldenburg*innen (ca. 65.000 Menschen). Durch den Zuzug ist Oldenburg internationaler geworden. Ca. 10,5 % sind Menschen mit anderer Staatsangehörigkeit aus etwas 140 Ländern. Mit der "Flüchtlingskrise" 2015 kamen 3000 Schutzsuchende hinzu.
Der Stadtteil Kreyenbrück und umliegende Stadtteile (in der Statistik gesamt als S9 bezeichnet) ist traditionell in Oldenburg stark durch Migrantengruppen aus sehr unterschiedlichen Kulturräumen geprägt. Die Gruppen sind in verschiedenen Wellen zugezogen und bis zu einem bestimmten Grad "unter sich geblieben". Das zeigt sich zum Teil auch im politischen Wahlverhalten. Die Schwierigkeiten von und mit Migranten*innen und deren Integration sollen dabei weder tabuisiert noch skandalisiert werden. Die neu zugezogenen Schutzsuchenden sollen garnicht erst in die Verkapselung geraten. Mit einem guten Verständnis der Migranten*innen für die neue Gesellschaft und auch für andere Migranten*innengruppen sollen Strukturen aufgebrochen werden und das Verständnis füreinander gefördert werden. Das Image des Stadtteils soll insgesamt verbessert werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Es handelt sich um ein Projekt im Rahmen der GWA, da mit dem Ansatz alle Bevölkerungsgruppen angesprochen werden sollen. Das Zusammenleben der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen kann mit dem Projekt verbessert und gefördert werden. Durch Kommunikation, Transparenz und gegenseitige Anerkennung soll die Akzeptanz füreinander gestärkt und die Abkapselung von Bevölkerungsgruppen aufgebrochen werden. Mit der Berichterstattung finden die Gruppen einersteits Akzeptanz andererseits findet ein Austausch auf Augenhöhe statt. Die Wertschätzung für die jeweils andere Kultur wird gesteigert.
Lyrikwettbewerbe für alle in der Gemeinde Lehre
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Oliver Ding
| Funktion | Projektleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Lyrikwettbewerbe für alle in der Gemeinde Lehre
Projektbeschreibung
Wir möchten in der Gemeinde Lehre an drei Standorten bis Ende 2020 sechs Wettbewerbe zur Lyrik durchführen. Teilnehmen können alle Bewohner*innen der Gemeinde: z.B. Senioren, Geflüchtete, Migranten, Jugendliche, Kinder, Familien, Menschen mit Beeinträchtigungen. Wir möchten die Menschen zusammen bringen und vorhandene kulturelle Räume wie Gemeinderaum / Schule / Halle in Lehre, Groß Brunsrode und Wendhausen nutzen. Koordiniert wird das Projekt aus dem Büro in Groß Brunsrode.
Alle Teilnehmer*innen sollen in den Wettbewerben darüber schreiben, was es ihnen bedeutet in der Gemeinde zu leben, was für sie diese Gemeinde ausmacht und was ihnen möglicherweise fehlt. Außerdem sollen sie beschreiben was ihnen persönlich wichtig ist.
Damit erfassen wir was die Leute bewegt, bringen sie zusammen und entwickeln Verständnis füreinander. Wir stärken die Kommunikation und den Zusammenhalt - gleichzeitig finden wir Vorschläge für Verbesserungen / Ergänzungen. Die Wettbewerbe sollen vom Sommer 2019 bis Ende 2020 organisiert werden. Es handelt sich um vier Wettbewerbe. Die Teilnehmer/innen können jederzeit ein- und/oder aussteigen. Wir möchten die Menschen zusammenbringen und ihnen durch Workshops das Rüstzeug an die Hand geben ihre Texte zu entwickeln. Das heißt: Experten bringen den Interessierten bei, wie sie Texte entwickeln und präsentieren können. Die Möglichkeiten sind vielfältig und Inklusive. Auch Menschen, die auf eine leichte Sprache angewiesen sind (z.B. Geflüchtete, Menschen mit Beeinträchtigung) können mitmachen. Es wird neben dem Textlichen auch z.B. mit Kollagen, Icons und Bildsprache gearbeitet. Die Freiwilligenagentur verfügt über ein Netzwerk in der Region mit Dozenten, die die notwendigen Techniken niederschwellig vermitteln können. Die Dozenten werden ggf. aus den umliegenden Gemeinden (LK Helmstedt, Stadt Braunschweig und Stadt Wolfsburg sowie LK Gifhorn) gewonnen. Für die Umsetzung werden Kulturvereine aller Art sowie Einrichtungen (z.B. Wohlfahrtspflege, Lebenshilfe, Feuerwehr) und Sportvereine gebeten mitzumachen.
Die Ergebnisse der Wettbewerbe werden sowohl in die Gemeinde gegeben als auch veröffentlicht. Dies soll in Form von Ausstellungen erfolgen. Im Idealfall werden hier auf künstlerische/spielerische Weise Vorschläge entwickelt, die sich zur Erweiterung der Gemeinwesenarbeit einsetzen lassen. Nach Abschluss des Projektes können die Ergebnisse weiterhin genutzt werden - das Konzept können weitere Gemeinden nutzen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Es bestehen Kulturräume, die genutzt werden sollen (z.B. Börneken-Halle in Lehre, Koordinationsbüro in Groß-Brunsrode). Vor Ort sind Geflüchtete, vor allem aus afrikanischen Ländern, die sich integrieren möchten und vom Verein "Willkommen in Lehre" unterstützt werden.
Wir möchten in den Lyrik-Wettbewerben die verschiedenen Menschen in drei Standorten zusammen bringen, von ihnen wissen was sie bewegt, was ihnen wichtig ist, wie sie sich in der Gemeinde aufgehoben fühlen, was ihnen ggf. fehlt und was sie sich wünschen.
Die Gemeinde Lehre ist als Teil des ehemaligen Reviers Helmstedt von den Auswirkungen des Strukturwandels betroffen und wird dafür zu wenig entschädigt. In "strukturschwachen" Gebieten sind insbesondere die Menschen vor Ort gefordert, sich freiwillig zu engagieren und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Zu diesen und ähnlichen Themen, die den Menschen auf der Seele liegen, soll der Lyrik-Wettbewerb herausfinden, was den Menschen wichtig ist und was es für Lösungen geben könnte. Darum bauen die Workshops auch thematisch aufeinander auf und die Netzwerke innerhalb und zwischen den Orten werden gestärkt. Die Inhalte der Texte bestimmen erst mal die Bürger und damit auch die Themen.
Die Freiwilligenagentur hat Erfahrung allen Themen um das Ehrenamt sowie mit der Umsetzung von Projekten, die von Bürgern ausgehen. Sie bringt Menschen zusammen, die sonst im Alltag selten ins Gespräch kommen. Das Projekt hilft auch mögliche Vorbehalte abzubauen und Menschen miteinander in Kommunikation bringen. In dieser wird die Kreativität angeregt und den Menschen die Möglichkeit gegeben ihre Ergebnisse zu präsentieren (hier: Texte, Gedichte, Kollagen).
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lehre
Beschreibung
Das Dorf Lehre befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Sie liegt räumlich zwischen Braunschweig und Wolfsburg.
Einwohnerzahl
4255
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Lehre Bürgermeister Andreas Busch / Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zum 1. Februar 2018 lebten nach Zählung der Gemeinde 4.255 Einwohner im Ortsteil Lehre. Er liegt etwa auf halber Höhe zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Durch den Ort fließt von Ost nach West die Schunter. Im Osten des Ortes lag im Forst Kampstüh die Heeresmunitionsanstalt Lehre, heute teilweise ein Wohn- und Gewerbegebiet. Im Ort befinden sich die Oberschule Lehre und die Grundschule Lehre.
Quelle: Wikipedia
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lehre_maps.jpg
(448.64 KB)
Gebiet-Name
Wendhausen
Beschreibung
Das Dorf Wendhausen befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Sie liegt räumlich zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Es liegt an der Autobahn A2 an der Abfahrt Essehof.
Einwohnerzahl
1605
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Wendhausen liegt etwa 10 km nordöstlich vom Stadtzentrum Braunschweigs. Verkehrsmäßig ist er durch die L 295 an Braunschweig und Wolfsburg angebunden. Außerdem ist er an die A 2 durch die Autobahnausfahrt Braunschweig-Ost angeschlossen. Durch den Ort fließt die Schunter in zwei Armen, die in der Niederung einen etwa 400 m breiten und etwa 2 km langen Werder umfließen.
Nach dem letzten Schuljahr 2013/2014 wurde die Grundschule geschlossen. Heute beherbergt das Gebäude die Kindertagesstätte "Mühlenknirpse". Die alte Kita an der Hauptstraße wurde zu einem Dorfmuseum umfunktioniert.
Quelle: Wikipedia
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wendhausen_maps.jpg
(789.48 KB)
Gebiet-Name
Groß Brunsrode
Beschreibung
Das Dorf Groß Brunsrode befindet sich in der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt. Es liegt räumlich genau in der Mitte zwischen Braunschweig und Wolfsburg.
Einwohnerzahl
769
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Groß Brunsrode ist durch Kreisstraßen mit den umliegenden Ortschaften verbunden. Von 1942 bis 1975 besaß das Dorf einen Bahnhof an der Schuntertalbahn Braunschweig–Fallersleben.
In der Ortschaft gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus, welches von der Gemeinde Lehre unterhalten wird. Im selben Gebäude befindet sich die Gaststätte "Zum Krug".
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
grossbrunsrode_maps.jpg
(437.61 KB)
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Lyrik-Wettbewerbe werden angenommen und es kommen verschiedenen Menschen zusammen. Sie nehmen an Workshops teil, tauschen sich aus und lernen sich "lyrisch" auszudrücken. Gemeinsam stellen sie die Ergebnisse als Ausstellungen in der Gemeinde aus.
Beschreibung
Die Bewohner/innen verschiedenen Alters, mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Beeinträchtigung kommen in diesem Projekt zusammen. Sie nehmen gemeinsam an Lyrik-Wettbewerben teil und stellen ihre persönliche Sicht zu ihrem Lebensumfeld vor.
Kriterium
Beschreibung
Die in den Wettbewerben von der Bewohner/innen verfassten Texte werden ausgestellt und ausgezeichnet. Diese Texte enthalten idealerweise Statements / Ideen / Vorschläge zur Verbesserung / Erweiterung der Infrastruktur.
Kriterium
Beschreibung
Die Netzwerke der drei Orte Lehre, Groß Brunsrode und Wendhausen werden gestärkt. Die Lyrik-Wettbewerbe beiden die Möglichkeit zum Austausch und sie bringen Vereinen und Initiativen, die als Netzwerkpartner eingebunden werden, (noch) enger zusammen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Wir verfügen vor Ort über ein Projektbüro (mit festen Öffnungszeiten) von dem aus das Projekt koordiniert wird. Dieses Projektbüro wird von der Gemeinde Lehre zur Verfügung gestellt. Es befindet sich in Groß Brunsrode. Dabei arbeiten wir mit der Gemeinde (d.h. dem Rathaus und dem Bürgermeister) sowie den an den drei Standorten ansässigen Initiativen, Gruppen und Vereinen wie z.B. Feuerwehren, Chor und Musikgruppen, Kulturvereinen, Künstler*innen, Multiplikatoren, Initiativen und Gruppen eng zusammen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Willkommen in Lehre e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Engagierte Bürger/innen der Kommunen Lehre / Wendhausen / Brunsrode
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Universen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Maik-Fabian Goslar
| Funktion | Fundraising und Vertriebsmarketing |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Eine künstlerische Workshopreihe
Projektbeschreibung
Das Schauspiel Hannover schafft einen Ort für partizipative Kunst. Auf der bisherigen Repertoirespielstätte «Cumberlandsche Bühne» werden ab der kommenden Spielzeit, Formate aus der künstlerischen Vermittlung des Jungen Schauspiel zu sehen sein sowie die künstlerische Workshopreihe Universen. Ziel ist es, bereits existierende, aber in der historisch weiß dominierten Institution des Staatstheaters noch unbekannte, soziale und interkulturelle Universen sichtbar zu machen.
In den kommenden zwei Spielzeiten kuratiert die Theatermacherin Julia Wissert dazu ein Workshopprogramm mit lokalen und internationalen Künstler*innen. Menschen aus gesellschaftlich unterrepräsentierten Gruppen werden mit den Künstler*innen zu Fragen des gesellschaftlichen Miteinanders arbeiten. Selbst mit Marginalisierungserfahrungen konfrontiert, verstehen die Künstler*innen ihre Arbeit als soziale Praxis, das heißt, gesellschaftliche Wirklichkeit wird beschrieben und erfahrbar gemacht. Die Workshops unterliegen nicht dem Zwang der Aufführbarkeit, sondern sind ergebnisoffen und dienen der künstlerischen Selbstermächtigung. Ziel ist es, eine neue Ethik von Arbeitsprozessen und gesellschaftlichen Miteinanders auf Basis künstlerisch vermittelter Verständigung und Zusammenarbeit zu entwickeln. Dahinter steht der Gedanke, dass, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und sozialer Lage, gleiche Möglichkeiten der Teilhabe im Feld der Kunst eröffnet werden können.
Die Workshops agieren auf dem Grat zwischen Kunst und kultureller Bildung. Viele Ziele decken sich mit Zielen der Soziokultur, wie die Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe und Empowerment. Gleichzeitig ist die Workshopreihe der Versuch, über partizipative Formate Menschen für Kunst und Theater zu interessieren und die individuellen künstlerischen Kompetenzen zu wecken. Die Workshops richten sich vornehmlich an Jugendliche, junge Erwachsene und Senior*innen aus dem Grossraum Hannover.
Bauliche Veränderungen und eine neue Gastronomie befördern auf Dauer die Öffnung und Niederschwelligkeit.
Alle Workshops werden dokumentiert und in ihren Methodiken online zugänglich gemacht.
Das Programm für 2019/20 orientiert sich dabei an drei Themenfeldern: Vorfahren, (Post)Kolonialität in Hannover und Formen der Arbeit.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die "Universen" sind eine künstlerische Workshopreihe zur Selbstermächtigung unterrepräsentierter Gruppen im Großraum Hannover. Insgesamt 14 lokale und internationale Künstler*innen werden eingeladen, mit Menschen aus diversem gesellschaftlichen Umfeld gemeinsam zu arbeiten. Selbst mit Marginalisierungserfahrungen konfrontiert, verstehen die Künstler*innen ihre Arbeit als soziale Praxis. Hinter diesem Projekt steht der Gedanke, dass, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion und sozialer Lage, gleiche Möglichkeiten der Teilhabe im Feld der Kunst eröffnet werden sollten.