Gemeinsam . aktiv . gegen Einsamkeit
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hartmut Kampmann
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mobil Bewohner niedrigschwellig ansprechen - Aktivierung des Sozialraums - Potenziale der Menschen nutzen - Gemeinsinn
Projektbeschreibung
Der Stadtteil ist stark geprägt durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil der Altersklassen 20-40 Jahre und älteren Menschen ab 60 Jahren - 63,5% leben in Single-Haushalten. Deshalb ist hier die Einsamkeit besonders zu bemerken. In den letzten Jahren hat sich der Zuzug von Migranten verstärkt - kulturelle und sprachliche Vielfältigkeit sind häufig Ursache für Einsamkeit solange keine gemeinsamen Treffpunkte angeboten werden. Dieser Missstand ist die Motivation unseres Vereins, eine Vernetzung von Akteuren, Institutionen und Vereinen zu initiieren. Diese Treffpunkte sollen gut erreichbar sein, niedrigschwellige und preisgünstige Angebote. vorhalten. Dazu ist eine Vernetzung unserer Einrichtung Stadtteilladen Neustadtring 16a u.a. mit "Yvonnes Kiosk", Tiertafel Braunschweig, KGV Eichtal, Kirchengemeinde St. Petri, Sportverein VfB Rot-Weiß 04, Rot-Kreuz Schuldnerberatung und Kindergärten des Quartiers angestrebt. Gewünschtes optimales Fernziel ist ein zentrales Familienzentrum im Stadtteil, da bisher eine öffentliche Einrichtung für 19444 Einwohner nicht existiert. Dort sollten insbesondere Kulturveranstaltungen, Seniorentreffs, Informationsveranstaltungen, Vorträge, Gesprächskreise, Sprachschulungen, Hobbytreffs wie Basteln mit Jung und Alt und vieles mehr stattfinden. Unser gemeinnütziger Verein betreibt seit 2003 den Stadtteilladen mit dem Ziel, sich für ein gutes nachbarschaftliches Miteinander und für mehr Lebensqualität einzusetzen. Unsere Einrichtung verfügt auf 32 Quadratmeter über ein Büro mit Küchenzeile und kleiner Toilette, sowie einem Besucher- und Besprechungsraum mit Tischen, Stühlen und einem "Offenen Bücherschrank". Die Ausstattung besteht aus einem Verwaltungs- und einem Besucher-PC mit Drucker und Kopierer sowie einem Großbildmonitor. Erfahrung hat unser Verein u.a. mit außerschulischem Lernen, Angeboten für Arbeitssuchende, Veranstaltungen von Anwohner-Flohmärkten und Kulturbühnen am Ringgleis, Bürgersprechstunden des Kontaktbereichsbeamten und des Bezirksbürgermeisters. Weiterhin haben wir Stadtteilkonferenzen und Stadtteilrundgänge, Vorträge, Veranstaltungen und Ausstellungen organisiert. Wir möchten mobil bei Vernetzungspartnern unser Angebot gegen Einsamkeit durch Beratung und Hilfestellungen erweitern. Viele der Bewohner kennen sich im Dschungel der Behörden nicht aus - wir wollen sie mit niedrigschwelligen Angeboten fit machen im Umgang mit Bürokratie und auf die Nutzung eines Familienzentrums vorbereiten.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die fortschreitende Einsamkeit der Menschen in unserem Quartier hat verschieden Ursachen: Single-Haushalte mit eingeschränkten direkten und persönlichen Kommunikationsmöglichkeiten, Sprach- und Artikulationsmöglichkeiten durch den Zuzug von Migranten mit wenigen deutschen Sprachkenntnissen, immer häufigere Verwendung der Neuen Medien (Handy, Internet, Soziale Netzwerke). Liefer-und Paketdienste ersetzen Restaurantbesuche und Gespräche an der Ladentheke. Mehr als 19000 Einwohner im Westlichen Ringgebiet Nord haben keine Anlaufstellen bzw. Begegnungseinrichtungen, um die Einsamkeitsprobleme zu erkennen und möglichst zu lösen. Auch der Armutsaspekt im Stadtteil spielt eine Rolle für den Zurückzug aus der Gemeinschaft und Gesellschaft.
Kommunikationsorte wie Eckkneipen, Stadionbesuche, Theater, Kino, Ausstellungen, Museen werden nicht mehr besucht. Fernsehen und Internet ersetzen die früher üblichen Begegnungen und tragen so zur Vereinsamung bei. Dieser Trend verstärkt sich weiter und soll gestoppt werden. Unser Verein hat seit 2003 ehrenamtlich gearbeitet, die Stadt Braunschweig übernahm die Betriebskosten des Stadtteilladens. Durch unseren Antrag "Gemeinsam . aktiv . gegen Einsamkeit" soll es unserem Verein möglich werden, durch Honorar und Übungsleiterpauschalen mobil in den Räumlichkeiten unserer Vernetzungspartner Angebote vor Ort anzubieten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Westliches Ringgebiet Petritor
Beschreibung
Das Projekt soll auf die 3 statistischen Bezirke Petritor- Nord, Petritor-Ost und Petritor-West begrenzt werden - ins Netzwerk aber Partner, z.B. Sportvereine, aus dem gesamten Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet einbezogen werden.
Einwohnerzahl
19373
Quelle / Anmerkungen
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung und Wahlen Sonderauswertung Ref. 0120.12-phi / 12.03.2026
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung und Wahlen
Sonderauswertung Ref. 0120.12-phi / 12.03.2026
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung und Wahlen
Sonderauswertung Ref. 0120.12-phi / 12.03.2026
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung und Wahlen
Sonderauswertung Ref. 0120.12-phi / 12.03.2026
hier: Anteil der Personen in Bedarfsgemeinschaften
Stand 30-09.2025
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gemeinsam_aktiv_gegeneinsamkeit20.jpg
(38.2 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der GWA, aber begleitet durch QM.
Das Quartiersmanagement soll im Stadtteilladen und im Wohnquartier präsent sein und vor Ort mit Bewohnern, Gewerbetreibenden sowie anderen Akteuren an der Entwicklung des Quartiers arbeiten – dazu etwa Stadtteilkonferenzen einberufen. Einbezogen werden soll ressortübergreifend die Verwaltung der Stadt, wie Sozialreferat, Integration, Vielfalt und Demokratie, Stadtplanung, Gesundheitsamt, Stadtgrün, mit ihrem Fachwissen und Möglichkeiten im Quartier benötigte Ressourcen bereitzustellen bzw. zu bündeln. Insbesondere in der Anfangsphase soll der Kontakt zu der Bevölkerung und Akteuren aufgebaut werden und mit kleineren Maßnahmen, z.B. einem Stadtteilfest, Möglichkeiten der Begegnung geschaffen werden – das erleichtert den Zugang.
Mit der Gemeinwesenarbeit möchten wir die Interessen der Quartiersbewohner in den Mittelpunkt stellen. Mit der Erreichbarkeit in unserem Stadtteilladen und den Räumen der Netzwerkpartner möchten wir offenen Zugang bieten. Damit möchten wir Vertrauen zu den Menschen finden, ihre Lebenslage erfassen, gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten für die erlebten Alltagswidrigkeiten suchen. Zusammen möchten wir die Erfahrung herausarbeiten, dass es sich lohnt, nicht einsam zu sein, sondern gemeinschaftlich sich für eigene Anliegen und die anderer Nachbarn, einzusetzen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Rotes Kreuz Schuldnerberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Friedenskirche Projekt Würfelgleis
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Rat der Stadt Braunschweig hat die Erarbeitung eines Bedarfsplanes für quartiersorientierte Nachbarschaftszentren beschlossen. Dabei sollen Treffpunkte entstehen, die niedrigschwellig erreichbar multifunktionale Räumlichkeiten für die jeweilige Stadtteilbevölkerung zur Verfügung stellen. Im Westlichen Ringgebiet Nord gibt es bisher keine entsprechende Einrichtung. Da der Stadtteil anerkannter Sozialer Brennpunkt ist, gilt eine Finanzierung in einem der kommenden Doppelhaushalte als sicher.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wi kümmert us – Beratung stärken, Netzwerk leben
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Silvia Funke
2. Kurzbeschreibung
Menschen verbinden. Nachbarschaft stärken. Gemeinsam leben.
Projektbeschreibung
Die Gemeinden Börger und Lorup stehen vor dringenden Herausforderungen: Immer mehr ältere Menschen leben allein, ohne familiäre Unterstützung im direkten Umfeld. Sie benötigen Orientierung im zunehmend komplexen Hilfesystem sowie alltagspraktische Unterstützung. Gleichzeitig fehlen niedrigschwellige Beratungs‑ und Begegnungsangebote, die soziale Isolation verhindern und Teilhabe ermöglichen. Diese Entwicklungen machen ein strukturiertes, verlässliches Unterstützungsnetzwerk im ländlichen Raum dringend erforderlich.
Mit dem Projekt „Wi kümmert us – Beratung stärken, Netzwerk leben“ reagieren wir gezielt auf diese Bedarfe. Zwei Kümmerer-Stellen sollen aufgebaut werden, die Bürgerinnen und Bürger bei Hilfebedarf begleiten, ehrenamtliches Engagement koordinieren und Begegnung im Dorf stärken. Die Quartiers-Kümmerer übernehmen eine zentrale Vermittlungs‑ und Vernetzungsfunktion: Sie organisieren Begegnungsangebote, koordinieren ehrenamtliche Unterstützung wie Fahr‑ oder Besuchsdienste, bieten niedrigschwellige Beratungen an und initiieren generationenübergreifende Projekte mit Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau und die Begleitung ehrenamtlicher Netzwerke, etwa im Rahmen der Nachbarschaftshilfe. Wir schaffen einen strukturierten Rahmen, in dem Ehrenamtliche unkompliziert Aufwandsentschädigungen akquirieren können, und integrieren ihr Engagement in bestehende Unterstützungs‑ und Begegnungsangebote. Als zentraler Hub bündeln wir Ressourcen, stärken freiwilliges Engagement und schaffen nachhaltige Mehrwerte für die Gemeinschaft.
Darüber hinaus öffnen wir das Angebot bewusst auch für Menschen, die nicht unmittelbar hilfebedürftig sind oder nicht zur Kernzielgruppe gehören. Offene Begegnungsformate, Aktivierungsangebote und niedrigschwellige Teilhabeangebote fördern ein lebendiges Miteinander, stärken die Dorfgemeinschaft und ermöglichen allen Generationen, sich einzubringen und voneinander zu profitieren.
So verbindet das Projekt professionelle Beratungskompetenz, ehrenamtliche Strukturen und generationenübergreifende Angebote zu einer tragfähigen und zukunftsorientierten Form der Quartiersarbeit im ländlichen Raum.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Beide Gemeinden stehen vor zunehmend dringlichen Herausforderungen. Der Anteil älterer Menschen wächst kontinuierlich, während familiäre Unterstützungsstrukturen spürbar abnehmen. Sie leben allein und benötigen Orientierung im komplexen Hilfesystem sowie niedrigschwellige Angebote zur Beratung und sozialen Teilhabe. Ohne gezielte Maßnahmen drohen Vereinsamung, Überforderung im Alltag und eine Überlastung informeller Netzwerke.
Gleichzeitig verfügen beide Orte über engagierte Vereine, Initiativen und nachbarschaftliche Ressourcen. Deren Potenziale werden bislang nur teilweise vernetzt genutzt, sodass wertvolle Unterstützungsmöglichkeiten unverbunden nebeneinanderstehen. Die Herausforderung besteht darin, diese vorhandenen Kräfte zu bündeln und in ein verlässliches, zugängliches Unterstützungssystem zu überführen.
Trotz vieler Parallelen unterscheiden sich die Quartiere in ihren lokalen Ausgangsvoraussetzungen. Vereinslandschaften, Schwerpunkte und gewachsene Traditionen sind unterschiedlich ausgeprägt. Diese Vielfalt macht deutlich, dass ein einheitlicher Ansatz nicht ausreicht. Es braucht quartiersspezifische Zugänge, um Ressourcen wirksam zu aktivieren. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist daher die Identifikation und Einbindung bereits gut funktionierender Strukturen. Diese sollen nicht ersetzt, sondern in ein jeweils quartiersbezogenes Beratungs‑Hub integriert werden. So entsteht ein Rahmen, der lokale Akteure vernetzt, Ehrenamtliche über die Ehrenamts‑ und Übungsleiterpauschale aktiviert und niedrigschwellige Unterstützungs‑ und Begegnungsangebote bündelt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Emsland Börger
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Gemeinde Börger im Landkreis Emsland mit rund 2.900 Einwohnerinnen und Einwohnern. Börger ist eine von acht Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Sögel, die ca. 17.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählt. Sie weist eine ausgeprägt ländliche Struktur auf. Einige Vereine und Gruppen sind bereits mit gleichwertigen Strukturen in der Nachbargemeinde Lorup vernetzt, was erste Anknüpfungspunkte für einen überörtlichen Austausch bietet. Die beiden Orte sind ca. 10km voneinander entfernt.
Die Gemeinde zeichnet sich durch eine starke Dorfmentalität aus. Die Bewohnerinnen und Bewohner identifizieren sich intensiv mit ihrem Ort und engagieren sich traditionell stark für das Gemeinwohl. Diese Haltung wirkt verbindend, schafft aber zugleich eine besondere lokale Kultur, die bei der Quartiersarbeit berücksichtigt werden muss.
Einwohnerzahl
2916
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia Stand Dez. 2024
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus Erhebung 2022
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
boerger_in_el.svg_.png
(100.14 KB)
Gebiet-Name
Landkreis Emsland Lorup
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Gemeinde Lorup im Landkreis Emsland mit rund 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Lorup liegt in der Samtgemeinde Werlte und ist – wie Börger – ländlich geprägt. Zwischen beiden Orten bestehen bereits gewachsene Verbindungen: Mehrere Vereine, Gruppen und Initiativen kooperieren seit Jahren miteinander, was eine gute Grundlage für einen strukturierten Quartiersaustausch bildet. Die Entfernung von rund 10 km ermöglicht zudem eine unkomplizierte Zusammenarbeit
Einwohnerzahl
3200
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia Stand Dezember 2024
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus Erhebung 2022
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
screenshot_lorup_2026-03-05_095546.png
(1.34 MB)
lorup.png
(523.72 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Projekt „Wi kümmert us – Beratung stärken, Netzwerk leben“ verfolgen wir einen quartiersorientierten Ansatz, der darauf abzielt, vorhandene Strukturen im Dorf besser miteinander zu verbinden und die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Die Kümmerer-Stellen dienen dabei als niedrigschwellige Anlaufstelle im Quartier. Sie unterstützen Menschen bei Fragen rund um Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag, informieren über bestehende Angebote und helfen dabei, passende Hilfen zu finden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aktivierung und Begleitung ehrenamtlichen Engagements in den Quartieren.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie Vereinen, Bildungseinrichtungen, sozialen Diensten und ehrenamtlich Engagierten. Durch regelmäßigen Austausch und gemeinsame Aktivitäten sollen vorhandene Ressourcen besser genutzt und neue Angebote entwickelt werden.
Zudem werden Begegnungsmöglichkeiten geschaffen, die Menschen zusammenbringen und das nachbarschaftliche Miteinander stärken – etwa durch gemeinsame Veranstaltungen, generationenübergreifende Projekte oder offene Treffpunkte.
Die Kommune ist langfristig inhaltlich in das Projekt eingebunden und übernimmt eine unterstützende Rolle. Sie schafft Rahmenbedingungen, fördert Vernetzung und begleitet die strategische Ausrichtung.
So trägt das Projekt dazu bei, soziale Kontakte zu fördern, Potenziale im Dorf zu aktivieren und optimal in das Quartier zu integrieren.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden Börger und Lorup
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas -Werkstatt für Menschen mit Behinderung/ Wohnassistenz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Projektträger, eine finanziell solide aufgestellte gGmbH, verfügt über stabile Strukturen und ausreichende Eigenmittel, um das Angebot langfristig zu sichern. Durch die enge Einbindung in die Gemeinden Lorup und Börger sowie lokale Partner wird eine dauerhafte Verankerung und perspektivische Weiterfinanzierung gewährleistet.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Multifunktionaler Dorfladen lässt geographisch getrennte Ortsteile zusammenwachsen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nicole Zakrzewski
| Organisation | Gemeinde Adenbüttel |
|---|---|
| Funktion | GWA |
2. Kurzbeschreibung
Dorfleben heute: Nah versorgt. Miteinander verbunden. Gemeinsam getragen.
Projektbeschreibung
Was braucht ein Dorf heute, damit Menschen nicht nur versorgt sind, sondern sich auch verbunden fühlen? Und was verändert sich, wenn ein kleiner Ortsteil nicht nur mitgemeint ist, sondern wirklich dazugehört?
Genau hier setzt das Vorhaben der Gemeinde Adenbüttel an. Gemeinsam mit den BürgerInnen in Adenbüttel und Rolfsbüttel wird die im ersten Förderzeitraum angestoßene Gemeinwesenarbeit zu einem tragfähigen Gesamtvorhaben weiterentwickelt. Mit dem Pavillon an der Schweineweide, dem Begegnungsgarten sowie Formaten wie Klöncafé, Mittagstisch, Spielenachmittag und Kreativabend wurden Grundlagen für Austausch, Beteiligung und nachbarschaftliches Miteinander geschaffen. Diese Erfahrungen zeigen: Vor Ort gibt es Bereitschaft zur Mitwirkung, erste tragfähige Strukturen und einen klaren Bedarf an weiteren gemeinschaftlich nutzbaren Angeboten.
Daran knüpft das Projekt an und reagiert auf zentrale Herausforderungen im ländlichen Raum: fragile soziale Infrastruktur, Fragen der Nahversorgung, die Grenzen rein ehrenamtlich getragener Strukturen und das Risiko, dass kleinere Ortsteile im Alltag an Teilhabe verlieren. Ziel ist es, Versorgung, Begegnung, Beteiligung und soziale Infrastruktur in beiden Dörfern durch einen professionell begleiteten Entwicklungsprozess dauerhaft zu stärken.
Kern des Vorhabens ist ein multifunktionaler Dorfladen, der beide Ortsteile über das Dorfauto nicht nur infrastrukturell verbindet, sondern auch das Bewusstsein stärkt, Teil eines gemeinsamen Dorfes mit gleichwertigen Teilhabechancen zu sein. Auch Rolfsbüttel wird gezielt einbezogen: Das Dorfgemeinschaftshaus soll stärker belebt, bestehende Aktivitäten weiterentwickelt und mit dem Dorfauto zusätzliche Zugänge zu Versorgung, Erreichbarkeit und Teilhabe schaffen. So verbindet das Projekt nicht nur Orte, sondern Menschen und Alltagswege.
Zugleich zeigt das Vorhaben beispielhaft, wie kleine ländliche Kommunen mit mehreren Ortsteilen durch professionell begleitete Gemeinwesenarbeit, verbindliche Beteiligung, einen multifunktionalen Dorfladen, Begegnungsorte und ergänzende Mobilitätsbausteine tragfähige Strukturen für Versorgung, Teilhabe und Gemeinschaft entwickeln können. Erfahrungen, Entscheidungen und übertragbare Bausteine werden so dokumentiert und aufbereitet, dass andere Kommunen daraus Schritte für vergleichbare Vorhaben ableiten können. Gerade darin liegt die Stärke des Vorhabens: Es verbindet soziale und infrastrukturelle Lösungen zu einem übertragbaren Gesamtansatz.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wie bleibt ein Dorf für alle lebendig, wenn Versorgung, Begegnung und Teilhabe nicht selbstverständlich vor der Haustür liegen? Und woran entscheidet sich, ob ein kleinerer Ortsteil wirklich dazugehört oder im Alltag schleichend zurückfällt?
Vor dieser Aufgabe steht die Gemeinde Adenbüttel. Gerade im ländlichen Raum sind wohnortnahe Angebote, informelle Treffpunkte und gut erreichbare Strukturen entscheidend für Zusammenhalt und Lebensqualität. Besonders ältere Menschen, weniger mobile Personen und Haushalte ohne flexible Mobilität sind auf niedrigschwellige Angebote vor Ort angewiesen. Im ersten Förderzeitraum wurden dafür bereits wichtige Grundlagen geschaffen. Mit dem Pavillon an der Schweineweide, dem Begegnungsgarten und ersten Formaten wurde Gemeinwesenarbeit vor Ort sichtbar gestärkt. Diese Erfahrung zeigt, dass es Bereitschaft zur Beteiligung, erste tragfähige Strukturen und einen klaren Bedarf an weiteren gemeinschaftlich nutzbaren Angeboten gibt. Zugleich zeigt sich eine typische Herausforderung vieler Flächengemeinden mit mehreren Ortsteilen: Wenn sich Entwicklungsbemühungen vor allem im Hauptort bündeln, drohen kleinere Ortsteile im Alltag an Teilhabe zu verlieren. Genau diese Spannung prägt auch die Lage von Rolfsbüttel. Hier entscheidet sich, ob Versorgung, Begegnung und Mitwirkung wirklich für alle mitgedacht werden oder ob Wege, Angebote und Kontakte am Hauptort enden. Vor diesem Hintergrund ist das beantragte Vorhaben die folgerichtige Weiterentwicklung des bisherigen Prozesses. Das Vorhaben reagiert nicht nur auf lokale Bedarfe, sondern greift eine typische Zukunftsfrage ländlicher Kommunen auf und entwickelt daraus einen übertragbaren Ansatz
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Gifhorn, Adenbüttel
Beschreibung
Die Gemeinde Adenbüttel besteht aus den beiden Ortsteilen Adenbüttel und Rolfsbüttel und ist Teil der Samtgemeinde Papenteich, des Landkreis Gifhorn. Unzählige alte Bäume und Fachwerkhäuser prägen das Dorfbild. Es dominieren Einfamilienhäuser. Vor allem junge Familien und ältere BewohnerInnen leben hier. Junge Erwachsene verlassen meist die Gemeinde. Das Fördergebiet beinhaltet die komplette Gemeinde Adenbüttel mit 1788 EinwohnerInnen auf 13,7km². Angebote an Grund- und Gesundheitsvorsorge gibt es vor Ort leider zu wenig. Die damit einhergehende Haushaltssituation stellt die Gemeinde vor große Herausforderungen.
Einwohnerzahl
1832
Quelle / Anmerkungen
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/adenbuttel/20151631/4
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/adenbuttel/20151631/4
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/eta/gifhorn%2c-landkreis/3151/3
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://ugeo.urbistat.com/AdminStat/de/de/demografia/stranieri/gifhorn%2c-landkreis/3151/3
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
dorfkarte.pdf
(1.26 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem die Menschen in Adenbüttel und Rolfsbüttel aktiv in die Entwicklung ihres Gemeinwesens einbezogen werden. Im Mittelpunkt steht nicht die isolierte Umsetzung einzelner Maßnahmen, sondern die gemeinsame Bearbeitung konkreter Bedarfe vor Ort, die Aktivierung von Beteiligung, die Stärkung von Eigenverantwortung und der Aufbau tragfähiger sozialer Strukturen. Dies zeigt sich besonders in der gegründeten AG Dorfladen, in der gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet wird, welche Form von Nahversorgung und Begegnung vor Ort sinnvoll und tragfähig ist. Dabei werden Fragen zu Bedarf, Standort, Ausgestaltung, Begegnungsstätte, Organisationsform und Nutzung nicht von oben vorgegeben, sondern gemeinsam entwickelt. Das zeigt sich hier außerdem darin, dass vorhandene Orte, Ideen und Gruppen miteinander verknüpft werden. Dazu gehören bestehende Begegnungsformate, die Schweineweide mit Pavillon, das Dorfgemeinschaftshaus in Rolfsbüttel mit Dorfplatz sowie die Einbindung eines Dorfautos, damit auch der kleinere Ortsteil sozial und praktisch angebunden bleibt. Das Projekt stärkt damit Begegnung, Teilhabe, Mitwirkung und Zusammenhalt über Generationen hinweg. Der Dorfladen ist dabei nicht nur als Versorgungsort gedacht, sondern als sozialer Ankerpunkt, dessen Entwicklung gemeinwesenorientiert begleitet, moderiert und gemeinsam getragen wird. Dies soll auch auf andere Orte mit ähnlichen Strukturen übertragbar sein.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bedarfe, Ideen und Entscheidungen der Bevölkerung die Entwicklung rund um Dorfladen, Café, Begegnungsangebote und die Einbindung Rolfsbüttels sichtbar prägen.
Kriterium
Beschreibung
rund um Dorfladen, Café, Begegnungsorte und die Anbindung Rolfsbüttels tragfähige Strukturen für Versorgung, Begegnung und Teilhabe entstehen, die im Alltag nutzbar und gemeinsam getragen sind.
Kriterium
Beschreibung
vorhandene Orte, Ideen, Engagement und Kompetenzen im Dorf für die Entwicklung rund um Dorfladen, Café, Begegnungsangebote und die Einbindung Rolfsbüttels aktiv aufgegriffen und weiterentwickelt werden.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Projektgebiet bestehen bereits ehrenamtliche und professionelle Strukturen der Gemeinwesenarbeit, die im bisherigen Förderzeitraum aufgebaut und weiterentwickelt wurden. Die Gemeinwesenarbeit ist vor Ort durch regelmäßige aktivierende und vernetzende Arbeit sichtbar geworden und hat erste tragfähige Beteiligungsstrukturen geschaffen. Dazu gehören wiederkehrende Begegnungs und Beteiligungsformate wie Klöncafé, Mittagstisch und Bastelabend zu festen wöchentlichen Zeiten. Hinzu kommen aktivierte Arbeits und Entwicklungszusammenhänge wie die AG Dorfladen, die aus einer Bürgerversammlung hervorgegangen ist und in der gemeinsam mit Einwohnerinnen und Einwohnern konkrete Bedarfe, Umsetzungsformen, Standortfragen und Entwicklungsperspektiven bearbeitet werden.
Darüber hinaus bestehen bereits genutzte bzw. entwickelte Orte der Gemeinwesenarbeit, insbesondere im Umfeld der Schweineweide mit dem gemeinschaftlichen Aufbau des Pavillon und der Anpassung der Umgebung, der als niedrigschwellige Orte der Begegnung für alle Gruppierungen und Information dient. Auch das Dorfgemeinschaftshaus in Rolfsbüttel ist als Ort für gemeinschaftliche Aktivitäten eingebunden. Die vorhandenen Strukturen zeigen sich zudem in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, Einwohnerinnen und Einwohnern, Gemeinde und weiteren lokalen Akteuren. Damit bestehen im Projektgebiet bereits belastbare Strukturen der Gemeinwesenarbeit, auf denen das beantragte Folgeprojekt aufbauen kann.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird in bestehende kommunale und dörfliche Strukturen eingebunden. Mit Gemeinde, AG Dorfladen, Begegnungsformaten und vorhandenen Orten bestehen bereits tragfähige Ansätze. Langfristig soll der Dorfladen, das dazu gehörende Dorfauto und professionelle Begleitung über eine eigenständige Organisations- und Finanzierungsstruktur getragen werden. Die Projektförderung schafft dafür die sozialen, organisatorischen und beteiligungsorientierten Voraussetzungen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
KiezKantine Linden-Süd
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Janina Krüger
| Funktion | Projektkoordinatorin, Assistenz der Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
KiezKantine und Kiosk Linden Süd – gemeinsam gesund genießen
Projektbeschreibung
Im Stadtteil Linden-Süd trifft eine gewachsene Kultur des Miteinanders auf soziale Herausforderungen: Viele Menschen beziehen Transferleistungen, sind unterstützungsbedürftig oder fühlen sich einsam. Gleichzeitig prägt eine große kulturelle Vielfalt das Quartier. Trotz dieser grundsätzlich offenen Nachbarschaft leben viele Menschen – etwa aus sprachlichen oder kulturellen Gründen – noch nebeneinander statt miteinander.
Hier setzt unser Projekt an: Wir bringen Menschen über gemeinsames Kochen und Essen zusammen und schaffen Räume für Begegnung und Austausch. Zwar existieren bereits vielfältige kreative und soziale Angebote im Quartier, doch es fehlt ein verbindendes Element – ein Ort, an dem Menschen regelmäßig zusammenkommen, gemeinsam essen und sich vernetzen können. Diese Lücke möchten wir mit einer solidarisch-ökologischen „KiezKantine“ schließen – ganz im Sinne des Mottos: Gute Ideen entstehen selten auf nüchternem Magen.
Im Zentrum steht das gemeinschaftliche Kochen und Essen von überwiegend pflanzenbasierten, regionalen und saisonalen Mahlzeiten, die kostengünstig oder auf Spendenbasis angeboten werden. Die „Quartierskantine“ stärkt so nicht nur den sozialen und nachbarschaftlichen Zusammenhalt, sondern ermöglicht auch Teilhabe unabhängig von finanziellen Möglichkeiten. Bewohner*innen sind eingeladen, sich ehrenamtlich einzubringen und das Angebot aktiv mitzugestalten. Neben den sozialen Aspekten greifen wir zentrale Zukunftsthemen auf: klimagerechte und solidarische Landwirtschaft, nachhaltige Ernährungssysteme, Urban Farming und „gerettete“ Nahrungsmittel. Diese fließen sowohl in die Beschaffung der Lebensmittel als auch in Bildungs- und Austauschformate ein. Ein besonderer Fokus liegt auf bezahlbaren, gesunden und vegetarischen Speisen. Für die Umsetzung stehen zwei etablierte Orte zur Verfügung, deren bestehende Strukturen genutzt und erweitert werden sollen:
1. Der „Nachbarschaftskiosk“ im Sporlederweg ist seit über zehn Jahren ein lebendiger Treffpunkt mit engagiertem Team und neuer Küchenzeile.
2. Das „café allerlei“ wird derzeit mit einer neuen Küche ausgestattet, bietet Raum für etwa 70 Gäste und kann durch einen Nachbarraum erweitert werden.
Im Projektverlauf entwickeln wir passgenaue Formate für unterschiedliche Zielgruppen, z.B. für Senior*innen sowie lokale Gewerbetreibende. Alle Angebote sind bewusst niedrigschwellig gestaltet und für alle zugänglich – unabhängig von Herkunft, Sprache oder finanziellen Möglichkeiten.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Linden-Süd ist ein vielfältiger Stadtteil mit besonderen sozialen und strukturellen Herausforderungen: Rund 24 % der Bewohner*innen beziehen Transferleistungen, 54,6 % haben einen Migrationshintergrund, und ein beachtlicher Teil der Bevölkerung ist über 45 bzw. über 60 Jahre alt (37,3 % bzw. 18,2 %). Gleichzeitig prägen inhabergeführte Geschäfte das Quartier und tragen zu seiner lokalen Identität bei (vgl. LHH, 2026).
Trotz dieser lebendigen Vielfalt ist Vereinsamung ein spürbares, oft unsichtbares Phänomen. Sprachliche und kulturelle Barrieren sowie die Altersstruktur erschweren Begegnung und Austausch. Hinzu kommt ein Mangel an frei zugänglichen Orten ohne Konsumzwang, wodurch viele Menschen von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen bleiben. Insbesondere Räume für gemeinschaftliches Kochen, Essen und informellen Austausch fehlen. Auch für lokale Gewerbetreibende, Selbständige und Freischaffende existieren kaum Möglichkeiten, sich im Rahmen gemeinsamer Mittagstische zu vernetzen.
Hier setzt unser Projekt an: Es schafft niedrigschwellige Zugänge, fördert soziale Kontakte und stärkt das Bewusstsein für eine klimafreundliche, ökologische und zugleich bezahlbare Ernährung.
Ein zentraler Ankerpunkt ist das "café allerlei", getragen von Caritas und FELS e. V. Als etablierter Ort der Begegnung ist es offen für Kooperationen und partizipative Projekte. Mit der geplanten Sanierung und einer neuen Küche ab 2026 entstehen ideale Voraussetzungen, um hier eine „KiezKantine“ zu verankern. So können bestehende Strukturen sinnvoll ergänzt und das vorhandene Engagement im Stadtteil nachhaltig gestärkt werden – ein wichtiger Schritt hin zu einem solidarischen Stadtteilzentrum.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Linden-Süd
Beschreibung
Linden-Süd ist ein Stadtteil im Südwesten von Hannover und gehört zum 10. Stadtbezirk Linden-Limmer. Der Stadtteil wird begrenzt im Norden durch die Straßen Am Lindener Berge, Westschnellweg, Von-Alten-Allee und Deisterstraße (bis Schwarzer Bär), im Osten durch die Ihme, im Süden durch die Bahnstrecke Hannover–Altenbeken und im Westen durch die Straße Am Ihlpohl, einer früheren Bahntrasse zum ehemaligen Güterbahnhof Küchengarten.
Aus dem früheren Arbeiterviertel mit urban geprägten Wohngebiet und den gewerblichen Strukturen wie dem Hanomaggelände, hat sich ein multikultureller Stadtteil mit einer hohen Bevölkerungsdichte und einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund entwickelt.
Als Zentrum ist die Deisterstraße zu nennen, die vom Schwarzen Bären bis zum Deisterkreisel verläuft. Entlang der Deisterstraße konzentrieren sich viele inhabergeführte Geschäfte sowie einige Discounter. Angrenzend befinden sich u.a. die "WERKbank" und das "café allerlei". Der „Nachbarschaftskiosk“ im Sporlederweg befindet sich im „Viertel am Volkspark“, das in einer Randlage westlich des Deisterkreisels am Lindener Berg liegt.
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die „KiezKantine“ verfolgt einen gemeinwesenorientierten Ansatz, indem sie Begegnung, Teilhabe und Selbstorganisation im Stadtteil fördert. Im Mittelpunkt stehen gemeinschaftliches Kochen, erschwingliche und klimafreundliche Mahlzeiten sowie das gemeinsame Essen. Die offene Struktur ermöglicht es auch benachteiligten Menschen, sich einzubringen und den Ort mitzugestalten. Ein zentraler Bestandteil ist die Förderung von Partizipation und Empowerment: Durch ehrenamtliches Engagement wird Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit gestärkt. Gleichzeitig entsteht ein erlebbares Wir-Gefühl, das von gegenseitiger Wertschätzung und sozialem Zusammenhalt geprägt ist. Die „KiezKantine“ wirkt damit aktiv Vereinsamung entgegen und schafft Räume für Austausch, Begegnung und Vernetzung. Als Ort der Selbstorganisation trägt das Projekt zur Stärkung nachbarschaftlicher Strukturen und zum Gemeinwohl bei. Die Mahlzeiten werden kostengünstig oder auf Spendenbasis angeboten, um Teilhabe unabhängig vom Einkommen zu gewährleisten. Ergänzend werden Aspekte gesunder, pflanzenbasierter Ernährung vermittelt, was sich positiv auf die psychosoziale Gesundheit auswirken kann. Zudem stärkt die „KiezKantine“ den Treffpunkt Allerweg als zentralen Ort im Stadtteil. Sie ergänzt bestehende Angebote sinnvoll und unterstützt die angestrebte Entwicklung hin zu einem solidarischen Stadtteilzentrum. Vorhandene Netzwerke sowie weiterführende Unterstützungsangebote können eingebunden und zugänglich gemacht werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Kriterium
Kriterium
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im "café allerlei" sind z.Z. 38 ehrenamtliche und 9 bezahlte Kräfte aus 10 Nationen aktiv, die 27 regelmäßige offene kostenlose Angebote durchführen. Ein Mittagsangebot hat den Betreibenden noch gefehlt und es wird ein Bedarf gesehen. Die seit Langem gewünschte Etablierung eines Stadtteilzentrums Linden-Süd im Treffpunkt Allerweg mit dem "café allerlei" kann durch den Aufbau einer beständigen „KiezKantine“ den Standort stärken.
Der „Nachbarschaftskiosk“ im Sporlederweg dient seit über zehn Jahren dem nachbarschaftlichen Austausch und verfügt über ein aktives Team an engagierten Nachbar*innen sowie eine neue Küchenzeile. Die Betreuung des Kiosks erfolgt seit jeher durch Martin Lange, seit 2024 laufen zusätzlich verschiedene sozial-ökologische Projekte von Transition Town Hannover e.V. im "Viertel am Volkspark".
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Annette Reus, Bereichsleitung 50.5 Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Claudia Pinkert, stellvertretende Bereichsleitung 50.5 Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rainer-Jörg Grube, Bezirksbürgermeister Linden Limmer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dr. Thomas Köhler, Vorstand Transition Town e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Inge Schweinebraten, Netzwerk Ernährungsrat Hannover & Region e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Markus Nückel, café allerlei, Caritas Verband e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Carsten Tech, hanova, Quartiersmanager Linden-Süd
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katharina Kümpel, freie Redakteurin der HAZ
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aktive der bestehenden Garten- und Kioskgruppe Am Sporlederweg
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung erfolgt durch den Aufbau einer ehrenamtlichen Gruppe, die sich selbst organisiert und über die Projektlaufzeit hinweg das Angebot der „KiezKantine“ weiterentwickelt. Unterstützung erfolgt durch bestehende Strukturen. Der Lebensmitteleinkauf wird gesichert über "gerettete" Lebensmittel und durch Spenden für die Mahlzeiten nach dem Vorbild von bereits funktionierenden „Quartierskantinen“. Parallel wird nach Folgeförderungen geschaut und Gespräche mit Sponsoren geführt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Moin Nachbar*in! - Gemeinwesenarbeit in Norden
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Aike Hausberg
| Funktion | stellv. Fachdienstleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Norden kümmerts!
Projektbeschreibung
Im Rahmen der Norder Altstadtsanierung ab 1968 wurden,um die Wohnungsnot nach dem 2. Weltkrieg zu lindern, durch die "Neue Heimat", im zerstörten Stadtzentrum vermehrt Mehrfamilienhäuser gebaut. Um diese "Wohnblocks" herum entstanden bzw. wurden die für die ostfriesische Infrastruktur typischen Einfamilienhäuser wieder aufgebaut. Anfangs als inklusiver Wohnungsbau geplant,verkehrte sich dies mit der Insolvenz der "Neuen Heimat" und dem Verkauf der Mehrfamilienhäuser an profitorientierte Wohnungsbaugesellschaften ins Gegenteil.
Wiederholter Wechsel der Besitzer ganzer Straßenzüge sowie der fehlende Wille zur Instandhaltung der Gebäude hat zu einem Verfall der Wohnviertel geführt. Menschen aus der Mittelschicht wanderten ab und suchten sich bedürfnisgerechteren Wohnraum, Besitzer von Eigenheimen begannen sich strikt von den Mehrfamilienhäusern und ihren BewohnerInnen abzugrenzen, um einen Werteverfall des Eigentums entgegenzuwirken.
Die Mehrfamilienhäuser wurden so zu den Ankunftspunkten von Menschen, die als Geflüchtete nach Norden kamen und kommen sowie für Menschen, die von Transferleistungen leben, da dieser Wohnraum aufgrund seines Zustandes der noch einzige verfügbaren Wohnraum in Norden ist, der im Rahmen der Angemessenheitsgrenzen für die Kosten der Unterkunft liegen.
Zusätzlich bietet das im Folgenden vorgestellte Quartier ein wenig attraktives Wohnumfeld - Begegnungsstätten oder Möglichkeiten, sich außerhalb der eigenen Wohnung zu treffen sind nicht vorhanden, Rasenflächen dürfen nicht zum Spielen genutzt werden. Durch die fortschreitende Verwahrlosung der Häuser ist bei den MieternInnen eine allgemeine Resignation eingetreten - und diese prägt z.B. durch vermehrte illegale Müllablagerung das Gesamtbild des Quartiers.
Durch eine dauerhafte Installation von GWA eröffnet sich die Möglichkeit, versch. Methoden der Sozialen Arbeit zu nutzen wie z.B. aktivierende Befragungen, Beratungen, Gruppenangebote, Aktivierung von Netzwerkpartnern und den Aufbau von belastbaren und vertrauensvollen Beziehungen zu den BewohnernInnen, um einen ganzheitlichen Eindruck des Quartiers zu gewinnen. Durch den Wechsel der Blickrichtung-vom Individuum hin zum gesamten Quartier-eröffnen sich Möglichkeiten, ressourcenorientiert Lösungsstrategien mit den BewohnernInnen zu entwickeln und im Rahmen von Projekten umzusetzen.
So kann für alle BewohnerInnen, unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht und soz. Status eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der verfügbare Wohnraum in dem benannten Quartier bildet derzeit den noch einzig verfügbaren Wohnraum in Norden, der für Menschen, die von Transferleistungen leben, bewohnt oder bezogen werden kann. Dadurch ist eine extrem heterogene Bewohnerschaft entstanden, die in einer hohen Personenzahl auf flächenmäßig kleinen Raum lebt. Neben der ständigen Konfrontation mit dem langjährigen Sanierungsstau an den Gebäuden und der fehlenden sozialen Infrastruktur, haben die BewohnerInnen das Vertrauen in die Möglichkeit einer Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität sowie das Interesse an ihrem Wohnumfeld und den anderen darin lebenden Menschen verloren. Sprachbarrieren, fehlenden Verständnis für den anderen und dessen Kultur, Arbeitslosigkeit, fehlende Freizeitmöglichkeiten und Treffpunkte (speziell für Kinder und Jugendliche) außerhalb der eigenen Wohnung und ein Anstieg von Einsamkeit und sozialer Isolation haben einen negativen Einfluss auf die eigene Lebensqualität. Vermehrte Kellerbrände durch Brandstiftung in den letzten fünf Jahren und wiederholt illegal abgelegter Sperr- und Hausmüll schränken das persönliche Sicherheitsgefühl weiter ein. Das Fehlen von Treffpunkten im Quartier hat im letzten Jahr zu weitreichenden Folgen geführt: BewohnerInnen treffen sich in Gruppen an öffentlichen Orten wie z.B. dem Norder Marktplatz, teilweise mit dem Konsum von legalen und illegalen Toxinen. Auffälliges Verhalten dieser kleineren Gruppen hat zu einer Stigmatisierung und teilweise offen formulierten Ablehnung aller BewohnerInnen aus dem Quartier geführt - und so zu einem (gefühlten) Ort der Unsicherheit für alle Bewohner der Stadt Norden mitten im Zentrum beigetragen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadtmitte
Beschreibung
Das Quartier Stadtmitte begrenzt sich im Norden durch die Straßen Brummelkamp und Schulstraße, die Rosenthallohne, Kleine Hinterlohne und Doornkaatlohne im Osten, die Dammstraße im Süden und den Burggraben sowie die Norddeicherstraße im Westen.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Stadt Norden, Stand 03.03.2026
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Stadt Norden, Stand 03.03.2026
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
plan53.jpg
(4.59 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Mensch steht im Mittelpunkt der GWA. Angebunden an die Verwaltung der Stadt Norden mit ihrem umfangreichen Netzwerk an Kooperationspartnern, dem Jugendhaus, einem Streetworker sowie den kommunalen Kindergärten und Schulen bietet die Möglichkeit unkomplizierter Kontaktaufnahmen. Die Stadt Norden bietet über ihre Pressesprecherin die Möglichkeit, den aktuellen Stand der GWA, Aktionen und Veranstaltungen über eine Pressemitteilung an die örtlichen Zeitungen und auf den Kanälen der Stadt Norden in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Durch die Vorstellung der GWA im zuständigen Fachausschuss ist eine kontinuierliche Einbindung des Stadtrats und der Politik vorhanden. Projekte können unkompliziert vorgestellt und gefördert werden. Die Arbeit des GWA ist im ersten Schritt das Schaffen einer Vertrauens- und Arbeitsbeziehung zu den BewohnerInnen des Quartiers. Einladungen v. BewohnerInnen zu Informationsveranstaltungen und Befragungen sowie die zeitnahe Eröffnung des Quartiersbüros mit verlässlichen Sprechzeiten vor Ort garantieren Sicherheit sowie die Gewissheit, ernst genommen und gesehen zu werden. Über Angebote und Veranstaltungen wie Flohmärkte, Sommerfeste o. Angebote für Kinder und Jugendliche bemerken die BewohnerInnen, dass "etwas passiert" und sie daran partizipieren und profitieren. Das Einbinden aller Norder Bürger u. Gäste beeinflusst die Stimmung im und gegenüber dem Quartier positiv und reduziert Vorurteile und Stigmata.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Annahme der GWA durch den Besuch von 35-40 dokumentierten Kontakten im Quartiersbüro oder in den Wohnungen der BewohnerInnen des Quartiers.
Kriterium
Beschreibung
Mindestens vier Netzwerkpartner bieten wöchentlich verlässliche Sprechstunden und Workshops im Quartiersbüro an, die jeweils mindestens 15-20 BewohnerInnen ansprechen und regelmäßig von ihnen genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Pinnwand oder die Chatgruppe werden im Rahmen der "Nachbarschaftshilfe" regelmäßig von mindestens 50 Personen genutzt. Teilnahme und aktive Mitgestaltung an Veranstaltungen und Festen durch mindestens 50 Personen.
Beschreibung
Wenn sich mindestens zwei Interessengruppen der BewohnerInnen regelmäßig in den Räumlichkeiten des Quartiersbüros treffen, um sich zu vernetzen, eigene Ideen zu entwickeln oder einem gemeinsamen Hobby nachgehen.
Kriterium
Beschreibung
fachdienstübergreifendes Entwickeln und Handeln in Kooperation mit weiteres lokalen Akteuren (Polizei, Wohnungswirtschaft, Ehrenamtliche etc.) eine erste sichtbare Veränderung wie z. b. das Schaffen von Ruheinseln oder nutzbaren Grünanlagenmöglich ist.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Florian Eiben (Bürgermeister), Aike Hausberg (Stadtverwaltung), Kristina-Marie Fuß (Stadtverwaltung), Michael Müller (Amt für Jugend und Soziales LK Aurich), Peter Weiß (Jugendberaufsagentur)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Andrea Schönfeld(Kreismusikschule), Margret Martens (Niederdeutsches Theater Norden), Linda Peters (Kunstschule Norden e.V.), Lennart Bohne (Gnadenkirche Tidofeld)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friedhelm Endelmann (KVHS Norden), Tanja Svea Manninga (Jugendhaus Norden), Anke Czepul (Stadtbibliothek), Thomas Kettler (Feuerwehr Norden), Thomas Ripken (Polizei Norden), Uta Meints (SPDi),Tina Schipper (Jugendamt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christina Hoyer-Saad (Diakonie), Christina Störk (Sozialwerk Nazareth),Stefan Saathoff (Suria e.V.),Silvia de Vries (Azurit SBW),Elke Valentin-Startgardt & Stefanie Kunze (Ostrfr. Gesellschaft e.V.), Günther Gerdes (Behindertenhilfe Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Juliane Marliani (Tomtes Hof e.V.), Janine Bohne (DOKA e.V.),Sonja Lindemann (Tierfreunde Norden e.V),Wolfgang Grätz (Präventionsverein Norden e.V.), Marc Friedrichs (Sprecher der Norder Sportvereine)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Barbara Weber-Zemke (Senioren- und Pflegestützpunkt), Tobias Sickermann; Dr. Falko Bode etc. (Hausärzte Norden), Heike Hardes (AWO Sozialstation Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ivonne Behnke (Grundschule Im Spiet),Maren Kendzia-Boss (Grundschule Lintel& Standort Wiesenweg),Julian Glusa (Grundschule Norddeich),Nico Rettcher (Oberschule Norden),Volker Cammans(Conerusschule),Sophie Drosten- Ruhbaum (Schule Am Moortief)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christiane Elster (Andreasgemeinde Norden),Adeljawad Mazin Al Jaafra (Muslimische Community Norden),Pastor Christoph Hentschel (St.Ludgerus), Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden, Pastor Martin Kaminski (Mennonitengemeinde)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Günther Schneider (Wirtschaftsforum Norden e.V.), Dr. Alexandra Thürkow (Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden GmbH), Ingrid Rump (Fachdienst 2.3 Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Carina Lotz &Imke Grotelüschen (LEG Nord), Lars Grewe (WEVATO Frankfurt), Wilfried Riese (EVIV), Hedda Freese (Wohnungsverwaltung Ulrike Kuhlmann)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ahlam Gandoura-Kourich (Pressesprecherin Stadt Norden), Aike Ruhr (NWZ),Rebecca Kresse (Ostfriesische Nachrichten),Christian Walther (Soltau Kurier Nord)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Florian Eiben (Bürgermeister), Markus Aukskel (1. Stadtrat), Wolfgang Hinrichs (Vorsitzender Fachausschuss Ordnung & Sicherheit)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rosi Knoke (Trägerin des Preises der Norder Bürgerstiftung als soziales Gewissen der Stadt Norden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Norder Elfen (Christiane Büchner), Initiative zur Verhinderung von Einsamkeit an Feiertagen, Mehrgenerationenhaus Norden (Irina Eifert als Standortleitung), Wiemersche Haus (Uta Meints, Begegnungsstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die zu erwartende Aufwertung des Quartiers durch die GWA sowie die Stimmung in diesem mitten im Stadtzentrum liegenden Quartiers hat einen unmittelbaren Einfluss auf den wichtigsten Einnahmezweig der Stadt Norden-dem Tourismus. Die jährl. stattfindende Vorstellung der GWA und ihrer Projekte im Fachausschuss für Feuerwehr,Ordnung und Sicherheit macht diese Fortschritte und die Vorteile für die BewohnerInnen, alle Bürger der Stadt Norden & für die Touristen sichtbar und damit weiterfinanzierbar.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vielfalt wächst: Mehr Begegnung - Mehr Gemeinsam!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andrea Helmer
| Funktion | Bildungsreferentin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Garten für Begegnung, Vielfalt und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Zentrale Herausforderungen im Stadtteil Obenende sind fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte, begrenzte Beteiligungsmöglichkeiten. Vereine, Einrichtungen, Initiativen arbeiten parallel statt gemeinsam, sowie erschwerte soziale Teilhabe. Das Projekt „Vielfalt wächst: Mehr Begegnung – Mehr Gemeinsam!“ reagiert auf diese Herausforderungen, indem es durch Gemeinwesenarbeit neue Zugänge zu Begegnung, Beteiligung & gemeinschaftlichem Engagement schafft, zugleich bestehende Lücken in den Angeboten des Mehrgenerationenhauses schließt. Ziel ist der Aufbau & die nachhaltige Verankerung eines offenen, niedrigschwelligen Begegnungsortes, der von Bewohnenden & lokalen Akteuren gemeinsam genutzt &
gestaltet wird. Zur Kommune werden von Beginn an verbindliche Schnittstellen aufgebaut.
Ausgangspunkt ist eine aktivierende Sozialraumanalyse, in der Bedarfe, Ressourcen & Interessen der Bewohnenden sichtbar gemacht werden. Eine im Stadtteil bekannte Kümmererin ist kontinuierlich präsent, arbeitet eng mit der Kommune zusammen & spricht Menschen gezielt an. Niedrigschwellige Formate wie Gespräche in Treffpunkten, aktivierende Befragungen und ein mobiles Pop-up-Café schaffen erste Gelegenheiten für Austausch und Beteiligung. Vertrauen wird aufgebaut, Kontakte entstehen und Schlüsselpersonen werden einbezogen. In offenen Dialogformaten, wie dem „Nachbarschafts-Café: Mein Obenende“, werden Perspektiven gebündelt und Ideen für die Stadtteilentwicklung erarbeitet. Eine partizipative Stadtteilkarte macht Ressourcen, Orte & Bedarfe sichtbar. Zentral ist die gemeinsame Entwicklung eines Begegnungsortes in Form eines Gartens. In partizipativen Prozessen wird dieser gemeinsam aufgebaut & als sozialräumliche Infrastruktur gestaltet, die vielfältige Nutzungen ermöglicht & als offener Treffpunkt dient. Im weiteren Verlauf wird der Begegnungsort durch regelmäßige Angebote & gemeinschaftliche Aktivitäten belebt. Bewohnende, Vereine & Einrichtungen bringen eigene Ideen ein und nutzen den Ort zunehmend eigenständig. Es entstehen neue Kontakte, Kooperationen & gegenseitige Unterstützung. Parallel werden verlässliche Nutzungs- & Organisationsstrukturen aufgebaut. Nutzergruppen übernehmen schrittweise Verantwortung; der Begegnungsort wird in bestehende Netzwerke, das MGH & kommunale Strukturen eingebunden. Langfristig entsteht ein lebendiger, gemeinschaftlich getragener Ort, der über den Projektzeitraum hinaus Bestand hat & Teilhabe, Zusammenhalt und Selbstorganisation im Stadtteil stärkt.
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projekt wird im Stadtteil Obenende in Papenburg umgesetzt, einem dörflich geprägten Stadtteil. Die durch Kanäle geprägte Struktur erschwert alltägliche, zufällige Begegnungen. Die Einwohnerzahl ist deutlich gestiegen (ca. 8.200 Jahr 2010 auf 13.249 Jahr 2024), gleichzeitig verändert sich die Bevölkerungsstruktur. Der Anteil älterer Menschen liegt bei rund 27 %, zugleich wächst der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte. Unterschiedliche Lebenslagen, kulturelle Hintergründe treffen zunehmend aufeinander. Mit dem Mehrgenerationenhaus besteht eine wichtige, jedoch nicht ausreichend niedrigschwellige Struktur für Begegnung und Beteiligung im Stadtteil. Vor diesem Hintergrund zeigen sich drei zentrale Herausforderungen:
1. Fehlende niedrigschwellige Begegnungsorte: Im Stadtteil fehlen frei zugängliche Orte für spontane, generationenübergreifende Begegnung. Bestehende Angebote sind häufig institutionell gebunden, erreichen nicht alle Zielgruppen. Folge: Begegnung und Austausch entstehen nur eingeschränkt und werden durch fehlende offene Treffpunkte zusätzlich erschwert.
2. Begrenzte Beteiligung und Vernetzung: Viele Bewohnende erleben geringe Mitgestaltungsmöglichkeiten. Lokale Akteure arbeiten überwiegend nebeneinander, vorhandene Ressourcen werden nicht ausreichend genutzt und miteinander verbunden. Folge: Beteiligungspotenziale bleiben ungenutzt und gemeinschaftliche Entwicklungen werden erschwert.
3. Erschwerte soziale Teilhabe in einem vielfältigen Stadtteil: Neue und gewachsene Nachbarschaften bestehen häufig nebeneinander, Zugezogene finden schwer Zugang zu bestehenden Strukturen. Folge: Zusammenhalt und Zugehörigkeit entwickeln sich nur begrenzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Stadtteil Obenende in Papenburg, nördlich des Hauptkanals. Obenende erstreckt sich über eine Fläche von 39,55 km² und hat 13.249 Einwohner/-innen. Papenburg insgesamt umfasst sieben Stadtteile mit 39.453 Einwohner/-innen und einer Gesamtfläche von rund 118 km². Historisch war Obenende das Arbeiter- und Handwerkerviertel, während Untenende als kaufmännisches Zentrum fungierte. Das Fördergebiet ist geprägt durch eine Mischstruktur aus Wohnquartieren, kleineren Gewerbebetrieben und sozialen Einrichtungen. Es gibt nur wenige öffentliche Begegnungsorte,
Es grenzt nördlich an den Ortsteil Völlenerkönigsfehn der Gemeinde Westoverledingen, westlich an die Stadtteile Untenende, Bokel, Aschendorf und Herbrum und östlich an die Gemeinde Surwold.
Diese besonderen Bauwerke lassen sich eindeutig dem Obenende zuordnen: Der alte Turm, St. Michaelskirche, St. Marienkirche, Van Velen Anlage(Museumsanlage mit historischen Bauten und Gebäuden)
Der Großteil der Obenender wohnte ursprünglich an den Kanälen, die das Obenende durchziehen: Mittelkanal, Splitting, Erste Wiek, Umländerwiek, Lüchtenburg, Bethlehem . Am Obenende gibt es drei Grundschulen: Michaelschule, Waldschule und Splittingschule. Die Oberschule Michaelschule ist die größte Schule der Stadt. Am Obenende gibt es drei Sportplätze
Einwohnerzahl
13249
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025) keine Unterscheidung im Stadtgebiet
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Papenburg (2025)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Emslandweite Daten
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicher-Geltungsbereich/Politische-Gebietsstruktur/Bundeslaender/Niedersachsen.html?nn=25856&year_month=202202
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Emslandweite Daten
https://www.regionalmonitoring-statistik.niedersachsen.de/index.html
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
abgrenzung_obenende_mit_groesse.pdf
(1.5 MB)
standort_garten_mit_groesse.jpg
(120.96 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt setzt Gemeinwesenarbeit um, indem es sich ganzheitlich auf die Interessen der Menschen vor Ort bezieht. Es stärkt die Selbstorganisation und fördert die Handlungsfähigkeit der Bewohnenden als Nachbarschaft. Dabei werden sowohl individuelle als auch strukturelle Aspekte im Sozialraum berücksichtigt. Durch niedrigschwellige Beteiligungsformate werden die Menschen aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbezogen. Das Projekt schafft eine Anlauf- und Vernetzungsstelle, die als zentrale Ansprechperson für lokale Akteurinnen dient. Dabei werden unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zusammengebracht, um gemeinsame Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln. Die sozialräumliche Orientierung zeigt sich in der ressortübergreifenden Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren wie Kommune, Vereinen, Sozialraumprävention und Schulsozialarbeiterinnen. So entsteht ein Netzwerk aus Bewohnenden, Akteuren und Kommune, das Kooperationen im Stadtteil stärkt. Die Verbesserung infrastruktureller Bedingungen wie Zugänge zu Bildungs- und Freizeitangeboten fördert soziale Teilhabe. Das Projekt geht aktiv in den Sozialraum: Die HÖB und das MGH öffnen sich bewusst nach außen, sodass Angebote ergänzen und bestehende Strukturen stärken. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die demokratische Mitbestimmung, indem es Bewohnende ermutigt, ihre Interessen zu vertreten und ihre Umgebung aktiv mitzugestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen unterschiedlicher Gruppen aktiv an Planung, Nutzung und Weiterentwicklung des Begegnungsortes beteiligt sind, eigene Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und auch bisher wenig erreichte Zielgruppen einbezogen werden.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen eigenständig Angebote initiieren und durchführen, Aufgaben in Organisation und Pflege übernehmen und verlässliche Nutzer- und Verantwortungsstrukturen bestehen, die auch ohne kontinuierliche Projektbegleitung funktionieren.
Kriterium
Beschreibung
vorhandene Ressourcen im Stadtteil (z. B. Fähigkeiten von Bewohner*innen, Vereine, Netzwerke) systematisch eingebunden, sichtbar gemacht und für die Gestaltung und Nutzung des Begegnungsortes aktiv genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Lebenslagen und Herkunft im Begegnungsort regelmäßig zusammenkommen, gemeinsam Aktivitäten gestalten und neue Verbindungen zwischen bislang getrennten Gruppen im Stadtteil entstehen.“
Beschreibung
Kommune, soziale Einrichtungen, Bildungsträger und Vereine im Stadtteil verbindlich zusammenarbeiten, Ressourcen bündeln und gemeinsam Angebote und Strukturen für den Begegnungsort entwickeln und weitertragen.
Beschreibung
ein stabiles Netzwerk aus Bewohner*innen, Vereinen, Einrichtungen und Kommune besteht, das regelmäßig zusammenarbeitet, Verantwortung für den Begegnungsort übernimmt und gemeinsame Aktivitäten und Angebote dauerhaft trägt.
Kriterium
Beschreibung
im Begegnungsort regelmäßige Begegnungen stattfinden, neue Kontakte entstehen und Bewohner*innen unterschiedlicher Gruppen ihr Zusammenleben aktiv gestalten, sich gegenseitig unterstützen und Zugehörigkeit im Stadtteil wächst.
Beschreibung
ein offener, niedrigschwelliger Begegnungsort geschaffen ist, der von unterschiedlichen Gruppen regelmäßig genutzt wird, dauerhaft zugänglich bleibt und als soziale Infrastruktur Begegnung, Beteiligung und Teilhabe im Stadtteil ermöglicht.
Kriterium
Beschreibung
das Projekt in kommunale Strukturen eingebunden ist, die Kommune aktiv mitwirkt und Ergebnisse in bestehende Planungen und Netzwerke integriert werden, sodass der Begegnungsort langfristig im Stadtteil verankert ist.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderkreis Papenburg Obenende e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katholische Frauengemeinschaft Deutschland in St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SKFM Papenburg e.V. (Tafel, soziales Kaufhaus, Wohnungslosenhilfe, rechtliche Betreuung)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rheuma LIGA Niedersachsen e.V. AG Papenburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionales Umweltbildungszentrum Emsland in Papenburg e.V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FRIDA (freiwillige Initiative für Demenzkranke und ihre pflegenden Angehörigen e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird von Beginn an mit Kommune, MGH, Vereinen & Einrichtungen geplant, umgesetzt & in kommunale Strukturen eingebunden. Über 36 Monate werden tragfähige Netzwerke, klare Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten & verbindliche Regeln erarbeitet. Der Begegnungsort wird ans MGH angebunden, das langfristig Koordination & Begleitung übernimmt. Ergänzende Fördermittel werden gezielt eingeworben. Durch Integration in bestehende Strukturen wird eine dauerhafte Nutzung & Verstetigung gesichert.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
dscf1749.jpg_2.jpg
(1.28 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ein Dorf erfindet sich neu
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ilka Morr
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Perspektiven und Chancen für einen inklusiven Lebensraum im demografischen Wandel
Projektbeschreibung
Das Projekt reagiert auf die besonderen demografischen und strukturellen Herausforderungen eines inklusiven Lebensraums in ländlich geprägtem Umfeld. Die Bevölkerung altert, junge Menschen wandern ab und auch ältere Menschen müssen ihr vertrautes Lebensumfeld verlassen, weil sie keinen adäquaten Wohnraum vorfinden. Gleichfalls sind versorgungsbezogene soziale Infrastrukturen zunehmend in ihrer Existenz bedroht. Dabei besteht im traditionsreichen Burgdorf Ovelgönne im Zentrum der Wesermarsch eine besondere Konstellation: Die Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle (SLOM) trägt mit u.a. Burgdorfladen, Landhotel und Gastronomie wesentliche Teile der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur, die den Menschen mit Behinderungen Arbeit und Teilhabe und der dörflichen Gemeinschaft Versorgung und soziale Begegnungsorte geben. Inklusion und Innovation sind im Burgdorf eng miteinander verzahnt.
Doch diese über Jahrzehnte gewachsene Lebensgemeinschaft und damit auch die Zukunftsfähigkeit des Dorfes steht auf dem Spiel. Die Gemeinde, die SLOM als eine Einrichtung der Eingliederungshilfe, die Wohnungsbau Wesermarsch und BürgerInnen aus Ovelgönne haben die Herausforderungen deutlich erkannt und sehen gleichzeitig die Chance einer beispielhaften Entwicklungsmöglichkeit. Sie übernehmen gemeinsam Verantwortung: Über einen Zeitraum von drei Jahren soll ein Quartiersmanagement aufgebaut werden, das Dorfentwicklung und Inklusion systematisch zusammen denkt und dafür neue verbindliche Strukturen der Gemeinwesenarbeit schafft und aktiv in das Dorfleben integriert.
Methodisch setzt das Projekt auf Beteiligung, Aktivierung von Ehrenamt und Selbstorganisation. Informelle Nachbarschaftsstrukturen werden gestärkt, Teilhabe von älteren Menschen mit und ohne Behinderung konsequent gefördert und für Daseinsvorsorge, Wohnumfeld und Wohnen gemeinsame Lösungen vor Ort entwickelt.
Ziel ist es, den älteren MitbürgerInnen mit und ohne Behinderungen ein qualitätsvolles Leben in vertrauter Nachbarschaft zu sichern, Zuzug zu ermöglichen und die inklusive Dorfgemeinschaft langfristig zu stabilisieren. Das Burgdorf soll als lebenswerter Ort für alle Generationen erhalten und der innovative Ansatz von Inklusion, Teilhabe und dörflicher Daseinsvorsorge, auch als Modell für andere ländliche Kommunen, mit dauerhaften Strukturen und einem lebendigen Netzwerk aus Nachbarschaft, Ehrenamt, Kommune und Stiftung zukunftsfähig weiterentwickelt werden.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im 1.241 EinwohnerInnen umfassenden Burgdorf Ovelgönne im Zentrum der Wesermarsch leben Menschen mit Behinderungen der Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle (SLOM) in selbstverständlicher Nachbarschaft mit der Bevölkerung vor Ort. Die inklusive Gemeinschaft hat sich über Jahrzehnte beispielhaft organisiert und getragen, doch angesichts starker demografischer und struktureller Veränderungen steht die Überlebensfähigkeit des Dorfes und eine gewachsene inklusive Gemeinschaft auf dem Spiel:
(1) Die Bevölkerung altert, junge und auch ältere Menschen wandern ab, weil sie keinen adäquaten bezahlbaren oder altersgerechten Wohnraum vorfinden. Somit bleibt auch Zuzug aus, der für eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur und die Zukunftsfähigkeit des Dorfes dringend benötigt wird.
(2) Soziale versorgungsbezogene Infrastrukturen sind in ihrer Existenz bedroht. Burgdorfladen und ein traditionsreiches Landhotel mit Gastronomie und Festsaal sichern vielen Menschen Arbeit und Teilhabe, Versorgung und soziale Begegnungsorte. Mit ihrem Wegfall bricht auch das Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
(3) Der Unterstützungsbedarf wächst. Für die älter werdenden Menschen mit und ohne Behinderungen fehlen geeignete Wohn-, Begegnungs- und Unterstützungsstrukturen. Vielen droht, dass sie ihr vertrautes Lebensumfeld verlassen müssen. Eine über Jahrzehnte gewachsene inklusive Nachbarschaft kann nicht fortgeführt werden.
Mit einem inklusiven Seniorenwohnprojekt und öffentlichem Begegnungsraum entstehen erste wichtige Impulse. Es fehlen Gemeinde und SLOM jedoch die Ressourcen, die neuen Strukturen aktiv ins Dorfleben zu integrieren und das Dorf insgesamt zukunftsfähig aufzustellen.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ovelgönne - Burgdorf Ovelgönne
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst das Burgdorf Ovelgönne in der Gemeinde Ovelgönne.
Einwohnerzahl
1081
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Ovelgönne
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Ovelgönne
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Ovelgönne
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Ovelgönne
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist als Quartiersmanagement mit gemeinwesenorientiertem Ansatz konzipiert.
Das Quartiersmanagement hat die koordinierte Entwicklung des gesamten inklusiven Sozialraums zum Ziel. Es vernetzt soziale, wirtschaftliche und versorgungsbezogene Strukturen, integriert das inklusive Seniorenwohnen in das Dorfleben und schafft verbindliche Kooperationsformen zwischen Kommune, Stiftung und BürgerInnen.
Gleichzeitig folgt das Vorhaben in seiner Methodik einem gemeinwesenorientierten Ansatz. Beteiligung, Aktivierung von Ehrenamt und Selbstorganisation der BewohnerInnen stehen im Mittelpunkt. Lösungen werden gemeinsam entwickelt, informelle Nachbarschaftsstrukturen gestärkt und die Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung konsequent berücksichtigt.
Das Quartiersmanagement verbindet somit Strukturentwicklung und Empowerment: Es steuert Entwicklungsprozesse auf Dorfebene und arbeitet zugleich partizipativ, ressourcenorientiert und inklusiv. Auf diese Weise entstehen tragfähige, von der Gemeinschaft mitgetragene Lösungen, die langfristig im Sozialraum verankert werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Begegnungsorte werden aktiv und vielfältig genutzt und insbesondere die älteren Menschen mit und ohne Behinderung erleben Teilhabe und Geborgenheit
Kriterium
Beschreibung
Angebote, Prozesse, Strukturen und Zusammenarbeit sind etabliert. Das Ehrenamt organisiert sich selbstständig.
Kriterium
Beschreibung
Menschen mit und ohne Behinderungen leben in selbstverständlicher Nachbarschaft zusammen. Die kompakte Zentrumsstruktur im geschicktsträchtigen Burgdorf erlaubt es, Versorgungsstrukturen und Begegnungsorte fußläufig zu erreichen.
Kriterium
Beschreibung
Es konnten zielgruppenübergreifende Lösungen entwickelt, diese im Ortsbild sichtbar und insgesamt die Projektziele erreicht werden.
Beschreibung
Starke Netzwerke und Kooperationen mit örtlichen Vereinen, Initiativen, KulturträgerInnen auch über die Region hinaus sind aufgebaut und etabliert. Daran kann angeknüpft werden.
Kriterium
Beschreibung
Der inklusive Begegnungsraum wird lebendiger Treffpunkt und Ort der Interaktion von Jung und Alt. Die örtliche Bevölkerung bringt sich in vielfältiger Weise und mit eigenen Ideen für das inklusive Miteinander und Teilhabe ein.
Beschreibung
Die Versorgungs- und sozialen Infrastrukturen werden gut angenommen; ihre Tragfähigkeit ist gesichert.
Kriterium
Beschreibung
Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Stiftung Lebensräume und Bürgerschaft hat sich etabliert und wird fortgeführt.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Ovelgönne, Landkreis Wesermarsch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Handwerkermuseum Ovelgönne, Niederdeutsche Bühne, weitere Kulturakteure Wesermarsch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Der Paritätische (Mitgliedschaft), Bundesverband Anhroppoi und Netzwerk Nord e.V. (Mitgliedschaft)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Ovelgönne, Kreisvolkshochschule Wesermarsch
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kichengemeinde ("Die vier Kirchen Ovelgönne")
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionale Handwerksbetriebe, Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH, JadeBay GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsbau Wesermarsch GmbH (Kooperationspartner für das Inklusive Seniorenwohnprojekt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BürgerInnen, die in direkter Nachbarschaft leben; Ehrenamt Vereine, Kirche
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit des Projekts ist von Beginn an integraler Bestandteil der Konzeption. Das Quartiersmanagement ist struktureller Baustein einer langfristigen inklusiven Dorfentwicklung. Es entstehen neben tragfähiger sozialer und Versorgungsinfrastruktur Nachbarschaftsnetzwerke und informelle Unterstützerstrukturen, die auch ohne vollständige Projektförderung weiterwirken. Ziel ist, das gemeinsame Engagement von Kommune, Stiftung und Bürgerschaft dauerhaft zu verankern.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
ZusammenWachsen im Wolfsburger Süden
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
André Meiners
| Funktion | Hauptamtlicher |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vom Treffpunkt zum Netzwerk: Begegnung sichern, Bedarfe umsetzen und den Wolfsburger Süden gemeinsam gestalten.
Projektbeschreibung
Seit 2013 engagiert sich der ehrenamtliche Verein Raum zum Wachsen e.V. im Wolfsburger Süden für ein lebendiges Miteinander. Mit der seit 2023 fokussierten GWA wird daran gearbeitet, soziale Infrastruktur zu stärken und Begegnung zu fördern. Ausgangspunkt sind geringe Vernetzung, parallele Strukturen, ungenutzte Ressourcen sowie soziale Isolation. Wirtschaftliche Unsicherheiten bei VW verstärken dies: Frühverrentung, Jobverlust und Zukunftsängste führen zu fehlendem sozialen Netz, Rückzug, fehlender Struktur und wachsender psychischer Belastung.
Durch gezielte Ansprache und aufsuchende Kontakte werden lokale Akteur:innen (Ortsräte, Vereine und Institutionen) gewonnen und in Austausch gebracht. In ersten Treffen werden Themen, Herausforderungen und Ressourcen der Ortschaften sichtbar gemacht. Aufbauend darauf werden Bewohner:innen durch aktivierende Befragungen einbezogen, sodass ihre Perspektiven handlungsleitend werden. Ehrenamtliche aus den Vereinen unterstützen diesen Prozess. Die Menschen knüpfen an ihre Interessen an, bringen Themen ein und übernehmen Verantwortung für deren Weiterentwicklung.
Darauf aufbauend finden in jeder Ortschaft eigene Mitmach-Aktionstage statt. Hier bearbeiten Bewohner:innen ihre jeweiligen Themen vor Ort, entwickeln Ideen und stoßen Initiativen an. Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse zusammengeführt, sodass übergreifende Bedarfe und gemeinsame Entwicklungsziele für den Wolfsburger Süden sichtbar werden und dorfübergreifend bearbeitet werden können.
Bereits aufgebaute Netzwerke werden weiter gestärkt und neue Ortschaften erschlossen, um gemeinsames Handeln im gesamten Sozialraum zu ermöglichen. Der „Runde Tisch Wolfsburger Süden“ dient dabei als dauerhafte Plattform für Austausch, Kooperation und Interessenvertretung und bringt Themen gebündelt in kommunale Prozesse ein.
GWA schafft so die notwendige Struktur, um lokale Anliegen wirksam zu vertreten. Gleichzeitig profitiert die Kommune durch eine koordinierte und legitimierte Stimme aus dem Sozialraum. In den letzten 3 Jahren wuchs die Mitgliederzahl von 550 auf 810, die Spenden und Mitgliedsbeiträge stiegen im Jahr 2025 jeweils um ca.10.000€. Damit erhöht sich der Eigenanteil des Vereins kontinuierlich, sodass bereits heute Teile der Finanzierung eigenständig getragen werden können, mit weiterem Potenzial. Daraus ergibt sich eine nachhaltige Finanzierungsstruktur, in der kommunale Förderung und wachsender Eigenanteil des Vereins gemeinsam die GWA absichern.
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf den ersten Blick erscheint der Wolfsburger Süden als ruhige und stabile Region mit hoher Lebensqualität. Gepflegte Wohngebiete, Einfamilienhäuser und gewachsene Dorfgemeinschaften vermitteln Sicherheit und Beständigkeit, verdecken jedoch bestehende Herausforderungen.
Hinter der Fassade zeigen sich soziale und strukturelle Problemlagen. Wirtschaftliche Unsicherheiten belasten viele Haushalte, insbesondere im Zusammenhang mit möglichen Veränderungen bei VW. Gleichzeitig nehmen Einsamkeit und soziale Isolation zu, während Gelegenheiten für Begegnung und Austausch fehlen.
Zudem sind bestehende Angebote und Akteure oft unzureichend vernetzt. Für neu Zugezogene und weniger eingebundene Gruppen ist der Zugang zu Gemeinschaften erschwert. Gewachsene Strukturen bieten Orientierung, können aber auch abschottend wirken. Es entstehen parallele Gruppen, was gemeinsames Handeln erschwert.
Gleichzeitig bestehen wichtige Ressourcen: Mit unserem Bewegungs- und Begegnungszentrum „Plantage“ gibt es einen zentralen Ort mit hoher Reichweite. Täglich nutzen rund 50 Menschen die Angebote, zusätzlich engagieren sich über 50 Ehrenamtliche. Diese Potenziale werden bereits im Rahmen der GWA genutzt, bieten aber noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten.
Insgesamt zeigt sich eine Ausgangslage, die von ungenutzten Potenzialen, fehlender Vernetzung und wachsendem Bedarf an niedrigschwelligen Beteiligungs- und Begegnungsmöglichkeiten geprägt ist. Gleichzeitig besteht eine große Bereitschaft zum Engagement sowie vielfältiges lokales Wissen, das bislang nicht ausreichend zusammengeführt wird. Diese Voraussetzungen bilden den Ansatzpunkt für eine nachhaltige Stärkung des sozialen Zusammenhalts.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg Hattorf, Heiligendorf, Neindorf, Almke, Mörse, Ehmen
Beschreibung
Der Wolfsburger Süden ist durch folgende Ortschaften eingegrenzt: Ehmen, Mörse, Hattorf, Heiligendorf, Neindorf und Almke.
Einwohnerzahl
15776
Quelle / Anmerkungen
https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/HTML/Stadtteilreports/stadt-wolfsburg.html
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/HTML/Stadtteilreports/stadt-wolfsburg.html // Hier sind die Alterskohorten bei 18 getrennt.
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/HTML/Stadtteilreports/stadt-wolfsburg.html // Hier sind die Alterskohorten bei 67 getrennt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wolfsburger_sueden_xxl_-_wirkungsbereich_7.png
(305.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt konsequent den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Grundlage unserer Arbeit sind unsere langjährigen Erfahrungen sowie der kontinuierliche Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Orten in den vergangenen drei Jahren. Dabei hat sich gezeigt, dass es ortsübergreifend ähnliche Themen, Bedarfe und Herausforderungen gibt.
Im Mittelpunkt steht für uns die gemeinsame Frage: Wie wollen und können wir diese Themen zusammen angehen, um positive Veränderungen zu bewirken? Unser Ansatz bedeutet daher, dass wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort arbeiten. Wir greifen ihre Themen auf, schaffen offene Räume für Begegnung und Beteiligung und agieren unterstützend sowie ressourcenorientiert. Dabei setzen wir bewusst verschiedene Methoden der Gemeinwesenarbeit ein.
Zentral ist für uns die Überzeugung, dass nachhaltige Entwicklungen nur dort entstehen können, wo sie von den Menschen selbst mitgetragen werden und ein echtes Bedürfnis nach Veränderung vorhanden ist. Unser Projekt versteht sich daher als begleitende, aktivierende und stärkende Struktur im Quartier.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht, wenn die Bedürfnisse, Ideen und Interessen der Menschen im Quartier wahrgenommen werden und aus diesen Themen ein gemeinschaftlicher Entwicklungsprozess entsteht.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn Menschen eigene Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und Aktivitäten oder Angebote im Quartier eigenständig mitgestalten und organisieren.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn vorhandene Ehrenamtsstrukturen aktiv vernetzt wurden, gemeinsame Projekte entstehen und Synergien im Quartier genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn sich die Vielfalt der Bewohner:innen in Nutzung und Mitgestaltung der Angebote widerspiegelt, Begegnungen zwischen unterschiedlichen Gruppen entstehen und kontinuierlich reflektiert wird, welche Menschen bislang noch nicht erreicht werden.
Beschreibung
Erreicht, wenn stabile Kooperationen mit lokalen Akteur:innen bestehen und Kontakte in den Ortsteilen das Netzwerk stärken sowie die Reichweite der Angebote im Wolfsburger Süden erweitern.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn Begegnung und Austausch im Quartier zunehmen, Menschen sich gegenseitig unterstützen und durch gemeinsame Aktivitäten neue Verbindungen zwischen Nachbarschaften und Ortsteilen entstehen.
Beschreibung
Erreicht, wenn ortsübergreifende Zusammenarbeit im Wolfsburger Süden unterstützt wird, Netzwerke wachsen und Gemeinwesenarbeit von Politik und Verwaltung als notwendiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur anerkannt und langfristig mitgetragen wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Verein Raum zum Wachsen e. V. engagiert sich seit 2013 in der generationenübergreifenden Quartiersarbeit im Wolfsburger Süden. Ziel ist es, Begegnung zu ermöglichen, Teilhabe zu stärken und nachbarschaftliche Unterstützung im Quartier zu fördern. Die Arbeit wird überwiegend von einem gewachsenen Netzwerk ehrenamtlich Engagierter getragen, die Angebote aus den Bedarfen der Menschen im Sozialraum heraus entwickeln und umsetzen.
Im Rahmen des Projekts „Gute Nachbarschaft“ konnten diese Strukturen in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut werden. Neben der Gewinnung zahlreicher neuer Ehrenamtlicher wurden vielfältige Begegnungs-, Unterstützungs- und Beratungsangebote etabliert, die niedrigschwellig zugänglich sind und sich an den Bedürfnissen der Bewohner:innen orientieren.
Zudem konnten im Projekt zwei hauptamtliche Mitarbeitende zu Gemeinwesenarbeiter:innen qualifiziert werden. Sie übernehmen Aufgaben der sozialräumlichen Vernetzung, Bedarfsanalyse und Koordination von Engagement im Quartier. Dadurch wurden bestehende ehrenamtliche Strukturen gestärkt, neue Initiativen angestoßen und Kooperationen mit lokalen Akteur:innen aufgebaut.
Durch diese Kombination aus qualifizierter Gemeinwesenarbeit, ehrenamtlichem Engagement und kontinuierlicher Netzwerkarbeit bestehen im Wolfsburger Süden tragfähige Strukturen des Quartiersmanagements, die eine nachhaltige Entwicklung der Nachbarschaft und die Umsetzung weiterer sozialräumlicher Projekte ermöglichen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Wolfsburg gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingshilfe Wolfsburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Foodsharing Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Herzfüralles e.V. Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschule Schunterwiesen Hattorf/Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bauamt Stadt Wolfsburg - Zukunftsentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde St. Adrian Heiligendorf & St. Nicolai Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Hasenwinkel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Therapiehunde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Imacolata Glosemeyer - Landtagsabgeordnete Niedersachsen (SPD)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialkoordination - Fachbereich Soziales - Gemeinde Lehre
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Dauerhafte Verankerung der GWA als soziale Infrastruktur im Wolfsburger Süden, die Anliegen bündelt und sie als legitimierte Stimme in kommunale Prozesse einbringt. Starke Vernetzung, steigende Reichweite (Mitglieder 550→810 in 3 Jahren). 3-Säulen-Finanzierung: Steigender Eigenanteil (Spenden + Beiträge, +10.000€ im Jahr 2025 nach 3 Jahren/ siehe Anhang), Förderung Seniorenarbeit (Stadt Wolfsburg), zukünftig: kommunale Förderung der GWA. Modellhaft: Übertragbarer Ansatz für ähnliche Sozialräume.
11. Medien
Galerie
Videos
wolfsburger_lupe_-_die_plantage_2025.mp4
(14.92 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
MOSAIK ist FIT und EDEL
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jenny Reissig
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Friedliches Zusammenleben auf dem Lande, egal welchen Alters, Geschlecht o. Herkunft, ist Ziel des Fördervereirns. Dafür braucht es verstetigte Vernetzungsstrukturen auch überregional. Bürger/Ehrenamt dürfen nicht ausgebrannt werden.
Projektbeschreibung
In 10 Jahren hat der Förderverein ein breites Spektrum der Vereinsarbeit aufgebaut. Die Tätigkeiten für den Sozialraum Ost im Flächenlandkreis Gifhorn gehen inzwischen Weit über das Maß einer ehrenamtlichen Vereinsarbeit hinaus Der Zeit vorausschauend haben Bürger erkannt, dass ältere Menschen auf dem Land vereinsamen (große Häuser 1--2 Bürgern). Infrastruktur o..OPNV ist nicht ausreichend. Die Menschen brauchen Unterstützung, Hilfe zur Teilhabe am öffentlichen Leben. Zeitgleich gibt es einen hohen Anteil an Flüchtlingen im Ort. Ehrenamtspools u. Netzwerke wurden aufgebaut. Nun geht es an die nachhaltige Verstetigung der Struktur sowie Erweiterung eines Netzwerkes u. mehr Verantwortung der umliegenden Kommunen. Gerade der östliche Bereich des Landkreises würde hier partizipieren. Ehrenamt sollte weiterhin mit agieren, aber es ist an seine Grenzen gekommen. Die Akteure, die bisher super vernetzt sind, sind alle über 70 Jahre. Die sozialen Netzwerke und vorhandenen Kontakte gilt es zu erhalten und nachhaltig zu festigen. Im ländlichen Raum ist die Schaffung einer Gemeinwesenarbeit-Stelle genau der richtige Weg die vorhandenen Strukturen nachhaltig zu festigen und auszubauen. Oft ist man der Frage nachgegangen "braucht Hauptamt Ehrenamt oder umgekehrt?" Ja, auf jeden Fall. Beide Seiten können nur davon profitieren. Gemeinsam werden das KnowHow der ehrenamtlichen Akteure die durch ihre langjährige Vernetzungsarbeit Türen öffnen können und andererseits fachliches Wissen gebündelt. Genau diese Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Hauptamt kann ein guter Weg in zukünftige Gemeinwesenarbeit im ländlichen Raum sein. Und dass der Verein mit seiner bisherigen Arbeit eine gut vorbereitete Plattform geschaffen hat, zeigen die Auszeichnungen vom Bündnis für Demokratie und Tolerant, Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, Niedersächsischen Integrationspreis und Verleihung des Deutschen Nachbarschaftspreises für den Bereich Niedersachsen. Die Auszeichnungen machen deutlich, dass durch den bisherigen ehrenamtlichen Einsatz, die sozialpolitischen kritischen Themen erkannt u. vorbildlich agiert wurde. Anerkennung des Ehrenamtes ist richtig und wichtig, reicht hier aber nicht mehr aus. In den nächsten 3 Jahren gilt es, regional zu sensibilisieren, Bedarfsanalysen zu erstellen u. gemeinsam mit den Bürgern, Vereinen u. Gemeinde Strategien zu Verstetigung zu entwickeln. Auch muss die heimische Wirtschaft (Volkswagenkonzern) in die soziale Verantwortung mit einbezogen werden!
Laufzeit
2026-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Förderverein hat sich im Mai 2015 gegründet. Bürger sind an die Gemeinde herangetreten, hatten Ideen, wollten sich mit u. für Bürger einsetzen. Es wurde festgestellt, viele ältere Menschen leben allein o. zu zweit in großen Häusern, beteiligen sich nicht an der Dorfgemeinschaft. ÖPNV ist unzureichend u. Infrastruktur wie Nahversorger, Fachärzte, Apotheke, Bank o. Fleischerei gibt es nicht. Die Älteren scheinen sozial abgehängt, zu vereinsamen. Zusätzlich kam die ersten Flüchtlingswelle 2015 nach Ehra-Lessien. Die ehemalige Kaserne Lessien wurde als Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet, 800 Flüchtlinge untergebracht. Ehra hatte damals ca.1600 EW u. Lessien ca. 450 EW. Es war u. ist eine große Herausforderung für die Dorfgemeinschaft. In den letzten 10 Jahren hat der Verein festgestellt, dass sich alle umliegenden Kommunen, wenn es um Aktivitäten in der Flüchtlingswohnanlage geht o Integrationsbemühungen, zurücklehnen. Es läuft ja in Ehra-Lessien, ist die allgemeine Meinung. Doch Ehrenamt stößt an seine Grenzen. Die Akteure werden auch nicht jünger! Die Coronazeit forderte den jungen Menschen viel ab. Vereine, Verbände, Gemeinde mussten neu denken. Soziale Netzwerke wurden aufgebaut. Soziale digitale u. analoge Vernetzungsmedien wurden neu definiert. 2020 wurden wir für ein E-Lastenfahrrad von LAG gefördert. Bewerbung beim Förderprogramm "start social" hatte Erfolg. Der Verein wurde Pilotprojekte "engagiertes Land" der Deutschen Stiftung für Ehrenamt u. Engagement bis 2025. Ein Vereinshaus wurde bezogen, Bürgerbüro eingerichtet, Vereinsbus angeschafft. In den letzten Jahren wurden Vernetzungsstrukturen aufgebaut, die es nun gilt zu verstetigen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Ehra-Lessien
Beschreibung
Die 56 qkm große Gemeinde Ehra-Lessien liegt 20 Km nördlich von Wolfsburg und 20 Km östlich von Gifhorn am Rand der Samtgemeinde Brome.
Einwohnerzahl
2000
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
von den 2000 Menschen, die in Ehra-Lessien leben, sind 14 % Flüchtlinge. Aktuelle Zahlen bekommen wir regelmäßig vom Landkreis Ausländerbehörde. Der Bevölkerungsanteil im Landkreis Gifhorn ist 9,51 %, in Ehra-Lessien sind es 14 % Anteil. In den umliegenden Kommunen SG Brome, SB Boldecker Land und Stadt Wittingen sind es 8% und in Einheitsgemeinde Sassenburg 7%. Die Zahlen (2024)sind aus der aktuellen LK Broschüre
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Davon sind 37% Kinder im Alter von 0-18 Jahre alt. Zahlen sind von der Weihnachtspäckchenaktion 2025
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
37
Anmerkung
Von 2000 Bürgern sind ca. 28 % älter als 60 Jahre alt, davon leben Personen in Ehra 429 Personen,
in Lessien 125 Personen. Daten wurden von der Samtgemeinde Brome über die Gemeinde Ehra-Lessien bereitgestellt.
Im Landkreis sind 37,5 % Bürger älter als 50 Jahre. Erkenntnis kommen aus der Broschüre des Landkreises (2014)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Kinder und Jugendliche von 0 - 18 Jahre
Von 2000 Bürgern sind ca. 28 % Kinder und Jugendliche, davon leben in Ehra 237,
in Lessien 205 (100 davon in der Sammelunterkunft in Lessien) Kinder und Jugendliche. Daten wurden von der Samtgemeinde Brome über die Gemeinde Ehra-Lessien bereitgestellt.
Im Landkreis Gifhorn sind die Zahlen laut Broschüre (Stand 2024) wie folgt: 0-5 Jahre 6%, 6-17 Jahre 12 %
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_ehra-lessien.pdf
(507.02 KB)
karte_ehra-lessien2.pdf
(762.62 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Für Städte o. größere Kommunen ist soziale Gemeinwesenarbeit inzwischen selbstverständlich. Auf dem Land ist das noch lange nicht so. Der LK Gifhorn ist ein landwirtschaftlich geprägter Flächenlandkreis. Im Süden grenzt er an Braunschweig, ist städtisch orientiert. Der Ostkreis ist durch die innerdeutsche Grenze geprägt, war Zonenrandgebiet. Knappe Kassen in Gemeinden führten zu Investitionsstau. Nach der Stadtflucht setzte die Landflucht ein. Schon 2001 wurde sich über mehr Bürgernähe Gedanken gemacht. Es gibt regelmäßige Treffen der Vereine. Jahrestermine werden abgesprochen (keine Konterveranstaltungen). Man hilft sich gegenseitig (jeder muss nicht alles haben), Vereinsheime stehen allen Vereinen kostenfrei zur Verfügung. Dorffeste werden gemeinsam geplant. Die Arbeit mit den Vereinen wurde in AG EDEL (Engagiertes Dorf Ehra-Lessien) "ausgeweitet. Dorfwerkstätten durchgeführt. Mit "Landinventur" vom Thüneninstitut wurden Bestandanalysen ermittelt, für den Nahversorger "Tante Enso" gekämpft. Ziel erreicht, Gemeinde baut z.Z. größeres Ladengeschäft. Die Bürger kommen zum Feiern, aber nicht zu den Dorfwerkstätten. Beteiligung ist wichtig, damit Bedarf erkannt u. Lösungsvorschläge entwickelt werden können. Hier stoßen die Ehrenamtlichen an ihre Grenzen. Wenige stellen sich gegen Fremdenfeindlichkeit, kümmern sich um Senioren u.v.m. Kommunen lehnen sich zurück. Gesellschaft, Kommunen, Wirtschaft sind in soziale Verantwortung zu nehmen. Dafür braucht es dieses Förderprogramm.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinsame Entwicklung bei Infrastruktur und Angeboten ist ein Garant dafürt, dass ein erfülltes Leben auf dem Land, egal welches Alter, Herkunft oder Geschlecht, möglich ist. Von Café Kinderwagen bis Seniorenwohnanlage.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Brome Bürgermeister Wieland Bartels
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK GF Fachbereiche Jugend, Soziales, FB 4+5, Dezernent Rolf Amelsberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK GF Stabstelle Integration, Leitung Josefin zum Felde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Ehra-Lessien, Bürgermeister Jörg Böse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volkswagen Konzern Flüchtlingshilfe, Leitung Oliver Braun
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landeskinderschutzbund, Anja Peschutter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TuS Sportverein Ehra-Lessien, Vorsitzender Marco Misiti
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SoVD Ortsverband Ehra-Lessien, Vorsitzende Ute Scheer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FFW Ehra-Lessien, Ortsbandmeister Markus Daasch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FFW Samtgemeinde Brome, Gemeindebrandmeister Frank Mosel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Ehra-Lessien - Boitzenhagen, Pastor Helmut Kramer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Jugendwerkstatt Gifhorn, Leitung Daniela Schilling
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreisjugendring, Vorsitzender Dominik Ruder
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Queeres Netzwerk Gifhorn, Dominik Ruder
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK LK Gifhorn, Geschäftsführer Sandro Pietrantroni
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Carl und Marisa Hahn Stiftung, Vorstand Frank Tenneberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sparkasse Celle Gifhorn Wolfsburg, Vorstand Tim Faß
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volksbank Braunschweig Wolfsburg Stiftung, Vorstand Thomas Fast
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsrat Niedersachsen, Geschäftsführer Kai Weber
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Windpark Ost Ehra-Lessien, Vorsitzende Hannelore Sattler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volksbank e.G., Leitung Carola Böhm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Genossenschaft Windpark Ost Ehra, Vorstand Axel Jordan
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK GF, Flüchtlingssammelunterkünfte, Leitung Matthias Juretzki
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenzentrum Ehra-Lessien, Leitung Hilda Rüdiger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Naturschuztzbund Bromer Land, stellv. Vorsitzende Martin Heeschen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Behinderten Beirat LK Gifhorn, Vorsitzender Hajo Hoffmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionalverband Großraum Braunschweig, Verbandsvorsitzender Detlef Tanke
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regionalverband Großraum Braunschweig, Verwaltungsdirektor Ralf Sygusch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nahversorger 7/24 Tante Enso, Regionalleiter Danny Erdmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mitglied in Bundeszusammenschluss "Allianz der GestalterInnen"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligen Akademie Niedersacsen, FAN, Ausbildung Dorfmoderation
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel ist es innerhalb der 3 Jahre mit der Stelle der Gemeinwesenarbeit deutlich zu machen, dass auch im ländlichen Raum Gemeinwesenarbeit in der heutigen Zeit wichtig ist. Hier ist nicht nur die Zivilgesellschaft in der Verantwortung. Kommunen und Wirtschaft sollen ihren Beitrag dazu leisten. Gespräche sind zu führen und Verträge für eine langfristige Sozialarbeiterstelle abzuschließen. Nur so wird auch in Zukunft für alle Menschen Leben auf dem Lande möglich sein.
11. Medien
Videos
vid-20230901-wa0006.mp4
(13.6 MB)
20240608_181942.jpg
(1.15 MB)
organigramm_3.jpg
(129.74 KB)
4_5_card_1.png
(107.82 KB)
stele_und_scheck-20211204.jpg
(198.41 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bildungscampus Sportzentrum Süd
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tina Klose
| Funktion | Fachberatung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vielfalt verbindet - voneinander und miteinander Lernen für eine starke Demokratie!
Projektbeschreibung
Unter dem gemeinsamen Dach des Landkreis Gifhorn werden zwei innovative Projekte der Gemeinwesenarbeit umgesetzt. Die Projekte des Handwerker-/Blumenviertel e.V. am Dannbütteler Weg, sowie am Campus Süd der Stadt Gifhorn profitieren von der ideellen Unterstützung und strategischen Einbindung des Landkreises.
Die Projekte arbeiten eigenständig vor Ort und werden durch die übergeordnete Vernetzung sowie die Förderung des fachlichen Austausches miteinander verbunden. Durch die Nutzung gemeinsamer Netzwerkstrukturen und die gezielte Bündelung von Synergien werden nachhaltige Impulse für die Gemeinwesenarbeit gesetzt. Auf diese Weise wird ein kooperatives Netzwerk gestärkt, das lokale Ressourcen aktiviert und zur langfristigen Stabilisierung der sozialen Infrastruktur im Landkreis beiträgt.
Beide Initiativen arbeiten eng mit der Wohnungswirtschaft (GWG) zusammen. Außerdem bestehen im Fall des Campus Süd zusätzliche Kooperationen vor Ort, wie z.B. mit der Kreisvolkshochschule oder auch den Berufsbildenden Schulen 1 des Landkreises Gifhorn. Beim Dannenbütteler Weg arbeitet wiederum die Bürgervertretung QB mit der Kirche im Paulus und Kalem e.V. zusammen.
Die Stadt Gifhorn ist ein Mittelzentrum mit rund 44.000 Einwohnern. Die Einwohnerzahl ist in den letzten 10 Jahres stetig angestiegen. In den Projektquartieren leben zu 1/3 Menschen mit Migrationshintergrund, 1/3 sind Senioren. Zudem gehört Gifhorn zu den drei Ballungszentren in Niedersachen mit dem höchsten Anteil von zugezogenen (Spät)aussiedlern in den 90er Jahren.
Der Arbeitsschwerpunkt in den Quartieren ist, Begegnungen und Engagement zu ermöglichen. Es geht darum, vielfältige Gruppen zusammenzubringen, so dass sich die Menschen vor Ort füreinander in Selbsthilfeprozessen engagieren. Dafür wird eine umfassende Geh-Struktur in Verbindung mit einem breitgefächerten Bildungs- und Beratungsangebot aufgebaut. Dabei zielen die Angebote nicht nur auf Kinder und Jugendliche ab, sondern sollen auch Erwachsene bzw. alle Bewohner in den Quartieren erreichen.
Der Aufbau einer Gemeinwesenarbeit mit Projektfonds, wäre der wesentliche und notwendige Schritt zur Schaffung bedarfsgerechter und nachhaltiger Angebote. Die Identifikation mit den Quartieren soll sich erhöhen und so z.B. auch Vandalismus und Gewalt eindämmen.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Campus Süd ist ein sozial benachteiligtes Brennpunktgebiet mit überdurchschnittlich vielen Kindern und älteren Menschen im Vergleich zum Stadtgebiet. Auch der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund ist deutlich erhöht. Hohe Arbeitslosigkeit, ausgelöst durch die Automobilkrise und die Schließung des wichtigen Zulieferers Teves im Jahr 2027, prägen das Quartier ebenso wie Einkommens- und Bildungsarmut. Sichtbare Vernachlässigung im öffentlichen Raum, wiederkehrender Vandalismus, Vermüllung, Beschädigungen und Spuren des Drogenkonsums bestimmen das Stadtbild und mindern das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung.
Die Bewohnerschaft ist sprachlich und kulturell sehr heterogen. Ausgeprägte Sprachbarrieren und Vorbehalte erschweren das Zusammenleben, Konflikte zwischen den Gruppen sind häufig. Die Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen unterscheiden sich stark, generationenübergreifende Treffpunkte fehlen. Bildungsarmut äußert sich in niedrigen schulischen Leistungen und eingeschränkter Lernunterstützung; Teilhabe wird durch Sprachdefizite und fehlende Anlaufstellen zusätzlich erschwert. Viele Haushalte erleben Mehrfachbelastungen wie Arbeitslosigkeit, Alleinerziehendenverantwortung und finanzielle Engpässe; soziale Isolation betrifft besonders Alleinstehende und zugezogene Familien. Gewalt- und Drogenprobleme bestimmen das Sicherheitsgefühl, öffentliche Räume werden gemieden. Soziale Angebote sind punktuell vorhanden, aber oft schwer zugänglich und wenig vernetzt. Nachhaltigkeit, Pflege des Quartiers und Beteiligungskultur sind wenig ausgeprägt. Die Vernetzung relevanter Akteure ist lückenhaft, Strukturen für Information, Kooperation und Prävention fehlen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Campus Sportzentrum Süd in Gifhorn
Einwohnerzahl
4270
Quelle / Anmerkungen
Stadt Gifhorn Bürgerbüro
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kartenschnitt_campus.jpg
(134.93 KB)
kartenschnitt_quartier.jpg
(166.29 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt geht zu den Menschen, holt sie aktiv ab, bezieht sie konsequent ein und macht echte Beteiligung zum Kern der Quartiersentwicklung.
• Die Geh-Struktur ist stets sichtbar, niedrigschwellig, partizipativ und bedarfsgerecht. Aus dieser Struktur heraus
entwickelt sich weitere Angebot, Maßnahmen und Initiativen.
• Alle Jahresziele und Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, Zugänge zu schaffen, Beteiligung zu ermöglichen und
tatsächliche Bedürfnisse dauerhaft einzubeziehen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen aus dem Quartier eigene Ideen, Wünsche und Bedarfe einbringen und die Angebote darauf gut abgestimmt werden können. Die Geh-Strukturen verzahnen sich mit den Angeboten der Organisationen vor Ort.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Freizeit- und Bildungszentrum Grille (FBZ)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kita am Sportzentrum Süd, Kita Katharina-von-Bora
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gifhorner Integrationsprojekt (GIP)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildenden Schule 1 (Träger Landkreis Gifhorn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Johanna-Menke-Schule (vorher Freiherr-von-Stein-Schule)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Projektübergreifende Zusammenarbeit mit dem Dannenbüttler Weg
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach erfolgreicher Etablierung des Campusmanagements ist vorgesehen, die Stelle und das notwendige Budget zur Fortführung des Projektes dauerhaft anzulegen.
11. Medien
Galerie
Videos
film_campus_komprimiert.mp4
(179.54 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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