Guter Rat und gutes Rad
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Johannes Meyer
| Organisation | Evangelische Flüchtlingsnetzwerk Hannover |
|---|---|
| Funktion | Koordinator |
2. Kurzbeschreibung
Aufsuchende Koordinierung, Vernetzung durch die "Mobile Fahrradwerkstatt" in Hannover
Projektbeschreibung
Ein Projekttag:
Das Werkstattmobil der „Mobilen Fahrradwerkstatt“ hat seine Garage verlassen. Diesmal ist das Ziel eine Flüchtlingsunterkunft in Hannover. Es ist mit zwei MitarbeiterInnen besetzt. Der technische Mitarbeiter hat im Vorfeld gespendete Fahrräder abgeholt und aufgeladen. Werkzeugkästen und Reparaturmaterial sind ergänzt worden. Die Fachkraft mit den gemeinwesenorientierten Aufgaben, ein Sozialarbeiter, hat Flyer und Informationsbroschüren dabei. Sie verfügt über Kontakte zu Integrationslotsen, zu den quartiernahen Unterstützerkreisen, zu Beratungsinstitutionen und zum kommunalen Quartiersmanagement. Am Einsatzort, auf dem Platz vor der Unterkunft angekommen haben sich erste Flüchtlinge eingefunden, möchten ein gespendetes Fahrrad entgegennehmen oder ihr eigenes reparieren. Auch ehrenamtliche „Fahrradschrauber“ sind eingetroffen. MitarbeiterInnen des Betreibers der Unterkunft sagen „Hallo“ und nennen Bewohner, die dringend ein Fahrrad benötigen.
Ehrenamtliche hören sich die Wünsche der Bewohner an und beginnen, gemeinsam mit ihnen an den Fahrrädern zu arbeiten. Bewohner des Viertels sehen interessiert zu. Als sie hören, dass ihnen auch bei Fahrradproblemen geholfen wird, wenn sie einen HannoverAktivPass haben, fragen sie nach dem nächsten Termin.
Der Sozialarbeiter kommt mit Flüchtlingen, Anwohnern und Hauptamtlichen ins Gespräch: „Gibt es die Möglichkeit, einen Fahrradkurs für Frauen zu organisieren?“ „Ich komme mit der Ausländerbehörde nicht weiter“ oder „Könnt Ihr nicht auf dem nächsten Stadtfest mit Eurem Projekt vertreten sein?“ Ideen und Best Practice werden ausgetauscht, Kontakte zu Beratungsstellen vermittelt, Finanzierungsmöglichkeiten angedacht. Fortbildungen für Ehrenamtliche, Praktikumsmöglichkeiten für Flüchtlinge und weitere Projekte wurden kommuniziert. Auch heute hat sich gezeigt, dass die hier entstandene Kommunikation weit effektiver ist als das Senden und Emfangen von gestreuten Emails.
Nach 2 ½ Stunden schließen sich die Türen des Werkstattmobils. Es hat noch 4 weitere Termine in dieser Woche.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Für Flüchtlinge ist der Besuch von Integrationskursen, Einkaufen, Besuch von Veranstaltungen nicht immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln realisierbar zumal Fahrkarten bezahlt werden müssen. Aus dieser Problemlage heraus öffnete sich die im Nahbereich der Flüchtlingsunterkunft "Oststadtkrankenhaus" für Kinder und Jugendliche konzipierte Fahrradwerkstatt in der Dietrich-Bonhoeffer Kirchengemeinde der neuen Zielgruppe.
Mit der zunehmenden dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge erfolgten Anfragen von Betreibern, Nachbarschaftskreisen und Bewohnern aus weiteren Unterkünften. Zeitgleich bildete sich das Evangelische Flüchtlingsnetzwerk, das diese Bedarfe erkannte und als erstes Projekt die beschriebene Werkstatt mobil machte, eben als "Mobile Fahrradwerkstatt" mit einem Transporter für Werkzeug und Material. Parallel dazu wurden Ehrenamtliche gewonnen. Seitdem tourt das "Werkstattmobil" ehrenamtlich durch Hannover. Lediglich punktuell wurde es durch einen Mitarbeiter des Flüchtlingsnetzwerkes begleitet. Wenn dies aber der Fall war bildeten sich Anfragen und Bedarfe heraus, die weit über das Reparieren herausgingen. Ehrenamtliche schilderten schwierige Situationen, äußerten Beratungsbedarf. Hauptamtliche fragten nach Praktikumsmöglichkeiten und Fortbildungen. Die "Mobile Fahrradwerkstatt", die wie ein früherer Landbriefträger kontinuierlich im Kontakt ist konnte quer durch bestehende Netzwerke Anfragen beantworten.
Zu Verstetigung und Professionalisierung des Angebotes wird angestrebt das "Werkstattmobil" mit zwei MitarbeiterInnenauszustatten: ein MA für den technisch/organisatorischem Anteil und ein MA für den Vernetzungs/Informationsanteil.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover
Beschreibung
Das Projektgebiet besteht aus der Stadt Hannover, mit allen Stadtteilen, in denen quartiersnahe Fahrradinitiativen und/oder Flüchtlingsunterkünfte vorhanden sind.
Einwohnerzahl
551914
Quelle / Anmerkungen
http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Hannover-in-Zahlen/Einwohner
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
hannover_stadtgliederung.png
(202.3 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Ziel unseres Projektes ist zum einen die Verbesserung von infrastrukturellen Bedingungen im Bereich Verkehr und Mobilität im Sozialen Raum. Dabei denken wir ressortübergreifend und orientieren uns an den Bedarfen der BewohnerInnen. Neben der Hilfe für den Einzelnen arbeiten wir darauf hin, das Strukturen geschaffen werden in denen die erkannte Defizite behoben werden können.
Zum anderen zielen wir auf eine Vernetzung mit den Quartiersmanagement(en) in den verschiedenen Ortsteilen an. Erste Kontakte bestehen bereits zum QM Herrenhausen-Stöcken, wo bereits Vernetzungserfolge vorzuweisen sind - Zusammenarbeit "TalenteTreff - Miigranten Mobil machen" , Unterstützungs Kleiderkammer Ledeburg Stöcken, Teilnahme am Nachbarschaftsfest. Weitere Kontakte bestehen zum Quartiersmanagement Mitte, Groß-Buchholz - Kleefeld, die aber aus Kapazitätsgründen bisher nicht intensiviert werden konnten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
gelungen wenn eine Fahrradkonferenz eingerichtet ist.
Kriterium
Beschreibung
gelungen wenn Partner vor Ort in das Projekt eingebunden werden
Kriterium
Beschreibung
gelungen wenn in Flüchtlingsunterkünften Bewohner sich untereinander bei Reparaturen unterstützen.
Kriterium
Beschreibung
gelungen wenn die Mobile Fahrradwerkstatt mit Institutionen wie Schulen oder mit Bewohnerinitiativen kooperiert.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die schon vorhandene Mobile Fahrradwerkstatt hat bisher "Hardware" und ehrenamtliches Engagement bereitgehalten und es ist gelungen wöchentlich drei Werkstatteinsätze zu realisieren. Die Bedarfe gehen aber weit darüber hinaus und wöchentlich sechs Einsätze wären erwünscht.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis hauptamtlicher Ehrenamtskoordinatoren in Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeitsstelle "Migration" im Diakonischen Werk Hannover sowie alle evangelischen Kirchengemeinden in Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unterstützerkreise der einzelnen Flüchtlingsunterkünfte in Hannover u.a. in Stöcken, Hannovr Mitte, Nodstadt, Badenstedt/Davenstedt. List, Vahrenwald
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Soziales Bereich Migration und Integration Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nichtkommerzielle Fahrradinitiativen in Hannover ua. Jugendwerkstatt Linden, Werkstatt in Kleefeld/Bemerode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Herrenhausen-Stöcken (aktiv) Groß-Buchholz- Kleefeld u. Mitte
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Interkulturelle Begegnungstelle Zwischenahn
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Malte Hahn
| Organisation | DIALOG e.V. Zwischenahn |
|---|---|
| Funktion | Vereinsvorstand |
2. Kurzbeschreibung
Die interkulturelle Begegnungsstelle soll geschaffen werden, um das strukturelle Missverhältnis der Zahl der ehrenamtlichen Betreuer zu den Betreuung Erwartenden in einer weitläufigen ländlichen Gemeinde zu überwinden.
Projektbeschreibung
Die Interkulturelle Begegnungsstelle ist als Anlaufstelle für die zurzeit 549 Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan, Libanon, Somalia und anderen Herkunftsländern dezentral in der Landgemeinde Bad Zwischenahn untergebrachten Flüchtlingen vorgesehen. Bisher besuchen die Betreuer die Flüchtlinge in bis zu 91 Unterkünften, in Zukunft sollen die Betreuten Hilfe in der interkulturellen Begegnungsstelle erhalten können. Die Hilfsfunktionen der ehrenamtlichen Helfer der Zwischenahner "Integrationshilfe", in der sich Zwischenahner Bürger locker zusammengetan haben, überschneiden sich nicht mit den Aktivitäten der Gemeindeverwaltung und des Landkreises Ammerland, sie ergänzen sie vielmehr.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Bad Zwischenahn umfasst ein sehr weitläufiges Gebiet mit 18 Bauernschaften in dem dezentral 549 Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan, Libanon, Somalia und zukünftig sicher auch weiteren Afrikanischen Herkunftsländern dezentral in 91 Unterkünften z. T. mit mehreren Wohnungen untergebracht sind. Die Bildung einer Parallelgesellschaft ist dadurch weitgehend vermieden worden. Aber es zeigt sich, dass der 2015 sich locker formierte Kreis von ehemals 70 engagierten ehrenamtlichen Bürgern als "Integrationshelfer" auf rd. 30 Personen sich verringert hat. Dadurch ist ein strukturelles zahlenmäßiges Mißverhältnis zwischen den Flüchtlingen mit ihren Problemen und der Zahl der Integrationshelfer, die Probleme behandeln können, entstanden. Es verdichtet sich der Eindruck, dass der Betreuungsbedarf nicht mehr sinnvoll abgedeckt werden kann und teilweise unterbleibt. Die Betreuungs- bzw. Begleitungsaufgaben sind überdies seit 2015 in einem Wandel begriffen. Die Zwischenahner Integrationshilfe der Ehrenamtlichen umfasst heute:
- Hilfe bei der Wahrnehmung der angebotenen Sprachkurse
- Begleitung zu Arztbesuchen
- Vermittlung von Informationen zur Ausbildung in Deutschland
- Organisation von Betriebsbesichtigungen, Berufsschulbesuch, Praktika
- Vermittlung von Nachhilfe in Deutsch und bei Defiziten in der Berufsschule
- Vermittlung der Erwartungen unserer Gesellschaft, über soft skills, z. B. Sauberkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, die
Gleichberechtigung der Frau, Toleranz gegenüber anderen Religionen
- Vermittlung demokratischer Werte, politische Bildung
- Erklärung deutschen Verwaltungshandels und unseres Sozialsystems, dafür Verständnis zu wecken
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Bad Zwischenahn Zentrum
Beschreibung
Die Landgemeinde Zwischenahn besteht aus 18 Bauernschaften, die Ortschaft Bad Zwischenahn liegt im Zentrum und kann von allen äußeren Siedlungen in etwa gleicher entfernung erreicht werden. Die Flüchtlinge sind fast vollständig mit Fahrrädern ausgestattet.
Einwohnerzahl
28204
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia 2015
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Insbesondere bei den Angaben zu Transferleistungen handelt es sich um Schätzungen. Die Arbeitsverwaltung führt aber aus, dass es in der Gemeinde wenig Möglichkeiten für eine große Zahl von hochdotierten Beschäftigungen gibt, so dass zum Erwerbseinkommen Transferleistung an eine große Zahl geleistet werden.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen sind geschätzt, Bad Zwischenahn hat aber eine Bevölkerung mit relativ hohem Durchschnittsalter.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben der Gemeindeverwaltung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
daten-neubuergerbroschuere_27.04.17.pdf
(1.98 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die interkulturelle Begegnungsstelle als zentrale Anlaufstelle und Ort für gesellschaftliche Kontakte mit der Bevölkerung der Gemeinde Zwischenahn sollen vorhandene Vorbehalte gegenüber Neubürgern mit Migrationshintergrund abgebaut werden. Durch das Aktivitätsprogramm der interkulturellen Begegnungsstelle werden Gelegenheiten geboten, dass man sich gegenseitig kennenlernt. Durch die Vermittlung von Bürgerschaftsregeln und "soft skills" ist steigende Akzeptanz bei der Bevölkerung für die Neuburger aus Ländern mit völlig abweichenden Lebensgewohnheiten zu erwarten. Etwaige auftretende Meinungsverschiedenheiten können durch den Einsatz der Integrationshelfer geschlichtet werden.
Dabei helfen Initiativen der Flüchtlinge durch Beteiligung an den Gemeindefesten, musikalische Darbietungen, Einladungen zu Verkostungen von typischen Speisen ihrer Herkunftsländer und bei zunehmender Kompetenz in deutscher Sprache, die von Integrationshelfern gefördert wird, ist auch der Übergang zu Vortragsveranstaltungen möglich.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter Westerstede mit Außenstelle Zwischenahn, Amt für Wohnen und Soziales der Gemeinde Bad Zwischenahn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche Bad Zwischenahn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Gemeinde hat zahlreiche Vereine für Sport, Volkstum, Landvolk und der Projektträger DIAJOG Zwischenahn e. V. gehört dazu
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mit den Vertretern der im Gemeinderat vertretenen Parteien ist ein Runder Tisch mit den Ehrenamtlichen Helfern eingerichtet worden, der sich zweimal im Jahr zur Erörterung aufgetretener und zukünftig zu erwartender Probleme des Zusammenlebens trifft.
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Vernetzung und Stärkung der Gemeinwesenarbeit in der Gemeinde Lamspringe
Projektbeschreibung
In der Gemeinde Lamspringe gibt es ein aktives Vereinsleben und Gemeinwesen. Im Rahmen
der Kirchengemeinden, der Feuerwehr, Sportvereinen und anderen Zusammenschlüssen wird
Jugend-, SeniorInnen- und Gemeinwesenarbeit geleistet. Es gibt zudem regionale
Beratungsangebote in umliegenden Ortschaften wie Bad Salzdetfurth, Bockenem und Alfeld
sowie in der Kreisstadt Hildesheim. Aufgrund der schlechten infrastrukturellen Anbindung der
Gemeinde, ist es jedoch insbesonders für Menschen mit Beratungsbedarf aufgrund
finanzieller, gesundheitlicher oder anderer Gründe nicht möglich diese Angebote
wahrzunehmen. Strukturierte Gemeinwesenarbeit direkt in der Gemeinde gewinnt vor dem
Hintergrund eines vermehrten Zuzugs geflohener Menschen, einer alternden Gesellschaft
und dem Wegbrechen traditioneller familiärer und nachbarschaftlicher
Versorgungsstrukturen zunehmend an Bedeutung. Bei Behördenangelegenheiten wie dem
Stellen von Anträgen bemerken die Verwaltungsmitarbeitenden der Gemeinde insbesondere
im Bereich Schwerbehinderung und Pflege hohen Bedarf. Auch junge Familien mit geringem
Einkommen sind oft mit den Anträgen und Strukturen im Bereich Bildung und Teilhabe
überfordert. Hier wird seitens der Gemeinde sowie der Schulen und Kindertagesstätten
unterstützt, es sind jedoch nicht ausreichend personelle bzw. die dafür notwendigen
finanziellen Ressourcen vorhanden. Bereits vorhandene Missstände wurden durch den Zuzug
von geflüchteten Menschen noch deutlicher. Was bereits für eine Familie oder einen alten
Menschen mit deutscher Muttersprache schwierig zu bewältigen ist, erweist sich hier als
nahezu unmöglich. Der Gemeinderat hat sich daher entschieden eine halbe Stelle
Flüchtlingssozialarbeit zu finanzieren. Diese Integrationshelferin kann durch Case-
Management im Einzelfall unterstützen. Aufgrund des hohen Einzelfallbedarfs reichen auch
hier die Ressourcen nicht, um einen breiteren gemeinwesenorientierten Ansatz zu verfolgen,
der präventiv wirkt. Trotz grundsätzlicher Offenheit der Vereine und Einrichtungen, werden
oft eher die sozialen Gruppen angesprochen, die bereits über kulturelles und soziales Kapital
verfügen. Durch das Modellprojekt wird die fehlende personelle und finanzielle Ressource
geschaffen, die es ermöglichen soll (Beratungs-)Angebote und Veranstaltungsformen zu testen und
ein Konzept für eine langfristige und nachhaltige Quartiersarbeit zu entwickeln.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In die Gemeinde Lamspringe wurden seit dem Jahr 2015 im Vergleich zu anderen Kommunen
im Landkreis Hildesheim und gerechnet auf Größe und EinwohnerInnenzahl die meisten
geflüchteten Menschen zugewiesen. Insbesondere durch das starke ehrenamtliche
Engagement der Kirchengemeinden und vieler Privatpersonen werden diese neuzugezogenen
Menschen beim Ankommen in der Gemeinde unterstützt. Seit 2016 wird diese Arbeit durch
eine hauptamtliche Integrationshelferin ergänzt. Hinzu kommen regionale Angebote von
Wohlfahrtsverbänden zur Integrationsberatung und Unterstützung des Ehrenamtes, die sich
auf den ganzen Landkreis beziehen. Die Regeldienste, Vereine und Unternehmen in
Lamspringe zeigen insgesamt Offenheit und Unterstützungswillen. Durch einen bereits seit
2015 bestehenden Runden Tisch wurde dieser Wille zum Engagement aller Seiten
signalisiert. Es gab und gibt viele tolle Ideen, wie zum einen die geflüchteten Menschen
tatsächlich in die Vereine und Gemeinschaft integriert werden und an der Gesellschaft
teilhaben können, zum anderen auch andere BewohnerInnen aktiviert und in die
Gemeinwesenarbeit einbezogen und somit Angebote mit und für alle BewohnerInnen
geschaffen werden können. Aufgrund vielseitiger Verpflichtungen aller AkteurInnen kann
jedoch nur ein Bruchteil der wichtigen und notwendigen Ideen in die Tat umgesetzt werden.
Diese fehlende personelle und finanzielle Ressource wird durch das Modellprojekt geschaffen.
Durch das Projektpersonal sollen die vorhandenen Netzwerke aufgegriffen, unterstützt und
ausgeweitet werden. So profitieren langfristig alle BewohnerInnen von dem im Rahmen des
Flüchtlingszuzugs entstandenen verstärkten Engagements.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lamspringe
Beschreibung
Das Projektgebiet soll vorrangig im Flecken Lamspringe, dem Hauptort der Gemeinde Lamspringe, liegen. An zentralen Punkten im Ort wie Einrichtungen der Gemeinde, der Kirche usw. werden die Veranstaltungen überwiegend stattfinden. Im Kernort wird auch das Projektpersonal verortet und ansprechbar sein. Darüber hinaus soll aber die ganze Gemeinde, inklusive den dazugehörigen umliegenden Ortsteilen, in den Blick genommen werden. Eine eindeutige Abgrenzung gibt es also bei der gegografischen Begrenzung der Gemeinde Lamspringe. Innerhalb davon stellt sich eine klare räumliche Abgrenzung als schwierig dar. Somit ist auch die EinwohnerInnenzahl des Projektgebietes nicht eindeutig festzulegen.
Einwohnerzahl
3000
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wie den Bildungsstätten, den Ausschüssen des Gemeinderats und Vereinen wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der
Bewohnerinnen und Bewohner unter deren Einbeziehung Strukturen geschaffen werden
sollen, die zu kollektivem Empowerment führen. Die Möglichkeit zur Teilhabe für alle
Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll
gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander
gestärkt werden. Die darausfolgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale
Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters,
ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf
persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen
Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert
werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen und Ansätzen einer gemeinschaftlich
organisierten Mobilität kommen kann. Durch verstärkten Austausch und nachbarschaftliche
Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die
Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber zur Bewältigung ihres Alltags
nicht davon abhängig sind, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden.
Als Modellprojekt hat es
lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Vorhandene menschliche, strukturelle, ideelle Ressourcen werden bspw. durch Schaffung neuer GWA-Projekte genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Es finden vielfältige gemeinsame Veranstaltungen und Angebote statt. Ein selbstverständlicher Schritt bei einer neuen Idee ist zu überlegen, wie das ganze durch das Netzwerk noch erfolgreicher gemacht werden könnte.
Kriterium
Beschreibung
Es gibt zum einen eine Infrastruktur für das Gemeinwesen durch Anlaufstelle, Austauschrunden etc. und zum anderen wird der Alltag durch Fahrgemeinschaften und Unterstützungen anderer Art insbesondere für geflüchtete, junge und ältere Menschen vereinfacht
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Wie in der Ausgangslage beschrieben gibt es insbesondere durch Ehrenamtliche aus dem
kirchlichen Bereich sowie durch andere Vereine bereits Strukturen der Gemeinwesenarbeit. In
einer Gemeinde wie Lamspringe sind Menschen häufig gut untereinander vernetzt oder
zumindest mit einander bekannt. Diejenigen, die ehrenamtlich engagiert sind, sind häufig in
mehreren Vereinen oder Gruppen Mitglied, sodass dort ein Transfer stattfindet. Jedoch sind
nicht alle BewohnerInnen in diese Strukturen integriert oder fühlen sich ausreichend von ihr
angesprochen. Hauptamtliche Strukturen gibt es zum einen durch die Regeldienste wie Schule
und Kindertagesstätten und zum anderen durch die Angebote des Jugendpflegers und der
Integrationshelferin. Im Rahmen vom Ferienpass, dem "Lamspringer September",
Weihnachtsmarkt, Jubileen u.a. gibt es gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten.
Der seit dem Herbst letzten Jahres neugewählte Bürgermeister sowie der Gemeinderat haben Themen wie Mobilität, Jugend- und SeniorInnenarbeit und auch die Verbindung dieser Themen mit der Flüchtlingsintegrationsarbeit auf die Agenda gesetzt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Evangelisch- lutherische Kirchengemeinden Lamspringe, Graste - Netze und Neuhof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Pfarrgemeinde Lamspringe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lammetal Werkstätten
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Entwicklung und Schaffung eines quartiersoffenen Familien- und Pflegezentrums in Hannover Vahrenwald (Schleswiger Str. 31)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Dennis Klatt
| Organisation | AWO Bezirksverband Hannover e.V. |
|---|---|
| Funktion | Mitarbeiter im Projektcontrolling / Stabsstelle Zentrale Steuerung / Unternehmensentwicklung |
2. Kurzbeschreibung
Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität im Quartier / Inklusion und soziale Teilhabe
Projektbeschreibung
Der AWO Bezirksverband Hannover e.V. ist ein sozialpolitischer Mitgliederverband mit ca. 17.000 Mitgliedern in der Mitte Niedersachsens, der mit seinen gemeinnützigen Tochtergesellschaften und ca. 2000 Mitarbeitern über 120 unterschiedliche soziale Einrichtungen betreibt.
Die AWO unterstützt das freiwillige, bürgerschaftliche Engagement durch vielfältige soziale und innovative Projekte und Aktionen. In Hannover Vahrenwald (Schleswiger Str. 31) betreibt der AWO Bezirksverband Hannover e.V. ein Seniorenzentrum, an das eine Kinderkrippe angeschlossen ist. Durch einen Um- und Neubau soll eine gezielte Weiterentwicklung desselben in den Bereichen Betreuung, Bildung, Gesundheits- und Nahversorgung & Freizeit den Weg für eine erfolgreiche Gemeinwesenarbeit und Quartiersentwicklung ebnen. Mit Generationen- und lebensübergreifenden Angeboten soll die soziale und kulturelle Infrastruktur im Quartier bedarfsgerecht erweitert und allen Bewohnern im Quartier angeboten werden. Für die Entwicklungs- und Vernetzungsarbeit zur Realisierung des Projektvorhabens ist eine Vorlaufzeit von 2 Jahren mit zusätzlichen personellen Ressourcen erforderlich, die aus der Pflegeeinrichtung nicht finanziert werden kann.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der demografische und gesellschaftliche Wandel, die unzeitgemäße Wohn- und Lebenssituation der Menschen im Seniorenzentrum, verbunden mit dem Wunsch älterer Menschen und derer mit Pflegebedarf, möglichst lange selbstständig in ihrem vertrauten Wohnumfeld zu verbleiben und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, fordern unser aktives Handeln.
Das Projektgebiet ist von einem Strukturwandel betroffen, der Gefahren birgt (soziale Konflikte) und uns in die Lage versetzt, mittels geeigneter Maßnahmen reagieren zu müssen. Die soziale Infrastruktur ist ausbaufähig, wobei in Teilen bereits heute von einer Unterversorgung gesprochen wird. Die Möglichkeiten der Bewohner aktiv am gesellschaftlichen und sozialen Leben vor Ort teilzuhaben sind dementsprechend stark eingeschränkt. Der Arbeitslosenanteil im Gebiet liegt über dem der Gesamtstadt, genauso wie der Anteil von geflüchteten Menschen. Unser Augenmerk auf diese Personengruppen zu richten und im Sinne aller Bürger im Quartier aktiv zu werden ist diesen Erläuterungen entsprechend, dringend notwendig.
Durch die Entwicklung unterschiedlicher und dem Quartier angepasster Ziele und Maßnahmen (siehe Projektziele) soll letztlich die Eigenständigkeit der Bürger gestärkt, Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht und Partizipation gewährleistet werden. Dafür möchten wir Kommunikation fördern, vorhandene Kooperationen stärken und neue Netzwerke schaffen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Stadtteil Vahrenwald. Es endet im Norden mit Beginn des Mittellandkanals, im Osten stellt die Vahrenwalder Straße die Grenze dar. Im Süden schließt das Projektgebiet mit dem Jahnplatz ab und im Westen bilden die Guts-Muths-Straße, der Büssingweg, der daran angrenzende Radweg sowie die Straße im Othfelde den Abschluss.
Einwohnerzahl
25000
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover: Statistische Berichte, Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2016. Gespräch mit Herrn Korpak (Landeshauptstadt Hannover: Sachgebiet Wahlen und Statistik)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Herrn Korpak zur Verfügung gestellt (Landeshauptstadt Hannover - Sachgebiet Wahlen und Statistik - Stand: 2016).
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
abgrenzung_des_projektgebietes.pdf
(51.43 KB)
lageplan.pdf
(103.54 KB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Grundidee ist es, älteren Menschen im Stadtteil und in der Einrichtung mit unterschiedlichen Hilfe- und / oder Pflegebedarfen ein selbstbestimmtes und bedarfsgerechtes Leben zu ermöglichen. Das übergreifende Ziel, das sich daraus entwickelt hat, nämlich die Wohn- und Lebensqualität im Quartier zu verbessern, bezieht alle Menschen aus dem Quartier mit ein und setzt auf vielfältige Möglichkeiten sozialer Teilhabe. Die Umsetzung soll durch bauliche und soziale Projekte erfolgen, wobei die Bedarfe der Bewohner in Kooperation mit den Akteuren vor Ort ermittelt werden. Konkret geht es um die Schaffung sozialer und kultureller Angebote, die auf der einen Seite allen Menschen im Stadtteil offen stehen (Schaffung einer „Komm-und Geh-Struktur“) und dadurch auf der anderen Seite den Bewohnern des Seniorenzentrums die Möglichkeit bieten, am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen. Dafür wird ein Schwerpunkt auf den Ausbau von Vernetzungsstrukturen gelegt und bereits bestehende Kooperationen zu Institutionen, Vereinen, Initiativen, Politik und Wirtschaft weiter ausgebaut.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wohnen + Versorgung + soz. Netzwerke: Möglichkeit auf lebenslanges Wohnen im eigenen Stadtteil ist gegeben (barrierefreiheit). Es werden Unterstützungsangebote für kleinere Dienstleistungen, Bildungs- und Kulturangebote vorgehalten sowie ein offener Treff
Kriterium
Beschreibung
Sozialraumorientierte, bedarfsgerechte Angebote sind vorhanden und können schnell auf veränderte Situationen im Stadtteil reagieren
Kriterium
Beschreibung
Förderung von Gemeinschaft durch Integration: Angebote sind Generationenübergreifend und interkulturell ausgerichtet und ermöglichen soziale Teilhabe genauso wie Hilfe zur Selbsthilfe
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband Region Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Katholische + Evangelische Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Bezirksjugendwerk Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Hannover-List
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Akademie des AWO Bezirksverbandes Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung gGmbH
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
FreiRaum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Svenja Reinke
| Organisation | Lehrter Wohnungsbau |
|---|---|
| Funktion | Sozialarbeiterin |
2. Kurzbeschreibung
nachbarschaftliches Zusammenleben; Abbau von Konflikten; Inklusion verschiedener Bevölkerungs- und Interessentengruppen; Anlaufstelle; Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsfunktionen; Schaffung von Räumen der Begegnung
Projektbeschreibung
Die Lehrter Wohnungsbau GmbH hat eine Immobilie aus Eigenkapital in Lehrte käuflich erworben. Da diese Immobilie als neue Anlaufstelle für Bewohner geschaffen werden soll, muss letztere umgebaut und modernisiert werden.
Das geplante Projekt wird unter dem Namen FreiRaum geführt. FreiRaum dient dem Aufbau einer Anlaufstelle im Quartier/Wohngebiet. Im Projekt FreiRaum soll die Methode GWA verfolgt werden. Die Lehrter Wohnungsbau GmbH schafft, betreibt und begleitet das Projekt FreiRaum. Für die Koordination sowie der Verwaltung der Anlaufstelle setzt die Lehrter Wohnungsbau GmbH unter anderem auch eine staatlich anerkannte Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin ein. Durch FreiRaum wird den Bewohnern eine neue Anlaufstelle geschaffen, wo Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsarbeit stattfindet. Die Bewohner haben die Möglichkeit durch eine Zusammenarbeit Veränderungen im Quartier zu schaffen und Probleme gemeinsam zu beheben bzw. vorzubeugen.
Ein Schwerpunkt des Projekts FreiRaum soll die Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens sein. Es sollen Konflikte abgebaut und Inklusion der verschiedenen Bevölkerungs- und Interessengruppen im Quartier als auch im Wohngebiet gestärkt werden. Dazu eignet sich die Methode der GWA optimal. Die beantragte Fördersumme soll zum größten Teil in die GWA gehen. Nur ein geringer Anteil der Fördersumme soll in die baulichen Maßnahmen investiert werden. Der Hauptteil der baulichen Maßnahmen wird aus Eigenmitteln der Lehrter Wohnungsbau GmbH finanziert.
Dieses Projekt läuft unter den Namen FreiRaum, da jeder Bewohner FREI entscheiden kann, an welchen Angeboten er teilnimmt und auch wie er sich mit einbringen möchte. Weiterhin gibt es RAUM für die Bewohner, den letztere gemeinsam nutzen können. Es gibt selbstverständlich auch Raum, wo die Bewohner sich mit einbringen können. Dieses wird auch ausdrücklich gewünscht. Es gibt für die Bewohner Zeiten und Raum der individuellen Gestaltung.
Durch die Anlaufstelle wird das Wohngebiet/Quartier erheblich aufgewertet und gibt den Bewohnern die Möglichkeit, Probleme und Schwierigkeiten in einem Rahmen oder auch in individuellen Gespräch zu thematisieren. Man beugt einer sozialen Isolation, z.B. einer Vereinsamung der älteren Menschen durch das Projekt FreiRaum vor. Gleichzeit findet eine Stärkung des sozialen Zusammenhalts im Wohngebiet/Quartier statt. Dieses Projekt wird gern von der Lehrter Beteiligungs-GmbH, die zu 84,60 % an der Lehrter Wohnungsbau GmbH beteiligt sind, gesehen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In dem Wohngebiet / Quartier Lehrte leben viele ältere Bewohner (nachfolgend Senioren genannt). Viele dieser Bewohner leben alleine in den Wohnungen. Die Rente der Bewohner sind teilweise sehr begrenzt. Der demografische Wandel zeigt sich im Quartier.
Immer häufiger kommt es im Quartier zu Generationsprobleme. Die gegenseitige Akzeptanz der einzelnen Generationen wird nicht wahrgenommen. Die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Bewohner stehen im Vordergrund. Es gibt immer mehr verschiedene Bevölkerungs- und Interessengruppen im Quartier. Dadurch entstehen vermehrt Unsicherheiten bei einzelnen Personen sowie bei anderen Bevölkerungsgruppen. Durch die Unsicherheiten entstehen leichter und öfter Konflikte, die nicht angesprochen oder in einem angemessenen Maße geklärt werden können.
Durch das Projekt FreiRaum soll eine Anlaufstelle für Bewohner aller Altersgruppen geschaffen werden. Für die Senioren soll es ein Raum schaffen, wo sie sich treffen und austauschen können. Somit wird einer Vereinsamung in der Wohnung vorgebeugt. Viele Senioren suchen im Alter auch noch eine kleine Aufgabe, der sie nachgehen können und dabei Anerkennung bekommen. Durch das Projekt FreiRaum würden die Senioren, die es möchten, eine kleine Aufgabe bekommen. FreiRaum bietet die Möglichkeiten Angebote/Aktivitäten für alle Bevölkerungsgruppen und auch eine Generationsübergreifende Sozialarbeit soll statt finden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lehrte Kernstadt
Beschreibung
Lehrte besteht aus neun Ortsteilen und der Kernstadt Lehrte. Die Kernstadt Lehrte ist mit 2.045,61 ha und 23.493 Bewohner das größte Gebiet und hat am meisten Einwohner.
Einwohnerzahl
23000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Lehrte/ Fachbereich Bürgerservice es sind 23.458 Bewohner
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Lehrte Materialband ISEK S. 5 (November 2015)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik-Staatsangehörigkeit Lehrte OT Lehrte (Stand 26.04.2017) Stadt Lehrte
Statistik-Staatsangehörigkeit gesamter Zuständigkeitsbereich (Stand 26.04.2017) Stadt Lehrte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Lehrte Materialband ISEK S. 10 (November 2015)
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integriertes Stadtentwicklungskonzept Lehrte S. 29 (allerdings passte die Tabelle nicht ganz und wir haben eine ungefähre Schätzung vorgenommen)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integriertes Stadtentwicklungskonzept Lehrte S. 37 (Stand: November 2015)
- "Im Februar 2015 waren in Lehrte 1.625 Arbeitslose gemeldet. Die entspricht einem Anteil von 6,1% an allen Einwohnern im alter von 18 bis 65 Jahren."
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zensus 2011; Bevölkerung und Haushalte; Gemeinde Lehrte, Stadt am 9. Mai 2011; S. 33
Es gibt im Jahr 2011 1536 Haushalte mit alleinerziehenden Elternteilen
Unterlagen zum Gebiet
2017-05-23_strassenverzeichnis.pdf
(176.1 KB)
karte_von_der_kernstadt_lehrte.pdf
(387.15 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir verfolgen mit dem Projekt FreiRaum den Ansatz der GWA. Im Fokus steht nicht die Arbeit mit dem einzelnen Individuum sondern die Arbeit in einem großflächigen sozialen Netzwerk, wodurch die Lebenslagen der Bewohner verbessert werden sollen. Den Ausgangspunkt der GWA liegt in den sozialen Konflikten innerhalb des Wohngebiets. Allerdings können durch die GWA auch Konflikte vorgebeugt werden. Es findet somit auch eine präventive Sozialarbeit statt. Von großer Bedeutung ist auch die Haltung der Sozialarbeiterin. In diesem Projekt soll die Kooperation und die Zusammenarbeit mit den Bewohnern stattfinden. Dadurch verändern die Bewohner selber Strukturen im Wohngebiet. Die Probleme werden aus einer gesellschaftlichen Perspektive wahrgenommen. Es findet einen Kooperation zwischen verschiedenen Anbietern statt. Die Bevölkerung soll aktiviert werden und die vorhandenen Ressourcen des GW nutzen. Somit findet auch eine Förderung der Selbstorganisation statt. Es findet eine Besserung der soziokulturellen Strukturen statt. GWA kann auch als Vernetzungsstelle gesehen werden.
"Es geht hierbei um eine Anpassung der Problemgruppe an die Umgebung, um ein Veränderung der (Einstellung, Verhaltensweisen der) Umgebung und um die gemeinsame Erarbeitung von, gemäß den entsprechenden kulturellen Normen, notwendigen Fertigkeiten oder Institutionen." (Ludes 1977, S. 107)
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es gibt Angebote/Aktivitäten, die von den Bewohnern selbst in den Räumlichkeiten von FreiRaum organisiert werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner werden mit einbezogen und haben großen Raum mitzugestalten. Ideen der Bewohner aufnehmen und mit ihnen gemeinsam umsetzten.
Kriterium
Beschreibung
Koopertionspartner aus Lehrte stellen sich in FreiRaum vor und halten Fachvorträge. Ehrenamtliche unterstützen das Projekt FreiRaum.
Kriterium
Beschreibung
Wenn es weitere Kooperationspartner also auch Netzwerke gibt bzw. entstanden sind.
Kriterium
Beschreibung
Wenn Angebote von mehreren Generationen angenommen werden und die Konflikte im Wohngebiet abgebaut werden oder gar nicht erst entstehen. Die Nachbarn sich gegenseitig unterstützen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Netzwerk gesunde Gemeinde - Kein Antrag 2017
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Helga Hudler
| Organisation | Gemeinde Bissendorf KMB GbR |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Vernetzung und Kooperation in einer gesunden, sozialen Gemeinde
Projektbeschreibung
Gesundheit entsteht dort, wo Menschen leben, lernen, spielen und arbeiten. Es bietet sich daher an, bei Gemeinden, Ortstteilen und Regionen anzusetzen, wenn Gesundheit, sozialer Zusammenhalt und Kommunikation sowie das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Bewohner/innen gefördert werden soll. Es geht vor allem darum, eine
Lebenswelt zu gestalten, welche dazu beiträgt, dass die Chancen für alle Bewohner/innen auf ein Leben in Gesundheit und mit hoher Lebensqualität gesteigert werden. Die gesunde Gemeinde Bissendorf lebt von der Beteiligung aller Bürgerinnen
und Bürger. Sie baut auf Zusammenarbeit, spinnt ein soziales Gesundheitsnetzwerk und schafft nachhaltige, gesunde Lebensbedingungen für Jung und Alt. Damit ist Gesundheit ein wichtiger Faktor in der Region zur Schaffung einer erfolgreichen Gemeinwesenstruktur.
Die Stärkung des Gesundheitsbewusstseins ist neben dem Aufbau und Ausbau geeigneter Kooperationsstrukturen ein wichtiger Faktor zur Schaffung gesunder Arbeits- und Lebensbedingungen in allen Lebenswelten der Kommune (von der Kindertagesstätte bis zur Seniorenwohnung). Zur Entwicklung entsprechender Netzwerke sollen Gemeinschaftsveranstaltungen mit umfangreicher Bürgerbeteiligung erste entscheidende Hinweise zum Bedarf an Vermittlungs- und Koordinierungsangeboten geben.
Eine regionale Anlaufstelle dient sodann der Koordinierung von bedarfsgerechter Beratung.
Die auf zunächst wenige Schwerpunkte in der Flächenkommune bezogenen Projektergebnisse sollen modellhaft entwickelt und erprobt sein, um die Erkenntnisse auf weitere Standorte und weitere Lebenswelten zu übertragen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In einer der größten Flächengemeinden Niedersachsens sind die Angebote in den Handlungsfeldern Gesundheitsförderung, Bildung und im Bereich der Sozialinfrastruktur unterschiedlich verteilt und damit ist die Erreichbarkeit nicht für alle Bewohner gesichert.
Das Gesundheitsbewusstsein von Bürgerinnen und Bürgern ist unterschiedlich ausgeprägt,
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Starke Netzwerke und Kooperationen
- Vernetzung, Beratung und Vermittlung
- Förderung der Kommunikation
Quartier im Wandel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katrin Moser
| Funktion | Kirchenkreissozialarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
"Meine Stimme zählt!"
Projektbeschreibung
Syke ist eine Kleinstadt im ländlichen Raum, 20km südlich von Bremen gelegen. Die Stadt wird durch die Verkehrsader B6 mit anderen Kommunen verbunden.
Der öffentliche Nahverkehr ist unzureichend, ohne Auto sind die Menschen deutlich in der Mobilität eingeschränkt.
Es gibt wenig günstigen Wohnraum. Investoren bauen Quartiere im hochpreisigen Segment, sozialer Wohnungsbau wurde vernachlässigt. Der Mietraum, der für die Grenzen der Transferleistungen ausgelegt ist, wird häufig durch wechselnde Hausverwaltungen angeboten und weist i. d. R. eine deutliche Verwahrlosung auf. So sind Straßenzüge entstanden, in denen das Abbild von Arm und Reich über den Zustand der Hausfassaden und Außenanlagen sichtbar wird.
Durch den Zuzug von Flüchtlingsfamilien und die Zunahme von Kindern bildungsferner Familien verändert sich die Stadt. Immer mehr Kinder und Jugendliche sind z.B. ohne Aufsicht in der Stadt zu beobachten und "hängen ab". Die Grundschule meldet zudem vermehrt Kinder, die trotz BuT nicht am Schulessen teilnehmen können, da die Eltern schon damit überfordert sind, den Zettel auszufüllen und einzureichen. Manche Kinder kommen ohne Frühstück zur Schule oder haben kein Essen mit. Der Kinderarzt gibt außerdem an, dass er immer mehr Kinder mit Aufmerksamkeitsdefiziten behandeln muss. Häufig mit Eltern, deren Erziehungskompetenz schon nicht für die Alltagsbewältigung ausreicht. Dazu kommen mangelnde Deutschkenntnisse. Es fehlt das gegenseitige Verständnis: Eltern können nur schwer formulieren, was sie für den Alltag und die Fürsorge der Kinder benötigen.
Es fehlt an Vernetzungen der Träger wie Jugendhilfe, Beratungsstellen, Ärzten, Politikern, Stadtplanern, etc. und letztlich das Miteinbeziehen der Betroffenen.
Politiker können sich trotz Hilfsmitteln wie BuT, nicht vorstellen, warum Kinder nicht am Schulessen teilnehmen können. Anwohner werden nicht befragt welche Buslinie/Haltestelle sinnvoll wäre und nicht informiert, wie man überhaupt als Zugewanderter solche Verkehrsmittel nutzt.
Obwohl Syke ländlicher Raum ist, wissen viele Zugewanderte nicht, welche Früchte hier wachsen. Sie kommen zudem nicht über das Stadtgebiet hinaus, sind noch nie in Bremen auf der Kirmes gewesen oder haben mit ihren Kindern das Universum besucht. Bildungsstätten und Kulturangebote außerorts werden gar nicht in den Bezug zur eigenen Lebenswelt erlebt. All diese Defizite können nicht sofort mit der GWA gelöst werden, aber sie weisen auf: GWA ist in Syke mehr als nötig.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Betroffene werden nicht befragt und nicht selbst befähigt, ihre Lage zu verändern. Ein beginnendes Problem: Kinder werden trotz BuT vom Mittagessen der örtlichen Grundschule ausgeschlossen. Über die Lebenslage der Familien ist wenig bekannt, sie kommen aber überwiegend aus einem Quartier. Viele Kinder fallen schon früh durch die Maschen, da es hingenommen wird, wenn erste Verwahrlosungsanzeichen sichtbar werden oder es herrscht Hilflosigkeit, wie auf diese Familien zugegangen werden kann. Die Kinder gleiten ab in ihre eigene Welt und müssen sich außerhalb der Familien und Lernorte Erfolgserlebnisse holen. Jugendhilfe und Schulen berichten von Kindern, die verhaltensauffällig sind und erste Straftaten begehen, ohne dass diese aufgrund der Strafunmündigkeit Konsequenzen herbeiführen. Bei vielen Lebensläufe unserer jungen Klienten wird schon in der frühesten Kindheit deutlich, dass diese Heranwachsenden scheitern werden, da sie nie gelernt haben, sich im Gesellschaftssystem zurechtzufinden. Hilfseinrichtungen wie Kinderarzt, Fachdienst Jugend, Schule und Ehrenamtlichen sind die Familien schon früh bekannt, es gibt aber kaum Vernetzung und eine effektive Hilfestruktur.
Diese Lebensläufe können wir nicht im Einzelnen sofort verbessern, aber langfristig und nachhaltig können die Wohnsituation, die Hilfsangebote und deren Erreichbarkeit sowie die Rolle der Mitspieler beeinflusst werden. Familien aus der Isolation zu befreien und deren eigene Kompetenzen zu stärken muss ein Ziel unserer Arbeit sein. Bewohner der betroffenen Straßen müssen gehört werden und gerade die Jüngsten brauchen Menschen, die früh ihre Bedürfnisse erkennen und so deren Lebenswege unterstützen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Syke Gebiet Berliner Straße, südlich der Grundschule s. Bilddatei
Beschreibung
Wohngebiet südlich der Grundschule. s. Bilddatei, Quartier rot
Einwohnerzahl
3550
Quelle / Anmerkungen
Stadt Syke
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben der Schulen und www.komsis.de/regis-si/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung und www.komsis.de/regis-si/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung und www.komsis.de/regis-si/
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartierbeschreibung_syke.jpg
(147.04 KB)
2017-05-12_berliner_strasse_karte.pdf
(661.43 KB)
2017-05-12_luftbild.pdf
(3.44 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Lebensqualität vor Ort steigern. Bürger, Anwohner mobilisieren und Meinungsmacher für das Projekt gewinnen. Lust aus Frust, d.h. mein Lebensumfeld selbst gestalten und meinen Kindern verdeutlichen, was eigenes Engagement bewirken kann.
Die Teilnahme am Schulessen ist "nur" ein Ziel, welches zum Themenfeld gehört, die Kinderarmut in Syke zu beheben. Deshalb ist es uns wichtig, auch die Kinder in den Prozess mit einzubeziehen und diese nach ihrer Meinung über den Stadtteil zu befragen.
Mit Angeboten für die Kinder möchten wir die Eltern erreichen. Ein Beispiel: Gewaltfreie Kommunikation soll für die Kinder angeboten und so in die Familien hineigetragen werden.
Wichtig ist es, die Umwelt und den sozialökunomischen Kontext der Bewohner miteinzubeziehen. Die individuellen Erfahrungen mit den empfundenen Belastungen sowie Ressourcen müssen berücksichtigt werden, da sich die Probleme konkret auf diesen Stadtteil und dessen Bewohner richten.
Das Wohl des Gemeinwesens und das der Bewohner liegen eng beieinander, daher müssen Themen sowie Meinungen erforscht werden, um gemeinsame Lösungsstrategien zu entwickeln. Aktivierende Befragung werden durchgeführt, aber auch Versammlungen von Anwohnern. Es werden harte Fakten über das Quartier erhoben aber auch das emotionale Klima erfasst. Experten und Betroffene werden in Einzelinterviews befragt und können als Steigerung in eine Bürgerversammlung münden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Interessen der Anwohner bekannt sind und berücksichtigt werden. Die Lebenswelt der Anwohner wird ebenfalls in die Zielplanung mit einbezogen. Maßnahmen der Infrastruktur können so auf die Lebenswelt der Nutzer abgestimmt werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen können ihre Belange formulieren und sind in der Lage sich selbständig um Hilfe und Unterstützung zu bemühen. Der formale Ablauf, um z.B. Anträge für Transferleistungen zu stellen ist bekannt und kann umgesetzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Die Anwohner wissen, wer noch im Quartier wohnt. Der Nachbar ist nun kein Fremder mehr, es gibt ein miteinander. Die Anwohner erlernen eine Streitkultur, Konflikte können ohne Gewalt gelöst werden.
Beschreibung
Kein Kind fällt durch die Maschen, d.h. man schaut über den Rand der eigenen Zuständigkeit hinweg und arbeitet über einen längeren Zeitraum in den Fachstellen und als Netzwerkpartner überleitend und übergreifend.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Frau Unger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Kinderarmut Uslar
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartiersarbeit bei den Diakoniestationen Hannover gGmbH
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Melanie Schlöndorf
| Organisation | Johann-Jobst-Wagenersche-Stiftung |
|---|
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
Interkulturelles Generationenzentrum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Eva Paetzold
| Organisation | Gelingen e.V |
|---|---|
| Funktion | Schriftführerin u. Pressewartin |
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Insgesamt hat die Stadt Lingen mit ihren Eingemeindungen ca.56 000. Einwohner. In den ursprünglichen Stadtgrenzen leben ca. 25000 Menschen. Ca. 25% der Lingener Bevölkerung sind älter als 60 Jahre. (vergl. www.lingen.de./rathaus_und_buergerservice/zahlen_und_daten/strukturdaten/strukturdaten). Hinzu kamen in den letzten Jahren verstärkt Zuzüge von Migranten und Flüchtlingen. Seit 2012 befinden sich ebenso noch über 1000 Studierende in der Stadt.
In den letzten 10 Jahren sind im Stadtkern etliche Seniorenwohnungen entstanden, die es alten Menschen erlauben ein möglichst langes und selbstständiges Leben zu führen. Auch viele Migranten/-innen sind zentrumsnah in Sozialwohnungen angesiedelt worden. Für Studenten wurden explizite Wohnheime in begrenzter Anzahl gebaut. Familien mit Kindern ziehen verstärkt in die Randgebiete, sodass die Bevölkerung im Stadtzentrum nur begrenzt durchmischt ist. Es entstehen Ansätze von Gettoisierungen, zumal es an preiswerten öffentlich Treffpunkten in der Stadt mangelt. Öffentliche Grünflächen, in welchem sich Menschen treffen und miteinander kommunizieren gibt es so gut wie gar nicht.
Die in der Stadt Lingen lebenden Menschen erfahren eine gute Grundversorgung, wie beispielsweise einen guten Zugang zu Ärzten und Behörden. Allerdings mangelt es an einer senioren- und migrationsgerechten Freizeitgestaltung für erwachsene Menschen und ältere Mitbürger.
Die Gefahr einer mangelnden Kommunikation zwischen den einzelnen Gruppierungen liegt einerseits in der Entstehung von Vorurteilen und Stigmatisierungen gegenüber anderen Gruppierungen. und Anderseits fördert eine mangelnde Kommunikation die Isaolation des Einzelnen. (Ältere und Migranten)
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Beratungsbüro
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Peter Johannsen
| Organisation | Herbergsverein, Altenheim und Diakoniestation zu Tostedt e.V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführer |
2. Kurzbeschreibung
Sie kommen nicht weiter? Wir kommen Ihnen entgegen!
Projektbeschreibung
Der Herbergsverein, Altenheim und Diakoniestation zu Tostedt e.V. hat zwei Beratungsstellen. Eine Beratungsstelle für werdende Mütter, Familien sowie Hilfesuchende in sozialen Notlagen in der Bremer Str.37 in Tostedt und ein weiteres Beratungsbüro im Ortskern für Senioreninnen und Senioren oder für Menschen mit Pflege- und Hilfebedarf rund um die Themen Pflege, Wohnen im Alter, unterstützende Angebote und deren Finanzierung.
In diesem Beratungsbüro erhalten Menschen der Samtgemeinde Tostedt eine kostenfreie Pflegeberatung, Unterstützung bei Anträgen und Formularen, Vermittlung von ehrenamtlichen Helfern für die Betreuung von Angehörigen. Außerdem können sich Interessierte hier über eigene Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements und Schulungen hierzu informieren. Die Pflegeberatung wird durch eine Sozialwissenschaftlerin, unterstützt durch eine Pflegefachkraft geleistet.
Ziel ist es, für die Beratungsstelle rund um das thema Pflege eine aufsuchende Beratung, mit einer 15 Wochenstd. zu etablieren, um auch jene Menschen zu erreichen, die aufgrund körperlicher- oder mobilitätsabhängiger Hintergründe nicht in der Lage sind, das Beratungsbüro aufzusuchen. Der Herbergsverein macht derzeit die Beobachtung, dass sich diese Gruppe, besonders bei älteren Menschen erhöht. Die Ursachen scheinen vielfältig, zum einen muss ein KfZ aus finanziellen Gründen abgegeben werden oder aus gesundheitlichen Gründen sind die Personen nicht mehr in der Lage, die Beratungsstellen aufzusuchen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Aufgrund des immer größer werdenden Beratungsbedarfes um das Thema Pflege und Versorgung im Alter, wurde 2014 das Beratungsbüro im Ortskern eröffnet
Die Einwohner der Samtgemeinde setzen sich wie folgt zusammen:
<18 Jahre 18 %
18-25 Jahre 8 %
25-45 Jahre 22 %
45-65 Jahre 32 %
>65 Jahre 21 %.
Hieraus wird deutlich, das mehr als die Hälfte der Bevölkerung als Nutzer der neu hinzugefügten Pflegeberatung in Frage kommen.
Die nächsten Beratungsangebote sind 15km weiter entfernt. Da der demographische Wandel in der Samtgemeinde deutlich wird, ist ein unabhängiges Beratungsangebot für das Gemeinwesen eine Bereicherung.
Von 2014 stieg die Zahl der Nutzer von 365 auf 646 Nutzer im Jahr 2016. Im 1. Quartal 2017 sind es bisher 244 Nutzer. Dies sind nur jene Personen, welche mobilitätsbedingt und gesundheitlich das Beratungsbüro aufsuchen können. Durch eine aufsuchende Tätigkeit würden auch jene Menschen erreicht werden, welche das Beratungsbüro aus verschiedenen Gründen nicht aufsuchen können.
Hierfür bedarf es einer Ausweitung des Arbeitsplatzes der Sozialwissenschaftlerin, um einen ausreichenden Personalschlüssel für das Angebot vorzuhalten. Der Herbergsverein finanziert derzeit die 15 Std. der Sozailwissenschaftlerin aus Spenden und anderen freien Mitteln, kann aber die Finanzierung für die weiteren 15 benötigten Stunden nicht sicherstellen. Die Telefonkontakte nehmen deutlich zu und auch die Anfragen nach Hausbesuchen, aufgrund von Krankheit oder fehlender Mobilität steigen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Tostedt Samtgemeinde Tostedt Landkreis Harburg
Beschreibung
Das Beratungsbüro wird vom Herbergsverein, Altenheim und Diakoniestation zu Tostedt e.V. verwaltet. Der Herbergsverein zu Tostedt e.V. bezieht sich in seiner Satzung, vorwiegend für die Samtgemeinde Tostedt und im Landkreis Harburg tätig zu werden.
Einwohnerzahl
26000
Quelle / Anmerkungen
http://www.tostedt.de/buergerservice/samtgemeinde/zahlen-daten-fakten/standortinformationen/ [siehe PDF: Standort Profil]
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
http://www.tostedt.de/buergerservice/samtgemeinde/zahlen-daten-fakten/standortinformationen/
PDF_ >Standort Profil
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
http://www.tostedt.de/buergerservice/samtgemeinde/zahlen-daten-fakten/standortinformationen/
PDF
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
300px-samtgemeinde_tostedt_in_wl.svg_.png
(49.31 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch eine aufsuchende Beratung wird die Teilhabe aller Bewohner der Gemeinde ermöglicht. Es werden so zielgerichtet ehrenamtliche oder ergänzende Angebote zur Unterstützung von Angehörigen in der häuslichen Umgebung vermittelt. Anfragen zur Unterstützung von demenziell Erkrankten Angehörigen können im häuslichen Umfeld effektiver und Lebenswelt orientierter durchgeführt werden. Weitere ehrenamtliche Helfer_innen werden zusätzlich durch Ehrenamtliche geworben, die als Multiplikatoren fungieren. Weiter sind die Berater_innen des Büros Multiplikatoren für kulturelle Veranstaltungen und Angebote in der Samt- und Kirchengemeinde. Durch das offene Beratungsangebot wird der soziale und familiäre Zusammenhalt aller Altersgruppen berücksichtigt und gefördert.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Das Beratungsbüro gibt Informationen zur ambulanten und stationären Pflege, zur Tagespflege, zum Betreuten Wohnen, zum Ambulanten Hospizdienst und zur Töster Tafel u.a.
Zudem bietet es Beratung in formellen Angelegenheiten wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungs- und Entlastungsleistungen und Beantragung der Pflegestufe an.
Außerdem vermittelt das Beratungsbüro ehrenamtliche Alltags Begleiterinnen, die stundenweise ins Haus kommen und älteren Menschen helfen, ihren Tagesablauf zu bewältigen – sei es, dass sie mit ihnen kochen, einkaufen gehen, sie zum Arzt begleiten oder gemeinsame Spaziergänge unternehmen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Herbergsverein, Altenheim und Diakoniestation zu Tostedt e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verwaltung, Familienbüro und Seniorenbeauftragter der Samtgemeinde Tostedt
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On