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Beratung

Göttinger Quartiere - Gemeinsam geht mehr

Ansprechpartner
Renate Kornhardt
Funktion Sozialplanerin
Göttinger Quartiere - Voneinander und miteinander lernen
Projektbeschreibung
In der Stadt Göttingen sollen 2 Wohnquartiere dadurch aufgewertet werden, dass die dort jeweils vorhandenen Einrichtungen der Jugendarbeit zu vielfältigen Begegnungsorten für Gemeinwesenarbeit weiterentwickelt werden. Es soll ein Prozess des „Voneinander Lernens“ initiiert werden. Erfahrungen aus der Arbeit in einem sozial belasteten Gebiet (B) sollen dabei u. a. auch genutzt werden, um diese präventiv auf ein Wohngebiet (A) zu übertragen, welches neu strukturiert werden soll. In beiden Quartieren befinden sich Einrichtungen der Jugendarbeit freier Träger (A: AWO mit dem "Kinder- u. Jugendhaus Lönsweg", B: Jugendhilfe e.V. mit dem „Jugendhaus Gartetalbahnhof“), die sich gut etabliert haben. Aktuelle Entwicklungen in beiden Sozialräumen, sich verändernde Bevölkerungsstrukturen und auch neue Ansätze in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien machen eine sozialräumliche Öffnung und Einbeziehung der Bewohner/innen und weiterer Akteure notwendig. Es wird daher angestrebt, eine aktivierende u partizipative Gemeinwesenarbeit in bestehende Strukturen der beiden Einrichtungen zu implementieren und diese zu Akteuren der Quartiersentwicklung zu profilieren, die neben Aktivierung u. Beteiligung auch sozialräumliche Kooperationen und Vernetzungen initiieren. Durch das Anknüpfen an bestehende Strukturen, z. B. bestehende Kontakte zu Eltern und anderen Akteuren im Quartier, die genutzt und ausgebaut werden können, wird dieser erweiterte Ansatz als sehr nachhaltig eingeschätzt. Über eine zu intensivierende Bewohneransprache und neue Beteiligungsformen sollen dabei auch spezifische quartiersbezogene Anforderungen reflektiert und dazu Prozesse von Empowerment und Nachbarschaftsförderung in Gang gesetzt werden. Dabei werden der Erfahrungsaustausch und der kontinuierliche Informationstransfer vergleichbarer Einrichtungen in zwei unterschiedlichen Gebieten als große Chance gesehen. In der Zielrichtung sollen die Einrichtungen darüber zu wichtigen Begegnungs- und Ankerorten weiterentwickelt werden, die maßgeblich mit dazu beitragen, die Lebensqualität der Bevölkerung in den jeweiligen Sozialräumen nachhaltig zu erhöhen. Für die Stadt Göttingen eröffnet sich darüber die Möglichkeit, unter dem Ansatz der Subsidiarität neue Impulse für die Weiterentwicklung von Arbeitsansätzen in der Kinder- u. Jugendhilfe und eine gesamtstädtische Strategie zu entwickeln. Insoweit handelt es sich um einen Pilotprozess, in dem die Stadt als Akteur eine koordinierende Rolle einnimmt.
Ausgangslage
Das Wohngebiet A "Ebertal" hat sich aus einer Barackensiedlung mit ehemaligen Kriegsgefangenen entwickelt, die in den 60er Jahren in rd. 450 neu gebaute Sozialwohnungen der Städtischen Wohnungsbau gezogen sind. Die Bewohnerstruktur war von Beginn an durch ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl geprägt. Dieses zeigt sich auch heute noch in einer vergleichsweise stabilen Mieterstruktur, geringer Fluktuation und Mieten im unteren Segment. Das Kinder- u. Jugendhaus entstand hier Ende der 80er Jahre in Eigeninitiative und mit städt. Unterstützung. Der anstehende Prozess der Sanierung des Wohnungsbestandes und Neustrukturierung des Quartiers, verdichtet um rd. 150 weitere Wohnungen, verfolgt ein familienfreundliches, barrierefreies Wohnen mit Dienstleistungen vor Ort. Jetzige Mieter sollen bleiben, Neubürger zuziehen. In dem auf 10 Jahre avisierten Planungsprozess kommt dem Kinder- u. Jugendhaus eine besondere Bedeutung zu, als Ort der Vertrauensbildung und als "Kümmerer" bzw. Ankerplatz für neue Impulse u. Aktivitäten. Das im Wohngebiet B bestehende Jugendhaus Gartetalbahnhof befindet sich demgegenüber in einem mehr von sozialen Problemen, Anonymität u. Fluktuation gekennzeichnetem Quartier, was insbes. durch einen Hochhauskomplex mit 432 Appartements (750 Pers.) geprägt wird. Eine randständige Bevölkerung, u. a. aus Südosteuropa, stellt Bewohner u. Akteure hier vor besondere Herausforderungen. Auch der öffentliche Raum hat Defizite, die verkehrliche Lage am Bahnhof mit Ausfahrtstrasse und hoher Lärmbelästigung ist unattraktiv. Die Bewohner sind im Quartier kaum sozial und kulturell eingebunden, entsprechend ergeben sich spezifische Anforderungen an die Gemeinwesenarbeit.
Projektgebiet
Gebiet-Name
(A) Göttingen Ebertal
Beschreibung
Das durch 3 - 5 geschossige Zeilenbebauung gekennzeichnete Wohnquartier Ebertal befindet sich in der südlichen Oststadt von Göttingen und umfasst eine Fläche von rd. 10 ha. Das Gebiet wird im Westen begrenzt durch die Wörthstr., im Norden durch die Straße Am Steinsgraben, im Osten durch einen Teilabschnitt der Merkelstr. und der Görlitzer Straße, im Süden durch eine Fußgängerverbindung nördlich des Einfamilienhausgebietes am Liegnitzer Weg.
Einwohnerzahl
967
Quelle / Anmerkungen
www.goesis.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der Alleinerziehenden wurde aus den Haushaltszahlen abgeleitet, nicht aus den Bevölkerungsdaten, und auf 35 für das Ebertal geschätzt, stadtweit auf 2.443.
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten zur Arbeitslosigkeit beruhen auf Schätzungen, da die Einzugsbereiche der Datenquellen nicht deckungsgleich sind. Die Bevölkerungsdaten können demgegenüber baublockweise ermittelt werden.
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
siehe Anmerkungen zu arbeitslosen Menschen (gesamt). Die Prozentsätze wurden auf jeweils 1% geschätzt. Die Definition von Arbeitslosigkeit erfolgt nach den Rechtsgrundlagen des Sozialgesetzbuches (SGB III und II).
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Gebiet-Name
(B) Göttingen Gartetal
Beschreibung
Das rd. 25 ha umfassende Gebiet Gartetalbahnhof bildet einen größeren Einzugsbereich des gleichlautenden Jugendzentrums. Das Gebiet grenzt westlich an die Bahnlinie mit der viel befahrenen Groner Landstr., eröffnet nordöstlich mit der Groner-Tor-Str. den Zugang zur Innenstadt, grenzt östlich an die Bürgerstraße (Ringstraße um die Innenstadt) und durchquert südlich mit der Wiesenstraße ein Wohngebiet, was in jüngster Zeit um attraktive Stadthäuser mit Eigentumswohnungen sowie Reihenhäuser baulich erweitert wurde. Anm.: Alle Daten wurden nach Baublöcken ermittelt und aus dem Einwohnermelderegister der Stadt Göttingen generiert, Stichtag 31.12.2016.
Einwohnerzahl
2951
Quelle / Anmerkungen
www.goesis.goettingen.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der Alleinerziehenden erfolgte als Schätzwert und beträgt absolut 41, abgeleitet aus den Haushaltszahlen. Der Status wird im Einwohnermelderegister nicht erfasst. Dieser umfasst die persönlichen Lebensumstände und kann sich auch ändern.
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die beiden bestehenden Jugendeinrichtungen sollen zu Einrichtungen der Gemeinwesenarbeit weiterentwickelt werden, die allen Bewohner/innen offenstehen und Menschen unterstützen und aktiv in Beteiligungsprozesse einbeziehen. Wesensmerkmal ist dabei eine Bottum up-Strategie. Das Interesse am Gemeinwesen soll der Bevölkerung im Quartier nahegebracht und die Chancen von Beteiligung verdeutlicht werden. Über aktivierende Angebote und konkrete Maßnahmen soll Empowerment und Selbstorganisation der Bevölkerung gefördert werden und mittelfristig eine nachhaltige Mitarbeit an Netzwerken für Bürger/innen entstehen (Aufbau selbsttragender Strukturen in den Quartieren). Damit können die Bewohner/innen als Experten in eigener Sache Wertschätzung erfahren und selbst zu Akteuren der Quartiersentwicklung werden. Über die Gestaltung der Arbeit in einem Quartierszentrum mit Bezug zu weiteren Bedarfen/ Maßnahmen im Sozialraum kann die Identifikation mit dem Quartier erhöht werden. Insoweit erfolgt in der Folge eine Weiterentwicklung von der Gemeinwesenarbeit zum Quartiersmanagement. Der eingeleitete Quartiersentwicklungsprozess im Ebertal bietet hier konkrete Chancen und Möglichkeiten, der auch für das Gebiet Gartetalbahnhof genutzt werden kann. Die Maßgabe, dass hier Ergebnisse von Bewohnermitwirkung und Beteiligungen in konkrete Planungen, Maßnahmen und Umsetzungen münden, ist auf Verstetigung ausgerichtet und erhöht die Motivation von Bürgerengagement in der Stadt Göttingen insgesamt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
50 % der Bewohner/innen sind informiert und werden aktiv beteiligt (quantitative Messung u. qualitative Beurteilung
Beschreibung
Bewohner/innen nutzen die Einrichtung zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden p. a. erfasst
Beschreibung
Ressourcen werden einbezogen u. weiterentwickelt; Stärken-Schwächen-Analyse (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität)
Beschreibung
aus einem ziel- u. ressortübergreifenden Denken werden Netzwerke und Kooperationen abgeleitet
Beschreibung
das Quartierszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt
Beschreibung
Politik u. Verwaltung sind in den Entwicklungsprozess beider Jugendeinrichtungen einbezogen und unterstützen eine kommunale Gesamtstrategie
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lohbergschule, Leinerbergschule, Förderverein Leinebergschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialpädagogisches Schüler- u. Lehrlingszentrum e. V.; ev. Jugendhilfe Obernjesa; Strassensozialarbeit des Diakonischen Werkes; Migrationszentrum für Stadt und Landkreis; AG der Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas, Diakonie, DRK, Paritätischer, ZWST)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
städt. Kinderhaus Lohmühle; Familientreff Iduna-Zentrum, Einrichtungen der Stadt Göttingen (z.B.Sozialamt, FB Jugend); versch. Dezernate und Fachbereiche der Stadtverwaltung (z. B. Referat des OBs, Bau- u. Sozialdezernat, Büro für Integration)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städt. Wohnungsbaugesellschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen; Projekt Frühe Hilfen und Familienhebammen des Jugendamtes; MiMi-Gesundheitsprojekt des städt. Büros für Integration und EMZ Hannover;
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Rates, insbesondere Ausschuss für Soziales, Integration, Gesundheit u. Wohnungsbau; Bau- u. Planungsausschuss; Senioren-, Behinderten- u. Integrationsrat.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Elterngruppe ADHS Wellenreiter; Kreativgruppe des AWO Kinder- u. Jugendhauses; Gartenclub mit untersstützung Nabu; Familiennachmittage und Feste mit Bewohner/innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturzentrum musa; Kommunikations- u. Aktionszentrum KAZ e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Göttinger Tageblatt; StadtRadio Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freie Altenarbeit Göttingen e. V. mit Erzählcafes für Senioren; Sparta Göttingen e. V.; Pflegeelternverein "Pfad für Kinder"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Mariengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bonveno Göttingen gGmbH: es findet bereits eine Zusammenarbeit mit der Flüchtlingsunterkunft Zietenterrassen statt und mit der Flüchtlingsunterkunft Bürgerstraße
Typ
Stadtteil
Galerie
foto jugendeinrichtung gartetalbhf
foto jugendeinrichtung ebertal
Zustimmung Veröffentlichung
On

Zusammenführung verschiedener Kulturen – Wie Integration in einem Flächenlandkreis gelingen kann

Ansprechpartner
Karin Single
Funktion Fachbereichsleitung Kinder, Jugend und Familie
Integration von Migraten/innen in den zugewiesenen Wohnorten; Vernetzung und Beratung ehrenamtlicher Unterstützer; Stärkung u. Unterstützung eines Stadtteils, in dem der Anteil der MIgranten/innen sehr hoch ist
Projektbeschreibung
Der Landkreis Gifhorn ist ein großer Flächenlandkreis, der sehr unterschiedlich strukturiert ist. Der Norden des Landkreises ist eher dünn besiedelt, bietet nur wenige Angebote vor Ort und die Verkehrsanbindungen durch den öffentlichen Nahverkehr sind für eine regelmäßige Nutzung unzureichend und vorwiegend an den Schülertransport angepasst. Migranten/innen, die im Nordkreis Wohnmöglichkeiten erhalten, äußern oftmals den Wunsch, von dort wieder wegzuziehen. Sehr gut angelegt ist im Nordkreis die Vereinskultur und auch der Zusammenhalt und die Unterstützung innerhalb der Dörfer ist sehr stark. Im Norden des Landkreises soll der Schwerpunkt des Projektes darauf liegen, dass Migranten/innen integriert und in der Mobilität unterstützt werden, so dass auch Ihnen daran gelegen ist, dort zu bleiben. Im Süden des Landkreises Gifhorn ist die Besiedelung viel dichter und eine Anbindung an die größeren Städte in der Nähe gegeben. So lassen sich beispielsweise Wolfsburg, Braunschweig und auch Hannover gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Im Südkreis gibt es schon einige ehrenamtliche Angebote zur Unterstützung von Migranten/innen. Hier liegt der Schwerpunkt des Projektes vor allem auf der Vernetzung der ehrenamtlichen Unterstützer, des ehrenamtlichen Angebotes. Des Weiteren möchten wir in diesem Gebiet ein Angebot schaffen, welches ehrenamtliche Unterstützer zum Beispiel zu rechtlichen Grundlagen berät. In der Kreisstadt Gifhorn ist vor allem in der Südstadt die Besiedelung durch Migranten/innen sehr dicht. Als Betreiber einer Kindertagesstätte in der Südstadt können wir berichten, dass 80 von 99 Kindern der Kindertagesstätte aus Familien mit Migrationshintergrund stammen. In dieser Kindertagesstätte treffen ca. 20 Nationalitäten aufeinander. Genauso multikulturell wie die Kindertagesstätte, ist auch das Zusammenleben in der Südstadt. Hier liegt unser Fokus insbesondere darauf, ein gutes Zusammenleben und eine gute Verständigung innerhalb der verschiedenen Kulturen zu ermöglichen und sie bei der Integration zu unterstützen. Da wir als Betreiber von 38 Kindertagesstätten und 3 Familienzentren und als Koordinator weiterer sozialer Angebote im Landkreis sehr früh Kontakt zu den Familien mit Kindern bekommen, bietet es sich für uns an, dieses Projekt durchzuführen. Gemeinsam mit der Stadt und dem Landkreis Gifhorn führen wir ein Familienbüro, dem wir dieses Projekt angliedern würden, so dass bereits eine erste Koordinierungsstelle vorhanden ist.
Ausgangslage
Der Landkreis Gifhorn ist ein großer Flächenlandkreis, der hauptsächlich von ländlichen Regionen geprägt ist. Mittelpunkt des Landkreises ist die Stadt Gifhorn. Bis in das 2016 hinein waren wir als Deutsche Rotes Kreuz Kreisverband Gifhorn e.V. Betreiber einer Flüchtlingsunterkunft in Ehra. Unterstützt wurden wir bei unserer Arbeit durch sehr viele ehrenamtliche Helfer. Noch heute pflegen wir die Kontakte zu den Ehrenamtlichen und auch zu einigen Migranten/innen, die in dieser Unterkunft aufgenommen wurden und noch in unserem Landkreis leben. Inzwischen sind die Migranten/innen über den gesamten Landkreis verteilt und dieser große Landkreis bringt in den einzelnen Regionen unterschiedliche Probleme mit sich. Im Nordkreis dominiert die Problematik der schwachen Infrastruktur. Es ist Wohnraum vorhanden, aber insbesondere wegen der fehlenden Verkehrsanbindungen und Angebote ist es für die Migranten/innen unattraktiv dort zu leben. Dieses erschwert die Integration oder macht sie sogar unmöglich. Im Südkreis gibt es eine große Anzahl ehrenamtlicher Unterstützer, denen es ein Anliegen ist, Migranten/innen gut aufzunehmen und bei ihrer Integration in die neue Heimat zu unterstützen. Es fehlt aber noch an der Vernetzung der Angebote und der Ehrenamtlichen und an geregelter Informationsweitergabe in Rechtsfragen etc. In der Stadt Gifhorn, liegt die Problematik in der Ballung verschiedener Kulturen und der hohen Anzahl von Familien mit Migrationshintergrund in der Südstadt. Dort gibt es einen hohen Beratungsbedarf bei den Migranten/innen und es fehlt an einer gesunden Mischung mit deutschen Familien, um Integration und das Erlernen der deutschen Sprache zu erleichtern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Gifhorn Südstadt
Beschreibung
Die Südstadt von Gifhorn ist nicht genau eingegrenzt und daher kann auch keine differenzierte Bevölkerungszahl genannt werden. Es ist aber Fakt, dass der Bereich der Südstadt von vielen Menschen aus dem Ausland bewohnt wird und dort sehr viele Kulturen aufeinander treffen. Im gesamten Stadtgebiet der Stadt Gifhorn liegt der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bei 28,4%. In der Südstadt ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund jedoch deutlich höher. Hier liegt der Anteil schätzungsweise bei 70%. Im Laufe dieser Projektbeschreibung wurde bereits das Beispiel einer Kindertagesstätte (DRK-Kindertagesstätte Gifhorn-Süd) herbei geführt, die derzeit einen Anteil von ausländischen Kindern in Höhe von fast 80% hat. Die Herkunft der Kinder setzt sich aus 20 verschiedenen Ländern zusammen.
Einwohnerzahl
42000
Quelle / Anmerkungen
http://www.gifhorn.de/pics/medien/1_1481786987/Verwaltungsbericht_2015.pdf, Bevölkerungszahlen aus dem Melderegister der Samtgemeinden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Prozentzahl für den Landkreis (Gesamtstadt) wurde dem Bericht entnommen, die Prozentzahl für das Projektgebiet beruht auf Schätzungen nach Skalierungen aus dem Sozialbericht.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Prozentzahl für den Landkreis (Gesamtstadt) wurde dem Bericht entnommen, die Prozentzahl für das Projektgebiet beruht auf Schätzungen nach Skalierungen aus dem Sozialbericht.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Prozentzahl für den Landkreis (Gesamtstadt) wurde dem Bericht entnommen, die Prozentzahl für das Projektgebiet beruht auf Schätzungen nach Skalierungen aus dem Sozialbericht (Anteil Arbeitslosigkeit ausländischer Mitbürger) Sonstige beschreibt hier die Arbeitslosenzahl des Bundes.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Melderegister. Das Melderegister unterliegt ständigen Aktualisierungen. Mit Projektgebiet ist in diesem Fall die gesamte Stadt Gifhorn gemeint, da wie bereits beschrieben, das Projektgebiet Südstadt nicht ganz genau umrissen werden kann und hierfür auch keine gesonderte Erhebung existiert. Der Anteil der ausländischen Bewohnerinnen ist in der Südstadt auf jeden Fall erheblich höher. Gesamtstadt bezeichnet in diesem Fall die Zahlen des Landkreises Gifhorn.
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Landkreis Gifhorn Nordkreis; Samtgemeinde Hankensbüttel - und -Samtgemeinde Wesendorf - und - Stadt Wittingen
Beschreibung
Der Nordkreis des Landkreises Gifhorn umfasst die Samtgemeinden Hankensbüttel und Wesendorf und die Kleinstadt Wittingen. Insgesamt wohnen in diesem Bereich ca. 38.000 Menschen auf einer Fläche von ca. 724 km². In der Samtgemeinde Hankensbüttel leben unter 10.000 Einwohner auf einer Fläche von 290 km². In der Samtgemeinde Wesendorf leben über 14.000 Einwohner auf einer Fläche von 209 km². Und in der Stadt Wittingen mit ihren dazugehörigen Ortschaften leben über 11.000 Einwohner auf einer Fläche von 225 km².
Einwohnerzahl
40000
Quelle / Anmerkungen
https://www.sg-hankensbuettel.de/portal/seiten/einwohnerzahlen-904000002-20751.htmlhttp://www.wesendorf.de/staticsite/staticsite.php?menuid=152&topmenu=2;http://www.wittingen.de/images/files/Einwohnerzahlen.pdf; Bevölkerungszahlen Melderegister d. SG
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Mit Gesamtstadt wird in diesem Fall der gesamte Landkreis benannt. Im Projektgebiet Nordkreis gibt es sehr starke Unterschiede beim Anteil der Kinder. Während in der SG Wesendorf der Anteil der Kinder bei 24,4% liegt, liegt er im selben Projektgebiet in der Stadt Wittingen nur bei 19,2%. In der SG Hankensbüttel liegt er leicht steigend im Durchschnitt (keine Angabe in Prozent vorhanden)
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Mit Gesamtstadt wird in diesem Fall der gesamte Landkreis benannt.
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Melderegister der Samtgemeinden. Hier der Durchschnittswert. Das Melderegister unterliegt ständigen Aktualisierungen. Im Projektgebiet Nordkreis gibt es sehr starke Unterschiede beim Anteil der ausländischen Bewohner/innen. Während in der SG Wesendorf der Anteil bei 22% liegt, liegt er im selben Projektgebiet in der Stadt Wittingen nur bei 13% und in der SG Hankensbüttel bei 12,5%.
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Landkreis Gifhorn Südkreis; Samtgemeinde Papenteich - und - Samtgemeinde Isenbüttel - und - Samtgemeinde Meinersen
Beschreibung
Der Südkreis des Landkreises Gifhorn umfasst die Samtgemeinden Papenteich, Isenbüttel und Meinersen. Insgesamt wohnen in diesem Bereich ca. 60.000 Menschen auf einer Fläche von ca. 360 km². In der Samtgemeinde Papenteich leben über 24.000 Einwohner auf einer Fläche von 110 km². In der Samtgemeinde Isenbüttel leben über 15.000 Einwohner auf einer Fläche von 77 km² und in der Samtgemeinde Meinersen leben über 20.000 Einwohner auf einer Fläche von 170 km².
Einwohnerzahl
60000
Quelle / Anmerkungen
https://www.papenteich.de/pics/medien/1_1465548653/Einwohnerstatistik_Papenteich.pdf;
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Mit Gesamtstadt wird in diesem Fall der gesamte Landkreis benannt. Im Projektgebiet Südkreis gibt es sehr starke Unterschiede beim Anteil der Kinder, welches sich aus einer Skalierung des Sozialberichtes erkennen lässt. Daraus lässt sich aber auch erkennen, dass insgesamt kein erheblicher Unterschied zur Gesamtstadt (Landkreis Gifhorn) besteht.
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht von 2012 des Landkreises Gifhorn. Mit Gesamtstadt wird in diesem Fall der gesamte Landkreis benannt. Im Projektgebiet "Südkreis" ist der Anteil der älteren Bewohner/innen eher niedrig. Die 19% beziehen sich auf das Beispiel einer Ortschaft aus der SG isenbüttel.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen aus dem Melderegister der Samtgemeinden. Hier der Durchschnittswert. Das Melderegister unterliegt ständigen Aktualisierungen. Im Projektgebiet "Südkreis" ist der Anteil der ausländischen Bewohner/innen im Vergleich zu anderen Teilen des Landkreises eher gering. Allerdings ist der Anteil ehrenamtlicher Unterstützer für geflüchtete Menschen sehr hoch und bei diesen Personen soll unser Ansatz in diesem Projektgebiet liegen.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der DRK KV Gifhorn ist sehr erfahren in der Kinder u. Familienarbeit. In unseren Einrichtungen erleben wir, welche Hürden sich für Migranten/innen ergeben. Aufgrund unserer hohen Präsenz im Landkreis, können wir uns gut vorstellen, in der Gemeinwesenarbeit zu agieren. Wir verfolgen das Ziel, die Menschen in unserem Landkreis mit ihren Bedürfnissen zu sehen und auf diese einzugehen. Wir möchten die zugezogenen Bürger gut in der Gemeinschaft der eingesessenen Bürger aufnehmen und streben an, dass die Menschen voneinander lernen u. gegenseitige Akzeptanz entsteht. Im Idealfall möchten wir bei einem großen Teil der Bevölkerung die Überzeugung wecken, dass der Zuzug anderer/fremder Kulturen als Bereicherung des eigenen Lebens verstanden wird. Großen Wert legen wir darauf, dass die neu zugezogenen Menschen mit Fluchthintergrund sich in den Gemeinden, in denen sie untergebracht werden, wohl u. angenommen fühlen, damit die Bereitschaft zur Integration gegeben ist. Quartiersmanagement trifft auf einen Stadtteil unserer Kreisstadt zu, der einen sehr hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund aufweist und in dem viele unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen. In diesem Stadtteil verfolgen wir das Ziel, Treffpunkte zu schaffen, an denen sich die Menschen begegnen und kennenlernen können. Wir möchten diesen Stadtteil attraktiver machen und damit erreichen, dass er auch für deutsche Bürger interessant wird und deren Bereitschaft steigt, in diesem Stadtteil mitzuwirken.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht wenn: Bewohner/innen sich für das Projekt interessieren, an Veranstaltungen teilnehmen und idealerweise auch engagieren. Ein weiteres Messinstrument wäre für uns auch die Streuung des Projektes innerhalb der Bevölkerung.
Beschreibung
Erreicht wenn: Vereine, Institutionen und Ehrenamt sich innerhalb des Projektes engagieren. Im Idealfall wird das Projekt dadurch weiterentwickelt..
Beschreibung
Erreicht wenn: Nicht nur die Menschen mit Migrationshintergrund von diesem Projekt profitieren, sondern bei einem großen Anteil der Menschen im Projektgebiet der Eindruck entsteht, gemeinsam ein gutes Zusammenleben initiert zu haben.
Beschreibung
Erreicht wenn: Verschiedene Kulturen in Vereinen und bei Veranstaltungen aufeinander treffen und die unterschiedlichen Sitten, Bräuche und Feste auch Platz finden, von allen erlebt, bzw. kennengelernt zu werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gifhorner Wohnungsbaugesellschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
in den Projektgebieten befinden sich über 25 Grundschulen, 19 weiterführende Schulen und 2 Berufsfachschulen, die als Akteure in Frage kommen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
20 DRK Ortsvereine stehen in den Projektgebieten für eine Zusammenarbeit zur Verfügung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine, vor allem Fußballvereine sind in fast jeder Ortschaft der einzelnen Samtgemeinden vorhanden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein Hankensbüttel; Kulturverein Gifhorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Regionale Presse
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienbüro der Stadt und des Landkreises Gifhorn, 3 Familienzentren innerhalb des Projektgebietes
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Gifhorn Integrationsstützpunkt (im Aufbau befindlich), 39 Kindertagesstätten in DRK-Trägerschaft, Kindertagesstätten anderer Träger, Kindertagespflege
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Osternburger Familienzentrum

Ansprechpartner
Hiltrud Boomgaarden
Funktion Leiterin
Osternburg Fit für Familien
Projektbeschreibung
In Osternburg, einem Stadtteil Oldenburgs, wird ein Familienzentrum als Erweiterung der Evang. Familien- Bildungsstätte Oldenburg (EFB) gegründet, welches die bewährten Strukturen dieser Einrichtung nutzt. Familien brauchen die größtmögliche Unterstützung, damit Kinder gesund an Körper und Geist aufwachsen können. Zeit, verlässliche Betreuung, Ansprechpersonen und Austausch mit anderen Eltern sind die wichtigsten Voraussetzungen für Eltern, um den Alltag mit Kindern zu meistern. Dabei sollten die Angebote für Familien möglichst  kostengünstig,  in der Nähe des Wohnortes oder  dort, wo sie sich oft aufhalten,  zu Zeiten, die nicht mit Arbeitszeiten kollidieren und  so flexibel wie möglich sein. Mit dem Projekt "Osternburg Fit für Familien" des Familienzentrums wird eine zeitgemäße Antwort auf diese Anforderungen im Stadtteil gegeben. Es sollen alltagsnahe und niedrigschwellige Begegnungsorte für Familien, mit dem Ziel, Eltern-interessen und Kindeswohl in Einklang zu bringen, angeboten werden. Die Kernpunkte sind Hilfen zur Alltagsbewältigung und zur Stärkung der Erziehungskompetenz und orientieren sich an den jeweiligen örtlichen und familiären Gegebenheiten. - Daten aus der Sozialraumanalyse - Sozialraumbezug (Familien, Themen, Angeboten)
Ausgangslage
Die Familie heute ist einem großen Wandel unterworfen. Als Trends sind auszumachen: Späte Familiengründung, Berufstätigkeit beider Eltern kurz nach der Geburt eines Kindes, ein Arbeitsleben, das Mobilität und Flexibilität erfordert, zahlreiche Trennungen und in der Folge viele verschiedene Familienformen, großer medialer Einfluss, Migration mit allen Erfordernissen der Integration, demografische Entwicklung hin zu vielen alten Menschen, die Pflege benötigen. Vor diesem Hintergrund werden viele Erwartungen an die einzelnen Familienmitglieder gestellt, von der Gesellschaft aber auch innerhalb der Familie. Nicht alle Familien halten diesem Druck stand - es ergeben sich Probleme, die weitreichende Folgen vor allem für die Kinder haben können. Die Familie ist damit beschäftigt, den Alltag zwischen Arbeitsstelle, Kita und Ganztagsschule zu organisieren. In der Regel kommen noch Termine beim Arzt, der Krankengymnastik oder Logopädie, etc. dazu. Das sollte für ein gelingendes Familienleben nicht alles sein! Das Bedürfnis, sich mit anderen Familien – unabhängig von Konsumdruck zu treffen, sich auszutauschen und stressfrei miteinander zu spielen, zu klönen und sich mal fallen zu lassen muss auch Raum haben. Da ist der 10-wöchige Eltern-Kind-Kurs mit bezahlten und verpflichtenden Terminen nicht immer das Richtige. Zeit ist ein kostbares Gut für Familien. Wenn dann noch verschiedene Beratungs- und Serviceangebote an einem Ort im eigenen Stadtteil zu finden sind, wie bei einem Familienzentrum, ist das ein großer Vorteil. Mit dem Projekt "Osternburg Fit für Familie" werden niederschwellige Angebote und Zugänge mit präventiver Ausrichtung für Familien im Stadtteil geschaffen.
GWA/QM-Ansatz
Grundlage für die Arbeit des Projektes im Rahmen des Familienzentrums sind die Beratung, die Schaffung von präventiven Angeboten für die Zielgruppe der Familien und deren Kinder, die Stärkung der frühkindlichen Bildungsqualität, sowie die sozialräumliche Ausrichtung. Dabei ist das Konzept des Familienzentrums so offen gehalten, dass mit der Bereitstellung von entsprechenden Angeboten auch die Zielgruppe der älteren Menschen im Stadtteil berücksichtigt werden kann und so der demographischen Entwicklung Rechnung getragen wird. Als methodische Grundlagen werden für die Arbeit des Familienzentrums unter anderem der Einbezug sowie die Ausbildung und Qualifizierung von Ehrenamtlichen benannt. Neben der aufsuchenden Elternarbeit ist die Zusammenarbeit mit den Akteuren des Sozialraumes eine wesentliche Grundlage. Während das Familienzentrum die Zielgruppe der Familien mit einer präventiven Ausrichtung im Blick hat, richten sich die bestehenden Gemeinweseneinrichtungen an die Hauptzielgruppe der Menschen in sozialen Brennpunkten.
Galerie
cam00722
cam00723
cam00724

Gemeinsam im Stadtteil

Ansprechpartner
Alena Timofeev
Funktion Projektleitung
Anlaufstelle für ein Quartiersmanagement und Durchführung von Gemeinwesenarbeit im Braunschweiger Stadtteil Heidberg
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes sollen die bisherigen Aktivitäten unterschiedlicher Akteure im Stadtteil in einem Stadtteilladen gebündelt vernetzt werden. Eine zentrale Anlauf- und Informationsstelle für alle Bürgerinnen und Bürger soll dadurch neu geschaffen werden, die durch eine Personalstelle für Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit vor Ort betreut wird. Die vorhandenen Aktivitäten aller Akteure im Stadtteil werden weitergeführt, durch das Netzwerk dann die Synergien genutzt, Maßnahmen abgestimmt und durch die neue Anlaufstelle auch Gemeinsinn schaffende Aktionen vorangebracht. Gleichzeitig soll ein Ideenfonds für Projektideen der Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils eingerichtet werden, der diesen ermöglichen soll, ihre eigenen Ideen zur Entwicklung des Stadtteils umzusetzen. Gerade die Förderung der Partizipation der Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner sowie die Schaffung von Möglichkeiten für deren gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe ist ein wichtiger Baustein dieses Konzeptes.
Ausgangslage
Im Braunschweiger Stadtteil Heidberg leben 7.600 Einwohner. Zwar gibt es zahlreiche Aktivitäten von Vereinen, Organisationen, Parteien und Privatpersonen, die sich für das Gemeinwohl und für das friedliche Zusammenleben aller Menschen in diesem Quartier stark machen. Allerdings werden die Aktivitäten dieser engagierten Akteure dadurch beeinträchtigt, dass es kein Quartiersmanagement gibt. Weiterhin ist ein unzulängliches Raumangebot zu beklagen: Trotz aller Bemühungen auf unterschiedlichen Ebenen konnte bislang leider noch kein Stadtteilladen im Heidberg eröffnet werden. Dies ist umso bedauerlicher, da dieser Bezirk einen sehr hohen Altersdurchschnitt in der Bewohnerschaft aufweist. 33,2 % der Einwohner sind 65 Jahre und älter. Im Vergleich liegt der gesamtstädtische Durchschnitt bei 20,8 %. Gleichzeitig liegt der Anteil der Kinder von 0-6 Jahren mit 4,3 % unter dem gesamtstädtischen von 5,1 %. Ferner leben im Stadtteil mehr Einwohner mit Migrationshintergrund als im Braunschweiger Durchschnitt: 31,4 % der Stadtteilbewohner weisen einen sogenannten "erweiterten Migrationshintergrund" (verfügen über nur ausländische oder über doppelte Staatbürgerschaft). In der gesamten Stadt sind es 25,7 %. In Hinsicht auf die soziale Struktur ist zu beachten, dass bezogen auf 1.000 Einwohner (zwischen 15 und 65 Jahren) mehr Arbeitslose im Stadtteil sind (57) als gesamtstädtisch (48). Weiterhin liegt der Anteil der arbeitslosen Ausländer wesentlich höher als im gesamtstädtischen Durchschnitt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Heidberg
Beschreibung
Bei dem Stadtteil Heidberg handelt es sich in großen Teilen um einen in den 60er Jahren neu gewachsenen Stadtteil mit Hochhauswohnungsbau sowie auf den Autoverkehr ausgelegten großräumigen Straßenzügen.
Einwohnerzahl
7594
Quelle / Anmerkungen
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
GWA/QM-Ansatz
Das beantragte Projekt dient sowohl dem Auf- und Ausbau von Strukturen der Gemeinwesenarbeit und auch eines Quartiersmanagements. Der Fokus liegt auf - der Förderung der Partizipation von Stadtteilbewohnern an der Entwicklung und Gestaltung der Zukunft des Stadtteils; - der Ermöglichung der gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe; - der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements; - der Einrichtung einer Räumlichkeit als Anlaufstelle für die Bürger und als Arbeitsplatz für die Stelle des neuen Quartiersmanagers; - der Förderung der Begegnung unterschiedlicher Bewohnergruppen im Stadtteil.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Für das beantragte Projekt besteht ein handlingsfähiger Beirat (mit Untergruppen) unter Beteiligung von "Experten" und besonders von engagierten Stadtteilbewohnern.
Beschreibung
Erfolgreicher Abschluss der Gründung eines neuen Bürgervereins durch die Mitwirkung des Quartiersmanagers
Beschreibung
Bezirksbürgermeisterin unterstützt das beantragte Projekt und werdt Mitglied im Beirat
Beschreibung
Durchführung einer Stadtteilkonferenz mit Einbindung von Vertretern unterschiedlicher Generationen und unterschiedlicher Herkunft
Beschreibung
Durchführung von drei publikumsträchtigen Veranstaltungen in Kooperation mit relevanten Netzwerkpartnern (Stadtteilweihnachtsmarkt, interkulturelles Konzert und interkulturelle Ausstellung "Heimat im Koffer")
Beschreibung
Durchführung von einem Stadtteilsommerfest als Ort der Begegnung unter Einbeziehung von Nachbarschaften und Kooperationspartnern
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Baugenossenschasft eG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein "Offener Heidberg e. V." - Gründungsprozess läuft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftshilfe Heidberg-Melverode-Stöckheim-Leiferde e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HSC Leu e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Wohn- und Pflegeheim, Kurzzeit- und Tagespflege Heidberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Thomas im Heidberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Heidberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Heidberg-Melverode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur, Stelle "Kultur vor Ort"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsch-Philippinischer Kulturkreis e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenkreis Heidberg
Typ
Stadtteil
Galerie
heidberg 1
heidberg 2
Zustimmung Veröffentlichung
On

Dissen aktiv

Ansprechpartner
Monika Schnellhammer
Funktion Geschäftsführerin
Dissen aktiv - Infrastrukturabbau mit Engagementstrukturaufbau begegnen
Projektbeschreibung
Die Stadt Dissen, eine Kleinstadt mit ca. 10.000 Einwohnern, ist in den letzten Jahren von einem wirtschaftlichen und infrastrukturellen Abbauprozess betroffen. Aktuell bedroht der mögliche Wegfall vieler hundert Arbeitsplätze durch die Schließung der Homann-Feinkost GmbH viele Dissener direkt und indirekt. Herausforderungen an die regionalen Akteure und die Bürger der Stadt durch den demographischen Wandel kombinieren sich mit Integrationsanstrengungen für eine hohe Anzahl von Bürger/innen mit Flucht- bzw. Migrationsgeschichte. Die Dissener wollen mögliche negative Folgen dieser Entwicklungen nicht passiv hinnehmen; die Caritas möchte Impulse setzen und "Dissen aktiv" unterstützen. Wir bieten mit „Dissen aktiv“ den Aufbau einer zentralen Anlaufstelle an, deren Stärken zu sehen sind im Angebot: • einer ergänzenden allgemeinen sozialen Beratung: vorhandene Angebote vor Ort werden im Sinne der Bewohner/innen genutzt, bedarfsgerecht ergänzt und weiterentwickelt. Das Angebot ist alters-, milieu- und kulturübergreifend. • einer bürgernahen Vernetzungs- und Kooperationsarbeit: in Kenntnis und Kooperation mit weiteren Akteuren vor Ort werden Stärken und Ressourcen von Professionellen und Bewohnerschaft bedarfsgerecht zusammengeführt, initiiert und für neue Angebote vor Ort zielführend entwickelt. • eines nachbarschaftlichen Unterstützungsnetzwerkes: mit engagierten Bürger/innen, Vereinen, Verbänden, Initiativen und der Stadtverwaltung werden integrierte Selbsthilfepotenziale erschlossen und alltagsbezogene Kompetenzen der Bewohnerschaft gestärkt. „Dissen aktiv“ verfolgt niedrigschwellige Ansätze und einen ressourcen- und stärkenorientierten Ansatz: es gilt regionale Probleme als Herausforderungen anzusehen und als Potential für generationsübergeifendes bürgerschaftliches Engagement, das aus vielfältigen individuellen, kulturellen und religiösen Hintergründen gespeist wird. Folgendes Szenario beschreibt beispielhaft, wie sich die drei Säulen der Anlaufstelle gewinnbringend für die Bewohnerschaft ergänzen und gegenseitig fördern: Durch die Sozialberatung können individuelle Notlagen in den Blick genommen und Bedarfe klar benannt werden; daraus lassen sich gemeinsam mit potentiell Engagierten und professionellen Akteuren vor Ort konkrete Projekte entwickeln wie „Kleine Hilfen im Alltag“, "Ersatz-Oma-Dienste", „Freizeitgestaltung“, "Gemeinsam gegen einsam" oder zur Förderung der Sprachkompetenz im Alltag, Fahrdienste
Ausgangslage
Die Stadt Dissen ist trotz ländlicher Lage stark industriell geprägt. Große Arbeitgeber der Lebensmittel- und Fleischindustrie führten über Jahrzehnte zur Ansiedlung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund (insbesondere aus Südeuropa, der ehemaligen Sowjetunion und osteuropäischen Ländern), die nun bereits in der 2./3. Generation dort leben. Diese kulturelle Vielfalt erfordert integrative und zukunftsfähige Gestaltung. In Dissen ist mit der Schließung des Krankenhauses 2014, dem Abbau der Fleischverarbeitenden Industrie und aktuell der drohenden Schließung der Homann-Werke ein kontinuierlicher wirtschaftlicher und infrastruktureller Abbauprozess im Gange. Zukunftsängste und die Suche nach Lösungen prägen die Lebenszusammenhänge der Dissener Bürger und fordern die regionalen Akteure in besonderem Maße. Neben der hohen Migrationsrate ist eine überdurchschnittliche, weiter steigende Überalterung/Unterjüngung der Bewohnerschaft wahrzunehmen. Die gesundheitliche und soziale Versorgung insbesondere alternder Menschen, Vereinsamungstendenzen, Überforderung im Alltag, mangelnde Mobilität bedürfen integrierter Lösungskonzepte. Schon 2014 benannte der Rat der Stadt über das „Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept 2014-2020“ notwendige Maßnahmen weiterer Strukturförderung. Kath. Kirchengemeinde und Caritasverband waren und sind kontinuierlich beteiligt. Im Maßnahmenkatalog finden sich bereits Aussagen zur Notwendigkeit eines verlässlichen Angebots allgemeiner sozialer Beratung, zur Förderung ehrenamtlichen Engagements und nachbarschaftlicher Unterstützungssysteme auf der Grundlage sozialraumorientierten Handelns.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Dissen
Beschreibung
Das Projekt richtet sich an die Bewohnerschaft der Stadt Dissen. Damit umfasst es das gesamte Stadtgebiet Dissen als Gesamtquartier. Dissen hat eine Fläche von 31,9 qkm und eine Bevölkerungsdichte von ca. 298 Einwohner/qkm. Durch die nahe Lage im Städtedreieck Osnabrück-Bielefeld-Münster und die bisher günstige Arbeitsmarktsituation ist Dissen bisher ein beliebter Wohnort. Die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Gebrauchs und Lebensmitteln ist gegeben. Der regionale Arbeitsmarkt profitiert von den ansässigen Wirtschaftsunternehmen in Kombination mit einer günstigen Verkehrslage: Die A30 und A33 sind hier wichtige Verkehrswege. Der Alltag ist stark durch Pendlerverkehr gekennzeichnet.
Einwohnerzahl
9374
Quelle / Anmerkungen
Angabe der Kommune, http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berich
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ergänzungen (Stand 2015): 3-Jährige mit Migrationshintergrund in Tageseinrichtungen (%) 40,3 Kinder mit Migrationshintergrund in Tageseinrichtungen (%) 43,3 Ausländische Auszubildende an den ausländischen SvB (%) 3,8 Auszubildende an den SvB (%) 6,7 Arbeitslose an der Gesamtbevölkerung (%) 4,2 Arbeitslose ausländische Jugendliche an der ausländischen Bevölkerung 15 bis 24 Jahre (%) Arbeitslose Jugendliche an der Bevölkerung 15 bis 24 Jahre (%) 1,6 SGB II-Quote - gesamt (%) 5,5 Kinderarmut - gesamt (%) 15,4 Dissen ist geprägt durch das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen: eine große Ansiedlung von Menschen mit portugiesischem Migrationshintergrund, eine große Gemeinde der Mennoniten (Spätaussiedler), türkisch stämmige Einwohner, Tamilen und ganz aktuell zuwandernde Arbeitskräfte aus Bulgarien und Rumänien prägen das Stadtleben ebenso wie Flüchtlinge und die deutsche Bevölkerung. Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ergänzung: Indikatoren Alterung 2030: Medianalter (Jahre) 45,4 Durchschnittsalter (Jahre) 44,6 Jugendquotient (unter 20-Jährige je 100 Pers. der AG 20-64) 35,3 Altenquotient (ab 65-Jährige je 100 Pers. der AG 20-64) 41,3 Anteil unter 18-Jährige (%) 18,1 Anteil 65- bis 79-Jährige männlich (%) 15,3 Anteil 65- bis 79-Jährige weiblich (%) 18,1 Anteil ab 80-Jährige männlich (%) 5,1 Anteil ab 80-Jährige weiblich (%) 8,3 Anteil der ab 65-Jährigen (%) 23,4 Der Altenquotient lag im Jahr 2015 bei 31,1% (Menschen ab 65), der Anteil 65-79 jähriger bei 13,3% und der Anteil der Menschen ab 80 bei 5,4%. Der Jugendquotient lag 2015 bei 36,1% (unter 20jährige). Angabe der Kommune siehe auch http://www.dissen.de/uploads/media/Bad_Rothenfelde_und_Dissen_-_Zukunft_aktiv_gestalten__oeffentliche_Version_.pdf, http://www.ilek-sol.eu/downloads-neu.html, http://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/dissen-am-teutoburger-wald (Berichte)
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Vernetzung und Kooperation mit anderen ist eine Chance zur Förderung von nachhaltigen Prozessen, um die Lebensqualität im Sozialraum zu verbessern. Ausgehend von z.B. Foren für Akteure und Bürger*innen, aktivierenden Befragungen und Sozialraumerkundungen und -analysen können gemeinsam innovative Angebote und Arbeitsformen entwickelt werden, die auf die Bedarfe der Menschen zugeschnitten sind. Der Erfahrungsschatz der Menschen vor Ort und die professionelle Kompetenz der Verwaltung, der Wohlfahrtsverbände und anderer Dienste/Einrichtungen haben gut aufeinander abgestimmt, transparent und partizipativ eine optimale Hebelwirkung für Veränderungen. Der Caritasverband für die Diözese Osnabrück war u.a. von 2014 bis 2017 in Ostfriesland und im Emsland beteiligt am bundesweiten Prozess "Gemeinsam aktiv im Sozialraum", der begleitet wurde durch Prof. Dr. Stefan Bestmann, Berlin. Erfahrungen und Erkenntnisse daraus werden in das Vorhaben eingebracht. Die Stadt Dissen ist ins Städtebauförderprogramm "Kleine Städte und Gemeinden" aufgenommen worden, hat aber bislang noch keine Förderung beantragt oder erhalten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
, wenn bedarfs-, ressourcengerechte Unterstützung entwickelt wird; Partizipation, Kommunikation transparent sind (Beteiligung Bewohner/innen, Erfassung/Einbezug regionaler Ressourcen, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Kreis)
Beschreibung
...wenn Angebot und Nachfrage übereinstimmen; sich Aktivitäten für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen messbar positiv entwickeln (Evaluation und Fortschreibung, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Kreis)
Beschreibung
, wenn die Vielfalt der Altersgruppen, Kulturen, Konfessionen positiv zum Tragen kommt (Reflexion mit Beteiligten: positive Entwicklungen und Umgang mit Hindernissen/Dokumentation, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Kreis)
Beschreibung
, wenn z.B. Senioren u. junge Leute gemeinsam nach Lösungen suchen; Nachbarn und Rollstuhlfahrer nebenan Mobilitätsprobleme angehen (Kriterium: Dokumentation Zielgruppen/Aktivitäten, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Kreis
Beschreibung
, wenn Träger übergreifend gehandelt wird u. die Summe der Möglichkeiten im Hinblick auf die Unterstützung für den Einzelnen zählt (Beteiligung Bewohner/innen, Zielvereinbarungen regionale Akteur, Gremienprotokolle, Projektmanagement, Arbeiten PDCA-Kreis)
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
FB Bildung, Betreuung, Soziales (Stadt Dissen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ), Westfälisches Kinderdorf Dissen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenzentrum Dissen, Stiftung Bethel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Pfarreiengemeinschaft Teutoburger Wald
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde St. Mauritius
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte St. Ansgar
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lernstandort Noller Schlucht, Verein zur Förderung des regionalen Lernens e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister und Rat der Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Dissen-Bad Rothenfelde-Hilter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kolpingfamilie Dissen-Bad Rothenfelde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
MaßArbeit kAöR, Außenstelle Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Büro für Ehrenamt und Selbsthilfe, Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Galerie
nlg 2014 dissen quartiersabgrenzungen
Zustimmung Veröffentlichung
On

Generationentreff Trockener Kamp/ Hildesheim

Ansprechpartner
Jörg Aschemann
Funktion Bereichsleitung Jugend
Jung und alt trifft sich am Hildesheimer Wald!
Projektbeschreibung
Der "Generationentreff Trockener Kamp" möchte Menschen jeglichen Alters im Quartier zusammenbringen, ein gutes nachbarschaftliches Miteinander fördern und damit das gesellschaftliche Leben im Stadtteil bereichern sowie dazu beitragen mit viel Freude, Engagement und hoher Identifikation im Stadtteil Neuhof/ Trockener Kamp/ Hildesheimer Wald zu wohnen. Der schon bestehende "Jugendtreff" bietet mit seinem Netzwerk und seiner Angebotsstruktur wie auch den Räumlichkeiten in der Ladenzeile Trockener Kamp die Basis für den Ausbau zu einer quartiersbezogenen Gemeinwesenarbeit. Der "Generationentreff Trockener Kamp" soll die Anlaufstelle für jung und alt im Quartier sein, in der ein/e hauptamtlicher/e Mitarbeiter/in vor Ort die Öffnungszeiten gewährleistet und Ansprechpartner/in für alle BewohnerInnen sein soll. Er/Sie soll als Netzwerker/in im Stadtteil fungieren, wichtige Beratungsfunktionen wahrnehmen, kreativer/e Ideengeber/in sein und alle Prozesse effektiven Stadtteilmanagements sichern und steuern. Die Bewohnerschaft soll aktiviert werden, sich für ihr Quartier einzusetzen und sich ehrenamtlich engagieren. Junge Menschen sollen von den Erfahrungen der Älteren lernen und profitieren. Ältere Menschen hingegen sollen ihre sozialen Kontakte sichern, ihre geistige Selbständigkeit bewahren und durch die jungen Menschen "jung" bleiben. Alle Generationen haben im Treff intensive Kontaktmöglichkeiten, ein hohes Maß an Austausch und Information und somit die Chance viel voneinander zu erfahren und sich verstehen zu lernen. Dies geschieht durch Aktionen, Bildungsangebote, Workshops, Gruppenaktivitäten sowohl kulturell, medienspezifisch, politisch und inklusiv. Die Netzwerkakteure vor Ort wie Vereine, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Initiativen und der Sport werden dabei stets eingebunden.
Ausgangslage
Das Bild des Stadtteils ist geprägt durch seine räumliche Distanz zur Stadt Hildesheim in westlicher Randlage und die Aufteilung in offiziell drei Ortsteile: Neuhof/ Hildesheimer Wald/ Trockener Kamp. "Gefühlt" sind das jedoch mit dem angrenzenden Dorf Marienrode sehr unterschiedliche Quartiere: Trockener Kamp (Neubaugebiet mit vielen Mehrfamilienhäusern), Hildesheimer Wald (Alte Werksiedlung mit Mehrfamilienhäusern), Neuhof (Altdorf) und Marienrode (Dorf). Das führt letztlich kaum zu großen Begegnungen der StadtteilbewohnerInnen untereinander. Die Probleme im Quartier: - es gibt zu wenig kostengünstig, betreute Angebote für alle Altersgruppen, - die bestehenden Angebote für Unterstützung und Beratung für Erwachsene und ältere Menschen reichen nicht aus, - die Infrastruktur ist nicht besonders ausgeprägt, - die verkehrstechnische Anbindung an die Innenstadt ist nicht ausreichend, - es gibt Isolation und Vereinsamung gerade der älteren MitbürgerInnen, - die Treffmöglichkeiten sind sehr begrenzt, - die hinzugezogenen Flüchtlingsfamilien leben überwiegend in ihrer eigenen Gemeinschaft.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Trockener Kamp/ Neuhof/ Hildesheimer Wald
Beschreibung
Das Projektgebiet hat eine deutliche Randlage in Hildesheim. Der Ortsteil Neuhof als ehemaliges Dorf liegt im Südwesten Hildesheim, angrenzend dazu als Neubauwohngebiet mit Hochhäusern und Einfamilenhäusern der Trockene Kamp und dazu im äußersten Südwesten der Stadt Hildesheim der Ortsteil Hildesheimer Wald in direkter Nachbarschaft zu Bosch und den ehemaligen Blaupunkt Werken.
Einwohnerzahl
3000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hildesheim/ Bereich Statistik + Wahlen 2016
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschätzt, da keine Daten über den Bereich Statistik + Wahlen zur Verfügung stehen.
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschätzt, da vom Bereich Statistik + Wahlen keine Zahlen vorliegen. Das Quartier insbesondere der Trockene Kamp hat in seinen Hochhäusern immer eine sehr hohe Population von russlandstämmigen AussiedlernInnen gehabt. Seit 2016 gibt es auch einen starken Zuzug von geflüchteten Menschen. Vor allem im Stadtteil Hildesheimer Wald, wo Wohneinheiten für die Unterbringung von Flüchtlingen geschaffen wurden.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschätzt, da das Jobcenter keine differenzierte Daten für den Stadtteil vorlegen kann.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschätzt, da das Jobcenter keine differenzierte Daten für den Stadtteil vorlegen kann.
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016. Die Angaben für das Projektgebiet sind geschätzt. Ansonsten für das gesamte Stadtgebiet: Anzahl SGB II d.s. 952, SGB III d.s. 3876
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim, Bereich Statistik + Wahlen 2016. Die Angaben für das Projektgebiet sind geschätzt. Ansonsten für das gesamte Stadtgebiet: Anzahl der Jugendlichen unter 20 + 20 bis 24m d.s. SGB II 407, SGB II 96
GWA/QM-Ansatz
Durch die Gemeinwesenarbeit sollen die Ressourcen der BewohnerInnen genutzt, erkannte Bedürfnisse berücksichtigt und analysierte Defizite im Sozialraum ausgeglichen werden. Die Menschen in ihrer Wohn- und Lebenswelt werden zu VertreterInnen ihrer eigenen Interessen, aktivieren sich und nehmen für sich selbst und die Menschen unterschiedlicher Generationen um sich herum eine gesellschaftliche und politischen Funktion wahr. Gemeinwesenarbeit ist professionelles Geschäft, unterstützt von ausgebildete Fachleuten, geht immer strategisch nach Plan, systematisch und methodisch vor. Sie bietet Partizipation und vielfältiger Methoden. Insofern greift die Gemeinwesenheit auf etliche Instrumente wie Beratung, Gruppenarbeit, aktivierende Befragung, Sozialraumanalyse, Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerversammlung zurück, um die Bewohnerschaft des Quartiers einzubeziehen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Beteiligung der Bewohnerschaft bei Veranstaltungen, Workshops, Treffbesuchen überprüfen bzw. ermitteln
Beschreibung
Anzahl der Projekte und Aktivitäten subsummieren
Beschreibung
Stärkenregister für die Ressourcen des Quartiers anlegen
Beschreibung
Netzwerktreffen und Gemeinschaftaktionen prüfen und auswerten
Beschreibung
Netzwerktreffen über die Bewohnerschaft mit allen Partner, Institionen und Behörden überprüfen und auswerten
Beschreibung
Zusammenarbeit anhand eines Aktionsplan evaluieren und eine Strategie für einen erfolgreichen Aktionsplan im Quartier aufstellen
Beschreibung
Nachbarschaftshilfe institutionalisieren
Beschreibung
Anregungen geben bei Wohnungsbausgesellschaften, im ortsrat, beim Seniorenbeirat, um strukturelle Verbesserungen anzuregen
Beschreibung
Sich politisch in Parteien, Initiativen, Beiräten etc. engagieren und mitreden lernen
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Grundschule Neuhof, Evangelische Kindertagesstätte Lämmerweide, Katholischer Kindergarten St. Michael, Fachbereich Soziales der Stadt Hildesheim, Fachbereich Familie, Bildung und Sport der Stadt Hildesheim, Jugendamt des Landkreises Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Malteser Hilfsdienst e.V., Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein Blau Weiß Neuhof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Gemeinde St. Cosmar und Damian, Katholisches Pfarramt St. Michael
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Baugenossenschaft Wiederaufbau e.G.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Neuhof/ Hildesheimer Wald/ Marienrode, Seniorenbeirat der Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Galerie
eingang kjtn
hochhaeuser trockener kamp
trockener kamp mit neuhof
Zustimmung Veröffentlichung
On

Mittelpunkt Hüttenstraße - Gemeinwesenorientiertes Quartiersmanagement in der Flüchtlingssozialarbeit

Ansprechpartner
Stephan Hartmann
Organisation Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Schaumburg e.V.
Funktion Leiter AWO Fachbereich Integration
Zusammen leben - Zukunft gemeinsam gestalten - Integration fordern und fördern
Projektbeschreibung
Im Fokus des Projektes steht die Partizipation und Teilhabe am Gemeinwesen von Flüchtlingen und allen weiteren Bewohnern mit und ohne Migrationsgeschichte im Quartier Hüttenstraße, im Nordwesten der Kreisstadt Stadthagen. Quartiersmanager unterstützen als "Kümmerer" direkt vor Ort und leisten Hilfe zur Selbsthilfe.Ein Stadtteiltreffpunkt soll etabliert werden und als Anlaufstelle dienen. Dort soll es neben Beratungsangeboten insbesondere für Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte, genügend Raum für Begegnungen, Austausch und Veranstaltungen geben. Im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe werden die Quartiersbewohner unterstützt, gemeinsam das Wohnumfeld zu gestalten, das Miteinander der Religionen und Kulturen zu fördern und Gewalt und Ausgrenzung präventiv zu begegnen. Die ortsbezogene bedürfnisorientierte Integrationsarbeit mit den Zugewanderten aber auch den Einheimischen fördert unter anderem die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und ebnet die Wege in den Arbeitsmarkt (Sprache, Ausbildung, Beruf, Studium). Die Aktivierung der QuartiersbewohnerInnen zum bürgerschaftlichen Engagement ist eine weitere wichtige und entscheidende Rolle für ein positives Miteinander und steht somit auch im zentralen Fokus der Sozialarbeit. Die Vernetzung lokaler Akteure im Quartier ist eine weitere Aufgabe. Dabei sollen bereits vorhandene Kontakte zu Institutionen, Vereinen und sozialen Partnern genutzt, ausgebaut und intensiviert werden. Eine enge Zusammenarbeit mit dem regionalen Netzwerk der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN) gehört genauso dazu, wie die enge Zusammenarbeit mit dem städtischen Integrationsbeirat, den Bildungsträgern und der Verwaltung. In Zusammenarbeit mit der Stadt Stadthagen wird zurzeit ein geeigneter Standort im Quartier für den Treffpunkt "Mittelpunkt Hüttenstraße" gesucht. Wir werden uns mit bis zu zwei halben Flüchtlingssozialarbeiterstellen im Quartier verorten, einbringen. Mit den Projektmitteln werden wir die Stelle des "Kümmerers" bzw. Quartiersmanager und eine 1/2 Verwaltungsstelle neu schaffen. Unabhängig von der Standortsuche sollen die Flüchtlingssozialarbeiter sofort nach Projektstart ihre aufsuchende Arbeit im Quartier aufnehmen. Die Stelle des Quartiersmanagers wird dann ausgeschrieben und möglichst zeitnah besetzt.
Ausgangslage
Im Quartier rund um die Hüttenstraße leben seit den 70er Jahren überwiegend Menschen mit Migrationsgeschichte. Ehemalige Gastarbeiter aus der Türkei und russisch-stämmige Spätaussiedler prägten lange Zeit das Quartier. Konflikte zwischen den unterschiedlichen Kulturen waren an der Tagesordnung.Seit 2012 ziehen massiv Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan und den Balkanstaaten in die Wohnblocks. Es gibt keinen zentralen Treffpunkt für Gemeinwesenarbeit. Die dort tätige Dezentrale Flüchtlingssozialarbeit ist nicht im Quartier stationiert. Im Projektgebiet leben rund 28 Prozent aller Ausländer der Kreisstadt. Der Ausländeranteil im Quartier liegt bei 43,8 Prozent. Der Anteil der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ist weitaus höher, wird aber statistisch nicht erfasst. Es fehlen im Quartier ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. Außerdem ziehen permanent insbesondere Geflüchtete zu. Einer Perspektivlosigkeit und einer Zunahme der Kriminalität soll mit diesem Projekt ebenfalls entgegengewirkt werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadthagen Hüttenstraßen-Quartier
Beschreibung
Das Quartier liegt im Nordwesten von Stadthagen. Im Süden bildet die Enzer-Straße, im Osten an die Breslauer Straße, im Norden die Bahnlinie Minden-Hannover und im Westen das Industriegebiet an der Gubener Straße die Grenzen des Gebietes.
Einwohnerzahl
3508
Quelle / Anmerkungen
Die Zahlen wurden von der Stadt Stadthagen zur Verfügung gestellt. Stand 31.12.2016
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
54
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
55
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
25
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenzahlen zum Quartier werden statistisch nicht erfasst und liegen deshalb auch nicht vor. Es ist davon auszugehen, dass sie wesentlich höher sind als der Anteil in der Gesamtstadt, da insbesondere Flüchtlinge einen eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Im LK Schaumburg liegt die Arbeitslosenquote bei 5,9 Prozent.Quelle: www.komis.de
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen.
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Migrationshintergrund wird als Merkmal von der Stadt Stadthagen statistisch nicht erfasst. In Zusammnearbeit mit dem Integrationsbeirat Stadthagen, haben wir eine vorsichtige Schätzung im Quartier vorgenommen. In der Gesamtstadt liegt er wohl bei über 30 Prozent.
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es liegen keine statistischen Zahlen für die Gesamtstadt vor. Nach vorsichtigen Schätzungen liegt er in Teilbereichen rund um die Hüttenstraße bei rund 70-80 Prozent.
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen die Gemeinwesenarbeit als prozessorientiertes, partizipatives und interdisziplinäres Arbeitsprinzip nutzen, um bei den Menschen im Quartier nachhaltige Verbesserungen ihrer Lebenssituation zu erreichen. Dabei orientieren wir uns an deren Bedürfnissen und Interessen und fördern die Teilhabe am ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Leben. Wir werden dabei insbesondere die Selbstorganisationen und vorhandenen Selbsthilfekräfte in den Fokus der sozialen Arbeit nehmen. So werden die Menschen dabei unterstützt, selbst aktiv zu werden, um ihre Bedürfnisse und Interessen öffentlich zu machen und sich für ihre Anliegen selbst einzusetzen. In unserem Verständnis der Gemeinwesenarbeit werden wir zielgruppen- und ressortübergreifend arbeiten (Wohnen, Gesundheit, Arbeit, Freizeit, Bildung, Kultur etc.), um die komplexen Aufgabenstellungen für eine gelungene Integration bewältigen zu können. Wir sehen das Projekt als Bindeglied zwischen den Interessen und Aktivitäten der Menschen und den Ressourcen der Stadt und wollen Aushandlungsprozesse zwischen Entscheidungsträgern aus Verwaltung und Politik einerseits und den Menschen andererseits gestalten.Außerdem steht die Vernetzung und Kooperation aller Akteure im Vordergrund. Dabei sollen Stärken herausgearbeitet und vorhandene Ressourcen und Potenziale im Stadtteil aktiviert und miteinander verknüpft werden, um ein funktionierendes soziales Netzwerk zu schaffen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Den Standard haben wir erreicht, wenn der "Mittelpunkt" angenommen, akzeptiert und genutzt wird
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Sozialamt, JobCenter, Jugendamt, Ausländerbehörde, Bundesagentur für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alevitischer Kulturverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Schaumburg, Schwangerschaftsberatung, Frauenhaus, Jugendberufshilfe, Migrationsberatung, MBE
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk, Drogenberatung, Schuldnerberatung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Berufsschule, Volkshochschule, Grundschule am Sonnenbrink, Kindertagesstätte, IGS Schaumburg, Ratsgymnasium, Oberschule (Schule am Schlosspark)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und katholische Kirchengemeinde, Moscheevereine (türk. , yezidische und alevit. Kulturverein)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geschäfte vor Ort, Stadtmarketing Stadthagen, Faurecia, Fitness-Studio Looms
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnbau (LK Schaumburg), Immoblienmakler, Dt. Annington
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schaumburger Nachrichten, Schaumburger Wochenblatt, Schaumburger Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsfraktionen (SPD, CDU, Grüne, FDP, WIR, Die Linke)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle BewohnerInnen im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbeirat der Stadt Stadthagen
Typ
Stadtteil
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinwesenarbeit als Vereinsaufgabe

Ansprechpartner
Barbara Weissenborn
Organisation Sprotte e. V.
Funktion Geschäftsführerin
Gründung eines Vereins zur Übernahmen vorhandener Strukturen und Inhalte der Gemeinwesenarbeit im Quartier
Projektbeschreibung
In dem Quartier soll die durch den Sprotte e. V. eingeführte GWA einer durch die BürgerInnen des Gebietes zu gründenden Organisation übertragen werden, um den sozialen Zusammenhalt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels zu stärken. Anknüpfungspunkt ist das seit 2017 in Aufbau befindliche MGH "familienhORT", das, entwickelt aus dem ExWost- "Orte der Integration" und "Anlaufstellen für ältere Menschen im Quartier" die Funktionen von Gemeinwesenarbeit im Gebiet wahrnimmt. Es ist zentrale Begegnungsstätte im Gebiet und wurde aus dem konzeptionell sozial-räumlichen Ansatz des KECK-Atlasses des Stadtquartiers ermittelt. Das Projekt soll erste Impulse setzen, einen im Gebiet verankerten Verein zu gründen und in seiner Gründungsphase begleiten, dabei systematisch die Strukturen der GWA im Gebiet auf den Sozialraum konzentrieren und dort Mitarbeitenden und Aktive des Sprotte e.V. durch lokale Akteure ersetzen, um die Bindungen des Gebietes an die Einrichtung zu stärken. Stolpersteine der Gründungsphase und rechtliche Hemmnisse sollen gemeinsam mit den BewohnerInnen erarbeitet und bewältigt werden. Organisatorisches und strukturelles Lernen bis zur Erstellung eines Konzeptes für die GWA im Gebiet werden gemeinschaftlich mit professioneller Unterstützung umgesetzt, um eine Trägerstruktur zu schaffen, die sich an den Qualitätsstandards der LAG orientiert und konzeptionell den Bedarfen der BewohnerInnen und des Gebiets entspricht. Wichtige Ergebnisse dieses Prozesses müssen das zielgruppen- und resourcenübergreifende Planen und Handeln sein. Durch das Projekt sollen möglichst viele BewohnerInnen erreicht und eingebunden werden, um durch Selbstwirksamkeitserfahrungen mehr Teilhabe zu ermöglichen. Anknüpfungspunkte im Projekt sind die bereits vorhandenen Netztwerke des MGH, die um weiter Partner ergänzt werden sollen. Durch Professionalisierung der Akteure soll die GWA im Gebiet nachhaltig und langfristig angelegt und verstetigt werden und der Anspruch an Verantwortung für das eigene Lebensumfeld wachsen. Im Zentrum bleibt der Kerngedanke Sozialraumorientierung als konzeptionelle Ausrichtung Sozialer Arbeit zu nutzen, bei der es nicht darum geht, Einzelpersonen mit pädagogischen Maßnahmen zu verändern, sondern Lebenswelten so zu gestalten und Verhältnisse zu schaffen, die es Menschen ermöglichen, besser in ihren Lebenslagen zurechtzukommen und lokale Potentiale zu Entwickeln bzw. zu stärken.
Ausgangslage
Das Quartier im Süden der Stadt grenzt an das Gebiet der "Sozialen Stadt Lehmwandlung". Etwa 3300 Menschen unterschiedlichster Sozialstruktur und Herkunft leben hier: u. a. Migrantenfamilien aus dem Ostmittelmeerraum und Familien aus der ehemaligen Sowjetunion sind ein Großteil der BewohnerInnen des Gebietes, das im hohen Maße durch moderaten Geschosswohnungsbau und Einfamilienhäuser geprägt ist. Das Gebiet aus den 1980ger Jahren ist relativ dicht bebaut; neben Wohngebäuden ein Senioren- und Pflegeheim, einem städtischen Integrationskindergarten, eine Grundschule. An der Peripherie gibt es Discounter, eine Hausarztpraxis. Das Quartier wird von der Lehmwandlung", dessen Kinder die Grundschule im Gebiet besuchen, durch eine Hauptverkehrsstraße getrennt. In dem Wohnquartier soll die durch den Sprotte e. V. wahrgenommene GWA durch die BürgerInnen des Gebietes übernommen werden, um den sozialen Zusammenhalt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels zu stärken. Anknüpfungspunkt ist die bestehende Begegnungsstätte, die Funktionen der Gemeinwesenarbeit wahrnimmt. Durch die Übertragung der GWA wird der Identifikationsgrad der Bewohnerschaft erhöht, um gleichzeitig den spezifischen Herausforderungen des Gebietes deutlich stärker zu begegnen. Durch das Projekt sollen weitere Bewohnerschichten angesprochen werden, Selbstwirksamkeitserfahrungen vermittelt, Organisation, Struktur, Aufbau der Gemeinwesenarbeit auf ehrenamtlich Strukturen übertragen werden. Ein Schwerpunkt der kommenden jahre muss es sein, die nachbarschaften deutlich zu verbessern und ein inklusives Wohnquartier zu gestalten, um die Wohn-und Lebenssituation der stark alternden BewohnerInnen zu verbessern
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg - Alpheide
Beschreibung
Das Gebiet wird im Norden durch die DB-Strecke Hannover - Bremen, im Osten durch die Ortsumgehung B6 bzw. die Straße "An der Stadtgrenze", im Süden durch die DB-Strecke Nienburg - Minden und im Westen durch den Steinhuder Meerbach begrenzt.
Einwohnerzahl
5000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Nienburg - Stadtkontor
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der neue Verein soll mit Engagement, umfangreichen Angeboten und Projekten und dem langfristigen Ziel, das Zusammenleben positiv mitzugestalten, für Integration, Inklusion und die Verbesserung der Lebenslagen aller Menschen eintreten. Das Begegnungszentrum Mehrgenerationenhaus im ehemaligen "Ort der Integration" ist wesentliche Grundlage dieser Arbeit. Darüber soll die Zusammenarbeit mit anderen sozialen, kulturellen Initiativen vor Ort, Koordination lokaler sozialer und kultureller Arbeit entwickelt werden. Vorbeugende, helfende Tätigkeit auf allen Gebieten sozialer Arbeit, Anregungen und Hilfe zur Selbsthilfe, Förderung des ehrenamtlichen Engagements und internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten ist obligatorisch. Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Lebenslage der Unterstützung bedürfen oder die von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen oder bedroht sind, wird Hilfe angeboten durch Beratung, Versorgung, Eingliederung, Qualifizierung, Nachsorge und Begleitung. Ziel ist es, über die Förderung freiwilligen sozialen Engagements, selbsttragende Strukturen zu entwickeln, die ihren formalen Niederschlag in einer Vereinsgründung finden, um einen deutlichen Quartiersbezug herzustellen. Dadurch wird die Identifikation mit dem Stadtteil erhöht, evtl. Informationsdefizite im und über den Stadtteil abgebaut und ein Alleinstellungsmerkmales des Quartiers implementiert.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Verein ist gegründet
Beschreibung
Die Bewohner/innen nehmen regelmäßig an den Veranstaltungen teil
Vorhandene Strukturen
Durch die Entwicklung des MGH aus dem Ort der Integration gibt es Grundstrukturen der GWA im Gebiet, es sind Netzwerke vorhanden und einige BewohnerInnen sind bereits als Multiplikatoren in die ehrenamtliche Arbeit im Haus eingebunden. Aufgabe der Leiterin des MGH ist es, die Ehrenamtlichen und gemeinsam mit anderen Professionellen aus dem Netzwerk des MGH bei Ihrerem Engagement zu unterstützen und durch Beratungsangebote ins Gebiet zu wirken. Eine Ausweitung der GWA auf das Gebiet und seine BewohnerInnen ist noch nicht gut entwickelt, da das MGH erst seit Januar 2017 besteht und noch in der Aufbauphase ist. Von 2012 bis 2016 diente der "Ort der Integration" vor allem als Brücke für die Eltern der Grundschüler aus dem entfernten Einzugsgebiet "Lehmwandlung", parallel dazu haben sich erste Bedarfe der BewohnerInnen aus der Alpheide entwickelt, die über das Projekt "Anlaufstellen für ältere Menschen" aktiviert worden sind. Über die neuen räumlichen Möglichkeiten (Offener Treff, zwei Räume mit guter Aussstattung im MGH, barrierefreier Zugang, freies WLAN) entsteht eine neue Stadtteilkultur, die über die GWA im Mehrgenerationenhaus gefördert wird, aber eigentlich eine Verankerung im Quartier selber braucht, um nachhaltig die Nachbarschaften zu stärken und ein neues Bewusstsein für Mitbestimmung und Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes mobilisiert. Da das Gebiet kein Gebiet der Sozialen Stadt ist, fehlen wichtige Beteiligungs- und Selbstwirksamkeitserfahrungen bei BewohnerInnen
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Helvita Seniorenzentrum Alpheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turnklub Weser - TKW Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GBN Wohnungsunternehmen GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alzheimergesellschaft Nienburg e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Harke/Die Harke am Sonntag
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Radio Mittelweser
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TV2020
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus familienhORT
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Ausgewaschen

Ansprechpartner
Frank Ritterhoff
Organisation kvhs Ammerland gGmbH
Funktion Bildungskoordinator
Gemeinwesenorientierte Angebote für (junge) Männer im Rasteder Quartier "Dichterviertel" entwickeln
Projektbeschreibung
Das Projekt setzt im Dichterviertel in Rastede an. Nach der erfolgreichen Etablierung der Begegnungsstätte MitEinAnder in einer 3-Zimmerwohnung im Viertel ist es nun erforderlich, sich den Zielgruppen zu widmen, die auf absehbare Zeit nicht das Angebot der Begegnungsstätte annehmen werden: (junge) Männer. Das MitEinAnder ist seit Mitte 2015 etabliert und wurde schon bald von Frauen und Mädchen angenommen. Nähgruppen, eine Kochgruppe, Konversationstreffen und eine Mädchengruppe konnten binnen kurzer Zeit aufgebaut werden. Diese schnelle Etablierung fand unter den veränderten Vorzeichen der stark gestiegenen Anzahl an Neuzugewanderten im Umfeld des Dichterviertels statt. Waren schon vor Beginn der Situation in 2015 ca. 80 % der Haushalte Transfergeldempfänger, so sind es aktuell nahezu alle Haushalte. Durch Umzüge – zumeist mit einer beruflichen Integration der wegziehenden Familien verbunden – freigewordene Wohnungen wurden im Regelfall durch Flüchtlingsfamilien neu bezogen. Die Wohnungen waren und sind häufig überbelegt. Der bestehende Ortsteiltreff MitEinAnder wurde schnell von Frauen und Mädchen für sich entdeckt und in der Wahrnehmung der männlichen Bevölkerung des Dichterviertels und der Umgebung als Frauenort okkupiert. Männer gehen dort nicht hin und fühlen sich – nach den Ergebnissen kurzer Straßeninterviews – auch nicht erwünscht. Gerade für die jungen Männer im Dichterviertel, aber auch in der direkten Rasteder Umgebung fehlt es an geeigneten Freizeitangeboten. Das nahe gelegene Waschhaus soll hierfür saniert werden. Im sanierten Waschhaus sollen Angebote entwickelt und umgesetzt werden, die sich an eine männliche Zielgruppe richten. Um diesen Prozess erfolgreich gestalten zu können, soll u. a. ein eigener Quartiersfonds eingerichtet werden, der für Ideen der Bewohnerschaft zur Verfügung gestellt wird. Sofern möglich sollen die Männer bereits unter werkpädagogischer Anleitung bei der Sanierung des ehemaligen Waschhauses im Sinne von Empowerment und Wirkmächtigkeitserfahrung eingebunden werden. Es ist vorgesehen im Waschhaus eine Ausstattung vorzuhalten, die sowohl Musikproben/Battle-Raps ermöglicht, als auch zum Schrauben und Reparieren von Fahrrädern, etc. Material bereithält. Weitere Ideen der Nutzung werden vor Ort in Planungswerkstätten gemeinsam mit den Bewohnern erarbeitet. Trotz klarer räumlicher und zielgruppenspezfischer Trennung gibt es voraussichtlich nutzbare Synergien zwischen dem MitEinAnder und dem Projekt.
Ausgangslage
Das Dichterviertel ist eine in den 1960er Jahren errichtete Werkssiedlung der nahe gelegenen Heizungsfabrik Broetje. Die Werksarbeiter wohnen seit langem nicht mehr dort. Stattdessen setzt sich die Bewohnerschaft aus sozial schwachen Haushalten in prekären Lebensumständen zusammen (Anteil der Haushalte mit Transfergeldempfang über 80 %). Der Anteil an Migranten war schon im Jahr 2015 überdurchschnittlich hoch für die Gemeinde Rastede. Seitdem das Dichterviertel als Durchlauferhitzer für Neuzugewanderte(vgl. Häußermann/Siebel 2010) fungiert, hat sich die soziale Lage des Viertels im Vergleich zur Gemeinde noch verschlechtert. Es handelt sich um eine klassische pocket of poverty(Daniels/Kennedy/Kawachi 2000). Die Bewohnerschaft hat sich in den letzten zwei Jahren durch die Zuwanderungssituation und veränderte kommunale Belegungspolitiken bedingt noch einmal verändert. Das Dichterviertel ist das Neuzugewandertenviertel geworden. Für Frauen und Mädchen besteht ortsnah mit dem MitEinAnder ein erfolgreiches Zentrum, das als Anlaufstelle, Treffpunkt und Beratungsstelle fungiert. Direkt an der Autobahn gelegen fühlen sich die Bewohner abgeschoben und alleingelassen. Eine eigene Viertelidentität existiert nicht. Durch die Durchmischung verschiedenster Ethnien auf engstem Raume ist es auch nicht zur Entstehung einer ‚ethnic community‘ als Ressource gekommen. Um den männlichen Bewohnern des Viertels eine Anlaufstelle zu bieten soll die Waschküche saniert werden, sollen dort bedarfsgerechte Angebote entwickelt und umgesetzt werden und soll so niedrigschwellig Sozialarbeit und Beratungsarbeit ermöglicht werden – insbesondere für die besonders gefährdete Gruppe der jungen Männer.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rastede Dichterviertel
Beschreibung
Abgegrenzt ist das Gebiet durch Wiesen sowie einen kleinen Wald, einen Baumschulbetrieb und die direkt angrenzende Autobahn vom Rest der Ortschaft. Nördlich auf dem Weg in die Ortschaft liegt direkt die örtliche Förderschule für lernbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche.
Einwohnerzahl
350
Quelle / Anmerkungen
Datengrundlage sind Zahlen der Gemeinde aus dem Jahr 2015, die um lokales Expertenwissen um Überbelegungen ergänzt worden sind
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kombination diverser Datensätze. Daher nur ca. Angaben
Projektgebiet in Prozent
58
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt fernmündlich mitgeteilt
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt fernmündlich mitgeteilt
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnermeldeamt fernmündlich mitgeteilt
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit zielt darauf ab, Menschen dazu zu befähigen und zu unterstützen ihre eigenen Bedürfnisse zu entdecken und zu artikulieren - im Regelfall nicht nur auf der Individualebene, sondern im Kontext eines sozialen Raumes. Sozialer Raum wird dabei nicht nur geographisch, sondern im Wesentlichen sozialwissenschaftlich verstanden (vgl. Martina Löw). Die Bedeutung des sozialen Raums in der Gemeinwesenarbeit und allgemein für die Entwicklung von Lebenschancen ist Thema der Stadtforschung, die zurückreicht bis in die Gründungszeit der Chicago School of Sociology durch Robert Ezra Park in den 1920er Jahren. Die Bedeutung eines lokalen Gemeinwesens für die Entwicklungs- und Lebenschancen der Bewohnerschaft, verhandelt unter dem Begriff 'Quartierseffekte' ist unbestritten. Während in den USA traditionell eher der Ansatz 'Moving to Opportunity', also der Umzug, als Option zur Verbesserung der Lebenschancen gewählt wird (wohnungsmarkttheoretisch auch als trickle-down-Theorie bekannt) wird im EU-Raum und in Deutschland eher die behutsame Sanierung unter Einbindung der Bewohnerschaft als Strategie verfolgt - von der behutsamen Erneuerung in Berlin-Kreuzberg in den 1980er Jahren, über das EU-Förderprogramm URBAN bis hin zum Bund-Länder-Programm Soziale Stadt. Im konkreten Fall soll ein Gemeinwesen überhaupt erst geschaffen werden, da dieses durch die Bewohnerfluktuation äußerst fragil geworden ist.
Qualitätskriterien
Vorhandene Strukturen
Seit Anfang Juni 2015 gibt es in einer Drei-Zimmer-Wohnung in der Lessingstraße den Ortseiltreff MitEinAnder der von der kvhs Ammerland gGmbH verantwortet wird und mit einer Vielzahl an Kooperationspartnern umgesetzt wird (z. B. Yezidisches Forum Oldenburg e. V., AWO, Ehrenamtskreis Rastede, Gemeindejugendpflege, etc.). Dem Miteinander liegt ein Projektkonzept zu Grunde, dass 2012 verfasst wurde. Aufgrund der unerwartet sich entwickelnden Flüchtlingssituation konnte das Konzept nicht wie geplant umgesetzt werden. Vielmehr wurde recht frühzeitig deutlich, dass eine Konzentration der Angebotsentwicklung auf Frauen und Mädchen zweckmäßig sein würde. Dies wurde bis zum heutigen Tag beibehalten, da das MitEinAnder rasch als Ort der Frauen und Mädchen identifiziert worden ist - insbesondere von der Bewohnerschaft. Das MitEinAnder wird von einer 2/3 Sozialpädagoginnen-Stelle betreut, die neben allgemeiner Beratung vor allem der Koordination von ehrenamtlich und/oder auf Honorardozentenbasis entwickelter Angebote dient. Die Sozialpädagogin führt vereinzelt auch Hausbesuche durch, so dass sie als wichtige Ressource für das Gelingen des hiermit beantragten Projektes im Konzept berücksichtigt wird.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeindejugendpflege Rastede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ortsteiltreff MitEinAnder
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsch Ausländischer Freundschaftsverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AlRa - Arbeitsloseninitiative Rastede
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
pro aktiv center Ammerland der kvhs Ammerland gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugend Stärken im Quartier - Bundesförderprogramm der kvhs Ammerland gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierte Lernförderung im Ammerland (SGB II, §28) der kvhs Ammerland gGmbH
Typ
Stadtteil
Galerie
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img 2144
Zustimmung Veröffentlichung
On

Arbeitstitel

Ansprechpartner
Frank Ritterhoff
Organisation kvhs Ammerland gGmbH
Funktion Bildungskoordinator
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeindejugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsch Ausländischer Freundschaftsverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ehrenamtskreis Rastede
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On