Verwendungsnachweis: Gemeinwesenarbeit in Visselhövede fest verankern
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Voss
| Organisation | Präventionsrat Visselhövede |
|---|---|
| Funktion | Leiterin |
2. Kurzbeschreibung
Bürger entwickeln und gestalten ihre Stadt.
Projektbeschreibung
Seit Beginn der GWA in V. haben wir sehr viel erreicht. Viele Bürger engagieren sich, auch Politik und Presse. Begonnen haben wir mit einer Bürgerbefragung, d. uns ermöglicht hat, die Stadt mit d. Augen d. Bürger zu sehen. Daraus wurden viele Projekte entwickelt: Belebung d. durch Landesmittel geförderten Marktplatzes, Flüchtlingsbetreuung d. begleitete Patenschaften, Aktionen wie Vissel kocht u. Tisch an Tisch, Bürgerbühne beim jährlichen Apfelmarkt, veranstaltet durch d. Gewerbeverein, Müllbeseitigungsaktionen, Erneuerung u. Wiederbelebung d. Skaterbahn, Ausbildungsmesse für die Abschlussklassen der Schule in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Betrieben. In d. Coronakrise konnte sofort auf unser Netzwerk zurückgegriffen u. umfängliche Hilfe für Bedürftige organisiert werden. Dieses wollen wir weiter ausbauen, festigen u. ergänzen. Wir werden zwei Schwerpunkte bilden.
1. GWA für Jugendliche. In V. leben viele benachteiligte Jugendliche. Armut, Migration und Heimunterbringung sind nur ein Teil des Problems. Jugendliche haben keine ausgewiesenen Treffpunkte, nutzen sie Plätze werden diese oft zum öffentlichen Ärgernis (Müll, Lärm, Drogen etc). Dieses wollen wir in unsere Arbeit aufnehmen, brauchen dazu jedoch eine weitere Stelle. denn alle die Aufgabengebiete müssen von uns in die städtische Entwicklungsarbeit eingebracht werden.
2. Bauliche und kommunale Entwicklungsziele müssen zusammengedacht werden. Dafür werden wir mit dem Bauamt zusammen Beteiligungsverfahren entwickeln. Gemeinwesenarbeit soll in d. neu ausgewiesenen Bebauungsplänen d. Stadt einen Platz haben. In V. leben viele Bevölkerungsgruppen in Parallelwelten, die sich nicht in das Gemeinwesen der Stadt eingebracht haben. Das müssen wir ändern. Zurzeit werden neue Wohneinheiten für d. Wohngruppen der Rotenburger Werke gebaut. Hier erwarten uns viele neue Aufgaben der Inklusion und Integration. Es ist an d. Zeit die bisherigen Bevölkerungsgruppen miteinander in Kontakt zu bringen und die neuen einzubeziehen. Diese Arbeit muss verstetigt werden. Dieses. wird auch von d. Verwaltung gesehen und gefördert. Leider kann d. Stadt die erforderlichen Mittel derzeit nicht allein tragen und ist auf weitere Förderung angewiesen. z. Z. sind die Mittel durch die umfangreichen Schulbaumaßnahmen gebunden aber nach Ablauf der Förderperiode wollen Stadtverwaltung und Politik die umfangreichen Arbeiten der hier sehr erfolgreichen GWA fortsetzen und schon jetzt mit einer weiteren Stelle für Jugendarbeit ausbauen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der vergangenen Förderperiode konnte die Gemeinwesenarbeit in vielen Bereichen erfolgreich verankert werden. Sie wird von den Menschen wahrgenommen und gebraucht. Die Verwaltung konnte von der Arbeit überzeugt werden. Es hat sich vieles getan, aber einige Probleme konnten noch nicht gelöst werden.In Visselhövede haben die schon benannten Problempunkte und –gruppen weiter
bestand. Räumliche Punkte sind die Pappelstraße mit den für eine Kleinstadt unüblichen
Wohnblocks in Randlage. Aufgrund der niedrige Mieten treten hier sozial Benachteiligte
gehäuft auf. Dazu kommen Teile hier ansässiger Sinti. In d. kleinen ehemaligen
Behelfswohnungen/Häusern, d. jetzt meist in deren Eigentum übergegangen sind.
Sehr auffällig sind d. 15-23 Jahre männlichen Jugendlichen, d. in der Schule stören, keinen
oder schlechten Schulabschluss haben, keinen Ausbildungsplatz finden, aber auch nicht weg
wollen oder können. Weiter ist d. rasant ansteigende Gruppe sehr junger Mütter ohne schulische und berufliche Perspektive auffällig. Der extrem niedrige Mietzins trägt dazu bei, d. diese Gruppen in V. verbleiben, aber hindert andere sich in diesen Gebieten anzusiedeln. D. niedrigen Mieten und größere bezahlbare Wohnungen lassen Familiengruppen mit Flucht- oder Migrationshintergrund kommen und verstärken d. d. Probleme in d. Schulen, in der Freizeit, Ausbildung und Beschäftigung. Fehlende Bereitschaft zum Miteinander auf allen Seiten macht eine positive Entwicklung zur Gemeinschaft sehr schwer.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Pappelstr. und angrenzende Staßen
Einwohnerzahl
900
Quelle / Anmerkungen
Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Projektgebiet Pappelstraße mit den für eine Kleinstadt untypischen Wohnblocks und den ehemaligen Behelfshäusern in den angrenzenden Straßen
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gechätzt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vissel-karte_mit_markierungen.pdf
(795.51 KB)
Gebiet-Name
Ostdeutsches Viertel.
Beschreibung
Siedlung aus den 60iger Jahren Königsberger Str., Stettiner Str., Danziger Str.
Einwohnerzahl
600
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
62
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
43
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vissel-karte_mit_markierungen.pdf
(795.51 KB)
Gebiet-Name
Visselhövede Neubaugebiet Mühlenberg
Beschreibung
Kleiner Neubaubereich um den Mühlenberg
Einwohnerzahl
300
Quelle / Anmerkungen
Schätzung
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vissel-karte_mit_markierungen.pdf
(795.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das GWA-Projekt umfasst mehrere Ebenen, weshalb verschiedene Ansätze bedient werden:
Im Ansatz der integrativen Stadtteilentwicklung nimmt die GWA eine intermediäre Funktion ein und handelt ressortübergreifend. GWA ist Vermittler zwischen den Bürgern-(Initiativen), Verwaltung, kommunaler Politik, öffentlichen Einrichtungen, Verwaltung & Vereinen. Sie ist Promoter von Initiativen und Ansprechpartner für Einwohner. Handlungsgrundlage ist die Lebensweltorientierung von Thiersch. Das ressortübergreifende Handeln richtet sich besonders an die Entwicklung der Baugebiete. Ökologie, Inklusion und die Interessen der Anwohner werden zusammengebracht.
Für die Jugendlichen wird die sozialräumliche Jugendarbeit als Nachbarschaftsfeld der GWA angedacht. Die Handlungsziele werden aus der Sozialraum-Lebensraumanalyse abgeleitet. GWA ist Experte für die Belange der Jugendlichen und hat eine Mandatsfunktion. GWA ist Kooperationspartner für Schulen und anderer jugendbezogenen Einrichtungen.
Für die Reduzierung der Vorurteile, eignet sich der Ansatz der transkulturellen Stadt(teil)arbeit. Sie sensibilisiert die Teilnehmenden. für kulturelle & geschlechterspezifische Lebensweisen. Die Entwicklungen von Vorurteilen, Diskriminierung & Rassismus werden reflektiert. Die Bereitschaft zum Dialog und Kooperation zwischen Kulturen und Personengruppen werden gefördert. Dies stärkt die Vernetzungsarbeit zwischen Organisationen und das Zusammenleben der Bewohner mit & ohne Migrationshintergrund.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner sollen untereinander Kommunizieren und agieren. Ihre speziellen Bedürfnisse benennen und selbst tätig werden. z.B. der karge Marktplatz stört, was können wir unternehmen um ihn mit leben zu füllen
Kriterium
Beschreibung
die lokalen Organisationen ohne Vorurteile und respektvoll miteinander arbeiten. Die vorhandenen Strukturen werden genutzt.
Kriterium
Beschreibung
z. Beispiel: Barrierefreiheit für alle gedacht wird. Gleichzeitig für Familien mit Kindern, Kinderwagen, Menschen mit Gehbehinderungen und weiteren Mobilitätseinschränkungen. Eine Maßnahme erreicht viele Gruppen.
Beschreibung
Ökologisch, Nachhaltig, Inklusiv und Sozial geplant wird
Beschreibung
wir in Krisenzeiten wie Corona auf unsere aktiven Netzwerkakteure ohne Zeitverzögerung zurückgreifen können
Kriterium
Beschreibung
in allen Wohngebieten Jugendtreffs und Kommunikationsplätze genutzt werden. Sich Nachbarschften organisieren
Beschreibung
Bessere Anbindung im öffentlichen Nahverkehr mit hoher Frequentierung und kurzen Zeittakten
Kriterium
Beschreibung
wenn die Stadt die GWAstellen als Aufgabe übernimmt und vorgenannten Aspekte in die städtische Planung einfließen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisverwaltung Rotenburg, Landrat Herr Luttmann, Sozialdezernentin Frau Colshorn, Jugendamt Frau Helle, Jobcenter Herr Stein, Frau Eickhoff, Frau Meints, Herr Oberstedt, Jugendberufscenter Herr Beyer, Frau Michaelis, Jugend Frau Martens
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater Metronom Herr Goehrt, Heimatverein, Kulturveranstalter Eigenart, Art Outlet Herr Reichert
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsbeamte der Polizei Herr Teuber, Schwimmbad Visselhövede, Jugendtreff
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DAA Standortleitung Frau Voss, SoFa Frau Schlösser, Seniorenbeirat Herr Sündermann, DRK Herr Langanke, BNW Herr Eden, Jugendmigrationsdienst Frau Schwegler, Flüchtlingsberat.Frau Zimmermann, Tafel Visselh.Herr Seitz, Simbav, Lebensräume Frau Steenblock
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VFL Visselhövede Herr Golke, MTV Jeddingen Herr Leefers, SV Schwitschen Herr Rickers, SV Wittorf Herr Jessen, Lauftreff Visselhövede Frau Wachtmann, Kneippverein Frau Rohr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonie Sozialstation Frau Voßgröne , Visselhöveder Pfegedienst Frau Rathmann, Visselhöveder Tagespflege, Seniorenresidenz zur Mühle Herr Meyer,Haus am Visselpark Herr Fischer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulleiter Oberschule Herr Wieland, Leitung der Kastanienschule Frau Puschmann, Grundschule Jeddingen Frau Daboven, Schulsozialarbeiterin Frau Schüssler, Berufseinstiegbegleiterin Frau Bremenkamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirche St. Johannis Herr Pahlig, Pastorin Klement
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gewerbeverein Visselhövede Herr Timmann, Hoyer Mineralöle Herr Hoyer, JBS Herr Behrens, Handwerkskammer Frau Krüger, Unternehmerverband Rotenburg/Verden Herr Esselmann, Wirtschaftsforum Herr Kehrstephan
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Redaktion Visselhöveder Zeitung Herr Wieters, Rotenburger Rundschau Frau Baucke
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle im Rat vertretenen Gruppierungen, Bundestagsabgeordnete Herr Klingbeil SPD, Herr Kindler (Grüne), Landtagsabgeordnete Herr Holsten CDU, Frau Trautmann-Liebetrut SPD
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vissel for Future Herr Gabriel, Präventionsrat der Stadt V. Herr Stegmann, viele engagierte Bürger und Bürgerinnen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Auf Grund starker Belastungen durch Sanierung, Um- und Neubau der Schulen kann d. Stadt zur Zeit die notwendigen Mittel noch nicht selbst aufbringen, wird jedoch mit über 50.000,00 € die GWA-Projekte pro Jahr kofinanzieren. Durch die bisherige Arbeit wurde d. Nutzen für das gesellschaftliche Miteinander deutlich und soll um d. Jugendarbeit erweitert werden. Auch in d. geplanten Neubauprojekten ist und wird d. GWA eingebunden. D. Weg ist bereitet und soll nach d. Förderperiode fortgesetzt werden
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Redderquartier Harsefeld - Mehr als nur wohnen - Nachbarschaft und Nähe feiern!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Miriam Schäfer
| Funktion | Diakonin Am Redder |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mehr als nur wohnen! Wir wollen Nachbarschaft aktiv gestalten, fördern, Zusammenhalt und Freundschaften leben
Projektbeschreibung
Im Oktober 2022 soll das Projekt: "Mehr als nur wohnen" starten. Seit 2016 sind wir im Wohnquartier Am Redder als Kirchengemeinde aktiv und wollen unsere Arbeit erweitern und ausbauen. Bereits vorhandene Strukturen werden gestärkt, neue geschaffen und Ehrenamtliche weiter gefördert. Wir haben bereits ein Netzwerk geschaffen, in dem Angebote für Krabbelgruppen, Familiengruppen, Ferienprogramm, Spieleabende, Müllsammelaktionen, Laternenlaufen, Familienschatzsuchen, Nachbarschaftswichteln, Hüpfburgevents, Ostereiersuche, Gesprächskreise, Seniorenspaziergänge, Fahrradtouren, Adventsfeiern im Carport und vieles andere möglich sind und gerne angenommen werden. Das begonnene Netzwerk trägt schon viele Früchte und so helfen z.B. vorhandene Kontakte dabei, Übersetzer und Helfer für ukrainische Geflüchtete zu aktivieren. Die Müllsammelaktion hat sich in diesem Jahr über aktive Ehrenamtliche auf den gesamten Ort Harsefeld ausgeweitet und somit verselbstständigt. Mehrere Vereine haben sich beteiligt. Diese persönlichen Kontakte sollen weiter gefördert werden. So sollen Alt- und Neubürger des Ortes weiter zusammenwachsen. Einsame Nachbarn sollen in Kontakt mit anderen Nachbarn gebracht werden! Familiengruppen sollen weiter ausgebaut werden. So, dass viele neuzugezogene Familien, sich direkt in eine Gruppe einbinden lassen und so verlässliche Kontakte, Nachbarschaft und Freundschaften entstehen. Gemeinsam mit dem Flecken Harsefeld als Kommune wollen wir die Belange des Quartiers vertreten, Fragen zur Infrastruktur des Quartiers kommunizieren und somit eine gesunde Entwicklung des Redderquartiers weiter voranbringen. Dabei ist die Anleitung Ehrenamtlicher, für eigene in den Ortsteil wirkende Angebote, entscheidend. So könnten in Zukunft ein Nähtreff, ein Buchclub, eine Gartengeräte-Tauschbörse, ein Babysitter-Service oder Kinderchorprojekt entstehen. Wichtig ist es uns dabei, genau auf die Bedürfnisse und Vorschläge der Nachbarschaft zu hören und diese umzusetzen. Verstärkt wollen wir die Vernetzung in den restlichen Ort Harsefeld in den Blick nehmen. Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Vereinen und Anbietern im Ort wollen wir ausbauen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Wir wollen als Kirchengemeinde dem Ortsteil Am Redder dienen und für die Menschen da sein. Das Vertrauen ist da, die Möglichkeiten auch und viele Umsetzungsideen erst recht! Wir wollen Am Redder nicht nur wohnen, sondern aktiv Nachbarschaft gestalten und leben.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit 2016 ist die Kirchengemeinde Harsefeld im Neubaugebiet Am Redder aktiv. Der durch Bahnschienen, Bach und Straße separierte Ortsteil soll bewusst mehr als ein Schlafquartier sein. Vereint mit dem Ort soll er trotzdem ein gesundes Eigenleben haben, das positiv nach außen wirkt. Auch wenn der Ortsteil etwas abseits liegt, keine eigenen Läden hat und der Kirchturm kaum noch zu sehen ist, sind die über 2500 Menschen hier Harsefelder, die sich gerne einbringen und aktiv ihren Ort gestalten wollen. Ein Großteil davon sind Familien. Zu Beginn erfragten wir Stärken und Schwächen des Gebietes und Anwohner erzählten ihre Zukunftswünsche. Für diese wollen wir uns engagieren. Wir wollen gemeinsam mit der Kommune langfristig Vernetzung ermöglichen. Ab Okt. 2022 beginnt für uns ein neuer Projektzeitraum, den wir aktiv und mit neuen Schwerpunkten gestalten wollen. Das über Jahre erworbene Vertrauen der Nachbarn möchten wir nicht enttäuschen und unser Projekt mit seinen Möglichkeiten weiter für sie zur Verfügung stellen. Vereinsamung (gerade nach und während Corona) wollen wir aktiv entgegenwirken. Gerade Senioren und Nachbarn mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen wollen wir an einen Tisch und somit raus aus der Isolation holen. Wir wollen nicht nur den Blick über den Gartenzaun ermöglichen, sondern die Einladung auf die Terrasse. Für die Menschen da zu sein bedeutet Infrastruktur zu fördern, z.B. sichere Schulwege, Verkehrsberuhigung oder das Mitdenken beim etablieren eines Bäckers. Es bedeutet wahrzunehmen, dass die alleinstehende Seniorin in der Nachbarschaft keine Einkaufsmöglichkeit hat und Hilfe braucht. Es bedeutet praktische Coronahilfen anzubieten und zu koordinieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Harsefeld Neubaugebeit Am Redder
Beschreibung
Das Wohngebiet Am Redder beginnt im Norden an der Bahnlinie Buxtehude-Bremerhaven. Östlich ist es eingefasst von der Kreisstraße 53 und der Griemshorster Straße. Dort gibt es einen Lärmschutzwall entlang der Straße. Im Süden und Westen begrenzt das Redder Wohngebiet der Rellerbach mit seinen Regenrückhaltebecken.
Einwohnerzahl
2500
Quelle / Anmerkungen
Da es sich um ein noch nicht abgeschlossenes Neubaugebiet handelt, ist ein weiter Anwohnerwachstum zu erwarten.
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wohngebiet_am_redder_karte.jpg
(845.85 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen Nachbarn aktiv und systematisch vernetzen und Ihnen ein gesundes Lebensumfeld schaffen. Dazu gehört es Ansprechpartner zu sein, Anlaufstelle für Informationen und auch ganz praktisch Hilfe zu leisten. Wir wollen uns um Nachbarn kümmern und gemeinsam mit ihnen bedarfsgerechte Angebote schaffen. Beteiligung und Selbstorganisation für unseren Redder werden gefördert.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendkonferenz Harsefeld und Jugendzentrum
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Langfristig möchten wir erreichen, dass sich Nachbarn auch finanziell für das Projekt einsetzten. Weitere Kooperationspartner sehen wir im kirchlichen und kommunalen Raum. Eine Finanzierung, die vor Ort geleistet wird, braucht erfahrungsgemäß mindestens 10 Jahre, um eigenständig und finanziell unabhängig arbeiten zu können. So lange werden wir an Mischfinanzierungen arbeiten.
11. Medien
Galerie
Videos
20181211_105637.jpg
(2.09 MB)
20191105_110509.jpg
(115.67 KB)
20190323_094715.jpg
(1.39 MB)
p1010909.jpg
(1.11 MB)
fruehstueckstreff_am_redder.jpg
(1.21 MB)
20190422_162323.jpg
(1.98 MB)
20190807_165105.jpg
(1.16 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Alles andere als kalter Kaffee
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Freitag
| Funktion | Diakonin, Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wertschätzende Begegnungen stärken die Gemeinschaft in Barsinghausen
Projektbeschreibung
Die evangelischen Kirchengemeinden in Barsinghausen wollen in der Innenstadt Räume eröffnen für Menschen, die sich sonst nicht im Alltag oder auch bei ihren Angeboten treffen. Kirche bewegt sich raus aus ihren Räumen und damit entstehen neue Orte der Begegnung. Gleichzeitig werden die Kommunikation und das Miteinander insgesamt gestärkt. Ein Ort der Begegnung soll das "Coffee-Bike" werden. Als aufsuchendes, niederschwelliges Angebot ist mit diesem Fahrrad mit Elektromotor ein:e Mitarbeiter:in (z.B. Sozialpädagog:in) regelmäßig zum Beispiel auf Spielplätzen, auf dem Mont-Saint-Aignan-Platz vor der Klosterkirche, auf dem Deisterplatz oder anderen zentralen Orten in Alt-Barsinghausen, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das Coffee-Bike hat entsprechende Aufbauten, hat ein Dach als Regenschutz, verfügt über eine gute Siebträger-Kaffeemaschine, außerdem wird heißes Wasser für Tee angeboten und im Sommer kalte Getränke. Im Aufbau des Lastenfahrrades lassen sich Spiele, Bastelmaterial, aber auch Informationen (z.B. Flyer zu Beratungsangeboten) transportieren. Auf unkomplizierte Art und Weise kommen die Menschen direkt in ihrem Wohnumfeld miteinander ins Gespräch. Der/die Mitarbeiter:in begleitet diese Situationen wertschätzend und offen. Im persönlichen Gespräch werden Wünsche, Bedürfnisse, Interessen der Bewohner:innen in Bezug auf sich selbst und das Wohnumfeld erkannt und formuliert. Ein Kennenlernen zwischen den Bewohner:innen wird gefördert. Durch die aufsuchende Arbeit soll ein Übergang zu anderen kirchlichen und diakonischen Angeboten ermöglicht, begleitet und erleichtert werden. Das Coffee-Bike kann perspektivisch auch an anderen Orten Räume der Begegnung eröffnen (z.B. Gemeindefeste, Verkaufsoffene Sonntage....). Verschränkt werden soll das Coffee-Bike mit dem in Planung befindlichen Kirchenladen (Titel: „kirchen:fenster“), in dem auch ein regionales Büro der Kirchengemeinden angesiedelt ist. Im Kirchenladen haben Gruppen auch ein Dach über dem Kopf, die zum Beispiel bei den Fahrten des Coffee-Bikes Interesse an bestimmten Themen formulieren und sich zu weiteren Beratungen/Austausch im Laden treffen können.
Hinweis zum Träger: rechtlicher Träger ist der Kirchenkreis Ronnenberg, der im Einzugsbereich der Kommunen Barsinghausen, Gehrden, Wennigsen und Ronnenberg liegt. Das Projekt liegt in Barsinghausen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die evangelischen Gemeinden in Barsinghausen stehen vor großen Herausforderungen und werden ihre Arbeit und ihr Auftreten in der Stadt modernisieren. Sie möchten die Menschen in ihrem Alltag aufsuchen, ihnen offene Orte des Lebens und des Austauschs bieten. Die Vernetzung mit der Kommune und anderen Akteur:innen soll ausgebaut werden. Aktuell sind die Kirchengemeinden in Barsinghausen parochial strukturiert, d.h. in Kirchendistrikte aufgeteilt. Die Gemeindemitglieder haben "ihre" Kirche, "ihre:n" Pastor:in. Es geschieht wenig Austausch - weder unter den Gemeindemitgliedern noch mit denen, die zu keiner Kirchengemeinde gehören. In der Innenstadt – dem Projektort – fehlen Begegnungsorte für alle Generationen, wie zum Beispiel gemütliche Cafés, Spielplätze für Familien mit kleinen Kindern, Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Innenstadt lädt nicht zum Verweilen ein. Im Projektgebiet leben sehr viele ältere Menschen – häufig allein. Sie nutzen die Fußgängerzone zum Einkaufen oder auch für Arztbesuche. Mit dem "Coffee-Bike" der Kirchengemeinden werden diese Grenzen überwunden. Die Kirche möchte ihre "Bubble" verlassen und stärker auf die Menschen zugehen. Da sein, wo die Menschen sind: Zwischen Bäcker und Optiker und Bücherhaus. Die Kirchengemeinden in Barsinghausen begreifen es als Chance und Aufgabe daran mitzuwirken, die Barsinghäuser Innenstadt auf vielfältige Weise zu beleben und attraktiver zu gestalten. Das Coffee-Bike ist das mobile Element, das die Idee einer zeitgemäßen, aufsuchenden Gemeindearbeit weiterträgt. Damit wird dem kirchlichen Strukturwandel begegnet und der Auftrag gestärkt, im öffentlichen Raum seelsorgerlich, diakonisch und demokratisch zu handeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Barsinghausen Barsinghausen
Beschreibung
Das Projektgebiet wird im Norden von der Bahnlinie begrenzt, im Westen von der Hinterkampstraße, im Süden vom der Straße Am Waldhof und im Osten von der Rehrbrinkstraße und Teilen der Bergstraße.
Einwohnerzahl
2830
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersverteilung der Stadt Barsinghausen; Quelle Stadt Barsinghausen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
geltungsbereich.jpg
(204.33 KB)
Gebiet-Name
gg
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist ein niedrigschwelliges Angebot der aufsuchenden Arbeit im Quartier. Der/die Mitarbeiterin ist mit einem Coffee-Bike unterwegs und begegnet den Bewohner*innen offen und wertschätzend. Er/sie fragt offen nach Bedarfen und Interessen und begleitet diese Fragestellungen/Defizite so, dass die Bewohner*innen ihre eigenen Interessen formulieren und befähigt werden, diese Interessen auch konstruktiv einzubringen in einen Blick auf die Gesellschaft.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Projekt wird mit eingebunden in die bestehenen Netzwerke, wie z.B. das Freiwilligenzentrum, die AWO-Frauenberatungsstelle oder die Beratungsstelle des DRK, außerdem Diakonie in Barsinghausen Es entsteht ein "Runder Tisch" der Beratungsangebote
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen entwickeln eigene Initiativen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, sie werden befragt, nach ihren Interessen und erhalten Informationen, wie sie diese Interessen umsetzen können.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO - Frauenberatungsstelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK - Migrationsberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO - Freiwilligenzentrum
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Coffee-Bike verschwindet nicht aus dem Stadtbild, sondern verbindet sich mit dem "kirchen:fenster" (Kirchenladen) als zentraler Ort von Kirche in der Innenstadt. Es bleibt weiterhin präsent bei Veranstaltungen und Aktionen und als Möglichkeit, aufsuchende Arbeit zu machen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Rebecca Blümchen
| Funktion | Fachbereichsleitung Flucht und Migration |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Nachbarschaft entwickeln. Nachhaltige Nachbarschaft, nachhaltige Kommune.
Projektbeschreibung
Das Projekt unterstützt bürgerschaftliches Engagement & Vernetzung verschiedener
Initiativen, um bewusst & nachhaltig mit dem demografischen Wandel & seinen Folgen
umzugehen. Ziel ist es, dass alle Bewohner:innen sich inkludiert fühlen & gleichberechtigt an
allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Seit 2017 gibt es die Anlaufstelle namens
"Treffpunkt", in der verschiedene Beratungs- & Bildungsangebote sowie Veranstaltungen
stattfinden. Die Projektmitarbeiter:innen führen diese zum Teil selbst durch & koordinieren,
begleiten & unterstützen Angebote von Ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen
Netzwerkpartner:innen. Auch über die Räumlichkeiten des Treffpunkts hinaus werden
Aktivitäten im Sozialraum organisiert, als Möglichkeit der Aktivierung von Bewohner:innen für
das Gemeinwesen genutzt & unter Einbeziehung des Netzwerks unterstützt.
Damit ist das Projekt ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur nachhaltigen Kommune für die
Gemeinde Lamspringe.
Durch Angebote wie das monatliche gemeinsame Frühstück entsteht Raum für Austausch. Bedarfe & Ideen der
Bewohner:innen werden geäußert, gemeinsam konkretisiert & angegangen. Mittlerweile gibt
es daher bspw. auch eine Küche im Treffpunkt, damit auf vielfachen Wunsch zukünftig
gemeinsam gekocht & gebacken werden kann. Aufgrund des neuartigen Corona-Viruses
startet die vollumfängliche Nutzung erst in diesem Jahr.
Der Grundgedanke des gemeinsamen Gestalten des Miteinanders in der Gemeinde findet
sich nicht nur im Projekttitel wieder sondern auch in den Namen der Veranstaltungen, wie
bspw. Gemeinsam ESSEN, und natürlich vor allem im Miteinander unter den Teilnehmenden.
Gemeinsam werden Bedarfe erhoben & bedarfsgerechte Angebote von Bewohner:innen (und)
für Bewohner:innen gemacht. Gemeinsam wird erarbeitet, was eine nachhaltige
Gemeinschaft beinhalten kann & welche Stärken sich daraus ergeben. Bei den Aktivitäten soll
als Klammer Nachhaltigkeit leitend sein. Dadurch soll die vom demografischen Wandel
betroffene Nachbarschaft gestärkt, toleranter & damit nachhaltig lebenswerter für alle
werden.
In Kooperation insbesondere mit der Gemeinde, dem Netzwerk Jugend, dem Netzwerk-
Senioren e.V. & der evangelischen Kirche arbeiten wir daran auch unter den
pandemiebedingten veränderten Rahmenbedingungen Begegnung & Kontakt zu
ermöglichen, Einsamkeit & Lücken in der Grundversorgung entgegen zu wirken & den
Zusammenhalt zu stärken.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die größte Herausforderung ist nach wie vor der demografische Wandel. Laut
Landesamt für
Statistik Niedersachsen wird zwischen 2008 und 2031 die Bevölkerung
des Landkreises Hildesheim einen Rückgang von 12,4 % verzeichnen. Von dieser
Entwicklung ist insbesondere der Südkreis also auch die Gemeinde Lamspringe betroffen.
"Die Bevölkerungsprognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung für die
NBank weist eine Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde Lamspringe vom
Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 von 5 873 auf 3 658 Einwohner:innen
aus" (MI 02.09.2015).
Die Bevölkerung wird nicht nur insgesamt weniger, sondern auch wesentlich älter im
Durchschnitt. Um für diese Entwicklung gut aufgestellt zu sein, braucht es eine gut vernetzte
und engagierte Einwohner:innenschaft. Weitere Querschnittthemen im Rahmen der
Globalisierung möchte die Gemeinde durch Teilnahme am Projekt "Global Nachhaltige
Kommune in Niedersachsen" in den Fokus nehmen, um sich zukunftsorientiert aufzustellen.
Anhand der vielen Vereine & dem Netzwerk Jugend ist erkennbar, dass der Wille die Zukunft
mitzubestimmen & zu gestalten da ist. Allerdings ist der Zusammenhalt im einzelnen noch
nicht in der ganzen Gemeinde, die erst seit 2016 eine Einheitsgemeinde ist & noch stark in
alten Strukturen denkt, zu spüren.
Teilhabe & Inklusion sind in der Theorie weiter als in der Praxis.
Durch die Arbeit des Projekts "Gemeinsam Lamspringe" wird eine wichtige Plattform zur
Begegnung & zum Austausch für die zahlreichen Zusammenschlüsse & Einzelpersonen
geboten. Die strategische Gemeinwesenarbeit ermöglicht das zielgerichtete
Zusammenführen von Engagement & erhöht damit das Wirkungspotential.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lamspringe
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt durch die räumliche Anlaufstelle in der Hauptstr. 73 vorrangig im Flecken
Lamspringe, dem Hauptort der Gemeinde Lamspringe. An zentralen Punkten im Ort wie Einrichtungen der Gemeinde, der Kirche usw. finden Veranstaltungen ebenfalls statt.
Darüber hinaus wird aber die ganze Gemeinde, inklusive den dazugehörigen umliegenden Ortsteilen, in den Blick genommen. Eine eindeutige Abgrenzung legten wir im Erstantrag bei der geografischen Begrenzung der
Gemeinde Lamspringe fest. Allerdings kommen zum Teil auch Menschen aus Dörfern, die eigentlich
zur Nachbarkommune Freden gehören nach Lamspringe zum Einkaufen oder Arztbesuch und nehmen an Veranstaltungen teil. Grundsätzlich ist der Fokus also die Gemeinde Lamspringe, aber es wird bei Interesse niemand
ausgeschlossen. Somit ist auch die Einwohner:innenzahl des Projektgebietes nicht eindeutig festzulegen.
Einwohnerzahl
5592
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2019, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsbestandes
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
https://www.komsis.de/de/standorte_
niedersachsen/?profile=SI-40663 In
Deutschland gut 23% über 60 Jahre,
knapp 18% über 65.
https://de.statista.com/statistik/daten
/studie/1365/umfrage/bevoelkerungdeutschlands-
nach-altersgruppen/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
In Lamspringe
5,7%:https://www.komsis.de/de/stan
dorte_niedersachsen/?profile=SI-406
63 In Niedersachsen 5,1%:
https://de.statista.com/statistik/daten
/studie/36651/umfrage/arbeitslosenq
uote-in-deutschland-nachbundeslaendern/
In Deutschland
5,2%:
https://de.statista.com/statistik/daten
/studie/1224/umfrage/arbeitslosenqu
ote-in-deutschland-seit-1995/
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen
insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohner:innen, um den
Zusammenhalt zu stärken und Nachhaltigkeit auf allen Ebenen zu fördern. Möglichkeit zur
Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und
Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein
nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Die daraus folgende Akzeptanz hat
präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von
Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist.
Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer
Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen
können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen &
Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität und Nutzung vom öffentlichen Raum
kommt. Durch verstärkten Austausch & nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche
Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen
zurückgreifen, aber sind zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig, da sie zur
Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss,
da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner:innen teilen in Rahmen von aktivierenden Veranstaltungen und Angeboten ihre Wünsche und Ideen mit. Sie werden als Ausgangslage für Entwicklungsprozesse und Entscheidungen genommen.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner:innen übernehmen nach und nach zuvor vorgegebene Strukturen (durch institutionenveranlasste Veranstaltungen) und passen sie für ggf. veränderte Bedarfe an. Sie erkennen Veränderung in Bedarfen.
Kriterium
Beschreibung
Interessen und Kompetenzen der Haupt- und Ehrenamtlichen sowie der Bewohner:innen werden für vielfältige Aktivitäten genutzt, die die Vielfalt des Projektgebiets erlebbar machen und dadurch die Nachbarschaft stärken.
Kriterium
Beschreibung
Zielgruppenübergreifende Themen wie Mobilität, Konsum & Umwelt werden so gedacht & bearbeitet, dass nicht nur der kleinste gemeinsame Nenner sondern auch individuelle Bedürfnisse von Teilzielgruppen berücksichtigt werden
Beschreibung
Das Projekt trägt dazu bei, dass Akteur:innen gemeinsam daran arbeiten den Zusammenhalt in der Gemeinde zu stärken und Nachhaltigkeit zu fördern. Die Kooperationen sind wirkungsorientiert. Die Kommunikation ist regelmäßig und transparent.
Kriterium
Beschreibung
Einsicht, dass eine starke Nachbarschaft nicht automatisch entsteht, sondern geschaffen werden muss. Die Menschen in der Nachbarschaft sind miteinander verbunden & ressourcenorientiert füreinander da. Neuzugewanderte fühlen sich willkommen.
Beschreibung
Die Kriterien auf dem Weg der global nachhaltigen Kommune werden auf gemeinschaftlicher/öffentlicher als auch auf individueller Ebene vermehrt berücksichtigt und bei der Angebotsorganisation mitgedacht
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
evang. und kath. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
RUBS (Rund um Bad Salzdetfurth), lokale Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lammetal GmbH Gemeinnützige Lebenshilfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Steuerungsgruppe Fairtrade und Arbeitsgrupe Nachhaltige Kommune
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll maßgebend zum Ziel der nachhaltigen Kommune beitragen & Zusammenhalt
stärken. Die Gemeinde Lamspringe zahlt bereits als freiwillige Leistung eine halbe Stelle
Migrationsberatung, die ein wichtiger Baustein des Projekts ist. Es soll eine vielfältige
Nutzung des Treffpunkts verstärkt werden, um eine Mischfinanzierung der Miete zu
erreichen. Angestrebt ist eine Kombination aus Landkreismitteln, Teilangeboten, die über
SGB regelfinanziert sind, Förderungen & Spenden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Fitness im Viertel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Florian Wiechmann
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Arbeite an dir und deinem Quartier!
Projektbeschreibung
Das Projekt „Fitness im Viertel – Arbeite an Dir und deinem Quartier“ bietet ein attraktives, niederschwelliges Sport- und Freizeitangebot, um schwererreichbare Jugendliche zu erreichen. Darauf aufbauend, sollen weitere Angebote mit den Jugendlichen und deren Familien erarbeitet und umgesetzt werden. Der Sport dient hier als Instrument, um einen Zugriff auf die Jugendlichen und Familien im Quartier zu erhalten.
Fitness im Viertel füllt in der Nordstadt diesbezüglich eine Lücke, die das Quartiersmanagement der Nordstadt gerne schließen möchte. Die Jugendlichen werden durch professionelles und geschultes Personal betreut und haben dadurch die Möglichkeit das FiV partizipativ mitzugestalten. Die Einbindung der Bewohner:innen des Quartiers ist hierbei elementar. Die räumliche und inhaltliche Gestaltung des Sozialraums und die Erarbeitung bedarfsgerechter Angebote kann nur mit der Zielgruppe erfolgreich sein.
Ziel soll es sein, über den Sport hinaus die Bewohner:innen des Stadtteils miteinander in Kontakt zu bringen. Es soll gemeinsam an den Problemen im Stadtteil gearbeitet werden, um Lösungen zu finden und die Lebenssituation zu verbessern.
Ein weiterer Effekt des Projektes ist das Entgegenwirken des Mangels an öffentlichen und kostenlosen Sportangeboten in der Nordstadt. Mitgliedsbeiträge für kommerzielle Sportangebote sind für die monetär schwachen Familien kaum aufzubringen. Fitness im Viertel wird kostenlos zugänglich sein. Der Sozialbericht der Stadt Hildesheim hat aufgezeigt, dass viele Menschen in der Nordstadt übergewichtig sind und Jugendliche motorische Einschränkungen durch Bewegungsmangel vorweisen. Viele Menschen kommen aus solch einer Situation ohne Unterstützung nicht heraus, hier möchte Fitness im Viertel eine helfende Hand sein und allen Bewohner:innen Möglichkeiten bieten etwas für sich und ihr Quartier zu tun.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Die Hildesheimer Nordstadt ist ein Problembezirk“, so lautet das ungeschönte Ergebnis des aktuellen Sozialberichts der Stadt Hildesheim. Dieser zeigt auf, dass in der Nordstadt viele Familien in prekären Wohnverhältnissen leben, die Kinderarmut und der Arbeitslosenanteil die höchsten Werte der Stadt erreichen. Insgesamt sind mehr als die Hälfte der Bewohner:innen dieses Quartiers von Armut betroffen.
Diese monetär schwachen Familien zu erreichen und mit ihnen gemeinsam eine Handlungsfähigkeit aus sich selbst heraus zu erarbeiten, ist das Ziel dieses Projektes im Quartier Nordstadt Hildesheim.
Das Pilotprojekt Fitness im Viertel hat bewiesen, einen Zugang zu schwer erreichbaren Jugendlichen zu ermöglichen und darüber hinaus in die Familien einzuwirken. Die Methode ist ein kostenloses und attraktives Sport- und Freizeitangebot. Aus diesem niederschwelligen Basis-Angebot sollen weitere bedarfsgerechte Angebote mit den Bewohner:innen des Quartiers erarbeitet und geschaffen werden.
Der Cluster e.V. betreibt derzeit das Pilotprojekt in der Oststadt Hildesheims, das im Sommer 2022 endet. Jedoch besteht vielfach der Wunsch dieses Leuchtturmprojekt weiterzuführen. Sowohl die Stadt Hildesheim als auch das Quartiersmanagement der Nordstadt begrüßen den Umzug des Projekts in die Nordstadt. „Es füllt ein Vakuum im Portfolio des Angebots im Quartier“, so der Quartiersmanager Frank Auracher.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Südliche Grenze: Die Bahnlinien
Östliche Grenze: Der Kennedydamm
Nördliche Grenze: Lerchenkamp/Mastbergstraße
Westliche Grenze: Münchewiese/Römerring
Einwohnerzahl
11053
Quelle / Anmerkungen
Status-Quo-Prognose StadtRegion
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hildesheim 2019
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht Stadt Hildesheim 2019
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartiersgrenzen_grafik.pdf
(1.61 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die partizipative Gestaltung des Projekts, entsteht eine enge Vernetzung innerhalb sowie zwischen der Zielgruppe und den Projektbeteiligten. Dadurch wird eine Verbesserung der sozialen Beziehungen angestrebt. Die Besucher:innen haben die Möglichkeit das FiV als sicheren Sozialraum zu nutzen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und zu entfalten.
Die Sportangebote dienen nicht nur der Vernetzung und Steigerung der Aktivität, besonders können hier den Jugendlichen und ihren Familien bereits vorhandene (Hilfe)Strukturen näher gebracht werden die bisher aus kulturellen oder sozialen Ängsten nicht genutzt wurden. Über die Sportangebote mit den Jugendlichen werden niedrigschwellige Kontakte zu den Familien geknüpft. Dies bietet die Möglichkeit sich über Ziele, Ausbildungswünsche, Problemlagen der Familien etc. zu unterhalten. So werden durch beständig anwesende Kontaktpersonen in den Angeboten, verlässliche Vertrauenspersonen für die Jugendlichen. Verfolgt wird ein niedrigschwelliger GWA Case Management Ansatz in dem die Kontaktpersonen Kinder und Jugendliche auch in ersten Wegen zur Schule, Informellen Treffpunkten im Stadtteil etc. begleiten. Über den intensiven Kontakt zu den Jugendlichen ergeben sich immer mehr Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme in die Familien und die Vermittlung von Beratungs-, Hilfs- und Kulturangeboten aus dem Stadtteil. Gleichzeitig können sich diese Angebote in den Räumen des Fitness im Viertel vorstellen und so den Jugendlichen bekannt machen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch die partizipative Gestaltung haben die Bewohner:innen die Möglichkeit das FiV zu ihrem sicheren Sozialraum zu machen. Mindestens 150 Bewohner:innen des Quartiers nehmen regelmäßig Angebote wahr.
Kriterium
Beschreibung
Die Jugendlichen mehr auf ihre eigene Handlungsfähigkeit zurückgreifen und eigene Problme und Lösungen miteinbringen.
Kriterium
Beschreibung
Die Stärken vor Ort werden genutzt, wenn die Individualität der einzelnen Bewohner:innen gesehen wird und durch Teilhabe am Projek gelingt.
Kriterium
Beschreibung
Der Standard wird erreicht, wenn über die Zielgruppe hinaus Interesse, Partizipation und Teilhabe am Projekt zu erkennen ist.
Beschreibung
Durch die Kooperationen mit anderen Jugendeinrichtungen und Vereinen gelingt ein übergreifener Austausch der für die Entwicklung des Projekts wichtig ist.
Beschreibung
Es werden mindestens 5 neue Kooperationen geschlossen. Schulen bieten Nachmittagsangebote im FiV an. mindestens 5 Einrichtungen der lokalen Jugend(sozial-)arbeit nutzen vor Ort die Aushang- und Werbemöglichkeiten.
Kriterium
Beschreibung
Durch Partizipation und Teilhabe haben die Bewohner:innen die Möglichkeit die Nachbarschaft besser kennenzulernen und ein Zusammenleben lebendiger zu gestalten.
Beschreibung
Erreicht wird der Standard, wenn ein Großteil der Zielgruppe nachhaltig über Hilfestruktren informiert wird und das FiV zu einer Verbesserung der Lebensqualität beiträgt.
Kriterium
Beschreibung
Das FiV wirkt selbst als soziale Infrastruktur und ergänzt das vorhande QM im Bereich Jugendarbeit durch öffentliche und kostenlose Sport- und Beratungsagebote.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Stadtteilbüro Nordstadt (Trägerschaft Lebenshilfe) arbeitet im Auftrag der Stadt Hildesheim die Fachkraft für GWA mit 10 Wochenstunden, anteilig durch die Stadt, Wohnungswirtschaft und Sparkasse finanziert. Sie beinhaltet die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen des Vereins, der einige Aufgaben in der Vernetzung und Bewohneraktivierung übernommen hat. Mit weiteren 4 Wochenstunden wird die Umsetzung der Präventionsstrategie CTC vorangetrieben, mit 11 Wochenstunden das sozialplanerische Quartiersmanagement, finanziert durch das Programm „Sozialer Zusammenhalt“. Im Bereich Stadtkultur der Kulturfabrik ist eine bis Ende 2021 befristete Stelle mit 25 Wochenstunden geschaffen. Die Handlungsfelder betreffen Antragsstellung, Koordination, Vernetzung, Programmentwicklung, aufsuchende Kulturarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Buchhaltung.
Insbesondere der Aufbau von langfristigen Kooperationen und direktes Kommunizieren mit
Anwohner*innen ist so kaum möglich und aktuell lediglich durch Ehrenamt zu leisten. Daher ist das Projekt Fitness im Viertel als ergänzender Baustein zu den vorhandenen Aktivitäten zu betrachten. Durch die Fokussierung auf eine bestimmte, bisher wenig zugängliche Zielgruppe – Jugendliche – und durch die besondere Art der Ansprache – Sport – schließt das FiV eine Lücke.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
NORDSTADT.MEHR.WERT. - Stadtteilbüro
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Hildesheim Stadtplanung und Stadtsanierung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Nachhaltige Verankerung in den kommunalen Strukturen in drei Säulen:
1. Bildung des "Hilfenetzwerk Nord" Trägertreffen - hier werden die Hilfe- und Beratungsstrukturen in einem monatlichen Netzwerktreffen zusammen geführt um die Arbeit besser aufeinander abzustimmen und zu sichern.
2. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro Nordstadt.Mehr.Wert
3. Die Nutzung und Finanzierung des Fitnessstudios für Träger der Erziehung und das Jugendamt durch Soziale Gruppenarbeit(§29 SGBVIII)
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam Lamspringe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Nachbarschaft entwickeln. Nachhaltige Nachbarschaft, nachhaltige Kommune.
Projektbeschreibung
Das Projekt unterstützt bürgerschaftliches Engagement & Vernetzung verschiedener Initiativen, um bewusst & nachhaltig mit dem demografischen Wandel & seinen Folgen umzugehen. Ziel ist es, dass alle Bewohner:innen sich inkludiert fühlen & gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Seit 2017 gibt es eine Anlaufstelle namens "Treffpunkt", in der verschiedene Beratungs- & Bildungsangebote sowie Veranstaltungen stattfinden. Die Projektmitarbeiter:innen führen diese zum Teil selbst durch & koordinieren, begleiten & unterstützen Angebote von Ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Netzwerkpartner:innen. Auch über die Räumlichkeiten des Treffpunkts hinaus werden Aktivitäten im Sozialraum organisiert, als Möglichkeit der Aktivierung von Bewohner:innen für das Gemeinwesen genutzt & unter Einbeziehung des Netzwerks unterstützt.
Damit ist das Projekt ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur nachhaltigen Kommune für die Gemeinde Lamspringe.
Durch Angebote wie das monatliche gemeinsame Frühstück & das ebenfalls monatlich stattfindende gemeinsame Abendessen entsteht Raum für Austausch. Bedarfe & Ideen der Bewohner:innen werden geäußert, gemeinsam konkretisiert & angegangen. Mittlerweile gibt es daher bspw. auch eine Küche im Treffpunkt, damit auf vielfachen Wunsch zukünftig gemeinsam gekocht & gebacken werden kann. Aufgrund des neuartigen Corona-Viruses konnte sie bisher leider noch nicht vollumfänglich genutzt werden.
Der Grundgedanke des gemeinsamen Gestalten des Miteinanders in der Gemeinde findet sich nicht nur im Projekttitel wieder sondern auch in den Namen der Veranstaltungen, wie bspw. Gemeinsam ESSEN, und natürlich vor allem im Miteinander unter den Teilnehmenden. Gemeinsam werden Bedarfe erhoben & bedarfsgerechte Angebote von Bewohner:innen (und) für Bewohner:innen gemacht. Gemeinsam wird erarbeitet, was eine nachhaltige Gemeinschaft beinhalten kann & welche Stärken sich daraus ergeben. Bei den Aktivitäten soll als Klammer Nachhaltigkeit leitend sein. Dadurch soll die vom demografischen Wandel betroffene Nachbarschaft gestärkt, toleranter & damit nachhaltig lebenswerter für alle werden.
In Kooperation insbesondere mit der Gemeinde, dem Netzwerk Jugend, dem Netzwerk-Senioren e.V. & der evangelischen Kirche arbeiten wir daran auch unter den pandemiebedingten veränderten Rahmenbedingungen Begegnung & Kontakt zu ermöglichen, Einsamkeit & Lücken in der Grundversorgung entgegen zu wirken & den Zusammenhalt zu stärken.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die größte Herausforderung ist nach wie vor der demografische Wandel. Laut dem Landesamt für
Statistik Niedersachsen wird zwischen 2008 und 2031 die Bevölkerung
des Landkreises Hildesheim einen Rückgang von 12,4 % verzeichnen. Von dieser
Entwicklung ist insbesondere der Südkreis also auch die Gemeinde Lamspringe betroffen. "Die Bevölkerungsprognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung für die NBank
weist eine Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde Lamspringe vom
Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 von 5 873 auf 3 658 Einwohner:innen
aus" (MI 02.09.2015).
Die Bevölkerung wird nicht nur insgesamt weniger sondern auch wesentlich älter im Durchschnitt. Um für diese Entwicklung gut aufgestellt zu sein, braucht es eine gut vernetzte und engagierte Einwohner:innenschaft. Weitere Querschnittthemen im Rahmen der Globalisierung möchte die Gemeinde durch Teilnahme am Projekt "Global Nachhaltige Kommune in Niedersachsen" in den Fokus nehmen, um sich zukunftsorientiert aufzustellen. Anhand der vielen Vereine & dem Netzwerk Jugend ist erkennbar, dass der Wille die Zukunft mitzubestimmen & zu gestalten da ist. Allerdings ist der Zusammenhalt im einzelnen noch nicht in der ganzen Gemeinde, die erst seit 2016 eine Einheitsgemeinde ist & noch stark in alten Strukturen denkt, zu spüren.
Teilhabe & Inklusion sind in der Theorie weiter als in der Praxis.
Durch die Arbeit des Projekts "Gemeinsam Lamspringe" wird eine wichtige Plattform zur Begegnung & zum Austausch für die zahlreichen Zusammenschlüsse & Einzelpersonen geboten. Die strategische Gemeinwesenarbeit ermöglicht das zielgerichtete Zusammenführen von Engagement & erhöht damit das Wirkungspotential.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lamspringe
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt durch die räumliche Anlaufstelle in der Hauptstr. 73 vorrangig im Flecken Lamspringe, dem Hauptort der Gemeinde Lamspringe. An zentralen Punkten im Ort wie Einrichtungen der Gemeinde, der Kirche usw. finden Veranstaltungen ebenfalls statt. Darüber hinaus wird aber die ganze Gemeinde, inklusive den dazugehörigen umliegenden Ortsteilen, in den Blick genommen. Eine eindeutige Abgrenzung legten wir im Erstantrag bei der geografischen Begrenzung der Gemeinde Lamspringe fest. Allerdings kommen zum Teil auch Menschen aus Dörfern, die eigentlich zur Nachbarkommune Freden gehören nach Lamspringe zum Einkaufen oder Arztbesuch und nehmen an Veranstaltungen teil. Grundsätzlich ist der Fokus also die Gemeinde Lamspringe, aber es wird bei Interesse niemand ausgeschlossen. Somit ist auch die Einwohner:innenzahl des Projektgebietes nicht eindeutig festzulegen.
Einwohnerzahl
5592
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2019, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsbestandes
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
In Lamspringe ca. 28%: https://www.komsis.de/de/standorte_niedersachsen/?profile=SI-40663 In Deutschland gut 23% über 60 Jahre, knapp 18% über 65. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
In Lamspringe 5,7%:https://www.komsis.de/de/standorte_niedersachsen/?profile=SI-40663 In Niedersachsen 5,1%: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36651/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-nach-bundeslaendern/ In Deutschland 5,2%: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die stärkere Vernetzung der Institutionen im Sozialraum wird das Gemeinwesen insgesamt entwickelt. Es geht um die Vernetzung der Bewohner:innen, um den Zusammenhalt zu stärken und Nachhaltigkeit auf allen Ebenen zu fördern. Möglichkeit zur Teilhabe für alle Menschen soll geschaffen werden. Durch Begegnungs- und Austauschangebote soll gegenseitiges Verständnis füreinander geschaffen und ein nachbarschaftliches Miteinander gestärkt werden. Die daraus folgende Akzeptanz hat präventiven Charakter, was soziale Konflikte betrifft, sodass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischen Ursprungs, Geschlechts etc. möglich ist. Durch die verstärkten Netzwerke auf persönlicher wie auf struktureller Ebene wird es zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen kommen. Auch infrastrukturelle Bedingungen können im Idealfall verbessert werden, da es im Rahmen des Projektes zu neuen Ideen & Ansätzen einer gemeinschaftlich organisierten Mobilität und Nutzung vom öffentlichen Raum kommt. Durch verstärkten Austausch & nachbarschaftliche Hilfe kann auch der umfangreiche Beratungsbedarf vermindert werden. So können die Menschen auf (Beratungs-)Institutionen zurückgreifen, aber sind zur Bewältigung ihres Alltags nicht davon abhängig, da sie zur Selbsthilfe befähigt werden. Als Modellprojekt hat es nach wie vor lokalpolitischen Einfluss, da Gemeinden im Landkreis es aufgreifen können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner:innen teilen in Rahmen von aktivierenden Veranstaltungen und Angeboten ihre Wünsche und Ideen mit. Sie werden als Ausgangslage für Entwicklungsprozesse und Entscheidungen genommen.
Kriterium
Beschreibung
Interessen und Kompetenzen der Haupt- und Ehrenamtlichen sowie der Bewohner:innen werden für vielfältige Aktivitäten genutzt, die die Vielfalt des Projektgebiets erlebbar machen und dadurch die Nachbarschaft stärken.
Kriterium
Beschreibung
Zielgruppenübergreifende Themen wie Mobilität, Konsum & Umwelt werden so gedacht & bearbeitet, dass nicht nur der kleinste gemeinsame Nenner sondern auch individuelle Bedürfnisse von Teilzielgruppen berücksichtigt werden
Beschreibung
Das Projekt trägt dazu bei, dass Akteur:innen gemeinsam daran arbeiten den Zusammenhalt in der Gemeinde zu stärken und Nachhaltigkeit zu fördern. Die Kooperationen sind wirkungsorientiert. Die Kommunikation ist regelmäßig und transparent.
Kriterium
Beschreibung
Einsicht, dass eine starke Nachbarschaft nicht automatisch entsteht, sondern geschaffen werden muss. Die Menschen in der Nachbarschaft sind miteinander verbunden & ressourcenorientiert füreinander da. Neuzugewanderte fühlen sich willkommen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Steuerungsgruppe Fairtrade & Arbeitsgruppe Nachhaltige Kommune
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt soll maßgebend zum Ziel der nachhaltigen Kommune beitragen & Zusammenhalt stärken. Die Gemeinde Lamspringe zahlt bereits als freiwillige Leistung eine halbe Stelle Migrationsberatung, die ein wichtiger Baustein des Projekts ist. Es soll eine vielfältige Nutzung des Treffpunkts verstärkt werden, um eine Mischfinanzierung der Miete zu erreichen. Angestrebt ist eine Kombination aus Landkreismitteln, Teilangeboten, die über SGB regelfinanziert sind, Förderungen & Spenden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Begegnung Bad Lauterberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Nachhaltig soziale Infrastruktur schaffen/ stärken, in einer Region mit schwacher Infrastruktur.
Projektbeschreibung
Das Haus der Begegnung stellt eine wichtige Anlaufstelle dar. Durch Angebote, zum Einen in der zentralen Anlaufstelle zum Anderen aber auch verteilt im gesamten Sozialraum der Stadt und den dazugehörigen Dörfer, werden die Bewohner:innen bei der aktiven Gestaltung der Nachbarschaft unterstützt.
Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung von wirtschaftlich benachteiligten Menschen durch Beratung & Vermittlung, Begleitung von Angeboten wie dem Kleider-Shop oder der Tafel und Schaffen eines Zusammenhangs insbesondere auch in Zeiten der Pandemie. Dies gilt für Neuzugewanderte & Alteingesessene. Ein anderer Schwerpunkt ist aufgrund des Bedarfs die Arbeit mit älteren Menschen. Nach Möglichkeit werden Zielgruppenübergreifende Angebote gemacht und durch Begegnung Vorurteilen entgegengewirkt sowie Zusammenhalt gestärkt. Bestehende regelmäßige Angebote in Kooperation mit dem Kinderschutzbund wie das Montagscafé, die Eltern-Kind-Gruppe sowie Veranstaltungen sollen unter angepassten Hygienemaßnahmen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Der Bedarf nach Kontakt ist trotz oder gerade wegen der Verbreitung des neuartigen Corona-Virus groß.
Auch wenn es nun feste Räumlichkeiten für das Projektteam gibt, sollen Angebote und Aktivitäten nach wie vor auch im Sozialraum verteilt stattfinden, um möglichst viele Menschen zu erreichen und das Gemeinwesen an sich zu stärken. Das Haus der Begegnung wird von verschiedenen (Selbsthilfe-)Gruppen und Vereinen genutzt.
Insgesamt wird durch das Schaffen von Begegnungsanlässen und daraus resultierenden weiteren Aktivitäten die Lebensqualität der Menschen steigen, sodass der Ort und die Region trotz der Folgen des demografischen Wandels und vorhandener Armut lebenswert ist.
Laut Robert-Koch-Institut "[bestimmen] nach wie vor [...] soziale Ungleichheiten die Entwicklung von Gesundheit und Lebenserwartung in Deutschland". In einen Kurort wie Bad Lauterberg kommen somit paradoxerweise einerseits Menschen, um ihre Gesundheit zu verbessern, und zum anderen leben dort Menschen, deren Gesundheit aufgrund von Armut massiv leidet.
Ein gut funktionierendes Gemeinwesen hat präventiven Charakter, kann soziale und politische Teilhabe ermöglichen und dadurch die Demokratie stärken. Diesen Effekt strebt dieses Projekt an. Das notwendige Engagement wird von den Projektmitarbeiterinnen vorgelebt und unterstützt. Es braucht die räumliche Anlaufstelle & das gut vernetzte Personal zur Unterstützung des Gemeinwesens& insbesondere wirtschaftlich Schwachen.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Bad Lauterberg lebt ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Menschen in Armut, laut Statistik bereits vor Corona fast jedes vierte Kind und jeder sechste Erwachsene.
Seit Beginn des Projekts wurden zwei Personen der ehemals rein ehrenamtlich organisierten Anlaufstelle hauptamtlich für die Gemeinwesenarbeit angestellt. So konnte diese Anlaufstelle, die eine wichtige Funktion in den örtlichen Strukturen füllt, da sie viele Konflikte entschärfen konnte bzw. dazu beiträgt, dass sie sich gar nicht erst soweit entwickeln, aufrecht erhalten und stetig professionalisiert werden. Durch vernetztes Arbeiten werden Bedarfe erfasst und Lösungen gefunden. Wohnungslose und anderweitig von Armut betroffene Menschen vertrauen dem Team des Hauses, da durch die niedrigschwellige Ansprachemöglichkeit bereits viele Probleme adressiert, im Sozialraum thematisiert und gelöst werden konnten. Die Ausgabe der Tafel in den Räumlichkeiten ist ein Beispiel für niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten und Bedarfsermittlung.
Ende 2019 konnten nach mehrjähriger Verzögerung endlich die Räume in der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg bezogen werden. Im selben Gebäude befindet sich auch das Jobcenter und langfristig ist auch der Einzug des Familienzentrums des Jugendhilfeträgers Manyways anvisiert. Diese Räumlichkeiten sind aufgrund Lage und Größe ideal als Anlaufstelle. Im Haus der Begegnung gibt es einen größeren Raum, in dem verschiedene Gruppenaktivitäten stattfinden sowie ein Büro für Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten und einen kleineren Raum für individuelle Beratung. Das Haus der Begegnung eignet sich gut als Basis für vernetzte, sozialraumorientierte Arbeit.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Lauterberg
Beschreibung
In kleineren Städten und Orten sind gesellschaftliche Merkmale wie wachsende Einkommensunterschiede ebenso vorhanden wie in großen Städten. Sie manifestieren sich jedoch häufig weniger durch Segregation kompletter Viertel oder Stadtteile sondern maximal durch einzelne Straßen oder Gebäudekomplexe. Da unsere Zielgruppen (wirtschaftlich schwache, neuzugewanderte Menschen und ältere Menschen) keine in sich homogene Gruppe sind und nicht kompakt im Umkreis des Haus der Begegnung sondern viel mehr in der ganzen Stadt und auch auf die dazugehörigen Dörfer verteilt wohnen, ist eine räumliche Abgrenzung im Sinne von einem Quartier mit bestimmten dazugehörigen Straßen(-zügen) schwierig. Nicht jedes Dorf oder jeder Stadtteil ist ein in sich geschlossener Sozialraum, weil beispielsweise Bildungseinrichtungen zentral besucht oder Einkaufsmöglichkeiten nur im Hauptort der Kommune vorhanden sind. Dort befindet sich auch der Schwerpunkt der Projekttätigkeiten mit dem Haus der Begegnung in der Bahnhofstraße 10. Dort finden Veranstaltungen und Angebote von und mit Netzwerkpartner:innen statt, die zum Teil vom Team begleitet und unterstützt aber nicht federführend durchgeführt werden und zum Teil federführend vom HdB-Team organisiert werden. Weitere Veranstaltungen wie der "Tag der Vielfalt" im September finden auf öffentlichen Plätzen oder in Räumlichkeiten von Kooperationspartner:innen stattfinden. Das Projektgebiet umfasst also den gesamten Sozialraum der Kleinstadt Bad Lauterberg und verschiedene Räume innerhalb dessen. Teilnehmer:innen reisen zum Teil auch aus den umliegenden Dörfern an. Durch das Nutzen verschiedener Räume kann auch der Wahrnehmungs- und Bewegungsradius der Bewohner:innen geweitet werden. Insgesamt hat die Stadt Bad Lauterberg und die dazugehörigen Dörfer und damit auch das geografische Projektgebiet (Stand Juli 2019) zwar 10 290 Einwohner:innen, dennoch geben wir oben weniger als 5000 an. Da wir zwar theoretisch für alle diese Menschen ansprechbar sind und mit ihnen gemeinsam für das Gebiet etwas bewegen möchten, jedoch realistischerweise nicht alle erreichen oder zeitgleich in den Fokus nehmen können. Selbst die 5000 sind nicht alle Teil der schwerpunktmäßigen Zielgruppen, aber leben de facto im Projektgebiet.
Einwohnerzahl
5000
Quelle / Anmerkungen
https://www.badlauterberg.de/fileadmin/user_upload/leben/Haushaltsplan_2020/Haushaltsdaten/2_-_Einwohnerzahlen.pdf
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
In Bad Lauterberg bei 5,5%: https://www.komsis.de/goe-si/de/profile/SI-40561 In Niedersachsen bei 5,1%: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36651/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-nach-bundeslaendern/ In Deutschland bei 5,2%: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
23
Anmerkung
Einwohner:innenzahl in der Stadt Bad Lauterberg im Harz ist stetig rückläufig. Im Durchschnitt findet pro Jahr aktuell ein Rückgang um 0,7 % statt. Stetiger Rückgang aufgrund Abwanderung junger Menschen. Leichte Stagnation durch Zuwanderung in den letzten Jahren. Vorbericht zum Haushaltsplan der Stadt Bad Lauterberg im Harz für das Haushaltsjahr 2020, S. 40 https://ratsinfo.kdgoe.de/ratsinfo/badlauterberg/871/Vm9yYmVyaWNodF8yMDIwX3VuZF9LZW5uemFobGVuLnBkZg==/12/n/12453.doc Seite 33 In Deutschland gut 23% über 60 Jahre, knapp 18% über 65. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Tendenz steigend u.a. durch Pandemie und durch Tendenz, dass Kindern von Transferleistungsempfänger:innen ebenfalls den Einstieg in den Arbeitsmarkt nur schwer oder gar nicht finden, laut Aussage vom örtlichen Jobcenter.
https://www.badlauterberg.de/fileadmin/user_upload/leben/Haushalt_2021/17_-_Haushaltssicherungsbericht_und_Konzept_2021.pdf
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Armutskonferenz-warnt-vor-wachsender-Armut-durch-Corona,aktuellhannover8266.html#:~:text=Die%20Landesarmutskonferenz%20Niedersachsen%20warnt%20davor,der%20Corona%2DPandemie%20versch%C3%A4rfen%20k%C3%B6nnte.&text=Bereits%20jetzt%20sei%20fast%20jeder,Prozentpunkt%20auf%2016%20Prozent%20gestiegen.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
https://www.statistik.niedersachsen.de/startseite/presse_service/presse/presse_archiv/armutsgefahrdung-in-niedersachsen-2019-hoher-als-in-den-vorjahren-191469.html
https://www.gruene-osterode.de/archiv/kommunalwahl-2011-gemeinden-und-landkreis-osterode-am-harz/stadt-bad-lauterberg/buergermeisterwahl/expand/356847/nc/1/dn/1/
Sowie Medienberichte und die Wahrnehmung vor Ort, dass die Situation durch die Pandemie und die wachsende Einkommenskluft in der Gesellschaft verschärft wird.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
haus_der_begegnung1.pdf
(652.14 KB)
haus_der_begegnung2.pdf
(172.83 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt wurden bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen ausgestattet. So werden weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchgeführt und bei Bedarf erweitert und angepasst. Damit weiterhin, und verstärkt durch Begegnung und Austausch, ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. Indem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das Einsamkeit, Chancenlosigkeit und Konflikten vor. In Bad Lauterberg sowie in der gesamten dezentralen Region im Harz konnten rechte Ideologien in den vergangenen Jahren an Einfluss gewinnen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken sind die oben beschriebenen Ansätze von grundlegender Bedeutung. Bewohner:innen bekommen dadurch neue Perspektiven und werden an Wege der politischen Mitbestimmung erinnert oder lernen sie erstmals kennen. Im direkten Kontakt mit den Menschen sind bei einigen bereits Zeichen für eine ins positive veränderte Wahrnehmung von Situationen, Mitmenschen und Strukturen erkennbar. Das wirkt sich dann wiederum positiv auf ihren eigenen Alltag aus, weil neue Kontakte entstehen oder sich andere Perspektiven entwickeln. Der beste Hinweis, dass die Arbeit Früchte trägt und stabil aufrecht erhalten werden sollte.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Persönliches Netzwerk und Vertrauen zueinander wird für Stärkung der Zusammenhalt in der Nachbarschaft und die Teilhabe aller Bewohner:innen genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Von Wohnungslosigkeit bedrohte oder betroffene Menschen erhalten die notwendige Unterstützung und eine menschenwürdige Unterkunft.
Kriterium
Beschreibung
Stabile und zielgerichtete Angebote und Aktivitäten Ergebnis der Kooperation im Netzwerk sind.
Kriterium
Beschreibung
Es wird sowohl strategisch und langfristig gemeinsam geplant, als auch kurzfristige Unterstützung zum Wohle der Bewohner:innen gemeinsam organisiert.
Kriterium
Beschreibung
Einsicht, dass eine starke Nachbarschaft nicht automatisch entsteht, sondern geschaffen werden muss. Die Menschen in der Nachbarschaft sind miteinander verbunden und füreinander da.
Beschreibung
Gemeinsam mit dem Netzwerk eine soziale Infrastruktur entwickelt wurde, die sicherstellt, dass wohnungslose & arme Menschen gut unterstützt & nicht aufgrund von "Nicht-Zuständigkeiten" oder mangelhafter Absprachen nicht ausreichend unterstützt werden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Vitalis plus/ abw
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senior:inneneinrichtungen Cursana, Kuranum, Abendfrieden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pastor:innen Andreasgemeinde und Paulusgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Manyways Familienzentrum
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Haus der Begegnung soll als wichtiger Teil der kommunalen Strukturen langfristig Bestand haben. Es soll durch eine Grundfinanzierung aus öffentlichen Geldern (Landkreis & Stadt) sowie eine Mietumlage auf alle Akteur:innen je nach Möglichkeit & Spenden finanziert werden. Bereits jetzt sind Stadt und Landkreis mit einer anteiligen Finanzierung dabei. Da es freiwillige Leistungen sind, ist das Budget noch begrenzt. Weitere Förderungen wie bspw. des BAMF wurden für Einzelmaßnahmen beantragt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bunt zusammengesetzt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Barbara Weissenborn
| Organisation | Sprotte e. V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführerin |
2. Kurzbeschreibung
Ein interkultureller und intergenerativer Treff-Garten mit Pavillon für die Lehmwandlung
Projektbeschreibung
Schaffung eines öffentlichen Platzes der Begegnung zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts durch Aufwertung einer vorhandenen Sitzgruppe an der Hauptstraße der Lehmwandlung als selbstgenutzter und angeleiteter Treffpunkt für Menschen aus dem Quartier. Als Gemeinschaftsprojekt soll die bisherige Fläche mit Sitzgruppe nach einer Planphase mit Ideen und unter Beteiligung der Bewohnenden ertüchtigt werden. Nach der gemeinsamen Umgestaltung als Phase des gemeinsamen Kennenlernens sollen dort neben den bisher überwiegend selbstorganisierten Treffen Angebote für Kinder- und Jugendliche, Erwachsene und Ältere aus allen Kulturen stattfinden, gemeinsame und spezifische Angebote, kreative und gärtnerische, aber auch gesundheitssportliche Treffen sollen Menschen erreichen, die bisher kaum oder schwer Zugang in das Begegnungszentrum finden und auch die große Sport-und Freizeitfläche im Gebiet nicht nutzen. Hauptamtliche Sozialarbeitende, Erziehende und Fachkräfte aus der Senioren-/Begleitungsarbeit werden "aufsuchend" vor Ort sein, anlassbezogen für Beratung zur Verfügung stehen, an den selbstorganisierten Treffen teilnehmen und diese auffordernd unterstützen, um die bereits gebildeten Nutzendengruppen aufzulockern, neue Nachbarschaftsgruppen zu ermöglichen, Konflikten abzubauen und Integration der verschiedenen Bevölkerungs- und Interessengruppen im Quartier zu verbessern und durch die stärkere, organisierte Nutzung das Wohnumfeldes verbessern und kriminalpräventiv wirken.
Mit diesem Projekt setzt der Sprotte-Verein eine Anregung aus der Bewohnerschaft, vor allem aus dem zahlreichen Geschosswohnungsbau um, die im Corona-Jahr die Bedeutung öffentlicher Aufenthaltsorte an der frischen Luft als neue Möglichkeit des Zusammentreffens für sich entdeckt haben und sich aus nachvollziehbaren Gründen z. B. eine Überdachung wünschen, um diesen Platz wetterunabhängig nutzen zu können. Der Verein wiederum möchte den Ort nutzen, um offensiv neue Kontakte mit und unter den Bewohnenden zu knüpfen und das Aktions-und Beratungsangebot niedrigschwellig auszubauen. Außerdem soll durch die Nutzung und Pflege der gemeinschaftlichen Fläche ein besseres Bewusstsein für Verantwortung im Wohnumfeld entstehen. In einer ersten Phase sollen über verschiedene Beteiligungsmethoden die Bewohnenden an der Planung beteiligt werden, danach der Umbau gemeinschaftlich stattfinden und die Fläche für alle gleichberechtigt nutzbar gemacht werden
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In einem BiWAQ-Projekt wurden 2017 auf einer Grünfläche (85 m²) an der Hauptstraße des Quartiers eine offene Sitzecke mit Tisch und Bänken und zwei Gemeinschaftsbeete angelegt, die über die Jahre durch ehrenamtliche Pflege des Sprotte e.V. erhalten werden konnten und von unterschiedlichen Kultur- und Altersgruppen zu verschiedenen Zeiten genutzt wird. Im Corona-Jahr 2020 kam diesem Platz vor allem für die zahlreichen Bewohnenden des Quartiers aus den Wohnungen des Geschosswohnungsbaus als Corona-gerechter Aufenthaltsplatz eine besondere Bedeutung zu. Viele Wohnungen sind stark belegt, verfügen über kleine/ keine Balkone, im Wohnumfeld wurden Sitzmöbel entfernt, Spielplätze abgesperrt. Durch den Wegfall aller Aktivitäten mangelt es an gemeinsamen Tun. Aus der verstärkten Nutzung ergaben sich schnell Nutzungskonflikte, vor allem zwischen den verschiedenen Kulturgruppen, die sich durch Zuzug neuer Bewohnender ohne Kenntnis der Gepflogenheiten und Sitten verschlimmerten. Das Areal offen und kann nur bei trockenem Wetter genutzt werden. Seitens der Kommune soll dieses Areal geräumt werden, die Bewohnenden nutzen die Sitzgruppe intensiv und möchten das Areal aufwerten, mehr Sitzgelegenheiten schaffen, überdachen und neue Beete anlegen. Sprotte e.V. möchte gemeinsam mit der MSO "Menschen helfen Menschen e.V“ über einen gemeinsamen Planungsprozess mit den Bewohnenden die aktive Aufwertung, Gesprächsanlässe und gemeinsame Aktionen anbieten, notwendige Aktivierung und Eigeninitiative forcieren und die Situation in der Nachbarschaft und unter den Bewohnenden befrieden. Das Gebiet verfügt über eine 10.000 m² große Sport-und Freizeitfläche, ruhige Treffmöglichkeiten sind jedoch rar.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg Lehmwandlung
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt zentral im durch Geschosswohnungsbau geprägten südöstlichen Teil der Lehmwandlung.
Die Lehmwandlung hat eine Gebietsfläche von 1,22 km², 4305 EW und eine Bevölkerungsdichte von 3528,68 EW/km² (Gesamtstadt 502)
Einwohnerzahl
4305
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt/ Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Sprotte e.V. arbeitet nach den 10 durch die LAG definierten Handlungsfeldern der Gemeinwesenarbeit und verfolgt mit dem Projekt die Handlungsfelder Wohnumfeld, Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur, Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen, der Stadtteilkultur und Imageverbesserung. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf Grund der Konfliktlage im Wohnumfeld im Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen. Das Projekt soll einen neutralen Begegnungsraum schaffen und so zum besseren und eigenständigen Zusammenleben beitragen, der Zusammenhalt der Bewohnenden stärken und Offenheit für Akzeptanz und Anerkennung erhöhen. Wir sorgen mit Angeboten für Begegnung und Kommunikation, möchten Fähigkeiten des Konfliktmanagements vermitteln und verstärken und mit Spaß und Leidenschaft für gemeinsames Tun den nachbarschaftlichen Zusammenhalt beleben. Durch die neue, neutrale Fläche wollen wir den Zugang zu sozialer Infrastruktur im Gebiet erleichtern und Vertrauen in die bereits bestehenden Einrichtungen schaffen, niedrigschwellig Menschen "auf der Straße" ansprechen und die unterschiedlichen Bedürfnisse und Bedarfe der Bewohnenden zur Nutzung öffentlicher Flächen analysieren und zu einem gemeinsamen Konzept entwickeln. Die Maßnahme trägt zur Wohnumfeldverbesserung bei und soll durch den gärntnerischen Anteil (Beete und Infotafeln) eine bereits vorhandene Fläche höher qualifizieren, gleichzeitig den Blick auf die Umwelt richten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelungen ist, die bestehenden Konflikte zu befrieden und durch neue, noch unbesetzte Plätze und Angebote, gemeinsame Aktionen und Aktivitäten das WIR-Gefühl zu stärken, neue Nachbarschaftsnetzwerke zu bilden und Diversität eine Bereicherung ist.
Beschreibung
es gelingt, den Platz gemeinsam so zu beleben und zu nutzen, dass es stadtseitig nicht als kritisch angesehen wird und der Wunsch der Bewohnenden nach Ausbau und Ertüchtigung respektiert wird und erfolgreich dem Abbau entgegensteht
Kriterium
Beschreibung
sich eine Gruppe gefestigt hat und durch Einzelpersonen ergänzt wird, die Verantwortung dafür übernehmen, dass der Platz für alle offen und nutzbar bleib und ein friedliches Neben- oder Miteinander das Wohnumfeld bereichert.
Kriterium
Beschreibung
wenn durch den zusätzlichen Treffpunkt ein neuer "dritter Ort" im Gebiet entstanden ist, der für viele Aktivitäten genutzt werden kann.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Sprotte e.V. ist ein aus bürgerschaftlichem Engagement entstandener Verein, der seit 2006 ehrenamtlich im Feld der Gemeinwesenarbeit im ehemaligen Soziale Stadt-Gebiet Lehmwandlung aktiv ist. Seit 2010 führen wir im Auftrag der Stadt Nienburg die Gemeinwesenarbeit des Gebietes auch hauptamtlich aus, bieten Bildungs- und Beratungsangebote, sind Ansprechpartner*innen für die Anliegen und Ideen und Bedarfe aus der Gebietsbevölkerung. Gut eingeführte und stetig ausgebaute Strukturen, langjähriges Vertrauen aus erfolgreicher Unterstützung und Beratung verleihen der GWA, aber auch den anderen Aktivitäten des Vereins eine hohe Akzeptanz in der inhomogenen Bevölkerung. Als neutrale und gebietsparteiische Einrichtung stellen wir das Haus und alle seine Möglichkeiten und die hohen Qualifikationen und interkulturellen Fähigkeiten des Teams in unseren Netzwerken auch anderen Organisationen und Einrichtungen zur Verfügung, arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich in der Entwicklung und Fortentwicklung eines besseren und für alle gerechten Gebietsumfeldes und für mehr Teilhabe an Gesellschaft, Erwerbsarbeit und Bildung. Wir motivieren zu Selbstorganisation und ermutigen zu eigenständigem und am Ende auch selbstbestimmtem Leben, vor allem nach Lebenskrisen, Flucht oder familiären Schicksalsschlägen. Wir sind die Kümmerer vor Ort und begleiten Kinder inzwischen von der Krabbelgruppe bis zu Abitur und Studium. Wir machen Zusammenleben besser, Eltern stolz und geben Menschen Perspektive.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das gelungene Projekt braucht im Anschluss an die Förderung etwa 5.000 € jährlich, um Sachkosten und Ehrenamtspauschalen zu decken und ist neben Spenden, die der Verein dafür aus einem festen Unterstützendem -Pool generiert über den Etat der Gemeinwesenarbeit des Sprotte e.V. dauerhaft abgesichert.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
img_4350.jpg
(206.75 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Buntes Quartier Nordstadt für alle
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Julia Gebauer
| Funktion | Koordination Nachbarschaftszentrum |
|---|
2. Kurzbeschreibung
gemeinsam - vielfältig - selbstverständlich - freiwillig
Projektbeschreibung
Die Lebenshilfe ist in der Braunschweiger Nordstadt mit einem vielfältigen Angebot vertreten. Es gibt an vier Standorten im Stadtteil Wohn- und Assistenzangebote für erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung. Die Lebenshilfe ist außerdem Kooperationspartner in einem Bürgerzentrum und öffnet gerade einen parkähnlichen Garten einer Wohnstätte für die Bevölkerung als Stadtteilgarten („Ludwigsgarten"). Das Bürgerzentrum existiert seit 2009 als niedrigschwelliger Nachbarschaftstreff mit Kaffee-Ecke und wird von Ehrenamtlichen mit und ohne Beeinträchtigung bewirtschaftet. Es gibt ein inklusives Programm mit Freizeit-, Bildungs- und Beratungsangeboten, größtenteils auch auf ehrenamtlicher Basis. Kooperationspartner im Bürgerzentrum ist die Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten. Mit dem Ludwigsgarten entsteht auf dem Gelände einer Wohnstätte aktuell eine grüne "Oase" mit ökologischem und kulturellen Potential. Neben einem Mehr an Wohnqualität für alle Nachbarn bei insgesamt wenig Grün im unmittelbaren Umfeld entsteht vor allem auch ein Begegnungsort für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.
Es sind dementsprechend räumliche Ressourcen, fachliche Kompetenz und ehrenamtliches Potential vorhanden, die es nahelegen, gebündelt zu werden.
Bereits vorhandene Strukturen im Bürgerzentrum sollen ausgebaut, Strukturen im Stadtteilgarten aufgebaut werden. Beide Begegnungsorte können aus einer Hand in Person eines "Kümmerers" miteinander vernetzt und "bespielt" werden und eröffnen neue Möglichkeiten und Chancen für alle Nachbarn im Stadtteil.
Konkret soll das Projekt Nachbarn über gemeinsame Aktivitäten zusammen- und sich gegenseitig näherbringen – unabhängig von Alter, Beeinträchtigung oder Migrationshintergrund. Über gemeinsame Interessen und entsprechende Beteiligungsmöglichkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt und die Wohn- und Lebensqualität erhöht. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Nordstadt ist ein lebendiger Stadtteil mit einer bunt gemischten Bewohnerschaft–alte Menschen, zunehmend Studenten, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit Beeinträchtig. und mit Menschen in schwierigen sozial. Lagen, für die die Nordstadt dank zahlreicher Unterstützungsangebote zum Zuhause geworden ist.
Profession. Akteure sozialer Dienstleister, Vereine, Wohnungswirtschaft, etc. haben ein Interesse daran, die Nordstadt zu einem lebenswerten Stadtteil zu machen und zusammen zu arbeiten. Für richtige Netzwerkarbeit fehlt es aber noch an geeigneten Strukturen und Verantwortlichen. Ein direktes Budget für die Sozialraumarbeit existiert nicht, deshalb konnte bisher keine hauptamtl. Stelle im Bürgerzentrum realisiert werden. Das, was mit Ehrenamt erreicht werden kann, ist erreicht. Für die qualitative Weiterentwicklung der Arbeit bedarf es professionell. Begleitung. Die Lebenshilfe hat sich in der Vergangenheit bereits um Fördermittel für die Arbeit im Sozialraum bemüht. Durch eine von Aktion Mensch geförderte Stelle wurde z.B. Menschen mit Beeinträchtig. ermöglicht, ein Ehrenamt in ihrem Quartier auszuüben. Für den Ludwigsgarten konnten Mittel über Aktion Mensch akquiriert werden. Aktuell ist eine neue Projektstelle zum Thema Inklusive Nachbarschaft beantragt, die auch die Ressourcen vom Bürgerzentrum nutzt, aber nicht für dessen Organisation zuständig ist. Die hiermit beantragten Fördermittel könnten diese Lücke schließen, die Sozialraumarbeit qualitativ weiterentwickeln. Auch beim neu entstehenden Ludwigsgarten geht es darum, ihn als Ressource im entstehenden Netzwerk zu verankern, ihn für Umwelt-, Bildungs- und Kulturangebote verfügbar zu machen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Nordstadt
Beschreibung
Statistische Stadtbezirke 16 (Nordbahnhof) und 43 (Siegfriedviertel)
Einwohnerzahl
11905
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schlaglichter Soziale Stadt Braunschweig 2020
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)
Gesamtstadt: Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
buntes_quartier_nordstadt_fuer_alle_2.pdf
(108.36 KB)
buntes_quartier_nordstadt_fuer_alle_1.pdf
(174.82 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Erfahrung letzten Jahre hat gezeigt, dass mit ehrenamtlichem Engagement viel erreicht werden kann. Mit dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit wird das Ziel verfolgt bereits vorhandene Strukturen auszubauen und zu professionalisieren, Ressourcen zu bündeln und für das Projekt verfügbar zu machen. Mit der Schaffung der Stelle eines "Kümmerers" werden Vernetzung, Vermittlung und Beratung in einer Person zusammengefasst, die den "Hut" auf hat, organisiert und koordiniert. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Interessierte Nachbarn sollen an Prozessen im Stadtteil beteiligt werden und das Angebot mitgestalten. Über gemeinsame Interessen und Tätigkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander der unterschiedlichen Gruppen gestärkt. Nachbarn sollen sich dadurch stärker mit ihrem Stadtteil identifizieren, was wiederum die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement erhöht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
nicht die Lebenshilfe alleine das Angebot in Garten und Bürgerzentrum vorgibt und steuert, sondern Bewohner das Angebot entsprechend ihrer Bedarfe und Wünsche mitgestalten und dementsprechend auch annehmen.
Kriterium
Beschreibung
nicht der persönliche soziale oder Migrations-Hintergrund, eine Beinträchtigung, Alter, etc. im Vordergrund steht, sondern das gemeinsame Interesse an einer Tätigkeit.
Beschreibung
alle Beteiligten für sich einen persönlichen Mehrwert an Wohn- und Lebensqualität durch die Beteiligung/ gemeinsame Tätigkeiten haben.
Beschreibung
die räumlichen, fachlichen und vor allem ehrenamtlichen Ressourcen gebündelt und durch einen profesionellen Kümmerer kanalisiert und für alle Beteiligten verfügbar gemacht werden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk an Ehrenamtlichen, Nachbarn und Besuchern
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nibelungen Wohnbau GmbH/ Braunschweiger Baugenossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung St. Thomaehof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kinder- und Familienzentrum St. Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FANPROJEKT Braunschweig (AWO)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SoLaWi Dahlum GbR (Bio-Landwirtschaftsbetrieb)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Forum Verein zur Förderung bürgernaher Stadtplanung e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Protohaus Makerspace gGmbH (offene Hightec-Werkstatt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Julius-Kühn-Institut (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Lebenshilfe bedient mit ihren Aktivitäten im Stadtteil die Ziele städtischer Programme. Die Stadt ist über die Arbeit der Lebenshilfe in der Nordstadt informiert und unterstützt diese inhaltlich. Sie hat das Potential der sozialräumlichen Arbeit und die Notwendigkeit einer entsprechenden personellen Ausstattung erkannt und entwickelt zur Zeit Standards für Nachbarschaftszentren. Die Akteure sind im Gespräch, es ist aber noch nicht absehbar, wann dies umgesetzt wird.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
InGe hilft!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nikolaus Lemberg
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Unterstützungsnetzwerk für internationale Familien, Geflüchtete und Hilfsbedürftige in der Samtgemeinde Salzhausen
Projektbeschreibung
Die Interessengemeinschaft e.V. (InGe) ist als Sozialunternehmen seit 35 Jahren in Salzhausen aktiv. Die Arbeit mit internationalen Familien und die Hilfen für Geflüchtete ist schrittweise über die letzten Jahren entstanden. Seit 2020 bieten wir mit der Nachbarschaftshilfe „Handschlag“ eine Corona-Einkaufshilfe für die ländlich strukturierte Samtgemeinde an. Ehrenamtliche Helfer*innen übernehmen Patenschaften für die 1-zu-1 Nachbarschaftshilfe. Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit wollen wir die entstandenen Projektteile zusammenführen und verstetigen. Schon heute unterstützen wir, wo erforderlich, mit allgemeiner Sozialberatung und ggf. auch Vermittlung zu anderen Hilfsangeboten. Diesen Ansatz gilt es, mit Hilfe von drei Teilstellen, zu professionalisieren und damit langfristig eine Ehrenamtsbörse zu initiieren. Bedarfe werden zeitnah erfasst, aufgenommen oder weitervermittelt. Hilfreich ist dafür sowohl das vereinseigene Angebot als auch das regionale Netzwerk. Zentral ist z.B. die Kooperation mit der ortsansässigen Tafel „InterZOB“, die coronabedingt ihre Türen nicht mehr für die hilfsbedürftigen Menschen öffnen konnte. Nun obliegt es uns und den Helfern des ehrenamtlichen Fahrdienstes die bedürftigen Haushalte zu beliefern. Neben vielen Familien, Paaren und Einzelpersonen verschiedensten Alters und kulturellem Hintergrund, gehören immer mehr BewohnerInnen aus dem betreuten Wohnen für Senioren dazu, sowie Bewohner*innen der drei Wohnunterkünfte für geflüchtete Menschen. Besonders bei den ausländischen Familien, innerhalb der Unterkünfte, aber auch im privathäuslichem Umfeld, tauchen immer wieder zusätzliche Bedarfe auf. Ziel ist es dort Entlastung zu schaffen, z.B. durch die Bereitstellung von Beschäftigungsmöglichkeiten, Beratung bei der Kindererziehung und der Gelegenheit des Austauschs zur aktuellen Situation. Unser besonderer Fokus liegt in der Schnittstelle zwischen Schule und Elternhaus. Es gilt Schreiben der Schulen und Kitas adäquat zu übersetzen, Homeschooling zu unterstützen und auch individuelle Hilfen zu installieren. Während des Distanz-, Wechsel- und Home-Unterrichts war es oberstes Ziel, Kindern den so wichtigen Anschluss ans Bildungssystem zu erhalten oder überhaupt erst zu ermöglichen. Im Bereich Schule, Jugendhilfe und Bildungsarbeit mit geflüchteten Familien, können wir schnelle Hilfen installieren und greifen hier auf Erfahrungen von mittlerweile 12 Jahren zurück. Wichtig ist uns die Menschen im Gemeinwesen partizipativ zu beteiligen.
Laufzeit
2021-07-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Zuwanderung hat sich in den letzten Jahren im Landkreis Harburg sehr dynamisch entwickelt. Hierzu gehören Zuzüge aus dem europäischen Ausland, aber auch eine deutlich gestiegene Zahl von Zuwanderungen aus Kriegs- und Krisenländern. Bereits 2015 lebten Menschen aus 39 (!) Nationen in Salzhausen. Heute existieren 3 Flüchtlingsunterkünfte in der Samtgemeinde. Ein Umzug in privaten Wohnraum in Dörfer und Ortsteile der ländlichen Region stellt unsere "Quartiersarbeit" vor besondere Herausforderungen. An den Schulen zeigen sich uns seit Jahren die Grenzen, aber auch Möglichkeiten der Integration. Schule allein kann die komplexen Bedarfe von ausländischen Familien nicht kompensieren. Sprachliche Barrieren werden nur punktuell aufgegriffen, die Unterstützung für die Kinder ist abhängig vom Einsatz und dem Engagement der Schulen und der Fördermöglichkeiten durch die Landesschulbehörde. Auch die ältere Bevölkerung steht vermehrt im Fokus: im Landkreis Harburg lässt sich der demographische Wandel durch eine Verschiebung der Altersstruktur klar erkennen. Angehörige alter und hilfsbedürftiger Menschen wohnen vielfach nicht mehr in der Nähe, so dass die Versorgung Hilfsbedürftiger durch Institutionen oder ehrenamtlich Helfende übernommen werden muss. Insgesamt verfügen die Mitgliedsgemeinden teilweise über keine ausreichende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Das Bemühen einzelner Personen und Gruppen ist schon seit langer Zeit hoch, nur fehlt es in einigen Bereichen an einer Vernetzung der Hilfsangebote, wodurch Ressourcen teilweise verschwendet werden. Cornabedingt ruhen Hilfen und Angebote oder sind stark eingeschränkt. Hier gilt es neue Wege zu finden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzhausen - Eyendorf - Garlstorf - Garstedt - Gödenstorf - Salzhausen - Toppenstedt - Vierhöfen + Ortsteile
Beschreibung
Unser Angbebot richtet sich grundsätzlich an alle Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Salzhausen, da unser bestehendes Netzwerk bereits alle Orte erreicht. Eine Abgrenzung des Fördergebietes besteht zum Landkreis Harburg insgesamt. Bezüglich der Unterstützung von geflüchteten und ausländischen Familien liegt der Fokus auf Salzhausen, Eyendorf und Gödenstorf plus der jeweiligen Ortsteile, da in diesem Bereich die drei Wohnunterkünfte für geflüchtete Menschen und der Großteil derer Privathaushalte liegen.
Einwohnerzahl
14965
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Samtgemeinde Salzhausen; Stand 26.5.2021
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung; Grundlage Demographie-Gutachten Landkreis Harburg, CIMA Institut für Regionalwirtschaft GmbH
Hannover, Oktober 2019
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung, CIMA 2019 (s.o.)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Samtgemeinde Salzhausen; Stand 26.5.2021/ Landkreis Harburg (Abteilung Migration); Stand 31.12.2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
landkreis_harburg_grafik.jpg
(32.54 KB)
karte-sg-salzhausen-mitgliedsgemeinden.jpg
(310.26 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Schon in der Gründungssatzung unseres Vereins wurden 1986 grundlegende Punkte der Gemeinwesenarbeit als Basis der bevorstehenden Arbeit benannt. Der generationsübergreifende Gedanke, aber auch die Belange von hilfebedürftigen und kranken Menschen, bilden bis heute das Fundament unseres Tuns. Der ehrenamtliche Vereinsvorstand sowie alle beteiligten MitarbeiterInnen und weiteren ehrenamtlichen HelferInnen, haben aufgrund der vielfältigen Arbeitfelder einen guten Überblick in die Bedürfnislagen der Menschen vor Ort. Diese schnell, flexibel und niedrigschwellig aufzugreifen gelingt uns seit Jahrzehnten in vielerlei Projekten und beruht vor allem auf einem großflächigen Netzwerk. Zu diesem gehören neben öffentlichen Einrichtungen vor allem auch Vereine, Helferkreise und private, einflussreiche Einzelpersonen. Da sich in unserem Verein jede Altersgruppe wieder findet und auch Themen wie Zuwanderung und demographischer Wandel immer mitgedacht wurden, sind unsere Angebote sozialräumlich und ressortübergreifend. InGe ist mittlerweile eine wichtige Anlaufstelle vor Ort geworden, rund um Pflege und Betreuung, aber auch bezüglich Angebote an Schulen, wie Schulkindbetreuung, Schulassistenz und Müttercafé international. Gleichzeitig vernetzen wir bestehende Strukturen und versuchen den Bewohnerinnen und Bewohnern in der Samtgemeinde Salzhausen einen Roten Faden in der Vielfalt der Angebotsstruktur zu vermitteln.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen achten auf ihre Nachbarn und interessieren sich für deren Belange und Nöte. Es besteht eine Offenheit gegenüber verschiedenen Kulturen und Interessen.
Beschreibung
Vorhandene Helferkreise sind vielfach bereits vorhanden. Ressourcen werden verdoppelt, wenn unser Projekt es schafft die Angebotsstruktur aufzudecken und Unterstützung in der Organisation anzubieten.
Kriterium
Beschreibung
Unser Verein/ Netzwerk richtet den Blick immer wieder auf die Bedürfnisse der BewohnerInnen und gleicht das vorhandene Angebot damit ab.
Kriterium
Beschreibung
Akteure vor Ort, auch ehrenamtliche Gruppen, sind gut vernetzt und haben eine Anlaufstelle, wo sich ihre Ressourcen bündeln und sinnvoll einsetzen lassen. Stichwort Ehrenamtsbörse.
Kriterium
Beschreibung
Helferkreise übernehmen eingenständig Patenschaften für Personen und/ oder Projekte.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gesamtkirchengemeinde Salzhausen - Raven (St. Johannis Kirche Salzhausen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
https://www.salzhausen.de/portal/meldungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Living Quarters (Betreiber der Wohnunterkünfte für geflüchtete Menschen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft e.V. mit ihren vielfältigen Angeboten für alle Generationen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Handschlag-Projekt ist auf großes Wohlwollen beim SG-Bürgermeister gestoßen. Wir wollen weiter den guten Kontakt dorthin suchen/ halten, um über ggf. anschließende Finanzierungsmöglichkeiten im Gespräch zu bleiben. Mit den Schulen der SG stehen wir permanent im Austausch und arbeiten gemeinsam an Lösungen für die Kinder und Familien. Der Verein selber ist auch aus sich selbst heraus in der Lage weitere Fördermittel zu akquirieren und für genannte Ziele einzusetzen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On