Skip to main content

Einfach da sein

Secondhand Kaufhaus als Interkultureller Willkommens- und Begegnungsort für Geflüchtete und Einheimische

Ansprechpartner
Achim Wolff
Funktion Pastor
Begegnungsort für geflüchtete und einheimische Familien
Projektbeschreibung
Anfang 2024 wird in Altenwalde eine Ankunftszentrum (AZ) für 800 Geflüchtete entstehen. 2016 war dort eine Notunterkunft. Durch das Engagement der Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde (OHA) wurde eine aktivierende Begleitung der Bürger*innen und geflüchteten Menschen organisiert. Letzteres bis heute. Dennoch gibt Ängste in der Bevölkerung. Um mögliche Konflikte zu vermeiden und Begegnungen zwischen Einheimischen und Geflüchteten zu ermöglichen, wollen wir das Sozialkaufhaus (Teilprojekt 1) und den offenen Kinder- und Jugendtreff DOM als Quartierstreffpunkte (Teilprojekt 2) ertüchtigen. Dabei soll ein offenes Konzept mit niederschwelligen soziokulturellen Angeboten für alle Altersgruppen für Anwohner im Ort und der AZ umgesetzt werden. Integration funktioniert wo ein gegenseitiges Kennenlernen auf Augenhöhe und gelingende Selbstwirksamkeit möglich ist. Als Flüchtlingsinitiative mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Integration und Bildung wollen wir mit den beiden Projekten einen weiteren Schritt in diese Richtung gehen. Der Jugendtreff, z.Zt. durch ehrenamtliche Jugendliche an 2 Tagen geöffnet, wird durch den Mitarbeitenden im Quartierstreff auf 7 Tage ausgeweitet. Er wird gemeinsam mit den Anwohner*innen und Ehrenamtlichen gestaltet. Dabei werden Bedürfnisse aller Altersgruppen berücksichtigt. Familien-, Seniorenangebote und schwerpunktmäßig die Arbeit als Jugendtreffpunkt werden dabei sein. Das gelingende Miteinander, das die Bedürfnisse der Geflüchteten nach geschützten Räumen aufgrund von Traumatisierungen ernstnimmt und Begegnung und Beteiligung aller ermöglicht, trägt erneut zum Gelingen des Ankommens und Willkommens und letztlich des gemeinsamen Lebens bei. Hier wird die Fachkraft sensibilisieren. Eine Herausforderung für die gemeinsame Normalität werden die unterschiedlichen Werte und Erfahrungen der Menschen sein. Bei Traumata müssen therapeutische Angebote vermittelt werden. Der Schwerpunkt liegt auf Partizipation. Die BesucherInnen sollen Angebote und Aktivitäten wie Kochabende, Feste und Fußballturniere mitbestimmen und -gestalten dürfen. So können sie sich als aktiv Handelnde erleben, nicht als Bittsteller und Opfer. Da Anwohner*innen der Kaserne erst kurz in Deutschland sein werden, müssen die Angebote mit rudimentären Sprachkenntnissen funktionieren. Die Angebote sind eingebettet in die vielfältigen Angebote der Kirchengemeinde und deren zugehöriger Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde.
Laufzeit
2023-12-11 00:00:00
Ausgangslage
Der Quartierstreff Dom soll in einer Zeit ertüchtigt werden, in der, nach Corona und inmitten eines Krieges, der Unsicherheit mit sich bringt, die ehemalige Kaserne als Aufnahmeeinrichtung (AZ) für bis zu 10 Jahre ausgebaut wird. Das verunsichert die Menschen. Wir hoffen das Projekt in Altenwalde umsetzen zu können, weil die geflüchteten Menschen, die z.T. traumatisiert kommen, eine Kultur des Willkommens vor Ort brauchen, um anzukommen, Halt zu finden, erste Kontakte zu knüpfen. Die Anwohner*innen brauchen Begleitung in dieser veränderten Lebenswirklichkeit, Möglichkeiten der Mitgestaltung und Bearbeitung ihrer Vorbehalte. Bereits 2016 wurden in der Kaserne wenige Monate Geflüchtete untergebracht. Die gemachten Erfahrungen waren überwiegend positiv. Akteure aus Politik, Kirche, Sportvereinen und öffentlichem Leben moderierten die Nutzung, so dass BürgerInnen sich mit ihren Bedenken ernst genommen fühlten. Die Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde, die bis heute ein wesentlicher Akteur der Flüchtlingsarbeit in der Stadt Cuxhaven ist, verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gemeinwesenarbeit und ist gut vernetzt. Wir schaffen Begegnungsräume, in denen das interkulturelle Miteinander erlebt, Vielfalt erlernt und gelebt werden kann. Nur mit Strukturen im Ort ist eine Akzeptanz des AZ und gutes Zusammenleben möglich. Mit zwei Teilprojekten knüpfen wir an bestehende Kooperationen an, wie mit dem Bündnis für Respekt in Cuxhaven, der engagierten Stadt, den in der Flüchtlingsarbeit engagierten Wohlfahrtorganisationen von Caritas, Diakonie und Paritätischen und dem Landkreis Cuxhaven. Die Menschen im Quartier werden von Beginn an in die Gestaltung eingebunden.
GWA/QM-Ansatz
Die Kirchengemeinde ist seit Jahren konzeptionell und methodisch im Bereich der GWA aktiv. Die Zielgruppen mit ihren Bedarfen, Interessen und Kompetenzen stehen im Mittelpunkt. Dies umfasst neben dem offenen Kinder- u. Jugendtreff DOM ein Kinderferiendorf („Hammer“), die Aktivitäten der Flüchtlingsinitiative mit ca. 50 Freiwilligen, das SecOndHAnd-Sozialkaufhaus, den Mittagstisch von und für SeniorInnen u.v.a.. Das AZ wird das Quartiersleben nachhaltig verändern. Durch die Erweiterung des DOM zum Quartierstreff für Menschen aus dem Quartier und dem AZ, werden verschiedene Aspekte der GWA aufgenommen. Im Konzept werden alle Kinder und Jugendliche des Sozialraums in den Blick genommen, darüberhinaus weitere Ziuelgruppen. Ein niedrigschwelliger Begegnungsort soll entstehen. Die Selbstorganisation, Partizipation und Durchmischung der Zielgruppen sind wesentliches Prinzip. Da multikulturelles Zusammenleben Hauptaugenmerk ist, achten wir auf einfache Sprache, kultur-, alters- und bedarfsgerechte Angebote. Nach Bedürfnissen der Besucher werden gemeinsam mit ihnen Angebote entwickelt. (Zuhören/Bedarfe recherchieren) und unter Beteiligung (Mitwirken/Handeln) durchgeführt. Der Quartierstreff DOM und seine hauptamtliche Kraft fungieren als Mittler zwischen den verschiedenen Kulturen und Bevölkerungsgruppen. Mit dem begleiteten Begegnungsort wird der soziale Frieden im Ort gefördert, die längerfristige Akzeptanz des Ankunftszentrums wird wahrscheinlicher.
Nachhaltigkeit
Der Quartierstreff DOM ist ein wichtiger Begegnungsort in der Ortsmitte, für Jugendliche, Anwohner und Menschen aus dem AZ. Er wird eingebunden in Maßnahmen zur Prävention, um den sozialen Frieden im Quartier zu erhalten und zu fördern. Gemeinsam mit der Verwaltung des Landkreises und der Stadt Cuxhaven werden während der Projektlaufzeit Recourcen erschlossen, um das Projekt weiterführen zu können.
Galerie
dom 2022

Stadtteil Café Neuenhäusen - Das Ufer-Cafe - Ein Treffpunkt, der verbindet

Ansprechpartner
Marianne Schiano
Funktion 1. Vorsitzende
Das Ufer-Cafe - Ein Treffpunkt, der verbindet
Projektbeschreibung
Dreimal pro Woche findet in der Celler Tafel e.V. Uferstraße 10 die Ausgabe der Lebensmittel statt. Zweimal pro Woche versorgen wir mit der Abendtafel Menschen direkt vor Ort mit Suppe, Brötchen und Kuchen. Dieses bestehende Angebot soll mit einem Stadtteil Café Neuenhäusen erweitert werden. Es soll ein Café werden, in dem Menschen unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft jedes Alters, Arbeit, Kontakte und Information finden. Kindern aus den drei Grundschulen in Neuenhäusen wollen wir regelmäßig eine warme Mahlzeit anbieten. Gemeinsam mit dem Jobcenter im Landkreis Celle werden Möglichkeiten geschaffen, weitere Beschäftigungsverhältnisse für Langzeitarbeitslose im geförderten Beschäftigungsverhältnis zu installieren. Das schafft eine Chance für Ältere, Arbeitslose mit Behinderungen und Migranten. Die Kooperation mit dem Verbund sozialtherapeutischer Einrichtung e.V. (VSE) ist vorgesehen, um auf diese Weise ein Netzwerk mit sozialtherapeutischem Hintergrund zu geschaffen. Auch eine Kooperation mit dem Kinderschutzbund Celle sowie der Obdachlosen Beratung sind möglich. Wir werden einen Arbeitsplatz mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von je 30 Stunden schaffen.
Laufzeit
2024-06-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Prinzip der Celler Tafel e.V. ist einfach erklärt: Wir sammeln überschüssige Lebensmittel von Supermärkten, Bäckereien, Einzel- und Großhändlern und verteilen diese an Menschen, die staatliche Unterstützung erhalten. Im Tansey-Haus in der Uferstraße 10, das uns im Jahr 2009 vom Ehepaar Tansey geschenkt wurde, befinden sich die Verwaltung, die Sortierstation, die Ausgabestelle Neuenhäusen, ein kleines Bistro und das Lebensmittellager.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Celle Neuenhäüsen
Beschreibung
Stadtteil Neuenhäusen (keine Angaben zur Größe der Fläche vorh.)
Einwohnerzahl
8000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Celle
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
keine Angaben vorhanden
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Es soll eine Anlaufstelle zur Unterstützung in besonderen Lebenssituationen sowie zum Austausch und zur Vernetzung verschiedener Bevölkerungsgruppen geschaffen werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen, Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden z.B. Paulusgemeinde oder Kreuzkirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CD-Kaserne, Celle (Jugendzentrum)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Parallel zu den städtischen Zielen des Sanierungsgebietes der Stadt Celle soll hier die Stärkung des Quartiers Neuenhäusen erfolgen. Zur langfristigen Finanzierung soll innerhalb der ersten drei Jahre darauf hingearbeitet werden, dass sich das Café selbst trägt. Dazu werden die Gäste angehalten eine freiwillige Spende abzugeben. Darüber hinaus sind jährliche Spenden von 20.000 Euro garantiert.
Galerie
grundriss ufer cafe din a3
Zustimmung Veröffentlichung
On

Treffpunkt Alpenblüte

Ansprechpartner
Frank Ritterhoff
Organisation kvhs Ammerland gGmbH
Funktion Bildungskoordinator
Aufbau eine Quartiertreffs im Quartier am Alpenrosenweg
Projektbeschreibung
Im Quartier Alpenrosenweg am Rande der Ortschaft Rostrup soll eine Begegnungsstätte mit einem Kümmerer eingerichtet und etabliert werden, der sich um die Sorgen und Nöte aller BewohnerInnen kümmert. Als herausfordernd am Quartier Alpenrosenweg kann die Überlagerung dreier Prozesse festgehalten werden: Sprunghaft angestiegener Ausländeranteil auf mittlerweile 43 % im Alpenrosenweg (Vergleich: Landkreis Ammerland: 8,5 %) (a). Demografische Polarisierung: Ca. 20 % der Bevölkerung sind 60 Jahre und älter, während ca. 30% jünger als 21 Jahre sind. Wenn man hierbei hinzuzieht, dass die insgesamt 497 Personen sich auf 152 Haushalte verteilen wird deutlich, dass einerseits alte alleinstehende Menschen und andererseits alleinerziehende Familien das Quartier prägen (b). Zudem ist das Quartier von Armut geprägt. Im Alpenrosenweg sind 40 % aller EinwohnerInnen im SGB II Leistungsbezug (c). Diese Zahlen deuten schon an, dass das Leben von Interessengegensätzen bei knappen Ressourcen gekennzeichnet ist. In Gesprächen vor Ort wurde deutlich, dass Einsamkeit, also die Abwesenheit von sozialem Kapital und auch fehlendes kulturelles Kapital, die Unwissenheit über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten, Probleme vor Ort sind. Zum Aufbau werden wir auch die Bevölkerung der Umgebung miteinbeziehen. Darauf zielen auch die Vorhaben des Quartierstreff ab: 1. Es werden alters- und kulturübergreifende Begegnungsformate entwickelt und umgesetzt zu Themen wie etwa Gesundheit und Bildung - die Schwerpunktsetzung und die Wahl der Formate erfolgt erst auf Grundlage der Präferenzen der Bewohnschaft, also partizipativ. 2. Der Treff setzt als offener Treff auf die Stärkung der Fähigkeit zur Selbstorganisation. Daher bestimmen die Bewohnerinnen und Bewohner selbst, welche Angebote konkret umgesetzt werden. Die kvhs bietet dabei die Erfahrung aus acht Jahren Quartierstreff in Rastede an, die bei der Umsetzung helfen wird. Besonders begrüßen wir jene Angebote die von BewohnerInnen selber für BewohnerInnen entwickelt und umgesetzt werden. Diesen Prozess einzuleiten und Empowerment zu stärken ist eine der Aufgaben des Kümmerers. 3. Ein Kümmerer erfährt von den Sorgen und Nöten der Bevölkerung und übersetzt diese in Aktivitäten des Quartierstreffs und macht diese somit auch über das Quartier hinaus sichtbar. Der Treff soll auch über das Quartier hinaus aktiv sein und eine Ortsidentität schaffen, somit den sozialen Zusammenhalt stärken und Stigmatisierungsprozessen entgegenwirken.
Laufzeit
2023-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Als herausfordernd am Quartier Alpenrosenweg kann die Überlagerung dreier Prozesse festgehalten werden: Sprunghaft angestiegener Ausländeranteil auf mittlerweile 43 % im Alpenrosenweg (Vergleich: Landkreis Ammerland: 8,5 %) (a). Demografische Polarisierung: Ca. 20 % der Bevölkerung sind 60 Jahre und älter, während ca. 30% jünger als 21 Jahre sind. Wenn man hierbei hinzuzieht, dass die insgesamt 497 Personen sich auf 152 Haushalte verteilen, wird deutlich, dass einerseits alte alleinstehende Menschen und andererseits alleinerziehende Familien das Quartier prägen (b). Zudem ist das Quartier von Armut geprägt. Im Alpenrosenweg sind 40 % aller EinwohnerInnen im SGB II Leistungsbezug (c). Diese Zahlen deuten schon an, dass das Leben von Interessengegensätzen bei knappen Ressourcen gekennzeichnet ist. In Gesprächen vor Ort wurde deutlich, dass Einsamkeit, also die Abwesenheit von sozialem Kapital und auch fehlendes kulturelles Kapital, die Unwissenheit über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten, Probleme vor Ort sind. Bei Begehungen vor Ort fällt auf, dass die Straßen menschenleer sind - auch bei strahlendem Sonnenschein. Das Quartier ist ein reines Wohnquartier(60er/70er Jahre Geschosswohnungsbau), so dass auch kein Friseur o. ä. als Ort Begegnung dienen kann. Die Grünflächen sind kaum qualifiziert - im Regelfall Rasen mit Schildern, dass Fussballspielen nicht gestattet sei. Im Fokus der Aktivitäten werden daher ältere Menschen und Jugendliche stehen, um für diese einen Ort und Anlässe zur Begegnung zu schaffen und ein offenes Beratungsangebot zu entwickeln. Die Begegnungsanlässe knüpfen an die Bedürfnisse der Bewohnerschaft an.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Zwischenahn - Alpenrosenweg
Beschreibung
Das Gebiet umfasst die drei Straßen Alpenrosenweg, Fröbelstraße und Arnikaplatz, die baulich und räumlich eine einheitliche Struktur in klarer Abgrenzung zur Umgebung darstellen - durch große Straßen und darüber hinaus durch Zäune abgegrenzt. Die Fläche umfasst 54.898 qm. Als Wohnfläche werden nach Auskunft der Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft 14.704,54 genutzt.
Einwohnerzahl
497
Quelle / Anmerkungen
statistische Auswertungen der Gemeinde Bad Zwischenahn zum 01.01.2023
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit zielt darauf ab, Menschen dazu zu befähigen und zu unterstützen ihre eigenen Bedürfnisse zu entdecken und zu artikulieren - individuell im Sozialraum. Sozialer Raum ist nicht nur geographisch, sondern auch soziologisch zu verstehen als eigene Lebenswelt (spatial turn). Die Bedeutung des sozialen Raumes in der Gemeinwesenarbeit und allgemein für die Entwicklung von Lebenschancen ist Thema der Stadtforschung seit den 1920er Jahren (Chicago School, Robert Ezra Park). Die Bedeutung eines lokalen Gemeinwesens für die Entwicklungs- und Lebenschancen der Bewohnerschaft, verhandelt unter dem Begriff Quartierseffekte, ist unbestritten. Während in den USA traditionell eher der Ansatz Moving to Opportunity, also der Umzug als Option zur Verbesserung der Lebenschancen gewählt wird, wird im EU-Raum und in Deutschland eher die behutsame Sanierung unter Einbindung der Bewohnerschaft als Strategie verfolgt - von der behutsamen Erneuerung über das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt bis zu aktuellen Förderkulissen und Programmen. Im Quartier Alpenrosenweg soll gegen die Vereinsamung und Atomisierung der Bewohnerschaft angegangen werden. Es sollen Fähigkeiten und Kompetenzen von Menschen sicht- und nutzbar für das Gemeinwesen vor Ort gemacht werden. Das Gemeinwesen wird auch dazu befähigt eigenen Interessen konflikthaft aber konsensorientiert miteinander auszuhandeln.
Qualitätskriterien
Beschreibung
BewohnerInnen selber Angebote entwickeln und umsetzen, wenn Sie Ihre Wünsche und Bedürfnisse artikulieren und Selbstwirksamketi erfahren.
Beschreibung
Angebote ohne weitere Unterstützung der erfahrenen Sozialpädagogin fortgeführt werden können was Selbstwirksamkeit der BewohnerInnen in den Angeboten voraussetzt
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Bad Zwischenahn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Rostrup
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BBS Ammerland in Rostrup
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Park der Gärten in Rostrup
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft mbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeindejugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein für Mühlen und Kultur -Zwischenahner Kirchmühle- e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder-und Familienzentrum Rostrup
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Turn- und Sportverein Rostrup v. 1924 e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein für Heimatpflege Bad Zwischenahn Heimatmuseum Ammerland e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers und der angrenzenden Wohnbereiche!
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Wohnung steht uns dauerhaft zur Verfügung. Eine Beratungssprechstunde kann die kvhs dauerhaft auch über die Projektförderung hinaus einrichten. An der grundsätzlichen Finanzierung besteht daher wenig Zweifel. Es geht hier um das Anschieben von Aktivitäten aus der Bewohnerschaft für die schlicht eine Anschubfinanzierung erforderlich ist. Weiterhin sind wir im Austausch mit der Gemeinde und werden versuchen diese durch gute Arbeit zu überzeugen mit eigenen Mitteln zu unterstützen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Interkultureller Willkommens- und Begegnungsort DOM für Geflüchtete und Einheimische

Ansprechpartner
Achim Wolff
Funktion Pastor
Begegnungsort für geflüchtete und einheimische Familie
Projektbeschreibung
Anfang 2024 wird in Altenwalde eine Ankunftszentrum (AZ) für 800 Geflüchtete entstehen. 2016 war dort eine Notunterkunft. Durch das Engagement der Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde (OHA) wurde eine aktivierende Begleitung der Bürger*innen und geflüchteten Menschen organisiert. Letzteres bis heute. Dennoch gibt Ängste in der Bevölkerung. Um mögliche Konflikte zu vermeiden und Begegnungen zwischen Einheimischen und Geflüchteten zu ermöglichen, wollen wir das Sozialkaufhaus (Teilprojekt 1) und den offenen Kinder- und Jugendtreff DOM als Quartierstreffpunkte (Teilprojekt 2) ertüchtigen. Dabei soll ein offenes Konzept mit niederschwelligen soziokulturellen Angeboten für alle Altersgruppen für Anwohner im Ort und der AZ umgesetzt werden. Integration funktioniert wo ein gegenseitiges Kennenlernen auf Augenhöhe und gelingende Selbstwirksamkeit möglich ist. Als Flüchtlingsinitiative mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Integration und Bildung wollen wir mit den beiden Projekten einen weiteren Schritt in diese Richtung gehen. Der Jugendtreff, z.Zt. durch ehrenamtliche Jugendliche an 2 Tagen geöffnet, wird durch den Mitarbeitenden im Quartierstreff auf 7 Tage ausgeweitet. Er wird gemeinsam mit den Anwohner*innen und Ehrenamtlichen gestaltet. Dabei werden Bedürfnisse aller Altersgruppen berücksichtigt. Familien-, Seniorenangebote und schwerpunktmäßig die Arbeit als Jugendtreffpunkt werden dabei sein. Das gelingende Miteinander, das die Bedürfnisse der Geflüchteten nach geschützten Räumen aufgrund von Traumatisierungen ernstnimmt und Begegnung und Beteiligung aller ermöglicht, trägt erneut zum Gelingen des Ankommens und Willkommens und letztlich des gemeinsamen Lebens bei. Hier wird die Fachkraft sensibilisieren. Eine Herausforderung für die gemeinsame Normalität werden die unterschiedlichen Werte und Erfahrungen der Menschen sein. Bei Traumata müssen therapeutische Angebote vermittelt werden. Der Schwerpunkt liegt auf Partizipation. Die BesucherInnen sollen Angebote und Aktivitäten wie Kochabende, Feste und Fußballturniere mitbestimmen und -gestalten dürfen. So können sie sich als aktiv Handelnde erleben, nicht als Bittsteller und Opfer. Da Anwohner*innen der Kaserne erst kurz in Deutschland sein werden, müssen die Angebote mit rudimentären Sprachkenntnissen funktionieren. Die Angebote sind eingebettet in die vielfältigen Angebote der Kirchengemeinde und deren zugehöriger Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde.
Laufzeit
2023-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Quartierstreff Dom soll in einer Zeit ertüchtigt werden, in der, nach Corona und inmitten eines Krieges, der Unsicherheit mit sich bringt, die ehemalige Kaserne als Aufnahmeeinrichtung (AZ) für bis zu 10 Jahre ausgebaut wird. Das verunsichert die Menschen. Wir hoffen das Projekt in Altenwalde umsetzen zu können, weil die geflüchteten Menschen, die z.T. traumatisiert kommen, eine Kultur des Willkommens vor Ort brauchen, um anzukommen, Halt zu finden, erste Kontakte zu knüpfen. Die Anwohner*innen brauchen Begleitung in dieser veränderten Lebenswirklichkeit, Möglichkeiten der Mitgestaltung und Bearbeitung ihrer Vorbehalte. Bereits 2016 wurden in der Kaserne wenige Monate Geflüchtete untergebracht. Die gemachten Erfahrungen waren überwiegend positiv. Akteure aus Politik, Kirche, Sportvereinen und öffentlichem Leben moderierten die Nutzung, so dass BürgerInnen sich mit ihren Bedenken ernst genommen fühlten. Die Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde, die bis heute ein wesentlicher Akteur der Flüchtlingsarbeit in der Stadt Cuxhaven ist, verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gemeinwesenarbeit und ist gut vernetzt. Wir schaffen Begegnungsräume, in denen das interkulturelle Miteinander erlebt, Vielfalt erlernt und gelebt werden kann. Nur mit Strukturen im Ort ist eine Akzeptanz des AZ und gutes Zusammenleben möglich. Mit zwei Teilprojekten knüpfen wir an bestehende Kooperationen an, wie mit dem Bündnis für Respekt in Cuxhaven, der engagierten Stadt, den in der Flüchtlingsarbeit engagierten Wohlfahrtorganisationen von Caritas, Diakonie und Paritätischen und dem Landkreis Cuxhaven. Die Menschen im Quartier werden von Beginn an in die Gestaltung eingebunden.
GWA/QM-Ansatz
Die Kirchengemeinde ist seit Jahren konzeptionell und methodisch im Bereich der GWA aktiv. Die Zielgruppen mit ihren Bedarfen, Interessen und Kompetenzen stehen im Mittelpunkt. Dies umfasst neben dem offenen Kinder- u. Jugendtreff DOM ein Kinderferiendorf („Hammer“), die Aktivitäten der Flüchtlingsinitiative mit ca. 50 Freiwilligen, das SecOndHAnd-Sozialkaufhaus, den Mittagstisch von und für SeniorInnen u.v.a.. Das AZ wird das Quartiersleben nachhaltig verändern. Durch die Erweiterung des DOM zum Quartierstreff für Menschen aus dem Quartier und dem AZ, werden verschiedene Aspekte der GWA aufgenommen. Im Konzept werden alle Kinder und Jugendliche des Sozialraums in den Blick genommen, darüberhinaus weitere Ziuelgruppen. Ein niedrigschwelliger Begegnungsort soll entstehen. Die Selbstorganisation, Partizipation und Durchmischung der Zielgruppen sind wesentliches Prinzip. Da multikulturelles Zusammenleben Hauptaugenmerk ist, achten wir auf einfache Sprache, kultur-, alters- und bedarfsgerechte Angebote. Nach Bedürfnissen der Besucher werden gemeinsam mit ihnen Angebote entwickelt. (Zuhören/Bedarfe recherchieren) und unter Beteiligung (Mitwirken/Handeln) durchgeführt. Der Quartierstreff DOM und seine hauptamtliche Kraft fungieren als Mittler zwischen den verschiedenen Kulturen und Bevölkerungsgruppen. Mit dem begleiteten Begegnungsort wird der soziale Frieden im Ort gefördert, die längerfristige Akzeptanz des Ankunftszentrums wird wahrscheinlicher.
Nachhaltigkeit
Der Quartierstreff DOM ist ein wichtiger Begegnungsort in der Ortsmitte, für Jugendliche, Anwohner und Menschen aus dem AZ. Er wird eingebunden in Maßnahmen zur Prävention, um den sozialen Frieden im Quartier zu erhalten und zu fördern. Gemeinsam mit der Verwaltung des Landkreises und der Stadt Cuxhaven werden während der Projektlaufzeit Recourcen erschlossen, um das Projekt weiterführen zu können.
Galerie
dom 2022

TIDE-HUUS Großenmeer

Ansprechpartner
Ulrike Mayer
Funktion Gleichstellungsbeauftragte, Fuks-Büro
TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN = TIDE-Huus
Projektbeschreibung
Das Projekt TIDE-Huus Großenmeer (TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN) baut auf dem Prinzip des organisierten Gemeinwesens auf. Tide ist die Bezeichnung für die Gezeiten wie Ebbe und Flut. Die Macht der Gezeiten steht auch sinnbildlich für Ängste und Hoffnung. Das „Tide-Huus“ soll für die Menschen ein sicherer Ort für Austausch und Begegnung sein. Das TIDE-Huus wird zum Erhalt und Förderung der Selbstorganisation; zur Vorbeugung früher Hilfebedürftigkeit, zur (Wieder-)Herstellung und Ermöglichung von größtmöglicher Selbstbestimmung und sozialer, kultureller Teilhabe, nach individuellen Bedarfen genutzt. Hier soll Austausch auf allen Ebenen (von Angeboten im Supermarkt bis hin zu Tipps bei Anträgen oder "Wie bist du mit der Situation umgegangen?") stattfinden. Der Ansatz ist dabei partizipativ, niedrigschwellig sowie offen, präventiv und basiert auf der Freiwilligkeit der Teilnahme. Er ist individuell, bedürfnisorientiert, ressourcenorientiert, persönlich im gewohnten und sicheren Umfeld, in Beratung und Begleitung. Die individuellen Bedarfe – von Einzelnen oder Gruppen – werden ermittelt und transformiert in konkreten Unterstützungs- und Teilhabe-Angeboten. Das "offene Ohr" haben und aktiv zuhören stehen an erster Stelle und geht bei gutem Wetter mit einem Kaffee oder Tee und etwas Süßem im Strandkorb auf dem Außengelände am besten. Die Anlaufstelle ist barrierefrei. Sie verfügt über einen großen Gruppenraum, sowie ein bis zwei kleinere Gruppenräume. Eine funktionale Küche und getrennt geschlechtliche Sanitäranlagen gehören zum Bestand. Es gibt Räumlichkeiten in denen ein Jugendtreff, Krabbelgruppe sowie ein generationsübergreifendes Angebot stattfinden kann. Außerdem gibt es ein Außengelände mit Sitzgelegenheiten und Spielfläche, sowie ausreichend Parkfläche. Eine Anbindung an den ÖPNV ist gegeben.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
„Einsamkeit kann jede und jeden treffen.“ (BMFSFJ, 2023) Dieses Problem sieht die Gemeinde Ovelgönne ebenfalls und möchte sich aktiv an dieser Stelle einbringen. Es gibt aktuell zwar ein reichhaltiges Angebot an Veranstaltungen, Institutionen und Akteuren, allerdings gibt es auch hier Defizite. Die Forschungslage des Projekts Kompetenznetz Einsamkeit (2023) zeigt, dass der Faktor Raum vielfältige Auswirkungen auf Einsamkeit haben kann. Da die Gemeinde Ovelgönne, mit rund 124 km², eine große Fläche fasst und kein wirkliches Zentrum besitzt ist es für einige Menschen schwer, Angebote zu finden, wahrzunehmen und sich mit anderen Menschen zu verknüpfen. Nicht nur faktisch, sondern auch in der subjektiven Wahrnehmung der Bürger*innen wie lokale Ärzte, Organisatoren von Senioren- und Krabbelgruppen-Treffs, die die sich steigernde Isolation hautnah mitbekommen, ist Vereinsamung ein großes Thema. In der 3. Sitzung des Präventionsrats 2023 und mit Unterstützung des Landes Präventionsrats wurde ebenfalls sehr deutlich, dass eine Tendenz der zunehmenden Vereinsamung besteht. Die lokalen Angebote wurden evaluiert, es gibt Angebotsdefizite im Bereich der alleinstehenden Personen mit und ohne Kind sowie der alleinstehenden „jungen“ Senioren. Durch den vermehrten Zuzug, von unterschiedlichsten Menschen, gibt es einen Bedarf für (inter-)kulturelle Angebote. Um Begegnungen zwischen diesen Zielgruppen anzustoßen, wird ein Raum benötigt. Durch (Fach-)Kräfte soll eine Unterstützung bei der Verknüpfung der Angebote von Vereinen, Institutionen und Hilfeleistungen geschaffen werden. Die vorhandenen Strukturen sollen gestärkt und Zugangsbarrieren abbaut werden.
GWA/QM-Ansatz
Strukturell bedarf es einer – den jeweiligen Beständen und Bedarfen angepassten – Variante des organisierten Gemeinwesens, wie sie in ihren Grundzügen etwa unter dem Konzept der „Caring Community“ umrissen wird. (Klein, 2018) Auf diesem Prinzip des organisierten Gemeinwesens baut das Projekt „TIDE-HUUS Großenmeer (TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN) der Gemeinde ebenso auf. Die Anlauf- und Verknüpfungsstelle bzw. die Begegnungseinrichtung soll einen festen Sitz in Großenmeer haben, allerdings auch mobil agieren können.
Nachhaltigkeit
Im Vorfeld ist dieses Projekt im Zuge der Arbeit des Präventionsrates entstanden. Das Projekt verfolgt das Ziel Einsamkeit im Alltag entgegenzuwirken und orientiert sich an §71 SGB XII und §§ 4a und 11 SGB VIII. Es wird beabsichtigt mit einem externen Anbieter gemeinsam eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen (Ziele: 1, 3, 5, 10, 11 und 16) orientieren, zu erarbeiten. Dabei wird das Projekt in dieser Strategie berücksichtigt.
Galerie
folie1
folie2
folie3
folie4
folie5
folie6
folie
folie 7
folie8
folie9
folie10
folie11
folie12
folie13
folie14
folie

Begegnungen und Beratungen im Nordertor

Ansprechpartner
Klaus Lüdeke
Funktion Geschäftsführung / Projektleitung
Eine Anlaufstelle zum Austausch und zur Beratung für alle Bewohner*innen im Stadtteil
Projektbeschreibung
Der Begegnungstreff im Stadtteil Nordertor ist Anlaufstelle für alle Bewohner*innen des Nordertors und auch darüber hinaus. Zwanglose Begegnung in einer lockeren Atmosphäre, sich über den Alltag austauschen, gemeinsame Interessen herausfinden aber auch Unterstützung bei Problemen des Alltags finden - das ist auf unkomplizierte Weise im Begegnungstreff möglich. Der Begegnungstreff ist für alle Menschen offen. Er ist eine besondere Gelegenheit, Einheimische und geflüchtete Menschen miteinander in Kontakt zu bringen. Begleitet wird das Angebot von einer pädagogischen Kraft, dem Team des Vereins und Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil. Mit dem Begegnungstreff ist eine Anlaufstelle im Nordertor geschaffen worden, die auch in den Nachmittags- und frühen Abendstunden für die Bewohner*innen erreichbar ist. Nun soll das Angebot, besonders im Bereich der sozialen- und Arbeitsmarktintegration, im Begegnungstreff ausgebaut werden. Zugewanderte erhalten Unterstützung bei der Stellensuche und Ansprache von Firmen und Unternehmen. Mit unseren langjährigen Kontakten und Kooperationen zu ansässigen Firmen und Unternehmen, können wir z.B. geflüchteten Menschen, die oft keine Unterlagen über ihre bisherigen beruflichen Tätigkeiten und/oder Ausbildungen haben, durch eine direkte Ansprache von potenziellen Arbeitgebern, helfen einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Während des Begegnungstreffs können Rat-/Hilfesuchende Konkrete Beratungstermine bei dem Team des Vereins vereinbaren. Mit dem neuen Angebot wird ein Ort entstehen, an dem alle Bewohner*innen wichtige Informationen, schnelle Hilfe und individuelle Unterstützungsangebote wahrnehmen können. Im Hinblick auf die Lebensweltorientierung besteht für alle Besucher jederzeit die Möglichkeit, Ideen und Veränderungsvorschläge zu Angeboten und Aktionen vorzubringen. Mitbestimmung und Partizipation tragen im weiteren Sinne dazu bei, die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung eines jeden Besuchers zu fördern. Diese sollen angeleitet werden, sich der eigenen Bedürfnisse, aber auch Stärken und Schwächen bewusst zu werden, diese angemessen zu artikulieren bzw. Bereitschaft zur positiven Weiterentwicklung zu zeigen. Vorhandenen Potenziale sollen aufgegriffen und hinsichtlich der individuellen Lebenslagen gefördert werden Die hauptamtlichen Mitarbeiter des Vereins stehen Ratsuchenden beratend zur Seite. Des Weiteren vermitteln die Mitarbeiter bei Bedarf an weitere Beratungs- und Hilfsangebote der vor Ort ansässigen Akteure.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die GWA im Nordertor wird gemeinsam vom Team des Stadtteilhauses Nordertor und dem Verein Unser Nordertor e.V. wahrgenommen. Ein gemischtes Wohnumfeld (Einfamilienhäuser / kommunaler Wohnungsbau) trägt zur Beheimatung einer heterogenen Bevölkerung mit verschiedenen sozialen und kulturellen Hintergründen bei, eine heterogene Betriebslandschaft bindet im Bereich an der Verdener Landstraße Kauf-und Arbeitskraft. Ein Industriegebiet mit Firmen der Glas- und Chemieindustrie befindet sich am Rande des Stadtteils. Zu vielen Unternehmen und Firmen pflegen wir gute Kontakte z.B. aus vergangenen Aktionstagen und/oder persönlichen Kontakten. Als Verein bieten wir unterschiedliche Angebote wie z.B. Sitzgymnastik, Gedächtnistraining, Kaffeenachmittage etc. an. Beim Stadtteilfest unterstützen wir. Ein jährliches Siedlungsfest organisieren wir zusammen mit einer Wohnungsbaugesellschaft. Mit einem Begegnungsangebot bieten wir ab Mai´23 auch den Menschen einen Ort in den Nachmittagsstunden an, damit auch Menschen die in Beschäftigung sind oder an Sprachkursen teilnehmen das Angebot annehmen können. Was im Nordertor fehlt ist ein Beratungsangebot welches sich auch speziell an Zugewanderte richtet. Die Bedarfe der Zugewanderten sind enorm. Von Unterstützung beim Ausfüllen von Unterlagen für das Jobcenter oder die Krankenkasse ect. über Hilfe bei der Suche nach einem Platz in der Hausaufgabenbetreuung für Kinder bis zur Unterstützung bei der Arbeitssuche bzw. dem Wechsel aus prekären Arbeitsverhältnissen in reguläre Arbeitsverhältnisse. Auch der Wunsch von Zugewanderten mit deutschsprachigen Bewohner*innen in Kontakt zu kommen, um ihre eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern besteht häufig.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg/Weser Nordertor
Beschreibung
Im Norden ist die Grenze bei der Holtorfer Straße/Wilhelm-Busch-Str. zu ziehen. Westlich bildet die Große Drakenburger Str. die Grenze des Stadtteils. Südlich verläuft die Grenze Verdener Landstr./Dr.-Franck-Str. Östlich verläuft die Grenze an der Straße Grefengrund, Platanenstr., B6/2124 und Celler Str. bis zur Holtorfer Straße.
Einwohnerzahl
4898
Quelle / Anmerkungen
KECK-Atlas
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Das Programmgebiet der Sozialen Stadt ist nur ein Teilgebiet des Nordertors (siehe Karte 1)
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Dez. 2022
Unterlagen zum Gebiet
karte_1.jpg (1.1 MB)
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist ausgelegt auf dem speziellen Ansatz der GWA. Es richte sich nach den geäußerten Interessen und Bedarfen der Stadtteilbewohner*innen und ansässiger Akteure. Die Unterstützungsangebote orientieren sich an den Bedarfen der Bewohner*innen. Eigeninitiative und Empowerment stehen dabei im Vordergrund. Die Ressourcen des Teams aus Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und Bewohner*innen werden genutzt, um ein bedarfsgerechtes Angebot für Alle zu schaffen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Einheimische und Zugewanderte sich regelmäßig austauschen und gem. Aktivitäten planen und durchführen
Beschreibung
Kontakte zu Firmen, Trägern und weiteren Akteuren weiter ausgebaut sind
Beschreibung
Bewohner*innen Angebote im Begegnungstreff selber gestalten
Vorhandene Strukturen
Seit 09/2015 sind eine Sozialarbeiterin der Stadt Nienburg und, seit 03/2017, zusätzlich ein Quartiersmanager für den Aufbau der GWA im Sanierungsgebiet "Soziale Stadt -Nordertor" tätig. Unser Stadtteilverein Unser Nordertor e.V. kam 09/2018 hinzu. Es bestehen stabile Kooperationen zu hauptamtlichen Akteuren der sozialen Infrastruktur und zu Netzwerken der Integration, Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen und zu Betrieben im Stadtteil. Es bestehen ehrenamtliche Strukturen im Sanierungsgebiet wie den Stadtteilbeirat und Arbeitsgruppen, die sich den Themen Wohnumfeld, Verkehr, Stadtteilzeitung, Stadtteilfonds und Soziales widmen. Im Stadtteilverein, der über das Sanierungsgebiet hinaus agiert, engagieren sich Mitglieder wie auch Nichtmitglieder beispielsweise in einer Müllsammelgruppe oder im Bereich der Nachbarschaftshilfe und beim Bewohnercafé.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Nienburg / Weser
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ausbildungsstätte Rahn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CJD Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Michael Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ardagh Group Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flexsys
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CHR. Hansen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ASC Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nienburger Wohnungsbau Konrad Ernsting
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Harke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Radio Mittelweser
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Nach Projektablauf wird der Verein die Angebote weiter betreiben und nach den Bedürfnissen der Bewohner*innen weiter ausbauen. In der Partizipation sieht die kommunale Verwaltung auch eine Komplettierung der GWA im Nordertor. Eine vertragliche Vereinbarung zw. der Stadt Nienburg/Weser und dem Verein zur Übernahme einer ergänzenden GWA, über das "Sozialer Zusammenhalt-Gebiet" hinaus, liegt vor.
Galerie
uno1
uno2
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Dorftreff "Gehrda"

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Gemeinschaft gestalten, Prävention stärken, Altern begleiten und unterstützen, Integration fördern
Projektbeschreibung
Der Dorftreff "Gehrda" hat sich inzwischen zu einem allgemeinen, beliebten Treffpunkt im Dorf entwickelt. Viele Menschen auch von außerhalb kommen um an den Angeboten teilzunehmen oder auch weil sie Interesse haben, selbst einen Dorftreff aufzubauen. In Gehrde konnten im vergangenen Jahr sehr viele Angebote gemacht werden. Neben den generellen Öffnungszeiten (8 Angebote sind wöchentlich vorgegeben) gibt es zusätzliche Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge oder Schulungen, die größtenteils mit Ehrenamtlichen durchgeführt werden. Der Dorftreff wird genutzt um dort gemeinsam alte Kinofilme zu schauen oder gemeinsam zu kochen. Die Menschen kommen zu Infoveranstaltungen z.B. vom Apotheker, vom Ärzteteam oder von Privatleuten die von ihren Reisen berichten. Eine sehr große Vielfalt mit immer mehr interessanten, lehrreichen, versorgenden und präventiven Angeboten. Ehrenamtliche Bürger/Innen singen, basteln, malen, kochen, rudelrätseln oder sind einfach nur da um Gespräche zu führen und um zu zu hören. Der Dorftreff ist Anlaufstelle auch für Familien die neu zugezogen sind. Ganz besonders bemühen wir uns um die Arbeiter*innen die im Dorf wohnen und in die Fabriken im Niedersachsenpark arbeiten gehen. Meist sind das Saisonarbeiter*innen genau so, wie die Erntehelfer*innen. In der Corona Zeit haben die Mitarbeiter*innen und viele Ehrenamtliche den Kontakt zu den Besucher*innen vor allem zu den alten Menschen weiter gepflegt. Durch Telefonketten, Einkaufsbesuche und Zaungespräche wurde der Kontakt gehalten. Es wurden auch Friedhofsbesuche Initiiert damit die alten Menschen ihre Verstorbenen besuchen konnten. Auf einer Friedhofsbank kann man gut Abstand halten und doch Trost finden.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Gehrde ist ein kleines Dorf in der Samtgemeinde Bersenbrück mit schlechter Nahverkehrsversorgung. Es gibt noch einen Kindergarten und eine Schule vor Ort. Es gibt nur noch einen Bäcker aber keinen Lebensmittelladen, keine Apotheke, keinen Arzt. Es gab bisher keinen Ort mit Treffpunktcharakter. Gehrde ist einerseits ein sehr altes Dorf mit vielen historischen Gebäuden, andererseits gehören zu Gehrde aber auch einige Neubaugebiete. Die Einheimischen kommen teilweise noch in den wenigen Vereinen vor Ort zusammen, die Neubürger/Innen leben aber eher zurückgezogen in ihren Wohngebieten. In Gehrde leben anonym viele Menschen die aus EU Ländern zu uns kommen um hier Arbeit zu finden. Diese Menschen beteiligen sich kaum bis gar nicht am Dorfleben. Außerdem haben wir eine große Gruppe Aussiedler die schon aufgrund ihrer Religion lieber unter sich bleiben. Durch den Dorftreff haben wir einen neutralen Treffpunkt schaffen können. In Gehrde leben sehr viele alte Menschen oft allein und weiter draußen in der Bauernschaft. Soziale Kontakte fallen weg weil es keine Nachbarn mehr gibt oder die Nachbarn jetzt im Heim sind oder im Betreuten Wohnen. Die Häuser sind viel zu groß und Hilfe und Unterstützung gibt es kaum. Vor allem die Einsamkeit macht den Menschen zu schaffen. Jetzt in der Coronazeit wurde das noch einmal sehr deutlich. Die Menschen brauchen Gelegenheiten zum Gespräch, zum Beisammensein, zum gemeinsamen Essen etc. "ich verliere noch meine Stimme weil ich oft tagelang mit niemandem rede!" "Wo soll ich hingehen wenn ich kein Geld habe?" "Wer will mich denn schon noch sehen?" Wir müssen hier unbedingt weiterarbeiten und Lösungen anbieten um diese Menschen aufzufangen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Mitgliedsgemeinde Gehrde
Beschreibung
Die Gemeinde Gehrde liegt 6 km vom Ortskern der Samtgemeinde Bersenbrück entfernt. Gehrde ist ein sehr ländlich gelegener Ort mit ca. 40 km² Fläche. In Gehrde gibt es viele alte Höfe und Alleinlagen, der Ortskern ist teils historisch erhalten, im Laufe der Jahre sind rund um den Ortskern Siedlungen entstanden.
Einwohnerzahl
2554
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Maßarbeit Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Nicht bekannt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
in der SG BSB leben Menschen aus ca. 130 Nationen. Die hohe Zahl an Aussiedlern wird nicht erfasst da diese als Deutsche gelten. Ausländer gesamt ca. 8%
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Durch den Dorftreff haben wir die Möglichkeit bekommen, dass sich Menschen begegnen können. Durch die Neutralität und die Vielfalt der Angebote ist für fast alle Bürger/Innen etwas interessantes dabei. Das ermutigt viele Menschen, sich für ihren Dorftreff, für ihr Dorf und auch für ihre Mitbürger/Innen einzusetzen und sich zu engagieren. Viel leichter können so Dinge angestoßen und aufgebaut werden. Die Personen, die sonst oft allein und einsam in ihren Wohnungen waren können jetzt jederzeit Kontakt finden. Es entsteht mehr Verständnis füreinander und Miteinander. Ein Netz von Kümmerern wird aufgebaut und Notwendigkeiten für den anderen eher erkannt weil mehr Kommunikation stattfindet. Es entstehen neue Beziehungen zu Menschen und auch ein neues Verständnis zu anderen Personen, Traditionen und Kulturen. Durch das Miteinander fördern wir auch die Handlungsfähigkeit des Einzelnen und das ist vor allem für alte Menschen und fremde Menschen von großer Bedeutung. Die Corona - Krise hat uns in unseren Bemühungen weit zurück geworfen. Jetzt ist es um so wichtiger, den Zusammenhalt im Dorf weiter zu stärken. Leider sehen wir in dieser 'Corona Zeit häufiger Schuldzuweisungen, Diskriminierung und Ignoranz gegenüber anderen oder anders denkenden. Um so wichtiger ist die GWA vor Ort! Anders sein bedeutet nicht schlecht zu sein, es gibt aber leider auch bei uns durchaus Tendenzen die unruhig machen!
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Bürger/Innen sich gerne treffen, miteinander Dinge anpacken und entwickeln und wenn sich jeder wohl und wertgeschätzt fühlt.
Beschreibung
Wenn wir sehen, dass für mansche Bürger/Innen leichter wird, ihren Alltag zu strukturieren und zu leben.
Beschreibung
Wenn das Miteinander gut funktioniert und sich mehr und mehr Kümmerer engagieren
Beschreibung
Wenn sich zunehmend alle Bürger/Innen interessieren, sich einbringen und dabei sein möchten.
Beschreibung
Wenn die Nachbarn sich untereinander wahrnehmen und kennen lernen. Wenn es Austausch gibt auf der Strasse oder im Garten. Wenn man sich unterstützt da wo es notwendig ist. Wenn man nacheinander fragt und aufeinander Acht gibt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Durch die Zusammenarbeit mit der SG BSB sind die Ortsgemeinden vernetzt mit allen Akteuren in der SG. Vor allem durch die Unterstützung des Freiwilligenbüros sind Vernetzungen bekannt und Alltag.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wir haben durch eine gute Struktur in der SG BSB die Möglichkeit, zu allen Themen Netzwerkpartner/Innen zu benennen und sie in Verbindung zu bringen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist mit allen örtlichen und vielen überörtlichen Akteuren vernetzt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der SG-bürgermeister und die Ortsbürgermeister stehen voll hinter der GWA und unterstützen wo es geht. Im Moment sind die Gemeinden nicht in der Lage, selbst die Finanzierung der Dorftreffs zu übernehmen weil nicht genügend finanzieller Spielraum vorhanden ist. Durch die Corona Pandemie hat sich die finanzielle Lage noch deutlich verschlechtert. Aber, die Pandemie hat uns auch deutlich gezeigt, wie wichtig GWA ist! GWA muss kommunale Aufgabe werden. Die Gemeinden brauchen Unterstützung.
Galerie
kartenausschnitt gemeindeflaeche gehrde osm
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Dorftreff Rieste "Riesterei"

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Rieste engagiert, wir für hier
Projektbeschreibung
Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen in einem ehemaligen Ausstellungsraum einer Landmaschinenfirma (die von vielen Bürger/Innen unterstützt und begleitet wurden) konnten wir im September 2019 mit dem Dorftreff "Riesterei" beginnen. Der Dorftreff bekam seinen Namen durch die Bürger/Innen während der Eröffnungsfeier. Ein sehr umfangreicher Monatsplan mit Angeboten im Dorftreff, der von den Mitarbeiter/Innen und dem Bürgermeister zusammengestellt wird, kommt in der Bürgerschaft richtig gut an. Viele Bürger/Innen helfen mit ihren Ideen und ihrem Engagement den Monatsplan vielfältig zu gestalten. Neben geselligen Angeboten wie "Spieletreffen" " Klönkaffe" oder "Tanzen" gibt es vor allem auch Gesundheitsangebote wie "Mittagstisch" "Sportgruppen" "gesundes Frühstück" "Gedächtnistraining" In der Regel gibt es 8 - 10 Angebote pro Woche, alle Tageszeiten werden dabei beachtet so, dass auch berufstätige Personen an Angeboten teilnehmen können. Vereine, Organisationen, Gruppen, Kindergarten etc. sind mit eingebunden. Der Dorftreff ist an wenigstens 5 Tagen in der Woche geöffnet. Auch Spaziergänger oder Urlauber können so einen Blick in den Dorftreff werfen. Kaffee oder Tee wird angeboten und die Besucher/Innen können sich über die einzelnen Angebote informieren.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
In Rieste gibt es keinen Ort mit Treffpunktcharakter. Die Gemeinde hat viele kleine Außenbereiche und keinen richtigen Ortskern. Die Kirchengemeinde liegt weit außerhalb, ebenso die Vereine. Eine Teilhabe vieler älterer Menschen ist aufgrund fehlender Mobilität sehr schwierig geworden. Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es vor Ort kaum. In Rieste leben viele EU Ausländer die im Gewerbepark der Gemeinde (weit außerhalb) arbeiten und kaum Kontakt zu den Einheimischen haben. Das Freizeit- und Tourismusgebiet liegt auch weit außerhalb. Dort trifft man auf Urlauber die sich kaum im Dorf selbst aufhalten. Somit ist der Dorftreff zu einer sehr wichtige Einrichtung geworden! Man kann einfach mal reinschauen, einen Tee trinken und ein Gespräch führen. Für viele Urlauber eine ganz neue Entdeckung und interessante Abwechslung. Die Menschen sind sehr interessiert und nehmen gerne an den Angeboten teil. Die Möglichkeit, sich selbst einzubringen hat das ehrenamtliche Engagement stark erhöht. Jetzt ist es möglich für den Ort und für die Gemeinschaft etwas zu machen und sich (auch kurzfristig) für ein Projekt oder eine Initiative zu interessieren. Vor allem allein stehende alte Menschen haben jetzt einen Begegnungsort wo sie sich zwanglos ohne Kosten treffen können und (außerhalb von Coronazeiten) gemeinsam etwas unternehmen können. Vereine nutzen die Riesterei als Treffpunkt für z.B. Vorstandssitzungen weil viele Vereine kein eigenes Vereinsheim haben und es nur noch eine Kneipe gibt. Auch Gruppen und Initiativen treffen sich in der Riesterei weil der Treffpunkt kostenfrei ist und viele Möglichkeiten bietet.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Gemeinde Rieste
Beschreibung
Die Gemeinde Rieste liegt an der östlichen Grenze des Landkreises Osnabrück und berührt hier das Oldenburger Land. Sie bildet mit sechs weiteren Gemeinden die Samtgemeinde Bersenbrück. Rieste liegt 40 m über NN und hat eine Gesamtgröße von 30,58 qkm
Einwohnerzahl
3645
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In Rieste liegt der spezielle GWA Ansatz insbesondere in der Zusammenführung unterschiedlicher Bürger/Innen. Wir möchten die sozialen Beziehungen von Zugereisten und Einheimischen stärken und den Neubürger/Innen die Möglichkeit geben, sich in ihrer neuen Heimat wohl zu fühlen. Außerdem arbeiten wir verstärkt daran, dass alte Menschen zusammenkommen können und somit weiter in die Gesellschaft eingebunden sind. Dadurch stärken wir die Qualität der sozialen Beziehungen, geben den Bürger/Innen die Möglichkeit, sich zu engagieren und für ihren Ort aktiv zu werden und helfen, Schwachstellen zu erkennen und Lösungen zu finden. In der Corona - Zeit waren die Dorftreffs geschlossen. Viele Menschen hatten Angst, waren verunsichert. Nur langsam beginnt das Leben wieder in den Dorftreffs. Wir spüren bei der Arbeit deutlich die für uns neue Ablehnung der vermeintlich "Anderen". Schuldzuweisungen machen die Runde, Senior*innen haben Angst und Ausgrenzung ist alltäglich. Hier werden wir erneut sehr viel Zeit und Energie brauchen um die entstandenen Hemmschwellen und Aggressionen abzubauen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelungen ist, die Bewohner/Innen zu interessieren, zu aktivieren und gemeinsam Dinge anzustoßen und umzusetzen. Wenn Menschen mit Migrationshintergrund teilnehmen und gerne wiederkommen, sich wohl fühlen und selbst auch mitmachen.
Beschreibung
wir den Bürger/Innen genügend Möglichkeiten bieten, ihr eigenes Leben und ihr Umfeld selbst zu gestalten. Wenn wir untereinander Hilfestellung geben können um den Alltag zu meistern und es möglich ist, gegenseitig Anteil zu nehmen und Hilfe zu geben.
Beschreibung
die Bürger/Innen ohne Vorbehalte auch mit fremden Menschen zusammen kommen. Wenn Alt und Jung sich ergänzen, alle Menschen am Aufbau und der Entwicklung im Dorf teilnehmen.
Beschreibung
in der Gemeinde ein gutes Miteinander herrscht, wenn man sich gegenseitig achtet. Wenn die Bürger/Innen erkennen, dass jeder Einzelne im Dorf wichtig ist und dass nur durch ein Miteinander die Gemeinde Bestand haben kann.
Beschreibung
die Vereine und Organisationen die in der Gemeinde noch vorhanden sind unterstützt werden und die Bürger/Innen helfen, dass sie auch im Dorf Bestand haben. Wenn die Vereine vor Ort sich in die Arbeit im Dorftreff einbringen und so Gemeinsamkeiten schaffen
Beschreibung
es gelingt, neue Nachbarschaften aufzubauen (Zuzug) und alte Nachbarschaften zu festigen (Tod, Wegzug) Wenn Menschen voneinander wissen und füreinander da sind. Wenn es Kümmerer gibt, die die gute Nachbarschaft fördern.
Nachhaltigkeit
Auch der Dorftreff in Rieste soll fester Bestandteil in der GWA der SG BSB bleiben. Leider hat auch die Gemeinde Rieste nicht genügend finanzielle Ressourcen um aus eigener Kraft die Kosten für den Dorftreff zu übernehmen. Die Steuereinnahmen sind auch hier massiv eingebrochen durch die Corona Krise. Natürlich versuchen wir durch Spenden oder durch andere Gelder von Bürger*innen einen Teil der Kosten zu decken, eine Gesamtfinanzierung wird aber auch hier leider nicht möglich sein.
Galerie
kartenausschnitt gemeindeflaeche rieste osm
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Leer Weststadt - Neue Wege zu einem neuen WIR -

Ansprechpartner
Arne Salge
Funktion GWA in der Weststadt
Ab jetzt gemeinsam!
Projektbeschreibung
Die Weststadt in Leer hat viele Probleme und viel Potenzial. Nach der überwiegend baulichen Planung im Rahmen der Förderung „Soziale Stadt“, werden seit dem 1.1. 2020 mit dem Start der GWA zunehmend die sozialen Aspekte berücksichtigt. Das gesellschaftliche Ungleichgewicht ist im Quartier deutlich zu erkennen. Große Einfamilienhäuser mit gepflegten Gärten gehören genauso zum Bild wie Wohnblocks mit zu engen Wohnungen und weniger gepflegten Außenflächen. Es fehlen Orte zum Bewegen und Begegnen. Nachbarschaftskonflikte und Vandalismus nehmen zu. Insgesamt mangelt es an Verbundenheit im und zum Stadtteil (ST). Ein ganzheitlicher Stadtteiltreff (STT) war eine Forderung des Runden Tisches (RT) (das Beteiligungsgremium der Anwohner*innen bei der Sanierungsplanung). Mit dem Kauf eines Gebäudes mit großem Außengelände hat die Stadt Leer eine Basis für Partizipation, Selbsthilfe, Begegnung und Beratung geschaffen. Ein anfängliches „einfach nur da sein“ und aktivierende Gespräche beim Mobilen-Café (so konnten wir trotz Corona präsent sein) haben bereits den Tatendrang einiger Bürger*innen verdeutlicht und Bedarfe aufgezeigt. Kreative Ideen für das Außengelände und inhaltliche Angebote wurden genauso geäußert, wie der Wunsch nach einem selbstverwalteten Nachbarschafts-Café, damit auch finanziell und körperlich eingeschränkte Nachbar*innen am ST-Leben teilhaben können. Kuchenbäcker*innen haben sich schon gemeldet. Entstanden ist daraus das Mit-Mach-Café (MMC). Cafés mit verschiedenen Themen bringen Menschen zusammen und stärken Eigeninitiative durch erfahrene Selbstwirksamkeit. Z.B. wirken in einem Ideen-Café Interessierte bei der Gestaltung des STT mit. Weitere Themen entwickeln sich aus den Ressourcen und Bedürfnissen der Menschen vor Ort, aber auch aus den derzeitigen gesellschaftlichen Herausforderungen wie z.B. der Coronakrise, um ein verantwortungsbewusstes Miteinander zu fördern. Durch ein niedrigschwelliges Beratungsangebot und Projekte mit lokalen Akteur*innen werden Wege zu den schwerer Erreichbaren und Freiflächen eröffnet, z.B. ein gemeinsam konzipiertes Eltern-Café mit Schulen und Kitas und ein Garten-Café in Kooperation mit der Stiftung Pagels-Garten (ein bisher zu wenig wahrgenommener Bürger*innengarten im Quartier). Eine von Kindern und Jugendlichen entwickelte Fotoausstellung, Feste, Logo- und Namenswettbewerbe sollen identifikationsstiftende Impulse geben und damit ebenfalls zu einem neuen WIR in der Weststadt und einer Imageverbesserung beitragen.
Laufzeit
2021-04-01 00:00:00
Ausgangslage
In der Weststadt zeigt sich eine gesellschaftliche Trennung zwischen den Gebieten mit Einfamilienhäusern und einigen Straßen mit Wohnblocks. Im letztgenannten Bereich gibt es überdurchschnittlich viele Haushalte mit belastenden Lebenssituationen. Das Image des Quartiers hat sich durch den vermehrten Zuzug von Menschen mit Migrationsgeschichte weiter verschlechtert. Sprachbarrieren und unzureichende Kenntnisse über hiesige Strukturen fördern ebenso Misstrauen und Vorurteile wie mangelndes Interesse an kultureller Vielfalt. Beim RT hat die Schwerpunktlegung auf bauliche Maßnahmen die sozialen Bedarfe und Ressourcen, die anfangs deutlich gemacht wurden, nebensächlich werden lassen. Dadurch haben viele das Interesse wieder verloren, sich aktiv für ihren ST einzusetzen. Es mangelt an Orten und Möglichkeiten für positive Begegnungen, Selbstwirksamkeitserfahrungen und niedrigschwellige Beratung. Kindern und Jugendlichen fehlen Außen- und Innenräume zum Treffen, Spielen und Bewegen. Ihre Kreativität den Mangel zu kompensieren, verursacht häufig Ärger. Vandalismus und Nachbarschaftskonflikte bzgl. Müll, Lärm und Freizeitgestaltung nehmen zu und beeinflussen das Miteinander. Bürgerliche Haushalte schotten sich ab und orientieren sich aus dem Viertel heraus. Problembelastete Menschen ohne Migrationsgeschichte sehen sich benachteiligt und suchen Schuldige. Kinder und Jugendliche provozieren und randalieren. Beispielsweise Ältere und Alleinstehende fühlen sich z.T. nicht mehr sicher, sie ziehen sich zurück und verlieren dadurch wichtige Kontaktmöglichkeiten. Gemeinsam mit der GWA erhoffen sich die Bürger*innen der Weststadt, die Abwärtsspirale zu durchbrechen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Leer Weststadt
Beschreibung
Die Fläche des Sanierungsgebietes Leer-Weststadt beträgt 93,5 ha. Das Gebiet wird umgrenzt von den Straßen Stadtring, Heisfelder Straße und Ubbo-Emmius-Str./Deichstraße. Das Fördergebiet Soziale Stadt liegt in diesem Gebiet und ist kleiner (ca. 55,2 ha). Das Teilgebiet mit überwiegender Blockbebauung hat eine Fläche von ca. 20,2 ha.
Einwohnerzahl
3243
Quelle / Anmerkungen
Anmerkung: Das im Folgenden erwähnte Teilgebiet ist der Teil der Weststadt, in dem überwiegend Blockbebauung vorherrscht. In diesem Gebiet wohnen 39% der Einwohnerschaft der Weststadt auf ca. 22% der Gesamtfläche.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der RT hat von der Stadt eingefordert, die soziale Entwicklung professionell und ganzheitlich zu begleiten. Das dafür benötigte GWA-Personal kann nicht durch die Förderung Soziale Stadt finanziert werden. Das Fördergebiet ist außerdem nur ein Teil der Weststadt, auf die sich dieser Antrag bezieht.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020): Im Teilgebiet beträgt der Anteil 17 %
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020)
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020): Der Anteil der ausländischen Bewohner*innen beträgt im Teilgebiet 27 % und im restlichen Gebiet der Weststadt 11 %
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
40
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit (Stand April 2020): Es liegen keine stadtteilbezogenen Daten vor. Der angegebene Wert unter Sonstige ist ein Schätzwert und bezieht sich auf das Teilgebiet mit überwiegender Blockbebauung. Die Arbeitslosenquote der ausländischen Bürger*innen im gesamten Stadtgebiet beträgt 27% und die Quote der deutschen Bürger*innen beträgt 6,6%. Da der Anteil der ausländischen Bürger*innen in diesem Gebiet weit über dem Durchschnitt liegt und außerdem davon auszugehen ist, dass auch die Arbeitslosenquote der deutschen Bürger*innen weit über dem Durchschnitt verglichen mit der gesamten Stadt ist, ist von einer hohen Arbeitslosigkeit auszugehen.
GWA/QM-Ansatz
Die Bürger*innen des ST stehen im Mittelpunkt, handlungsleitend sind deren geäußerten Interessen und Bedarfe. Die Hauptamtlichen begegnen den sehr unterschiedlichen Lebenswelten wertschätzend und pflegen den direkten Kontakt auf Augenhöhe. Durch die wechselnden MMC werden verschiedene Generationen, Interessen und Kulturen angesprochen und ein bewusster Umgang mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gefördert. Die Gestaltung des STT ermöglicht Selbstwirksamkeitserfahrungen und aktiviert die Potenziale der Bürger*innen. Ein Projekttagebuch veranschaulicht die Entwicklungen und das Engagement und fördert ein Verbundenheitsgefühl zum STT. Die Präsentation der Ergebnisse stärkt das Selbstbewusstsein. Neben der Stärkung und Koordination gemeinschaftlichen Engagements, werden diejenigen zur Teilhabe ermutigt, die sich bisher nicht bemerkbar machen konnten oder ungünstige Strategien (Vandalismus, Streit, Rückzug) ergriffen haben. Durch eine verlässliche Präsenz in dem STT und ein niedrigschwelliges Beratungsangebot werden Strukturen geschaffen, die die Bedarfe ermitteln und die Entwicklung sozialer Kompetenzen stärken. Die Vernetzung mit bereits bestehender Infrastruktur soll die Akteur*innen für den Aufbau resort- und zielgruppenübergreifender Handlungsfelder sensibilisieren. Mit gemeinsamen Aktionen und Konzepten sollen Ressourcen besser genutzt und Angebote so gestaltet werden, dass sie langfristig die Selbsthilfekräfte der Bürger*innen fördern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Räume und Angebote des STT spiegeln die Bedürfnisse, Interessen und Ressourcen der Anwohner*innen der Weststadt wider.
Beschreibung
Die Bürger*innen initiieren eigene Angebote (z.B. ein selbstverwaltetes Café), ermitteln die Bedarfe und aktivieren die nötigen Ressourcen in der Bevölkerung.
Beschreibung
Die Akteur*innen bestehender Infrastruktur haben ihr Interesse an einer kontinuierlichen Kooperation unterstrichen. In kleineren Netzwerken werden gemeinsame Ressourcen, Ziele und Handlungskonzepte erarbeitet. Erste konkrete Angebote werden durchgeführt.
Beschreibung
Die Bürger*innen setzen sich mit den Konflikten (Lärm, Müll, Freizeitgestaltung) in ihrem Quartier auseinander, hören sich gegenseitig zu und planen gemeinsame Aktionen (z.B. gemeinsames Müllsammeln, Nachbarschaftsfest) die zur Entspannung beitragen.
Beschreibung
Die Weststadt hat einen STT für bürgerschaftliches Engagement, Begegnung und niedrigschwellige Beratung. Für den Außenbereich des STT und Pagels Garten gibt es Konzepte zur gemeinschaftlichen Nutzung zusätzlicher Freiflächen.
Beschreibung
Die Bürger*innen präsentieren selbstbewusst die Entwicklungen in der Weststadt. Die Beteiligung spiegelt die kulturelle Vielfalt wider.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Leer (Fachstellen für Senioren, Kinder und Jugend, Gleichstellung, Schule, Sport, Stadtenwicklung, Öffentlichkeitsarbeit); Landkreis Leer (Jugendamt, Schulamt, Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe, Gesundheitsamt, Zentrum für Arbeit)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. luth. Kindertagesstättenverband Emden-Leer-Rhauderfehn; Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindergarten Klecks e.V., Sport-Club 04 Leer e.V., Förderverein Ernst Pagels Garten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Plytenbergschule; Friesenschule; Berufsbildende Schule Leer (nutzt Flächen im Projektgebiet); Volkshochschule (VHS)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kommunale Wohnungsverwaltung Leer (KWL) Eigenbetrieb der Stadt Leer; Bauverein Leer eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ostfriesen Zeitung; SonntagsReport;
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsausschüsse: Sozialausschuss; Kinder- und Jugendausschuss; Ausschuss für Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Mit dem Kauf des Gebäudes und der Finanzierung von Umbaumaßnahmen haben Politik und Verwaltung unterstrichen, die Veränderungen im ST durch die GWA langfristig zu unterstützen. Dies bedeutet allerdings auch ein Abweichen von gewohnten Versorgungsstrukturen. Für die Verstetigung der GWA ist es notwendig, den Stadtrat kontinuierlich einzubinden und von der Wirksamkeit dieser Methode zu überzeugen. Ein von den Anwohner*innen getragener STT und eine gestärkten Nachbarschaft tragen dazu bei.
Galerie
foto team
haus hermann
fahrrad und hlr 28
haushermann
ansicht hinten
umzugsspass
nahaufnahme fahrrad
buero min
gemeinschaftraum2 min
bewegungsraum min
img 0879 min
img 0877
plakat a3 vermuellte altglascontainer weststadt leer oeffentlich al01384507
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Leben im Meer 2.0 - Inselgesellschaften sind eben anders - auch vor, während und nach Corona

Ansprechpartner
Tjark Goerges
Funktion Bürgermeister
Gemeinsam statt (insel-)isoliert - Erkenntnisgewinne generieren und für die Zukunft nutzen
Projektbeschreibung
Die ostfriesischen Inseln befinden sich im Vergleich zu Gemeinden auf dem Festland in gleich mehreren Sondersituationen (Tide-Abhängigkeit, Autofreiheit, Weltnaturerbe, 100% Tourismus als Wirtschaftsfaktor). Für viele Urlauber*innen sind diese Besonderheiten der Grund, Juist zu besuchen. Für die Einheimischen stellen sie im Alltag aber auch häufig eine Herausforderung dar (Logistik, Fachkräfteaquise, Restriktionen). Das Verhältnis zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen ist nicht ausgeglichen. Während der Saison gibt es viele Angebote, aber für die Einheimischen bleibt wenig Zeit, diese überhaupt zu nutzen. Vor allem in den Wintermonaten besteht der Wunsch nach mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Durch die GWA soll das Bewusstsein für die eigenen Handlungsspielräume gestärkt werden, sodass in diesem Bereich ehrenamtliche Initiativen aus der Bevölkerung selbst heraus entstehen. Mehr Freizeitangebote schaffen automatisch auch mehr Begegnungsräume. Für die innere Stabilität als kleine Inselgemeinschaft ist es von enormer Bedeutung, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen (Senioren, Alt-Insulaner, Neu-Insulaner, Hilfsarbeiter, Jugendliche) zusammenzubringen und wieder mehr soziale Nähe herzustellen. Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Willkommenskultur. Viele Arbeitskräfte bleiben nur für kurze Zeit auf der Insel, die Fluktuation ist hoch. Neu-Insulaner*innen sollen bei ihrem Start auf Juist mehr unterstützt werden und somit insgesamt mehr Wertschätzung erfahren. Zu Beginn der GWA sind die Startprojekte (Willkommens-Broschüre, Ehrenamtsbörse) wichtig, um Vertrauen zu schaffen und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Sobald die Insulaner-Lotsin selbst einige Kontakte geknüpft und ein kleines Netzwerk aufgebaut hat, kann sie gezielt Menschen zusammenbringen. Mit der Verlängerung des Projektes kann die Insulaner-Lotsin sich intensiver um eine Zusammenarbeit bemühen und die Bildung von Arbeitsgruppen vorantreiben. Dieser Aspekt ist essentiell, damit Projekte sich dauerhaft etablieren und somit auch langfristig wirken können.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Auf Juist treffen dörfliche Strukturen und Bedingungen aufeinander, die sich zumeist eher in urbanen Räumen beobachten lassen. Es gibt nachbarschaftliche Nähe, generationen-übergreifende Familienbeziehungen, Kirchlichkeit und Ehrenamt. Gleichzeitig lässt sich eine hohe Fluktuation bei den Arbeitskräften beobachten – nicht nur im Bereich von Gastronomie und Hotellerie. Der Anteil an Arbeitsmigrant*innen ist vergleichsweise hoch. Viele leben nur während der Saison auf der Insel, arbeiten 6-7 Tage in der Woche und bleiben in ihrer wenigen freien Zeit eher unter sich. Für sie gibt es insgesamt nur wenige Möglichkeiten, mit anderen Bevölkerungsgruppen in Kontakt zu treten. Auf Juist sind die Wohnkosten ähnlich hoch wie in Großstädten und arbeitgeber-unabhängiger Wohnraum - vor allem für Familien - ist kaum vorhanden. Insgesamt besteht auf Juist eine stärkere Heterogenität in der Bevölkerung als in anderen ländlichen Gemeinden. Die beschriebenen Strukturen machen das Zusammenkommen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen schwierig. Viele haben den Wunsch, etwas an dieser Situation zu ändern und sind offen für gemeinsame Aktivitäten. Was fehlt, ist jemand, der die Initiative ergreift und die Organisation dafür übernimmt. Das Projekt schafft neue Begegnungsräume und -gelegenheiten mit dem Ziel, dass die verschiedenen Akteur*innen regelmäßige Kommunikation als positiv und produktiv erleben. So besteht die Chance, weitere Synergieeffekte zu generieren und gemeinsame Interessen stärker vertreten können.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Juist
Einwohnerzahl
1679
Quelle / Anmerkungen
Ordnungsamt Juist
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100001V, Stand 07/2017 Projektgebiet: Juist Gesamtstadt: Juist, Spiekeroog, Wangerooge Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Fokus der Projekte liegt im sozialen Bereich - vor allem auf den Themen Jugend, Senioren und Willkommenskultur. Die Ideen für mögliche Projekte kommen aus der Bevölkerung selbst. Die Aufgabe der Insulaner-Lotsin ist es, zu motivieren, positiv zu bleiben und zu unterstützen - vor allem bei organisatorischen und administrativen Aufgaben. Sie schiebt Projekte an, indem sie den Rahmen bereitstellt, also z.B. ein Treffen plant und moderiert. Die Themen bestimmen die Insulaner*innen selbst. Außerdem sorgt sie dafür, dass die "Stimmung" in der Bevölkerung auf kommunaler Ebene nicht ignoriert wird, sondern Wünsche und Anliegen auch dort immer wieder auf den Tisch gebracht werden. Insbesondere im Winter, wenn vieles geschlossen hat und man sich nicht draußen aufhalten kann, fehlt es auf Juist an Freizeitangeboten. Das Insulaner-Büro soll zu einem Treffpunkt werden. Die Räumlichkeiten sind aktuell eher ein Provisorium. Gemeinsam sollen sie so gestaltet werden, dass man sich wohlfühlt und gerne dorthin kommt (z.B. gemeinsame Streichaktion, ein Inselflohmarkt oder Möbel-Upcycling).
Qualitätskriterien
Beschreibung
Projekte umgesetzt werden, die sich die Insulaner*innen gewünscht haben. Methode, um dies zu erkennen: Vergleich von Maßnahmen, die vorrangig für die Touristen umgesetzt wurden mit den Maßnahmen für die Insulaner*innen.
Beschreibung
Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenfeldern gebildet wurden. Methoden, um dies zu erkennen: 1.) Menschen arbeiten gemeinsam an einem Thema, obwohl sie aus verschiedenen Bereichen kommen (z.B. Hotellerie und Kirche). 2.) Kooperationen mit dem Festland
Beschreibung
Projekte aus den drei zentralen Bereichen Jugend, Willkommenskultur und Senioren wurden umgesetzt. Das Dorfgemeinschaftshaus wird von verschiedenen Gruppen als Treffpunkt genutzt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
ev. und kath. Kirchengemeinde Juist
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inselschule Juist, Jubi Juist
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte, Schwerbehinderten- und Seniorenbeauftragte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinner un Lue e.V. , TSV Juist
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinderat Juist
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hotels auf Juist
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Juist
Typ
Stadtteil
Galerie
screenshot facebook
screenshot facebook 2
screenshot homepage inselgemeinde
02 screenshot homepage inselgemeinde
screenshot inselpost
01 auftaktveranstaltung
03 auftaktveranstaltung
02 auftaktveranstaltung
Aufsteller
Zustimmung Veröffentlichung
On