Verwendungsnachweis: Dorftreff Rieste "Riesterei"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Linster
| Funktion | Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Rieste engagiert, wir für hier
Projektbeschreibung
Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen in einem ehemaligen Ausstellungsraum einer Landmaschinenfirma (die von vielen Bürger/Innen unterstützt und begleitet wurden) konnten wir im September 2019 mit dem Dorftreff "Riesterei" beginnen. Der Dorftreff bekam seinen Namen durch die Bürger/Innen während der Eröffnungsfeier. Ein sehr umfangreicher Monatsplan mit Angeboten im Dorftreff, der von den Mitarbeiter/Innen und dem Bürgermeister zusammengestellt wird, kommt in der Bürgerschaft richtig gut an. Viele Bürger/Innen helfen mit ihren Ideen und ihrem Engagement den Monatsplan vielfältig zu gestalten. Neben geselligen Angeboten wie "Spieletreffen" " Klönkaffe" oder "Tanzen" gibt es vor allem auch Gesundheitsangebote wie "Mittagstisch" "Sportgruppen" "gesundes Frühstück" "Gedächtnistraining"
In der Regel gibt es 8 - 10 Angebote pro Woche, alle Tageszeiten werden dabei beachtet so, dass auch berufstätige Personen an Angeboten teilnehmen können. Vereine, Organisationen, Gruppen, Kindergarten etc. sind mit eingebunden. Der Dorftreff ist an wenigstens 5 Tagen in der Woche geöffnet. Auch Spaziergänger oder Urlauber können so einen Blick in den Dorftreff werfen. Kaffee oder Tee wird angeboten und die Besucher/Innen können sich über die einzelnen Angebote informieren.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Rieste gibt es keinen Ort mit Treffpunktcharakter. Die Gemeinde hat viele kleine Außenbereiche und keinen richtigen Ortskern. Die Kirchengemeinde liegt weit außerhalb, ebenso die Vereine. Eine Teilhabe vieler älterer Menschen ist aufgrund fehlender Mobilität sehr schwierig geworden. Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es vor Ort kaum. In Rieste leben viele EU Ausländer die im Gewerbepark der Gemeinde (weit außerhalb) arbeiten und kaum Kontakt zu den Einheimischen haben. Das Freizeit- und Tourismusgebiet liegt auch weit außerhalb. Dort trifft man auf Urlauber die sich kaum im Dorf selbst aufhalten. Somit ist der Dorftreff zu einer sehr wichtige Einrichtung geworden! Man kann einfach mal reinschauen, einen Tee trinken und ein Gespräch führen. Für viele Urlauber eine ganz neue Entdeckung und interessante Abwechslung. Die Menschen sind sehr interessiert und nehmen gerne an den Angeboten teil. Die Möglichkeit, sich selbst einzubringen hat das ehrenamtliche Engagement stark erhöht. Jetzt ist es möglich für den Ort und für die Gemeinschaft etwas zu machen und sich (auch kurzfristig) für ein Projekt oder eine Initiative zu interessieren. Vor allem allein stehende alte Menschen haben jetzt einen Begegnungsort wo sie sich zwanglos ohne Kosten treffen können und (außerhalb von Coronazeiten) gemeinsam etwas unternehmen können. Vereine nutzen die Riesterei als Treffpunkt für z.B. Vorstandssitzungen weil viele Vereine kein eigenes Vereinsheim haben und es nur noch eine Kneipe gibt. Auch Gruppen und Initiativen treffen sich in der Riesterei weil der Treffpunkt kostenfrei ist und viele Möglichkeiten bietet.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Gemeinde Rieste
Beschreibung
Die Gemeinde Rieste liegt an der östlichen Grenze des Landkreises Osnabrück und berührt hier das Oldenburger Land. Sie bildet mit sechs weiteren Gemeinden die Samtgemeinde Bersenbrück. Rieste liegt 40 m über NN und hat eine Gesamtgröße von 30,58 qkm
Einwohnerzahl
3645
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In Rieste liegt der spezielle GWA Ansatz insbesondere in der Zusammenführung unterschiedlicher Bürger/Innen. Wir möchten die sozialen Beziehungen von Zugereisten und Einheimischen stärken und den Neubürger/Innen die Möglichkeit geben, sich in ihrer neuen Heimat wohl zu fühlen. Außerdem arbeiten wir verstärkt daran, dass alte Menschen zusammenkommen können und somit weiter in die Gesellschaft eingebunden sind. Dadurch stärken wir die Qualität der sozialen Beziehungen, geben den Bürger/Innen die Möglichkeit, sich zu engagieren und für ihren Ort aktiv zu werden und helfen, Schwachstellen zu erkennen und Lösungen zu finden.
In der Corona - Zeit waren die Dorftreffs geschlossen. Viele Menschen hatten Angst, waren verunsichert. Nur langsam beginnt das Leben wieder in den Dorftreffs.
Wir spüren bei der Arbeit deutlich die für uns neue Ablehnung der vermeintlich "Anderen". Schuldzuweisungen machen die Runde, Senior*innen haben Angst und Ausgrenzung ist alltäglich. Hier werden wir erneut sehr viel Zeit und Energie brauchen um die entstandenen Hemmschwellen und Aggressionen abzubauen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelungen ist, die Bewohner/Innen zu interessieren, zu aktivieren und gemeinsam Dinge anzustoßen und umzusetzen. Wenn Menschen mit Migrationshintergrund teilnehmen und gerne wiederkommen, sich wohl fühlen und selbst auch mitmachen.
Kriterium
Beschreibung
wir den Bürger/Innen genügend Möglichkeiten bieten, ihr eigenes Leben und ihr Umfeld selbst zu gestalten. Wenn wir untereinander Hilfestellung geben können um den Alltag zu meistern und es möglich ist, gegenseitig Anteil zu nehmen und Hilfe zu geben.
Kriterium
Beschreibung
die Bürger/Innen ohne Vorbehalte auch mit fremden Menschen zusammen kommen. Wenn Alt und Jung sich ergänzen, alle Menschen am Aufbau und der Entwicklung im Dorf teilnehmen.
Beschreibung
in der Gemeinde ein gutes Miteinander herrscht, wenn man sich gegenseitig achtet. Wenn die Bürger/Innen erkennen, dass jeder Einzelne im Dorf wichtig ist und dass nur durch ein Miteinander die Gemeinde Bestand haben kann.
Kriterium
Beschreibung
die Vereine und Organisationen die in der Gemeinde noch vorhanden sind unterstützt werden und die Bürger/Innen helfen, dass sie auch im Dorf Bestand haben. Wenn die Vereine vor Ort sich in die Arbeit im Dorftreff einbringen und so Gemeinsamkeiten schaffen
Kriterium
Beschreibung
es gelingt, neue Nachbarschaften aufzubauen (Zuzug) und alte Nachbarschaften zu festigen (Tod, Wegzug) Wenn Menschen voneinander wissen und füreinander da sind. Wenn es Kümmerer gibt, die die gute Nachbarschaft fördern.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Auch der Dorftreff in Rieste soll fester Bestandteil in der GWA der SG BSB bleiben. Leider hat auch die Gemeinde Rieste nicht genügend finanzielle Ressourcen um aus eigener Kraft die Kosten für den Dorftreff zu übernehmen. Die Steuereinnahmen sind auch hier massiv eingebrochen durch die Corona Krise. Natürlich versuchen wir durch Spenden oder durch andere Gelder von Bürger*innen einen Teil der Kosten zu decken, eine Gesamtfinanzierung wird aber auch hier leider nicht möglich sein.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Leer Weststadt - Neue Wege zu einem neuen WIR -
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Arne Salge
| Funktion | GWA in der Weststadt |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ab jetzt gemeinsam!
Projektbeschreibung
Die Weststadt in Leer hat viele Probleme und viel Potenzial. Nach der überwiegend baulichen Planung im Rahmen der Förderung „Soziale Stadt“, werden seit dem 1.1. 2020 mit dem Start der GWA zunehmend die sozialen Aspekte berücksichtigt. Das gesellschaftliche Ungleichgewicht ist im Quartier deutlich zu erkennen. Große Einfamilienhäuser mit gepflegten Gärten gehören genauso zum Bild wie Wohnblocks mit zu engen Wohnungen und weniger gepflegten Außenflächen. Es fehlen Orte zum Bewegen und Begegnen. Nachbarschaftskonflikte und Vandalismus nehmen zu. Insgesamt mangelt es an Verbundenheit im und zum Stadtteil (ST). Ein ganzheitlicher Stadtteiltreff (STT) war eine Forderung des Runden Tisches (RT) (das Beteiligungsgremium der Anwohner*innen bei der Sanierungsplanung). Mit dem Kauf eines Gebäudes mit großem Außengelände hat die Stadt Leer eine Basis für Partizipation, Selbsthilfe, Begegnung und Beratung geschaffen. Ein anfängliches „einfach nur da sein“ und aktivierende Gespräche beim Mobilen-Café (so konnten wir trotz Corona präsent sein) haben bereits den Tatendrang einiger Bürger*innen verdeutlicht und Bedarfe aufgezeigt. Kreative Ideen für das Außengelände und inhaltliche Angebote wurden genauso geäußert, wie der Wunsch nach einem selbstverwalteten Nachbarschafts-Café, damit auch finanziell und körperlich eingeschränkte Nachbar*innen am ST-Leben teilhaben können. Kuchenbäcker*innen haben sich schon gemeldet. Entstanden ist daraus das Mit-Mach-Café (MMC). Cafés mit verschiedenen Themen bringen Menschen zusammen und stärken Eigeninitiative durch erfahrene Selbstwirksamkeit. Z.B. wirken in einem Ideen-Café Interessierte bei der Gestaltung des STT mit. Weitere Themen entwickeln sich aus den Ressourcen und Bedürfnissen der Menschen vor Ort, aber auch aus den derzeitigen gesellschaftlichen Herausforderungen wie z.B. der Coronakrise, um ein verantwortungsbewusstes Miteinander zu fördern. Durch ein niedrigschwelliges Beratungsangebot und Projekte mit lokalen Akteur*innen werden Wege zu den schwerer Erreichbaren und Freiflächen eröffnet, z.B. ein gemeinsam konzipiertes Eltern-Café mit Schulen und Kitas und ein Garten-Café in Kooperation mit der Stiftung Pagels-Garten (ein bisher zu wenig wahrgenommener Bürger*innengarten im Quartier). Eine von Kindern und Jugendlichen entwickelte Fotoausstellung, Feste, Logo- und Namenswettbewerbe sollen identifikationsstiftende Impulse geben und damit ebenfalls zu einem neuen WIR in der Weststadt und einer Imageverbesserung beitragen.
Laufzeit
2021-04-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der Weststadt zeigt sich eine gesellschaftliche Trennung zwischen den Gebieten mit Einfamilienhäusern und einigen Straßen mit Wohnblocks. Im letztgenannten Bereich gibt es überdurchschnittlich viele Haushalte mit belastenden Lebenssituationen. Das Image des Quartiers hat sich durch den vermehrten Zuzug von Menschen mit Migrationsgeschichte weiter verschlechtert. Sprachbarrieren und unzureichende Kenntnisse über hiesige Strukturen fördern ebenso Misstrauen und Vorurteile wie mangelndes Interesse an kultureller Vielfalt. Beim RT hat die Schwerpunktlegung auf bauliche Maßnahmen die sozialen Bedarfe und Ressourcen, die anfangs deutlich gemacht wurden, nebensächlich werden lassen. Dadurch haben viele das Interesse wieder verloren, sich aktiv für ihren ST einzusetzen. Es mangelt an Orten und Möglichkeiten für positive Begegnungen, Selbstwirksamkeitserfahrungen und niedrigschwellige Beratung. Kindern und Jugendlichen fehlen Außen- und Innenräume zum Treffen, Spielen und Bewegen. Ihre Kreativität den Mangel zu kompensieren, verursacht häufig Ärger. Vandalismus und Nachbarschaftskonflikte bzgl. Müll, Lärm und Freizeitgestaltung nehmen zu und beeinflussen das Miteinander. Bürgerliche Haushalte schotten sich ab und orientieren sich aus dem Viertel heraus. Problembelastete Menschen ohne Migrationsgeschichte sehen sich benachteiligt und suchen Schuldige. Kinder und Jugendliche provozieren und randalieren. Beispielsweise Ältere und Alleinstehende fühlen sich z.T. nicht mehr sicher, sie ziehen sich zurück und verlieren dadurch wichtige Kontaktmöglichkeiten. Gemeinsam mit der GWA erhoffen sich die Bürger*innen der Weststadt, die Abwärtsspirale zu durchbrechen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Leer Weststadt
Beschreibung
Die Fläche des Sanierungsgebietes Leer-Weststadt beträgt 93,5 ha. Das Gebiet wird umgrenzt von den Straßen Stadtring, Heisfelder Straße und Ubbo-Emmius-Str./Deichstraße. Das Fördergebiet Soziale Stadt liegt in diesem Gebiet und ist kleiner (ca. 55,2 ha). Das Teilgebiet mit überwiegender Blockbebauung hat eine Fläche von ca. 20,2 ha.
Einwohnerzahl
3243
Quelle / Anmerkungen
Anmerkung: Das im Folgenden erwähnte Teilgebiet ist der Teil der Weststadt, in dem überwiegend Blockbebauung vorherrscht. In diesem Gebiet wohnen 39% der Einwohnerschaft der Weststadt auf ca. 22% der Gesamtfläche.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der RT hat von der Stadt eingefordert, die soziale Entwicklung professionell und ganzheitlich zu begleiten. Das dafür benötigte GWA-Personal kann nicht durch die Förderung Soziale Stadt finanziert werden. Das Fördergebiet ist außerdem nur ein Teil der Weststadt, auf die sich dieser Antrag bezieht.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020): Im Teilgebiet beträgt der Anteil 17 %
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020)
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020): Der Anteil der ausländischen Bewohner*innen beträgt im Teilgebiet 27 % und im restlichen Gebiet der Weststadt 11 %
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
40
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit (Stand April 2020):
Es liegen keine stadtteilbezogenen Daten vor. Der angegebene Wert unter Sonstige ist ein Schätzwert und bezieht sich auf das Teilgebiet mit überwiegender Blockbebauung. Die Arbeitslosenquote der ausländischen Bürger*innen im gesamten Stadtgebiet beträgt 27% und die Quote der deutschen Bürger*innen beträgt 6,6%. Da der Anteil der ausländischen Bürger*innen in diesem Gebiet weit über dem Durchschnitt liegt und außerdem davon auszugehen ist, dass auch die Arbeitslosenquote der deutschen Bürger*innen weit über dem Durchschnitt verglichen mit der gesamten Stadt ist, ist von einer hohen Arbeitslosigkeit auszugehen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
erneuerungskonzept_02.jpg
(199.65 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bürger*innen des ST stehen im Mittelpunkt, handlungsleitend sind deren geäußerten Interessen und Bedarfe. Die Hauptamtlichen begegnen den sehr unterschiedlichen Lebenswelten wertschätzend und pflegen den direkten Kontakt auf Augenhöhe. Durch die wechselnden MMC werden verschiedene Generationen, Interessen und Kulturen angesprochen und ein bewusster Umgang mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gefördert. Die Gestaltung des STT ermöglicht Selbstwirksamkeitserfahrungen und aktiviert die Potenziale der Bürger*innen. Ein Projekttagebuch veranschaulicht die Entwicklungen und das Engagement und fördert ein Verbundenheitsgefühl zum STT. Die Präsentation der Ergebnisse stärkt das Selbstbewusstsein. Neben der Stärkung und Koordination gemeinschaftlichen Engagements, werden diejenigen zur Teilhabe ermutigt, die sich bisher nicht bemerkbar machen konnten oder ungünstige Strategien (Vandalismus, Streit, Rückzug) ergriffen haben. Durch eine verlässliche Präsenz in dem STT und ein niedrigschwelliges Beratungsangebot werden Strukturen geschaffen, die die Bedarfe ermitteln und die Entwicklung sozialer Kompetenzen stärken. Die Vernetzung mit bereits bestehender Infrastruktur soll die Akteur*innen für den Aufbau resort- und zielgruppenübergreifender Handlungsfelder sensibilisieren. Mit gemeinsamen Aktionen und Konzepten sollen Ressourcen besser genutzt und Angebote so gestaltet werden, dass sie langfristig die Selbsthilfekräfte der Bürger*innen fördern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Räume und Angebote des STT spiegeln die Bedürfnisse, Interessen und Ressourcen der Anwohner*innen der Weststadt wider.
Kriterium
Beschreibung
Die Bürger*innen initiieren eigene Angebote (z.B. ein selbstverwaltetes Café), ermitteln die Bedarfe und aktivieren die nötigen Ressourcen in der Bevölkerung.
Kriterium
Beschreibung
Die Akteur*innen bestehender Infrastruktur haben ihr Interesse an einer kontinuierlichen Kooperation unterstrichen. In kleineren Netzwerken werden gemeinsame Ressourcen, Ziele und Handlungskonzepte erarbeitet. Erste konkrete Angebote werden durchgeführt.
Kriterium
Beschreibung
Die Bürger*innen setzen sich mit den Konflikten (Lärm, Müll, Freizeitgestaltung) in ihrem Quartier auseinander, hören sich gegenseitig zu und planen gemeinsame Aktionen (z.B. gemeinsames Müllsammeln, Nachbarschaftsfest) die zur Entspannung beitragen.
Beschreibung
Die Weststadt hat einen STT für bürgerschaftliches Engagement, Begegnung und niedrigschwellige Beratung. Für den Außenbereich des STT und Pagels Garten gibt es Konzepte zur gemeinschaftlichen Nutzung zusätzlicher Freiflächen.
Kriterium
Beschreibung
Die Bürger*innen präsentieren selbstbewusst die Entwicklungen in der Weststadt. Die Beteiligung spiegelt die kulturelle Vielfalt wider.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Leer (Fachstellen für Senioren, Kinder und Jugend, Gleichstellung, Schule, Sport, Stadtenwicklung, Öffentlichkeitsarbeit); Landkreis Leer (Jugendamt, Schulamt, Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe, Gesundheitsamt, Zentrum für Arbeit)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. luth. Kindertagesstättenverband Emden-Leer-Rhauderfehn; Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindergarten Klecks e.V., Sport-Club 04 Leer e.V., Förderverein Ernst Pagels Garten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Plytenbergschule; Friesenschule; Berufsbildende Schule Leer (nutzt Flächen im Projektgebiet); Volkshochschule (VHS)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunale Wohnungsverwaltung Leer (KWL) Eigenbetrieb der Stadt Leer; Bauverein Leer eG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsausschüsse: Sozialausschuss; Kinder- und Jugendausschuss; Ausschuss für Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Mit dem Kauf des Gebäudes und der Finanzierung von Umbaumaßnahmen haben Politik und Verwaltung unterstrichen, die Veränderungen im ST durch die GWA langfristig zu unterstützen. Dies bedeutet allerdings auch ein Abweichen von gewohnten Versorgungsstrukturen. Für die Verstetigung der GWA ist es notwendig, den Stadtrat kontinuierlich einzubinden und von der Wirksamkeit dieser Methode zu überzeugen. Ein von den Anwohner*innen getragener STT und eine gestärkten Nachbarschaft tragen dazu bei.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Leben im Meer 2.0 - Inselgesellschaften sind eben anders - auch vor, während und nach Corona - Aktiv für die Insel Spiekeroog
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Patrick Kösters
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam statt (insel-)isoliert - Zukunftsfähiges Leben auf kleinen niedersächsischen Inseln - Erkenntnisgewinne generieren und für die Zukunft nutzen
Projektbeschreibung
Die Insel Spiekeroog wird auch die grüne Insel genannt. Dieser Begriff ist historisch gewachsen und wurde durch den überdurchschnittlich hohen Baumbestand im 19. Jahrhundert geprägt. Heutzutage bedeutet „grüne Insel“ auch einen Fokus auf Nachhaltigkeit zu legen. Die Spiekerooger möchten die schöne Natur ihrer Insel für die Zukunft bewahren und nehmen die Verantwortung für den Erhalt ihrer Lebensgrundlage sehr ernst. Die Kurverwaltung hat eine Nachhaltigkeitsinitiative gegründet, in deren Arbeitsgruppen auch einige Insulaner mitarbeiten, und eigens für die Koordination der einzelnen Projekte eine Teilzeitstelle geschaffen, welche im Oktober 2019 besetzt wurde. Mit seinen knapp 800 Einwohnern ist Spiekeroog nach Baltrum die zweitkleinste Insel. Die Siedlungsstrukturen und der Baubestand sind intakt, im Dorfkern gibt es mehrere historische Gebäude. Der Gesamteindruck ist der eines idyllischen Inseldorfes. Hochhäuser und „Bettenburgen“ sucht man hier vergeblich. Auch eine Strandpromenade mit viel Trubel und Kommerz gibt es nicht. Die Strandgastronomie am Hauptbadestrand besteht genau aus einem Gebäude. Spiekeroog hat als einzige ostfriesische Insel keinen Flugplatz und die Fährverbindung ist tideabhängig. Alle Gäste, alle Insulaner, sämtliche Nahrungsmittel und Konsumgüter sowie der gesamte Abfall werden per Fähre transportiert.
Die Gäste kommen wegen des intensiven Naturerlebnisses und der damit verbundenen Ruhe und Erholung auf die grüne Insel. Obwohl es das erklärte Ziel der Kurverwaltung ist, den Tourismus im Einklang mit der Natur zu entwickeln, hat man sich in den letzten Jahren im Tourismus weitestgehend verausgabt, so dass das Bild der nachhaltigen grünen Insel droht ins Wanken zu geraten. Es tut sich eine Lücke auf, welche offenbart, dass im Kampf um das Wirtschaftliche vieles im sozialen Miteinander verloren gegangen ist. Auch die wunderschöne Natur vor der Haustür kann der Insulaner selber kaum noch genießen, weil die Zeit fehlt. Tourismus ist wie auf den anderen Inseln der einzige Wirtschaftszweig. Obwohl Spiekeroog mit seinen knapp 4000 Gästebetten eher klein ist, hat die Insel mit einer zunehmenden Belastung der Infrastruktur durch die steigende Zahl an Gästen zu kämpfen. Wo ist die Balance zwischen einem nachhaltigen auskömmlichen Tourismus, einer intakten Natur und ausreichender Lebensqualität für Insulaner? Wie kann sich daraus eine Inselidentität entwickeln? Dies soll auf Spiekeroog exemplarisch für die anderen Inseln untersucht werden.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf Spiekeroog wird deutlich, dass trotz des bereits beachtlichen Engagements der Akteure immer noch großes Potenzial zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen besteht. Gleichzeitig gilt es die fortgeschrittene ökologische Nachhaltigkeit mit sozialer Nachhaltigkeit zu ergänzen und in Einklang zu bringen. Grundsätzliche Aspekte der Inselgemeinschaft geraten zunehmend in den Fokus, z.B. fehlender bezahlbarer Wohnraum gepaart mit einem Ausverkauf von Flächen und Immobilien an auswärtige Investoren, nicht ausreichend gesicherte Daseinsvorsorge, kaum Angebote für Jugendliche und Senioren, fehlende Teilhabe von Saisonkräften an der Dorfgemeinschaft, keine ausgeprägte Dorfidentität.
Das „anders sein“ Spiekeroogs (kein Flugplatz, tideabhängige Erreichbarkeit, idyllischer Dorfkern, wenig Infrastruktur) bedeutet für den Gast Ruhe, Erholung und Entschleunigung. Doch was bedeutet es für die Insulaner, speziell für die arbeitende Bevölkerung? Tourismus bedeutet häufig eine 7-Tage-Woche in der Saison, welche mittlerweile auch länger dauert als nur drei Sommermonate, der Trend geht zu rund-ums-Jahr. In dieser Überbelastung mangelt es den Insulanern häufig an Zeit und Energie, um soziale Kontakte zu pflegen oder Traditionen nachzugehen, welche früher für ein soziales Miteinander selbstverständlich und auch essentiell waren. Die schöne Natur wird zwar wahrgenommen, ist aber als Freizeitangebot alleine nicht ausreichend. Wie kann unter diesen Umständen trotzdem gute Daseinsvorsorge gelingen? Deckt die vorhandene Infrastruktur die Bedarfe der Insulaner oder bleiben Bedürfnisse offen? Was fehlt für mehr soziales Miteinander und mehr Lebensqualität auf der Insel?
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Spiekeroog gesamte Insel
Beschreibung
Spiekeroog ist eine niedersächsische Insel mit ca. 18 qm2 Fläche. Die Entfernung zum Festland beträgt ca. 6 km. Es gibt eine tideabhängige Fährverbindung.
Einwohnerzahl
780
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Als Projektgebiet gilt unsere Gemeinde, Quelle der Daten ist unser Einwohnermeldeamt.
Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt unser Landkreis (Wittmund), Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
leben_im_meer_spiekeroog_1.jpg
(165.56 KB)
leben_im_meer_spiekeroog_2.jpg
(231 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Auf der Insel Spiekeroog wird GWA als ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Es gilt alle Bevölkerungsgruppen zusammen zu bringen und wieder Bewußtsein für die gemeinsamen Handlungsspielräume zu schaffen. Anhand der Bedarfe der Insulaner sollen kommunalpolitische Aufgaben angegangen werden. Ziel ist die Verbesserung von sowohl harten (Infrastruktur) als auch weichen Faktoren (Lebensqualität, Qualität des sozialen Miteinander). Die Insellotsin ist dabei die Anlauf- und Vernetzungsstelle. Sie moderiert die Prozesse, unterstützt mit Methodenkenntnissen und bei der Bildung von Netzwerken und Kooperationen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Insulaner gehen mit konkret formulierten Bedarfen und Ideen auf die Insellotsin zu.
Kriterium
Beschreibung
Es formen sich Gruppen, welche in der Lage sind sich selbst zu organisieren und Themen im Sinne der gesamten Insel zu verwirklichen.
Beschreibung
Das soziale Miteinander verbessert sich merklich, Anzahl Ehrenämter steigt.
Beschreibung
Die Infrastruktur der Daseinsvorsorge entwickelt sich bedarfsgerecht und dies wird positiv von den Insulanern wahrgenommen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Pastorin und Kirchenvorstand
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es ist das erklärte Ziel, eine Weiterführung dieser Maßnahme mit Implementierung der Stelle in den Haushaltsplan der Gemeinde Spiekeroog über das Jahr 2023 hinaus dauerhaft in die Organisationsabläufe der Gemeinde Spiekeroog einzubinden. Der Rat der Gemeinde Spiekeroog hat dem Vorgehen in seiner Gesamtheit zugestimmt.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Goosmanns Tannen 2.0
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Daniel Sielaff
| Funktion | Einrichtungsleitung / Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau eines Gemeinwesenzentrums unter Aktivierung der Bewohnerschaft zur Aufwertung der Lebensqualität (Bildung, Qualität der Umwelt, soziale Beziehungen, Beteiligung, Mobilität, Kultur und Freizeit) im Wohnquartier
Projektbeschreibung
Das Quartier Goosmanns Tannen liegt am nördlichen Stadtrand der Mittelstadt Lingen mit ca. 1500 Bewohner*innen. Trotz Stadtrandlage mit hohem Grünflächenanteil ist die Qualität der Infrastruktur mangelhaft, das Stadtteilimage schlecht und benachteiligend. Die Projektinhalte und -methoden durchbrechen einen Prozess des sozialen und politischen Rückzugs und nehmen erheblichen Einfluss auf Autonomie, Selbstwert und Eigenmacht, erreichen durch Beteiligung, Begegnung und Begleitung Stärkung der Autonomie, so Verbesserung der individuellen und solidarischen Verantwortung. Der "Stadtteiltreff" wurde 1981 als Maßnahme der offenen Kinder- und Jugendarbeit in diesem Qurtier mit überdurchschnittlich hohem Anteil Sozialleistungsempfangenden und Zugewanderten errichtet und durch den Auftrag der Besucher*innen, ganzheitliche Unterstützung bei der Bewältigung der großteils prekären Lebenssituationen zu leisten, zu einem Zentrum stadtteilorientierter Sozialarbeit. 2019 schließlich konnte durch die Gewährung der städtischen und Landesfördermitteln die GWA offiziell als pädagogischer Schwerpunkt in das Konzept der Einrichtung eingebunden werden und bereits im ersten Jahr ein Begegnungscafè (Café 107), eine Beratungsstelle eingerichtet sowie eine Bürgerinitiative gegründet werden, welche durch Befragungen der Bürger*innen während einer Anwohner*innenversammlung Interessen und Bedarfe aufnehmen konnte und aus diesen bereits konkrete Zukunftsziele formuliert hat. So wird 2020/2021 Einfluss auf die Anbindung des ÖPNV genommen, welcher bisweilen das Wohnquartier nur stark begrenz anbindet, bzw. nicht berücksichtigt. Eine Vielzahl der Bewohner*innen sind aufgr. starker Mobilitätseinschränkungen von ext. Kontaktmöglichkeiten weitgehend abgeschnitten, nur wenige Familien verfügen über ein Fahrzeug. Auch die "Ver(sperr)müllung" des Quartiers bildet einen enormen Konfliktherd, welcher allgegenwärtig und schuldzuweisend wahrzunehnmen ist. Dabei ist zu betrachten, dass Straßenzüge des Quartiers weder als Abfuhrzone registriert sind, noch die Kapazitäten ausreichend sind. Durch ein Konzept in enger Zusammenarbeit (Anwohner*innen, Politik, Verwaltung) wird dieser Missstand überwunden und Bedarfe auf logistische Möglichk. abgestimmt. Zudem wird eine Stadtteil-App zur digitalen Vernetzung über Entwicklungen und Aktivitäten im Quartier aufklären und für alle Bewohner*innen im Stadtteil und darüber hinaus Kommunikationsplattform bilden und nachhaltig einen ganzheitlichen Zugang begünstigen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier Goosmanns Tannen unterscheidet sich sozioökonomisch erheblich von anderen Wohngebieten der Stadt, und stigmatisiert die Bewohner*innen durch sein Image. Aus einem benachteiligten Quartier ist längst ein benachteiligendes Quartier geworden, was dazu führt, dass sich die Bewohner*innen immer weiter aus sozialen Netzwerken zurückziehen. Die Menschen vor Ort fühlen sich aufgrund des sozioökonomischen Status und dem Wohnumfeld vergessen, ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Transferleistungsbezug sorgt für Konflikte aufgrund knapper Ressourcen, welche durch soziokulturelle Unsicherheiten u. infrastrukturelle Voraussetzungen zus. begünstigt werden. Zudem sind Aussagen wie: "... das sieht da doch immer so aus..." (Mitarb. des Ordnungsamtes) Indiz für eine institutionelle Diskriminierung und marginalisieren die Lebenslagen der im Quartier lebenden Menschen. Die daraus resultierenden Perspektiven sind fatalistisch, von Frustration und Aufgabe geprägt und münden oft in selbst- und fremdgefährdendem Verhalten, worunter besonders Kinder und Jugendliche leiden. Dieser Kreislauf wird durchbrochen und legt Eigenmacht und Verantwortung für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Identifikation mit dem direkten Lebensumfeld in die Hände der dort agierenden Menschen zurück. Infrastruktur wie Einkauf, soz. Netzwerke und Zugang zu allen städtischen Bereichen muss ganzheitlich für alle gleichsam zur Verfügung stehen, um Benachteiligung zu überwinden. Dabei sind die geplanten Maßnahmen von unmittelb. und lebensprakt. Nutzen, sorgen für öffentliche Aufmerksamkeit, somit für eine Auseinandersetzung mit Bedarfen und Bedürfnissen und erreichen beteiligende Lebensraumgestaltung.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lingen (Ems) Goosmanns Tannen
Beschreibung
Das Projektgebiet / der Stadtteil "Goosmanns Tannen" liegt im nordöstlichen Randgebiet der Mittelstadt Lingen (Ems). "Goosmanns Tannen" ist von einem angrenzenden Wohn-, bzw. Gewerbegebiet durch eine Bahntrasse im Westen, im südlichen und östlichen Bereich durch Straßen, ohne angrenzende Infrastrukturgebiete und im nördlichen Teil durch ein Gewerbegebiet abgegrenzt.
Einwohnerzahl
1500
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen Geburtsjahrgangsstatistik Stadt Lingen Stand 12.08.2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen
Geburtsjahrgangsstatistik Stadt Lingen Stand 12.08.2020
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind Schätzungen; für das Stadtgebiet liegen keine Gesamtdaten vor
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteil.png
(423.37 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt orientiert sich ganzheitlich an der Aktivierung der im Wohnquartier agierenden und lebenden Bewohner*innen; besonders der politischen Verantwortungsübernahme zur ganzheitlichen Beteiligung am gesamtgesellschaftlichen, politischen und kulturellem Leben und der damit verbundenen Reproduktion. Auch hier betrachten die Initiatoren ihr Engagement ausschließlich als Teil der Bewegung, haben eine Stimme, sind aber nicht bestimmend und orientieren sich an den Bedürfnissen, Interessen und Ideen der im Quartier lebenden Menschen. Dabei gilt es, alle Anwohner*innen einzubeziehen, weniger mit dem Anspruch den Menschen zu verändern, vielmehr den Lebensraum zur Verbesserung des in erster Linie immateriellen Wohlstands, somit des subjektiven Wohlbefindens. Neben der Beteiligung steht diesbezüglich die, auch oft konfliktäre, Interaktion zwischen den Anwohner*innen der unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen im Vordergrund, was aufgrund manifestierter Stereotype und damit verbundener Verantwortungsübernahme, -übergabe, und auch -ablehnung besonderen Anspruch erhält. Die GWA Goosmanns Tannen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz der Selbstbestimmung und bezieht ihre Arbeitsgrundlage auf die Lebensverhältnisse, -formen, -zusammenhänge und Ressourcen der Menschen in deren Sozialraum Goosmanns Tannen zum Vertreten und Kommunizieren individueller und solidarischer Bedürfnisse und Interessen sowie dem demokratischen Aushandeln und Bewältigen sozialer und persönlicher Konflikte.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinschaftlich und nach demokratischen und utilitaristischen Grundsätzen ausgehandelte Bedarfe und Interessen sind formuliert und bilden Ansatz für eine gemeinschaftliche Umsetzung.
Kriterium
Beschreibung
Organisation und Initiierung von bedarfs- und interessenorientierten Maßnahmen (Bedarfsevaluation) und Methoden entsprechender Umsetzung sind von der Bürger*inneninitiative eingeleitet und nachhaltig transparent und langfristig orientiert implementiert.
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus verschiedenen sozialen Gruppen nehmen gemeinschaftlich an Maßnahmen teil, formulieren, im Rahmen demokratischer Prozesse, solidarische und gemeinschaftsorientierte Entwicklungsabsichten und Ziele und organisieren die Umsetzung.
Beschreibung
Das bestehende Partnernetzwerk ist gestärkt und ergänzt und ermöglicht zunehmend nachaltige, ganzheitliche und eigenständige Arbeit zur Reproduktion und Reduktion von Zugangsbeschränkungen (Wege verkürzen zur Steigerung von Effektivität und Effizienz).
Kriterium
Beschreibung
Begegnungs- und Beratungsangebote (z.B. Cafe 107, Konfliktbegleitung etc.) sowie Veranstaltungen und nachbarschaftszentrierte Versammlungen werden genutzt/besucht und im Sinne der Interessen- und Bedarfsorientierung gestaltet.
Beschreibung
Zur Qualitätssicherung werden, in Kooperation mit ortsansässigen Bildungsträgern, qualitative und quantitative Studien durchgeführt, welche empirische Daten zur Evaluation sowie zur möglichen Reproduktion in andere Wirkungsbereiche erfassen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB) - Beratungsbüro Emsland / Grafschaft Bentheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tafel Lingen e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schülergenossenschaft Genius der Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Integrationsberatung Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Jugendmigrationsdienst Emsland
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Projektpartner arbeiten eng mit Verwaltung und Politik zusammen, werden projektgebunden nicht befristet jährl. mit 10.000€ öffentlich gefördert. Diese Mittel sollen erhöht werden, um durch hauptamtliche Begleitung die Entwicklung im Quartier, Reproduktionen und Ehrenamtsförderung zu sichern. Kommunalpolitische Netzwerke und Strategien werden dies erreichen und durch Transparenz u. Öffentlichkeit die Nutzbarmachung von Ergebnissen für die Gemeinschaft, so Verstetigungseffekte verdeutlichen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftstreff Neuenhäusen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lukas Barlian
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
ZusammenLeben in Neuenhäusen
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt: „Nachbarschaftstreff – ZusammenLeben in Neuenhäusen“ wird ein Ort von den Bewohner:innen des Stadtteils für den Stadtteils aufgebaut. Dieser wird ein präsenter Anlaufpunkt in Neuenhäusen und bietet zukünftig niedrigschwellige Möglichkeiten für Austausch und Treffen der Nachbarschaft, sowie Räume für die Umsetzung von Projekten der Bewohner:innen und lokalen Initiativen. Zudem kann dieser Ort Anlaufpunkt für benötigte Unterstützung sein, die Menschen aus dem Stadtteil sich gegenseitig geben können: bpsw Übersetzungen, Hilfe mit Post von Behörden/Vermietern, sozialen Konflikten oder praktischer Unterstützung im Alltag & Austausch von Gebrauchsgegenständen. Die alltägliche Arbeit wird von Menschen aus dem Stadtteil gemeinsam in ehrenamtlicher Arbeit geleistet, wodurch Hierarchien vermindert und eine Identifikation mit dem Projekt gestärkt wird.
Notwendigkeit:
Die Notwendigkeit hierfür wurde von mehreren Stellen deutlich formuliert, z.B. in den Erläuterungen - Schwächenanalyse zum 2. Bürgerforum - Onlinebeteiligung zum Rahmenplanentwurf (https://stadtsanierung-celle.de/Neuenh%C3%A4usen/Sanierung/St%C3%A4dtebaulicher-Rahmenplan/): „Bezüglich der Nutzungsstruktur ist vor allem das Fehlen eines Treffpunktes zu nennen, der allen Nutzergruppen offensteht und das soziale Leben Neuenhäusens bündelt.“ Die Befragung von 140 Bewohner:innen des Stadtteils im Sommer 2021 bestätigte dies: Bei der Frage „Was fehlt im Stadtteil?“ gehörten Treffpunkt/Begegnungsort/Stadteilcafé zu den meistgenannstesten Antworten.
Umsetzbarkeit:
Seit Sommer 2021 hat sich die „Solidarische Initiative Neuenhäusen“ gegründet, um „zur Vernetzung bei[zu]tragen, neue Gelegenheiten für Gemeinschaft und mehr Leben im Stadtteil schaffen“ . Seitdem organisiert die Initiative u.a. regelmäßige kulturelle Abende Frauen*Brunch. Da es bisher an Räumen für weitere Ideen, fehlt, die Menschen aus der Nachbarschaft umsetzen wollen (offenes Café, Repaircafé, Mutter-Kind-Treff, u.a.) ist ein weiteres ihrer Vorhaben die Schaffung dieser Räume. Dabei stützt sich die Initiative auf vielfältige persönliche Kontakte, sowie auf die langjährigen Erfahrungen von Kooperationspartnern. Konkret wird die CD-Kaserne gGmbH das Vorhaben bei Fragen zu Konzepten sozialer Arbeit im Stadtteil unterstützen, während der Verein Buntes Haus e.V. mit langjähriger Erfahrung in rein ehrenamtlicher arbeit Träger des Nachbarschaftstreffs und damit dieses Projekts sein wird.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtteil Neuenhäusen liegt zentral in der Celle zwischen Bahnhof und Altstadt. Die Bevölkerung (8.000 Menschen) ist recht heterogen, vor allem in Bezug auf Herkunft und ihre ökonomische Situation. In dem Stadtteil mit der höchsten Bevölkerungsdichte der Stadt leben die Menschen in großen Blocks, Reihen- & Einfamilienhäusern. Teilweise besteht Handlungsbedarf, was den Zustand von Wohnhäusern und Straßen/Wegen angeht. Im Vergleich mit der gesamten Stadt ist der Stadtteil, jünger, multikultureller und ärmer.
Kennzeichnend ist v.a. ein Mangel an sozialer Infrastruktur im Stadtteil. Am östlichen Rand des Stadtteils bietet ein ehemaliges Kasernengelände Platz für einige Angebote aus den Bereichen Jugend, Kultur & Sport. Dort befinden sich u.a. die CD-Kaserne gGmbH & das soziokulturelle Zentrum Buntes Haus. Außer kirchlicher Angebote gibt es keine weiteren niedrigschwelligen sozialen Treffpunkte- insbesondere in den Wohngegenden. Ein Jugendtreff in Bahnhofsnähe hat in den vergangenen Jahren geschlossen. Selbst informelle Treffpunkte sind rar geworden. So gibt es nur noch ein Café am äußeren Rand des Stadtteils, sowie nur noch 2 Kneipen/Bars.
Im Sommer 2021 hat sich mit der „solidarischen Initiative Neuenhäusen“ ein Zusammenschluss aus Anwohner:innen gebildet, die das soziale Leben im Stadtteil gemeinsam weiterentwickeln möchten. Dazu wurde zunächst eine Umfrage durchgeführt, mit der die Situation der Teilnehmenden erfasst und Handlungsideen ermittelt wurden. Als Probleme wurden u.a. mangelnder Austausch in der Nachbarschaft, Ökologische Probleme/Müll, schlechtes Sicherheitsempfinden, und fehlende Orte zum Treffen und für Ideen/Projekte aus der Nachbarschaft genannt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle Neuenhäusen
Beschreibung
Das Projektgebiet entspricht dem Stadtteil Neuenhäusen. Der Stadtteil wird im wesentlichen durch Hindernisse spürbar begrenzt (Bahnlinie im Westen, Flüsse im Norden & Osten, große Straßen im Osten und Süden). Unter anderem dadurch stellt der Stadtteil auch für die Bewohner:innen einen realen Bezugsrahmen dar.
Einwohnerzahl
7940
Quelle / Anmerkungen
Stadt Celle https://www.celle.de/output/download.php?file=%2Fmedia%2Fcustom%2F2727_3651_1.PDF&fn=2020_Stadt-Ortschaften-Stadtteile
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil in Bereichen des stadtteils bis gut 20%.
Quelle Stadt Celle, veröffentlicht in ISEK Neuenhäusen
https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil in Bereichen des Stadtteils bis gut 34%. Quelle Stadt Celle, veröffentlicht in ISEK Neuenhäusen https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil in Bereichen des Stadtteils höher.
Quelle Stadt Celle, veröffentlicht in ISEK Neuenhäusen https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ortsteilplan_neuenhaeusen.pdf
(1.08 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bezieht sich explizit auf den den Ansatz von GWA. Es hat zum Ziel, durch die Beteiligung & Aktivierung der Bewohner:innen des Stadtteils die Lebensbedingungen lokal zu verbessern. Mit der Entwicklung eines gemeinsamen Ortes wird konkret die Infrastruktur im Stadtteil verbessert und eine Lösung für einen konkreten Bedarf umgesetzt. Der konkrete Raum stellt eine Basis für die Beteiligten auch ihre materielle Situation verbessern (z.B. durch Unterstützung bei Fragen zu Transferleistungen oder Problemen mit den Vermietern, oder in der Kommunikation mit der Stadtverwaltung). Ebenso hat das Projekt auch die Verbesserung der immateriallen Lebenssituation zum Ziel: Stärkung und Entwicklung von sozialen Beziehungen, Abbau von Diskriminierung, Entwicklung einer verbindenden Stadtteilkultur und Unterstützung bei gesellschaftlicher Partiziation.
Durch die Konzeption als ehrenamtliches Projekt und gemeinsame Umsetzung der Ideen der Beteiligten wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse der Betroffenen bearbeitet werden.
Der partizipative Ansatz und explizite Ansprache aller Menschen im Stadtteil wirkt empowernd und stärkt die Handlungsmacht jeder/s Einzelnen und damit demokratische Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Durch die kollektiven Prozesse und den Austausch untereinander findet gleichzeitig interkulturelle Bildungsarbeit statt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner:innen des Stadtteils sich zusammenfinden, um Vorhaben für das Zusammenleben und/oder zu Problemstellungen im Stadtteil umzusetzen. Der Erfolg misst sich dabei vorrangig an der Aktivierung und am gemeinsamen Prozesse der Bewohner:innen
Kriterium
Beschreibung
Arbeiten durch die Bewohner:innen des Stadtteils entwickelt werden
Kriterium
Beschreibung
Kompetenzen & Ressourcen aus dem Stadtteil gemeinsam genutzt werdenaus dem
Kriterium
Beschreibung
Bewohner:innen verschiedener Herkunft, ökonomischer Verhältnisse oder Geschlechter gemeinsam an stadtteilbezogenen Projekten zusammenarbeiten
Beschreibung
Aktive gemeinsam niedrigschwellige Aktivitäten im Stadtteil umsetzten
Beschreibung
mit einem Nachbarschaftstreff eine Infrastruktur für selbstorganisierte Vorhaben der Bewohner:innen geschaffen wird
Kriterium
Beschreibung
Es Menschen Überblcik über kompetenzen und Kooperationspartner im Stadtteil haben und sich gegenseitig Unterstützung vermitteln können
Kriterium
Beschreibung
Mit einer gemeinsamen Kultur und Identität im Stadtteil der Blick über den eigenen Tellerrand gefördert wird und im lokalen Maßstab das die Auswirkungen des eigenen Handelns auf eine Gemeinschaft/lokales Umfeld wahrgenommen wird
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
CD-Kaserne gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
kleine Läden, im Stadtteil - insbesondere Gemüseläden, Kioske, Imbisse u.ä.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das langfristige Ziel ist die Verankerung des Projekts im Stadtteil, sodass das Projekt auch finanziell nach Möglichkeit durch Akteure aus dem Stadtteil getragen wird. Standbeine können Fördermitgliedschaften, Mieten von Nutzer:innengruppen und Spenden lokaler Akteuere sein. Zudem wird geprüft, inwieweit zukünftig eine kofinanzierung durch Stadt oder Land möglich ist. Zudem sichert die Konzeption als ehrenamtlich getragenes Projekt geringe Kosten und eine breite Basis an Unterstützung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Suche der Stadt Bestes: GWA Büttnerstraße
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jennifer Nestvogel
2. Kurzbeschreibung
Aufbau und Etablierung einer Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Das Projekt soll der Katalysator und das Bindemittel für den Aufbau eines Miteinanders der unterschiedlichen Gruppen in der Nachbarschaft der Büttnerstraße werden, um die Problemlagen der Lebenswelt selbstorganisiert anzugehen, das Wohnumfeld aktiv mitzugestalten und Räume anzueignen.
Der Stadtbezirk Vahrenwald-List ist mitunter der dichtbesiedelste Hannovers mit einem hohen Anteil an Migrations- und Zuwanderungshintergründen. Der kooperierende anerkannte Träger (https://sinti-verein.de) berät Ehrenamtliche in Hannover ausgehend vom Konzept ihres Familienbildungszentrums in Hamburg. Die schon angestoßenen Aktivitäten in Hannover wie der Kids-Club sind sehr nachgefragt. Hier soll das Projekt anknüpfen und alle Nachbarn auch aus Männer-Werkheim für Suchterkrankte, AWO Altersheim, Flüchtlingsheim und zwei Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung, einbinden.
Ein entstehender Begegnungsraum soll spürbaren Trends aus umliegenden Stadtteilen (soziale Brennpunkte im Sahlkamp und Vahrenheide sowie steigende Armut in Hainholz) entgegenwirken und eine für alle sichtbare Anlaufstelle werden, wo alle Menschen der Nachbarschaft die Möglichkeiten haben, gemeinsame Aktionen zu organisieren und unterstützt zu werden. Als idealer Ort können die Räume in dem Eckgebäude genutzt werden (siehe Foto), wo ehrenamtliche die offenen Angebote wie Kids-Club oder Seniorencafé stattfinden. Die Möglichkeit der Mehrfachnutzung, beziehungsweise Mitnutzung der Räme erlaubt 1. eine Bewerbung der Suche der Stadt Bestes GWA in Form eines sichtbaren Banners an der Außenwand, als auch 2. tägliche verlässliche Öffnungszeiten des GWA-Büros anzubieten und 3. hier erste Nachbarschaftstreffen und kleinere Aktionen durchzuführen. Besondes relevant wird der zugehörige Parkplatz sein, der viel freie Fläche bietet für Stadtteilfeste, Märkte und größere Zusammenkünfte.
Suche der Stadt Bestes GWA schafft Räume, von welchen aus gewünschte Vorträge, Aktionen und im weiteren Schritt auch regelmäßige Bewohnerrunden durchgeführt werden können zum Ziel, die benachbarten Menschen aus den umliegenden Straßen an einem Ort zusammenzubringen, wo Beziehungen wachsen, Vorteile abgebaut werden können: Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen konfliktfrei und offen mitgestalten. Von diesem Handlungsfeld aus könnte ein weiteres erschlossen werden: Imageverbesserung und Öffentlichkeitsarbeit oder Stadtteilkultur oder
Umwelt und Verkehr ganz im Sinne: Suchet der Stadt Bestes.
Laufzeit
2022-09-05 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Negative Schlagzeilen wie Totschlag, Raubüberfall, Brand im Flüchtlingsheim dominieren das Image der Büttnerstraße. Die Ecke Büttnerstraße/Vahrenwalderstraße ist auch durch das Männerwohnheim geprägt: Müll, kaputte Glasflaschen, Konsum auf dem Parkplatz und Einbrüche in Autos prägen die Nachbarschaft. Daneben gibt es viele verschiedene Nationalitäten und Kulturen, die dort aufeinander prallen. Überwiegend türkische und arabisch, aber auch osteuropäische und afrikanische Sprachen in der Nachbarschaft erschweren einen Austausch. Hinzu kommt, dass die Nachbarschaft durch einige Unternehmen und durch eine viel befahrene Kreuzung mit Straßenbahnen geprägt ist. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich ein Alterswohnheim und zwei Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung. Gesamtstädtisch gehört die Büttnerstraße noch zu Vahrenwald-List, dem dichtbesiedelsten Bezirk Hannovers, aber weißt aufgrund seiner Randlage ganz andere sozio-geographische Merkmale auf als um die Lister Meile. Neben diesem fehlenden interkulturellen Austausch, für den es bereits Vorhaben und Förderungen auch von Migrationsvereinen gibt, fehlt es an Berührungspunkten mit anderen Anwohnenden. Die Nachbarschaft rund um die Büttnerstraße in Richtung Hainholz und Brink-Hafen ist, obgleich sie nur wenige Hunderte Meter entfernt ist, leider abgehangen vom Freizeitheim-Vahrenwald, welches seit mehreren Jahren tolle Angebote für Teilhabe, Bildung und Integration als Stadtteilzentrum erbringt. Die Nachbarschaft im Projektgebiet befindet sich an der Stadtteilgrenze, ist unterversorgt und weist ganz andere Bausubstanzen: anstelle der typischen Altbauwohnungen mit Innehnöfe in der List, trostlose Wohnblöcke.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, weil es vor Ort präsent ist und ressortübergreifend Anreize schafft, zusammenzukommen. Es fokussiert den Empowerment Ansatz und beabsichtigt die Problagen der Lebenswelt zu verstehen, zu benennen. Das Projekt zielt daauf ab, dass die Nachbarschaft selbst aktiv wird und Wege und Methoden gemäß der Partizipation erlernt, selbst zu organisieren, wie die Probleme gelöst werden könnten. Im Projekt selbst wird ganz gezielt ganzheitlich und nicht zielgruppenspezifisch geworben. Der Fokus liegt also ganz klar auf Problemlösung, Lebensweltorientierung, und Bezuehungsarbeit im Aufbau eines Netzwerkes, welches ganz gezielt durch Kooperationen ergänzt werden soll.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Geplant ist, dass die Stadt Hannover dieses Projekt beziehungsweise die sich daraus ergebenden Themen und Formen der Nachbarschaft in eine gesamtstädtische Strategie integriert und auch mitfinanziert.
Gerade durch den Aufbau eines Netzwerkes sollen auch dort ansässige Unternehmen, Vereine und Einrichtungen zu Förderern werden und es sollen Public-Private-Partnerships entstehen, über die Teile des Projektes übernommen werden sollen.
11. Medien
Quartier ohne Grenzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Göntje Schoeps
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftliches Engagement im Quartier Ilmenauwiesen als Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel
Projektbeschreibung
Das Quartier Ilmenauwiesen spiegelte stets die kleinstädtischen Charakterzüge Uelzens wieder: Veränderungen werden kritisch beäugt und das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens ist gering. 2017 wurde hier die Quartiersarbeit aufgenommen. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Bewohner*innen der Seniorenwohnanlage im Quartierszentrum, denen es ermöglicht werden sollte, so lange wie möglich in häuslicher Umgebung zu verbleiben. Bis heute arbeiten Akteure unterschiedlicher Bereiche, wie z.B. das Mehrgenerationenhaus und der Pflegedienst ressortübergreifend und koordiniert durch das Quartiersmanagement zusammen, um die Lebensqualität der Bewohner*innen im Stadtteil zu erhöhen. Kooperationen mit externen Akteuren konnten aufgebaut und Begegnungsangebote für den nachbarschaftlichen Austausch realisiert werden. Angebote zur Gesundheitsförderung und Freizeitgestaltung wurden von Senior*innen aus dem Quartier und dem ganzen Landkreis sehr gut angenommen und bildeten wichtigen sozialen Anker im Quartier. Mit der Pandemie wird sichtbar: Wenn die Angebote wegfallen, bricht auch der nachbarschaftliche Austausch weg. Die sozialen Strukturen erweisen sich als nicht nachhaltig genug. Neben der bedarfsgerechten Entwicklung von Teilhabe- und unterstützungsangeboten ist Ziel der GWA, die Bewohnerschaft zur selbstorganisierten Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes zu aktivieren und zu befähigen, Begegnungsräume für die Nachbarschaft über die Wohnanlage hinaus zu schaffen und so die Entstehung eines nachbarschaftlichen Netzwerks zu fördern, in dem sich alle im Quartier anzutreffenden Gruppen, unabhängig vom sozioökonomischen Status und der Herkunft, generationenübergreifend mit ihren diversen Stärken gegenseitig unterstützen. Ältere Menschen, Angehörige und Pflegende können so langfristig entlastet werden und der intergenerationelle sowie -kulturelle Dialog schafft neue Perspektiven und Zugehörigkeitsgefühl. Um die Heterogenität der Sozialstruktur insb. im Quartierszentrum zu steigern, wird der für 2022 geplante Bezug barrierefreier Neubau-Wohnungen nicht nur Erweiterung des Seniorenwohnens sein, sondern Menschen jeder Lebensphase und -lage offenstehen. Durch die Belebung der Parkflächen im Quartier durch die Nachbarschaft, soll sich der Lebensraum niedrigschwellig zugänglich für alle Uelzener*innen zeigen und zu einer gesamtstädtischen Entwicklungsstrategie inspirieren.
Laufzeit
2022-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch die optimale Infrastruktur im grünen Stadtzentrum der Hansestadt Uelzen aus - einer typischen Kleinstadt im Nordosten Niedersachsens. Die heterogene Sozialstruktur aus jungen und alten Generationen, Bürger*innen der oberen Mittelschicht, Migrant*innen und einkommensschwachen Familien und die Parkflächen bieten großes Potenzial für ein buntes Stadtteil-Leben. Jedoch scheint die Senior*innenwohnanlage wie eine Grenze zu wirken, die zwischen Stadtkern und Wohngebiet liegt und die Belebung des Gebiets hemmt. Angebote im Quartierszentrum konzentrieren sich zudem auf Ältere, Jüngere erkennen keine Attraktivität. Mit der Pandemie brachen Freizeitangebote weg, wurden teils in den digitalen Raum verlagert. Senior*innen im Quartier haben keinen Zugang, isolieren sich, lehnen alternative 1:1-Angebote ab, warten passiv auf das Ende der Beschränkungen. Der soziale Austausch beschränkt sich noch mehr auf Familie und Pflegende. Das Risiko der physischen und psychischen Langzeitfolgen insbesondere unter den älteren Menschen steigt mit jedem Tag. Die Folgen sind an einem Großteil der Bewohner*innen bereits sichtbar. Der Fachkräftemangel in der Altenpflege bedingt durch den demographischen Wandel wird einmal mehr zum Problem und die Versorgung Älterer kann nicht mehr vollständig gewährleistet werden. Es sind neue Unterstützungsstrukturen gefordert, die über den familiären Rahmen hinausgehen. Das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ist aber wenig bis gar nicht vorhanden. Es gilt, ein stärkendes Netzwerk aufzubauen, dass zur Belebung des gemeinsamen Lebensraumes motiviert, alle einlädt und Grenzen auflöst.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Uelzen Ilmenauwiesen
Beschreibung
Der Mittelpunkt des Projektgebiets Quartier Ilmenauwiesen liegt entlang der Ripdorfer Straße bzw. dem Ilmenauufer (Hausnummern 1-35) direkt am Stadtkern von Uelzen. Die Umgebung ist durch großflächige Grünanlagen, wie die llmenauwiesen und den Friedhof, einen Sportplatz, eine Schule sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser geprägt. Das örtliche Projektgebiet endet im Norden an der Birkenallee, im Osten an der Bernhard-Nigebur-Straße, im Süd-Osten an der Kasernenstraße, im Süden an der Gudesstraße und im Westen mit dem Flusslauf der Ilmenau.
Einwohnerzahl
990
Quelle / Anmerkungen
Bürger- und Standesamt der Hansestadt Uelzen im März 2022
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz. Essentiell für die Entstehung von Verantwortungsgemeinschaften ist die Vernetzung auf horizontaler Ebene, mit Aktivierung der Bewohner*innen, sowie auf vertikaler Ebene, unter der Beteiligung von Ehrenamtlichen,
lokalen Einrichtungen und der Kommune. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohner*innen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu führen. Des Weiteren soll das Quartier Treffpunkt für alle weiteren Zielgruppen sein und Angebote geschaffen werden, die den intergenerationellen und -kulturellen Austausch fördern. Die Bewohner*innen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit einbezogen, um das Verantwortungsbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und eine bedarfsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Übergeordnete Ziele, die sich aus Befragungen ableiten, sind u.a. der Zugang zu sozialen Netzwerken, mehr nachbarschaftliches Miteinander, sowie die ortsnahe Beratung bei Anliegen aller Art. Durch das Quartiersmanagement wird der zielgruppenübergreifende Aspekt neutral moderiert, eine
nachhaltige Entwicklung der Strukturen und das Monitoring der Bedarfe einzelner Zielgruppen unter Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Quartiersentwicklung zeichnet sich durch die unterschiedlichen Stärken der Quartiersbewohner*innen aus. Das nachbarschaftliche Netzwerk organisiert bei Bedarf gegenseitige Unterstützung.
Kriterium
Beschreibung
Die verschiedenen Interessen der Zielgruppen im Quartier werden in einem nachbarschaftlichen Netzwerk demokratisch vertreten und verhandelt (z.B. Kinder, Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund und Senior*innen).
Beschreibung
Expert*innen mit relevanten Angeboten für das Quartier tauschen sich aus, geben Impulse und bieten Unterstützung bei der Quartiersentwicklung.
Beschreibung
Quartiersbewohner*innen zeigen sich verantwortlich für die Quartiersentwicklung und haben einen aktiven Part im nachbarschaftlichen Netzwerk. Sie nutzen die niedrigschwelligen Unterstützungs- und Begegnungsangebote im Quartier.
Beschreibung
Das Quartier ist über seine Ansprechpartner dauerhaft in kommunalen Gremien präsent und vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Das Quartier steht über seine Ansprechpartner in regelmäßigem Austausch mit regionalen und überregionalen Kooperationspartnern.
Kriterium
Beschreibung
Die Bedarfe der relevanten Akteure im Quartier werden regelmäßig erhoben und evaluiert und sind handlungsleitend für die Angebotsentwicklung.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Medizinisches Versorgungszentrum am Hammersteinplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligen-Agentur Region Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Geflüchtetenunterkunft Nothmannstraße Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK- Sozialpädagogische Familienhilfe
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bis 2025 wird angestrebt, die Quartiersentwicklung konzeptionell zu einer trägerübergreifenden und politischen Aufgabe der Stadt Uelzen wachsen zu lassen.
Netzwerkstrukturen und Verantwortungsgemeinschaften werden forciert und der Modellcharakter des Projektes schafft einen Mehrwehrt für die Stadtentwicklung. So können idealerweise Unterstützer*innen, wie die Kommune, gewonnen werden. Die langfristige
Finanzierung ist so nur zu geringen Anteilen von Drittmitteln und Querfinanzierung abhängig.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Neue Nachbarschaft inklusiv(e)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katrin Bastiansen
| Funktion | Bereichsleitung Soziale Teilhabe und Assistenz |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Neue Nachbarschaft für Alle in Kronsrode
Projektbeschreibung
In Kronsrode als Neubaugebiet im Süden Hannovers ist die Nachbarschaft noch unbekannt. Die unterschiedliche Bauweise lässt aber jetzt schon auf vielfältige Wohnformen und unterschiedliche persönliche, soziale und finanzielle Ressourcen schließen.
Im Baufeld 1.1. befinden sich rund um den Hof barrierearme/-freie Wohnungen, von den 1/3 öffentlich gefördert sind. Neben den gemeinsamen Grünflächen wird es einen Gemeinschaftsraum geben, der den Nachbar*innen für Begegnung und Aktivitäten unentgeltlich zur Verfügung steht. In diesem Projekt wird es auch zwei WGs geben, in denen Menschen mit einer geistigen und / oder psychischen Beeinträchtigung mit unserer Assistenz selbstständig leben werden. Voraussichtliche Fertigstellung des Baufeldes ist für Anfang 2023 geplant.
Wir wollen möglicher Segregation - durch die soziale Gemengelage – präventiv entgegenwirken, indem wir von vornherein ein sozialraumorientiertes Angebot für ALLE Nachbarn gestalten und die aktive Teilnahme- und Teilhabemöglichkeiten entdecken und fördern. Weiterhin werden die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation einzelner Personen und / oder Gruppen gefördert. Ziele sind der Aufbau von individuellem und kollektivem Empowerment und Netzwerken vor Ort. Von besonderer Bedeutung wird insbesondere zu Beginn des Projektes sein, die Interessen und Bedarfe der Personen vor Ort zu analysieren und eine sozialraumorientierte Soziale Infrastruktur vor Ort aufzubauen. Dafür wird eine Ansprechperson sowohl für Akteur*innen/Anbietern von Dienstleistungen und Bewohner*innen gleichermaßen erforderlich.
Zur Erreichung dieser Ziele wird professionelle Anregung, Beratung, Koordination und Moderation notwendig sein, um den Prozess der Aktivierung der Menschen im Sozialraum zu fördern. Eine gut funktionierende Nachbarschaft lebt vom Dialog und entwickelt sich mit dem Wandel der Entwicklungen sowie den gesellschaftlichen Veränderungen. Was „gute" Nachbarschaft ist letztlich immer wieder neu auszuhandeln, unter Einbezug der Beteiligten, geht es doch um die Gestaltung der (zukünftigen) Lebensverhältnisse. Armut, Behinderungen und begrenzte finanzielle Ressourcen schränken den Aktionsradius und die Teilhabemöglichkeiten ein. In der (z.T.) hochmobilen und beschleunigten soziale Welt fühlen sich besonders die Menschen verunsichert, die diese Flexibilität nicht erbringen wollen oder können. Damit steigt einerseits die Bedeutung des Nahraums, aber auch die Notwendigkeit geschützter Räume bzw. Settings.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf einer Fläche von 53 ha entsteht im Südosten Hannovers ein neues Wohngebiet: Kronsrode.
Auf dem Baufeld 1.1 entstehen insgesamt 133 hanova-Mietwohnungen, wovon 32% (54) öffentlich gefördert sind. Das Angebot: 1,5 bis 7-Zimmer-Wohnungen auf einer Wohnfläche von 33 m² bis hin zu 199 m². Eine Besonderheit in diesem Baufeld: Hier bieten rund 40–60 Wohnungen eine Sonderwohnform mit dem Wohn- und Versorgungskonzept hanova WOHNEN PLUS. Weiterhin soll ein Wohncafé entstehen, welches von der hanva mietfrei zur Verfügung gestellt wird und im Rahmen des Projektes von den Hannoverschen Werkstätten genutzt wird.
Die Bauweisen und Eigentums- bzw. Mietverhältnisse unterscheiden sich in dem Neubaugebiet. Im Geschosswohnungsbau entstehen sogenannte Wohnhöfe, d. h. die Wohnungen sind auf einen gemeinsamen Innenhof ausgerichtet. So auch in unserem inklusiven Baufeld 1.1. Mit der Belegung durch das Amt für Wohnungswesen, den barrierefreien Wohnungen und unseren Wohngemeinschaften ziehen hier Mieter*innen ein, für die - zusätzlich zu dem Umstand, dass sie alle neu in einen neuen Stadtteil kommen - die nähere Umgebung sehr wichtig ist. Armut, Behinderungen und begrenzte finanzielle Ressourcen schränken bekanntermaßen den Aktionsradius und die Teilhabemöglichkeiten ein. Zusätzlich befinden wir uns aktuell in Ausnahmesituationen (Pandemie; Geflüchtete, Kriege), deren Nachwirkungen sich auf die Zusammensetzung und/oder Kontaktbereitschaft auswirken werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bundesrepublik Deutschland, die Länder und Gemeinden sind verpflichtet eine selbstbestimmte Lebensführung aller Menschen in einem inklusiven Gemeinwesen zu garantieren.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es werden sich in den Jahren neue Akteure und Netzwerke ansiedeln, Beziehungen entwickeln und stabilisieren. Das Gemeinwesen wird aus der ersten Findungsphase herausgewachsen sein. Aktuell steht nicht fest, ob bzw. wie die LHH sich in Kronsrode engagieren wird bzw. diese Aufgabe Dritten überlässt. Durch die Kooperation mit hanova und Teilnahme an stadtbezirklichen sowie stadtweiten Netzwerken sind wir in die Strukturen eingebunden. Durch das ABW und den Kiosk werden die HW weiter vor Ort bleiben
11. Medien
Galerie
Dorfplatz Neuberlin
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hermann Josef Quaing
| Funktion | Geschäfstführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir gestalten das Zusammenleben in unserem Stadteil
Projektbeschreibung
Die Bewohner*innen des Quartiers Neuberlin vermissen die frühere Anlaufstelle. Wir wollen mit ihnen die Cafeteria im Gebäude des ehemaligen Krankenhauses nutzen als zentrale Anlaufstelle, Kontaktmöglichkeit und Netzwerkstelle. Die Räumlichkeit bietet vielfältige Möglichkeiten zu gemeinschaftlichen Veranstaltungen, Beratung und Kommunikation.
Wir wollen der „Verödung“ des Quartiers durch Weggang des Anziehungspunktes Krankenhaus entgegenwirken.
Durch die Kooperation mit der Altenhilfeeinrichtung wird diese Bestandteil des Projektes.
Gleichzeitig können professionelle Formen der Beratung angeboten werden
Das Projekt will im Sinne eines „Dorfplatzes“ die Bürger*innen zusammenbringen, Impulse setzen, zur Eigeninitiative befähigen, soziale, kulturelle und Freizeit-Angebote in das Quartier holen, Kommunikation und Austausch fördern und soziale Netzwerke schaffen.
Vorhandene Angebote werden einbezogen und können nach Bedarf ergänzt werden. Das Angebot ist alters- milieu- und kulturübergreifend.
Die Anwohner werden im Sinne einer aktivierenden Sozialraumorientierung befähigt, die Stärken und Ressourcen im Quartier zu entdecken und besser nutzen.
In Kooperation mit professionellen Helfern können die Bürger in Eigeninitiative neue kulturelle Angebote für sich selbst entwickeln und vorhandenen kulturellen Potentiale nutzen
Es wird mit professioneller Unterstützung ein nachbarschaftliches Unterstützungsnetzwerk der Bürger*innen geschaffen an einem akzeptierten Ort und zuverlässiger Erreichbarkeit. „Wenn es etwas zu besprechen gibt, geht man dort hin“
Die vorhandene Cafeteria wird seitens der Pflegeeinrichtung saniert und wird anschließend seitens des Projektes genutzt.
Die Zielsetzung lässt sich in folgenden Schlagwörtern beschreiben:
Mitmachen: Wir geben Raum für Ideen und unterstützen, sie zu verwirklichen.
Begegnen: Wir schaffen einen Ort der Begegnung für alle Generationen und für verschiedenen Kulturen. Wir ein, Mitmenschen kennen zu lernen und ein positives und herzliches Miteinander zu erleben.
Engagieren: Wir schaffen eine zuverlässige Anlaufstelle für Engagement und entwickeln Möglichkeiten
Informieren: Bei persönlichen Herausforderungen, einschneidenden Lebensereignissen oder ganz allgemeinen Fragen fördern wir nachbarschaftliche Hilfe und professionelle Beratungsangebote.
Verbinden: Wir schaffen Vernetzung innerhalb des Quartiers, zwischen Jung und Alt, zwischen den Kulturen und zu weiteren Akteuren im Quartier
Laufzeit
2022-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Nordhorn ist eine Stadt an der holländischen Grenze mit 55000 Einwohner*innen. Hier leben 8084 Migranten (ca. 15 %) aus 110 Nationen. Viele Migranten sind nach Nordhorn gekommen im Zuge der Fachkräftegewinnung für die Textilundustrie.
Der Stadtteil Neuberlin hat 4487 Einwohner*innen. Er ist charakterisiert durch eine Bebauung mit Einfamilienhäusern und „Arbeiterhäusern“ der Textilarbeiter. Mit dem Niedergang der Textilindustrie in den 90er Jahren war insbesondere dieser Stadtteil von Arbeitslosigkeit betroffen. Heute finden sich hier viele alte Menschen mit geringen Renten.
„Herzstück“ des Stadtteils bildete ein großes Krankenhaus, welches 1927 entstand und im Jahr 2008 geschlossen wurde. Besonders mit der Cafeteria war ein wichtiger Lebens -und Treffmittelpunkt in Neuberlin verloren gegangen. Die Corona-Pandemie sorgt zusätzlich für fehlende Kommunikation. Kommunale Strukturen haben sich zurückgezogen. Nachbarschaft wird nicht gepflegt. Es herrscht Anonymität.
32 % der Bevölkerung sind über 60 Jahre alt, 47 %, also fast die Hälfte der Menschen sind über 50 Jahre alt. Noch viele Jahre wird der Anteil der Alten verhältnismäßig groß bleiben. Die Umnutzung des Krankenhausgebäudes als Altenpflegeheim und Seniorenwohnen verschärft die.
Bezahlbarer Wohnraum ist in Nordhorn und in dem Quartier Neuberlin nicht zu finden. Einfamilienhäuser von älteren Bürgern genutzt -oft mit fehlender Perspektive für zukünftige Nutzung-, stehen Mehrfamilienhäusern mit kleinen Wohnungen gegenüber, die in der Regel von geringverdienenden Menschen bewohnt werden.
In dem Stadtteil Neuberlin fehlt es an einer flächendeckenden Infrastruktur zur Grundversorgung und kulturellen Angeboten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nordhorn Neuberlin
Beschreibung
Das Fördergebiet grenzt nordöstlich an die Denekamper Straße, nordwestlich an die Friedrich-Ebert-Straße, südwestlich an den Nordhorn-Almelo-Kanal und südöstlich an den Südfriedhof
Einwohnerzahl
4487
Quelle / Anmerkungen
Stadt Nordhorn
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadträtin für Bildung, Ordnung und Soziales
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadträtin für Bildung, Ordnung und Soziales
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
neuberlin-auswertungsgebiet.pdf
(1.58 MB)
neuberlin_auswertungsbgebiet_luftbild.jpg
(426.21 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Vernetzung und Kooperation mit anderen ist eine Chance zur Förderung von nachhaltigen Prozessen, um die Lebensqualität im Sozialraum zu verbessern. Ausgehend von z.B. Foren für Akteure und Bürger*innen, Befragungen und Sozialraumerkundungen und - analysen können gemeinsam innovative Angebote und Arbeitsformen entwickelt werden, die auf die Bedarfe der Menschen zugeschnitten sind. Der Erfahrungsschatz der Menschen vor Ort und die professionelle Kompetenz der Verwaltung, der Wohlfahrtsverbände und anderer Dienste/Einrichtungen haben gut aufeinander abgestimmt, transparent und partizipativ eine optimale Hebelwirkung für Veränderungen. Der Caritasverband für die Diözese Osnabrück war u.a. von 2014 bis 2017 in Ostfriesland und im Emsland beteiligt am bundesweiten Prozess 11Gemeinsam aktiv im Sozialraum", der begleitet wurde durch Prof. Dr. Stefan Bestmann, Berlin. In 2017 bis 2019 war der Caritasverband zudem Träger der durch die GWA geförderten Projekte Dissen aktiv. Erfahrungen und Erkenntnisse daraus werden in das Vorhaben eingebracht.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
bedarfs-, ressourcengerechte Unterstützung entwickelt wird; Partizipation, Kommunikation transparent sind (Beteiligung Bewohner/innen, Erfassung/Einbezug regionaler Ressourcen, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Zirkel)
Kriterium
Beschreibung
Bürger*innen eigenständig handeln dürfen und ihre Ideen umsetzen können. (Rückmeldung und Beurteilung der Beteiligten einholen und systematisch auswerten. Zielplanung, arbeiten nach PDCA-Zirkel)
Kriterium
Beschreibung
die Vielfalt der Altersgruppen, Kulturen, Konfessionen positiv zum Tragen kommt (Reflexion mit Beteiligten: positive Entwicklungen und Umgang mit Hindernissen/Dokumentation, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Kreis)
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus verschiedenen Zielgruppen nach Lösungen suche, Z.B. Nachbarn und Rollstuhlfahrer nebenan Mobilitätsprobleme angehen.(Dokumentation Zielgruppen/Aktivitäten, Projektmanagement, Kontrolle Zielzahlen, Arbeiten nach PDCA-Zirkel
Beschreibung
Gruppen übergreifend handeln um Bürger zu unterstützen, z.B. Schüler und Pflegedienst (Beteiligung Bewohner/innen, Zielvereinbarungen regionale Akteur, Gremienprotokolle, Projektmanagement, Arbeiten PDCA Kreis)
Kriterium
Beschreibung
Angebot und Nachfrage übereinstimmen, geäußerte Ziele in Bezug auf das gemeinsame Handeln umgesetzt werden können (Reflexion mit Beteiligten Bürger*innen, PDCA-Zyklus, Dokumentation und Beratung
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Ordnung und Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas St. Marien Pflege GmbH Nordhorn
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt wird in stetiger Abstimmung mit der Stadt Nordhorn durchgeführt. Auch wenn die selbständige Führung des Dorfplatzes als Ziel benannt ist, wird es zusätzliche Ressourcen geben müssen.
Das Ziel ist eine Weiterführung professioneller Unterstützung in Kooperation zwischen Caritasverband, Stadt Nordhorn und Haus St. Marien, Altenpflegeinrichtung. Gedacht ist an eine Fortführung im Rahmen von mindestens 10 Stunden bis zu einer halben Stelle.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
NaVaLi Oasen-Projekt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andrea Steckert
| Funktion | Projektleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Oasen der Nachbarschaften – gemeinsam lernen und Zukunft gestalten.
Projektbeschreibung
Anwendung und Weiterentwicklung eines innovativen Ansatzes für integrierte, nachhaltige Quartiersentwicklungen in der LHH Stadtbezirk 2 mit soziokulturellen Verfahrenstechniken sowie professioneller Prozessgestaltung, -moderation. Begleitung Ehrenamtlicher/Freiwilliger zur Potenzialentfaltung der Nachbarschaftsquartiere mit Anwohner*innen - hin zu gemeinsamer sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitsentwicklung.
Der Träger Lister Nachbarschaft e.V. (www.lister-nachbarschaft.de, s. Videos bisheriger Projekte) möchte mit bis zu 100 Freiwilligen des Vereins und des JuLiNa Kunst- und Kulturvereins (www.julina.org, Instagram: julina_am_molle) sowie weiteren ideellen Projektpartner*innen und Akteuren der GWA- und Quartiers-/Stadtteilnetzwerke unter der Leitung der Prozessmoderatorin Andrea Steckert das dreijährige, offene „NaVaLi-Oase-Projekt“ (NaVaLi = Nachbarschaften Vahrenwald-List) realisieren. In den neun achttägigen Oasenspielen können pro Spielzyklus je Netzwerkkonstellation bis zu 150 Bewohner*innen der Nachbarschaft direkt teilnehmen, in den Dialogen und Aktionsgruppen weitere. Zur Durchführung wird hier Förderung beantragt.
Das NaVaLi Oasen - Projekt ist ein innovatives Modellvorhaben, mit dem die Aktivierung und breite Bildung der Bewohner*innen dreier Quartiere (3 Teilprojekte, Sozialräume; 3x ca. 4000 Nachbar*innen, Flächenausdehnungen ca. 500x500 m) mit unterschiedlichen, erhöhten sozialen undökologischen Aufmerksamkeitsbedarfen im hannoverschen Stadtbezirk Vahrenwald-List (ges. 72 TSD Einwohner*innen) zur Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen und eigner, mitgestaltender Beteiligung angestoßen werden sollen.
1. Vahrenwald (Oasen-Anker am Büssingweg), 2. List-Mitte (Oasen-Anker am Gemeinschaftsgarten Röntgenstraße), 3. List-NordOst (Oasen-Anker, Gorch-Fock-Str./Hinrichsring). Die drei bilden ein online und durch gemeinsame Aktivitäten in Präsenz vernetztes Anker-Trio. Durchgeführt werden sollen Oasenspiel-Zyklen (Aktivierungsmethode nach Instituto ELOS), 3 Nachbar*innen-Dialoge, 3 Nachbarschafts-Oasen-Erntefeste, u.a. Beteiligungs- und kreative Mitmachaktionsformate. Als Projektleiterin und Prozessmoderatorin ist die im Stadtbezirk „Eingeborene“, bestens vernetzte, auf allen relevanten Beteiligungs-Dialogebenen sowie im Einsatz systemischer Dialogverfahren, des Oasenspiels u.a. SozioKultur-Methoden, Klimaschutz und Nachhaltigkeitsentwicklung langjährig erfahrene Fachkraft Andrea Steckert (zahlreiche
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Aufgrund der andauernden COVID19-Pandemie sind die Bewohner*innen im hoch verdichteten Stadtteil List-Vahrenwald, in ihren Entwicklungs-, Entfaltungs-, gemeinsamen Reflexions- und Austauschmöglichkeiten stark eingeschränkt. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind davon besonders betroffen. Integrationsprozesse kamen zum Erliegen. Alleinstehende Bewohner*innen sind von Vereinsamung und Isolation betroffen. Dringend notwendige Nachhaltigkeitsprozesse (Klima) sind in den Hintergrund getreten. Gleichzeitig steigt der Entwicklungsdruck aufgrund allgemein gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, ökologischer und kultureller Herausforderungen (globale Krisen) und die Sorge um eine ungewisse Zukunft. Psychische Erkrankungen wie z.B. Depressionen breiten sich in allen Altersgruppen rasant aus. Zur Eindämmung sozialer Folgewirkungen und der Wiedererlangung der Handlungskompetenzen, um auf die gewünschten Entwicklungspfade zu gelangen, braucht es dringend Maßnahmen der Re-Aktivierung der besonders betroffenen Nachbarschaften und frische Impulse zur Gemeinschaftsbildung. Für das gemeinsame Entdecken bestehender individueller und kollektiver Möglichkeits- und Gestaltungsräume, die kreative Nutzung kultureller Ausdrucksformen für die eigene und gemeinschaftliche Entwicklung sowie für Dialog und gemeinsames Handeln müssen Räume geöffnet und niedrigschwellige Beteiligungsprozesse angestoßen werden, die Begegnungen und Bedarfsformulierung auf Augenhöhe ermöglichen.
Es braucht dringend Formate, in denen z.B. unterstützende Freiwillige (Nachbar*innen) sich selbst durch angeleitete Reflexionen und organisierte Dialoge voneinander lernen können.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald-Nord und List-Mitte und List-NordOst
Beschreibung
Stadtbezirk 2: a.) Vahrenwald Büssingweg (Oasen-Anker Büssingweg), b.) List-Mitte (Oasen-Anker Röntgenstraße), c.) List-NordOst (Gorch-Fock-Str./ Hinrichsring)
Einwohnerzahl
12000
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover, Bereich Wahlen und Statistik; Strukturdaten
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karten_seite_1.png
(1.74 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen in den Oasenspiele ihre Träume und Ideen von der Nachbarschaft eingebracht haben und verwirklicht haben.
Kriterium
Beschreibung
Sich Teilnehmer*innen der Oasenspiele die in der Spielstruktur vorgesehenen Rollen zur Selbstorganisation übernehmen.
Kriterium
Beschreibung
In den Oasenspielen die Potenziale der Orte gefunden und sich auf Basis Stärken der Teilnehmer*inne Aktionsgruppen bilden.
Kriterium
Beschreibung
Durch Gemeinschaftsbildung das ganze Sozialsystem vor Ort einbezogen werden konnte.
Beschreibung
Ist eine Grundhaltung der Oasenspiel-Methode.
Beschreibung
Das bestehende Netzwerk und die Kooperationen des Lister Nachbarschaft e.V. mit Fokus auf die drei Sozialräume (Teilprojekte) spezifisch erweitert wurden.
Kriterium
Beschreibung
die Oasen-Anker, Oasenspiele, die Dialogkultur und die Beteiligungs-Aktionsgruppen Teil der Nachbarschaftskulturen sind.
Beschreibung
sich die Angebote und Strukturen des NaVaLi-Projektes die vorhandenen Gemeinwesenstrukturen ergänzen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Lister Nachbarschaft e.V. ist ein von Nachbar*innen selbstorganisierter Nachbarschaftsverein, der an der Schnittstelle von Soziokultur und GWA mit dem Ziel der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsentwicklung im Stadtbezirk arbeitet. 2009 als Voßwärts e.V. mit ca. 100 Mitgliedern gegründet. In 2020 wurde der Vereinsname geändert und die Ausrichtung des Vereins aktuellen Bedarfen angepasst. Aus einem Vereinsprojekt bildete sich 2021 der JuLiNa Kunst- und Kulturverein.
Beide Vereine arbeiten heute eng zusammen und sind zudem mit vielen Akteur*innen im Stadtbezirk und der Stadt Hannover bestens vernetzt.
Die personell, fachlich und wirtschaftlich notwendige Erfahrungen und Kompetenzen hierfür sind gegeben. Die Vereine sind ehrenamtlich organisiert. Für das NaVaLi Oasen-Projekt soll Andrea Steckert, selbst im Stadtbezirk geboren, als Projektleiterin eingestellt werden. Sie ist sehr erfahren und realisierte bereits erfolgreich für beide Vereine mit Fachunterstützer*innen und zahlreichen Freiwilligen mehrere Projekte. Das Volumen der Projekte in den letzten vier Jahren betrug 240 TSD €. Die Projekte wurden mit Mittel des Landes und Bundes finanziert sowie durch Zuwendungen des Bezirksrates und der LHH und Spenden der Nachbarschaft (für den Eigenanteil). Die Vereine selbst erheben keine Mitgliedsbeiträge, um uneingeschränkte Teilhabe zu ermöglichen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH, FB Soziales Bürgerschaftliches Engagement und Soziale Stadtentwicklung, Bereichsleitung Frau Teschner.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH, Agenda 21 und Nachhaltigkeitsbüro, Susanne Wildermann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
gemeinnütziger JuLiNa Kunst- und Kulturverein, Vorstand Anne Peter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Vahrenwald-List, Bezirksbügermeister Thorsten Baumert
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftstreff List-NordOst, Tina Droßmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendtreff Wellenbrecher, Nachbarschaftstreff Gorch-Fock-Str. AWO, Kai Gieben
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IGS-Büssingweg, Frederike Punte und Schulleitung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es ist zu erwarten, dass aus den Aktionsgruppen Verstetigungsbestrebungen hervorgehen, welche die Suche nach geeigneten Finanzierungskonzepten zur Fortsetzung des Modells und der Aktionsgruppen unter dem Dach des Projektträgers sicher stellen. Bereits während des Prozesses werden diese Bestrebungen vom Projektträger bewusst gefördert. Die Übertragung des Konzeptes auf andere Stadtbezirke durch die Zusammenarbeit mit anderen GWA-Trägern und der Stadt Hannover ist eine weitere Alternative.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
uebersicht-navali-projektplanung.png
(1.01 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On