Hagen, gemeinsam nachhaltig lebenswert
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wolfgang Steen
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Freiwillige helfen nachhaltig, Lebensqualität und Vereinswesen in der Gemeinde weiterzuentwickeln
Projektbeschreibung
In Hagen im Bremischen entsteht in zentraler Lage ein lebendiger Bürgertreff, an dem sich generationen- und herkunftsübergreifend Freiwillige treffen. Die bestehenden Aktivitäten im sozialen und kulturellen und Bildungsbereich werden erweitert um die Projektgruppen „Daseinsvorsorge“, „Ökologie“ und „Mobilität“. Gemeinsam werden Projekte abgearbeitet mit spürbarer Steigerung der Lebensqualität in der Gemeinde. Durch die Breite der angebotenen Projektgruppen ist nahezu jedem Einwohner möglich sich da einzubringen, wo er/sie die eigenen Stärken sieht.
In einem Beratungsbüro finden regelmäßig Ehrenamtliche einen Ort, um niedrigschwellig Ratsuchenden zu helfen. Aber auch professionelle Berater wie z.B. Schuldner- und Suchtberatung nutzen dieses Angebot, um erreichbare und vernetzte Hilfe aus einer Hand an einem Ort im ländlichen Raum anbieten zu können.
Gerade die Neubürger mit Migrationshintergrund erleben wie sich bürgerschaftliches Engagement auf das eigene Wohlbefinden und Ansehen auswirken. Die Aktivitäten haben die Lebensumstände auch für sie deutlich verbessert.
Der professionelle Gemeinwesenmanager begleitet und vernetzt die Aktionen der Freiwilligen und ist Ansprechpartner vor Ort. Er organisiert die Öffentlichkeitsarbeit, die Fortbildungsmöglichkeiten und Projektwerkstätten und kümmert sich bei Bedarf um Finanzierungsmöglichkeiten von Einzelprojekten. Das Führen einer „Ehrenamtlichen-Kartei“ und die notwendige Verwaltungsarbeit werden vom ihm erledigt, er ist die Schnittstelle zu anderen Vereinen und kommunalen Institutionen.
In regelmäßigen Abständen werden Feste organisiert, um die gemeinsamen Erfolge zu feiern und den Zusammenhalt zu stärken. Die Aktivitäten fördern das Gefühl der Zugehörigkeit und spornen zum Mitmachen an. Die Gemeinde ist zu einem nachhaltig lebenswerteren Ort geworden, in dem Gemeinsamkeit in vielfältigen Projektgruppen gelebt wird.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Durch die Schließung des Sozialamtes gibt es keine geregelten Verantwortlichkeiten der Kommunalverwaltung vor Ort. Die Angebote zuständiger Stellen sind nur unter schwierigen Bedingungen mit dem ÖPNV im Landkreis zu erreichen. Oft folgt auf eine Suchtberatung ein Termin beim Jobcenter und Schuldnerberatung, die untereinander nicht verbunden sind. Oft werden die Menschen dann an den Verein Nestwerk weitergeleitet. Einen bedeutenden Anteil am gesellschaftlichen Leben gestalten eine Vielzahl von Vereinen, die aber nicht unbedingt die Interessen vieler Neubürger*innen treffen Sie leiden in der überwiegenden Mehrheit unter Mitgliederschwund und damit einhergehender Überalterung. Deshalb finden Neubürger*innen auch mit Migrationshintergrund und Jugendliche nur selten den Weg in die Vereine. Das Nestwerk hat sich durch zentrale Lage und variabel nutzbare Räume, umfängliche Vernetzung und ein offenes Beratungs- und Begegnungsangebot in geschütztem Raum gut aufgestellt. Dabei hat sich die räumliche und inhaltliche Kooperation mit dem benachbarten Bürgermarkt (www.buergermarkt.com ) als sehr produktiv erwiesen. Der Verein verfügt über keine finanzielle Mittel für Festanstellungen. Das breite inhaltliche Angebot von Eltern-Kind-Gruppe bis Computerkurs für Senior*innen wird überwiegend mit freiwilligen Kräften durchgeführt. Die Angebote sollen erweitert und weitere Freiwillige einbezogen und qualifiziert werden. Z.B. - Leih-Oma - Lesepate*innen - Senior*innen-Begleitung - Patenschaften für Menschen mit Fluchtgeschichte - junge Umweltbotschafter*innen, Juleica. Für die Zukunftsfähigkeit der Vereinsarbeit ist es deshalb dringend notwendig, eine hauptamtliche Stelle einzurichten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Die Gemeinde Hagen im Bremischen umfasst 16 Dörfer, die einbezogen werden sollen, auch wenn der Schwerpunkt im Hauptort Hagen liegen wird.
Einwohnerzahl
11000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
hagen_gemeinsam_nachhaltig_lebenswert.jpg
(109.45 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bezieht sich auf das ganze Gemeinwesen Hagen im Bremischen und ist nicht auf ein bestimmtes Quartier einzugrenzen. Es entwickelt die bisherige offene und niedrigschwellige Vereinsarbeit des Nestwerk e.V. weiter und stabilisiert die Freiwilligenarbeit. Der vorgesehene Projektleiter Andreas Klimek ist schon seit vielen Jahren freiwillig in verschiedenen Zusammenhängen engagiert und wird sich über die LAG-Fortbildung im GWA weiter qualifizieren.
Der Vereinsvorsitzende verfügt als Sozialarbeiter über frühere praktische Erfahrungen in der Stadtteilarbeit/sozialer Brennpunkt in Bremen.
Methoden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
alle öffentlichen Schulen und Privates Gymnasium
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
UHiB - Unternehmer*innenverband Hagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NordseeZeitung und Heimatzeitung "Staleke"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir sind beteiligt am kommunalen Prozess der Leitbild- sowie Konzeptentwicklung zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Und an der Weiterentwicklung des kommunalen Integrationskonzepts sowie der Neuorganisation von Erwachsenenbildung im Südkreis. Wir erhalten Gemeinde- als auch LK-Mittel, die verstetigt werden und einen Teil fester Kosten abdecken. Über Projekte sowie Spenden generieren wir längerfristig Gelder. Die Hauptamtlichkeit wird unsere Akzeptanz in Politik und Öffentlichkeit stärken.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Von der Seniorenbegegnungsstätte zum Nachbarschaftszentrum Achilles Hof - Aus der Nachbarschaft, mit der Nachbarschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hans Golmann
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnung und Teilhabe für alle Generationen
Projektbeschreibung
Für die Festigung nachbarschaftlicher Beziehungen sollen im Projekt partizipative Rahmenbedingungen gefördert werden. Anonymität und Einsamkeit sollen reduziert, Hilfestellung und Beratung in schwierigen Lebenslagen zugänglich sein, kleinräumige Versorgungsstrukturen sowie Gesundheit, Bildung und Kreativität im Quartier gefördert werden.
Die Weiterentwicklung einer bereits vorhandenen, ehrenamtlich geführten Seniorenbegegnungsstätte zu einem Nachbarschaftszentrums soll dazu beitragen, in dem überschaubaren sozialen Nahraum im Nordwesten Braunschweigs einen Quartierstreffpunkt für Teilhabe und Begegnung entstehen zu lassen.
Das zu entwickelnde Nachbarschaftszentrum ist für die meisten Bewohner*innen fußläufig erreichbar, eine gute Anbindung an den ÖPNV besteht.
Die barrierefreien Räumlichkeiten mit einem Saal, Gruppenräumen sowie Sanitäranlagenbieten bieten gute Möglichkeiten für Aktivitäten, Begegnungen und Engagement. Zusätzlich ist ein Beratungsbüro vorhanden. Das Nachbarschaftszentrum soll sich für die Bewohner zu einem Treffpunkt entwickeln, um Selbstorganisation und Beteiligung zu unterstützen sowie Selbsthilfe und Partizipation im Quartier Watenbüttel/Völkenrode zu ermöglichen. Dabei soll in dem demografisch verhältnismäßig alten Quartier die Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens und die Integration der verschiedenen Bevölkerungs- und Interessengruppen handlungsleitend sein. Daneben gilt es Unterstützungsleistungen für Menschen aller Generationen mit Hilfebedarfen zu berücksichtigen. Die Weiterentwicklung der Seniorenbegegnungsstätte zum Nachbarschaftszentrum macht eine systematische Projektorganisation erforderlich. Die hier in der Organisation, Vermittlung, Beratung und Begleitung tätigen Menschen haben eine zentrale Rolle. Um eine große Vielfalt und Qualität der Arbeit im Nachbarschaftszentrum zu gewährleisten, bedarf es einer vertrauensvollen Schlüsselperson. Diese wesentliche Aufgabe soll eine "Kümmerin" übernehmen. Neben dem Aufbau von Kontakt- und Kommunikationsstrukturen sind die Durchführung von Bürgerbefragungen und Bedarfsanalysen im Quartier - Durchführung von Öffentlichkeitsveranstaltungen, - Netzwerkarbeit im Quartier, - Kontaktpflege zu örtlichen Akteuren sowie die Initiierung von Selbsthilfestrukturen weitere wichtige Aufgaben, die zur Stabilisierung der Lebenszusammenhänge im sozialen Nahraum beitragen. Das Nachbarschaftszentrum Achilles Hof ist im Sinne eines demokratischen und diversen Miteinanders offen für alle.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Damit sich die Bewohner*innen eines Quartiers auch mit diesem identifizieren können sollte der soziale Nahraum nach Ergebnissen der Sozialraumforschung nicht mehr als 25.000 Einwohner umfassen. Das hier beschriebene Quartier liegt im äußeren Nordwesten Braunschweigs und besitzt mit ca. 4200 Einwohnern eine Größe, die als kleinräumig bezeichnet werden kann. Einige Bauernhöfe tragen u.a. zu einem ländlichen Charakter des Sozialraums Völkenrode/Watenbüttel bei. Der Gebäudebestand im Quartier besteht neben älteren Siedlungsbau aus Wohn- und Gewerbeimmobilien der 1970er Jahre. Viele Einrichtungen (Ärzte, Bäckerei, Ortsbücherei) sind nicht barrierefrei erreichbar. Die Anzahl der über 65 jährigen Bevölkerung liegt mit ca. 25% über dem Braunschweiger und auch Bundesdeutschen Durchschnitt. Identifikationsfaktoren für die Menschen der Orte sind unter anderem die durch topographische Marken gegebenen Grenzen des Quartiers und geschichtliche Bezüge zueinander. Besonders für viele Völkenroder Bürger stellt die fehlende Infrastruktur ein deutliches Manko des Stadtteils dar und ein Versorgungsproblem für die tendenziell immobil werdende ältere Generation. Weiterhin stören sich viele Bürger im Quartier an dem starken und gefährlichen Durchgangsverkehr. Durch 3 entstandene Neubaugebiete besteht zusätzlich die Gefahr, dass sich bereits abzeichnende Seggregationstendenzen in den Bewohnergruppen des Quartiers verstärken. Im Quartier fehlen insbesondere Treffpunkte und Möglichkeiten der generationsübergreifenden und interkulturellen Begegnung. Zivilgesellschaftliches Engagement, Teilhabe und das Miteinander der hier lebenden Bürger*innen können diese Problemlagen lösen bzw. abmildern.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Quartier auf das wir uns beziehen besteht aus den Stadtteilen Völkenrode und Watenbüttel, die verwaltungstechnisch dem Bezirk 214 der Stadt Braunschweig angehören.
Identifikationsfaktoren für die Menschen dieser Stadtteile sind geographische Marken des Quartiers und die geschichtlichen Bezüge der beiden Stadtteile zueinander. Für die Stadtteile Völkenrode und Watenbüttel ist es die historische Verbindung durch die Celler Heerstraße, der heutigen B214. Auf dieser Straße fahren bis zu 25.000 Fahrzeuge am Tag durchs Quartier. Nördlich ist das Quartier durch den Mittellandkanal begrenzt. Beide Stadtteile sind in unmittelbarer Nähe der beiden Bundesforschungseinrichtungen PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) und der FAL (Forschungsanstalt für Landwirtschaft), in denen viele Menschen dieses Sozialraums arbeiten. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die in diesem Raum lebende Menschen gemeinsame Identifikationsobjekte haben.
Einwohnerzahl
4200
Quelle / Anmerkungen
Stadt Braunschweig, Referat Stadtentwicklung und Statistik, 2021
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_quartier_luft.jpg
(44.46 KB)
karte_quartier.jpg
(42.91 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Entwicklung des Nachbarschaftszentrums Achilles Hof entspricht dem Konzept der Gemeinwesenarbeit, da es sich an alle Bewohner*innen des Quartiers Völkenrode/Watenbüttel richtet. Ein wichtiges Ziel ist, das Quartier durch die Schaffung eines Ortes der Begegnung aufzuwerten, aber auch die Qualität der Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Die vielfältigen Angebote, die im Rahmen des Projektes entstehen sollen, orientieren sich an den Bedarfen und unter Einbeziehung der hier lebenden Bürger*innen. Im Nachbarschaftszentrum Achilles Hof hat die Kümmerin ihren zentralen Sitz als Anlauf- und Vernetzungsstelle. Darüber hinaus soll es Unterstützung bei der Organisation von Selbsthilfe geben. Die zu entwickelnden, niedrigschwelligen Angebote verstehen sich im Sinne der Gemeinwesenarbeit sowohl als Bildungsarbeit, aber auch sozial und auf den sozialen Nahraum ausgerichtet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Alle Quartiersbewohner*innen werden über verschiedene Kanäle und Medien (Onlineauftritt, Newsletter, Plakate, Wurfzettel, leichte Sprache ...) über relevante Ereignisse im Quartier informiert
Kriterium
Beschreibung
Anhand der erstellten Stärke-Schwäche Analyse des Quartiers werden Potentiale und Ressourcen genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Durch das Nachbarschaftszentrum stabilisieren sich die nachbarschftlichen Kontakte im sozialen Nahraum, Engagement und ehrenamtliche Aktivitäten entwickeln sich stetig.
Beschreibung
Netzwerkpartner unterstützen im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit, know-how. Feste und Aktionen werden von den Partnern unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Das Nachbarschaftszentrum, Aktivitäten und bedarfsgerechte Serviceangebote werden auch zunehmend von Bürger*innen mit schwierigen Teilhabemöglichkeiten angenommen.
Beschreibung
Die Versorgungssituation im westlichen Bereich des sozialen Nahraum hat sich positiv entwickelt; der belastende Durchgangsverkehr hat sich durch bürgeschaftliches Engagement und Gesprächen mit Politik und Verwaltung reduziert.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaftszentrum wird auch von selbstorganiserten Gruppen (Selbsthilfe, Sport, Kreativität ...) genutzt, die sich mit Unterstützung der Angebote gebildet haben.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Völkenrode Watenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Wohnberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätische Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Christoph Meyer (Landwirt und direkter Nachbar)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Mittelfristig ist die Aufnahme des Nachbarschaftszentrums Achilles Hof in das Konzept und die Finanzierung der Stadt Braunschweig zu einer stadtweiten Implementierung von Nachbarschaftszentren angestrebt, spätestens nach Ablauf der Projektförderung im Rahmen "Gute Nachbarschaft".
11. Medien
Galerie
Aufsteller
eingang_personen.jpg
(49.26 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Soziales Zentrum Donner&Milch!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael Bättig
2. Kurzbeschreibung
Rat und Tat, Treffen - Hören - Handeln
Projektbeschreibung
Die Nachbarschaft des seit 15 Jahren im Stadtteil angesiedelten ALSO-Zentrums rund um Milchstr. und Donnerschweer Str. hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Die Bewohnerschaft ist nicht nur gewachsen, sondern auch in ihrer sozialen Zusammensetzung heterogener geworden. Vor allem Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind neu hinzugezogen und der Anteil von Alleinerziehenden und älteren Menschen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Ein Wandel, der sich zwar in individuellen Begegnungen vor Ort zeigt, der aber im Quartier noch keinen gemeinsam geteilten, nicht-kommerziellen Raum der Begegnung und des Austausches findet.
Aufgrund der Geschäftsaufgabe eines Bistros, das direkt an die Räumlichkeiten der ALSO angrenzt, ergibt sich nun die große Chance, dass die ALSO für die Nachbarschaft zu einem Sozialen Zentrum heranwächst. Vom bisherigen Betreiber können wir Küche und Bistroräume übernehmen, die direkt an die Räume des im Haus angesiedelten Arbeitslosenzentrums angrenzen und die sich räumlich miteinander verbinden lassen.
Zwei bereits ehrenamtlich bei uns aktive Sozialarbeits- bzw. Migrationsberatungskräfte mit einschlägiger Erfahrung in der aktivierenden Quartiersarbeit sowie zwei ebenso ehrenamtlich bei uns aktive Frauen für den Küchen- und Cafébetrieb stehen bereit, um das Projekt „Soziales Zentrum“ zu einer lebendigen Begegnungsstätte für die Bewohnerschaft zu entwickeln: mit einem gemütlichen Aufenthaltsraum für Ratsuchende und Beratende der Sozialberatung der ALSO, als Mittagsküche und Café, als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte für Nachbar:innen, Migrant:innen, Bewohner:innen und Menschen aus dem Stadtteil. Darüber hinaus wollen wir Räume und offene Türen für Begegnung und Austausch und vor allem für Eigeninitiative der Besucher:innen schaffen, für kulturelle Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit lokal vernetzten Initiativen. Offene und niedrigschwellige Beratungsangebote (u. a. zu Gesundheit) könnten dazukommen, ohne die thematische Offenheit des Zentrums zu verlieren.
Die Lage des ALSO-Zentrums in einer verkehrsberuhigten Straße, die zugleich als eine Hauptverbindung zur Innenstadt fungiert, ist für unser Vorhaben sehr günstig, da sie sowohl zum Verweilen einlädt als auch eine hohe Sichtbarkeit in der Nachbarschaft ermöglicht. Ein neuer Ort für die Bewohnerschaft wird entstehen, um sichtbar füreinander zu werden, in Kontakt miteinander zu treten und gemeinsame Interessen und Themen zu finden und selbstbestimmt zu bearbeiten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In unseren täglichen Beratungen und Begegnungen vor Ort erleben wir zwar, welche Themen die Menschen bewegen, müssen zugleich aber auch das Fehlen von nicht-kommerziellen Begegnungsräumen feststellen.
Neben sprachlichen wie rechtlichen Herausforderungen gibt es einen über die Beratung hinausgehenden Bedarf nach ungezwungenen Aufenthaltsmöglichkeiten, nach Begegnung, Gespräch und Vernetzung sowie nach nicht-kommerziellen Angeboten (u.a. Mittagessen und Café).
Für die Bewohner:innen des Stadteils, insbesondere für Menschen aus den unterschiedlichen Lebenswelten – zugewandert, alleinerziehend, alleinstehend, älter oder erwerbsgemindert – fehlen Raum und Platz für Kontakte, Gespräche, gegenseitige Hilfe und Eigeninitiative. Insbesondere für Alleinerziehende möchten wir ein kooperativ gestaltetes Angebot schaffen, um Sorgearbeit mit sozialem Austausch zu verbinden (z.B. in einem Eltern-Kind-Café). Und auch für ältere Alleinstehende wird ein niedrigschwelliger, barrierefreier Ort für gesellschaftliche Teilhabe entstehen, um der Gefahr der drohenden Vereinsamung zu begegnen.
Die bisher vorhandenen räumlichen Kapazitäten der ALSO in Verbindung mit der Schwerpunktsetzung auf Sozialberatung ließen eine solche sozialräumliche Öffnung bisher nicht zu. Durch die Übernahme der Bistro-Räumlichkeiten ist es nun möglich, neue Räume der Partizipation, Teilhabe und Selbstorganisation für und durch die Nachbarschaft aufzubauen und themenoffen wie niedrigschwellig zu gestalten. In der ALSO gibt es bereits ehrenamtlich und hauptberuflich Tätige, die über sozialarbeiterische und pädagogische Qualifikationen und Vorerfahrungen verfügen und sich im neuen Sozialen Zentrum einbringen wollen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Bahnhofsviertel - Bürgeresch - Donnerschwee
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Siedlungsbereiche 1e, 3a und 3b mit den Unterbezirken Bahnhofsviertel, Bürgeresch, Bürgerstraße, Wasserturm, Wehdestraße, Weser-Ems-Halle. Das Haus liegt allerdings sehr zentrumsnah, und die ALSO wird von Ratsuchenden aus dem gesamten Stadtgebiet aufgesucht, so dass wir mit Zulauf auch über die räumliche Abgrenzung hinaus rechnen.
Einwohnerzahl
16536
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
(65 Jahre und älter)
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quote Jahresdurchschnitt 2020
Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quote 15 - 25 Jahre, Jahresdurchschnitt 2020
Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Einwohnerdatei Stadt Oldenburg - Fachdienst Geoinformation und Statistik
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Eröffnung unseres Sozialen Zentrums "Donner&Milch" wollen wir einen neuen niedrigschwelligen und partizipativen Raum der Begegnung für die Nachbarschaft ermöglichen. Dieser erweitert das von der ALSO seit mehr als 15 Jahren verfolgte Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe nun stärker sozialräumlich, themenoffen und noch zielgruppenübergreifender. Das Fehlen eines solchen Begegnungsraums vor Ort erschwert bisher die Sichtbarkeit des sozialen Gefüges des Stadtteils und dessen Wandel in den vergangenen Jahren. Doch ohne Sichtbarkeit und offene Begegnung können weder vorhandene Ressourcen genutzt noch neue Kooperationsstrukturen in der Nachbarschaft entstehen. In der ALSO stehen mehrere Personen für die unterschiedlichen Bereiche dieser Arbeit professionell, aber auch ehrenamtlich bereit. Sie bringen einschlägige Berufs- bzw. praktische Erfahrungen u. a. auch aus ihrer Arbeit in der ALSO mit.
Das lokale Engagement und die Offenheit für die Herausforderungen und Chancen einer sich wandelnden Nachbarschaft verfolgen dabei das Ziel, die materiellen (Wohnraum etc.) wie auch immateriellen Bedingungen (u. a. Ermöglichung sozialer Beziehungen) vor Ort zu verbessern. Unser GWA-Ansatz fördert auf diesem Wege die Handlungsfähigkeit der Bewohnerschaft vor Ort zu einer eigenständigen und verantwortlichen Lebensgestaltung sowie zur gleichberechtigten Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner/innen äußern im Sozialen Zentrum eigene Interessen und Themen, die sie im oder mit Hilfe der Strukturen des Sozialen Zentrums verfolgen möchten. Angebote des Sozialen Zentrums werden nachgefragt und von den Bewohner/innen aufgegriffen.
Kriterium
Beschreibung
Infrastruktur und Ressourcen des Sozialen Zentrums werden genutzt, um eigeninitiativ neue Begegnungsräume der Bewohner/innen zu selbstbestimmten Themen zu eröffnen und gemeinsame Handlungsfähigkeit wie Selbstwirksamkeit zu erleben.
Kriterium
Beschreibung
Wenn von der Bewohnerschaft durch das Soziale Zentrum gemeinsame Interessen bei selbstbestimmten Themen entdeckt werden und ihre bereits vorhandenen Ressourcen in Verbindung mit denen des Zentrums sichtbar, aktiviert und kooperativ genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Wenn Ratsuchende, Zugewanderte, Alleinerziehende, Ältere und Nachbar/innen sich im Zentrum begegnen, in Kontakt miteinander treten und gemeinsame Themen identifizieren und kooperative Bearbeitungswege diskutieren.
Beschreibung
Wenn aus dem Haus heraus Kooperationen zwischen Initiativen z. B. zur Sozialen Frage, dem Klimaschutz oder der Care-Ökonomie gibt, wobei sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Herkünften und Fähigkeiten in themengeleiteten Unternehmungen zusammenfinden.
Beschreibung
Wenn das Soziale Zentrum ein zentraler Knotenpunkt sich entwickelnder neuer kooperativer Netzwerke in der Nachbarschaft geworden ist und sich in vorhandene Netzwerke in der Stadt, aber auch überregional (z. B. AK-gegen-Armut, Klima), einbinden kann.
Kriterium
Beschreibung
Wenn Angebote im Haus wahrgenommen und von Nachbar/innen und Bewohner/innen aktiv mitgestaltet und neue Angebote initiiert werden, und das Zentrum als Ausgangspunkt auch von zentrumsunabhängigen gemeinsamen Aktivitäten und Unternehmungen geworden ist.
Beschreibung
Wenn Angebote und Eigeninitiativen wie Beratung, Treffen, kulturelle Veranstaltungen, Mittagessen, Cafetrieb usw. stadtbekannt werden und die vorhandenen Ressourcen und Kapazitäten des Zentrums regelmäßig angefragt, genutzt und weiterentwickelt werden.
Kriterium
Beschreibung
Wenn es eine stadtweite Kooperation und Koordination von Stadtteilangeboten und Aktivitäten gibt, die soziale, kulturelle, städtebauliche, klimatische und Sorge-Aspekte miteinander verbindet und die Menschen nachbarschaftsübergreifend verbindet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Amt für Teilhabe und Soziales - Strategische Sozialplanung - Amt für Zuwanderung und Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbar/innen und Bewohner/innen aus dem Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Faire Mobilität - Arbeit & Leben Niedersachsen - Gewerkschaften - Schuldnerberatung des Paritätischen - Fachstellen zu physischer und psychischer Gewalt - Einrichtungen zur Schwangerenberatung - Frauenhäusern - Diakonisches Werk - Flüchtlingssozialarbeit
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es sollen während der Projektförderung in Abstimmung mit den zuständigen städtischen Behörden und den politischen Fraktionen im Stadtrat, aber auch über mögliche Förderungen des Landes Niedersachsen, durch Stiftungen und private Sponsoren nachhaltige Finanzierungmöglichkeiten über den Förderzeitraum hinaus entwickelt werden. Langjährige Erfahrungen mit fundraising und Spendenacquise sind in der ALSO vorhanden. Ein Ausbau und eine Verstetigung der ehrenamtlichen Arbeit im Haus wird angestrebt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ein Ort mit zwei Lebenswelten: Steyerberg und der Lebensgarten treten in Verbindung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Lamers
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Zwei Lebenswelten treten in Verbindung
Projektbeschreibung
Zur Umsetzung unserer Vision in Steyerberg bilden wir in einem Auftakttreffen die "Vertrauens- und Aktivierungsgruppe" (VAG). Wir kommen aus der AG Nachhaltigkeit, Heimatverein, Stadtpolitik und -gemeinde, dem Lebensgarten e.V. sowie Achtsamkeit & Verständigung e.V.. Als strategische Akteure des Ortskerns und Lebensgartens bilden wir die Kerngruppe, die weitere Menschen aus Nachbarschaft und Vereinen aktiviert, um sie als VAG-Akteure in die Nachbarschaftsinitiative zu integrieren. Da beide Quartiere über starke Vereinsstrukturen verfügen, nutzen wir diese als Ressource. Auf diese Weise vergrößert sich das Engagement konzentrisch und bringt zugleich Verein wie Nachbar beider Quartiere zusammen. Hierin liegt unsere zentrale Strategie des Vernetzens, Aktivierens und schließlich des Versöhnens.
Hauptverantwortliche für die Planung und operative Umsetzung der Maßnahmen sind die Projektleitung und -koordination, die von den VAG-Akteuren unterstützt werden. Sie sind zentrale Ansprechpartner für die Menschen beider Quartiere und der VAGs, die bei PR, Organisation sowie Vertrauen und Aktivierung unterstützen.
Ziel unserer Initiative ist es, die Menschen beider Quartiere zu einem eigenen GWA-Nachbarschaftsprojekt zu gewinnen. Dazu schaffen wir im 1. Jahr eine Sensibilisierung für beide Lebenswelten. Ein Osterfest mit Tauschbörsen zu Saatgut sowie eine aktivierende Befragung schaffen Kommunikation und Beteiligung, während die Umfrageergebnisse das weitere Vorgehen bestimmen. Diese werden auf einem sommerfestlichen Erlebnisspaziergang durch beide Quartiere im Kontext der Wirklichkeit erlebbar. Ein Planwagen ermöglicht zudem Teilhabe für Ältere.
Maßnahme im 2. Jahr ist die Errichtung eines "Erzählcafés" im Ortskern. Neben dem bereits Bestehenden im Lebensgarten dienen sie als Quartiersforum und Sozialraum zur Etablierung einer gemeinsamen kommunikativen Alltagspraxis: Stereotype über den 'Anderen' der jeweiligen Lebenswelt wahrnehmen, abbauen und gemeinsame Normen und Werte aufdecken. Zusammen mit internationalen Freiwilligen führen wir ein Anti-Bias-Training mithilfe eines methodischen Erzählcafés durch. Hinzu kommen Kinoabende, Kunst- und Fotoausstellung, welche die Festlichkeiten reflektieren.
Im 3. Jahr arbeiten wir mit einem GWA-Beteiligungsprojekt der Nachbarn auf Basis der Umfrage auf eine Verstetigung des Projektes hin. Alle GWA-Ergebnisse werden auf einem abschließenden Erntedankfest präsentiert. Ein Abschlusstreffen der VAG-Akteure evaluiert das Projekt.
Laufzeit
2022-10-04 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Zwei Kilometer nördlich des Ortskerns von Steyerberg liegt am Ortsrand die Gemeinschaftssiedlung „Lebensgarten“. Im ehemals größten Zwangsarbeiterlager der 1938 gegründeten Rüstungsfabrik EIBIA siedelten sich in den 1980ern Intellektuelle, wie das Professorenehepaar Kennedy, KünstlerInnen und Visionäre des sozio-ökologischen Wandels an. Sie haben den Permakulturpark (spätere PaLS gGmbH) als Forschungs- und Demonstrationsprojekt für nachhaltige Landwirtschaft oder die erste norddeutsche Stromladestelle für E-Autos realisiert. Dieses Lebensgemeinschaftsprojekt hat heute noch eine Leuchtturmwirkung. Die Warteliste für den Zuzug junger, (inter-)nationaler Familien ist lang. Um die hohe Nachfrage an Wohnraum zu decken, ist ein erweiterbares Smallhouse-Projekt nach traditionell japanischer Modulbauweise geplant. Doch im nahegelegenen Ortskern herrscht dagegen Wohnleerstand. Abwanderung junger Menschen, Mangel an attraktiver Bildung und hochqualifizierter Kräfte stellen den demografischen Wandel vor Herausforderungen. Diese Trennung der zwei Lebensräume ist historisch gewachsen, denn die neuen Siedler kamen, um eine konventionelle Gesellschaft zu verlassen. Ein Klima von Misstrauen, Abgrenzung und Polarisierung beider Quartiere entstand. Jedoch haben wir die Vision von einem Ort, in dem Jung wie Alt beisammenleben, in dem jedermanns Idee gehört und genutzt wird. Für diese Verflechtung haben wir zentrale Partner aus Kommune und Zivilgesellschaft beider Quartiere für eine GWA-Nachbarschaftsinitiative gewonnen. Wir Akteure aus Verein, Lebensgarten und Stadt bilden eine Kerngruppe, die nachbarschaftliches Vertrauen schaffen und zu Partizipation aktivieren will.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als Nachbarn und Akteure aus Vereinen, Politik und Stadtgemeinde verfolgen wir einen holistischen, integrativen Ansatz: ressortübergreifend bilden wir eine Initiative aus den Ressourcen der BürgerInnen heraus, um ein verbessertes Zusammenleben nach dem Bedarf des Gemeinwesens zu erreichen. Damit erwächst unser Anliegen einer verbesserten Nachbarschaft aus der gesellschaftlichen Basis heraus und schließt zugleich Vertreter aus Stadtverwaltung und -politik ein. Folglich ergibt sich eine spiral-vertikale Denk- und Wirkrichtung, die eine nachhaltige GWA-Struktur gewährleistet. Dies wird zudem durch die Vertretung beider Quartiere im VAG-Kernteam sichergestellt (spiral-horizontale Denk- und Wirkrichtung). Ergebnis ist eine multidirektionale Vernetzung zw. Institutionen sowie BürgerInnen beider Quartiere, die durch die gemeinsame Reflexion stereotypisierter Lebenswelten entstanden sein wird. Damit diese Reflexion zw. den unterschiedlichen Sozialräumen gelingen kann, bieten wir Beteiligungsmöglichkeiten in vielfältigen Maßnahmen von Anbeginn des Projektes an, als auch nach dem Bedarf des Gemeinwesens in Form eines eigenen GWA-Nachbarschaftsprojektes. Da internationale Vielfalt nach unserem Verständnis eine kulturelle Ressource ist, aktivieren wir diesen Aspekt durch die Einbindung von ESC-Freiwilligen, die nicht nur eine starke Wirkung in der Überwindung eines direkten Austauschs ausüben können, sondern auch auf die Integration der (in Steyerberg wenigen) migrantischen BürgerInnen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen aus Nachbarschaft und Vereinen auf das Projekt aufmerksam geworden sind, sich im Austauschforum beteiligen, sukzessiv zur Projektbeteiligung gewonnen & ihre Ideen in der VAG eingebracht haben & als GWA-Nachbarschaftsprojekt umgesetzt worden sind.
Kriterium
Beschreibung
eine breite generationsübergreifende Umfragebeteiligung, sich ein internationaler (ESC-Freiwillige aktiviert auch MigrantInnen) & generationsübergreifneder & interdisziplinärer Beteiligungsanteil in den beschreibenen Maßnahmen gezeigt hat.
Beschreibung
die Nachbarn beider Quartiere mit Unterstützung des VAG-Kernteams eigene Projektidee(n) entwickeln, planen & umsetzen; bestenfalls sogar ein Engagement über den Projektzeitraum hinaus entwickeln.
Kriterium
Beschreibung
die Vereinsstrukturen beider Quartiere durch die VAG vernetzt sind, um die Polarisierung beider Sozialräume abzubauen & Nachbarn einzubeziehen; Vernetzung auf Homepage von Lebensgarten, Stadt & Vereinen sichtbar gemacht ist; Quartiersforum genutzt wird.
Kriterium
Beschreibung
die Vereinsstrukturen beider Quartiere durch die Maßnahmen der VAG miteinander vernetzt sind, um die Polarisierung beider Sozialräume durch Beteiligung abzubauen; Vereine ein Selbstverständnis als Begegnungsraum beider Quartiere entwickelt haben.
Kriterium
Beschreibung
das Quartiersforum von Nachbarn beider Quartiere für Engagements angenommen worden ist; das GWA-Beteiligungsprojekt durch Nachbarn & Vereine beider Quartiere auf Basis der Umfrage umgeszt werden konnte; entstandene Ideen zur Projektvestetigung führen.
Beschreibung
Die sich stetig erweiterende VAG bildet sich aus Nachbarn & Vertretern unterschiedlicher Vereine sowie Vertretern der Stadt. Die Einbeziehung von ESC-Freiwilligen bildet an dieser Stelle auch einen interkulturellen Aspekt ab.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatverein Steyerberg e.V. (starker Projektpartner zur Bildung identitätsstiftender Aktivitäten mit dem Ort: generationsübergreifende Aktivitäten, räumliche Ressourcen etc.; Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen))
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AG Nachhaltigkeit (Bürgerinitiative Steyerbergs mit den Themenschwerpunkten "Demografie, Teilhabe, Gender" u.a.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Klimabüro der Gemeinde Steyerberg (bei Bedarf Flächenbereitstellung für einen Teilhabe-Garten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro der Gemeinde Steyerberg (Aktivierung von MigrantInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familien- und Seniorenbüro der Gemeinde Steyerberg (Aktivierung marginalisierter Menschen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evang. Pfarrgemeinde St. Katharinen Steyerberg (Unterstützung bei der Friedens- u. Konfliktarbeit; Aktivierung von jugendlichen KonfirmandInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lebensgarten Steyerberg e.V. (Aktivierung der LebensgärtnerInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Achtsamkeit und Verständigung (AVev) e.V. (Aktivierung der LebensgärtnerInnen; Unterstützung bei der Friedens- und Konfliktarbeit; Moderation der Maßnahmen in Jahr 2)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg (PaLS) gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KulturImpuls Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Steyerberg e.V. (Unterstützung bei Osterfest (Feuer) u. Erlebnisspaziergang (ggf. Sicherung der Straße für Planwagen) (Jahr 1))
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarrgemeinde St. Marien Steyerberg (Unterstützung bei der Friedens- u. Konfliktarbeit; Aktivierung von jugendlichen KommunikantInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenverein Steyerberg e.V. (Aktivierung der Nachbarn; Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frauenchor Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen; Aktivierung der Nachbarn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendhaus Steyerberg (Aktivierung für Maßnahmen u. pädagogische Unterstützung in Jahr 2; Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fanfarenzug Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen; Aktivierung der Nachbarn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Feuerwehrkapelle Steyerberg e.V. (Aktivierung der Nachbarn; kulturelle Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Choka Sangha e.V. - Zen & Permakultur (Unterstützung bei Friedens- und Konfliktarbeit; Vernetzung mit Kirchengemeinde über Themen der Kontemplation/Meditation)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Harke (Regionalzeitung zur Veröffentlichung des Projektes und seiner Aktivitäten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freie Schule Mittelweser ((kultur-)pädagogische Unterstützung in Jahr 1 u. 2; Aktivierung von Jugendlichen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Herr Hans-Jürgen Weber (ehem. Bürgermeister der Gemeinde Steyerberg (CDU) und Vorsitzender der AG Nachhaltigkeit)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reit- und Fahrverein Steyerberg e.V. (stellt seinen Planwagen zur Verfügung, um ältere Menschen beim Erlebnisspaziergang (Jahr 1, Ziel 3) zw. den Quartieren zu befördern)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Aktueller Stand: Kooperationszusicherung strategischer ProjektpartnerInnen: AG Nachhaltigkeit mit Themenschwerpunkt "Demographie & Teilhabe", Vorsitzende sind eh. Bürgermeister & Stabstellenleiterin Klima; Stadt Steyerberg; Lebensgarten e.V.; Heimatverein Steyerberg e.V.; Achtsamkeit & Verständigung e.V.
Pläne: Verstetigung aus Nachbarschaftsinitiative selbst heraus & Ausweitung auf Gemeinde; langfristige Kooperation im Laufe der Projektarbeit mit bestehenden & weiteren strategischen Partnern
11. Medien
Galerie
Videos
karte-pulverfabrik_liebenau-umgebung.png
(5.89 MB)
karte-helena_lager.png
(4.71 MB)
gemeinschaftsbeaeude_2022.jpg
(86.44 KB)
zenraum.jpg
(42.66 KB)
stadtzentrum.jpg
(65.98 KB)
st._katharinen.jpg
(41.7 KB)
gemeinschaftsort.jpg
(86.85 KB)
oekum.gebetsraum.jpg
(48.31 KB)
drache_im_gefangenenlager.jpg
(100.91 KB)
feuerwehr_ort.jpg
(47.51 KB)
amtshof.jpg
(44.96 KB)
heimatverein-altemuehle.jpg
(63.67 KB)
wegekreuz_siedlung.jpg
(91.74 KB)
lebensgarten.jpg
(75.6 KB)
buch_und_region_ort.jpg
(62.72 KB)
oeffentl_info.jpg
(74.66 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Modellprojekt JuLeiQua - Qualifizierung zu Kinder- und Jugendleiter*innen im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ovidiu Ionut Ioan
| Funktion | Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
JuLeiQua - Miteinander Zukunft gestalten
Projektbeschreibung
Die GWA bei einigen Zielgruppen im Quartier wird einerseits durch die sprachliche Barriere und andererseits durch die Verschlossenheit einiger Communities (z.B. Rom*nja aus Kosovo, Bulgarien u. Rumänien) erschwert. Aktivierung- und Beteiligungsangebote an diese Gruppen waren bisher wenig erfolgreich. Kurzfristige Zugänge wurden immer wieder über die Jugend ermöglicht, die auch als Multiplikator*innen in den jeweiligen Communities fungiert haben. Dieses Potenzial soll herausgearbeitet und in konkreten Bildung- und Mitmachstrukturen überführt werden.
Als niedrigschwellige anerkannte Multiplikator*innenbildung für junge Menschen hat sich die JuLeiCa-Qualifizierung zu Kinder- und Jugendleiter*innen etabliert. Sie wird in der Regel von zertifizierten Trägern aus den Bereichen Sport, Kirche, Kultur usw. im Rahmen ihrer Einrichtungen und nach bewährten Standards durchgeführt. In der Göttinger Weststadt sind nur wenige der jungen Menschen in solchen Einrichtungen aktiv und somit von den Qualifizierungen ausgeschlossen. Andere Akteur*innen haben wiederum gute Verbindungen zu der Zielgruppe, bieten aber keine JuLeiCa-Qualifizierung an.
Das Modellprojekt JuLeiQua (Jugendleiter*innen im Quartier) zielt darauf Strukturen an die Zielgruppen anzupassen, die Träger*innen zu unterstützen, ihre Angebote zu adaptieren und für alle Interessierten im Quartier zu öffnen bzw. Akteur*innen aus dem Stadtteil bei der Entwicklung neuer Angebote in Kooperation mit bereits anerkannten Träger*innen (wie z.B. Stadtjugendring Göttingen e.V.) zu unterstützen, um neue Wirkungsfelder zu erschließen.
Den damit einhergehenden Herausforderungen (die Koordination mehrerer Kooperationspartner*innen im Quartier, thematische Vielfalt der Akteure*innen und der Schwerpunkte, fehlende Vorkenntnissen, Erfahrungen bzw. klare Erwartungen bei den Jugendlichen, die Notwendigkeit einer sozialpädagogischen Betreuung für die Teilnehmer*innen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen) wird in den drei Jahren durch konzeptionelle Formate begegnet und ein innovatives flexibles und umfassendes Konzept entwickelt, das gleichzeitig in einem Stadtteil exemplarisch erprobt wird, der bezeichnend für komplexe Problemstellungen ist.
In der zweiten Phase soll das Konzept in den "Göttinger Quartiere" verstetigt werden, indem einige Stadtteilzentren regelmäßig das JuLeiQua-Konzept umsetzen.
Am Ende des Projektes soll das Konzept für Stadtteilzentren aus ganz Niedersachsen zur Verfügung gestellt werden.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Brennpunkte (Rosenwinkel, Hagenweg 20) setzen sich aus großenteils geschlossenen Rom*nja Communities zusammen; hinzu kommen Menschen aus Afghanistan, Syrien u. Irak. Prägend für alle ist die kurzfristige Bleibeperspektive und die fehlende Qualifikation.
Trotz 10jähriger aktiver Präsenz des Weststadtzentrums vor Ort und enger Zusammenarbeit im Netzwerk der Weststadtkonferenz konnte noch kein stabiler Zugang für sozialpädagogische Begleitung gewonnen werden. Spezifische Integrationsbedarfe wie Sprach- u. Bildungsförderung oder Qualifizierungsangebote für alle Altersgruppen erreichen nur sehr schwer die Zielgruppen.
Im Jahr 2021 wurde eine stadtteilweite aktivierende Befragung durchgeführt, um die Partizipation aller Anwohner*innen bei der Entwicklung und Umsetzung von Angeboten zu ermöglichen. Rückmeldungen aus den genannten Communities blieben erneut aus.
Im Austausch der Weststadtkonferenz hat sich herausgestellt, dass die Altersgruppe, die interessiert ist, Zukunft mitzugestalten und sich aufgrund ihrer kulturellen und sprachlichen Kompetenzen beteiligen kann, die der jungen Menschen zwischen 16 u. 26 Jahre ist.
Um sie als Multiplikator*innen zu gewinnen sind Projekte notwendig, die Ihnen durch kurzzeitige Qualifizierungen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt eröffnen, erste positive Schulung- und Arbeitserfahrungen ermöglichen, auf die Entwicklungen im Quartier hinweisen und nachbarschaftliches Engagement als eine Möglichkeit für Integration und Selbstverwirklichung entdecken. Derzeit fehlen Akteur*innen im Stadtteil entsprechende Rahmen und Kompetenzen um junge Menschen mit Mitmach- und Qualifizierungsangeboten anzusprechen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Weststadt
Beschreibung
Die Weststadt bilden vier Stadtgebiete, nämlich 42, 43, 44 und 46. Ein Kartenausschnitt ist angehängt.
Im Jahr 2020 lebten im Einzugsgebiet des Weststadtzentrums 7.459 Menschen in 4.149 Haushalte, davon 3 % Alleinerziehende und 52,1% Konfessionslose.
Der Anteil der kinderreichen Familien, die auf sehr engem Wohnraum leben, ist 2020 mit 922 Kindern und 1119 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren, darunter 729 Personen im Schulalter gestiegen.
Einwohnerzahl
7459
Quelle / Anmerkungen
Sozialstrukturdaten 2020
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Weststadt bzw. das Gebiet westlich des Maschmühlenwegs in Göttingen ist seit Ende 2009 ein „Soziale Stadt-Gebiet“. Allerdings sind die Stadtgebiete Egelsberg und Hagenberg sowie weite Teile vom Blümchenviertel und Maschmühlenweg nicht Teil des Förderprograms "Soziale Zusammenhalt".
Darüber hinaus ist das Programm Soziale Stadt ein Investitionsprogramm, d.h. die Mittel der Städtebauförderung werden vorrangig für bauliche und planungsvorbereitende Maßnahmen bereitgestellt. Die Investitionen sollen durch Maßnahmen aus anderen Programmen oder Initiativen ergänzt werden. Jahresende 2022 wird das Programm für die Weststadt beendet.
Gerade weil "Soziale Stadt" dieses Jahr abgeschlossen und GWA Projekte durch dieses Programm nicht gefördert, sondern als Ergänzungsmaßnahmen betrachtet werden, ist der Ausnahmefall gegeben.
Bereits im 2. Jahr des Projektes wird eine Wirkung über den Rahmen des Quartiers gezielt. Im 3. Jahr des Projekts wird das Projektgebiet auf die Stadt Göttingen erweitert.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
weststadt_goettingen.pdf
(1.4 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bearbeitet strukturelle Ursachen der sich bei Individuen, Gruppen und in Sozialräumen äußernden Problemlagen.
Ziel des Projektes ist die Aktivierung von Einzelpersonen und Gruppen (Meinungsmacher*innen, Wortführer*innen, Ehrenamtlichen, Multiplikator*innen), ihre niedrigschwellige Qualifizierung, um die Partizipation der Anwohner*innen bei der Entwicklung von Angeboten im Quartier zu ermöglichen und somit bei der nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebenssituation beizutragen
Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit der vernetzten Akteur*innen innerhalb und außerhalb des Stadtteils.
Das Projekt nimmt sich vor, ein neues Konzept für GWA mit Fokus auf die Kinder und Jugendarbeit unter Einbeziehung der städtischen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, der Anwohner*innen und des Fachpersonals im Quartier selbst herauszuarbeiten.
Im Rahmen dessen werden sich Potenziale und Hindernisse der Gemeinwesenarbeit im Hinblick auf die direkte und indirekte Förderung der lokalen Demokratie herauskristallisieren.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
inn75 % der jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren sind informiert & aktiv beteiligt, alle Bewohner*innen profitieren von Angeboten und fungieren als Multiplikator*en und bewerben die Angebote des Stadtteilzentrums.
Kriterium
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die qualifizierten Kinder- u Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und bringen sich als Unterstützer*innen in Angeboten ein bzw. entwickeln eigene Projekte
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen kennen die strukturellen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier, können sie in ihrem Engagement einbeziehen und weiterentwickeln.
Kriterium
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität), Reflektion und Auswertung finden im Rahmen der Weststadtkonferenz statt.
Kriterium
Beschreibung
Eine ethnisch heterogene Gruppe von jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren ist niedrigschwellig qualifiziert und fungiert als Multiplikator*innen für Bewohner*innen aller Altersgruppen.
Beschreibung
Die JuLeiQua-Koordinierungsstelle ist eingerichtet und steuert die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Bewohner*innen, Akteur*innen und städtischen Einrichtungen.
Beschreibung
Die Teilnehmer*innen der Weststadtkonferenz arbeiten bei der gemeinsamen Konzeptentwicklung und Durchführung der Qualifikation zusammen. Die qualifizierten Kinder- u. Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und treffen sich regelmäßig.
Kriterium
Beschreibung
Die Qualifizierung wird im Rahmen der „Göttinger Quartiere“ umgesetzt, eine Vielzahl an Stadtteilzentren veranstaltet regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept.
Kriterium
Beschreibung
Junge Menschen aus dem Stadtteil setzen sich zielgruppenübergreifend mit Themen der Nachbarschaft auseinander und können ihre Ideen in ehrenamtlicher Zusammenarbeit umsetzen.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier verfügen über eine klar definierte Struktur für niedrigschwellige Aktivierung und Qualifizierung von Kinder- u. Jugendleiter*innen und nutzen diese regelmäßig, um ihr Interesse zu vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse im Austausch mit neuerschlossenen Zielgruppen wird durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert und der Politik und Verwaltung für die Erarbeitung von Lösungsansätzen in Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen kommuniziert.
Kriterium
Beschreibung
Stadtteilzentren veranstalten regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept. Daraus resultiert eine gesamtkommunale Strategie für Gemeinwesenarbeit durch Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der Bewohner*innen für ehrenamtliches Engagement
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) ist seit Anfang 2022 im Bereich der Gemeinwohlökonomie zertifiziert.
Die Leitung des Weststadtzentrums ist durch einen Mitarbeiter der Beschäftigungsförderung Göttingen gesichert. Eine Kollegin von der Jugendhilfe Göttingen e.V. unterstützt im Bereich GWA.
Sowohl die Betreuung der Angebote und Aktivitäten im Weststadtzentrum als auch die täglichen Arbeiten zum Erhalt der Infrastruktur werden von ehrenamtlich Tätigen Bewohner*innen (mit Aufwandsentschädigung über den Förderverein Weststadtzentrum e.V.), durch Honorardozenten, Tätige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes, Teilnehmer*innen der Maßnahme AGH-MAE geleistet.
Seit 25 Jahren sind die Träger*innen der GWA im Stadtteil in der Form einer Weststadtkonferenz organisiert. Dabei arbeiten 20 Akteur*innen eng mit engagierten Anwohner*innen zusammen.
Seit 2018 ist das Weststadtzentrum auch Mitglied im Vernetzungsprojekt Göttinger Quartiere (Förderprogramm "Gute Nachbarschaft").
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Büro für Integration der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Bildungszentrum für Zugewanderte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Naturfreunde Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HW2 Kreativer Freiraum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Jugend Stärken
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung des Projektes soll im Rahmen der Göttinger Quartiere erfolgen. Niedersächsische Stadtteilzentren können regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept durchführen.
Die qualifizierten Jugendleiter*innen sollen strukturell unterstützt werden, eine Selbstorganisation mit eigenen Räumlichkeiten zu gründen.
Absolvent*innen können sich selbständig für Stellen in Deutschland und in Ausland bewerben und selbständig arbeiten.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Weiterentwicklung Mütter-Kinder-Zentrum Bassum e.V. als eine Anlaufstelle vor Ort
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katarina Wetzel
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Interkultureller Trefpunkt
Projektbeschreibung
Das MüKiZe besteht seit mehr als 30 Jahren als überwiegend ehrenamtlich organisierte Einrichtung für Familien in Bassum. Es ist bislang Anlaufstelle für junge Familien mit kleinen Kindern in Bassum, insbesondere auch für (Neu-)Zugezogene, die nicht auf vertraute Strukturen zurückgreifen können. In der 2015/2016 einsetzenden Flüchtlingswelle gab es verschiedene Angebote von Ehrenamtlichen,die die Räumlichkeiten des Mütter-Kinder-Zentrum Bassum e.V. nutzen. Eine intensive und zahlenmäßige Anbindung gelang seinerzeit aber nicht, dies war u.a. den Sprachbarrieren, den vielfältig zu lösenden Anfangsproblemen der geflüchteten Familien aber auch der traditionellen Rolle der Frauen geschuldet.
Trotzdem gelang es, eine Gruppe von 30 der zugewanderten/geflüchteten Frauen bei den Frühstückstreffen anzusprechen. Diese haben ihren Wunsch geäußert, sich mehr im öffentlichen Leben in der Stadt zu beteiligen und auch neue Kontakte in die Aufnahme-Gesellschaft zu knüpfen. Im Rahmen einer im Hause gestarteten Umfrage konnten wir feststellen, dass Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in Bassum sich einen Ort wünschen, an dem sie sich angstfrei begegnen und austauschen können. Bisher gibt es einen solchen Kontakt- und Treffpunkt für diese Frauen in Bassum nicht.
Die Besucher*innen wünschen sich gemeinsam Freizeit zu verbringen, sich mit anderen Frauen auszutauschen. Sie wünschen sich aber auch die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten einzubringen und sich über unterschiedliche Werte, Regeln und Normen auszutauschen.
Das Projekt möchte Begegnungen von Frauen über soziokulturelle Grenzen hinweg einführen und darüber ein Kennenlernen und gegenseitiges Wertschätzen ihrer verschiedenen Lebenswege und -welten unterstützen. Darüber hinaus können sie sich mit ihren Ideen und Fähigkeiten einbringen und so eine Vorbild- und auch Multiplikatorenrolle einnehmen.Die Stärkung und Selbstwirksamkeit der Frauen wird auch in ihre Familien hinein und auf die Kinder positiv einwirken. Die enge Kooperation mit Familienzentrum und Flüchtlingssozialarbeit sowie die gute Vernetzung zu den ortsansässigen Institutionen und Vereinen werden eine verbesserte Nutzung der zur Verfügung stehenden Potentiale ermöglichen und dauerhaft die Zugänge erleichtern. Durch Teilhabe an regionalen Festen und weiteren Aktionen können sich die Frauen aktiv an den Quartiersprozessen beteiligen und werden so immer mehr Teil des Gemeinwesens. Digitalen Kompetenzen könnten bei Coronaeinschränkungen genutzt werden.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Mit der Flüchtlingswelle 2015/2016 stand auch Bassum vor der Aufgabe, für eine große Anzahl von Geflüchteten Wohnraum zu schaffen. So wurde unter anderem ein Containeranlage genutzt und es entstand in einem großen Gebäudekomplex am Stadtrand zahlreiche kleine Appartments, welche nun Menschen mit unterschiedlichen Migrationshintergründen Platz bieten. Hier sind überwiegend Frauen mit Kindern untergebracht. Viele Familien konnten aber auch dezentral im Stadtgebiet oder den umliegenden Ortschaften untergebracht werden.Dadurch leben die Familien sehr isoliert, lernen sich untereinander nur bedingt kennen, es fehlt der "zentrale Ort" für Vernetzung und Begegnung.Die Familien erhalten in der Regel Transferleistungen, daher können sie sich kostenintensiven Angebote in der Regel nicht leisten.
Geflüchtete Frauen sind bei der Integration und der Nutzung von Bildungsangeboten häufig durch die traditionelle Rollenverteilung bei der Familienarbeit und durch die Betreuung der sehr kleinen Kinder benachteiligt. Der Zugang zu den entsprechenden Institutionen stellt für sie oft eine Barriere dar. Sie erlernen die deutsche Sprache meist nicht durchgängig und vollumfänglich, was zusätzlich den Rückzug ins Private befördert. Diese Frauen möchten wir motivieren einen verlässlichenTreffpunkt in Mütter-Kinder-Zentrum zu finden.Das Mütter-Kinder-Zentrum bietet sich durch seinen niedrigschwelligen Zugang und die langjährige Tradition, für alle Familien gleichen welchen Hintergrund offen zu sein, besonders an. Durch die langjährige gelebte Kooperation mit den städtischen Institutionen, können nachhaltige und verlässliche Prozesse der Beteiligung, Stärkung und Entwicklung befördert werden
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bassum- Innenstadt
Beschreibung
Das Mütter- Kinder-Zentrum liegt im Kerngebiet der Stadt Bassum. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Stadtverwaltung, Einkaufsmöglichkeiten, eine der 2 Grundschulen, eine Krippe und eine große städt. Kindertagesstätte. Die Grundschule und die Kindertagesstätte haben einen hohen Anteil an Familien mit Flucht- und/oder Migrationshintergrund. Am Rande des Stadtgebietes hat die Stadt Bassum eine Immobilie angemietet, mit zahlreichen kleinen Wohneinheiten, die von der Stadt überwiegend zur Unterbringung von Geflüchteten genutzt wird. Hier leben viele Frauen mit kleinen Kindern. Durch die Lage am Rande (Fußweg > 3km)ist der Weg und der Kontakt in die Angebote im Innenstadtbereich beschwerlich
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Google Maps
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Landesamt für Statistik Niedersachsen ( LNS) und Schätzung im Projektgebiet
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Daten beruhen auf einer Schätzung, da uns die Kommune auf Anfrage keine detaillierten Angaben machen konnte. Damit wir diese Angaben in der Zukunft präzisieren können, wollen wir diese Aufteilung der Einwohner*innen mit Migrationshintergrund feststellen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtgebiet2021.jpg
(151.29 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Mütter-Kinder-Zentrum versteht Gemeinwesenarbeit als ganzheitliche Verbesserung der Lebenswirklichkeit der Menschen. Mit einfachen bewährten und innovativen Methoden möchten wir die Bewohnerinnen erreichen, empowern und aktivieren. Das entspricht der Tradition der Arbeit in Mütterzentren. Im Mittelpunkt stehen für uns die Menschen, sie sind Expertinnen für ihre Bedürfnisse und Wünsche. Das Gefühl des Nicht-Gehört-werdens weicht der aktiven Teilhabe und Selbstorganisation und dem Selbstbewusstsein von Wirksamkeit von Kommunikation und Handlung. Durch Verbesserung der immateriellen, materiellen und infrastrukturellen Bedingungen in Zusammenarbeit mit unseren starken Netzwerkpartnern kann eine aktive Beteiligung an den Quartiersprozessen ermöglicht werden. Diese Stärkung der Kompetenzen der Bewohnerinnen soll nachhaltig wirken, sie selbst als Multiplikatorinnen der Ausgangspunkt eigener, weitreichender Entwicklungen werden. Mit professioneller Unterstützung auf Augenhöhe sind wir sicher, dieses Ziel zu erreichen. Die Projektleiterin zeichnet sich durch langjährige Tätigkeit und Erfahrung in allen Bereichen des Vereins aus. Seit 3 Jahren lenkt sie als Geschäftsführerin die Weiterentwicklung des Vereins inhaltlich und ökonomisch. Zur fachlichen und methodischen Vertiefung wird sie gerne den Zertifikatskurs Gemeinwesenarbeit nutzen. Mit eigenem Migrationshintergrund kann sie aus der Selbsterfahrung schöpfen und ist gleichzeitig Vertrauensperson und Vorbild.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen fühlen sich ernst genommen und tragen ihre Bedarfe an uns heran, Projekte werden von ihnen selbst thematisiert und umgesetzt, das Gemeinwesen profitiert von ihren Ideen und Aktionen
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen nutzen die Angebote und Strukturen im Quartier und organisieren selbständig/mit Unterstützung Aktivitäten, sie übernehmen Verantwortung und zeigen Engagement
Kriterium
Beschreibung
Netzwerkinstitutionen arbeiten nachhaltig mit dem aufgebauten digitalen und analogen Netzwerken der Bewohner*innen, viele Projekte mit kurz- und langfristige Kooperationen stärken das Quartier
Kriterium
Beschreibung
Die Verwaltung der Stadt Bassum schafft mit Hilfe von Netzwerkarbeit Strukturen, die zum Austausch der unterschiedlichen Gruppen führen wird, die Bewohner*innen beteiligen sich generations- und zielgruppenübergreifend an Entwicklungsprozessen der Gemeinde
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Bassum, Frau Birgit Meyer-Borchers, TSV Bassum Horst Schlottmaann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Weser-Kurier/Syker Kurier, Micha Bustian, Kreiszeitung Annika Seebacher, Weserreport Thorsten Runge, Veranstaltungskalender Stadt Bassum, Homepage und facebook Mütter-Kinder-Zentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LEB Barnstorf, Frau Benita Schütte, GS Sozialarbeit Frau Weihe, Frau Fricke, Grundbildungszentrum VHS Frau Blankenhorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Christian Porsch, Familienzentrum Elsbeth Ruholl,, Flüchtlingssozialarbeiter Hyacinthe Mokom-Fomboh, Gleichstellungsbeauftragte Christine Gaumann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Polizeistation Bassum Ingo Hüttemeier, Kindertagesstätte Kinderreich Anne Heinze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie-Schwangerenberatung Ortrud Kaluza
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Mütter-Kinder-Zentrum Bassum e.V. ist seit mehr als 30 Jahren ein wichtiger Baustein im Stadtbild und kooperiert eng räumlich-inhaltlich mit dem kommunalen Familienzentrum. Die Mitarbeiterin war an der Planung dieses Projektes beteiligt und wird es fachlich begleiten und unterstützen. Wie vom Bürgermeister der Stadt Bassum dargelegt, ist das Projekt ein passgenauer Baustein sozialer Integration im mit Bürgerbeteiligung 2018 aktivierten und laufend fortentwickelten Stadtentwicklungsprozesses
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Hier-Gefühl stärken - Nachbarschaft sind wir!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Adalbert Mauerhof
| Funktion | Fachbereichsleiter Verbandsarbeit und Seniorenarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mit Teilhabe und sozialem Zusammenhalt ein zukunftsfähiges und l(i)ebenswertes Quartier gestalten
Projektbeschreibung
Mit einer Förderung für Quartiersentwicklung hat die AWO in den vergangenen Jahren im Stadtteil List-Nordost in Hannover lebendige Nachbarschaftsstrukturen geschaffen, die aus dem Quartier nicht mehr wegzudenken sind: Rund um ein gemeinschaftliches Wohnprojekt für Senior*innen entstanden zahlreiche Begegnungsräume, ehrenamtlich organisierte Angebote sowie verlässliche Unterstützungsmöglichkeiten. Der Schwerpunkt lag anfangs vor allem auf den Bedarfen älterer Menschen. Im Verlauf der Arbeit wurde auch der Wunsch nach generationsverbindenden Angeboten an uns herangetragen. Unsere niedrigschwelligen Angebote und Hilfen während der Pandemie haben deutlich gemacht, wie wichtig die direkten Kontakte in der Nachbarschaft zur Verhinderung von Vereinsamung und zur gegenseitigen Unterstützung für alle Generationen sind. Mit dem Projekt „Hier-Gefühl stärken“ wollen wir alle Anwohnenden im Quartier einbeziehen. Die bisherigen Strukturen, die ehrenamtlichen Gruppen, Nachbarschaftskontakte sowie Netzwerkarbeit werden dabei ausgebaut. Über eine aktivierende Befragung sollen weitere quartiersbezogenen Bedarfe ermittelt, bestehende Beteiligungsformate reflektiert und neue Teilhabemöglichkeiten entwickelt werden. Ziel ist es, unterschiedliche Generationen und Kulturen füreinander zu sensibilisieren und über gemeinsame Themen wie Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe, Bildung und Wohnen den Zusammenhalt zu fördern und Vorurteile abzubauen. Dabei stehen Selbsthilfepotenziale und das Empowerment im Vordergrund, um auch der zunehmenden (Alters)Armut zu begegnen. Der demografische Wandel wie auch die Digitalisierung bringen viele Herausforderungen und auch Chancen mit sich. Mit dem Projekt werden die Bewohnenden bestärkt, sich für die eigenen Belange und die der Nachbarschaft einzusetzen, sich zu solidarisieren und gemeinsam für ein gutes Leben im Quartier einzustehen. Nachbarschaftliche Patenschaften bilden hier einen Schwerpunkt. Durch Präsenz im Stadtteil bei vielfältigen Aktionen (z.B. Rikscha-Fahrten, Tauschtisch) werden Kontakte zu Menschen aufgebaut, die bisher nicht erreicht wurden. Durch Go-Strukturen werden mobilitätseingeschränkte Menschen erreicht und über digitale und analoge Beteiligungsstrukturen eingebunden. Menschen im Quartier sind füreinander da, erfahren Zusammenhalt und erleben eine Stärkung der eigenen Selbstwirksamkeit. In den kommenden drei Jahren soll aus der GWA ein Quartierszentrum erwachsen und zur Wirkungsstätte für alle Menschen im Quartier werden.
Laufzeit
2022-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier liegt nördlich im städtischen Raum der Landeshauptstadt Hannover (LHH: Einwohnende 533.900). In dem Quartier leben ca. 8.500 Menschen. Hierunter sind 15,8% Kinder und Jugendliche, 63,5% Personen mittleren Alters und 20,7% über 60 Jahre, 2,1% sind 85 Jahre und älter. Damit liegt das Quartier im stadtweiten Durchschnitt, auffällig jedoch ist der hohe Anteil der alleinlebenden Anwohnender mit 58% (LHH 54%), insbesondere alleinlebender Senior*innen mit 71% (LHH: 66%). Im Quartier gibt es zahlreiche kleine Wohnungen, was eine hohe Fluktuation mit sich bringt. Die Anonymität und Vereinzelung im städtischen Raum nimmt zu. Aus der Beratung und vorangegangenen Beteiligungsprozessen wissen wir, dass Vereinsamung - nicht nur unter den Älteren - häufig als Problem genannt wird und die vergangenen Pandemiejahre dies verstärkt haben. Zudem gibt es eine hohe Nachfrage an barrierearmen Wohnraum. Fehlende Fahrstühle in den Altbaubeständen erschweren die Teilhabe mobilitätseinschränkter Menschen erheblich. Im Quartier leben etwa 3630 Menschen mit Migrationsgeschichte (35,5% im Vergleich: LHH: 38%) - unter den Senior*innen leicht überdurchschnittlich 24% (LHH 23,2%). Die Transferleistungsquote ist bei Senior*innen leicht überdurchschn. (13,7 %, LHH 10,3%). Das Quartier ist sehr multinational (größte Nationengruppen: Türk*innen, Syrer*innen, Russ*innen und Pol*innen). Von Netzwerkpartner*innen wissen wir, dass Anwohnende wenig Berührungspunkte untereinander haben und fehlende gemeinsame Begegnungsräume beklagen. Das Quartier ist gut an den ÖPNV angebunden; es gibt naturnahe Räume und Einkaufsmöglichkeiten für den tägl. Bedarf, jedoch wenig konsumfreie Räume.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover List-Nord und Groß Buchholz
Beschreibung
Das Projektgebiet erstreckt sich relativ zentral bis nördlich in der Stadt Hannover. Die nördliche Grenze bildet der Mittellandkanal, westlich die Hebbelstraße und östlich der Eulenkamp bzw. die Guerckestraße. Im Süden endet das Quartier mit der Podbielskistraße bzw. der Defreggerstraße. Das Quartier umfasst damit vier Mikrobezirke komplett und drei zum Teil. Ein Mikrobezirk ist aufgrund der dort vorhandenen GWA ausgeklammert; eine verlässliche Kooperation dorthin besteht.
Das Quartier ist ein Wohnviertel, in äußerster Randlage zu einem belebten Stadtteil Hannovers. Bei den Quartiersbegehungen wurde deutlich, dass tagsüber wenig Leben auf der Straße, an öffentlichen Plätzen oder in den zwei Cafés stattfindet. Es bieten sich wenig Möglichkeiten für zufällige Begegnungen, bei denen man mit anderen Menschen ins Gespräch kommt, ohne sich vorher verabredet zu haben. Es gibt kaum konsumfreie Verweilräume.
Einwohnerzahl
8500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung (Einwohnerzahl wurde durch uns reduziert, da die Mikrobezirke nicht mit den gewählten Quartiersgrenzen übereinstimmen)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LH Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartierskarte_osm.jpg
(249.33 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir verfolgen mit dem Projekt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da wir durch das Projekt aktiv auf die Quartiersbewohner*innen zugehen und Ermöglichungsräume bieten, eigene Wünsche und Ideen zu verfolgen. Wir unterstützen dabei alle Schritte von der Bedarfsermittlung, der kreativen Ideengewinnung bis zur Umsetzung. Dabei werden die Selbsthilfepotentiale gefördert und Wege aufgezeigt, sich im Quartier aktiv einzubringen. Das Projekt wirkt damit ganzheitlich auf die Menschen vor Ort und verbessert soziale Teilhabemöglichkeiten, die gesundheitliche Prävention und Wohn- und Versorgungssituation. Durch die verschiedenen Maßnahmen wird Selbstwirksamkeit erlebt und eine stärkere Identifikation mit dem Quartier gefördert. Dabei wird die individuelle Sichtweise mit den Strukturen vor Ort in Verbindung gebracht. Durch die vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten wird Toleranz und der soziale Zusammenhalt gefördert. Darüberhinaus werden konkrete Verbesserungen für Einzelne und den Sozialraum angestrebt. Die feste Ansprechpartnerin vor Ort ist dabei eine verlässliche Koordinatorin, die Impulse schafft und als Ermöglicherin fungiert. Mit dem Aufbau von Vernetzungsstrukturen wird das Projekt nachhaltig gesichert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Angebote von Menschen verschiedener Generationen, Nationalitäten, Milieus wahrgenommen werden; wenn unterschiedl. Generationen ihre Ressourcen anderen Generationen zur Verfügung stellen; die erreichte Zielgruppe divers ist
Beschreibung
Menschen erreicht werden, die bisher nicht erreicht wurden; Menschen die Möglichkeiten wahrnehmen, eigene Bedürfnisse und Ideen zu formulieren und ihre eigenen Anliegen verfolgen; wenn Selbstwirksamkeit erlebt wird
Kriterium
Beschreibung
Quartiersforum sich etabliert; Kooperation mit Wohnungsunternehmen etabliert ist; in der Zusammenarbeit mit den bestehenden Netzwerken Projekte umgesetzt und Anliegen bearbeitet werden
Kriterium
Beschreibung
Rikscha für Begegnung genutz twird; Nachbarschafthilfe etabliert ist; Ehrenamtliche sich engagieren; Patenschaften etabliert sind; Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten sich begegnen
Beschreibung
Netzwerkpartner*innen aus Kommune und Verwaltung aktiv mitarbeiten, da der Mehrwert für die Kommune sichtbar ist; die Kommune die QE als ein Standort für ein Quartierszentrum fördert
Kriterium
Beschreibung
Ehrenamtliche sich engagieren; das Quartiersforum sich für die Belange der Menschen im Quartier einsetzt; Selbstwirksamkeit erlebt wird; Nachbarschaftshilfe aktiv ist und Hilfe zur Selbsthilfe leistet
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunaler Seniorenservice, Netzwerk für Senioren, Seniorenbeirat (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsunternehmen (Genosssenschaft Kleefeld-Buchholz, Ärzteversorgung) (besteht zum Teil, wird intensiviert und erweitert)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum, Pflegedienst, Kindertagesstätte (bestehen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksbürgermeister,Stadtbezirksmanager(in) (besteht, durch personelle Wechsel muss der Kontakt aber wieder neu aufgebaut werden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Käthe-Kollwitz-Gymnasium (angestrebt), Gebr.Grimm-Grundschule (angestrebt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MiSO - MigrantInnenSelbsthilfe-Netzwerk Hannover e.V. (angestrebt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KIBIS Kontakt- und Beratungsstelle Selbsthilfe (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Internationaler Elterntreff (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gethsemane Gemeinde (angestrebt)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekte wird mit Kooperationspartner*innen umgesetzt und ist so angelegt, dass diese von den Einrichtungen weitergeführt werden. Erfahrung von Selbstwirksamkeit in der ehrenamtl. Tätigkeit stärkt dauerhaftes Engagement und schafft eine langfristige Perspektive. Das Jugend- und Sozialdezernat der LHH hat das Thema „alter(n)sgerechte Quartiersentwicklung“ in das Stadtentwicklungsprogramm „Mein Hannover 2030“ aufgenommen und der FB Senioren plant mit den Verbänden Quartierszentren aufzubauen.
11. Medien
Galerie
Videos
bratapfelessen.jpg
(636.52 KB)
hoffest_2021.jpg
(1.46 MB)
drehorgelspaziergang_2020.jpg
(1.4 MB)
besuch_schulgarten_1.jpg
(3.71 MB)
ausstellungschnecken_2021.jpg
(791.52 KB)
awoclub_gks.jpg
(113.41 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Begegnungs-Treff für Bedürftige in Buchholz Zentrum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Werner Huber
| Funktion | Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam gegen soziale Nöte der Stadt
Projektbeschreibung
Als Sozialwerk und Mitglied im Paritätischen Niedersachsen versuchen wir seit unserer Gründung, "Kümmerer" für die arme Bevölkerungsschicht unserer Stadt zu sein durch Projekte wie Kleidershop für Bedürftige und Essen für Bedürftige. In der Vergangenheit haben wir gesehen und auch die Information vom Sozialamt unserer Stadt erhalten, dass unser Standort zu weit abseits gelegen ist. Deshalb möchten wir eine Anlaufstelle "Help-Treff" mitten im Quartier (Buchholz i.d.N.), um unserer Zielgruppe nahe zu sein. Wir wollen dort Anlaufstelle für soziale Nöte sein, um Obdachlosigkeit und extremer Armut mit sozialer Isolierung vorzubeugen. Mit diesem Projekt wollen wir unsere Arbeit weiter professionalisieren und den Standards der GWA anpassen. U.a. wollen wir den Schritt von reiner ehrenamtlicher Tätigkeit zur Anstellung einer Fachkraft gehen. Wir wollen dort einen Sozialarbeiter beschäftigen, der den Nöten begegnen kann und Hilfe vermittelt wie z.B. mit Behördenanträgen und Schuldnerberatung. Öffnungszeiten sollen der Zielgruppe angepasst täglich sein, mglw. tägl. 15 - 18 Uhr, auch sonntags. Das enge Netzwerk unserer Mitglieder und unserer Gemeinde, zu der eine gute Kommunikation besteht, soll als Zubringer zu unseren Diensten dienen. Obdachlose und sehr Arme der Stadt werden durch dieses Netzwerk unserer Arbeit zugeführt. Unsere erste Zielgruppe sind Obdachlose oder Personen, denen Wohnungslosigkeit droht mit dem Ziel eines Quartiers ohne Obdachlose. Wir haben etwa 20 ehrenamtliche Kräfte, die im Projekt mitarbeiten möchten. Hauptinhalte des Projektes: Willkommen und Versorgung für Obdachlose (einschließlich Essen, WC-Nutzung etc). Wir versorgen diese erste Zielgruppe gerne, auch wenn es Arbeit macht (schmutziges WC etc), wir stehen zu Gesprächen für soziale Nöte bereit, helfen bei Anträgen, gehen mit zu Behörden, Kleidershop für Bedürftige für 1€, Musikschule für Bedürftige, b.Bed. Ambulanz für nicht Versicherte (z.B. Obdachlose), Integration von Flüchtlingen und Behinderten. Dazu mieten wir einen Laden mitten im Zentrum und stellen einen Sozialarbeiter ein. Der Laden ist mindestens mit 2 Personen besetzt. Wir arbeiten mit dem Sozialamt der Stadt zusammen und sorgen für entsprechende Werbung an den Brennpunkten, um die Arbeit in der Zielgruppe bekannt zu machen. Leider haben wir nicht genügend Eigenmittel, um das Projekt zu verwirklichen, aber wir würden einen Teil der Kosten mit Spenden abdecken können.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Jeder Obdachlose und jeder sehr Arme in der Stadt motivieren uns, zu helfen. In Buchholz gibt es nicht viele offen erkennbare Wohnungslose, der Stadt ist es bereits gelungen, offene Wohnungslosigkeit weitgehend unsichtbar zu machen. Viele von ihnen sind in einer Unterkunft, in der sie nur kurze Zeit verweilen dürfen. Für uns sind auch einzelne Wohnungslose zu viel. Wir wollen für diese ein Rückzugsort schaffen, an dem ihnen nachhaltig geholfen wird. Es gibt sicher nicht viele Hungernde, aber auch da sind einzelne schon zu viel. Aus meiner Erfahrung als Arzt weiß ich, dass es versteckt Hungernde gibt. Es gibt viele Leute, die in Armut leben, weil sie nicht wissen, wie ein Antrag an eine Behörde ausgestellt wird, bzw. trauen sich nicht zur Behörde zu gehen. Es gibt Flüchtlinge und auch Behinderte, denen soziale Kontakte fehlen. Kinder aus armen Familien können sich keine Musikschule leisten, wir wollen ihnen und Flüchtlingen und Behinderten Spiel an Instrumenten beibringen..
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Buchholz i.d.N. einschl. Umgebung
Beschreibung
Hilfe im Zentrum, aber auch in den Randgebieten fühlen wir uns zuständig, dorthin soll auch Vernetzung wirken.
Einwohnerzahl
40000
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
40
Anmerkung
Nach Schätzung unserer Mitarbeiter
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als Organisation empfinden wir den besonderen Auftrag, benachteiligten Menschen am Ort unserer Kirchengemeinde, also in unserem Quartier, zu helfen. Das empfinden auch unsere Mitglieder so und das motiviert uns alle, eine gute soziale Arbeit zu leisten. Wir sind seit über 10 Jahren Mitglied im Paritätischen Niedersachsen und bieten verschiedene Soziale Dienste an wie Selbsthilfegruppen, Essen für Bedürftige, Bewerbungshilfe u.a. .
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Benachteiligte haben sich besser in Gesellschaft integriert
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit ev. und Kath. Kirchen geplant in Bereichen wie Essen für Bedürftige
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit Sozialamt der Stadt vorgesehen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder unseres Vereins und unserer Kirchengemeinde sollen an Hilfsangeboten beteiligt werden.und Notlagen nennen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach den drei Jahren des beantragten Projektes soll das Projekt ein etabliertes Angebot in der Stadt sein, das in einem Netzwerk mit der Kommune und mit sozialen Diensten der Kirchen zusammenarbeitet. Die Finanzierung wird durch Spenden und Einnahmen für Dienstleistungen wie Musikschule geben, die je nach Einkommen kostenfrei oder kostenpflichtig sein werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wir in ORINO - gesund und digital unterwegs
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Stefanie Akwa
| Funktion | Fachbereichsleitung Soziale Arbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gesundheitsförderung und Digitalisierung in Oberricklingen Nord-Ost
Projektbeschreibung
Wir in ORINO - gesund und digital unterwegs ist ein Kooperationsprojekt der LHH und des DRK. Das Projekt ist angesiedelt in Oberricklingen Nord-Ost (ORINO), dass durch eine hohe Diversität der 3056 Einwohner*innen geprägt ist und als Gebiet mit erhöhtem sozialen Handlungsbedarf identifiziert wurde. Die bisherigen Aktivitäten im Quartier zeigen, dass besonders im Bereich Gesundheit und digitaler Teilhabe Unterstützungsbedarf besteht. Es fehlt an Wissen über Angebote und Bewusstsein für die eigene Gesundheit. Zugänge zu Angeboten werden zunehmend digitalisiert, was eine zusätzliche Hürde darstellt. Die Ermutigung zur Beteiligung von Menschen im Quartier braucht verstärkt personelle und zeitliche Ressourcen. Ziel des Projektes ist deshalb die Gesundheit und digitale Teilhabe durch erlebte Selbstwirksamkeit im Quartier zu verbessern. Dazu setzt eine Vollzeitstelle im Sinne der GWA verschiedene Maßnahmen um. 1. Erfasst sie Bedarfe und Ressourcen, erstellt einen Ressourcenatlas, bringt Akteure zusammen und nutzt vorhandene Strukturen für Synergien. Eine AG Gesundheit und Digitalisierung wird gegründet. Als gemeinsamer Auftakt finden die ersten Gesundheitstage in ORINO statt. Die Menschen werden in die Entwicklung geeigneter Maßnahmen einbezogen. Durch aktivierende Befragungen, z.B. mit dem Kulturwagen MobiRick, werden Ideen und Bedarfe der im Quartier lebenden Menschen erfasst. 2. Diese münden in niedrigschwellige Angebote im Bereich Gesundheit (z.B. Sprechstunde, Bewegungsangebote) und Digitalisierung (z.B. Basiskurs) ein, die für die Menschen als nutzbringend empfunden werden und so als Türöffner fungieren. Darüber hinaus dienen sie auch als niedrigschwellige Begegnungsräume, die gegenseitiges Kennen- und Verstehenlernen ermöglichen. 3. Damit Selbstwirksamkeit wirklich erlebbar wird, reicht Empowerment nicht aus. Die Ressourcen der Menschen im Quartier sollen genutzt und sie schrittweise dazu angeleitet werden, selbst Angebote zu übernehmen. So findet ein Perspektivwechsel vom Hilfesuchenden zum Helfenden statt. Gleichzeitig werden sie ermutigt, sich einzubringen, Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten, diese in die Sanierungskommission einzubringen und aktiv das Quartier mitzugestalten. Die Besonderheit liegt darin, dass geplante Angebote direkt in den Räumlichkeiten verschiedener Träger angedockt werden, um diese möglichst nachhaltig im Quartier zu verankern. Das Projekt findet in der Lebenswelt des Quartiers statt.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier leben viele sozial benachteiligte Familien, die Langzeitarbeitslosigkeit ist hoch. Das erhöhte Armutsrisiko bedeutet Einschränkungen in Lebensbedingungen und Teilhabechancen. Dies zeigt sich u.a. im Gesundheitsverhalten, z.B. in mangelnder Bewegung, unausgewogener Ernährung oder in chronischen Erkrankungen. Infos über Gesundheitsvorsorge und Bewusstheit für Gesundheit fehlen, Angebote werden nicht genutzt. Ein Drittel der Handlungsbedarfe, die von im Familiencoaching des Jobcenters befindlichen Personen benannt wurden, beziehen sich auf gesundheitliche Probleme. Dies liegt auch an mangelnder digitaler Teilhabe. Online-Dienste bekommen mehr Bedeutung, z.B. bei Terminvereinbarungen oder Bewerbungen. Auch Dienste der Krankenkassen werden digitalisiert (z.B. ePA). Es fehlt an Know-how im Umgang mit Online-Formularen, Datenschutz, Vetragswesen und Gefahren im Internet. Darüber hinaus treffen verschiedene Zuwanderungsgenerationen und Multiproblemlagen aufeinander, Annahmen über „den Anderen“ fördern das „Unter-sich-bleiben“, Menschen im Quartier bringen sich kaum ein, Begegnungsmöglichkeiten gibt es wenige. Deshalb gibt es das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ (seit 2017). Die Stadt Hannover hat zwei Mitarbeitende im Quartiersmanagement eingesetzt. Im Rahmen des Programms sind gute Maßnahmen entstanden, z.B. Runde Tische zur Vermeidung Jugendarbeitslosigkeit und Sicherheit im Quartier. Es gibt ebenfalls eine Sanierungskommission. Diese Strukturen können genutzt werden, um die Themen digitale Teilhabe und Gesundheit im Quartier voranzubringen, neue Akteure zu gewinnen, vorhandene Ressourcen zu bündeln und gleichzeitig die Menschen im Quartier stärker einzubinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Oberricklingen Nord-Ost
Beschreibung
Das Projektgebiet ist das Gebiet Oberricklingen Nord-Ost. Die westliche Grenze bildet die Pyrmonter Straße, die östliche Grenze die Frankfurter Allee. Im Süden wird das Projektgebiet begrenzt durch die Wallensteinstraße, im Norden bildet die B65 eine natürliche Grenze.
Einwohnerzahl
3056
Quelle / Anmerkungen
Integriertes Entwicklungskonzept 2019 Oberricklingen Nord-Ost
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Oberricklingen Nord-Ost gehört durch seine Problemlagen zu den besonders benachteiligen Quartieren, weshalb das Gebiet durch das Programm Sozialer Zusammenhalt gefördert wird. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Sanierung des Gebietes. Das Quartiersmanagement vor Ort hat das Ziel über die Maßnahmen der Verwaltung zu informieren und die Anliegen der Verwaltung weiter zu tragen. Im Rahmen der Aktivitäten des Programms und des Quartiersmanagements wurde deutlich, dass besonders im Bereich Gesundheit und digitaler Teilhabe ein erhöhter Förderbedarf im Gebiet besteht. Die vorhandenen sozialen Einrichtungen sind jedoch bereits stark ausgelastet. Es ist keine Einrichtung in der Lage, sich den Themen Gesundheit und Digitalisierung in dem Maße zu widmen, in dem es notwendig wäre, um die Teilhabe der Menschen im Quartier zu sichern. Dies liegt insbesondere daran, dass der Zugang zu den Menschen, insbesondere bei sensiblen Themen wie Gesundheit, durch eine Vertrauensbasis aufgebaut werden muss. Dies benötigt Zeit und Ressourcen. In Abgrenzung zum Sozialen Zusammenhalt widmet sich das Projekt Wir in ORINO – gesund und digital unterwegs durch eine Maßnahmekombination den Themen Gesundheit und digitale Teilhabe, bringt diese koordiniert im Quartier vorwärts und nutzt und ergänzt dafür auch bereits entstandene Strukturen. Das Projekt dient also als sinnvolle Ergänzung zum Programm Sozialer Zusammenhalt. Es sind bereits gute Initiativen entstanden, darunter verschiedene Gremien, die sich mit verschiedenen Themenstellungen beschäftigen. Die Themen Gesundheit und digitale Teilhabe sind dabei bisher nicht berücksichtigt. Durch konkrete Angebote (z.B. Gesundheitsangebote) deckt es identifizierte Angebotslücken und stellt durch Empowerment-Angebote niedrigschwellig einen Zugang zu den Menschen im Quartier her. Dabei fokussiert es insbesondere die Zielgruppen, die bisher kaum oder keine Angebote wahrnehmen. Die Erfahrungen zeigen, dass dies zeitliche und personelle Ressourcen benötigt. Kontakte zu den Menschen und besonders Vertrauen müssen niedrigschwellig aufgebaut werden. Dies geht nur durch zusätzliche menpower. Ist niedrigschwellig Kontakt aufgebaut, kann schrittweise Selbstorganisation und Beteiligung gefördert werden. Diese soll dann sinnstiftend in die bestehende Sanierungskommission einfließen. Es besteht ein Bezug und eine Kooperation zum Quartiersmanagement, um eine nachhaltige Verankerung im Quartier zu gewährleisten, Synergien zu erzielen und Doppelstrukturen zu vermeiden.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen beziehen sich auf den Anteil an Kindern und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren. Im Vergleich zur gesamtstädtischen Zahlen ist der Anteil höher.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen beziehen sich auf Deutsche mit Migrationshintergrund. Im Vergleich zur gesamtstädtischen Zahlen ist der Anteil höher.
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Verwaltungen-Kommunen/Die-Verwaltung-der-Landeshauptstadt-Hannover/Dezernate-und-Fachbereiche-der-LHH/Stadtentwicklung-und-Bauen/Fachbereich-Planen-und-Stadtentwicklung/Stadtentwicklung/Bev%C3%B6lkerungsentwicklung-und-demografischer-Wandel
sowie
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Vergleich zu den Zahlen der Stadt Hannover, leben im Projektgebiet weniger Menschen über 60 Jahren.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil ausländischer Bewohner*innen liegt ist im Projektgebiet um ein vielfaches höher als in der Stadt Hannover.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Anzahl der Alleinerziehenden liegt über dem hannoveraner Durchschnitt.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Anzahl arbeitsloser Menschen ist im Projektgebiet mehr als doppelt so hoch wie im gesamtstädtischen Bereich.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
63
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl bezieht sich auf Kinder bis einschließlich 17 Jahren.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier_orino.jpg
(234.36 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Diese wird als Handlungsansatz verstanden, bei dem durch geeignete Methoden Bedarfe und Stärken im Quartier entdeckt, Ressourcen genutzt und aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist die Schließung der entdeckten Bedarfslücken. Wichtiges Instrument hierfür ist die Netzwerkarbeit und das erschließen von Synergien der im Quartier aktiven Akteur*innen. Dort, wo Partner*innen und Angebote fehlen, werden neue Angebote gemeinsam entwickelt. Die Interessen der Menschen im Quartier und die Hilfe zur Selbsthilfe stehen dabei im Fokus. Sie sollen dazu ermutigt werden, sich selbst und ihre Bedürfnisse einzubringen und ihre Lebensbedingungen so zu verbessern. Dazu verfolgt das Projekt zunächst den Ansatz, die persönlichen Kompetenzen der Menschen vor Ort im Bereich Digitalisierung und Gesundheit durch empowernde Angebote zu stärken, die als nutzbringend empfunden werden. Sie dienen als Türöffner. Sind niedrigschwellig Kontakte aufgebaut, werden die Menschen im Quartier dazu ermutigt, selbst Angebote zu planen und durchzuführen. Das Projekt wirkt dabei als Unterstützerin. Gleichzeitig wird nicht nur die Selbstermächtigung gefördert (Hilfesuchende werden zu Helfenden), sondern durch niedrigschwellige Angebote werden auch die Kontakte zu und zwischen den Menschen gestärkt. Gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Lebenswirklichkeiten kann so wachsen, Isolation und Konflikte werden verringert, helfende Strukturen entstehen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akteure vor Ort haben sich zu einem Bündniss zusammen geschlossen und bringen konsequent die Themen Gesundheit/digitale Teilhabe im Quartier vorwärts. Eine AG hat sich gegründet, alle vorhandenen Gremien arbeiten aufeinander abgestimmt.
Kriterium
Beschreibung
Vorhandene und neue Angebote im Bereich/Gesundheit sind so strukturiert, dass sie alle mitdenken. Zugangsbarrieren sind abgebaut und auch Zielgruppen, die bisher Hemmungen/Probleme hatten, Angebote anzunehmen, nutzen die Angebote im Quartier.
Beschreibung
Geeignete Methoden zur Beteiligung sind entstanden. Bedarfe der Menschen im Quartier werden in den Quartiersgremien mitgedacht. Sie fließen in die Sanierungskommission ein, entsprechende Maßnahmen werden verabschiedet. Passende Angebote sind entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Kontakte zu den Menschen im Quartier sind aufgebaut, ihre Bedarfe erfasst. Für sie als nuztbringend empfundene Angebote sind etabliert. Diese haben sie selbst durch geeignete Beteiligungsformate mitentwickelt. Sie wurden nicht über sie hinweg entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Durch konkrete Angebote der Begegnung und des Empowerment begegnen sich Menschen im Quartier unterschiedlicher Lebensmillieus. Verständnis füreinander und gegenseitige Hilfe entsteht durch das gemeinsame Stärken von Kompetenzen (z.B. digitale Kompetenzen)
Beschreibung
Die vorhandenen Akteure kennen sich und arbeiten zusammen. Sie entwickeln gemeinsame Projekte, ausgerichtet an den Bedarfen der Menschen. Die AG Gesundheit und Digitalisierung besteht auch nach Projektende weiter.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kita St. Lucia der Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita und Krippe der beiden Trägervereine wirbelwind e.V.“ und Sausewind e.V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hort Munzeler Straße der AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsunterkunft Munzeler Straße des DRK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Thomas Gemeinde Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsarbeit Welcome vom Verein „Miteinander für ein schöneres Viertel e.V
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Kooperation des DRK und der LHH ist das Projekt von Beginn an in die kommunalen Netzwerke und Strukturen eingebunden, Finanzierungsmöglichkeiten frühzeitig eruiert. Gesundheitsangebote finden z.T. direkt in den Räumlichkeiten der benannten Akteure statt, z.B. im Stadtteilzentrum und Nachbarschaftsarbeit. Dadurch werden die vorhandenen Akteure sinnvoll ergänzt, keine Doppelstrukturen geschaffen. Akteure sind informiert und befürworten das Projekt, bieten z.T. Räume und Unterstützung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Arrival City - Ein Ankunftsquartier in Hannover
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Joana Shino Maier
| Funktion | Bildungs- und Kulturmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ankunftsorte in der Innenstadt: Ausschlaggebender Faktor für die erfolgreiche Inklusion von Menschen internationaler Biographien in die Ankunftsgesellschaft
Projektbeschreibung
Der Quartiersbereich zwischen Steintor und Goetheplatz dient als Ankunftsquartier und Vernetzungsstelle für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, die als sogenannte Newcomer:innen nach Hannover kommen. Hier wird durch Netzwerke auf informeller Ebene ein Zugang zur Stadtgesellschaft geschaffen. Der Fokus für die besagte Personengruppe liegt auf: Arbeit finden, soziale Netzwerke aufbauen, ihren Kindern Schulbildung und eine Zukunft ermöglichen. Doch ist die Stadt auf diese Bedürfnisse ausreichend vorbereitet? Scheitert ein solches Quartier an Informalität und fehlenden Strukturen, wird sie zum sozialen Brennpunkt, zum Ort von Kriminalität, des Drogenmissbrauchs und des Konflikts. Blüht das Konzept auf, wird ein solches "Arrival Quartier" zur Geburtsstätte der neuen transkulturellen Mittelschicht, der stabilen Wirtschaft und des sozialen Friedens und Austauschs der diversen Bevölkerung einer Stadt. Um diesen positiven Aspekt voranzutreiben und die öffentliche Wahrnehmung des Quartiers und somit die Lebensbedingungen der Anwohner:innen zu verbessern, wird ein neues Quartierszentrum im Franz-Mock-Weg auf dem ehemaligen Gelände der Abfallwirtschaftsbetriebe gegründet. Das “StadtWerk” ist ein innovatives Pilotprojekt, in dem neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens erprobt werden.
Im Rahmen einer Zwischenraumnutzung ziehen 7 Akteur:innen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Holz- und Textilhandwerk sowie soziale Arbeit für 1,5 Jahre in den Franz-Mock-Weg. Mitten in Hannover entsteht damit eine Werkstatt für Stadtkultur.
Im Stadtwerk kommen urbane Gestaltung, nachhaltige Produktion, inklusive Bürger* innen-Beteiligung, Kunst und Kultur zusammen und machen den Bereich zum neuen Inklusions-Quartier. Es öffnet im Sommer 2021 für die Öffentlichkeit mit dem Potential die durch den Stadtrat beschlossene Innenstadtentwicklung Hannovers maßgeblich mitzugestalten.
Der Fokus liegt explizit auf einer durchgängigen Beteiligung der Anwohner:innen und lokaler Akteur:innen (lokale Gastronomie, Einzelhandel, Vereine...).
Den Bedürfnissen des Stadtteils entsprechend wird hier ein Ort der Ankunft und der Unterstützung vor Allem für Menschen mit Flucht- und/oder Migrationsgeschichte geschaffen. Zudem gilt es schrittweise einen Neustart von Wirtschaft und Kultur im von der Pandemie besonders betroffenen Innenstadtbereich voranzutreiben.
Beteiligte Initiativen:
https://unter-einem-dach.org/pages/home
https://snntg.de
Laufzeit
2021-07-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtbezirk Mitte mit ihrer Funktion als Einkaufsziel, Kultur und Vergnügungsort ist bereits heute ein lebendiger Wohn- und Lebensort für mehr als 36.000 Einwohner:innen, den es deutlich zu stärken gilt.
Vor allem der Bereich zwischen dem Steintor und Goetheplatz zieht hierbei unterschiedliche Menschen an – solche, die hier in ihrer Freizeit „etwas erleben wollen“, Menschen ohne Obdach, Sexarbeiter:innen und weitere Gruppen. Der urbane Raum ist von einer extrem hohen Fluktuation geprägt, wobei nur wenige der Passant:innen auch Anwohner:innen sind. Es fehlt an Aufenthalts-Orten, die sich speziell an den Bedürfnissen der Besucher:innen und Bewohner:innen unterschiedlicher Herkunft orientieren. Die zentrale Lage und Zugänglichkeit der Freiflächen und Abgeschiedenheit der Seitenstraßen bietet sich an als optimaler Ort für Veranstaltungen, für den Einzelhandel, aber auch für unerwünschte Nutzungen wie z. B. Drogenhandel und -missbrauch. Diese sehr unterschiedlichen Nutzungen und Funktionen führen zum Teil zu Konflikten zwischen den verschiedenen Gruppen und ihren Ansprüchen und Bedürfnissen. Die soziale Funktion des Quartiers insbesondere für Menschen diverser Herkünfte bedarf einer intensiven Betrachtung und kluger Lösungsansätze um Konflikte und eine Abwärtsspirale zu vermeiden. Bisherige Ansätze haben sich insbesondere auf die Umgestaltung öffentlicher Plätze bezogen (siehe Wettbewerb Steintorplatz). Wir sehen jedoch einen akuten Bedarf an Beratungs-, Kultur und Bildungsangeboten sowie gemeinsamer Workshops zur Stärkung einer gemeinsamen Quartiers-Identität.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Calenberger Neustadt
Beschreibung
Quartiersfläche: ca. 17 ha
Straßenliste:
Franz-Mock-Weg
Goethestraße
Brühlstraße
Andretsche Wiese
Goetheplatz
Braunstraße
Clemensstraße
Feuerwehrstraße
Am Kanonenwall
Leibnizufer
Am hohen Ufer
Am Marstall
Reuterstraße
Scholvinstraße
Reitwallstraße
Am Steintor
Lützowstraße
Einwohnerzahl
700
Quelle / Anmerkungen
Offizielles Stadtportal der Landeshauptstadt Hannover (ausgehend von der Bevölkerungsdichte der Calenberger Neustadt)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
91
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
arrival-city_.png
(409.97 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als ein emanzipatorisches und gesellschaftskritisches Projekt zeigen wir die diversen und oftmals marginalisierten Perspektiven eines Arrival-Quartiers auf. Wir fördern die Selbstwirksamkeit, Kooperation und Eigeninitiative von Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Problemlagen im Kontext eines gemeinsamen Sozialraums.
Unser Ausgangspunkt ist die Unzufriedenheit mit herkömmlichen Methoden der Sozialarbeit, die sich auf die Herstellung und Erhaltung der Arbeitskraft, sowie die Erhaltung einer minimalen Lebensfähigkeit von Arbeitsunfähigen bezieht. Wir zeigen die Vereinbarkeit von Lohnarbeit, gesellschaftlicher Teilhabe und zivilem Engagement auf.
Darüber hinaus streben wir eine unabhängige Ermächtigung der Klient:innen an. Hierfür nutzen wir gezielt Methoden außerhalb der klassischen Sozialarbeit bsp. "Urban Gardening".
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Nach dem letzten Jahresziel haben wir bis zu 10 Mulitplikator:innen ausgebildet, die das Quartier nachhaltig gestalten.
Kriterium
Beschreibung
Durch Beratungsangebote werden berufliche, sprachliche und administrative Perspektiven aufgezeigt.
Kriterium
Beschreibung
Neue Kooperationen vernetzen Anwohner:innen und Quartiers-Nutzer:innen systematisch miteinander
Beschreibung
Öffentliche Stigmatisierung in Medien und Politik wird reflektiert
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Katholische Erwachsenenbildung Hannover https://www.keb-net.de/hannover/Aktuelles/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aurelis Real Estate https://www.aurelis-real-estate.de/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsgarten Baulücke https://www.tthannover.de/projekte/bauluecke/
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtkind Hannover http://www.stadtkind-hannover.de/
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Ausgründung der inklusiven, sozialen und nachhaltigen Taschenmarke maesh, sollen langfristig Arbeitsplätze vor allem für Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte geschaffen werden. Eine aktuelle Ausgründung durch den dritten Platz einer Crowdfunding-Kampagne ermöglicht uns die Professionalisierung und eine Ausweitung unseres Angebots. https://maeshbag.company.site/. Zudem gibt es bereits Verhandlungen mit der Immobilien-Besitzerin Aurelis für weitere Quartiersprojekte.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
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(153.2 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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