Auf gute Nachbarschaft! - Gemeinwesenarbeit auf der Straße - Gemeinsam Zukunft gestalten im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Stephan Hartmann
| Organisation | Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Schaumburg e.V. |
|---|---|
| Funktion | Leiter AWO Fachbereich Integration |
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaft stärken - Demokratie leben - Nachhaltigkeit erreichen
Projektbeschreibung
Das Begegnungszentrum Mittelpunkt Hüttenstraße (BMH) in der Weststadt von Stadthagen ist im Projektzeitraum 2017/2018 an den Start gegangen. Die permanent ansteigenden Besucherzahlen der vergangenen Jahre, die Durchmischung aller Bewohnergruppen und das breitgefächerte Kurs- und Gruppenangebot zeigen, dass die bisherigen Konzepte bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie einen hohen Wirkungsgrad entfalten konnten. Die zentrale Aufgabe für die nun beantragte dreijährige GWA-Förderung ist die Weiterentwicklung des Quartiers unter konsequentem Streetwork mit einer starken und permanent sichtbaren Präsenz in den Straßen. Ansteigende Arbeitslosenzahl, erkennbar zunehmende Perspektivlosigkeit und gestiegenem Aggressionspotential unter jungen Menschen machen diese aufsuchende Arbeit besonders notwendig. Diese kann, wird und muss Bindung zu den Menschen herstellen, denn nur so kann Sozialarbeit ziel- und lösungsorientiert wirken und Veränderungen herbeiführen. Als Vertrauensperson, Türöffner, Problemversteher und Beratunggebender soll Gemeinwesenarbeit auf der Straße Menschen zusammenführen und nachhaltig Gewaltfreiheit bei Konflikten einfordern. Der proaktive Ansatz soll die Menschen dazu befähigen, gemeinsam und aktiv für ihre Belange einzutreten. Gleichfalls soll das Verständnis unter den Zielgruppen durch Begegnung, Kommunikation und gemeinsame Aktivitäten geweckt und gefördert werden. Daraus resultierende niederschwellige (Gruppen)-Angebote werden im BMH als Basis, Ort der Begegnung und Vernetzung umgesetzt. Im Sinne einer permanenten Weiterentwicklung und Verstetigung des BMH konnten wir die Stadt überzeugen ab 1.8.2020 parallel zum lfd. Projektzeitraum (verl. bis 31.12.2020) das zweijährige, darauf aufbauendes Projekt „BMH+“, zu finanzieren (Integrationsfonds). Zusätzlich ist für ein BAMF-Projekt (Frauen und Digitalisierung) ab 1.1.2021 ein Antrag eingereicht. Das Beteiligungsverfahren der Stadt Stadthagen (Integrationsbeauftragte und Stadtjugendpflege) ist zur zukünftigen Entwicklung des Quartiers von zentraler Bedeutung und wird gemeinsam umgesetzt. Dabei wird von der hervorragenden Vernetzung der beteiligten Institutionen und der Bewohner-Arbeitsgruppe partizipiert. Ziel ist u.a. die Neugestaltung des Spielplatzes und die konkrete Realisierung eines Soccer-Parks für Jugendliche unter der Beteiligung der Bewohner - gemeinsame Aktivitäten bieten immer die Möglichkeit zur Kommunikation und Entwicklung gegenseitigem Verständnis.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Bevölkerung im Quartier verändert sich (Stand 31.7.2020: -95 Ew., -159 Deutsche, +64 Ausländer). Das BMH wird immer stärker frequentiert (über 2.600 Menschen in 2019). Diese sehr positive Entwicklung führte wiederum zu neuen Gruppen- und Beratungsangeboten, die bedarfsorientiert geschaffen wurden. Die Beratung zur Integration in den Arbeitsmarkt entwickelte sich zu einem markanten Schwerpunkt. Die Randlage, die fehlende Infrastruktur und wenige Freizeitmöglichkeiten verschärfen weiterhin die Situation in der Weststadt. Deshalb hat die Stadt gemeinsam mit dem BMH das bürgerschaftliche Beteiligungsverfahren initiiert, um der prekären Situation im Quartier entgegenzuwirken. Neue Migrantenvereine gründeten sich mit Hilfe des BMH und engagieren sich nun auch aktiv im Quartier. Der Austausch mit Bewohnern, Vereinen und Institutionen ist auf dem richtigen Weg. Quartiersbewohner der sog. „Mittelschicht“ nutzen das Angebot verstärkt. Nun gilt es, verstärkt Konflikte hinsichtlich verschiedener Gruppen, Kulturen und Generationen zu bewältigen. Neben Nachbarschaftsproblemen stehen insbesondere auffallende junge Menschen mit Migrationshintergrund im Fokus von Polizei, Politik und Lokalpresse. Gefragt ist hier nun ein proaktiver Streetwork-Einsatz. Weil diese vielfältigen zunehmenden Aufgaben im Quartier nicht mehr nur von einer „Quartiersmanagerin“ bewältigt und erledigt werden können, wurde finanziert durch den Integrationsfonds das ergänzende Projekt „BMH+“ (Arbeitsmarktintegration und Ausbau der Angebote) gestartet.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadthagen Weststadt, Hüttenstraßen-Quartier
Beschreibung
Das Quartier liegt im Nordwesten von Stadthagen. Im Süden bildet die Enzer-Straße, im Osten an die Breslauer Straße, im Norden die Bahnlinie Minden-Hannover und im Westen das Industriegebiet an der Gubener Straße die Grenzen des Gebietes.
Einwohnerzahl
4493
Quelle / Anmerkungen
Stadt Stadthagen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
37
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
33
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenzahlen zum Quartier werden statistisch nicht erfasst und können nur vorsichtig geschätzt werden. Es ist davon auszugehen, dass sie wesentlich höher sind als der Anteil in der Gesamtstadt, da insbesondere Flüchtlinge einen eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Im LK Schaumburg liegt die Arbeitslosenquote am 31.07.2020 bei 6,1 Prozent. Quelle: Bundesagentur für Arbeit. Durch die Corona-Situation und die Schließung der Firma Faurecia wird die Zahl in absehbarer Zeit wohl weiter zunehmen. Viele der Menschen leben im Quartier.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt erheblich höher, wird aber statistisch auswertbar von der Stadt nicht erfasst. Stadthagen liegt an 8. Stelle in Niedersachsen und wird deshalb beim Integrationsfonds finanziell berücksichtigt. Quelle: Stadt Stadthagen
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Migrationshintergrund wird als Merkmal von der Stadt Stadthagen statistisch nicht erfasst. In Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat Stadthagen, haben wir eine vorsichtige Schätzung im Quartier vorgenommen. In der Gesamtstadt lag er 2011 bei der Volkszählung bei 24,8 Prozent. Zurzeit liegt er wohl bei über 30 Prozent.
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es liegen keine statistischen Zahlen für die Gesamtstadt vor. Nach vorsichtigen Schätzungen liegt er in Teilbereichen rund um die Hüttenstraße bei rund 70 bis 80 Prozent.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte-des-quartiers-huettenstrasse.pdf
(485.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen die Gemeinwesenarbeit als prozessorientiertes, partizipatives und interdisziplinäres Arbeitsprinzip nutzen, um bei den Menschen im Quartier dauerhafte Verbesserungen ihrer Lebenssituationen zu erreichen. Dabei orientieren wir uns an deren Bedürfnissen und Interessen und fördern die Teilhabe am ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Leben. Wir werden dabei insbesondere die Selbstorganisationen und vorhandene Selbsthilfekräfte in den Fokus der sozialen Arbeit nehmen. So wollen wir durch konsequente Streetwork die Menschen deeskalierend dazu anregen, selbst aktiv zu werden, um ihre Bedürfnisse und Interessen im demokratischen Verfahren einzubringen. Dabei werden wir zielgruppen- und ressortübergreifend arbeiten (Wohnen, Gesundheit, Arbeit, Freizeit, Bildung, Kultur etc.), um die komplexen Aufgabenstellungen für eine gelungene Integration bewältigen zu können. Wir sehen das Projekt als Bindeglied zwischen den Interessen und Aktivitäten der Menschen und den Ressourcen der Stadt und wollen Aushandlungsprozesse zwischen Entscheidungsträgern aus Verwaltung und Politik einerseits und den Bewohnern andererseits gestalten. Dabei steht die Vernetzung und Kooperation aller Akteure im Vordergrund. Hier sollen Stärken herausgearbeitet und vorhandene Ressourcen und Potenziale im Stadtteil aktiviert und miteinander verknüpft werden, um ein dauerhaft funktionierendes soziales Netzwerk mit einer guten Nachbarschaft zu schaffen und Rahmenbedingungen zu verbessern.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Streetwork erfolgreich ist und die gemeinsamen Projekte zur Verbesserung des Zusammenlebens angenommen werden und bedarfsorientierte Angebote initiiert und durchgeführt wurden.
Kriterium
Beschreibung
die Bewohner / Vereine selbst ihre Ideen, Angebote und Veranstaltungen umsetzen.
Kriterium
Beschreibung
die beteiligten Akteure sich regelmäßig gemeinsam austauschen und externe Kooperationspartner Veranstaltungen durchführen.
Kriterium
Beschreibung
durch Streetwork erreichte Menschen das "BMH" annehmen und nutzen, das Wohnumfeld und die Infrastruktur sich positiv verändert haben und Aggressionspotential abgebaut ist
Vorhandene Strukturen
In der ersten Förderperiode wurde eine Quartiersmanagerin eingestellt, die sich seitdem etabliert hat und im Stadtteil anerkannt ist. Sie kümmert sich um die Vernetzung und die Beratungsanliegen der Bewohner des Quartiers im Begegnungszentrum (Ansprechpartnerin, Sprechstunden). Es werden Freizeit- und Bildungsangebote in Kooperation mit Ehrenamtlichen und Vereinen initiiert und koordiniert. Es gibt aber aktuell keine permanente aufsuchende Sozialarbeit (Streetwork) im Quartier. Der Afrikanische Verein in Schaumburg, der Somalische Verein und der Afghanische Verein (Migrantenselbsthilfeorganisationen) werden seit der Gründung unterstützt und nutzen das BMH für Beratungszeiten und Vereinstreffen. Die Integrations- und Migrationssozialarbeit im Quartier (ehemals Flüchtlingssozialarbeit) hat ebenfalls ihren Sitz im BMH und unterstützt die Vernetzung / Zusammenarbeit der Akteure im Quartier. Des Weiteren gibt es Austauschtreffen der Netzwerkpartner und Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche und eine enge Vernetzung mit dem Integrationsbeirat der Integrationsbeauftragten und der Jugendpflege der Stadt Stadthagen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Stadthagen: Integrationsbeauftragte, Stadtplanung, Stadtjugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Afrikanischer Verein, Somalischer Verein, Afghanischer Verein, Alevitischer Verein, Jesidische Gemeinschaften, DITIP-Moschee, Kulturzentrum Alte Polizei, Schaumburger Landschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
JobCenter, Bundesagentur für Arbeit, Sozialamt, Gesundheitsamt, Jugendamt, Ausländerbehörde, Familienzentrum, Sozialpsychiatrischer Dienst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband Schaumburg (Migrationsberatung, MBE, Rückkehrberatung, Flüchtlingssozialarbeit, Jugendberufshilfe PACE, Schwangerenberatung, Frauenhaus)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk, Caritasverband, DRK (Tafel und Kleiderkammer), Projekt Probsthagen (SHG-Treff), S.I.G.A.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volkshochschule Schaumburg, Oberschule am Schlosspark, Grundschule am Sonnenbrink, IGS Schaumburg, BBS, Gymnasium, Kindergärten Regenbogenhaus und Fasanenweg, DAA, SBH, ESTA, Donner
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche, Katholische Kirchengemeinde, Freikirche, Baptisten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Geschäfte und Firmen vor Ort, Stadtmarketing Stadthagen, IHK
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnbau (LK Schaumburg), Immobilenverwaltungsgesellschaften
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schaumburger Nachrichten, Schaumburger Wochenblatt, Schaumburger Zeitung,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsfraktionen (SPD, CDU, Grüne, FDP, WIR, Linke), Sozialausschuss (LK Schaumburg)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle "Frau und Wirtschaft" (LK Schaumburg)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle "Migration und Teilhabe" (LK Schaumburg)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kooperative Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN) Regionalverbund Weserbergland
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Stadt Stadthagen konnte überzeugt werden, den Ausbau des BMH aus Mitteln des Integrationsfonds zu übernehmen. Darüber hinaus ist ein weiterer Antrag für 2021 beim BAMF gestellt. Die AWO und die Stadt werden in der Förderperiode alle nötigen Schritte einleiten, um weitere Fördermittel / Finanzierungsmöglichkeiten zu akquirieren. Dadurch soll der Standort sich kontinuierlich weiterentwickeln und jeweils auf neue Bedarfe und Herausforderungen reagieren.
11. Medien
Aufsteller
aufsteller_-_bmh_plakat_2020.jpg
(1.7 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Dissen aktiv: Wurzeln schlagen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Monika Schnellhammer
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit gemeinsam und nachhaltig verwurzeln - Netzwerk- und Förderstruktur aufbauen, an der möglichst viele beteiligt sind
Projektbeschreibung
Widerstand und Skepsis in der Dissener Bevölkerung gegenüber einem vermeintlich kurzlebigen Projektangebot, ist verhaltener Beobachtung, aktivem Interesse und tatkräftiger Begeisterung gewichen. In den Bedarfsbefragungen, bei Stadtteilerkundungen und im Miteinander zeigt sich ein deutlicher Wille zur Mitgestaltung des Wohn- und Lebensraumes in Dissen bei Menschen unterschiedlicher Generation und Herkunft. Familien, Senior*innen, Migrant*innen nehmen eher teil, wenn eine verlässliche Ansprechperson und aktivierende Prozessmoderation zur Verwaltung zur Verfügung steht, die hilft, Hürden abzubauen.
Das Interesse liegt bei den Menschen zunächst in der Umsetzung konkreter, kurzfristig umsetzbarer Vorhaben, z.B. der Pflege städtischer Blumenbeete oder der Belebung des Rathausplatzes durch bauliche Umgestaltung für mehr Aufenthaltsqualität, durch ein Open Air Dinner und ein „Familiensportfest“. Zudem wird das ehemalige Krankenhausgelände in den kommenden Jahren zu einem neuen Wohngebiet ausgebaut. Dies bietet die Chance, von Anfang an gestalterisch Einfluss zu nehmen, Nachbarschaft und Identität zu stärken. All dies soll weiter miteinander verknüpft werden und idealerweise münden in einem Bürger*innennetzwerk, das die größeren Entscheidungs- und Planungsprozesse (Begrünungsvorhaben) ebenso wie spontane Aktionen (nachbarschaftliches Grillen) gemeinsam trägt und Platz lässt für weitere Gemeinschaftsstiftende Vorhaben. Es ist bisher gelungen, ein verlässliches Anlauf- und Beratungsangebot in Dissen zu bieten (KiFaZ/St.Ansgar-Gemeinde) und eine Ermöglichungsstruktur aufzubauen, die insbesondere Familien, Senior*innen und Migrant*innen anspricht, einen flexiblen Gestaltungs- und Begegnungsraum bietet.
Der Aufbau einer "DissenApp" auf Initiative von Akteur*innen, soll Bürger*innen, Stadtverwaltung und lokale Politik näher zusammenrücken lassen. Für digital organisierte Aktionen, Vernetzung, Informationen zu Veranstaltungen, Ideen und Berichte soll die voraussichtlich schon 2020 installierte App in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen. Die kommunale Verwaltung unterstützt dieses Vorhaben. Sukzessive sollen mehr und mehr Dissener lokale Verantwortungsgemeinschaft leben können. Dies könnte münden in einem Bündnis von Bürger*innen, Vertreter*innen der lokalen Wirtschaft, Stiftungen, Verbänden, Kirchen etc., das Gemeinwesenarbeit etabliert und bestenfalls (auch) durch eigene Beiträge nachhaltig finanziell sicherstellt.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
1. Die Stadt Dissen ist mit ihren knapp 10.000 Einwohner*innen trotz ländlicher Lage industriell geprägt und in den letzten 6 Jahren wirtschaftlich und infrastrukturell krisengeschüttelt; zuletzt noch durch einen Rechtsstreit um die Bürgermeisterwahl, die am 23.02.2020 wiederholt werden musste. Sinkende Gewerbesteuereinnahmen und stark steigende Kita-Kosten führen zu tiefroten Zahlen. Die Stadt erwartet für 2020 ein Defizit von 2,6 Millionen. Eine Haushaltssperre ist unvermeidbar.
2. Aus der Unzufriedenheit mit Politik und Verwaltung hat sich eine Initiative „Wir für Dissen“ entwickelt, die großen Zulauf hat. Das Projekt „Dissen aktiv“ ist mit den Akteuren in Kontakt, möchte aber nicht vereinnahmt werden. In Dissen ist Aktivitätspotenzial vorhanden. Erforderlich ist eine moderierende GWA, die Bürger*innen mit ihren Ideen, deren Umsetzung und Selbstorganisation fördert und begleitet.
3. Bislang sind in der Stadtverwaltung Prinzip und Wirkung von GWA noch nicht etabliert, die Ansprechperson für Ehrenamt hat kaum zeitliche Ressourcen, um bürgerschaftliches Engagement zu begleiten, zu fördern oder auch nur weiter zu führen. GWA ist in Dissen erforderlich, um in einer Kümmerer-Funktion die Stadtverwaltung immer wieder neu aufzufordern, im Sinne der Bürgerbeteiligung zu denken und zu handeln. Dies wird u.a. wichtig, wenn der Abriss des 2014 geschlossenen Krankenhauses den Weg frei macht für die Neugestaltung eines zentrumsnahen Stadtteils. Der neue Bebauungsplan sieht Misch- und Wohnbebauung vor. Politik und Verwaltung sind hier aufgefordert, Bürger*innen einzubeziehen. Die GWA-Steuerungsgruppe kann dabei fachbereichsübergreifende Ansätze anregen (Bauamt, Umwelt, Soziales…).
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Dissen aTW
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das gesamte Stadtgebiet Dissen mit einer Fläche von 31,9 qkm und einer Bevölkerungsdichte von ca. 300 Einwohner/qkm. Durch die Lage im Städtedreieck Osnabrück-Bielefeld-Münster ist Dissen ein beliebter Wohnort. Die Nahversorgung mit Gütern und der regionale Arbeitsmarkt profitieren von den ansässigen Wirtschaftsunternehmen in Kombination mit einer günstigen Verkehrslage (A30/33). Der Alltag ist stark durch Pendlerverkehr geprägt.
Einwohnerzahl
9882
Quelle / Anmerkungen
https://www.regionalmonitoring-statistik.niedersachsen.de/ 31.12.2018
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.regionalmonitoring-statistik.niedersachsen.de/
Der Anteil ausländischer Mitbürger*innen liegt in Dissen bei 19,1 %, in Niedersachsen insgesamt bei 9,4%:
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.regionalmonitoring-statistik.niedersachsen.de/
Der Jugendquotient in Dissen liegt bei 33,8, in Niedersachsen bei 31,9.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
dissen_aktiv_krankenhausquartier.jpg
(133.38 KB)
dissen_aktiv_plan49201.jpg
(84.01 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Zentrum steht eine befähigende statt einer angebotsorientierten Arbeit. Die Bürger*innen sind Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Sie werden darin unterstützt, zur Verfügung stehende Ressourcen zu entdecken und zu nutzen: eigene, die des Raumes, der anderen Akteur*innen, der Netzwerkpartner*innen, mit dem Zweck, ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Dabei erfahren sie professionelle Unterstützung und Begleitung, aber auch gegenseitige Wertschätzung und die Entdeckung eigener Potentiale. Bürgerschaftliche Beteiligung wird ermöglicht und führt zu einer Hebelwirkung für Veränderungen. Im Vordergrund steht, vorhandene Ressourcen zu nutzen, um die Ideen und Vorschläge aller Beteiligten in Handlungen umsetzen zu können. Kooperationen und neue Organisationsstrukturen können sich entwickeln. Positive Öffentlichkeitsarbeit und Kleinprojekte erhöhen das Bewusstsein für gesellschaftliche Zusammenhänge für alle Beteiligten und befördern Identitätsstiftende und solidarische Erfahrungen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
die von ihnen genannten Themen im Vordergrund stehen und tatsächlich vorangebracht werden
Kriterium
Beschreibung
sich Einzelne und Gruppen für Angebote oder Teilbereiche von Vorhaben verantwortlich zeigen
Kriterium
Beschreibung
Kompetenzen und Ressourcen von spezifischen Gruppen/Stakeholdern gezielt angefragt und eingebracht werden
Kriterium
Beschreibung
Aktivitäten gemeinschaftlich und in gegenseitigem Respekt umgesetzt werden
Beschreibung
Bürger*innen-Interessen im Mittelpunkt stehen und Fachbereiche Hand in Hand arbeiten und dabei einge gute Kommunikationskultur entwickelt wird
Beschreibung
hohe Akzeptenz in Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft, die neue Wege ermöglicht (z.B. Gründung eines Bürgervereins zur Förderung der GWA oder Option der Quartiersgemeinschaft)
Kriterium
Beschreibung
generationen- und milieuübergreifende Begegnungsorte und -anlässe entstehen
Beschreibung
verlässliche Ansprechpartner*innen für Beratung und Clearing zur Verfügung stehen, Bürgeraktivitäten und -beteiligung im öffentlichen Raum selbstverständlich ist, eine nachhaltige GWA-Förderstruktur aufgebaut wird (strukturell und finanziell)
Kriterium
Beschreibung
Engagementförderung und Bürgerbeteiligung als strategische Ziele aller Beteiligten definiert sind
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
FB Bildung, Betreuung und Soziales / Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FB Planen, Bauen und Ordnung / Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Strategische Planung / Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialausschuss / Planungsausschuss / Stadtrat der Stadt Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Frühe Hilfen Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung Dissen / Generationennetzwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Homann-Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarreiengemeinschaft Teutoburger Wald / St. Ansgar Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirchengemeinde St. Mauritius Dissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gruppe "Du und ich, wir sind Dissen", Blumenpflanzgruppe, Planungsteam Tanzcafé
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum "51"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Willy Schulte KiGa, ev. Regenbogen KiGa, KiTa Kunterbunt, St. Ansgar KiTa, Charly's Kinderparadies KiGa
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Galina Edinghöfer, Ansprechpartnerin für das Landesprogramm Dorfentwicklung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Stadt Dissen ist im März 2020 gemeinsam mit der Nachbargemeinde Bad Rothenfelde in den niedersächsischen Dorfentwicklungsprozess aufgenommen worden. Die von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen gezeichnete Stadt ist sehr am Aufbauprozess von GWA interessiert, hat aber keinen finanziellen Spielraum.
Der Caritasverband (unterstützt vom Fachbereich Fundraising) will mit zivilgesellschaftlichen Akteuren, Stiftungen und Bürger*innen ein tragfähiges Finanzierungskonzept aufbauen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WIR in Baddeckenstedt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Melanie Ahmann
| Funktion | Sachbearbeiterin für Soziales und Geflüchtete |
|---|
2. Kurzbeschreibung
WIR - Wertschätzend, Integrierend, Regional
Projektbeschreibung
In dem Projekt „WIR in Baddeckenstedt“ erhalten unsere Bewohner*innen das Wort und entwickeln und realisieren mit Unterstützung eigene Ideen und Schwerpunkte für ein gutes Leben in der Gemeinde. Ausschlaggebend für diesen Prozess sind verschiedene Entwicklungen vor Ort. So existiert seit fünf Jahren die „Sprachschule Baddeckenstedt“ in den von der Haupt- und Realschule im Innerstetal zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. Die Sprachschule hat sich neben der Sprachvermittlung als Bildungsort und sozialer Treffpunkt für Neuzugewanderte und Ehrenamtliche etabliert. Neuzugewanderte in der Gemeinde formulieren vielfach den Wunsch auch über die Sprachschule hinaus stärker in Kontakt mit Einheimischen zu treten. Der neu gegründete Verein Vielfalt Innerste e.V. oder auch die Flüchtlingsvertretung zeugen hierbei von einem hohen Engagement. Weitere aktive Zusammenhänge, wie Nähgruppen, Chöre und LandFrauen, sind ferner mit spezifischen Bedarfslagen in der ländlichen Gemeinde konfrontiert. In diesem Zusammenhang fand im März 2020 ein Kick-Off Workshop mit Anwohner*innen, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Multiplikator*innen statt. Teilnehmende sprachen sich für einen Treffpunkt aus, „um sozialer Isolation entgegenzuwirken, individuelle Potentiale, aber auch Bedarfe sichtbar und nutzbar zu machen und Baddeckenstedt langfristig attraktiv zu halten.“ „Regelmäßige Treffpunkte schützen vor Vereinsamung und aktivieren das Dorfleben. Man muss nicht in die Stadt fahren.“ Es solle „eine Anlaufstelle für alle Belange: Kontakte, Hilfesuche, gegenseitige Unterstützung, Vernetzung, Anwendung von Sprachkenntnissen“ aufgebaut werden (Ergebnisse Kick-Off Workshop).
In dem vorliegenden Projekt stellen die Anliegen und Bedarfslagen von Bewohner*innen und deren eigenverantwortliche Bearbeitung die Basis weiteren Handelns dar. Als tatkräftige und professionelle Begleitung agiert die Koordinations- und Ansprechperson, die Zugänge zu den vielfältigen Adressatengruppen herstellt. Sie kann die Menschen in der Gemeinde bei der Generierung und Umsetzung von Projektideen unterstützen. Als wichtige Ressource steht hierfür ein Trakt der Schule im Innerste Tal bereit. Bewohner*innen können hier Möglichkeits- und Partizipationsräume gestalten und nutzen oder auch einfach in den Kontakt mit ihren Nachbar*innen treten. Mit diesen Schritten können wir gemeinsam zu einem guten und zukunftsfähigen Leben in der Gemeinde Baddeckenstedt beitragen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Baddeckenstedt umfasst das Zentrum und den Verwaltungssitz in der gleichnamigen Samtgemeinde. Diese ist stark ländlich geprägt und weist als Exklave des Landkreises Wolfenbüttel eine einzigartige geographische Stellung auf. Die daraus resultierende Entfernung zur Kreisstadt mit den relevanten Infrastrukturen sowie die hürdenreiche Erreichbarkeit mittels des öffentlichen Personennahverkehrs schmälern die Teilhabemöglichkeiten (vgl. Thünen Report 53, Braunschweig, November 2017, S. 19). Dies gilt insbesondere für sozial schwächere Bevölkerungsgruppen, die mit sozialer Isolation in der Gemeinde konfrontiert sind. Soziale und inklusive Treffpunkte für Bewohnergruppen sind in Baddeckenstedt indes nur rudimentär existent. Erschwerend wirkt sich das Fehlen zielgruppenspezifischer Angebote vor Ort, beispielsweise für Jugendliche oder junge Familien, auch vor dem Hintergrund der im Kreisvergleich überproportionalen Inanspruchnahme von Jugendhilfe- und Transferleistungen in familiären Kontexten aus (vgl. Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe 2017).
Angesichts eines zu erwartenden Bevölkerungsrückgangs in der Samtgemeinde bis 2032 um circa 20 Prozent bei gleichzeitiger Alterung steht auch Baddeckenstedt perspektivisch vor großen Herausforderungen (vgl. Kleinräumige Bevölkerungsvorausberechnung für den Landkreis Wolfenbüttel 2016-2032, Niedersächsische Landgesellschaft 2019). Dies berücksichtigend möchte das Projekt mit den Bewohner*innen der Gemeinde zeitnah Problem- und Bedarfslagen ermitteln und nachhaltig bearbeiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Baddeckenstedt
Beschreibung
Die Gemeinde Baddeckenstedt ist eine von sechs Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Baddeckenstedt und beherbergt die Samtgemeindeverwaltung. Sie ist damit Teil eines sehr ländlich geprägten Planungsbereiches zwischen den Höhenzügen Vorholz und Lichtenberg (ein Teil des Salzgitter-Höhenzuges). Sie grenzt nordwestlich an den Landkreis Hildesheim und östlich an die kreisfreie Stadt Salzgitter sowie weitere Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde.
Einwohnerzahl
3082
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB II-Beziehende Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB II beziehende Kinder 0 bis 18 Jahre Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
183 ausländische Bewohner. Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
53 arbeitslose Menschen sind im Juli 2020 in der Gemeinde Baddeckenstedt gemeldet. Quelle: Statistik Service Nordost der Agentur für Arbeit.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
6 arbeitslose Menschen unter 25 Jahren sind im Juli 2020 in der Gemeinde Baddeckenstedt gemeldet. Quelle: Statistik Service Nordost der Agentur für Arbeit.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wir_in_baddeckenstedt_kartenausschnitt1.jpg
(505.58 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem im Kick-Off Workshop von neuen und alteingesessenen Bewohner*innen in der Gemeinde artikulierten Bedarf und Wunsch nach Intensivierung von sozialen Beziehungen und dem Kennenlernen von Nachbar*innen in einem Treffpunkt in nächster Nähe ist eine wesentliche Voraussetzung von gemeinwesenorientierter Arbeit erfüllt. Das Projekt „WIR in Baddeckenstedt“ führt diese und weitere zu identifizierende Anliegen gezielt mit dem vorliegenden Engagement und Potenzialen zusammen. Bewohner*innen werden als Betroffene, Gestalter*innen ihres Umfeldes und Expert*innen wahrgenommen, angesprochen und aktiv eingebunden. Personelle Ressourcen einer koordinierenden und begleitenden Ansprechperson sind hierfür zentral. Hier laufen die Fäden zusammen, werden Workshops zur Ideenfindung moderiert und wird Schnittstellen- und Netzwerkarbeit mit Bewohner*innen, (Samt)Gemeinde, Politik sowie lokal tätigen Verbänden und Zivilgesellschaft geleistet. Aus der Bewohnerschaft heraus entwickelte und von Kooperationspartner*innen flankierend unterstützte Angebote können in den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten der Schule im Innerste Tal eingebettet sein. Hier soll bereits und potentiell Engagierten ein Raum zur Artikulation geboten werden, welcher als Treffpunkt fungieren kann und von den Beteiligten gemeinschaftlich ausgestaltet wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen werden zu ihren Anliegen befragt, treten in Ideenfindungsprozesse ein und gestalten entsprechend ihren Interessen maßgeblich die Angebote und den Treffpunkt (Start mit Kick-Off Workshop 04. März 2020).
Kriterium
Beschreibung
Durchführung von Qualifizierungs-/Empowerment-Kursen (z.B. Flüchtlingsvertretung)/Bewohner*innen nutzen bereitgestellte Räume und setzen eigene Projekte um/ Local leaders und Brückenbauer in Communities sind eingebunden.
Kriterium
Beschreibung
Nutzung der hohen Motivation, Potenziale und Expertisen von Bewohner*innen (z.B. Fahrdienste, Reparaturen, Kinderbetreuung, Kuchenbacken, Übersetzungen), die sich bei der Befragung und in informellen/niedrigschwelligen Anlässen herauskristallisieren.
Kriterium
Beschreibung
Neu aufzubauendes Netzwerk zur Kooperation tagt regelmäßig mit Bewohner*innen sowie Ehrenamtsvertretung, Entscheidungsträgern, Kooperationspartnern (wie (Samt)Gemeinde, Schule, DRK-Ortsverband, Caritas, Landkreis) zur Gemeinwesenarbeit vor Ort.
Kriterium
Beschreibung
Die in der Befragung und in Workshops/Werkstätten geäußerten Anliegen zu einem guten, nachbarschaftlichen Leben werden im Rahmen ihrer Machbarkeit angebahnt und von Bewohner*innen mit hauptamtlicher Unterstützung umgesetzt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Caritasverband für Stadt und Landkreis Wolfenbüttel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Wolfenbüttel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Familienbildungsstätte/MigrantenElternNetzwerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsvertretung Samtgemeinde Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehren Baddeckenstedt, Oelber, Rhene und Wartjenstedt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt schafft langfristige Strukturen, die auch über den Projektzeitraum verfügbar bleiben. Die Samtgemeinde plant, sich langfristig in diesem Bereich durch Bündelung verschiedener Aufgaben im Sozialbereich unter dem Themenschwerpunkt "Familien- und Sozialservice" zu engagieren. Ferner stellt der Landkreis Wolfenbüttel den Schultrakt nachhaltig als Möglichkeits- und Partizipationsraum zur Verfügung und unterstützt diesen als sozialräumlichen Treffpunkt in Baddeckenstedt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Engagement ermöglichen - Gemeinwesen stärken / Kreativ und Aktiv in Lehre
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Oliver Ding
| Funktion | Projektleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Poetry-Slam "Lehrsche für Lehrsche": Engagement ermöglichen - kreativ das Gemeinwesen stärken!
Projektbeschreibung
Das Gemeinwesen in Lehre, zwischen Braunschweig und Wolfsburg wird durch das Engagement der Gemeindemitglieder gestärkt: Durch einen Poetry-Slam und vorherigen Schreibwerkstätten für Jung und Alt. Ziel ist es, dass sich sowohl die Menschen in den Gemeindeorten mehr für- und miteinander engagieren und dabei sowohl die Menschen der verschiedenen Orte, als auch der (etwas abseits gelegene, von vielen Geflüchteten bewohnte) soziale Brennpunkt "Kampstüh“ eingebunden werden.
Das wird im ersten Jahr mit Schreibwerkstätten und einem Poetry-Slam umgesetzt. Dieser wird als Wettbewerb durchgeführt und hat zum Inhalt: „Lehrsche für Lehrsche: Wir engagieren uns in unserer Gemeinde“. Der Vorschlag kam von Schülern und Eltern der Oberschule, die gern Geschichten über Lehre von jung und alt zusammentragen möchten. Sie haben Poetry-Slams u.a. in Braunschweig gesehen und regen an, das auch in und für Lehre zu machen.
Die Freiwilligenagentur hat Kontakte zu Dozenten, Poeten, Literaten und weiteren Künstlern, die sich daran beteiligen würden. Die Teilnehmer*innen lernen in interaktiven Schreibwerkstätten wie man Texte schreiben und präsentieren kann. Diese kann jede*r besuchen - alle Generationen und Kulturen können mitmachen! Die Werbung läuft via Internet, Presse, Flyer und Kulturveranstaltungen. Geflüchtete im Brennpunkt "Kampstüh" werden über den Verein "Willkommen in Lehre" gewonnen und einbezogen.
Die Ergebnisse der Inhalte (das heißt hierbei entstehende Ideen und Vorschläge der Teilnehmer*innen zur Verbesserung des Gemeinwesens) des/der Poetry-Slams werden gesammelt, sortiert und präsentiert.
Mit weiteren moderierten Kreativ-Workshops unter der Anwendung entsprechender Techniken wird mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde ausgearbeitet, welche in den Poetry-Slams gewonnenen Ideen sich wie einsetzen und umsetzen lassen. Diese werden im zweiten Jahr der Politik nahegebracht und gemeinsam umgesetzt. Hiermit wird das Engagement in der Gemeinde gestärkt.
Das Ergebnis: Die Menschen der Gemeinde werden motiviert sich für ihre Belange gemeinsam einzusetzen. Die im Poetry-Slam gewonnenen Ideen kommen aus der Bürgerschaft und werden gemeinsam umgesetzt. Das bedingt eine hohe Identifikation und Motivation zum persönlichen Engagement. Es agieren Menschen, die bisher eher nebeneinander als miteinander leben. Die Ortsteile werden belebt und das Engagement in der gesamten Gemeinde wird gestärkt.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Freiwilligenagentur ist in Lehre aktiv und setzt Projekte kultureller Art um. Sie kooperiert mit der Gemeinde, Vereinen und engagierten Bürger*innen. Der Freiwilligenagentur liegt eine Anfrage nach einem Poetry-Slam aus der Oberschule vor. Diese Anfrage soll Basis des Projektes sein.
Die Probleme sind:
1. Es gibt unseres Wissens wenig Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für junge Menschen – vor allem zu kulturellen Themen. Resultat: Die Jugendlichen und jungen Familien unternehmen weniger in der Gemeinde, fahren nach Braunschweig oder Wolfsburg, die jungen Menschen der verschiedenen Orte / Ortsteile unternehmen selten etwas zusammen. Das könnte die Identifikation mit der Gemeinde vermindern.
2. Die Gemeinde besteht aus acht verschiedenen kleinen Ortschaften, die wenig miteinander vernetzt sind.
3. Der soziale Brennpunkt ist der Bereich in Lehre am Ortsausgang in Richtung „Kampstüh“: In dem etwa 1 km östlich des Ortskerns (abseits) von Lehre gelegenen Anwesen, das im 2. Weltkrieg als Waffenlager diente, ist ein großer Teil der Geflüchteten der Gemeinde zu Hause. Am Ortsausgang wohnen dagegen u.a. Familien, die dem Thema „Einwanderung und Flüchtlinge“ skeptisch gegenüberstehen. Das birgt Konfliktpotential.
4. Es ist für unser Vorhaben notwenig mehr über die Menschen in der Gemeinde zu erfahren und Wege zu finden, mehr Verständnis für einander zu entwickeln sowie das gemeinsame Engagement zu fördern.
Es fehlen Angebote, bei denen sich kreativ und niederschwellig mit den Wünschen und Sorgen der Bürger*innen vertraut gemacht wird und die Lösungsvorschläge an die Politik der Gemeinde richten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Lehre
Beschreibung
Die Gemeinde Lehre gehört seit der Gebietsreform 1972 Jahren mit seinen 8 Orten zum LK Helmstedt. Da sie aber räumlich weit weg von Helmstedt liegt (ca. 40 km), gab es immer wieder Streit um die Zugehörigkeit der Gemeinde. Einige wünschen eine Angliederung an Braunschweig, andere wollen von dem starken Wirtschaftsstandort Wolfsburg profitieren. Beide Städte liegen räumlich näher an Lehre als die Stadt Helmstedt - derzeit ruht dieser Streit.
Einwohnerzahl
12135
Quelle / Anmerkungen
Quellen: Wikipedia / Rathaus Lehre
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt immer mal Konflikte mit den Bewohnern des Kampstüh (Flüchtlinge), da es in der ländlichen Region einige konservative Mitbürger mit rechten Tendenzen gibt. Zur Gewalt hat es bislang zum Glück noch nicht geführt. Die meisten Geflüchteten der Gemeinde wohnen im Kampstüh.
Quelle: Persönliche Befragung von Mitbürgern und Mitarbeiter*innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es gibt nur eine Oberschule, andere weiterführende Schulen, wie z.B. ein Gymnasium und Ausbildungsmöglichkeiten fehlen in der Gemeinde. Es herrscht schon bei jungen Leuten der Zwang zum Pendeln. Folge: Viele Jugendliche und junge Familien orientieren sich nach Braunschweig oder Wolfsburg - unternehmen dadurch wenig für und in der Gemeinde. es könnte dabei auch zu einer "Überalterung" der Bevölkerung in der Gemeinde kommen.
Quelle: Persönliche Befragung von Mitbürgern und Mitarbeiter*innen im Rathaus / Wegweiser Kommune
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
luftbild_lehre_und_kampstueh.pdf
(3.15 MB)
gemeinde_lehre.pdf
(361.31 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt werden die Kommunikation, Selbstorganisation und die gemeinsame Handlungsfähigkeit der Bevölkerung in der Gemeinde gestärkt. Damit dient es dem Empowerment der Menschen in der Gemeinde. Die Workshops (be)stärken die teilnehmenden Menschen darin, ihre Interessen zu formulieren. Die Poetry Slams als öffentliche Veranstaltung sowie die Sammlung und Aufbereitung der Ergebnisse helfen dabei, diese Interessen an verantwortliche Stellen (Politik und Verwaltung) zu transportieren.
Die Freiwilligenagentur wird ihre Stärken vor Ort nutzen: Im bestehenden Kulturprojekt mit der Gemeinde verfügt sie über Zugänge zu Multiplikatoren. Sie nutzt eine Ausstellung zum Thema "Demokratie", das von einem Projekt aus Braunschweig begleitet wird, um auf den Poetry-Slam aufmerksam zu machen. Sie gewinnt Ehrenamtliche aus verschiedenen Themenfeldern (außer Kultur z.B. auch Sport) und nutzt bestehende Kooperationen zu Vereinen und Initiativen. Die Bewohnerinnen werden durch diese Netzwerke und Aktionen aktiviert und motiviert am Poetry-Slam teilzunehmen. Vorhandene Strukturen z.B. zu Theatergruppen werden genutzt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Erfolgsrezept: Die Menschen nehmen an den Workshops und dem Poetry Slam teil. Hierbei können sie niederschwellig und mit Spaß an der Erarbeitung und Vorführung ihre Wünsche an die Gemeinde vermitteln.
Kriterium
Beschreibung
Ein Erfolg ist, wenn die Nachbarschaften (Orte) mehr zusammenrücken und gemeinsam etwas veranstalten (hier: den Poetry Slam als Wettbewerb in den Orten) und wenn Bewohner des "Kampstüh" eingebunden werden (z.B. Geflüchtete)
Beschreibung
Von einem Erfolg sprechen wir, wenn Teilnehmer*innen und Teilnehmer aus den verschiedenen Orten und vor allem dem "Kampstüh" mitmachen und lernen sich (künstlerisch / niederigschwellig) zu Wort melden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ober-Schule Lehre (einzige weiterführende Schule) in der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchen der Gemeinde: Pfarramt der Gemeinde Lehre, St. Johannes-Gemeinde in Essenrode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (Helmstedt Nachrichten / Helmstedter Anzeiger / Lehrscher Bote) / Internet- und Social Media-Präsenz Gemeinde Lehre und Freiwilligenagentur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Zur Sicherung und Fortsetzung des Projektes ist es notwendig, dass eine hauptamtliche Ansprechperson (mit mind. einer Halbtagsstelle) vor Ort bleibt. Die Freiwilligenagentur wird, mit Hilfe der Kommune und / oder mit Multiplikatoren des Projektes, die Mittel dafür auftreiben. Diese können über lokale Ressourcen (z.B. Firmen oder Sponsoren im Projektgebiet, z.B. VW oder Zulieferer) bzw. über regionale Stiftungen (z.B. Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) eingeworben werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Berliner Straße- ein Viertel wächst zusammen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katrin Moser
| Funktion | Kirchenkreissozialarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Umbruch und Verstetigung durch aktive Quartiersbürger*innen
Projektbeschreibung
In der laufenden Arbeit fiel uns auf, dass viele Klient*innen - gerade auch Jugendliche- aus dem Viertel der Berliner Straße stammen. Der Stadtteil ist zum einen durch Anonymität gekennzeichnet und andererseits durch Konflikte der einzelnen Bewohner*innen untereinander sowie mit umliegenden Anwohner*innen. Um etwas in diesem Quartier zu verändern haben wir nach passenden Methoden der Sozialarbeit gesucht und sind auf das Programm der Landesarbeitsgemeinschaft gestoßen. Seit der Förderung 06/2019 sind wir im Stadtteil Syker-Neustadt aktiv.
Viele Bürger*innen erzählten zu Beginn der Förderung immer noch von einem vor einiger Zeit geschlossenem Lebensmittelladen, der als vernetzende Institution diente und wo nötige Informationen über Ort und Leute ausgetauscht wurden. Weitere Maßnahmen wie Balkongespräche unterstützen diese Aussagen. Dies war für uns Anlass einen Stadtteiltreff in der örtlichen Grundschule für die Bürger*innen des Quartiers zu eröffnen. Dieser wurde von den Bürger*innen der Syker-Neustadt sehr gut angenommen und etablierte sich zunehmend.
Wir möchten den Treffpunkt in der Grundschule ausweiten und die GS langfristig mit dem Treffpunkt und dem Quartier verweben. Schule im Quartier und mit dem Quartier, wodurch auch bildungsferne Eltern erreicht werden. Einerseits durch neue Freizeit- und Bildungsangebote in der Schule, andererseits durch äußere Erkundungen der Schule wie z.B Quartiersbegehungen mit den Grundschülern.
Zunehmend rückt auch die Problematik der jugendlichen Straftäter aus dem Viertel, in das Visier der Quartiersarbeit. Polizeiliche Kriminalberichte und mediale Berichterstattung bestätigen den Anstieg, weswegen wir neben dem unterstützenden kommunalen Projekt "Beteiligung und gesellschaftliche Integration in Syke" (Beleuchtung der kommunalen Strukturen) ebenfalls an diesem Punkt mit unserer Arbeit praktisch ansetzen. Aktuell läuft noch eine aktivierende Jugendbefragung bis Oktober, welche an alle Jugendlichen des Quartiers zwischen 12 und 25 gerichtet ist.
Mit dem Folgeantrag möchten wir delinquente und delinquentgefährdete Jugendliche durch aufsuchende Arbeit, Befragungen und daraus resultierenden Angeboten weiter erreichen, wodurch langfristig Jugenddelinquenz vermindert werden soll. Unterstützend dazu werden kommunale Strukturen und Netzwerke geschaffen die u.a an der Angebotsentwicklung und -umsetzung aktiv teilnehmen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Syke ist eine Kleinstadt südlich von Bremen. Die Stadt Syke und die umliegenden, dazugehörigen Ortsteile haben eine Einwohnerdichte von etwa 25.000 Einwohnern. Bezahlbarer Wohnraum ist in Syke rar. Nicht nur durch immer weniger bezahlbaren Wohnraum entstehen ganze Straßenzüge, in denen das Abbild von Arm und Reich deutlich zu erkennen ist. Wohnraum, der für Transferleistungen angemessen ist, befindet sich in Syke in der Berliner Straße.
Über die Jahre haben sich hier viele Familien verschiedener Nationalitäten niedergelassen und blieben aufgrund mangelnder Angebote hier wohnen, andererseits gibt es viel Fluktuation. Die Unzufriedenheit der Bewohner*innen der Blöcke wird durch den ständigen Wechsel der Hausverwaltungen ihres Gebäudes geschürt. Auch der verwahrloste Anblick der Blöcke aufgrund fehlender Renovierungen fördert die Unzufriedenheit. Zwar gibt es auch einige Reihen- und Einfamilienhäuser um die Häuserblöcke herum, dennoch wird von Außenstehenden das Viertel über die Blöcke definiert und stigmatisiert.
Allgemein herrscht Anonymität im Quartier, unter Nachbarn kennt man sich meist nicht. Zudem gibt es Konflikte der einzelnen Bewohner*innen sowie mit umliegenden Parteien. Menschen mit Migrationshintergrund bleiben unter sich. Ein „Wir-Gefühl“ sucht man im Quartier vergeblich.
Problematisch ist das Bild der außenstehenden Öffentlichkeit. Das Gebiet Berliner-Straße wird überwiegend gemieden und es wird davor gewarnt. Das Negativimage wird durch mediale Berichtserstattungen wie Messerstechereien und polizeiliche Kriminalstatistiken zunehmend gefördert. Die ansteigende Kleinkriminalität wird von der Kleinstadt zwar stillschweigend geduldet und umgangen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadtteil Syker-Neustadt
Beschreibung
Südlich der Grundschule am Lindhof, eine Karte vom Katasteramt ist beigefügt.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Syke
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Berliner Straße - ein Viertel wächst zusammen" wird besonders durch aufsuchende Arbeit und aktivierende Befragungen der Jugendlichen geprägt. Das geäußerte Interesse der Jugendlichen wird angenommen und führt zur Umsetzung gewünschter Angebote wie z.B Boxen, Hiphop Workshop etc.. Wir möchten dadurch die Eigeninitiative der Jugendlichen durch Möglichkeiten der Beteiligung fördern.
Auch liegt uns die Partizipation benachteiligter Familien/ Eltern durch niedrigschwellige Angebote der Quartiersschule wie z.B Elternschule im Quartier, Quartiersbegehungen etc. sehr am Herzen. Wir verfolgen damit das Ziel, Beteiligungsstrukturen zu stärken und bildungsferne Familien/ Eltern nachhaltig in das "Syker Leben" zu integrieren.
Mit der kommunale Netzwerkarbeit, mit bestehenden und neuen Kooperationspartnern, verfolgen wir die Intention, dass der Blick auf Einzelfälle und Gruppierungen gezielt gerichtet wird und dadurch gemeinsam tragbare Strukturen und Angebote entwickelt werden.
Insgesamt möchten wir die Selbstwirksamkeit in unserem Projektgebiet steigern. Ziel ist es, dass die Bewohner*innen lernen sich langfristig und nachhaltig selbst zu organisieren und einzubringen, wodurch sie merken, dass durch ihr eigenes Handeln etwas bewegt werden kann.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es sind kommunale, tragbare Strukturen entstanden. Es gibt einen Jugendbeirat und fachübergreifende Zusammenarbeit sowie Angebotsentwicklung für Jugendliche
Kriterium
Beschreibung
Selbstwirksamkeit der Bewohner*innen wird erkannt, Bürger*innen organisieren und verwalten sich und ihre Angelegenheiten langfristig und nachhaltig selbst
Kriterium
Beschreibung
Delinquenz vermindert sich langfristig, Kriminalstatistik kann dies belegen
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales, Leitung Frau Wilhelm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenvorstand, Vorsitz Pastor Kopp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendpfleger der Stadt Syke, Herr Catruat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerktreffen Bildung und Teilhabe von Kindern und Eltern mit und ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerktreffen der Schulsozialarbeiter*innen Syke
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Ziel ist es, eine dauerhafte Stelle für Gemeinwesenarbeit zu schaffen. Die Stadt ist offen und kooperativ gegenüber dem Projekt und sieht sich auch selbst in der Verantwortung unser Vorhaben weiterhin zu unterstützen. Eine geteilte Finanzierung durch die Diakonie und Stadt Syke steht ebenfalls im Raum, sollten die Steuereinnahmen der Kommune bzw. die wirtschaftliche Lage sich erheblich verschlechtern.
Die Finanzierung im Anschluss wird in dem Fall durch kirchliche Fördemitel ggf. mögl.
11. Medien
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Davenstedt ganz nah!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Michael Schroeder- Busch
| Organisation | Diakonisches Werk Hannover gGmbH |
|---|---|
| Funktion | Stadtteildiakonie |
2. Kurzbeschreibung
Freizeit, Kultur, Soziales - Ein Angebot der kurzen Wege!
Projektbeschreibung
Der "Mobile Treff" ist ein Eventanhänger, der für persönliche Gespräche mit einem kleinen Besprechungszimmer und mit einem kleinen Veranstaltungsraum genutzt werden kann. Durch seine Ausstattung kann er nahezu wetterunabhängig genutzt werden.
Mit Beginn des Jahres 2021 wird der Mobile Treff das alleinige Angebot des Diakonischen Werkes in der stadtteilorientierten Nachbarschaftsarbeit in Hannover Davenstedt sein. Ende 2019 wurde der Mobile Treff als ergänzendes Angebot zum Nachbarschaftstreff an der Kirche gestartet.
An 4 - 5 Standorten im Stadtteil werden Aktionen, Gespräche, Kreatives und kleine Veranstaltungen angeboten. Innerhalb der ersten Monate des Projektes hat sich gezeigt, dass die dezentralen Standorte zu „Kurzen Wegen“ führten und dadurch insbesondere für junge Familien und ältere Bewohner/innen eine gute Möglichkeit sind, unkompliziert im Mobilen Treff gesellig oder aktiv zu sein. Dazu ergeben sich an den unterschiedlichen Standorten Begegnungen zwischen Personen, die an anderer Stelle wahrscheinlich nicht aufeinandertreffen würden. So sind über einige Wochen Spielpartnerschaften zwischen Erwachsenen und Jugendlichen entstanden. Einige nutzen die Nähe des Mobilen Treffs um persönlich nach Hilfen und Beratung durch das DW und auch durch andere Anbieter zu fragen. Dieses sehen wir als Chance, um neue Wege in der Nachbarschaftsarbeit zu entwickeln.
Es sollen Kurzzeitangebote „fast direkt vor der Haustür" (weiter-) entwickelt werden. Entstehende längerfristige (Interessen-) Gruppen werden in bestehende Einrichtungen im Stadtteil integriert. Dafür wird eine intensive Netzwerkarbeit betrieben. Es wird die Möglichkeit gegeben, dass sich andere Akteure mit ihrer Stadtteilarbeit im Mobilen Treff beteiligen oder sich präsentieren können. Größere Veranstaltungen werden in Kooperationen mit weiteren Akteuren in der Stadtteilarbeit Davenstedt vereinbart.
Im Mobilen Treff werden niedrigschwellige Angebote geschaffen, in dem sich Nachbarn "vor ihrer Haustür" begegnen können. Er steht mit verlässlichen Öffnungszeiten an dezentralen, markanten Plätzen im Stadtteil, um Anwohnende neugierig zu machen, sich dort zu begegnen, auszutauschen und gemeinsame Interessen zu entwickeln. Mithilfe der Mitarbeitenden werden sie motiviert, selbst aktiv zu werden. Neue Nachbar/innen und "Alt- Eingesessene" lernen sich kennen. Nachbarschaftliche Hilfen werden ermöglicht.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Davenstedt, ein eher unauffälliger Stadtteil hat mehrere Auffälligkeitsgebiete bei Betrachtung der Mikrobezirke; das Wohnviertel um den Marktplatz mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und sozialen Schwierigkeiten, ein Schlichtwohngebiet (Aktuell eine Bauruine) und Straßenzüge mit vielen Menschen im sehr hohen Alter und mit besonderen sozialen Problemlagen.
Traditionelles Vereinsleben gibt es nur noch im Sportverein, der Feuerwehr und der Kleingartenvereine.
Vorhandene Angebote der Stadtteilarbeit decken nicht den Bedarf der Freizeit und Kulturarbeit und die Nachfrage nach Kommunikation. Es sind jedoch ausreichende Räumlichkeiten mit freien Kapazitäten für Gruppen und mehr vorhanden.
Der Stadtteil ist weitläufig und durch Kleingartenanlagen und Sportplätze zweigeteilt. Das eigentliche Nahversorgungszentrum, der Davenstedter Marktplatz liegt am südlichen Stadtteilrand, ist unattraktiv und gilt als sozialer Brennpunkt, obwohl sich hier die Freizeit- und Kultureinrichtungen konzentrieren.
Große Wohngebiete sind von Ein- und Zweifamilienhäusern, sowie kleinen Mietbauten geprägt. In anderen Mietbezirken ist durch die Wohnbebauung eine (sehr) hohe Bevölkerungsdichte zu verzeichnen.
Die weiten Wege im Stadtteil sind für ältere Menschen, aber auch für viele junge Familien problematisch.
In der Stadtteiluntersuchung im Rahmen des Prozesses "Mein Quartier 2030" sind u. a. diese Probleme beschrieben. Dazu gibt es die vorbereitenden Untersuchungen für einen Antrag an das Programm "Sozialer Zusammenhalt" für den Bereich um den Davenstedter Marktplatz mit dem Schlichtwohngebiet am Geveker Kamp.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Davenstedt
Beschreibung
Der Stadtteil Davenstedt liegt am westlichen Stadtrand der Landeshauptstadt. Im Norden schließt sich Ahlem an und im Süden Badenstedt. Diese 3 Stadtteile bilden den Stadtbezirk 11. Im Westen von Davenstedt beginnt die Feldmark und im Osten (stadteinwärts) ist Davenstedt durch das Gewerbegebiet Lindener Hafen von Hannover abgeteilt.
Einwohnerzahl
10915
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
50
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019) und Daten für die Mikrobezirke im Stadtteil der Sozialplanung der LHH
Unter Sonstige ist ein Mikrobezirk benannt mit besonders hoher Altersdichte. Es gibt zwei weitere Mikrobezirke mit einem auffällig hohen Anteil der Bevölkerung über 60 Jahre.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
47
Anmerkung
Quelle:Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019) und Daten für die Mikrobezirke im Stadtteil der Sozialplanung der LHH.
Anmerkung: Unter "Sonstige" ist der Mikrobezirk um den Davenstedter Marktplatz dargestellt. Im Norden des Stadtteils gibt es einen weiteren Mikrobezirk mit 44,5 % Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle:Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2019 aus Statistikbericht der Landeshauptstadt Hannover (Sept. 2019).
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Mobile Treff ist ein Angebot, dass sich an der konkreten Wohnsituation der Bewohner/innen vor Ort orientiert. Dabei gibt es einen Schwerpunkt auf lokale Kommunikationsstrukturen zur Beteiligung der Bewohner/innen an stadtteilorientierten Entscheidungsprozessen zu sozialen, ökologischen und bildungspolitischen Vorhaben. Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der funktionalen GWA. Es werden Angebote zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Bereichen Bildung, Freizeit und persönlicher Versorgung geschaffen. In der Vorbereitung, um die Bedarfe zu ermitteln wird auf die klassischen Methoden der Befragung, Analyse und Diagnose zurückgegriffen und mit der Mobilisierung der Ressourcen im Stadtteil entsprechende Angebote zu entwickeln.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner/innen nehmen die Angebote an. Dabei kommen entsprechend der Angebote alle Altersgruppen vor.
Kriterium
Beschreibung
Die Angebote sollen mit Ideen der Bewohner/innen ergänzt werden und die Bewohner/innen werden selbst aktiv, als Ehrenamtliche.
Kriterium
Beschreibung
Weitere Träger sozialer, ökologischer, freizeitpädagogischer oder kultureller Angebote nutzen den Mobilen Treff als Angebots-/Veranstaltungsort.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev. St. Johannes Kirchengemeinde, Kath. Kirchengemeinde St. Godehard mit St. Benno, Christkönig, Maria Trost
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO - "Desperados" u. Kurt-Partsch-Haus, Cafe Kiezbook, VSE,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friedrich-Ebert-Schule, Grundschule In der Steinbreite
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Mit der Konzentration der Stadtteilarbeit auf die Einrichtung Mobiler Treff finanziert die Stadt Hannover mit einer Zuwendung eine knappe halbe Stelle. Eine erste Zuwendungserhöhung für 2021/22 ist beantragt. Über eine weitere Erhöhung der Zuwendung verhandelt werden.
Durch die Kooperation mit Fachberatungsstellen des Trägers sollen weitere Mittel für das Stadtteilangebot zur Verfügung stehen. Es gibt erste Überlegungen im Mobilen Treff weitere selbstfinanzierte Angebote zu verorten.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Welcome Kralenriede
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ilka Binnewies
| Funktion | Einrichtungsleitung / Sozialarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Kralenriede wächst zusammen
Projektbeschreibung
In Kralenriede am Stadtrand von Braunschweig ist seit 1983 eine Erstaufnahmeeinrichtung angesiedelt. Noch vor ihrer Ansiedlung wurde von der lokalen CDU Wahlkampf dagegen gemacht. Außer der EA gibt es in Kralenriede zwei Wohngebiete und zwei Gewerbegebiete. Der Ort selbst wurde 1915 für Arbeiter einer Munitionsfabrik gegründet. Bis 2015 gab es außer den Einkaufsläden, den Buslinien (und einem engagierten Sportverein, in dessen Fusballgruppe ein paar Geflüchtete aktiv sind) keinerlei strukturelle Begegnungsmöglichkeiten zwischen Geflüchteten und Alteingesessenen. 2015 gründete sich der Verein TRIVT, und konnte 2016 einen Kiosk als Nachbarschaftliche Begegnungsstelle und Anlaufstelle für Geflüchtete in Betrieb nehmen sowie seit 2017 Personalmittel des Landes gewinnen. Hier findet in kleinem Rahmen echter Kontakt zwischen Geflüchteten und Alteingesessenen statt. Die LAB und die Geflüchteten werden weitgehend als Fremdkörper von den Alteingesessenen wahrgenommen, und die Geflüchteten fühlen sich fremd im Quartier. 2015/16 gab es eine dramatische Überbelegung der LAB, sie erreichte zeitweise eine Belegung weit höher als die EinwohnerInnenzahl Kralenriedes. Über Belästigungen der Alteingesessenen durch Geflüchtete und Straftaten wurde teilweise nicht angemessen berichtet, was zu einem Verstummen über das Thema führte. Wir wollen das Thema aufgreifen, die Fremdheit im Quartier (möglicherweise nicht nur zwischen den beiden Gruppen) vermindern und die Traumata auf allen Seiten soweit möglich bearbeiten, damit alle Menschen sich wieder als Menschen in Kralenriede begegnen können, ohne Vorbehalte, und dadurch die Lebensqualität in Kralenriede steigern. Dies wird sich u.E. auch auf Braunschweig und Niedersachsen auswirken, wenn sozial angekommene statt sozial abgelehnte Geflüchtete in die Kommunen verteilt werden. Braunschweig wird besonders profitieren, da schon jetzt viele Angehörige vulnerabler Gruppen (Traumatisierte, Schwangere, Kranke) eine Verteilung nach BS erreichen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
2015/16 war die LAB in Kralenriede bis zu zehnfach überbelegt (es gibt 900 Betten, von denen aber wegen der Belegbarkeit der Zimmer und fortlaufender Renovierungsarbeiten normalerweise ständig nur 600 belegt sind). Damit gab es vorübergehend fast zweimal soviele Geflüchtete wie Alteingesessene. Die große Anzahl fremder Neuankömmlinge in dem eher ruhigen Quartier (die Durchgangsstraße und die Läden waren plötzlich voll) und etliche kriminelle Taten (Einbrüche, gewalttätige Auseinandersetzungen, Belästigungen) führten bei Teilen der Alteingesessenen zu starker Verunsicherung, Traumatisierungen und zur Verfestigung von ablehnenden Haltungen. (Schon vor der Ansiedlung der LAB war von der lokalen CDU Wahlkampf dagegen gemacht worden.) Eine individuelle Integration von Geflüchteten in das Quartier ist unmöglich, weil es dort keinen Wohnstandort gibt. Alle Geflüchteten, die kommen, gehen auch wieder. Langfristige persönliche Beziehungen können im Quartier selbst nicht aufgebaut werden. Einigen Angehörigen vulnerabler Gruppen (Traumatisierte, Schwangere, Kranke) gelingt es, eine Verteilung ins Braunschweiger Stadtgebiet zu bekommen - diese Menschen besuchen das Welcome House auch nach ihrer Verteilung weiter; da sind also grundsätzlich längerfristige persönliche Bindungen möglich. Ziel ist, verbindliche kurz - oder langfristige Kontakte und Informationen zu ermöglichen, die zu einem Abbau der Fremdheit auf beiden Seiten führen. Dies soll auch im Rahmen der Bearbeitung von Traumata bei Geflüchteten und Alteingesessenen geschehen, um dieses gemeinsame Schicksal möglichst effektiv in eine Ressource für das Klima im Quartier, für Braunschweig und für das Land zu verwandeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Stadtteilmanagement Lüneburger Innenstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Friedrich Graf
| Organisation | Hansestadt Lüneburg Stabsstelle Jugend/Soziales |
|---|---|
| Funktion | Stabsstelle Strategische Steuerung und Entwicklung - Schwerpunkt Stadtteilarbeit |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit für eine sorgende Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Wir wollen nah dran sein an den Anliegen der Menschen, sie in ihren Potentialen stärken, Gestaltungsräume bieten und damit die Entwicklung aktiver Nachbarschaften fördern. Mit diesem Ziel wird im Rahmen der Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit im Dezernat für Bildung, Jugend und Soziales aktuell u.a. in Zusammenarbeit mit freien Trägern das Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ entwickelt. Damit sollen organisatorisch bisher dem ASD zugeordnete Aufgaben des Stadtteilmanagements zukünftig in einem neu geschaffenen Bereich Stadtteilmanagement verfolgt und damit die Gemeinwesenarbeit in den Stadtteilen gestärkt werden.
Die Innenstadt bringt neben vielen Vorteilen durch attraktive Straßenzüge, Plätze mit Verweilqualität, Gewerbe und Gastronomie auch besondere soziale Herausforderungen mit sich: Hier treffen Suchtmittelabhängige, Partygänger, Gewerbetreibende und Anwohner mit ihren jeweiligen Interessen auf einander. Damit einher gehen Probleme durch Lärmbelästigung, Verschmutzung öffentlicher Bereiche und die Entstehung von Angsträumen, die letztlich zu Konflikten und Frustration insbesondere auf Seiten der Anwohner führen. Das Stadtteilmanagement soll u.a. den Austausch zwischen den Interessengruppen und das gegenseitige Verständnis fördern. Mit dem Fokus auf die Bewohnerschaft zielt das Stadtteilmanagement ebenfalls darauf ab, die Identifikation der Bewohner als sorgende Nachbarschaft zu fördern und gemeinsame Perspektiven für die Gestaltung des Stadtteils und des Zusammenlebens zu entwickeln.
Die erste und zugleich stetige Aufgabe des Stadtteilmanagements wird in der Beziehungsarbeit mit den Anwohnern und Akteuren im Stadtteil liegen. Darauf aufbauend sollen die Bürger darin begleitet werden, ihre Visionen des Zusammenlebens selbst zu artikulieren und aktiv zu verfolgen. Eine weitere Aufgabe des Stadtteilmanagements liegt in der Förderung der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und nichtstädtischen Akteuren. Durch das Aufnehmen und Teilen von Informationen und die Initiierung von Austauschtreffen und gemeinsamen Projekten verschiedener Akteure soll das Stadtteilmanagement zur Vernetzung in der Innenstadt beitragen und mögliche Synergien sichtbar machen.
Wir brauchen das Stadtteilmanagement in der Innenstadt, um den Bürgern Mut zu machen, sich zu engagieren und die Bildung einer aktiven Nachbarschaft zu fördern.
Laufzeit
2021-02-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Lüneburger Innenstadt ist Zuhause für fast 6000 Bewohner. Zugleich ist sie Aufenthaltsort für viele Tagesbesucher und Touristen. Vermutlich auch dadurch beeinflusst, ist das Leben in der Innenstadt von einer größeren Anonymität geprägt, als dies in anderen Stadtteilen zu beobachten ist. Entsprechend gering ist überwiegend die Identifikation mit der Innenstadt als eigenem Quartier und das damit verbundene Wir-Gefühl der Bewohner.
Herausfordernd für viele Bewohner der Innenstadt sind als Angsträume wahrgenommene Orte (bspw. Am Sande, Clamartpark, St. Johanniskirche). Diese sind häufig dominiert von Alkohol-und Drogenkranken, Dealern und schwer erreichbaren sozialen Randgruppen. Zu Spannungen kommt es zudem immer wieder durch Interessenkonflikte zwischen Anwohnern, Tagesgästen die zum Feiern kommen und Gastronomen.
Erfahrungen der Corona-Pandemie zeigen, dass ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von funktionierenden Nachbarschaften besteht. Die Herausforderung besteht darin, die Menschen darin zu unterstützen, ihren Willen zu artikulieren, sich zu organisieren und das Zusammenleben in der Innenstadt zu gestalten. Die Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen zur Förderung und Etablierung einer sorgenden Gemeinschaft zu schaffen und den Austausch der verschiedenen Interessengruppen zu fördern.
Im Rahmen eines umfassenden Prozesses zur Weiterentwicklung der stadtteilorientierten Arbeit der Hansestadt wird aktuell in Abstimmung mit freien Trägern ein Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ erarbeitet. Ziel ist es, die Gemeinwesenarbeit und damit das Stadtteilmanagement in Lüneburg konzeptionell neu aufzustellen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lüneburg Innenstadt (Altstadt)
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst den definierten Bereich des Stadtteils "Altstadt" mit einer Flächengröße von 104 ha.
Es grenzt im Süden an den Clamartpark und die Lindenstraße,
im Westen an die Sülztorstraße, Am Sülzwall, Am Bendikt und Am Springintgut
im Norden an die Hindenburgstraße und Reichenbachstraße
im Osten an die Schießgrabenstraße
Einwohnerzahl
5962
Quelle / Anmerkungen
Hiesiges Melderegister, Stichtag 23.04.2019
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Hiesiges Melderegister
Unterlagen zum Gebiet
auswertung_einwohner_altstadt_23.04.2019.pdf
(24.51 KB)
projektgebiet_lueneburg_innenstadt.pdf
(2.04 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Einrichtung des Stadtteilmanagements in der Innenstadt bildet den Auftakt der Gemeinwesenarbeit in diesem Stadtteil. Damit liegt der Fokus deutlich stärker als bisher auf der Information und Beteiligung der Bürger. Planungsprozesse der sozialen Infra- und Angebotsstruktur im Stadtteil werden in Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern neu aufgestellt. Mit der Weiterentwicklung sollen die Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume für die Menschen und Akteure im Stadtteil erweitert und Zugänge zu sozialen Angeboten und Dienstleistungen erleichtert werden. Partizipation, Unterstützung von Kommunikation, Selbstorganisation und gemeinsamer Handlungsfähigkeit sind dabei zentrale Merkmale.
Als Aufgaben und Methoden des Stadtteilmanagements werden im umzusetzenden Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ deshalb folgende Aufgaben und Methoden definiert: Bedarfs- und Bestandsaufnahme, Koordination und Moderation von Stadtteilrunden/ Netzwerken, Förderung der Zusammenarbeit der Akteure, Förderung der Bewohnerschaft zur Mitwirkung bei der Gestaltung des Stadtteillebens, Beteiligung der Bewohnerschaft, Ehrenamtspflege, Informationsarbeit für Bürger*innen, Akteure, Verwaltung und Politik, Initiierung, Aufbau und Begleitung von Nachbarschafts- /Bürgerprojekten, Steuerung von Angeboten im Stadtteil.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner werden mit ihrem Willen und ihren Interessen als konstruktiv kritisches Gegenüber ernst genommen. Sie haben die Möglichkeit, Projekte zu initiieren und Planungsprozessen anderer, insbesondere städtischer Akteure mitzugestalten.
Kriterium
Beschreibung
Die Bürger werden durch das Stadtteilmanagement nach Bedarf darin unterstützt, gemeinsame Formate des Dialogs zu entwickeln, ihren Willen zu artikulieren, gemeinsame Aushandlungsprozesse zu führen und Projekte und Angebote zu initiieren.
Kriterium
Beschreibung
Die Akteure wissen um die Interessen und Themen voneinander. Darüber hinaus arbeiten sie in definierten Gremien und anlassbezogenen temporären Runden zusammen. Im Fokus steht das Wohl und die Stärkung des Gemeinwesens.
Kriterium
Beschreibung
Durch gemeinsames Engagement wächst die Akzeptanz unterschiedlicher Personengruppen füreinander. Individuelle Netzwerke werden erweitert und durch verschiedene Veranstaltungen Erfahrungen der Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit gemacht.
Beschreibung
In einem Stadtteilteam aus Vertretern verschiedener Handlungsfelder und Institutionen, zu dem Themenbezogen weitere Akteure eingeladen werden können, wird integriert an Projekten und Herausforderungen zusammengearbeitet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lebensraum Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
drobs - Fachstelle für Sucht und Suchtprävention
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Aktuell befinden wir uns als Dezernat für Bildung, Jugend und Soziales der Hansestadt Lüneburg im Prozess der Weiterentwicklung der Stadtteilarbeit. Als ein Baustein dieses Prozesses wird ein Fachkonzept „Stadtteilmanagement – Gemeinwesenarbeit für eine aktive Nachbarschaft“ erarbeitet. Ziel ist es, organisatorisch einen neuen Bereich inkl. Personal für diese Tätigkeit zu schaffen, um dem mit dem Fachkonzept verbundenen Anspruch an das Stadtteilmanagement auch zukünftig nachkommen zu können.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Hallo Nachbar!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Mina Amiry
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Integration auf Augenhöhe in der Gemeinde Molbergen
Projektbeschreibung
Der gemeinnützige Verein Integrationslotsen im Landkreis Cloppenburg e.V. setzt sich für die Interessen und Rechte von Migranten ein und deren gleichberechtigte Teilhabe im Familienleben, Bildung, Beruf und Gesellschaft. Ein besonderes Anliegen ist es, Begegnungen von Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen zu organisieren, um dazu beizutragen, Vorurteile und Ängste vor dem vermeintlich Fremden abzubauen.
Das Projekt „Hallo Nachbar!“ möchte gegenüber Migranten in der Gemeinde Molbergen sowie deren Ortsteilen Peheim und Ermke durch gemeinsame Treffen und Exkursionen Nachbarschaftshilfe leisten.
Über die Projektlaufzeit verteilt sollen in der Gemeinde Molbergen und den Ortsteilen Peheim und Ermke an unterschiedlichen sozialen Treffpunkten (z.B.Pfarrheime, soziale Gemeinschaftsräume) ansässige Migranten und deren Nachbarn zu gemeinsamen Treffen und Beratungsterminen eingeladen werden. Während der Treffen gibt es die Möglichkeit, sich bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken näher kennenzulernen. Durch hinzugezogene Sprachmittler wird die Kommunikation erleichtert. Die Termine werden teilweise durch soziale und kulturelle Informationsveranstaltungen ergänzt (z.B. das deutsche Schulsystem, Gesundheitsvorsorge) sowie durch Exkursionen (z.B. nach Bremerhaven, zum Museumsdorf Cloppenburg, zur Meyerwerft/Papenburg). Beratungstermine finden in Form von regelmäßigen Sprechstunden in der Gemeinde Molbergen statt, in denen Migranten Unterstützung bei Fragen und Problemen erhalten (z.B. beim Ausfüllen von Dokumenten).
Durch die gemeinsamen Treffen und Unternehmungen sollen Hürden der Kontaktaufnahme zwischen Migranten und ihren Nachbarn überwunden werden und eine Basis zu einem freundschaftlichen Miteinanderleben geschaffen werden. Da die Gemeinde Molbergen nur über eine unzureichende öffentliche Verkehrsanbindung verfügt, soll durch einen Shuttle-Service, der im Rahmen des Projektes eingerichtet wird, den Teilnehmenden geholfen werden, die unterschiedlichen Veranstaltungsorte besser zu erreichen.
Der Abschluss des Projektes ist in Form einer Ausstellung geplant, in der Portraits und biographische Informationen der Migranten und deren Nachbarn präsentiert werden sowie eine Übersicht über den Projektverlauf. Auch eine entsprechende Erstellung eines Ausstellungskatalogs ist geplant.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Hallo Nachbar!“ möchte Familien von Migranten aus der Gemeinde Molbergen und den Ortsteilen Peheim und Ermke im Landkreis Cloppenburg dabei helfen, mit ihren Nachbarn in einen freundschaftlichen Kontakt zu treten.
2013 lebten im Landkreis Cloppenburg 11.292 Ausländer. Diese Zahl stieg bis 2017 auf 17.736 Personen (AZR-Statistik des KRV Cloppenburg). Zwar hat sich der Zuzug von geflüchteten Menschen nach Deutschland inzwischen reduziert, doch ein starker Bedarf an Maßnahmen zur Integration und gesellschaftlichen und sozialen Teilhabe bleibt bestehen. Viele der neuzugezogenen Familien und Personen wohnen nicht länger in Flüchtlingsunterkünften, sondern konnten in eine „eigene“ Wohnung umziehen. Ein solcher Umzug bedeutet zwar ein unabhängigeres, selbstbestimmteres Wohnen, aber auch, dass einem zunächst nachbarschaftliche Bezugspersonen fehlen. Häufig sind die Nachbarn der neuzugewanderten Bevölkerung nicht oder nur kaum bekannt. Gerade neuzugewanderten Menschen fällt es schwer, zu ihren Nachbarn in Kontakt zu treten. Gründe sind Unsicherheiten in der Anwendung der deutschen Sprache oder kulturelle Unterschiede und hieraus entstehende Missverständnisse. Hinzu kommt, dass viele Wohngebiete im Landkreis Cloppenburg im eher spärlich besiedelten ländlichen Raum liegen mit einer unzureichend vorhandenen Verkehrsanbindung, was die Gefahr der Vereinsamung erhöht. Aufgrund einer solchen Wohnsituation ist es umso wichtiger, Bezugspersonen vor Ort zu haben. Da die soeben beschriebene Wohnsituation verstärkt auf die Gemeinde Molbergen zutrifft, konzentriert sich das Projekt auf diese sowie auf deren Ortsteile Peheim und Ermke, in denen es zudem an sozialen Einrichtungen mangelt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cloppenburg/ Molbergen - und Ermke - und Peheim -
Beschreibung
Molbergen hat eine Fläche von 102,56 qkm. Die Gemeinde Molbergen befindet sich in zentraler Lage innerhalb des Oldenburger Münsterlandes im Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre. Die Anbindung an die zentrale Verkehrsader der Region, die Hansalinie A1 erfolgt über die L 836 sowie über die Europastraße 72 (B 213) und über die B 72, die sich im Norden und Süden der Gemeinde befinden.
Einwohnerzahl
8653
Quelle / Anmerkungen
https://www.lkclp.de/kreis-politik/zahlen-daten-fakten/bevoelkerung-und-flaeche.php
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es ist uns derzeit nicht möglich, über diese Merkmale eine adäquate Einschätzung abzugeben. Eine Einschätzung könnte aber bei Bedarf nachgereicht werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
molbergen_karte.png
(471.2 KB)
molbergen_ortsteile.png
(869.84 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Projekt „Hallo Nachbar!“ wird Migranten und deren Nachbarn in der Gemeinde Molbergen Anlauf- und Vernetzungsmöglichkeiten vor Ort geboten, indem Treffen, Unternehmungen und Beratungstermine angeboten werden. Da sich das Projekt sowohl an Migranten als auch an deren Nachbarschaft richtet, stehen die Bewohner/innen Molbergens im Zentrum der Maßnahme. Durch das Projekt sollen insbesondere infrastrukturelle (Mobilität durch den Minibus als Teil des Projektes) und immaterielle (Verbesserung und Förderung sozialer Beziehungen, Partizipation, kulturelle Aktivitäten) Bedingungen gefördert werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch Teilnehmerlisten soll eine Übersicht über die teilnehmenden Migranten und deren Nachbarn gewonnen werden.
Kriterium
Beschreibung
Durch einen Evaluationsbogen, der zu Projektende erstellt wird, soll ermittelt werden, inwiefern die Teilnehmenden durch die verschiedenen Treffen untereinander Netzwerke gebildet haben.
Kriterium
Beschreibung
Inwiefern sich die nachbarschaftlichen Beziehungen verbessern und festigen konnten, soll auch durch einen Evaluationsbogen festgestellt werden. Auch die fotografische Dokumentation (Ausstellung und Broschüre) kann hierüber Aufschluss geben.
Beschreibung
Durch verschiedene Themen, die im Rahmen von Informationsveranstaltungen vermittelt werden, werden verschiedene Handlungsbereiche (u.a. Gesundheit, Bildung) integriert gedacht und bearbeitet. Die Teilnehmerliste gibt jeweils Ausfschuss über die Resonanz.
Beschreibung
Durch den Projekt Minibus können Probleme einer fehlenden öffentlichen Verkehrsanbindung umgangen werden. Die Inanstpruchnahme des Shuttle-Services gibt Aufschluss über diesen Standard.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Akteure sind die Bewohner/innen der Gemeinde Molbergen und von den Ortsteilen Ermke und Peheim.
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Youth/Local/Agent - Netzwerkvermittler Jugend - Soziales - Sport im ländlichen Raum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Astrid Hunke
| Funktion | Agentur zur Vermittlung von Ehrenamt im Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Youth/Local/Agent - Netzwerkvermittler Jugend - Soziales - Sport im ländlichen Raum
Projektbeschreibung
Im ländlichen Raum in den Samtgemeinden Elm-Asse mit den Standorten Remlingen und Schöppenstedt sowie in der Samtgemeinde Baddeckenstedt als dritten Standort, befinden sich Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 - 22 Jahren, die sich ihre Freizeit vor Ort selbst gestalten. Diese Gestaltung entspricht nicht den Vorstellungen der Kommunen und wird kritisch gesehen. Die Orte der Gestaltung sind selbst gewählt: Scaterplätze, Höfe von öffentlichen Einrichtungen außerhalb der Öffnungszeiten, Bushaltestellen, Bolzplätze, Kirchhöfe, Spielplätze, Straßenecken, Parks, unter Brücken. Die unterschiedlichen Themen suchen sich die Jugendlichen auch selbst. Die Gruppen werden immer größer, sie finden immer weniger den Zugang zu lokalen Vereinen /Institutionen und sie stellen sich selbst für ihre sozialen Räume vor Ort nicht mehr zur Verfügung. Die Vorgehensweisen der Jugendlichen sind selbst organisiert, beinhalten einen hohen Leistungsgrad, bilden Konkurrenzen untereinander und sind mobil. Die Konkurrenzen der Gruppen führen zu Uneinigkeit und werden geschürt, wenn soziale Ungleichheiten oder ethnische Unterschiede eine Rolle spielen. An diesem Punkt sollen die „Youth/Local/Agent „zum Einsatz kommen. Sie sind junge Menschen, die in den lokalen Räumen leben und ihre Familien und ihr Umfeld dort haben. Sie stellen sich zur Verfügung um zwischen ihren eigenen Peer Groups, den Verbänden und der Kommune innerhalb der bestehenden Netzwerke zu agieren. Sie haben die Aufgabe ihre Bedürfnisse zu erfassen und an die Netzwerk Partner weiter zu tragen. Diese Beteiligung stellt den sozialräumlichen Bezug vor Ort her und führt dazu, dass die jungen Menschen eine Stimme bekommen, die zu einer Einbindung in die strukturellen Ebenen vor Ort führen. Hierzu werden sie geschult und begleitet.
Soziale Räume müssen gemeinsam mit allen Bewohner*innen lokal gestaltet werden, dazu benötigen junge Menschen Akzeptanz vor Ort.
Passende Freizeitangebote gemeinsam mit Netzwerkpartnern zu initiieren, die Ideen dazu in der Kommune vorzutragen, diese zu vermitteln und die Bedürfnisse der Jugendlichen vor Ort nachhaltig zu benennen sind die Ziele des Youth/Local/Agent. Diese Fähigkeiten zu erlangen und begleitet umzusetzen sind der Auftrag den die Trägerin des Projektes erfüllen will. Gemeinsamkeiten herzustellen, generationsübergreifend zu arbeiten und eine gemeinsame Sprache zu sprechen stärkt das Gemeinwohl und lässt Alltagsrassismus und insuffiziente Meinungsbilder nicht zu.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In allen drei Standorten der Samtgemeinden befinden sich junge Menschen, die bedingt durch mangelnde Mobilität im ländlichen Raum lokal gebunden sind. Da die Infrastruktur für die Umsetzung von jugendaffinen Freizeitmöglichkeiten mit der Abwanderung von Familien aus dem ländlichen Raum und der mangelnden Lukrativität für Jugendliche rückläufig ist, suchen sich die jungen Menschen in Schöppenstedt, Remlingen und Baddeckenstedt neue Formen der attraktiven Gestaltung von Freizeit. Alle Standorte haben zwei Gemeinsamkeiten – die Jugendlichen nutzen die Medien um sich Aufmerksamkeit und Anerkennung zu verschaffen, haben vor Ort aber keine Stimme und sie funktionieren in ihren eigenen Peergroups - sie nehmen wenig Kontakt zu anderen Gruppen und zu den Sozialräumen in ihrer Umgebung auf, in denen sich andere Gruppen befinden. Die Angebote durch die Vereine und Verbände scheinen nicht attraktiv genug, ein Bezug zu ihrer direkten Umgebung ist nicht ausreichend genug um ihre Freizeitbedürfnisse umzusetzen. Sie finden kein Netzwerk, das ihnen Gehör verschafft und bestrebt ist zu helfen ihre Wünsche zu verwirklichen, sie finden kaum lokale Anbindung. Diese Gründe führen dazu, dass die Jugendlichen ihre Freizeit nicht innerhalb ihrer sozialen Räume gestalten. Das führt zu Auffälligkeiten, die seitens der Bürgerschaft nicht erwünscht sind und daher auf Ablehnung stoßen. Akzeptanz wird wenig hergestellt und Wünsche werden gegenseitig nicht ernst genommen. Der Youth/Local/Agent hat die Aufgabe, den sozialräumlichen Bezug zwischen den Institutionen, der Kommune und der Bürgerschaft herzustellen und nachhaltig die Umsetzung der lokalen Jugend-Bürgerbeteiligung und Anbindung herzuleiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Wolfenbüttel Samtgemeinde Baddeckenstedt
Beschreibung
Das Förderungsgebiet bezieht sich auf den Landkreis Wolfenbüttel, Sg. Baddeckenstedt. Die Samtgemeinde liegt direkt im ländlichen Raum und hat eine Entfernung von ca. 15 km zur nächsten Stadt. Der Bezugsbereich ist der Landkreis Wolfenbüttel.
Einwohnerzahl
3055
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es handelt sich um eine Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Wert ist geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Dieser Wert ist geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
baddeckenstedt.pdf
(278.12 KB)
Gebiet-Name
Schöppenstedt
Beschreibung
Schöppenstedt gehört zur Samtgemeinde Elm/Asse und liegt ca.23 km von Wolfenbüttel entfernt direkt im ländlichen Raum. Schöppenstedt ist die kleinste Stadt im Gebiet , hat 559 Einwohner mehr als ein Dorf und wird daher in das Projekt ländliche Regionen mit aufgenommen.
Einwohnerzahl
5559
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
schoeppenstedt.pdf
(270.69 KB)
Gebiet-Name
Remlingen
Beschreibung
Remlingen liegt im Landkreis Wolfenbüttel und ist von -Wolfenbüttel aus 12 KM entfernt. Remlingen grenzt sich zu allen anderen Dörfern der Umgebung ab.
Einwohnerzahl
1268
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
remlingen.pdf
(265.24 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In den Standorten werden Projektbüros als Anlaufstelle eingerichtet. Diese haben feste Öffnungszeiten. Die Büros werden in den Gemeinden zur Verfügung gestellt - Schöppenstedt, Remlingen, Baddeckenstedt. In den Standorten arbeiten wir mit den vor Ort lebenden Jugendlichen im Netzwerk mit den Institutionen, Verbänden, der Kommune und den Bürgern*innen. Die jungen Menschen sollen einen sozialräumlichen Bezug zu ihrem Wohnumfeld bekommen, daher geschieht der Zugang ganzheitlich. Die erkennbaren strukturellen Mechanismen innerhalb der ländlichen Gemeinschaften müssen erkannt werden, damit die Jugendlichen einen Zugang bekommen und ihre Forderungen stellen und umsetzen können. Dies ist das Ziel der Y-l-A im ländlichen Raum. Die Vorgehensweisen der Jugendlichen benötigen breite Unterstützung der Bevölkerung , damit nachhaltig gearbeitet werden kann.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
In bereits vorhandenen Strukturen neue Projekte und Ideen verwirklicht werden können und die Y-L-A durch ihren Einsatz im lokalen Raum gehört und ernst genommen werden und Wünsche und Bedürfnisse als Programm umgesetzt werden (Bezug zum sozialen Raum).
Kriterium
Beschreibung
Netzwerker ihre Themen gemeinsam gestalten direkt vor Ort die gemeinsame Arbeit zu einer Aufwertung der Lebensqualität vor Ort führt, die jungen Menschen Gehör in ihrer Kommune und bei der Bürgerschaft finden und eingebunden sind.
Kriterium
Beschreibung
Generationsübergreifende Arbeit vor Ort erhöhen die Chancen für Jugendliche, sich mit ihrer Umgebung nachhaltige zu identifizieren. Sie erkennen wie die Mechanismen sind, die zur Funktion der Gesellschaft führen, bringen sich ein und werden vor Ort aktiv.
Beschreibung
Im ländlichen Raum sind alle Ressourcen knapp bemessen, müssen geteilt werden und das müssen alle Bürger*innen mit tragen. Y-L-A teilen mit, was sie benötigen um übergreifend zu denken und zu handeln, weil sie ihre Bedürfnisse benennen und vermitteln.
Vorhandene Strukturen
Die Freiwilligenagentur arbeitet seit 20 Jahren in der Region mit allen Altersgruppen, verfügt über Qualitätsmanagementverfahren mit Siegel der Bundesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligenagenturen BAGFA und ist spezialisiert in 8 Fachbereichen um das ehrenamtliche Tun für die Gesellschaft, im Gemeinwesen und in der Entwicklung atypischer Netzwerke. Sie hat die Aufgabe in Kooperation mit Partnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen als eine professionell arbeitende Koordinierungsstelle für Ehrenamtliche zu dienen. Sie bündelt diverse gesellschaftliche Interessen für eine Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit. Durch die Einrichtung einer Koordinierungsstelle haben die Kooperationspartner soziale Kompetenz und Engagement bei der Gewinnung, Betreuung und Fortbildung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezeigt. Die Agentur bringt junge Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig engagieren wollen, zusammen mit nachfragenden Organisationen, Einrichtungen, Projekten und Personen. Somit trägt sie zur Förderung und Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen bei. Über diese Vermittlungstätigkeit hinaus bietet sie als eine Koordinierungsstelle weitere Servicedienstleistungen in Beratung, Management und Organisation sowie Öffentlichkeitsarbeit, entlastet Organisationen und Hauptamtliche ohne sie zu ersetzen und fördert neue Projekte. Die Freiwilligenagentur wird durch die Breite der Aufgaben den Anforderungen an das „Neue Ehrenamt“ gerecht.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Remlingen und Schöppenstedt Regina Bollmeier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Zeitung Steffanie Memmert
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenredaktion Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege des Landkreises Wolfenbüttel Herr Ziebarth
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On