Gemeinsam in Grone
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lara Wunder
2. Kurzbeschreibung
Unser Grone - Gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Der Antrag wird als Unterprojekt des Vereins InGrone e.V. gestellt. Ziel ist der Aufbau nachhaltiger Strukturen zur Stärkung der Gemeinschaft und Selbstorganisation in Grone Süd. Ein gemeinschaftlich organisierter Stadtteiltreff soll als sozialer Knotenpunkt dienen.
Im ersten Jahr steht die Schaffung eines zentralen Treffpunkts im Fokus. Geplant ist die Anmietung oder Aufstellung eines Bürocontainers mit Teeküche, Toilette und Gemeinschaftsraum. Hier sollen Beratungen, Gruppen- und Nachbarschaftstreffen sowie Veranstaltungen stattfinden. Ein regelmäßiges Beratungsangebot für Frauen könnte Themen wie häusliche Gewalt, Eigenständigkeit und Trennungen adressieren. Interkulturelle Verständigung soll durch Feste, Filmabende und gemeinsame Kochveranstaltungen gefördert werden, um Vorurteile abzubauen und die Vernetzung im Stadtteil zu stärken.
Im zweiten Jahr liegt der Schwerpunkt auf Mitgestaltung und Selbstorganisation. Jugendliche werden durch kreative und niedrigschwellige Angebote wie Graffiti-Workshops, Kinoabende und politische Bildungsformate einbezogen. Ein Gartenkomitee könnte klimafreundliche Grünflächen gestalten. Beteiligungsformate wie eine „Küche für alle“ oder Aktiventreffen sollen die Motivation zur Mitgestaltung des Viertels fördern, die Lebensqualität verbessern und den sozialen Zusammenhalt stärken.
Das dritte Jahr konzentriert sich auf die Vertiefung der Vernetzung und nachhaltige Strukturen. Eine nachbarschaftlich getragene Beratungsstruktur könnte langfristige Unterstützungsangebote schaffen. Parallel dazu wird eine Finanzierungsstrategie entwickelt, um den Stadtteiltreff dauerhaft abzusichern. Thematische Treffen mit Anwohner:innen und lokalen Akteur:innen sollen eine gemeinsame Vision für die Zukunft des Stadtteils erarbeiten.
Durch die schrittweise Umsetzung entsteht ein langfristig tragfähiger Stadtteiltreff, der Partizipation, interkulturellen Austausch und nachhaltige Entwicklung fördert. Eine Anlaufstelle mit Beratungs-, Vermittlungs- und Vernetzungsangeboten schafft ein aktives Gemeinwesen. Begegnungsräume erleichtern den Austausch und die Integration. Ziel ist ein dauerhaft tragfähiges Netzwerk aus Bewohner:innen, Vereinen und sozialen Trägern, das langfristig zu einer stabilen Nachbarschaft beiträgt.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Grone ist einer der ärmsten Stadtteile in Göttingen. Das Projektgebiet Grone Süd ist eine Wohnsiedlung von der 1100 Wohnungen der Immobilienfirma LEG gehören. Die hohe Bevölkerungsdichte von 60 EW/ha spiegelt enge Ansiedlung wieder.
Probleme:
1.Armut: 28% der Bewohnerinnen beziehen Sozialleistungen, was die Lebensqualität einschränkt.
2.Arbeitslosigkeit: Mit 11% liegt die Arbeitslosenquote über dem Durchschnitt und verstärkt die Perspektivlosigkeit.
3.Migration und Rassismus: 56% haben einen Migrationshintergrund. Rassismus erschwert die soziale Integration und verstärkt Spaltung.
4.Wohnsituation: existenzbedrohende Nebenkosten und Schäden durch schlechte Renovierungen. Die LEG bietet kaum Unterstützung.
5.Wohnumfeld: Das Umfeld ist unattraktiv, mit Blockbauten und vernachlässigten Spielplätzen. Der Bedarf an Gärten ist groß, doch viele Mieterinnen dürfen diese nicht nutzen.
6.Mangelnde Freizeitangebote: Es fehlen Treffpunkte und kulturelle Angebote. Öffentliche Orte zum Verweilen sind kaum vorhanden, hohe Anonymität.
7.Häusliche Gewalt: wiederholt Fälle von häuslicher Gewalt, darunter drei Morde an Frauen (2019, 2024), was die Problematik von männlicher Gewalt in Familien verdeutlicht.
8.Mangelnde Angebote: Das Mehrgenerationen Haus ist unser Startpunkt, Angebote sind überlastet und wenig interkulturell, keine langfristige Einbindung/Selbstorganisierung.
9.Perspektivlosigkeit: Besonders Jugendliche aus armen Familien haben geringe Zukunftsperspektiven, fördert Kriminalität. Treffpunkte insbesondere für Mädchen, fehlen.
10.Fehlende Mitbestimmung: Bewohner*innen können nicht aktiv an Gestaltung des Viertels teilnehmen, was Anonymität und Einsamkeit verstärkt.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Grone-Süd
Beschreibung
Abgrenzung nach Norden: Kassler Landstraße
Abgrenzung nach Osten: Stadtfriedhof
Abgrenzung nach Süden: Bahngleise
Abgrenzung nach Westen: Siekweg
Einwohnerzahl
4326
Quelle / Anmerkungen
Stadt Göttingen : Profildaten für Statistische Bezirke 2022
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen :
Profildaten für Statistische Bezirke 2022
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen :
Profildaten für Statistische Bezirke 2022
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen :
Profildaten für Statistische Bezirke 2022
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Gemeinsam in Grone" will Quartiersmanagement mit Gemeinwesenarbeit verbinden: Unter Einbezug der Wünsche und Ressourcen der Bewohner:innen sollen Verbesserungen des Lebens- und Wohnraumes Grone erwirkt werden. Verstärkt setzt das Projekt auf die Gemeinwesenarbeit: Durch Etablierung einer Gemeinwesenstelle und eines Begegnungs- und Beratungsortes soll einerseits die infrastrukturelle Ausstattung Grones gefördert und andererseits die Bewohner:innen aktiviert und unterstützt werden.
Das Projekt "Gemeinsam in Grone" nimmt eine "aktivierende" Beratung sowie Begegnungen und kulturelle Aktivitäten zum Ausgangspunkt. Die Beratungen sollen zum einen die Situation der Bewohner:innen verbessern und somit die Möglichkeiten der Partizipation vergrößern. Zum anderen wirken die Beratungen insofern aktivierend, als dass die behandelten Themen an anderer Stelle wieder aufgegriffen und die Bewohner:innen darin zur Selbstorganisation ermutigt werden. Darüber hinaus findet die Gemeinwesenarbeit ihren Ausdruck in der Organisierung verschiedener Aktivitäten. Unter Berücksichtigung der diversen Kulturen und Sprachen, die in Grone aufeinander treffen, sind das Feste zu weltweiten Feiertagen und Anlässen wie Newroz und Eid al-Fitr oder auch niedrigschwellige, verbindende Aktivitäten wie offene Cafés, Gärtnern oder Ausflüge in die Umgebung. Diese Angebote haben zum Ziel, das Stadtteilleben zu beleben, den Zusammenhalt zu stärken und die Bewohner:innen zur Selbstorganisation anzuregen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Bedürfnisse der Anwohner*innen sind der Ausgangspunkt für Planung und Umsetzung von Maßnahmen im Stadtteiltreffen. Durch offene Kommunikation, Befragung und ehrenamtliche Mitarbeit werden die Bewohner*innen kontinuierlich einbezogen.
Kriterium
Beschreibung
Der Projektträger schafft einen zugänglichen Rahmen, in dem die Selbstorganisation der Zielgruppen in Eigeninitiative in offenen Treffen möglich ist. Die Bedürfnisse werden durch offene Kommunikation und regelmäßige Abfragen der Nutzenden ermittelt.
Kriterium
Beschreibung
Es wird auf bestehende Kompetenzen des Gemeinwesens im Stadtteil zugegriffen und Synergieeffekte erzeugt. Ebenso werden Räume geschaffen, in denen einzelne Bewohner*innen ihre Erfahrungen einbringen können und verschiedene Initiativen zusammenkommen.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner*innen entwickeln in Formaten, die verschiedene Nutzer*innengruppen zusammenbringen, zielgruppenübergreifendes Denken und Handeln für den gemeinsamen Stadtteil Grone (z.B. Straßenfest, kulturelle Feste).
Beschreibung
Der Standard wird erreicht durch die gemeinsame Bearbeitung verschiedener Interessen der Bewohner*innen wie Soziales, Politik und Kultur. Die Anwohner*innen entwickeln eine ganzheitliche Praxis, die über den Tellerrand eines Bereichs hinausgeht.
Beschreibung
Es bildet sich ein Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Initiativen. Das Netzwerk nutzt das Stadtteiltreffen als Knotenpunkt und sorgt mit den eingebrachten Kompetenzen für positive Effekte – sowohl für Initiativen als auch für Einzelpersonen.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen verschiedener Hintergründe führen gemeinsame Aktivitäten in der Nachbarschaft durch, die den sozialen Zusammenanhalt fördern. Das Stadtteiltreffen nimmt als sozialer Knotenpunkt eine unterstützende und vermittelnde Funktion ein.
Beschreibung
Das Projekt behebt mit dem Stadtteiltreffen einen Mangel an Infrastruktur für soziale und kulturelle Bedürfnisse in der Nachbarschaft. Ein zu erarbeitendes Finanzierungskonzept und die Einbeziehung Ehrenamtlicher sichern eine nachhaltige Entwicklung.
Kriterium
Beschreibung
Der Austausch mit Partnern, die in Göttingens tätig sind (z.B. Forum Waageplatzviertel, Netzwerk gegen Femizide, Internationale Gärten), sowie der Stadt schaffen Perspektiven über das Projektgebiet hinaus und stärken die gesamtkommunale Entwicklung.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In Grone besteht ein "Mehrgenerationenhaus" (MGH), welches seit 2007 als Nachbarschaftszentrum dient. Das Haus sollte die soziale Infrastruktur verbessern und stellt einen Begegnunsort dar. Allerdings ist es in seinen Kapazitäten heute vollkommen ausgeschöpft. Nicht nur sind die Räume sind in der Woche (über-)belegt, auch erreicht das Zentrum kaum mehr Menschen über die hinaus, die es gerade nutzen. Es braucht vor allem weitere Beratungsangebote, da diese in dem Mehrgenerationenhaus nur in wenigen Stunden pro Woche und oft vormittags stattfinden. Der größte Unterschied lässt sich allerdings in der Aktivierung über die Angebote hinaus ausmachen: Mit dem Projekt "Gemeinsam in Grone" werden nicht nur Dienstleistungen für die Bewohner:innen erbracht, sondern vor allem Selbstorganisation gefördert. Dies soll gelingen, in dem die Themen aus Beratung und Begegnung immer mehr in ehrenamtlich geführten Komittees ihren Ausdruck in Festen und Aktionen finden. So soll sich die Gemeinwesenarbeit in dem Projekt langfristig selber überflüssig machen. Dem Mehrgenerationenhaus gelingt dies nicht und es gibt auch kaum Ressourcen, um diese Aktivierung auszubauen.
"Gemeinsam in Grone" ist daher eine Ergänzung und Fortführung der Arbeit, die in dem MGH begonnen wurde. Die Selbstorganisation in einem zusäzlichen Projekt anzusiedeln ist keine Abgrenzung, sondern soll die Selbstorganisation hervorheben. Gemessen an der Bewohner:innen-Struktur stärken zwei Projekte der Art das Viertel nachhaltig.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jonakirche - Jona-Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauen Notruf e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Austausch mit vorhandenen städtischen GWA Strukturen in Göttingen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Für die Verankerung von “Gemeinsam in Grone” ist eine Anbindung an kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure durch projektbezogene Zusammenarbeit und Bündnisse vorgesehen. Weiter ist eine Diversifizierung der Finanzierungsquellen angestrebt: Sachkosten sollen durch Spenden in den Förderverein, durch Vermietung der Räumlichkeiten sowie Vergabe von Eintritten u.ä. getragen werden. Das Projekt wird verstärkt auf Ehrenamt setzen und so Personalkosten nach dem Projektzeitraum reduzieren können.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Frauen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nergiz Sagir
| Funktion | Vorstandsvorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
ein kreativer Safer Space für mehr Sichtbarkeit
Projektbeschreibung
Im Projekt entsteht im Stadtteil X das "Haus der Frauen" als Quartierstreff von und für Frauen. Das Projekt folgt dabei die übergeordneten Ziele, einerseits einen offenen Treff im geschützten Raum zum Wohlfühlen, Begegnen, Sich Entfalten und Bilden zu etablieren, andererseits die Sichtbarkeit von häufig übersehenen Zielgruppen, wie vor allem migrantisierten Frauen mittleren Alters, zu erhöhen. Aufbauend auf der über 400 Mädchen und Frauen umfassenden Community von Maria e.V. wird in einem ersten Schritt eine Bedarfsanalyse im Dialog mit der Projektzielgruppe im Stadtteil X durchgeführt. Dabei werden Frauen aus dem Stadtteil befragt, zu Mecker-Cafés und Ideenwerkstätten eingeladen, um eine gemeinsame Vision eines bedarfsgerechten Quartierstreffs zu entwickeln. In dieser Phase erfolgt auch eine intensive Vernetzung mit im Stadtteil wirkenden Akteur*innen, Organisationen und Multiplikator*innen. Parallel werden geeignete Räumlichkeiten im Stadtteil angemietet und unter Berücksichtigung der entwickelten Vision gemeinsam mit den Frauen aus dem Stadtteil gestaltet und eingerichtet. Bei Bedarf schreinern die Frauen die gewünschten Möbel selbst. Im neu eröffneten "Haus der Frauen" entsteht ein offener Treffpunkt, aus dem heraus sich im Dialog mit den Anwohnerinnen bzw. von diesen organisiert nach und nach Angebote entwickeln. Ein Schwerpunkt liegt auf Angeboten, in denen sich die Frauen kreativ ausleben, sich im intergenrationalen Zusammenwirken empowern und die Sichtbarkeit ihrer Lebenswelt in die Stadtteilöffentlichkeit tragen können. So entstehen z.B. aus Kreativwerkstätten und Biografie-Workshops von den Frauen entwickelte Ausstellungen, (Video-)-Podcasts, oder eine Human Library. Da wir insbesondere Frauen mittleren Alters stärken wollen, finden bspw. regelmäßig "Generationentreffen" und Erzählabende sowie Peer-to-Peer-Lernangebote statt, bei denen Alt und Jung voneinander lernen. Durch die verschiedenen Maßnahmen, die entweder von den Teilnehmerinnen initiiert werden oder im engen Austausch mit ihnen entstehen, wird so über die Zeit ein abwechslungsreiches Programm aufgebaut, das den offenen Treff ergänzt. Einmal jährlich organisieren die in das Projekt als Ehrenamtliche und Teilnehmerinnen involvierten Frauen ein "Fest der Frauen" für den Stadtteil, bei dem sie ihre Arbeit präsentieren und Menschen zusammenbringen können. Das Projekt wird fester Bestandteil des Stadtteils, der sowohl einen Safer Space bietet als auch in den öffentlichen Raum wirkt.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Gemeinsam mit den Anwohnerinnen sowie im Stadtteil wirkenden Organisationen und der LH Hannover ab der Hälfte des Projekts eine Strategie zur Anschlussfinanzierung und nachhaltigen Etablierung entwickelt. Denkbar sind verschiedene Maßnahmen, die zu diesem Ziel beitragen: Das Einwerben einer Anschlussfinanzierung, Crowdfunding-Aktionen, die ehrenamtliche Weiterführung eines Teils der Angebote, aus der Arbeit entstehende weiterführende Projekte sowie eine Unterstützung durch die Stadt.
Wir im Quartier! Menschen helfen Menschen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Abdel-Karim Iraki
2. Kurzbeschreibung
Wir im Quartier! Menschen helfen Menschen
Projektbeschreibung
Das Projekt des Vereins „Menschen helfen Menschen e. V. (MhM)“ hat das Ziel, die soziale Integration & Lebensqualität der Bewohner:innen im Quartier „Innenstadt“ zu fördern. Seit seiner Gründung durch Geflüchtete und Migrant*innen hat sich der Verein von einer Initiative zur Unterstützung von Geflüchteten zu einem sozialen Akteur entwickelt, der jetzt eine Vielzahl an Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen bereitstellt. Der Vorsitzende Karim Iraki nutzt seine umfassende Vernetzung, um auf aktuelle Bedarfe der Quartiersbewohner:innen einzugehen und Lösungen zu entwickeln. Das Projekt geht gezielt auf soziale Probleme wie Diskriminierung, Isolation und Ungleichheit ein. Durch die Schaffung eines zentralen Treffpunkts in der Innenstadt bietet MhM einen Raum, in dem Menschen aus verschiedenen Hintergründen zusammenkommen können. Hier erhalten bis zu 45 junge Menschen Unterstützung bei Hausaufgaben, nehmen an Kreativworkshops und Kochangeboten teil. Dieses Projekt hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, und viele Ehrenamtliche sind in die Arbeit eingebunden. Ziel ist es, diesen Treffpunkt zu einem lebendigen Stadtteiltreff auszubauen, der für alle Bewohner:innen offen ist. Dazu werden künftig auch Senior:innen, Migrant:innen und andere Zielgruppen mit Angeboten wie Beratung, Freizeitaktivitäten und sozialen Treffpunkten angesprochen. Um die Bewohner:innen aktiv in die Gestaltung ihres Stadtteils einzubeziehen, plant MhM, regelmäßige Besuche in Nachbarschaften zu organisieren, Infostände auf dem Wochenmarkt anzubieten und bei Stadtfesten präsent zu sein. Einladungen zu gemeinsamen Kaffeetreffen und Veranstaltungen sollen helfen, die Bedürfnisse und Ideen der Menschen im Quartier zu sammeln & umzusetzen.Der Ausbau der Netzwerkarbeit spielt eine zentrale Rolle bei diesem Vorhaben. Durch den Austausch & die enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie dem Seniorenbeirat, dem CJD, der KoMuT-Stelle und anderen Integrationsorganisationen wird das Projekt weiter gestärkt. So wird ein breites Unterstützungsnetzwerk aufgebaut, das den Zugang zu Angeboten und Ressourcen für alle Quartiersbewohner:innen erleichtert. Der Landkreis N./W. unterstützt MhM mit Fortbildungsangeboten und der Beantragung von Fördermitteln, um die Gemeinwesenarbeit weiter auszubauen und langfristig zu sichern. Der Verein möchte auch in Zukunft seine Angebote erweitern und an die sich verändernden Bedürfnisse der Gemeinschaft anpassen, um eine inklusive und solidarische Gesellschaft zu fördern.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Innenstadt vereint historische und moderne Gebäude, jedoch fehlen barrierefreie Zugänge und ansprechende öffentliche Räume für eine bessere Vernetzung der Bewohner:innen. In der Innenstadt leben 5156 Menschen, darunter 1628 über 60-Jährige und 1814 mit Migrationshintergrund. Beide Gruppen haben eingeschränkten Zugang zu sozialen Angeboten, was zu Entfremdung führt. Rückmeldungen aus der Nachhilfe zeigen, dass viele Migrant:innen, insbesondere Kinder und Jugendliche, Diskriminierung in der Schule erfahren, was die Integration erschwert. Schüler:innen und Lehrkräfte berichten von sozial benachteiligten Schüler:innen mit Sprachbarrieren, die ihre Bildungschancen einschränken. Kulturelle Konflikte und Ängste sind zentrale Themen. Bewohner:innen äußern bei Netzwerktreffen Unsicherheiten im Umgang mit anderen Kulturen, was zu Missverständnissen führt. Diese Ängste betreffen sowohl die Mehrheitsgesellschaft als auch Migrant:innen, die sich oft fremd fühlen. Fehlende interkulturelle Kommunikation verstärkt die Isolation. Viele Senior:innen, insbesondere ohne soziale Netzwerke, sind isoliert. Der Seniorenbeirat berichtet von einem Mangel an sozialen Treffpunkten. Eine Seniorin schilderte ihre Isolation, da sie keine Kontakte im Quartier aufbauen kann, was ihre psychische Gesundheit beeinträchtigt. Auch an Rückzugsorten und Empowermentmöglichkeiten für Mädchen und Frauen, besonders mit Migrationshintergrund, mangelt es. Lokale Akteure betonen den Bedarf an Angeboten zur gesellschaftlichen Teilhabe. Das Projekt zielt darauf ab, Defizite zu beheben, indem es den Bewohner:innen eine aktive Rolle in der Quartiersgestaltung gibt und Begegnungen fördert, um Ängste abzubauen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg Innenstadt
Beschreibung
Das Nienburger Stadtgebiet gliedert sich neben der sogenannten „Kernstadt“ in vier Ortsteile: Holtorf, Erichshagen-Wölpe, Schäferhof-Kattriede und Langendamm. Die Kernstadt wiederum ist in sogenannte Quartiere unterteilt; die Innenstadt, die Lehmwandlung, der Bürgerpark, die Alpheide sowie das Lein- und das Nordertor.
Das Fördergebiet umfasst die Innenstadt, die als zentraler Teil des Stadtgebiets gilt. Mit 5.156 Einwohner:innen ist die Innenstadt das bevölkerungsreichste Quatier.
Einwohnerzahl
5156
Quelle / Anmerkungen
Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Nienburg leben 5.879 ausländische Einwohner*innen . Dies macht 17,8 % der Gesamtbevölkerung aus. Im Projektgebiet leben 20,4% ausländische Einwohner*innen.
Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Nienburg sind 4.470 Hilfebedürftigen (nach SGB II), was 13,6 % der Gesamtbevölkerung Nienburgs entspricht. Im Projektgebiet sind 768 (14,9 %) Hilfebedürftigen (nach SGB II).
Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Nienburg leben 13.017 Menschen mit Migrationshintergrund. Dies macht 39,5 % der Gesamtbevölkerung aus. Im Projektgebiet leben 1.814 (35,2%)Menschen mit Migrationshintergrund.
Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Nienburg leben 5165 (15,7%) Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren davon leben 643 (12,5%) im Projektgebiet. Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Nienburg leben 9441 (28,7%) über 60-jährige Personen. Davon leben 1628 (31,6%) im Projektgebiet. Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der Kinder (unter 15 Jahren) in Bedarfsgemeinschaften in der Stadt Nienburg beträgt 37,9%. Im Projektgebiet beträgt dieser 46,2%.
Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_2.jpg
(1.31 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In der Innenstadt gibt es keine Anlaufstelle für Bewohner:innen, die eine „Kümmererfunktion“ innehat. Dies wird MhM mit den künftigen Angeboten ändern. Die Interessen der Bewohner:innen stehen immer im Fokus der Angebote. Grundlage sind demokratische Prozesse unter Einbindung der Zielgruppen. Durch die aktuellen Erfahrungen im Kinder- und Jugendprojekt BUS hat der Verein schon erste Erfahrungen sammeln können. Der Bedarf ist immens. Der Ansatz des Vereins, die Interessen der Bewohner:innengruppen durch Empowerment durch a.) Sichtbarmachung und b.) Entwicklung von Beteiligungsformaten dient der Identifikation mit und Verbesserung des Quartiers.
Durch die „offene“ Türangebote, durch die Bereitstellung einer Ansprechperson in den Vereinsräumen, wird ein Vertrauen aufgebaut. Erst dann werden Problemlagen kommuniziert und entsprechend entgegengewirkt werden. Es braucht ein „Zugpferd“, das es Bewohner:innen erleichtert, ihr Sorgen zu übermitteln. Mit unterschiedlichsten oben erwähnten Netzwerk und Kooperationspartner:innen können Alters- und Herkunftsübergreifende Angebote entwickelt werden. Im Quartier liegen Potentiale/Ressourcen die aktiviert werden, die aktuell unbekannt und ungenutzt sind. Der Verein wird Treffpunkt für alle Altersgruppen, mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe. Das Potential der Menschen wird herauskristallisiert. Das Quartier Innenstadt wird nicht mehr als "leeres" Quartier", sondern durch Aktivierung ein toller lebendiger Stadtteil der Stadt N./W. sein.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Problemlagen der Bewohner:Innen werden mit Bewohner:innen in der Anlaufstelle ernst genommen und bearbeitet. Bewohner:innen werden in allen daraus resultierenden Angeboten eingebunden und werden Akteure für die eigenen Belange.
Kriterium
Beschreibung
Weitere Netzwerkpartner:innen werden aufgebaut. Kooperationsvereinbarungen werden miteinander geschlossen, konkrete Handlungsfelder in den Kooperationsvereinbarungen werden festeglegt. Die Angebotspalette des Vereins wird hierdurch erweitert.
Kriterium
Beschreibung
Die Vereinsräume stehen den Bewohner:Innen für eigene Angebote zur Verfügung. Jede (realistische) Idee von Bewohner:innen für das Angebotsspektrum wird ermöglicht. So kann z. B. eine Gesprächsrunde für Senior:innen entstehen, ebenso ein Kreativangebot.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner:innen werden aktiviert, die Angebotspalette des Vereins mit den eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen zu erweitern.
Kriterium
Beschreibung
Der Verein ist aktiv bei Festen in der Stadt Nienburg. Durch den Verkauf von Falafel werden materielle Ressourcen aufgebaut, die in die Angebote des Vereins fliessen. So können die Aktivitäten mit eigenen Ressourcen ermöglicht werden.
Beschreibung
Der Sozialplan der Stadt Nienburg nimmt die Vereinsaktivitäten in seinen Sozialbericht auf. Alle Angebote werden regelmäßig evaluiert.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Nienburg/Weser, Carmen Prummer, Leitung Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe, Seniorenpflegestützpunkt Landkreis Nienburg/Weser
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CJD Sabine Pflaum, Jugendmigrationsdiesnt, Sven Kühtz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Mädchenberatung, AWO Migrationsberatungsstelle, Beratungsstelle gegen häusliche Gewalt, Frauenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtrat Stadt Nienburg, Jugendhilfeausschuss, Landkreis Nienburg/Weser, Kreistag, Ausschuss für INtegration, Sport und KUltur (AfISK)
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TKW (TurnKlubWeser) Karl Theuerkaufer ASC Nienburg Marzin Bienda, Verein Herzmensch Uwe Schneider;
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Jugend, FBLeitung Carmen Baldow, Stadt Nienburg/Weser, FBLeitung Christine Kreide, Integrationsarbeit Ebru Öztürk, Sozialpalnung, Sebastian Meyer
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Verein finanziert seine Angebote durch Einnahmen aus dem Verkauf von Falafel bei Festen und nutzt diese Mittel zur Sicherung der Angebote. Durch die Unterstützung des Landkreises werden aktiv Förderprogramme genutzt, um zusätzliche Mittel zu akquirieren. Nach Projektabschluss sollen die Vereinsangebote durch den Integrationsfonds der Stadt als Regelangebote etabliert werden. Angestrebt ist die Zusammenarbeit mit lokalen Firmen, um Ressourcen und finanzielle Unterstützung zu gewinnen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Der dritte Ort Hainholz
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Saeed Maissara
2. Kurzbeschreibung
Das dritte Ort Hainholz: für eine Vielfältige und inklusive Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Das dritte Ort Hainholz ist ein innovatives Gemeinwesenprojekt, das den Stadtteil Hainholz in Hannover nachhaltig stärkt. Es wird ein offener, interkultureller Begegnungsraum außerhalb von Wohn- und Arbeitsumfeld, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert und neue Möglichkeiten für Engagement und Teilhabe schafft. Besonders in einem Stadtteil mit sozialen Herausforderungen und einer heterogenen Bevölkerung.
Kernziele sind: Stärkung der Gemeinwesenarbeit – Die Bewohner:innen werden aktiv in lokale Entscheidungsprozesse eingebunden und zur Mitgestaltung angeregt, Förderung des sozialen Zusammenhalts – Durch interkulturelle Begegnungen werden Netzwerke aufgebaut und das Miteinander gefestigt, Bürgerschaftliches Engagement stärken – Die Nachbarschaft wird ermutigt, eigene Projekte wie das „Hainholz Love and Peace Festival“ zu initiieren und Nachhaltige Entwicklung sichern – Durch langfristige Strategien soll das Café über die Förderphase hinaus bestehen und gemeinschaftlich verwaltet werden.
Phasen der Umsetzung: (2025–26): Ankommen, erste Veranstaltungen und Netzwerkbildung, (2026–27): Intensivierung der Gemeinschaftsarbeit durch Workshops und Kulturangebote und (2027–28): Evaluation und Übergang in eine selbstverwaltete, wirtschaftlich tragfähige Struktur.
Maßnahmen: Gestaltung und Eröffnung des Kaschta Cafés als Ort für interkulturellen Austausch, Aufbau von Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie dem Kulturtreff Hainholz, Öffentlichkeitsarbeit, Social-Media-Kampagnen und Werbematerialien zur Bekanntmachung, Durchführung von Workshops und Veranstaltungen, um lokale Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen und Einrichtung eines Nachbarschafts-Büros als Beratungs- und Koordinierungsstelle für Initiativen.
Langfristige Wirkung: Das Projekt schafft eine nachhaltige soziale Infrastruktur, die den Stadtteil Hainholz durch vielfältige Gemeinwesenarbeit bereichert.
Die Projektleitung besteht aus vier Personen, darunter Herr. Saeed Maissara (BSc in medizinischen Laborwissenschaften), Frau Lina Marie Jäger (MA in „SozialeArbeit im internationalen Kontext“) und Frau Rahama Eldouma (BA in InternationaleBeziehungen). Allee bringen ihre Expertise und Erfahrungen ein, um das dritte Ort Hainholz gemeinsam mit den Umbaja-Mitgliedern zu führen.
Laufzeit
2025-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Hainholz ist ein Stadtteil, der mit sozialen und baulichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Die Bevölkerung ist sehr divers, jedoch fehlt es an geeigneten Treffpunkten, die den Austausch zwischen den verschiedenen sozialen und kulturellen Gruppen fördern. Besonders für Migrantengemeinschaften gestaltet sich der Integrationsprozess schwierig, da es an offenen Räumen und Netzwerken mangelt, die den Dialog und die aktive Teilnahme an der Gesellschaft unterstützen. Viele Bewohner fühlen sich isoliert, was das soziale Miteinander belastet und den Zusammenhalt erschwert.
Baulich gibt es in Hainholz ungenutzte oder wenig ansprechende öffentliche Flächen, die nicht als Orte der Begegnung dienen. Der Stadtteil wirkt funktional, jedoch wenig einladend, was den sozialen Austausch behindert. Baulich gibt es in Hainholz ungenutzte oder wenig ansprechende öffentliche Flächen, die nicht als Orte der Begegnung dienen. Der Stadtteil wirkt funktional, jedoch wenig einladend, was den sozialen Austausch behindert. Besonders Migranten und sozial benachteiligte Gruppen haben wenig Möglichkeiten, sich zu vernetzen und aktiv in die Gestaltung ihrer Nachbarschaft einzubringen.
Das dritte Ort Hainholz soll diese Lücken schließen, indem es als inklusiver „Ort“ fungiert. Hier können Menschen unterschiedlichster Herkunft und sozialer Lage zusammenkommen, sich austauschen und an der Verbesserung ihres Umfeldes mitwirken. Das Café fördert die Integration von Migranten und stärkt den sozialen Zusammenhalt, indem es die aktive Teilnahme aller Bewohner an der Gemeinschaft ermöglicht.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Hainholz
Beschreibung
Hainholz ist ein Stadtteil im Nordwesten von Hannover, der sich durch eine Mischung aus Wohngebieten, Grünflächen und sozialer Infrastruktur auszeichnet. Die genaue räumliche Abgrenzung von Hainholz wird durch verschiedene geografische Merkmale und benachbarte Stadtteile definiert:
Im Westen wird Hainholz durch den Stadtteil Linden-Limmer begrenzt, der ebenfalls ein urbanes Wohngebiet ist. Diese Grenze verläuft entlang der Bahnstrecken, die sowohl die Stadtteile voneinander trennen als auch eine Verkehrsanbindung bieten. Im Süden grenzt Hainholz an den Stadtteil Vinnhorst und auch an den „Nordstadtpark“, eine größere Grünfläche, die teilweise als Erholungsgebiet genutzt wird. Im Osten bildet die Grenze zum Stadtteil Nordstadt eine natürliche Trennung, die durch große Straßen wie die Lister Meile und die Nordstadtstraße definiert wird.
Im Westen wird Hainholz durch den Stadtteil Linden-Limmer begrenzt, der ebenfalls ein urbanes Wohngebiet ist. Diese Grenze verläuft entlang der Bahnstrecken, die sowohl die Stadtteile voneinander trennen als auch eine Verkehrsanbindung bieten. Im Süden grenzt Hainholz an den Stadtteil Vinnhorst und auch an den „Nordstadtpark“, eine größere Grünfläche, die teilweise als Erholungsgebiet genutzt wird. Im Osten bildet die Grenze zum Stadtteil Nordstadt eine natürliche Trennung, die durch große Straßen wie die Lister Meile und die Nordstadtstraße definiert wird. Im Norden erstreckt sich der Stadtteil bis zum Stadtteil Ledeburg, und auch hier gibt es eine Vielzahl von Straßen und grünen Bereichen, die die Grenze bilden.
Innerhalb Hainholz finden sich verschiedene Wohnviertel, Gewerbegebiete sowie soziale Einrichtungen. Das Gebiet weist eine gemischte Nutzung von Wohngebäuden und kleineren Betrieben auf und hat einen hohen Anteil an Mehrfamilienhäusern. Die Lage ist besonders gut durch den öffentlichen Nahverkehr und die Nähe zum Stadtzentrum von Hannover angebunden.
Das Projekt „Kaschta Café Hainholz“ würde daher ideal in diesem sozialen, gemischten städtischen Umfeld wirken, da es eine zentrale Rolle in der Förderung von Gemeinschaft, Vernetzung und sozialen Angeboten spielen kann.
Einwohnerzahl
7796
Quelle / Anmerkungen
https://www.hannover.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
1- Die Bedeutung der Vielfalt in der Gemeinwesenarbeit
Die treibende Kraft hinter diesem Projekt ist eine selbstorganisierte Gruppe von Migrant:innen, die ihm seinen einzigartigen Wert im Kontext sozialer Gerechtigkeit verleiht. Durch gezielte Finanzierungsmöglichkeiten und ihre enge Verbundenheit mit der Gemeinschaft gelingt es ihnen, jene oft übersehene und unsichtbare Basis der Gesellschaft – insbesondere in Hainholz – zu erreichen und aktiv einzubinden.
2- Fehlende soziale Infrastruktur und Treffpunkte
Hainholz leidet unter einem Mangel an Begegnungsorten, insbesondere für interkulturellen Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten. Das Projekt schließt diese Lücke durch das „Kaschta Café“, das als inklusiver Treffpunkt für Bewohner*innen aller Hintergründe dient.
3- Hoher Anteil sozial benachteiligter Gruppen
Der Stadtteil Hainholz weist überdurchschnittlich hohe Anteile an Menschen mit Migrationshintergrund (63 %), Arbeitslosen (11 %), alleinerziehenden Eltern (23 %) und jungen Arbeitslosen (5 %) auf. Diese Gruppen sind besonders auf niederschwellige Unterstützungsangebote angewiesen, die durch das Projekt gezielt gefördert werden.
4- Nachhaltigen und wirtschaftlichen Denken
Das Projekt setzt auf eine langfristige Selbstorganisation durch Gemeinwesenarbeit und wirtschaftliche Perspektiven entwickelt (z. B. Umwandlung in eine gemeinnützige GmbH), um das Project über die Förderphase hinaus tragfähig zu machen.
5- Innovativer Ansatz zur Integration und Teilhabe
Durch partizipative Formate wie das „Ubuntu-Gemeinschaftsforum“, Workshops, Nachbarschaftshilfe und das „Hainholz Love and Peace Festival“ wird der soziale Zusammenhalt aktiv gestärkt. Dies geht über klassische Gemeinwesenarbeit hinaus und fördert bürgerschaftliches Engagement auf neue Weise.
6- Beitrag zur lokalen Wirtschaftsentwicklung
Das Projekt zielt nicht nur auf soziale, sondern auch auf wirtschaftliche Stabilität ab. Das „Cultures Investment Lab“ und das „Wirtschaftsforum Hainholz“ helfen, kulturelle Initiativen in wirtschaftliche Chancen zu verwandeln. Damit trägt das Projekt zur Aufwertung des Stadtteils und zur Schaffung neuer Einkommensquellen bei.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
Projektgebiet in Prozent
63
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
Prägung
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das „Kaschta Café Hainholz“ verfolgt sowohl den Ansatz der Gemeinwesenarbeit als auch des Quartiersmanagements. Als sozialer Treffpunkt im Stadtteil stärkt es das Gemeinschaftsgefühl und fördert den interkulturellen Austausch. Ein zentraler Bestandteil der Gemeinwesenarbeit ist die Beteiligung der Anwohner*innen. Das Café bietet den Bewohner*innen einen Raum, in dem sie aktiv mitgestalten können, sei es durch Veranstaltungen, Workshops oder das Einbringen eigener Ideen. Diese Beteiligung stärkt das Zugehörigkeitsgefühl und fördert die Selbsthilfe sowie Eigenverantwortung der Community. Darüber hinaus trägt das Projekt zur Netzwerkbildung bei, indem es Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie Kulturtreffs, Schulen und Vereinen aufbaut. Diese Zusammenarbeit fördert den sozialen Zusammenhalt und schafft Plattformen für den Austausch zwischen verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen im Stadtteil. Das „Kaschta Café“ fungiert als Brücke zwischen diesen Gemeinschaften, insbesondere für Migrantengruppen.
Im Bereich des Quartiersmanagements verfolgt das Projekt eine langfristige Perspektive. Es trägt zur Verbesserung der Lebensqualität und Infrastruktur im Stadtteil bei, unterstützt lokale wirtschaftliche Initiativen und fördert die Vernetzung zwischen den Akteuren. Zudem setzt das Projekt auf Eigenverantwortung, indem es den Bewohner*innen ermöglicht, aktiv zur Weiterentwicklung des Viertels beizutragen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Der Kulturtreff Hainholz : Er ist ein offener Ort für kulturellen Austausch, Kreativität und nachbarschaftliches Miteinander. Er bietet ein vielfältiges, generationen- und kulturenübergreifendes Programm. https://kulturtreffhainholz.de
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
UNTER EINEM DACH ist eine gemeinnützige Community, die Solidarität, Selbstwirksamkeit und persönliche Entwicklung fördert. Sie setzt sich für gesellschaftliche Gerechtigkeit ein und stärkt gegenseitige Verantwortung. https://unter-einem-dach.org
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Als Kooperationspartner, der MSV e.V. wird den „Dritten Ort Hainholz“ insbesondere in drei zentralen Bereichen fördern und unterstützen: 1- Integration in bestehende Strukturen, 2- Vernetzung und Kooperation und Förderung der Umsetzung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Durch unsere langjährige Geschichte und enge Verwurzelung in Hainholz sind wir mit vielen Familien und Einzelpersonen verbunden, insbesondere mit Menschen mit Migrationshintergrund, und kennen ihre Lebensrealitäten gut.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hr. Herberg (Stadterneuerung Hannover) unterstützt unser Projekt. Am 6.03.2025 organisierte er ein Treffen mit Stadtbezirksmanager Kaczmarek und Nachbarschaftsarbeiter Kandziora. Zudem nahm er am 24. März an einer Beratung mit Hr. Kissling (LAG) teil.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unsere langjährigen Partner in Hannover, darunter der Flüchtlingsrat Niedersachsen, das Cameo Kollektiv, der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen, der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen sowie GAAKT, stehen hinter dem Projekt.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die langfristige Zukunft des dritte Ort Hainholz erfordert eine Balance zwischen sozialem Engagement und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit. Ein solides Geschäftsmodell, das die lokale Gemeinschaft einbindet, sichert den Erfolg. Finanzierungen durch Café-Einnahmen, Veranstaltungen, Mitgliedsbeiträge und Fördermittel sind wichtig. Starke Markenbildung und regelmäßige Events fördern die Bekanntheit. Eine gemeinnützige Gesellschaft (gUG oder GmbH) könnte zusätzliche finanzielle Vorteile bieten.
11. Medien
Aufsteller
figuren-am-stadtteileingang-hainholz.jpg
(261.55 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Suwi - das Nachbarschaftshaus im Suthwiesenviertel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nicola Pöckler
| Funktion | Stellv. Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnung und Aktivierung der Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Seit einigen Jahren schon sind wir als Akteur und Teil der städtischen Sozialstrukturplanung aktiv. U.a. sind wir an der Entwicklung gemeinsamer Ziele und Evaluationsmöglichkeiten für Quartiere mit Unterstützungsbedarf beteiligt und sind Träger eines Stadtteilzentrums in Salzgitter-Fredenberg. Bisher konnten wir im Quartier Suthwiesenstraße mit Migrationsberatung (Förderung Land Nds.) in einer kleinen Wohnung im Stadtteil tätig werden. Über die aussagekräftigen Daten (s. Ausgangslage) hinaus konnten wir so ein eigenes Bild der Bedarfslage entwickeln. Um diesen Stadtteil weiterzuentwickeln fehlen Räume, in denen sich Bewohner:innen treffen und aktiv werden können. Deshalb planen wir ein Stadtteilzentrum für die Bewohner:innen mit Angeboten der Begegnung, Beratung und Bildung. Räumlichkeiten im Quartier sind uns zugesagt, Voraussetzung für die Anmietung ist aber eine Finanzierung über Projektmittel, weil uns andere Mittel nicht zur Verfügung stehen. Im Stadtteilzentrum soll es einen offenen Cafébereich geben, auch die Migrationsberatung soll im Zentrum stattfinden. Für die Planung weiterer Aktivitäten ist die Beteiligung der Bewohner:innen wesentlich. Wir beziehen sie ein, indem wir im Stadtteil unterwegs sind, Menschen und Einrichtungen aufsuchen und indem im Stadtteilzentrum eine Beteiligungskultur gelebt wird. Zentral ist zunächst die Kontaktaufnahme zu den Bewohner:innen und ihre Aktivierung. Nach unserer Wahrnehmung des Quartiers können wir nicht davon ausgehen, dass unser Angebot und eine Aktivierung der Bewohner:innen sofort die Übernahme von Verantwortung und eigene Projekte bedeutet. Sie müssen als erstes eine Stimme bekommen, erfahren, dass ihnen jemand zuhört, ihre Anliegen und Wünsche auf- und ernstnimmt und sie dabei unterstützt, ihren Alltag gut zu leben. Dazu gehört auf jeden Fall die Möglichkeit der Begegnung mit Nachbarinnen und Nachbarn. Es geht im Weiteren darum, dass die Bewohner:innen dabei unterstützt werden, ihre Anliegen zu vertreten und im Wohnumfeld Dinge zu ändern, die sie für verbesserungswürdig halten. Wir schaffen dafür Strukturen, indem wir Netzwerke aufbauen, mit denen Bewohner:innen ganz praktisch an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes mitwirken können und sich über diese Möglichkeit mehr mit ihrem Viertel identifizieren. Davon versprechen wir uns auch eine Verbesserung des Rufs dieses Quartiers, so dass man gern hier wohnen möchte.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Gebiet ist ein Viertel mit Mehrfamilienhaus-Bebauung in z.T. sehr schlechten Zustand, die Fassaden sind unästhetisch und haben keine Isolation. Hier leben Familien ohne Kontakt zu anderen, viele von ihnen haben einen Migrationshintergrund (s. Daten). Es herrscht ein Nebeneinander statt Miteinander. Die Menschen stammen aus verschiedenen Nationen und haben aufgrund von Unwissenheit und Furcht große Vorbehalte gegeneinander und gegen die einheimische Bevölkerung. Viele Familien haben jüngere Kinder und leben mit ihnen relativ isoliert in kleinen Wohnungen. Bspw. die Familien aus Syrien leben seit 2015 in Salzgitter, haben aber noch nie Kontakt zu anderen Migranten oder Einheimischen gehabt, weil es für sie in ihrer Nachbarschaft keinen Ort für eine Begegnung gibt. Es besteht zu dem ein sehr verzerrtes Bild über Deutschland, sein Bildungs- und Rechtssystem. Der Stadtteil wird nicht als Wohnort zum Leben wahrgenommen, sondern als zweckmäßige Unterkunft ohne Anspruch auf Ästhetik oder Praktikabilität. Man sieht z.B. nie Familien auf den vielen Grünflächen spielen oder verweilen. Viele Familien erhalten Transferleistungen. Sie nehmen unser Angebot der Beratung zwar an, haben aber anfangs kein großes Vertrauen, weil sie die Hilfe als kostenlose Leistung nicht begreifen. Im den sehr kleinen Räumen der AWO, Über den Bülten 24, 38226 Salzgitter, wurde das Projekt „Stark im Beruf“ angeboten und ist nun ausgelaufen. Viele Familien, vor allem Frauen, wünschen sich die Erweiterung der Angebote, leider ist das in den kleinen Räumen nicht möglich. Die Migrationsberatung, die weiterhin stattfindet, ermöglicht uns einen guten Zugang zu den Bewohner:innen, hier können wir anknüpfen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter - Lebenstedt/55/57
Beschreibung
Das Gebiet erstreckt sich über die städtischen Planungsbezirke 55 und 57. Folgende Straßen begrenzen das Gebiet: Neißestraße (südl.), Schäferkamp, Feldstraße (mit einem größeren unbebauten Gelände norwestlich) (westl.), Nordstr./An der Krähenriede (nördl.), Ludwig-Erhard-Str./Albert-Schweitzer.Str, (östl.)
Einwohnerzahl
6126
Quelle / Anmerkungen
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022, Zahlen beziehen sich direkt auf das Projektgebiet
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
41
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter, Datenstand 31.12.2022
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
suthwiesenviertel02763520230315132212.pdf
(618.62 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Angebot richtet sich an die gesamte Bevölkerung im Quartier. Der Bereich Suthwiesenstraße ist den statistischen Daten nach und auch von seinem Image in der Stadt ein benachteiligtes Gebiet. Zunächst geht es darum, den Menschen bzw. den unterschiedlichen Gruppen hier (seit langem und neu Zugewanderte unterschiedlicher Herkunft) Begegnung und Kennenlernen zu ermöglichen, um das Gefühl der Zugehörigkeit zu stärken. Das geschieht u.a. durch Beteiligungsaktionen sowie Freizeit- und Bildungsangebote. Diese Zugehörigkeit wird auch durch die Übernahme von Verantwortung gestärkt. Wir gewinnen Bewohner*innen für Aufgaben im Stadtteil, wobei nicht wir vorgeben, welche das sein sollen, sondern ihre Kompetenzen und Ideen dazu aufgreifen. Die Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben ist ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit, wobei wir keine fertigen Programme anbieten, sondern unser Netzwerk nutzen, um individuelle Wege zu unterstützen. Dabei wollen wir auch Arbeitsmöglichkeiten schaffen und anbieten oder kleine lokale gewerbliche Initiativen unterstützen. Die Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit. Gemeinsam mit Bewohner:innen identifizieren wir sowohl Bereiche, die für Aktivitäten genutzt werden und ggf. besser ausgestattet werden können, aber auch vernachlässigte oder "Angst"-Räume, für deren Aufwertung sich Bewohner:innen mit unserer Unterstützung einsetzen wollen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Angebot im Stadtteilzentrum ist maßgeblich von den Wünschen der Bewohner:innen geprägt. Sie machen eigene Angebote, treffen sich im offenen Café und werden von uns bei der Durchsetzung ihrer Wünsche unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner:innen treffen sich selbst organisiert im Stadtteilzentrum und übernehmen für die Räume Verantwortung (abschließen, sauber halten...)
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus dem Quartier engagieren sich in Projekten oder bringen ihre Fähigkeiten bei Festen ein. Die lokale Wirtschaft wird in Aktivitäten und die Unterstützung des Stadtteilzentrums eingebunden.
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus verschiedenen Generationen und Herkunftsländern treffen und beteiligen sich oder setzen sich gemeinsam für ihren Stadtteil ein
Beschreibung
Das Stadtteilzentrum ist Anlaufstelle für soziale Problemlagen, aber auch für Verbesserung des Wohnumfeldes und Schaffung von Teilhabe am öffenltichen Leben in der Stadt an
Beschreibung
Regelmäßige Netzwerktreffen finden sowohl unter den Akteuren im Quartier, als auch mit den benachbarten Quartiersprojekten und stadtweit statt. Die meisten Angebote im Stadtteilzentrum sind Kooperationsprojekte.
Kriterium
Beschreibung
Es gibt neben dem Stadtteilzentrum auch andere neue Orte der Begegnung und des Wohlfühlens im Stadtteil. Feste und Feiern sind für alle da und haben ein entsprechendes Angebot (keine religiösen, kulturellen oder armutsbedingten Hürden)
Beschreibung
Das Quartier Suthwiesenstraße bleibt im Kontorskonzept der Stadt Salzgitter eins von 7 unterstützungswürdigen Gebieten. Träger und Mitarbeiter:innen sind in Planungen einbezogen und Teil der städtischen Integrationsstrategie.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jumpers, Jugend mit Perspektive
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff StartPunkt der Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreffs in anderen Quartieren
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
- Stadt SZ: identifiziert das Gebiet als Quartier mit Unterstützungsbedarf, bisher schon Förderung eines Arbeitsmarktprojekts und unserer Beratungsstelle. Lange Kooperation im Rahmen der Sozialstrukturplanung, daher versprechen wir uns eine dauerhafte Finanzierung.
- TAG, größter Vermieter vor Ort: langjährige Kooperation und finanzielle Förderung in anderen Stadtteilen, Kooperation für diesen Stadtteil zugesagt (LoI liegt vor).
- Jobcenter: regelmäßiges Angebot vor Ort geplant (LoI vorh.)
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Stadtteiltreff Neuenhäusen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lukas Barlian
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinschaft leben - Zukunft gestalten
Projektbeschreibung
Das Projekt "Stadtteiltreff Neuenhäusen" zielt darauf ab, einen inklusiven und vielfältigen Treffpunkt für die Bewohner:innen des Stadtteils zu schaffen. Dieser soll dazu beitragen, soziale und kulturelle Angebote für verschiedene Zielgruppen bereitzustellen und somit die Lebensqualität im Stadtteil zu verbessern. Durch die aktive Einbindung der Bewohner:innen und verschiedener Akteur:innen in die Projektarbeit und -planung wird eine nachhaltige Entwicklung des Stadtteils angestrebt.
Im ersten Jahr konzentriert sich das Projekt auf die Schaffung eines barrierearmen Treffpunkts, der von verschiedenen Nutzer:innengruppen für ihre Bedürfnisse genutzt wird. Dazu gehören Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien sowie Migrant:innen und FLINT-Personen (Frauen, Lesben, Divers, Inter, Trans). In Zusammenarbeit mit lokalen Akteur:innen, Ehrenamtlichen und Einrichtungen werden Veranstaltungen, Workshops und Projekte organisiert, die auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Gruppen eingehen. Die Formate sind vielfältig und decken verschiedene Interessen und Zielgruppen ab - das reicht von konkreten Hilfsangeboten über soziale Treffpunkte, bis zu kulturellen und kreativen Angeboten. Durch die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und externen Akteuren soll die Vielfalt und Qualität der Angebote im Stadtteiltreff gesteigert werden.
Im zweiten Jahr liegt der Fokus auf der Stärkung der Verbindungen zwischen verschiedenen Gruppen und Akteur:innen im Stadtteil. Hierbei werden gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen geplant, um Vorurteile und Diskriminierung abzubauen und den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil zu fördern. Das wachsende Vertrauen untereinander sorgt somit auch für ein gesteigertes Sicherheitsempfinden.
Der Antragsteller stellt dabei insbesondere mit dem Format des „Offenen Cafés“ im Stadtteiltreff eine Anlaufstelle zum Austausch und Kennenlernen sicher.
Im dritten Jahr sollen gemeinsame Visionen für die Zukunft des Stadtteils entwickelt werden. Durch Workshops, Diskussionsrunden und Evaluationsmaßnahmen werden die bisherigen Erfolge reflektiert und auf Basis dieser Erkenntnisse konkrete Schritte für die Umsetzung der Visionen erarbeitet.
Der Antragsteller KUBIN e.V. arbeitet in enger Kooperation mit der “Solidarischen Initiative Neuenhäusen” und verfügt über ein breites Netzwerk zu zivilgesellschaftlichen Akteuren in Celle. Diese Zusammenarbeit ist wichtiger Bestandteil des Projekts und sichert eine erfolgreiche Projektdurchführung.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Projektgebiet, dem Stadtteil Neuenhäusen in Celle, leben 8.000 Menschen. Es befindet sich zentral zwischen Bahnhof und Altstadt. In einer 2021 von uns im Projektgebiet durchgeführten Befragung der Bewohner:innen wurden jedoch einige Probleme und Mängel identifiziert, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen:
- Bemängelt wird ein schlechtes Sicherheitsgefühl, Gewalt und Kriminalität.
- 34% der Befragten fühlten sich von Diskriminierung betroffen. Beispiele sind Rassismus, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder aufgrund von Erwerbslosigkeit und ökonomischer Lage.
- 19% der Befragten empfinden ihren Wohnraum als zu klein.
- Die Anonymität und zu wenig Kontakte unter Kindern wurden ebenso als Probleme eingestuft.
- Im Stadtteil fehlt es den Bewohner:innen insbesondere an sozialer und kultureller Infrastruktur wie Begegnungsorten/-Cafés, kostenlosen Kultur- & Freizeitangeboten, insbesondere für Familien, kreativen & multikulturellen Angeboten sowie Möglichkeiten für die Zielgruppen Jugend, migrantische Jugend und FLINT (Frauen, Lesben, Divers, Inter, Trans).
Dieser Mangel wird auch durch die Schwächeanalyse bestätigt, die im Rahmen des 2. Bürgerforums zum Rahmenplanentwurf für die Sanierung eines Teilbereichs des Projektgebietes erstellt wurde (https://stadtsanierung-celle.de/Neuenh%C3%A4usen/Sanierung/St%C3%A4dtebaulicher-Rahmenplan/).
Vom Projektträger KUBIN e.V. wurde bereits ein Raum für den Stadtteiltreff angemietet und wird derzeit für die von den Anwohner:innen gewünschte Nutzung saniert. Die Förderung soll eine Professionalisierung ermöglichen, weitere Kapazitäten freisetzen und GWA-Standards sicherstellen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle Neuenhäusen
Beschreibung
Das Projektgebiet entspricht dem Stadtteil Neuenhäusen. Dieser wird im wesentlichen spürbar begrenzt durch eine Bahnlinie im Westen, Flüsse im Norden & Osten, sowie große Straßen im Osten und Süden). Unter anderem dadurch stellt der Stadtteil auch für die Bewohner:innen einen realen Bezugsrahmen dar.
Einwohnerzahl
8015
Quelle / Anmerkungen
https://www.celle.de/Celle-entdecken/Celle-Dein-Zuhause-/Ortsteile/Neuenh%C3%A4usen/ Stand 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2015 Laut ISEK Neuenhäusen, Stadt Celle Mai 2017 / März 2019
https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteiltreff_neuenhaeusen1_karte.jpg
(875.23 KB)
stadtteiltreff_neuenhaeusen2_luftbilder.jpg
(964.55 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Stadtteiltreff Neuenhäusen" basiert auf den Ansätzen der Gemeinwesenarbeit und zielt zielt darauf ab, die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt in Stadtteilen zu verbessern, indem lokale Akteur:innen, Ressourcen und Potenziale aktiviert und genutzt werden.
Das Projekts verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und setzt u.a. folgende Methoden der Gemeinwesenarbeit ein:
- Empowerment: Das Projekt fördert die Selbstwirksamkeit und das Selbstvertrauen der Bewohner:innen, indem sie aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und die Möglichkeit erhalten, eigene Ideen und Projekte umzusetzen.
- Durch die Organisation von Theater- & Filmvorführungen, Musik- & Schreibworkshops werden kreative Ausdrucksformen gefördert und der Austausch zwischen verschiedenen Kulturgruppen angeregt.
- Im Stadtteiltreff wird ein Mit-Mach-Café eingerichtet, das als zentraler Treffpunkt für alle Bewohner:innen dient und die Möglichkeit bietet, sich bei gemeinsamen Aktivitäten und Gesprächen besser kennenzulernen und so den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken
- Die Mitarbeitenden des Projekts legen großen Wert auf den persönlichen Kontakt und sind stets ansprechbar für Fragen, Anliegen und Ideen.
- Der Stadtteiltreff stellt einen barrierearmen und inklusiven Raum zur Verfügung.
Für das Vorhaben wird bereits ein Raum gemietet. Mit Hilfe der Förderung soll die Arbeit professionalisiert und zusätzliche Kapazitäten freigesetzt werden und GWA-Standards sichergestellt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Bedürfnisse der Anwohner:innen sind der Ausgangspunkt für Planung und Umsetzung von Maßnahmen im Stadtteiltreff. Durch offene Kommunikation, Befragung und ehrenamtliche Mitarbeit werden die Bewohner:innen kontinuierlich einbezogen.
Kriterium
Beschreibung
Der Projektträger schafft einen zugänglichen Rahmen, in dem die Selbstorganisation von Nutzer:innengruppen in Eigeninitiative möglich ist. Die entsprechenden Bedürfnisse werden durch offene Kommunikation und regelmäßige Abfragen der Nutzenden abgefragt.
Kriterium
Beschreibung
Das Netzwerk zu zivilgesellschaftlichen Initiativen wird für Kooperationen genutzt, die auf bestehende Kompetenzen zugreifen und Synergieeffekte erzeugen. Ebenso werden Räume geschaffen, in denen einzelne Bewohner:innen ihre Erfahrungen einbringen können.
Kriterium
Beschreibung
Insbesondere im Jahr 2 und 3 entwickeln Anwohner:innen in Formaten, die verschiedene Nutzer:innengruppen zusammenbringen, zielgruppenübergreifendes Denken und Handeln für den gemeinsamen Kontext Neuenhäusen (Bsp. Straßenfest, Zukunfstwerkstatt).
Beschreibung
Der Standard wird erreicht durch die gemeinsame Bearbeitung verschiedener alltäglicher Interessen der Bewohner:innen wie Soziales und Kultur. Die Anwohner:innen entwickeln eine ganzheitliche Praxis, die über den Tellerrand eines Bereichs hinausgeht.
Beschreibung
Das Netzwerk an Kooperationspartnern nutzt den Stadtteiltreff als Knotenpunkt und sorgt mit dem eingebrachten Kompetenzen für positive Effekte – sowohl für Initiativen als auch für Einzelpersonen. Gemeinsame Ziele stärken diesem Prozess.
Kriterium
Beschreibung
Anwohner:innen verschiedener Hintergründe führen gemeinsame Aktivitäten in der Nachbarschaft durch, die den sozialen Zusammenanhalt fördern. Der Stadtteiltreff nimmt als soziale Knotenpunkt eine unterstützende und vermittelnde Funktion ein.
Beschreibung
Das Projekt behebt mit dem Stadtteiltreff einen Mangel an Infrastruktur für soziale und kulturelle Bedürfnisse in der Nachbarschaft. Ein zu erarbeitendes Finanzierungskonzept und die Einbeziehung Ehrenamtlicher sichern eine nachhaltige Entwicklung.
Kriterium
Beschreibung
Der Austausch mit Partnern, die in weiteren Teilen Celles tätig sind (z.B. Klimaplattform, Êzîdischer Frauenverein Hêvî), sowie der Stadt schaffen Perspektiven über das Projektgebiet hinaus und bewirken einen Beitrag in der gesamtkommunalen Entwicklung.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungsbeirat für das Sanierungsprojekt Neuenhäusen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir streben eine Diversifizierung der Finanzierungsquellen an, um nicht von einer einzelnen Förderung abhängig zu sein.
Zur Eigenmittelgenerierung können wir Räume vermieten oder Kulturveranstaltungen mit Eintritt organisieren.
Die Beteiligung von Ehrenamtlichen hilft, die Kosten niedrig zu halten und die langfristige Nachhaltigkeit des Stadtteiltreffs zu gewährleisten.
Die Verstetigung der Kooperationen mit anderen lokalen Akteur:innen trägt zur nachhaltigen Verankerung im Stadtteil bei.
11. Medien
Galerie
Videos
Aufsteller
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Langenhagen hebt ab - für gute Nachbarschaft mit Emma und Paul
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Behrens
| Funktion | geschäftsführende Pastroin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit im Quartier - für gute Nachbarschaft mit Emma und Paul
Projektbeschreibung
Langenhagens Identifikationspunkte sind die alten Dörfer und Ortskerne, aus denen die Mittelstadt an der Peripherie zu Hannover seit den 70er Jahren zusammengewachsen ist. Die Lebensgeschichte der Bewohner:innen ist von diesen lokalen Bezügen geprägt und wird häufig aus den Erfahrungen der Zuwanderung gespeist.
Im Quartier Langenforth leben Menschen unterschiedlicher Herkunft und Konfessionen. Provisorische Unterkünfte für Geflüchtete aus der Ukraine sind in fußläufiger Entfernung. Gelegenheiten der spontanen Begegnung für alteingesessene Nachbarn und Hinzugezogene sind von großer Bedeutung, um Segregation entgegenzuwirken. Besonders die ältere Bevölkerung leidet unter fehlenden Kontaktflächen. Durch die sozialen Folgen von Corona wird diese Entwicklung verschärft.
Das Familienzentrum Emma&Paul wurde von den Kirchengemeinden Emmaus und St. Paulus gegründet, es wirkt seit 12 Jahren im Süden Langenhagens und bietet vor allem Familien Anknüpfungspunkte. Das Tätigkeitsfeld wird zukünftig erweitert, eine Umbenennung in „Nachbarschaftszentrum“ ist geplant. Mit dem Quartier Langenforth ist ein Teil des Wirkungsbereichs benannt, das sich rund um das Paulus-Gemeindehaus erstreckt. Von den Beteiligungsprozessen werden in der Langenhagener Südachse auch die benachbarten Stadtteile profitieren.
Das Mitwirken im gesamtstädtischen Entwicklungsprozess GWA bietet die Möglichkeit, eine professionelle und interdisziplinäre Kultur der Partizipation aufzubauen. Die Förderung durch die LAG ermöglicht seit 2021 der Stadt Langenhagen und zwei Kirchengemeinden, Strukturen der GWA zu implementieren. Dieser Prozess wird durch das Projektgebiet Langeforth und die Beteiligung von zwei weiteren Kirchengemeinden gestärkt.
Durch den fachlichen Austausch GWA entstehen neue Synergieeffekte. Kirche schafft Orte der Begegnung im Sozialraum, für alle Lebenslagen und Generationen. Das sozialräumliche Engagement der vier Kirchengemeinden wird von der Landeskirche als Pilotprojekt unterstützt und entfaltet Modellcharakter.
Durch Mitwirkung wird das Selbsthilfepotential gestärkt. Mit den Methoden der Aktivierung und Beteiligung begeben sich das Familienzentrum und die Nachbarschaft in einen gemeinsamen Lernprozess, um die Bedarfe zu erkunden und Lösungsansätze zu entwickeln. Wohnortnahe soziale und gesundheitsfördernde Aktionen und eine niedrigschwellige Infrastruktur bereichern das Quartier. Die Mehrdimensionalität der Interessen ist akzeptiert und Orte des Austauches sind gefunden.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Langenforth ist ein Stadtteil im Süden Langenhagens, an der Stadtgrenze zu Hannover. Das Umfeld der Paulusgemeinde ist durch Wohnblöcke und Reihenhäuser mit einer hohen Einwohnerdichte geprägt. Eine städtebauliche Sonderstellung kommt dem Geschosswohnungsbau der "Europahaus-Siedlung" mit einer durchmischten Bewohnerschaft zu. Viele Menschen sind auf Transferleistungen angewiesen, auch im Männerwohnheim der KSG mit 90 Wohneinheiten. Es besteht ein Spannungsverhältnis zwischen vernachlässigten Industriearealen im Süden mit Verlust an Wohnqualität einerseits und steigenden Preisen für Wohnraum andererseits.
Die Kirchengemeinden Emmaus und Paulus haben mit der Gründung des Familienzentrums „Emma und Paul“ vor 12 Jahren Unterstützungsangebote geschaffen. „Familienzentrum“ suggeriert als Zielgruppe die klassische Kernfamilie, sodass sich die inzwischen große Anzahl der Alleinerziehenden, Singles und von Vereinsamung bedrohten Menschen nicht angesprochen fühlt. Kirchliche Angebote entsprechen immer weniger den Bedarfen der Bewohner:innen.
Um im gesellschaftlichen Wandel weiterhin als Ressource zur Verfügung zu stehen, muss kirchliches Handeln einen Paradigmenwechsel vollziehen: Kirche bietet keine fertigen Lösungen sondern wird zu einer lernenden Institution. Diesem Veränderungsprozess stellen sich vier Kirchengemeinden, um in Kooperation mit Netzwerkpartnern als Brückenbauer zwischen Generationen, Ortsteilen und Lebensweisen zu wirken. Lösungsansätze und Methodenvielfalt können nur im Verbund mit Wohnungswirtschaft, Verbänden und Kommune Wirkung entfalten. Kirche als Akteur will dauerhaft vor Ort zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Möglichkeitsräume für Partizipation – die Stadt Langenhagen entwickelt mit Kirchengemeinden, Wohnungswirtschaft und Verbänden Strategien für eine koordinierte GWA. Ein gemeinsames Methoden-Reservoir wird aufgebaut. In der verzahnten Zusammenarbeit entstehen Handlungskonzepte für Stadtplanung und Teilhabe. Miteinander - Mitdenken – Mitwirken: Sozialraumentwicklung braucht die Zusammenarbeit der Akteure und Menschen vor Ort.
Im Projekt „für gute Nachbarschaft mit Emma und Paul“ stehen die Bewohner:innen mit ihren Bedarfen im Zentrum. Für aktivierende Maßnahmen ist eine vertrauensvolle Beziehung von entscheidender Bedeutung. Engagierte Ehrenamtliche sind wichtige Multiplikatoren. Ziel ist, gemeinsam Neues auszuprobieren und das eigene Lebensumfeld zu gestalten.
In Langenforth verändert sich die soziale Lage, verstärkt durch die Corona-Pandemie. Mitgestaltung und Zuarbeit eröffnen sozialräumliche Perspektiven, die der Sandwichposition der Kernstadt Langenhagen zwischen Hannover und den angegliederten Ortschaften Rechnung tragen. Durch vielfältige Beteiligungsformen und die Mitwirkung an konkreten Projekten werden Erfahrungen von Selbstwirksamkeit gestärkt. Eine gelebte Beteiligungskultur, in der sich Menschen ernst genommen fühlen, steigert die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, fördert die Selbsthilfe und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kirche ist eine wichtige Ressource im Sozialraum, sie schafft Orte der Begegnung für alle Lebenslagen und Generationen.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
GWA ermöglicht Synergieeffekte zwischen kirchlicher und kommunaler Arbeit. Eine fragende Haltung (kein Fokus auf Bedürftigkeit) ermöglicht, die Ressourcen der Bewohner:innen wirksam werden zu lassen; Kooperation und Methoden der sozialräumlichen Arbeit verankern GWA im landeskirchlichen Selbstverständnis; Übersetzungsarbeit von kirchlicher Arbeit in soziale Arbeit, Sozialraumorientierung verändert kirchlichen „Hilfe-Ethos“; Verstetigung durch Kooperation, Ehrenamt, Drittmittel und Spenden.
11. Medien
Galerie
Videos
baby_gebaerden.mp4
(79.15 MB)
Verwendungsnachweis: Gute Nachbarschaft in DuDerStadt. WirDerStadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Isa Sandiraz
| Funktion | Integrationsbeauftragter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnungszentrum. WirDerStadt
Projektbeschreibung
Im Quartier (Q) an der historischen Wallanlage der Stadt Duderstadt (u.a. Berliner Straße, Industriestraße, Schöneberger Straße, Charlottenburger Straße und Kolpingstraße) & in der Innenstadt wird ein Prozess des friedlichen Zusammenlebens unter multiethnischen Bewohner*innen (BW) entwickelt. Das soll mit interaktiver Entwicklung von Angeboten für & mit den heterogenen BW erreicht werden. Für diese Vielfalt wird im Inklusiven Campus (IC) ein Begegnungszentrum (BZ) mit einer Projektkümmer*in (PK) errichtet. Im Rahmen des beantragten Projekts wird unter Einbeziehung der BW ein neues BZ entstehen. Ausgehend vom neu zu errichtenden BZ werden die soziale Struktur im Q & Innenstadt verbessert & die Defizite im Gemeinwesen behoben. Ein*e qualifizierte*r Kümmerer*in soll sich v.a. um Organisation, Planung, Administration, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie die Unterstützung von selbstorganisierten Aktivitäten kümmern. Im BZ werden für generations- & kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen passende Hilfsformen und Angebotsstrukturen entwickelt und installiert, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden bzw. defizitär sind. Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet.
1. Es werden religionen- & kulturenübergreifende Begegnungsformate, z.B. Gesundheits-, Bildungs-, Kultur- & Austauschangebote entwickelt & umgesetzt.
2. Das BZ im IC soll als ein Ort für selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein Offener Treff eingerichtet & dadurch werden die Menschen mit/ohne Migrationshintergrund (MHG) aus dem Quartier & der Innenstadt bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Es wird angebahnt, den Treffpunkt-Ansatz durch örtliche Initiativen selbst tragend zu etablieren.
3. Die Zentrierung & die Vernetzung der interkulturell sensiblen Beratungs- & Unterstützungsangebote im Inklusiven Campus für verschiedene (im Quartier & in der Innenstadt lebende) Zielgruppen wird mit Hilfe der GWA stattfinden. Das wird einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der multiethn. BW im Quartier leisten. Die Belebung des BZs wird in Phasen stattfinden. Die PK wird aufsuchend & aktivierend im Q arbeiten. Parallel dazu wird eine, alle Gruppen ansprechende Räumlichkeit, unter der Mitwirkung der BW im IC aufbereitet. Ein partizipativer Projektbeirat wird die konzeptionelle und operationelle GWA-Arbeit während der Projektlaufzeit begleiten. Inklusiver Campus befindet sich unter Trägerschaft von Caritasverband
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Duderstadt (DUD) liegt an der Grenze zu Thüringen zw. GÖ & Nordhausen & ist Teil des LK Gö. Der ländl. Sozialraum hat eine unzureichende Sozialinfrastruktur. Das Projektgebiet besteht aus zwei ungleichen „Teilen“, dem Q & der Innenstadt. Das Q ist ausschl. durch Zu- und Abwanderung geprägt. Dies führt häufig zu Spannungen & Ängsten unter den Einheim.(40%) & Mig. (60% laut Stadt) im Q. Erschwerend dazu werden 267 Ukrainern im & um Q untergebracht. Es gibt kaum Freizeitaktivitäten für KuJ & Fam. & Hilfs- & Unterstützungsstrukturen gehen verloren. Multiethn. Konflikte sind zu beobachten. Intergenerationale & - ethn. Begegnungen finden nicht statt. Im Q ist in den 60ern eine Plattenbausiedlung entstanden. Die Wohnkomplexe sind in Ethnien unterteilt. Menschen mit komplexen Problemlagen & prekären Lebenssituationen finden hier ein Zuhause. Laut Fachdiensten sind viele von ihnen über lange Zeit erwerbslos, haben z. B. eine Suchtproblematik od. psych. Probleme. Unter den BW herrscht eine gegenseitige Stigmatisierung als „Ghettokinder vs. Nazis“ & eine daraus resultierende Ablehnung. Das Q wird zunehmend zu einem Brennpunkt. Im Gegensatz dazu steht die Innenstadt, die mit dem Inklusiven Campus (IC) & versch. Beratungsangeboten über eine für die Innenstadt ausreichende Sozialinfrastruktur verfügt.
Die im IC neu angesiedelte GWA wird sich der Bedarfe des Q & der Innenstadt annehmen & mit allen BW interkult. sensible Lösungsansätze & Begegnungsformate schaffen, um die Teile d. Projektgebietes zusammenzuführen. Durch vorhandene Ressourcen konnte das Q bisher nicht mit einbezogen werden. Von diesen Ansätzen & Strukturen wird die heterogene Bevölkerung im Q & in der Innenstadt profitieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Quartier Duderstadt, in und um Innenstadt südwestlich
Beschreibung
Das Quartier befindet sich überwiegend südwestlich der historischen Wallanlage der Stadt Duderstadt (Aufzählung ist nicht abschließend: Berliner Straße, Industriestraße, Schöneberger Straße, Charlottenburger Straße und Kolpingstraße etc.). Dazu zählt jedoch auch die Innenstadt. Das Quartier besteht aus einer gemischten Baufläche aus Gewerbe- und Wohngebiet. Die Hauptstraße ist die Industriestraße, welche mit dem Sachsenring und der Göttinger Straße das Gebiet umkreist. In den 60er Jahren wurden im Quartier mehrere Plattenbauten errichtet. In unmittelbarer Nähe der Plattenbauten befindet sich eine berufsbildende Schule, während in einer Nebeneinmündung eine Einfamilienhaussiedlung angrenzt. Das Begegnungszentrum befindet sich geographisch zentral in der Duderstädter Innenstadt gelegen und wird dazu dienen Bewohner*innen in- und außerhalb der Wallanlage (Quartier und Innenstadt) miteinander zu verbinden.
Einwohnerzahl
4500
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA), da es sich an alle BW des Quartiers und der Umgebung richtet. Nach Bedarf werden auch weitere Quartiere/Stadtteile DUD aktiv miteinbezogen. Die versch. Begegnungs- und Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der BW des aktuellen Quartiers. Ziel ist es, das Quartier an die Innenstadt mit anzubinden, aber auch die Qualität der multiethnischen Nachbarschaft zu verbessern. Kultur-, generation- und geschlechtersensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Zur Erreichung dieser Ziele ist die Einbeziehung der BW zentral, wie der Fokus auf die Selbsthilfeangebote verdeutlicht. Das BZ wird mit der „Kümmer*in“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Das Projekt „Gute Nachbarschaft in DUD“ wird mit Hilfe des BZ bzw. der „Kümmer*in“ aufgewertet. Die Kümmer*in fungiert als Türöffner*in. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme und Konflikte in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das BZ bietet, neben eigenen Angeboten, die Möglichkeit für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im BZ direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des BZ verstehen sich im Sinne der GWA sowohl als Aufwertung des Quartiers, als auch als Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
50 % der Bewohner*innen Duderstadt sind informiert und wurden und werden aktiv an der Angebotsentwicklung- und Umsetzung beteiligt
Kriterium
Beschreibung
Multiethnische Bewohner*innen im Quartier nutzen das Begegnungszentrum zu selbst gewählten Themen; ehrenamtliche Aktivitäten werden periodisch erfasst und gefördert. Gründung von migrantischen Vereinen gefördert
Kriterium
Beschreibung
Das Begegnungszentrum u. gute persönliche Erfahrungen (Umsetzung von Beteiligung) stärken Nachbarschaft und Zusammenhalt in Duderstadt
Beschreibung
SWOT-Analyse und Befragung, Kulturen-Vielfalt und Fähigkeiten der BW als Chance sehen, ländlicher Charakter und zentrale Lage des Q ermöglicht Einbindung großer Bewohner*innenanzahl
Kriterium
Beschreibung
Wohnumfeld & Lebenssituation d. Menschen haben sich verbessert, Quartier merklich attraktiver, soziale und kulturelle Angebote werden von allen Bewohnergruppen wahrgenommen und positiv evaluiert
Kriterium
Beschreibung
Netzwerk d. IC wird für GWA genutzt und ausgebaut, aus Netzwerk wird ein Projektbeirat gebildet, mit dem Netzwerk werden gem. Projekte geschaffen, BW von Q nutzen Angebote aus dem Netzwerk, Kooperationen werden halbjährlich evaluiert und ggfls. optimiert
Kriterium
Beschreibung
Stadt u. LK arbeiten im Prozess eng zusammen, GWA wird in Stadtentwicklungsprozess integriert, GWA soll Ausstrahlungskraft für umliegende Städte und Gemeinden haben, GWA-Nachhaltigkeit wird durch Integration in die komm. Strukturen gesichert
Kriterium
Beschreibung
GWA im IC bezieht alle BW unabhängig von Zielgruppenangehörigkeit ein, GWA ist von Struktur und Inhalt her flexibel, GWA-Netzwerk im IC erreicht vielfältige Zielgruppen
Beschreibung
GWA-Netzwerk bietet weitreichende Möglichkeiten u. Knowhow, Im IC befinden sich interdisziplinäre Strukturen, GWA kooperiert zum Wohle der BW Ressort/Disziplin übergreifend, z.B. mit Beratungsstellen, Schulen, KiTas, Zivilgesellschaft, Behörden etc.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Duderstadt insb. Bereich Stadtplanung- und Entwicklung, Gleichstellungsstelle, Rat der Stadt Duderstadt, Landkreis Göttingen, Integrationsbüro, Gleichstellungsstelle, Demografiebeauftragte, FB Jugend, Soziales, ABH und Jobcenter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritasverband, Inklusiver Campus-Familienzentrum, AWO, DRK, Kath. Familienbildungsstätte, Tafel Duderstadt, Jugendhilfe am Rohns, Sozialdienst kath. Frauen, Lorenz-Wertmann-Haus, Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtkranke Duderstadt etc.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
JuFi - Das MehrGenerationenHaus; Sportvereine, Schützenverein Geselligkeit, Freiwillige Feuerwehr, Landfrauen-Frauengemeinschaft Breitenberg, Cafe Grenzenlos, Kulturvereine, Museen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser, Psychotherapeuten (erwachsenen und KuJ), Suchtberatungsstelle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulen z.B. Berufsbildende Schule, Grundschulen, Eichsfeld-Gymnasium, KiTas, Familienzentrum-Inklusiver Campus, Erziehungsberatungsstelle,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Kirche, Evangelische Kirche, Vertreter*innen aus anderen Religionsgemeinsschaften
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zuständige Wohnbaugesellschaften bzw. private Vermieter von Plattenbauten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eichsfelder Tageblatt, Göttinger Tageblatt, NDR, Homepage der Bürgerstiftung, Webseite von AWO, Stadt u. LK
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Multiethnische, intergenerationale Bewohner*innen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Landkreis Göttingen beabsichtigt, das im Inklusiven Campus bzw. im Familienzentrum geschaffene Begegnungszentrum über die Förderperiode hinaus weiter zu finanzieren. Die Weiterfinanzierung wird hauptsächlich durch die Verwendung von kreiseigenen Finanzmitteln erfolgen, sowie der zusätzlichen Akquise von externen Fördermitteln. Diese Finanzmittel können sowohl für Sachausgaben als auch Personalausgaben verwendet werden. Dadurch wird das zukünftige Fortbestehen der GWA nahtlos gewährleistet.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Sustainable SQUAT
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marco Frank
| Organisation | Refugium e.V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsleitung |
2. Kurzbeschreibung
GWA meets SDG – Konkrete Utopien für ein solidarisches Braunschweig
Projektbeschreibung
Mitten in Braunschweig ist SQUAT gewachsen, ein Gemeinwesenzentrum, das weit mehr als nur einen Ort markiert. Es ist der Kern einer Gemeinschaft, die zusammenfindet, um nicht nur Raum zu teilen, sondern auch Hoffnungen, Visionen und die feste Überzeugung, dass eine andere, bessere Gesellschaft möglich ist. In den letzten drei Jahren haben wir mit SQUAT Menschen begleitet, Projekte umgsetzt und ein Leben in Vielfalt ermöglicht. SQUAT hat gezeigt, dass konkrete Utopien möglich sind. Diese konkreten Utopien (Ernst Bloch) erinnern uns daran, dass eine bessere Welt nicht in fernen Träumen verharren muss, sondern durch die Hände und Herzen derer zum Leben erweckt werden kann, die sich für ihre Verwirklichung einsetzen. SQUAT positioniert sich mutig im Zentrum dieses Kampfes gegen Ausgrenzung, indem es jedem Einzelnen nicht nur die Möglichkeit bietet, Teil der Gemeinschaft zu sein, sondern auch, individuellen Stärken einzubringen. Der Akt der Teilgabe, besonders hervorgehoben durch die Einbindung von Menschen mit Fluchtbiografie, zeigt die Vielfalt an Talenten und Perspektiven, die unsere Gemeinschaft bereichern und stärken. Unser Ansatz, der sich vom Munizipalismus und dem Konzept der Brave Spaces leiten lässt, bietet einen fruchtbaren Boden, auf dem diese Ideale wachsen können. Der Munizipalismus fördert die direkte Teilhabe aller Bürger:innen an der Gestaltung ihres Lebensraums und setzt sich für die Demokratisierung der lokalen Politik ein, während Brave Spaces sichere, doch herausfordernde Umgebungen schaffen, in denen offene Diskussionen und das Teilen von tiefen Erfahrungen möglich sind. In solchen Räumen wachsen nicht nur Verständnis und Akzeptanz, sondern es werden auch Brücken zwischen unterschiedlichen Lebenswelten gebaut. Die Sustainable Development Goals (SDG) der UN dienen uns als globale Landkarte, die Orientierung bietet, wie wir zusammen eine nachhaltige, gerechte und inklusive Gesellschaften aufbauen können. Mit ihnen entwickeln wir die bisherigen Angebote weiter, um die Entwicklung des Quartiers im Sinne des Gemeinwohls zu fördern. Dafür werden einfache, praktische und niedrigschwellige Ansätze genutzt, die zum Ziel haben, Bewohnende entsprechend eigener Stärken gezielt zu unterstützen, ein aktiver Teil der Gemeinschaft zu werden. Andererseits geht es in dieser Phase auch darum, das SQUAT als Teil der Gemeinwesenlandschaft in Braunschweig und auf kommunaler Ebene in den politischen und administrativen Strukturen als Leuchtturm zu etablieren.
Laufzeit
2025-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der aktuellen städtischen Entwicklungsphase, nach dem Ende diverser Förderprogramme für Innenstädte und im Kontext globaler Krisen, sieht sich SQUAT mit Herausforderungen konfrontiert. Trotz seiner anerkannten Bedeutung für das soziale Miteinander der Stadt, wurde SQUAT aufgrund von Sparzwängen im kommunalen Haushalt bisher nicht in die institutionelle Förderung mit aufgenommen. Damit ist frühstens Ende 2027 zu rechnen. Das zeigt, dass Gemeinwesenprojekte in Zeiten knapper Kassen oft als nachrangig betrachtet werden, obwohl sie essentiell für das gesellschaftliche Zusammenleben sind. Zusätzlich haben sich zwar diverse Gruppen, die sich den Zielen nachhaltiger Entwicklung (SDGs) verschrieben haben, bei SQUAT versammelt, doch es fehlt an einer effektiven Bündelung ihrer Interessen. Diese Fragmentierung erschwert eine wirkungsvolle Einflussnahme auf die Stadtentwicklungspolitik, was das Potenzial einer koordinierten Stimme für nachhaltige Veränderungen ungenutzt lässt. Ein weiteres Problem stellt die Homogenität dieser Gruppen dar, die wenig Zugang für Geflüchtete bietet. Unser Anspruch ist es, ein Zentrum zu sein, das nicht nur Teilhabe ermöglicht, sondern aktiv zur Teilgabe einlädt. Durch die Fokussierung auf gemeinsame Projekte, die auf den praktischen Fähigkeiten aller Bewohner:innen aufbauen, streben wir danach, ein vielfältiges Gemeinwesen zu fördern, das integrativ ist und allen offensteht. In dieser Phase von SQUAT ist es von höchster Bedeutung, die Gemeinwesenarbeit zu stärken und die Basis für eine inklusive und nachhaltige Stadtpolitik zu schaffen. Diese sollte die SDGs als Leitlinien verstehen und die Anwohner:innen in den Mittelpunkt des Handelns stellen
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweiger Innenstadt
Beschreibung
Orientierung am sogenannten inneren Ring Braunschweigs (siehe Karte). Die Wirkungen unserer Gemeinwesenarbeit weisen aber durch den zentralen Charakter unserer Einrichtung über den Stadtteil hinaus.
Einwohnerzahl
6500
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0500/BSM_Sozialbericht2022.pdf
https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/fb01/ref0120/stadtforschung/Infoline_StaFo_BS_2024-06_Staatsangehoerigkeiten_2023_e.pdf
Die Daten beziehen sich auf Menschen ohne doppelte (also zusätzlich deutsche) Staatsangehörigkeit / gemessen am Stadtkern ist der Wert sogar noch höher (bei ca. 30 % siehe Seite 12 zweite Quelle)
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0500/BSM_Sozialbericht2022.pdf
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/ref0500/BSM_Sozialbericht2022.pdf
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_projektgebiet_refugium.png
(2.78 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
SQUAT verkörpert GWA, die sich an Schlüsselstandards orientiert: Fokussierung auf Menscheninteressen, Stärkung der Selbstorganisation und die Gestaltung des Zusammenlebens. Wir betonen die Wichtigkeit, aller Bewohnenden, insbesondere Menschen mit Fluchtbiografie, Plattformen für Teilgabe und aktive Mitgestaltung zu bieten, was direkt die Standards der GWA reflektiert. Unsere Initiativen zur Förderung von Brave Spaces und zur Stärkung der Teilgabe sind Kern unserer Arbeit und spiegeln die Qualitätsstandards der GWA wider. Durch die Schaffung inklusiver Räume, in denen Vielfalt und Solidarität gelebt werden, stärken wir das Gemeinwesen und fördern ein Zusammenleben, das auf gegenseitigem Respekt und Unterstützung basiert.SQUAT agiert nach dem Prinzip, dass die Interessen und Bedürfnisse der Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen, was unsere Ausrichtung an den Menschenrechten und dem Gemeinwohl untermauert. Die Entwicklung starker, interaktiver Netzwerke innerhalb der Gemeinschaft unterstützt die Bildung von handlungsfähigen, selbstorganisierten Gruppen und Individuen, was die Selbstwirksamkeit und das Empowerment fördert. Indem wir das soziale und kulturelle Miteinander durch gemeinschaftliche Projekte und Veranstaltungen bereichern, tragen wir zur lebenswerten Gestaltung des Quartiers bei. SQUAT dient als Beispiel dafür, wie die Umsetzung der GWA-Qualitätsstandards in der Praxis aussehen kann, mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Inklusion und demokratische Teilhabe
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Anwohner:innen, Menschen mit Migrationserfahrung und Fluchbiografie, engagierte Gruppen und Initiativen
Kriterium
Beschreibung
Soziale Initiativen, Ehrenamtliche, Menschen auf der Suche nach Gemeinschaft, Politik, Stakeholder
Kriterium
Beschreibung
Menschen, die sich einbringen wollen; Menschen mit versteckten Talenten (Teilgabe); Netzwerkpartner:innen
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Durch die Kombination von ehrenamtlichem Engagement und professioneller Leitung ist ein dynamischer Raum, der kulturelle, soziale und ökologische Initiativen und Akteure zusammenbringt, entstanden. Ehrenamtliche, darunter auch Menschen mit Fluchtbiografie, bringen ihre Stärken in Projekte wie Urban Gardening, Kreativangebote, Kochabende und Sprachkurse ein, stärken somit die Gemeinschaft und fördern den Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung. Die regelmäßigen Treffen und Workshops im SQUAT fördern nicht nur die direkte Beteiligung der Bewohner:innen am Quartiersleben, sondern tragen auch zur Entwicklung nachhaltiger Strukturen bei. Die Zusammenarbeit mit der Stadt und die Aussicht auf institutionelle Förderung zeigen die Anerkennung von SQUATs Wert für die Gemeinschaft. Das Projekt dient als Modell für effektive Gemeinwesenarbeit, die auf Prinzipien der Teilgabe und Inklusion basiert und gleichzeitig eine Plattform für die Verwirklichung konkreter Utopien bietet.
Die besondere Stärke von SQUAT liegt in der Verbindung von Quartiers- und Migrationsarbeit, die durch sehr niedrigschwellige Angebote eine breite Vielfalt an Menschen erreicht und aktiv in die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens einbindet. Die wachsende Zahl an Veranstaltungen und die steigende Beteiligung zeigen den Erfolg dieses Ansatzes und unterstreichen Bedeutung von SQUAT als lebendiges Beispiel für eine gelungene, integrative und partizipative Stadtentwicklung.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialreferat | Abt. Nachbarschaftszentren
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TU Braunschweig | GTAS - Prof. Dr. Tatjana Schneider
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
foodsharing e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Büro für Migrationsfragen | Integrationsplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Schuldnerberatung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsreferat Stadt BS | Ulrike Adam
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle LSBTI* Stadt Braunschweig | Mareike Walther
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interkulturelle Servicestelle für Gesundheitsfragen im Gesundheitsamt | Fr. Dr. Javanmardi
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendamt Stadt Braunschweig (Abt. Unbegleitete Minderjährige) | Christina Bogner
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Tafel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Antidiskriminierungsstelle Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tagestreff IGLU (für wohnungslose Menschen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Braunschweig (Migrationsberatung und Quartiersmanagement)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verein für sexuelle Emanzipation (VSE)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cura e.V. (Strafgefangenenhilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dialogforum Innenstadt | Braunschweig Zukunft GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartier Plus | Ayat Tarik
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Annes Garten | Urban Gardening Shop in der Braunschweiger Innenstadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauenberatungsstelle e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
pro familia Braunschweig
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
SQUAT hat die Chance künftig eine institutionelle Förderung der Stadt Braunschweig zu erhalten. Die Priorität bei der Stadt spiegelt die Wertschätzung für SQUATs Beitrag zur sozialen und kulturellen Stadtentwicklung wider. Diese Förderrunde ist entscheidend, um die Erfolge zu verstetigen und SQUATs Rolle als Modellprojekt für Inklusion und demokratische Teilhabe auszubauen. Eine Weiterförderung würde die dauerhafte Integration in die städtische Förderlandschaft sichern.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Starke Innenstadt - WIR für ein lebendiges Peine
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Berit Kühne
2. Kurzbeschreibung
Raum der Begegnungen
Projektbeschreibung
Wie viele Kleinstädte (Kernstadt 27327 Einwohner) und ländliche Kommunen beschäftigt sich auch die Stadt Peine seit vielen Jahren mit den Herausforderungen des demografischen Wandels und der Integration. In den letzten zehn Jahren ist in der Kleinstadt Peine, vor allem in der Innestadt, die Zahl der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stark angestiegen. Im Januar 2014 lag die Zahl noch bei 16%, im Jahr 01/2020 bereits bei 27% und vier Jahre später im Jahr 01/2024 bereits bei 34% - Tendenz steigend. Dieser rasche Anstieg stellt die Innenstadt vor ganz neue Herausforderungen. Wir wollen einen "Raum der Begegnungen" schaffen. Wir, das ist der Paritätische Niedersachsen e.V., Kreisverband Peine. Wir bieten direkt in der Innestadt Räume an, die über eine sehr gute Ausstattung verfügen. Ein großer, heller Gemeinschaftsraum/Eingangsbereich, eine Küche, Nähmaschinen, Büroräume, Internetzugänge, Sitzlounge und vieles mehr.
Dort möchten wir Probleme erfragen und erforschen, Interessen sowie Ressourcen eruieren, sozialräumliche Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verändern und gestalten.
Durch die Schaffung eines zentralen Gemeinschaftsortes, gezielte Ansprache durch aktive Befragung, niedrigschwellige Zugänge und Beratung möchten wir einen Beitrag leisten, die Nachbarschaft zu stärken und den sozialen Zusammenhalt zu fördern.
Verschiedene Angebote wie beispeilsweise ein (Reparatur)Café, ein Frauengespächskreis, oder auch Informationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen verbessern die Kommunikation und das Miteinander im Stadtteil.
Die Kooperation und Partnerschaften zu verschiedenen Akteuren im Quartier fördern strukturelle Entwicklungen vor Ort.
Laufzeit
2025-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wie eingangs bereits erwähnt hat sich die Bevölkerung in den letzten zehn Jahren in der Stadt Peine, vor allem in der Innestadt, stark verändert. Im Januar 2014 lag die Zahl noch bei 16% im Jahr 01/2024 bereits bei 34% - Tendenz steigend. Dieser rasche Anstieg stellt die Innenstadt vor ganz neue Herausforderungen. Menschen unterschiedlicher Kulturen leben zusammen und bringen ihre eigene Sozialisation und Lebensgeschichte mit. Wohnraum ist begrenzt vorhanden, somit wird es immer schwieriger eine bezahlbare Wohnung in der Innensatdt zu bekommen. Der Einzelhandel verringert sich stetig, Geschäfte schließen. Ferner entstehen immer mehr Bereiche, die von Menschen gemieden werden.
Sowohl ältere Menschen, als auch Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind auf eine gute Versorgung und Anbindung vor Ort angewiesen. Die Mobilität dieser Zielgruppe ist häufig eingeschränkt. Die rasche Wandel der Bevölkerung in der Innenstadt führt zu unterschiedlichen Veränderungen und Herausforderungen, denen präventiv entgegengewirkt werden muss.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Paritätischen, die täglich vor Ort in der Innenstadt arbeiten, nehmen diese Veränderungen und Herausforderungen auch subjektiv wahr. Aus diesem Grund beabsichtigt der Paritätische die Gemeinwesenarbeit vor Ort als eine weitere, neue Säule zu etablieren und zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in der Innenstadt einen wichtigen Beitrag zu leisten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Peine Innenstadt
Beschreibung
Peiner Innenstadt, Gebiet 101
Einwohnerzahl
4488
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerzahlen 01/2024 Stadt Peine
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Peine Einwohnerzahlen, 01/2024
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auskunft der Stadt Peine, Zahlen Stand 01/2024
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auskunft der Stadt Peine, Zahlen Stand 01/2024
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
strassenzuordnung_101.pdf
(87.22 KB)
statistische_bezirke_stadt_peine.pdf
(3.52 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir möchten Beziehungsarbeit leisten und bestenfalls die Entwicklung des Einzelnen fördern, sich im Stadtteil selbstwirksam einzubringen. Ziel ist es, die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu verbessern. Ferner soll die Partizipation der Menschen, eine offene Kommunikation, eine Vernetzung untereinander und die Fähigkeit der Selbstorganisation gefördert werden. Da wir in der GWA bisher noch nicht gearbeitet haben, möchten wir uns auf diesem Gebiet weiterentwickeln. Wir sind davon überzeugt, dass der ganzheitliche Ansatz der GWA in der Innenstadt alle Bewohner gleichermaßen erreichen kann. Aktuellen Herausforderungen wird begegnet und präventiv entgegengesteuert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinschaftsraum wird angenommen und genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Menschen vernetzen sich eigenständig und helfen sich untereinander.
Kriterium
Beschreibung
Menschen erkennen ihr Potenzial und können es einbringen. Raum der Begegnungen und andere Schnittstellen unterstützen dabei.
Kriterium
Beschreibung
Alle Menschen fühlen sich gleichermaßen angesprochen.
Beschreibung
Vermittlung zwischen Bewohnern, Politik und Verwaltung gelingt.
Beschreibung
Netzwerke und Kooperationen sind bekannt und können genutzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaft wird sichtbar und erlebbar. Sozialer Zusammenhalt ensteht. Ziel ist es, die Entwicklung eines starken Gemeinwesens zu fördern.
Beschreibung
Die Daseinsvorsorge ist gesichert. Menschen sind vor Ort für den täglichen Bedarf ausgestattet.
Kriterium
Beschreibung
Die kommunale Verwaltung sieht das Projekt als ein sinnvolles und langfristiges Mittel zur Nachbarschaftsförderung an und unterstützt einen zukünftigen Fortbestand.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Peiner Allgemeine Zeitung, Peiner Nachrichten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arcus, Pro Familia, Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-Luth. Friedenskirche Peine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Wohnen, Ambulante Hilfe Peine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Peine, Selbsthilfe, Freiwilligen-Agentur, Jungregio
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Peine stellte sich heraus, dass ein Raum der Begegnungen und der Ausbau der Gemeinwesenarbeit vor Ort befürwortet wird. Es wird eine enge Zusammenarbeit im Projektzeitraum mit der Stadt Peine angestrebt.
In dieser Zeit werden weitere Säulen der Finanzierung betrachtet und ausgelotet. Ziel ist es, den Raum der Begegnungen langfristig zu etablieren.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On