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Wir im Quartier! Menschen helfen Menschen

Ansprechpartner
Abdel-Karim Iraki
Wir im Quartier! Menschen helfen Menschen
Projektbeschreibung
Das Projekt des Vereins „Menschen helfen Menschen e. V. (MhM)“ hat das Ziel, die soziale Integration & Lebensqualität der Bewohner:innen im Quartier „Innenstadt“ zu fördern. Seit seiner Gründung durch Geflüchtete und Migrant*innen hat sich der Verein von einer Initiative zur Unterstützung von Geflüchteten zu einem sozialen Akteur entwickelt, der jetzt eine Vielzahl an Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen bereitstellt. Der Vorsitzende Karim Iraki nutzt seine umfassende Vernetzung, um auf aktuelle Bedarfe der Quartiersbewohner:innen einzugehen und Lösungen zu entwickeln. Das Projekt geht gezielt auf soziale Probleme wie Diskriminierung, Isolation und Ungleichheit ein. Durch die Schaffung eines zentralen Treffpunkts in der Innenstadt bietet MhM einen Raum, in dem Menschen aus verschiedenen Hintergründen zusammenkommen können. Hier erhalten bis zu 45 junge Menschen Unterstützung bei Hausaufgaben, nehmen an Kreativworkshops und Kochangeboten teil. Dieses Projekt hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, und viele Ehrenamtliche sind in die Arbeit eingebunden. Ziel ist es, diesen Treffpunkt zu einem lebendigen Stadtteiltreff auszubauen, der für alle Bewohner:innen offen ist. Dazu werden künftig auch Senior:innen, Migrant:innen und andere Zielgruppen mit Angeboten wie Beratung, Freizeitaktivitäten und sozialen Treffpunkten angesprochen. Um die Bewohner:innen aktiv in die Gestaltung ihres Stadtteils einzubeziehen, plant MhM, regelmäßige Besuche in Nachbarschaften zu organisieren, Infostände auf dem Wochenmarkt anzubieten und bei Stadtfesten präsent zu sein. Einladungen zu gemeinsamen Kaffeetreffen und Veranstaltungen sollen helfen, die Bedürfnisse und Ideen der Menschen im Quartier zu sammeln & umzusetzen.Der Ausbau der Netzwerkarbeit spielt eine zentrale Rolle bei diesem Vorhaben. Durch den Austausch & die enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie dem Seniorenbeirat, dem CJD, der KoMuT-Stelle und anderen Integrationsorganisationen wird das Projekt weiter gestärkt. So wird ein breites Unterstützungsnetzwerk aufgebaut, das den Zugang zu Angeboten und Ressourcen für alle Quartiersbewohner:innen erleichtert. Der Landkreis N./W. unterstützt MhM mit Fortbildungsangeboten und der Beantragung von Fördermitteln, um die Gemeinwesenarbeit weiter auszubauen und langfristig zu sichern. Der Verein möchte auch in Zukunft seine Angebote erweitern und an die sich verändernden Bedürfnisse der Gemeinschaft anpassen, um eine inklusive und solidarische Gesellschaft zu fördern.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Innenstadt vereint historische und moderne Gebäude, jedoch fehlen barrierefreie Zugänge und ansprechende öffentliche Räume für eine bessere Vernetzung der Bewohner:innen. In der Innenstadt leben 5156 Menschen, darunter 1628 über 60-Jährige und 1814 mit Migrationshintergrund. Beide Gruppen haben eingeschränkten Zugang zu sozialen Angeboten, was zu Entfremdung führt. Rückmeldungen aus der Nachhilfe zeigen, dass viele Migrant:innen, insbesondere Kinder und Jugendliche, Diskriminierung in der Schule erfahren, was die Integration erschwert. Schüler:innen und Lehrkräfte berichten von sozial benachteiligten Schüler:innen mit Sprachbarrieren, die ihre Bildungschancen einschränken. Kulturelle Konflikte und Ängste sind zentrale Themen. Bewohner:innen äußern bei Netzwerktreffen Unsicherheiten im Umgang mit anderen Kulturen, was zu Missverständnissen führt. Diese Ängste betreffen sowohl die Mehrheitsgesellschaft als auch Migrant:innen, die sich oft fremd fühlen. Fehlende interkulturelle Kommunikation verstärkt die Isolation. Viele Senior:innen, insbesondere ohne soziale Netzwerke, sind isoliert. Der Seniorenbeirat berichtet von einem Mangel an sozialen Treffpunkten. Eine Seniorin schilderte ihre Isolation, da sie keine Kontakte im Quartier aufbauen kann, was ihre psychische Gesundheit beeinträchtigt. Auch an Rückzugsorten und Empowermentmöglichkeiten für Mädchen und Frauen, besonders mit Migrationshintergrund, mangelt es. Lokale Akteure betonen den Bedarf an Angeboten zur gesellschaftlichen Teilhabe. Das Projekt zielt darauf ab, Defizite zu beheben, indem es den Bewohner:innen eine aktive Rolle in der Quartiersgestaltung gibt und Begegnungen fördert, um Ängste abzubauen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg Innenstadt
Beschreibung
Das Nienburger Stadtgebiet gliedert sich neben der sogenannten „Kernstadt“ in vier Ortsteile: Holtorf, Erichshagen-Wölpe, Schäferhof-Kattriede und Langendamm. Die Kernstadt wiederum ist in sogenannte Quartiere unterteilt; die Innenstadt, die Lehmwandlung, der Bürgerpark, die Alpheide sowie das Lein- und das Nordertor. Das Fördergebiet umfasst die Innenstadt, die als zentraler Teil des Stadtgebiets gilt. Mit 5.156 Einwohner:innen ist die Innenstadt das bevölkerungsreichste Quatier.
Einwohnerzahl
5156
Quelle / Anmerkungen
Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Nienburg leben 5.879 ausländische Einwohner*innen . Dies macht 17,8 % der Gesamtbevölkerung aus. Im Projektgebiet leben 20,4% ausländische Einwohner*innen. Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Nienburg sind 4.470 Hilfebedürftigen (nach SGB II), was 13,6 % der Gesamtbevölkerung Nienburgs entspricht. Im Projektgebiet sind 768 (14,9 %) Hilfebedürftigen (nach SGB II). Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Nienburg leben 13.017 Menschen mit Migrationshintergrund. Dies macht 39,5 % der Gesamtbevölkerung aus. Im Projektgebiet leben 1.814 (35,2%)Menschen mit Migrationshintergrund. Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Nienburg leben 5165 (15,7%) Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren davon leben 643 (12,5%) im Projektgebiet. Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Stadt Nienburg leben 9441 (28,7%) über 60-jährige Personen. Davon leben 1628 (31,6%) im Projektgebiet. Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der Kinder (unter 15 Jahren) in Bedarfsgemeinschaften in der Stadt Nienburg beträgt 37,9%. Im Projektgebiet beträgt dieser 46,2%. Quelle: Stadt Nienburg/Weser (2023): 1. Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser (2021 – 2023). Nienburg/Weser
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
In der Innenstadt gibt es keine Anlaufstelle für Bewohner:innen, die eine „Kümmererfunktion“ innehat. Dies wird MhM mit den künftigen Angeboten ändern. Die Interessen der Bewohner:innen stehen immer im Fokus der Angebote. Grundlage sind demokratische Prozesse unter Einbindung der Zielgruppen. Durch die aktuellen Erfahrungen im Kinder- und Jugendprojekt BUS hat der Verein schon erste Erfahrungen sammeln können. Der Bedarf ist immens. Der Ansatz des Vereins, die Interessen der Bewohner:innengruppen durch Empowerment durch a.) Sichtbarmachung und b.) Entwicklung von Beteiligungsformaten dient der Identifikation mit und Verbesserung des Quartiers. Durch die „offene“ Türangebote, durch die Bereitstellung einer Ansprechperson in den Vereinsräumen, wird ein Vertrauen aufgebaut. Erst dann werden Problemlagen kommuniziert und entsprechend entgegengewirkt werden. Es braucht ein „Zugpferd“, das es Bewohner:innen erleichtert, ihr Sorgen zu übermitteln. Mit unterschiedlichsten oben erwähnten Netzwerk und Kooperationspartner:innen können Alters- und Herkunftsübergreifende Angebote entwickelt werden. Im Quartier liegen Potentiale/Ressourcen die aktiviert werden, die aktuell unbekannt und ungenutzt sind. Der Verein wird Treffpunkt für alle Altersgruppen, mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe. Das Potential der Menschen wird herauskristallisiert. Das Quartier Innenstadt wird nicht mehr als "leeres" Quartier", sondern durch Aktivierung ein toller lebendiger Stadtteil der Stadt N./W. sein.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Problemlagen der Bewohner:Innen werden mit Bewohner:innen in der Anlaufstelle ernst genommen und bearbeitet. Bewohner:innen werden in allen daraus resultierenden Angeboten eingebunden und werden Akteure für die eigenen Belange.
Beschreibung
Weitere Netzwerkpartner:innen werden aufgebaut. Kooperationsvereinbarungen werden miteinander geschlossen, konkrete Handlungsfelder in den Kooperationsvereinbarungen werden festeglegt. Die Angebotspalette des Vereins wird hierdurch erweitert.
Beschreibung
Die Vereinsräume stehen den Bewohner:Innen für eigene Angebote zur Verfügung. Jede (realistische) Idee von Bewohner:innen für das Angebotsspektrum wird ermöglicht. So kann z. B. eine Gesprächsrunde für Senior:innen entstehen, ebenso ein Kreativangebot.
Beschreibung
Bewohner:innen werden aktiviert, die Angebotspalette des Vereins mit den eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen zu erweitern.
Beschreibung
Der Verein ist aktiv bei Festen in der Stadt Nienburg. Durch den Verkauf von Falafel werden materielle Ressourcen aufgebaut, die in die Angebote des Vereins fliessen. So können die Aktivitäten mit eigenen Ressourcen ermöglicht werden.
Beschreibung
Der Sozialplan der Stadt Nienburg nimmt die Vereinsaktivitäten in seinen Sozialbericht auf. Alle Angebote werden regelmäßig evaluiert.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Landkreis Nienburg/Weser, Carmen Prummer, Leitung Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe, Seniorenpflegestützpunkt Landkreis Nienburg/Weser
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nienburger Kulturwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CJD Sabine Pflaum, Jugendmigrationsdiesnt, Sven Kühtz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Mädchenberatung, AWO Migrationsberatungsstelle, Beratungsstelle gegen häusliche Gewalt, Frauenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtrat Stadt Nienburg, Jugendhilfeausschuss, Landkreis Nienburg/Weser, Kreistag, Ausschuss für INtegration, Sport und KUltur (AfISK)
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TKW (TurnKlubWeser) Karl Theuerkaufer ASC Nienburg Marzin Bienda, Verein Herzmensch Uwe Schneider;
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
OBS Nienburg, BBS, OBS Marklohe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Harke, Kreiszeitung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Das SPROTTE
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wir im Nordertor
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachbereich Jugend, FBLeitung Carmen Baldow, Stadt Nienburg/Weser, FBLeitung Christine Kreide, Integrationsarbeit Ebru Öztürk, Sozialpalnung, Sebastian Meyer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbeirat Stadt Nienburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SOVD, EUTB
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
​Der Verein finanziert seine Angebote durch Einnahmen aus dem Verkauf von Falafel bei Festen und nutzt diese Mittel zur Sicherung der Angebote. Durch die Unterstützung des Landkreises werden aktiv Förderprogramme genutzt, um zusätzliche Mittel zu akquirieren. Nach Projektabschluss sollen die Vereinsangebote durch den Integrationsfonds der Stadt als Regelangebote etabliert werden. Angestrebt ist die Zusammenarbeit mit lokalen Firmen, um Ressourcen und finanzielle Unterstützung zu gewinnen.
Zustimmung Veröffentlichung
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