Vor Ort ist überall
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Britta Achtel
| Funktion | Vorstandsvorsitzende und Pädagogische Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Begegnen und Brücken bauen, Kulturen und Generationen verbinden, Gemeinsamkeit schaffen
Projektbeschreibung
Vor Ort – im Bergbau die Stelle, an der Arbeit notwendig ist und geleistet wird. So betrachten wir das Projekt. Wünsche und Bedarfe werden aus der Stadtgesellschaft geäußert, wir wollen sie angehen. Die Aktivitäten in den Quartieren und das Vereinshaus als allseits gewünschten Begegnungsort wollen wir verbessern. Dafür können wir Erfahrungen aus über 13 Jahren "Kunst als Mittel der sozialen Arbeit" in verschiedenen Feldern einbringen. Intern stehen Generationenwechsel und weitere Professionalisierung an: Gründer*innen treten kürzer, ehrenamtliche Fachkräfte sollen hauptamtliche werden. Dafür ist jetzt der richtige Zeitpunkt: Einerseits stehen Menschen der jüngeren Generation zur Übernahme des Staffelstabs in den Startlöchern, andererseits gibt es angrenzend ans KuKa ein Areal (260qm), das Träumen Raum geben kann, darin war eine Übungsfirma der DEKRA, die aufgelöst wurde. Für die Osterferien wurde es zur Verfügung gestellt, ein Durchgang wurde improvisiert, eine freie Fläche öffnete sich für verschiedene Aktivitäten. Die Mund-zu-Mund- Propaganda brachte täglich mehr Kinder, Jugendliche, Eltern und sogar Großeltern dorthin. Die altersübergreifende Anziehungskraft war deutlich spürbar, die Möglichkeiten entfesselten Neugier und Fantasie. Das ist ein Pfund mit dem wir wuchern wollen! Bis zum Sommer müssen wir uns entscheiden. Die finanzielle Herausforderung können wir nur mit Unterstützung bewältigen; ohne würde die Tür ab September dauerhaft geschlossen werden.
Genauso wichtig wie der Begegnungsraum vor Ort im KuKa sind uns auch die Begegnungen vor Ort, dort wo die Menschen zu Hause sind, die sich mit besonderen Herausforderungen ihres sozialen Umfeldes konfrontiert sehen. In den Sommermonaten zieht das mobile KuKa-Café „vor Ort“ von Bündheim über Schlewecke nach Harlingerode. Kombiniert mit vielseitigen Angeboten der „Kunstkiste“ und „Dance Academy“ werden niedrigschwellig und mit herzlicher Gastfreundschaft Menschen zusammen und ins gemeinsame Tun gebracht, die sich vielleicht gestern noch mit Mißtrauen begegnet sind. Diese Dynamik wird mit Akteur*innen und Organisationen vor Ort verstetigt.
"Vor Ort" kommen Menschen ins Gespräch, die sich noch kurz zuvor mindestens mit Vorbehalten begegnet sind. Vor einiger Zeit drückte es ein Jugendlicher während eines Theaterprojekts drastisch aus "Gestern waren es Kanacken, heute sind wir Freunde". Die Ausdrucksweise war indiskutabel, der Inhalt war und ist wahr: Annäherung durch gemeinsames Tun und Erleben.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bad Harzburg ist eine strukturschwache Kurstadt mit einer hochaltrigen Bevölkerung. Die Kernstadt ist touristisch ausgerichtet, die Vororte sind im stockenden Strukturwandel wenig entwickelt.
Soziale Angebote liegen zumeist in der Kernstadt, weitab vom HBF. Orte für Austausch zwischen den Generationen sowie interkulturelle Kommunikation und Interaktion sind rar. Seitdem sich "Gemeinsam e.V." aufgelöst hat, gibt es kaum regelmäßige Angebote ohne Verzehrzwang mit Ausnahme vom "Haus der Kirche".
Seit 2017 gibt das KuKa Sprachkurse für Schutzsuchende, die Teilnehmenden beklagen zu wenige Kontakte mit autochonen Bewohner*innen. In den migrantischen Communities ist Abkapselung in religiösen Institutionen und in der gesamten Stadtgesellschaft Apathie erkennbar. (Wahlbeteiligung kommunal 2021: 50%) Bei Jugendlichen sind Radikalisierungstendenzen, bei Älteren Vereinsamung bemerkbar. Unser wöchentliches Sprachcafé setzt hier an, ist aber nicht ausreichend.
KuKa organisiert Lernförderung (BuT) besonders für migrantische Klientel, die durch zusätzlichen Aufwand in der Elternarbeit für Andere nicht interessant ist. Der festangestellte Koordinator Hosam Sabha und die ehrenamtlichen Unterstützerinnen werden von den Familien für weit mehr als das in Anspruch genommen.
Die Stadt birgt Beteiligungspotenzial in verschiedenen, tendenziell hilfebedürftigen Bevölkerungsgruppen (bspw.: Migrant*innen, Ältere, Familien mit minderjährigen Kindern), die durch Austauschmöglichkeiten aktiv werden könnten, in der Stadt fehlt es an Ressourcen. KuKa bringt hierfür ein Jahrzehnt Erfahrung (Kumasta, Schulen, etc.). mit "Kunst als Mittel der sozialen Arbeit" ein.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Harzburg Kernstadt-Bündheim-Schlewecke-Harlingerode
Beschreibung
Bad Harzburg ist mit 22.858 Einwohner*innen (Stand 31.12.2022) und einer Bevölkerungsdichte von 355 EW/qkm die zweitgrößte Stadt im Landkreis Goslar, einer ländlichen Region mit Verdichtungsansätzen. Die genannte Einwohnerzahl im Projektgebiet ist eine Schätzung, für die einzelnen Ortsteile waren keine aussagekräftigen nach Wohnquartieren differenzierte Zahlen zugänglich. Ebenso sind differenzierte Zahlen zu einzelnen sozialen, demografischen bzw. integrative Herausforderungen schwer zu extrapolieren. Für viele Kriterien ließ sich keine vertretbare Schätzung treffen. Die Stadt und der Landkreis verfügen nicht über einen ausreichenden Personalschlüssel um Anfragen zeitnah beantworten zu können, vielfach fehlt den Institutionen für eine Auskunft auch das Zahlenwerk.
Die Einwohner*innen Harzburgs verteilen sich etwa hälftig auf die historische Kernstadt und die im Zuge der Gebietsreformen eingemeindeten Orte, sie sind überdurchschnittlich verschuldet. Die durchschnittliche Steuereinnahmekraft lag 2019 - 2021 29,50 % unter dem Durchschnitt vergleichbarer Städte.
Allen Ortsteilen gemeinsam ist ein relativ hochaltrige Bevölkerung, eine hohe Erwerbslosigkeit (s.u.) und Unterbeschäftigung (9%) sowie eine vor allem auf Kurgäste und Touristen ausgerichtete Infrastruktur, speziell Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien finden hier wenige, ihnen gerecht werdende und kostengünstige Angebote. Ferner ist eine Gemeinsamkeit aller Stadtteile, dass in ihnen sowohl sogenannte „bessere“ Viertel als auch Brennpunkte zu finden sind. Der Stadtteil mit dem höchsten „Brennpunktwert“ ist zweifellos Harlingerode, der mit dem niedrigsten Eckertal. Das Projektgebiet wird demzufolge Teile der Kernstadt, Bündheims und Schleweckes sowie das gesamte Harlingerode umfassen.
Kernstadt:
Die eigentlich charmante Innenstadt Bad Harzburgs weist bei näherem Hinsehen etliche Leerstände bei Gewerbeimmobilien in bester Lage auf. Die in ganz Deutschland stattfindende Krise des Einzelhandels ist hier besonders spürbar, viele alteingesessene Geschäfte und Familienbetriebe haben hier wie auch in anderen Ortsteilen in den letzten Jahren aufgegeben. Die Erwerbslosenzahl stieg dadurch im gesamten Stadtgebiet. Die Kernstadt erlebt seit mehr als einem Jahrzehnt einen starken Strukturwandel hin zu einer immer attraktiver werdenden Tourismushochburg am Fuße des Harzes. Bedingt durch die Pandemie und ihre Folgen vor allem für die Gastro- und Hotelbranche ist dieser Prozess ins Stocken geraten.
Die Mehrzahl der sozialen Angebote im gesamten Stadtgebiet konzentriert sich auf die Kernstadt, nicht alle sind aufgrund der Tallage gleich gut erreichbar. Der Bahnhof als Verkehrsknotenpunkt liegt am Rand der Kernstadt an der Grenze zu Bündheim, die Stadtbusverbindungen sind nicht in wünschenswertem Maße entwickelt. Das Bahnhofsgebäude selbst - einst repräsentatives Jugendstil-Empfangszimmer der Stadt - ist zum Spekulationsobjekt geworden und verfällt zusehends.
Für soziokulturelle Begegnungsräume gibt es gute, engagierte Ansätze innerhalb der einzelnen (vor allem kirchlichen) Institutionen. Das „vor Ort“ wäre allerdings das einzige werktäglich geöffnete und außerhalb eines konfessionellen Rahmens angesiedelte Projekt. Einen freien Begegnungsraum für Kinder und Jugendliche gibt es in der Kernstadt nur im KuKa, bisher allerdings lediglich in den Schulferien.
Das Projektgebiet in der Kernstadt beschränkt sich auf die weniger gut gestellten Wohnquartiere in der Umgebung des Bahnhofs und entlang der Ausfallstraße "Ilsenburger Str.". Hierdurch wird etwa ein gutes Drittel der Innenstadtbevölkerung (3500 von 10.000) einbezogen.
Bündheim:
Der zweitgrößte Stadtteil grenzt an die Kernstadt und verfügt über eine wenig ausgeprägte soziale Infrastruktur. Für Jugendliche steht allerdings der gut angenommene Jugendtreff der Stadtjugendpflege zur Verfügung, er ist an den Wochenenden geschlossen. Das Projektgebiet beinhaltet die Quartiere entlang Dr.-Heinrich-Jasper-Str./Breite Str., die weiter außen liegenden Einfamilienhaussiedlungen sind ausgenommen.
Schlewecke:
Schlewecke besitzt keine herausragende wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt Bad Harzburg, zu erwähnen ist einzig die Kläranlage Harzburg im Radauanger. (Originalzitat: Wikipedia, Schlewecke/Wirtschaft). Durch seine Lage zwischen den größeren Ortsteilen Harlingerode und Bündheim sind die eigenständigen sozialen Strukturen wenig ausgeprägt, der bis 1993 existierende Sportverein TSG Bündheim/Schlewecke fusionierte zu diesem Zeitpunkt mit einem weiteren Verein zur TSG Bad Harzburg. Der Ortsteil hat keine nennenswerten Vereinsstrukturen oder Begegnungsorte.
Das Projektgebiet bezieht die Quartiere entlang der "Breiten Str." Richtung Harlingerode und entlang der Schenkel des Dreiecks "Breiten Str." - "Bahnhofstr./Schlewecker Str." - "Wernigerorder Str." ein, die weiter außen liegenden Einfamilienhaussiedlungen sind ausgenommen.
Harlingerode:
Der als Problemviertel Bad Harzburgs geltende drittgrößte Ortsteil verfügt über eine auf das Stadtgebiet bezogene erhöhte Erwerbslosenzahl. Er bildet mit dem Goslarer Stadtteil Oker eine Industrieregion, die früher durch Bergbau und Verhüttung, heute durch Kreislaufwirtschaft und chemische Industrie geprägt ist. Durch den Strukturwandel ist hier der Wohnraum am günstigsten. Der Ortsteil hat eine kaufkraftschwächere Bevölkerung mit hohem Anteil an Migrant*innen und Schutzsuchenden aus Kriegsgebieten.
Hier ist das gesamte Ortsgebiet Projektgebiet.
Einwohnerzahl
9500
Quelle / Anmerkungen
https://www.stadt-bad-harzburg.de/Meine-Stadt/Zahlen-Daten-Fakten, Bad Harzburg
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://www.backinjob.de/stellenmarkt-Bad+Harzburg Für das Projektgebiet: Schätzung
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
38
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Harzburg#Altersstruktur Für das Projektgebiet: Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Für die Gesamtstadt: https://www.stadt-bad-harzburg.de/Meine-Stadt/Zahlen-Daten-Fakten Für das Projektgebiet: Schätzung, viele Geflüchtete aus der Ukraine arbeiten und leben innenstädtisch in Hotel- und Gastronomiebetrieben.
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
26
Anmerkung
Quelle: Schätzung. „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen.“ Max Frisch: Überfremdung I (1965) Die Arbeit ist im Zuge des Strukturwandels weniger und anders geworden, die Menschen sind geblieben. Der Harz war über Jahrhunderte attraktiv für (Arbeits-)Migrant*innen. In die strategische Entwicklung der Wirtschaftszentren Wolfsburg und noch viel stärker Salzgitter während des Nationalsozialismus ist der Nordharz und damit auch Bad Harzburg einbezogen gewesen. In der Gründungsphase der Bundesrepublik kam es zu einem starken Zuzug geflüchteter Menschen aus den Ostgebieten des ehemaligen Deutschen Reichs, die zuvor in anderen Regionen der Besatzungszonen eine erste Zuflucht gefunden hatten. Eine sich schnell auf die neuen Gegebenheiten einstellende Wirtschaft, insbesondere in den Branchen Bergbau, Verhüttung, Metallverarbeitung und Chemie, bot vielen Chancen. Obwohl es sich bei diesen Menschen dem Pass nach um Deutsche handelte, bildeten diese Zugwanderten mit den autochonen Harzer*innen keine homogene Bevölkerung. Es lassen sich kulturellen und konfessionellen Unterschiede, die sie einbrachten, bis heute in der Stadtgesellschaft nachvollziehen. In den 50er und 60er Jahren kamen Arbeitsmigrant*innen besonders aus der Türkei und Griechenland hinzu. Herausragen ist hier der Stadteil Harlingerode zu nennen, der mit dem anliegenden Goslar-Oker einen zusammenhängenden Sozial- und Wirtschaftsraum bildet, hier siedelten sich besonders viele Familien an. Der in den 70ern einsetzende Strukturwandel traf diese Menschen, die noch nicht über Generationen an diesem Ort vernetzt waren, besonders hart. Aufgrund mangelnder Alternativen blieben jedoch die allermeisten ortsansässig.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vor_ort_ist_ueberall_projektgebiet.png
(334.56 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Bereits vom Grundsatz her bekannte Bedarfe werden systematisch abgefragt und kanalisiert, institutionelle Knoten zusammengeführt, Ansätze und Akteur*innen gebündelt. „Vor Ort“ professionalisiert rudimentär vorhandende, ehrenamtliche Ansätze des KuKa und steigert den gestiegenen Bedarfen folgend räumliche und personelle Mittel.
„Vor Ort“ in den Vororten überwindet Schwellenängste in Wohnquartieren und Sozialraum durch niedrigschwellige Angebote ("KunstKiste" "DanceAcademy" "KuKaCafé mobil").
„Vor Ort“ bildet im KuKa einen verstetigten Anlaufpunkt für Schutzsuchende aus Kriegs- und Krisengebieten. Dies bietet auch Orientierungshilfe im deutschen Bildungssystem, Übersetzung von Korrespondenz (Jobcenter, Jugendamt, Schulen, etc.) und Hilfe bei Alltagsproblemen. Ein Mittel dazu sind "Großeltern auf Zeit", gleichzeitig wirkt dies für diese gegen Vereinsamung. Alltägliche Begegnung unterschiedlicher Gruppen wirkt Radikalisierung und Rassimus entgegen.
Durch Eigeninitiative erfahren Bewohner*ìnnen Selbstwirksamkeit und werden zu Multiplikatoren: Eine Gruppe von Peer-Helpern ist langfristiges strategisches Ziel. Dialogformen werden durch sie vertieft und weiterentwickelt. Soziokulturelle Eigeninitiative verselbständigt sich.
Das Projekt ist ausgerichtet auf Niedrigschwelligkeit, Beratung und Sprachmittlung, präventive Arbeit sowie Komm- und Gehstruktur. Es bezieht zu den Schwerpunkten in Projektgebiet und Zielgruppen auch die gesamte Stadtgesellschaft Bad Harzburgs ein.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Einzelne Personen werden regelmäßige, zufriedene Teilnehmende, sie bringen zunehmend Freund*innen mit. Schließlich kommen Freundeskreise gemeinsam zu den regelmäßigen Öffnungszeiten. Ihre Aktivitäten entsprechen ihren Vorlieben und Interessen
Kriterium
Beschreibung
Es entwickeln sich eigene Aktivitätsgruppen, die innerhalb und außerhalb von "vor Ort" aktiv sind. Jede Neugründung ist ein Erfolg, jede dauerhafte Gruppenaktivität zeigt die lebendige Nachbarschaft
Kriterium
Beschreibung
Es melden sich Menschen mit konkreten Fähigkeiten (bspw. Computerkundige, Chorleitende, Musiker*innen) und möchten dieses einbringen. Wenn dies tatsächlich sporadisch bis dauerhaft geschieht, ist das Projekt erfolgreich.
Kriterium
Beschreibung
Senior*innen, die noch viel zu geben haben, engagieren sich in der Begleitung Geflüchteter. Seitdem "Gemeinsam" seine Tätigkeit eingestellt hat, fehlt eine lokale, institutionelle, sekulare Koordination, "vor Ort" wird ein Hub für diese Hilfen.
Beschreibung
Kinder und Jugendliche werden durch Ältere bei schulischen Schwierigkeiten, ob mit Lerninhalten oder im Konstrukt Schule, begleitet und unterstützt. Eine offene, ehrenamtliche Sprechstunde etabliert sich und hilft bei der Strukturierung der Hilfen
Beschreibung
Die Besucher*innen, Akteur*innen und Organisator*innen haben unterschiedlichste Probleme und Ziele. Übers Projekt als Hub findet jede Person passende Ansprechpersonen und institutionelle Strukturen, die den Anliegen gerecht werden.
Beschreibung
Bestehende Kooperationen wie mit der Migrationsberatung der Caritas vertiefen sich in gemeinsamen Aktionen, neue Koops mit anderen Beratungsstellen, Trägern oder Institutionen nutzen die Räumlichkeiten und das Team "vor Ort"
Kriterium
Beschreibung
Die Nachbarschaft führt von sich aus einmalig initiierte Angebote und Aktivitäten weiter. Über die drei Jahre hinweg werden regelmäßige gemeinsame Aktivitäten und Feste zu Tradition.
Beschreibung
Orte "vor Ort" im KuKa und den Vororten werden zu Ankerorten für eine Vielzahl von Gruppen und Aktivitäten. Diese Häfen sind dauerhafte und regelmäßige Anlaufpunkte für Aktive in der weiteren Nachbarschaft.
Kriterium
Beschreibung
Aus den positiven Erfahrungen erwächst Bereitschaft, sich auch für das gesamte Stadtgebiet zu engagieren; "vor Ort" ist nun überall. Es entsteht Motivation für kommunalpolitisches Engagement.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Christina Rechych, Lehrerin für Deutsch und Englisch, Sprachmittlerin für Ukrainisch, ehrenamtliche Projektleiterin Sprachcafé, unübertroffene Multiplikatorin in die ukrainische Community
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aula Dakhil, Grundschullehrerin aus Syrien, Sprachmittlerin für Arabisch, ehrenamtliche Koordinatorin in der Lernförderung, verwöhnt gerne mit syrischen Leckereien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Volkhard Erben, Bad Harzburger Urgestein, Kosmopolit, Brückenbauer, wandelndes Lexion zur Stadtgeschichte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nina Festerling, zugewandte Netzwerkerin, kennt alle(s) und jede/n in der Stadt, Sprachmittlerin Ukrainisch/Russisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Anna Kalinika, Ukrainerin, Karrierefrau mit Kriegsknick, immer positiv, immer zuversichtlich
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mostafa Moslemi, akademischer Maler, Handwerksgenie und Raumgestalter, Sprachmittler für Farsi und Arabisch; spricht fließend Deutsch, nur "nein" kann er nicht sagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rolf Achtel, seit 50 Jahren Tischlermeister, sportbegeistert- und begeisternd, immer noch Skilanglauflehrer, hilft bei handwerklichen Problemen mit Rat, Tat und Werkzeug
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Pouyah Payrow, Informatiker, Ruhepol, Tischtennisass und Sprachenwunder (Muttersprachen Deutsch und Farsi) Sprachmittler für Englisch, Russisch, Japansich)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Petra Kneip, Kerzenkünstlerin, ausgebildete Malerin und Lackiererin, Fachkraft für Geduld, Langmütigkeit und Basteleien jeder Art
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Willi Gebhardt, Allround-Handwerker, findet Lösungen für fast alle Probleme rund um Haus und Hof, stellt Wissen und Werkzeug großzügig zur Verfügung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Galina Gross, Sprachmittlerin für Ukrainisch/Russisch, Kümmerin für alle Lebenslagen, liebt und teilt Süßigkeiten, sieht Arbeit und packt an
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Masouda Babury, Yoga-Lehrerin, vegetarische Meisterköchin, Sprachleherin für Deutsch, Sprachmittlerin für Englisch, Französisch, Farsi und Dari. Ihre Fröhlichkeit macht jeden Raum heller und wärmer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oleh Kondrashov, Informatiker und Technikflüsterer, hilft immer, wenn mal wieder das Internet gelöscht wurde ;-), begeistert Menschen für Sport und Spiel, KuKa-Schachmeister, Sprachmittler Ukrainisch/Russisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dorothee Kohtzer, hat in vielen Ländern und Kulturen gelebt, geduldige Zuhörerin, Sprachmittlerin Französisch, Englisch, Spanisch, zertifizierte DaZ-Lehrerin
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alex Stahl, Kletterkünstler und -lehrer, Sozialarbeiter, Leiter des Kinderheims Hoppetosse, nimmt Angst vor Höhe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sandra Vogt, Erzieherin, macht gerne Geschenke, fantasievolle "Basteltante", beruflich und als Mutter Multiplikatorin in die Elternschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Raoudah Guedri, treibende und werbende Kraft im Sprachcafé, Sprachmittlerin für Arabisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Recep Yesir, ausgebildeter Elektriker, Strippenzieher für die türkische Community, Sprachmittler Türkisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gino Sassone, Lehramtsstudent für Deutsch und Geschichte, seit Jahren ehrenamtlich engagiert in der Lernförderung und den Ferienangeboten, Sprachmittler Italienisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bert-Bastian Achtel, Master of International Social Work, Erlebnispädagoge, Globetrotter, Yoga- und Snowboardlehrer, gestaltet Seminare und Spieleabende, Sprachmittler Französisch, Englisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Harzwerk e.V. , harzwerk.org, Goslar-Oker / Bad Harzburg, das Harzwerk nutzt für Maßnahmen der Familienhilfe regelmäßig Räume im KuKa und beteiligt sich in unterschiedlichen Angeboten und Projekten.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege, langjährige Zusammenarbeit bei Projekten und Ferienangeboten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter des Landkreises, regelmäßiger Kontakt im Rahmen der Sprachförderung und Sozialraumorientierung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung, https://www.mansfeld-löbbecke.de/harlingerode-vor-dem-bruche, Kooperation mit Wohngruppen bei Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hoppetosse, http://kinderheim-hoppetosse.de/, Goslar-Oker, Kooperation mit Wohngruppe bei Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Juliane Wünsch, Vormundschaften/Pflegschaften, Juliane Wuensch@gmail.com, Kooperation bei Klient*innen in Bad Harzburg bei Lernförderung, Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kompass – Soziale Dienste, Kooperation bei Klient*innen in Bad Harzburg bei Lernförderung, Aktionen und Ferienprogrammen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Goslarsche Zeitung, Lokalredaktion Bad Harzburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Constanze Bleich, Migrationsberatung der Diakonie, Bad Harzburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Maike Glöckner, Berufs- und Studienberaterin, Arbeitsagentur, Netzwerk gg. Jugendarbeitslosigkeit, Initiative "Alternative Wege Schulpflicht zu erfüllen"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
- Förderverein generiert Spenden und Aktivitätseinnahmen
- Kreiswirtschaftsförderung fördert Sozialunternehmen, stellt möglicherweise Venture-Kapital
- Tanz- und Bewegungsunterricht der Tanzpädagogin schafft regelmäßige Einnahmen
- Kunstgruppen der Kunstpädagogin tragen in geringerem Maße bei
- vor Ort gesicherte, angestellte Fachkompetenz ist Argument für Beantragung von weiteren Projekten
- Zukunftsworkshops mit Bewohner*innen konzipieren zusätzlich langfristige Finanzierungsmöglichkeiten
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
KiS- Kultur im Stadtteil
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Cordes
| Funktion | Stadttteilmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
KiS - Kultur im Stadtteil
Projektbeschreibung
Das Nikolai-Viertel ist ein sehr heterogenes Stadtgebiet mit Menschen unterschiedlicher Kulturen und soziokultureller Hintergründe. Mit Unterstützung der kommunalen GWA werden seit 2017 im Stadtteil verschiedene Methoden der Gemeinwesenarbeit erprobt und festgestellt, dass über eine Mischung aus regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen und einzelnen Aktionen verteilt eine hohe Bandbreite an Menschen vor Ort erreicht werden. Von den Anwohner:innen wurde die Entwicklung eines festen Rahmenprogramms sowohl mit wiederkehrenden als auch mit einzelnen Veranstaltungen bzw. Veranstaltungsreihen gewünscht. Ebenfalls haben niedrigschwellige Erhebungen das Bedürfnis nach offenen Angeboten verdeutlicht, die eine flexible und/oder spontane Teilnahme an Angeboten ermöglicht.
KiS -Kultur im Stadtteil- zielt auf die Stärkung des Gemeinwesens und die Verbesserung der Lebensqualität durch kulturelle Begegnungen im Nikolaiviertel. Menschen aus dem Viertel werden über kulturelle Angebote zusammengebracht und so über Begegnungen der Aufbau von Bekanntschaften gefördert, der Zusammenhalt der Nachbarschaft nachhaltig gestärkt und ehrenamtliches Engagement gefördert. Über aktivierende Befragungen werden die Interessen der Anwohner:innen in die Entwicklung des Angebots- und Veranstaltungsformate aufgenommen u eine aktive Beteiligung bei der Planung u Umsetzung erstrebt.
Mit KiS wirken wir der Vereinsamung der Menschen im Stadtteil entgegen u entwickeln das BGZ zum generationsübergreifenden (inter-) kulturellen Treffpunkt. Als stadtweit einziger barrierearmer Begegnungsort ermöglichen wir stadtteilübergreifend inklusive und interkulturelle Teilhabe für Menschen mit und ohne Einschränkungen. Über unterschiedliche Methoden der Kunst und Kultur wie Tanz, Theater, Malen, Gestalten, Kino werden Begegnungen von Bewohner:innen niedrigschwellig ermöglicht und Anlass, Raum und Möglichkeit gegeben, sich informell auszutauschen und so bestehende Vorurteile abzubauen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken.
Die erforderlichen personellen und sachlichen Ressourcen sind derzeit nicht vorhanden, um die Aufgaben erfolgreich u nachhatlig umzusetzen. Daher hat die Gemeinde Ende 2023 einen Antrag bei der Stadt Verden zur Förderung d GWA gestellt. Dieser wurde mit Beschluss vom 12.12.23 gewährt. Die gewährte Summe i.H. von 20.000 € dient zur Sicherstellung des Eigenanteils des beantragten Projektes.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Nikolaiviertel ist ein sehr heterogenes Stadtgebiet mit wenig Freifläche und Raum für Treffpunkte, Spiel- und Bolzplätze. Das Nikolaiviertel ist geteilt in Reihenhäuser und Einfamilienhäuser auf der einen und große Wohnblöcke auf der anderen Seite. Eine Spaltung, die durch die Art der Wohnsituation sichtbar wird, sich aber auch gesellschaftlich, sozial und finanziell bemerkbar macht. In letzter Zeit nimmt die Vermüllung des Quatiers stetig zu. Seit den neunziger Jahren ist das Gebiet durch infrastrukturellen Wandel betroffen. Orte der Begegnung wie Bäckereien und Blumenläden haben ihre Geschäfte aufgegeben. Durch die Migrationsbewegung 2015/16 hat sich die soziale und ethnische Anwohner:innenstruktur im Stadtteil stark verändert und durchmischt. Die Verteilung der Menschen mit Migrationshintergrund konzentriert sich auf mehrere dicht beieinanderstehende Wohnblöcke. Ein weiterer Teil der Bewohner:innen besteht aus älteren und/ oder alleinstehenden Menschen und Familien mit wenig Einkommen und Transferleistungen. Für die Menschen in dem Stadtteil gibt es außer dem BGZ keine Anlaufstelle, die ein spontanes Treffen mit informellem Austausch über alltägliche Herausforderungen oder über Unterstützungsbedarfe ermöglicht, wie es früher beim Bäcker, Metzger o. ä. üblich war. Dies wurde insbesondere im vergangenen Jahr in einem der Wohnblöcke nach einem Fall häuslicher Gewalt mit Todesfolge deutlich. Insbesondere vor diesem Hintergrund strebt das Projekt eine Stärkung der nachbarschaftlichen Strukturen an, in denen die Anwohner:innen Verantwortung füreinander übernehmen und sich gegenseitig unterstützen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Verden/ Aller
Beschreibung
Das Gebiet ist eingekreist von der Lindhooper Straße, dem Berliner Ring, Moorstraße und den Eisenbahnschienen inkl. Bahnhof
Einwohnerzahl
4300
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Verden/Aller, Stand: 22.3.2024
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Verden/Aller, Stand: 22.3.2024
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Verden/Aller, Stand: 22.3.2024
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Verden/Aller, Stand: 22.3.2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Verden/Aller, Stand: 22.3.2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Landkreis Verden, Stand: 31.12.2021
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Landkreis Verden, Stand: 31.12.2021
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Landkreis Verden, Stand: 31.12.2021
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
-keine aktuellen Zahlen-
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
-keine aktuellen Zahlen-
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
-keine aktuellen Zahlen-
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebietseingrenzung.png
(1.14 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziel ist, in dem Projektgebiet allen Anwohner:innen Beteiligung über kulturelle Angebote zu ermöglichen sowie Mitsprache und Mitgestaltung für ihr unmittelbares Lebensumfeld deutlich zu machen. Sie sollen zu Selbsthilfe und Selbstständigkeit aktiviert werden, um Verantwortung für das persönliche, soziale und wohnliche Umfeld zu übernehmen. In dem Projekt werden vorhandene Potentiale über vielschichtige kulturelle Methoden genutzt und aktiv eingebunden. Dies betrifft insbesindere die hohe Bereitschaft der Anwohner:innen sich zu engagieren. Im Allgemeinen zielt das Projekt darauf ab, die Situation einzelner Menschen sowie die soziale und kulturelle Infrastruktur des Stadtteils gemeinsam zu verbessern. Kunst und Kultur bieten zur Selbstreflektion, zur Reflektion der äußeren Lebensumstände und zum Erproben neuer/ alternativer Lebens-/ Umgangsformen eine breite Methodenvielfalt. Die Angliederung an die kommunalen Strukturen gewährleisten eine aktive interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Bereiche: Kulturförderung, Stadtplanung- und entwicklung, Wohnumfeld- und infrastrukturelle Verbesserung, Gesundheitsförderung, Stadtmarketing. Über die Einbindung in die kommunale GWA und den AK GWA sowie der Orientierung an der städtischen "Rahmenrichtlinie zur GWA der Stadt Verden (Aller)" ist ein hoher Wissens- und Erfahrungstransfer gewährleistet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bedarfe der Bewohner:innen werden niedrigschwellig an neuralgischen Standorten im Stadtteil erhoben; sie sind eingeladen, sich aktiv an der Entwicklung von kulturellen Angebote zu beteiligen, ihre Interessen werden hierbei berücksichtig
Kriterium
Beschreibung
Das BGZ steht Anwohnenden zur Durchführung von selbstorganisierten Angeboten, Veranstaltungen zur Verfügung. Das BGZ ist für eine unabhängige Nutzung mit Küche mit Kühlschrank, Kaffemaschine, Wasserkocher etc. ausgestattet
Kriterium
Beschreibung
Bei den Anwohner:innen besteht ein großes Interesse und der Wunsch, sich für die Interessen und das Image des Stadtteils zu engagieren. Dieses Engagement soll gestärkt und gefördert werden.
Kriterium
Beschreibung
Bei der Planung und Durchführung von Angeboten werden die einzelnen Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen berücksichtigt; Es finden vielseitige Angebote statt, die zielgruppendspezifisch aber auch zielgruppenübergreifend ausgerichtet sind
Beschreibung
Die Projektumsetzung ist interdisziplinär ausgerichtet und bezieht bei der Planung und Umsetzung von Angeboten, Aktionen etc. die unterschiedlichen Fachrichtungen (Kulturförderung Stadtplanung, Sicherheit&Ordnung Polik, Gesundheit&Sport, Inklusion...) ein
Beschreibung
Gemeinsame Ziele werden entwickelt und Synergien zwischen Netzwerkpartnern werden aufgebaut; Aktionen und Angebote werden gemeinsam durchgeführt; ein wechselseitiger Informationsfluss ist sichergestellt & eine verlässliche/ nachhaltige Zusammenarbeit
Kriterium
Beschreibung
über regelmäßige Aktionen wie Stadtteilkonferenzen, Nachbarschaftsgrillen, Anwohner:innenversammlungen sind Möglichkeiten der informellen Begegnung geschaffen; engagierte Menschen werden unterstützt und gefördert, sich in ihrer Nachbarschaft einzubringen
Beschreibung
Es finden niedrigschwellige Wohnumfeldverbesserungen statt; Der Zugang zu sozialer, kultureller und gesundheitsfördernder Teilhabe wird durch eigene Angebote, Kooperationen u. durch Vermittlung erwirkt; über Begegnungen wird das soz. Miteinander gestärkt
Kriterium
Beschreibung
Das BGZ erhält eine kommunale Förderung zur Stärkung der GWA im Stadtteil und wird eng durch die städt. Abteilung GWA bei der Umsetzung von Methoden und Angeboten begleitet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Verden: Abteilungen Gemeinwesenarbeit/ Inklusion, Integration/ Kulturförderung; Landkreis Verden: Kreisjugendpflege, Sozialraumorientierung, JUZ, VHS, Ferienprogramm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tintenklecks e. V., Trägerverein Verdener Kulturflügel e.V., DomMusiken Verden, Verdener Jazz und Bluestage e.V., Lighttrain e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Verden Ost-Borstel, Jugendzentrum Verden, Stadtbibliothek, Aufsuchende Straßensozialarbeit, Musikschule Verden, Kindertagesstätte St. Nikolai
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe e.V., AWO Trialog, Fokus gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtkirchen Gemeinden, Kirchenkreis Verden, Kirchenkreis Jugenddienst, Haus kirchlicher Dienste, diakonisches Werk, Micha Keding Popcantor Verden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HSG Aller, Kreissportbund Verden e.V, DRK Kreisverband Verden e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verdener Campus, Janusz Korzcak Schule, Jahnschule, BBS
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister, Ausschuss Jugend und Soziales, politische Gremien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verdener Aller Zeitung, Verdener Nachrichten, Allerdings, Överblick, facebook, instagram, Homepage, Schaukästen, youtube
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Baalk Backboard, Rewe, Classic, Lidl
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Vernetzung im Stadtteil, den Einrichtungen der GWA+dem AK GWA
findet ein steter Austausch über die erprobten Methoden statt,
sodass ein aktiver Wissen- und Erfahrungstransfer zur Sicherstellung der Projektziele
gewährleistet ist; Über regelmäßige Berichterstattung d. Projektverlaufs mit in polit. Gremien soll nach Projektbeendigung eine Verstetigung des BGZ über einen Stadtratsbeschluss erwirkt werden. Per Ratsbeschluss 23 wird der Zuschuss ihv 20000€ nach Projektende weitergezahlt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Fledder für alle
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Simon Ritz
| Funktion | Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
vielfältiges Bürger*innencafé
Projektbeschreibung
Im Projekt bauen wir ein auf Diversität und Partizipation ausgerichtetes Bürger*innencafé für Osnabrück-Fledder auf. Fledder ist der Osnabrücker Stadtteil mit der größten prognostizierten Bevölkerungsentwicklung. Gleichzeitig ist er geprägt durch Arbeitslosigkeit, Kinder- und Altersarmut und einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Menschen mit Migrationsgeschichte. Der Stadtteiltreff, der Begegnung, interkulturelles Miteinander, aber auch Empowerment und gelebte Teilhabe durch die Förderung von zivilgesellschaftlichem und politischen Engagement ermöglicht, ist ein Beitrag, die Entwicklung zum positiven mitzugestalten. Ausschlaggebend für die Projektwirkung ist ein GWA-Ansatz, der die heterogene Stadtteilbevölkerung abholt und von Beginn an in die Ausgestaltung als gleichberechtigte Partner einbezieht. Methodisch wird über ein niedrigschwelliges Begegnungsformat (interkulturelles Café- und Kochangebot) Interesse geweckt und Beziehungsarbeit angestoßen. Hierin sehen wir erfahrungsbasiert einen Schlüssel für die erfolgreiche Arbeit mit Menschen, denen gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wurde und die Berührungsängste entwickelt haben. Das Café öffnet zunächst zwei Tage in der Woche zum gemütlichen Beisammensein für alle Anwohner*innen. Dabei kommt das Personal mit den Gästen ins Gespräch und baut Vertrauen auf. Aus dem Café heraus werden Menschen für Ideenwerkstätten, gemeinsame Stadtteilbegehungen zur Bedarfserhebung und Lösungsfindung etc. gewonnen, die das Angebot als Multiplikator*innen weiter im Stadtteil verbreiten. Interessierte werden dahingehend begleitet, eigene Angebote zu gestalten. Dabei werden sie sowohl beratend, qualifizierend als auch mit Material unterstützt und miteinander vernetzt. Auch werden sie dazu angeregt, ihr Engagement aus dem Café in den Stadtteil zu tragen und ggf. in Form einer Initiative oder über den Beitritt zu Vereinen oder Parteien zu verstetigen. Zu diesem Zweck werden im Projekt Beratung, Workshops und Begegnungsformate miteinander verknüpft. Die Treffen im Café, Aktionen der Anwohner*innen und weitere Aktivitäten im Projekt werden fotografisch dokumentiert. Als wachsende Ausstellung schmückt diese Dokumentation das Café. Die Angebote werden über Einfache Sprache, den Einsatz von ehrenamtlichen Sprachmittler*innen, Peer-to-Peer-Arbeit etc. möglichst barrierearm gehalten. So wird allen im Stadtteil vertretenen Zielgruppen die Teilhabe ermöglicht - Erwachsenen, Jugendlichen, Senior*innen egal welcher Herkunft.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Fledder ist der am stärksten wachsende Stadtteil Osnabrücks, prognostiziert sind rund 130% bis 2030 (Stadt Osnabrück: Bevölkerungsprognose 2030-2040). Gleichzeitig schneidet der Stadtteil im Sozialmonitoring von 2021 im Gesamtindex Soziale Ungleichheit sehr negativ mit negativer Tendenz ab, insbesondere die innenstadtnahe Hälfte des Stadtteils. Für das Gebiet wird ein erhöhter Aufmerksamkeitsbedarf von Seiten der Stadt erkannt (Osnabrück Aktuell 2/2023, S. 12), da hier eine Bevölkerung mit einem sehr hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund auf Arbeitslosigkeit, des Bezug von Transferleistungen, Kinder- und Altersarmut stößt. Aufgrund der gewerblichen Prägung des Stadtteils fehlt es den Einwohnenden an Begegnungsmöglichkeiten, Luft- und Aufenthaltsqualität in ihrem Stadtteil. Die prognostizierte Bevölkerungszunahme in Kombination mit der aktuellen sozioökonomischen Lage des Stadtteils verdeutlichen, dass jetzt gehandelt werden muss, um wachsender sozialer Ungerechtigkeit und Ghettoisierung des Stadtteils entgegenzuwirken. Insbesondere bedarf es Angeboten, die die überwiegend migrantische Bevölkerung ansprechen und zu ihrer Integration in Gesellschaft, Politik und Arbeitsmarkt beitragen. Im Fledder gibt es kaum zivilgesellschaftliche Initiativen oder Vereine, die einen Raum dafür bieten. Das ist sowohl auf Stadtteilebene als auch vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung bedenklich. Deshalb möchten wir im Projekt einen Begegnungsort schaffen, der das Miteinander ebenso fördert wie das zivilgesellschaftliche Engagement und die bürgerliche Selbstorganisation zum Mitgestalten des Stadtteillebens.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Fledder
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst primär den Osnabrücker Stadtteil Fledder. Die Räumlichkeiten des Treffs liegen am nordwestlichen Rand zur Innenstadt, am Konrad-Adenauer-Ring. Das Gebiet wird in Richtung Westen und Süden von der Meller Straße begrenzt und folgt ihr, bis sie eingemündet in in die Straße Am Huxmühlenbach auf die Hannoversche Straße stößt. Am Huxmühlenbach stellt die Ostgrenze des Projektgebiets dar. Im Norden wird das Projektgebiet, vom Standort des Treffs kommend, von der Frankenstraße, der Neulandstraße, der Karmannstraße, der Narupstraße und dem Plärkamp, der wiederum in Am Huxmühlenbach mündet, begrenzt. Damit umfasst das Gebiet den größten der Teil Hannoverschen Straße, einer wichtigen Verkehrsader der Stadt.
Einwohnerzahl
2593
Quelle / Anmerkungen
Stand: 31.12.2022
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Osnabrück, Sozialmonitoring 2021, S.44 (Durchschnitt Planungsräume 130, 131), Gesamtstadtwert S. 13.
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteilwert (Schätzung) auf Basis von Osnabrück Aktuell 02/2023, S. 12, Gesamtstadtwert ebd. S. 9): https://informiert.osnabrueck.de/fileadmin/global/OS_Aktuell_Interaktiv_2023_2_.pdf
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_fledder.png
(736.1 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt folgt dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit, indem es nach einer ganzheitlichen Perspektive Menschen verschiedenster Zielgruppen dahingehend empowert, die Gestaltung von Zusammenleben und Stadtteilkultur selbst in die Hand zu nehmen. Aufgrund der Arbeit insbesondere mit marginalisierten Gruppen bildet eine Vertrauen aufbauende Beziehungsarbeit über niedrigschwellige Begegnungsangebote die Grundlage für das methodische Vorgehen im Projekt. Darauf aufbauend werden die Anwohner*innen eingeladen, Bedarfe, Wünsche und Ideen ins Projekt zu tragen. Sie werden über Beratung, Qualifizierung und Vernetzung dahingehend begleitet, diese Bedarfe selbst anzugehen und ihre Ideen allein oder gemeinsam (mit vorhandenen Akteuren) in die Tat umzusetzen. Gemeinwesenarbeit ist in diesem Sinne Demokratiebildung und -Förderung, aktiviert Menschen für bürgerschaftliches und politisches Engagement und fungiert als Motor einer demokratischen Mitmach-Kultur auf Quartiersebene. Das zieht sich durch das Projekt: Der Café-Rat gestaltet das Begegnungsprojekt im Treff, engagierte Anwohner*innen gestalten Aktionen im Café und tragen ihr Engagement in den Stadtteil. Das erhöht den sozialen Zusammenhalt im sehr diversen Fledder und wirkt sich somit positiv auf die demokratisch Resilienz im Stadtteil aus, die angesichts er prognostizierten Bevölkerungsentwicklung bedeutsam ist. Das Projekt arbeitet diskriminierungssensibel und barrierearm, verwendet einfach Sprache und moderiert zwischen den Zielgruppen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Förderung der Selbstorganisation im Stadtteil ist erfolgreich, wenn aus dem Projekt heraus Anwohner*innen ein ehrenamtliches oder politisches Engagement aufnehmen, sich zusammenschließen und Initiativen oder Vereine gründen.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn Menschen verschiedener Herkunft, verschiedenen Alters nicht nur zusammenkommen, sondern auch zusammenwirken, indem sie gemeinsam Angebote im Projekt gestalten.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn die Menschen nach erfolgreicher Beziehungsarbeit eigenständig Bedarfe, aber auch Lösungsvorschläge und Gestaltungsideen einbringen.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn sich die im Stadtteil vorhandenen Akteure aktiv ins Projekt einbringen, den teilnehmenden Anwohner*innen Raum für ein Engagement bieten und mit ihnen im Rahmen von Aktionen im Stadtteil zusammenarbeiten.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Islamische Gemeinschaft der Bosniaken Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hagia-Sophia-Moschee Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diversitätsbeauftragte der Stadt Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiter-Samariter-Bund Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Kreisverband Osnabrück
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im Projekt erarbeitet eine Arbeitsgruppe aus Anwohner*innen und lokalen Akteuren eine Strategie zur Verstetigung und Weiterführung des Projekts über den Förderzeitraum hinaus. Möglichkeiten sind z.B. Fundraising, Fördermittelakquise, ehrenamtliches Engagement etc. Auch eine Verteilung der Projektinhalte auf mehrere Schultern lokaler Akteure ist denkbar, wofür im Projekt Netzwerkarbeit zu Organisationen und der Verwaltung betrieben wird.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Demokratie stärken: an unterschiedlichen Orten der Begegnung in Alt-Laatzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Beel
| Organisation | Stadt Laatzen |
|---|---|
| Funktion | Stadtplanerin |
2. Kurzbeschreibung
Beteiligungskultur entwickeln: aus Treffpunkten werden Begegnungsorte der Vielfalt, Demokratie und Menschenrechte vor Ort
Projektbeschreibung
In Alt-Laatzen ist mit der positiven Juryentscheidung für das Projekt „Alt Laatzen verbindet sich“ Wettbewerb „Gute Nachbarschaft“ 2021 der Grundstein für die Initiierung von Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement geschaffen worden. Ein Quartiersmanagement konnte etabliert und dort zu einem festen Bestandteil für die Nachbarschaft in Alt-Laatzen werden. Seitdem sind vielfältige Maßnahmen zur Teilhabe an der Entwicklung des Stadtteils, Selbstwirksamkeit und Aktivierung durchgeführt worden. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen und die Förderungsdauer geht bis 30. April 2025. Eine Weiterförderung ist wichtig um bereits initiierte Prozesse nicht abbrechen zu lassen. Als ein wichtiges Element der Aktivierung der Bewohner*innen des Stadtteils wurde beim derzeitigen Projekt „Alt-Laatzen verbindet sich“ das Hauptaugenmerk auf die Mitgestaltung von öffentlichen Räumen gelegt. Hierüber ist Teilhabe auch visuell sichtbar, die Identifikation mit dem Stadtteil wird gestärkt sowie die Selbstwirksamkeit erlebbar. Man kommt ins Gespräch mit der Nachbarschaft, Kontakte werden geknüpft und verfestigt. Diese modellhaft für eine Beteiligungskultur und aktiven Teilhabe angewandte, erfolgreiche Methode soll nun auch bei dem Projekt „Demokratie stärken: an unterschiedlichen Orten der Begegnung in Alt-Laatzen“ eingesetzt werden. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch hier auf Stärkung vorhandener wie Initiierung neuer Vernetzungen im Stadtteil. Demokratisches Handeln ist dabei die Basis. Es bildet die Grundlage für unser Zusammenleben und gemeinsames Handeln.
Über das gut angenommene Quartiersmanagement sollen bereits Aktive, Vereine und Organisationen sowie weitere Interessierte zusammengebracht, gestärkt und in ihrer Handlungsfähigkeit unterstützt werden. Sie dienen als Motor und Multiplikatoren für ein integratives, gewaltfreies, demokratisches Zusammenleben mit Teilhabe für alle. Diese Werte sollen auch im Stadtbild sichtbar sein. Mit vielfältigen Angeboten für alle Bewohner*innen und Einbeziehung örtlicher Unternehmen zur Teilhabe sollen gemeinsam Orte der Begegnung geschaffen werden, die die Demokratischen Werte verdeutlichen und einen Zusammenhalt im Sinne der Guten Nachbarschaft schaffen.
Laufzeit
2025-05-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Alt-Laatzen entwickelt sich seit der Einrichtung des Quartiersmanagements ein Bewusstsein der Bewohner*innen für ihr Wohnumfeld, soziale Aktivitäten, Zusammenleben und Stadtteilkultur, was die Identifikation mit dem Stadtteil stärkt und eine gute Nachbarschaft fördert. Dies soll weiter stabilisiert und ausgebaut werden.
Die sozialen Akteure treffen sich seit 2023 regelmäßig um ihre Aktivitäten besser untereinander abzustimmen. Erste kleine gemeinsame Projekte wurden mit Unterstützung und Koordinierung des Quartiersmanagements erfolgreich durchgeführt. Das Interesse an Teilhabe der Bewohner*innen an verschiedenen Aktionen im Stadtteil und der Arbeit des Quartiersmanagement wächst. Dies zeigt sich an den Beteiligungen vieler an bereits durchgeführten Veranstaltungen und Befragungen. Es fehlt jedoch an integrativer Teilhabe. Hier soll das Einrichten von neuen Begegnungsorten helfen die Vielfalt abzubilden, demokratische Werte sichtbar zu machen und Teilhabe zu ermöglichen. Die Vielfalt der ca. 76 unterschiedlichen Nationalitäten im Stadtteil mit rund 6500 Bewohner*innen ist in der Beteiligungskultur noch nicht sichtbar. Daher möchten die sozialen Akteure mit Hilfe des Quartiersmanagements einen Weg finden dies zu ändern und sich für alle im Stadtteil zu öffnen.Ein hoher Anteil von AFD-Wählern im Stadtteil bei der letzten Landtagswahl hat außerdem dazu beigetragen, dass die sozialen Akteure sich gemeinsam für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte vor Ort einsetzen wollen. Sensibilisiert für das Thema möchten sie sich gemeinsam für ein vielfältiges demokratisches Lebensumfeld einsetzen. Neue Handlungsfelder sollen erschlossen und das Ehrenamt für alle geöffnet werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Laatzen Ortsteil Alt-Laatzen
Beschreibung
siehe beigefügte Karte
Einwohnerzahl
6500
Quelle / Anmerkungen
EWO Stadt Laatzen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Aktivierung der Bewohner:Innen und sozialer Akteure wie auch ortsansässiger Unternehmen um Netzwerke aufzubauen, Verbindungen untereinander herzustellen und Teilhabe an Veränderungen im Quartier aktiv mitzugestalten.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Ein Quartiersmanagement ist eingerichtet. Die sozialen Akteure sind bereits eingebunden. Es gibt einen Quartiersladen als Anlaufstelle.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO-Alt-Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Alt-Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christlicher Senioren Bund Alt-Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Immanuel Kirche Alt-Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerinitiative Alt-Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Örtliche Presse ,soziale Medien,Internetseite der Stadt Laatzen, Newsletter der Bürgerinitiative,Aushänge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regelmäßige Treffen mit dem im Ortsrat vertreten Parteien
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Eine Verstetigung erfolgt z.Z. über Einbindung der sozialen Verbände. Die Stadt Laatzen ist eine Bedarfszuweisungskommune mit einer strengen Haushaltskontrolle. Hiervon betroffen sind insbesondere freiwillige Aufgaben, wie z.B. die Einrichtung eines Quartiersmanagements mit Aufgabe der GWA. Der Ortsrat Laatzen befürwortet die Fortführung des Quartiersmanagements. Nach einer dauerhaften Lösung für eine Finanzierung wird gesucht.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
DRK Forum: Begegnungen, Vielfalt und Zusammenhalt / Gifhorn Süd
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Janine Süss
2. Kurzbeschreibung
Zusammen wachsen: Stärkung von Nachbarschaft und Vielfalt im Quartier
Projektbeschreibung
Unser Projekt zielt darauf ab, das neu eröffnete DRK Forum durch die Einstellung eines Quartiersmanagers oder einer Quartiersmanagerin zu stärken und als zentrale Anlaufstelle für Anwohner des Quartiers zu etablieren.
Das Forum bietet bereits eine breite Palette von Diensten und Einrichtungen wie Breitenausbildung, Suchdienst, Sozialstation Gifhorn, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, Bereitschaften, Jugendrotkreuz, Familienbüro der Stadt und des Landkreises Gifhorn, den Hausnotruf sowie einen Kleiderladen namens "Die Schatzkiste". Zusätzlich gibt es eine Kinderspielecke, die den Eltern die Möglichkeit bietet, Beratungsdienstleistungen in Anspruch zu nehmen, während sich ihre Kinder beschäftigen.
Die Quartiersmanagerin oder der Quartiersmanager wird eine Schlüsselrolle spielen, indem sie oder er die Anwohner über die vorhandenen Angebote informiert, ihre Bedürfnisse ermittelt und sie bei der Nutzung der verfügbaren Dienste unterstützt.
Darüber hinaus wird das Ehrenamt, insbesondere im Bereich des Katastrophenschutzes, aktiv in das Projekt eingebunden. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer werden die Quartiersmanagerin oder den Quartiersmanager bei der Begehung des Quartiers unterstützen, Gemeinschaftsaktivitäten organisieren und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts beitragen.
Geplant ist auch die Unterstützung durch die Ehrenamtskoordinatorin, welche die ehrenamtlichen Aktivitäten koordiniert und fördert.
Durch die Zusammenarbeit von Quartiersmanagerin oder Quartiersmanager, Ehrenamt und der Ehrenamtskoordinatorin wird das DRK Forum zu einem lebendigen Zentrum der Gemeinschaft, das die Bedürfnisse der Anwohner erfüllt und zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier beiträgt.
Der Arbeitsplatz der Quartiersmanagerin oder Quartiermanager wird im Zentrum des Forums an einem offenen Empfangstresen positioniert sein. Diese Gestaltung ermöglicht eine einfache Erreichbarkeit und Interaktion mit den Besuchenden. Bilder werden beigefügt, um einen visuellen Eindruck von diesem zentralen Arbeitsbereich zu vermitteln. Diese offene Gestaltung soll den Zugang erleichtern und ein Gefühl der Willkommenheit und Nähe vermitteln.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Gifhorn konfrontieren uns demografische Veränderungen und wachsende Diversität mit Herausforderungen, die Integration und sozialen Zusammenhalt erforderlich machen. Besonders in bestimmten Quartieren zeigen sich soziale und ökonomische Benachteiligungen, Sprachbarrieren und eine hohe Fluktuation. Zusätzlich mangelt es an einer angemessenen Infrastruktur und Begegnungsräumen, was die Gemeinschaftsbildung erschwert.
Ein weiteres Problem ist die unzureichende Vernetzung zwischen Bewohnern, sozialen Diensten und ehrenamtlichen Angeboten. Es fehlt eine koordinierende Instanz, die Ressourcen bündelt, Austausch fördert und die aktive Teilnahme an der Quartiersentwicklung ermöglicht.
"Zusammen wachsen" im DRK Forum Gifhorn adressiert diese Punkte durch Einführung eines Quartiersmanagers. Diese Schlüsselrolle dient als zentrale Anlaufstelle, koordiniert Dienste, verbessert die Kommunikation und fördert ein integratives Quartierleben. Das Projekt zielt darauf ab, durch Stärkung des ehrenamtlichen Engagements und Verbesserung der sozialen und baulichen Bedingungen die Lebensqualität zu erhöhen und einen nachhaltigen sozialen Zusammenhalt zu schaffen. Die Etablierung des Quartiersmanagers ist entscheidend, um Barrieren zu überwinden und eine inklusive, engagierte Gemeinschaft in Gifhorn zu fördern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gifhorn Südstadt
Beschreibung
Die räumliche Abgrenzung des Projektgebiets umfasst den südlichen Teil der Stadt Gifhorn, insbesondere das Viertel, das gemeinhin als "Südstadt" bekannt ist. Es erstreckt sich von der Berliner Straße im Norden bis zur Goethestraße im Süden und von der Breslauer Straße im Westen bis zur Bahnhofstraße im Osten. Diese Abgrenzung umfasst die Wohngebiete, öffentlichen Einrichtungen, Schulen und andere relevante Standorte innerhalb dieses geografischen Bereichs.
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Die Einwohnerzahl des Projektgebiets Gifhorn Südstadt basiert auf den neuesten verfügbaren Daten des Einwohnermelderegisters der Stadt Gifhorn.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
forum-_suedstadt_.png
(257.16 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als Quartiersmanagement versteht sich unser Projekt. Wir folgen einem ganzheitlichen Ansatz, der darauf abzielt, die Lebensqualität und das soziale Miteinander in einem definierten Quartier zu verbessern. Unsere Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, die Stärken des Quartiers zu fördern, die Bedürfnisse der Bewohner zu identifizieren und in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und in der Stadt Lösungen zu entwickeln.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht, wenn regelmäßige Treffen und ein aktiver Austausch zwischen lokalen Organisationen, Vereinen, Behörden und Bewohnern stattfinden, um gemeinsame Ziele zu definieren und umzusetzen.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn die Bedürfnisse, Interessen und Stärken der Bewohner im Mittelpunkt der Projektplanung und -umsetzung stehen und ihre aktive Beteiligung gefördert wird.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn Maßnahmen zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und der Nachbarschaftsbeziehungen erfolgreich umgesetzt werden, indem z.B. gemeinsame Aktivitäten, Veranstaltungen und Treffpunkte geschaffen werden.
Vorhandene Strukturen
Die vorhandenen Strukturen des Quartiersmanagements sind in unserem Projektgebiet bereits etabliert. Wir verfügen über ein gut funktionierendes Netzwerk von ehrenamtlichen Helfern (ca. 790) sowie professionellen Fachkräften, die sich aktiv für die Entwicklung und Stärkung des Quartiers engagieren. Diese Strukturen werden durch bestehende Institutionen wie lokale Vereine, Bürgerinitiativen, soziale Einrichtungen und kommunale Organisationen unterstützt. Die Zusammenarbeit zwischen diesen Akteuren ermöglicht es, auf die Bedürfnisse und Herausforderungen im Quartier gezielt einzugehen und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Gifhorn e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte Abrahams Kinder
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Kindertagesstätte Rosengarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sapv-gifhorn GmbH
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Projekt strebt eine nachhaltige Integration in kommunale Strukturen und langfristige Finanzierung an. Neben Spenden von lokalen Unternehmen und der Bevölkerung planen wir Partnerschaften mit lokalen Organisationen. Wir setzen auf langfristige Kooperationen und ehrenamtliches Engagement, um die Kosten zu reduzieren. Das Büro im Forum wird weiterhin vom DRK gestellt. Zudem planen wir Fundraising-Aktivitäten und die Einbindung von Spendenaktionen aus der Gemeinschaft.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Wandel gestalten: Bad Gandersheim gemeinsam neu denken
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie-Luise Kisters
| Funktion | Gemeinwesenarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Akteure vernetzen - Beteiligung stärken - Begegnungsorte schaffen
Projektbeschreibung
Das Projekt knüpft an ein Gemeinwesenarbeitsprojekt an, das jedoch aufgrund eines Trägerwechsels zeitlich in der Entwicklung zurückliegt. Zu Projektbeginn wurden Strukturen errichtet, darunter ein Nachbarschaftszentrum, doch diese wurden durch den Trägerwechsel wieder aufgelöst. Die ehrenamtlich Engagierten sahen sich gezwungen, neue Wirkungsorte zu finden. Als die Gemeinwesenarbeit dann unter einem neuen Träger fortgeführt wurde, mussten die Strukturen mit neuen Räumlichkeiten und ohne ehrenamtliche Unterstützung allmählich wieder aufgebaut werden. Dieser Trägerwechsel und der Verlust der etablierten Strukturen stellen eine bedeutende Herausforderung für das Projekt dar. Daher steht eine zuverlässige Strukturierung der GWA im Mittelpunkt der geplanten Maßnahmen. Es werden verbindliche Vereinbarungen zur Zusammenarbeit zwischen der GWA, der Stadtverwaltung und anderen relevanten Partnern getroffen, um ein gemeinsames Verständnis und eine effektive Kooperation sicherzustellen. Durch den Aufbau eines stabilen Netzwerks wird ein schneller Informationsfluss zwischen den Akteuren und den Bewohnern geschaffen, um Transparenz und Vertrauen zu fördern. Die Aktivierung neuer Bewohner ist ein weiterer Schwerpunkt des Projekts. Durch gezielte Befragungen und Veranstaltungen wie Dorfabende sollen bisher nicht erreichte Zielgruppen wie Senioren und Migranten aktiv angesprochen und zur Teilnahme an der Gemeinwesenarbeit motiviert werden. Ein regelmäßig tagendes Bürgernetzwerk wird etabliert, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und die Bewohner aktiv in die Gestaltung ihrer Gemeinschaft einzubinden.
Die Stärkung der Verbindung zwischen Kernstadt und Dörfern ist ein weiteres zentrales Anliegen. Durch die Organisation von Veranstaltungen und Aktivitäten in den Dörfern unter dem Thema "Stadt-Land-Verbindung" sollen offene Dialoge gefördert und gemeinsame Ziele identifiziert werden. Die Bewohner sollen sich gehört fühlen und ihre Anliegen ernst genommen sehen, um das Gefühl der Entfremdung zu verringern und eine stärkere Gemeinschaft zu schaffen.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bad Gandersheim, mit Kernstadt und 15 Ortsteilen, zählt 11.000 Einwohner. Einst lebendige Kurstadt, leidet es heute unter demografischem Wandel und Strukturwandel. Signifikanter Leerstand prägt das Bild, von Einzelhandelsflächen bis Klinikkomplexen. Bevölkerungsrückgang übertrifft Niedersachsen-Durchschnitt. Finanzielle Lage äußerst angespannt, was zur Abstoßung freiwilliger Leistungen führte. Ein Großteil dieser Lücken wurde durch ehrenamtliches Engagement geschlossen. Eines der herausragenden Probleme der Stadt ist das Fehlen eines starken Wir-Gefühls innerhalb der Gemeinschaft. Diese fehlende Verbundenheit führt zu einer Vielzahl von Kommunikationsproblemen und mangelnder Wertschätzung zwischen verschiedenen Gruppen. Die Kommunikation zwischen Bürgern und der Verwaltung, zwischen Vereinen, zwischen Parteien und sogar zwischen Gruppen mit unterschiedlichen Ansichten ist unzureichend. Ein weiteres Problem besteht darin, dass es keine stabilen und sicheren Strukturen für die GWA gibt. Wiederholt wurden solche Strukturen aufgebaut, nur um dann wieder abzubrechen. Der jüngste Trägerwechsel in der Mitte des laufenden Projekts hat die Situation weiter verschärft. Obwohl bereits viel Vorarbeit geleistet wurde, fehlen nun die stabilen Strukturen, um diese Arbeit fortzusetzen und die zarten Fortschritte in verbindliche Formen zu bringen. Eine weitere Herausforderung, betrifft die Dörfer, die sich von der Stadt abgehängt fühlen. Die Konzentration von Ressourcen und Aufmerksamkeit auf die Stadt hat dazu geführt, dass die Bedürfnisse und Anliegen der Dörfer oft vernachlässigt werden. Dies verstärkt das Gefühl der Entfremdung und des Ungleichgewichts innerhalb der gesamten Stadt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Fläche: 90,85 km²,
Einwohner: Bad Gandersheim-Kernstadt 6.375
mit ihren 15 Dörfern: Harriehausen 670, Wrescherode 565, Heckenbeck 497, Altgandersheim 428, Dankelsheim 300, Ackenhausen 246, Dannhausen 244, Seboldshausen 222, Gehrenrode 199, Gremsheim 174, Wolperode 158, Hachenhausen 150, Ellierode 145, Helmscherode 139, Clus-Brunshausen 101
Einwohnerzahl
10613
Quelle / Anmerkungen
Stadt Bad Gandersheim
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Niedersachsen 0-14 Jahre 1.089.108 Personen von 7.982.448 (= 14% der Bevölkerung); Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020 (Quelle): Bad Gandersheim gesamt 0-14 Jahre 1.204 Personen von 9.623 (=13% der Bevölkerung)
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Stadt Göttingen 15-26 Jahre 18.591 Personen von 119.801 (= 16% der Bevölkerung); Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020 (Quelle): Bad Gandersheim gesamt 15-26 Jahre 1.167 Personen von 9.923 (=12% der Bevölkerung)
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Niedersachsen über 60 Jahre 2.276.622 Personen von 7.982.448 (= 29% der Bevölkerung); Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim Stand 28.08.2020 (Quelle): Bad Gandersheim gesamt über 60 Jahre 3.519 Personen von 9.623 (=37% der Bevölkerung)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit 2019 (Quelle): Arbeitslosenquote aller Erwerbspersonen: Nds. 5,0% (sonstige), unser Landkreis Northeim 5,1% (Gesamtstadt).
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auskunft der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020: 808 ausländische Personen in der Kernstadt (=12,8% der Bevölkerung). Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Nationalität, Stand 31.12.2018: sonstige = Niedersachsen 749.694 ausländische Personen von 7.982.448 (=9,3 % der Bevölkerung); Gesamtstadt = unser Landkreis Northeim 8.330 ausländische Personen von 132.765 (=6,2% der Bevölkerung)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auskunft der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020: 808 ausländische Personen in der Kernstadt (=12,8% der Bevölkerung). Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Nationalität, Stand 31.12.2018: sonstige = Niedersachsen 749.694 ausländische Personen von 7.982.448 (=9,3 % der Bevölkerung); Gesamtstadt = unser Landkreis Northeim 8.330 ausländische Personen von 132.765 (=6,2% der Bevölkerung)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gwa_bad_gandersheim.png
(3.66 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, der darauf abzielt, die Lebensqualität in einem bestimmten Gemeinwesen durch aktive Einbeziehung der Bewohner zu verbessern. Dies geschieht durch die Stärkung lokaler Strukturen, Förderung von Selbsthilfe und Eigenverantwortung sowie Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren vor Ort. Wir setzen auf eine partizipative Herangehensweise, die es den Bewohnern ermöglicht, ihre Bedürfnisse, Anliegen und Ideen einzubringen und aktiv an Entscheidungen teilzuhaben. Dabei spielen lokale Ressourcen und Potenziale eine wichtige Rolle, die durch die Gemeinschaft selbst identifiziert und genutzt werden.
Unser Projekt fördert den Aufbau und die Pflege von Netzwerken innerhalb des Gemeinwesens, um den Informationsaustausch zu erleichtern, gemeinsame Interessen zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten. Durch die Schaffung von Plattformen für Austausch und Zusammenarbeit streben wir eine nachhaltige Stärkung der Gemeinschaft an. Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist die Unterstützung von benachteiligten oder marginalisierten Gruppen, um ihre Teilhabe am Gemeinwesen zu fördern und soziale Ungleichheiten abzubauen. Wir setzen uns für eine inklusive Gemeinwesenarbeit ein, die die Vielfalt und unterschiedlichen Bedürfnisse aller Bewohner berücksichtigt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ist erreicht, wenn möglichst viele Dialog- bzw. Zielgruppen erreicht und aktiviert wurden.
Kriterium
Beschreibung
Bewohnergruppen kennen/nutzen die Strukturen ihrer Stadt und organisieren (selbständig oder begleitet) Aktivitäten, übernehmen Verantwortung für ihre Anliegen, bringen sich als Unterstützer/ Freiwillige ein, vernetzen sich.
Kriterium
Beschreibung
Die Ressourcen des Quartiers, der Bewohner/innen und Bewohnergruppen sind bekannt und werden in den Prozess der Quartiersentwicklung aufgenommen und weiterentwickelt. Bewohner/innen bringen ihre Fähigkeiten und Kompetenzen ein.
Kriterium
Beschreibung
Es gibt eine fachübergreifende Zusammenarbeit, die relevante Themenbereiche wie z.B. Wohnumfeld, demograph. Wandel, Integration im Gemeinwesen bearbeitet. Beteiligte Akteure kennen die jewl. Arbeitsbezüge der anderen und verstehen Wirkungszusammenhänge.
Beschreibung
Der Gemeinwesenarbeiter bildet die Schnittstelle und fördert Netzwerkbildung und Kooperation von Akteuren, Bewohner/innen und Quartieren sowie die Kooperation mit Stadt und Stadtmarketing
Kriterium
Beschreibung
Engagementpotentiale für bestehende & neue Unterstützungs- und Kulturangebote wurden erschlossen. Die Zielgruppen 60+ und Migranten werden in die sozialen Strukturen eingebunden und beteiligen sich an der politischen Partizipation
Beschreibung
Die vorhandenen Angebote der sozialen Infrastruktur wie Beratungsangebote, Sportvereine, Angebote der Bildungsträger sowie sozialer Einrichtungen werden bekannt gemacht, Angebotslücken werden geschlossen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Folgeantrag für die Gemeinwesenarbeit in Bad Gandersheim ist unerlässlich, um die bisherigen Erfolge zu festigen und die aufgebauten Strukturen zu sichern. Der kürzliche Trägerwechsel und der Verlust etablierter Einrichtungen stellen bedeutende Herausforderungen dar. Ziel ist es, das Wir-Gefühl innerhalb der Gemeinschaft zu stärken und eine nachhaltige Finanzierung sicherzustellen. Durch gezielte Maßnahmen wie die Aktivierung neuer Bewohnergruppen und die Stärkung des Netzwerks soll eine lebendige und inklusive Gemeinschaft geschaffen werden. Der Folgeantrag zielt darauf ab, langfristige Strukturen zu etablieren und die Gemeinwesenarbeit als unverzichtbares Konzept zu verankern.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Dorfmoderator*innen in den Dörfern Gehrenrode, Wolperode, Seboldshausen, Heckenbeck, Harriehausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie evangelische Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FamilienServiceBüro / Werk-statt-Schule e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TAfFplus – Teilhabe und Arbeit für Familien / Werk-statt-Schule e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FairBleib Südniedersachsen-Harz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegestützpunkt Nds. im LK Northeim (SPN)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes Leine-Solling
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie im Braunschweiger Land gemeinnützige GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bündnis gegen Depression
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauenhaus Northeim / Werk-statt-Schule e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Albert-Schweizer-Familienwerk Lebensraum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Treibhaus e. V. - Entwicklungsräume für Kommunikation, Kultur und Zusammenleben in Bad Gandersheim, Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerstiftung Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtjugendring Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gandersheimer Wirtschaftsforum GWF e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LEB Northeim e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgergemeinschaft Dannhausen Bürgergemeinschaft Ellierode Bürgergemeinschaft Gehrenrode Bürgergemeinschaft Hachenhausen Bürgergemeinschaft Heckenbeck Bürgergemeinschaft Seboldshausen e. V. Bürgerverein Helmscherode Dorfgemeinschaft Wrescherode e. V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die nachhaltige Finanzierung der GWA in GAN ist gegenwärtig ungewiss, bedingt durch Herausforderungen wie die mögliche Wiederholung der Bürgermeisterwahl und die Insolvenz der Trägergesellschaft der Landesgartenschau, an der die Stadt beteiligt ist. Trotz dieser Umstände planen wir folgende Schritte, um GWA nachhaltig in die kommunalen Strukturen einzubinden: Partnerschaften aufbauen, Kooperationsvereinbarungen entwickeln, in kommunale Planungsprozesse einbinden, Finanzierung diversifizieren.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Mehr Miteinander! Mehr Füreinander!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manfred Fraatz
| Funktion | Leiter Fachbereich Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mehr Miteinander! Mehr Füreinander!
Projektbeschreibung
In den letzten Förderperioden wurde das Begegnungszentrum in Neumünden aufgebaut, Befragungen bei Anwohnern durchgeführt und Veranstaltungen angepasst. Auch das Sozialcafé Plauderstube ist nun regelmäßig geöffnet. Da sich die Annahme von GWA, Treffpunkten und Veranstaltungen als schwierig und holprig darstellte, ist es unser wichtigstes Ziel, sich den Menschen in Neumünden aktiv anzunähern und Hemmschwellen abzubauen. Durch das Schaffen weiterer Kontaktpunkte, aufsuchende Arbeit und verstärkte Öffentlichkeitsarbeit möchten wir das Vertrauen der Bürger und den Wunsch, selbst aktiv zu werden, ermöglichen.
Anschließend kann die in den folgenden Jahren im Zentrum stehende Verstetigung, Neuausrichtung und Ausweitung der GWA umgesetzt werden. Es sollen nicht nur die Bedarfe der Bürger neu eruiert werden, auch das nachhaltige Bestehen und Fortführen der bisherigen Projekte soll gesichert sein, unter anderem durch eine Koordinationsstelle für Engagement in verschiedenen Bereichen und Umfang, die sich nicht nur auf Neumünden beschränkt. In bisherigen Umfragen hatten sich einige Wünsche und Probleme der Anwohner Neumündens herausgestellt, die sich nach Gesprächen mit Akteuren der Sozialraumkonferenz auch in anderen Stadtteilen bestätigten. Aus diesem Grund wird die bessere Zusammenarbeit der Akteure und einfachere Vernetzung untereinander angestrebt. Auch für Bürger ganz Hann. Mündens soll die übersichtliche Darstellung von Angeboten und Akteuren durch eine einzige App/Web sichtbar werden. Am Ende sehen sich Bürger nicht nur gut informiert, sondern können darüber hinaus selbst aktiv werden und sich digital verbinden. Das Bürgernetzwerk soll auch in Neumünden gezielt gefördert werden, denn es besteht der Bedarf an Nachbarschaftlichkeit (Austausch, Gespräche, gegenseitige Unterstützung…) aufgrund eines hohen Anteils an Senioren und allein lebenden Menschen. Die Gemeinschaft in Neumünden benötigt demnach nicht nur Treffpunkte und Anlaufstellen, sondern auch die Möglichkeiten der Selbstorganisation von einfachen Mitfahrgelegenheiten über Nachbarschaftshilfe, Patenschaften bis hin zu Schulungen von Digitallotsen und Dorfmoderatoren. Wünschenswert wäre am Ende nicht nur die Verstetigung der GWA und die Handlungsfähigkeit der Bürger durch Handwerkszeug und gemeinschaftsfördernde Projekte wie Stadtteilpark, Straßenfeste, Anwohnerversammlungen, sondern ebenso eine starke Nachbarschaft und eine sich herauskristallisierende Stadtteilkultur Neumündens.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Hauptzielgruppe im Projektgebiet sind Senioren ab 60 Jahren, die fast ein Drittel der Bewohner Neumündens ausmacht (anwachsend). Diese wünschen sich feste Ansprechpersonen für ihre Anliegen und dauerhafte Unterstützung auch im Engagement. Die Bewohner fühlen sich nicht ausreichend über sozialkulturelle Angebote aus ihrem Sozialraum informiert. Zudem beschränken sie ihren Sozialraum nicht auf Neumünden, sondern sehen sich insbesondere mit der Innenstadt, aber auch ganz Hann. Münden verbunden. Viele Bewohner fühlen sich einsam, gleichzeitig fällt es ihnen schwer, ihre Behausung zu verlassen. Auch die eingeschränkte Mobilität spielt hier eine Rolle sowie die Berglage des Stadtteils. In der aufsuchenden Arbeit wurde klar, dass weder die GWA noch das Begegnungszentrum unter den Bewohnern Neumündens ein klarer Begriff sind. Da die Vernetzung und Erreichbarkeit der Bewohner sich bereits langjährig als schwierig erweisen, will die GWA besonders an diesen Schwerpunkten mit neuen Ansätzen arbeiten.
Trotz Vernetzungen der GWA mit diversen sozialen Akteuren geht ein Konkurrenzdenken von unterschiedlichen Institutionen und Akteuren aus, was den Informationsfluss unter den Akteuren aber auch den Bewohnern gegenüber erschwert. Die Senioren wünschen sich zudem mehr Kontakt zu den Bewohnern aus dem Haus der Nationen, welches bisher nur punktuell gelungen ist. Die Integration ist hier demnach noch nicht abgeschlossen.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden, Neumünden
Beschreibung
Neumünden ist ein Stadtteil von Hann. Münden, ohne kommunalrechtlich als solcher verfasst zu sein. Neumünden zählt zu den mittelgroßen Stadtteilen der Stadt Hann. Münden. Aufgrund der Lage Neumündens südlich von Altmünden am westlichen Ufer der Fulda und durch diese vom historischen Stadtkern getrennt, stellt sich dieser Stadtbereich als geographisch gut abzugrenzendes Quartier dar. Es befindet sich auf einem Streifen zwischen der Fulda und dem unbewohnten Osthang des Reihnhardswaldes. Hauptstraße ist die Wilhelmshäuser Straße, die als Abschnitt der B3 durch den Stadtteil führt. In der Fuldaaue finden sich zahlreiche Kleingärten und einige Vereine. Als Verbindung zur Kernstadt und den östlich gelegenen Stadtteilen dient die Pionierbrücke. Die Bebauung von Neumünden ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1950er Jahre. Während sich am oberen Hang des Reinhardswaldes hauptsächlich eine Einfamilienhausbebauung findet, herrscht weiter unten an der Wilhelmshäuser Straße eine teils gründerzeitliche Baustruktur mit Mehrfamilienhäusern und leerstehenden Fabrikgebäuden.
Einwohnerzahl
2565
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
neumuenden.png
(167.5 KB)
neumuenden3.jpg
(15.03 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der GWA in Neumünden wird hauptsächlich der Ansatz verfolgt, die immateriellen und infrastrukturellen Bedingungen zu verbessern. Der Hauptfokus liegt auf der Förderung der Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation im Sinne von kollektivem Empowerment, sowie im Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Dabei wird immer von den Interessen und Bedarfen der Bewohner ausgegangen. Im Stadtteil vorhandene Ressourcen und Stärken der Anwohner werden erkannt und genutzt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die GWA steht im ständigen Kontakt mit den Menschen und hilft ihnen bei der Umsetzung und Gestaltung ihrer Ideen und Wünsche.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen arbeiten operativ an selbstgewählten Themen mithilfe der Nachbarschaftsversammlungen. Die Parkanlage wird selbstständig weiter bearbeitet.
Kriterium
Beschreibung
Ideen und Veranstaltungen können innerhalb kürzester Zeit kommuniziert und umgesetzt werden und werden von einer Vielzahl von Menschen angenommen.
Kriterium
Beschreibung
Ein Netzwerk aus Nachbarschaftshilfen ist entstanden, Nachbarschaftsversammlungen finden regelmäßig in der Plauderstube statt, wo sich die Menschen gerne begegnen, die Menschen fühlen sich informiert und als Teil einer Gemeinschaft.
Vorhandene Strukturen
In der ersten Förderperiode wurde im Stadtteil Neumünden das Begegnungszentrum eingerichtet in dem seither Veranstaltungen aller Art stattfinden. In der zweiten Förderperiode wurde das Sozialcafé die Plauderstube geschaffen, welches zusätzlich Raum für niedrigschwellige Begegnungen bietet. Beide Räume sowie die darin stattfindenden Veranstaltungen werden von den GWA-Mitarbeiterinnen begleitet. Die GWA ist zudem über Facebook digital und durch einen analogen Newsletter sowie regelmäßigen Plakaten und Handzettel auch für alle ohne Internetzugang sichtbar. Die GWA ist mit anderen sozialen Akteuren aus dem Stadtteil und der gesamten Stadt über ein Fachgremium für Soziale Arbeit und über das Sozialraumtreffen vernetzt. Etablierung des Stadtteilfestes.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Evangelisch reformierte Gemeinde, ev. luth. Stadtkirchengemeinde, Gemeinde St. Blasius, Gemeinde St. Elisabeth, Neuapostolische Kirche, Evangelische Freikirche, Moscheeverein, Kirchenkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ASB Göttingen-Land, DRK, DLRG, ASJ, GAB, AWO Kreisverband Göttingen, Jugendhilfe Münden, Bürgertreff
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ambulant betreutes Wohnen, Ambulante Hilfe für Wohnungslose, ASB, AWO, Migrationsberatung, Behindertenbeauftragter, Beratunngsstelle ALPHA, Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen, Bürgerstiftunng Stationäres Hospiz Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonie in Münden, Allgemeine soziale Beratung, DRK, Fachstelle für Sucht und Suchtprävention, Familienunterstützender Dienst, Frauenhaus Göttingen, Arbeiterwohlfahrt, Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
pro-activ-center, Schuldenstopper, Sozialverband Deutschland, Sozialverband VdK, Teilhabe für Arbeit und Familien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AITEF und CALE, Albert Schweitzer Familienwerk, Alfred-Hesse-Stiftung für Freunde und Förderer, Alter-Herren-Verband, ASJ
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Balettverein Münden, Bläserkreis der Stadtkirchengemeinde Münden, Brieftaubenverein, Bürgerinitiative, Bürgertreff
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsche Amateur Radion Club, Deutscher Gewerkschaftsbund, Die Spielbühne, Doktor-Eisenbart-Spiele, Drei-Flüsse-Theater, Drum&Bugle Corps Red Stars
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ELVITA, Erinnerung und Mahnung, Erlebnisregion Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
FC Gimte, FC Werder Münden, Fischereigenossenschaft, Förderkreis der Eltern und Freunde des Pfadfinderbundes Großer Jäger, Förderverein Göttigner Werkstätten, Förderverein Mündener Altstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein zum Erhalt und zur Wiederherstellung der historischen Freilichtbühne am Kattenbühl, Freimaurerloge Pythagoras zu den drei Strömen, Freundeskreis des Festivals DKKD, Förderverein der Schule am Botanischen Garten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Geflügelzuchtverein, Gemeinnütziger Bauverein, Geschichte in Miniaturen, Gustav-Eberlein-Forschung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hann. Münden Türkgücü, Haus und Grund Münden, Heimat und Geschichtsverein Sydekum zu Münden, Hochseesegler-Vereinigung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Internationaler Bund, International Police Association
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jägerschaft Münden, Jugend-Bläserkreis der Stadtkirchengemeinde, Jugendrotkreuz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kameradschaft Deutscher Pioniere, Kirmesverein, Kleingartenverein am Hochbad, Kleinkaliber Schützenverein, Kneipp-Verein, Kolpinghaus, Konzertchor und Kammerorchester St. Blasius, Kreisschützenverband Münden, Kreissportbund Göttingen, Kulturcafé Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Oberweser, Lionsclub Münden, Lohnsteuerhilfeverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Marine-Kameradschaft von 1926, Mitmachzirkus im Kneippverein, Modellbauclub Münden, Motorrad Freunde, Mündener Chrorvereinigung von 1898, Mündener Gilde, Mündener Kanu-Club, Mündener Ruderverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mündener Schachclub, Mündener Schützenverein von 1823, Mündener Sportverein von 1918, Mündener Tennis-Club, Mütter- und Familienzentrum, MultiKulti Treff Jugoslawien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Naturpark Münden, Naturschutzbund Deutschland Gruppe Altkreis Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
RC Car Team Münden, Reitsprtverein Münden, Rettungshundestaffel ASB, Rock for Tolerance, RSC Free Wheel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sängerkreis Fulda-Werra-Weser, Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze, Segel- und Wassersportverein Schweriner Aussensee, SVMR Schwimmverein Münden, SoVD, Spendenparlament, Sportschützenverein Hermannshagen, Schützenverein Volkmarshausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein Schedetal Volkmarshausen, Stadtführergilde Münden, Stadtjugendring Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
THW, TM Concordia, Trägerkreis St. Aegidien Kirche, Turngemeinde Münden, Tuspo Weser Gimte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verband christlicher Pfadfinderinnen, Verein der Fischfreunde zu den drei Strömen, Verein für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen, Verein zur Erforschung der Geschichte, Verkehrswacht Münden, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kultur im OX, DenkmalKunst, KunstNetz, Mündener Kulturring, Mündener KunstNetz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro des LK, Fachbereich Jugend, Fachbereich Soziales, Gleichstellungsstelle, Partnerschaft für Demokratie, Jobcenter, Ausländerbehörde, Gesundheitsamt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister der Stadt Hann. Münden, Bereich Stadtentwicklung, Stadtverwaltung, Klimaschutzbeauftragter, Sanierungsmanagerin
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Bildung, Grund- und weiterführende Schulen in Hann. Münden, Grundschule Neumünden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SPD Ortsverein Münden, CDU Stadtverband Münden, Bürgerforum Hann. Münden, Grüne Ortsverband Hann. Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche, Bürgerinitiative ein.münden, Netzwerk Neumünden, Mündener Frauennetzwerk, Arbeitsgruppen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HNA, Mündener Rundschau, Facebook, Website, Instagram, verschiedene Newsletter im Gebiet Münden
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Landkreis Göttingen beabsichtigt, das im Haus der Nationen geschaffene Begegnungszentrum über die Förderperiode hinaus weiter zu finanzieren. Die Weiterfinanzierung wird hauptsächlich durch die Verwendung von kreiseigenen Finanzmitteln erfolgen, sowie der zusätzlichen Akquise von externen Fördermitteln. Diese Finanzmittel können sowohl für Sachausgaben als auch für Personalausgaben verwendet werden. Dadurch wird das zukünftige Fortbestehen der GWA nahtlos gewährleistet.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
20240216_105325.jpg
(200.31 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Aufbau der Gemeinwesenarbeit in WHV
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alexander Witton
| Funktion | Trägerchef |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam- statt einsam
Projektbeschreibung
Das Familienzentrum West möchte mit der Förderrichtlinie die Probleme des Demografiewandels, der Vereinsamung, sowie der hohen Fluktuation durch Zu- und Wegzüge im Quartier Neuende, Schaar und Aldenburg entgegenzuwirken. Die GWA stellt eine erforderliche Ergänzung zur bisherigen sozialräumlichen Arbeit dar. Eine Person agiert als Quartiersmanager*in und eine weitere koordiniert das Büro im Quartier. Die Bedarfe der Bewohner*innen des Quartiers werden aktiv in den Blick genommen und passgenaue Angebote entwickelt. Durch dieses Projekt soll die Bürgerbeteiligung erhöht und der Vereinsamung entgegengewirkt werden, so dass die Bürger vor Ort selbstwirksam agieren können und gesellschaftliche Teilhabe geschaffen wird.
Darüber hinaus sollen Strukturen zur Verstetigung ausgebaut bzw. geschaffen werden. Der Kontakt und Austausch zu den Kooperationspartnern wird intensiviert. Eine verbindliche Kommunikationsplattform wird nutzbar gemacht.
Das Familienzentrum West ist schon bekannt und ist für das Quartierbüro eine gute Basis. Deswegen ist es von Vorteil, dass die Räumlichkeiten des Familienzentrums als Büro sowie für einige Veranstaltungen/Projekte genutzt werden können.
Laufzeit
2024-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projektgebiet liegt im Westen d. Stadt Wilhelmshavens. Es zeichnet sich durch einen überdurchschnittlichen Anteil von alleinlebenden Menschen über 65 Jahren aus. Darüber hinaus ist d.Stadtteil von einem hohen Anteil (internationale) Studenten u. Menschen mit Migrationsbiografie geprägt.
Im Quartier liegt ein kleines Nahversorgungszentrum. Als öffentliche Treffpunkte gibt es lediglich kleine Spielplätze. D. Vereinsstruktur ist kaum ausgeprägt. Lediglich zwei Bürgervereine sind hier verortet, die wegen Mitgliederschwund aufgrund von Überalterung und mangelnder Beteiligung von ihrer Existenz bedroht sind. D. StudentInnen haben außerhalb der FH keine Möglichkeit sich sozial anzubinden. Durch Sterben der älteren Menschen, sowie Zu- u. Wegzug der StudentInnen und Geflüchteten entsteht eine hohe Fluktuation.
Das FZ ist Anlaufstelle mit niedrigschwelligen Angeboten für Familien mit Kindern bis zum Grundschulalter. Die Problemlagen der Personengruppen wie ältere Menschen, Studierende, Geflüchtete ohne Kinder sind bekannt, können aber durch das FZ nicht abgedeckt werden u. weitere Angebote i.Q. bestehen nicht.
Aus den o.g. Gründen entsteht eine anonyme Lebensweise und fehlende Identifikation mit dem Quartier. Die soziale Teilhabe und das Gemeinschaftsempfinden ist nicht zuletzt durch die Coronapandemie sowie steigender Lebenshaltungskosten stark eingeschränkt. Verunsicherung u. Vereinsamung nehmen zu.
Durch den Aufbau der GWA als Modellprojekt wird diesen Herausforderungen entgegengewirkt. Menschen werden vernetzt u. eine tragfähige Kommunikationsplattform geschaffen. Die BewohnerInnen des Quartiers werden ermutigt u. befähigt, gemeinsam für bessere Bedingungen zu sorgen
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wilhelmshaven mit Schaar, Neuende und Aldenburg
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im Westen der Stadt Wilhelmshaven und bezieht sich auf die Stadtteile Schaar, Neuende und Aldenburg,
Einwohnerzahl
8607
Quelle / Anmerkungen
Stadtteilprofile 2023 _ Wilhelmshaven Statistik
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
bezogen auf den Stadtteil Aldenburg
Stadtteilprofile2023 WHV-Statistik
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Neuende
Stadtteilprofile 2023-WHV-Statstik
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Neuende
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadtteil Schaar
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Prozentzahlen geben an: Personen in SGB-2-Bedarfsgemeinschaften-Anteil Personen unter 18 Jahre
bezogen Stadtteil: Aldenburg
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Prozentzahlen geben an: Personen in SGB-2-Bedarfsgemeinschaften-Anteil Personen unter 18 Jahre
bezogen Stadtteil: Neuende
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Prozentzahlen geben an: Personen in SGB-2-Bedarfsgemeinschaften-Anteil Personen unter 18 Jahre
bezogen Stadtteil: Schaar
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aldenburg
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Neuende
Stadtteilprofile 2023-WHV Statistik
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.jpg
(46.97 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Familienzentrum West ist für Familien ein bekannter Ort im Stadtteil. Das Stadteilbüro stellt eine gute Ergänzung zu der bisheriger Arbeit dar. Die Bevölkerungsgruppen jeden Alters wird Gehör geschenkt und noch mehr eingebunden. Der Stadtteilmanager wird die BewohnerInnen vor Ort aktivieren, damit sie ihren Stadtteil gemeinsam mit dem Stadtteilmanager und anderen Bewohnern "bunter" gestalten, wie z.B. durch gemeinsame Aktionen, Projekt und/oder Feste. Ziel sollte es sein, dass die BewohnerInnen mit ihrem eigenen Engagement die Lebensqualität verbessern. Der Stadtteilmanager hat ein offenes Ohr für alle BewohnerInnen, Einrichtungen und Kooperationspartner. Fokus ist auch die Vernetzung des Stadtteilmanagers mit den verschiedenen Einrichtungen und Aktivierung von Ehrenamtund Schlüsselpersonen, um denen eine Plattform zum Austausch und Vernetzung zu bieten. Die GWA soll die soziale Teilhabe aller BewohnerInnen fördern, so dass sich alle BewohnerInnen angesprochen und willkommen fühlen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch eine starke Bürgerbeteiligung stehen die Interessen der BürgerInnen im Fokus des Projekts. Kontakte und Plattformeinträge werden gezählt. Dies sollen im Laufe des Projektes deutlich erhöht werden.
Kriterium
Beschreibung
Durch die Festlegung einer gemeinsamen Kommunikationsplattform ist ein Austausch aller BürgerInnen im Quartier gewährleistet. Empowerment der Zielgruppe ist messbar durch Anzahl der Veranstaltungen, die auf Initiative/Mitwirkun der Zielgruppen entstehen.
Kriterium
Beschreibung
Alle Akteure im Quartier nutzen ihr Knowhow und vernetzen sich untereinander, so dass alle BürgerInnen "mitgenommen" werden. Anzahl der Gremien, Netzwerke und Interessgemeinschaften können erhoben werden. Hier soll eine deutliche Steigerung erzielt werden
Kriterium
Beschreibung
Die BürgerInnen werden selbst aktiv, äußern ihre Belange und erleben dadurch soziale Teilhabe. Das Familienzentrum dient als ständiges Angebot im Sozialraum.
Kriterium
Beschreibung
Die Kommunikationplattform fördert die Vernetzung der BürgerInnen untereinander, Interessen werden sichtbar und ein Gemeinschaftsgefühl durch Interessenbündelung entsteht. Anzahl der Veranstaltungen sowie TeilnehmerInnen werden gezählt.
Beschreibung
Eine Kommunikationsplattform soll angeboten werden und den Austausch erleichtern. Hier kann die Anzahl an Mitgliedern und die Aktivitäten anhand der Einträge gemessen werden.
Kriterium
Beschreibung
Durch Lobbyarbeit der GemeinwesenmangerIn erkennt die Politik den Mehrwert der Gemeinwesenarbeit und verstetigt die Aufgabe in das kommunale Portfolio. Anzahl der Teilnahme an politischen Gremien und AG's wird erhoben.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindergarten Strandläufer (WIKI)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindergarten Muschelbank (WIKI)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kindergarten Grashüpfer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kindergarten Neuende
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jadehochschule mit Studentenwohnheimen im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
WSSV, SV Concordia mit Angeboten in der benachbarten Sporthalle
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die GWA ist ein fester Bestandteil im Stadtteil und bildet neben dem FZ zwei Standbeine der GWA. Es gibt verschiedene Ideen, um eine langfristige Finanzierung sicherzustellen. Die Kommune sieht nicht nur den Sinn des Projekts, sondern auch Einsparpotential und fördert eigenverantw. die Weiterführung. Durch die starke Bürgerbeteiligung und die Nutzung der Kommunikationsplattform wird das Projekt ein Selbstläufer. BürgerInnen sind vernetzt und engagierte BürgerInnen werden ehrenamtlich aktiv.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Das Experiment: Die Gemeinwesenökonomie in Wittmund
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Karina Schaefer
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Synergien erfahren: Wie können ökonomisches Interesse und Gemeinwesenarbeit zusammen gedacht werden?
Projektbeschreibung
(Kleinere) Innenstädte werden immer weniger als Einkaufsgelegenheit genutzt, da der Onlinehandel ihnen inzwischen viele Kunden abgräbt. Die Folgen des webbasierten Konsumverhaltens sind hier unmittelbar sichtbar: fehlende Laufkundschaft und eine Häufung von Leerständen verbunden mit einem tristen Ambiente. Darunter leiden im Ergebnis nicht nur kulturelles Angebot und Gastronomiebetriebe, es fehlen vor allem Begegnungsräume im Stadtteil für eine lebhafte, aber von Respekt gezeichnete Demokratie. Aktuell kann man eine Verschiebung der Kommunikation in soziale Medien erkennen, die oft anonym, mit scharfer Rhetorik und wenig Diskurs geführt wird.
Hier setzt das Experiment an: Wir wollen herausfinden, wie sich nachhaltige Gemeinwesenarbeit zusammen mit der ansässigen Gastronomie gestalten lässt, ohne zusätzliche Konkurrenz zu schaffen. Mit neuartigen Veranstaltungsformaten wollen wir wertschätzenden Austausch und Begegnung fördern, indem wir die Wirtschaft vor Ort nutzen, schützen und fördern. Wir ergänzen uns dabei mit dem Projekt „Wittmund upklütern“, das die Attraktivität der Wittmunder Innenstadt steigern soll, bei dem allerdings eher Stadtmarketing-Maßnahmen im Vordergrund stehen. Befragungen der Bevölkerung im Rahmen dieses Projekts haben schon stattgefunden, doch die Verantwortung für die Umsetzung der Ideen sehen die Ideengeber ausschließlich bei der Stadt. Hier soll unser Experiment einhaken und zum eigenen Engagement für die Innenstadt motivieren. Insbesondere die städtische Gastronomie kann maßgeblich unterstützen und schließlich selbst profitieren.
Ziel des Projektes ist, Möglichkeiten für eine lebenswerte Zukunft innerhalb Wittmunds Innenstadt aufzuzeigen, in der die Menschen für wertschätzende Gesprächen die lokale Gastronomie aufsuchen, um hier einerseits demokratische Prozesse und wirtschaftlichen Erfolg zu fördern und zugleich selbst profitieren. Dies soll durch innovative Veranstaltungskonzepte erreicht werden, die gemeinsam mit den Bürgern und den hiesigen Gastronomen erarbeitet und durchgeführt werden. Sind diese Formate dann erfolgreich genug, um von der Gastronomie selbst weiter betrieben zu werden, damit sich die Gemeinwesenarbeit auch nach dem Projekt entsprechend fortsetzt? Diese Frage soll das Experiment beantworten. Erste Gespräche mit Betrieben sowie Vereinen in Wittmund haben bereits stattgefunden, da es bisher ein großes Interesse an der Mitwirkung bei diesem Projekt gibt.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ein respektvoller Austausch unterschiedlicher Meinungen ist in einer Demokratie unabdingbar. Durch die zunehmenden Nutzung von Social Media findet die Kommunikation untereinander allerdings immer häufiger ohne persönliche Kontakte statt. Dies führt vermehrt zu Missverständnissen und einer Art feindlicher Rhetorik, welche man im persönlichen Gespräch nicht nutzen würde. Zudem verfestigen sich oft damit ideologische Gräben und extreme Meinungen, wenn nicht im offenen Austausch zuvor diskutiert und hinterfragt wird und vor allem die Begegnung mit den Perspektiven anderer Mitmenschen fehlt.
Das Fehlen von Begegnungen und Austausch ist auch im Projektgebiet, der Stadt Wittmund, zu beobachten. Der Onlinehandel belastet die Wettbewerbsfähigkeit der Innenstadt. Umfragen in der Bevölkerung Wittmunds haben ergeben, dass ein Großteil der Bevölkerung die Innenstadt nicht attraktiv findet. Damit verliert sie als Treffpunkt immer mehr an Bedeutung und wird zunehmend nur als Einkaufsmöglichkeit genutzt. Die Wittmunder:innen wünschen sich aber mehr Treffpunkte sowie ein besseres kulturelles Angebot (Quelle: https://www.wittmund-upklütern.de/leitbild/ergebnisse/) Insbesondere Cafés haben in den letzten Jahren ihre Türen geschlossen. Prekäre Lebenslagen sind hierfür aber nicht die Ursache, denn bei Recherche der Kennzahlen wurde deutlich, dass die Bürger:innen Wittmunds nicht unter überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit oder fehlendem Einkommen leiden. Nichtsdestotrotz schließen immer mehr Läden. Dieser Ausgangslage, die sicherlich auf viele kleine Innenstädte übertragbar ist, soll als Anlass für unser Projekt dienen und ökonomisches Interesse mit Gemeinwesenarbeit verbinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wittmund Stadt Wittmund
Beschreibung
Das Projektgebiet ist der Stadtbezirk des Landkreises Wittmund. Abgrenzung hier abrufbar:
https://www.wittmund.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000084-22270.html
Einwohnerzahl
8098
Quelle / Anmerkungen
https://www.wittmund.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000084-22270.html
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kinder zwischen 10-15 Jahren
https://www.regionalstatistik.de/genesis/online#astructure
Stand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen zwischen 20-25 Jahren
https://www.statistikportal.de/de/bevoelkerung#datenbanken
Stand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.statistikportal.de/de/bevoelkerung#datenbanken
Stand 31.12.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamt Wittmund 5,4 % (Jahresdurchschnittswert 2022)
Projektgebiet 720 Arbeitslose, 2374 Geringfügig Beschäftigte, 7240 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Wohnort. Ergibt Arbeitslosenquote von ca. 7% (selbst errechnet)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Tabellen, Arbeitsmarkt kommunal, Nürnberg, Januar 2024
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bietet eine neue Sichtweise auf die GWA durch die Berücksichtigung der ökonomischen Belange. So lässt sich mit diesem Projekt beispielhaft erarbeiten, wie die GWA auch ohne staatliche Förderung betrieben werden kann. Dies wird durch eine hohe Sensibilisierung der Bürger:innen und deren Engagement im Einklang mit dem Verständnis der gastronomischen Betriebe erreicht. Durch funktionierende Innenstädte, in denen sich die Anwohner:innen einbringen können, wird im Ergebnis ein gesunder Austausch unter den Beteiligten gefördert, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Dies erhöht sowohl die Lebensqualität als auch die Attraktivität und Modernität der Innenstadt. Die Wittmunder:innen können sich eigenverantwortlich und selbstwirksam in die Gestaltung der Veranstaltungskonzepte in der Innenstadt einbringen und sind somit viel eher gewillt, das gastronomische Angebot auch zu nutzen. Diese dazu gewonnene Attraktivität und Modernität zieht bestenfalls auch Interessierte von außen an, die wiederum neue Ideen einbringen können und das Konzept vervollständigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Aktivierende Befragungen richten sich auf die Bedarfe der Bewohner:innen aus. Bewohner:innen bringen ihre Ideen ein. Ökonomische Belange werden mit berücksichtigt und hierfür sensibilisiert.
Kriterium
Beschreibung
Pädagogische:r Mitarbeiter:in fungiert als Unterstützung, vernetzt und macht Umsetzung von Ideen möglich.
Kriterium
Beschreibung
ökonomische Betriebe vor Ort werden mit neuen Veranstaltungsformaten unterstützt, bieten aber auch ihre eigenen Stärken an (Räumlichkeiten, Bewirtung, Gastlichkeit und Gemütlichkeit, Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung)
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt spricht alle Zielgruppen innerhalb der Bewohner:innen an und erweitert sogar um die ökonomische Dimension.
Beschreibung
Vereine, ökonomische Betriebe und Stadt sind eng miteinander im Gespräch. Neue Kooperationen wurden gegründet.
Kriterium
Beschreibung
Übergreifender Blick des Projektes: Ökonomie und Gemeinwesenarbeit verbinden, sodass die GWA auch ohne staatliche Förderung weiter betrieben wird, einfach aus eigenem Interesse
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ProWittmund, Bürger- und Verkehrsverein Wittmund, Verein zur Förderung sozialer Projekte Wittmund
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Langfristig soll ein Eigeninteresse der gastronomischen Betriebe in der Innenstadt entstehen, diese Veranstaltungen immer wieder anzubieten, da sie gut besucht sind und daher einen finanziellen Vorteil bringen. So wird die Gemeinwesenarbeit auch über das Projekt hinaus weiter gefördert und aufrecht erhalten. Engagierte Bürger:innen haben den Zusammenahng zwischen Ökonomie und funktionierendem Gemeinwesen erkannt und verhelfen so den Betrieben zu einem gute Auskommen.
11. Medien
Galerie
Videos
wittmund_innenstadt.jpg
(442.96 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Alt-Laatzen verbindet sich
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gabriele Beel
| Organisation | Stadt Laatzen |
|---|---|
| Funktion | Stadtplanerin |
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam Treffpunkte gestalten mit AnsprechpartnerInnen in meinem Quartier
Projektbeschreibung
In Alt-Laatzen, dem nördlichsten Stadtteil von Laatzen stehen Veränderungen an, die den öffentlichen Raum betreffen und die Chance bieten nachhaltig positiv auf das Image, die Zusammengehörigkeit und Identifikation aller Bewohner*innen mit diesem Stadtteils hinzuwirken. Es gibt bereits einige Akteure im Stadtteil die sich aktiv an dem Veränderungsprozess beteiligen und eigeninitiativ mit besonderen Engagement und Ideen, Veränderungen herbeiführen wollen um dem Stadtteil aufzuwerten. Diese bereits anlaufenden Aktionen sind bisher auf den historisch alten Teil des Stadtteils bezogen, der zwischen der Kreisstraße Hildesheimer Straße und dem Landschafts- und Naturschutzgebiet am Fluss mit dem Namen „Leine“ der „Leinemasch“ liegt. Auf der anderen Seite der Kreisstraße begrenzt durch eben diese Kreisstraße und einer überörtlichen Bahnlinie liegt ein weiterer, ebenfalls zum Stadtteil zugehöriger Bereich, der bislang nicht hinreichend am Veränderungsprozess einbezogen werden konnte. Städtebauliche, sozioökonomische, demografische, religiöse, sprachliche und kulturelle Besonderheiten erschwerten die Aktivierung dieses Bereiches. Über ein Quartiersmanagement sollen nun die bereits Aktiven und die bisher nicht an Veränderungen aktiv mitwirkenden Person und Persönlichkeiten zusammengebracht werden. Der Veränderungsprozess soll als gemeinsame Aufgabe mit Blick auf Stärkung von Nachbarschaften, Integration von Benachteiligten und mit positiver Wirkung auf alle Bereiche des Stadtteils, hin zu einem „Wir-Gefühl“ für das Gesamtquartier Alt-Laatzen verstanden, erlebt und gelebt werden. Der öffentliche Raum ist begrenzt und sollte allen BewohnerInnen als Aktionsfeld für die Identifkation mit Ihrem Lebensraum dienen, hierfür braucht es ein Gemeinwesen, damit alle Bewohnerinnen wahrgenommen, verstanden und mitgenommen werden.
Diese Gemeinverantwortung und Chance selbst aktiv an der Entwicklung und Weiterentwicklung des eigenen Lebenraums mitgestalten zu können, kann modellhaften Charakter für die zukünftige Beteiligung der Bevölkerung an der Stadtentwicklung haben.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Alt-Laatzen leben ca. 6200 Menschen mit unterschiedlichsten Nationalitäten, Kulturen und Sprachen. Allein 76 unterschiedliche Nationalitäten weist das Einwohnermelderegister auf. Diese Vielfalt ist in der Beteiligungskultur nicht erkennbar. Insbesondere bei städtebaulichenPlanungen wird dies offensichtlich. Das Interesse für städtebauliche Entwicklungen begrenzt sich vorwiegend auf diejenigen, die sprachlich und kulturell ihre Wurzeln in Alt-Laatzen haben oder auf Neuzugezogene mit vorwiegend sozioökonomisch gefestigten gesicherten Hintergrund. Hierbei ist anzumerken, dass diese vorwiegend westlich der Hildesheimer Straße ihre Wohnquartiere haben. Der Bereich östlich der Hildesheimer Straße entlang der Bahn wird als problematisch angesehen und hat das Image eines Wohnquartiers für Benachteiligte mit trading down Tendenzen. Die Trennung des Quartiers wird städtebaulich noch durch die 4spurigkeit der Hildesheimer Straße und einer mittig gelegenen Straßenbahn verstärkt,“ man bleibt unter sich“. Bei den 2016 und 2017 in Alt-Laatzen durchgeführten öffentlichen Workshops zur Quartiersentwicklung Alt-Laatzen sind diese Tendenzen des begrenzten Beteiligungsrahmens weiter beobachtet worden ebenso bei den Initiativen die sich in Alt-Laatzen für die Verbesserung des Wohnumfeldes, der Kultur und der Freiflächen einsetzen, wie die Initiative „Alt-Laatzen blüht auf“, die als eine erste Aktion den Park an der Eichstraße als Bürgerpark entwickeln wollen. Eine Veränderung der Beteiligungsformen und des Rahmens ist angezeigt um allen BewohnerInnen die Möglichkeit der Mitwirkung am Gestaltungsprozeß ihres Umfeldes zu ermöglichen, denn der öffentliche Raum ist begrenzt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Laatzen Ortsteil Alt Laatzen
Beschreibung
Das Quartier Alt-Laatzen umfaßt ca. 100 Hektar. Die Abgrenzung ist aus dem beigefügten Lageplan ersichtlich.
Einwohnerzahl
6234
Quelle / Anmerkungen
eigene Erhebung 02.06.2016
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
15
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018)
Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018)
Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
25
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018)
Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
31
Anmerkung
Auswertung der Meldedaten (Stand 31.12.2018)
Sonstige: Gebiet Osten Alt-Laatzen
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
66
Anmerkung
Statistische Erhebungen der Region Hannover aus 2018 zur Gesamstadt
Schätzung für das Projektgebiet (Stand 2018) anhand der Meldedaten in Bezug zu den gesamtstädtischen Daten der Region
Sonstige: Schätzung für Gebiet Osten Alt-Laatzen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
alt-laatzen_verbindet_sich_01.jpg
(426.6 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Alle Bevölkerungsruppen in Alt-Laatzen sollen in die anstehenden städtebaulichen Maßnahmen zur Umgestaltung der öffentlichen Räume eingebunden werden. Das Quartiersmanagent soll durch aufsuchende aktivierende Aktionen insbesondere die Bevölkerungsgruppen einbinden, die in üblichen Beteiligungsverfahren nicht erreicht werden. Im Osten von Alt-Laatzen hat sich in den zurückliegenden Jahrzehenten ein abgesondertes und "abgehängtes" Quartier gebildet. Hier wird ein wesentliche Arbeit des Quartiersmanagemt im Empowerment der dortigen Bewohnerschaft liegen, d.h. Fahigkeiten und Kompetenzen zur Teilhabe werden gestärkt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es gibt neue Treffpunkte in Alt-Laatzen. Die Hildesheimer Straße hat Aufenthaltsräume für alle Bewohner*innen bekommen. Der "Bürgerpark Eichstraße" und der "Park Altes Rathaus" sind erlebbare Räume für Alle geworden.
Beschreibung
Alle Bewohner*innengruppen sind in die Neugestaltung der öffentlichen Räume eingebunden worden. Insbesondere die Bewohner*innen aus dem Osten von Alt-Laatzen haben sich aktiv beteiligt.
Beschreibung
Engagierte und ehrenamtliche Akteure werden erfolgreich eingebunden. Ihre Ideen sind wichtige Projektgeber für das Projekt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
-
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendtreff Alt-Laatzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte St. Mathilde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales und Team Stadtplanung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
In den kommenden Jahren wird in der kommunalen Verwaltung von Laatzen Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement als fester Bestandteil eingeführt. Dazu soll ein Stadtteilbüro für das Quartiersmanagement vor Ort verantwortlich sein. In diese Strukturen kann ein Quartiersmanagement mit fester Ansprechpartner*in und örtlicher Errreichbarkeit in Alt-Laatzen eingebunden werden.
In diesem Rahmen könnten auch Initiativen personell und ggf. finanziell über Verfügungsfonds unterstützt werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On