Verwendungsnachweis: Langenhagen hebt ab - Elisabeth macht's möglich
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrike Bodenstein-Dresler
| Funktion | stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gute Nachbarschaft im Quartier - Elisabeth macht's möglich
Projektbeschreibung
Langenhagen hat seit dem 2. Weltkrieg eine ungebrochene Zuwanderungsgeschichte. Die gesellschaftliche Struktur der Stadt hat sich stark geändert. Das Quartier Kernstadt Nord/ Alte Mitte ist durch eine hohe Wohndichte und Überalterung gekennzeichnet. Im Quartier leben Menschen unterschiedlicher Herkunft und Konfessionen.
Heute fehlen den schon länger ansässigen Menschen und den hinzugezogenen Menschen mit Migrationshintergrund Möglichkeiten der spontanen Begegnung. Aufgrund fehlender Kontaktgelegenheiten auch infolge der Corona Pandemie leiden viele Bewohner*innen an Isolation und Vereinsamung. Segregation ist die Folge.
Als Religionsgemeinschaft sind die ev. Elisabeth Kirche, kath. Kirche und die Selimiye Camii-Moschee angesiedelt. Die alten Geschäftsstraße bietet nur noch wenig attraktive Angebote, der nahegelegene Stadtpark wird eher durch Einzelpersonen, denn durch soziale Gruppen genutzt.
Ziel des Projektes Elisabeth macht’s möglich ist es, durch Beteiligungskultur gelingendes Zusammenleben der Nachbar*innen in der "Alten Mitte" zu stärken.
Eine Personalstelle GWA gestaltet den Prozess eines aktiven Stadtteillebens. Methoden der GWA sollen für die Bewohner*innen zukunftsorientierte und nachhaltige Lebensweisen in den Focus rücken. Soziale Aktivitäten, Kommunikation und eine geeignete Infrastruktur verbessern das Zusammenleben.
Schwerpunkte sind Selbstbestimmung, Integration und soziale Teilhabe im Quartier. Die Entwicklung wohnortnaher gesundheitsfördernder Angebote im angrenzenden Stadtpark wird generationsübergreifend initiiert. Eine niedrigschwellige soziale Infrastruktur folgt den Bedarfen aus der Aktivierenden Befragung. Kulturelles Leben unter Beteiligung der Anwohner*innen sowie Projekte und Aktivitäten bereichern das Leben im Quartier. Im Sinne eines gesamtkommunalen Handelns stehen Netzwerkarbeit und Kooperationen im Mittelpunkt. Die Mehrdimensionalität der Interessen ist akzeptiert und dadurch die Voraussetzungen für demokratisches Handeln geschaffen.
Wichtige Bausteine auf dem Weg der GWA im kirchlichen Handeln:
• das Prinzip GWA im kirchlichen Handeln implementieren
• das Umfeld im Quartier analysieren
• Bedarfe der Anwohner*innen durch aktivierende Befragungen ermitteln
• Strukturen unter Berücksichtigung schon vorhandener Ressouren schaffen
• partizipative Methoden, wie Befragungen, Stadtteilbegehungen, WeltCafe, Workshops, etc. anwenden
• Evaluationsprozesse durchführen
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Langenhagen besteht aus der Kernstadt und den in einer Gebietsreform zusammengeschlossenen fünf Ortschaften. Aufgrund der Nähe zu Hannover wächst die Bevölkerung, zahlreiche Wohngebiete werden in den Randbereichen neu erschlossen. Das alte Stadtzentrum „Alte Mitte“ nahe der Elisabeth Kirchengemeinde verlor mit dem Bau des CCL in den 1980ern seine Bedeutung, mit der Konsequenz von Funktionsverlust und Leerstand im Quartier.
Die Bevölkerungsstruktur hat sich stark verändert, die Herausforderungen einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft werden sichtbar. Zufällige nachbarschaftliche Begegnungen finden kaum statt. Eine Folge ist zunehmende Vereinsamung, verstärkt durch die Corona Pandemie.
Um einer Abkopplung von der gesamtstädtischen Entwicklung entgegen zuwirken, sind Teilbereiche der Kernstadt im Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“. Ergänzend zur äußeren Verbesserung des Wohnumfeldes müssen nachbarschaftliche Beziehungen gestärkt werden.
Die Kirchengemeinde beteiligt sich im Sanierungsbeirat und wirkt durch ihre Angebote in das Stadtgebiet hinein. Bisherige Maßnahmen waren auf einzelne Zielgruppen fokussiert. Es fehlt ein integratives Handlungskonzept möglicher Kooperationspartner (Bildungseinrichtungen, Vereine, Religionsgemeinschaften), um mit den Bewohnern Ideen zu entwickeln.
Die Gestaltung des sozialen Nah-Raums hat für die Kirchengemeinde eine große Bedeutung. Kirche ist herausgefordert, alle Menschen in ihren alltäglichen Lebenszusammenhängen zu unterstützen. Das Stadtgebiet braucht Orte mit Treffpunktcharakter, um den Austausch zu fördern. Ziel ist, bei allen Unterschieden in den Lebenswelten die nachbarschaftlichen Beziehungen zu stärken.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langenhagen - Kernstadt - Bahnhofsviertel
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt im nördlichen Bereich der Kernstadt Langenhagen und wird begrenzt durch folgende Straßen
nördlich - Am Pferdemarkt/Reuterdamm
östlich – Virchowstraße bzw Walsroderstraße ab Kreuzung Ernst-August-Nebig-Allee/Walsroder Straße
südlich - Ernst-August-Nebig-Allee im nördlichen Bereich und Godshornerstraße im südlichen Bereich
westlich – Bahnlinien Hannover – Hannover Flughafen
Langenhagen ist 7190 ha groß, das Projektgebiet umfasst 128 ha.
Rund 10,6% der Langenhagener Bevölkerung wohnen im Projektgebiet auf 1,78 % der Fläche Langenhagens
Einwohnerzahl
5970
Quelle / Anmerkungen
Information aus der Stadtverwaltung: Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Das Projektgebiet liegt nicht im Programmgebiet "Soziale Stadt"
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es lagen keine Angaben vor
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geoinformationen Stadt Langenhagen Abt. 61 Stadtplanung
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es lagen keine Daten vor
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stellungnahme_staedtebaufoerderung.pdf
(831.86 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Miteinander - Mitdenken - Mitwirken
Sozialraumentwicklung braucht Zusammenarbeit der Menschen vor Ort. Daher setzt eine gelingende Gemeinwesenarbeit voraus, dass die dort lebenden Menschen am Prozess beteiligt werden und aktiv mitgestalten können.
Die sich in der „Alten Mitte“ stetig verändernde Bevölkerungsstruktur sowie die Auswirkungen der Corona Pandemie zeigen, wie wichtige soziale Strukturen im persönlichen Umfeld/Nachbarschaft sind. Geeignete Angebote für Alle müssen entwickelt werden, um Vereinsamung, häuslicher Gewalt, etc. entgegenzuwirken.
Aktivierende Methoden helfen Missstände zu sichten, Bedarfe zu erheben und Möglichkeiten zur nachhaltigen Veränderung zu eröffnen.
Mitgestaltung und Zuarbeit einer aktiven Bürgerschaft in der nördlichen Kernstadt eröffnen sozialräumliche Perspektiven, die der Sandwichposition der Kernstadt Langenhagen zwischen Hannover und den angegliederten Ortschaften Rechnung tragen. Durch vielfältige Beteiligungsformen sowie Mitwirkung an konkreten Projekten werden Erfahrungen von Selbstwirksamkeit gestärkt.
Eine gelebte Beteiligungskultur, in der sich Menschen ernst genommen fühlen, steigert die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, fördert die Selbsthilfe und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation im Sinne eines kollektiven Empowerments, der Aufbau von Kooperationsstrukturen zwischen Bahnhofsviertel und Stadt, sind Ziel der Arbeit. Davon profitieren Kommune und Projektgebiet gleichermaßen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Interessen der Menschen sind durch gezielte und aktivierende Befragungen ermittelt, Plätze für Begegnungen sind entdeckt; Gelegenheiten sind geschaffen, bei denen die Bewohnerschaft miteinander ins Gespräch kommt; Wertschätzungskultur wird gelebt;
Kriterium
Beschreibung
Gemeinsam entwickelte Aktionen sind in Eigeninitiative übergegangen; Local Leaders haben Verantwortung übernommen; Kooperationen werden gelebt;
Kriterium
Beschreibung
Stadtpark, Bahnhofsplatz, Schulhof der Hermann-Löns-Schule werden intensiv für Begegnung sowie sportliche Aktivitäten genutzt. Die durch die Befragungen ermittelten Stärken des Quartiers sind ausgebaut
Kriterium
Beschreibung
Begegnungen zwischen den Religionsgemeinschaften finden wieder statt; multikultureller Austausch ist etabliert (Kunst und Kultur, Feste), generationsübergreifende Begegnungen finden regelmäßig statt; Inklusionsbedarfe werden mitgedacht;
Beschreibung
Die Elisabethgemeinde hat mit der Stadt Langenhagen ein professionelles, interdisziplinäres und partizipatives Konzept erarbeitet und implementiert; Gemeinsam mit der Stadtplanung sind Begegnungsräume identifiziert;
Beschreibung
Bestehende Kooperationen mit der Stadt und anderen Kirchengemeinden sowie weiteren Netzwerkpartnern innerhalb und über das Quartier hinaus sind evaluliert und Verabredungen für die zukünftige Zusammenarbeit getroffen;
Kriterium
Beschreibung
Das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen hat sich entspannt und ist durch gegenseitige Akzeptanz gestärkt; vorhandene Ressourcen werden gebündelt; Synergieeffekte werden genutzt; demokratisches Handeln wird gelebt;
Beschreibung
Begegnungsräume für das soziale Miteinander sind gefunden; Kontakt zur Kommune und Verwaltung findet regelmäßig statt; Teilnahme an Steuergruppensitzungen mit Fachstelle GWA der Stadt LGH findet statt; bedarfsgerechte Bildungsangebote werden durchgeführt;
Kriterium
Beschreibung
Beziehungen zu politischen Entscheidungsträgern der kommunalen Ebenen und den Akteuren im Gemeinwesen sind hergestellt und werden im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen GWA genutzt; eine gemeinsame Zielvorstellung der GWA in LGH ist verabschiedet;
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Langenhagen - Sozialdezernentin Eva Bender und Fachstelle GWA
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hermann Löns Schule - Frau Adolf- Schulleiterin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Moschee - DİTİB Selimiye Camii Langenhagen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Emmaus Kirchengemeinde - Pastorin Sabine Behrens und St. Paulus Gemeinde - Pastor Dr. Frank Foerster
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Liebfrauen Kirchengemeinde - Pfarrer Hartmut Lütge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Geschäftsstraßenmanagement Walsroder Straße - Frau Wohltmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Offene Gesellschaft Langenhagen - Frau Andrea Hesse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten - Elisabeth KITA - Frau Tabea Piepenbrink und - Entje Rummert KITA - Manuela Huy
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Innerhalb des Projektzeitraumens sind Synergieeffekte zwischen GWA und kirchlicher Arbeit entwickelt.
Darüberhinaus werden weitere Maßnahmen zur Sicherung der GWA vorbereitet:
Antrag an Gemeinwesen Diakonie für eine Fortsetzung der Stelle;
Weitere Muskelhypothek;
Kooperation mit Partnergemeinden;
Kooperation mit der Stadt;
Verstetigung durch Kooperationspartner;
Verstetigung durch die Kirchengemeinde;
Antrag an die Kommune auf Kostenbeteiligung;
Einwerben von Spenden
11. Medien
Galerie
Aufsteller
elisabeth_machts_moeglich-hochkant.jpg
(109.23 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinsam aktiv - für mehr Teilhabe und Gesundheit im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Laura Kynast
| Funktion | Projektmitarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Jeder kann was! Was kannst Du? - Gemeinsam das Viertel gestalten.
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Gesundheit und die damit verbundene Chancengleichheit ALLER Menschen im Schleswiger Viertel. Gelingen soll dies durch die Erhöhung von Teilhabemöglichkeiten für den Einzelnen und vernetzten Betätigungsinseln im Quartier. Unser Fokus liegt auf den (unentdeckten) Stärken und Potentialen. Der AWO Bezirksverband Hannover e.V. ist seit über 45 Jahren vor Ort engagiert. Wir sehen Gesundheit als Frage gesellschaftlicher Teilhabechancen und Gerechtigkeit (gesellschaftlicher Exklusions- bzw. Inklusionsprozesse). Ziel ist, ein Mehr an Gesundheit u.a. durch eine gestärkte Selbstwirksamkeit, aktiver Mitbestimmung, Übernahme von Verantwortung und Verbesserung der Wohnqualität. Isolation und Vereinsamung werden reduziert und somit Problemlagen sozialer und gesundheitlicher Art verringert.
Ein Handlungsbedarf in diesen Bereichen wurde durch eine in 2019 vom AWO Bezirksverband durchgeführten Quartiersanalyse aufgedeckt. Darauf aufbauend werden im 1. Jahr Bewohner*innen ermutigt, sich mitzuteilen. Themen werden herauskristallisiert, die sie zum Handeln bewegen. Tatsächlich „ins Tun kommen“ fällt am leichtesten mit Dingen, die man gut kann und gerne mag. Dort setzen wir an. Jede*r hat mindestens eine Begabung, sei es handwerklicher Art, eine Herzenssache oder ein bestimmtes Wissen. Wir unterstützen diese Begabungen in das Viertel einzubringen, indem Betätigungsinseln geschaffen, Handlungsbarrieren beseitigt und Gleichgesinnte zu Interessensgemeinschaften zusammengeführt werden. Dies stärkt die Selbstwirksamkeit. Im 2. Jahr liegt der Fokus auf dem Aufbau eines starken Netzwerks und der Integration von unterrepräsentierten Gruppen. Die im Kleinen entstandenen, ausgewählten Beteiligungsinseln werden von den Aktiven im Stadtteil fest installiert – draußen wie drinnen (z.B. Hochbeete, Sportgeräte, Literaturzirkel, Bewegungsangebote) und der Bewohnerschaft über Feste, Aktionswochen und Workshops näher gebracht. Die Nachbarschaft wird gestärkt und sozialer Isolation entgegengewirkt. Im 3. Jahr wird das Erreichte verstetigt und Verantwortung übertragen (Beirat, Patenschaften für Beteiligungsinseln). Beteiligungsinseln werden vernetzt, ein fester Nachbarschaftstreffpunkt installiert. Dieser Wachstumsprozess wird von Anfang an von den Aktiven begleitet und gestaltet. Dieser Prozess stellt ein Querschnittsthema des Projekts dar und ist somit auf die Bedürfnisse und Anforderungen der unterschiedlichen Menschen im Quartier zugeschnitten.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Schleswiger Viertel leben ca. 7300 Menschen. 48% mit Zuwanderungsgeschichte (LHH: 39%). Der Anteil der von Kinder-, Familien- und Altersarmut Betroffenen liegt über dem der Stadt Hannover (LHH). Der Sozialreport LHH 2017 charakterisiert den Stadtteil Vahrenwald mit „Flukturierend, viele Singles u. Alleinerziehende, hoher Migrant*innenanteil, große Nationalitätenvielfalt“. Im Projektgebiet finden sich ein Wohnheim für Obdachlose, ein neues Wohnheim „Housing first“ und eine Einrichtung für Geflüchtete. In Quartiersgesprächen wurde Unsicherheit, Anonymität durch hohe Fluktuation der Nachbarschaft, Vandalismus und wenig Umweltbewusstsein beschrieben. Begegnungsorte mit Angeboten zur Teilhabe fehlen. Das Image des Quartiers ist das einer „grauen Maus“. Selbstvertrauen für aktive Teilhabe und Gestaltungsfähigkeit ist bei den Bewohner*innen des Viertels geringer ausgeprägt als in anderen Stadtteilen. Seit 2019 engagiert sich der AWO BV Hannover e.V. vor Ort in der QE. Im Rahmen der „Alter(n)sgerechten Quartiersentwicklung“ (LHH) wurde ein Konzept für das Schleswiger Viertel formuliert. 2020 wurden erste Maßnahmen umgesetzt mit Schwerpunkt auf die ältere Bewohnerschaft. 2020 erhielt die QE-Arbeit für „Kulturspritzen gegen Coronablues“ den Niedersächsischen Gesundheitspreis. Um der bedrückenden Situation durch den erneuten Corona-Lockdown im Frühjahr 2021 etwas Aufmunterndes entgegenzusetzen, organisierte die AWO in Kooperation mit Einrichtungen aus dem Viertel einen temporären Kunst- und Klangpfad zum Mitmachen. Die Resonanz war sehr positiv. Besonders Familien beteiligten sich daran. Auf diese Erfahrungen wird im beantragten Projekt aufgebaut.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald - Quartier: Schleswiger Viertel
Beschreibung
Das Quartier "Schleswiger Viertel" liegt inmitten des Stadtteils Vahrenwald. Mitten durch das Quartier führt eine der größten Verkehrsachsen der Stadt, die Vahrenwalder Straße. Sie verläuft als mehrspurige Ausfallstraße aus dem Stadtzentrum nach Norden Richtung Langenhagen (Flughafen) zur Autobahn A 2. Die Vahrenwalder Straße ist vollständig verbaut und bietet zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Entlang der Vahrenwalder Straße verläuft die Stadtbahn mit überirdischen Haltestellen.
Im Norden wird das Schleswiger Viertel durch ein großes Gewerbegebiet (u.a. Sitz von FairKauf) mit angrenzenden Kleingärten begrenzt. Die östlichen Grenzen markiert das Areal der Heilig-Geist-Kirche mit vielen Nachkriegsmehrfamilienhäusern ohne Fahrstuhl. Die südliche Grenze des Viertels verläuft entlang der Melanchthonstraße. Die Grenzbiegung in Richtung Westen verläuft entlang des Schulgeländes der IGS Büssingweg. Hier grenzen Straßen mit Einfamilienhäusern aus den 60iger Jahren an, bevor das Gelände in Kleingärten mündet. Die Quartierseingrenzung des Schleswiger Viertels wurde im Rahmen von durchgeführten Expertengesprächen sowie der Zukunftswerkstatt mit 61 Anwohner*innen des Viertels in 2019 erhoben.
In direkter Nachbarschaft befinden sich große soziale Einrichtungen: ein Wohnheim für über 200 obdachlose Männer, was derzeit um einen Neubau mit "Housing first"-Konzept erweitert wird; ein Wohnheim für über 100 Familien mit Fluchterfahrung; Tageseinrichtungen der LEBENSHILFE für mehrfach beeinträchtige Menschen, eine Einrichtung der Gesellschaft für integrative Behindertenarbeit, eine Grundschule und mehrere KITAs und Krippen unterschiedlicher Träger.
Einwohnerzahl
7300
Quelle / Anmerkungen
LHH Statistikstelle / Einwohnerzahl bezogen auf das Quartier "Schleswiger Viertel
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
39
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: 31.12.2020
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: Dezember 2019
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: 31.12.2020
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: Dezember 2019
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Statistikstelle, Stand: Dezember 2019
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Angelehnt an den Asset-based Community Development-Ansatz legen wir den Fokus auf die (unentdeckten) Stärken u. Potenziale des Viertels. Vorhandene Fähigkeiten, Erfahrungen u. Leidenschaften werden erfragt u. Themen herauskristallisiert, die die Menschen zum Handeln bewegen. Dieses individuell als sinnvoll erlebte Tätigwerden hat einen bedeutenden Einfluss auf Gesundheit u. Wohlbefinden im Zusammenhang mit Teilhabe: Die Chance auf sinnhaft empfundenes Tätig werden u. die Qualität der dabei entstehenden Begegnungen haben einen positiven Einfluss auf die Aufrechterhaltung von Gesundheit. Konkret wird u.a. die Selbstwirksamkeit des Einzelnen gestärkt. Die Selbstwirksamkeit ist das Zutrauen, dass das eigene aktive Handeln positive Veränderungen hervorrufen kann u. man sich als Gestalter*in wahrnimmt. Ein Mensch, der daran glaubt, selbst etwas bewirken u. auch in schwierigen Situationen selbstständig handeln zu können, hat eine hohe Selbstwirksamkeit(serwartung). Personen mit einem starken Glauben an die eigene Kompetenz zeigen größere Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben sowie eine niedrigere Anfälligkeit für Angststörungen u. Depressionen.
Gleichzeitig rücken wir jene Perspektive in den Fokus, die Gesundheit auch als Frage gesellschaftl. Teilhabechancen (auch i.S. e. Bürgerbeteiligung) u. damit als Frage der Gerechtigkeit sieht. Mut zur Mitbestimmung u. der Glaube an Veränderung wachsen. Politische Partizipation wird belebt, das soziale u. kulturelle Leben wird gestaltet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ist erreicht, wenn möglichst viele Dialog- bzw. Zielgruppen des Schleswiger Viertels erreicht und aktiviert wurden.
Kriterium
Beschreibung
Ist erreicht, wenn möglichst viele Quartiersbewohner*innen eine persönliche Stärke bzw. Begabung benannt haben. Sie wissen, wie sie diese konkret ins Quartiersleben einbringen können und es tatsächlich (u.a. in Interessensgemeinschaften) tun.
Kriterium
Beschreibung
Ist erreicht, wenn sich Interessensgemeinschaften untereinander und mit anderen Akteuren des Viertels vernetzt haben. Im Quartiersbild sieht man mehr Menschen, die stehen bleiben u. sich unterhalten oder miteinander etwas im Viertel gestalten.
Beschreibung
Ist erreicht, wenn sich Aktive und Interessengruppen dauerhaft organisieren und netzwerken ohne Anstoß von außen. Die Betätigungsinseln und der Nachbarschaftstreffpunkt werden genutzt und erhalten. Der Beirat bringt sich ein.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteil-Kulturarbeit der LHH, Freizeitheim Vahrenwald, Puppentheater Theatrio, Operamobile e.V. u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Obdachlosenheime Werkheim und "Housing First", LEBENSHILFE e.V., Unterkunft für Geflüchtete, Fairkauf e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kleingartenvereine "Krügers Ruh", "Abendfrieden", "Feierabend"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Pflege- und Gesundheitszentrum Schleswiger Straße, Fitnessstudio
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GS Glücksburger Weg, IGS Büssingweg, KITAS im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Heilig Geist Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rewe, Toom, Marktkauf, Jaques Weindepot
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kräuterkundlerin Anita Zechel, Upcyclingbörse, Ökostadt Hannover e.V., u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Betreutes Wohnen Apenrader Straße, Wohnungsbaugenossenschaft "Spar-und Bauverein"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel ist, dass die Interessensgruppen und der Beirat Verantwortung übernehmen und nach Außen ihre Bedarfe selber vertreten z.B. ggü. kommunalen Institutionen. Die Stadt Hannover fördert über Haushaltsmittel quartiersnahe Infrastrukturen und teilhabefördernde Nachbarschaftsstrukturen. Der AWO Bezirksverband Hannover wird von Projektbeginn an seine Erfahrungen und Netzwerke nutzen, um Betätigungsinseln und Nachbarschaftstreff in das städtische Programm und die dauerhafte Finanzierung aufzunehmen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartier ohne Grenzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Göntje Schoeps
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftliches Engagement im Quartier Ilmenauwiesen als Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel
Projektbeschreibung
Das Quartier Ilmenauwiesen spiegelte stets die kleinstädtischen Charakterzüge Uelzens wieder: Veränderungen werden kritisch beäugt und das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens ist gering. 2017 wurde hier die Quartiersarbeit aufgenommen. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Bewohner*innen der Seniorenwohnanlage im Quartierszentrum, denen es ermöglicht werden sollte, so lange wie möglich in häuslicher Umgebung zu verbleiben. Bis heute arbeiten Akteure unterschiedlicher Bereiche, wie z.B. das Mehrgenerationenhaus und der Pflegedienst ressortübergreifend und koordiniert durch das Quartiersmanagement zusammen, um die Lebensqualität der Bewohner*innen im Stadtteil zu erhöhen. Kooperationen mit externen Akteuren konnten aufgebaut und Begegnungsangebote für den nachbarschaftlichen Austausch realisiert werden. Angebote zur Gesundheitsförderung und Freizeitgestaltung wurden von Senior*innen aus dem Quartier und dem ganzen Landkreis sehr gut angenommen und bildeten wichtigen sozialen Anker im Quartier. Mit der Pandemie wird sichtbar: Wenn die Angebote wegfallen, bricht auch der nachbarschaftliche Austausch weg. Die sozialen Strukturen erweisen sich als nicht nachhaltig genug. Neben der bedarfsgerechten Entwicklung von Teilhabe- und unterstützungsangeboten ist Ziel der GWA, die Bewohnerschaft zur gemeinschaftlich getragenen und verantworteten Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes zu aktivieren und zu befähigen, Begegnungsräume für die Nachbarschaft über die Wohnanlage hinaus zu schaffen und so die Entstehung eines nachbarschaftlichen Netzwerks zu fördern, in dem sich alle im Quartier anzutreffenden Gruppen, unabhängig vom sozioökonomischen Status und der Herkunft, generationenübergreifend mit ihren diversen Stärken gegenseitig unterstützen. Ältere
Menschen, Angehörige und Pflegende können so langfristig entlastet werden und der intergenerationelle sowie -kulturelle Dialog schafft neue Perspektiven und Zugehörigkeitsgefühl. Um die Heterogenität der Sozialstruktur insb. im Quartierszentrum zu steigern, wird der Bezug barrierefreier Quartiers-Wohnungen nicht nur Erweiterung des Seniorenwohnens sein, sondern Menschen jeder Lebensphase und -lage offenstehen. Durch die Belebung der Grünflächen im Quartier durch die Nachbarschaft, soll sich der Lebensraum niedrigschwellig zugänglich für alle Uelzener*innen zeigen und zu einer gesamtstädtischen Entwicklungsstrategie inspirieren.
Laufzeit
2023-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch die optimale Infrastruktur im grünen Stadtzentrum der Hansestadt Uelzen aus - einer typischen Kleinstadt im Nordosten Niedersachsens. Die heterogene Sozialstruktur aus jungen und alten Generationen, Bürger*innen der oberen Mittelschicht, Migrant*innen und einkommensschwachen Familien und die Parkflächen bieten großes Potenzial für ein buntes Stadtteil-Leben. Jedoch scheint die Senior*innenwohnanlage
wie eine Grenze zu wirken, die zwischen Stadtkern und Wohngebiet liegt und die Belebung des Gebiets hemmt. Angebote im Quartierszentrum konzentrieren sich zudem auf Ältere, Jüngere erkennen keine Attraktivität. Der soziale Austausch von Senior*innen beschränkt sich größten Teils auf Familie und Pflegende. Das Risiko der physischen und psychischen Langzeitfolgen insbesondere unter den älteren Menschen steigt mit jedem Tag. Die Folgen sind an einem Großteil der Bewohner*innen bereits sichtbar. Der Fachkräftemangel in der Altenpflege bedingt durch den demographischen Wandel wird einmal mehr zum Problem und die Versorgung Älterer kann
nicht mehr vollständig gewährleistet werden. Es sind neue Unterstützungsstrukturen gefordert, die über den familiären Rahmen hinausgehen. Das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ist aber wenig bis gar nicht vorhanden. Es gilt, ein stärkendes Netzwerk aufzubauen, das zur Belebung des gemeinsamen Lebensraumes motiviert und Prekarisierung vorbeugt, indem es soziale Grenzen auflöst.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Uelzen Ilmenauwiesen
Beschreibung
Der Mittelpunkt des Projektgebiets Quartier Ilmenauwiesen liegt entlang der Ripdorfer Straße bzw. dem Ilmenauufer (Hausnummern 1-33) direkt am Stadtkern von Uelzen. Die Umgebung ist durch großflächige Grünanlagen, wie die llmenauwiesen und den Friedhof, einen Sportplatz, eine Schule sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser geprägt. Das örtliche Projektgebiet endet im Norden an der Birkenallee, im Osten an der Bernhard-Nigebur-Straße, im Süd-Osten an der Kasernenstraße, im Süden an der Gudesstraße und im Westen mit dem Flusslauf der Ilmenau.
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
Zählung auf Anfrage beim Bürger- und Standesamt der Hansestadt Uelzen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/uelzen-ue
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/uelzen-ue
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/uelzen-ue
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/kommunen/uelzen-ue
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz. Essentiell für die Entstehung von Verantwortungsgemeinschaften ist die Vernetzung auf horizontaler Ebene, mit Aktivierung der Bewohner*innen, sowie auf vertikaler Ebene, unter der Beteiligung von Ehrenamtlichen, lokalen Einrichtungen und der Kommune. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohner*innen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der
eigenen Häuslichkeit zu führen. Des Weiteren soll das Quartier Treffpunkt für alle weiteren Zielgruppen sein und Angebote geschaffen werden, die den intergenerationellen und -kulturellen Austausch fördern. Die Bewohner*innen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit einbezogen, um das Verantwortungsbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und eine bedarfsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Übergeordnete Ziele, die sich aus Befragungen ableiten, sind u.a. der Zugang zu sozialen Netzwerken, mehr nachbarschaftliches Miteinander, sowie die ortsnahe Beratung bei Anliegen aller Art. Durch das Quartiersmanagement wird der zielgruppenübergreifende Aspekt neutral moderiert, eine
nachhaltige Entwicklung der Strukturen und das Monitoring der Bedarfe einzelner Zielgruppen unter Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Quartiersentwicklung zeichnet sich durch die unterschiedlichen Stärken der Quartiersbewohner*innen aus. Das nachbarschaftliche Netzwerk organisiert bei Bedarf gegenseitige Unterstützung.
Kriterium
Beschreibung
Die verschiedenen Interessen der Zielgruppen im Quartier werden in einem nachbarschaftlichen Netzwerk demokratisch vertreten und verhandelt (z.B. Kinder, Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund und Senior*innen).
Beschreibung
Expert*innen mit relevanten Angeboten für das Quartier tauschen sich aus, geben Impulse und bieten Unterstützung bei der Quartiersentwicklung.
Beschreibung
Quartiersbewohner*innen zeigen sich verantwortlich für die Quartiersentwicklung und haben einen aktiven Part im nachbarschaftlichen Netzwerk. Sie nutzen die niedrigschwelligen Unterstützungs- und Begegnungsangebote im Quartier.
Beschreibung
Das Quartier ist über seine Ansprechpartner dauerhaft in kommunalen Gremien präsent und vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Das Quartier steht über seine Ansprechpartner in regelmäßigem Austausch mit regionalen und überregionalen Kooperationspartnern.
Kriterium
Beschreibung
Die Bedarfe der relevanten Akteure im Quartier werden regelmäßig erhoben und evaluiert und sind handlungsleitend für die Angebotsentwicklung.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Medizinisches Versorgungszentrum am Hammersteinplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Mehrgenerationenhaus Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligen-Agentur Region Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Woltersburger Mühle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senioren- und Familiensservicbüro der Hansestadt Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Geflüchtetenunterkunft Nothmannstraße Uelzen und Camp Bodenteich
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bis 2026 wird angestrebt, die Quartiersentwicklung konzeptionell zu einer trägerübergreifenden und politischen Aufgabe der Stadt Uelzen wachsen zu lassen. Netzwerkstrukturen und Verantwortungsgemeinschaften werden forciert und der
Modellcharakter des Projektes schafft einen Mehrwehrt für die Stadtentwicklung. So können idealerweise Unterstützer*innen, wie die Kommune, gewonnen werden. Die langfristige Finanzierung ist so nur zu geringen Anteilen von Drittmitteln und Querfinanzierung abhängig.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Älter werden in der Gemeinde Bissendorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Dominik Domhoff
| Funktion | Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Strukturen schaffen für ein langes, selbstbestimmtes Leben vor Ort
Projektbeschreibung
Befragt nach ihren Wünschen für ihr Leben im Alter benennen Menschen überwiegend den möglichst langen und selbständigen Verbleib vor Ort, in ihrer angestammten Häuslichkeit. Zu diesem Zweck existieren eine Vielzahl staatlicher und zivilgesellschaftlicher Strukturen und Angebote für alle Altersgruppen. Die Sorge für und um das Älterwerden betrifft dabei nicht nur gegenwärtige Senior*innen, sondern auch An- und Zugehörige und die gesamte Gesellschaft und hat Einfluss auf soziale Teilhabe, Gesundheit, Erwerbstätigkeit und Zukunftsperspektiven.
Die Gemeinde Bissendorf verfügt über professionelle und ehrenamtliche Strukturen, die das Zusammenleben, die Gesundheitsversorgung, Pflege und soziale Teilhabe prägen. Senior*innen und Organisationen bemängeln jedoch das Fehlen einer zentralen Ansprechperson für Belange älterer Menschen in der Gemeinde Bissendorf. Der DRK-Ortsverein Bissendorf e.V. ist seit mehreren Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen der Sozialarbeit in der Gemeinde Bissendorf aktiv und bietet verschiedene offene Angebote, auch mit Bezug zu Fragen von Gesundheit und sozialer Teilhabe.
Das beantragte Projekt soll mit dem Ansatz einer sozialräumlich orientierten Gemeinwesenarbeit partizipative und inklusive Strukturen schaffen, die ein möglichst langes und selbständiges Leben in der eigenen Häuslichkeit in der Gemeinde Bissendorf fördern. Dabei setzt es auf vier Ebenen an: offene, generationenübergreifende Angebote zur Wissensvermittlung und sozialen Teilhabe, individuelle Beratungs- und Unterstützungsleistungen, Vernetzung von relevanten Akteuren und Partizipation der Zielgruppe und der Zivilgesellschaft. Dafür werden zunächst regelmäßige Seminare und Vorträge mit Beratungsanteil zu Themen des Älterwerdens (wie Gesundheit und Pflege) und Themen der gesellschaftlichen Teilhabe (etwa die Nutzung digitaler Technologien) angeboten. Offene Veranstaltungen als Treffpunkte für Bürger*innen, die Etablierung von intergenerationalen Formaten und Tagesausflüge bieten konkrete Anlässe für die Förderung der sozialen Teilhabe. Eine individuelle Beratung bietet Bürger*innen eine erste Kontaktstelle für alle relevanten Fragen und kann benötigte Informationen weitergeben, notwendige Unterstützung im Netzwerk initiieren oder an passende Stellen weitervermitteln kann. Zu diesem Zweck werden regionale Akteure strukturiert eingebunden und Austauschformate etabliert. Ebenso werden Formate und Möglichkeiten der Partizipation gemeinsam mit Senior*innen erarbeitet.
Laufzeit
2023-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Bissendorf liegt mit ca. 15.000 Einwohner*innen eingebettet zwischen den Städten Osnabrück im Westen und Melle im Osten. Es existieren fünf Siedlungsschwerpunkte und neun weitere, kleinere Ortsteile.
In einem Workshop zur zukünftigen Aufstellung der Seniorenarbeit in der Gemeinde Bissendorf im Jahr 2022 bemängelten die Teilnehmenden das Fehlen einer zentralen, hauptamtlichen Ansprechperson für Senior*innen, die bisher nicht existiert. Zwar bestehen Angebote von Kirchen und Vereinen verschiedener Größe, diese sind jedoch vor allem als offene Gruppenangebote ausgestaltet. Ein institutionalisierte, Individuelle, fachliche Kontaktstelle und eine Koordination der vorhandenen Strukturen mit eine Blick auf das Älterwerden existiert vor Ort nicht. Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Organisationen erfolgt lediglich opportunistisch.
Darüber hinaus wurden weitere themenübergreifende Handlungsbedarfen benannt: (1) Informationsangebote und Veranstaltungen zu Themen von Gesundheit, Pflege und Sozialem, (2) Beratungsangebote zu sozialen und gesundheitlichen Fragestellungen, (3) die Schaffung von Aufmerksamkeit für das Thema Demenz, (4) Förderung der digitalen Teilhabe (5) die Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements und die Förderung von Partizipation älterer Bürger und die (6) Vernetzung der beteiligten Akteure in der Sozialarbeit und Abstimmung ihrer Angebote.
Dafür soll eine Ansprechperson etabliert werden, die allen Bevölkerungsgruppen bei Fragen und Problemen des Älterwerdens mit Rat und Tat zur Seite steht, ihren Anliegen ein Gehör verschafft, sowie Strukturen und Themen mit der Zielgruppe zusammen weiterentwickelt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Bissendorf
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die gesamte Gemeinde Bissendorf
Einwohnerzahl
15506
Quelle / Anmerkungen
lt. https://www.bissendorf.de/Rathaus/ueber-Bissendorf/Zahlen-Daten-Fakten.htm
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der Bewohner*innen über 65 Jahren am 31.12.2020 lt. Landesamt für Statistik Niedersachsen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
bissendorf_in_os.svg_.png
(640.48 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Perspektiven des Älterwerdens betreffen nicht nur Menschen oberhalb einer Altersgrenze. "Aging in place" oder das möglichst lange, selbständige Leben in der eigenen Häuslichkeit sind häufig formulierte Wünsche mit Blick auf die eigene Zukunft.
Das Projekt setzt Elemente der GWA ein, um auch in der Gemeinde Bissendorf diese Voraussetzungen zu schaffen. Dafür wird zunächst eine Stelle geschaffen, die sich um Anliegen und Probleme der Bewohner*innen zum Thema Älterwerden kümmert. Dies umfasst die Schaffung eine Infrastruktur zur niedrigschwelligen Kontaktaufnahme und gegenseitigen Unterstützung, der Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von älteren Menschen und der einfachen Verfügbarkeit von Informationen und Angeboten. Thematisch liegt der Fokus von Bildungsangeboten darauf, Bürger*innen zu befähigen, ihre Lebenswelt für das Alter mitzugestalten und an entsprechenden Prozessen zu partizipieren.
Die zu etablierende Ansprechperson für die Gemeinde Bissendorf zielt dabei explizit auf eine sozialräumliche Gemeinwesenarbeit ab, welche die bestehenden Akteure und Ressourcen in den Orten, der Gemeinde und dem Landkreis einbindet und als Netzwerk versteht.
Kulturelle Angebote und offene Veranstaltungen bieten konkrete Gelegenheiten bei der Förderung sozialer Beziehungen und sozialer Teilhabe.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
2/3 der Senioren die Ansprechperson kennen und kontaktieren können.
Kriterium
Beschreibung
3/4 der Akteure vor Ort einer regelmäßigen oder informellen Zusammenarbeit zustimmen.
Kriterium
Beschreibung
Die Mehrzahl der Bewohner*innen eine Empfehlung für die Angebote ausspricht oder eine aktive Mitarbeit an der Weiterentwicklung erfolgt.
Kriterium
Beschreibung
Bereits vorhandene Angebote und Leistungen stärker genutzt werden als zuvor.
Kriterium
Beschreibung
Bürger*innen ihre Bedarfe und Sorgen um das Älterwerden in höherem Maße wahrgenommen sehen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Bissendorf – Gemeindeverwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landkreis Osnabrück – Senioren und PflegeStützpunkt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alzheimer-Gesellschaft Melle e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Kirchengemeinden in der Gemeinde Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitsdienstleister in der Gemeinde Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschulen und weiterführende Schulen in der Gemeinde Bissendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
im Rahmen von partizipativen Prozessen und Bedarfsermittlungen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Teil des Projektes ist die Bestimmung des notwendigen Bedarfes und Umfanges der Angebote in der Gemeinde Bissendorf und folgend auch die Erstellung eines Konzeptes zur Verstetigung der Arbeiten. Dies berücksichtigt mögliche Eigenleistungen, Zuschüsse, Fördermittel mit Projektbezug und Spenden. Eine hauptamtliche Weiterführung wird angestrebt, nach Einführung jedoch ggf. in geringerem Umfang. Ehrenamtliche Arbeit kann die Fortführung unterstützen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Vom Casemanagement zur Gemeinwesenarbeit
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Jens Geers
2. Kurzbeschreibung
Runder in der Gemeinde Wietmarschen, Ortsteil Lohne
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes "Regionales Kompetenzzentrum" (ReKo) wurden in den letzten drei Jahren Case Managerinnen in einigen Kommunen des Landkreises Grafschaft Bentheim etabliert. Ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, Einzelfall-Beratung für Menschen mit einem Pflegebedarf, von pflegenden Angehörigen und für von Pflegebedürftigkeit bedrohten Menschen durchzuführen.
Über diese Tätigkeiten des klassischen Case Managements für Pflegebedürftige hinaus soll nun in einem weiteren Schritt die Gemeinwesenarbeit in den Kommunen vorangetrieben werden, für die jedoch bis dato keine Ressourcen zur Verfügung stehen. Es geht um die Neueinrichtung einer Anlaufstelle in Wietmarschen, Ortsteil Lohne, die Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsfunktionen übernimmt. Weiterhin soll die neu geförderte Stelle als Ansprechpartner für das Ehrenamt zur Verfügung stehen und ehrenamtliche Strukturen in Lohne stärken. Es sollen perspektivisch landkreisweit runde Tische begleitet werden, vorerst jedoch soll dies pilotartig in der Kommune Wietmarschen, Ortsteil Lohne, umgesetzt werden.
Wir sind überzeugt, dass zukunftsfähige Lösungen nur entstehen, wenn alle relevanten Beteiligten zusammenkommen, ihre Meinung formulieren und aktiv an der Gestaltung einer Lösung mitarbeiten, welche die Erfahrung und Interessen aller berücksichtigt.
Ziel des runden Tisches soll es sein, die Kommunikation, Vernetzung und Kooperation zwischen den Akteuren (Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Sportvereinen, anderen zivilgesellschaftlichen Akteure) zu verbessern. In Form eines Workshops sollen ausgehend vom Status Quo die Herausforderungen und Bedarfe der Gemeinwesenarbeit in Wietmarschen erörtert werden. In weiteren Workshops sollen Ideen zusammengetragen und diskutiert werden, die zur Bewältigung der Herausforderungen und Deckung der Bedarfe beitragen.
Die Aufgabe der geförderten Stelle soll darin bestehen, den Anstoß zu geben und die Akteure zu qualifizieren und empowern, sodass sich die Gemeinwesenarbeit aus der Kommune und den Beteiligten heraus selbst entwicklet. Es entstehen Strukturen, die landfristig bestehen.
Um die Ideen umzusetzen, sollen in einem weiteren Schritt Arbeitsgruppen gebildet werden, die es von der geförderten Stelle zu koordinieren gilt.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Eines der dringlichsten Probleme der Kommunen im Landkreis Grafschaft Bentheim wird durch den demografischen Wandel verursacht. Die wachsende Zahl älterer und hoch betagter Menschen und das sinkende Fachkräftepotenzial (Babyboomer verlassen den Arbeitsmarkt) führen insbesondere im ländlichen Raum zu einer Verschlechterung der Versorgungslage. Vor allem sind der medizinische und pflegerische Bereich betroffen. Insofern stehen die Kommunen und der Landkreis vor der Herausforderung, einer drohenden Unterversorgung an sozialer Infrastruktur zu verhindern und parallel unterstützende Angebote zu installieren. Familienstrukturen sowie die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement verändern sich, weshalt es bestehende Strukturen zu stärken, neue Strukturen zu schaffen und ein System der "sorgenden Gemeinschaften" in den Orten etablieren zu gilt.
In Lohne sieht die Situation wie folgt aus:
Auf einer Fläche von ca. 73 Quadratkilometern leben rund 7.000 Einwohner in Lohne und ist damit die größte Ortschaft in der Kommune Wietmarschen. Aufgrund der schwachen Infrastruktur und weiten Wege ist das Quartier ein benachteiligtes Gebiet. Die Altersstruktur der Bevölkerung zeigt, dass der demografische Wandel längst in der Kommune angekommen ist. Um dem entgegenzuwirken, sollen runde Tische installiert werden. Eine Optimierung der Strukturen direkt vor Ort unter Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse wirkt oft zielgerichteter. Sozialräumliche und insbesondere gesundheitsbezogene und pflegerische Bedarfe in der Bevölkerung können in vielen Fällen nicht von Einzelakteuren, sondern nur gemeinsam mit weiteren Akteuren gelöst werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ergänzend zur seiner Aufgabe als Pflegeberatung, fördert der Case Manager den Aufbau von
sozialen Beziehungen und Kooperationsstrukturen, indem er u.a. die Akteure aus der
Daseinsvorsorge, der Selbsthilfe, der Nachbarschaftshilfe, Ehrenamtliche und Bürger vor Ort
im Rahmen von runden Tischen vernetzen. Er fungiert als Anlaufstelle und „Kümmerer“ für
die Bevölkerung vor Ort und erleichtert niedrigschwellig den Zugang z.B. zur notwendigen
professionellen Hilfe. Im Rahmen der Runden Tische erfasst der Case Manager gemeinsam
mit den beteiligten Akteuren und Bürgern die bestehenden Angebote der Daseinsvorsorge,
Dienstleistungen und ehrenamtliche Hilfen, erkennt die Hilfebedarfe und vermittelt und
fördert Wissen an alle Beteiligten. Darüber hinaus werden insbesondere durch die Einbindung
der Kommunen und von ehrenamtlichen Strukturen Hilfen zur Selbsthilfe etabliert. Die
Eigenverantwortung als auch die Handlungsmöglichkeiten im Bereich der Daseinsvorsorge
werden so vor Ort erweitert. Auf kommunaler Ebene entstehen mit den runden Tischen
geeignete Strukturen, die dazu beitragen, wohnortnahe Angebote der Daseinsvorsorge
sicherzustellen und zu fördern. Im Zuge der Umsetzung der runden Tische durch den Case
Manager werden dabei die für die Gemeinwesenarbeit spezifischen unterschiedlichen
Handlungsansätze, wie z.B. Sozialraumanalyse, niedrigschwellige Beratung, Aufbau von und
Arbeit mit Netzwerken, Bildungsarbeit sowie kollektives Empowerment integriert.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der für die Umsetzung der Runden Tische eingesetzte Case Manager wird an den
Pflegestützpunkt Emsland angedockt und vorerst befristet für zwei Jahre durch den Landkreis
Emsland finanziert. Der Landkreis versucht auf kommunaler Ebene eine Verstetigung der
Runden Tische in Eigenregie der Kommunen zu bewirken. Gleichzeitig soll auch auf
überregionaler Ebene für eine Verstetigung geworben werden.
Von kommunalen runden Tischen zur überregionalen Vernetzung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Timo Deiters
| Funktion | Abteilungsleiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Runde Tische auf kommunaler Ebene im Landkreis Emsland
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes "Regionales Kompetenzzentrum" (ReKo) wurden in den letzten drei Jahren Case Managerinnen im Landkreis Emsland etabliert. Ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, Einzelfall-Beratung für Menschen mit einem Pflegebedarf, von pflegenden Angehörigen und für von Pflegebedürftigkeit bedrohten Menschen durchzuführen.
Über diese Tätigkeiten des klassischen Case Managements hinaus soll nun in einem weiteren Schritt die Gemeinwesenarbeit in den Kommunen vorangetrieben werden, für die jedoch bis dato keine Ressourcen zur Verfügung stehen. Es geht also um die Weiterentwicklung einer bereits etablierten Anlaufstelle vor Ort, die Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsfunktionen übernimmt. Es sollen perspektivisch landkreisweit runde Tische gegründet werden, vorerst jedoch soll dies pilotartig in der Kommune Twist umgesetzt werden.
Wir sind überzeugt, dass zukunftsfähige Lösungen nur entstehen, wenn alle relevanten Beteiligten zusammenkommen, ihre Meinung formulieren und aktiv an der Gestaltung einer Lösung mitarbeiten, welche die Erfahrung und Interessen aller berücksichtigt.
Ziel des runden Tisches soll es sein, die Kommunikation, Vernetzung und Kooperation zwischen den Akteuren (Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Sportvereinen, anderen zivilgesellschaftlichen Akteure) zu verbessern. In Form eines Workshops sollen ausgehend vom Status Quo die Herausforderungen und Bedarfe der Gemeinwesenarbeit in
Twist erörtert werden. In weiteren Workshops sollen Ideen zusammengetragen und diskutiert werden, die zur Bewältigung der Herausforderungen und Deckung der Bedarfe beitragen. Die Aufgabe der geförderten Stelle soll darin bestehen, den Anstoß zu geben und die Akteure zu qualifizieren und empowern, sodass sich die Gemeinwesenarbeit aus der Kommune und den Beteiligten heraus selbst entwickelt. Es entstehen Strukturen, die langfristig bestehen. Um die Ideen umzusetzen, sollen in einem weiteren Schritt Arbeitsgruppen gebildet werden, die es von der geförderten Stelle zu koordinieren gilt.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Eines der dringlichsten Probleme im Landkreis Emsland wird durch den demografischen Wandel verursacht. Die wachsende Zahl älterer und hoch betagter Menschen und die durch die geburtenschwachen Jahrgänge dem Arbeitsmarkt weniger zur Verfügung stehenden Menschen führen insbesondere im ländlichen Raum zu einer Verschlechterung der Versorgungslage, vor allem im medizinischen und pflegerischen Bereich. Insofern steht auch das Emsland vor der Herausforderung, eine Unterversorgung an sozialer Infrastruktur zu verhindern und parallel unterstützende Angebote zu installieren. Das Emsland ist zwar geprägt von einem in hohem Maße stattfindenden ehrenamtlichen Engagement, das sowohl von Kommunen als auch von vielen Einrichtungen, Vereinen und Privatpersonen vorangetrieben wird, allerdings verändert der gesellschaftliche Wandel die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement und die Engagementlandschaft im Emsland. Es gilt Strukturen zu stärken, Neues zu schaffen und ein System der "sorgenden Gemeinschaften" in den Orten zu schaffen.
Vor diesem Hintergrund ist der Landkreis Emsland gefordert, passgenaue Strukturen zu entwickeln, um allen Bürgern attraktive Lebensumfelder und Rahmenbedingungen für die Gewährleistung von Individualität, Selbstbestimmung und Lebensqualität zu bieten. Eine Optimierung der Strukturen direkt vor Ort unter Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse wirkt oft zielgerichteter. Sozialräumliche und insbesondere gesundheitsbezogene und pflegerische Bedarfe in der Bevölkerung können in vielen Fällen nicht von Einzelakteuren, sondern nur gemeinsam mit weiteren Akteuren gelöst werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Twist
Beschreibung
Das Projektgebiet bezieht sich vorerst auf die Gemeinde Twist im Landkreis Emsland. Die Gemeinde Twist misst eine Gesamtfläche von 105,6 Quadratkilometer und hat 9.701 Einwohner, die sich auf sieben Ortsteile Twist-Siedlung, Twist-Bült, Schöningsdorf, Heberlermeer, Rühlermoor/-feld, Adorf sowie Neuringe verteilen
Einwohnerzahl
9701
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand: 30.09.2022
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand: 31.12.2021)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand: 31.12.2021)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ergänzend zur seiner Aufgabe als Pflegeberatung, fördert der Case Manager den Aufbau von sozialen Beziehungen und Kooperationsstrukturen, indem er u.a. die Akteure aus der Daseinsvorsorge, der Selbsthilfe, der Nachbarschaftshilfe, Ehrenamtliche und Bürger vor Ort im Rahmen von runden Tischen vernetzen. Er fungiert als Anlaufstelle und „Kümmerer“ für die Bevölkerung vor Ort und erleichtert niedrigschwellig den Zugang z.B. zur notwendigen professionellen Hilfe. Im Rahmen der Runden Tische erfasst der Case Manager gemeinsam mit den beteiligten Akteuren und Bürgern die bestehenden Angebote der Daseinsvorsorge, Dienstleistungen und ehrenamtliche Hilfen, erkennt die Hilfebedarfe und vermittelt und fördert Wissen an alle Beteiligten. Darüber hinaus werden insbesondere durch die Einbindung der Kommunen und von ehrenamtlichen Strukturen Hilfen zur Selbsthilfe etabliert. Die Eigenverantwortung als auch die Handlungsmöglichkeiten im Bereich der Daseinsvorsorge werden so vor Ort erweitert. Auf kommunaler Ebene entstehen mit den runden Tischen geeignete Strukturen, die dazu beitragen, wohnortnahe Angebote der Daseinsvorsorge sicherzustellen und zu fördern.
Im Zuge der Umsetzung der runden Tische durch den Case Manager werden dabei die für die Gemeinwesenarbeit spezifischen unterschiedlichen Handlungsansätze, wie z.B. Sozialraumanalyse, niedrigschwellige Beratung, Aufbau von und Arbeit mit Netzwerken, Bildungsarbeit sowie kollektives Empowerment integriert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Für den runden Tisch ist eine Geschäftsordnung erarbeitet worden, die die Basis der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Rahmen der runden Tische darstellt.
Kriterium
Beschreibung
Möglichst viele verschiedene Akteure beteiligen sich am Runden Tisch und dieser wird in der Kommune verstetigt.
Kriterium
Beschreibung
Möglichst viele verschiedene Akteure beteiligen sich am Runden Tisch.
Beschreibung
Die Runden Tische erstellen einen Umsetzungsplan, der die Planungsgrundlage für die gemeinsame Arbeit bildet.
Kriterium
Beschreibung
Es wurde eine Bestands- und Bedarfsanalyse erstellt sowie ein Umsetzungsplan erarbeitet, der die Planungsgrundlage für die weitere gemeinsame Arbeit bildet.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Wohlfahtsverbände, Selbsthilfegruppen, Familienzentren, Freiwilligenagenturen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Leistungserbringer aus den Bereichen Pflege, Gesundheit
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der für die Umsetzung der Runden Tische eingesetzte Case Manager wird an den Pflegestützpunkt Emsland angedockt und vorerst befristet für zwei Jahre durch den Landkreis Emsland finanziert. Der Landkreis versucht auf kommunaler Ebene eine Verstetigung der Runden Tische in Eigenregie der Kommunen zu bewirken. Gleichzeitig soll auch auf überregionaler Ebene für eine Verstetigung geworben werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
TIDE-HUUS Großenmeer
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrike Mayer
| Funktion | Gleichstellungsbeauftragte, Fuks-Büro |
|---|
2. Kurzbeschreibung
TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN = TIDE-Huus
Projektbeschreibung
Das Projekt TIDE-Huus Großenmeer (TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN) baut auf dem Prinzip des organisierten Gemeinwesens auf. Tide ist die Bezeichnung für die Gezeiten wie Ebbe und Flut. Die Macht der Gezeiten steht auch sinnbildlich für Ängste und Hoffnung. Das „Tide-Huus“ soll für die Menschen ein sicherer Ort für Austausch und Begegnung sein. Das TIDE-Huus wird zum Erhalt und Förderung der Selbstorganisation; zur Vorbeugung früher Hilfebedürftigkeit, zur (Wieder-)Herstellung und Ermöglichung von größtmöglicher Selbstbestimmung und sozialer, kultureller Teilhabe, nach individuellen Bedarfen genutzt. Hier soll Austausch auf allen Ebenen (von Angeboten im Supermarkt bis hin zu Tipps bei Anträgen oder "Wie bist du mit der Situation umgegangen?") stattfinden.
Der Ansatz ist dabei partizipativ, niedrigschwellig sowie offen, präventiv und basiert auf der Freiwilligkeit der Teilnahme. Er ist individuell, bedürfnisorientiert, ressourcenorientiert, persönlich im gewohnten und sicheren Umfeld, in Beratung und Begleitung. Die individuellen Bedarfe – von Einzelnen oder Gruppen – werden ermittelt und transformiert in konkreten Unterstützungs- und Teilhabe-Angeboten.
Das "offene Ohr" haben und aktiv zuhören stehen an erster Stelle und geht bei gutem Wetter mit einem Kaffee oder Tee und etwas Süßem im Strandkorb auf dem Außengelände am besten.
Die Anlaufstelle ist barrierefrei. Sie verfügt über einen großen Gruppenraum, sowie ein bis zwei kleinere Gruppenräume. Eine funktionale Küche und getrennt geschlechtliche Sanitäranlagen gehören zum Bestand. Es gibt Räumlichkeiten in denen ein Jugendtreff, Krabbelgruppe sowie ein generationsübergreifendes Angebot stattfinden kann. Außerdem gibt es ein Außengelände mit Sitzgelegenheiten und Spielfläche, sowie ausreichend Parkfläche. Eine Anbindung an den ÖPNV ist gegeben.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
„Einsamkeit kann jede und jeden treffen.“ (BMFSFJ, 2023) Dieses Problem sieht die Gemeinde Ovelgönne ebenfalls und möchte sich aktiv an dieser Stelle einbringen. Es gibt aktuell zwar ein reichhaltiges Angebot an Veranstaltungen, Institutionen und Akteuren, allerdings gibt es auch hier Defizite. Die Forschungslage des Projekts Kompetenznetz Einsamkeit (2023) zeigt, dass der Faktor Raum vielfältige Auswirkungen auf Einsamkeit haben kann. Da die Gemeinde Ovelgönne, mit rund 124 km², eine große Fläche fasst und kein wirkliches Zentrum besitzt ist es für einige Menschen schwer, Angebote zu finden, wahrzunehmen und sich mit anderen Menschen zu verknüpfen. Nicht nur faktisch, sondern auch in der subjektiven Wahrnehmung der Bürger*innen wie lokale Ärzte, Organisatoren von Senioren- und Krabbelgruppen-Treffs, die die sich steigernde Isolation hautnah mitbekommen, ist Vereinsamung ein großes Thema.
In der 3. Sitzung des Präventionsrats 2023 und mit Unterstützung des Landes Präventionsrats wurde ebenfalls sehr deutlich, dass eine Tendenz der zunehmenden Vereinsamung besteht. Die lokalen Angebote wurden evaluiert, es gibt Angebotsdefizite im Bereich der alleinstehenden Personen mit und ohne Kind sowie der alleinstehenden „jungen“ Senioren. Durch den vermehrten Zuzug, von unterschiedlichsten Menschen, gibt es einen Bedarf für (inter-)kulturelle Angebote. Um Begegnungen zwischen diesen Zielgruppen anzustoßen, wird ein Raum benötigt. Durch (Fach-)Kräfte soll eine Unterstützung bei der Verknüpfung der Angebote von Vereinen, Institutionen und Hilfeleistungen geschaffen werden. Die vorhandenen Strukturen sollen gestärkt und Zugangsbarrieren abbaut werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Strukturell bedarf es einer – den jeweiligen Beständen und Bedarfen angepassten – Variante des organisierten Gemeinwesens, wie sie in ihren Grundzügen etwa unter dem Konzept der „Caring Community“ umrissen wird. (Klein, 2018) Auf diesem Prinzip des organisierten Gemeinwesens baut das Projekt „TIDE-HUUS Großenmeer (TEILHABE-INKLUSION-DABEISEIN-EINBRINGEN) der Gemeinde ebenso auf. Die Anlauf- und Verknüpfungsstelle bzw. die Begegnungseinrichtung soll einen festen Sitz in Großenmeer haben, allerdings auch mobil agieren können.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Im Vorfeld ist dieses Projekt im Zuge der Arbeit des Präventionsrates entstanden. Das Projekt verfolgt das Ziel Einsamkeit im Alltag entgegenzuwirken und orientiert sich an §71 SGB XII und §§ 4a und 11 SGB VIII. Es wird beabsichtigt mit einem externen Anbieter gemeinsam eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen (Ziele: 1, 3, 5, 10, 11 und 16) orientieren, zu erarbeiten. Dabei wird das Projekt in dieser Strategie berücksichtigt.
11. Medien
Galerie
CaféMobil im Sahlkamp
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Manja Taylor
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wenn das Lastenfahrrad kommt – mit aufsuchender Arbeit Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte (SmitZu) erreichen und einbinden, ihre Teilhabe-Chancen erhöhen.
Projektbeschreibung
Probleme wie Armut, Krankheit, Isolation & Einsamkeit – all das und vieles mehr trifft Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte (SmitZu) wesentlich härter als ihre deutschen Altersgenoss*innen. Vom Zugang zu Unterstützungssystemen sind sie teils (ua wegen immer noch bestehender Sprachbarrieren) abgeschnitten. Sie finden seltener den Weg zur Beratung, verpassen so Unterstützung.
Das Projekt „CaféMobil im Sahlkamp“ stellt sich der Herausforderung, die dort lebenden SmitZu zu erreichen und ihre Bedarfe zu ermitteln. Nach dem Motto „Kommen Sie nicht zu uns – kommen wir zu Ihnen“ sucht das Senior*innen-Aktiv-Zentrum (SAZ) mit einem zum CaféMobil umgebauten Lastenfahrrad die Orte auf, an denen sie anzutreffen sind: Apotheken, Arztpraxen, ... Das Cafémobil als informeller Treffpunkt, wie ein Platz in südlichen Ländern, wo sich das ganze Leben abspielt.
Das ist der Anfang. Ziel ist, den SmitZu und ihren Familien Unterstützung im Alltagsleben zu bieten – von der Information über finanzielle Unterstützung über Hilfe bei Anträgen bis hin zu ganz praktischen Maßnahmen (Abhol-/Bringdienste, Sprachmittlung). Es gibt Alphabetisierungs- & Deutschkurse, Anleitung zur Handy- & PC-Nutzung. Schlussendlich sollen sie Hilfe zur Selbsthilfe erfahren, damit sie ihre kulturelle, soziale und politische Teilhabe erhöhen können.
Kulturübergreifend möchten Menschen gesund und glücklich alt werden. Dazu zählt neben der o.g. gesellschaftlichen Teilhabe Bewegung, Ernährung - allgemein Gesunderhaltung. Familien mit Migrationshintergrund pflegen ihre Angehörigen meist Zuhause. In Kooperation mit Trägern im Gesundheits- & Pflegebereich werden Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige entwickelt.
Ehrenamtliche Arbeit ist in Deutschland weit verbreitet, das Konzept jedoch Bewohner*innen aus anderen Kulturkreisen häufig unbekannt. Die bisher geleistete Beziehungsarbeit zu den Familien erleichtert es, Menschen mit Migrationshintergrund für das Ehrenamt zu gewinnen – ua für die Mitgestaltung von Gruppenangeboten. Diese werden in Kooperation mit dem Stadtteilbauernhof, Nachbarschaftsladen, NaDu-Kinderhaus (alle SPATS) und anderen im Quartier tätigen sozialen Institutionen durchgeführt.
Vorhandene Berührungsängste seitens deutscher Senior*innen werden durch vielfältige Begegnungen / interkulturellem Austausch abgebaut und stattdessen gegenseitig Verständnis und Wertschätzung erhöht. In der Hoffnung, dass sich das in einer guten Nachbarschaft und auch in Wahlergebnissen zeigt.
Laufzeit
2024-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Sahlkamp leben sehr verdichtet überproportional viele Menschen mit Migrationshintergrund (60,1% vs. LHH 39,6%), in der Altersgruppe 60plus sind es knapp 40% (LHH Strukturdaten 2022). Die Bedarfe dieser Zielgruppe "Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte" (kurz SmitZu) sind den sozialen Akteur*innen größtenteils unbekannt. Landesweit wird nach Methoden gesucht, wie sie erreicht werden können.
Dabei haben SmitZu - häufig in der ersten Generation als Gastarbeiter*in geholt - einen wesentlichen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands, sie sind tragende Säulen dieser Gesellschaft. Und dennoch nehmen sie unterrepräsentiert Beratung wahr (im SAZ/Sahlkamp ca. 25%) und kaum an Angeboten in der Senior*innen-Arbeit teil - dies aufgrund sprachlicher Hürden, aber auch wegen Mobilitäts- u.a. Gesundheitseinschränkungen. In einigen Kulturen sind Frauen immer noch sehr ans Haus gebunden. Auch werden SmitZu im Vergleich zu Deutschen überdurchschnittlich von Angehörigen Zuhause gepflegt, auch ohne Hilfe von Pflegediensten oder Zuschüssen. In Gruppen aktiver Senior*innen gibt es zudem leichte Berührungsängste, die auf Negativerfahrungen im Stadtteil beruhen. "Man" hat nichts gegen die Mitmenschen, aber zusammen möchte "man" dann doch nichts unternehmen. Ein Ergebnis: Die AfD hat bei der Landtagswahl 2022 im Sahlkamp 14,4 % der Stimmen erhalten (Wahlbericht LHH). Letztendlich wirken sich Armut oder auch Einsamkeit im Alter auf SmitZu noch stärker aus als auf ihre "bio-deutschen" Mitmenschen.
SmitZu haben einen erschwerten Zugang zum Wissen um Möglichkeiten und Rechte und so weniger Chancen zur Teilhabe. Für unsere Gesellschaft ist ihre Integration aber wesentlich und wichtig!
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Sahlkamp
Beschreibung
im Norden die A2, im Osten die Ada-Lessing-Straße, im Süden der Mittellandkanal, im Westen die Straße Holzwiesen bzw. der Feldweg westlich des Berliner Viertels; Fläche 314 ha
Einwohnerzahl
14246
Quelle / Anmerkungen
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
ACHTUNG: Statistik weist nicht bis 14, sondern bis 18 Jahre aus.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
Junge Menschen unter 25 Jahren; prozentualer Anteil an deren Altersgruppe
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke; 2022
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Wahlen-Statistik/Statistikstellen-von-Stadt-und-Region/Statistikstelle-der-Landeshauptstadt-Hannover/Strukturdaten-der-Stadtteile-und-Stadtbezirke
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
cafemobil_im_sahlkamp_projektgebiet.pdf
(98.89 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In den bestehenden Strukturen der Gemeinwesenarbeit im Quartier ist das Senior*innen-Aktiv-Zentrum für die Bewohner*innen, die 60 Jahre und älter sind, zuständig. Diese stehen im Zentrum der Arbeit. Da im Quartier ein überdurchschnittlicher Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund lebt, ist es dringend geboten, Maßnahmen zum Zusammenleben aller zu ergreifen, die Nachbarschaft zu fördern. Für die Gruppe der Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte (SmitZu) soll die kulturelle, soziale und politische Teilhabe gefördert werden, sie sollen in die Planung und Durchführung eingebunden werden, sodass sie ihre Selbstwirksamkeit stärken und ihre Lebensqualität erhöhen können.
Viele Institutionen stehen landesweit vor der Herausforderung, diese Zielgruppe in die Gemeinwesenarbeit einzubeziehen. SmitZu nehmen bisher kaum an Gruppenangeboten teil, sie werden aus sprachlichen, gesundheitlichen oder mobilitätseingeschränkten Gründen und teils auch weil Frauen aus einigen Kulturen sehr ans Haus gebunden sind, schwer bis gar nicht erreicht. Das Projekt stellt sich der Herausforderung, hier einen neuen Ansatz zu finden. Das CaféMobil, das zu einem Kaffee- und Treffpunkt umgebaute Lastenfahrrad, fährt zu den Menschen, bietet sich als ein "Marktplatz" für Begegnung an. Mit aufsuchender Arbeit sollen so SmitZu erreicht werden. Denn erst dann können überhaupt Ansätze von GWA verfolgt werden - um Menschen bspw einzubinden und ihre Teilhabe-Chancen erhöhen zu können.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Angebote sich nach den Bedarfen der Bewohner*innen richten.
Kriterium
Beschreibung
Die teilnehmenden Senior*innen mit Migrationshintergrund sich in die Planung und Durchführung der Aktivitäten ehrenamtlich einbringen.
Kriterium
Beschreibung
Es ist gelungen, mit den oben erwähnten anderen Institutionen eng zusammenzuarbeiten und es sind weitere Kooperationspartner aus dem sozialen und privatwitschaftlichem Bereich hinzu gekommen.
Kriterium
Beschreibung
Ressentiments von Mitgliedern anderer Gruppen im SAZ abgebaut sind. Und eine sichtbare "Durchmischung" bei verschiedenen Projekten deutlich ist.
Beschreibung
Die Stärken und Ressourcen von Personen und Institutionen sind identifiziert, aktiviert und werden weiter entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Dieser Standard ist erreicht, wenn die im Vorrang stehende Zielgruppe (migrantische Senior*innen) aus unterschiedlichen Kulturkreisen eingebunden ist, ebenso wie sogenannte Bio-Deutsche, sowie Nachbar*innen anderer Altersgruppen.
Vorhandene Strukturen
Im Quartier gibt es das Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte, den Verein SPATS e.V. mit den Einrichtungen NachbarschaftsDienstLaden (NaDiLa), dem NaDu-Kinderhaus, dem Stadtteilbauernhof und dem Seniore*innen-Aktiv-Zentrum (SAZ), Gärten des Vereins Internationale StadtteilGärten Hannover e.V. (ISG), das Sozialkaufhaus Stöber-Treff, das Seniorenbüro einer Ev.-luth. Kirchengemeinde sowie verschiedene Beratungsangebote. Zudem gibt es von der Landeshauptstadt Hannover ein städtisches Jugendzentrum und einen Stadtteiltreff sowie eine Außenstelle Senioren- und Pflegestützpunkt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Senioren der Landeshauptstadt Hannover, bes. Kommunaler Seniorenservice
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff; Senioren- und Pflegestützpunkt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, ASB, DRK, Die Johanniter, ijgd, Malteser Hilfsdienst, SoVD,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
andere Einrichtungen des SPATS e.V.: NaDiLa, Stadtteilbauernhof, NaDu-Kinderhaus; Internationale Stadtteilgärten e.V.,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen/Bremen, pflegende Angehörige - konkrete Kooperationspartner*innen stehen noch nicht fest
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev-luth. und katholische Kirchengemeinden, jüdische, muslimische, ezidische und buddhistische Gemeinden - konkrete Kooperationspartner*innen stehen noch nicht fest (außer der Ev.-luth. Epiphanias-Kirchengemeinde)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeit durch Präsenz auf Veranstaltungen / Märkten sowie durch Aushänge / Flyer, ggf. Presseinformationen an die hannoverschen Printmedien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide, bes. mit dem Bezirksbürgermeister Dr. Wjahat Waraich. Weitere konkrete Kooperationspartner*innen stehen noch nicht fest.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle, die motiviert und aktiviert werden können :-)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrierte Gesamtschule - IGS Vahrenheide/Sahlkamp (Schüler*innen der oberen Jahrgangsstufen als Sprachmittler*innen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die weitere Finanzierung dieses Projektes kann nur über Fördergelder sichergestellt werden. Für Anträge kommen infrage: das BMFSFJ, das BMG (Präventionsgesetz), die Landesvereinigung für Gesundheit (LVG), die Gesundheits- und Pflegekassen, das BAMF, die Bürgerstiftung Hannover, u.a. Wie sich die Förderlandschaft für 2027 darstellt, ist heute noch nicht abzusehen. Vielleicht passt das Projekt dann auch zB zur Sparkassenstiftung. Dies herauszufinden & anzugehen, ist Aufgabe im 3. Förderjahr.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Mach Gandersheim zu Deinem Ort
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie-Luise Kisters
| Funktion | Gemeinwesenarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir sind Bad Gandersheim - wir alle, wir gemeinsam!
Projektbeschreibung
Bis letztes Jahr waren wir eine herkömmliche GmbH, allerdings mit sozialer Ausrichtung. Unser Geschäftsführer wird 2022 in Rente gehen. So wurde beschlossen unsere Geschäftsbereiche 2020 in die Gemeinnützigkeit zu überführen, um 70 Arbeitsplätze & hohe Mitsprache der MA zu erhalten und unser bisheriges Portfolio der Sozialarbeit zu erweitern.
In Bad Gandersheim gibt es bereits mehrere Initiativen und engagierte Menschen mit wunderbaren Ideen zur Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens. Was bisher fehlt, ist der GWArbeiter (für den diese Förderung beantragt wird), um die Menschen zu vernetzen & Ressourcen herauszuarbeiten, sowie ein Haus als Nachbarschaftszentrum, in dem das Leben toben kann. Es gibt ganz zentral ein leerstehendes Haus, das schon früher für alle Gandersheimer*innen offen stand und für Veranstaltungen/Beratung genutzt wurde. Hier möchten wir anknüpfen und das Haus von der Kirche kaufen, wenn wir diese Förderung erhalten. Treibhaus e.V. (ein örtlicher Kulturverein) und die Werk-statt-Schule haben bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit in diesem Haus bekundet.
Es wird ein Ort der Begegnung & des Austausches mit niedrigschwelligen Hilfsangeboten (wie Selbsthilfe-Fahrrad-Werkstatt & die „Omas-Handy-spinnt-Hilfe“), die zugleich die Nahversorgung verbessern. Sie ermöglichen mit unterschiedliche Menschen eher beiläufig in Kontakt zu kommen und so Vorurteile abzubauen und zur Partizipation zu anzuregen. Die Menschen erkennen, dass sie hier „ihr“ Beteiligungsformat finden & ihnen in dem Haus geholfen wird (ggf. durch Vermittlung an andere Institutionen).
Wir haben die einmalige Chance, unsere Landesgartenschau 2022 als Initialzündung für ein Wir-Gefühl und identitätsstiftende Visionen zu nutzen, auf deren Grundlage Aktivierung, Vernetzung und eine hohe Beteiligungsbereitschaft erreicht werden können, die zur Verbesserung der Lebensqualität aller Gandersheimer*innen unter sozialen und kulturellen Gesichtspunkten führt - ein Standortfaktor, der GAN auch für Junge und Familien wieder attraktiv macht.
Nicht wir bestimmen Weg und Ziel: Wir werden Bedarfsanalysen durchführen. Wir werden Prozesse (wie die Zukunftswerkstatt) initiieren, damit die Menschen „ihre“ Ziele und Träume entwerfen, verfolgen und erreichen können. Wir werden durch Netzwerkarbeit Synergieeffekte unter den Akteuren erschaffen. Wir werden durch Qualifizierung von Ehrenamtlichen die Selbstorganisation befördern. Kurz gesagt: Wir werden der Deckel auf dem Topf sein.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Bad Gandersheim (GAN) war vor Jahrzehnten eine bedeutende, prosperierende Stadt. Heute leidet sie unter dem demografischen Wandel und unter den Folgen des Strukturwandels. Der Bevölkerungsrückgang ist deutlich stärker als in Niedersachsen. Der Anteil Älterer ist hoch & wird nach aktuellen Prognosen in den nächsten 10 Jahren kräftig steigen.
Den Jungen und Familien fehlt nicht nur die berufliche Perspektive; die Kernstadt ist für sie auch nicht mehr attraktiv. Sie fühlen sich nicht aufgehoben und wandern ab.
Vereinsamung und Separierung sind ein Problem und führen zu wenig Verständnis und Gleichgültigkeit. In GAN ist wenig Energie spürbar. Es gibt kaum Orte der Begegnung, wenig Nachbarschaftshilfe, keine gute Nahversorgung, viele ungenutzte Plätze und Leerstände.
Es ist wenig Identifikation mit der Kernstadt und den vorhandenen Einrichtungen (wie z.B. den Domfestspielen) vorhanden, dafür aber viel Resignation. Es gab Anläufe, neuen Wind in diese verstaubte Stadt zu bringen. Leider konnte bisher nichts nachhaltig wirken, was auch an der Rückhaltung vieler BewohnerInnen bezgl. Veränderungen liegt.
Ehrenamtliches Engagement ist meist vorhanden bei Menschen über 50, solange sie gesundheitlich fit sind. Es trägt z.B. das Kino, das Schwimmbad und das Museum und ist thematisch ausgerichtet, nicht aber sozial. Soziales Engagement haben wir bei der Tafel. Es ist durch Corona minimal gestiegen.
Die bisherigen Initiativen sind sehr wertvoll, aber nicht gut vernetzt. Sie sprechen nicht die Jungen an, die es aber braucht, um sie weiterzuführen.
Es ist viel Potenzial erkennbar, das aber nur mit mehr Struktur und Organisation entfaltet/genutzt werden kann.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Gandersheim Kernstadt
Beschreibung
Projektgebiet ist die Kernstadt von Bad Gandersheim. Die 15 umliegenden Dörfer gehören nicht dazu. Wir werden aber niemanden ausschließen. Wenn Menschen aus den Nachbarorten zu uns kommen, sind sie willkommen.
Einwohnerzahl
6307
Quelle / Anmerkungen
Stadt Bad Gandersheim
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Auskunft der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020: 808 ausländische Personen in der Kernstadt (=12,8% der Bevölkerung).
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Nationalität, Stand 31.12.2018: sonstige = Niedersachsen 749.694 ausländische Personen von 7.982.448 (=9,3 % der Bevölkerung);
Gesamtstadt = unser Landkreis Northeim 8.330 ausländische Personen von 132.765 (=6,2% der Bevölkerung)
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Niedersachsen über 60 Jahre 2.276.622 Personen von 7.982.448 (= 29% der Bevölkerung); Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim Stand 28.08.2020 (Quelle): Bad Gandersheim gesamt über 60 Jahre 3.519 Personen von 9.623 (=37% der Bevölkerung), Kernstadt über 60 Jahre 2.165 Personen von 6.307 (=11% der Bevölkerung)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle):
Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Niedersachsen 0-14 Jahre 1.089.108 Personen von 7.982.448 (= 14% der Bevölkerung);
Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020 (Quelle):
Bad Gandersheim gesamt 0-14 Jahre 1.204 Personen von 9.623 (=13% der Bevölkerung), Kernstadt 0-14 Jahre 715 Personen von 6.307 (=11% der Bevölkerung)
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Quelle): Bevölkerung nach Altersgruppen, Stand 31.12.2018: Stadt Göttingen 15-26 Jahre 18.591 Personen von 119.801 (= 16% der Bevölkerung);
Auskunft des Einwohnermeldeamtes der Stadt Bad Gandersheim, Stand 28.08.2020 (Quelle):
Bad Gandersheim gesamt 15-26 Jahre 1.167 Personen von 9.923 (=12% der Bevölkerung), Kernstadt 0-14 Jahre 695 Personen von 6.307 (=11% der Bevölkerung)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit 2019 (Quelle):
Arbeitslosenquote aller Erwerbspersonen: Nds. 5,0% (sonstige), unser Landkreis Northeim 5,1% (Gesamtstadt);
Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt kommunal, 10.01.2020: Bad Gandersheim 2019 Arbeitslose 7,6% (Projektgebiet)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit 2019 (Quelle):
Arbeitslosenquote der Erwerbspersonen unter 25 Jahre: Nds 5,1% (sonstige), unser Landkreis Northeim 5,7% (Gesamtstadt).
Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt kommunal, 10.01.2020: Bad Gandersheim 2019 Arbeitslose unter 25 10,2%
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
bad_gandersheim_kernstadt.jpg
(891.08 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser gesamtes Handeln ist darauf ausgerichtet, die Bewohner*innen der Kernstadt zusammenzubringen – sowohl räumlich als auch emotional – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, Grad der Behinderung oder Bildungsstand. Wir geben allen Menschen im Quartier eine Stimme und eine Aufgabe. Wir binden alle vorhandenen Stärken und Ressourcen ein und erweitern sie. Die Menschen erfahren Wertschätzung und können ihre Selbstwirksamkeit erkennen. Dies wirkt destruktivem Verhalten entgegen. Wer sich mitgenommen fühlt, muss keine Fensterscheiben einschlagen oder populistischen Parteien nachlaufen.
Momentan fühlen sich die Menschen eher als unbeteiligte Zuschauer statt als Mitwirkende und haben wenig Verständnis für andere („den Migranten geht es doch viel zu gut “). Verständnis lässt sich aber entwickeln, in dem wir eine Infrastruktur zum gegenseitigen Kennen- und Verstehenlernen schaffen, in der verschiedenste Menschen gemeinsam an & in Projekten arbeiten, sich dabei austauschen & Vorurteile abbauen.
Die Angebote des Nachbarschaftszentrums aktivieren Menschen mit unterschiedlichen Interessen (Musik, Handwerk/Handarbeit, Sport, Kunst, Essen, Spielen). Gefördert werden individuelle (Persönlichkeitsentwicklung, Bildung etc.) & objektive Prozesse (Netzwerke, Kooperationen etc.) mit Einfluss auf die Sozialpolitik. So wird die Versorgung in unserem strukturschwachen Gebiet durch Hilfe aus der Nachbarschaft & professionelle, psychosoziale Angebote deutlich besser.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit des/der GWArbeiter*in verändert sich vom Aktiviern, Motivieren und Entwickeln hin zum Begleiten und Festigen von Strukturen. Die Menschen nutzen die Gremien, Netzwerke und Ressourcen für die Umsetzung ihrer Ideen.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen nutzen die Zukunftswerkstatt aktiv. Sie bringen ihre Ideen und Bedürfnisse ein. Dementsprechend werden alle Aktionen ausgerichtet und auch an die Politik herangetragen.
Kriterium
Beschreibung
Jede/r, der/die ein Angebot macht, bedenkt stets, wie andere und deren Interessen und Bedürfnisse einbezogen werden können und wie der Zugang für alle erleichtert wird.
Beschreibung
Alle AkteurInnen wissen, welche anderen AkteurInnen es in der Kernstadt gibt und wo deren Schwerpunkte liegen. Bei allen Projekten wird überlegt, wessen Stärken und Steckenpferde für ein gutes Gelingen in die Planung & Umsetzung integriert werden sollten.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedliche Menschen kommen mit unterschiedlichen Interessen oder Unterstützungsbedarfen. Sie werden zielgerichtet an Helfer*innen mit unterschiedlichen Kompetenzen/Professionen vermittelt, die interdisziplinär zusammenarbeiten.
Beschreibung
Menschen, die sich bisher außen vor und alleingelassen gefühlt haben (z.B. Migranten, Menschen mit Behinderungen, arme Menschen), sind bei Politik und BewohnerInnen im Fokus. Es werden explizit Angebote gemacht, um sie zu unterstützen und einzubeziehen.
Kriterium
Beschreibung
Online und im Nachbarschaftszentrum gibt es eine Übersicht über alle Akteur*innen. Die Angebote werden nachgefragt und genutzt. Das Angebot ist vielfältig. Es kommen Menschen mit neuen Ideen aus unterschiedlichsten Bereichen auf den/die GWArbeiter*in zu.
Kriterium
Beschreibung
Die Menschen beteiligen sich an einem Nachbarschaftsrat und seinen Untergruppen (z.B. Jugend-Rat). Hierin werden die Belange der Bewohner*innen der Kernstadt diskutiert und nach konsensfähigen Lösungen gesucht.
Beschreibung
In die GWA finden neben den kommunalen Themen auch überregionale oder gesamtgesellschaftliche Themen (z.B. Ökologie/Fridays for Future) Eingang. Zugleich hat die GWA zunehmend Einfluss auf kommunale und überregionale (sozialpolitische) Themen.
Kriterium
Beschreibung
Die Politik kennt (z.B. durch die Zukunftswerkstatt) die Wünsche der Bewohnenden (nach neuen, gemeinsamen Wohnformen) und schafft die Voraussetzungen (z.B. Fördermittel), um dies umzusetzen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Pröpstin Elfriede Knotte, Pfarrer Thomas Ehgart, Pfarrerin Meike Bräuer-Ehgart und evangelisch-lutherische Stiftskirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie im Braunschweiger Land gemeinnützige GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Werk-statt-Schule e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein für das Sole-Waldschwimmbad Bad Gandersheim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landtagsabgeordneter Schwarz (Vorsitzender des Arbeitskreises Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gandersheimer Wirtschaftsforum (GWF) e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungs-, Haus- und Grundbesitzerverein Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas-Verband Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Bad Gandersheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pfarrer Stefan Lampe und katholische Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Eine Kirche wird uns das Gebäude für die GWA zu 2/3 des Verkehrswertes verkaufen. In dem wir unseren Hauptsitz nach GAN verlagern, sind wir durch Einsparung unserer bisherigen Mietausgaben & finanzielle Beteiligung der anderen Mieter (soz. Einrichtungen) dauerhaft in der Lage, die (räumliche) Infrastruktur für die GWA zur Verfügung zu stellen. Unsere bereits initiierten weiteren Projekte (Alltagshilfen, Pflegedienst) stabilisieren die Finanzierung & das inhaltliche Spektrum der GWA nachhaltig.
11. Medien
Galerie
Videos
bad_gandersheim.mp4
(31.13 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Hessisch Oldendorf VereinT
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Tina Begemann
| Organisation | Stadt Hessisch-Oldendorf |
|---|---|
| Funktion | Quartiersmanagerin |
2. Kurzbeschreibung
Menschen verbinden.Synergien erschließen.
Projektbeschreibung
Der Aufbau der GWA ist ein Baustein der Gesamtstrategie HO - Baut um, die Wege aufzeigt, das Grundzentrum, in dem etwa 5.000 Menschen leben, langfristig als Identifikationsort der Gesellschaft und Kristallisationspunkt für das Alltagsleben zu erhalten. Das StadtHaus wurde mit EU-Fördermittel als Schlüsselimmobilie für städtische Daseinsfürsorge und als Standort u.a. für die Gemeinwesenarbeit umgebaut . Mit der Stelle des Quartiersmanager wird das StadtHaus mit Leben und Aktivität im Zusammenwirken mit den städtischen Vereinen, dem Ehrenamt und lokalen Akteuren erfüllt und für Kulturarbeit und Daseinsfürsorge entwickelt. Der Ort bietet Raum für das Beratungsbüro der Gemeinwesenarbeit,die Stadtbücherei, einen Versammlungsraum für das Vereinswesen, und einen Veranstaltungsraum für Kulturveranstaltungen und Begegnungsanlässe. Dabei ist unser QM der zentrale integrierende Faktor. Die GWA in Hessisch Oldendorf startete im Januar 2020 mit der Besetzung der Personalstelle. Die ersten Monate beinhalteten Konzeptentwicklung und Kontaktaufnahme zu potentiellen Vernetzungspartnern.Im Februar fand eine erste öffentliche Veranstaltung zum Thema GWA mit Stadthausbesichtigung statt, die auf eine breite Ressonanz stieß. 36 Vereine und weitere interessierte Bürger/innen bringen sich zukünftig mit Angeboten im StadtHauses ein. Die Liste der Kooperationspartner ist durch Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzungsarbeit erfolgreich erweitert und daraus entstehen fortlaufend konkrete Mikroprojekte. Neue Projektideen werden auch aus der aktuellen Pandemiesituation heraus entwickelt und umgesetzt. So koordiniert der Quartiersmanager mit Ehrenamtlern Einkaufshilfen für Kranke und Bedürftige und ist in Kontakt zu Nachbarschaftsapps um ein digitales Medium aufzubauen. Der Quartiermanager hat viele offenen Türen vorgefunden und generiert stetig Kooperationsangebote. Er ist beteiligt an der Umsetzung des Gesundheit-Projektes 3000 Schritte, ist als Ehrenmitglied im Stadtmarketingverein mit regelmäßiger Teilnahme an den Vorstandssitzungen.Für die Zukunft erarbeitet das QM u.a.mit der Grünplanerin ein Konzept für Urban gardening, und unterstützt Zugewanderte bei Eintritt n die Erwerbsarbeit, bei Schwierigkeiten bei Beruf und Ausbildung werden sie durch das Eherenamt unterstützt. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Vorbereitung der Nachhaltigkeit ein, regelmäßger Kontakt zu Politik, Stadtplanung und Wirtschaft soll die langfristige Sicherung der GWA herbeiführen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadt Hessisch Oldendorf, mit gut 18.000 Einwohnern gelegen im LK Hameln-Pyrmont sieht sich wie viele andere Orte ähnlicher Struktur, die nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem prosperierenden Oberzentrum liegen, mit verschiedenen Problemen der städtebaulichen Entwicklung konfrontiert. Insbesondere in ihrem grundzentralen Ort Hessisch Oldendorf werden diese manifest: Verlagerung von Handels- und Versorgungsfunktionen in Entwicklungsschwerpunkte außerhalb der Altstadt mit der Folge von Leerstand im ehemaligen zentralen Versorgungsbereich, Verfall historischer Bausubstanz, kein verfügbarer und den aktuellen Anforderungen entsprechender Bestand an Wohn- oder Gewerbeflächen, geringe Attraktivität wegen unzureichender kultureller oder sozialer Angebote, hohe Diversität in der Bevökerungsstruktur, viele Singlehaushalte, fehlende nachbarschaftliche Kontakte etc.In dem Bewusstsein, dass sich in den Zentren sozialer Zusammenhalt, ökologische Verträglichkeit, ökonomische Tragfähigkeit und kulturelle Innovation der Städte und Gemeinden entscheidet und die Zentren vielfältige Orte für Wirtschaft und Kultur, Orte zum Arbeiten und Wohnen, für Versorgung und Freizeit sind oder zumindest sein sollten, hat die Stadt Hessisch Oldendorf unter der Überschrift „Hessisch Oldendorf baut um“ eine städteplanerische Strategie zur Aufwertung der Innenstadt entwickelt und u.a. als Schlüsselimmobilie ein leerstehendes Lagerhaus revitalisiert, zum StadtHaus, als Begegnungsstätte für die Stadtgesellschaft und Standort für die Gemeinwesenarbeit umgebaut. Im Herz der Altsstadt, initiiert und koordiniert durch die GWA finden Vereine, Ehrenamt und Kultur einen neuen Ort des Zusammenhalts.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Altstadtquartier Hessisch Oldendorf
Beschreibung
Historischer Stadtkern und die anliegenden Wohngebiete Maibergring und Keukenhof
Einwohnerzahl
5000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auswertung der Einwohnermeldeamtdaten, Angaben des Grundschulstandortes
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bertelsmann Stiftung Sozialbericht Wegweiser Kommune
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
GWA richtet sich ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen im Quartier aus und nimmt sie und ihre Lebensumstände in den Blickpunkt, um die Ziele einer sozialen Stadt zu erreichen.
Langfristige Ziele der GWA sind die Verbesserung der materiellen Situation der BewohnerInnen (z.B. Wohnraum, Existenzsicherung) durch Aktivierung, die strategische Mitarbeit an der Verbesserung der städtischen Infrastruktur, und die Verbesserung der Lebensqualität in einem Quartier durch das Schaffen von Möglichkeiten der sozialen und kulturellen Teilhabe. GWA integriert individuelle und strukturelle Aspekte in die sozialräumlicher Perspektive und fördert die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation von Nachbarschaften, sowie den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. In Hessisch Oldendorf liegt die Trägerschaft und Verortung des Quartiersmanagers in der Stadtverwaltung, einstimmig durch die Kommunalpolitik beschlossen. Triebfeder ist das öffentliche Interesse an der Verbesserung der Lebensumstände und dem Wohnumfeld in einem problematischen Quartier mit Abwärtsbewegung. Mitmachen will der, der an die Potenziale eines Quartiers/Stadtteils glaubt, und eine Aufwärtsspiral für greifbar und möglich hält. Dafür wird die Ressource und Professionalität eines Quartiersmanagers gebraucht, um unterstützende und initiale Signale und Impulse in das Quartier zu senden, damit die Menschen erreicht und abgeholt werden.Proaktive Teilhabe und Selbsthilfe ist dann der gemeinsame Weg
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn Politik, Verwaltung, Wirtschaft und BewohnerInnen ein gemeinsam entwickeltes Konzept zur Verbesserung der Wohn-und Lebensqualität umsetzen und sich für die nachhaltige Fortführung der GWA als koordinierende und integrierende Kraft einsetzen.
Kriterium
Beschreibung
Wenn Vereine, Ehrenamtler u. aktive BewohnerInnen bestehende und neue Angebote in Zusammenarbeit mit dem QM erstellen.Mit dem Ziel gemeinsam die Attraktivität des Quartiers zu steigern, sowie neue Kooperationen zu gewinnen und positive Wirkung zu erzielen
Kriterium
Beschreibung
Wenn Vereinzelung u. Berührungsängste innerhalb der diversen Bewohnerstruktur zurückgehen, und durch gemeinsame Teilnahme an z.B. Stadtteilfrühstück, Straßenfest, Kochaktionen für alle Kulturen, jung und alt , arm und reich Nachbarschaft gefördert wird.
Vorhandene Strukturen
GWA ist ein Prozess der sich auf der individuellen, strategischen und politischen Ebene abspielt. Dafür ist die Verankerung in die Stadtverwaltung als Träger der Maßnahme wichtig. Örtliche und überörtliche
Vernetzung braucht Form, und gemeinsame Sprache. Wir bilden daher interkommunal, in enger Abstimmung mit unseren Kollegen in Hameln, den Clusters GWA. In kollegialer Beratung werden Qualität und innovative Perspektiven gemeinsam bearbeitet. Die Vernetzung u. Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt schreitet trotz Corona voran, weitere Kooperationspartner wurden gefunden. Ein Projekte in der Gesundheitsförderung wurde konzipiert, zertifiziert und begonnen. Die derzeitige Arbeit steht unter den Gegebenheiten der Coronakrise. Momentan wird durch Quartiersmanagement, Seniorenbüro und Freiwilliger Feuerwehr, ein Helfertelefon betrieben und eine Vernetzung mit der lokalen Wirtschaft entsteht gerade. Dort sollen dem Prinzip B2B folgend, Bedarfe der lokalen Wirtschaft in aktivierender Befragung ermittelt, und aus den Ergebnissen innovative Angebote entwickelt werden.Die Nutzung einer Nachbarschaftsapp ist geplant. Die Pandemie zeigt wie wichtig funktionierende digitale Kommunikationsstrukturen sind, um auch in social distancing Phasen den lokalen Sozialraum in Socialmedia sichtbar zu machen und Kontakt zu halten. Die Integrationsarbeit ist mittlerweile im StadtHaus angesiedelt, und Kursangebote finden regen Zuspruch. QM hat seine Arbeit in der Politik vorgestellt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendamt Landkreis Hameln-Pyrmond Sozialraumkoordinierung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Werbering und Stadtmarketing für Hessisch Oldendorf e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Hessisch Oldendorf Fachbereichleiter III – Liegenschaftsverwaltung & Stadtgrün
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Hessisch Oldendorf AG Räumliche Planung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) Landesvereine Niedersachsen e.V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verein für Kinder und Jugendarbeit Hessisch Oldendorf
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die GWA ist ein wichtiger Baustein für die Aufwertung des Quartiers. Die Kommune hat erkannt, dass die KernstadttbewohnerInnen besondere Herausforderungen ihres Wohnumfeldes nicht aus eigener Kraft lösen können, u. deshalb den Antrag auf GWA gestellt. Wenn es GWA im StadtHaus gelingt in den kommenden 3 Jahren einen lebendigen Ort der Begegnung, Kultur, gesellschaftl. Zusammenhalts zu schaffen, wird sie wegen des sichtbaren u. unverzchtbaren Erfolgs u. Wirkung durch die Kommune fortgeführt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On