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Öffentlichkeitsarbeit

3H - Hand in Hand in Helmstedt

Ansprechpartner
Andrea Fiedler
Funktion Fachbereichsleitung Migration, Integration, Bildung und Ausbildung
Hand in Hand in Helmstedt
Projektbeschreibung
„Wo stehen wir heute und wo wollen wir morgen stehen? Wer ist das eigentlich - „wir“ ? Der demographische Wandel stellt das Quartier vor neue Herausforderungen. Veränderung als Chance begreifen – Hand in Hand in Helmstedt oder kurz „3H“. „3H“ möchte alle Menschen im Viertel erreichen, hilfsbedürftige Alleinstehende und sozialbenachteiligte Familien sowie Menschen mit Migrationshintergrund, die sich zunehmend dort ansiedeln und Teil eines Prozesses sind, dessen Potential in der aktiven Mitgestaltung der Menschen liegt. Wir wollen Wünsche und Sorgen der Bewohner erfassen und benennen um daraus gemeinsam eine bunte Zukunft zu entwickeln. Vielfalt als Bereicherung, als Chance für Gutes - Partizipation leben und erleben - voneinander lernen um miteinander zu wachsen. Im Rahmen aufsuchender Sozialarbeit wird der/die professionelle Projektmitarbeiter*in eine Bewohnerbefragung durchführen und gemeinsam mit ihnen Stärken und Schwächen des Quartiers herausarbeiten. Die Bedarfsanalyse als Katalysator für Engagement und Identifikation. Zu diesem Zweck soll eine Wohnung angemietet werden, die künftig als Anlaufstelle vor Ort mit Koordinations-, Beratungs-, Vernetzungs- und Vermittlungsfunktionen dient. Dort werden Ressourcen gesucht, aktiviert, vernetzt und zugänglich gemacht. Darüber hinaus werden präventive Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe kontinuierlich angeboten und Zugangswege fortwährend ermöglicht bzw. erweitert und ggf. Kontakte zu notwendigen Hilfesystemen hergestellt. Des Weiteren werden die Nachbar*innen aus unterschiedlichen Kulturkreisen befähigt, in Konflikt- und Problemsituationen Lösungswege zu entwickeln, die für sie selbst und andere befriedigend sind. Somit soll ein maßgeblicher Schritt zur interkulturellen Öffnung erfolgen und ein "Wir-Gefühl" gefördert werden. Quartiersbezogene Projekte werden initiiert und gemeinsam mit Kooperationspartner*innen vor Ort durchgeführt und somit Teilhabe, Partizipation und Integration gefördert. Dabei sollen lokale, einflussreiche staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure gewonnen werden, um den quartiersbezogenen Projekten einen öffentlichen Rahmen zu geben, Nachhaltigkeit zu gewährleisten und die Etablierung des Konzeptes voranzutreiben, welches insbesondere durch ehrenamtliches Engagement mit Leben gefüllt werden soll. Straßenfesteste, offene Treffs und Kreativangebote für alle Altersgruppen laden alle zur aktiven Gestaltung ihres Lebensraums ein. Hand in Hand in Helmstedt !!!
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Rund um das Helios-Klinikum liegen Friedrichstraße (hier befindet sich unsere Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber), Virchowweg sowie Dammgarten und An-den-Lübbensteinen. Auf einem km² leben ca. 3000 Personen, überwiegend in Mehrfamilienblocks, teilweise mit erheblichem Renovierungsstau. Das uns durch unsere Migrationsberatung sehr gut bekannte Viertel ist geprägt von Armut, Unterversorgung, Wegfall sozialer Beziehungen in der Familie und am Arbeitsplatz und dem Ausschluss vom Leben in der Gemeinschaft. Ein exponentiell wachsender Zuzug von Menschen mit Migrationshintergrund, Arbeitslosigkeit, unzureichende oder fehlende Schulabschlüsse, Ver- und Überschuldung, Gewalterfahrungen, Abhängigkeit von legalen oder illegalisierten Substanzen, psychische und körperliche Erkrankungen tragen mehr und mehr zu einer negativen Entwicklung bei. Wesentliche Ursachen sind offenbar, dass viele bedürftige Menschen die relevanten gesetzlichen Regelungen nicht kennen oder mit der Inanspruchnahme staatlicher Hilfeleistungen Stigmatisierungsängste verbinden. Ein weiteres Problem ist die mangelnde Mülltrennung bzw. illegale Müllentsorgung, die durch die zunehmende Migration verursacht sei. Ruhestörungen und grobe Aufsichtspflichtverletzungen seitens Erziehungsberechtigter tragen zu gesellschaftlicher Unzufriedenheit bei und sorgen für vielfältige Konflikte. Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in Helmstedt lässt davon ausgehen, dass sich diese Probleme weiter intensivieren können, was wiederum zur Folge, dass viele Anwohner mit Sorge in die Zukunft blicken und das positive Potential des Viertels gänzlich aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten ist. Dies möchten wir nachhaltig ändern!
Projektgebiet
Gebiet-Name
Helmstedt westlicher Rand
Beschreibung
Helmstedt nord-östlich sowie süd-westlich des Helios-Klinikums
Einwohnerzahl
3000
Quelle / Anmerkungen
https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/04_Wirtschaft/ISEK/Ergebnisbericht/Ergebnisbericht.pdf, https://www.helmstedt.de/magazin/artikel.php?menuid=684&artikel=3550
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/04_Wirtschaft/ISEK/Ergebnisbericht/Ergebnisbericht.pdf, https://www.helmstedt.de/magazin/artikel.php?menuid=684&artikel=3550
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/04_Wirtschaft/ISEK/Ergebnisbericht/Ergebnisbericht.pdf, https://www.helmstedt.de/magazin/artikel.php?menuid=684&artikel=3550 Schätzung unserer Sozialarbeiter aus dem Bereich Migrationsberatung
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/04_Wirtschaft/ISEK/Ergebnisbericht/Ergebnisbericht.pdf, https://www.helmstedt.de/magazin/artikel.php?menuid=684&artikel=3550 Schätzung unserer Sozialarbeiter aus dem Bereich Migrationsberatung
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt zeichnet sich durch die Zusammenführung der verschiedenen Akteure aus Bereichen der Verwaltung, der lokalen Politik, der privaten Wirtschaft, der lokalen Vereine und der Anwohner*innen aus. Unser Projekt ist sowohl auf Partizipation als auch auf Kooperation angelegt und soll einen integrativen Politikansatz für die Stadtteilentwicklung darstellen. Durch den integrativen Ansatz des Projektes wird das Quartier als Ganzes mit all seinen Herausforderungen in den Blick genommen. Die Menschen, die in dem betreffenden Gebiet wohnen und arbeiten, werden nun effektiv mit in den Planungsprozess einbezogen und es soll somit eine ganzheitliche Aufwertung des Quartiers erreicht werden. Zur Einbindung der Bewohner*innen und zum Aufbau einer nachhaltigen Bewohnerorganisation wird vom DRK Kreisverband Helmstedt e.V. eine Koordinationsstelle mit Büro vor Ort im Stadtteil eingerichtet. Die Aufgaben des Projekts bündeln sich in der Vernetzung der lokalen Akteure untereinander sowie durch die Koordination und Moderation durch den/die Quartiersozialarbeiter*in.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Abbau von Konflikten, Nachbarschaftshilfe, gemeinsame Aktivitäten ???
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Krankenkassen, Gesundheitsamt / Sozialamt des Landkreises Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Margrit Niemann (SPD) - Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales (AJFS)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Friedrichstraße / Lademann Realschule / KVHS Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Gemeinschaft e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreis-Wohnungsbaugesellschaft Helmstedt mbH, ADLER Wohnen und Service GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zeitungen: Helmstedter Sonntag, Braunschweiger Zeitung / Helmstedt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Politik und Verwaltung profitieren von dem Projekt, bzw. der daraus gewonnenen Aufwertung des Quartiers in erheblichem Umfang und unterstützen dieses finanziell. Ansonsten könnten Spenden von Betrieben und Organisationen dazu beitragen den Fortbestand zu sichern.
Galerie
3h hand in hand in helmstedt
Zustimmung Veröffentlichung
On

www- Wunderbares Wohnzimmer Wagenfeld

Ansprechpartner
Michael Steinmeyer
Aktionsräume gestalten-gemeinsam handeln!
Projektbeschreibung
Wagenfeld ist eine kleine Kommune im ländlichen Raum des Landkreises Diepholz mit 7.218 Einwohnern. Der Kommune fehlt ein Ort der Begegnung, der für alle Menschen zugänglich ist: Also ein Ort der Beteiligung und der gelebten Nachbarschaft. Solch ein Raum soll mit unserem Projekt "www-Wunderbares Wohnzimmer Wagenfeld" entstehen. Ein Bürger Wagenfelds hat eine im Februar 2020 geschlossene ehemalige Gaststätte erworben und möchte einen Teil des Gebäudes für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Dort soll ein Begegnungszentrum für die Bürger_innen Wagenfelds entstehen. Jede/r Bürger_in soll die Möglichkeit erhalten sich zu beteiligen und das Zentrum mit aufzubauen. Das Gebäude ist traditionsreich, allen Einwohner_innen Wagenfelds bekannt und mit positiven Erinnerungen an Festlichkeiten, Treffen mit der Familie und Freunden besetzt. Das Projekt ist ein Zugewinn für die Gemeinde, da Interessen gebündelt werden, Beteiligung ermöglicht wird und Demokratie erlernt sowie erprobt werden kann. Verschiedene Angebote können unter einem Dach stattfinden und Nachbarschafts- und Netzwerkstrukturen können entstehen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
2019 wurde von der Kommune Wagenfeld ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben. Hierbei wurde erkannt u. benannt, dass es keine neutrale Anlaufstelle für Jugendliche gibt. Weder kommunale noch kirchliche Akteure verfügen über solch eine Anlaufstelle für jene Zielgruppen.In Wagenfeld gibt es zudem keinen neutralen Ort der Begegnung, der unabhängig von Institutionen oder Vereinszugehörigkeit aufzusuchen ist: Also einen Ort, an dem Wünsche geäußert, Beteiligung ermöglicht und Demokratie erlernt werden kann. Seit 2015 hat Wagenfeld eine Vielzahl geflüchteter Personen aufgenommen. Seitdem gibt es dank der Kooperation von Kirchengemeinde, Kommune u. Diakonischem Werk (DW) Deine kontinuierliche Flüchtlingshilfe durch Ehrenamtliche (EA´s). Diese begleiten sowohl den Runden Tisch Integration als auch das Café International. Doch auch noch so engagierte EA´s geraten in ihrem Handeln an ihre persönlichen Grenzen. Seit 2018 ist das DW in Form eines Projektes in der Kirchengemeinde Wagenfeld aktiv u. begleitet die EA´s in der Flüchtlingshilfe. Im Rahmen dieser Tätigkeit wurden die EA´s befragt, welche Bedarfe und Wünsche sie haben, um ihre hochbelastende Tätigkeit fortführen zu können. Die EA´s wünschen sich eine kontinuierliche Begleitung u. eine/n Ansprechpartner_in vor Ort. An verschiedenen Orten in der Gemeinde Wagenfeld sind (manchmal in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Geflüchteten) auch Arbeitsmigrant_innen untergebracht. Hauptarbeitsfelder für Arbeitnehmer_innen aus Bulgarien, Rumänien und Polen sind die Landwirtschaft u. Fleischindustrie. Die Gruppen der Arbeitsmigrant_innen bilden meist ein in sich geschlossenes System.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wagenfeld
Beschreibung
Da es sich in Wagenfeld um eine Kleinstadt mit nur knapp über 7000 Einwohnern handelt, ist für das Projekt keine räumliche Abgrenzung des Gebiets geplant, zu dem ist Wagenfeld eine Einheitsgemeinde, so dass alle Ortsteile mit einbezogen werden müssen.
Einwohnerzahl
7218
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Wagenfeld
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeinde Wagenfeld
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeinde Wagenfeld
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeinde Wagenfeld
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Gemeinsam mit den Bewohner_innen vor Ort solle ein Ort der Begegnung aufgebaut und gestaltet werden. Der Einbezug der Bevölkerung ist dabei von höchster Bedeutung. Mittels Beteiligungsverfahren können die Bewohner_innen ihre Bedürfnisse und Wünsche zum Ausdruck bringen und die Erfahrung machen, dass durch ihr zu tun etwas erreicht werden kann. Die Erhebung der Bedarfe, dient dem Aufbau einer langfristigen Struktur der Gemeinwesenarbeit. Die Bewohner_innen werden aktiv befähigt und motiviert, sich für ihre Bedarfe einzusetzen. Das gemeinschaftliche agieren steht im Vordergrund. Das Projekt verbessert die soziale Teilhabe in der Gemeinde. Die gebietsbezogenen Strukturen spielen im Projekt eine große Rolle und werden dauerhaft mit einbezogen. Das Gebäude für den Ort der Begegnung hat Tradition und würde ohne die Hilfe aktiver Bürger_innen verfallen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner_innen werden durch geeignete Beteiligungsverfahren dauerhaft und regelmäßig in den Prozess des Aufbaus, des Ablaufs und der Verstetigung der Strukturen der Gemeinwesenarbeit einbezogen.
Beschreibung
Die Gemeinwesenarbeit steht mit wichtigen Akteuren vor Ort in engem Kontakt. Runde Tische/Arbeitsgruppen werden installiert und finden regelmäßig statt. Die Teilnahme ist den Akteuren wichtig. Aktionen/ Projekte werden gemeinsam geplant und umgesetzt.
Beschreibung
Bewohner_innen unterschiedlichster Zielgruppen kommen regelmäßig zu Projekten und Angeboten. Es konnten Kontakte entstehen, die es zuvor auf Grund fehlender Begegnungsmöglichkeit nicht gegeben hätte. Niederschwellige Nachbarschaftshilfen sind entstanden.
Beschreibung
Die Kommune unterstützt das Projekt und sieht Gemeinwesenarbeit als wichtigen Bestandteil der Gesamtstrukturen an. Die Kommune erarbeitet in Zusammenarbeit mit der GWA , Möglichkeiten, die Struktren der GWA über die Projektlaufzeit hinweg zu verstetigen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Wagenfeld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreiszeitung DH, Klönschnack, Wochenblatt, Webseite des Diakonischen Werks, Gemeindebrief
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche des Runden Tisch Integration
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Auburg Grundschule, Oberschule Wagenfeld
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsfrauen und Ratsherren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Diepholz Syke Hoya
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauen, Landjugend, Freiwillige Feuerwehr, TuS Wagenfeld, TSV Jahn Ströhen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Kommune befürwortet das Projekt und ist ein starker Kooperationspartner. Nach Auslauf der Projektlaufzeit hat sich das Projekt in soweit verstetigt, als dass es von den Bürger_innen Wagenfelds, der Kommune und der Kirchengemeinde Wagenfeld selbstständig getragen und fortgeführt werden kann. Dies ist möglich, da die Immobilie für das Projekt kostenfrei zur Verfügung steht und mit tragenden ehrenamtlichen Strukturen weitergeführt werden kann.
Galerie
gebaeude begegnungszentrum 3
Zustimmung Veröffentlichung
On

Werkstatt Zukunft Altstadt 2.0 in Hann. Münden

Ansprechpartner
Nicole Prediger
Organisation Stadt Hann.Münden
Funktion Derzernetin Bau, Stadtentw., Umwelt, Klima
Installation eines "Kümmerers" zur lokalen Vernetzung und Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in der Altstadt Hann. Münden
Projektbeschreibung
Seit vielen Jahren ist in der Altstadt Hann. Münden eine aktive Bürgerschaft tätig. Sie befasst sich mit unterschiedlichsten Projekten, immer mit dem Ziel, sich für das Wohl der Altstadt einzusetzen und diese lebenswerter zu gestalten. Alle Akteur*innen, Vereine und Institutionen eint, dass neben dem Einsatz für die eigentliche Sache ein erheblicher Zeitaufwand für organisatorische und administrative Aufgaben aufgewendet werden muss. Im Verbund mit dem Fachwerkfünfeck soll derzeit eine digitale Plattform "Ehrenamt" aufgebaut werden, um die oben genannten Unterstützungsbedarfe gebündelt zu decken. Darauf aufbauend will die Stadt Hann. Münden eine lokale Anlaufstelle für Ehrenamtliche vor Ort schaffen. Hier sollen vorhandene Strukturen gebündelt, administrative Aufgaben übernommen und Öffentlichkeitsarbeit zentriert werden. Diese Stelle soll durch eine Person besetzt werden, ein "Kümmerer", mit Ortskenntnis, der sich persönlich einbringt und entsprechende Fachkenntnisse mitbringt. Damit will die Stadt Hann. Münden das bürgerliche Engagement unterstützen und ihre Wertschätzung zeigen. Der "Kümmerer" soll als Personalstelle in der Verwaltung verankert werden. Die direkte Verbindung zur Verwaltung und der der persönliche Kontakt zu den Akteuren soll ausserdem die bürokratische Barriere, die viele Ehrenamtliche verunsichert, abbauen.
Laufzeit
2021-07-01 00:00:00
Ausgangslage
Die ehrenamtlichen Akteure setzen sich für den Erhalt und Verbesserung der Lebensqualität in der Altstadt ein. Jedoch arbeitet jeder Verein, jede Gruppe für sich allein auf seinem Gebiet. Dabei stellen sich für alle die gleichen Probleme, die Ressourcen an Personal sind begrenzt, administrative Dinge, Materialbeschaffung, Fördermittelakquise sind zeitintensiv. Der Kümmerer soll die für die Stadtentwicklung so wichtigen Kräfte bündeln, sich für Problemlösungen einsetzen und Synergien schaffen. Intensiveres Kennenlernen und Austauschen der unterschiedlichen aktiven Bürger soll dabei helfen, dass sie sich gegenseitig unterstützen können und sich gemeinsam für die Belebung und Attraktivierung unserer historischen Altstadt einsetzen. Der Landkreis Göttingen bewirbt sich ebenfalls mit dem Begegnungszentrum im Stadtteil Neumünden bei der Ausschreibung "Gute Nachbarschaften". Die beiden Projekte verfolgen unterschiedlichen Ansätze in zwei verschiedenen Quartieren der Stadt. Das Begegnungszentrum und die Stadt stehen in engem Kontakt und partizipieren bereits von einander.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hann. Münden Altstadt
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die historische Altstadt von Hann. Münden, begrenzt durch die Flüsse Fulda, Werra und Weser sowie den historischen Wallanlagen.
Einwohnerzahl
2065
Quelle / Anmerkungen
Daten Einwohnermeldeamt, Stand 20.08.2020
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Die Altstadt Hann. Münden als wichtiger zentraler Versorgungsbereich mit den Funktionen Wohnen, Arbeiten und Freizeit soll als multifunktionaler Stadtkern erhalten und zukunftsfähig gemacht werden. Die verschiedenen Initiativen stärken diese wichtigen Funktionen durch ihr ehrenamtliches Engagement und die Umsetzung von Projekten. Der "Kümmerer" wird unter maßgeblicher Einbeziehung der Akteure das vorhandene Know-How bündeln, um die Stadtentwicklung positiv, nachhaltig und lebendiger zu gestalten. Er soll als Manager im Altstadtquartier agieren, indem er die Schnittstelle zwischen Bürger und Verwaltung bildet und auch die Verbindung zur Politik herstellt. Die Initiativen können sich somit freier entfalten und sich so auf die wesentlichen Ziele konzentrieren. Die Verbesserung der Kommunikation und positives Feedback fördern zudem die Motivation, sich ehrenamtlich zu engagieren und stärkt die Stadtentwicklung.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch das intensive Kennenlernen und Austauschen der unterschiedlichen Initiativen wurde erreicht, dass sich die Aktiven gemeinsam für die Belebung und Attraktivierung der historischen Altstadt einsetzen und sich gegenseitig unterstützen und helfen.
Beschreibung
Durch gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen wird das Gemeinschaftsgefühl der unterschiedlichen Initiativen entwickelt, die öffentliche Wahrnehmung wie auch die Stadtentwicklung insgesamt gestärkt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Bereich Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Hann Münden Marketing (Tourismus)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Förderverein Mündener Altstadt eV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgergenossenschaft Mündener Alstadt eG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Denkmalaktivisten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mündener Gilde eV (Vereinigung der Mündener Wirtschaft)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Eine Integrationsinitiative "EinMünden"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Münden blüht und summt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Moschee
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Pro Tourist eV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeiter- und Geschichtsvereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgertreff eV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DenkmalKunst KunstDenkmal eV
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelisch-Lutherische Kirche, Evangelisch-Reformierte Kirche, Katholische Kirche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stiftung Aegidienkirche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Tillyschanze eV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mündener Kulturring eV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KunstNetz eV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Rock for Tolerance eV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Spendenparlament eV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Spielgeräte-Initiative
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtjugendring
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtführergilde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Steinbrückenquartier
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Installation des "Kümmerers" erfolgt zunächst befristet auf den Förderzeitraum in den Stellenplan der Stadt Hann. Münden. Diese Stelle soll langfristig unbefristet in den Stellenplan etabliert werden und ein entsprechendes Budget zur Verfügung gestellt werden, um kleine Projekte umzusetzen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Quartiersmanagement "Hindenburgviertel" Langenhagen

Ansprechpartner
Claudia Koch
Funktion Stabstelle Quartiersentwicklung und Sozialmanagement
Einrichtung und Eröffnung eines Quartierstreffs im "Hindenburgviertel", erste Schritte im Aufbau eines Quartiersmanagements im Stadtteil
Projektbeschreibung
Der Verein Win e.V. plant im sogenannten "Hindenburgviertel" in Langenhagen einen Quartierstreff, der ein Ort der Begegnung und Beratung werden wird. Von dort aus wird das QM für den Stadtteil gestartet und den Menschen die Möglchkeit gegeben, sich aktiv einzubringen, ihren Wohnort und das nachbarschaftliche Miteinander zu gestalten. Das Quartiersmanagement steuert die Aktivitäten vor Ort, begleitet die Bewohnerinnen und Bewohner dabei, berät, koordiniert und befähigt die Menschen dabei, eigene Stärken einzubringen und erhebt Bedarfe. Die Fachkraft wird angestellt sein bei der KSG Hannover, ist aber für Win e.V. vor Ort präsent. Der Treff ist offen für alle Menschen im Quartier, nicht nur für Mieterinnen und Mieter der KSG. Von den Menschen geht alles aus: Ihre Ideen und Visionen werden zu Projekten und Veranstaltungen realisiert und sorgen für eine lebendige Nachbarschaft. Der Quartierstreff wird ein Ort zum Kennenlernen, für Begegnungen, Freizeit und Bildung. Dort gibt es eine aktive Teilhabe, um das Quartier l(i)ebenswerter zu machen! Win e.V. beantragt die Förderung für die erste Zeit des QM, in denen Kontakte und erste Netzwerke aufgebaut werden. Zudem geht es um die Klärung von Bedarfen und Bedürfnissen und erste konkrete Veranstaltungen und Angebote. Geplant ist, eine bestehende Gewerbeeinheit umzubauen und als Quartierstreff zu nutzen. Ggf. ist ein Anbau geplant, grundsätzlich richtet sich das QM aber auch stark nach außen in den Sozialraum und ist im öffentlichen Raum, beispielsweise auf den angrenzenden Spielplatz. Zudem wird ein kleines Gartenstück dem Quartierstreff zugeschlagen, das von den Menschen gemeinsam bearbeitet werden kann. So entsteht ein kleines Gartenprojekt und ein Ort für Outdoor- Kulturveranstaltungen und Treffpunkte im Grünen. Beginn wäre dann im Frühjahr 2021. Die Personalstelle wäre zum 01.05.2021 zu besetzen.
Laufzeit
2021-05-01 00:00:00
Ausgangslage
Im „Hindenburgviertel“ leben 9.284 Einwohner. Der Anteil der Kinder- und Jugendlichen bis 18 Jahre liegt bei 1.615 Personen (17,3%). Die Altersgruppe ab 60 Jahren beträgt 2.800 Einwohner (30,1%) (alle Angaben Stand 31.12.2019, Quelle Stadt Langenhagen). Im Quartier haben 31% der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Im Vergleich dazu: In der Kernstadt Langenhagen sind es 25,5%. Hinzu kommen die Kinder dieser Bevölkerungsgruppe, deren Anzahl seitens der Stadt Langenhagen aber nicht mit Zahlen belegt werden kann. Die Wohnbevölkerung verteilt sich laut der Stadtverwaltung Langenhagen auf 4.400 Wohneinheiten. Eine genaue Einteilung zu den Haushalten konnte nicht ermittelt werden. Die KSG ist Vermieterin von 265 Wohnungen im Hindenburgviertel. Hinzu kommen 90 Einzelzimmer im „Männerwohnheim“ in der Hindenburgstraße. Problemanzeige „Seniorinnen und Senioren“: Ältere Menschen, die oft auch in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, haben zu weite Wege. Zudem mangelt es an Orten, an denen sie Beratung und Unterstützung bekommen. Begegnungsmöglichkeiten im Quartier fehlen. Gesamtgesellschaftliche Trends zeigen auf, dass die Menschen alleine leben und durch alle Altersgruppen hinweg von Einsamkeit betroffen sind. Der Quartierstreff bietet die Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen und sich ehrenamtlich zu engagieren. Dem Verein Win e.V. geht es darum, die Menschen zu verbinden und ihnen Orte zu schaffen, an denen das gelingen kann. Deshalb richtet sich das Angebot offen an alle Menschen im Quartier, die Zielgruppen "Männer" und "Seniorinnen und Senioren" werden aber intensiver betrachtet.
GWA/QM-Ansatz
Der Quartierstreff bietet eine Plattform für Aktivitäten der Bewohnerinnen und Bewohner. Im Fokus stehen ihre Interessen und Belange. Win e.V. arbeitet beteiligend, vernetzt Menschen und Institutionen und nutzt Potenziale und Stärken, die vor Ort zu finden sind. Alle Menschen werden eingebunden. Zudem werden Problemlagen erkannt und lösungsorientiert bearbeitet (unter Beteiligung der Menschen. Das Qm bietet Beratung , Steuerung sowie Projektmanagement, fördert die Partizipation und das Bürgerschaftliche Engagement. Es werden niedrigschwellige Feste, Aktionen, Treffpunkte und Projekte geplant.
Nachhaltigkeit
Über den Verein Win e.V. ist die nachhaltige Weiterführung des Projektes durch einen Zuschuss der KSG Hannover und andere Fördermöglichkeiten langfristig gesichert.

GWA findet Stadt.Teile

Ansprechpartner
Rudolf Mattern
Funktion Fachbereichsleitung Soziales
Adaption von Beteiligungsstrukturen in einen neuen Stadtteil, Aufbau einer begleitenden Fachstelle GWA sowie eines gesamtstädtischen Beirats GWA.
Projektbeschreibung
GWA hat in Delmenhorst eine jahrzehntelange Tradition und immer wieder seine positive Wirkungsweise als demokratiefördernde bürgerschaftliche Beteiligungsform unter Beweis gestellt. Deshalb wurde bereits an einer gesamtstädtischen Konzeption gearbeitet und im Stadtteil Hasport exemplarisch die intensive Kooperation mit den Fachbereichen der Stadt erprobt. Damit GWA als bürgerschaftliche Beteiligungsform in allen Quartieren gefördert und strukturell verankert werden kann, bedarf es nunmehr weiterer Maßnahmen, damit die strukturelle Verankerung unabhängig von handelnden Akteur*innen nachhaltig und effektiv gesichert ist und sie auf alle Delmenhorster Quartiere ausgedehnt werden kann. Die Projektleitung wird gemeinsam mit der bereits bestehenden Koordinierung die neue Fachstelle GWA bilden. Die Fachstelle wird zunächst im neuen Stadtteil Mitte mit den Bewohner*innen Beteiligungsstrukturen aufbauen und hierzu die unterschiedlichen Beteiligungsformen der etablierten GWA-Standorte mit hauptamtlichen Mitarbeitenden auswerten. Es werden sowohl Schlüsselpersonen als auch Ressourcen identifiziert, um eine Beteiligung von engagierten Bewohner*innen vor Ort zu ermöglichen. Die Bewohner*innen erleben ihre Selbstwirksamkeit u.a. durch die Unterstützung bei der Umsetzung eigener Projektideen. Hierzu wird auch am neuen Standort ein Quartiersfonds aufgelegt, der durch die Fachstelle GWA verwaltet wird. Im weiteren Verlauf wird dieses Vorgehen auf weitere Stadtteile Delmenhorsts übertragen. Hierbei unterstützen Bewohner*innen und Hauptamtliche der bestehenden GWA-Standorte als Mentoren. Um die bürgerschaftliche Beteiligung der Bewohner*innen für ihr Quartier und ihre Stadt zu sichern, wird ein GWA-Beirat für die Stadt Delmenhorst geschaffen. Hier werden quartiersübergreifende Ideen und Problemanzeigen aus den Stadtteilen aufgegriffen und in die gesamtstädtische Planung eingebunden. Deshalb sind neben den Akteur*innen aus den Quartieren auch Verwaltung und Politik am GWA-Beirat beteiligt. Die Fachstelle GWA übernimmt die Geschäftsführung des GWA-Beirats. Die gemeinsame Stadtentwicklung mit Bewohner*innen-Beteiligung stärkt die Demokratie und fördert die Identifikation als Delmenhorster*in. Durch die verzahnte Struktur von Fachstelle und neuem GWA Beirat sowie Stadtteilgremien wird GWA in Delmenhorst in Zukunft gesamtstädtisch gedacht und nachhaltig verankert.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
GWA hat in Delmenhorst Tradition, seit 21 Jahren arbeiten wir partnerschaftlich mit freien Trägern zusammen. Gemeinsame Erfolge sind oft auf „Macher*innen“ und langjährig gewachsene Beziehungen zurückzuführen. Schlüsselpersonen werden jedoch in absehbarer Zeit gehen und es gilt, gelebte Praxis strukturell zu verankern. 2019/2020 haben wir über vielfältige stadtweite Projekte erfahren, dass Bürger*innen mehr Beteiligung und GWA in ihren Stadtteilen wünschen. Eine Ausweitung der hauptamtlichen GWA, wie von Einwohner*innen gewünscht, ist derzeit nicht darstellbar. Der Ausbau und die Stärkung von „Sprachrohren“ in den Stadtteilen, langfristig durch eine Fachstelle GWA begleitet, sowie der Aufbau eines „Ohres“, sprich Beirats GWA, ist jedoch ein gangbarer und folgerichtiger Schritt, um die demokratischen Prozesse in Delmenhorst zu stärken und für aktuelle und zukünftige Herausforderungen gewappnet zu sein. Vertreter*innen in den politischen Ausschüssen sorgen dafür, dass Gehörtes in Taten verwandelt wird. Die Erfahrungen mit 3 Quartiersfonds führen dazu, dieses Instrument auch in weiteren Stadtteilen zu etablieren, um aktive Bewohnergruppen und Selbstwirksamkeit zu stärken. Eine verlässliche, qualifizierte Begleitung durch die Fachstelle GWA sichert hier Kontinuität in dynamischen und langfristigen Gruppenprozessen, die bestenfalls in starken Stadtteilvereinen münden. Stadtteilforen (ob informell/als Verein), eine begleitende Fachstelle (für Gebiete mit/ohne hauptamtl. GWA) in Kombination mit einem politisch akkreditierten Beirat fördert das vielfältige Engagement und die Identifikation der Einwohner*innen mit ihrer Stadt und ermöglicht starke Bündnisse zum Wohle aller.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Delmenhorst Mitte
Beschreibung
In Absprache mit Herrn Isensee von der Servicestelle GWA stellen wir zunächst ein neues Projektgebiet vor, in dem wir Beteiligungsstrukturen und Quartiersfonds etablieren wollen. Dies soll in einem weiteren Schritt dann auf weitere Stadtteile übertragen werden. Das Gebiet Mitte (Statistischer Bezirk 1: Berufsbildende Schule I (195), Ludwig-Kaufmann-Straße (196), Lange Straße (197), Güterbahnhof Süd (198), Wiekhorn (199) ) liegt in der Innenstadt von Delmenhorst. Im Gebiet liegt nördlich der Hauptbahnhof, die grüne Lunge der Stadt – die Graft im Süden sowie die Delmenhorster Linoleumwerke im Westen. Im Osten und Nordwesten liegen die Wohngebiete. Gebiete mit hauptamtlicher GWA grenzen an: im Nordwesten liegt das Gebiet Wollepark, im Südwesten das Gebiet Düsternort. Die südliche Stadtmitte wird maßgeblich von der Innenstadt mit Fußgängerzone geprägt. Dieser älteste Teil der Stadt Delmenhorst hält eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnangebote vor. Insbesondere im Süden befinden sich am Delmegraben, an der Bismarck- und Scheunebergstraße sehr gut erhaltene Einfamilienhäuser aus der Vorkriegszeit. Östlich sind überwiegend Ein- und Mehrfamilienhäuser der 50er- bis 70er-Jahre zu finden, zum Beispiel rund um die Lilienstraße. Die Gebäudestrukturen sind in diesem Bereich sehr unterschiedlich. Es gibt sowohl Einfamilienhäuser verschiedener Epochen als auch ältere und moderne Mehrfamilienhäuser. Vermehrt wird auch entlang der Fußgängerzone Wohnraum geschaffen. Hier ist zudem ein vielfältiges Angebot an Gastronomie, Gesundheitsversorgung und Einkaufsmöglichkeiten zu finden. Es gibt eine sehr gute ÖPNV-Anbindung und die Nähe zur Parkanlage "Graft". Die nördliche Stadtmitte wird geprägt vom Gewerbegebiet nördlich des Bahnhofs sowie der Berufsbildenden Schule.
Einwohnerzahl
8900
Quelle / Anmerkungen
Steuerungsunterstützung -Statistikstelle- Stadt Delmenhorst, Herr Mehrtens
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Innerhalb dieses Gebietes wurden bereits Mittel zur Städtebauförderung in der Vergangenheit verwandt. Es findet dort allerdings bisher KEINE GWA statt.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.delmenhorst.de/medien/bindata/leben/unsere-stadt/statistiken/stat_Bev.3.03.pdf
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Steuerungsunterstützung -Statistikstelle- Stadt Delmenhorst Herr Mehrtens
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Steuerungsunterstützung -Statistikstelle- Stadt Delmenhorst Herr Mehrtens
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Steuerungsunterstützung -Statistikstelle- Stadt Delmenhorst Herr Mehrtens
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Delmenhorst Hasport
Beschreibung
Plangebietsgröße ca. 8,25 ha, gegliederte Zeilenhausbebauung ohne Blockrand, Geschoßwohnungsbau 3-9-geschossig, Baujahr 70er Jahre Beschreibung der städtebaulichen Situation - Gegliederte Zeilenhausbebauung mit Teilraumbildung (Helgolandstrasse) - Garagenhöfe - Punkthochhaus 9 – geschossig (Seestrasse) - überdimensionierte Verkehrsflächen Das Quartier Helgolandstraße liegt im südöstlichen Stadtteil Hasport, Luftlinie ca. 3000 m vom Rathaus entfernt. Es ist gut an das örtliche und überörtliche Straßennetz angebunden. Das Quartier wird von einer Buslinie tangiert. Die Geh- und Radwegeeinbindungen in das sonstige Stadtgebiet und in Naherholungsräume sind gut. In unmittelbarer Nähe ist durch einen Lebensmittelvollsortimenter, Apotheke, ein Drogerie- und ein Elektrofachmarkt die wohnortnahe Versorgung gewährleistet. Bewertung Raumbildung - Unklare Raumbildung Typischer Bestandteil dieser Großwohnanlage ist die Stellung der Baukörper auf der Freifläche ohne städtebauliche Festlegung der halböffentlichen und privaten Räume. Beim Eintreten in das Quartier ist die Grundorientierung gestört: Wie finde ich mein Ziel? Welcher Raum darf/ soll betreten werden? Wie gelange ich zu den Eingängen? Wo sind schützenswerte Teilräume? Wo findet welche Interaktion auf der Freifläche statt? - Sicherheit und Sicherheitsgefühl Zum Sicherheitsgefühl gehört beim Aufenthalt im Freien die ‚Bedeckung‘. Frei im Raum stehend kommen Gefühle der Unsicherheit auf. Die hier gegebene städtebauliche Ausprägung stellt die bewußte Abkehr von der Raumabfolge öffentlich-halböffentlich-privat dar. Die Gebäude sollten in einer Parkanlage stehen; daraus entstanden sind unklare Distanzflächen. Die Konsequenzen der unklaren Raumbildung sind auch Verunsicherung und Desorientierung. Beide Reaktionsmuster mindern Wohlbehagen und Sicherheitsgefühle. Im städtischen Raum ist eine klare Orientierung in Verbindung mit ausgeprägten Sicherheitsgefühlen eine Grundbedingung für die erfolgreiche Aneignung des Wohnumfeldes.
Einwohnerzahl
2984
Quelle / Anmerkungen
Steuerungsunterstützung -Statistikstelle- Stadt Delmenhorst Herr Mehrtens
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.delmenhorst.de/medien/bindata/leben/unsere-stadt/statistiken/stat_Bev.2.06.pdf
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Steuerungsunterstützung -Statistikstelle- Stadt Delmenhorst Herr Mehrtens
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Steuerungsunterstützung -Statistikstelle- Stadt Delmenhorst Herr Mehrtens
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Steuerungsunterstützung -Statistikstelle- Stadt Delmenhorst Herr Mehrtens
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Ein großer Schwerpunkt des Projektes wird in einem Stadtteil (Mitte) ohne hauptamtliche GWA liegen. Ein/e Mitarbeiter*in der Fachstelle GWA nimmt mittels Aufrufen (Auftakt Markthalle, Einleger in Zeitung), über Einrichtungen in den Stadtteilen (Schlüsselpersonen) Kontakt zu möglichst vielen Bewohner*innen auf. Parallel dazu schaut sie gemeinsam mit Akteur*innen nach einem geeigneten Raum für Treffen im Stadtteil. Basierend auf den Erfahrungen der Evaluation bestehender Beteiligungsgremien an den Standorten mit hauptamtlicher GWA sowie im Zusammenspiel mit den Interessierten vor Ort werden im Projektzeitraum geeignete Strukturen entwickelt, an die der Quartiersfonds angedockt werden kann. Die Mitarbeitenden der bisherigen Standorte unterstützen die Bewohner*innen, sich auch im neuen GWA-Beirat einzubringen. Bewohner*innen werden durch die GWA-Mitarbeitenden oder durch die Fachstelle begleitet oder in der Anfangsphase Anliegen gemeinschaftlich vertreten. Fachstelle und Beirat sind Elemente der Stadt, die Inhalte werden jedoch durch die Bedarfe der Bewohner*innen, die auch gesamtstädtisch von Belang sind, eingebracht (Bottom-Up-Prozess). Dies führt zur weiteren Verzahnung von Verwaltung der Stadt und Bewohner*innen. Beteiligungsgremien müssen von der Fachstelle GWA so gesteuert werden, dass strukturelle Veränderungsbedarfe in den Stadtteilen aber auch Veränderungsnotwendigkeiten durch die Stadtverwaltung im GWA-Beirat diskutiert werden. Dies dient der Demokratiestärkung.
Qualitätskriterien
Beschreibung
„Local Leader“ in den Stadtteilen wurden identifiziert und gestärkt. Räume für Treffen stehen zur Verfügung. Quartierssfonds (QF) wurden aufgebaut. Bewohner*innen wurden dabei unterstützt, Bürgerorganisationen aufzubauen.
Beschreibung
In den Stadtteilen wurden passgenaue Formate für aktuelle Themen / QF-Mittelvergabe entwickelt. Bewohner*innen bringen sich aktiv im Stadtteil ein, sei es beim QF, dem Beteiligungsgremium oder als Vertreter*in im gesamtstädtischen Beirat.
Beschreibung
Der GWA Beirat ist als gesamtstädtische Plattform vom Rat beschlossen. Vertreter*innen aus den Stadtteilen sind aktiv eingebunden. Der Beirat bringt Themen in Ausschüsse und Diskurse. 2023 wird die Struktur des GWA Beirat evaluiert und ggf. angepasst.
Vorhandene Strukturen
Die Gebiete Düsternort, Hasport und Deichhorst sind mit jeweils 1,5 Stellen Sozialarbeit und 0,5 Stellen Verwaltung ausgestattet. Es werden Räumlichkeiten (ehem. Wohnung, Autobahnmeisterei, ehem. Ladenlokal) für die Projekte vorgehalten, es gibt u.a. jeweils einen Raum, der für Treffen mit bis zu 25 Menschen genutzt werden kann (In Hasport bis zu 50). In Düsternort werden Räume auch von der gemeinwesenorientierten Integrationsarbeit genutzt. Der vierte Standort im Wollepark ist mit 0,66 Stellen Sozialarbeit und anteilig Verwaltung ausgestattet. Hier ist im Rahmen von Sozialer Stadt zudem 1,33 Stellen Quartiersmanagement und anteilig Verwaltung vor Ort. Dies Nachbarschaftszentrum hat u.a. einem Saal für bis zu 70 Personen. Das Familienzentrum Wolle ist mit 0,5 Stellen in Trägerpartnerschaft dabei. Träger in Düsternort, Hasport und Wollepark ist die Diakonie, in Deichhorst die AWO. Zurzeit sind an den vier Standorten über 60 Ehrenamtliche aktiv. In Hasport ist zudem die Mietergemeinschaft Hasport e.V. Partner vor Ort, in Deichhorst gibt es erste Kontakte zum ehrenamtlich organisierten Treff Deichhorst. Düsternort begann 1999, Wollepark 2000, Hasport und Deichhorst starteten 2018. Alle Standorte arbeiten im Bereich GWA. 2018 wurde eine Koordinierungsstelle GWA (1 Stelle Sozialarbeit, sowie 0,5 Stellen Verwaltung) eingerichtet, die ab 2020 ebenfalls verstetigt werden soll.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
FB 1, 2, 4, 5
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
aus Stadtmitte und Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gremien: Integrationsbeirat, Behindertenbeirat, Seniorenbeirat, Kinder- und Jugendparlament, Kommunaler Präventionsrat, BürgerIdeenBörse
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Stadtkirche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Delmenhorster Turnverein, DLRG, Feuerwehr, DelTurka (Türkische Folklore-Tänze)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Käthe-Kollwitz-Grundschule, Parkschule u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Städtische Galerie - Haus Coburg, Theater Kleines Haus, Bücherei, Musikschule
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
2024 ist der Beirat GWA etabliert und sorgt für die kommunale Vernetzung von Stadtteilen, Politik und Verwaltung. Die Fachstelle GWA sowie Quartiersfonds sollen 2024 fortgeführt werden. Basierend auf den bisherigen Erfahrungen gehen wir davon aus, dass die dann politisch verantwortlichen Stellen ein positives Votum abgeben. Die Koordination der GWA ist ab 2021 verstetigt und stellt die Beratung und Vernetzung der vier hauptamtlichen GWA Standorte auch über den Förderzeitraum hinaus sicher.
Galerie
2020 08 18 organigramm fachstelle gwa
2020 08 18 organigramm gwa beirat
1 mitte
897 hasport
projektplan gwa 1
projektplan gwa 2
statistische bezirke 1
konzept zum v 01.01.2019
integrationskonzept 1
integrationskonzept 2
integrationskonzept 3
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam stärker werden!

Ansprechpartner
Marion Werth
Funktion Quartiersentwicklerin
Gemeinsam stärker werden
Projektbeschreibung
Das Gemeinde- und Begegnungszentrum „St. Nikolai“ liegt zentral im Stadtteil. Im Zusammenwirken mit der Stadt Verden haben wir uns 2015 auf den Weg ins Gemeinwesen gemacht. Miteinander leben, sich gegenseitig unterstützen, vor die Tür gehen und Menschen treffen deren Namen man kennt, so könnte man die Vision beschreiben, welche wir mit unserer Arbeit in unserem Stadtteil realisieren möchten. Bildung und kulturelle Teilhabe dürfen keine Frage des Geldes sein. Es braucht soziale Kontakte um Brücken zu bauen und es macht stark, wenn man befähigt wird Verantwortung zu übernehmen. Vielfältige Erfahrungen machen, Teilhabe und Chancen in einem demokratischen Umfeld ermöglichen – all das bedeutet „lernen“. St. Nikolai versteht sich als ein Ort an dem, durch vielfältiges Angebot und Begegnungen, Persönlichkeitsentwicklung und Unterstützung von Menschen für Menschen stattfindet - durch alle Gesellschafts- und Altersschichten hindurch. Im Laufe der ersten Förderperiode "Kulturelle Teilhabe für Alle" haben wir niedrigschwellige Angebote für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen installiert sowie ein Konzept für die Förderung ehrenamtlichen Engagements entwickelt. Die Vernetzung mit Bildungseinrichtungen und anderen Akteuren konnte ausgebaut werden. Die derzeitige Pandemie hat uns in der Arbeit neue Wege abverlangt aber auch deutlich gezeigt, dass das Gemeinde- und Begegnungszentrum für die Menschen des Stadtteils als Treffpunkt an Bedeutung gewonnen hat. Das für uns selbstverständliche Zusammenspiel von Kirche und konfessionsunabhängiger Gemeinwesenarbeit wird mittlerweile auch von anderen Kirchengemeinden wahrgenommen und angefragt. Von der Landeskirche wird es als Leuchtturmprojekt unterstützt. Jetzt gilt es das bestehende Angebot weiterzuführen, zu evaluieren und auszubauen, die Menschen des Stadtteils aktiv einzubinden. Wir möchten Wegbereiter, Bereitsteller von Infrastruktur und Ermutiger für Menschen sein, die sich im Stadtteil engagieren möchten - „Gemeinsam stärker werden“.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Angebote wie das Stadtteilfrühstück, Theatergruppen und Kunstkurse haben sich während der ersten Förderperiode weiterentwickelt und werden von immer mehr Bewohnern des Stadtteils frequentiert. Das Gemeinde- und Begegnungszentrum wird von den Menschen als Anlaufstelle für die persönlichen Belange angenommen. Die Räumlichkeiten des Zentrums werden zunehmend auch von Selbsthilfegruppen genutzt. Die gewünschten Veränderungen als Ergbnis der Stadtteilbegehung stehen noch aus und sollen weiter im Blick behalten werden um die Wohnqualität im Stadtteil langfristig zu verbessern. Die vierteljährlich erscheinende Stadtteilzeitung wird als wichtiges Medium von allen Altersgruppen im Stadtteil wahrgenommen. Die inhaltliche Gestaltung wird inzwischen zu einem Großteil von ehrenamtlichen Kräften übernommen. Die Verbreitung erfolgt hier auf rein ehrenamtlicher Beteiligung. Ferner bietet die Stadtteilzeitung eine Möglichkeit für die Sichtbarkeit der Netzwerk- und Kooperationspartner, welche auch weiterhin fester Bestandteil bleiben sollen. Aufgrund der Pandemie mussten Angebote z.T. pausieren oder neu strukturiert werden, z.B. Bastelangebote "to go". Die sozialen Medien gewannen an Bedeutung. Um einem Maskennotstand entgegen zu wirken, wurde im Rahmen der Nachbarschaftschallenge, mit der Aktion #maskenfürverden eine institutions- und stadtteilübergreifende Aktion erfolgreich initiiert und durchgeführt und damit Gemeinwesen gelebt. Auch auf kirchlicher Ebene rückt die Gemeinwesenarbeit mehr und mehr in den Fokus. St. Nikolai wird hier als ein Leuchtturmprojekt für gelebtes Gemeinwesen z.B in der Vikarsausbilung herangezogen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Verden/ Plattenberg / Jahnstraße
Beschreibung
Das Gebiet ist eingekreist von der Lindhooper Straße, dem Berliner Ring, Moorstraße und der links liegenden Eisenbahnschienen inkl. Bahnhof;
Einwohnerzahl
5000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Verden/ Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
nein
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Wie im Erstantrag beschrieben, sehen wir die Aufgaben im Bereich Ausbau bzw. Weiterentwicklung einer Anlaufstelle vor Ort. Wir fördern nachbarschaftliches Zusammenleben im Stadtteil, Abbau von Konflikten, die Stärkung, der Integration der verschiedenen Bevölkerungs- und Interessengruppen im Quartier/Wohngebiet. In der Funktion der Quartiersentwicklung bewegen wir uns im Rahmen der städtischen und kirchlichen Gemeinwesenarbeit und treffen uns regelmäßig mit unseren Netzwerkpartnern. Ziel unserer Arbeit ist die Aktivierung der Menschen im Sozialraum. Durch die Vernetzung und den Austausch mit Bewohner*innen, Verwaltungsbeamten*innen, kirchlichen Vertreter*innen, Kommunalpolitiker*innen, Vertreter*innen verschiedener Institutionen erreichen wir ein lebendiges, konstruktives Miteinander. Durch den Austausch und das Formulieren gemeinsamer Ziele und der Entwicklung von Strategien zur materiellen, infrastrukturellen und immateriellen Verbesserung mit allen Interessengruppen wird eine Wohnumfeldverbesserung erreicht. Unser Gebäude bietet aufgrund seiner Barrierefreiheit und multifunktionalen Bauweise ideale Bedingungen als Ort der Begegnung zu fungieren.
Qualitätskriterien
Beschreibung
wir es schaffen die Bewohner*innen aktiv in unser Tun und Handeln einzubinden und ein „Wir-Gefühl“ entsteht.
Beschreibung
wir es schaffen zu den Bewohner*innen ein Nachbarschaftliches Vertrauensverhältnis Auf- und Auszubauen. Sie ermutigen Ihre Belang , Nöte und Ideen Einzubringen und gemeinsam auf Augenhöhe Lösungen und Projektideen zu entwickeln.
Beschreibung
wir es schaffen mit unser Arbeit Kooperation zu pflegen und neue zu gewinnen um gemeinsam Projekte zu entwickeln und durchzuführen
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Verden Abteilung Gemeinwesenarbeit und Abteilung Integration, Inklusion und Prävention,LK Verden Lokale AG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
mehrgenerationenhaus Verden, Jugendzentrum Verden, Stadtbibilothek Verden, Ferienpogramm Verden, Kitas, Stadthalle Verden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theaterpädagogik, Musikschule Verden, Buchhandlung, Kreativ, freie Künstler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TSV Verden, HSG Verden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, DRK, Fokus e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Campus Verden- Oberschule, Berufsbildende Schule Dauelsen, Kita, Förderschulen, Grundschule- Jahnschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus kirchlicher Dienste der EV. luth. Landeskirche Hannover, Diakonisches Werk, St. Johannis Gemeinde Verden, Bundesnetzwerk Diakonie Nds.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Baalkbachboard, F & R Druckerei, Rewe- Allermarkt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Unser Ziel ist es die Gemeinwesenarbeit dauerhaft zu etablieren und den Begriff "Gemeinwesenarbeit" mit Leben und Inhalt zu füllen und so die Notwendigkeit sowie die Sinnhaftigkeit deutlich sichtbar zu machen. Um dies zu erreichen, werden wir weiterhin eng mit der Kommune, dem Land und der Kirche zusammen arbeiten um eine langfristige Finanzierung zu sichern. Zusätzlich soll weiterhin aktiv Fundraising betrieben werden um für das Fortbestehen neue Sponsoren zu gewinnen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Zukunft Quartier

Ansprechpartner
Ulrike Baumheier
Funktion Sachgebietsleiterin Campus, Jugend und Senioren
Verstetigung der Quartiersarbeit
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Programms Soziale Stadt wurden im Quartier Mozart- und Drosselstraße ein Quartiersmanagement und zahlreiche interkulturelle Begegnungs- und Beratungsangebote aufgebaut, insbesondere im Haus der Kulturen in der Mozartstraße und im Stadtteilbüro in der Drosselstraße. Da die Förderung 2021 ausläuft, zielt das Projekt „Zukunft Quartier“ auf die Verstetigung der Quartiersarbeit. Eine Verstetigung kann nur gelingen, wenn sie zum einen als gesamtstädtische und ressortübergreifende Gemeinschaftsaufgabe begriffen wird, bei der die Verwaltung eng mit Akteuren vor Ort zusammenarbeitet, und zum anderen die Bewohner/-innen noch stärker als bisher Verantwortung übernehmen für die Gestaltung des Sozialraums. Unter Einbindung der Bewohner/-innen werden deshalb ein Handlungskonzept zur Verstetigung entwickelt sowie Beteiligung und Selbstorganisation gefördert. Da es sich um ein „junges“ Quartier handelt, werden exemplarisch neue Wege zur Stärkung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen erprobt. Die Ergebnisse sollen auch anderen Kommunen Anregungen für den Verstetigungsprozess bieten. Eine Zukunftswerkstatt bildet den Grundstein für das zukünftige Zusammenwirken. Welche Angebote sollen weitergeführt werden, was ist zusätzlich notwendig? Wer ist bereit sich dafür zu engagieren und wie kann eine Weiterfinanzierung gesichert werden? Wie kann es gelingen, mehr Menschen aus unterschiedlichen Kulturen in die Quartiersarbeit einzubinden? Welche Unterstützung benötigen Initiativen? Bereits parallel zur Erarbeitung des Handlungskonzepts werden innovative Ansätze zur Beteiligung und Selbstorganisation erprobt. So wird zur Einbindung breiterer Bevölkerungsgruppen die aufsuchende Arbeit ausgeweitet. Als ein zentrales Thema hat sich in Gesprächen mit Bewohner/-innen bereits die Gestaltung der eigenen Wohnumgebung herausgestellt. Die Vernachlässigung und Vermüllung von Außenanlagen insbesondere in der Drosselstraße tragen dazu bei, dass dem Quartier weiterhin ein schlechtes Image anhaftet. Als Modellvorhaben soll deshalb in Kooperation mit der Biologischen Station Osterholz ein Umweltprojekt durchgeführt werden. Die Kinder- und Jugendgruppen „Green Players“ beschäftigen sich auf vielfältige Weise mit Umweltthemen und tragen aktiv zu einer attraktiven Gestaltung ihres Lebensumfeldes bei. Eltern und andere Quartiersbewohner werden durch Veranstaltungen und Aktionen einbezogen. Die Erfahrungen mit diesem Modellvorhaben fließen in das Handlungskonzept ein.
Laufzeit
2021-03-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Quartier Mozart- und Drosselstraße ist gekennzeichnet durch eine hohe kulturelle Vielfalt (Menschen aus 28 Nationen) und weist für die Stadt eher untypische Geschoßwohneinheiten auf. Zudem gilt es als „Ankommensquartier“ für zahlreiche Geflüchtete. Im Rahmen des Programms Soziale Stadt wurden ein Quartiersmanagement und zahlreiche Angebote im Quartier aufgebaut, insbesondere im Haus der Kulturen in der Mozartstraße. Daneben engagieren sich die Flüchtlingsbeauftragte und das städtische Jugendhaus im Quartier. Das Auslaufen der Soziale Stadt-Förderung 2021 stellt Osterholz-Scharmbeck als Bedarfszuweisungskommune vor die Herausforderung, wie die erreichten positiven Veränderungen und hier insbesondere die aufgebauten Einrichtungen und Kooperationsstrukturen auch über das Ende des Förderzeitraums hinaus gesichert werden können. Eine aktuelle Studie des Forums Ziviler Friedensdienst hat dabei Hinweise auf Problemlagen ergeben, die im Rahmen des Verstetigungsprozesses bearbeitet werden müssen: • Die Zusammenarbeit der Institutionen der Quartiersarbeit wird nicht genügend koordiniert. Zum Teil überschneiden sich Zielsetzungen und Verantwortlichkeiten. Ein zielführendes, gemeinsames Konzept der Quartiersentwicklung fehlt. • Viele Menschen mit Migrationshintergrund fühlen sich nicht genügend einbezogen. • Das Projektgebiet ist ein junges Quartier mit einem Anteil von 43% unter 27jähriger. Ein überdurchschnittlich hoher Anteil von ihnen verlässt die Schule mit dem Hauptschulabschluss bzw. ohne Abschluss. Das Jugendhaus weist zudem immer wieder auf das geringe Selbstwertgefühl vieler Kinder und Jugendlicher hin.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osterholz-Scharmbeck Mozartstraße und Drosselstraße
Beschreibung
Das Fördergebiet ist deckungsgleich mit dem Soziale Stadt-Sanierungsgebiet Mozart- und Drosselstraße, das in stadträumlich isolierter Lage östlich der B 74 liegt. Es umfasst die Quartiere "Mozartstraße" mit den Straßen Beethovenstraße, Mozartstraße, Am Hohenberg, Händelstraße, Mendelsohnstraße und Franz Liszt-Straße sowie "Drosselstraße" mit den Straßen Amselstraße und Drosselstraße.
Einwohnerzahl
2018
Quelle / Anmerkungen
Stadt Osterholz-Scharmbeck: Projekthandbuch 2020. Fortschreibung des Integrierten Entwicklungs- bzw. Handlungskonzeptes
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Soziale Stadt-Förderung wird Ende 2021 auslaufen. Das beantragte Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Verstetigung und Weiterentwicklung der Quartiersarbeit und trägt damit zur Umsetzung der langfristigen Stadtplanungsstrategie für das Soziale Stadt-Quartier bei. Eine Förderung würde die Möglichkeit eröffnen, einen längerfristigen partizipativen Verstetigungsprozess zu organisieren und dabei neue Wege der Einbindung von Kindern und Jugendlichen zu erproben. Das Projekt hat Modellcharakter für andere Klein- und Mittelstädte, vor denen viele mittelfristig ebenfalls vor der Herausforderung des Auslaufens der Soziale Stadt-Förderung stehen. Dazu werden zwei Teilzeit-Projektstellen benötigt, die nicht aus Soziale Stadt-Mitteln finanziert werden können: eine Koordinationsstelle und eine Projektmitarbeiterstelle (beide in Teilzeit). Die beiden Personen arbeiten eng mit dem bestehenden Quartiersmanagement zusammen, haben aber klar von diesem abgegrenzte Aufgaben. Aufgabenschwerpunkt des im Rahmen von Soziale Stadt aufgebauten Quartiersmanagements ist die Beratung und Organisation von Angeboten im Haus der Kulturen in der Mozartstraße. Die aus städtischen Mitteln finanzierte Flüchtlingsbetreuerin leistet darüber hinaus aufsuchende Arbeit. Hauptaufgabe der neu zu schaffenden Koordinationsstelle (24 Wochenstunden) soll es dagegen sein, den Verstetigungsprozess zu gestalten. Dazu gehört die Entwicklung eines Handlungskonzepts, aber auch die gezielte Einbindung breiterer Gruppen der Bewohner/-innen in die Quartiersarbeit. Dazu ist es notwendig, die "Komm-Struktur" im Haus der Kulturen zu ergänzen durch eine aufsuchende Arbeit im gesamten Quartier. Für diese Aufgaben wird eine Person mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulbildung (Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften oder vergleichbare Qualifikation) benötigt, die Erfahrungen in der Quartiersarbeit und der Arbeit mit Netzwerken mitbringt – sowohl mit Netzwerken aus Einrichtungen und Trägern in der Quartiersarbeit als auch mit Netzwerken aus Bewohnerinnen und Bewohnern aus unterschiedlichen Kulturen. Bei der Erprobung neuer Wege der Einbindung von Kindern und Jugendlichen wird der/die Koordinator/-in unterstützt werden von einem pädagogischen Mitarbeiter (13 Wochenstunden) mit Erfahrungen in der Jugend- und Sozialarbeit. Dafür ist ein bereits bei der Stadt beschäftigter Mitarbeiter aus dem Jugendhaus vorgesehen. Hauptaufgabe des pädagogischen Mitarbeiters ist die Planung und Durchführung des Umweltprojekts in Kooperation mit den Expertinnen und Experten der Biologischen Station Osterholz. Die Erfahrungen mit neuen Wegen der Einbindung bringt er in das Verstetigungskonzept ein.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interne Auswertung, Datenbasis Stadt Osterholz-Scharmbeck
Projektgebiet in Prozent
58
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interne Auswertung, Datenbasis Landkreis Osterholz
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interne Auswertung, Datenbasis Stadt Osterholz-Scharmbeck
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Interne Auswertung, Datenbasis Stadt Osterholz-Scharmbeck Die Zahl bezieht sich auf den Anteil der 15-27jährigen.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Quartiersarbeit in Osterholz-Scharmbeck orientiert sich am Sozialraumansatz. Der Sozialraum ist das konkrete Wohnumfeld von Menschen mit ihrem gesamten präsenten sozialen Netzwerk (Nachbarn, Freunde, Familie usw.) Sozialräumliche Arbeit meint Veränderung und Gestaltung sozialer Räume, nicht die Veränderung von Menschen. Es gilt, die Menschen zu stärken und Ressourcen zur gelingenden Lebensbewältigung zu fördern (mit den Stärken der Menschen arbeiten). Bei dieser Arbeit werden die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in Projekte einbezogen. Das schafft Nachhaltigkeit und längerfristige Erfolge. Das Projekt "Zukunft Quartier" erprobt unter anderem neue Wege der Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen. Auch Kinder und Jugendliche sollen lernen ihre Bedürfnisse zu formulieren. Dazu müssen sie zunächst dahin geführt werden, sie müssen zu Akteuren ihrer Lebenssituation „gemacht“ werden. Das heißt, die Förderung muss zur Aktivierung der Jugendlichen führen bzw. dahin, ihr Leben selbst zu gestalten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn es gelingt, Bewohner/-innen unterschiedlicher Kulturen und unterschiedlichen Alters in den Verstetigungsprozess einzubeziehen und wenn sich die Weiterentwicklung der Quartiersarbeit an deren Interessen orientiert.
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn es im Haus der Kulturen und im Stadtteilbüro mehr selbstorganisierte Aktivitäten gibt.
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn Kompetenzen und Ressourcen von Einrichtungen (incl. Kitas und Schulen) und Bewohner/-innen in die Quartiersarbeit einfließen und die Beteiligten positiv über ihre Aktivitäten berichten.
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn das Handlungskonzept zur Verstetigung von allen relevanten Ämtern mitgetragen wird und eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe die Arbeit zur Umsetzung des Konzepts aufgenommen hat.
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn sich zur Weiterführung der Quartiersarbeit ein aktives Netzwerk aus Stadtteilbüro/Haus der Kulturen, Jugendhaus, Kindertagesstätten, Schulen, Vereinen und weiteren engagierten Partnern aus der Stadt gebildet hat.
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn das Handlungskonzept zur Verstetigung verzahnt ist mit dem Stadtentwicklungskonzept und die Funktion des Projektgebietes für die Gesamtstadt und seine Beziehungen zu anderen Orten der Integration berücksichtigt.
Vorhandene Strukturen
Die Quartiersarbeit beruht bei der Stadt Osterholz-Scharmbeck auf verschiedenen Säulen. Verantwortlich für den Bereich Soziale Stadt ist die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte. Sie hat in Kooperation mit der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben im Haus der Kulturen in der Mozartstraße ein Quartiersmanagement aufgebaut. Die vier in Teilzeit bei der Bildungsvereinigung beschäftigten Quartiersmanager/-innen organisieren das Angebot im Haus der Kulturen, beraten die Besucherinnen und Besucher und koordinieren ein Netzwerk von im Quartier engagierten Einrichtungen. Der Fachbereich Bildung und Erziehung ergänzt die Quartiersarbeit im Teilgebiet Drosselstraße durch Aktivitäten der Flüchtlings- und Quartiersbetreuerin und des städtischen Jugendhauses. Die Flüchtlings- und Quartiersbetreuerin leistet aufsuchende Arbeit. Um nach dem starken Zuzug durch die Flüchtlingskrise mehr Menschen auch in der Drosselstraße zu erreichen, hat sie 2018 begonnen, das Stadtteilbüro in der Drosselstraße als niedrigschwelligen Anlaufpunkt wieder zu beleben. Die Arbeit des am Rande der Drosselstraße gelegenen städtischen Jugendhauses ist ebenfalls sozialräumlich ausgerichtet und bezieht auch die Eltern und das gesamte Umfeld der Jugendlichen ein. Das Projekt "Zukunft Quartier" ergänzt das vorhandene Quartiersmanagement durch die Organisation des Verstetigungsprozesses. Zugleich trägt das geplante Handlungskonzept zu einer besseren Koordination der vorhandenen Einrichtungen bei.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilbüro Drosselstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhaus Pumpelberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bildungsvereinigung Arbeit und Leben
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Biologische Station Osterholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Volkshochschule Osterholz-Scharmbeck/Hambergen/Schwanewede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportverein SV Azadi
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fußballverein Barispor Osterholz e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polizei Osterholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Osterholz-Scharmbeck, Integrationsbeauftragte, Fachbereiche Bildung, Soziales, Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus sowie Stadtplanung und Bau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Osterholz, Jugendamt und Sozialamt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten Ritterhuder Straße, Berliner Straße und Buschhauen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschulen Beethovenschule und Buschhausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oberschule Lernhaus im Campus, Integrierte Gesamtschule, Gymnasium, Berufsbildende Schulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Adler Wohnen und Service
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausverwaltungsgesellschaften (z.B. Kaemena + Köpke, Haus und Grund)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Ratsausschuss für Jugend, Senioren und Soziales hat sich dafür ausgesprochen, die Quartiersarbeit auch nach Auslaufen der Soziale Stadt-Förderung fortzuführen. Mittel dafür sind bereits im Haushalt verankert. Die Erarbeitung eines Konzepts zur Verstetigung und Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt des Projekts „Zukunft Quartier“. Nach Projektende werden die entwickelten Vorhaben angebunden an die städtischen Quartierseinrichtungen (Haus der Kulturen, Stadtteilbüro, Jugendhaus).
Zustimmung Veröffentlichung
On

Seniorenquartier Alte Schmiede Ottenstein - eine "Quartierskraft" für die Gemeinschaft auf der Höhe

Ansprechpartner
Manfred Weiner
Funktion Gemeindedirektor
"Gemeinsam auf der Höhe" - Gute Nachbarschaft im Seniorenquartier Alte Schmiede.
Projektbeschreibung
Mitten im Ortskern von Ottenstein entsteht auf dem Areal der Alten Schmiede derzeit ein „Seniorenquartier“ mit umfangreichen Angeboten für eine älterwerdende aktive ländliche Bevölkerung. Ziel ist es, die Herausforderungen des demografischen Wandels auf einer abgelegenen Hochebene im südlichen Niedersachsen positiv zu gestalten und den alten Menschen hier eine Perspektive zu geben. Eingeleitet wurde die Quartiersentwicklung bereits in 2013 durch eine aufsuchende Befragung der Menschen über 50 Jahre zu ihren Vorstellungen des Älterwerdens. Wichtigste Erkenntnis: 84 % hielten eine „Seniorenwohnanlage“ auf der Hochebene für wichtig. Seit 2015 wird an der baulichen Umsetzung einer bedarfsgerechten Lösung für die jetzigen und angehenden Alten gearbeitet. Eine Tagespflegeeinrichtung für ca. 15 bis 20 hilfebedürftige Gäste und ein Mehrfunktionshaus (MFH) mit Bibliothek, Kiosk und Café, Therapie- und Vereinsräumen und Friseur sowie Treffpunkt und Sitz einer Anlauf- und Vernetzungsstelle für das Quartier, sind im Bau. Zehn altengerechte Appartements in einer Hausgemeinschaft sowie Ein- und Zweipersonenhäuser komplettieren das Seniorenquartier, das auch im Freiraum Barrierefreiheit und hohe gestalterische Ansprüche verfolgt. Mindestens sechzig Menschen werden in dem neuen Quartier leben und arbeiten. Jetzt sollen, aufbauend auf den vielen guten Ideen im Dorf, konkrete Angebote und damit die Belebung des Quartiers angestoßen werden. Allein schaffen Bürgerverein und Gemeinde es nicht dieses für den ländlichen Raum völlig neue Lebensmodell zu organisieren und mit der traditionellen Dorfgemeinschaft zu vernetzen. Als Verstärkung soll eine „Quartierskraft“ im MFH angesiedelt werden, die durch persönliche Ansprache an die Befragung anknüpfen und die Menschen mit ihrer sozialen Arbeit verknüpfen kann. Denn: Neue Themen kommen auf das Dorf zu. Hilfebedürftige Menschen und ihre Angehörigen stehen dabei im Fokus. Sie probieren neue Wege der Gemeinschaft und brauchen Lösungen für ihre zu groß gewordenen Häuser. - Neue Hilfestrukturen entstehen: Ambulante Betreuung, Nachbarschaftshilfe und Mittagstisch sollen im Quartier Fuß fassen. - Neue Beteiligungsmöglichkeiten werden angeboten: Aufbauend auf den positiven Erfahrungen der letzten Jahre werden die Menschen in ihrem Alltag abgeholt; über Kirche, Landfrauen und Vereine sowie zu Hause werden die Menschen angesprochen und ins Quartier eingeladen, um Angebote zu nutzen oder zu entwickeln, und sich selbst dort zu engagieren.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Ottensteins isolierte Lage auf der Hochebene und der starke Rückgang der Landwirtschaft als wichtigster Arbeitgeber führte bereits zu Beginn der 2000er Jahre zu extrem negativen Bevölkerungsprognosen von -35 % bis 2030. Mittlerweile zeigen Ottensteins Anstrengungen zur Imageverbesserung sowohl im Dorfbild als auch im Vereinsleben Erfolge gegen den Negativtrend, die Alterung der Bevölkerung und die damit häufig verbundene Hilfebedürftigkeit und Vereinsamung der Menschen ist aber trotzdem nicht aufzuhalten. Damit die Menschen im Alter bleiben und ihre Wohnsituation bedarfsgerecht anpassen können, hat Ottenstein mit Unterstützung durch Land und EU den Schwerpunkt seiner baulichen Dorfentwicklung in den letzten Jahren auf die altengerechten Einrichtungen auf dem Gelände der Alten Schmiede gelegt. Der parallel dazu gestartete Informations- und Beteiligungsprozess hat durch Zelt- und Saalveranstaltungen einen großen Kreis an Interessierten erreicht und kritische wie begeisterte Meinungen erzeugt. Jetzt geht es darum die Menschen wieder individuell einzubeziehen - sei es als Helfende oder Nutznießende. Der 2018 vor diesem Hintergrund gegründete Verein Bürger für Bürger auf der Höhe e.V. steht geschlossen hinter dem Seniorenquartier und hat großen Zulauf. Er will sich als „verlängerter Arm“ der Quartierskraft umfassend im Rahmen der Nachbarschaftshilfe engagieren und die Menschen verbinden. Jedoch fehlen die Ressourcen und Kompetenzen, um den Prozess zu leiten und das Quartier zu managen. Hier setzt die Quartierskraft an und greift vorhandene Strukturen auf, um sie bedarfsgerecht zu verbessern. Eine Chance für gute Nachbarschaft 2020 zur Stärkung der Gemeinschaft auf der Höhe.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Flecken Ottenstein (Ottensteiner Hochebene)
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt durch die räumliche Abgrenzung des Seniorenquartiers und das Büro im dortigen Multifunktionshaus (Amtstraße 14-16) vorrangig im Flecken Ottenstein, dem Ankerort auf der Ottensteiner Hochebene. Veranstaltungen und Angebote werden sich hier konzentrieren. Darüber hinaus sollen aber auch umliegende Dörfer auf der Hochebene in den Blick genommen werden (insg. 3.500 Menschen). Aufgrund der Höhenlage sind die teils sehr kleinen Dörfer oft auf sich allein gestellt.
Einwohnerzahl
1160
Quelle / Anmerkungen
gemäß LSN-online, Stand 30.09.2020
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Alterung der Bevölkerung im südlichen Niedersachsen und damit auch im Projektgebiet ist eine der größten Herausforderungen der Gemeinden. Die Altersstruktur der Bevölkerung im Flecken Ottenstein zeigt mit 31,6% Einwohner*innen über 60 Jahre wovon allein 8,9% über 80-Jährige sind (LSN-online, Stand: 31.12.2019) den deutlichen Bedarf an Einrichtungen der Seniorenversorgung. Der Anteil der über 60- Jährigen auf der Hochebene dürfte bei über 25% liegen, der Anteil der über 80-Jährigen bei über 12% (Schätzung). Die neuen Angebote im Seniorenquartier sollen diesen Bedarf decken, die Koordination und Organisation des Quartiers ist dafür unbedingt erforderlich. Die Zahlen der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle (=Gesamtstadt) verdeutlichen eine ähnliche Situation. Vorhandene Alteneinrichtungen sind entsprechend ausgelastet.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der in den Gemeinden gemeldeten ausländischen Einwohner*innen hat sich ausgehend von den Jahren 2013/2014 bis 2018 lt. Statistischem Landesamt im Durchschnitt verdoppelt. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung lag 2013 bei 3,0 bis 3,5% und 2018 bei 7,0 bis 7,5%. Die unerwartet große Zahl neu Hinzugezogener hat die Dörfer vor die unterschiedlichsten Herausforderungen und Probleme gestellt. Der Flecken Ottenstein hat die damit verbundenen Chancen ergriffen und versucht die Menschen auf Dauer in die Dorfgemeinschaft zu integrieren und damit u.a. seine Daseinsvorsorgeeinrichtungen zu stärken. Der Fortbestand von Kindergarten und Grundschule wird somit derzeit nicht in Frage gestellt. Insbesondere durch die gefestigten ehrenamtlichen Strukturen konnten die anfänglichen Schwierigkeiten aufgefangen werden. Heute wäre professionelle Hilfe wichtig, um bürokratische Hürden bei der Arbeitssuche und in den weiterführenden Schulen zu unterstützen, aber auch um die endgültige Integration in die Dorfgemeinschaft zu vollziehen. Gebäude und Arbeitsplätze wären vorhanden.
GWA/QM-Ansatz
Die Gemeinwesenarbeit in Ottenstein wird durch das Management einer Quartierskraft im Seniorenquartier für die Gemeinschaft auf der Höhe aufgewertet und ausgeweitet. Dabei stehen einerseits die Bedürfnisse der Bewohner*innen des Quartiers und andererseits die Interessen der Dorfbevölkerung an einer guten Nachbarschaft im Fokus. Eine Anlauf- und Vernetzungsstelle wird, für alle gut erreichbar, vor Ort mit neuen Räumlichkeiten im Mehrfunktionshaus geschaffen und hält Kommunikationsräume bereit. Die Quartierskraft baut auf den bestehenden Ressourcen des Gemeinwesens auf, indem die vorhandenen sozialen Beziehungen und Netzwerke genutzt werden, um die neue soziale und bauliche Infrastruktur im Seniorenquartier zu etablieren. Neue Kommunikationsanlässe und Beratungsangebote erfordern ressortübergreifendes Handeln, da die Themen und Aufgaben bedarfsgerecht angepasst werden sollen. Wichtige Themen werden altersgerechtes Wohnen, Gesundheitsvorsorge einschl. Hilfe- bis hin zum Pflegebedarf sowie Digitalisierung und Kultur im ländlichen Raum sein. Es wird zu einer Qualitätssteigerung der sozialen Beziehungen und der organisierten Nachbarschaft kommen sowie innovative Angebote der Daseinsvorsorge hervorbringen. Das Altwerden in Gemeinschaft mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe kann sich durch professionelles Management und Moderation etablieren. Der Einsatz einer Quartierskraft kann als modellhaft für abgelegene ländliche Räume gelten, um die Lebensqualität im Alter zu steigern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Interessen der Bewohner*innen sind handlungsleitend für die Arbeit der Quartierskraft. Der Austausch zum Thema Altwerden auf der Hochebene wird positiv wahrgenommen. Die Menschen nehmen teil und bringen sich mit eigenen Ideen und Hilfeangeboten ein.
Beschreibung
Die Fähigkeiten der vor Ort lebenden Menschen werden in die Quartiersarbeit integriert. Kommunikationsanlässe im Seniorenquartier werden von den Menschen auf der Hochebene gut angenommen. Die Wohn- und Aufenthaltsangebote werden gern genutzt.
Beschreibung
Die Zusammenarbeit der Betreiber von Angeboten im Seniorenquartier verläuft reibungslos. Neue Kooperationen haben sich dabei entwickelt. Entstanden sind bedarfsgerechte Angebote, die von den Menschen im Seniorenquartier gebraucht werden.
Beschreibung
Ehrenamtliche fühlen sich von der Quartierskraft unterstützt. Nachbarschaftshilfe hat sich weiter professionalisiert und wird in Anspruch genommen. Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen ist klar geregelt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Flecken Ottenstein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiter-Samariter-Bund ASB Hannover Land
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürger für Bürger auf der Höhe e.V., Landfrauenverein Ottenstein, Sportverein, Jugend- und Sportausschuss
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Praxis für Allgemeinmedizin, Amt-Apotheke Ottenstein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Ottenstein, Kinderhaus Ottenstein, Bücherei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirchengemeinde Ottenstein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Physiotherapie, Logopädie, Kioskbetreiber/in, Cafébetreiber/in
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausgemeinschaft des altengerechten Wohnhauses, Bewohner*innen der Einzelhäuser
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Seniorenquartier in Ottenstein wird sich zusammen mit der Quartierskraft etablieren. Die angestoßene Hilfe zur Selbsthilfe wird einen Teil der Arbeiten entbehrlich machen oder durch Ehrenamtliche ausfüllen. Damit würde sich der Umfang der Quartiersarbeit verringern, eine kommunale Finanzierung ohne Förderung wäre gesichert. Parallel ist geplant, ein Sanierungsgebiet um den Marktplatz von Ottenstein zu entwickeln, wodurch ein Quartiersmanagement neue Aufgaben und eine Finanzierung bekäme.
Galerie
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ottenstein mehrfunktionshaus im bau
ottenstein tagespflegehaus im bau
Zustimmung Veröffentlichung
On

Auf gute Nachbarschaft! - Gemeinwesenarbeit auf der Straße - Gemeinsam Zukunft gestalten im Quartier

Ansprechpartner
Stephan Hartmann
Organisation Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Schaumburg e.V.
Funktion Leiter AWO Fachbereich Integration
Nachbarschaft stärken - Demokratie leben - Nachhaltigkeit erreichen
Projektbeschreibung
Das Begegnungszentrum Mittelpunkt Hüttenstraße (BMH) in der Weststadt von Stadthagen ist im Projektzeitraum 2017/2018 an den Start gegangen. Die permanent ansteigenden Besucherzahlen der vergangenen Jahre, die Durchmischung aller Bewohnergruppen und das breitgefächerte Kurs- und Gruppenangebot zeigen, dass die bisherigen Konzepte bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie einen hohen Wirkungsgrad entfalten konnten. Die zentrale Aufgabe für die nun beantragte dreijährige GWA-Förderung ist die Weiterentwicklung des Quartiers unter konsequentem Streetwork mit einer starken und permanent sichtbaren Präsenz in den Straßen. Ansteigende Arbeitslosenzahl, erkennbar zunehmende Perspektivlosigkeit und gestiegenem Aggressionspotential unter jungen Menschen machen diese aufsuchende Arbeit besonders notwendig. Diese kann, wird und muss Bindung zu den Menschen herstellen, denn nur so kann Sozialarbeit ziel- und lösungsorientiert wirken und Veränderungen herbeiführen. Als Vertrauensperson, Türöffner, Problemversteher und Beratunggebender soll Gemeinwesenarbeit auf der Straße Menschen zusammenführen und nachhaltig Gewaltfreiheit bei Konflikten einfordern. Der proaktive Ansatz soll die Menschen dazu befähigen, gemeinsam und aktiv für ihre Belange einzutreten. Gleichfalls soll das Verständnis unter den Zielgruppen durch Begegnung, Kommunikation und gemeinsame Aktivitäten geweckt und gefördert werden. Daraus resultierende niederschwellige (Gruppen)-Angebote werden im BMH als Basis, Ort der Begegnung und Vernetzung umgesetzt. Im Sinne einer permanenten Weiterentwicklung und Verstetigung des BMH konnten wir die Stadt überzeugen ab 1.8.2020 parallel zum lfd. Projektzeitraum (verl. bis 31.12.2020) das zweijährige, darauf aufbauendes Projekt „BMH+“, zu finanzieren (Integrationsfonds). Zusätzlich ist für ein BAMF-Projekt (Frauen und Digitalisierung) ab 1.1.2021 ein Antrag eingereicht. Das Beteiligungsverfahren der Stadt Stadthagen (Integrationsbeauftragte und Stadtjugendpflege) ist zur zukünftigen Entwicklung des Quartiers von zentraler Bedeutung und wird gemeinsam umgesetzt. Dabei wird von der hervorragenden Vernetzung der beteiligten Institutionen und der Bewohner-Arbeitsgruppe partizipiert. Ziel ist u.a. die Neugestaltung des Spielplatzes und die konkrete Realisierung eines Soccer-Parks für Jugendliche unter der Beteiligung der Bewohner - gemeinsame Aktivitäten bieten immer die Möglichkeit zur Kommunikation und Entwicklung gegenseitigem Verständnis.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Bevölkerung im Quartier verändert sich (Stand 31.7.2020: -95 Ew., -159 Deutsche, +64 Ausländer). Das BMH wird immer stärker frequentiert (über 2.600 Menschen in 2019). Diese sehr positive Entwicklung führte wiederum zu neuen Gruppen- und Beratungsangeboten, die bedarfsorientiert geschaffen wurden. Die Beratung zur Integration in den Arbeitsmarkt entwickelte sich zu einem markanten Schwerpunkt. Die Randlage, die fehlende Infrastruktur und wenige Freizeitmöglichkeiten verschärfen weiterhin die Situation in der Weststadt. Deshalb hat die Stadt gemeinsam mit dem BMH das bürgerschaftliche Beteiligungsverfahren initiiert, um der prekären Situation im Quartier entgegenzuwirken. Neue Migrantenvereine gründeten sich mit Hilfe des BMH und engagieren sich nun auch aktiv im Quartier. Der Austausch mit Bewohnern, Vereinen und Institutionen ist auf dem richtigen Weg. Quartiersbewohner der sog. „Mittelschicht“ nutzen das Angebot verstärkt. Nun gilt es, verstärkt Konflikte hinsichtlich verschiedener Gruppen, Kulturen und Generationen zu bewältigen. Neben Nachbarschaftsproblemen stehen insbesondere auffallende junge Menschen mit Migrationshintergrund im Fokus von Polizei, Politik und Lokalpresse. Gefragt ist hier nun ein proaktiver Streetwork-Einsatz. Weil diese vielfältigen zunehmenden Aufgaben im Quartier nicht mehr nur von einer „Quartiersmanagerin“ bewältigt und erledigt werden können, wurde finanziert durch den Integrationsfonds das ergänzende Projekt „BMH+“ (Arbeitsmarktintegration und Ausbau der Angebote) gestartet.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadthagen Weststadt, Hüttenstraßen-Quartier
Beschreibung
Das Quartier liegt im Nordwesten von Stadthagen. Im Süden bildet die Enzer-Straße, im Osten an die Breslauer Straße, im Norden die Bahnlinie Minden-Hannover und im Westen das Industriegebiet an der Gubener Straße die Grenzen des Gebietes.
Einwohnerzahl
4493
Quelle / Anmerkungen
Stadt Stadthagen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
37
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
33
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
16
Anmerkung
Quelle: Stadt Stadthagen - Unter "Sonstiges" ist der Ausländeranteil des Merkmals im Quartier angegeben.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenzahlen zum Quartier werden statistisch nicht erfasst und können nur vorsichtig geschätzt werden. Es ist davon auszugehen, dass sie wesentlich höher sind als der Anteil in der Gesamtstadt, da insbesondere Flüchtlinge einen eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Im LK Schaumburg liegt die Arbeitslosenquote am 31.07.2020 bei 6,1 Prozent. Quelle: Bundesagentur für Arbeit. Durch die Corona-Situation und die Schließung der Firma Faurecia wird die Zahl in absehbarer Zeit wohl weiter zunehmen. Viele der Menschen leben im Quartier.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt erheblich höher, wird aber statistisch auswertbar von der Stadt nicht erfasst. Stadthagen liegt an 8. Stelle in Niedersachsen und wird deshalb beim Integrationsfonds finanziell berücksichtigt. Quelle: Stadt Stadthagen
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Migrationshintergrund wird als Merkmal von der Stadt Stadthagen statistisch nicht erfasst. In Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat Stadthagen, haben wir eine vorsichtige Schätzung im Quartier vorgenommen. In der Gesamtstadt lag er 2011 bei der Volkszählung bei 24,8 Prozent. Zurzeit liegt er wohl bei über 30 Prozent.
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es liegen keine statistischen Zahlen für die Gesamtstadt vor. Nach vorsichtigen Schätzungen liegt er in Teilbereichen rund um die Hüttenstraße bei rund 70 bis 80 Prozent.
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen die Gemeinwesenarbeit als prozessorientiertes, partizipatives und interdisziplinäres Arbeitsprinzip nutzen, um bei den Menschen im Quartier dauerhafte Verbesserungen ihrer Lebenssituationen zu erreichen. Dabei orientieren wir uns an deren Bedürfnissen und Interessen und fördern die Teilhabe am ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Leben. Wir werden dabei insbesondere die Selbstorganisationen und vorhandene Selbsthilfekräfte in den Fokus der sozialen Arbeit nehmen. So wollen wir durch konsequente Streetwork die Menschen deeskalierend dazu anregen, selbst aktiv zu werden, um ihre Bedürfnisse und Interessen im demokratischen Verfahren einzubringen. Dabei werden wir zielgruppen- und ressortübergreifend arbeiten (Wohnen, Gesundheit, Arbeit, Freizeit, Bildung, Kultur etc.), um die komplexen Aufgabenstellungen für eine gelungene Integration bewältigen zu können. Wir sehen das Projekt als Bindeglied zwischen den Interessen und Aktivitäten der Menschen und den Ressourcen der Stadt und wollen Aushandlungsprozesse zwischen Entscheidungsträgern aus Verwaltung und Politik einerseits und den Bewohnern andererseits gestalten. Dabei steht die Vernetzung und Kooperation aller Akteure im Vordergrund. Hier sollen Stärken herausgearbeitet und vorhandene Ressourcen und Potenziale im Stadtteil aktiviert und miteinander verknüpft werden, um ein dauerhaft funktionierendes soziales Netzwerk mit einer guten Nachbarschaft zu schaffen und Rahmenbedingungen zu verbessern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Streetwork erfolgreich ist und die gemeinsamen Projekte zur Verbesserung des Zusammenlebens angenommen werden und bedarfsorientierte Angebote initiiert und durchgeführt wurden.
Beschreibung
die Bewohner / Vereine selbst ihre Ideen, Angebote und Veranstaltungen umsetzen.
Beschreibung
die beteiligten Akteure sich regelmäßig gemeinsam austauschen und externe Kooperationspartner Veranstaltungen durchführen.
Beschreibung
durch Streetwork erreichte Menschen das "BMH" annehmen und nutzen, das Wohnumfeld und die Infrastruktur sich positiv verändert haben und Aggressionspotential abgebaut ist
Vorhandene Strukturen
In der ersten Förderperiode wurde eine Quartiersmanagerin eingestellt, die sich seitdem etabliert hat und im Stadtteil anerkannt ist. Sie kümmert sich um die Vernetzung und die Beratungsanliegen der Bewohner des Quartiers im Begegnungszentrum (Ansprechpartnerin, Sprechstunden). Es werden Freizeit- und Bildungsangebote in Kooperation mit Ehrenamtlichen und Vereinen initiiert und koordiniert. Es gibt aber aktuell keine permanente aufsuchende Sozialarbeit (Streetwork) im Quartier. Der Afrikanische Verein in Schaumburg, der Somalische Verein und der Afghanische Verein (Migrantenselbsthilfeorganisationen) werden seit der Gründung unterstützt und nutzen das BMH für Beratungszeiten und Vereinstreffen. Die Integrations- und Migrationssozialarbeit im Quartier (ehemals Flüchtlingssozialarbeit) hat ebenfalls ihren Sitz im BMH und unterstützt die Vernetzung / Zusammenarbeit der Akteure im Quartier. Des Weiteren gibt es Austauschtreffen der Netzwerkpartner und Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche und eine enge Vernetzung mit dem Integrationsbeirat der Integrationsbeauftragten und der Jugendpflege der Stadt Stadthagen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Stadthagen: Integrationsbeauftragte, Stadtplanung, Stadtjugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Afrikanischer Verein, Somalischer Verein, Afghanischer Verein, Alevitischer Verein, Jesidische Gemeinschaften, DITIP-Moschee, Kulturzentrum Alte Polizei, Schaumburger Landschaft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
JobCenter, Bundesagentur für Arbeit, Sozialamt, Gesundheitsamt, Jugendamt, Ausländerbehörde, Familienzentrum, Sozialpsychiatrischer Dienst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Kreisverband Schaumburg (Migrationsberatung, MBE, Rückkehrberatung, Flüchtlingssozialarbeit, Jugendberufshilfe PACE, Schwangerenberatung, Frauenhaus)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk, Caritasverband, DRK (Tafel und Kleiderkammer), Projekt Probsthagen (SHG-Treff), S.I.G.A.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine, Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenresidenz Rosenblatt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Volkshochschule Schaumburg, Oberschule am Schlosspark, Grundschule am Sonnenbrink, IGS Schaumburg, BBS, Gymnasium, Kindergärten Regenbogenhaus und Fasanenweg, DAA, SBH, ESTA, Donner
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche, Katholische Kirchengemeinde, Freikirche, Baptisten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Geschäfte und Firmen vor Ort, Stadtmarketing Stadthagen, IHK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnbau (LK Schaumburg), Immobilenverwaltungsgesellschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schaumburger Nachrichten, Schaumburger Wochenblatt, Schaumburger Zeitung,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsfraktionen (SPD, CDU, Grüne, FDP, WIR, Linke), Sozialausschuss (LK Schaumburg)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Bewohner*innen im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsbeirat der Stadt Stadthagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle "Frau und Wirtschaft" (LK Schaumburg)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle "Migration und Teilhabe" (LK Schaumburg)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kooperative Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN) Regionalverbund Weserbergland
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Stadt Stadthagen konnte überzeugt werden, den Ausbau des BMH aus Mitteln des Integrationsfonds zu übernehmen. Darüber hinaus ist ein weiterer Antrag für 2021 beim BAMF gestellt. Die AWO und die Stadt werden in der Förderperiode alle nötigen Schritte einleiten, um weitere Fördermittel / Finanzierungsmöglichkeiten zu akquirieren. Dadurch soll der Standort sich kontinuierlich weiterentwickeln und jeweils auf neue Bedarfe und Herausforderungen reagieren.
Aufsteller
Zustimmung Veröffentlichung
On

Quartiersentwicklung der Rotenburger Werke gGmbH

Ansprechpartner
Silke Sackmann
Organisation Rotenburger Werke
Funktion Team Quartiersentwicklung
Innovationsquartier in der "Alten Anstalt"
Projektbeschreibung
Die Rotenburger Werke gGmbH (RW) planen ihr 1880 als „Asyl zur Pflege Epileptischer und Idioten" gegründetes historisches Kerngelände, auf dem Menschen mit Behinderungen noch heute in einer Sonderwelt leben, zu öffnen. Vor dem Hintergrund gesellschaftlichen Wandels soll sich hier ein lebendiges, inklusives Quartier entwickeln können, das allen Menschen offensteht. Zentrale Entwicklungsziele sind die Schaffung neuen Wohnraums und ggf. die Modernisierung der vorhandenen zum Teil denkmalgeschützten Bausubstanz (z.B. für Gemeinschaftswohnprojekte oder Startup-Unternehmen). Die Stadt Rotenburg plant die Aufnahme des Quartiers in das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept. Es soll in enger Abstimmung mit der Stadt eine Attraktivitätssteigerung für die ganze Stadtgesellschaft erreicht werden. Eine Tandemlösung aus Stadt- und Sozialplanung soll eine sensible, passgenaue, zeitnahe Umsetzung des Vorhabens gewährleisten. Eckpunkte: Vergabe der Projektsteuerung Anfang 2021 an ein Stadtplanungsbüro (voraussichtlich „plan zwei“, Kosten für 3 Jahre: 90 T€); das Büro stellt das direkte Bindeglied zur Geschäftsführung der RW und damit zur Gesellschafterversammlung dar. Es gehört dem zentralen Steuerungsteam an. Intern liegt die Projektverantwortung bei der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit. Zur Unterstützung des Projekts wird zusätzlich eine E9-Stelle (TVDN) mit einem Umfang von 65% geschaffen (Kosten für drei Jahre: 126 T€). Ein laufender Austausch findet in Teambesprechungen statt, dem – im Kern – die Stadtplaner, der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit und der/die neue Projektmitarbeiter*in angehören. Das Innovationsjahr 2021 dient mit seinem umfangreichen Beteiligungsprozess der Sammlung von Ideen und der Aufwertung des Gebietsimages. Parallel werden Leitlinien für den unternehmensseitigen Bedarf (Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen u.a.) entwickelt und auch rechtliche, planerische, finanzielle und zeitliche Vorklärungen getroffen. Der Beteiligungsprozess bezieht alle relevanten Gruppen wie Gesellschafter, Beschäftigte, Bewohnerinnen, Stadtgesellschaft, Stadtpolitik und –verwaltung mit ein. Nach der Ableitung von Szenarien für die zukünftige Entwicklung aus der Ideensammlung werden Zielsetzungen und Strategien für die Umsetzung in thematischen Workshops erarbeitet. Ein Masterplan wird die Grundlage für die Umsetzung und für die Kommunikation mit potentiellen Partner*innen bilden. Ein Zuschuss über 180.000€ stellt dieses Herangehen sicher.
Laufzeit
2021-03-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Rotenburger Werke befinden sich seit rund zehn Jahren in einem von der Aktion Mensch begleiteten "Konversionsprozess": Am Kernstandort werden Wohnplätze abgebaut, die in der Region neu entstehen. Dahinter stehende UN-Ziele: Inklusive Nachbarschaften, Wahlfreiheit, Wohnortnähe. Dies führt zu sinkenden Bewohnerzahlen im Quartier. Zu dieser Entwicklung trägt auch das hohe Alter der derzeit 197 BewohnerInnen bei. Auch von der baulichen Seite her entstehen Freiräume: Längerfristig genügen die Gebäude im Quartier den Wünschen der BewohnerInnen nicht mehr; die Anforderungen von Seiten des Brandschutzes und der Energetik stellen eine zunehmende Herausforderung dar. Ein erstes großes Wohngebäude wurde abgerissen; der Abriss einer alten Wäscherei steht unmittelbar bevor. Dieser Situation steht ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Rotenburg und Umgebung gegenüber. Wir (1.900 MA) erleben in unserem eigenen Netzwerk, zu dem auch das benachbarte Diakonieklinikum mit 2.500 Mitarbeiter*innen zählt, die z.T. verzweifelte Suche nach Wohnraum. In den RW arbeiten heute Menschen aus 32 Nationen; Menschen mit Migrationshintergrund haben es diesbzgl. besonders schwer. Auch fehlen Angebote für Jüngere (Auszubildende, Freiwilligendienstleistende) und Arbeitnehmer*innen mit geringem Einkommen. Ebenso fehlen Angebote für meist ältere Angehörige von Menschen mit Behinderungen, die in der Nähe ihrer Kinder leben möchten. Dieser Situation auf dem Wohnungsmarkt möchten die RW mit der Entwicklung eines Quartiers begegnen, das ganz unterschiedliche Menschen anzieht. Es wird eine behutsame Nutzungsmischung angestrebt, die offen ist für innovative Ideen und Nutzungen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Historisches Kerngelände der Rotenburger Werke
Beschreibung
Das Gebiet befindet sich zwischen Lindenstraße und Soltauer Straße in der Innenstadt von Rotenburg (Wümme), 20.597 EW. Es wird durch die historische Bausubstanz im Norden (Stammhaus und Alte Kapelle) und dem denkmalgeschützten Gebäude-Straßenzug im Süden als Einheit wahrgenommen. An den seitlichen Rändern befindet sich Grünland mit Gärten, der städtische Friedhof und kleinere Wohn- und Gewerbebebauung.
Einwohnerzahl
197
Quelle / Anmerkungen
Geschäftsfeld Wohnen der Rotenburger Werke / z.Z. leben ausschließlich Menschen mit Behinderungen im Quartier
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke; Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg.
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke; Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg.
Projektgebiet in Prozent
49
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersstatistik der Rotenburger Werke; Einwohnermeldeamt der Stadt Rotenburg.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Geschäftsfeld Wohnen der Rotenburger Werke; Ausländerbehörde der Stadt Rotenburg.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen werden nach Auskunft des Landkreises Rotenburg nicht mehr erhoben. Bekannt ist allein die Anzahl der ausländischen Bewohner*innen.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
2
Anmerkung
Menschen, die in den Rotenburger Werken leben, erhalten tagesstrukturierende Angebote (Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Tagesförderstätte (TFS) oder heiminterne Tagesstruktur (TS). Welches Angebot die Person erhält, richtet sich nach den jeweiligen Kompetenzen und dem Hilfebedarf. Sie sind daher nicht arbeitslos im Sinne von SGB II oder III. Die Arbeitslosenquote des Landkreises Rotenburg (Wümme) beträgt laut Auskunft der Jobcenters Rotenburg 2,1 % im Rechtskreis SGB II (Juli 2020). Die Quote für SGB II und III zusammen beträgt sie 4,2 %. Zahlen für die Stadt Rotenburg werden nicht veröffentlicht.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Presseveröffentlichung Zahlen Jobcenter Juli 2020. Die Zahl bezieht sich auf den Altkreis Rotenburg, Arbeitslose nach SGB II.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Rotenburger Werke; Landesamt für Statistik. Die Zahl bezieht sich auf den Landkreis Rotenburg und stammt aus einer Hochrechnung einer 1%igen Stichprobe (25.000 Familien, davon 5.000 Alleinerziehende); eine Angabe für das Stadtgebiet Rotenburg wurde nicht gemacht.
Projektgebiet in Prozent
100
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Menschen mit Behinderungen, die im Quartier leben, erhalten Grundsicherung bei Erwerbsminderung bzw. im Alter. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im SGB II-Bezug im Verhältnis zur Einwohnerzahl (15-65-Jährige) beträgt laut Auskunft des Landkreises Rotenburg 4,2% im Landkreis und 8,2% in der Stadt Rotenburg. (Juli 2020)
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Landkreis Rotenburg beträgt die Quote der Arbeitslosen im Alter zwischen 15 bis unter 26 (SGB II; Juli 2020); 0,3 %. (Ermittlung aus Landkreisstatistik)
Unterlagen zum Gebiet
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Es wird eine "Tandemlösung" aus sozialplanerischem und städtebaulichem Quartiersmanagement angestrebt. Mit Unterstützung durch ein Team aus sozialplanerischem und städtebaulichen Quartiersmanagement soll in einem partizipativen Prozess die Entwicklung eines lebendigen, inklusiven Stadtquartiers und der Aufbau von stabilen Nachbarschaftsstrukturen unterstützt werden. Im Sinne eines präventiven Ansatzes soll die soziale und städebauliche Integration und Verknüpfung des bislang geschlossenen Anstaltbereiches mit dem umgebenden Stadtgebiet gefördert werden. Ziel des kooperativen Dialogprozesses ist es • Legitimation und Akzeptanz für die Quartiersentwicklung zu sichern • Lokale Potenziale zu nutzen, um die Qualität von Planung und Umsetzung zu verbessern • Identifikation mit den öffentlichen Räumen im Quartier und Engagement zu stärken • Kooperationen zu initiieren
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Menschen im Quartier leben gerne dort und identifizieren sich mit ihrem Umfeld.
Beschreibung
Es sind Kooperationspartner*innen gefunden, die gemeinsam mit den Rotenburger Werken ein lebendiges, vielfältiges Quartier und Gemeinwesen gestalten.
Beschreibung
Ein lebendiges Gemeinwesen und stabile Nachbarschaften sind entstanden.
Beschreibung
Neuer Wohnraum in der Innenentwicklung wurde geschaffen, das Quartier ist in die Stadtstruktur eingebunden und trägt zu deren Stärkung bei.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Andreas Weber; Amt für Planung, Entwicklung und Bauen, Clemens Bumann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Andreas Weber; weitere noch nicht benannte Mitglieder der lokalen Politik
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bildnerische Werkstatt der Rotenburger Werke, Martin Vosswinkel; Soziokulturelles Zentrum (im Aufbau), Ole Asmussen; Kulturinitiative Rotenburg, Bernd Braumüller; Volkshochschule Rotenburg, Michael Burgwald
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Zum Guten Hirten, Stephan Orth; Kirchenkreis Rotenburg, Superintendent Michael Blömer; Stadtkirchengemeinde Rotenburg, Hilmer Drögemüller
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rotenburger Wirtschaftsforum, Heiko Kehrstephan, als Schnittstelle zu den Unternehmen der Stadt und Region; Sparkasse Rotenburg Osterholz, Stephan Kalt; Volksbank Wümme Wieste, Matthias Dittrich
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bauwesen der Rotenburger Werke, Architektin Tatjana Ladda; Energiemanagement der Rotenburger Werke, Uwe Hollmann; Immobilienmanagement der Rotenburger Werke, Birgit Schöner-Funck
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bewohnervertretung der Rotenburger Werke, Sascha Jansen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg, Detlef Brünger; Ev.-luth. Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg, Matthias Richter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Spaß-BuS Rotenburg e.V., Peter Schlake; Förderverein Cohn-Scheune e.V., Prof. Dr. Inge Hansen-Schaberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie-Sozialstation Rotenburg/Sottrum gGmbH, Inga Hoops
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk des ev.-luth. Kirchenkreises Rotenburg, Angela Hesse
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen Rotenburg, OStD Wolf Hertz-Kleptow; Ratsgymnasium Rotenburg, OStd Iris Rehder; Lindenschule für Geistige Entwicklung; Karsten Beernink-Kastenschmidt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen der Rotenburger Werke (Heilerziehungspflegeausbildung), Regina Koithan; Evangelische Elise-Averdieck-Schulen (Berufsbildende Schulen am Diakonissen Mutterhaus), Matthias Richter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rotenburger Kreiszeitung, Michael Krüger; Rotenburger Rundschau, Dennis Bartz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Werkstattrat der Rotenburger Werke, Susanne Falkenstein; Angehörigenvertretung der Rotenburger Werke, Martin Petzold; Behindertenbeirat der Stadt Rotenburg, Gisela Flake
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Ziel ist es zum einen durch die Akquise weiterer Finanzierungsbausteine (Fördermittel, Finanzierungsbeiträge von Kooperationspartnern, Eigenmittel) die personelle Fortführung eines Quartiersmanagements, wenn auch ggf. mit geringerem Stundenkontingent, nach Auslaufen der Förderung zu gewährleisten. Zum anderen ist es das Ziel, in den ersten drei Jahren tragfähige Netzwerk- und Nachbarschaftsstrukturen aufzubauen, die die Arbeit an der sozialen Quartiersentwicklung mittragen und fortsetzen.
Galerie
1 gesamte areal
3 kerngelaende 1955
Zustimmung Veröffentlichung
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