Quartier ohne Grenzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Göntje Schoeps
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftliches Engagement im Quartier Ilmenauwiesen als Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel
Projektbeschreibung
Das Quartier Ilmenauwiesen spiegelte stets die kleinstädtischen Charakterzüge Uelzens wieder: Veränderungen werden kritisch beäugt und das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens ist gering. 2017 wurde hier die Quartiersarbeit aufgenommen. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Bewohner*innen der Seniorenwohnanlage im Quartierszentrum, denen es ermöglicht werden sollte, so lange wie möglich in häuslicher Umgebung zu verbleiben. Bis heute arbeiten Akteure unterschiedlicher Bereiche, wie z.B. das Mehrgenerationenhaus und der Pflegedienst ressortübergreifend und koordiniert durch das Quartiersmanagement zusammen, um die Lebensqualität der Bewohner*innen im Stadtteil zu erhöhen. Kooperationen mit externen Akteuren konnten aufgebaut und Begegnungsangebote für den nachbarschaftlichen Austausch realisiert werden. Angebote zur Gesundheitsförderung und Freizeitgestaltung wurden von Senior*innen aus dem Quartier und dem ganzen Landkreis sehr gut angenommen und bildeten wichtigen sozialen Anker im Quartier. Mit der Pandemie wird sichtbar: Wenn die Angebote wegfallen, bricht auch der nachbarschaftliche Austausch weg. Die sozialen Strukturen erweisen sich als nicht nachhaltig genug. Neben der bedarfsgerechten Entwicklung von Teilhabe- und unterstützungsangeboten ist Ziel der GWA, die Bewohnerschaft zur selbstorganisierten Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes zu aktivieren und zu befähigen, Begegnungsräume für die Nachbarschaft über die Wohnanlage hinaus zu schaffen und so die Entstehung eines nachbarschaftlichen Netzwerks zu fördern, in dem sich alle im Quartier anzutreffenden Gruppen, unabhängig vom sozioökonomischen Status und der Herkunft, generationenübergreifend mit ihren diversen Stärken gegenseitig unterstützen. Ältere Menschen, Angehörige und Pflegende können so langfristig entlastet werden und der intergenerationelle sowie -kulturelle Dialog schafft neue Perspektiven und Zugehörigkeitsgefühl. Um die Heterogenität der Sozialstruktur insb. im Quartierszentrum zu steigern, wird der für 2022 geplante Bezug barrierefreier Neubau-Wohnungen nicht nur Erweiterung des Seniorenwohnens sein, sondern Menschen jeder Lebensphase und -lage offenstehen. Durch die Belebung der Parkflächen im Quartier durch die Nachbarschaft, soll sich der Lebensraum niedrigschwellig zugänglich für alle Uelzener*innen zeigen und zu einer gesamtstädtischen Entwicklungsstrategie inspirieren.
Laufzeit
2022-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch die optimale Infrastruktur im grünen Stadtzentrum der Hansestadt Uelzen aus - einer typischen Kleinstadt im Nordosten Niedersachsens. Die heterogene Sozialstruktur aus jungen und alten Generationen, Bürger*innen der oberen Mittelschicht, Migrant*innen und einkommensschwachen Familien und die Parkflächen bieten großes Potenzial für ein buntes Stadtteil-Leben. Jedoch scheint die Senior*innenwohnanlage wie eine Grenze zu wirken, die zwischen Stadtkern und Wohngebiet liegt und die Belebung des Gebiets hemmt. Angebote im Quartierszentrum konzentrieren sich zudem auf Ältere, Jüngere erkennen keine Attraktivität. Mit der Pandemie brachen Freizeitangebote weg, wurden teils in den digitalen Raum verlagert. Senior*innen im Quartier haben keinen Zugang, isolieren sich, lehnen alternative 1:1-Angebote ab, warten passiv auf das Ende der Beschränkungen. Der soziale Austausch beschränkt sich noch mehr auf Familie und Pflegende. Das Risiko der physischen und psychischen Langzeitfolgen insbesondere unter den älteren Menschen steigt mit jedem Tag. Die Folgen sind an einem Großteil der Bewohner*innen bereits sichtbar. Der Fachkräftemangel in der Altenpflege bedingt durch den demographischen Wandel wird einmal mehr zum Problem und die Versorgung Älterer kann nicht mehr vollständig gewährleistet werden. Es sind neue Unterstützungsstrukturen gefordert, die über den familiären Rahmen hinausgehen. Das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ist aber wenig bis gar nicht vorhanden. Es gilt, ein stärkendes Netzwerk aufzubauen, dass zur Belebung des gemeinsamen Lebensraumes motiviert, alle einlädt und Grenzen auflöst.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Uelzen Ilmenauwiesen
Beschreibung
Der Mittelpunkt des Projektgebiets Quartier Ilmenauwiesen liegt entlang der Ripdorfer Straße bzw. dem Ilmenauufer (Hausnummern 1-35) direkt am Stadtkern von Uelzen. Die Umgebung ist durch großflächige Grünanlagen, wie die llmenauwiesen und den Friedhof, einen Sportplatz, eine Schule sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser geprägt. Das örtliche Projektgebiet endet im Norden an der Birkenallee, im Osten an der Bernhard-Nigebur-Straße, im Süd-Osten an der Kasernenstraße, im Süden an der Gudesstraße und im Westen mit dem Flusslauf der Ilmenau.
Einwohnerzahl
990
Quelle / Anmerkungen
Bürger- und Standesamt der Hansestadt Uelzen im März 2022
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz. Essentiell für die Entstehung von Verantwortungsgemeinschaften ist die Vernetzung auf horizontaler Ebene, mit Aktivierung der Bewohner*innen, sowie auf vertikaler Ebene, unter der Beteiligung von Ehrenamtlichen,
lokalen Einrichtungen und der Kommune. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohner*innen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu führen. Des Weiteren soll das Quartier Treffpunkt für alle weiteren Zielgruppen sein und Angebote geschaffen werden, die den intergenerationellen und -kulturellen Austausch fördern. Die Bewohner*innen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit einbezogen, um das Verantwortungsbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und eine bedarfsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Übergeordnete Ziele, die sich aus Befragungen ableiten, sind u.a. der Zugang zu sozialen Netzwerken, mehr nachbarschaftliches Miteinander, sowie die ortsnahe Beratung bei Anliegen aller Art. Durch das Quartiersmanagement wird der zielgruppenübergreifende Aspekt neutral moderiert, eine
nachhaltige Entwicklung der Strukturen und das Monitoring der Bedarfe einzelner Zielgruppen unter Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Quartiersentwicklung zeichnet sich durch die unterschiedlichen Stärken der Quartiersbewohner*innen aus. Das nachbarschaftliche Netzwerk organisiert bei Bedarf gegenseitige Unterstützung.
Kriterium
Beschreibung
Die verschiedenen Interessen der Zielgruppen im Quartier werden in einem nachbarschaftlichen Netzwerk demokratisch vertreten und verhandelt (z.B. Kinder, Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund und Senior*innen).
Beschreibung
Expert*innen mit relevanten Angeboten für das Quartier tauschen sich aus, geben Impulse und bieten Unterstützung bei der Quartiersentwicklung.
Beschreibung
Quartiersbewohner*innen zeigen sich verantwortlich für die Quartiersentwicklung und haben einen aktiven Part im nachbarschaftlichen Netzwerk. Sie nutzen die niedrigschwelligen Unterstützungs- und Begegnungsangebote im Quartier.
Beschreibung
Das Quartier ist über seine Ansprechpartner dauerhaft in kommunalen Gremien präsent und vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Das Quartier steht über seine Ansprechpartner in regelmäßigem Austausch mit regionalen und überregionalen Kooperationspartnern.
Kriterium
Beschreibung
Die Bedarfe der relevanten Akteure im Quartier werden regelmäßig erhoben und evaluiert und sind handlungsleitend für die Angebotsentwicklung.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Medizinisches Versorgungszentrum am Hammersteinplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligen-Agentur Region Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Geflüchtetenunterkunft Nothmannstraße Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK- Sozialpädagogische Familienhilfe
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bis 2025 wird angestrebt, die Quartiersentwicklung konzeptionell zu einer trägerübergreifenden und politischen Aufgabe der Stadt Uelzen wachsen zu lassen.
Netzwerkstrukturen und Verantwortungsgemeinschaften werden forciert und der Modellcharakter des Projektes schafft einen Mehrwehrt für die Stadtentwicklung. So können idealerweise Unterstützer*innen, wie die Kommune, gewonnen werden. Die langfristige
Finanzierung ist so nur zu geringen Anteilen von Drittmitteln und Querfinanzierung abhängig.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
MachBar
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alexander Hoppe
| Funktion | Bürgermeister |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Stadt ist wenn man mitmacht!
Projektbeschreibung
In den letzten 10 Monaten hat sich in der Innenstadt von Königslutter am Elm die „MachBar“ etabliert. In einem Leerstand ist ein offener Treffpunkt entstanden, aus dem heraus engagierte Bürger*innen eigene Ideen für die Innenstadt realisieren. Deren labiler Gesamtzustand bietet vielfältig Anlass für Begegnung und Austausch. „Stadt ist wenn man mitmacht“ wurde das Motto des gemeinsamen Engagements. Bürger*innen übernahmen Verantwortung und ein Netzwerk hat sich gebildet. Die anfängliche Skepsis der Bewohnerschaft gegen die Form des „einfach Machens“ wich mit der Zeit einem Wunsch des Mitmachens: Miteinander Sprechen ist Voraussetzung, um miteinander Dinge zu machen. Eine Gemeinwesenarbeit von unten hat sich aus der MachBar heraus etabliert, weil der Wunsch besteht etwas zu verändern an einer Situation, die viele stört. Es gibt keine Vorgaben, MachBar ist offen. Allerdings werden die Zusammenkünfte extern moderiert um Neutralität abzusichern. Der vielversprechende Ansatz soll fortgesetzt und dauerhaft etabliert werden.
Bislang organisiert sich das Engagement als eine Initiative. Gemeinsames Ziel von Politik und Verwaltung vor Ort sowie den in der „MachBar“ eingebundenen Bürger*innen in den kommenden Jahren ist es, weitere Mitstreiter*innen zu finden, den Ansatz zu qualifizieren, zu stabilisieren und die entstehenden Erfahrungen zu teilen. Neue, niedrigschwellige Projekte sollen mit anderen Akteuren entwickelt werden und die Zusammenarbeit soll die Basis für Gemeinwesenarbeit in Königslutter und seinen Ortschaften verbreitern und verstetigen und neue "Mitmachen" einbinden.
Die Idee einer gemeinsamen „Stadt von unten“ bezieht sich weiterhin auf den klar umrissenen Bereich der Innenstadt, denn hier existiert ein sozialer Raum, der im allgemeinen Bewusstsein verankert ist und der eine Identifikationsmöglichkeit für Alle bietet. Die Menschen wollen und können zusammenarbeiten, wenn es um diesen Teil der Stadt geht. Hier gibt es gemeinsame Erfahrungen aus gemeinsamen Erinnerungen, entstehen gemeinsam Ergebnisse und Erfolge, tauchen neue Gesichter auf: Projekte werden entwickelt, die Menschen bekommen Vertrauen zu ihrer Leistungsfähigkeit wenn sie umsetzen und sie können dann weitere Projekte angehen. Die Erfahrung wächst. Die neuen Fähigkeiten sollen auch andere Akteure in der Stadt nutzen können. Eine Bündelung der Kräfte soll dazu beitragen, die Gemeinwesenarbeit auf viele Schultern zu verteilen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Idee einer „Stadt von unten“, die von Bürger*innen für Bürger*innen gestaltet wird, entsteht langsam aber ist bis jetzt nicht voll ausformuliert. Ein gemeinsam durch Bürgerschaft im Leerstand der Fußgängerzone eingerichteter, niedrigschwelliger Treffpunkt für alle wurde realisiert und nennt sich „MachBar“. „Wir machen das, was wir machen müssen“ ist hier ein Motto, das weniger auf die dringende Notwendigkeit verweist, etwas für die Innenstadt zu unternehmen, als vielmehr auf eine möglichst pragmatische Form der Umsetzung von gemeinsamen Projekten mit- und füreinander vor dem Hintergrund der fehlenden Budgets. In diesem Prozess engagieren sich bereits bis zu 30 Bürgern intensiv. Sie lernten sich kennen, setzten um und sie gewannen Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Der Prozess wurde von einer externen Moderation begleitet. Deren Präsenz vor Ort ist allerdings zeitlich limitiert. „MachBar“ muss ab 2023 auf eigenen Füßen stehen. Wir erkennen, dass es an der Zeit ist, die Initiative zu stabilisieren, ihr einen organisatorischen Rahmen zu geben, um Gemeinwesenarbeit in Königslutter am Elm zu erhalten und auszubauen.
“Stadt ist wenn man mitmacht!” Das ist mehr als ein Slogan. Der Ansatz hilft in Zeiten, in denen Gemeinschaft zählt. Die Menschen kümmern sich um einen gemeinsamen Ort und setzen sich gemeinsam für einen Ort ein und die Gemeinschaft, die hier zusammenlebt. Diese Initiative riskiert verloren zu gehen, wenn die externe Moderation Anfang 2023 nicht mehr zur Verfügung steht und die aufgebauten Strukturen können kollabieren. Es gilt neue Gruppen einzubinden und eine Zusammenarbeit mit ihnen zu testen, um Gemeinwesenarbeit langfristig zu etablieren.
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Königslutter am Elm (mit allen Ortschaften) Innenstadt
Einwohnerzahl
16000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Königslutter am Elm, 19.5.2021
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+demographischer-wandel+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+nachhaltigkeit-sdgs+2014-2016+tabelle; Innenstadtbereich als Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/daten/integration+koenigslutter-am-elm+2012-2019+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Königslutter am Elm hält für die Bewohnenden mit der MachBar einen moderierten, räumlichen und sozialen Identifikations- und Begegnungsraum vor. GWA und Quartiersmanagement im Sinne einer sozialen Stadtentwicklung setzt dabei an (a) wenn die Stadtgemeinschaft zusammenkommt und (b) wenn sie gemeinsam gestaltet: Stadt ist wenn man mitmacht! Die Anpassung an den Strukturwandel, die Pandemie oder aktuelle Fluchtbewegungen aus der Ukraine sind drängende Anlässe, die Beteiligung anstoßen. Das Bedürfnis, aktiv zu werden, zu sprechen und sich auszutauschen wird durch das gemeinsame Interesse aller Bewohnenden gebündelt und in der Innenstadt sichtbar. Der Erfolg, den dieser Ansatz im vergangenen Jahr hatte, ist nachweisbar. Defizite wurden am konkreten Ort und zu vielfältigen Themen in verschiedenen kleinen und großen Partizipationssettings und unter Einbeziehung der Kommune zu gemeinsam getragenen, übergreifenden Lösungsansätzen im kommunalen Kontext verdichten. Gemeinsame Ansätze haben alle Bevölkerungsgruppen motiviert, alle Altersgruppen angesprochen aber auch die vielfältigen sozialen Umfelder berücksichtigt. Durch eine externe Begleitung soll das existierende Können zu einem strukturierten Vorgehen verstetigt werden, das gemeinsam mit den Bürger*innen entwickelt wird. MachBar will in Zukunft als von der Gemeinschaft getragener Partner und Unterstützer für gemeinsame Projekte wahrgenommen zu werde. Sie erschließt Wissen und Können vor Ort für Alle und bindet neue Gruppen ein.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen kommen mit eigenen Ideen auf MachBar zu. Die Bereitschaft sich aktiv in die Gestaltung von Projekten einzubringen wird durch wiederkehrende Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen sichtbar. Neue Kontakte zwischen Teilnehmenden entstehen
Kriterium
Beschreibung
Die Interessen an einem gemeinsamen Erfolg werden in einem interdisziplinären Entwicklungsprozess verfolgt. Die Bereitschaft eine gemeinsame Lösung zu finden überwiegt die Partikularinteressen. Die Konzentration auf Schwerpunkte gelingt.
Beschreibung
Verwaltung, Politik, Bürger*innenschaft, Handel und Immobilieneigentümer*innen kooperieren. Verlässliche Teilnahme von Vertretern an der Arbeit der Ratsch.Bude führt zu schnellem Informationsfluss und erleichtert Abstimmung und Planung für Alle.
Beschreibung
Es gelingt andere, bereits organisierte Gruppen (Vereine etc.) in die Arbeit einzubinden und die Interessen von Unternehmen, Einzelhandel oder Immobilienbesitzer*innen durch Kooperationsverträge zu manifestieren.
Kriterium
Beschreibung
Die Innenstadt wird als Ort der gemeinsamen Gestaltung sichtbar und es gelingt, ihr durch die Einbindung aller Bewohnenden eine neue Bedeutung zu geben.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
ev. Kirche, kath.Kirche, Moschee
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haupt- und Realschule, Grundschule, Kindergärten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Königslutter Aktiv (Werbekreis), Gewerbetreibende
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Oker11 - Stadtbüttel, Braunschweiger Zeitung, Helmstedter Bote
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweigische Kulturstiftung, Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Gemeinwesenarbeit vor Ort soll in den kommenden 3 Jahren eine strukturelle und organisatorische Verstetigung erfahren. Denkbar sind sowohl die Gründung eines Verein bzw. die Kooperation mit einem bereits existierenden Vereinen, um langfristig unabhängig operieren zu können. Die Arbeit außerhalb der kommunalen Verwaltungen und außerhalb der Politik sehen wir dabei als Voraussetzung für erfolgreich Gemeinwesenarbeit, da so die Unabhängigkeit gewährleistet wird und Vertrauen entsteht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Weiterentwicklung Mütter-Kinder-Zentrum Bassum e.V. als eine Anlaufstelle vor Ort
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katarina Wetzel
| Funktion | Geschäftsführerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Interkultureller Trefpunkt
Projektbeschreibung
Das MüKiZe besteht seit mehr als 30 Jahren als überwiegend ehrenamtlich organisierte Einrichtung für Familien in Bassum. Es ist bislang Anlaufstelle für junge Familien mit kleinen Kindern in Bassum, insbesondere auch für (Neu-)Zugezogene, die nicht auf vertraute Strukturen zurückgreifen können. In der 2015/2016 einsetzenden Flüchtlingswelle gab es verschiedene Angebote von Ehrenamtlichen,die die Räumlichkeiten des Mütter-Kinder-Zentrum Bassum e.V. nutzen. Eine intensive und zahlenmäßige Anbindung gelang seinerzeit aber nicht, dies war u.a. den Sprachbarrieren, den vielfältig zu lösenden Anfangsproblemen der geflüchteten Familien aber auch der traditionellen Rolle der Frauen geschuldet.
Trotzdem gelang es, eine Gruppe von 30 der zugewanderten/geflüchteten Frauen bei den Frühstückstreffen anzusprechen. Diese haben ihren Wunsch geäußert, sich mehr im öffentlichen Leben in der Stadt zu beteiligen und auch neue Kontakte in die Aufnahme-Gesellschaft zu knüpfen. Im Rahmen einer im Hause gestarteten Umfrage konnten wir feststellen, dass Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in Bassum sich einen Ort wünschen, an dem sie sich angstfrei begegnen und austauschen können. Bisher gibt es einen solchen Kontakt- und Treffpunkt für diese Frauen in Bassum nicht.
Die Besucher*innen wünschen sich gemeinsam Freizeit zu verbringen, sich mit anderen Frauen auszutauschen. Sie wünschen sich aber auch die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten einzubringen und sich über unterschiedliche Werte, Regeln und Normen auszutauschen.
Das Projekt möchte Begegnungen von Frauen über soziokulturelle Grenzen hinweg einführen und darüber ein Kennenlernen und gegenseitiges Wertschätzen ihrer verschiedenen Lebenswege und -welten unterstützen. Darüber hinaus können sie sich mit ihren Ideen und Fähigkeiten einbringen und so eine Vorbild- und auch Multiplikatorenrolle einnehmen.Die Stärkung und Selbstwirksamkeit der Frauen wird auch in ihre Familien hinein und auf die Kinder positiv einwirken. Die enge Kooperation mit Familienzentrum und Flüchtlingssozialarbeit sowie die gute Vernetzung zu den ortsansässigen Institutionen und Vereinen werden eine verbesserte Nutzung der zur Verfügung stehenden Potentiale ermöglichen und dauerhaft die Zugänge erleichtern. Durch Teilhabe an regionalen Festen und weiteren Aktionen können sich die Frauen aktiv an den Quartiersprozessen beteiligen und werden so immer mehr Teil des Gemeinwesens. Digitalen Kompetenzen könnten bei Coronaeinschränkungen genutzt werden.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Mit der Flüchtlingswelle 2015/2016 stand auch Bassum vor der Aufgabe, für eine große Anzahl von Geflüchteten Wohnraum zu schaffen. So wurde unter anderem ein Containeranlage genutzt und es entstand in einem großen Gebäudekomplex am Stadtrand zahlreiche kleine Appartments, welche nun Menschen mit unterschiedlichen Migrationshintergründen Platz bieten. Hier sind überwiegend Frauen mit Kindern untergebracht. Viele Familien konnten aber auch dezentral im Stadtgebiet oder den umliegenden Ortschaften untergebracht werden.Dadurch leben die Familien sehr isoliert, lernen sich untereinander nur bedingt kennen, es fehlt der "zentrale Ort" für Vernetzung und Begegnung.Die Familien erhalten in der Regel Transferleistungen, daher können sie sich kostenintensiven Angebote in der Regel nicht leisten.
Geflüchtete Frauen sind bei der Integration und der Nutzung von Bildungsangeboten häufig durch die traditionelle Rollenverteilung bei der Familienarbeit und durch die Betreuung der sehr kleinen Kinder benachteiligt. Der Zugang zu den entsprechenden Institutionen stellt für sie oft eine Barriere dar. Sie erlernen die deutsche Sprache meist nicht durchgängig und vollumfänglich, was zusätzlich den Rückzug ins Private befördert. Diese Frauen möchten wir motivieren einen verlässlichenTreffpunkt in Mütter-Kinder-Zentrum zu finden.Das Mütter-Kinder-Zentrum bietet sich durch seinen niedrigschwelligen Zugang und die langjährige Tradition, für alle Familien gleichen welchen Hintergrund offen zu sein, besonders an. Durch die langjährige gelebte Kooperation mit den städtischen Institutionen, können nachhaltige und verlässliche Prozesse der Beteiligung, Stärkung und Entwicklung befördert werden
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bassum- Innenstadt
Beschreibung
Das Mütter- Kinder-Zentrum liegt im Kerngebiet der Stadt Bassum. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Stadtverwaltung, Einkaufsmöglichkeiten, eine der 2 Grundschulen, eine Krippe und eine große städt. Kindertagesstätte. Die Grundschule und die Kindertagesstätte haben einen hohen Anteil an Familien mit Flucht- und/oder Migrationshintergrund. Am Rande des Stadtgebietes hat die Stadt Bassum eine Immobilie angemietet, mit zahlreichen kleinen Wohneinheiten, die von der Stadt überwiegend zur Unterbringung von Geflüchteten genutzt wird. Hier leben viele Frauen mit kleinen Kindern. Durch die Lage am Rande (Fußweg > 3km)ist der Weg und der Kontakt in die Angebote im Innenstadtbereich beschwerlich
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Google Maps
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Landesamt für Statistik Niedersachsen ( LNS) und Schätzung im Projektgebiet
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Daten beruhen auf einer Schätzung, da uns die Kommune auf Anfrage keine detaillierten Angaben machen konnte. Damit wir diese Angaben in der Zukunft präzisieren können, wollen wir diese Aufteilung der Einwohner*innen mit Migrationshintergrund feststellen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtgebiet2021.jpg
(151.29 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Mütter-Kinder-Zentrum versteht Gemeinwesenarbeit als ganzheitliche Verbesserung der Lebenswirklichkeit der Menschen. Mit einfachen bewährten und innovativen Methoden möchten wir die Bewohnerinnen erreichen, empowern und aktivieren. Das entspricht der Tradition der Arbeit in Mütterzentren. Im Mittelpunkt stehen für uns die Menschen, sie sind Expertinnen für ihre Bedürfnisse und Wünsche. Das Gefühl des Nicht-Gehört-werdens weicht der aktiven Teilhabe und Selbstorganisation und dem Selbstbewusstsein von Wirksamkeit von Kommunikation und Handlung. Durch Verbesserung der immateriellen, materiellen und infrastrukturellen Bedingungen in Zusammenarbeit mit unseren starken Netzwerkpartnern kann eine aktive Beteiligung an den Quartiersprozessen ermöglicht werden. Diese Stärkung der Kompetenzen der Bewohnerinnen soll nachhaltig wirken, sie selbst als Multiplikatorinnen der Ausgangspunkt eigener, weitreichender Entwicklungen werden. Mit professioneller Unterstützung auf Augenhöhe sind wir sicher, dieses Ziel zu erreichen. Die Projektleiterin zeichnet sich durch langjährige Tätigkeit und Erfahrung in allen Bereichen des Vereins aus. Seit 3 Jahren lenkt sie als Geschäftsführerin die Weiterentwicklung des Vereins inhaltlich und ökonomisch. Zur fachlichen und methodischen Vertiefung wird sie gerne den Zertifikatskurs Gemeinwesenarbeit nutzen. Mit eigenem Migrationshintergrund kann sie aus der Selbsterfahrung schöpfen und ist gleichzeitig Vertrauensperson und Vorbild.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen fühlen sich ernst genommen und tragen ihre Bedarfe an uns heran, Projekte werden von ihnen selbst thematisiert und umgesetzt, das Gemeinwesen profitiert von ihren Ideen und Aktionen
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen nutzen die Angebote und Strukturen im Quartier und organisieren selbständig/mit Unterstützung Aktivitäten, sie übernehmen Verantwortung und zeigen Engagement
Kriterium
Beschreibung
Netzwerkinstitutionen arbeiten nachhaltig mit dem aufgebauten digitalen und analogen Netzwerken der Bewohner*innen, viele Projekte mit kurz- und langfristige Kooperationen stärken das Quartier
Kriterium
Beschreibung
Die Verwaltung der Stadt Bassum schafft mit Hilfe von Netzwerkarbeit Strukturen, die zum Austausch der unterschiedlichen Gruppen führen wird, die Bewohner*innen beteiligen sich generations- und zielgruppenübergreifend an Entwicklungsprozessen der Gemeinde
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauenverein Bassum, Frau Birgit Meyer-Borchers, TSV Bassum Horst Schlottmaann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Weser-Kurier/Syker Kurier, Micha Bustian, Kreiszeitung Annika Seebacher, Weserreport Thorsten Runge, Veranstaltungskalender Stadt Bassum, Homepage und facebook Mütter-Kinder-Zentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LEB Barnstorf, Frau Benita Schütte, GS Sozialarbeit Frau Weihe, Frau Fricke, Grundbildungszentrum VHS Frau Blankenhorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Christian Porsch, Familienzentrum Elsbeth Ruholl,, Flüchtlingssozialarbeiter Hyacinthe Mokom-Fomboh, Gleichstellungsbeauftragte Christine Gaumann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Polizeistation Bassum Ingo Hüttemeier, Kindertagesstätte Kinderreich Anne Heinze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie-Schwangerenberatung Ortrud Kaluza
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Mütter-Kinder-Zentrum Bassum e.V. ist seit mehr als 30 Jahren ein wichtiger Baustein im Stadtbild und kooperiert eng räumlich-inhaltlich mit dem kommunalen Familienzentrum. Die Mitarbeiterin war an der Planung dieses Projektes beteiligt und wird es fachlich begleiten und unterstützen. Wie vom Bürgermeister der Stadt Bassum dargelegt, ist das Projekt ein passgenauer Baustein sozialer Integration im mit Bürgerbeteiligung 2018 aktivierten und laufend fortentwickelten Stadtentwicklungsprozesses
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Mein Siegfriedviertel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Julia Gebauer
| Funktion | Koordination Nachbarschaftszentrum |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaft gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Seit 2004 ist die Lebenshilfe im Siegfriedviertel mit einem vielfältigen Wohn- und Assistenzangebot vertreten. Wir erkennen zunehmend, dass auch wir ein Motor für die Gestaltung des Sozialraums für alle Bürger sein können. In der GWA liegt für uns die Chance, zielgruppenunspezifisch zusammen mit der Nachbarschaft ein lebenswertes Wohnumfeld für alle zu fördern und zu erhalten. Die langjährige enge Zusammenarbeit mit anderen interessierten Akteuren (Bürger, Institutionen, Vereine, Behörden, usw.) möchten wir zukunftsträchtig aufstellen.
Räumliche Ressourcen, Fachkompetenz und ehrenamtliches Potential sind im Stadtteil zwar vielfältig vorhanden, das darin liegende Potential wird aufgrund einer bisher eher zielgruppenspezifischen Orientierung der Akteure aber bisher nicht genutzt. Zudem führt die zielgruppenbezogene Wahrnehmung von Angeboten durch die Nachbarschaft vielmehr noch zu einer Stigmatisierung bestimmter Gruppen. Ein Beispiel hierfür ist Siegfrieds Bürgerzentrum, das wir gemeinsam mit der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten und der Wohnungswirtschaft betreiben. 2009 als niedrigschwelliger, inklusiver Nachbarschaftstreff mit Freizeit-, Bildungs- und Beratungsangeboten initiiert und auf ehrenamtlicher Basis bewirtschaftet, bildet auch nach über 10 Jahren keinen repräsentativen Querschnitt der Nachbarschaft ab. Was mit ehrenamtlichen Strukturen erreicht werden kann, ist getan. Es fehlt an einem gemeinwesenorientierten „Kümmerer“, der unabhängig Ressourcen bündelt, Menschen aktiviert und vernetzt.
Ansetzen wollen wir bei den multiplen Problemfeldern, die Nachbarn selbst im Viertel sehen und gemeinsam mit ihnen eine lebendige Nachbarschaft gestalten. Konkret heißt das, Nachbarn über gemeinsame Interessen/ Aktivitäten zusammenbringen-unabhängig von Alter, Beeinträchtigung, Migrationshintergrund und sozialem Kontext. Selbsthilfekräfte werden aktiviert und die Identifikation mit dem Viertel gefördert.
Ziel ist, zu bewirken, dass die Stadt unsere Aktivitäten finanziell unterstützt, um professionelle Strukturen zu schaffen, in denen das Ehrenamt sein Potential voll entfalten kann. Dafür vernetzen wir uns mit anderen GWA-Projekten, um unsere Interessen auf politischer Ebene überzeugend zu vertreten.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Siegfriedviertel ist ein lebendiger Stadtteil mit einer bunten Bewohnerschaft: alte Menschen, die lange im Stadtteil wohnen, zunehmend Studenten und Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Beeinträchtigung und in schwierigen sozialen Lagen, für die das Viertel dank Unterstützungsangeboten zum Zuhause geworden.
Die Diversität bietet großes Potential für Reibungspunkte. Praktisch leben die Menschen eher neben- als miteinander. Das Potential div. Muttersprachen, Kulturen, Weltanschauungen und Lebensweisen, wird noch nicht erkannt/genutzt.
Es gibt einen hohen Anteil an Sozialwohnraum, was Zielgruppen anzieht, die darauf angewiesen sind. Die Schere zwischen arm und reich wird größer und anhand der Bebauung/des Zustands von Wohnraum offensichtlicher.
Eine vielfältige Infrastruktur ist vorhanden, wird aber ambivalent beurteilt. Viele Alteingesessene fühlen sich nicht mehr wohl in ihrer Nachbarschaft. Gründe dafür sind zunehmende Anonymität, hohe Fluktuation der Mieter, mangelnde Wertschätzung und Rücksicht im Miteinander/im Umgang mit Gemeinschaftsflächen, Sprachbarrieren. Eine Präsenz rechter, gewaltbereiter Gruppen nimmt zu, was als bedrohlich wahrgenommen wird.
Enger Wohnraum bietet wenig privaten Rückzugsraum. Es gibt Bedarf, den Stadtteil als „Lebensraum“ mitzunutzen. Niedrigschwellige Angebote/Begegnungsmöglichkeiten, um Menschen zusammen zu bringen, fehlen. Die Pandemie hat die Situation verschärft, wirkt sich in Vereinsamung, Frust, Kriminalität aus.
Viele Akteure zeigen Interesse, das Zusammenleben mitzugestalten. Bisher ist es aber nicht gelungen, die Nachbarschaft zu aktivieren. Es braucht ein Konzept und eine Anlauf– und Vernetzungsstelle.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Siegfriedviertel
Beschreibung
Statistischer Stadtbezirk 43
Einwohnerzahl
7270
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
"Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020" (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)/ Statistik Stadt Braunschweig
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
"Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020" (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)/ Statistik Stadt Braunschweig
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
meinsiegfriedviertel1.pdf
(171.71 KB)
meinsiegfriedviertel2.pdf
(64.93 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ansatz der GWA wird das Ziel verfolgt, die "Zielgruppen-Brille" abzulegen und alle Bewohner der Nachbarschaft und ihre Bedarfe und Bedürfnisse in den Blick zu nehmen. Bereits vorhandene Strukturen sollen ausgebaut und professsionalisiert werden, Ressourcen gebündelt und für die Nachbarschaft verfügbar gemacht werden. Mit der Schaffung einer "Kümmerer-Stelle" werden Vernetzung, Vermittlung und Beratung in einer Person zusammengefasst, die den "Hut" auf hat, organisiert und koordiniert. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht- interessierte Nachbarn sollen an Prozessen im Stadtteil beteiligt werden und das Angebot mitgestalten. Über gemeinsame Interessen und Tätigkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander der unterschiedlichen Gruppen gestärkt, Vorbehalte abgebaut. Nachbarn erleben sich als selbstwirksam und identfizieren sich dadurch stärker mit ihrem Stadtteil, was wiederum die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement erhöht.
Um voneinander zu lernen, uns auszutauschen, unsere Interessen im Sozialraum wirksam zu vertreten und eine effizientere Unterstützung auf politischer Ebene zu erreichen, schließen wir uns mit anderen GWA-Projekten zusammen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Nachbarschaft das Angebot im Stadtteil/ Bürgerzentrum entsprechend der Bedarfe und Wünsche mitgestaltet und dementsprechend annimmt/ nutzt.
Kriterium
Beschreibung
die räumlichen, fachlichen und ehrenamtlichen Ressourcen gebündelt, durch einen professionellen Kümmerer kanalisiert und für alle Beteiligten verfügbar gemacht werden.d
Kriterium
Beschreibung
nicht der persönliche, soziale oder Migrations-Hintergrund, eine Beeinträchtigung, Alter, etc. im Vordergrund steht, sonder das gemeinsame Interesse an einer Tätigkeit.
Beschreibung
alle Beteiligten für sich einen persönlichen Mehrwert an Wohn- und Lebensqualität durch die Beteiligung/ gemeinsame Tätigkeiten haben.
Beschreibung
es Formate gibt, die einen regelmäßigen Austausch/ voneinander lernen ermöglichen und politische Interessen gemeinsam vertreten werden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nibelungen Wohnbau GmbH/ Braunschweiger Baugenossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat/ Bezirksbügermeisterin/ Koordinator für Nachbarschaftszentren der Stadt BS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kinder- und Familienzentrum St. Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung St. Thomaehof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Stadt befürwortet unsere aktuelle Sozialraumarbeit, erkennt den Bedarf an GWA und hat Standards für Nachbarschaftszentren entwickelt. Eine konkrete Perspektive für finanzielle Unterstützung fehlt bisher. Ziel ist, über eine Professionalisierung und Vernetzung der GWA-Projekte im Rahmen dieser Förderung eine kommunale Anschlussfinanzierung zu erreichen. Ein direkter Kontakt zum Koordinator für Nachbarschaftszentren im Rahmen der Organisation des Bürgerzentrums wird hierfür genutzt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Hier-Gefühl stärken - Nachbarschaft sind wir!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Adalbert Mauerhof
| Funktion | Fachbereichsleiter Verbandsarbeit und Seniorenarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mit Teilhabe und sozialem Zusammenhalt ein zukunftsfähiges und l(i)ebenswertes Quartier gestalten
Projektbeschreibung
Mit einer Förderung für Quartiersentwicklung hat die AWO in den vergangenen Jahren im Stadtteil List-Nordost in Hannover lebendige Nachbarschaftsstrukturen geschaffen, die aus dem Quartier nicht mehr wegzudenken sind: Rund um ein gemeinschaftliches Wohnprojekt für Senior*innen entstanden zahlreiche Begegnungsräume, ehrenamtlich organisierte Angebote sowie verlässliche Unterstützungsmöglichkeiten. Der Schwerpunkt lag anfangs vor allem auf den Bedarfen älterer Menschen. Im Verlauf der Arbeit wurde auch der Wunsch nach generationsverbindenden Angeboten an uns herangetragen. Unsere niedrigschwelligen Angebote und Hilfen während der Pandemie haben deutlich gemacht, wie wichtig die direkten Kontakte in der Nachbarschaft zur Verhinderung von Vereinsamung und zur gegenseitigen Unterstützung für alle Generationen sind. Mit dem Projekt „Hier-Gefühl stärken“ wollen wir alle Anwohnenden im Quartier einbeziehen. Die bisherigen Strukturen, die ehrenamtlichen Gruppen, Nachbarschaftskontakte sowie Netzwerkarbeit werden dabei ausgebaut. Über eine aktivierende Befragung sollen weitere quartiersbezogenen Bedarfe ermittelt, bestehende Beteiligungsformate reflektiert und neue Teilhabemöglichkeiten entwickelt werden. Ziel ist es, unterschiedliche Generationen und Kulturen füreinander zu sensibilisieren und über gemeinsame Themen wie Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe, Bildung und Wohnen den Zusammenhalt zu fördern und Vorurteile abzubauen. Dabei stehen Selbsthilfepotenziale und das Empowerment im Vordergrund, um auch der zunehmenden (Alters)Armut zu begegnen. Der demografische Wandel wie auch die Digitalisierung bringen viele Herausforderungen und auch Chancen mit sich. Mit dem Projekt werden die Bewohnenden bestärkt, sich für die eigenen Belange und die der Nachbarschaft einzusetzen, sich zu solidarisieren und gemeinsam für ein gutes Leben im Quartier einzustehen. Nachbarschaftliche Patenschaften bilden hier einen Schwerpunkt. Durch Präsenz im Stadtteil bei vielfältigen Aktionen (z.B. Rikscha-Fahrten, Tauschtisch) werden Kontakte zu Menschen aufgebaut, die bisher nicht erreicht wurden. Durch Go-Strukturen werden mobilitätseingeschränkte Menschen erreicht und über digitale und analoge Beteiligungsstrukturen eingebunden. Menschen im Quartier sind füreinander da, erfahren Zusammenhalt und erleben eine Stärkung der eigenen Selbstwirksamkeit. In den kommenden drei Jahren soll aus der GWA ein Quartierszentrum erwachsen und zur Wirkungsstätte für alle Menschen im Quartier werden.
Laufzeit
2022-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier liegt nördlich im städtischen Raum der Landeshauptstadt Hannover (LHH: Einwohnende 533.900). In dem Quartier leben ca. 8.500 Menschen. Hierunter sind 15,8% Kinder und Jugendliche, 63,5% Personen mittleren Alters und 20,7% über 60 Jahre, 2,1% sind 85 Jahre und älter. Damit liegt das Quartier im stadtweiten Durchschnitt, auffällig jedoch ist der hohe Anteil der alleinlebenden Anwohnender mit 58% (LHH 54%), insbesondere alleinlebender Senior*innen mit 71% (LHH: 66%). Im Quartier gibt es zahlreiche kleine Wohnungen, was eine hohe Fluktuation mit sich bringt. Die Anonymität und Vereinzelung im städtischen Raum nimmt zu. Aus der Beratung und vorangegangenen Beteiligungsprozessen wissen wir, dass Vereinsamung - nicht nur unter den Älteren - häufig als Problem genannt wird und die vergangenen Pandemiejahre dies verstärkt haben. Zudem gibt es eine hohe Nachfrage an barrierearmen Wohnraum. Fehlende Fahrstühle in den Altbaubeständen erschweren die Teilhabe mobilitätseinschränkter Menschen erheblich. Im Quartier leben etwa 3630 Menschen mit Migrationsgeschichte (35,5% im Vergleich: LHH: 38%) - unter den Senior*innen leicht überdurchschnittlich 24% (LHH 23,2%). Die Transferleistungsquote ist bei Senior*innen leicht überdurchschn. (13,7 %, LHH 10,3%). Das Quartier ist sehr multinational (größte Nationengruppen: Türk*innen, Syrer*innen, Russ*innen und Pol*innen). Von Netzwerkpartner*innen wissen wir, dass Anwohnende wenig Berührungspunkte untereinander haben und fehlende gemeinsame Begegnungsräume beklagen. Das Quartier ist gut an den ÖPNV angebunden; es gibt naturnahe Räume und Einkaufsmöglichkeiten für den tägl. Bedarf, jedoch wenig konsumfreie Räume.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover List-Nord und Groß Buchholz
Beschreibung
Das Projektgebiet erstreckt sich relativ zentral bis nördlich in der Stadt Hannover. Die nördliche Grenze bildet der Mittellandkanal, westlich die Hebbelstraße und östlich der Eulenkamp bzw. die Guerckestraße. Im Süden endet das Quartier mit der Podbielskistraße bzw. der Defreggerstraße. Das Quartier umfasst damit vier Mikrobezirke komplett und drei zum Teil. Ein Mikrobezirk ist aufgrund der dort vorhandenen GWA ausgeklammert; eine verlässliche Kooperation dorthin besteht.
Das Quartier ist ein Wohnviertel, in äußerster Randlage zu einem belebten Stadtteil Hannovers. Bei den Quartiersbegehungen wurde deutlich, dass tagsüber wenig Leben auf der Straße, an öffentlichen Plätzen oder in den zwei Cafés stattfindet. Es bieten sich wenig Möglichkeiten für zufällige Begegnungen, bei denen man mit anderen Menschen ins Gespräch kommt, ohne sich vorher verabredet zu haben. Es gibt kaum konsumfreie Verweilräume.
Einwohnerzahl
8500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung (Einwohnerzahl wurde durch uns reduziert, da die Mikrobezirke nicht mit den gewählten Quartiersgrenzen übereinstimmen)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LHH Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
LH Hannover, Koordinierungsstelle Sozialplanung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartierskarte_osm.jpg
(249.33 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir verfolgen mit dem Projekt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit, da wir durch das Projekt aktiv auf die Quartiersbewohner*innen zugehen und Ermöglichungsräume bieten, eigene Wünsche und Ideen zu verfolgen. Wir unterstützen dabei alle Schritte von der Bedarfsermittlung, der kreativen Ideengewinnung bis zur Umsetzung. Dabei werden die Selbsthilfepotentiale gefördert und Wege aufgezeigt, sich im Quartier aktiv einzubringen. Das Projekt wirkt damit ganzheitlich auf die Menschen vor Ort und verbessert soziale Teilhabemöglichkeiten, die gesundheitliche Prävention und Wohn- und Versorgungssituation. Durch die verschiedenen Maßnahmen wird Selbstwirksamkeit erlebt und eine stärkere Identifikation mit dem Quartier gefördert. Dabei wird die individuelle Sichtweise mit den Strukturen vor Ort in Verbindung gebracht. Durch die vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten wird Toleranz und der soziale Zusammenhalt gefördert. Darüberhinaus werden konkrete Verbesserungen für Einzelne und den Sozialraum angestrebt. Die feste Ansprechpartnerin vor Ort ist dabei eine verlässliche Koordinatorin, die Impulse schafft und als Ermöglicherin fungiert. Mit dem Aufbau von Vernetzungsstrukturen wird das Projekt nachhaltig gesichert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Angebote von Menschen verschiedener Generationen, Nationalitäten, Milieus wahrgenommen werden; wenn unterschiedl. Generationen ihre Ressourcen anderen Generationen zur Verfügung stellen; die erreichte Zielgruppe divers ist
Beschreibung
Menschen erreicht werden, die bisher nicht erreicht wurden; Menschen die Möglichkeiten wahrnehmen, eigene Bedürfnisse und Ideen zu formulieren und ihre eigenen Anliegen verfolgen; wenn Selbstwirksamkeit erlebt wird
Kriterium
Beschreibung
Quartiersforum sich etabliert; Kooperation mit Wohnungsunternehmen etabliert ist; in der Zusammenarbeit mit den bestehenden Netzwerken Projekte umgesetzt und Anliegen bearbeitet werden
Kriterium
Beschreibung
Rikscha für Begegnung genutz twird; Nachbarschafthilfe etabliert ist; Ehrenamtliche sich engagieren; Patenschaften etabliert sind; Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten sich begegnen
Beschreibung
Netzwerkpartner*innen aus Kommune und Verwaltung aktiv mitarbeiten, da der Mehrwert für die Kommune sichtbar ist; die Kommune die QE als ein Standort für ein Quartierszentrum fördert
Kriterium
Beschreibung
Ehrenamtliche sich engagieren; das Quartiersforum sich für die Belange der Menschen im Quartier einsetzt; Selbstwirksamkeit erlebt wird; Nachbarschaftshilfe aktiv ist und Hilfe zur Selbsthilfe leistet
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunaler Seniorenservice, Netzwerk für Senioren, Seniorenbeirat (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wohnungsunternehmen (Genosssenschaft Kleefeld-Buchholz, Ärzteversorgung) (besteht zum Teil, wird intensiviert und erweitert)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum, Pflegedienst, Kindertagesstätte (bestehen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksbürgermeister,Stadtbezirksmanager(in) (besteht, durch personelle Wechsel muss der Kontakt aber wieder neu aufgebaut werden)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Käthe-Kollwitz-Gymnasium (angestrebt), Gebr.Grimm-Grundschule (angestrebt)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MiSO - MigrantInnenSelbsthilfe-Netzwerk Hannover e.V. (angestrebt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KIBIS Kontakt- und Beratungsstelle Selbsthilfe (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Internationaler Elterntreff (besteht)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gethsemane Gemeinde (angestrebt)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekte wird mit Kooperationspartner*innen umgesetzt und ist so angelegt, dass diese von den Einrichtungen weitergeführt werden. Erfahrung von Selbstwirksamkeit in der ehrenamtl. Tätigkeit stärkt dauerhaftes Engagement und schafft eine langfristige Perspektive. Das Jugend- und Sozialdezernat der LHH hat das Thema „alter(n)sgerechte Quartiersentwicklung“ in das Stadtentwicklungsprogramm „Mein Hannover 2030“ aufgenommen und der FB Senioren plant mit den Verbänden Quartierszentren aufzubauen.
11. Medien
Galerie
Videos
bratapfelessen.jpg
(636.52 KB)
hoffest_2021.jpg
(1.46 MB)
drehorgelspaziergang_2020.jpg
(1.4 MB)
besuch_schulgarten_1.jpg
(3.71 MB)
ausstellungschnecken_2021.jpg
(791.52 KB)
awoclub_gks.jpg
(113.41 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Multifunktionshaus für die Stadt Fürstenau
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Thomas Wagener
2. Kurzbeschreibung
Multifunktionshaus "Alles unter einem Dach"
Projektbeschreibung
Das Multifunktionshaus Fürstenau (Arbeitstitel) unterscheidet sich von den erfreulicherweise vielerorts entstehenden Dorfläden oder Regionalkaufhäusern durch die Vielfalt der Projektziele. Unbestritten ist eine wesentliche Säule des Projekts die Stärkung des Fürstenauer Stadtkerns als Handels-, Wohn- und Aufenthaltsort durch die Frequenzsteigerung in der Großen Straße, die mit dem Regionalkaufhaus verbunden ist. Hier haben lokale und regionale Anbieter, Handwerker, Gewerbe- und Hobbytreibenden einen Marktplatz für Produkte und Dienstleistungen, der auch als Ersatz für in der Corona-Krise entgangene Märkte und Ausstellungen dienen kann. Ortsansässige und Händler und Handwerker erhalten somit eine Präsenz im Stadtkern. Die Kunden erhalten ein attraktives Angebot von 60-80 Produzenten. In den verbundenen Räumlichkeiten werden soziale Angebote und Beratungsmöglichkeiten (AOK, Pflege- und Seniorenstückpunkt, Rentenberatung, Finanzamt, Orthopädiegeschäft, Gemeinnützige Werkstätten etc.) vorgehalten, womit das Projekt der originären Daseinsvorsorge dient. Auch Start-Ups erhalten hier geeignete Bedingungen zur Prüfung ihrer Marktfähigkeit. Das touristische Angebot wird durch die Ausweitung der Servicezeiten, die durch die Öffnungszeiten des Multifunktionshauses ergänzt werden, deutlich ausgeweitet. Das Repair-Café ist nicht nur nachhaltig i. S. d. der Vermeidung von Abfällen, sondern dient auch der Vernetzung unterschiedlicher Alters- und sozialer Gruppen. Der Nachhaltigkeitsgedanke findet sich auch durch den Verkauf regionaler und Bioprodukte wieder. Auch die Vereine werden sich durch Angebote und Veranstaltungen in den Räumen des Multifunktionshauses wiederfinden und stärken in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur Fürstenau damit das Ehrenamt, das in ländlichen Strukturen wesentliche Bedeutung hat, aber wie überall unter Nachwuchssorgen leidet. Letztlich wird das Projekt durch niederschwellige Angebote wie eine „Wo drückt der Schuh“-Tafel, „Ideenschmiede“ oder Suche-Finde-Biete-Tafel Alltagsbedeutung erhalten. Für Touristen und Gäste ist das Multifunktionshaus durch sein Beratungsangebot erster Anlaufpunkt. Neben den touristische Tipps erhalten Sie einen Lieferservice für Produkte, die nicht sofort mitgenommen werden können.
Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt, der Werbegemeinschaft, des Stadtmarketingvereins und vieler ehrenamtlich Engagierter. Das Projekt wird mit der Vielfalt der Akteure und deren Ideen weiter wachsen.
Laufzeit
2021-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtkern Fürstenaus befindet sich im Wandel. Während auch hier der klassische Einzelhandel schwindet, nehmen Wohnnutzungen zu. Dabei steigt der Anteil der älteren Bevölkerungsgruppe an. Gerade diese erwartet jedoch soziale Strukturen und Nahversorgungsangebote in unmittelbarer Nähe, die nicht mehr vorhanden sind. Vormals inhabergeführte Einzelhandelsstandorte werden nicht wieder besetzt. Es kommt zu Gewerbeleerständen im Stadtkern, dessen Bedeutung als Einzelhandelsstandort abnimmt. Durch zurückgehende Besucherfrequenz wird der Standort auch für die Gastronomie uninteressanter. Mit dem Angebot würde die Besucherfrequenz steigen, ohne Frequenz werden aber keine Angebote entwickelt. Mit dem Projekt sollen also die Angebotslücken in der Innenstadt geschlossen und gleichzeitig ein so umfangreiches Angebot entwickelt und vorgehalten werden, dass es zu spürbar steigenden Besucherzahlen in der Innenstadt kommt.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Fürstenau - Innenstadt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Rahmen des Projekts wurde ermittelt, welche Problemlagen im Stadtgebiet Fürstenaus (ohne Stadtteile) vorhanden sind. Diese liegen im Wandel des Stadtkerns weg von dem klassischen Einzelhandelsstandort. In der Innenstadt nimmt die Wohnnutzung eine immer größere Bedeutung ein. Dabei spielt die Gruppe der über 65jährigen eine zunehmende Rolle. Gerade diese hat aber auch besondere Ansprüche an ihre Lebensumgebung, die ebenfalls wachsen müssen. Insbesondere Dinge des täglichen Bedarfs ebenso wie der soziale Austausch und die Freizeitgestaltung müssen im direkten Lebensumfeld verfügbar sein. Dies nicht nur vor dem Gedanken fehlender Mobilität, sondern auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Hier setzt der Gedanke des Multifunktionshauses an. Wenn Nahrungsmittel und andere Produkte vor Ort produziert werden, müssen sie auch vor Ort verfügbar sein. Das Multifunktionshaus übernimmt dabei eine Nahversorgungsfunktion. Und dies nicht nur für Dinge des periodischen und aperiodischen Bedarfs, sondern auch für Beratungsbedarfe z. B. in besonderen Lebenslagen. Gleichzeitig soll der Ort für soziale Angebote wie Kurse, Probier- oder Leseabende etc. etabliert werden.
Durch das hochwertige und hochfrequentierte Angebot wird das Quartier sowohl in seinen Funktionen als Wohnstandort wie auch als Gewerbestandort gestärkt und wirkt sich dadurch positiv auf die Gesamtzahl seine Nutzer aus.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die beantragte Förderung versteht sich als Anschubfinanzierung. Langfristig soll sich das Projekt finanzieren über die Vermietung von Regal- und Büroflächen, Zuschüsse der Stadt zur Kulturförderung und der Samtgemeinde zur Stärkung des Tourismus.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
fuerstenau_aufsteller.jpg
(625.62 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Haus der Begegnung Bad Lauterberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Marie Henners
| Organisation | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. RV Südniedersachsen |
|---|---|
| Funktion | Fachbereichsleitung Integration |
2. Kurzbeschreibung
Nachhaltig soziale Infrastruktur schaffen/ stärken, in einer Region mit schwacher Infrastruktur.
Projektbeschreibung
Das Haus der Begegnung stellt eine wichtige Anlaufstelle dar. Durch Angebote, zum Einen in der zentralen Anlaufstelle zum Anderen aber auch verteilt im gesamten Sozialraum der Stadt und den dazugehörigen Dörfer, werden die Bewohner:innen bei der aktiven Gestaltung der Nachbarschaft unterstützt.
Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung von wirtschaftlich benachteiligten Menschen durch Beratung & Vermittlung, Begleitung von Angeboten wie dem Kleider-Shop oder der Tafel und Schaffen eines Zusammenhangs insbesondere auch in Zeiten der Pandemie. Dies gilt für Neuzugewanderte & Alteingesessene. Ein anderer Schwerpunkt ist aufgrund des Bedarfs die Arbeit mit älteren Menschen. Nach Möglichkeit werden Zielgruppenübergreifende Angebote gemacht und durch Begegnung Vorurteilen entgegengewirkt sowie Zusammenhalt gestärkt. Bestehende regelmäßige Angebote in Kooperation mit dem Kinderschutzbund wie das Montagscafé, die Eltern-Kind-Gruppe sowie Veranstaltungen sollen unter angepassten Hygienemaßnahmen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Der Bedarf nach Kontakt ist trotz oder gerade wegen der Verbreitung des neuartigen Corona-Virus groß.
Auch wenn es nun feste Räumlichkeiten für das Projektteam gibt, sollen Angebote und Aktivitäten nach wie vor auch im Sozialraum verteilt stattfinden, um möglichst viele Menschen zu erreichen und das Gemeinwesen an sich zu stärken. Das Haus der Begegnung wird von verschiedenen (Selbsthilfe-)Gruppen und Vereinen genutzt.
Insgesamt wird durch das Schaffen von Begegnungsanlässen und daraus resultierenden weiteren Aktivitäten die Lebensqualität der Menschen steigen, sodass der Ort und die Region trotz der Folgen des demografischen Wandels und vorhandener Armut lebenswert ist.
Laut Robert-Koch-Institut "[bestimmen] nach wie vor [...] soziale Ungleichheiten die Entwicklung von Gesundheit und Lebenserwartung in Deutschland". In einen Kurort wie Bad Lauterberg kommen somit paradoxerweise einerseits Menschen, um ihre Gesundheit zu verbessern, und zum anderen leben dort Menschen, deren Gesundheit aufgrund von Armut massiv leidet.
Ein gut funktionierendes Gemeinwesen hat präventiven Charakter, kann soziale und politische Teilhabe ermöglichen und dadurch die Demokratie stärken. Diesen Effekt strebt dieses Projekt an. Das notwendige Engagement wird von den Projektmitarbeiterinnen vorgelebt und unterstützt. Es braucht die räumliche Anlaufstelle & das gut vernetzte Personal zur Unterstützung des Gemeinwesens& insbesondere wirtschaftlich Schwachen.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Bad Lauterberg lebt ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Menschen in Armut, laut Statistik bereits vor Corona fast jedes vierte Kind und jeder sechste Erwachsene.
Seit Beginn des Projekts wurden zwei Personen der ehemals rein ehrenamtlich organisierten Anlaufstelle hauptamtlich für die Gemeinwesenarbeit angestellt. So konnte diese Anlaufstelle, die eine wichtige Funktion in den örtlichen Strukturen füllt, da sie viele Konflikte entschärfen konnte bzw. dazu beiträgt, dass sie sich gar nicht erst soweit entwickeln, aufrecht erhalten und stetig professionalisiert werden. Durch vernetztes Arbeiten werden Bedarfe erfasst und Lösungen gefunden. Wohnungslose und anderweitig von Armut betroffene Menschen vertrauen dem Team des Hauses, da durch die niedrigschwellige Ansprachemöglichkeit bereits viele Probleme adressiert, im Sozialraum thematisiert und gelöst werden konnten. Die Ausgabe der Tafel in den Räumlichkeiten ist ein Beispiel für niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten und Bedarfsermittlung.
Ende 2019 konnten nach mehrjähriger Verzögerung endlich die Räume in der ehemaligen Lutterbergschule im Zentrum von Bad Lauterberg bezogen werden. Im selben Gebäude befindet sich auch das Jobcenter und langfristig ist auch der Einzug des Familienzentrums des Jugendhilfeträgers Manyways anvisiert. Diese Räumlichkeiten sind aufgrund Lage und Größe ideal als Anlaufstelle. Im Haus der Begegnung gibt es einen größeren Raum, in dem verschiedene Gruppenaktivitäten stattfinden sowie ein Büro für Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten und einen kleineren Raum für individuelle Beratung. Das Haus der Begegnung eignet sich gut als Basis für vernetzte, sozialraumorientierte Arbeit.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bad Lauterberg
Beschreibung
In kleineren Städten und Orten sind gesellschaftliche Merkmale wie wachsende Einkommensunterschiede ebenso vorhanden wie in großen Städten. Sie manifestieren sich jedoch häufig weniger durch Segregation kompletter Viertel oder Stadtteile sondern maximal durch einzelne Straßen oder Gebäudekomplexe. Da unsere Zielgruppen (wirtschaftlich schwache, neuzugewanderte Menschen und ältere Menschen) keine in sich homogene Gruppe sind und nicht kompakt im Umkreis des Haus der Begegnung sondern viel mehr in der ganzen Stadt und auch auf die dazugehörigen Dörfer verteilt wohnen, ist eine räumliche Abgrenzung im Sinne von einem Quartier mit bestimmten dazugehörigen Straßen(-zügen) schwierig. Nicht jedes Dorf oder jeder Stadtteil ist ein in sich geschlossener Sozialraum, weil beispielsweise Bildungseinrichtungen zentral besucht oder Einkaufsmöglichkeiten nur im Hauptort der Kommune vorhanden sind. Dort befindet sich auch der Schwerpunkt der Projekttätigkeiten mit dem Haus der Begegnung in der Bahnhofstraße 10. Dort finden Veranstaltungen und Angebote von und mit Netzwerkpartner:innen statt, die zum Teil vom Team begleitet und unterstützt aber nicht federführend durchgeführt werden und zum Teil federführend vom HdB-Team organisiert werden. Weitere Veranstaltungen wie der "Tag der Vielfalt" im September finden auf öffentlichen Plätzen oder in Räumlichkeiten von Kooperationspartner:innen stattfinden. Das Projektgebiet umfasst also den gesamten Sozialraum der Kleinstadt Bad Lauterberg und verschiedene Räume innerhalb dessen. Teilnehmer:innen reisen zum Teil auch aus den umliegenden Dörfern an. Durch das Nutzen verschiedener Räume kann auch der Wahrnehmungs- und Bewegungsradius der Bewohner:innen geweitet werden. Insgesamt hat die Stadt Bad Lauterberg und die dazugehörigen Dörfer und damit auch das geografische Projektgebiet (Stand Juli 2019) zwar 10 290 Einwohner:innen, dennoch geben wir oben weniger als 5000 an. Da wir zwar theoretisch für alle diese Menschen ansprechbar sind und mit ihnen gemeinsam für das Gebiet etwas bewegen möchten, jedoch realistischerweise nicht alle erreichen oder zeitgleich in den Fokus nehmen können. Selbst die 5000 sind nicht alle Teil der schwerpunktmäßigen Zielgruppen, aber leben de facto im Projektgebiet.
Einwohnerzahl
5000
Quelle / Anmerkungen
https://www.badlauterberg.de/fileadmin/user_upload/leben/Haushaltsplan_2020/Haushaltsdaten/2_-_Einwohnerzahlen.pdf
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
In Bad Lauterberg bei 5,5%: https://www.komsis.de/goe-si/de/profile/SI-40561 In Niedersachsen bei 5,1%: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36651/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-nach-bundeslaendern/ In Deutschland bei 5,2%: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
23
Anmerkung
Einwohner:innenzahl in der Stadt Bad Lauterberg im Harz ist stetig rückläufig. Im Durchschnitt findet pro Jahr aktuell ein Rückgang um 0,7 % statt. Stetiger Rückgang aufgrund Abwanderung junger Menschen. Leichte Stagnation durch Zuwanderung in den letzten Jahren. Vorbericht zum Haushaltsplan der Stadt Bad Lauterberg im Harz für das Haushaltsjahr 2020, S. 40 https://ratsinfo.kdgoe.de/ratsinfo/badlauterberg/871/Vm9yYmVyaWNodF8yMDIwX3VuZF9LZW5uemFobGVuLnBkZg==/12/n/12453.doc Seite 33 In Deutschland gut 23% über 60 Jahre, knapp 18% über 65. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
Tendenz steigend u.a. durch Pandemie und durch Tendenz, dass Kindern von Transferleistungsempfänger:innen ebenfalls den Einstieg in den Arbeitsmarkt nur schwer oder gar nicht finden, laut Aussage vom örtlichen Jobcenter.
https://www.badlauterberg.de/fileadmin/user_upload/leben/Haushalt_2021/17_-_Haushaltssicherungsbericht_und_Konzept_2021.pdf
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Armutskonferenz-warnt-vor-wachsender-Armut-durch-Corona,aktuellhannover8266.html#:~:text=Die%20Landesarmutskonferenz%20Niedersachsen%20warnt%20davor,der%20Corona%2DPandemie%20versch%C3%A4rfen%20k%C3%B6nnte.&text=Bereits%20jetzt%20sei%20fast%20jeder,Prozentpunkt%20auf%2016%20Prozent%20gestiegen.
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
https://www.statistik.niedersachsen.de/startseite/presse_service/presse/presse_archiv/armutsgefahrdung-in-niedersachsen-2019-hoher-als-in-den-vorjahren-191469.html
https://www.gruene-osterode.de/archiv/kommunalwahl-2011-gemeinden-und-landkreis-osterode-am-harz/stadt-bad-lauterberg/buergermeisterwahl/expand/356847/nc/1/dn/1/
Sowie Medienberichte und die Wahrnehmung vor Ort, dass die Situation durch die Pandemie und die wachsende Einkommenskluft in der Gesellschaft verschärft wird.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
haus_der_begegnung1.pdf
(652.14 KB)
haus_der_begegnung2.pdf
(172.83 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch das Projekt wurden bestehende Angebote mit den notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen ausgestattet. So werden weiterhin soziale Aktivitäten und zielgruppenorientierte (Beratungs-)Angebote durchgeführt und bei Bedarf erweitert und angepasst. Damit weiterhin, und verstärkt durch Begegnung und Austausch, ein Kennenlernen ermöglicht und Vorurteile abgebaut werden, braucht es eine gezielte Unterstützung. So sollen Akzeptanz und Verständnis zu einem guten Zusammenleben beitragen und Präventionsarbeit leisten. Indem Menschen eine sinnvolle Beschäftigung durch das Einbinden in die Gemeinwesenarbeit gegeben wird, beugt das Einsamkeit, Chancenlosigkeit und Konflikten vor. In Bad Lauterberg sowie in der gesamten dezentralen Region im Harz konnten rechte Ideologien in den vergangenen Jahren an Einfluss gewinnen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken sind die oben beschriebenen Ansätze von grundlegender Bedeutung. Bewohner:innen bekommen dadurch neue Perspektiven und werden an Wege der politischen Mitbestimmung erinnert oder lernen sie erstmals kennen. Im direkten Kontakt mit den Menschen sind bei einigen bereits Zeichen für eine ins positive veränderte Wahrnehmung von Situationen, Mitmenschen und Strukturen erkennbar. Das wirkt sich dann wiederum positiv auf ihren eigenen Alltag aus, weil neue Kontakte entstehen oder sich andere Perspektiven entwickeln. Der beste Hinweis, dass die Arbeit Früchte trägt und stabil aufrecht erhalten werden sollte.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Persönliches Netzwerk und Vertrauen zueinander wird für Stärkung der Zusammenhalt in der Nachbarschaft und die Teilhabe aller Bewohner:innen genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Von Wohnungslosigkeit bedrohte oder betroffene Menschen erhalten die notwendige Unterstützung und eine menschenwürdige Unterkunft.
Kriterium
Beschreibung
Stabile und zielgerichtete Angebote und Aktivitäten Ergebnis der Kooperation im Netzwerk sind.
Kriterium
Beschreibung
Es wird sowohl strategisch und langfristig gemeinsam geplant, als auch kurzfristige Unterstützung zum Wohle der Bewohner:innen gemeinsam organisiert.
Kriterium
Beschreibung
Einsicht, dass eine starke Nachbarschaft nicht automatisch entsteht, sondern geschaffen werden muss. Die Menschen in der Nachbarschaft sind miteinander verbunden und füreinander da.
Beschreibung
Gemeinsam mit dem Netzwerk eine soziale Infrastruktur entwickelt wurde, die sicherstellt, dass wohnungslose & arme Menschen gut unterstützt & nicht aufgrund von "Nicht-Zuständigkeiten" oder mangelhafter Absprachen nicht ausreichend unterstützt werden.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Vitalis plus/ abw
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Senior:inneneinrichtungen Cursana, Kuranum, Abendfrieden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pastor:innen Andreasgemeinde und Paulusgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Manyways Familienzentrum
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Haus der Begegnung soll als wichtiger Teil der kommunalen Strukturen langfristig Bestand haben. Es soll durch eine Grundfinanzierung aus öffentlichen Geldern (Landkreis & Stadt) sowie eine Mietumlage auf alle Akteur:innen je nach Möglichkeit & Spenden finanziert werden. Bereits jetzt sind Stadt und Landkreis mit einer anteiligen Finanzierung dabei. Da es freiwillige Leistungen sind, ist das Budget noch begrenzt. Weitere Förderungen wie bspw. des BAMF wurden für Einzelmaßnahmen beantragt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Begegnungsstätte Netzwerk Rammelsberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ursel Ballin
| Funktion | Heimleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Soziale Teilhabe im Quartier Rammelsberg mit ganzheitlichen, vernetzten Versorgungsangeboten im Bereich Beratung, Kultur, Pflege und Betreuung
Projektbeschreibung
Der Theresienhof Goslar (THH) in Trägerschaft der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn) bietet etablierte Strukturen im Bereich Pflege u. Betreuung mit perspektivisch 144 stationären Pflegeplätzen, 20 Servicewohnungen u. einem großen Außenareal. Darauf aufbauend soll die Begegnungsstätte Netzwerk Rammelsberg (BGS NR) erschaffen werden, um als Sozialtreff Raum für soziale Teilhabe, vereint mit Angeboten aus den Bereichen Beratung, Kultur, Pflege u. Betreuung zu bieten. Ziel ist die Implementierung u. der Aufbau eines zentralen Sozialraums zur Gewährung von Teilhabe im Alter unabhängig von sozialer Herkunft, gesundheitlichen Voraussetzungen u. bestehenden geistigen o. körperlichen Einschränkungen in einem verlässlichen sektorenübergreifenden Versorgungsnetzwerk im Quartier Rammelsberg, in generationsübergreifenden Settings u. in Ergänzung zu etablierten, aber isolierten Angeboten.
Handlungsfeld | SOZIALES: Teilhabe u. Integration schaffen
Handlungsfeld | PFLEGE: Aufbau Dienstleistungs-Hub Teil I
Handlungsfeld | WOHNEN: Entwicklung Dienstleistungs-Hub Teil II
Soziale Teilhabe im Alter: vernetzt und nachhaltig gestalten – inhaltliches Kernziel des Projekts ist die Schaffung eines breiten Teilhabeangebots für ältere Menschen im Quartier. Eingedenk eines ganzheitlichen Teilhabeansatzes, der barrierefreie Zugänge zu kulturellem u. sozialem Miteinander, lebenslangem Lernen sowie bedarfsgerechter Unterstützung u. individueller Beratung umfasst, bietet die BGS NR idyllisch gelegen am Weltkulturerbe Rammelsberg Goslar auf dem Gelände des THH zukünftig einen idealen Ort zur Bündelung und Zentralisierung von Angeboten für die Nachbarschaft u. Interessierte. Ausgehend von den bereits etablierten Pflege- u. Betreuungsangeboten des THH für ältere Menschen werden diese in drei Handlungsfeldern durch Sozial-, - Pflege- und Wohnangebote in Kooperation mit Netzwerkpartner:innen im Quartier ergänzt.
Die zentral koordinierten Angebote erzielen durch die breite Ansprache innerhalb der Nachbarschaft wünschenswerte soziale Effekte: Ältere Menschen erfahren soziale Teilhabe u. Integration, Bürger:innen erhalten einen attraktiven Sozialraum und generationsübergreifende Angebote. Ergänzt wird das Projekt durch die Zugriffsmöglichkeiten auf die intersektoralen, Sozialgesetzbücher-übergreifende Unterstützungsangebote u. passgenauen Beratungsangebote seitens des THH und Netzwerkpartner:innen im Quartier.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der demografische Wandel spiegelt sich auch in der Altersstruktur der Bevölkerung im LK Goslar wieder. So ist die Gruppe der über 75-jährigen mit einem Anteil von 13,7 % deutlich älter als der nds. Durchschnitt. Ein daraus resultierender Effekt für die Silver Society u. ein relevantes gesellschaftliches Phänomen ist Einsamkeit u. soziale Isolation. Diese Tendenz wird mit dem Eintritt in den Ruhestand der Babyboomer-Generation verstärkt. In Goslar ist der Anteil an vollstationären Pflegeplätzen von 2012 bis 2020 um 37% gestiegen, wobei adäquate u. kombinierte Wohnformen für selbstbestimmtes Leben im Alter mit u. ohne Pflegebedarfe fehlen. Darüber hinaus ist das Projektgebiet in einer deutlich abgegrenzten städtischen Randlage mit fehlender Infrastruktur u. schlechter Nahversorgung. Auch das Gelände um den THH ist bisher als anonyme Freifläche mit Defiziten in der Aufenthaltsqualität zu kategorisieren. Durch die hervorgerufene Wahrnehmung als wenig attraktives Wohnumfeld ist das Fehlen von Einrichtungen mit Treffpunkt-Charakter zu verzeichnen. Im Zuge des Wegfalls gewohnter Sozialräume bedingen z.B. Krankheiten o. Behinderungen, Mangel an sinnstiftenden Aufgaben, eingeschränkte Mobilität u. Single-Dasein eine fortschreitende Alterseinsamkeit. Dies resultiert in einer geringeren Lebensqualität der Betroffenen u. in wesentlich höheren Gesundheitskosten für die Gesellschaft. Lösungen bieten das ehrenamtliche Engagement, die Teilnahme an kulturellen und offenen Freizeitangeboten u. der Zugang zu nachbarschaftlichen Netzwerken als Teilhabemöglichkeiten. Diese Angebote finden sich z.Z. kommunal im Projektgebiet in isolierten Ansätzen wieder.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Goslar Rammelsberg
Beschreibung
Primäres Projektgebiet: Beginnend am Theresienhof gehört das Areal links zwischen der Rammelsberger Str. und der Clausthaler Str. in das Projektgebiet und grenzt es nach Westen hin ab. Richtung Norden ist der gesamte Bereich rechts der Clausthaler Str. Teil des Gebietes. Die Clausthaler Str. geht im Norden über in die Wasserbreeke und kreuzt Nord-Östlich die Straße am Stollen. Richtung Süden ist das gesamte Gebiet von Nord-Osten, Osten bis Süd-Osten links von Am Stollen Teil des Projektbietes. Am Stollen Endet am Fuß des Rammelsbergs, der im Süden das Projektgebiet begrent. Im Süd-Westen ist die gesamte Straße am Rammelsberg links- und rechts-seitig Teil des Projektgebietes.
Einwohnerzahl
2000
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
anhang_3_-_projektgebiet.png
(3.45 MB)
anhang_4_-_projektgebiet_1.pdf
(661.69 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch den Aufbau der Begegnungsstätte Netzwerk Rammelsberg im Quartier Rammelsberg schaffen wir eine Anlauf- und Vernetzungsstelle vor Ort für alle Bürger:innen im benannten Stadtteil. Durch die Schaffung von konkreten Beratungs-, Kultur-, Bildungs-, Pflege- und Betreuungsangeboten fördern wir die Verstetigung stabiler Sozialstrukturen und Stabilisieren die Lebensbedingungen vor Ort. Durch die Beteiligung und das Mitwirken der Bürger:innen fördern wir Partizipation und erreichen soziale und gesellschaftliche Teilhabe. Durch die Installation und die Etablierung eines sektorenübergreifendes, generationsübergreifendes und zielgruppenübergreifendes Versorgungsnetzwerk kooperieren unterschiedliche Player, wie z.B. Kommune, Wohlfahrtsverbände, kirchliche Einrichtungen, Initiativen etc. dimensions- und hierarchieübergreifend zum Wohle der Bewohner:innen. Wir initiieren und begleiten innovative soziale Projekte aus den unterschiedlichen Handlungsfeldern (Soziales, Wohnen, Pflege). Die Begegnungsstätte mit einem Bistro und Multifunktionsraum aktiviert das Stadtteilleben und führt zu einer Imageverbesserung nach innen und außen. Wir sind die niederschwelligen und nahbaren Ansprechpartner:innen für die Bewohner:innen des Rammelsbergs. Wir gestalten ein lebendiges und nachhaltiges Netzwerk, in dem Menschen im Mittelpunkt stehen, Halt und Unterstützung finden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bei allen strategischen und planerischen Schritten im Aufbau der Begegnungsstätte werden Bewohner:innen in den Entscheidungsprozess eingebunden und aktiv beteiligt. Wünsche und Anregungen werden ernstgenommen und beachtet.
Kriterium
Beschreibung
Der Theresienhof Goslar ist in Trägerschaft der Evangelischen Stiftung Neuerkerode und hat somit Zugriff auf soziale Dienstleistungen des Netzwerkes. Wir binden die Suchthilfe und ambulante Altenhilfe aktiv ein und weiten das Netzwerk aus.
Kriterium
Beschreibung
Die Begegnungsstätte und der Multifunktionsraum sind ein räumlicher zentral gelegener Ort und nutzbar für alle Interessierten. Bewohner:innen wissen Bescheid, kommen und gehen, fühlen sich wohl, nehmen Angebote an & leben soziale Teilhabe aktiv vor Ort.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakoniestation Harz-Heide gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Steuerungsgruppe der Gesundheitsregion im Landkreis Goslar
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alzheimer Gesellschaft Goslar
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Diakonie
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Sicherstellung der nachhaltigen Verankerung u. der Transfer der Projektergebnisse sowohl intern als auch extern an weitere Interessierte (andere Träger der Sozialwirtschaft, Kommunen u. Netzwerkpartner:innen) ist ein wesentliches Projektziel. Das Projekt fungiert zunächst als Pilot mit dem Ziel, neue Wege zur sozialen Teilhabe im Quartier Rammelsberg zu erproben und Refinanzierungsmöglichkeiten zu eruieren mit einer anschließenden Verstetigung in der regionalen Versorgungslandschaft.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bunt zusammengesetzt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Barbara Weissenborn
| Organisation | Sprotte e. V. |
|---|---|
| Funktion | Geschäftsführerin |
2. Kurzbeschreibung
Ein interkultureller und intergenerativer Treff-Garten mit Pavillon für die Lehmwandlung
Projektbeschreibung
Schaffung eines öffentlichen Platzes der Begegnung zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts durch Aufwertung einer vorhandenen Sitzgruppe an der Hauptstraße der Lehmwandlung als selbstgenutzter und angeleiteter Treffpunkt für Menschen aus dem Quartier. Als Gemeinschaftsprojekt soll die bisherige Fläche mit Sitzgruppe nach einer Planphase mit Ideen und unter Beteiligung der Bewohnenden ertüchtigt werden. Nach der gemeinsamen Umgestaltung als Phase des gemeinsamen Kennenlernens sollen dort neben den bisher überwiegend selbstorganisierten Treffen Angebote für Kinder- und Jugendliche, Erwachsene und Ältere aus allen Kulturen stattfinden, gemeinsame und spezifische Angebote, kreative und gärtnerische, aber auch gesundheitssportliche Treffen sollen Menschen erreichen, die bisher kaum oder schwer Zugang in das Begegnungszentrum finden und auch die große Sport-und Freizeitfläche im Gebiet nicht nutzen. Hauptamtliche Sozialarbeitende, Erziehende und Fachkräfte aus der Senioren-/Begleitungsarbeit werden "aufsuchend" vor Ort sein, anlassbezogen für Beratung zur Verfügung stehen, an den selbstorganisierten Treffen teilnehmen und diese auffordernd unterstützen, um die bereits gebildeten Nutzendengruppen aufzulockern, neue Nachbarschaftsgruppen zu ermöglichen, Konflikten abzubauen und Integration der verschiedenen Bevölkerungs- und Interessengruppen im Quartier zu verbessern und durch die stärkere, organisierte Nutzung das Wohnumfeldes verbessern und kriminalpräventiv wirken.
Mit diesem Projekt setzt der Sprotte-Verein eine Anregung aus der Bewohnerschaft, vor allem aus dem zahlreichen Geschosswohnungsbau um, die im Corona-Jahr die Bedeutung öffentlicher Aufenthaltsorte an der frischen Luft als neue Möglichkeit des Zusammentreffens für sich entdeckt haben und sich aus nachvollziehbaren Gründen z. B. eine Überdachung wünschen, um diesen Platz wetterunabhängig nutzen zu können. Der Verein wiederum möchte den Ort nutzen, um offensiv neue Kontakte mit und unter den Bewohnenden zu knüpfen und das Aktions-und Beratungsangebot niedrigschwellig auszubauen. Außerdem soll durch die Nutzung und Pflege der gemeinschaftlichen Fläche ein besseres Bewusstsein für Verantwortung im Wohnumfeld entstehen. In einer ersten Phase sollen über verschiedene Beteiligungsmethoden die Bewohnenden an der Planung beteiligt werden, danach der Umbau gemeinschaftlich stattfinden und die Fläche für alle gleichberechtigt nutzbar gemacht werden
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In einem BiWAQ-Projekt wurden 2017 auf einer Grünfläche (85 m²) an der Hauptstraße des Quartiers eine offene Sitzecke mit Tisch und Bänken und zwei Gemeinschaftsbeete angelegt, die über die Jahre durch ehrenamtliche Pflege des Sprotte e.V. erhalten werden konnten und von unterschiedlichen Kultur- und Altersgruppen zu verschiedenen Zeiten genutzt wird. Im Corona-Jahr 2020 kam diesem Platz vor allem für die zahlreichen Bewohnenden des Quartiers aus den Wohnungen des Geschosswohnungsbaus als Corona-gerechter Aufenthaltsplatz eine besondere Bedeutung zu. Viele Wohnungen sind stark belegt, verfügen über kleine/ keine Balkone, im Wohnumfeld wurden Sitzmöbel entfernt, Spielplätze abgesperrt. Durch den Wegfall aller Aktivitäten mangelt es an gemeinsamen Tun. Aus der verstärkten Nutzung ergaben sich schnell Nutzungskonflikte, vor allem zwischen den verschiedenen Kulturgruppen, die sich durch Zuzug neuer Bewohnender ohne Kenntnis der Gepflogenheiten und Sitten verschlimmerten. Das Areal offen und kann nur bei trockenem Wetter genutzt werden. Seitens der Kommune soll dieses Areal geräumt werden, die Bewohnenden nutzen die Sitzgruppe intensiv und möchten das Areal aufwerten, mehr Sitzgelegenheiten schaffen, überdachen und neue Beete anlegen. Sprotte e.V. möchte gemeinsam mit der MSO "Menschen helfen Menschen e.V“ über einen gemeinsamen Planungsprozess mit den Bewohnenden die aktive Aufwertung, Gesprächsanlässe und gemeinsame Aktionen anbieten, notwendige Aktivierung und Eigeninitiative forcieren und die Situation in der Nachbarschaft und unter den Bewohnenden befrieden. Das Gebiet verfügt über eine 10.000 m² große Sport-und Freizeitfläche, ruhige Treffmöglichkeiten sind jedoch rar.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Nienburg Lehmwandlung
Beschreibung
Das Projektgebiet liegt zentral im durch Geschosswohnungsbau geprägten südöstlichen Teil der Lehmwandlung.
Die Lehmwandlung hat eine Gebietsfläche von 1,22 km², 4305 EW und eine Bevölkerungsdichte von 3528,68 EW/km² (Gesamtstadt 502)
Einwohnerzahl
4305
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt/ Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht der Stadt Nienburg/Weser
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Sprotte e.V. arbeitet nach den 10 durch die LAG definierten Handlungsfeldern der Gemeinwesenarbeit und verfolgt mit dem Projekt die Handlungsfelder Wohnumfeld, Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur, Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen, der Stadtteilkultur und Imageverbesserung. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf Grund der Konfliktlage im Wohnumfeld im Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen. Das Projekt soll einen neutralen Begegnungsraum schaffen und so zum besseren und eigenständigen Zusammenleben beitragen, der Zusammenhalt der Bewohnenden stärken und Offenheit für Akzeptanz und Anerkennung erhöhen. Wir sorgen mit Angeboten für Begegnung und Kommunikation, möchten Fähigkeiten des Konfliktmanagements vermitteln und verstärken und mit Spaß und Leidenschaft für gemeinsames Tun den nachbarschaftlichen Zusammenhalt beleben. Durch die neue, neutrale Fläche wollen wir den Zugang zu sozialer Infrastruktur im Gebiet erleichtern und Vertrauen in die bereits bestehenden Einrichtungen schaffen, niedrigschwellig Menschen "auf der Straße" ansprechen und die unterschiedlichen Bedürfnisse und Bedarfe der Bewohnenden zur Nutzung öffentlicher Flächen analysieren und zu einem gemeinsamen Konzept entwickeln. Die Maßnahme trägt zur Wohnumfeldverbesserung bei und soll durch den gärntnerischen Anteil (Beete und Infotafeln) eine bereits vorhandene Fläche höher qualifizieren, gleichzeitig den Blick auf die Umwelt richten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelungen ist, die bestehenden Konflikte zu befrieden und durch neue, noch unbesetzte Plätze und Angebote, gemeinsame Aktionen und Aktivitäten das WIR-Gefühl zu stärken, neue Nachbarschaftsnetzwerke zu bilden und Diversität eine Bereicherung ist.
Beschreibung
es gelingt, den Platz gemeinsam so zu beleben und zu nutzen, dass es stadtseitig nicht als kritisch angesehen wird und der Wunsch der Bewohnenden nach Ausbau und Ertüchtigung respektiert wird und erfolgreich dem Abbau entgegensteht
Kriterium
Beschreibung
sich eine Gruppe gefestigt hat und durch Einzelpersonen ergänzt wird, die Verantwortung dafür übernehmen, dass der Platz für alle offen und nutzbar bleib und ein friedliches Neben- oder Miteinander das Wohnumfeld bereichert.
Kriterium
Beschreibung
wenn durch den zusätzlichen Treffpunkt ein neuer "dritter Ort" im Gebiet entstanden ist, der für viele Aktivitäten genutzt werden kann.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Sprotte e.V. ist ein aus bürgerschaftlichem Engagement entstandener Verein, der seit 2006 ehrenamtlich im Feld der Gemeinwesenarbeit im ehemaligen Soziale Stadt-Gebiet Lehmwandlung aktiv ist. Seit 2010 führen wir im Auftrag der Stadt Nienburg die Gemeinwesenarbeit des Gebietes auch hauptamtlich aus, bieten Bildungs- und Beratungsangebote, sind Ansprechpartner*innen für die Anliegen und Ideen und Bedarfe aus der Gebietsbevölkerung. Gut eingeführte und stetig ausgebaute Strukturen, langjähriges Vertrauen aus erfolgreicher Unterstützung und Beratung verleihen der GWA, aber auch den anderen Aktivitäten des Vereins eine hohe Akzeptanz in der inhomogenen Bevölkerung. Als neutrale und gebietsparteiische Einrichtung stellen wir das Haus und alle seine Möglichkeiten und die hohen Qualifikationen und interkulturellen Fähigkeiten des Teams in unseren Netzwerken auch anderen Organisationen und Einrichtungen zur Verfügung, arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich in der Entwicklung und Fortentwicklung eines besseren und für alle gerechten Gebietsumfeldes und für mehr Teilhabe an Gesellschaft, Erwerbsarbeit und Bildung. Wir motivieren zu Selbstorganisation und ermutigen zu eigenständigem und am Ende auch selbstbestimmtem Leben, vor allem nach Lebenskrisen, Flucht oder familiären Schicksalsschlägen. Wir sind die Kümmerer vor Ort und begleiten Kinder inzwischen von der Krabbelgruppe bis zu Abitur und Studium. Wir machen Zusammenleben besser, Eltern stolz und geben Menschen Perspektive.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das gelungene Projekt braucht im Anschluss an die Förderung etwa 5.000 € jährlich, um Sachkosten und Ehrenamtspauschalen zu decken und ist neben Spenden, die der Verein dafür aus einem festen Unterstützendem -Pool generiert über den Etat der Gemeinwesenarbeit des Sprotte e.V. dauerhaft abgesichert.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
img_4350.jpg
(206.75 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Jung dabei - ich gestalte mein Ehrenamt in meinem Dorf
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Astrid Hunke
| Funktion | Agentur zur Vermittlung von Ehrenamt im Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Junge Menschen in der Region Elm Asse des Landkreises Wolfenbüttel in Remlingen gestalten ihre Umgebung selbst und passen ihre neue Ehrenamtsstrukturen an ihren Lebensraum vor Ort an.
Projektbeschreibung
Die Freiwilligenagentur gehört zum LK Wolfenbüttel, ist in WF verortet und in der Region seit
23 Jahren tätig. Sie möchte in Remlingen erreichen, dass ein Jugendstützpunkt errichtet wird, die von Jugendlichen hybrid(Digital/Präsenz) betrieben wird. Sie bekommen die Möglichkeit, die Entstehung und Errichtung selbst zu organisieren, von der Planung bis zum Betrieb. Dieser Stützpunkt hat den Charakter einer selbstgeführten Jugendzentrale, die auch für Institutionen und Verbände als Treff oder als Informationsdrehscheibe genutzt werden soll und zentral und sichtbar im Kern der Ortschaft liegen. Junge Menschen vor Ort bringen sich für die ältere Generation ein, machen ihre Jugendkultur transparent, um ein generatives Gleichgewicht in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport herzustellen und initiieren demokratiefördernde Aktivitäten in hybrider Form. Sie dienen zur Neuentstehung und Erhaltung des Ehrenamtes vor Ort. Die jungen Menschen leisten einen Anteil zur Bereicherung des Gemeinwesens vor Ort, identifizieren sich mit ihrem Lebensraum und fördern Akzeptanz und gemeinschaftliches Handeln in den ländlichen Gemeinschaften. Sie entwickeln gemeinschaftliches Leben und demokratische Mitbestimmung. Da bisher im Ort viel traditionelles Ehrenamt stattfindet, in dem junge Menschen wenig Möglichkeiten zur Entfaltung vorfinden, haben sich Nischengesellschaften gebildet. A.) Junge Menschen, die sich an Strukturen orientieren, die der rechten Szene zuzuordnen sind. B.) Jugendliche mit Migrationshintergrund, (1982 - 1985 und 2015 - 2018). C.) Junge Menschen die sich weder der einen noch der anderen Gruppierung zuordnen möchten, vor Ort keine Möglichkeiten der Entfaltung vorfinden und daher in die nahegelegenen Städte Wolfenbüttel
und Braunschweig ausweichen um ihre Freizeit und ihr Ehrenamt auszuüben. Diese Entwicklung führt zu Frontenbildungen und Fluchtbewegungen junger Menschen aus ländlichen Gebieten vor allen deshalb, weil hier eine Rechte Szene auf Sekundärmigration stößt und diese Entwicklung dem Gemeinwesen vor Ort abträglich ist. In unserem Projekt werden junge Menschen empowert, damit diese wiederum das Gemeinwesen empowern. Das geschieht in dem zu entwickelnden Stützpunk. Wir möchten die Zielgruppen aufsuchen, Kontakt herstellen, Gruppen zusammenführen durch kleine Veranstaltungen, Ideen sammeln und die Jugendlichen empowern Ideen vor Ort umzusetzen. Sie sollen befähigt werden im Netzwerk vor Ort aktiv zu sein.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Remlingen - einer kleinen Ortschaft im ländlichen Raum, leben knapp 2400 Einwohner. Umfragen im Ort weisen uns darauf hin, dass unterschiedliche Voraussetzungen zur Entwicklung des Gemeinwesens vorliegen, die vorherrschende Träger und Vereinslandschaft tradiert ist und nicht mit den Ideen/ Lebenseinstellungen junger Menschen kompatibel ist, Jugendliche kaum Zugang zu diesen Strukturen finden und sich zurückziehen, sie sich außerhalb der Gemeinde orientieren und sich Zugänge suchen, die ihren Interessen entsprechen, kostengünstig sind und Mobilität/Fahrmöglichkeiten ermöglichen, die sonst sehr eingeschränkt vorhanden sind. Einhergehend mit finanziellen Engpässen in den Familien, ein hoher Anteil der jungen Menschen bezieht Transferleistungen, nutzten Jugendliche die Angebote, die reizvoll und kostenfrei sind. Da diese wenig Identifikation mit ihrer Gemeinde haben, verlassen sie ihre Umgebung und dadurch die
aktuellen ländlichen Strukturen. Die Verbands-, Vereinszugehörigkeit schwindet, der Zugriff
von demokratiefeindlichen Vereinigungen gelingt, die Zugehörigkeit junger Menschen in
diesen Verbindungen wächst. Gleichzeitig stagniert das Gemeinwesen, es kann sich nicht
entwickeln. Diese Problematik ist in Remlingen sichtbar. Hier entwickelt sich eine Nischengesellschaft, die parallel zu den vorhandenen Strukturen agiert, bedingt durch Corona verstetigen sich diese Tendenzen schnell und sind nicht mehr kontrollierbar. Die Nischen bestehen aus jungen Menschen, die ihre eigenen Interessen hybrid (Gestaltung von Freizeit) umsetzen. Zu ihnen zählen vermehrt demokratiefeindliche Gruppen, die auf
Sekundärmigration treffen. Das birgt Frust- und Gewaltpotentiale.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Elm-Asse / Remlingen
Beschreibung
Remlingen liegt zentral zwischen Wittmar und Semmenstedt . Es gehört zur Samtgemeinde Elm/Asse und grenzt sich zu allen umliegenden Ortschaften mit mehr als 3 Km ab. Remlingen hat keine geschäftliche Infrastruktur und ist durch den Asse-Schacht zusätzlich belastet. Durch die Asse-Problematik hat sich eine sehr kritische Bevölkerungsstruktur aufgebaut, die flankiert wird durch Gruppierungen mit rechtsradikaler Tendenz. Zusätzlich sind junge Flüchtlinge untergebracht worden.
Einwohnerzahl
2400
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia / Umfeld der Kolleg*innen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben im Alter 15 Jahre bis 27 Jahre insgesamt 282 Bewohner*innen. davon sind 20 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in
jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben 81 Bewohner+innen mit Migrationshintergrund aller
Altersgruppen. Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Die Zahlen wurden im Landkreis Wolfenbüttel / Schulamt ermittelt. Die Zahlen werden immer aktuell in jedem Jahr neu vor Ort ermittelt. In Remlingen leben im Alter 7 Jahre bis 15 Jahre insgesamt 199 Bewohner*innen. davon sind 15 mit Migrationshintergrund die hier bei Sonstige eingetragen sind Zahlen zum Bereich Gesamtstadt konnten nicht ermittelt werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
img_remlingen_1.jpg
(569.34 KB)
img_remlingen_2.jpg
(133.08 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Freiwilligenagentur steigert mit diesem Projekt in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen
die gesamte Lebensqualität vor Ort. Sie werden dabei unterstützt, die Strukturen für sie
interessanter zu gestalten und sie zu motivieren sich selbst für ihre Bedürfnisse in der
Gemeinde einzusetzen. Dazu wird gemeinsam mit den Jugendlichen 1 Stützpunk in der
Ortschaft errichtet. Der Ansatz den wir verfolgen, ist eine Peer to Peer Methode. Im
Hinblick auf entstandene rechtslastige Tendenzen in den Gemeinden (sog. "Elm-Asse-Front")
werden hier Strukturen entwickelt, die durch die Mitgestaltung und die Übernahme von
Verantwortung das demokratische Denken erhöhen und verfestigen. Zusätzlich werden die
älteren Generationen in diese Prozesse der Verbesserung der Lebensqualität der beiden
Ortschaften aktiv eingebunden. Die Teilnehmer*innen an dem Jugendstützpunkt werden
dazu motiviert andere vorhandene Gruppen vor Ort (Ältere Menschen, Geflüchtete) in ihre
Aktivitäten mit einzubinden. Der Jugendstützpunkt soll Aktionen ins Leben rufen und
Alternativen bieten um der Rechten Szene etwas entgegenzusetzen, ihr den Boden zu entziehen. Damit wirken sie präventiv - sie stellen attraktive Angebote in hybrider Form zur Verfügung und verhindern den Zulauf zu Rechten Gruppen. Das Ansehen der Gemeinde steigt. Die Steigerungen werden auf die Bemühungen des "jungen Ehrenamtes und des Stützpunktes vor Ort zurückgeführt. Damit steigt das Gemeinwohl und die Anerkennung der Leistungen der Jugend.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Jugendliche bauen Stützpunkte selbst auf und übernehmen Verantwortung, sie binden andere Gruppen der Gemeinde mit ein
Kriterium
Beschreibung
Die Jugendlichen werden über ihre Interessen befragt und wir empowern ihre Ideen im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität und Stärkung des Gemeinwesens umzusetzen
Kriterium
Beschreibung
Die Jugendstützpunkte wollen weitere Gruppen erreichen und in die Arbeit einbeziehen (z.B. junge Menschen mit Gefährdungspotential, Geflüchtete, Ältere Menschen)
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Eltern und Großeltern der Wohnbezirke in Remlingen sowie der Flüchtlingsunterbringungen in Remlingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsbeauftragte des Landkreises Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege des Landkreises Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Junge Menschen mit selbst gewählten Standorten in Remlingen mit und ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Remlingen gehört zum LK Wolfenbüttel. Dieser wird von 2 Stiftungen flankiert. Die Kurt - Mast - Jägermeister Stiftung, die sich für Gemeinwohl und Jugend einsetzt sowie die Stiftung Zukunftsfond - Asse, die Langzeitförderungen von Jugendinitiativen übernimmt, so diese eigenständig aufgestellt und vor Ort aktiv sind. Die Jugendstützpunkte
bekommen die Möglichkeit eigenständig an diese Stiftungen heranzutreten und Anträge zu stellen. Die FWA wird diesen Prozess nachhaltig begleiten.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On