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Empowerment

Stärkung und Ausbau kultureller Teilhabe und Vielfalt im Stadtsüden von Oldenburg

Ansprechpartner
Katrin Wiese
Kultur von Allen für Alle im Stadtsüden
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projekts sollen als Weiterführung der bisherigen vielfältigen kulturellen Arbeit unterschiedlichster Beteiligter neben dem Förderverein für theater- und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg Süd organisatorische Strukturen vornehmlich in Form einer Projektleitung geschaffen werden. Dies geschieht, um die kulturelle Arbeit im Stadtsüden von Oldenburg dauerhaft zu etablieren und den Austausch aller Kulturschaffenden untereinander sowie zu den gemeinschaftlichen und öffentlichen Einrichtungen zu koordinieren. Auf diese Weise sollen kulturelle Formate im Stadtsüden und für den Stadtsüden verstetigt werden. Ziel ist daher eine Vernetzung, Profilierung, Aktivierung und Professionalisierung der Multiplikator*innen in Hinblick auf das Thema (Stadtteil-)Kulturarbeit. Diese bringt Partner aus unterschiedlichen Bereichen – z. B. Kultur, Soziales und Bildung – zusammen. Sie vernetzt vor Ort: stadtweit, deutschlandweit und international. So werden Dialoge gefördert, belastbare Partnerstrukturen etabliert und Kooperationen umgesetzt. Das kulturelle Schaffen und Leben im Stadtsüden wird gebündelt und für alle Bewohner niederschwellig und bezahlbar zugänglich gemacht. Dies soll sowohl in Form von regelmäßigen als auch einmaligen Formaten geschehen, wie beispielsweise Festivals, Workshops und Mitmachaktionen. Mithilfe künstlerischer Ausdrucksformen (Musik, Theater, Kino, Kunsthandwerk) sollen Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft zur kulturellen Teilhabe und zu eigenem kreativen und künstlerischen Handeln aktiviert werden. Insbesondere der Stadtsüden steht vor sozialen und integrativen Herausforderungen und erscheint daher als besonders Unterstützungswürdig. Gerade das gemeinschaftliche, kulturelle Leben bietet Raum für Integration und Partizipation. So können neue Modelle partizipativer Stadtteilkultur erprobt und etabliert werden. Ausgehend von den Bedarfen vor Ort thematisiert, bespielt und inszeniert Stadtteilkultur das Quartier und schafft so Nachbarschaft. Die Stadtteilkultur weckt Interesse für die nähere Umgebung, bezieht die Bewohner*innen ein und macht den Stadtteil zum Objekt des eigenen Engagements und der eigenen Kreativität. Langfristig ist es angedacht, eine Plattform auszubauen, über die die kulturellen Stadteilaktivitäten gesammelt und gebündelt so zu veröffentlichen, dass die Informationen möglichst viele Bewohner*innen erreichen.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Stadtsüden Oldenburgs ist geprägt durch seine militärische Geschichte und eine relativ dichte Besiedlung. Dabei finden sich Siedlungen mit den typischen Siedlungshäusern mit ehemals großen Gärten und etliche Wohnblöcke. Aktuell findet eine starke Nachverdichtung des Quartiers statt, freie Flächen verschwinden immer mehr. Mit dem Schließen eines Großteils der Kasernen in den 90er Jahren verschwanden nicht nur etliche Arbeitsplätze, sondern auch diverse Gastronomiebetriebe, die typische Eckkneipe als Treffpunkt ist im Stadtsüden nahezu ausgestorben. Es gibt außerdem kein Kino mehr, ebenso wenig einen Ort an dem größeren Feiern oder Veranstaltungen wie Theateraufführungen oder Konzerte stattfinden können, diese Angebote gibt es deshalb nicht. Die Bürgervereine und Siedlergemeinschaften, die aus den 50er Jahren stammen haben kaum noch Mitglieder und beklagen einen eklatanten Nachwuchsmangel. Durch den starken Zuzug vieler Menschen mit den unterschiedlichsten Herkünften ist die Bevölkerung des Stadtsüdens buntgemischt mit den verschiedensten Interessen. Viele Gebäude im Quartier sind durch sozialen Wohnungsbau entstanden, deshalb wohnen hier viele Menschen die Sozialgeld, Hartz IV oder andere Unterstützungsleistungen bekommen, also arm sind. Traditionell waren und sind es vor allem die Wohnblöcke in denen sozial schwächere Familien wohnen. Kulturelle Angebote wie Theater, Konzerte, Lesungen, Museen und Vergleichbares gibt es hier nicht. Dies, sehr geringe finanzielle Mittel und eine diffuse Scheu vor dem Besuch des Staatstheaters oder ähnlicher kultureller Orte dieser Größenordnung führt dazu, dass die BewohnerInnen wenig an kultureller Teilhabe erleben.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Stadtsüden
Beschreibung
Der Stadtsüden besteht im wesentlichen aus drei Stadtteilen, dies sind Kreyenbrück, Bümmerstede und Krusenbusch.ist von der Innenstadt und den dahinter liegenden Stadtgebieten durch den Verlauf der Hunte und des Osternburger Kanals abgegrenzt. In Richtung Osternburg markiert die Autobahn das ungefähre Ende des südlichen Teiles Oldenburgs.
Einwohnerzahl
32105
Quelle / Anmerkungen
Statistisches Jahrbuch 2021 der Stadt Oldenburg (Zahlen von 2020). Drittstärkster Einwohnerbezirk Oldenburgs.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Kreyenbrück Nord (ein kleiner Teil des statistischen Bezirks 9a) ist seit 2009 „Soziale Stadt“- Gebiet bis voraussichtlich 2023. Während der Laufzeit gab es kein zusätzliches Förderbudget für soziale Maßnahmen. Das Fördergeld "Soziale Zusammenhalt" floss u.a. in Umbauvorhaben, Spielplatzumgestaltungen, Verkehrsverbesserungen. Mit dem Projektantrag "Gute Nachbarschaft" soll der gesamte Statistische Bezirk 9 (a,b,c,d, d.h. ca. 32029 EinwohnerInnen) berücksichtigt werden. Mit dem Antrag „Gute Nachbarschaft“ wollen wir Voraussetzungen schaffen, um die kulturelle Teilhabe und Vielfalt im Stadtsüden (Stadtteile Kreyenbrück Nord und Süd, Bümmerstede, Krusenbusch, Tweelbäke) von Oldenburg zu stärken und auszubauen.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
teilweise Schätzung, angelehnt an die Statistik der Stadt Oldenburg,
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik Stadt Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kinder bis 14 Jahre, berechnet nach der Statistik der Stadt Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Stadt Oldenburg, hier handelt es sich um Bewohner*innen mit ausländischem Pass.
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
berechnet nach der Statistik der Stadt Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Durch die Stärkung und den Ausbau kultureller Teilhabe und Vielfalt sollen die vorhandenen kreativen Potentiale der im Stadtsüden von Oldenburg lebenden Menschen aufgezeigt und gefördert und allen die Chance geboten werden, sich mit ihren Potentialen öffentlich zu präsentieren. Die Bewohner*innen stehen dabei im Zentrum, werden zielgruppen- und generationsübergreifend zur Beteiligung motiviert. Durch den Quartiersbezug und die Wohnortnähe können Nachbarschaften gefördert, das Zusammenleben und damit der soziale Frieden gestärkt werden. Die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe soll allen Bewohner*innen in ihrem Umfeld ermöglicht werden. Um die Potentiale der Bewohner*innen zu ermitteln, werden niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen geschaffen. Desweiteren sollen die durch den Arbeitskreis guten Vernetzungsstrukturen der Institutionen genutzt werden, um eine möglichst breite Bevölkerungsgruppe direkt ansprechen zu können. Kooperationen verschiedener Einrichtungen sollen ausgebaut werden mit dem Ziel, unterschiedlichste Menschen zusammen bringen. Die Stärkung der kulturellen Aktivitäten sollen das Ansehen des Quartiers verbessern und die Lebensqualität erhöhen. Kulturelle Veranstaltungen, die sonst eher in der Innenstadt geboten werden, sollen im Stadtsüden etabliert werden und damit zur Imageverbesserung beitragen. Wir möchten die Aktiven fördern und die weniger Aktiven zur Beteiligung motivieren.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen engagieren sich für ihren Stadtteil, ihr Haus, ihr Wohnumfeld, ihre Nachbarschaft. Ihre Interessen, Bedarfe und Wünsche werden gehört und bearbeitet. Sie sind die Experten für Stadtteilanliegen und werden als solche im Quartier anerkannt.
Beschreibung
es wird ressortübergreifend verbindlich und auf Augenhöhe für einen starken Stadtsüden zusammengearbeitet. Das Wohl der Menschen steht im Vordergrund. Dem demographischen Wandel und der Inklusiven Stadtgesellschaft werden Rechnung getragen.
Beschreibung
es wird ressortübergreifend verbindlich und auf Augenhöhe für einen starken Stadtsüden zusammengearbeitet. Das Wohl der Menschen steht im Vordergrund. Dem demographischen Wandel und der Inklusiven Stadtgesellschaft werden Rechnung getragen.
Beschreibung
Verschiedenste Einrichtungen, Initiativen, Menschen aus dem Stadtsüden tauschen sich aus, ergänzen und unterstützen sich mit ihren Erfahrungen. Alles geschieht zum Wohle der Menschen mit den Menschen und des Quartiers.
Beschreibung
Stärkung der Stadtteilkultur durch Vernetzung unterschiedlicher Akteure sorgt für Teilhabe, Mitgestaltung und sozialen Zusammenhalt. Niedrigschwellige, kostenlose/bezahlbare kulturelle Angebote ermöglichen Bgegnung und spiegeln die Vielfalt der Kulturen.
Vorhandene Strukturen
Die GWA Stadtteiltreff Kreyenbrück gibt es seit Juni 1991 und ist zur festen Anlaufstelle für Bürger*innen aus dem Stadtsüden von Oldenburg geworden. Es gibt viele Kooperationen und Vernetzungen innerhalb des Quartiers und über das Quartier hinaus. Die GWA Kreyenbrück ist Teil des Quartiersmanagment im Soziale Stadt Gebiet. Seit Jahren arbeitet der Stadtteiltreff eng mit dem antragstellenden "Förderverein für theater-und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg-Süd.e.V.". zusammen. Verschiedene Aktivitäten und Feste wurden bereits zusammen mit weiteren Einrichtungen im Stadtsüden von Oldenburg initiiert und durchgeführt. Bei allen Formaten wurden stets die Bewohner*innen im Vorfeld und im Anschluss befragt und beteiligt. So gab es immer eine enge Vernetzung der professionellen Strukturen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen und den vielen ehrenamtlich engagierten Bürger*inen und Schüler*innen und den im Quartier lebenden Menschen. Die Stärkung der Stadtteilkultur durch Vernetzung unterschiedlicher Akteure sorgt für Teilhabe, Mitgestaltung und sozialen Zusammenhalt. Eine Förderung kultureller Bildung auch in den Schulen und mit anderen Partnern verbessert Bildungschancen und wirkt identitätsstiftend. Im Stadtsüden gibt es 5 Grundschulen mit ca. 1060 Schüler*innen, eine IGS mit ca. 1100 Schüler*innen und eine Förderschule mit Schwerpunkt Emotionale/Soziale Entwicklung mit ca. 62 Schüler*innen. Die kulturelle Schulentwicklung soll unterstützt und begleitet werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
IGS Kreyenbrück, Grundschulen, Förderschulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Kreyenbrück/Bümmerstede, Siedlergemeinschaft, BewohnerInneninitiativen, Interessengemeinschaft, diverse BürgerInnen,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordwest Zeiung, Sanierungszeitung, "Der Kreyenbrücker"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturausschuss, Vertreter von SPD und Grünen Gesamtstadt und Stadtsüden, Jugendhilfeausschuss,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachdienst Jugend-und Gemeinwesenarbeit, Musikschule Hoting, Kirchengemeinden, Arbeitskreis Kreyenbrück,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kitas, Schulen, Bibliothek, Seniorenheime, GWA, Freizeitstätte,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, Sportvereine, Haus Welcome, Johanniter, Paritätischer, Diakonie, Verein für Kinder, Fluchtmuseum, Yezidisches Forum, MaroKher-Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V., Deutsch-Irakischer Freundeskreis, KUSAK- Kultursensible Altenhilfe,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendkulturarbeit e.V., Kulturbüro Stadt Oldenburg, Kulturausschuss Stadt Oldenburg, Farbenfroh Kulturfestival Kreyenbrück, Jugendtheater Rollentausch, Kindertheater PAEPP
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GSG Wohnungsbaugesellschaft
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch Kulturmanagement im Stadtsüden soll die hiesige kulturelle Szene gefördert, gestärkt und ausgebaut und die Teilhabe und Mitgestaltung der gesamten Bevölkerung an kulturellen Angeboten ermöglicht werden. Ein erster Schritt auf diesem Weg ist die Aktivierung einer möglichst breiten Gruppe von Ehrenamtlichen, die sich engagieren. Als weiterer Schritt soll eine gezielte fortgeführte Finanzierung kultureller Arbeit sichergestellt werden. Die neu geschaffenen Strukturen sollen Bestand haben.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Modellprojekt JuLeiQua - Qualifizierung zu Kinder- und Jugendleiter*innen im Quartier

Ansprechpartner
Ovidiu Ionut Ioan
Funktion Leitung
JuLeiQua - Miteinander Zukunft gestalten
Projektbeschreibung
Die GWA bei einigen Zielgruppen im Quartier wird einerseits durch die sprachliche Barriere und andererseits durch die Verschlossenheit einiger Communities (z.B. Rom*nja aus Kosovo, Bulgarien u. Rumänien) erschwert. Aktivierung- und Beteiligungsangebote an diese Gruppen waren bisher wenig erfolgreich. Kurzfristige Zugänge wurden immer wieder über die Jugend ermöglicht, die auch als Multiplikator*innen in den jeweiligen Communities fungiert haben. Dieses Potenzial soll herausgearbeitet und in konkreten Bildung- und Mitmachstrukturen überführt werden. Als niedrigschwellige anerkannte Multiplikator*innenbildung für junge Menschen hat sich die JuLeiCa-Qualifizierung zu Kinder- und Jugendleiter*innen etabliert. Sie wird in der Regel von zertifizierten Trägern aus den Bereichen Sport, Kirche, Kultur usw. im Rahmen ihrer Einrichtungen und nach bewährten Standards durchgeführt. In der Göttinger Weststadt sind nur wenige der jungen Menschen in solchen Einrichtungen aktiv und somit von den Qualifizierungen ausgeschlossen. Andere Akteur*innen haben wiederum gute Verbindungen zu der Zielgruppe, bieten aber keine JuLeiCa-Qualifizierung an. Das Modellprojekt JuLeiQua (Jugendleiter*innen im Quartier) zielt darauf Strukturen an die Zielgruppen anzupassen, die Träger*innen zu unterstützen, ihre Angebote zu adaptieren und für alle Interessierten im Quartier zu öffnen bzw. Akteur*innen aus dem Stadtteil bei der Entwicklung neuer Angebote in Kooperation mit bereits anerkannten Träger*innen (wie z.B. Stadtjugendring Göttingen e.V.) zu unterstützen, um neue Wirkungsfelder zu erschließen. Den damit einhergehenden Herausforderungen (die Koordination mehrerer Kooperationspartner*innen im Quartier, thematische Vielfalt der Akteure*innen und der Schwerpunkte, fehlende Vorkenntnissen, Erfahrungen bzw. klare Erwartungen bei den Jugendlichen, die Notwendigkeit einer sozialpädagogischen Betreuung für die Teilnehmer*innen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen) wird in den drei Jahren durch konzeptionelle Formate begegnet und ein innovatives flexibles und umfassendes Konzept entwickelt, das gleichzeitig in einem Stadtteil exemplarisch erprobt wird, der bezeichnend für komplexe Problemstellungen ist. In der zweiten Phase soll das Konzept in den "Göttinger Quartiere" verstetigt werden, indem einige Stadtteilzentren regelmäßig das JuLeiQua-Konzept umsetzen. Am Ende des Projektes soll das Konzept für Stadtteilzentren aus ganz Niedersachsen zur Verfügung gestellt werden.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Brennpunkte (Rosenwinkel, Hagenweg 20) setzen sich aus großenteils geschlossenen Rom*nja Communities zusammen; hinzu kommen Menschen aus Afghanistan, Syrien u. Irak. Prägend für alle ist die kurzfristige Bleibeperspektive und die fehlende Qualifikation. Trotz 10jähriger aktiver Präsenz des Weststadtzentrums vor Ort und enger Zusammenarbeit im Netzwerk der Weststadtkonferenz konnte noch kein stabiler Zugang für sozialpädagogische Begleitung gewonnen werden. Spezifische Integrationsbedarfe wie Sprach- u. Bildungsförderung oder Qualifizierungsangebote für alle Altersgruppen erreichen nur sehr schwer die Zielgruppen. Im Jahr 2021 wurde eine stadtteilweite aktivierende Befragung durchgeführt, um die Partizipation aller Anwohner*innen bei der Entwicklung und Umsetzung von Angeboten zu ermöglichen. Rückmeldungen aus den genannten Communities blieben erneut aus. Im Austausch der Weststadtkonferenz hat sich herausgestellt, dass die Altersgruppe, die interessiert ist, Zukunft mitzugestalten und sich aufgrund ihrer kulturellen und sprachlichen Kompetenzen beteiligen kann, die der jungen Menschen zwischen 16 u. 26 Jahre ist. Um sie als Multiplikator*innen zu gewinnen sind Projekte notwendig, die Ihnen durch kurzzeitige Qualifizierungen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt eröffnen, erste positive Schulung- und Arbeitserfahrungen ermöglichen, auf die Entwicklungen im Quartier hinweisen und nachbarschaftliches Engagement als eine Möglichkeit für Integration und Selbstverwirklichung entdecken. Derzeit fehlen Akteur*innen im Stadtteil entsprechende Rahmen und Kompetenzen um junge Menschen mit Mitmach- und Qualifizierungsangeboten anzusprechen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Weststadt
Beschreibung
Die Weststadt bilden vier Stadtgebiete, nämlich 42, 43, 44 und 46. Ein Kartenausschnitt ist angehängt. Im Jahr 2020 lebten im Einzugsgebiet des Weststadtzentrums 7.459 Menschen in 4.149 Haushalte, davon 3 % Alleinerziehende und 52,1% Konfessionslose. Der Anteil der kinderreichen Familien, die auf sehr engem Wohnraum leben, ist 2020 mit 922 Kindern und 1119 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren, darunter 729 Personen im Schulalter gestiegen.
Einwohnerzahl
7459
Quelle / Anmerkungen
Sozialstrukturdaten 2020
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Weststadt bzw. das Gebiet westlich des Maschmühlenwegs in Göttingen ist seit Ende 2009 ein „Soziale Stadt-Gebiet“. Allerdings sind die Stadtgebiete Egelsberg und Hagenberg sowie weite Teile vom Blümchenviertel und Maschmühlenweg nicht Teil des Förderprograms "Soziale Zusammenhalt". Darüber hinaus ist das Programm Soziale Stadt ein Investitionsprogramm, d.h. die Mittel der Städtebauförderung werden vorrangig für bauliche und planungsvorbereitende Maßnahmen bereitgestellt. Die Investitionen sollen durch Maßnahmen aus anderen Programmen oder Initiativen ergänzt werden. Jahresende 2022 wird das Programm für die Weststadt beendet. Gerade weil "Soziale Stadt" dieses Jahr abgeschlossen und GWA Projekte durch dieses Programm nicht gefördert, sondern als Ergänzungsmaßnahmen betrachtet werden, ist der Ausnahmefall gegeben. Bereits im 2. Jahr des Projektes wird eine Wirkung über den Rahmen des Quartiers gezielt. Im 3. Jahr des Projekts wird das Projektgebiet auf die Stadt Göttingen erweitert.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialstrukturdaten 2020
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bearbeitet strukturelle Ursachen der sich bei Individuen, Gruppen und in Sozialräumen äußernden Problemlagen. Ziel des Projektes ist die Aktivierung von Einzelpersonen und Gruppen (Meinungsmacher*innen, Wortführer*innen, Ehrenamtlichen, Multiplikator*innen), ihre niedrigschwellige Qualifizierung, um die Partizipation der Anwohner*innen bei der Entwicklung von Angeboten im Quartier zu ermöglichen und somit bei der nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebenssituation beizutragen Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit der vernetzten Akteur*innen innerhalb und außerhalb des Stadtteils. Das Projekt nimmt sich vor, ein neues Konzept für GWA mit Fokus auf die Kinder und Jugendarbeit unter Einbeziehung der städtischen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, der Anwohner*innen und des Fachpersonals im Quartier selbst herauszuarbeiten. Im Rahmen dessen werden sich Potenziale und Hindernisse der Gemeinwesenarbeit im Hinblick auf die direkte und indirekte Förderung der lokalen Demokratie herauskristallisieren.
Qualitätskriterien
Beschreibung
inn75 % der jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren sind informiert & aktiv beteiligt, alle Bewohner*innen profitieren von Angeboten und fungieren als Multiplikator*en und bewerben die Angebote des Stadtteilzentrums.
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die qualifizierten Kinder- u Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und bringen sich als Unterstützer*innen in Angeboten ein bzw. entwickeln eigene Projekte
Beschreibung
Bewohner*innen kennen die strukturellen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier, können sie in ihrem Engagement einbeziehen und weiterentwickeln.
Beschreibung
Stärken-Schwächen-Analyse (Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität), Reflektion und Auswertung finden im Rahmen der Weststadtkonferenz statt.
Beschreibung
Eine ethnisch heterogene Gruppe von jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren ist niedrigschwellig qualifiziert und fungiert als Multiplikator*innen für Bewohner*innen aller Altersgruppen.
Beschreibung
Die JuLeiQua-Koordinierungsstelle ist eingerichtet und steuert die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Bewohner*innen, Akteur*innen und städtischen Einrichtungen.
Beschreibung
Die Teilnehmer*innen der Weststadtkonferenz arbeiten bei der gemeinsamen Konzeptentwicklung und Durchführung der Qualifikation zusammen. Die qualifizierten Kinder- u. Jugendleiter*innen sind untereinander vernetzt und treffen sich regelmäßig.
Beschreibung
Die Qualifizierung wird im Rahmen der „Göttinger Quartiere“ umgesetzt, eine Vielzahl an Stadtteilzentren veranstaltet regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept.
Beschreibung
Junge Menschen aus dem Stadtteil setzen sich zielgruppenübergreifend mit Themen der Nachbarschaft auseinander und können ihre Ideen in ehrenamtlicher Zusammenarbeit umsetzen.
Beschreibung
Die Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier verfügen über eine klar definierte Struktur für niedrigschwellige Aktivierung und Qualifizierung von Kinder- u. Jugendleiter*innen und nutzen diese regelmäßig, um ihr Interesse zu vertreten.
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse im Austausch mit neuerschlossenen Zielgruppen wird durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert und der Politik und Verwaltung für die Erarbeitung von Lösungsansätzen in Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen kommuniziert.
Beschreibung
Stadtteilzentren veranstalten regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept. Daraus resultiert eine gesamtkommunale Strategie für Gemeinwesenarbeit durch Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der Bewohner*innen für ehrenamtliches Engagement
Vorhandene Strukturen
Die Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) ist seit Anfang 2022 im Bereich der Gemeinwohlökonomie zertifiziert. Die Leitung des Weststadtzentrums ist durch einen Mitarbeiter der Beschäftigungsförderung Göttingen gesichert. Eine Kollegin von der Jugendhilfe Göttingen e.V. unterstützt im Bereich GWA. Sowohl die Betreuung der Angebote und Aktivitäten im Weststadtzentrum als auch die täglichen Arbeiten zum Erhalt der Infrastruktur werden von ehrenamtlich Tätigen Bewohner*innen (mit Aufwandsentschädigung über den Förderverein Weststadtzentrum e.V.), durch Honorardozenten, Tätige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes, Teilnehmer*innen der Maßnahme AGH-MAE geleistet. Seit 25 Jahren sind die Träger*innen der GWA im Stadtteil in der Form einer Weststadtkonferenz organisiert. Dabei arbeiten 20 Akteur*innen eng mit engagierten Anwohner*innen zusammen. Seit 2018 ist das Weststadtzentrum auch Mitglied im Vernetzungsprojekt Göttinger Quartiere (Förderprogramm "Gute Nachbarschaft").
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Büro für Integration der Stadt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hagenwegzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Boat People Projekt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Bildungszentrum für Zugewanderte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Naturfreunde Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HW2 Kreativer Freiraum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) - Jugend Stärken
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtjugendring e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtsportbund e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Musa e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Peloton e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Grün Weiß Hagenberg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sparta e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Christuskirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Friedenskirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. St. Godehardtkirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Zentrum Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahre alt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
El-Medina Moschee
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Altersgruppen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Verstetigung des Projektes soll im Rahmen der Göttinger Quartiere erfolgen. Niedersächsische Stadtteilzentren können regelmäßig die Qualifizierung nach dem JuLeiQua-Konzept durchführen. Die qualifizierten Jugendleiter*innen sollen strukturell unterstützt werden, eine Selbstorganisation mit eigenen Räumlichkeiten zu gründen. Absolvent*innen können sich selbständig für Stellen in Deutschland und in Ausland bewerben und selbständig arbeiten.
Galerie
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bluemchencafe 2
flinke nadel 1
fahrradwerkstatt 3
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ausstellung frauenhaus
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Mein Siegfriedviertel

Ansprechpartner
Julia Gebauer
Funktion Koordination Nachbarschaftszentrum
Nachbarschaft gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Seit 2004 ist die Lebenshilfe im Siegfriedviertel mit einem vielfältigen Wohn- und Assistenzangebot vertreten. Wir erkennen zunehmend, dass auch wir ein Motor für die Gestaltung des Sozialraums für alle Bürger sein können. In der GWA liegt für uns die Chance, zielgruppenunspezifisch zusammen mit der Nachbarschaft ein lebenswertes Wohnumfeld für alle zu fördern und zu erhalten. Die langjährige enge Zusammenarbeit mit anderen interessierten Akteuren (Bürger, Institutionen, Vereine, Behörden, usw.) möchten wir zukunftsträchtig aufstellen. Räumliche Ressourcen, Fachkompetenz und ehrenamtliches Potential sind im Stadtteil zwar vielfältig vorhanden, das darin liegende Potential wird aufgrund einer bisher eher zielgruppenspezifischen Orientierung der Akteure aber bisher nicht genutzt. Zudem führt die zielgruppenbezogene Wahrnehmung von Angeboten durch die Nachbarschaft vielmehr noch zu einer Stigmatisierung bestimmter Gruppen. Ein Beispiel hierfür ist Siegfrieds Bürgerzentrum, das wir gemeinsam mit der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten und der Wohnungswirtschaft betreiben. 2009 als niedrigschwelliger, inklusiver Nachbarschaftstreff mit Freizeit-, Bildungs- und Beratungsangeboten initiiert und auf ehrenamtlicher Basis bewirtschaftet, bildet auch nach über 10 Jahren keinen repräsentativen Querschnitt der Nachbarschaft ab. Was mit ehrenamtlichen Strukturen erreicht werden kann, ist getan. Es fehlt an einem gemeinwesenorientierten „Kümmerer“, der unabhängig Ressourcen bündelt, Menschen aktiviert und vernetzt. Ansetzen wollen wir bei den multiplen Problemfeldern, die Nachbarn selbst im Viertel sehen und gemeinsam mit ihnen eine lebendige Nachbarschaft gestalten. Konkret heißt das, Nachbarn über gemeinsame Interessen/ Aktivitäten zusammenbringen-unabhängig von Alter, Beeinträchtigung, Migrationshintergrund und sozialem Kontext. Selbsthilfekräfte werden aktiviert und die Identifikation mit dem Viertel gefördert. Ziel ist, zu bewirken, dass die Stadt unsere Aktivitäten finanziell unterstützt, um professionelle Strukturen zu schaffen, in denen das Ehrenamt sein Potential voll entfalten kann. Dafür vernetzen wir uns mit anderen GWA-Projekten, um unsere Interessen auf politischer Ebene überzeugend zu vertreten.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Siegfriedviertel ist ein lebendiger Stadtteil mit einer bunten Bewohnerschaft: alte Menschen, die lange im Stadtteil wohnen, zunehmend Studenten und Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Beeinträchtigung und in schwierigen sozialen Lagen, für die das Viertel dank Unterstützungsangeboten zum Zuhause geworden. Die Diversität bietet großes Potential für Reibungspunkte. Praktisch leben die Menschen eher neben- als miteinander. Das Potential div. Muttersprachen, Kulturen, Weltanschauungen und Lebensweisen, wird noch nicht erkannt/genutzt. Es gibt einen hohen Anteil an Sozialwohnraum, was Zielgruppen anzieht, die darauf angewiesen sind. Die Schere zwischen arm und reich wird größer und anhand der Bebauung/des Zustands von Wohnraum offensichtlicher. Eine vielfältige Infrastruktur ist vorhanden, wird aber ambivalent beurteilt. Viele Alteingesessene fühlen sich nicht mehr wohl in ihrer Nachbarschaft. Gründe dafür sind zunehmende Anonymität, hohe Fluktuation der Mieter, mangelnde Wertschätzung und Rücksicht im Miteinander/im Umgang mit Gemeinschaftsflächen, Sprachbarrieren. Eine Präsenz rechter, gewaltbereiter Gruppen nimmt zu, was als bedrohlich wahrgenommen wird. Enger Wohnraum bietet wenig privaten Rückzugsraum. Es gibt Bedarf, den Stadtteil als „Lebensraum“ mitzunutzen. Niedrigschwellige Angebote/Begegnungsmöglichkeiten, um Menschen zusammen zu bringen, fehlen. Die Pandemie hat die Situation verschärft, wirkt sich in Vereinsamung, Frust, Kriminalität aus. Viele Akteure zeigen Interesse, das Zusammenleben mitzugestalten. Bisher ist es aber nicht gelungen, die Nachbarschaft zu aktivieren. Es braucht ein Konzept und eine Anlauf– und Vernetzungsstelle.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Siegfriedviertel
Beschreibung
Statistischer Stadtbezirk 43
Einwohnerzahl
7270
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
"Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020" (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)/ Statistik Stadt Braunschweig
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
"Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020" (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)/ Statistik Stadt Braunschweig
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ansatz der GWA wird das Ziel verfolgt, die "Zielgruppen-Brille" abzulegen und alle Bewohner der Nachbarschaft und ihre Bedarfe und Bedürfnisse in den Blick zu nehmen. Bereits vorhandene Strukturen sollen ausgebaut und professsionalisiert werden, Ressourcen gebündelt und für die Nachbarschaft verfügbar gemacht werden. Mit der Schaffung einer "Kümmerer-Stelle" werden Vernetzung, Vermittlung und Beratung in einer Person zusammengefasst, die den "Hut" auf hat, organisiert und koordiniert. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht- interessierte Nachbarn sollen an Prozessen im Stadtteil beteiligt werden und das Angebot mitgestalten. Über gemeinsame Interessen und Tätigkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander der unterschiedlichen Gruppen gestärkt, Vorbehalte abgebaut. Nachbarn erleben sich als selbstwirksam und identfizieren sich dadurch stärker mit ihrem Stadtteil, was wiederum die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement erhöht. Um voneinander zu lernen, uns auszutauschen, unsere Interessen im Sozialraum wirksam zu vertreten und eine effizientere Unterstützung auf politischer Ebene zu erreichen, schließen wir uns mit anderen GWA-Projekten zusammen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Nachbarschaft das Angebot im Stadtteil/ Bürgerzentrum entsprechend der Bedarfe und Wünsche mitgestaltet und dementsprechend annimmt/ nutzt.
Beschreibung
die räumlichen, fachlichen und ehrenamtlichen Ressourcen gebündelt, durch einen professionellen Kümmerer kanalisiert und für alle Beteiligten verfügbar gemacht werden.d
Beschreibung
nicht der persönliche, soziale oder Migrations-Hintergrund, eine Beeinträchtigung, Alter, etc. im Vordergrund steht, sonder das gemeinsame Interesse an einer Tätigkeit.
Beschreibung
alle Beteiligten für sich einen persönlichen Mehrwert an Wohn- und Lebensqualität durch die Beteiligung/ gemeinsame Tätigkeiten haben.
Beschreibung
es Formate gibt, die einen regelmäßigen Austausch/ voneinander lernen ermöglichen und politische Interessen gemeinsam vertreten werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Netzwerk an Ehrenamtlichen, Nachbarn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nibelungen Wohnbau GmbH/ Braunschweiger Baugenossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat/ Bezirksbügermeisterin/ Koordinator für Nachbarschaftszentren der Stadt BS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kinder- und Familienzentrum St. Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung St. Thomaehof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartier:HAUS/ Bürgerverein Am Schwarzen Berge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SQUAT/ REFUGIUM Flüchtlingshilfe e.V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Stadt befürwortet unsere aktuelle Sozialraumarbeit, erkennt den Bedarf an GWA und hat Standards für Nachbarschaftszentren entwickelt. Eine konkrete Perspektive für finanzielle Unterstützung fehlt bisher. Ziel ist, über eine Professionalisierung und Vernetzung der GWA-Projekte im Rahmen dieser Förderung eine kommunale Anschlussfinanzierung zu erreichen. Ein direkter Kontakt zum Koordinator für Nachbarschaftszentren im Rahmen der Organisation des Bürgerzentrums wird hierfür genutzt.
Galerie
buergerzentrum aussenansicht
buecherschrank
gruenflaeche isoldestr
gruenflaeche tannhaeuser str
walkuerenring
Zustimmung Veröffentlichung
On

Prävention im Dichterviertel - Poets that care

Ansprechpartner
Frank Ritterhoff
Organisation kvhs Ammerland gGmbH
Funktion Bildungskoordinator
Prävention im Dichterviertel - in Abstimmung mit dem Präventionskonzept der Gemeinde
Projektbeschreibung
Das Dichterviertel in Rastede ist das Ankunftsquartier für MigrantInnen in der Gemeinde Rastede. Die Gemeinde hat ca. 22.000 EinwohnerInnen. Von diesen wohnen ca. 370 Personen im Dichterviertel. Das Dichterviertel kennzeichnet sich sozial durch Transfergeldempfängerhaushalte, einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, Familien mit mehreren Kindern in oft zu kleinen Wohnungen (a), baulich durch Geschosswohnungsbau der 1960er Jahre in einer Randlage direkt an der Autobahn gelegen neben der Förderschule (b), funktional durch ein reines Wohngebiet (c) und symbolisch durch einen schlechten Ruf in der gesamten Gemeinde (d). Das Projekt setzt an Ergebnissen an, die im Rahmen einer Umfrage (Vollerhebung) unter Schülerinnen und Schülern im Kontext Communities that Care (CTC) und Prävention an den Schulen der Gemeinde durchgeführt worden ist. Das Projekt setzt dabei am entstandenen Präventionskonzept der Gemeinde an und will dies mit einem besonderen Quartiersschwerpunkt im am stärksten belasteten Quartier der Gemeinde vertieft umsetzen, um die Resilienz zu stärken, Erziehungskompetenzen weiterzuentwickeln und so präventiv zu wirken. Im Mittelpunkt im Quartier stehen dabei Frauen und Kinder - unter anderem neuzugewanderte aus afrikanischen Staaten. Nach den Umfrageergebnissen sind zentrale Handlungsansätze die Stärkung elterlicher Erziehungskompetenzen, die Förderung der Sozialkompetenzen und Lebenskompetenzen von Kindern. Die Gemeinde setzt hier mit ihren Maßnahmen insbesondere im Kontext Schule an. Das Projekt will dies in der Lebenswelt Quartier und hier mit einem Fokus auf den Müttern in der Wirkung verstärken. Dafür sollen Programme der Grünen Liste Prävention im Quartier umgesetzt werden. Darüber hinaus soll die eingesetzte, in der Quartiersarbeit erfahrene Sozialpädagogin vor Ort Gemeinwesenarbeit vorantreiben. Durch die Pandemie wurde das lokale Sozialkapital geschwächt. Zur Stärkung des lokalen Sozialkapitals soll auf vorherigen Projekten aufgebaut werden und das Dichterviertel soll ein Quartier der Gesundheit werden - mit einem Fokus auf Nutzgärten und Bewegung. Ziel ist somit die die Gemeinde umfassende Präventionsstrategie in der Lebenswelt "Dichterviertel" integriert umzusetzen und zu vertiefen. Eine wichtige Bedeutung kommt dabei im Einklang mit CTC dem Begriff "community" zu - dem Sozialraum. Inwieweit der Sozialraum Dichterviertel von den Folgen des Ukraine-Krieges betroffen sein wird ist dabei gegenwärtig noch nicht abzusehen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Dichterviertel in seiner Struktur wurde bereits in der Kurzbeschreibung dargestellt. In Kurzform: Starke räumliche Konzentration benachteiligter Haushalte - in der Regel mit Migrations-/Fluchterfahrung in beengtem Wohnraum in reiner Wohnsiedlung in örtlicher Randlage mit stigmatisierendem, negativem Image. Die Situation vor Ort ist weiterhin gekennzeichnet durch ein hohes Maß an Fluktuation ("Wer es geschafft hat zieht weg"), so dass eine Quartiersidentität nur schwach ausgeprägt ist. Aktuell ist vor allem ein Zuzug alleinerziehender Frauen aus afrikanischen Staaten zu beobachten - die 'Versorgung' mit Sprachkursen läuft dabei über die Integrationskurse der kvhs und ehrenamtliche Tätigkeiten im MitEinAnder. Die vorhandenen Grünflächen sind mit Ausnahme des, von der kvhs mit BewohnerInnen entwickelten, Dichtergartens weitgehend ungenutzt und ungepflegt. Aus Gesprächen mit Bewohnerinnen und Kontakten mit dem Jugendamt ist zudem bekannt, dass häusliche Konflikte häufig sind und viele Familien sich mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert fühlen. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von Handys (z. T. auch Pornographie) und der Konsum von Betäubungsmitteln durch die Kinder. Gerade die Frauen und Mädchen sind in ihren Aktivitäten auf die Lebenswelt Quartier beschränkt. Frauen verlassen das Quartier häufig nur zum Einkaufen und Mädchen nur für die Schule. Innerfamiliär ist eine 'klassische' Aufgabenverteilung, wonach die Frauen für die Erziehung der Kinder zuständig seien und die Männer für andere, nicht näher benannte Dinge, der Regelfall - sofern Männer überhaupt anwesend sind. Aktuell sind die Folgen des Ukraine-Krieges für das Viertel noch nicht absehbar.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rastede Dichterviertel
Beschreibung
Das Dichterviertel liegt am Rande des zentralen Ortes der Gemeinde Rastede - die Gemeinde hat 21.000 EinwohnerInnen und das Dichterviertel nach aktuellen Angaben der Gemeinde 356. Im Westen wird es durch die BAB A29 abgegrenzt. Im Süden befindet sich ein Landschaftsbaubetrieb, der das dortige Areal als Bauhof nutzt. Direkt daneben findet sich ein landwirschaftlicher Betrieb. Im Norden befindet sich eine von zwei Förderschulen im Landkreis Ammerland als Grenze. Zur Siedlung hin offen ist das Viertel mittlerweile in Richtung Osten. Hier wurden in den vergangenen Jahren einige Unterkünfte errichtet, die als Flüchtlingsunterkünfte dienen. Daher unterscheidet sich die Gebietskulisse auch vom letzten Förderantrag (Ausgewaschen), da wir diese neuen Gebäude und deren Bewohner mit in die Förderkulisse aufnehmen wollen. Nachdem direkt nach der Fertigstellung der neuen Gebäude zunächst Zäune zwischen diesen und dem Dichterviertel aufgestellt worden sind, wurden diese vor ca. 18 Monaten wieder abgebaut. Die weitere Bebauung östlich des Quartiers besteht im Wesentlichen aus Einfamilienhäusern. Der nächste Discounter befindet sich in ca. 1,6 km Entfernung. Die Größe des Gebietes umfasst nach Angaben der Gemeinde ca. 20.400 Quadratmeter
Einwohnerzahl
356
Quelle / Anmerkungen
Angaben der Gemeinde - somit nur offiziell gemeldete EinwohnerInnen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle Auswertung aus dem Jobcenter - zu berücksichtigen ist, dass von den 21.000 Menschen in der Gemeinde lediglich 356 im Projektgebiet wohnen - also ca. 1,7 %. Rastede Lessingstraße in % Bedarfsgemeinschaften (Dez 21) 423 30 7,09% Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Dez 21) 598 70 11,71% davon >=25 Jahre 488 46 9,43% davon ausl. Staatsangehörigkeit) 220 53 24,09% Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Dez 21) 246 35 14,23% davon ausl. Staatsangehörigkeit 107 25 23,36% Arbeitslose SGB II 206 18 8,74% davon U25 20 14 70,00%
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit zielt darauf ab, Menschen dazu zu befähigen und zu unterstützen ihre eigenen Bedürfnisse zu entdecken und zu artikulieren - individuell im Sozialraum. Sozialer Raum ist nicht nur geographisch, sondern auch soziologisch zu verstehen als eigene Lebenswelt (spatial turn). Die Bedeutung des sozialen Raumes in der Gemeinwesenarbeit und allgemein für die Entwicklung von Lebenschancen ist Thema der Stadtforschung seit den 1920er Jahren (Chicago School, Robert Ezra Park). Die Bedeutung eines lokalen Gemeinwesens für die Entwicklungs- und Lebenschancen der Bewohnerschaft, verhandelt unter dem Begriff Quartierseffekte, ist unbestritten. Während in den USA traditionell eher der Ansatz Moving to Opportunity, also der Umzug als Option zur Verbesserung der Lebenschancen gewählt wird, wird im EU-Raum und in Deutschland eher die behutsame Sanierung unter Einbindung der Bewohnerschaft als Strategie verfolgt - von der behutsamen Erneuerung über das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt bis zu aktuellen Förderkulissen- und Programmen. Im Dichterviertel soll ein Gemeinwesen unter verschärften Bedingungen geschaffen werden, die wenigen vorhandenen Reste stabilisiert werden, es soll im Quartier ein Diskurs über Erziehung und den Umgang in Gang gebracht werden, der zu einer veränderten gelebten Praxis vor Ort führt, so dass sich der Habitus des Ortes wandelt - von der Hinnahme zur Gestaltung.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Standard ist erreicht, wenn die Angebote von den Menschen genutzt werden und diese bei der Ausgestaltung der Angebote aktiv mitwirken und diese mitdefinieren.
Beschreibung
Standard ist erreicht, wenn Angebote ohne weitere Unterstützung der erfahrenen Sozialpädagogin fortgeführt werden können was Selbstwirksamkeit der BewohnerInnen in den Angeboten voraussetzt.
Beschreibung
Standard erreicht, wenn es gelingt die Erfahrungen des Projektes in den gemeindeweiten Präventionsprozess einzuspeisen und hier integriert an-, mit- und füreinander gelernt wird. Stärkung der Vernetzung zur Gemeindeverwaltung ist ebenfalls ein Ziel.
Beschreibung
Standard erreicht, wenn die Stärkung der Quartiersidentität gelingt, in dem z. B. alle sich füreinander und den Zustand des öffentlichen Raumes verantwortlich fühlen (vg. Jane Jacobs Death and Life of American Cities).
Vorhandene Strukturen
Seit Mitte 2015 gibt es im Dichterviertel in einer 3-Zimmer-Wohnung den Quartierstreff MitEinAnder. Dieser hat in den vergangenen Jahren darüberhinaus aus einem ehemaligen Waschhaus einen Treffpunkt für Männer geschaffen der mittlerweile ehrenamtlich weitergeführt wird und vor ca. drei Jahren damit begonnen einen BewohnerInnengarten zu entwickeln. Das MitEinAnder wird durchgehend von der kvhs Ammerland gGmbH verantwortet und arbeitet seit Beginn mit einem quartiersbezogenen Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Durch Flucht und Vertreibung hat sich die Bewohnerschaft stets gewandelt. Aktuell ziehen vermehrt Menschen aus afrikanischen Staaten ins Dichterviertel und sind weitestgehend abgekoppelt von der bestehenden Bewohnerschaft. Da es sich bei den zuziehenden aus Afrika vorwiegend um alleinerziehende Mütter handelt, sollen diese mit der Arbeit des MitEinAnder stärker in das lokale Gemeinwesen integriert werden. Die vor Ort tätige Sozialpädagogin entwickelt am Bedarf orientiert kontinuierlich Freizeitangebote und arbeitet darüber hinaus aufsuchend und steht auch zu allgemeiner Beratung und Unterstützung zur Verfügung. War in den vergangenen Jahren der BewohnerInnengarten und damit verbunden das Thema Gesundheit ein großes Handlungsfeld soll nun die Gelegenheit genutzt werden, dass die Gemeinde sich dem Treff gegenüber sehr positiv äußert und im Rahmen des Präventionskonzeptes an den Themen Erziehungs- und Sozialkompetenz mit Methoden der Gemeinswesenarbeit gearbeitet werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Rastede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Förderschule am Voßbarg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Feldbreite
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KGS Rastede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ammerländer Wohnungsbau GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein Kinderlachen e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeindejugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendamt Landkreis Ammerland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund Ammerland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Altenheim Petershof Rastede
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung der Diakonie Ammerland
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Gemeinde fördert die kvhs mit ca. 10.000,- € jährlich, so dass eine Personalgestellung für Projektleitung, etc. erst möglich wird. Ziel ist es diese Zusage im Rahmen der vereinbarten Evaluation in 2024/2025 zu verstetigen/zu entfristen, um somit einen Grundstock für weitere Förderungen zu schaffen. Das Präventionskonzept der Gemeinde ist unbefristet beschlossen worden und die enge Anbindung der Arbeit des MitEinAnder an dieses Konzept und CTC ist dabei ein weiterer Baustein.
Galerie
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bild1
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bewohnerinnengarten
Zustimmung Veröffentlichung
On

Wir in ORINO - gesund und digital unterwegs

Ansprechpartner
Stefanie Akwa
Funktion Fachbereichsleitung Soziale Arbeit
Gesundheitsförderung und Digitalisierung in Oberricklingen Nord-Ost
Projektbeschreibung
Wir in ORINO - gesund und digital unterwegs ist ein Kooperationsprojekt der LHH und des DRK. Das Projekt ist angesiedelt in Oberricklingen Nord-Ost (ORINO), dass durch eine hohe Diversität der 3056 Einwohner*innen geprägt ist und als Gebiet mit erhöhtem sozialen Handlungsbedarf identifiziert wurde. Die bisherigen Aktivitäten im Quartier zeigen, dass besonders im Bereich Gesundheit und digitaler Teilhabe Unterstützungsbedarf besteht. Es fehlt an Wissen über Angebote und Bewusstsein für die eigene Gesundheit. Zugänge zu Angeboten werden zunehmend digitalisiert, was eine zusätzliche Hürde darstellt. Die Ermutigung zur Beteiligung von Menschen im Quartier braucht verstärkt personelle und zeitliche Ressourcen. Ziel des Projektes ist deshalb die Gesundheit und digitale Teilhabe durch erlebte Selbstwirksamkeit im Quartier zu verbessern. Dazu setzt eine Vollzeitstelle im Sinne der GWA verschiedene Maßnahmen um. 1. Erfasst sie Bedarfe und Ressourcen, erstellt einen Ressourcenatlas, bringt Akteure zusammen und nutzt vorhandene Strukturen für Synergien. Eine AG Gesundheit und Digitalisierung wird gegründet. Als gemeinsamer Auftakt finden die ersten Gesundheitstage in ORINO statt. Die Menschen werden in die Entwicklung geeigneter Maßnahmen einbezogen. Durch aktivierende Befragungen, z.B. mit dem Kulturwagen MobiRick, werden Ideen und Bedarfe der im Quartier lebenden Menschen erfasst. 2. Diese münden in niedrigschwellige Angebote im Bereich Gesundheit (z.B. Sprechstunde, Bewegungsangebote) und Digitalisierung (z.B. Basiskurs) ein, die für die Menschen als nutzbringend empfunden werden und so als Türöffner fungieren. Darüber hinaus dienen sie auch als niedrigschwellige Begegnungsräume, die gegenseitiges Kennen- und Verstehenlernen ermöglichen. 3. Damit Selbstwirksamkeit wirklich erlebbar wird, reicht Empowerment nicht aus. Die Ressourcen der Menschen im Quartier sollen genutzt und sie schrittweise dazu angeleitet werden, selbst Angebote zu übernehmen. So findet ein Perspektivwechsel vom Hilfesuchenden zum Helfenden statt. Gleichzeitig werden sie ermutigt, sich einzubringen, Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten, diese in die Sanierungskommission einzubringen und aktiv das Quartier mitzugestalten. Die Besonderheit liegt darin, dass geplante Angebote direkt in den Räumlichkeiten verschiedener Träger angedockt werden, um diese möglichst nachhaltig im Quartier zu verankern. Das Projekt findet in der Lebenswelt des Quartiers statt.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Quartier leben viele sozial benachteiligte Familien, die Langzeitarbeitslosigkeit ist hoch. Das erhöhte Armutsrisiko bedeutet Einschränkungen in Lebensbedingungen und Teilhabechancen. Dies zeigt sich u.a. im Gesundheitsverhalten, z.B. in mangelnder Bewegung, unausgewogener Ernährung oder in chronischen Erkrankungen. Infos über Gesundheitsvorsorge und Bewusstheit für Gesundheit fehlen, Angebote werden nicht genutzt. Ein Drittel der Handlungsbedarfe, die von im Familiencoaching des Jobcenters befindlichen Personen benannt wurden, beziehen sich auf gesundheitliche Probleme. Dies liegt auch an mangelnder digitaler Teilhabe. Online-Dienste bekommen mehr Bedeutung, z.B. bei Terminvereinbarungen oder Bewerbungen. Auch Dienste der Krankenkassen werden digitalisiert (z.B. ePA). Es fehlt an Know-how im Umgang mit Online-Formularen, Datenschutz, Vetragswesen und Gefahren im Internet. Darüber hinaus treffen verschiedene Zuwanderungsgenerationen und Multiproblemlagen aufeinander, Annahmen über „den Anderen“ fördern das „Unter-sich-bleiben“, Menschen im Quartier bringen sich kaum ein, Begegnungsmöglichkeiten gibt es wenige. Deshalb gibt es das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ (seit 2017). Die Stadt Hannover hat zwei Mitarbeitende im Quartiersmanagement eingesetzt. Im Rahmen des Programms sind gute Maßnahmen entstanden, z.B. Runde Tische zur Vermeidung Jugendarbeitslosigkeit und Sicherheit im Quartier. Es gibt ebenfalls eine Sanierungskommission. Diese Strukturen können genutzt werden, um die Themen digitale Teilhabe und Gesundheit im Quartier voranzubringen, neue Akteure zu gewinnen, vorhandene Ressourcen zu bündeln und gleichzeitig die Menschen im Quartier stärker einzubinden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Oberricklingen Nord-Ost
Beschreibung
Das Projektgebiet ist das Gebiet Oberricklingen Nord-Ost. Die westliche Grenze bildet die Pyrmonter Straße, die östliche Grenze die Frankfurter Allee. Im Süden wird das Projektgebiet begrenzt durch die Wallensteinstraße, im Norden bildet die B65 eine natürliche Grenze.
Einwohnerzahl
3056
Quelle / Anmerkungen
Integriertes Entwicklungskonzept 2019 Oberricklingen Nord-Ost
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Oberricklingen Nord-Ost gehört durch seine Problemlagen zu den besonders benachteiligen Quartieren, weshalb das Gebiet durch das Programm Sozialer Zusammenhalt gefördert wird. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Sanierung des Gebietes. Das Quartiersmanagement vor Ort hat das Ziel über die Maßnahmen der Verwaltung zu informieren und die Anliegen der Verwaltung weiter zu tragen. Im Rahmen der Aktivitäten des Programms und des Quartiersmanagements wurde deutlich, dass besonders im Bereich Gesundheit und digitaler Teilhabe ein erhöhter Förderbedarf im Gebiet besteht. Die vorhandenen sozialen Einrichtungen sind jedoch bereits stark ausgelastet. Es ist keine Einrichtung in der Lage, sich den Themen Gesundheit und Digitalisierung in dem Maße zu widmen, in dem es notwendig wäre, um die Teilhabe der Menschen im Quartier zu sichern. Dies liegt insbesondere daran, dass der Zugang zu den Menschen, insbesondere bei sensiblen Themen wie Gesundheit, durch eine Vertrauensbasis aufgebaut werden muss. Dies benötigt Zeit und Ressourcen. In Abgrenzung zum Sozialen Zusammenhalt widmet sich das Projekt Wir in ORINO – gesund und digital unterwegs durch eine Maßnahmekombination den Themen Gesundheit und digitale Teilhabe, bringt diese koordiniert im Quartier vorwärts und nutzt und ergänzt dafür auch bereits entstandene Strukturen. Das Projekt dient also als sinnvolle Ergänzung zum Programm Sozialer Zusammenhalt. Es sind bereits gute Initiativen entstanden, darunter verschiedene Gremien, die sich mit verschiedenen Themenstellungen beschäftigen. Die Themen Gesundheit und digitale Teilhabe sind dabei bisher nicht berücksichtigt. Durch konkrete Angebote (z.B. Gesundheitsangebote) deckt es identifizierte Angebotslücken und stellt durch Empowerment-Angebote niedrigschwellig einen Zugang zu den Menschen im Quartier her. Dabei fokussiert es insbesondere die Zielgruppen, die bisher kaum oder keine Angebote wahrnehmen. Die Erfahrungen zeigen, dass dies zeitliche und personelle Ressourcen benötigt. Kontakte zu den Menschen und besonders Vertrauen müssen niedrigschwellig aufgebaut werden. Dies geht nur durch zusätzliche menpower. Ist niedrigschwellig Kontakt aufgebaut, kann schrittweise Selbstorganisation und Beteiligung gefördert werden. Diese soll dann sinnstiftend in die bestehende Sanierungskommission einfließen. Es besteht ein Bezug und eine Kooperation zum Quartiersmanagement, um eine nachhaltige Verankerung im Quartier zu gewährleisten, Synergien zu erzielen und Doppelstrukturen zu vermeiden.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen beziehen sich auf den Anteil an Kindern und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren. Im Vergleich zur gesamtstädtischen Zahlen ist der Anteil höher. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen beziehen sich auf Deutsche mit Migrationshintergrund. Im Vergleich zur gesamtstädtischen Zahlen ist der Anteil höher. https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Verwaltungen-Kommunen/Die-Verwaltung-der-Landeshauptstadt-Hannover/Dezernate-und-Fachbereiche-der-LHH/Stadtentwicklung-und-Bauen/Fachbereich-Planen-und-Stadtentwicklung/Stadtentwicklung/Bev%C3%B6lkerungsentwicklung-und-demografischer-Wandel sowie https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Im Vergleich zu den Zahlen der Stadt Hannover, leben im Projektgebiet weniger Menschen über 60 Jahren. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil ausländischer Bewohner*innen liegt ist im Projektgebiet um ein vielfaches höher als in der Stadt Hannover. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Anzahl der Alleinerziehenden liegt über dem hannoveraner Durchschnitt. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Anzahl arbeitsloser Menschen ist im Projektgebiet mehr als doppelt so hoch wie im gesamtstädtischen Bereich. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Projektgebiet in Prozent
63
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl bezieht sich auf Kinder bis einschließlich 17 Jahren. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebdd.nsf/8DE5913D03C507CFC12585BB00184A08/$FILE/1622-2020_Anlage1.pdf
Unterlagen zum Gebiet
quartier_orino.jpg (234.36 KB)
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Diese wird als Handlungsansatz verstanden, bei dem durch geeignete Methoden Bedarfe und Stärken im Quartier entdeckt, Ressourcen genutzt und aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist die Schließung der entdeckten Bedarfslücken. Wichtiges Instrument hierfür ist die Netzwerkarbeit und das erschließen von Synergien der im Quartier aktiven Akteur*innen. Dort, wo Partner*innen und Angebote fehlen, werden neue Angebote gemeinsam entwickelt. Die Interessen der Menschen im Quartier und die Hilfe zur Selbsthilfe stehen dabei im Fokus. Sie sollen dazu ermutigt werden, sich selbst und ihre Bedürfnisse einzubringen und ihre Lebensbedingungen so zu verbessern. Dazu verfolgt das Projekt zunächst den Ansatz, die persönlichen Kompetenzen der Menschen vor Ort im Bereich Digitalisierung und Gesundheit durch empowernde Angebote zu stärken, die als nutzbringend empfunden werden. Sie dienen als Türöffner. Sind niedrigschwellig Kontakte aufgebaut, werden die Menschen im Quartier dazu ermutigt, selbst Angebote zu planen und durchzuführen. Das Projekt wirkt dabei als Unterstützerin. Gleichzeitig wird nicht nur die Selbstermächtigung gefördert (Hilfesuchende werden zu Helfenden), sondern durch niedrigschwellige Angebote werden auch die Kontakte zu und zwischen den Menschen gestärkt. Gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Lebenswirklichkeiten kann so wachsen, Isolation und Konflikte werden verringert, helfende Strukturen entstehen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Akteure vor Ort haben sich zu einem Bündniss zusammen geschlossen und bringen konsequent die Themen Gesundheit/digitale Teilhabe im Quartier vorwärts. Eine AG hat sich gegründet, alle vorhandenen Gremien arbeiten aufeinander abgestimmt.
Beschreibung
Vorhandene und neue Angebote im Bereich/Gesundheit sind so strukturiert, dass sie alle mitdenken. Zugangsbarrieren sind abgebaut und auch Zielgruppen, die bisher Hemmungen/Probleme hatten, Angebote anzunehmen, nutzen die Angebote im Quartier.
Beschreibung
Geeignete Methoden zur Beteiligung sind entstanden. Bedarfe der Menschen im Quartier werden in den Quartiersgremien mitgedacht. Sie fließen in die Sanierungskommission ein, entsprechende Maßnahmen werden verabschiedet. Passende Angebote sind entwickelt.
Beschreibung
Kontakte zu den Menschen im Quartier sind aufgebaut, ihre Bedarfe erfasst. Für sie als nuztbringend empfundene Angebote sind etabliert. Diese haben sie selbst durch geeignete Beteiligungsformate mitentwickelt. Sie wurden nicht über sie hinweg entwickelt.
Beschreibung
Durch konkrete Angebote der Begegnung und des Empowerment begegnen sich Menschen im Quartier unterschiedlicher Lebensmillieus. Verständnis füreinander und gegenseitige Hilfe entsteht durch das gemeinsame Stärken von Kompetenzen (z.B. digitale Kompetenzen)
Beschreibung
Die vorhandenen Akteure kennen sich und arbeiten zusammen. Sie entwickeln gemeinsame Projekte, ausgerichtet an den Bedarfen der Menschen. Die AG Gesundheit und Digitalisierung besteht auch nach Projektende weiter.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Peter-Ustinov-Schule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
hanova
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachbereich Planen und Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wilhelm-Busch-Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita St. Lucia der Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita und Krippe der beiden Trägervereine wirbelwind e.V.“ und Sausewind e.V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hort Munzeler Straße der AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsunterkunft Munzeler Straße des DRK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Thomas Gemeinde Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Gronostraße der LHH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Auf dem Rohe der LHH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsarbeit Welcome vom Verein „Miteinander für ein schöneres Viertel e.V
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement der LHH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales der LHH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vernetzung mit ansässigen Ärzten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine, z.B. TuS Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Jugendarbeitslosigkeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilzentrum Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Sicherheit im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendnetz Ricklingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilrunde Ricklingen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch die Kooperation des DRK und der LHH ist das Projekt von Beginn an in die kommunalen Netzwerke und Strukturen eingebunden, Finanzierungsmöglichkeiten frühzeitig eruiert. Gesundheitsangebote finden z.T. direkt in den Räumlichkeiten der benannten Akteure statt, z.B. im Stadtteilzentrum und Nachbarschaftsarbeit. Dadurch werden die vorhandenen Akteure sinnvoll ergänzt, keine Doppelstrukturen geschaffen. Akteure sind informiert und befürworten das Projekt, bieten z.T. Räume und Unterstützung.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Frauenräume

Ansprechpartner
Heike Stürmeyer
Funktion Pädagogische Leitung
Frauenräume
Projektbeschreibung
"Frauenräume" ist ein Projekt für Frauen, das in einem Quartier angesiedelt wird, das geprägt ist von Menschen mit Migrationshintergrund. Viele von ihnen sind geflüchtet und nach 2015 nach Deutschland gekommen. Wir wollen den Frauen einen geschützten Rahmen anbieten. Dies meint ganz konkret geschützte Räume, zu denen nur sie Zugang haben. In sensiblen und geschützten Räumen, können sich Frauen mit gleichen oder ähnlichen Erfahrungen austauschen. Dies hilft dabei, die eigene Ausgrenzung oder Unterdrückung zu erkennen und das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Für stark marginalisierte Gruppen ist es notwendig, diese Räume für eine zeitlich begrenzte Dauer für Andere zu schließen, damit Erfahrungen von z.B. psychischer und physischer Gewalt im geschützten Rahmen verarbeitet werden können. Die Herausforderung ist es, Menschen Hilfestellungen anzubieten, die sie nicht in einer eher passiven Rolle festigen, sondern die sie zur Entdeckung ihrer eigenen Stärken und ihrer Handlungsfähigkeit ermutigen. Mit Ansätzen des Empowerments wollen wir Frauen ansprechen und ihnen Gruppenangebote zur Verfügung stellen. Gruppen und Gesprächskreise stabilisieren den Integrationsprozess. Migrierte Frauen erfahren in ihnen Rückhalt und Unterstützung, besprechen dort ihre Fragen und Probleme und beraten sich gegenseitig. Angeboten werden:  Niedrigschwellige Angebote, um die Zielgruppen anzusprechen und zu motivieren, Themenspezifische Angebote  Persönlichkeitsbildende und stabilisierende Angebote, Kulturpädagogische Angebote,  Angebote zur Förderung des interkulturellen Miteinanders, Angebote zur Förderung der Selbstorganisation, Aufbau von Selbsthilfegruppen. 
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Projekt soll im Stadtteil Vorwerk angesiedelt werden. Hier sind besonders drei Straßenzüge (Talweg, Himmelsberg, Nordfeld) prekär. Es handelt sich dabei um ehemalige Wohnungen der britischen Armee, die sich in Wohnblöcken befinden. Dies Quartier war schon immer geprägt von häufiger Fluktuation bei den Mieter*innen. Diese leben häufig von ALG2- Bezügen, kommen aus einem bildungsfernen Milieu und/oder sind alleinerziehend. Mit dem Zustrom von Geflüchteten 2015 kamen viele Menschen mit Migrationshintergrund in das Wohngebiet. Dies ist vom Rest des Stadtteils abgetrennt. Es gibt dort keinen Spielplatz, so dass die KInder häufig zwischen den Wohnblöcken oder Garagen spielen. In den Straßenzügen hat der Caritasverband Celle seit 15 Jahren Räumlichkeiten angemietet, in denen Kindergruppen angeboten werden und ein niederschwelliges Beratungsangebot für allgemeine Sozialberatung und Migrationsberatung vorgehalten wird. Hier wird besonders die Situation der Frauen deutlich, die häufig ihre Kinder betreuen und nicht schnell deutsch lernen, da ihnen die Bezüge und Anlässe fehlen. Viele Frauen haben durch die Flucht Traumatisierungen erfahren. Die Gruppe der geflüchteten Frauen ist keineswegs homogen. Vielmehr handelt es sich um eine Vielzahl von Individuen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen mit unterschiedlichen Aufenthaltsstatus, Herkunftsland, Alter, Religionszugehörigkeit, Familienstand sowie Bildungsstand und beruflichen Erfahrungen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie bereits schwerwiegende Einschnitte in ihr Leben erfahren haben und Erfahrungen des Scheiterns, Verluste oder Ängste zu bewältigen haben.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle Vorwerk
Beschreibung
Straßenzüge Talweg, Himmelsberg, Nordfeld
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Celle
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Celle
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Celle
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Celle
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Projekt soll das Grundverständnis der Gemeinwesenarbeit berührt werden, nämlich die Frauen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten zur Selbstveränderung zu entdecken und sie zu ermutigen, aktiv nach neuen Lebensperspektiven zu suchen, die ihnen ein selbstbestimmteres Leben und eine größere soziale Teilhabe ermöglichen. Es bedeutet also, die Frauen über die Umstände des eigenen Lebens (wieder) selbst bestimmen und Erfahrungen der Ohnmacht und Hilflosigkeit überwinden. Durch das Projekt sollen Frauen zusammengebracht und aktiviert werden. Dazu werden bereits bestehende Kooperationen mit Ehrenamtlichen und weiteren Akteurinnen im Stadtteil genutzt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bedarfe der Bewohnerinnen werden abgefragt und es wird daras gemeinsame Angebote entwickelt.
Beschreibung
Es ist Ziel im Projektzeitraum, dass die Frauen sich selbst organisieren
Beschreibung
Die Frauen bringen sich, ihre Ideen und ihre Fähigkeiten im Projekt mit ein
Beschreibung
Mit dem Stärken der Frauen wird deren gesamte Familie gestärkt, das gesamte Quartier profitiert, wenn Frauen unterschiedlicher Nationen zusammenkommen und miteinander arbeiten
Beschreibung
Bei dem Projekt kommen verschiedene Ressorts wie Politik, Wirtschaft, Sport, Medien zusammen
Beschreibung
Im Projektzeitram wird auf etablierte Netzwerke der Kommune im Bereich Migration und Sozialem Miteinander zurückgegriffen
Beschreibung
es finden Frauen mit unerschiedlicher Herkunft, Bildung, Religion zusammen und arbeiten an gemeinsamen Zielen
Beschreibung
Am Ende des Projektzeitraums steht die Selbstorganisation der Frauen und die haupamtlichen Mitarbieterinnen treten in den Hintergrund
Beschreibung
Das Projekt breitet sich über das Quartier hinaus aus und Frauen aus weiteren Stadtgebieten kommen hinzu
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Zentrale Anlaufstelle der Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zuwanderungsagentur der Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialamt der Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integerationsbeauftragter des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familenbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutische Einrichtung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter im Landkreis Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mimi Gesundheitsprojekt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Kirche St. Johannes
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.- luth. Kirchengemeinde Matthäus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindergarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Vorwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Volkshochschule Celle
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Caritasverband Celle unterhält seit 15 Jahren Räumlichkeiten in dem Quartier, finanziert aus Eigenmitteln, Bundes- und Landesmittel und kommunalen Mitteln, wir sind optimistisch dies auch zukünftig zu leisten, so dass die Räumlichkeiten für die Frauen auch zukünftig genutzt werden können. Dies soll dann nicht mehr von hauptamtlichen Mitarbeiterinnen unterstützt werden, sondern in eine Selbstorganisation übergehen
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!

Ansprechpartner
Tjorven Maack
Funktion Geschäftsführerin
Teilprojekt Altstadt Goslar
Projektbeschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" soll an zwei Standorten (Immenrode und Altstadt Goslar) und somit zwei Projekte beinhalten. Ziel des Gesamtprojektes ist es, dass alle Menschen im Einzugsgebiet der Projektstandorte gleichermaßen angesprochen werden. Am jeweiligen Standort soll eine Begegnungsstätte geschaffen werden. Ziel der Begegnungsstätte ist es, dass ein Ort geschaffen wird, an dem jeder Mensch willkommen und geschätzt wird. Die Begegnungsstätten dienen als "Save Haven", also einem Ort, an dem es keine Diskriminierung, Ausgrenzung und/oder andere Diffamierungen gibt. Bei uns ist jede Person willkommen, unabhängig der sozialen Herkunft, dem Geschlecht, der Religions- und Kulturzugehörigkeit. Stigmatisierungen sind bei uns nicht willkommen. Genau dies ist der Ansatz des Gesamtprojektes. Wir möchten Menschen zusammenführen und durch gemeinsame Projekte erwirken, dass eine Gemeinschaft entsteht, in der sich alle gleichermaßen respektieren, unterstützen und wertschätzen. Damit dies gelingt, bedarf es nicht nur einer festen Anlaufstelle, sondern ebenfalls regionenbezogene Unterstützungen. Diese Herausforderung wird durch die Aufteilung in zwei Projekte, mit jeweils eigenem Themenschwerpunkt - gemeistert. So soll sich das Teilprojekt (Immenrode) schwerpunktmäßig mit den Themen des demographischen Wandels und dem Auf- und Ausbau eines Unterstützungsnetzwerkes innerhalb des Dorfes, aber auch der Implementierung eines festen Treffpunktes für Jung und Alt, so dass alle Generationen eine Anlaufstelle haben, fokussieren. Das zweite Teilprojekte (Altstadt Goslar) hat seinen inhaltlichen Schwerpunkt im Themenfeld der Zusammenführung der Menschen mit & ohne Migrationshintergrund. Hintergrund hierbei ist, dass der LK Goslar im Rahmen der Zuwanderung ab 2015 viele Menschen mit Migrationshintergrund aufgenommen hat. Die Menschen sind mittlerweile formal in der neuen Heimat angekommen. Leider ist es bisher kaum gelungen, dass die verschiedenen Religionen und Kulturen zusammengeführt werden und sich als gemeinsame Gesellschaft verstehen und dies ausleben. Ziel es Projektes ist, dass die Menschen nicht nebeneinander, sondern miteinander leben. Diese Ziele sollen durch das Gesamtprojekt und den zwei Teilprojekten initiiert, gefördert und langfristig begleitet werden. Das Selbstverständnis des AWO-Kreisverbandes Region Harz e.V. ist, dass man nur gemeinsam stark ist. Dieses Motto spiegelt sich in unserem Gesamtprojekt wieder.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Ausgangslagen der zwei Standorte sind differenziert zu betrachten. Daher soll im folgenden einzeln die Ausgangslage dargestellt werden. Ausgangslage Altstadt Goslar: In der Altstadt Goslar gibt es eine starke Kluft zwischen den Menschen, die seit Jahren bzw. Jahrzehnten in Goslar wohnen und den Menschen, die in der Altstadt eine neue Heimat gefunden hat. Zwar gibt es vereinzelte sehr spezifische Angebote, diese sind jedoch immer nur für besondere Gruppen offen. Es gibt keinen Treffpunkt, an dem Menschen aller sozialen, kulturellen, religiösen Hintergrunde zusammenkommen können. Dazu ist anzumerken, dass einzig die Schaffung eines solchen Raumes nicht genügen würde. Aufgabe des Projekts ist es, dass alle Gruppen zielgerichtet angesprochen, zusammengeführt und begleitet werden. Nur wenn man gemeinsam etwas etabliert, kann man langfristig als Gemeinschaft zusammenwachsen. Hier reicht es nicht einzelne Angebote vorzuhalten, sondern muss den Prozess engmaschig begleiten und beraten/unterstützen/vermitteln.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Goslar Altstadt
Beschreibung
Die Kernstadt Goslar beheimatet insgesamt 29.310 Einwohner_innen, wobei davon 7.771 Einwohner_innen in der Altstadt angesiedelt sind. Der Stadtkern umfasst neben der Altstadt folgende weitere Gebiete: Baßgeige, Georgenberg, Jürgenphl, Ohlhof, Rammelsberg, Steinberg und Sudmerberg. Goslar befindet sich zwischen den nordwestlichen Ausläufern des Harzes und dem äußersten Südende des Salzgitter-Höhenzugs. Aufgrund ihres besonderen Erhaltungszustandes mit über 1.500 Fachwerkhäusern unterschiedlichster Epochen im Altstadtkern wurde die Altstadt Goslar von der UNESCO ausgezeichnet. Innerhalb der Altstadt nimmt der Tourismus eine große Rolle ein.
Einwohnerzahl
7771
Quelle / Anmerkungen
Auszug aus der Datenbank Stadt Goslar (Quelle liegt gedruckt vor und kann bei Bedarf eingereicht werden.)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus der Bestandsstatistik der Stadt Goslar vom 06.05.2021. (Ansprechpartner: Herr Sven Busse) Hinweis: Quelle liegt in Papierform vor und könnte eingereicht werden, nur habe ich keine Option zum Hochladen des Dokuments gefunden.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Auszug aus der Bestandsstatistik der Stadt Goslar vom 06.05.2021. (Ansprechpartner: Herr Sven Busse) Hinweis: Quelle liegt in Papierform vor und könnte eingereicht werden, nur habe ich keine Option zum Hochladen des Dokuments gefunden.
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt "Gemeinsam leben und lernen - Gemeinsam sind wir stark!" - mit seinen zwei Teilprojekten in Immenrode und der Altstadt Goslar - verfolgt den Ansatz des Quartiersmanagements. Ziel des Gesamtprojektes ist die soziale Stabilisierung der Projektgebiete. Durch unsere Unterstützung als Koordinator_innen sollen verschiedene Akteuer_innen zusammengeführt, aktiviert sowie bei der Planung und Realisierung begleitet und unterstützt werden. Darüber hinaus soll durch die Weitergabe der beantragten Mittel finanzielle Ressourcen zur Umsetzung weitergegeben werden. Durch unsere Anregung zum Empowerment in beiden Teilprojekten soll von den Bürger_innen die Verantwortung für den eigenen Stadtteil bzw. das eigene Dorf übernommen werden, so dass eine langfristige, selbsttragende und ehrenamtliche Selbstorganisation geschaffen, aufgebaut und langfristig implementiert wird.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es den Koordinator_innen gelingt, dass die Bewohner_innen eigenständig ihre Bedarfe/Interessen selbstständig eruieren und Vorhaben planen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die Menschen freiwillig interkulturell und religionsübergreifend zusammenkommen, um sich im Sinne des Ansatzes des Empowerments zu organisieren und strukturieren.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn die vorhandenen Ressourcen nicht nur bekannt, sondern auch aktiv genutzt werden, um das Ziel der Schaffung einer gemeinsamen Begegnungsstätte zu erreichen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn im Projekt generations-, geschlechts-, kultur- und religionsübergreifend gedacht und agiert wird, um gemeinsame (gemeinwesenbezogene) Interessen zu erarbeiten und umzusetzen.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn themenübergreifend alle für die Bürger_innen relevanten Aspekte im Projekt abgebildet bzw. integriert sind. Das bedeutet, dass es einer Vielzahl an Beteiligungs- und Angebotsmöglichkeiten bedarf, um alle Bedarfe abzudecken.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn es gelingt, dass die von uns als Koordinator_innen initiierten Netzwerke und Kooperationen nicht nur gegründet, sondern kontinuierlich auf- und ausgebaut sowie weiterentwickelt werden.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das soziale Zusammenleben angestoßen, gefördert und in der Praxis umgesetzt wurde. Deutlich wird das Gelingen, wenn die Begegnungsstätte rege besucht und ehrenamtlich begleitet und geführt wird.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das Projekt dazu beiträgt, dass die Infrastruktur im Gebiet nicht nur aufgewertet, sondern nachweislich zum positiven, nämlich durch interkulturelle soziale Partizipation aller, geändert werden konnte.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn das gesamtkommunale Denken und Handeln dazu geführt hat, dass die Menschen sich nicht nur im Gebiet des Projektes, sondern darüber hinaus in der gesamten sozialen Gesellschaft akzeptiert und willkommen fühlen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle geschlechts-, kultur- und religionsübergreifenden Vereine und Kirchengemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle im Gesamtprojekt vorhandene Glaubenseinrichtungen (Kirchen, Synagogen und Moscheen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unsere sozialen Plattformen (Facebook, Instagram, Homepage) sowie die regionale Presse (Goslarsche Zeitung sowie die Wochenend- und regionalen Blätter)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Der/die Bürgermeister_in (Wahlen sind am 12.09.2021)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Bürger_innen aus dem Einzugsgebiet Altstadt, aber auch innerhalb der zwei Teilprojekte sollen sich untereinander austauschen und vernetzen.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Der/Die Oberbürgermeistermeister_in (Wahlen sind am 12.09.21)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Ziel des Projektes ist, dass die Begegnungsstätte sich nach Ablauf der drei Jahre nicht nur selbst organisiert, sondern auch selbst tragen bzw. die anfälligen Kosten für Miete und kleinere Sachausgaben durch die Stadt bzw. die Politik beglichen wird. Hierfür soll erwirkt werden, dass das Projekt als "Leuchtturm" eingeführt und etabliert wird und den Entscheidungsträger_innen aufgezeigt wird, welch positives "outcome" ein solches Projekt haben kann und daher bezuschusst werden sollte.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Starke Nachbarschaft

Ansprechpartner
Sönke Deitlaff
Funktion Fachdienstleiter
Gemeinwesen Gemeinsam Gestalten
Projektbeschreibung
Das Projekt ist in der Gemeinde Algermissen angesiedelt. Mit Hilfe des Projektes sollen neue Wege entwickelt werden, das gesellschaftliche Leben vielfältig zu gestalten. Einen besonderen Schwerpunkt bietet die Arbeit in den einzelnen Ortsteilen. Handlungsleitend sollen dabei die Belange der Bewohner*innen sein. Besonders berücksichtigt werden vor allem Personen, die sich derzeit nicht in den Angeboten und Veranstaltungen der Gemeinde wiederfinden. Ein Mobiles Café wird entwickelt. Es bietet eine niedrigschwellige Methode zum Kontaktaufbau und zu aktivierenden Befragungen. Vor Ort werden die Belange der Bewohner*innen erfasst. Ausgehend von ihren Ressourcen werden die Bewohner*innen motiviert und begleitet, sich für ihre Interessen zu engagieren. Neue nachbarschaftliche Netzwerke werden gebildet. Die Bewohner*innen werden bestärkt, neue Veranstaltungen wie z. B. offene Treffen oder Bildungsangebote in den Dorfgemeinschaftshäusern zu planen und durchzuführen. Die Formate können sehr vielfältig sein, ebenso wie die Handlungsbereiche. Aus Vorgesprächen mit Eingewanderten und ihren Nachkommen ist bekannt, dass Bildung, Kultur und Mobilität bedeutende Themen darstellen. Im letzten Jahr wurde deutlich, dass viele Menschen von der digitalen Teilhabe weitgehend ausgeschlossen sind. Dieses wurde besonders von der Leitung des Mehrgenerationenhauses über die Seniorenarbeit berichtet. Andererseits ist gerade im digitalen Bereich viel individuelles Wissen vorhanden. Ein ehrenamtliches Team wird in Rahmen des Projektes niederschwellige Hilfs- und Bildungsstrukturen entwickeln. Innerhalb des gesamten Projektes werden digitale Elemente integriert und niedrigschwellig erfahrbar sein. Die Projektleitung wird die Aufgaben innehaben: Durchführung des Mobilen Cafés, Impulse von den Bewohnern aufnehmen, Akteure stärken, neue Netzwerke anbahnen und durch gemeinsames Planen und Durchführen Arbeitsstrukturen etablieren. Ziel ist es, dass die Akteure zum Ende des Projektes weitgehend eigenständig die Projekte umsetzen und neue generieren. Nur im Bedarfsfall werden sie durch einen Sozialarbeiter der Gemeinde unterstützt. Durch das Projekt soll erreicht werden, dass Nachbarschaften neu entdeckt werden und die Angebote im Gemeinwesen die Vielfalt der in Algermissen lebenden Bürger*innen widerspiegelt.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Gemeinde Algermissen liegt im Norden des Landkreises Hildesheim. In sechs Ortschaften leben circa 8.000 Menschen, davon circa 4.500 im Kernort. 1. Die fünf kleineren Ortschaften liegen mehrere Kilometer entfernt und sind ohne eigenes Auto nur schwer erreichbar. Fahrradwege sind kaum vorhanden, der ÖPNV erreicht die Ortschaft mit dem Linienbus sehr unregelmäßig. Fehlende Mobilität verringert die Teilhabemöglichkeiten vor allem bei älteren Menschen oder wenn bei einem fehlenden persönlichen Netzwerk wenig Unterstützung erfolgt. Gleichzeitig steigt der Bedarf nach alternativen Mobilitäts-Formen durch Diskussionen um Klimaschutz und Nachhaltigkeit, geäußert in Gruppendiskussionen vor Ort. Es fehlen vor Ort Anreize für Car-Sharing, E-Mobilität und die Unterstützung von ehrenamtlichen Strukturen für Mobilitätsangebote. 2. Ein fortschreitender Generationenwechsel in den Bestandswohnungen, neue Bauvorhaben und -gebiete oder die Aufnahme von Menschen mit Fluchterfahrung sind Gründe für Zuzug. Nachbarschaften bleiben anonym, wenn unterschiedliche Lebensentwürfe blockieren oder wenig Kommunikation und Interaktion zwischen den unterschiedlichen Gruppen und Einzelpersonen stattfindet. Anonyme Nachbarschaften wurden von Ehrenamtlichen, Kooperationspartnern und aus Familien mit und ohne Fluchterfahrung als Problem genannt. In der Gemeinde leben Menschen aus 59 verschiedenen Ländern (Stand 2020). 3. Die Corona-Pandemie verstärkt die beschriebenen Problemlagen durch Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren. Fehlende Digitalisierung, mangelnde Kenntnisse in der Nutzung digitaler Medien müssen zukünftig ebenso überwunden werden wie Isolation und Vereinsamung.
Projektgebiet
Beschreibung
Das Fördergebiet bezieht sich auf den Sozialraum der Gemeinde mit seinen sechs Ortschaften.
Einwohnerzahl
8083
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt. Es wurden Ausländer und Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit erfasst. Das Problem ist, dass diese Gruppen im gesellschaftlichen Leben kaum in Erscheinung treten.
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt versteht sich als eine Prozessbegleitung. Ziel ist es, Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft und Milieu - zu aktivieren und zu stärken, ihre Belange ins Gemeinwesen einzubringen. Der Ansatz ist niedrigschwellig. Die Bewohner*innen werden motiviert, in nachbarschaftlichen, sozialen Netzwerken ihr direktes Umfeld zu gestalten. Dabei sind die Belange und Ressourcen der Bewohner*innen handlungsleitend. Dies bezieht sich sowohl auf die Formate, als auch auf die Handlungsbereiche. Die Handlungskompetenz des Einzelnen wird gestärkt, aus individuellem Empowerment soll sich kollektives Empowerment entwickeln. Eine aktive, gemeinschaftliche Beteiligung stärkt das Selbstwertgefühl und die Identifikation mit dem sozialen Raum. Neue Begegnungsräume werden durch die Bewohner*innen entwickelt, um langfristig die Möglichkeiten der Partizipation am Gemeinwesen zu stärken.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen geben ein positives Feedback, dass sie sich wahrgenommen fühlen, sie äußern ihre Belange und nehmen an Aktionen teil.
Beschreibung
Die Projekte werden von Bewohner*innen zunehmend eigenständig geplant, umgesetzt und generiert. Es gibt dafür eine Infrastruktur. Es gibt eine niederschwellige Möglichkeit der aktiven Teilnahme. Die Projekte werden von vielen Akteure getragen.
Beschreibung
Kooperationen mit bestehenden Gruppen werden eingegangen. Örtliche Ressourcen wie Dorfgemeinschaftshäuser u. Ä. werden genutzt.
Beschreibung
Die Projekte werden von Bewohner*innen unterschiedlicher Herkunft, Alters und Milieu gemeinsam besucht und umgesetzt. Die Bewohner*innen nehmen eine Haltung der gegenseitigen Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung ein.
Beschreibung
Die Netzwerke haben eine Struktur, mit der sie ihre Projekte eigenständig umsetzen und neue Ideen entwickeln können. Die Netzwerke arbeiten innerhalb und untereinander kollegial und bieten sich gegenseitig Hilfe.
Beschreibung
Nachbarschaftliche Treffen haben sich etabliert und zeigen die Vielfalt ihrer Bewohner*innen. Es gibt für alle die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Beschreibung
In Bereich der Mobilität gibt es Angebote der nachbarschaftlichen Hilfe. Nachbarschaftliche Treffen haben sich etabliert und zeigen die Vielfalt ihrer Bewohner*innen. Es gibt für alle die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Familienservicebüro
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturbrunen Algermissen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus sOfA
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Algermissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TVE Algermissen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Algermissen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinderat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Klimaschutzgruppe Algermissen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit und Wirkung des Projektes über den Projektzeitraum hinaus soll durch die folgenden Punkte gesichert werden. • Erweitertes dauerhaftes Angebot, dass von Kooperationspartnern und Ehrenamtlichen weitergetragen werden kann • Verankerung bei Netzwerk- und Kooperationspartnern • Bei Teilnehmenden wurden Kompetenzen und Bewusstsein gestärkt. • Die Gemeinde stellt Räume. • Der Sozialarbeiter der Gemeinde unterstützt in Bedarfsfall die Akteure
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gute Nachbarschaft - Eine Befragung der Stadtteilgesellschaft.

Ansprechpartner
Ulrich Hartig
Was ist "Gute Nachbarschaft"?
Projektbeschreibung
Die Stadtteile Kreyenbrück und Bümmerstede werde durch die Vielfalt der Bewohner:innen gekennzeichnet. Nicht nur durch einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte(n), sondern auch durch das Nebeneinander von Einzel-/Doppelhauswohneigentum und Mehrfamilienhäusern. Nicht zuletzt auch durch die Vielzahl von Institutionen wie Bürgerverein, Kirchen, Migrant:innenselbstorganisationen und kommunalen Einrichtungen. Unser Projekt soll unmittelbar in die Stadtteilgesellschaft hineinfragen, wie vor je persönlich-individueller Lebenspraxis und gesellschaftlicher Selbstverortung und - wahrnehmung "Gute Nachbarschaft" ist oder sein sollte. Hierzu soll ein Fragebogen entwickelt werden, der sowohl standardisierte, als auch "Prosaantworten" ermöglicht. Der Fragebogen soll auch in türkischer, kurdischer und arabischer Spreche zur Verfügung stehen, ebenso das Anschreiben. In Bereich der Blockbebauung soll der Fragebogen mit frankiertem Rücksendebriefumschlag verteilt werden. Im Bereich der Einzelhausbebauung sollen die Fragebogen möglichst persönlich überreicht werde, so dass die Chance auf persönliche Begegnungen besteht. Die Ergebnisse sollen, fachlich begleitet, ausgewertet, der Öffentlichkeit vorgestellt und in kleineren Foren auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft werden. Folgeprojekte sind vorgesehen. Zudem beabsichtigen wir, den Fragebogen zusätzlich per Email-Listen zu verschicken.
Laufzeit
2021-08-31 00:00:00
Ausgangslage
Die je unterschiedlichen Bebauungen in den Stadtteilen Kreyenbrück/Bümmerstede - Einzel-/Doppelhaus und Blockbebauung ( Eigentum und Wohnungsbaugesellschaft(en) erschweren nachbarschaftliche Kontakte und gemeinsame stadtgesellschaftliche Engagements. Institutionen wie Bürgerverein, Kirchen und Migrant:innenselbstorganisationen und kommunale Einrichtungen haben ihre je eigenen Handlungsrahmen in Bezug auf die Klient:innen abgesteckt und sind interaktiv ausbaufähig. Mitverantwortung und Gestaltung der Stadtgesellschaft werden nicht ausreichend kommuniziert, diskutiert und in Handlungsoptionen überführt. Gesellschaftliche Aktiviäten erschöpfen sich oft noch in der Wahrnehmung von Partikularinteressen und versäumen die Chancen, gemeinsam aus der Privatsphäre heraus zu treten und sich der Erfahrung von wirksamer politischer Tätigkeit oder auch - je nachdem - notwendiger Kompromissbereitschaft im Rahmen demokratischer Entscheidungsprozesse auszusetzen. Die Vielfalt als Chance der Stadtteilgesellschaft zu begreifen und wahrzunehmen erscheint deutlich ausbaufähig. Insbesondere auch vor dem Hintergrund kommunaler Akltivitäten bestehender Einrichtungen (GWA, Kulturamt, Amt für Integration und Zuwanderung, usw.) die durch unser Befragungsprojekt eine breitere und aktuelle Grundlage für die je eigenen Angebote und Netzwerke erhalten können.
Projektgebiet
Beschreibung
Stadtsüden, außerhalb des Autobahnrings, bis zur Stadtgrenze in ländliche Struktur übergehend
Einwohnerzahl
32000
Quelle / Anmerkungen
Statistisches Jahrbuch 2019/2020
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Kreyenbrück Nord liegt im Programmgebiet "Soziale Stadt". Unser Projekt bezieht den kompletten Stadtteil. Kreyenbrück-Bümmerstede ein.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
kreyenbrueck.jpg (62.79 KB)
GWA/QM-Ansatz
Verbesserung der Selbstorganisation und Entfaltung je eigener Ressourcen in Bezug auf gesellschaftliche Mitgestaltung und Mitverantwortung der Stadtteilbewohner:innen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
... Engagementsergebnisse bürger:innenschaftlicher Initiativen öffentlich wahrnehmbar sind.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Evang. und kath. Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Yezidisches Forum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GWA
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kulturamt und Amt für Zuwanderung und Integration
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Umfrage bildet die Grundlage für eine solidarischere und eigenverantwortliche Stadtgesellschaft im Netzwerk der aktuell handenen Akteure und Akteurinnen im Stadtteil. Folgeprojekte werden, so sie eine Finanzierung benötigen, durch weitere, dann zu beantragende Fördermittel gedeckt. Wir gehen aber davon aus, dass sich die beteiligten Personen, Institutionen und Initiativen weitgehend aus eigenen, auch materiellen Ressourcen "bedienen" können.
Galerie
kreyenbrueck
Zustimmung Veröffentlichung
On

Bürgerrat für Prävention und Integration im Rosenplatzquartier

Ansprechpartner
Sebastian Häfker
Funktion 1. Vorsitzender
Miteinander auf Augenhöhe
Projektbeschreibung
Im Projekt „Bürgerrat für Prävention und Integration im Rosenplatzquartier“ antwortet der Bürgerverein Neustadt in Kooperation mit der Eleganz Bildungsplattform e.V. und in Zusammenarbeit mit ansässigen Vereinen und Akteuren der Integrations- und Bildungsarbeit auf einen dringenden Handlungsbedarf im Osnabrücker Rosenplatzquartier. Das Projekt, dessen Ziel die Etablierung eines bürgergetragenen Gremiums für Prävention und Integration ist, umfasst mehrere Maßnahmen und Phasen. In einem ersten Schritt wird ein Netzwerk aus Akteur*innen im Quartier geknüpft, in dem sowohl Menschen mit als auch ohne Migrationsgeschichte vertreten sind. Hier sind monatliche Netzwerktreffen vorgesehen. Im Netzwerk wird das Konzept des eigentlichen Bürgerrates ausgearbeitet und ausdiskutiert. Zum einen verlangt es daher nach einer aktiven Mitwirkung von Anwohner*innen möglichst vieler sozialer Gruppen, zum anderen ist Expertise gefragt. Daher umfassen ein zweiter und dritter Baustein folgende Aspekte: Organisiert vom Netzwerk finden zwei vorbereitende Quartiersforen sowie eine Bestandserhebung der Probleme und Bedarfe aller Anwohner im Quartier zusammen mit der Polizeiinspektion und der Stadt Osnabrück im Rahmen der Forschungsprojekte CCI und CTC statt. Zudem lädt der Bürgerverein bzw. das Netzwerk zu fachlichen Themenabenden in Form kleinerer Workshops und Vorträge ein, um die (ehrenamtliche) Arbeit auf ein fachlich adäquates Niveau zu heben. Auf dieser Basis wird das Konzept des Gremiums verabschiedet und selbiges aus ehrenamtlich engagierten Anwohnern formiert. Die entstandene Institution repräsentiert die Anwohnerschaft in ihrer Vielfalt – mindestens 40 % des Gremiums haben eine Migrationsgeschichte. Es erfüllt folgende Aufgaben: Weiterführen der Netzwerkarbeit und –treffen, Bündeln und Bereitstellen von Informationen zu einschlägigen Angeboten im Quartier, Organisation von Veranstaltungen von Bürger*innen für Bürger*innen, enge Zusammenarbeit mit Kommunen und bestehenden Akteuren. Zum Gremium gehört eine Beratungsstelle der Präventions- und Integrationsarbeit mitsamt mediativer Funktion in Konfliktsituation und als Anlaufstelle für Betroffene. Fortbildungsangebote zur Präventionsarbeit, zum sozialen Lernen und zu demokratischer Resilienz werden hierüber unterbreitet. Das Gremium, welches regelmäßig tagt und auch über den Projektzeitraum hinaus Bestand hat, verleiht allen Anwohnern eine Stimme und ermöglicht so ein Zusammenleben auf Augenhöhe.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Rosenplatzquartier als Teil des Einzugsgebiets des Bürgervereins Neustadt verläuft vom Neumarkt über die Johannisstraße, die Meller, Iburger und Sutthauser Straße. Das Quartier zeichnet sich durch beengte Wohnverhältnisse und eine dichte Bebauung aus. Wie der angrenzende Stadtteil Fledder (15% SGBII) wird es laut Osnabrücker Sozialmonitoring durch einen niedrigen bis sehr niedrigen sozialen Status und eine Häufung sozialer Problemlagen charakterisiert. Mehrere Tötungsdelikte und Tumultlagen in den letzten Jahren im Bereich Neumarkt und Rosenplatz, aber auch der Extremismusverdacht eines jungen Mannes nach den Anschlägen in Wien, der im Quartier aufwuchs, verdeutlichen, dass dringend Handlungsbedarf besteht. Die Beispiele zeigen, dass Menschen, die im Bereich der Neustadt aufwachsen, Risikofaktoren ausgesetzt sind, selbst kriminell zu werden. Durch eine Zunahme der Anwohner*innen mit ökonomischen, sprachlichen, kulturellen, gesundheitlichen und sozialen Benachteiligungen in den Stadtteilen besteht die Gefahr, dass Konflikte dadurch entstehen, dass die soziale Infrastruktur den veränderten Anforderungen nicht mehr entspricht. Unser Ziel ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, so kriminellem Verhalten und Radikalisierung vorzubeugen und das Sicherheitsgefühl der Bürger*innen zu verbessern. Im Quartier und der näheren Umgebung sind Akteure der Bildungs- und Integrationsarbeit tätig, die mit ihren Projekten und Angeboten versuchen, die Situation zu verbessern. Hier fehlt es jedoch an Vernetzung und Verzahnung der Angebote, mit dem Runden Tisch Rosenplatz gibt es ein nur halbjährlich stattfindendes Treffen. In diese Lücke stößt das Projekt des Bürgerrats.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Rosenplatzquartier
Beschreibung
Das Projektgebiet erstreckt sich über den südlichen Teil des Stadtteils Innenstadt rund um den Rosenplatz, einschließlich der Johannisstraße, dem unteren Teil der Iburger-, Meller- und Sutthauser Straße. Es grenzt an die bzw. überschneidet sich partiell mit den Stadtteilen Schölerberg, Kalkhügel und Fledder. Das Projektgebiet wird begrenzt durch die Süsterstraße/Johannisfreiheit (Richtung Innenstadt), der Hannoverschen Straße (Richtung Osten), der Magdalenenstraße/Miguelstraße/Am Riedenbach (stadtauswärts) und der Sutthauser Straße (Richtung Westen).
Einwohnerzahl
9918
Quelle / Anmerkungen
Wert gilt für gesamten Stadtteil Innenstadt, für das Quartier liegen keine Zahlen vor. Quelle: https://geo.osnabrueck.de/kosmos/bericht_daten_statistik/atlas.html?select=Stadtgrenze
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://geo.osnabrueck.de/kosmos/bericht_daten_statistik/atlas.html?select=Stadtgrenze
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://geo.osnabrueck.de/kosmos/bericht_daten_statistik/atlas.html?select=Stadtgrenze
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt entspricht insofern der Gemeinwesenarbeit, als dass es einen ganzheitlichen Ansatz zur Verbesserung der immateriellen Lebensbedingungen im Quartier verfolgt, bei dem die Betroffenen - in diesem Fall die Anwohner*innen mit und ohne Migrationsgeschichte - aktiv mit einbezogen und in ihrer Selbstorganisation gestärkt werden. Diese partizipative Orientierung schlägt sich in den verschiedenen Maßnahmen des Projekts nieder: Bedarfserhebung mittels mehrsprachiger Anwohner*innenbefragungen und Quartiersforen, bei denen auch auf konzeptueller Ebene mitgewirkt wird, die Anhörung im Quartier vertretener Akteure aus der Vereinslandschaft sowie die vertiefende Vernetzung der sozialen Gruppen. Durch Bürgerbeteiligung, Wahlen und Mediation trägt es zur Wahrung demokratischer Verhältnisse im Quartier bei. Elemente wie Fortbildungen, Workshops und Themenabende unterstreichen, dass die angestrebte GWA gleichsam Bildungsangebote beinhaltet. Als sozialpolitisches Instrument strebt sie die Begegnung unterschiedlicher sozialer Gruppen auf Augenhöhe sowie die Einbeziehung divergierender individueller Perspektiven an, um im Sinne einer Intervention Kriminalisierung und Radikalisierung vorzubeugen. Gleichermaßen werden das Sicherheitsgefühl und die demokratische Resilienz über das gemeinsame soziale Lernen gestärkt und Schutzfaktoren ausgebildet. Das Projekt integriert professionelle (Beratungsstelle) und ehrenamtliche (Bürgerrat, Netzwerk) Arbeit.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Sich Anwohner*innen verschiedener sozialer Gruppen am Netzwerk, den Quartiersforen, dem Bürgerrat beteiligen und die Beratung in Anspruch nehmen.
Beschreibung
Anwohner*innen und Akteure den Bürgerrat konzeptuell mitgestalten, ihre Interessen vertreten sehen und sich ihrem Empfinden nach auf Augenhöhe begegnen; Beteiligung bei der Wahl des Bürgerrats
Beschreibung
Menschen verschiedener sozialer Gruppen gemeinsam am Projekt mitwirken, d.h. unterschiedliche Zielgruppen bei den einzelnen Maßnahmen vertreten sind und gemeinsam agieren.
Beschreibung
Einbezogen in das Netzwerk, die Fortbildungen und den Bürgerrat werden Akteure aus unterschiedlichen Bereichen (Schulen, Horte, Vereine, Gemeinden, Polizei, Verwaltung, ...).
Beschreibung
Im Netzwerk Integration und Prävention treffen sich monatlich professionelle und ehrenamtliche Akteure mit Anwohner*innen und arbeiten gemeinsam.
Beschreibung
Die mediative Funktion des Bürgerrats trägt zu einem Abbau von Konflikten bei, Quartiersforen und Wahlen erhöhen die (politische) Partizipation, Netzwerk sowie der Bürgerrat und seine Maßnahmen fördern das ehrenamtliche Engagement.
Beschreibung
Das Projekt fungiert als Modellprojekt eines lokalen, quartiersbezogenen bürgergetragenen Präventionsgremiums, welches bei erfolgreicher Durchführung auf andere Stadtteile/Quartiere übertragbar ist.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Eleganz Bildungsplattform e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachdienst Jugend der Stadt Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Präventionsrat der Stadt Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Polizeiinspektion Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Rosenplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ganztag/Hort der Grundschule Rosenplatz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VPAK e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Aya Sofya Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Al Tawba Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Overbergschule
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Bürgerrat wird ehrenamtlich weitergeführt und ggf. als Modellprojekt in kommunale Strukturen eingebunden. Auch das Netzwerk bleibt erhalten und die nach dem Projekt eingespielten Akteure treffen sich weiterhin regelmäßig. Für die Beratungsstelle werden bei anhaltendem Bedarf frühzeitig Fördermittel bei verschiedenen Geldgebern (Stiftungen etc.) beantragt. Auch ein Sponsoring durch lokale Unternehmen im Quartier wird geprüft.
Zustimmung Veröffentlichung
On