Quartiersarbeit aktiv unterwegs im WeltRaum Auf der Horst-Garbsen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Leonie Meyer-Hartweg
| Funktion | Quartiersentwicklung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Eine Basis im WeltRaum finden
Projektbeschreibung
Die Quartiersarbeit im Garbsener Stadtteil Auf der Horst wird im WeltRaum aktiv gestaltet. Der Fokus des Konzepts für die QA liegt auf den drei Säulen: Aktivierung & Teilhabe der Bewohner*innen, die Kooperation mit Einrichtungen & Initiativen sowie Möglichkeiten zur Beratung & Begegnung vor Ort. Im Projekt laufen bereits Angebote, wie ein offenes SprachCafé, eine Lesegruppe, eine offene Sprechstunde & Fahrradkurse, dazu liegt ein Fokus auf Netzwerkarbeit mit etablierten Akteuren im Stadtteil. Nach 2 Jahren QA hat sich der Blick auf die Bedarfe im Stadtteil & auf die zur Ausführung der Arbeit benötigten Ressourcen geschärft, sodass neue Ziele, andere Grundlagen & eine neue Projektausrichtung notwendig sind. Die Ansprache aller Bewohner*innengruppen war derzeit noch nicht erfolgreich. Es gibt viele unerreichte Personen, welche mit den bisherigen Angeboten & Maßnahmen noch nicht angesprochen worden sind. Die Bewohner*innenstruktur im Stadtteil ist sehr heterogen verteilt & es liegen unterschiedlichste Bedarfe & Problemlagen vor, wodurch eine gezielte Ansprache aller Gruppen erschwert wird. Der überwiegende Teil der Bewohner*innen haben einen Migrationshintergrund und Herausforderungen wie Sprach- und Integrationsbarrieren. Diese weiterhin bestehenden Hilfsbedarfe im Stadtteil, der hohe Anteil von Unerreichbaren & die derzeitigen Limitationen (mangelnde Gruppenräume, zu geringer Stellenanteil) des Projekts, führen zu einer Notwendigkeit des Ausbaus & der Weiterentwicklung des Projekts unter verschiedenen Gesichtspunkten. Durch das Angebot von Anknüpfungspunkten zwischen Projekt & Bewohner*innen, niedrigschwelligen Kontaktmöglichkeiten & der weiteren Bekanntmachung des Projekts im Quartier sollen bisher unerreichte Menschen aktiviert & eingebunden werden. Zudem sollen Ehrenamtliche & Bewohner*innen darin bestärkt & unterstützt werden, sich zielführend & nachhaltig im Quartier einzubringen. Durch selbstverwaltete Räumlichkeiten, Einbindung in die Entwicklung der GWA-Leitlinien & Fortbildungen soll eine Basis geschaffen werden, die Bürger*innen selbst zu ermächtigen. Um ein übergeordnetes Konstrukt zur langfristigen Unterstützung der GWA zu entwickeln, werden Netzwerke & Kommunale Strukturen aufgebaut & gestärkt, Kooperationen eingegangen & Prozesse evaluiert. Die aktive QA im WeltRaum soll eine langfristige & nachhaltige GWA in Auf der Horst implementieren & für ganz Garbsen stärken.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit April 2024 initiiert das Quartiersprojekt WeltRaum eine GWA-orientierte QA im Garbsener Stadtteil Auf der Horst. Dort leben ca. 7.500 Menschen mit einem hohen Anteil an Familien, mit Migrationsgeschichte & aus einkommensschwachen Haushalten. Die hohe Bevölkerungsdichte bedeutet für die Menschen im Quartier ein enges Zusammenleben mit verschiedensten kulturellen, ethnischen & religiösen Einstellungen. Bis Ende 2026 ist Auf der Horst noch Sanierungsgebiet von „Soziale Stadt“. Trotz des Programms bestehen weiterhin große Hilfsbedarfe im Quartier, unter anderem da die Anstöße des ehemaligen QM nach Corona nicht wieder aufgegriffen worden sind. Besonders die Heterogenität der Bewohner*innenstruktur führt zu Herausforderungen, da unterschiedlichste Bedürfnisse & Vorbedingungen vorliegen.76% der Bewohner*innen haben einen Migrationshintergrund, fast 39 % besitzen nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Sprachbarrieren, mangelnde Integration im Wohnumfeld & geringe Teilhabemöglichkeiten am öffentlichen Leben sind einige der vorherrschenden Schwierigkeiten. Hier setzte WeltRaum an, welches in den Räumlichkeiten der im Stadtteil etablierte Sozial- & Migrationsberatungsstelle sitzt. Zunächst konnten über das Klientel erste Bedarfe erfragt und Maßnahmen umgesetzt werden, nun hemmen die Räumlichkeiten die Weiterentwicklung, da Gruppenräume nicht verfügbar sind & die Privatsphäre einer Beratungssituation gewährleistet sein muss. Außerdem wird bisher vermehrt das Klientel der Beratungsstelle eingebunden, wodurch es eine große Gruppe bisher nicht angesprochener Personen gibt. Zur Ansprache der Unerreichbaren sind neue Räumlichkeiten & die Entwicklung neuer Methoden notwendig.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Garbsen - Auf der Horst
Beschreibung
Das Quartier ist auf die Stadtteilgrenzen Auf der Horst begrenzt, welcher 1,2 Quadratkilometer groß ist.
Nach oben hin ist der Stadtteil von der Autobahn A2 abgegrenzt, unten endet der Südöstliche Abschnitt am Mittellandkanal. Nach Osten hin, grenzt das Gebiet an den Plutohof und Falkenhorst. Im Nordwesten ist die Grenze die Straße Planetenring und im Westen reicht der Stadtteil bis hinter das Planetencenter und bis zur Berenbosteler Straße.
Einwohnerzahl
7482
Quelle / Anmerkungen
https://www.garbsen.de/portal/seiten/auf-der-horst-2087056270-21200.html
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Seit 2007 ist das Quartier Sanierungsgebiet im Städtebauprogramm „Soziale Stadt“, welches Ende 2026 beendet wird. Der dazugehörige Stadtteilbeirat wird aufgrund der Beendigung des Programms „Soziale Stadt“ in absehbarer Zukunft in dieser Form auslaufen und von „WeltRaum“ in ähnlicher Art weitergeführt. Um zusätzlich eine anschließende Quartiersarbeit zu gewährleisten, ist eine Ausweitung des Projekts notwendig.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Webseite: garbsenaufderhorst.de/portal/seiten/stadtteil-auf-der-horst-1004-35.html
Projektgebiet in Prozent
76
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Webseite: garbsenaufderhorst.de/portal/seiten/stadtteil-auf-der-horst-1004-35.html
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Region Hannover, Dezernat für Soziales, Teilhabe, Jugend und Familie, II.3 Stabsstelle Sozialplanung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteilgrenze_auf_der_horst.png
(952.35 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im April 2024 startete das Quartiersprojekt „WeltRaum“, um eine gemeinwesensorientierte Nachbarschaftsarbeit im Garbsener Stadtteil „Auf der Horst“ zu initiieren. Ziel der Quartiersentwicklung ist es, durch Projekte und Maßnahmen im Quartier bedürfnisgerechte Infrastrukturen mit den Akteuren vor Ort gemeinsam zu entwickeln und in einem abgestimmten Vorgehen umzusetzen. Regelmäßige Austauschtreffen mit anderen Akteuren im Stadtteil, der Besuch von fremden Angeboten und die Teilnahme an Festen im Stadtteil sind für die Netzwerkarbeit unerlässlich. Ein wichtiger Aspekt für die Vernetzung ist der Stadtteilbeirat Auf der Horst, bei dessen inhaltliche Gestaltung „WeltRaum“ mitwirkt, welcher Ende 2026 aufgelöst wird. Für das Quartiersprojekt bedeutet dies, dass ein neues Beteiligungsformat geschaffen werden muss. Die Strukturen von GWA müssen sich dann auch in der kommunalen Gremienstruktur wiederfinden. In Zusammenarbeit mit der Kommune soll deshalb eine Strategie & ein gemeinsamer GWA Ansatz entwickelt werden. WeltRaum soll als Bindeglied zwischen Verwaltung und Anwohner*innen fungieren.Bedarfe & Bedürfnisse der Menschen im Quartier können so direkt geäußert & in bestehenden & zukünftigen Quartiersentwicklungs-Prozessen stärker berücksichtigt werden. Der
ressortübergreifende Aufbau einer Koordinierung GWA/QM wird in Zukunft den Ansatz des sozialraumorientierten Quartiersmanagement stärker in den Fokus rücken um eine integrierte Quartiersbezogene Bearbeitung zu begleiten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kommunikations- und Begegnungsräume sind verortet & eingerichtet. Die Bewohner*innen nutzen die Anlaufstellen der GWA, 50 % sind informiert & aktiv beteiligt. Die Bewohner*innen benennen und gestalten Themen und Ziele der GWA und Quartiersentwicklung.
Kriterium
Beschreibung
Selbstverwaltete Räume im Quartier sind sowohl im GWZ als auch bei den einzelnen Akteuren identifiziert und stehen für Begegnung und Veranstaltungen zur Verfügung, die Bewohner*innen nutzen Verfügungsfonds für eigeninitiierte Projekte & Veranstaltungen.
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen sehen die grundsätzlichen Möglichkeiten, Vorteile und Ressourcen in ihrem Quartier. Schwachstellen werden offensichtlich und Lösungsansätze entwickelt.
Kriterium
Beschreibung
Eine Vielzahl an Kommunikationsanlässen und -räumen unterstützt die Kommunikation und Interaktion zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen durch Stadtteilkonferenzen, Feste u.a.
Beschreibung
Eine Koordinierungsstelle GWA/Quartiersentwicklung wird in der Kommune eingerichtet & steuert mit den Koordinator*innen vor Ort QE-Vorschläge von Bewohner*innen der einzelnen Quartiersprojekte in die einzelnen Fachbereiche und andersherum.
Beschreibung
Bürgerforen & Statteilbeirat finden regelmäßig statt, in denen gemeinsame Ziele und Ideen für das eigene Quartier entwickelt werden. Neue Projekte/Veranstaltungen gehen daraus hervor.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Angebote für unterschiedliche Zielgruppen (Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund) werden ehrenamtlich organisiert und umgesetzt.
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse wurde durchgeführt, fehlende soziale Infrastruktur identifiziert, evaluiert und kommuniziert. Die Ergebnisse wurden Politik und Verwaltung vorgestellt für die Erarbeitung von Lösungsansätzen.
Kriterium
Beschreibung
Vernetzungstreffen aller Nachbarschafts-, Stadtteil- und Quartierszentren finden koordiniert über die städtische GWA und Sozialplanung statt. Ergebnisse der Stadtteilkonferenzen fließen in Quartiersentwicklungsprozesse ein.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im April 2024 startete das Quartiersprojekt „WeltRaum“, um eine gemeinwesensorientierte Nachbarschaftsarbeit im Garbsener Stadtteil „Auf der Horst“ zu initiieren. Ziel der Quartiersentwicklung ist es, durch Projekte und Maßnahmen im Quartier bedürfnisgerechte Infrastrukturen mit den Akteuren vor Ort gemeinsam zu entwickeln und in einem abgestimmten Vorgehen umzusetzen. Gegenseitige Unterstützung, Solidarität und Selbsthilfe werden gefördert und gestärkt, Teilhabe ermöglicht. Dies alles gelingt durch Einbindung der Bevölkerung, die Gewinnung und Aktivierung von Ehrenamtlichen, sowie Kooperation und Vernetzung. Die Zielgruppe des Projekts sind alle Bewohner*innen des Quartiers Auf der Horst, d.h. Menschen verschiedenen Alters und Geschlechts mit und ohne Migrationshintergrund. Der Fokus des Konzepts für die Quartiersentwicklung lag dabei auf den drei Säulen: Aktivierung und Teilhabe der Menschen im Stadtteil, die Kooperation mit Einrichtungen und Initiativen sowie Möglichkeiten zur Beratung und Begegnung vor Ort.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialdezernat Stadt Garbsen, Fachbereich 5 - Soziales, Abteilung 32.2 - Soziale Angelegenheiten, Beratung und Senioren, Abteilung 61 - Stadtentwicklung und Stadtplanung, Ortsrat Auf der Horst, Netzwerk Willkommen, Abteilung 51 - Jugend und Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsrat, Integrationsbeirat, Stadtteilbeirat Auf der Horst, FreiwilligenAgentur Stadt Garbsen, Freizeitheim Garbsen Jugendzentrum, Begegnungsstätte am Herouville St-Clair Platz, Präventionsteam - Polizeiinspektion Garbsen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritasverband Hannover e. V., Projekt X - Die Gruppe Jugendhilfe gGmbH, Ökumenisches Sozialprojekt NEULAND, Die Leine Lotsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mädchen- und Frauenzentrum Garbsen e. V., Schützenverein von 1900 Berenbostel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BNW - Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, vhs Hannover Land, Familienzentrum Murmelstein, Katholisches Familienzentrum St. Raphael, Grundschule Saturnring, IGS Garbsen, Johannes-Keppler Gymnasium, Schulsozialarbeiter*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk Hannover gGmbH - Kirchenkreissozialarbeit, Sozial- und Migrationsberatung Garbsen-Seelze, Kath. Kirchengemeinde St. Raphael - Marspoint, Ev.-luth. Willehadi-Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kiosk Marshof 13, Lions Club Garbsen, Bürgerstiftung Garbsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Semmelhaack Wohnungsvermietung, Baum Unternehmensgruppe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeitsarbeit Stadt Garbsen, Pressearbeit Kirchenkreis Hannover & Diakonisches Werk., Lokalpresse (HAZ Leinezeitung, Umschau, Garbsen City News, Gemeindebriefe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Parteien im Ortsrat, Parteien des Stadtrates Garbsen, Bürgermeister*in, Sozialdezerenentin, Region Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bündnis für Vielfalt und Toleranz Garbsen, Integrationslots*innen, alle interessierten Bürger*innen, Kirchengemeindemitglieder, Ehrenamtliche Leitungen Sozialer Angebote (bspw. Repair Café), Nachbar*innen, Ehrenamtliche von WeltRaum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialarbeiter*innen der Stadt Garbsen, Jugendmigrationsdienst (jmd), Omas gegen Rechts, Runder Tisch für Ehrenamtliches Engagement
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ADFC Garbsen, GymFit Garbsen, Gesundheitsangebot in der Clownswohnung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
GWA behält das Quartier hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung im Blick, vor allem die
ressortübergreifende und fachliche Koordination mit der GWA der Kommune. Ein Treffpunkt als Ort
der GWA bedarf der Nachhaltigkeit. Finanzen: eine langfristige finanzielle Verstetigung der
GWA durch die Kommune in Aussicht gestellt, Aufbau eines Fundraising-Netzes (Region, Kommune, Sponsoren)
11. Medien
Galerie
Videos
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signal-2025-10-02-12-14-54-859-5.jpg
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20250820_10422802.jpg
(1.31 MB)
20250716_1200302.jpg
(829.4 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bürgertreff "Zur alten Burg"
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ingo Schmit
| Funktion | Fachkraft für Jugendarbeit |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gute Nachbarschaft miteinander leben, stärken und gestalten
Projektbeschreibung
Bürgertreff „Zur alten Burg“ Haselünne
Die Stadt Haselünne plant die Einrichtung eines Bürgertreffs als zentralen, offenen Nachbarschaftstreff, der den sozialen Zusammenhalt im Quartier stärkt und gute Nachbarschaft aktiv fördert. Ziel ist es, Menschen aller Generationen und Lebenslagen einen barrierefreien, gut erreichbaren Ort für Begegnung, gegenseitige Unterstützung und ehrenamtliches Engagement zu bieten. Gleichzeitig sollen wohnortnahe Beratungs- und Serviceleistungen gebündelt und direkt vor Ort zugänglich gemacht werden.
Der Bürgertreff soll verschiedene Angebote an einem zentralen Ort zusammenführen und damit Wege verkürzen sowie Zugangsbarrieren abbauen. Unter einem Dach vereint es vielfältige nachbarschaftliche Angebote: einen offenen Begegnungs- und Generationentreff, eine öffentliche Bücherei mit digitalen Unterstützungs- und Lernmöglichkeiten, einen gemeinschaftlichen Mittagstisch, wohnortnahe Beratungs- und Unterstützungsangebote, ein ehrenamtlich getragenes Kleiderlädchen, einen Fair-Trade-Laden sowie offene Gesprächs- und Mitmachformate wie z. B. den Klimastammtisch. Die Möglichkeit, Beratungen und Serviceleistungen direkt in zentraler Lage im Quartier wahrzunehmen, erleichtert den Zugang erheblich und trägt dazu bei, Hemmschwellen abzubauen. Alle Angebote sind niedrigschwellig, kostenarm und werden maßgeblich durch Ehrenamtliche begleitet.
Für die Leitung und Koordination des Bürgertreffs benötigt es einer hauptamtlichen angestellten Person.
Zentrales Element des Projekts ist die Stärkung von Nachbarschaftsnetzwerken: Menschen werden aktiviert, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und sich gegenseitig zu unterstützen, auch bei der Überwindung von Mobilitäts- und Alltagsbarrieren. Der Bürgertreff dient dabei als Anlaufstelle und Vernetzungsort für eine gelingende Nachbarschaft.
Das Projekt ist langfristig angelegt und wird durch kommunale Unterstützung, Kooperationen mit lokalen Akteuren sowie durch ehrenamtliches Engagement getragen. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort, indem es soziale Teilhabe ermöglicht, wohnortnahe Unterstützung sichert und gute Nachbarschaft im Alltag konkret erfahrbar macht.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ausgangspunkt ist der steigende Bedarf an niedrigschwelligen, ortsnahen Angeboten zur sozialen Teilhabe und Alltagsbewältigung. Insbesondere ältere Menschen, Familien, Menschen mit geringem Einkommen, junge Menschen, Neuzugezogene sowie Personen mit Migrationshintergrund sind häufig von Vereinsamung, Unsicherheiten im Alltag und mangelnden Begegnungsmöglichkeiten betroffen.
Viele bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote befinden sich außerhalb des unmittelbaren Wohnumfeldes und sind aufgrund von Entfernung, eingeschränkter Mobilität oder fehlender Verkehrsanbindung nur schwer erreichbar. Die Schwierigkeit, längere Wege zurückzulegen oder Fahrten zu organisieren, stellt für viele Menschen eine erhebliche Hürde dar und führt dazu, dass notwendige Beratungen und Hilfen nicht oder zu spät in Anspruch genommen werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Haselünne Emsland
Beschreibung
Die Stadt Haselünne ist eine Kleinstadt im Emsland. Sie ist ländlich geprägt. Größere Städte sind in einer Entfernung von ca. 20-25 Kilometer erreichbar.
Einwohnerzahl
14038
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit durch ein sozialraum- und beteiligungsorientiertes Ziel. Ausgangspunkt sind die Bedarfe und Ressourcen im Ort. Bewohner/innen werden als aktive Mitgestalter/innen einbezogen und in ihrem Engagement gestärkt.
Der Bürgertreff fungiert als zentrale Anlauf- und Vernetzungsstelle, bündelt Beratungs- und Unterstützungsangebote und baut Zugangsbarrieren ab. Durch die Aktivierung nachbarschaftlicher Potenziale, die Förderung von Selbstorganisation sowie die Koordination lokaler Akteur/innen trägt das Projekt nachhaltig zur Stabilisierung sozialer Strukturen und zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier bei.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Verschiedene Akteure beteiligen sich bei Angeboten und Veranstaltungen.
Kriterium
Beschreibung
Die Angebote werden dem Bedarf der Bürger angepasst.
Kriterium
Beschreibung
Die Ehrenamtlichen/Vereine nutzen die Räumlichkeiten für eigene Angebote.
Kriterium
Beschreibung
Örtliche Institutionen werden eingebunden.
Kriterium
Beschreibung
Generationsübergreifende Angebote werden geschaffen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach Ablauf des Förderzeitraumes wird die Finanzierung im Haushalt der Stadt Haselünne mit aufgenommen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartier11
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Laura Jagemann
| Funktion | päd. Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam für Vinnhorst: Vielfalt leben, Generationen verbinden, Zukunft gestalten.
Projektbeschreibung
In Vinnhorst engagieren sich viele Institutionen für die Menschen im Stadtteil. Was bislang fehlt, ist ein zentraler, offener Begegnungsraum, der bestehende Ressourcen bündelt, Synergien schafft und BewohnerInnen als verlässliche Anlaufstelle dient. Der Bedarf und Wunsch einer Begegnungsstätte wird seit Jahren benannt, auch seitens des Bezirksrats. Ein entsprechender Ort existiert bislang nicht. Mit Quartier11 greifen wir diesen Bedarf strukturiert auf und wirken z.B. Ausgrenzung präventiv entgegen.
Die bevorstehende Kündigung von 2 unserer 4 Mietverhältnisse infolge der Sanierung der angrenzenden JVA die zunächst ein Schock war, stellt uns vor Veränderungen und eröffnet zugleich die Chance zur konzeptionellen Neuausrichtung. Durch die Förderung können zentral gelegene, barrierefreie Räume mit der Hausnr. 11 angemietet werden. Daher „Quartier11“. Die Räume werden aktuell kernsaniert und können mit BewohnerInnen partizipativ gestaltet werden. Damit kann erstmals ein zentraler Begegnungsort für alle Generationen und Kulturen im Stadtteil entstehen. Bestehende Angebote für Kinder, Jugendliche und anteilig SeniorInnen werden dort gebündelt. Unsere GenerationsButze der SeniorInnen bleibt in direkter Nachbarschaft bestehen. Quartier11 verbindet Begegnung, niedrigschwellige Beratung und aktive Mitgestaltung an einem Ort. In der täglichen Arbeit zeigt sich ein wachsender Unterstützungsbedarf. Familien sind mit Anträgen und behördlichen Verfahren überfordert, Jugendliche suchen verlässliche Ansprechpersonen, und SeniorInnen stoßen bei bürokratischen Anforderungen oder Einsamkeit an Grenzen. Gleichzeitig bestätigt unsere Sozialraumanalyse und Praxiserfahrung einen hohen Bedarf an Begegnungsformaten und besserer Koordination im Quartier. Zwei angrenzende Gemeinschaftsunterkünfte erhöhen zusätzlich den Integrations- und Abstimmungsbedarf. Beteiligungsorientierte Formate wie interkulturelle Kochgruppen mit anschließender Erstellung eines eigenen Kochbuchs (Spenden finanziert) haben das Potenzial bedürfnisorientierter Angebote deutlich gemacht. Die Nachfrage ist hoch, jedoch sind unsere personellen und räumlichen Kapazitäten aktuell ausgeschöpft. Die Förderung ermöglicht erstmals, einen barrierefreien, zentralen Begegnungsraum anzumieten, bestehende Angebote auszubauen, neue Formate wie das im Rahmen der Sozialraumanalyse stark gewünschte interkulturelle Frühstück, umzusetzen und schwer erreichbare Zielgruppen systematisch einzubeziehen. Quartier11 schafft Integration.
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Vinnhorst ist ein Stadtteil mit wachsender sozialer Vielfalt und unterschiedlichen Lebenslagen. Der Anteil von Familien mit geringem Einkommen und im Transferleistungsbezug sowie von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung ist im Vergleich zur LHH überdurchschnittlich hoch. Mit 50,1% liegt auch der Anteil von BewohnerInnen mit Migrationshintergrund deutlich über dem Stadtdurchschnitt. Alleinerziehende sind ebenfalls überproportional vertreten. Im Wohncarrée Spierenweg, wo wir offene Betreuungsangebote etabliert haben, zeigt sich eine soziale Verdichtung mit vielen kinderreichen Familien in prekären Lebenslagen und hohem Unterstützungsbedarf z.B. behördlich. Zwei angrenzende Gemeinschaftsunterkünfte verstärken den Integrations- und Beratungsbedarf zusätzlich. Viele BewohnerInnen stehen vor Herausforderungen wie eingeschränkten Bildungschancen, finanziellen Belastungen, Sprachbarrieren, Einsamkeit oder komplexen Behördenstrukturen. Gleichzeitig fehlen niedrigschwellige Treffpunkte und eine koordinierende Struktur im Quartier. Im Austausch mit anderen GWA-Einrichtungen wurde die Notwendigkeit einer zentralen Begegnungs- und Koordinierungsstelle deutlich. Konkreter Handlungsbedarf besteht im Bereich der gesamten Station Mecklenheidestr.: Vermehrter Alkoholkonsum, Unsicherheitsgefühle und eine angespannte Verkehrslage durch problematische Ampelschaltungen führen dazu, dass der Bereich von BewohnerInnen gemieden wird. Unsere Sozialraumanalyse bestätigt die Belastung für das Sicherheitsgefühl im Quartier. Trotz Kontakt zum Ordnungsbotschafter (2025 durch LHH eingeführt worden) und Austausch mit der Kommune stehen bislang keine ausreichenden Kapazitäten zur Verfügung.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Beschreibung
Das Projekt richtet sich an die BewohnerInnen des Stadtteils Vinnhorst sowie einen Teil der angrenzenden Gebiete wie Ledeburg und Hainholz im Norden Hannovers. Das Fördergebiet umfasst das unmittelbare Wohnumfeld rund um die Vereinsräumlichkeiten und die angrenzenden Quartiere, in denen der überwiegende Teil der Zielgruppen lebt.
Vinnhorst ist geprägt von gewachsenen Wohnstrukturen mit Einfamilienhäusern, kleineren Mehrfamilienhäusern, einzelnen verdichteten Bereichen sowie Gemeinschaftsunterkünften. Zentrale Orte des Alltags sind Kitas, Schulen, Sportvereine und Nahversorgungsangebote. Öffentliche Treffpunkte oder niedrigschwellige Beratungsangebote sind bislang nur begrenzt vorhanden.
Das Projekt konzentriert sich bewusst auf das fußläufig erreichbare Umfeld der perspektivischen Vereinsstandorte und angrenzende Wohngebiete, um eine wohnortnahe, barrierearme und leicht zugängliche Anlaufstelle zu schaffen. Gleichzeitig ist das Projektgebiet sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Eine Bushaltestelle befindet sich ca. 50 Meter von den geplanten neuen Räumlichkeiten entfernt, die Stadtbahnhaltestelle ist in etwa 150 Metern erreichbar.
Dadurch sind die Angebote auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gut erreichbar. Ergänzend werden aufsuchende Angebote z.B. Rund um die Bahnstation der Mecklenheidestr. oder in den Gemeinschaftsunterkünften im gesamten Gebiet umgesetzt, um auch schwer erreichbare Zielgruppen einzubeziehen. Bestehende Kooperationspartner wie Gemeinschaftsunterkünfte, Kindertagesstätten, Pflegedienste und Arztpraxen werden in die Planung einbezogen, auch wenn sie sich in unmittelbar angrenzenden Stadtteilen befinden. So wird eine funktionale Vernetzung über Quartiersgrenzen hinweg sichergestellt.
In der beigefügten Karte markieren vier grüne Punkte die aktuellen Vereinsstandorte. Zwei Kreuze innerhalb der grünen Kreise kennzeichnen die Standorte, die perspektivisch aufgegeben werden müssen. Diese räumliche Veränderung unterstreicht die Notwendigkeit einer strategischen Neuausrichtung im Quartier.
Ziel ist es, das soziale Miteinander im klar definierten Sozialraum zu stärken und vorhandene Ressourcen systematisch zu vernetzen.
Einwohnerzahl
7340
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 - Schätzung da Altersspannen nicht genau überein stimmen.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 - Schätzung da Altersspannen nicht genau überein stimmen.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
42
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 S. 86
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 S. 86
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 S. 95
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2024 S. 95
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
quartier11.png
(549.03 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Quartier11 orientiert sich konsequent am Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Im Mittelpunkt stehen die Lebenslagen, Ressourcen, Bedürfnisse und Potenziale der BewohnerInnen. Ausgangspunkt sind konkrete Bedarfe, die sich im Stadtteil zeigen. Überforderung bei Behördenangelegenheiten, Integrationsfragen zugezogener Familien, Einsamkeit im Alter sowie fehlende Orte für Begegnung und Austausch.
Quartier11 soll eine niedrigschwellige, barrierefreie und offene Anlaufstelle für alle Generationen aus unterschiedlichsten Kulturen darstellen. Angebote sind freiwillig, wohnortnah und ohne Zugangshürden erreichbar. Ziel ist es, Menschen frühzeitig zu stärken, Selbstwirksamkeit erfahrbar zu machen und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Partizipation ist zentral. Formatideen wie interkulturelles Frühstück, Kochgruppen oder Nachbarschaftsaktionen entstanden im Rahmen unserer Sozialraumanalyse und werden gemeinsam mit BewohnerInnen geplant und weiterentwickelt. Aufsuchende Arbeit an Gemeinschaftsunterkünften, auf Spielplätzen und am REWE-Vorplatz angrenzend an die Bahnstation Mecklenheidestraße ermöglicht die Beteiligung auch schwer erreichbarer Gruppen. Eine Koordinierungsrunde mit lokalen Institutionen bündelt Ressourcen und entwickelt Lösungen, etwa zur Schulwegsicherheit, zur Situation an der Mecklenheidestraße und zur besseren Abstimmung von Unterstützungsangeboten. So entsteht ein tragfähiges, präventiv wirkendes Netzwerk im Quartier.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen stehen im Zentrum, wenn Angebote niedrigschwellig, partizipativ und bedarfsorientiert gestaltet sind, BewohnerInnen mitbestimmen können und individuelle Beratung auf Augenhöhe erfolgt.
Kriterium
Beschreibung
Stabile Kooperationen bestehen, Informationen und Ressourcen geteilt werden, abgestimmte Angebote für die Zielgruppen entstehen und aus einzelnen Angeboten ein starkes Miteinander im Stadtteil wächst.
Kriterium
Beschreibung
Quartier11 ein lebendiger Ort der Begegnung ist, an dem regelmäßig Angebote stattfinden, neue Kontakte entstehen und das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil wächst
Beschreibung
BewohnerInnen Angebote eigenständig planen, organisieren und durchführen, Aufgaben und Verantwortung verbindlich verteilen, Entscheidungen transparent treffen und Projekte auch ohne direkte Steuerung durch das Projektteam dauerhaft und stabil fortführen.
Kriterium
Beschreibung
Fähigkeiten, Ressourcen und Engagement der BewohnerInnen systematisch erfasst, sichtbar gemacht und aktiv eingebunden werden, lokale Netzwerke kooperieren und Projekte überwiegend mit Kompetenzen und Potenzialen aus dem Quartier heraus umgesetzt werden.
Kriterium
Beschreibung
Angebote generationen- und kulturübergreifend geplant sind, unterschiedliche Lebenslagen berücksichtigt werden und BewohnerInnen verschiedener Zielgruppen gemeinsam Projekte entwickeln, umsetzen und voneinander lernen.
Beschreibung
Quartiersarbeit mit kommunalen Strategien abgestimmt ist, relevante Ämter und Einrichtungen koordiniert zusammenarbeiten, Informationen transparent fließen und lokale Maßnahmen in gesamtstädtische Planungen eingebunden werden.
Kriterium
Beschreibung
Dauerhafte Treffpunkte, verlässliche Kommunikationswege und stabile Kooperationsstrukturen bestehen, Räume und Ressourcen zugänglich sind und organisatorische Abläufe Angebote nachhaltig und bedarfsgerecht im Quartier sichern.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedliche Fachbereiche (z. B. Soziales, Bildung, Jugend, Integration) abgestimmt zusammenarbeiten, Informationen regelmäßig austauschen, Maßnahmen gemeinsam planen und Ressourcen bündeln, um Bedarfe ganzheitlich und wirksam zu bearbeiten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Vertiefte Zusammenarbeit mit dem FB Jugend und Familie und Nachbarschaftsarbeit im Hinblick auf Ausbau der Ganztagsschule in ca. drei Jahren. Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe ist im Verfahren. Kooperation mit KSD und Sozialamt wird ausgebaut.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Es besteht eine gute Zusammenarbeit mit der Kulturgemeinschaft Vinnhorst; Ausbau durch gemeinsame Planung z.B. kreativer Veranstaltungen oder Lesungen, neue Kulturformate, stärkere Beteiligung von BewohnerInnen und regelmäßige Abstimmung.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Engere Vernetzung mit Jugendzentren und Horten wird ausgebaut, um Angebote abzustimmen, Übergänge zu begleiten, Dopplungen zu vermeiden und gemeinsame Freizeit- und Bildungsformate zu entwickeln, die Ressourcen bündeln.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Regelmäßiger Austausch mit Politik z.B. Bürgermeister LHH (Vereinsmitgleid), Bezirksrat und Stadtteilmanager zur Bedarfsabstimmung, Transparenz über Entwicklungen und Einbindung in kommunale Planungen, um Anschlussfinanzierung frühzeitig abzusichern.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Enge Zusammenarbeit mit 2 Kirchengemeinden im Quartier & Moscheen zur Ansprache verschiedener Zielgruppen, gemeinsamen Nutzung von Räumen & Durchführung interkultureller Begegnungsformate + Aufklärungsarbeit zu vorurteilsbelasteten Themen im Stadtteil.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vernetzung mit Sportvereinen, Feuerwehr sowie Schützen- und Fördervereinen zur gezielten Vermittlung und Begleitung von Übergängen in bestehende Angebote. Synergien bei Veranstaltungen wie dem Frühlingsfest werden ausgebaut. Gemeinsam für mehr Wirkung.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BewohnerInnen werden aktiv vernetzt, informiert und beteiligt, bringen ihre Interessen ein und werden bei der Umsetzung eigener Ideen und Initiativen begleitet. Dabei wird ihre Selbstwirksamkeit gestärkt und eigenverantwortliches Handeln gefördert.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bestehende Zusammenarbeit mit ÄrztInnen ( insb. Hausärtzen), Pflegediensten und Apotheken wird ausgebaut, um Beratung, Information und Unterstützung zu bündeln und ein möglichst langes, gesundes selbstbestimmtes Leben im Quartier zu ermöglichen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit Vinnpost wird fortgeführt, Infos auch in Kirchenblättern. Homepage, Pressearbeit und Instagram werden ausgebaut, um Transparenz zu stärken, weitere Zielgruppen zu erreichen & Vertrauen im Quartier aufzubauen. Kontakte zur HAZ und NP.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit Wohnungsgenossenschaften z.B.hanova im Wohnquartier Spierenweg; Einbindung der Seniorenwohnungen Alt-Vinnhorst & der Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete in die Quartiersarbeit. Bedarfsentsprechend weiterführende aufsuchende Arbeit.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vernetzung mit u.a. Nahversorgungsunternehmen & Versicherungen im Stadtteil zur Informationsweitergabe & zum Austausch aktueller Handlungsfelder, Unterstützung bei Aktionen, Stärkung lokaler Strukturen - Raumerweiterung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kooperation mit der Grundschule wird im Hinblick auf den Ganztagsausbau vertieft. Förderung ermöglicht bedürfnisorientierte Nachmittagsangebote. Bei ca. 290 Grundschulkindern stehen nur rund 100 Betreuungsplätze zur Verfügung. Der Bedarf ist sehr akut
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vernetzung mit JVA, Polizei Hannover und Ordnungsbotschafter zur Präventionsarbeit und Stärkung der Sicherheit im Quartier sowie Kooperation mit Sozialarbeitenden der „Roten Reihe“ für obdachlose Menschen in Vinnhorst.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Der Verein finanziert sich über Spenden, Fördergelder und anteilig BuT-Leistungen. Perspektivisch wird eine kommunale Unterstützung angestrebt, da die Angebote präventiv wirken und den Stadtteil entlasten. Stiftungsgelder (u. a. Bürgerstiftung Hannover, Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung, Langesche Stiftung etc.) sowie Unternehmenspartnerschaften (z.B. hanova, Autogena Stahl Göing etc.) sichern zusätzliche Mittel. Social-Media-Kampagnen und neue Kooperationen erweitern die Finanzierung langfristig.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Demokratie und Soziales in Vissel
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Pascal Kaufmann
| Funktion | Inhaber Gesellschafter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesen Büro Visselhövede
Projektbeschreibung
Ziel ist es, Ressourcen im Sozialraum zu aktivieren, Selbsthilfepotenziale zu fördern und die Eigenverantwortung der Menschen zu stärken. Der Sozialraum wird dabei als zentraler Ort des Handelns verstanden, in dem Teilhabe ermöglicht und soziale Integration gefördert wird.
Das Gemeinwesen-Büro fungiert als zentrale Anlaufstelle im Kernort und übernimmt eine verbindliche Brückenfunktion zwischen Bürgerschaft und Stadtverwaltung es soll aber nicht die Quartiersarbeit oder die Präsenz in den Quartieren mindern . Es verbessert die Zugänglichkeit zu kommunalen Angeboten und stärkt die Kommunikation sowie das Vertrauen zwischen Bevölkerung und Rathaus.
Ein wesentlicher Bestandteil ist die niedrigschwellige, lebensweltorientierte Arbeitsweise. Beratung, Begleitung und Unterstützung erfolgen flexibel, bedarfsnah und sozialraumorientiert. Neben individueller Unterstützung stehen insbesondere gemeinschaftliche Lösungsansätze, die Förderung nachbarschaftlicher Beziehungen sowie die Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements im Mittelpunkt.
Durch die kontinuierliche Präsenz im Sozialraum werden Vertrauen aufgebaut und Zugänge geschaffen, die präventives Handeln ermöglichen. Das Gemeinwesen-Büro trägt dazu bei, bestehende Angebote zu vernetzen, Informationswege zu verbessern und die Teilhabechancen insbesondere in den Brennpunktquartieren zu erhöhen.
Ziel ist es, das Gemeinwesen-Büro dauerhaft als zentrales, niedrigschwelliges Bindeglied im Sozialraum zu etablieren, das Integration stärkt, gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und die Verbindung zwischen Quartier und Stadt nachhaltig sichert.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Visselhövede steht vor erheblichen sozialen Herausforderungen. Der deutliche Zuzug von Familien mit Flucht- und Migrationsgeschichte, insbesondere seit 2015/16 sowie erneut seit 2022 – hat die soziale Struktur des Kernortes nachhaltig verändert.
Ein erheblicher Anteil junger Erwachsener sowie älterer Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum, insbesondere in den verschiedenen Brennpunktquartieren, verfügt über geringe oder fehlende Deutschkenntnisse und ist dadurch in seinen Bildungs-, Integrations- und Teilhabechancen eingeschränkt. Daraus ergibt sich ein erhöhter Handlungsdruck im Gemeinwesen.
Zudem bestehen strukturelle Problemlagen wie eine erhöhte Arbeitslosenquote, Schulabgänge ohne Abschluss sowie begrenzte Bildungs- und Freizeitangebote. Trotz gewachsener Nachbarschaften sind soziale Netzwerke nicht automatisch stabil. Segregationstendenzen einzelner Bevölkerungsgruppen, eingeschränkte Mobilität im ländlichen Raum sowie fehlende niedrigschwellige Begegnungs- und Unterstützungsangebote erschweren gesellschaftliche Teilhabe, insbesondere für junge Menschen.
Es handelt sich um ein Projekt das zur Weiterentwicklung der seit zwei Jahren aufgebauten Gemeinwesenarbeit in Visselhövede anknüpft. Das Gemeinwesen-Büro soll künftig als zentrale Anlaufstelle im Kernort für alle Menschen, unabhängig von Alter oder Herkunft, etabliert werden und eine verbindliche Brückenfunktion zur Stadtverwaltung sowie zum Rathaus übernehmen.
Vor diesem Hintergrund ist eine strategisch ausgerichtete Gemeinwesenarbeit erforderlich, die Integration stärkt, soziale Teilhabe fördert und vorhandene Ressourcen systematisch vernetzt, um sozialer Spaltung entgegenzuwirken.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Das Fördergebiet umfasst die Kernstadt Visselhövede mit besonderem Fokus auf sozial verdichtete Lagen wie Pappelstraße, Rohlmanshof sowie das Umfeld Jugendzentrum/Visselwiesen. Ergänzend werden angrenzende Quartiere einbezogen, sofern integrations- oder jugendbezogene Bedarfe bestehen.
Einwohnerzahl
10000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
pappestrasse_visselhoevede.jpg
(2.2 MB)
visselhoevede_kern.jpg
(2.64 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt folgt dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA), indem es niedrigschwellige Zugänge schafft, Ressourcen im Quartier aktiviert und Bewohner/innen konsequent beteiligt. Es arbeitet sozialraumorientiert, vernetzt Verwaltung, Schulen, Vereine und Ehrenamt und stärkt Selbstwirksamkeit statt Defizitverwaltung. Als koordinierende Struktur übernimmt das Sozialbüro klassische Funktionen des Quartiersmanagements: Bedarfsanalyse, Aktivierung, Beteiligung, Schnittstellenmanagement und nachhaltige Stabilisierung sozialer Strukturen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Projekterfolg wird anhand quantitativer und qualitativer Indikatoren gemessen und an den Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit ausgerichtet. Dazu zählen Fallzahlen, erfolgreiche Antragsabschlüsse, reduzierte Abbrüche, Beteiligungsquoten usw.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In Visselhövede bestehen bereits professionelle und ehrenamtliche Strukturen der Gemeinwesenarbeit. Das Jugendzentrum im ‚Hallenbad‘ arbeitet als sozialräumlicher Treffpunkt mit offenen Angeboten, Beteiligungsformaten und aktiver Ehrenamtsbeteiligung. Zudem bestehen gewachsene Kooperationsnetzwerke mit Schulen, Kitas, Schulsozialarbeit, Jugendamt, Jobcenter, Vereinen, Kirchen und inklusiven Einrichtungen.
Das beantragte Projekt schafft keine Parallelstruktur, sondern professionalisiert, bündelt und systematisiert diese vorhandenen Ansätze im Sinne eines koordinierten Quartiersmanagements. Bestehende Ehrenamts- und Beratungsstrukturen werden verbindlich vernetzt, Schnittstellen strukturiert und sozialräumliche Beteiligungsprozesse strategisch weiterentwickelt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Ziel des Projekts ist die nachhaltige Etablierung eines niedrigschwelligen Gemeinwesen-Büros als feste Beratungs- und Unterstützungsstruktur vor Ort. Während der Förderphase werden stabile Kooperationen mit Kommune, sozialen Trägern und zivilgesellschaftlichen Initiativen aufgebaut. Die Ergebnisse werden in bestehende lokale Strukturen integriert. Perspektivisch ist eine Verstetigung über kommunale Beteiligung, ergänzende Förderprogramme sowie ehrenamtliche Netzwerkstrukturen vorgesehen.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
20240531_171222.jpg
(2.55 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ecki - Das MitmachQuartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Philipp Peters
| Funktion | Stellv. Abteilungsleiter/Koordinator Ecki |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam aktiv
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt „Ecki – Das MitmachQuartier“ erweitert die Stadt Seelze die bestehende Begegnungs- und Integrationsstätte „Ecki“ um eine sozialräumliche Ausrichtung. Im Mittelpunkt steht das Quartier Beethovenstraße, in dem ein erhöhter Bedarf an Beratung, Beteiligung und nachbarschaftlicher Aktivierung besteht. Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern, soziale Teilhabe zu stärken und Bewohner:innen aktiv in die Gestaltung ihres Wohnumfelds einzubeziehen.
Die Stadt Seelze verfolgt seit Jahren den Ansatz, Quartiere mit erhöhtem Unterstützungsbedarf durch gemeinschaftsstärkende Angebote zu fördern. Beispiele sind die Familienzentren in belasteten Stadtteilen sowie das GWA-Projekt in Letter, das nachhaltige Beteiligungsstrukturen aufbaut. Das neue Projekt knüpft daran an und ergänzt die kommunale Sozialraumorientierung um einen weiteren Baustein.
Das „Ecki“ ist seit April 2024 eine niedrigschwellige Anlaufstelle für alle Bürger:innen Seelzes. Es bietet Unterstützung beim Spracherwerb, bei der Arbeitsintegration, bei Alltagsproblemen sowie vielfältige Begegnungsangebote. Finanziert durch den niedersächsischen Integrationsfonds richtet es sich bislang an die gesamte Stadt. Die Erfahrungen zeigen jedoch einen hohen Bedarf an quartiersbezogenen Angeboten, die im bisherigen Rahmen und mit den bisherigen Ressourcen nicht abgedeckt werden können. Durch die vorhandene Infrastruktur (z.B. Netzwerke und Räumlichkeiten) kann das neue Gemeinwesen-Projekt ohne große Startinvestitionen starten.Die bestehenden Netzwerke (vor allem Beratungsstellen und Institutionen) ermöglichen bedarfsorientierte Verweisberatung der Zielgruppen und das frühzeitige Erkennen von neuen Herausforderungen im Quartier.
Wir möchten durch den GWA-Ansatz die Bedürfnisse der Nachbarschaft besser kennenlernen, um auf dieser Basis bedarfsorientierte Angebote gemeinsam mit der Nachbarschaft zu konzipieren und umzusetzen.
Projektbausteine:
- Nachbarschaftsrat: Beteiligungsgremium aus Anwohnenden zur Planung gemeinsamer Maßnahmen.
- Nachbarschaftsbudget: Demokratisch verwaltetes Budget für eigene Ideen der Bewohner:innen bzgl. der Aufwertung des Quartiers.
- Ehrenamtsbörse: Vermittlung nachbarschaftlicher Hilfe und Engagement.
- Ecki-Garten: Gemeinschaftlich nutzbarer Außenraum zur Förderung sozialer Kontakte.
- GWA-Mobil: Mobile Kontaktmöglichkeit für aufsuchende nachbarschaftliche Kommunikation auf Augenhöhe.
Laufzeit
2027-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Quartier Beethovenstraße leben überdurchschnittlich viele Menschen mit eingeschränkten Teilhabechancen in Bereichen wie Arbeitsmarkt, Bildung, Kultur und sozialer Integration. Verschuldung, geringe Deutschkenntnisse und fehlendes Wissen über Hilfesysteme erschweren den Zugang zu Unterstützung und wirken häufig über Generationen hinweg fort.
Die Wohnstruktur ist geprägt durch einen hohen Anteil an Sozialwohnungen in großen Mehrparteienhäusern. Der Wegfall zahlreicher Sozialwohnungen durch das Auslaufen von Belegrechten sorgt für Mietsteigerungen und erhöht dadurch den Druck auf die Nachbarschaft deutlich. Viele Haushalte sind stärker finanziell belastet und der Beratungsbedarf ist spürbar gestiegen.
Gleichzeitig fehlen im Quartier attraktive öffentliche Aufenthaltsflächen wie Parks, Spielplätze oder gastronomische Angebote, die das soziale Miteinander fördern könnten. Das Zusammenleben ist stark anonymisiert, nachbarschaftliche Netzwerke sind schwach ausgeprägt. Besonders Jugendliche weichen mangels geeigneter Treffpunkte auf informelle Orte aus, was zu Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum führt. Das Quartier ist in der Wahrnehmung vieler Einwohner:innen negativ besetzt, was die Identifikation mit dem Wohnumfeld zusätzlich schwächt.
Mit rund 9 Hektar Fläche und einer Bevölkerungsdichte von etwa 150 Personen pro Hektar zählt das Gebiet zu den dichter besiedelten Bereichen der Stadt. Die bundesweiten Einsparungen im Bereich des SGB II (1/2025) führten zu einer geringeren Unterstützung der Leistungsbezieher durch das Jobcenter und die verschärften Regelungen bzgl. Integrationskurse seit 02/2026 erschwerten die gesellsch. Teilhabe für viele Geflüchtete zusätzlich.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Seelze
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die Beethovenstraße, Mozartstraße, Obentrautstraße und Gustav-Adolf-Straße. Die nördliche Grenze bildet die Hauptdurchgangsstraße Hannoversche Straße und die südliche Grenze ist die Kantstraße und die stark befahrene Bahntrasse. Im Westen begrenzt die Döteberger Straße das Quartier und im Osten die Goltermannstraße.
Einwohnerzahl
1377
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldedaten
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen im Projektgebiet wurden auf Basis der Einwohnermeldedaten ermittelt. Die Zahlen der Gesamtstadt wurden auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover ermittelt.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet ermittelt auf Basis der Einwohnermeldedaten. Zahlen der Gesamtstadt geschätzt auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet ermittelt auf Basis der Einwohnermeldedaten. Zahlen der Gesamtstadt geschätzt auf Basis der Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Arbeitslosenanteil im Projektgebiet liegt geschätzt deutlich über dem Anteil der Gesamtstadt. Dieser basiert auf Daten des Sozialmonitorings der Region Hannover.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemäß Sozialmonitoring der Region Hannover beträgt der Anteil junger Arbeitslosen zwischen 15 und unter 25 Jahren 3,8 Prozent - die Jugendarbeitslosenquote 15 bis unter 25 Jahren der BA liegt bei 7,3 Prozent. Nach Erfahrungen im Quartier wird der Anteil dort geschätzt höher liegen als in der Gesamtstadt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen im Projektgebiet geschätzt auf Basis von Stichprobenerhebungen. Zahlen der Gesamtstadt entnommen dem Sozialmonitoring der Region Hannover.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Gesamtstadt sind dem Sozialmonitoring der Region Hannover entnommen. Auf Basis von Stichprobenerhebungen wurden die Werte für das Projektgebiet geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten der Gesamtstadt stammen aus dem Sozialmonitoring der Region Hannover und die Werte für das Projektgebiet aus Stichprobenerhebungen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
lageplan2.jpg
(55.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir möchten den Fokus auf die Gemeinwesenarbeit richten, weil wir davon überzeugt sind, dass die Bewohner:innen des Quartiers die Expert:innen ihrer Lebenswelt sind und am besten wissen, wo die Bedarfe vor Ort liegen. Wir möchten Projekte bedarfsgerecht und wirksam gestalten und vermeiden, an den tatsächlichen Bedürfnissen der Nachbarschaft vorbeizuplanen. Deshalb setzen wir unmittelbar auf Beteiligung und schaffen mit dem Nachbarschaftsrat eine Plattform, und dem Ecki und dem Ecki-Garten Räume, in denen Ideen aus der Mitte der Menschen vor Ort entstehen, wachsen und gemeinsam weiterentwickelt werden können. Die Nachbarschaft soll ihre Selbstwirksamkeit erfahren und stärken, wodurch sich auch in anderen Lebensbereichen positive Effekte entwickeln können. Selbstwirksame Menschen gestalten ihr Leben aktiver und können so die eigene und familiäre Entwicklung positiv gestalten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn NachbarInnen ihre eigenen Interessen und Stärken in Form von Projekten für die Nachbarschaft anbieten.
Kriterium
Beschreibung
Wenn sich heterogene Personengruppen (bzgl. Alter, Herkunft, soz. Status) zu gemeinsamen Projekten und Aktionen zusammenfinden und in den gegenseitigen Austausch gehen.
Beschreibung
Wenn sich Nachbar:innen in Eigenregie zu einer Gruppe zusammenschließen und auf einer demokratischen Basis ihren Alltag/Wohnumfeld gestalten.
Kriterium
Beschreibung
Wenn sich die vor Ort handelnden Akteur:innen gegenseitig kennen und regelmäßig zu den Themen des Quartiers austauschen
Kriterium
Beschreibung
Wenn in jeglichen Projektphasen der Hauptfokus stets auf die Nachbarschaft gelegt wird und die anderen Einflussfaktoren zu einem späteren Zeitpunkt miteinbezogen werden.
Kriterium
Beschreibung
Wenn Personen aus der Nachbarschaft zu gemeinsamen Projekten/Angeboten zusammenkommen und sich daraus weiterführende Kontakte ergeben.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO Frauenberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Schuldnerberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS "Miteinander in Toleranz"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Projekt "AZG-Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Start-Projekt Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katholische Kirche Hl. Dreifaltigkeit Seelze
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kooperationen mit diversen lokalen Firmen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seelzer Brotkorb
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt erweitert das Angebot des Ecki mit Fokus auf Nachbarschaft und hilft, es als Teil der sozialen Infrastruktur Seelzes fest innerhalb des Quartiers zu etablieren. Das Ecki lebt von Sichtbarkeit und unmittelbarem Nutzen für die Zielgruppen. Durch die GWA-Komponente werden einerseits nachhaltige Nachbarschaftsstrukturen geschaffen und andererseits der kommunale Fokus auf präventive sozialräumliche Infrastruktur verfestigt, was langfristige, politisch getragene Projekte zur Folge hat.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Von Neubau zu Nachbarschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Julia Gebauer
| Funktion | Koordination Nachbarschaftszentrum |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Quartierspat*innen verbinden Nachbarschaft und Viertel
Projektbeschreibung
Im Norden von Braunschweig wächst angrenzend an das Siegfriedviertel seit über 10 Jahren eines der größten Neubaugebiete der Stadt mit rund 1.700 Wohnungen. Immer mehr Menschen ziehen in das Quartier – Familien, ältere Menschen, Alleinlebende und Zugezogene aus unterschiedlichen Lebenssituationen. Während neuer Wohnraum entsteht, fehlen vielerorts gewachsene Nachbarschaften, Begegnungsorte und stabile soziale Strukturen. Viele BewohnerInnen leben noch nebeneinander statt miteinander. Gerade in der frühen Entwicklungsphase eines neuen Quartiers entscheidet sich jedoch, ob ein Stadtteil zu einer lebendigen Nachbarschaft mit gegenseitiger Unterstützung wächst – oder zu einem anonymen Wohngebiet ohne Bindung. Ohne gezielte Impulse drohen fehlende Vernetzung, geringe Beteiligung und ungenutzte Potenziale der Bewohnerschaft. Hier setzt das Projekt an und greift auf GWA-Expertise aus dem Siegfriedviertel zurück. Ziel ist es, frühzeitig tragfähige soziale Strukturen aufzubauen, Beteiligung zu stärken und eine lebendige Nachbarschaft im Quartier zu entwickeln. Fachkräfte der Quartiersarbeit begleiten diesen Prozess professionell: Sie vernetzen lokale AkteurInnen, moderieren Beteiligungsprozesse und unterstützen BewohnerInnen dabei, ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten. Ein zentraler Baustein ist der Aufbau eines Netzwerks von QuartierspatInnen. Engagierte BewohnerInnen werden gewonnen, qualifiziert und begleitet, um als AnsprechpartnerInnen im Quartier zu wirken, Begegnung zu fördern und neue NachbarInnen beim Ankommen zu unterstützen. Bereits vorhandene räumliche Ressourcen bieten wichtige Ansatzpunkte: Als Kooperationspartner stellt die Nibelungen Wohnbau das Foyer eines Wohngebäudes für Quartiersforen, Veranstaltungen und andere Aktivitäten zur Verfügung. Zu dem gibt es einen selbstorganisierten Treffpunkt von einem weiteren Bauträger. Kooperationen mit sozialen Trägern, Fachstellen und der Wohnungswirtschaft bündeln Ressourcen und stärken die soziale Infrastruktur im Quartier. Am Ende der Projektlaufzeit sollen funktionierende Beteiligungsstrukturen, ein stabiles Netzwerk von QuartierspatInnen sowie nachhaltige Kooperationen etabliert sein. Ziel ist langfristig, sozialarbeiterische Unterstützung zu reduzieren – durch eine selbsttragende Nachbarschaft, in der BewohnerInnen Verantwortung übernehmen und ihr Wohnumfeld gemeinsam gestalten. Soziale Stabilität im Quartier ist dauerhaft gesichert und eine Finanzierung über das Projekt hinaus ist gewährleistet.
Laufzeit
2026-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Siegfriedviertel ist in den vergangenen Jahren auf ehemals gewerblich und industriell geprägten Flächen ein neues Wohnquartier entstanden. Inzwischen leben hier rund 2.890 Menschen. Ein weiterer Bauabschnitt steht noch aus, sodass in den kommenden Jahren zusätzliche BewohnerInnen hinzukommen werden. Während der Wohnraum schnell entstanden ist, hat sich eine soziale Infrastruktur bislang kaum entwickeln können. Die wenigen Begegnungsorte sind aufgrund unterschiedlicher Bauträger kaum abgestimmt. Möglichkeiten zur Beteiligung sowie nachbarschaftliche Netzwerke befinden sich erst im Aufbau. Viele Menschen leben im selben Quartier, ohne sich zu kennen oder miteinander in Austausch zu kommen. Gerade für zugezogene BewohnerInnen fehlen niedrigschwellige Angebote, um Kontakte zu knüpfen und sich im Quartier zu orientieren. Auch die alltägliche Infrastruktur ist nur eingeschränkt vorhanden. Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote, öffentliche Treffpunkte sind im Quartier begrenzt und bieten daher nur wenige Gelegenheiten für Begegnung im Alltag. Zudem erschweren städtebauliche Rahmenbedingungen die Entwicklung lebendiger Nachbarschaften. Große versiegelte Flächen und eine dichte Bebauung führen dazu, dass sich das Quartier im Sommer stark aufheizt. Der direkte Fußweg ins angrenzende Siegfriedviertel ist nicht beleuchtet, in schlechtem Zustand und wird insbesondere in den Abendstunden von vielen Bewohner*innen als unsicher wahrgenommen. Im Siegfriedviertel bestehen bereits etablierte Strukturen der Gemeinwesenarbeit. Um diese Erfahrungen und Netzwerke in das wachsende Quartier zu übertragen, fehlen derzeit finanzielle und personelle Ressourcen.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Neue Nordstadt
Beschreibung
Neue Nordstadt (Großbaublock Bezirk 16.3, im Statistischen Stadtbezirk 02)
Einwohnerzahl
2890
Quelle / Anmerkungen
Stadt Braunschweig I Referat Stadtentwicklung, Statistik und Vorhabenplanung I Berechnung Sozialplanung
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig I Referat Stadtentwicklung, Statistik und Vorhabenplanung I Berechnung Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig I Referat Stadtentwicklung, Statistik und Vorhabenplanung I Berechnung Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig I Referat Stadtentwicklung, Statistik und Vorhabenplanung I Berechnung Sozialplanung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig I Referat Stadtentwicklung, Statistik und Vorhabenplanung I Berechnung Sozialplanung
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Braunschweig I Referat Stadtentwicklung, Statistik und Vorhabenplanung I Berechnung Sozialplanung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
von_neubau_zu_nachbarschaft1.png
(1.28 MB)
von_neubau_zu_nachbarschaft.png
(12.02 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt einen quartiersorientierten Ansatz im Sinne des Quartiersmanagement. Ziel ist es , im Neubaugebiet frühzeitig tragfähige Nachbarschaftsstrukturen aufzubauen, Beteiligung zu fördern und die soziale Entwicklung des Quartiers aktiv zu begleiten. Ein zentraler Bestandteil ist die Einbindung und Entwicklung von Quartierspat*innen als niedrigschwellige Ansprechpartner*innen im Wohnumfeld. Durch Beteiligungsformate (z.B. Quartiersforum), Netzwerktreffen und gemeinsame Aktivitäten werden Bewohner*innen, lokale Initiativen, soziale Institutionen, Verwaltung und weitere Akteure miteinander vernetzt . Dabei wird bewusst ein Brückenschlag zum angrenzenden Siegfriedviertel hergestellt, um bestehende Strukturen, Erfahrungen und Angebote einzubeziehen und den Austausch zwischen dem neuen und dem gewachsenen Quartier zu stärken. Das Projekt stärkt die soziale Kohäsion im Quartier, indem Begegnung, gegenseitige Unterstützung und gemeinschaftliches Engagement gefördert werden. Niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten ermöglichen es den Bewohner*innen, eigene Ideen einzubringen und Verantwortung für ihr Wohnumfeld zu übernehmen. Der Ansatz verfolgt zudem eine präventive Wirkung: Durch frühzeitige Vernetzung, Beteiligung und nachbarschaftliche Unterstützung können Konflikte reduziert, Isolation entgegengewirkt und ein positives Zusammenleben gefördert werden. Quartierspat*innen fungieren dabei als Bindeglied zwischen Nachbarn, Einrichtungen und Verwaltung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen, lokale Initiativen, soziale Einrichtungen und Verwaltung regelmäßig zusammenarbeiten, sich austauschen und gemeinsame Projekte und Veranstaltungen zur Entwicklung des Quartiers umsetzen.
Kriterium
Beschreibung
Foyer im Quartier regelmäßig für Veranstaltungen, Beteiligungsformate und Netzwerktreffen genutzt wird und damit Austausch, Kooperation und gemeinschaftliche Aktivitäten im Quartier ermöglicht
Kriterium
Beschreibung
vorhandene Kompetenzen, Engagement und Initiativen im Quartier aktiviert und vernetzt werden und Quartierspat*innen gemeinsam mit Fachkräften als niedrigschwellige Ansprechpartner für Unterstützung, Beratung und präventive Nachbarschaftsarbeit wirken
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen erhalten die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und im Sinne von Empowerment Projekte im Quartier zu initiieren und umzusetzen. Quartierspat*innen übernehmen Verantwortung für Aktivitäten und stärken die nachbarschaftliche Unterstützung
Beschreibung
Bewohner*innen Bedarfe und Ideen einbringen können, sich gehört fühlen und niedrigschwellige Beratung im Quartier erhalten. Bedarfe werden früh erkannt, präventiv aufgegriffen u. bei Bedarf an passende Kooperationspartner/Unterstützungsangebote vermittelt
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nibelungen Wohnbau GmbH (offizieller Projektpartner)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Braunschweig gemeinnützige GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kinder - und Familienzentrum St. Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Salm Studio (Mansfeld Löbbecke Stiftung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Vielfalt (Volkshochschule Braunschweig GmbH)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Kommune fördert im benachbarten Viertel ein Nachbarschaftszentrum, das von d. Lebenshilfe in Kooperation mit der DWB betrieben wird. Die Anbindung der Quartierspat*innen an die Fachkräfte bleibt gesichert. Expertise/Kontakte sind vorhanden, sowie großes Interesse von wesentl. Bauträgern, das Projekt zu unterstützen. Aufgrund von Synergieeffekten kann nach d. Förderung der Personaleinsatz reduziert werden. Bewährte Partner arbeiten zusammen, weitere Fördermittel werden gesucht. Siehe Anlage.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
2 Lüneburg steht zusammen!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andrea Szymanski
| Funktion | Quartiersmanagerin AWT |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gute Nachbarschaft - In Gemeinschaft mit der Vielfalt des Alter(n)s unsere Stadtteile entwickeln
Projektbeschreibung
In den Wohnvierteln sind Orte der Begegnung, sogenannte "Dritte Orte", rar. Aktivitäten wie der Einkauf im Supermarkt oder der Besuch bei Hausärzten:innen werden häufig zum Highlight der Woche. Die übrigen Zeiten verbringen Menschen in hohem Alter allein (einsam) in ihren Wohnungen. Es gibt weder öffentliche Plätze noch ein Stadtteilhaus, an denen man sich "anlasslos" – zufällig – ohne Konsumzwang treffen könnte. Funktionale Sitzgelegenheiten im wohnortnahen Außenbereich sind kaum vorhanden. Bushaltestellen oder der Friedhof werden in den Sommermonaten als Treffpunkt genutzt. Die Tendenz zur Vereinsamung oder Isolation betrifft nicht nur Menschen im höheren Alter, sondern auch Alleinstehende mit geringem Einkommen. Diese können die häufig kostenpflichtigen Angebote nur in begrenztem Umfang nutzen und somit nur in geringem Maße am kulturellen und sozialen Leben teilhaben. In unserer älter werdenden Gesellschaft ist es wichtig, dass das Leben nicht nur in den eigenen vier Wänden stattfindet. Bei der Entwicklung von Stadtteilstrukturen sollten daher auch gut erreichbare, barrierefreie öffentliche Räume bereitgestellt werden. Die Lebensqualität hängt maßgeblich davon ab, ob Wünsche und Bedürfnisse wohnortnah und im sicheren Umfeld befriedigt werden. Die überwiegende Mehrheit der älteren Menschen möchte selbst bestimmt altern und so lange wie möglich in ihrer vertrauten oder gewählten Umgebung leben. Das Wohnquartier spielt eine zentrale Rolle im Alter(n) und nimmt direkten Einfluss auf die Lebensqualität. Die Bewohnenden des Quartiers und der angrenzenden Stadtteile konnte einen Fragebogen ausfüllen, dabei haben sich einige Schwerpunktthemen herauskristallisiert. Die „Wünscheliste“ wird von fast allen mit dem Thema "Angebote" angeführt. Dazu gehören auch niederschwellige Anlässe, zu denen man sich „zufällig“ triff und eine Umgebung, in der sich Unterhaltungen zu interessante Themen abseits von Krankheit ergeben. Damit ältere Menschen im Leben eines Stadtteils eine Rolle spielen, müssen ihnen die Strategien und Möglichkeiten gegeben werden, aktiv an der generationsübergreifenden Stadtteilgestaltung mitzuwirken. Bei solchen Gelegenheiten ergeben sich dann auch Gespräche rund um die eigenen Fähigkeiten, denen sich die Älteren oft gar nicht mehr bewusst sind. Die selbst definierten „Defizite“ treten in den Hintergrund, das Bewusstsein für die eigene Lebenserfahrung lässt Selbstvertrauen entstehen. Es braucht Mut sich im Alter zu engagieren, locken wir ihn raus!
Laufzeit
2026-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der demografische und soziale Wandel schreitet voran. In den letzten Jahren ist ein vermehrter Zuzug von Menschen über 55 Jahren in die Stadtteile Mittelfeld und Weststadt zu beobachten. Nach dem Wegzug vieler Bewohner in Eigenheime im Umland (70iger und 80iger Jahre) , insbesondere in den geburtenstarken Jahrgängen, ist eine verstärkte Rückzugsbewegung in die innerstädtischen Wohnquartiere zu beobachten (Statistik LÜWoBau bis zu 36 %). Unter den Betroffenen befinden sich häufig alleinstehende, verwitwete oder geschiedene Personen. Der Anteil an Frauen mit geringen Renten ist hoch. Im Quartier Am Weißen Turm („Förderung von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“), das ca. 1.500 Einwohner zählt und zum Stadtteil Mittelfeld gehört, liegt der Anteil der Mehrheimatler:innen mit Zuwanderungsgeschichte bei ca. 52 %. Auch hier ist der Anteil der älteren Bewohner:innen (Anteil von 26 % > 65 Jahre) vergleichsweise hoch. Am Rande des Gebiets befindet sich eine Gemeinschaftsunterkunft für Zuflucht suchende Familien. Die Kinder und Jugendlichen der Familien sind gut in die Quartiersarbeit eingebunden, ältere, kranke Menschen sind hingegen kaum mit den Angeboten des Quartiermanagements zu erreichen. Bewohnende der umliegenden Stadtteile nutzen zunehmend die Angebote der Quartiersarbeit, da es in ihren Stadtteilen nur sehr wenig Angebote für Ältere gibt. Die hauptamtliche Arbeitszeit und die vorhandenen Räume, um neue Formate durchzuführen, können die steigende Nachfrage nicht decken. Je bekannter unsere Arbeit wird, desto mehr Menschen wollen mitwirken – planen, anbieten, teilnehmen. Diese Dynamik gilt es zu nutzen, um viele Menschen einzubinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit der Veränderung der Altersstruktur / vermehrter Zuzug von älteren Menschen (>60) in die zentrumsnahen Stadtteilen geht auch eine Veränderung der Bedürfnisse und Bedarfe an Orten für Gemeinschaft, senior:innengerechter Stadtplanung, Organisation von Wohnen und Freizeit und Mitsprache bei öffentlichen Belangen einher. Wiederkehrendes Selbstbewusstsein lässt Menschen mutiger und fantasievoller auf ihre (verschütteten) Ressourcen zugreifen und Wünsche aktiver äußern und im besten Fall gemeinsam daran arbeiten, sie auch umzusetzen. Damit ältere Menschen weiterhin mitten im Leben eines Stadtteils eine Rolle spielen können, muss die Gelegenheiten geschaffen werden, dass sie an der generationsübergreifenden Stadtteilgestaltung mitwirken. Regemäßig stattfindende Frühstücke eignen sich als „Türöffner“ , hier kann langsam Vertrauen zu den Initiatoren:innen und ehrenamtlichen Engagierten aufgebaut werden, niemand ist gezwungen sich zu unterhalten. Themen ergeben sich durch eingeladenen Gäste, die nicht nur zu Themen rund ums Altern informieren. Bei solchen Gelegenheiten ergeben sich dann, ganz selbstverständlich, Gespräche rund um die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, denen sich die Älteren oftmals gar nicht mehr bewusst sind. Die selbst definierten „Defizite“ treten in den Hintergrund und das Bewusstsein für die eigene Lebenserfahrung, Kenntnisse und Fähigkeiten lässt Selbstvertrauen entstehen und regt dazu an sich in und für die Gemeinschaft zu engagieren.
Methoden
Vorhandene Strukturen
In den Stadtteilen sind schon jetzt ehrenamtlich Tätige mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten / Fähigkeiten aktiv. Mit Hilfe des Quartiersmanagements haben sich regelmäßig stattfindende Treffen (Älter werden in LG, Trauergespräche, English for seniors, Astronomie, Slow Jogging, Trommeln, Fahrradwerkstatt, Tandemfahrradfriedhofsrunde, Grünkohlessen international, Internethilfe, kochen international wie bei Oma, Nistkastenbau, Schminken für Blinde und Sehbehinderte, Seniorenfrühstück mit Gästen aus der Stadtgesellschaft, kulturelles Frühstück mit Zufluchtsuchenden, Nähcafé) teilweise in Verbindung mit ansässigen Vereinen und Organisationen gebildet. Damit werden sehr unterschiedliche Bewohnenden erreicht und animiert sich auch einzubringen. Angebote entstehen "auf Zuruf", Wünsche werden geäußert und Rahmenbedingungen - Vernetzung, Räumlichkeiten, Finanzierung und Kontinuität - von professioneller Seite möglich gemacht. Die Außenwirkung ist sehr positiv und es spricht sich herum und regt andere dazu an, ihre Fähigkeiten einzubringen und "mutigere" Angebote zu planen und anzubieten. Durch die lockere Atmosphäre und interessanten Themen werden auch jüngere (<40) Menschen erreicht, die sich bislang eher weniger engagiert haben, da sie durch ihre Lebensumstände wenig Verbindlichkeit garantieren können.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
In der Arbeit Am Weißen Turm - Teil des Mittelfelds - haben sich durch vielen Unterhaltungen und bei 1:1 Befragungen (selbst konzipierter Fragebogen) herausgestellt, dass immer mehr Menschen über 55 in die angrenzenden Stadtteile zurückziehen möchten, jetzt schon an den Angeboten teilnehmen oder sie selbst anbieten. Viele Menschen werden erreicht und dazu angeregt sich der eigenen Fähigkeiten bewusster zu werden u. das Altern nicht nur als Defizit zu sehen. In Punkto Finanzierung s. Dachantrag.