1 Begegnungszentrum TANTE EMMA
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Wersien
| Organisation | Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk |
|---|---|
| Funktion | 1.Vorsitzender |
2. Kurzbeschreibung
Mit Tante Emma kannst du rechnen: Nachhaltiges Sozialunternehmertum unterstützt lokale GWA
Projektbeschreibung
Der Anstoß für ALLE Aktivitäten war das 2014 in der lokalen Zeitung veröffentlichte Schicksal einer somalischen Familie, welches vier Einwohner aktivierte anzupacken. Aus diesem ersten Einsatz wurde eine wachsende Initiative für Flüchtlinge. Die Vereinsgründung erfolgte 2017 und die Zielgruppe wurde auf alle Hilfebedürftigen erweitert. Mit der ersten Förderung konnten wir die Arbeit professionalisieren und die Ansätze der GWA einführen. Was neben der aufsuchenden Geh-Struktur aber fehlte, war ein Ort wohin die EinwohnerInnen dann auch kommen konnten.
Aus einem Gespräch mit dem Amt für strategische Sozialplanung (Landkreis) Mitte 2018 ergab sich die Besichtigung eines Bürgermarktes mit weiteren sozialen Vereinen. Dies inspirierte zu Überlegungen für ein neues Begegnungszentrum. Weitere Treffen, eine größere Infoveranstaltung im Februar 2019 und die Gründung eines Arbeitskreises folgten. Mehrere Sitzungen wurden abgehalten. Um nicht in reinen Absichten und vagen Zielen zu verharren, traf die Idee der Antragsstellung im Rahmen der Modellförderung durch das Sozialwerk Cuxhaven e.V. im Arbeitskreis auf Zustimmung. Das Sozialwerk stellte den Antrag und wurde dann tatsächlich auch von der Jury ausgewählt. Nun konnte tatsächlich ein konkreter Ort als Anlaufstelle und Heimathafen in Alt-Cuxhaven geschaffen werden.
Schon im März 2020 konnten wir das Begegnungszentrum Tante Emma eröffnen. Die drei Etagen erfüllen jeweils eigene Funktionen:
1. Im KAUFRAUM können Privatpersonen und Kreative Regale mieten, um 2nd-Hand-Waren und Selbstgestaltetes anzubieten. Dabei werden Nachhaltigkeit und lokaler Handel gefördert.
2. Im FREIRAUM werden Büros und ein Versammlungsraum bereitgehalten. So bieten wir sozialen Akteuren an, bestehende Beratungsangebote an einem zusätzlichen Standort zu etablieren (niederschwellig im „Hinterzimmer“ eines Ladenlokals z.B. für Schuldnerberatung + Suchtberatung). Neuen Initiativen und Bewegungen bieten wir eine Heimat, an dem sie ihre Treffen abhalten und sich organisieren können.
3. Mit dem WERKRAUM halten wir ein Atelier und Kreativraum vor. Hier ermöglichen Ehrenamtliche und lokale Künstler Workshops und regelmässige Treffen.
Die Besonderheit dieses Begegnungszentrums ist die Einbindung eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes in das Konzept der GWA. Der professionell gemanagte Kaufraum wird Einnahmen erzielen und zunehmend die Abhängigkeit von Fördermitteln verringern.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Eine lokale Anlaufstelle ist neben der Geh-Struktur (siehe anderer Antrag) für eine funktionierende GWA wichtig. Dafür ist das Begegnungszentrum Tante Emma konzipiert. Dabei ist der Name Programm: man kennt sich im Laden an der Ecke, begegnet einander ungezwungen und nebenbei wird gemeinsam das Zusammenleben gestaltet.
Prophylaktisch wirken wir verstärkt unter Älteren, Alleinerziehenden und Migranten die von Armut bedroht sind (siehe Armutsbericht LK Cux). Wir beugen zunehmender Anonymität und Spaltung der örtlichen Bevölkerung vor. Positive Begegnungen in angenehmer Atmosphäre laden zum erneuten Besuch ein. Hier finden EinwohnerInnen konkrete Hilfen, Beratung, Freizeitaktivitäten und weiterführende Partizipationsmöglichkeiten.
Nach nur sieben Öffnungstagen mussten wir wegen Corona das Begegnungszentrum wieder schließen. Viel Zeit um in Schockstarre zu verharren hatten wir nicht: der Ausfall der Cuxhavener Tafel und die davon betroffenen EinwohnerInnen bewegten uns sehr. So hat unser Verein maßgeblich das Netzwerk für die nachbarschaftliche Corona-Hilfe initiieren und die Räumlichkeiten von Tante Emma wurden temporär dafür als Büro genutzt. Nach acht Wochen konnten wir Tante Emma vorsichtig wieder öffnen, was allerdings nur zögerlich von den EinwohnerInnen angenommen wurde.
So müssen wir feststellen, dass die Covid 19-Pandemie uns stark zurückgeworfen hat: Engagierte Mitarbeiter haben in der Nothilfe (zu) viel Energie gelassen. Auch fehlen uns viele Wochen mit ursprünglich kalkulierten Einnahmen aus dem Kaufraum.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt "Alt-Cuxhaven"
Beschreibung
Das Begegnungszentrum Tante Emma befindet sich direkt im Stadtteil Alt-Cuxhaven (s. Karte im Anhang). Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter
eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden.
Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für Sozialbenachteiligte geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an
günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
13956
Quelle / Anmerkungen
Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamtstadt - siehe Bevölkerungspyramide (Anlage: Artikel CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide);
Projektgebiet = Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://statistik.arbeitsagentur.de/Auswahl/raeumlicherGeltungsbereich/PolitischeGebietsstruktur/Kreise/Niedersachsen/03352-Cuxhaven.html?nn=25856&year_month=202007
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Cuxhaven - siehe Anlage
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Für Gesamtstadt:
www.wegweiser-kommune.de - siehe Anlage
Projektgebiet geschätzt
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.weg-weiser-kommune.de (siehe Anlage) nur ab 65 Jahre; zzgl. ca. 7% der 60-64 Jährige (Anlage: Artikel
CuxKurier, 30.01.2019; Bevölkerungspyramide)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.wegweiser-kommune.de für Gesamtstadt; Schätzung für Projektgebiet
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_csc_e.v.jpg
(99.22 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die BewohnerInnen. Ihre Themen und Bedarfe sind für uns handlungsbestimmend. Dabei sehen wir sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten als aktive Gestalter im Optimierungsprozess ihrer Lebensumstände.
Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, sozialer Status etc. dürfen keine Grenzen bleiben. Sie bieten vielmehr belebende und bereichernde Potentiale für das ganzheitliche und nachhaltige Miteinander in unserem Gebiet. So können sich Initiativen sich um neu entdeckte Gemeinsamkeiten finden und aktiv werden.
In diesem Projekt steht ein Begegnungszentrum als Komm-Struktur im Zentrum. Dies ist die wichtige und logische Ergänzung zu der Geh-Struktur (siehe anderer Antrag). Tante Emma ist der konkrete Ort, an welchem interessierte EinwohnerInnen (z.B. nach der aktivierenden Befragung) sich treffen und vernetzen. Hier finden sie zum einen bestehende Beratungsangebote oder in offenen Sprechstunden weiterführende Hinweise für ihre individuellen Lebenssituationen. Zum anderen ist hier der Kristallisationspunkt, an welchem sich unterschiedlichste EinwohnerInnen zu ihren Themen treffen und aktiv werden.
So wird das Begegnungszentrum Tante Emma zunehmend zu dem Ort, wo die Expertise für den Stadtteil Alt-Cuxhaven vorhanden ist. Dies wird die Lobby der EinwohnerInnen in eigenen Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen stärken. Zugleich wird hier eine starke Vertretung wachsen, welche von Stadt und Kommune beachtet und aktiv miteinbezogen werden muss.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Räumlichkeiten für verschiedene Beratungs- und Freizeitangebote werden geschaffen und angekommen. Soziales Miteinander wird hier gepflegt und gestärkt.
Kriterium
Beschreibung
Unterschiedliche Menschen kommen erstmals miteinander in Kontakt. Sie finden Gemeinsamkeiten, entwickeln und realisieren Aktionen. Interessen der EinwohnerInnen werden aktiv verfolgen. Sie schaffen neue, kreative Begegnungsanlässe.
Beschreibung
Gemeinsames und koordiniertes Handeln zugunsten der Interessen der EinwohnerInnen. Gemeinwesenspezifische Planungen und Strategien werden erarbeiteiten. Effizientes und zielstrebiges Vorgehen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Unser hauptamtlicher GWAler ist auf der einen Seite Ansprechpartner für Stadt, Kommune und weitere Netzwerkpartner. Auf der anderen Seite ist er das Gesicht und Vertrauensperson für die EinwohnerInnen und die engagierten Ehrenamtlichen.
Die Ehrenamtlichen sind um verschiedene Themen (z.B. Beratung, Begleitung, praktische Hilfen, Nähtreff etc.) gruppiert und haben jeweils einen verbindlichen Ansprechpartner. Hier werden die Aufgaben besprochen und der Rahmen für die Aktivitäten gesetzt. Gleichzeitig besteht auf dieser Ebene die Möglichkeit zu kollegialem Austausch. Die jeweiligen Ansprechpartner stehen im Kontakt mit dem Hauptamtlichen, um die Ergebnisse zu sichern und weitere Fragestellungen zu klären oder Schulungsbedarf zu benennen.
Regelmäßig finden größere Treffen statt, um die erreichten Ergebnisse festzuhalten und diese Erfolge wertzuschätzen. Gleichzeitig wird miteinander beraten, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen sich zeigen. Auch hier werden die Ehrenamtlichen als ExpertInnen ihrer Lebensumstände wertgeschätzt und wahrgenommen. Ihre Impulse und ihre Ausrichtung im Engagement sind für unsere Gesamtstrategie essentiell.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat 3 (u.a. Soziales, Bildung und Kultur) /// Landkreis Cuxhaven ( Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V., Freie ev. Gemeinde Cuxhaven, EKG Altenwalde/Offenes Herz Altenwalde, Büro der Innenstadtgemeinden (EKG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, der Paritätische, Hospizverein, Shalomhaus, Blaues Kreuz, Lebensraum Diakonie (ehemals Herbersverein), Wellcome e.V. für frühkindl. Hilfen, Kreissportbund, Förderwerk Bremerhaven/Engergiesparcheck Cuxhaven, Lions, Rotarier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TWG Cuxhaven, IG Lotsenviertel, Mayerhoff Consulting, EWE, Hildebrand Personaloptimierung, Reederei Otto Wulf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales+Wirtschaft) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven, facebook
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt, Diakoniestation Cuxhaven, Familienhebammen des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
1. FC Eintracht Cuxhaven e.V., Baskets Cuxhaven, Music made in Cuxhaven e.V
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt MdL Thiemo Röhler (CDU) MdL Eva Viehoff (B90/Grüne) Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD), SPD Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände) /// one4one (Corona Nachbarschaftshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der Lenkungsrunde "Engagierte Stadt", Mitglied der interkulturellen Woche, Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete, Mitglied Demokratiekonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch /// Engagierte Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS im LK Cuxhaven, Berufsbildene Schulen (BBS)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mehrgenerationenhaus, Musikschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Einbindung in kommunale Strukturen ist bereits durch die laufende Arbeit gewachsen. So sind wir in die Vorbereitungen für die Stadtteilkonferenz eingebunden und werden als Partner für das kommunale Konzept für eine aufsuchende Arbeit gesehen.
Eine Unabhängigkeit von weiteren Fördermitteln kann unter den gegebenen Rahmenbedingungen nur wie im Antrag beschrieben funktionieren:
ein freundliche Übernahme von Marktanteilen durch die EinwohnerInnen selbst.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Fit fürs Leben - Guter Schulstart durch frühe Prävention in Stadt und Landkreis Göttingen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Maria Niehus
| Funktion | Projektkoordinatiorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Projektbeschreibung
Fit fürs Leben ist ein Projekt zur Verbesserung der Unterstützung von Kindern und deren Eltern im Bereich Prävention. Zur Erreichung der Zielgruppe wurden anhand von soziodemografischen Aspekten jeweils acht Kindertagesstätten in Stadt und Landkreis Göttingen ausgewählt. Die Auswahl basiert auf Orten und Stadtteilen mit erhöhter soz. Benachteiligung. Das Setting ermöglicht die Erreichbarkeit von Kindern und Familien, welche durch kinderärztliche Vorsorgeuntersuchungen kaum oder gar nicht erreicht werden. Über die Kindertagesstätten werden so ca. 800 Kinder und damit ca. 1600 Eltern und ca. 800 Geschwisterkinder angesprochen. Auf diese Weise sollen allen Kindern möglichst die gleichen Startchancen für den Schuleintritt gewährt werden. Durch die Entwicklung von Präventionsangeboten und die Einbindung unterschiedlicher Fachkräfte, kann die Arbeit der Kindertageseinrichtungen gestärkt, die Eltern konkret mit einbezogen und die Kinder gefördert werden. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit auch über die Projektdauer bis Mitte 2024 hinaus sollen Akteure aus dem Umfeld der Kita und Kommunen eingebunden werden. Mit diesem Projekt kann eine bedarfs- und beteiligungsorientiere Förderung von Kindern, Familien und pädagogischen Fachkräften entstehen. Durch die Beteiligung aller am Aufwachsen des Kindes beteiligten Personen können Wege verkürzt und Hilfen gezielt und effizienter für die Kinder genutzt werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Schuleingangsuntersuchungen von Kindern in Stadt und Landkreis Göttingen haben in den letzten Jahren vermehrt einen Förderbedarf bei Kindern aus bildungsfernem Umfeld festgestellt. Die Zahlen korrelieren mit Stadtteilen mit einem hohen Anteil an Transferleistungsbeziehern, Familien mit psychosozialen Belastungsfaktoren sowie Migrationshintergrund. 2016 erhielten nur 21% der Kinder aus diesen Umfeldern eine uneingeschränkte Einschulungsempfehlung gegenüber fast 60% der Kinder aus bildungsnahem Umfeld. Zudem fallen diese Kinder mit problematischer Gewichtsentwicklung auf, 2017 waren 10,3% dieser Kinder übergewichtig, 6,9% bereits adipös.
Die Ergebnisse zeigen, dass viele Kinder zum Zeitpunkt des geplanten Schuleintrittes
für den Schulalltag erforderliche Fähigkeiten noch nicht altersentsprechend entwickelt haben. Sprachbarrieren, kulturelle Besonderheiten und Unwissenheit erschweren den Familien oft den Zugang zu spezifischen und bedarfgerechten Hilfen. Die Zeit bis zum Schulbeginn muss genutzt werden, um eine Vielzahl dieser Defizite noch zu beheben, und einen guten Schulstart zu ermöglichen. Nicht behobene Defizite können den Schulalltag für das Kind und auch der Familie selbst erschweren und die Gefahr ist groß, dass diese Kinder mehr und mehr den Anschluss in der Schule verlieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Veränderung d. Gesundheitsbewusstseins von Familien; Peer-to-Peer Groups sollen nach Projektende fortgeführt werden; Kindertagesstättenpersonal wird geschult Gesundheitsförderung stärker in Kindertagesstätte-Alltag zu integrieren und die Peer-Group-Arbeit zu begleiten; Das Familienleben soll durch gezielte Angebote in den Einrichtungen positiv und nachhaltig beeinflusst werden, unter anderem in den Themenbereichen Ernährung, Bewegung und Sucht; Einbindung umfeldnaher Akteure (Kommune, Sport)
NachBar
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Leonore Determann
| Funktion | Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaft gestalten, Mobilität fördern
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes werden durch gezielte Maßnahmen, wie wohnortnahe Beratungs-, Freizeit-, Begegnungs- und Hilfsangebote und der Errichtung einer zentralen Anlauf-/Koordinierungsstelle die soziale Teilhabe, Nachbarschaftshilfe, die intergenerationellen/interkulturellen Kompetenzen sowie die Mobilität gefördert, die in dieser Region ein besonderes Hindernis darstellt.
Die Bedürfnisse der Bürger*innen wurden vorab durch Fragebögen ermittelt, als Ergebnis lässt sich festhalten, dass Senior*innen und Flüchtlinge von gleichartigen Problemen betroffen sind und es sich daher anbietet gemeinsame Lösungsstrategien zu entwickeln.
Zu Projektbeginn geht es daher darum Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, damit es überhaupt ermöglicht wird sich kennenzulernen, Gespräche zu führen und Gemeinsamkeiten zu entdecken um, später das nachbarschaftliche Zusammenleben generationen- und kulturübergreifend zu gestalten.
Eine zentrale Anlaufstelle, die NachBar unterstützt und koordiniert verschiedene Angebote. Sie dient weiterhin als Nachbarschafstreff, damit die Wünsche, Ideen, Vorstellung und Fähigkeiten der Bürger*innen bei Runden Tischen/Freizeitangeboten/etc. kommuniziert, aufgegriffen und einbezogen werden.
Ziel ist es im Projektverlauf die Bürger*innen zu befähigen gemeinsam aktiv ihre -auch gemeindeübergreifend- Nachbarschaft zu gestalten. Die zentrale Anlaufstelle wird im KBV-Heim in der Gemeinde Utarp angesiedelt, welches im nächsten Jahr zum Nachbarschaftszentrum ausgebaut wird. Anlaufstellen in den einzelnen Mitgliedsgemeinden ermöglichen wohnortnahe Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen, bspw. durch rotierende Sprechstunden für verschiedene Bereiche der Sozialberatung.
Dafür werden vorhandene noch nicht vollumfänglich genutzte vorwiegend barrierefreie Räumlichkeiten in Anspruch genommen, wie bspw. Vereinsheime, etc. Im weiteren Verlauf des Projektes ist es Ziel, neue Mobilitätsoptionen zu entwickeln, um den Bürger*innen mehr Möglichkeiten zu bieten an der Nahversorgung teilzunehmen (Bürgerbus/Rufbus/etc.) Dazu sollen gemeinsam Ansätze gefunden werden den Mobilitätsdefiziten entgegenzuwirken. Ziel ist es vorhandene private Initiativen und das Mitfahrsystem „Fahr mit“ in das Projekt zu integrieren, bzw. "wiederzubeleben". Zum übergeordneten Ziel während des gesamten Projektzeitraums gehört es, bestehende Initiativen in den Gemeinden nutzbarer zu machen (Fahr mit), bzw. auszuweiten (Anti-Rostinitiative) und gemeindeübergreifend anzubieten.
Laufzeit
2020-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Samtgemeinde Holtriem gehört zum Landkreis Wittmund und besteht aus 8 Mitgliedsgemeinden, denen ehrenamtliche Bürgermeister*innen vorstehen. Zwei Gemeinden verfügen über einen Jugendtreff. Der Landkreis Wittmund ist mit ca. 57000 Einwohnern zweitkleinster in Niedersachsen. Damit geht eine vergleichsweise sehr geringe Bevölkerungsdichte (fünftkleinste in Niedersachsen) und besondere Strukturschwäche einher. Die demografische Entwicklung weist einen besonderen Handlungsbedarf auf. Jugendliche wandern oftmals nach der Ausbildung oder dem Abitur ab und kommen selten in die Heimat zurück. Die ältere Generation ist häufig betroffen von Armut und Vereinsamung. Zentrale Behörden (Jobcenter, Ausländerbehörde, etc.) sind vorrangig in der Stadt Wittmund zu finden. Im gesamten Landkreis ist kein nennenswerter ÖPNV vorhanden. Beratungsstellen, Freizeitangebote, öffentl. Einrichtungen in der Kreisstadt, Fachärzte, etc. sind ohne eigenes Fahrzeug kaum erreichbar. Dies stellt gerade für ältere Menschen, die oftmals nicht über eine stabile familiäre Bindung verfügen und in diesem Bereich untergebrachte Flüchtlingsfamilien vor große Herausforderungen, so kommen Arztbesuche häufig einem Tagesausflug gleich, und viele peripher untergebrachte Flüchtlingsfamilien haben nur geringe Integrationschancen. Der AWO Kreisverband ist auf vielen Gebieten im Bereich der sozialen Arbeit landkreisweit tätig, unsere Angebote werden gut angenommen, wir sind im täglichen Gespräch mit den Bürger*innen und wissen um ihre Wünsche/Probleme und Bedürfnisse. Um einen detaillierteren Überblick zu erhalten haben wir eine Bürgerbefragung durchgeführt, auf deren Ergebnis die Projektidee entstanden ist.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Holtriem mit den Mitgliedsgemeinden Ochtersum, Utarp, Blomberg, Neuschoo, Westerholt und Eversmeer
Beschreibung
Die Samtgemeinde Holtriem gehört zum Landkreis Wittmund in Niedersachsen. Zur Samtgemeinde gehören die Mitgliedsgemeinden Ochtersum, Eversmeer, Westerholt, Nenndorf, Utarp, Ochtersum und Blomberg. Die Samtgemeinde grenzt im Nordwesten, Westen und Süden an den Landkreis Aurich. Östlich schließt sich die Samtgemeinde Esens (ebenfalls Landkreis Wittmund) an.
Einwohnerzahl
9000
Quelle / Anmerkungen
Auskunft Samtgemeinde Holtriem
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle T0901035 und T0901050, hierbei handelt es sich ausschließlich um Flüchtlingsfamilien, Personen mit Migrationshintergrund sind hier nicht erfasst.
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Tabelle T0901035 und T0901050
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
samtgemeinde_holtriem.pdf
(196.37 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ausschlaggebend für die Umsetzung des Projektes sind die Wünsche/Interessen der in der Samtgemeinde Holtriem lebenden Bürger*innen mit dem Ziel eine Verbesserung der Lebensumstände zu erreichen. Während des gesamten Projektzeitraum wird durch aktivierende Befragungen, runde Tische, Zukunftswerkstatt, o.ä. eine permanente Bürgerbeteiligung sichergestellt. Dadurch identifizierte Potentiale und Lücken sollen anschließend genutzt bzw. geschlossen werden. Die Bürger*innen sollen ermutigt werden das Zusammenleben in der Gemeinde zu gestalten und Nachbarschaft zu fördern, hierzu bedarf es ebenso kommunikations- und mobilitätsfördernder wie generationen- und kulturübergreifender Angebote die sich an den Bedarfen, insbesondere derer, die von der sozialen Teilhabe ausgeschlossen sind, orientieren. Um dies zu erreichen
Methoden
Qualitätskriterien
Kriterium
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Diakonie/DRK/Paritätischer Wohlfahrtsverband/Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Holtriem mit 8 Mitgliedsgemeinden, Landkreis Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KBV Freesenholt Utarp, AWO Ortsverein Holtriem, TUS Holtriem, SV Blomberg, Landfauen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenservicebüro (Landkreis Wittmund), AOK Wittmund, Pflegedienste
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Anzeiger Harlingerland (Wittmund), Ostfriesenzeitung (Leer), AWO Report (Bezirksverband Weser Ems), Radio Ostfriesland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
David-Fabricius-Ganztagsschule in Westerholt, Grundschule Utarp , VHS Friesland-Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jobcenter/Sozialamt/Jugendamt/Behindertenbeirat, Präventionsrat, Polizei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Ochtersum und Wittmund, Kirchenkreis Harlingerland
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Vollumfänglich kann das Projekt nicht weitergeführt werden. Dennoch ist beabsichtigt möglichst viel hieraus zu erhalten. So kann die Anlaufstelle NachBar, in dem 2021 fertiggestellten Gemeindezentrum auch nach Projektende für Treffen, Angebote und ähnliches unentgeltlich weitergenutzt werden. Im letzten Jahr des Projektes sollen die aufgebauten Beteiligungsstrukturen so gefestigt sein, dass es auch nach Projektende möglich sein wird (mit einem Koordinator der Gemeinde) sie fortzuführen.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WIR in Baddeckenstedt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Melanie Ahmann
| Funktion | Sachbearbeiterin für Soziales und Geflüchtete |
|---|
2. Kurzbeschreibung
WIR - Wertschätzend, Integrierend, Regional
Projektbeschreibung
In dem Projekt „WIR in Baddeckenstedt“ erhalten unsere Bewohner*innen das Wort und entwickeln und realisieren mit Unterstützung eigene Ideen und Schwerpunkte für ein gutes Leben in der Gemeinde. Ausschlaggebend für diesen Prozess sind verschiedene Entwicklungen vor Ort. So existiert seit fünf Jahren die „Sprachschule Baddeckenstedt“ in den von der Haupt- und Realschule im Innerstetal zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. Die Sprachschule hat sich neben der Sprachvermittlung als Bildungsort und sozialer Treffpunkt für Neuzugewanderte und Ehrenamtliche etabliert. Neuzugewanderte in der Gemeinde formulieren vielfach den Wunsch auch über die Sprachschule hinaus stärker in Kontakt mit Einheimischen zu treten. Der neu gegründete Verein Vielfalt Innerste e.V. oder auch die Flüchtlingsvertretung zeugen hierbei von einem hohen Engagement. Weitere aktive Zusammenhänge, wie Nähgruppen, Chöre und LandFrauen, sind ferner mit spezifischen Bedarfslagen in der ländlichen Gemeinde konfrontiert. In diesem Zusammenhang fand im März 2020 ein Kick-Off Workshop mit Anwohner*innen, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Multiplikator*innen statt. Teilnehmende sprachen sich für einen Treffpunkt aus, „um sozialer Isolation entgegenzuwirken, individuelle Potentiale, aber auch Bedarfe sichtbar und nutzbar zu machen und Baddeckenstedt langfristig attraktiv zu halten.“ „Regelmäßige Treffpunkte schützen vor Vereinsamung und aktivieren das Dorfleben. Man muss nicht in die Stadt fahren.“ Es solle „eine Anlaufstelle für alle Belange: Kontakte, Hilfesuche, gegenseitige Unterstützung, Vernetzung, Anwendung von Sprachkenntnissen“ aufgebaut werden (Ergebnisse Kick-Off Workshop).
In dem vorliegenden Projekt stellen die Anliegen und Bedarfslagen von Bewohner*innen und deren eigenverantwortliche Bearbeitung die Basis weiteren Handelns dar. Als tatkräftige und professionelle Begleitung agiert die Koordinations- und Ansprechperson, die Zugänge zu den vielfältigen Adressatengruppen herstellt. Sie kann die Menschen in der Gemeinde bei der Generierung und Umsetzung von Projektideen unterstützen. Als wichtige Ressource steht hierfür ein Trakt der Schule im Innerste Tal bereit. Bewohner*innen können hier Möglichkeits- und Partizipationsräume gestalten und nutzen oder auch einfach in den Kontakt mit ihren Nachbar*innen treten. Mit diesen Schritten können wir gemeinsam zu einem guten und zukunftsfähigen Leben in der Gemeinde Baddeckenstedt beitragen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Baddeckenstedt umfasst das Zentrum und den Verwaltungssitz in der gleichnamigen Samtgemeinde. Diese ist stark ländlich geprägt und weist als Exklave des Landkreises Wolfenbüttel eine einzigartige geographische Stellung auf. Die daraus resultierende Entfernung zur Kreisstadt mit den relevanten Infrastrukturen sowie die hürdenreiche Erreichbarkeit mittels des öffentlichen Personennahverkehrs schmälern die Teilhabemöglichkeiten (vgl. Thünen Report 53, Braunschweig, November 2017, S. 19). Dies gilt insbesondere für sozial schwächere Bevölkerungsgruppen, die mit sozialer Isolation in der Gemeinde konfrontiert sind. Soziale und inklusive Treffpunkte für Bewohnergruppen sind in Baddeckenstedt indes nur rudimentär existent. Erschwerend wirkt sich das Fehlen zielgruppenspezifischer Angebote vor Ort, beispielsweise für Jugendliche oder junge Familien, auch vor dem Hintergrund der im Kreisvergleich überproportionalen Inanspruchnahme von Jugendhilfe- und Transferleistungen in familiären Kontexten aus (vgl. Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe 2017).
Angesichts eines zu erwartenden Bevölkerungsrückgangs in der Samtgemeinde bis 2032 um circa 20 Prozent bei gleichzeitiger Alterung steht auch Baddeckenstedt perspektivisch vor großen Herausforderungen (vgl. Kleinräumige Bevölkerungsvorausberechnung für den Landkreis Wolfenbüttel 2016-2032, Niedersächsische Landgesellschaft 2019). Dies berücksichtigend möchte das Projekt mit den Bewohner*innen der Gemeinde zeitnah Problem- und Bedarfslagen ermitteln und nachhaltig bearbeiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Baddeckenstedt
Beschreibung
Die Gemeinde Baddeckenstedt ist eine von sechs Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Baddeckenstedt und beherbergt die Samtgemeindeverwaltung. Sie ist damit Teil eines sehr ländlich geprägten Planungsbereiches zwischen den Höhenzügen Vorholz und Lichtenberg (ein Teil des Salzgitter-Höhenzuges). Sie grenzt nordwestlich an den Landkreis Hildesheim und östlich an die kreisfreie Stadt Salzgitter sowie weitere Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde.
Einwohnerzahl
3082
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB II-Beziehende Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB II beziehende Kinder 0 bis 18 Jahre Stand 2016 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Daten aus der Gemeinde Baddeckenstedt liegen nicht vor. Quelle: Betrachtung der Sozialräume im Landkreis Wolfenbüttel aus Sicht der Jugendhilfe, Oktober 2017.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
183 ausländische Bewohner. Quelle: Statistik des Bürgerbüros der Samtgemeinde Baddeckenstedt, August 2020.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
53 arbeitslose Menschen sind im Juli 2020 in der Gemeinde Baddeckenstedt gemeldet. Quelle: Statistik Service Nordost der Agentur für Arbeit.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
6 arbeitslose Menschen unter 25 Jahren sind im Juli 2020 in der Gemeinde Baddeckenstedt gemeldet. Quelle: Statistik Service Nordost der Agentur für Arbeit.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wir_in_baddeckenstedt_kartenausschnitt1.jpg
(505.58 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem im Kick-Off Workshop von neuen und alteingesessenen Bewohner*innen in der Gemeinde artikulierten Bedarf und Wunsch nach Intensivierung von sozialen Beziehungen und dem Kennenlernen von Nachbar*innen in einem Treffpunkt in nächster Nähe ist eine wesentliche Voraussetzung von gemeinwesenorientierter Arbeit erfüllt. Das Projekt „WIR in Baddeckenstedt“ führt diese und weitere zu identifizierende Anliegen gezielt mit dem vorliegenden Engagement und Potenzialen zusammen. Bewohner*innen werden als Betroffene, Gestalter*innen ihres Umfeldes und Expert*innen wahrgenommen, angesprochen und aktiv eingebunden. Personelle Ressourcen einer koordinierenden und begleitenden Ansprechperson sind hierfür zentral. Hier laufen die Fäden zusammen, werden Workshops zur Ideenfindung moderiert und wird Schnittstellen- und Netzwerkarbeit mit Bewohner*innen, (Samt)Gemeinde, Politik sowie lokal tätigen Verbänden und Zivilgesellschaft geleistet. Aus der Bewohnerschaft heraus entwickelte und von Kooperationspartner*innen flankierend unterstützte Angebote können in den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten der Schule im Innerste Tal eingebettet sein. Hier soll bereits und potentiell Engagierten ein Raum zur Artikulation geboten werden, welcher als Treffpunkt fungieren kann und von den Beteiligten gemeinschaftlich ausgestaltet wird.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen werden zu ihren Anliegen befragt, treten in Ideenfindungsprozesse ein und gestalten entsprechend ihren Interessen maßgeblich die Angebote und den Treffpunkt (Start mit Kick-Off Workshop 04. März 2020).
Kriterium
Beschreibung
Durchführung von Qualifizierungs-/Empowerment-Kursen (z.B. Flüchtlingsvertretung)/Bewohner*innen nutzen bereitgestellte Räume und setzen eigene Projekte um/ Local leaders und Brückenbauer in Communities sind eingebunden.
Kriterium
Beschreibung
Nutzung der hohen Motivation, Potenziale und Expertisen von Bewohner*innen (z.B. Fahrdienste, Reparaturen, Kinderbetreuung, Kuchenbacken, Übersetzungen), die sich bei der Befragung und in informellen/niedrigschwelligen Anlässen herauskristallisieren.
Kriterium
Beschreibung
Neu aufzubauendes Netzwerk zur Kooperation tagt regelmäßig mit Bewohner*innen sowie Ehrenamtsvertretung, Entscheidungsträgern, Kooperationspartnern (wie (Samt)Gemeinde, Schule, DRK-Ortsverband, Caritas, Landkreis) zur Gemeinwesenarbeit vor Ort.
Kriterium
Beschreibung
Die in der Befragung und in Workshops/Werkstätten geäußerten Anliegen zu einem guten, nachbarschaftlichen Leben werden im Rahmen ihrer Machbarkeit angebahnt und von Bewohner*innen mit hauptamtlicher Unterstützung umgesetzt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Caritasverband für Stadt und Landkreis Wolfenbüttel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Wolfenbüttel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Familienbildungsstätte/MigrantenElternNetzwerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsvertretung Samtgemeinde Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehren Baddeckenstedt, Oelber, Rhene und Wartjenstedt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Projekt schafft langfristige Strukturen, die auch über den Projektzeitraum verfügbar bleiben. Die Samtgemeinde plant, sich langfristig in diesem Bereich durch Bündelung verschiedener Aufgaben im Sozialbereich unter dem Themenschwerpunkt "Familien- und Sozialservice" zu engagieren. Ferner stellt der Landkreis Wolfenbüttel den Schultrakt nachhaltig als Möglichkeits- und Partizipationsraum zur Verfügung und unterstützt diesen als sozialräumlichen Treffpunkt in Baddeckenstedt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Miteinander für Bredenbeck
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Kersten Prasuhn
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nach dem erfolgreichen Aufbau des DGH soll das Miteinander in Bredenbeck und die Dorfgemeinschaft wieder gestärkt und erweitert werden.
Projektbeschreibung
Der 3053 Einwohner starke Ort Bredenbeck ist Teil der Gemeinde Wennigsen. In den letzten 7 Jahren hat im Ort ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat.
Es gab keinen Platz mehr, an dem man sich treffen konnte. Das gesamte Dorfleben, die Gemeinschaft und Identifikation mit Bredenbeck fiel auseinander.
Zwölf Einwohner trafen sich 2013 und begannen ein Projekt, das zunächst viele für unmöglich hielten. Sie gründeten einen Verein und hatten die Vision, für Bredenbeck wieder einen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Eine alte Scheune, die mitten im Ort liegt, konnte gekauft werden. Es folgten viele Verhandlungen, doch das Team aus Ehrenamtlichen hat es geschafft. In den letzten 2 Jahren ist etwas sehr Besonderes entstanden. Ein Dorfgemeinschaftshaus wurde gebaut! In jeder freien Minute wurde eingerissen, gemauert, gesägt und gestrichen. 9500 Std ehrenamtliche Arbeit!
Um die Dorfgemeinschaft mit ins Boot zu holen, wurden bei allen Versammlungen der Vereine, in Kindergarten und Schule Bedarfe ermittelt. So ist es gelungen, den Bau des DGH zu einem Gemein-schaftsprojekt von ganz Bredenbeck zu machen. Alle 12 Vereine sind dem Dorfgemeinschaftsverein beigetreten und in einem Vereinsbeirat organisiert.
Nun stehen wir vor der Aufgabe, weiteren Bevölkerungsgruppen aus Bredenbeck die Möglichkeiten unseres Hauses aufzuzeigen und sie ihre eigenen Wünsche und Interessen umsetzen zu lassen. Wie schaffen wir es, dass das ganze Haus nicht als leere Hülle steht, sondern sich mit verschiedensten Initiativen füllt? Wir haben die Vision, dass wir durch die persönliche Einladung jedes Einzelnen viele Menschen zu einer Auftaktveranstaltung motivieren können, durch Spaziergänge im Ort, Aushänge und Flyer viele Bredenbecker neugierig machen. Durch persönliches Vorstellen in den VHS Kursen werden diese Teilnehmer gewonnen. Der demografische Wandel u. die Coronamaßnahmen machen es nötig, dass wir ein besonderes Augenmerk auf die ältere Generation haben. Diese Gruppe möchten wir durch aufsuchende Arbeit persönlich ansprechen.
Die VHS als Träger einer zukünftigen Stelle, die Gemeinde Wennigsen, die Ortsbürgermeisterin und natürlich die Mitglieder des DGV arbeiten hierfür eng zusammen.
All das soll auch in den Ort ausstrahlen und eine größere Solidarität im Ort aufbauen. An diesem Ziel arbeiten wir seit nun 7 Jahren. Das soll nicht umsonst gewesen sein, dafür brauchen wir die Unterstützung durch Quartiersmanagement.
Laufzeit
2020-12-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In den letzten 7 Jahren hat in Bredenbeck ein downgrading-Prozess eingesetzt, unter dem die Infrastruktur und die Nahversorgung des Ortes sehr gelitten hat. So schlossen neben den 3 Gaststätten auch das Reisebüro und einer von zwei Supermärkten. Es waren keine Treff- und Versammlungsräume in entsprechender Größe u. Ausstattung mehr vorhanden.
Auch die Angebote des geselligen Zusammenseins wie der Frauen- und der Männerchor, die Treffen des DRK und die Kurse der VHS sind nicht mehr vorhanden. Theaterbühne und Kegelbahn wurden abgerissen.
Auch für alle Menschen, die neu nach Bredenbeck kommen, gibt es somit kaum Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen. Besonders den Menschen mit Migrationshintergrund (153 in Bredenbeck) kann keine Willkommenskultur entgegengebracht werden.
Im Alltag ist zu beobachten, dass durch diese Entwicklungen das Gemeinschaftsgefühl im Ort sehr nachgelassen hat. So musste ein Bücherschrank wegen Vandalismus abgebaut werden u. die Vemüllung des Ortes ist an vielen Stellen zu beobachten.
Das zweite große Problem in Bredenbeck ist die Überalterung. 32,6 % der Einwohner sind über 60 Jahre alt. Die zweitgrößte Gruppe ist zwischen 50 und 60 Jahre alt, so dass die Überalterung in der Ortschaft auch zukünftig weiter stark ansteigt.
Hier müssen dringend Netzwerke aufgebaut werden, um die Versorgung der älteren Einwohner zu sichern. Alle sollen solange wie möglich Zuhause leben. Es fehlt: Einkaufsservice, Hilfe bei Formularen u. Reparaturen, Sport, Geselligkeit.
Ein weiteres Problem, das durch Corona entstanden ist, ist die Finanzierung des DGH.
Für diese Probleme brauchen wir professionelle Hilfe, um das "Miteinander für Bredenbeck" umzusetzen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wennigsen, Bredenbeck
Beschreibung
Das Dorf Bredenbeck
Einwohnerzahl
3053
Quelle / Anmerkungen
Statistik der Gemeinde Wennigsen, 29.01.2020
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der Gemeinde Wennigsen (29.01.20)
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gemeinde Wennigsen
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_brdb.1_300dpi.jpg
(418.15 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem DGH bieten wir einen Raum, in dem sich Menschen begegnen können. Durch Beratungsangebote der Gemeinde, VHS Kurse und ein Restaurant gibt es die Möglichkeit, niederschwellig diesen Raum kennenzulernen. Durch persönliche Anschreiben in jedem Briefkasten wird zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Dort werden die Wünsche und Ideen der Einwohner gesammelt und vernetzt, Selbstorganisation wird aufgebaut. Alle Generationen können sich wiederfinden in speziellen VHS Kursen, Sport- und Kulturangeboten, was zu einem kollektiven Empowerment führt. Idealerweise entwickelt sich ein Modell, bei dem das Angebot der VHS von den Teilnehmern selbst bestimmt und eigenständig weiter geführt wird. Die VHS kann dabei wesentlich zur Vernetzung und Kooperation beitragen.
Durch die persönliche Ansprache bei Gartenspaziergängen im Ort wird eine neue Gruppe von Menschen gewonnen. In Kooperation mit Fachleuten kann diese Gruppe ein Gemeinschaftsprojekt, den Dorfgemeinschaftsgarten, entwickeln.
Durch Gespräche, Newsletter, Aushänge und Flyer werden Bewohner zu einem Stammtisch eingeladen. Durch dieses Begegnungs- und Austauschangebot wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt. Die Ressourcen jedes/jeder einzelnen werden genutzt, vom Gurken einwecken zum Handy einrichten. Die Qualität der sozialen Beziehungen wird intensiviert. Besonders ältere Mitbewohner, in Bredenbeck 32,6 %, werden dadurch unterstützt, ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern und ihre besonderen Fähigkeiten einzubringen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bredenbecker führen selbstständig Spiel-, Näh- und Theaterabende durch. Die Gartengestaltung wird selbstorganisiert geplant und durchgeführt. Eine eigenständige Gruppe organisiert eine Einkaufs- und Gartenhilfe für Senioren.
Kriterium
Beschreibung
Alle Generationen engagieren sich, alt hilft jung - jung hilft alt. Vom Kuchen backen zum Computerkurs, die Gemeinschaft ist gewachsen und eine gegenseitige Akzeptanz gefestigt.
Beschreibung
Ein Empowerment hat stattgefunden. Die Befragung der Bewohner wurde ausgewertet. Die Ressourcen wurden sichtbar gemacht und werden eingesetzt. Der Garten wird gestaltet, ein Reparaturcafé und Musiktreffen finden statt.
Kriterium
Beschreibung
Vielfältige Kooperation zwischen der VHS, der Gemeinde, dem DGV und Vereinen, regelmäßige Treffen finden statt. Das DGH ist offen für alle. Die Medientechnik u. der Saal werden von Gemeinde, VHS u. Sportkursen genutzt. Die VHS bietet spezielle Kurse an.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Wennigsen, Ortsbürgermeisterin Frau Kügler
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater zwischen den Dörfern, Fotogruppe Bredenbeck, Landfrauen, Second Star Big Band
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportgemeinschaft Bredenbeck-Holtensen, Handwerkerverein, Heimatverein, Khoch3 (Verein für Kunst, Kultur, Kinder), Dorfkino
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS Calenberger Land, Kindergarten und Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nähkurse, Spieleabende, Yogakurse, Tanzcafé, Seniorentreffen, Lieder- und Literaturabende, Helferstammtisch
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportkurse zur Gesundheitsförderung (Sportverein)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Durch die Raumanmietung der Gemeinde sind Sprechstunden und z. B. Rentenberatung langfristig gesichert.
VHS-Kurse werden darüber ebenfalls durchgeführt.
Der DGV besteht. Durch das Projekt werden Strukturen u. Methoden erlernt, um Gruppen und Angebote danach selbständig weiterzuführen.
Die Vermietung des Saals und weiterer Räumlichkeiten sowie regelmäßige Veranstaltungen, Mitgliederbeiträge u. Spenden sichern das finanzielle Bestehen des DGH.
Projektbezogene Förderungen, z.B. zur Inklusion
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Räume und Chancen des Emsviertels
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christian Symalla
| Funktion | Geschäftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aus der Vielfalt schöpfen - neue Räume entwickeln - Nachhaltigkeit erreichen
Projektbeschreibung
"Im Emsviertel ist durch unsere Projektarbeit viel in Bewegung gekommen!" freut sich Jasmin Kruškić. "Mit diesem Schwung wollen wir jetzt gemeinsam die Räume im Quartier aufwerten." Violetta Lenz erläutert: "Stadt und Wohnungsunternehmen (WU) wollen ein Freiraumkonzept für das Emsviertel erstellen. Außerdem will ein Wohnungsunternehmen eine EG-Wohnung für Gemeinwesenarbeit (GWA) bereitstellen. Bewohner/innen sollen Beides mit planen." Das sind direkte Ergebnisse des Projektes 'Quartiersforum Emsviertel'. Für die Umsetzung der dort erarbeiteten Quartiersziele ist ein mehrjähriger gemeinsamer Arbeitsprozess von Bewohner/innen und Akteuren erforderlich, der mit diesem GWA-Projekt ausgestaltet wird. Inhaltlich wird es dabei v.a. um die Einrichtung und Nutzung der GWA-Wohnung, das Freiraumkonzept, die Gestaltung von Quartierseingängen/Quartiersanbindungen sowie Überlegungen zur Ergänzung eines Gebäudes im Bereich der Sportanlage Swinestraße gehen. Frau Lenz und Herr Kruškić organisieren den GWA-Prozess schrittweise: Im 1. Schritt werden sie für Bewohner/innen und professionelle Planer/innen niedrigschwellige Gelegenheiten zum Kennenlernen und zur Entwicklung erster Planungsideen schaffen (z.B. durch gemeinsames Kochen oder Aktivitäten im Freien). Einige der so aktivierten Bewohner/innen werden im 2. Schritt als Multiplikator/innen die Maßnahmen gemeinsam mit Mitarbeiter/innen der städt. Grünplanung und der WU planen. Die Projektmitarbeiter/innen werden sie dabei bedarfsgerecht unterstützen. Für die Zusammenarbeit werden neue Arbeitsgruppen eingerichtet, die bestehende AG Freiraumkonzept wird fortgeführt. Über die AG-Arbeit tauschen sich Multiplikator/innen und Bewohnerschaft laufend aus, so dass vielfältige Ideen in den Prozess einfließen. Die GWA-Wohnung wird hierbei gemeinsam zum zentralen Ort für Information, Austausch und Planung entwickelt. Im 3. Schritt wird auf Strukturen hingewirkt, die die Fortsetzung der GWA nach Projektende ermöglichen: "Wir werden zusammen mit Bewohner/innen und Akteuren des Emsviertels zeigen, dass wir feste Unterstützungsstrukturen für GWA im Stadtgebiet brauchen", sind Lenz und Kruškić überzeugt. "Durch gemeinsame Quartiersentwicklung wollen wir das WU davon überzeugen, die GWA-Wohnung nach Projektende weiter für diesen Zweck bereitzustellen. Durch aktive Mitarbeit am 'Bedarfsplan Nachbarschaftszentren' etablieren wir die GWA des Emsviertels stadtweit als Modell, für das auch die jeweils notwendigen Ressourcen festzulegen sind."
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Emsviertel ist Teil des Stadtbezirks Weststadt, einer Trabantenstadt der 1960/1970er Jahre mit rund 24.000 Einwohner/innen. Das Emsviertel ist geprägt von Migrationsbevölkerung (2/3 der Bewohnerschaft) und dem stadtweit höchsten Transferleistungsempfängeranteil. In der öffentlichen Wahrnehmung gilt es deshalb als Problemviertel. Dies wird verstärkt durch sein äußeres Erscheinungsbild: Die Grün- und Freiräume wirken vernachlässigt und teilweise trostlos, es gibt häufig 'wilde' Müllablagerungen. Die zahlreichen Spielbereiche sind überwiegend abgenutzt, monoton gestaltet und tragen nicht den Bedürfnissen unterschiedlicher Altersgruppen Rechnung. Trotz dieser Problemlagen konnte das Emsviertel bisher nicht von Städtebauförderungsprogrammen profitieren. Obwohl im Emsviertel Spielplätze auf öffentlichen und privaten Grundstücken zum Teil direkt aneinander grenzen, gibt es kein übergeordnetes Gestaltungskonzept. Der Spiel- und Bolzplatz Swinestraße, der außerhalb der Wohnbebauung liegt und viel Nutzungspotenzial hat, ist besonders marode. Hier könnten bei einer Neugestaltung durch zusätzliche Schaffung einer einfachen überdachten Räumlichkeit neue Qualitäten entstehen. Der Treffpunkt Pregelstraße ist aufgrund der Vielzahl neuer Nutzungen als Ergebnis der bisherigen Projektarbeit inzwischen weitgehend ausgelastet. Deshalb werden weitere Räume für GWA benötigt. Wenn die dafür angebotene Wohnung von den Bewohner/innen durch Mitgestaltung zu 'ihrer Sache' gemacht wird, dann werden sie sie auch nach Projektende weiter für diesen Zweck nutzen wollen. Dafür wird eine verstetigte professionelle GWA-Unterstützung benötigt, die durch die Projektarbeit ebenfalls erreicht werden soll.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Emsviertel
Beschreibung
Das Emsviertel wird im Norden durch Kleingartenanlagen und den Westpark, im Osten durch die Autobahn A 391 und im Süden durch die vierspurig ausgebaute Münchenstraße/Elbestraße (inkl. Straßenbahntrasse) begrenzt. Im
Westen schließt sich das Rheinviertel mit einer sich vom Emsviertel stark unterscheidenden Sozialstruktur an.
Einwohnerzahl
4994
Quelle / Anmerkungen
Zahlen aus dem Einwohnermelderegister
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Alle im Abschnitt "Merkmale des Projektgebietes" angegebenen Werte wurden aus bei der Stadt Braunschweig vorhandenen statistischen Daten auf Basis der Zahlen des Einwohnermelderegisters speziell für das Projektgebiet Emsviertel herausgefiltert. Alle Werte beziehen sich auf den Stichtag 31.12.2019 mit Ausnahme des in der Kategorie "Menschen, die Transferleistungen beziehen" angegebenen Wertes (s. dort).
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
68
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Gruppe der 0- 18-Jährigen im Projektgebiet liegt der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit erweitertem Migrationshintergrund bei 87,0 %.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aufgrund von Änderungen der Datengrundlagen bei der Bundesagentur für Arbeit können diese Werte nur in Form einer Schätzung zum Stichtag 30.06.2019 angegeben werden.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2020-03-04_emsviertel1.png
(644.81 KB)
2020-03-04_emsviertel2.png
(217.56 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
GWA knüpft hier insbes. an den Themenfeldern 'Wohnen/Wohnumfeld', 'Sport/Freizeit' und 'Umwelt/Verkehr' an. Die Kernfragen an die Bewohner/innen lauten: "Wie wollt ihr eure Räume nutzen? Wie müssen sie dazu gestaltet werden? Was könnt ihr dafür tun, dass das passiert? Was könnt ihr darüber hinaus für euer Emsviertel tun?" Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen bewirkt automatisch eine Betrachtung des Sozialraums Emsviertel in seiner Gesamtheit. Die Bewohner/innen werden zunächst durch niedrigschwellige, auffällige Aktionen wie die Streifzüge des Info-Mobils oder des 'Umwelt-Fuchses' für das Projekt interessiert und informiert. Es folgt eine aktivierende Befragung. Als Grundlage für einen gemeinsamen Planungsprozess auf Augenhöhe zwischen Bewohner/innen und Profis werden Gelegenheiten geschaffen, bei denen sich beide Seiten informell und zunächst außerhalb des Themas kennenlernen können. Dazu werden niedrigschwellige Methoden wie ein gemeinsames Kochen, Basketball spielen oder eine Rallye durch das Emsviertel eingesetzt. Erste dabei bereits gesammelte Ideen werden in Ideenwerkstätten weiter ausgearbeitet. Dazu werden dann themenbezogene Arbeitsgruppen gebildet, die die Planungen vorantreiben. Die in den AGs aktiven Bewohner/innen wirken als Multiplikator/innen zwischen Bewohnerschaft und Profis. Dadurch können sie zu Schlüsselpersonen auch für die Zeit nach dem Projekt werden. Die Vernetzung mit anderen Stadtteilprojekten stärkt die GWA in der Gesamtkommune.
Methoden
Qualitätskriterien
Kriterium
Kriterium
Kriterium
Kriterium
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der gemeinnützige Verein Stadtteilentwicklung Weststadt e. V. ist seit dem Jahr 2008 in der Weststadt tätig und betreibt seit Ende 2010 im Emsviertel den Treffpunkt Pregelstraße. Die Angebote des Treffpunktes Pregelstraße konzentrierten sich vor der Projektförderung vor allem auf die Bereiche Beratung/Vermittlung, Durchführung von Veranstaltungen, Exkursionen und Überlassung/Vermietung von Räumen für externe Nutzungen. Mit Hilfe der GWA-Förderung wurden seit Sept. 2018 das Quartiersforum Emsviertel aufgebaut, Quartiersziele mit Bewohner/ innen und Akteuren erarbeitet, vorhandene und neue Freiwilligeninitiativen unterstützt und untereinander vernetzt, ein großes Straßenfest durchgeführt sowie eine positive Berichterstattung über das Emsviertel erreicht. Im aktuell laufenden GWA-Projekt 'Gesichter des Emsviertels' liegt der Fokus darauf zu zeigen, wie vielfältige Gesichter das Emsviertel im direkten und auch im übertragenen Sinne hat. Die Individualität von Bewohner/innen soll dabei besonders gewürdigt werden, auch indem ihnen Möglichkeiten gegeben werden, ihre Fähigkeiten öffentlich zu präsentieren. Die ursprünglich beabsichtigten Maßnahmen mussten und müssen aufgrund der Regelungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zu einem größeren Teil überprüft, angepasst oder aufgeschoben werden. Neue Wege zu Erhalt und Förderung einer guten Nachbarschaft wurden z. B. durch vielfältige Unterstützungsleistungen oder mit Gruppenaktivitäten via Videotelefonie beschritten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Abt. Verkehrsplanung und Verkehrsmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsche Wohnen Immobilien Management GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglieder des Rates der Stadt und des Stadtbezirksrates Weststadt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Braunschweig gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter Unfallhilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jüdisch-soziokulturelles Alexander David Zentrum e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Pfarrstelle für Menschen mit geistiger Behinderung - mit Uns Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mieterzeitschriften der Wohnungsunternehmen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialreferat als federführende Stelle für den 'Bedarfsplan Nachbarschaftszentren'
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement "Soziale Stadt - Donauviertel"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement "Soziale Stadt - Westliches Ringgebiet"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das GWA-Modell Emsviertel soll als Leuchtturm-Modell im 'Bedarfsplan Nachbarschaftszentren', den die Stadt Braunschweig zzt. aufstellt, verankert werden. Dazu gehört auch die Definition erforderlicher Ressourcen - sowohl für das Emsviertel als auch für weitere Quartiere im Stadtgebiet. Durch Vernetzung/Austausch durch z. B. die Initiierung eines stadtweiten GWA-Arbeitskreises soll eine zusätzliche fachliche Verstetigungsebene der relevanten GWA-Akteure in der Stadt Braunschweig begründet werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Jeder Nachbar ist willkommen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Horst Gohla
| Funktion | Leitung |
|---|
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
Youth/Local/Agent - Netzwerkvermittler Jugend - Soziales - Sport im ländlichen Raum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Astrid Hunke
| Funktion | Agentur zur Vermittlung von Ehrenamt im Projektmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Youth/Local/Agent - Netzwerkvermittler Jugend - Soziales - Sport im ländlichen Raum
Projektbeschreibung
Im ländlichen Raum in den Samtgemeinden Elm-Asse mit den Standorten Remlingen und Schöppenstedt sowie in der Samtgemeinde Baddeckenstedt als dritten Standort, befinden sich Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 - 22 Jahren, die sich ihre Freizeit vor Ort selbst gestalten. Diese Gestaltung entspricht nicht den Vorstellungen der Kommunen und wird kritisch gesehen. Die Orte der Gestaltung sind selbst gewählt: Scaterplätze, Höfe von öffentlichen Einrichtungen außerhalb der Öffnungszeiten, Bushaltestellen, Bolzplätze, Kirchhöfe, Spielplätze, Straßenecken, Parks, unter Brücken. Die unterschiedlichen Themen suchen sich die Jugendlichen auch selbst. Die Gruppen werden immer größer, sie finden immer weniger den Zugang zu lokalen Vereinen /Institutionen und sie stellen sich selbst für ihre sozialen Räume vor Ort nicht mehr zur Verfügung. Die Vorgehensweisen der Jugendlichen sind selbst organisiert, beinhalten einen hohen Leistungsgrad, bilden Konkurrenzen untereinander und sind mobil. Die Konkurrenzen der Gruppen führen zu Uneinigkeit und werden geschürt, wenn soziale Ungleichheiten oder ethnische Unterschiede eine Rolle spielen. An diesem Punkt sollen die „Youth/Local/Agent „zum Einsatz kommen. Sie sind junge Menschen, die in den lokalen Räumen leben und ihre Familien und ihr Umfeld dort haben. Sie stellen sich zur Verfügung um zwischen ihren eigenen Peer Groups, den Verbänden und der Kommune innerhalb der bestehenden Netzwerke zu agieren. Sie haben die Aufgabe ihre Bedürfnisse zu erfassen und an die Netzwerk Partner weiter zu tragen. Diese Beteiligung stellt den sozialräumlichen Bezug vor Ort her und führt dazu, dass die jungen Menschen eine Stimme bekommen, die zu einer Einbindung in die strukturellen Ebenen vor Ort führen. Hierzu werden sie geschult und begleitet.
Soziale Räume müssen gemeinsam mit allen Bewohner*innen lokal gestaltet werden, dazu benötigen junge Menschen Akzeptanz vor Ort.
Passende Freizeitangebote gemeinsam mit Netzwerkpartnern zu initiieren, die Ideen dazu in der Kommune vorzutragen, diese zu vermitteln und die Bedürfnisse der Jugendlichen vor Ort nachhaltig zu benennen sind die Ziele des Youth/Local/Agent. Diese Fähigkeiten zu erlangen und begleitet umzusetzen sind der Auftrag den die Trägerin des Projektes erfüllen will. Gemeinsamkeiten herzustellen, generationsübergreifend zu arbeiten und eine gemeinsame Sprache zu sprechen stärkt das Gemeinwohl und lässt Alltagsrassismus und insuffiziente Meinungsbilder nicht zu.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In allen drei Standorten der Samtgemeinden befinden sich junge Menschen, die bedingt durch mangelnde Mobilität im ländlichen Raum lokal gebunden sind. Da die Infrastruktur für die Umsetzung von jugendaffinen Freizeitmöglichkeiten mit der Abwanderung von Familien aus dem ländlichen Raum und der mangelnden Lukrativität für Jugendliche rückläufig ist, suchen sich die jungen Menschen in Schöppenstedt, Remlingen und Baddeckenstedt neue Formen der attraktiven Gestaltung von Freizeit. Alle Standorte haben zwei Gemeinsamkeiten – die Jugendlichen nutzen die Medien um sich Aufmerksamkeit und Anerkennung zu verschaffen, haben vor Ort aber keine Stimme und sie funktionieren in ihren eigenen Peergroups - sie nehmen wenig Kontakt zu anderen Gruppen und zu den Sozialräumen in ihrer Umgebung auf, in denen sich andere Gruppen befinden. Die Angebote durch die Vereine und Verbände scheinen nicht attraktiv genug, ein Bezug zu ihrer direkten Umgebung ist nicht ausreichend genug um ihre Freizeitbedürfnisse umzusetzen. Sie finden kein Netzwerk, das ihnen Gehör verschafft und bestrebt ist zu helfen ihre Wünsche zu verwirklichen, sie finden kaum lokale Anbindung. Diese Gründe führen dazu, dass die Jugendlichen ihre Freizeit nicht innerhalb ihrer sozialen Räume gestalten. Das führt zu Auffälligkeiten, die seitens der Bürgerschaft nicht erwünscht sind und daher auf Ablehnung stoßen. Akzeptanz wird wenig hergestellt und Wünsche werden gegenseitig nicht ernst genommen. Der Youth/Local/Agent hat die Aufgabe, den sozialräumlichen Bezug zwischen den Institutionen, der Kommune und der Bürgerschaft herzustellen und nachhaltig die Umsetzung der lokalen Jugend-Bürgerbeteiligung und Anbindung herzuleiten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Landkreis Wolfenbüttel Samtgemeinde Baddeckenstedt
Beschreibung
Das Förderungsgebiet bezieht sich auf den Landkreis Wolfenbüttel, Sg. Baddeckenstedt. Die Samtgemeinde liegt direkt im ländlichen Raum und hat eine Entfernung von ca. 15 km zur nächsten Stadt. Der Bezugsbereich ist der Landkreis Wolfenbüttel.
Einwohnerzahl
3055
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es handelt sich um eine Schätzung.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Wert ist geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Dieser Wert ist geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
baddeckenstedt.pdf
(278.12 KB)
Gebiet-Name
Schöppenstedt
Beschreibung
Schöppenstedt gehört zur Samtgemeinde Elm/Asse und liegt ca.23 km von Wolfenbüttel entfernt direkt im ländlichen Raum. Schöppenstedt ist die kleinste Stadt im Gebiet , hat 559 Einwohner mehr als ein Dorf und wird daher in das Projekt ländliche Regionen mit aufgenommen.
Einwohnerzahl
5559
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
schoeppenstedt.pdf
(270.69 KB)
Gebiet-Name
Remlingen
Beschreibung
Remlingen liegt im Landkreis Wolfenbüttel und ist von -Wolfenbüttel aus 12 KM entfernt. Remlingen grenzt sich zu allen anderen Dörfern der Umgebung ab.
Einwohnerzahl
1268
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Diese Zahlen sind geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
remlingen.pdf
(265.24 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In den Standorten werden Projektbüros als Anlaufstelle eingerichtet. Diese haben feste Öffnungszeiten. Die Büros werden in den Gemeinden zur Verfügung gestellt - Schöppenstedt, Remlingen, Baddeckenstedt. In den Standorten arbeiten wir mit den vor Ort lebenden Jugendlichen im Netzwerk mit den Institutionen, Verbänden, der Kommune und den Bürgern*innen. Die jungen Menschen sollen einen sozialräumlichen Bezug zu ihrem Wohnumfeld bekommen, daher geschieht der Zugang ganzheitlich. Die erkennbaren strukturellen Mechanismen innerhalb der ländlichen Gemeinschaften müssen erkannt werden, damit die Jugendlichen einen Zugang bekommen und ihre Forderungen stellen und umsetzen können. Dies ist das Ziel der Y-l-A im ländlichen Raum. Die Vorgehensweisen der Jugendlichen benötigen breite Unterstützung der Bevölkerung , damit nachhaltig gearbeitet werden kann.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
In bereits vorhandenen Strukturen neue Projekte und Ideen verwirklicht werden können und die Y-L-A durch ihren Einsatz im lokalen Raum gehört und ernst genommen werden und Wünsche und Bedürfnisse als Programm umgesetzt werden (Bezug zum sozialen Raum).
Kriterium
Beschreibung
Netzwerker ihre Themen gemeinsam gestalten direkt vor Ort die gemeinsame Arbeit zu einer Aufwertung der Lebensqualität vor Ort führt, die jungen Menschen Gehör in ihrer Kommune und bei der Bürgerschaft finden und eingebunden sind.
Kriterium
Beschreibung
Generationsübergreifende Arbeit vor Ort erhöhen die Chancen für Jugendliche, sich mit ihrer Umgebung nachhaltige zu identifizieren. Sie erkennen wie die Mechanismen sind, die zur Funktion der Gesellschaft führen, bringen sich ein und werden vor Ort aktiv.
Beschreibung
Im ländlichen Raum sind alle Ressourcen knapp bemessen, müssen geteilt werden und das müssen alle Bürger*innen mit tragen. Y-L-A teilen mit, was sie benötigen um übergreifend zu denken und zu handeln, weil sie ihre Bedürfnisse benennen und vermitteln.
Vorhandene Strukturen
Die Freiwilligenagentur arbeitet seit 20 Jahren in der Region mit allen Altersgruppen, verfügt über Qualitätsmanagementverfahren mit Siegel der Bundesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligenagenturen BAGFA und ist spezialisiert in 8 Fachbereichen um das ehrenamtliche Tun für die Gesellschaft, im Gemeinwesen und in der Entwicklung atypischer Netzwerke. Sie hat die Aufgabe in Kooperation mit Partnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen als eine professionell arbeitende Koordinierungsstelle für Ehrenamtliche zu dienen. Sie bündelt diverse gesellschaftliche Interessen für eine Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit. Durch die Einrichtung einer Koordinierungsstelle haben die Kooperationspartner soziale Kompetenz und Engagement bei der Gewinnung, Betreuung und Fortbildung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezeigt. Die Agentur bringt junge Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig engagieren wollen, zusammen mit nachfragenden Organisationen, Einrichtungen, Projekten und Personen. Somit trägt sie zur Förderung und Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen bei. Über diese Vermittlungstätigkeit hinaus bietet sie als eine Koordinierungsstelle weitere Servicedienstleistungen in Beratung, Management und Organisation sowie Öffentlichkeitsarbeit, entlastet Organisationen und Hauptamtliche ohne sie zu ersetzen und fördert neue Projekte. Die Freiwilligenagentur wird durch die Breite der Aufgaben den Anforderungen an das „Neue Ehrenamt“ gerecht.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Remlingen und Schöppenstedt Regina Bollmeier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Zeitung Steffanie Memmert
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Baddeckenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenredaktion Landkreis Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisjugendpflege des Landkreises Wolfenbüttel Herr Ziebarth
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Lüttje-up-tour
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Gerd Eiting
| Funktion | Integration von Menschen mit Migrationshintergrund im Landkreis Aurich |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsame Tagesausflüge von Menschen mit niedrigem Einkommen mit und ohne Migrationshintergrund im Ldkrs. Aurich
Projektbeschreibung
Im Landkreis Aurich leben ca. 3.800 MigrantInnen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, vorwiegend aus Syrien, Afghanistan, Irak und Eritrea. Nach Einschätzung des Leiters der Koordinationsstelle "Migration und Teilhabe" des Landkreises Aurich, Herrn Frank Martens, besteht der Schwerpunkt in der Flüchtlingsbetreuung aktuell im Bereich Integration und Teilhabe.
Wir von der Flüchtlingshilfe Aurich e.V. möchten hier ansetzen und unsere in 2017 ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe „Lüttje-up-tour“ in 2019 fortführen.
Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, dass Familien
• unterschiedlicher nationaler Herkunft und religiöser Überzeugung sich als Wertegemeinschaft "Familie" begreifen und sich als solche stärken,
• in Kontakt treten mit anderen Familien, um Verständnis und Toleranz fürein-ander zu entwickeln und
• die Region Ostfriesland als ihre (neue) Heimat kennenlernen
Diese drei Ziele möchten wir durch das Anbieten von Tagesausflügen für deutsche und geflüchtete Familien zu unterschiedlichen Ausflugszielen in der Region Ostfries-land erreichen.
Bei gemeinsamen Ausflügen können Eltern und Kinder viel Neues entdecken und gemeinsame Erlebnisse sammeln. Sie befinden sich außerhalb der gewohnten häuslichen Umgebung mit festgelegten Rollen und Aufgaben und erleben sich in einer für sie ungewohnten Umgebung mit u.U. ungewohnten Rollen. Hierbei ergeben sich viele Möglichkeiten sich als Familie neu zu entdecken und mit anderen Familien in Kontakt zu treten, z.B. durch gemeinsame Aktivitäten oder durch den Austausch über gemeinsam Erlebtes.
Wir von der Flüchtlingshilfe Aurich e.V. möchten in 2019 insgesamt vier Tageausflüge organisieren. Ausflugsziele werden sein:
• ein Indoor-Spielpark (z.B. „Sturmfrei“/ Neßmersiel bzw. „Klabautermann“/ Esens)
• der Freizeit- und Tierpark Jaderberg
• die Seehundaufzuchtstation Norddeich
• ein ostfriesisches Nordseeheilbad (voraussichtlich Bensersiel)
Diese Ausflugsziele möchten wir mit jeweils zwei Bussen pro Veranstaltung aufsuchen und den Familien die Teilnahme an dem vor Ort angebotenen Aktivitäten mit einem gegenüber dem normalen Eintrittspreis deutlich reduziertem Beitrag ermöglichen (Kinder: kostenloser Eintritt; Erwachsene: reduzierter Eintrittspreis).
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Zielgruppe sind Familien mit Flucht- und/oder Migrationshintergrund sowie sozial schwächere Familien mit finanziellen Einschränkungen, insbesondere Familien im ALG II Bezug. Die Erfahrung hat gezeigt, dass gerade bei Einheimischen, die von staatlichen Leistungen abhängig sind, die Skepsis gegenüber Geflüchteten und Ausländern besonders groß ist. So geht es immer wieder um eine subjektiv empfundene Konkurrenzsituation bei den staatlichen Leistungen.
Beide Zielgruppen haben außerdem den Bedarf einer sinnvollen und kostengünstigen Freizeitgestaltung für die Kinder. So können teure Hobbys oder Tagesausflüge in den Zoo oder ins Schwimmbad aus eigenen Mitteln nicht finanziert werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
Vorhandene Strukturen
Verena Dierks, Ehrenamtsbeauftragte für den Kirchenkreis Aurich (Hauptamtliche)
Gerd Eiting, Projektinitiator, Flüchtlingshilfe Aurich e.V. (Ehrenamtlicher)
Ansprechperson Johanniter, Karin Lübbers-Kopp (Hauptamtliche)
Mitarbeiter*innen der Johanniter, Betreuungspersonen während der Ausflüge (Hauptamtliche)
Manuela Grever, Bürokraft Flüchtlingshilfe Aurich e.V. (Hauptamtliche)