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Sport und Freizeit

3 Leben im Meer - Jugend mit Zukunft auf Wangerooge (Teilprojekt 3)

Ansprechpartner
Marcel Fangohr
Funktion Bürgermeister
Mikrokosmos Wangerooge - Qualifizierte Jugendarbeit und Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten
Projektbeschreibung
Wangerooge ist die östlichste der Ostfriesischen Inseln und mit 1.330 Einwohnern auch eine der kleineren. Wangerooge ist mit 127.000 Gästen und knapp 1 Mio. Übernachtungen jährlich ein touristisches Schwergewicht und einer der Tourismus Hotspots in Niedersachsen. Das heißt im Jahresrhythmus: In der Saison sind alle Betriebe der Insel vollständig ausgelastet und die Einwohnerzahl der Insel steigt auf Großstadtniveau an. Außerhalb der Saison zieht sich die Einwohnerzahl wieder auf Dorfniveau zusammen. Dies wirkt sich zwar positiv auf die wirtschaftliche Situation aus, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben. Der Insel fehlt außerdem zunehmend der Nachwuchs: Die Beschulung ist auf Wangerooge zwar bis einschließlich 10. Klasse möglich, der weitere Bildungsweg erfordert i. d. R. jedoch dem Umzug aufs Festland. Die Jugend, die im Zuge der Bildungswanderung die Insel verlässt, kehrt später in den wenigsten Fällen zurück, aufgrund fehlender Perspektiven wie z. B. dem Mangel an bezahlbaren Wohnraum und den hohen Lebenshaltungskosten (Wangerooge ist nur per tideabhängiger Fähre oder Inselflieger erreichbar; damit werden auch alle Güter transportiert). Für diejenigen, die auf der Insel bleiben wollen, fehlen meist Ausbildungsmöglichkeiten abseits des Tourismus, sodass die Entscheidung, auf das Festland zu gehen, schnell getroffen ist, zumal Bedürfnisse der Jugendlichen, insb. in Sachen Freizeitgestaltung, auf Wangerooge aufgrund der begrenzten Möglichkeiten oftmals zu kurz kommen. Die beschriebene Situation hat weitreichend Auswirkungen auf das Vereinsleben, die Inselgemeinschaft und die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge, aber auch die Verfügbarkeit von Fachkräften. Die mit diesem Projekt aufzubauende Gemeinwesenarbeit soll die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und damit einen attraktiven Wohnort, insb. auch für Jugendliche und junge Menschen. Dies geschieht exemplarisch und stellvertretend für die anderen Inseln; der Ansatz soll übertragbar sein. Das Dachprojekt (ebenfalls beantragt) übernimmt daher die insel- und themenübergreifende Vernetzung. Die Auswahl der Schwerpunktsetzung kommt nicht von ungefähr: Die Inselgemeinde Wangerooge arbeitet seit einigen Jahren bereits an dem Thema: Die im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt (BMBF) durchgeführten Workshops haben gezeigt, dass die Inselgemeinschaft insb. diesen Themenkomplex stärker in den Fokus nehmen will. Hieran soll angeknüpft werden.
Ausgangslage
Warum bietet die Insel mir nicht das in meiner Freizeit, was ich mir wünsche? Wie komme ich aufs Festland, wenn die Fähren gerade mal wieder nicht fahren? Was mache ich, wenn ich die Schule abgeschlossen habe? - Dieses sind nur einige der Fragen, die sich Jugendliche auf Wangerooge, gleichermaßen wie auf den anderen Inseln, stellen und die im Rahmen des Projektes eine Rolle spielen werden. Seit einiger Zeit arbeiten zwei Jugendvertreter in den politischen Gremien mit. Darüber hinaus gibt es eine Jugendbeauftragte der Verwaltung, die als Kontaktperson für die Jugendlichen zur Verfügung steht. Auf diese ersten Ansätze soll aufgebaut werden. Durch die Gemeinwesenarbeit soll ein Prozess angeschoben werden, der die gesamte Inselbevölkerung einschließt und in Folge dessen die Herausforderungen, denen sich die Wangerooger Inselgemeinschaft stellt, angegangen werden; mit dem Ziel, dass die Insel langfristig auch wieder für junge Menschen attraktiv wird. In diesem Zuge müssen Bleibe- und Rückkehrperspektiven geschaffen werden, um Fachkräfteengpässe zu beheben und einen Umgang sowohl mit dem Fachkräftemangel wie auch mit dem demografischen Wandel zu entwickeln. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Verknüpfung der Sicherung und Entwicklung von Angeboten für Fachkräfte und Ausbildungsmöglichkeiten gerade für junge Menschen gelegt werden. Darüber hinaus sollen alle Bewohnerinnen und Bewohner Wangerooges, darunter auch die Jugendlichen, für Mitbestimmung und ehrenamtliches Engagement sensibilisiert und motiviert werden. Die Art und Weise wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern selber vorgegeben, die einzustellende Person arbeitet als Motivator, Netzwerker und Facilitator.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Wangerooge
Beschreibung
Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel (Hauptort und Westdorf).
Einwohnerzahl
1330
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand 07/2017
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2017 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Mind. 50 % der Wangerooger Bevölkerung sich beteiligt.
Beschreibung
In der Transformationsphase haben sich Gruppen von Aktiven gefunden, die die Entwicklung in die Hand nehmen. Es finden Aktionen für die Inselgemeinschaft statt, die gut besucht werden.
Beschreibung
Alle (Alters-)Gruppen sind in den Prozess involviert und profitieren davon.
Beschreibung
Bereits bestehende Strukturen auf Ehrenamtsbasis (v.a. Vereine) konnten gestärkt und verbessert werden; neue sind aufgebaut worden. Gemeinsame Aktionen, z.B.Feste/gemeins. sportliche Aktivitäten sind wieder zum festen Bestandteil des Insellebens geworden.
Beschreibung
Die Wangerooger Bewohnerinnen und Bewohner haben ein insulares Netzwerk gebildet, das sowohl themen- wie auch zielgruppenübergreifend die Belange der Inselgemeinschaft nachhaltig und eigenständig befördert.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Inselgemeinde Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inselschule Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine (Yacht- und Segelclub, Turn- und Sportverein)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Migration von 20 Flüchtlingen im Problemviertel Kaltenmoor in Lüneburg

Ansprechpartner
Jens Niemann
Funktion Vorstand
Ausrüstung und gezielte Weiterentwicklung im Rahmen von Sport
Projektbeschreibung
Der FC Dynamo Lüneburg e.V. ist seit mehreren Jahren aktiv bei der Integration von ausländischen Mitbürgern unterwegs. Seit dem Frühjahr 2015 nahm und nimmt unser Verein zudem eine Vielzahl von Migranten aus Afghanistan, Irak, Syrien und Somalia auf und gibt ihnen die Möglichkeit, aktiv am Vereinsleben teilzunehmen. Die Mitgliedschaft ist für die Flüchtlinge kostenfrei und der Verein übernimmt alle Kosten für Erstausrüstung wie Fußballschuhe, Trainingsanzüge und Trikots. Auch übernimmt der Verein die Kosten für die Anmeldungen beim NFV zur Beantragung von offiziellen Spielrechten in Niedersachsen. Zudem mussten und müssen verstärkt Trainingsmaterialien wie Bälle, Leibchen, Netze etc. angeschafft werden, um die erhöhte Belastung der Materialien anzugleichen. Auch übernehmen wir den unentgeltlichen Transport aus verschiedenen Flüchtlingsunterkünften zum Trainingsgelände und an den Spieltagen. Derzeit trainieren beim FC Dynamo Lüneburg 20 Flüchtlinge im Alter zwischen 16 und 30 Jahren. Nunmehr wurde ein weiterer Schritt getan. Es wurden zusätzliche Räumlichkeiten bei der LSV im Stadtteil Kaltenmoor angemietet, um insbesondere Materialien für Flüchtlinge in separaten Räumen und in den Räumen in verschließbare Schränke unterzubringen. Das neue Gelände in der Schützenstraße in Lüneburg ermöglicht zudem ein sportliches Angebot für Leichtathletik für Migranten. Dazu wird es eine Betreuung von einem Trainer geben. Die Spielstätten müssen für den erhöhten Nutzungsanteil mit Zäunen, Fangnetzen und Flutlicht ausgestattet werden. Für dieses Projekt werden zusätzliche Projektkosten in Höhe von ca. 10.000,-€ benötigt. ca. 1.500,- € davon hat der FC Dynamo Lüneburg bereits als Eigenbeitrag zusammenbekommen, 500,- € sind von der Volksbank Lüneburg bewilligt und ein Antrag für 2.000,- € liegt bei der Sparkassenstiftung Lüneburg. Wir würden uns freuen, wenn es von Ihnen dafür eine weitere anteilige Unterstützung geben könnte. Ziel des Projektes: Die 20 Migranten im Problemviertel direkt mit Sportmaterial- und möglichkeiten zu versorgen, ohne sie mit großem Aufwand an andere Stellen in der Stadt zu bringen und somit auch ein Gemeinschaftsgefühl zur direkten Umgebung zu erzeugen.
Ausgangslage
20 Flüchtlinge wurden seit 4 Jahren betreut und mit dem Nötigsten ausgestattet. Einige haben inszwischen eine Ausbildung, andere eine Arbeit und manche sind noch bei den Basisdeutschkursen. Im Problemviertel Kaltenmoor (weil sehr hohe Ausländerdichte in Lüneburg) gibt es aber kaum direkt Angebote für Sport und Einbindung des Umfeldes. Deswegen hat sich der FC Dynamo entschlossen, direkt in das Viertel zu ziehen und direkt vor Ort das Sportangebot anzubieten. Allerdings ist das vorhandene Gelände nur unzureichend ausgerüstet. Die Sport- und Rasenflächen müssen überarbeitet werden und es müssen verschließbare Räume durch Überarbeitung geschaffen werden und verschließbare Schränke angeschafft werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Lüneburg - Stadtteil Kaltenmoor
Beschreibung
Stadtteilbezeichnung - der Stadtteil wird durch eine Bahnlinie und große Straßen etwas abseits der Altstadt abgegrenzt
Einwohnerzahl
8000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Lüneburg hat ca. 75.000 Einwohner, davon sind ca. 8.000 im Projektgebiet
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
kaltenmoor.jpg (125 KB)
GWA/QM-Ansatz
insbesondere wollen wir den Migranten die Möglichkeit bieten, in ihrem Wohnumfeld auch Sport zu treiben, ihre Familien mit zum Sport zu bringen und vor Allem über dieses Zusammenkünfte mit den Deutschen oder schon länger in Deutschland lebenden Ausländern (Russen, Türken etc.) gemeinsame Freizeit verbringen und damit sprachliche Hürden überbrücken, Kontakte knüpfen und damit das Lebensgefühl stärken.
Qualitätskriterien
Beschreibung
nachhaltiges Bleiben der Migranten in der Gemeinschaft
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
LSV / Lüneburger Sportvereinigung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Kaltenmoor
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Anwohner / Sozialarbeiter
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam in Norden

Ansprechpartner
Frank Martens
Funktion Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe
Gemeinwesenarbeit und Integration in Quartieren der Stadt Norden
Projektbeschreibung
Das vorliegende Projektvorhaben setzt in zwei Gebieten der Stadt Norden an. Es handelt sich daher um zwei Teilprojekte, die durch übergeordnete Strukturen miteinander verbunden sind. Innerhalb der definierten Gebiete gibt es eine gemischte Bewohnerstruktur mit vielen neuzugewanderten Personen sowie Personen, die von Transferleistungen abhängig sind. Ein Gemeinschaftsgefühl konnte bisher in den Gebieten nicht entstehen. Daher wird durch das Projekt eine Anlaufstelle geschaffen. Dort ist Begegnung möglich und es können von Bewohner/innen gewünschte Beratungs- oder andere Angebote stattfinden. Es werden zwei Gemeinwesenarbeiter/innen eingesetzt, in den Quartieren Südwesten und Tidofeld. Es ist geplant, dass die Gemeinwesenarbeiter/innen sich mit den Strukturen vor Ort auskennen und durch ihre Anbindung an den Landkreis mit Ämtern und anderen Akteuren gut vernetzt sind. Die Gemeinwesenarbeiter/innen gestalten ihre Arbeit offen für die Bedürfnisse der Bewohner/innen und bieten Hilfe zur Selbsthilfe an. Gemeinsam wird ein Weg erarbeitet, das Leben im Gemeinwesen zu verbessern. Die Bewohner/innen werden ermutigt sich in ihrer Nachbarschaft einzubringen. Neben der Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten und der Ansprache der einzelnen Bewohner/innen bezüglich ihrer Verbesserungsvorschläge, ist das Netzwerk mit allen Akteuren, die die Arbeit im Quartier unterstützen können, eine wichtige Säule innerhalb des Projektes. Die Gemeinwesenarbeiter/innen eröffnen Möglichkeiten für eigenes Engagement der Menschen in den beiden Gebieten. Eine weitere Grundlage für die Verbesserung des Zusammenlebens im Quartier ist die Ermutigung zur Teilnahme an Freizeit- und kulturellen Angeboten sowie non-formalen Bildungsangeboten. Personen, die in bestehende Angebote integriert sind, fällt es leichter die deutsche Sprache zu erlernen und über das direkte Umfeld hinaus Menschen kennenzulernen. Durch die gemeinsame Teilnahme wird die Akzeptanz gefördert und es entstehen Brücken für die gesamtgesellschaftliche Teilhabe. Bereits heute arbeitet die Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung in verschiedenen Projekten mit der Hochschule Emden zusammen. Für das vorliegende Projekt ist eine wissenschaftliche Begleitung durch die HS Emden geplant.
Ausgangslage
Der Landkreis Aurich hat seit 2015 ein Netzwerk zur Integrationsarbeit etabliert. Bisher ist es jedoch nicht gelungen, alle Neuzugewanderten sowie weitere Personen mit und ohne Migrationshintergrund, die Unterstützung benötigen, zu erreichen. Es wird immer deutlicher, dass die Integrationsarbeit nicht losgelöst von Maßnahmen betrachtet werden kann, die im Gemeinwesen ansetzen. Es konnten innerhalb des Landkreises verschiedene Gebiete identifiziert werden, die stark von Flüchtlingszuzug betroffen sind. Zu diesen Gebieten gehören zwei Quartiere in der Stadt Norden. In diesen Bereichen lebt gleichzeitig ein hoher Anteil von Leistungsempfänger/innen. Beide Quartiere sind einerseits geprägt durch Straßen mit Wohnblocks, in denen sich ausländische und sozial benachteiligte Menschen ansiedeln. Wegen günstiger Mieten und der zentralen Lage in der Mittelstadt Norden ziehen weiterhin neuzugewanderte Menschen in die Wohnblocks der Quartiere. Die ausländischen Bewohner/innen sind teilweise bereits gut miteinander vernetzt, nehmen aber keinen Kontakt zu Einheimischen auf. Die Wohnblocks grenzen andererseits an Straßen mit Einfamilienhäusern, die größtenteils von Alteingesessenen bewohnt werden. Das Nebeneinander ohne Miteinander birgt großes Konfliktpotential. Bisherige Angebote und Initiativen wenden sich an spezielle Gruppen und lassen keine Brücken zwischen den Bevölkerungsteilen entstehen. Außerdem sind Angebote oft nicht ausreichend bekannt. Es fehlt eine Stelle, die die Angebote besser miteinander vernetzt. Außerdem gibt es keinen Treffpunkt innerhalb des Quartiers, der die Anonymität der Stadt aufhebt und die verschiedenen Bevölkerungsgruppen einander näherbringt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norden Südwest
Beschreibung
Norden Südwest: das Gebiet Norden Südwest umfasst Teile der Norder Stadtteile Westlintel, Westgaste sowie Fremouthswarf. Das Gebiet gruppiert sich hauptsächlich um die Straße Warfenweg und direkt angrenzende Straßen, in denen die Konzentration von leistungsberechtigten und ausländischen Bewohner/innen besonders hoch ist. Auch in anderen Straßen des Gebietes zeigen sich ähnliche Zusammensetzungen, sodass das Gebiet bewusst gewählt wurde. Es wird im Nordosten durch die Norddeicher Straße, im Südosten durch die Alleestraße bzw. die Westerstraße, im Südwesten durch den Westlinteler Weg und im Südwesten durch den Stadtrand eingegrenzt. Die Fläche beträgt 1655888 m², bzw. 165,59 ha.
Einwohnerzahl
4993
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhaltet Straßen mit einem Ausländer/innenanteil von über 50% (Warfenweg 51,5%), Sonstige: Prozentanteil im gesamten Landkreis Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Es handelt sich um die Zahlen der ALG II - Empfänger/innen, ALG I - Empfänger/innen wurden nicht erfasst. Sonstige: ALG II - Empfänger/innen im Landkreis Aurich gesamt, Quelle: Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Das Projektgebiet beinhalten Straßen mit über 30% Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen (Bremer Str. 73,7%, Gerhart-Hauptmann-Str. 74,6%, Funkweg 34,1%, Hamburger Str. 59,8%, Mühlenlohne 34,8%, Warfenweg 60,8%). Sonstige: Empfänger von Transferleistungen im Landkreis Aurich insgesamt, Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich, Landkreis Aurich
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Stadtteil Tidofeld
Beschreibung
Das Gebiet umfasst den Stadtteil Tidofeld insgesamt, Fläche: 125202 m², 22,5 ha.
Einwohnerzahl
608
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Norden
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
In dem Gebiet liegt die Rheinstraße mit einem Ausländeranteil von 18,2%, Sonstige: Ausländer/innen im Landkreis Aurich insgesamt, Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Es handelt sich um die Zahlen der ALG II - Empfänger, ALG I - Empfänger wurden nicht erfasst. Sonstige: ALG II-Empfänger im Landkreis Aurich insgesamt, Quelle: Jobcenter Landkreis Aurich, Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
In dem Projektgebiet liegt die Rheinstraße mit einem Anteil Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen von 45%. Sonstige: Einwohner/innen, die Transferleistungen beziehen im Landkreis Aurich insgesamt Quelle: Einwohnermeldeamt Stadt Norden, Jobcenter Landkreis Aurich, Sozialamt Landkreis Aurich, Landkreis Aurich
Unterlagen zum Gebiet
tidofeld.png (492.65 KB)
GWA/QM-Ansatz
Bisher gibt es keinen ganzheitlichen Ansatz in der Stadt Norden. Die Ämter und Institutionen arbeiten ressort- bzw. rechtskreis- und nicht gemeinwesenorientiert. Die Gemeinwesenarbeiter/innen werden die verschiedenen Bereiche zusammenbringen. Gleichzeitig sollen die verschiedenen Angebote auch allen Bewohner/innen der Quartiere offenstehen, sodass sie die Angebote bei Bedarf in Anspruch nehmen können. Dafür wird ein Begegnungszentrum geschaffen. Es werden noch passende Räumlichkeiten gesucht. Nicht nur Ämter können in diesen Räumen Angebote machen. Auch Vereine und Initiativen können die Räume nutzen und ihre Angebote den Menschen vor Ort leichter näherbringen. Das Begegnungszentrum steht allen Menschen offen, sodass durch gemeinsame Veranstaltungen dort Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Alters und Geschlechts zusammenkommen. Dadurch entsteht ein Miteinander, welches mittelfristig sozialen Konflikten vorbeugen kann und damit auch eine präventive Funktion hat. Um Interessen zu erkennen und das Begegnungszentrum bekannt zu machen, ist die Aktivierung und persönliche Ansprache der Quartiersbewohner/innen eine der wichtigsten Aufgaben der Gemeinwesenarbeiter/innen. Unabhängig von spezifischen Fragestellungen werden Themen, Interessen und Neigungen ermittelt, die das Zusammenleben verbessern und die Gemeinschaft stärken können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Arbeit mit den Bewohner/innen erfolgt auf Augenhöhe. Die Wünsche und Bedürfnisse der Personen stehen im Zentrum.
Beschreibung
Einrichtungen wie Vereine und Bildungsträger in der Stadt Norden werden gezielt angesprochen. So kann bei vorhandenem Interesse eine Übersicht über die Angebote gegeben und neue Angebote geschaffen werden. Die Menschen werden an die Angebote herangeführt.
Beschreibung
Das Ziel ist es nicht wie bisher bezogen auf einen bestimmten Rechtskreis oder eine bestimmte Zielgruppe zu arbeiten, sondern ein übergreifendes Netzwerk für die Quartiere zu schaffen.
Beschreibung
Der Landkreis arbeitet bereits jetzt mit etablierten Netzwerken und Kooperationen. Im Laufe des Projektes entstehen quartiersbezogene Netzwerke durch gemeinsame Ziele und Interessen.
Beschreibung
Es werden alle Menschen innerhalb der Quartiere einbezogen, unabhängig davon, ob sie neuzugewandert, alteingesessen, Leistungsempfänger oder Nicht-Leistungsempfänger sind. Es entstehen Brücken zwischen den verschiedenen Gruppen und zu den Institutionen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V., Deutscher Kinderschutzbund, AWO, Behindertenhilfe Norden, (Migrations-) Beratungsstellen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ulrichsgymnasium Norden, Oberschule Norden, Grundschule im Spiet Norden, KVHS Norden, weitere Bildungsträger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
PSV Norden e.V., Norder Turnverein von 1861
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung Landkreis Aurich, Stadt Norden, Sozialamt, Jobcenter, Schulamt und Amt für Kinder, Jugend und Familie vom Landkreis Aurich
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Kulturelle Teilhabe für ALLE Menschen im Quartier und kreative Entwicklung des Stadtteils

Ansprechpartner
Marion Werth
Funktion Quartiersentwicklerin
Aktive Teilhabe für Alle Menschen!
Projektbeschreibung
Das Begegnungszentrum "St. Nikolai" liegt zentral im Stadtteil. Das Haus befindet sich seit 2015 auf dem Weg vom Gemeindezentrum zum Begegnungszentrum. Die in diesem Rahmen der bereits installierten GWA zusehends als Treffpunkt im Quartier wahrgenommen und genutzt. Als ein neuer Schwerpunkt soll ganz niedrigschwellig allen Menschen im Stadtteil die Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen unterschiedlichster Art ermöglicht werden: Kino, Theater, Musik zum Mitmachen, Konzerte, Instrumente erlernen, Filme drehen etc. Ein weiterer Schwerpunkt soll die optische Entwicklung, Gestaltung und somit Aufwertung des Quartiers sein. In Kooperation mit dem ortsansässigen Kleingärtnerverein sollen gemeinschaftliche Pflanzaktion durchgeführt werden. Mit den Bewohnern wird im Rahmen einer großräumigen Beteiligung über gemeinsame Treffpunkte und die Verkehrsgestaltung nachgedacht. Die Maßnahmen und Ideen werden in den kommunalen Leitfaden des sich in der Fortschreibung befindenden Rahmenplan Spielplätze und Treffpunkte eingebracht. Im Rahmen der Vernetzung und Kooperationen des Begegnungszentrums sollen immer mehr Beratungsstellen mit Sprechzeiten präsent sein, da im Quartier zusehends der Bedarf deutlich wird und die Menschen das Begegnungszentrum immer mehr als Ort erleben, in dem man auch Hilfe und Unterstützung finden kann. Durch den demographischen Wandel sind zunehmend ältere Menschen hier ansässig. Hier gilt es, mangelnder Mobilität und Vereinsamung entgegen zu wirken ( wie z. B. durch Themenbezogene Seniorennachmittage, generationsübergreifende Spielangebote etc.) Gleichzeitig ziehen auch jüngere Familien hierher, da es eine gut funktionierende Kita mit einem breiten Betreuungsangebot gibt. Hieraus ergibt sich ein breites Spektrum an Bedarfen und Aufgaben für die Quartiersentwicklung! Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit und Einbeziehung der neuen Medien sowie die Weiterentwicklung der Stadtteilzeitung. Wichtig ist uns auch die kirchliche Gemeindearbeit, hier wollen wir neue Wege gehen. Gottesdienst mit den Menschen vor Ort neu entwickeln und trotzdem an Traditionen festhalten. Kirche kann auch ANDERS ! Wir möchten mit den Menschen im aktiven Austausch sein. Sie mitnehmen ohne Vorgaben zu machen, wir wollen gemeinschaftlich Gestalten.
Ausgangslage
Wir haben die Idee für ein Gemeinde- und Begegnungszentrum St. Nikolai, welches Menschen in unserem Sozialraum offen steht und Angebote zur Begegnung, Beratung und gemeinschaftlichen Aktionen mit verschiedenen öffentlichen Träger und Vereinen bietet. Im Blick sind dabei sowohl Mitglieder der Kirchengemeinde, in der viele ältere Menschen leben, wie auch Familien im Quartier, die aus verschiedenen Kulturen. Dazu gehören Spätaussiedler aus Russland und Kasachstan, Geflüchtete aus Syrien, dem Sudan etc. Vor allem in den Wohnblocks leben mittlerweile Familien und Alleinlebende mit sozialen Problemstellungen. Seit vielen Jahren gibt es hier kein soziales Angebot, aber einen erhöhten Bedarf an Beratung in sozialen und Erziehungsfragen und an Begegnungsmöglichkeiten. Dabei vollzieht sich nicht nur hier in der Gemeinde, sondern im gesamten Viertel seit Jahren ein demographischer Wandel: Durch Zuzug junger Familien in Häuser, die von alt gewordenen Erstbewohnerinnen aufgegeben werden, wächst die Bevölkerungszahl erstmals nach Jahrzehnten wieder. Demgegenüber wurden Standorte für Einkaufsmöglichkeiten, Banken etc. endgültig aufgegeben, so dass innerhalb des Viertels nur mehr Friseur, Apotheke, Pizzeria und Kirche „vor Ort“ sind.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Verden / Plattenberg Jahnstraße
Beschreibung
Das Gebiet ist eingekreist von der Lindhooper Straße, dem Berliner Ring, Moorstraße und den Eisenbahnschienen inkl. Bahnhof;
Quelle / Anmerkungen
Stadt Verden / Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Anlass für die Gemeinde St. Nikolai, sich näher mit dem Thema GWA auseinander zu setzen, war die Anfrage seitens der Stadt Verden, die 2015 Interesse an einer Kooperation und Weiterentwicklung des Stadtteils geäußert hat. Mit einem Familien- und Begegnungszentrum St. Nikolai ergab sich die Möglichkeit zu einer Zusammenarbeit von Kirche und Kommune, die sich in der Kita-Arbeit bereits bewährt hat. Das Gebäude bietet mit seiner Barrierefreiheit vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und Möglichkeiten, als Kirche in heutiger Zeit sozial- diakonisch Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen zu begleiten. Von seiner Konzeption her ist das gesamte Gebäude auf Kommunikation angelegt: Ein multifunktionaler Saal in der Mitte, Gruppen-, Zwischen-, und Funktionsräume drumherum gruppiert sowie Erweiterungsmöglichkeit in der Nutzung durch Keller, Außengelände und Kita. Das Ziel ist ein kirchliches Gemeinde- und Begegnungszentrum, das allen Menschen im Viertel offensteht. Anknüpfungspunkte sind dabei das Jahrzehnte bewährte Motto von St. Nikolai „Kirche mittendrin“ oder moderner „Nikolai sei dabei“. Zu denken ist dabei neben konkreten Angeboten für Familien ( Beratung und offene Angebote) an Werkstatt der Generationen“, Krabbelgruppen, Beratung für Flüchtlinge/ Bürgerinnen mit Migrationenshintergrund, Mittagstisch, Hausaufgabenbetreuung etc. Die Kirchengemeinde erhält für die Druchführung von Gemeinwesenarbeit einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 30.000,00 € durch die Stadt Verden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit
Beschreibung
Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern
Beschreibung
Zulauf von unterschiedlichen Altersstrukturen
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Verden Abteilung Gemeinwesenarbeit und Abteilung Integration, Inklusion und Prävention
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Verden, Jugendzentrum Verden, Stadtbibliothek Verden, Ferienprogramm Verden, Kitas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theaterpädagogin, Musikschule, Buchhandlungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, DRK, Fokus e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oberschule Verden (Campus Verden), Berufsbildende Schule Verden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus kirchlicher Dienste der EV.-luth. Landeskirche Hannover, Schulen, Diakonisches Werk, St. Johannis Gemeinde Verden
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Bau eines öffentlichen Skateparks als Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen

Ansprechpartner
Jürgen Eilers
Funktion Fachdienstleiter Jugend
Neubau eines Skateparks
Projektbeschreibung
Bau eines öffentlichen Skateparks als Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen
Ausgangslage
Papenburg ist eine selbständige Stadt im Norden des Landkreises Emsland mit derzeit ca. 38.000 Einwohnern. Der Ausländeranteil beträgt aktuell ca. 18 %, was u.a. auch auf die Aufnahme von Flüchtlingen und den Zuzug von Werksvertragsarbeitern und ihren Familien aus osteuropäischen Ländern zurückzuführen ist. Die Stadt Papenburg besteht aus insgesamt 7 Stadtteilen mit einer Gesamtfläche von 11.836 Hektar. Derzeit leben in Papenburg ca. 5.500 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, verteilt auf das gesamte Stadtgebiet. Das Freizeitverhalten in Papenburg wird immer noch geprägt durch die Angebote der Sportvereine, die in allen Stadtteilen vorhanden sind. Fußball ist auch in Papenburg die populärste Sportart. Weitere größere Freizeitmöglichkeiten außerhalb kommerzieller Strukturen gibt es kaum für Jugendliche, so dass sich ein Großteil der Aktivitäten Jugendlicher im informellen Rahmen abspielt. Das im Stadtkern ansässige städtische Jugendzentrum bietet Kindern und Jugendlichen mit einer Vielzahl von Angeboten im Nachmittags- und Abendbereich sowie in den Ferien eine attraktive Freizeitgestaltung. Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends unterhält die Stadt zudem eine Skateanlage in unmittelbarer Nähe des Jugendzentrums. Diese war bislang ein beliebter Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ihren kulturellen Hintergründen. Der Skatesport und die damit einhergehenden Erscheinungen haben in Papenburg stets einen integrativen Charakter gehabt und bilden somit einen bedeutenden Sozialisationsfaktor in der Lebenswelt der Papenburger Jugendlichen. Die Anlage soll nun zeitgemäß erneuert werden.
GWA/QM-Ansatz
Nutzung vorhandener Partizipationsstrukturen im Stadtgebiet für die Verbesserung von Freizeitangeboten für junge Bürger: der Jugendvorstand als institutionalisiertes Mitbestimmungsgremium aller Papenburger Kinder und Jugendlichen sowie der von jungen Menschen gegründete Skateverein "Four Wheels e.V." möchten gemeinsam ein Angebot schaffen, um sportbegeisterten Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle zum Ausüben eines zukunftsfähigen Sports (olympisch ab 2020) in der Stadt zu geben. Zurzeit ist diese Möglichkeit nicht gegeben, so dass die Zielgruppe momentan ihrer Leidenschaft auf dafür nicht vorgesehenen Plätzen oder auf Anlagen weit außerhalb der Stadt nachgehen muss. Der Schulterschluss von Jugendvorstand und Verein führt darüber hinaus zu weiteren gemeinsamen Aktionen, nachdem die Anlage fertig gestellt wurde. So ist bereits jetzt geplant, alle interessierten jungen Menschen zu Workshops, Wettbewerben und weiteren Events einzuladen. Darüber hinaus werden die Mitglieder des Vereins "Four Wheels" regelmäßig ehrenamtlich Übungsstunden für Einsteiger und sonstige Interessierte anbieten. Die dafür notwendige Ausrüstung wird auf Wunsch unentgeltlich von der Jugendpflege der Stadt zur Verfügung gestellt, um Hemmschwellen abzubauen und jedem Interessierten den Einstieg in den Sport zu ermöglichen. Daneben wird erfahrungsgemäß eine zeitgemäße Skateanlage innerhalb kurzer Zeit ein sozialer Treffpunkt für junge Menschen, die nicht zwangsläufig nur das Ziel "Skaten" verfolgen.

Der rollende Fahrradtreff

Ansprechpartner
Johannes Meyer
Organisation Evangelische Flüchtlingsnetzwerk Hannover
Funktion Koordinator
Fahrräder für Bedürftige - Zwei Arbeitsplätze für Geflüchtete - Treffpunkte im Quartier
Projektbeschreibung
Der bereits vorhandene Werkstattwagen der Mobilen Fahrradwerkstatt aus dem Projekt "Guter Rat und gutes Rad" soll in Zukunft weniger der Versorgung von Geflüchteten mit Fahrrädern dienen. Stattdessen soll die Werkstatt Geflüchteten Beschäftigung bieten und auf Transferleistungen angewiesenen Bürgerinnen und Bürger durch Abgabe von Fahrrädern und Reparatur derselben zur Mobilität verhelfen. Fernziel ist es, in den sieben mit hohem Anteil an TransferleistungsbezieherInnen bewohnten Stadtteilen Hannovers in öffentlichen und frequentierten Räumen (beispielsweise Marktplätzen) vertreten zu sein. "Der rollende Fahrradtreff" soll mit der Gemeinwesenarbeit des Quartiers vernetzt werden.
Ausgangslage
Während der Zeit des Vorgängerprojektes konnte folgendes beobachtet werden: A) - Die Erstversorgung von Geflüchteten mit Fahrrädern ist weitgehend abgeschlossen. Die "Mobile Fahrradwerkstatt" hat viele Fahrräder gesammelt, instandgesetzt und an Geflüchtete abgegeben. - Der Zuzug von Geflüchteten hat nachgelassen und damit auch der Fahrradbedarf. B) - Die Beteiligung von deutschstämmigen Ehrenamtlichen ist zurückgegangen. Es gibt ein großes Reservoir von Geflüchteten, die sich engagieren wollen und z.T. technische Vorerfahrungen haben C) - Zunehmend wurden wir von SeniorInnen, Alleinerziehenden und Alleinlebenden mit prekärem Hintergrund um Hilfen gebeten. D) -In den vergangenen Monaten haben wir ca. 25 Flüchtlingsunterkünfte im gesamten Stadtgebiet aufgesucht. Dort sind vielfältige Kontakte zu Geflüchteten, Unterstützerkreisen, kommunalen Hilfsangeboten und aktive BürgerInnen in den Quartieren entstanden. E) Wenn wir auf öffentlich frequentierten Plätzen präsent waren, hat sich unser Mobil als Treffpunkt herausgestellt. Viele Neugierige waren zu Gesprächen bereit. Besonders dort wurden wir von EmpfängerInnen von Transferleistungen nach gebrauchten Fahrrädern und Reparaturen angefragt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Ricklingen - Hannover Linden-Limmer - Hannover - Nord - Hannover Bothfeld-Varenheide - Hannover Herrenhausen-Stöcken - Hannover Ahlem Badenstedt Davenstedt - Hannover Buchholz-Kleefeld
Beschreibung
Die Abgrenzungen ergeben sich aus der Grafik der Strukturdaten.
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Sachgebiet Wahlen und Statistik Strukturdaten 2018
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Strukturdaten zeigen, daß die Werte in den geplanten Einsatzorten um 4 % Punkte höher liegen als im Stadtdurchschnitte (16,1)
GWA/QM-Ansatz
Der rollende Fahrradtreff soll durch seine Präsenz im öffentlichen Raum Aufmerksamkeit erzeugen. Neben den praktischen Hilfen im Fahrradbereich wird angestrebt die Gemeinwesenarbeit vor Ort einzubinden. Sie kann ihre Angebote präsentiert und Bedürfnisse und Wünsche der BürgerInnen aufnehmen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Auf lokale Fahrradinitiativen hingewiesen werden kann.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
StadtbezirksmanagerIn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KirchenkreissozialarbeiterInnen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BezirksbürgermeisterIn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schule u.a. bei Fahrradüberprüfungen
Typ
Stadtteil
Galerie
empfaenger sozialleistungen hannover
bildschirmfoto 2019 04 24 um 14.07.26
Zustimmung Veröffentlichung
On

Frauen(t)räume - Räume für Frauen

Ansprechpartner
Monika Rietze
Funktion Bildungsmanagerin
Selbstverwaltetes, integrierendes Frauen-Begegnungszentrum - Brückenschlag zwischen Quartier und Stadtteil
Projektbeschreibung
Im Mai 2018 hat die Celler Zuwanderungsagentur in einem Quartier im Stadtteil Vorwerk – in dem viele Flüchtlingsfamilien Wohnung gefunden hatten – das Begegnungszentrum "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" eröffnet. Mit einem Selbstverwaltungsteam (von den Frauen selbst „Parlament“ genannt) werden ein wöchentliches Programm und Einzelveranstaltungen angeboten. „Frauen(t)räume“ wird sehr gut angenommen und hat sich über die Grenzen Celles hinaus positioniert. Ein Besuch der Nds. Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe hat zur erhöhten Popularität beigetragen. Sowohl die im Selbstverwaltungsteam ehrenamtlich tätigen Frauen (die 2018 in 8 Monaten mit 875 Stunden Haus & Garten räumlich gestalteten und inhaltlich füllten) als auch die Teilnehmerinnen sind dankbar und froh, dass sie dieses Zentrum zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung und zum Netzwerken nutzen können. Kooperationspartner würdigen das Zentrum als Bereicherung für die gesamte Stadt und sehen es als Ergänzung eigener Angebote. Mit der dritten Förderperiode soll durch die Übernahme weiterer verantwortungsvoller Tätigkeiten, das Heranführen an zB PC-Nutzung, durch sportliche Aktivitäten/Ausweitung der Kooperation mit Kreissportbund und Sportverein sowie weiterer Schritte zur Integration in den Erwerbsarbeitsmarkt das Selbstwertgefühl der Frauen gestärkt werden. Theoretische und praktische Projekte zu gesundheitlichen Fragestellungen sollen die persönliche Entwicklung fördern und soziale Kontakte stiften. Insgesamt wird so die TEILHABE AM GESELLSCHAFTLICHEN LEBEN erhöht. Damit einher geht die Erarbeitung weiterer Kompetenzen zur VERSTÄRKTEN SELBSTORGANISATION/ -VERWALTUNG des Zentrums. Mit mehr Frauen im Team wird eine Ausweitung der Öffnungszeiten angestrebt. Kooperation mit einem benachbarten Mädchenprojekt sowie Mitarbeit im Sportverein und Sozialraumgremium zielen auf Gründung eines Vereins als eigene Trägerkonstruktion für das Projekt. Zur VERHINDERUNG DER BILDUNG EINES SOZIALEN BRENNPUNKTS soll die Wirksamkeit der Frauen in den Sozialraum erhöht werden. Unterstützt werden sollen sie durch Schulungen in Kommunikation und Konfliktmanagement. Auch dient die Kooperation mit dem örtlichen Sportverein (s.o.) als weiterer Brückenschlag vom Quartier in den Stadtteil, der durch eine unsichtbare Grenze vom Quartier getrennt ist. Offene Sprechstunden auch zur Konfliktbewältigung, Präsenz im Stadtteil und partielle Einbeziehung der Männer im Quartier/Stadtteil sollen die Prävention abrunden.
Ausgangslage
Im Quartier Himmelsberg-Talweg-Nordfeld leben nach wie vor eine Vielzahl von Frauen und Mädchen mit Fluchthintergrund. Die Stadtverwaltung Celle ist seit 2015 in der Betreuung von Geflüchteten gut aufgestellt. So haben vielfältige integrative Maßnahmen dafür gesorgt, dass es zu keinen großen Verwerfungen und Problemen im Zusammenleben von Menschen mit verschiedenem kulturellen Hintergrund kam. Dennoch erstarken immer wieder Ressentiments bei Teilen der Bevölkerung ohne und mit länger zurückliegendem Migrationshintergrund. Zudem birgt die Situation/Bevölkerungszusammensetzung im Quartier das Risiko einer Ghettoisierung. Daher ist es nach wie vor angezeigt, Menschen zusammenzubringen, ihnen die Möglichkeit des Kennenlernes und des Abbaus von Vorurteilen zu geben, damit aus Fremden Bekannte und im besten Fall Freund*innen werden. Das Begegnungszentrum "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" eröffnet diese Möglichkeit speziell für Frauen. Die bisherige Zeit (in den Förderperioden) hat gezeigt, dass der Entschluss, sich ausschließlich an Frauen zu wenden, richtig ist. Die Frauen - gleich welchen Alters, welcher Herkunft oder Religion, ob aktiv im Selbstverwaltungsteam oder bei verschiedenen Anlässen ehrenamtlich tätig, oder ob "einfache" Teilnehmerinnen - sind erfolgreich in der gegenseitigen Stärkung und Ermutigung. Dieses betrifft sowohl das Feld privater Beziehungen als auch die Annäherung an das Feld der Erwerbsarbeit und die Positionierung im öffentlichen Raum. Nach wie vor gibt es viele ungedeckter Bedarfe der Frauen und ihrer Kinder. Diese Bedarfe - zB dem Verlernen der Muttersprache bei arabischen Kindern vorzubeugen - gilt es weiterhin aufzuspüren und zu befriedigen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle - Stadtteil Vorwerk - Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld
Beschreibung
Vorwerker Bach / Mummenhofstraße nach Zusammenführung Hohe Wende und Sprengerstraße
Einwohnerzahl
964
Quelle / Anmerkungen
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
5
Anmerkung
Daten der BA Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die BA übermittelt ab 2018 aus Datenschutzgründen keine Werte unter 10.
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
3
Anmerkung
Eigene Erhebung Statistik Stadt Celle Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
17
Anmerkung
EIgene Erhebung Statistik Stadt Celle Sonstige = Stadtteil Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
52
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
nicht-deutsch und deutsch mit zweiter Staatsangehörigkeit Eigene Erhebung - Statistik Stadt Celle Sonstige = Vorwerk
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
Daten der BA Projektgebiet: Die BA liefert für diese Gliederungstiefe aus Datenschutzgründen keine Daten mehr.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Daten der BA Projektgebiet: Die BA liefert für diese Gliederungstiefe aus Datenschutzgründen keine Daten mehr. Sonstige = Stadtteil Vorwerk.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Stärken vor Ort nutzend soll die Selbstorganisation genutzt werden, um das Zusammenleben in der Nachbarschaft positiv zu gestalten. Hierbei stehen die Bewohnerinnen im Zentrum, sie knüpfen Netzwerke und gehen Kooperationen ein, um das Begegnungszentrum "Frauen(t)räume - Räume für Frauen" mit Leben zu füllen. Dadurch sollen die zuvor entwickelten Ziele - 1) Bewohnerinnen nehmen verstärkt/verbessert am gesellschaftlichen Leben teil; 2) Die Nutzerinnen von Frauen(t)räume steigern die Selbstorganisation/Verwaltung und 3) eine soziale Brennpunktbildung ist verhindert - erreicht werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
... auf die Bedarfe der Bewohnerinnen reagiert wird.
Beschreibung
... Bewohnerinnen im Selbstverwaltungsteam mitarbeiten und selbständig Angebote planen und durchführen.
Beschreibung
... Nutzerinnen in Angebote anderer Institutionen eingebunden sind und viceversa Kompetenzen von Frauen in anderen Institutionen in Frauen(t)räume einfließen.
Beschreibung
... durch die Nutzung der Stärken vor Ort Bindungen zu anderen Stakeholdern entstehen und mehrere Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Institutionen stattfinden.
Beschreibung
... Frauen gleich welchen Alters, sowie welcher Herkunft und Religion die Angebote wahrnehmen und in die ehrenamtliche Arbeit eingebunden sind und diese Frauen in den Stadtteil hineinwirken, ein konfliktfreies Miteinander wahrgenommen wird.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Celle - Fachdienst Sport und Jugend, Stadtteilmanagement NORD mit Sitz in Vorwerk; Celler Zuwanderungsagentur/Zentrale Anlaufstelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE), Paritätischer Celle, Caritas, AWO, Familienbildungsstätte FABI, Kinderschutzbund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter im Landkreis Celle, Agentur für Arbeit Celle, Erziehungsberatungsstelle des Landkreis Celle, Psychosoziale Beratungsstelle der Diakonie Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SportClub Vorwerk e.V., Kreissportbund Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS Celle, Grundschule Vorwerk, DAA (GärtnerInnenausbildung)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Matthäus-Kirchengemeinde mit Familienzentrum Vorwerk und Kath. Kirchengemeinde St. Johannes
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Edeka Wilhelms, Sozialkaufhaus Allerhand u.a. Einzelhandelsgeschäfte in Vorwerk; ggf. IHK und HWK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cellesche Zeitung und Celler Kurier als Printmedien, Celle Heute und Celler Presse als Digitale Medien, Facebook-Gruppen Vorwerker Chat und Stadtteilmanagement, Webseite der Celler Zuwanderungsagentur; Infokreis Frauen(t)räume
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Vorwerk, Ortsbürgermeisterin Vorwerk, Ortsbürgermeisterin des benachbarten Stadtteils Hehlentor, Rat der Stadt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarinnen aus dem Quartier und Stadtteil, interessierte Frauen aus ganz Celle
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wire-Gruppe des Selbstverwaltungsteams; WhatsApp-Gruppen der Nutzerinnen
Typ
Stadtteil
Galerie
2019.03.22. wir leben zusammen organisatorinnen und unterstuetzerinnen
Zustimmung Veröffentlichung
On

Nachbarschaft macht stark

Ansprechpartner
Grit Fokken
Funktion Fachdienstleiterin Bürgerservice und Soziales
Nachbarschaft macht stark
Projektbeschreibung
In der Moormerland-Siedlung in Leer soll eine Anlaufstelle entstehen und ein Netzwerk aufbaut werden, durch das die Integration und Teilhabe im Quartier gefördert und gestärkt wird. Durch attraktive Angebote für alle Bewohner soll der Generationenwechsel in dem Gebiet mit besonders hohem Seniorenanteil gelingen. In der Anlaufstelle soll u.a. die Seniorenbeauftragte der Stadt Leer mit Beratung und niederschwelligen Angeboten Hilfestellung für die Bewohner*innen anbietet. Sie dient des Weiteren als Koordinatorin des Stadtteils, um den Sozialraum und die Lebenswelten der hier lebenden älteren Menschen zu erkunden. Dieses soll durch z.B. aktivierende Befragungen und Siedlungskonferenzen ergründet werden. Parallel dazu geht es darum, die im Quartier vorhandenen „Schätze“ zu heben (Schlüsselfiguren zu finden, ansässige Institutionen mitzunehmen, Multiplikator*innen zu aktivieren usw). Der bereits seit Jahrzehnten im Stadtteil tief verwurzelte Kinder- und Jugendtreff der Stadt Leer, (personell besetzt mit zwei Sozialpädagogen) soll in die Arbeit mit einbezogen werden. Die Koordinatorin soll Moderatorin des Stadtteils werden, die Menschen dabei begleiten, sich zu beteiligen, gute Ideen zu entwickeln und sie zur Selbstorganisation und Selbsthilfe anregen. Die Seniorenbeauftragte wird in der Anlaufstelle regelmäßige Präsenzzeiten haben. Hier werden lösungsorientierte Beratungen zu persönlichen Problemsituationen angeboten. Die Siedlungskonferenzen sollen sowohl alle Bewohner*innen als auch bereits ansässige Institutionen an einen Tisch bringen, um sich kennen zu lernen und um gemeinsame Strategien zu entwickeln, das Leben aller Bewohner*innen im Stadtteil zu verbessern. Hier könnten bedarfsgerechte Aktivitäten entwickelt werden, Stolpersteine gefunden und behoben werden und ein Netzwerk aufgebaut werden. Angedacht ist eine Kooperation zwischen Jung und Alt (z.B. Großeltern-Enkel-Service, Ältere unterstützen Kinder bei den Hausaufgaben). Ebenfalls sollen verschiedene themenorientierte Gruppen aufgebaut werden. Das könnten u.a. Literaturkreise, Frühstücksgruppen, Kreativgruppen sein. Bewegungsangebote ( z.B. Sturzprophylaxe ) zur Stärkung des Selbstbewusstsein und der Erhaltung bzw. Widerherstellung der Mobilität im Al(t)ltag sollen in der im Stadtteil befindlichen städtischen Sporthalle stattfinden. Diese sollen von qualifizierten Kräften angeleitet werden.
Ausgangslage
Die Moormerland-Siedlung entstand in den 60er Jahren als Reihenhaussiedlung. Hier leben viele ältere Bürgerinnen und Bürger. Von den 1269 Einwohner/innen sind 39,2 Prozent 60 Jahre oder älter. In dem Gebiet befinden sich auch städtische Wohnungen. Die Mieter/innen wenden sich oftmals mit sämtlichen Problemen an den Vermieter, also die Stadtverwaltung. Die älteren Bewohner/innen des Gebiets sind einsam und fühlen sich isoliert. Um Kontakt zu bekommen, wenden sich einige an den Vermieter. Sie bitten um Reparaturen und Hilfeleistungen und laden dann gerne den Hausmeister zum Tee ein, um Unterhaltung zu haben. Aufgrund dieses Verhaltens ist aufgefallen, dass hier ein großer Bedarf an Hilfestellungen besteht. Dies gilt nicht nur für die Mieter, sondern für die Mehrzahl der Bewohner/innen des Gebiets. Es ist der Eindruck entstanden, dass sich die Bewohner/innen meistens in den eigenen vier Wänden aufhalten und wenig ihr gewohntes Umfeld verlassen. Der Ausländeranteil in dem Gebiet beträgt 6,5 Prozent. Die Integration und der Kontakt zur Nachbarschaft soll gefördert werden. So kann mehr Verständnis für die jeweils andere Mentalität und ein besseres nachbarschaftliches Verhältnis entstehen. Einer Vereinsamung der älteren Einwohner/innen soll entgegengewirkt werden. Das homogene Gebiet wird allein aufgrund der Altersstruktur in den nächsten Jahren einen Wandel vollziehen (Generationenwechsel), der für alle Beteiligten mit Veränderungen verbunden ist und durch mehr Kontakte untereinander erleichtert werden kann.
GWA/QM-Ansatz
Im Quartier soll eine Anlaufstelle mit Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsfunktion entstehen. Die Bewohner/innen sollen dahingehend gefördert und aktiviert werden, sich selbst zu organisieren und zu unterstützen. Dadurch soll das nachbarschaftliche Zusammenleben gefördert werden und mehr Zusammenhalt sowie Identifikation mit dem eigenen Wohnquartier entstehen. Die Anlaufstelle wird zu einem Ort der Begegnung, an dem Gemeinsamkeit und Verständnis füreinander entsteht. Der oder die Ansprechpartner/in im Gebiet fördert die Bereitschaft, Eigeninitiative zu übernehmen, indem Angebote gemacht werden, die die Bewohner/innen einbeziehen. Nach und nach wird die Verantwortung übertragen. Die Bewohner/innen fühlen sich durch die Anlaufstelle unterstützt und können so immer mehr selbst in die Hand nehmen, wagen und umsetzen.

Dat Anner Hus - Wir gehören zusammen

Ansprechpartner
Waltraud Campen
Funktion Aurich Wiesens und Brockzetel
Projektbeschreibung
Dat anner Hus ist ein Haus mitten in Wiesens in Ostfriesland. Es befindet sich in Privatbesitz und wird dem Vereins "Sinnvoll Leben und Lernen e.V". zur Verfügung gestellt. Ohne dieses Gebäude wäre auch der letzte Treffpunkt im Ort nicht mehr vorhanden. Hier treffen sich die Menschen, die Kontakte zu anderen suchen, hier ist der Ort für gemeinsame Aktivitäten. Derzeit gibt es kaum ehrenamtlich engagierte Helfer, die den Verein dabei unterstützen, vorhandene Angebote zu erhalten. Die Menschen im Nachbarort Brockzetel haben es weiter als die in Wiesens selbst, haben aber auch den Bedarf an Austausch und Zusammenhalt. Bisher gibt es nur in sehr beschränktem Umfang Personen, die alles zusammen halten und einen roten Faden für die Arbeit spinnen und festigen. Wir wollen alle die fördern, die gemeinsam etwas erreichen wollen. Wir wollen eine Stelle schaffen, die ausreichend Zeit ermöglicht, die zusammenführen, die schon aktiv sind und die zu finden, die die anderen und uns noch verstärken. Dazu haben wir in einer Versammlung geklärt, wer schon was macht und wem die Puste ausgeht. Wir wollen allen Mut machen und ihnen eine Basis für Kommunikation und Verläßlichkeit schaffen, wenn sie sich darum kümmern, einsame Menschen anzusprechen, Menschen über Angebote zu informieren, und neue Angebote zu entwickeln, bei denen viele mitmachen können. Wir wissen, dass sich viele lieber in Projekten engagieren, als dauerhaft die Leitung eines Vereins zu übernehmen. Deshalb wollen wir auch Veranstaltungsstrukturen nutzen, die Projektcharakter haben, wie Feste und Märkte, Kurse etc. Wir wollen die Mobilität der Älteren stärken, damit sie unsere Angebote und die der Grundversorgung erreichen können.
Ausgangslage
Die Orte Wiesens und Brockzetel sind ländliche geprägt, liegen abgelegen, durch Wald von der Stadt Aurich und voneinander getrennt. Viele Wohnhäuser liegen weit voneinander entfernt. Dadurch haben die Menschen lange Wege und begegnen sich nicht so oft wie in anders strukturierten Orten. Viele Menschen gehören zur älteren Bevolkerung und sind allein oder drohen zu vereinsamen, auch, weil sie nicht mehr mobil sind. Es gibt kein Dorfgemeinschaftshaus, nur wenig Orte, an denen man sich trifft. Supermarkt, Post, Bank, Gesundheitsversorgung etc. fehlen in den beiden Ort. Die Busverbindungen nach Aurich oder in die Nachbargemeinde sind gar nicht vorhanden oder sind spärlich als Schulbusse genutzt. Vereine und ehrenamtlich tätige Gruppen sterben mangels Nachwuchs. Die Dorfjugend hat sich einen Bauwagen als Treffpunkt organisiert. Viele ehrenamtlich tätige Personen arbeiten oft für sich allein für ihre Angebote und Ziele. Nur die Dorf-AG, die alle zwei Jahre ein Fest vorbereitet, diente bisher als Forum. Insgesamt gibt es zu wenige aktive Ehrenamtliche. Der Verein, der Dat anner Hus nutzt, versucht, die Kommunikation unter den Menschen zu pflegen und insbesondere die alten Menschen einzubinden. Die Fülle der Aufgaben überfordert die wenigen Personen, die derzeit ihre gesamte Freizeit einbringen. Eine Stelle, die sich intensiv um das Ehrenamt und um die Organisation der Angebote insbesondere für ältere Menschen kümmern kann, soll ermöglichen, dass mehr Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und mehr Menschen sich an Projekten beteiligen, die Anlässe zu Treffen und Kommunikation schaffen. Die wenigen Engagierten, die auszubrennen drohen, sollen Stärkung erhalten.
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem Projekt wollen wir erreichen, dass möglichst viele Menschen in den Orten Brockzetel und Wiesens am sozialen Leben teilhaben können. Wir wollen Anlässe schaffen, dass die Menschen sich begegnen, einander kennen lernen und Dinge miteinander tun. Wir wollen Personen finden und motovieren, die mit uns gemeinsam diese Anlässe schaffen und erhalten. Wir wollen dafür sorgen, dass entweder die Menschen zu den Angeboten kommen oder die Angebote zu den Menschen. Dabei sollen die sozialen Beziehungen innerhalb der beiden Orte aber auch zwischen den beiden Orten gestärkt und verdichtet werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Mobilität. Durch einen Bürgerbus oder Mitfahrgelegenheiten wird erste die Möglichkeit geschaffen, dass insbesondere die einsamen Menschen teilhaben können.