Verwendungsnachweis: Gemeinwesenarbeit in Visselhövede fest verankern
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Voss
| Organisation | Präventionsrat Visselhövede |
|---|---|
| Funktion | Leiterin |
2. Kurzbeschreibung
Bürger entwickeln und gestalten ihre Stadt.
Projektbeschreibung
Seit Beginn der GWA in V. haben wir sehr viel erreicht. Viele Bürger engagieren sich, auch Politik und Presse. Begonnen haben wir mit einer Bürgerbefragung, d. uns ermöglicht hat, die Stadt mit d. Augen d. Bürger zu sehen. Daraus wurden viele Projekte entwickelt: Belebung d. durch Landesmittel geförderten Marktplatzes, Flüchtlingsbetreuung d. begleitete Patenschaften, Aktionen wie Vissel kocht u. Tisch an Tisch, Bürgerbühne beim jährlichen Apfelmarkt, veranstaltet durch d. Gewerbeverein, Müllbeseitigungsaktionen, Erneuerung u. Wiederbelebung d. Skaterbahn, Ausbildungsmesse für die Abschlussklassen der Schule in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Betrieben. In d. Coronakrise konnte sofort auf unser Netzwerk zurückgegriffen u. umfängliche Hilfe für Bedürftige organisiert werden. Dieses wollen wir weiter ausbauen, festigen u. ergänzen. Wir werden zwei Schwerpunkte bilden.
1. GWA für Jugendliche. In V. leben viele benachteiligte Jugendliche. Armut, Migration und Heimunterbringung sind nur ein Teil des Problems. Jugendliche haben keine ausgewiesenen Treffpunkte, nutzen sie Plätze werden diese oft zum öffentlichen Ärgernis (Müll, Lärm, Drogen etc). Dieses wollen wir in unsere Arbeit aufnehmen, brauchen dazu jedoch eine weitere Stelle. denn alle die Aufgabengebiete müssen von uns in die städtische Entwicklungsarbeit eingebracht werden.
2. Bauliche und kommunale Entwicklungsziele müssen zusammengedacht werden. Dafür werden wir mit dem Bauamt zusammen Beteiligungsverfahren entwickeln. Gemeinwesenarbeit soll in d. neu ausgewiesenen Bebauungsplänen d. Stadt einen Platz haben. In V. leben viele Bevölkerungsgruppen in Parallelwelten, die sich nicht in das Gemeinwesen der Stadt eingebracht haben. Das müssen wir ändern. Zurzeit werden neue Wohneinheiten für d. Wohngruppen der Rotenburger Werke gebaut. Hier erwarten uns viele neue Aufgaben der Inklusion und Integration. Es ist an d. Zeit die bisherigen Bevölkerungsgruppen miteinander in Kontakt zu bringen und die neuen einzubeziehen. Diese Arbeit muss verstetigt werden. Dieses. wird auch von d. Verwaltung gesehen und gefördert. Leider kann d. Stadt die erforderlichen Mittel derzeit nicht allein tragen und ist auf weitere Förderung angewiesen. z. Z. sind die Mittel durch die umfangreichen Schulbaumaßnahmen gebunden aber nach Ablauf der Förderperiode wollen Stadtverwaltung und Politik die umfangreichen Arbeiten der hier sehr erfolgreichen GWA fortsetzen und schon jetzt mit einer weiteren Stelle für Jugendarbeit ausbauen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der vergangenen Förderperiode konnte die Gemeinwesenarbeit in vielen Bereichen erfolgreich verankert werden. Sie wird von den Menschen wahrgenommen und gebraucht. Die Verwaltung konnte von der Arbeit überzeugt werden. Es hat sich vieles getan, aber einige Probleme konnten noch nicht gelöst werden.In Visselhövede haben die schon benannten Problempunkte und –gruppen weiter
bestand. Räumliche Punkte sind die Pappelstraße mit den für eine Kleinstadt unüblichen
Wohnblocks in Randlage. Aufgrund der niedrige Mieten treten hier sozial Benachteiligte
gehäuft auf. Dazu kommen Teile hier ansässiger Sinti. In d. kleinen ehemaligen
Behelfswohnungen/Häusern, d. jetzt meist in deren Eigentum übergegangen sind.
Sehr auffällig sind d. 15-23 Jahre männlichen Jugendlichen, d. in der Schule stören, keinen
oder schlechten Schulabschluss haben, keinen Ausbildungsplatz finden, aber auch nicht weg
wollen oder können. Weiter ist d. rasant ansteigende Gruppe sehr junger Mütter ohne schulische und berufliche Perspektive auffällig. Der extrem niedrige Mietzins trägt dazu bei, d. diese Gruppen in V. verbleiben, aber hindert andere sich in diesen Gebieten anzusiedeln. D. niedrigen Mieten und größere bezahlbare Wohnungen lassen Familiengruppen mit Flucht- oder Migrationshintergrund kommen und verstärken d. d. Probleme in d. Schulen, in der Freizeit, Ausbildung und Beschäftigung. Fehlende Bereitschaft zum Miteinander auf allen Seiten macht eine positive Entwicklung zur Gemeinschaft sehr schwer.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Pappelstr. und angrenzende Staßen
Einwohnerzahl
900
Quelle / Anmerkungen
Stadt Visselhövede
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Projektgebiet Pappelstraße mit den für eine Kleinstadt untypischen Wohnblocks und den ehemaligen Behelfshäusern in den angrenzenden Straßen
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gechätzt
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vissel-karte_mit_markierungen.pdf
(795.51 KB)
Gebiet-Name
Ostdeutsches Viertel.
Beschreibung
Siedlung aus den 60iger Jahren Königsberger Str., Stettiner Str., Danziger Str.
Einwohnerzahl
600
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
62
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
43
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vissel-karte_mit_markierungen.pdf
(795.51 KB)
Gebiet-Name
Visselhövede Neubaugebiet Mühlenberg
Beschreibung
Kleiner Neubaubereich um den Mühlenberg
Einwohnerzahl
300
Quelle / Anmerkungen
Schätzung
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vissel-karte_mit_markierungen.pdf
(795.51 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das GWA-Projekt umfasst mehrere Ebenen, weshalb verschiedene Ansätze bedient werden:
Im Ansatz der integrativen Stadtteilentwicklung nimmt die GWA eine intermediäre Funktion ein und handelt ressortübergreifend. GWA ist Vermittler zwischen den Bürgern-(Initiativen), Verwaltung, kommunaler Politik, öffentlichen Einrichtungen, Verwaltung & Vereinen. Sie ist Promoter von Initiativen und Ansprechpartner für Einwohner. Handlungsgrundlage ist die Lebensweltorientierung von Thiersch. Das ressortübergreifende Handeln richtet sich besonders an die Entwicklung der Baugebiete. Ökologie, Inklusion und die Interessen der Anwohner werden zusammengebracht.
Für die Jugendlichen wird die sozialräumliche Jugendarbeit als Nachbarschaftsfeld der GWA angedacht. Die Handlungsziele werden aus der Sozialraum-Lebensraumanalyse abgeleitet. GWA ist Experte für die Belange der Jugendlichen und hat eine Mandatsfunktion. GWA ist Kooperationspartner für Schulen und anderer jugendbezogenen Einrichtungen.
Für die Reduzierung der Vorurteile, eignet sich der Ansatz der transkulturellen Stadt(teil)arbeit. Sie sensibilisiert die Teilnehmenden. für kulturelle & geschlechterspezifische Lebensweisen. Die Entwicklungen von Vorurteilen, Diskriminierung & Rassismus werden reflektiert. Die Bereitschaft zum Dialog und Kooperation zwischen Kulturen und Personengruppen werden gefördert. Dies stärkt die Vernetzungsarbeit zwischen Organisationen und das Zusammenleben der Bewohner mit & ohne Migrationshintergrund.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner sollen untereinander Kommunizieren und agieren. Ihre speziellen Bedürfnisse benennen und selbst tätig werden. z.B. der karge Marktplatz stört, was können wir unternehmen um ihn mit leben zu füllen
Kriterium
Beschreibung
die lokalen Organisationen ohne Vorurteile und respektvoll miteinander arbeiten. Die vorhandenen Strukturen werden genutzt.
Kriterium
Beschreibung
z. Beispiel: Barrierefreiheit für alle gedacht wird. Gleichzeitig für Familien mit Kindern, Kinderwagen, Menschen mit Gehbehinderungen und weiteren Mobilitätseinschränkungen. Eine Maßnahme erreicht viele Gruppen.
Beschreibung
Ökologisch, Nachhaltig, Inklusiv und Sozial geplant wird
Beschreibung
wir in Krisenzeiten wie Corona auf unsere aktiven Netzwerkakteure ohne Zeitverzögerung zurückgreifen können
Kriterium
Beschreibung
in allen Wohngebieten Jugendtreffs und Kommunikationsplätze genutzt werden. Sich Nachbarschften organisieren
Beschreibung
Bessere Anbindung im öffentlichen Nahverkehr mit hoher Frequentierung und kurzen Zeittakten
Kriterium
Beschreibung
wenn die Stadt die GWAstellen als Aufgabe übernimmt und vorgenannten Aspekte in die städtische Planung einfließen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreisverwaltung Rotenburg, Landrat Herr Luttmann, Sozialdezernentin Frau Colshorn, Jugendamt Frau Helle, Jobcenter Herr Stein, Frau Eickhoff, Frau Meints, Herr Oberstedt, Jugendberufscenter Herr Beyer, Frau Michaelis, Jugend Frau Martens
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theater Metronom Herr Goehrt, Heimatverein, Kulturveranstalter Eigenart, Art Outlet Herr Reichert
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsbeamte der Polizei Herr Teuber, Schwimmbad Visselhövede, Jugendtreff
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DAA Standortleitung Frau Voss, SoFa Frau Schlösser, Seniorenbeirat Herr Sündermann, DRK Herr Langanke, BNW Herr Eden, Jugendmigrationsdienst Frau Schwegler, Flüchtlingsberat.Frau Zimmermann, Tafel Visselh.Herr Seitz, Simbav, Lebensräume Frau Steenblock
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VFL Visselhövede Herr Golke, MTV Jeddingen Herr Leefers, SV Schwitschen Herr Rickers, SV Wittorf Herr Jessen, Lauftreff Visselhövede Frau Wachtmann, Kneippverein Frau Rohr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonie Sozialstation Frau Voßgröne , Visselhöveder Pfegedienst Frau Rathmann, Visselhöveder Tagespflege, Seniorenresidenz zur Mühle Herr Meyer,Haus am Visselpark Herr Fischer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulleiter Oberschule Herr Wieland, Leitung der Kastanienschule Frau Puschmann, Grundschule Jeddingen Frau Daboven, Schulsozialarbeiterin Frau Schüssler, Berufseinstiegbegleiterin Frau Bremenkamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirche St. Johannis Herr Pahlig, Pastorin Klement
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gewerbeverein Visselhövede Herr Timmann, Hoyer Mineralöle Herr Hoyer, JBS Herr Behrens, Handwerkskammer Frau Krüger, Unternehmerverband Rotenburg/Verden Herr Esselmann, Wirtschaftsforum Herr Kehrstephan
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Redaktion Visselhöveder Zeitung Herr Wieters, Rotenburger Rundschau Frau Baucke
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle im Rat vertretenen Gruppierungen, Bundestagsabgeordnete Herr Klingbeil SPD, Herr Kindler (Grüne), Landtagsabgeordnete Herr Holsten CDU, Frau Trautmann-Liebetrut SPD
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vissel for Future Herr Gabriel, Präventionsrat der Stadt V. Herr Stegmann, viele engagierte Bürger und Bürgerinnen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Auf Grund starker Belastungen durch Sanierung, Um- und Neubau der Schulen kann d. Stadt zur Zeit die notwendigen Mittel noch nicht selbst aufbringen, wird jedoch mit über 50.000,00 € die GWA-Projekte pro Jahr kofinanzieren. Durch die bisherige Arbeit wurde d. Nutzen für das gesellschaftliche Miteinander deutlich und soll um d. Jugendarbeit erweitert werden. Auch in d. geplanten Neubauprojekten ist und wird d. GWA eingebunden. D. Weg ist bereitet und soll nach d. Förderperiode fortgesetzt werden
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftstreff Neuenhäusen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lukas Barlian
| Funktion | Vorstand |
|---|
2. Kurzbeschreibung
ZusammenLeben in Neuenhäusen
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt: „Nachbarschaftstreff – ZusammenLeben in Neuenhäusen“ wird ein Ort von den Bewohner:innen des Stadtteils für den Stadtteils aufgebaut. Dieser wird ein präsenter Anlaufpunkt in Neuenhäusen und bietet zukünftig niedrigschwellige Möglichkeiten für Austausch und Treffen der Nachbarschaft, sowie Räume für die Umsetzung von Projekten der Bewohner:innen und lokalen Initiativen. Zudem kann dieser Ort Anlaufpunkt für benötigte Unterstützung sein, die Menschen aus dem Stadtteil sich gegenseitig geben können: bpsw Übersetzungen, Hilfe mit Post von Behörden/Vermietern, sozialen Konflikten oder praktischer Unterstützung im Alltag & Austausch von Gebrauchsgegenständen. Die alltägliche Arbeit wird von Menschen aus dem Stadtteil gemeinsam in ehrenamtlicher Arbeit geleistet, wodurch Hierarchien vermindert und eine Identifikation mit dem Projekt gestärkt wird.
Notwendigkeit:
Die Notwendigkeit hierfür wurde von mehreren Stellen deutlich formuliert, z.B. in den Erläuterungen - Schwächenanalyse zum 2. Bürgerforum - Onlinebeteiligung zum Rahmenplanentwurf (https://stadtsanierung-celle.de/Neuenh%C3%A4usen/Sanierung/St%C3%A4dtebaulicher-Rahmenplan/): „Bezüglich der Nutzungsstruktur ist vor allem das Fehlen eines Treffpunktes zu nennen, der allen Nutzergruppen offensteht und das soziale Leben Neuenhäusens bündelt.“ Die Befragung von 140 Bewohner:innen des Stadtteils im Sommer 2021 bestätigte dies: Bei der Frage „Was fehlt im Stadtteil?“ gehörten Treffpunkt/Begegnungsort/Stadteilcafé zu den meistgenannstesten Antworten.
Umsetzbarkeit:
Seit Sommer 2021 hat sich die „Solidarische Initiative Neuenhäusen“ gegründet, um „zur Vernetzung bei[zu]tragen, neue Gelegenheiten für Gemeinschaft und mehr Leben im Stadtteil schaffen“ . Seitdem organisiert die Initiative u.a. regelmäßige kulturelle Abende Frauen*Brunch. Da es bisher an Räumen für weitere Ideen, fehlt, die Menschen aus der Nachbarschaft umsetzen wollen (offenes Café, Repaircafé, Mutter-Kind-Treff, u.a.) ist ein weiteres ihrer Vorhaben die Schaffung dieser Räume. Dabei stützt sich die Initiative auf vielfältige persönliche Kontakte, sowie auf die langjährigen Erfahrungen von Kooperationspartnern. Konkret wird die CD-Kaserne gGmbH das Vorhaben bei Fragen zu Konzepten sozialer Arbeit im Stadtteil unterstützen, während der Verein Buntes Haus e.V. mit langjähriger Erfahrung in rein ehrenamtlicher arbeit Träger des Nachbarschaftstreffs und damit dieses Projekts sein wird.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Stadtteil Neuenhäusen liegt zentral in der Celle zwischen Bahnhof und Altstadt. Die Bevölkerung (8.000 Menschen) ist recht heterogen, vor allem in Bezug auf Herkunft und ihre ökonomische Situation. In dem Stadtteil mit der höchsten Bevölkerungsdichte der Stadt leben die Menschen in großen Blocks, Reihen- & Einfamilienhäusern. Teilweise besteht Handlungsbedarf, was den Zustand von Wohnhäusern und Straßen/Wegen angeht. Im Vergleich mit der gesamten Stadt ist der Stadtteil, jünger, multikultureller und ärmer.
Kennzeichnend ist v.a. ein Mangel an sozialer Infrastruktur im Stadtteil. Am östlichen Rand des Stadtteils bietet ein ehemaliges Kasernengelände Platz für einige Angebote aus den Bereichen Jugend, Kultur & Sport. Dort befinden sich u.a. die CD-Kaserne gGmbH & das soziokulturelle Zentrum Buntes Haus. Außer kirchlicher Angebote gibt es keine weiteren niedrigschwelligen sozialen Treffpunkte- insbesondere in den Wohngegenden. Ein Jugendtreff in Bahnhofsnähe hat in den vergangenen Jahren geschlossen. Selbst informelle Treffpunkte sind rar geworden. So gibt es nur noch ein Café am äußeren Rand des Stadtteils, sowie nur noch 2 Kneipen/Bars.
Im Sommer 2021 hat sich mit der „solidarischen Initiative Neuenhäusen“ ein Zusammenschluss aus Anwohner:innen gebildet, die das soziale Leben im Stadtteil gemeinsam weiterentwickeln möchten. Dazu wurde zunächst eine Umfrage durchgeführt, mit der die Situation der Teilnehmenden erfasst und Handlungsideen ermittelt wurden. Als Probleme wurden u.a. mangelnder Austausch in der Nachbarschaft, Ökologische Probleme/Müll, schlechtes Sicherheitsempfinden, und fehlende Orte zum Treffen und für Ideen/Projekte aus der Nachbarschaft genannt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle Neuenhäusen
Beschreibung
Das Projektgebiet entspricht dem Stadtteil Neuenhäusen. Der Stadtteil wird im wesentlichen durch Hindernisse spürbar begrenzt (Bahnlinie im Westen, Flüsse im Norden & Osten, große Straßen im Osten und Süden). Unter anderem dadurch stellt der Stadtteil auch für die Bewohner:innen einen realen Bezugsrahmen dar.
Einwohnerzahl
7940
Quelle / Anmerkungen
Stadt Celle https://www.celle.de/output/download.php?file=%2Fmedia%2Fcustom%2F2727_3651_1.PDF&fn=2020_Stadt-Ortschaften-Stadtteile
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil in Bereichen des stadtteils bis gut 20%.
Quelle Stadt Celle, veröffentlicht in ISEK Neuenhäusen
https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil in Bereichen des Stadtteils bis gut 34%. Quelle Stadt Celle, veröffentlicht in ISEK Neuenhäusen https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil in Bereichen des Stadtteils höher.
Quelle Stadt Celle, veröffentlicht in ISEK Neuenhäusen https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
ortsteilplan_neuenhaeusen.pdf
(1.08 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bezieht sich explizit auf den den Ansatz von GWA. Es hat zum Ziel, durch die Beteiligung & Aktivierung der Bewohner:innen des Stadtteils die Lebensbedingungen lokal zu verbessern. Mit der Entwicklung eines gemeinsamen Ortes wird konkret die Infrastruktur im Stadtteil verbessert und eine Lösung für einen konkreten Bedarf umgesetzt. Der konkrete Raum stellt eine Basis für die Beteiligten auch ihre materielle Situation verbessern (z.B. durch Unterstützung bei Fragen zu Transferleistungen oder Problemen mit den Vermietern, oder in der Kommunikation mit der Stadtverwaltung). Ebenso hat das Projekt auch die Verbesserung der immateriallen Lebenssituation zum Ziel: Stärkung und Entwicklung von sozialen Beziehungen, Abbau von Diskriminierung, Entwicklung einer verbindenden Stadtteilkultur und Unterstützung bei gesellschaftlicher Partiziation.
Durch die Konzeption als ehrenamtliches Projekt und gemeinsame Umsetzung der Ideen der Beteiligten wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse der Betroffenen bearbeitet werden.
Der partizipative Ansatz und explizite Ansprache aller Menschen im Stadtteil wirkt empowernd und stärkt die Handlungsmacht jeder/s Einzelnen und damit demokratische Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Durch die kollektiven Prozesse und den Austausch untereinander findet gleichzeitig interkulturelle Bildungsarbeit statt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner:innen des Stadtteils sich zusammenfinden, um Vorhaben für das Zusammenleben und/oder zu Problemstellungen im Stadtteil umzusetzen. Der Erfolg misst sich dabei vorrangig an der Aktivierung und am gemeinsamen Prozesse der Bewohner:innen
Kriterium
Beschreibung
Arbeiten durch die Bewohner:innen des Stadtteils entwickelt werden
Kriterium
Beschreibung
Kompetenzen & Ressourcen aus dem Stadtteil gemeinsam genutzt werdenaus dem
Kriterium
Beschreibung
Bewohner:innen verschiedener Herkunft, ökonomischer Verhältnisse oder Geschlechter gemeinsam an stadtteilbezogenen Projekten zusammenarbeiten
Beschreibung
Aktive gemeinsam niedrigschwellige Aktivitäten im Stadtteil umsetzten
Beschreibung
mit einem Nachbarschaftstreff eine Infrastruktur für selbstorganisierte Vorhaben der Bewohner:innen geschaffen wird
Kriterium
Beschreibung
Es Menschen Überblcik über kompetenzen und Kooperationspartner im Stadtteil haben und sich gegenseitig Unterstützung vermitteln können
Kriterium
Beschreibung
Mit einer gemeinsamen Kultur und Identität im Stadtteil der Blick über den eigenen Tellerrand gefördert wird und im lokalen Maßstab das die Auswirkungen des eigenen Handelns auf eine Gemeinschaft/lokales Umfeld wahrgenommen wird
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
CD-Kaserne gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
kleine Läden, im Stadtteil - insbesondere Gemüseläden, Kioske, Imbisse u.ä.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das langfristige Ziel ist die Verankerung des Projekts im Stadtteil, sodass das Projekt auch finanziell nach Möglichkeit durch Akteure aus dem Stadtteil getragen wird. Standbeine können Fördermitgliedschaften, Mieten von Nutzer:innengruppen und Spenden lokaler Akteuere sein. Zudem wird geprüft, inwieweit zukünftig eine kofinanzierung durch Stadt oder Land möglich ist. Zudem sichert die Konzeption als ehrenamtlich getragenes Projekt geringe Kosten und eine breite Basis an Unterstützung.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
DIAKOVERE Vielfaltsbrücke
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Julia Hildebrandt
| Funktion | Referentin für Drittmittel |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein Quartiersmanagement, das Nachbarn schafft.
Projektbeschreibung
Das Quartiersmanagement der DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH organisiert seit 2019 im Neubauquartier Steinbruchsfeld ein inklusives Wohncafé und stieß damit den ersten Schritt zur Förderung von Inklusion im Quartier Steinbruchsfeld an. Das inklusive Wohncafé ist ein offener Treffpunkt für selbstorganisierte Aktivitäten, der allen Bewohner*innen des Quartiers offensteht. Das Ziel ist es, Strukturen zur Förderung von selbstorganisierten Aktivitäten im Wohncafé zu schaffen, um eine intensive Quartiersarbeit sicherzustellen und damit Brücken zwischen vielfältigen Personengruppen im Quartier zu schlagen.
Bis zum 28.02.2023 wird das Projekt noch von Aktion Mensch gefördert. Durch Corona und eine Weiterentwicklung des Quartiers (ein Flüchtlingsheim und eine Wohngruppe für Menschen mit Autismus sind hinzugezogen) ist eine Fortsetzung des Quartiersmanagements enorm wichtig.
Hier Eindrücke vom Wohncafé: https://www.diakovere.de/menschen-mit-behinderung/zentrum-fuer-teilhabe-und-selbststimmung/quartiersmanagement/misburg/
Laufzeit
2023-03-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Wie in anderen Stadtquartieren leben im Quartier Steinbruchsfeld verschiedene benachteiligte Personengruppen. Wie andere Großstädte ist Hannover „Ankommensstadt“ für Menschen aus unterschiedlichen Zuwanderungsgenerationen. Im Wohnquartier Steinbruchsfeld befindet sich seit 2017 u.a. das Wohnheim Kampstraße, das von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben wird. Das Wohnheim Kampstraße ist eine Unterkunft für geflüchtete Familien, in der u.a. viele Kinder und Jugendliche untergebracht werden. Von 2015 bis 2021 stieg der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 12,1% (Stand 31.12.2020) um 24,2 % (Stand 31.12.2020). Im Jahr 2021 liegt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord bei 37,3% (Stand 31.12.2020). In direkter Nachbarschaft zum Quartier Steinbruchsfeld befindet sich außerdem die ukrainische griechisch-katholische Kirchengemeinde St. Wolodymyr, die aufgrund der jüngsten Entwicklung eine wichtige Anlaufstelle für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ist. Die Kirchengemeinde konnte bereits Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in der Nachbarschaft unterbringen. Es kann daher vermutet werden, dass in den nächsten Jahren noch mehr Menschen mit Migrationshintergrund Wohnraum in den neu errichteten Mehrfamilienhäusern im Quartier Steinbruchsfeld suchen werden.
Durch den vermehrten Zuzug von sozial benachteiligten Personengruppen besteht die Gefahr, dass die soziale Infrastruktur den wachsenden Anforderungen der sozial benachteiligten Personengruppen nicht mehr entspricht und weitere Unterstützungsangebote im Quartier notwendig werden, um Konflikte im Quartier zu vermeiden.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Misburg-Nord
Beschreibung
Das Wohnquartier Steinbruchsfeld liegt im Stadtteil Misburg-Nord im Stadtbezirk Misburg-Anderten in der Landeshauptstadt Hannover. Der Stadtteil Misburg-Nord grenzt im Westen an die Stadtteile Groß-Buchholz und Heideviertel, im Norden an den Stadtteil Lahe, im Osten an die Stadtgrenze zu Lehrte-Ahlten und im Süden an den Stadtteil Misburg-Süd. Der Stadtteil Misburg-Nord hat eine Gesamtfläche von 1.388 ha (Stand 31.12.2020). Die flächenmäßig bedeutsamsten Nutzungen stellen Siedlungsflächen (30,6%), Verkehrsflächen (10,9%), Vegetationsflächen (55,1%) und Gewässerflächen (3,4%) dar (Stand 31.12.2020). Das Neubauquartier Steinbruchsfeld hat eine Gesamtfläche von 24ha. Herzstück des Quartiers ist der 3,8 ha große öffentliche Stadtteilpark Steinbruchsfeld. Der Stadtteilpark liegt im Nord-Westen des Quartiers und verbindet das Quartier mit den nördlich und westlich angrenzenden Quartieren.
Die Landeshauptstadt Hannover ist eine wachsende Stadt. Zwischen 2007 und 2017 hatte die Landeshauptstadt Hannover einen Zuwachs von 6,4% (32.710 Personen) (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Wie die Landeshauptstadt Hannover wächst auch der Stadtteil Misburg-Nord. Zwischen 2007 und 2017 hatte der Stadtteil Misburg-Nord einen Zuwachs von 4,2% (908 Personen) (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Heute hat der Stadtteil Misburg-Nord eine Fläche von 1388 ha und 23.327 Einwohner*innen (Stand: 31.12.2020). Die Bevölkerungsprognose prognostiziert, dass das Bevölkerungswachstum im Stadtteil Misburg-Nord weiter zunehmen wird.
Dazu beitragen wird u.a. das große Quartier Steinbruchsfeld, in dem seit den 1990er Jahren in zwei Bauabschnitten, Steinbruchsfeld-West und Steinbruchsfeld-Ost, Wohnraum in unterschiedlichen Bautypologien für Menschen aller Alters- und Einkommensgruppen entsteht. Im Steinbruchsfeld-West sind allein bis 2019 850 neue Wohneinheiten entstanden (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Im Steinbruchsfeld-Ost sollen bis 2025 bis zu 400 weitere neue Wohneinheiten entstehen (vgl. Landeshauptstadt Hannover 2018). Ein Teil der Wohneinheiten wird als geförderter Wohnungsbau errichtet, um Menschen aller Einkommensgruppen bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen.
In die neuen Wohneinheiten ziehen überwiegend junge Familien, obwohl der Stadtteil Misburg-Nord mit 44,76 Jahren (Stand 31.12.2020) das höchste Durchschnittsalter in der Landeshauptstadt Hannover hat. Von 2015 bis 2021 stieg der Anteil von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil Misburg-Nord im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 8,1% (Stand 31.12.2020) um 14,9% (Stand 31.12.2020). Damit ist bereits vor Fertigstellung des Steinbruchsfeld-Osts der Anteil von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil Misburg-Nord mit 17,0% (Stand: 31.12.2020) im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 15,5% (Stand: 31.12.2020) hoch.
Wie in anderen Stadtquartieren leben im Quartier Steinbruchsfeld verschiedene benachteiligte Personengruppen. Wie andere Großstädte ist Hannover „Ankommensstadt“ für Menschen aus unterschiedlichen Zuwanderungsgenerationen. Im Wohnquartier Steinbruchsfeld befindet sich seit 2017 u.a. das Wohnheim Kampstraße, das von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben wird. Das Wohnheim Kampstraße ist eine Unterkunft für geflüchtete Familien, in der u.a. viele Kinder und Jugendliche untergebracht werden. Von 2015 bis 2021 stieg der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 12,1% (Stand 31.12.2020) um 24,2 % (Stand 31.12.2020). Im Jahr 2021 liegt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord bei 37,3% (Stand 31.12.2020). In direkter Nachbarschaft zum Quartier Steinbruchsfeld befindet sich außerdem die ukrainische griechisch-katholische Kirchengemeinde St. Wolodymyr, die aufgrund der jüngsten Entwicklung eine wichtige Anlaufstelle für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ist. Die Kirchengemeinde konnte bereits Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in der Nachbarschaft unterbringen. Es kann daher vermutet werden, dass in den nächsten Jahren noch mehr Menschen mit Migrationshintergrund Wohnraum in den neu errichteten Mehrfamilienhäusern im Quartier Steinbruchsfeld suchen werden.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_steinbruchsfels_misburg-nord.jpg
(343.98 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Projekt betreiben wir Quartiersmanagement nach dem Bielefelder Modell. (Siehe Beschreibung vorhandener GWA/QM)
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gruppen sich selbstständig organisieren können
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Jahr 2019 errichtete die DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH (DAL) in einer Stadtvilla der hanova GBH im Quartier Steinbruchsfeld ein Servicehaus. Das Servicehaus ist ein inklusives Wohnraumkonzept mit vierzehn barrierefreien Mietwohnungen für Menschen mit und ohne Behinderungen. Der ambulante Pflege- und Assistenzdienst bietet dort Menschen mit Behinderungen mit dem Konzept Servicewohnen individuelle Pflege- und Assistenzdienstleistungen und Ambulant Betreutes Wohnen zur Unterstützung und Förderung eines selbstbestimmten Lebens in ihrer eigenen Wohnung an, um trotz Pflegebedürftigkeit in allen Lebensphasen einen Verbleib in der häuslichen Umgebung zu ermöglichen.
Seit 2019 betreibt die DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH (DAL) im Erdgeschoss des Servicehauses das sozialraumorientierte und inklusive Wohncafé, das in Anlehnung an das sogenannte „Bielefelder Modell“ als offener Treffpunkt für selbstorganisierte Aktivitäten allen Bewohner*innen des Quartiers täglich offensteht.
Das Wohncafé wird im Zusammenspiel von ehrenamtlichen Nachbar*innen des Quartiers und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen des Quartiersmanagements koordiniert. Im Mittelpunkt der alltäglichen Arbeit der ehrenamtlichen Nachbar*innen des Quartiers und hauptamtlichen Mitarbeitenden des Quartiersmanagements steht die Förderung eines nachbarschaftlichen Miteinanders.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Miete des Wohncafés soll über die Weitervermietung an Vereine, Veranstaltungen, etc. erfolgen. Die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen sollen durch ehrenamtliche Strukturen ersetzt werden.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Eltern- und Begegnungscafe
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Dr. Paul Chodor
2. Kurzbeschreibung
Begegnung und Beratung für alle im Quartier
Projektbeschreibung
Das Projekt zielt darauf ab, den Menschen im Einzugsgebiet einen zentralen Anlaufpunkt zu bieten. Das „Eltern- und Begegnungscafe“ soll dabei unabhängig von Alter, Problemlage, Einkommenssituation etc. für alle Ratsuchenden niedrigschwellig zugängig sein.
Viele Menschen scheuen sich, bei Problemen eine Beratungsstelle aufzusuchen. Dies kann verschiedene Gründe haben, zB. Hohe Hemmschwelle, Unsicherheit, an welche Fachstelle man sich je nach Problematik wenden kann, mangelndes Vertrauen in Unterstützungssysteme. Die Maßnahme „Eltern- und Begnungscafe“ zielt darauf ab, genau diese Beratungshemmnisse zu lösen, in dem ein offenes Beratungsangebot für jeden in einem unabhängigen Raum angeboten wird. Es soll ein „Begegnungsraum“ geschaffen werden, der Raum für Fragen und Suche nach Unterstützung bietet, aber den Adressaten auch die Möglichkeit eröffnet, neuen Kontakt zu Menschen in ihrem Umkreis aufzubauen.
Die Beratung ist dabei zunächst Themen- und Ergebnisoffen.
Die Zielgruppe der Maßnahme sind also insbesondere Personen, die bisher nicht oder nicht ausreichend von den örtlichen Beratungsdiensten erreicht und unterstützt werden konnten.
Das „Eltern- und Begnungscafe“ fungiert als Anlaufstelle für Problemlagen aller Art. Es wird zunächst eine Erstberatung angeboten, in der auf die Problematik gesehen wird, Vertrauen gewonnen werden soll und ein Blick auf mögliche Lösungsansätze gerichtet wird. Je nach Problemlage soll dann entschieden werden, ob eine ausreichende Unterstützung im Rahmen des Beratungsangebotes angeboten werden kann, oder ggf. die Vermittlung an einen entsprechenden Fachdienst nötig wird. Hierbei kann Unterstützung bei der Vermittlung in den Spezialdienst geleistet werden und durch entsprechende Informationen evtl. Hemmschwellen abgebaut werden.
Das Projekt soll in seiner Ausgestaltung an den Bedürfnissen vor Ort orientiert sein. Neben dem regelmäßigen offenen Beratungsangebot können zu Fragen, die besonders viele Ratsuchende bewegen oder denen eine hohe Bedeutung hinzukommt, z.B. aufgrund aktueller Ereignisse, wie zuletzt die Corona Krise oder der Ukraine-Krieg, Sonderveranstaltungen wie Vorträge, Informationsveranstaltungen oder Gruppenberatungstermine angeboten werden. Auch die Vorstellung von Vertreter*innen von Fachdiensten ist im Rahmen von Einzelterminen möglich.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Beratungsangebote für Hilfesuchende vor Ort sind begrenzt und für Ratsuchende oft mit einer hohen Hemmschwelle verbunden, da die Kontaktaufnahme ihnen schwer fällt oder sie sich mit ihren Problemlagen noch nicht an Fachdienste wenden möchten.
Die Maßnahme Eltern- und Begegnungscafe zielt darauf ab, genau diesen Menschen eine Anlaufstelle zu bieten, indem sie zum einen ein offenes Beratungsangebot bietet, das zu festen Uhrzeiten ohne Termin und ohne Themenvorgabe vorhält und zum anderen auf Niedrigschwelligkeit setzt. Das heißt, Personen mit Fragen und Hilfebedarf sollen an einem Punkt erreicht werden, an dem soziale Problemlagen noch nicht so ausgeprägt sind, dass das Handeln eines Fachdienstes nötig wird. Sollte sich in der Erstberatung doch ein entsprechender Bedarf herausstellen, wird im Rahmen der Netzwerkarbeit bei der Vermittlung zu Fachdiensten geholfen und so versucht, Barrieren und Vorurteile abzubauen, die Ratsuchende bisher gehemmt haben, sich Hilfe zu suchen.
Zielgruppe der Maßnahme sind alle Personen im Umkreis der Kirchengemeinde, unabhängig von Alter, Kultur und Problemlage.
Die Beratungsräume in der Kirchengemeinde St.Josef sind zentral gelegen, in Mitten der Einrichtungen: Kirche St. Josef, Kindergarten St. Josef und Caritasverband Südniedersachsen, Standort Herzberg.
Ein weiteres Ziel der Maßnahme ist es, den Austausch der Menschen vor Ort voranzutreiben, indem im Rahmen des offenen Beratungsangebotes auch die Möglichkeit für Ratsuchende besteht, miteinander in Kontakt zu kommen. Bei entsprechendem Bedarf, z.B. häufigen Fragestellungen oder aktuellen Themen werden Gruppenveranstaltungen mit Vorträgen für einen größeren Personenkreis angeboten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Als Projektgebiet wurde die Stadt Herzberg (ohne Ortsteile) angesetzt. Hauptsächlich richtet sich das Projekt an diejenigen Einwohner, die im näheren Umkreis der Kirchengemeinde wohnhaft sind
Einwohnerzahl
8700
Quelle / Anmerkungen
Zahlen der Stadt Herzberg
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
eltern_und_begegnungscafe-einzugsgebiet.jpg
(809.99 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziel der Verbesserung der Lebensbedingung der Menschen vor Ort durch Angebot eines niedrigschwelligen Anlaufpunktes. Zudem soll die Möglichkeit bestehen, erleichtert Kontakt zu anderen Menschen aus dem Wohngebiet aufzunehmen und mit Hilfe der Netzwerkarbeit sollen sowohl Kenntnisse über die bestehenden Angebote vor Ort, als auch ein erleichterter Zugang zu diesen ermöglicht werden.
Methoden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Caritasverband Südniedersachsen. e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Einbindung in die Arbeit der Akteure vor Ort als bestehendes niedrigschwelliges Angebot
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartier ohne Grenzen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Göntje Schoeps
| Funktion | Quartiersmanagerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Nachbarschaftliches Engagement im Quartier Ilmenauwiesen als Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel
Projektbeschreibung
Das Quartier Ilmenauwiesen spiegelte stets die kleinstädtischen Charakterzüge Uelzens wieder: Veränderungen werden kritisch beäugt und das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens ist gering. 2017 wurde hier die Quartiersarbeit aufgenommen. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Bewohner*innen der Seniorenwohnanlage im Quartierszentrum, denen es ermöglicht werden sollte, so lange wie möglich in häuslicher Umgebung zu verbleiben. Bis heute arbeiten Akteure unterschiedlicher Bereiche, wie z.B. das Mehrgenerationenhaus und der Pflegedienst ressortübergreifend und koordiniert durch das Quartiersmanagement zusammen, um die Lebensqualität der Bewohner*innen im Stadtteil zu erhöhen. Kooperationen mit externen Akteuren konnten aufgebaut und Begegnungsangebote für den nachbarschaftlichen Austausch realisiert werden. Angebote zur Gesundheitsförderung und Freizeitgestaltung wurden von Senior*innen aus dem Quartier und dem ganzen Landkreis sehr gut angenommen und bildeten wichtigen sozialen Anker im Quartier. Mit der Pandemie wird sichtbar: Wenn die Angebote wegfallen, bricht auch der nachbarschaftliche Austausch weg. Die sozialen Strukturen erweisen sich als nicht nachhaltig genug. Neben der bedarfsgerechten Entwicklung von Teilhabe- und unterstützungsangeboten ist Ziel der GWA, die Bewohnerschaft zur selbstorganisierten Gestaltung des Wohn- und Lebensumfeldes zu aktivieren und zu befähigen, Begegnungsräume für die Nachbarschaft über die Wohnanlage hinaus zu schaffen und so die Entstehung eines nachbarschaftlichen Netzwerks zu fördern, in dem sich alle im Quartier anzutreffenden Gruppen, unabhängig vom sozioökonomischen Status und der Herkunft, generationenübergreifend mit ihren diversen Stärken gegenseitig unterstützen. Ältere Menschen, Angehörige und Pflegende können so langfristig entlastet werden und der intergenerationelle sowie -kulturelle Dialog schafft neue Perspektiven und Zugehörigkeitsgefühl. Um die Heterogenität der Sozialstruktur insb. im Quartierszentrum zu steigern, wird der für 2022 geplante Bezug barrierefreier Neubau-Wohnungen nicht nur Erweiterung des Seniorenwohnens sein, sondern Menschen jeder Lebensphase und -lage offenstehen. Durch die Belebung der Parkflächen im Quartier durch die Nachbarschaft, soll sich der Lebensraum niedrigschwellig zugänglich für alle Uelzener*innen zeigen und zu einer gesamtstädtischen Entwicklungsstrategie inspirieren.
Laufzeit
2022-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Quartier zeichnet sich durch die optimale Infrastruktur im grünen Stadtzentrum der Hansestadt Uelzen aus - einer typischen Kleinstadt im Nordosten Niedersachsens. Die heterogene Sozialstruktur aus jungen und alten Generationen, Bürger*innen der oberen Mittelschicht, Migrant*innen und einkommensschwachen Familien und die Parkflächen bieten großes Potenzial für ein buntes Stadtteil-Leben. Jedoch scheint die Senior*innenwohnanlage wie eine Grenze zu wirken, die zwischen Stadtkern und Wohngebiet liegt und die Belebung des Gebiets hemmt. Angebote im Quartierszentrum konzentrieren sich zudem auf Ältere, Jüngere erkennen keine Attraktivität. Mit der Pandemie brachen Freizeitangebote weg, wurden teils in den digitalen Raum verlagert. Senior*innen im Quartier haben keinen Zugang, isolieren sich, lehnen alternative 1:1-Angebote ab, warten passiv auf das Ende der Beschränkungen. Der soziale Austausch beschränkt sich noch mehr auf Familie und Pflegende. Das Risiko der physischen und psychischen Langzeitfolgen insbesondere unter den älteren Menschen steigt mit jedem Tag. Die Folgen sind an einem Großteil der Bewohner*innen bereits sichtbar. Der Fachkräftemangel in der Altenpflege bedingt durch den demographischen Wandel wird einmal mehr zum Problem und die Versorgung Älterer kann nicht mehr vollständig gewährleistet werden. Es sind neue Unterstützungsstrukturen gefordert, die über den familiären Rahmen hinausgehen. Das Verantwortungsbewusstsein für die Gestaltung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens ist aber wenig bis gar nicht vorhanden. Es gilt, ein stärkendes Netzwerk aufzubauen, dass zur Belebung des gemeinsamen Lebensraumes motiviert, alle einlädt und Grenzen auflöst.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Uelzen Ilmenauwiesen
Beschreibung
Der Mittelpunkt des Projektgebiets Quartier Ilmenauwiesen liegt entlang der Ripdorfer Straße bzw. dem Ilmenauufer (Hausnummern 1-35) direkt am Stadtkern von Uelzen. Die Umgebung ist durch großflächige Grünanlagen, wie die llmenauwiesen und den Friedhof, einen Sportplatz, eine Schule sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser geprägt. Das örtliche Projektgebiet endet im Norden an der Birkenallee, im Osten an der Bernhard-Nigebur-Straße, im Süd-Osten an der Kasernenstraße, im Süden an der Gudesstraße und im Westen mit dem Flusslauf der Ilmenau.
Einwohnerzahl
990
Quelle / Anmerkungen
Bürger- und Standesamt der Hansestadt Uelzen im März 2022
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/uelzenue+demographischerwandel+2018+tabelle
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement des DRK-Kreisverband Uelzen verfolgt einen sozialraumorientierten Versorgungsansatz. Essentiell für die Entstehung von Verantwortungsgemeinschaften ist die Vernetzung auf horizontaler Ebene, mit Aktivierung der Bewohner*innen, sowie auf vertikaler Ebene, unter der Beteiligung von Ehrenamtlichen,
lokalen Einrichtungen und der Kommune. Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt auf verbessernden Maßnahmen des Lebensumfelds, die darauf ausgerichtet sind, vor allem Bewohner*innen mit einem Lebensalter über 65 Jahren sowie deren Angehörige am Standort Ilmenauwiesen praktisch darin zu unterstützen, ein langes, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu führen. Des Weiteren soll das Quartier Treffpunkt für alle weiteren Zielgruppen sein und Angebote geschaffen werden, die den intergenerationellen und -kulturellen Austausch fördern. Die Bewohner*innen werden dabei aktiv in die Quartiersarbeit einbezogen, um das Verantwortungsbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und eine bedarfsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Übergeordnete Ziele, die sich aus Befragungen ableiten, sind u.a. der Zugang zu sozialen Netzwerken, mehr nachbarschaftliches Miteinander, sowie die ortsnahe Beratung bei Anliegen aller Art. Durch das Quartiersmanagement wird der zielgruppenübergreifende Aspekt neutral moderiert, eine
nachhaltige Entwicklung der Strukturen und das Monitoring der Bedarfe einzelner Zielgruppen unter Einhaltung der Qualitätsstandards sichergestellt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Quartiersentwicklung zeichnet sich durch die unterschiedlichen Stärken der Quartiersbewohner*innen aus. Das nachbarschaftliche Netzwerk organisiert bei Bedarf gegenseitige Unterstützung.
Kriterium
Beschreibung
Die verschiedenen Interessen der Zielgruppen im Quartier werden in einem nachbarschaftlichen Netzwerk demokratisch vertreten und verhandelt (z.B. Kinder, Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund und Senior*innen).
Beschreibung
Expert*innen mit relevanten Angeboten für das Quartier tauschen sich aus, geben Impulse und bieten Unterstützung bei der Quartiersentwicklung.
Beschreibung
Quartiersbewohner*innen zeigen sich verantwortlich für die Quartiersentwicklung und haben einen aktiven Part im nachbarschaftlichen Netzwerk. Sie nutzen die niedrigschwelligen Unterstützungs- und Begegnungsangebote im Quartier.
Beschreibung
Das Quartier ist über seine Ansprechpartner dauerhaft in kommunalen Gremien präsent und vertreten.
Kriterium
Beschreibung
Das Quartier steht über seine Ansprechpartner in regelmäßigem Austausch mit regionalen und überregionalen Kooperationspartnern.
Kriterium
Beschreibung
Die Bedarfe der relevanten Akteure im Quartier werden regelmäßig erhoben und evaluiert und sind handlungsleitend für die Angebotsentwicklung.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Medizinisches Versorgungszentrum am Hammersteinplatz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligen-Agentur Region Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Geflüchtetenunterkunft Nothmannstraße Uelzen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK- Sozialpädagogische Familienhilfe
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Bis 2025 wird angestrebt, die Quartiersentwicklung konzeptionell zu einer trägerübergreifenden und politischen Aufgabe der Stadt Uelzen wachsen zu lassen.
Netzwerkstrukturen und Verantwortungsgemeinschaften werden forciert und der Modellcharakter des Projektes schafft einen Mehrwehrt für die Stadtentwicklung. So können idealerweise Unterstützer*innen, wie die Kommune, gewonnen werden. Die langfristige
Finanzierung ist so nur zu geringen Anteilen von Drittmitteln und Querfinanzierung abhängig.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Neue Nachbarschaft inklusiv(e)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Katrin Bastiansen
| Funktion | Bereichsleitung Soziale Teilhabe und Assistenz |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Neue Nachbarschaft für Alle in Kronsrode
Projektbeschreibung
In Kronsrode als Neubaugebiet im Süden Hannovers ist die Nachbarschaft noch unbekannt. Die unterschiedliche Bauweise lässt aber jetzt schon auf vielfältige Wohnformen und unterschiedliche persönliche, soziale und finanzielle Ressourcen schließen.
Im Baufeld 1.1. befinden sich rund um den Hof barrierearme/-freie Wohnungen, von den 1/3 öffentlich gefördert sind. Neben den gemeinsamen Grünflächen wird es einen Gemeinschaftsraum geben, der den Nachbar*innen für Begegnung und Aktivitäten unentgeltlich zur Verfügung steht. In diesem Projekt wird es auch zwei WGs geben, in denen Menschen mit einer geistigen und / oder psychischen Beeinträchtigung mit unserer Assistenz selbstständig leben werden. Voraussichtliche Fertigstellung des Baufeldes ist für Anfang 2023 geplant.
Wir wollen möglicher Segregation - durch die soziale Gemengelage – präventiv entgegenwirken, indem wir von vornherein ein sozialraumorientiertes Angebot für ALLE Nachbarn gestalten und die aktive Teilnahme- und Teilhabemöglichkeiten entdecken und fördern. Weiterhin werden die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation einzelner Personen und / oder Gruppen gefördert. Ziele sind der Aufbau von individuellem und kollektivem Empowerment und Netzwerken vor Ort. Von besonderer Bedeutung wird insbesondere zu Beginn des Projektes sein, die Interessen und Bedarfe der Personen vor Ort zu analysieren und eine sozialraumorientierte Soziale Infrastruktur vor Ort aufzubauen. Dafür wird eine Ansprechperson sowohl für Akteur*innen/Anbietern von Dienstleistungen und Bewohner*innen gleichermaßen erforderlich.
Zur Erreichung dieser Ziele wird professionelle Anregung, Beratung, Koordination und Moderation notwendig sein, um den Prozess der Aktivierung der Menschen im Sozialraum zu fördern. Eine gut funktionierende Nachbarschaft lebt vom Dialog und entwickelt sich mit dem Wandel der Entwicklungen sowie den gesellschaftlichen Veränderungen. Was „gute" Nachbarschaft ist letztlich immer wieder neu auszuhandeln, unter Einbezug der Beteiligten, geht es doch um die Gestaltung der (zukünftigen) Lebensverhältnisse. Armut, Behinderungen und begrenzte finanzielle Ressourcen schränken den Aktionsradius und die Teilhabemöglichkeiten ein. In der (z.T.) hochmobilen und beschleunigten soziale Welt fühlen sich besonders die Menschen verunsichert, die diese Flexibilität nicht erbringen wollen oder können. Damit steigt einerseits die Bedeutung des Nahraums, aber auch die Notwendigkeit geschützter Räume bzw. Settings.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf einer Fläche von 53 ha entsteht im Südosten Hannovers ein neues Wohngebiet: Kronsrode.
Auf dem Baufeld 1.1 entstehen insgesamt 133 hanova-Mietwohnungen, wovon 32% (54) öffentlich gefördert sind. Das Angebot: 1,5 bis 7-Zimmer-Wohnungen auf einer Wohnfläche von 33 m² bis hin zu 199 m². Eine Besonderheit in diesem Baufeld: Hier bieten rund 40–60 Wohnungen eine Sonderwohnform mit dem Wohn- und Versorgungskonzept hanova WOHNEN PLUS. Weiterhin soll ein Wohncafé entstehen, welches von der hanva mietfrei zur Verfügung gestellt wird und im Rahmen des Projektes von den Hannoverschen Werkstätten genutzt wird.
Die Bauweisen und Eigentums- bzw. Mietverhältnisse unterscheiden sich in dem Neubaugebiet. Im Geschosswohnungsbau entstehen sogenannte Wohnhöfe, d. h. die Wohnungen sind auf einen gemeinsamen Innenhof ausgerichtet. So auch in unserem inklusiven Baufeld 1.1. Mit der Belegung durch das Amt für Wohnungswesen, den barrierefreien Wohnungen und unseren Wohngemeinschaften ziehen hier Mieter*innen ein, für die - zusätzlich zu dem Umstand, dass sie alle neu in einen neuen Stadtteil kommen - die nähere Umgebung sehr wichtig ist. Armut, Behinderungen und begrenzte finanzielle Ressourcen schränken bekanntermaßen den Aktionsradius und die Teilhabemöglichkeiten ein. Zusätzlich befinden wir uns aktuell in Ausnahmesituationen (Pandemie; Geflüchtete, Kriege), deren Nachwirkungen sich auf die Zusammensetzung und/oder Kontaktbereitschaft auswirken werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Bundesrepublik Deutschland, die Länder und Gemeinden sind verpflichtet eine selbstbestimmte Lebensführung aller Menschen in einem inklusiven Gemeinwesen zu garantieren.
Methoden
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es werden sich in den Jahren neue Akteure und Netzwerke ansiedeln, Beziehungen entwickeln und stabilisieren. Das Gemeinwesen wird aus der ersten Findungsphase herausgewachsen sein. Aktuell steht nicht fest, ob bzw. wie die LHH sich in Kronsrode engagieren wird bzw. diese Aufgabe Dritten überlässt. Durch die Kooperation mit hanova und Teilnahme an stadtbezirklichen sowie stadtweiten Netzwerken sind wir in die Strukturen eingebunden. Durch das ABW und den Kiosk werden die HW weiter vor Ort bleiben
11. Medien
Galerie
Redderquartier Harsefeld - Mehr als nur wohnen - Nachbarschaft und Nähe feiern!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Miriam Schäfer
| Funktion | Diakonin Am Redder |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mehr als nur wohnen! Wir wollen Nachbarschaft aktiv gestalten, fördern, Zusammenhalt und Freundschaften leben
Projektbeschreibung
Im Oktober 2022 soll das Projekt: "Mehr als nur wohnen" starten. Seit 2016 sind wir im Wohnquartier Am Redder als Kirchengemeinde aktiv und wollen unsere Arbeit erweitern und ausbauen. Bereits vorhandene Strukturen werden gestärkt, neue geschaffen und Ehrenamtliche weiter gefördert. Wir haben bereits ein Netzwerk geschaffen, in dem Angebote für Krabbelgruppen, Familiengruppen, Ferienprogramm, Spieleabende, Müllsammelaktionen, Laternenlaufen, Familienschatzsuchen, Nachbarschaftswichteln, Hüpfburgevents, Ostereiersuche, Gesprächskreise, Seniorenspaziergänge, Fahrradtouren, Adventsfeiern im Carport und vieles andere möglich sind und gerne angenommen werden. Das begonnene Netzwerk trägt schon viele Früchte und so helfen z.B. vorhandene Kontakte dabei, Übersetzer und Helfer für ukrainische Geflüchtete zu aktivieren. Die Müllsammelaktion hat sich in diesem Jahr über aktive Ehrenamtliche auf den gesamten Ort Harsefeld ausgeweitet und somit verselbstständigt. Mehrere Vereine haben sich beteiligt. Diese persönlichen Kontakte sollen weiter gefördert werden. So sollen Alt- und Neubürger des Ortes weiter zusammenwachsen. Einsame Nachbarn sollen in Kontakt mit anderen Nachbarn gebracht werden! Familiengruppen sollen weiter ausgebaut werden. So, dass viele neuzugezogene Familien, sich direkt in eine Gruppe einbinden lassen und so verlässliche Kontakte, Nachbarschaft und Freundschaften entstehen. Gemeinsam mit dem Flecken Harsefeld als Kommune wollen wir die Belange des Quartiers vertreten, Fragen zur Infrastruktur des Quartiers kommunizieren und somit eine gesunde Entwicklung des Redderquartiers weiter voranbringen. Dabei ist die Anleitung Ehrenamtlicher, für eigene in den Ortsteil wirkende Angebote, entscheidend. So könnten in Zukunft ein Nähtreff, ein Buchclub, eine Gartengeräte-Tauschbörse, ein Babysitter-Service oder Kinderchorprojekt entstehen. Wichtig ist es uns dabei, genau auf die Bedürfnisse und Vorschläge der Nachbarschaft zu hören und diese umzusetzen. Verstärkt wollen wir die Vernetzung in den restlichen Ort Harsefeld in den Blick nehmen. Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Vereinen und Anbietern im Ort wollen wir ausbauen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Wir wollen als Kirchengemeinde dem Ortsteil Am Redder dienen und für die Menschen da sein. Das Vertrauen ist da, die Möglichkeiten auch und viele Umsetzungsideen erst recht! Wir wollen Am Redder nicht nur wohnen, sondern aktiv Nachbarschaft gestalten und leben.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Seit 2016 ist die Kirchengemeinde Harsefeld im Neubaugebiet Am Redder aktiv. Der durch Bahnschienen, Bach und Straße separierte Ortsteil soll bewusst mehr als ein Schlafquartier sein. Vereint mit dem Ort soll er trotzdem ein gesundes Eigenleben haben, das positiv nach außen wirkt. Auch wenn der Ortsteil etwas abseits liegt, keine eigenen Läden hat und der Kirchturm kaum noch zu sehen ist, sind die über 2500 Menschen hier Harsefelder, die sich gerne einbringen und aktiv ihren Ort gestalten wollen. Ein Großteil davon sind Familien. Zu Beginn erfragten wir Stärken und Schwächen des Gebietes und Anwohner erzählten ihre Zukunftswünsche. Für diese wollen wir uns engagieren. Wir wollen gemeinsam mit der Kommune langfristig Vernetzung ermöglichen. Ab Okt. 2022 beginnt für uns ein neuer Projektzeitraum, den wir aktiv und mit neuen Schwerpunkten gestalten wollen. Das über Jahre erworbene Vertrauen der Nachbarn möchten wir nicht enttäuschen und unser Projekt mit seinen Möglichkeiten weiter für sie zur Verfügung stellen. Vereinsamung (gerade nach und während Corona) wollen wir aktiv entgegenwirken. Gerade Senioren und Nachbarn mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen wollen wir an einen Tisch und somit raus aus der Isolation holen. Wir wollen nicht nur den Blick über den Gartenzaun ermöglichen, sondern die Einladung auf die Terrasse. Für die Menschen da zu sein bedeutet Infrastruktur zu fördern, z.B. sichere Schulwege, Verkehrsberuhigung oder das Mitdenken beim etablieren eines Bäckers. Es bedeutet wahrzunehmen, dass die alleinstehende Seniorin in der Nachbarschaft keine Einkaufsmöglichkeit hat und Hilfe braucht. Es bedeutet praktische Coronahilfen anzubieten und zu koordinieren.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Harsefeld Neubaugebeit Am Redder
Beschreibung
Das Wohngebiet Am Redder beginnt im Norden an der Bahnlinie Buxtehude-Bremerhaven. Östlich ist es eingefasst von der Kreisstraße 53 und der Griemshorster Straße. Dort gibt es einen Lärmschutzwall entlang der Straße. Im Süden und Westen begrenzt das Redder Wohngebiet der Rellerbach mit seinen Regenrückhaltebecken.
Einwohnerzahl
2500
Quelle / Anmerkungen
Da es sich um ein noch nicht abgeschlossenes Neubaugebiet handelt, ist ein weiter Anwohnerwachstum zu erwarten.
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
wohngebiet_am_redder_karte.jpg
(845.85 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen Nachbarn aktiv und systematisch vernetzen und Ihnen ein gesundes Lebensumfeld schaffen. Dazu gehört es Ansprechpartner zu sein, Anlaufstelle für Informationen und auch ganz praktisch Hilfe zu leisten. Wir wollen uns um Nachbarn kümmern und gemeinsam mit ihnen bedarfsgerechte Angebote schaffen. Beteiligung und Selbstorganisation für unseren Redder werden gefördert.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendkonferenz Harsefeld und Jugendzentrum
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Langfristig möchten wir erreichen, dass sich Nachbarn auch finanziell für das Projekt einsetzten. Weitere Kooperationspartner sehen wir im kirchlichen und kommunalen Raum. Eine Finanzierung, die vor Ort geleistet wird, braucht erfahrungsgemäß mindestens 10 Jahre, um eigenständig und finanziell unabhängig arbeiten zu können. So lange werden wir an Mischfinanzierungen arbeiten.
11. Medien
Galerie
Videos
20181211_105637.jpg
(2.09 MB)
20191105_110509.jpg
(115.67 KB)
20190323_094715.jpg
(1.39 MB)
p1010909.jpg
(1.11 MB)
fruehstueckstreff_am_redder.jpg
(1.21 MB)
20190422_162323.jpg
(1.98 MB)
20190807_165105.jpg
(1.16 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
NaVaLi Oasen-Projekt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andrea Steckert
| Funktion | Projektleiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Oasen der Nachbarschaften – gemeinsam lernen und Zukunft gestalten.
Projektbeschreibung
Anwendung und Weiterentwicklung eines innovativen Ansatzes für integrierte, nachhaltige Quartiersentwicklungen in der LHH Stadtbezirk 2 mit soziokulturellen Verfahrenstechniken sowie professioneller Prozessgestaltung, -moderation. Begleitung Ehrenamtlicher/Freiwilliger zur Potenzialentfaltung der Nachbarschaftsquartiere mit Anwohner*innen - hin zu gemeinsamer sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitsentwicklung.
Der Träger Lister Nachbarschaft e.V. (www.lister-nachbarschaft.de, s. Videos bisheriger Projekte) möchte mit bis zu 100 Freiwilligen des Vereins und des JuLiNa Kunst- und Kulturvereins (www.julina.org, Instagram: julina_am_molle) sowie weiteren ideellen Projektpartner*innen und Akteuren der GWA- und Quartiers-/Stadtteilnetzwerke unter der Leitung der Prozessmoderatorin Andrea Steckert das dreijährige, offene „NaVaLi-Oase-Projekt“ (NaVaLi = Nachbarschaften Vahrenwald-List) realisieren. In den neun achttägigen Oasenspielen können pro Spielzyklus je Netzwerkkonstellation bis zu 150 Bewohner*innen der Nachbarschaft direkt teilnehmen, in den Dialogen und Aktionsgruppen weitere. Zur Durchführung wird hier Förderung beantragt.
Das NaVaLi Oasen - Projekt ist ein innovatives Modellvorhaben, mit dem die Aktivierung und breite Bildung der Bewohner*innen dreier Quartiere (3 Teilprojekte, Sozialräume; 3x ca. 4000 Nachbar*innen, Flächenausdehnungen ca. 500x500 m) mit unterschiedlichen, erhöhten sozialen undökologischen Aufmerksamkeitsbedarfen im hannoverschen Stadtbezirk Vahrenwald-List (ges. 72 TSD Einwohner*innen) zur Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen und eigner, mitgestaltender Beteiligung angestoßen werden sollen.
1. Vahrenwald (Oasen-Anker am Büssingweg), 2. List-Mitte (Oasen-Anker am Gemeinschaftsgarten Röntgenstraße), 3. List-NordOst (Oasen-Anker, Gorch-Fock-Str./Hinrichsring). Die drei bilden ein online und durch gemeinsame Aktivitäten in Präsenz vernetztes Anker-Trio. Durchgeführt werden sollen Oasenspiel-Zyklen (Aktivierungsmethode nach Instituto ELOS), 3 Nachbar*innen-Dialoge, 3 Nachbarschafts-Oasen-Erntefeste, u.a. Beteiligungs- und kreative Mitmachaktionsformate. Als Projektleiterin und Prozessmoderatorin ist die im Stadtbezirk „Eingeborene“, bestens vernetzte, auf allen relevanten Beteiligungs-Dialogebenen sowie im Einsatz systemischer Dialogverfahren, des Oasenspiels u.a. SozioKultur-Methoden, Klimaschutz und Nachhaltigkeitsentwicklung langjährig erfahrene Fachkraft Andrea Steckert (zahlreiche
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Aufgrund der andauernden COVID19-Pandemie sind die Bewohner*innen im hoch verdichteten Stadtteil List-Vahrenwald, in ihren Entwicklungs-, Entfaltungs-, gemeinsamen Reflexions- und Austauschmöglichkeiten stark eingeschränkt. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind davon besonders betroffen. Integrationsprozesse kamen zum Erliegen. Alleinstehende Bewohner*innen sind von Vereinsamung und Isolation betroffen. Dringend notwendige Nachhaltigkeitsprozesse (Klima) sind in den Hintergrund getreten. Gleichzeitig steigt der Entwicklungsdruck aufgrund allgemein gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, ökologischer und kultureller Herausforderungen (globale Krisen) und die Sorge um eine ungewisse Zukunft. Psychische Erkrankungen wie z.B. Depressionen breiten sich in allen Altersgruppen rasant aus. Zur Eindämmung sozialer Folgewirkungen und der Wiedererlangung der Handlungskompetenzen, um auf die gewünschten Entwicklungspfade zu gelangen, braucht es dringend Maßnahmen der Re-Aktivierung der besonders betroffenen Nachbarschaften und frische Impulse zur Gemeinschaftsbildung. Für das gemeinsame Entdecken bestehender individueller und kollektiver Möglichkeits- und Gestaltungsräume, die kreative Nutzung kultureller Ausdrucksformen für die eigene und gemeinschaftliche Entwicklung sowie für Dialog und gemeinsames Handeln müssen Räume geöffnet und niedrigschwellige Beteiligungsprozesse angestoßen werden, die Begegnungen und Bedarfsformulierung auf Augenhöhe ermöglichen.
Es braucht dringend Formate, in denen z.B. unterstützende Freiwillige (Nachbar*innen) sich selbst durch angeleitete Reflexionen und organisierte Dialoge voneinander lernen können.
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald-Nord und List-Mitte und List-NordOst
Beschreibung
Stadtbezirk 2: a.) Vahrenwald Büssingweg (Oasen-Anker Büssingweg), b.) List-Mitte (Oasen-Anker Röntgenstraße), c.) List-NordOst (Gorch-Fock-Str./ Hinrichsring)
Einwohnerzahl
12000
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover, Bereich Wahlen und Statistik; Strukturdaten
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karten_seite_1.png
(1.74 MB)
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen in den Oasenspiele ihre Träume und Ideen von der Nachbarschaft eingebracht haben und verwirklicht haben.
Kriterium
Beschreibung
Sich Teilnehmer*innen der Oasenspiele die in der Spielstruktur vorgesehenen Rollen zur Selbstorganisation übernehmen.
Kriterium
Beschreibung
In den Oasenspielen die Potenziale der Orte gefunden und sich auf Basis Stärken der Teilnehmer*inne Aktionsgruppen bilden.
Kriterium
Beschreibung
Durch Gemeinschaftsbildung das ganze Sozialsystem vor Ort einbezogen werden konnte.
Beschreibung
Ist eine Grundhaltung der Oasenspiel-Methode.
Beschreibung
Das bestehende Netzwerk und die Kooperationen des Lister Nachbarschaft e.V. mit Fokus auf die drei Sozialräume (Teilprojekte) spezifisch erweitert wurden.
Kriterium
Beschreibung
die Oasen-Anker, Oasenspiele, die Dialogkultur und die Beteiligungs-Aktionsgruppen Teil der Nachbarschaftskulturen sind.
Beschreibung
sich die Angebote und Strukturen des NaVaLi-Projektes die vorhandenen Gemeinwesenstrukturen ergänzen.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Der Lister Nachbarschaft e.V. ist ein von Nachbar*innen selbstorganisierter Nachbarschaftsverein, der an der Schnittstelle von Soziokultur und GWA mit dem Ziel der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsentwicklung im Stadtbezirk arbeitet. 2009 als Voßwärts e.V. mit ca. 100 Mitgliedern gegründet. In 2020 wurde der Vereinsname geändert und die Ausrichtung des Vereins aktuellen Bedarfen angepasst. Aus einem Vereinsprojekt bildete sich 2021 der JuLiNa Kunst- und Kulturverein.
Beide Vereine arbeiten heute eng zusammen und sind zudem mit vielen Akteur*innen im Stadtbezirk und der Stadt Hannover bestens vernetzt.
Die personell, fachlich und wirtschaftlich notwendige Erfahrungen und Kompetenzen hierfür sind gegeben. Die Vereine sind ehrenamtlich organisiert. Für das NaVaLi Oasen-Projekt soll Andrea Steckert, selbst im Stadtbezirk geboren, als Projektleiterin eingestellt werden. Sie ist sehr erfahren und realisierte bereits erfolgreich für beide Vereine mit Fachunterstützer*innen und zahlreichen Freiwilligen mehrere Projekte. Das Volumen der Projekte in den letzten vier Jahren betrug 240 TSD €. Die Projekte wurden mit Mittel des Landes und Bundes finanziert sowie durch Zuwendungen des Bezirksrates und der LHH und Spenden der Nachbarschaft (für den Eigenanteil). Die Vereine selbst erheben keine Mitgliedsbeiträge, um uneingeschränkte Teilhabe zu ermöglichen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH, FB Soziales Bürgerschaftliches Engagement und Soziale Stadtentwicklung, Bereichsleitung Frau Teschner.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH, Agenda 21 und Nachhaltigkeitsbüro, Susanne Wildermann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
gemeinnütziger JuLiNa Kunst- und Kulturverein, Vorstand Anne Peter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Vahrenwald-List, Bezirksbügermeister Thorsten Baumert
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftstreff List-NordOst, Tina Droßmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendtreff Wellenbrecher, Nachbarschaftstreff Gorch-Fock-Str. AWO, Kai Gieben
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IGS-Büssingweg, Frederike Punte und Schulleitung
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es ist zu erwarten, dass aus den Aktionsgruppen Verstetigungsbestrebungen hervorgehen, welche die Suche nach geeigneten Finanzierungskonzepten zur Fortsetzung des Modells und der Aktionsgruppen unter dem Dach des Projektträgers sicher stellen. Bereits während des Prozesses werden diese Bestrebungen vom Projektträger bewusst gefördert. Die Übertragung des Konzeptes auf andere Stadtbezirke durch die Zusammenarbeit mit anderen GWA-Trägern und der Stadt Hannover ist eine weitere Alternative.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
uebersicht-navali-projektplanung.png
(1.01 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Hagen, gemeinsam nachhaltig lebenswert
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Wolfgang Steen
| Funktion | 1. Vorsitzender |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Freiwillige helfen nachhaltig, Lebensqualität und Vereinswesen in der Gemeinde weiterzuentwickeln
Projektbeschreibung
In Hagen im Bremischen entsteht in zentraler Lage ein lebendiger Bürgertreff, an dem sich generationen- und herkunftsübergreifend Freiwillige treffen. Die bestehenden Aktivitäten im sozialen und kulturellen und Bildungsbereich werden erweitert um die Projektgruppen „Daseinsvorsorge“, „Ökologie“ und „Mobilität“. Gemeinsam werden Projekte abgearbeitet mit spürbarer Steigerung der Lebensqualität in der Gemeinde. Durch die Breite der angebotenen Projektgruppen ist nahezu jedem Einwohner möglich sich da einzubringen, wo er/sie die eigenen Stärken sieht.
In einem Beratungsbüro finden regelmäßig Ehrenamtliche einen Ort, um niedrigschwellig Ratsuchenden zu helfen. Aber auch professionelle Berater wie z.B. Schuldner- und Suchtberatung nutzen dieses Angebot, um erreichbare und vernetzte Hilfe aus einer Hand an einem Ort im ländlichen Raum anbieten zu können.
Gerade die Neubürger mit Migrationshintergrund erleben wie sich bürgerschaftliches Engagement auf das eigene Wohlbefinden und Ansehen auswirken. Die Aktivitäten haben die Lebensumstände auch für sie deutlich verbessert.
Der professionelle Gemeinwesenmanager begleitet und vernetzt die Aktionen der Freiwilligen und ist Ansprechpartner vor Ort. Er organisiert die Öffentlichkeitsarbeit, die Fortbildungsmöglichkeiten und Projektwerkstätten und kümmert sich bei Bedarf um Finanzierungsmöglichkeiten von Einzelprojekten. Das Führen einer „Ehrenamtlichen-Kartei“ und die notwendige Verwaltungsarbeit werden vom ihm erledigt, er ist die Schnittstelle zu anderen Vereinen und kommunalen Institutionen.
In regelmäßigen Abständen werden Feste organisiert, um die gemeinsamen Erfolge zu feiern und den Zusammenhalt zu stärken. Die Aktivitäten fördern das Gefühl der Zugehörigkeit und spornen zum Mitmachen an. Die Gemeinde ist zu einem nachhaltig lebenswerteren Ort geworden, in dem Gemeinsamkeit in vielfältigen Projektgruppen gelebt wird.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Durch die Schließung des Sozialamtes gibt es keine geregelten Verantwortlichkeiten der Kommunalverwaltung vor Ort. Die Angebote zuständiger Stellen sind nur unter schwierigen Bedingungen mit dem ÖPNV im Landkreis zu erreichen. Oft folgt auf eine Suchtberatung ein Termin beim Jobcenter und Schuldnerberatung, die untereinander nicht verbunden sind. Oft werden die Menschen dann an den Verein Nestwerk weitergeleitet. Einen bedeutenden Anteil am gesellschaftlichen Leben gestalten eine Vielzahl von Vereinen, die aber nicht unbedingt die Interessen vieler Neubürger*innen treffen Sie leiden in der überwiegenden Mehrheit unter Mitgliederschwund und damit einhergehender Überalterung. Deshalb finden Neubürger*innen auch mit Migrationshintergrund und Jugendliche nur selten den Weg in die Vereine. Das Nestwerk hat sich durch zentrale Lage und variabel nutzbare Räume, umfängliche Vernetzung und ein offenes Beratungs- und Begegnungsangebot in geschütztem Raum gut aufgestellt. Dabei hat sich die räumliche und inhaltliche Kooperation mit dem benachbarten Bürgermarkt (www.buergermarkt.com ) als sehr produktiv erwiesen. Der Verein verfügt über keine finanzielle Mittel für Festanstellungen. Das breite inhaltliche Angebot von Eltern-Kind-Gruppe bis Computerkurs für Senior*innen wird überwiegend mit freiwilligen Kräften durchgeführt. Die Angebote sollen erweitert und weitere Freiwillige einbezogen und qualifiziert werden. Z.B. - Leih-Oma - Lesepate*innen - Senior*innen-Begleitung - Patenschaften für Menschen mit Fluchtgeschichte - junge Umweltbotschafter*innen, Juleica. Für die Zukunftsfähigkeit der Vereinsarbeit ist es deshalb dringend notwendig, eine hauptamtliche Stelle einzurichten.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Beschreibung
Die Gemeinde Hagen im Bremischen umfasst 16 Dörfer, die einbezogen werden sollen, auch wenn der Schwerpunkt im Hauptort Hagen liegen wird.
Einwohnerzahl
11000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
hagen_gemeinsam_nachhaltig_lebenswert.jpg
(109.45 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bezieht sich auf das ganze Gemeinwesen Hagen im Bremischen und ist nicht auf ein bestimmtes Quartier einzugrenzen. Es entwickelt die bisherige offene und niedrigschwellige Vereinsarbeit des Nestwerk e.V. weiter und stabilisiert die Freiwilligenarbeit. Der vorgesehene Projektleiter Andreas Klimek ist schon seit vielen Jahren freiwillig in verschiedenen Zusammenhängen engagiert und wird sich über die LAG-Fortbildung im GWA weiter qualifizieren.
Der Vereinsvorsitzende verfügt als Sozialarbeiter über frühere praktische Erfahrungen in der Stadtteilarbeit/sozialer Brennpunkt in Bremen.
Methoden
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
alle öffentlichen Schulen und Privates Gymnasium
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
UHiB - Unternehmer*innenverband Hagen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
NordseeZeitung und Heimatzeitung "Staleke"
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir sind beteiligt am kommunalen Prozess der Leitbild- sowie Konzeptentwicklung zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Und an der Weiterentwicklung des kommunalen Integrationskonzepts sowie der Neuorganisation von Erwachsenenbildung im Südkreis. Wir erhalten Gemeinde- als auch LK-Mittel, die verstetigt werden und einen Teil fester Kosten abdecken. Über Projekte sowie Spenden generieren wir längerfristig Gelder. Die Hauptamtlichkeit wird unsere Akzeptanz in Politik und Öffentlichkeit stärken.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Alles andere als kalter Kaffee
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Freitag
| Funktion | Diakonin, Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wertschätzende Begegnungen stärken die Gemeinschaft in Barsinghausen
Projektbeschreibung
Die evangelischen Kirchengemeinden in Barsinghausen wollen in der Innenstadt Räume eröffnen für Menschen, die sich sonst nicht im Alltag oder auch bei ihren Angeboten treffen. Kirche bewegt sich raus aus ihren Räumen und damit entstehen neue Orte der Begegnung. Gleichzeitig werden die Kommunikation und das Miteinander insgesamt gestärkt. Ein Ort der Begegnung soll das "Coffee-Bike" werden. Als aufsuchendes, niederschwelliges Angebot ist mit diesem Fahrrad mit Elektromotor ein:e Mitarbeiter:in (z.B. Sozialpädagog:in) regelmäßig zum Beispiel auf Spielplätzen, auf dem Mont-Saint-Aignan-Platz vor der Klosterkirche, auf dem Deisterplatz oder anderen zentralen Orten in Alt-Barsinghausen, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das Coffee-Bike hat entsprechende Aufbauten, hat ein Dach als Regenschutz, verfügt über eine gute Siebträger-Kaffeemaschine, außerdem wird heißes Wasser für Tee angeboten und im Sommer kalte Getränke. Im Aufbau des Lastenfahrrades lassen sich Spiele, Bastelmaterial, aber auch Informationen (z.B. Flyer zu Beratungsangeboten) transportieren. Auf unkomplizierte Art und Weise kommen die Menschen direkt in ihrem Wohnumfeld miteinander ins Gespräch. Der/die Mitarbeiter:in begleitet diese Situationen wertschätzend und offen. Im persönlichen Gespräch werden Wünsche, Bedürfnisse, Interessen der Bewohner:innen in Bezug auf sich selbst und das Wohnumfeld erkannt und formuliert. Ein Kennenlernen zwischen den Bewohner:innen wird gefördert. Durch die aufsuchende Arbeit soll ein Übergang zu anderen kirchlichen und diakonischen Angeboten ermöglicht, begleitet und erleichtert werden. Das Coffee-Bike kann perspektivisch auch an anderen Orten Räume der Begegnung eröffnen (z.B. Gemeindefeste, Verkaufsoffene Sonntage....). Verschränkt werden soll das Coffee-Bike mit dem in Planung befindlichen Kirchenladen (Titel: „kirchen:fenster“), in dem auch ein regionales Büro der Kirchengemeinden angesiedelt ist. Im Kirchenladen haben Gruppen auch ein Dach über dem Kopf, die zum Beispiel bei den Fahrten des Coffee-Bikes Interesse an bestimmten Themen formulieren und sich zu weiteren Beratungen/Austausch im Laden treffen können.
Hinweis zum Träger: rechtlicher Träger ist der Kirchenkreis Ronnenberg, der im Einzugsbereich der Kommunen Barsinghausen, Gehrden, Wennigsen und Ronnenberg liegt. Das Projekt liegt in Barsinghausen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die evangelischen Gemeinden in Barsinghausen stehen vor großen Herausforderungen und werden ihre Arbeit und ihr Auftreten in der Stadt modernisieren. Sie möchten die Menschen in ihrem Alltag aufsuchen, ihnen offene Orte des Lebens und des Austauschs bieten. Die Vernetzung mit der Kommune und anderen Akteur:innen soll ausgebaut werden. Aktuell sind die Kirchengemeinden in Barsinghausen parochial strukturiert, d.h. in Kirchendistrikte aufgeteilt. Die Gemeindemitglieder haben "ihre" Kirche, "ihre:n" Pastor:in. Es geschieht wenig Austausch - weder unter den Gemeindemitgliedern noch mit denen, die zu keiner Kirchengemeinde gehören. In der Innenstadt – dem Projektort – fehlen Begegnungsorte für alle Generationen, wie zum Beispiel gemütliche Cafés, Spielplätze für Familien mit kleinen Kindern, Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Innenstadt lädt nicht zum Verweilen ein. Im Projektgebiet leben sehr viele ältere Menschen – häufig allein. Sie nutzen die Fußgängerzone zum Einkaufen oder auch für Arztbesuche. Mit dem "Coffee-Bike" der Kirchengemeinden werden diese Grenzen überwunden. Die Kirche möchte ihre "Bubble" verlassen und stärker auf die Menschen zugehen. Da sein, wo die Menschen sind: Zwischen Bäcker und Optiker und Bücherhaus. Die Kirchengemeinden in Barsinghausen begreifen es als Chance und Aufgabe daran mitzuwirken, die Barsinghäuser Innenstadt auf vielfältige Weise zu beleben und attraktiver zu gestalten. Das Coffee-Bike ist das mobile Element, das die Idee einer zeitgemäßen, aufsuchenden Gemeindearbeit weiterträgt. Damit wird dem kirchlichen Strukturwandel begegnet und der Auftrag gestärkt, im öffentlichen Raum seelsorgerlich, diakonisch und demokratisch zu handeln.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Barsinghausen Barsinghausen
Beschreibung
Das Projektgebiet wird im Norden von der Bahnlinie begrenzt, im Westen von der Hinterkampstraße, im Süden vom der Straße Am Waldhof und im Osten von der Rehrbrinkstraße und Teilen der Bergstraße.
Einwohnerzahl
2830
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersverteilung der Stadt Barsinghausen; Quelle Stadt Barsinghausen
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
geltungsbereich.jpg
(204.33 KB)
Gebiet-Name
gg
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt ist ein niedrigschwelliges Angebot der aufsuchenden Arbeit im Quartier. Der/die Mitarbeiterin ist mit einem Coffee-Bike unterwegs und begegnet den Bewohner*innen offen und wertschätzend. Er/sie fragt offen nach Bedarfen und Interessen und begleitet diese Fragestellungen/Defizite so, dass die Bewohner*innen ihre eigenen Interessen formulieren und befähigt werden, diese Interessen auch konstruktiv einzubringen in einen Blick auf die Gesellschaft.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Projekt wird mit eingebunden in die bestehenen Netzwerke, wie z.B. das Freiwilligenzentrum, die AWO-Frauenberatungsstelle oder die Beratungsstelle des DRK, außerdem Diakonie in Barsinghausen Es entsteht ein "Runder Tisch" der Beratungsangebote
Kriterium
Beschreibung
Die Bewohner*innen entwickeln eigene Initiativen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, sie werden befragt, nach ihren Interessen und erhalten Informationen, wie sie diese Interessen umsetzen können.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO - Frauenberatungsstelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK - Migrationsberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO - Freiwilligenzentrum
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Das Coffee-Bike verschwindet nicht aus dem Stadtbild, sondern verbindet sich mit dem "kirchen:fenster" (Kirchenladen) als zentraler Ort von Kirche in der Innenstadt. Es bleibt weiterhin präsent bei Veranstaltungen und Aktionen und als Möglichkeit, aufsuchende Arbeit zu machen.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On