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Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur

Lebendiges Ostend: Gemeinschaft gestalten!

Ansprechpartner
Florian Wiechmann
Funktion Geschäftsführer
Lebendiges Ostend: Gemeinschaft gestalten
Projektbeschreibung
Das Projekt „Lebendiges Ostend: Gemeinschaft gestalten!“ erschließt das seit 2021 entstehende Hildesheimer Quartier Ostend auch sozial. Derzeit fehlen Begegnung, Identität und Zusammenhalt. Das Projekt bringt Anwohnende und anliegende Unternehmen durch partizipative Formate und Freizeitangebote zusammen, um Teilhabe und Identität zu ermöglichen und eine lebendige Nachbarschaft zu schaffen. Eine hauptamtliche Stelle für Gemeinwesenarbeit (GWA) koordiniert Angebote, motiviert Engagierte und vertritt die Interessen des Quartiers gegenüber Politik, Verwaltung und Akteuren lokaler Infrastruktur. Das 1. Projektjahr erfasst Sozialstruktur, Bedarfe und Potenziale. 5 Beteiligungsformate und digitale Umfragen sammeln Ideen für die Quartiersentwicklung und Freizeitangebote, zeigen Leerstellen auf, fördern den Austausch und machen Ressourcen sichtbar. Ein „Runder Tisch“ informiert und vernetzt Unternehmen, Stadtakteure und lokale Versorger. Das Stadtteilfest „Ostend feiert“ setzt ein Zeichen für Gemeinschaft und macht das Quartier als lebenswerte Umgebung erlebbar. Das 2. Projektjahr realisiert 8–10 der gesammelten Ideen. Kreativ-, Bildungs-, oder Sportangebote (z.B. Repaircafé, Stricktreff, Tai Chi auf der Wiese) beleben das Quartier und werden ehrenamtlich oder von Fachkräften umgesetzt. Unternehmen profitieren von passenden Formaten wie Inputs der Wirtschaftsförderung. 2 aufwendigere Beteiligungsformate (z.B. Nachbarschaftsfrühstück, Stadtteilflohmarkt) werden durch die GWA-Stelle umgesetzt. Der „Runde Tisch“ reflektiert bisherige Angebote und ermittelt neue Bedarfe. Das 3. Projektjahr verstetigt das Projekt: Bewährte Formate laufen weiter, ggf. wird Neues erprobt. Die Finanzierung einer dauerhaften GWA-Stelle wird geprüft, um langfristig Strukturen zu sichern. Engagierte Einzelpersonen werden ab Projektbeginn motiviert sich einzubringen. Die Initiative Ostend entwickelt sich von einer unternehmensgetragenen Gruppe zu einer Organisation aus Haupt- und Ehrenamtlichen. Eine Vereinsgründung wird erwogen, um nachhaltige Mitgestaltung zu ermöglichen. Unternehmen könnten sich künftig finanziell beteiligen. Eine kontinuierliche Evaluation misst Zufriedenheit, Aufenthaltsqualität und Gemeinschaftsgefühl. Die gewählte Struktur macht das Vorhaben übertragbar, unabhängig von Größe oder Lage anderer Quartiere. Hildesheims Ostend wächst so zu einem lebendigen, inklusiven und nachhaltigen Stadtteil heran, in dem Nachbarschaft aktiv gelebt und Gemeinschaft gestaltet wird.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Rund 1.200 Anwohnende und einige Unternehmen werden künftig im Hildesheimer Ostend ansässig sein. Erste Neubauten sind bezogen, doch eine aktive Nachbarschaft, Identität und Strukturen für GWA, die diese initiieren könnte, fehlen. Der Stadtteil ist eine unattraktive Baustelle: Dreck, Baugerüste, Lärm und fehlende Parkflächen prägen das Bild und geben kaum Anreiz, herzuziehen oder sich aufzuhalten. Grünflächen sind ungepflegt, alles wirkt provisorisch. Zudem fehlt eine direkte Verbindung zur Ost- und Innenstadt. Damit bleibt das Quartier räumlich isoliert. Die diverse Bewohnerschaft (Menschen mit Inklusionsbedarf, Ältere, junge Familien) hat kaum alltägliche Berührungspunkte, was Vereinsamung, Vorurteile und Spaltung begünstigt. Ohne Initiativen „von außen“ für vernetzende Angebote, Begegnungsräume und -anlässe bleibt die Isolation bestehen. Dabei bietet das Quartier Potenzial: Quartiersplatz, Spielplatz, Nahverkehr, Supermärkte, Kitas, Musikschule, Gesundheitsversorgung und Gastronomie sind vorhanden. Allein sichert dies aber kein funktionierendes Miteinander – besonders angesichts aktueller politischer Entwicklungen sind Austausch und Vernetzung wichtiger denn je. Die Initiative Ostend, ein Zusammenschluss aus Cluster Projekte GmbH, Caritas, Diakonie Himmelsthür, Gemeingut eG und dem Ortsrat, will dies ändern, hat jedoch zu wenig Impact – es fehlen zeitliche und finanzielle Ressourcen. Ansässige Ketten wie L’Osteria, Rossmann und Alnatura zeigen wenig Interesse an Beteiligung. Zudem ist das Quartier als Autobahn-nahes Randgebiet ein Pendlerstandort, viele suchen keine Einbindung. Soziale Strukturdaten fehlen, Bedarfe sind unklar.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Ostend
Beschreibung
Das ca. 11,8 ha große ehemalige Kasernenareal "Ostend" befindet sich im Osten der Stadt Hildesheim. Das Quartier ist Teil des Stadtteils Oststadt, die direkt östlich an die Hildesheimer Innenstadt grenzt. 2010 hat die Stadt Hildesheim das Areal erworben und 2017 die Bebauung freigegeben. Das Quartier ist im Norden durch die Frankenstraße und im Westen durch Bahngleise begrenzt. Die Anbindung an das Straßennetz erfolgt über die Senator-Braun-Allee (Bundesstraße 6) sowie die Frankenstraße. Östlich vom Quartier befindet sich hinter der Senator-Braun-Allee das Helios-Klinikum, sowie das Gewerbegebiet zwischen Senator-Braun-Allee und Bördestraße. Die Bebauung des Quartiers begann 2021. Es gibt einen Quartiersplatz, einen Spielplatz mit großer Grünfläche und eine gute Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs an das Stadtzentrum. Wichtige Infrastruktur, wie Supermärkte, eine Bäckerei, ein Drogeriemarkt, Ärzte, Kita, Musikschule, ein Friseur und Restaurants sind im Quartier ansässig oder fußläufig erreichbar. Das Quartier befindet sich in Randlage der Oststadt, was dazu führen könnte, dass es von den Anwohnenden als eigener Stadtteil wahrgenommen wird. Zur Bewohnendenstruktur des Ostends gibt es bisher noch keine erhobenen Daten, um soziale Lagen einschätzen zu können.
Quelle / Anmerkungen
Stadt Hildesheim
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim Der Oberbürgermeister Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim Der Oberbürgermeister Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Hildesheim Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung Stadtentwicklung, Mobilität und Statistik
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In allen Aktivitäten verfolgt das Projekt die Grundprinzipien der GWA. In Beteiligungsformaten wird erarbeitet, was sich Quartiersbewohnende für das Zusammenleben wünschen und welche Angebote Bedarfen gerecht werden. Ziel ist, Anwohnende in die „Initiative Ostend“ einzubinden und engagierte Einzelpersonen und weitere Unternehmen zu identifizieren, die nachhaltig im Quartier agieren. Im Sinne des Empowerments werden Quartiersbewohnende befähigt, sich für ihre Belange einzusetzen und selbst Angebote umzusetzen. Anwohnende und Unternehmen werden durch gemeinsame Veranstaltungen wie Feste oder runde Tische besser vernetzt. Die Kenntnis voneinander und der Ressourcen führt dazu, dass die Akteure voneinander profitieren und ressourcenorientiert handeln können. Ziel ist, durch Freizeit-, Vernetzungs- und Bildungsangebote sowie sozialen Zusammenhalt, ein positives Quartiers-Gefühl und die Stärkung der Mitbestimmung, die Lebensbedingungen der Bewohnenden zu verbessern. Methodisch werden die Ziele durch eine Quartiersanalyse, Befragungen und Beteiligungsformate und die Umsetzung von bedarfsgerechten Angeboten und Formaten erreicht. Vor allem angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen wie der zunehmenden Spaltung der Bevölkerung – ökonomisch, sozio-kulturell, ideologisch und zwischenmenschlich – sind die zentralen Anliegen der GWA, Partizipation, Demokratisierung und die Förderung eines guten Miteinanders, gegenwärtiger denn je. Das Projekt zahlt auf diese Anliegen ein.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bereits während der Projektlaufzeit, aber auch nach Projektende werden einige der 8-10 angestrebten Angebote von Bewohnenden umgesetzt und kommen dadurch in die Verstetigung.
Beschreibung
Die Bewohnenden und die ansässigen Unternhemen haben Kenntnis voneinander und von den vorhandenen Ressourcen. Feste und Formate wie der "Lebendige Adventskalender" werden gemeinsam umgesetzt, Aufgaben ressourcenorientiert verteilt
Beschreibung
Formate werden inklusiv und generationsübergreifend umgesetzt. Alle Menschen im Quartier werden durch die Angebote erreicht und die Mitgliederstruktur in der "Initiative Ostend" wird diverser.
Beschreibung
Die Initiative Ostend vergrößert sich, auch ehrenamtliche Mitglieder beteiligen sich. Ein regelmäßiger Runder Tisch Ostend etabliert sich. Langfristig beteiligen sich die ansässigen Unternehmen an gemeinsamen Aktionen und Festen im Ostend.
Beschreibung
Im Verlauf der drei Projektjahre nimmt eine wachsende Anzahl der Bewohnenden an Angeboten und Aktionen teil. Nach der Förderung verstetigen sich Angebote. Die Zufriedenheit der Bewohnenden wird per Umfrage bestätigt und ist gewachsen.
Beschreibung
Die Interessen der Menschen des Quartiers werden gehört und berücksichtigt und bedarfsgerechte Maßnahmen ergriffen
Beschreibung
Anwohnende stehen in Austausch mit Versorgern des Stadtteils (Abfallwirtschaft, Stromanbieter etc.), Politik und Stadtverwaltung. Diese werden in Formaten wie runden Tischen berücksichtigt und kommen zu Wort.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeingut e.G.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Himmelsthür e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nordstadt.Mehr.Wert e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Helios Klinikum Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pro Vida Pflegedienst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Physiotherapiepraxis Mobili
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rösterei Dreielf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Musikschule Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
gbg Wohnungsbaugesellschaft Hildesheim AG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Friseur Hut
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bäckerei Grube
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hildesheimer Dienste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinwesenentwicklung Stadtfeld e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Harzer Wasserwerke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Braumanufaktur Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter-Betriebskita Ostendkinder Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Orangerie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Roots and Seeds
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse Arztpraxen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt zielt darauf ab, die Gemeinwesenarbeit im Ostend nachhaltig verstärkt durch Ehrenamtliche zu tragen. Während der Projektlaufzeit werden engagierte Anwohnende identifiziert, qualifiziert und in die „Initiative Ostend“ eingebunden, die auch nach Projektende aktiv bleibt. Der „Runde Tisch Ostend“ soll als Plattform für Austausch und Vernetzung dienen. Die Rolle einer festen GWA-Stelle wird schrittweise reduziert, während die ehrenamtliche Struktur gestärkt wird.
Galerie
20240524 163240
ostend von oben
Zustimmung Veröffentlichung
On

Der dritte Ort Hainholz

Ansprechpartner
Saeed Maissara
Das dritte Ort Hainholz: für eine Vielfältige und inklusive Gemeinwesenarbeit
Projektbeschreibung
Das dritte Ort Hainholz ist ein innovatives Gemeinwesenprojekt, das den Stadtteil Hainholz in Hannover nachhaltig stärkt. Es wird ein offener, interkultureller Begegnungsraum außerhalb von Wohn- und Arbeitsumfeld, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert und neue Möglichkeiten für Engagement und Teilhabe schafft. Besonders in einem Stadtteil mit sozialen Herausforderungen und einer heterogenen Bevölkerung. Kernziele sind: Stärkung der Gemeinwesenarbeit – Die Bewohner:innen werden aktiv in lokale Entscheidungsprozesse eingebunden und zur Mitgestaltung angeregt, Förderung des sozialen Zusammenhalts – Durch interkulturelle Begegnungen werden Netzwerke aufgebaut und das Miteinander gefestigt, Bürgerschaftliches Engagement stärken – Die Nachbarschaft wird ermutigt, eigene Projekte wie das „Hainholz Love and Peace Festival“ zu initiieren und Nachhaltige Entwicklung sichern – Durch langfristige Strategien soll das Café über die Förderphase hinaus bestehen und gemeinschaftlich verwaltet werden. Phasen der Umsetzung: (2025–26): Ankommen, erste Veranstaltungen und Netzwerkbildung, (2026–27): Intensivierung der Gemeinschaftsarbeit durch Workshops und Kulturangebote und (2027–28): Evaluation und Übergang in eine selbstverwaltete, wirtschaftlich tragfähige Struktur. Maßnahmen: Gestaltung und Eröffnung des Kaschta Cafés als Ort für interkulturellen Austausch, Aufbau von Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie dem Kulturtreff Hainholz, Öffentlichkeitsarbeit, Social-Media-Kampagnen und Werbematerialien zur Bekanntmachung, Durchführung von Workshops und Veranstaltungen, um lokale Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen und Einrichtung eines Nachbarschafts-Büros als Beratungs- und Koordinierungsstelle für Initiativen. Langfristige Wirkung: Das Projekt schafft eine nachhaltige soziale Infrastruktur, die den Stadtteil Hainholz durch vielfältige Gemeinwesenarbeit bereichert. Die Projektleitung besteht aus vier Personen, darunter Herr. Saeed Maissara (BSc in medizinischen Laborwissenschaften), Frau Lina Marie Jäger (MA in „SozialeArbeit im internationalen Kontext“) und Frau Rahama Eldouma (BA in InternationaleBeziehungen). Allee bringen ihre Expertise und Erfahrungen ein, um das dritte Ort Hainholz gemeinsam mit den Umbaja-Mitgliedern zu führen.
Laufzeit
2025-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Hainholz ist ein Stadtteil, der mit sozialen und baulichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Die Bevölkerung ist sehr divers, jedoch fehlt es an geeigneten Treffpunkten, die den Austausch zwischen den verschiedenen sozialen und kulturellen Gruppen fördern. Besonders für Migrantengemeinschaften gestaltet sich der Integrationsprozess schwierig, da es an offenen Räumen und Netzwerken mangelt, die den Dialog und die aktive Teilnahme an der Gesellschaft unterstützen. Viele Bewohner fühlen sich isoliert, was das soziale Miteinander belastet und den Zusammenhalt erschwert. Baulich gibt es in Hainholz ungenutzte oder wenig ansprechende öffentliche Flächen, die nicht als Orte der Begegnung dienen. Der Stadtteil wirkt funktional, jedoch wenig einladend, was den sozialen Austausch behindert. Baulich gibt es in Hainholz ungenutzte oder wenig ansprechende öffentliche Flächen, die nicht als Orte der Begegnung dienen. Der Stadtteil wirkt funktional, jedoch wenig einladend, was den sozialen Austausch behindert. Besonders Migranten und sozial benachteiligte Gruppen haben wenig Möglichkeiten, sich zu vernetzen und aktiv in die Gestaltung ihrer Nachbarschaft einzubringen. Das dritte Ort Hainholz soll diese Lücken schließen, indem es als inklusiver „Ort“ fungiert. Hier können Menschen unterschiedlichster Herkunft und sozialer Lage zusammenkommen, sich austauschen und an der Verbesserung ihres Umfeldes mitwirken. Das Café fördert die Integration von Migranten und stärkt den sozialen Zusammenhalt, indem es die aktive Teilnahme aller Bewohner an der Gemeinschaft ermöglicht.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Hainholz
Beschreibung
Hainholz ist ein Stadtteil im Nordwesten von Hannover, der sich durch eine Mischung aus Wohngebieten, Grünflächen und sozialer Infrastruktur auszeichnet. Die genaue räumliche Abgrenzung von Hainholz wird durch verschiedene geografische Merkmale und benachbarte Stadtteile definiert: Im Westen wird Hainholz durch den Stadtteil Linden-Limmer begrenzt, der ebenfalls ein urbanes Wohngebiet ist. Diese Grenze verläuft entlang der Bahnstrecken, die sowohl die Stadtteile voneinander trennen als auch eine Verkehrsanbindung bieten. Im Süden grenzt Hainholz an den Stadtteil Vinnhorst und auch an den „Nordstadtpark“, eine größere Grünfläche, die teilweise als Erholungsgebiet genutzt wird. Im Osten bildet die Grenze zum Stadtteil Nordstadt eine natürliche Trennung, die durch große Straßen wie die Lister Meile und die Nordstadtstraße definiert wird. Im Westen wird Hainholz durch den Stadtteil Linden-Limmer begrenzt, der ebenfalls ein urbanes Wohngebiet ist. Diese Grenze verläuft entlang der Bahnstrecken, die sowohl die Stadtteile voneinander trennen als auch eine Verkehrsanbindung bieten. Im Süden grenzt Hainholz an den Stadtteil Vinnhorst und auch an den „Nordstadtpark“, eine größere Grünfläche, die teilweise als Erholungsgebiet genutzt wird. Im Osten bildet die Grenze zum Stadtteil Nordstadt eine natürliche Trennung, die durch große Straßen wie die Lister Meile und die Nordstadtstraße definiert wird. Im Norden erstreckt sich der Stadtteil bis zum Stadtteil Ledeburg, und auch hier gibt es eine Vielzahl von Straßen und grünen Bereichen, die die Grenze bilden. Innerhalb Hainholz finden sich verschiedene Wohnviertel, Gewerbegebiete sowie soziale Einrichtungen. Das Gebiet weist eine gemischte Nutzung von Wohngebäuden und kleineren Betrieben auf und hat einen hohen Anteil an Mehrfamilienhäusern. Die Lage ist besonders gut durch den öffentlichen Nahverkehr und die Nähe zum Stadtzentrum von Hannover angebunden. Das Projekt „Kaschta Café Hainholz“ würde daher ideal in diesem sozialen, gemischten städtischen Umfeld wirken, da es eine zentrale Rolle in der Förderung von Gemeinschaft, Vernetzung und sozialen Angeboten spielen kann.
Einwohnerzahl
7796
Quelle / Anmerkungen
https://www.hannover.de
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
1- Die Bedeutung der Vielfalt in der Gemeinwesenarbeit Die treibende Kraft hinter diesem Projekt ist eine selbstorganisierte Gruppe von Migrant:innen, die ihm seinen einzigartigen Wert im Kontext sozialer Gerechtigkeit verleiht. Durch gezielte Finanzierungsmöglichkeiten und ihre enge Verbundenheit mit der Gemeinschaft gelingt es ihnen, jene oft übersehene und unsichtbare Basis der Gesellschaft – insbesondere in Hainholz – zu erreichen und aktiv einzubinden. 2- Fehlende soziale Infrastruktur und Treffpunkte Hainholz leidet unter einem Mangel an Begegnungsorten, insbesondere für interkulturellen Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten. Das Projekt schließt diese Lücke durch das „Kaschta Café“, das als inklusiver Treffpunkt für Bewohner*innen aller Hintergründe dient. 3- Hoher Anteil sozial benachteiligter Gruppen Der Stadtteil Hainholz weist überdurchschnittlich hohe Anteile an Menschen mit Migrationshintergrund (63 %), Arbeitslosen (11 %), alleinerziehenden Eltern (23 %) und jungen Arbeitslosen (5 %) auf. Diese Gruppen sind besonders auf niederschwellige Unterstützungsangebote angewiesen, die durch das Projekt gezielt gefördert werden. 4- Nachhaltigen und wirtschaftlichen Denken Das Projekt setzt auf eine langfristige Selbstorganisation durch Gemeinwesenarbeit und wirtschaftliche Perspektiven entwickelt (z. B. Umwandlung in eine gemeinnützige GmbH), um das Project über die Förderphase hinaus tragfähig zu machen. 5- Innovativer Ansatz zur Integration und Teilhabe Durch partizipative Formate wie das „Ubuntu-Gemeinschaftsforum“, Workshops, Nachbarschaftshilfe und das „Hainholz Love and Peace Festival“ wird der soziale Zusammenhalt aktiv gestärkt. Dies geht über klassische Gemeinwesenarbeit hinaus und fördert bürgerschaftliches Engagement auf neue Weise. 6- Beitrag zur lokalen Wirtschaftsentwicklung Das Projekt zielt nicht nur auf soziale, sondern auch auf wirtschaftliche Stabilität ab. Das „Cultures Investment Lab“ und das „Wirtschaftsforum Hainholz“ helfen, kulturelle Initiativen in wirtschaftliche Chancen zu verwandeln. Damit trägt das Projekt zur Aufwertung des Stadtteils und zur Schaffung neuer Einkommensquellen bei.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2021
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
Projektgebiet in Prozent
63
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialbericht 2023
GWA/QM-Ansatz
Das „Kaschta Café Hainholz“ verfolgt sowohl den Ansatz der Gemeinwesenarbeit als auch des Quartiersmanagements. Als sozialer Treffpunkt im Stadtteil stärkt es das Gemeinschaftsgefühl und fördert den interkulturellen Austausch. Ein zentraler Bestandteil der Gemeinwesenarbeit ist die Beteiligung der Anwohner*innen. Das Café bietet den Bewohner*innen einen Raum, in dem sie aktiv mitgestalten können, sei es durch Veranstaltungen, Workshops oder das Einbringen eigener Ideen. Diese Beteiligung stärkt das Zugehörigkeitsgefühl und fördert die Selbsthilfe sowie Eigenverantwortung der Community. Darüber hinaus trägt das Projekt zur Netzwerkbildung bei, indem es Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie Kulturtreffs, Schulen und Vereinen aufbaut. Diese Zusammenarbeit fördert den sozialen Zusammenhalt und schafft Plattformen für den Austausch zwischen verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen im Stadtteil. Das „Kaschta Café“ fungiert als Brücke zwischen diesen Gemeinschaften, insbesondere für Migrantengruppen. Im Bereich des Quartiersmanagements verfolgt das Projekt eine langfristige Perspektive. Es trägt zur Verbesserung der Lebensqualität und Infrastruktur im Stadtteil bei, unterstützt lokale wirtschaftliche Initiativen und fördert die Vernetzung zwischen den Akteuren. Zudem setzt das Projekt auf Eigenverantwortung, indem es den Bewohner*innen ermöglicht, aktiv zur Weiterentwicklung des Viertels beizutragen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Der Kulturtreff Hainholz : Er ist ein offener Ort für kulturellen Austausch, Kreativität und nachbarschaftliches Miteinander. Er bietet ein vielfältiges, generationen- und kulturenübergreifendes Programm. https://kulturtreffhainholz.de
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
UNTER EINEM DACH ist eine gemeinnützige Community, die Solidarität, Selbstwirksamkeit und persönliche Entwicklung fördert. Sie setzt sich für gesellschaftliche Gerechtigkeit ein und stärkt gegenseitige Verantwortung. https://unter-einem-dach.org
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Als Kooperationspartner, der MSV e.V. wird den „Dritten Ort Hainholz“ insbesondere in drei zentralen Bereichen fördern und unterstützen: 1- Integration in bestehende Strukturen, 2- Vernetzung und Kooperation und Förderung der Umsetzung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Durch unsere langjährige Geschichte und enge Verwurzelung in Hainholz sind wir mit vielen Familien und Einzelpersonen verbunden, insbesondere mit Menschen mit Migrationshintergrund, und kennen ihre Lebensrealitäten gut.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hr. Herberg (Stadterneuerung Hannover) unterstützt unser Projekt. Am 6.03.2025 organisierte er ein Treffen mit Stadtbezirksmanager Kaczmarek und Nachbarschaftsarbeiter Kandziora. Zudem nahm er am 24. März an einer Beratung mit Hr. Kissling (LAG) teil.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unsere langjährigen Partner in Hannover, darunter der Flüchtlingsrat Niedersachsen, das Cameo Kollektiv, der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen, der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen sowie GAAKT, stehen hinter dem Projekt.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die langfristige Zukunft des dritte Ort Hainholz erfordert eine Balance zwischen sozialem Engagement und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit. Ein solides Geschäftsmodell, das die lokale Gemeinschaft einbindet, sichert den Erfolg. Finanzierungen durch Café-Einnahmen, Veranstaltungen, Mitgliedsbeiträge und Fördermittel sind wichtig. Starke Markenbildung und regelmäßige Events fördern die Bekanntheit. Eine gemeinnützige Gesellschaft (gUG oder GmbH) könnte zusätzliche finanzielle Vorteile bieten.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Haus der Mehrsprachigkeit

Ansprechpartner
Alexandra Konopleva
Funktion 1. Vorsitzende
Mehrsprachigkeit leben – Integration gestalten
Projektbeschreibung
Viele mehrsprachige Kinder haben keine Gelegenheiten, ihre Familiensprachen außerhalb des Elternhauses anzuwenden. Dadurch geht nicht nur ein wichtiger Teil ihrer Identität verloren, sondern auch die Möglichkeit, mit ihrer Familie auf Augenhöhe zu kommunizieren. Gleichzeitig stehen neuzugewanderte Kinder und Erwachsene vor großen Herausforderungen bei der sozialen und sprachlichen Integration. Diese beiden Gruppen können sich ideal gegenseitig unterstützen: während Neuzugewanderte von deutschsprachigen Gleichaltrigen profitieren, erhalten mehrsprachig aufgewachsene Kinder die Möglichkeit, ihre Familiensprache aktiv zu vertiefen. Wenn sich zudem deutschsprachige Menschen einbringen, entsteht ein offener Austausch, der zeigt, wie wertvoll und bereichernd Mehrsprachigkeit für alle ist. Unser Ziel ist es, Mehrsprachigkeit als Ressource für das gesamte Quartier nutzbar zu machen und soziale Isolation durch niedrigschwellige Begegnungsangebote zu durchbrechen. Die bisherigen Strukturen im Stadtteil bieten kaum interkulturelle Räume, in denen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft austauschen und aktiv einbringen können. Hier setzt unser Projekt an: wir verknüpfen Bildungs- und Kulturförderung mit Gemeinwesenarbeit, um Begegnung und Teilhabe in der Nachbarschaft nachhaltig zu stärken. Neben den vielfältigen Angeboten in unserem Jugendtreff, wo Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, ihre Herkunftssprachen aktiv im Alltag zu nutzen – durch kreative, spielerische und bildungsorientierte Angebote, die von Kunst über Naturwissenschaften bis hin zu Theater reichen - möchten wir auch im Quartier verstärkt präsent sein. Durch mobile Angebote, Kooperationen mit lokalen Akteuren und die gezielte Aktivierung von Bewohner*innen schaffen wir neue Begegnungsräume. Wir setzen auf eine Kombination aus festen Anlaufstellen und flexiblen Formaten im Stadtteil, um möglichst viele Menschen zu erreichen und langfristige Netzwerke aufzubauen. Zusätzlich legen wir großen Wert auf die aktive Einbindung der Bewohnerinnen. Teilnehmerinnen werden zu Multiplikator*innen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die bei uns aktiv sind, tragen ihre Erfahrungen weiter in ihre Nachbarschaft – sei es durch interkulturelle Projekte, ehrenamtliche Initiativen oder die Unterstützung neuer Teilnehmender. Dadurch entsteht eine dynamische Struktur, die nicht auf unseren Jugendtreff beschränkt bleibt, sondern in den Alltag der Menschen übergeht.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
Ausgangslage
In unserem Projektgebiet bestehen folgende Herausforderungen: 1) Fehlende Begegnungsräume: Es gibt kaum Orte, an denen Menschen unterschiedlicher Herkunft zwanglos miteinander in Kontakt treten können. 2) Eingeschränkte Vernetzung: Viele Bewohnerinnen mit Migrationsgeschichte haben wenig Kontakt zur Mehrheitsgesellschaft, , und es fehlen niedrigschwellige Begegnungsangebote, die einerseits die Herkunftskultur wertschätzen und andererseits Integration fördern. Es gibt Spannungen zwischen verschiedenen zugewanderten Gruppen. 3) Sozioökonomische Unsicherheiten: Viele Bewohner*innen haben prekäre Einkommensverhältnisse, was Passivität verstärkt. 4) Städtebauliche Defizite: Fehlende Aufenthaltsräume und wenig attraktive öffentliche Plätze. Aktuell betreiben wir im Stadtteil einen mehrsprachigen Kinder- und Familientreff. Unser Fokus liegt auf der Förderung von Mehrsprachigkeit, interkultureller Kompetenz und der sozialen Teilhabe. Durch den gezielten Einsatz von GWA und QM möchten wir den oben beschriebenen Herausforderungen entgegenwirken, unsere bestehende Struktur ausweiten und stärker in den Stadtteil hineinwirken. Dazu gehören unter anderem: 1) Mobile & aufsuchende Angebote, um auch Menschen zu erreichen, die bisher wenig Zugang zu unseren Programmen hatten. 2) Stärkere Kooperation mit anderen Akteuren im Quartier, um ein nachhaltiges Netzwerk zu schaffen. 3) Nutzung öffentlicher Räume für gemeinschaftliche Aktivitäten, um niedrigschwellige Begegnungen zwischen Nachbarn unterschiedlicher Herkunft zu ermöglichen. Mit diesen Maßnahmen wollen wir das Quartier langfristig stärken, soziale Isolation abbauen und das interkulturelle Miteinander verbessern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover - Vahrenwald List
Beschreibung
Der geplante Projektstandort befindet sich im Stadtbezirk Vahrenwald-List in Hannover, einem dicht besiedelten, urbanen Gebiet mit einer hohen sozialen und kulturellen Vielfalt. Das Fördergebiet umfasst vor allem die Wohnquartiere rund um die Vahrenwalder Straße, den Vahrenwalder Park und den Stadtteil List, die durch eine heterogene Bevölkerungsstruktur geprägt sind. Vahrenwald-List gehört zu den Stadtteilen mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Familien mit Migrationshintergrund. Viele Kinder wachsen hier mehrsprachig auf, jedoch fehlt es an gezielten Bildungsangeboten, die ihre sprachlichen Ressourcen fördern und ihnen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Gleichzeitig gibt es in diesem Gebiet eine wachsende Nachfrage nach sozialen Begegnungsräumen, die als Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen dienen können. Das Fördergebiet ist sozialräumlich abgegrenzt durch zentrale Verkehrsachsen wie die Vahrenwalder Straße im Westen und den Schiffgraben im Osten. Im Norden erstreckt es sich bis an die Grenzen des Stadtteils Hainholz, im Süden bis zur Podbielskistraße. Das Gebiet zeichnet sich durch eine Mischung aus Wohnquartieren, kleineren Gewerbegebieten und Bildungseinrichtungen aus, die das soziale Leben im Stadtteil prägen.
Einwohnerzahl
71000
Quelle / Anmerkungen
https://www.citypopulation.de/de/germany/hannover/admin/
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt einen klaren gemeinwesenorientierten Ansatz, da es direkt auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der mehrsprachigen Bewohner*innen im Stadtteil eingeht. 1. Partizipation und Einbindung Unser Ansatz basiert darauf, Bewohner*innen aktiv in die Gestaltung der Angebote einzubeziehen. Ehrenamtliche aus der Community werden eingebunden. 2. Stärkung der Selbstorganisation und Eigeninitiative Wir fördern Empowerment, indem wir Eltern und Jugendliche ermutigen, selbst aktiv zu werden – sei es durch die Organisation von Sprach- und Kulturprojekten oder durch gegenseitige Unterstützung im Bildungsbereich. Unser Zentrum dient als Plattform für den Austausch, in der Nachbarschaften entstehen und Menschen sich vernetzen können. 3. Verbesserung der sozialen Teilhabe und Chancengleichheit Viele mehrsprachige Familien haben begrenzte Zugänge zu Angeboten, die ihre Herkunftssprachen einbeziehen. Unser Projekt schafft niedrigschwellige Zugänge zu Bildung, Kultur und sozialer Interaktion. Wir bieten Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie Mehrsprachigkeit als Ressource erleben und sich mit ihrer Identität auseinandersetzen können. 4. Nachhaltige Strukturen für das Quartier Unser Ziel ist es, Mehrsprachigkeit als festen Bestandteil der Bildungs- und Gemeinwesenarbeit im Stadtteil zu etablieren. Durch Kooperationen mit anderen lokalen Akteuren soll das „Haus der Mehrsprachigkeit“ langfristig für die Nachbarschaft bestehen bleiben.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kinder und Erwachsene, die bei uns Erfahrungen gesammelt haben, bringen ihre neu gewonnenen Perspektiven, Kontakte und interkulturellen Kompetenzen zurück in ihre Nachbarschaft. Dadurch entstehen neue Gesprächsräume.
Beschreibung
Familien starten eigene Initiativen und engagieren sich langfristig ehrenamtlich.
Beschreibung
Projekt nutzt bestehende mehrsprachige Ressourcen, indem wir Ehrenamtliche einbinden und Kooperationen mit lokalen Akteuren ausbauen.
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen und sozialer Hintergründe werden gemeinsam aktiv und lernen voneinander. Es entsteht mehr Offenheit zwischen verschiedenen Gruppen im Quartier
Beschreibung
Bildung, Integration und Kultur werden vernetzt und es entstehen Kooperationen mit Schulen und sozialen Einrichtungen.
Beschreibung
Intensivierung unserer Zusammenarbeit mit Schulen, sozialen Trägern und anderen relevanten Akteuren findet statt. Langfristig entsteht ein gestärktes soziales Miteinander.
Beschreibung
Unser Projekt stärkt den interkulturellen Austausch, indem es Räume für Begegnung schafft und das nachbarschaftliche Miteinander fördert.
Beschreibung
Wir streben an, nachhaltige Bildungs- und Begegnungsorte zu etablieren, indem wir neue Räumlichkeiten erschließen und bestehende Strukturen verbessern.
Beschreibung
Unser Modell wird erfolgreich, wenn es über den Stadtteil hinaus als Best-Practice-Beispiel wahrgenommen und auf andere Regionen übertragbar wird.
Vorhandene Strukturen
1) Ehrenamtliche Strukturen Unser Verein wird von einem großen Netzwerk an Ehrenamtlichen getragen. Monatlich engagieren sich rund 50 Freiwillige in verschiedenen Bereichen – von Bildungsarbeit bis hin zu nachbarschaftlichen Initiativen. Viele unserer Ehrenamtlichen sind mehrsprachige Bewohnerinnen aus dem Stadtteil, die ihre eigenen Erfahrungen weitergeben und so zur gegenseitigen Unterstützung innerhalb der Community beitragen. Dadurch wird das soziale Miteinander im Quartier gestärkt. Ehemalige Teilnehmende unseres Programms bleiben oft als Mentorinnen erhalten und begleiten neue Familien beim Ankommen. 2) Professionelle Strukturen Unser Team besteht aus pädagogischen Fachkräften und interkulturellen Berater*innen, die Angebote zur Förderung von Mehrsprachigkeit und sozialer Teilhabe entwickeln. Wir haben Erfahrung in der Durchführung von Projekten auf Landes- und Bundesebene. 3) Quartiersmanagement und Vernetzung Unser Projekt ist in die bestehenden Strukturen des Stadtteils sowie der Stadt eingebunden. Wir sind Teil von Netzwerken wie AG 78 und kooperieren mit lokalen Vereinen, Schulen und sozialen Trägern. Durch regelmäßige Austauschformate mit der Stadtverwaltung und anderen Akteuren tragen wir dazu bei, quartiersbezogene Herausforderungen zu identifizieren und gezielt anzugehen. Unsere Räumlichkeiten dienen als Anlaufstelle für Familien, in der Beratung, Unterstützung und gemeinschaftliche Aktivitäten stattfinden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Rubikus e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freizeitheim Vahrenwald
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wasmitherz e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bezirksrat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsbeirat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschulen des Stadtbezirks
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HAZ
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtkind
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtjugendring Hannover
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Unser Ziel ist es, das Haus der Mehrsprachigkeit langfristig als festen Bestandteil der Bildungs- und Integrationslandschaft in Hannover zu etablieren. Dafür arbeiten wir eng mit kommunalen Akteuren, Schulen, sozialen Trägern und Förderinstitutionen zusammen. Aktuell finanzieren wir uns über befristete Projektförderungen, Spenden und Ehrenamt. Langfristig streben wir eine strukturelle Förderung durch das Land Niedersachsen an, um eine nachhaltige Finanzierung zu sichern.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam-Laden

Ansprechpartner
Bettina Krause
Funktion Geschäftsstelle
Schaffung einer ""Caring Community" durch niedrigschwellige Angebote für alle Bewohner*innen
Projektbeschreibung
Mitten im Östlichen Ringgebiet entsteht ein Ort für Alle. Der "Gemeinsam-Laden" der Bürgerstiftung Braunschweig, ein Ort mit Wohlfühlatmosphäre, wird ein Schlüssel zur Förderung von Gemeinschaft, gegen Einsamkeit und bringt Menschen durch unterschiedlichste, niedrigschwellige Angebote zusammen: Von gemeinsamen Nähaktionen (Große nähen für Kleine - keiner näht alleine), Backen für das Friedhofscafé, Studenten/ Schüler erklären Smartphones, Demokratie-Workshops (Fragen statt Argumentieren), Musik gemeinsam hören (von Klassik bis 80er Jahre), Treffen für junge Mütter und Väter, reinen Männerrunden (Männer reden anders) bis hin zum Mehrsprachigen Bilderbuchkino. Neue Ideen kommen durch Organisatoren, Ehrenamtliche, Beteiligte kontinuierlich dazu. Durch sozialen Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe können sich Menschen kennenlernen und füreinander Verantwortung auch ausserhalb des „Ladens“ übernehmen: Für die 85jährige aus der Nebenstraße einkaufen gehen oder sie zum Arzt begleiten, mal auf das Kind der Alleinerziehenden aufpassen wenn sie dringende Termine hat oder einfach nur mal gemeinsam zu einem Spaziergang starten oder bei einem Tee oder Kaffee ein wenig reden. Der Laden ist anfangs nur geöffnet, wenn er für konkrete bereits bestehende Projekte der Bürgerstiftung Braunschweig oder Treffen genutzt wird - wie die teilweise vorher beschriebenen Projekte oder auch Austauschtreffen der ehrenamtlichen LesePat*innen oder des "Radeln ohne Alter"-Teams. Angebote des kostenfreien BürgerKollegs können dort stattfinden, ein Literaturabend, ein gemeinsames Abendbrot ... der Laden soll so viel und so verschieden genutzt werden wie irgend möglich. Die Idee und Ziel ist, dass der Laden nach drei Jahren an allen Wochentagen 8 - 12 Stunden genutzt wird und geöffnet ist.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Auf den ersten Blick würde man in Braunschweig das "Östliche Ringgebiet" nicht im klassischen Sinne als problematisches Quartier bezeichnen: Zahlreiche Altbauten und eine große Parkanlage machen das Quartier zu einem beliebten Wohnviertel. Es ist das dichtbesiedeltste in Braunschweig mit insgesamt 26.875 Einwohnern (Stand: 31.12.2023). Der Ausländeranteil liegt bei 9 % und der von Menschen mit Migrationshintergrund bei 21 %. Warum ist genau dort ein strategisches, soziales Projekt sinnvoll? Die Anzahl der Einzelpersonenhaushalte liegt bei knapp 62 %, der Anteil der Menschen über 55 und älter liegt bei 30 %. Diese Zahlen sind schon jetzt bedenklich - wie werden sie in 20 Jahren aussehen? Wenn man jetzt nicht beginnt vorzusorgen, Angebote und Strukturen aufbaut, dann verpasst man wichtige Chancen für die Zukunft. Das Östliche Ringgebiet ist nicht das "überaltertste" Quartier in Braunschweig - es bietet sich aber an, eine Zukunftsstrategie zu entwickeln. In Braunschweig schaut man immer nur in den "Westen" (Weststadt, Westl. Ringgebiet), während der "Osten" langsam ausblutet. In diesem Bezirk müssen aktiv im Sinne der "Caring Communities" Bindungen entstehen: Nachbarn müssen Generationen- und Nationalitätenübergreifend mit möglichst niedrigschwelligen Angeboten zusammenfinden. „Durch die bewusste Förderung von schwachen Bindungen und die Schaffung von Begegnungsorten kann Gemeinschaftlichkeit als Engagement-Qualität der Zukunft gestärkt werden.“ (Dr. Metzner, Sammelband Einsamkeit im Alter, 2024) Gerade die Bundestagswahlergebnisse haben gezeigt, was für ein Gedankengut sich an Orten entwickelt, an denen es keine Angebote gibt, wo sich die Menschen nicht gesehen fühlen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Östliches Ringgebiet
Beschreibung
Das Stadtviertel Östliches Ringgebiet ist heute trotz seiner großen Parkanlagen mit 6640 Einwohnern pro km² der am dichtesten besiedelte Stadtbezirk Braunschweigs. Es reicht von der Gliesmaroder Straße bis zur Georg-Westermann-Allee. Im Kern dieses Gebietes liegen die Marien-, Comenius-, Nußberg-, Rosen- und Husarenstraße. Kleine Geschäfte haben in den vergangenen Jahren geschlossen und aus vielen ehemaligen Läden wurden Wohnungen. Inzwischen vermittelt das Quartier dass es nur zum Schlafen genutzt wird: Von den Bewohnern als Parkplatz genutzte Strassenfluchten - mit schöner Bausubstanz, aber ohne Leben. In der Braunschweiger Statistik findet man hier eine weit über dem Durchschnitt liegende Zahl von Single-Haushalten, rund ein Drittel der Quartiersbewohner sind 60 Jahre oder älter. In kleinen Wohnungen gibt es eine relativ hohe Fluktuation durch Studiendende, die wiederum von Armut bedroht sind - das ist ein Wert, der in der Braunschweiger Statistik nicht erfasst wurde und nicht messbar ist.
Einwohnerzahl
26875
Quelle / Anmerkungen
Stadt Braunschweig: https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/fb_institutionen/fachbereiche_referate/fb01/ref0120/stadtforschung/index.php
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik-Atlas Braunschweig 2023, https://www3.braunschweig.de/statistik/2024_Statistik-Atlas/atlas.html?date=2023
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
GWA ist ein unverzichtbares Instrument zur Stärkung der Demokratie und des sozialen Zusammenhalts – der „Gemeinsam-Laden“ bringt bereits existierende Projekte – wie den Workshop „Fragen statt Argumentieren gegen Menschenfeindlichkeit und Rechts“ bei der Bürgerstiftung Braunschweig – und neue Angebote direkt vor Ort zusammen. Im „Östlichen Ringgebiet“ ist es eine strategische Investition in die Zukunft der dort lebenden Menschen. Vergleicht man das Quartier etwa mit einem Dorf, so fehlen hier die Menschen, die etwas gemeinsam machen und aufeinander aufpassen. Sämtliche Bewohner*innen des Quartiers sollen niedrigschwellig, interkulturell, generationen- und sozialraumübergreifend erreicht werden. Im Quartier gibt es einige Angebote - die Vernetzung der vorhandenen Infrastruktur ist aber notwendig, da dieses Viertel nie im Fokus von Betrachtungen stand. In den kommenden Jahren wird sich - wenn nicht dagegen gearbeitet wird - die Vereinsamung besonders der älteren der Bewohner*innen verstärken. Überforderte Pflegedienste und Senioreneinrichtungen können nur durch das Miteinander und den Zusammenhalt einer "Caring Community" aufgefangen werden. Durch den täglich genutzten "Laden" mit seinen unterschiedlichsten Angeboten, die durch einen Hauptamtlichen "Kümmerer" organisiert werden und die/der als Ansprechpartner*in immer zur Verfügung steht, entsteht ein Vermittlungsort für alle Bewohner*innen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Angebote im Laden aus gut besuchten immer wiederholten und dazwischen ständig neuen Ideen wechseln. Für jede*n muss etwas dabei sein.
Beschreibung
Der Gemeinsam Laden an sieben Tagen pro Woche mindestens 8 Stunden geöffnet ist.
Beschreibung
Bewohner*innen bringen selbst Ideen für Angebote ein und gestalten sie.
Beschreibung
Kooperationen haben im "Laden" begonnen und sind dann an andere Orte umgezogen. Die Einkaufstasche ist zu schwer um sie nach hause zu tragen? Der Nachbar nimmt sie mit und bringt sie in die Wohnung.
Beschreibung
Aus Begegnungen im "Laden" werden Bekanntschaften, man erkennt sich auf der Straße oder im Supermarkt, man hilft sich.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Stadt Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftshilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Franz'sches Feld
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GS Comeniusstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Begegnungsstätte des LAB (Lange aktiv bleiben)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Raabe Haus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Brunsviga
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Edeka Görge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fitness-Studio und Physiotherapeuten im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Johannis
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Pauli-Matthäus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GS Heinrichstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie Schule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Musikschule Fit in Music
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freie Turner
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
BSC Acosta
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Edeka Dinter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenkreis Am Wasserturm
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BegegnungsZentrum Stadtpark
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Gute Ideen finden Förderer - das hat die Bürgerstiftung Braunschweig mit Projekten wie "Auf dem Weg zum Buch" oder "Brücken bauen" seit mehr als 20 Jahren bewiesen. Mit der Eröffnung können Förderer und Spender*innen vor Ort sehen wie der "Gemeinsam-Laden" funktioniert. Es werden aktiv zweckgebundene Gelder eingeworben, die dann ab dem 4. Jahr die weitere Existenz des "Ladens" sichern. Das ist unsere Expertise.
Galerie
das koennte unser ladern werden 1
das koennte unser laden werden 2
nussbergstrasse
rosenstrasse
marienstrasse
aus laeden werden wohnungen
Zustimmung Veröffentlichung
On

Quartiersprojekt Rhumeviertel. Nachbarschaftstreffpunkt ausbauen. Bildungschancen erhöhen. Demokratie fördern

Ansprechpartner
Holger Gatzenmeyer
Funktion Vorstand
Wir im Quartier! Treffpunkt. Begegnung. Bildung.
Projektbeschreibung
Das Quartiersprojekt fördert gute Nachbarschaft und sorgt für mehr Miteinander. Als Anlaufpunkt des Stadtteils wurde der "Quartierstreff Rhumeviertel" errichtet. Er fungiert als multikulturelle Begegnungsstätte und als Beratungsstelle für soziale Anliegen der NachbarInnen und ist Ausgangsort für weitere Unternehmungen. Wir möchten ein Stadtteil-Team, bestehend aus engagierten BewohnerInnen ausbilden und diese MultiplikatorInnen für ein demokratisches Quartiersleben einsetzen. Es soll der Vernetzung zw. der Nachbarschaft und anderer Institutionen, dienen. Patenmodelle empowern die BewohnerInnen und fördern das Miteinander. Die Nachbarschaft ist gut miteinander vernetzt und ergänzt sich bei Bedarfen: z.B. Einkaufstandems. Der Wirkungskreis wird um den Kooperationspartner Werkstattschule ergänzt. Die Angebote werden miteinander abgestimmt und somit erweitert. Im Rahmen von Bürgerforen wird der demokratische Austausch unter Nachbarn und die Mitarbeit für das Stadtteilleben begleitet. Das Format „Politik to go“ bietet Berührungspunkte mit PolitikerInnen und baut Hürden ab. Für BürgerInnen aus dem Stadtteil, die Freunde und Partner verloren haben, sind soziale Kontakte ein wichtiger Pfeiler für den Erhalt der mentalen Gesundheit und körperlichem Wohlbefinden. Im Quartierstreff entstehen Kontakte, die weit über die Treffen hinausgehen. Die Menschen vernetzen sich, sozialer Einsamkeit wird vorgebeugt. In Zusammenarbeit mit dem Seniorenstützpunkt des LK, findet eine qualifizierte Wohnberatung statt. Erweitert werden soll das Angebot um digitale Begleitung, die SeniorInnen ohne Anbindung an ein junges Umfeld fehlt und von alltäglichen Angeboten teilweise ausschließt (online-Anträge, Arzttermine, Apothekenbestellungen usw.) Der Kindertreff ist eist ein fester Bestandteil des Quartiertreffs. Bereits jetzt fördern wir die generationenübergreifenden Begegnungen, die in Rahmen von Festen (Weihnachtsfeier, Karneval) aber auch Ausflügen (Freibad, Tierpark) umgesetzt werden. Im neuen Projektjahr wird ein weiterer Schwerpunkt im Rahmen der digitalen Begleitung gesetzt. „Jung hilft Alt“- Projekt: SchülerInnen, z.B. einer Schule aus dem Stadtteil begleiten SeniorInnen beim Umgang mit Smartphones, Tablets und digitalen Diensten. Hierfür kommt eine Kooperation mit der Oberschule im Quartier in Frage. Der generationsübergreifende Austausch wird gestärkt und es entstehen Patenschaften. Des Weiteren soll eine Hausaufgabenhilfe durch ehrenamtliche Helfende etabliert werden.
Laufzeit
2025-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Quartier zwischen Eisenbahn und Rhume ist geprägt von sozialen Gegensätzen. Während einige BewohnerInnen in gesicherten Lebenslagen leben, stehen andere – insbesondere zugezogene Familien, Geflüchtete und ältere Menschen – vor großen Herausforderungen. Viele haben geringe Deutschkenntnisse, was den Kontakt zur Nachbarschaft erschwert. Gleichzeitig führen Vorurteile und Unsicherheiten der alteingesessenen Bevölkerung zu sozialer Distanz. Soziale Isolation betrifft vor allem ältere Menschen, die durch den Verlust von Angehörigen wenige soziale Kontakte haben. Die Corona-Pandemie hat dies verstärkt. Zudem fehlt vielen SeniorInnen digitale Kompetenz, wodurch sie von alltäglichen Angeboten wie Online-Arztterminen oder Behördengängen ausgeschlossen sind. Vernetzung und Gemeinschaft sind dringend nötig, da viele Communitys isoliert nebeneinander leben. Der Quartierstreff Rhumeviertel schafft Begegnungen, unterstützt Nachbarschaftshilfe und fördert interkulturellen Austausch. Stadtteilrundgänge, botanische Spaziergänge und generationsübergreifende Patenschaften helfen, Vorurteile abzubauen. Bildung und Chancengleichheit sind zentrale Themen, da viele Kinder wenig Zugang zu gesunder Ernährung und alternativen Freizeitangeboten haben. Der Kindertreff bietet wöchentliche Programme und generationenübergreifende Aktivitäten, um Familien stärker einzubinden und soziale Strukturen zu stärken.Das Quartiersprojekt hat erste Erfolge erzielt und soll langfristig den Zusammenhalt im Viertel fördern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Rhumeviertel
Beschreibung
Das Quartiersgebiet grenzt an die Innenstadt Northeims und ist gleichzeitig durch die Bahngleise, in gedachter Linie, davon getrennt. Zur rechten Seite (Rückingsallee) wurde ebenfalls eine Grenze gezogen. Dahinter befindet sich ein Gebiet mit wenigen Anwohnern, einer Veranstaltungsfläche für z.B. Zirkuszelte ein Bürgersaal und Gewerbe. Zur linken Seite wurde das Gebiet über die Berliner Allee hinaus, um ein Wohngebiet erweitert, in dem viele Menschen mit Migrationshintergrund leben, dort verhältnismäßig viele Kinder wohnen und sich mehrere Betriebe befinden. Z.B. ein Eisenwarenhandel, ein Bildungsträger, eine Physiopraxis usw. Nach Norden hin wurde an der Rhume entlang (dem Naherholungsgebiet) das Viertel auch hinter dem Fluss mit einbezogen. Dort befindet sich ein großer Spielplatz, der nur über eine Brücke zu erreichen ist. Diese wurde im vergangenen Jahr saniert und bietet nun die Möglichkeit für beide Seiten den Fluss zu queren und sich an Aktionen im Stadtteil zu beteiligen. Im ursprünglichen Gebiet befinden sich weiterhin drei Kitas, eine Oberschule, die Tafel, eine Moschee und eine neuapostolische Kirche, das Hallenbad und die Sporthalle. Des Weiteren gibt es hier brach liegende Gebäude, ehemalige Autohäuser aber auch Werkstätten für Autos. Die Bevölkerung hier ist bunt gemischt. Eine Vielzahl von Kulturen treffen hier aufeinander. Durch die Namensgebung im ersten Projektjahr wurde eine Identifizierung mit dem Stadtteil und ein Zusammengehörigkeitsgefühl der BewohnerInnen erreicht.
Einwohnerzahl
2673
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro Stadt Northeim
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro Northeim
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro Northeim
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro Northeim
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersprojekt basiert auf einem gemeinwesenorientieten Ansatz, der die BewohnerInnen aktiv in die Gestaltung ihres sozialen Umfelds einbindet und die Gemeinschaft stärkt. Der Quartierstreff dient als offener Begegnungsort, an dem Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Status zusammenkommen, sich austauschen und gegenseitig unterstützen. Durch partizipative Angebote wie Nachbarschaftscafé, Selbsthilfegruppen, generationsübergreifende Aktivitäten und Bildungsprogramme, fördern wir die Eigeninitiative der BürgerInnen und die ihre Selbstwirksamkeit. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist das Empowerment der BewohnerInnen. Sie werden ermutigt, eigene Ideen und Bedürfnisse in den Stadtteil einzubringen und aktiv an Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Community Organizing spielt eine zentrale Rolle in unserem Ansatz. BewohnerInnen werden befähigt, sich gemeinsam für ihre Interessen einzusetzen und aktiv Veränderungen im Stadtteil voran zu bringen. Neben der Stärkung sozialer Strukturen kooperieren wir mit lokalen Akteuren und Vereinen, um bestehende Ressourcen zu vernetzen. Besonders wichtig sind niederschwellige Angebote, die für alle zugänglich sind und gezielt benachteiligte Gruppen einbeziehen. Unser Ansatz setzt auf soziale Nachhaltigkeit. Durch gemeinschaftliche Aktivitäten und ehrenamtliches Engagement tragen wir dazu bei, die Lebensqualität im Quartier zu verbessern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt langfristig zu stärken.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Handlungskompetenzen der BewohnerInnen sind gestärkt, sodass sie ihre Ideen im Stadtteil einbringen und selbständig umsetzen können: Organisation eines Nachbarschaftscafés, Gründung von Selbsthilfegruppen (Community Organizing), Nachbarschaftshilfen
Beschreibung
Durch öffentlichkeitswirksame Aktionen wie Pressearbeit, social media und Flyer/ Plakate, werden die Angebote und Ergebnisse der GWA sichtbar gemacht. Die Kompetenzen der BewohnerInnen fließen in die Entwicklung des Quartiers ein.
Beschreibung
Durch gemeinsame Feste, Ausflüge, Workshops und Versammlungen, lernen sich die Gruppen besser kennen. Sie profitieren von ihren Erfahrungen: Ältere sind Lesepaten und Wunschgroßeltern, während Jugendliche bei digitalen Herausforderungen unterstützen.
Beschreibung
Akteure des Stadtteils treffen sich bei regelmäßigen Austauschplattformen. Gemeinsam werden Projektideen erarbeitet und durch unterschiedliche Ressourcen bereichert. Durch Programme wie "Demokratie leben" werden Projekte, wie interkult. Flohmarkt geförde
Vorhandene Strukturen
Der Caritasverband verfügt über etablierte ehrenamtliche und professionelle Strukturen, die eine Grundlage für die Gemeinwesenarbeit bilden. Insbesondere die Ehrenamtsarbeit im Caritex Laden, die Erziehungslots*innen sowie die ZISS Selbsthilfekontaktstelle stärken das Gemeinwesen nachhaltig. Der Caritex Laden dient nicht nur als soziale Einrichtung, sondern auch als Begegnungsstätte, in der Ehrenamtliche gesellschaftliche Teilhabe fördern. Die Erziehungslots*innen begleiten Familien in Erziehungsfragen und vermitteln zwischen Familien und Beratungsstellen. Die ZISS Selbsthilfekontaktstelle unterstützt Betroffene durch den Aufbau und die Begleitung von Selbsthilfegruppen. In den nächsten drei Jahren sollen diese Strukturen gezielt in die Gemeinwesenarbeit integriert und ausgebaut werden. Ziel ist es, nachhaltige ehrenamtliche Strukturen zu schaffen, die nach Projektende weiterbestehen. Dies erfolgt durch stärkere Vernetzung, neue quartiersbezogene Initiativen und gezielte Qualifizierung der Ehrenamtlichen. Eine koordinierende Stelle wird als Schnittstelle zwischen Ehrenamtlichen, Fachkräften und der Quartiersbevölkerung fungieren. So wird langfristig eine stabile soziale Infrastruktur geschaffen, die das Gemeinwesen nachhaltig stärkt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Northeim: Bürgermeister
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oberschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turngemeinde Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Northeim: Senioren- und Pflegestützpunkt, Jobcenter LK Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Mariä Heimsuchung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HNA, Hallo Northeim, Bernward Medien
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landtagsabgeordneter Sebastian Penno
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnen in Northeim GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Harz-Weser-Werke gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hallenbad Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ZISS Selbsthilfekontaktstelle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindergarten Ostpreußenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Marien Kindergarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Senioren- und Pflegeheim Weighardt GbR
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Al-Ithbât und Tanzîh Moschee
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neuapostolische Kirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pyhsiotherapiezentrum "Rehactiv" Northeim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Northeim Abteilung Jugend/Sport/Kultur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Tafel e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportcampus (im Bau)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Werk statt Schule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Am Sultmer
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Lutter-Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fa. GollArt, Tischlerei und Möbelbau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bizim: Lebensmittelhändler, Kaufland: Supermerkt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Caritas Northeim ist Teil des Quartiers und des Quartiersprojektes. Die Beteiligung aller Bürger:innen und die Parteilichkeit für vulnerable Gruppen, wird von den Beratungsdiensten des Caritas-Centrums Northeim weiter praktiziert. Das Empowerment der Bewohner:innen wird durch die Ehrenamtskoordination und die Selbsthilfekontaktstelle ZISS weiter begleitet. Diese Strukturen sowie die Erfahrungen aus dem Projekt bilden eine Grundlage für die Fortführung der sich entwickelnden Bedarfe.
Galerie
20240604 155701
20241106 115904
20250304 160514
20250307 161754
20240528 151547
20241205 143941
neongolf herbstferienprogramm 2024
image000038a
interkultureller filmtag 2024
natuschutz koop
interkultreller tauschmarkt 23
sandkasten
20240831 092833
out o84gzbt9
Videos
Aufsteller
Zustimmung Veröffentlichung
On

Göttinger Quartiere - Gute Nachbarschaft in Göttingen, intelligent finanziert_1

Ansprechpartner
Christina Hammer
Funktion Sozialplanerin
Gemeinwesenarbeit für alle unter einem Dach!
Projektbeschreibung
Die Stadt Göttingen als Projektträgerin kooperiert mit dem NBZ Holtenser Berg sowie dem Stadteilbüro Leineberg, die beide als Nachbarschaftsvereine im Quartier tätig sind, was eine besondere Herausforderung durch das Ehrenamt und die Finanzierungsstrukturen bedeutet. Das Konzept verfolgt vier Ziele, die miteinander verzahnt sind: Übergeordnetes Ziel ist es, die NBZ und die GWA finanziell und strukturell abzusichern sowie die Gemeinschaften in den Quartieren zu stärken und die Teilhabe aller Menschen zu fördern. Die Träger*innen der Zentren sollen stärker zusammenwachsen, eine gemeinsame Finanzierungsstrategie der Gemeinwesenarbeit entwickeln und unabhängig werden. Innerhalb des Förderzeitraums von drei Jahren soll eine Planung erstellt und prozesshaft umgesetzt, die die Grundfinanzierung der NBZ verbessern soll. Zur Diskussion steht die Gründung eines gemeinsamen Daches für alle Standorte der GWA in Göttingen. Verbunden wird dies mit einem „Marketing“ „NBZ für alle“. Die Ergebnisse fließen in das Gesamtnetzwerk der GWA ein. Die intelligente Finanzierung der NBZ soll eine größere finanzielle Unabhängigkeit umfassen und die monetäre Verstetigung derselben. Zusätzlich wird ein kommunaler Austausch mit der Stadt Braunschweig und der lokalen GWA angestrebt. Die Umsetzung der Teilprojekte beinhaltet die Inklusion von Migrant*innen und soll deren Selbstorganisation ermöglichen. Unterziele sind 1. Demokratieförderung 2. Kriminalprävention und Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls 3. Intelligente Finanzierung. Demokratieförderung und -bildung umfasst die gelebte Vermittlung der Prinzipien der Demokratie: Partizipation, Transparenz, Informationsfluss und Entscheidungsfindung sowie die Werte des Grundgesetzes. Nicht alleine als Vermittlung von Wissen, sondern praktisch in Form von Mikroprojekten sollen diese Prinzipien und Werte gefördert und gelebt werden. Darüber hinaus soll die Affinität zu rechtsextremen Parteien von einem Teil der Bewohnerschaft in den Blick genommen, mögliche Gründe aus der Gruppe heraus thematisiert und demokratische Prinzipien praktisch eingeübt werden. Vorurteilsbewusstes Handeln und Denken sowie die Reflexionen hierauf bilden einen weiteren Inhalt. Kriminalprävention wird in Zusammenarbeit mit dem lokalen Präventionsrat und der Polizei in den Quartieren umgesetzt. Täterarbeit ist in dem einen und Opferarbeit in dem anderen Stadtteil vorgesehen. Wissenstransfer und Auswertung zwischen beiden Nachbarschaftszentren sind vorgesehen.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Seit 2017 beantragt die Stadt Göttingen Fördermittel aus dem Programm Gute Nachbarschaft und konnte darüber den kommunalen Aufbau der Gemeinwesensarbeit in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Trägern strategisch und strukturell weiterentwickeln sowie teilweise verstetigen. Diese Trägerstruktur zeichnet sich durch Vielfalt aus: Wohlfahrtsverbände, Nachbarschaftsvereine, die Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR), die Jugendhilfe Göttingen e. V. und der SC Hainberg 1980 e. V. setzen mit ihrem trägerspezifischen Know How die GWA in den Stadtteilen um. Zur strukturellen Sicherung wird jede Stadtteileinrichtung in Form einer anteiligen Sockelfinanzierung von der Stadt Göttingen gefördert, muss aber zusätzlich weitere Mittel einwerben. Hier bietet die oben beschriebene Trägerstruktur zwar Vorteile durch die Nutzung der trägerspezifischen Kompetenzen, jedoch große Unsicherheiten und Unterschiede in der Finanzierung. Insbesondere den überwiegend ehrenamtlich strukturierten Nachbarschaftsvereinen fehlt es an hauptamtlichen Ressourcen für Drittmittelakquise. Auch mit den Herausforderungen durch die gesellschaftlich veränderten Lagen (Zuwanderung, Demokratieverdrossenheit, Sicherheitsängste) sind die ehrenamtlich organisierten Nachbarschaftsvereine überfordert. Um eine weitgehende finanzielle Unabhängigkeit zu gewährleisten, bedarf es der Schaffung neuer quantitativer und qualitativer Strukturen, wie bspw. eines übergeordneten Dachverbandes GWA.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Göttingen Holtenser Berg/Holtensen/Hagenberg
Beschreibung
Der Holtenser Berg liegt im Nordwesten Göttingens auf einem Hügel, der nach Osten hin steil zu Leine und Grone abfällt. Südlich davon, getrennt durch den nördlichen Autobahnzubringer, liegt der Hagenberg. Westlich vom Holtenser Berg liegt Holtensen. Der Holtenser Berg und Holtensen sind durch die Straße unterm Hagen verbunden, die für den Autoverkehr gesperrt ist. Aufgrund der Lage am Stadtrand und der baulichen Trennung zwischen den umgebenden Stadtteilen stellen diese eigene Viertel dar. Das Nachbarschaftszentrum Holtenser Berg bezieht sich in seiner Arbeit auf die drei Quartiere Hagenberg, Holtenser Berg und Holtensen.
Einwohnerzahl
7892
Quelle / Anmerkungen
Referat 06 Statistik und Wahlen - Stadt Göttingen 2023
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 30.06.2023
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 30.06.2023
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023 Anmerkungen: Haushalte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Gebiet-Name
Leineberg
Beschreibung
Das Quartier Leineberg liegt im südwestlichen Stadtgebiet von Göttingen zwischen dem südlichen Bahnbogen und der Leine deutlich abgegrenzt und ist im Osten über die Weserstraße als Hauptverkehrsader zu erreichen.
Einwohnerzahl
2959
Quelle / Anmerkungen
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stad Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 30.06.2023
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 30.06.2023
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, Anmerkung: Haushalte, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat Statistik und Wahlen, 31.12.2023
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Göttingen verfolgt mit der Förderung der Göttinger NBZ den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Das Förderprogramm Gute Nachbarschaft bildet seit 2017 einen wichtigen Bestandteil für die Weiterentwicklung und Verstetigung der GWA in der Stadt Göttingen. Mit Hilfe der Landesförderung konnte in den bisherigen Förderrunden eine gesamtstädtische Strategie für die GWA, ein gemeinsames Verständnis und ein Netzwerk der GWA entwickelt werden. Das Stadtteilbüro Leineberg und das NBZ Holtenser Berg sind Teil dieses Netzwerkes, verpflichten sich dem Leitbild der GWA und setzten den Ansatz der GWA über die Säulen: Koordination der GWA, Förderung von Kooperation und Vernetzung und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements um. Die neu einzurichtende kommunale Koordinierungsstelle Gemeinwesenarbeit unterstützt das Netzwerk GWA, koordiniert die Trägertreffen GWA und fungiert als "Verwaltungslotse" und Bindeglied zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft. Das Projekt beinhaltet vielfältige Aktivierungsmethoden, einen hohen Grad an Beteiligung als auch konzeptioneller und interkommunaler Netzwerksarbeit. Aufgabe der Koordinierungsstelle ist es, diese Arbeitsschwerpunkte zu begleiten und konzeptionell zu unterstützen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Aktivitäten werden mit lokalen Partnern aus Wirtschaft, Kirchen und Sozialverbänden durchgeführt und der Austausch findet regelmäßig statt.
Beschreibung
Das Selbstverständnis der Quartiere geht über das eigene Quartier hinaus. Die NBZ sind Teil der kommunalen sozialen Infrastruktur, arbeiten aktiv im Netzwerk der Göttinger Nachbarschaftszentren mit.
Beschreibung
Finanzierungskonzept ist erstellt und eine Gesellschafterform ist entwickelt.
Vorhandene Strukturen
In beiden Gebieten bestehen bereits Stadtteileinrichtungen, die in der Trägerschaft der für diesen Zweck gegründeten Nachbarschaftsvereine liegen. Die Stadt Göttingen unterstützt den Betrieb der Nachbarschaftszentren anteilig in Form einer Sockelfinanzierung und stellt zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements ein geringfügiges Sozialraumbudget zur Verfügung. Zusätzliche Mittel müssen über Drittmittelakquise und Projektförderungen eingeworben werden. Das NBZ Holtenser Berg wird vom Nachbarschaftsverein Holtenser Berg e. V., der sich aus Bewohner*innen der Zielviertel zusammensetzt, getragen. Es gibt eine hauptamtliche Leitungskraft, die mit Hilfe des ehrenamtlichen Vorstandes die Verwaltung und Koordination der Ehrenamtlichen und ehrenamtlich geleiteten Veranstaltungen übernimmt. Bestandteile der GWA sind: ehrenamtliche Beratungsangebote, informelle Nachbarschaftshilfe und Beratung, Begegnungsfeste, Vernetzung mit Beratungsstellen und Institutionen im Quartier. Das Stadtteilbüro Leineberg wird vom Nachbarschaftsverein Leineberg betrieben. Die Mitgliederschaft besteht hauptsächlich aus Privatpersonen und einigen wenigen Institutionen, hier u. a. die Städtische Wohnungsbau GmbH als größte Vermieterin in dem Quartier. Als Anlauf- und Begegnungsstellen stehen die Angebote der Stadtteileinrichtungen allen Bewohner*innen der Quartiere zur Verfügung, unabhängig von der Mitgliedschaft in den Vereinen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jugendhilfe Göttingen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationszentrum für Stadt und Landkreis Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städtische Wohnungsbau GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SC Hainberg 1980 e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsverein Grone e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Begleitausschuss Partnerschaft für Demokratie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsrat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AG Gewaltschutz für geflüchtete Frauen und Kinder
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk häusliche Gewalt Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch der Migrantenselbstorganisationen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsrat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Netzwerk Migration Göttingen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Beide NBZ sind bereits Bestandteile des Netzwerkes GWA - Göttinger Quartiere und werden in Form einer Sockelfinanzierung anteilig von der Stadt Göttingen gefördert. Die ehrenamtlich geführten Nachbarschaftsvereine sollen mittels der Projektförderung professionalisiert und zusätzliche Finanzierungsstrategien entwickelt werden. Perspektivisch soll ein Dachverband der Göttinger Quartiere in freier Trägerschaft eingerichtet werden.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Leben.Lokal.Digital – Treffpunkte mit Zukunft in der Samtgemeinde Bersenbrück (Gesamtprojekt)

Ansprechpartner
Anita Lennartz
Organisation Samtgemeinde Bersenbrück
Funktion Teamleitung GWA und Soziales
Nachhaltige Strukturen für Gesundheit, Gemeinschaft und gegen Einsamkeit – gemeinsam stark bleiben
Projektbeschreibung
In den sieben Mitgliedskommunen der Samtgemeinde Bersenbrück gibt es aktuell vier durch das Programm Gute Nachbarschaft geförderte Dorf- und Bürgertreffs, die als soziale Knotenpunkte in den Gemeinden dienen. Eine weitere Kommune hat im März 2025 eigenständig einen Dorftreff eröffnet. Ziel ist es, flächendeckend in allen Mitgliedskommunen solche Treffpunkte zu etablieren. Ab 2026 fließen hierfür erste Mittel aus der „Akzeptanzabgabe“ für Windkraftanlagen, spätestens ab 2028 ist die Finanzierung daraus gesichert - sowohl für die bestehenden Dorf- und Bürgertreffs als auch für zwei neue, so das die Samtgemeinde Bersenbrück als erste Samtgemeinde in Niedersachsen flächendeckend mit Dorftreffs/GWA ausgestattet ist. Besonders im Fokus steht die Gesundheitsförderung im ländlichen Raum u. a. durch ein Modellprojekt mit Krankenkassen und lokalen Unternehmen, um präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen niedrigschwellig anzubieten. Eine Fachkraft soll in den Treffpunkten und bei Hausbesuchen über Gesundheitsvorsorge informieren und so die Eigenverantwortung der Bürger stärken. Erste Gespräche hinsichtlich ideeller und monetärer Unterstützung mit Krankenkassen, dem Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft (GewiNet - Verein mit Mitgliedern aus Unternehmen, Kliniken, Ärzte, Hochschulen und Kommunen für die Regionen Stadt und Landkreis Osnabrück sowie Weser-Ems) und der Gesundheitsregion Osnabrück laufen bereits. Ein weiteres zentrales Thema ist die digitale Teilhabe. Das Unternehmen LillianCare hat u. a. im Projektgebiet und auch in der angrenzenden Samtgemeinde sog. "Partnerpraxen" als "hybride Hausarztpraxen" (Telemedizin) eröffnet bzw. eröffnet diese. Mit Unterstützung bereits ausgebildeter Medien- und Techniklotsen soll vor allem älteren oder wenig digitalaffinen Menschen der Zugang zu diesen sowie weiteren Online-Diensten im Gesundheitsbereich über Mediensprechstunden in den Dorftreffs + evtl. auch Hausbesuchen erleichtert werden. So können Termine online gebucht, Krankschreibungen digital beantragt, Patientenfragebögen vorab zu Hause ausgefüllt oder Videosprechstunden mit dem Arzt wahrgenommen werden. Die Samtgemeinde setzt sich dafür ein, digitale Hürden abzubauen und so insbesondere älteren Menschen ein längeres selbstständiges Leben zu ermöglichen. Auch das Projekt StoP Bersenbrück (Stadtteile ohne Partnergewalt) soll über die Dorf- und Bürgertreffs weiter ausgebaut werden, um Betroffene zu unterstützen und Gewaltprävention im Gemeinwesen zu verankern.
Laufzeit
2025-07-01 00:00:00
Ausgangslage
Die 4 Dorf- und Bürgertreffs in der SG sind zentrale Anlaufstellen für das soziale Miteinander. Sie stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt, fördern Begegnungen und unterstützen insbesondere Menschen, die von Vereinsamung oder digitaler Ausgrenzung betroffen sind. Angesichts der sinkenden hausärztlichen Versorgung, der Schließung des Ankumer Krhs. u. der zunehmenden Digitalisierung (Telemedizin, "Lilian Care" Standorte Fürstenau + Ankum) sind sie unverzichtbar. Dank der Förderung konnten Stellen geschaffen, Strukturen aufgebaut und Angebote zu Themen wie Bildung, Gesundheit, Demokratie, Digitalisierung und Nachbarschaftshilfe etabliert werden. Die SG-Verwaltung koordiniert diese Arbeit u. stellt sicher, dass die Dorf- und Bürgertreffs als Ergänzung zur sozialen u. gesundheitlichen Infrastruktur dienen. Die langfristige Finanzierung ist aber noch nicht gesichert: Mit dem Auslaufen der aktuellen Förderung am 30.06.2025 droht die Schließung der Treffs. Die politischen Entscheidungsträger der Samtgemeinde stehen geschlossen hinter den Treffpunkten, sehen deren Bedeutung für die Gemeinden. Ab spätestens Ende 2028 werden Mittel aus der „Akzeptanzabgabe“ für Windenergie diese Strukturen langfristig in allen Kommunen sichern. Erste Gelder fließen bereits ab 2026; für eine nahtlose Fortführung wird eine Anschlussförderung benötigt. Gemeinsam mit den Gemeinden werden alle Kräfte gebündelt, um eine nachhaltige Finanzierung zu sichern. Neben Spenden und Fördermitteln – z. B. durch einen neu gegründeten Förderverein – werden die Mittel aus der Akzeptanzabgabe die dauerhafte Weiterführung der Dorftreffs ab Ende 2028 sichern, so dass diese dann eigenständig weiterlaufen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück
Beschreibung
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform am 01.07.1972 gegründet worden. Sie gehört zum Land Niedersachen und liegt im Landkreis Osnabrück, 30 - 140 m über dem Meeresspiegel. Die geographische Abgrenzung der Samtgemeinde Bersenbrück wird durch die Meridiane 7°40´ und 8°0´ östlicher Länge und durch die Breitenkreise 52°24´ und 52°36´ nördlicher Breite begrenzt. Zur Samtgemeinde Bersenbrück, die eine Gesamtfläche von 25.550 ha umfasst, gehören die Mitgliedsgemeinden Alfhausen, Ankum, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp und Rieste sowie die Stadt Bersenbrück.
Einwohnerzahl
31745
Quelle / Anmerkungen
Bürgerservice der Samtgemeinde Bersenbrück, 24.03.2025
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerservice der Samtgemeinde Bersenbrück, 24.03.2025
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerservice der Samtgemeinde Bersenbrück, 24.03.2025
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerservice der Samtgemeinde Bersenbrück, 28.03.2025
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerservice der Samtgemeinde Bersenbrück, 28.03.2025
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit Osnabrück, März 2025
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Partizipation und Selbstorganisation: Die Dorf- und Bürgertreffs sind gewachsene Strukturen, die sich durch die aktive Beteiligung der Bewohner*innen etabliert haben. Die breite ehrenamtliche Unterstützung zeigt, dass die Menschen Verantwortung übernehmen und sich für ihr Umfeld engagieren. Bedarfsorientierung und Empowerment: Die Treffs reagieren auf drängende Herausforderungen im ländlichen Raum, insbesondere im Bereich der Gesundheitsversorgung und Digitalisierung. Menschen werden befähigt, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen und sich in einer zunehmend digitalisierten Welt zurechtzufinden. Sozialraumorientierung: Die Treffs sind direkt in den Gemeinden verankert und orientieren sich an den spezifischen Bedürfnissen der Menschen vor Ort. Weitere Kommunen erkennen den Bedarf und habe einen eigenen Dorftreff umgesetzt bzw. planen dies – ein klares Zeichen für die Wirksamkeit des Ansatzes. Netzwerkarbeit und Nachhaltigkeit: Die enge Zusammenarbeit mit Kommunen, Ehrenamtlichen und anderen Akteuren fördert den Aufbau stabiler sozialer Strukturen. Die langfristige Sicherung durch eine Anschlussförderung und später durch kommunale Mittel gewährleistet die Nachhaltigkeit. Prävention und soziale Gerechtigkeit: Durch niedrigschwellige Gesundheits- und Präventionsangebote sowie die Förderung digitaler Kompetenzen werden Benachteiligungen ausgeglichen. Soziale Teilhabe wird gestärkt, Einsamkeit reduziert und der Zugang zu wichtigen Ressourcen erleichtert.
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten der Menschen vor Ort die Grundlage für alle Maßnahmen der Gemeinwesenarbeit bilden und diese aktiv in Planung, Umsetzung und Bewertung von Projekten einbezogen werden.
Beschreibung
Räume, Ressourcen und Unterstützung für selbstorganisierte Gruppen bereitgestellt werden und Menschen ermutigt werden, Verantwortung für ihre Anliegen zu übernehmen.
Beschreibung
Menschen, Vereine, Unternehmen und andere Akteure aktiv in die Gemeinwesenarbeit eingebunden sind und bestehende Initiativen gestärkt statt ersetzt werden.
Beschreibung
Begegnungsräume geschaffen werden, in denen sich Menschen aller Nationen kennenlernen und austauschen können, Gemeinschaftsaktionen und Feste das Miteinander stärken und Konflikte frühzeitig erkannt und gemeinsam gelöst werden.
Beschreibung
GWA mit Verwaltung, Politik, sozialen Diensten und Wirtschaft vernetzt ist, Strategien und Maßnahmen gemeinsam abgestimmt und umgesetzt werden und regelmäßiger Austausch und Kooperation zwischen den Akteuren stattfindet.
Beschreibung
Angebote so gestaltet sind, dass verschiedene Gruppen einbezogen werden. Wenn der Dialog gefördert, Barrieren abgebaut und gemeinschaftliche Lösungen gestärkt werden, z. B. durch intergenerationale Projekte oder inklusive Beteiligung.
Beschreibung
Akteure ein gemeinsames Ziel haben, sich regelmäßig austauschen, Ressourcen teilen und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Sie wachsen durch langfristiges Engagement, klare Kommunikation und gegenseitige Unterstützung.
Beschreibung
verschiedene Fachbereiche vernetzt arbeiten, Wissen teilen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Es entsteht durch Kooperation, offene Kommunikation und die Bündelung von Ressourcen für ein gemeinsames Ziel.
Beschreibung
der Zugang zu Telemedizin, digitale Teilhabe + Unterstützung durch Medienlotsen gegeben ist. Wenn digitale Gesundheitsversorgung gefördert, bei Technikfragen geholfen + Vernetzung gestärkt ist, um allen den Zugang zu modernen Lösungen zu ermöglichen.
Vorhandene Strukturen
Es gibt bereits vier geförderte Dorf- und Bürgertreffs in vier von sieben Mitgliedskommunen der Samtgemeinde Bersenbrück. Seit Anfang 2025 gibt es aufgrund der Finanzstärke Ankums einen durch die Kommune eigenfinanzierten Dorftreff. In den fünf vorhandenen Dorf- und Bürgertreffs in der Samtgemeinde Bersenbrück arbeiten derzeit sieben MinijobberInnen und vier Teilzeitkräfte (19,25 Std, EG6). Durch die hauptamtliche Koordination in den Treffs vor Ort erfahren alle Treffs eine hohe ehrenamtliche Unterstützung. Die GWA in der Samtgemeinde Bersenbrück kümmert sich um alle Generationen und bietet - je nach Ort - die unterschiedlichsten Möglichkeiten zur niedrigschwelligen Teilhabe. Es bestehen Vernetzungen und Kooperationen mit Einrichtungen wie der Katholischen Familienbildungsstätte, dem Migrationszentrum des Landkreises Osnabrück, örtlichen Vereinen, Verbänden und Initiativen, Malteser...
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
umliegende Kommunen, Landkreis Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kommunalpolitik, Landtag, Wirtschaftsministerium
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landespräventionsrat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
verschiedenste Vereine in der Samtgemeinde Bersenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas, Malteser Hilfsdienst, Ärzte, Apotheken, Kompetenzzentrum GeWiNet, Gesundheitsregion Osnabrück, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V., Krankenkassen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unternehmen in der SG Bersenbrück, Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Osnabrücker Zeitung, lokale Anzeigenblätter, DorfApps, soziale Medien, Plakate...
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen in der Samtgemeinde Bersenbrück, Ansprache von Interessierten als potentielle "Ehrenamtliche im Dorftreff"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
örtliche Schulen (Grundschulen, Oberschulen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
örtliche Kindertagesstätten - in kommunaler und kirchlicher Trägerschaft
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Ab spätestens Ende 2028 ist die Gemeinwesenarbeit in den Mitgliedskommunen über die sog. "Akzeptanzabgabe" aus Windkraft sichergestellt. Über einen gemeinnützigen Förderverein können zudem Förderkulissen wie Stiftungen, Lotterien, Förderungen für Vereine... beantragt werden, die die Samtgemeinde als Gebietskörperschaft nicht nutzen kann. Der Verein kann auch Spendenbescheinigungen für private Unterstützende ausstellen.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Wir machen Nachbarschaftshilfe

Ansprechpartner
Elke Menzel-Schäfer
Funktion Ehrenamtskoordinatorin
Nachbarschaftshilfe als Unterstützungssystem für Bürgerinnen und Bürger zum Austausch und für Hilfsangebote für alle Altersgruppen
Projektbeschreibung
Durch die Schaffung einer Nachbarschaftshilfe in Lehre sollen die Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde Lehre Hilfe zur Selbsthilfe erfahren. Durch die Schaffung eines breiten Netzwerkes aus Vereinen, Politik, der Gemeinde Lehre, dem DRK, den Kirchen, Seniorenstützpunkt, Sportvereinen und freien Trägern, / können Angebote geschaffen werden, wie z.B. Energieberatung, Seniorenkreise, Sprachkurse und vieles mehr. Eine breitgefächerte Öffentlichkeitsarbeit (Gemeinde, DRK, Social Media und Infostände vor Supermärkten) bringt die Angebote zu den Bewohnern. Durch das Einstellen einer Fachkraft für Gemeinwesenarbeit gibt es eine direkte Ansprechmöglichkeit im Sozialshop. Finden aktuell nur etwa 5 Menschen pro Woche mit Ihren Anliegen Gehör und die Anliegen können nicht weiterverfolgt werden, könnten mit der Nachbarschaftshilfe zukünftig 20 Menschen pro Woche Ihr Anliegen äußern und diese Themen bearbeitet werden . Im Sozialshop entsteht ein Büro, um die Anliegen aufzunehmen und z.B. Ehrenamt für Besuche von Senioren zu organisieren. Senioren berichten in den Seniorenkreisen, dass sie mit dem Buchen von Online-Terminen nicht zurecht kommen. So können Sie nur durch Hilfestellungen Termine bei Ärzten, Optikern, Hörgeräteakustikern oder dem Flexo-Bus der Region erledigen. Da aber Familienangehörige oft nicht vor Ort leben oder einfach nicht vorhanden sind, bleiben die Hilfestellungen aus. Das Verlassen der Wohnung für Spaziergänge stellt sie vor weitere Herausforderungen da die Seh-und Hörfähigkeit nachlässt. Hier könnten Freiwillige der Nachbarschaftshilfe unterstützen, auch beim Begleiteten eines Erstbesuches der angebotenen Seniorenkreise, oder beim Recherchieren einer Beratungsstelle. Es werden regelmäßige Treffen zwischen der Sozialkoordinatorin der Gemeinde Lehre, den Netzwerkpartnern und der Nachbarschaftshilfe organisiert mit dem Ziel, die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger auszutauschen und aktuelle Angebote zu gestalten. Die Gemeinde Lehre bezieht die Nachbarschaftshilfe in die langfristige Planung ein. Die Gemeinde Lehre stellt zentral im Ortskern von Lehre einen Raum zur Verfügung, wo Klönstunden, Kleiderbörsen oder Stammtische organisiert werden.
Laufzeit
2025-09-15 00:00:00
Ausgangslage
Als DRK KV Helmstedt e.V. betreiben wir seit über 3 Jahren ein soziales Kaufhaus in der Ortsmitte von Lehre, das an vier Tagen in der Woche öffnet. Viele junge geflüchtete Menschen besuchen uns an fast jedem Öffnungstag, sie haben Langeweile, haben keinen Treffpunkt und suchen vor Ort eine Möglichkeit Kleidung zu erwerben. In Lehre sind ca. ein Viertel der Bevölkerung Menschen über 65 Jahre. Die Seniorinnen und Senioren kommen auf ein Gespräch vorbei, da sie sich eine Frühstücksrunde im benachbarten Café nicht leisten können. Der DRK Shop bietet keine Sitzmöglichkeit, somit ist das Verweilen eine körperliche Anstrengung. Die voranschreitende Digitalisierung hat vieles verändert. So sind Termine in Arztpraxen, den Optikern und vielen anderen Bereichen nur noch online möglich. Dies überfordert die ältere Generation, sie benötigen Hilfestellungen oder die Möglichkeit, diese Schritte zu üben. Alleinstehende Menschen,87 in Lehre, berichten über Ängste und Sorgen bezüglich der steigendenden Energiekosten. Viele Menschen in der Region melden zurück, dass sie einsam sind und sich Ansprechpartner wünschen. Es sind Menschen aus den unterschiedlichsten Altersgruppen: junge und alte Menschen, Alleinerziehende, Menschen mit Fluchterfahrung oder Menschen mit Beeinträchtigung. Ihnen fehlen Familienstrukturen, Hilfestellungen werden benötigt, weil Familienangehörige nicht vor Ort leben. Die Mitarbeitenden des Sozialshops können sich die Anliegen anhören aber nicht weiter verfolgen. Sie geben die konkreten Bedarfe an das DRK und die Sozialkoordinatorin der Gemeinde Lehre weiter. Daraus erwuchs die Bedarfsentwicklung einer Nachbarschaftshilfe mit einer hauptamtlichen Fachkraft.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Die Gemeinde Lehre
Einwohnerzahl
4200
Quelle / Anmerkungen
Wikipedia/ Homepage Landkreis Helmstedt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Wir schaffen einen Raum sozialer Begegnung, erfragen auch durch Infostände, Spaziergänge, Treffen in der Gemeinde die Bedarfslagen der Bürgerinnen und Bürger. Die Gemeinde Lehre stellt einen Raum mit Küche zentral in der Innenstadt zur Verfügung. Es können so unterschiedliche Formate zu Gesprächen ins Leben gerufen werden. Durch die Netzwerkarbeit mit der Gemeinde werden die Anliegen verfolgt und eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation angestrebt. Auch das gesundheitliche Wohl soll berücksichtigt werden. Angebote gegen Einsamkeit geschaffen werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Charlotte Salzmann, Gemeinde Lehre Fachbereich 30 Soziales Sozialkoordinatorin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Andreas Busch, Bürgermeister
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jutta Schnelle, Lehrscher Bote-Rundschau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ilonka Bachmann, Seniorenstützpunkt LK Helmstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Norbert Winkler, Willkommen in Lehre e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jörn Domeier, Mitglied des Landtages
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Marie-Luise Gödecke, DRK OV Lehre
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jonas Stark, Pfarrer ev.-luth. Kirchengemeinde Lehre-Brunsrode
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bernward Mnich, Pfarrer kath. Kirchengemeinde St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oliver Dieckmann, Freiwilligenagentur Lehre
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Andreas Schneider-Ademek, Vfl Lehre
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Nachbarschaftshilfe ist ein Teil der langfristigen Planung der Gemeinde Lehre. Die Gemeinde Lehre möchte das Projekt möglichst auch nach der Förderung weiterführen und unterstützen. Das soll nach Möglichkeiten in der Haushaltsplanung 2028 berücksichtigt werden. Die Sozialkoordinatorin der Gemeinde Lehre war an der Antragsstellung beteiligt.
Galerie
photo 2025 03 21 07 46 09
Zustimmung Veröffentlichung
On

Nachbarschaftszentrum Ahlhorn

Ansprechpartner
Benjamin Bak
Organisation Gemeinde Großenkneten
Funktion Leiter für Ordnung uns Soziales
Nachbarschaftszentrum Ahlhorn- nicht nur nebenan, sondern auch mittendrin
Projektbeschreibung
Ahlhorn stellt mit etwa 8.200 Einwohner*innen den größten Ortsteil der Gemeinde Großenkneten dar. 2023 wurde Ahlhorn in die Förderung "Gute Nachbarschaft" aufgenommen. Seitdem konnte bereits ein gutes Netzwerk aufgebaut und die Angebote an die Bevölkerung zielgerichtet eingesetzt werden. Diese Arbeit soll mit dem neuen Nachbarschaftszentrum verstetigt und gefestigt werden. 2023 hat die Gemeinde ein renovierungsbedürftiges Gebäude erworben, welches ab Sommer 2025 Instand gesetzt und der GWA und QM ab Sommer 2026 zur Verfügung gestellt wird. Hier können Begegnungen der unterschiedlichen Nationen stattfinden sowie Veranstaltungen größer und einfacher gestaltet werden, ein Begegnungs - und Bildungsgebäude mit niedrigschwelliger Hilfestellung und Ideenaustausch. Die Bürger*innen können sich mit einbringen und werden so animiert, ihr Quartier selber durch das Bottom-Up-Prinzip mitzugestalten. Die Interessen und Bedarfe werden gezielter und schneller umsetzbar. Die Zusammenarbeit mit der ländlichen Erwachenenbildung, Sportvereinen, Ehrenamtlichen und den unterschiedlichen sozialpädagogischen Fachkräften (Integration, Jugendpflege, Streetwork), Diakonie sowie den Bürger*innen wird im neuen Nachbarschaftszentrum möglich gemacht.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Ortsteil Ahlhorn als dörflicher Raum weist viele städtische Strukturen und damit für eine ländliche Region eine sehr untypische Entwicklung auf. Hintergrund sind u. a. die Aufgabe des Militärstandortes mit damit verbundenem damaligen Leerstand von Wohnraum, lebensmittelverarbeitende Industrie, große Logistikzentren im näheren Umfeld, sowie die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit. Der Ausländeranteil im Projektgebiet liegt bei ca. 60%, einzelne Straßen bei über 70%. Es besteht eine hohe Fluktation, 22% der Bewohner*innen wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnstandort, im Gegensatz dazu aber 39% (einzelne Straßen 50%) weniger als 2 Jahre. Diese Umstände, verbunden mit dem negativen Image, erschweren den Aufbau von eigentlicher typischer Nachbarschaft und verstärken die Tendenz von Wegzügen. Enge und Überbelegung vieler Wohnungen führt dazu, dass sich soziales Leben auch in den öffentlichen Raum verlagert, was wiederum Ängste und Angsträume bei der einheimischen Bevölkerung bewirkt. Die alteingesessenen Bürger*innen sehen die sozialen Entwicklungen mit Sorge und fühlen sich entfremdet. Bestehende kommunale Angebote und das reiche Kultur- und Vereinsleben in der Gemeinde können diese Entwicklung bisher mit den aktuell vorhandenen Strukturen nicht aufhalten. Politische und kommunale Skepsis der osteuropäischen Bevölkerung im Ort ist deutlich spürbar. Ängste sind auf beiden Seiten durch Unwissenheit gegeben. Seitens der GWA wurde bisher vieles versucht, um diesen Umstand zu ändern. Mit Spaziergängen im Quartier, Plaudern auf dem Mehrgenerationenplatz und vielen unterschiedlichen Projekten im Zeppelin. Leider ist der Anteil der rumänischen Bevölkerung daran sehr gering.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Großenkneten Ahlhorn
Einwohnerzahl
8200
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Großenkneten
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Nach dem ISEK und den vorbereitenden Untersuchungen sind im Ort Ahlhorn erhebliche Missstände festgestellt worden. Hier sind funktionale, städtebauliche und gestalterische Missstände im öffentlichen Raum, funktionale und gestalterische Missstände bei Grün- und Freiräumen, wohnungswirtschaftliche Missstände aber insbesondere funtktionale hinsichtlich sozialer Infrastrukturen und sozialräumliche Problemlagen und Auffälligkeiten benannt. Auch die starke Konzentration von Armut sowie der hohe Ausländeranteil wurden aufgezeigt, wobei die Altersstruktur in Teilräumen auffallend jung ist. Eine hohe Fluktation der Bevölkerung und gesundheitliche Defizite wurden festgestellt. Mit dem Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" wurde ein Quartiersmanagement eingerichtet. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass gerade der Gemeinwesenarbeit im Quartier eine hohe Bedeutung im Quartier zukommt. Richten sich die Beratungen vorrangig an die Eigentümer der Wohnobjekte sowie an bauliche Schwerpunkte, können über die Gemeinwesenarbeit die im Quartier lebenden Bewohner*innen angesprochen, unterstütz und beraten werden.
GWA/QM-Ansatz
Durch viele Projekte, die schon gestartet sind: Kunstprojekte, Gartenprojekte, Fahrrad fahren lernen, Fahrradregeln, Handy hacken-Vortrag, Lesezirkel. Einige dieser Ideen stammen von den Bewohner*innen. Ukrainische Frauen, Ahlhorner*innen. Die Projekte wurden teilweise mit der Bildungseinrichtung der LEB und der Diakonie sowie der Ingetrationsbeauftragten durchgeführt. Ich suche die Menschen in ihren Wohnungen und im Quartier auf und komme mit ihnen ins Gespräch. Durch die politische Lage in einigen Heimatländern der Bewohner*innen ist es oftmals sehr schwierig, diese Menschen zu erreichen und ihnen die Angst vor Behörden zu nehmen. Als GWA versuche ich den Kontakt zu diesen Bewohner*innen herzustellen und die Hemmschwellen abzubauen. Es sind kleine Schritte nötig, um eine vertrauensvolle Basis zu schaffen. Da im neuen Nachbarschaftsgebäude ein besseres äußeres Umfeld gegeben ist, wird sich die Situation durch Angebote wie Kaffee/Tee und einen leichten Zugang zum Gespräch verbessern. Durch Angebote wie Sprachkurse und Hilfe beim Ausfüllen von Formularen seitens der QM ist ein viel direkter Kontakt möglich.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kommunikation unter den Bewohner*innen gestärkt ist und gemeinsam für Interessen eingestanden wird. Expert*innen aus dem Quartier heraus kommunizieren die Bedarfe und Wünsche der Bevölkerung.
Vorhandene Strukturen
Eine GWA sowie eine QM sind im Quartier tätig. Ehrenamtliche Unterstützung ist gegeben, ein Netzwerk mit Bildungseinrichtungen, Diakonie und sozialen Institutionen gibt es.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Integrationsbeauftragte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
1.Vorsitzender Ahlhorner Sportverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Oberschule GvZ, GS Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendpflege
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Streetworkerin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Durch Verstetigung der durch die GWA übernommenen Aufgaben und das Zusammenführen verschiedener Zielgruppen ist zu erwarten, dass diese Aufgaben auch künftig von entscheidender Bedeutung sein werden und somit einer Finanzierung auch politisch zugestimmt wird. Ergänzend sollen bei den örtlichen Wirtschaftsbetrieben Zuschüsse für diese Aufgaben eingeworben werden.
Galerie
fotos haendelstrasse klein 24.05.2021
fotos kapitaen strasser strasse i 24.05.2021
fotos schubertstrasse 24.05.2021
fotos siedlungsstruktur klein 24.05.2021
fotos haendelstrasse 24.05.2021
Zustimmung Veröffentlichung
On