1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alexandra Konopleva
| Funktion | 1. Vorsitzende |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mehrsprachigkeit leben – Integration gestalten
Projektbeschreibung
Viele mehrsprachige Kinder haben keine Gelegenheiten, ihre Familiensprachen außerhalb des Elternhauses anzuwenden.
Dadurch geht nicht nur ein wichtiger Teil ihrer Identität verloren, sondern auch die Möglichkeit, mit ihrer Familie auf Augenhöhe zu kommunizieren.
Gleichzeitig stehen neuzugewanderte Kinder und Erwachsene vor großen Herausforderungen bei der sozialen und sprachlichen Integration.
Diese beiden Gruppen können sich ideal gegenseitig unterstützen: während Neuzugewanderte von deutschsprachigen Gleichaltrigen profitieren, erhalten mehrsprachig aufgewachsene Kinder die Möglichkeit, ihre Familiensprache aktiv zu vertiefen. Wenn sich zudem deutschsprachige Menschen einbringen, entsteht ein offener Austausch, der zeigt, wie wertvoll und bereichernd Mehrsprachigkeit für alle ist.
Unser Ziel ist es, Mehrsprachigkeit als Ressource für das gesamte Quartier nutzbar zu machen und soziale Isolation durch niedrigschwellige Begegnungsangebote zu durchbrechen.
Die bisherigen Strukturen im Stadtteil bieten kaum interkulturelle Räume, in denen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft austauschen und aktiv einbringen können.
Hier setzt unser Projekt an: wir verknüpfen Bildungs- und Kulturförderung mit Gemeinwesenarbeit, um Begegnung und Teilhabe in der Nachbarschaft nachhaltig zu stärken.
Neben den vielfältigen Angeboten in unserem Jugendtreff, wo Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, ihre Herkunftssprachen aktiv im Alltag zu nutzen – durch kreative, spielerische und bildungsorientierte Angebote, die von Kunst über Naturwissenschaften bis hin zu Theater reichen - möchten wir auch im Quartier verstärkt präsent sein.
Durch mobile Angebote, Kooperationen mit lokalen Akteuren und die gezielte Aktivierung von Bewohner*innen schaffen wir neue Begegnungsräume.
Wir setzen auf eine Kombination aus festen Anlaufstellen und flexiblen Formaten im Stadtteil, um möglichst viele Menschen zu erreichen und langfristige Netzwerke aufzubauen.
Zusätzlich legen wir großen Wert auf die aktive Einbindung der Bewohnerinnen.
Teilnehmerinnen werden zu Multiplikator*innen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die bei uns aktiv sind, tragen ihre Erfahrungen weiter in ihre Nachbarschaft – sei es durch interkulturelle Projekte, ehrenamtliche Initiativen oder die Unterstützung neuer Teilnehmender.
Dadurch entsteht eine dynamische Struktur, die nicht auf unseren Jugendtreff beschränkt bleibt, sondern in den Alltag der Menschen übergeht.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In unserem Projektgebiet bestehen folgende Herausforderungen:
1) Fehlende Begegnungsräume: Es gibt kaum Orte, an denen Menschen unterschiedlicher Herkunft zwanglos miteinander in Kontakt treten können.
2) Eingeschränkte Vernetzung: Viele Bewohnerinnen mit Migrationsgeschichte haben wenig Kontakt zur Mehrheitsgesellschaft, , und es fehlen niedrigschwellige Begegnungsangebote, die einerseits die Herkunftskultur wertschätzen und andererseits Integration fördern. Es gibt Spannungen zwischen verschiedenen zugewanderten Gruppen.
3) Sozioökonomische Unsicherheiten: Viele Bewohner*innen haben prekäre Einkommensverhältnisse, was Passivität verstärkt.
4) Städtebauliche Defizite: Fehlende Aufenthaltsräume und wenig attraktive öffentliche Plätze.
Aktuell betreiben wir im Stadtteil einen mehrsprachigen Kinder- und Familientreff. Unser Fokus liegt auf der Förderung von Mehrsprachigkeit, interkultureller Kompetenz und der sozialen Teilhabe.
Durch den gezielten Einsatz von GWA und QM möchten wir den oben beschriebenen Herausforderungen entgegenwirken, unsere bestehende Struktur ausweiten und stärker in den Stadtteil hineinwirken. Dazu gehören unter anderem:
1) Mobile & aufsuchende Angebote, um auch Menschen zu erreichen, die bisher wenig Zugang zu unseren Programmen hatten.
2) Stärkere Kooperation mit anderen Akteuren im Quartier, um ein nachhaltiges Netzwerk zu schaffen.
3) Nutzung öffentlicher Räume für gemeinschaftliche Aktivitäten, um niedrigschwellige Begegnungen zwischen Nachbarn unterschiedlicher Herkunft zu ermöglichen.
Mit diesen Maßnahmen wollen wir das Quartier langfristig stärken, soziale Isolation abbauen und das interkulturelle Miteinander verbessern.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover - Vahrenwald List
Beschreibung
Der geplante Projektstandort befindet sich im Stadtbezirk Vahrenwald-List in Hannover, einem dicht besiedelten, urbanen Gebiet mit einer hohen sozialen und kulturellen Vielfalt. Das Fördergebiet umfasst vor allem die Wohnquartiere rund um die Vahrenwalder Straße, den Vahrenwalder Park und den Stadtteil List, die durch eine heterogene Bevölkerungsstruktur geprägt sind.
Vahrenwald-List gehört zu den Stadtteilen mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Familien mit Migrationshintergrund. Viele Kinder wachsen hier mehrsprachig auf, jedoch fehlt es an gezielten Bildungsangeboten, die ihre sprachlichen Ressourcen fördern und ihnen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Gleichzeitig gibt es in diesem Gebiet eine wachsende Nachfrage nach sozialen Begegnungsräumen, die als Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen dienen können.
Das Fördergebiet ist sozialräumlich abgegrenzt durch zentrale Verkehrsachsen wie die Vahrenwalder Straße im Westen und den Schiffgraben im Osten. Im Norden erstreckt es sich bis an die Grenzen des Stadtteils Hainholz, im Süden bis zur Podbielskistraße. Das Gebiet zeichnet sich durch eine Mischung aus Wohnquartieren, kleineren Gewerbegebieten und Bildungseinrichtungen aus, die das soziale Leben im Stadtteil prägen.
Einwohnerzahl
71000
Quelle / Anmerkungen
https://www.citypopulation.de/de/germany/hannover/admin/
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistische Profile 2022 - Vahrenwald-List
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vahrenwald-list_in_hannover.svg_.png
(200.82 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt einen klaren gemeinwesenorientierten Ansatz, da es direkt auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der mehrsprachigen Bewohner*innen im Stadtteil eingeht.
1. Partizipation und Einbindung
Unser Ansatz basiert darauf, Bewohner*innen aktiv in die Gestaltung der Angebote einzubeziehen.
Ehrenamtliche aus der Community werden eingebunden.
2. Stärkung der Selbstorganisation und Eigeninitiative
Wir fördern Empowerment, indem wir Eltern und Jugendliche ermutigen, selbst aktiv zu werden – sei es durch die Organisation von Sprach- und Kulturprojekten oder durch gegenseitige Unterstützung im Bildungsbereich.
Unser Zentrum dient als Plattform für den Austausch, in der Nachbarschaften entstehen und Menschen sich vernetzen können.
3. Verbesserung der sozialen Teilhabe und Chancengleichheit
Viele mehrsprachige Familien haben begrenzte Zugänge zu Angeboten, die ihre Herkunftssprachen einbeziehen. Unser Projekt schafft niedrigschwellige Zugänge zu Bildung, Kultur und sozialer Interaktion.
Wir bieten Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie Mehrsprachigkeit als Ressource erleben und sich mit ihrer Identität auseinandersetzen können.
4. Nachhaltige Strukturen für das Quartier
Unser Ziel ist es, Mehrsprachigkeit als festen Bestandteil der Bildungs- und Gemeinwesenarbeit im Stadtteil zu etablieren.
Durch Kooperationen mit anderen lokalen Akteuren soll das „Haus der Mehrsprachigkeit“ langfristig für die Nachbarschaft bestehen bleiben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Kinder und Erwachsene, die bei uns Erfahrungen gesammelt haben, bringen ihre neu gewonnenen Perspektiven, Kontakte und interkulturellen Kompetenzen zurück in ihre Nachbarschaft. Dadurch entstehen neue Gesprächsräume.
Kriterium
Beschreibung
Familien starten eigene Initiativen und engagieren sich langfristig ehrenamtlich.
Kriterium
Beschreibung
Projekt nutzt bestehende mehrsprachige Ressourcen, indem wir Ehrenamtliche einbinden und Kooperationen mit lokalen Akteuren ausbauen.
Kriterium
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen und sozialer Hintergründe werden gemeinsam aktiv und lernen voneinander. Es entsteht mehr Offenheit zwischen verschiedenen Gruppen im Quartier
Beschreibung
Bildung, Integration und Kultur werden vernetzt und es entstehen Kooperationen mit Schulen und sozialen Einrichtungen.
Beschreibung
Intensivierung unserer Zusammenarbeit mit Schulen, sozialen Trägern und anderen relevanten Akteuren findet statt. Langfristig entsteht ein gestärktes soziales Miteinander.
Kriterium
Beschreibung
Unser Projekt stärkt den interkulturellen Austausch, indem es Räume für Begegnung schafft und das nachbarschaftliche Miteinander fördert.
Beschreibung
Wir streben an, nachhaltige Bildungs- und Begegnungsorte zu etablieren, indem wir neue Räumlichkeiten erschließen und bestehende Strukturen verbessern.
Kriterium
Beschreibung
Unser Modell wird erfolgreich, wenn es über den Stadtteil hinaus als Best-Practice-Beispiel wahrgenommen und auf andere Regionen übertragbar wird.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
1) Ehrenamtliche Strukturen
Unser Verein wird von einem großen Netzwerk an Ehrenamtlichen getragen. Monatlich engagieren sich rund 50 Freiwillige in verschiedenen Bereichen – von Bildungsarbeit bis hin zu nachbarschaftlichen Initiativen.
Viele unserer Ehrenamtlichen sind mehrsprachige Bewohnerinnen aus dem Stadtteil, die ihre eigenen Erfahrungen weitergeben und so zur gegenseitigen Unterstützung innerhalb der Community beitragen. Dadurch wird das soziale Miteinander im Quartier gestärkt.
Ehemalige Teilnehmende unseres Programms bleiben oft als Mentorinnen erhalten und begleiten neue Familien beim Ankommen.
2) Professionelle Strukturen
Unser Team besteht aus pädagogischen Fachkräften und interkulturellen Berater*innen, die Angebote zur Förderung von Mehrsprachigkeit und sozialer Teilhabe entwickeln.
Wir haben Erfahrung in der Durchführung von Projekten auf Landes- und Bundesebene.
3) Quartiersmanagement und Vernetzung
Unser Projekt ist in die bestehenden Strukturen des Stadtteils sowie der Stadt eingebunden. Wir sind Teil von Netzwerken wie AG 78 und kooperieren mit lokalen Vereinen, Schulen und sozialen Trägern.
Durch regelmäßige Austauschformate mit der Stadtverwaltung und anderen Akteuren tragen wir dazu bei, quartiersbezogene Herausforderungen zu identifizieren und gezielt anzugehen.
Unsere Räumlichkeiten dienen als Anlaufstelle für Familien, in der Beratung, Unterstützung und gemeinschaftliche Aktivitäten stattfinden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtjugendring Hannover
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Ziel ist es, das Haus der Mehrsprachigkeit langfristig als festen Bestandteil der Bildungs- und Integrationslandschaft in Hannover zu etablieren. Dafür arbeiten wir eng mit kommunalen Akteuren, Schulen, sozialen Trägern und Förderinstitutionen zusammen. Aktuell finanzieren wir uns über befristete Projektförderungen, Spenden und Ehrenamt. Langfristig streben wir eine strukturelle Förderung durch das Land Niedersachsen an, um eine nachhaltige Finanzierung zu sichern.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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