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Planungsgruppen (BewohnerInnen / Instutionelle Akteure)

Verwendungsnachweis: He Nördernee – gemeinsam für die Insel

Ansprechpartner
Frank Ulrichs
Funktion Bürgermeister
Hallo Norderney - Nachbarschaft, Willkommenskultur und Miteinander - für mehr Lebensqualität
Projektbeschreibung
Im Jahr 2019 hat die ostfriesische Insel Norderney 222 Jahre Seebad gefeiert und es ist typisch für die Norderneyer, dass sie 222 Jahre und nicht etwa 225 Jahre gefeiert haben. Die Insel lebt zu fast 100 % vom Tourismus und war insbes. in den letzten zwei Jahrzehnten als Destination sehr erfolgreich. Das zeigen die 3,8 Mio. Übernachtungen, über 590 Tausend Gäste und das bei rund 6.500 Einwohnern. Das Marketing, das mit dem Slogan "Meine Insel" wirbt, ist so erfolgreich, dass es quasi keine Saison mehr gibt. In den Wintermonaten sind mit etwa einem Drittel der Sommerkapazitäten Gäste und Übernachtungen zu verzeichnen. Dieser Erfolg hat aber auch seine Schattenseiten. Das soziale Miteinander der Inselgemeinschaft hat durch die touristische Auslastung auch gelitten. So gibt es z. B. aufgrund der fast ganzjährigen Saison keine Winterruhe mehr, Freiräume für die Insulaner sind kaum noch vorhanden, Wohnraum zu teuer. Zunehmend wurden die kritischen Stimmen der Einwohner lauter, Politik und Verwaltung mussten etwas tun. 2019/2020 wurde ein Lebensraumkonzept gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet, das die derzeitige Lage und Probleme aufzeigt, aber auch das Potential, was die Inselgemeinschaft tun kann, um die Lebensqualität auf der Insel zu verbessern. Die Norderneyer haben 6 prioritäre Projekte entwickelt. Eines davon ist, dass die Umsetzung der Ziele nur mit den Bürgerinnen und Bürgern erreicht werden kann und diese dabei unterstützt werden müssen. Deshalb soll eine Stelle eingerichtet werden, die sowohl Schnittstelle zwischen Bevölkerung und Verwaltung sowie zur Politik bildet, um den Erfolg aller Maßnahmen, aber eben auch die Bürgerbeteiligung an sich auf der Insel zu verstetigen. Ein Austausch mit dem Projekt "Leben im Meer" der Inseln Juist, Spiekeroog und Wangerooge sowie dem Dachprojekt hat aufgezeigt, dass die Gemeinwesenarbeit die richtige Methode ist, um genau diese Ziele zu erreichen. Zukünftig soll eine Vernetzung zu diesem Projekt den eigenen Prozess unterstützen. Die Implementierung der Gemeinwesenarbeit über den Förderzeitraum hinaus wird angestrebt. Die Corona-Krise hat die Wirtschaft auf der Insel nahezu zum vollständigen Erliegen gebracht und natürlich auch Existenzängste erzeugt. Es ist aber auch deutlich geworden: Die Inselbevölkerung kann ihre Potentiale beleben. Man hilft sich wieder gegenseitig, wie früher, als man in Extremwetterlagen auf sich allein gestellt war. Das gibt positiven Schub und Kraft für die GWA auf der Insel.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Norderney verzeichnete 2019 rund 3,8 Mio. Übernachtungen und knapp 600.000 Gästeankünfte. Tourismus ist der Hauptwirtschaftsfaktor und damit Lebensgrundlage für die Inselbevölkerung (Beschäftigungsanteil im 3. Sektor: 90 %). Bisher ging es immer um mehr Gäste, mehr Angebote für Gäste, Auslastung auch außerhalb der Hauptsaison. Doch die Insel hat ihre Belastungsgrenze erreicht. Immer mehr Insulaner stellen sich die Frage, wie viel Tourismus die Inselgemeinschaft noch verträgt. Für die Insulaner gibt es kaum noch Orte und (Ruhe-)Zeiten, an denen sie unter sich sein können, sowie zu wenig Freizeit- und Kulturangebote für Kinder, Jugendliche und speziell erwachsene Insulaner. Alles ist auf den Gast ausgerichtet. Norderney ist mittlerweile so beliebt, aber auch so teuer wie Sylt. Die Lebenshaltungskosten sind sehr hoch. Die Immobilienpreise steigen immens, insgesamt ist zu wenig bezahlbarer Wohnraum vorhanden oder dieser entspricht nicht den Bedürfnissen z. B. von Familien und Senioren. Nachbarschaften fallen durch den Verkauf von Häusern an Zweitwohnungsbesitzer weg, das Vereinsleben bröckelt. Ehrenamtliches und privates Engagement nimmt ab. Ausländische Mitbürger und die zahlreichen Saisonarbeitskräfte nehmen nicht am Inselleben teil (gewollt oder ausgeschlossen?). Insgesamt herrscht eine Überlastung der Bevölkerung, eine unausgeglichene Work-Life-Balance, die durch den Fachkräftemangel noch verstärkt wird. 2020 zog die Verwaltung die Reißleine: gemeinsam mit der Bevölkerung wurde ein Lebensraumkonzept erarbeitet, dass die Insulaner und ihr Wohlergehen in den Fokus rückt. Ein elementares Ergebnis des Lebensraumkonzeptes ist: Wir brauchen jemanden, der sich um uns kümmert.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Norderney
Beschreibung
Norderney ist eine der Ostfriesischen Inseln mit einer Fläche von rund 26 km² und eine Bevölkerungsdichte von 233,8 Personen pro km². Das Stadtgebiet befindet sich an der Westseite der Insel. Der gesamte östliche Teil gehört zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Es gibt eine tideunabhängige Fährverbindung zum Festland mit mehreren Fahrten täglich. Die Entfernung zum Festland beträgt ca. 6 km.
Einwohnerzahl
6148
Quelle / Anmerkungen
Stand: 30.09.2020 (Niedersächsisches Landesamt für Statistik)
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
13
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst die Altersgruppe 0 bis 15 Jahre Sonstige: Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst die Altersgruppe 16 bis 25 Jahre Sonstige: Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
31
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst die Altersgruppe 60 bis 85+ Jahre Sonstige: Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
6
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: NIedersächsisches Landesamt für Statistik; umfasst Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit Sonstige: Landkreis Aurich
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Stand: 2019; Quelle: Wegweise Kommune Sonstige: Landkreis Aurich
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit der Besetzung einer "Kümmerer"-Stelle will die Verwaltung der Stadt Norderney professionelle GWA auf der Insel etablieren. Ziel ist, damit alle Inselbewohner in den Fokus kommunalen Handelns zu setzten, Teilhabe zu ermöglichen - bedarfsgerecht, sozialräumlich und ressortübergreifend. Der Fokus liegt auf der Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung durch ihre Beteiligung an der Gestaltung des Prozesses. Bewirkt werden soll dies durch die Aktivierung der Inselgemeinschaft, durch die Errichtung einer Beteiligungskultur. Augenmerk wird insb. auf die Stärkung des Ehrenamtes, auf die Willkommenskultur für Menschen mit Migrationshintergrund und auf Saisonarbeitskräfte und der intensiveren Zusammenarbeit mit den sozialen Institutionen/Wohlfahrtsorganisationen zu legen sein. Die Belange und Bedürfnisse der Inselbevölkerung bilden die Grundlage für die Aktivitäten. Der/die hauptamtliche Kümmerer ist Anlauf- und Vernetzungsstelle für alle Bewohner, soll sie ansprechen und aktivieren sowie den Rahmen für die Aktivitäten und Projekte bereit stellen, soll unterstützen und befähigen (Empowerment), soll Kooperationen suchen und initiieren sowie Plattformen zum Austausch und zur Vernetzung schaffen. Das Begegnungszentrum ist einer der zentralen physischen Räume, die sich die Inselbevölkerung aneignen und nach ihren Bedürfnissen ausgestalten, "befüllen" kann und soll. Bei den Aktivitäten sollen unterschiedliche Alters- und Interessensgruppen angesprochen und zusammengebracht werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Inselbevölkerung ist motiviert und engagiert, sich aktiv in die Verbesserung der eigenen Insel-Lebensqualität einzubringen.
Beschreibung
Unterschiedliche Alters- und Interessengruppen kommen bei den Angeboten (u. a. im Begegnungszentrum) zusammenkommen und beteiligen sich über die App an kommunalen Entscheidungsprozessen.
Beschreibung
Eine Willkommenskultur lässt Zugezogene und Saisonkräfte an der Inselgemeinschaft teilhaben. Lebendige Nachbarschaft wird durch Treffen in privaten Gruppen und Vereinen und wieder mehr gemeinsame Feste initiiert und gefördert.
Beschreibung
Es haben sich Gruppen gebildet, um die im Lebensraumkonzept eingebrachten Projektideen durch eigenes bürgerschaftliches Engagement voranzubringen und umzusetzten.
Beschreibung
Die im Lebensraumkonzept bereits erarbeiteten "Schlüsselprojekte" liegen weiterhin im Fokus der beteiligten Bürgerschaft, die sich deshalb auch im Rahmen der GWA an Arbeitsgruppen/an den Themen beteiligt. Alles zusammen ist Grundlage der Lebensqualität.
Beschreibung
Die Interessen der Inselgemeinschaft werden bei Entscheidungen des Rates und der Verwaltung einbezogen. Ein breites Bündnis aus Bewohnerschaft, Politik und Wirtschaft sowie Verwaltung wirkt gemeinsam zur Umsetzung des Lebensraumkonzeptes.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsmitglieder aus Sozialausschuss; Bau- und Umweltausschuss; Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus, Verkehr
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Staatsbad Norderney GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GWA-Projekt "Leben im Meer 2.0"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerstiftung Norderney
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DEHOGA, Einzelhandelsverband, Handwerkerschaft, Reederei Frisia
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatvereine und Kulturvereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Chöre und Musikgruppen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine und Freizeitvereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienvereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschafts-Clubs (Rotary, Lions Club)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Naturschutzvereine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Es gibt einen Ratsbeschluss, dass das Lebensraumkonzept umgesetzt und ein "Kümmerer" eingesetzt werden soll, um die prioritären Projekte voranzubringen. Die Förderung dieses "Kümmerers" und v. a. die Einrichtung der GWA wird die Ratsmitglieder in ihrem Beschluss bestätigen und die Implementierung einer in die Verwaltung befördern. Ziel ist es, die Bürgerbeteiligung auf der Insel zu verstetigen und das Ehrenamt zu stärken. Ab 2023 soll die Personalkapazität um 1/2 Stelle aufgestockt werden.
Galerie
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lrkws003
inselpartie kurplatz
whitenight norderney
uebersicht norderney
Zustimmung Veröffentlichung
On

Mit Leib und Seele - eine Küche als Ausgangspunkt für Begegnung für die ganze Gemeinde

Ansprechpartner
Thomas Casper
Mit Leib und Seele - eine Küche als Ausgangspunkt für Begegnung für die ganze Gemeinde (Stärkung und Förderung des Gemeinwesens im Themenfeld von Verpflegung, Nachhaltigkeit und Bildung)
Projektbeschreibung
Das Projekt „Leib und Seele“ hat zum Ziel, nachbarschaftliche Strukturen in den Dörfern sichtbar zu machen, zu fördern, Themen der Menschen zu eruieren sowie gemeinsam Ideen zu entwickeln und an deren Umsetzung zu arbeiten. Ziel ist, das Gemeinwesen und den Zusammenhalt in den zunehmend durch Zuzug und Verstädterung belasteten Ortsteilen zu stärken. Hierfür werden Bedarfe und Strukturen in den Ortsteilen erhoben und die Selbstorganisation und Selbststärkung des Gemeinwesens unterstützt. Dies geschieht durch eine hauptamtliche Koordination, die die Aktivitäten initiiert, unterstützt und durchführt. Beginnend mit einer Analyse bestehender Netzwerke und Strukturen in den Ortschaften wird es in einem 2. Schritt um die Einbindung von weiteren Kooperationspartnern gehen. Eine Beteiligung der örtlichen Bevölkerung soll durch Methoden wie aktivierende Befragung, Werkstattforen und die Einbindung nachbarschaftlicher Strukturen erfolgen. Es gibt bereits zum jetzigen Zeitpunkt viele interessierte Kooperationspartner wie den Ernährungsrat „Moin! Ernährung“, die Kommune und die Kirchengemeinden. Starten soll die Projektarbeit aus dem „Haus für das Gemeinwesen“ in Bexhövede, von dem aus auch die Ortsteile Stotel und der Kernort Loxstedt in den Blick genommen werden sollen. In diesem Haus befindet sich neben der Kita auch die Küche, die perspektivisch die Funktion eines Treffpunkts übernehmen soll. Die Küche knüpft hierbei an die ländliche Tradition einer Küche als Begegnungsraum an. Hier kann Gemeinschaft und Engagement erlebt, aber auch beraten und unterstützt werden. Durch die in der Küche stattfindende Essensausgabe sollen zukünftig auch Menschen vor Ort ein Essen bekommen. Essen als Kristallisationspunkt von Gemeinschaft, Solidarität, Engagement und Bedürfnisorientierung. Mit dem Projektansatz soll auch (auch als Modell für die anderen Ortsteile) ein Lastenheft für die Küchen-Betreiber erstellt und geprüft werden, inwiefern die dortigen Räumlichkeiten für den Sozialraum geöffnet werden können. Fragen zum Anbau/Produktion, zur Qualität des Essens, der Nachhaltigkeit und Regionalität sind ebenso Bestandteil wie auch übergreifende Aspekte der Wertschätzung des Essens sowie der Ernährungsbildung im alltäglichen Leben. Die ggf. anfallende Überproduktion soll z.B. dazu genutzt werden, Mittagstische (für Ältere, Bedürftige, Homeoffice-Arbeitende, Interkulturell…) anzubieten. Im übertragenen Sinn: „Eine Küche als Begegnungsort für die ganze Gemeinde“.
Laufzeit
2023-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Es bestehen sehr unterschiedliche Ausgangslagen in den Ortsteilen: Stotel: zum Teil sehr hoher Migrationsanteil; Kernort Loxstedt: zunehmende Verstädterung durch starken Zuzug und Bau von Mehrfamilien-/Mietshäusern; Bexhövede: zumeist finanziell stabile Einwohnerschaft, wobei Zusammenhalt in Dorfgemeinschaft durch Pandemiezeit sowie Bau neuer Einfamilienhaus-Wohngebiete und Zuzug neuer BewohnerInnen gelitten hat. Trotz insgesamt 10.300 EW zusammen in den drei Ortsteilen ist das Gebiet sehr ländlich geprägt mit einem mangelhaften ÖPNV-Angebot und einer hohen Auspendlerquote. Die Ortsteile verfügen über unterschiedlich aktive Dorfgemeinschaften und Vereine. Es bestehen Treffpunkte, die jedoch zumeist nur von einzelnen Zielgruppen oder Milieus besucht werden. Nachbarschaftliche Strukturen sind vorhanden aber bisher noch nicht weiter eruiert. Dies zu erfahren und zu nutzen ist auch Inhalt der Projektarbeit. Die Menschen vor Ort sind, nicht zuletzt aufgrund der unterschiedlichen Migrationshintergründe oftmals für sich. Über das Thema Küche, Essen, Essenszubereitung und Begegnung der Kulturen, sollen Begegnungsräume entstehen. Mit dem Projekt sollen folgende Handlungsfelder der GWA gestärkt werden: „Soziale Aktivität-Zusammen leben-Gesundheitsförderung“. Die drei Ortsteile verfügen jew. über Grundschulstandorte mit Kitas und Hort. Derzeit werden diese durch unterschiedliche Caterer mit Mittagessen versorgt. Da in diesen Einrichtungen bisher kaum eine Auseinandersetzung mit den Themen Nachhaltigkeit, Erzeugung u. Verarbeitung von regionalen Lebensmitteln stattfindet, ist auch hier daran gedacht das Handlungsfeld „Schule und Bildung“ der GWA-Arbeit zu bearbeiten.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Loxstedt Bexhövede-Stotel-Kernort Loxstedt
Beschreibung
Ortsteilgrenzen der Ortsteile, siehe beigefügte Karte
Einwohnerzahl
10300
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Kommune Loxstedt, Anmerkungen: einzelne Ortsteile sind sehr ländlich, Loxstedt als Kernort mit ca. 5.500 EW wird auch nicht als Stadt bezeichnet. Bexhövede: ca. 2.250 EW, Stotel: ca. 2.600 EW
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung aufgrund EGIS-Sozialraumdaten Besonderheit Ortsteil Stotel
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: EGIS-Sozialraumdaten
GWA/QM-Ansatz
Die Interessen und Themen der Menschen stehen im Zentrum der Beteiligung. Über Bürgerforen und gezielte Ansprache von unterschiedlichen Zielgruppen (unterschiedliche Alters- und Bevölkerungsgruppen) sollen die Bedarfe in den Gemeinwesen der Ortsteile erhoben werden. Ausgehend von den Themen Verpflegung, Nachhaltigkeit, Bildung und Zusammenleben werden mit den Menschen vor Ort Lösungsansätze gesucht. Hierbei sollen die Stärken und Ressourcen der Menschen herausgearbeitet und diese aktiv in die Arbeit eingebunden werden. Neben der Stärkung der Gemeinschaft soll über die Möglichkeit der Selbstorganisation eine Form des Engagements gefördert werden, die es unterschiedlichen Gruppen ermöglicht die vorhandene Infrastruktur für ihre Interessen zu nutzen. Da es sich hier um eine Gebietsentwicklung handelt, soll hier ebenenübergreifend gehandelt und gedacht werden. Dies bedeutet Kooperationspartner, wie die Kommune und der Ernährungsrat der Region Bremerhaven/Cuxhaven u.a. werden aktiv in die Arbeit mit einbezogen. Bestehende Netzwerke sollen genutzt oder aber je nach Bedarf auch entwickelt werden. Die Kommune als Kooperationspartner hat großes Interesse über den Ansatz der Gemeinwesenarbeit das Projektgebiet zu entwickeln und zu gestalten. Ergebnisse der gemachten Erfahrungen sollen in kommunale Entwicklungen einfließen und nicht zuletzt in einer Imageverbesserung der Region enden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Aktivitäten sind am Bedarf orientiert. BewohnerInnen engagieren sich.
Beschreibung
Eigenaktivitäten entstehen auch ohne Initiative der Koordination.
Beschreibung
Bestehende Ansätze wurden gestärkt und entwickeln sich weiter.
Beschreibung
Verschiedene Zielrgippen werden von einzelnen Aktivitäten angesprochen und zusammengeführt.
Beschreibung
Bestehende Netzwerke haben mehr Dynamik und Aktivitäten entfaltet. Neue Kooperationen sind entstanden.
Beschreibung
Modell der Bexhöveder Kita-Küche bzw. erarbeitetes Konzept auf andere Ortsteile übertragen werden kann.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Bürgermeister, Erster Beigeordneter, Amt IV Kinder- und Familienservice (alle bereits eng einbezogen), weitere für andere Bevölkerungsgruppen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dorfgemeinschaften und ihre Mitgliedervereine und -gruppen wie Sportvereine, Bürger helfen Bürger, DRK, Landfrauen (bereits in Projektgruppe vertreten), ...
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
siehe gemeinnützige Organisationen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kitas, Hort (beide größtenteils in den Ortsteilen bereits einbezogen, tw. über Leitung, z.T. über Trägerverband), Grundschulen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Bexhövede, Kirchengemeinde Stotel (beide bereits in Projektgruppe vertreten), Kirchengemeinde Loxstedt (bereits informiert)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lokales, vor allem lebensmittelproduzierendes Gewerbe u.a. über: Landwirte/Landvolk, Landfrauen (bereits in Projektgruppe einbezogen), Ernährungsrat (bereits in Projektgruppe einbezogen), Wirtschaftsstammtisch u. -förderung, Gärtnerei (bereits Kontakt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordseezeitung, Facebook, Websites der Kirchengemeinden/Dorfgemeinschaften/OrtsvorsteherInnen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinderat (Fraktionen im Gemeinderat sidn einbezogen und befürworten Projektansatz), OrtsvorsteherInnen der Ortsteile (bereits alle informiert, Ortsvorsteherin Bexhövede bereits in Projektgruppe vertreten)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BewohnerInnen der drei Ortsteile
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das 3. Jahr ist geprägt von Aufbau und Implementierung von Nachhaltigkeitsstrategien: Förderung Selbstorganisation, Erschließung Anschlussfinanzierung, Sicherung Trägerschaft. Im Fokus sind die Kirchengemeinden sowie kirchliche Institutionen, die Vereine und Organisationen der Dorfgemeinschaften, der regionale Ernährungsrat sowie die kommunalen Einrichtungen. Neben der Übernahme einzelner Bausteine durch einzelne Kooperationspartner ist die Gründung einer Vereinsstruktur nicht ausgeschlossen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Vom Casemanagement zur Gemeinwesenarbeit

Ansprechpartner
Jens Geers
Runder in der Gemeinde Wietmarschen, Ortsteil Lohne
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes "Regionales Kompetenzzentrum" (ReKo) wurden in den letzten drei Jahren Case Managerinnen in einigen Kommunen des Landkreises Grafschaft Bentheim etabliert. Ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, Einzelfall-Beratung für Menschen mit einem Pflegebedarf, von pflegenden Angehörigen und für von Pflegebedürftigkeit bedrohten Menschen durchzuführen. Über diese Tätigkeiten des klassischen Case Managements für Pflegebedürftige hinaus soll nun in einem weiteren Schritt die Gemeinwesenarbeit in den Kommunen vorangetrieben werden, für die jedoch bis dato keine Ressourcen zur Verfügung stehen. Es geht um die Neueinrichtung einer Anlaufstelle in Wietmarschen, Ortsteil Lohne, die Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsfunktionen übernimmt. Weiterhin soll die neu geförderte Stelle als Ansprechpartner für das Ehrenamt zur Verfügung stehen und ehrenamtliche Strukturen in Lohne stärken. Es sollen perspektivisch landkreisweit runde Tische begleitet werden, vorerst jedoch soll dies pilotartig in der Kommune Wietmarschen, Ortsteil Lohne, umgesetzt werden. Wir sind überzeugt, dass zukunftsfähige Lösungen nur entstehen, wenn alle relevanten Beteiligten zusammenkommen, ihre Meinung formulieren und aktiv an der Gestaltung einer Lösung mitarbeiten, welche die Erfahrung und Interessen aller berücksichtigt. Ziel des runden Tisches soll es sein, die Kommunikation, Vernetzung und Kooperation zwischen den Akteuren (Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Sportvereinen, anderen zivilgesellschaftlichen Akteure) zu verbessern. In Form eines Workshops sollen ausgehend vom Status Quo die Herausforderungen und Bedarfe der Gemeinwesenarbeit in Wietmarschen erörtert werden. In weiteren Workshops sollen Ideen zusammengetragen und diskutiert werden, die zur Bewältigung der Herausforderungen und Deckung der Bedarfe beitragen. Die Aufgabe der geförderten Stelle soll darin bestehen, den Anstoß zu geben und die Akteure zu qualifizieren und empowern, sodass sich die Gemeinwesenarbeit aus der Kommune und den Beteiligten heraus selbst entwicklet. Es entstehen Strukturen, die landfristig bestehen. Um die Ideen umzusetzen, sollen in einem weiteren Schritt Arbeitsgruppen gebildet werden, die es von der geförderten Stelle zu koordinieren gilt.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Eines der dringlichsten Probleme der Kommunen im Landkreis Grafschaft Bentheim wird durch den demografischen Wandel verursacht. Die wachsende Zahl älterer und hoch betagter Menschen und das sinkende Fachkräftepotenzial (Babyboomer verlassen den Arbeitsmarkt) führen insbesondere im ländlichen Raum zu einer Verschlechterung der Versorgungslage. Vor allem sind der medizinische und pflegerische Bereich betroffen. Insofern stehen die Kommunen und der Landkreis vor der Herausforderung, einer drohenden Unterversorgung an sozialer Infrastruktur zu verhindern und parallel unterstützende Angebote zu installieren. Familienstrukturen sowie die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement verändern sich, weshalt es bestehende Strukturen zu stärken, neue Strukturen zu schaffen und ein System der "sorgenden Gemeinschaften" in den Orten etablieren zu gilt. In Lohne sieht die Situation wie folgt aus: Auf einer Fläche von ca. 73 Quadratkilometern leben rund 7.000 Einwohner in Lohne und ist damit die größte Ortschaft in der Kommune Wietmarschen. Aufgrund der schwachen Infrastruktur und weiten Wege ist das Quartier ein benachteiligtes Gebiet. Die Altersstruktur der Bevölkerung zeigt, dass der demografische Wandel längst in der Kommune angekommen ist. Um dem entgegenzuwirken, sollen runde Tische installiert werden. Eine Optimierung der Strukturen direkt vor Ort unter Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse wirkt oft zielgerichteter. Sozialräumliche und insbesondere gesundheitsbezogene und pflegerische Bedarfe in der Bevölkerung können in vielen Fällen nicht von Einzelakteuren, sondern nur gemeinsam mit weiteren Akteuren gelöst werden.
GWA/QM-Ansatz
Ergänzend zur seiner Aufgabe als Pflegeberatung, fördert der Case Manager den Aufbau von sozialen Beziehungen und Kooperationsstrukturen, indem er u.a. die Akteure aus der Daseinsvorsorge, der Selbsthilfe, der Nachbarschaftshilfe, Ehrenamtliche und Bürger vor Ort im Rahmen von runden Tischen vernetzen. Er fungiert als Anlaufstelle und „Kümmerer“ für die Bevölkerung vor Ort und erleichtert niedrigschwellig den Zugang z.B. zur notwendigen professionellen Hilfe. Im Rahmen der Runden Tische erfasst der Case Manager gemeinsam mit den beteiligten Akteuren und Bürgern die bestehenden Angebote der Daseinsvorsorge, Dienstleistungen und ehrenamtliche Hilfen, erkennt die Hilfebedarfe und vermittelt und fördert Wissen an alle Beteiligten. Darüber hinaus werden insbesondere durch die Einbindung der Kommunen und von ehrenamtlichen Strukturen Hilfen zur Selbsthilfe etabliert. Die Eigenverantwortung als auch die Handlungsmöglichkeiten im Bereich der Daseinsvorsorge werden so vor Ort erweitert. Auf kommunaler Ebene entstehen mit den runden Tischen geeignete Strukturen, die dazu beitragen, wohnortnahe Angebote der Daseinsvorsorge sicherzustellen und zu fördern. Im Zuge der Umsetzung der runden Tische durch den Case Manager werden dabei die für die Gemeinwesenarbeit spezifischen unterschiedlichen Handlungsansätze, wie z.B. Sozialraumanalyse, niedrigschwellige Beratung, Aufbau von und Arbeit mit Netzwerken, Bildungsarbeit sowie kollektives Empowerment integriert.
Nachhaltigkeit
Der für die Umsetzung der Runden Tische eingesetzte Case Manager wird an den Pflegestützpunkt Emsland angedockt und vorerst befristet für zwei Jahre durch den Landkreis Emsland finanziert. Der Landkreis versucht auf kommunaler Ebene eine Verstetigung der Runden Tische in Eigenregie der Kommunen zu bewirken. Gleichzeitig soll auch auf überregionaler Ebene für eine Verstetigung geworben werden.

Von kommunalen runden Tischen zur überregionalen Vernetzung

Ansprechpartner
Timo Deiters
Funktion Abteilungsleiter
Runde Tische auf kommunaler Ebene im Landkreis Emsland
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes "Regionales Kompetenzzentrum" (ReKo) wurden in den letzten drei Jahren Case Managerinnen im Landkreis Emsland etabliert. Ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, Einzelfall-Beratung für Menschen mit einem Pflegebedarf, von pflegenden Angehörigen und für von Pflegebedürftigkeit bedrohten Menschen durchzuführen. Über diese Tätigkeiten des klassischen Case Managements hinaus soll nun in einem weiteren Schritt die Gemeinwesenarbeit in den Kommunen vorangetrieben werden, für die jedoch bis dato keine Ressourcen zur Verfügung stehen. Es geht also um die Weiterentwicklung einer bereits etablierten Anlaufstelle vor Ort, die Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsfunktionen übernimmt. Es sollen perspektivisch landkreisweit runde Tische gegründet werden, vorerst jedoch soll dies pilotartig in der Kommune Twist umgesetzt werden. Wir sind überzeugt, dass zukunftsfähige Lösungen nur entstehen, wenn alle relevanten Beteiligten zusammenkommen, ihre Meinung formulieren und aktiv an der Gestaltung einer Lösung mitarbeiten, welche die Erfahrung und Interessen aller berücksichtigt. Ziel des runden Tisches soll es sein, die Kommunikation, Vernetzung und Kooperation zwischen den Akteuren (Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Sportvereinen, anderen zivilgesellschaftlichen Akteure) zu verbessern. In Form eines Workshops sollen ausgehend vom Status Quo die Herausforderungen und Bedarfe der Gemeinwesenarbeit in Twist erörtert werden. In weiteren Workshops sollen Ideen zusammengetragen und diskutiert werden, die zur Bewältigung der Herausforderungen und Deckung der Bedarfe beitragen. Die Aufgabe der geförderten Stelle soll darin bestehen, den Anstoß zu geben und die Akteure zu qualifizieren und empowern, sodass sich die Gemeinwesenarbeit aus der Kommune und den Beteiligten heraus selbst entwickelt. Es entstehen Strukturen, die langfristig bestehen. Um die Ideen umzusetzen, sollen in einem weiteren Schritt Arbeitsgruppen gebildet werden, die es von der geförderten Stelle zu koordinieren gilt.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Eines der dringlichsten Probleme im Landkreis Emsland wird durch den demografischen Wandel verursacht. Die wachsende Zahl älterer und hoch betagter Menschen und die durch die geburtenschwachen Jahrgänge dem Arbeitsmarkt weniger zur Verfügung stehenden Menschen führen insbesondere im ländlichen Raum zu einer Verschlechterung der Versorgungslage, vor allem im medizinischen und pflegerischen Bereich. Insofern steht auch das Emsland vor der Herausforderung, eine Unterversorgung an sozialer Infrastruktur zu verhindern und parallel unterstützende Angebote zu installieren. Das Emsland ist zwar geprägt von einem in hohem Maße stattfindenden ehrenamtlichen Engagement, das sowohl von Kommunen als auch von vielen Einrichtungen, Vereinen und Privatpersonen vorangetrieben wird, allerdings verändert der gesellschaftliche Wandel die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement und die Engagementlandschaft im Emsland. Es gilt Strukturen zu stärken, Neues zu schaffen und ein System der "sorgenden Gemeinschaften" in den Orten zu schaffen. Vor diesem Hintergrund ist der Landkreis Emsland gefordert, passgenaue Strukturen zu entwickeln, um allen Bürgern attraktive Lebensumfelder und Rahmenbedingungen für die Gewährleistung von Individualität, Selbstbestimmung und Lebensqualität zu bieten. Eine Optimierung der Strukturen direkt vor Ort unter Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse wirkt oft zielgerichteter. Sozialräumliche und insbesondere gesundheitsbezogene und pflegerische Bedarfe in der Bevölkerung können in vielen Fällen nicht von Einzelakteuren, sondern nur gemeinsam mit weiteren Akteuren gelöst werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Twist
Beschreibung
Das Projektgebiet bezieht sich vorerst auf die Gemeinde Twist im Landkreis Emsland. Die Gemeinde Twist misst eine Gesamtfläche von 105,6 Quadratkilometer und hat 9.701 Einwohner, die sich auf sieben Ortsteile Twist-Siedlung, Twist-Bült, Schöningsdorf, Heberlermeer, Rühlermoor/-feld, Adorf sowie Neuringe verteilen
Einwohnerzahl
9701
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand: 30.09.2022
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand: 31.12.2021)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landesamt für Statistik Niedersachsen (Stand: 31.12.2021)
GWA/QM-Ansatz
Ergänzend zur seiner Aufgabe als Pflegeberatung, fördert der Case Manager den Aufbau von sozialen Beziehungen und Kooperationsstrukturen, indem er u.a. die Akteure aus der Daseinsvorsorge, der Selbsthilfe, der Nachbarschaftshilfe, Ehrenamtliche und Bürger vor Ort im Rahmen von runden Tischen vernetzen. Er fungiert als Anlaufstelle und „Kümmerer“ für die Bevölkerung vor Ort und erleichtert niedrigschwellig den Zugang z.B. zur notwendigen professionellen Hilfe. Im Rahmen der Runden Tische erfasst der Case Manager gemeinsam mit den beteiligten Akteuren und Bürgern die bestehenden Angebote der Daseinsvorsorge, Dienstleistungen und ehrenamtliche Hilfen, erkennt die Hilfebedarfe und vermittelt und fördert Wissen an alle Beteiligten. Darüber hinaus werden insbesondere durch die Einbindung der Kommunen und von ehrenamtlichen Strukturen Hilfen zur Selbsthilfe etabliert. Die Eigenverantwortung als auch die Handlungsmöglichkeiten im Bereich der Daseinsvorsorge werden so vor Ort erweitert. Auf kommunaler Ebene entstehen mit den runden Tischen geeignete Strukturen, die dazu beitragen, wohnortnahe Angebote der Daseinsvorsorge sicherzustellen und zu fördern. Im Zuge der Umsetzung der runden Tische durch den Case Manager werden dabei die für die Gemeinwesenarbeit spezifischen unterschiedlichen Handlungsansätze, wie z.B. Sozialraumanalyse, niedrigschwellige Beratung, Aufbau von und Arbeit mit Netzwerken, Bildungsarbeit sowie kollektives Empowerment integriert.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Für den runden Tisch ist eine Geschäftsordnung erarbeitet worden, die die Basis der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Rahmen der runden Tische darstellt.
Beschreibung
Möglichst viele verschiedene Akteure beteiligen sich am Runden Tisch und dieser wird in der Kommune verstetigt.
Beschreibung
Möglichst viele verschiedene Akteure beteiligen sich am Runden Tisch.
Beschreibung
Die Runden Tische erstellen einen Umsetzungsplan, der die Planungsgrundlage für die gemeinsame Arbeit bildet.
Beschreibung
Es wurde eine Bestands- und Bedarfsanalyse erstellt sowie ein Umsetzungsplan erarbeitet, der die Planungsgrundlage für die weitere gemeinsame Arbeit bildet.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Landkreis und kreisangehörige Kommunen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohlfahtsverbände, Selbsthilfegruppen, Familienzentren, Freiwilligenagenturen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leistungserbringer aus den Bereichen Pflege, Gesundheit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister, Landrat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Betroffene, Interessierte
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der für die Umsetzung der Runden Tische eingesetzte Case Manager wird an den Pflegestützpunkt Emsland angedockt und vorerst befristet für zwei Jahre durch den Landkreis Emsland finanziert. Der Landkreis versucht auf kommunaler Ebene eine Verstetigung der Runden Tische in Eigenregie der Kommunen zu bewirken. Gleichzeitig soll auch auf überregionaler Ebene für eine Verstetigung geworben werden.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Ein Ort mit zwei Lebenswelten: Steyerberg und der Lebensgarten treten in Verbindung

Ansprechpartner
Sven Lamers
Funktion Geschäftsführer
Zwei Lebenswelten treten in Verbindung
Projektbeschreibung
Zur Umsetzung unserer Vision in Steyerberg bilden wir in einem Auftakttreffen die "Vertrauens- und Aktivierungsgruppe" (VAG). Wir kommen aus der AG Nachhaltigkeit, Heimatverein, Stadtpolitik und -gemeinde, dem Lebensgarten e.V. sowie Achtsamkeit & Verständigung e.V.. Als strategische Akteure des Ortskerns und Lebensgartens bilden wir die Kerngruppe, die weitere Menschen aus Nachbarschaft und Vereinen aktiviert, um sie als VAG-Akteure in die Nachbarschaftsinitiative zu integrieren. Da beide Quartiere über starke Vereinsstrukturen verfügen, nutzen wir diese als Ressource. Auf diese Weise vergrößert sich das Engagement konzentrisch und bringt zugleich Verein wie Nachbar beider Quartiere zusammen. Hierin liegt unsere zentrale Strategie des Vernetzens, Aktivierens und schließlich des Versöhnens. Hauptverantwortliche für die Planung und operative Umsetzung der Maßnahmen sind die Projektleitung und -koordination, die von den VAG-Akteuren unterstützt werden. Sie sind zentrale Ansprechpartner für die Menschen beider Quartiere und der VAGs, die bei PR, Organisation sowie Vertrauen und Aktivierung unterstützen. Ziel unserer Initiative ist es, die Menschen beider Quartiere zu einem eigenen GWA-Nachbarschaftsprojekt zu gewinnen. Dazu schaffen wir im 1. Jahr eine Sensibilisierung für beide Lebenswelten. Ein Osterfest mit Tauschbörsen zu Saatgut sowie eine aktivierende Befragung schaffen Kommunikation und Beteiligung, während die Umfrageergebnisse das weitere Vorgehen bestimmen. Diese werden auf einem sommerfestlichen Erlebnisspaziergang durch beide Quartiere im Kontext der Wirklichkeit erlebbar. Ein Planwagen ermöglicht zudem Teilhabe für Ältere. Maßnahme im 2. Jahr ist die Errichtung eines "Erzählcafés" im Ortskern. Neben dem bereits Bestehenden im Lebensgarten dienen sie als Quartiersforum und Sozialraum zur Etablierung einer gemeinsamen kommunikativen Alltagspraxis: Stereotype über den 'Anderen' der jeweiligen Lebenswelt wahrnehmen, abbauen und gemeinsame Normen und Werte aufdecken. Zusammen mit internationalen Freiwilligen führen wir ein Anti-Bias-Training mithilfe eines methodischen Erzählcafés durch. Hinzu kommen Kinoabende, Kunst- und Fotoausstellung, welche die Festlichkeiten reflektieren. Im 3. Jahr arbeiten wir mit einem GWA-Beteiligungsprojekt der Nachbarn auf Basis der Umfrage auf eine Verstetigung des Projektes hin. Alle GWA-Ergebnisse werden auf einem abschließenden Erntedankfest präsentiert. Ein Abschlusstreffen der VAG-Akteure evaluiert das Projekt.
Laufzeit
2022-10-04 00:00:00
Ausgangslage
Zwei Kilometer nördlich des Ortskerns von Steyerberg liegt am Ortsrand die Gemeinschaftssiedlung „Lebensgarten“. Im ehemals größten Zwangsarbeiterlager der 1938 gegründeten Rüstungsfabrik EIBIA siedelten sich in den 1980ern Intellektuelle, wie das Professorenehepaar Kennedy, KünstlerInnen und Visionäre des sozio-ökologischen Wandels an. Sie haben den Permakulturpark (spätere PaLS gGmbH) als Forschungs- und Demonstrationsprojekt für nachhaltige Landwirtschaft oder die erste norddeutsche Stromladestelle für E-Autos realisiert. Dieses Lebensgemeinschaftsprojekt hat heute noch eine Leuchtturmwirkung. Die Warteliste für den Zuzug junger, (inter-)nationaler Familien ist lang. Um die hohe Nachfrage an Wohnraum zu decken, ist ein erweiterbares Smallhouse-Projekt nach traditionell japanischer Modulbauweise geplant. Doch im nahegelegenen Ortskern herrscht dagegen Wohnleerstand. Abwanderung junger Menschen, Mangel an attraktiver Bildung und hochqualifizierter Kräfte stellen den demografischen Wandel vor Herausforderungen. Diese Trennung der zwei Lebensräume ist historisch gewachsen, denn die neuen Siedler kamen, um eine konventionelle Gesellschaft zu verlassen. Ein Klima von Misstrauen, Abgrenzung und Polarisierung beider Quartiere entstand. Jedoch haben wir die Vision von einem Ort, in dem Jung wie Alt beisammenleben, in dem jedermanns Idee gehört und genutzt wird. Für diese Verflechtung haben wir zentrale Partner aus Kommune und Zivilgesellschaft beider Quartiere für eine GWA-Nachbarschaftsinitiative gewonnen. Wir Akteure aus Verein, Lebensgarten und Stadt bilden eine Kerngruppe, die nachbarschaftliches Vertrauen schaffen und zu Partizipation aktivieren will.
Projektgebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Als Nachbarn und Akteure aus Vereinen, Politik und Stadtgemeinde verfolgen wir einen holistischen, integrativen Ansatz: ressortübergreifend bilden wir eine Initiative aus den Ressourcen der BürgerInnen heraus, um ein verbessertes Zusammenleben nach dem Bedarf des Gemeinwesens zu erreichen. Damit erwächst unser Anliegen einer verbesserten Nachbarschaft aus der gesellschaftlichen Basis heraus und schließt zugleich Vertreter aus Stadtverwaltung und -politik ein. Folglich ergibt sich eine spiral-vertikale Denk- und Wirkrichtung, die eine nachhaltige GWA-Struktur gewährleistet. Dies wird zudem durch die Vertretung beider Quartiere im VAG-Kernteam sichergestellt (spiral-horizontale Denk- und Wirkrichtung). Ergebnis ist eine multidirektionale Vernetzung zw. Institutionen sowie BürgerInnen beider Quartiere, die durch die gemeinsame Reflexion stereotypisierter Lebenswelten entstanden sein wird. Damit diese Reflexion zw. den unterschiedlichen Sozialräumen gelingen kann, bieten wir Beteiligungsmöglichkeiten in vielfältigen Maßnahmen von Anbeginn des Projektes an, als auch nach dem Bedarf des Gemeinwesens in Form eines eigenen GWA-Nachbarschaftsprojektes. Da internationale Vielfalt nach unserem Verständnis eine kulturelle Ressource ist, aktivieren wir diesen Aspekt durch die Einbindung von ESC-Freiwilligen, die nicht nur eine starke Wirkung in der Überwindung eines direkten Austauschs ausüben können, sondern auch auf die Integration der (in Steyerberg wenigen) migrantischen BürgerInnen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Menschen aus Nachbarschaft und Vereinen auf das Projekt aufmerksam geworden sind, sich im Austauschforum beteiligen, sukzessiv zur Projektbeteiligung gewonnen & ihre Ideen in der VAG eingebracht haben & als GWA-Nachbarschaftsprojekt umgesetzt worden sind.
Beschreibung
eine breite generationsübergreifende Umfragebeteiligung, sich ein internationaler (ESC-Freiwillige aktiviert auch MigrantInnen) & generationsübergreifneder & interdisziplinärer Beteiligungsanteil in den beschreibenen Maßnahmen gezeigt hat.
Beschreibung
die Nachbarn beider Quartiere mit Unterstützung des VAG-Kernteams eigene Projektidee(n) entwickeln, planen & umsetzen; bestenfalls sogar ein Engagement über den Projektzeitraum hinaus entwickeln.
Beschreibung
die Vereinsstrukturen beider Quartiere durch die VAG vernetzt sind, um die Polarisierung beider Sozialräume abzubauen & Nachbarn einzubeziehen; Vernetzung auf Homepage von Lebensgarten, Stadt & Vereinen sichtbar gemacht ist; Quartiersforum genutzt wird.
Beschreibung
die Vereinsstrukturen beider Quartiere durch die Maßnahmen der VAG miteinander vernetzt sind, um die Polarisierung beider Sozialräume durch Beteiligung abzubauen; Vereine ein Selbstverständnis als Begegnungsraum beider Quartiere entwickelt haben.
Beschreibung
das Quartiersforum von Nachbarn beider Quartiere für Engagements angenommen worden ist; das GWA-Beteiligungsprojekt durch Nachbarn & Vereine beider Quartiere auf Basis der Umfrage umgeszt werden konnte; entstandene Ideen zur Projektvestetigung führen.
Beschreibung
Die sich stetig erweiterende VAG bildet sich aus Nachbarn & Vertretern unterschiedlicher Vereine sowie Vertretern der Stadt. Die Einbeziehung von ESC-Freiwilligen bildet an dieser Stelle auch einen interkulturellen Aspekt ab.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatverein Steyerberg e.V. (starker Projektpartner zur Bildung identitätsstiftender Aktivitäten mit dem Ort: generationsübergreifende Aktivitäten, räumliche Ressourcen etc.; Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen))
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AG Nachhaltigkeit (Bürgerinitiative Steyerbergs mit den Themenschwerpunkten "Demografie, Teilhabe, Gender" u.a.)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Klimabüro der Gemeinde Steyerberg (bei Bedarf Flächenbereitstellung für einen Teilhabe-Garten)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsbüro der Gemeinde Steyerberg (Aktivierung von MigrantInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familien- und Seniorenbüro der Gemeinde Steyerberg (Aktivierung marginalisierter Menschen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evang. Pfarrgemeinde St. Katharinen Steyerberg (Unterstützung bei der Friedens- u. Konfliktarbeit; Aktivierung von jugendlichen KonfirmandInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lebensgarten Steyerberg e.V. (Aktivierung der LebensgärtnerInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Achtsamkeit und Verständigung (AVev) e.V. (Aktivierung der LebensgärtnerInnen; Unterstützung bei der Friedens- und Konfliktarbeit; Moderation der Maßnahmen in Jahr 2)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Permakulturpark am Lebensgarten Steyerberg (PaLS) gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KulturImpuls Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Steyerberg e.V. (Unterstützung bei Osterfest (Feuer) u. Erlebnisspaziergang (ggf. Sicherung der Straße für Planwagen) (Jahr 1))
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarrgemeinde St. Marien Steyerberg (Unterstützung bei der Friedens- u. Konfliktarbeit; Aktivierung von jugendlichen KommunikantInnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenverein Steyerberg e.V. (Aktivierung der Nachbarn; Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Frauenchor Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen; Aktivierung der Nachbarn)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhaus Steyerberg (Aktivierung für Maßnahmen u. pädagogische Unterstützung in Jahr 2; Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fanfarenzug Steyerberg e.V. (Unterstützung kulturpädagogischer Maßnahmen; Aktivierung der Nachbarn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Feuerwehrkapelle Steyerberg e.V. (Aktivierung der Nachbarn; kulturelle Unterstützung bei den Festlichkeiten)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Choka Sangha e.V. - Zen & Permakultur (Unterstützung bei Friedens- und Konfliktarbeit; Vernetzung mit Kirchengemeinde über Themen der Kontemplation/Meditation)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Harke (Regionalzeitung zur Veröffentlichung des Projektes und seiner Aktivitäten)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie Schule Mittelweser ((kultur-)pädagogische Unterstützung in Jahr 1 u. 2; Aktivierung von Jugendlichen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Herr Hans-Jürgen Weber (ehem. Bürgermeister der Gemeinde Steyerberg (CDU) und Vorsitzender der AG Nachhaltigkeit)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reit- und Fahrverein Steyerberg e.V. (stellt seinen Planwagen zur Verfügung, um ältere Menschen beim Erlebnisspaziergang (Jahr 1, Ziel 3) zw. den Quartieren zu befördern)
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Aktueller Stand: Kooperationszusicherung strategischer ProjektpartnerInnen: AG Nachhaltigkeit mit Themenschwerpunkt "Demographie & Teilhabe", Vorsitzende sind eh. Bürgermeister & Stabstellenleiterin Klima; Stadt Steyerberg; Lebensgarten e.V.; Heimatverein Steyerberg e.V.; Achtsamkeit & Verständigung e.V. Pläne: Verstetigung aus Nachbarschaftsinitiative selbst heraus & Ausweitung auf Gemeinde; langfristige Kooperation im Laufe der Projektarbeit mit bestehenden & weiteren strategischen Partnern
Zustimmung Veröffentlichung
On

Mein Siegfriedviertel

Ansprechpartner
Julia Gebauer
Funktion Koordination Nachbarschaftszentrum
Nachbarschaft gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Seit 2004 ist die Lebenshilfe im Siegfriedviertel mit einem vielfältigen Wohn- und Assistenzangebot vertreten. Wir erkennen zunehmend, dass auch wir ein Motor für die Gestaltung des Sozialraums für alle Bürger sein können. In der GWA liegt für uns die Chance, zielgruppenunspezifisch zusammen mit der Nachbarschaft ein lebenswertes Wohnumfeld für alle zu fördern und zu erhalten. Die langjährige enge Zusammenarbeit mit anderen interessierten Akteuren (Bürger, Institutionen, Vereine, Behörden, usw.) möchten wir zukunftsträchtig aufstellen. Räumliche Ressourcen, Fachkompetenz und ehrenamtliches Potential sind im Stadtteil zwar vielfältig vorhanden, das darin liegende Potential wird aufgrund einer bisher eher zielgruppenspezifischen Orientierung der Akteure aber bisher nicht genutzt. Zudem führt die zielgruppenbezogene Wahrnehmung von Angeboten durch die Nachbarschaft vielmehr noch zu einer Stigmatisierung bestimmter Gruppen. Ein Beispiel hierfür ist Siegfrieds Bürgerzentrum, das wir gemeinsam mit der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten und der Wohnungswirtschaft betreiben. 2009 als niedrigschwelliger, inklusiver Nachbarschaftstreff mit Freizeit-, Bildungs- und Beratungsangeboten initiiert und auf ehrenamtlicher Basis bewirtschaftet, bildet auch nach über 10 Jahren keinen repräsentativen Querschnitt der Nachbarschaft ab. Was mit ehrenamtlichen Strukturen erreicht werden kann, ist getan. Es fehlt an einem gemeinwesenorientierten „Kümmerer“, der unabhängig Ressourcen bündelt, Menschen aktiviert und vernetzt. Ansetzen wollen wir bei den multiplen Problemfeldern, die Nachbarn selbst im Viertel sehen und gemeinsam mit ihnen eine lebendige Nachbarschaft gestalten. Konkret heißt das, Nachbarn über gemeinsame Interessen/ Aktivitäten zusammenbringen-unabhängig von Alter, Beeinträchtigung, Migrationshintergrund und sozialem Kontext. Selbsthilfekräfte werden aktiviert und die Identifikation mit dem Viertel gefördert. Ziel ist, zu bewirken, dass die Stadt unsere Aktivitäten finanziell unterstützt, um professionelle Strukturen zu schaffen, in denen das Ehrenamt sein Potential voll entfalten kann. Dafür vernetzen wir uns mit anderen GWA-Projekten, um unsere Interessen auf politischer Ebene überzeugend zu vertreten.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Siegfriedviertel ist ein lebendiger Stadtteil mit einer bunten Bewohnerschaft: alte Menschen, die lange im Stadtteil wohnen, zunehmend Studenten und Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Beeinträchtigung und in schwierigen sozialen Lagen, für die das Viertel dank Unterstützungsangeboten zum Zuhause geworden. Die Diversität bietet großes Potential für Reibungspunkte. Praktisch leben die Menschen eher neben- als miteinander. Das Potential div. Muttersprachen, Kulturen, Weltanschauungen und Lebensweisen, wird noch nicht erkannt/genutzt. Es gibt einen hohen Anteil an Sozialwohnraum, was Zielgruppen anzieht, die darauf angewiesen sind. Die Schere zwischen arm und reich wird größer und anhand der Bebauung/des Zustands von Wohnraum offensichtlicher. Eine vielfältige Infrastruktur ist vorhanden, wird aber ambivalent beurteilt. Viele Alteingesessene fühlen sich nicht mehr wohl in ihrer Nachbarschaft. Gründe dafür sind zunehmende Anonymität, hohe Fluktuation der Mieter, mangelnde Wertschätzung und Rücksicht im Miteinander/im Umgang mit Gemeinschaftsflächen, Sprachbarrieren. Eine Präsenz rechter, gewaltbereiter Gruppen nimmt zu, was als bedrohlich wahrgenommen wird. Enger Wohnraum bietet wenig privaten Rückzugsraum. Es gibt Bedarf, den Stadtteil als „Lebensraum“ mitzunutzen. Niedrigschwellige Angebote/Begegnungsmöglichkeiten, um Menschen zusammen zu bringen, fehlen. Die Pandemie hat die Situation verschärft, wirkt sich in Vereinsamung, Frust, Kriminalität aus. Viele Akteure zeigen Interesse, das Zusammenleben mitzugestalten. Bisher ist es aber nicht gelungen, die Nachbarschaft zu aktivieren. Es braucht ein Konzept und eine Anlauf– und Vernetzungsstelle.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Siegfriedviertel
Beschreibung
Statistischer Stadtbezirk 43
Einwohnerzahl
7270
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
"Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020" (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)/ Statistik Stadt Braunschweig
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
"Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020" (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)/ Statistik Stadt Braunschweig
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ansatz der GWA wird das Ziel verfolgt, die "Zielgruppen-Brille" abzulegen und alle Bewohner der Nachbarschaft und ihre Bedarfe und Bedürfnisse in den Blick zu nehmen. Bereits vorhandene Strukturen sollen ausgebaut und professsionalisiert werden, Ressourcen gebündelt und für die Nachbarschaft verfügbar gemacht werden. Mit der Schaffung einer "Kümmerer-Stelle" werden Vernetzung, Vermittlung und Beratung in einer Person zusammengefasst, die den "Hut" auf hat, organisiert und koordiniert. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht- interessierte Nachbarn sollen an Prozessen im Stadtteil beteiligt werden und das Angebot mitgestalten. Über gemeinsame Interessen und Tätigkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander der unterschiedlichen Gruppen gestärkt, Vorbehalte abgebaut. Nachbarn erleben sich als selbstwirksam und identfizieren sich dadurch stärker mit ihrem Stadtteil, was wiederum die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement erhöht. Um voneinander zu lernen, uns auszutauschen, unsere Interessen im Sozialraum wirksam zu vertreten und eine effizientere Unterstützung auf politischer Ebene zu erreichen, schließen wir uns mit anderen GWA-Projekten zusammen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
die Nachbarschaft das Angebot im Stadtteil/ Bürgerzentrum entsprechend der Bedarfe und Wünsche mitgestaltet und dementsprechend annimmt/ nutzt.
Beschreibung
die räumlichen, fachlichen und ehrenamtlichen Ressourcen gebündelt, durch einen professionellen Kümmerer kanalisiert und für alle Beteiligten verfügbar gemacht werden.d
Beschreibung
nicht der persönliche, soziale oder Migrations-Hintergrund, eine Beeinträchtigung, Alter, etc. im Vordergrund steht, sonder das gemeinsame Interesse an einer Tätigkeit.
Beschreibung
alle Beteiligten für sich einen persönlichen Mehrwert an Wohn- und Lebensqualität durch die Beteiligung/ gemeinsame Tätigkeiten haben.
Beschreibung
es Formate gibt, die einen regelmäßigen Austausch/ voneinander lernen ermöglichen und politische Interessen gemeinsam vertreten werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Netzwerk an Ehrenamtlichen, Nachbarn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nibelungen Wohnbau GmbH/ Braunschweiger Baugenossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat/ Bezirksbügermeisterin/ Koordinator für Nachbarschaftszentren der Stadt BS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kinder- und Familienzentrum St. Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung St. Thomaehof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartier:HAUS/ Bürgerverein Am Schwarzen Berge
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SQUAT/ REFUGIUM Flüchtlingshilfe e.V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Stadt befürwortet unsere aktuelle Sozialraumarbeit, erkennt den Bedarf an GWA und hat Standards für Nachbarschaftszentren entwickelt. Eine konkrete Perspektive für finanzielle Unterstützung fehlt bisher. Ziel ist, über eine Professionalisierung und Vernetzung der GWA-Projekte im Rahmen dieser Förderung eine kommunale Anschlussfinanzierung zu erreichen. Ein direkter Kontakt zum Koordinator für Nachbarschaftszentren im Rahmen der Organisation des Bürgerzentrums wird hierfür genutzt.
Galerie
buergerzentrum aussenansicht
buecherschrank
gruenflaeche isoldestr
gruenflaeche tannhaeuser str
walkuerenring
Zustimmung Veröffentlichung
On

Aufbau einer Koordinationsstelle zur Vitalisierung des Flecken Steyerberg im Landkreis Nienburg-Weser

Ansprechpartner
Michael Stork
Aufbau einer Koordinationsstelle zur Vitalisierung des Flecken Steyerberg im Landkreis Nienburg/Weser
Projektbeschreibung
Ländliche Regionen stehen vor der Herausforderung sich in der heutigen Welt zu behaupten: Demografischer Wandel, Landflucht und Fachkräftemangel sind nur einige Probleme. Es benötigt neue Maßnahmen, um insb. strukturschwache Regionen nachhaltig zu vitalisieren. In der Schnittmenge von Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur dient unser Vorhaben dem ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Wandel: Wir wollen mit dem Reallabor ECO City Village (ECO CiVi) im Flecken Steyerberg einen Modellraum entwickeln, der Innovation und Perspektiven für ein gesundes und zukunftsgewandtes Miteinander so kombiniert, dass Transformation, von den Bürger*innen ausgehend, stattfinden kann: Themenübergreifend, transdisziplinär und gemeinwohlorientiert. Das ECO CiVi identifiziert, aktiviert und entfaltet Potenziale für nachhaltige Veränderung: Lokal vorhandene Ressourcen und gewachsene Strukturen werden bewahrt und, den Ansprüchen des 21. Jh. entsprechend, aktualisiert und weiterentwickelt. Wir widmen uns den 17 Zielen der globalen Nachhaltigkeitsagenda und arbeiten gemeinsam mit vielen lokalen und nationalen Partner*innen u.a. in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Innovation (1), Bildung, New Work und moderne Nachbarschaftskonzepte (2), sowie Umwelt- und Klimaschutz (3). Wir verfolgen eine nachhaltige Raumplanung, deren Ziele sich mit denen der Territorialen Agenda der Europäischen Union, der deutschen Raumentwicklungsplanung, den Querschnittszielen der niedersächsischen Raumplanung und der regionalen Handlungsstrategie Leine-Weser decken. Um die Vitalisierung nachhaltig sicherzustellen, wollen wir in Kooperation mit der Kommune eine Koordinationsstelle errichten, welche als vernetzendes Organ die geplanten und zukünftigen Projekte steuert und dabei 1. Gelder zur Umsetzung verschiedener Projekte akquiriert, welche direkt der lokalen Ökonomie zu Gute kommen und damit Arbeitsplätze schafft und sichert. 2. Auf die vielfältigen Möglichkeiten der Region und ihrer Projekte hinweist, diese u.a. touristisch vermarktet und unterschiedliche Projekte und Akteur*innen mit lokalen Gruppen vernetzt. 3. Zahlreiche Bürger*innenbeteiligungs- und Partizipationsmaßnahmen im Rahmen verschiedener Projekte plant, durchführt und zudem Bottom-Up- und Multistakeholderprozesse initiiert und koordiniert. Die Koordinationsstelle soll sich nicht ausschließlich der Umsetzung der eigenen Projekte widmen, sondern auch der lokalen Wirtschaft beratend und ausführend zur Seite stehen.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Aktuell leben knapp 25% der Deutschen auf dem Land. 2050 werden es nur noch 16% sein. Der demographische Wandel und die Megatrends Silver Society und Urbanisierung verstärken die Konsequenzen dieser Entwicklung in ländlichen Regionen, zu denen auch der Flecken Steyerberg im LK Nienburg/Weser gehört, etwa 60km von Hannover sowie Bremen entfernt. Er zählt aktuell ca. 5.200 Einwohner*innen und ist umgeben von Natur- und Landschaftsschutzgebieten, die zum Teil stark gefährdete Pflanzen- und Tierarten beheimaten. Aufgrund dieser demographischen Entwicklungen sind zahlreiche Dörfer und Gemeinden in ihrer Existenz gefährdet. Der Verlust von mehreren Hundert Arbeitsplätzen im Flecken Steyerberg in den letzten Jahren, der zunehmende Leerstand und Verfall von Gebäuden, die Umgestaltung der Einwohnerstruktur, sowie der Rückgang von Gewerbesteuereinnahmen und der damit zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel zeigen den Handlungsbedarf in dieser strukturschwachen Region auf. Die Kommune muss sich daher anderweitig in einer wirtschaftlich-global gelenkten und urbanisierten Welt behaupten: Ein ausschließlich wirtschaftlicher Strukturwandel bremst diese Landflucht nicht, es bedarf neuer und nachhaltiger Ansätze, die sich mit den jeweiligen regionalen Strategien decken. Der Fl. Steyerberg bietet dabei die idealen Voraussetzungen für unser Projekt: So wurde er 2016 als kleinste Gemeinde in das Netzwerk der Masterplankommunen für 100% Klimaschutz aufgenommen und verfolgt u.a. eine Null-Flächenverbrauchs-Politik, um die lokale Artenvielfalt zu schützen und sich an den Klimawandel anzupassen. Der Flecken Steyerberg wurde daher auch 2020 für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Flecken Steyerberg und Umgebung
Beschreibung
Die Stadtgrenzen des Flecken Steyerberg, zuzüglich der Nutzung etwaiger Synergieeffekte in angrenzenden Gemeinden.
Einwohnerzahl
5191
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Stand 31. Dezember 2019
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
22
Anmerkung
Der Anteil der älteren Einwohner*innen über 65 Jahren steigt in Steyerberg (Projektgebiet) seit Jahren kontinuierlich und liegt inzwischen über dem Durchschnittswert im Kreis Nienburg (Gesamtstadt) und Niedersachsen (Sonstige). Zahlen vom Regionalmonitoring Niedersachsen 2019.
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
3
Anmerkung
Der Wanderungssaldo im Alter von 18 bis unter 25 Jahren je 1000 Einwohner/-innen im Flecken Steyerberg (Projektgebiet) lag bei -22% (sic!) im Jahr 2019 (Abgang von Einwohner/-innen), Durchschnitt im Landkreis Nienburg (Gesamtstadt) war -21%, für Niedersachsen bei 3% (Zuwachs). Hier lässt sich ablesen, dass gerade junge Menschen keine Perspektive im Flecken Steyerberg sehen und deswegen abwandern. Zahlen vom Regionalmonitoring Niedersachsen 2019.
Unterlagen zum Gebiet
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Mit dem ECO CiVi arbeiten wir an der Transformation hin zu einem System, dass alle Teile des Ökosystems achtet, mit einbezieht und das Wohlergehen des Ganzen betont. In all unseren Überlegungen spielt daher ein zielgruppen- und ressortübergreifendes Denken und Handeln eine zentrale Rolle: Wir setzen auf partizipative und kooperative Prozesse, um das individuelle Wissen der Bürger*innen über die Region, als auch ihr individuelles Können in die nachhaltige Entwicklung des Flecken Steyerbergs mit einzubeziehen und die Gemeinschaft in den Vordergrund zu stellen. Aktuell arbeiten wir insb. an Projekten zum Ausbau der lokalen Ökonomie, von innovativen Bildungs- und Umweltkonzepten, sowie zur Schaffung sozialer Aktivitäten und sozialer Infrastrukturen. Dabei kooperieren wir bereits aktiv und eng mit der kommunalen Verwaltung, um unsere Visionen auch nachhaltig auf eine fundierte Basis zu stellen: So entwickeln wir aktuell u.a. einen außerschulischen Lernort für Kinder und Jugendliche, wo wir eine alte Grundschule im Ortsteil Deblinghausen in ein ganzheitliches Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung umwandeln, oder einen Innovationshub mit Unternehmer*innen und Unternehmen der Gemeinde, Projektentwickler*innen und Investor*innen. Durch den Aufbau der Koordinationsstelle wollen wir diesen Einsatz nochmals erweitern und insbesondere Kooperationen mit den Einwohner*innen der Region eingehen und diese zur Partizipation an den verschiedenen Projekten anregen und befähigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Lokale und regionale Partner*innen eigenständige und unabhängige Kooperationen mit (inter-)nationalen Netzwerken eingegangen sind.
Beschreibung
Einwohner*innen eigene Projekte konzipieren und mit umsetzen
Beschreibung
Mehrere Projekte und Vorhaben ineinandergreifen und zu einer ganzheitlichen Verbesserung der lokalen (ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen) Strukturen führen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Flecken Steyerberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gymnasium Stolzenau
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
PaLS gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lebensgarten e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung Paradise Now
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dokumentationsstelle Pulverfabrik e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Achtsamkeit und Verständigung e. V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
In enger Kooperation mit der Kommune erarbeiten wir bereits gemeinsame Konzepte zur Umnutzung von Leerstand und vernetzen uns mit lokalen Initiativen und Unternehmen. Mit strategischen Kooperationen (Universitäten, Stiftungen u.a.) in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur planen wir langfristige Forschungs- und Projektvorhaben, auf deren Grundlage schließlich Gelder akquiriert werden, welche die ganzheitliche Entwicklung des Standortes und letztlich auch das Projekt nachhaltig sichern.
Galerie
20210414 zeitungsartikeldieharke bittenurinternenutzung
Zustimmung Veröffentlichung
On

Buntes Quartier Nordstadt für alle

Ansprechpartner
Julia Gebauer
Funktion Koordination Nachbarschaftszentrum
gemeinsam - vielfältig - selbstverständlich - freiwillig
Projektbeschreibung
Die Lebenshilfe ist in der Braunschweiger Nordstadt mit einem vielfältigen Angebot vertreten. Es gibt an vier Standorten im Stadtteil Wohn- und Assistenzangebote für erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung. Die Lebenshilfe ist außerdem Kooperationspartner in einem Bürgerzentrum und öffnet gerade einen parkähnlichen Garten einer Wohnstätte für die Bevölkerung als Stadtteilgarten („Ludwigsgarten"). Das Bürgerzentrum existiert seit 2009 als niedrigschwelliger Nachbarschaftstreff mit Kaffee-Ecke und wird von Ehrenamtlichen mit und ohne Beeinträchtigung bewirtschaftet. Es gibt ein inklusives Programm mit Freizeit-, Bildungs- und Beratungsangeboten, größtenteils auch auf ehrenamtlicher Basis. Kooperationspartner im Bürgerzentrum ist die Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten. Mit dem Ludwigsgarten entsteht auf dem Gelände einer Wohnstätte aktuell eine grüne "Oase" mit ökologischem und kulturellen Potential. Neben einem Mehr an Wohnqualität für alle Nachbarn bei insgesamt wenig Grün im unmittelbaren Umfeld entsteht vor allem auch ein Begegnungsort für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Es sind dementsprechend räumliche Ressourcen, fachliche Kompetenz und ehrenamtliches Potential vorhanden, die es nahelegen, gebündelt zu werden. Bereits vorhandene Strukturen im Bürgerzentrum sollen ausgebaut, Strukturen im Stadtteilgarten aufgebaut werden. Beide Begegnungsorte können aus einer Hand in Person eines "Kümmerers" miteinander vernetzt und "bespielt" werden und eröffnen neue Möglichkeiten und Chancen für alle Nachbarn im Stadtteil. Konkret soll das Projekt Nachbarn über gemeinsame Aktivitäten zusammen- und sich gegenseitig näherbringen – unabhängig von Alter, Beeinträchtigung oder Migrationshintergrund. Über gemeinsame Interessen und entsprechende Beteiligungsmöglichkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt und die Wohn- und Lebensqualität erhöht. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Nordstadt ist ein lebendiger Stadtteil mit einer bunt gemischten Bewohnerschaft–alte Menschen, zunehmend Studenten, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit Beeinträchtig. und mit Menschen in schwierigen sozial. Lagen, für die die Nordstadt dank zahlreicher Unterstützungsangebote zum Zuhause geworden ist. Profession. Akteure sozialer Dienstleister, Vereine, Wohnungswirtschaft, etc. haben ein Interesse daran, die Nordstadt zu einem lebenswerten Stadtteil zu machen und zusammen zu arbeiten. Für richtige Netzwerkarbeit fehlt es aber noch an geeigneten Strukturen und Verantwortlichen. Ein direktes Budget für die Sozialraumarbeit existiert nicht, deshalb konnte bisher keine hauptamtl. Stelle im Bürgerzentrum realisiert werden. Das, was mit Ehrenamt erreicht werden kann, ist erreicht. Für die qualitative Weiterentwicklung der Arbeit bedarf es professionell. Begleitung. Die Lebenshilfe hat sich in der Vergangenheit bereits um Fördermittel für die Arbeit im Sozialraum bemüht. Durch eine von Aktion Mensch geförderte Stelle wurde z.B. Menschen mit Beeinträchtig. ermöglicht, ein Ehrenamt in ihrem Quartier auszuüben. Für den Ludwigsgarten konnten Mittel über Aktion Mensch akquiriert werden. Aktuell ist eine neue Projektstelle zum Thema Inklusive Nachbarschaft beantragt, die auch die Ressourcen vom Bürgerzentrum nutzt, aber nicht für dessen Organisation zuständig ist. Die hiermit beantragten Fördermittel könnten diese Lücke schließen, die Sozialraumarbeit qualitativ weiterentwickeln. Auch beim neu entstehenden Ludwigsgarten geht es darum, ihn als Ressource im entstehenden Netzwerk zu verankern, ihn für Umwelt-, Bildungs- und Kulturangebote verfügbar zu machen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Nordstadt
Beschreibung
Statistische Stadtbezirke 16 (Nordbahnhof) und 43 (Siegfriedviertel)
Einwohnerzahl
11905
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schlaglichter Soziale Stadt Braunschweig 2020
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Projektgebiet: Sozialatlas Stadt Braunschweig 2016 (Planungsbereich Siegfriedviertel/ Schwarzer Berg) Gesamtstadt: Schlaglichter Soziales Braunschweig 2020
GWA/QM-Ansatz
Die Erfahrung letzten Jahre hat gezeigt, dass mit ehrenamtlichem Engagement viel erreicht werden kann. Mit dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit wird das Ziel verfolgt bereits vorhandene Strukturen auszubauen und zu professionalisieren, Ressourcen zu bündeln und für das Projekt verfügbar zu machen. Mit der Schaffung der Stelle eines "Kümmerers" werden Vernetzung, Vermittlung und Beratung in einer Person zusammengefasst, die den "Hut" auf hat, organisiert und koordiniert. Mitdenken und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Interessierte Nachbarn sollen an Prozessen im Stadtteil beteiligt werden und das Angebot mitgestalten. Über gemeinsame Interessen und Tätigkeiten wird das nachbarschaftliche Miteinander der unterschiedlichen Gruppen gestärkt. Nachbarn sollen sich dadurch stärker mit ihrem Stadtteil identifizieren, was wiederum die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement erhöht.
Qualitätskriterien
Beschreibung
nicht die Lebenshilfe alleine das Angebot in Garten und Bürgerzentrum vorgibt und steuert, sondern Bewohner das Angebot entsprechend ihrer Bedarfe und Wünsche mitgestalten und dementsprechend auch annehmen.
Beschreibung
nicht der persönliche soziale oder Migrations-Hintergrund, eine Beinträchtigung, Alter, etc. im Vordergrund steht, sondern das gemeinsame Interesse an einer Tätigkeit.
Beschreibung
alle Beteiligten für sich einen persönlichen Mehrwert an Wohn- und Lebensqualität durch die Beteiligung/ gemeinsame Tätigkeiten haben.
Beschreibung
die räumlichen, fachlichen und vor allem ehrenamtlichen Ressourcen gebündelt und durch einen profesionellen Kümmerer kanalisiert und für alle Beteiligten verfügbar gemacht werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur Jugend Soziales Sport e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk an Ehrenamtlichen, Nachbarn und Besuchern
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nibelungen Wohnbau GmbH/ Braunschweiger Baugenossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksbürgermeisterin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenzentrum Wilhelminum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stiftung St. Thomaehof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kinder- und Familienzentrum St. Georg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendzentrum Selam
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
FANPROJEKT Braunschweig (AWO)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mansfeld-Löbbecke-Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtgarten Bebelhof/ VHS
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
SoLaWi Dahlum GbR (Bio-Landwirtschaftsbetrieb)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Forum Verein zur Förderung bürgernaher Stadtplanung e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Protohaus Makerspace gGmbH (offene Hightec-Werkstatt)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Julius-Kühn-Institut (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Transition Town Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Institut für Urbane Botnik e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Laut Klub/ Kunst und Kulturverein Braunschweig e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fair in Braunschweig e.V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Lebenshilfe bedient mit ihren Aktivitäten im Stadtteil die Ziele städtischer Programme. Die Stadt ist über die Arbeit der Lebenshilfe in der Nordstadt informiert und unterstützt diese inhaltlich. Sie hat das Potential der sozialräumlichen Arbeit und die Notwendigkeit einer entsprechenden personellen Ausstattung erkannt und entwickelt zur Zeit Standards für Nachbarschaftszentren. Die Akteure sind im Gespräch, es ist aber noch nicht absehbar, wann dies umgesetzt wird.
Galerie
buergerzentrum aussenansicht
buergerzentrum kaffee ecke
plan ludwigsgarten
garten ludwigstrasse 2
garten ludwigstrasse 1
Zustimmung Veröffentlichung
On

Ratsch.Bude

Ansprechpartner
Alexander Hoppe
Funktion Bürgermeister
Stadt von unten
Projektbeschreibung
“Ratsch.Bude” (Arbeitstitel) ist eine Idee von Bürger/innen. Sie formulierten im Februar 2021in einer Befragung den Wunsch, einen Ort zu haben, an dem sich alle Bürger/innen treffen und in einem neutralen Rahmen über die Stadt reden können. Der sichtbare Handlungsbedarf in der Innenstadt böte Anlässe für Begegnung und Austausch, wenn Bürger/innen eigene Ideen in ihr und für sie formulieren (“ratschen”), gemeinsam ausarbeiten und schließlich realisieren könnten. Ab dem Sommer 2021 soll in einer leerstehenden Gärtnerei eine Coronakonforme, temporäre Sommerunterkunft als eine niederschwellige “Ideenwerkstatt im Freien" eingerichtet werden, um den neuen Ansatz einer „Stadt von unten“ vor Ort sichtbar zu machen. Die Organisation, der Aufbau und der Betrieb eines von der Bürgerschaft für die Bürgerschaft konzipierten Begegnungsortes werden pilotiert und getestet und weitere Mitstreiter gefunden. Dieser Ansatz soll ab dem Herbst 2021 in einem Leerstand der Westernstrasse verstetigt und professionell begleitet werden. Beides ist Voraussetzung für eine organisatorische Festigung einer kontinuierlichen und lebhaften Beteiligungskultur in Königslutter, die für eine Stadt im Strukturwandel von höchster Bedeutung ist. “Selbst tätig werden” ist dabei das Motto, aus dem ein neuer Gemeinschaftssinn entsteht und auch eine Identifikation mit dem Ort. Begegnungsorte wie eine Fußgängerzone oder ein Bürgersteig oder der Marktplatz könnten in der "Stadt von unten" neu erfunden werden, auch Liegenschaften, die in Folge des Strukturwandels und der Corona-Pandemie leer stehen, sollten aufgeweckt und bespielt werden. Die Innenstadt bietet viele Möglichkeiten und Anlässe, um voneinander und miteinander zu lernen. In Austausch und Umsetzung entstehen, von der Bürgerschaft getragen, neue soziale, kulturelle oder auch wirtschaftliche Impulse. “Selbst tätig werden” wird eine Chance sein, “selbstständig” zu werden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen. Die „Ratsch.Bude“ als gemeinsamer Raum und selbst entwickelte Werkzeuge werden helfen, die Ansätze von unten gemeinsam mit der Stadt zu sozialen, ökonomisch und ökologisch tragfähigen Projekten weiterzudenken und in Partnerschaft mit Verwaltung, Politik und Wirtschaft professionell umzusetzen. Wenn sich Bürger/innen mit dem „Lebensraum Kleinstadt“ als Gestalter/innen identifizieren und sich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen einsetzen, wachsen sozialer Zusammenhalt und auch das Engagement für die Stadt.
Laufzeit
2021-08-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Strukturwandel macht auch vor Königslutter nicht Halt: Die Innenstadt verliert für die Bewohnerschaft als Ort der Identifikation und Begegnung an Bedeutung, wenn Versorgungsfunktionen verschwinden. Wir sehen mittlerweile einen Leerstand von ca. 50%, Tendenz steigend nach der Pandemie. Die Obergeschosse sind ungenutzt. Gebäude werden baufällig und neue Impulse sind nicht in Sicht. Es verfestigt sich der Eindruck der Perspektivlosigkeit. Es besteht die konkrete Gefahr, dass die Stadt zu einer Schlafstadt wird für die angrenzenden Ballungsräume, wenn es nicht gelingt, Gründe für ein gesellschaftliches Engagement in und für Königslutter zu zeigen, Ansätze für Erfolge zu organisieren und einen strukturellen Rahmen für eine dauerhafte Beteiligung der Bürgerschaft an der Innenstadtentwicklung herzustellen. Der Stadt als gemeinsames Projekt und als gemeinsamer Lebensraum fehlen soziale, ökologische und ökonomische Zukunftsperspektiven, die mit der Bürgerschaft entwickelt werden. Projekte werden in Königslutter am Elm nämlich meist von Außen an die Stadt herangetragen (z.B. Entwicklung von neuen Wohngebieten am Stadtrand, Fachmarktzentrum an der Wolfsburger Straße, Jugendbauhütte, Wohnen an der Traube usw.). Ein Pendant auf Seiten der Bewohnenden fehlt. Lokale Bedürfnisse und Wünsche, die häufig gerade die Innenstadt betreffen, werden nicht artikuliert und haben damit auch keine Chance, sich zu verwirklichen. Die Enttäuschung über nicht realisierte oder auch gescheiterte Projekte der Stadtentwicklung führt so zu einer innerlichen Abwendung der Bewohnenden von ihrer Stadt. Wir sehen eine Politik- und Gestaltungsverdrossenheit, die positive Entwicklungen konterkarieren.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Königslutter am Elm (mit allen Ortschaften) Innenstadt
Einwohnerzahl
16000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+integration+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslosenanteil an den SvB (%); https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+soziale-lage+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
SGB-II Quote, SGB-XII Quote: https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+nachhaltigkeit-sdgs+2014-2016+tabelle; Innenstadtbereich als Schätzung
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Altersquotient ab 65 Jahren: https://www.wegweiser-kommune.de/statistik/koenigslutter-am-elm+demographischer-wandel+2014-2016+tabelle
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Königslutter am Elm, 19.5.2021
GWA/QM-Ansatz
Kleine Städte sollten für ihre Bewohnenden sowohl räumliche als auch soziale Identifikations- und Begegnungsräume vorhalten. GWA und Quartiersmanagement im Sinne einer sozialen Stadtentwicklung in Königslutter am Elm setzt deswegen (a) dann an, wenn die Stadtgemeinschaft zusammenkommt und (b) dort, wo sie gemeinsam gestaltet. In der Innenstadt ist beides möglich. Die Anpassung an den Strukturwandel, die im Zuge einer Pandemie noch dringender geworden ist, bietet viele Anlässe und das Bedürfnis, aktiv zu werden, zu sprechen und sich auszutauschen wird durch das gemeinsame Interesse aller Bewohnenden an der eigenen "Innenstadt" gebündelt. Ziel ist es, Defizite am konkreten Ort und zu vielfältigen Themen in verschiedenen kleinen und großen Partizipationssettings und unter Einbeziehung der Kommune zu gemeinsam getragenen, übergreifenden Lösungsansätzen im kommunalen Kontext zu verdichten. Dieser Ansatz kann alle Bevölkerungsgruppen motivieren, alle Altersgruppen ansprechen aber auch die vielfältigen sozialen Umfelder berücksichtigen. Durch die professionelle externe Begleitung wird ein strukturiertes Vorgehen angestrebt, das gemeinsam mit den Bürger*innen entwickelt wird. Dabei will Ratsch.Bude insbesondere als Partner für Innovationsprojekte in der Innenstadt wahrgenommen zu werden, indem sie Wissen und Können vor Ort für Alle erschließt und zugänglich macht und die Innenstadt als Ort von Allen für Alle ausstattet.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohner*innen kommen mit eigenen Ideen auf Ratsch.Bude zu. Die Bereitschaft sich aktiv in die Gestaltung der Ratsch.Bude oder von Projekten einzubringen wird durch wiederkehrende Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen sichtbar.
Beschreibung
Die Interessen an einem gemeinsamen Erfolg werden in einem interdisziplinären Entwicklungsprozess verfolgt. Die Bereitschaft eine gemeinsame Lösung zu finden überwiegt die Partikularinteressen. Die Konzentration auf Schwerpunkte gelingt.
Beschreibung
Verwaltung, Politik, Bürger*innenschaft, Handel und Immobilieneigentümer*innen kooperieren. Verlässliche Teilnahme von Vertretern an der Arbeit der Ratsch.Bude führt zu schnellem Informationsfluss und erleichtert Abstimmung und Planung für Alle.
Beschreibung
Es gelingt weitere Altersgruppen in die Arbeit einzubinden und die Interessen von Unternehmen, Einzelhandel oder Immobilienbesitzer*innen durch Kooperationsverträge zu manifestieren.
Beschreibung
Die Innenstadt wird als Ort der gemeinsamen Gestaltung sichtbar und es gelingt, ihr durch die Einbindung aller Bewohnenden eine neue Bedeutung zu geben.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Königslutter am Elm
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bücherei Königslutter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LaVie gGmbH, Freiwillige Feuerwehr
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat, Stadtrat, Vertreter der politischen Parteien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Driebe Grundschule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HRS Königslutter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kleingartenvereine, TSG Königslutter e.V
Typ
Stadtteil
Galerie
werkstadt 2
181114 koen a1 intensivierung bericht
Zustimmung Veröffentlichung
On

Lebendiges Leineberg-Zentrum

Ansprechpartner
Hanna Köhn
Funktion Leitung Stadtteilbüro Leineberg
Wer, wenn nicht wir? Aktiv in unserem Quartier!
Projektbeschreibung
Im Göttinger Quartier „Leineberg“ (2.800 BewohnerInnen) eröffnete 2009 das Stadtteilbüro Leineberg. Seit 2013 wird das Stadtteilbüro getragen vom Nachbarschaftsverein Leineberg (ca. 80 Mitglieder). Derzeit arbeitet eine hauptamtliche Mitarbeiterin im Stadtteilbüro, die unterstützt wird von einer Minijobberin und vielen Ehrenamtlichen. Schwerpunkte der Arbeit sind die Inszenierung von Kommunikationsanlässen, die Förderung von Nachbarschaftshilfe und die Vernetzung der Akteure im Quartier. Dabei haben wir uns aufgrund des hohen Altersdurchschnitts im Quartier besonders mit dem Thema Vermeidung von (Alters-)einsamkeit befasst. Das Stadtteilbüro wirkt zudem mit am stadtweiten Netzwerk der Quartierszentren. Die BewohnerInnen des Leinebergs beklagen einvernehmlich den Zustand der Ladenzeile im Quartier. Das Stadtteilbüro befindet sich gegenüber der Ladenzeile, unweit der Kirchengemeinde und der Hausarztpraxis. Dieses räumliche Zentrum soll aufgewertet und belebt werden. Dabei wird mit den anliegenden Geschäften und Institutionen zusammen gearbeitet und gemeinsam eine Verbesserung der Nahversorgung in den Blick genommen. Vor dem Stadtteilbüro stehen bereits ein öffentlicher Bücherschrank und eine Bank, die gut genutzt und von AnwohnerInnen gepflegt werden. Allerdings stoßen wir mit einer Weiterentwicklung dieses Ansatzes personell und finanziell an unsere Grenzen. Um das Thema Nahversorgung und Begegnungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum gezielt in den Blick zu nehmen, benötigen wir Arbeitsgruppen, die sich gezielt mit dem Thema befassen und eine Unterstützung der Gruppen bei der Umsetzung ihrer Ideen. Hierzu braucht es zusätzliche Zeit und Sachmittell. Daher möchten wir das Projekt nutzen, um die Selbstorganisation der AnwohnerInnen für die Nahversorgung zu aktivieren, und die Vernetzung im Quartier zu verbessern. Wir denken die Nahversorgung und die Begegnung im öffentlichen Raum zusammen. Damit lehnen wir uns an am Konzept der „Dorfbegegnungsläden“. Die Aktivitäten werden mit BewohnerInnen geplant und umgesetzt., die Selbstorganisation wird gestärkt. Die bereits bestehende Stadtteilrunde (Netzwerk der Akteure im Quartier) wird gestärkt und durch die Ladenbetreiber ergänzt. Die Aktivitäten werden in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung durchgeführt. Die Ergebnisse des Projekts fließen in das Netzwerk der Nachbarschaftszentren ein und werden für andere Zentren und für die gesamtstädtische Strategie zur Arbeit der Nachbarschaftszentren nutzbar.
Laufzeit
2021-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Göttinger "Leineberg" liegt ca. 1,5 km südwestlich der Kernstadt und ist baulich klar vom Rest der Stadt getrennt. Hier leben derzeit 2.800 Menschen, überwiegend im Geschosswohnungsbau. Nachdem der Leineberg viele Jahre als "sozialer Brennpunkt" galt, hat sich das Image in den letzten Jahren gewandelt: Die Städtische Wohnungsbau GmbH als größter Vermieter im Quartier hat ihre Häuser und Wohnungen saniert, die stadtnahe und gleichzeitig ruhige Lage und die im Vergleich zu anderen Quartieren niedrigen Mieten machen die Wohnungen attraktiv und begehrt. Allerdings: Eine Studie zur Nahversorgung in Göttingen bescheinigt, was alle LeinebergerInnen schon lange wissen: Das Ladenzentrum ist nicht mehr zeitgemäß und die Nahversorgung ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Geschlossen haben in den letzten Jahren die Drogerie, die Apotheke und die Bankfiliale. Gleichzeitig ist der Altersdurchschnitt im Quartier hoch. Es leben also viele Menschen hier, die auf Einkaufsmöglichkeiten vor Ort angewiesen sind. Die kleine Ladenzeile und der davor liegende Grünstreifen haben momentan eine niedrige Aufenthaltsqualität. Das führt dazu, dass viele Menschen zum Einkaufen mit dem Bus oder dem Auto in die Stadt fahren. Dadurch fehlen Begegnungen im öffentlichen Raum und die Wirtschaft vor Ort wird weiter geschwächt. Gleichzeitig fehlt beim Einkauf in der Stadt der persönliche Charakter: Auf dem Leineberg kennen die LadenbetreiberInnen ihre Kundschaft, der Einkauf ist neben der schlichten Versorgung ein Kommunikationsanlass. Nicht zuletzt angesichtst zunehmender Alterseinsamkeit nehmen wir daher mit unserem Projekt die Nahvergung in Kombination mit Begegnung im Quartier in den Blick.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Göttingen Leineberg
Beschreibung
Das Gebiet "Leineberg" umfasst nur wenige Straßen (s. Kartenausschnitt). Der Leineberg wird durch den Fluss "Leine" vom Rest der Stadt getrennt. Im Norden wird das Gebiet durch die Bahn und den Friedhofbegrenzt, im Süden liegen die psychiatrische Fachklinik und der offene Jugendvollzug. Durch seine räumlich klare Abgrenzung vom Rest der Stadt weist das Quartier eine starke Stadtteilidentität auf.
Einwohnerzahl
2768
Quelle / Anmerkungen
https://duva-stg-extern.kdgoe.de/Informationsportal/Dateien/PDat-Stb037-2019.pdf, Stand 2019
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich nicht um eine Schätzung.
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
www.goesis.goettingen.de, es handelt sich um eine Schätzung, die die Stadt Göttingen vorgenommen hat.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Auf dem Leineberg wird seit 2009 mit dem Stadtteilbüro und dem Nachbarschaftsverein Leineberg als Trägerverein der Ansatz der Gemeinwesenarbeit durchgeführt. Mit dem Projekt werden das Selbsthilfepotential und die Nachbarschaftshilfe im Quartier weiter gestärkt. Die Aktivierung der BewohnerInnen und die Stärkung der Netzwerke vor Ort sind die Grundlagen des Projekts. Dabei gehen wir ein Thema an, das von den BewohnerInnen in den letzten Jahren immer wieder angesprochen wurde. Die Arbeit am Thema "Aufwertung des Umfelds des Ladenzentrums und Verbesserung der Nahversorgung" ist der Aufhänger, unter dem die Netzwerke gestärkt werden. Die konkreten Maßnahmen werden mit LeinebergerInnen gemeinsam erarbeitet und umgesetzt. Ziel ist die Schaffung von Strukturen, die in Zukunft neue Themenbereiche im Quartier in den Blick nehmen. Dabei verstehen wir den Leineberg trotz seiner von der Stadt abgetrennten Lage als Teil der Gesamtstadt und möchten die Zusammenarbeit mit der Kommune und anderen Quartierszentren für unser Projekt nutzen. Die Ergebnisse fließen durch einen Austausch mit der Stadt Göttingen und im Netzwerk in die gesamtstädtische Strategie der Quartiersentwicklung ein. Zusätzlich wird neben der Sozialplanung Kontakt zur Stadtplanung aufgenommen. Besondere Nähe besteht zum benachbarten "Leineviertel", daher werden die Aktivitäten mit dem dortigen Quartiersmanagement gut abgestimmt, so werden Doppelstrukturen vermieden und Synergieeffekte genutzt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ausgangspunkt des Handelns sind die Bedürfnisse der BewohnerInnne, Aktivitäten werden nicht "für sie " sondern "mit ihnen" umgesetzt.ihnen
Beschreibung
BewohnerInnen übernehmen eigene Aufgabenbereiche und sind an den organisatorischen Aufgaben beteiligt.
Beschreibung
Es werden mehrere Alters- und Bevölkerungsgruppen mit dem Projekt erreicht (als Ehrenamtliche und als Teilnehmende).
Beschreibung
Das Projekt bearbeitet sowohl soziale Themen als auch die räumliche Gestaltung des Quartiers und die Stärkung der lokalen Ökonomie und Versorgung.
Beschreibung
Möglichst viele der relevanten Institionen und Firmen vor Ort sind am Projekt beteiligt und leisten einen Beitrag.
Beschreibung
Die neu geschaffenen Begegnungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum werden genutzt und nachbarschaftliche Unterstützung wird aktiviert. LeinebergerInnen erkennen, dass sie selbst ihr Wohnumfeld mitgestalten können.
Beschreibung
Die Nahversorgung auf dem Leineberg verbessert sich durch den Aufbau einer Einkaufshilfe und durch eine Ergänzung des Angebots (z. B. Markt)
Beschreibung
Das Projekt ist mit weiteren Quartierszentren in Göttingen vernetzt und arbeitet mit der Stadtverwaltung zusammen.
Vorhandene Strukturen
Das Stadtteilbüro Leineberg ist eine Anlaufstelle und Begegnungsstätte für die BewohnerInnen des Leinebergs. Es wird seit 2012 getragen vom Nachbarschaftsverein Leineberg und verfügt derzeit über eine hauptamtliche Leitung und eine Minijobberin, die für die Durchführung des 3mal wöchentlich stattfindenden Mittags- und Begegnungstischs zuständig ist. Der Altersdurchschnitt der BesucherInnen ist hoch. Arbeitsschwerpunkte sind: - Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, bei denen sich LeinebergerInnen kennenlernen und vernetzen - Förderung ehrenamtlichen Engagements: Unterstützung von LeinebergerInnen bei selbst organisierten Gruppen und Aktivitäten zur Verbesserung des Wohnumfelds, Vermittlung von Nachbarschaftshilfe - Vernetzung der vorhandenen Institutionen im Quartier - Einzelberatung und Lotsenfunktion - Prävention von (Alters-)Einsamkeit - Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds - Imageverbesserung des Quartiers
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Göttingen, Sozialplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städtische Wohnungsbau GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Volksheimstätte eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Thomaskirche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nahkauf Onal (örtlicher Lebensmittelladen)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Göttingen, Stadtplanung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerinitiative "Leinebürger"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderhaus Leineberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfe Göttingen: Schulsozialarbeit (LiSA)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfe Göttingen: Quartiersbüro Leineviertel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Turn-und Wassersportverein Göttingen von 1861 e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonieverband Göttingen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Projekt zielt auf den Aufbau selbsttragender Strukturen. Teilbereiche können nach der Schaffung der Strukturen ehrenamtlich fortgeführt werden. Zusätzlich wird im Projekt ein Netzwerk institutioneller Akteure aufgebaut, die einen individuellen Mehrwert aus dem Projekt ziehen und daher eine Motivation zur Fortführung entwickeln. Eine professionelle Rahmung und Bereitstellung von Ressourcen über den Förderzeitraum hinaus werden angestrebt, die Erarbeitung eines Konzepts ist Teil des Projekts.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On