Von der „AltenSchule" zur neuen guten Nachbarschaft
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Anja Oppermann
| Funktion | Vorsitzende Jugend- und Sozialausschuss |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ein „Schlafdorf“ wacht auf - zur neuen Gemeinschaft in alten Räumen
Projektbeschreibung
Ziel des Projekts ist die Bildung einer Dorfgemeinschaft und Beheimatung der Zugezogenen in Lauenbrück, einem Grundzentrum mit wenig ausgeprägter Infrastruktur und Willkommenskultur. Es ist besonders für viele Neubürger und Geflüchtete, kein wirkliches „zu Hause“. Pandemiebedingt hat auch die beliebte Dorfkneipe ihren Betrieb eingestellt, geblieben sind eine Raucherkneipe und eine Event-Gastronomie.
Aber der notwendige Bau einer neuen Grundschule 2023 ermöglichte es der Gemeinde, das alte Grundschulgebäude 2024 zurückzuerhalten und mit Fördermitteln des ZILE-Programms für eine Umnutzung als offenes Bürgerhaus vorzubereiten. 2018 hatte die Gemeinde bereits in der „AltenSparkasse“ einen Gemeinschaftsraum für Vereine und Gruppen eingerichtet, der stets ausgebucht ist. Dieser bietet nur isoliert voneinander Platz für jeweils ein Angebot und keinen Raum für Begegnung und ein übergreifendes Miteinander. Eine multifunktionale Nach- und Umnutzung des bisherigen Grundschulgebäudes an der Wümme kann eine Begegnungsstätte schaffen. Dieser generationenübergreifende Treffpunkt wird sicher die Integration besonders auch unserer Neubürgerinnen und -bürger aller Herkunft bewirken. Als Grundzentrum sollte Lauenbrück über eine solche identitäts- wie gemeinschaftsstiftende Einrichtung unbedingt verfügen und damit zugleich zur Versorgung mit soziokulturellen Angeboten und Dienstleistungen beitragen.
Schon früh bildete sich zur Klärung der weiteren Nutzung der alten Schule aus allen Fraktionen des Lauenbrücker Gemeinderats die „IFAG“, eine ehrenamtliche interfraktionelle Arbeitsgruppe als Planungsstab. Der Umbau und die Umnutzung wurden vom Gemeinderat beschlossen. Allen am Prozess Beteiligten war aber klar, dass die Inbetriebnahme eines solchen Hauses einer professionellen Ausgestaltung bedarf, die die IFAG selbst und auch die Gemeindeverwaltung nicht wird leisten können. Ein so das Gemeinwesen förderndes Projekt bedarf einer Person, die „da ist“. Dabei wird es bei der Gestaltung nicht nur darauf ankommen, die „AlteSchule“ mit Leben zu füllen, vielmehr muss es Aufgabe sein, die Dorfbevölkerung aus den unterschiedlichen dörflichen „Inseln“ einzubeziehen und „abzuholen“ - im Sinne eines zu schaffenden lebendigen Dorfes. Die „AlteSchule“ als Ankerpunkt für das Projekt kann so neben allen Maßnahmen, die erforderlich sein werden, zur Bildung und Stärkung der Dorfgemeinschaft beitragen.
Laufzeit
2025-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Lauenbrück ist ein „Schlafdorf“ am Rande des Landkreises Rotenburg. Ursprünglich als Siedlungsort für Arbeitskräfte des Bothmerschen Ritterguts, später der Eisenbahn und nach dem zweiten Weltkrieg neue Heimat für viele Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten verfügt über kein historisch gewachsenes Zentrum. Die soziale Infrastruktur in diesem ländlichen benachteiligten Raum beschränkt sich auf Vereine. Wie damals fällt es den heutigen Geflüchteten schwer, sich zu integrieren. Auch bei pendelnden Neubürgern beschränken sich die Kontakte auf die unmittelbare Nachbarschaft. Geographische und verkehrsinfrastrukturelle Besonderheiten (Wümme, Fintau, Moor, Bahndamm, Bundesstraße 75) haben zu einer aufgelockerten Bebauung und kleinräumigen Ansiedlungen („Vogelviertel“, „Fischtown“; „Klein Moskau“, „Aukamp“) geführt und die Isolation verschärft.
Bedingt durch die Randlage Lauenbrücks und den demographischen Wandel sind besonders ältere Menschen und Geflüchtete auf ein Auto angewiesen, um bedarfsgerechte Angebote wahrnehmen zu können. Und es fehlt allen an einem beheimatenden Anlaufort, besonders auch jungen Menschen (ohne Führerschein). Mehrfache Versuche, für sie ein Angebot zu schaffen, sind in der Vergangenheit gescheitert, wären aber dringend erforderlich.
Um Abgrenzung und Isolation in den „dörflichen Inseln“ in Lauenbrück aufzubrechen, wird die „AlteSchule“ zwar räumliche Bedingungen schaffen, die Ausgestaltung des Projekts erfordert aber Begleitung, die ohne professionelle Hilfe nicht gelingt. Die aus der Kommunalpolitik entstandene IFAG „AlteSchule“ bedarf für ihr bürgerschaftliches Engagement Hauptamtlicher, die das Projekt umsetzen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lauenbrück
Beschreibung
Das Fördergebiet erstreckt sich über die Fläche der Gemeinde Lauenbrück innerhalb der Samtgemeinde Fintel (Landkreis Rotenburg / Wümme).
Einwohnerzahl
2662
Quelle / Anmerkungen
Gemeinde Lauenbrück
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung auf der Grundlage eines Ausdrucks der Samtgemeinde Fintel am 26.3.2024 (Ausländer und Doppelstaatler); Altersstrukturen waren leider nicht verfügbar
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Anteil der bis 20-Jährigen 19 %, Daten für die Gemeinde Lauenbrück sind nicht zugänglich und wurden mit 24 % für alle ( 0 bis 26 Jahre ) geschätzt.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Anteil der über 66-Jährigen 20 %, Daten für die Gemeinde Lauenbrück sind nicht zugänglich und wurden mit ca. 27 % geschätzt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die isoliert nebeneinander lebenden Bevölkerungsgruppen Lauenbrücks sollen durch die Einstellung eines Gemeinwesenarbeiters zusammengebracht werden. Als zentrale professionelle Person für alle Menschen im Dorf soll er initiativ sein und auf die Menschen zugehen. Er soll Kontakte fördern, Hilfsangebote koordinieren sowie (Bildungs-) Angebote eröffnen und damit für Gemeinschaft, Austausch und Teilhabe sorgen. Mit der „AltenSchule“ als Ausgangsbasis, einem emotionalen Ort für Altbürger mit Verwurzelungspotential für Neubürger, soll der Gemeinwesenarbeiter für die Entstehung eines dörflichen Gemeinschaftsgefühl sorgen und den Zusammenhalt unter allen Bevölkerungsgruppen herstellen und stärken.
Seine Aufgabenschwerpunkte sind:
• Entwicklung von Gemeinwesenarbeit, Förderung des gemeinschaftlichen Zusammenlebens, Umsetzung von Projekten im Zuge unseres Projektes Von der „AltenSchule“ zur neuen guten Nachbarschaft
• Angebotsentwicklung zur Stärkung der Nachbarschaft und des Ehrenamts, der Integration und der Teilhabe in der Gemeinde
• Stärkung der individuellen und im Sozialraum vorhandenen Ressourcen
• Projektmanagement von gemeindeinternen, sozialen und integrativen Projekten
• Aufbau und Betreuung von Bürgerbeteiligungsprozessen
• Planung und Durchführung von Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und Bürgerworkshops
• Konzeptentwicklung, Projektanträge, Evaluation
• Öffentlichkeitsarbeit
• Fördermittel akquirieren, Dokumentation und Berichte für Geldgeber
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die „AlteSchule“ unser „Bienenstock“ ist beheimatender Treffpunkt für alle Menschen im Ort unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft und wächst so zu einem immer größer werdenden „Bienenhaus“.
Beschreibung
Ziel ist es, Potentiale aller Einwohner zu nutzen. Wir fragen uns nicht:, „Was kann die „AlteSchule“ mir als Bewohner bieten?, sondern: „ Was kann ich meinem Dorf bieten?" Auch Geflüchtete wirken als Ehrenamtliche mit.
Kriterium
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn alle Einwohner Zugang zu der mit der „AltenSchule“ geschaffenen sozialen und mobilisierenden Infrastruktur haben, und der Ort allen ein gesundes Lebensumfeld bietet mit klima- und umweltfreundlichen Strukturen.
Kriterium
Beschreibung
Ziel ist es, den mit der IFAG begonnenen demokratischen Prozess weiter zu fördern. Mitgestaltungsprozesse am Gemeinwesen durch Ideenbörsen, Befragungen und Workshops zu vertiefen. Der Einzelne und die Gemeinschaft vertreten ihre Interessen.
Kriterium
Beschreibung
Alle Lauenbrücker stehen im Mittelpunkt. Aktive Beteiligung ist erreicht, wenn die „AlteSchule“ als Kommunikations- und Begegnungsstätte angenommen wird, gemeinsame Projekte entstanden sind und bedarfsorientierte Angebote durchgeführt werden.
Kriterium
Beschreibung
Bürgerbeteiligung ( Ideenbörsen, Befragungen, Austausch ) findet regelmäßig statt. Synergieeffekte entstehen, neue Projekte und Veranstaltungen gehen daraus hervor. Ein starkes Netzwerk ist erreicht, wenn die Angebote auch den ermittelten Bedarf decken.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppen „Menschen in seelischer Notlage“
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther-Kirchengemeinde Lauenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Scharnow-Stiftung „Tier hilft Mensch“ / Landpark Lauenbrück
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nach Ablauf der Förderung soll der von der IFAG angestoßene demokratische Prozess unbedingt fortgeführt werden, zumal uns die Räumlichkeiten unserer „AltenSchule“ erhalten bleiben - idealerweise in Eigenregie der Nutzergruppen, die dort eine Heimat gefunden haben werden. Denkbare Optionen sind:
1. Gründung eines Fördervereins mit entsprechender Finanzierung,
2. Fortführung auf Honorar-Basis,
3. Übernahme in die kommunalen Verwaltungsstrukturen und
4. Rekrutierung weiterer Fördermittel.
11. Medien
Galerie
Aufsteller
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13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
# Demokratie leben # Alte Mitte Langenhagen # Elisabeth im verbunT
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lisa Langhans
| Organisation | Elisabethkirchengemeinde |
|---|---|
| Funktion | stellvertr. Kirchenvorsteherin |
2. Kurzbeschreibung
Elisabeth - für Stadtteilkultur durch Partizipation, Selbstorganisation und Vernetzung im verbunT
Projektbeschreibung
Ausgehend von der bisherigen GWA der Elisabeth-KG wird die zukünftige Arbeit im Quartier aufgebaut: bestehende Netzwerke werden gepflegt und erweitert, laufende Angebote werden in die Selbständigkeit begleitet, im Gemeindehaus finden regelmäßig Runde Tische zum Thema GWA statt, an denen alle an der GWA beteiligten Ehrenamtlichen/ Anwohner*innen teilnehmen und sich vernetzen. Zukünftig stehen Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur, Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen und Stadtteilkultur im Vordergrund.
Die Gehstruktur mit dem Coffee Bike findet gezielt in den Bereichen statt, aus denen bisher nur wenige Anwohner*innen an GWA-Prozessen teilhaben, obwohl der Bedarf erfasst wurde. Es werden Aktionen wie Straßenflohmarkt, Treppenhausfrühstück, Straßenfest geplant, um Vorurteile abzubauen und Austausch zu fördern. Als Gegengewicht zum aktuellen Rechtsruck liegt ein besonderes Augenmerk auf interkulturellem Austausch. Die Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat wird ausgebaut. Die Zusammenarbeit mit Freiwilligenagentur und Kirchenkreisjugenddienst ermöglicht regelmäßige bedarfsorientierte Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche. Beziehungsarbeit mit Anwohner*innen/ EA stärkt die Zusammenarbeit und macht Bedarfe sichtbar, die dann gemeinsam in neuen Kleinprojekten bearbeitet werden. Beteiligungsformate werden gestärkt und eine lebendige Stadtteilkultur aufgebaut.
Anwohner*innen organisieren sich mit Hilfe der GWA-Fachkraft, um als Gruppe ihre Belange gegenüber Wohnungsbaugesellschaften/ Vermieter*innen zu vertreten. Diese erkennen die Vorteile einer Zusammenarbeit mit GWA-Projekten in ihren Immobilien an. Ziel für eine Verstetigung ist die finanzielle Beteiligung an der Einrichtung einer Personalstelle zum Ende der Projektlaufzeit. Dabei orientiert sich GWA an win e.V./ KSG und verstärkt die Zusammenarbeit.
Das Netzwerk GWA wird in Zusammenarbeit mit der Stadt LGH ausgebaut. Erworbenes Wissen der Koordinatorinnen aus dem Zertifikatskurs wird allen zugänglich gemacht. Die erarbeiteten Leitlinien für GWA in LGH werden weiterentwickelt und praxisbezogen laufend angepasst. Die Kooperation im verbunT (Stadt, Fam.-zentrum Emma und Paul, KG Zum Guten Hirten) wird weitergeführt und inhaltlich und strukturell vertieft. Durch Gremienarbeit in Kirche, Kommune und Diakonie sowie die Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften und Städtebau LGH wird GWA für die Verstetigung auf breite Füße gestellt.
Laufzeit
2024-10-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Langenhagen erlebt eine ungebrochene Zuwanderungssituation, die Bevölkerungsstruktur in der Alten Mitte wird durch Migrant*innen und Senior*innen geprägt. Über die bisherigen kirchengemeindlichen Bezüge hinaus konnten in den vergangenen drei Jahren Kontakte in das Quartier geknüpft werden. Bei Gesprächsanlässen wie Befragungen und aufsuchender Arbeit mit dem Coffee-Bike wurden Bedarfe geäußert und erhoben. Dabei wurde deutlich, dass erhebliche Vorurteile unter den Anwohner*innen untereinander sowie Konflikte mit Wohnungsbaugesellschaften, etwa bzgl. der Nutzung von Gemeinschaftsanlagen, bestehen. Veranstaltungen und Begegnungsanlässe waren Ausgangspunkt für Beziehungsarbeit, die weiter ausgebaut und gepflegt werden muss.
Nach wie vor spielt Vereinsamung im Alter eine größere Rolle im Projektgebiet. Der Projektstart vor drei Jahren war durch die Coronafolgen geprägt. Kontakte in den Nachbarschaften werden allerdings noch nicht in gleichem Umfang gepflegt wie vor der Pandemie. Bisher haben v.a. der Kirche nahestehende Personen aktiv Angebote der GWA gestaltet bzw. besucht. Der Kreis erweitert sich zunehmend. Noch werden Veranstaltungsangebote mit Gemeinschaftscharakter im Gemeindehaus teilweise zögerlich angenommen.
Netzwerkarbeit und Kooperationen im Quartier und auf kommunaler Ebene haben im Laufe der drei Jahre eine erste Grundstruktur für GWA in Langenhagen aufgebaut – im verbunT. Regelmäßige gemeinsame Sitzungen, die Bildung einer Steuergruppe GWA, ein gemeinsames Logo, Flyer und Film haben die Projektpartner (drei Kirchengemeinden u. Stadt) zusammenwachsen lassen. Gemeinsame Leitlinien sind angebahnt und sollen strukturell in den Institutionen umgesetzt werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Eine aktive Bürgerschaft gestaltet ihren Sozialraum. Durch vielfältige Beteiligungsformen sowie Mitwirkung an konkreten Projekten werden Erfahrungen von Selbstwirksamkeit gestärkt und ehrenamtliches Handeln angestoßen. Gelebte Beteiligungskultur, in der sich Menschen wahrgenommen fühlen, steigert die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Im direkten Kontakt mit den Anwohner*innen werden Bedarfe aus ihrer alltäglichen Lebenswelt heraus mit den dort auftretenden Themen erfasst. Dies ermöglicht die Bewusstwerdung von Belastungen, aber auch die Entwicklung von gemeinsamen Ideen und Zielen. Kreative Aktivitäten führen zu einer veränderten Stadteilkultur als Ausgangspunkt für eine erhöhte Identifikation mit dem Quartier. Durch Beziehungsarbeit werden Selbstbewusstsein und neue Formen von Kommunikation gefördert sowie unterschiedliche Gruppen in Kontakt zueinander gebracht und Vorurteile durch Austausch abgebaut. In demokratischen Prozessen werden Anwohner*innen ermutigt und befähigt, sich gegenseitig zu unterstützen. Entstehende Netzwerke sind horizontal, die Anwohner*innen formulieren ihre Ziele selbst und setzen diese um. Auf kommunaler Ebene entwickelt das Netzwerk verbunT (Stadt und drei Kirchengemeinden) einen gemeinsamen GWA-Ansatz, der mit weiteren Kooperationspartner fortgeschrieben werden soll. Dabei setzt die sozialraumbezogene gemeinwesen-diakonische Arbeit orientierungsgebende Impulse. Der Prozess profitiert von der fachlichen Begleitung durch LAG und Landeskirche.
Methoden
Vorhandene Strukturen
Koordinatorin für GWA mit 25 Std/W. und eigenem ausgestatteten Büro im zentral gelegenen Gemeindehaus der Elisabeth-KG. Die Infrastruktur kann mitgenutzt werden (Küche, Drucker, Kopierer, Versammlungsräume). Stadtbekanntes Coffee-Bike ermöglicht einen Ausbau der Gehstruktur. Ausstattung wie Bierzeltgarnituren und Pavillons stehen für Feste und Aktivitäten im Außenbereich zur Verfügung. Ehrenamtliches Engagement von kirchennahen und kirchenfernen Akteur*innen ermöglicht Angebote wie Lernhilfe, Mittagstisch, Deutschkurs, Hocker Rocker, Kleidertausch, Interkulturelles Kinderfest, Spielenachmittage, Fit im Park für Senior*innen etc. EA tragen durch ihr Engagement einen finanziellen Beitrag (Muskelhypothek) zur Umsetzung des Projektes bei und erfahren Selbstwirksamkeit. EA werden von der Koordinatorin in ihrer Arbeit begleitet und durch moderierte regelmäßige Treffen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Kontaktverwaltung der Teilnehmenden unterstützt. Sichtbare Vernetzung von GWA in der Kirchengemeinde durch Beteiligung an Gottesdiensten, Weihnachtsmarkt, Neujahrsempfang. Regelmäßiger Austausch der Koordinatorinnen der Projektpartner ermöglicht Synergien, gemeinsame Supervision hilft, die Arbeit zu reflektieren. Netzwerktreffen und Steuergruppenarbeit auf kommunaler Ebene sichern Qualitätsstandards und ermöglichen Ausweitung und Verstetigung von GWA. GWA in der Kirchengemeinde und auf kommunaler Ebene im verbunT wird durch Kirchenkreis und Landeskirche beraten und unterstützt.
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Anwohner*innen und Ehrenamtliche nutzen vorhandene Ressourcen und sind selbstwirksam. Beziehungsgefüge im Gemeinwesen sind gestärkt. Teilnahme an kommunal ausgerichteten Netzwerken der GWA, um gemeinsam praxis- und prozessorientiert Leitlinien der GWA in Langenhagen zu verankern. Kommunale Steuergruppe sorgt für Einbeziehung der Politik. Langfristige Finanzierung des Projektes soll durch Kooperation von Kirche, Diakonie, Vermieter*Innen/ Wohnungsbaugesellschaften und Kommune erfolgen.
11. Medien
Galerie
Videos
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(1.95 MB)
tierspurensuche_4.jpg
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Aufsteller
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Gemeinsam aktiv im Stadtteil
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Britta Lüttge
| Funktion | Bereichsleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
HERTA-Mobil
Projektbeschreibung
Der HERTA-Stadtteiltreff befindet sich in der Hertastraße in der Ost und Westsiedlung von Salzgitter Bad. Hier gibt es offene Angebote für alle Menschen im Stadtteil, sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote für Migranten und Osteuropäer. Der offene Treff mit seinen Angeboten, die niedrigschwelligen Angebote und die Beratungsangebote werden gut angenommen. Jedoch gibt es auch viele Menschen, die wir mit unseren bisherigen Methoden nicht erreicht haben. Um möglichst viele Menschen zu erreichen und zu aktivieren möchten wir mit Aktionen in das unmittelbare Wohnumfeld gehen, vor die Fenster und Türen der Bewohner. Daher soll durch aufsuchende Arbeit im Stadtteil mit niederschwelligen und kurzweiligen Aktionen der Kontakt hergestellt werden. Beispielsweise mit Bewegungsmaterialien für Kinder, Kaffee und Gespräche für Erwachsene, erst einmal Menschen herauslocken, Interesse wecken, einfach (das Schachbrett) auspacken und anfangen. Über Aktivitäten (wie z.B. Seifenblasen herstellen, Naturerlebnisse mit der Lupe und Vergrößerungsgläsern, Infomaterialien) mit Kindern und Jugendlichen, Familien und auch älteren Menschen in Kontakt treten, sich gemeinsam austauschen über ihre Interessen und Bedarfe. Durch den niedrigschwelligen Zugang sollen die Bewohner miteinander in Kontakt kommen, gemeinsam aktiv werden und Beteiligung erleben. Durch die regelmäßigen Besuche mit dem HERTA-Mobil werden Hemmschwellen abgebaut und Kontakte leicht zugänglich gemacht. Familien werden über Spielangebote für Kinder erreicht und miteinander in Kontakt gebracht. Jugendliche werden an ihren Treffpunkten mit aktivierenden Fragestellungen in den Austausch gebracht, Gespräche entstehen. Ideen sollen gemeinsam mit der Zielgruppe umgesetzt werden. Aktivierung der Jugendlichen durch Beteiligung und Partizipation.
Laufzeit
2024-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Ost- und Westsiedlung in Salzgitter Bad ist ein Wohngebiet, das in der 1930/1940 er Jahren für Industriearbeiter entstanden ist. Die Wohnungen entsprechen nicht den heutigen Bedarfen von Familien und sind in der Regel nicht modernisiert. Notwendige ausstehende Sanierungen und Ausstattungsmängel haben dazu geführt, dass sich eine Mieterstruktur ergeben hat, die sich durch einen hohen Anteil an Migranten, jungen Familien mit mehreren Kindern und Jugendlichen und einen Anteil an älteren Menschen auszeichnet. Viele Bewohner des Viertels leben von staatlichen Transferleistungen bzw. haben ein geringes Einkommen. Durch günstigen Wohnraum ist eine Vielfalt entstanden, die sowohl die Altersstruktur und kulturelle Aspekte, aber auch besondere Lebensformen und schwierige Sozialstrukturen umfasst. Der Anteil an Kinderarmut ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, die Krippen- und Kitaplätze reichen nicht aus. Die Bildungs- und Teilhabemöglichkeiten der Menschen im Stadtteil sind begrenzt. Dringender Handlungsbedarf besteht seit Jahren insbesondere in der Sanierung der Häuser und Wohnungen. Der Gesamteindruck des Viertels ist eher deprimierend und wirkt vernachlässigt, teilweise vermüllt. Dies führt auch bei den Bewohnern zu Resignation und Rückzug.
Der HERTA-Treff bietet niedrigschwellige Angebote für Familien und Beratung für die Bewohner des Stadtteils an. Der Treff mit seinen vielfältigen Angeboten und die Beratung für Migranten und auch osteuropäische Familien werden gut angenommen. Allerdings können wir mit der Kommstruktur nicht alle Menschen erreichen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Bad Ost- und Westsiedlung
Beschreibung
Ost- und Westsiedlung in Salzgitter Bad
Einwohnerzahl
6343
Quelle / Anmerkungen
Zahlen der Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die Sozialstruktur in der Ost- und Westsiedlung in Salzgitter Bad erfordert besondere Aufmerksamkeit. Der hohe Anteil an Geflüchteten und Familien mit Migrationshintergrund, viele Haushalte mit Kindern und Jugendlichen, die auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind und ältere Menschen leben in der Siedlung. Wir möchten durch Regelmäßigkeit eine aufsuchende soziale Arbeit im Stadtteil etablieren, die den Kontakt und den Austausch mit den Menschen in den Vordergrund stellt. Ziel ist es ihre Ideen, Wünsche, Bedarfe aufzunehmen und sie an Gestaltungsprozessen aktiv zu beteiligen. Durch Selbstwirksamkeit soll der Resignation und sozialer Vereinsamung entgegen gewirkt werden.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen der Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter Jugendliche unter 20 Jahren (Stand 31.12.2022)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Projektgebiet in Prozent
54
Gesamtstadt in Prozent
43
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Arbeitslose im SGB III+II
Zahlen der Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen Mindestsicherungsempfänger*innen
Stadt Salzgitter vom 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen zur Kinderarmut (Kinder unter 15J im SGBII) Stadt Salzgitter (Stand 31.12.2022)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Wir wollen mit unserem Projekt die Menschen im Stadtteil stärken und durch Empowerment in die Aktivität bringen. Wir gehen in den Stadtteil in die Wohngebiete, vor die Fenster und Türen der Menschen und wollen mit ihnen in Kontakt kommen. Durch Kaffee und Spielangebote wollen wir einen niedrigschwelligen Zugang schaffen, die Menschen neugierig machen und zunehmend Vertrauen schaffen. So sollen Interessen und Bedarfslagen erfasst werden und die Themen der Menschen aufgenommen werden. Ebenso sollen Informationen über vorhandene Hilfs- und Unterstützungsangebote, sowie Bildungs- und Freizeitaktivitäten vermittelt und bei Bedarf dorthin begleitet werden.
Die Menschen in der Ost- und Westsiedlung wirken resigniert und wenig aktiv. Ziel ist es die Menschen zu aktivieren ihre Interessen und Bedarfe zu äußern, sich für etwas einzusetzen und ihr Leben aktiv zu gestalten. Durch Empowerment und Selbstwirksamkeit soll die Handlungsfähigkeit der Bewohner im Stadtteil gestärkt werden. Diesbezüglich sollen alle Menschen aller Altersgruppen gehört und mit ihren Stärken und Ressourcen beteiligt werden. Bestehende Netzwerke wollen wir einbeziehen und weitere Kooperationen entwickeln, um unser Vorhaben umzusetzen und unsere Ziele zu erreichen. Hierbei sind immer die Interessen und Bedarfe der Bewohner im Blick zu behalten und einzelne Projektschritte zu reflektieren.
Damit wollen wir die städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen mit aufsuchender Arbeit in der Ost- und Westsiedlung ergänzen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn die Menschen sich öffnen, sich trauen ihre Interessen und Bedarfe zu äußern. Wenn wir mit unserer aufsuchenden Arbeit mit Menschen in Kontakt kommen, eine Vertrauensbasis schaffen und gemeinsam mit ihnen aktiv werden können
Kriterium
Beschreibung
Dieser Standard ist erreicht, wenn wir gemeinsame Aktionen, Feste im Stadtteil gemeinsam planen, gestalten und durchführen. Wenn die Menschen im Stadtteil sichtbar sind und auch kulturelle Unterschiede gemeinsam erlebt werden
Beschreibung
Die Menschen vor Ort bringen sich mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen ein und beteiligen sich. Gute Kooperationen mit anderen Institutionen und Einrichtungen ergänzen das vielfältige Angebot. htungen
Kriterium
Beschreibung
Der Standard ist erreicht, wenn die Menschen sich öffnen, sich trauen ihre Interessen und Bedarfe zu äußern. Wenn wir mit unserer aufsuchenden Arbeit mit Menschen in Kontakt kommen, eine Vertrauensbasis schaffen und gemeinsam mit ihnen aktiv werden können
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
NOW Stadtteiltreff
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Derzeit ist unser HERTA-Treff in 2 Wohnungen in der Ost- und Westsiedlung von Salzgitter Bad untergebracht. Die Wohnungen sind beengt und die Räume klein, sodass die Arbeit mit mehreren Besuchern schwierig wird. Daher wollen wir in 2025 in ein altes Gebäude in die Erikastraße, das dem SOS-Kinderdorf e.V. gehört, umziehen. Dies bedeutet eine Ausweitung unserer Angebote und Einbindung neuer Menschen im Stadtteil. Gruppenangebote und Projektmitarbeit können dann realisiert werden.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Quartierszentrum 15,7
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Björn/ Julia Bamberg/ Bötel
| Funktion | Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Aufbau des Quartierszentrum 15,7 dieses strebt an, ein Ort der Begegnung und der Vernetzung für sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Rote Schanze zu werden.
Projektbeschreibung
Das Quartierszentrum 15,7 in Rote Schanze steht vor der Herausforderung, dass es im Stadtteil einen Mangel an sozialen Treffpunkten und kulturellen Angeboten gibt. Dies führt zu Isolation, insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und Senioren. Um diesem Problem zu begegnen, strebt das Zentrum an, durch gezielte Maßnahmen und bedarfsorientierte Angebote die soziale Integration, Bildungschancen und den interkulturellen Austausch zu fördern. Unser Bestreben liegt darin, einen Wohlfühlort zu schaffen, der allen Menschen im Stadtteil einen niedrigschwelligen Zugang zu Beratungs-, Kreativ-, Bildungs-, Freizeit- und Kulturangeboten ermöglicht. Die Ausrichtung unserer Angebote erfolgt dabei auf Basis des ermittelten Bedarfs der Bewohnerinnen und Bewohner durch qualitative Befragungen und vorhandene Sozialdaten. Wir betrachten das Quartierszentrum als einen zentralen Ankerpunkt in der Gemeinschaft, der nicht nur Unterstützung und Beratung bietet, sondern auch den sozialen Zusammenhalt stärkt und die individuelle sowie kollektive Entwicklung fördert. Wir planen die Eröffnung eines Sozialcafés als zentralen Treffpunkt für alle, welches Speisen und Getränke zum Einkaufspreis anbietet und eine einladende Atmosphäre schafft. Dieses Café soll als niedrigschwelliger Zugang zu weiteren Angeboten im Quartierszentrum dienen und gleichzeitig als Rahmen für sozialpädagogische Arbeit vor Ort fungieren. Durch eine Kooperation mit Foodsharing e.V. möchten wir Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. Erste Angebote (teilweise in Kooperation mit externen Institutionen) würden mit der Eröffnung des Zentrums aufgenommen, z.B. Hausaufgabenhilfe, Beratungsangebote, Spieletreffs der Nachbarn, Nachbarschaftsfrühstück, etc. Zu Beginn planen wir die Öffnung durch die pädagogischen Mitarbeitenden an vier Nachmittagen und zwei Vormittagen in der Woche, sowie punktuell erweiterte Öffnungszeiten und Abendstunden für besondere Angebote und Anlässe. Für einen erfolgreichen Start sind feste pädagogische Mitarbeitende entscheidend, um eine tragfähige Arbeitsbeziehung im Stadtteil aufzubauen. Langfristig sind je nach Bedarf weitere Angebote wie die Ausweitung der Öffnungszeiten, ein täglicher Mittagstisch, ein Stadtteilgarten und ein mobiles Café mit einem "Caféwagen" auf Freiflächen und Spielplätzen im Stadtteil denkbar. Auch die Ausweitung und Initiierung weiterer Angebote in angrenzenden Stadtteilen sind von der Stadt gewünscht und denkbar.
Laufzeit
2024-04-02 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das 15,7 begann als Jugendzentrum und wurde später zu einem Familienzentrum. Trotz hoher Nachfrage mussten Angebote aufgrund Corona eingestellt werden. Teile des Gebäudes wurden im letzten Jahr aufwendig saniert, da es umfunktioniert und eine Kita integriert wurde. Die sachliche Ausstattung wurde durch einen Projektantrag bei der Landeskirche gesichert, jedoch fehlt noch die Finanzierung für das Personal. Im Stadtteil Rote Schanze ist die junge Generation überproportional vertreten, aber es gibt kaum offene Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Insbesondere der hohe Anteil an Kindern unter 6 Jahren stellt zusätzliche Herausforderungen für frühkindliche Bildung und Betreuung dar. Infolge des Mangels an Treffpunkten und Aufenthaltsorten im Stadtteil sind junge Bewohner von einem Mangel an sozialen und kulturellen Angeboten betroffen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der hohe Ausländeranteil. Angesichts möglicher sprachlicher, kultureller und sozioökonomischer Barrieren ist es unerlässlich, gezielte Maßnahmen zur Förderung der Integration und Teilhabe sowie zur Stärkung interkultureller Kompetenzen zu ergreifen. Diese Herausforderungen begegnen uns bereits in der Kita. Durch die guten Kontakte zu den Familien über die Kita-Gruppe konnten bereits weitere ausländische Bürger des Stadtteils erreicht werden. Die hohe Quote im Bereich der Transferleistungen weist auf eine erhöhte Gefährdung von sozialer Benachteiligung und Armut hin. Ziel ist es, diesen Personen den Zugang zu Bildung und sozialen Angeboten zu ermöglichen. Der Altersquotient zeigt einen hohen Anteil an Senioren im Stadtteil. Daher braucht es Angebote gegen Einsamkeit und Altersarmut.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfenbüttel Rote Schanze
Beschreibung
Der Stadtteil Rote Schanze wird von der Stadt Wolfenbüttel als statistischer Bezirk geführt. In den Medien wird dieser noch einmal bildlich dargestellt. Der Stadtteil umfasst folgende Straßenzüge: Albert-Schweitzer-Allee
Altdorferstraße
Am Wall
Berliner Straße
Bodelschwinghstraße
Bunsenweg
Cranachstraße
Dürerstraße
Dietrich-Bonhoeffer-Straße
Drei-Linden-Weg
Elsässer Straße
Feuerbachstraße
Fröbelstraße
Friedenauer Weg
Gaußstraße
Grünewaldstraße
Grimmstraße
Halberstädter Straße
Harnackstraße
Hegelstraße
Heimstättenweg
Holbeinstraße
Humboldtweg
Im Kamp
Jochen-Klepper-Straße
Josef-Müller-Straße
Kantstraße
Käthe-Kollwitz-Platz
Keplerstraße
Kopernikusstraße
Leipziger Straße
Lindener Straße
Ludwig-Richter-Straße
Martin-Luther-Straße
Max-Planck-Straße
Melanchthonstraß
Nansenweg
Neuköllner Weg
Pestalozzistraße
Philosophenweg
Rembrandtstraße
Rubensstraße
Schöneberger Weg
Schlegelstraße
Schleiermacherstraße
Schopenhauerstraße
Tegeler Weg
Teichgarten
Tempelhofer Weg
Treptower Weg
Vor dem Gotteslager
Weberstraße
Wichernstraße
Zeughausstraße
Einwohnerzahl
5216
Quelle / Anmerkungen
Stadt Wolfenbüttel stand 31.12.2022
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
stadtteil_rote_schanze_karte.png
(457.17 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als Quartierszentrum streben wir danach, ein inklusives und vielfältiges Umfeld zu schaffen, das allen Bewohnerinnen und Bewohnern offensteht. Durch die Einrichtung von Begegnungsräumen und die Organisation generationsübergreifender und interkultureller Aktivitäten fördern wir den Austausch und das gegenseitige Verständnis innerhalb der Gemeinschaft. Darüber hinaus bieten wir gezielte Angebote, die auf die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Bevölkerungsgruppen abgestimmt sind. Durch diese ganzheitliche und bedarfsorientierte Herangehensweise tragen wir dazu bei, die soziale Teilhabe zu stärken und den Zusammenhalt im Quartier nachhaltig zu fördern. Gleichzeitig werden Anteile des Quartiersmanagments integriert, indem vorhandene Angebote vernetzt werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Entsprechende Angebote für die Besucher:innen des Zentrums basierend auf vorheriger Bedarfsermittlung gestaltet worden. Deren Wirksamkeit wird über eine Reflexion der Besucherzahlen ermittelt.
Kriterium
Beschreibung
Verschiedene Akteuere für alle Bewohner:innen des Stadtteils erreichbar sind und die Zusammarbeit zur Lösung der Herausforderungen beiträgt
Kriterium
Beschreibung
Sich der Zusammenhalt und das subjektive Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil gestärkt hat- Befragungen
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
MARTIN LUTHER KINDERTAGESSTÄTTE Ort. Ludwig-Richter-Str. 32
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KITA WARTBURG HORT Ort: Cranachstr. 3
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Martin-Luther (Träger)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenheim CASA REHA Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Str. 14
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenheim AWO Wohnen Ort: Ludwig-Richter-Str. 28
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Beratungsstelle für Eltern, Kinder & Jugendliche
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Bücher für alle! - Transformation einer Stadtteil-Bibliothek zum Begegnungsort
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Nina Lohse
| Funktion | Mitglied |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam bilden. Zusammen sprechen. Miteinander gestalten.
Projektbeschreibung
Die Nordstadt Bibliothek in Hannover spielt seit Langem eine bedeutende Rolle als kulturelles und soziales Zentrum in unserem Stadtteil. Um sicherzustellen, dass dieser wertvolle Raum weiterhin zur Verfügung steht und nicht, wie geplant geschlossen, sondern sogar vielseitiger und genutzt werden kann, wollen wir eine langfristige GWA-Stelle schaffen, die sich mit den Bedürfnissen der Anwohner*innen und Organisationen vor Ort beschäftigt, um so ein starkes Netzwerk aufzubauen und kooperative Strukturen zu fördern.
Der Charakter eines Lernortes sowie der Zugang zu Büchern und anderen Printmedien soll dabei erhalten bleiben. Die Bibliothek ermöglicht wie kein anderer Ort in der Nordstadt das selbstbestimmte und selbstwirksame Aneignen von Bildung, Inhalten und Büchern bereits ab dem Kleinkindalter. Darüber hinaus ist die Bibliothek auch insbesondere für Schüler*innen (einzeln oder in Lerngruppen) als auch für Senior*innen der Ort in ihrer Nachbarschaft, den sie auf kurzem Wege und ohne nennenswerte finanzielle Hürden nutzen können, um hier zu Lesen, zu Lernen und sich - in Gemeinschaft mit anderen - zu Bilden.
Das Projekt zielt darauf ab, die Nordstadt Bibliothek in ein integratives Stadt-Gemeinschafts-Haus umzuwandeln, das als zentraler Begegnungsort für Bürger*innen jeden Alters und Hintergrunds fungiert. Dadurch wollen wir nicht nur die bereits bestehenden Angebote erhalten, sondern auch neue Möglichkeiten schaffen, um das soziale Miteinander zu stärken und Teilhabe, Chancengleichheit und Lebensqualität in unserer Gemeinde zu verbessern.
Folgende Schwerpunkte werden dabei gesetzt:
- Förderung der Bildungsarbeit von Schulen
- Bildung und Weiterbildung in Freizeit unterstützen
- Kulturelle Vielfalt fördern
- Gemeinschaft stärken
Ziel ist es, alternative Strukturen zum Erhalt des Begegnungsorts zu entwickeln und Kooperationen auf Stadtteilebene zu stärken. Durch die Identifizierung von Bedarfen, den Aufbau von Netzwerken und die Durchführung von Veranstaltungen wollen wir die öffentliche Wirksamkeit steigern und ehrenamtliches Engagement langfristig sichern.
Laufzeit
2024-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Unser Förderantrag reagiert auf die die Veröffentlichung von Plänen die Stadtteilbibliothek der Nordstadt zu schließen. Eine daraufhin gegründete Bürgerinitiative setzt sich -stellvertretend für eine sehr große Anzahl an empörten und mobilisierten Nordstädter*innen - für den Erhalt der Bibliothek aus folgenden Gründen ein: Die Bibliothek ist der einzige Ort in der Nordstadt, der vielen Bewohner*innen einen extrem niedrigschwelligen Zugang zu Büchern und Bildung ermöglicht. Vor allem für den großen Anteil von strukturell benachteiligten und "bildungsfernen" Bürger*innen ist dies der einzige (weil in vieler Hinsicht barrierearme) Ort der Teilhabe und Chancengleichheit außerhalb der Schule bieten kann. Das Gebäude ist mitten in der Nordstadt gelegen, die riesigen Fenster sorgen für eine transparente, helle & einladende Atmosphäre. Viele Bürger*innen der Nordstadt, die mit finanziellen als auch räumlichen Einschränkungen leben müssen, finden hier einen einladenden Ort zum (gemeinsamen) Lernen & Lesen. In Zusammenarbeit mit einigen Akteur*innen der Stadt wird nun diskutiert, ob die Bibliothek für bestimmte Zielgruppen, im Sinne der GWA, z.B. als Stadt-Gemeinschafts-Haus erhalten bleiben kann. So bietet sowohl der Standortvorteil als auch die Schließungs- bzw. Umstrukturierungspläne die Chance, die Bibliothek - unter Beteiligung der Bürger*innen - neu zu denken & mit ihnen gemeinsam und kooperativ zu verändern. Um dieses Vorhaben umzusetzen, fehlen jedoch die Personalkosten. Wir beantragen daher eine Stelle in der Gemeinwesenarbeit, die die Hauptaufgabe haben wird, ein starkes Netzwerk & kooperative Strukturen zur gemeinschaftlichen & langfristigen (Um-) Nutzung aufzubauen.
5. Schwerpunkte
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Nordstadt
Beschreibung
Das Einzugsgebiet für das Projekt soll insbesondere der nördliche Teil der Nordstadt bilden (nördl. Engelbosteler Damm, Strangriede, Am Kläperberg, Weidendamm, Heisenstraße, Schaufelder Str. etc.) Dieses umfasst ca. 8000 Einwohner*innen. In diesem Teil der Nordstadt befindet sich viel geförderter Wohnraum. Hier wohnen viele Menschen, die strukturell benachteiligt sind, z.B. durch Migrationshintergrund, kinderreiche Familien, Alter etc. sowie Gemeinschaftswohnunterkünfte für Senior*innen, Jugendliche, Geflüchtete und Frauen.
Da das Angebot der Stadtteilbibliothek selbstverständlich allen ca. 16.000 Nordstädter*innen zur Verfügung stehen muss und sollte, erstreckt sich das erweiterte Projektgebiet über die gesamte Nordstadt. Das "Was mit Herz" - mit dem Projekt Nachhaltiges Nachbarschaftszentrum Nordstadt - mit dem wir in engem Kontakt stehen, deckt vorrangig den südlichen Teil der Nordstadt ab und widmet sich schwerpunktmäßig einer anderen Zielgruppe als dieses Projekt.
Die unten stehenden Zahlen beziehen sich auf das gesamte, erweiterte Projektgebiet. Dieses und das Hauptprojektgebiet sind auf der Karte "Projektgebiet" eingezeichnet. Auf der anderen Karte wurde die Fläche des Hauptprojektgebietes eingezeichnet (0,36km2).
Einwohnerzahl
8000
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2023
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2023
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2023
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2023
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
41
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2023
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der Stadtteile und Stadtbezirke 2023
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.jpg
(468.9 KB)
036km2_flaeche_projektgebiet.png
(568.11 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt einen spezifischen Ansatz von GWA, der auf die Stärkung lokaler Gemeinschaften und die Förderung von sozialer Teilhabe abzielt. Durch die Transformation der Nordstadt Bibliothek in ein Stadt-Gemeinschafts-Haus und die Bereitstellung einer Gemeinwesenarbeitsstelle möchten wir ein starkes Netzwerk aufbauen und kooperative Strukturen fördern.
Unser Ansatz basiert auf folgenden Prinzipien:
- Partizipation und Empowerment: Wir legen Wert darauf, dass die Bewohner*innen aktiv in den Planungs- und Entscheidungsprozess eingebunden sind. Durch regelmäßige Beteiligungsformate wie Arbeitskreise, Gesprächsrunden und Umfragen werden ihre Bedürfnisse und Anliegen berücksichtigt. Ziel ist es, die Bewohner*innen zu ermächtigen, ihre Lebensumstände aktiv mitzugestalten und Verantwortung für ihr Quartier zu übernehmen.
- Vernetzung und Zusammenarbeit: Wir streben nach einer engen Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen, Organisationen und Akteur*innen. Durch die Bildung von Netzwerken und Partnerschaften möchten wir Synergien schaffen und Ressourcen bündeln, um gemeinsame Ziele effektiv zu erreichen.
- Bedarfsorientierung: Durch eine gezielte Bedarfsanalyse und Sozialraumanalyse identifizieren wir die spezifischen Herausforderungen und Potenziale des Quartiers.
- Nachhaltigkeit und langfristige Wirkung: Unser Ziel ist es, nachhaltige Strukturen und Prozesse zu etablieren, die auch über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht durch aktive Partizipation, Bedürfnisorientierung und soziale Integration
Kriterium
Beschreibung
Erreicht durch klare Strukturen, eigenverantwortliches Handeln und effektive Zusammenarbeit
Kriterium
Beschreibung
Erreicht durch gezielte Ressourcenaktivierung und Einbindung der Gemeinschaft.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht durch vielfältige Angebote und inklusive Maßnahmen, die Bewohner*innen aller Altersgruppen und Hintergründe ansprechen.
Beschreibung
Erreicht durch integrierte Maßnahmen und interdisziplinäre Zusammenarbeit und ein starkes Kooperationsnetzwerk
Beschreibung
Erreicht durch kontinuierliche aktive Zusammenarbeit, nachhaltige Partnerschaften und Kooperationsnetzwerke.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht durch soziale Integration und gemeinschaftliche Aktivitäten der Bürger*innen
Beschreibung
Entwicklung der Infrastruktur eines "Stadt Gemeinschafts Haus" durch bedarfsorientierte Planung und nachhaltige Investitionen
Kriterium
Beschreibung
Erreicht durch integrierte Strategien und interkommunale Zusammenarbeit
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtteilzentrum Bürgerschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SPOKUSA - Verein für Sport, Kultur und soziale Arbeit e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
- Aufbau stabiler Kooperationen und Netzwerke im Stadtteil.
- Etablierung von Selbstorganisationsstrukturen durch Schulungen und Qualifizierungsmaßnahmen.
- Übergabe von Aufgaben an Kooperationspartner*innen oder Ehrenamtliche.
- Zusammenarbeit mit Stadt, Bibliothek, Schulen, ansässigen Institutionen und Vereinen erhöht Sichtbarkeit, Dringlichkeit und ermöglicht Ansprache potentieller, Geldgeber*innen
- Sicherung der Finanzierung durch Sponsoringpartner*innen und kommunale Zuwendungen
11. Medien
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachhaltiges Nachbarschaftszentrum Nordstadt
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Alina Zimmermann
| Funktion | Geschäftsführung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Solidarität, Unterstützung, Nachhaltigkeit: Unsere Basis für eine lebendige Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Das Nachbarschaftszentrum WASMITHERZ hat sich in den letzten Jahren als zentrale Anlaufstelle für die Gemeinschaft in der Hannoveraner Nordstadt etabliert. Mit einem Spektrum von über 400 kostenlosen Mitmach-Angeboten pro Jahr stärken wir die Selbstwirksamkeit der Bewohner*innen und fördern die Integration in der vielfältigen Nachbarschaft.
In unserer Gemeinschaft sind zahlreiche Initiativen entstanden und haben sich mit der Unterstützung von über 50 Ehrenamtlichen etabliert, wie z.B. die wöchentliche Lebensmittel-Fairteilung, das Sprachcafé oder Initiativen zur Verkehrswende. Über soziale Netzwerke (Schwerpunkt Instagram) haben wir eine Reichweite von bis zu 500.000 Menschen und gewinnen dadurch regelmäßig neue Engagierte und informieren über die Relevanz von Gemeinwesenarbeit.
Unsere Ziele für den kommenden Förderzeitraum sind klar definiert: Wir möchten eine nachhaltige Finanzierungsstruktur aufbauen, die Selbstverwaltung der Gemeinschaft stärken und die Vernetzung im Stadtteil erhöhen.
Mit unserer langjährigen Erfahrung in der GWA wollen wir folgende Maßnahmen umsetzen:
- Neustrukturierung der Räume und Förderung der Partizipation der Nutzer*innen
- Stärkung des ehrenamtlichen Engagements durch einen wöchentlichen Ehrenamtstag
- Schaffung eines Zugangs zu geteilten Ressourcen mit offenen Werkstatt-Tagen
- Stärkung des Netzwerks auf Stadtteilebene durch Regelmäßige Netzwerktreffen und öffentliche Foren
- Erhöhung der Fördermitgliedschaften und Mieteinnahmen durch Erhöhung der Sichtbarkeit und Vernetzung
- Sicherung einer dauerhaften kommunalen Förderung
Durch die Verstetigung einiger Angebote konnten wir einerseits hauptamtliche Stunden einsparen und andererseits unsere eigenen Einnahmen verdoppeln. Daher beantragen wir in der Folgeförderung nur noch die Hälfte der vorigen Unterstützung. Sollten wir keine Folgeförderung erhalten, wird es trotz der sehr guten Entwicklung sehr schwierig das Nachbarschaftszentrum ohne Hauptamt zu erhalten.
Trotz intensiver Bemühungen konnte bisher nur eine Zwischenfinanzierung für ein Integrationsprojekt durch die Klosterkammer gewonnen werden. Diese wird zur Überbrückung der GWA-Förderung genutzt, damit vorhandenen Strukturen nicht verloren gehen. Mit Fokus auf eine kommunale Förderung und Steigerung der Einnahmen, sind wir sicher, dass wir nach weiteren 3 Jahren auf eine nachhaltige Finanzierungsstruktur zurückgreifen können.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Hannoveraner Nordstadt beherbergt eine vielfältige Bevölkerung mit 17.872 Anwohnenden, gekennzeichnet durch eine Vielzahl an Religionen und Nationalitäten. Die soziale Lage ist geprägt von hoher Arbeitslosigkeit (8%) und Transferleistungen (16%), sowie einer überdurchschnittlich hohen Zahl an Menschen mit Migrationshintergrund (44%).
Historisch linksorientiert, finden sich zahlreiche Initiativen zu Themen wie Gentrifizierung und Obdachlosigkeit, jedoch ist die Kommunikation oft akademisch geprägt, wodurch besonders Deutschlernende und Kapitalschwache ausgeschlossen werden. Integration ist daher von zentraler Bedeutung.
Die Trennung durch den Engelbosteler Damm offenbart Disparitäten im Wohnungsmarkt, die Gentrifizierung geht stetig voran. Neben dem Uni-Park fehlen vor allem konsumfreie Orte, wobei sogar einige Potenzialflächen durch die Stadtverwaltung ausgemacht werden konnten. Kostengünstige Lokalitäten schließen seit Corona zahlreich.
Es ist davon auszugehen, dass die Spaltung der Nordstadt in einen kapitalstarken und kapitalschwachen Teil durch die Steigerung der Armutsgefährdung und den Bau weiterer Geflüchtetenunterkünfte in den kommenden Jahren verstärkt wird.
Ein überparteilicher Ort, wie das WASMITHERZ, fördert neben Demokratie auch die Selbstwirksamkeit aller Bewohner*innen. Gerade im 3. Jahr der Förderung hat sich gezeigt, dass unsere Arbeit stetig zur Verbesserung der Verhältnisse der Bewohner*innen beiträgt. Unsere 50 Ehrenamtlichen bestehen aus einer heterogenen Gruppe aller sozialer Schichten und Hintergründe. Sollten wir keine fortführende Förderung erhalten, verlieren eine Vielzahl von Menschen ihre Anlaufstelle im Stadtteil.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Nordstadt
Beschreibung
Das Haupt-Einzugsgebiet ist der südliche Teil der Nordstadt (gelb).
Das erweiterte Projektgebiet und Kooperationsnetzwerk erstreckt sich auf weitere Teile der Nordstadt (blau).
Mit dem Projekt "Bücher für alle" zur Rettung der Nordstadt Bibliothek stehen wir im intensiven Austausch, unterscheiden uns aber vom Haupteinzugsgebiet und der Hauptzielgruppe (in unserem Fall Bewohner*innen ab 20 Jahren).
Einwohnerzahl
9000
Quelle / Anmerkungen
Strukturdaten der LH Hannover (Stand Januar 2024)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover (Stand Januar 2024)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover (Stand Januar 2024)
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
18 - 29 Jährige lt. Strukturdaten der LH Hannover (Stand Januar 2024)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover (Stand Januar 2024)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover (Stand Januar 2024)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover (Stand Januar 2024)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover (Stand Januar 2024)
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
41
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover (Stand Januar 2024)
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Strukturdaten der LH Hannover (Stand Januar 2024)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_2.png
(1.48 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt, WASMITHERZ, ist schon durch die Entstehungsgeschichte als Nachbarschaftsinitiative fest in den Grundsätzen der Gemeinwesenarbeit verwurzelt. Unsere Arbeit ist geprägt von einem partizipativen Ansatz, der darauf abzielt, die Lebensqualität und das soziale Miteinander in unserem Stadtteil nachhaltig zu verbessern. Wir verstehen uns als aktive Akteur*innen, die sich für die Belange der Gemeinschaft einsetzen und gemeinsam an Lösungen arbeiten, um das Zusammenleben in unserer Nachbarschaft zu gestalten und zu fördern. Unsere Arbeit zielt darauf ab, Menschen zusammenzubringen, ihre Anliegen zu hören und gemeinsam Lösungen zu finden. Wesentliche Merkmale sind:
- Partizipativer Ansatz: Wir ermöglichen den Bewohner*innen, aktiv an Entscheidungsprozessen teilzunehmen und ihre Anliegen einzubringen.
- Ganzheitlicher Blick auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft: Wir berücksichtigen die vielfältigen Bedürfnisse und Interessen der Bewohner*innen und entwickeln entsprechende Angebote und Maßnahmen.
- Stärkung des sozialen Zusammenhalts: Durch die Förderung von sozialen Aktivitäten und die Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten tragen wir zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in der Nachbarschaft bei.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
20-50 TN beim Community Meeting (monatlich), 50-150 TN beim 30167 Forum (halbjährlich) , 2-4 umgesetzte Projekte im Stadtteil (jährlich), 5-10 neue Arbeitsgruppen (jährlich)
Kriterium
Beschreibung
300-400 Selbsthilfe-Angebote pro Jahr von Ehrenamtlichen, 1500-2500 Veranstaltungen pro Jahr im Nachbarschaftszentrum, Nutzung von 100-250 Personen pro Jahr, 50-150 Ausleihen Werkzeuge pro Jahr, 30-50 Kiez-Büro-Nutzer*innen
Kriterium
Beschreibung
50-100 Kooperationspartner*innen, 2-4 gemeinsam organisierte Veranstaltungen, 30-50 Anliegen der Bewohner*innen, die von uns bearbeitet oder über uns vermittelt werden.
Kriterium
Beschreibung
Anzahl der Teilnehmer*innen verschiedener Altersklassen, sozialer Schichten & Herkünfte bei durch uns initiierten Nachbarschaftsfesten und öffentlichen Veranstaltungen
Beschreibung
Begleitung von Bürger*innen-Interessen in den Bezirks- oder Stadtrat, Vermittlung von Anliegen in die kommunale Verwaltung
Beschreibung
50-150 TN bei 30167 Netzwerk Veranstaltungen und im 30167 FORUM (halbjährlich), 15-30 Organisationen im Sozialforums Nordstadt (monatlich), 2-4 Kooperationsveranstaltungen pro Jahr
Kriterium
Beschreibung
50-250 TN bei Nachbarschaftsfesten (jährlich), 50-150 TN im 30167 FORUM (halbjährlich), 30-50 TN im Community Meeting (monatlich), 30-50 TN beim Ehrenamtstag (wöchentlich), 1-4 von uns unterstützte Bügerinitiativen (jährlich)
Beschreibung
2-4 Bauprojekte im Stadtteil z.B. Parklet, Hochbeet etc. (jährlich)
Kriterium
Beschreibung
2-4 Kooperationsveranstaltungen zu gesamtgesellschaftlichen Themen pro Jahr, Nutzung unserer Räume von international agierenden Gruppen
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Mit über 50 engagierten Ehrenamtlichen und der Etablierung von über 400 kostenlosen Veranstaltungen pro Jahr bieten wir nicht nur physische Räume für Begegnungen, sondern auch Strukturen zur Unterstützung und Beratung für die Bewohner*innen unseres Stadtteils.
Unsere Aktivitäten, wie die wöchentliche Lebensmittelausgabe und das Sprachcafé, bieten konkrete Möglichkeiten zur sozialen Interaktion und zum gemeinsamen Austausch. Zudem organisieren wir UMSONST Flohmärkte mit bis zu 500 Besucher*innen und kulturelle Feste, um verschiedene soziale und kulturelle Gruppen in Kontakt zu bringen und sie aktiv in die Planung und Durchführung einzubeziehen.
Wir setzen uns für stadtteilrelevante Themen ein und fördern Interesensgruppen zu Themen wie Nachbarschaftshilfe, Mobilitätswende oder Stadtgestaltung, z.B. bei der jährlichen Organisation des PARKING Days.
Durch unsere kostenlosen Räume schaffen wir einen Ort der Begegnung und des gemeinsamen Engagements für die Bewohner*innen unseres Stadtteils.
In unserem offenen 30167 FORUM und durch die Vernetzung mit relevanten Institutionen fördern wir den Dialog und die Zusammenarbeit innerhalb des Stadtteils und fördern somit das Deomkratieverständnis. Hierbei setzen wir auf eine vielfältige Partizipation der Bewohnerinnen, um ihre Anliegen und Bedürfnisse ernst zu nehmen und sie aktiv in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.
Durch weitreichende Netzwerke können wir intermediär zwischen Kommune und Bürger*innen vermitteln.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Fairkaufhaus Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Obdachlosenhilfe Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Students For Future
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Greenpeace Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wanderbaumallee
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Feministischer Rat Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein zur Förderung politischer Jugendkulturen e.V.. (UJZ Korn)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SPOKUSA - Verein für Sport, Kultur und soziale Arbeit e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KreHtiv Netzwerk Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Islamische Gemeinschaft IGMG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Jugendkirche Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordstädter Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche St. Maria
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Initiative Hüttenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtbezirksmanagement Nord (Stephan Kaczmarek)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ernährungsrat Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unter einem Dach gUG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum St. Maria
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kargah e.V. Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mädchenhaus KOMM e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HANOVA wohnen Plus (Betreutes Wohnen Strangriede 8)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fridays For Future Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Klosterkammer Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bürgerstiftung Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinwohl Ökonomie Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gleis D - Verein zur Förderung von Jugendkultur und Sport e.V.
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unsere Finanzen haben sich in den letzten 3 Jahren stetig verbessert, sodass wir nun 50% (=60.000€) unserer Gesamtkosten (=120.000€) durch Vermietung, Mitglieder und Spenden selber tragen und in Zukunft weiter ausbauen. Ferner wurde für den Haushalt 2025/2026 ein Antrag auf kommunale Förderung gestellt, allerdings stehen die Chancen aufgrund der Haushaltslage trotz vieler Fürsprecher*innen schlecht (s. Bestätigung Kommune). Über GWA hinausgehende Projektförderungen wurden ebenfalls beantragt.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
DRK Forum: Begegnungen, Vielfalt und Zusammenhalt / Gifhorn Süd
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Janine Süss
2. Kurzbeschreibung
Zusammen wachsen: Stärkung von Nachbarschaft und Vielfalt im Quartier
Projektbeschreibung
Unser Projekt zielt darauf ab, das neu eröffnete DRK Forum durch die Einstellung eines Quartiersmanagers oder einer Quartiersmanagerin zu stärken und als zentrale Anlaufstelle für Anwohner des Quartiers zu etablieren.
Das Forum bietet bereits eine breite Palette von Diensten und Einrichtungen wie Breitenausbildung, Suchdienst, Sozialstation Gifhorn, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, Bereitschaften, Jugendrotkreuz, Familienbüro der Stadt und des Landkreises Gifhorn, den Hausnotruf sowie einen Kleiderladen namens "Die Schatzkiste". Zusätzlich gibt es eine Kinderspielecke, die den Eltern die Möglichkeit bietet, Beratungsdienstleistungen in Anspruch zu nehmen, während sich ihre Kinder beschäftigen.
Die Quartiersmanagerin oder der Quartiersmanager wird eine Schlüsselrolle spielen, indem sie oder er die Anwohner über die vorhandenen Angebote informiert, ihre Bedürfnisse ermittelt und sie bei der Nutzung der verfügbaren Dienste unterstützt.
Darüber hinaus wird das Ehrenamt, insbesondere im Bereich des Katastrophenschutzes, aktiv in das Projekt eingebunden. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer werden die Quartiersmanagerin oder den Quartiersmanager bei der Begehung des Quartiers unterstützen, Gemeinschaftsaktivitäten organisieren und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts beitragen.
Geplant ist auch die Unterstützung durch die Ehrenamtskoordinatorin, welche die ehrenamtlichen Aktivitäten koordiniert und fördert.
Durch die Zusammenarbeit von Quartiersmanagerin oder Quartiersmanager, Ehrenamt und der Ehrenamtskoordinatorin wird das DRK Forum zu einem lebendigen Zentrum der Gemeinschaft, das die Bedürfnisse der Anwohner erfüllt und zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier beiträgt.
Der Arbeitsplatz der Quartiersmanagerin oder Quartiermanager wird im Zentrum des Forums an einem offenen Empfangstresen positioniert sein. Diese Gestaltung ermöglicht eine einfache Erreichbarkeit und Interaktion mit den Besuchenden. Bilder werden beigefügt, um einen visuellen Eindruck von diesem zentralen Arbeitsbereich zu vermitteln. Diese offene Gestaltung soll den Zugang erleichtern und ein Gefühl der Willkommenheit und Nähe vermitteln.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Gifhorn konfrontieren uns demografische Veränderungen und wachsende Diversität mit Herausforderungen, die Integration und sozialen Zusammenhalt erforderlich machen. Besonders in bestimmten Quartieren zeigen sich soziale und ökonomische Benachteiligungen, Sprachbarrieren und eine hohe Fluktuation. Zusätzlich mangelt es an einer angemessenen Infrastruktur und Begegnungsräumen, was die Gemeinschaftsbildung erschwert.
Ein weiteres Problem ist die unzureichende Vernetzung zwischen Bewohnern, sozialen Diensten und ehrenamtlichen Angeboten. Es fehlt eine koordinierende Instanz, die Ressourcen bündelt, Austausch fördert und die aktive Teilnahme an der Quartiersentwicklung ermöglicht.
"Zusammen wachsen" im DRK Forum Gifhorn adressiert diese Punkte durch Einführung eines Quartiersmanagers. Diese Schlüsselrolle dient als zentrale Anlaufstelle, koordiniert Dienste, verbessert die Kommunikation und fördert ein integratives Quartierleben. Das Projekt zielt darauf ab, durch Stärkung des ehrenamtlichen Engagements und Verbesserung der sozialen und baulichen Bedingungen die Lebensqualität zu erhöhen und einen nachhaltigen sozialen Zusammenhalt zu schaffen. Die Etablierung des Quartiersmanagers ist entscheidend, um Barrieren zu überwinden und eine inklusive, engagierte Gemeinschaft in Gifhorn zu fördern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gifhorn Südstadt
Beschreibung
Die räumliche Abgrenzung des Projektgebiets umfasst den südlichen Teil der Stadt Gifhorn, insbesondere das Viertel, das gemeinhin als "Südstadt" bekannt ist. Es erstreckt sich von der Berliner Straße im Norden bis zur Goethestraße im Süden und von der Breslauer Straße im Westen bis zur Bahnhofstraße im Osten. Diese Abgrenzung umfasst die Wohngebiete, öffentlichen Einrichtungen, Schulen und andere relevante Standorte innerhalb dieses geografischen Bereichs.
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Die Einwohnerzahl des Projektgebiets Gifhorn Südstadt basiert auf den neuesten verfügbaren Daten des Einwohnermelderegisters der Stadt Gifhorn.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
forum-_suedstadt_.png
(257.16 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Als Quartiersmanagement versteht sich unser Projekt. Wir folgen einem ganzheitlichen Ansatz, der darauf abzielt, die Lebensqualität und das soziale Miteinander in einem definierten Quartier zu verbessern. Unsere Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, die Stärken des Quartiers zu fördern, die Bedürfnisse der Bewohner zu identifizieren und in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und in der Stadt Lösungen zu entwickeln.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht, wenn regelmäßige Treffen und ein aktiver Austausch zwischen lokalen Organisationen, Vereinen, Behörden und Bewohnern stattfinden, um gemeinsame Ziele zu definieren und umzusetzen.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn die Bedürfnisse, Interessen und Stärken der Bewohner im Mittelpunkt der Projektplanung und -umsetzung stehen und ihre aktive Beteiligung gefördert wird.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn Maßnahmen zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und der Nachbarschaftsbeziehungen erfolgreich umgesetzt werden, indem z.B. gemeinsame Aktivitäten, Veranstaltungen und Treffpunkte geschaffen werden.
Vorhandene Strukturen
Die vorhandenen Strukturen des Quartiersmanagements sind in unserem Projektgebiet bereits etabliert. Wir verfügen über ein gut funktionierendes Netzwerk von ehrenamtlichen Helfern (ca. 790) sowie professionellen Fachkräften, die sich aktiv für die Entwicklung und Stärkung des Quartiers engagieren. Diese Strukturen werden durch bestehende Institutionen wie lokale Vereine, Bürgerinitiativen, soziale Einrichtungen und kommunale Organisationen unterstützt. Die Zusammenarbeit zwischen diesen Akteuren ermöglicht es, auf die Bedürfnisse und Herausforderungen im Quartier gezielt einzugehen und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Gifhorn e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte Abrahams Kinder
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Kindertagesstätte Rosengarten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sapv-gifhorn GmbH
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Unser Projekt strebt eine nachhaltige Integration in kommunale Strukturen und langfristige Finanzierung an. Neben Spenden von lokalen Unternehmen und der Bevölkerung planen wir Partnerschaften mit lokalen Organisationen. Wir setzen auf langfristige Kooperationen und ehrenamtliches Engagement, um die Kosten zu reduzieren. Das Büro im Forum wird weiterhin vom DRK gestellt. Zudem planen wir Fundraising-Aktivitäten und die Einbindung von Spendenaktionen aus der Gemeinschaft.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Das Experiment: Die Gemeinwesenökonomie in Wittmund
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Karina Schaefer
| Funktion | Projektleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Synergien erfahren: Wie können ökonomisches Interesse und Gemeinwesenarbeit zusammen gedacht werden?
Projektbeschreibung
(Kleinere) Innenstädte werden immer weniger als Einkaufsgelegenheit genutzt, da der Onlinehandel ihnen inzwischen viele Kunden abgräbt. Die Folgen des webbasierten Konsumverhaltens sind hier unmittelbar sichtbar: fehlende Laufkundschaft und eine Häufung von Leerständen verbunden mit einem tristen Ambiente. Darunter leiden im Ergebnis nicht nur kulturelles Angebot und Gastronomiebetriebe, es fehlen vor allem Begegnungsräume im Stadtteil für eine lebhafte, aber von Respekt gezeichnete Demokratie. Aktuell kann man eine Verschiebung der Kommunikation in soziale Medien erkennen, die oft anonym, mit scharfer Rhetorik und wenig Diskurs geführt wird.
Hier setzt das Experiment an: Wir wollen herausfinden, wie sich nachhaltige Gemeinwesenarbeit zusammen mit der ansässigen Gastronomie gestalten lässt, ohne zusätzliche Konkurrenz zu schaffen. Mit neuartigen Veranstaltungsformaten wollen wir wertschätzenden Austausch und Begegnung fördern, indem wir die Wirtschaft vor Ort nutzen, schützen und fördern. Wir ergänzen uns dabei mit dem Projekt „Wittmund upklütern“, das die Attraktivität der Wittmunder Innenstadt steigern soll, bei dem allerdings eher Stadtmarketing-Maßnahmen im Vordergrund stehen. Befragungen der Bevölkerung im Rahmen dieses Projekts haben schon stattgefunden, doch die Verantwortung für die Umsetzung der Ideen sehen die Ideengeber ausschließlich bei der Stadt. Hier soll unser Experiment einhaken und zum eigenen Engagement für die Innenstadt motivieren. Insbesondere die städtische Gastronomie kann maßgeblich unterstützen und schließlich selbst profitieren.
Ziel des Projektes ist, Möglichkeiten für eine lebenswerte Zukunft innerhalb Wittmunds Innenstadt aufzuzeigen, in der die Menschen für wertschätzende Gesprächen die lokale Gastronomie aufsuchen, um hier einerseits demokratische Prozesse und wirtschaftlichen Erfolg zu fördern und zugleich selbst profitieren. Dies soll durch innovative Veranstaltungskonzepte erreicht werden, die gemeinsam mit den Bürgern und den hiesigen Gastronomen erarbeitet und durchgeführt werden. Sind diese Formate dann erfolgreich genug, um von der Gastronomie selbst weiter betrieben zu werden, damit sich die Gemeinwesenarbeit auch nach dem Projekt entsprechend fortsetzt? Diese Frage soll das Experiment beantworten. Erste Gespräche mit Betrieben sowie Vereinen in Wittmund haben bereits stattgefunden, da es bisher ein großes Interesse an der Mitwirkung bei diesem Projekt gibt.
Laufzeit
2024-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Ein respektvoller Austausch unterschiedlicher Meinungen ist in einer Demokratie unabdingbar. Durch die zunehmenden Nutzung von Social Media findet die Kommunikation untereinander allerdings immer häufiger ohne persönliche Kontakte statt. Dies führt vermehrt zu Missverständnissen und einer Art feindlicher Rhetorik, welche man im persönlichen Gespräch nicht nutzen würde. Zudem verfestigen sich oft damit ideologische Gräben und extreme Meinungen, wenn nicht im offenen Austausch zuvor diskutiert und hinterfragt wird und vor allem die Begegnung mit den Perspektiven anderer Mitmenschen fehlt.
Das Fehlen von Begegnungen und Austausch ist auch im Projektgebiet, der Stadt Wittmund, zu beobachten. Der Onlinehandel belastet die Wettbewerbsfähigkeit der Innenstadt. Umfragen in der Bevölkerung Wittmunds haben ergeben, dass ein Großteil der Bevölkerung die Innenstadt nicht attraktiv findet. Damit verliert sie als Treffpunkt immer mehr an Bedeutung und wird zunehmend nur als Einkaufsmöglichkeit genutzt. Die Wittmunder:innen wünschen sich aber mehr Treffpunkte sowie ein besseres kulturelles Angebot (Quelle: https://www.wittmund-upklütern.de/leitbild/ergebnisse/) Insbesondere Cafés haben in den letzten Jahren ihre Türen geschlossen. Prekäre Lebenslagen sind hierfür aber nicht die Ursache, denn bei Recherche der Kennzahlen wurde deutlich, dass die Bürger:innen Wittmunds nicht unter überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit oder fehlendem Einkommen leiden. Nichtsdestotrotz schließen immer mehr Läden. Dieser Ausgangslage, die sicherlich auf viele kleine Innenstädte übertragbar ist, soll als Anlass für unser Projekt dienen und ökonomisches Interesse mit Gemeinwesenarbeit verbinden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wittmund Stadt Wittmund
Beschreibung
Das Projektgebiet ist der Stadtbezirk des Landkreises Wittmund. Abgrenzung hier abrufbar:
https://www.wittmund.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000084-22270.html
Einwohnerzahl
8098
Quelle / Anmerkungen
https://www.wittmund.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000084-22270.html
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Kinder zwischen 10-15 Jahren
https://www.regionalstatistik.de/genesis/online#astructure
Stand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Menschen zwischen 20-25 Jahren
https://www.statistikportal.de/de/bevoelkerung#datenbanken
Stand 31.12.2022
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
https://www.statistikportal.de/de/bevoelkerung#datenbanken
Stand 31.12.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Gesamt Wittmund 5,4 % (Jahresdurchschnittswert 2022)
Projektgebiet 720 Arbeitslose, 2374 Geringfügig Beschäftigte, 7240 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Wohnort. Ergibt Arbeitslosenquote von ca. 7% (selbst errechnet)
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Tabellen, Arbeitsmarkt kommunal, Nürnberg, Januar 2024
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt bietet eine neue Sichtweise auf die GWA durch die Berücksichtigung der ökonomischen Belange. So lässt sich mit diesem Projekt beispielhaft erarbeiten, wie die GWA auch ohne staatliche Förderung betrieben werden kann. Dies wird durch eine hohe Sensibilisierung der Bürger:innen und deren Engagement im Einklang mit dem Verständnis der gastronomischen Betriebe erreicht. Durch funktionierende Innenstädte, in denen sich die Anwohner:innen einbringen können, wird im Ergebnis ein gesunder Austausch unter den Beteiligten gefördert, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Dies erhöht sowohl die Lebensqualität als auch die Attraktivität und Modernität der Innenstadt. Die Wittmunder:innen können sich eigenverantwortlich und selbstwirksam in die Gestaltung der Veranstaltungskonzepte in der Innenstadt einbringen und sind somit viel eher gewillt, das gastronomische Angebot auch zu nutzen. Diese dazu gewonnene Attraktivität und Modernität zieht bestenfalls auch Interessierte von außen an, die wiederum neue Ideen einbringen können und das Konzept vervollständigen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Aktivierende Befragungen richten sich auf die Bedarfe der Bewohner:innen aus. Bewohner:innen bringen ihre Ideen ein. Ökonomische Belange werden mit berücksichtigt und hierfür sensibilisiert.
Kriterium
Beschreibung
Pädagogische:r Mitarbeiter:in fungiert als Unterstützung, vernetzt und macht Umsetzung von Ideen möglich.
Kriterium
Beschreibung
ökonomische Betriebe vor Ort werden mit neuen Veranstaltungsformaten unterstützt, bieten aber auch ihre eigenen Stärken an (Räumlichkeiten, Bewirtung, Gastlichkeit und Gemütlichkeit, Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung)
Kriterium
Beschreibung
Das Projekt spricht alle Zielgruppen innerhalb der Bewohner:innen an und erweitert sogar um die ökonomische Dimension.
Beschreibung
Vereine, ökonomische Betriebe und Stadt sind eng miteinander im Gespräch. Neue Kooperationen wurden gegründet.
Kriterium
Beschreibung
Übergreifender Blick des Projektes: Ökonomie und Gemeinwesenarbeit verbinden, sodass die GWA auch ohne staatliche Förderung weiter betrieben wird, einfach aus eigenem Interesse
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
ProWittmund, Bürger- und Verkehrsverein Wittmund, Verein zur Förderung sozialer Projekte Wittmund
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Langfristig soll ein Eigeninteresse der gastronomischen Betriebe in der Innenstadt entstehen, diese Veranstaltungen immer wieder anzubieten, da sie gut besucht sind und daher einen finanziellen Vorteil bringen. So wird die Gemeinwesenarbeit auch über das Projekt hinaus weiter gefördert und aufrecht erhalten. Engagierte Bürger:innen haben den Zusammenahng zwischen Ökonomie und funktionierendem Gemeinwesen erkannt und verhelfen so den Betrieben zu einem gute Auskommen.
11. Medien
Galerie
Videos
wittmund_innenstadt.jpg
(442.96 KB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: GWA - im Herzen der Innenstadt von Cuxhaven
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sven Wersien
| Organisation | Christus Centrum Cuxhaven Flüchtlingshilfe/ IG Sozialwerk |
|---|---|
| Funktion | 1.Vorsitzender |
2. Kurzbeschreibung
Wir erschaffen HEIMAT mit Herz: Gemeinsamkeiten gegen Einsamkeiten
Projektbeschreibung
Nicht reden...machen! So begann in 2014 unsere wachsende Möbelhilfe für Geflüchtete. Die Vereinsgründung erfolgte 2017 und die Zielgruppe wurde auf alle EinwohnerInnen (EW) erweitert. Mit der ersten Förderung konnten wir die niederschwellige Arbeit professionalisieren. Durch die Verknüpfung von Ehrenamt und Hauptamtlichen wurde zudem eine Basis für eine fundierte Gemeinwesenarbeit (GWA) im Innenstadtbereich gelegt. Durch die Kontakte in den Wohnungen der EinwohnerInnen entstanden vertrauensvolle Beziehungen. Daraus ergaben sich neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen und Kenntnisse von weiteren Bedarfen und Nöten auch anderer EinwohnerInnen. Es wurden weiterführende Angebote etabliert oder zu anderen Beratungsstellen weiter vermittelt. Was neben der aufsuchenden Geh-Struktur aber fehlte, war ein Ort, wohin die EinwohnerInnen dann auch kommen konnten. Aus der ursprünglichen Idee, mit mehreren Partnern ein neues Begegnungszentrum (BZ) in der Cuxhavener Innenstadt (Alt-Cuxhaven) zu gründen, traf unser Antrag im Rahmen der Modellförderung bei der Jury auf Zustimmung. Somit schufen wir eine konkrete Anlaufstelle (Komm-Struktur) im Innenstadtbereich durch die Eröffnung des BZ Tante Emma. Die drei Etagen KAUF-Raum, WERK-Raum und FREI-Raum erfüllen jeweils eigene Funktionen. Freie Räume für bürgerliches Engagement und andere Akteure und Initiativen komplettieren die lokale GWA und werden zu einem Anziehungspunkt für die EinwohnerInnen. Die Einbindung eines wirtschaftlichen und professionell gemanagten KAUF-Raumes in das Konzept der GWA wird nach Ende der Lockdowns weiterhin Einnahmen erzielen und zunehmend die Abhängigkeit von Fördermitteln verringern. Im Innenstadtbereich erkennen wir nur wenige andere Stellen, die sich aufsuchend auf den Weg macht, um der Not der EinwohnerInnen, wie unter Punkt Ausgangslage/Problem beschrieben, zu begegnen und zu unterstützen. Deswegen sehen wir hier unseren Auftrag: mit aufsuchender Arbeit und daran anknüpfenden, niederschwelligen Veranstaltungen werden wir EinwohnerInnen erreichen und miteinander in Kontakt bringen. Dies wird Einsamkeit und Anonymität entgegenwirken und sie befähigen, selbst Veränderungen zu bewirken und sich eine Heimat zu gestalten. Die Kombination aus dem Konzept des BZ Tante Emma (WERK-FREI-und KAUF-Raum) und der damit verknüpften GWA ist auch auf andere Standorte in Niedersachsen möglicherweise projizierbar. Dies möchten wir gerne weitergeben (s.Ziele).
Laufzeit
2021-08-03 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Innenstadt ist davon geprägt, dass neben Geschäften sehr günstiger Wohnraum für ökono. Schwache sowie hochwertige Hauseinheiten für gutsituierte Neubürger vorhanden sind. Durch deren Zuzug ergibt sich in Ansätzen ein Gentrifizierungskonflikt. Eine weitere Facette in dem Zusammenhang ist die private Verschuldung bei 11% der Erwachsenen im LK (Schuldneratlas 20) und einer wahrscheinl. höheren ind. Verschuldung in unserem Gebiet. Somit finden sich hier viele EW in einem anonymen Nebeneinander und heterog. Umfeld. Momentan erleben wir verstärkt, wie EW alleine bleiben und sich einsam fühlen. Selbst nach einigen Jahren sind neu zugezogene Ältere oder Migranten im Quartier noch nicht in ihrem Umfeld integriert. Ihnen fehlen grundlegende Fähigkeiten, pos. und stärkende Beziehungen aufzubauen und erlebte Missstände gemeinsam zu verändern. Das BZ Tante Emma ist als Anlaufstelle, neben der Geh-Struktur, für die lokale GWA konzipiert. Man kennt sich im Laden/BZ an der Ecke, begegnet einander ungezwungen und nebenbei wird gemeinsam das Zusammenleben gestaltet. Pos. Begegnungen in warmer Atmosphäre laden zum erneuten Besuch ein. Hier finden EW konkrete Hilfen, Beratung, Freizeitaktivitäten und fortführende Partizipationsmöglichkeiten gesteuert durch eine*n GWAler. Neben ausgebliebener Förderung verringerten sich unsere Einnahmen lockdownbedingt extrem, sonst waren sie sehr gut. Somit haben wir uns Ende 20 in einer fin. Notsituation befunden. MA wurden entlassen. Allerdings haben Stadt und LK das hohe Potential des BZ erkannt. Trotz angespannter Haushaltslage unterstützen sie uns, um bis Herbst 21 die Kosten zu decken. Danach ist eine Fortführung ohne Förderung nicht mehr möglich.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Cuxhaven Innenstadt "Alt-Cuxhaven"
Beschreibung
Unser Büro befindet sich direkt im Begegnungszentrum Tante Emma im Stadtteil Alt-Cuxhaven (s. Karte im Anhang). Einige Teile des Gebietes sind zwar keine unmittelbaren Brennpunkte, aber hier haben sich lokale und überregionale Vermieter eine große Menge an Wohnungen gesichert, die nur in geringem Maße saniert wurden. Dadurch sind sie Zuzugsgebiet für Sozialbenachteiligte geworden. Viele der Menschen kommen nur hier an günstigen Wohnraum.
Einwohnerzahl
14089
Quelle / Anmerkungen
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen nur für die Gesamtstadt verfügbar. Daten über Zensusdatenbank, erhalten vom Landkreis Cuxhaven.
Projektgebiet: Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlen nur für die Gesamtstadt verfügbar. Daten über Zensusdatenbank, erhalten vom Landkreis Cuxhaven.
Projektgebiet: Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik Einwohnermeldeamt (EMA) Stadt Cuxhaven
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Armutsberichterstattung Landkreis Cuxhaven
Projektgebiet: Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_csc_e.v.jpg
(99.48 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die BewohnerInnen. Ihre Themen und Bedarfe sind für uns handlungsbestimmend. Dabei sehen wir sie mit ihren Fähigkeiten und Talenten als aktive Player in der Verbesserung ihrer Lebensumstände. Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, sozialer Status etc. dürfen keine Grenzen bleiben. Sie bieten vielmehr belebende und bereichernde Potentiale für das ganzheitliche und nachhaltige Miteinander in unserem innerstädtischen Gebiet. So können sich Initiativen um neu entdeckte Gemeinsamkeiten finden und aktiv werden. Wir verfolgen in diesem Projekt den Ansatz einer aufsuchenden Arbeit. Mittels der aufsuchenden und aktivierenden Befragung möchten wir zu EinwohnerInnen in Kontakt kommen und Beziehungen aufbauen. Da sie die Experten für ihre Lebensrealität und ihr Umfeld sind, wollen wir sie für die aktive Gestaltung und zur Partizipation bei Gestaltungsprozessen gewinnen. Auf Dauer möchten wir uns als GWAler in unserer Aktivität zurücknehmen und zunehmend die EinwohnerInnen zur Selbstorganisation führen (So viel Aktivität von GWAler-Seite wie nötig, aber so wenig wie möglich).
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Themen der EinwohnerInnen bestimmen die Aktivitäten. Zum Erreichen ihrer Ziele erfahren sie Unterstützung und Hilfestellungen.
Kriterium
Beschreibung
BewohnerInnen entwicklen eine zunehmende Selbstständigkeit in der Organisation und Durchführungen von Gruppentreffen. Sie fordern sich ggf. die benötigte Unterstützung bei dem hauptamtlichen GWAler ein.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner-Tandems entstehen und werden aus intrinsischer Motivation gepflegt. Freiwilliges Engagement wird gelebt und daraus entstehen neue, bereichernde Angebote für die EinwohnerInnen.
Beschreibung
Stärken von EinwohnerInnen werden erforscht, aktiviert und weiterentwickelt - dadurch wächst das Selbstwertgefühl und die Innere Stärke. Auch die vorhandenen sozialen und räumlichen Ressourcen werden erarbeitet und als Ressourcen genutzt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Unser hauptamtliche GWAler ist auf der einen Seite Ansprechpartner für Stadt, Kommune und weitere Netzwerkpartner. Auf der anderen Seite ist der GWA´ler das Gesicht und Vertrauensperson für die EinwohnerInnen und die engagierten Ehrenamtlichen. Die Ehrenamtlichen sind um verschiedene Themen (z.B. Beratung, Begleitung, praktische Hilfen, Nähtreff, FREI-Raum sozial-digital, Wellcome etc.) gruppiert und haben jeweils einen verbindlichen Ansprechpartner. Hier werden die Aufgaben besprochen und der Rahmen für die Aktivitäten gesetzt. Gleichzeitig besteht auf dieser Ebene die Möglichkeit zu kollegialem Austausch. Die jeweiligen Ansprechpartner stehen im Kontakt mit dem Hauptamtlichen, um die Ergebnisse zu sichern und weitere Fragestellungen zu klären oder Schulungsbedarf zu benennen. Regelmäßig finden größere Treffen statt, um die erreichten Ergebnisse festzuhalten und diese Erfolge wertzuschätzen. Gleichzeitig wird miteinander beraten, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen sich zeigen. Auch hier werden die Ehrenamtlichen als ExpertInnen ihrer Lebensumstände wertgeschätzt und wahrgenommen. Ihre Impulse und ihre Ausrichtung im Engagement sind für unsere Gesamtstrategie essentiell.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Cuxhaven (Dezernat III Soziales, Bildung und Kultur) /// Landkreis Cuxhaven (Amt Strategische Sozialplanung / Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christus Centrum Cuxhaven e.V., Freie ev. Gemeinde Cuxhaven, EKG Altenwalde/Offenes Herz Altenwalde, Büro der Innenstadtgemeinden (EKG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, der Paritätische, Hospizverein, Blaues Kreuz, Lebensraum Diakonie (ehemals Herbergsverein), Wellcome e.V. für frühkindl. Hilfen, Kreissportbund, Förderwerk Bremerhaven/Engergiesparcheck Cuxhaven, Lions, Rotarier
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TWG Cuxhaven, IG Lotsenviertel, Mayerhof Consulting, EWE, Hildebrand Personaloptimierung, Reederei Otto Wulf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Cuxhavener Nachrichten (Bereich Soziales+Wirtschaft) // Stiftung der Stadtsparkasse Cuxhaven, facebook
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LK Cuxhaven - Gesundheitsamt MiMi Projekt, Diakoniestation Cuxhaven, Familienhebammen des Landkreises
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
1. FC Eintracht Cuxhaven e.V., Baskets Cuxhaven, Music made in Cuxhaven e.V, Rundherum e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kontakt MdL Thiemo Röhler (CDU) MdL Eva Viehoff (B90/Grüne) Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD), SPD Ortsverein
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied und Initiator: "Cuxhaven für Respekt und Menschenwürde" (ca. 50 Mitgliedsvereine-und Verbände) /// one4one (Corona Nachbarschaftshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mitglied der interkulturellen Woche, Mitglied "Ein Tisch" Angebote für Geflüchtete, Mitglied Demokratiekonferenz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ritzebüttel Aktiv (Soziale Stadt Lehfeld) /// Soziale Stadt Süderwisch /// Engagierte Stadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VHS im LK Cuxhaven, Berufsbildene Schulen (BBS)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Haus der Jugend, Mehrgenerationenhaus, Musikschule Cuxhaven
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wie in der Begründung dieses Folgeantrages erläutert und im LoI des Landkreises beschrieben, gibt es die Perspektive, dass wir als möglicher, lokaler Partner für ein neues, umfassendes Projekt der aufsuchenden Sozialarbeit gesehen werden. Ein aufgebautes Quartiersmanagement im Stadtteil Alt-Cuxhaven könnte somit ein Anknüpfungspunkt für das geplante Vorhaben des Landkreises sein. Mit der Stadt entsteht gerade über die Vorbereitung einer Stadtteilkonferenz eine neue Intensität der Zusammenarbeit.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Verwendungsnachweis: Das "Nette-Quartier" in Osnabrück - generationengerechter Stadtteil für Alle!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ulrich Freisel
| Funktion | Sachgebietsleitung Bürgerbeteiligung, Freiwilligenengagement und Senioren |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Akteure vernetzen - Generationen verbinden - Beteiligung stärken in Dodesheide-Haste-Sonnenhügel
Projektbeschreibung
Im Nette-Quartier arbeiten die Fachbereiche „Kinder, Jugend, Familien“ und „Integration, Soziales, Bürgerengagement“ ressortübergreifend zusammen, um perspektivisch ein gesamtstädtisches Konzept der beteiligungsorientierten Quartiersentwicklung zu erarbeiten. Der Ansatz soll als gesamtstädtische Strategie der GWA/QM nutzbar gemacht und im Rahmen der Sozialplanung verstetigt werden. Mit der Projektförderung im Nette-Quartier hat die Stadt Osnabrück einen Pilotprozess zum integrativen Ansatz „Quartier für Alle!“ initiiert.
Der Ansatz erweitert die Akteursarbeit um die Zielgruppe 60+ und erschließt das Engagement- bzw. Mitwirkungspotential aller Bewohner für die Quartiersentwicklung. Im Rahmen der GWA wurden Projekt und Gemeinwesenarbeiter vorgestellt, Angebote und Informationen gebündelt, erste Medien (Präsentation, Flyer, Webseite) erstellt. In Kooperation mit den Hauptakteuren wurden Bürgerveranstaltungen initiiert. Mit der Coronakrise begann eine vom Nette-Quartier koordinierte Zusammenarbeit der Hauptakteure, die Unterstützungsstrukturen geschaffen und freiwillige Helfer akquiriert hat.
Durch die Akteursvernetzung und erste Formate der Bewohnerbeteiligung (Veranstaltungen, Befragung, Auswertung zweier Stadtteilstudien und Fokusgruppen-Interviews in Koop. mit der Hochschule) wurden Bedarfe ermittelt und zu fünf Schwerpunktthemen gebündelt, die in der nächsten Projektphase die Maßnahmen-/Beteiligungsplanung fundieren werden. Das Projektbüro etabliert sich als Ansprechstelle im Quartier.
Der Gemeinwesenarbeiter ist mit relevanten kommunalen Stellen/Gremien und dem "Netzwerk Quartiersentwicklung" (11 osnabrücker Quartiersprojekte) vernetzt. Verwaltungsintern wurde eine Arbeitsstruktur zur Umsetzung des Konzepts „Quartier für Alle“ auf gesamtstädtischer Ebene abgestimmt: ein Koordinierungsstab als zentrales Gremium zur Entwicklung der ressortübergreifenden Zusammenarbeit und Prozesssteuerung hat sich konstituiert; die Verknüpfung von Quartiers- und gesamtstädtischer Perspektive erfolgt mittels Quartierskonferenzen.
Die nächste Förderperiode 2021-23 dient der Umsetzung und Verstetigung: gemäß Bedarfsermittlung werden intergenerative und -kulturelle Netzwerke, Unterstützungs-, Freizeit- und Kulturangebote initiiert bzw. ausgebaut, der Prozess vom koordinierten Akteurshandeln zum Quartiersgremium weiterentwickelt und der Wissenstransfer in die Verwaltung sowie das Konzept einer kommunalen Strategie der GWA/QM systematisiert und strukturell implementiert.
Laufzeit
2021-04-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Der Pilotprozess dient der Entwicklung einer kommunalen Strategie zur Gestaltung des demographischen Wandels hinsichtlich der Veränderung der Bevölkerungsstruktur (Alterung & Zuwanderung):
•Die Alterung im Quartier erfordert die altersgerechte Anpassung der Lebensbedingungen & Unterstützungsstrukturen im Rahmen der kommun. Daseinsvorsorge. Umso mehr, da auch die bestehende Nachbarschaftshilfe durch Überalterung "wegbricht" und jüngere Freiwillige benötigt.
•Zu aktivierendes Engagementpotential bieten die wachsende Gruppe 60+, der Zuzug von jungen Familien & eines Gemeinschaftswohnprojektes ins Quartier.
•Im Quartier leben 84 Nationen. Der Zuzug von Geflüchteten & Zuwanderern wie von einkommensschwachen Bewohnern in den Stadtteil erzeugt Integrationsbedarf. Diese Gruppen müssen in die sozialen Infrastrukturen des Quartiers aktiv eingebunden werden, insbesondere auch in Engagement- und Kulturstrukturen.
•In der Kontaktphase hat sich ein zusätzlicher Ansatz für die lokale Entwicklung ergeben: Im Quartier sind viele Nachhaltigkeitsansätze vertreten: Foodsaver, Reparaturcafé, Stadtteilauto, Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftswohnprojekt, Umwelt-Lernstandort. Diese Initiativen stärker untereinander und mit der Hochschule zu vernetzen bietet die Chance, einen neuen Ansatz für die gesamtstädtische Strategie modellhaft weiterzuentwickeln. Über die Identifikation mit dem Quartier werden so auch weitere Engagement- & Unterstützungspotentiale generiert.
Fast alle Quartiersakteure arbeiten mit einzelnen oder wenigen Zielgruppen, die Bewohnergruppen leben in getrennten Subkulturen. Koordinationsaufgabe ist es, Kontakte zu stiften & sozialen Zusammenhalt zu stärken.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Dodesheide - Haste - Sonnenhügel
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst das Einzugsgebiet der Hauptakteure der sozialen Stadtteilarbeit, d.h. des Gemeinschaftszentrums Lerchenstraße, des Mehrgenerationenhauses Haste, der Nachbarschaftshilfe „Dodesheide-Haste-Sonnenhügel“ und der Kirchengemeinden. Es beheimatet die für die GWA relevanten Zielgruppen, mit entsprechenden Herausforderungen und Potentialen: Neubürger, die Gruppe 60+, benachteiligte BewohnerInnen, Geflüchtete und Alteingesessene.
Einwohnerzahl
9848
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldedatei der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2019
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldedatei der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2019
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Agentur für Arbeit, Arbeitsmarktdaten Stand 31.12.2019
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Die Quartierskoordination verbindet Elemente des GWA mit QM. Im Rahmen von GWA initiiert sie die horizontale Vernetzung der Akteure im Gebiet u. orientiert deren Zusammenarbeit auf den integrativen Ansatz „Quartier für Alle“. Strategien der Aktivierung ermitteln Interessen, Bedarfe, Fähigkeiten aller Bewohnergruppen, die für die Quartiersgestaltung handlungsleitend sind. GWA unterstützt die Bewohner, Verantwortung für ihre Belange zu übernehmen und gemeinsam mit den lokalen sozialen Akteuren Angebote zu entwickeln, die die Teilhabe aller im Quartier verbessern, nachbarschaftliche Netze u. soziale Aktivitäten stärken. Durch Befähigung zur Teilhabe und Schaffung von Begegnung zwischen den Submilieus wird soziale Segregation im Projektgebiet verhindert und Versorgungs-/ Unterstützungssicherheit verbessert. Wichtige Partner sind dabei das Gemeinschaftszentrum, das Mehrgenerationenhaus und der NHV, die bereits mit allen Zielgruppen arbeiten. Neue Initiativen (Friedensgarten, Kulturinitiative, Gem. Wohnprojekt) bilden das Entwicklungspotential des Quartiers. Im Rahmen von QM werden Maßnahmen und Handlungsfelder koordiniert, die Kommunikation der Akteure moderiert und ein Akteursdialog initiiert, der langfristig in ein gesamtstädtisches Rahmenkonzept „Quartier für Alle“ mündet. Es erfolgt also Prozesssteuerung bezogen auf die Projektziele und den Wissenstransfer an der Schnittstelle zwischen Praxisprojekt und Verwaltung, die eine Organisationsstruktur hierfür aufbaut.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Anliegen, Wünsche und (Veränderungs-)Bedarfe der Bewohner/innen sind handlungsleitend für die inhaltliche Ausrichtung der Quartiersarbeit. Der Gemeinwesenarbeiter signalisiert Offenheit bzw. entwickelt Methoden, um diese Anliegen zu ermitteln.
Kriterium
Beschreibung
Bewohnergruppen kennen/nutzen die Strukturen im Quartier und organisieren (selbständig oder begleitet) Aktivitäten, übernehmen Verantwortung für ihre Anliegen, bringen sich als Unterstützer/ Freiwillige ein, vernetzen sich.
Kriterium
Beschreibung
Die Ressourcen des Quartiers, der Bewohner/innen und Bewohnergruppen sind bekannt und werden in den Prozess der Quartiersentwicklung aufgenommen und weiterentwickelt. Bewohner/innen bringen ihre Fähigkeiten und Kompetenzen ein.
Kriterium
Beschreibung
Quartiersakteure und Bewohnergruppen sind für das Leitbild „Quartier für Alle“ sensibilisiert. Netzwerke, Aktivitäten und Angebote werden generationen- und zielgruppenübergreifend angelegt.
Beschreibung
Die Verwaltung schafft eine Struktur, innerhalb derer sich die Ressorts „Kinder, Jugendliche, Familien“, und „Integration, Soziales (Senioren) und Bürgerengagement“ (und andere beteiligte Stellen) austauschen und ihre (Stadtteil-) Arbeit abstimmen.
Beschreibung
Der Gemeinwesenarbeiter bildet die Quartiers-Schnittstelle und fördert Netzwerkbildung und Kooperation von Akteuren, Bewohner/innen und Quartieren sowie die Kooperation mit den Verwaltungsressorts.
Kriterium
Beschreibung
Engagementpotentiale für bestehende & neue Unterstützungs- und Kulturangebote wurden erschlossen. Die Zielgruppen 60+ und Migranten werden in die sozialen Strukturen eingebunden und beteiligen sich an der politischen Partizipation.
Beschreibung
Bei der Entwicklung der sozialen Infrastruktur liegt ein besonderer Fokus auf den Zielgruppen 60+ und Migranten. Altersgerecht = generationengerecht.
Kriterium
Beschreibung
Aus dem Modellquartier entwickelt die Verwaltung in Koop. mit den GWA-Akteuren ein kommunales Konzept „Quartier für Alle“. Der Abstimmungsprozess über Leitbild, Ziele und Standards orientiert sich an der integrierten Stadtentwicklung der Leipzig Charta.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftshilfe Dodesheide-Haste-Sonnenhügel e. V. (Hausaufgaben-/Leselernhilfe, Großelternpatenschaften, Begleit-/Einkaufs-/Heimwerkerdienst, Betreuung Demenzkranker, Gruppen für Freizeit und Geselligkeit, Ausflugsfahrten, Kochgruppe-Männer)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Friedensgarten Osnabrück e. V. (Bürgerprojekt zur gemeinsamen Bewirtschaftung einer Fläche im Stadtquartier, Zusamenführung von Generationen und Ethnien)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturinitiative Sommerbühne an der Lerchenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Nord-Ost der Stadt Osnabrück e. V. (Dodesheide, Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine TuS Haste / Osnabrück 01e. V. und SSC Dodesheide e. V., Behindertensportverein St. Elisabeth Pflege
Typ
Stadtteil
Akteur
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Gemeinschaftliches Wohnprojekt Sonne I und II Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur
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Residenz Ambiente Osnabrück Haste (Pflegeheim und Betreutes Wohnen)
Typ
Stadtteil
Akteur
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St. Franziskus - St. Elisabeth Pflege (Ambulanter Caritas Pflegedienst, Tagespflege St. Angela, stationäre Pflege, Seniorenwohnungen)
Typ
Stadtteil
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Runder Tisch Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Dodesheide / Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Matthäusgemeinde (Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Thomasgemeinde (Dodesheide) mit Familientreff Thomas und Flüchtlingsprojekt in Kooperation mit der Ev. Familienbildungsstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Paul-Gerhardt-Gemeinde (Haste)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Pfarrei Christus König (Christus-König (Haste), Heilig Geist (Sonnenhügel), St. Franziskus (Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas in der Christus-König-Pfarrei
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rum-orthodoxe Gemeinde, Lerchenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße, FB Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Osnabrück (Angebote auch für Erwachsene und Senior*innen)
Typ
Stadtteil
Akteur
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Regionaler Dienst Nord, städt. Jugendhilfe Stadt Osnabrück, Standort Haste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteitreff Haste, Kath. Familien-Bildungsstätte e. V., (Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mehrgenerationenhaus Haste, Kath. Familien-Bildungsstätte e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lega S. Jugendhilfe gemeinnützige GmbH/ Umwelt-Lernstandort Nackte Mühle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialverband Deutschland, Ortsverband Osnabrück-Haste-Dodesheide
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reparaturcafé Haste, Freiwilligenprojekt in der Nackten Mühle mit Unterstützung des NHV Dodesheide-Haste-Sonnenhügel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Klöncafé im Café Lohmann, Freiwilligenprojekt des Seniorenstützpunktes der Stadt Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Runder Tisch Sonnenhügel/ Dodesheide (Trägervernetzung vorwiegend aus dem Bereich Jugendhilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätte ev.-luth. Matthäusgemeinde (Sonnenhügel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten der ev.-luth. Thomasgemeinde und Thomaskita am Limberg (Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kath. Kindergarten St. Franziskus (Dodesheide)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hermann-Nohl-Schule, Förderschule emotionale und soziale Entwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen des Landkreises Osnabrück in Haste
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule Osnabrück, Gartenbau / Landschaftspflege (nähe Projektgebiet)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtwerke Osnabrück AG - Nettebad (Sport, Wellness, Kurse)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
In den strategischen Zielen der Stadt Osnabrück 2021-30 sind Quartiersansatz u. Sozialraumorientierung Bestandteil verschiedener Ziele und zugeordneter Handlungsfelder. Durch den Ratsauftrag für ein gesamtstädtisches Konzept „Quartier für Alle“ wird beteiligungsorientierte Gemeinwesenarbeit nach der Projektlaufzeit konzeptionell und finanziell in die kommunale Strategie der Sozialraumentwicklung und der Gestaltung des demographischen. Wan-dels aufgenommen.
11. Medien
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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